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Garden & Place 2014

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#9 2014/15 www.gardenandplace.com

INTERNATIONALES MAGAZIN FÜR ­GARTEN- UND LANDSCHAFTSGESTALTUNG


02 | EDITORIAL | IMPRESSUM

EDITORIAL

FOTO: WIENERBERGER / ANDREAS KEUDEL

Liebe Leserinnen und Leser,

RALF SCHWUNG Geschäftsführer ­Wienerberger GmbH

der öffentliche Raum ist seit jeher ein wichtiger ­Bestandteil jeder Stadt und wird im Zusammenhang mit der Lebensqualität immer wichtiger. Immerhin spielt sich hier ein großer Teil des gesellschaftlichen Lebens ab. Öffentlicher Raum ist immer ein Ort der Begegnung und der Bewegung, Sport- und Spielplatz, Ort der Integration und Tradition, der Kunst und der Kultur. Ob große Plätze, Parks oder Fußgängerzonen, sie sollten Anziehungspunkte sein und zum Verweilen einladen, zumindest aber ihre Funktion erfüllen. Nicht immer sind sie jedoch gut geplant oder umgesetzt, wenn auch meist gut gemeint.

In der vorliegenden Ausgabe des Garden & Place haben wir wieder schöne Beispiele gesammelt, die zeigen, wie funktional, sympathisch, praktisch und einladend öffentlicher aber auch privater Freiraum sein kann. Von Deutschland, Polen und England über die USA bis nach Australien reicht diesmal die Palette an Projekten, die die besondere Ästhetik und Wärme des Pflasterklinkers unter Beweis stellen, ganz abgesehen von den praktischen Vorteilen des natürlichen Baustoffes. Pflasterklinker sind nämlich nicht nur schön anzusehen, sie sind auch extrem robust, langlebig und behalten auch nach Jahrzehnten ihr Aussehen.

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Wienerberger bietet mit seiner breiten Palette an Formaten, Oberflächen und Farben für jede Nutzung und für jeden Wunsch die passende Lösung, wie beim Prestige­projekt rund um die neue Bibliothek in Birmingham. Insgesamt vier verschiedene Produkte ­kamen hier zum Einsatz, um das unverwechselbare Muster zu erlangen. Ich wünsche Ihnen eine interessante und hoffentlich inspirierende Lektüre. Ihr Ralf Schwung

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IMPRESSUM Garden + Place, 9. Ausgabe Medieninhaber und Verleger Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, 1120 Wien Herausgeber Wienerberger AG, 1100 Wien Redaktion Christine Müller (Österreichischer Wirtschaftsverlag), Rita Kremsner, Marion Göth (Wienerberger AG) Mitarbeit Nancy Christiaens (BE), Daan Elstak (NL), Alexa Uplegger (DE), Saulé Mukauskiene (LIT), Joanne Garside (UK), Arnaud Mounier (FR), Dawn Henning (US), Oliver Bannert (Pipelife), Sabine Berger (Semmelrock) Fotos Claerhout (6 – 7, 32 – 33), Andrew Smith (22 – 25), Steven Massart (16 – 17), Andrew Lloyd (20 – 21), Ruud Peijnenburg (26 – 27), Christoph Große (28 – 31), Grabower Tiefbau / A. Rolf (31), Raimondas Urbakavičius (34 – 36), Algirdas Marcinkevičius/Gintaras Kandrotas (37) Design Simon Jappel (Österreichischer Wirtschaftsverlag) Garden + Place erscheint in Deutsch, Englisch, Französisch und Niederländisch. Diese Ausgabe wurde auf umweltfreundlichem, chlorfrei gebleichtem Papier gedruckt. www.gardenandplace.com facebook.com/wienerberger youtube.com/wienerbergerofficial

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INHALT | 03

04

NEWS

PRIVAT

28

06 08 10 12

TREPPE INS GARTENPARADIES Couthuin | Belgien

EIN AMERIKANISCHER TRAUM Rose Hill, North Carolina | USA

ZEITLOS SCHÖN Tomaszów Lubelski | Polen

UNVERWECHSELBARES FLAIR IM GARTEN Pools

PARKS

14 16 18 20

KÜSTENSCHÖNHEIT Rutledge, Brunswick | USA

GARTENIDYLL HINTER STIFTSMAUERN Mechelen | Belgien

DIE FARBEN DER NACHHALTIGKEIT Loos | Frankreich

IM WANDEL DER ZEITEN Box Hill | Australien

ÖFFE NT LICHE PLÄT Z E

22 22 26 28 32 34 38

PRESTIGEPROJEKT MIT SYMBOLKRAFT

34 39

ADRESSEN

Birmingham | Grossbritannien

SIEGER AUF DER GANZEN LINIE Almere | Niederlande

NACHGEWIESEN RUTSCHFEST Ludwigslust | Deutschland

EIN WÜRDIGER RAHMEN Kalmthout | Belgien

ORTE DER BEGEGNUNG Krekenava – Vilnius – Marijampolė | Litauen

DAS INTELLIGENTE SICKERSYSTEM Pipelife Raineo


04 | NEWS

NEUER FORMATMIX KOMMT GUT AN In der Beliebtheitsskala der Produkte aus dem Penter-Freiflächenprogramm von ­Wienerberger liegt die Sorte Rotblaubunt aufgrund ihres warmen, lebendigen Farbspiels weit oben. Auf der Baufachmesse NordBau in Neumünster im September 2013 stellte Wienerberger Deutschland erstmalig den sogenannten „Formatmix“ dieses Klinkermodells vor: Neu ist die Kombination verschiedener Formate in einer Fläche. Der Pflasterklinker steht bei einer Schnitthöhe von 52 Millimetern in drei Maßen (300 x 100, 200 x 200, 200 x 150 Millimeter) zur Verfügung. Er wird, nach Größen sortiert, auf Einzelpaletten angeliefert. Der Verarbeiter kann sichergehen, dass die Stückzahl je nach Fläche und Verlegeart exakt definiert ist. Das erleichtert ihm bei der Verlegung die ­Mischung der Formate und spart wertvolle Zeit. Ergebnis sind sehr individuelle ­Beläge auf Wegen, Terrassen oder Plätzen. Ein zusätzliches Plus von Rotblaubunt – neben Langlebigkeit, Farbechtheit, Frostsicherheit und schöner Optik. Die Resonanz der Fachbesucher auf der NordBau war entsprechend: Der Formatmix wurde mit sehr großem Interesse angenommen, ermöglicht er doch Gestaltungen außerhalb der klassischen Pflasterverbände. www.wienerberger.de

Ein besonders lebendiges, warmes Farbspiel zeichnet den Pflasterklinker Rotblaubunt von Wienerberger aus. Ein Mix der Formate schafft noch mehr ­Gestaltungsvielfalt. Die Mischung ist nach Größe der Fläche genau definiert und entsprechend kommissioniert. Dadurch spart die Baufirma Zeit beim ­Verlegen.

STADTMÖBEL ALS KUNSTOBJEKT

„

WARUM MUSS EIN BESONDERES ­OBJEKT AN EINEM BANALEN ORT ­STEHEN? UM AUS DEM BANALEN ORT EINEN ­BESONDEREN ORT ZU MACHEN. Dirk Melzer

Die Eckbank am Randkanal steht in Köln-Worringen entlang einer Fahrradroute, die an dieser Stelle rechtwinkelig um die Ecke biegt, und dient hier als neuer Aufenthalts- und Orientierungspunkt. Das Stadtmöbel hat eine Grundfläche von zwei mal drei Meter und ist drei Meter hoch. Die Bank faltet sich aus der Grundplatte nach oben in die beiden Seitenwände, die das Dach tragen. Da zwei Wände zum Tragen des Dachs fehlen, musste das Flächentragwerk aus 18 mm starkem Stahl gebaut werden. Die Eckbank wiegt zirka fünf Tonnen und wurde komplett vorgefertigt und in einem Stück zu ihrem Standort am Randkanal transportiert. Die beiden offenen Seiten der Eckbank ermöglichen es, Rollstühle und Rollatoren an den Tisch zu schieben und machen das Objekt damit „barrierefrei“. Die ausgelaserten Perforierungen in den Seitenwänden stellen Motive aus der Geschichte des Ortes dar: Sie stehen zum Beispiel für den Randkanal, den Hafen oder die Freiheitsrechte des Ortes. www.dirk-melzer.de


NEWS | 05

SPEKTAKULÄRE GARTENWELT IN SINGAPUR Die „Gardens by the Bay“ in Singapur sind eine der spektakulärsten Gartenwelten der Erde. Mehrere Jahre wurde an der Parkanlage gearbeitet, seit sich die Regierung Singapurs die Umwandlung der Metropole in eine Stadt im Grünen auf die Fahnen geschrieben hat. Die gesamte Parkanlage misst mehr als 100 Hektar Fläche und ist nur fünf Minuten von der Hafenküste entfernt. Im Zentrum des Parks befinden sich zwei futuristische Riesengewächshäuser, die sogar einen 50 Meter hohen Wasserfall beherbergen. Die beiden Hallen überspannen eine ­Fläche von über zwei Hektar und gehören zu den größten klimatisierten Treibhäusern der Welt. Mehr als 130.000 Pflanzenarten aus verschiedenen Klimazonen können hier besichtigt werden – vom Affenbrotbaum bis hin zur Aster. Highlight des Parks sind aber die sogenannten Supertrees. Diese riesigen, künstlichen Bäume aus Beton und Stahl sind zwischen 18 und 50 Meter hoch und mit 200 verschiedenen Pflanzenarten begrünt. Die exotischen Pflanzen wachsen vertikal an den Gitterstreben in die Höhe. Nicht nur optisch sind die Superbäume ein Hingucker, in ihnen wird zudem Regenwasser gesammelt, und Solaranlagen sorgen für ausreichend Strom für die imposante Nachtbeleuchtung.

Die „Gardens by the Bay“ in Singapur wurden 2012 mit dem „World Building of the Year Award“ ausgezeichnet und 2013 mit dem „Royal Institute of British Architects (RIBA) 2013 Lubetkin Prize“. www.wilkinsoneyre.com

MIT BRIEF UND SIEGEL Das Niederländische Institut für Baubiologie und Ökologie (NIBE) zeichnete kürzlich fünf Pflasterklinker-Werke von Wienerberger in den Niederlanden mit dem DUBOkeur Zertifikat aus. Das Zertifikat schließt das gesamte in den Niederlanden ­produzierte ­Produktprogramm an Pflasterklinkern ein und gilt für die ganze Palette an Handstrich-, Wasserstrich- und Strangziegeln von Wienerberger. Mit DUBOkeur demonstriert ­Wienerberger, dass die Pflasterklinker auf umweltfreundliche Weise produziert werden und sich vor allem durch ihre ökologischen Eigenschaften auszeichnen, darunter ihre Wartungsfreiheit, Farbbeständigkeit und eine wissenschaftlich nachgewiesene Lebensdauer von mindestens 125 Jahren. Wienerberger beschließt Kooperation mit NL Greenlabel, vlnr.: Luut Zuidema (WB), Harry Mounoury (WB), Lodewijk Hoekstra (NL Greenlabel), Ruud Knipping (WB)

Damit nicht genug, ist Wienerberger Niederlande auch eine Kooperation mit NL Greenlabel eingegangen, einer unabhängigen Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, die nachhaltige Entwicklung im öffentlichen Raum durch die Verwendung von nachhaltigen Materialien zu fördern. www.wienerberger.nl


06 | COUTHUIN | BELGIEN

TREPPE INS GARTENPARADIES Von seinem charmanten Haus und Büro „Horti Concept“ in Bas-Oha, in der Provinz Lüttich, hat der junge wallonische Gartengestalter Yves Debouny einen einzigartigen Blick auf die Maas. Der Fluss verläuft wenige Meter vom Haus entfernt. In dieser inspirierenden Umgebung stellt Debouny sein Können bei der Planung meist privater Gärten unter Beweis – so auch bei der Gestaltung der bestehenden Anlage im nahe gelegenen Couthuin, wo mehrere Herausforderungen zu bewältigen waren.

Der Privatgarten in Couthuin, den Yves Debouny gestalten sollte, war bereits angelegt. Hinter dem Haus befand sich eine große Terrasse, die an eine fast zwei Meter hohe Böschung grenzte und den Übergang zum tiefer gelegenen Gartenteil bildete. Durch diesen großen Niveauunterschied wurde die tiefer gelegene Rasenfläche kaum genutzt. ÜBERGANG GESUCHT „Mein Auftrag war es, die Niveauunterschiede zu beseitigen und den tiefer gelegenen Garten zugänglicher zu machen. Um dies zu ermöglichen, legte ich eine monumentale Treppe an, die auf verspielte und lockere Art in die Umgebung eingebunden ­wurde und sich nun lässig hinabschlängelt. Dazu waren aber im Vorfeld einige bautechnische H ­ erausforderungen zu lösen. Zahlreiche Schalungen mussten angefertigt und mit Schotter und Beton aufgefüllt werden. Erst danach konnten wir die Pflasterklinker von Wienerberger verlegen“, erzählt Debouny. Als Pflastermaterial entschied man sich für die Klinker „Oud Hollands Oud Schiedam“ von Wienerberger, denn Farbe und Struktur dieser Klinker passten perfekt zur Fassade des Hauses. Selbstverständlich spielten auch Elemente wie Nachhaltigkeit, Farbechtheit, Form-, Wasser- und Nässebeständigkeit eine wichtige Rolle bei der Auswahl. Insgesamt kamen schließlich zirka 150 Quadratmeter Klinker zum Einsatz. DIE PERFEKTE LÖSUNG „Ich habe mich bewusst für das Waalformat entschieden, weil es ­perfekt zum Konzept passte“, präzisiert der Gartenplaner. Denn die Stufen durften nicht zu hoch sein. Verlegt wurden die Klinker im L­ äuferverband, für die Aufkantungen und Einfassungen wählte Debouny eine Reihe verleimter Klinker. „Durch die spezifische Höhe des Waalformats konnte ich etwa 10 Zentimeter hohe Stufen anfertigen – ideal, um die Treppe ohne allzu viel Mühe hinauf- bzw. hinunterzusteigen“, erläutert er weiter. Trotz eines zu überbrückenden Höhenunterschieds von mehr als zwei Metern wirkt der Übergang somit durch die niedrigen Stufen zierlich und leicht. Die Treppenseiten wurden mit Erde aufgeschüttet, und um einen harmonischen Übergang zur bestehenden Bepflanzung des ursprünglichen Gartens zu schaffen, pflanzte man reichlich Heckenkirschen (Lonicera). Treppe und Haus bilden nun eine perfekte Symbiose, denn der Wohnbau ist optimal in den Garten und die umgebende Landschaft eingebunden. Durch die augenscheinlich unregelmäßige und kantige Form der Treppe entstand ein attraktives Spannungsfeld mit markanten Sichtlinien, das einen schlichten und dennoch organischen Eindruck vermittelt.

Neugestaltung eines privaten Gartens in Couthuin, Belgien Architekt Horti Concept, Yves Debouny Verwendeter Pflasterklinker

Oud Hollands, Oud Schiedam WF

Verfügbare Formate

202 x 50 x 88 mm 202 x 67 x 88 mm

Verlegte Fläche ca. 150 m² Fertigstellung 2011

WF DF


COUTHUIN | BELGIEN | 07

„

ICH HABE MICH BEWUSST FÜR DAS ­WAALFORMAT ENTSCHIEDEN, WEIL ES ­PERFEKT ZUM KONZEPT PASSTE. Yves Debouny

In perfekter Symbiose: Von reichlich bodendeckenden Heckenkirschen ­gesäumt, scheint es fast als sei diese Treppenanlage aus rotem Pflasterklinker schon immer Teil des Gartens gewesen.


08 | ROSE HILL, NORTH CAROLINA | USA

Als sei sie schon immer Teil dieser privaten Parklandschaft gewesen, führt diese ­gepflasterte Auffahrt aus 48.000 Pflasterklinkern mit ihren sanften Kurven und warmen Rottönen bis zum Haus im Georgianischen Stil.


ROSE HILL, NORTH CAROLINA | USA | 09

EIN AMERIKANISCHER TRAUM Mehr als 48.000 Pflasterklinker wurden verlegt, um die einzigartige Einfahrt eines Wohnhauses in Rose Hill, North Carolina, zu gestalten. Nachdem die Hausbewohner die mögliche Schönheit einer gepflasterten Auffahrt erkannt hatten, hat sich die Anzahl der verlegten Pflasterklinker – im Vergleich zur Erstbestellung – nahezu verfünfundzwanzigfacht.

Alles begann damit, dass die Johnsons ihr Heim anlässlich einer Geburtstagfeier der Enkeltochter auf Vordermann bringen wollten. Luanne Johnson wünschte sich einen Fußweg aus Pflasterklinkern vom Haus zum neuen Pool. Eine vorerst relativ harmlose Aufgabe: die erste Bestellung von Phoenix Pflasterklinkern bei General Shale umfasste eine Menge von zirka 2.000 Stück. Phoenix Ziegel und Pflasterklinker werden in der Brick Haven Fabrik in Moncure, N.C., unweit des Hauses der Familie Johnson, produziert – also alles kein Problem. MIT NEUEM GESICHT Nach der Verlegung des Fußwegs waren die Johnsons vom Ergebnis so begeistert, dass sie beschlossen, auch der vorderen Einfahrt ein neues Gesicht zu verleihen. Ihr im Jahr 1969 erbautes Haus verfügte zwar über eine Asphaltauffahrt, die hatte aber eigentlich noch nie wirklich zu ihrem Ziegelhaus im Georgianischen Stil gepasst. Anfänglich wollten die Johnsons nur den Bereich zum Parken vor ihrem Haus umgestalten, bald jedoch war klar, dass das Projekt größere Ausmaße annehmen würde. „Wir haben uns einfach überlegt, dass die Bearbeitung eines kleinen Abschnitts nicht gut aussehen würde. Dabei wussten wir noch nicht so recht, wie viele Pflasterklinker wir für eine größere Fläche benötigen würden“, sagt Hauseigentümer Bob Johnson, „aber ich wusste, es würden ziemlich viele sein.“ Die endgültige Zahl der erforderlichen Pflasterklinker belief sich auf 48.000! EINE UMFANGREICHE BESTELLUNG Die Bestellung war so umfangreich, dass sich Terry Wright, Gebietsleiter bei General Shale in Wilmington, N.C., veranlasst sah, einen zweiten Blick auf das Papier zu werfen: „Als ich den Auftrag genauer las und feststellte, dass dies eine private und keine gewerbliche Bestellung war, rief ich den Kunden sicherheitshalber zurück, um die Menge nochmals zu prüfen. Und die Johnsons bestätigten, dass es sich tatsächlich um 48.000 Pflasterklinker handle.“ Die Verlegung der enormen zu pflasternden Fläche benötigte mehr als einen Monat. Das Endergebnis sieht großartig aus: „Wir mögen es wirklich sehr“, meint Familie Johnson. „Alle, die nun vorfahren, bleiben einfach nur staunend stehen, begutachten das Ergebnis und wollen darauf herumlaufen. Sie lieben es.“

Gestaltung einer privaten Zufahrt in Rose Hill, USA Auftraggeber Bob & Luanne Johnson Verwendeter Pflasterklinker Phoenix Verfügbare Formate

Engineered Modular

Verlegte Fläche 985 m² Fertigstellung

Juni 2013

Bob Johnson freut sich schon darauf, zu beobachten, wie sich das Aussehen der Pflasterklinker mit der Zeit verändern wird, wenn sie langsam altern und ein wenig verwittern. Er ist überzeugt, dass es schließlich so aussehen wird, als sei die Auffahrt schon seit dem Bau des Hauses da gewesen. Es sei sogar noch ein Asphaltstreifen am Haus übrig, verrät Johnson und lacht, aber eigentlich seien 48.000 Pflasterklinker fürs Erste einmal genug.


010 | TOMASZÓW LUBELSKI | POLEN

ZEITLOS SCHÖN Natürlichkeit, zeitlose Schönheit und hohe Belastbarkeit waren die anspruchsvollen Herausforderungen an die Außenraumgestaltung dieses Privathauses in Polen. Diese bestimmten auch die Entscheidung, Pflasterklinker einzusetzen. Schließlich sollte auch der Stil der Flächenbefestigung zu der typisch deutschen Architektur des Hauses passen. Garden & Place sprach mit Andrzej Bednarz, der mit der Verlegung beauftragt war.


TOMASZÓW LUBELSKI | POLEN | 011

Klassisch, schlicht und zeitlos: Nicht nur das eingesetzte Format, sondern auch die zum Neubau im traditionellen Stil passenden, rot schattierten Pflasterklinker fügen sich perfekt in die Umgebung ein. Die aufwändige Verlegung widerspiegelt nicht zuletzt auch die fachliche Kompetenz des Ausführenden.

Als Andrzej Bednarz mit der Gestaltung der Flächen rund um den Neubau beauftragt wurde, lautete seine klare Empfehlung, mit Pflasterklinker zu arbeiten. Da die Flächen auch befahrbar sein mussten, wählte man die Steinhöhe von 5,2 Zentimetern. Auch die Auswahl unterschiedlicher Farbnuancen war wichtig. Passend zum traditionellen Wohnhaus fiel die Wahl auf rot schattierte Pflasterklinker, die besonders natürlich wirken und sich angenehm in die Umgebung einfügen. Neben der Zufahrt wurden auf Wunsch des Hausherrn auch die Wege und Zugänge einheitlich gepflastert. Selbst in der Gartengestaltung setzte man Akzente mit Pflasterklinker – als Einfassung für Beete und Kieswege. Warum haben Sie Ihrem Kunden Pflasterklinker empfohlen? Ich hatte schon vor 25 Jahren Gelegenheit, meine ersten Projekte in Deutschland umzusetzen und erinnere mich an den dort typischen Stil der Häuser und Gärten. Das hat mir die Entscheidung erleichtert, als ich das Objekt zum ersten Mal besichtigt habe und der Besitzer seinen Wunsch nach einer hochwertigen Flächengestaltung äußerte. Von Beginn an waren Pflasterklinker hier mein absoluter Favorit, denn das Format ist und bleibt dennoch klassisch und zeitlos. Es ermöglicht unglaublich viele Verlegevariationen und bleibt dabei dennoch immer schlicht in seiner Gesamtwirkung. Wie ist Ihre Erfahrung mit der Verlegung von Pflasterklinkern? Die Verlegung an sich geht relativ einfach und problemlos vonstatten. Nur das Schneiden ist im Vergleich zu anderen Materialien recht aufwändig und benötigt eine professionelle Hand. Auch das spricht aber wiederum für die hohe Qualität des Produktes.

Wie waren Sie mit der Zusammenarbeit mit Wienerberger und Semmelrock ­zufrieden? Einen besonders hohen Stellenwert haben für mich als Verleger Verfügbarkeit und rasche Lieferung der Pflastermaterialien. Ursprünglich war ja bei diesem Projekt nur die Gestaltung der Hauszufahrt geplant. In der Projektphase fand der Kunde dann aber immer mehr Gefallen an der schönen Gestaltung und entschied sich, die Fläche zu erweitern. Was mich wiederum befürchten ließ, dass es dadurch zu Verzögerungen kommen würde. Weit gefehlt: Die zusätzlichen Pflasterklinker wurden prompt angeliefert und wir konnten das Projekt problemlos im vorgesehenen Zeitplan abschließen. Gestaltung einer privaten Zufahrt in Tomaszów Lubelski, Polen Verlegung

Andrzej Bednarz

Verwendete Pflasterklinker

Alt Schwerin

Verfügbare Formate

200 x 100 x 52 mm

Verlegte Fläche

300 m²

Fertigstellung 2010


012 | POOLS

Schwimmbadumrandungen aus P­ flasterklinker helfen dabei, den Pool sauber zu halten, sind pflegeleicht und ­unempfindlich gegenüber Reinigungsmitteln und Chlor – und zudem ein echter Hingucker.


POOLS | 013

UNVERWECHSELBARES FLAIR IM GARTEN Jedes Wasserelement verleiht dem Garten eine zusätzliche Dimension und schafft eine erholsame Umgebung, denn es belebt und beruhigt zugleich. In vielen neu angelegten Gärten findet sich daher Wasser in verschiedenster Form, ob als Teich, Brunnen oder Pool. Der Pool wird dabei unweigerlich zu einem zentralen ästhetischen Gestaltungselement. Allein aufgrund seiner Größe ist er nicht nur Blickfang, sondern oft der Mittelpunkt eines Gartens. Umso wichtiger ist die Gestaltung des Pools und seiner Umrandung, schließlich soll er sich perfekt in die Gartenlandschaft integrieren und nicht nur schön aussehen sondern auch praktisch sein. Mit Pflasterklinkern lässt sich jeder gestalterische Wunsch erfüllen – ob mediterrane Oase, Kinderparadies oder schlichte Eleganz. Pflasterklinker sind Produkte mit Charakter, die mit dem Alter reifen und immer schöner werden. Weder UV-Strahlen noch Hitze oder Frost können ihnen etwas anhaben und sie verblassen auch nicht mit der Zeit wie Oberflächen aus Holz oder Beton. Und überall dort wo nackte Füße und Wasser zusammenkommen ganz besonders wichtig: sie sind rutschfest. Schwimmbadumrandungen aus Pflasterklinker helfen auch dabei, den Pool sauber zu halten, sie sind pflegeleicht und unempfindlich gegenüber Reinigungsmitteln und Chlor.

AM RICHTIGEN PLATZ – TIPPS FÜR DIE RICHTIGE PLANUNG • Sonne ist die beste Energiequelle für die Beckenerwärmung. Daher für eine möglichst hohe und lange Sonneneinstrahlung sorgen. • Wind kühlt das Beckenwasser stärker ab als die umgebende Erde und bringt den meisten Schmutz, wie Staub, Blätter, usw. in das Becken. • Sträucher, Bäume, Blumen gehören nicht in unmittelbare Nähe eines Schwimmbeckens, weil sie es verschmutzen und darüber hinaus auch die ­Sonneneinstrahlung beeinträchtigen. • In ein ebenes Gelände lässt sich ein Schwimmbecken leichter einbauen als in ein Gelände mit Hanglage, bei dem häufig ­Stützmauern angebracht werden müssen.

Pflasterklinker sorgen für einen besonderen, unverwechselbaren Charme und vermitteln Sommer, Sonne und südländisches Flair – ganz besonders dann, wenn Wasser im Spiel ist.

• Den Pool nicht am tiefsten Geländepunkt planen, weil sich hier ­Regenwasser ansammelt.


014 | RUTLEDGE, BRUNSWICK | USA

KÜSTENSCHÖNHEIT Schauplatz: Eine gehobene kleine Wohngegend in einer Küstengemeinde in North Carolina. Dort werden Phoenix Ziegel und Pflasterklinker von General Shale eingesetzt, um ein Bekenntnis zu Dauerhaftigkeit, Schönheit und Eleganz abzulegen. Zugangswege, Brücken und sogar Abflusskanäle durch die gesamte Wohngegend liefern den überzeugenden Beweis.


RUTLEDGE, BRUNSWICK | USA | 015

Ton in Ton: Die künstlich geschaffene Parkanlage inmitten einer noblen Wohngegend unterstreicht die natürliche Schönheit der Umgebung. Die unumstrittenen Stars dieser gelungenen Inszenierung sind neben alten ­Englischen Ziegeln Phoenix Pflasterklinker.

Brunswick County, North Carolina, ist ein Urlaubsparadies. Die salzhaltige Luft und die warmen Temperaturen ziehen jedes Jahr Tausende von Besuchern an. Und die Menschen, die diesen Ort ihr Zuhause nennen dürfen, wünschen sich Bereiche, die die natürliche Schönheit der Gegend widerspiegeln. In Rutledge Park erreicht eine Mischung aus Wasseranlagen, Vegetation und eine mit General Shale Ziegeln künstlich geschaffene Infrastruktur genau dies. STATEMENT DER GEHOBENEN KLASSE Rutledge Park ist eine noble Wohngegend mit etwa 250 Eigentumshäusern, die jeweils Wohnflächen zwischen 200 bis 450 Quadratmeter aufweisen. Die Kaufpreise liegen hier von knapp 500.000 bis über 750.000 Euro. Diese Summen sind auch gerechtfertigt durch eine unübertroffene Aufmerksamkeit für Details in gemeinschaftlich genutzten Bereichen. Bauunternehmer H.L. Holmes hatte die Vision von einem Zugangsweg, der so etwas wie ein Statement abgeben sollte, und als er schließlich die Phoenix Produkte von General Shale entdeckte, war klar, dass er diese für die gesamte Wohnanlage nutzen würde. Phoenix Ziegel und Pflasterklinker werden übrigens in der Brick Haven Fabrik in ­Moncure, North Carolina, hergestellt. ABWECHSLUNGSREICHES GESTALTUNGSELEMENT „Das Anwesen selbst liegt in einer sehr naturnahen Umgebung mit Wasseranlagen und hohen Bäumen und benötigte daher einen adäquaten Ziegel. Genau diesen Anspruch erfüllen die Phoenix Produkte mit dem Erscheinungsbild alter Englischer Ziegel”, erläutert Mister Holmes. Zum Glück wird er es niemals leid, Ziegel der gleichen Farbe zu sehen, da sie in unterschiedlichster Weise eingesetzt werden können, in dem Fall als Gitterwerk rings um den Pool oder bei den Brücken sowie bei unterschiedlichen Sonderausführungen.

VARIANTENREICHES ANGEBOT Ein Grund, weshalb sich Holmes für General Shale entschieden hat, ist das variantenreiche Angebot der Produkte in der gleichen Farbe. Holmes kooperiert mit Terry Wright, Gebietsleiter bei General Shale in Wilmington, North Carolina. Wright erörtert: „H.L. Holmes hatte die Vision und wir als Experten in Sachen Ziegel konnten die konkreten Möglichkeiten zur Realisierung aufzeigen. So erarbeiteten wir gemeinsam dieses großartige Projekt.“ Die Bauarbeiten am Rutledge Park begannen im Jahr 2005. Der dritte Bauabschnitt für den Stadtteil wird voraussichtlich bis 2015 fertiggestellt sein.

Neugestaltung der Zufahrt zu einer Wohnanlage in Rutledge, USA Auftraggeber

Holmes Development

Architekt

H.L. Holmes

Verwendeter Pflasterklinker Phoenix Verfügbare Formate

Engineered Modular

Verlegte Fläche

516 m²

Fertigstellung 2012


016 | MECHELEN | BELGIEN

GARTENIDYLL HINTER STIFTSMAUERN Das Ehepaar Jan Van Aert und Lies Bergmans aus dem ländlichen Putte bei Mechelen, Gründer des Büros für Landschafts- und Gartenarchitektur „janenlies“ bvba, plant seit 25 Jahren Gärten, Parks und öffentliche Räume. Vor Kurzem durften sie den Innengarten des „Kleinen Beginenstifts“ in Mechelen neu gestalten.


MECHELEN | BELGIEN | 017

Nachhaltige und natürliche Materialien, die robust und zeitlos sind, verwenden die Landschaftsplaner Jan Van Aert und Lies Bergmans am liebsten. Die hier im historischen Umfeld des Beginenstifts verwendeten Pflasterklinker im schlichten Läuferverband scheinen schon immer zur Umgebung zu gehören.

Die Philosophie von Jan Van Aert und Lies Bergmans bei der Gestaltung: Raum geben, Raum nehmen und manchmal auch Raum unberührt lassen. Sie arbeiten am liebsten mit nachhaltigen, natürlichen Materialien, weil diese robust und zeitlos sind, auf attraktive Weise altern und wiederverwendet werden können. Obwohl sich beide Partner sehr für Architektur interessieren, entschieden sie sich bewusst für die Gartenarchitektur, um mit lebender Materie arbeiten zu können. KLEINES BEGINENSTIFT MIT GROSSER GESCHICHTE Das „Kleine Beginenstift“ befindet sich seit dem frühen vierzehnten Jahrhundert innerhalb der Stadtmauern von Mechelen. Ursprünglich war es eine Infirmerie für alte Priester und Beginen. Die Beginen bauten früher im Garten Heilpflanzen und -kräuter für die Infirmerie an. Heute ist das „Kleine Beginenstift“ ein öffentlicher Raum, der Teil einer Wanderroute durch die Stadt im Beginenstiftviertel mit Gebäuden im herkömmlichen Ziegel- und Sandsteinstil ist. Im Rahmen eines Aufwertungsplans wurden vor Kurzem einige Gebäude restauriert und der Innengarten von „janenlies“ im Auftrag von A2D Architects umgestaltet. VENEZIANISCHE BAUTRADITIONEN UND KRÄUTERGÄRTEN „Der Bautrend und die Stimmung des ,Kleinen Beginenstifts‘ sowie des kompletten Beginenstiftviertels erinnerten uns an das Stadtbild von Venedig, wo auch Ziegel und Sandstein in großem Umfang verwendet wurden. Für mich wurde daher schnell deutlich, dass wir diese Tradition in Ehren halten und den Innengarten mit natürlichen Materialien pflastern sollten“, erläutert Lies Bergmans den Planungsansatz. „Wir entschieden uns für den Pflasterklinker ,Hortus Althea‘ von Wienerberger – wegen des nachhaltigen Charakters und der perfekten farblichen Harmonie mit den alten Gebäuden. Die Klinker wurden in einem schlichten Läuferverband verlegt und sehen aus, als würden sie schon jahrhundertelang zur Umgebung gehören. Dieser Pflasterklinker von Wiener­ berger zeichnet sich außerdem dadurch aus, dass er hart gebacken wird und daher besonders robust ist. Der Hortus Althea wurde nicht nur für die Laufflächen auf ver-

schiedenen Niveaus, sondern auch für viele Aufkantungen und niedrige Mauern verwendet – insgesamt brauchten wir zirka 500 Quadratmeter Pflasterklinker für diesen alten Innengarten.“ WASSER ALS WESENTLICHES ELEMENT Bei den vorbereitenden Erdarbeiten im Garten stießen Van Aert und Bergmans zu ihrer Überraschung auf die Reste eines alten Wasserlaufs. Bei den weiteren Untersuchungen stellte sich heraus, dass dieser einmal zu einem umfangreichen und überaus wichtigen Bewässerungssystem der Stadt Mechelen gehört hatte. „Für uns war dies aus historischer Sicht ein wesentliches Element und wir entschieden, die ursprünglichen Pläne diesem Fund entsprechend neu anzupassen“, erklärt Bergmans. „Der alte Wasserlauf wurde im ursprünglichen Zustand wiederhergestellt, sichtbar gelassen und zum Blickfang des Innengartens gemacht. Das Element Wasser passt außerdem perfekt zu unserer Vision von Umwelt, Natur und lebender Materie. Um diese Symbiose noch zu verdeutlichen, schufen wir mit Wasserpflanzen einen Biotop, der andere Lebensformen anziehen und für neue biologische Vielfalt sorgen wird. Den Niveauunterschied zum tiefer gelegenen Wasserlauf konnten wir problemlos mit den niedrigen Mauern und Laufflächen aus Pflasterklinkern ausgleichen.“ Entstanden ist eine historisch wertvolle Renovierung, die einmal mehr die Bedeutung von Pflasterklinker zur Wahrung von ­Authentizität unter Beweis stellt. Neugestaltung einer öffentlichen Gartenanlage in Mechelen, Belgien Auftraggeber

Stadt Mechelen

Architekt

janenlies bvba

Verwendeter Pflasterklinker

Hortus Althea

Verfügbare Formate

208 x 48 x 98 mm WF 178 x 43 x 85 mm KF

Verlegte Fläche

ca. 500 m²

Fertigstellung 2012


018 | LOOS | FRANKREICH

DIE FARBEN DER NACHHALTIGKEIT Die im Jahre 1900 gegründete „Ligue du Nord contre la Tuberculose“, nennt sich heute „Santélys“. ­Dieser gemeinnützige, auf häusliche Krankenpflege spezialisierte Verband, beging sein 110-jähriges Jubiläum, indem er ein neues Gebäude mit zwei landschaftlich gestalteten und sorgfältig angelegten Innenhöfen bezog.

Der einst zur Behandlung von Tuberkulose gegründete Verband zählt heute etwa 400 ­Angestellte, die jährlich 18.000 Patienten in häuslicher Pflege betreuen. Außerdem ­arbeiten hier etwa 1.000 Studenten und Praktikanten im Bereich der K­ rankenpflege. ÖKOLOGISCH NACHHALTIG KONZIPIERT Mit dem notwendig gewordenen Neubau wurde Rémy Quenon und sein Büro Urbalinea aus Lille beauftragt. Im Juni 2012 wurde der neue zweigeschossige Bau mit einer Fläche von 4.200 Quadratmetern eingeweiht. Etwa 200 Mitarbeiter, die hier arbeiten, profitieren nun von den Annehmlichkeiten dieses ökologisch nachhaltig konzipierten Gebäudes. Die Tragkonstruktion, die Eigenschaften in Bezug auf Wärme und Schall sowie die aus großen Glasflächen bestehende Verkleidung und die farbigen Zinkplatten zeugen

von einer architektonischen Konzeption, die dem historischen Ursprung des Standorts gerecht wird – und zwar unter Erfüllung aller gültigen Normen. ZWISCHEN KONTINUITÄT UND MODERNE Das A-förmige Bauwerk umschließt zwei Innenhöfe, in denen mineralische Elemente mit üppigen Grünflächen zu einem wohltuenden und schlüssigen Ganzen harmonisch verschmelzen. François Haering, Architekt und Planer des Projekts, verriet uns die Beweggründe für seine Wahl der Pflasterung: „Die Form des Gebäudes hat uns dazu bewogen, auf 1.000 Quadratmetern zwei Innenhöfe unterschiedlicher Gestaltung anzulegen: Der eine Hof mit Ausrichtung gegen Süden ist nach außen hin geöffnet und von eher pflanzlich geprägtem Charakter. Der andere ist im Inneren gelegen, eher mineralisch domi-


LOOS | FRANKREICH | 019

Meisterhaftes Farbenspiel: Mit drei unterschiedlichen Materialien und drei Farben Kontraste zu generieren, war die planerische Vorgabe des Architekten François Haering. Die blaue Pflasterung, das Grün der Pflanzen und die roten Fassaden verbinden sich zur perfekten Einheit.

„

PFLASTERKLINKER SIND ­HUNDERT ­PROZENT NATÜRLICH UND DAUERHAFT SCHÖN. SIE STELLEN EINE PERFEKTE ­VERBINDUNG HER ZWISCHEN ­TRADITION UND MODERNE, ÄSTHETIK UND François Haering ­NACHHALTIGKEIT

niert und an das Schallverhalten des Bauwerks angepasst. Es ging aber ebenso darum, bereits bestehende Wege zu integrieren. Daher auch die Wahl der blauen Pflasterung mit ‚Blenheim Terca‘ von Wienerberger, die dieser Anforderung sehr gut entsprach. ­Diese Pflasterklinker, die hundert Prozent natürlich, unveränderlich und leicht zu pflegen sind, boten sich an, um eine Verbindung herzustellen zwischen Tradition und Moderne, Ästhetik und Nachhaltigkeit. Wir haben außerdem Blenheim-Pflasterklinker verwendet, um einen Kontrast zu generieren, der durch drei Materialien und drei Farben entsteht: das mineralische Element mit der blauen Pflasterung, das metallische durch die roten ­Fassaden und schließlich das pflanzliche mit der grünen Vegetation.“

Gestaltung zweier Innenhöfe des Headquarters Santélys in Loos, Frankreich Auftraggeber Santélys Architektur Urbalinéa Verwendeter Pflasterklinker

Bleu Bleinheim 52

Verfügbare Formate

200 x 100 x 52 mm

Verlegte Fläche

480 m²

Fertigstellung

Mai 2012


020 | BOX HILL | AUSTRALIEN

IM WANDEL DER ZEITEN Box Hill Gardens ist eine gewachsene Parklandschaft innerhalb des sich rasant wandelnden Stadtzentrums von Box Hill, einem Vorort von Melbourne. Der Masterplan aus dem Jahr 2011 sah dort die Schaffung neuer Freizeitelemente und eine VerjĂźngung bestehender Parkbereiche vor. Damit wollte man der wachsenden Einwohnerzahl gerecht werden und neue FreizeitmĂśglichkeiten anbieten, die auch die Vielfalt der Kulturen in Box Hill widerspiegeln sollten.


BOX HILL | AUSTRALIEN | 021

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Das Team von Aspect Studios schuf einen innovativen Mehrzweckbereich für unterschiedliche Freizeitaktivitäten und Veranstaltungen. Das frühere Clubhaus und die Plätze des Tennisvereins wurden neu interpretiert und ergeben so eine zeitgemäße Anlage, die bestehende historische Elemente in die Gestaltung mit aufnimmt. SYMBIOSE AUS ALT UND NEU Ein Hauptmerkmal des Projekts ist die Wiederverwendung des früheren TennisclubGebäudes und dessen Terrassen. Ein Teil des Clubhauses blieb erhalten und wurde in Sitztribünen umgenutzt, von wo aus man die Spielfläche überblicken kann. Box Hill Gardens fungiert als Gemeinschaftsfläche und bietet zahlreiche Plätze für unterschiedliche Sport- und Freizeitaktivitäten, darunter Tai-Chi und Tischtennis sowie Ballsportarten, Radfahren und Skateboarden. Grafische Bodenelemente definieren nun für die Nutzer klar erkennbar die Spielbereiche. Entstanden ist ein beliebter und einzigartiger Ort für eine wachsende Gemeinde, der in Kürze um einen ein Kilometer langen Spazier- und Laufweg ergänzt werden soll. Diese Strecke wird den Park umrunden, Start- und Ziellinie sollen im Mehrzweckbereich zusammentreffen. IM EINKLANG MIT DEM GENIUS LOCI Viel Feingefühl erforderte die Auswahl der Ziegel. Das eingesetzte Produkt mit seiner warmen Farbnuance passt perfekt zum Charakter des Ortes und harmoniert auch gut mit dem Stil des ursprünglichen Clubhauses. Auch hinsichtlich der Rutschfestigkeit erfüllen die Ziegel alle Anforderungen, um Oberflächen in öffentlichen Bereichen nicht nur schön, sondern auch sicher zu gestalten. Beim Abriss des Clubhauses für den Bau des neuen Sanitärblocks und der Ziegeltribünen entdeckte man alte Ziegel, mit der Prägung „Box Hill“; als historische Referenz wurden diese für die Sitzplattformen bei den Tribünen verwendet und mit der Prägeseite nach oben verlegt.

Als eine Art historische Reminiszenz wurden alte Ziegel mit der Prägung „Box Hill“, die man beim Abriss des alten Clubhauses entdeckte, wiederverwendet. Sie verleihen dem Ort nun seinen ganz speziellen Charakter. Für die Pflasterung wurde eine Kombination aus „Red Face“ Ziegeln, glasierten Ziegeln sowie alten Ziegeln des bestehenden Tennis-Clubhauses verwendet. So wurden die unverputzten Ziegelmauern aus einer „bunten Mischung“, bestehend aus wiederverwendeten „Red Face“ Ziegeln, weiß gestrichenen, recycelten Ziegeln des früheren Tennis-Clubhauses, neuen, glasierten Ziegeln sowie neuen „Red Face“ Ziegeln errichtet.

Gestaltung einer Mehrzweckfläche in Box Hill, Australien Auftraggeber Stadtrat der Stadt Whitehorse Architekten Aspect Studios (aspect.net.au) NMBW Architecture Studio (nmbw.com.au) Fläche 3.000 m²


022 | BIRMINGHAM | GROSSBRITANNIEN


BIRMINGHAM | GROSSBRITANNIEN | 023

PRESTIGEPROJEKT MIT SYMBOLKRAFT Der Centenary Square, der größte öffentliche Platz im Herzen Birminghams, und mit ihm die einzigartige Architektur der Bibliothek, hat ein neues Gesicht. Wienerberger hatte bei der Wahl der Pflasterklinker die nicht ganz unkomplizierte Aufgabe, zwischen Alt und Neu, Vergangenheit und Gegenwart, Zukunft und Erbe ein ästhetisches Gleichgewicht herzustellen.


024 | BIRMINGHAM | GROSSBRITANNIEN

„

ES IST EINE EHRE FÜR ­WIENERBERGER, AN EINEM SO GROSSARTIGEN ­PROJEKT BETEILIGT GEWESEN ZU SEIN – DIE UMFANGREICHEN ÜBERLEGUNGEN UND DIE DETAILGENAUIGKEIT, DIE FÜR DIE REALISIERUNG DIESES PROJEKTS MASSGEBLICH WAREN, MACHEN GENAU DAS AUS, WESHALB WIR UNBEDINGT MITWIRKEN WOLLTEN.

Seit dem Moment ihrer Enthüllung im September 2013 hat die neue Library of Birmingham am Centenary Square die Vorstellungskraft der britischen Öffentlichkeit beflügelt. Die Herausforderung für Wienerberger bei diesem Prestigeprojekt bestand dabei nicht allein in der Auswahl der richtigen Pflasterung, die rein praktische Anforderungen an die Fläche erfüllen sollte. Denn es ging um einen Prozess, in dessen Verlauf ein ganzes Spektrum geografischer, architektonischer und historischer Anforderungen zu erwägen war. SYMBIOSE AUS FUTURISMUS UND TRADITION Bei der Pflasterung des Platzes bestand die Kunst darin, eine Verbindung herzustellen zwischen dem modernen äußeren Erscheinungsbild der Bibliothek selbst und dem stolzen Architekturerbe der Region, den Viktorianischen Häusern aus roten Ziegeln und Terrakotta, Synonym für Birminghams Stadtzentrum vergangener Jahrhunderte. Die Gestaltung der Bibliothek von Mecanoo Architects lässt im Hinblick auf Material und Konstruktion aber ungeachtet ihres futuristischen

Keith Barker, Kaufmännischer Leiter bei Wienerberger

Erscheinungsbildes auch Bezüge zur Vergangenheit erkennen. Daher war es entscheidend, mit der Pflasterung des Centenary Squares dieses empfindliche ästhetische Gleichgewicht zu bewahren. ROTE LINIEN ZUR ORIENTIERUNG Der Stil der Pflasterklinker musste sich somit mit der Anlage des Platzes in drei prägnante Bereiche – monumental, kulturell und unterhaltend – verzahnen. Dragfaced Chamfered Blue und Multi Brindled Pflasterklinker von Wienerberger wurden zusammen mit Essen Red und dem Hannover Buff Brindled Pflasterklinker ausgewählt, um das umzusetzen, was Mecanoo als die „rote Linie“ bezeichnet, die die Fußgänger auf den Centenary Square lenkt. Auch die Farben wurden sorgfältig ausgewählt, um sie dem Gebäude anzupassen, mit diesem zu kontrastieren und eine Einheit zu bilden. In Kombination mit den unterschiedlichen Oberflächenausführungen der Pflasterklinker und den wechselnden Verbandarten, darunter Läufer- und Fischgrätverband, war die Absicht, einen lebendigen Eindruck struktureller Tiefe zu bewahren.


BIRMINGHAM | GROSSBRITANNIEN | 025

Im Einklang: Die Pflasterklinker mit ihren drei unterschiedlichen und kraftvoll kontrastierenden Schattierungen werden zum verbindenden Glied zwischen der zeitgenössischen Architektur und dem viktorianischen Erbe des historischen Stadtkerns.

EINKLANG STATT KONKURRENZ Das Projekt ist mittlerweile als bedeutendes architektonisches Wahrzeichen in Birmingham und sogar in Großbritannien fest verankert. Die außergewöhnliche Stärke der Pflasterung in diesem speziellen Kontext liegt vielleicht darin, dass sie trotz der vielen Abwägungen zwischen Alt und Neu, Vergangenheit und Gegenwart, Zukunft und Erbe die delikate unterstützende Rolle gespielt hat, die ihr zugedacht war. Dank der Materialvielfalt der Chamfered, Multi und Buff Brindled Pflasterklinker gelingt es, das architektonische Statement der Bibliothek zu komplementieren.

Neugestaltung des Bibliotheksvorplatzes in Birmingham, Großbritannien Auftraggeber

Stadt Birmingham

Architekt Mecanoo Verwendeter Pflasterklinker Dragfaced Chamfered Blue Multi Brindled Essen Red Hannover Buff Brindled Verfügbare Formate

200 x 100 x 62 mm

Verlegte Fläche

3.600 m²

Fertigstellung

September 2013


026 | ALMERE | NIEDERLANDE

SIEGER AUF DER GANZEN LINIE Almere ist auf bestem Weg, die fünftgrößte Stadt der Niederlande zu werden. Polder und Stadt waren und sind ein Traum für Ingenieure, Stadtentwickler und Architekten. Unter ihnen internationale Größen wie Francine Houben, Rem Koolhaas, Teun Koolhaas und Herman Hertzberger; sie alle haben ihre ganz persönliche Handschrift in der neuen Stadt hinterlassen. Das jüngste Entwicklungsprojekt der Stadt ist das Olympiaquartier.

Almere belegt den dritten Platz als architektonisch interessante Retortenstadt der Niederlande und ist sogar die Nummer Eins in der Europäischen Rangliste der „European New Towns“. DIE PRINZIPIEN VON ALMERE Das Olympiaquartier ist mit über 50 Hektar, zirka 2.000 Wohnungen und 160.000 Quadratmetern Büroflächen das jüngste Entwicklungsprojekt. Auch hier haben die Stadtplaner die „Prinzipien von Almere“ als Leitlinien einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Entwicklung berücksichtigt. Bewohnbarkeit, Nachhaltigkeit und Wohlstand bilden die Eckpfeiler jeder Stadterweiterung. Das Olympiaquartier von Almere verfügt über intelligente kommunale Parkmöglichkeiten, um die Anzahl der Fahrzeuge im Straßenbild zu vermindern. Die räumliche Zusammenlegung von Arbeits-

und Wohnorten reduziert Verkehrsstaus auf ein Minimum. Mit der Fragmentierung städtischer Häuserblöcke einzigartigen Charakters nimmt das Quartier die Zukunft voraus. Die ebenerdigen Geschosse weisen eine Mindesthöhe von vier Metern auf, sodass deren Nutzung bei Bedarf verändert werden kann. Bis zum Jahr 2018 sollen im Umkreis von 800 Metern um den Bahnhof 12.500 Arbeitsplätze entstehen. GESTALTERISCHE AKZENTE SETZEN Das hochwertige Stadtquartier wird Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und öffentliche Einrichtungen verbinden. Die Struktur der Stadtplanung bezieht Haupt- und Durchgangsstraßen, Plätze und Parks mit ein. Ein Einkaufszentrum und der Bahnhof Almere Poort sollen entlang einer zentralen Fußgängerzone entstehen, die mit Gebäudehöhen von bis zu 90 Metern raumgestalterische Akzente setzt, um die Funktion als Stadtzentrum hervorzuheben.


ALMERE | NIEDERLANDE | 027

Der Einsatz eines durchwegs hellen Materialmix verleiht dem Olympiaquartier sein besonders dynamisches Erscheinungsbild.

Eine subtil austarierte Tönung zwischen Rot-Violett und Braun-Aubergine charakterisiert die Farbgebung des eigens entwickelten Pflasterklinkers „Olympiton“.

Namen und athletische Disziplinen zahlreicher Olympiamedaillengewinner zieren Natursteinbänder, die die gepflasterten Flächen rhythmisieren.

OLYMPIAREIF Die Auswahl hochwertiger keramischer Baustoffe für die Pflasterung rund um den Bahnhof und die angrenzende Bushaltestalle war für die Planer ebenso selbstverständlich wie die Entscheidung, vorwiegend Ziegel im Viertel rund um das neue Zentrum zu verbauen. Der Bahnhofsplatz am Olympiaquartier wurde mit Pflasterklinkern und breiten Natursteinstreifen gestaltet. Nach der Herstellung von sechs Musteroberflächen mit unterschiedlichen Farbnuancen fiel die Wahl schließlich auf einen Mix aus Pflasterklinkern mit feinen Farbübergängen von Rot-Violett zu Braun-Aubergine. Diese Mixtur trägt nun einen eigenen, passenden Namen: Olympiton.

Neugestaltung des Bahnhofsplatz im Olympiaquartier in Almere, Niederlande Auftraggeber

Stadtverwaltung von Almere

Architekten

Ria van Dijk, Annet Hospes und Michel Pfeiffer

Verwendeter Pflasterklinker

Mix Olympiton

Verfügbare Formate

LF60, LF65, WF und DF

Verlegte Fläche

ca. 14.800 m²

Fertigstellung 2013


028 | LUDWIGSLUST | DEUTSCHLAND


LUDWIGSLUST | DEUTSCHLAND | 029

NACHGEWIESEN RUTSCHFEST Im Zuge der Sanierung der Altstadt von Ludwigslust sollten Straßen und Bürgersteige gepflastert ­werden. A ­ nwohner und Gewerbetreibende legten neben optischen Ansprüchen besonders hohen Wert auf ­Rutschsicherheit – dabei konnten Pflasterklinker von Wienerberger im direkten Vergleich mit anderen ­Materialien punkten.

Die Barockstadt Ludwigslust, südlich von Schwerin gelegen, gilt als Eingangstor zu Mecklenburg und erlangte im 18. und 19. Jahrhundert überregionale Bedeutung. Das Schloss, der einzigartige Landschaftspark und die historische Altstadt ziehen jedes Jahr Touristenströme an. BAROCKE GROSSZÜGIGKEIT Bis heute ist die Stadt durch einen barocken Grundriss mit großzügigen Achsen und Plätzen geprägt. Bereits 1994 begann man mit der etappenweisen Sanierung der ­Freiflächen. Von Anfang an wurde hierbei auf die Verwendung des Pflasterklinkers ­Husum gelbbunt aus dem Penter-Programm gesetzt – ein markantes Produkt im Gesamt­konzept, das mit Materialmix und Möblierung auf eine neue Qualität des öffentlichen ­Raumes zielt. Dabei spielten Kriterien wie Wirtschaftlichkeit durch Langlebigkeit, Farbechtheit und Frostbeständigkeit eine grundlegende Rolle. PLATZ ZUM VERWEILEN Im Bereich Lindenstraße/Breite Straße wünschten sich Stadtväter und Anrainer einen Platz mit besonderem Charakter, der zum Verweilen einlädt. Die Umsetzung gelang auf beeindruckende Weise. Es wurden Multifunktionsflächen angelegt, in die der Gehweg aus Pflasterklinkern eingebettet ist. Herausforderungen waren dabei unterschiedlichste Zuwegungen und Hauseingänge, zum Teil mit einem Niveau unterhalb der Straße, und Hauseingänge mit Denkmalschutzauflagen. Aber auch hier fanden sich individuelle Lösungen: Durch Hochkantverlegung wurde an schwierigen Stellen Verschiebesicherheit geschaffen und durch Formatmix wurden maßgeschneiderte Verlegungen vor den einzelnen Grund­stücken möglich.

Ein einladender Blick in die Breite Straße: Der ­Pflasterklinker Husum gelbbunt aus dem ­Penter-Programm markiert optisch Bürgersteig und Zugänge zu Grundstück- oder Hauseingang.

ÜBERZEUGEND RUTSCHFEST Anwohnern und Gewerbetreibenden kam es bei der Materialwahl besonders auf Rutschsicherheit an – ein Thema, das sich bei mehreren Terminen vor Ort und in der Stadtverwaltung herauskristallisierte. Das Wienerberger-Produktmanagement konnte hier in aufklärenden Gesprächen Vorbehalte ausräumen: So brachten auch Zertifikate der ­unabhängigen Baustoffprüfstelle Wismar den Nachweis, dass Pflasterklinker von Wienerberger die höchste Rutschwiderstandsklasse U3 erreichen. Zudem wartete der Hersteller mit einem besonderen Service auf, einem Vor-Ort-Test der Klinker aus dem ersten Bauabschnitt. Verlegt wurde schließlich eine Kombination heller Betonpflaster und gelbbunter Klinker. Das Ergebnis ist ­eindeutig: Nach gut 15 Jahren kein Abrieb, ­keine Verringerung des Rutschwiderstandes – also alles in ­allem überzeugende Argumente für Sicherheit und Langlebigkeit dieses ­Verlegematerials.


030 | LUDWIGSLUST | DEUTSCHLAND

NACHGEFRAGT

AUF BREITER DEMOKRATISCHER BASIS Drei Fragen an Jens Gröger, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Tiefbau, Stadt Ludwigslust:

Jens Gröger, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Tiefbau der Stadt Ludwigslust.

Seit 1994 werden die öffentlichen Plätze und Wege in Ludwigslust saniert. ­Welche Rolle spielt hierbei der Pflasterklinker? Zum langfristig angelegten Sanierungsplan gehört der Pflasterklinker Husum gelbbunt von Wienerberger zu den entscheidenden Produkten, die von Anfang an zum Einsatz kamen. Stadtväter und Planer wollten eine hochwertige Gestaltung der jeweiligen Flächen sicherstellen. Klinker fand vor allem in den Fußgängerbereichen, bei Hauseingängen und in den Zugängen zu den Grundstücken Verwendung. Besonders in den Cityzonen Lindenstraße und Breite Straße nutzen viele Gewerbetreibende die Multifunktionsflächen mit eingebetteten Bürgersteigen, um die Menschen zum Schauen oder Platznehmen einzuladen. Der Erlebniswert unserer Altstadt hat sich damit gesteigert. Besucher bestätigen uns ein gefälliges Ambiente mit viel Grün und einen gelungenen Materialmix. Farblich angepasst wurde die Stadtmöblierung mit neuen Bänken, Sitzpollern, Fahrradständern und Papierkörben. Sie setzten auf breite Bürgerbeteiligung. Warum? Wir wollten, dass sich die Bürger aktiv an der Entscheidungsfindung beteiligen, zumal die Arbeiten ja über einen längeren Zeitraum dauerten. Es wurden zuvor Leitungen für Wasser, Abwasser, Gas und Telefon erneuert. Das Aufreißen der Straßen und Gehwege bedeutete große Einschränkungen für die Anwohner. In verschiedenen Gremien wurden Umsetzungsfragen und Abläufe diskutiert, auch Sachverhalte wie Rutschsicherheit der Flächen, Höhe der Bordsteinkanten, Denkmalschutz bei Hauseingängen, Neubepflanzung mit Linden oder die Regelquerschnitte. Es ist schließlich gelungen, den historischen Charakter durch eine ruhige Neugestaltung der Freiflächen in der Altstadt aufzuwerten. Die breite Bürgerbeteiligung hat sich gelohnt, denn die Einwohner sind heute sehr stolz auf die Resultate. Warum war Rutschsicherheit ein zentrales Problem? Die Mehrzahl unserer Einwohner sind ältere Menschen. Die Jungen sind in die Metropolregionen abgewandert. Wir haben daher alle Bedenken zur Rutschsicherheit ernsthaft geprüft und sie – dank des besonderen Engagements von Wienerberger – schnell ausräumen können.

Neugestaltung der Innenstadt in Ludwiglust, Deutschland Auftraggeber

Stadt Ludwigslust

Architektur Merkel Ingenieur Consult, Platz der Jugend 1, 19053 Schwerin

Husum gelbbunt – die Klinker sind in Ludwigslust seit 1994 fester Bestandteil der etappenweisen Sanierung von Freiflächen. Im Materialmix verlegt, sorgen sie für besondere Farbakzente.

Verwendeter Pflasterklinker

Husum gelbbunt, hochkant verlegt

Verfügbare Formate

200 x 100 x 52 mm 200 x 100 x 62 mm

Verlegte Fläche Mehrere hundert Quadratmeter, verteilt über diverse ­Bauabschnitte seit 1994 Fertigstellung

Letzter Bauabschnitt, Herbst 2012


LUDWIGSLUST | DEUTSCHLAND | 031

Wenig einladend präsentierte sich die Lindenstraße in ­Ludwigslust vor ihrer Sanierung.

Fast 90 Prozent der Hauseingänge wurden individuell gepflastert. Gründe waren Auflagen des Denkmalschutzes oder besondere Lösungen wie diese Granitplatte vor dem Eingangsbereich.


032 | KALMTHOUT | BELGIEN


KALMTHOUT | BELGIEN | 033

Ein sattes Ziegelrot dominiert die Polderdörfer, denn die Verwendung von Ziegel und Ton ist hier typisch. So war es naheliegend, dass sich die Planer Luc Wallays und Peter Seynaeve bei der Bodengestaltung rund um die Kirche von Nieuwmoer-Kalmthout für den attraktiven rotbraunen Klinker „Arte“ mit seiner prächtigen Musterung entschieden.

EIN WÜRDIGER RAHMEN „Omgeving“ ist ein renommiertes Planungsbüro für Raumplanung, Entwicklung, Architektur und die ­Einrichtung öffentlicher Räume – ein komplexes Leistungsangebot, das für einen multidisziplinären Ansatz sorgt. Vor einiger Zeit erhielt das Büro die Gelegenheit, das Areal rund um die Kirche von NieuwmoerKalmthout komplett neu zu gestalten. „Garden & Place“ sprach mit den beiden Geschäftsführern des Planungsbüros, Luc Wallays und Peter Seynaeve, über die Umsetzung des Projektes.

VOM KLEINEN PROJEKT ZUR KONZEPTIONELLEN VORGEHENSWEISE Bereits im Jahr 2008 war „Omgeving“ für die Stadt Kalmthout tätig gewesen. Damals war eine Rampe für Rollstuhlfahrer vor der Kirche von Nieuwmoer anzulegen. „Nach dieser ersten, fast ‚trivialen‘ Anfrage zeigte sich schnell, dass nicht nur eine Rampe fehlte: Der wachsende Kreisverkehr rund um die Kirche hatte in den letzten Jahren zu immer gefährlicheren Situationen geführt. Sowohl der Orts- als auch der Durchgangsverkehr, darunter viele Busse und landwirtschaftliche Fahrzeuge, mussten den Kreisverkehr passieren. Durch die unübersichtliche Situation in diesem Bereich war sogar bereits ein Todesfall zu beklagen gewesen. Daher haben wir die Anfrage von Nieuwmoer von einer breiteren, konzeptionellen Perspektive aus betrachtet und einen Vorschlag unterbreitet, wie man auch den Kreisverkehr neu gestalten könnte“, fasst Luc Wallays zusammen. DIE KIRCHE IN DER MITTE „Die Kirche von Nieuwmoer stand auf einer Anhöhe in der Mitte des Kreisverkehrs und war an der Vorderseite über einige Stufen zugänglich. Außerdem war der freie Platz davor sehr begrenzt, was soziale Kontakte erschwerte. Hinter der Kirche befand sich ein großer befestigter Platz, den nur Linienbusse verwenden durften – auf Kosten der Fußgänger und Radfahrer“, ergänzt Peter Seynaeve und erläutert die zu lösende Aufgabe genauer: „Die komplexe Verkehrssituation rund um die Kirche war in der Vergangenheit aufgrund der notwendig gewordenen Durchfahrt landwirtschaftlicher Fahrzeuge entstanden. In unserem Konzept haben wir sowohl die Wohnstruktur als auch die Wirtschaftslage, die öffentlichen Verkehrsmittel und die Landschaftsaspekte berücksichtigt.“ 2.200 QUADRATMETER PFLASTERKLINKER Nach der Neugestaltung zeigt sich die Umgebung der Kirche nun in einem ganz anderen Licht. Der Kreisverkehr kann jetzt auch von größeren Fahrzeugen genutzt werden und ein zusätzlicher Parkstreifen wurde angelegt. Rund um die Kirche sorgen mehr Grünanlagen und Einbahnstraßen nicht nur für optischen Ausgleich. Vor der Kirche wurden ein größeres Treppenpodest und eine Rampe angelegt.

Im Vorschlag des Planungsbüros und in dessen Wahl des Materials spielten Kontext und Authentizität eine wesentliche Rolle, wie Luc Wallays weiter erläutert: „Ziegel und Ton sind nun einmal typisch für Polderdörfer, daher entschieden wir uns für den rotbraunen Klinker ,Arte‘ im Waal-Dünnformat. Dieser Wienerberger Pflasterklinker verfügt über eine attraktive Farbe und prächtige Musterung, was im Laufe der Jahre eine noch schönere Patina ergeben wird. Außerdem arbeiten wir lieber mit möglichst einheitlichen Materialien. Deshalb haben wir außer den Pflasterklinkern nur für die Einfassungen blauen Kalkstein in Blöcken verwendet. Und die sollen das ordnungswidrige Parken verhindern.“ Die positiven Auswirkungen der Neugestaltung ließen nach ihrer Fertigstellung 2012 nicht lange auf sich warten: Der Verkehr funktioniert nun viel flüssiger, ruhiger und sicherer. Am Kirchplatz findet wieder soziale Begegnung statt – lebhafter als je zuvor. Auch auf den Terrassen der umgebenden Gaststätten herrscht neuerdings ungeahnter Hochbetrieb.

Neugestaltung des Kirchplatzes in Kalmthout, Belgien Auftraggeber

Stadt Kalmthout

Architekt

Omgeving CVBA

Verwendeter Pflasterklinker

Arte rotbraun DF

Verfügbare Formate

WF DF

Verlegte Fläche

ca. 2.200 m²

Fertigstellung 2012

202 x 50 x 88 mm 202 x 67 x 88 mm


034 | VILNIUS – KREKENAVA – MARIJAMPOLĖ | LITAUEN

Einzigartige architektonische Lösungen charakterisieren den ältesten öffentlichen Platz der litauischen Hauptstadt Vilnius: Zu den bunt begrünten Freiflächen führen gepflasterte Wege, deren Begrenzungsmauern auch als Sitzbänke dienen.

ORTE DER BEGEGNUNG Ganze Arbeit geleistet hat man gleich in drei Städten Litauens, dort verschönern nun Pflasterklinker drei öffentliche Plätze: Der Knotenpunkt in der kleinen Stadt Krekenava erhielt ein würdevolles Erscheinungsbild, der Stadtpark der Hauptstadt Vilnius stellt die historische Atmosphäre wieder her und der Wiederaufbau des Systems öffentlicher Plätze und Wege in Marijampolė hebt das öffentliche Leben auf ein neues Niveau und bewahrt dabei die optische Identität der Stadt.


VILNIUS – KREKENAVA – MARIJAMPOLĖ | LITAUEN | 035


036 | VILNIUS – KREKENAVA – MARIJAMPOLĖ | LITAUEN

Die ehemals unzugängliche, mit Büschen zugewachsene Grünanlage des Birutes Platzes in Krekenava wurde in zwei Zonen unterteilt: Der südliche Bereich lädt mit viel Grün zum Verweilen ein, während der nördliche Teil als Veranstaltungsort zur Gänze mit Pflasterklinkern gestaltet wurde.

Während das Wohnzimmer die Atmosphäre eines Wohnhauses bestimmt und das Leben der Bewohner widerspiegelt, hat die Identität einer Stadt und deren Gesellschaft ihren Ursprung an öffentlichen Plätzen. Was braucht es also, um einen öffentlichen Raum zu schaffen, der durch seine einladende Atmosphäre zum Ort der Begegnung wird? ENTSPANNUNG ODER ANREGUNG Rationale Lösungen und die Allgemeingültigkeit eines Ortes waren im Wesentlichen die Vorgaben für das Konzept zur Sanierung des Birutes Platzes in Krekenava der Architekten Andrius Daujotas und Valdas Klimavičius. Die ehemals unzugängliche, mit Büschen zugewachsene Grünanlage, die von den wichtigsten öffentlichen Einrichtungen (Kulturhaus, Stadtverwaltung, Bibliothek) umgeben ist, wurde in zwei Zonen unterteilt. Im südlichen Teil der Anlage laden nun großzügige Rasenflächen, Blumenbeete und gewundene Wege zum Entspannen ein. Der nördliche Teil hingegen, der gleichmäßig mit Pflasterklinkern gestaltet wurde, eignet sich hervorragend für verschiedenste Veranstaltungen. Rötlichen Pflasterklinker wählten die Architekten, um den gewünschten optischen Kontrast zum Grün der Pflanzen zu erzielen.

AUF DEN SPUREN DER MÖNCHE Einzigartige architektonische Lösungen charakterisieren den ältesten öffentlichen Platz der Hauptstadt Vilnius. Der im 15. Jahrhundert angelegte Bernardinai Garten, aus einer Zeit, als die Mönche das Kloster und eine Anlage aus Teichen und Gärten hier errichteten, liegt in unmittelbarer Nähe zu Altem Schloss und Dom. Im Verlauf der Jahrhunderte veränderte der Park mehrmals sein Erscheinungsbild. Die zuletzt mit der Umgestaltung beauftragten Architekten (Jurga Silvija Večerskytė Šimeliūnė, Modesta Duderytė Mazūrienė) und das kommunale Unternehmen „Vilniaus planas” entschieden sich für die Adaptierung der Gartenanlage aus dem 19. Jahrhundert und schufen unterschiedliche Bereiche für Muße und Spiele. Zwei, am Haupteingang angelegte Plätze nehmen die Themen des ehemaligen Klostergartens sowie des Botanischen Gartens der Universität von Vilnius auf. Kleine Bodenflächen wurden mit vielfältigen Kräutern, Blumen und Wasserpflanzen gestaltet. Zu ihnen führen gepflasterte Wege, Begrenzungsmauern dienen auch als Sitzbänke. „Diese kleinen lauschigen Gärten sind eine Interpretation der Traditionen des 19. Jahrhun-


VILNIUS – KREKENAVA – MARIJAMPOLĖ | LITAUEN | 037

„

Da roter Ziegel das Farbspektrum der Altstadt von Marijampolė dominiert, wurde im Zuge der Modernisierung des Zentralbereichs ein dementsprechender Pflasterklinker ausgewählt. derts“, erläutert Architekt Večerskytė Šimeliūnė. „Deshalb wurde der Pflasterklinker für Wege und Begrenzungsmauern als typisches Material dieser Zeit ausgewählt.” Der neu gestaltete Bernardinai Platz in Vilnius hat Wesentliches zum positiven Image der Hauptstadt beigetragen. VOM UNWIRTLICHEN SOWJETSTIL ZUM EINLADENDEN AMBIENTE Die Modernisierung des Zentralbereichs von Marijampolė (Architekten Gintautas Vieversys, Reda Marcinkevičienė, Algirdas Marcinkevičius, Arvydas Bekeris, Tomas Eidukevičius, Donatas Valiukas) zeigt mittlerweile enorme lokale Auswirkungen: Das Gemeindeleben und eine rege Kommunikation unter den Einwohnern wurde durch die Schaffung einer neuen Infrastruktur deutlich gefördert. In Sowjetzeiten waren öffentliche Plätze in Marijampolė von einer nahezu feindseligen Erscheinung geprägt und bar jeder Infrastruktur. Die Aufgabe der Architekten bestand aber nicht darin, neue öffentliche Räume zu schaffen – vielmehr sollten die bestehenden Orte aufgewertet werden. Dazu wurden Straßenpflaster und Beleuchtungssysteme erneuert und zur Attraktivierung Bänke und Skulpturen eingefügt. Für Fußgänger und Radfahrer wurden neue Wege angelegt, die Plätze und Parks miteinander verbinden. Da roter Ziegel das Farbspektrum der Altstadt von Marijampolė dominiert, wurde dementsprechender Pflasterklinker ausgewählt. „Nach gründlicher Begutachtung der Produkte unterschiedlicher Unternehmen zeigte sich, dass Wienerberger exakt die benötigten Farben im Programm hat. Um eine zu monotone Pflasterung zu vermeiden, wählten wir leicht nuancierte Farbtöne aus, die einen lebhaft gesprenkelten Teppich auf dem Boden ergeben”, erklärt Architekt Gintautas Vieversys. Breite Straßen wurden entsprechend verschmälert, sodass der zentrale Bereich nun einladender erscheint und Fußgänger wie Radfahrer in den Vordergrund gerückt werden.

UM EINE ZU MONOTONE PFLASTERUNG ZU VERMEIDEN, WÄHLTEN WIR LEICHT NUANCIERTE FARBTÖNE AUS, DIE EINEN LEBHAFT GESPRENKELTEN TEPPICH AUF DEM BODEN ERGEBEN.

Architekt Gintautas Vieversys

Grünanlage in Vilnius Architekten Jurga Silvija Večerskytė Šimeliūnė, Modesta Duderytė Mazūrienė Verwendete Pflasterklinker

Cosmo Tumbled, Bara

Birutes Platz in Krekenava Architekten Valdas Klimavičius, Andrius Daujotas Verwendete Pflasterklinker

STT Terrakota Kare

Stadtzentrum von Marijampolė Architekten Gintautas Vieversys, Reda Marcinkevičienė, Algirdas Marcinkevičius, Arvydas Bekeris, Tomas Eidukevičius, Donatas Valiukas Verwendete Pflasterklinker Holstein Aseri Terra smooth STT, Aseri red smooth STT


038 | PIPELIFE RAINEO

DAS INTELLIGENTE SICKERSYSTEM Heftige Regenfälle, lange Dürreperioden, Hitze und Überschwemmungen: die Folgen des Klimawandels sind nicht mehr zu übersehen. Speziell Überschwemmungen, die aus nicht ausreichenden RegenwasserManagement-Systemen resultieren, führen zu Erosion, Wasserverschmutzung und exorbitanten Kosten für die Allgemeinheit. Das Raineo® System schafft hier Abhilfe.

Raineo® von Pipelife ist ein effizientes Regenwasser-ManagementSystem, das überschüssiges Regenwasser ableitet und speichert und den unkontrollierten Abfluss somit verhindert. Raineo® von Pipelife kommt unter verschiedensten Rahmenbedingungen zum Einsatz und ist je nach Anforderung individuell anpassbar. Regenwasser kann aufgefangen, g­ ereinigt oder transportiert werden. ZUM SCHUTZ WERTVOLLER RESSOURCEN Neben Überschwemmungen werden zunehmend durch Regenwasser überlastete Kanalsysteme zum Problem. Auch der Verlust von Grünflächen und Böden in Folge der Errichtung von Gebäuden hat zahlreiche negative Konsequenzen: Erholungsund Naturräume werden reduziert, landwirtschaftliche Flächen und Böden gehen verloren, Regenwasser kann nicht mehr ungehindert versickern. Herkömmliche Systeme, etwa Sickergruben oder Rückhaltebecken, die zum Besipiel entlang von Autobahnen oder Schnellstraßen zu finden sind, reichen nicht aus, um das anfallende Wasser aufzunehmen, da diese Sickermethoden große Flächen benötigen, die immer weniger zur Verfügung stehen. Pipelife bringt mit Raineo® eine patentierte Systemlösung, die es ermöglicht, das anfallende Wasser auch mit weniger Fläche effizient aufzufangen, zu speichern und wiederzuverwenden und übernimmt den Schutz der wertvollen Ressource Wasser für Jahrzehnte. ZUVERLÄSSIGES WASSER-MANAGEMENT Speziell unterirdisch verbaute Wasser-Management-Systeme eigen sich hervorragend zur Lösung von Überschwemmungsproblemen an architektonisch wertvollen Plätzen, da sie ohne störende sichtbare Elemente installiert werden können. Bei Rückhaltung und

Wiederverwendung sollte das Wasser so sauber wie möglich sein. Dafür sorgt eine fortschrittliche Filter- und Reinigungstechnik – wie Ölabscheider oder Schwermetallfilter, die Bestandteil jedes vernünftigen Regenwasser-Management-Systems ist. Das Hauptelement jedes Regenwasser-Management-Systems ist ein unterirdischer Wasserspeicher, genannt „Stormbox“. Ein Rigolenfüllkörper aus Polypropylen, wird dieser als modulares System aufgebaut. Dank ausgeklügelter Stecksysteme können je nach Anforderung verschieden große unterirdische Wasserspeicher gebaut werden. www.pipelife.com


ADRESSEN | 039 BELGIEN Wienerberger NV Kapel ter Bede 121 B-8500 Kortrijk T: +32 56 24 96 35 info@wienerberger.be www.wienerberger.be

BULGARIEN Wienerberger EOOD St. Pimen, Zografski Str. 4 Office Building 2, Floor 2, Office 1 BG-1172 Sofia T: +359 2 961 54 60 office.bg@wienerberger.com www.wienerberger.bg PFLASTERVERTRIEB ÜBER: Semmelrock Stein+Design EOOD Podbalkanski put, Shose 6 (E 871) Grigorevo BG-2100 Elin Pelin T: +359 (2) 90 224 00 office.bg@semmelrock.com www.semmelrock.bg

DÄNEMARK Wienerberger A/S Rørmosevej 85 DK-3200 Helsinge T: +45 70 13 13 22 info@wienerberger.dk www.wienerberger.dk

DEUTSCHLAND Wienerberger GmbH Oldenburger Allee 26 D-30659 Hannover T: +49 511 610 70-0 info@wienerberger.de www.wienerberger.de

ESTLAND Wienerberger AS Tallinna esindus Room 215, Peterburi tee 46 EE-11415 Tallinn T: +372 6181 900 tallinn@wienerberger.ee www.wienerberger.ee

FINNLAND Wienerberger OY Ab Strömberginkuja 2 FIN-00380 Helsinki T: +358 9 565 58 70 office@wienerberger.fi www.wienerberger.fi

FRANKREICH Wienerberger SAS 8, Rue du Canal – Achenheim F-67087 Strasbourg Cedex 2 T: +33 3 90 64 64-64 contact@wienerberger.fr www.wienerberger.fr

INDIEN Wienerberger Brick Industry Pvt. Ltd.35/1 88/4, Richmond Road, Opp. HDFC Bank, Bangalore-560 025 Karnataka T: +91 80 4149 168 2-7

marketing@wienerberger.in www.wienerberger.in

ITALIEN Wienerberger Spa Via Ringhiera 1 I-40027 Mordano (Bologna) fraz. Bubano T: +39 054 25 68 11 italia@wienerberger.com www.wienerberger.it

KROATIEN Wienerberger Ilovac d.d. Donje Pokupje 2 KR-47000 Karlovac T: +385 47 69 41 00 office.hr@wienerberger.com www.wienerberger.hr PFLASTERVERTRIEB ÜBER: Semmelrock Stein+Design d.o.o. Otok Oštarijski 4e HR-47300 Ogulin Tel. +385 47 819 200 semmelrock@semmelrock.hr www.semmelrock.hr

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NORWEGEN Wienerberger AS Brobekkveien 40 N-0598 Oslo T: +47 22 07 26 00 info@wienerberger.no www.wienerberger.no

ÖSTERREICH Wienerberger Ziegelindustrie GmbH Hauptstraße 2 A-2332 Hennersdorf bei Wien T: +43 1 605 03-0 office.at@wienerberger.com www.wienerberger.at PFLASTERVERTRIEB ÜBER: Semmelrock Stein+Design GmbH & CoKG Stadlweg 30 A-9020 Klagenfurt am Wörthersee T: +43 50 38 38 – 2 office@semmelrock.com www.semmelrock.com

POLEN Wienerberger Ceramika B­ udowlana Sp.z o.o. ul. Ostrobramska 79 PL-04-175 Warszawa T: +48 22 514 21 00 office@wienerberger.com.pl www.wienerberger.pl

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