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Schwob 2021

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Eine textile Erfolgsgeschichte – seit 150 Jahren

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Inhalt

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Inhalt

Inhalt Vorwort 04 05

Bundesrat und Wirtschaftsminister Guy Parmelin Regierungsrat Christoph Ammann

Geschichte

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Wie die Schwob AG entstand Chronologie

Philosophie & Positionierung 12 13 14

Spitzentechnologie bei Schwob Zahlen & Fakten Die Kunden (Hotels, Restaurants, Kliniken, Residenzen)

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Schwob bietet alles aus einer Hand

Wäschereien

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Interview 18

Gespräch mit Stephan Hirt, Vorsitzender der Geschäftsleitung und Mitinhaber

Swissness 24

Schwob setzt auf Swissness

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Claude Schärer, Mitglied der GL, Leiter Wäschereien Andreas Meier, Leiter Weberei Manuel Küng, Mitglied der GL, Leiter Verkauf Sabrina Roth, Verantwortliche Marketing & Kommunikation Cornelia Magno, Farb- und Textildesignerin Richard Jarolimek, Leiter Konfektion

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Gratulationen von unseren Partnern

Porträts

Impressum Verlag: Weber Verlag AG, Thun – Texte: Hans R. Amrein (Bern) und Schwob AG Fotos: Schwob AG – Auflage: 3000 Ex. – Druck: Vögeli AG Druckerei Weber Verlag AG, Thun: Gestaltung: Beni Kern – Bildbearbeitung: Adrian Aellig Korrektorat: David Heinen

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Vorwort

«Als Innovationsminister bin ich stolz auf die Schwob AG» Bundesrat Guy Parmelin

150 Jahre Firmengeschichte sind keine Selbstverständlichkeit; sie sind ein Grund zum Feiern! 1872 war das Jahr, als John G. Taylor das erste Patent auf eine Achterbahn erhielt oder Emil Welti zum zweiten Mal Bundespräsident wurde. Viel Zeit ist seither vergangen. Auch als Bundesrat begegne ich einzelnen Produkten der Schwob AG regelmässig: Wunderbare Jacquard-Tischwäsche aus Burgdorf findet sich im Landsitz Lohn in Kehrsatz und im Beatrice-von-Wattenwyl-Haus in der Berner Altstadt.

Es freut mich, dass auch die jetzige Führung das Unternehmen im Sinne der Gründer mit Innovation, Zuversicht und Tatkraft weiterführt. Ich wünsche ihr dabei viel Erfolg.

Als Vorsteher des Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF freue ich mich sehr, dass das Textilunternehmen Schwob AG auf eine so lange Geschichte zurückblicken darf. Zuerst in Bern und dann im Emmental, einer sonst von Industriebetrieben nicht verwöhnten Region, hat es im Verlauf der Jahrzehnte zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen. Aber nicht nur die Schaffung von Arbeitsplätzen zeichnet das Unternehmen aus. Die Schwob AG war und ist auch ein Arbeitgeber, der sich um die Angestellten kümmert. So wurde 1942 eine Stiftung gegründet, um Angestellte bei allfälligen finanziellen Problemen unterstützen zu können. Im selben Jahr wurde eine eigene Pensionskasse gegründet – und das noch vor der Schaffung der AHV!

Guy Parmelin Bundesrat, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung

Als Innovationsminister bin ich aber auch stolz auf die Schwob AG, weil sie während all der vielen Jahre stets innovativ war. Das Unternehmen hat immer wieder einen Weg gefunden, um sich produktiv weiterzuentwickeln. Chapeau!

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Vorwort

«Schwob versteht, wie man Tradition und Innovation verbindet» Regierungsrat Christoph Ammann

Die Schwob AG bekennt sich zum Standort Schweiz. Nicht etwa, weil sie nicht über den Tellerrand hinaussieht, sondern umgekehrt: Sie will nahe bei den Kundinnen und Kunden sein und Nachhaltigkeit leben. Dazu braucht es immer wieder von Neuem innovative Lösungen oder, wie es die Schwob AG nennt, «Innovationstradition». Schwob hat schon vor 150 Jahren verstanden, wie man Tradition mit Innovation und altes Wissen mit neuester Technologie verbindet. Damals verkaufte die Firma Gebrüder Schwob etwa Leinwand, Servietten, Stoffe für Damen- und Herrenkleider und weisse Artikel für Hochzeitsgeschenke. Noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts verkaufte sie Heimtextilien als Teil der Aussteuern. Seit dem Ende der 60er-Jahre wurden aber immer weniger davon gekauft. Heute weiss man – zum Glück, würde ich sagen – kaum noch, was Aussteuern überhaupt sind. Traditionellen Läden wie jenem der «Leinenweberei Schwob & Cie. AG am Bubenbergplatz machte zudem die Konkurrenz durch Shoppingcenter zu schaffen. Schwob hat sich als KMU stetig im Sinne der Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit weiterentwickelt, selbst während der Weltwirtschaftskrise in den 30er-Jahren oder als Billiganbieter aus Asien die Schweizer Textilindustrie schwer trafen. Die Schwob AG lebt Innovationstradition und hat sicher dank ihr überlebt. Heute betreibt sie eine Hightech-Leinenweberei und Wäschereien, welche die komplette Textilpflege aus einer Hand anbieten. Sie bietet massgeschneiderte Produkte und Dienstleistungen für ihre spezifischen Märkte an, allen voran für die Hotellerie, die Gastronomie und das Gesundheitswesen. Innovativ zeigt sich die Schwob AG auch im sozialen Bereich. Vier Jahrzehnte vor der Einführung des Pensionskassen-Obligatoriums in der Schweiz gründet sie eine Pensions- und Bedürftigkeitskasse. Die Bedürftigkeitskasse gibt es heute noch – langlebig und nachhaltig sind bei der Schwob AG also nicht nur die von ihr gefertigten Produkte, Dienstleistungen und Maschinen.

Ich bin nicht nur Wirtschafts-, sondern auch Energieund Umweltdirektor. Deshalb freut es mich besonders, dass die Schwob AG auch auf Energierückgewinnung setzt und ihren Strom vollständig aus Wasserkraft bezieht. Die Rohstoffe für die Tisch- und die Bettwäsche stammen aus kontrolliert biologischem Anbau.

Ich danke der Schwob AG für ihr Engagement, gratuliere ganz herzlich zum Jubiläum und hoffe, dass die Firma auch in den nächsten 150 Jahren auf die Schweiz, den Kanton Bern und die Stadt Burgdorf setzt, Nachhaltigkeit lebt und ihre Innovationstradition fortführen kann.

Regierungsrat Christoph Ammann Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektor des Kantons Bern

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Geschichte

150 Jahre Schwob AG

Es begann am 12. August 1872. Damals eröffneten die Gebrüder Joseph und Jules Schwob am Waisenhausplatz Nummer 19 in Bern ein Tuch-Magazin. Es wurden Leinwand, Servietten, verschiedene Stoffe für Damenund Herrenkleider, weisse Artikel für Hochzeitsgeschenke und viele andere Textilien angeboten.

1932 übernimmt die Leinenweberei Schwob & Cie. die Leinenweberei Huttwil AG. Diese wird nicht in die Leinenweberei Schwob & Cie. integriert, sondern als eigenständige Leinenweberei weitergeführt.

Im Jahr 1884 zügelt die Firma Gebrüder Schwob vom Waisenhausplatz an den Bubenbergplatz 7 (damalige Bezeichnung: Christoffelplatz 7) in Bern, wo sie einen Laden eröffnet. Im Jahr 1907 wird aus der Firma Gebrüder Schwob die Leinenweberei Bern, Schwob & Cie. mit einem Laden am Bubenbergplatz 7 in Bern. Und 1910 eröffnet die Leinenweberei Bern, Schwob & Cie. ihre Weberei an der Wylerringstrasse Nummer 46 in Bern. Expansion der Firma in den 30er-Jahren Im Jahr 1916 stirbt einer der Gebrüder Schwob, Jules Schwob. Der Sohn von Jules Schwob, Leonard Schwob, bleibt Aussendienstmitarbeiter der Leinenweberei Bern, Schwob & Cie. Im Jahr 1917 entscheiden Joseph Schwob sowie sein Sohn Jean Schwob (welcher 1912 zur Firma gestossen ist sich von den übrigen Teilhabern der Kommanditgesellschaft Leinenweberei Bern, Schwob & Cie. zu trennen, um eine eigenständige Firma zu gründen, die sich auf qualitativ hochwertige Textilprodukte mit hoher Lebensdauer spezialisieren soll. Nach dem Ausscheiden der Mitglieder der Schwob-Familie aus der Leinenweberei Bern, Schwob & Cie. entsteht die Leinenweberei Bern, Wallach, Lippmann Cie. (heute: Leinenweberei Bern) mit Sitz am Bubenbergplatz 7 in Bern. Jean Schwob gründet – zusammen mit seinem Vater Joseph Schwob – die Leinenweberei Schwob & Cie. Diese mietet sich in das Geschäftshaus mit Ladenlokal am Hirschengraben Nummer 7 in Bern ein. Die Leinenweberei Schwob & Cie. lässt eine moderne, eigene Leinenweberei an der Stauffacherstrasse 78 in Bern erstellen.

Dank der Übernahme der Leinenweberei Huttwil durch die Schwob & Cie. können zahlreiche Arbeitsplätze während der Krisenzeit der 30er-Jahre erhalten werden. Die Leinenweberei Huttwil – wie auch die Leinenweberei Schwob & Cie. – wird in den 40er-Jahren zu einer Aktiengesellschaft. 1952 eröffnet die Leinenweberei Huttwil AG einen Verkaufsladen in Zürich.

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Geschichte

Im Jahr 1932 wird für alle Mitarbeitenden der Firma Schwob & Cie. ein Jubiläumsfest zu Ehren von Joseph Schwob durchgeführt, da es 60 Jahre her war, dass er – zusammen mit seinem Bruder Jules – die Tuchhandlung Schwob Frères am Waisenhausplatz in Bern eröffnet hatte.

Aus diesem Grund erstellt die Schwob AG 1956 ein zusätzliches, modernes Fabrikgebäude neben ihrer Weberei an der Stauffacherstrasse in Bern.

1935 stirbt Joseph Schwob. Sein Sohn, Jean Schwob, übernimmt die Leitung der Leinenweberei Schwob & Cie. Da die Nachfrage nach qualitativ hochwertiger Tischund Bettwäsche nach wie vor bedeutend ist, entschliesst sich die Leinenweberei Schwob & Cie. im Jahr 1936, eine zusätzliche Fabrik in Tramelan (Berner Jura) zu eröffnen. Die 40er- und 50er-Jahre Die Leinenweberei Schwob & Cie. wird 1940 zu einer Aktiengesellschaft. Sie heisst neu Leinenweberei Schwob & Cie. AG. Zugunsten ihres Personals gründet sie eine Pensions- und Bedürftigkeitskasse – rund 40 Jahre bevor ein gesetzliches Pensionskassen-Obligatorium in der Schweiz eingeführt wird. Diese deckt nicht bloss die finanziellen Risiken des Alters, des Todes oder einer Invalidität im Sinne des BVG und der AHV ihrer Mitarbeitenden ab, sondern auch das Risiko einer «finanziellen Bedürftigkeit» des Personals der Schwob AG – aus welchem Grund auch immer. Heutzutage ist das gesamte Personal der Schwob AG gemäss den gesetzlichen Bestimmungen pensionskassenversichert. Das Personal kann jedoch – dank der nach wie vor bestehenden Bedürftigkeitskasse der Schwob AG – in den Genuss weiterer finanzieller Leistungen im Falle einer Bedürftigkeit gelangen. Nach dem Zweiten Weltkrieg geht es in der Schweiz – wie auch im übrigen europäischen Raum und in den USA – langsam wieder aufwärts. Die Wirtschaft erholt sich langsam, und der Tourismus blüht wieder auf. Der Bestellungseingang der Schwob AG – insbesondere hinsichtlich Namenseinwebungen auf den Tischtüchern in den Hotels und Restaurants – nimmt zu.

Gegen Ende der 60er-Jahre werden immer weniger Aussteuern gekauft. Die Konkurrenz durch Shoppingcenter macht dem Laden am Hirschengraben 7 in Bern zu schaffen. Damit nicht genug: Der Laden der Leinenweberei Huttwil AG in Zürich muss mangels ausreichendem Umsatz Ende der 60er-Jahre wieder geschlossen werden. Und die Leinenweberei Huttwil AG muss Anfang der 70er-Jahre gar liquidiert werden. Gegen Ende der 70er-Jahre wird versucht – mittels Eröffnung eines Ladens an bester Lage in der Stadt Bern (Kaiserhaus) – der Privatkundschaft, welche qualitativ gute Bett- und Tischwäsche sucht, ein überzeugendes Angebot anzubieten. Leider erweist sich der dabei erzielte Umsatz – in Relation zur Höhe der Mietkosten – als zu gering. Der Laden der Leinenweberei Schwob & Cie. AG an bester Lage innerhalb der Stadt Bern (Kaiserhaus) muss geschlossen werden.

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Geschichte

150 Jahre Schwob AG

Übernahme der Leinenweberei Schmid AG Gegen Ende der 70er-Jahre übernimmt die Leinenweberei Schwob & Cie. AG die Leinenweberei Schmid AG in Burgdorf. Die ehemalige Fabrik der Leinenweberei Schwob & Cie. AG in Bern wird für andere Zwecke in ihrem Innern renoviert und Mietern zugänglich gemacht. Die Fabrik in Burgdorf wird modernisiert, und es werden hochmoderne, computergesteuerte Webmaschinen gekauft. Die neue Fabrik der Leinenweberei Schwob & Cie. AG in Burgdorf wird gar zur modernsten Jacquard-Weberei Europas. Die Verwaltung der Schwob AG wird ebenfalls von Bern nach Burgdorf gezügelt, und der Laden der Leinenweberei Schwob & Cie. AG am Hirschengraben 7 wird zugunsten eines Fabrikladens in Burgdorf aufgegeben. Die Leinenweberei Schmid AG muss in den 80er-Jahren mangels ausreichender Rentabilität liquidiert werden. Als einzige in der Schweiz noch produzierende Leinenweberei verbleibt die Leinenweberei Schwob & Cie. AG mit ihrer hochmodernen Weberei in Burgdorf.

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Geschichte

Ausbau der Serviceleistungen zugunsten der Geschäftskunden Der Firmenname der bisherigen Schwob & Cie. AG wird – der Einfachheit halber – auf Schwob AG gekürzt. Die Schwob AG beschliesst während des ersten Jahrzehnts des neuen Jahrhunderts, sich vermehrt um die Serviceleistungen ihrer Geschäftskunden zu kümmern. Dies soll es den Geschäftskunden von Schwob ermöglichen, sich voll und ganz auf ihr eigenes Geschäft (Hotellerie, Gastronomie, Spitäler und Heime) zu konzentrieren und ihre Investitionskosten zu senken. Den Geschäftskunden der Schwob AG wird neu ein Mietwäsche-Vollservice angeboten, der es ihnen ermöglicht, die individuelle Tisch- und / oder Bettwäsche zu einem nicht zu hohen Entgelt nutzen zu können, wobei die Schwob AG auch das Waschen dieser Wäsche übernimmt. Der Mietwäsche-Vollservice kommt bei den Geschäftskunden gut an. Damit die Wäsche der Schwob-Kunden gewaschen werden kann, werden fünf auf die gesamte Schweiz verteilte Wäschereien gekauft.

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Chronologie der Firmengeschichte

1872: Gründung der Firma Schwob Frères 1872 in Bern. Verkaufslokalität: Waisenhausplatz 19. 1884: Umzug vom Waisenhausplatz an den Christoffelplatz 7 (heutige Bezeichnung: Bubenberplatz 7) in Bern und Eröffnung eines Ladens. 1907: Aus Schwob Frères wird die Leinenweberei Bern, Schwob & Cie. Verkaufsladen: Christoffelplatz 7. 1872

1884

1917: Die Leinenweberei Bern, Schwob & Cie. wird aufgelöst. Es entstehen aus ihr die Leinenweberei Schwob & Cie. (mit moderner Weberei an der Stauffacherstrasse und Verkaufsladen am Hirschengraben 7 in Bern) sowie die Leinenweberei Bern Wallach, Lippmann u. Cie. mit Laden am Bubenbergplatz 7 und bisheriger Weberei an der Wylerringstrasse in Bern. 1918 / 1919: Schwob baut in Bern eine neue Fabrik und zieht ins neue Geschäftshaus ein. 1920: Inbetriebnahme der neuen Schwob-Fabrik mit 24 Webstühlen in Bern. 1925: Schwob errichtet eine Ferggerei für Handstickerei in Appenzell.

1907

1932: Schwob erwirbt eine Weberei in Huttwil. 1936: Schwob kauft eine Fabrik in Tramelan und richtet sie mit 46 Webstühlen ein. 1940: Aus der bisherigen Schwob & Cie. wird eine AG. 1918

1942: Die Firma Schwob AG gründet eine Stiftung, um ihre Angestellten bei allfälligen finanziellen Problemen – aus welchen Gründen auch immer – unterstützen zu können. Zusätzlich wird eine eigene Pensionskasse (noch vor dem AHV- und später dem BVG-Obligatorium) gegründet. 1955: Schwob schliesst die Weberei in Huttwil und Tramelan. 1956 / 1957: Erweiterung der Leinenweberei an der Stauffacherstrasse in Bern um einen modernen Konfektions-, Stickerei- und Wäschereiteil (moderner Bau).

1932

1979: Übernahme der Schmid AG, Burgdorf, durch die BBL Holding AG. 1980er-Jahre: Schliessung des Ladens am Hirschengraben und Eröffnung eines Ladens an der Marktgasse (Kaiserhaus) in Bern. 1990er-Jahre: Übernahme der Leinenweberei Schmid AG in Burgdorf und Verlagerung der Weberei – samt Konfektions- und Stickereiabteilung – von Bern nach Burgdorf. Etwas später wird auch die Administration der Schwob AG von Bern nach Burgdorf verlegt.

1936

1995: Investition in neue Jacquard-Maschinen und es entstand die modernste Weberei Europas. 2002: Kontinuierliche Erneuerung von Jacquard-Maschinen, jährliche Investition in diverse neue Produktionsanlagen.

1956 / 1957

2006: Erhöhung des Automatisationsgrads durch Zukauf einer Bettverschlussmaschine.

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Chronologie der Firmengeschichte

2008: Einstieg in das Geschäftsfeld Textilpflege und Integration eines qualitativ hochwertigen Wäschereiservice in die Unternehmung Schwob. Dies war der Ursprung von einem einzigartigen und innovativen Mietwäsche-Vollservice mit individuellen Textilien «made in Burgdorf» in der Kombination mit einem professionellen Textilpflegeservice. 2008: Fusion mit den Textilpflegeunternehmen Schärer AG (Olten), Eclipse AG (Arlesheim) und der TexAG (Niederuzwil) zur Schwob AG.

1979

2008: Investition in eine neue Wasch- und Mangelstrasse in Niederuzwil. 2009: Zertifizierung durch FLO-CERT (Fairtrade Max Havelaar). 2010: Zertifizierung nach ISO 9001:2008 und ISO 14001:2004. 2011: Kontinuierliche Investitionen in Wäschereien (Energieverbrauch senken resp. Rückgewinnung). 2012: Neue Frottierwäsche-Faltmaschinen in allen drei Wäschereien.

1995

2012: Weitere Investitionen in modernste Jacquard-Webemaschine Dornier in Burgdorf. 2013: Investition in Formteile-Finisher, Serviettenfaltanlagen und neue Mangelstrasse. 2014: Ersatz der Mangelstrasse in Olten und Investitionen in neue Trockneranlage. 2015: Ersatz der Waschstrasse in Olten – weniger Energieverbrauch, Top-Qualität und Professionalität.

2008

2015: Übernahme der Jonenthal Wäscherei AG in Jonen (als Tochtergesellschaft der Schwob AG). 2016: Ersatz der Mangelstrasse in Arlesheim und Investition in eine neue Serviettenfaltanlage. 2017

2017: Ersatz einer Jacquard-Webmaschine (Bettwäsche) in Burgdorf. 2017: Die Schwob AG gewinnt den internationalen Branchenaward RWin 2017 und wird damit zur Firma mit dem besten Textilservice des Jahres 2017 in der Schweiz! 2019: Ersatz Quersaumautomat in der Konfektionsabteilung – Investition in eine topmoderne Anlage. 2019: Firmenübernahmen: Dipra AG Sementina TI und Green Laundry AG Weggis (Tochtergesellschaft). 2020: Ersatz einer Waschmaschine (Wäschekapazität 120 kg) in der Jonenthal Wäscherei AG.

2022

2020: Neue Frottierwäsche-Faltmaschine und Mangelanlage in der Green Laundry Weggis – Ausbau der Kapazitäten in dieser CO2-neutralen Boutique-Wäscherei (Betrieben mit einer Schnitzelfeuerung). 2021: Projektierung der neuen Schwob-Wäscherei in Härkingen – ein weiterer Meilenstein entsteht. 2022: Firmenjubiläum der Schwob AG – eine textile Erfolgsgeschichte seit 150 Jahren. 11

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Philosophie & Positionierung

Die Schwob AG setzt auf Schweizer Qualität, Top-Service und Spitzentechnologie, alles aus einer Hand Die Leinenweberei hat im Emmental eine jahrhundertealte Tradition. Die Schwob AG führt diese Tradition als Familienunternehmen bis heute fort und setzt gleichzeitig auf Spitzentechnologie. Mit Erfolg: Das Burgdorfer Unternehmen gehört national und international zu den führenden Anbietern hochwertiger Textilien für die Hotellerie und Gastronomie sowie für das Gesundheitswesen. Die Hightech-Leinenweberei gehört zu den leistungsfähigsten Europas. Elf elektronische Jacquard-Webmaschinen koordinieren insgesamt 70 000 einzeln angesteuerte Fäden. Dank der umfassenden und äusserst raffinierten Einzelfadensteuerung können die Kunden ihrer Fantasie freien Lauf lassen: Individuelle Dessins, raffinierte Effekte oder persönliche Logos – bei der Schwob AG ist alles auch in relativ kleinen Mengen realisierbar. Wer hingegen in China 200 Meter Stoff produzieren lassen will, wird oft nur belächelt. In Burgdorf aber heisst es: «Sehr gerne, wann dürfen wir liefern?».

Allerdings: Der überdurchschnittlich hohe Technologiestandard in der Weberei allein genügt nicht, um die einzelnen Produkte bis ins letzte Detail zu fertigen. Deshalb nähen, schneiden und finalisieren unsere spezialisierten Mitarbeitenden in der Konfektionsabteilung die Stoffe in präziser Handarbeit. Ausgewiesene Fachkräfte in Beratung und Administration, Design und Produktion (Weberei), Konfektion, Qualitätskontrolle und Spedition sichern die hohen Qualitätsansprüche der Schwob AG. Seit vielen Jahren mit dem OEKO-TEX- und dem Fairtrade-Label Max Havelaar zertifiziert, erwarb die Firma Schwob AG 2010 auch ein ISO-Zertifikat 9001. Das Team führt jeden Arbeitsschritt professionell und engagiert aus, angefangen beim Materialeinkauf über Design, Herstellung und Verarbeitung bis hin zur Auslieferung mit einem optimal ausgebauten Dienstleistungspaket rund um die Wäsche für Tisch, Bett, Küche und Bad.

Die Standorte der Schwob AG • Schwob AG Leinenweberei Burgdorf • Schwob Textilpflege Olten • Schwob Textilpflege Niederuzwil • Schwob Textilpflege Sementina Tochtergesellschaften • Green Laundry AG in Weggis • Jonenthal Wäscherei AG in Jonen

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Philosophie & Positionierung

Zahlen & Fakten

1872

11 000

Gründungsjahr

Tonnen Wäsche pro Jahr

72 % Frauen 28 % Männer

220

9321

Mitarbeitende

Gehrungsecken pro Jahr

6

300

Standorte

km Stoff pro Jahr

90 % / 10 %

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Schweiz / Export

Jacquard-Webmaschinen

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Die Kunden

Hotellerie, Gastronomie, Kliniken und Residenzen – die Welt von Schwob

Die Produkte und Dienstleistungen der Schwob AG sind so vielseitig wie die Kunden. Trotz der grossen Bandbreite haben wir bei sämtlichen Kontaktpunkten mit unseren Kunden einen gemeinsamen Nenner: Nichts ist unmöglich, und wir unternehmen alles, um die spezifischen Kundenerwartungen zu übertreffen – ob für Fünfsternehotels oder alle anderen Klassifikationen, Gastronomie oder Kliniken und Residenzen: von Basic bis zu Swiss Premium. Hotellerie Für das Hotelgewerbe bietet die Schwob AG das komplette Textilien-Sortiment. Von der Tischwäsche über die Bettwäsche bis hin zur Frottierwäsche fokussieren wir stets auf die Bedürfnisse unserer Kunden. Konkret heisst das: Ob Pension, Landhaus, Ein- oder Fünfsternehotel – die Schwob AG hat für sämtliche Ansprüche das passende Angebot, sowohl hinsichtlich Budget als auch Design.

1 1 Hotel Waldhaus, Sils Maria 2 BelArosa Hotel, Arosa

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Die Kunden

Gastronomie Der gedeckte Tisch als Ausdruck lebendiger Kultur: Die Schwob AG bietet Gastronomen ein umfangreiches Sortiment an Tischwäsche – ob klassisch, traditionell, modern oder extravagant. Unser Angebot umfasst Tischdecken (auch Sets und Läufer), Servietten, Hussen, Skirtings und Geschirrtücher. Ganz im Sinne der Individualität konfektionieren wir Ihre Tischwäsche mit eingewobenem oder gesticktem Logo. Zudem verfügt die Schwob AG über eine attraktive Kollektion von Koch- und Servicebekleidung, optional natürlich auch mit dem gestickten Logo des Betriebes oder dem Namen.

1 1 Schloss Schadau, Thun 2 Villa Carona, Carona

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Die Kunden

Kliniken & Residenzen Für Kliniken, Gesundheitsresidenzen und öffentliche Einrichtungen produziert die Schwob AG diverse Betttextilien. Darüber hinaus offerieren wir Frottierwäsche wie Handtücher, Bade- und Duschtücher, Bademäntel und Waschlappen sowie Textilien für die Küche wie Geschirrtücher und Schürzen. Zusätzlich bieten wir Spezialwäsche an, die wir individuellen Bedürfnissen anpassen. In unseren Wäschereien verfügen wir auch über die nötige Infrastruktur und Logistik für die Pflege der Berufsbekleidung.

1 Kantonsspital Glarus, Glarus 2 Residenza al Lido, Locarno 3 Klinik Meissenberg, Zug

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Wäschereien

Fünf professionelle Wäschereien – Schwob kümmert sich auch um die Textilpflege

Zum Unternehmen gehören nebst der Produktion fünf professionelle Wäschereien. Deshalb erstaunt es nicht, dass immer mehr Kunden der Hotellerie, der Gastronomie sowie des Gesundheitswesens ihre Produkte in Burgdorf nicht nur designen und weben lassen. Vielmehr beobachten wir den Trend hin zum 360-Grad-Service – nämlich der Pflege der Textilien aus einer Hand, sei es aus ökonomischen oder ökologischen Gründen oder aus Überlegungen der Sicherheit. Diese strategische Entscheidung bringt einige Vorteile: Die aus der Praxis bekannten Schnittstellenprobleme zwischen der Wäscherei und den Textillieferanten entfallen. Bei einer allfälligen Reklamation wird der Kunde aus einer Hand betreut, und die gegenseitige Schuldzuweisung gehört der Vergangenheit an. Bei Schwob hat der Kunde nur einen Ansprechpartner, egal, ob es sich um ein Wasch- oder ein Textilproblem handelt.

Mietwäsche-Vollservice Beim Mietwäsche-Vollservice der Schwob AG bezahlen Kunden nur die gewaschene Wäsche pro Kilo oder pro Stück. Das heisst, sämtliche Kosten für Personal, Textilien, Lagerhaltung, Strom, Waschmittel und Reparaturen fallen weg. Aus diesen Beweggründen wechseln immer mehr Hoteliers und Gastronomen zu einer externen Wäscherei-Lösung. Die Schwob AG holt die Wäsche direkt beim Kunden ab, pflegt und kontrolliert sie, ersetzt beschädigte Teile und liefert die frischen Textilien wieder termingerecht aus.

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Auch ist es bei Schwob ein Leichtes, beschädigte Textilien durch neue zu ersetzen – was einmal gewoben ist, kann ohne Weiteres nachproduziert werden. Die Nachhaltigkeit der Textilien und deren Pflege sind somit garantiert. Sehr viele bekannte Referenzen in der ganzen Schweiz sind nebst dem Service und der hochwertigen Pflege auch vom wirtschaftlichen Vorteil dieser Lösung überzeugt. Dadurch wird der Hotelier und Gastgeber seiner Verantwortung gerecht und verschafft sich ausserdem einen Wettbewerbsvorteil in mehrfacher Hinsicht: Er bietet dem Gast hygienisch perfekte Bedingungen und profitiert von einer längeren Lebensdauer seiner Wäsche und einer gesteigerten Wirtschaftlichkeit.

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Interview

Gespräch mit Stephan Hirt, Vorsitzender der Geschäftsleitung und Mitinhaber der Schwob AG

Stephan Hirt, warum ist Schwob so erfolgreich? 150 Jahre Schwob AG. Eine Erfolgsgeschichte. Erstaunlich, dass ein Schweizer Textilunternehmen nach dieser langen Zeit noch am Markt ist – und das äusserst erfolgreich. Was war und ist das Erfolgsgeheimnis von Schwob? Der Schwob AG ist es gelungen, von der Tradition in die Innovation zu gehen. Ich bin überzeugt, das ist der Schlüssel des Erfolgs. Wir produzieren zwar nach wie vor – heute sogar als einzige Firma – Textilien für die Hotellerie, die Gastronomie und das Gesundheitswesen in der Schweiz, sind aber gleichzeitig ein modernes, innovatives und kundenorientiertes Dienstleistungsunternehmen geworden.

Die Schwob AG Burgdorf. Das 1872 gegründete Schweizer Unternehmen ist die einzige Schweizer Leinenweberei für die Hotellerie und Gastronomie, welche zudem auch immer noch am ursprünglichen Standort im Emmental selbst produziert. Damit nicht genug: Schwob bietet nicht nur hochwertige Textilien an, sondern auch einen professionellen Wäscheservice, der aus fünf Wäschereien in der ganzen Schweiz besteht. Ein Gespräch mit Stephan Hirt, CEO und Mitinhaber der Schwob AG. Stephan Hirt, wie lange arbeiten Sie nun als Geschäftsführer für die Schwob AG? Das sind jetzt auch schon über neun Jahre, und ich bin somit im zehnten Dienstjahr – es war eine intensive und grossartige Zeit. Wenn Sie auf die vielen Jahre bei Schwob zurückblicken, wie lautet Ihre Zwischenbilanz? Es ist unglaublich, wie die Zeit vergeht. Ich staune selbst, wenn ich mir bewusst werde, dass ich schon bald ein Jahrzehnt dabei bin. Eigentlich spricht das ja für das Unternehmen und diese spannende Aufgabe – ich bin weiter sehr motiviert, diese einzigartige Firmengeschichte weiterzuschreiben.

Und trotzdem ist Ihre Weberei in Burgdorf nach wie vor ein Alleinstellungsmerkmal. Richtig. Ohne Weberei wären wir ja auch nicht so erfolgreich! Schwob ist möglicherweise das einzige Textilunternehmen weltweit, das gleichzeitig eine Weberei und eine Wäscherei ist. Wir verfügen über die ganze Kompetenz – vom Garn über die Textilherstellung bis hin zum Wassertropfen, also bis zur hochwertigen und professionellen Textilpflege.

«Im individuellen Dienstleistungsbereich Mietwäsche-Vollservice sind wir der Schweizer Marktführer.» Stephan Hirt Weltweit? Ich kenne kein Unternehmen, das gleichzeitig beide Bereiche, Weberei / Textilfertigung und Wäscherei, nahtlos umfasst. Wir verfügen somit ohne Reibungsverluste über die gesamte Wertschöpfungskette. «Alles aus einer Hand», lautet unser Firmenmotto, wovon der Kunde unmittelbar profitiert, und dies ohne Naht- resp. Schnittstellen.

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Interview

Ist es Ihr Verdienst, dass Schwob heute auch über fünf eigene Wäschereien mit der dazugehörenden Logistik verfügt? Schon 2008, also vor meiner Zeit, hat man den Sprung ins Wäschereigeschäft gemacht. Damals wurden drei Wäschereien in die Firma integriert. Zudem lancierte man als Pionier am Markt den Mietwäsche-Vollservice mit individuellen Textilien. In den letzten Jahren haben wir bis heute den Textilpflegebereich stark weiterentwickelt, und es kamen im Jahr 2015 und zuletzt 2019 insgesamt drei weitere Schwob Wäschereien dazu. Unser heutiges Dienstleistungspaket und das Standortportfolio wurden schweizweit ausgebaut, um die Nähe zu den Kunden resp. den hohen Servicegrad sicherzustellen. Sie produzieren Bett- und Tischwäsche, verkaufen u. a. Frotteewäsche, Bademäntel und Berufskleider, dazu kommt der Wäschevollservice. Was sind nun die konkreten Vorteile für den Kunden? Der Kunde erhält individuelle Wäscheprodukte und Textilien, sie entsprechen genau seinen Wünschen und Vorstellungen. Nur ein Beispiel: Der Kunde wünscht sein Design resp. Logo auf einer Tischdecke oder auf den Frottiertüchern. Kein Problem, machen wir! Ein weiterer Vorteil: Wir produzieren unsere Textilien in der Schweiz, wir bieten hochwertige und nachhaltige Qualität «made in Switzerland». Klar, daneben verkaufen wir auch Handelsware. Hinzu kommen unsere Wäschereien, die den bereits erwähnten Mietwäsche-Vollservice anbieten. Der Kunde hat dadurch nur eine Ansprechperson bei Schwob für den ganzen Service und für Anliegen aus den Bereichen Textilien und Textilpflege. Und noch etwas: Unsere Finanzierungsmodelle sind für den Kunden höchst attraktiv. Wer sich für unseren Mietwäsche-Vollservice entscheidet, erhält nicht nur individuelle Textilprodukte und die entsprechenden Serviceleistungen der Wäscherei, der Kunde umgeht damit auch hohe Investitionen – es entstehen auch keine Fixkosten, sondern nur variable Kosten. Kurz und gut: Wir bieten dem Kunden das gesamte Paket im Bereich Textilien und Wäscheservice – wir sorgen damit für Wirtschaftlichkeit und Sicherheit bei unseren Kunden und für Wohlbefinden resp. Glücksmomente bei den Gästen.

«Bei uns drückt man dem Kunden nicht einfach einen Katalog in die Hand. Nein, wir nehmen seine individuellen Wünsche auf und fertigen für ihn massgeschneiderte Textilien.» Stephan Hirt

Damit unterscheiden Sie sich deutlich von Ihren Mitbewerbern. So ist es. Selbstverständlich ist für uns der direkte Verkauf auch sehr wichtig, und jeder Kunde hat ganz andere Bedürfnisse. Nur, bei uns drückt man dem Kunden nicht einfach einen Katalog in die Hand. Nein, wir nehmen seine individuellen Wünsche auf und fertigen für ihn massgeschneiderte Textilien. Wir entwickeln zusammen mit dem Kunden ein auf ihn zugeschnittenes Produkt und dadurch ein stimmiges Ambiente. Und das bieten wir ihm – zusammen mit dem Wäschevollservice – auf der Grundlage eines einzigartigen Leasing-Modells an. >

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«Das Thema Nachhaltigkeit liegt sozusagen in unserer DNA. Wir leben dies täglich, indem wir in der Schweiz produzieren und die Textilien umweltschonend waschen.» Stephan Hirt

Rechnet sich dieses Modell? Verdient man damit Geld? Ja, es rechnet sich, denn der Kunde, also der Hotelier, das Restaurant oder die Klinik/Residenz, geht mit uns eine langfristige Zusammenarbeit ein. Natürlich bleibt ein Restrisiko bei uns, denn es stellt sich die Frage: Können wir unsere im Voraus getätigten Investitionen über die Vertragsdauer amortisieren? Nehmen wir an, ein Restaurantinhaber braucht 1000 Servietten und rund 100 Tischtücher in verschiedenen Grössen. Er entscheidet sich für den Mietwäsche-Vollservice. Wie hoch sind am Ende die Kosten für diesen Kunden? Wir schauen uns das Restaurant an und stellen fest, dass der Kunde für einen optimalen Lieferservice diese Anzahl benötigt – danach erarbeiten wir ein entsprechendes Angebot für den Kunden mit sämtlichen Angaben wie z. B. Inventar, Lieferservice, Preis etc. Dann produzieren wir diese Artikel – und zwar exakt so und individuell, wie sie der Kunde haben will. Später waschen wir die Servietten und Tischtücher in unserer Wäscherei oder abhängig vom Standort des Kunden in einem Partnerbetrieb – und der Kunde bezahlt für den Wäscheservice einen Betrag pro Tischtuch oder Kilo bequem auf Monatsrechnung.

Sie setzen in Ihren Wäschereien stark auf das, was man heute Nachhaltigkeit nennt. Wäsche soll umweltschonend und ökologisch gewaschen werden. Das Thema Nachhaltigkeit liegt sozusagen in unserer DNA. Wir leben dies täglich, indem wir in der Schweiz produzieren und die Textilien umweltschonend waschen. Nachhaltigkeit hat viele Aspekte: ökologische, regionale, soziale oder logistische. Unsere Lastwagen fahren mit der Wäsche der Kunden nicht Hunderte Kilometer durch die halbe Schweiz oder sogar ins Ausland, weil man dort billiger wäscht. In allen wichtigen Regionen der Schweiz betreiben wir Wäschereien oder arbeiten mit Partnern, sodass die Fahrtwege möglichst kurz sind. Wir sind nahe beim Kunden und schaffen erst noch Arbeitsplätze in der jeweiligen Region. Gewisse Hotels lassen ihre Wäsche tatsächlich in Frankreich oder Deutschland waschen, weil es dort billiger ist … Das ist leider eine Tatsache und aus verschiedenen Aspekten kritisch und riskant: Versorgungssicherheit bei Grenzschliessungen für den Warenverkehr, Verzögerungen wegen Warenkontrollen an der Grenze, kontaminierte Wäsche wird zunehmend nicht mehr im Grenzverkehr zugelassen und auch ökologisch gesehen fragwürdig. Da fahren täglich schwere Lastwagen durch halb Europa. Der einzige Grund: Im Ausland ist der Wäscheservice etwas billiger… Sie produzieren Bett- und Tischwäsche immer noch in der eigenen Weberei in Burgdorf. Damit setzen Sie auf Swissness und Nachhaltigkeit. Lohnt sich das? Ja. In Burgdorf produzieren wir pro Jahr bis zu 300 Kilometer Stoff. Wir kaufen das Garn in Europa, wir entwickeln, gestalten und weben die Textilien im Haus, auch die Veredelung findet in Zofingen in der Schweiz statt, wir nähen in unserem Atelier in Burgdorf, später waschen wir die Textilien in unseren fünf Wäschereien in der Schweiz. Das ist Swissness pur – 100 Prozent!

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Trotzdem setzen immer noch viele Hotels auf die eigene Wäscherei. Das ist eine Frage der Philosophie und vom vorhandenen Know-how oder von bestehenden Waschmaschinen in den entsprechenden Räumlichkeiten abhängig. Diese Kunden kaufen die Wäsche bei uns, was ja auch sehr gut ist. Doch der Trend geht immer mehr in Richtung Wäsche auslagern, sprich Outsourcing. Natürlich gibt es zum Beispiel Grandhotels, welche aus einer gewissen Tradition heraus ihre Wäsche in der eigenen Hotelwäscherei reinigen wollen oder geografisch weit von einer externen Wäscherei entfernt liegen.

«Der Schweizer ist begeistert, wenn er auf der Bettwäsche das Schweizer Kreuz entdeckt. Und der ausländische Gast flippt fast aus.» Stephan Hirt Outsourcing ist in den Bergregionen aus logistischen Gründen nicht so einfach. Auch in den Bergen stellen wir einen Trend in Richtung Auslagerung der Wäsche fest.

Zwei Jahre Pandemie. Wie haben Sie die Zeit im Zeichen von Corona erlebt oder überlebt? Wir sassen im gleichen Boot wie die ganze Branche, sprich Hotellerie und Gastronomie. In der Stadthotellerie mussten wir Verluste hinnehmen, in den Bergen oder im Tessin war es ganz anders, da erzielten die meisten Hotels sogar Rekordzahlen. So wie die ganze Branche, mussten wir während der Coronakrise untendurch, da viele Betriebe ihre Investitionen in Bett- oder Tischwäsche kurzfristig zurückhielten oder für einige Wochen sogar den Betrieb schlossen. Doch unsere Wäschereien waren während der Pandemie immer offen. Die Auslastung der Stadthotels war sehr tief, dies führte dazu, dass nur kleine Mengen Wäsche anfielen. Doch wir hatten trotzdem unsere Fixkosten. Kurz: Mit sehr grossem Aufwand mussten wir wenig Volumen abholen, verarbeiten und wieder ausliefern. Als integrierter und relevanter Systempartner der Branche war aber die Schliessung von einer unserer Wäschereien kein Thema. Die Versorgungssicherheit hat bei uns oberste Priorität. Mussten Sie Mitarbeitende entlassen? Nein. Es war immer unser Ziel, keine Mitarbeitenden zu entlassen und dass wir für den Aufschwung wieder bereit sind – einige Mitarbeitende waren aber in Kurzarbeit. Sie setzen, wie bereits angetönt, stark auf Schweizer Qualität. Wer sind eigentlich Ihre Mitbewerber im Textilmarkt? Vorwiegend sind das Handelsfirmen, welche teilweise zwar in der Schweiz einen Sitz haben, aber die Ware kommt dann aus dem asiatischen Raum, aus China, Indien, Pakistan etc. oder teilweise aus Osteuropa.

Was ist denn am Ende günstiger: eigene Wäscherei im Hotel oder in der Klinik – oder Outsourcing? Wenn man die Gesamtrechnung macht, ist Outsourcing die günstigere Variante, denn man umgeht damit hohe Investitionen, hat keine gebundenen Kosten. Die eigene Wäscherei im Hotel braucht viel Platz und Personal. Und Platz ist Geld. Wenn ich als Hotelier aus der Wäscherei zum Beispiel einen Sitzungsraum mache, verdiene ich damit Geld. Oder ich mache einen Saunaoder Wellnessbereich daraus, oder ich vermiete den Raum. Übrigens: Der Betrieb einer eigenen Wäscherei war im Grundsatz noch nie die Kernkompetenz eines Hotels.

Das sind sogenannte Billiganbieter. Wer chinesische Bettwäsche kauft, kauft diese vor allem aus Preisgründen. Wie ist denn derzeit die Preissensibilität auf dem Schweizer Markt? Jeder Kunde, der mal bei Schwob Wäsche eingekauft hat, wird mit grosser Wahrscheinlichkeit weiterhin bei uns einkaufen. Der Kunde weiss, dass die Wäsche qualitativ hochstehend ist und eine lange Lebensdauer hat. Wenn ich eine Tischdecke 200- oder 300-mal waschen kann, habe ich den höheren Preis, den ich dafür bezahlt habe, längst wieder kompensiert. Langjährige Kunden sagen uns immer wieder: Wow, die Wäsche ist noch wie neu! Damit ist die höhere Investition längst gerechtfertigt. Zudem erhalten die Gastgeber immer wieder schöne Feedbacks ihrer Gäste zur Wäsche. Regelmässig dürfen wir dann auch Bettwäsche für den Weiterverkauf an den Gast liefern, welcher so begeistert war und un21

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bedingt die gleichen Textilien für zu Hause möchte. Wenn wir gemeinsam mit dem Hotelier oder Gastgeber eine solche Kundenzufriedenheit erreichen; ja dann ist eine sehr langfristige Kundenbeziehung garantiert. Sie verkaufen Ihre Tisch- oder Bettwäsche auch nach Hongkong, in den Fernen Osten, nach Grossbritannien oder in diverse europäische Länder. Richtig, weil diese Kunden unsere Schweizer Qualität wollen – und besonders bei der Tischwäsche sind wir weltweit führend. Sie wissen, dass wir auf ihre Sonderwünsche eingehen können. Wenn Sie sich für günstige 08/15-Wäsche entscheiden, erhalten Sie eben ein Standardprodukt. Stellen Sie ein Umdenken in der Hotellerie und generell im Gastgewerbe fest, was Qualität, Swissness, Nachhaltigkeit und Preisbewusstsein betrifft? Ja. Das ist ein klarer Trend: Der Schweizer ist begeistert, wenn er auf der Bettwäsche das Schweizer Kreuz entdeckt. Und der ausländische Gast «flippt fast aus» beim Anblick von einem Schweizer Kreuz auf dem Label an seiner Serviette. Er findet das grossartig. Schau mal, es gibt noch Schweizer Wäsche! Zudem spielt die Regionalität nicht nur bei Lebensmitteln eine stets wichtigere Rolle, sondern jetzt auch bei Textilien. Es herrscht ein neuer Zeitgeist. Der Gast will nicht nur wissen, was auf dem Teller ist, sondern auch was unter dem Teller liegt. Ich meine damit Tischdecke und Serviette. Das tönt optimistisch, andererseits entdecke ich leider immer noch Gastronomiebetriebe oder Hotels, wo Billigtextilien aus Asien zur Anwendung kommen. Natürlich ist dies ein Prozess, und es braucht auch viel Überzeug und teilweise eine Veränderung in der Wertschätzung – dies spüren wir aber zunehmend. Aber immer mehr Hoteliers und Restaurateure werden sich bewusst, dass sie sich nur über Qualität und regionale Produkte differenzieren und erfolgreich positionieren können – und das betrifft immer mehr auch Bett- und Tischwäsche. Die Textilien sind echte «Touchpoints», und nichts ist so hautnah beim Gast wie eben die Wäsche.

Sie feiern das Jubiläum «150 Jahre Schwob AG». Frage: Wo steht das Unternehmen in 50 Jahren? (lacht) Da wären wir also bei 200. Ich denke, wir können unsere marktführende Stellung in den nächsten Jahren weiter ausbauen. Im gesamten Dienstleistungsbereich Mietwäsche-Vollservice sind wir – national gesehen – der Schweizer Marktführer. Wir sind in diesem Bereich auch Pioniere. Und das werden wir auch in 50 Jahren noch sein. Ich bin überzeugt, dass das Qualitätsbewusstsein auch im Textilbereich – nicht zuletzt dank Corona und Lieferengpässen bei Importprodukten – weiter und stark zunehmen wird. Und noch etwas: Wir schaffen es, neue individuell hergestellte Textilprodukte, zum Beispiel für eine Hotel- oder Gastronomiegruppe, acht bis zehn Wochen nach Bestelleingang auszuliefern. Das können Billiganbieter aus China nicht, und es sind dort sehr grosse Mengen notwendig – zudem ist die dann effektiv gelieferte Qualität (nach zwei bis drei Monaten) nicht immer entsprechend den Erwartungen oder gemäss Muster. Wird es in 50 Jahren noch eine Weberei in Burgdorf geben? Davon bin ich überzeugt. Denn in der Schweiz gibt es viele Kunden, die nicht riesige Mengen einkaufen und die hohe Flexibilität der letzten Weberei in der Schweiz schätzen. Dadurch können sich Hotels und Restaurants beim Ambiente und in der Qualität von ihrem Gesamtprodukt entsprechend positionieren.

«Wir sind eine Manufaktur, wir betreiben ein Handwerk. Dabei braucht es stets Mensch und Maschinen.» Stephan Hirt 22

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Und es werden in der Weberei in Burgdorf nach wie vor rund 60 Mitarbeitende beschäftigt? Oder werden dann nur noch Roboter im Einsatz stehen? Wir sind eine Manufaktur, wir betreiben ein Handwerk. Dabei braucht es stets Mensch und Maschinen. Ich bin überzeugt, dass unsere Tradition auch in 50 Jahren einen hohen Stellenwert haben wird – oder vielleicht noch einen viel grösseren als heute?! Tradition und Geschichte sind wieder sehr gefragt – bei Kunden und Gästen. Denken Sie an die Grandhotellerie, die ebenfalls vor etwa 150 Jahren entstanden ist. Diese Hotels erleben gerade einen Aufschwung. Viele Grand- oder Luxushotels in der Schweiz setzen auf Schwob-Bett- und -Tischwäsche. Sie sind hier klar der Marktführer. Das ist richtig. Diese Hotels setzen auf Qualität und Swissness. Gerade bei der Bett- oder Frotteewäsche ist diese Qualität enorm wichtig, denn der Hotelgast hat hier, wie bereits erwähnt, ein quasi «hautnahes Erlebnis» – oder eben nicht. Der Gast spürt bewusst oder unbewusst die Qualität und nimmt dies über mehrere Sinnesorgane wahr. Wir können uns in der Schweiz nur über Qualität und hohe Dienstleistungsbereitschaft profilieren oder positionieren. Nur so differenzieren wir uns von unseren Mitbewerbern.

Die Schwob AG ist ein mittelgrosses Familienunternehmen und gehört zur Kategorie KMU. Kann ein solches Unternehmen mittel- oder langfristig überleben und Erfolg haben? Davon bin ich überzeugt. Drängt sich nicht ein gewisses Wachstum auf? Wenn Wachstum und Expansion, dann gesund und nachhaltig. In den letzten Jahren sind wir stets gewachsen und haben seit 2015 drei neue Wäschereien übernommen. Wir haben diese Betriebe nicht nur gekauft, sondern auch neu ausgerichtet und in unsere Firmenkultur integriert. Wachstum hängt von der Nachfrage ab. Wir werden in der Schweiz schon bald wieder etwa 40 Millionen Übernachtungen haben in der Hotellerie, so wie 2019. Damit steigt auch die Nachfrage nach Hoteltextilien und Textilpflege. Angebot und Nachfrage sollten stets im Einklang sein – aber wir werden eine weitere Nachfragesteigerung abdecken können und richten uns aktuell bereits auf die nahe Zukunft aus. Vor allem in Städten wie Zürich oder Genf werden laufend neue Hotels eröffnet – trotz Pandemie und Corona. So ist es, wir können und konnten von diesem Hotelboom profitieren und neue Kunden gewinnen. Ich bin überzeugt, dass der Hotelmarkt in der Schweiz weiterhin wachsen wird. Das führt zu einer steigenden Nachfrage für Textilien und Wäschepflege. Stephan Hirt, vielen Dank für das Gespräch, herzliche Gratulation zum 150-Jahr-Jubiläum und weiterhin viel Erfolg!

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Schwob & Swissness

«Made in Switzerland» – was Schwob unter Swissness versteht

Im Herzen der Schweiz steht die älteste noch vollständig erhaltene Leinenweberei des Landes. Hier produziert die Schwob AG nachhaltige Bett- und Tischwäsche in Schweizer Top-Qualität. Was als kleine Weberei begann, ist heute eines der modernsten Textilunternehmen Europas. Dem Schweizer Standort im schönen Emmental ist die Schwob AG treu geblieben. Hier werden mit Jacquard-Webmaschinen Textilien von Weltruf produziert. Die Erfahrung von Generationen führt zu Ergebnissen, die auf der ganzen Welt von anspruchsvollen Kunden geschätzt werden. Zu Beginn jedes Auftrags formuliert der Kunde seine Bedürfnisse. Dann beginnt die Designabteilung, die Vorlage für die Serienproduktion vorzubereiten. Die Skizzen, Zeichnungen, Schriften oder Labels werden am Computer bearbeitet und schliesslich in elektronische Steuerbefehle für die computergesteuerte Webmaschine umgewandelt.

zusätzlich fünf Wäschereien. Die Kunden erhalten einen Service, der in der Schweiz sowie im Ausland absolut einzigartig ist: Nach individuellen Wünschen entstehen massgeschneiderte Textilien und Wäsche, und für deren zukünftige Pflege ist gleichermassen gesorgt. Damit garantieren wir Wirtschaftlichkeit sowie Sicherheit und sorgen für Wohlbefinden bei den Gästen. Mit gutem Beispiel voran Die Schwob AG ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie ein traditionsreiches Schweizer Unternehmen den Sprung ins Hightech-Zeitalter schaffen kann, ohne seine Wurzeln zu vergessen. Auf dem Fundament der guten alten Handwerkskunst ist ein Betrieb entstanden, der modernste Technologie für kundenorientierte Lösungen und ausgezeichnete Produkte einsetzt.

Modernste Jacquard-Maschinen verarbeiten die Wünsche der Kunden zu individueller Bett- und Tischwäsche. Die raffinierte Einzelfadensteuerung erlaubt nahezu unbegrenzte Flexibilität bei der Ideenumsetzung. In Burgdorf entstehen so täglich über 1000 Laufmeter Tischwäsche sowie rund 200 Laufmeter feinstes Damastgewebe für hochwertige Bettwäsche. Handarbeit und Hightech im Einklang In der Näherei werden die Textilien Stück für Stück fertiggestellt. Dabei werden nebst traditionellen Nähmaschinen auch manuelle Spezialgeräte eingesetzt – Schweizer Handarbeit pur. Die computergesteuerte Mehrkopf-Stickmaschine versieht Frottier-, Bett- und Tischwäsche sowie Kochbekleidung im Handumdrehen mit Signeten, Namen oder Monogrammen. Herstellung und Pflege aus einer Hand Aus der Einsicht, dass nur mit gebührender Sorgfalt Wertvolles auch langfristig gut erhalten bleibt, bietet die Schwob AG Dienstleistungen der Extraklasse: Zur renommierten Burgdorfer Jacquard-Weberei gehören 24

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Porträits

Porträits

Claude Schärer Mitglied der GL, Leiter Wäschereien, seit 2008 bei der Schwob AG, d. h. seit der Fusion mit der Wäscherei Schärer in Olten

Andreas Meier Leiter Weberei, seit 1982 bei der Schwob AG, inkl. dreier Jahre Berufslehre

«Ich sorge zusammen mit meinem Team dafür, dass die Wäsche unserer Kunden zum richtigen Zeitpunkt beim Kunden wieder ankommt, nachdem wir sie abgeholt, gewaschen und gepflegt haben. Dabei spielen unsere Qualitätsstandards stets eine wichtige Rolle. Dies gilt für alle fünf Wäschereien in Olten, Niederuzwil, Sementina, Jonen und Weggis. Unsere Kunden stammen primär aus der Hotellerie, der Gastronomie und dem Gesundheitswesen, das heisst Privatkliniken und Residenzen. Täglich sind 25 Lastwagen fast in der ganzen Schweiz unterwegs – sie holen und bringen die Wäsche und sorgen dafür, dass diese pünktlich und perfekt gereinigt beim Kunden eintrifft. Rund 90 Prozent der Wäsche ist im Eigentum der Firma Schwob AG, sogenannte Mietwäsche.

«Ich arbeite seit 1982 bei der Firma Schwob AG in Burgdorf und habe zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn eine Lehre als Textilmaschinenmechaniker gemacht. Die Weberei ist ein Markenzeichen der Firma Schwob, denn wir produzieren hier in Burgdorf qualitativ hochwertige Textilprodukte wie Bettwäsche und Tischwäsche. Wir sind klein, flexibel und innovativ. Wir sind ständig damit beschäftigt, neue Textilien zu kreieren oder neue Produkte zu entwickeln. Unsere Textilien werden auf modernsten Jacquard-Maschinen gefertigt. In unserer Weberei stehen elf solche Maschinen. Sie sind von 5 Uhr morgens bis abends um 22 Uhr in Betrieb. Pro Schicht werden auf einer Maschine rund 100 Meter Textil produziert. Wir produzieren also rund zwei Meter Textilien pro Maschine und Tag. Die hochwertigen Rohstoffe, vor allem Baumwolle und Leinen (etwa 40 bis 50 Tonnen pro Jahr), kaufen wir in Frankreich, Italien oder Griechenland ein.

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Der eigentliche Reinigungsprozess in der Wäscherei dauert zwischen vier und fünf Stunden. Alle unsere Wäschereien sind CO2-neutral. Wir verwenden nie zu viele Chemikalien, auch unser Fahrzeugpark entspricht der Euro-6-Norm. Das sind Lastwagen, die einen geringen Abgasausstoss haben. Unser grosser Vorteil: Wir bieten dem Kunden alles aus einer Hand – vom Textil über den Lieferservice bis zur Reinigung und Aufbereitung der Wäsche. Der Kunde hat zudem nur einen Ansprechpartner.»

Wir verarbeiten nur beste Qualität. In der sogenannten Tuchputzerei wird jeder Quadratmeter genau analysiert und kontrolliert. Der Schwerpunkt in der Weberei ist die Tischwäsche (80 Prozent), der Rest (20 Prozent) ist Bettwäsche. Unsere Kunden sind Hotels – von der Jugendherberge über REKA-Feriendörfer bis zu Fünfsternehäusern sowie Gastronomiebetrieben. Hinzu kommen Kliniken und Residenzen. Wenn ich auf die letzten 40 Jahre zurückschaue, stelle ich fest: Die Technik hat enorme Fortschritte gemacht. Was früher von Hand gemacht wurde, ist heute voll digitalisiert. Die Maschinen sind heute viel schneller und zuverlässiger. Dass eines Tages Roboter unseren Job übernehmen, sodass die ganze Produktion vollautomatisch abläuft, daran glaube ich allerdings nicht.» 25

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Porträits

Manuel Küng Mitglied der GL, Leiter Verkauf, seit 2010 bei der Schwob AG

Sabrina Roth Verantwortliche Marketing & Kommunikation, seit 2009 bei der Schwob AG

«Was ein Verkaufsleiter konkret tut? Gute Frage! Sagen wir es so: Ich bin zuständig für unsere sieben regionalen Verkaufsleiter. Sie verkaufen unsere hochwertigen Textilien und Serviceleistungen, dazu gehören auch unsere Wäschereien. Unsere Angebotspalette im Textilbereich ist breit: Bettwäsche, Tischwäsche, Frottierwäsche, Berufsbekleidung – vom Bademantel bis zur Kochuniform. Jeder Verkaufsleiter ist für eine Region zuständig, zum Beispiel Tessin, Ostschweiz und Graubünden, Stadt und Region Zürich, Mittelland und Nordwestschweiz, Westschweiz, Berner Oberland und Wallis. Ich betreue das Berner Seeland. Etwa 80 Prozent unserer Kunden stammen aus Hotellerie und Gastronomie, 20 Prozent aus dem Gesundheitswesen (Kliniken, Residenzen). Wichtig ist die Tatsache, dass immer mehr Hotels ihre Wäsche auslagern und keine eigene Wäscherei mehr betreiben. Das ist klar ein Trend, sogar in den Bergregionen.

«Ich bin als Marketing- und Kommunikationsleiterin für die ganze Werbung, Public Relations und auch die Medienarbeit verantwortlich. Dazu kommt auch die interne Kommunikation. Wir gestalten Firmenbroschüren, Kundenmagazine, Prospekte, Inserate, hinzu kommen unsere Website und die Social-Media-Aktivitäten. Unsere regionalen Verkaufsleiter benötigen attraktive und informative Unterlagen, deshalb arbeite ich sehr intensiv mit ihnen zusammen und versuche laufend abzuklären, was sie an der Verkaufsfront wirklich benötigen. Es geht mir auch darum, unsere lange Tradition seit dem 19. Jahrhundert, aber auch unsere Innovationen und Kreationen kommunikativ attraktiv und einfach zu vermitteln. Wichtige Argumente sind dabei: Swissness, eigene Weberei, Top-Qualität, alle Leistungen aus eigener Hand. Wir decken in unserem Bereich die ganze Wertschöpfungskette ab. Die Tatsache, dass die Schwob AG seit 1872 hier im Emmental verwurzelt ist und die alte Flachstradition weiterführt, ist ebenfalls ein wichtiges Argument, wenn es darum geht, die Kunden von unseren Produkten und Leistungen zu überzeugen. Früher gab es im Emmental die «Fahrt ins Blaue». Die Leute fuhren durchs Emmental und bewunderten die blauen, blühenden Flachsfelder. Vater, Mutter und Tochter fuhren mit der Pferdekutsche durchs Emmental und wollten wissen: Wer hat die schönsten Flachsfelder? Jeremias Gotthelf lässt grüssen!

Der Hotelier will sich wieder auf sein Kerngeschäft konzentrieren, deshalb lagert er Bereiche wie Wäscherei oder auch die Reinigung der Zimmer aus. Hinzu kommen finanzielle Vorteile, wenn man die Wäsche auslagert und in professionelle Hände legt. Warum soll ein Hotelier 300 000 Franken in eine Wäscherei investieren, wenn er andererseits unseren Mietwäsche-Vollservice beanspruchen kann, der ihm tadellosen Service und beste Qualität garantiert? Neue Kunden fragen mich oft: ‹Warum soll ich bei Ihnen Textilien kaufen oder mieten und die ganze Wäschereinigung auslagern?› Meine Argumente: Erstens: Wir sprechen nicht nur von Swissness, sondern leben sie auch. «Made in Switzerland» ist bei Schwob nicht nur ein Schlagwort. Wir produzieren seit 1872 in der Schweiz, in unserer eigenen Weberei. Zweitens: Wir bieten Top-Qualität und leben das, was man heute Nachhaltigkeit nennt. Denken wir nur an unsere Wäschereien in der Schweiz, die ökologisch und CO2-neutral arbeiten.»

Was mich hier immer wieder fasziniert: Wir haben es bei Schwob mit handfesten und schönen Produkten zu tun. Was gibt es Schöneres als eine kunstvoll gestaltete Tischdecke? Unsere wichtigsten Werbebotschaften sind Swissness, Nachhaltigkeit, Qualität und professionelle Serviceleistungen aus einer Hand. Was ich noch erwähnen möchte: Schwob ist auch Partner vom BSC Young Boys (YB) und vom Schlittschuhclub Bern (SCB). Beide Clubs betreiben Restaurants und VIP-Lounges, wo Schwob-Tischwäsche aufliegt.»

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Porträits

Cornelia Magno Farb- und Textildesignerin, seit 1996 bei der Schwob AG

Richard Jarolimek Leiter Konfektion, seit 2012 bei der Schwob AG

«Ich bin bei der Schwob AG seit 1996 tätig. Meine schöne Aufgabe ist es, sämtliche Muster für Tisch- oder Bettwäsche zu entwerfen. Meine Tätigkeit ist aber nicht so kreativ, wie man denkt – es ist vielmehr eine technische Aufgabe. Denn nach dem Entwurf müssen die Daten für die Maschine digital aufbereitet werden. Früher wurden Lochkarten für den Produktionsprozess der JacquardMaschinen in der Weberei eingesetzt, heute läuft alles digital. Am Anfang entsteht allerdings eine Zeichnung – natürlich auf dem PC, nicht mehr auf Papier. Eine spezielle Software wandelt die Zeichnung in Daten um, die online an die Jacquard-Maschinen übermittelt werden. Man sieht, das ist ein sehr technischer Prozess. Trotzdem darf man das Kreative nicht vernachlässigen, denn der Kunde hat ganz spezielle Wünsche. Er möchte vielleicht Rosen, Tulpen oder sein Hotellogo auf der Bettwäsche haben, also versuche ich, diese Motive technisch so umzusetzen, dass sie später auf die Bettwäsche eingewoben werden. Logos sind derzeit bei den Kunden besonders beliebt. Das Logo eines Hotels zum Beispiel soll schön und prominent auf der Bettdecke oder auf dem Kissen in Erscheinung treten. Weltweit sind wir vielleicht die einzige Weberei, die in der Lage ist, individuelles Design auf den Textilien umzusetzen, sogar im Mietwäsche-Vollservice ist dies möglich. Der Kunde erhält also ein einzigartiges, individuelles Produkt, auch wenn er die Wäsche «nur» mietet. Diese exklusive Leistung bieten unsere Mitbewerber nicht.

«Ich bin bei der Firma Schwob AG zuständig für die Herstellung von Tisch- und Bettwäsche. Diese stellen wir in unserem Nähatelier her. Nachdem ein Textilprodukt in der Weberei hergestellt wurde, geht es in die Veredelung nach Zofingen, und dann kommt es zu uns ins Atelier. Hier kreieren wir Nähte, Säume oder Bordüren, im Atelier werden auch die Schwob-Etiketten auf die Textilien aufgenäht. Ich führe hier ein Team von 16 Näherinnen. Der klassische Saum ist einen Zentimeter breit, vierseitig. Hinzu kommen Spezialkonfektionen. Was unsere Näherinnen an ihren Nähmaschinen tun, kann kein Computer oder Roboter.

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Früher habe ich am Opernhaus Zürich Kostüme genäht. Gelernt habe ich Industrie-Schneider. Mein Alltag ist spannend und vielseitig. Ich liebe meinen Job, denn wir haben es hier mit qualitativ hochwertigen Textilien zu tun. Bevor eine Bett- oder Tischdecke das Haus in Burgdorf verlässt, findet eine Qualitätskontrolle statt. Diese Abteilung ist allerdings bei der Spedition angesiedelt. Ich bin stolz, für eine 150-jährige Firma zu arbeiten. Irgendwie bin ich ja auch Teil dieser Geschichte. Dass die Schwob AG die letzten 150 Jahre überlebt und mit Erfolg überstanden hat, spricht auch für das tolle Management – und natürlich für die Qualität und den TopService, den wir hier bieten können. Es gibt hier keine Probleme, sondern nur Herausforderungen, die wir gerne annehmen.»

Ich bin stolz, für eine Firma wie die Schwob AG zu arbeiten. Schwob ging stets mit der Zeit, ist innovativ und versucht, auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen. Wir sind ja nicht nur Produzenten, sondern auch Dienstleister. Der Kunde hat einen Wunsch – ich als Farb- und Textildesignerin versuche, diesen Wunsch zu erfüllen und im Sinne des Kunden umzusetzen.»

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Gratulationen von unseren Partnern

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Seit über 15 Jahren Seite an Seite für eine innovative und nachhaltige Beherbergungsbranche! HotellerieSuisse gratuliert seinem langjährigen Premium Partner, der «Schwob AG», zum 150-jährigen Bestehen.

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Wir gratulieren zum Jubiläum und freuen uns auf weitere kreative Projekte!

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Herzlichen Glückwunsch! Es ist eine wunderbare Sache, wenn zwei Premium Unternehmen zusammenarbeiten. Beide mit Interesse an luxuriösem Stil, Nachhaltigkeit und vor allem an höchster Qualität. Wir gratulieren unserem Partner Schwob zu dessen 150-jährigen Bestehen. Le Nouveau Chef freut sich darauf, diese Zusammenarbeit noch viele weitere Jahre fortzusetzen.

QUALITÄT UND TRADITION: GANZ UNSER GESCHMACK. Wir wünschen der Schwob AG alles Gute zum 150-Jahr-Jubiläum! 24/7 Catering & Events. Das Auswärtsteam der Sportgastro.

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Das ganze Fraikin Schweiz Team gratuliert der Schwob AG zum 150-jährigen Jubiläum

Herzlichen Glückwunsch zum 150 jährigen Firmenjubiläum wünscht das Färberei Probst AG Team Färberei Probst AG · 3543 Emmenmatt www.faerberei-probst.ch 36

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Seit über 15 Jahren waschen wir eure schmutzige Wäsche.

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Danke für das Vertrauen und herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum.

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Hotel & Gastro formation Schweiz und die SwissSkills-Familie gratulieren herzlichst zum 150-jährigen Firmenjubiläum. www.hotelgastro.ch

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Wir gratulieren der Schwob AG zu ihrer 150-jährigen Erfolgsgeschichte AXA Broker Services Bern Laupenstrasse 19 3001 Bern AXA.ch

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