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28832BERLIN #55

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Die einzige Konstante im Leben ist die VerĂ€nderung.„ VerĂ€nderung.
- Heraklit

Liebe Leserin, lieber Leser,

VerĂ€nderungen sind unsere stĂ€ndigen Begleiter. Sie prĂ€gen unser Leben, unsere Gesellschaft und nicht zuletzt die Druckbranche. Wer sich nicht weiterentwickelt, bleibt stehen. Genau deshalb verĂ€ndern auch wir uns kontinuierlich – und mit uns unser Kundenmagazin.

Nach 14 Ausgaben unter dem Namen Passion kehren wir zu unserem ursprĂŒnglichen Titel #28832BERLIN zurĂŒck – und gestalten unser Magazin von Grund auf neu. Diese Ausgabe ist bereits die 55. und insgesamt ein echtes Statement: moderner, frischer, klarer.

Als Druckerei ist unser Magazin seit 1996 unser AushĂ€ngeschild – ein Spiegel unserer Haltung, unseres Anspruchs, unserer KreativitĂ€t. Deshalb ist es fĂŒr uns selbstverstĂ€ndlich, dass auch hier der Wandel spĂŒrbar wird: mit einem neuen Design, das unsere Weiterentwicklung sichtbar macht. Designerin des neuen Magazins ist ĂŒbrigens Kimsy Berlin, die Tochter des FirmengrĂŒnders Reinhard Berlin.

Im Fokus dieser Ausgabe steht die VerĂ€nderung. Die Druckbranche steht im Umbruch – es wird weniger gedruckt, vieles wird oder ist bereits digital. Doch genau deshalb möchten wir

mit dieser Ausgabe am vor Ihnen liegenden Beispiel zeigen, warum gedruckte Produkte einen wahren Mehrwert bieten.

Dazu nehmen wir Sie in „Meilensteine einer Revolution“ (Seite 4) mit auf eine Reise von Gutenberg bis zu den neuesten Entwicklungen der Branche.

VerĂ€nderung betrifft aber nicht nur Technologien, sondern vor allem Menschen: Die 17-jĂ€hrige GrĂŒnderin Linda BĂŒscher spricht auf Seite 12 ĂŒber die Chancen und Herausforderungen ihrer Generation. Und Julen SĂĄnchez berichtet auf Seite 16 von seiner beeindruckenden Reise ohne fossile Brennstoffe – 22.000 Kilometer von Paris nach Pittsburgh.

Ein weiterer zentraler Gedanke: der Kairos-Moment (Seite 20). Prof. Stephan Rammler zeigt, warum gerade jetzt der richtige Moment ist, um Weichen fĂŒr die Zukunft zu stellen. Und im Interview (Seite 24) spricht JĂŒrgen Trittin ĂŒber die Kraft der Zuversicht und die Notwendigkeit von VerĂ€nderung.

SĂžren Kierkegaard sagte einmal: „Das Leben kann nur rĂŒckwĂ€rts verstanden werden, aber es muss vorwĂ€rts gelebt werden.“ In diesem Sinne: Gestalten wir gemeinsam die Zukunft – auch auf Papier.

Ich wĂŒnsche Ihnen eine inspirierende LektĂŒre – und einen klaren Blick auf das, was kommt.

Ihr Frank RĂŒter GeschĂ€ftsfĂŒhrer BerlinDruck GmbH + Co KG

Dieses Druckerzeugnis ist mit dem Blauen Engel ausgezeichnet.

Meilensteine einer Revolution Drucktechnologie im Wandel

Von Gutenberg bis 3D – wie Innovationen die Welt des Drucks verĂ€nderten und immer wieder neu erïŹnden.

Die Drucktechnik hat die Geschichte der Menschheit geprĂ€gt, Wissen verbreitet und Gesellschaften transformiert. In einer Zeit, in der die Technologien immer schneller voranschreiten, lohnt sich ein Blick auf die SchlĂŒsselmomente, die den Weg in die Zukunft der Produktion ebnen. Begleiten Sie uns auf einer Reise durch die Sprunginnovationen, die die Druckbranche revolutioniert haben – und entdecken Sie, was uns in der Zukunft erwartet.

Eine Reise durch die Sprunginnovationen in der Drucktechnik

Die Drucktechnik hat ĂŒber Jahrhunderte hinweg technologische SprĂŒnge gemacht, die nicht nur die Art und Weise, wie Informationen verbreitet werden, sondern auch die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen nachhaltig verĂ€ndert haben. Vom bahnbrechenden Buchdruck Gutenbergs bis hin zu den neuesten Entwicklungen wie 3D-Druck und Automatisierung – jede dieser Innovationen hat neue Horizonte eröffnet und die Welt verĂ€ndert.

Gutenbergs Revolution: Der Buchdruck mit beweglichen Lettern

Bevor der Buchdruck von Johannes Gutenberg um 1440 in Mainz die Welt revolutionierte, waren BĂŒcher kostbare EinzelstĂŒcke, die in mĂŒhsamer Handarbeit kopiert wurden. Gutenbergs ErïŹndung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern Ă€nderte dies fundamental. Metallene Lettern, die ïŹ‚exibel gesetzt und mehrfach verwendet werden konnten, ermöglichten eine massive Steigerung der Produktionsgeschwindigkeit. Seine Druckpresse beschleunigte die Herstellung von Texten und machte sie erschwinglicher.

Die schnelle Verbreitung von BĂŒchern trug maßgeblich zur Reformation und zur AufklĂ€rung bei. Bildung wurde fĂŒr weite Bevölkerungsschichten zugĂ€nglich, nicht mehr nur fĂŒr die wohlhabenden Eliten. Diese Demokratisierung des Wissens legte den Grundstein fĂŒr eine aufgeklĂ€rte Gesellschaft und eine neue Ära des intellektuellen Austauschs.

Dies verĂ€nderte die Art und Weise, wie Menschen informiert wurden, und beeinïŹ‚ usste Politik, Wirtschaft und Kultur auf tiefgreifende Weise. Die Presse wurde ein unverzichtbares Medium, das die öffentliche Meinung formte und die Gesellschaft prĂ€gte.

Offsetdruck: PrÀzision und Wirtschaftlichkeit

Der Offsetdruck, der Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde, setzte neue MaßstĂ€be in der Drucktechnik. Bei diesem Verfahren wird die Druckfarbe zunĂ€chst auf eine Gummituchwalze ĂŒbertragen, bevor sie auf das Papier kommt. Dies schont die Druckplatten und verbessert die DruckqualitĂ€t erheblich. DarĂŒber hinaus eignet sich der Offsetdruck fĂŒr eine Vielzahl von Papierarten und ermöglicht die Produktion großer AuïŹ‚agen zu einem gĂŒnstigen Preis.

Durch seine hohe PrĂ€zision und Vielseitigkeit hat sich der Offsetdruck als Standardverfahren fĂŒr BĂŒcher, Zeitungen, Zeitschriften und Verpackungen etabliert. Noch heute bleibt er eines der wichtigsten Druckverfahren weltweit.

Die Demokratisierung des Wissens legte den Grundstein fĂŒr eine aufgeklĂ€rte Gesellschaft.

Die industrielle Rotationsdruckmaschine: Massenproduktion fĂŒr die breite Öffentlichkeit Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert nahm der Bedarf an Druckerzeugnissen rapide zu. Die Entwicklung der Rotationsdruckmaschine im mittleren 19. Jahrhundert war ein weiterer entscheidender Schritt. Diese Maschine ermöglichte es, auf zylindrischen Druckformen kontinuierlich auf Rollenpapier zu drucken, was die Geschwindigkeit und EfïŹzienz im Vergleich zu frĂŒheren Verfahren deutlich steigerte. Der Rotationsdruck eröffnete die Möglichkeit, Millionen von Zeitungen tĂ€glich zu produzieren und zu verbreiten.

Der Digitaldruck: FlexibilitÀt in der modernen Produktion

In den 1980er-Jahren leitete der Digitaldruck eine neue Ära in der Drucktechnik ein. Im Gegensatz zu traditionellen Verfahren, die feste Druckformen benötigen, nutzt der Digitaldruck digitale Daten, um Druckerzeugnisse direkt zu produzieren. Diese FlexibilitĂ€t ermöglicht es, Druckerzeugnisse schnell, kostengĂŒnstig und in kleinen AuïŹ‚agen zu erstellen.

Der Digitaldruck hat insbesondere die Werbe- und Verlagsbranche revolutioniert, da er maßgeschneiderte Druckerzeugnisse wie personalisierte Marketingmaterialien oder On-Demand-Drucke ermöglicht. Die Möglichkeit, Druckprodukte ohne lange Vorlaufzeiten zu erstellen, hat den Digitaldruck zu einem unverzichtbaren Werkzeug fĂŒr moderne GeschĂ€ftsmodelle gemacht.

3D-Druck: Die Revolution der Fertigungstechnologie

Eine der spannendsten Entwicklungen der letzten Jahre ist der 3D-Druck, auch additive Fertigung genannt. Diese Technologie ermöglicht es, dreidimensionale Objekte Schicht fĂŒr Schicht aus verschiedenen Materialien wie Kunststoff, Metall oder Keramik zu drucken. Der 3D-Druck wird in einer Vielzahl von Branchen eingesetzt; von der Medizintechnik ĂŒber die Luft- und Raumfahrt bis hin zur Architektur.

In der Medizin ermöglicht der 3D-Druck die Herstellung maßgeschneiderter Implantate und Prothesen.

In der Industrie können komplexe Bauteile ohne teure Werkzeuge und Formen gefertigt werden. Der 3D-Druck bietet außerdem neue Gestaltungsmöglichkeiten und reduziert die Materialverschwendung. Diese Technologie ist ein Beispiel dafĂŒr, wie die Drucktechnik zunehmend in die Fertigung ĂŒbergeht und ganze Industrien transformiert.

Automatisierung und KĂŒnstliche Intelligenz:

Die Druckerei der Zukunft

Die fortschreitende Digitalisierung hat auch die Druckindustrie nicht unberĂŒhrt gelassen. Mit der EinfĂŒhrung von Automatisierung und KĂŒnstlicher Intelligenz (KI) können Druckereien heute ihre Prozesse optimieren und efïŹzienter gestalten. Maschinen erkennen und korrigieren Druckfehler selbststĂ€ndig, wĂ€hrend KI-gestĂŒtzte Systeme die ProduktionsablĂ€ufe analysieren und verbessern.

Die Vernetzung von Drucksystemen mit Datenbanken ermöglicht es, hochgradig personalisierte Druckerzeugnisse in Echtzeit zu produzieren. Die Automatisierung von Produktionsprozessen fĂŒhrt zu einer enormen EfïŹzienzsteigerung, senkt die Kosten und verbessert die QualitĂ€t – eine Entwicklung, die die Druckindustrie fĂŒr die Zukunft rĂŒstet.

Nachhaltiger Druck und Biotechnologie:

Umweltbewusste Innovationen

In einer Welt, die zunehmend von ökologischen Herausforderungen geprĂ€gt ist, spielt Nachhaltigkeit auch in der Druckindustrie eine immer grĂ¶ĂŸere Rolle. Heute sind ressourcenschonende Druckverfahren, umweltfreundliche Farben und Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft keine Seltenheit mehr. Doch die Branche geht noch weiter und forscht an innovativen Konzepten, um den ökologischen Fußabdruck weiter zu verringern.

Ein vielversprechendes Feld ist die Biotechnologie im Druckbereich. Erste Experimente mit biologisch abbaubaren Druckmaterialien oder sogar dem Druck von lebenden Zellen fĂŒr medizinische Anwendungen könnten langfristig zu einer noch umweltfreundlicheren Produktion fĂŒhren. Diese Entwicklungen zeigen das Potenzial der Druckindustrie; nicht nur als Produktionsbereich, sondern auch als Pionier in der nachhaltigen Fertigung der Zukunft.

Eine Branche im stetigen Wandel

Die Geschichte der Drucktechnik zeigt, wie kontinuierliche Innovationen ganze Branchen und Gesellschaften transformieren können. Vom ersten gedruckten Buch bis zum 3D-Druck hat sich die Drucktechnik immer wieder an neue Herausforderungen angepasst und den Weg fĂŒr neue Entwicklungen geebnet. Heute stehen wir am Beginn einer neuen Ära, in der Automatisierung, KĂŒnstliche Intelligenz und nachhaltige Produktionsmethoden die Zukunft prĂ€gen werden. Die Reise der Innovationen ist noch lange nicht zu Ende – die kommenden Jahrzehnte versprechen spannende Entwicklungen, die die Drucktechnik weiterhin verĂ€ndern und die Welt um uns herum neu gestalten werden.

Timeline der Druckrevolutionen

1440

1843

ErïŹ ndung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern (Johannes Gutenberg)

Erste Rotationsdruckmaschine (Richard March Hoe)

1875

1969

1980

1993

Entwicklung des Offsetdrucks (Robert Barclay)

ErïŹ ndung des Laserdruck-Verfahrens (Gary Starkweather)

Entwicklung von 3D-Drucktechnologien fĂŒr industrielle Anwendungen; ab den 2000er-Jahren breitere Nutzung in Produktion und Medizin

Erste kommerzielle Digitaldrucksysteme (Indigo E-Print 100)

KI und Automatisierung optimieren die Druckprozesse 2025

Fun Facts aus der Welt des Drucks

Die erste gedruckte Zeitung erschien im Jahr 1605 in Straßburg

Die NASA nutzt 3D-Druck , um Werkzeuge fĂŒr Astronauten direkt im All herzustellen

Ein moderner Hochgeschwindigkeitsdrucker kann bis zu 75 Seiten pro Minute drucken.

Die „Gutenberg-Bibel “ ist heute eines der wertvollsten BĂŒcher der Welt

Die grĂ¶ĂŸte Bogendruckmaschine der Welt, eine Speedmaster XL 106 von HEIDELBERG, besitzt 20 Druckwerke und eine LĂ€nge von 42 Metern

Ich lie be Dich

„Ich wĂŒrde Dir gerne einen Liebesbrief schreiben.“ „Aber gerne doch! Ich bin schon ganz gespannt und neugierig.“ „Bitte beeil dich, denn ich wohne in DĂ€nemark. Hier wird es bald schwierig, Postkarten oder Liebesbriefe zu verschicken: Die dĂ€nische Post stellt die Briefzustellung 2026 ein und baut sĂ€mtliche BriefkĂ€sten ab.“

Seit Jahren fordern wir mehr Digitalisierung – und ja, es gibt unzĂ€hlige sinnvolle Beispiele dafĂŒr. Niemand verbringt gerne Stunden in einer Warteschlange, um ein Auto anzumelden. Aber Digitalisierung ĂŒberall und ohne Alternative? Gibt es nicht auch ein Recht auf ein analoges Leben? Muss ich wirklich ein Handy besitzen, um eine Bahnfahrkarte zu kaufen?

Das Wort „Recht“ deutet auf einen juristischen Hintergrund hin. 2024 hat der wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages eine Dokumentation mit dem Titel „Zum sogenannten Digitalzwang und einem Recht auf analogen Zugang zu Verwaltungsleistungen“ verĂ¶ïŹ€entlicht. Darin wird die Frage aufgeworfen, ob Grundrechte, gesellschaftliche Teilhabe und die Nutzung Ă¶ïŹ€entlicher Infrastruktur – wie Bahn, Post oder medizinische Versorgung – vom Internetzugang, einem Smartphone oder einer bestimmten App abhĂ€ngig sein dĂŒrfen. In einer demokratischen Gesellschaft ist das eine entscheidende Frage. Und wer garantiert uns absolute Sicherheit, wenn wir eines Tages per Klick einen neuen Bundestag wĂ€hlen sollen?

Digitalzwang bedeutet handfeste Benachteiligung, bis hin zum Ausschluss von Diensten. Das betriïŹ€ t nicht nur Ă€ltere, Ă€rmere oder kranke Menschen, die die Technik nicht nutzen können, sondern auch technikaïŹƒ ne Menschen, die bewusst keine Verhaltensdaten preisgeben oder wahllos Apps installieren möchten.

Das Grundgesetz sieht kein explizites Recht auf ein analoges Leben vor. Wer hĂ€tte vor ĂŒber 70 Jahren ahnen können, was heute digital möglich ist? Aber können Verwaltungsleistungen wirklich ausschließlich digital angeboten werden, wie es einige BundeslĂ€nder bereits vorschreiben? So konnten Coronahilfen nur digital beantragt werden, und Klagen gegen diese „Analogdiskriminierung“ wurden von Gerichten abgewiesen. Doch wollen wir wirklich riskieren, in naher Zukunft ohne Handy von demokratischen Prozessen (und Liebesbriefen) ausgeschlossen zu werden?

Ich liebe Liebesbriefe. Mit Tinte Mont Blanc Royal Blue geschrieben auf Zanders ReïŹ‚ex 110 g/qm mit Wasserzeichen, Umschlag mit einer schönen Sonderbriefmarke der Post.

Freu Dich auf den BrieftrÀger.

Gedruckt fĂŒr die Ewigkeit

Ein Streifzug durch Museen fĂŒr Druckkunst und Kommunikation

Druck hat eine lange und faszinierende Geschichte, die in verschiedenen Museen in Deutschland lebendig wird. Von Mainz ĂŒber Frankfurt am Main bis Leipzig: Diese Museen zeigen eindrucksvoll, wie sich die Druckkunst ĂŒber Jahrhunderte entwickelt hat. Ob historische Druckpressen, interaktive Workshops oder kĂŒnstlerische Exponate – jede Institution bietet einzigartige Einblicke in die Welt des Druckens.

Gutenberg-Museum in Mainz –Die Wiege des Buchdrucks

Das Gutenberg-Museum zĂ€hlt zu den Ă€ltesten Museen seiner Art und widmet sich dem Leben und Werk von Johannes Gutenberg sowie der Entwicklung des Buchdrucks. Ein besonderes Highlight ist die originalgetreu nachgebildete Gutenberg-Presse, an der Besucher die revolutionĂ€re Technik hautnah erleben können. Zudem sind zwei Exemplare der berĂŒhmten Gutenberg-Bibel ausgestellt.

Seit November 2024 prÀsentiert das Museum seine Sammlung unter dem Namen Gutenberg-Museum MOVED in einer temporÀren Ausstellung im Naturhistorischen Museum Mainz. Interaktive und multimediale PrÀsentationen machen die Druckgeschichte erlebbar. Neben historischen Druckmaschinen und einer Schatzkammer mit wertvollen

Druckwerken bietet das Museum regelmĂ€ĂŸig wechselnde Ausstellungen zu den Themen TypograïŹe und Buchgestaltung.

Museum fĂŒr Kommunikation Frankfurt

Ein weiteres Highlight fĂŒr Druckinteressierte ist das Museum fĂŒr Kommunikation in Frankfurt am Main. Die Dauerausstellung „Mediengeschichte(n) neu erzĂ€hlt!“ beleuchtet die Entwicklung der Kommunikation – von der Keilschrifttafel bis zur modernen Digitalisierung. Besucher erwarten nicht nur spannende Exponate zur Druck- und Mediengeschichte, sondern auch eine Kinderwerkstatt, in der die jungen GĂ€ste selbst kreativ werden können. Wechselnde Sonderausstellungen und ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm runden das Angebot ab.

FĂŒr mehr Infos, einfach scannen!

Holzbuchstaben und ein Blick in die Sammlung des Museums fĂŒr Druckkunst Leipzig © Klaus Sonntag

Hier bekommen Sie Ihre Tickets
Pfeilerhalle im GRASSI Museum Leipzig © Felix Bielmeier

Leipzig

Ein Zentrum der Druckkunst

Museum fĂŒr Druckkunst Leipzig

Das Museum fĂŒr Druckkunst macht die Geschichte des Druckhandwerks auf eindrucksvolle Weise erlebbar. Besucher erhalten spannende Einblicke in die Arbeit von Buchdruckern, Schriftsetzern und Schriftgießern. Besondere Attraktionen sind die regelmĂ€ĂŸig stattïŹndenden Veranstaltungen wie die Leipziger Typotage oder internationale

Deutsches Buch- und Schriftmuseum

Als eines der Ă€ltesten Fachmuseen fĂŒr Buch-, Schrift- und Mediengeschichte (im Jahr 1884 gegrĂŒndet) dokumentiert das Deutsche Buch- und Schriftmuseum in der Deutschen Nationalbibliothek

5.000 Jahre Mediengeschichte. Die Dauerausstellung „Zeichen – BĂŒcher –Netze: Von der Keilschrift zum BinĂ€rcode“ gibt einen umfassenden Überblick

GRASSI Museum fĂŒr Angewandte Kunst

Das Grassi Museum widmet sich den Themen Kunst und Design mit einem Schwerpunkt auf Druckkunst und graïŹsche Gestaltung. Historische sowie moderne Drucktechniken werden in eindrucksvollen Ausstellungen prĂ€sentiert und veranschaulichen die kreative Entwicklung der DruckgraïŹk.

© Helga Schulze-Brinkop
Deutsche BĂŒcherei in Leipzig

Linda BĂŒscher *2004, ist eine deutsche Unternehmerin und GrĂŒnderin der Lern-App Bulletpoint Sie zĂ€hlt zu den jĂŒngsten CEOs Deutschlands und wurde in die Forbes 30 under 30 aufgenommen. Bekannt wurde sie zudem durch ihre Teilnahme an der TV-Show „Die Höhle der Löwen“, in der sie ihre innovative Lern-App prĂ€sentierte. BĂŒscher setzt sich fĂŒr eine zukunftsorientierte Bildung ein, die Technologie mit aktivem Lernen verbindet.

„ Wir wollen nicht einfach nur mitmachen, wir wollen gestalten!
FotograïŹ
Michael Jungblut, fotoetage

Von der Schulbank zur

Linda BĂŒscher ĂŒber Lernen, Leadership

und Lebensziele

Linda BĂŒscher gehört zu den jĂŒngsten GrĂŒnderinnen Deutschlands. Mit 17 entwickelte sie die Idee fĂŒr die Lern- App Bulletpoint, heute fĂŒhrt sie ihr eigenes Unternehmen. Im GesprĂ€ch berichtet sie von ihrer Motivation, den Herausforderungen der Gen Z und warum sie trotz Social Media lieber ein echtes Buch in die Hand nimmt.

Linda, warum wird deine Generation, die Gen Z, oft als faul oder unmotiviert gesehen?

Linda BĂŒscher:

Ich denke, das hat viel mit Vorurteilen zu tun. Eltern sehen ihre Kinder oft nur am Handy und schließen daraus, dass sie nichts Produktives tun. Klar, es gibt auch solche Momente, aber das ist ein sehr einseitiger Blick. Social Media kann zwar ablenken, aber viele von uns nutzen es auch fĂŒrs Lernen oder die Arbeit. Es ist ein wichtiges Werkzeug, um sich zu vernetzen, Wissen zu teilen und sogar politische Bewegungen zu organisieren.

Ich selbst begrenze meine Zeit dort auf eine Stunde am Tag – allerdings nutze ich es auch berufl ich, zum Beispiel fĂŒr Marketing und den Austausch mit der Community. Gleichzeitig versuche ich bewusst, nicht in die typischen Social Media-Fallen zu tappen. Ich setze mir klare Regeln, wie das Deaktivieren von Benachrichtigungen und das regelmĂ€ĂŸige Reflektieren meines Konsumverhaltens. Das hilft, den Fokus zu behalten und Social Media als nĂŒtzliches, aber nicht dominierendes Tool zu nutzen.

CEO

Du hast die App Bulletpoint entwickelt. Wie kam es dazu?

In der Schule fand ich es lĂ€stig, Texte zu markieren und dann alles noch mal abzuschreiben. Ich dachte: Das muss doch einfacher gehen. Also habe ich mit 17 angefangen, selbst zu programmieren, und spĂ€ter mit Freelancern aus der Ukraine einen Prototyp entwickelt. Bulletpoint hilft, Texte efïŹzienter zu strukturieren. Man markiert wichtige Passagen, und die App verwandelt sie automatisch in Stichpunkte.

Was unterscheidet Bulletpoint von anderen Lern-Apps?

„Bulletpoint soll nicht das Denken ĂŒbernehmen, sondern es fördern.“

Gibt es fĂŒr dich einen Unterschied zwischen digitalen Inhalten und Gedrucktem?

Absolut. Ich lese sehr gerne BĂŒcher. FĂŒr mich hat das etwas Besonderes, weil ich den physischen Kontakt zum Buch schĂ€tze. Es ist ein anderes Erlebnis, etwas Gedrucktes in der Hand zu halten, als auf einen Bildschirm zu starren. Viele aus meinem Umfeld sehen das Ă€hnlich. Gedrucktes bleibt einfach prĂ€senter im GedĂ€chtnis und hat eine andere Wertigkeit, weil man bewusster liest.

Bulletpoint ist mehr als nur eine Notiz-App. Unsere App optimiert den gesamten Lernprozess, indem sie das Markieren von Texten mit einer intelligenten Strukturierungsfunktion verbindet. Das spart nicht nur Zeit, sondern fördert auch das aktive Auseinandersetzen mit den Inhalten, da man bewusster lesen und markieren muss. Was Bulletpoint besonders macht, ist der Fokus auf kognitive UnterstĂŒtzung statt reiner Automatisierung. Im Gegensatz zu vielen KI-basierten Tools, die komplette Zusammenfassungen liefern, wollen wir das TextverstĂ€ndnis aktiv fördern. Bulletpoint hilft Nutzerinnen und Nutzern, das Wesentliche herauszuïŹ ltern und in eigenen Worten zu reflektieren. Das unterstĂŒtzt nachhaltiges Lernen, weil es nicht darum geht, Inhalte passiv aufzunehmen, sondern aktiv zu verarbeiten. ZusĂ€tzlich arbeiten wir an Features wie Karteikarten und QuizFunktionen, die den Lernstoff spielerisch festigen. Unser Ziel ist es, eine All-in-One-Lernplattform zu schaffen, die den gesamten Lernprozess abdeckt – von der ersten LektĂŒre bis zur ïŹ nalen PrĂŒfungsvorbereitung. Auf diese Art und Weise wird Bulletpoint zu einem echten Begleiter im Alltag von SchĂŒlern, Studierenden und allen, die efïŹzient neues Wissen erwerben wollen.

Gab es besondere Herausforderungen in der GrĂŒndungsphase?

DeïŹnitiv. Ich war das einzige MĂ€dchen im InformatikLeistungskurs und musste oft beweisen, dass ich Ahnung habe. In der Tech-Branche werde ich manchmal aufgrund meines Alters und Geschlechts unterschĂ€tzt. Das ist frustrierend, aber es motiviert mich auch, noch besser zu sein.

„Ich musste als junges MĂ€dchen in der TechBranche oft beweisen, dass ich Ahnung habe.“

Du warst bei "Die Höhle der Löwen". Wie war das fĂŒr dich?

Das war eine spannende Erfahrung! Es war mir wichtig zu zeigen, dass Bulletpoint kein 08/15-Produkt ist. Die Löwen waren beeindruckt, wie intuitiv die App funktioniert und wie sie den Lernprozess erleichtert. Ich konnte ihnen live demonstrieren, wie Bulletpoint Markierungen automatisch in strukturierte Stichpunkte umwandelt. Das hat den Unterschied zu herkömmlichen Lernmethoden deutlich gemacht.

Du wurdest in die Forbes 30 under 30 aufgenommen. Wie hast du das erlebt?

Das war ein unglaubliches GefĂŒhl. Ich wusste gar nicht, dass ich nominiert wurde, bis ich die E-Mail bekam. Es ist natĂŒrlich eine Ehre, aber es hat meinen Blick auf mich selbst nicht verĂ€ndert. Es ist eher ein Zeichen dafĂŒr, dass das, was ich tue, wahrgenommen und wertgeschĂ€tzt wird. Und es hilft natĂŒrlich auch dabei, neue Kontakte zu knĂŒpfen und Bulletpoint bekannter zu machen.

Wie vereinst du Arbeit, Studium und Privatleben?

Das war wĂ€hrend der Schulzeit hart: 35 Stunden Unterricht, App-Entwicklung, Nachhilfe geben und ein Nebenjob in einer Zahnklinik. Fast 60 Stunden pro Woche. Heute fĂŒhre ich Bulletpoint in Vollzeit und studiere BWL nebenbei. Struktur ist der SchlĂŒssel, aber auch Pausen sind wichtig.

Wie siehst du die Rolle von Social Media und KI in der Bildung?

Social Media kann ein starker Lernkanal sein, birgt aber auch Gefahren. Politische Bildung ausschließlich ĂŒber Social Media zu konsumieren, ist riskant. Algorithmen verstĂ€rken oft extreme Inhalte, weil sie darauf ausgelegt sind, Engagement zu maximieren, nicht unbedingt, um ausgewogene Informationen zu liefern. Das kann zu einer verzerrten Wahrnehmung von Fakten fĂŒhren und Filterblasen verstĂ€rken.

Ein weiteres Thema ist der Einfl uss von KI in der Bildung. Viele Lernplattformen setzen bereits auf KI, um Inhalte zu personalisieren. Das ist einerseits spannend, weil es den Lernprozess individueller gestalten kann. Andererseits besteht die Gefahr, dass Nutzerinnen und Nutzer sich zu sehr auf automatisierte Zusammenfassungen und Analysen verlassen. Gerade im Bildungsbereich sollte KI ein unterstĂŒtzendes Werkzeug bleiben und nicht das kritische Denken ersetzen.

Bulletpoint verwandelt Textmarkierungen in Stichpunkte, erstellt Zusammenfassungen und archiviert Karteikarten.

Machst du dir Sorgen um solche politischen Entwicklungen, zum Beispiel in den USA?

Ja, absolut. Es ist erschreckend zu beobachten, wie in den USA eine RĂŒckwĂ€rtsbewegung stattïŹndet. Der Einfl uss von Tech-MilliardĂ€ren auf die Politik ist dort teilweise grĂ¶ĂŸer als der des Senats. Das ist nicht nur ein Problem fĂŒr die USA, sondern fĂŒr die ganze Welt, weil es Gleichberechtigung und DiversitĂ€t gefĂ€hrdet. Europa blickt oft nach Amerika, und ich hoffe, wir reflektieren hier stĂ€rker, was wir erreicht haben, und schĂŒtzen diese Errungenschaften. Demokratie ist keine SelbstverstĂ€ndlichkeit.

Was muss sich im Bildungssystem Àndern?

Wir mĂŒssen lernen zu lernen. Viele wissen nicht, wie sie effektiv Wissen verarbeiten. Aktives Lernen, wie Bulletpoint es unterstĂŒtzt, hilft dabei. Außerdem sollte das Lehrer-Studium pra-xisnĂ€her werden. Es reicht nicht, nur Theorien zu pauken, ohne je vor einer Klasse gestanden zu haben.

Und wie sollte sich die Arbeitswelt fĂŒr die Gen Z verĂ€ndern?

FlexibilitĂ€t ist entscheidend. Wir wollen nicht einfach nur von neun bis fĂŒnf im BĂŒro sitzen, sondern flexibel arbeiten können, wann und wo wir am produktivsten sind. Außerdem legen wir großen Wert auf eine offene Feedbackkultur und regelmĂ€ĂŸigen Austausch. Es geht nicht nur um den Job, sondern auch darum, dass unsere Werte wie DiversitĂ€t, Inklusion und Nachhaltigkeit im Unternehmen gelebt werden. Transparenz und echte Mitgestaltungsmöglichkeiten sind fĂŒr uns wichtiger als klassische Hierarchien.

Und was planst du fĂŒr die Zukunft?

Erstmal möchte ich Bulletpoint weiterentwickeln. Wir arbeiten wie gesagt gerade an neuen Features wie Karteikarten und Quiz-Funktionen. Langfristig könnte ich mir vorstellen, noch mal zu grĂŒnden, vielleicht im medizinisch-technischen Bereich. Aber wer weiß das schon? Wichtig ist, dass es Sinn macht und Spaß bringt.

„ Und dann kam einer, der hat’s einfach gemacht!

200 TAGE IM FAHRRADSATTEL UND RUDERND ÜBER DEN OZEAN –22.000 KILOMETER, OHNE FOSSILEN BRENNSTOFF.

Julen SĂĄnchez hat das Unmögliche möglich gemacht. Seine Reise fĂŒhrte ihn von Paris’ Straßen nach Portugal ĂŒber den Atlantik bis an die KĂŒsten Floridas und schließlich nach Pennsylvania. Unterwegs begegnete er Walen, kĂ€mpfte gegen StĂŒrme und erlebte die Stille des Ozeans. Was trieb ihn an? Wir sprachen mit Julen SĂĄnchez.

Julen SĂĄnchez

*1996, ist ein deutsch-spanischer Extremsportler und ein echter World Citizen, der schon immer einen positiven Impact in der Welt haben wollte. Nach zahlreichen Reisen kombinierte er 2020 als Zero Emission Traveler seine Leidenschaften fĂŒr Extremsport und fĂŒrs Reisen, um zu zeigen, dass jedes Ziel auf nachhaltige Art und Weise erreicht werden kann.

Julen, du hast diese weite Strecke nur mit Muskelkraft zurĂŒckgelegt – klimaneutral quasi. War dein Abenteuer ein Impact, um Aufmerksamkeit zu erregen, oder ging es dir darum, zu zeigen, was mit Ausdauer und Entschlossenheit möglich ist?

Julen SĂĄnchez:

Du sprichst einen wichtigen Punkt an. NatĂŒrlich ist das Thema CO2-Einsparung in der Reisebranche in letzter Zeit sehr aktuell, aber bei mir lag der Antrieb tiefer. Die Reise war nicht nur ein Abenteuer, sondern auch eine persönliche Herausforderung. Ich wollte zeigen, dass man auch nach schwierigen Erfahrungen wie einer Krankheit – ich hatte einen Tumor von der GrĂ¶ĂŸe eines Golfballes in meiner Blase, der sich dann gottseidank komplett entfernen ließ – Großes erreichen kann. Es ging darum, nachhaltiges Reisen zu beweisen und zu zeigen, dass wir, wenn wir den Mut und den Willen haben, durchaus auch klimafreundlich Ziele erreichen können – auch wenn viele das fĂŒr unmöglich halten.

Du hast eine beeindruckende Reise hinter dir, Julen. Bei solchen Abenteuern stellt sich die Frage nach der Motivation. Viele hielten dich fĂŒr verrĂŒckt, dich solchen Gefahren auszusetzen. Wie hĂ€ltst du in extremen Situationen – etwa als du beinahe von einem Containerschiff ĂŒberfahren wurdest – den Mut und die Motivation aufrecht?

Schon die Vorbereitung war entscheidend. Die Idee trug ich fast vier Jahre mit mir herum. Anfangs erschien es verrĂŒckt zu sein, aber je mehr ich mich mit den Details beschĂ€ftigte, desto entschlossener wurde ich. Es gab viele kritische Momente, etwa als wĂ€hrend der Corona-Pandemie meine Sponsoren absprangen. Ich stand plötzlich alleine da und musste entscheiden, ob ich weitermache. Ich entschied mich, selbststĂ€ndig zu arbeiten und das nötige Geld zu verdienen. Trotz vieler Zweifel fand ich in meiner Überzeugung, dass Klimaschutz und das Erreichen scheinbar unmöglicher Ziele wichtig sind, immer wieder die Kraft, weiterzumachen.

Vor 50 Jahren fuhr ein Arzt aus Bremen mit einem Faltboot ĂŒber den Atlantik – ohne die heutigen technischen Möglichkeiten. Du hattest eine Art „HĂ€ngematte“ und warst nicht vollstĂ€ndig abgekoppelt. War es also einfacher fĂŒr dich, weil du jederzeit abbrechen konntest?

„Das Schwierigste ist, loszufahren. Den ersten Schritt zu machen. Du musst nicht perfekt vorbereitet sein. Wichtig ist, ĂŒberhaupt erst loszukommen.“

lassen. Auf dem Ozean jedoch bedeutet Rettung das Ende der Expedition und darĂŒber hinaus den Verlust sĂ€mtlicher ïŹnanzieller Mittel. Das war fĂŒr mich ein 0,1-Prozent-Szenario, das ich nur in einem Notfall in Betracht zog.

Du hast recht, im Vergleich zu den Pionierreisen vor vielen Jahrzehnten, als keine Kommunikation möglich war, ist es heute ein Abenteuer auf einem anderen Level – dank moderner Technik wie IT, Solar-Panels und Wasserversorgung. Aber es bleibt eine gewagte Unternehmung.

Wer hat dich gesponsert? Wie ïŹ nanzierst du so eine Expedition?

Am Ende waren es vor allem persönliche Kontakte. Ein Auftraggeber, einige Leute aus meiner Heimatstadt und Crowdfunding haben mir geholfen. Doch etwa 85 Prozent habe ich selbst ïŹnanziert. Das war eine schwierige, aber wertvolle Vorbereitung, die mir half, an mich zu glauben und Menschen zu ĂŒberzeugen, mein Projekt zu unterstĂŒtzen.

Welche Tipps hast du fĂŒr Menschen, die eine CO2neutrale Reise mit dem Rad unternehmen wollen – sagen wir 1.000 oder 2.000 Kilometer?

Das Schwierigste ist, loszufahren. Den ersten Schritt zu machen. Die Vielzahl an Equipment, Routen und Apps kann einen lĂ€hmen. Bei meiner Fahrradtour nach Portugal habe ich bis kurz vorher nicht viel geplant. Es war nicht das beste Fahrrad oder Equipment, aber genau darum geht es: Du musst nicht perfekt vorbereitet sein. Wichtig ist, ĂŒberhaupt erst loszukommen. Sobald du in Bewegung bist, merkst du schnell, was du hĂ€ttest besser machen können. Aber das spielt dann keine große Rolle mehr. Jeder kann eine Fahrradtour auf seine eigene Weise erleben – es kommt auf den Enthusiasmus und die Bereitschaft an, loszulegen.

„Die Expedition selbst ist das Training, das dich stĂ€rker und ïŹtter macht.“

Es gibt zahlreiche Blogs mit interessanten Tipps und Orientierungsmöglichkeiten.

Abbrechen auf dem Ozean ist eine grĂ¶ĂŸere HĂŒrde als an Land. Beim Radfahren kann man sich einfach ausruhen oder abholen

NatĂŒrlich ist es hilfreich, unterwegs in Blogs nach den besten Tipps zu schauen. Aber oft ist es auch der Austausch mit

Menschen vor Ort, die dir helfen, wenn du etwas nicht dabei oder vergessen hast. Diese Begegnungen machen diese Art zu reisen besonders – es geht um langsames Reisen und die Erlebnisse abseits der Straße.

Wie plane ich, wenn ich aufs Wasser will? Muss es unbedingt der Ozean sein? Zum Beispiel eine Reise von Portugal auf die Kanaren?

Ich wĂŒrde eine Reise von Portugal auf die Kanaren nicht unbedingt empfehlen – die Strecke ist navigationsmĂ€ĂŸig sehr anspruchsvoll. Eine solche Expedition mit dem Ruderboot auf dem Atlantik erfordert umfassende Vorbereitung.

In einem Podcast hörte ich von Leuten, die sich einfach ein Boot bei Globetrotter kauften und losfuhren. Es gibt interessante Routen, wie durch Frankreichs FlĂŒsse bis ans Mittelmeer. Man muss kein Hochleistungssportler sein, um solche Abenteuer zu wagen. Oft ist die Expedition selbst das Training, das dich stĂ€rker und ïŹtter macht.

Welche Herausforderungen gibt es, wenn man ĂŒbers Meer rudert? Wie ist es, wenn man vom Land nichts mehr sieht – nicht mal einen Leuchtturm – und es dunkel wird. Wie gehst du mit Ängsten um?

„Sobald du die KĂŒste aus dem Blick verlierst, spĂŒrst du erst wirklich, wie du dich fĂŒhlst.“

Die mentale Vorbereitung ist die grĂ¶ĂŸte Herausforderung. Sobald du die KĂŒste aus dem Blick verlierst, spĂŒrst du erst wirklich, wie du dich fĂŒhlst. Im Training hast du das nie, da du die Kontrolle behĂ€ltst. Ich hatte schon Erfahrung mit Segeln im Mittelmeer, aber auf dem Ozean ist alles anders. Ein großes Risiko ist der Schiffsverkehr – dabei es ist in KĂŒstennĂ€he gefĂ€hrlicher als auf dem offenen Meer. Auch Tierbegegnungen können beĂ€ngstigend sein, wie etwa mit einem Wal. Aber die grĂ¶ĂŸten Herausforderungen sind psychisch: Die Isolation und die beĂ€ngstigende Frage, ob man je wieder Land sieht. Du bist so langsam unterwegs, dass du viele Wochen ohne Land in Sicht verbringst. Doch trotz der körperlichen Anstrengung war ich erstaunlicherweise mental stark, genoss die Ruhe und die Schönheit der Natur.

Die gewĂ€hlte Route Paris–Pittsburgh hatte sicher einen Hintergrund. Kannst du das nĂ€her erlĂ€utern?

Donald Trump war der Auslöser, als er sich seinerzeit vom Pariser Klimaabkommen distanzierte und Pittsburgh als Beispiel wĂ€hlte, eine Stadt, die historisch nicht fĂŒr Umweltschutz bekannt war. Doch Pittsburgh hat sich stark verĂ€ndert und plant bis 2035, komplett auf erneuerbare Energien umzustellen. Die BĂŒrgermeister von Paris und Pittsburgh unterzeichneten einen öffentlichen Brief, in dem sie betonten, dass beide StĂ€dte trotz der Entscheidung der US-Regierung weiter fĂŒr den Klimaschutz kĂ€mpfen. Diese Botschaft sprach mich besonders an. Deshalb wĂ€hlte ich Paris als Start- und Pittsburgh als Endpunkt meiner Reise.

Welche waren deine schönsten Begegnungen im Wasser und an Land wÀhrend deiner Expedition?

Die beeindruckendste Begegnung war mit einem Marlin, einem riesigen SchwertïŹsch, der mein Boot umkreiste. Das war gefĂ€hrlich! Als der Marlin aus dem Wasser sprang, war das ein atemberaubender Moment. Eine weitere außergewöhnliche Erfahrung war das Schwimmen mit einem Buckelwal, der mit meinem Ruderboot spielte. Es war eine Mischung aus Ehrfurcht und Faszination – eine der gefĂ€hrlichsten, aber auch schönsten Begegnungen meines Lebens.

Hast du eine Art Freundschaft mit dem Buckelwal geschlossen?

Ja! Als er verschwand, war ich fast ein wenig traurig. Es war schade, dass der Abschied mitten in der Nacht stattfand –ich hĂ€tte ihn gern im Tageslicht losgelassen. Aber es war ein Privileg, so etwas auf dem offenen Meer zu erleben.

Wie lange warst du auf dem Wasser unterwegs? Vom letzten Blick auf Land bis zum ersten Blick auf eine Insel?

Insgesamt war ich 131 Tage auf dem Wasser. AbzĂŒglich 17 Tagen auf dem Weg zu den Kanaren und einem Tag auf einer Privatinsel blieben 113 Tage allein auf dem Ozean – fast vier Monate. Es war surreal, 24 Tage lang kein anderes Schiff zu sehen. Ich lebte in meiner eigenen kleinen Welt, beschĂ€ftigt mit Rudern, Musik und HörbĂŒchern. Der Versuch, nicht auf den Kartenplotter zu schauen, um die riesige Distanz nicht als entmutigend zu empïŹnden, war eine mentale Herausforderung.

geplant hast, das dich weiterbringt.

Welche Musik hat dich beim Rudern begleitet?

Ich bevorzugte melodische Musik ohne viele Texte, besonders elektronische KlĂ€nge wie Trance. Diese Musik harmoniert perfekt mit den rhythmischen Bewegungen des Ruderns und der Wellen. Beim Sonnenuntergang wirkt die Natur besonders intensiv, und Musik verstĂ€rkt dieses GefĂŒhl.

Gibt es auf dem Ozean Strömungen, die man spĂŒren kann?

Strömungen merkt man selten direkt. Oft zieht man hart an den Rudern und kommt trotzdem nicht voran, was frustrierend ist. Es sind die unsichtbaren Strömungen unter der WasseroberïŹ‚Ă€che, die den Unterschied machen.

Das muss beÀngstigend sein, oder?

Ja, es zeigt die Macht des Ozeans. Einmal sprang ich ins Wasser und das Boot trieb plötzlich weit weg – ein Schockmoment. Zum GlĂŒck war ich festgemacht. Das Schlimmste wĂ€re, das Boot zu verlieren.

„Du fĂŒhlst dich auf dem Ozean den Menschen im Weltall nĂ€her als denen auf der Erde.“

Das klingt fast wie im All, so isoliert und allein.

Es ist tatsĂ€chlich Ă€hnlich. Du fĂŒhlst dich auf dem Ozean den Menschen im Weltall nĂ€her als denen auf der Erde. Die ISS zieht regelmĂ€ĂŸig ĂŒber dich hinweg. Anfangs hast du Angst vor der Dunkelheit, aber spĂ€ter genießt du sie, da es tagsĂŒber unertrĂ€glich heiß sein kann. Nachts ist es kĂŒhler, und der Sternenhimmel ist beeindruckend.

Ja, es war eine andere Erfahrung. Da ich allein unterwegs war – anders als von Paris nach Portugal –, hatte ich die Möglichkeit, die Landschaft und die Reise intensiver zu erleben. Ich hatte allerdings kein BedĂŒrfnis, an schönen Orten zu ĂŒbernachten – ich schlief einfach am Straßenrand und fuhr am nĂ€chsten Morgen weiter.

Das klingt ziemlich pragmatisch.

Manchmal war es mir zu mĂŒhsam, das Zelt aufzubauen, also schlief ich einfach unter freiem Himmel. Die Sonne weckt dich, und du folgst dem natĂŒrlichen Rhythmus – mĂŒde bei Sonnenuntergang, wach bei Sonnenaufgang.

Was sind deine nÀchsten PlÀne?

FĂŒr den Sommer dieses Jahres habe ich eine neue Expedition geplant – darĂŒber können wir danach noch einmal sprechen. Es geht mir allerdings nicht darum, dass Menschen meine Reisen nachahmen, sondern dass sie erkennen, dass sich etwas verĂ€ndern muss, man nachhaltig reisen kann und es oft nicht nötig ist, zu fliegen.

Julen, ich danke dir fĂŒr die spannenden EindrĂŒcke!

Julen Sánchez, Und dann kam einer, der hat’s einfach gemacht, erschienen 2024 bei Malik 320 Seiten | 18,00 € ISBN 978-3890295909

Ein lĂ€ngeres Interview mit Julen in wie wir morgen unterwegs sein wollen erschienen 2024 bei Edition Integralis 24,95 € ISBN 978-3982280455

Der Kairos-Moment

Warum unsere Zukunft genau jetzt entschieden wird

„Wer VerĂ€nderung und Zukunft gestalten will, muss zuerst die Vergangenheit verstehen.“

VerĂ€nderungen beginnen oft mit den Lehren von gestern. In den Mythen der Antike, in den Geschichten vergangener Zivilisationen, ïŹ nden wir Muster, die wir uns zum Vorbild nehmen sollten. Der Kairos-Moment ist eine dieser Legenden – kein ferner Mythos, sondern eine zeitlose Erkenntnis: Es gibt Augenblicke, in denen alles auf dem Spiel steht.

Wir leben in einer Zeit, in der alles gleichzeitig passiert: Klimakrise, technologische Revolution, gesellschaftliche Spaltung, geopolitische Spannungen. Es fĂŒhlt sich an, als wĂŒrde die Welt an einem seidenen Faden hĂ€ngen. Doch was, wenn genau das unsere grĂ¶ĂŸte Chance ist?

Der Zukunftsforscher Prof. Stephan Rammler nennt es den Kairos-Moment : den kritischen Zeitpunkt, an dem Entscheidungen nicht mehr verschoben werden können. Ein Zeitfenster, das sich öffnet, um entweder genutzt zu werden – oder fĂŒr immer zu verschwinden. Und er nennt eine bislang unscheinbare Stellschraube, die zu drehen ein erster wichtiger Schritt in eine hellere Zukunft sein könnte


Was genau ist der Kairos-Moment?

Im antiken Griechenland unterschied man zwei Arten von Zeit: Kronos und Kairos Kronos steht fĂŒr den linearen, chronologischen Ablauf der Zeit – das Ticken der Uhr, das Fortschreiten von Vergangenheit ĂŒber Gegenwart in die Zukunft. Es ist die Zeit, die wir messen können, festhalten in Kalendern, ablesen in Minuten, Stunden. Kronos ist die Routine des Alltags, das stetige Voranschreiten, das niemals stillsteht.

langen Schopf an der Stirn, doch sein Hinterkopf ist kahl. Der Sinn dahinter? Du kannst ihn nur am Schopf ergreifen, wenn er direkt vor dir steht, wenn der Moment da ist. Versuchst du, ihn zu fassen, nachdem er an dir vorbeigezogen ist, gleitet er dir unweigerlich aus den HĂ€nden. Es gibt kein Nachholen, kein ZurĂŒck.

In vielen antiken ErzĂ€hlungen galt Kairos als der Gott der gĂŒnstigen Gelegenheiten. Aber diese Gelegenheiten waren nie von Dauer. Sie erforderten Mut, Entschlossenheit und den richtigen Instinkt. In der Kunst wurde er oft dargestellt, wie er mit seinen FlĂŒgeln davonschwebt, schwer zu fassen, fl ĂŒchtig. Der Kairos-Moment ist nie der perfekte Moment – aber er ist der entscheidende.

Kairos , der Gott des gĂŒnstigen Augenblicks – erkennbar am Haarschopf Moment ergreifen kann.

Kairos hingegen ist von einer ganz anderen QualitĂ€t. Es ist nicht die Zeit, die vergeht, sondern der Moment, der sich verdichtet. Ein Augenblick voller Möglichkeiten, in dem die Welt fĂŒr einen Wimpernschlag den Atem anzuhalten scheint. Kairos ist der Moment, in dem sich alles entscheidet, in dem wir handeln mĂŒssen, weil das Zeitfenster klein ist und sich nie wieder öffnen wird.

Die Griechen personiïŹzierten Kairos als gefl ĂŒgelten Gott. Sein Aussehen ist ebenso symbolisch wie seine Bedeutung: Er trĂ€gt einen

Prof. Rammler beschreibt unsere Gegenwart als genau diesen Moment: „Wir stehen an einer Weggabelung. Entweder wir lassen die Krisen ĂŒber uns hinwegrollen – oder wir packen die Gelegenheit beim Schopf und gestalten die Zukunft aktiv.“

Wir erleben diesen Kairos-Moment nicht als ferne Theorie, sondern als RealitĂ€t. Die Klimakrise zeigt uns mit jeder Hitzewelle und jedem Waldbrand, dass wir nicht mehr warten können. Die Digitalisierung schreitet voran, mit einer Geschwindigkeit, die unsere gesellschaftlichen Strukturen ĂŒberfordert. Politische Extreme gewinnen an Macht, weil Unsicherheit den Boden fĂŒr einfache Antworten bereitet.

Die ĂŒberraschende Stellschraube:

Das VerhÀltnis von Mann und Frau

Doch wie gehen wir vor? „Der zentrale Widerspruch der Moderne ist nicht mehr der zwischen Kapital und Arbeit,“ sagt Rammler, „sondern der zwischen MĂ€nnern und Frauen.“ Eine provokante These. Aber sie trifft einen wunden Punkt. „Betrachtet man die Krisen dieser Welt – Kriege, Gewalt, Umweltzerstörung – zeigt sich ein wiederkehrendes Muster: toxische MĂ€nnlichkeit. Wer fĂŒhrt die meisten Kriege? Wer verbrennt die Welt? Wer hĂ€lt an patriarchalen Machtstrukturen fest? Es sind ĂŒberproportional oft MĂ€nner.“ – Doch was wĂ€re, wenn Frauen kollektiv sagen wĂŒrden: Wir machen nicht mehr mit?

Prof. Dr. Stephan Rammler *1968, ist ein deutscher MobilitĂ€tsund Zukunftsforscher, freier Wissenschaftler und Autor. Er war GrĂŒndungsdirektor des Instituts fĂŒr Transportation Design (ITD), bis 2022 Professor fĂŒr Transportation Design & Social Sciences an der HBK Braunschweig und bis 2023 wissenschaftlicher Direktor am Institut fĂŒr Zukunftsstudien und Technologiebewertung IZT

„Die Frage ist nicht, ob wir die Zukunft gestalten können. Die Frage ist: Wollen wir es? “

Wieder ein Blick in die Geschichte zeigt, dass solche Momente mĂ€chtiger sind, als wir glauben. In der griechischen Komödie Lysistrata von Aristophanes verweigern sich die Frauen ihren MĂ€nnern sexuell, um sie zum Frieden zu zwingen. No Peace, No Pussy – eine radikale, aber wirksame Strategie gegen Kriegstreiberei –, die auch Spice Lee in seinem Film Chi-Raq von 2015 aufgegriffen hat. Bissig, referenziell, funky und sexy. „No Peace, no Pussy“, proklamieren die jungen Afroamerikanerinnen unter AnfĂŒhrung von Lysistrata, die mit Hot Pants und Riesenafro die Nachfolge von Blaxploitation-Heldin Foxy Brown antritt. Lysistratas Boyfriend ist der Gangsterrapper Chiraq – gespielt von Nick Cannon –, fĂŒr den Sex und Gewalt eine Frage des Images als harter Homeboy sind. Der „Sexstreik“ seines MĂ€dchens trifft ihn an seiner empïŹndlichsten Stelle. Und nicht nur ihn. Die halbe mĂ€nnliche Bevölkerung

von Chicago leidet zunehmend unter einem Hormonstau, als die Protestbewegung von Lysistrata und ihren Freundinnen Fahrt aufzunehmen beginnt.

Stephan Rammler: „Diese Idee hinter Lysistrata zieht sich bis in die Gesellschaften der Neuzeit. Erinnern wir uns an die Friedensbewegung in Liberia Anfang der 2000er-Jahre. Frauen wie Leymah Gbowee organisierten Proteste gegen den bĂŒrgerkriegsgeplagten Staat, verweigerten sich sexuell und stellten sich gewaltfrei zwischen die Fronten. Sie zwangen die Kriegsparteien buchstĂ€blich an den Verhandlungstisch –und sorgten damit fĂŒr den Frieden.“

Auch in SĂŒdkorea gibt es heute Bewegungen, bei denen Frauen bewusst traditionelle Rollenbilder verweigern. Sie entscheiden sich gegen Ehe, Mutterschaft und ĂŒbliche Karrieremuster, um ein Zeichen gegen patriarchale Strukturen zu setzen. Rammler: „Es geht nicht darum, MĂ€nner zu verteufeln. Es geht darum, die Strukturen zu hinterfragen, die seit Jahrhunderten unreflektiert fortbestehen. Wenn Frauen sich kollektiv solidarisieren und sagen: 'Wir spielen dieses Spiel nicht mehr mit', dann kann das eine transformative Kraft entfalten, die wir in ihrer Wirkung oft unterschĂ€tzen.“

„Wenn Frauen sich kollektiv solidarisieren und sagen: ‚Wir spielen dieses Spiel nicht mehr mit‘, dann kann das eine transformative Kraft entfalten.“

In einer Welt, die von multiplen Krisen erschĂŒttert wird, könnte die Neuverhandlung der GeschlechterverhĂ€ltnisse ein zentraler Hebel fĂŒr gesellschaftlichen Wandel sein. Nicht als Konkurrenzkampf, sondern als Balanceakt, der die besten Seiten beider Geschlechter in den Vordergrund rĂŒckt.

Szene aus dem Film "Chi-Raq" von Spice Lee aus 2015
Eckard Christiani im GesprÀch mit Prof. Dr. Stephan Rammler

Die Macht der Entscheidung: Jeder von uns zÀhlt

Der Kairos-Moment ist keine exklusive Angelegenheit fĂŒr Politiker oder CEOs. Wir alle sind Teil dieses historischen Augenblicks. Jede Entscheidung, die wir persönlich treffen – fĂŒr nachhaltigen Konsum, fĂŒr Bildung, fĂŒr Dialog statt Polarisierung – ist ein Mosaikstein fĂŒr die Zukunft. „Die kommenden zehn Jahre sind entscheidend“ betont Rammler. „Nicht, um das Paradies zu erschaffen, sondern um zu verhindern, dass wir als Zivilisation kollabieren.“

Das klingt drastisch. Ist es auch. Aber es ist zugleich ein Appell an unseren Gestaltungswillen. Der Klimawandel ist real, aber er kann eingedĂ€mmt werden. KĂŒnstliche Intelligenz birgt Risiken, aber auch ungeahnte Chancen. Gesellschaftliche Spaltung muss nicht das Ende von Demokratien bedeuten, sondern kann der Anfang einer neuen Dialogkultur sein. Rammler: „Wir erleben eine Polykrise – ein Zusammenspiel aus Klimawandel, Ressourcenknappheit, digitaler Transformation, geopolitischen Konflikten und sozialer Ungleichheit. Diese Krisen sind nicht isoliert. Sie verstĂ€rken sich gegenseitig.“

Beispiele dafĂŒr gibt es viele. Die Klimakrise fĂŒhrt zu extremen Wetterereignissen, die ErnteausfĂ€lle und Wasserknappheit verursachen. Das wiederum treibt Migration und soziale Spannungen an. In vielen LĂ€ndern destabilisieren wirtschaftliche Krisen die Demokratie, wĂ€hrend der Einfl uss von Fake News und autoritĂ€ren Bewegungen das Vertrauen in Institutionen erschĂŒttert. Dazu Rammler: „Wir sehen, dass digitale Technologien sowohl Fluch als auch Segen sind. Sie können Wissen verbreiten, aber auch Desinformation. Sie verbinden Menschen, aber sie können Gesellschaften spalten. Und dann ist da noch die Ressourcenkrise. Der Zugang zu Wasser, Nahrung und Energie wird zum geopolitischen Machtfaktor. Der Krieg in der Ukraine hat gezeigt, wie schnell sich globale Lieferketten auflösen können, was nicht nur wirtschaftliche, sondern auch politische Krisen nach sich zieht.“

Buch-Tipp

Ein erfrischender Blick auf die Gestaltung unserer Welt

In einer Welt, die von stĂ€ndigem Wandel geprĂ€gt ist, bietet Florence Gaub in ihrem Buch Zukunft – Eine Bedienungsanleitung einen ermutigenden Leitfaden fĂŒr die aktive Mitgestaltung unserer Zukunft. Mit fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen und einer klaren, zugĂ€nglichen Sprache stellt sie dar, wie wir die Herausforderungen der Zukunft nicht nur verstehen, sondern bewusst anpacken können. Ein mustread fĂŒr alle, die nicht nur passiv auf die kommenden Jahre blicken wollen, sondern Verantwortung fĂŒr die Welt von morgen ĂŒbernehmen möchten.

Florence Gaub, Politikwissenschaftlerin und Direktorin des Forschungsbereichs am NATO Defense College in Rom, prĂ€sentiert in ihrem Werk Zukunft – Eine Bedienungsanleitung eine erfrischende Perspektive auf die Gestaltung unserer Zukunft. In klar strukturierten Kapiteln, die an eine Bedienungsanleitung erinnern, beleuchtet sie die verschiedenen Dimensionen der Zukunft und bietet praxisnahe AnsĂ€tze, wie wir diese aktiv gestalten können.

Gaub kombiniert Erkenntnisse aus Neurowissenschaften, Psychologie, Philosophie und Geschichte, um zu zeigen, dass die Zukunft nicht nur ein ungewisses Terrain ist, sondern ein Bereich, den wir durch bewusstes Handeln beeinïŹ‚ussen können.

Sie fordert dazu auf, die Zukunft nicht als festgelegte GrĂ¶ĂŸe zu betrachten, sondern als ein Feld der Möglichkeiten, das durch unsere Entscheidungen und Vorstellungen geprĂ€gt wird.

Besonders hervorzuheben ist Gaubs FĂ€higkeit, komplexe wissenschaftliche Konzepte verstĂ€ndlich und ansprechend zu vermitteln. Ihre klare und direkte Sprache macht das Buch sowohl fĂŒr Fachleute als auch fĂŒr interessierte Laien zugĂ€nglich. Die Verwendung von Tabellen und GraïŹken veranschaulicht ihre Thesen und lĂ€dt zur aktiven Auseinandersetzung mit dem Thema ein.

Zukunft – Eine Bedienungsanleitung ist ein inspirierendes und aufschlussreiches Buch, das dazu anregt, die eigene Haltung zur Zukunft zu ĂŒberdenken und Verantwortung fĂŒr die Gestaltung der kommenden Jahre zu ĂŒbernehmen. Es ist eine wertvolle LektĂŒre fĂŒr alle, die sich mit der Frage beschĂ€ftigen, wie wir die Zukunft aktiv und positiv beeinïŹ‚ussen können.

Zukunft – Eine Bedienungsanleitung, Florence Gaub | erschienen im dtv Verlag | 224 Seiten, Hardcover | ISBN: 978-3-423-28372-4 | Preis: 23,– €

„Trotz all dieser Herausforderungen gibt es einen Hoffnungsschimmer: Wir sind nicht ohnmĂ€chtig. Jede Krise ist auch eine Chance, Dinge grundlegend zu verĂ€ndern. Wir mĂŒssen nur den Mut haben, sie zu ergreifen“, meint Rammler. Die Frage ist: Wollen wir es? „Vielleicht ist das die eigentliche DeïŹnition des Kairos-Moments “ sagt Rammler. „Nicht nur eine Gelegenheit, sondern eine Verpflichtung, ihn zu ergreifen. Und wenn wir in ein paar Jahrzehnten zurĂŒckblicken, wollen wir nicht sagen mĂŒssen: ‚Wir hĂ€tten es wissen können.‘ Sondern stolz behaupten: ‚Wir haben es gewagt.‘“

Der ehemalige Umweltminister JĂŒrgen Trittin ĂŒber politische KĂ€mpfe, die Kraft von Zuversicht und warum Konsens ohne Widerspruch nicht möglich ist.

JĂŒrgen Trittin *1954, ist ein ehemaliger deutscher Politiker (BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen). Er war von 1998 bis 2024 Bundestagsabgeordneter. Von Juni 1990 bis Juni 1994 war Trittin niedersĂ€chsischer Minister fĂŒr Bundes- und Europaangelegenheiten und von Oktober 1998 bis November 2005 Bundesminister fĂŒr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Von 2005 bis 2009 war er einer der stellvertretenden Vorsitzenden der GrĂŒnen Bundestagsfraktion; von 2009 bis 2013 waren er und Renate KĂŒnast deren Vorsitzende. Von 2014 bis 2023 war er Mitglied im AuswĂ€rtigen Ausschuss.

VerÀnderung

braucht Konflikt

Der gebĂŒrtige Bremer JĂŒrgen Trittin ist bekannt dafĂŒr, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Als langjĂ€hriger Vordenker der GrĂŒnen hat er politische Transformationen nicht nur gefordert, sondern gestaltet.

In seinem neuen Buch mit dem programmatischen Titel „Alles muss anders bleiben“ seziert er den Zustand unserer Gesellschaft – zwischen Klimakrise, Rechtsruck und dem Ringen um politische Mehrheiten.

Herr Trittin, Sie waren Umweltminister, prĂ€gten die deutsche Energiewende maßgeblich mit und sind bis heute eine der proïŹ liertesten Stimmen der GrĂŒnen. In Ihrem neuen Buch tragen Sie den provokanten Titel Alles muss anders bleiben. Was genau bedeutet dieser Titel?

Im Kern sage ich, dass wir ein anderes Politikangebot brauchen – eines, das sich von dem abhebt, was derzeit sowohl zur Linken wie zur Rechten populĂ€r ist. Um Joachim Meyerhoff zu zitieren: »Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war.« Diese Sehnsucht nach einer vermeintlich besseren Vergangenheit ist trĂŒgerisch.

Wir mĂŒssen uns klarmachen: In einer Welt voller Disruptionen und Krisen können wir nur dann eine menschliche und demokratische Gesellschaft bleiben, wenn wir uns den VerĂ€nderungen stellen und sie aktiv gestalten. Das ist im Grunde genommen meine Botschaft – eine VerĂ€nderungsbotschaft mit einem, wenn man so will, wertkonservativen Grundton.

einzufordern, die Stadt von der Tyrannei zweier Banden befreit. Der Satz „Ich hasse Ungerechtigkeiten.“ fĂ€llt in diesem Zusammenhang – aus seinem Mund ist er zynisch, aber trifft dennoch ins Schwarze.

Weil es weniger um die Figur selbst geht, sondern um das, was sie auslöst?

Ich wollte mit dieser Geschichte verdeutlichen, dass es nicht auf die „gute Gesinnung“ ankommt, mit der man VerĂ€nderung betreibt, sondern auf das Ergebnis: Strukturen zu verĂ€ndern. Selbst ein Antiheld kann am Ende eine Struktur ins Wanken bringen.

„VerĂ€nderung betreibt man nicht aus Gesinnung – sondern fĂŒr Ergebnisse."

Sie zitieren zu Beginn Clint Eastwood: „Ich hasse Ungerechtigkeiten.“ Und Sie sagen: „Wenn wir die Welt erhalten wollen, mĂŒssen wir sie verĂ€ndern.“

Können Sie uns SchlĂŒsselmomente aus Ihrem politischen Leben benennen, in denen Ihnen diese Gedanken besonders bewusst und plausibel wurden?

Ich habe in meinem Buch nicht ohne Grund mit Clint Eastwood angefangen – allerdings nicht, weil er im Film „FĂŒr eine Handvoll Dollar“ einen positiven Helden spielt. Er ist ein Auftragskiller, der um seinen Lohn betrogen wird und schließlich, um sein Geld

Sie sind in Bremen-Nord aufgewachsen. Das Bremer Theater und seine Regisseure, schreiben Sie, haben Sie stark beeinïŹ‚ usst. Wie und was hat Ihre Kind- und Schulzeit in Bremen Ihre Sicht auf Gerechtigkeit und VerĂ€nderung geprĂ€gt?

Da gab es mehrere prÀgende Erlebnisse. Erstens die Auseinandersetzungen um die Fahrpreiserhöhungen bei der BSAG. Damals kam es zu Blockaden, und die Reaktion des Staates darauf war schockierend: brutale Gewalt gegen friedliche Demonstrierende.

Dann war da der sogenannte „Leistungsterror“ in der Schule, gegen den wir uns gewehrt haben. Es ging um den Druck, der auf SchĂŒlerinnen und SchĂŒler ausgeĂŒbt wurde, Leistung um jeden Preis zu erbringen – ein System, das wenig Raum fĂŒr individuelle Entwicklung ließ.

Und schließlich – vielleicht am prĂ€gendsten – der Protest gegen den Vietnamkrieg. Es war empörend zu sehen, wie eine große, mĂ€chtige Nation wie die USA ein kleines Land „in die Steinzeit zurĂŒck bomben“ wollte – so die US-Luftwaffe. Sie schreckten nicht zurĂŒck vor Folter, Mord und massiven VerstĂ¶ĂŸen gegen die Genfer Konvention und die Chemiewaffenkonvention.

Bremen war ein Ort fĂŒr kulturelle OïŹ€enheit und politischen Widersp ruch.

Ist Bremen seinerzeit in Deutschland ein NĂ€hrboden fĂŒr politische AufklĂ€rung und VerĂ€nderung gewesen?

Bremen war ein bisschen im Windschatten der großen Revolte, vor allem weil es – anders als Berlin oder Frankfurt – damals noch keine UniversitĂ€t hatte. Aber es gab eine sehr aktive SchĂŒlerinnen- und SchĂŒlerbewegung, die ein beachtliches Protestpotenzial entfaltet hat.

Und, ja, Bremen hatte eine lebendige Kulturszene, allen voran das mutige Bremer Theater, das gesellschaftliche Debatten aufgriff und politisch provozierte. Diese Kombination aus kultureller Offenheit und politischem Engagement war etwas Besonderes, das man so in StĂ€dten wie Hannover nicht in derselben Form fand. Bremen war außerdem immer eine sehr sozialdemokratische Stadt, geprĂ€gt vom BĂŒndnis der Arbeiter und der sogenannten PfeffersĂ€cke, also der alten hanseatischen Kaufleute.

Welche Rolle spielte die 68er-Bewegung bei der VerÀnderung der Gesellschaft?

Man darf nicht vergessen, dass die 68er-Bewegung nicht nur ein deutsches PhĂ€nomen war. Wir neigen oft dazu, das zu ĂŒbersehen. Es gab sie in Frankreich, in den USA – vor allem im Protest gegen den Vietnamkrieg – und sogar jenseits des Eisernen Vorhangs, etwa beim Prager FrĂŒhling.

Die neue linke Szene zeichnete sich dadurch aus, dass sie nicht nur SolidaritĂ€t mit Ho ChĂ­ Minh zeigte, sondern auch mit Alexander Dubček in der Tschechoslowakei und Salvador Allende in Chile. Diese internationalen BezĂŒge haben das politische Bewusstsein meiner Generation stark geprĂ€gt.

Und Bremen heute?

Ich glaube, Bremen hat eine gewisse NormalitĂ€t gefunden. Die Stadt wird schon seit lĂ€ngerer Zeit von den GrĂŒnen mitregiert, zwischendurch gab es auch Phasen der Großen Koalition. Aktuell haben wir hier eine Rot-Rot-GrĂŒn-Koalition. Solche linke Mehrheiten gibt es in Deutschland nicht mehr allzu hĂ€uïŹg – noch in Mecklenburg-Vorpommern, in Niedersachsen Rot-GrĂŒn, in Hamburg ebenfalls RotGrĂŒn.

Das klingt nach einer politischen Ausnahmestellung in Deutschland.

Ja, genau. In Bremen und umzu gibt es noch stabile Mehrheiten links der Mitte. Das ist eher untypisch, wenn man den bundesweiten Trend betrachtet. Bremen wird solide verwaltet – ich wĂŒrde fast sagen, angenehm unaufgeregt – von Andreas Bovenschulte, den ich sehr schĂ€tze. Seine Regierung arbeitet gerĂ€uschlos, aber effektiv.

Ihr Buch ist auch ein StĂŒck politische Zeitgeschichte voller Weggabelungen und VerĂ€nderungen. Welche Wegmarken der deutschen politischen Nachkriegsgeschichte haben Sie am stĂ€rksten geprĂ€gt – und warum?

Wenn ich vom Ende her beginne, dann ist die grĂ¶ĂŸte Wegmarke sicherlich die Energiewende, an der wir aktiv mitgewirkt haben. Die Kombination aus Atomausstieg, dem Erneuerbaren-Energien-

Gesetz und dem gegen starken Lobbydruck eingefĂŒhrten Emissionshandel hat dazu gefĂŒhrt, dass heute in Deutschland, einem hochindustriellen und energieintensiven Land, rund zwei Drittel des Stroms aus erneuerbaren Quellen stammt.

Wir haben damit die Grundlage fĂŒr die weltweite Dekarbonisierung gelegt. Durch unsere Kostensenkungen wurden erneuerbare Energien so wettbewerbsfĂ€hig, dass sie heute in Indien, China, den USA – ja, sogar im republikanischen Texas – boomen. Das war eine der wichtigsten Wegmarken, die wir selbst aktiv mitgestaltet haben.

Und welche historischen Ereignisse haben Sie persönlich geprÀgt?

Eine prĂ€gende Phase war fĂŒr mich die Entspannungspolitik Anfang der 1970er Jahre, insbesondere 1972. In meinem Buch beschreibe ich bewusst, dass diese Politik zwar ofïŹziell als außenpolitisches Projekt galt, aber viel tiefer ging. Mit der Ostpolitik von Willy Brandt wurde die TĂ€ter-OpferUmkehr, die sich Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg zurechtgelegt hatte, durchbrochen. Deutschland inszenierte sich jahrzehntelang als Opfer der Teilung, sichtbar an Schildern wie „3 geteilt? Niemals!“, die an allen Stadtgrenzen hingen. Abgebildet die BRD, dann die SBZ – die sowjetisch besetzte Zone – und die polnischen Ostgebiete. Diese ErzĂ€hlung stellte Brandt infrage – und das war ein tiefgreifender, historischer Bruch.

Der dritte Bruch war 1973, die sogenannte Ölkrise. Der Ölpreis wurde aus heutiger Sicht von einem lĂ€cherlichen Niveau auf ein nicht ganz so lĂ€cherliches Niveau angehoben. Die Auswirkungen waren allerdings massiv. Die kapitalistische Wachstumslogik, die bis dahin als unerschĂŒtterlich galt, wurde plötzlich infrage gestellt. Jahrzehntelang hatten hohe Wachstumsraten soziale Verteilungskonfl ikte abgefedert. Doch nach 1973 war damit Schluss – das Wachstum stagnierte, die Illusion grenzenlosen Wachstums zerbrach.

Viele Ihrer politischen KĂ€mpfe drehen sich um die Klimakrise und den Erhalt der natĂŒrlichen DiversitĂ€t. Sind Sie zuversichtlich, dass wir in Deutschland und Europa trotz des gegenwĂ€rtigen Gegenwinds alle notwendigen VerĂ€nderungen noch umsetzen können?

Wir können etwas verÀndern. Wir haben ernste Probleme, aber es gibt Wege, sie zu lösen. Eine Grundhaltung von Zuversicht ist dabei sehr hilfreich.

Danke fĂŒr das GesprĂ€ch.

„Selbst ein Antiheld kann am Ende eine Struktur ins Wanken bringen.“

Innovation, Nachhaltigkeit & KundennÀhe im Fokus

BerlinDruck, ein Name, der seit 1982 fĂŒr QualitĂ€t, Innovation und BestĂ€ndigkeit in der Druckbranche steht, hat sich ĂŒber die Jahre kontinuierlich weiterentwickelt. Was als kleine Druckerei mit zwei Mitarbeitern begann, ist heute ein modernes Unternehmen mit rund 45 Angestellten. Die Erfolgsgeschichte von BerlinDruck ist das Ergebnis einer starken Vision, einer klaren Unternehmensstrategie und der stĂ€ndigen Bereitschaft, sich den VerĂ€nderungen in der Branche anzupassen.

Von den AnfĂ€ngen bis zum großen Sprung

Als Reinhard Berlin im Jahr 1982 BerlinDruck grĂŒndete, war der Weg alles andere als einfach. Nach seiner Entscheidung, einem sicheren Job in Hamburg den RĂŒcken zu kehren, setzte er mit der GrĂŒndung der Druckerei auf seine Vision: Drucken zu einem Markenartikel zu machen. WĂ€hrend viele Druckereien in dieser Zeit noch auf reines Handwerk setzten, stellte Berlin von Anfang an Marketing, Kundenorientierung und strategische

DiversiïŹ kation in den Mittelpunkt seines GeschĂ€ftsmodells. Diese Weitsicht zahlte sich aus, besonders in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten.

Ein bedeutender Meilenstein war der Umzug des Unternehmens von Bassum nach Achim im Jahr 1996. Der neue Standort am Bremer Kreuz ermöglichte eine deutliche Erweiterung der ProduktionskapazitĂ€ten und eine verbesserte Logistik. Durch die NĂ€he zur Autobahn konnten die Lieferzeiten erheblich optimiert werden, was dem Unternehmen eine noch stĂ€rkere MarktprĂ€senz verschaffte – in Norddeutschland und darĂŒber hinaus.

in moderne Maschinen und digitale Lösungen investiert, um technisch auf dem neuesten Stand zu bleiben und die EfïŹzienz sowie QualitĂ€t der Druckprodukte permanent zu steigern. Eine fortschrittliche Innovation war die EinfĂŒhrung der Computer to Plate-Technologie im Jahr 2001, die es ermöglichte, die alten Offset-Filme abzuschaffen und eine schnellere sowie prĂ€zisere Produktion zu realisieren. Reinhard Berlin, GrĂŒnder von BerlinDruck: „2001 waren wir wohl die ersten in unserem Wirtschaftsraum, die auf Computer to Plate umstellten.“ Seit 2001 wurden die Systeme regelmĂ€ĂŸig modernisiert, um stets höchste Produktionsstandards zu gewĂ€hrleisten. Die neueste Investition in dieser Entwicklung ist der hochmoderne Plattenbelichter, der seit September 2024 am Bremer Kreuz im Einsatz ist – ein weiterer wichtiger Schritt, um die Produktion noch leistungsfĂ€higer und zukunftssicher zu gestalten.

offsetdruckmaschinen genutzt, die sowohl in Bezug auf EfïŹzienz als auch im Bereich der Umweltfreundlichkeit MaßstĂ€be setzen. Ein technologischer Fortschritt war die EinfĂŒhrung einer Farbversorgungsanlage, die den Materialverbrauch drastisch senkt und somit einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leistet. Zudem sorgt die fortlaufende Weiterentwicklung der digitalen Druckverfahren fĂŒr FlexibilitĂ€t in der Produktion und ermöglicht maßgeschneiderte Lösungen, die den individuellen Anforderungen der Kunden gerecht werden.

1984: „Druckerei

Reinhard Berlin“ in der Hollbinde in Bassum

Reinhard Berlin

Blick in die Zukunft: Digitalisierung und Innovation

Nachhaltigkeit als Unternehmensphilosophie

Der Trend zur Nachhaltigkeit ist lĂ€ngst kein kurzfristiger Hype mehr, sondern ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie von BerlinDruck. Das Unternehmen setzt auf zertiïŹziertes Recyclingpapier, umweltfreundliche Druckfarben und energieefïŹziente Maschinen. Dieses Engagement wird durch das Angebot klimaneutraler Druckprodukte weiter verstĂ€rkt, bei denen der CO2-Ausstoß der Produktion durch gezielte Ausgleichsmaßnahmen kompensiert wird.

Nachhaltigkeit beschrĂ€nkt sich nicht auf einzelne Maßnahmen, sondern ist in die gesamte Produktionskette integriert. Ein Beispiel dafĂŒr ist das Blauer Engel-ZertiïŹ kat, das sĂ€mtliche Produktionsschritte umfasst – von der Auswahl umweltfreundlicher Materialien ĂŒber energieefïŹziente Druckverfahren bis hin zu ressourcenschonenden Weiterverarbeitungsprozessen. DarĂŒber hinaus unterstreichen weitere NachhaltigkeitszertiïŹ kate wie Klimaneutraler Druck, FSC (Forest Stewardship Council) und Living PSO die Verantwortung von BerlinDruck gegenĂŒber einer umweltbewussten und verantwortungsvollen Produktion.

Durch den Einsatz dieser Materialien und Technologien verringert BerlinDruck seinen ökologischen Fußabdruck und spricht gleichzeitig einen grĂ¶ĂŸeren Kundenkreis an, der zunehmend auf ressourcenschonende Produkte setzt. Die steigende Nachfrage nach umweltbewussten Drucklösungen hat BerlinDruck frĂŒhzeitig erkannt und aktiv dazu beigetragen, den Drucksektor nachhaltiger zu gestalten.

BerlinDruck bleibt dem Prinzip treu, Innovation, QualitĂ€t und Nachhaltigkeit stets miteinander zu verbinden. In den kommenden Jahren wird die kontinuierliche Weiterentwicklung des Unternehmens ein entscheidender Faktor fĂŒr die Sicherung der Wettbewerbs- und ZukunftsfĂ€higkeit sein. Insbesondere die Digitalisierung spielt dabei eine SchlĂŒsselrolle. Die geplante Umstellung der gesamten IT-Infrastruktur soll die ProduktionsablĂ€ufe weiter automatisieren und die EfïŹzienz des Unternehmens steigern.

Doch nicht nur der technologische Fortschritt ist entscheidend – BerlinDruck setzt auch auf eine andauernde Weiterentwicklung der Unternehmenskultur. Das Unternehmen bleibt agil, um flexibel auf MarktverĂ€nderungen reagieren zu können. Die enge Zusammenarbeit mit den Kunden und ein tiefes VerstĂ€ndnis fĂŒr deren BedĂŒrfnisse haben dazu beigetragen, das Vertrauen ĂŒber Jahre hinweg zu gewinnen und langfristige GeschĂ€ftsbeziehungen aufzubauen.

Das Erfolgsgeheimnis:

Eine klare Vision und mutige Entscheidungen

Der Erfolg des Unternehmens basiert auf technologischen Innovationen; doch vor allem auf einer klaren Vision und der FĂ€higkeit, auch in herausfordernden Zeiten mutige Entscheidungen zu treffen.

„Man muss immer in Bewegung bleiben“, so Reinhard Berlin. „Stillstand ist der grĂ¶ĂŸte Feind in der Druckbranche. Wer heute glaubt, sich ausruhen zu können, ist morgen nicht mehr da.“ Dieser Satz bringt es auf den Punkt: BerlinDruck versteht VerĂ€nderung nicht als Ausnahme, sondern als fortlaufenden Prozess, der das Unternehmen in die Zukunft fĂŒhrt.

Durch die enge Verzahnung von Technologie, Nachhaltigkeit und einer konsequenten Ausrichtung auf die BedĂŒrfnisse der Kunden bleibt BerlinDruck eine feste GrĂ¶ĂŸe in der Druckbranche – und wird auch in den kommenden Jahren als Unternehmen und Innovator weiterhin MaßstĂ€be in der Druckindustrie setzen. GeschĂ€ftsfĂŒhrer Frank RĂŒter und GrĂŒnder

„Drucken war fĂŒr mich immer mehr als nur ein Handwerk“

EIN GESPRÄCH MIT REINHARD BERLIN

GRÜNDER VON BERLINDRUCK

Herr Berlin, Sie haben BerlinDruck im Jahr 1982 gegrĂŒndet. Was war damals Ihre grĂ¶ĂŸte Herausforderung?

Die grĂ¶ĂŸte Herausforderung war, dass ich mich in einer Branche etablieren musste, die damals von vielen kleinen Druckereien geprĂ€gt war. Viele dachten, sie könnten sich einfach selbststĂ€ndig machen. QualitĂ€t allein reichte also nicht aus, um aufzufallen – es brauchte eine klare Positionierung. Deshalb habe ich von Anfang an auf Marketing, Kundenservice und ein breites Kundennetzwerk gesetzt. Das war letztlich mein Wettbewerbsvorteil.

Gab es jemals einen Moment, in dem Sie dachten: „Jetzt haben wir es geschafft“?

Ganz ehrlich? Nein. Wer glaubt, dass man sich in dieser Branche mal ein Jahr Ruhe gönnen kann, ist bald nicht mehr am Markt. Wir haben uns stĂ€ndig weiterentwickelt – neue Maschinen, neue Technologien, neue Strategien. Es gibt kein „Geschafft“, es gibt nur ein „Wie geht es weiter?“.

Der Unternehmensname BerlinDruck sorgt bis heute fĂŒr Aufmerksamkeit. Wie kam es zu dieser Namenswahl?

Der Name BerlinDruck hat uns von Anfang an enorm geholfen. Viele fragten sich zunĂ€chst: „Was soll denn das?“ – und genau das war der Punkt! Der Name blieb im GedĂ€chtnis. TatsĂ€chlich erhalten wir auch regelmĂ€ĂŸig Anfragen aus Berlin, weil Leute denken, wir seien dort ansĂ€ssig. Doch hinter der Namenswahl steckte eine klare Strategie: Ich wollte Drucken zu einem Markenartikel machen. Damals waren Druckereien meist kleine, anonyme Betriebe, die kaum ĂŒberregional bekannt waren. Ein prĂ€gnanter Name mit Wiedererkennungswert sollte uns dabei helfen, dass wir uns von der Masse abheben – und das hat funktioniert!

Gibt es einen Meilenstein oder eine besondere Anekdote aus Ihrer Unternehmensgeschichte?

Wer erinnert sich noch an MS-DOS – den VorlĂ€ufer von Windows? 1985 besuchte ich mit meiner Frau einen Programmierkurs in Bremen. Eine klassische Computerschule gab es damals noch nicht, stattdessen bot eine Firma fĂŒr Funktechnik erste Schulungen in diesem Bereich an. Das Ergebnis: Bereits 1987 investierte ich in eine riesige Computeranlage von Nixdorf. Gemeinsam mit einem Programmierer entwickelte ich spezielle Kalkulationsprogramme fĂŒr die Druckindustrie. Nixdorf erkannte das Potenzial dieser Technologie und bat mich, sie vor anderen Fachleuten aus der Druckbranche vorzustellen. Plötzlich stand ich im Konrad-Adenauer-Haus in Bonn vor 250 skeptischen Kollegen aus ganz Deutschland und erklĂ€rte ihnen, dass man mit Computern tatsĂ€chlich kalkulieren kann.

2011 haben Sie sich aus dem aktiven TagesgeschĂ€ft zurĂŒckgezogen. Wenn Sie heute auf BerlinDruck blicken: Worauf sind Sie besonders stolz?

Darauf, dass wir immer unabhĂ€ngig geblieben sind. Viele Druckereien haben sich auf ein oder zwei Großkunden verlassen und sind mit ihnen im Zweifelsfall untergegangen. Wir hatten nie ausschließlich Großkunden. Das hat uns krisenfest gemacht. Und das Unternehmen zu dem, was es heute ist.

GrĂŒnder & GrĂŒnderin

Reinhard und Hedda Berlin

Fragebogen

Was denken und fĂŒhlen wir? Welche Vorlieben haben wir?

Diese Fragen faszinierten die Menschen schon immer. Vorbild fĂŒr unsere Fragen ist der wohl berĂŒhmteste Fragebogen der Welt, der den Namen des französischen Schriftstellers Marcel Proust (1871 - 1922) trĂ€gt. Um die Jahrhundertwende war es ein beliebtes Gesellschaftsspiel, bei dem die GĂ€ste einer gehobenen Party gebeten wurden, einen persönlichen Fragebogen auszufĂŒllen. So lassen auch wir die Tradition wieder auïŹ‚eben.

Dieses Mal mit Antworten von Svenja Scherling , Mediengestalterin bei BerlinDruck:

Was ist fĂŒr Sie das vollkommene GlĂŒck?

Gesund zu sein und das Leben genießen zu können

Und was ist fĂŒr Sie das grĂ¶ĂŸte UnglĂŒck?

Wenn es einem Familienmitglied oder einer:m engen Freund:in gesundheitlich schlecht geht

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?

Am ehesten entschuldige ich die Fehler, die ehrlich eingestanden und nicht verleugnet worden sind

Ihre Lieblingstugend - bei sich und anderen?

Ehrlichkeit und LoyalitÀt

Ihr Hauptcharakterzug?

Hilfsbereitschaft

Ihr grĂ¶ĂŸter Fehler?

Ich bin oft zu streng mit mir selbst

Die Held:innen Ihrer Kindheit?

Meine Eltern!

Ihre Lieblingsgestalt in der Gegenwart?

Ed Sheeran (Singer-Songwriter)

Ihr Lieblingsfilm?

Titanic und Dirty Dancing

Wen oder was lesen Sie gerne?

Thriller von Sebastian Fitzek und True Crime von Michael Tsokos

Ihre Lieblingsmusik?

Techno

Ihre Lieblingsfarbe?

Lila

Ihr Lieblingspapier?

Strukturpapiere

Ihre Lieblingsschrift?

Alec Handwriting

Ihre Lieblings-App?

WhatsApp

Buch lesen: Digital oder gedruckt?

Auf jeden Fall gedruckt!

Wie schalten Sie digital mal richtig ab?

Mit Youtube-Videos von den verschiedensten Creatoren

Welchen Tipp haben Sie fĂŒr ein perfektes Wochenende?

Ausschlafen, reichlich frĂŒhstĂŒcken, ein kleines Lunchpaket packen, ab aufs Fahrrad und einfach mal der Nase nach drauflosfahren. Man landet an den schönsten Orten, die man sonst nicht kennenlernt.

Welche natĂŒrliche Gabe hĂ€tten Sie gerne?

Ich wĂŒrde gerne super gut zeichnen können

Ihr Lebensmotto?

Immer schön lÀcheln und winken!

Menschen gestalten den Wandel

Stillstand? Gibt es nicht. BerlinDruck verĂ€ndert sich – nicht mithilfe neuer Maschinen, sondern durch Menschen, die mit Ideen und Engagement das Unternehmen voranbringen. VerĂ€nderung ist hier kein Schlagwort, es ist gelebte Praxis. Das zeigen besonders die personellen Entwicklungen und neuen Teammitglieder, die mit frischen Perspektiven und wertvoller Erfahrung BerlinDruck weiter stĂ€rken.

Neue Rollen, neue Gesichter, neue Blickwinkel

Björn Gerlach (links), seit ĂŒber zwanzig Jahren Teil des Unternehmens, hat Anfang 2025 die Vertriebsleitung ĂŒbernommen. Er kennt den Markt, die Kunden sowie die Dynamik der Branche und denkt BerlinDruck strategisch weiter. Auch ĂŒber seinen neuen Verantwortungsbereich hinaus setzt er sich intensiv mit VerĂ€nderungsprozessen auseinander – als ehrenamtlicher GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Marketing Club Bremen begleitet er dessen Neuausrichtung und bringt entscheidende AnsĂ€tze fĂŒr Marketing und Networking ein.

Stephan Ting (2. v. l.), zuvor Produktionsleiter in einem Konzern und zuletzt verantwortlich fĂŒr das QualitĂ€tsmanagement, leitet bei BerlinDruck den Einkauf und die Prozesse. Mit seinem Blick fĂŒr EfïŹzienz und QualitĂ€t setzt er neue Akzente, um BerlinDruck noch produktiver zu machen, AblĂ€ufe zu optimieren und den Automatisierungsgrad zu steigern – immer mit dem Fokus auf unsere Kunden.

Sophie Thiermann (3. v. l.) und Michael Schmidt (3. v. r.) verstĂ€rken als Drucker die Produktion, AndrĂ© Schiebold (2. v. r.) sorgt im Auftragsmanagement fĂŒr reibungslose AblĂ€ufe und Beate Hamann (rechts) ergĂ€nzt die Druckvorstufe mit ihrer Expertise – ein Bereich, der ab August mit einer neuen Auszubildenden zusĂ€tzlich wĂ€chst.

Dynamik und Kundenfokus als Erfolgsfaktoren

BerlinDruck steht fĂŒr VerĂ€nderungsbereitschaft und Fortschritt. Neue Technologien wie KI und digitale Tools werden integriert, um efïŹzienter zu arbeiten. Doch eines bleibt unverĂ€ndert: Der Kunde steht immer im Mittelpunkt. Das Unternehmen wĂ€chst, weil es zuhört, sich anpasst und Innovation nicht als Selbstzweck sieht, sondern als Mittel, echt Mehrwerte zu schaffen. Mit einer klaren Ausrichtung auf die Zukunft ist BerlinDruck im letzten Jahr maßgeblich vorangeschritten – und genau das treibt das Unternehmen weiter an.

Veranstaltungen Tipps: & Marketing und Medien

DMEXCO –

Digital Marketing Exposition & Conference

Am 17. und 18. September 2025 in Köln

Als Fachmesse fĂŒr digitales Marketing und Technologie bringt die DMEXCO Experten und EntscheidungstrĂ€ger zusammen, um ĂŒber aktuelle Entwicklungen, innovative AnsĂ€tze und zukĂŒnftige Trends zu diskutieren. Das diesjĂ€hrige Motto lautet „Prompting the Future“. Die Veranstaltung bietet ein breit gefĂ€chertes Programm und lĂ€dt dazu ein, neue digitale Lösungen und Technologien kennenzulernen. VielfĂ€ltige Networking-Möglichkeiten runden das Event ab. Tickets gibt es voraussichtlich ab Mai 2025.

Medientage MĂŒnchen

Vom 22. bis 24. Oktober 2025 in MĂŒnchen

Die Medientage MĂŒnchen zĂ€hlen zu den wichtigsten Konferenzen fĂŒr Medien, Kommunikation und Digitalisierung in Europa. Seit ihrer GrĂŒndung im Jahr 1987 hat sich die Veranstaltung zu einem zentralen Treffpunkt fĂŒr Branchenexperten aus dem In- und Ausland sowie Journalisten entwickelt. Das vielseitige Programm umfasst Keynotes, Diskussionsrunden und Masterclasses. ErgĂ€nzt wird das Event durch eine Expo sowie verschiedene NetworkingFormate. Mit ĂŒber 5.000 Teilnehmenden ist die Veranstaltung eine ideale Plattform fĂŒr Wissensaustausch und Branchendialog. Tickets gibt es online.

THIS IS MARKETING

Am 12. und 13. November 2025 in Frankfurt am Main

THIS IS MARKETING vereint Fachleute, Unternehmer und Marketinginteressierte, um aktuelle Branchen-Entwicklungen und Strategien zu beleuchten. Die Kombination aus Konferenz und Expo bietet auf zwei Ebenen Raum fĂŒr fachlichen Austausch, Weiterbildung und Inspiration. Renommierte Speaker prĂ€sentieren praxisnahe Einblicke und aufkommende Trends. Dank stetigem Wachstum ïŹndet das Event in einer erweiterten Location statt und bleibt eine der bedeutendsten Plattformen der Branche. Tickets gibt es online.

In welcher Stadt sitzt BerlinDruck?

BerlinDruck Edition KreuzwortrÀtsel

Wie heißt der FirmengrĂŒnder mit Nachnamen?

Welche Druckmaschine nutzt BerlinDruck (Markenname)? 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10.

Mit welcher besonderen ZertiïŹzierung kann bei BerlinDruck produziert werden?

Welche Farbe wird im CMYK-Farbsystem mit „K“ abgekĂŒrzt?

In welchem Druckverfahren wird bei BerlinDruck produziert?

Wie heißt die Papierkante, die beim Schneiden entsteht?

Wer hat den Buchdruck erfunden?

Welcher Farbraum wird im Vierfarbdruck verwendet?

Wie heißt der neue Titel unseres Kundenmagazins?

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