Skip to main content

André Häfliger – Willkommen bei den Stars (Vorschau)

Page 1

ANDRÉ HÄFLIGER

Willkommen bei den Stars Geschichten und Anekdoten des Ringier--Chefreporters


Vorwort

André Häfliger gehört zu den bestvernetzten Journalisten der Schweiz Seit Jahrzehnten kenne ich André Häfliger als einen der am besten vernetzten Journalisten der Schweiz. Aber auch als treuen Freund und liebenswerten Menschen. Immer korrekt, anständig und überaus fair zu allen. Wir haben sehr viele und sehr spannende Sachen erlebt zusammen – auf der ganzen Welt. André ist zudem zu einem lieben Freund unserer ganzen Familie geworden. Wir schätzen seine umgängliche Art, seinen köstlichen Humor und seine Verbundenheit zur Natur und unserem wunderschönen Land. Nie vergessen werde ich ihm, dass er auch in den schwierigsten Zeiten meines Lebens für mich da war, mir Kraft und viel Unterstützung gegeben hat. Jetzt hat André seine schönsten Erlebnisse und Anekdoten in diesem Buch niedergeschrieben. Alles auf dem Handy, wie er mir erzählt hat. Er darf stolz sein, dank dem

grössten und wichtigsten Verlagshaus im Land so viel Spannendes erlebt haben zu dürfen. Ich weiss, wie dankbar er ist dafür. Seine Karriere ist denn auch einzigartig und sehr eindrücklich. Ich bin mir sicher: André wird trotz Pensionsalter weiter seiner Leidenschaft frönen, dem Qualitätsjournalismus. Er kann nicht anders – wer verübelt es ihm? Ich wünsche mir noch viele weitere schöne Begegnungen mit André – und Ihnen viel Spass bei der Lektüre dieser herrlichen Lebensgeschichte. André rate ich freundschaftlich: Vergiss niemals, meinen Kristall in der linken Hosentasche zu tragen. Ich werde meine hochoffiziellen Kristallkontrollen auch in Zukunft regelmässig machen. Freude herrscht! alt Bundesrat Adolf Ogi

Alt Bundesrat Adolf Ogi und André Häfliger kennen sich seit den Olympischen Spielen 1972 in Sapporo, Japan.

9

Vorwort Adolf Ogi

Vorwort Adolf Ogi

10


Vorwort

André Häfliger gehört zu den bestvernetzten Journalisten der Schweiz Seit Jahrzehnten kenne ich André Häfliger als einen der am besten vernetzten Journalisten der Schweiz. Aber auch als treuen Freund und liebenswerten Menschen. Immer korrekt, anständig und überaus fair zu allen. Wir haben sehr viele und sehr spannende Sachen erlebt zusammen – auf der ganzen Welt. André ist zudem zu einem lieben Freund unserer ganzen Familie geworden. Wir schätzen seine umgängliche Art, seinen köstlichen Humor und seine Verbundenheit zur Natur und unserem wunderschönen Land. Nie vergessen werde ich ihm, dass er auch in den schwierigsten Zeiten meines Lebens für mich da war, mir Kraft und viel Unterstützung gegeben hat. Jetzt hat André seine schönsten Erlebnisse und Anekdoten in diesem Buch niedergeschrieben. Alles auf dem Handy, wie er mir erzählt hat. Er darf stolz sein, dank dem

grössten und wichtigsten Verlagshaus im Land so viel Spannendes erlebt haben zu dürfen. Ich weiss, wie dankbar er ist dafür. Seine Karriere ist denn auch einzigartig und sehr eindrücklich. Ich bin mir sicher: André wird trotz Pensionsalter weiter seiner Leidenschaft frönen, dem Qualitätsjournalismus. Er kann nicht anders – wer verübelt es ihm? Ich wünsche mir noch viele weitere schöne Begegnungen mit André – und Ihnen viel Spass bei der Lektüre dieser herrlichen Lebensgeschichte. André rate ich freundschaftlich: Vergiss niemals, meinen Kristall in der linken Hosentasche zu tragen. Ich werde meine hochoffiziellen Kristallkontrollen auch in Zukunft regelmässig machen. Freude herrscht! alt Bundesrat Adolf Ogi

Alt Bundesrat Adolf Ogi und André Häfliger kennen sich seit den Olympischen Spielen 1972 in Sapporo, Japan.

9

Vorwort Adolf Ogi

Vorwort Adolf Ogi

10


01

A N D R É H Ä F L I G E R  –  M Y W A Y

So fing alles an Die fetten Jahre Ode ans Tessin – meine zweite Heimat Mein journalistisches Credo/André Häfliger in Zahlen André Häfliger und seine Stars – ein Bilder-Potpourri

12 15 17 20 22


01

A N D R É H Ä F L I G E R  –  M Y W A Y

So fing alles an Die fetten Jahre Ode ans Tessin – meine zweite Heimat Mein journalistisches Credo/André Häfliger in Zahlen André Häfliger und seine Stars – ein Bilder-Potpourri

12 15 17 20 22


André Häfliger – My way

So fing alles an Leider war das schreckliche und feige Attentat auf das israelische Olympia-Team an den Spielen 1972 in München das alles überschattende Ereignis. Trotzdem war dieses Olympia-Jahr einschneidend in meinem Berufsleben. Damals, mit 17 Jahren, begann ich mit meinem Schulbanknachbar Herbert «Herbi» Müller erfolgreich zu regattieren. Mit einer schnellen Rennjolle Fireball (roter Punkt auf dem Segel), die uns mein Vater René Häfliger (Generalagent der Zurich-Versicherung in Luzern, Thema seiner Doktorarbeit «Die Versorgung der Schweizer Presse mit Zeitungspapier») für 200 Franken als fünf Jahre alte Occasion geschenkt hatte. Wir nannten die Jolle «Play, Girl!» – und schafften es mit ihr vier Jahre in die Junioren-Nationalmannschaft. Dort durften nur zwei Crews sein, die anderen waren Millionärssöhne, jedes Jahr mit nagelneuem Boot. Aber sie blieben vier Jahre lang hinter «Herbi» und mir …

13

André Häfliger – My way

Doch zurück zu Olympia 1972 in München. Die Segel-Wettbewerbe fanden in einem der herrlichsten Regatta-Reviere der Welt statt, in Kiel-Schilksee, wo jährlich auch die legendären Kieler Wochen steigen. Ich war traurig, dass die Tempest-Klasse (ein nüchternes T im Segel) ausgerechnet da ihre OlympiaPremiere hatte. Die Tempest-Yacht hatte aus heiterem Himmel die Starboot-Klasse verdrängt (roter Stern im Segel. Und wenn du Weltmeister wirst, darf du ihn golden tragen). Item: In der SRF-Tagesschau wurden Bilder von einem Tempest gezeigt, der auf offenem Meer brannte. Die englische Crew hatte sich über ihr schlechtes Abschneiden aufgeregt, liess ihr Coaching-Boot kommen, übergoss den Tempest mit Benzin und zündete ihn an. Mein englischer Freund Eddie the Eagle («Fly Eddie, fly!», Olympia 1988 in Calgary) regt sich heute noch darüber auf: «Die hätten ihr Boot lieber im Hafen an zwei Schuljungen wie sie verschenkt.»

Aufgewecktes Baby: André Häfliger an seinem ersten Geburtstag am 13. Juni 1957.

Nicht nur bei mir sorgte das brennende Olympiaboot für Empörung. Mitglieder der Fireball-Flotte Luzern (FFL) riefen mich an, ich müsse als Gründer und Präsident sofort einen Zeitungsbericht verfassen. Darin soll klar stehen, dass wir uns gegen solch unsportliche Methoden wehren. Ich hackte in meine Hermes Baby, schwang mich auf mein Töffli und raste zum Luzerner Tagblatt. Es war schon kurz nach Mitternacht, als ich dort mit quietschenden Reifen ankam. Die Wahl des den Liberalen nahestehenden Tagblatts war klar: Mein Vater war mal Präsident der Luzerner Jung-Liberalen, was seine politische Laufbahn dann aber

auch beendete. Er war befreundet mit dem urliberalen Hermann «Mandy» Heller, dem Vater von Gault-Millau-Schweiz-Gründer Urs Heller. Mit 21 war und ist er der jüngste Vize-Chefredaktor Europas. Genau dieser Urs Heller lief damals mit seinem Sportchef Bläsi Suppiger, dem Mann mit der Pfeife, an der Baselstrasse aus der Redaktion. «Wow, was für eine Rakete kommt denn da! Pressierts?», fragte Heller und schaute mich verdutzt an. «Oh ja, das hier auf diesem Blatt Papier muss noch in die Zeitung», entgegnete ich. Suppiger: «Tut mir leid, junger Mann, Redaktionsschluss ist vorbei. Aber gibs mir, wir schauen es an. Gute Nacht.»

André Häfliger – My way

14


André Häfliger – My way

So fing alles an Leider war das schreckliche und feige Attentat auf das israelische Olympia-Team an den Spielen 1972 in München das alles überschattende Ereignis. Trotzdem war dieses Olympia-Jahr einschneidend in meinem Berufsleben. Damals, mit 17 Jahren, begann ich mit meinem Schulbanknachbar Herbert «Herbi» Müller erfolgreich zu regattieren. Mit einer schnellen Rennjolle Fireball (roter Punkt auf dem Segel), die uns mein Vater René Häfliger (Generalagent der Zurich-Versicherung in Luzern, Thema seiner Doktorarbeit «Die Versorgung der Schweizer Presse mit Zeitungspapier») für 200 Franken als fünf Jahre alte Occasion geschenkt hatte. Wir nannten die Jolle «Play, Girl!» – und schafften es mit ihr vier Jahre in die Junioren-Nationalmannschaft. Dort durften nur zwei Crews sein, die anderen waren Millionärssöhne, jedes Jahr mit nagelneuem Boot. Aber sie blieben vier Jahre lang hinter «Herbi» und mir …

13

André Häfliger – My way

Doch zurück zu Olympia 1972 in München. Die Segel-Wettbewerbe fanden in einem der herrlichsten Regatta-Reviere der Welt statt, in Kiel-Schilksee, wo jährlich auch die legendären Kieler Wochen steigen. Ich war traurig, dass die Tempest-Klasse (ein nüchternes T im Segel) ausgerechnet da ihre OlympiaPremiere hatte. Die Tempest-Yacht hatte aus heiterem Himmel die Starboot-Klasse verdrängt (roter Stern im Segel. Und wenn du Weltmeister wirst, darf du ihn golden tragen). Item: In der SRF-Tagesschau wurden Bilder von einem Tempest gezeigt, der auf offenem Meer brannte. Die englische Crew hatte sich über ihr schlechtes Abschneiden aufgeregt, liess ihr Coaching-Boot kommen, übergoss den Tempest mit Benzin und zündete ihn an. Mein englischer Freund Eddie the Eagle («Fly Eddie, fly!», Olympia 1988 in Calgary) regt sich heute noch darüber auf: «Die hätten ihr Boot lieber im Hafen an zwei Schuljungen wie sie verschenkt.»

Aufgewecktes Baby: André Häfliger an seinem ersten Geburtstag am 13. Juni 1957.

Nicht nur bei mir sorgte das brennende Olympiaboot für Empörung. Mitglieder der Fireball-Flotte Luzern (FFL) riefen mich an, ich müsse als Gründer und Präsident sofort einen Zeitungsbericht verfassen. Darin soll klar stehen, dass wir uns gegen solch unsportliche Methoden wehren. Ich hackte in meine Hermes Baby, schwang mich auf mein Töffli und raste zum Luzerner Tagblatt. Es war schon kurz nach Mitternacht, als ich dort mit quietschenden Reifen ankam. Die Wahl des den Liberalen nahestehenden Tagblatts war klar: Mein Vater war mal Präsident der Luzerner Jung-Liberalen, was seine politische Laufbahn dann aber

auch beendete. Er war befreundet mit dem urliberalen Hermann «Mandy» Heller, dem Vater von Gault-Millau-Schweiz-Gründer Urs Heller. Mit 21 war und ist er der jüngste Vize-Chefredaktor Europas. Genau dieser Urs Heller lief damals mit seinem Sportchef Bläsi Suppiger, dem Mann mit der Pfeife, an der Baselstrasse aus der Redaktion. «Wow, was für eine Rakete kommt denn da! Pressierts?», fragte Heller und schaute mich verdutzt an. «Oh ja, das hier auf diesem Blatt Papier muss noch in die Zeitung», entgegnete ich. Suppiger: «Tut mir leid, junger Mann, Redaktionsschluss ist vorbei. Aber gibs mir, wir schauen es an. Gute Nacht.»

André Häfliger – My way

14


André Häfliger – My way

Die fetten Jahre

Die kleine aber feine Redaktion des Luzerner Tagblatt: Rolf Camenzind, Robert Hess, Jeannine Burri, Werner Wandeler, Jürg J. Aregger, Josef Odermatt, André Häfliger, Peter A. Meyer, Hans-Peter Jaeger, Peter Steinegger und Urs Heller, Stellvertretender Chefredaktor, Eric Eisner (v. l.).

Meine Zeilen wurden dann auf der Leserbrief-Seite publiziert. Wenige Tage später wurde ich von Heller und Suppiger auf die Redaktion eingeladen: «Das ist hervorragend geschrieben!» Heller, damals auch erfolgreicher und stimmgewaltiger FrauenHandballcoach: «Wir suchen jemanden, der in seiner Freizeit für uns Berichte über Segel, Curling und Basketball verfasst.» Stolz wie ein Pfau sagte ich zu. Mein Vater hatte weniger Freude: Als Erstgeborener sollte ich doch in seine beruflichen Fussstapfen treten. Doch zum Glück war er ein grosser Bewunderer von Sophia Loren! Die Filmgöttin machte jeden Sommer mit ihrem Mann Carlo Ponti Ferien hoch oben auf dem Bürgenstock. Das Tagblatt fragte an für ein Interview. Sie sagte zu: «Aber nur

15

André Häfliger – My way

auf Italienisch.» Da ich neben Heller der Einzige auf der Redaktion war, der dieser schönen Sprache (gelernt in der Primarschule in Tenero TI) mächtig war und er mir Vortritt gewährte, durfte ich zu «bella» Sophia. Eine Stunde war abgemacht. Danach schlug sie vor, gemeinsam zu dinieren. Und am Schluss landeten wir zusammen noch ausgelassen in der Hotel-Disco! Als Vater von all dem hörte: «Hör mal, mein Sohn. Du hast recht – schreiben passt besser zu dir als Policen. Mach es, werde Journalist.» Et voilà! Im Nachhinein erfuhr ich dann noch, dass mein besorgter Vater bei seinem Freund, Radio- und TV-Star Kurt Zurfluh, nachfragte, ob Journalismus etwas sei für mich. Der Schwyzer bejahte sofort.

Gesagt, getan! Nach der Matura (ich hasste Schule) stellte mich Urs Heller als Redaktor beim Tagblatt an. Anfangsgehalt: 2500 Franken. Er betraute mich mit dem Ressort «Rund um Luzern», jeden Tag eine Seite über die 13 Luzerner Agglomerationsgemeinden – mit damals vier Parlamenten in Kriens, Horw, Emmen und Littau-Reussbühl. Mein Bürokollege Jürg J. Aregger begrüsste mich am ersten Tag: «Hier ist die heute angekommene Ressort-Post. Jetzt musst du nur schauen, dass diese so gescheit wie möglich auf deine Seite kommt.» Learning by doing – at it’s very best! Daneben vertraute man mir jeden Monat auch einen Sonntagsdienst im Sportressort an. Das durften neben Heller und Suppiger nur noch Sportredaktor Eugen Thalmann sowie Wirtschaftsspezialist Markus Köchli. Damals gab’s noch was fürs Geld: Bis zu 13 Seiten (!) Sport jeden Montag ganz alleine produzieren – ein schweisstreibender Marathon. Aber harte, gute und alte Schule. Mein Vater hatte mich zwar vor dem «rüpelhaften» Tagblatt-Fotografen Bruno Voser noch gewarnt. Trotzdem freundeten wir uns an – und Bruno begeisterte mich auch für die Fotografie. Ewig wollten wir indes nicht beim unvergesslichen Tagblatt bleiben und beschlossen, Urs Heller zu folgen: «Wir lassen ihn am neuen Ort ein Jahr lang

wirken. Wenns gut ist, kommen wir nach», so die Strategie. Da mir Heller zwischenzeitlich meine erste Freundin Isabel Notari (heute «Al Dente», Ringier Axel Springer) wegschnappte, gabs vorab indes einen vierjährigen Unterbruch. Ich machte Zwischenstation beim «Feind», bei den Luzerner Neusten Nachrichten (siehe LNN). Doch dann holte mich Heller, inzwischen Sportchef beim Blick, zum Boulevardblatt – mit damals täglich 1,5 Millionen Leserinnen und Lesern. Logisch, dass man so mit der ganz grossen Kelle anrichten konnte. Fette vier Jahre – ein Zuhause hatte ich nicht mehr. Praktisch nur immer Flieger, Hotel, Flieger. Was für ein atemberaubendes Leben! Geld spielte keine Rolle, Hauptsache spannend, schnell und exklusiv – und Spesen rund viermal so hoch wie der Lohn. Tennis, Rudern, Reiten, Ski, Segeln sowie Curling. Diese sechs Sportarten hatte mir Heller zugeteilt. Nach vier Jahren wurde mir das Reisen etwas zu viel. Aber was machen? Ich möchte journalistisch nicht «nur» auf Sport fixiert sein. Alle Sparten interessierten mich. In Australien und Amerika beobachtete ich, wie die renommiertesten Zeitungen über gesellschaftliche Anlässe berichteten: Wer war mit wem da, was gibts Neues, über was wurde geredet, getuschelt? Wer trug was?

André Häfliger – My way

16


André Häfliger – My way

Die fetten Jahre

Die kleine aber feine Redaktion des Luzerner Tagblatt: Rolf Camenzind, Robert Hess, Jeannine Burri, Werner Wandeler, Jürg J. Aregger, Josef Odermatt, André Häfliger, Peter A. Meyer, Hans-Peter Jaeger, Peter Steinegger und Urs Heller, Stellvertretender Chefredaktor, Eric Eisner (v. l.).

Meine Zeilen wurden dann auf der Leserbrief-Seite publiziert. Wenige Tage später wurde ich von Heller und Suppiger auf die Redaktion eingeladen: «Das ist hervorragend geschrieben!» Heller, damals auch erfolgreicher und stimmgewaltiger FrauenHandballcoach: «Wir suchen jemanden, der in seiner Freizeit für uns Berichte über Segel, Curling und Basketball verfasst.» Stolz wie ein Pfau sagte ich zu. Mein Vater hatte weniger Freude: Als Erstgeborener sollte ich doch in seine beruflichen Fussstapfen treten. Doch zum Glück war er ein grosser Bewunderer von Sophia Loren! Die Filmgöttin machte jeden Sommer mit ihrem Mann Carlo Ponti Ferien hoch oben auf dem Bürgenstock. Das Tagblatt fragte an für ein Interview. Sie sagte zu: «Aber nur

15

André Häfliger – My way

auf Italienisch.» Da ich neben Heller der Einzige auf der Redaktion war, der dieser schönen Sprache (gelernt in der Primarschule in Tenero TI) mächtig war und er mir Vortritt gewährte, durfte ich zu «bella» Sophia. Eine Stunde war abgemacht. Danach schlug sie vor, gemeinsam zu dinieren. Und am Schluss landeten wir zusammen noch ausgelassen in der Hotel-Disco! Als Vater von all dem hörte: «Hör mal, mein Sohn. Du hast recht – schreiben passt besser zu dir als Policen. Mach es, werde Journalist.» Et voilà! Im Nachhinein erfuhr ich dann noch, dass mein besorgter Vater bei seinem Freund, Radio- und TV-Star Kurt Zurfluh, nachfragte, ob Journalismus etwas sei für mich. Der Schwyzer bejahte sofort.

Gesagt, getan! Nach der Matura (ich hasste Schule) stellte mich Urs Heller als Redaktor beim Tagblatt an. Anfangsgehalt: 2500 Franken. Er betraute mich mit dem Ressort «Rund um Luzern», jeden Tag eine Seite über die 13 Luzerner Agglomerationsgemeinden – mit damals vier Parlamenten in Kriens, Horw, Emmen und Littau-Reussbühl. Mein Bürokollege Jürg J. Aregger begrüsste mich am ersten Tag: «Hier ist die heute angekommene Ressort-Post. Jetzt musst du nur schauen, dass diese so gescheit wie möglich auf deine Seite kommt.» Learning by doing – at it’s very best! Daneben vertraute man mir jeden Monat auch einen Sonntagsdienst im Sportressort an. Das durften neben Heller und Suppiger nur noch Sportredaktor Eugen Thalmann sowie Wirtschaftsspezialist Markus Köchli. Damals gab’s noch was fürs Geld: Bis zu 13 Seiten (!) Sport jeden Montag ganz alleine produzieren – ein schweisstreibender Marathon. Aber harte, gute und alte Schule. Mein Vater hatte mich zwar vor dem «rüpelhaften» Tagblatt-Fotografen Bruno Voser noch gewarnt. Trotzdem freundeten wir uns an – und Bruno begeisterte mich auch für die Fotografie. Ewig wollten wir indes nicht beim unvergesslichen Tagblatt bleiben und beschlossen, Urs Heller zu folgen: «Wir lassen ihn am neuen Ort ein Jahr lang

wirken. Wenns gut ist, kommen wir nach», so die Strategie. Da mir Heller zwischenzeitlich meine erste Freundin Isabel Notari (heute «Al Dente», Ringier Axel Springer) wegschnappte, gabs vorab indes einen vierjährigen Unterbruch. Ich machte Zwischenstation beim «Feind», bei den Luzerner Neusten Nachrichten (siehe LNN). Doch dann holte mich Heller, inzwischen Sportchef beim Blick, zum Boulevardblatt – mit damals täglich 1,5 Millionen Leserinnen und Lesern. Logisch, dass man so mit der ganz grossen Kelle anrichten konnte. Fette vier Jahre – ein Zuhause hatte ich nicht mehr. Praktisch nur immer Flieger, Hotel, Flieger. Was für ein atemberaubendes Leben! Geld spielte keine Rolle, Hauptsache spannend, schnell und exklusiv – und Spesen rund viermal so hoch wie der Lohn. Tennis, Rudern, Reiten, Ski, Segeln sowie Curling. Diese sechs Sportarten hatte mir Heller zugeteilt. Nach vier Jahren wurde mir das Reisen etwas zu viel. Aber was machen? Ich möchte journalistisch nicht «nur» auf Sport fixiert sein. Alle Sparten interessierten mich. In Australien und Amerika beobachtete ich, wie die renommiertesten Zeitungen über gesellschaftliche Anlässe berichteten: Wer war mit wem da, was gibts Neues, über was wurde geredet, getuschelt? Wer trug was?

André Häfliger – My way

16


André Häfliger – My way

Ode ans Tessin –  meine zweite Heimat Temporausch: Steuermann André Häfliger (l.) und Vorschoter Herbert Müller auf der Fireball-Jolle «Play Bach».

Ganz simpel: Alle Namen fett herausgehoben, schöne, lachende Menschen aus Kultur, Wirtschaft, Showbiz und Sport. Das wärs doch! Ich zeigte die Berichte Peter Übersax, erfolgreichster Blick-Chef aller Zeiten: «Okay, machen Sie das mal für drei Monate, dann schauen wir weiter.» Dann der Wahnsinn: Nach einem Monat war meine exklusive Kolumne «André war dabei» (angelehnt an den legendären Blick-Werbeslogan «Blick ist dabei») ganz oben in der Blick-Leserforschung, hatte sogar Topfavorit Sport geschlagen. Es ging richtig los, ich wurde überall gern gesehener Gast. Zuerst ganz alleine, nach und nach indes mit immer mehr Nachahmern. Tolle Events, geniale Gäste, herrliche Stimmung! Und das grosse Vertrauen, welches das Haus Ringier mir immer gegeben hat. Für immer bin ich Ringier dankbar für diese grossartige Möglichkeit, für mein weltumspannendes Beziehungsnetz, für jede einzelne Natel-Nummer der Prominenz. 17

André Häfliger – My way

Ein Beispiel für eine teure Story gefällig? Bitte schön: Franziska Rochat-Moser gewinnt den berühmten New York City Marathon. Blitzartig wurde ich nach New York geschickt. Arbeitstitel der Story: Rückflug mit der grossen Siegerin. «Die sind so nett bei der Swissair, sie haben mich in die First Class upgradet», erzählte mir Franziska. Was nun, Herr Chefreporter? Ich telefonierte nach Zürich auf die Redaktion. Unverzüglicher Bescheid: «Kein Problem, wir buchen dich sofort um.» Ich zeigte Franziska den Mittelfinger. Sie war empört. «Das ist nicht das, was du denkst», grinste ich. «Ich will damit sagen, dass ich von nun an nur noch First Class fliege.» Schallendes Gelächter! Gutgelaunt betraten wir die Königsklasse des Swissair-Fliegers. Hoppla, wer sitzt denn da? Ellen und Michael Ringier! «Grüezi Ellen, guten Abend Herr Ringier», sagte ich etwas leise. Nie ist etwas passiert: Man wusste: Exklusiver Journalismus kostet Geld, viel Geld.

Carissimi amici nel Ticino – o ovunque mi leggiate! Mein jahrelanger Freund Hans Hofmann hat mich gerade angerufen, ich möge doch bitte einige Zeilen für seinen Blog «Bellinzona-Blues» verfassen. Subito, habe ich mir gedacht, welch eine Freude!

Trauben lesen. Dreimal darf man raten, wo Andrea war. Unvergesslich: die erste Kommunion auf Madonna del Sasso. Herrlich: die Sommerferien in unserem kleinen Rustico in Campello. Abenteuerlich: die Ausfahrten mit dem kleinen Motorböötli meines Vaters auf dem idyllischen Lago Maggiore.

Denn solange mein Herz funktioniert, wird es für den schönen Kanton Tessin schlagen. Schliesslich stammt meine cara mamma Graziella, ledig Brentini, aus Biasca. Und weil mein Vater René sich auf eine ganz spezielle Art vor meiner Mutter und dem Tessin verneigen wollte, ist er mit seiner fünfköpfigen Familie für fünf Jahre nach Tenero gezogen. Wie es sich für den Vizedirektor der Papierfabrik (heute leider nur noch als Kamin existierend) gehört, hatte er sein Büro just unter dem Schlafzimmer unserer Wohnung.

Auch wenn ich 9 Olympische Spiele, 15 Europa- und 12 Weltmeisterschaften hinter mir habe (neben 36 Miss-Wahlen und 39 Autosalons), konnte ich mich sportlich nie entscheiden: Weder zwischen dem HC AmbriPiotta (scusa, Filippo!) und dem HC Lugano. Noch zwischen dem FC Lugano und dem FC Luzern. Möge der Bessere gewinnen! Etwas wollte mir nie richtig in den Kopf: Warum müssen wir Angst haben vor einem Bruch der Staumauer im Verzascatal – und der dort gewonnene Strom geht nach Lugano?

Fünf Jahre Elementarschule durfe ich im schönen Tenero verbringen. Drei Monate Sommerferien, genial! Die ersten zwei Wochen im Herbst hatte man dann erst noch die Wahl: Schule oder im Weingut Matasci

Nun, die Mauer hält natürlich. Auch damals bis zum sechsten Schuljahr, als unsere Familie zurück in meine Heimatstadt Luzern zog. Drei Monate lang hatte meine Mutter meinen Vater jeden Freitagabend André Häfliger – My way

18


André Häfliger – My way

Ode ans Tessin –  meine zweite Heimat Temporausch: Steuermann André Häfliger (l.) und Vorschoter Herbert Müller auf der Fireball-Jolle «Play Bach».

Ganz simpel: Alle Namen fett herausgehoben, schöne, lachende Menschen aus Kultur, Wirtschaft, Showbiz und Sport. Das wärs doch! Ich zeigte die Berichte Peter Übersax, erfolgreichster Blick-Chef aller Zeiten: «Okay, machen Sie das mal für drei Monate, dann schauen wir weiter.» Dann der Wahnsinn: Nach einem Monat war meine exklusive Kolumne «André war dabei» (angelehnt an den legendären Blick-Werbeslogan «Blick ist dabei») ganz oben in der Blick-Leserforschung, hatte sogar Topfavorit Sport geschlagen. Es ging richtig los, ich wurde überall gern gesehener Gast. Zuerst ganz alleine, nach und nach indes mit immer mehr Nachahmern. Tolle Events, geniale Gäste, herrliche Stimmung! Und das grosse Vertrauen, welches das Haus Ringier mir immer gegeben hat. Für immer bin ich Ringier dankbar für diese grossartige Möglichkeit, für mein weltumspannendes Beziehungsnetz, für jede einzelne Natel-Nummer der Prominenz. 17

André Häfliger – My way

Ein Beispiel für eine teure Story gefällig? Bitte schön: Franziska Rochat-Moser gewinnt den berühmten New York City Marathon. Blitzartig wurde ich nach New York geschickt. Arbeitstitel der Story: Rückflug mit der grossen Siegerin. «Die sind so nett bei der Swissair, sie haben mich in die First Class upgradet», erzählte mir Franziska. Was nun, Herr Chefreporter? Ich telefonierte nach Zürich auf die Redaktion. Unverzüglicher Bescheid: «Kein Problem, wir buchen dich sofort um.» Ich zeigte Franziska den Mittelfinger. Sie war empört. «Das ist nicht das, was du denkst», grinste ich. «Ich will damit sagen, dass ich von nun an nur noch First Class fliege.» Schallendes Gelächter! Gutgelaunt betraten wir die Königsklasse des Swissair-Fliegers. Hoppla, wer sitzt denn da? Ellen und Michael Ringier! «Grüezi Ellen, guten Abend Herr Ringier», sagte ich etwas leise. Nie ist etwas passiert: Man wusste: Exklusiver Journalismus kostet Geld, viel Geld.

Carissimi amici nel Ticino – o ovunque mi leggiate! Mein jahrelanger Freund Hans Hofmann hat mich gerade angerufen, ich möge doch bitte einige Zeilen für seinen Blog «Bellinzona-Blues» verfassen. Subito, habe ich mir gedacht, welch eine Freude!

Trauben lesen. Dreimal darf man raten, wo Andrea war. Unvergesslich: die erste Kommunion auf Madonna del Sasso. Herrlich: die Sommerferien in unserem kleinen Rustico in Campello. Abenteuerlich: die Ausfahrten mit dem kleinen Motorböötli meines Vaters auf dem idyllischen Lago Maggiore.

Denn solange mein Herz funktioniert, wird es für den schönen Kanton Tessin schlagen. Schliesslich stammt meine cara mamma Graziella, ledig Brentini, aus Biasca. Und weil mein Vater René sich auf eine ganz spezielle Art vor meiner Mutter und dem Tessin verneigen wollte, ist er mit seiner fünfköpfigen Familie für fünf Jahre nach Tenero gezogen. Wie es sich für den Vizedirektor der Papierfabrik (heute leider nur noch als Kamin existierend) gehört, hatte er sein Büro just unter dem Schlafzimmer unserer Wohnung.

Auch wenn ich 9 Olympische Spiele, 15 Europa- und 12 Weltmeisterschaften hinter mir habe (neben 36 Miss-Wahlen und 39 Autosalons), konnte ich mich sportlich nie entscheiden: Weder zwischen dem HC AmbriPiotta (scusa, Filippo!) und dem HC Lugano. Noch zwischen dem FC Lugano und dem FC Luzern. Möge der Bessere gewinnen! Etwas wollte mir nie richtig in den Kopf: Warum müssen wir Angst haben vor einem Bruch der Staumauer im Verzascatal – und der dort gewonnene Strom geht nach Lugano?

Fünf Jahre Elementarschule durfe ich im schönen Tenero verbringen. Drei Monate Sommerferien, genial! Die ersten zwei Wochen im Herbst hatte man dann erst noch die Wahl: Schule oder im Weingut Matasci

Nun, die Mauer hält natürlich. Auch damals bis zum sechsten Schuljahr, als unsere Familie zurück in meine Heimatstadt Luzern zog. Drei Monate lang hatte meine Mutter meinen Vater jeden Freitagabend André Häfliger – My way

18


am Bahnhof von Bellinzona abgeholt und am Montagmorgen wieder dahin zurück gefahren: «Solo se fai il bravo puoi venire con me!» René Häfliger hatte damals in Luzern eine Schnellbleiche für seine neue Aufgabe, Generalagent der Zürich Versicherung. Schnellbleiche auch für mich, damals nur des Schwiizerdütsch mächtig: Am ersten Schultag in der Leuchtenstadt machte Lehrer Schnyder ein Diktat – und notierte mir 136 Fehler. Wer hätte damals gedacht, dass ich später je vier Jahre Luzerner Tagblatt, Luzerner Neuste Nachrichten, dann 25 Jahre Blick und nun acht Jahre Schweizer Illustrierte als Gesellschaftsreporter tätig werden sollte? Lehrer Schnyder bestimmt nicht! Doch keine Frage: Die Hälfte meines Herzens habe ich immer im Tessin gelassen. Dank meinem grossartigen Verlagshaus Ringier darf ich auch beruflich mit der «Italianità mitica» verbunden sein. Historisch –  manchmal auch histerisch  –  bleiben die Miss-Wahlen im Tessin in Erinnerung: Grazie Melanie, grazie Christa! Besonders gerne bringe ich die traditionellen drei MoccaJoghurts für Bundesrat Alain Berset ans Locarno Film Festival hoch oben auf dem Monte Verità.

Und die schönste Nachricht der letzten Zeit ereilte mich auch aus dem Tessin: Der umsichtige und kreative Festivalpräsident Marco Solari ist von Corona genesen! Wir grüssen gemeinsam unsere Freunde, Sindaco Alain Scherrer und seine Vorgängerin Carla Speziali. Wie einzigartig sind die Begegnungen mit ihnen – zum Beispiel wenn «Hans Dampf in allen Gassen» Rolando Benedick am Festival als Präsident des Donatorenclubs Leopardo in Ascona alljährlich Hollywood-Stars ehrt – Weltklasse! Oder wenn mein weitsichtiger CEO Marc Walder am genialen Musikfestival «Moon & Stars» Prominente aus nah und fern empfängt. Unter vielen anderen Tessin-Fan Paola Felix und Sergio Ermotti, einer meiner Lieblingsmanager. Wahrlich, das schöne Tessin lebt! Meine Gedanken sind bei all jenen, die in diesen schwierigen Tagen leiden müssen, und bei all jenen, die in vorbildlicher Manier Tag und Nacht helfen, beistehen und unterstützen. Cari amici, vale la pena! Perchè il bel Ticino ed il bel mondo continuerà a vivere in tutta la sua grandezza e bellezza. Auguri, in bocca al lupo – ci vediamo!

Erste Badeferien am Meer: Andrea Häfliger im Sommer 1970 in Rimini, Italien.

19

André Häfliger – My way

André Häfliger – My way

20


am Bahnhof von Bellinzona abgeholt und am Montagmorgen wieder dahin zurück gefahren: «Solo se fai il bravo puoi venire con me!» René Häfliger hatte damals in Luzern eine Schnellbleiche für seine neue Aufgabe, Generalagent der Zürich Versicherung. Schnellbleiche auch für mich, damals nur des Schwiizerdütsch mächtig: Am ersten Schultag in der Leuchtenstadt machte Lehrer Schnyder ein Diktat – und notierte mir 136 Fehler. Wer hätte damals gedacht, dass ich später je vier Jahre Luzerner Tagblatt, Luzerner Neuste Nachrichten, dann 25 Jahre Blick und nun acht Jahre Schweizer Illustrierte als Gesellschaftsreporter tätig werden sollte? Lehrer Schnyder bestimmt nicht! Doch keine Frage: Die Hälfte meines Herzens habe ich immer im Tessin gelassen. Dank meinem grossartigen Verlagshaus Ringier darf ich auch beruflich mit der «Italianità mitica» verbunden sein. Historisch –  manchmal auch histerisch  –  bleiben die Miss-Wahlen im Tessin in Erinnerung: Grazie Melanie, grazie Christa! Besonders gerne bringe ich die traditionellen drei MoccaJoghurts für Bundesrat Alain Berset ans Locarno Film Festival hoch oben auf dem Monte Verità.

Und die schönste Nachricht der letzten Zeit ereilte mich auch aus dem Tessin: Der umsichtige und kreative Festivalpräsident Marco Solari ist von Corona genesen! Wir grüssen gemeinsam unsere Freunde, Sindaco Alain Scherrer und seine Vorgängerin Carla Speziali. Wie einzigartig sind die Begegnungen mit ihnen – zum Beispiel wenn «Hans Dampf in allen Gassen» Rolando Benedick am Festival als Präsident des Donatorenclubs Leopardo in Ascona alljährlich Hollywood-Stars ehrt – Weltklasse! Oder wenn mein weitsichtiger CEO Marc Walder am genialen Musikfestival «Moon & Stars» Prominente aus nah und fern empfängt. Unter vielen anderen Tessin-Fan Paola Felix und Sergio Ermotti, einer meiner Lieblingsmanager. Wahrlich, das schöne Tessin lebt! Meine Gedanken sind bei all jenen, die in diesen schwierigen Tagen leiden müssen, und bei all jenen, die in vorbildlicher Manier Tag und Nacht helfen, beistehen und unterstützen. Cari amici, vale la pena! Perchè il bel Ticino ed il bel mondo continuerà a vivere in tutta la sua grandezza e bellezza. Auguri, in bocca al lupo – ci vediamo!

Erste Badeferien am Meer: Andrea Häfliger im Sommer 1970 in Rimini, Italien.

19

André Häfliger – My way

André Häfliger – My way

20


André Häfliger – My way

Mein journalistisches Credo Es gilt das Primat der Unterhaltung. Das war stets das Motto meiner Tätigkeit. Nicht ich, sondern das, was ich zu sagen und zu erzählen habe, ist wichtig. Nichts Seichtes, Primitives, Lächerliches. Tiefgang muss sein. Das weiss ich ja als Segler: Immer eine Handbreite unter dem Kiel, sonst gehts schief. «Lage, Lage, Lage – so heisst es bei den Liegenschaften. Inhalt, Inhalt, Inhalt im Journalismus», sagt mein Verleger Michael Ringier. Wie recht er hat! Was habe ich falsch gemacht? Nun, viel würde ich nicht anders machen. Nur vielleicht etwas mehr für mich schauen, mir mehr Freizeit gönnen. Aber was solls: Ich habe das Glück, meinen Beruf weder als Arbeit noch als Job zu empfinden. Trotzdem dürfen sich natürlich nicht wie einst im Blick über drei Jahre Ferien- und Freitage ansammeln. Blick-Chef Jürg Lehmann reagierte: Er schickte Boliden-Roger Benoit und mich zwei Wochen in bezahlte Zwangsferien ins «Europe» nach Davos. Danke, Jürg!

André Häfliger in Zahlen 9 Olympische Spiele 12 Weltmeisterschaften 15 Europameisterschaften 15 Eidgenössische Schwingfeste 39 Autosalons Genf 36 Miss-Schweiz-Wahlen 24 Miss-Universe-Wahlen 24 Miss-World-Wahlen 16 Bambi-Verleihungen 5 Oscar Awards 5 Golden Globe Awards 11 World Music Awards 18 Laureus World Sport Awards 39 Grand-Slam-Tennisturniere Während 12 Jahren wurden von Häfliger mehr Bilder im Blick als von allen fest angestellten und freien Fotografen publiziert. Rund 2000 im Jahr, mal 12, macht 24 000 Fotos. Er war in fast 40 Jahren in über 5000 PartyEvents mit Prominenten dabei. Er hat über 1000 Handykontakte der Prominenz im Handy. Corona-Abstand: Weltstar Roger Federer 2020 an der Eröffnung des Lindt Home of Chocolate in Kilchberg ZH, dem Lebenswerk von Konzernchef Ernst Tanner.

21

André Häfliger – My way

André Häfliger – My way

22


André Häfliger – My way

Mein journalistisches Credo Es gilt das Primat der Unterhaltung. Das war stets das Motto meiner Tätigkeit. Nicht ich, sondern das, was ich zu sagen und zu erzählen habe, ist wichtig. Nichts Seichtes, Primitives, Lächerliches. Tiefgang muss sein. Das weiss ich ja als Segler: Immer eine Handbreite unter dem Kiel, sonst gehts schief. «Lage, Lage, Lage – so heisst es bei den Liegenschaften. Inhalt, Inhalt, Inhalt im Journalismus», sagt mein Verleger Michael Ringier. Wie recht er hat! Was habe ich falsch gemacht? Nun, viel würde ich nicht anders machen. Nur vielleicht etwas mehr für mich schauen, mir mehr Freizeit gönnen. Aber was solls: Ich habe das Glück, meinen Beruf weder als Arbeit noch als Job zu empfinden. Trotzdem dürfen sich natürlich nicht wie einst im Blick über drei Jahre Ferien- und Freitage ansammeln. Blick-Chef Jürg Lehmann reagierte: Er schickte Boliden-Roger Benoit und mich zwei Wochen in bezahlte Zwangsferien ins «Europe» nach Davos. Danke, Jürg!

André Häfliger in Zahlen 9 Olympische Spiele 12 Weltmeisterschaften 15 Europameisterschaften 15 Eidgenössische Schwingfeste 39 Autosalons Genf 36 Miss-Schweiz-Wahlen 24 Miss-Universe-Wahlen 24 Miss-World-Wahlen 16 Bambi-Verleihungen 5 Oscar Awards 5 Golden Globe Awards 11 World Music Awards 18 Laureus World Sport Awards 39 Grand-Slam-Tennisturniere Während 12 Jahren wurden von Häfliger mehr Bilder im Blick als von allen fest angestellten und freien Fotografen publiziert. Rund 2000 im Jahr, mal 12, macht 24 000 Fotos. Er war in fast 40 Jahren in über 5000 PartyEvents mit Prominenten dabei. Er hat über 1000 Handykontakte der Prominenz im Handy. Corona-Abstand: Weltstar Roger Federer 2020 an der Eröffnung des Lindt Home of Chocolate in Kilchberg ZH, dem Lebenswerk von Konzernchef Ernst Tanner.

21

André Häfliger – My way

André Häfliger – My way

22


André Häfliger – My way

André Häfliger und seine Stars –  ein Bilder-Potpourri

Oben: Die einheimische Ex-Miss Schweiz Bianca Sissing im Luzerner Lido. Im Hintergrund das schönste Dampfschiff der Welt, die «Stadt Luzern». Unten: Mit der Aargauer Ex-Miss Schweiz Jennifer Ann Gerber im Nobelhotel Grand Resort Bad Ragaz. Häfliger entdeckte Jenny («Meine Miss») an einem Modelwettbewerb – und machte sie zur Beauty-Queen.

23

André Häfliger – My way

Oben: An der Traumhochzeit von Martina Hingis mit dem Zuger Arzt Harry Leemann im Juli 2018 in Bad Ragaz SG. Unten rechts: Mit Olympiasiegerin Christine Stückelberger und ihrer eindrücklichen Medaillensammlung. Unten links: Häfliger übergibt Bundesrätin Simonetta Sommaruga ein Lindt-Osterei – kleine Geschenke erhalten die Freundschaft!

André Häfliger – My way

24


André Häfliger – My way

André Häfliger und seine Stars –  ein Bilder-Potpourri

Oben: Die einheimische Ex-Miss Schweiz Bianca Sissing im Luzerner Lido. Im Hintergrund das schönste Dampfschiff der Welt, die «Stadt Luzern». Unten: Mit der Aargauer Ex-Miss Schweiz Jennifer Ann Gerber im Nobelhotel Grand Resort Bad Ragaz. Häfliger entdeckte Jenny («Meine Miss») an einem Modelwettbewerb – und machte sie zur Beauty-Queen.

23

André Häfliger – My way

Oben: An der Traumhochzeit von Martina Hingis mit dem Zuger Arzt Harry Leemann im Juli 2018 in Bad Ragaz SG. Unten rechts: Mit Olympiasiegerin Christine Stückelberger und ihrer eindrücklichen Medaillensammlung. Unten links: Häfliger übergibt Bundesrätin Simonetta Sommaruga ein Lindt-Osterei – kleine Geschenke erhalten die Freundschaft!

André Häfliger – My way

24


Oben: Gut gelaunt im Zirkus – Pauline Ducret, Chanel Knie und André Häfliger im Knie-Hauptquartier in Rapperswil SG. Unten links: Der Ringier-Chefreporter zusammen mit Francine Jordi am Eidgenössischen Schwingfest in Zug. Unten rechts: Mit seinem langjährigen Freund Fürst Albert von Monaco in Gstaad BE.

25

André Häfliger – My way

Oben: Prosit mit Udo Jürgens («Seine Liedtexte sind Weltklasse»), dem Frank Sinatra Europas. Oben rechts: Mit Sängerin Paola Felix («Eine der liebenswertesten Frauen, die ich kenne») am Ringier-Musikfestival «Moon and Stars» in Ascona TI. Unten: «Finita la commedia!» Der Luzerner Kunstmaler Hans Erni (mit Ehefrau Doris) sagte es immer dann in seinem Atelier, wenn er ein Bild fertig gemalt hatte. Das Foto entstand wenige Wochen vor Ernis Tod mit 106 Jahren.

André Häfliger – My way

26


Oben: Gut gelaunt im Zirkus – Pauline Ducret, Chanel Knie und André Häfliger im Knie-Hauptquartier in Rapperswil SG. Unten links: Der Ringier-Chefreporter zusammen mit Francine Jordi am Eidgenössischen Schwingfest in Zug. Unten rechts: Mit seinem langjährigen Freund Fürst Albert von Monaco in Gstaad BE.

25

André Häfliger – My way

Oben: Prosit mit Udo Jürgens («Seine Liedtexte sind Weltklasse»), dem Frank Sinatra Europas. Oben rechts: Mit Sängerin Paola Felix («Eine der liebenswertesten Frauen, die ich kenne») am Ringier-Musikfestival «Moon and Stars» in Ascona TI. Unten: «Finita la commedia!» Der Luzerner Kunstmaler Hans Erni (mit Ehefrau Doris) sagte es immer dann in seinem Atelier, wenn er ein Bild fertig gemalt hatte. Das Foto entstand wenige Wochen vor Ernis Tod mit 106 Jahren.

André Häfliger – My way

26


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
André Häfliger – Willkommen bei den Stars (Vorschau) by WEBER VERLAG - Issuu