Vorwort Wolli sagt von sich: «Ich bin ein ganz besonderes Schaf – ich bin doch Wolli!» Das Walliser Schwarznasenschaf sagt genau das, was wir Menschen kaum zu denken, noch weniger auszusprechen wagen: dass wir besonders sind. Dass es uns, dass es mich aus einem oder mehreren Gründen gibt, dass gerade ich einzigartig bin. Es gibt Menschen, die sich ähnlich sind, aber es gibt niemals jemanden, der genau so ist wie die eigene Person; der gleich denkt, fühlt und liebt. Wolli ist einzigartig, weil es sich selbst zu lieben wagt. Es findet sich sehr speziell. Es will etwas bewirken, es möchte ausbrechen und die Freiheit finden. Es möchte herausgefordert werden und auf die höchsten Gipfel klettern. Es wagt sich, um Hilfe zu bitten, weil es klug genug ist, zu wissen, dass es nicht alleine immer weiter und höher klettern kann. In schwierigen und herausfordernden Situationen sind wir alle auf Hilfe angewiesen, müssen wir darum bitten. Wenn wir Heraus-
forderungen annehmen, gibt es immer jemanden, der bereit ist, zu helfen und an unserer Seite zu stehen. Ich wünschte mir, dass auch wir uns selber gern haben und fühlen könnten, wie bedeutungsvoll wir für einen anderen Menschen sind. Wie wichtig die Liebe zu unseren Nächsten ist. Aber auch die grosse Freude zu finden, wenn wir es wagen, uns so zu zeigen, wie wir wirklich sind. Ich wünsche mir, dass jedes Kind – in dem es mit Liebe und Behutsamkeit ermutigt wird – die selbe Geborgenheit erfahren könnte, wie Wolli. Heini zeigt ihm seine Liebe und Fürsorge und bestraft es nicht für das, was es getan hat, sondern zeigt Wolli mit Liebe und Umsicht, was es falsch gemacht hat. Heini erkennt Wollis grossen Wunsch, mehr zu erleben und seiner Sehnsucht nachzugeben. Deswegen schenkt er ihm seine Freiheit all das Grosse zu erleben, das es in unserem Innern gibt. Die Freiheit, sich weiter zu entwickeln.
Ich wünsche mir, dass jedes Kind mit Liebe und Behutsamkeit ermutigt wird, die Geborgenheit und Schönheit dieser Welt zu erfahren.
Frida (ABBA)