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Martin Bill - Spuren im Holz (Vorschau)

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Spuren in Holz

Martin Bill hat seine Spuren in Deutschland, Italien, Österreich, Türkei, Russland, China und in den USA hinterlassen. Sein neues Buch «Spuren in Holz» ist ein Abbild seines Lebens und Wirkens. Eindrücklich erzählt er darin seine Erlebnisse an Holzbildhauersymposien und -festivals in der ganzen Welt – und warum die Insel Sardinien zu einem wichtigen Rückzugsort geworden ist. Bilder von den vielen Skulpturen im nahen Umfeld dokumentieren sein immenses Schaffen. Weggefährten würdigen Martin Bill als Bildhauer und als Sportler –  als einen der ersten Windsurfer auf dem Thunersee, der seine Surfbretter auch gleich selbst anfertigte, als Skirennfahrer, Skilehrer und Träger des braunen Gürtels im Judo.

neutral Drucksache

Spuren in Holz

Martin Bill

Martin Bill

Martin Bill

No. 01-12-409142 – www.myclimate.org © myclimate – The Climate Protection Partnership

ISBN 978-3-03818-361-7 Werd & Weber Verlag AG CH-3645 Thun/Gwatt www.weberverlag.ch

Spuren in Holz


Biografie

Biografie Ich erblickte im Jahr 1947 in Seftigen, im Laueli, das Licht der Welt. Aufgewachsen bin ich aber in Thun. Ich entstamme einer einfachen Arbeiterfamilie mit Vater, Mutter und meiner jüngeren Schwester Erika. Die meisten Schulferien verbrachte ich bei meinen Grosseltern in Kandersteg. Für mich war das die totale Freiheit und eine sehr glückliche Zeit. Überhaupt hatte ich eine schöne und unbeschwerte Kindheit bis auf die 3. und 4. Klasse. Das waren meine schwierigsten zwei Schuljahre, verbunden mit vielen negativen Ereignissen, die bis heute in meiner Erinnerung geblieben sind. Prompt gelang mir der Übertritt in die Sekundarschule nicht. Ab dem 7. Schuljahr war mir bereits klar, dass ich später etwas mit Holz machen wollte. Während der Oberstufe hatte ich im Sportgeschäft Sport Hofer in Thun einen Wochenplatz. Ich konnte dort im Skiservice mithelfen und auch sehr selbständig arbeiten. Diese Tätigkeit bestätigte mir meine Vorliebe fürs Handwerkliche. Weil ich ein recht guter Freihandzeichner war und speziell als Technischer Zeichner Fähigkeiten an den Tag legte, meinten mein Lehrer, Ernst Mühlethaler, und mein Vater, dass Hochbauzeichner und später Architekt Berufsziele für mich sein könnten.

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2019 Brienz in Aktion

In der Grossstadt Bern Zu dieser Zeit besassen meine Eltern ein altes Segelschiff. Ich weiss noch, dass ich das Buch «Hans, der junge Rheinschiffer» verschlang, und so kam es, dass ich entgegen der Meinung meines Lehrers und meines Vaters Bootsbauer werden wollte. Beim Bootsbauer Schneiter in Oberhofen durfte ich schnuppern gehen. Man bot mir dort sogar eine Lehrstelle an. Mein Vater sträubte sich aber gegen mein Ansinnen und meinte, dieser Beruf hätte keine Zukunft. So nahm ich zusammen mit meiner Mutter den Weg zum Berufsberater unter die Füsse. Dieser schlug vor, dass ich mich zur Eignungsprüfung in der Von Roll Bern als Technischer Modellbauer (damals Modellschreiner) anmelden soll. Was ich dann auch tat. Ich bestand die Prüfung und dachte mir, mit dieser Lehrstelle komme ich wenigstens von der Provinz in die Grossstadt Bern. Ich traf es ausserordentlich gut. Bei meinem Lehrmeister hatte ich in den vier Lehrjahren zwischen 1964 und 1967 eine sehr gute Zeit. Aber wenn ich die Männer sah, die kurz vor der Pensionierung standen und das ganze Berufsleben in der Von Roll Bern verbracht hatten, war mir schnell klar, dass das nicht mein Weg werden würde. Dort hatte ich übrigens den Grundstein zum Holzbildhauen gelegt: In den langen Mittagspausen fertigte ich meine ersten einfachen Holzskulpturen an. Ich absolvierte die Rekrutenschule und die Unteroffiziersschule (UOS) bei der Fliegerabwehr in Chur und blieb nur noch kurze Zeit als Angestellter in meinem einstigen Lehrbetrieb.

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Im Jahr 2014 zusammen mit Markus Flück, Schulleiter «Schnäzi» Brienz, mit meiner Skulptur

2004 Internationales Holzbildhauer–Symposium Brienz Im gleichen Jahr brachte mich Corina beim Internationalen Holzbildhauer–Symposium in Brienz ins Spiel. Der Event unter dem Titel «Die schöne Schifferin vom Brienzersee» wurde zu meinem ersten internationalen Symposium. Das erste Mal nahm ich mit russischen Bildhauern am gleichen Event teil. Ich dachte damals, dass ich von ihnen nicht wahrgenommen wurde. Doch zwei Jahre später folgte eine Einladung nach Sibirien.

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Mein Arbeitsplatz im Atelier

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2019 Ahorn, Lack, 47 × 47 cm

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2021 Weisstanne, Lack, 3000-jährig, 120 cm auf dem Parkplatz vor meinem Atelier

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2021 Weisstanne, Lack, 3000-jährig, 70 × 70 × 105 cm

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2020 Weisstanne, Lack, 3000-jährig, 63 cm

2020 Kirschbaum, geölt, 65 × 31 cm

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