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Verkehr
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Die Bedeutung des Verkehrs für die Geschichte und Gegenwart des Klostertals ist augenscheinlich und wird nicht zuletzt im Namen zum Ausdruck gebracht, der auf eine am Weg zum Arlberg errichtete Herberge des Johanniterordens zurückgeführt werden kann. Auch in Ortsnamen klingen Stationen für Reisende nach, etwa jene „Stube“ am Fuße des Arlbergs, die spätestens im 14. Jahrhundert errichtet worden ist. Bis heute haben sich die Orte im Klostertal den Charakter von typischen Straßendörfern erhalten.
Lange Zeit galten die Durchquerung des Klostertals und eine Reise über den Arlberg als beschwerlich, was sich in vielen Klagen niederschlägt, die in Reiseberichten erhalten geblieben sind. Das prominenteste Opfer dieser Verkehrsverhältnisse war wohl der Gegenpapst Johannes XXIII., dessen Verkehrsunfall bei Klösterle auf dem Weg zum Konzil von Konstanz 1414 dokumentiert ist. Erst im Laufe des 18. Jahrhunderts wurde der Straßenbau erneut gefördert und die 1824 eröffnete „Kunststraße“ bildete im 19. Jahrhundert eine wichtige Verkehrsader. Traditionsreiche Gasthäuser entlang derselben waren wichtige Stationen für Reisende Richtung Arlberg.
Die Arlbergbahn hat die Entwicklung des Fremdenverkehrs massiv geprägt, der im 20. Jahrhundert eine wichtige Säule des Wirtschaftslebens in der Region geworden ist. Im Sog der heute weltbekannten Tourismusregion Arlberg spielte dieser auch für das Klostertal eine immer größere Rolle, wobei in diesem Fall die Verkehrsinfrastruktur sehr bedeutend ist. Natürlich prägen zwei Durchgangsstraßen – zur historischen Verbindung ist in den 1970er Jahren die Arlbergschnellstraße S 16 hinzugekommen – und eine Bahnlinie das Landschaftsbild massiv, was sich vor allem bei einer Betrachtung des Talbodens aus der umliegenden Bergwelt bemerkbar macht.
Der öffentliche Verkehr hat in den vergangenen Jahrzehnten einige Veränderungen durchlebt. Dieser spielte sich seit 1884 vor allem entlang der Bahnlinie ab. Vor rund zwei Jahrzehnten wurde jedoch der Personenverkehr an der Arlbergbahn stillgelegt, da sich die Bahnhöfe meist weitab von den Ortszentren befinden. Heute werden diese eher stiefmütterlich behandelt. Der öffentliche Verkehr durch das Klostertal hat sich seither auf Busse verlagert.
Ein neues Zeitalter in der Verkehrsgeschichte des Klostertals begann mit dem Jahr 1880, als Kaiser Franz Joseph das Gesetz über den Bau der Arlbergbahn zwischen Bludenz und Innsbruck unterzeichnete. Vor allem die Errichtung der Bergstrecke im Klostertal und im Stanzertal und der die beiden Länder Vorarlberg und Tirol verbindende Tunnel stellten gewaltige Herausforderungen an die Planer und Erbauer. Die neue Bahn sorgte nicht nur für massive Veränderungen im Landschaftsbild, auch das soziale Gefüge wurde durch die Anwesenheit von tausenden Arbeitern aus allen Teilen der österreichisch-ungarischen Monarchie stark verändert. Wesentlichen Anteil hatten dabei die italienischsprachigen Migranten aus dem Trentino, von welchen sich manche in weiterer Folge auch im Tal niederließen.
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Arlbergbahn I Braz
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Skigebiet Sonnenkopf >