Mit technischer Brillanz und Forschergeist hat Karl Heinz Koller (1943-1995) ein herausragendes Werk geschaffen, das mit analogen Mitteln bis dahin kaum machbar Geglaubtes entstehen ließ.
Was dieser „Bildgenerator", wie er sich selbst nannte, hier vor Augen führt, ist für uns, die wir an digitale Bildwelten gewohnt sind, überaus überraschend.
Bereits in seinen Anfängen als Fotograf eröffnet Karl Heinz Koller ein weites Feld, u. a. mit Serien zum Leben in einer der frühen Wiener Kommunen (Ein Monat in meinem Leben, 1974) und zu den Performances von Künstlern wie Johann Jascha und Bruno Demattio. Die monumentalen Porträtfotografien seines Freundes Peter Braunsteiner (1973) gehen den Porträts von Thomas Ruff um Jahre voraus.
Ab 1975 entstehen die Konfigurationen, eine Serie von hunderten kreisrunden, an buddhistische Mandalas erinnernden Kompositi-onen. Unter Zuhilfenahme eines eigens konstruierten Drehtisches kreiert Koller aus einfachen Elementen mit Vielfachbelichtungen, Langzeitaufnahmen der Drehbewegung