Alte Ansichten und Geschichten über Zugtiere
Pferde, Ochsen und andere Zugtiere
Ohne Zugtiere und ohne das Pferd hätte die Zivilisation einen anderen Verlauf genommen und die Menschheit wäre nicht da, wo sie sich heute befindet. Der vorliegende Band ist als Ergänzung zum erstem Band «Wagen – Geschirre – Bilder» von Toni Meier konzipiert und berichtet als Ergänzung über «Pferde im schwerem Zug», beziehungsweise über Gespanne, wie sie noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts in der Landwirtschaft und auf den Landstrassen überall zu sehen waren. Im Vorder grund stehen dabei Gerätschaften, Beschirrungsteile und Tätigkeiten sowie deren Bezeichnungen, für die Nachwelt dokumentiert mit alten und neuen Bildern und spezifischen Texterläuterungen. Entstanden ist ein umfangreiches Werk mit über 150 alten Bildansichten, die teilweise erstmals ver öffentlicht werden.
Toni Meier (Hrsg.) | Jürg Burlet | Toni Merki | Otto Rütimann
Pferde, Ochsen und andere Zugtiere im landwirtschaftlichen und gewerblichen Einsatz
Alte Ansichten und Geschichten über Fuhrwerke und Beschirrungen ISBN 978-3-03818-344-0 Weber Verlag AG CH-3645 Thun/Gwatt www.weberverlag.ch neutral Drucksache No. 01-12-409142 – www.myclimate.org © myclimate – The Climate Protection Partnership
Vorwort Toni Meier
Im Jahr 2017 durften wir den ersten Band über meine Sammlung der Öffentlichkeit vorstellen. Unter dem Titel „Kutschenmuseum Toni Meier in Oberrohrdorf, Wagen – Geschirre – Bilder“ hat Andres Furger über die Kutschen und die Geschirre sowie über viele weitere interessante Objekte der Sammlung berichtet und dazu viele interessante Informationen vermittelt. Mit dem vorliegenden zweiten Band unter dem Titel «Zugtiere im landwirtschaftlichen und gewerblichen Einsatz» wird nun als Ergänzung über «Pferde im schweren Zug» berichtet, über Gespanne, wie sie noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts in der Landwirtschaft und auf den Landstrassen überall zu sehen waren. Szenarien, die ich als Sohn eines Nebenerwerbsbauern noch selber erlebt habe und die sich in meinen Erinnerungen eingeprägt haben. Viel Zubehör aus dieser Zeit habe ich in all den Jahren zusammengetragen, restauriert und im Museum ausgestellt. Damit diese Dinge und das Wissen darüber, ihre Funktion und der einstige Einsatz nicht verloren gehen, dafür soll dieser Band in erster Linie dienen. Mit Jürg Burlet habe ich einen Autor gefunden, der den Einsatz von Zugtieren in seiner Jugend ebenfalls noch erlebt hat und sich später von Berufes wegen mit Anspannungen und Beschirrungen befasst hat. Er hat sich des Themas mit grossem Engagement angenommen und dieses weitläufige Gebiet möglichst sachlich und verständlich aufbereitet. Mit Toni Merki und Otto Rütimann kommen zwei weitere Zeitzeugen zu Wort, welche die Entwicklung im 20. Jahrhundert hautnah als Bauernbuben miterlebt haben und uns an ihren Erinnerungen teilhaben lassen. Ein herzlicher Dank ergeht an Heinz Weisskopf, der bei der Umsetzung der Ideen tatkräftig mitgeholfen und alle Informationen in eine geeignete Form gebracht hat. Viele weitere Freunde und Personen haben zur Realisierung dieses Buches beigetragen, sei es mit Fotos oder Informationen, mein grosser Dank an alle erfolgt in alphabetischer Reihenfolge am Schluss. Oberrohrdorf, im September 2021 Toni Meier
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Vorwort des Autors Nur noch wenige von uns haben in der Landwirtschaft täglich Zugtiere als Traktionsmittel erlebt oder sogar mit ihnen gearbeitet; geschweige denn Fuhrwerke als alltägliche Erscheinung im Strassenverkehr wahrgenommen. Allenfalls hat man noch die Bauernfamilien beim Sonntagsausflug mit dem «Bregg» erlebt oder ein Reklamefuhrwerk einer Brauerei auf der Strasse gesehen. Ohne Zugtiere und ohne das Pferd, hätte die Zivilisation einen anderen Verlauf genommen und die Menschheit wäre nicht da, wo sie sich heute befindet. Die ganze Entwicklung der Fortbewegung wäre ohne den über Jahrhunderte geleisteten Einsatz der Pferde und anderer Equiden gar nicht möglich gewesen, weil viele Innovationen für die Landwirtschaft und den kontinentalen Verkehr aus dem Umgang mit Pferd und Wagen herrühren. Vieles aus dieser Zeit, als man die Arbeit mit Zugtieren erledigte, droht heute für immer vergessen zu gehen, weshalb Toni Meier auf die Idee kam, alles zu sammeln und auf diese Weise zu erhalten. Und nun versuchen wir es auch in Schrift und Bild für die Nachwelt und die Generationen nach uns festzuhalten. Dabei konnten wir auf eine umfangreiche Sammlung zurückgreifen, sowohl was das Bildmaterial angeht, als auch was Originalobjekte aus früheren Zeiten betrifft. Für viele der hier beschriebenen Objekte haben sich im Laufe der Zeit regional verschiedene Bezeichnungen und Ausdrücke etabliert. So kann das gleiche Stück im Kanton Bern anders heissen als zum Beispiel in der Ostschweiz. Das Gleiche gilt natürlich auch für die Bezeichnungen in Deutschland und Österreich. Wir versuchen hier, die gebräuchlichste Bezeichnung in der Schweiz zu benützen, zum Teil mit Verweis auf andere Namen.
Oetwil am See, im September 2021 Jürg Burlet
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A1 Einleitung A1.1 Zugkraft zum Nutzen der Menschen Schwere Lasten verschieben ist ein uraltes Bedürfnis des Menschen. Es begann wohl damit, dass die Urzeitmenschen die Jagdbeute in eine sichere Höhle bringen mussten oder spätere Menschen Baumaterial oder Brennholz transportieren wollten. Wo der Transport auf dem Wasser nicht möglich war, bediente man sich einer Schleife, wie sie Prärie-Indianer in Nordamerika bis vor hundert Jahren zum Transport von Menschen und Waren noch benutzten. Die Stangenschleife wurde schon in der Jungsteinzeit (Neolithikum) im europäischen Raum eingesetzt, als Vorrichtung zum Transport von Waren aus Feld und Wald zu den Siedlungen oder in schwierigem Gelände. Später wurden Stangenschleifen meistens mit Ochsen unter dem Joch verwendet. Die Grundkonstruktion besteht aus zwei langen Stangen und einem Querholz, die zu einem gleichschenkligen Dreieck verbunden werden. Das spitze Ende der Vorrichtung wird durch die Ochsen getragen und gezogen und zeigt nach vorne. Das breite Ende mit der zwischen die Langholme gebundenen Stange wurde über den Boden geschleift. Transportgegenstände wurden auf dem Rahmen gestapelt, eingepackt und festgebunden. Von der Schleife zum Schlitten war es dann nur ein kleiner Schritt. Frühe Schlitten wurden für den Transport auf Schnee, Eis, Schlick und Gras verwendet; beim Bau der Pyramiden in Ägypten sogar auf Sand.
Postkarte mit Schleife nordamerikanischer Indianer Die Erfindung des Rades wird heute auf die Mitte des 4. Jahrtausends vor Christus datiert. Lange galt die sumerische Kultur als Ursprung. Funde oder Darstellungen von Wagen und Rädern aus Mitteleuropa und Osteuropa wie auch aus Mesopotamien belegen dies. Eine genauere zeitliche und örtliche Einordnung der Erfindung ist jedoch nicht möglich. Im präkolumbianischen Amerika und in Australien war das Rad für Transportmittel jedoch unbekannt. Einmal erfunden, wurde das Rad stetig verbessert und wurde vom einfachen Scheibenrad zur stabilen Form mit Speichen und Felgen weiterentwickelt. In der Antike gelang die Konstruktion von Kriegsgefährten dann zur Vollendung. Über die griechischen und später römischen Kampfwagen kam auch eine sportliche Komponente in den von Pferden gezogenen «Rennwagen» mit grossen Wettrennen, der Film «Ben-Hur» lässt grüssen! 9
Während frühe Transportwagen vor allem von Ochsen, Büffeln oder Rindern gezogen wurden, blieben Pferde lange für den Krieg reserviert oder waren als Reit- und Zugtiere den Monarchen und Fürsten vorbehalten. Mit dem Ausbau der Kanäle in Frankreich und England im 17. und 18. Jahrhundert wurden diese Wasserstrassen lange Zeit die Hauptverkehrsachsen für Güter, die auf Kähnen bergwärts von Pferden „getreidelt“ (geschleppt, gezogen) werden mussten. Nur über die Alpen kamen Säumer mit ihren Saumtieren zum Einsatz, welche Lasten bis zu 150 Kilo pro Tier auf Bastsätteln über die Pässe transportierten. Der Einsatz von Pferden im Krieg blieb bis heute bestehen, wenn auch heute nur noch ganz selten als Tragtiere des Trains in schwierigem Gelände im Gebirge. Noch vor weniger als 100 Jahren sah das ganz anders aus. Die eindrücklichen Zahlen im nachfolgenden Abschnitt geben darüber Auskunft. Kriege brachten immer Verbesserungen und Innovationen im technischen Bereich, so auch bei Fahrzeugen und Beschirrungen. Eigentlich bedauerlich, dass es dazu erst Kriege braucht. A1.2 Zugtiere im Krieg Man kommt nicht darum herum, den Einsatz von Pferden, Maultieren, Mauleseln und Zugochsen zu würdigen. Was haben sie nicht alles erduldet und erlitten in den letzten beiden Weltkriegen oder in Kriegen generell und was hat man ihnen nicht alles zugemutet – den Militärpferden! Und dennoch verrichteten sie ihre sehr strenge und gefährliche Arbeit bei kleinen Futterrationen und oft unter minimaler Pflege zuverlässig bis in den Tod. Gemeint sind die Millionen von Militärpferden, Maultieren, Eseln und Mauleseln, welche als Zugpferde Geschütze, Munitions- und Verpflegungswagen zogen, Nachschub und Ambulanzen ins Feld geführt haben oder als Tragtiere im Hochgebirge im Einsatz waren. Oder wenn sie mit ihren Reitern in Reiterschwadronen vordrangen und später die geschlagenen Armeen auf dem Rückzug deckten. Nicht nur bei sinnlosen Reiterattacken hat man sie geopfert, sondern auch vor Geschützen und Munitionswagen in die Luft gesprengt oder mit Maschinengewehrfeuer niedergemäht. Später sind sie dann vor Hunger umgekommen, erfroren oder an nicht behandelten Wunden oder Seuchen elendiglich verendet. Es gibt wenig verlässliche Zahlen über die Verluste von Pferden, allein auf deutscher Seite zogen im Ersten Weltkrieg über 1,5 Millionen Pferde in den Krieg. Ungefähr ein Drittel, schätzt man, haben ihn irgendwie überlebt. Die Verluste bei der britischen Armeen auf allen Kriegsschauplätzen sollen sich sogar auf mehr als 8 Millionen Pferde belaufen! Trotz fortgeschrittener Motorisierung sind die Zahlen für den Zweiten Weltkrieges noch drastischer. Allein die Wehrmacht zog mit rund 2,75 Millionen Pferden und Maultieren in den Krieg. Man schätzt, dass davon 1,8 Millionen umgekommen sind. Umgerechnet auf die Dauer des Krieges, ergibt das täglich 865 getötete Pferde. Das sind nur geschätzte Zahlen, andere Schätzungen sprechen von zwei Millionen getöteter deutscher Pferde. Nicht mitgerechnet sind dabei die zahlreich eingesetzten russischen Panjepferde, welche damals im besetzten Land von der Wehrmacht «requiriert» wurden und nicht etatmässig erfasst waren. Man hat sie im Winterkrieg eingesetzt, weil sie die Kälte und die Strapazen besser ertrugen. Die Sowjetunion hat sogar noch eine Million Pferde mehr in diesen Krieg geschickt. Pferde, die man auf dem Rückzug nicht mehr mitnehmen konnte, wurden kurzerhand erschossen. So hat man beim Rückzug von der Ostfront über 30‘000 Pferde erschossen damit sie nicht dem Feind in die Hände fielen. Im Gebirgskrieg hat man vereinzelt Esel und Maultiere als Bomben tragende tierische «Selbstmordattentäter» eingesetzt. Zu den oben genannten Zahlen kommen noch Tausende von «zivilen» Pferden, die beim Vormarsch der sowjetischen Armeen in den grossen Flüchtlings-Trecks aus Ostpreussen westwärts zogen und dabei oft auch an den erlittenen Strapazen oder durch Bombensplitter ihr Leben lassen mussten.
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Nicht überraschend, dass dieser Verschleiss in Europa zu einem akuten Pferdemangel führte und man hierzulande Pferde, wenn es irgendwie möglich war, auch aus Übersee importierte. Mancher Bauer gab seine mit Stolz gezüchteten Pferde nur ungern an die Armee ab, ahnend, dass sie nicht zurückkehren würden. An ihre Stelle traten zuhause im besten Falle Ochsen, meistens aber Rinder und Kühe als Zugtiere. Einigermassen gut ging es im Krieg eigentlich, so paradox das klingen mag, nur jenen Pferden, welche in den Pferdelazaretten weilten, soweit sie nicht stark verletzt waren und getötet werden mussten. Denn hier gab es ausreichend Futter und Pflege und sie waren dem gefährlichen Dienst für einige Zeit entzogen. Ähnliche Schicksale gelten selbstverständlich auch für andere Tiere, die im Krieg zum Einsatz kamen, seien es nun Hunde, Brieftauben, Kamele, Ochsen oder in der Antike auch Elefanten. Nicht, dass man hier das Leben von Tieren höher werten will als dasjenige von Menschen. Doch im Gegensatz zu den Tieren ist der Mensch mit Intelligenz ausgestattet und sollte in allen Bereichen mit der ihm anvertrauten Kreatur verantwortungsvoll umgehen.
Deutscher Geschützzug, Gasmasken für Reiter und Pferd
Italienischer Maulesel mit Teilen einer Gebirgskanone als Oberlast 11
A2 Zugtiere A2.1 Pferd, Ross oder Gaul? Welches ist die richtige Bezeichnung? Alle sind richtig für das Pferd, je nach Region ist aber Ross oder Gaul gebräuchlich. Pferde gehören, wie Esel, Zebras und Halbesel (asiatische oder afrikanische Pferdeesel) zur Gattung Equus und man nennt sie deshalb auch Equiden. Ross (plural Rosse) ist eine Bezeichnung für Pferde in diversen Dialekten oder in poetischen Werken (das Schlachtross). Gaul und Gäule sind im südfränkischen Dialektgebiet die gebräuchliche Bezeichnung für Pferd, während es in andern Sprachregionen eine klar abwertende Bezeichnung ist. Der Ackergaul ist ein mittleres bis schweres Pferd im landwirtschaftlichen Einsatz. Noch schlimmer ist die Bezeichnung «Klepper», womit in der Umgangssprache ein unterernährtes oder altersschwaches Hauspferd gemeint ist. Die Jungtiere heissen bei allen Equiden Fohlen, auch Füllen genannt, schweizerdeutsch: «Fülli». Für den schweren Zug eigneten sich nebst Zugochsen vor allem schwere Kaltblutrassen, die extra dafür gezüchtet wurden, in den jeweils benötigten Grössen und «Gewichtsklassen». Ein paar der wichtigsten Rassen, welche in unseren Breiten eingesetzt und gezüchtet wurden, sind nachfolgend aufgelistet. In Deutschland sind es das Rheinisch-Deutsche Kaltblut, der Schleswiger und der etwas leichtere Schwarzwälder, aus Österreich kommen Noriker oder Pinzgauer. In Belgien und Frankreich finden wir Belgier (Brabanter), Ardenner, Trait du Nord, Boulonais, Bretone, Comptois, Percherons und in Holland das Niederländische Kaltblut. Aus Grossbritannien schlussendlich sind es die Shires, Clydesdales und der Suffolk Punch. Schwere Kaltblutpferde wurden hierzulande in den vergangenen 70 Jahren vor allem noch von Brauereien zu Werbezwecken eingesetzt (Feldschlösschen, Hürlimann, Eichhof).
Brooklyn «Broolie» Supreme (1928–1948), war zu seiner Zeit das grösste und schwerste Pferd der Welt, mit Stockmass (Widerrist) 198 cm und einem Gewicht von 1451 kg. 12
Percheron-Wallach mit französischem Karrengeschirr In der Schweiz sind es vor allem die Freibergerpferde, welche zahlenmässig am stärksten vertreten waren, gefolgt von den Schweizer Warmblutpferden und später den Haflingerpferden. Diese Rassen waren für unser, meistens hügeliges, Gelände die beste Lösung. Die Pferdezucht in bäuerlicher Hand hat in der Schweiz eine lange Tradition. Am bekanntesten dürfte das Kloster Einsiedeln sein, welches bereits im Mittelalter für seine Pferdezucht über die Landesgrenzen hinaus berühmt war. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es zudem, nebst dem Freiberger, viele lokale Schweizer Pferderassen wie das Emmentaler Pferd, den Bündner Oberländer, den Seeländer und viele mehr, die heute nicht mehr gezüchtet werden. Im 20. Jahrhundert wurden auch viele Warmblutpferde eingeführt, zum Beispiel Pferde für die Kavallerie, und mit ihnen auch gezüchtet. Für die Landwirtschaft waren die Nachkommen dieser Pferde aber meistens zu fein und ihre Haltung war zu teuer, weil sie zu viel Futter und Pflege benötigten. Mit der zunehmenden Motorisierung war die Arbeit mit Pferden in der Landwirtschaft zu aufwändig und dauerte zu lange, zudem fehlte in der Landwirtschaft zunehmend das Personal. Das Freibergerpferd ist in der Schweiz die einzige verbliebene Pferderasse von Bedeutung und gilt heute als einer der letzten Vertreter eines leichten Kaltblutpferdes. Seine Wiege befindet sich auf dem Hochplateau der Freiberge im Jura. Sein Überleben war viele Jahre lang auch dank des Einsatzes als Saumtier im Militär gesichert. A2.2 Andere Equiden Nicht nur Pferde, Esel, Maultiere und Maulesel, sondern auch Ochsen, Rinder und Hunde kamen als Zugtiere in unseren Breiten zum Einsatz. Der Einsatz von Zebras als Reit- und Zugtiere wurde auch immer wieder probiert, meistens aber ohne durchschlagenden Erfolg. Eine Ausnahme bildete vielleicht das berühmte Zebra-Gespann von Baron de Rothschild in London1 . Man ging damals davon aus, dass Zebras beim Arbeitseinsatz die klimatischen Gegebenheiten in den afrikanischen Kolonien besser vertragen würden als Pferde. Nebst der angeborenen Widerspenstigkeit hatten diese Equiden aber einfach zu wenig Kondition um Reiter und Packung zu tragen.
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Zebra–Vierspänner von Baron Walter Rothschild
Zebra–Vierspänner von Baron Walter Rothschild in London
Geschäftsfuhrwerk mit vier Zebras in London 14