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Einblick 01/2026

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EINBLICK

1/2026

Impressum

Herausgeber Wohn- und Bürozentrum für Körperbehinderte (WBZ)

Aumattstrasse 71

Postfach CH-4153 Reinach 1

t +41 61 755 77 77

f +41 61 755 71 00

info@wbz.ch www.wbz.ch

PC-Konto für Spenden 40-1222-0

Gesamtverantwortung Kommunikation/Fundraising WBZ

Redaktion

Kommunikation/Fundraising WBZ und Tarrach Kommunikation

Bilder

WBZ und Tarrach Kommunikation, falls nicht anders vermerkt

Grafik und Produktion

Grafisches Service-Zentrum WBZ

Druck und Distribution Grafisches Service-Zentrum WBZ

Datenaufbereitung EDV WBZ

Erscheinungsweise und Auflage Einblick, 4-mal jährlich, ca.10500 Expl.

Zusätzliche Exemplare Bestellung unter

t +41 61 755 71 04

f +41 61 755 71 68 info@wbz.ch www.wbz.ch (als PDF-Download)

© 2026 WBZ. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck nur mit Quellenangabe. Bitte um Benachrichtigung nach Erscheinen.

Umwelthinweis

Das WBZ verwendet für seine Publikationen 100% Recyclingpapier, ausgezeichnet mit dem blauen Engel.

Inhalt

2 Editorial Stephan Zahn

3 Aktuell

Aktuelles aus dem WBZ

4 Schwerpunkt

Technologischer Entwicklungssprung …

7 Persönlich

«Bergwandern Engelberg»

8 Leben und Arbeiten

Mehr Leben im Lädeli

10 Dienstleistungen

Mit Leidenschaft, Sorgfalt und Diskretion

11 Unterstützung

Einfach «wow!» – und von Herzen «danke!»

Liebe Leser:innen

2025 war für das WBZ ein Jahr voller Bewegung, Begegnungen und besonderer Momente. Mit dem Abschluss unseres Jubiläumsjahres blicken wir dankbar auf zahlreiche Veranstaltungen, kreative Beiträge und viele berührende Begegnungen zurück. Dieses Jahr hat eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig, vielfältig und zukunftsorientiert das WBZ ist.

Gleichzeitig richten wir den Blick nach vorne. Der Stiftungsrat hat im vergangenen Jahr Andrea Bornhauser als neues Mitglied der Geschäftsleitung gewählt. Sie übernahm Anfang 2026 die Leitung des Bereichs Services und tritt damit die Nachfolge von Cornelia Truffer an, die Ende 2025 in den wohlverdienten Ruhestand ging. Wir danken Cornelia Truffer für ihr Engagement, ihre Herzlichkeit und ihren unermüdlichen Einsatz für das WBZ. Die frühzeitige Übergabe ermöglichte einen sorgfältigen Übergang und schafft Kontinuität in einer für das WBZ wichtigen Phase.

Parallel dazu starten wir neue Projekte, die das WBZ in die Zukunft führen – allen voran die Weiterentwicklung unserer digitalen Angebote. Digitalisierung bedeutet für uns nicht Technik um der Technik willen, sondern echte Unterstützung im Alltag: für Bewohner:innen, Mitarbeitende und Partner:innen. Schritt für Schritt gestalten wir Prozesse moderner, zugänglicher und effizienter.

Gemeinsam gehen wir in ein neues Jahr, das an das Jubiläum anknüpft: mit Stolz auf das Erreichte und mit Freude auf das, was kommt.

Freundliche Grüsse

Titelbild:

Ein Blick in die Zukunft: Mit Künstlicher Intelligenz ein Titelblatt zum Thema «Digitalisierung und Pflege» generiert.

Stephan Zahn Geschäftsführer stephan.zahn@wbz.ch

Aktuelles aus dem WBZ

Was bewegt das WBZ? Was steht an? Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Jubi-Book – 50 Jahre WBZ

Zum Abschluss des Jubiläumsjahres erscheint das Jubi-Book: ein modernes, digitales Buch, das 50 Jahre WBZ in Bildern, Geschichten und multimedialen Einblicken erzählt. Der von Barbara Wetterwald, Mitarbeiterin und Bewohnerin, gestaltete Umschlag steht für Stolz, Krea tivität und Gemeinschaft. Das Buch verbindet Tradition und Innovation, ist digital und als ausdruckbares PDF verfügbar. Ein Projekt, das Erinnern, Teilen und Feiern vereint – ein lebendiges Zeugnis von 50 Jahren WBZ. Klicken, hören, schauen, lesen – und das Jubi-Book in seiner ganzen digitalen Vielfalt erleben. (ofe)

Wir heissen Sie im WBZ herzlich willkommen!

Einen Blick hinter die Kulissen werfen

Entdecken Sie das WBZ aus einer neuen Perspektive: Bei unseren kostenlosen Führungen erhalten Sie einen lebendigen Einblick in Arbeit, Wohnen und Alltag im WBZ. Sie erleben, wie Menschen wirken, gestalten und gemeinsam Zukunft schaffen. Ob für Gruppen, Vereine, Schulen oder Einzelpersonen – eine Führung öffnet Türen, die sonst geschlossen bleiben, und zeigt die Vielfalt unseres Hauses. Jetzt eine Führung buchen und das WBZ hautnah kennenlernen – wir freuen uns auf Ihren Besuch. (ofe)

Andrea Bornhauser – neues Geschäftsleitungsmitglied

Der Stiftungsrat hat im letzten Frühling Andrea Bornhauser zur Nachfolgerin von Cornelia Truffer als Bereichsleiterin Services und Mitglied der Geschäftsleitung gewählt. Sie hat die Funktion am 1. Januar übernommen. Die frühzeitige Wahl sowie eine interne Nachfolgelösung ermöglichten eine sorgfältige Übergabe bis Ende 2025. Andrea Bornhauser bringt eine fundierte Ausbildung, Führungserfahrung und einen starken Leistungsausweis im WBZ mit. Mit ihr gewinnt die Geschäftsleitung eine kompetente, erfahrene und im WBZ bestens verankerte Führungsperson. Sie führt das HR, die Personaladministration und das Klientenmanagement. Wir wünschen Andrea Bornhauser viel Erfolg in ihrer neuen Rolle im WBZ. (ofe)

Agenda

Sonntagsbrunch

08.03.2026, 10.30–13 Uhr

05.04.2026, 10.30–13 Uhr (Osterbrunch)

10.05.2026, 10.30–13 Uhr (Muttertagsbrunch)

07.06.2026, 10.30–13 Uhr

Boutique-Kleider-Flohmarkt

19.03.2026, 9–18 Uhr

20.03.2026, 9–14 Uhr

After Work Lounge

28.05.2026, 16.30–19 Uhr

Weitere Veranstaltungen unter www.wbz.ch (Aktuell/Agenda).

Individuelle Führungen

Das WBZ führt auf Anfrage gerne individuelle Führungen durch. Weitere Auskünfte und Informationen unter t +41 61 755 71 04, info@wbz.ch, www.wbz.ch (Über Uns/Führungen).

2025

Packen wir es an!

Ablösung Polypoint: Neue Zeiterfassung und Dienstplanung.

2024

Der Anfang unserer Reise! HR-Daten werden in My Abacus zentralisiert.

Digitalisierungsreise:

2026

Gemeinsam dranbleiben!

Ablösung Polypoint: Neue Bewohnerdokumentation

Microsoft 365 Apps: Neue Sharepoint-Seite (Intranet) und MS Teams für Kommunikation und Zusammenarbeit.

2027–2030

Geschafft – und weiter geht's! Zentralisierung und Digitalisierung von Personal- und Verwaltungsprozessen.

Ein Projekt in Etappen und mit Meilensteinen. Auf dem Weg der digitalen Transformation stellt das Jahr 2026 einen wichtigen Zwischenschritt dar, der alle Computer-Arbeitsplätze im WBZ betrifft.

Schwerpunkt

Technologischer Entwicklungssprung …

... und noch viel mehr. Das WBZ treibt sein Digitalisierungsprojekt voran. Wir bringen uns auf einen neuen Stand und wollen den technologischen Wandel zugunsten unserer Kernaufgaben nutzen.

In den letzten Jahren hat das WBZ viele «grosse Themen» bewirtschaftet: den Neubau, die Organisationsentwicklung im Rahmen von Teilhabe, die Corona-Pandemie, die zeitweise angespannte Personallage wegen des Fachkräftemangels und unser Jubiläum. Für Stiftungsrat und Geschäftsleitung stand aber ausser Frage, dass wir als nächstes «grosses Thema» einen Digitalisierungsschub auslösen wollen.

Das WBZ versteht sich als fortschrittliche Institution. Dies gilt uneingeschränkt für unsere agogischen Leistungen, für die bauliche Infrastruktur und bald einmal auch auf technologischer Ebene. Geschäftsführer Stephan Zahn betont die Chancen: «Durch das Digitalisieren werden unsere Prozesse einfacher, schneller, besser und transparenter. Je weniger uns Zeitfresser oder Doppelspurigkeiten beschäftigen, desto mehr Zeit fliesst in die Kernaufgaben. Wir sind in ers-

ter Linie dazu da, im Wohnen und am Arbeitsplatz zu begleiten, Teilhabe zu ermöglichen und Menschen zu pflegen. Und selbstverständlich schätzt es jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter, eine moderne Arbeitsumgebung vorzufinden.»

Die drei Pfeiler eines umfangreichen Projekts

Die Digitalisierungsreise des WBZ startete 2024 mit Analysen zur System- und Software-Landschaft und der Entwicklung einer Roadmap (siehe Abbildung). Ende 2025 wurde ein erstes Digitalisierungsprojekt dann konkret – der Personaldaten-Übertrag ins ERP-System Abacus. ERP bedeutet «Enterprise Resource Planning» und steht für eine Applikation, die administrative Daten und Prozesse eines Unternehmens zentralisiert, zugänglich macht und steuert. Mit Abacus bauen wir auf ein Schweizer Tool. Anfang 2026 ist die ganze Dienstplanung

und Zeiterfassung inkl. Lohnabrechnungen integriert worden. Ein anderes, konkretes Beispiel betrifft den Bewerbungsprozess. Fachkräfte werden sich in Zukunft online über ein Portal bewerben, das mit Abacus verbunden ist. Das aufwändige, manuelle Übertragen von Daten aus einer E-MailBewerbung entfällt. Alles läuft lückenlos über ein einziges System – ein grosser Vorteil bezüglich Datenschutz.

Ebenfalls umgestellt wird die Klientendokumentation. Wir verwenden ein System von Wigasoft, einem weiteren Schweizer Anbieter. Schritt für Schritt bilden wir darin alle agogischen Kernprozesse aus der Pflege, der Therapie, der Teilhabe und dem Arbeitsbereich ab und verbinden sie über eine Schnittstelle mit Abacus.

Als dritter Pfeiler der Digitalisierungsoffensive kommt die Plattform Microsoft 365 ins

Unsere
Schritt für Schritt zum Ziel

Raja Yogarajah, Abteilungsleiter Information Technology/Support, beschäftigt sich unter anderem mit der Frage: Braucht es ein eigenes Rechenzentrum im Zeitalter von Cloud-Lösungen noch?

Spiel, von der wir unter anderem die klassischen Anwendungen der Office-Palette wie etwa Word, Excel oder PowerPoint beziehen. Unser bisheriges Intranet wird modernisiert und auf die neueste Microsoft-SharePoint-Version umgestellt. Und Microsoft Teams eröffnet uns ganz neue Möglichkeiten in der Zusammenarbeit und Kommunikation in Gremien, Projekten und Abteilungen.

Was alles damit zusammenhängt Für die Arbeit mit Microsoft 365 ist eine neue Gerätegeneration mit Windows 11 erforderlich. Vor einer Beschaffung stellt sich die Frage nach dem Verhältnis zwischen mobilen und stationären Endgeräten. Welche Funktionen gibt es, deren Aufgaben sich mit einem Laptop besser erfüllen lassen als an einem fixen Arbeitsplatz?

Auch die Überlegungen rund ums Rechenzentrum sind noch nicht abgeschlossen und stehen in einem engen Bezug zum Datenschutz. Personaldaten, Patienten-, Therapieund Pflegegeschichten sind sensible Daten, die vor jeglicher Form von Zugriff geschützt werden müssen – entweder bei uns im Haus oder bei Partnern.

Die Veränderungen erfolgen schrittweise in Teilprojekten mit klaren Meilensteinen. Information, Schulungen und Unterstützung sind entscheidend, um alle Mitarbeitenden mitzunehmen und für die neuen Möglichkeiten zu gewinnen. Die digitale Transformation des WBZ läuft. (mta)

Digitalisierung und digitale Transformation

Digitalisierung bedeutet, dass Informationen, Abläufe und Strukturen mit digitalen Technologien genutzt und verändert werden. Analoge Inhalte wie Papierdokumente oder Musik werden digital erfasst, um Speicherung, Suche und Weiterverarbeitung zu erleichtern. Auf dieser Basis werden Arbeits- und Geschäftsprozesse unterstützt oder automatisiert, wodurch Abläufe effizienter, schneller und weniger fehleranfällig werden. Betrifft der Wandel ganze Organisationen und Geschäftsmodelle, spricht man von digitaler Transformation.

(Text durch die künstliche Intelligenz ChatGPT generiert nach Aufforderung, eine maximal 600 Zeichen lange, gut verständliche Definition zum Stichwort «Digitalisierung» zu erstellen.)

Interview

Abteilungsleiter

Organisationsentwicklung/Projekte

Raja Yogarajah

Abteilungsleiter

Information Technology/Support

Wie lange dauert das Projekt der Digitalisierung im WBZ?

Simon Fritsch: Eigentlich immer (lacht) ... Wir machen bis 2027 einen grossen Schritt, mit dem die Entwicklung aber nicht abgeschlossen sein wird. Jedes eingeführte Programm startet mit einer Basisvariante, mit der wir gut arbeiten können. Danach gehen wir Schritt für Schritt weiter.

Ihr seid beide seit etwa zwei Jahren im WBZ tätig. Wie habt Ihr den technologischen Stand des WBZ bei Eurem Eintritt erlebt?

Raja Yogarajah: An meiner ersten Sitzung im WBZ habe ich den Laptop aufgeklappt, um Notizen zu machen. Als Einziger. Das war ein Aha-Erlebnis. Die technologische Seite einer Modernisierung ist das eine. Wenn wir von Digitalisierung reden, geht es aber auch um das Hinterfragen von Abläufen und Gewohnheiten.

Ohne Kabelsalat funktioniert auch die Digitalisierung nicht. Alle Datenfäden laufen im Rechenzentrum des WBZ zusammen.

Simon Fritsch: Es geht parallel um eine technologische und um eine Organisationsentwicklung. Das fliesst ineinander, weshalb wir das Projekt von zwei Funktionen aus leiten. Raja ist eher für die technischen Belange – Rechenzentrum, Arbeitsplatzgeräte, Systeme und Software – zuständig. Ich bin stärker in die Organisation und Koordination des Gesamtprojekts involviert – in Themen von Arbeitskultur und Zusammenarbeit.

Wer ist eigentlich für eine Software verantwortlich?

Raja Yogarajah: Wir wechseln immer mehr zu einer rollenbasierten Verantwortlichkeit. So weiss zum Beispiel die Pflege am besten, was im Pflegeprozess für die Spitexabrechnung am sinnvollsten ist. Bei der Klientendokumentation ist das Wissen von Pflege, Teilhabe, Therapie und der Agoginnen und Agogen aus der Arbeit gefragt. Sie sind die Expertinnen und Experten für die Tools, die sie im Alltag nutzen. Wir arbeiten demzufolge Hand in Hand und teilen uns die Verantwortung.

Spielt die Künstliche Intelligenz (KI) auch in das Projekt hinein?

Raja Yogarajah: Es gibt ein paar Ansätze, die wir prüfen. Zum Beispiel Möglichkeiten, wie uns die KI in der erwähnten Klientendokumentation unterstützen kann. Oder wie Bewohnerinnen und Bewohner gewisse Vorgänge mittels Spracheingabe auslösen können. Oder welche KITools wir ins Intranet einbauen wollen, um einen Text auch gleich in leichter Sprache anzubieten. Viele spannende Fragen, zu denen wir noch nicht alle Antworten kennen. (mta)

Simon Fritsch (links) und Raja Yogarajah, die beiden Projektleiter der Digitalisierung im WBZ.

Im WBZ angekommen, aber die eigenen Bücher werden noch vermisst.

Statt am PC auch mal am Töggelikasten im Büro des Grafischen Service-Zentrums.

Persönlich

Das Wandern zu Fuss soll nicht eine Erinnerung bleiben, sondern wieder möglich werden.

«Bergwandern Engelberg»

Freizeit-Kochgruppe im WBZ – für das eigene Wohl sorgen und geniessen.

Katrin gründete vor wenigen Jahren eine GmbH und war selbständig.

Eine Frau steckt sich ein hohes Ziel: zu Fuss zurück in die Berge! Dafür investiert Katrin Meyer viel Energie. Ihre Motivation ist zusammen mit Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie der Schlüssel auf dem Weg in ein aktives Leben.

Ein bisschen gemein ist es ja, wenn man kurz vor 12 Uhr Bilder von leckersten, mit Lachs und Lachsmousse belegten Brötli gezeigt bekommt ... Während der Schreibenden das Wasser im Mund zusammenläuft, hält Katrin Meyer fest, dass ihr die Kochgruppe als Freizeitangebot des BRA-Teams (Begleitung, Räume und Aktivitäten) grosse Freude macht. Wie gerne sie geniesst, zeigt sich auch beim Fotografieren zu unserem Gespräch. An einem Wintertag mit fast frühlingshafter Sonne braucht es nicht viel Überredungskunst, um sie auf den Balkon zu lotsen. Einsaugen und glücklich sein ...

Ein zweites Hobby neben dem Kochen sei das Lesen, doch in ihrem Bewohnerzimmer fallen die leeren Regale auf. Katrin Meyer lebt erst seit September 2025 im WBZ. Ihr früheres Inventar ist eingelagert, seit die Wohnung in Rheinfelden nach einem Hirnschlag gekündigt und geräumt werden musste. Sie erlebte die Situation so: «Ich schlafe, Mittagsschlaf, und wache erst nach mehreren Stunden auf – Gewitter im Kopf». Zum Glück alarmierte eine Freundin die Polizei, als Katrin Meyer zu ihrer Verabredung im August 2022 nicht erschienen war.

Ein halbes Jahr nach der Spitaleinlieferung begannen sich erste Fortschritte abzuzeichnen. Heute kann sich Katrin Meyer wieder mitteilen. In einzelnen Wörtern, die Zeit brauchen, um gefunden und formuliert zu werden, die aber ein ganzes Universum an Bedeutung in sich tragen. Zum Beispiel wenn sie sagt: «Wille» und «kämpfen». Oder «super», «dankbar» und «glücklich» als Antwort auf die Frage, wie es ihr geht. Das WBZ gebe ihr «Kraft», «Arbeit», «Chance». Sie strahlt positive Energie und Optimismus aus. Es ist zwar nicht einfach, sich mit Katrin Meyer zu unterhalten, aber es fällt leicht.

Energie ist ein gutes Stichwort. In diesem Bereich war Katrin Meyer früher tätig. Sie hatte ein kleines Beratungsunternehmen im Energiesektor. Heute ist sie an sechs Stunden pro Woche an einem PC-Arbeitsplatz im Büro des Grafischen Service-Zentrums tätig. Daneben arbeitet sie viel an sich selber, insbesondere am freien Gehen. Der Berg ruft – und sie will ihm Schritt für Schritt näher kommen! (mta)

Raphael Hirschi und Chantal Décoppet sind Feuer und Flamme für das WBZ-Piazza-Lädeli.

Leben und Arbeiten

Mehr Leben im Lädeli

Das WBZ-Piazza-Lädeli im Empfangsbereich soll mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen und als Aushängeschild für das WBZ dienen. Dabei freut sich die Gruppe Flohmarkt, Raum und Natur auch auf Ideen aus dem WBZ.

Derzeit sind es bunte Kostüme, kreative Larven und ein kleines Sammelsurium an fasnächtlichen Dekorationen und Gegenständen, die im Eingangsbereich des WBZ für einen Farbtupfer sorgen. Wer das WBZ durch den Haupteingang betritt, kann all das kaum übersehen. Und das ist durchaus so gewollt, wie Raphael Hirschi, Co-Abteilungsleiter Werkplatz, und Chantal Décoppet, Gruppenleiterin Flohmarkt, Raum und Natur, erklären.

Der Empfang – bestehend aus Hauptein-

gang, WBZ-Piazza-Lädeli und Telefonzentrale – ist neu der Gruppe Flohmarkt, Raum und Natur der Abteilung Werkplatz angegliedert. Ziel dieser Anpassung ist es einerseits, den Empfang auszubauen und weitere qualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen. «Die Mitarbeitenden haben hier direkten Kontakt zu den Besucherinnen und Besuchern sowie Kundinnen und Kunden und repräsentieren so das WBZ», sagt Bruno Planer, Bereichsleiter Arbeit. «Das sind wertvolle Arbeitsplätze für Menschen

mit Behinderung und ist gleichzeitig ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden.»

Ein Aushängeschild für das ganze WBZ Andererseits soll eben auch das WBZPiazza-Lädeli mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen – von Bewohnerinnen und Bewohnern, Mitarbeitenden wie auch Gästen. «Das Lädeli soll vermehrt als Aushängeschild für das gesamte WBZ dienen», sagt Raphael Hirschi. Er und Chantal Dé-

coppet sind überzeugt: «Das WBZ und die Mitarbeitenden haben viele Dienstleistungen und Produkte zu bieten. Wir möchten diesen prominenten Platz nutzen, um auf diese Vielfalt aufmerksam zu machen und für die einzelnen Angebote zu werben.» Neben saisonalen Artikeln aus dem Flohmarkt-Fundus ist so inzwischen auch das Grafische Service-Zentrum mit einem Angebot im Lädeli vertreten und die langjährige WBZ-Mitarbeiterin Fränzi Flöscher präsentiert ihre Orimoto-Bücher. Teilweise arbeitet sie sogar in einer Ecke des Lädelis – und Interessierte können ihr direkt über die Schultern schauen.

«Das Lädeli-Team im Werkplatz kümmert sich mit Unterstützung von freiwilligen Helferinnen und Helfern jeweils darum, dass sich das Lädeli themenspezifisch aktuell zeigt. Etwa mit Weihnachtsdekorationen vor den Festtagen, aktuell eben Fasnachtsartikeln oder im Sommer mit allerlei Utensilien für die Schulferien und den Schulanfang», sagt Chantal Décoppet. So ergebe sich die Möglichkeit, in Boutique-Atmosphäre durch das Sortiment zu schmökern. Neben dem WBZ-Piazza-Lädeli bietet ausserdem das kreativAtelier ein Sortiment an Kunsthandwerk an.

Weitere Ideen sind willkommen Das Angebot im Lädeli soll dabei stetig erweitert und gemäss der Nachfrage angepasst werden. «Wir sind offen für Personen oder Abteilungen, die sich mit Produkten beteiligen und präsent sein möchten. Es gibt Flächen, die wir bei einer passenden Idee gerne zur Verfügung stellen», sagt Chantal Décoppet. «Wer eine Idee

hat, darf sich gerne direkt bei mir melden. Wir würden uns freuen.» Der Erlös aus dem WBZ-Piazza-Lädeli kommt dabei Menschen mit Behinderung zugute. «Das WBZ-Piazza-Lädeli ist für uns eine Herzensangelegenheit», sagt sie. «Wir wünschen uns, dass es sich in einen Ort der Begegnung für Interne und Externe entwickelt.» Ein Wunsch, den auch Christian Jezler, Mitarbeiter am Empfang, teilt. «Das Lädeli bietet eine grosse Chance, dass Besucherinnen und Besucher das Angebot im WBZ kennenlernen. Ich hoffe deshalb, dass sich viele Leute das Angebot anschauen.» Fränzi Flöscher hat derweil bereits gute Erfahrungen gemacht. An einem einzigen Morgen habe sie gleich drei ihrer kunstvollen Orimoto-Bücher verkaufen können: «Die Menschen interessiert es, wie die Bücher entstehen und ich bin gerne hier und gebe einen Einblick in das Kunsthandwerk.» (nbo)

Am Empfang arbeitet Christian Jezler. Er ist eine der Stimmen der Telefonzentrale und begrüsst Besucher:innen.

Für ihre Orimotos sucht Fränzi Flöscher auch immer aktuelle Themen.

Mit Leidenschaft, Sorgfalt und Diskretion

Die Abteilung Treuhand bietet einen umfassenden Service in Bezug auf Buchführung, Jahresabschlüsse, Lohnmanagement und Steuern. Seit Anfang Jahr hat Robin Vogt die Leitung übernommen – er blickt trotz Herausforderungen positiv in die Zukunft.

Das Steuer-Team kümmert sich mit Leidenschaft, Sorgfalt und Diskretion um Ihre Steuern.

Robin Vogt hat die Leitung der Treuhand auf Anfang Jahr übernommen.

Schon sind wieder Lohnausweis und Kontoabschlüsse ins Haus geflattert und kündigen an, was für viele eine unliebsame Aufgabe ist: das Ausfüllen der Steuererklärung. Anders sieht es das rund 15-köpfige Treuhand-Team. Die Abteilung bietet einen umfassenden Service in Bezug auf Buchführung, Rechnungsabschlüsse, Lohnmanagement – und eben Steuern.

Per 1. Januar hat Robin Vogt die Leitung der Abteilung Treuhand übernommen. Der ehemalige Abteilungsleiter Theo Kohler bleibt dem WBZ bis zu seiner bevorstehenden Pensionierung in einem Teilzeitpensum erhalten. Mit der frühzeitigen Nachfolgeregelung stellt das WBZ die Kontinuität seiner Dienstleistungen sicher und gewährleistet auch künftig die gewohnt hohe Qualität. Mehrere hundert Kundinnen und Kunden betreut die Abteilung in Bezug auf Steuern. Die Allermeisten sind natürliche Personen, aber auch kleinere und mittlere Unternehmen nehmen die Dienstleistungen des WBZ in Anspruch. Mehrere hundert Kundinnen und Kunden betreut die Abteilung in Bezug auf Steuern. Die Allermeisten sind natürliche Personen, aber auch kleinere und mittlere Unternehmen nehmen die Dienstleistungen des WBZ in Anspruch. Das Angebot umfasst die Erstellung kantonaler Steuererklärungen, Abschlusssteuererklärungen im Todesfall, Erbschafts- und Schenkungssteuererklärungen sowie die Deklaration der Grundstückgewinnsteuer.

Bereich Steuern ist ein wichtiges Standbein Grössten Wert lege das Team dabei auf Datenschutz, Diskretion und Sorgfalt, sagt Robin Vogt. Die Mitarbeitenden in der Abteilung verfügen allesamt über eine kaufmännische Ausbildung und jahrelange Erfahrung im Bereich Steuern – und: Sie haben eine grosse Portion Leidenschaft für ihre Aufgabe. «Ich mag die Detektivarbeit, die

manchmal damit verbunden ist», sagt etwa die langjährige Mitarbeiterin Yvonne Feigenwinter mit einem Lachen.

Nach einem personalbedingten Unterbruch nimmt die Abteilung auch wieder Neukundinnen und Neukunden an. Das ist ein wichtiger Schritt, denn: Die Abteilung sieht sich angesichts der angespannten Wirtschaftslage und der neuen Möglichkeiten in Bezug auf Künstliche Intelligenz mit Herausforderungen konfrontiert. «Der Bereich Steuern ist gerade deshalb ein wichtiges und stabiles Standbein für uns», sagt Robin Vogt.

Die Atmosphäre im WBZ hat ihn beeindruckt

Er blickt trotz aller Herausforderungen positiv in die Zukunft – auch und vor allem wegen seines Teams. «Ich habe ein motiviertes Team, das gemeinsam die Ziele erreichen möchte und gewillt ist, die Herausforderungen anzunehmen.»

Für ihn besonders beeindruckend ist dabei die wertschätzende Atmosphäre im WBZ, die er auch in seiner Abteilung vorleben möchte. «Der tolle Umgang miteinander im WBZ hat mich von meinem ersten Tag an begeistert», sagt er. Dazu gehört auch die Zusammenarbeit mit seinem Team in der Abteilung Treuhand. «Ich finde es wichtig, den Menschen mit Behinderung die Chance zu geben, komplexe Aufgaben zu übernehmen», so Robin Vogt. «Es erfüllt das Team mit Stolz, das WBZ gegen aussen zu vertreten.» (nbo)

Buchführung, Abschlüsse und Löhne

• Buchhaltung für alle Branchen

• Mehrwertsteuer

• Jahres- und Zwischenabschlüsse

• Reporting (Soll-/Ist-Vergleich)

• Lohnbuchhaltung/-administration

• Sozialversicherungsdeklaration

• DTA-Zahlung (E-Banking)

• Swiss GAAP FER, Geldflussrechnung, neue Rechnungslegung

• Steuern

Steuererklärungen für alle Kantone

• Steuererklärung bei Todesfall/Erbschaft

• Fristenverlängerungsgesuch

• Steuerberechnung

• Individuelle Steuerberatung

Kontakt

Robin Vogt

Abteilungsleiter Treuhand

t +41 61 755 71 31

f +41 61 755 71 93 robin.vogt@wbz.ch

Kontakt

Team Steuern

t +41 61 755 71 84 steuern@wbz.ch

Einfach «wow!» –und von Herzen «danke!»

Bevor der Frühling das Zepter übernimmt, lohnt sich ein Blick zurück ins 2025. Thomas Müller, Abteilungsleiter

Kommunikation/Fundraising und Koordinator des WBZJubiläums «WBZ: 50 Jahre sozial engagiert», zieht ein persönliches Fazit. An der Jahresabschlussfeier werden die Gäste am Eingang mit Seifenblasen im Empfang genommen.

DJ

Sharif und Thomas Müller freuen sich auf die Party am Sommernachtsfest.

Gemütliches Beisammensein am Grillplausch mit Konzert.

«Schon an meinen ersten Arbeitstagen im WBZ beschäftigte ich mich mit einem Jubiläum – das war im Juni vor 26 Jahren. Nun steht das WBZ an einem anderen Punkt seiner Geschichte, aber die Aufgabe war eine ähnliche: ein Jahr des Mit- und Füreinanders zu gestalten. Entstanden ist ein bunter Strauss an Aktivitäten, der mich immer wieder staunen liess. Gerne blicke ich auf einige ausgesuchte Momente zurück, die zwei unserer zentralen Werte verkörpern: Wir-Gefühl und Teilhabe.

Startpunkt unseres Jubiläumsjahrs war der interne Grillplausch Mitte Mai, ein Fest für alle. Dank des externen Caterings konnte unsere Gastronomie auf den Festbänken Platz nehmen. Auch die Begleitung und Pflege war entlastet, denn das ganze Kader engagierte sich in der Bewohner:innen-Begleitung, im Service und als Hilfskräfte im Hintergrund. Fernab von Funktionen und Hierarchien ent-

stand bei super Wetter ein Gefühl der Gemeinsamkeit und Energie. Das positive Kribbeln verhiess: Jetzt geht’s los, wir haben einiges vor! Starke Bilder, Emotionen und Erinnerungen lösten auch die Rom-Reise im April und der Tag der offenen Tür im September aus.

Als wir mit der Programmplanung für unser Sommernachtsfest begannen, kam mir Abdul Shariif in den Sinn. Wir hatten ihn 2024 im Einblick portraitiert. Damals erzählte er von seiner Leidenschaft für Musik und den Einsätzen als DJ, die er während der Coronazeit schmerzlich vermisste. An unserem Anlass legte er einen beeindruckenden, starken Auftritt hin, der in Erinnerung bleibt. Es gibt so viele Möglichkeiten, um Klientinnen und Klienten aktiv einzubeziehen! Ein weiteres Beispiel der Teilhabe ist unsere WBZ-Jubiläumsstele im Garten. Sie hält uns immer wieder vor Augen, wie kreativ und lebendig wir im Zusammenspiel untereinander sind.

Intern lanciert, intern abgerundet: Die Jahresschlussfeier setzte den Schlusspunkt unter das Jubiläumsjahr. Wir verbrachten einen wunderbaren Abend – und eine halbe Nacht ... – bei feinem Essen und stimmungsvoller Unterhaltung. Die Geschäftsleitung begrüsste jede und jeden der fast 250 Teilnehmenden persönlich mit einem Cüpli. Eine Seifenblasenshow schuf magische, spielerische Bilder in den Raum, der WBZ-Chor trug den eigens kreierten WBZ-Jubiläumssong vor, ein musikalisches Duo brachte zusätzliche Stimmung und ein DJ sorgte zum Abschluss für fetzige Tanzbeats.

Unser Jubiläumsjahr war herausfordernd, es war anstrengend – und es war einfach grossartig! Danke für Euer und Ihr Engagement, danke für all die Erlebnisse, danke für die Emotionen, die wir zusammen schaffen und teilen durften! Sie beflügeln uns im 51. Jahr des WBZ und weit darüber hinaus!»

Thomas Müller, Abteilungsleiter Kommunikation/Fundraising

Impressionen «WBZ: 50 Jahre sozial engagiert»

Ein Jahr beginnt von Neuem. Was kommt, sind die Steuern.

Einfach oder komplex, privat oder geschäftlich, wir behandeln Steuererklärungen aller Kantone diskret und mit der grössten Sorgfalt.

Buchführung und Abschluss, Mehrwertsteuer, Löhne und Steuern:

Wir führen alle Arbeiten mit hoher Qualität und zu fairen Preisen aus.

Sie unterstützen das WBZ –wir unterstützen Sie!

Steuern Sie mit uns!

Wohn- und Bürozentrum für Körperbehinderte

www.wbz.ch

+41 61 755 77 77

Ihr Auftrag ermöglicht Menschen mit Behinderung eine qualifizierte Arbeit und sichert 130 Arbeitsplätze.

Unsere Dienstleistungen und Produkte sind vielfältig, orientieren sich am Markt und schaffen einen sozialen Mehrwert:

Grafisches Service-Zentrum, Elektronische Datenverarbeitung, Treuhand, kreativAtelier, Gastronomie, Flohmarkt

KONTAKT STEUERBÜRO

+41 61 755 71 84 steuern@wbz.ch

Wohn- und Bürozentrum für Körperbehinderte

www.wbz.ch

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Wir freuen uns auf Ihren Auftrag! Ihre Spende in guten Händen Spendenkonto 40-1222-0

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