Zeitung Vinschgerwind 6-26 vom 19.03.2026 Bezirk Vinschgau Südtirol
3D-Visualisierung: Schlichte Eleganz bestimmt die Architektur der neuen Residence Felicius in Laas.
3D-Visualisierung: Quartier am Mühlrain in Latsch. Ein Entwurf der Architekten CeZ – Calderan Zanovello aus Bozen.
LATSCH – Quartier am Mühlrain – Neues Baulos in Bauphase
QUARTIER WÄCHST WEITER
Mitten in Latsch entsteht ein Wohnquartier, das wirklich zum Leben einlädt. Die ersten beiden Gebäude sind bereits bewohnt – jetzt geht das dritte in Bau: 11 neue Wohnungen mit 2-3 Zimmern, großzügigem Wohnraum und eigenem Garten, Balkon oder Terrasse. Was uns daran besonders begeistert: Die Anlage ging aus einem Architekturwettbewerb hervor, wurde gemeinsam mit der Gemeinde Latsch sowie der ehemailgen Eigentümerin MIVOR entwickelt und bietet begrünte Freiflächen sowie einen renaturierten Mühlbach direkt vor der Tür. Ein Ort zum Ankommen – und Bleiben.
Skizze des Siegerporjektes aus dem Architekturwettbwerb für Quartier am Mühlrain.
WEITERE WOHNPROJEKTE VON POHL IMMOBILIEN
1 Laas: Felicius, in Bauphase. Hier stehen noch eine
3-Zimmer-Wohnung sowie ein Penthouse zum Verkauf.
2 Laas: Trui Ensemble, bezugsfertig.
Letzte 2-Zimmer-Wohnung zum Verkauf.
3 Schlanders: Am Nussbaum, in Bauphase.
Letzte 2-Zimmer-Wohnung zum Verkauf.
Inhalt
Perspektiven für Waldbrände neu denken
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Mals: Rechtsstreit geht vor Kassationsgericht
Schlanders/Vinschgau: Das Justizreferendum
Martell/Vinschgau: Den Park geholt und nix draus gemacht
Rabland/Partschins: Starker Nächtigungszuwachs
Schlanders: Hegeschau - Jäger als Tierschützer
Leserbriefe und Stellungnahmen
Vinschgau: Preisgekrönte Vinschger Architekten
Vinschgau: Interkulturelle Mediatorinnen
Porträt: Johanna Albert aus Laas
Schlanders: In Europa sichtbar
Trafoi: BRD Jugendgruppe Trafoi gegründet
Burgeis: Terra Raetica - Landwirtschaftstagung
Latsch: Selbstbestimmtes Lebensende
Prad: Thermische Nutzung der Wasserkraft
Vinschgau/Schlanders: SVP-Bezirksversammlung
Prad/Taufers: „Wir haben Glück, dass es dich gibt.“
Mals/Familientagung: Ohne Gleichstellung keine Zukunft
Latsch: Eine Begegnung, die berührt
Vinschgau: Hörstoff aus dem Tal
Kultur: Ein Widerstandskämpfer aus Mals - Walter Caldonazzi
Mals: Fenster in die Geschichte - Claudia de Medici
Der Vinschgerzug nimmt im April langsam wieder Fahrt auf
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Spezial Mals: Die Schatzkammer des oberen Vinschgaus ab Seite 42
Natur und Landschaft: Der Gänsesäger - ein neuer Brutvogel in Südtirol
von Chefredakteur
Erwin Bernhart
Das Taschenmesser
Per Dekret bin ich jetzt ein Verbrecher. Das „nuovo decreto sicurezza“ sagt, dass ein Tragen von Taschenmessern mit Knast von 6 Monaten bis zu drei Jahren geahndet werden kann. Seit Jahrzehnten hab ich ein Taschenmesser im Hosensack. Das ist eine Erbschaft vom Kloster Marienberg. Wer als Schüler dort kein Taschenmesser gehabt hat, war arm dran. Speck, Wurst, Käse zum köstlichen Klosterbrot vom Bruder Alois war ohne Taschenmesser nicht denkbar. Speck und Wurst und Käse sind es heute noch, die am Berg oben aufgeschnitten werden. Oder die Maipfeifen schnitzen - ohne Taschenmesser geht das nicht. Spinnen die Römer?
Jetzt hab’ ich mir das „nuovo decreto sicurezza“ genauer angeschaut. Dort ist eine Länge der Klinge mit 8 Zentimeter angegeben, ab der das Taschenmessertragen strafbar wird. Da hab ich dann extra mein Taschenmesser abgemessen (ist mir bislang noch nie in den Sinn gekommen): 7 Zentimeter hat das unkaputtbare Schweizer Victorinox Messer, das ich vor Jahren von einem meiner zahlreichen Cousins (danke Luis) geschenkt bekommen habe. Also doch kein Taschenmesser-Verbrecher? Zudem steht im „nuovo decreto sicurezza“, dass man „senza giustificato motivo“ weggesperrt werden kann. Ich kann, neben der Marienberger Erbschaft, noch viele Erklärungen aufführen, warum für mich ein Taschenmesser unabdingbar ist. Im Schweizer Messer sind neben anderem auch Schraubenzieher und Zahnstocher drin.
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Mals/Bozen
Und nun vor das Kassationsgericht
DerStreitfall Südtiroler Energieverband SEV gegen die Gemeinde Mals geht in die nächste Runde und zwar vor das Kassationsgericht. Weil der Vinschgerwind den Rechtsfall seit Jahren begleitet, zur Erinnerung: Der SEV ist beauftragt, den Strom aus dem Kraftwerk Saldur auf der Börse zu verkaufen. Der für den Rechtsstreit interessante Zeitraum ist das Jahr 2021. 2021 gibt es im Saldurwerk einen Maschinenschaden, so dass zwei Monate lang kein Strom produziert werden kann. Dem SEV wurde vertraglich eine bestimmte Menge Strom pro Jahr zugesichert. 2021 kann diese Menge nicht geliefert werden. Der SEV klagt die Gemeinde Mals (mit 70% an der Saldur Konsortial GmbH Mehrheitseigentümerin, 30 % Fraktion Matsch) vor dem Landesgericht auf Schadenersatz (Steitwert mehr als eine Million Euro). Die Gemeinde Mals lässt sich mit Rechtsanwalt Karl Zeller in den Streit ein - und gewinnt. Der SEV rekurriert vor dem Oberlandesgericht - und verliert wieder. Und nun rekurriert der SEV gegen dieses Urteil vor dem Kassationsgerichtshof. Die Gemeinde Mals hat kürzlich wiederum Karl Zeller mit der Causa beauftragt. Zeller, so eine der Begründungen, sei mit der komplexen Sachlage bestens betraut. Zumal in 1. Instanz vor dem Landesgericht Bozen und in 2. Instanz vor dem Oberlandesgericht Trient beide Verfahren zugunsten der Gemeinde ausgegangen sind. (eb)
Ulrich Innerhofer - wer sonst
Im Artikel „Mea Culpa“ ist uns eine peinliche Namensverwechslung passiert. Der Schlanderser Generalsekretär Georg Sagmeister hat die 30 Aufträge ohne entsprechende Ausschussbeschlüsse in einer Gesamtsumme von mehr als 120.000 Euro an den Schlanderser Ingenieur Ulrich Innerhofer (Bild) vergeben. Wir entschuldigen uns beim Ulrich Rechenmacher und bei unseren Leser:innen für den unverzeih lichen Fehler. „Mea Culpa“ sagt Chefredakteur und Artikelverfasser Erwin Bernhart.
Vorerst Stundentakt
Vinschgau - Im vergangenen Jahr wurde von Seiten der Südtiroler Transportstrukturen AG klar kommuniziert, dass nach der Totalsperre seit Novem ber 2025 der Zugbetrieb mit Ende März 2026 wieder aufgenommen werde. Es war ein Versprechen - und es wird ein Teilbetreib werden.
Der für die Umbauten an der Vinschgerbahn Verantwortliche Michael Prader und der Direktor der STA Joachim Dejaco: Wir arbeiten auf Hochtouren
An der Bahnlinie MeranMals wird auf Hochdruck gearbeitet. Lautstark auch, teilweise auch nachts. „Das Schienensystem und das Signalsystem stehen für den Betrieb bereit“, sagt der Direktor der Südtiroler Transportstrukturen AG Joachim Dejaco auf Nachfrage vom Vinschgerwind. Für Dejaco ist klar, dass der Betrieb auf der Bahnstrecke mit 29. März, so wie es im Laufe des vergangenen Jahres mehrfach kommuniziert worden ist, wieder aufgenommen werde. Ein Vollbetrieb wird es nicht sein, ein Fahren aller Züge den ganzen Tag über wird es nicht geben. Es wird ein Hybridbetrieb werden, das heißt, es werden einige Züge eingesetzt und der Großteil des Transportbetriebes wird weiterhin über den Schienenersatzverkehr abgewickelt werden müssen. Bis es wieder
betrieb geben wird, wird noch einige Zeit dauern. Denn der Betrieb wird mit den derzeitigen Dieselzügen bestritten werden. Das war von vornherein klar und es wurde auch so gesagt, denn die neuen Zuggarnituren werden erst allmählich geliefert. Jeder einzelne Dieselzug muss allerdings auf das neue Signalsystem umgerüstet werden. Zum Stichdatum Anfang April werden 6 Züge umgerüstet sein, sagt Dejaco. Ein siebter, der im Pustertal während Olympia als Reserve vorgehalten worden ist, kommt hinzu. Zudem müssen die Lokführer ebenfalls auf das neue Signalsystem ein- und umgeschult werden.
Die Arbeiten im Hintergrund seien sehr schwierig, aufwändig und zeitraubend verlaufen, sagt Dejaco. Mit der Fertigstellung der Bahnsteigverlängerungen auf einigen Bahnhöfen könne man sich noch etwas Zeit las-
sen. Die Dieselgarnituren benötigen im Fahrbetrieb ohnehin nur die bisherigen Bahnsteiglängen. Dasselbe sei auch mit den Oberleitungen bzw. mit allem, was die Elektrifizierung betreffe. Auch diese werde nicht dringend gebraucht, zumal man mit den Dieselfahrzeugen den Fahrbetrieb beginne.
Am heutigen Donnerstag, den 19. März, werde es eine große Versammlung mit den Bürgermeister:innen des Tales geben. Dann werden alle die Bahn betreffenden Informationen gegeben und der neue Fahrplan offiziell mitgeteilt werden. Wie der ausschauen wird, skizziert Dejaco im Vorfeld dem Vinschgerwind auf Nachfrage so, dass es vorerst einen Stundentakt mit den Zügen geben werde und nach einigen Wochen werde auf den Halbstundentakt umgestellt. Der Schienenersatzverkehr bleibe vorerst noch aufrecht.
Schlanders/Vinschgau
Das Justizreferendum
Am 22. und 23. März 2026 fin det das Referendum zur Ju stizreform statt. Ohne Quorum. Die Mehrheit des Ja oder des Nein entscheidet. Was steckt, vereinfacht erklärt, hinter der Reform? Erstens: die Trennung der Berufslaufbahn von Richtern und Staatsanwälten. Zweitens: Statt eines gemeinsamen Ge richtsrates, des Consiglio Supe riore della Magistratura (CSM), soll es künftig zwei getrennte Räte geben – einen für Richter, einen für Staatsanwälte. Die Mitglieder der neuen Räte sollen per Losverfahren bestimmt und nicht mehr gewählt und damit der Einfluss der sogenannten Strömungen unterbunden werden. Drittens: Eine neues hohes Disziplinargericht (alta corte) soll eingeführt werden, das Richter und Staatsanwälte bei Fehlverhalten kontrolliert.
BFür ein Ja argumentierten am 10. März 2026 in der BASIS in Schlanders Beniamino Migliucci (Präsident der Stiftung der Vereinigung der italienischen Strafverteidiger) und Andreas
v.l. Die Rechtsanwälte David Dilitz, Beniamino Migliucci und Andreas Tscholl sind für ein klares Ja
nischen Strafverteidiger) unter der Moderation von David Dilitz von der Kammer der italienischen Strafverteidiger. „Stellen Sie sich ein Fußballspiel vor. Von den zwei Mannschaften, die gegeneinander spielen, bringt eine den Schiedsrichter mit und dieser läuft im gleichen Trikot hinaus auf den Platz. Da kann es zu keinem fairen Spiel - und im Strafprozess - zu keinem fairen Prozess kommen“, erklärte Tscholl. „Der Richter ist die Person, die entscheidet und die muss unabhängig von den ande-
der Berufslaufbahnen. Diese Reform soll die Justiz freier und stärker machen, denn nur eine freie Justiz ist eine starke Justiz.“ Es ist eine Reform im Interesse der Bürger, fasste Migliucci zu sammen.
Knapp eine Woche zuvor, am 4. März 2026, diskutierten Rich ter Alex Kuno Tarneller, Richter Stefan Tappeiner und Staats anwältin Claudia Andres zur Justizreform. Sie sprechen sich für ein Nein aus, weil die Justiz umgebaut und die Politik mehr Einfluss nehmen könnte. (ap)
ei der SVP-Bezirksversammlung in Schlanders am 13. März kamen einige Info-Splitter zum Vorschein, die für das ganze Tal von Interesse sein können. Am 6.6.2026 werde der Tunnel in Kastelbell eröffnet, sagte die dortige Referentin Christina Bernhart. Die Schnapszahl erinnert an die Eröffnung der Vinschgerbahn am 5.5.2005. Roland Brenner (Bild) stellte fest, dass „die Architekten der Lombardei für einen Bruchteil“ unserer Architekten arbeiten würden. Und Rosmarie Pamer sagte, dass man
Schlanders/Martell
So schlecht war es noch nie
Kein
Blatt vor dem Mund nahm sich der Marteller BM Georg Altstätter bei der SVPBezirksausschusssitzung. Nach einem Kompliment für seinen Einsatz in Sachen Nationalpark an SVP-Bezirksobmann Albrecht Plangger, sagte Altstätter wörtlich, dass „die Situation
für den Nationalpark nach Südtirol geholt und nix daraus gemacht“, schimpfte Altstätter. Es sei kein Wunder, dass die Leute stuff seien. Altstätter machte Beispiele dafür. Eines davon: In allen Jagdrevieren habe man neue Kühlzellen mit Hilfe von Landesbeiträgen neu errichten können. In Martell sei das ausschließlich mit Mitteln aus der Gemeinde möglich gewesen. Warum? „Weil Martell eben kein Jagdrevier hat“, sagte Altstätter. Die Leute im Nationalpark seien in vielen Dingen aus den normalen Landesförderungen ausgenommen. Und auch beim Strom sei man nicht clever. Denn im Nationalpark fließen jede Menge Gewässer ungenutzt. Er sei sich nicht sicher, dass auf Landesebene der Nationalpark positiv weitergebracht werden könne. (eb)
WIND GEFUNDEN
Shrinkflation und Skimpflation
Unter Inflation versteht man den Anstieg der Preise für Waren und Dienstleistungen. Das Geld verliert an Wert und die Kaufkraft sinkt. Ein anderes Wort für Inflation ist Geldentwertung oder Verteuerung. Doch was versteht man unter Shrinkflation und Skimpflation? Das sind versteckte Preiserhöhungen durch sogenannte Mogelpackungen, um die Konsumenten nicht abzuschrecken. Die Konsumenten werden getäuscht. Durch „Sparmaßnahmen“ bei Füllmengen und Qualität werden indirekt Preiserhöhungen gemacht. Der Preis bleibt gleich, doch die Füllmenge sinkt, das nennt man Shrinkflation. Der Begriff setzt sich aus dem englischen „shrink“ für „schrumpfen“ und „flation“ (von Inflation) zusammen. So enthält bei gleichem Preis das Joghurt plötzlich nur noch 400 statt 500 Gramm, die Tütensuppe reicht nur noch für 750 Milliliter statt für einen ganzen Liter und in der Eispackung sind nur noch vier statt fünf Stück. Shrinkflation ist heute vor allem in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie verbreitet. Aber auch Produkte wie Toilettenpapier, Handcreme oder Geschirrspülmittel sind betroffen. Ohne eine Veränderung der Verpackung fällt die verringerte Füllmenge kaum auf. Ein weiterer Trick der Hersteller: Der Preis bleibt gleich, doch der Anteil wertgebender, meist teurer Zutaten sinkt. Das nennt man Skimpflation. Der Begriff setzt sich aus dem englischen „skimp“ (einsparen) und „flation“ (von Inflation) zusammen. So wird ein Orangensaft aus 100 Prozent Orangen unauffällig zum Orangennektar mit 50 Prozent Fruchtgehalt. (hzg)
VOM
Foto: Erwin Bernhart
Wenn Wälder brennen Ursachen, Risiken, Resilienz
Schluderns/Latsch - Zwei Tage - zwei Orte: Das Format „Neu denken“ von der Europäischen Akademie EURAC und dort vom Center For Advanced Studies als Nachfolge der Churburger Wirtschaftsgespräche sei, so sagt es der Leiter des Center for Advanced Studies, Eurac Research, Harald Pechlaner, perfekt. Eine Veranstaltung findet immer in Schluderns statt und die zweite wechselt je nach Thema.
von Erwin Bernhart
Wenn Wälder brennen: Ursachen, Risiken, Resilienz“ war das Thema der heurigen Vortragsreihe von Eurac Research. Der Auftakt war im Vuseum in Schluderns am 11. März.
Nach den Begrüßungen durch den Schludernser BM Heiko Hauser und dem Direktor der Raika Prad-Taufers, Werner Platzer, führte Harald Pechlaner in das Thema ein. Voriges Jahr war das Wasser Thema der Vorträge in Schluderns und in Graun, heuer sei es das Feuer. Ausgangspunkt für beide, so sagte es Pechlaner, sei der Klimawandel. Das Center for Advanced Studies an der Eurac Bozen habe es sich zur Aufgabe gemacht, globale Themen auf regionale Begebenheiten herunterzubrechen. „Unser interdisziplinärer Auftrag ist es, Themen, die Einfluss auf Gesellschaft, auf Wirtschaft, auf Politik und auf Wissenschaft haben, möglichst breit auszuleuchten und auf die regionalen Zusammenhänge hinzuweisen“, so Pechlaner.
den Süden Europas, Spanien, Portugal, Griechenland, Italien. Die Entwicklung ist bei uns angekommen, die zwei großen Waldbrände im vorigen Jahr in St. Martin im Kofl und in Prad haben das eindrücklich gezeigt. Es gebe global eine Zunahme der Waldbrandtage, also eine Zunahme an Tagen, an denen es heiß, trocken und windig ist - ideale Bedingungen für Waldbrände. In den vergangenen 45 Jahren habe sich die Anzahl dieser Tage verdreifacht. Die synchronen Brände, Brände an mehreren Orten gleichzeitig, haben zugenommen. Eine aktuelle Studie mit Beteiligung von Eurac Research projiziert im ungünstigsten Klimaszenario eine Zunahme von Waldbrandflächen um 183 %.
Wie gehen wir damit um? Was muss sich ändern?
Roman Horrer, der Präsident des Feuerwehrbezirkes Untervinschgau, eröffnet mit einem Nachzeichnen der Ereignisse rund um den Waldbrand bei St. Martin im Kofl, die Vorträge. Am 6. März 2025 ist um 13.33 der Alarm ausgelöst worden. Mit den
breiten des Brandes nach. Ursache für den Brand sei ein Autobrand gewesen. Mit drei Hubschraubern wurden 60 Bewohner evakuiert und durch Weißes Kreuz, Notfallarzt, Notfallseelsorge und Notfallpsycholgen betreut. Feuerwehrleute wurden hochgeflogen, waren dann wegen der einbrechenden Nacht so gut wie eingesperrt und mussten die Nacht in St. Martin verbringen. Die enorme Rauchsäule habe in Imst und in Zams die Zivilschutzmeldung ausgelöst. Diskutiert wurde, ob die Staatsstraße in der Latschander wegen möglichem Steinschlag gesperrt werden soll. Das habe man dann nicht getan.
Am Tag 2 war die Chaosphase vorbei. Landeshauptmann Arno Kompatscher habe sich vor Ort voll hinter die Einsatzleitung gestellt und das sei für die Moral der Einsatzleitung und der Feuerwehrleute enorm wichtig gewesen. Am Tag 3 wurden
Harald Pechlaner Fotos: Erwin Bernhart
es um Hilfe gegangen sei, habe es nie ein Nein gegeben, das sei eine tolle Erfahrung gewesen.
Hinter den 12 Kilometer Löschleitungen, den 46 freiwilligen Organsationen, den 1333 Einsatzkräften, hinter den 12000 Einsatzstunden standen Menschen aus der Gesellschaft, stehen Freiwillige aus vielen Familien. Ähnlich wie in Prad habe es keine größeren Verletzungen gegeben. Eine gute Ausbildung, Hausverstand, Einsatz mit Vernunft haben für den letztlich erfreulichen Ausgang der Einsätze beigetragen.
Was für die vielen Feuerwehrmänner im Raum des Vuseums ein verarbeitender Rückblick war, war für die Zuhörer ein emotionaler Einblick in die Einsätze der Freiwilligen Organisationen. „Das müssen wir auf uns wirken lassen“, formulierte es Harald Pechlaner. Das Vereinswesen sei Ausdruck von gesellschaftlichem Zusammenhalt.
Mit dem Titel „Let it burn - mit dem Feuer leben“ setzte Mortimer Müller von der Boku Wien und per Internet zugeschaltet eine Anfangsprovokation in seinem Vortrag. Für rund 90 % der Waldbrände sei der Mensch Verursacher (weggeworfene Zigaretten als Hauptursache) für den Rest Blitzschläge. Glasscherben verursachen keinen Brand, das sei ein moderner Mythos. Für die Zukunft hatte Müller drei Vorschläge: Für die Feuerwehren neue Trainingsszenarien, neue Löschtechniken und neue Kooperationen. Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung für die Prävention und ein Brennstoffmanagement mit Entfernen von Totholz im Wald, mit kontrolliertem Abbrennen und vor allem durch gezieltere Beweidung.
In den letzten Punkten waren sich Müller und Judith Kirschner von der Uni Bern einig. Kirschner ging auf die Waldbrän-
Kirschner bessere Kommunikation von Gefahren vor, eine Diskussion über Feuerverbote und eventuell Zugangsverbote, Bearbeitungen von Erfahrungsgewinnen und eine Verbesserung der Löschinfrakstuktur vor.
In der Diskussion haben Roman Horrer und Heiko Hauser diese Löschinfrastrukur in Form von Löschteichen angesprochen, die ganzjährig mit Wasser befüllt sein müssten. Denn Waldbrände, so auch eine gemeinsame Erkenntnis, würden vor allem in der Zeit von Februar/März/April auftreten (auch Juli/August).
In der Diskussion wurde auch deutlich, dass man die aktuellen und kommenden Waldbranddimensionen bei uns so nicht kenne. Einer technisch geführten Diskussion wollte Herbert Raffeiner auch eine Verantwortungsdiskussion, eine Werte-Diskussion beistellen.
Im Schloss Goldrain begrüßen die Zuhörer am 12. März BM Mauro Dalla Barba und der Direktor der Raiffeisenkasse Latsch, Gerhard Rinner, mit Hinweisen auf Zusammenhalt und Verantwortung. Nach einer beeindruckenden Exkursion nach St. Martin im Kofl mit den Forstbehörden stehe der zweite Abend, so sagt es Harald Pechlaner, im Zeichen des Waldes, im Zeichen des Zusammenspieles zwischen Forstbehörden, Freiwilligen Feuerwehren und Zivilgesellschaft.
Mit Nikolaus Obojes vom Institut für Alpine Umwelt an der Eurac Research bietet ein Biologe Einblick in die Waldentwicklung und in die Waldnutzung seit der Jungsteinzeit. Die heutigen Funktionen des Waldes, von der Nutzwirkung Bau- und Brennholz, über die Schutzwirkung gegen Lawinen, Muren und Steinschlag, über die Wohlfahrtsfunktionen als Filter und CO2Speicher bis hin zur Erholungsfunktion als Freizeitraum geben Anlass zu Diskussionen über Zielkonflikte. Mit dem Klimawandel, mit dem Ansteig der Temperaturen in kurzer Zeit, werde es zu einem Rückgang der Fichte und der Kieferarten kommen und
Eichen werden vordringen. Extremereignisse, wie es Waldbrände und Windwürfe (Vaja) sind, verursachen auch Borkenkäferbefall. Obojes weist darauf hin, dass es aufgrund von Unsicherheiten und Risiken keine Patentrezepte gebe. „Wir müssen Sachen probieren“, sagt Obojes in Richtung Durchforstung in Richtung Baumartenvielfalt.
Andreas Platter vom Forstinspektorat Schlanders gab in seinem Vortrag einen beeindruckenden Einblick in die Aufgaben und Tätigkeiten der Forstbehörden. Das Vorbeugen von Waldbränden beinhalte die Waldbrandinfrastruktur, zu der Löschteiche, Wasserleitungen, Zufahrten u.a. gehörten, weiters eine Waldbrandeinsatzkarte, auf der alle Infrastrukturen eingezeichnet sind und so Einsätze der Feuerwehr, Hubschrauber und anderer Organsiationen gezielt uterstützt, das Abschätzen von Waldbrandrisiken und der Ankauf von Geräten und Material für die Vorbeugung und für den Einsatz. Der gesetzliche Rahmen überträgt die Waldbrandbekämpfung den Regionen und in der Autonomen Provinz Südtirol fällt der Forst die Aufgabe der Prävention, des Handels (in der Einsatzleitung gemeinsam mit der Feuerwehr) und des Wiederherstellens zu. Platter zeigte auch die laufenden Arbeiten auf den Brandflächen von St. Martin und von Prad auf.
In der abschließenden Diskussion mit Roman Horrer, Nikolaus Obojes, Andreas Platter und Judith Kirschner, geleitet von Jenny Ufer und Michael de Rachewiltz, kam es zu einem subsummierenden Aufruf, dass die Klimakrise und die Waldbrände im Wesentlichen ein gesamtgesellschaftliche Verantwortung darstelle und dass die Klimakrise im Besonderen vor allem eine politische Verantwortung sei. Vor allem sei auch an den Kommunikationskanälen zu feilen, vor allem vor dem Hintergrund, dass Waldbrände zu 90 % von Menschen ausgelöst würden.
Andreas Platter
Vinschgau/Meran
HGV-Versammlung
ImHotel Therme Meran veranstaltete der Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) kürzlich die Ortsausschüsseversammlung des HGV-Bezirkes Meran/ Vinschgau. Zahlreiche ehrenamtliche Funktionsträger:innen nutzten die Gelegenheit zum Austausch über aktuelle Herausforderungen und die zukünftige Ausrichtung der Verbandsarbeit.
HGV-Präsident Klaus Berger berichtete über die ersten Monate seiner Präsidentschaft, zahlreiche Antrittsbesuche und seine Bemühungen für das Gastgewerbe auf Landesebene. Insbesondere die Anpassungen der Richtlinien für die Unterstützung der gastronomischen Nahversorgung nannte Berger als Errungenschaft: „Wir sind froh, dass wir in die Überarbeitung der Kriterien miteinbezogen wurden und im Sinne der Gasthäuser und Bars, welche immer noch die zentralen Orte der Begegnung in Südtirols Gemeinden sind, mehr Unterstützung erreichen konnten.“
Bezirksobmann Florian Obkircher unterstrich die Rolle der Ortsgruppen: „Mir ist es wichtig, nahe bei den Betrieben zu sein und ihre konkreten Anliegen aufzunehmen. Nur gemeinsam können wir im Bezirk etwas bewegen.“
Ein zentraler Programmpunkt war die Vorstellung des neuen Funktionärsleitfadens durch Benedikt Werth, Leiter der Verbandsentwicklung. Im Anschluss konnten die Ortsausschussmitglieder der 30 Ortsgruppen im Bezirk im Rahmen einer kurzen Umfrage zu ihrer Arbeit in den Orten ihre Meinungen, Bedürfnisse und Wünsche einbringen. Die Versammlung machte deutlich: Der offene Dialog, klare Informationen und eine starke Vernetzung bleiben zentrale Bausteine für eine erfolgreiche Interessenvertretung im HGV-Bezirk Meran/Vinschgau, heißt es abschließend in der Presseaussendung.
v. l.: Stephanie Dissertori, Leiterin der HGV-Stabsstelle Ehrenamtsmanagement, HGV-Präsident Klaus Berger, Bezirksobmann Florian Obkircher und Benedikt Werth, Leiter der Verbandsentwicklung im HGV.
„Südtiroler Wattkönig“
Kürzlich fand im Café Bar „Trattla“ in Martell ein weiteres Vorausscheidungsturnier des landesweiten Wattturniers „Südtiroler Wattkönig“ statt. Die Sieger der Vorausscheidung Alfred Zöschg und Karl Laimer aus St. Pankraz sicherten sich die begehrten Finalkarten. Das Finale des „Südtiroler Wattkönigs“ findet am 9. Mai 2026 im Sixtussaal der Spezialbier-Brauerei FORST statt. Das landesweite Wattturnier ist eine Initiative der Spezialbier-Brauerei FORST und des HGV.
Stolz und Zuversicht
Partschins/Rabland - Knapp 371.000 Nächtigungen verzeichnet man in Partschins für das Jahr 2025. Als starkes Zeichen für die Attraktivität und als positive Entwicklung wird der große Zuwachs (2024 waren es 333.ooo Nächtigungen) gewertet. Beigetragen hat vor allem der neue Campingplatz.
v. l.: der Präsident des Tourismuvereines Partschins Rabland Töll Philip Ganthaler, die Direktorin Karin Thaler und Ingenieur Helmut Moroder
Mit den Nächtigungszahlen schlie ße man an das ferne Jahr 1995 an. Seither waren es weniger. Der Präsident Philip Ganthaler und die TV-Direktorin Karin Thaler blicken mit Genugtuung auf 2025 zurück, auch auf ein reichhaltiges Tätigkeitsprogamm. Zahlen (unter anderem 145 Vollbelegungstage) und Richtung stimmen, die Einbettung des Tourismus und des Tourimsusvereines in Vereine, Institutionen und Politik sei hervorzuheben. Allerdings bleibe man am Boden und sehe vor allem im öffentlichen Nahverkehr immer wieder Handlungsbedarf. Innerorts habe man durchaus ein Problem. Denn die Anbindung zwischen Partschins und Rabland sei so gestaltet, dass man zu Fuß schneller ist. Auch die Anbindung vom Bahnhof Töll nach Partschins sei auszubauen. Löblich sei, dass mit dem Kreisverkehr auf der Töll und mit der Radwegunterführung zwei Nadelöhre beseitigt worden sind, lobte TV-Präsident Philip Ganthaler. Grußworte kamen von BM Luis Forcher, der mit den Referenten Ulrich Schweitzer und Jasmin Ramoser und mit Gemeinderat Christian Leiter die Gemein-
schaft Meran (MGM).
Eindrucksvoll schilderte der Verkehrsexperte Helmuth Moroder den Istzustand und Wege in die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs. Man sei beim ÖPNV gut aufgestellt, könne bei jedem Vergleich im Alpenraum bestehen. Der entscheidende Impuls dafür sei von der Vinschgerbahn ausgegangen und dass es mittlerweile viele Citybusse gebe, habe auch viel mit dem Tourismus zu tun. Einmal im Lande, können die Gäste durchaus auf das Auto verzichten. Mehr Kopfzerbrechen bereite die Anreise. Moroder brachte einen krassen Vergleich anhand des „touristischen Fußabdruckes“: Während Partschins bei den Anreisen noch eine der nachhaltigsten Destinationen sei (weil die Gäste überwiegend auf dem Landweg kommen), zerstöre der CO2 -Abdruck in Gröden oder Gadertal jedes Bemühen. Dort würden die Leute aus den Vereinigten Staaten, aus Fernost mit Flugzeugen anreisen. Sigmund Kripp wiederholte denn auch seine bekannte Forderung nach einer direkten Zugverbindung München-Meran. Einzig die Bahnbrücke in Meran müsse dazu ertüchtigt werden.
Foto:
Schlanders/Kulturhaus
Hegeschau Bezirk Vinschgau
Die Jäger sind Lebensraumverbesserer und Tierschützer, das meinte Günther Rabensteiner, der Landesjägermeister am 14. März bei der Eröffnung der Hegeschau im Kulturhaus Schlanders. Günther Hohenegger, der Bezirksjägermeister konnte viele der insgesamt 903 Jäger und 63 Jägerinnen im Bezirk Vinschgau begrüßen, genauso wie die Revierleiter, Jagdaufseher, Vertreter der Forst, vom Nationalpark, vom Jagdverband, der Carabinieri, sowie Werner Wallnöfer als Vertreter der Gemeinde Schlanders, Senator Meinhard Durnwalder und den Landesjägermeister Günther Rabensteiner. In seinem Bericht betonte der Bezirksjägermeister, dass die Abschusspläne großteils erfüllt wurden, viele Rehkitze gerettet werden konnten und auch die Kühlzellen im ganzen Bezirk auf den neuesten Stand
Bei der Eröffnungsfeier der Hegeschau 2026 spielten die Grauner Jagdhornbläser Hirschruf. Der Bezirksjägermeister Günther Hohenegger (rechts im Bild) mit dem Landesjägermeister Günther Rabensteiner (links) und dem ehemaligen Bezirks- und Landesjägermeister Berthold Marx aus Schlanders.
der Technik gebracht wurden. Erlegt wurden 1592 (94% des Abschussplanes) Stück Rotwild, 479 (86%) Stück Rehwild, 391 (95%) Stück Gamswild, 173 Füchse und 33 Stück Steinwild. Durnwalder informierte in seinen Grußworten über den Stand des nationalen Jagdgesetzes, über das aktuelle Gesetzesdekret zum Verbot von Klappmes-
sern und über das schwierige Thema Wolfabschüsse. Der Landesjägermeister sprach über die gute Zusammenarbeit mit dem Bauernbund, der Forst und den politisch Verantwortlichen, er dankte allen Jägern, Revierleitern und Jagdaufsehern. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnungsfeier von den Grauner Jagdhornbläsern
Hirschruf. Am 13. März wurde der Film „Jagderlebnisse und Wildbeobachtung“ von Leo Lanthaler gezeigt. Am 15. März spielten die Jagdhornbläsergruppen Spielegg aus Kastelbell und Similaun aus Schnals. Für das leibliche Wohl an den drei Tagen der Hegeschau sorgte die Jagdhornbläsergruppe Weisskugel aus Matsch. (hzg)
Unternehmen im Klassenzimmer
Dubist Controller/in und verfügst über ein 100.000 € Budget. Was machst du? Influencer-Marketing, eine neue Maschine kaufen, die Preise erhöhen oder Rabatte starten? Diese Frage wurde von den Mitarbeitern der Pedross Sockelleisten AG an die Schülerinnen und Schüler der WFO in Schlanders bei der zum ersten Mal veranstalteten Hausmesse am 10. März 2026 gestellt.
Neben der Firma Pedross aus Latsch stellten fünf andere Betriebe vielseitige Berufe vor. Mittelpunkt der Hausmesse war das Aufzeigen verschiedener Berufsbilder und Perspektiven – zweitrangig war dann das Präsentieren der eigenen Unternehmen. Die Erst-, Dritt-, und Fünftklässler/innen der WFO besuchten einen jeweils halbstündigen Vortrag der sechs Betriebe und hatten die Möglichkeit Fragen zu stellen. Mit dabei waren der Südtiroler Bauernbund Bezirksbüro Schlanders, die Raiffeisenkasse Schlanders, Dolce Vita Hotels, DAS GERSTL, die Universität Innsbruck und die Firma Pedross Sockelleisten. Vor Beginn der einzelnen Vorträge fanden zwei Impulsvorträge statt. Zum einen vom Direktor der Raiffeisenkasse Schlanders Michael Grasser und dem Mitarbeiter Fabian Tumler, zum anderen vom
Professor Robert Steiger von der Universität Innsbruck.
Wichtig sei es „sich bewusst zu machen, dass sich die Welt verändert“, so Professor Steiger. Kürzere Aufenthaltszeiten von Gästen in Hotels führen zu stei gendem Verkehrsaufkommen. Der Klimawandel und die immer teurer werdende Beschneiung der Skigebiete ist ein weiteres genanntes Problem. Auch die Übergabe von Hotels wird zunehmend zur Herausforderung, wenn die nächste Generation den Betrieb nicht weiterführen möchte. Denn, „wenn immer mehr verkauft wird, wird die Kontrolle abgegeben“ und die „Eigenständigkeit“ an außenstehende Shareholder aufgegeben, so Steiger. Auch Michael Grasser sprach von „spannenden Zeiten“, die durch die aktuellen marktpolitischen Entwicklungen, Kriegssituationen oder Zinsentwicklungen bemerkbar sind. Internationale Auswirkungen der künstlichen Intelligenz machen sich auch in ihrem Berufsfeld bemerkbar. All diese
Veränderungen zeigen, wie dynamisch und anspruchsvoll das wirtschaftliche Umfeld aktuell ist. Insgesamt war es ein abwechslungsreicher Vormittag, der zum Nachdenken anregte und spannende Einblicke in die Vielfalt der Berufswelt bot.
Bozen/Rabland
Umfahrung Rabland: Kosten genehmigt
DieVerwirklichung der Umfahrung von Rabland rückt näher: Am 6. März hat die Landesregierung auf Vorschlag des Landesrats für Infrastrukturen und Mobilität, Daniel Alfreider, die technischen Eigenschaften und die Kosten des Projekts genehmigt. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, um die nächsten Planungsschritte für dieses Vorhaben fortzusetzen.
Die Vinschger Staatsstraße führt derzeit direkt durch das Ortszentrum von Rabland und weist den Großteil des Jahres ein hohes Verkehrsaufkommen auf. Die dem Ressort für Infrastrukturen und Mobilität vorlie genden Daten zeigen ein durchschnittliches tägliches Verkehrsaufkommen von rund 17.000 Fahrzeugen, mit Spitzenwerten von über 22.000 Fahrten am Tag in besonders intensiven Zeiten.
Mit der Verwirklichung der Umfahrung könne der Durchzugsverkehr aus dem Orts zentrum herausgeleitet werden, wodurch die Verkehrsbelastung im Dorf sinke und die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner verbessert werde.
„Mit diesem Schritt schaffen wir die Grundlage, um ein seit langem erwartetes
Infrastrukturprojekt zu verwirklichen. Die Umfahrung von Rabland ist Teil einer Reihe von Maßnahmen, die wir im Vinschgau zur Verbesserung der Verkehrssituation und zur Erhöhung der Lebensqualität in den Ortschaften umsetzen“, betonte der Landesrat für Infrastrukturen und Mobilität, Daniel Alfreider.
Eine Simulation von Rabland nach der Verkehrsberuhigung, die durch die Umfahrungsstraße möglich wird. (Foto: LPA/ Ressort Infrastrukturen und Mobilität)
Zu den Hauptzielen des Projekts gehören die Reduzierung des Verkehrs im Ortszentrum, eine Verringerung der Lärmund Luftschadstoffemissionen sowie eine erhöhte Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Landeshauptmann Arno Kompatscher, der gemeinsam mit Landesrat Alfreider an der Pressekonferenz teilgenommen hat, erinnerte daran, „dass es in Südtirol noch Straßenabschnitte gibt, für die Lösungen zur Verbesserung der Verkehrssituation gefunden werden müssen – insbesondere an einigen neuralgischen Punkten wie etwa in Rabland. Landesrat Alfreider ist es jetzt, gemeinsam mit den lokalen politischen Vertreterinnen und Vertretern gelungen, eine gute technische Lösung für Rabland zu finden, die nun umgesetzt werden kann“, erklärte Kompatscher.
Die Gesamtkosten des Vorhabens werden auf rund 75 Millionen Euro geschätzt, einschließlich der Bauarbeiten und der für die Umsetzung notwendigen technischen Ausgaben. Das Projekt ist Teil des mehrjährigen Infrastrukturplans des Landes Südtirol.
Theresa Hickmann
Fotos: Angelika Ploner
Naturns feiert den Frühling
Frühlingsfest im Zentrum von Naturns
Am 28. März dreht sich in Naturns alles um Blumen, Floristik, Garten und Gartendekoration. Bereits zum neunten Mal lädt der Frühlingsmarkt auf dem Rathausparkplatz im Dorfzentrum von Naturns, parallel zum Wochenmarkt, zum Stöbern und Entdecken ein. Aussteller aus nah und fern präsentieren verschiedene Produkte. Um 09:00 Uhr startet der Frühlingsmarkt mit einem Frühschoppen der Bäuerinnen von Naturns, gefolgt von musikalischer Begleitung der Kinder der Musikschule Untervinschgau. Ab 10:00 Uhr wartet auf die jüngsten Besucher ein spannendes Kinderprogramm mit Kinderschminken, Palmbesenbinden und frühlingshaften Bastelaktionen. Ein weiteres Highlight ist der Auftritt der „Schuahplattler“ aus Prad, die heimische Tradition lebendig werden lassen. Ab 12:30 Uhr sorgt die Gruppe „Almprinzen“ für musikalische Unterhaltung. Die Vorbereitungen für das Frühlingsfest am 28. März laufen bereits auf Hochtouren: Die Bäuerinnen-Ortsgruppe Naturns kocht traditionelle Spezialitäten, während
sik, Kinderunterhaltung und kulinarischen Genüssen feiert Naturns auch dieses Jahr den Beginn des Frühlings. PR-INFO TOURISMUSGENOSSENSCHAFT NATURNS
abwechslungsreichen Programm aus Mu-
Für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an die Tourismusgenossenschaft Naturns!
28.03.2026 Frühlingsfest
Mit den Themen Blumen, Floristik, Garten und Gartendekoration am Rathausparkplatz
Programm
Freitag 27.03.
9.00-12.00 Uhr
Verteilung von Rosen, durch die Kaufleute Naturns im Dorfzentrum
Samstag 28.03.
9.00 Uhr
Frühlingsmarkt und Frühshoppen
09.30 Uhr und 11.00 Uhr
Musikalische Unterhaltung mit Kindern der Musikschule Untervinschgau
10.00 Uhr
Kinderprogramm
10.30 Uhr und 12.00 Uhr
Schuhplattler aus Prad
12.30 Uhr
Traditionelle Gerichte der Bäuerinnen Naturns und musikalische Unterhaltung mit „Almprinzen“
Kommentare und Anfragen zum Thema Haiku an helga.gorfer58@gmail.com
Richtigstellung:
Der zuständige Referent für Eigenverwaltungen, Agrargemeinschaften, Landwirtschaft, Tourismus, Forst und Jagd Thomas Plack und der Bürgermeister Gustav Tappeiner bestätigten, dass auf der Gemeinde kein Projekt oder Anfrage zur Reaktivierung des ehemaligen Verbindungssteiges zwischen der Trumser Albl und Stierbergalm aufliege oder in der Gemeindeverwaltung besprochen wurde. Thomas Plack informiert den Gemeinderat, dass er sich bei der ONLINE Sitzung zu Wort gemeldet hat und sich als Vermittler für einen Austausch des Sachverhaltes zwischen der Agrargemeinschaft Trumsberg und Revierleitung Kastelbell-Tschars angeboten hat.
der BM Gustav Tappeiner
Vinschgau begrüßt Ausnahmeregelung
Die Entscheidung der Landesregierung, strukturschwächeren Gemeinden weiterhin touristische Entwicklung zu ermöglichen, wird im Vinschgau positiv aufgenommen. Dass fast alle Vinschger Gemeinden in die entsprechende Liste aufgenommen wurden, sei ein wichtiges Signal für die Zukunft des Tales. Dass einzig die Gemeinde Latsch nicht mit in die Liste aufgenommen wurde ist für uns sehr schade. Im Vinschgau sehen wir uns als eine einzige gemeinsame Zone mit touristischem Entwicklungsbedarf. Daher gehört die Gemeinde Latsch unbedingt mit dazu, so Prieth.
„Die Entscheidung zeigt, dass die Landesregierung die unterschiedlichen Ausgangslagen der Talschaften und Bezirke anerkennt“, betont Franz Prieth, Bürgermeister von Graun und Tourismusreferent der Bezirksgemeinschaft Vinschgau. „Während einige touristische Hochburgen an ihre Grenzen gestoßen sind, verfügt der Vinschgau weiterhin über Entwicklungsspielraum, der verantwortungsvoll genutzt werden kann.“ Prieth bedankt sich ausdrücklich bei Tourismuslandesrat Luis Walcher für diesen Schritt.
„Mit dieser Lösung wird deutlich, dass eine einheitliche Regelung für ein so vielfältiges Land wie Südtirol nicht allen Talschaften gerecht werden kann.“ Im Vinschgau gehe es dabei nicht um neue großflächige Entwicklungen, sondern um die Zukunft der bestehenden Betriebe. „Entscheidend ist, dass die bereits ausgewiesenen Tourismuszonen gesichert bleiben und sich die Betriebe innerhalb der bestehenden Möglich-
keiten weiterentwickeln können“, erklärt Prieth. „Das schafft Perspektiven für Arbeitsplätze, Investitionen und lebendige Dörfer.“ Gerade in einem peripheren Tal wie dem Vinschgau sei der Tourismus ein wichtiger Bestandteil des wirtschaftlichen Gefüges. Er sichere Einkommen für viele Familien, stärke die lokale Wertschöpfung und trage wesentlich dazu bei, dass Nahversorgung, Gastronomie und Dienstleistungen im Tal erhalten bleiben. Gleichzeitig helfe eine stabile wirtschaftliche Entwicklung, Abwanderung zu verhindern und jungen Menschen Perspektiven im Tal zu geben. Der Vinschgau sehe seine Rolle dabei nicht nur im eigenen Interesse, sondern auch im Sinne einer ausgewogenen Gesamtentwicklung Südtirols. „Ein starkes Südtirol braucht starke Talschaften und Bezirke in allen Landesteilen“, sagt Prieth. „Wenn periphere Räume Perspektiven behalten, profitieren letztlich das ganze Land und seine wirtschaftliche und gesellschaftliche Stabilität.“ Die Gemeinden des Vinschgaus werden nun gemeinsam prüfen, wie die bestehenden Möglichkeiten sinnvoll genutzt werden können. Ziel sei eine Entwicklung, die Arbeitsplätze sichert, Investitionen ermöglicht und gleichzeitig den Charakter des Tales bewahrt. „Es geht nicht darum, neue Flächen zu erschließen“, so Prieth abschließend. „Es geht darum, den Betrieben im Tal Zukunftsperspektiven zu geben und den Lebensraum Vinschgau nachhaltig zu sichern.“
Pressemitteilung, BM Franz Prieth
Söleshof in Glurns - Heimatpflege bedauert Aufhebung des Denkmalschutzes
Mit Bedauern reagieren der Heimatpflegeverband Südtirol, der Heimatpflegebezirk Vinschgau und der Heimatpflegeverein Glurns auf die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Bozen, die Unterschutzstellung des Söleshofs bei Glurns aufzuheben. Das Gericht hat damit einen Beschluss der Landesregierung vom Oktober 2025 aufgehoben, mit dem der Hof auf Vorschlag des Landesdenkmalamtes unter Denkmalschutz gestellt worden war. Der Söleshof gehört zu den wenigen historischen Hofstellen außerhalb der Stadtmauer von Glurns. Seine ältesten Bauteile reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück. Gerade diese über viele Generationen hinweg gewachsene Baugeschichte macht den besonderen kulturhistorischen Wert des Hofes aus. Solche Gebäude erzählen von der Lebenswelt vergangener Generationen: von ihren Wohnformen, ihrem Glauben und ihren Alltagspraktiken. Sie sind damit nicht nur architektonische Objekte, sondern Träger kultureller Erinnerung und Teil unserer gemeinsamen Geschichte. „Der Söleshof zeigt eindrucksvoll, wie über Generationen hinweg gebaut und weitergelebt wurde.
Solche Gebäude sind keine austauschbaren Baukörper, sondern gewachsene Orte mit großer kultureller Bedeutung für unser Land“, betont Claudia Plaikner, Obfrau des Heimatpflegeverbandes Südtirol. Dass die Landesregierung und das Landesdenkmalamt den Söleshof als schützenswert erkannt haben, verdient aus Sicht der Heimatpflege große Anerkennung. Die Entscheidung, das Gebäude im Oktober 2025 unter Denkmalschutz zu stellen, sei ein wichtiges Signal für den verantwortungsvollen Umgang mit historischer Bausubstanz gewesen. „Gerade im Vinschgau sind solche historischen Hofstellen ein wesentlicher Bestandteil unserer Kulturlandschaft“, erklärt Franz Fliri, Bezirksobmann des Heimatpflegebezirks Vinschgau. Sie zeigten, wie eng Baukultur, Landschaft und Geschichte miteinander verbunden seien. Immer wieder zeige sich, dass hinter scheinbar unscheinbaren Gebäuden wertvolle historische Substanz verborgen sein kann. Bauten wie der Söleshof seien daher weit mehr als alte Gebäude – sie sind Zeugnisse einer über Jahrhunderte gewachsenen Bau- und Kulturlandschaft. Der Hof wurde bei einem Brand im Jahr 2020
teilweise beschädigt. Dennoch zeigt die Erfahrung mit vergleichbaren historischen Gebäuden, dass solche Bauten eine bemerkenswerte bauliche Robustheit besitzen und grundsätzlich erhalten werden können. Für Jürgen Wallnöfer, Obmann des Heimatpflegevereins Glurns, steht daher viel auf dem Spiel: „Der Söleshof ist ein außergewöhnliches Beispiel bäuerlicher Baukultur im Obervinschgau. Sein Verlust wäre nicht nur für Glurns, sondern für die gesamte Region ein schmerzlicher Verlust.“ Der Umgang mit historischer Bausubstanz ist letztlich auch eine Frage gesellschaftlicher Verantwortung. Gebäude wie der Söleshof sind Teil unseres kulturellen Erbes – ihr Erhalt liegt im Interesse der gesamten Gemeinschaft.
Der Heimatpflegeverband Südtirol, der Heimatpflegebezirk Vinschgau und der Heimatpflegeverein Glurns sprechen dem Landesdenkmalamt und der Landesregierung ihre Unterstützung aus und hoffen, dass weiterhin nach Möglichkeiten gesucht wird, den kulturhistorisch wertvollen Hof zu erhalten.
Pressemitteilung Heimatpflegewverband Südtirol, 7. März 2026
Hommage an Julian & Sabine Holzer. Die Bibliothek Schlandersburg ist wahrscheinlich die schönste im Vinschgau. Und auch hier, wie auf den meisten Burgen, lässt sich der Burggeist manchmal sehen. Eine wunderschöne Figur aus gedruckten Buchstaben auf Papier, die zum Lesen einlädt.
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it
Bozen/Schnals
Preisgekrönt
ImVier Siegerprojekte beim Südtiroler Architekturpreis 2026 machen die hervorragende, kreative, mutige und gleichzeitig sensible Architektur im Finailhof ist BiolandLeitbetreib 2026
Mittelpunkt der Mitgliedervollversammlung von Bioland Südtirol in der Messe Bozen stand heuer eine besondere Würdigung: Bioland Leitbetriebe wurden ausgezeichnet. Bewertet wurden die Höfe ganzheitlich nach allen sieben Grundsätzen – vom Wirtschaften im natürlichen Kreislauf über Bodenfruchtbarkeit, artgerechte Tierhaltung und Biodiversität bis hin zur Bewahrung natürlicher Lebensgrundlagen. Die Prämierung erfolgte in drei Kategorien: Grünland, Obst- und Weinbau und Mischbetrieb / Acker- und Gemüsebau
In der Kategorie Grünland wurde der am Vernagter Stausee gelegene Finailhof von Manfred und Veronika Gurschler ausgezeichnet. Auf über 1.950 Metern Meereshöhe im Schnalstal bewirtschaftet die Familie einen historisch bedeutenden Hof – einst höchstgelegener Kornhof Europas – mit beeindruckender Konsequenz im Sinne der Bioland-Prinzipien.
Am Finailhof werden autochthone und bedrohte Rassen wie Grauvieh, Passeirer Gebirgsziegen und Schnalser Schafe gehalten. Tierwohl, Respekt und Verantwortung sind hier gelebter Alltag. Durch extensive Bewirtschaftung trägt der Betrieb aktiv zum Erhalt der Biodiversität bei. Mit eigenem Hofschank und Ferienwohnungen verbindet die Familie Landwirtschaft, Kreislaufwirtschaft und Gästebeteiligung auf authentische Weise. Der Finailhof steht exemplarisch für eine Landwirtschaft, die Tradition, Qualität und Zukunftsverantwortung vereint. Die prämierten Betriebe zeigen eindrucksvoll, wie die sieben Bioland-Prinzipien in der Praxis gelebt werden. Die Preise und die neuen Hofschilder wurden von Klaus Gasser, Direktor der Landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft, Julian von Spinn, Ökologieberater bei Bioland Südtirol und Alma Calliari sowie Heinrich Runer (Bioland Vorstand) überreicht.
schger Architekten: Vier Siegerprojekte des Architekturpreises Südtirol 2026 stammen aus dem Vinschgau. Architekt Christian Kapeller gewann in der Kategorie „Instandhaltung“ mit der Sanierung des Alten Widums in Tartsch. Die Arbeitsgemeinschaft um Architekt Lukas Wie-
Sanierung Alter Widum Tartsch
von Architekt Christian Kapeller Jury-Statement: „Erhalten ist hier keine Nostalgie, sondern Haltung.... In der langen Geschichte dieses Hauses liegt kein Ende, sondern ein Übergang.“
Neue Feuerwehrhalle Vetzan von der Arbeitsgemeinschaft um
Arbeitsgemeinschaft mit den Architekten Martin Trebo, Martin Egger und für das Farb- und Materialkonzept mit Manfred Mayr zusammen. Architekt Alexander Tartarotti wurde Erster in der Kategorie „Wohnen“ mit dem Gartenheim Latsch. Und Architekt Thomas Hickmann kam mit
Architekt Lukas Wielander, Martin Trebo, Martin Egger und Manfred Mayr. Jury-Statement: „Die neue Feuerwehrhalle in Vetzan überzeugt durch ihre konsequente Einfachheit und eine hohe Sorgfalt im Detail.... Die durchgängige Palette reicht bis in die kleinsten Bauteile und tritt in einen bewussten Dialog mit den funktionalen Elementen des Feuerwehrbetriebs.“
Gartenheim Latsch von Architekt Alexander Tartarotti Jury-Statement: „Dieses Gebäude sprengt das Konzept des freistehenden Wohnhauses....Vor allem stellt
einem Sonderpreis zum Projekt BASIS zu besonderer Ehre. Nur ler Architekturpreis vergeben. Aus 150 eingereichten Projekten wurden 32 nominiert und vor Ort besichtigt. Zu den nominierten Projekten zählte auch der Kortscher Musitempel der Architekturgemeinschaft 15. Die Spannung bei der Preisverleihung war jedenfalls groß - und die Freude am Ende noch größer.
die Wahl des Bautyps mit einem übereinandergesetzten Einfamilienhaus eine Neuinterpretation des
Jury-Statement: „BASIS Vinschgau trägt in vielerlei Hinsicht zum zeitgenössischen architektonischen Diskurs bei. Hier entsteht eine neue Öffentlichkeit – nicht vollständig geplant, sondern praktiziert, erlebt, verhandelt. Aus der ehemaligen „Drusus Kaserne“ wird eine Infrastruktur des Austauschs.“
Foto: Luca Guadagnini
Bibliothek Schlandersburg/Buchvorstellung
Wilde Jahre - ein Südtiroler Geschichtsbuch
Paul Rösch, der ehemalige Direktor des Touriseums und Ex-BM von Meran und Patrick Rina, der Journalist und Historiker, stellten am 3. März in der Schlandersburg ihr Buch „Wilde Jahre. Tourismus in Südtirol 1961–1983“ vor. In lockerer Atmosphäre erzählten die beiden Autoren über das Buchprojekt, die vielen Gesprächsrunden im ganzen Land und die rasanten Entwicklungen in den Nachkriegsjahrzehnten in Südtirol. Es ist nicht nur ein unterhaltsames und informatives Buch über die Entwicklung des Tourismus, sondern ein Südtiroler Geschichtsbuch über die größten gesellschaftlichen und sozialen Veränderungen vom armen Bauernland zum reichen Tourismusland. Mit der Feuernacht und den Bombenjahren nach 1961 geriet Südtirol in den Fokus der internationalen Presse und wurde
Am 3. März gab es in der Schlandersburg eine lebendige Buchvorstellung von Patrick Rina und Paul Rösch, mit musikalischen Einlagen von Rösch auf seiner Ziehharmonika.
auch als Urlaubsland entdeckt. Es begann ein Aufbruch und ein sagenhafter Aufbau von Frühstückspensionen, Restaurants und Hotels. Aus Bauern wurden Hoteliers. Visionäre und Pioniere im ganzen Land bauten Hotels, Lifte, Schwimmbäder und Wanderwege. Paul Hanny war
einer der Pioniere in Sulden, Leo Gurschler ein tragischer Pionier im Schnalstal, der ein Hoteldorf aufbaute und mit dem Bau einer Gletscherseilbahn den Sommerskilauf ermöglichte. 1983 zerbrach er an einem Schuldenberg und machte Selbstmord. Zwischen 1961 und
1983 gab es einen großen Aufschwung, eine starke Zunahme des Wohlstands und der landschaftlichen Veränderungen. Neben dem Sommertourismus wurde auch der Wintertourismus angekurbelt. Später entstand ein neuer Renner: die Törggelezeit im Herbst. Im Buch wird die Rolle der Frauen beschrieben, die Bedeutung der Trachten, der Volksmusik, der Tiroler Küche mit mediterranen Einflüssen, die neuen Freizeitaktivitäten und Brauchtumsabende. In Wort und Bild werden die Werbestrategien, der Souvenirhandel und die Vermarktung der Kultur und Landschaft, aber auch die Risse, Schattenseiten und das Problem Overtourismus behandelt. Ergänzt werden die lokalen Entwicklungen durch mehrere Beiträge von Adina Guarnieri, welche die globalen Veränderungen in dieser Zeit skizziert. (hzg)
Zentrale Betreuung der Vinschger Heizwerke
Im vergangenen Jahr ist bei VION ein neuer Bereich entstanden: Dominik Telser übernimmt zentrale Aufgaben für mehrere Vinschger Heizwerke.
Zu seinen Aufgaben zählen unter anderem die Koordination organisatorischer Abläufe, die Fakturierung, gesetzlich vorgeschriebene Meldungen, die Vorbereitung der jährlichen Kontrollen sowie die Begleitung von Förderansuchen.
Durch die Bündelung dieses Fachwissens an einer zentralen Stelle ergeben sich klare Vorteile für die einzelnen Heizwerke: Abläufe werden effizienter, rechtliche Anforderungen sicher erfüllt und die Verantwortlichen vor Ort entlastet.
Bereits betreut werden etwa die Heizwerke in Latsch, Laas, Sulden und St. Valentin im Rahmen einer kontinuierlichen Zusammenarbeit. Weitere Heizwerke, darunter jenes in Stilfs/Trafoi, Mals, Burgeis und Reschen, werden bei Bedarf auf Stundenbasis oder je nach Anfrage unterstützt.
Ziel ist es, dieses Angebot weiter auszubauen und so zu einer gut organisierten Fernwärmeversorgung im Vinschgau beizutragen.
Schlanders
„Wir sind eine Brücke der Worte“
Vorab
erklärt: Kulturvermitt lerinnen oder Interkultu relle Mediatorinnen überneh men eine Brückenfunktion bei sprachlichen oder kulturellen Problemen vor allem in der Schule oder im Kindergarten. Zwölf Absolventinnen aus zehn verschiedenen Kulturen er hielten am vergangenen 7. März 2026 ihr Diplom zur Kulturver mittlerin in der Bezirksgemein schaft Vinschgau.
In 80 Stunden wurde ein umfassendes Bild von Südtirol vermittelt. Den Auftakt machte Martha Stocker, „die mit einem mitreißenden Vortag über den den Vertrag von Saint-Germain, den 1. und 2. Weltkrieg, das 1. und 2. Autonomiestatut u.v.m. die Tür in die sechs Monate dauernde Ausbildung geöffnet hat“, sagte Barbara Wopfner, die zusammen mit Karmen Höllrigl die Hauptorganisation inne hatte. Das Gesundheit-, und Sozialwe-
bau von Staat und Gemeinde, Hilfe für Frauen in Gewaltsituationen oder systemische Kommunikation - es war viel an Wissen, das vermittelt wurde. Die Wortmeldungen im Rahmen der Diplomfeier gaben einen Einblick: „Die Geschichte von Südtirol hat mich an unsere Geschichte im Kosovo erinnert“, sagte etwa Selvete aus dem Kosovo. Hasna aus Marokko: „Wir haben hier einen Ort, wo wir unversehrt leben können. Das Zusammenle-
SPARKASSENPLATZ, PLAWENNPLATZ & KULTURHAUSPLATZ, GÖFLANERSTRASSE SCHLANDERS PIAZZA CASSA DI RISPARMIO, PIAZZA PLAWENN & PRESSO LA CASA DELLA CULTURA, VIA GOVELANO, SILANDRO
Regeln vom Ort, wo wir leben, respektieren.“ Und Zhor aus Marokko meinte: „Ich dachte ich bin in einem 5-Sterne-Hotel, als ich im Krankenhaus Schlanders mein Kind geboren habe.“ Barbara Wopfner sagte nicht ohne Stolz über dieses gelungene Projekt: „12 Frauen aus der ganzen Welt sind mit uns einen Weg gegangen. Aber nicht nur. Sie sind nicht nur zur interkulturellen Mediatorin gewachsen, sondern auch persönlich.“ Große Dankbarkeit lag deshalb bei
Kosten: Freiwillige Spende für die Abwicklung des Verkaufs
KOSTENLOSER FAHRRAD-CHECK beim Stand von Bikeman oder vor dem Radgeschäft Tappeiner
ELKI: RADPARCOURS Radfahren für die Kleinen (eigenes Radl mitbringen)
ORTSPOLIZEI: Infostand „Sicheres Radfahren“ & SchülerInnen-Radparcours zur Erlangung des Fahrradführerscheins (bis 17.00 Uhr, eigenes Radl mitbringen)
RADWETTBEWERB: Vorstellung „Südtirol radelt“ & Prämierung aller TeilnehmerInnen 2025 von Schlanders.
QUIZ-RALLYE AUF ZWEI RÄDERN: (eigenes Radl mitbringen)
ROLLENDER DRUCK MIT ALTO
MARE: Mit Reifen, Ketten, & Co. eigene Motive auf Stoff drucken –bringt euer eigenes Shirt, Tasche oder ein anderes Lieblingsstück mit!
Zwölf Frauen aus zehn verschiedenen Kulturen erhielten ihr Diplom als Kulturvermittlerin der Diplomfeier in jedem Wort. Dankbarkeit, dass man durchgehalten und die Ausbildung zur Kulturvermittlerin geschafft hat und Dankbarkeit dafür, dass man die Möglichkeit dazu erhalten hat.
2012 fand die letzte Ausbildung zur Interkulturellen Mediatorin statt. Das Dreierteam in der Organisation waren neben Wopfner und Höllrigl, Silvia Valentino von der Sovi und Daniela Di Pilla vom Sprachenzentrum. Finanziert wurde der Kurs über das Projekt MeWo 2.0. (ap)
PROGRAMMA:
MERCATINO DELLE BICICLETTE:
Accettazione: 8.00-9.30, Vendita: 9.30-13.00, Restituzione e pagamento: ore 13.00
Sono accettate: Biciclette, accessori per biciclette (seggiolini per bambini, rimorchi per biciclette, caschi...), skateboard, pattini a rotelle, pattini in linea, balance bike
Costi: donazione volontaria per la gestione della vendita
CONTROLLO GRATUITO DELLE BICICLETTE presso lo stand Bikeman o davanti al negozio di biciclette Tappeiner
ELKI: PERCORSO IN BICICLETTA Ciclismo per i più piccoli (portare la propria bicicletta)
POLIZIA LOCALE: Stand informativo sulla sicurezza in bicicletta, corso di ciclismo per gli scolari e ottenere la patente di guida per la bicicletta (fino le ore 17, portare la propria bicicletta)
GARA CICLISTICA: Presentazione di „L‘ Alto Adige pedala“ & premiazione dei partecipanti di Silandro del 2025
QUIZ-RALLY IN BICICLETTA: (portate la vostra bicicletta)
STAMPA A RULLO CON ALTO MARE: con pneumatici, catene e Co: stampiamo motivi personalizzati su stoffa - porta la tua maglietta, borsa o un altro capo preferito!
Organisiert vom Klimateam Schlanders / Organizzato dal Team Clima Silandro
Foto: Angelika Ploner
Johanna Albert: „Kunst bin ich“
In ihrem Skizzenbuch hält sie Gedanken, Ängste, Träume fest, bringt ihr Leben auf Papier. Bei Kreide, Kohle und Bleistift gibt es für sie kein falsch, und sie hat keine Angst Fehler zu machen. Mit Stein zu arbeiten hingegen verlangt Präzision, Geduld und erlaubt keine Fehler. Es reizt sie in handgefertigten Unikaten Zeugnisse und Spuren ihrer Existenz zu schaffen.
von Christine Weithaler
Die junge Künstlerin ist 2003 geboren und mit zwei älteren Geschwistern in Laas aufgewachsen. Sie war eigenständig, schlagfertig und wusste was sie wollte. Bereits im Kindergarten setzte sie sich in eine Ecke und malte. Die Menschen und das Geschehen um sie herum nahm sie wohl war, doch vertiefte sie sich ganz im Zeichnen. Anders als ihre Mitschüler:innen freute sie sich auf die schulischen Malwettbewerbe. Nach der Pflichtschule besuchte sie die FOS in Meran, wechselte in das Kunstgymnasium, denn dort wird der Schwerpunkt ab der dritten Klasse auf die Grafik gelegt. Neben dem Zeichnen auf Papier und am Computer war Kunstgeschichte eines der Hauptfächer. Zu lernen, welche Geschichten und Geschichte hinter den jeweiligen Kunstwerken steht, findet die Wissbegierige sehr spannend. Nach der Matura entschied sie sich für die Ausbildung zur Steinmetzin in der Marmorfachschule „Johannes Steinhäuser“ in Laas. So konnte sie zuhause studieren und mit heimischem Material arbeiten. Sie begann ihr Heimatdorf und das Vorhandene in einem anderen Licht zu sehen.
Gegen Ende ihrer Ausbildung, im Frühjahr 2024 packte sie das Fernweh. Zufällig entdeckte sie ein Inserat für ein Au-pair-Mädchen bei einer Irischen Familie. Direkt nach ihrem Abschluss zog Johanna nach Irland. Es war sehr aufregend, diese Reise, allein begleitet von ihrem Skizzenbuch, anzutreten. Johanna malte bis dahin vorwiegend Personen. In Irland entdeckt sie, das „Urbansketching“, alltägliche Momente zeichnerisch festzuhalten. Sie
findet Gefallen an der Architek turperspektive und baut beides in ihren Stil ein. Neben ihrer Ar beit als Au-pair Mädchen nutzte sie das ein und andere verlän gerte Wochenende um nach London, Oslo und Schottland zu reisen. Johanna lernte un terschiedlichste Orte und Men schen kennen, probierte Neues aus, schöpfte die ihr gebotene Zeit voll aus. Ihr Abenteuer ende te im Juli 2025 mit Vorfreude auf das Zuhause, aber auch mit Fern weh im Gepäck. Viel Zeit blieb ihr dafür nicht. Bereits wenige Tage danach öffnete in der Marx Kir che in Laas die Austellung „Mo mente“ bei der Johanna zusam men mit weiteren Künstler:innen vertreten war. Organisiert wurde diese von der Plattform „ParaBel Artspace“, eine Vereinigung mehrerer Künstler:innen unterschiedlichsten Richtungen. Über diese stellte Johanna ebenfalls im November mit mehreren Vinschger Künstler drei Tage lang im „Schloss Siegmundsried, in Ried im Oberinntal aus. Ihre Eltern unterstützen Johanna in den Vorbereitungen ihrer Ausstellungen. Ihre Mutter ist selbst sehr kreativ und ihr Vater kann seine Kreativität darin ausleben, die Ideen der zwei Frauen umzusetzen. Im Jahr 2023 stellte sie erstmals eine ihrer Aktzeichnung beim Kulturfest Marmor&Marille im Sonnenwirtsstadel aus. Mit der Marmorfachschule war Johanna auf Ständen verschiedenster Kunstmessen vertreten. Sie zeigte ihre Werke auf dem Kultur- und Genussfest in Prad, sowie bei der 95-Jahr-Feier des Bildhauer- und Steinmetzmeisterbetriebes Josef Mayr in Laas.
Momentan ist Johanna in ihrer Arbeitsstelle sehr gefordert und sie lebt ihre Kreativität eher im Kochen und Backen aus, als im Zeichnen. Trotzdem ist es ihr
wichtig, ihrer Kunst Raum zu geben. Im Keller ihres Elternhauses liegen auf der alten Werkbank ihres Opas, der dort als Elektrotechniker Motoren neu wickelte, die Werkutensilien seiner Enkelin. „Im Zeichnen spreche ich aus mir“. „Ich finde es schön zu merken wie man durch das viele Zeichnen, Werken und Üben genauer, präziser, schneller wird und das Auge schult, indem du etwas zeichnest was vor dir steht“. In der „Basis Schlanders“ trafen sich über einen längeren Zeitraum jede Woche die unterschiedlichsten Künstler:innen und Modelle. Johanna nutzte diese Möglichkeit zum Aktzeichnen. Sie malt mit Bleistift, Kohle und Aquarell auf Leinwänden und Papier. Sie liebt es, einfach darauf los zu zeichnen und wenn ihre Hände schmutzig werden. Sie verwendet keinen Radiergummi, jeder Strich den sie macht, hat seine Berechtigung. „Jedes Muttermal, jede Rundung macht die Zeichnung lebendig und individuell“,
meint Johanna.“ In der Bildhauerei geht man nach den groben Arbeiten vorsichtig an den Stein heran, er verzeiht keine Fehler. „Stein ist endgültig!“ so die junge Frau, „Das ist für mich Reiz und Auftrag zugleich, lässt mich mit Respekt an ihn heran treten. Er scheint als kaltes Material, aber wenn du beginnst mit Stein zu arbeiten, wird er lebendig, warm. Es öffnen sich dir ganz neue Möglichkeiten. Beim Malen möchtest du den Moment, die Tiefen, zweidimensional auf Papier bringen, du spielst mit Schatten und Licht, versuchst darzustellen, was du bei einem dreidimensionalen Werk siehst“. Johanna kann sich vorstellen in Laas zu bleiben. Manchmal vermisst sie den künstlerischen Austausch und Irland, die Spontanität und das Hemmungslose von dort, jeder Tag war neu und spannend. Ihre Erlebnisse hielt sie in unzähligen Skizzen fest. Die neuen Eindrücke und Erfahrungen muss sie erst noch ordnen und weiterentwickeln.
Die Künstler des „United Arts Club Dublin“ sagten: Johanna Albert aus Laas zeichne wie eine Bildhauerin.
Foto:
Naturns
SSV Naturns und Raika
Seitbald schon 75 Jahren steht der SSV Naturns/ Raiffeisen für Amateursport und Nachwuchsarbeit im unteren Vinschgau. Dank der Un terstützung der Raiffeisenkas se Untervinschgau konnte das Angebot stetig ausgebaut und in die Kinder- und Jugendar beit investiert werden, so dass Naturns heute zu den größ ten Sportvereinen des Landes zählt.
Die Zusammenarbeit wur de kürzlich um weitere zwei Jahre verlängert. Jährlich stellt die Raiffeisenkasse Untervin schgau 25.000 Euro zur Verfü gung. „Von dieser Unterstüt zung profitieren die rund 1500 Mitglieder des Vereins, etwa 90 Prozent fließen direkt in die Förderung der rund 950 minderjährigen Mitglieder. Damit wird ein starkes Zeichen für eine gemeinsame, nachhaltige Nachwuchsförderung und gesellschaftliche Verantwortung gesetzt,“ dankt Präsident Dietmar Hofer im Namen des Sportvereins dem Obmann Wolfram Gapp und dem gesamten Vorstand der Raiffeisenkasse Untervinschgau.
Sichtbares Schlanders
Schlanders ist europäische Hauptstadt des Einzelhandels. Die Freude da rüber stand in den Gesichtern jener geschrieben, die den Preis in Brüssel für Schlanders gewonnen und diesen am 5. März 2026 in der Aula der WFO präsentiert haben.
Dem Verein wird es damit ermöglicht, Kindern und Jugendlichen aus Naturns und Umgebung qualitätsvolle Sportangebote zu leistbaren Bedingungen anzubieten und zugleich das Gemeinschaftsleben im weitläufigen Tätigkeitsgebiet zu stärken. Alle Neuigkeiten und Informationen zu den sportlichen Angeboten
DSchlanders ist Europäische Hauptstadt des kleinen Einzelhandels 2026. Öffentlich vorgestellt haben diesen Preis, der kürzlich in Brüssel gewonnen wurde: v.l. Aaron Pircher, hds- Bezirksleiter, Hannes Götsch von BASIS, Thomas Schuster von der Arbeitsgruppe und BM Christine Kaaserer mit dem Preis
turns AVS/ASD können auf der Website des Vereins unter www.ssvnaturns.it eingesehen
er ursprüngliche Impuls, sich überhaupt für den EU-Preis zu bewerben, kam von hds-Bezirksleiter Aaron Pricher und Karin Gluderer, der Obfrau der Schlanderser Kaufleute. Das Bewerbungskonzept schrieb schließlich Luca Daprá von der BASIS, mit dem sich Schlanders letztendlich gegen 28 Mitbewerbende durchsetzen konnte.
„Wir wissen um die Probleme, den Generationenwechsel, Onlinehandel und Leerstand“, schickte Thomas Schuster von der Arbeitsgruppe bei der Vorstellung voraus. Aber: Der Ortskern lebt. Der Handel ist Teil des Alltags. Die „7-MinutenStadt“, so wurde Schlanders im Gewinnerprojekt präsentiert, bedeutet Lebensqualität. Alle wichtigen Einrichtungen sind in 7 Minuten erreichbar.
Hannes Götsch, BASISGeschäftsführer betonte: „Als
auftrag bekommen.“ Workshops und Zukunftswerkstätten werden stattfinden. „Wir wollen einen digitalen Werkzeugkasten schaffen, Leerstände kreativ nutzen und Handel zukunftsfähig für die nächste Generation machen“, erklärte Schuster.
Der Startschuss fällt am 17. April. „Das ist der Aufbruch, die offizielle Eröffnung.“ Gäste aus Brüssel kommen nach Schlanders und schauen sich das Dorf an. Zudem wird es eine Tagung zum Thema „Wie stärkt man den Einzelhandel“ geben. Schuster: „Wir wollen die Vision abschließen mit der Schlanderser Erklärung: Eine Nachricht an die europäischen Politiker.“
Der Preis ist kein Millionenpreis, sondern führt kurzfristig zu mehr Sichtbarkeit in Europa oder zu mehr Gästen. Langfristig bekommt Schlanders die Chance, innovativ in die Zukunft zu planen, generationenübergreifende Angebote zu fördern und durch Digitalisierung das Dorf und das gemeinsame Miteinander zu stärken. Schlanders wird sich öffnen, als Vorreiterstadt nach vorne gehen und zeigen, dass der lokale Handel eine Zukunft hat. Auch Pilotprojekte wurden vorgestellt – beispielsweise ältere Geschäftsleute mit jungen UnternehmerInnen zusammenzubringen und somit die Nachfolge im Einzelhandel zu sichern.
Christine Pircher, in der Gemeinde für die EU zuständig, führte durch den Abend und schloss mit der Überzeugung ab, dass „die Geschichten“ zum Sieg geführt haben. Denn Erfolg hängt durch gute Zusammenarbeit und ein wohlwollendes Miteinander ab. Der Preis sei „phänomenal“, sagte hds-Bezirkspräsident Dietmar Spechtenhauser und eine „Anerkennung und Bestätigung für alle, die schauen, dass der Ort lebendig bleibt“, so BM Christine Kaaserer.
Für den Naturpark Texelgruppe ist es ein Meilenstein, er feiert sein 50jähriges Bestehen. Durch die gezielte Besucherlenkung wird der Besuch zu einem besonderen Naturerlebnis und bietet allen Wanderern Erholung und Entschleunigung. Zugleich schützt sie sensible Lebensräume, indem sie Gäste auf gut erhaltenen Steigen führt. Dadurch leistet sie einen bedeutenden Beitrag zur Erhaltung wertvoller Kulturlandschaften und einmaliger Lebensräume im zweitgrößten Naturpark des Landes.
Aus diesem Anlass feiern wir am Sonnenberg in Naturns die 50 Jahre Naturpark Texelgruppe. Am Sonntag, 29. März 2026 erwarten Besucherinnen und Besucher ein buntes Programm am Berg. Auf den Höfen Unterstell, Linthof, Wald, Pirchhof und Galmein wird mit traditioneller Südtiroler Musik „aufgspielt“ und in den urigen Stuben oder auf den Sonnenterrassen mit einmaligen Panoramablick werden schmackhafte typische Gerichte serviert: Knödelvariationen, verschiedene Kräutergerichte, Schöpsernes oder der klassische Kaiserschmarrn.
Highlight: um 10.00 Uhr startet an der Bergstation eine begleitete Wanderung mit den Fachleuten des Naturparks Texelgruppe, bei welcher sie viele interessante Informationen zum Berg, Vegetation und
zum halben Preis. Es ist der Startschuss in die neue Wandersaison in der Texelgruppe!
Informationen gibt es in der Tourismusgenossenschaft Naturns und unter www.naturns.it
29.03.2026
Start der Wandersaison im Naturpark Texelgruppe
Von Hof zu Hof
FAHRT ZUM HALBEN PREIS mit der Seilbahn Unterstell
10.00 Uhr, Bergstation Unterstell: offizielle Begrüßung und begleitete Wanderungen mit Fachleuten des Naturparks Texelgruppe
Starte mit uns in die neue Wandersaison 2026. Die Sonnenberger Gasthöfe verwöhnen dich dabei mit schmackhaften Gerichten, traditioneller Musik und punkten mit weiteren besonderen Highlights.
Am 2. Sonntag im März findet traditionell das Festkonzert der Bürgerkapelle Schlanders statt. Der Sparkassensaal war wiederum bis auf den letzten Platz besetzt, als der Moderator Dieter Pinggera die vielen Besucher:innen zum 41. Festkonzert begrüßte. Geboten wurde zwei Stunden Blasmusik auf hohem Niveau mit Werken bekannter Komponisten, vorwiegend aus Amerika, ausgewählt von Georg Horrer, dem langjährigen Dirigenten der Bürgerkapelle. Eröffnet wurde das Konzert mit „The Hounds of Spring“ von Alfred Reed, einem bekannten Musikstück der sinfonischen Blasmusik. Im Musikstück geht es um eine schwärmerische, junge Liebe im Frühling. „Incantation and Dance“ von John Barnes Chance, 1960 komponiert, ist eines der meistgespielten Werke der amerikanischen Blasmusik. Der erste Teil ist ruhig und mystisch, der
zweite Teil rhythmisch und mit reichem Trommelwirbel. „Love and Light“ von Brian Balmages thematisiert die bedingungslose Liebe nach dem Verlust eines Kindes. Es geht um Hoffnung, Trost und innere Stärke. Nach der Pause ging es weiter mit „Ticonderoga March“ von Leroy Anderson, einen kurzen, aber eleganten Konzertmarsch. Dann folgten zwei Stücke mit Melodien aus bekannten Filmen. Einmal
aus dem Oscar prämierten Film „Out of Africa“ (Jenseits von Afrika) von 1985, Musik des britischen Filmkomponisten John Barry / Arr. Johan de Meij. Höhepunkt des Konzertabends war sicherlich ein Medley bzw. eine Auswahl aus der Musik zum Disney Film „The Lion King“ (König der Löwen) von 1994, wunderbar gesungen von der Sopranistin Greta Brenner aus Prad. Elton Johns eingängige Themen
Viel Applaus erhielten die Bürgerkapelle Schlanders beim 41. Festkonzert im Kulturhaus „Karl Schönherr“ in Schlanders und die Sängerin Greta Brenner aus Prad. Martin Ratschiller, der Obmann, bedankte sich bei den vielen Konzertbesuchern und bei den Sponsoren.
und Tim Rices Texte bilden die Grundlage für Calvin Custers farbenreiches Blasorchesterarrangement. Zum Abschluss des offiziellen Programms erklang „African Symphony“ des amerikanischen Komponisten Van McCoy, für das Blasorchester bearbeitet vom Japaner Naohiro Iwai. Nach den beiden Zugaben, gewidmet allen Frauen zum Tag der Frau, gab es einen langen und kräftigen Applaus. (hzg)
BRD-Jugendgruppe Trafoi gegründet
In der Ortstelle der Bergret tung Trafoi (C.N.S.A.S) sind seit kurzem zehn junge Bergretterinnen und Bergretter ab elf Jahren auf den Spuren ihrer erwachsenen Vorbilder aktiv. „Mit der Gründung der BRD-Jugendgruppe in Trafoi versuchen wir die Weichen für künftigen
Nachwuchs zu stellen“, erklärt Ortstellenleiter Patrick Gentilini. „In diesem Zusammenhang haben wir als erste Ortsstelle in Südtirol einen Weg gefunden, die Kinder und Jugendlichen regulär zu versichern.“ Diese können nun spielerisch in die Arbeit der Bergretter hinein
schnuppern. Der positive Nebeneffekt ist, sie finden eine interessante und abwechslungsreiche Freizeitbeschäftigung. Großen Spaß machte beispielsweise die „Baumpflanz Challenge“ im vergangenen Herbst, bei der die Kinder und Jugendlichen in Bergrettungsmanier
professionell einen kleinen Baum aus dem vermurten Suldenbach retteten und in der Nähe der Hl. Drei Brunnen wieder einpflanzten. Zu den Aktivitäten der jungen Bergretter und Bergretterinnen zählen Eisklettern, Gletscherwanderungen, unterschiedliche Ausflüge und natürlich regelmäßige Übungen - alles in Begleitung und unter Aufsicht der erwachsenen Trafoier BRD-Männer und Frauen. Die BRD Gruppe Trafoi besteht aus neun Aktiven. An dem Alter von 18 Jahren können die Jugendlichen nach entsprechender Ausbildung als aktive Mitglieder in der Gruppe der Bergretter aufgenommen werden. Wer sich der BRD-Kinderund Jugendgruppe in Trafoi anschließen möchte, kann sich melden. (mds)
Infos unter Telefon 0039 347 79 59 838
Trafoi
im Bild v. l. Noah Kuntner, Mara Kuntner, Jeremia Pinggera, Mirko Gentilini, Jan Kuppelwieser, Michael Mazagg, Fin Kuppelwieser und Timo Brunner (es fehlen Nico Thöni und Jakob Mazagg)
Der Frühling ist da Zeit für einen Neuanfang!
Meistens ist der Frühling jene Jahreszeit, wo das Gefühl aufkommt, dass es aufwärts geht. Mit dem Gemüt, mit dem Humor –und meistens auch mit der eigenen Gesundheit. Dieses Gefühl wollen wir vom Hörzentrum Südtirol unterstützen und Sie einladen, bei uns Ihr Gehör kontrollieren zu lassen.
Oft passiert es, dass man gewisse Sachen vor sich herschiebt. Natürlich weiß man schon länger, dass mit dem Gehör etwas nicht stimmen könnte, aber das hat ja noch etwas Zeit. „Ich höre alle, was ich hören möchte“ oder auch „eigentlich höre ich ganz gut, nur reden die meisten Menschen undeutlich“ sind Aussagen, die wir im Hörzentrum öfters hören. Doch die Realität sieht meistens ganz anders aus. Viele Menschen beurteilen ihr Gehör deshalb nicht ganz richtig, weil ein Hörverlust sich schleichend entwickelt. Studien ergeben, dass der durchschnittlich Betroffene im Schnitt 10 Jahre wartet vom Moment, in dem er versteht, dass mit dem Gehör etwas nicht stimmt bis hin zum Zeitpunkt, wo er es das erste Mal kontrollieren lässt.
Und so vergeht wertvolle Zeit, Zeit in der man gewisse Geräusche vergisst,
gewisse Buchstaben nicht mehr richtig hört und anfängt, genau deshalb schlecht zu verstehen. Ein Hörverlust fängt in den meisten Fällen im Hochtonbereich an. Diese Schwerhörigkeiten haben zur Folge, dass der Betroffene nicht leiser hört als ein Normalhörender (die tiefen Töne werden normal wahrgenommen), sondern dumpfer. Das Sprachverstehen lässt eben deshalb nach, weil Sprache wie durch Watte wahrgenommen wird. Oft sind sehr kleine, aufladbare Hörgeräte ausreichend, damit wieder Klarheit ins gesprochene
Wort kommt und das soziale Leben sich wieder unkomplizierter gestaltet.
Wir vom Hörzentrum Südtirol nehmen uns Zeit und erklären anschließend, wie es mit Ihrem Gehör aussieht. Sollten Hörgeräte benötigt werden, können wir die verschiedenen Möglichkeiten erklären und zusammen finden wir die beste Lösung. Melden Sie sich bitte telefonisch unter 0473 321028 oder jeden Tag Vormittag bei Anna direkt im Hörzentrum in Schlanders. Wir freuen uns auf Sie!
www.hoerzentrumsuedtirol.it
Instagram & Facebook:
Schlanders, Hauptstraße 116 Tel. 0473 321028 Die Adresse für Hörgeräte im Vinschgau
TERRA RAETICA - Landwirtschaftstagung
Burgeis - Am 6. März 2026 fand in der Fürstenburg bei Burgeis die zweite Winterveranstaltung zur Landwirtschaft in der TERRA RAETICA statt. Vertreter*innen aus dem Dreiländereck Südtirol, Österreich und der Schweiz beschäftigten sich mit Ökonomie und Ökologie. Es referierten die Universitätsprofessoren Gottfried und Ulrike Tappeiner. Die Landwirtschaft hat sich seit den 1950er Jahren enorm verändert und ist von einem Selbstversorger zum Marktplayer geworden. Das erklärte Universitätsprofessor Gottfried Tappeiner. Die Landwirtschaft in den Berggebieten habe gute Zukunftschancen, wenn sie sich der veränderten Gesellschaft und auch den Wünschen der Betriebsnachfolger anpasst. Neben der Produktion von hochwertigen Nahrungsmitteln, die sich als Marke positionieren las-
Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft, Politik und Schule im Saal der Fürstenburg Burgeis; unten: Es referierten die Universitätsprofessoren
sen, können unterschiedliche Dienstleistungen im Tourismus, bei Waldarbeiten, Schneeräumungsdiensten, Betreuung von Kindern und Senioren usw. existenzsichernd sein, Wichtig ist dabei eine geschickte Personalführung. Ein zentraler Punkt ist die Digitalisierung. Über das Glasfasernetz soll Computerarbeit vom Hof aus möglich sein. Ein anderer Punkt ist die Stär-
Sprache, die STÄRKTstatt einengt
Mals Kulturhaus
25.
Eintritt frei
Infoabend für Ehrenamtliche, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten
Ein Abend über Sprache, Rollenbilder und echte Chancen für Jugendliche
Gemeinsam stellen wir uns die Frage: “Sind wir stärkend unterwegs?ˮ
Offen für alle Interessierten
Referentin: Veronika Thaler - Sexualpädagogin
Vegetarier und Veganer werden immer mehr, und es wird sich die Frage stellen: Lohnt sich Fleischproduktion überhaupt noch? Auch der Wunsch nach Bioprodukten wird in diesem Zusammenhang steigen. „Mit den heute meist jugendlichen Vegetariern und Veganern entsteht künftig eine kaufkräftige Schicht“, erklärt Gottfried Tappeiner.
Um der Abwanderung entgegenzuwirken und die Jugend im ländlichen Raum zu halten, dürfe man Strukturen nicht vergammeln lassen, wie zum Beispiel die Diskothek FIX in Laas. „Ökonomie und Ökologie können gut miteinander auskommen, wenn man auf Augenhöhe in dieselbe Richtung schaut“, so Tappeiner. Nach dem theoretischen Teil am Vormittag stand am Nachmittag eine Betriebsführung in der Obstgenossenschaft ALPE in Laas auf dem Programm. Dabei ging es um die Abläufe in der Vermarktung, um die Aufgaben des Bonifizierungskonsortiums im Zusammenhang mit der Wasserversorgung und um die Tropfberegnung. (mds)
Auf zur Haideralm - zum SCHNEE FESTival
Auf zur Haideralm heißt es am 21.03.2026. Dort beginnt ab 12.00 Uhr das SCHNEE FESTival mit Konzerten der Extraklasse. Alle Musik- und Skibegeisterten, alle Jungs und Mädels, alle Junggebliebenen sind herzlich eingeladen. Freuen können sich die Inhaber der Ortler Skirarena., denn sie haben freien Eintritt.
Die Haideralm wird wiederum zur Festivalbühne im Vinschgau - mitten im Schnee. Die Schöneben AG hat keine Mühen gescheut, heuer wiederum ein imposantes Festival auf die Bühne zu bringen, mit unglaublichen Interpreten, fetzigen Songs und ein FESTival, das gute Laune und Bombenstimmung verspricht.
ElisaLeen wird das FESTival auf der Haideralm eröffnen. Mit ihrer unverwechselbaren
Stimme, mit ihren tiefgründigen Texten bringt ElisaLeen einen Mix aus gefühlvollem, ehrlichem Deutschpop auf die Bühne in moderner Produktion. Eines ist sicher: ElisaLeen berührt die Menschen und so auch das Konzertpublikum auf der Haideralm genau dort, wo Musik am meisten wirkt: im Herzen. Allein schon die heimische Interpretin ElisaLeen ist die Reise auf die Haideralm wert.
Mit VENOSTADANCE kommen junge, ehrgeizige und tanzfreudige Kids auf die Bühne. Unter der Leitung und mit unglaublicher Motivation von Julia Oester bringen junge Künstler:innen eigenständige und zum Staunen anregende Choreografien auf die Haideralm.
Höhepunkt des FESTivals und Liebling der Fans ist der junge, aus Island stammende Thor-
steinn Einarsson (Bild). Der junge Sänger und Songwriter kann bereits auf einige beeindruckende Highlights in seiner noch jungen Karriere blicken: Drei veröffentlichte Top-10-Alben in Österreich, ein AustrianAmadeus-Music-Award, über 20 Millionen Streams und Kon-
zerte im In- und Ausland gehen bereits auf das Konto des 27-Jährigen.
Und dann - auf zur After-Show. Mit KARUSELL arrangieren vier Profimusiker aus Südtirol ein buntes und mitreißendes Programm aus modernen Hits, Oldies, Schlager und Jazz. Die Musiker sind die „Original Oktoberfest Band aus Südtirol“. Die Vollblutmusiker touren mit ihrem Programm durch das Land und finden sich immer wieder zusammen, um auf der Bühne das Leben und ihre Freundschaft zu feiern. Und der Funke springt immer auf das Publikum über.
Willkommen zu einem unvergesslichen Nachmittag und Abend auf der Haideralm.
Schlanders/Bibliothek
Bezirkstreffen der Chronisten im Vinschgau
Alexander Lutt lud am 5. März die Vinschger Chronisten zu einem Bezirkstreffen in die Bibliothek Schlandersburg ein. Anwesend waren Chronisten aus Graun, Schluderns, Stilfs, Glurns, Laas, Schlanders und Partschins, sowie der Lande schronist Wolfgang Thöni und Ulrike Stubenruß, die Referen tin für das Chronikwesen am Südtiroler Bildungszentrum. Der Landeschronisten berichtet über die gute Zusammenarbeit mit der Genossenschaft Südtiroler Bildungszentrum und vor allem mit dem Geschäftsführer Klaus Tumler. Geplant ist, dass die Chronisten einen eigenen Verein gründen. Damit können sie dann um Landesbeiträge ansuchen und auch Gelder von verschiedenen Sponsoren in Empfang nehmen. Stubenruß sieht ihre Aufgabe darin, den Chronisten und der Chronistenarbeit nach außen hin
durch gezielte Pressearbeit, u.a. auch über Whatsapp, Facebook und Instagram. Um die interne Kommunikation und Vernetzung zu verbessern, wurde ein eigener WhatsApp Kanal eingerichtet. Die Vertreter:innen der einzelnen Gemeinden berichteten über ihre Arbeit, über die Arbeitsweise und die Zusammenarbeit mit den Gemeinden. Einige sammeln sehr fleißig Zeitungsartikel, Plakate von Veranstaltungen und machen
vitäten in der Gemeinde, ohne Dorfchronisten zu sein. Andere gestalten mit dem gesammelten Material eine Jahreschronik, eine Fotochronik, Bau- oder Vereinschronik. Einige Dorfchronisten haben von der Gemeinde einen eigenen Raum zur Archivierung des gesammelten Materials erhalten, andere haben bereits eine Vereinbarung mit der Gemeinde abgeschlossen und in einigen Gemeinden wie in Mals und Prad fehlen Chronisten. Es
DORFTHEATER SCHLEIS
Bezirkschronistentreffen in Schlanders, v. l.: Ulrike Stubenruß, Heinrich Frei, Elmar Prieth, Monika Prohaska, Raimund Rechenmacher, Wolfgang Thöni, Erwin Altstätter, Manuela Nollet. Nicht im Bild: Roland Angerer und Alexander Lutt
gibt mehrere Dorfchronisten, die als Einzelpersonen arbeiten und es gibt Gemeinden wie Schlanders, wo sich ein Chronistenteam die Arbeiten aufteilt und unter der Koordination vom Bibliotheksleiter Raimund Rechenmacher erledigt. Das Ziel wäre, dass es in jeder Gemeinde einen Dorfchronisten oder ein Chronistenteam gibt, das einen eigenen Raum für das Sammeln erhält und auch auf die Unterstützung der Gemeinde bauen kann. (hzg)
Schleiser Streitereien wegen dem hl. Antonius
Das Dorftheater Schleis bringt auch in diesem Jahr wieder ein Stück auf die Bühne, das für viel Lachen und Heiterkeit sorgen soll – auch wenn der Inhalt zunächst vielleicht etwas anderes vermuten lässt. Im Stück „Heiliger Antonius“ dreht sich alles um den Streit zwischen Schleis Innerdorf und Schleis Außerdorf: die gemeinsame Antoniuskapelle steht auf einem Grundstück, das beiden Dorfteilen jeweils zur Hälfte gehört und sorgt für viele Konflikte. Nachdem der altgediente Pfarrer wegen den Schleisern einen Nervenzusammenbruch erleidet, versucht der eingesetzte Aushilfspfarrer wieder Frieden in das Dorf zu bringen.
Die Schleiser Schauspieler*innen rund um Regisseur Max Eller inszenieren dieses turbulente Stück in drei Akten im Sparkassensaal Schleis ab dem 05.04.2026.
Platzreservierung unter: 347 845 88 32
Latsch
Selbstbestimmtes Lebensende
Kürzlich fand auf Initiative des Vereins „Demenzfreundlicher Vinschgau“ und der KVW Ortsgruppe Latsch ein gutbesuchter Vortrag zum Thema „Selbstbestimmtes Lebensende“ statt. Dr. Herbert Heidegger, ehemaliger Primar der Gynäkologie Meran, Präsident des Landesethikkomitees, referierte über den Wunsch, in Würde zu sterben und über ein gutes Sterben.
Was sind gute, ethische Entscheidungen am Lebensende?
Über allem steht die Menschenwürde als unantastbar, sowie die Autonomie des Menschen, ohne dessen Einwilligung keine Behandlung erfolgen darf. Für den Fall, dass der Patient nicht mehr einwilligungsfähig ist, wird geraten, rechtzeitig (schon ab 50) eine Patientenverfügung zu verfassen. Als Alternative gilt
die „Gesundheitliche Vorsorgeplanung“ mit gemeinsamer Zielfindung. In einer lebensbedrohlichen Notfallsituation gilt dann die „Notfallanordnung“, deren Therapieziel die Lebensverlängerung mit zu bestimmenden Einschränkungen ist. Als letztes Therapieziel gilt die Linderung (Palliation), in der keine Lebensverlängerung vorgenommen wird. Pfarrer Johann Lanbacher sprach über die Krankensalbung: sie ist ein Sakrament für Kranke und soll Mut zusprechen, Linderung schenken und Gottes Beistand in Krisen zeigen.
Danach stand Dr. Heidegger noch für Fragen zur Verfügung. Die Demenzvereinigung versorgte die Interessierten mit Informationsmaterial und noch offene Fragen wurden beantwortet.
Margit Hillebrand
Der ehemalige Primar der Gynäkologie Meran und Präsident der Landesethikkomitees Herbert Heidegger referierte in Latsch über den Wunsch, in Würde zu sterben und über ein gutes Sterben.
Fenster und Haustüren neu erleben am 27. und 28. März im Finstral Studio
Freitag, 27.03. 16–20 Uhr Samstag, 28.03. mit Kinderprogramm 9:30–16 Uhr
finstral.com/studioday
Primeln für die Krebsforschung
Naturns SVP-Frauen von Naturns beteiligen sich seit 25 Jahren an der landesweiten Spendenaktion. Brustkrebs ist eine der häufigsten Erkrankungen von Frauen und die Behandlung oftmals mit schweren Nebenwirkungen verbunden. Die landesweite Spendenaktion der SVP-Frauen unterstützt in Absprache mit der Südtiroler Krebshilfe eine Studie an den Krankenhäusern von Brixen und Meran geleitet von der Brixner Primaria Dr.in Sonia Prader, die jetzt auch auf Bruneck ausgeweitet werden konnte. Ziel ist eine wesentliche Verbesserung der Lebensqualität von Krebspatientinnen. Naturns beteiligt sich seit dem Beginn an der Spendensammlung zugunsten der Krebsforschung, die von den SVP-Frauen in ganz Südtirol rund um den Internationalen Tag der Frau organisiert wird. Primeln, bunte Frühlingsblumen und vielerlei verschiedene Kräuterpflanzen strahlten am Samstag, 07. März am traditionellen Stand im Zentrum von Naturns mit der Sonne um die Wette. Viele Spenderinnen und Spender warteten sogar darauf, bei der
Im Mittelpunkt der Fachvorträge stand der Einsatz zentraler Großwärmepumpen. Diese können thermische Energie aus geklärtem Abwasser, aus Fließgewässern, Seen oder auch aus geothermischen Quellen gewinnen und in bestehende Fernwärmenetze einspeisen.
Am Freitag, den 27. Februar, fand eine Fachveranstaltung zum Thema „Thermische Nutzung der Wasserkraft im alpinen Raum des oberen Vinschgau“ statt. Organisiert wurde sie vom Ingenieurbüro Patscheider & Partner in Zusammenarbeit mit dem E-Werk Prad sowie dem deutschen Ingenieurbüro Eproplan.
v.l.: Die Naturnser Frauen bei der Spendenaktion zum Tag der Frau: Astrid Pichler, Monika Fliri, Barbara Pratzner, Marianne Bauer, Uschi Prantl, Rosi Moser, Gertrud Fliri und Christine Ladurner
Garten, den Balkon oder den Friedhof zu erstehen und rundeten zumeist die Spende großzügig auf. „Diese Aktion genießt große Unterstützung, denn leider sind viele Familien von einer Krebserkrankung betroffen und schätzen unseren Einsatz für die Krebsforschung. In all den Jahren konnten wir jeweils mit einem Reinerlös für diesen guten Zweck von bemerkenswerten über 1.000 € rechnen, so hat Naturns eine wirklich stolze Summe eingebracht,“ freut sich die Naturnser Frauenreferentin Astrid Pichler über den Erfolg der Aktion.
Die SVP-Frauen von Naturns danken den sehr großzügigen Spenderinnen und Spendern, der Gärtnerei Pozzi für den Vorzugspreis und der Athesia Naturns sowie der Raiffeisenkasse Untervinschgau für den alljährlichen Platz mitten im Herzen von Naturns.
Den Anstoß für die Veranstaltung gab ein Vortrag der Firma Eproplan bei den Energietagen in Mals. Im Anschluss daran vertieften Michael Wunderer und Ronald Patscheider in einem weiterführenden Gespräch mögliche Potenziale im Vinschgau. Dabei wurde rasch deutlich, dass im gesamten Tal noch beträchtliche, bislang ungenutzte Energiequellen vorhanden sind. Aus dieser Erkenntnis entstand die Idee, bereits zu Beginn des Jahres 2026 eine gezielte Veranstaltung mit den lokalen Betreibern von Fernheizwerken und Kläranlagen zu organisieren.
Zur Vorbereitung wurden der Firma Eproplan umfangreiche Daten zu verschiedenen Fernheizwerken und Kläranlagen im Vinschgau übermittelt. Besonders eingehend analysiert wurden das Fernheizwerk Prad sowie die Kläranlage Prad, da dort aktuell die Erweiterung der Fernwärmezentrale geplant wird. Auf Basis dieser belastbaren Datengrundlage konnte Eproplan sehr praxisnahe Beispiele präsentieren. Mit einem konkreten Projektansatz für Prad und einer ersten Potenzialabschätzung für den gesamten Vinschgau gelang es, das Interesse der anwesenden Entscheidungsträger deutlich zu wecken.
Die Begrüßung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfolgte durch Bezirkspräsidentin Roselinde Gunsch sowie durch den Bürgermeister von Prad, der seit Kurzem auch als zuständiger Resortleiter für Abwasser- und Abfallbewirtschaftung in der Bezirksgemeinschaft tätig ist. Für ihn stellte die Veranstaltung zugleich einen fundierten Einstieg in die Thematik dar, insbesondere mit Blick auf die strategische Nutzung regionaler Energiepotenziale.
Im Mittelpunkt der Fachvorträge stand der Einsatz zentraler Großwärmepumpen. Diese können thermische Energie aus geklärtem
Abwasser, aus Fließgewässern, Seen oder auch aus geothermischen Quellen gewinnen und in bestehende Fernwärmenetze einspeisen. Gerade im Vinschgau sind die Rahmenbedingungen dafür besonders günstig: Es bestehen zahlreiche Seen und Fließgewässer, es gibt nutzbares Potenzial aus geklärtem Abwasser, die Nähe zu bestehenden Heizwerken und Wärmenetzen ist gegeben, und zudem steht Strom aus erneuerbarer Wasserkraft für den Betrieb der Wärmepumpen zur Verfügung.
Am Beispiel von Prad wurde das Potenzial konkret dargestellt. Das Abwasser der Kläranlage bietet ganzjährig eine stabile und zuverlässige Wärmequelle. Auf dieser Grundlage wäre der Einsatz einer Wärmepumpe mit rund 800 kW Leistung technisch umsetzbar. Zusätzlich liefert die Etsch insbesondere in den Wintermonaten durch ihren hohen Volumenstrom weiteres energetisches Potenzial. Für eine abschließende Bewertung sind nun vertiefende technische und wirtschaftliche Analysen erforderlich.
In der Zusammenfassung wurde deutlich, dass im gesamten Vinschgau erhebliche Potenziale vorhanden sind. Der nächste Schritt besteht in der Ausarbeitung konkreter Machbarkeitsstudien, der Prüfung wirtschaftlicher Modelle sowie der detaillierten Analyse möglicher Förderinstrumente. Technisch sind entsprechende Lösungen durch professionelle Planung und Baubegleitung gut realisierbar.
Abschließend stellte Michael Wunderer die aktuellen Fördermöglichkeiten für Fernheizwerke und Kläranlagen vor. Mit den derzeitigen Landesförderungen sowie den staatlichen Programmen rund um den Conto Termico 3.0 eröffnen die Jahre 2026 bis 2028 ein besonders attraktives Investitionsfenster mit überdurchschnittlicher Förderintensität. Entscheidend sind dabei eine frühzeitige Antragstellung, die strategische GSE-Qualifizierung sowie die Durchführung eines fundierten Energieaudits. Die Kombination mehrerer Förderprogramme kann die Wirtschaftlichkeit solcher Projekte zusätzlich deutlich verbessern.
Bildungsausschuss Kortsch
Bildungsausschuss Schlanders
Einladung zur Kulturfahrt
Un bek an nt es Tr ies t
Bildungsausschuss Glurns/Taufers i. M. Einladung zur Kulturfahrt
S I N F O N I E K O N Z E R T
Mittwoch, 25. März 2026 20 00 Uhr im Vereinssaal Reschen
Donnerstag, 26. März 2026 20 00 Uhr im Stadtsaal Glurns
Der Bildungsausschuss ädt ein, die „deutsche Sprachinsel“ Sauris zu entdecken, ein authentischer
Der Bildungsausschuss ädt ein, die „deutsche Sprachinsel“ Sauris zu entdecken ein authentischer
Ort voller Tradition am Fuße der Karnischen Alpen, den wir zur Sommersonnwende besuchen. Die Bildungsreise beinhaltet folgendes Programm:
Kultur & Geschichte:
• Führung durch das ethnographische Museum „Haus van der Zahre“, Besuch der Pfarrkirche St. Oswald (Flügelaltar von Michael Parth) und des „Beibarhaus“ (traditionelle Webkunst)
• Besuch des „Dorfes der Uhren“, Pesariis, mit Uhrenmuseum.
Genuss:
Die italienische Stadt Triest an der Adria genießt noch immer ihren Status als Geheimtipp, obwohl sie mit einem historischen Stadtkern und charmanten Bauwerken die Herzen von Kulturliebhabern höherschlagen lässt.
und charmanten Bauwerken die Herzen von Kulturliebhabern höherschlagen lässt.
Der Bildungsausschuss Schlanders lädt zur Kulturfahrt nach Triest und Umgebung vom 15. bis 17. Mai 2026. Es erwartet Sie ein interessantes Programm.
Der Bildungsausschuss Schlanders lädt zur Kulturfahrt nach Triest und Umgebung vom 15. bis 17. Mai 2026. Es erwartet Sie ein interessantes Programm.
Das vollständige Programm mit Informationen zu den Inklusivleistungen samt Kosten und Anmeldung ist beim Bildungsausschuss Schlanders erhältlich: Tel. 333 3203093 (telefonisch abends erreichbar bis 21:30 Uhr) oder über WhatsApp.
Das vollständige Programm mit Informationen zu den Inklusivleistungen samt Kosten und Anmeldung ist beim Bildungsausschuss Schlanders erhältlich: Tel. 333 3203093 (telefonisch abends erreichbar bis 21:30 Uhr) oder über WhatsApp.
Besuch der Pfarrkirche St. Oswald (Flügelaltar von Michael Parth) und Genuss: „Wolf“ sowie Führung und Verkostung in der Brauerei „Zahre Beer“ Programmänderungen vor Ort vorbehalten.
• Besichtigung mit Degustation bei der Schinkenmanufaktur „Wolf“ sowie Führung und Verkostung in der Brauerei „Zahre Beer“ Programmänderungen vor Ort vorbehalten.
Informationen
Abfahrt: Freitag, 19. Juni, 15:00 Uhr ab Bahnhof Laas.
Rückkehr: Sonntag, 21. Juni, ca. 21:00 – 22:00 Uhr.
Inklusivleistungen: Bustransfer (Martelltal Reisen), 2x Übernachtung mit Frühstück in Sauris, 2x
Abendessen, Eintritte & Degustationen laut Programm. Kontakt und Anmeldung: Reinhard Zangerle mobil 349 7868760
Die Anmeldung ist erst mit der Einzahlung gültig.
Bitte überweisen Sie den Betrag innerhalb 30. März 2026 auf folgendes Konto des
Bildungsausschuss Laas: Raiffeisenkasse Laas
IBAN: IT11 C081 1758 5000 0030 0011 916
Grund: Bildungsfahrt Sauris
Sonntag, 21. Juni, ca. 21:00 –Bustransfer (Martelltal und Anmeldung: Reinhard Zangerle Einzahlung 30. des Laas IT11 C081 1758 5000 0030 0011 916 Sauris
Schlanders/Vinschgau
„Die Bozner sollen nun beweisen ...“
Am Freitag, dem 13. März hielt der SVPBezirksausschuss im Gamperheim von Schlanders seine Vollversammlung ab. Der SVP-Bezirksobmann Albrecht Plangger und seine Stellvertre terin Irmgard Gamper hatten Ortsobleute, BM, Referenten und Interessierte eingeladen und mit der Senatorin Julia Un terberger und mit der Landesrä tin Rosemarie Pamer lieferten zwei Referentinnen Informatio nen aus Rom und aus dem So zialbereich. Sepp Noggler, der ebenfalls als Referent vorgese hen war, ließ sich entschuldi gen. Plangger betonte in seinem einleitenden Kurzbericht, dass „nicht alles ins Pustertal“ gehe, denn man habe in der Landesregierung die technischen Eigenschaften für die Umfahrung von Rabland beschlossen, die ja schließlich auch den Vinschgau betreffen. Das Gesetz für die Ortspolizei stehe zur Debatte und dafür sei auch der Präsident der entsprechenden Gesetzgebungskommission
v. l.: SVP-Bezirksobmann Albrecht Plangger, Senatorin Julia Unterberger, Landesrätin Rosemarie Pamer und die SVP-Bezirksomannstellvertreterin Irmgard Gamper
und Abstimmungen über die Autonomiereform. Bei der Abstimmung über die Justizreform sprach sich Unterberger für ein Nein aus. Über die Pflegepolitik sprach Rosemarie Pamer. Die Wartezeiten für die Pflegeeinstufung sei ein Dauerproblem (im Vinschgau gibt es mit 11 Monaten die längsten Wartezeiten im Lande) und vor allem auf den Fachkräftemangel zurückzuführen, den man beheben und die Einstufungsteams von 17 auf 26 erhöhen wolle. Das Gesetz für das Ehrenamt sei unterwegs.
Sepp Noggler zuständig. Mit dem Landeshauptmann haben die Kontaktgruppe bezüglich Nationalpark Stilfserjoch ausgemacht, dass ein erneute Bestandserhebung und möglicherweise ein neuer Beschluss
über die „linee guide“ gemacht werden solle, um im Anschluss daran ein Sonderdekret durch den Umweltminister erwirken zu können. Es seien unbedingt die Baumaßnahmen für die 200 Höfe im Nationalpark und die Schutzhütten, die derzeit in der B-Zone eingetragen seien, zu regeln. Plangger sagte, dass er sich da zurückgezogen habe und nun die Bozner beweisen sollen, dass dieser politische Weg der richtige sei. Plangger sprach auch das Energiethema an und formulierte wiederum den Wunsch, dass es weitere Kraftwerke im Vinschgau geben und dass man Trinkwasserkraftwerke besser ausnutzen könnte.
Roland Brenner, der Präsident der Stilfserjoch GmbH, wies darauf hin, dass es am Joch einen Masterplan gebe, der 6-7 Baulose enthalte. Allerdings müsse alles neu ausgeschrieben werden, weil die Architekten aus dem Verfahren ausgeschlossen worden seien. Mit dem Bettenstopp walle man im Vinschgau nichts zu tun haben und auch nicht Energien damit vergeuden. Es sei bedauerlich, dass Latsch nich tin den Ausnahmegemeinden drinnen sei, so Plangger. Denn Latsch sei nicht Gröden.
In ihrem Bericht aus Rom referierte Julia Unterberger über den Fortgang der Debatten
Lebhaft wurde s in der Debatte. Der Unterschied zwischen den Wartezeiten im Pustertal (4 MOnate) und dem Vinschgau könne nicht sein, beklagte der Schludernser BM Heiko Hauser. Karl Pfitscher forderte einen sofortigen Ausbau der Latschander. Wenn dort die Straße durch Steinschlag gesperrt sei, sei der Vinschgau völlig abgeschnitten. Kunhilde von Marsoner fragte nach dem aktuellen Stand des geschlossenen 3. Stockes im Krankenhaus. Dieter Pinggeras Rolle solle da weitergehen, sagte Plangger. Abwesend war die Schlanderser BMin Christine Kaaserer. So sagte Pinggera, dass die Stellenpläne am Krankenhaus unbekannt seien. (eb)
Abgabe von Rädern 06.04.2026 bis 10.04.2026
(Abgabe in Mals Bikeshop)
Flohmarkt, Samstag 11.04 von 9:00 - 13:00 Uhr
Prad am Stlfserjoch/Taufers i. M.
„Wir haben Glück gehabt, dass es dich gibt“
Esgib normal, obnormal und dia mit Down Syndrom. Dia mit Beeinträchtigung gibs a. Manche moanen sie sein normal, derweil fahlts groub“. So beginnt die Glosse „Normal sein olle gearn“ in der Publikation „Elmars Blick auf die Welt“. Die Texte hat Elmar Rufinatscha, genannt Elli, mit seinem Betreuer Dietmar Raffeiner in der Werkstatt mit Menschen für Behinderung in Prad im Laufe von fünf Jahren erarbeitet. Elmar wollte berühmt werden. „Wenn ma berühmt isch, norr kennt oan a jeder“, so Elmar. „Selm mecht jeder a Autogramm hobm. Wenn a viel int Zeitung drin bisch, norr bisch berühmt“. Und Elmar ist nun berühmt. Er ist der erste Preisträger des „Georg Paulmichl Preises“. Er gibt Autogramme, schaut aus den Zeitungen und sogar aus dem Fernseher heraus. Der Preis ist nach dem bekannten Prader Schriftsteller und Künstler Georg Paulmichl (1960 - 2020) benannt, der ebenfalls von Raffeiner gefördert worden ist. Elmar erhielt eine Marmor Medaille überreicht mit dem Aufdruck „Wir haben Glück gehabt, dass es dich gibt“ - eine Abwandlung des Paulmichl Zitates „Ich habe Glück gehabt, dass es mich gibt“. El-
Elmar Rufinatscha, genannt Elli, Jg. 1988 aus Taufers i. M. hat am 28. Februar 2026 in Prad den ersten „Georg Paulmichl Preis“ überreicht bekommen. Die Bürger*Genossenschaft Obervinschgau hat die Trägerschaft für den Preis übernommen.
mar ist 38 Jahre alt. Er wuchs mit drei älteren Geschwistern in Taufers i. M. auf und lebt dort bei seinen Eltern. „I wohn iatz in Pradatsch“ erklärt er. Dort fand die Familie ein neues Zuhause, nachdem 2015 ein Brand ihren Hof zerstört hatte. Damals erlitt Elmar einen Schock, der bei ihm noch heute nachwirkt. Elmar besuchte die Grundschule in Taufers, die Mittelschule in Glurns und die Landesberufsschule in Schlanders. Stets erfuhr er spezielle Betreuungen. „I hon die Lehrer oft a bissl tratzt“,
scherzt er. Nach der Pflichtschule fand er eine Beschäftigung als Gemeindearbeiter in Taufers i. M. „Selm hots miar gonz guat gfolln“ betont er. Doch leider machten ihm epileptische Anfälle einen Strich durch die Rechnung. Elmar kam in die Werkstatt in Prad. Dort traf er seiner Freundin Ladina und seinen Betreuer Raffeiner, der ihn unter seine Fittiche nahm. In seinem Heimatort ist Elli voll integriert. Er liebt die Musik der „Jungen Pseirer“, und er ist Fan der Tauferer Musikkapelle. Be-
reit von klein auf durfte er beim „Silvesterblasen“ die große Trommel ziehen. Er wurde dafür sogar mit dem „Trommelzieher Diplom“ geehrt. Elli liebt das Theater und schaut sich gerne bayrische Komödien an. Bei der Heimatbühne Taufers i. M. ist er eine feste Größe. Als „Zettelkontrolleur“ steht er am Eintritt, und zur Verneigung zieht er den Souffleur aus dem Kasten. Elmar war bereits öfters als Filmstatist im Einsatz, so bei den Dreharbeiten „Das finstere Tal“. Und er träumt davon, einmal im Trachtenkleid als Trommler auftreten zu können. Elli liebt die Geselligkeit und hie und da auch ein Bier. Am liebsten isst er Pizza, Cordon Blue und heiße Würste. „Als Londeshauptmann tat i in jedn Dorf a Würstlbude aufstellen“, meint er. Willkommene Abwechslung bietet ihm die Sonntagsbetreuung im Haus der Lebenshilfe in Schlanders. Sein größter Wunsch wäre es, in einer Wohngemeinschaft zu leben. Und er möchte weiterhin Literat sein. Elli schöpft aus Erfahrungen und Beobachtungen. Seine Texte halten den Menschen humorvoll den Spiegel vor, so auch mit dem treffenden Zitat: „Wenn die Leit bsoffn sein, norr sein sie olle nimmer normal.“ (mds)
Jubiläumsausstellung zum 75sten Geburtstag
ERNST MÜLLER
Im Kulturhaus Karl Schönherr in Schlanders vom 11 -19 April 2026
Eröffnung der Ausstellung: Samstag, 11 . April um 19 Uhr
Öffnungszeiten: MO bis FR 15-19 Uhr SA und SO 10-12 und 15-19 Uhr
Foto: Magdalena Dietl Sapelza
Schlanders
VKE Schlanders blickt auf erfolgreiches Jahr zurück
Diejährliche Vollversamm
lung des VKE Schlanders fand heuer am 27. Februar 2026 in Göflan statt. Für den Verein war es ein besonderes Jahr: Er feierte sein 30-jäh riges Bestehen. Im Rahmen der Vollversammlung blick ten die Vorstandsmitglieder auf ein abwechslungsreiches Jahr mit vielen Aktivitäten zurück. Neben verschiedenen Kursangeboten wie einem Selbstschutzvortrag (mit der Firma STS), einem Frisierkurs für Tatis sowie einem Flechtkurs für Anfänger beteiligte sich der VKE auch an mehreren Aktionen der Dorfgemeinschaft. Dazu zählten u. a. das T-Shirt-Bedrucken im Sommer, ein Halloweenfest, das Dorffest sowie das Eisfest mit der beliebten Rollenrutsche. Genau am Gründungstag, dem 4. April, wurde dieses Jubiläum gebührend mit dem altbekannten Spielefest „Radau in der Mat-
sucherInnen sowie Ehrengäste nahmen an der Veranstaltung teil.
Nach einem umfangreichen Rückblick auf insgesamt 275 ehrenamtlich geleistete Stunden konnte der VKE Schlanders das Vereinsjahr 2025 positiv abschließen. Im Zuge der Versammlung wurden drei langjährige Vorstandsmitglieder, Karin Brugger, Heike Fleischmann und Ivan
h. v. l. Nadine Alber, Manuela Eberhöfer, Ivan Runggatscher, Heike Fleischmann, Angelika Alber und Lisa Maria Kaserer zusammenmit den drei neue Ausschussmitglieder Eva Gluderer, Verena Privora Verena, Patricia Rosa Pirhofer
Über viele Jahre hinweg haben sie den Verein tatkräftig unterstützt und einen wertvollen Beitrag für die Kinder der Gemeinde Schlanders und darüber hinaus geleistet. Sie wurden von der Sektionsleiterin Angelika Alber, die von ihrem Vorgänger Ivan Runggatscher sehr für ihre Arbeit gelobt wurde, und dem Ausschuss verabschiedet. „Man verlässt den VKE mit einem wei-
nenden und einem lachenden Auge. Wir haben vieles umgesetzt. Wir haben dies für die Wichtigsten gemacht, für die Kinder“, sagte Fleischmann. Auch für das Jahr 2026 hat sich der VKE Schlanders einiges vorgenommen. Neben verschiedenen Aktionen im Dorf wird der Verein u. a. die 75-Jahr-Feier des ASC Schlanders unterstützen sowie Vorträge und Veranstaltungen organisieren. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Schlanders und Günther Dichgans vom VKE wird der Spielplatz in den Malaunen erneuert und feierlich eingeweiht. Den Entwurf präsentierte Dichgans bei der Vollversammlung. Zudem können Mitglieder weiterhin den VKE-Raum für Geburtstagsfeiern nutzen, eine Spiel- und Spaßtasche ausleihen oder die Rollenrutsche für Veranstaltungen reservieren.
Nadine Alber
Malser Haide
Wiesenbrüterschutz Malser Haide –Beihilfen 2026
Die weite Wiesenlandschaft der Malser Haide ist ein alpenweit bedeutendes Brutge biet der überall in Europa stark gefährdeten Wiesenbrüter wie Feldlerche und Braunkehlchen. Daher wird die Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse dieser Vö gel durch nicht zu frühe Mahd und mäßige Düngung (ohne Kunstdünger) mittels Flächen prämien gefördert. Die Prämien sollen eventuelle Ernteverluste durch den späteren Mähtermin entschädigen. Das jährliche Monitoring der Wiesenbrüter wird vom GWR Spondinig koordiniert und von ortsansässigen Biologen durchgeführt. Am Projekt sind auch das Bezirksamt für Landwirtschaft in Schlanders, der Bauernbund Burgeis, die Gemeinde Mals und die Forststation Mals beteiligt.
wobei mindestens 200 Euro pro Gesuch erreicht werden müssen.
Der Antrag muss auf dem dafür vorgesehenen Vordruck bis zum 31. März 2026 im Bezirksamt für Landwirtschaft West in Schlanders (lwschlanders.agrisilandro@pec.prov.bz.it) eingereicht werden.
Der Beitrag wird in Form von Flächenprämien vergeben und beträgt 600 Euro pro Hektar,
Im Sommer 2025 beteiligten sich über 80 Bäuerinnen und Bauern mit knapp 230 ha Wiesenfläche am Wiesenbrüterprojekt.
Tabland/Naturns
Neues Licht
Der Gemeinderat von Naturns hat bei seiner letzten Sitzung die Finanzierung für den kompletten Austausch der öffentlichen Beleuchtung in der Fraktion Tabland zur Verfügung gestellt. Die Umsetzung wird noch in diesem Jahr erfolgen. Die Gemeinde Naturns hat bereits 2021 ihren Lichtplan genehmigt. Dabei wurden die über 1.000 Lichtpunkte der öffentlichen Beleuchtung analysiert und auch nach Verbrauch kategorisiert. In den letzten Jahren fand ein Austausch der Leuchtmittel nach Prioritäten statt. „Es wurde unter anderem festgestellt, dass ein Großteil der Lampen in der Fraktion Tabland in die Jahre gekommen ist und sowohl hinsichtlich Energieverbrauch als auch unter der Berücksichtigung von Lichtverschmutzung Handlungsbedarf besteht“, erklärt die zuständige Gemeindereferentin Barbara Pratzner. Aus diesem Grund hat die Gemeinde ein Projekt für den kompletten Austausch der Beleuchtung in Auftrag gegeben. Dieses sieht vor, dass die öffentliche Beleuchtung in der Fraktion Tabland mit einheit-
Mals
Ohne Gleichstellung keine Zukunft
Sommerbetreuung und die Vereinbarung von Beruf und Familie sind nach wie vor die zwei wichtigsten Themen, die Südtiroler Familien beschäftigen. Wie groß der Handlungsdruck in diesen Bereichen ist, zeigte sich bei der Podiumsdiskussion der zweiten Vinschger Familientagung im Oberschulzentrum Mals am 7. März 2026, organisiert vom Eltern-Kind-Zentrum Obervinschgau.
Die Referentin Barbara Pratzner Foto:
klusive Leerrohrverlegung und Verkabelungen notwendig sind. Überwiegend kann aber die bestehende Struktur verwendet werden. Bei allen Lichtpunkten wird der Leuchtkörper ausgetauscht. Die notwendigen Standorte der neuen Beleuchtungskörper wurden mittels Lichtberechnung genau überprüft. „Die Gesamtkosten für die Bauarbeiten belaufen sich auf knapp 250.000 Euro
Der Moderator David Frank führte durch die Diskussion. Am Podium saßen die Präsidentin des ELKI Obervinschgau Valentina Burger, Tanja Einsiedler, der Hotelier Lukas Gerstl, Klaus Wallnöfer, Direktor des Schulsprengels Graun und Landesrätin Rosmarie Pamer an Stelle von Landesrat Philipp Achammer, der kurzfristig absagte. Den inhaltlichen Einstieg übernahm die Soziologin und Pädagogin Christa Ladurner. Sie zeigte aktuelle Studienergebnisse einer Umfrage, die das Stimmungsbild der Südtiroler Familien erfasste. „Für 64 Prozent der Befragten sind Großeltern sehr wichtig in der Betreuung ihrer Kinder“, so Ladurner. Vor allem für Eltern, die nicht auf diese Ressourcen zurückgreifen können, stellen die langen Sommerferien eine finanzielle als auch mentale Belastung
dar. Bei der Sommerbetreuung gäbe es „vor allem im Kindergarten Probleme“ – zu betonten sei jedoch, dass sich die Ergebnisse primär auf die Städte beziehen und die Situation in den Gemeinden anders sein kann.
Die hohe Beteiligung von Frauen an der Befragung zeigt, dass sich diese immer noch vorwiegend zuständig für Familienthemen fühlen. Aber: Der Wunsch nach einer ausgewogenen Rollenverteilung ist da. Wallnöfer betonte: „Männer müssen Verantwortung übernehmen” und “Kampagnen und Sensibilisierung sind sehr wichtig”, sagte David Frank. Erreicht werden könnte mehr Gleichstellung durch neue Arbeitszeitmodelle, wie sie der Hotelier Lukas Gerstl in seinen Betrieben bereits umsetzt. 54 Prozent seiner Mitarbeitenden sind Mütter. Da braucht es „flexible Arbeitszeiten“. Zusätzlich besteht für die Kinder der Angestellten die Möglichkeit zum Mittag- oder Abendessen im neuen Family Resort in Graun. Ergänzend dazu ist die neue Kita im Hotel auch samstags geöffnet. Lukas Gerstl betonte: „Je mehr Betriebe das machen, desto mehr Anklang hat es und wir sind auf einem guten Weg, dass sich andere diesem Modell anschließen“. Gerstl wünscht sich allerdings
mehr staatliche Unterstützung, da die „Mitarbeiterkosten sehr hoch sind für solche neuen Arbeitsmodelle.“ Mehr Unterstützung vom Staat wünschte sich auch Tanja Einsiedler, die bei der Podiumsdiskussion über ihren Alltag als Mutter eines beeinträchtigten Kindes berichtete. Es brauche noch einmal mehr Management und „die meisten Mütter sind gezwungen, ihren Arbeitsplatz zu kündigen.“ Generell würde vielen Frauen „aktiv empfohlen“ werden, ihren Job zu kündigen, sagten Frank und Valentina Burger. Das Kündigen und das jahrelange Arbeiten in Teilzeit hat enorme Auswirkungen auf die Rente und führt, wie die Statistiken zeigen, zu „Altersarmut vor allem bei Frauen“, so Ladurner. Chancengleichheit in der Berufswelt und eine gerechte Arbeitsteilung in der Familie scheinen unter diesen Aspekten nur gerechtfertigt.
Die zahlreichen Wortmeldungen aus dem Publikum unterstrichen nicht nur die Relevanz dieser Themen für junge Südtiroler Familien, sondern machten auch deutlich, dass die Politik gefordert ist, bedürfnisorientierte Lösungsansätze für die neuen Lebensrealitäten zu entwickeln.
Theresa Hickmann
Diskutierten darüber, was Familien brauchen: v. l. Valentina Burger, Tanja Einsiedler, Christa Ladurner, Lukas Gerstl, Klaus Wallnöfer, LR Rosmarie Pamer und Moderator David Frank
Weltladen Latsch
Eine Begegnung, die berührt
– und hilft
Zueiner besonderen Begegnung mit einer besonderen Frau kam es am 9. März im Weltladen von Latsch. Margret Bergmann hatte in dem Vortrag “Afghanistan – 1100 Abende für die Menschlichkeit”, auch schöne Dinge aus Afghanistan zu erzählen, die Hoffnung machen.
Als sie vor vielen Jahren in einer Zeitung ein Foto sah, auf dem eine Frau in einer Burka, auf der Strasse nach etwas Essbarem suchte, beeindruckte sie das so sehr, dass sie dachte, ich muss für diese Menschen etwas tun. “Mir geht es in erster Linie um ein würdiges Dasein für die Menschen in Afghanistan. Ich möchte den Menschen, den Frauen und Mädchen dort helfen. Mein Anliegen ist es, dass die Menschen in ihrem eigenen Land, in ihrer eigenen Heimat bleiben können”, sagt Bergmann. Sie trat als Volontärin dem Jesuiten-Flüchtlingsdienst JRS in Afghanistan bei, sowie dem Verein “Südtiroler Ärzte für die Welt” und unterstützt seitdem Projekte, die Mädchen beispielsweise Zugang zu Bildung und sozialer Entwicklung ermöglichen. “Es gibt kein Land auf der Welt, das Frauen und Mädchen so unterdrückt wie Afghanistan”, sagt Bergmann. Schon 2007 hatte sie sämtliche Kosten für die Mädchenschu-
“Eine ganz liebe Menschenschar”, hörte aufmerksam den Worten von Margret Bergmann im Weltladen Latsch zu rechts: Margret Bergmann mit den gehäkelten Krippenfiguren aus Afghanistan
le in Tabqus, im zentralafghanischen Hochland, finanziert. Ein großes Anliegen von Margret Bergmann ist es, dass jene, die nach der ersten Machtergreifung der Taliban aus ihrer Heimat fliehen mussten, wieder in ihre Heimat zurückkehren können. “Ich habe noch keinen Afghanen kennengelernt, der nicht Heimweh hatte”, sagt sie.
4-mal war Bergmann bereits in Afghanistan und noch heute hat sie Kontakt mit den Jesuiten in Kabul und Herat. Der Verein “Südtiroler Ärzte für die Welt” ermöglicht es, dass Bergmann gehäkelte Krippenfiguren bei den Jesuiten bestellen kann, welche von den Mädchen und Frauen in in Handarbeit hergestellt werden. Die Jesuiten haben in Afghanistan noch die Erlaubnis Mädchen auszubilden. Das Geld der verkauften Krippenfiguren geht zur Gänze an den Jesuiten Flüchtlingsdienst in Afghanistan. “Die Hoffnung darf nicht sterben”, sagt Margret Bergmann. “Ich helfe, wo ich kann. Das andere liegt in der Hand Gottes”. (pt)
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Hörstoff aus dem Tal
Podcasts kennen keine Grenzen. Man kann sie zu jeder Uhrzeit und überall hören. Ein Podcast – eine Wortschöpfung aus iPod und Broadcast – ist vereinfacht gesagt eine Tonaufnahme, in der Menschen über ein bestimmtes Thema sprechen. Seit einiger Zeit gibt es erfrischende Beispiele aus dem Vinschgau, die hier entstehen und von hier aus ihre Kreise ziehen. Höchste Zeit, in den nächsten Vinschgerwind Ausgaben einen Blick hinter die Mikrofone zu werfen. Den Anfang machen Miryam Bernhart und Daniel Trafoier, sie stellen ihren Podcast Gschnagglt & Gratscht vor, in dem kommentiert, diskutiert und viel gelacht wird.
von Maria Raffeiner
Vinschgerwind: Wer sind die Köpfe, Stimmen und Herzen hinter eurem Podcast?
Daniel Trafojer, Miryam Bernhart: Die Hosts von „Gschnagglt und Gratscht“ sind Dani Trafoier (44) aus Schlanders – Lehrer an der Fachschule Fürstenburg in Burgeis und künstlerischer Leiter von JuVi Jugendtheater Vinschgau – sowie Miry Bernhart (25), ebenfalls aus Schlanders. Auch sie unterrichtet an der Fachschule Fürstenburg und ist aktives Mitglied sowie Ausschussmitglied bei JuVi. Gemeinsam verbinden wir pädagogische Erfahrung mit Bühnenleidenschaft und genau das soll man auch im Podcast spüren.
Vinschgerwind: Wie kam euch die Idee zum Podcast?
Dani war langweilig. Und wenn ihm langweilig ist, entstehen Ideen. Irgendwo zwischen Kaffee und Gedankenblitz kam der Einfall: Ein Podcast aus dem Vinschgau, für den Vinschgau und darüber hinaus. Wie genau? Keine Ahnung. Aber eines war klar: nicht allein. Also hat er Miry damit überfallen. Kein Konzept. Nur die Frage: „Hast du Lust?“ Sie sagte einfach: „Ja.“
Vinschgerwind: Was möchtet ihr vermitteln?
Wir sprechen über aktuelle Themen, die uns begeistern, berühren, verärgern oder auch mal erschrecken. Eine feste Botschaft gibt es dabei nicht. Wir wollen Gedanken teilen, Perspektiven zeigen und zum Mitdenken anregen. Und manchmal auch einfach nur laut darüber reden, was uns gerade beschäftigt.
Vinschgerwind: Was macht euch am meisten Spaß?
Unsere Dynamik. Die spontanen Momente,
das gegenseitige Aufziehen und das viele Lachen, genau das macht jede Folge besonders. Wir lieben es, wenn aus einem lockeren Ratscher plötzlich Tiefgang entsteht oder aus einem ernsten Thema ein echter Lachanfall.
Unser Podcast Titel soll … neugierig machen und zugleich sofort zeigen, worum es geht. Mit „Gschnagglt und Gratscht“ bringen wir genau das auf den Punkt: Wir reden, diskutieren, hinterfragen – offen, ehrlich und immer mit einem Augenzwinkern. Der Titel steht für Gespräche auf Augenhöhe, klare Meinungen und den Mut, Dinge anzusprechen.
rechts: das Podcast-Logo
oben: Daniel Trafoier und Miryam Bernhart bei der Aufnahme einer Folge.
Vinschgerwind: Wie ist der Podcast aufgebaut?
Die Grundidee war, alle zwei Wochen zurückzublicken und einzuordnen, was in dieser Zeit passiert ist. Dafür haben wir klare Kategorien geschaffen: von „Standing Ovation“ für echte Highlights über „Applaus, Applaus“ mit Potenzial nach oben, bis hin zu „Leises Klatschen“ oder „Buh-Rufe“, wenn etwas kritisch gesehen wird. Den Abschluss bildet „Der große Vorhang fällt“ –mit der Frage: Was bleibt wirklich hängen?
Diese Struktur nutzen wir nach wie vor als Orientierung. Gleichzeitig gehen wir heute freier damit um: Manchmal lassen wir eine Kategorie bewusst weg, manchmal greifen wir eine doppelt auf.
Erschienene Folgen (Stand 1.3.26): 24 Folgen und 10 EXTRA-Folgen.
Bisher meistgehörte Folge: „Extra 05 – Der Herr der Ritterspiele – Mirko Stocker exklusiv“. Mit rund 2.300 Aufrufen ist sie aktuell unser absoluter Spitzenreiter und zeigt, wie stark besondere Gäste und exklusive Einblicke beim Publikum ankommen.
Vinschgerwind: Diesen Gast wünschen wir uns:
Beide zugleich: Jannik Sinner.
Vinschgerwind: Die technische Seite. Technisch war es für uns anfangs Neuland. Dank des mobilen JuVi-Podcast-Studios konnten wir mit Testaufnahmen und viel
Ausprobieren Schritt für Schritt hineinwachsen. Den passenden Sound hat Lukas Fleischmann für uns komponiert und individuell angepasst. Die On-Air-Stimme kommt von Nadia Zuggal aus Terlan, sie verleiht dem Podcast den professionellen Rahmen. Upload, Technik und Bewerbung übernimmt Dani, der sich intensiv eingearbeitet hat und dafür sorgt, dass jede Folge online geht.
Vinschgerwind: Wo nehmt ihr auf?
Aufgenommen wird meistens bei Dani zuhause. Wenn wir Gäste haben, sind wir flexibel, packen unser mobiles Studio ein und fahren direkt zu ihnen oder wählen eine passende Location.
Vinschgerwind: Wer steht hinter euch?
Das gesamte JuVi-Team. Insbesondere Julian Perkmann, der uns fleißig bei der Themensuche unterstützt.
Vinschgerwind: Wo ist Gschnagglt & Gratscht hörbar?
Den Podcast findet man auf der mein.juviHomepage sowie auf allen gängigen Plattformen – unter anderem bei Apple Podcasts, Spotify und YouTube.
Vinschgerwind: Was plant ihr derzeit?
Wir werden ein Jahr alt – und das feiern wir richtig! Am 20. März um 19.00 Uhr bringen wir unseren ersten Live-Podcast auf die Bühne – im BASIS Kasino in Schlanders. Es wird eine bombastische Show mit vielen Überraschungen, besonderen Momenten und natürlich jeder Menge „Gschnagglt und Gratscht“ live vor Publikum. Reservierungen sind online über unsere Homepage möglich.
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ÖFFNUNGSZEITEN
Jugendtreff „fResch“ Reschen
Im Jugendraum Tarsch
Do. 05.03.20 ab 17.30 Uhr
JT “fResch” Resch
Eclairs selbst gemacht
Do. 16:00 – 19:00 Uhr
Sa. 16:00 – 20.00 Uhr
Sa. 07.03.20 ab 19.00 Uhr
JT “Juze Hoad” St. Valentin
Deine BUTTONS
Mi. 16:00 – 19:00 Uhr
„Inzer perfekts Dinner“
Jugendtreff „Juze“ St.Valentin
Fr. 16:00 – 20.00 Uhr
JT “JUBU” Burgeis
Mi. 11.03.20 ab 16.30 Uhr
Strategiespiele
Mi. 15:30 – 19:00 Uhr
Sa.16:30 – 21:30 Uhr
Sa. 14.03.20 ab 19.00 Uhr
JT “JULO” Laatsch
Dekoideen neuer Treff
Do. 15:30 - 20:00 Uhr
Jugendtreff „Chillhouse“ Stilfs
Fr. 15:30 - 20:00 Uhr
JZ “JuMa” Mals
Fr. 06.03.2020 um 17.00 Uhr
DIY Osterdeko
Di: 15:45 – 20:15 Uhr
Mi: 15:45 – 20:15 Uhr
Bei uns im Jugendraum Tarsch wird’s lecker! Wir starten gemeinsam mit den Jugendlichen unser eigenes „Perfektes Dinner“. Weil wir alle mega gern kochen, und noch lieber essen, wird in Teams ein cooles Menü geplant, geschnippelt, probiert und natürlich auch gemeinsam gegessen. Es wird bestimmt ein toller Abend voller guter Laune, Teamwork und richtig gutem Essen – wir
Sa. 14.03.20 von 15.00 – 18.00 Uhr „Gianmo suchten“
Mi. 15:00 – 21:00 Uhr
Do. 15:00 – 21:00 Uhr
Workshop
Fr. 15:00 – 21:00 Uhr
Jugendtreff Tarsch
Sa. 15:00 – 21:00 Uhr
JT “Kosmo” Plaus
Mi. 11.03.20 15.00 – 17.00 Uhr
Filmnachmittag
Mo. 15:00 – 19:00 Uhr
Do. 15:00 – 19:00 Uhr
Falls du Fragen hast, melde dich gerne bei uns im
Es gibt große Neuigkeiten für den Jugendraum Citytreff in Glurns: Zukünftig unterstützt uns ein
Der Obere Bereich des Jugendtreffs ist ab sofort wieder geöffnet. Wir haben einen neuen Fernseher bekommen, der Gelegenheit bietet gemeinsam zu zocken oder einen Film zu schauen. Zudem könnt ihr mit uns gemeinsam eine neue Chillout-Area gestalten. Schaffen wir einen Platz um Musik zu hören und zusammen abzuhängen - ob Wände bemalen, Ideen Sammeln für die Einrichtung und basteln: Wir wollen einen Raum schaffen der zu euch passt. Im großen Aufenthaltsraum haben wir außerdem einen neuen PC und große Boxen für fette Beats bekommen. Wenn ihr Lust habt euch kreativ auszuleben oder
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Lösungswort:
1. In einer ... wird aus Mist Gas und dann Strom erzeugt
2. Der ... (Vorname) Pixner ist Oppositionsführer in Kastelbell
3. Im hintersten Schlinigtal befindet sich die ...
4. Eine kleine Biathlon-... könnte in Schling errichtet werden
5. die Via Claudia ... ging einst durch den Vinschgau
6. Wer am Palmsonntag als letzter aufsteht, ist der ...
7. Die Frau vom Chef im Olymp
8. Es gibt nicht nur die Rolling Stones, sondern seit kurzem eine rollende ... im Vinschgau
9. Raumausstatter und Wohntextilien aus Schlanders
10. Der Golden Delicious ist der ... Klassiker
11. Im Ortler Hof hat der BA Martell mit der Marteller Bauernkuchl neben Muas auch ... kochen lassen
12. JUVI steht für ... Vinschgau
13. der größte Arbeitgeber in Latsch
14. Fossiler Urvogel
15. Pionier in der Südtiroler Schwimmszene, ... Trojer
16. GWR steht für Genossenschaft für Weiterbildung und ...
17. Die Senatorin für den Westen Südtirols heißt Julia ...
18. Künstlername der Schlager-Sängerin aus St. Valentin auf der Haide 19. sternschnuppenergiebiger Schleiser Kirchtag
20. Ruinen der Burgen in Taufers Rotund und ...
„Haselnussbluete“ ist das Lösungswort des letzten Rätsels. Die originale, signierte Zeichnung von Peppi Tischler gewinnt Frieda Stricker aus Martell. Die Zeichnung ist ab 19.03.26 in der WindRedaktion abholbereit, Dantestraße 4, in Schlanders.
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Ein Widerstandskämpfer aus Mals: Walter Caldonazzi
Caldonazzi, Archiv K.Ö.H.V. Amelungia, Wien
Im März 2025 erschien im Vinschger Wind ein Beitrag über zwei aus der Gemeinde Mals stammende Opfer des Widerstands gegen das nationalsozialistische Terrorregime. Wie vom Donner gerührt stellte ich fest, dass ich - obwohl in Mals aufgewachsen - nie etwas über Nikolaus Federspiel und Walter Caldonazzi gehört hatte. Nicht in der Schule, nicht in der Pfarre, nicht im Elternhaus und auch nicht im Dorf. Dieses Schweigen ließ mich nicht los und motivierte mich, auf Spurensuche zu gehen. Besonders berührt hat mich dabei Walter Caldonazzi, da er - wie ich - auf der Universität für Bodenkultur in Wien Forstwirtschaft studierte.
Walter Caldonazzi, dessen Vorfahren väterlicherseits aus St. Jakob (Leifers) stammten, kam am 4. Juni 1916 in Mals im heutigen Gasthof zur Krone zur Welt (siehe Kasten).
Die Mohrenwirtstochter Frau Berta Theiner aus Burgeis war die Patin (siehe Foto). Sein Vater Rudolf Caldonazzi war während des Ersten Weltkriegs Gendarmerie-Wachtmeister
„Auszug aus dem Malser Taufregister“
Geboren: 1916. 4. Juni, 4 1/2 Abends
Haus: Mals, 12.
Name: Walter Rudolf Caldonazzi. 9.1.45 in Wien. hingerichtet
Getauft von: H. Alois Kirchmair Kooperator. Tag: 6. Juni
P.[P oder V?] Folio 196, n. 13.
Vater: Rudolf Caldonazzi, kath Privat.[?] Beamter in Achenrain=Kramsach, derzeit als k.k. Gendarmerie. Führer in Mals, zuständig nach Trient. geboren in Lienz, Tirol am 29.IV.1888, getraut an der Dom[?]pfarrkirche zu St. Pölten, N.Ö. 24.VI.1913.
Mutter: Wilhelmine Tremmel, kath., ehel. Tochter des Franz Tremmel und der Berta Keinrath in Neuda, Pfarre Groß-Pöchlarn, Niederösterreich, geboren in Neuda am 22.VIII.1890.
Patin: Berta Theiner, ledig in Burgeis.
Hebamme: Maria. Pircher von[?] Laatsch
Transkribiert von Rudi Nöckler und Karin Karlics
in Mals, nach Kriegsende übersiedelte die Familie nach Kramsach in Tirol. Walter maturierte am Gymnasium Kufstein und studierte ab 1937 Forstwirtschaft an der Universität für Bodenkultur in Wien.
Die Familie Caldonazzi galt als tief katholisch. Walter war zudem ein glühender österreichischer Patriot und trauerte der untergegangenen Habsburgermonarchie nach. Zeitgenossen beschreiben ihn als lebenslustigen, sympathischen junger Mann, welcher ein politischer Kopf war und das tägliche Gebet pflegte. Sein starker Glaube sollte ihm in den Jahren 1944 und 1945 auf seinem Weg zum Schafott Halt geben. Er war mutig, gläubig, unbeugsam.
Mutiger Widerstand gegen das NS-Regime
Widerstand in der NS-Diktatur war lebensgefährlich. Das wussten alle Widerständler
und wohl auch Walter Caldonazzi. Dennoch organisierte er in Kramsach gemeinsam mit seinem Vater Rudolf eine Widerstandsbewegung, schrieb und verteilte Flugblätter und schloss sich in Wien der Maier-MessnerCaldonazzi Widerstandsgruppe an. Während seine Aktivitäten in Kramsach und Tirol lokale Wirkung entfalteten, agierte die Wiener Gruppe auf internationaler Ebene.
Heinrich Maier war Priester in der Wiener Pfarre Gersthof und Franz Josef Messner, Generaldirektor der kriegswichtigen Semperit-Werke, wohnte unweit der Kirche von Gersthof im Blauen Haus einer schmucken Cottagevilla in Wien-Währing. Vom Blauen Haus zur Universität für Bodenkultur ist es nur ein Katzensprung, dort fand Walter Caldonazzi nach abgeschlossenem Studium eine Anstellung. Rund um den Währinger Türkenschanzpark formierte sich eine der wichtigsten österreichischen Widerstandsgruppen, getragen von Menschen, die unter-
Walter
Patin Berta Theiner (Archiv Helene Dietl Laganda, Mals)
schiedlicher nicht sein konnten und dennoch das gleiche Ziel verfolgten. Die drei Männer und ihre Mitstreiter:innen taten alles in ihrer Macht stehende, um die Nazi-Barbarei zu verkürzen.
Kaplan Heinrich Maier dürfte der Stratege der Widerstandsgruppe gewesen sein. Er gab das Ziel vor, Lage und Produktionszahlen von Rüstungsbetrieben an die Geheimdienste der Alliierten zu melden nach dem Motto: Je früher die Rüstungsbetriebe zerstört würden, desto früher würde der Krieg enden. Walter Caldonazzi und Hermann Klepell, der auch an der Universität für Bodenkultur studierte, waren für die Beschaffung von exakten geographischen Karten der Rüstungsbetriebe zuständig und Franz Josef Messner war als international vernetzter Geschäftsmann die Kontaktperson zu amerikanischen Geheimdienststellen in Istanbul und Zürich. Er übermittelte die kartographisch erfassten Bombenziele an die Alliierten.
Enttarnung und Tod
Einige der gemeldeten Rüstungsbetriebe wurden tatsächlich bombardiert. Doch gleichzeitig hatte die Gestapo die Widerstandsgruppe bereits im Visier. Denunzianten, Doppelagenten und die unprofessionelle Arbeit der US-Geheimdienststelle Istanbul trugen zur Aufdeckung der Widerstandsgruppe bei. Im Frühjahr 1944 wurden Maier, Messner, Caldonazzi sowie Klepell und weitere sechs Mitstreiter verhaftet. Acht von ihnen verurteilte der Volksgerichtshof Berlin am 28. Oktober 1944 wegen Hochverrats und Wehrkraftzersetzung zum Tode.
Walter Caldonazzi wurde am 9. Jänner 1945 in Wien enthauptet. Zwischen seiner Verhaftung am 25. Februar 1944 und seiner Hinrichtung wurde er immer wieder von den NS-Schergen gefoltert und grausam unter Druck gesetzt. Trotz dieses Martyriums dürfte er die Namen von anderen Widerstandskämpfern nicht preisgegeben haben, sondern richtete sich gemeinsam mit seinem Mithäftling Pfarrer Heinrich Dalla Rosa aus Lana (1909-1945) immer wieder am Glauben auf und ging als aufrechter Tiroler in den Tod.
Ein Malser Sohn - ein unbekannter Held
Der in Mals geborene Walter Caldonazzi wurde in Österreich auf Initiative der Katholischen österreichischen Hochschulverbindung, Amelungia, der BOKU und anderen posthum mehrfach gewürdigt (siehe Kasten). In seinem Geburtsort hat sich bis vor kurzem niemand an ihn erinnert, aber es gibt derzeit Bemühungen, dass sich Mals um seinen mutigen Sohn kümmert und ihm eine angemessene Würdigung zukommen lässt. Denn Walter Caldonazzi war ein gerechter Tiroler - und er macht Mals alle Ehre.
Hanspeter Staffler, Mals, Bozen 14.1.2026
Bisherige Würdigungen:
Umbettung von Wien ins Familiengrab seiner Schwester am Pradler Friedhof in Innsbruck.
Errichtung und Segnung des CaldonazziKreuzes auf der Praa-Alm, Gemeinde Wildschönau-Tirol. Tiroler Forstverein und K.Ö.H.V. Amelungia Wien.
Errichtung und Segnung der Gedenkstätte in Kufstein-Tirol. ÖCV, Österreichischer Kartellverband.
Benennung des Walter-Caldonazzi-Platzes im 13. Wiener Bezirk, Hietzing. Stadt Wien, K.Ö.H.V. Amelungia Wien.
Gedenktafel beim Schild-Haus in Kramsach-Tirol und Benennung des WalterCaldonazzi-Platzes ebendort. Kramsacher Kunstfreunde.
Enthüllung eines Denkmals am WalterCaldonazzi-Platz in Wien-Hietzing. K.Ö.H.V. Amelungia Wien.
Gedenktafel im Gregor-Mendel-Haus (Hauptgebäude) der BOKU in Wien. Universitätsarchiv BOKU.
Erneuerung des Caldonazzi-Kreuzes auf der Praa-Alm. Tiroler Forstverein, K.Ö.H.V. Amelungia Wien, K.Ö.S.T.V. Cimbria Kufstein.
Foto Universitätsarchiv BOKU
Gedenkstein am Walter-Caldonazzoi-Platz in Wien Hietzing
Walter-Caldonazzi-Platz in Wien Hietzing
Schlanders
Die Welt der Wappen und Fabelwesen
Sei es auf Weihwasserbecken, Siegelringen oder alten Gasthofschildern, Wappen findet man überall und sie begleiten uns ständig. Das vermittelte der Historiker Michael Lochmann, beim Vortrag über Heraldik am 7. März 2026 im Avimundus in Schlanders. In einem Raum, umgeben von rund 300 verschiedenen Südtiroler Vogelarten, erklärte Lochmann die Heraldik und sprach über die Bedeutung einzelner Fabelwesen. Unter Heraldik versteht man die Lehre, Gestaltung und Bedeutung von Wappen. Ihre Entstehung lässt sich auf ein praktisches Problem des 11. Jahrhunderts zurückführen. Im Kampf waren Ritter durch ihre Rüstungen kaum zu erkennen, weshalb ein deutliches Erkennungszeichen notwendig wurde. Das Wappen diente der schnellen Identifikation zwischen „Freund und Feind“ und wurde vor allem
den Wappen persönlicher, sie kennzeichneten Familien und wurden erblich. Auch Gasthöfe entnahmen Elemente aus der Heraldik und Wirtshausschilder waren vor allem früher üblich. Ein Beispiel ist das Gasthaus „zum Roten Adler“ in Latsch, wo am Ende des Tragearms ein Tiroler Adler in einem herzför migen Blätterkranz mit einer roten Schleife abgebildet ist.
l. im Bild: Der Historiker
Michael Lochmann referierte über die Bedeutung von Wappen im Allgemeinen und von Fabelwesen im Besonderen
Im Gegensatz dazu ist der Basilisk ein mystisches Fabelwesen und symbolisiert negative Eigenschaften, wie Tod oder
Michael Lochmann wies zusätzlich auf die Internetseite „Fischnaler Wappenkar-
In der Onlinedatenbank findet man über 30.000 Karteikarten von Skizzen von Familienwappen. Man kann also seinen Familiennamen eingeben und sehen, ob es ein Familienwappen gibt und welches das ist. Theresa Hickmann
Fenster in die Geschichte
Rund um die Buchvorstellung von Sabina Mair hat man in Mals ein kreatives Experiment gewagt: Mit szenischen Lesungen vom Volxtheattr Mals und mit lokalen Einordnungen geschichtlicher Vorkommnissse. Das Experiment ist geglückt. von Erwin Bernhart
Lehrreich und lebendig sei der Abend gewesen, lobte die Malser Kulturreferentin Marion Januth und fasste damit das Empfinden des Publikums zusammen.
Die Kunsthistorikerin und ausgewiesene Mals-Kennerin Helene Dietl Laganda hat gemeinsam mit Hanspeter Plagg und Barbara Noggler vom Volxteattr Mals die szenischen Leitplanken gesetzt, innerhalb die Sabina Mair ihr Buch „Claudia dé Medici - Heldin ihrer Zeit“ vorgestellt hat. Plagg und Noggler mimten die Protagonisten, den Habsburger Leopold V. und die Claudia de Medici und das Publikum wurde rasch in die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts mitgenommen: 30-jähriger Krieg, Pest, Hungersnot, 3000 Goggelen zur Hochzeit von Leopold und Claudia. Man erfragte, dass der Leopold seine Laufbahn als Bischof von Passau zu unterbrechen hatte und als Landesfürst für Tirol vorgesehen war. Dass er zu heiraten hatte und dass man in der Witfrau Claudia eine geeignete Braut gefunden hatte. Diese
hatte, so Sabina Mair, die Tiroler ins Herz geschlossen, brachte Innovationen von der Toscana mit, etwa die Fischzucht, eine Feuerwehrspritze auch, auch die italienische Oper. Beste Weine, Wildbret vom Hirschen und eben diese 3000 Goggelen hat es zur Hochzeit im April 1626 in Innsbruck gegeben.
Die Claudia habe sich in Mals wohlgefühlt, die Sgraffitti erinnerten sie an die heimatliche Toskana, von der die Mauertechnik stamme, begleitet Helene Dietl Laganda die Begeisterung für Claudia de Medici von Sabina Mair. Als fleißig aber störrisch habe die Claudia die Tiroler beschrieben. Mitten im Krieg habe man, so Dietl Laganda, in Mals Söldner zu beherbergen
gehabt, die übers Wormserjoch gekommen seien und die Pest mitgebracht haben. Reste dieser Geschichte haben sich im Schützenspiel erhalten, in jenem Teil, welches ausschließlich in Mals von den Grundschülern jährlich aufgeführt werde und dort im Gespräch zwischen dem Bauern und dem Leutnant. Die Pest habe man in Mals als „moalander“ (Mailänder) Krankheit bezeichnet.
Claudia habe, so Mair, die das Buch unter dem Pseudonym „Luise von Mini Hansen“ verfasst hat (Luise nach ihrer Großmutter und „Mini Hans“ nach ihrem Großvater), in Bozen das Merkantilmagistrat neu aufgesetzt, welches Streitigkeiten zwischen den Kaufleuten aus dem wel-
schen und dem deutschen Teil zu schlichten hatte. Ein starke Frfau sei sie gewesen, die Claudia.
Die Malser haben den Georgi- und den Gollimarkt der Claudia zu verdanken und auch im Malser Gemeindewappen bleiben Habsburg und Medici verewigt: Habsburg im oberen rot-weiß-roten Teil und von Claudia zeugen die drei Rubine im unteren Teil. Mit Dank haben die Malser ihre Oberschule nach Claudia De Medici benannt.
Alessio Nalesini erläuterte noch seine Zeichnungen im Buch. Es war tatsächlich ein lebendiger und lehrreicher Abend, an dem Kulturvermittlung in den Vordergrund gestanden und gewirkt hat.
Ostertauben mit Schoko oder Marille
Sabina Mair (links) stellte ihr Buch zwischen den historisierenden Leitplanken von Hanspeter Plagg und Barbara Noggler (oben; spielten Leopold und Claudia) und Helene Dietl Laganda (rechts) im Malser Kulturhaus am 27. Februar 2026 vor
Fotos: Erwin Bernhart
1.859
ARBEITSPLÄTZE
BIETET MALS
290 IN DIE SCHWEIZ 939 EINPENDLER
933 AUSPENDLER
MALS - die Schatzkammer
des oberen Vinschgaus
In Mals zeigt sich die ganze Breite wirtschaftlicher Vielfalt. Industrie, Handwerk, Tourismus und Landwirtschaft warten mit einer bunten Palette und mit einem Reigen voller Eigenheiten auf. Die wirtschaftliche Stärke liegt vor allem in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Nicht fehlen darf im Standortportrait der Gemeinde Mals die Nähe zur benachbarten Schweiz und zu Österreich. Auch der öffentliche Sektor spielt eine wichtige Rolle.
Text & Fotos: Angelika Ploner
Mals ist die Schatzkammer des oberen Vinschgaus. Hier ist die Vielfalt Zuhause. In Mals zeigen sich Wirtschaft und Landwirtschaft, Bildung, Kultur und Soziales in ganz unterschiedlicher Art und Weise und bilden ein buntes Kaleidoskop. Mals ist reich an klugen (Quer)-Köpfen. Hier regieren Herz und Verstand.
Der überwiegende Teil in
Mals sind Klein- und Mittelbetriebe, die - und das muss man betonen - tief mit und in Mals verwurzelt sind. Industriebetriebe gibt es kaum, die Tischlerei Telser mit Sitz in Burgeis ist da die Ausnahme. In Mals zählen demnach keine großen Namen, sondern das, was man tut – und wie man es tut. Hier wird mit Herzblut und mit Hausverstand gearbeitet. Das gilt auch für die Hotellerie. Exzellente und ausgezeichnete
Hotels sind in der Gemeinde Mals Zuhause. Der Wirtschaftsraum ist geprägt von der Nähe zur Schweiz und zu Österreich. Viele Malser Betriebe pflegen wirtschaftlich gute Beziehungen. Aufträge aus den Nachbarländern füllen mitunter die Auftragsbücher. Ein Vorteil. Einerseits. Andererseits gehen Fachkräfte verloren, weil sie abwandern. Nichtsdestotrotz waren laut WIFO, dem Wirtschaftsfor-
schungsinstitut der Handelskammer Bozen mit 31.12.2025 insgesamt 574 Betriebe im Gemeindegebiet von Mals registriert. Das ist eine beeindruckende Zahl.
Die größten Arbeitgeber. DAS GERSTL Alpine Retreat zählt eindeutig zu den Top-Arbeitgebern in der Gemeinde Mals. „Im DAS GERSTL Alpine Retreat sind aktuell 95 Mitarbeiter angestellt. ▸
Schutz für dein Unternehmen vor Naturkatastrophen
Seit dem 31. März 2025 sind Unternehmen in Italien gesetzlich verpflichtet, eine Versicherung gegen Naturkatastrophen abzuschließen. Diese Regelung betrifft insbesondere Risiken wie Erdbeben, Überschwemmungen, Erdrutsche, Hochwasser und Flutereignisse, die zunehmend wirtschaftliche Schäden verursachen.
Die Versicherungspflicht gilt für alle Unternehmen - unabhängig von Größe und Branche - mit rechtlichem Sitz in Italien (und für ausländische Unternehmen mit einer Niederlassung in Italien),
die im Handelsregister eingetragen sind. Auch Genossenschaften und Gesellschaften von Freiberuflern sind von der Regelung betroffen. Eine Ausnahme besteht für landwirtschaftliche Betriebe, die nicht unter diese Pflicht fallen.
Achtung: Aufschub der Frist!
Die gestaffelten Fristen für den Versicherungsabschluss, richten sich nach der Unternehmensgröße. Großunternehmen mussten sich bereits bis zum 31. März 2025 versichern, mittlere Unternehmen bis zum 1. Oktober 2025.
Die ursprüngliche Frist für Kleinst- und
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Kleinunternehmen (31. Dezember 2025) wurde durch das „Milleproroghe-Dekret“ auf den 31. März 2026 verlängert.
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Donnerstag, 26. März 2026 um 19:30 Uhr im Kulturhaus St. Valentin
Infoabend:
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„Betrugsfälle - Wie Betrüger vorgehen“ Bankkanäle,
• Online: Beispiele für E-Mails, gefälschte Websites, soziale Medien
Sensiblilisierung – Betrugsmaschen und richtiges Verhalten bei Verdachtsfällen
Häufigste Betrugsmaschen
• Telefon: Simulation eines Betrugsanrufs
• Hausbesuche: Ausweisdokumente und Identitäts-prüfung Sofortmaßnahmen
• Wie man eine Straftat meldet
aus der Marketing-Abteilung. Denn die Familie Gerstl hat im vergangenen Jahr DAS GERSTL Family Retreat am Reschensee eröffnet, ein Fünf-Sterne-Haus, das sogar eine Kita beherbergt.
Arbeitgeber stellt sich auch der Türenhersteller, die Telser OHG, in Burgeis. Telser Türen zählt nicht nur zu den größten Arbeitgebern in der Gemeinde Mals, sondern ist gleichzeitig
1985 wurde die Firma von Tommaso Olivotto gegründet und hat sich in über vier Jahrzehnten zu einem erfahrenen Partner im Bereich Elektromechanik entwickelt. Seit zwei Jahren führt Fabian Olivotto den Familienbetrieb, stets mit Blick auf Präzision, Qualität, Kundennähe und nachhaltiger Entwicklung. Die langjährigen Kunden profitieren von mehr als vier Jahrzehnten Erfahrung und vertrauen auf diese. Die Kompetenz
Telser, 1908 wurde in Burgeis mit der Eröffnung einer kleinen Tischlerwerkstatt der Grundstein für das heutige Unternehmen gelegt. Die Tischlerei Telser in Burgeis „beschäftigt schgerwind. Viele davon sind langjährige Mitarbeiter und bilden das Fundament für den Erfolg. Die Telser OHG prägt die Unternehmenslandschaft hier maßgeblich.
Elektromechanik
zweigt sich an der Vielzahl der angebotenen Dienstleistungen: Verkauf und Instandhaltung von Elektromaschinen, die Wartung der Kaeser Kompressoren, INAIL-Meldungen der Druckluftbehälter und Wandstärkemessungen bis Reparatur von Motoren und lasertechnischem Wellenausrichten oder Auswuchten von Ventilatoren.
Auf diesem Wege ein herzliches Danke an unsere Kunden und Partner.
GARBERHOF
Eine wichtige Rolle als Arbeitgeber spielt auch der Garberhof in Mals. „Wir haben zur Zeit 60 Mitarbeiter im Haus, die das ganze Jahr bei uns arbeiten“, sagt Klaus Pobitzer, der Hotelchef. Nicht anders im Hotel Restaurant Weißes Kreuz in Burgeis. „Aktuell arbeiten
bei uns 50 Mitarbeiter“, sagt Mara Theiner, die Hotelchefin. Die EWOS-Group zählt ebenfalls zu den größeren Arbeitgebern in der Gemeinde. Ein junges Team ist bei EWOS am Werk. „Die Mitarbeiterzahl Anfang März 2026 beläuft sich auf 46 MitarbeiterInnen (davon
7 Lehrlinge) plus vier Gesellschafter und einem Durchschnittsalter von knapp 35 Jahren“, sagt Sabine Palfrader dem Vinschgerwind. Im Panoramahotel Watles hingegen sind „aktuell rund 34 Mitarbeiter beschäftigt, wobei die Zahl je nach Saison leicht nach oben oder unten schwankt.“
Die Mitarbeiter des Ingenieurbüros Patscheider & Partner verteilen sich auf die Standorte Mals, Bozen, Schwaz in Österreich und Aarau (Schweiz). 67 Mitarbeiter sind es insgesamt. „Am Hauptsitz in Mals sind wir 37 Mitarbeiter“, sagt Monica Valentino. Elektro Mag im Gewerbegebiet in Mals hingegen „beschäftigt derzeit 25 Mitarbeiter“.
Direktor Markus Moriggl von der Raika Obervinschgau erklärt: „Im laufenden Jahr haben wir 24 Mitarbeiter. Dazu kommen noch 7 Verwaltungs- und 3 Aufsichtsräte aus dem Tätigkeitsgebiet, die die Geschicke der Raiffeisenkasse steuern bzw. überwachen.“ 22 Mitarbeiter beschäftigt
Eurospar Rungg in Mals, auf 21 Mitarbeiter angewachsen ist hingegen der Hyraulikerbetrieb Bliem, der mit seinem neuen Betriebssitz in der Handwerkerzone Burgeis auch räumlich gewachsen ist. Wichtig – und das sei an dieser Stelle betont – sind alle Unternehmen als Arbeitgeber.
Der öffentliche Sektor. Ähnlich wie in Schlanders ist der Anteil des öffentlichen Sektors in Mals hoch. Das hat natürlich mit dem Schulstandort Mals zu tun. Zu diesem gehören neben dem Schulsprengel Mals, das Oberschulzentrum, kurz OSZ Mals und die Fachschule für Land- und Forstwirtschaft in Burgeis samt angeschlossenem Heim.
Zum Oberschulzentrum Mals zählen das FoWi, die Fachoberschule für Wirtschaft mit den Fachrichtungen Verwaltung, Finanzwesen und Marketing, das SOGYM, das soziale Gymnasium und – einzigartig in Südtirol – die Sportoberschule. ▸
Die größten Arbeitgeber im öffentlichen Dienst:
▸ „Wir haben derzeit 143 Lehrpersonen, TrainerInnen und Mitarbeiterinnen für Integration, Verwaltungs- und Hilfspersonal“, erklärt Judith Heinisch, die Schulsekretärin. In diesem Schuljahr besuchen 519 SchülerInnen das OSZ Mals: 174 SchülerInnen entfallen auf die FOWI - die Fachoberschule für
MARTINSHEIM
OBERSCHULZENTRUM MALS
SCHULSPRENGEL MALS
FÜRSTENBURG 99 73
Wirtschaft, 178 auf das soziale Gymnasium und 167 auf die Sportoberschule.
In der Fachschule für Landund Forstwirtschaft Fürstenburg in Burgeis beträgt „die Anzahl der Beschäftigten 73, die Anzahl der SchülerInnen 164.“
Hinzu kommt der Schul-
sprengel Mals: Dieser hat - so heißt es auf Nachfrage aus dem Schulsekretariat - „99 Bedienstete und 467 Schülerinnen und Schüler.“ Diese Zahl schließt alle Lehrpersonen der Grundschule und Mittelschule, das Sekretariatspersonal und die Schulwarte mit ein. Der Schulsprengel Mals hat neun
Schulstellen: Die Grundschulen Mals, Tartsch, Burgeis, Matsch, Laatsch, Schleis, Planeil und Schlinig, sowie die Mittelschule Mals.
In die Reihe der wichtigen öffentlichen Arbeitgeber stellt sich natürlich auch das Seniorenwohnheim Martinsheim Mals (siehe Bericht rechts)
mit 116 MitarbeiterInnen in verschiedenen Bereichen. Es ist das größte Seniorenwohnheim im Vinschgau und wurde vor drei Jahren qualitativ und quantitativ erweitert. Ein Herzensanliegen ist der Führung des Martinsheimes die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dies spiegelt sich unter anderem im Angebot von verschiedenen Teilzeitverhältnissen wieder.
Das Ö.B.P.B. Martinsheim Mals trägt zudem das Zertifikat „audit familieundberuf“, das die Attraktivität als Arbeitgeber unterstreicht. Daneben hat sich das Martinsheim mit einer Reihe von weiteren Benefits auf den Weg gemacht, um auch in Zukunft attraktiver Arbeitgeber zu bleiben.
Handwerk in Mals. 133 Betriebe im Sektor Handwerk und Dienstleistungen zählt man im ganzen Gemeindegebiet Mals bei der Handelskammer in Bozen mit Stand 31.12.2025. Die meisten Betriebe in Mals verstehen sich
Stellungnahme der Direktorin Roswitha Rinner
Mit seinen 116 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist das Martinsheim einer der größten Arbeitsgeber in der Gemeinde Mals, die in den 3 Bereichen des Malser Seniorenwohnheimes tätig sind: In der Pflege sind es 76 Mitarbeitende, in der Hauswirtschaft 35 und fünf in der Verwaltung. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist der Führung des Martinsheimes unter der Leitung von Präsidentin Anita Tscholl und Direktorin Roswitha Rinner ein besonderes Anliegen. Man ist stolz, dass das Haus als erstes Heim in diesem Sinne zertifiziert wurde und diese Auszeichnung immer wieder bestätigt wird. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie spiegelt sich auch in den Arbeitsverhältnissen
als Unternehmen vor Ort und pflegen nicht nur gute Kontakte mit ihren Kunden, sondern
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der Mitarbeitenden wider: Die meisten von ihnen arbeiten in Teilzeit. Besonderer Wert wird auf die Teamarbeit gelegt, denn nur in einem Zusammenspiel der verschiedenen Berufsbilder ist es möglich, einen reibungslosen Betrieb innerhalb der Mauern des Martinsheimes zu gewährleisten. Es umfasst das Wohnheim für Senioren, das Tagespflegeheim, das Betreute und Begleitete Wohnen, die Mensen und vieles mehr. Der Einsatz der Mitarbeitenden wird über die finanzielle Entlohnung hinaus mit verschiedenen Benefits belohnt wie einem vielfältigen Angebot an Fortbildungen, Mahlzeiten zu eine geringen Kostenbeitrag, Gratisparkplätzen in der Tiefgarage, einer Ladestation für E-Autos und
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bieten den Mitarbeitern Lebensqualität. Das Baugewerbe ist in Mals auffallend stark vertreten.
E-Bikes sowie gesicherten Abstellplätzen für E-Bikes und Fahrräder. Das Martinsheim sieht sich als einen attraktiven Arbeitgeber, der trotz der Größe eine familiäre Atmosphäre bietet. Ein großer Pluspunkt ist die Wertschätzung, die die Mitarbeitenden für ihre Arbeit erfahren - die Wertschätzung der Heimbewohner und -bewohnerinnen sowie von deren Angehörigen, aber auch von der Führung. Wer sich für die Tätigkeit in einem der Bereiche des Martinsheimes interessiert, kann sich jederzeit melden. Auch Quereinsteiger sind willkommen. So ist auch berufsbegleitend eine Ausbildung zum Pflegehelfer bzw. zur Pflegehelferin sowie zum Sozialbetreuer bzw. zur Sozialbetreuerin möglich.
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14 Betriebe sind im Hochbau Zuhause und verteilen sich auf das gesamte Gemeindegebiet. ▸
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ARBEITSMARKT MALS
▸ Geballte Fachkompetenz in der Baubranche zeichnet die Gemeinde Mals samt Fraktionen - vor allem Burgeis und Laatsch - demnach aus. Abseits davon ist ein bunter Branchenmix hier zu finden. Mals ist gewerblich vielfältig, Werkstätten sind da, Tischlereien, Schlosser, ein Einrichtungshaus, Elektriker, Fliesenleger, Heizungsinstallateure, Ofensetzer, Friseure oder zahlreiche Dienstleister. Der Großteil davon sind familiär geprägte und geführte Betriebe, die mit Herzblut, Fleiß und Einsatz aufgebaut wurden und sich heute erfolgreich behaupten. Die Branchenbreite ist in Mals zweifelsohne da und zeigt sich auch in der Handwerkerzone Mals. ▸
Die Handwerkerzone Mals
In kleinen Schritten hat sich die Handwerkerzone Mals entwickelt und ist zu dem geworden, was sie heute ist: ein repräsentativer Querschnitt der Malser Wirtschaft. Auf das Jahr 1974 gehen die Anfänge der Gewerbezone zurück. In diesem Jahr hat man die ersten Grundflächen zugewiesen, später in den 90er Jahren folgte die Erweiterung, Anfang 2000 dann der dritte Schritt: die Ausweisung weiterer Grundflächen. Es sind vor allem kleinere und mittlere Betriebe, die das Gesicht der Handwerkerzone Mals bestimmen. Attraktiv macht sie - wie erwähnt - ein breiter Branchenmix, ein vielfältiges Leistungsspektrum, das vom Tischler, über Dienstleistungsbetriebe bis hin zum Brautmodeatelier reicht. Handwerksbetriebe und Dienstleister gehen Hand in Hand und haben sich über die Ortsgrenzen hinaus einen guten Ruf erworben.
Landwirtschaft
INSGESAMT
1.859 ARBEITNEHMER
Insgesamt haben rund 30 Unternehmen in der Handwerkerzone Mals ihren Sitz, vorwiegend familiengeführte Unternehmen, die sich eine Fläche von rund sechs Hektar teilen. Zur Handwerkerzone Mals zählt auch dernoch recht junge - Gewerbepark. Unter einem Dach haben sich rund ein halbes Dutzend Betriebe zusammengefunden. Am 20. Oktober 2007 wurde der Gewerbepark offiziell eröffnet und eingeweiht. Im nächsten Jahr wird das 20-Jahr-Jubiläum gefeiert. Betriebe aus ganz unterschiedlichen Sparten haben ihren Sitz dort. Initiator war Paul Peer von der PEWAS Bau KG. Die Ideen dahinter: verschiedene Betriebe unter einem Dach, Einsparung von Gewerbegrund und Synergieeffekte nutzen. Die Idee hat gefruchtet, die Betriebe im Gewerbepark arbeiten sehr erfolgreich.
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4.000
Tonnen Äpfel
150
Tonnen Steinobst
35
Tonnen Gemüse
3
Tonnen Beerenobst
gegeben. Die Landwirtschaft hier ist so bunt wie nirgends im Vinschgau. Vieh- und Obstbauern, Gemüseproduzenten, innovative Selbstvermarkter, – in der Gemeinde Mals hat jeder seinen Platz. Die Pestiziddiskussion ist gemeistert. Man
Die Viehwirtschaft spielt hier traditionell eine große Rolle. 31 Bauern liefern ihre Milch an die Sennerei Burgeis. Die Sennerei Burgeis ist ein einzigartiger Betrieb und „hat 2025 insgesamt 3.757.615 Kilogramm Milch verarbeitet“, erklärt
zur Sennerei Burgeis. Diese wiederum veredelt die Milch zu 16 verschiedene Produkte. Zudem ist die Sennerei ein wichtiger Arbeitgeber: 17 Mitarbeiter sind dort beschäftigt.
87 Mitglieder hingegen liefern ihre Milch an die Bergmilch
& Werkskoordination Bruneck liefert auf Nachfrage die Daten. 8.521.633 Kilogramm an Milch wurden 2024 angeliefert - am meisten im Vinschgau. So bunt wie die Landwirtschaft in Mals ist auch die OVEG, wo ein Großteil an Äpfeln,
Unabhängig, interdisziplinär und kompetent
Seit über 30 Jahren verfolgt die Ingenieure Patscheider & Partner GmbH mit großem Engagement den Anspruch, für jedes Projekt im Bereich des Bauwesens die bestmögliche Lösung zu finden und diese auch umzusetzen. Dabei verbindet die Ingenieure Patscheider & Partner GmbH regionale Verwurzelung mit internationaler Erfahrung. Vom Hauptsitz in Mals aus sowie von weiteren Standorten in Südtirol, Österreich, Deutschland und der Schweiz arbeitet ein rund 70-köpfiges Team an vielfältigen Projekten. Als unabhängiges und interdisziplinär aufgestelltes Ingenieurbüro bietet das Unternehmen umfassende Ingenieurleistungen aus einer Hand.
Jährlich werden im Durchschnitt rund 300 Projekte für private Bauherren, Unternehmen, Konsortien und öffentliche Auftraggeber realisiert –
von der ersten Idee über die Planung bis hin zur erfolgreichen Übergabe. Das breite Projektportfolio reicht vom Hoch- und Industriebau über verschiedenste Infrastrukturprojekte bis hin zu Tragwerksplanung, Haustechnik und Wasserbau.
Die Vielfalt und die gelieferte Qualität bei der Ausarbeitung dieser Projekte unterstreichen die hohe Fachkompetenz und Zuverlässigkeit des Unternehmens. Dabei steht stets ein zentrales Ziel im Mittelpunkt: nachhaltig wirksame Lösungen zu entwickeln, die sowohl dem Menschen als auch der Umwelt zugutekommen.
Viele Auftraggeber vertrauen der Ingenieure Patscheider & Partner GmbH immer wieder neue Projekte an, da sie die verlässliche Zusammenarbeit und den im Projektverlauf geschaffenen Mehrwert schätzen.
31
Milchlieferanten
3,76 Millionen kg Milch
16
verschiedene Schnittkäse und Sauerrahmbutter
17
Mitarbeiter
Gemüse und Stein- und Beerenobst der Malser Produzenten angeliefert und vermarktet werden. OVEG Geschäftsführer Markus Niederegger zum Vin-
87 Milchlieferanten
9,80 Millionen kg Milch
74,72 Cent Durchschnittspreis
NEUER STANDORT AB HERBST 2026
Im Herbst 2026 beginnt für die Sport Tenne Mals ein neuer Abschnitt: Das Geschäft zieht in ein neues, modernes Gebäude um. Der Neubau bietet mehr Verkaufsfläche, helle und übersichtliche Räume sowie einen barrierefreien Zugang ohne Treppen, sodass das Geschäft für alle Kundinnen und Kunden bequem erreichbar ist.
Besonders erweitert wird die Fahrradabteilung mit einer großzügigen, professionell ausgestatteten Werkstatt, in der Service- und Reparaturarbeiten effizient durchgeführt werden können. Gleichzeitig bietet das neue Geschäft mehr Platz für das Sortiment an Sportbekleidung, Schuhen und Accessoires für verschiedene Sportarten und Freizeitaktivitäten.
Preise, die ausgezahlt werden, sind ausgezeichnete.“ Das Ernteverzeichnis 2025 für das Gemeindegebiet Mals: 3 Tonnen Beerenobst, 35 Tonnen Gemüse, 150 Tonnen Steinobst und 4.000 Tonnen Äpfel. Die Mengen be inhalten sowohl den Anbau der Integrierten Produktion, als auch den BIO-Anbau. ▸
Die offizielle Eröffnung des neuen Geschäfts ist für Herbst 2026 im Rahmen einer kleinen Feier geplant. Details und Termine werden rechtzeitig über die Social-Media-Kanäle der Sport Tenne bekanntgegeben.
Das Team der Sport Tenne freut sich darauf, diesen Schritt zu gehen und seine Kundinnen und Kunden bald im neuen Geschäft begrüßen zu dürfen.
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107
Tourismus-Betriebe in der Gemeinde Mals
382.456 Nächtigungen in der Gemeinde Mals
2.431
Betten in der Gemeinde Mals
3,9 TAGE
AUFENTHALTSDAUER
Tourismus. Mals gehört seit dem vergangenen Jahr zur Ferienregion Reschensee. Die ehemaligen Ferienregionen Reschenpass und Obervinschgau und die Bergbahnen Schöneben-Haideralm und Watles bilden gemeinsam die Konsortial GmbH Ferienregion Reschensee. Das Logo: der versunkene Grauner Kirchturm im Reschensee.
Die touristische Jahresstatistik der Gemeinde Mals ist eine beeindruckende: 108 Betriebe
62,6 % DEUTSCHE URLAUBER
20,5 % ITALIENISCHE URLAUBER 17 % SCHWEIZER & LICHTENSTEINER GÄSTE
gibt es in der Gemeinde Mals im Bereich der Gastronomie und Hotelerie, die zusammen die stolze Anzahl von 2.431 Betten bieten. Auch die Zahlen der Ankünfte und Nächtigungen können sich mehr als sehen lassen und mit touristischen Hochburgen mithalten: 382.456 Nächtigungen und 97.472 Ankünfte verzeichnete man im Jahr 2025. Die Aufenthaltsdauer lag bei 3,9 Tagen. Die Hotellerie in der Gemeinde Mals ist erstklassig und exzellent. Ob am
Watles, im Hauptort oder in den Fraktionen wie etwa Burgeis, Laatsch oder Schlinig - überall sind hervorragende Hotels und Gastronomiebetriebe zu finden, die die Gastfreundschaft mit neuen Inhalten und Werten füllen.
Der Erlebnisberg Watles, der Hausberg der Gemeinde Mals, spielt im touristischen Angebot eine besondere Rolle. Im Sommer ist er Wanderparadies und Kindereldorado mit Spielsee. Im Winter familienfreundliches
Skigebiet im Dreiländereck mit angeschlossenem LanglaufNordic-Center Schlinig. Ein besonderes Juwel sind auch die Jahresmärkte in Mals und in den Fraktionen, die wie ein Magnet Besucher aus nah und fern anziehen. Im Frühjahr, genau am 23. April findet in Mals der bekannteste Pflanzenund Blumenmarkt des Tales, der Georgimarkt statt. Am 15. Juni geht es zum St. Veit Markt in Tartsch auf den Tartscher Bühel, am 16. Oktober zum Gol-
Gabriel Grüner - Stipendium und Schülerpreis vergeben
Das Gabriel-Grüner-Stipendium 2026 erhalten Morgane Bona (Text) und Johanna-Maria Fritz (Fotos). Mit dem Gabriel-Grüner-Schülerpreis für Südtirol werden Annalena Gufler und Fabian Pircher ausgezeichnet, für ihre Reportage „Wann hört Heimat auf?“ (Bild oben) über den ältesten Bauern der Gemeinde Moos im Passeiertal.
Gabriel-Grüner-Stipendium 2026
Das Gabriel-Grüner-Stipendium geht in diesem Jahr an Morgane Bona (Text) und Johanna-Maria Fritz (Fotos). Die beiden Journalistinnen werden eine Reportage über ein Rennen um den Nordpol der anderen Art realisieren. Das Team will ausleuchten, wie in der Arktis eine neue militärische Frontlinie zwischen Russland und den westlichen Staaten entsteht –und welche Auswirkungen dies auf den Alltag der Menschen dort hat.
Das Stipendium erinnert an den aus Mals in Südtirol stammenden Stern-Reporter
limorkt nach Mals und am 25. Oktober zum Lootscher Markt nach Laatsch.
Das Marktwesen hat in Mals seit Jahrhunderten eine ungebrochene Tradition. Die Geselligkeit steht seit jeher im Mittelpunkt.Ein internationales kulturelles Ereignis ist jedes Jahr die Verleihung des GabrielGrüner-Preises im Herbst in Mals. (s. oben)
Gabriel Grüner, der am 13. Juni 1999 während einer Recherche im Kosovo zusammen mit Volker Krämer und Senol Alit ermordet wurde.
Das Gabriel-Grüner-Stipendium, das dieses Jahr zum 27. Mal verliehen wird, ist mit 6000 Euro dotiert. Zusätzlich erhält das Gewinner-Team ein zweimonatiges Residenzstipendium der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart.
In diesem Jahr wurden für das GabrielGrüner-Stipendium 33 Bewerbungen eingereicht.
Gabriel-Grüner-Schülerpreis 2026
Der Gabriel-Grüner-Schülerpreis für Südtirol, den Zeitenspiegel Reportagen gemeinsam mit der Pädagogischen Abteilung der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol, dem Bildungsausschuss der Gemeinde Mals und dem Südtiroler Wochenmagazin ff verleiht, geht dieses Jahr an Annalena Gufler und Fabian Pircher von der Landesberufsschule für Handel und Grafik für ihre Reportage „Wann hört Heimat auf?“.
Der Einzelhandel. Die Malser Kaufleute sind sehr rührige: und organisieren als einzige im Vinschgau jedes Jahr aufs Neue eine Weihnachtsaktion mit vielen tollen Preisen. Über 100 Betriebe aus dem gesamten Gemeindegebiet beteiligen sich jedes Jahr an der Aktion. Das zeigt: Mals lebt Gemeinschaft. Und auch die Vereine gehen mit den Kaufleuten und Wirtschaft-
Darin porträtieren sie den ältesten Bauern der Gemeinde Moos im Passeiertal. Seine Geschichte erzählt von einem Leben voller Arbeit. „Wenn er einmal nicht mehr da ist, könnte der Klotz-Hof einer jener 130 Bauernhöfe sein, die in Südtirol jedes Jahr verschwinden“, so die beiden Schüler. In diesem Jahr wurden für den GabrielGrüner-Schülerpreis neun Bewerbungen eingereicht. Er ist mit 1000 Euro dotiert. Das Gewinner-Team absolviert zudem Praktika beim Wochenmagazin ff in Bozen, Südtirol, sowie beim Stern in Hamburg.
Die Verleihung des Gabriel-Grüner-Stipendiums und des Gabriel-Grüner-Schülerpreises findet am 22. Mai 2026 in Mals, Südtirol, statt.
Quelle: www.zeitenspiegel.com
streibenden Hand in Hand. Die Geschäfte hier werden mit Herz geführt. Der Einzelhandel bietet Vielfalt und einen bunten Mix, aufgeteilt auf die Fraktionen. Apropos Fraktionen. Wohl keine Gemeinde hat so viele Fraktionen wie Mals. Eine jede hat ihre Eigenheit. Matsch ist das erste Bergsteigerdorf Südtirols. Laatsch ist eine Perle, kulturell - und auch
wegen der „Lootscher“ selbst. Burgeis steht für sich und ist ein Kleinod, das seinesgleichen sucht. Tartsch mit dem Tartscher Bühel ist genauso wie Planeil etwas ganz Besonderes. Schlinig ist das kleine Paradies der Gemeinde Mals. Schleis hat einen unverwechselbaren Charakter und Plawenn, Ulten, Alsack sind Seelendörfer - hier kennt jeder jeden.
Wir begleiten Sie und kümmern uns auf Wunsch um alle Anliegen
rund um Trauer und Bestattung.
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Herlinde & Raimund Polin Als Familienbetrieb
wissen wir wie wichtig in dieser schwierigen Zeit ein persönlicher und einfühlsamer Service ist.
Der Gänsesäger Ein neuer Brutvogel in Südtirol
Wolfgang Platter, am Tag des Hlg. Thomas von Aquin, 7. März 2026
Männchen und Weibchen vom Gänsesäger zeigen im Federkleid einen Geschlechtsdimorphismus: rechts vorne Männchen, links Weibchen.
Dist in Südtirol ein neuer und noch seltener Brutvogel. Im Trentino und in Nordtirol war er schon seit einigen Jahren ein regelmäßiger Brutvogel. In Südtirol wurde sein Brüten erstmals 2022 nachgewiesen und fotodokumentiert und zwar an der Etsch zwischen Gargazon und Vilpian. Dieser Entenverwandte bevorzugt fischreiche Flüsse und Seen. Aufgrund der ersten Brutnachweise ist davon auszugehen, dass er sich an den strukturreicheren Abschnitten der Etsch oder größeren Seen (z.B. im Unterland/Überetsch) ansiedelt. Selbst habe ich den Gänsesäger im Frühjahr 2025 an der Aufweitung der Etsch zwischen Eyrs und Laas in einem Trupp von fünf männlichen und weiblichen Tieren gesehen. Wolfgang Duschek aus Naturns hat mir Fotos von Gänsesägern an der Etsch bei Naturns geschickt, die er am 6. Dezember 2025 dokumentieren konnte. Dietmar Gander hat ihn an den Fischteichen in Prad schon am Neujahrstag 2020 und auch 2025 fotodokumentiert, am heurigen 18. Jänner beispielsweise auch am Auslaufbecken des Schludernser E-Werkes in Glurns. Beim Gänsesäger handelt sich um einen geschützten Wasservogel, der im Winterhalb-
gel an Etsch und Eisack beobachtet werden kann, bevor er im Frühjahr (März-Mai) zur Brut schreitet.
Zoologische Verwandtschaft
Die Gattung Säger (Mergus) gehört zu den Entenverwandten. Alle Säger haben einen stromlinienförmigen Körper und einen dünnen, sägeartig gezähnelten Schnabel, der mit einem scharfen, gebogenen Nagel versehen ist. Dieser Schnabel ist vorzüglich geeignet zum Fangen und Festhalten der schlüpfrigen Fische, die diese Vögel unter Wasser schwimmend erjagen. In Europa kommen drei Säger-Arten vor: der winzige Zwergsäger (Mergus albellus), der Mittelsäger (Mergus serrator) und der Gänsesäger (Mergus merganser). Der Gänsesäger ist der größte untern den drei Sägerarten und hat etwa die Größe einer Stockente, schwimmt aber tiefer im Wasser liegend. Auch die Säger haben Schwimmhäute zwischen den Zehen.
Geschlechtsdimorphismus
Zwischen den beiden Geschlechtern gibt es beim Gänsesäger einen ausgesprochenen Farbdimorphismus: Die Männchen haben
im Prachtkleid einen grün schimmernden Kopf, die Weibchen einen braunen. Beide Geschlechter haben eine Hinterkopfmähne, die den Kopf beulenförmig verlängert erscheinen lässt. Das angestammte Brutgebiet des Gänsesägers ist der hohe Norden Eurasiens und Nordamerikas. Isolierte Vorkommen gibt es weiter südlich in den Hochgebirgen. So ist er in Mitteleuropa seltener Brutvogel in den Alpen. In Bayern und in der Schweiz ist er häufiger. Er brütet an Flüssen, Seen und Meeresküsten mit Baumbestand. Baumbestand ist wichtig, weil der Gänsesäger ein Höhlenbrüter ist wie etwa auch die Schellente.
Höhlenbrüter
In manchen Gegenden hat der Gänsesäger offensichtlich Schwierigkeiten, für die Brut geeignete Höhlen zu finden. Dies beweist die Tatsache, dass genügend große Nistkästen relativ schnell angenommen werden. Aber auch ausgefallene Brutplätze, wie etwa der Kirchturm von Hall in Tirol, wo seit mehreren Jahren ein Weibchen seine Eier legt. Andere Brutplätze fanden sich im Gebälk von Heustadeln oder gar in Kaminen. Meist bleiben die frisch geschlüpften Jungen noch ei-
nen Tag in der Bruthöhle. Die Mutter verlässt sie, um sie an das Wasser zu locken. Die Jungen lassen sich dann aus der Bruthöhle auch aus großer Höhe auf den Boden fallen, meist ohne Schaden zu nehmen. Relativ gut entwickelte Flügelstummel, große, mit Schwimmhäuten versehene Füße und ein gefächerter Schwanz sorgen dabei für eine bestimmte Falschschirmwirkung. Außerdem ist die Brustmuskulatur gut mit Dunen gepolstert, um die Wirkung des Aufpralls zu mildern. Im Fußmarsch am Wasser angelangt, fangen die kleinen Jungen gleich zu schwimmen und zu tauchen an. Sie legen dabei beachtliche Entfernungen zurück. Teilweise transportiert sie die Mutter auch auf ihrem Rücken. In ihrer Tauchleistung können sich Gänsesäger durchaus mit Kormoranen messen. Bei eifriger Nahrungsjagd verschwinden die Vögel sehr oft im Wasser. Nicht selten tauchen mehrere Gänsesäger synchron und treiben die Fische im gemeinsamen Treiben auf das Ufer zu. Als Beute werden kleine Fische bis 10 cm Länge bevorzugt. Gänsesäger haben nicht selten unter schmarotzenden Möwen zu leiden. Sie suchen den beuteabjagenden Möwen durch häufigen Ortswechsel zu entgehen.
Gänsesäger Männchen im Prachtkleid. Auffällig ist die orangerote Iris im Auge und der Hackenschnabel.
Gänsesäger Männchen in Balzhaltung.
Gänsesäger sind Zugvögel aus dem Norden. Wenn im Norden alle Gewässer vereisen, weichen sie in den Süden aus.
Das sogenannte Sichttauchen: mit den Augen unter Wasser sichtet der Gänsesäger die Fische, bevor er nach ihnen taucht.
Gänsesäger sind Bewohner von Wasserlebensräumen: die Prader Sand in einer Herbstaufnahme.
Oberliga endet zuerst 3 Vinschger in Obermais
Fußball - Bereits am 10. Mai endet die Saison der Ober liga. Für die Teams der Landesliga sowie der Amateur ligen hingegen dauert die Meisterschaft noch bis Ende Mai. (sam)
OBERLIGA
Oberliga - Beim FC Obermais, dem einzigen Südtiroler Vertreter in der Serie D, spielen gleich drei Vinschger. Es sind dies Marco Paulmichl, Tizian Stecher und Alex Gander. (sam)
Rasendrama:
Wer steigt ab, wer jubelt?
Die Winterpause ist vorbei und auf den Sportplätzen im Vinschgau rollt der Ball endlich wieder über den Rasen! Nach einer Pause und anschließenden intensiven Trainingseinheiten sind die Teams von der Oberliga bis hin zur 3. Amateurliga wieder voller Energie und Tatendrang zurück auf dem Feld. Die Spieler brennen darauf, ihre Form zu zeigen, Punkte zu sammeln und Tore zu schießen. Und die Fans dürfen sich auf spannende Begegnungen freuen, packende Duelle und vielleicht überraschende Wendungen in jeder Liga.
Von Sarah Mitterer
Für Partschins, das bereits seit Ende Januar wieder auf dem Rasen steht, war von Beginn an höchste Konzentration gefragt, schließlich überwinterte die Mannschaft gefährlich nahe an der Abstiegszone. Doch die kurze Winterpause hat den Partschinsern sichtlich gutgetan. In der Rückrunde zeigt sich Vinschgaus einziges Oberliga-Team wie verwandelt: Die Truppe von Trainer Luca Lomi gehört aktuell zu den formstärksten Teams der Liga und ist derzeit sogar die zweitbeste Rückrundenmannschaft. In nur sieben Spielen sammelten die Vinschger mehr Punkte als in der gesamten Hinrunde. Dank dieser beeindruckenden Serie arbeitete sich Partschins in der Tabelle nach oben und befindet sich im Tabellenmittelfeld.
1. AMATEURLIGA
Plaus startet die Rückrunde von Rang sieben und befindet sich noch mitten im Kampf um die Spitzenplätze. Denn die Plätze drei bis sieben liegen dicht beieinander – ein einziger Sieg oder ein Fehler kann alles verändern. Schluderns hingegen muss von Rang zehn aus eine Aufholjagd starten, um ins Mittelfeld vorzurücken. Mit einer starken Serie könnten beide Teams die Tabelle noch etwas durcheinanderwirbeln.
LANDESLIGA
Als Tabellenzweiter ging Naturns in die Winterpause und blieb damit dicht hinter Spitzenreiter Bruneck. Nur drei Punkte trennten die beiden Teams. In der Rückrunde konnte Naturns bislang jedoch nicht an die starken Leistungen anknüpfen und ließ mehrere wichtige Punkte liegen. Der Rückstand auf den Tabellenführer ist sogar noch etwas gewachsen. Auch Latsch fand in der Rückrunde noch nicht seinen Rhythmus, bewegt sich aber weiterhin im Mittelfeld der Tabelle.
2. AMATEURLIGA
Aus Vinschger Sicht ist diese Liga derzeit ein echtes Sorgenkind: Die beiden Abstiegsplätze werden aktuell von Morter und Goldrain belegt. Beide Teams haben bereits einen deutlichen Rückstand auf das sichere Tabellenmittelfeld und bräuchten fast ein Fußballwunder, um den Klassenerhalt noch zu schaffen. Nur einen Platz vor den Abstiegsrängen liegt Schlanders, während das beste Vinschger Team - Kastelbell Tschars - von Rang acht aus in die Rückrunde startete und damit noch gute Chancen hat, im gesicherten Mittelfeld zu bleiben.
Alex Kiem und Matthias Peer treffen in der Landesliga aufeinander
3. AMATEURLIGA
Die Mannschaft aus Mals kann mit einer starken Rückrunde noch vom Aufstieg träumen. Zwar beträgt der Rückstand auf den Tabellenführer sechs Punkte, doch auf den zweiten Platz – der zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt – fehlen Mals nur zwei Zähler. Und auch Prad ist dicht dran und hat nur drei Punkte Rückstand auf die Spitze. Für Oberland, Laas und Eyrs geht es in der Rückrunde vor allem darum, einige Plätze gutzumachen und sich in der Tabelle nach vorne zu arbeiten.
Nachgetragen
Dynafit Vinschgau Cup Haideralm
Ganz im Zeichen des Faschings stand am 13. Februar der 3. Wettkampf des Dynafit Vinschgau Cup 2026, bei welchem 140 Teilnehmer die anspruchsvolle Strecke von 3 km und 700 Höhenmetern bis zur Haideralm zurücklegten. Unter ihnen waren auch zahlreiche fantasievoll Maskierte, auf welche im Ziel eine besondere Belohnung wartete, denn
Günther Angerer von der „Bä ckerei Angerer“ in St. Valentin auf der Haide spendierte allen Verkleideten einen leckeren Faschingskrapfen.
In der Rennklasse siegte bei den Herren in der Kategorie Senior (1981-2010) Lohfeyer Hannes (SC Lofer) mit der Tagesbestzeit von 26 Minuten und 13 Sekunden, vor Oberauer Nils (WSV Ramsau am Dachstein)
und Innerhofer David vom Skialprace Ahrntal. In der Kategorie Master gab es ein rein von Vinschgern besetztes Podium: Weissenhorn Oswald siegte in einer Zeit von 29:05 vor Erhard Alex (beide TT Vinschgau) und Steiner Toni (Woldis Friends). Wie bereits beim letzten Rennen in Schöneben siegte bei den Damen die Österreicherin Senn Martina. Sie legte die
Strecke in einer Zeit von 32 Minuten und 31 Sekunden zurück, dicht gefolgt von Tanja Plaikner (ASV Oberland) und Anna Lena Hofer (TT Vinschgau).
Am 28. Februar findet in Schöneben das Finale des Dynafit Vinschgau Cup 2026 statt, wo auch die Gesamtsieger der Rennserie gekürt werden.
Anna Pfitscher
PR-INFO MYCIVIS
Smart, schnell, proaktiv:
Willkommen im neuen myCIVIS
Seit 24. Februar präsentiert sich das Portal der öffentlichen Dienste myCIVIS im neuen Kleid und mit neuen Funktionen. Der Zugang zu Informationen und Diensten soll für die Bürgerinnen und Bürger damit noch leichter werden.
Das neue myCIVIS ist mehr als ein reines Schaufenster der Dienste der öffentliche Verwaltung: Mit der Einführung der künstlichen Intelligenz wird das Portal zum digitalen Lotsen , der nicht nur an Fälligkeiten erinnert, sondern seine Nutzer und Nutzerinnen kennt, Empfehlungen unterbreitet, die Suche nach Diensten unterstützt und die Abwicklung von Verfahren erleichtert.
Entwickelt wurde das neue myCIVIS im Rahmen der Digitalisierungsoffensive, welche die Abteilung Informatik des
Landes Südtirol mit Geldern aus dem staatlichen WIederaufbaufonds PNRR vorantreibt. Das neu gestaltete Portal fußt auf einem modernen Citizen Relationship Management, das die Bürger und Bürgerinnen in den Mittelpunkt stellt. Diese können sich mit ihren Fragen zunächst an einen digitalen Assistenten wenden, der Auskunft gibt und bei der Suche nach Informationen hilft. Gibt es weiteren Informationsbedarf, stehen zusätzliche Optionen für die Kontaktaufnahme bereit: über Telefon oder Kurznachricht bis hin zum Videoanruf oder der Möglichkeit, einen Termin mit dem zuständigen Amt zu vereinbaren. Wer bei der Nutzung der digitalen Dienste Hilfe braucht, kann sich an einen der Digi Points wenden, die es mittlerweile in vielen Gemeinden Südtirols gibt. Dort
bietet geschultes Fachpersonal kostenlos Unterstützung an. Den größten Mehrwert bietet das Portal im persönlichen Nutzerbereich. Dort gibt es eine Reihe neuer Funktionen, wie etwa die Aktivierung personalisierter Hinweise. Jede Anfrage erzeugt
zudem ein Ticket – die Bürgeranfrage geht somit nicht verloren und bleibt nachvollziehbar. Mit klarem Design und einfacher Sprache macht myCIVIS den Zugang zu öffentlichen Diensten somit schnell, intuitiv und unkompliziert.
Watles/Vinschgau
Großes Finale des Dynafit Vinschgau Cup am Watles
Am28. Februar fand das große Finale des Dynafit Vinschgau Cup 2026 am Watles statt, wobei dieses Mal der Start bereits am Vormittag war, sodass die Athleten bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Bedingungen die Strecke bis zur Plantapatschhütte genießen konnten.
Dabei war der Sarner Andreas Innerebner (Alpin Speed Sarntal) das Maß aller Dinge: In einer Topzeit von 21 Minuten und 12 Sekunden holte er sich nicht nur den Tagessieg, sondern schaffte auch einen neuen Streckenrekord! Hinter Innerebner belegten in der Kategorie „Herren Master“ Ossi Weisenhorn (TT Vinschgau) und Toni Steiner (Woldis Friends) die Plätze 2 und 3.
In der Kategorie „Herren Senior“ siegte Thomas Steck vom TT Vinschgau vor Kneller Moritz (SC Murnau) und Mahlknecht Thomas (Asv Tiers).
Bei den Damen holte sich Steiner Arina (Samedan) in einer Zeit von 25 Minuten und 31 Sekunden vor Hofer Anna Lena (TT Vinschgau) und Plaikner Tanja (ASV Oberland) den Tagessieg.
Auch zahlreiche motivierte Hobbysportler waren wieder
am Start und legten, genauso wie die Teilnehmer der Rennkategorien, die 4 km und 410 Höhenmeter von der Talstation bis ins Ziel zurück.
Zum Finale wurden am Watles auch die jeweils drei Erstplatzierten der Rennserie prämiert: In der Kategorie „Herren Master“ sicherte sich dabei Ossi Weisenhorn den Sieg, bei den „Herren Senior“ Thomas Steck (beide TT Vinschgau), beide gefolgt von weiteren starken Vinschger Teinehmern (siehe Liste). Bei den Damen holte sich Tanja Plaikner vom ASV Oberland den Gesamtsieg nach 4 Rennen.
Allerdings zählen beim Dynafit Vinschgau Cup nicht nur
die Bestzeiten und Siege, sondern auch die gemeinsamen Erlebnisse und der Gedanke, Gutes zu tun. Dazu hat jeder einzelne Teilnehmer einen wertvollen Beitrag geleistet, da 5 Euro pro einbezahltem Startgeld gespendet werden. So kann dieses Jahr die Krebshilfe Vinschgau mit einem stolzen Betrag von 2.360 Euro unterstützt werden.
Damit schafften es die Organisatoren bereits zum 13. Mal, nicht nur spannende Rennen zu organisieren, sondern auch viele Hobbysportler zu begeistern und gleichzeitig noch anderen zu helfen.
Anna Pfitscher
Kategorie Hobbyläufer Damen
Frankreich/Vinschgau
Frankreich bereits im Stabhochsprung Himmel
Wie am laufenden Band gibt’s Stabhochsprung der Weltklasse in Frankreich. Das Konzept ist weltweit standarisiert und entspricht weitgehend jenem von Schlanders. Jahreszeitbedingt finden diese in angemieteten Sporthallen statt. Um einen Vergleich zu haben, generiert der Weltverband seit einigen Jahren Weltranglisten für die Veranstaltungen. Sehr zum Stolz jeder Nation. Schlanders war im Jahr 2025 mit 9713 Punkte im Ranking auf dem 6. Platz in der Kategorie Special competitions/ Stabhochsprung. Nur vier Stabhoch-
sprungmeetings schafften 2025 die magische Mauer von 10.000 Punkte zu knacken. Heuer gelang das den Franzosen bereits zweimal: All Star Perche, Maison des Sports, ClermontFerrand 22. Feb. mit 10.622 und am 30. Jan. 2026 Perch‘Xtrem, Palais des Sports Caen la Mer, Caen mit 10. 051. Ob Schlanders der Sprung in den Club der 10.000 gelingt, wird sich am 31. Juli zeigen. Dann werden zum 22. Mal die Stars im Vinschger Hauptort sein. Die Punkte erhält die Veranstaltung aus den besten acht Ergebnissen und dazu gibt’s noch Zusatzpunkte
für die Meldeliste. Beispiel des aktuell Weltranglistenersten:
All
Schluderns/Bozen/Verona
Ruepp und Agethle beim Paralympic-Auftakt
Dorothea Agethle und Ro land Ruepp, beide aus Schluderns, zählen zu den er folgreichsten Südtiroler Athle tinnen und Athleten im Behin dertensport. Sie haben einst insgesamt zehn paralympische Medaillen erobert. Beim Auftakt der Paralympics Mailand Corti na wurden die Beiden erneut ins Rampenlicht gestellt. Roland, der bisher erfolgreichste Südti roler Paralympic Athlet, trug die olympische Fackel durch Bozen. Dorothea zog bei der feierlichen Eröffnungsfeier in die Arena von Verona ein. Eine Ehre, die sich beide verdient haben. Dorothea Agetle eroberte im Skilanglauf zwei olympische Silber- und vier Bronzemedaillen (Albertville1992, Lillehammer 1994 und Nagano 1998). Roland Ruepp startete mit einer olympischen Silbermedaille im Skilanglauf in Nagano 1998 ins Olympiaabenteuer, das er dann als Doppelolympiasieger 2002 mit zweimal Gold im Skilanglauf (5 km und
links: Roland Ruepp mit Tochter Nathalie und dem Enkel Elia beim Fakelzug in Bozen
10 km) und einer Bronzemedail le in Biathlon (7,5 km) in Salt Lake City krönte. Den Gewinn der Biathlon Medaille beschreibt Roland als größten sportlichen
Dorothea Agethle probt den Einmarsch vor der Eröffnung in der Arena von Verona
erreichten Agethle und Ruepp unzählige weitere Spitzenergebnisse bei internationalen Bewerben, darunter auch bei Weltmeisterschaften. Eine Ehre war den Beiden bereits Ende des Jahres 2025 in ihrem Heimatort zuteilgeworden. Anlässlich der Olympischen Winterspiele Mailand-Cortina 2026 wurden in 32 Südtiroler Gemeinden, aus denen die Medaillengewinnerinnen und Medaillengewinner stammen, beziehungsweise in denen sie wohnen, Tafeln aufgestellt, auf denen deren olympische Erfolge ersichtlich sind. Die Tafel zu Ehren von Dorothea und Roland am Schludernser Rathausplatz waren am Samstag, den 22. November 2025 feierlich enthüllt worden. Bei den diesjährigen Parralympics wurde deutlich, dass der Behindertensport mittlerweile eine immer größere Sichtbarkeit erfährt. Dazu beigetragen haben nicht zuletzt Dorothea und Roland als Pioniere. (mds)
SSV Naturns Open 2026
Zehn Tage voller spannender Matches mit kraftvollen Schlägen und taktischen Ballwechseln wurden den Zuschauern vom 13. bis 22. Februar in der modernen Tennishalle von Naturns geboten. 99 Herren und 37 Damen kämpften beim Open-Turnier um den Sieg und um ein Gesamtpreisgeld von 1.200 Euro.
Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren setzten sich jeweils die beiden top gesetzten Spieler bis ins Finale durch. Dabei war der an Nummer 1 gesetzte Davide Simoncelli (Circolo Tennis Rovereto) mit seinen schnellen, präzisen Schlägen eine Klasse für sich: Im Halbfinale fertigte er Kilian Dallapiaza (TC Rungg) mit 6:1 und 6:1 ab und besiegte auch im Finale Matteo Paolo Yoska (Tennis La Fenice Brescia) souverän in 2 Sätzen mit 6:4 und 6:1. Die-
ser besiegte zuvor im Halbfinale Patrick Prader, ehemaliger Topspieler und derzeitiger Trainer des ASV Partschins, in einem spannenden Spiel knapp in 3 Sätzen.
Bei den Damen schaffte es die erst 19-jährige Zoe Kägi ihren Vorjahressieg zu wiederholen. Die Schweizerin, welche für den ASV Partschins spielt und von Andreas Gerstgrasser trainiert wird, erkämpfte sich
im Halbfinale gegen Lilli Marth (TC Passeier) den ersten Satz im Tiebreak und konnte den zweiten mit einem klaren 6:1 für sich entscheiden. Im Finale setzte sie sich gegen Marion Viertler aus Schlanders in einem spannenden Tiebreak-Kampf im 2. Satz durch und sicherte sich somit erneut den Sieg in Naturns. Aus Vinschger Sicht gab es zudem sehr gute Leistungen durch den Naturnser Hannes
Köllemann (ASV Partschins), welcher den Einzug in das Finale in der 4. Kategorie schaffte, wo er Tobias Ladurner in 2 Sätzen (6:4 6:1) unterlag. Einen weiteren Naturnser Finaleinzug gab es in der 3. Kategorie Herren, wo Oliver Moser nach einem spannenden Match gegen Daniele Mezzanotte mit 7:5 6:2 verlor.
Anna Pfitscher
Naturns
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Vinschgau: Euro 40; außerhalb Vinschgau Euro 70 (110); restl. Italien: Euro 110; Auslandsabonnement: Euro 185 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 120.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens
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„Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen
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Wenn wir von dir erzählen, fallen Sonnenstrahlen in unser Herz. Die Wärme deiner Güte lindert nur langsam den tiefsten Schmerz. Du hast mit deinem Lächeln unser Leben hell gemacht. So bist du uns für immer nah –am Tag und in der Nacht.
3. Jahrestag
Engelbert Dietl
* 07.10.1947 † 24.03.2023
Wir denken gemeinsam an dich bei der heiligen Messe am 29. März 2026 um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche von Lichtenberg.
Deine Frau und deine Töchter mit Familien
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