Umwelt-Produktdeklaration nach ISO 14025
XPS - Extrudierter Polystyrolschaum FPX – Fachvereinigung Polystyrol–Extruderschaumstoff
Deklarationsnummer EPD-FPX-2010111-D
Institut Bauen und Umwelt e.V. www.bau-umwelt.com
Kurzfassung
UmweltProduktdeklaration Environmental Product-Declaration
Programmhalter
Institut Bauen und Umwelt e.V. www.bau-umwelt.com
FPX - Fachvereinigung Polystyrol-Extruderschaumstoff Odenwaldring 68 D – 64380 Rossdorf www.fpx-daemmstoffe.de
in Zusammenarbeit mit: EXIBA Avenue E. Van Nieuwenhuyse, 4 B – 1160 Brussels Belgium
EPD-FPX-2010111-D
Deklarationsinhaber
Deklarationsnummer
XPS – extrudierter Polystyrolschaum Diese Deklaration ist eine Umweltproduktdeklaration gemäß ISO 14025 und beschreibt die Umweltleistungen der hier genannten Bauprodukte in Deutschland. Sie soll die Entwicklung des umwelt- und gesundheitsverträglichen Bauens fördern.
Deklarierte Bauprodukte
In dieser validierten Deklaration werden alle relevanten Umweltdaten offengelegt. Die Deklaration beruht auf dem PCR-Dokument „Schaumkunststoffe“, Dezember 2009. Diese validierte Deklaration berechtigt zum Führen des Zeichens des Instituts für Bauen und Umwelt. Sie gilt ausschließlich für die genannten Produkte, drei Jahre vom Ausstellungsdatum an. Der Deklarationsinhaber haftet für die der Deklaration zugrunde liegenden Angaben und Nachweise. Die Deklaration ist vollständig und enthält in ausführlicher Form: Produktdefinition und bauphysikalische Angaben Angaben zu Grundstoffen und zur Stoffherkunft Beschreibungen zur Produktherstellung Hinweise zur Produktverarbeitung Angaben zum Nutzungszustand, außergewöhnlichen Einwirkungen in der Nutzungsphase Ökobilanzergebnisse Nachweise und Prüfungen
Gültigkeit
Inhalt der Deklaration
Ausstellungsdatum
07. Juli 2010
Unterschriften
Prof. Dr.-Ing. Horst J. Bossenmayer (Präsident des Instituts Bauen und Umwelt e.V.)
Diese Deklaration und die zugrundegelegten Regeln wurden gemäß ISO 14025 durch den unabhängigen Sachverständigenausschuss (SVA) geprüft.
Prüfung der Deklaration Unterschriften
Prof. Dr.-Ing. Hans-Wolf Reinhardt (Vorsitzender des SVA)
Dr. Birgit Grahl (Prüferin vom SVA bestellt)
Kurzfassung
UmweltProduktdeklaration Environmental Product-Declaration Extrudierter Polystyrolhartschaum (XPS) ist ein Kunststoffschaumdämmstoff entsprechend der DIN EN 13164, der in Form von Platten im Rohdichtenbereich von 30 bis 50 kg/m³ produziert wird. Die Platten werden in unterschiedlichen Druckfestigkeitsstufen von 150 bis 700 kPa im Dickenbereich 20 bis 200 mm geliefert, Produkte mit Dicken bis 320 mm werden als werksseitig verklebte Mehrschichtplatten geliefert. Für die unterschiedlichen Anwendungsbereiche können die Platten unterschiedliche Oberflächen (mit Extrusionshaut, gefräst, gerillt oder thermisch geprägt) aufweisen. XPS Platten werden mit Glattkanten-, Stufenfalz- und Nut & Feder-Kantenausprägung geliefert.
Produktbeschreibung
Hauptbestandteil ist Polystyrol, als Treibmittel wird Kohlendioxid in Kombination mit Co-Treibmittel verwendet. Diese Deklaration bezieht sich auf 1 m² extrudierte Polystyrolschaumplatte (XPS-Platte) mit einer 3 3 Stärke von 100 mm, d.h. 0,1 m mit einer Dichte von 34 kg/m . Anwendungsgebiete sind nach der DIN 4108-10 Wärmedämmung von Dach, Decke, Wand, Boden und Perimeter mit dort festgelegten Anforderungen an die physikalischen Eigenschaften: Perimeterdämmung der Bodenplatte, Perimeterdämmung der Kelleraußenwände, Flachdachdämmung nach dem Umkehrdachprinzip, Wärmedämmung von Fußböden z.B. hochbelasteter Industriefußböden, Außenwanddämmung, insbesondere Wärmebrückendämmung von Betonbauteilen, Außenwanddämmung, insbesondere als Kerndämmung in zweischaligem Mauerwerk, Wärmedämmverbundsysteme (WDVS), Wärmedämmung von Decken in landwirtschaftlichen Bauten, Innendämmung von Wänden, Innendämmung von Decken, Wärmedämmung von Steildächern oberhalb und unterhalb der Sparren, Kernmaterial für Sandwichelemente, Technische Anlagen (z. B. Rohrisolierungen). Die Ökobilanz wurde nach DIN ISO 14040/44 entsprechend den Anforderungen des Leitfadens Umwelt-Produktdeklarationen zu Typ-III-Deklarationen des Instituts Bauen und Umwelt e.V. durchgeführt. Als Datenbasis wurden spezifische Daten von fünf Mitgliedsunternehmen des Industrieverbandes EXIBA, sowie Daten aus der Datenbank „GaBi 4“ herangezogen. Die Ökobilanz umfasst die Rohstoff- und Energiegewinnung, Rohstofftransporte und die eigentliche Herstellungsphase des XPS-Schaums, sowie dessen Entsorgung, und die Herstellung der Verpackung.
Anwendungsbereich
Rahmen der Ökobilanz
In der End of Life-Phase wurden zwei Szenarien für die thermische Verwertung berechnet. Das Szenario mit 90% Verwertungsrate wird angenommen für Anwendungen, in denen das XPS leicht wieder aus dem Gebäude zu entnehmen ist (bspw. Dachisolierung), und 50% für Produkte, die schwer oder nur unvollständig vom Gebäude zu trennen sind (bspw. Perimeterdämmung)
Ergebnisse der Ökobilanz 3
Einheit
Ökobilanzergebnisse für 0,1m XPS
Total EoL Total EoL Produktion (90 % thermische (90 % thermische (50% thermische (50 % thermische Verwertung)
Primärenergiebedarf (nicht erneuerbar) Primärenergiebedarf (erneuerbar) Abiotischer Ressourcenverbrauch (ADP total) Abiotischer Ressourcenverbrauch (ADP Elemente) Treibhauspotential (GWP) Ozonschicht Abbaupotential (ODP)
Verwertung)
Verwertung)
Verwertung)
MJ MJ
343,752 2,358
102,533 1,316
241,219 1,042
55,260 0,712
288,492 1,646
kg Sb Äquiv. kg Sb Äquiv.
0,156 2,51E 06 15,475 4,69E 07
0,044 5,03E 07 4,670 2,78E 07
0,112 2,00E 06 20,145 1,91E 07
0,024 2,76E 07 2,729 1,54E 07
0,132 2,23E 06 18,204 3,15E 07
Versauerungspotential (AP)
kg CO 2 Äquiv. kg R11 Äquiv. kg SO 2 Äquiv.
0,049
0,005
0,044
0,002
0,047
Eutrophierungspotential (EP)
kg PO 43 Äquiv.
0,004
3,12E 04
0,004
5,20E 05
0,004
Photochemisches Oxidantien Bildungspotential (POCP)
kg C2H4 Äquiv.
0,051
4,70E 04
0,050
1,88E 04
0,051
Erstellt durch: PE INTERNATIONAL, Leinfelden-Echterdingen Das Auslaugverhalten in der Nutzungsphase ist nicht relevant. Für die Messung von VOC Emissionen im Innenraum sind keine Prüfbedingungen definiert, siehe Abschnitt 9 der Langfassung.
Nachweise und Prüfungen
DI Umwelt-Produktdeklaration Seite 4
XPS - Extrudierter Polystyrolschaum Produktgruppe Deklarationsinhaber: Deklarationsnummer:
Geltungsbereich
1
PCR Schaumkunststoffe, Dezember 2009 FPX EPD-FPX-2010111-D
Erstellung
07-07-2010
Dieses Dokument bezieht sich auf XPS (extrudierter Polystyrolhartschaum) Platten, die von den EXIBA Mitgliedsunternehmen ohne halogenierte Treibmittel für den deutschen Markt hergestellt wurden. Die Ökobilanzdaten wurden im Jahr 2007 in insgesamt 8 Werken in 5 Europäischen Ländern der Firmen BASF SE, Dow Deutschland GmbH & Co. OHG, JACKON Insulation GmbH, Knauf Insulation GmbH und URSA Deutschland GmbH erfasst. Es kann davon ausgegangen werden, dass die betrachteten Werke mehr als 90% des durch FPX-Mitglieder in Deutschland verkauften XPS ohne halogeniertem Treibmittel herstellen.
Produktdefinition
Produktdefinition
Anwendung
Inverkehrbringung und Anwendungsregeln
Extrudierter Polystyrolhartschaum (XPS) ist ein Kunststoffschaumdämmstoff entsprechend der DIN EN 13164, der in Form von Platten im Rohdichtenbereich von 30 bis 50 kg/m³ produziert wird. Die Platten werden in unterschiedlichen Druckfestigkeitsstufen von 150 bis 700 kPa im Dickenbereich 20 bis 200 mm geliefert, Produkte mit Dicken bis 320 mm werden als Mehrschichtplattenprodukte geliefert. Für die unterschiedlichen Anwendungsbereiche können die Platten unterschiedliche Oberflächen (mit Extrusionshaut, gefräst, gerillt oder thermisch geprägt) aufweisen. XPS Platten werden mit Glattkanten-, Stufenfalz- und Nut & FederKantenausprägung geliefert. Hauptbestandteil ist Polystyrol, als Treibmittel wird Kohlendioxid in Kombination mit Co-Treibmittel verwendet. Diese Deklaration bezieht sich auf 1 m2 extrudierte Polystyrolschaumplatte (XPSPlatte) mit einer Stärke von 100 mm, d.h. 0,1 m3 mit einer Dichte von 34 kg/m3. Anwendungsgebiete sind nach der DIN 4108-10 Wärmedämmung von Dach, Decke, Wand, Boden und Perimeter mit dort festgelegten Anforderungen an die physikalischen Eigenschaften: x
Perimeterdämmung der Bodenplatte
x
Perimeterdämmung der Kelleraußenwände
x
Flachdachdämmung nach dem Umkehrprinzip (Umkehrdach)
x
Wärmedämmung von Fußböden z.B. hochbelasteter Industriefußböden
x
Außenwanddämmung, insbesondere Wärmebrückendämmung von Betonbauteilen
x
Außenwanddämmung, insbesondere als Kerndämmung in zweischaligem Mauerwerk
x
Wärmedämmverbundsysteme (WDVS)
x
Wärmedämmung von Decken in landwirtschaftlichen Bauten
x
Innendämmung von Wänden
x
Innendämmung von Decken
x
Wärmedämmung von Steildächern oberhalb und unterhalb der Sparren,
x
Kernmaterial für Sandwichelemente
x
Technische Anlagen (z.B. Rohrisolierungen)
CE-Kennzeichnung nach Produktnorm DIN EN 13164. Allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen des DIBt für Wärmedämmstoffe aus extrudiertem Polystyrol (XPS): x x x x x x
Z23.15-1416 (Austrotherm) Z23.15-1481 (BASF SE) Z23.15-1476 (Dow Deutschland GmbH & Co. OHG) Z23.15-1477 (JACKON Insulation GmbH) Z23.31-1307 (Knauf Insulation GmbH) Z23.15-1516 (URSA Insulation S.A.)
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XPS - Extrudierter Polystyrolschaum Produktgruppe Deklarationsinhaber: Deklarationsnummer:
Gütesicherung
Lieferzustand/ Eigenschaften
Bautechnische Daten
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Erstellung
07-07-2010
XPS wird nach DIN EN 13164 hergestellt und ist durch die Bauregelliste B1 des DIBt und durch bauaufsichtliche Zulassungen des DIBt baurechtlich eingeführt. Dadurch unterliegt es der Güteüberwachungspflicht durch unabhängige, staatlich anerkannte Prüfinstitute, wie z.B. dem Forschungsinstitut für Wärmeschutz (FIW), München, der Forschungs- und Materialprüfanstalt (FMPA) Baden-Württemberg und der Materialprüfungsanstalt (MPA) in Nordrhein-Westfalen. Diese Fremdüberwachung wird durch die Eigenüberwachung entsprechend der DIN EN 13164 und DIN EN 13172 unterstützt. Die Produktionen der an der Datenaufnahme beteiligten FPX Mitglieder sind überwiegend nach ISO 9001 und ISO 14001 (je 6 von 8 Standorten) zertifiziert. Länge: 1000 – 3000 mm Breite: 600 – 1200 mm Dicke: 20 – 200 mm (320 mm als Mehrschichtplatte)
Deklarierte Wärmeleitfähigkeit [W/(mK)] Verformungsverhalten nach DIN EN 1605 [%] Last 20 kPa; 80°C; Last 40 kPa; 70°C Druckspannung oder Druckfestigkeit [kPa] bei 10% Stauchung nach DIN EN 826 Elastizitätsmodul [kPa] nach DIN EN 826
Zugfestigkeit [kPa] nach DIN EN 1607 Kriechverhalten (50 Jahre, 2% Stauchung) bzw. Dauerdruckfestigkeit [kPa] nach DIN EN 1606 Wasseraufnahme nach Diffusion [Vol.-%] gem. DIN EN 12088
0,030 – 0,041
5
150 - 700
10.000 – 40.000
100 – 400
bis 250
5
Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl μ [-] nach DIN EN 12086
50 – 250
Widerstandsfähigkeit gegen Frost-Tauwechsel (maximale Wasseraufnahme) in [Vol.-%] nach DIN EN 12091
2
Dimensionsstabilität 70°C, 90% r.F. nach DIN EN 1604 [%]
5
Brandschutz: Die Produkte sind eingestuft in Euroklasse E nach DIN EN 13501-1 und Baustoffklasse B1 schwer entflammbar nach DIN 4102-1.
Schallschutz
Für XPS stellt Schallschutz keine relevante Eigenschaft dar.
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XPS - Extrudierter Polystyrolschaum Produktgruppe Deklarationsinhaber: Deklarationsnummer:
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07-07-2010
Grundstoffe
Grundstoffe / Vorprodukte
Als Hauptrohstoff wird Standard Polystyrol (GPPS) [CAS 9003-53-6] mit 90 bis 95 Masse-% eingesetzt. Dieses wird mit Hilfe eines Treibmittels mit ca. 8 Masse-% aufgeschäumt. Das Treibmittel besteht aus Kohlendioxid [CAS 124-38-9] und halogenfreien Co-Treibmitteln. Grundstoffe / Vorprodukte
Massenanteil
Polystyrol Treibmittel
90 -95 % 5–8%
davon Kohlenstoffdioxid
40 - 80 %
Co-Treibmittel
20 - 60 %
HBCD Additive (z.B. Pigmente)
0,5 – 3 % weniger als 1%
Hilfsstoffe / Zusatzmittel / Stofferläuterung
Als Zusatzmittel wird das Flammschutzmittel Hexabromcyclododekan (HBCD) [CAS 25637-99-4] eingesetzt. Weiter werden dem Extrusionsprozess Farbstoffe und Verarbeitungshilfsstoffe zugeführt (siehe Tabelle in Grundstoffe/Vorprodukte).
Rohstoffgewinnung und Stoffherkunft
Polystyrol und die Co-Treibmittel werden aus Erdöl und -gas hergestellt. Es wird auf der Straße oder per Pipeline von den Produktionsstandorten zu den XPSHerstellwerken transportiert. CO2 wird als Nebenprodukt aus verschiedenen Prozessen gewonnen und ist unbegrenzt verfügbar.
Verfügbarkeit der Rohstoffe
Die Verfügbarkeit der fossilen Rohstoffe Erdöl und -gas ist endlich.
3
Produktherstellung
Produktherstellung
XPS wird in einem kontinuierlichen Extrusionsprozess mit Strom als Hauptenergieträger hergestellt. Polystyrol-Granulat wird zusammen mit den Hilfsstoffen im Extruder unter hohem Druck aufgeschmolzen. Das Treibmittel wird der Schmelze hinzugegeben und in ihr gelöst. Die Schmelze wird durch eine Breitschlitzdüse ausgetragen, durch den dabei abfallenden Gegendruck schäumt das Treibmittel die Schmelze auf, kühlt diese dabei ab und das Polystyrol verfestigt sich. Es entsteht ein endloser Strang aus homogenem und geschlossenzelligem Polystyrolhartschaum. Dieser wird weiter abgekühlt und anschließend dimensioniert, besäumt, eventuell in der Oberfläche modifiziert und in einer 4- oder 6-Seitenverpackung mit Polyethylenfilm verpackt und palletiert. Durch die Verwendung von unterschiedlichen Düsen können Plattenstärken von 20 bis 200 mm produziert werden. Über 99% des XPS aus Produktionsabschnitten und Produktionsausschuss wird direkt in den Produktionen recycliert und wieder zur Produktion von XPS eingesetzt. Polystyrol ist ein thermoplastisches Material und kann deshalb einfach und günstig durch Aufschmelzen recycliert werden.
Gesundheitsschutz Herstellung
Bei der Herstellung des XPS sind in allen Produktionsschritten zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter keine weiteren Maßnahmen über die nationalen Arbeitsschutzvorschriften hinaus notwendig.
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Umweltschutz Herstellung
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Seite 7 Erstellung
07-07-2010
Die Mitglieder der EXIBA haben sich seit 2006 in dem SECURE (Self-Enforced Control of Use to Reduce Emissions) Programm durch einen “Code of Good Practice” zu einer sicheren Verwendung von HBCD verpflichtet (/Code of Good Practice/).
Produktverarbeitung
Verarbeitungsempfehlungen
Produkt- und anwendungsabhängige Einbauempfehlungen sind in Prospekten, Verarbeitungshinweisen und Produktdatenblättern der Hersteller beschrieben, diese können bei den Herstellern (BASF SE, JACKON Insulation GmbH, Knauf Insulation GmbH, URSA Insulation S.A., Dow Deutschland GmbH & Co. OHG) direkt oder über das Internet bezogen werden (/BASF/, /JACKON/, /Knauf/, /URSA/, /Dow/).
Arbeitsschutz / Umweltschutz
Maßnahmen zum Arbeits- und Umweltschutz während der Produktverarbeitung sind in den Sicherheitsdatenblättern der Hersteller beschrieben. Es ist kein spezieller Personenschutz bei der Verarbeitung von XPS notwendig.
Restmaterial
XPS-Bauabfälle, welche als Verschnitt auf der Baustelle anfallen, sollen getrennt gesammelt und einer fachgerechten Entsorgung zugeführt werden.
Verpackung
Die Verpackung besteht aus Polyethylenfolien, diese sollen getrennt gesammelt und einer fachgerechten Entsorgung zugeführt werden. Polyethylen kann dann recycliert werden.
5
Nutzungszustand
Inhaltsstoffe
Alle eingesetzten Stoffe sind im Einbauzustand alterungsbeständig und feuchtigkeitsresistent, wodurch die Dämmleistung sowie die mechanischen Eigenschaften während der gesamten Nutzungsdauer unverändert erhalten bleiben.
Wirkungsbeziehungen Umwelt Gesundheit
Während der Nutzung treten bei bestimmungsgemäßer Anwendung des XPS keine Wirkungsbeziehungen zwischen dem XPS der Umwelt und der Gesundheit der Benutzer auf. Umwelt: XPS ist in den oben genannten Anwendungen (außer in der Perimeterdämmung) nicht im direkten Kontakt mit der Umwelt. Es enthält als Flammschutzmittel HBCD, eine Verbindung die in der europäischen Chemikalienverordnung REACH als „besonders Besorgnis erregend“ eingestuft wird. Das HBCD ist in die Polymermatrix des XPS eingebunden. Gesundheit:. XPS ist in den meisten Anwendungen nicht im direkten Kontakt mit Innenraumluft. Belastungen für die Gesundheit bei der Verwendung von XPS für Innenraumdämmungen sind nicht bekannt.
Nutzungszustand
Die Nutzungsdauer des XPS ist gleich der Nutzungsdauer des Bauteils, in dem es verwendet wird. Dies ist begründet in den ausgezeichneten mechanischen Festigkeiten und Beständigkeiten gegenüber Wassereinwirkung.
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07-07-2010
Außergewöhnliche Einwirkungen
Brand
XPS-Dämmstoffprodukte sind als schwerentflammbar in die Baustoffklasse B1 nach DIN 4102-1 eingestuft. Sie sind als „nicht brennend abtropfend“ bewertet. Das Brandverhalten ist im Rahmen der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen festgelegt.
Wasser
XPS-Hartschaum ist chemisch neutral, nicht wasserlöslich und gibt bei bestimmungsgemäßem Gebrauch keine wasserlöslichen Stoffe ab, die zu einer Verunreinigung des Grundwassers, der Flüsse und Meere führen könnten.
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Nachnutzungsphase
Wiederverwendung
Will man das volle Wiederverwendungspotential der XPS-Dämmprodukte ausnutzen, sollte die Verlegung der Dämmplatten möglichst so erfolgen, dass die Platten mit nur geringer oder keiner Beschädigung zurückgebaut werden können: Nichtverklebte Systeme, Trennlagen zwischen Dämmung und Beton, mechanische Befestigungen. Auf Umkehrdächern werden Platten aus extrudiertem Polystyrol-Hartschaum lose verlegt und können daher weitestgehend zerstörungsfrei vom Dach entfernt und auf einem anderen Dach wieder verlegt werden. Bei einem bestehenden konventionellen Flachdach können die XPS-Dämmplatten an Ort und Stelle verbleiben, wenn zur wärmedämmtechnischen Aufwertung daraus ein „Plusdach“ wird.
Weiterverwendung
Rückgebaute, wiederverwendbare XPS-Dämmplatten aus mechanisch fixierten Anwendungen können z.B. zur Dämmung von Kellerwänden, oder nichttragenden Bodenplatten eingesetzt werden.
Wiederverwertung
Gebrauchter XPS-Hartschaum wird nicht stofflich wiederverwertet.
Weiterverwertung
Die Hersteller empfehlen als Entsorgungsweg eine thermische Verwertung des Produkts. Die im Schaumstoff enthaltene Energie wird damit zurück gewonnen, wodurch zusätzlich erforderliche Stützfeuerung bei Müllverbrennungsanlagen eingespart wird. Die Energie von 1 kg XPS-Hartschaum entspricht dem von ca. 1,1 Liter Heizöl. Zusätzlich kann die anfallende Abwärme bei der Müllverbrennung sowohl zur Stromals auch zur Fernwärmeerzeugung genutzt werden.
Entsorgung
Abfallschlüssel nach Abfallverzeichnis: 17 06 04 Dämmmaterial mit Ausnahme desjenigen, das unter 17 06 01 und 17 06 03 fällt.
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Ökobilanz
8.1
Herstellung von XPS Hartschaumplatten Diese Deklaration bezieht sich auf 1 m2 extrudierte Polystyrolschaumplatte mit einer Deklarierte Stärke von 100 mm, d.h. 0,1 m3 mit einer Dichte von 34 kg/m3. Einheit Bei XPS-Produkten mit abweichender Rohdichte und/oder abweichender Dicke ist für die Umweltindikatoren und Sachbilanzparameter folgende Umrechnung vorzunehmen:
ୟୢୟ୮ ൌ ୰ୣ כ Iadap Iref adap ref dadap dref Systemgrenzen
ɏୟୢୟ୮ ୟୢୟ୮ כ ɏ୰ୣ ୰ୣ
– adaptierter Umweltindikator oder Sachbilanzparameter – Umweltindikator oder Sachbilanzparameter für Rohdichte 34 kg/m3 – adaptierte Rohdichte – Referenz-Rohdichte 34 kg/m3 – adaptierte Produktdicke – Referenz Produktdicke (100mm)
Die Ökobilanz betrachtet die folgenden Punkte des Lebenszyklus: x
Produktion von Rohstoffen und Energie
x
Herstellung des Polystyrol-Schaumes
x
Herstellung der Verpackung
x
Transporte (Rohstoffe zu Hersteller, Produkte zu Baustelle, Abfälle zu EoL)
x
Aus der Nutzung werden die Emissionen des Treibmittels betrachtet. Energieeinsparungen die aus der Applikation des XPS-Schaumes folgen sind anwendungsfallspezifisch und nicht Teil dieser Ökobilanz.
x
Thermische Verwertung oder Deponierung des Produktes
Abschätzungen und Annahmen
Für das Umweltprofil der Produktion des Flammschutzmittels wird eine Abschätzung verwendet. Für CO2 wurde eine Abschätzung auf Basis komprimierter Luft durchgeführt.
AbschneideKriterium
Es sind alle Daten aus der Betriebsdatenerhebung, d.h. alle nach Rezeptur eingesetzten Ausgangsstoffe (mit Ausnahme der Additive), die eingesetzte thermische Energie, der interne Kraftstoffverbrauch sowie der Stromverbrauch, alle direkten Produktionsabfälle sowie alle zur Verfügung stehenden Emissionsmessungen in der Bilanzierung berücksichtigt. Für den Rohstoff Polystyrol und das Produkt XPS sind Annahmen zu den Transportaufwendungen getroffen. Es sind auch Stoff- und Energieströme mit einem Anteil von kleiner als 1 % berücksichtigt. Es kann davon ausgegangen werden, dass die vernachlässigten Prozesse weniger als jeweils 5% zu den berücksichtigten Wirkungskategorien beigetragen hätten. Die Herstellung der benötigten Maschinen und Anlagen sind vernachlässigt.
Transporte
Der Transport des Rohstoffs Polystyrol, sowie der Transport der fertigen XPSPlatten zur Baustelle, sowie zur Verwertung sind berücksichtigt.
Betrachtungszeitraum
Als Datengrundlage dienen Fertigungsinformationen des Jahres 2007.
HintergrundDaten
Hintergrunddaten sind im Wesentlichen der GaBi 4 Datenbank entnommen. Für das Polystyrolgranulat ist der GPPS (general purpose polystyrene) Datensatz von
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PlasticsEurope verwendet. Für die Berechnung der Ökobilanz wurde der OriginalDatensatz bezüglich Wasserverbrauch (Brutto Wasserverbrauch) aus Konsistenzgründen angepasst und nur der Prozesswasserbedarf, nicht jedoch der Kühlwasserbedarf, einberechnet. Dies entspricht den Modellierungsprinzipien aller weiteren verwendeten Datensätze der GaBi Datenbank. Datenqualität
Die Modellierung XPS-Produktion basiert auf Fertigungsdaten der Unternehmen des Jahres 2007. Die an der Datenerhebung teilnehmenden Unternehmen stellen mehr als 90 % des durch die Mitglieder von FPX in Deutschland verkauften XPS ohne halogeniertem Treibmittel in 5 verschiedenen Ländern her.
Allokation
Innerhalb der gewählten Systemgrenzen wurden keine Allokationsverfahren angewendet. Die Produktionsdaten sind komplett auf das Produkt XPS bezogen. In der Produktion fallen keine Nebenprodukte an.
Thermische Verwertung von Abfällen und Verpackungen
Die thermische Verwertung von Produktionsabfällen ist aufgrund geringer Mengenrelevanz vernachlässigt. Aufgrund der Mengenrelevanz ist nach Sensitivitätsanalyse die thermische Verwertung und die Entsorgung der Verpackungen (PE Folie) vernachlässigt.
Hinweise zum Nutzungsstadium
XPS ist ein Dämmmaterial und beeinflusst als solches den Energiebedarf des Gesamtgebäudes. Die potentiellen Energieeinsparungen bei der Anwendung des XPS sind nicht Umfang dieser Ökobilanz. Emissionen der Treibmittel, die während der Nutzung des Produktes anfallen, sind vollständig der Produktion zugeschlagen.
Wahl des EoLSzenarios
Für das Lebensende sind zwei Szenarien gerechnet: - 90 % thermische Verwertung, für Applikationen mit potentiell hohen Sammelraten (Dach-, Boden-, oder Wandisolierung) - 50 % thermische Verwertung für Applikationen mit potentiell niedrigen Sammelraten (Perimeterdämmung) Die nicht thermisch verwerteten Abfälle (10 % bzw. 50 %) werden in beiden Szenarien deponiert.
Gutschriften
In der thermischen Verwertung der Produkte nach Lebensende wird Strom und Dampf erzeugt, als Gutschriftensystem wird ein Substitutionsansatz verwendet. Der durchschnittliche „Strom Deutschland“ und für Wärme durchschnittliche „Dampf aus Erdgas“ unter deutschen Randbedingungen sind gutgeschrieben.
8.2
Darstellung der Bilanzen und Auswertung Im folgenden Kapitel wird die Sachbilanz-Auswertung bezüglich der stofflichen und energetischen Ressourcen sowie der entstehenden Abfälle dargestellt.
Primärenergie
Über den gesamten Lebenszyklus liegt der Primärenergiebedarf je deklarierter Einheit bei 242,4 MJ unter Annahme von 90% thermischer Verwertung und bei 290,2 MJ unter Annahme 50% thermischer Verwertung. Tabelle 8-1: Primärenergiebedarf gesamter Lebenszyklus XPS
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07-07-2010
400,0
350,0
2,4
MJ//0,1m3 Polystyrolschaum
300,0
250,0
200,0
343,8 150,0
100,0
50,0
0,0
50,0
-55,3 -0,7
-102,5
100,0
-1,3
150,0
Produktion
EoL (90% thermische Verwertung)
Primärenergie, nicht erneuerbar
EoL (50% thermische Verwertung)
Primärenergie, erneuerbar
Abbildung 8-1: Gesamter Primärenergiebedarf 400,0 350,0
19,7 300,0
MJ/(0,1m3 Polystyrolschaum)
Produktgruppe Deklarationsinhaber: Deklarationsnummer:
250,0
126,3
200,0 150,0 100,0
171,6
50,0 0,0
21,0
5,1 -6,1
4,5
5,3
-50,0
-84,4
-100,0
-10,4
-3,4
-3,8
-6,9
-46,8 -5,7
-150,0
Produktion
EoL (90% thermische Verwertung) Steinkohle
Braunkohle
Erdöl
Erdgas
EoL (50% thermische Verwertung) Uran
Abbildung 8-2: Aufteilung der Primärenergie, nicht erneuerbar In Abbildung 8-1 ist der gesamte Primärenergiebedarf des XPS-Lebenszyklus graphisch dargestellt. Abbildung 8-2 zeigt den nicht erneuerbaren Primärenergiebedarf für den Lebenszyklus von XPS. Auffällig ist, dass die Verteilung zwischen den Energieträgern, für Produktion und Verwertung stark unterschiedlich ist. Dies liegt in erster Linie daran, dass für die Herstellung des Polystyrolgranulats vor allem Erdöl und Erdgas als Vorprodukte der Kunststoffherstellung verwendet werden. Bei der thermischen Verwertung am Lebensende wird konventionell erzeugter Strom und konventionell erzeugte thermische Energie (Dampf) aus Erdgas gutgeschrieben. Diese Substitution von Dampf führt zu einer verhältnismäßig großen Gutschrift für Primärenergie aus Erdgas.
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07-07-2010
3 Wasserverbrauch Tabelle 8-2 zeigt den Wasserverbrauch für 0,1 m XPS-Schaum. Der Wasserverbrauch ist im Wesentlichen auf die Polystyrolproduktion zurückzuführen.
Tabelle 8-2: Wasserverbrauch Lebenszyklus von XPS
Abfälle
Abfälle werden in drei Fraktionen getrennt: Abraum und Haldengüter, Siedlungsabfälle (Hausmüll- und Gewerbeabfälle), sowie Sonderabfälle. Abraum und Haldengüter stellen bei der Herstellung den größten Anteil dar. Der insgesamt negative Betrag für das Szenario mit 90% thermischer Verwertung ist auf den hohen Braunkohleanteil am deutschen Strommix zurückzuführen. Braunkohle wird im Tagebau gewonnen, hierbei entstehen große Mengen Abraum. Sonderabfälle sind im Wesentlichen Abfälle aus vorgelagerten Stufen (Polystyrolherstellung). Radioaktive Abfälle folgen ausschließlich aus der Stromerzeugung. Tabelle 8-3: Abfallaufkommen Lebenszyklus XPS
Wirkungsabschätzung
Tabelle 8-4: Wirkungskategorien Lebenszyklus XPS 3
Ökobilanzergebnisse für 0,1m XPS
Abiotischer Ressourcenverbrauch (ADP total)
Einheit
Produktion
EoL
Total
EoL
Total
(90 % thermische Verwertung)
(90 % thermische Verwertung)
(50 % thermische Verwertung)
(50 % thermische Verwertung)
kg Sb Äquiv. kg Sb Äquiv.
0,156
0,044
0,112
0,024
0,132
2,51E 06
5,03E 07
2,00E 06
2,76E 07
2,23E 06
Treibhauspotential (GWP) Ozonschicht Abbaupotential (ODP)
kg CO2 Äquiv. kg R11 Äquiv.
15,475 4,69E 07
4,670 2,78E 07
20,145 1,91E 07
2,729 1,54E 07
18,204 3,15E 07
Versauerungspotential (AP) Eutrophierungspotential (EP)
kg SO2 Äquiv.
0,049 0,004
0,005 3,12E 04
0,044 0,004
0,002 5,20E 05
0,047 0,004
0,051
4,70E 04
0,050
1,88E 04
0,051
Abiotischer Ressourcenverbrauch (ADP Elemente)
kg PO43 Äquiv. Photochemisches Oxidantien Bildungspotential (POCP) kg C2 H4 Äquiv.
(Bemerkung zu Tabelle 8-4: „ADP total“ berechnet gemäß ADP CML 2007 Methode, „ADP Elemente“ gemäß ADP CML 2009 Methode /Oers 2010/)
Tabelle 8-4 zeigt die Wirkungsabschätzung für den Lebenszyklus XPS. Abbildung 8-3 und Abbildung 8-4 zeigen die relativen Beiträge einzelner Emissionsquellen zum Gesamtergebnis. Die meisten Wirkungskategorien und der fossile Primärenergiebedarf werden durch die Polystyrolherstellung dominiert. Einzig POCP wird durch die Emissionen der Treibmittel bestimmt. Somit ist POCP die einzige der untersuchten Wirkungskategorien, die maßgeblich durch Emissionen des Extrusionsprozesses selbst bestimmt wird. ODP wird stark durch die Stromherstellung bestimmt, somit hat der Stromverbrauch des Extrusionsprozesses starken Einfluss auf die Ergebnisse dieser Kategorie. Die Umweltwirkungen des Lebensendes werden in beiden EoL-Szenarien durch die Verwertungs-Gutschriften bestimmt. Einzig beim GWP spielen die CO2-Emissionen des Verbrennungsprozesses eine bedeutendere Rolle.
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XPS - Extrudierter Polystyrolschaum Produktgruppe Deklarationsinhaber: Deklarationsnummer:
PCR Schaumkunststoffe, Dezember 2009 FPX EPD-FPX-2010111-D
Erstellung
07-07-2010
100,0%
0,2% 1,4%
80,0%
0,7% 6,4% 3,4%
60,0%
1,2%
5,1%
5,0%
11,4%
4,7%
0,8% 4,0% 3,7%
1,3%
1,2%
33,1%
67,3%
0,5% 5,0% 3,4% 0,5%
22,1%
0,2%
88,0% 0,9%
40,0% 64,3%
20,0%
37,7%
40,4% 68,7% 51,7%
0,3% 0,0%
1,1% 0,4% 0,2% 8,7% -1,4%
21,9%
0,0% -12,1% -23,9%
-23,0%
PE
ADP
-15,6%
-19,8% -37,3%
-20,0%
-40,0% GWP
ODP
AP
EP
Vorprodukte
Verpackung
Transport
Extrusions-Emissionen
Verwertungs-Aufwand
Verwertungs-Gutschrift
Abbildung 8-3: Anteile Lebenszyklusphasen EoL Szenario 90% thermische Verwertung
POCP
Strom
an
Gesamtlebenszyklus
100,0%
0,2% 1,1%
80,0%
0,5%
0,5%
7,2%
4,5% 4,1%
3,9% 1,4%
1,3%
3,4%
5,4%
5,1% 12,1% 24,2%
0,1% 1,4%
24,3%
0,6% 6,5%
60,0%
4,4%
1,0%
88,6%
48,4%
0,6%
40,0% 72,2%
75,3%
72,9% 49,2%
20,0%
56,7%
0,3% 0,0%
1,1% 0,4% 0,2% 8,8% -0,8%
26,2%
0,0% -14,9%
-14,3%
-14,4%
-24,8%
PE
ADP
GWP
ODP
-7,1%
-9,5%
AP
EP
-20,0%
-40,0%
Vorprodukte
Verpackung
Transport
Extrusions-Emissionen
Verwertungs-Aufwand
Verwertungs-Gutschrift
Strom
Abbildung 8-4: Anteile Lebenszyklusphasen an Gesamtlebenszyklus – EoL Szenario 50% thermische Verwertung
POCP
–
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07-07-2010
Nachweise
9.1
VOCEmissionen
Für XPS welches im Innenbereich angewendet wird, liegen keine Prüfbedingungen vor, weshalb eine Nachweisführung nicht möglich ist.
9.2
Auslaugverhalten
Das Auslaugverhalten ist für XPS-Anwendungen nicht relevant.
10 PCR-Dokument und Überprüfung Diese Deklaration beruht auf dem PCR-Dokument „Schaumkunststoffe“, 2009-12. Review des PCR-Dokuments durch den Sachverständigenausschuss. Vorsitzender des SVA: Prof. Dr.-Ing. Hans-Wolf Reinhardt (Universität Stuttgart, IWB) Unabhängige Prüfung der Deklaration gemäß ISO 14025: intern : extern Validierung der Deklaration: Dr. Birgit Grahl
11 Literatur Literatur /Code of Good Practice/
Managing Emissions of HBCD – a Proactive Industry Commitement to Good Practice; SECURE - Sustainable use of HBCD, 2007
/Ecoprofile GPPS 2005/
PlasticsEurope: Eco-profiles of the European Plastics Industry, GPPS, 2005
/Eyerer 2000/
Eyerer, P. und Reinhardt, H.W. (Hrsg.): Ökologische Bilanzierung von Baustoffen und Gebäuden – Wege zu einer ganzheitlichen Betrachtung. Birkhäuser Verlag Zürich, 2000
/FIW 2005/
„Entwicklung eines ITT-Prüfverfahrens zur Bestimmung der Emission gefährlicher Substanzen aus Dämmstoffen“, R. Gellert (FIW München); Fraunhofer IRB Verlag, Stuttgart, 2005. (Der Forschungsbericht wurde mit Mitteln des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung gefördert. (Aktenzeichen: Z 6 – 10.07.03-03.11/1113 -80 01 03-11)
/GaBi 4/
GaBi 4: Software und Datenbank zur Ganzheitlichen Bilanzierung. LBP, Universität Stuttgart und PE International, 2001-2009.
/Guinee et.al./
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/Guinee et al. 2002/
Handbook on Life Cycle Assessment: An operational Guide to the ISO Standards; Dordrecht: Kluvver Academic Publishers, 2002
/Institut Bauen und Umwelt 2006/
Institut Bauen und Umwelt e.V., Königswinter (Hrsg.): Leitfaden für die Formulierung der Anforderungen an die Produktkategorien der Produktdeklarationen (Typ III), Stand 01-2006
/Oers 2010/
CML-IA 3.7, Oers, Institute of Environmental Sciences Leiden University April 2010, www.leidenuniv.nl/cml/ssp/databases/cmlia/cmlia.zip
/PCR 2009/
PCR Schaumkunststoffe: Regeln für die Umwelt-Produktdeklaration – Werkmäßig hergestellte Dämmstoffe aus Schaumkunststoffen, Januar, 2009
DI Umwelt-Produktdeklaration XPS - Extrudierter Polystyrolschaum Produktgruppe Deklarationsinhaber: Deklarationsnummer:
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Hersteller- und Produktinformationen /BASF /
BASF SE - www.basf.com
/Dow/
Dow Deutschland GmbH & Co. OHG – www.building.dow.com
/EXIBA/
European Extruded Polystyrene Insulation Board Association, EXIBA - www.exiba.org
/FPX/
Fachvereinigung Polystyrol-Extruderschaumstoff, FPX, 2010 - www.fpx-daemmstoffe.de
/JACKON/
JACKON Insulation GmbH – www.jackon-insulation.com
/Knauf/
Knauf Insulation GmbH – www.knaufinsulation.de
/URSA/
URSA Insulation, S.A – www.ursa.de
Normen und Gesetze /DIN 4108-10/
DIN 4108-10:2008-06: Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden - Teil 10: Anwendungsbezogene Anforderungen an Wärmedämmstoffe - Werkmäßig hergestellte Wärmedämmstoffe
/DIN EN ISO 16000-6/
DIN ISO 16000-6: 2004-12: Innenraumluftverunreinigungen – Teil 6: Bestimmung von VOC in der Innenraumluft und in Prüfkammern, Probenahme auf TENAX TA®, thermische Desorption und Gaschromatographie mit MS/FID
/DIN EN ISO 16000-9/
DIN EN ISO 16000-9: 2008-04: Innenraumluftverunreinigungen – Teil 9: Bestimmung der Emission von flüchtigen organischen Verbindungen aus Bauprodukten und Einrichtungsgegenständen – Emissionsprüfkammer-Verfahren
/DIN EN ISO 16000-11/
DIN EN ISO 16000-11: 2006-06: Innenraumluftverunreinigungen – Teil 11: Bestimmung der Emission von flüchtigen organischen Verbindungen aus Bauprodukten und Einrichtungsgegenständen – Probenahme, Lagerung der Proben und Vorbereitung der Prüfstücke
/DIN EN 13501-1/
DIN EN 13501-1: 2007-05: Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten zu ihrem Brandverhalten – Teil 1: Klassifizierung mit den Ergebnissen aus den Prüfungen zum Brandverhalten von Bauprodukten
/ISO 14001/
ISO 14001: 2009-11: Umweltmanagementsysteme – Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung
/ISO 14020/
DIN EN ISO 14020:2002-02: Environmental labels and declarations – General principles
/ISO 14025/
DIN EN ISO 14025:2009-11: Environmental labels and declarations – Type III environmental declarations – Principles and procedures
/ISO 14040/
DIN EN ISO 14040:2009-11: Environmental management – Life cycle assessment - Principles and framework
/ISO 14044/
DIN EN ISO 14044:2006-10: Environmental management – Life cycle assessment - Requirements and guidelines
/ISO 9001/
DIN EN ISO 9001:2008-12: Qualitätsmanagementsysteme – Anforderungen
Herausgeber: Institut Bauen und Umwelt e.V. Rheinufer 108 53637 Königswinter Tel.: +49 2223 / 29 66 79-0 Fax: +49 2223 / 29 66 79-1 Email: info@bau-umwelt.com Layout: PE INTERNATIONAL GmbH Bildnachweis: EXIBA Deklarationshalter: FPX – Fachvereinigung Polystyrol – Extruderschaumstoff Odenwaldring 68 64380 Rossdorf www.fpx-daemmstoffe.de