Nach «Was Anker-Bilder erzählen» legt der Autor einen Gedichtband vor. Darin geht er der einfachen Frage nach: Was sind Worte eigentlich? Was bewegen und bewirken sie? Worte sind wie Steine, wie Kitt, wie Wasser, sie haben mehr als eine Seite … Worte haben ihren Klang, sie sind und bleiben ein Geheimnis. Unter diesen Stichworten gibt Ueli Tobler Einblick in seine Erfahrungen mit dem Wort. Sie sind vielfältig: 40 Jahre Seelsorge und Predigtarbeit in der Seeländer Kirchgemeinde Ins, Leitung des Bäuerlichen Sorgentelefons, Mitarbeit im Care-Team des Kantons Bern, eine bewegte Familiengeschichte. Wort-Erfahrungen macht Ueli Tobler immer neu beim Hören, Lesen und Schreiben. In seinen Gedichten und Gedanken finden sich Ernst und Witz, Spiel und Schmerz. Mit dem Berndeutsch bleibt der Wort-Werker nahe am Alltag. Essay von Jeannine König, Philosophin und Journalistin. Nachwort von David Plüss, Theologieprofessor.
978-3-03818-379-2 Weber Verlag AG CH-3645 Thun/Gwatt www.weberverlag.ch
UELI TOBLER
UELI TOBLER
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UELI TOBLER
WORT-STEINE BÄRNDÜTSCHI GEDICHT
Impressum Alle Angaben in diesem Buch wurden vom Autor nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und von ihm und dem Verlag mit Sorgfalt geprüft. Inhaltliche Fehler sind dennoch nicht auszuschliessen. Daher erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Weder Autor noch Verlag übernehmen Verantwortung für etwaige Unstimmigkeiten. Alle Rechte vorbehalten, einschliesslich derjenigen des auszugsweisen Abdrucks und der elektronischen Wiedergabe. © 2022 Weber Verlag AG, CH-3645 Thun / Gwatt Text: Ueli Tobler Coverbild, letztes Bild: Andrea Abegglen Bilder: Elisabeth Tobler
Weber Verlag AG
Gestaltung Cover: Bettina Ogi Gestaltung Inhalt und Satz: Celine Lanz Bildbearbeitung: Adrian Aellig Korrektorat: Madeleine Hadorn ISBN 978-3-03818-379-2 www.weberverlag.ch Der Weber Verlag wird vom Bundesamt für Kultur mit einem Strukturbeitrag für die Jahre 2021–2024 unterstützt.
neutral Drucksache No. 01-12-409142 – www.myclimate.org © myclimate – The Climate Protection Partnership
UELI TOBLER
WORT-STEINE BÄRNDÜTSCHI GEDICHT
WEBERVERLAG.CH
INHALT Die unsagbare Macht des Wortes
7
Radio-Logii
49
Bärndütsch und Schriftdeutsch
11
Zitig
50
Wort-Steine
13
Finger
51
Stimmen im Stei
16
Fride
53
Bode
18
Thomas
55
Netz
20
Hiob
57
Huus
22
Zwo Site
63
Wonig
23
Zwöi Büecher
64
Schlüssle
24
Buechigs
67
Chäller
25
Zwüsche-Halt
69
Höhli
26
Härz-Schmärz
70
Burg
28
Mässer u Schwärt
71
Leitere
30
Chotz-Sack
73
Brügg
31
Lugi u Wahrheit
75
Spile
32
Chnochen u Brot
77
Francesco
34
Eidütig – viildütig
78
Chitt
37
Wort u Macht
80
Zwüscherüüm
38
Elektronisch u persönlech
81
Ge-dicht
39
Daten u Tate
83
Fänschter
40
Änglisch u bärndütsch
84
Geischt
42
Gah u blibe
85
Muet
43
Läsen u lose
87
Bluet
45
Klee u Chagall
89
Sanft-Muet
47
Wasser
91
Rägen u Schnee
94
Müschterium
139
Bechli
95
Mystik
141
Wort-Fluss
96
Geischt-Blitze
144
Predig
97
Morgestärn
145
Säje
98
Ängel
146
Wätter
99
Wägwiiser
149
See-Spiegel
101
Gränze
153
Meer
103
Guld
155
Träne
104
Brot
158
Klang
107
Wörter-Spiis
160
Alphorn
110
Bsinnig
162
Orgelen u Kanzle
112
Chrischtus
163
Stilli
113
Nume
164
Bild u Ton
115
Gschichte
166
Pfiiffe
118
Zit-Gümp
167
Big Bäng
119
Vogel
169
Nei-nei-nei!
121
Ritter
171
Lache
123
Glatze
172
Gloggeglütt
125
Bluemechind
173
Gleserklang
127
Was blibt
175
Luft
129
Säge
176
Luftibus
132
Dank
178
Müntschi
133
Wortskulpturen
179
Ohni Wort
135
Angaben zu den Personen
183
DIE UNSAGBARE MACHT DES WORTES Essay von Jeannine König Theologen und eine analytische Philosophin und Ethikerin trennt vieles, sie haben aber auch eine grosse Gemeinsamkeit: Ihr Werkzeug ist das Wort. Im Alltag sind wir es gewohnt, dass wir unsere Erlebnisse und Gefühle in Worte fassen. Wenn wir sie nicht aussprechen, schreiben wir sie vielleicht nieder, um sie nicht zu vergessen, oder um unsere Gedanken zu ordnen. Wir teilen uns mit, wir kommunizieren, wir kommen miteinander mit Small Talk in Kontakt, kommen uns durch wohlwollende Worte nahe oder entfernen uns durch Beleidigungen voneinander. Worte machen Spass, wenn Kinder ihre ersten Worte sprechen, oder wir mit Worten spielen und Kreuzworträtsel lösen. Wir drücken mit Worten aber auch unsere Überzeugungen aus und streiten in der Politik um das beste Argument. Wir lesen oder hören die Nachrichten und informieren uns über die Geschehnisse in der Welt, oder wir lesen Romane und tauchen im Kopfkino in fremde Welten ab. Unser Rechtssystem ist in Worten festgehalten und unsere Rechte und Pflichten in Paragrafen und Gesetzesartikeln. Das alles sind für uns selbstverständliche Leistungen des Wortes und der Sprache. Manchmal verschlägt es uns aber auch die Sprache. Viele von uns mögen sich noch gut daran erinnern, wie die Live-Nachrichtenkommentatoren am 11. September 2001 um Worte rangen, als zwei Flugzeuge in die Türme des World Trade Center in New York flogen und ein drittes Flugzeug in das Pentagon in Washington DC. Angesichts einer solchen Gräueltat fehlten die Worte.
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Und was an 9/11 eine ganze Nation im Kollektiv erfahren hat, erleben auch Individuen. Menschen, denen es die Sprache verschlägt, weil sie etwas erleben, das nicht in Worte gefasst werden kann, wie vielleicht die Trauer über den Tod des eigenen Kindes. Diese Erfahrung hat Ueli Tobler zum Lesen und Schreiben von Gedichten geführt. Im Dunkeln ist das Wort am stärksten. Es scheint also so zu sein, dass Worte nicht alles leisten können, und die Möglichkeit, sich mit Worten mitzuteilen, begrenzt ist. Man kann es bei dieser Tatsache belassen – schliesslich stösst jedes System irgendwann an seine Grenzen –, oder sich die Frage stellen, was alle diese Ereignisse, die uns um Worte ringen lassen, gemein haben. Sowohl die Terroranschläge in den USA als auch der Verlust eines Kindes stellen eine Zäsur dar. Für viele Menschen in den USA ging das Leben nach 9/11 nicht mehr gleich weiter wie vor den Attentaten, ebenso ist auch der Tod des Kindes eine Zäsur, die es verunmöglicht, das Leben wie bis anhin weiterzuführen. Diese Zäsur kann ein Angriff, ein Unglück, eine Demütigung, ein Verlust, eine Verletzung von Rechten, der Integrität oder der Würde sein. Was sollen wir also tun, wenn die Worte fehlen und sollen oder müssen wir überhaupt etwas tun? Es gibt Gründe, dafür zu argumentieren, dass wir in diesen Situationen um die Worte kämpfen sollten, es vielleicht sogar müssen. Der Schrecken des Erlebten braucht manchmal Zeit, um in Worte gefasst zu werden. Dieses erste Erzählen kann stockend, unvollständig, nicht linear und entsprechend auch nicht logisch nachvollziehbar sein
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– und wird es vielleicht auch nie sein. Und es wird weitere Zeit und Geduld brauchen, bis klarer wird, was diesem Menschen widerfahren ist. Wenn wir uns von diesen Menschen nicht abwenden, sondern versuchen zu verstehen, entsteht zwischen dem Erzähler und dem Zuhörer eine Verbindung. Indem wir uns Zeit nehmen, Menschen zuhören, immer wieder geduldig zu fragen, bis das Erlebte Konturen erhält und schliesslich eine Geschichte wird, räumen wir der Zäsur einen Platz ein. Wir nehmen das Erlebte wahr und anerkennen es. Und vielleicht gelingt es uns zu sagen «Ich sehe dein Leid, dein Leben, deine Geschichte und ich anerkenne sie». In solch einem Dialog können Zäsuren weniger schmerzhaft werden. Wenn es sich bei einer Zäsur nicht um ein Unglück, sondern um ein menschenverursachtes Leid handelt, geschieht dieses Wahrnehmen und Anerkennen idealerweise zwischen Opfer und Täter. Die Wahrheits- und Versöhnungskommission (Truth and Reconciliation Commission TRC) in Südafrika war vom Prinzip der Anerkennung von Leid geleitet. Nach den Verbrechen der Apartheid wurde unter dem Vorsitz des anglikanischen Geistlichen Desmond Tutu ein öffentlicher Dialog institutionalisiert. Ziel war es, ein Gespräch zwischen Opfern und Tätern zu etablieren. Im Zentrum standen die Anhörungen zerstrittener Völkergruppen, so dass jeweils das erlebte Leid ausgesprochen als auch gehört wurde. Die Wahrnehmung stand im Zentrum, nicht die Konfrontation. Dass sich Opfer und Täter in einem Dialog begegnen, ist jedoch die Ausnahme. Deshalb sind wir manchmal in der Situation, das Leid von Menschen anzuerkennen, ohne dass wir es verursacht haben. Nun
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kann eingewendet werden, dass dieses Betrachten und Anerkennen des Leides durch Worte Aufgaben sind, die uns vielleicht überfordern. Es scheint einfacher zu sein, diese Menschen einfach in den Arm zu nehmen. Weshalb also zuhören und sich die Zeit nehmen? Mit einer Umarmung spenden wir Trost, wie wir ein Kind in den Arm nehmen und trösten, das hingefallen ist, und sich das Knie aufgeschlagen hat. Nach einer Zäsur braucht es aber noch etwas anderes: Wir müssen uns wieder aufrichten, um wieder aufrecht gehen zu können. Für das Wort spricht nämlich auch, dass sich Menschen, indem sie ihr Leid in Worte fassen, mit dem Erfahrenen auseinandersetzen, es in einen Kontext stellen, und in ihr Leben integrieren können. Indem das Leid ausgesprochen wird und jemand es wahrnimmt, kommt es erst in die Welt und wird «wahr». Und vielleicht verhält es sich so, dass wir Menschen einander verpflichtet sind, weil wir alle eine inhärente universelle Würde haben, die nicht verloren gehen kann, die nicht abgesprochen und nicht zugesprochen werden kann, die aber verletzt und wiederhergestellt werden kann. Diese Würde verpflichtet uns, uns selbst gegenüber, aber eben auch allen anderen Menschen. Darin liegt die Begründung für eine Pflicht, das Leiden anderer wahrzunehmen und anzuerkennen – nicht mehr und nicht weniger. «Ich sehe dein Leid, dein Leben und deine Geschichte – und ich anerkenne sie», sind vielleicht die stärksten Worte, die wir an jemanden richten können. In diesem Satz liegt die Macht des Wortes, die Macht der Wort-Steine, wie sie hier in diesem Buch zu finden sind.
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BÄRNDÜTSCH UND SCHRIFTDEUTSCH In der Schweiz stehen uns zwei deutsche Sprachen zur Verfügung, der Dialekt und die Schriftsprache («Hochdeutsch» habe ich weniger gern, denn dann wäre der Dialekt «niederes» Deutsch – ich halte ihn aber hoch). Zwei deutsche Sprachen: ein Privileg! Die Gedichte sind, wie der Untertitel verspricht, alle «uf Bärndütsch gschribe». Diese Vorbemerkung, Vor- und Nachwort sind in der Schriftsprache verfasst, ebenso die Anmerkungen unten an den Seiten. Bei der berndeutschen Schreibweise halte ich mich so eng als möglich an diejenige der Schriftsprache – das Bild ist uns vertrauter. Selbstverständlich nehme ich an, dass Bernerinnen den Dialekt so sprechen und innerlich hören, wie sie es aus dem Alltag kennen. Wenn zum Beispiel «Wält» steht, werden viele Berner «Wäut» hören. Die Texte in Schriftdeutsch bilden den schlichten Rahmen, die Bärndütsch-Texte den Kern des Buches. Oft ist es umgekehrt: ein Vortragspublikum wird im Dialekt begrüsst, die Präsentation erfolgt in der Schriftsprache. Das Buch soll dazu einladen, munter zwischen den Texten hin und her zu hüpfen, anstatt sie einer strapaziösen A–Z-Lektüre zu unterziehen. Das entspricht dem Spiel, das ich mit den Wörtern so gerne spiele, ein durchaus ernsthaftes Spiel und darum mit Humor.
Die Anmerkungen sind bewusst klein gehalten. Wer sie als unnötig erachtet, überspringe sie fröhlich. Die Bibelzitate sind der Zürcher Bibel 2007/2005 entnommen.
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Bild
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WORT-STEINE I Dr Wort-Stei uralt u starch än ehrwürdige Patriarch Dr Wort-Stei chäch u jugedlech rugelet u chugelet D Wort-Steine geduldig dräjen u chehre u vone lehre? Mit Wort-Steine bedächtig boue si gäbe Halt u felsefeschts Vrtroue D Wort-Steine süferli richte u merke: si gwichte
Jonas, unser Enkel, baute kunstvoll und mit grosser Geduld Steintürme und –konstruktionen auf den Felsblock. Sein Kunstwerk inspirierte mich zum Titel des Gedichtbandes und zum Eingangsgedicht.
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II Hüüfig vrgässnigi Wort-Steine: di steiherte Bibel-Wort Dr Babel-Turm di Zäh Gebot d Stei-Schrift vo Gott Dr David u si Stei är bruucht ne schlau u preicht genau Äs witers Stei-riichs Exämpel dr Salomo u si Tämpel Jesus Chrischtus dr Schluss-Stei macht Schluss mit Steinige
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Är wiist anderi Wäge für Böses z bereinige Für ds Gottes-Riich bruucht är läbigi Steine mii chönnt är meine Ds Felse-Grab bezügt am Oschtertag dr Tod – dä lügt Zletscht richtet Jesus im himmlische Jerusalem ds Bösen isch plem-plem
Bezüge zu den folgenden biblischen Geschichten: Turmbau zu Babel: 1. Mose 11,1–9 10 Gebote: 2. Mose 20,1ff David und Goliath: 1. Sam 17,1–58 Salomos Tempelbau: 1. Kön 6 Jesus und die Ehebrecherin: Joh 8,1–11 Lebendige Steine: 1. Petr 2,5 Felsengrab am Ostertag: z.B. Joh 20,1ff Himmlisches Jerusalem: Offb 21
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STIMMEN IM STEI Är leit ds Ohr a Stei ghört d Stimme im Stei D Maria briegget dr Suhn uf ihrem Schoss isch tot Är lost befreit Marias Truur wott se nid la vrsteinere nume fiin vrschleiere jitz steit si da la Santa Pietà Gott gseht dä wo id Steinen ine lost Gott lost ine ids Künschtler-Härz:
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Michelangelo wär isch i dir? – du Herrgott! – halleluja rüeft Gott voll Fröid
Nach der Erzählung von Rainer Maria Rilke «Von einem, der die Steine belauscht» aus den «Geschichten vom Lieben Gott». Die Pietà von Michelangelo steht im Petersdom in Rom. Pietà (it. für «Frömmigkeit, Mitleid», nach lat. domina nostra de pietate «unsere Herrin vom Mitleid») … ist in der bildenden Kunst die Darstellung Marias als Mater Dolorosa (Schmerzensmutter) mit dem Leichnam des vom Kreuz abgenommenen Jesus Christus. Zit. Wikipedia.
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BODE I Ds Wort blibt nid ir Luft äs geit z Bode urchig-wärchig Chrischtus würkt uf dr Ärde ds Gotteswort chunnt uf ä Grund macht is gründlech möntschefründlech Bode-ständig Himel-offe
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II Ds Wort – üse Bode wo mir druf stöh D Sprach – üse Wäg wo mir druf göh Isch dr Bode hert errünnt ke Same druus Wärde d Wäge gschliferig rütsche mir druf uus Hei mir nid Sorg zu de Böde u Wäge wird ds Läbe bodelosvrwäge
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NETZ I Am Afang ds JahWort Ds Wort het Fade Ä Huuffe Fäde mänge Chnüppel eis Netz Mit em Netz cha me Fische faa u Möntsche Vrloornigi u d Lugine
Jah = Abkürzung für Jahwe. Jahwe = Gottesname des Volks Israel, der aber von jüdischen Gläubigen nicht ausgesprochen wird.
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II Schritt für Schritt Wort für Wort uf di hööchschte Seili Ke Angscht drunder hets äs Netz DS WORT
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HUUS Ds Wort isch äs Huus da gangen ig ii und uus Ds Wort isch äs Huus da huse Löi u Luus Ds Wort isch äs Huus da fahre Blitz u Donner druus Ds Wort isch äs Huus da tönts druus poppig u bluus Ds Wort isch äs Huus da ischs so liisli so mugs so müüsli
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WONIG I Ds W
ä Wonig won i wone
O
än Ort wo mi ortet
R
ä Ruum won i rumore
T
ä Tüüre won i mi Tüüri düre darf
II Wohnen im Wort u ds Wort im Härz la wohne Die Wunder-Wonig nid mit Wörter überstelle Dr Klang u ds Liecht u d Rueh si Möbel gnue
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SCHLÜSSLE Schlüssle bschliesse uf u zue d Türe d Töri d Tröji dr Himel d Höll u ds Härz Schlüssle si us Ise Guld u Wort Wort si meh wärt als Guld we si passe win ä Schlüssel ids Schloss
Angeregt durch die Predigt am 17.1.2021 in Ins von Ruth Ackermann Gysin zu Matth 16,18–19: Und ich sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Tore des Totenreichs werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben, und was du auf Erden bindest, wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden löst, wird auch im Himmel gelöst sein.
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CHÄLLER Dr Gottfried Chäller hasset d Pfaffe wo dumm uf ds Ewige gaffe d Gägewart vrachte ds Himelriich wei pachte kes Gspüri hei für d Möntschen u d Natur uf dr Kanzle stur lääri Dogme drösche statt dass si vor dr eigete Türe wüsche Du Poet Pfaff o du! la das Wort la wärde u süsch he nu!
In seinem Roman «Der Grüne Heinrich» beschreibt Gottfried Keller (1819–1890) wie die trockenen dogmatischen Sätze von der Kanzel den Grünen Heinrich zur Flucht aus der Kirche und aus dem Christentum bringen – nicht ohne sich weiterhin damit auseinanderzusetzen.
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HÖHLI I Ds Wort wird Stei Stei-hert u liecht läbig u fescht Ds Härz vom Wort dr alt Chrischtus am nöje Chrüz
In Mogno, Val Lavizzara, steht die eindrückliche Kirche San Martino von Mario Botta (* 1. April 1943 in Mendrisio, Kanton Tessin).
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II Stei u Felse z ringsetum ä Liechtstrahl findet dr Wäg I bi Felse-fescht u Liecht-Strahle-liecht ghäbt ir grosse Höhli WORT
III Ds Läbe het Eggen u Kante louft nid nume rund Eggigi Steine sträng tischelet gäben ä Boge Under em Boge bin i sicher u ge-borge
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BURG Gott du Ort won i sicher bi sicher vor dr Kündigung sicher vor em grosse Crash sicher vor allne Schwankige ke Chrieg ke Katastrophe cha dä Ort kaputte Gott – du Ort won i sicher bi Chrischtus du Wort wo wahr isch wahr ir Schwetti vo Wörter wahr im Twitter-Gwitter alli Lugine alli faltsche Vrspräche wärde dürchrüzt schitteren am Wort Chrischtus – du Wort wo be-wahrt Heilige Geischt du Wulche wo mi leitet mi Identität u mis Profil si beschtens hinterleit niemer cha se häcke niemer cha se packe
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Heilige Geischt – du Wulche wo mi bhüetet
Heilige Drüeinige Gott Ort u Wort u Wulche dihr blibet im Läbe und über ds Läben us mi Burg u Turm i den analoge u digitale Stürm
Psalm 46,8 … eine Burg ist uns der Gott Jakobs. Ein’ feste Burg ist unser Gott … Nachdichtung des Psalms durch Martin Luther, Ref. Gesangbuch 32.
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