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Kurzvorschau - Sbiro & Lina u d Fische

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u d Fische & Sbiro

Lina

NEUENBURG

FREIBURG

WAADT

SOLOTHURN AARGAU

LUZERN

Ilfis

Thunersee Brienzersee

r L üts c h i n e

Oe schinensee

WALLIS

OBWALDEN

Engstlensee

& Sbiro Lina

u d Fische

Impressum

Alle Angaben in diesem Buch wurden vom Autor nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und von ihm und dem Verlag mit Sorgfalt geprüft. Inhaltliche Fehler sind dennoch nicht auszuschliessen. Daher erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Weder Autor noch Verlag übernehmen Verantwortung für etwaige Unstimmigkeiten.

Alle Rechte vorbehalten, einschliesslich derjenigen des auszugsweisen Abdrucks und der elektronischen Wiedergabe.

© 2026 Weber Verlag AG, 3645 Thun/Gwatt

Texte: Daniel Ducret

Illustrationen: Karin Widmer

Weber Verlag AG

Verlagsleitung: Annette Weber-Hadorn

Projektleitung: Samuel Krähenbühl

Gestaltung und Satz: Nina Ruosch

Gestaltung Cover: Sonja Berger

Illustration Karten: Lorena Hadorn

Lektorat: Madeleine Hadorn

Der Weber Verlag wird vom Bundesamt für Kultur mit einem Strukturbeitrag für die Jahre 2026–2028 unterstützt.

ISBN 978-3-03818-861-2 www.weberverlag.ch

Auslieferung EU

Brockhaus Commission GmbH

Postfach 1220 D-70803 Kornwestheim info@brocom.de

D Morgesunne

wermt dr Pouseplatz vor dr Schuel, wo d Chind spile u lache. Zmitts drin, uf em Bänkli under em mächtige Mammutboum, sitze dr Sbiro und d Lina. Ganz uf einisch luegt dr Sbiro syni Fründin aa. Er wott ällwä öppis Wichtigs loswärde.

Mit ärnschter Miene fragt är: «Hesch du es Hobby, Lina?» D Antwort chunt wi us dr Pischtole gschosse: «Ja, schutte. Und du?»

Dr Sbiro isch für e Moment fasch chli verläge. Aber de brösmelet er füre: «I ha leider no kes. Aber i wett Fischer wärde – wi my Götti.» D Lina luegt ne mit grosse Ouge aa. «Fischer? Aber für das bruuchsch doch e Prüefig, oder?» Dr Sbiro zuckt mit de Schultere. «I frage my Götti. Am beschte gan i mal mit ihm ga fische. Er kennt alli verschidene Fischarte, u geit vil ga fische. Mit sym Fischerboot uf e See.»

D Lina het sehr guet glost. U es isch klar: Da isch öppis Grosses i Bewegig cho.

D Wasseroberflechi

isch still, und ds Fischerboot trybt sanft e paar Meter vor em Schilf. Dr Götti wirft syni Fischerruete uus. Drü Egli het er schon chönne fa –e gueti Usbütti für hüt. Aber für e Sbiro geits um meh. Är nimmt all sy Muet zäme und fragt mit lyser Stimm: «Wi wirden ig e richtige Fischer –wi du, Götti?» Dr Götti lächlet und packt es Büechli us syre Fischertäsche. «Mach d Fischerprüefig. Ds heisst dr SaNa-Kurs. Und när geisch i ne Fischerverein – und wirsch Jungfischer. Hie, da hesch es Buech zum Lehre.»

Immer wieder wirft dr Götti sy Köder uus. «I probiere jitz no e Hecht z überlischte. Die sy gärn bi de Wasserpflanze – wi hie, grad ir Neechi vom Schilf. De cha sich dr Hecht guet verstecke und isch perfekt tarnt.»

Dr Sbiro beobachtet jedi Bewegig ganz fasziniert. «Lehr i das bim SaNa-Kurs?», wott er när wüsse. «Ja genau», nickt dr Götti. «Dert bringe d Fischer dir by, wo d Fische vorchöme, u wieso Fische eigentlech Schuppe hei. Da chasch di druf fröie.»

Ds Fischerboot schwankt e chli, aber i dr Luft liegt öppis ganz anderes: e Troum, wo langsam Form ahnimmt.

Bielersee - Seeland

Uf em Holztisch

vor dr Fischerhütte ligt es Buech mit farbige Bilder vo Fische. Dr Sbiro und d Lina blättere drin, luege di schöne Bilder aa und diskutiere läbhaft zäme. Es het vil verschideni Fischarte bi üüs: im Bach, im Fluss und im See. Zäme luege si dr Wels, d Bachforälle, d Karpfe und d Rotfädere aa – jede Fisch het syni eigeti Farb u Form.

Dr Sbiro zeigt uf enes Bild: «Lueg, e Barbe, da! Die het ja es Bärtli wi dr Götti.» D Lina mues lache. Sie zeigt uf en Äsche: «Und dä het e wunderschöni Rüggeflosse. Das gseht uus wi ne Fahne im Wasser.» Im Kurs lehre di beide, was d Fische gärn frässe, wi alt und wi gross si chöi wärde, und a welne Ort im Gwässer si läbe. Für e Sbiro und d Lina isch klar: Fische sy ganz verschide. U je meh si lehre, desto meh fägts.

Jitz geits wyter.

Dr Kursleiter het spannends Material uf e Tisch gleit: Ruete, Rolle, Köder, Zange, Mass. Geduldig erklärt er, für was es di vile Sache bruucht: «E Fischer het geng ds richtige Material drby. Wil dr Fisch es Läbewäse isch, mues me immer mit Reschpäkt und Vorsicht mit ihm umga.»

Er nimmt ds Netz i d Hand: «Näme mir als Byschpil ds Netz: mit däm lüpft me dr Fisch vorsichtig us em Wasser. Und hie, ds

Mässband: das zeigt, öb dr Fisch gross gnue isch. Süsch tuet me

ne wieder zrügg i ds Wasser u lat ne la schwümme.» Dr Sbiro nimmt e Köder i d Hand und fragt: «Und das da – isch das es Löffeli?»

«Ja, genau. We mes bewegt, gsehts us wi nes chlyses Fischli. Ds bruucht me uf Roubfisch.»

D Lina nickt. Es geit um vil meh als nume um ds Fische. Me mues richtig dänke wi ne Fisch, wo är chönnt sy, was är wett frässe und won är sich grad verschteckt.

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