


![]()




Voralpen-Express
Die schönste Verbindung von Natur und Kultur
Der Voralpen-Express führt von St. Gallen mit seiner weltbekannten
Stiftsbibliothek vorbei an der Rigi bis nach Luzern zur Kapellbrücke mit Blick auf den Vierwaldstättersee.
Treno Gottardo
Die schönste Verbindung zwischen Nord und Süd
Gäste des Treno Gottardo reisen ab Zürich oder Basel auf der historischen Gotthard-Panoramastrecke bis nach Locarno, wo sie das südliche Flair des Tessins erwartet.
Aare Linth
Die schönste Verbindung von Stadt, Land und Fluss
Wer mit dem IR Aare Linth von Bern über das urbane Zürich bis nach Chur unterwegs ist, erlebt wunderschöne Landschaften – vom Emmental über den Walensee bis hin zur Bündner Herrschaft.
Alpenrhein-Express
Die schönste Verbindung zum Entdecken und Geniessen
Der Alpenrhein-Express verkehrt auf der Strecke St. Gallen bis Chur. Die Fahrt durch das Tal des Alpenrheins bietet Ausblicke auf den Bodensee, sanfte Rebberge, majestätische Schlösser und unzählige Berggipfel.
S-Bahnen
S-Bahn für alle
Ob rund um den Säntis, ins Toggenburg, ins Glarnerland, nach Rapperswil, Einsiedeln oder in den Kanton Schwyz: Mit den S-Bahnen der SOB geniessen die Reisenden aussichtsreiche Fahrten an vielfältige Ausflugsziele.




Voralpen-Express St. Gallen–Luzern
Treno Gottardo Basel–Locarno / Zürich–Locarno
Aare Linth Bern–Zürich–Chur
Alpenrhein-Express St. Gallen–Chur
S-Bahnen der SOB
Grossmünster

Altstetten
Zürich
Wädenswil Thalwil

(UNESCO)Stiftsbezirk St Gallen

Rapperswil

Siebnen-Wangen

Altstätt
Bündner Herrschaft
Buchs
Küssnacht

Rothenthurm


Kapellbrücke


Vierwaldstättersee

Kirche von Wassen

Göschenen


Riesenwald Elm

Churer Altstadt

Standseilbahn Ritom
Ambrì-Piotta




(UNESCO)Burgen von Bellinzona



Hin- und Rückfahrt inklusive Vergünstigungen auf Freizeiterlebnisse ab CHF22.—(2.Klasse, Halbtax)
Mit der schönsten Verbindung zwischen Nord und Süd das Tessin entdecken
Jetzt buchen: www.trenogottardo.ch/ciaoticino
Semras Highlights:
Geniessen Sie den Luxus des legendären Orient-Express auf der GotthardPanoramastrecke. Ich empfehle Ihnen den Prestige Continental Express als exklusives Erlebnis inklusive 4-GängeGourmetmenü. Sie reisen wahlweise auf der Hin- oder Rückfahrt im Nostalgiezug, während die jeweils andere Strecke im modernen Treno Gottardo erfolgt. Sichern Sie sich bis zum 30. April 2026 20% Frühbucherrabatt.
Treno Gottardo Bellinzona
Erlebnis inkl. Hin- und Rückfahrt ab CHF 279.— (2. Klasse, Halbtax)
Die Königin der Berge:
Rigi-Rundreise
Erleben Sie die perfekte Kombination aus Gipfelpanorama und Seeromantik an nur einem Tag. Die abwechslungsreiche Rundreise führt Sie auf die Rigi, das alpine Juwel der Zentralschweiz. Mit der Zahnradbahn fahren Sie ab Arth-Goldau hinauf zum Gipfel und geniessen ein beeindruckendes 360-Grad-Panorama. Die Fahrt talwärts nach Vitznau und die anschliessende Schifffahrt über den Vierwaldstättersee nach Luzern runden das Erlebnis ab, ohne dass Sie eine Strecke doppelt fahren.
Treno Gottardo / Voralpen-Express Luzern
Erlebnis inkl. Hin- und Rückfahrt ab CHF 69.–(2. Klasse, Halbtax)

Man sagt, der Winter sei die Zeit der Einkehr. In St. Gallen bedeutet das meist: Die Welt hüllt sich in ein zurückhaltendes, feuchtes Grau, so verlässlich wie die Qualität der St. Galler Spitze. Es ist die Hochsaison der Wolle und der funktionalen Rüstung. Egal ob drinnen hinter Büchern oder draussen auf Skipisten und Winterwanderwegen – wir waren gut eingepackt. Doch nun wächst die Lust auf echte Leichtigkeit.
Allmählich verändert sich etwas. Die Sonne steht ein kleines Stück höher, ihr Licht scheint länger auf den Fenstersims, und in der Luft liegt ein Hauch von Aufbruch. Für mich, die in St. Gallen zu Hause ist, ist dieser Wechsel immer auch ein sinnliches Erlebnis. Denn wer in einer Stadt mit so viel Textilgeschichte wohnt, weiss: Ein wirklich gutes Kleidungsstück zieht man nicht einfach an – es zieht einen an.
Geniessen wir dieses Erwachen. Finden wir in der Mode nicht nur klare Linien und schöne Strukturen, sondern den Zeitgeist einer neuen Freiheit, die uns bewegt. Ich wünsche Ihnen einen inspirierenden Frühling voller Entdeckungen – auf der Strasse, im Stoff und im Kopf.
Semra Yavuz Leiterin Marketing Services


Mode kleidet den Moment, bevor er zur Erinnerung wird. Die Textilindustrie prägte die wirtschaftliche Entwicklung der Ostschweiz entscheidend mit.
Manchmal lässt der flüchtige Atem des Zeitgeists vergessen, dass die Textilindustrie einer der wichtigsten Motoren der Industrialisierung in der Deutschschweiz war. Besonders die Kantone St. Gallen und Glarus entwickelten sich ab dem 18. Jahrhundert zu bedeutenden Zentren der Textilproduktion. Ihre Geschichte, ihr Aufstieg, ihr abrupter Fall und die Folgezeit zeigen exemplarisch, wie sich industrielle Traditionen im Spannungsfeld von Globalisierung, Strukturwandel und modernem Zeitgeist immer wieder neu positionieren müssen. Als Stickerei Anfang des 20. Jahrhunderts in der Mode weit verbreitet war, war St. Gallen – vor allem zwischen 1890 und 1914 – der grösste Exportkanton der Schweiz und das weltweit bedeutendste Zentrum für Maschinenstickerei. Die St. Galler Textilindustrie belieferte Modezentren wie Paris, London und New York. Spuren dieser Blütezeit sind noch heute im Stadtbild von St. Gallen und in der Region präsent. Die wirtschaftliche Abhängigkeit von der Stickerei barg jedoch grosse Risiken. Dies zeigte sich, als mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs der Stickereiboom abrupt endete und ein brutaler Absturz in der Ostschweiz eine grosse Wirtschaftskrise auslöste.
Die Textilindustrie musste sich in der Folge neu erfinden und existiert bis heute in veränderter Form. Im Vordergrund stehen nicht mehr grosse Mengen, sondern innovative Produkte. Historisch betrachtet, ist die Textilindustrie ein Fundament des Wohlstands und kulturell ein Identitätsträger. Sie ist ein Beispiel für Anpassungsfähigkeit und ständigen Wandel. Ein Prozess, der bis heute andauert. Viele Textilfirmen haben ihre Produktion verlagert oder neu ausgerichtet, beispielsweise durch Kooperationen im Ausland. Heute steht nicht mehr die Massenproduktion vor Ort in der Schweiz im Vordergrund, sondern Innovationsfähigkeit, hohe Kreativität und höchste Qualität. So gelingt es vielen, in ihrem Bereich weltweit führend zu bleiben.
Schätze im Archiv: Die St. Galler Stickereiunternehmen verfügen über unzählige historische Musterbücher mit Tausenden von textilen Vorlagen und Entwürfen.
Glarus: Schweizer Wiege der Industrialisierung Die Industriegeschichte der Schweiz begann zu Beginn des 19. Jahrhunderts zwischen Linthal und Ziegelbrücke. Trotz seiner alpinen Lage gelang in Glarus eine bemerkenswerte Industrialisierung, die durch Wasserkraft, Unternehmergeist und die frühe Einführung von Fabrikarbeit begünstigt wurde. In Textildruckfabriken wurden bedruckte Baumwollstoffe in grosser Stückzahl hergestellt. Die Glarner Stoffe waren sehr gefragt, da sie die Farbgebung und Formensprache gewebter, bestickter oder bemalter Stoffe aus aller Welt imitierten. Die frühe Industrialisierung hat bis heute Auswirkungen auf die politische Kultur: Glarus war ein Kanton mit vergleichsweise frühen sozialen Reformen, etwa in der Arbeitsgesetzgebung. Die enge Verbindung von Arbeit, Gemeinschaft und politischer Mitbestimmung ist bis heute Teil der regionalen Identität.
Ein St. Galler Sticker an seiner Maschine, hinter ihm stehend eine Fädlerin. Fotografie um 1910


Das Glarner Tüechli
Das Glarner Tüechli ist an seinem typischen Paisley-Muster zu erkennen. Dieses erinnert an Tropfen, symbolisiert jedoch eine Palmette aus dem Orient. Das Design des Glarner Tüechlis gelangte durch den regen Handel der früheren Textilindustriellen ins Glarnerland und wurde zu einem seiner Markenzeichen. Ursprünglich handbedruckt, später auch maschinell in den lokalen Fabriken produziert, ist das Glarner Tüechli Ausdruck der Glarner Textiltradition. Es wird verwendet in Trachten, als Heimtextilie oder als modisches Accessoire.



Einzigartige Verbindungen
St. Gallen–Paris
Während der Blütezeit der St. Galler StickereiIndustrie soll es eine direkte, umsteigefreie Zugverbindung von St. Gallen nach Paris gegeben haben. Diese Linie ist längst Geschichte. Eine besondere Verbindung zwischen den beiden Städten besteht jedoch bis heute: Das Modehaus Akris ist das einzige Schweizer Mitglied der Fédération de la Haute Couture et de la Mode (FHCM) und präsentiert seine Kollektionen regelmässig an der Paris Fashion Week. So auch die Sommerkollektion 2026, inspiriert von den farbintensiven, geometrischen Werken des amerikanischen Künstlers Leon Polk Smith. In präziser Akris-Handschrift werden diese in Schnitte und digitale Prints übersetzt – Markenzeichen des Hauses, die der Kollektion ihre zeitgemässe Modernität verleihen.
St. Galler Stickerei: Von der Grossmacht zum innovativen Weltmarktführer in Nischenbereichen Die Union AG mit Sitz in St. Gallen ist die älteste Stickereifirma der Welt und wurde im Jahr 1759 gegründet. Sie und weitere St. Galler Firmen wie Bischoff Textil, Filtex und Forster Rohner sind heute international erfolgreich tätig, wenn auch nicht mehr in der Art und Weise von früher. Ein Beispiel ist Jakob Schlaepfer. Dessen Designteam kreiert in St. Gallen mehr als 1 200 neue Stoffentwürfe pro Jahr. In hausinterner Produktion und enger Zusammenarbeit mit ortsansässigen Partnerfirmen arbeitet das Unternehmen experimentell, reagiert flexibel auf den stetigen Wandel der Mode und adaptiert kontinuierlich technologische Entwicklungen. Es arbeitet heute unter anderem mit modernsten Stickmaschinen, mit Lasercut und Digitaldruck.
In einer besonderen Liga spielt das St. Galler Textilunternehmen Akris. Ursprünglich auf die Herstellung von Schürzen spezialisiert, hat sich das Familienunternehmen zum internationalen Couture-Unternehmen entwickelt und hat es in die Kategorie von Dior, Chanel und Armani geschafft. Seit Jahren ist das Unternehmen mit eigenen Boutiquen in den Nobelkaufhäusern New Yorks und an den besten Adressen der Modewelt vertreten.
St. Galler Stickerei kaufen und erleben St. Galler Stickereiunternehmen bieten in ihren Shops und teilweise online Stickereien und Accessoires für Private an. Auch das Textilmuseum bietet eine Auswahl an Stickerei an. Voralpen-Express / Alpenrhein-Express / S-Bahn
St. Gallen
Online finden sich im Shop des Schweizerischen Textilverbands alle Arten von Stoffen und auch St. Galler Stickereien. www.swiss-textiles-shop.ch
Die Vereinigung Textilland Ostschweiz bietet eine gute Übersicht über Veranstaltungen und Erlebnisse rund um St. Galler Stickerei. www.textilland.ch
Revolutionäre Eigenschaften moderner Textilien Neue Herstellungsverfahren gewinnen zunehmend an Bedeutung. Dazu zählen unter anderem 3D-Stricktechnologien oder die Kombination verschiedener Verfahren in einem Stoff.
Einer der grössten Innovationssprünge in der Textiltechnik machte Textilien zu multifunktionalen Systemen. Moderne Stoffe übernehmen heute Aufgaben in Thermoregulation, Feuchtigkeitsmanagement, Schutz und Sensorik.
Kühlende Stoffe fördern Wärmeabtransport durch verdunstungsaktive Strukturen oder wärmereflektierende Materialien. Wärmende Textilien nutzen isolierende Faseranordnungen, infrarotreflektierende Schichten oder integrierte Heizsysteme. Besonders fortschrittlich sind Phasenwechselmaterialien (PCM), die Wärme speichern und zeitverzögert abgeben.
Mikroporöse oder hydrophile Membranen in Funktionskleidung verbinden Atmungsaktivität mit Barrierewirkung und schaffen so wasserdichte, winddichte, aber dampfdurchlässige Textilien – wichtig für Wetterschutz- und Schutzkleidung.
Mechanische Funktionen moderner Textilien beinhalten elastische Zonen, lokale Verstärkungen und dreidimensionale Strukturen, die Bewegung und Belastung anpassen. Anwendungen finden sich in Kompressionsbekleidung, medizinischen Bandagen sowie schnitt- und abriebfesten Schutztextilien. Hygienische Zusatzfunktionen wie antimikrobielle und geruchshemmende Ausrüstungen verlängern die Lebensdauer, verringern Pflegeaufwand und unterstützen Infektionsprävention.
Intelligente Textilien enthalten leitfähige Garne, Sensoren oder Aktoren, die physiologische Parameter erfassen oder auf Umweltbedingungen reagieren. Sie kommen in Sport, Medizin und Industrie zum Einsatz und eröffnen neue Möglichkeiten der Unterstützung und in der Prävention. Integrierte Sensoren können Bewegungen erfassen und Aktoren gezielt Zug- oder Stützkräfte erzeugen, um die Gangstabilität zu verbessern, Fehlbelastungen zu reduzieren und Bewegungsabläufe zu optimieren.
Kürzlich berichteten Medien, dass es der EMPA (Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt) gelungen sei, lichtleitende Fasern herzustellen, die zum Beispiel dazu genutzt werden könnten, den Sauerstoffgehalt im Blut zu messen. Die Textilindustrie schreitet innovativ in die Zukunft.


Von Seidenbeuteltüchern zum weltweit führenden Hersteller technischer Gewebe Aus der 1830 zur Herstellung von Seidenbeuteltüchern für Mehlsiebe gegründeten Firma Sefar ist heute ein weltweit führender Hersteller technischer Gewebe für Spezialanwendungen wie Filtration, Smart Fabrics, Siebdruck für Elektronik, Glas, Grafik, Verpackung, Textilien, Keramik und Solarindustrie geworden. Die Sefar Group Heiden/Thal beschäftigt heute Tausende von Mitarbeitenden weltweit.


Von der Leinenweberei zu Sitzbezügen für Eisenbahnen und Flugzeuge 1886 als Leinenweberei gegründet, hat sich Lantal Textiles in Langenthal zum international tätigen Hersteller hochwertiger Textilien von Sitzbezügen für den öffentlichen Verkehr spezialisiert. Für Eisenbahnen und Flugzeuge entwickelt Lantal massgeschneiderte Stoffe, die hohe Anforderungen an Sicherheit, Langlebigkeit und Komfort erfüllen. Lantal arbeitet für über 80 Bahnbetreiber weltweit. Auch die Sitzbezüge der SOB sind in Langenthal hergestellt worden.
Vom Stickereiunternehmen zum Hersteller von intelligenten Textilien Dem zur Forster Gruppe gehörenden St. Galler Stickereiunternehmen FRTI gelang es bereits 2013, LED-Technologie in feinste Stoffe zu integrieren. Heute positioniert sich FRTI als Hersteller von intelligenten Textilien (Smart Textiles), bei denen die Elektronik direkt in den Stoff eingearbeitet wird – etwa für Funktionen wie Datenerfassung, Sensorik oder Wärmeregulierung. Die Stickerei spielt dabei eine Schlüsselrolle, da sie leitfähige Materialien exakt platziert, was eine präzise Datenerfassung ermöglicht.

Von der Kammgarnspinnerei zum innovativen Textilentwickler Ursprünglich als Kammgarnspinnerei gegründet, hat sich das international tätige Schweizer Textilunternehmen Schoeller Textil spezialisiert auf die Entwicklung und Produktion innovativer Hochleistungsstoffe für Outdoor, Sport, Arbeitsbekleidung und technische Anwendungen. Schoeller-Textilien tragen dazu bei, dass Athletinnen und Athleten ihre Leistung bei anspruchsvollen Aktivitäten besser abrufen können.
Fast nichts ist uns im Alltag näher als Textilien und Stoffe. Sie sind ein fester Bestandteil unseres Lebens. Ihre Eigenschaften beruhen jahrtausendealten Techniken.
Weben zählt zu den ältesten Textiltechniken, erste Webrahmen gab es schon im Alten Ägypten vor über 4 000 Jahren. Dabei werden Kette (Längsfäden) und Schuss (Querfäden) rechtwinklig gekreuzt. Gewebte Stoffe sind formstabil, strapazierfähig und vielseitig einsetzbar.
Vliesstoffe wurden schon von alten Hochkulturen, wie den Ägyptern und Maya, mit nonWoven-Techniken hergestellt. Moderne Vliesstoffe bestehen aus Fasern, die mechanisch, chemisch oder thermisch verfestigt werden. Sie finden Anwendung in Hygiene, Medizin, Filtration und der Automobilindustrie.
Stricken wird seit mehr als 1 000 Jahren praktiziert und war ursprünglich ein männliches Handwerk. Beim Stricken entstehen elastische Maschen – ideal für bequeme Kleidung. Industrielles Stricken (Wirken) ab 1863 verarbeitet mehrere Fäden formstabil.
Stickerei strukturiert textile Flächen dekorativ oder funktional. Moderne computergesteuerte Maschinen setzen digitale Designs in Sekunden um, während Handstickerei als Kunstform erhalten bleibt. Sie kann Flächen verstärken, leitfähige Garne integrieren oder dreidimensionale Strukturen erzeugen.
Filzen als Technik wird seit der Jungsteinzeit (ca. 8 000 v. Chr.) praktiziert. Filz entsteht ohne Fadensysteme, indem tierische Fasern, meist Wolle, durch Feuchtigkeit, Wärme und mechanische Bewegung dauerhaft verhaken. Filz ist dicht, wärmeisolierend, schall- und stossdämpfend.
Flechten und Knüpfen beruhen auf dem diagonalen Verschlingen mehrerer Fäden oder Stränge und werden für Seile, Bänder und technische Textilien verwendet. Das Knüpfen ist vor allem aus der Teppichherstellung bekannt. Durch das systematische Setzen von Knoten entstehen robuste und oft dekorative textile Flächen.
Das traditionelle Textildruckverfahren des Indigo-Blaudrucks ist heute auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes verzeichnet. Es zählt zu den ältesten Färbetechniken für Textilien überhaupt. Für dieses Druckverfahren wird Indigo-Pigment aus der Pflanze Indigofera tinctoria gewonnen. Indigo verhält sich dabei nicht wie ein klassischer Farbstoff, sondern bildet seine blaue Farbe erst durch den Kontakt mit Sauerstoff auf der Faser aus. Die Redewendung «blau machen» könnte vom Blaudruck stammen. Die Färber trocknen die Stoffe nämlich nach dem Färbebad an der Luft. Während des «blauen Wunders», der chemischen Reaktion, durch welche die Stoffe blau werden, haben die Färber nichts zu tun – sie können also «blau machen».
Den Tessiner Blaudruck als regionale Praxis übt Matteo Gehringer seit einigen Jahren als selbstständiger Handweber und Blaufärber in der Leventina aus. Er kultiviert Flachsfelder, verarbeitet die Fasern zu Garn und verwebt dieses auf eigenen Webstühlen zu Textilien. Viele alte Holzmodeln sowie Rezepturen zum Blaufärben gehören zum Erbe seiner Grossmutter, das er pflegt. Matteo Gehringer gibt auch in Kursen, zum Beispiel im Freilichtmuseum Ballenberg, Einblick in die traditionelle Drucktechnik. Textildesignerinnen aus Zürich waren so beeindruckt von dem faszinierenden Handwerk und dem Engagement von Matteo, dass sie ein gemeinsames, nachhaltiges Projekt starteten. Unter dem Namen Common Goods bieten die Textilfachfrauen exklusive Textilien aus blaubedrucktem Leinen zur Miete an.
www.common-goods.ch

1 Muster werden mit Holzmodeln und einer farbresistenten Paste, der Pappe, auf den weissen Stoff gedruckt.

2 Der Stoff wird im Indigobad gefärbt, wobei der Stoff unter der Pappe ungefärbt bleibt.

3 Zum Schluss wird der Stoff gewaschen, um die Pappe zu entfernen und das Muster freizulegen.
«Stil ist, jeden Tag das Hemd zu wechseln — oder nie.» — Coco Chanel
Ob ständige Erneuerung oder zeitlose
Eleganz — was gestern modern schien, kann heute verrückt wirken. Eine Zeitreise durch die Mode.

[1] Schuhe mit hohen Absätzen wurden ursprünglich von Männern getragen. Persische Reitersoldaten im 10. Jahrhundert nutzten die Absätze, um einen besseren Halt in den Steigbügeln zu haben. Später wurden Schuhe mit hohen Absätzen an europäischen Fürstenhöfen zu Statussymbolen für Adlige. Im 17. Jahrhundert übernahmen schliesslich auch Frauen diese Schuhe, und sie wandeln sich im Laufe der Zeit.


[2] Hohe Rokokofrisuren wie die La Belle Poule von Marie Antoinette waren kunstvolle Konstruktionen aus Haar, Draht und Polstern und im Alltag höchst unpraktisch. Die extravaganten Frisuren waren ein Statussymbol des Adels.
[3] Der Bubikopf stand in den 1920erJahren für ein neues weibliches Selbstbewusstsein. Dazu war er noch praktisch. Frauen wollten nach dem Ersten Weltkrieg in der Öffentlichkeit gesehen werden und eine moderne Form des Lebens finden.

[4] Der Bikini Louis Réard, Ingenieur und Autokarosseriegestalter, kreierte kurz nach Kriegsende im Jahr 1946 den ersten zweiteiligen Badeanzug. Er taufte ihn Bikini Denn der Name des Südsee-Atolls war damals in aller Munde. Dort hatten erste Atomtests stattgefunden. Der Badeanzug wurde unter diesem Namen bald weltweit bekannt.
[5] Die Jeans wurde 1873 von Levi Strauss und Jacob Davis in den USA erfunden. In den 1950 wandelte sie sich von Arbeits- und Jugendkleidung zu einem globalen Standard für Frauen und Männer und steht bis heute für Freiheit, Gleichberechtigung und Informalität.





[6] Der Minirock war in den 1960er Jahren ein provokatives Symbol für sexuelle Selbstbestimmung und den Bruch mit moralischen Normen. Nach altrömischen und schottischen Vorbildern versuchten findige Modeproduzenten, Röcke auch für Männer populär zu machen – ohne Erfolg.
[7] Krawatte und Anzug waren lange Zeit unverzichtbare Symbole für Geschäftsleute und des modernen Staates: rational, kontrolliert und seriös. Lange galten Politiker ohne Anzug als unseriös, doch heute ist ohne Krawatte ein bewusstes Zeichen von Nähe zum Volk.
[8] Athleisure Heute zeigt sich das Schweizer Ideal der praktischen Vernunft durch das Tragen von Sport- und OutdoorKleidung im Alltag. Sportliche Funktionalität (Atmungsaktivität, Feuchtigkeitsregulierung) wird mit modischer Ästhetik verbunden, um Komfort, Stil und Vielseitigkeit zu maximieren. Ideal für einen aktiven, modischen Lebensstil von der YogaStunde bis zum Meeting. Sportkleidung wird so zum modischen Statussymbol, um Disziplin und Naturverbundenheit selbst im urbanen Bürokontext zur Schau zu stellen.


Den Zeitgeist bewahren und auf den Sockel stellen: Denkmäler erinnern an Menschen oder Ereignisse, die einer Gesellschaft wichtig sind oder waren.
In der Schweiz gibt es vergleichsweise wenige Denkmäler für einzelne Persönlichkeiten. Dies hat historische, politische und kulturelle Gründe. Die Schweiz ist föderalistisch organisiert, um Machtkonzentration zu vermeiden und die Vielfalt der Regionen zu wahren. Auch die uns eigene Nüchternheit mag eine Rolle spielen. Die Verehrung einzelner Heldinnen und Helden steht jedenfalls nicht im Vordergrund, ausser diese stehen für gemeinsame, zentrale Werte, wie beispielsweise Freiheit, Neutralität und Selbstbestimmung. Die meisten Schweizer Denkmäler entstanden in den Jahren zwischen 1850 und 1914, als sich der junge Bundesstaat eine gemeinsame Identität aufbaute. Sie spiegeln die Werte ihrer Entstehungszeit und erzählen ihre Geschichten aus Sicht der damaligen Epoche. Die Zeit schreitet voran, und Werte ändern sich. Was früher als Ehrenmal gebaut wurde, regt heute mitunter zu kontroversen Diskussionen an. Das ist durchaus gut so. Schliesslich will ein Denkmal ja zum Denken anregen. Wer es in der Schweiz auf den Sockel geschafft hat, kann, auch bei unterschiedlich wahrgenommener Aussage, dank des Denkmalschutzes meistens dort verbleiben. Manchmal allerdings mit einer ergänzenden Tafel, die Informationen aus heutiger Sicht vermittelt.
Die Bronzestatue des Bildhauers Richard Kissling wurde am 28. August 1895 unmittelbar vor dem Türmli im Zentrum von Altdorf eingeweiht. Sie zeigt den Schweizer Nationalhelden mit seiner Armbrust und in Begleitung seines Sohnes. 2016 hat der Künstler Gerry Hofstetter eine Kopie des Denkmals auf einer kleinen Insel im Long Island Sound in New York aufgestellt. Auf der Kleinstinsel Rat Island wirbt ein vier Meter hoher Wilhelm Tell für Freiheit und Demokratie.
Treno Gottardo Altdorf
Denkmäler sind stumme Erzähler der Geschichte. Sie bewahren die Erinnerung an Menschen und Ereignisse und tragen zugleich die Spuren des Ortes und der Zeit in sich, aus denen sie hervorgegangen sind.

[A] Moderne Denkmäler regen zu Diskussionen an
Die Helvetia auf der Reise (1980) von Bettina Eichin sitzt in Basel am Rhein und blickt nachdenklich in die Ferne. Sie hat Schild, Speer und Mantel abgelegt – die Nationalfigur wirkt müde, menschlich, fast suchend. Still lädt sie dazu ein, den Weg der Schweiz zu hinterfragen und gesellschaftliche Themen wie Gleichstellung neu zu bedenken.
Treno Gottardo Basel
[1] L’Immigré, Genf, 2008
[2] Jean-Jacques Rousseau, Genf, 1835
[3] Johann Heinrich Pestalozzi, Yverdon-les-Bains, 1890
[4] Freddie Mercury, Montreux, 1996
[5] David de Pury, Neuenburg, 1855
[6] Christus-König-Statue, Lens, 1935
[7] Bubenberg-Denkmal, Bern, 1897
[8] Zähringerbrunnen, Bern, 1535
[9] Brahmsrösi, Thun, 1933
[10] Bourbaki-Denkmal, Birr, 1883
[11] Der Fixer, Zürich-Vaduz-Schlieren, 1991

[12] Dorothee Wyss, Sachseln, 1991
[13] Suworow-Denkmal, Andermatt, 1898
[14] Monumento della battaglia dei sassi grossi, Giornico (Schlachtdenkmal von Giornico), 1937
[15] Caspar Decurtins, Trun, 1924
[16] Vadian, St. Gallen, 1904

[B] Erinnerungen werden heute vieldeutig dargestellt
In einem Land, dem heroischer Personenkult stets suspekt war, meidet man heute den Blick zu monumentalen Standbildern. Das Gedenken an bedeutende Persönlichkeiten findet andere Formen – leiser, offener, interpretierender. So auch beim 2004 in Zürich enthüllten Ehrenmal für Katharina von Zimmern, die letzte Äbtissin der Stadt: ein schlichter kupferner Quader ohne Figur. Die abstrakte Form spiegelt eine sensibilisierte Gesellschaft wider – und macht Erinnerung vieldeutig statt unanfechtbar.
Treno Gottardo / IR Aare Linth Zürich
[C] Baudenkmäler geben Einblicke in die Vergangenheit
Das Kloster Einsiedeln ist als Wallfahrtsort mit der Schwarzen Madonna seit dem Mittelalter von grosser religiöser und historischer Bedeutung und ein bedeutendes Barockbauwerk. Es zählt zu den wichtigsten Baudenkmälern der Schweiz. Beim Besuch lassen sich spirituelle, historische und unterhaltsame Angebote zu besonderen Erlebnissen verbinden.
Voralpen-Express / S-Bahn Einsiedeln
Erlebnis inkl. Hin- und Rückfahrt ab CHF 41.– (2. Klasse, Halbtax)

[D] Klassische Denkmäler heroisieren Zeitereignisse

Das Löwendenkmal in Luzern erinnert an die Schweizergardisten, die 1792 beim Sturm auf die Tuilerien in Paris fielen. Der sterbende Löwe, 1821 in den Fels gehauen, verkörpert Treue, Opferbereitschaft und militärische Tapferkeit. Initiiert vom Aristokraten Karl Pfyffer von Altishofen, wurde das Denkmal rasch zu einem emotionalen Symbol und zu einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Schweiz, vielfach verewigt in Bildern und Souvenirs.
Voralpen-Express / Treno Gottardo Luzern
Nach dem spektakulären Bau des Gotthardtunnels (1872–1882) zeigten an der Schweizer Landesausstellung 1883 zwei Bildhauer sehr unterschiedliche Denkmalvorschläge.
Der damals noch wenig bekannte Zürcher Bildhauer Richard Kissling (1848–1919) zeigte eine Skulptur von Alfred Escher, dem zentralen Förderer des Tunnelprojekts. Das Gipsmodell führte 1884 zum Auftrag für den bis heute vor dem Zürcher Hauptbahnhof stehenden Alfred-Escher-Brunnen. Gleichzeitig präsentierte Kissling mit der Figurengruppe Zeitgeist einen heroischen Entwurf für ein GotthardDenkmal, der auch realisiert wurde, seit 1907 das Portal des Luzerner Bahnhofs schmückt und den Grossbrand von 1971 überlebte.
Demgegenüber stellte der Tessiner Bildhauer Vincenzo Vela (1820–1891) in seinem Relief Die Opfer der Arbeit nicht den technischen Fortschritt, sondern das menschliche Leid in den Mittelpunkt. Das Werk zeigt einen toten Arbeiter, den seine Kollegen realistisch und ohne Idealisierung forttragen, und verweist auf die hohen Opferzahlen beim Tunnelbau, bei dem mindestens 171 Arbeiter ums Leben kamen. Vela hatte keinen offiziellen Auftrag; er reichte das Gipsmodell auf eigene Initiative für die Landesausstellung ein, in der Hoffnung auf eine Umsetzung in Bronze am südlichen Tunnelportal.
In der Schweiz fand das Werk trotz breiter Anerkennung lange keine Unterstützung. Erst zum 50-Jahr-Jubiläum der Tunneleröffnung 1932 finanzierte die SBB, unterstützt vom Bundesrat und der Eidgenössischen Kunstkommission, den Bronzeguss, der seither auf dem Bahnhofsvorplatz von Airolo ausgestellt ist.

Wie ein König steht Alfred Escher auf dem Brunnen vor dem Zürcher Hauptbahnhof.

Der erste Guss des Denkmals Le vittime del lavoro steht seit 1895 in Rom in der Galleria Nazionale d'Arte Moderna.
18
Meter ragt das Forchdenkmal in Forch in den Himmel und gilt als die höchste Plastik der Schweiz.
300 150
denkmalpflegerisch relevante Objekte (Gebäude, Brücken, Brunnen und Statuen) sind Stand 2022 in der Schweiz in kantonalen und kommunalen Inventaren erfasst.
13
6 000
Jahre alt sind die Menhire von Clendy in Yverdon-les-Bains. Die 45 Statuenmenhire in menschlicher Form wurden in der Steinzeit errichtet.
1

UNESCO-Welterbestätten sind derzeit in der Schweiz gelistet.
1 000
Quadratmeter gross ist das monumentale 360°-BourbakiPanorama in Luzern.
400 000
Besucher und Besucherinnen zieht das Löwendenkmal in Luzern jährlich an und gilt damit als meistbesuchtestes Denkmal der Schweiz.
Wie der Weg der Schweiz Geschichte und Zeitgeist aktiv bewegt.
Denkmäler müssen nicht immer aus unnahbarem Stein auf hohen Sockeln bestehen. Der Zeitgeist der Moderne hat eine Form des Gedenkens geschaffen, die man nicht nur betrachtet, sondern aktiv erlebt: Der Weg der Schweiz ist das Paradebeispiel eines begehbaren Monuments. Hier verschmelzen Geschichte und Gegenwart auf jedem Kilometer.
Was 1991 zum 700-jährigen Jubiläum der Eidgenossenschaft als visionäres Projekt begann, hat sich heute zu einem Gesamtkunstwerk der Mobilität gewandelt. Die Idee, dass jeder Schweizer Bürger symbolisch fünf Millimeter dieses Pfades besitzt, macht den Weg zum demokratischsten Denkmal des Landes. Es ist ein Ort, an dem die nationale Identität nicht mehr ehrfürchtig angestarrt, sondern im eigenen Rhythmus erschlossen wird.
Die Besonderheit dieses Monuments liegt in seiner radikalen Dezentralisierung. Statt eines zentralen Objekts wurde eine 35 Kilometer lange Spur durch die Urlandschaft der Eidgenossenschaft gezogen. Jeder Kanton erhielt dabei einen exakt bemessenen Abschnitt, dessen Länge sich nach seinem Bevölkerungsanteil richtet. Wer den Weg beschreitet, wandert somit durch eine geografische Chronik der Schweiz: von der Gründung am Rütli bis hin zu den jüngsten Kantonen.
Der Weg der Schweiz beginnt am Rütli, führt über 35 Kilometer nach Brunnen und ist in vier Abschnitte unterteilt, die beliebig miteinander kombiniert werden können. Ab jedem Etappenort fahren Schiff, Bus oder Bahn zu einem anderen Streckenort. Wandernde erleben auf schönen Panoramawanderungen die Natur entlang des Vierwaldstättersees und können sich auf einem vergnüglichen Ausflug gleichzeitig aktiv mit der Geschichte, der Identität sowie den gesellschaftlichen und kulturellen Werten der Schweiz auseinandersetzen.
Der von sämtlichen Schweizer Kantonen mitgestaltete Weg ist heute Teil von vielen Angeboten einer attraktiven



Tourismusplattform, die von der Interessengemeinschaft Wiege der Schweiz gepflegt wird. Interessierte können auf dem Weg der Schweiz sowie weiteren Wanderrouten am Vierwaldstättersee verschiedene Aspekte der Schweizer Geschichte in der Wiege der Schweiz kennenlernen: zum Beispiel die Welt der Heldengeschichten, die Postkarten-Schweiz mit berauschenden Panoramen oder die Zeit der Alten Eidgenossen. Die Interessengemeinschaft thematisiert sowohl die Mythen und Legenden als auch regionale Höhepunkte am Weg der Schweiz und stellt vielseitige Erlebnismöglichkeiten vor – für Aktive, historisch Interessierte und Genussorientierte.


Weg der Schweiz
Reisen Sie entspannt im Treno Gottardo an die Wiege der Schweiz. Der Weg der Schweiz ist weit mehr als eine Wanderung – er ist ein begehbares Monument, das Geschichte und Gegenwart auf spektakuläre Weise verbindet. Jeder Schritt auf der 35 Kilometer langen Route rund um den Urnersee ist eine Begegnung mit der Identität und den Werten unseres Landes, eingebettet in eine atemberaubende Naturkulisse.
Treno Gottardo
Brunnen
Hin- und Rückfahrt ab CHF 45.–(2. Klasse, Halbtax)
Rückfahrt
(2.Klasse, Halbtax)

Erleben Sie mit dem Treno Gottardo das Tessin Die schönste Verbindung zwischen Nord und Süd bringt Sie ab Zürich, Luzern oder Basel komfortabel und bereits ab 22 Franken (2. Klasse, Halbtax) entlang der historischen Gotthard-Panoramastrecke in die Leventina, nach Bellinzona und Locarno, wo Sie Freizeiterlebnisse zu attraktiven Preisen erwarten.
Das Angebot ist limitiert und ab 10. März, ab 2. Juni und ab 20. Oktober verfügbar – nur solange der Vorrat reicht. Die Buchung ist nur online möglich.
Inbegriffen: Hin- und Rückfahrt mit dem Treno Gottardo
Inbegriffen: Vergünstigungen auf Freizeiterlebnisse
Gratis: Kaffee, Tee oder heisse Schokolade im Bistro des Treno Gottardo
50% Rabatt: auf den Parkplatz am Bahnhof mit P+Rail
Jetzt Treno Gottardo Hit buchen.
Arth-Goldau


[1] Rabatt auf den Kauf von Al Porto Spezialitäten
Seit über 60 Jahren steht Al Porto für hochwertige handwerkliche Pâtisserie-, Confiserie- und Bäckerei-Spezialitäten. In den Boutiquen mit Cafés in Locarno, Ascona und Bellinzona lassen sich diese Kreationen vor Ort geniessen oder mitnehmen.
Treno Gottardo
Bellinzona / Locarno
[2] Gutschein für den Samstagsmarkt in Bellinzona
Jeden Samstag verwandelt sich die Altstadt von Bellinzona in eine lebendige Bühne des Alltags. Zwischen bunten Marktständen liegt der Duft von reifen Tomaten, frischem Brot und würzigem Käse in der Luft.
Treno Gottardo
Bellinzona
[3] Gratis-Schatzsuche in Bellinzona
Die Familien-Schatzsuche führt durch die Altstadt hinauf zu den Burgen. Von April bis November entdecken Sie verborgene Schätze in Bellinzonas Gassen, Häusern und Sehenswürdigkeiten.
Treno Gottardo
Bellinzona


[4] Gratis-Wein-Degustation bei Vini Matasci
Vini Matasci ist ein familiengeführtes
Weingut in vierter Generation, gegründet 1921, das mit seinen Weinen die Essenz der Region und über 100 Jahre Leidenschaft widerspiegelt.
Treno Gottardo
Tenero
[5] Vergünstigter Eintritt zu den Brissago-Inseln
Die Brissago-Inseln sind ein landschaftliches, natürliches und historisches Erbe von unschätzbarem Wert. Als wahre Juwelen am Lago Maggiore sind sie die ideale Umgebung für all jene, die gerne ein paar Momente der Musse inmitten einer zauberhaften Natur verbringen möchten.
Treno Gottardo bis Locarno, weiter nach Isole di Brissago
Bleiben Sie doch etwas länger: vergünstigte Übernachtung in ausgewählten Hotels
Wählen Sie aus mehreren Optionen Ihr Lieblingshotel im Tessin aus und buchen Sie die vergünstigte Übernachtung im Hotel einfach zum Treno Gottardo Hit dazu.
Alle Hotels entdecken.


Manche Dinge ändern sich nie. Wenn im Frühjahr nördlich der Alpen noch Nebel und Kälte den Alltag prägen, zieht es uns geradezu dorthin, wo schon die Magnolien blühen.
Wenn in der Deutschschweiz die Tage im Frühling kurz und grau sind, richtet sich der Blick vieler Schweizerinnen und Schweizer nach Süden. Gemeint ist dabei nicht unbedingt Italien oder das Mittelmeer, sondern oft ein Ort, der glücklicherweise näher liegt und dennoch anders wirkt: das Tessin. Es steht wie kein anderer Landesteil für die Sehnsucht nach dem Süden – nach Licht, Wärme und einer anderen Lebensart.
Lediglich der Gotthard trennt die Deutschschweiz vom südlichen Glück und verbindet gleichzeitig zwei Welten. Nördlich prägen eine andere Sprache, ein anderes Klima und eine nüchternere Landschaft den Alltag. Südlich davon verändert sich die Atmosphäre spürbar. Palmen säumen Uferpromenaden, Häuser tragen helle Fassaden, und das Leben spielt sich stärker im Freien ab. Obwohl das Tessin politisch und kulturell zur Schweiz gehört, fühlt es sich für uns Deutschschweizer mediterran im eigenen Land an. Denn im Tessin lässt sich das Lebensgefühl von südlicher Ferne erleben, ohne dabei Landesgrenzen zu überschreiten.
Einer der Gründe für die Attraktivität ist sicher das Klima. Das Tessin verzeichnet deutlich mehr Sonnenstunden als viele andere Regionen der Schweiz. Seen wie der Lago Maggiore reflektieren südliches Licht und verstärken den Eindruck von Weite und Ruhe. Doch es ist nicht nur das Wetter, das Menschen anzieht. Es ist auch das Lebensgefühl. Das Tempo scheint langsamer, Gespräche dauern länger, und Essen wird nicht einfach konsumiert, sondern oftmals geradezu zelebriert. Die südliche Art zu leben wirkt auf viele wie ein Gegenentwurf zum oftmals hektischen, leistungsorientierten Alltag nördlich der Alpen. Das Suchen nach Sonne und Wärme spiegelt auch die Sehnsucht nach einem leichteren Leben, das sich ruhiger und freier anfühlt.
Reisen in den Süden sind seit dem 18. Jahrhundert populär. Was einst als Bildungsreise der Adeligen und des Bürgertums begann, wandelte sich im Laufe der Zeit zu einer kollektiven Sehnsucht – der Süden ist bis heute ein Reiseziel für Menschen aller Klassen.
Dolce Vita im Land, wo die Zitronen blühen Tatsächlich ist der Süden für viele auch ein Sinnbild für ein gutes Leben. Der Süden steht für Freiheit, Einfachheit und emotionale Wärme. Und viele finden genau das und ihr Glück im Tessin. Dennoch sollten wir uns nördlich des Gotthards bewusst sein, dass das Tessin und der Süden oft auch Projektionsflächen sind. Unsere Sehnsucht nach dem Süden richtet sich nicht nur auf einen Ort, sondern offenbart auch einen inneren Wunsch nach Gelassenheit, Ausgleich und vielleicht sogar nach mehr Sinn im Leben allgemein. Bedenkenswerte Wünsche, über die es sich im Tessin vortrefflich nachdenken lässt. Wie schön, dass das Tessin so nah ist.

Wenn im Norden noch der Winter herrscht, lässt sich die Pracht des Frühlings schon früh im Jahr draussen auf Wanderungen und Ausflügen geniessen. Die Parks und Gärten von Locarno, Ascona und in der Region rund um den Lago Maggiore blühen in voller Pracht, und wärmende Sonnenstrahlen verschönern jeden Wellness-Aufenthalt und machen Stunden im Freien besonders wertvoll. Sei es auf Spaziergängen in historischen Villengärten, in botanischen Parks und entlang naturbelassener Uferzonen oder in den Wäldern des Tessins, der Frühling überrascht mit bezaubernden Mosaiken aus Farben, Düften und Formen und animiert zu Entdeckungen: die Parks, Gärten und viele Orte, an denen kultivierte Schönheit und urtümliche Natur zusammentreffen, erzählen spannende Geschichten vom Kreislauf des Lebens, von botanischen Kostbarkeiten, von der Lebensfreude und von der Leidenschaft der Erbauerinnen und Gärtner.


Der prächtige Kamelienpark Locarno enthält mehr als 1000 Kameliensorten.


© Switzerland Tourism / Christian Meixner
Erlebniszug «San Gottardo» von SBB Historic mit der Ce 6/8 II 14253 «Krokodil» auf dem Weg in den Süden. © SBB Historic / Angel Sanches

Die Reise ins Tessin beginnt mit der Fahrt durch den Gotthard und lässt sich ideal mit historischen Erlebnissen wie dem Erlebniszug San Gottardo verbinden.
Die Sehnsucht nach Licht, Wärme und Leichtigkeit am Lago Maggiore stillen.
Bahn-Erlebnisfahrten am Gotthard
Der Gotthard zeigt sich auf diesen drei Reisen von seiner vielseitigsten Seite – stets begleitet vom Treno Gottardo. Mit der Dampfbahn Furka-Bergstrecke geht es durch ursprüngliche Alpenlandschaften von Realp nach Oberwald. Nostalgie pur erwartet Sie im Erlebniszug San Gottardo – kombiniert mit einem Besuch der Burg Castelgrande in Bellinzona. Für stilvollen Genuss steht der Prestige Continental Express: Belle-Époque-Ambiente, feine Küche und Panorama auf der Gotthardstrecke. Profitieren Sie jetzt und bis 30. April vom Frühbucherrabatt.
Treno Gottardo Bellinzona
Bahn-Erlebnisfahrten ab CHF 125.–(2. Klasse, Halbtax)
Frühstart für Aktive im Süden Das südliche Klima bietet ideale Bedingungen für alle, die aktiv sind und schon früh in die Freiluftsaison starten möchten. Wenn nördlich der Alpen noch Schnee liegt und der Frühling zögert, es im Mittelland oft noch kühl und wechselhaft ist, laden im Süden bereits angenehme 15 bis 20 Grad zum aktiven Tun draussen ein. Wer auf dem Velo, dem Mountainbike oder bei einer Wanderung die Höhenmeter erklimmt, schätzt es, dass sich auch lange Anstiege ohne grosse Hitze bewältigen lassen. Touren, die Sporttreibende im Sommer vielleicht an die Grenzen der Leistungsfähigkeit führen, sind im Frühjahr körperlich gut machbar. Gleichzeitig sind die Tage schon deutlich länger –perfekt für ein frühes und ausgedehntes Aktivsein.
Auch Kletterinnen und Kletterer empfängt das südliche Klima früh wohlwollend. Die Felsen trocknen schneller, viele Tessiner Klettergärten liegen sonnig und windgeschützt. Hände bleiben warm, die Reibung stimmt, und die Saison beginnt Wochen früher als weiter nördlich. Ähnliches gilt für das Wandern und Bergsteigen. Südexponierte Routen sind oft früh schneefrei, Zustiege sicherer, und die stabile Wetterlage sorgt für planbare Touren.
Wer im Frühling in den Süden reist, startet mit einem Vorsprung in die neue Outdoor-Saison. Aktivsein fühlt sich im mediterranen Tessin zudem leicht an. Denn die blühenden Kastanien, die grünen Hänge und der Duft des Frühlings im Tessin machen Lust und steigern die Motivation.

Ob Klettern oder Bouldern: Im Tessin warten Tausende von Routen mit grandiosen Aussichten.




Für Schwindelfreie lohnt sich ein Abstecher zur nahe gelegenen Ponte Tibetano Carasc.
Das südliche Licht und die weite Sicht auf der Cardada steht sinnbildlich für das Gefühl von Freiheit und Leichtigkeit, die viele im Süden suchen und finden.
Wander-Erlebnis Cardada Cimetta
Ein Tag auf Cardada Cimetta ist wie ein tiefer Atemzug: Natur, Weite und spektakuläre Ausblicke begleiten Sie vom Lago Maggiore bis zu den Walliser Alpen. Bereits die Anreise wird zum Erlebnis – mit Standseilbahn, Luftseilbahn und Sessellift geht es hoch hinaus, immer mit neuer Perspektive.
Die entspannte Fahrt im Treno Gottardo bringt Sie nach Locarno, begleitet von Kaffee, Tee oder heisser Schokolade. Zum stimmungsvollen Abschluss des Tages geniessen Sie einen Tessiner Apéro im Hotel Belvedere Locarno – ein genussvoller Moment mit Aussicht.
Treno Gottardo Locarno
Erlebnis inkl. Hin- und Rückfahrt ab CHF 89.– (2. Klasse, Halbtax)
Grotto-Erlebnis Biasca
Die Reise beginnt entspannt im Treno Gottardo: Über die eindrucksvolle Gotthard-Panoramastrecke geht es bequem nach Biasca – begleitet von Kaffee, Tee oder heisser Schokolade. Nach einem Spaziergang durch das historische Zentrum erwartet Sie das Grotto Petronilla. In rustikal-gemütlicher Atmosphäre geniessen Sie ein Tessiner Mittagessen mit regionalen Spezialitäten – ehrlich, bodenständig und von gelebter Tradition geprägt.
Treno Gottardo
Biasca
Erlebnis inkl. Hin- und Rückfahrt ab CHF 79.– (2. Klasse, Halbtax)



Mediterranes Flair, grosse Emotionen und Musik unter freiem Himmel: Das Moon+Stars verwandelt die Piazza Grande in eine einzigartige Konzertkulisse. Dank der entspannten Anreise mit dem Treno Gottardo beginnt das Erlebnis bereits im Zug: zurücklehnen, die GotthardPanoramastrecke geniessen und stressfrei nach Locarno reisen – begleitet von Kaffee, Tee oder heisser Schokolade.
9. – 19. Juli Treno Gottardo Locarno
Konzert-Ticket inkl. Hin- und Rückfahrt ab CHF 149.–(2. Klasse, Halbtax)
Lucerne Festival, Luzern
Das Lucerne Festival zählt zu den weltweit führenden Festivals der klassischen Musik. Am Wochenende um Palmsonntag eröffnen die Musikerinnen und Musiker das Luzerner Festspieljahr mit einem dreitägigen Fest der Musik.
27. März – 29. März
Treno Gottardo / Voralpen-Express
Luzern
Green City Days, Rapperswil-Jona
Ein Stadtfest der anderen Art: Die Stadt verwandelt sich in eine Bühne für grüne Stadtentwicklung, kreative Gartenideen und nachhaltige Lebensstile. Die Green City Days bieten Führungen, Workshops, Märkte, Ausstellungen, Konzerte und Mitmachangebote.
7.–10. Mai
Voralpen-Express / S-Bahn
Rapperswil SG
CHAPLIN – DAS MUSICAL, Walenstadt
Erleben Sie CHAPLIN – DAS MUSICAL im Sommer 2026 auf der WalenseeBühne in Walenstadt. Das schwungvolle Musical erzählt vom grandiosen Künstler Charlie Chaplin und folgt den Spuren seines spannenden Lebens.
10. Juni – 25. Juli
IR Aare Linth / S-Bahn
Walenstadt
OL-Weltcup, Locarno Ascona
Drei Tage voller spektakulärer Rennen von 250 Athletinnen und Athleten aus mehr als 30 Ländern am Orientierungslauf-Weltcup mit nationalen Wettkämpfen in den kühlen Wäldern und verwinkelten Dörfern des Locarnese.
24. – 26. April
Treno Gottardo
Locarno
Giro d’Italia, Region Bellinzona
Am Dienstag, dem 26. Mai 2026, führt der Giro d'Italia, eine der drei grossen, prestigeträchtigen EtappenRadrundfahrten der Welt, durch die drei Täler des Nordtessins. Die Etappe startet in Bellinzona und führt über Biasca, Leontica, Bodio, Giornico, Lavorgo und Faido nach Carì.
26. Mai
Treno Gottardo
Faido / Lavorgo / Bodio / Biasca / Castione-Arbedo / Bellinzona
Oltner Kabaretttage, Olten
Das Oltner Festival gilt als eine der wichtigsten Plattformen für politisches Kabarett im deutschsprachigen Raum mit renommierten Namen sowie vielversprechenden Nachwuchstalenten.
29. April – 9. Mai
Treno Gottardo / IR Aare Linth
Olten
Aufgetischt, St. Gallen
Aufgetischt verwandelt die St. Galler Altstadt zum lebhaften Schauplatz zeitgenössischer Strassenkunst. Zahlreiche Artisten und Musiker aus aller Welt präsentieren während drei Tagen an wechselnden Standorten ihre hochkarätigen Shows, direkt auf der Strasse und zum Greifen nah.
15. – 17. Mai
Voralpen-Express / Alpenrhein-Express / S-Bahn
St. Gallen



In Pfäffikon am Zürichsee kann man sich in einer Ausstellung aktuell intensiv mit dem Thema Langeweile auseinandersetzen. Was die Menschen vor einem halben Jahrhundert unter demselben Dach zu sehen bekamen, war noch etwas anders.
Was eine Gesellschaft berührt, bewegt und beschäftigt, was sie zum Staunen, Nachdenken, Lachen oder Weinen bringt – der Zeitgeist also –, befindet sich im ständigen Wandel. Eine Möglichkeit, diesen spannenden Prozess über ein halbes Jahrhundert hinweg nachzuvollziehen, bietet sich gegenwärtig bei einem Ausflug ins Vögele Kultur Zentrum in Pfäffikon am Zürichsee.
In der aktuellen Ausstellung dreht sich dort alles um das Thema Die Langeweile – ganz schön vielfältig. Diese ermöglicht neue Perspektiven auf ein Gefühl, das viele Menschen vor allem als lästig empfinden und es deshalb möglichst rasch vertreiben möchten. In einer Zeit, in der unter anderem das Smartphone immer und überall sofortige Ablenkung ermöglicht, geht gerne vergessen, dass Langeweile auch positive Seiten haben kann.
Wie der Titel schon sagt, soll die Ausstellung, durch die man sich mit einem Eile-mit-Langeweile-Test wortwörtlich hindurchspielen kann, daran erinnern, wie vielfältig Langeweile sein kann. Die multimedialen Stationen laden dabei zum Innehalten, Schmunzeln, Reflektieren und Mitmachen ein. Ein Erlebnis, das in einer auf Produktivität und ständige Reize ausgerichteten Gesellschaft entschleunigend und inspirierend wirkt – und damit den aktuellen Zeitgeist trifft.
Die Langeweile – ganz schön vielfältig thematisiert Langeweile als bewusste Praxis des Innehaltens. Wie es zum Beispiel der Künstler tut, der sich vorgenommen hat, ein und dasselbe Objekt 700 Mal zu reproduzieren. © Vögele Kultur Zentrum
Als der Unternehmer und Mäzen Charles Vögele (1923–2002) das Haus unter dem Namen Seedamm-Kulturzentrum vor 50 Jahren eröffnete, sahen die Ausstellungen noch etwas anders aus: Der Fokus lag auf zeitgenössischer Kunst. Die Präsentation unterschied sich aber schon damals von jenen in anderen Museen. Charles Vögele fand nämlich, dass Kunst «festgefahren» präsentiert werde, und wollte das durch «dynamisch gestaltete Kunstausstellungen» ändern. Ihm war es besonders wichtig, auch die Jugend damit zu erreichen und so für kulturelle Themen zu begeistern. Ein Ziel, das das Vögele Kultur Zentrum bis heute engagiert und erfolgreich verfolgt.
Wie Charles Vögele seine Vision umsetzte und wie sich das Kulturzentrum im Laufe der Zeit wandelte, wird ab April 2026 in der Jubiläumsausstellung zu entdecken sein. Beide Ausstellungen sind dann bis 4. Oktober 2026 parallel zu sehen. Begleitet werden diese von einem vielfältigen Vermittlungsprogramm mit Führungen, Gesprächen und kreativen Veranstaltungsformaten.
www.voegelekultur.ch
Erlebnis Vögele Kultur Zentrum
Mit der Südostbahn reisen Sie entspannt ins Vögele Kultur Zentrum, um die Ausstellungen zu geniessen. Im Erlebnis inbegriffen ist die Hinund Rückfahrt, beispielsweise von Zürich HB, St. Gallen, Luzern, Chur, Einsiedeln oder Linthal nach Rapperswil, und eine Tasse Kaffee, Tee oder heisse Schokolade in den SOB-Zügen sowie der Ausstellungseintritt, ein Heissgetränk und ein Bulletin im Vögele Kultur Zentrum.
29. April – 4. Oktober Voralpen-Express bis Pfäffikon, weiter nach Pfäffikon, Schweizerhof
Eintritt inkl. Hin- und Rückfahrt ab CHF 39.– (2. Klasse, Halbtax)

Migros Museum für Gegenwartskunst, Zürich
Das Migros Museum für Gegenwartskunst ist eine feste Grösse der internationalen zeitgenössischen Kunst. Auf dem Löwenbräukunst-Areal in Zürich zeigt es wechselnde Ausstellungen und Werke aus der eigenen Sammlung und setzt mit experimentierfreudigen Projekten Impulse für das kulturelle Leben. Aktuell verbindet eine bis zum 25. Mai laufende Präsentation des Disobedience Archive Kunst, Aktivismus und Zeitfragen und zeigt, wie soziale Bewegungen weltweit kreative Impulse für gesellschaftlichen Wandel setzen.
Treno Gottardo / IR Aare Linth bis Zürich HB, weiter nach Zürich, Löwenbräu
Kunst für alle im Kunsthaus, Zürich
Mit dem Neubau von David Chipperfield hat das Kunsthaus Zürich als grösstes Kunstmuseum der Schweiz offene, frei zugängliche Räume für ein breites Publikum geschaffen. Noch bis Ende Jahr bespielt der US-amerikanische Künstler Jeffrey Gibson die Eingangshalle mit einer monumentalen Installation, die indigene nordamerikanische Traditionen mit zeitgenössischer Kunst verbindet und Malerei, Skulptur, Textil, Keramik und weitere Medien zu einem immersiven Gesamtkunstwerk fügt.
Treno Gottardo / IR Aare Linth bis Zürich HB, weiter nach Zürich, Kunsthaus

Kunsthalle St. Gallen
Die Kunsthalle St. Gallen ist ein zentraler Ort für zeitgenössische Kunst in der Ostschweiz. Mit nationalen und internationalen Ausstellungen sowie experimentellen Projekten fördert sie den Dialog zwischen Kunstschaffenden und Publikum. Lassen Sie sich bis zum 31. Mai von der Gruppenausstellung Containers Love Disorder inspirieren: Eine Entdeckungsreise, in der Kunstschaffende aus der Schweiz die feinen Nuancen von Ordnung und Verortung erkunden.
Voralpen-Express / Alpenrhein-Express / S-Bahn St. Gallen
Pixelwald Turicum, Zürich
Ein Höhepunkt im Kunsthaus Zürich ist Pipilotti Rists Installation Pixelwald Turicum aus 3000 LED-Lichtern. Das immersive Zusammenspiel von Licht, Farbe und bewegten Bildern lässt Besuchende in eine poetische, sinnliche und zugleich meditative Bildwelt eintauchen, die Körper und Wahrnehmung einbezieht.
Treno Gottardo / IR Aare Linth bis Zürich HB, weiter nach Zürich, Kunsthaus
Zeitgenössische Kunst in Locarno und Ascona
In Locarno und Ascona ist eine reiche zeitgenössische Kunstszene beheimatet, die auch von der historischen Künstlerkolonie geprägt ist. Die Website musei-locarnese.ch weist zwölf Institutionen in der Region aus, darunter das Museum für Moderne Kunst in Ascona (mit der Marianne Werefkin Stiftung), die Fondazione Ghisla Art Collection in Locarno oder die Fondazione Marguerite Arp in Solduno.
Treno Gottardo Locarno

Welthauptstadt der modernen Kunst, Basel
Ob Basel die Welthauptstadt der modernen Kunst ist, bleibt diskutabel –unbestritten ist jedoch die aussergewöhnliche Dichte an internationaler Kunst. Mit der Art Basel (18.–21. Juni 2026) beherbergt die Stadt die bedeutendste Kunstmesse der Welt sowie eine beeindruckende Vielfalt an Museen und Galerien, darunter das Kunstmuseum Basel, das Museum Tinguely, die Kunsthalle Basel und die Fondation Beyeler.
Treno Gottardo Basel
Das traditionelle pferdegezogene Rösslitram in Knies Kinderzoo in Rapperswil ist in Rente gegangen. Ein modernes, barrierefreies Elektrotram ist im Dienst.
Das Rösslitram zählte seit jeher zu den beliebten Attraktionen im Zoo. Das kleine Tram wurde viele Jahre lang traditionell von einem Pferd durch den Zoo gezogen. Die gemütliche Tramfahrt hatte jedoch einen Makel: Sie war nicht für alle zugänglich. Das änderte sich mit der Wiedereröffnung nach der Winterpause. Ab der Saison 2026 ist im Kinderzoo ein moderner Ersatz des Rösslitrams mit elektrischem Antrieb in Betrieb, der barrierefrei ist, sodass alle Zoobesuchenden mitfahren können.
«Das neue Zootram ist ein Innovationsprojekt der Familie Knie und ihrer Partner. Es ist ein E-Tram und barrierefrei. Hier wollen wir den Gästen ein neues, freudiges Angebot bescheren. Mit einem weltweit einzigartigen Zootram, konzipiert und produziert von Lernenden», freut sich Sybille Marti, Direktorin des Knies Kinderzoo Rapperswil.
Knies Kinderzoo trägt mit dem neuen Tram dem Zeitgeist und heutigen Standards Rechnung. Dieses Bestreben kommt auch beim Verzicht auf das Elefantenreiten und bei der Umsetzung des Tramprojektes zum Ausdruck. Auszubildende des Schienenfahrzeugherstellers Stadler Rail entwarfen und bauten das neue Tram, Auszubildende der Südostbahn halfen beim Gleisbau und der technischen Umsetzung und übernahmen die Moderation eines Medienevents. So konnten die jungen Fachkräfte ihr Fachwissen in der Praxis anwenden und Verantwortung bei der Umsetzung des Elektro-Tram-Projekts übernehmen. So war schon die Entwicklung des neuen Elektrotram ein Erfolgserlebnis für alle Beteiligten. Nun können sich alle Zoobesuchenden auf barrierefreie Fahrten durch den Zoo freuen.
1962
wurde das Pony-Tram mit der Eröffnung des Knies Kinderzoo als Attraktion eingeführt.
1974
wurde das bekannte blau-weisse Rösslitram eingeweiht und löste das Pony-Tram ab.


Erlebnis Knies Kinderzoo
Erleben Sie Tiere hautnah, staunen Sie über faszinierende Arten und geniessen Sie gemeinsame Momente – Knies Kinderzoo in Rapperswil ist das perfekte Ziel für Ihren Familienausflug. Hier erwarten Sie spannende Tierbegegnungen, Spiel und Spass für Kinder sowie entspannte Bereiche für Eltern.
Voralpen-Express / S-Bahn Rapperswil
Erlebnis inkl. Hin- und Rückfahrt ab CHF 39.– (2. Klasse, Halbtax)



2026
nahm das neue Tram mit der Saisoneröffnung Fahrt auf und begeistert seither die Zoobesuchenden.


Lernende von Stadler Rail und der Südostbahn bauen gemeinsam das neue elektrische Tram für den Kinderzoo Rapperswil.

«Auf einer Fahrt mit dem Treno Gottardo hatte ich ein Gespräch, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Ich sass am Fenster und beobachtete, wie sich die Landschaft vom sanften Mittelland in die beeindruckenden Alpen verwandelte.
Neben mich setzte sich eine ältere Dame, die mir nach einer Weile mit einem freundlichen Lächeln zunickte. Wir kamen ins Gespräch – erst über die Aussicht, dann über Reisen, und schliesslich über das Leben selbst. Sie erzählte mir, dass sie die Strecke öfters fahre, weil sie sie an ihren verstorbenen Mann erinnere, mit dem sie diese Strecke oft befahren habe. Doch statt traurig zu wirken, sprach sie mit einer warmen Stimme darüber, wie sehr diese Reisen ihr Kraft geben. Sie gab mir auch einen Satz mit auf den Weg, den ich nie vergessen werde: ‹Manchmal fährt man nicht nur durch die Landschaft, sondern auch zu sich selbst.›
Als wir uns in Bellinzona verabschiedeten, fühlte ich mich seltsam leicht – als hätte dieses Gespräch etwas in mir sortiert. Seitdem verbinde ich den Treno Gottardo nicht nur mit schönen Ausblicken, sondern auch mit einem Moment menschlicher Nähe, der mich nachhaltig berührt hat.»
Helene Bucheli, Gewinnerin

«[...] unser erstes Date sollte eine Zugfahrt in den Süden nach Locarno und zum Lago Maggiore sein. [...]»
Erik L.
«[...] Die Zugfahrt ins Tessin war unsere erste Reise als junge Familie [...]»
Jessica L.

Zum 5-Jahre-Jubiläum des Treno Gottardo haben uns zahlreiche Zuschriften erreicht. Insgesamt gingen 1 622 elektronische Teilnahmen sowie 137 Postkarten ein. Die grosse Resonanz hat uns sehr gefreut und gezeigt, wie stark der Treno Gottardo mit seinen Reisenden verbunden ist. Herzlichen Dank für jede einzelne Teilnahme!
Diese und weitere ausgewählte Geschichten sind unter www.trenogottardo.ch/5jahre nachzulesen.

Dabu Bucher, Mundartsänger der Band Dabu Fantastic
«Mein Göttibueb und Neffe (14 Jahre) sah mich letztens prüfend von oben bis unten an und sagte: «Götti, bei uns in der Klasse wird man mit zu engen Hosen gemobbt.» Was er mir damit sagen wollte, war eigentlich: «Deine Hosen sind zu eng, Götti.» Sein älterer Bruder (16 Jahre) sagte einige Monate später dann: «Ich denke, das kann ich mit Sicherheit sagen – enge Hosen werde ich wirklich nie tragen.»
In beiden Fällen musste ich schmunzeln; ich bin 45 und mein modisches Selbstbewusstsein ist gut. Ich beschäftige mich gerne und viel mit Schuhen und Kleidern. Mir ist es wichtig, dass ich bewusst und ausgewählt gekleidet, geschnürt und frisiert bin. Mich interessiert auch, wie die Kids was tragen – und warum. Ich finde es faszinierend, wie sich Mode verändert. In Zirkeln. Wie sie immer wieder kommt.
Auch darum musste ich über meine beiden Neffen schmunzeln: Ich bin 45, trug mit 25 meine breiten Hosen noch tief im Schritt, kombiniert mit Sneakers und etwas zu grossen Shirts. Heute nicht mehr. Heute tragen das die Jungen. Sie werden das so lange tragen, bis die noch Jüngeren etwas anderes tragen und sie sich dann nach oben oder unten anpassen. So ist das immer. Darum werde ich meine Neffen auf jeden Fall noch in engen Hosen sehen. Darauf wette ich.
Ich sollte wirklich mit ihnen wetten. So wie damals, als ich die Wette gegen DJ Arts gewonnen habe, der voller Überzeugung gesagt hatte: «Mir ist klar, dass sich Trends wiederholen, aber die Plateau-Schuhe von Buffalo werden auf keinen Fall wiederkommen, die waren einfach zu hässlich.» Kennen Sie Buffalo-Schuhe? Hohe Plateau-Sneakers aus Kunststoff, die ab Ende der 90er-Jahre zuerst von Ravern und dann von den unterschiedlichsten Menschen getragen wurden und in unseren Kreisen als Symbol für Hässlichkeit galten. Natürlich kamen sie wieder. Die Wette ging an mich.
Ach ja, Buffalos: Letzte Woche war ich im Studio; die coole junge Assistentin trug stolz lila Buffalos. Herrlich kombiniert mit breiten Hosen und ausladendem Oberteil. Maximale Stylepunkte, woraus man lernen und nie wieder vergessen sollte: Die Dinge kommen zwar wieder, die Jugend weiss aber immer, wie man besser damit umgeht als die Generation vor ihr. Touché.»
Dagmar Klatt, Kundenbegleiterin Südostbahn
Mein Geheimtipp ist ein Ausflug in die Leventina mit einer Wanderung am und um den Lago del Tremorgio, der auf über 1 830 Metern liegt. Ein Ort zum Auftanken und Entspannen – eingebettet in eine Bergwelt, die eine wahre Augenweide ist.
Die komfortable Anreise mit vielen wunderschönen Aussichten der Schweiz beginnt mit dem Treno Gottardo bis nach Ambrì Piotta oder Faido. Von dort geht es bequem mit dem Postauto nach Rodi-Fiesso, wo die Seilbahn Sie direkt zur Bergstation und der Tremorgio-Hütte bringt.
Geniessen Sie die eindrucksvolle Bergwelt und runden Sie den Tag auf der Rückreise mit einem edlen Tessiner Tropfen aus unserem Bistro-Automaten ab.

Das Kundenmagazin ESSENZ der Südostbahn wurde vom German Design Council als Winner des German Design Award 2026 ausgezeichnet. Der German Design Award zählt zu den führenden Auszeichnungen der globalen Designlandschaft und würdigt herausragende Leistungen in Produktdesign, Kommunikationsdesign und Architektur. Die Jury schreibt über ESSENZ: «Mit einer klaren, charismatischen Gestaltung lädt ESSENZ dazu ein, die

Schweiz aus neuen Blickwinkeln zu entdecken. Wechselspielende Inhalte, ausdrucksstarke Bilder und eine konsistente Sprache vermitteln Neugier und Reiselust. Die sorgfältige Auswahl der Themen und die harmonische Verbindung von Information und Inspiration machen dieses Magazin zu einem eindrucksvollen Vorbild für zeitgemässe EditorialKommunikation auf höchstem Niveau.» Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung.


sbb.ch/kinder-sortiment





Wenn die Zugpferdli im Frühling nach Bellinzona reisen, freuen sie sich ganz besonders auf die Burgen und die Geschichten aus dem Mittelalter über Ritter, Burgen und die Geheimnisse der Region.

Lass das Castel Grande von Bellinzona und die Zugpferdli in deinen Lieblingsfarben erstrahlen.
Mehr zu den Zugpferdli, ihren Liedern und Geschichten findest du unter www.zugpferdli.ch


Die ESSENZ können Sie auch online lesen – scannen Sie den QR-Code.
Verpassen Sie keine Ausgabe: Abonnieren Sie die ESSENZ Sie erhalten vierteljährlich für CHF 20.— /Jahr Ihr persönliches Exemplar direkt nach Hause. Bestellen Sie unter: www.sob.ch/essenz

Herausgeberin:
Schweizerische Südostbahn AG
Reto Ebnöther Bahnhofplatz 1a, 9001 St. Gallen www.sob.ch, info@sob.ch
Chefredaktion: Semra Yavuz, SOB Röbi Diener, Sags Redaktionsleitung:
Conradin Knabenhans, SOB Redaktion / Text: Urs Andermatt
Grafik / Layout / Bildredaktion: Céline Hess, Noemi Koch, Sags
Druck: Appenzeller Druckerei AG, Herisau Auflage: 26 900 Exemplare
das SOB-Escape-Game Treno Mistero: www.trenogottardo.ch/trenomistero
Aktionsangebote: Gültigkeit und Verfügbarkeit gemäss online einsehbaren Details und AGB der SOB und ihrer jeweiligen Partner. Unterstrichene Buchstaben sind Hinweise für
Die SOB führt die Fernverkehrslinien Treno Gottardo, Aare Linth und Alpenrhein-Express in Kooperation mit der SBB.

