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Zeitung Vinschgerwind 16-26 vom 06.08.2026 Bezirk Vinschgau Südtirol

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Inhalt

Das Venosta Festival entwickelt sich prächtig

Partschins: Von harten Auseinandersetzungen

Laatsch: Überrollt und erstickt

Val Müstair: Gerald Burger als Grenzgänger

Schlanders: Wurzeln, die verbinden - Heimatferne in Schlanders

Latsch: Die Plimabrücke ist eingeweiht

Unsere Schlagzeile vor 20 Jahren bleibt für Tarsch immer noch aktuell

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Seite 4

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Seite 10

Leserbriefe und Stellungnahmen ab Seite 12

Schlanders: Projekt Lahn - zurück auf Los

Latsch: Gutes Energie-Zeugnis für die Gemeinde

Porträt: Joggl, Jakob Voetter lebt in Völs und ist auf den Almen daheim

Laas: m&m in Bildern

Schluderns: „Gialer Kirchta“

Partschins: Kinder entdecken das Musizieren

Latsch: „Unsere beste Milchkuh“

Schluderns: Grundsteinlegung - historischer Moment

Kultur: Wirtschaften des Teilens

Stilfs: Stilz Festival im 3. Jahr

Graun: Zu Gast beim Musical „Weiße Rose“

Schlanders: Wanderausstellugn in Schlanders

Stilfs: Ein gutes Leben im Dorf

Spezial: Leben an der Grenze - Val Müstair

Schlanders: Die transformative Kraft der Kunst

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Spezial: Schluderns - kulturelle Perle im Vinschgau ab Seite 38

Natur und Landschaft: Trockenheit und Wassersparen

Völkerwanderungen

Wir mögen Völkerwanderungen. Solange diese Wanderungen als geldbringende Touristenströme daherkommen und solange die Gewissheit besteht, dass die eingefallenen Horden auch wieder in ihre Ursprungsländer zurückkehren, solange mögen wir Völkerwanderungen. Mit jenen, die hier bleiben, die sich ein Domizil kaufen, kommen wir zurecht, solange deren Zahl überschaubar bleibt. Wenn das Gefühl in der Gesellschaft überhandnimmt, dass die Zahl, die sich hier wohnlich niederlässt, eine Schwelle überschritten hat, dann schimpft man das als Ausverkauf der Heimat. Und beim Schimpfen bleibt’s dann auch. Das alles sind willkommene Völkerwanderungen, die auch in unserer Gesellschaft für große Veränderungen - im Guten wie im Schlechten - geführt haben und weiterhin dafür sorgen werden, so wie es in der Geschichte Völkerwanderungen bewirkt haben. Anders ist es mit jenen, die zu uns als Flüchtlinge, als Schutzsuchende gekommen sind. Offenbar ist es so, dass die Flüchtlinge in der Gesellschaft geduldet werden, solange sie arbeiten und ansonsten Ruhe geben. Schon prekäre Wohnverhältnisse von Flüchtlingen werden kaum mehr wahrgenommen. Allerdings beginnt ein nicht zu unterschätzender Teil der Bevölkerung sein Unbehagen auf politischem Wege zum Ausdruck zu bringen und zwar in Richtung rechtem Rand, in Richtung „Ausländer raus“. Das ist gefährlich. Wir brauchen nämlich diese zweite Völkerwanderung, damit die erste bedient werden kann.

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Laatsch/Glurns

Laatsch wird überrollt

Laatsch wird vom Verkehr regelrecht überrollt. Das Bild wurde vor einer Woche vom Balkon des Gasthof Lamm vom Mala Ossi aufgenommen und spricht Bände. Denn an den Engstellen in Laatsch - und dort gibt es einige - geht nichts mehr. Der Verkehr wird gestaut - Lärm und Gestank sind die Folge. Die Gefahr der Straßenüberquerung nimmt zu, Kinder lässt man schon gar nicht mehr auf die Straße. In Laatsch beginnen sich die Fäuste in den Hosensäcken der Laatscher Männer und Frauen zu ballen. Der Ärger und das Unverständnis über die Verkehrssperre in Glurns wächst von Tag zu Tag. Der Glurnser Bürgermeister Erich Wallnöfer, der gemeinsam mit seinem Gemeinderat die Verkehrssperre in Glurns zu verantworten hat, wird sich im laufenden August in Laatsch eher nicht blicken lasen dürfen. Denn bis Ende August soll Glurns noch für den Durchzugsverkehr gesperrt bleiben, der sich dann nach Laatsch und nach Prad verlagert. Während die Prader mit breiten Straßen durch die Handwerkerzone aufwarten können, auf denen man den vermehrten aber immerhin flüssigen Verkehr kaum wahrnimmt, ist in Laatsch die Hölle los. Den Laatscher stinkt’s. (eb)

Flohmarkt in Plaus

Am 29. August 2026 findet in Plaus bereits zum zweiten Mal der Flohmarkt „Woman & Kids“ statt. Mit dieser Veranstaltung möchten wir Familien, Frauen, Kinder und alle Flohmarktbegeisterten zu einem gemütlichen Tag des Stöberns, Einkaufens und Beisammenseins einladen – und dabei gleichzeitig einen wichtigen sozialen Beitrag leisten. Bereits bei der ersten Ausgabe im vergangenen Jahr konnten wir einen großartigen Erfolg verzeichnen und 1.111 Euro für die Kinderkrebshilfe Peter Pan spenden (Bild).

Harte Auseinandersetzung

Partschins - Gemeinderatssitzungen in Partschins sind oft geprägt von harten Auseinandersetzung gegensätzlicher Meinungen. Das ist der Zusammen-

Im Vinschgau gibt es in der Zusammensetzung und in der Dikussionskultur keinen ähnlich gelagerten Gemeinderat, wie er in der Gemeinde Partschins vorkommt. Die 6 Bürgerlistler halten die 12-köpfige SVP-Mehrheit auf Trab und trotzen sich und den anderen Gemeinderatsmitgliedern geistige Wendigkeit ab. Das ist anstrengend, aber für die Bürger:innen fruchtbar. Denn es werden Dinge hartnäckig angesprochen, die ansonsten durch die Lappen gehen.

Bei der Ratssitzung am 28. Juli stand ein Beschlussantrag auf der Tagesordnung, in dem die Bürgerliste den Rat beschließen lassen wollte, eine jährliche Müllsammelaktion auf dem gesamten Gemeindegebiet zu organisieren. Über dieses Thema entbrannte eine kontroverse Diskussion. Während die Vertreter der Bürgerliste eine

Hart in der Sache, aber immer konstruktiv bleiben die Vertreter:innen der Bürgerliste in Partschins

Müllsammelaktion, die von der Gemeinde koordiniert wird, mit den Argumenten befürworteten, dass dadurch eine Aufwertung für diese Aktion entstehen könnte, dass die Außenwirkung die Leute mitziehen könnte, sprachen sich viele SVP-Ratsmitglieder gegen den Beschlussantrag und gegen eine Koordinierung durch die Gemeinde aus. Der Fischerverein und der Alpenverein würden solche Aktionen bereits veranstalten und man würde solche Eigeninitiativen schwächen, wenn die Gemeindeverwaltung die Koordination übernehme. Wenn schon solle man eine solche Müllsammelaktion ohne jeglichen Beschluss machen. Der Antrag wurde dann 10:6 versenkt. Zu Wortgefechten kam es auch bei der 6. Haushaltsänderung. Stein des Ansoßes war, dass 4000 Euro aus dem Repräsentationsfond für die Einweihung des neuen Kunstrasens beim Sportplatz vorge-

sehen sind. Stefan Ganterer von der Bürgerliste sagte, dass das „Großtun mit öffentlichen Geldern keine gute Außenwirkung“ habe. Ganterer erinnerte daran, dass er nichts gegen das Feiern habe, das sei auch damals bei der Einweihung des Sportzentrums gemacht worden, aber nicht auf Kosten der Gemeinde. Sabine Zoderer, Sportreferentin und gleichzeitig Sportvereinspräsidentin sagte, dass die große Investiotion der Gemeinde mit einem Fest für die gesamte Bevölkerung enden solle. Ganterer reichte ad hoc einen Abänderungsantag ein, der zum Ziel hatte, die 4000 Euro aus der Hauhaltsänderung zu streichen. Druchgedrungen ist er damit nicht, denn der Abänderunganstrag wurde mit den 10 SVP-Stimmen (entschuldigt abwesend waren Walter Laimer und Ulli Schweitzer) abgelehnt und dann die Haushaltsänderung mit genauso vielen Stimmen genehmigt.

von Erwin Bernhart
Foto: Erwin Bernhart

Latsch/Tarsch Latsch

Der neue Lift ist bereits bestellt Etwas funktioniert doch

Latsch bzw. das ehemalige Skigebiet Tarscher Alm bzw. der Lift auf die Tarscher Alm stehen unter medialer Beobachtung. Was passiert denn in nächster Zeit dort? Stehen die Investoren, über die berichtet worden ist, noch bereit? Der Blick vom Vinschgerwind hinter die Kulissen genügt, um festzustellen, dass die Spannung unglaublich steigt. Denn, so sagt man in Latsch, der Franz Holzknecht, einer der zur Investorengruppe gehört und der in Tarsch der versammelten Fraktionsbevölkerung dort die künftigen Pläne erläutert hat, soll im Laufe des August schon mit jenen Bauern Kontakt aufnehmen, die von einer durch einen Techniker neu festgelegten Trassenführung von der Talstation bei der Bahn auf St. Martin im Kofel hinauf zur derzeitigen Talstation des Liftes Latsch I betroffen wären. Holzknecht würde damit bereits parallel an einer 2.

Phase des großen Projektes am Tarscher Skigebiet arbeiten.

Spannung verspricht allerdings vorerst Phase 1. Das ist jener Teil des Projektes, der einen Neubau des veralteten Zubringers Latsch I beinhaltet. In Latsch sagt man, dass der Lift mit Ende der laufenden Sommersaison mit Kaufvertrag an die Investorengruppe abgetreten werde. Der Hammer ist,

dass ein neuer Lift bereits so gut wie bestellt ist. Denn am Kronplatz wird demnächst ein fast neuer Lift wieder abgebaut, weil er nicht mehr ins Konzept passt. Und genau dieser Lift passt wie zufällig genau auf die Trasse des Liftes Latsch I. Mit Latsch I soll es, so wird in Latsch kolportiert, ratz fatz gehen: Im Oktober oder zumindest mit Ende des Jahres wird der alte Lift verkauft sein, die Planung für den neuen läuft bis dahin, im Laufe des Jahres 2027 soll der Kronplatzlift nach Latsch verpflanzt werden und in der Sommersaison 2028 läuft dieser neue Lift. Und weil die Investoren - anders als am Watles - ohne halböffentliche Beteiligung agieren bzw. noch keine Ansuchen bei Land und Gemeinde bekannt sind, bleiben die Fragen der Finanzierungen vorerst innerhalb der Investoren. (eb)

Beim

Vinschger Zug gibt es überall Probleme und Fäusteballen in den Hosensäcken von ansonsten höchst resilienten Zugbenutzern: Kürzlich etwa mussten die Leute kurz nach der Abfahrt vom Malser Bahnhof letztlich evakuiert werden. Der LH Arno Kompatscher mahnte zu Geduld. Die Probleme werden hoffentlich bis Ende des Jahres gelöst sein. Derweil ist eine Zugbenutzung weder sinnvoll noch ratsam, sollte man einen Termin vor sich haben. Und trotzdem beginnt einiges zu funktionieren. Diese Nachricht brachte der Latscher BM Mauro Dalla Barba kürzlich bei der Gemeinderatsstitzung nicht ohne Schmunzeln: Der Aufzug am Latscher Bahnhof sei nun - nach mehr als einem Jahr und nach dem Ausgeben von etlichen tausenden von Euro endlich in Betrieb. Damit könne endlich wieder ein behindertengerechter Wechsel zwischen den Bahngleisen gewährleistet werden. Eine gute Zug-Nachricht. (eb)

Val Müstair/Prad

Gerald Burger im Val Müstair

Seit

1. Juli scheint in der Arbeitsgemeinschaft des Tourismusvereines Unterengadin ein neuer und schillernder Name auf: Gerald Burger. Burgers Talent für die Organisation vor allem für Sportevents, das er unter anderem bei der Organisation des Reschenseelaufs oder auch beim Rosolina-Lauf von der Etschquelle bis zur Etschmündung jahrelang unter Beweis gestellt hat, wird ab sofort im Val Müstair zur Entfaltung kommen. Gerald Burger ist im Konglomerat von Unterengadin-ScuolZernez-Samnaun und Val Müstair Standortleiter im Val Müstair und im Gesamtkontext in der Destinationsentwicklung tätig. Im Val Müstair wird Burger

mit offenen Armen und großen Erwartungen empfangen. Denn dort erhofft man sich neuen Schwung im grundsätzlich wichtigen und vor allem ausbaufähigen Tourismusbereich. Im Val Müstair wird man Burgers Organisationstalent auf diversen Ebenen, ob im Sport, in der Kultur, in der Gesellschaft oder in der Klulinarik oder sonstwo wohl zu nutzen wissen. (eb)

VOM WIND GEFUNDEN

Buen Vivir

Der Begriff „Buen Vivir“ kommt aus dem Spanischen und bedeutet auf Deutsch „gutes Leben“ bzw. „gutes Zusammenleben“. Es ist die Lebensphilosophie der Ureinwohner der Andenregionen Südamerikas. In der indigenen Sprache Quechua heißt das Konzept „sumak kawsay“, auf Aymara heißt es „suma qamaña“. Das Konzept des „guten Lebens“ ist jedoch nicht gleichzusetzen mit „westlichem Wohlstand“. Die Menschen der Andenvölker sehen sich als Teil der Natur, sie stehen nicht im Mittelpunkt der Welt und können keine Herrschaft über andere Wesen, die Tiere und die Natur erheben. Gleichzeitig sehen sich die Menschen nicht als Einzelwesen, sondern als Teil einer Gemeinschaft. Es geht um die Harmonie mit der Natur und ein umfassendes Wohlergehen der Menschen. Kernpunkte des Buen Vivir sind: Die Natur als lebendiges Wesen respektieren, gemeinschaftliches Wohlbefinden über individuelles Wachstum stellen, interkulturelle Vielfalt anerkennen und wertschätzen. Das Konzept des Buen Vivir betont die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Ansatzes, der ökologische, soziale und kulturelle Aspekte integriert. Statt auf wirtschaftliches Wachstum und maßlosen Konsum setzt es auf Lebensqualität, kollektives Wohlbefinden und ökologische Nachhaltigkeit. Es basiert auf den Prinzipien der Solidarität, Gleichheit, Gegenseitigkeit, Zusammenarbeit und des Dialogs. Diese Aspekte sind entscheidend für den Aufbau einer gerechten Gesellschaft, in der die Menschen sich voll entfalten und in Harmonie mit ihrer Umwelt leben können. (hzg)

Venosta Festival

Glurns/Obervinschgau/Dreiländereck - Heuer ist es das 3. Jahr für das Venosta Festival. Was mit Herbert Pixner und seiner Italo Connection 2024 begonnen hat, mit Beatrice Egli, der LaBrassBanda und mit dem Einbau des Mountainstory Bergfilmfestival im vorigen Jahr eine Fortsetzung gefunden hat, ist heuer mit dem ausverauften Konzert von Alvaro Soler und dem kürzlich in der zweiten Auflage fortgeführten 2. Mountainstory Bergfilmfestival zu einem vielbeachteten Veranstaltungsreigen herangereift.

von

Eins Leben gerufen worden ist. Die Tourismusgenossenschaft Obervinschgau bildet dabei das finanzielle und das technische Rückgrat, die dortige Direktorin Katharina Fritz koordiniert mit ihren Mitarbeiter:innen sämtliche Einzelheiten, viele Vereine vor allem in Glurns sind eingebunden - für den Aufschank, für das Kulinarium und seit Angebinn agiert der bekannte Radiomoderator Michl Gamper als Programmchef, als Kontakt zu den Künstlern, als Mastermind für Machbares. Gamper kennt in Künstlerkreisen Hinz und Kunz, pflegt gute Kontakte mit den Managements. In der Tourismusgenos-

Glurns bzw. das unvergleichliche Festivalgelände dort ist derzeit Mittelpunkt von Konzerten und von einem einzigartigen Bergfilmfestival, welches von Jürgen Gerstl im vorigen Jahr ins Leben gerufen worden ist und welches heuer zwischen die Konzerte von Alvaro Soler und dem kommenden Konzert im Herbst mit der Münchener Freiheit, mit Bluatschink und der Opus Band & den Schick Sisters eingeschoben wurde und bereits so gut wie fixer Bestandteil des Venosta Festivals ist. Was vor zwei Jahren mit dem Konzert des weitum bekannten Herbert Pixner begonnen hat, was mit Bea-

enregion Obervinschgau Katharina Fritz mit sichtlichem Stolz. Das Venosta Festival entwickelt sich. Das ist auch so gewollt. Ziel ist es, ein Festival im Dreiländereck zu etablieren, welches mit je einer Veranstaltung den frühen Sommer im Obervinschgau bekannt und attraktiv machen soll und mit einer Veranstaltung im Herbst, welches die Sommersaison verlängern helfen soll.

Dazwischen eben das Mountainstory Bergfilmfestival, welches eine ganz spezielle Klientel anspricht, anlockt und begeistert. Die Kulisse in Glurns ist cool. Auf der (weder sicht- noch spürbaren) Tiefgarage ist

Die Protagonisten auf der Bühne in Glurns mit Moderator Simon Messner (links) Fotos: Erwin Bernhart

Das Mountainstory Bergfilmfestival ist am Freitag, den 31. Juli heuer zum 2. Mal über die Bühne gegangen. Die Idee zum Festival stammt vom passionierten Hobbyfotografen und -filmer und aktiven Bergretter Jürgen Gerstl. Gerstl hat auch die Filme ausgewählt, hat bei einem der Bergfilme selbst Regie geführt. Es gibt mehrere Bergfilmfestivals im Alpenbogen, ein bekanntes in Trient, aber wohl keines, das Open Air ist und über eine dermaßen einzigartige Kulisse und Atmosphäre verfügt wie in Glurns.

Gekommen sind am 31. Juli alle Altersklassen aus Nah und Fern, viele trainierte Berggeher, viele Aktive in der Bergrettung, viele Wanderer, viele Neugierige. Die Bänke vor der Küche, die von den Glurnser Vereinen unter der Koordination vom Team vom Laubenkomittee betreut wird, beginnen sich am frühen Abend zu füllen. Von den Veranstaltern ist es ein Ziel, das kulinarische Angebot auf das Dreiländereck abzustimmen - Spezialitäten aus der Schweiz, aus Österreich und aus Italien sollen Platz finden. Ansprechpartner in Glurns ist der Präsident von Glurns Marketing Armin Windegger, der den Stolz der Stadt über die Location und über die Veranstaltung in sich bündelt. Windegger hätt’ gern den Zucchero in Glurns. Man kann ja träumen. Michl Gamper lacht darüber, aber die Zusammenarbeit mit den Glurnsern sei super.

oben: Beeindruckende Kulisse auf dem Festival-Gelände von Glurns

rechts: Die Familie Gerstl mit (v.l.) Marion, den Töchtern Stella und Goia Marie und mit dem Präsidenten der Tourismusgenossenschaft Lukas Gerstl, der Direktorin Katharina Fritz und dem Programmchef Michl Gamper

- Simon Messner moderiert, charmant, be scheiden und mit viel Wissen über Orte und Schönheiten, über Sorgen und Nöte, über Freud und Leid der Protagonisten, der Kletterer, der Bergsteiger.

Das Bergfilmfestival beginnt mit einem Flug eines französischen Paragleiters, lustig, mit KI quer durch die Landschaften. Der zweite Film ist eben die Premiere in der Regie von Jürgen Gerstl mit großen Protagonisten in der Kletterszene. Im Kurzfilm „Appassionata“ begehen die bekannten Kletterer Simon Gietl und Alexander Huber eine Erstbegehung mit dem Schwierigkeitsgrad von IX+ am Heiligkreuzkofel. Es sei eine philosophische Abhandlung, kündigt Simon Messner den Film an. „Nimm deine Träume immer ernster als deine Zweifel“, war unter anderem im beeindruckenden Film zu hören. Simon Gietl ist selbst in Glurns anwesend und geht mit dem Kameramann Felix Raupbach auf die Bühne. In Alexander Huber, der sich von einer Operation erholt habe, habe er den richtigen Partner gefunden, sagt Gietl. „Appassionata“ nennt Gietl die neue Kletterroute, nach einer Klavierso-

war ein Tausendasassa, Bergsteigen, Klet tern, Kanufahrten, Bergsteigen in Wüstenregionen, im Himalaya - mit ebenso beeindruckenden Worten erzählt der 80-jährige Huber aus Vergangenheit und aus der Gegenwart. Der Geräuschpegel in Glurns ist gegen Null, das Publikum ist vom Film gefesselt.

Mit großartigen Bildern konnten Daniel Tschurtschenthaler und Jonas Seiwald in ihrem Film aufwarten. Gegenüber den Drei Zinnen sind sie auf einem verschneiten Bergplateau mit ihren Paragleitern gelandet, dort haben sie übernachtet und im Laufe des Tages und der Nacht unglaublich schöne Bilder machen können.

Den Abschluss bildete der Film „Fifty-Fifty“ über zwei 50-jährige Eisklettererinnen. Umrahmt wurde das Festival von Bildern des Photographen Stefan Planck.

Nach Alvaro Soler und nach dem beschriebenen Bergfilmfestival steht die nächste Bewährungsprobe mit dem Konzert im Herbst an - mit der Münchener Freiheit, mit Bluatschink udnd mit der Opus Band & den Schick Sisters.

Bericht aus Rom 30. Juli 2026

Jugendkriminalität im Fokus

ie im übrigen Italien sind Jugendbanden auch in Südtirol ein Sicherheitsproblem. Das bestätigt auch die jüngste Polizeiaktion gegen Jugendkriminalität, die in der Provinz Bozen zu 41 Anzeigen, drei Festnahmen und sieben Durchsuchungen wegen Straftaten gegen Personen, Eigentum sowie im Zusammenhang mit Drogen geführt hat. Im vergangenen Frühjahr machten sich in Meran Gruppen von Jugendlichen durch wiederholte Angriffe auf Gleichaltrige, Erwachsene und Touristen bemerkbar. Dies verstärkt das Unsicherheitsgefühl in der Bevölkerung und rückt erneut die Frage nach geeigneten Maßnahmen zur Bekämpfung des Phänomens in den Mittelpunkt.

Vor diesem Hintergrund hat die Regierung im Juli einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die Regeln zur strafrechtlichen Verantwortlichkeit von Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren ändern soll.

Derzeit muss das Gericht prüfen, ob die jugendliche Person zum Zeitpunkt der Tat in der Lage war, die Bedeutung des eigenen Handelns zu verstehen. Mit der neuen Regelung wird dieser Grundsatz umgekehrt: die Strafmündigkeit wird bis auf Gegenbeweis vorausgesetzt; eine fehlende Einsichts- oder Steuerungsfähigkeit müsste von der Verteidigung nachgewiesen werden.

Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit dem bereits durch das sogenannte Caivano-Dekret eingeschlagenen Kurs und wird von der Regierung mit einer Zunahme schwerwiegender Straftaten durch sehr junge TäterInnen sowie mit Nachahmungseffekten und der Verbreitung und Inszenierung von Gewalt, insbesondere in sozialen Netzwerken, begründet.

Die Verschärfung kann die Reaktionsfähigkeit des Staates stärken, wird das Problem allein jedoch kaum lösen. Jugendkriminalität entsteht nicht im luftleeren Raum: Es braucht präsente Familien, eine funktionierende Schule, Sozialdienste, Integration und eine starke Präsenz staatlicher Institutionen im öffentlichen Raum. Repression und Prävention sind keine Gegensätze – um das Phänomen nachhaltig einzudämmen, müssen sie Hand in Hand gehen.

Senatorin Julia Unterberger

mer aus aller Welt sind der Einladung der Vereinigung „Südtiroler in

Begrüßung durch Josef Bernhart vor dem Kulturhaus „Karl Schönherr“ in Schlanders

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Heimatverbundenheit, Freundschaft und die gemeinsamen Wurzeln – für viele ausgewanderte Südtirolerinnen und Südtiroler eine willkommene Gelegenheit, alte Bekannte wiederzutreffen und sich auszutauschen.

Werner Atz, Vorsitzender der „Südtiroler in der Welt“, begrüßte gemeinsam mit Cheforganisator Hannes Weithaler die Gäste, die vor allem aus Deutschland, Österreich und der benachbarten Schweiz angereist waren. „Die Wurzeln bleiben hier, auch wenn man eine neue Heimat irgendwo anders gefunden hat. Umso mehr freut es uns, dass wir heute schon die 39. Ausgabe des Sommertreffens der „Südtiroler in der Welt“ gemeinsam feiern können“, so Atz in seiner Begrüßung. Im Hintergrund zog Hannes Weithaler, Vizevorsitzender der Ortsgruppe Schlanders, gemeinsam mit seinem über 30-köpfigen ehrenamtlichen Team gekonnt die Fäden.

Auch der stellvertretende Bezirksvorsitzende des KVW Vinschgau, Josef Bernhart, sowie der Dekan von Schlanders Jolly Joseph Chakkalakkal zeigten sich erfreut über den Besuch. Die Landtagsabgeordnete Waltraud Deeg und der Tourismusvereinspräsident Karl Pfitscher richteten Grußworte an die Gäste. Martin Depian, Vorsitzender der Vereine in Deutschland und Helmuth Angermann im Namen des Gesamtverbands der Südtiroler in Österreich, bedankten sich im Namen der angereisten Gäste.

Bürgermeisterin Christine Kaaserer stellte den Anwesenden ihre lebendige Gemeinde Schlanders vor. Schlanders ist der Hauptort des Vinschgaus und hat erst vor kurzem den Preis für die europäische Hauptstadt des Einzelhandels in der Kate-

gorie „5.000 bis 50.000 Einwohner” erhalten.

Musik, Tanz und gute Stimmung

Musikalisch umrahmt wurde die würdevolle Feier und die eigens vom Dekan zelebrierte Messe in der Pfarrkirche von der Storchn Musi Vinschgau. Am Vormittag spielte die Bürgerkapelle Schlanders zur Begrüßung auf, während die Volkstanzgruppe Schlanders am Nachmittag für Unterhaltung sorgte.

Am Nachmittag konnten die Gäste aus einem breiten Angebot wählen: eine Führung durch Schlanders, ein Besuch des Marmorwerks in Göflan, das Nationalparkhaus Vogelwelten Avimundus, die Schlandersburg, das Innovationszentrum BASIS, die Honigwelt oder der Schlanderser Kirchturm – der höchste ganz Tirols.

Bei Kaffee und Kuchen klang das Treffen schließlich in geselliger Runde aus. Der Wunsch vieler Teilnehmer war eindeutig: Auch im kommenden Jahr soll diese besondere Begegnung wieder stattfinden.

Ein besonderer Dank gilt der KVW-Ortsgruppe Schlanders mit ihrem Vorsitzenden Heini Fliri, seinem Stellvertreter Hannes Weithaler und dem engagierten Team für die hervorragende Organisation.

Die „Südtiroler in der Welt“ sind ein eigenständiger Verein im KVW und zugleich Dachorganisation für die Verbände und Vereine der Südtirolerinnen und Südtiroler im Ausland. Der Verein vertritt die Interessen der Heimatfernen und ist eine viel genutzte Verbindungsstelle zu Behörden und Institutionen.

Südtiroler in der Welt Tel. 0471 309176 info@suedtirolerinderwelt.org www.suedtirolerinderwelt.org

PR-INFO VIP

Der Vinschger Blumenkohl - Superfood aus den Bergen

Der Vinschgau ist nicht nur für seine Äpfel bekannt, sondern auch für die sommerliche Vielfalt an saisonalem Obst und Gemüse, das in der einzigartigen Berglandschaft gedeiht. Dazu zählt auch der Vinschger Blumenkohl: schneeweiß, mild im Geschmack, reich an Nährstoffen sowie überraschend vielseitig in der Zubereitung. Damit ist er ein echtes Superfood für den Sommer.

Leicht, nährstoffreich und voller Genuss

Der Vinschger Blumenkohl überzeugt nicht nur mit seinem besonderen Geschmack, sondern auch mit seinen wertvollen Inhaltsstoffen. Er ist reich an Vitamin C und fördert somit die Funktion des Immunsystems. Gleichzeitig liefert er wertvolle Ballaststoffe, die die Verdauung unterstützen. Damit ist er die ideale Zutat für eine leichte und ausgewogene Sommerküche.

Ein wichtiger Bestandteil der Vinschger Landwirtschaft

Mit einem geschätzten Erntevolumen von 2.700 Tonnen in der Saison 2026 und einem Anteil von 95 % an der gesamten Gemüsepro

duktion im Vinschgau spielt der Blumenkohl eine bedeutende Rolle für die Landwirtschaft des Tales. 82 engagierte Produzent:innen bauen ihn auf rund 80 Hektar in mittleren bis höheren Lagen an – dort, wo der Blumenkohl ideale Bedingungen vorfindet.

Ideale Anbaubedingungen:

Das Geheimnis des Geschmacks

Was den Vinschger Blumenkohl so besonders macht? Das alpine Mikroklima und die optimalen Bodenbedingungen. Die frische Bergluft, der hohe Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht, viele Sonnenstunden sowie die fruchtbaren Böden verleihen dem Gemüse sein angenehm mildes Aroma und seine einzigartige Konsistenz – ganz ohne den intensiven Kohlgeruch beim Kochen. Eine wahre Delikatesse aus den Bergen!

Zwischen Bergen und Feldern: Vielfalt, die begeistert

Der Blumenkohl beweist einmal mehr, dass der Vinschgau weit mehr zu bieten hat als seine berühmten Äpfel. Gemeinsam mit Erd beeren, Kirschen, Marillen und Beeren be

reichert er die sommerliche Vielfalt des Tales und sorgt als frisches Sommergemüse für abwechslungsreiche Geschmackserlebnisse.

Lust auf etwas Neues?

Blumenkohl-Couscous mit Sardellen, Oliven und getrockneten Tomaten – ideal für heiße Sommertage!

Einfach nachzukochen – und garantiert ein Highlight auf jedem Teller!

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Milde Perfektion

Der Vinschgau bietet neben aromatischen Äpfeln auch viele weitere Spezialitäten, wie unseren milden Blumenkohl. Dieser ist im Direktverkauf der Vinschger

Genossenschaften sowie im ausgewählten Obst-

Tel. +39 0473 617581

MEG - Südtiroler

VINSCHGER

Öffnungszeiten und Details unter

Latsch

Plimabrücke geöffnet und eingeweiht

Die Plimabrücke, die Latsch mit Goldrain verbindet, ist wieder geöffnet. Zehn Tage früher als geplant wurden die Arbeiten beendet. Mit Ehrengästen, Tänzerinnen und Mountainbikern des ASV Latsch, mit Bürgerinnen und Bürgern, mit Planern und mit Vertretern der ausführenden Firmen wurde die neue Brücke am 24. Juli 2026 von Pfarrer Lanbacher eingeweiht.

Mit dem Neubau, darin war man sich in den Grußworten einig, wurde eine moderne und sichere Straße gebaut. Zum einen.

Zum anderen, so Bürgermeister Mauro Dalla Barba, „wurde damit das Fundament für den Ausbau eines neuen Gehweges geschaffen, der für eine sichere Verbindung zwischen dem Bahnhof Goldrain und der Industriezone Latsch sorgen soll.“ Das ist das nächste Projekt, das unter anderem in der Gemeindestube Latsch angegangen wird: ein sicherer Gehweg, der den Bahnhof Goldrain und die Industriezone Latsch verbindet.

120 Jahre alt war die alte Plimabrücke, die 1906 als Stahlfachwerk-Konstruktion errichtet worden war, sagte Alberto Lenisa, Ingenieur der Provinz Bozen. Vor allem das Salz beschädigte die alte Konstruktion

Mals

Frischer Wind und feiner Wein

Julia und Stefan Wallnöfer von der Weinmanufaktur „VinVentum“ bauen in Mals Wein an. Um sich weiterzuentwickeln, möchten sie mit einer Crowdfunding-Kampagne auf Startnext.com eine größere Weinpresse finanzieren. Auf die Unterstützer warten besondere Dankeschön-Pakete!

Mit der neuen Weinpresse möchten Julia und Stefan Wallnöfer nun den nächsten wichtigen Schritt in der Entwicklung ihres Familienbetriebs gehen. Wer die Crowdfunding-Kampagne von „VinVentum“ für die Finanzierung einer größeren Weinpresse unterstützen möchte, kann dies noch bis zum 14. August tun. Mehr Informationen und die Auswahl der Dankeschön-Pakete findet man unter www.startnext.com/ vinventum. Julia und Stefan Wallnöfer sind schon gespannt, ihre Unterstützer persönlich kennenzulernen.

Feierliche Einweihung der Plimabrücke am vergangenen 24. Juli 2026, die Straße GoldrainLatsch ist nun wieder befahrbar

und sorgte für Instandhaltungsprobleme. Die neue Brücke ist eine moderne StahlBeton-Verbundkonstruktion und sei mit Respekt vor der Plima errichtet worden. Die Brücke hat eine Länge von 26 Metern, ist 12 Meter breit und für eine Lebensdauer von 100 Jahren ausgerichtet. Auf 1,5 Millionen Euro belaufen sich die Kosten. Das Werk

ist gelungen. Dass hätten auch die Belastungsproben bestätigt.

Im Zuge des Neubaus ist auch die Nepomukkapelle verlegt worden und hat etwa 50 Meter weiter nun einen würdigen Platz erhalten. Die mannsgroße Nepomuk-Statue wird nach der Restaurierung im Herbst ihren Platz einnehmen. (ap)

Unternehmer auf der Zugspitze

8. von rechts.: Verbandspräsident Alexander Rieper; 4. von links: Bezirksvertreter Enrico Zuliani

23. Hochtour des Bezirkes Vinschgau im Unternehmerverband auf die Zugspitze (2.962 m) - Eine wunderschöne Hochtour erlebten die 14 Bergbegeisterten aus den Reihen der Mitgliedsunternehmen, die am 20. Juli 2026 in Begleitung von Bergführern den höchsten Berg Deutschlands, die Zugspitze (2.962 m) bestiegen haben. Mit dabei waren auch Verbandspräsident Alexander Rieper und Bezirksvertreter Enrico Zuliani. Die Tour begann am Wanderparklatz Hammersbach und führte zunächst durch die spektakuläre Höllentalklamm. Nach der Nächtigung auf der Höllentalangerhütte

ging es am nächsten Tag früh morgens los: Über den Höllentalanger erreichte die Gruppe den ersten Steilaufschwung an der „Leiter“. Oberhalb davon musste das „Brett“ mit Stahlstiften in einer Felswand überquert werden. Über den „Grünen Buckel“ erreichte die Gruppe den steilen Höllentalferner, der mit Steigeisen bis zur Randkluft überwunden wurde. Danach ging es über ein langen Klettersteig zum Gipfel. Alle Teilnehmer:innen waren begeistert von diesem abwechslungsreichen Aufstieg auf die Zugspitze, bei dem neun Kilometer und 2.200 Höhenmeter zu bewältigen waren.

Der Vinschgerwind präsentiert: Vinschger Jungunternehmer

„Wir bauen einfache Maschinen“

Frucotec steht für …

Stephan Lanpacher: Innovation, Einfachheit und Persönlichkeit. Unser Ziel war eigentlich von Anfang an, Maschinen zu bauen, die dem Landwirt die tägliche Arbeit erleichtern, ohne daraus gleich ein riesiges, kompliziertes und teures Gerät zu machen.

Wie kommt man auf die Idee, Obstbaumaschinen zu entwickeln?

Stephan Lanpacher: Eigentlich war das Gründen einer Firma nie das Ziel. Mein Vater Michael war selbst jahrelang Apfelbauer und hat immer schon gerne gebastelt und Dinge ausprobiert. Eigentlich hat alles ganz klassisch in der eigenen Garage angefangen. Irgendwann ist aus dieser Freude am Tüfteln eine Maschine entstanden, die auch anderen Landwirten gefallen hat.

Was ist der Vorteil eurer Obstbaumaschinen?

Stephan Lanpacher: Ich glaube, vor allem die Einfachheit. Viele klassische Arbeitsbühnen sind relativ große, schwere und teure Maschinen mit sehr vielen Funktionen. Wir sind eigentlich genau von der anderen Seite gestartet: Wie können wir die Konstruktion so einfach wie möglich gestalten, um Kosten dementsprechend niedrig zu halten, aber gleichzeitig etwas schaffen, das dem Landwirt über viele Jahre hinweg wirklich weiterhilft?

Aus diesem einfachen Grundkonzept heraus haben wir immer mehr Anwendungen und Funktionen hinzugefügt – immer mit dem Anspruch, dass die Maschine unkompliziert bleibt. Heute können unsere Maschinen für die Ernte genauso verwendet werden wie für Baumschnitt, Ausdünnung, Hagelnetzarbeiten und viele andere Arbeiten im Jahresverlauf. Und ich glaube, dieser Spagat zwischen Einfachheit, Preis und Vielseitigkeit ist uns in den vergangenen Jahren ganz gut gelungen.

Ihr habt eure elektrischen Obstbaumaschinen „Ladys“ getauft. Eine ungewöhnliche Namensgebung – warum?

Stephan Lanpacher: Wir wollten von Anfang an keine technischen Modellnamen. Die „Lady“ sollte für etwas Elegantes und Hochwertiges stehen. Für Qualität, aber irgendwie auch für etwas Sympathisches – jemanden, mit dem man gerne Zeit verbringt. Und unsere Kunden verbringen während der Saison schließlich ziemlich viele Stunden am Tag mit ihrer Lady. Irgendwann ist aus der ersten Lady dann eine ganze Familie geworden: Lady, Landlady und Berglady. Mittlerweile kennen uns einige sogar stärker über die Namen unserer Maschinen als über Frucotec.

Wie viele Maschinen produziert ihr?

Stephan Lanpacher: Das hat sich über die Jahre ziemlich stark entwickelt. Anfangs waren

es vielleicht 20 Maschinen im Jahr, dann 40 und irgendwann haben wir die Marke von 100 Maschinen pro Jahr überschritten. Insgesamt sind mittlerweile über 1.200 unserer Maschinen im Einsatz – bei mehr als 800 verschiedenen Betrieben.

Wohin liefert ihr eure Obstbaumaschinen?

Stephan Lanpacher: Südtirol ist und bleibt ganz klar unser wichtigster Markt und unsere Heimat. Hier sind unsere Maschinen entstanden und hier haben wir sehr viel gelernt. Mittlerweile liefern wir aber auch in viele andere europäische Länder sowie nach Kanada, in die USA, nach Australien, Neuseeland und Südafrika. Das ist auf der einen Seite wirklich spannend, auf der anderen Seite aber auch eine große Herausforderung. Obstbau ist eben nicht überall gleich. Genau das ist momentan auch ein großer Teil meiner persönlichen Aufgabe bei Frucotec.

2012 gegründet

Alle eure Obstbaumaschinen sind elektrisch betrieben. Der Vorteil?

Stephan Lanpacher: Für unsere Art von Maschinen macht Elektroantrieb einfach viel Sinn. Wir fahren den ganzen Tag relativ langsam zwischen den Bäumen. Dafür braucht man keine riesige Motorleistung, sondern einen effizienten und sehr fein regelbaren Antrieb. Elektro ist leise, hat keine lokalen Abgase und braucht relativ wenig Wartung. Gerade wenn man acht oder zehn Stunden am Tag mit einer Maschine arbeitet, ist der Unterschied zu einem Verbrennungsmotor wirklich wie Tag und Nacht. Für unseren normalen Einsatz sind heute Laufzeiten möglich, bei denen man sich während eines Arbeitstages praktisch keine Gedanken mehr über die Batterie machen muss.

Wie muss man sich den Alltag bei euch vorstel len?

Stephan Lanpacher: Ehrlich gesagt: manch mal geht es schon ziemlich drunter und drüber. (lacht) Bei uns muss jeder auch einmal etwas anpacken, das vielleicht überhaupt nicht sein Spezialgebiet ist. Aber irgendwie sind genau das auch wir. Uns ist wichtig, authentisch und ehrlich zu bleiben.

Ihr seid ein Familienbetrieb, der Entwicklung und Innovation lebt.

Stephan Lanpacher: Natürlich ist es nicht im mer leicht, in die Fußstapfen des eigenen Vaters zu treten. Gleichzeitig liegt darin aber auch eine große Chance. In manchen Bereichen hat die ältere Generation eine Erfahrung und ein Gefühl für Dinge, die man nicht einfach in einem Studium oder innerhalb von zwei Jahren lernen kann. Auf der anderen Seite kann die junge Generation neue Sichtweisen, Technologien, Märkte und Ideen mitbringen und Dinge vorantreiben, die sonst vielleicht nie passiert wären.

seit 2020 FRUCOTEC

2 – 6 Mitarbeiter

Handwerkerzone 5, Plaus

Das Fernheizwerk LEEG in Laas – im Zentrum schwerwiegender Vorwürfe

„Der Polizei ist ein Schlag gegen die Mafia gelungen. Eine internationale Organisation, die giftigen Abfall ins Ausland verkauft, zu Grillkohle sowie Dünger verarbeitet und dadurch Millionen an Gewinnen erzielt haben soll, wurde ausgehoben.“ So oder ähnlich lauteten die Schlagzeilen in Presse, Radio, Fernsehen und Teletext – im In- und Ausland.

Unser Fernheizwerk, die LEEG, ist dadurch massiv unter Beschuss geraten. Der Obmann und der Heizwart wurden in einer spektakulären Aktion mit großem Aufwand festgenommen und für 16 Tage inhaftiert. Die Betroffenheit über das Schicksal von Andreas und Hugo, aber noch viel mehr die Betroffenheit über Aussagen von Mitbürgern und Anschuldigungen gegenüber diesen Personen – Anschuldigungen, die jeglicher Grundlage entbehren – sowie die Enttäuschung darüber, dass ehrenamtlicher Einsatz und Aufopferungsbereitschaft für die Gemeinschaft von manchen Menschen so wenig geschätzt werden, veranlassen mich, diese Zeilen zu schreiben.

Wir alle im Verwaltungsrat arbeiten ehrenamtlich und erhalten keinen Cent für unsere Tätigkeit. Kaum jemand hat so viel Zeit und Herzblut für diese Genossenschaft aufgebracht wie jene drei Menschen, die nun die Hauptlast dieser Anschuldigungen tragen müssen. Ich bin bestürzt, weil ich den Betrieb von innen kenne und weiß, dass wir alle Entscheidungen gemeinsam und nach bestem Wissen und Gewissen für die Genossenschaft getroffen haben.

Um etwas Licht in die Angelegenheit zu bringen, muss ich etwas weiter ausholen. Das Fernheizwerk Laas/Eyrs ist ein vergleichsweises kleines Fernheizwerk, das im Jahr 2002 als Genossenschaft gegründet wurde. Ziel war es, die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Laas zu günstigen Konditionen mit umweltschonender Energie zu versorgen und gleichzeitig die Luftqualität in Laas, in den Wintermonaten zu verbessern. Die Genossenschaft wird von einem ehrenamtlichen Vorstand geführt, der von den Mitgliedern gewählt wird. Ehrenamtlich bedeutet dabei, dass der gesamte Vorstand weder Sitzungsgelder noch sonstige Vergütungen erhält. Im Jahr 2004 nahm das Fernheizwerk den Betrieb auf. In den Sommermonaten musste jedoch stets ein Heizkessel betrieben werden, um die Kundinnen und Kunden beziehungsweise Mitglieder mit Warmwasser zu versorgen. Deshalb suchte der Vorstand nach effizienteren Lösungen.

Nach zahlreichen Gesprächen mit Fachleuten sowie Besichtigungen von Anlagen im In- und Ausland entschied man sich nach eingehender Diskussion für die Anschaffung einer Holzvergasungsanlage. Diese sollte mit ihrer Abwärme in den Sommermonaten den Betrieb eines Heizkessels überflüssig

machen. Zudem bestand damals die Möglichkeit, den erzeugten Strom zu vergünstigten Bedingungen zu verkaufen.

Mit der ersten Holzvergasungsanlage waren intensive Versuche und erhebliche Mehrarbeit für Heizwart und Vorstand verbunden. Schließlich wurde die Anlage durch einen Brand zerstört, die Herstellerfirma ging in Konkurs und die LEEG erlitt einen erheblichen finanziellen Schaden. Der Vorstand stand damit vor einer großen Herausforderung: Wie sollte es weitergehen? Die Überlegung, für die Sommermonate eine effizientere Lösung als den Betrieb eines Heizkessels zu finden, blieb weiterhin bestehen. Ein sinnvoller und umweltschonender Ansatz war nach wie vor die Stromerzeugung mittels Holzvergasung. Hinzu kam, dass die Vergünstigungen für den Stromverkauf noch bis 2028 gültig sind und die dabei entstehende Abwärme den Wärmebedarf in den Sommermonaten decken konnte. Erneut wurden Fachleute konsultiert und Anlagen besichtigt. Schließlich überzeugte ein österreichischer Hersteller den Vorstand mit seiner Technologie. Dieser verfügte über eine lizenzierte Holzvergasungsanlage zur Produktion von Strom, Wärme und Kohle. Nach intensiven Diskussionen und mit Unterstützung von Experten beschloss der Vorstand einstimmig, diesen anspruchsvollen Weg zu gehen und die Anlage anzuschaffen. Ziel war es auch, den durch den Brand entstandenen Schaden durch den Stromverkauf möglichst gering zu halten.

Dies erforderte einen enormen Einsatz seitens des Vorstandes und insbesondere der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Während der Testphase wurden unzählige Nachtstunden geleistet und zusätzliche Belastungen auf sich genommen. Umso größer war die Erleichterung, als die neue Anlage nach umfangreichen Tests und Optimierungen sehr gut funktionierte und das ganze Jahr über die Stromproduktion den Erwartungen teilweise sogar übertraf.

Die neue Anlage arbeitet im Gegensatz zur ersten nach einem grundlegend anderen Verfahren. Das sogenannte Schwebebettverfahren produziert neben Wärme und elektrischem Strom auch Holzkohle. Genau diese Holzkohle ist der Auslöser der gesamten aktuellen Ereignisse.

Die Anlage des österreichischen Herstellers verfügt über ein sogenanntes REACH-Zertifikat (REACH steht für Registrierung, Evaluierung, Autorisierung und Beschränkung von Chemikalien gemäß EU-Verordnung). Die LEEG ließ diese Kohle analysieren und zertifizieren und verkaufte sie als Nebenprodukt. Nach Auffassung der NOE (Umweltpolizei) handelt es sich bei dem Produkt einer Holzvergasung jedoch um Asche, die entsorgt werden muss. Im Kern geht es darum, dass die italienische Gesetzgebung die durch

Vergasung hergestellte Holzkohle nicht kennt und sie deshalb als Abfall einstuft. In anderen Ländern – nicht nur innerhalb der Europäischen Union – wird dieselbe Holzkohle hingegen geschätzt und als reguläres Handelsprodukt angesehen.

Selbst Analysen, die von der NOE veranlasst wurden, haben ergeben, dass das Produkt aus unserer Holzvergasungsanlage zu rund 95 Prozent aus Kohle besteht.

Für uns als Vorstand war es gerade in Zeiten des Klimawandels wichtig, diese Holzkohle wieder in den Kreislauf zurückzuführen. Sie bindet dauerhaft Kohlenstoff, den der Baum zuvor aus der Atmosphäre aufgenommen hat, und wirkt somit als langfristiger Kohlenstoffspeicher.

Woher die Zahlen stammen, wonach Millionen an Gewinnen erzielt worden sein sollen, kann ich nicht nachvollziehen.

Zur Information für alle, die es genau wissen möchten: Die LEEG hat aus dem Verkauf der Kohle insgesamt maximal 170.000 Euro eingenommen.

Nach der ersten Intervention der NOE im Jahr 2023 wurde keine Kohle mehr verkauft. Stattdessen musste die LEEG die Entsorgung übernehmen und dabei zahlreiche Unannehmlichkeiten sowie zusätzliche Kosten in Kauf nehmen.

Ich vertraue auf die Rechtsprechung und bin fest davon überzeugt, dass in unserer Holzvergasungsanlage kein Giftmüll, sondern Kohle produziert wird. Daher bin ich überzeugt, dass die Beschuldigten freigesprochen werden.

Ebenso hoffe ich, dass diese Zeilen dazu beitragen, dass zumindest einige Menschen künftig genauer überlegen, welche Vermutungen und Beschuldigungen sie im Gasthaus oder bei anderen Gelegenheiten über Personen und Sachverhalte äußern.

Der ehrenamtliche Einsatz in Genossenschaften verdient mehr Wertschätzung. Der entstandene Schaden für die betroffenen Personen, deren Familien, für die LEEG und für das Ehrenamt insgesamt ist enorm. Ich frage mich: Wer wird dafür die Verantwortung übernehmen?

Der vom Untersuchungsrichter eingesetzte Kommissar hat in einer Aussprache, mit den verbliebeben, „auf Eisgelegten“ Verwaltungsrat, versichert, dass die Wärmeversorgung für Mitglieder und Kunden gesichert ist. Abschließend richte ich einen Appell an die Politikerinnen und Politiker unseres Landes sowie an unsere politischen Vertreter in Rom: Schaffen Sie die dringend notwendigen gesetzlichen Voraussetzungen, damit solche aus meiner Sicht unverständlichen Belastungen für Personen und Genossenschaften künftig vermieden werden können.

Gerade in Zeiten des Klimawandels darf Holzkohle nicht als Asche entsorgt werden. Albert Platter; Laas

Requiem für den GletscherEinerseits tun wir zuviel, um den Gletscherschwund zu beschleunigen, andererseits versuchen wir mit „Windeln“ die Gletscherinkontinenz zu mindern.

Foto und Text: Gianni Bodiniwww.fotobybodini.it

HAIKU – Gedicht

abgedruckt im Enkô in Japan:

Sommerurlaub –meine Fußabdrücke nimmt das Meer mit

Kommentare und Anfragen zum Thema Haiku an helga. gorfer58@gmail.com

Zu wenig benachteiligt

Mit 30. Juni ist in Schlanders erneut eine Hausärztin ausgeschieden. Die Gemeinde bedauert es und verweist zu Recht auf den Südtiroler Sanitätsbetrieb, der für die Suche zuständig ist. Sie selbst hat ab 2023 rund 400.000 Euro in die Gemeinschaftspraxis investiert, verlangt keine Miete und trägt die Betriebskosten der Gemeinschaftsflächen. Der Grund liegt anderswo, und er steht in den Verträgen. Für besonders benachteiligte Gebiete zahlt Südtirol 611,86 Euro im Monat, aber nur bis zur vierhundertsten eingeschriebenen Person, die im Gemeindegebiet wohnt. Das Trentino zahlt 1.000 Euro im Monat, unbefristet und ohne Deckel, bei derselben Region und demselben gesamtstaatlichen Vertrag. Der Vinschgau ist offenbar zu wenig benachteiligt, um als benachteiligt zu gelten.

Deshalb zwei Forderungen an die Landesregierung und an den Sanitätsbetrieb: den Zuschlag auf 1.000 Euro monatlich anheben, unbefristet und ohne Deckel. Und die freien Hausarztplätze im Vinschgau laufend, öffentlich und gemeindeweise ausweisen. Das eine kostet Geld, das andere nichts. Beides ist eine Entscheidung. Meine Eltern sind über achtzig und fahren für ein Rezept in die Nachbargemeinde.

Stefano Pellissetti, Linz, gebürtig aus Schlanders

Nachruf

Wir trauern um ein Urgestein des Theatervereins Schlanders: In tiefer Dankbarkeit für unsere Susanne Resch Vilardo (19632026)

Seit dem 05. Juni 2026 ist das Licht auf unserer Bühne ist ein Stück dunkler geworden. Wir mussten Abschied nehmen von unserer geschätzten Kollegin, treuen Freundin und Mitbegründerin Susanne, die uns leider viel zu früh für immer verlassen hat.

Als Gründungsmitglied war Susanne von der allerersten Stunde an Herz und Seele unseres Theatervereins, sie hat unserer Bühne fast 25 Jahre ihre unverwechselbare Art und ihr Herzblut geschenkt. Ihr außergewöhnliches Talent war so vielseitig wie das Leben selbst. Es gab kaum eine Facette des Menschseins, die sie nicht mit absoluter Hingabe und

Ort der Hoffnung

Präzision verkörpern konnte: Ob laute Komödie, die das Publikum Tränen lachen, oder das leise, tiefgründige Drama, das den Atem im Saal stocken ließ – sie beherrschte alle Facetten der Schauspielkunst. Trotz ihrer enormen Bühnenpräsenz stand für sie immer das Zusammenspiel im Vordergrund. Sie hat Kolleginnen und Kollegen zum Strahlen gebracht und war besonders für Neulinge stets eine tragende Stütze. Ihr Instinkt für Timing, ihr feines Gespür für Textzeilen und ihre unerschöpfliche Spielfreude haben unzählige Inszenierungen unseres Vereins maßgeblich geprägt. Mit Susanne verlieren wir nicht nur eine großartige Spielerin, sondern eine wunderbare Frau, deren Lachen, Energie und Leidenschaft unendlich fehlen werden. Bei jedem neuen Aufziehen des Vorhangs werden wir kurz

Auf diesem Weg spreche ich dem Therapiezentrum meine herzlichen Glückwünsche zum 25. Geburtstag aus. In diesen Jahren war dieser besondere Ort für unzählige Menschen ein Start, ein Neubeginn und eine Hilfe auf dem Weg in ein neues Leben. So auch für mich.

Nach Bad Bachgart ist nicht plötzlich alles gut, und nichts läuft von alleine. Nein – die eigentliche Arbeit an sich selbst beginnt erst danach. Rückblickend war die Zeit dort für mich wie ein geschützter Raum: fern vom Alltag, getragen von den Menschen und den Tieren, die diesen Ort so besonders machen. Es ist ein eigener Mikrokosmos, den jeder Patient nach meist acht Wochen wieder verlässt.

innehalten und uns dankbar an sie erinnern. Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen, die ihr nahestanden.

Liebe Susanne, danke für die unvergesslichen Momente, den Applaus und vor allem deine Freundschaft. Dein letzter Vorhang ist gefallen, aber in unseren Herzen spielst du weiterhin eine Hauptrolle. In dankbarer Erinnerung, die Mitglieder und der Ausschuss des Theatervereins Schlanders

Dann beginnt der Alltag mit all seinen Herausforderungen. Doch die Menschen und Tiere von Bad Bachgart geben einem vieles mit auf den Weg. Was man daraus macht, liegt letztlich bei jedem selbst. Auch Jahre später bleibt die Verbindung bestehen. Jedes Jahr bekomme ich Post – eine Einladung zum Patiententreffen. Es berührt mich immer wieder, dass wir nicht vergessen werden. Denn in Bad Bachgart zählt der Mensch mit all seinen Stärken und Schwächen. Dort lernt man, sich ehrlich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Wie man diesen Weg weitergeht, entscheidet jeder für sich selbst. Und nun: Ad multos annos!

Hundealter richtig berechnet

Ein Hundealter entspricht sieben Menschenjahre, heißt es immer wieder bei den Hundebesitzern; Doch das ist falsch! Richtig wird das Hundealter so berechnet: Hunde haben eine kurze „Kindheit“. Ein zweijähriger Hund entspricht schon einem 24-jährigen Menschen. Danach gilt: jedes weitere Hundejahr zhlt vier Menschenjahre. Ein 10-jähriger Hund wäre also nicht 70, sondern 58 Menschenjahre alt. Zur Info: Übrigens hängt das von verschiedenen Faktoren ab. Das Gewicht und die Größe eines Hundes spielen eine Rolle. Eine

Faustregel besagt, dass große und schwere Hunde schneller altern und leider nicht so alt werden, wie kleinere Artgenossen. Aber auch die Ernährung sowie die tägliche Bewegung draußen und ein ausgeglichenes soziales Umfeld spielen für den Alterungsprozess – die biologische Uhr, eine tragende Rolle. Folgendes ist zu beobachten: Hunde kleiner Rassen haben durchschnittlich eine höhere Lebenserwartung als Hunde großer Rassen. Schlanke Hunde leben länger als Hunde mit Übergewicht. Mischlinge

können älter werden als Rassehunde vergleichbarer Größe. Stadthunde haben eine kürzere Lebenserwartung als Hunde, die in ländlichem Umfeld leben. Also nochmals man rechne: 12½, die ersten zwei Jahre 24+10x4=40+2 für das ½ Jahr = 66. Also war mein sechster Boxer-Hund mit 12½ Jahren 66 Menschenjahre alt! Mein neuer siebter Boxer, unser Peppino ist jetzt gerade mal ein Jahr alt geworden, also 12 Menschenjahre! Übrigens ein totaler Wirbelwind und hat nur Flausen im Kopf. Giacumin Bass, Müstair

Schlanders

Projekt Lahn: Zurück auf Los

DieSituation war schlicht und einfach blamabel. Zur Erklärung: Unterlagen zu Projekten für die Gemeinderatssitzung müssen den Schlanderser Räten fünf Tage vorher zugestellt werden. Das ist beim Projekt Lahn in Kortsch nicht passiert. Weil Generalsekretär Georg Sagmeister diese Frist versäumt hat, hing man bei der jüngsten Ratssitzung Ende Juli in der Luft. Als Projektverhindererin wollte sich Gemeinderätin Gerda Platzgummer von der Bürgerliste aber nicht hergeben. Es kam zur Abstimmung. 16 Gemeinderäte stimmten dafür. Platzgummer dagegen, auch weil ihr das Siegerprojekt „Kortsch auf der Lahn“ von Architekt Lukas Wielander aus dem Jahr 2015 am Herzen liege und es sich ihr nicht erschließe, warum nun eine neue Machbarkeitsstudie von einem neuen Büro - Dear aus Meran - zur Abstimmung vorliege. Zur Erinnerung: 2015

Es geht voran

Architekt Manuel Gschnell präsentierte die Machbarkeitsstudie Lahn in Kortsch. Dort soll ein Bolzplatz entstehen

wurde ein Ideenwettbewerb zur Lahn in Kortsch von der Gemeinde ausgeschrieben. Das Siegerprojekt stammte von Architekt Wielander. Davon wurde einzig die Kita Kortsch umgesetzt, der Rest liegt seit über zehn Jahren in der Schublade. Alles neu scheint nun die Devise in der Schlanderser Gemeindestube zu sein. Und wenn man die verspätete Hinterlegung von Sagmeister wohlwollend als handwerklichen Fehler sehen mag, dann ist der Zeitpunkt der Abstimmung des Projektes eindeutig politischem

Kalkül zuzuschreiben. Denn einen Tag nach der Sitzung, am 31. Juli 2026 musste die sogenannte technisch-wirtschaftliche Machbarkeitsstudie des Meraner Architekturstudios beim Land eingereicht werden, um in den Genuss einer 50-prozentigen Förderung zu kommen. Das sind aufgerundet immerhin 651.922 Euro. Denn die Gesamtkosten belaufen sich auf satte 1.303.843 Euro. Dass vor diesem Hintergrund jegliche Diskussion sinnlos gemacht wird, liegt auf der Hand.

Das Projekt Lahn in Kortsch, die technische wirtschaftliche Machbarkeitsstudie, wurde von den Architekten Manuel Gschnell und Wolfram Pardatscher vorgestellt und sieht folgendes vor: Das Eckgebäude soll erhalten, die restlichen Gebäude abgerissen und ein Bolzplatz mit der Hälfte überdacht und der Größe von 13 x 29 Meter realisiert werden. Holzaufbauten mit einem Multifunktionsraum wären eine künftige Erweiterungsmöglichkeit. Der Bedarf sei in vielen Gesprächen ermittelt worden, das wurde unter anderem von Vize-BM Jürgen Tragust gebetsmühlenartig wiederholt. Die Bedürfnisse hätten sich seit dem Siegerprojekt des 2015 ausgelobten Ideenwettbewerbs geändert. Der Schwerpunkt liege nun auf der Jugend. Und das Bedürfnis seien Freiflächen sowohl für Schule als auch für die Freizeit. (ap)

B a u e r n * - u n d

Kürzlich fand die jährliche Aussprache zwischen dem Mobilitätslandesrat und dem Vorstand des Vereins Freunde der Eisenbahn statt. Die Elektrifizierung der Vinschgerbahn, die Zweigleisigkeit Bozen – Meran mit der Haltestelle St Jakob und die Riggertalschleife standen

Vinschgau/Südtirol im Mittelpunkt. Besonders erfreut zeigte sich der Vorstand über die Zusage, dass der neue Zug im Vinschgau bereits Fahrt aufgenommen hat. Auch zwischen Bozen und Meran konnte ein Einvernehmen mit Terlan erzielt werden. Bei St. Jakob ist die Unterführung nun fertiggestellt.

H a n d w e r k sm a r k t

j e d e n M i t t w o c h V o r m i t t a g

Der Vorstand des

von 3. Juni bis 14. Oktober 2026 in der Fußgängerzone von Mals mit Musik und lokalen Produkten und einmal im Monat zu speziellen Themen:

MI 12. AUGUST

M ä r k t e l e b e n Kunterbunt Riesenseifenblasen, Flohmarkt von Kinder für Kinder, Henna-Tattoos, Kunterbunt Challenge

VEreines Freunde der Eisenbahn v. l.: Josef Thurner, Alexander Sparber, Siegfried Tutzer, Daniel Alfreider, Walter Weiss, Philip Kleewein und Arthur Scheidle

Latsch

Gutes Zeugnis für die Gemeinde Latsch

Ihr seids vorbildhaft.“ Die Energieberaterin Christine Romen stellte der Gemeinde Latsch ein gutes Zeugnis in Sachen Energie aus. Bei der Vorstellung des Energieberichtes mit dem Bezugsjahr 2025 wurde für die gemeindeiegenen Gebäude eines deutlich: Latsch ist mit 97 % erneuerbare Heizenergie an vorderster Spitze der Gemeinden. Auch beim Strom und Wasserverbrauch steht die Gemeinde gut da. Allerdings hakt es da und dort. Denn die Höhe des Energieverbrauchs ist bei der Grundschule in Latsch mit dem neuen Kindergarten mit geschätzten rund 180 kWh/ Quadratmeter und Jahr rätselhaft hoch. Man habe ja umgebaut, die Fenster getauscht, renoviert. BM Mauro Dalla Barba legte eine erste Vermutung. Er wolle ja niemand auf die Zehen treten, aber es schient so, als ob in der Schule eine Lieblingstätigkeit darin bestünde, die Hei-

Mit dem Spruch „Wenn es keine Förderungen gibt, ziehen wir die Rollschuhe an“ hat der Latscher BM die Beschleunigung der Erstellung des Lichtplanes gerechtfertigt

zung aufzudrehen und gleichzeitig die Fenster zu öffnen. Es schmerze eben, sagte Dalla Barba, wenn man Gebäude saniere und der Energieverbrauch dann gleich bleibe oder sogar steige.

Trotz des Lobes hatte Christine Romen dann doch einige Empfehlungen. In vielen Bereichen

gebe es eben noch viel Luft nach oben, was das Energiesparen und damit die CO2-Reduktion beträfe. Vor allem in der Kommunikation sei noch einiges zu tun. Man solle etwa die Leute darauf hinweisen, dass es in der Bezirksgemeinschaft kostenlose Energieberatungen gebe.

Ein anderes Thema, welches bei der Gemeinderatssitzung am 27. Juli zur Sprache gekommen ist, ist der Lichtplan. Latsch ist eine der wenigen Gemeinden, die noch über keinen Lichtplan verfügt haben. Bei der Ratssitzung wurde dem abgeholfen. Der erfahrene Perito Industriale Egon Nischler hat im Auftrag der Gemeinde jenen Lichtplan erarbeitet, der dann einstimmig genehmigt worden ist. Ganze 925 Lichtpunkte auf dem gesamten Gemeindegebiet wurden im Plan minutiös erfasst und jeder einzelne davon genauestens beschrieben. Mit der Genehmigung des Lichtplanes. der eine Reduktion der Lichtverschmutzung, eine Kostensenkung und eine Erhöhung der Sicherheit zum Ziel hat, wird für die Latscher Gemeinde der Weg für Ansuchen um Förderungen im Bereich der Umstellung der öffentlichen Beleuchtung frei. (eb)

BB-Seniorinnen und Senioren auf Reisen

Mitglieder der Seniorenvereinigung im Südtiroler

Vinschgau on zeichnete die Bezirksleitung um Präsidentin Martina Plörer

Döschen mit Kräutersalz bereit. Auf dem Mendelpass stand den Ausflüglern viel Freizeit ren mit der Mendelbahn nach Kaltern und wieder zurück. Die anderen wanderten, spieltenscherle“. Gegen Abend ging`s

wieder über das Ultental in den Vinschgau zurück. Die Seniorenvereinigungen im Südtiroler Bauernbund und speziell die Ortsgruppen kümmern sich um die Anliegen der Seniorinnen und Senioren ihres Standes und suchen nach Lösungen. Ein wichtiges Ziel ist die Pflege des Miteinanders, der Gemeinschaft zur Vermeidung der Einsamkeit. Die OrtgruppenTätigkeit reicht von religiösen Veranstaltungen über Ausflüge und Wanderungen bis hin zu Spielenachmittagen, Faschingsund Weihnachtsfeiern sowie Törggelepartien. Die jüngste Ortsgruppe ist im Jänner 2026 in der Gemeinde Schluderns gegründet worden. Es ist die 10 Ortgruppe im Bezirk Vinschgau und die 70 in Südtirol. Die landesweiten Geschicke der BBSeniorengruppen leitet Theresia Agreiter Larcher als Landespräsidentin. (mds)

Hirt mit Leib und Seele

Gesundheitliche Gründe brachten Joggl auf die Alm und er hofft, dass solche ihn nicht von dort vertreiben. Bis auf wenige hat er die Sommer als Hirte, mit seinen und anderen Tieren, auf den Almen verbracht. Letztes Jahr zog es ihn ins Laaser Tal auf die „Unterolb“. Er kam heuer wieder und auch er weiß noch nicht, wo er den nächsten Sommer verbringt.

An einem glasklaren Sommertag begrüßen mich auf der „Unterolb“ im Laaser Tal zwei Hunde, ein paar Hühner und das idyllische Läuten der Kälberglocken. Bereits voriges Jahr wurde mir von einem „originalen Hirt aus Völs“ erzählt, und als ich dann in Laas einen Mann mit krausem Haar und knapper Lederhose Vorräte auf einen „Jeep“ aufladen sah, wusste ich wohin. Kurze und lange Lederhosen, gutes Schuhwerk hat er zusammen mit seinem Ross und mit Galtvieh, zwei Hunden und Katzen auf die „Unterolb“ ins Laaser Tal mitgebracht.

Joggl, Jakob Voetter, ist 1966 in Bozen geboren und als Einzelkind in Völs aufgewachsen. Seine Mutter betrieb dort eine kleine Pension. Mit knappen zwei Jahren erkrankte er an Bronchitis, und der Arzt verschrieb ihm Höhenluft. So begleiteten sie von da an Jakobs Vater im Sommer auf die Alm. Dort besserte sich Jakobs Gesundheit und er verbrachte mit wenigen Ausnahmen, die Sommerfrische auf der Alm. Bereits ab 1978 war er „Hiatbua“, zuerst auf der Seiser Alm, darauf hin drei Sommer im Fassatal. Er verbrachte den Militärdienst am Bozner Flughafen, danach arbeitete er als Zimmermann bei einer Baufirma und später wieder als Hirte im Fassatal und Belluno. Von 2001 bis 2014 war Joggl auf einer Voralp in Völs. 2015 hütete er Schafe von Tiers auf dem Schlern, 2016/2017 wieder Kälber in Col di Lana-Buchenstein im Belluno und drei Sommer in Tiers. 2021 pausierte Joggl unfallbedingt. Er schloss 2022 in Salern den Lehrgang für Hirten ab und verbrachte den Sommer auf der Haniger Schweige in Tiers und die zwei darauf-

Joggl, Jakob Voetter, ist 1966 in Bozen geboren, lebt in Völs und ist auf den Almen daheim

folgenden im Defereggental in Ostirol. In den Wintermonaten arbeitete er bei den Skiliften auf der Seiser Alm und half seinen Eltern in der Völser Pension. Seine Mutter wurde dement und er sollte die Pension weiter führen. Jakob wusste, das ist nicht seines. Er baute die Pension zu fünf Wohnungen um und hat in einer seine Bleibe. Er ist mit Leib und Seele „Hirt“ und kam 2025 ins Laaser Tal. Er trifft an jedem neuen Ort auf Menschen, Bauern, Almmeister mit neuen anderen Ideen und meint, das sei auch gut so. Seine Erfahrung ist: „S‘Vieh isch unkompliziert, sel muasche lei lossen. Es suacht sich schu des, wos es braucht, man muaß

a bissl derbei bleiben, zwischendurch salzn, nor fahlt ihmanen nichts.“ Es erfüllt ihn mit Freude und Genugtuung zu sehen, wie das Vieh am Morgen über die Weide grast und in den Mittagsstunden in der Sonne „flockt“. Sein Hobby ist sein Beruf. Jeder Sommer ist neu. Er hat immer wieder heftige Gewitter und Unwetter hautnah miterlebt, die ihn achtsam, aber keine Angst machen. Bedenklich bemerkt er, dass die schneearmen Winter zunehmen und die Almweiden vermehrt zuwachsen. Es wird immer weniger Vieh aufgetrieben, das Gras nicht vollständig abgeweidet, und die „Olmroasn“ und andere Stauden verwuchern

langfristig wertvolle Weidefläche. Dem Vieh genügt kurzes Gras, meint Jakob. Er ist kein Freund der Koppelhaltung, d.h. das Vieh wird umzäunt und die Weide Stück für Stück abgefressen. Das Vieh soll freien Lauf haben, zuerst die Schafe, dann das Galtvieh, später die Kühe, zuletzt die Rösser und die „Goaß“. Im Laaser Tal wird nicht gesennt, d.h. es werden keine Kühe gemolken und deren Milch zu Käse und Butter weiter verarbeitet. Das wäre nicht seines. Trotzdem ist Joggls Tag ausgefüllt. Früh morgens sieht er nach dem Vieh, kehrt zur Almhütte zurück und kocht sich mindestens einmal am Tag eine warme Mahlzeit. Er erkundet das Gelände, macht ab und zu „an Ratscher“ mit den Wanderern und den Bauern die vorbeikommen, er meint: „I konn besser mit die Viecher, wia mit die Leit.“. Trotzdem ist er ein geselliger, lebensfroher Zeitgenosse und macht manchmal einen Abstecher in die Zivilisation. Dann sieht man ihn z.B. beim Pizzaessen in Laas. Heute trinkt er dazu Wasser, seiner Gesundheit bzw. seinem Blutzuckerspiegel und Blutdruck zu Liebe. Die Höhe beeinflusst diesen negativ, momentan liegt es noch im annehmbaren Bereich und Joggl hofft, dass es so bleibt. Er möchte weiterhin „hiatn gian“. Zum Thema Herdenschutz sagt er: “Man muss bedenken, dass ein Wildtier ein wildes Tier ist und bleibt. Es jagt um zu überleben, verteidigt seinen Nachwuchs und Lebensraum, sucht sich leichte Beute, unterscheidet dabei nicht zwischen Tier und Mensch. Der Lebensraum in Südtirol ist zu stark besiedelt, um beidem ausreichend Platz zu geben.“ „Noch Liachtmess wear i longsom unruhig, gutzlt‘s mi und wenn es nor longsom griane weart, frei i mi afe Summar“.

von Christine Weithaler

18 /GESELLSCHAFT/

Mals

Kunst und Kulinarik

Mit„SoulFood & Momenti italiani“ ist den ganzen Sommer über eine einzigartige Kunstausstellung im Pflanzgarten „Solis“ zu sehen. Ausgestellt sind expressive Bilder der freischaffenden deutschen Künstlerin AndyMo. Ihre farbenprächtigen Werke beschäftigen sich mit Kulinarik und kommunizieren deshalb bestens mit den Gourmetfreu-

schäftigt sich mit der Philoso phie des Essens, mit der Wert schätzung der Lebensmittel, mit Regionalität und mit der Leidenschaft für schmakhafte Gerichte. Mit ihrer Malerei zelebriert sie die glücklichen Momente des Genießens. Deshalb arbeitet sie gerne mit renommierten Spitzenköchen zusammen. Die einzigartigen und ausdrucksstarken Bilder in „Solis“ beeindrucken die Betrachterinnen und Betrachter. Sie füllen die Räume durch ihre speziellen Farbklänge und Kompositionen. Seit 1996 bestückt die Künstlerin regelmäßig Gruppen- und Einzelausstellungen im Inund Ausland. Schwerpunkte ihrer Arbeitsphasen liegen in Italien, Irland und Frankreich. (mds)

Am 1. und 2. August gab es die 26. Ausgabe des Laaser Kulturfestes „Marmor & Marillen 2026“. Es war wieder ein großes und vielfältiges Familien- und Dorffest mit 53 Marktständen, mehreren Aus-

stellungen, viel Musik, einem bunten Kinderprogramm, Kinderflohmarkt, mit Vorstellung eines Kinderbuches, der Marmorwerkstatt am Santl-Platz, mit Führungen und kulinarischen Angeboten. So stand

Laas am ersten Augustwochenende wieder ganz im Zeichen von Weiß und Orange unter der Schirmherrschaft von süßen Marillen und dem edlen Laaser Marmor. (hzg)

Sonia Dal Santo mit der Künstlerin AndyMo in „Solis“
Fotos: Heinrich

„Gialer Kirchta“ mit Gesang und Musik

DieFamilie Ruepp auf dem „Gialhof“ oberhalb von Schluderns feierte am „AnnaTag“, dem 24 Juli 2022, die Einweihung ihrer neu errichteten, kleinen und schmucken Hofkapelle. Diese steht wie ein heller Farbtupfer weithin sichtbar neben der Hofstelle. Sichtbeton, weißer Laaser Marmor und heimisches Lärchen- und Zirbenholz sind die beherrschenden Bauelemente. Die große Fensterfassade ist nach Westen ausgerichtet und sorgt für viel Licht im Inneren. Mit der Errichtung der Kapelle drückte die Familie Ruepp ihre Dankbarkeit und ihre Wertschätzung für das viele Gute aus, das sie erfahren durften, und für glückliche Fügungen. Geweiht wurde die Kapelle dem Heiligen Bernhard, seit 1923 Schutzpatron der Al-

penbewohner und Bergsteiger, und der Heiligen Anna, die für Liebe, Gnade und Anmut steht und als Schutzpatronin der Ehe und der Mütter gilt. Seither wird am Anna-Tag ein kleines Kirchweihfest gefeiert.

Auch heuer luden Ulrich und Nadja Ruepp wiederum zum „Gioler Kirchta“. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus nah

Die Tauferer Wirtshausmusikanten

und fern nahmen die Einladung an. Der Tag begann mit der hl. Messe bewegend zelebriert vom Familienseelsorger Toni Fiung. Feierlich umrahmt wurde die kirchliche Feier von der Singgruppe „Zuafoll“. Die anschließende weltlichen Feier stand im Zeichen der Gemeinschaft und der Geselligkeit. Die Veteranen der Freiwilligen Feuerwehr von Schluderns sorgten für das leibliche Wohl der Gäste. Und die Tauferer Wirtshausmusikanten erfreuten sie mit beschwingter böhmischer Blasmusik. (mds)

Fürstenburg/Burgeis/Südtirol

„Stimmen zwischen Himmel und Erde“

In der vergangenen Woche ver wandelte sich die Fachschule für Landwirtschaft „Fürsten burg“ in Burgeis bei der Chorund Stimmbildungswoche des Südtiroler Chorverbandes in eine Oase der Chormusik. Unter dem Motto „All meine Herzge danken – Stimmen zwischen Himmel und Erde“ kamen Sän gerinnen und Sänger aus dem ganzen Land zusammen, um eine Woche lang intensiv an Klang und Ausdruck zu feilen. So konnte SCV-Verbandsob mannstellvertreterin Margareth Greif, die selbst an der Chorwo che teilnimmt, bei der Eröffnung 96 Sänger und Sängerinnen begrüßen. Dass es sich um eine landesweit beliebte Fort bildung handelt, beweise die Tatsache, dass die Teilnehmerplätze innerhalb kürzester Zeit ausgebucht waren. Besonders begeistert sind die Sänger und Sängerinnen vom exzellenten Referententeam.

Festbeginn 18:00 Uhr

Livemusik ab 20:00 Uhr

Eintritt frei

Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Franziska Kuba, Professorin für Chor-

leitung an der Hochschule für Musik in Detmold und künstlerische Leiterin des Bayerischen Landesjugendchores. Ihr zur Seite steht als Assistenz Selma Pleßke, Stipendiatin und Leiterin des UniversitätsChors München. Maria Theresia Burger, Tino Brütsch, Belinda Loukota,

Sofie Pedevilla, René Perler, Marika Rainer und Petra Sölva sind für die Stimmbildung zuständig.

Die intensive Probenwoche fand ihren feierlichen Abschluss am kommenden Samstag mit einem Konzert in der Aula der Landwirtschaftsschule Fürstenburg in Burgeis.

Weitere Termine und Informationen Sommernaechte.it

Fürstenburg Burgeis

Wo Musik Freu(n)de macht

D„Volksmusik Erlebniswoche“ für 40 Kinder und Jugendliche unter dem Motto „Wo Musik Freu(n)de macht“ auf der Fürstenburg in Burgeis. Neben der Volksmusik stand auch das Erlebnis im Mittelpunkt. So wurde der tägliche Unterricht auf dem eigenen Instrument mit gemeinsamen Tanz- und Singeinheiten auf-

Partschins

Programm. Die acht Referenten und Referentinnen aus dem Inund Ausland sorgten für stets spannende und abwechslungsreiche Aktivitäten. In jeder freien Minute wurde in allen Ecken und Winkeln der Burg musiziert. In den Heimzimmern direkt in der Burg zu übernachten war sehr aufregend. So konnte täg-

lich von unheimlichen Spurengeistes berichtet werden. Für das Organisationsteam um Christof Amenitsch war die musikalische Woche ein voller Erfolg. „Die schönste Bestätigung für mich ist die große Motivation der Kinder und Jugendlichen am Ende der gemeinsamen Woche. Die Kinder gehen mit neuen musikalischen Erfahrungen und vielen neuen Freundschaft

Kinder entdecken das Musizieren

In der Musikwoche für Neueinsteiger, die heuer bereits zum vierten Mal stattgefunden hat, lernten 20 Grundschulkinder ein Instrument ihrer Wahl zu spielen. Zur Auswahl standen Querflöte, Klarinette, Saxofon, Posaune und Trompete. Am ersten Tag wurden die Instrumente vorgestellt und die Kinder durften diese ausprobieren. Jedes Kind durfte drei Vorzugsinstrumente nennen, anhand derer die Zuteilung in fünf Kleingruppen stattfand. Die Kinder lernten Tipps und Tricks von ihren Lehrern aus den Reihen der Musikkapelle Partschins. Evamaria Österreicher war zuständig für die Organisation, das Singen und Basteln. Klarinettenunterricht gab es bei Christoph Österreicher, Isabella Österreicher übte mit ihrer Gruppe die Querflöte, Ulrich Schönweger zeigte, wie die Posaune gespielt wird und Philip Schönweger trompetete

mit den Kindern. Martina Zani unterrichtete Saxofon. In dieser Juliwoche lernten die Kinder mit Freude und Fleiß vier bis fünf Töne zu spielen.

Täglich wurde bis 10 Uhr geprobt. Im Anschluss waren Spiel und Spaß angesagt. Das gemeinsame „Orchesterprobe“ aller fünf Gruppen wurde

sehr ernst genommen. Das Abschlusskonzert am Freitag war ein voller Erfolg. Das „Kinderorchester“ ist motiviert einmarschiert und die Zuhörer*innen waren begeistert. Eltern und Großeltern, der Sommerkindergarten und die Tagesmütter waren dabei an diesem 24. Juli im Widumsgarten. Und natürlich

nach Hause,“ so Amenitsch, der zuvor schon zehn Jahre lang die Vinschger Musiziertage geleitet hat. „Wir sind der Schulleitung sehr dankbar für die Möglichkeit unsere Sommermusikwoche in der Fürstenburg austragen zu können. Für das Gelingen einer Veranstaltung dieser Art ist auch die passende Lokalität ausschlaggebend und hier in der Fürstenburg haben wir die perfekten Bedingungen dafür vorgefunden.“ Für das leibliche Wohl sorgte das Küchenteam der Fachschule. Mit einem Abschlusskonzert im Innenhof der Burg bei welchem die Teilnehmer ihren Eltern und Freunden die erlernten Stücke, Lieder und Tänze vorführten, endete die Woche. So manches Kind wäre gerne noch länger geblieben und beinahe alle wollten sich gleich schon wieder für die nächste Ausgabe im Jahr 2027 anmelden.

durfte jeder zuhören, der Lust hatte.

Dieses Projekt wurde von Evamaria Österreicher, Obfrau der Musikkapelle Partschins, ins Leben gerufen. Zufrieden schauen die Mitwirkenden auf die gelungene Musikwoche zurück.

Astrid Fleischmann

Musiklehrer im Bild hinten von linkse: Isabella, Martina, Ulrich, Christoph, Philip, Evamaria
Große Freude bei der „Volksmusik Erlebniswoche

Bildungsausschuss Schlanders

Schlanders / Silandro Kapuzinerstraße 2 / Via Cappuccini 2 (ex avimundus)

Öffnungszeiten / Orario d‘apertura: 9:00–12:00 + 15:00–18:00 Sonntag geschlossen / Domenica chiuso, Feiertag geöffnet / festivo aperto Eintritt frei / Ingresso libero

Matinee / Mattinata: 09.08. | 10:00 (im Austellungsraum / nella sala d‘esposizione) Literatur / Letteratura: Christine Weithaler, Musik / Musica: Alena Savina

Bildungsausschuss Kastelbell/Tschars

Bildungsausschuss Glurns

Latsch/Tarsch - E-Werk Ramini

„Unsere beste Milchkuh“

7,7

Millionen Kilowattstunden wirft das E-Werk Ramini im Schnitt pro Jahr ab. Das E-Werk Ramini gehört der Gemeinde Latsch und die Verwalter dort haben einen große Freude mit dem Geld abwerfenden E-Werk. Zudem ist der mit Wasserkraft erzeugte Strom nachhaltig, weil regenerativ und deshalb CO2-frei. „Das Werk ist wichtig. Es ist unsere beste Milchkuh“, fasste es der Latscher BM Mauro Dalla Barba bei der Ratssitzug am 27. Juli knackig zusammen. Damit das so bleibt, trifft man in Latsch Vorbereitungen. Weil das E-Werk vor 40 Jahren gebaut worden ist, sind die Maschinenteile in die Jahre gekommen und die Ersatzteile sind so gut wie aufgebraucht. Deshalb haben die Latscher das Malser Ingenieurbüro Patscheider&Partner beauftragt, einen Blick in die E-Werkszentrale und auf die Maschienenteile zu werfen und

Ingenieur Stefan Wallnöfer (Bildmitte) von Patscheider&Partner erläutert die ERtüchtigungen am Kraftwerk Ramini

Vorschläge zu machen, wie man das veraltete System erneuern könnte. Der Ingenieur Stefan Wallnöfer, der sich seit gut 14 Jahren auf Anlagentechnik spezialisiert hat, hat den Latscher Gemeinderäten erläutert, wie es um das Kraftwerk Ramini steht und wie das Kraftwerk ertüchtigt werden kann. Wallnö-

fer attestiert der Anlage einen gepflegten Zustand. Allerdings seien wesentliche Elemente an ihr technisches Lebensende angekommen. Mit umfassender Fotodokumentation und eingehenden Erläuterungen empfiehlt Wallnöfer den Austausch des Generators, den Austausch und die Moderniseierung der gesam-

ten elektrischen Infrastrukur, der Steuerung und der Leittechnik und den Austausch einzelner hydraulischer und mechanischer Elemente. Ziel sei die Sicherstellung des Kraftwerksbetriebes und vor allem die Vermeidung von ungeplanten Stillständen.

Das Unterfangen kostet in Summe um die 1,1 Millionen Euro. „Das müssen wir mit Eigenmitteln schultern“, sagte Dalla Barba nicht ohne Hinweis auf Artikel-3-Gelder. Angegangen werden soll der Austausch lieber heute als morgen. Wallnöfer schätzt den Stillstand des EWerkes für die Umrüstung auf rund 3 Monate. Allerdings könne die Lieferzeit für bestimmte Anlagenteile durchaus bis zu 8 Monate betragen. Die vorausschauende Dringlichkeit teilten die Gemeinderäte und genehmigten die Umbauarbeiten einstimmig. (eb)

HD Bikers Naturns: CHARITY zum Zweiten

Solidarität gesetzt.“ Seine Frau Madlen ist an Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom erkrankt. ME/ CFS ist eine schwere, neuroimmunologische Multisystemerkrankung. Schon kleinste Anstrengungen, wie ein Gespräch, Licht, Geräusche oder kurzes Aufsetzen, können zu einer schweren Verschlechterung führen. In der schwersten Form sind Betroffene dauerhaft ans Bett gebunden und auf umfassende Pflege angewiesen. Für das Ehepaar „ist diese Unterstützung sehr wertvoll, sie schenkt neben großer finanzieller Erleichterung auch Hoffnung, Mut und das Gefühl, nicht allein zu sein.“

Nach den gesellschaftlichen und zwischenmenschlichen Erfolgen, die diese Benefizveranstaltung in den letzten beiden Jahren zweifellos erzielt hat, wird es im nächsten Jahr wohl zur dritten Auflage kommen.

Naturns wurde. Als Special Guest war
HD Bikers Naturns haben
Und das Beste daran: der

Schluderns

Grundsteinlegung Pflegewohnheimein historischer Moment

Mit der Grundsteinlegung des neuen Pflegewohnheimes in Schluderns am 30. Juli 2026 ist nun der definitive Start des Baubeginns im Herbst 2025 zementiert. BM Heiko Hauser sprach von einem historischen Moment für Schluderns und bedankte sich bei allen am Bau Beteiligten. Nach den Abbruch- und Aushubarbeiten schreiten die Bauarbeiten nun zügig voran. Seit dem ersten Beschluss zum Neubau eines Seniorenheimes im Jahre 2016 sind zehn Jahre vergangenen. Hindernisse wie die Preiswerhöhung nach der Coronakrise und Schwierigkeiten rund um die Grundverfügbarkeit mit dem Rekurs eines Anrainers haben den Baubeginn verzögert. Aus den veranschlagten 14 Millionen Euro sind nach und nach

Nach Überwindung vieler Hindernisse konnte am 30. Juli 2026 der Grundstein für das Schludernser Pflegewohnheim gelegt werden

28 Millionen geworden. Das wäre, laut Hauser, nicht mehr finanzierbar gewesen. Und das machte die Verkleinerung des Baues erforderlich. Aus drei Stockwerken wurden zwei. Doch nun soll es zügig weiter-

gehen, damit die Seniorinnen und Senioren (sie kommen vorwiegend aus Schluderns, Prad und Stilfs) schon bald vom Ausweichquartier in der „Alte Mühle“ in die 38 Einzelzimmer und die sechs Doppelzimmer

übersiedeln können. Geführt wird das Heim von der Direktorin Sibille Tschenett im Rahmen des Konsortiumbetriebs Laas/ Schluderns. Zur Grundsteinlegung gratulierten neben den im Bau involvierten Verantwortlichen unter anderen die politischen Vertreter LR Rosmarie Pamer, Bezirkspräsidentin und BMin von Taufers i. M. Roselinde Gunsch, BM Rafael Alber aus Prad, BMin Verena Tröger aus Laas, Christian Knoll als Delegierter der Gemeinde Stilfs sowie die Schludernser Alt BMs Kristian Klotz und Peter Trafoier. Feierlich umrahmt wurde die Grundsteinlegung von der Musikkapelle Schluderns. Eine Gruppe „alte Mädels“ aus den Reihen der anwesenden Heimbewohner überraschten mit einem netten Lied. (mds)

Gründe warum es sich lohnt im Vinschgerwind zu werben:

Werbung im Vinschger Wind lohnt sich, weil das Medium Menschen aller Altersgruppen erreicht. Das freundliche und engagierte Redaktionsteam unterstützt dabei, die richtigen Worte zu finden, um die eigene Botschaft verständlich und wirkungsvoll an die Mitmenschen zu bringen.

Erfolgreich mit dem Vinschgerwind: Werbeberater Walter Morelli werbung@vinschgerwind.it Tel. 335 830 55 69

Sarah Oberhofer, Nahversorgung und Café, Kostbar - Morter und Vetzan

18:30 Die lustigen Strawanza

20:30 Zwoa a holb Lederhosn

21:30 Party im Zelt mit DJ Party con DJ

SAMSTAG / SABATO

09:00 Festgottesdienst Santa messa solenne

10:00 Einmarsch ins Dorfzentrum mit der Musikkapelle Mals, den Goaslschnöller & der Volkstanzgruppe Ingresso nel centro del paese con la banda musicale di Malles, i Goaslschnöller e il gruppo di danza folcloristica

WEITERES RAHMENPROGRAMM PROGRAMMA COLLATERALE

Glücksspiel

Ruota della fortuna

Schießstand der Sportschützen Poligone di tiro dei tiratori sportivi

Kletterwand Parete da arrampicata

KINDERPROGRAMM PROGRAMMA PER BAMBINI

Kasperletheater

Teatro dei burattini

Bogenschießen Tiro con l'arco Kinderkino

Cinema per bambini

Kinderschminken Truccabimbi

Spielstraße Giochi vari

Die Malser laden zum Kirchtag ein

Wenn die Malser am 14. und am 15. August zum Kirchtag einladen, kommt dies einer Aufforderung zum Kommen gleich. Und wer kann dem Obervinschger Hauptort Mals widerstehen? Denn der schöne und herrschaftliche Dorfkern von Mals als Kulisse, die Malser Vereine als Betreuende und der Malser Sportverein als Hauptorganisator laden als freundliche und aufgeschlossene Dorfgemeinschaft Freunde und

Bekannte, Gäste und Neugierige nach Mals. Ein nettes Beisammensein ist bereits am Freitag, den 14. vorgesehen, wenn ab 18.30 Uhr der Vorabend des Kirchtags mit Musik eingespielt und mit einer großen Party für die Kids gefeiert wird. Der 15., der Hochunserfrauentag, beginnt mit dem Festgottesdienst in der stattlichen Malser Pfarrkirche und im Anschluss daran zieht die Dorfgemeinschaft

mit der Musikkapelle Mals, den Goaslschnöllern und der Volkstanzgruppe in das Dorfzentrum ein. Ein bezauberndes Schauspiel und ein herzlicher Einblick in einige dörfliche Gepflogenheiten. Die beim Fest mitwirkenden Vereine - FF, ASV Mals, AVS Mals, Bergrettung Mals, Juma, Volkstanzgruppe, Goasslschnöller, Musikkapelle, Weisses Kreuz Mals, Theaterverein Mals, Chöre Mals, ELKI - haben in den Tagen zuvor

viel vorbereitet und laden zu regionalen Köstlichkeiten, in eine Cocktailbar, zu Kinderspielen, an beiden Tagen zur Disco im Zelt, zu Musikeinlagen und zu bester Unterhaltung an beiden Tagen. Der Malser Kirchtag ist wohl das größte Kirchweihfest im Vinschgau und die Malser blicken auf eine lange Festtradition zurück und mit dem Zusammenstehen der Vereine wird diese Tradition weitergetragen.

WIR UNTERSTÜTZEN DEN MALSER KIRCHTAG

HOTEL GARNI ZUM HIRSCHEN *** Bahnhofstraße 2, Mals im Vinschgau Tel. 0473 831 149 • www.hotel-hirschen.it

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ÖFFNUNGSZEITEN

Jugendtreff „fResch“ Reschen

Do. 05.03.20 ab 17.30 Uhr

JT “fResch” Reschen

Jugendtreff Tarsch

Do. 16:00 – 19:00 Uhr

Eclairs selbst gemacht

Sa. 07.03.20 ab 19.00 Uhr

Fr. 16:00 – 20.00 Uhr (2x Monat)

JT “Juze Hoad” St. Valentin

Deine BUTTONS

Mi. 16:00 – 19:00 Uhr

Sommerliche Empfehlung

Fr. 16:00 – 20.00 Uhr (2x Monat)

Jugendtreff „Juze“ St.Valentin

Mi. 11.03.20 ab 16.30 Uhr

JT “JUBU” Burgeis

Strategiespiele

Mi. 15:30 – 20:00 Uhr

Sa. 15:30 – 21:30 Uhr

Sa. 14.03.20 ab 19.00 Uhr

JT “JULO” Laatsch

Dekoideen neuer Treff

Do. 15:30 – 20:00 Uhr

Jugendtreff „Chillhouse“ Stilfs

Fr. 15:30 – 20:00 Uhr

Fr. 06.03.2020 um 17.00 Uhr

JZ “JuMa” Mals

Di: 15:45 – 21:00 Uhr

DIY Osterdeko

Mi: 15:45 – 21:00 Uhr

Passend zu die warmen Sommertage ollaweil empfehlen mir enk an fruchtigen Beeren-Limetten-Mocktail mit frische Beeren, Limette, Minze und Mineralwasser. Dr Drink ist erfrischend, lecker und ideal fürn nächsten Besuch in Jugendtreff Tarsch.

und losst inz den sommerlichen Mocktail zusammen probieren.

Anschließend starten mir wieder am Donnerstag, den 3. September, von 18.00 bis 20.00 Uhr mit einem gemütlichen Burgerabend als Instimmung aufs neue Schuljahr.

Do: 15:45 – 21:00 Uhr

Jugendtreff „Citytreff“ Glurns

Do. 12.03.20 ab 15:00 Uhr

Fr: 14:45 – 19:30 Uhr

Vollversammlung

Sa: 14:45 – 19:30 Uhr

Öffnungszeiten:

Achtung: bei Aktionstagen gelten andere Zeiten

JT “Citytreff” Glurns

Di. 16.00 – 20.00

Do. 17.00 – 21.00

Di. 17:00 – 21:00 Uhr

Fr. 18.00 – 22.00

Mi. 17:00 – 21:00 Uhr

Fr. 17:00 – 23:00 Uhr

Jugendhaus Phönix Schluderns

JT “Revoluzer” Taufers

Fr 07. + 13.03.20 ab 15.00 Uhr

Di. 16:00 – 19:00 Uhr

Sa. 16:00 – 22:00 Uhr

Mir freien inz, enk vor Ende der Sommerferien nou amol zu sechen! Deswegen haben mir am Mittwoch 12. August fa 18.00 bis 20.00 Uhr noch geöffnet. Kemp vorbei, verbringt gemeinsam eine schöne Zeit mit inz

Mir wünschen enk nou eine wunderschöne Sommerzeit und freien inz auf enk Olle. Enker Juze Tarsch Team Kontakt: Myriam, Tel. 328 5588131 mittelvinschgau@jugendtreff.bz

Mädchentreff: Pizza machen + Vatertagsgeschenk basteln

JH “Phönix” Schluderns

Di. 17:00 – 19:00 Uhr

Mi 11.03.20 ab 16.00 Uhr

Mi. 15:00 – 20:00 Uhr

Ju!P und Jurali

Vatertagsgeschenk basteln

Do. 16:00 – 20:00 Uhr

Sommermonate in der Sportzone Prad

Jugendzentrum JuMa Mals

Fr. 17:00 – 22:00 Uhr

Sa. 17:00 – 22:00 Uhr

Fr.06.03.20 GESCHLOSSEN

JT “Ju!P” Prad

Mi. 11.03.20 von 17.00 bis 20.00 Uhr

Mi. 16:00 – 20:00 Uhr

Spieleabend

Do.16:00 – 20:00 Uhr

Fr. 15:00 – 21:00 Uhr

Sa.14.03.20 GESCHLOSSEN

Sa 15:00 – 21:00 Uhr

Jugendtreff Burgeis

JT “Jurali“ Lichtenberg

Fr. 06.03.20 von 18.00 bis 23.00 Uhr

Di. 17:00 – 20:00 Uhr

Treff geöffnet mit Kochabend

Fr. 17:00 – 21:00 Uhr

JT “Chillhouse” Stilfs

Sa. 07.03.20 GESCHLOSSEN

Mi. 15:15 – 20:00 Uhr

Mi. 11.03.20 von 15.00 bis 17.00 Uhr

Do. 15:15 – 20:00 Uhr

Bubbel- Waffeln backen

Sa. 16:00 – 22:00 Uhr

JT “JuTsche” Tschengls

Sa. 14.03.20 von 18.00 bis 23.00 Uhr

Mi. 17:30 – 20:30 Uhr

Treff geöffnet mit Kochabend

Sa. 18.30 – 21.30 Uhr

Jugendtreff „La:Ma“ Laas

JT Eyrs

Mi. 15.00 – 17.00 Uhr

Sa. 07.03.20 ab 19.00 Uhr

Dieses Jahr gestaltet sich die warmen Monate in Prad am Stilferjoch etwas anders, da die Räumlichkeiten des Jugendtreffs Ju!P renoviert werden und wir den Sommer außer Haus verbringen. Der Sportverein bot uns eine Ausweichmöglichkeit in der Sportzone Prad, die wir gerne angenommen haben. Wir, die Jugendarbeiter*innen, sind zu den gewohnten Öffnungszeiten anwesend und für die Jugend-

lichen da. Wir sind zwar nicht mehr im Zentrum, trotzdem gibt es einiges an Möglichkeiten, wie Fußball, Eisessen im Schwimmbad, Beachvolley oder einfach in der Sonne chillen. Wie jedes Jahr findet auch heuer wieder das Countryfest in Prad statt und viele Jugendliche kommen aus verschiedenen Dörfern zum Feiern vorbei. Das Event findet am zweiten Wochenende im August statt. Am Samstag,

den 8. August sind wir beim Eingang zum Festgelände mit einem SafeSpace wieder für die Jugendlichen da. Bei uns gibt es Wasser, Obst und ein offenes Ohr und wir sind von 17 bis 22 Uhr anwesend. Mit Ende Juli verabschieden wir uns von der Jugendarbeiterin Juliane. Wir wünschen ihr weiterhin viel Erfolg und alles Gute

Lachs – Zucchininudel

Sa. 15.00 – 18.00 Uhr

JT “La:Ma” Laas

Anmeldung bis 06.03.20 erforderlich

Di. 17:00 – 21:00 Uhr

Sa. 14.03.20 ab 15.30

Mi. 17:00 – 21:00 Uhr

Schwimmen Latsch

Do. 17:00 – 21:00 Uhr

Fr. 17:00 – 22:00 Uhr

Info & Anmeldung bis 11.03.20 bei Andy im La:Ma

Sa. 17:00 – 22:00 Uhr

Jugendtreff Tschengls

JZ “Freiraum” Schlanders

Di. 17:00 – 22:00 Uhr

Fr. 6.03.20 von 18.00 bis 22.00 Uhr

Mi. 17:00 – 22:00 Uhr

Do. 17:00 – 22:00 Uhr

langer Filmabend mit Nudel & Schokofondue

Fr. 17:00 – 23:00 Uhr

Sa. 17:00 – 23:00 Uhr

JuZe „Freiraum“ Schlanders

on Street:

Was steckt hinter deinem Outfit?

JT “Check In” Goldrain Derzeit geschlossen

Di. 03.03.20

Das JuZe bleibt geschlossen

JZ “Green Turtle” Latsch

Di. 15:00 – 21:00 Uhr

Fr. 06.03.20 ab 20.00 Uhr

Mi. 15:00 – 21:00 Uhr

Filmabend im JuZe

Do. 15:00 – 21:00 Uhr

Fr. 15:00 – 21:00 Uhr

Jugendzentrum „Green Turtle“

Latsch

Sa. 15:00 – 21:00 Uhr

JC “Taifun” Martell

Di. 16.00 – 19.00 Uhr

Sa. 16:00 – 22:00 Uhr

Mi. 15.00 – 18.00 Uhr

JT Tarsch

Di. 16.00 – 20.00 Uhr

Mi. 18:00 – 20:00 Uhr

Mit dieser Frage setzten sich das Jugendzentrum Freiraum Schlanders und der Jugenddienst Mittelvinschgau gemeinsam mit der OEW – Organisation für Eine solidarische Welt und mit Unterstützung vom Bildungsausschuss Schlanders beim Langen Freitag in Schlanders am 24. Juli 2026 auseinander.

JT “All In” Kastelbell/Tschars

Fr. 15.00 – 21.00 Uhr

Mi. 16:00 – 21:00 Uhr

Sa. 14.00 – 21.00 Uhr

Do. 16:00 – 21:00 Uhr

Jugendraum Check In Goldrain

Fr. 17:00 – 22:00 Uhr

Mi. 18.00 – 21.00 Uhr

Sa. 17:00 – 22:00 Uhr

JT “Time Out” Schnals

Jugendclub Taifun Martell

Mi. 16.30 – 20.30 Uhr

Sa. 07.03.20 von 14.00 – 20.00 Uhr

JZ “JuZe” Naturns

Geöffnet

Mo. 16:00 – 22:00 Uhr

Sa. 14.03.20 von 15.00 – 18.00 Uhr

Mi. 16:00 – 22:00 Uhr

„Gianmo suchten“

Do. 16:00 – 22:00 Uhr

Workshop

Fr. 16:00 – 22:00 Uhr

Sa. 16:00 – 20:00 Uhr

Jugendtreff Tarsch

JT “Kosmo” Plaus

Mi. 11.03.20 15.00 – 17.00 Uhr

Mi. 15:00 – 19:00 Uhr

Filmnachmittag

Do. 15:00 – 20:00 Uhr

Die Schlanderser Fußgängerzone wurde dabei zur Bühne für Mode, Musik und Begegnungen. Zahlreiche Besucher*innen waren eingeladen, Mode einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Im Mittelpunkt stand die Frage, was eigentlich hinter unserer Kleidung steckt. An verschiedenen Stationen konnten sich Interessierte mit Themen wie Fast Fashion, fairen Arbeitsbedingungen und nachhaltigem Konsum auseinandersetzen.

Einige nutzten die Gelegenheit, ihr Wissen zu testen, Neues zu erfahren und miteinander ins Ge spräch zu kommen. Andere wie derum ließen die übergroßen TShirts mit spannenden und teils überraschenden Informationen rund um die globale Kleidungsindustrie auf sich wirken. Für eine lockere Atmosphäre sorgte zudem das vom Jugendzentrum Freiraum angebotene Popcorn, das viele Besucher*innen zum Verweilen und Austauschen einlud. Außerdem konnten selbstgemachte Stoffanhänger bestaunt und mitgenommen werden. Sie zeigten auf kreative Weise, wie vermeintlich alte Stoffe und Materialien neu interpretiert und weiterverwendet werden können.

Für die besondere Atmosphäre sorgten die Modeschauen der Schlanderser Modegeschäfte so-

wie die musikalischen Beiträge, die zahlreiche Besucher*innen in die Ortschaft lockten und den Abend bereicherten. Die Verbindung von Unterhaltung und Sensibilisierung machte „Fashion on Street“ zu einem gelungenen Beispiel dafür: Mode kann nicht nur gut aussehen, sondern auch Anlass sein, über Fairness, Nachhaltigkeit und die eigene Verantwortung als Konsument*in nachzudenken.

Fashion

Lösungswort:

1. PNRR heiß "Piano Nazionale di Ripresa e ..."

2. Weiler in Langtaufers

3. Fraktion der Gemeinde Mals

4. Runde Türme in Taufers: Rotund und ...

5. Schloss bei Schluderns

6. Reifenverwerter in Glurns

7. bekanntes Kirchlein bei Glurns, St. Jakob in ...

8. Die Gumser Kirche ist dem hl. ... geweiht

9. Vollständiger Name für die Gemeinde Prad am ...

10. Auf diesem Pass wurde kürzlich 125 Jahre Passstraße gefeiert

11. beliebtes Gericht aus den gelben, süßsauren Früchten

12. Die Gemeinde Schlanders hat entlang der Staatsstraße drei ...

13. der mittelalterliche Sänger in Latsch, Hans der ...

14. verfallendes Hotel in Hintermartell

15. Kirchenpatron in Marein bei Kastelbell

16. Kinder haben a Gaudi, denn kleine Züge fahren im ... von Staben

17. in der ... Naturns erfrischt auch das Thermalwasser

18. Bekannt ist der ... von Luis Stefan Stecher in Plaus

19. der römische ... beim Hanswirt in Rabland weist auf die Via Claudia Augusta hin

20. in Partschins gibt es das weltweit größte ...

Viel Knobeln wünschen wir auch diesmal. Zu gewinnen gibt es diesmal wieder schöne Bücher. Sende uns das neue Lösungswort mit deinem Namen und dem Wohnort an: redaktion@vinschgerwind.it Einsendeschluss: 17.8.26, 9:00 Uhr

„Hirtenmaccheroni“ ist das Lösungswort des letzten Rätsels. Den Blumenstrauß, spendiert vom Blumenladen in Mals „Passiflora“ gewinnt Richard Martin aus Kastelbell. Der Gutschein ist ab 06.08.26 in der Wind-Redaktion abholbereit, Dantestraße 4, in Schlanders.

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Sharing Economy - Wirtschaft des Teilens

Ausleihen oder Tauschen von Gegenständen, von Informationen und Wissen

Früher war es selbstverständlich: wenn etwas kaputt ging, wurde es repariert und nicht weggeworfen. Wenn etwas ausgedient hatte, wurde es an Freunde und Verwandte weitergereicht. Es wurde getauscht, ausgeliehen, man hat sich gegenseitig unterstützt und ganz bewusst konsumiert. Das ist Kreislaufwirtschaft, Selbst- bzw. Nahversorgung und Nachbarschaftshilfe. In den landwirtschaftlich geprägten Dorfgemeinschaften gab und gibt es Waalinteressentschaften, Alminteressentschaften, Maschinenringe usw. Später entstanden die modernen Genossenschaften. Durch diese Wirtschaftsweise entstand kaum Müll. Industrialisierung und Globalisierung veränderten das. Es kam zum weltweiten Warenaustausch, Billigprodukte überschwemmen den Markt und heute stehen wir vor riesigen Müllbergen, Plastik und Mikroplastik, das sich erst in Jahrhunderten abbaut, Giftstoffe, die das Wasser und den Boden verseuchen. Wir sind abhängig von Rohstoffen, die nur in bestimmten Ländern abgebaut werden. Unser Wohlstand hat zur Klimakrise geführt und bedroht in vielen Teilen der Erde die Lebensgrundlagen. „Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch“, so Friedrich Hölderlin. Alternative Wirtschaftsformen, man spricht von Sharing Economy, einer Wirtschaft des Teilens, werden wieder modern. In der Gemeinde Schlanders gibt es mehrere Projekte, Konzepte und konkrete Initiativen einer nachhaltigen Wirtschafts- und Lebensweise.

S´ELKI Ladele, Second Hand für Kinder und Familien

Vor sechs Monaten, am 31. Jänner dieses Jahres wurde das Elki Ladele, wie es liebevoll genannt wird, in der Fußgängerzone in Schlanders eröffnet. Seit dieser Zeit ist es nicht nur zu einem wichtigen Tauschmarkt für gut erhaltene Kleidung und Ausstattung rund ums Baby und Kind geworden, sondern auch zu einer Begegnungsstätte für Familien und Kinder. Wie Kunhilde von Marsoner, die Präsidentin vom Elki (ElternKind-Zentrum) Schlanders in einem Gespräch erläuterte, hat man 10 Jahre nach der Vereinsgründung diesen Schritt gewagt, um Familien noch besser zu unterstützen und Solidarität und Nachhaltigkeit zu realisieren. Die Umsetzung war nicht einfach, aber nach einer 5-jährigen Vorarbeit wurden geeignete Räumlichkeiten und zwei junge Personen gefunden, die das Ladele zusam-

men mit mehreren Freiwilligen mit Engagement und Einsatz führen. Im Ladele wurden bisher über 5.000 Artikel von Dienstag bis Samstag am Vormittag von 9:00 bis 11:30 Uhr zum Verkauf angeboten. Alle Produkte stammen von Elki Mitgliedern und werden im Geschäft nur an Mitglieder (20 Euro beträgt der jährliche Mitgliedsbeitrag) verkauft und zwar zu sehr günstigen Preisen. Die meisten Artikel kosten weniger als 20 Euro. Neben Sabine Holzer und Miriam Floridia als Teilzeitangestellte und mehreren Freiwilligen, arbeiten auch Praktikantinnen mit. In den Sommermonaten ist die Oberschülerin Emma Dietl aus Kortsch im Ladele anzutreffen, die über das Projekt „JAV – Junges Aktives Vinschgau“ einen Praktikumsplatz erhalten hat. Verkauft werden nur hochwertige Sachen. Wenn diese nicht innerhalb von drei Monaten verkauft werden, können die Mitglieder die abgegebenen Sachen wieder abholen. Angeboten werden Kinderkleidung und Schuhe von 0-14 Jahren, Faschingskostüme, Bademäntel, Inliner, Schlittschuhe, Fahrrad- und Skihelme, Spielzeug, Bücher, Sportartikel, Tragerucksäcke, Tragetücher, Umstandskleidung, Auto- und Fahrradsitze, Dreiräder, Kinderfahrräder, Gehschulen, Gitterbetten, Hochstühle, Kinder- oder Stubenwagen. Ab 01. Jänner wird Faschingskleidung entgegengenommen, ab 01. Februar Frühjahrskleidung und Erstkommunionkleidung, ab 01. April Sommerkleidung, ab 01. August Herbstkleidung und ab 01. Oktober Winterkleidung. Das Ladele läuft gut, auch durch die großzügige Unterstützung durch die Familienagentur des Landes Südtirol und das große Interesse der Familien aus dem ganzen Vinschgau. Einige Besucher

Im Elki Ladele v. l.: Emma Dietl, Kunhilde von Marsoner und Sabine Holzer

sind sogar mit der Idee an das Elki herangetreten, auch ein Second Hand Ladele mit Produkten für Erwachsene zu eröffnen.

Nähere Infos: www.elki.bz.it/de/schlanders/elkiladele

Neben dem Elki Ladele für Kinder und Familien gibt es noch weitere Einrichtungen, Projekte und Initiativen einer nachhaltigen Wirtschaftsweise in Schlanders. Viele dieser Einrichtungen gibt es in der Basis Vinschgau bzw. auf dem Gelände der Ex-Drususkaserne. Basis Vinschgau ist nicht nur ein Kulturund Bildungszentrum, sondern auch ein Zentrum für Innovation, Kreativ- und Alternativwirtschaft.

➜ Repair Café in der Basis Vinschgau

Jeden letzten Dienstag im Monat gibt es von 18 - 21 Uhr das Repair Café in der Basis Vinschgau. Man kann einfach mit dem kaputten Gerät oder Computer vorbeischauen. Fachleute und Hobbybastler reparieren die Geräte bzw. installieren die notwendige Software, soweit es möglich ist.

➜ Kleider(tausch)kammer

Die Kleidertauschkammer ist seit Mai 2022 in das ehemalige Kasernengebäude, Palazzina Tagliamento, umgezogen. Es ist ein Ort zum Geben und zum Nehmen. Mitbürger:innen bringen gebrauchte, gut erhaltene Kleider in die Kleiderkammern. Für jede Kleiderspende erhält man eine Wertkarte, die als Guthaben in der Kleidertauschkammer eingelöst werden kann. Ein Schwerpunkt der Kleider(tausch)kammer ist nach wie

Repair Café – hier wird repariert und installiert

vor die Ausgabe von Kleidern an bedürftige Menschen. Doch alle Personen können in die Kleidertauschkammer kommen, Kleider aussuchen und dafür eine Spende geben. Das Gemeinschaftsprojekt wird von ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut. Die Vinzenzkonferenz Schlanders ist der rechtliche Trägerverein.

➜ Bastelmateriallager in der Basis

Das Bastelmateriallager ist eine Schatzkammer für scheinbar wertlose und unbrauchbare Materialien. Nach dem Vorbild des Basismateriallagers REX in Brixen will man eine solche Einrichtung auch in Schlanders in einem Raum auf der Ex-Drususkaserne einrichten. Je nach Bedarf sollen kleine Materialien gesammelt werden: z.B.: Wolle, Knöpfe, Perlen, Farben, Korken, Garn, Bänder, Seile, Schnüre …

➜ Coworking-Space in der Basis

In der Basis Vinschgau kann man Arbeitsplätze mit Internetanschluss mieten. Freiberufler, Beamte, Wirtschaftler, Künstler mieten sich einen Arbeitsplatz für kurze oder längere Zeit, um hier zu arbeiten, sich mit anderen zu treffen und bei einem Kaffee auszutauschen.

➜ Künstlerateliers

In der Palazzina Tagliamento der ehemaligen Drususkaserne werden Räume an Künstler vermietet, welche diese Raume zu Ateliers umbauen und dort arbeiten. So wird die Ex-Militärkaserne zu einem Treffpunkt und Arbeitsraum für Freigeister und Künstler.

➜ Bibliothek der Dinge

In der Bibliothek werden in erster Linie Bücher, Hörbücher und Videokassetten ausgeliehen. Seit einiger Zeit gibt es eine Erneuerung: die Bibliothek der Dinge. Das sind Dinge bzw. Geräte, die man selten benötigt und in der Bibliothek ausleihen kann. Folgendes kann man mit einem gültigen Bibliotheksausweis ausleihen: Feuerscha-

Freiwillige in der Kleider(tausch)kammer. v. l.: Giongo Maria, Veronika Weiss, Gerda Flora, Esther Bonora

le, Sack-Karre, Geschirrset mit 24 Teilen für Familienfeiern, Nussknackmaschine, Tonieboxen, Kamishibai Theater, Diktiergerät, Kapla Bauset, Energiemessgerät und vieles mehr.

➜ Schlanderser Tafel

Seit 2012 gibt es die Schlanderser Tafel, eine wertvolle Einrichtung, die an bedürftige Menschen jede Woche Lebensmittel verteilt. Unter der Trägerschaft der Vinzenskonferenz Schlanders organisieren die vielen Freiwilligen diesen Dienst. Geschäfte und Obstgenossenschaften übergeben an die Tafel regelmäßig Lebensmittel. Durch diese Initiative der „Tafel“ kann einerseits bedürftigen Menschen geholfen und andererseits die Lebensmittelverschwendung eingeschränkt werden. Die Schlanderser Tafel erhielt 2013 den Vinschger Ökologiepreis.

➜ Sprachencafé in der Bibliothek

Organisiert vom Bildungsausschuss Schlanders gibt es seit einigen Jahren das Sprachencafé in der Bibliothek Schlandersburg. Es ist ein gemütliches Zusammensein, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich in Kleingruppen in einer Fremdsprache austauschen und so ihre mündliche Kommunikationsfähigkeit verbessern können. Im Herbst und Winter werden immer am Samstag von 10 bis 11.30 Uhr solche Treffen angeboten. Gestartet wurde mit Deutsch, Italienisch und Englisch, im letzten Jahr wurde das Angebot auf Spanisch und Dialekt erweitert. Muttersprachliche Moderatorinnen oder Moderatoren geben Impulse und halten das Gespräch in Gang. Das Angebot ist kostenlos, Interessierte können ohne Anmeldung kommen.

➜ Zeitbank – verrechnet wird nur die Zeit

Seit 2006 gibt es die Zeitbank Schlanders. Der Verein ist eine eigenverantwortliche Selbsthilfegruppe mit dem Ziel einer zukunftsorientierten Nachbarschaftshilfe. Durch den Austausch von Diensten und

Tätigkeiten wird den Mitgliedern Hilfe geleistet und eine moderne, nachbarschaftliche Solidarität bewirkt. Alles erfolgt ohne Gewinnabsicht und Geldvermittlung, nur die Zeit wird verrechnet. Die Zeitbank Schlanders hat Mitglieder aus dem ganzen Vinschgau und arbeitet mit anderen Zeitbanken in Südtirol zusammen.

➜ Carsharing

Wer Autofahren will, ohne ein eigenes Fahrzeug besitzen zu müsse, kann sich ein Leihauto buchen. Die Gesellschaft AlpsGo GmbH wurde von der Genossenschaft Carsharing Südtirol Alto Adige gemeinsam mit ALPERIA AG gegründet, um das CarSharing in Südtirol zu elektrifizieren und auszubauen. Privatpersonen, Firmen und Touristen können Carsharing nutzen. Nach der Registrierung mit digitaler Hinterlegung des Führerscheins kannst man das E-Autos rund um die Uhr selbstständig buchen. Auch Schlanders hat seit 2017 in der Marconistraße, gegenüber der Musikschule eine Carsharing-Station. Nähere Hinweise: https://www.alpsgo.it/de/

➜ DIGGY-Treff in der Bibliothek Es ist die kostenlose Anlaufstelle fürs Digitale, getragen von der Weiterbildungsgenossenschaft des Bauernbundes, von KVWBildung, der Volkshochschule Südtirol und dem Amt für Weiterbildung. In den Wintermonaten können sich Bürger:innen jeden Mittwoch von 09:00 – 12:00 Uhr informieren und Hilfe holen im Umgang mit dem PC, Handy oder Tablet.

➜ Radltag und Nachhaltigkeitsfest Neben fixen Einrichtungen gibt es in Schanders auch jährlich im Frühjahr das Nachhaltigkeitsfest, organisiert vom Klimateam in Zusammenarbeit mit verschiedenen Vereinen und Verbänden. Neben Vorträgen und Infoständen gibt es auch ein Kinderprogramm, Bastelwerkstatt, Fahrradcheck, Kleidertausch, Repair Café und reichlich zu essen und zu trinken.

Heinrich Zoderer

StilZ Festival im 3. Jahr 24-25-26-Juli 2026

Stilfs rockt mit Wolfgang Paulmichl & Friends, jodelt mit der Jodelgruppe und Markus Prieth, erzählt über die Lebenswelt im Bergdorf, filmt vom Samen zum Brot, spielt Theater s´Lorgagassl und Kinder, Tiziana Turci wandert von Brunnen zu Brunnen und erzählt Geschichten, entwickelt die Marke Stilz, erleuchtet den Kirchturm mit Video-Mapping, konzertiert mit Chorosia, David Frank & Marc Parin, Katharina Thöni & Andrea Mairhofer, singt mit der Stilfser Männersinggruppe, slammt mit Nathan Laimer, malt mit Alessio Nalesini, verkauft Festival T-Shirts, wandert auf dem alten Schmugglerweg vom Münstertal nach Stilfs, performt Zukunftswünsche, tanzt und chillt mit DJ Niedex, referiert, denkt und diskutiert in der Denkwerkstatt, liest, musiziert und präsentiert ein Lese-Sing-Schau-Spiel von Helmut Pinggera, präsentiert landwirtschaftliche Produkte, spielt mit Ziehharmonika, präsentiert Werke von Cornelia Lochmann, Artist in Residence, veranstaltet eine Tanz-Malerei-Performance und einen Glasmalerei-Workshop, blickt mit BM Samuel Marseiler & Koordinatorin Daria Habicher zurück auf die 4 Jahre und die 25 Maßnahmen des PNRR-geförderten Kulturprojektes „Stilfs-Resilienz erzählen“ und blickt nach vorne wie es weitergeht und wie eine Bürgergenossenschaft Begonnenes erfolgreich weiterführen könnte. (hzg)

Musical setzt der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ ein Denkmal

DieKVW Ortsgruppe Graun hat für das laufende Jahr für ihre Aktivitäten das Motto Frieden gewählt, ein Thema, das viele Menschen in der aktuellen Weltlage sehr beschäftigt. In diesem Zusammenhang organisierte das Organisationskomitee des KVW mit Andrea Frank, Maria Luise Folie, Irmhild Eller, Renate Stecher und Rosmarie Steiner kürzlich eine Tagesfahrt zum Musical „Weiße Rose“ in Füssen. Das Musical war im Juni 2025 im Festspielhaus uraufgeführt worden und erhielt in sieben Kategorien den Deutschen Musical Theater Preis 2025. Die „Weiße Rose“ ist eine der bekanntesten deutschen Widerstandsgruppen aus München um die Geschwister Hans und Sophie Scholl. Die Gruppe kämpfte in den Jahren 1941/42

Schlandersburg/Konzert

unter anderem mit Flugblättern gegen den menschenverachten den Terror des nationalsozia listischen Regimes. Die jungen Widerstandskämpfer wollten aufrütteln und appellierten aus humanistischen Motiven an die Verantwortung jedes Einzelnen. Sie setzten sich für Freiheit und Gerechtigkeit ein. Die Gruppe wurde von einem Nazi-Spitzel denunziert. Viele der jungen Leute, darunter die Geschwister Scholl, wurden 1943 hingerich tet. In der heutigen Zeit, in der sich rechtes Gedankengut zu nehmend verbreitet und immer mehr Gehör findet, ist eine Aus einandersetzung mit den Gräu eln des Nationalsozialismus und seiner Schreckensherrschaft wichtiger denn je. Denn die Geschichte könnte sich angestachelt von populistischer

KVW-Verantwortliche vor der Musicalaufführung „Weiße Rose“ im Festspielhaus Neuschwanstein bei Füssen v. l. Andrea Frank, Maria Luise Folie, Verena Tscholl und Irmhild Eller

berührende Weise, dass es jun ge Menschen gab, die sich der Diktatur widersetzten, die nicht wegschauten und die für ihre Überzeugungen sogar ihr Leben

aufs Spiel setzten. Dass in den Gesichtern vieler Musicalbesucherinnen und Besucher abschließend Tränen schimmerten, machte die gelungene und tiefgreifende Inszenierung des Themas deutlich. (mds)

Ein musikalischer Abend voller Emotionen

Im Rahmen der Schlandersburger Sommerabende gab es am 21. Juli bei sommerlichen Temperaturen ein besonderes Konzert, eine virtuose Begegnung mit Gesang, Klavier- und Flötenmusik. Auf der Bühne standen die junge Südtiroler Pianistin, Flötistin und Sängerin Chantal Ramona Veit (geboren 2008), mehrfache Preisträgerin nationaler und internationaler Wettbewerbe und der Organist, Musikpädagoge und Klavierlehrer Andreas Benedikter (geboren 1981) aus Brixen. Chantal Ramona Veit aus Bozen studiert Klavier am Conservatorio di Musica „F. A. Bonporti“ Trento (Klasse Prof. Massimiliano Mainolfi). Seit 2021 absolviert sie zudem das Vorbereitungsstudium im Fach Querflöte bei Prof. Michael Cede am Tiroler Landeskonservatorium Innsbruck, seit 2022 darüber hinaus auch jenes im Fach Gesang bei Prof. Maria Erlacher, ebenfalls am Ti-

roler Landeskonservatorium. In der Schlandersburg spielte Veit auf der Querflöte, Piccolo-Flöte und bei der Zugabe außerdem auf dem Klavier. Mit ihrer klaren und bezaubernden Stimme sang sie Chanson d‘amour Op. 27/1 von Gabriel Fauré und aus der Oper „Der Waffenschmied“ das Lied „Wir armen, armen Mädchen sind gar so übel dran; ich wollt, ich wär kein Mädchen,

ich wollt, ich wär ein Mann!“, sowie By Strauss von George Gershwin und aus dem Musical Phantom der Oper „Think op me“ von Andrew Lloyd Webber. Am Ende des zweistündigen Konzertes erklang als zweite Zugabe „Nella fantasia“ des unvergessenen Ennio Morricone. Mit der ersten Zugabe wurde das zahlreiche Publikum mit dem „Ungarischen Tanz Nr. 5“

Die Sängerin und Flötistin Chantal Ramona Veit und der Klavierlehrer Andreas Benedikter beim Schlandersburger Sommerabend im Innenhof der Schlandersburg. von Johannes Brahms überrascht. Chantal Ramona Veit hat im malerischen Innenhof der Schlandersburg vor einiger Zeit das Gesangsvideo „Ich gehör nur mir“ aufgenommen, das auf YouTube jederzeit anzuhören und anzusehen ist. (hzg)

Gesangsvideo „Ich gehör nur mir“ auf YouTube: https://youtu. be/3JUNEw9S3-o

Graun

Wanderausstellung in Schlanders Baukulturpreis 2025

Baukultur ist mehr als Architektur oder einzelne Gebäude. Sie prägt unsere Umwelt und unseren Alltag und bildet den Rahmen für unser Arbeiten, Wohnen und Zusammenleben. Sie ist Teil unserer Identität und fest mit den regionalen Besonderheiten verbunden. Um in der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino das Bewusstsein für Baukultur zu stärken und einen verantwortungsvollen Umgang zu fördern, wurde 2025 erstmals der von Dr. Wendelin Weingartner (Landeshauptmann von Tirol 1993-2002) gestiftete EuregioBaukulturpreis vergeben. Die Initiative ist vom Kuratorium für Technische Kulturgüter unter der Direktorin Wittfrida Mitterer ausgegangen.

Bei der ersten Ausgabe zum Thema “Weiterbauen in Bestand und Umgebung” wurden 55 Projekte aus Tirol, Südtirol und dem Trentino eingereicht. Alle Projekte werden nun in der Euregio in einer Wanderausstellung gezeigt. Zu den “Vinschger Projekten”gehören: Abt Markus Spanier- Arch. Werner Tscholl: Revitalisierung Marienberg, Burgeis Burgusio, MMM Firmian, Bozen Bolzano, Hofer Zwischenraum Atelier, Laas Lasa und Arch. Lukas Wielander, Arch. Martin Trebo: Fiege-

le-Prieth Haus, Glurns Glorenza, Ideenwettbewerb Kortsch an der Lahn, Kortsch Corzes, Kita, Kortsch Corzes.

Am 21. Juli fand im Haus der Bezirksgemeinschaft in Schlanders die Eröffnung der ersten Wanderausstellung statt. Roselinde Gunsch Koch, die Präsidentin der Bezirksgemeinschaft Vinschgau, begrüßte alle recht herzlich und sagte: “Es ist eine Freude, wenn im Tal so eine Ausstellung zustande kommt. Baukultur ist ein Thema, das uns Bürgermeister und Bürgermeisterinnen im Tal heute alle beschäftigt. Im Zuge des neuen Gemeindeentwicklungsprogrammes für Raum und Landschaft ist es zu einem Hauptthema geworden. Gerade bei uns im Vinschgau, wo es fast in jedem Dorf noch viel alte Bausubstanz gibt, sollte man sich Gedanken darüber machen, wie diese bestmöglichst verbaut werden kann. Wenn ich mir die Ausstellung hier anschaue, was für schöne Projekte da entstanden und zu sehen sind, dann ist das schon eine Freude.” Arthur Scheidle, der in Vertretung von Dr. Wendelin Weingartner kam, sprach ebenfalls von der Bedeutung der Wanderausstellung und des Baukulturpreises. “In den letzten Jahren ist trotz un-

seres relativen Reichtums nicht oft schön und gut gebaut worden”, sagt er. “In diesem Sinne sind so eine Ausstellung und der Preis wichtig, weil damit die Sensibilität für die Baukultur gestärkt, gepflegt und gefördert wird.” Hannes Götsch sprach aus seiner Erfahrung von der Basis Vinschgau Venosta und Simon Laganda, freischaffender Architekt aus Mals, gab aus seiner Sicht einen Einblick, wie Weiterbauen am Bestand und in Umgebung erfolgen sollte.

Anschließend erklärte Witti Mitterer die Symbolik des Preises. “Die Idee war, den Preis nicht in Form von Geld zu verleihen, sondern in Form einer Skulptur, die sich als Geste versteht, bei der eine Hand am Boden, oder im freien Raum, ein Zeichen setzt. Sozusagen wird mit der kleinen Bronzeskulptur das ausgedrückt, was der Mensch im Kopf ersinnt, im Herzen spürt und mit der Hand ausführt.” Der Bildhauer Lois Anvidalfarei, der die Skulptur geschaffen hat, schreibt dazu folgendes: “Mit meinen Händen habe ich angefangen. Etwas was in mir ist, seit immer, in letzter Zeit präsenter und seit mehreren Jahren arbeite ich intensiv, voll absorbiert von dieser Thematik. “Ich mich selber zeichnend” habe ich meine

Der Euregio Baukulturpreis 2025 – Premio dell’Euregio 2025 per la cultura del costruito. Der Baukulturpreis wurde vom Bildhauer Lois Anvidalfarei gestaltet und ist die letzte Studie von “Signum”.

Hofer Zwischenraum Atelier, Laas Lasa (Foto: Gianni Bodini)

Hand, mein Arm beobachtet: wie er sich bewegt und live meine Geschichte, meine Gedanken: mein Wesen von der ich nur manche Impulse spüre am Papier aufzeichnet. Mit Leere beginnt die Arbeit an der Skulptur – Luft … Eisen mit Eisen verbinden, Gips hinzufügen, abreiben und weiter hinzufügen … vom Herzschlag bis zur Oberfläche, die die äußerste Grenze erahnen lässt, … Haut spiegelt die Seele wider. In dieser meine Zeit bin ich da und hinterlasse ein Zeichen. Genau so lässt Architektur Zeichen: möge der Baukulturpreis beitragen ein starkes positives Zeichen zu setzen.”

Die Wanderausstellung in der Bezirksgemeinschaft Vinschgau in Schlanders ist von 21. Juli bis 12. August 2026 zu Bürozeiten zugänglich. Anschließend wird sie noch in Sterzing, Bruneck, Brixen, Salten Schlern, Kampill-Bozen und Neumarkt zu sehen sein. Die Ausstellung richtet sich an eine breite Öffentlichkeit und lädt ein, sich über Baukultur zu informieren und eventuell Inspiration für eigene Vorhaben zu holen. Die Besucher:innen sind eingeladen, über den eigenen Lebensraum und dessen Gestaltung nachzudenken. (pt)

Stilfs/StilZ Festival

Ein gutes Leben im Dorf

Amzweiten Festivaltag in Stilfs wurde auf der Terrasse des Hotels Sonne ab 10 Uhr eine Denkwerkstatt installiert und von Manfred Schweigkofler und Daria Habicher moderiert. Neben Musik von Wolfgang Paulmichl und der Männersinggruppe Stilfs, gab es am Ende der Kurzreferate und Round Table Gespräche eine Wort-Spinnerei als Zusammenfassung des jungen Poetry Slammers Nathan Laimer aus Meran. Unter dem Titel „Aperitivo mit Zukunft: Was braucht ein gutes Leben im Dorf?“, standen zwei Kurzreferate im Zentrum. Der Soziologen Davide Brocchi gab philosophische Anregungen über das gute Leben und die Geografin Lena Zimmermann berichtete über die Ergebnisse ihrer Gespräche mit Bürgern aus Stilfs. Nach Davide Brocchi steht das Dorf für ein menschliches Maß: es ist überschaubar, man kennt

Vinschgau

Sie

SieDenkwerkstatt über das gute Leben in Stilfs v.l. Werner Platzer von der Raiffeisenkasse Prad/Taufers, Manfred Schweigkofler, der Festivalkurator, Lena Zimmermann, BM Samuel Marseiler, Davide Brocchi und die Koordinatorin des PNRR- Kulturprojektes StilfsResilienz erzählen, Daria Habicher.

und grüßt sich, lokale Bräuche und Traditionen sind wichtige Bindemittel. Dörfer sind Labore für Demokratie, die Mitgestaltung und für Visionen, die von unten kommen. Solidarität und Nachbarschaftshilfe stärken die Gemeinschaft. Die guten Bezie-

hungen unter den Menschen, die sozialen Strukturen sind wichtiger als viel Geld. Wer in der Nähe von Bäumen lebt, der lebt gesünder und zufriedener, so Brocchi. Und was oft vergessen wird: hier gibt es frisches, sauberes Wasser, kostenlos. Wichtig

ist, dass die Dorfgemeinschaft weltoffen bleibt und zusammen überlegt: was soll bewahrt werden, was muss sich ändern? Er warnte vor einer Solidarität des Misstrauens und rief dazu auf, offen über Gefühle zu reden, das Unsagbare auszusprechen und auch Widerstand zu leisten. Um ein gutes Leben zu gestalten, muss man eine Kultur des Vertrauens und der Solidarität aufbauen. Lena Zimmermann meinte, dass die Zugehörigkeit, die Ruhe im Dorf, die Steilheit, die Gassen, die Feste und die Bräuche den Ort prägen. Es sind nicht einfach Landschaften, sondern emotionale Räume mit vielen Geschichten und Erlebnissen, die Rituale, die Gemeinschaft schaffen und die Dorfgemeinschaft stärken. Zufriedenheit, Offenheit und Eigenverantwortung machen das gute Leben aus, so das Ergebnis der Round Table Gespräche. (hzg)

bringen Licht in den Alltag älterer Menschen

begleiten Seniorinnen und Senioren zum Arzt, führen sie spazieren, erledigen mit ihnen Botengänge, helfen beim Kochen, kommen auch nur zu einem „Ratscherle“. Kurzum sie erfüllen so manchen Herzenswunsch. Die Rede ist von einem engagierten BetreuerInnenTeam, das alten Menschen Assistenzleistungen anbietet. Diese richten sich nach den Bedürfnissen der Betreuten. Durch die Assistenzleitungen werden die Menschen gestärkt und mit ihnen auch deren Angehörige, die Zeit für sich gewinnen. Das als „Sonnenstrahl“ im Jahre 2018 von der Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung GWR in Spondinig ins Leben gerufene Projekt bringt Licht in das Leben älterer Menschen. Im Rahmen von Interreg V (Italien Schweiz) und in Absprache mit den Sozialdiensten der Bezirksgemeinschaft Vinschgau war

das Projekt gestartet worden. Visionäre und treibende Kräfte für die neue Form der Altenbetreuung waren damals Roland Angerer und GWR-Chef Friedl Sapelza. Mittlerweile ist das Projekt „Sonnenstrahl“ in die Pflegelandschaft der Vinschger Sozialdienste integriert worden und trägt den Namen „Einfache Hauspflegeleistungen“. Die Planung läuft nach wie vor über VISO Plus/GWR in Spondinig mit den Verantwortlichen Friedl Sapelza, Stefanie Trafoier und Koordinatorin Siglinde Angerer. Die Dienstleistungen können Seniorinnen und Senioren im Raum Laas bis Reschen in Anspruch nehmen.

Kürzlich traf sich das 12-köpfige Team (11 Frauen und ein Mann) zu einem Mitarbeitertag in Taufers i. M. Die MitarbeiterInnen arbeiten in Teilzeit, haben flexible Arbeitszeiten und sind sozialversichert. Im Jahr 2025 leisteten sie 7.200 Stunden

Warteliste. Die Zuwendungen erhöhen die Lebensqualität der alten Menschen und wirken gegen die Einsamkeit. Erklärtes Ziel ist es, dazu beizutragen, dass SeniorInnen so lange wie möglich in ihren vier Wänden leben können. (mds)

Das Mitarbeitertreffen des „Sonnenstrahl-Teams“ in Taufers i. M. Es bietet einfache Hauspflegeleistungen für alte Menschen an

125 Jahre Umbrailpassstrasse

Val Müstair - Die Umbrailpassstrasse feiert 2026 ihr 125-jähriges Bestehen. Mit einer würdigen Feier fanden die Jubiläumsanlässe am Sonntag, 26. Juli, auf dem Umbrailpass ihren Abschluss.

Handelsweg

Die 13,4 Kilometer lange Strasse über den Umbrailpass verbindet das Val Müstair mit dem Veltlin und über das Stilfserjoch mit Südtirol. Als sie 1901 eröffnet wurde, galt im Kanton Graubünden noch ein Automobilverbot. Es entstand eine moderne Infrastruktur, die zunächst kaum genutzt werden konnte – eine mutige und weitsichtige Entscheidung der Erbauer.

Die Geschichte des Übergangs reicht jedoch weit über tausend Jahre zurück. Bereits im Mittelalter war der Umbrailpass ein bedeutender regionaler Handelsweg. Salz aus Tirol wurde in die Lombardei transportiert, italienischer Wein gelangte in den Norden. Was heute in einer Stunde bewältigt werden kann, war damals eine Tagesreise.

Um den Handel zu fördern, wurde die Strasse auf Schweizer Seite von Sta. Maria bis zur Passhöhe ausgebaut. Lange blieb ein grosser Teil der Strecke eine Schotterpiste, bis sie zwischen 2008 und 2015 vollständig asphaltiert wurde. Heute ist die Umbrailpassstrasse eine beliebte Ausflugsroute. Der Verkehr bringt Herausforderungen für die Dörfer im Tal, insbesondere für Sta. Maria, schafft aber gleichzeitig Wertschöpfung für die Region.

Die Legende um Karl den Grossen Zu den bekanntesten Überquerern des alten Saumpfades am Umbrail zählt Karl der Grosse, König des Fränkischen Reiches und ab dem Jahr 800 römischer Kaiser. Der Überlieferung nach geriet er auf dem Rückweg von der Eroberung Norditaliens am Umbrailpass in einen schweren Schneesturm. In Todesangst gelobte er den Bau eines Klosters, sollte er den Sturm überleben. Der Legende nach entstand so im 8. Jahrhundert das heutige

oben: Ortler Sammlerverein Erster Weltkrieg v. l.Christian Mazagg, Franz Angerer, David Accola, Gabriella Binkert Becchetti, Gerald Holzer (Vize_Präsident)

rechts: v.l. Lilly Ermakova, Gabriella Binkert Becchetti, Alfred Hog

bis heute für die Verbindung zwischen Regionen, Sprachen und Kulturen. Vom mittelalterlichen Handelsweg über die Ereignisse des Ersten Weltkriegs bis zur heutigen Ausflugsroute: Der Umbrailpass hat seine Bedeutung über die Jahrhunderte bewahrt. Die 1901 eröffnete Strasse bildet dabei ein wichtiges Kapitel seiner langen Geschichte.

Jubiläumsfeier auf dem Umbrailpass

Am Sonntag, 26. Juli, fand das Jubiläumsjahr auf dem Umbrailpass seinen stimmungsvollen Abschluss. Dort, wo sich Graubünden, Südtirol und die Lombardei begegnen, erinnerten Vertreter aus Politik, Tourismus und den Nachbarregionen an die Bedeutung der Passstrasse als Verbindung zwischen Menschen, Regionen und Kulturen. Dabei richtete sich der Blick nicht nur zurück auf ihre Geschichte, sondern ebenso nach vorne: Gemeinsame Projekte und grenzüberschreitende Zusammenarbeit sollen die Bedeutung der Umbrailpassstrasse auch künftig stärken

UNESCO-Welterbe Kloster St. Johann in Müstair.

Militärische Bedeutung

Ein weiterer bedeutender Meilenstein in der Geschichte des Umbrailpasses war der Erste Weltkrieg (1914–1918). Soldaten aus Italien, Österreich-Ungarn und der Schweiz standen sich im Umbrail- und Stilfserjochgebiet während vier entbehrungsreicher Jahre gegenüber. Die extremen Bedingungen

des Hochgebirges führten trotz des Krieges immer wieder zu menschlichen Begegnungen jenseits der Fronten. Über die Umbrailstrasse wurden die Truppen in der Ortlerregion mit Gütern versorgt. Heute erinnern der militärhistorische Wanderweg auf dem Umbrail/Stelvio sowie das Museum 14/18 in Sta. Maria an dieses Kapitel der Geschichte.

Die Strasse, einst für Handel und Austausch gebaut, steht

Dem Anlass verliehen auch der Verein Stelvio/Umbrail 14/18 und der Ortler Sammlerverein Erster Weltkrieg einen würdigen Rahmen. Beim von den Sponsoren Alfred Hog und Lilly Ermakova offerierten Apéro riche bot sich Gelegenheit zum Austausch über die Landesgrenzen hinweg. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Musica Aurora Sta. Maria sowie die Alphorngruppe «Ils Infernals».

Kaum ein Ort hätte sich für den Abschluss des Jubiläumsjahres besser geeignet als die Passhöhe selbst – dort, wo die Umbrailpassstrasse seit 125 Jahren Regionen, Menschen und Kulturen miteinander verbindet.

Annelise Albertin

Willkommen an der Grenze

Das Val Müstair

DasVal Müstair vereint kulturelles Welterbe, alpine Wildnis und eine über Jahrhunderte bewahrte rätoromanische Identität in einem der abgelegensten Winkel der Schweiz.

Das prägendste Merkmal des Tals ist das Kloster St. Johann in Müstair, das zum UNESCOWeltkulturerbe zählt. Es wurde der Überlieferung nach von Karl dem Großen gegründet und beherbergt den weltweit umfangreichsten Bestand karolingischer Wandmalereien – ein einzigartiges Zeugnis frühmittelalterlicher Kunstgeschichte.

Die Dörfer – Müstair, Tschierv, Fuldera, Lü, Valchava und Santa Maria – haben ihren traditionellen Charakter mit charakteristischen Engadiner Häusern, Sgraffito-Fassaden und dörflicher Struktur weitgehend bewahrt. Landwirtschaft, insbesondere Milchwirtschaft und Bio-Landbau, prägt die Wirtschaft bis heute stark.

Touristisch gilt das Tal als ruhiges Gegenstück zu den bekannteren, stärker erschlossenen Engadiner Orten wie St. Moritz. Es zieht Wanderer, Biker und Wintersportler an, die Ursprünglichkeit und Abgeschiedenheit schätzen.

Soweit die ersten Eindrücke. Allerdings bewegt sich das Val Müstair nolens volens auf die Moderne zu. Gegen die Abwanderung der Jugend ist noch nicht wirklich ein Rezept gefunden worden. Attraktive Arbeitsplätze, ein kulturelles Leben, welches neben den traditionellen Gepflogenheiten auch Kunst und Kultur miteinbezieht, werden Schritt für Schritt eingeführt.

Derweil bleibt das Val Müstair auch Durchzugstal im Wechsel zwischen Ofenpass und dem nahen und preislich viel günstigeren Südtirol, zwischen dem Umbrail und dem Stilfserjoch als attraktive Radtouren.

Schlanders/Bibliothek

Die transformative Kraft der Kunst

Am 21. Juli wurde in den grauen Kellermauern im Eingangsbereich der Bibliothek Schlandersburg eine Ausstellung mit bunten, lebendigen Bildern der Schlanderser Künstlerin Elisabeth Zwick eröffnet. Die Bilder verändern den Raum, sie geben ihm Licht und Leben, erzeugen Vielfalt und Veränderung. Diese Veränderung, die transformative Kraft sucht Elisabeth Zwick auch in der Kunst, die sie als ihr Zuhause beschreibt. Durch die Kunst kann sie ihre Gefühle zum Ausdruck bringen. Elisabeth Zwick, geboren 1968, ist eine Reisende, eine Suchende, eine Nomadin. Sie machte eine Ausbildung in Malerei und Zeichnen in Bozen, besuchte später die Marmorfachschule in Laas, ging nach Taiwan und lernte Mandarin-Chinesisch, bereiste China als Dolmetscherin und Reiseführerin und lebte dann mehrere Jahre in England. Sie beschäftigte sich mit der chinesischen Malerei und Kalligrafie und war stets auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen. Später machte sie eine Ausbildung zur Kunsttherapeutin. Heute ist sie Malerin, Lehrerin und Kunsttherapeutin. Auf großformatigen Leinwänden erschafft sie mit Acryl und Mixed Media bunte vielschichtige

Tartsch/Bunker 23

Elisabeth Zwick (rechts), die Künstlerin und Grazia Altavilla, die bei der Ausstellungseröffnung über die Künstlerin und ihre Werke sprach. Bilder aus dem Zyklus Zauberlehrling. Bilder aus dem Bilderzyklus The Weird Sisters. Die Ausstellung kann bis 25. August in den Öffnungszeiten der Bibliothek besichtigt werden.

Welten. In der Kunst verarbeitet Zwick eigene Gefühle, aber auch Gestalten und Stoffe aus der Mythologie, aus Märchen und der zeitgenössischen Literatur. In der Schlandersburg sind zwei Bilderserien zu bestaunen. Einmal sind es die „The Weird Sisters“ (Die seltsamen Schicksalsschwestern), d.h. die Hexen aus Shakespeares „Macbeth“ und zum Zweiten die Ballade „Der Zauberlehrling“ von Goe-

the. Es geht einerseits und die Frage nach der Freiheit und Selbstbestimmung bzw. dem Schicksaal und der Fremdbestimmung und anderseits um die Frage der Kontrolle und des Kontrollverlustes in einer komplexen, von uns Menschen technisch aufgerüsteten Welt. Die Kunst soll Unsichtbares sichtbar machen, Orientierung im Chaos geben und Licht in die Finsternis bringen. (hzg)

Das Hotel - der Traum vom Paradies

DieKunst- und Designausstellung im bunker23 entdeckt DAS HOTEL als DEN TRAUM VOM PARADIES, als Sehnsuchtsort und als Spiegel unserer Gesellschaft. Zwischen dem legendären Grand Hotel Bristol in Meran, das vor 20 Jahren einem Kaufhaus und einer Parkgarage gewichen ist und der Ruine des visionären Sporthotels Paradiso in Martell spannt die

Raum für poetische, kritische und fantastische Werke schafft. In der Ausstellung, kuratiert von Daniel Costa und Othmar Prenner wird das Hotel zum Berührungspunk zwischen Kunst, Design und einem Markt der oft nach Authentizität und Gestaltungsmut dürstet. Die Ausstellung mit 40 lokalen und internationalen Künstlerinnen führt die Besucher:innen durch die

kers, und gibt Einblicke in verschiedenste Aspekte und Bereiche des Hotels. Zu sehen ist auch der poetisch berührende Film vom Carmen Tartarotti “Paradiso del Cevedale” sowie der kürzlich erschienene Film “Hotel Paradiso” von Korabi Film, die beide auf sehr komplementäre Art und Weise über das von Gio Ponti in den 30er Jahren gebaute Hotel Paradiso im hinteren Martelltal erzählen. In einer Nische des Bunkers ist ein verlesener Text von Gerald Pirner zu hören, der mit den klingenden Worten beginnt “Am Ende der Welt eine blutrote Ruine…”

Teil der Ausstellung ist eine Zusammenarbeit, in der die Textilkünstlerin Kira Kessler mit der Kunstweberei Nagler im Gadertal ein gewobenes Kunstwerk und ein daraus abgeleitetes Produkt für das Hotel Greif in Bozen kreiert hat. Zu sehen ist das Kunstwerk im Bunker und demnächst eine 6m lange Version davon im Stiegenaufgang des Hotel Greifs in Bozen.

07.06. - 25.10.2026 - jeden Sonntag 13:0018:00 - Führung sonntags 16:00 - Gruppenführungen auf Anfrage: +39 39 133 900 51

Werke von Elisabeth Hölzl; Gabriel Plangger, Othmar Prenner und Philip Silvestro Geier

646 ARBEITSPLÄTZE BIETET SCHLUDERNS

EINPENDLER

SCHLUDERNS

SCHAUPLATZ DER RITTERSPIELE

Schluderns ist mit der Churburg eine kulturelle Perle im Vinschgau und bietet mit der Schluderner Au eine einzigartige Kulisse. Im August ist Schluderns traditionell Schauplatz der Ritterspiele mit einem Spektakel, das seinesgleichen im Vinschgau und im ganzen Land sucht.

Text: Angelika Ploner Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

In Schluderns wandelt man auf mittelalterlichen Spuren. Höhepunkt im Veranstaltungskalender sind die jährlich stattfindenden Ritterspiele mit einem Spektakel, das seinesgleichen sucht. Heuer finden diese vom 21. - 23. August 2026 statt und bieten einmal mehr ein Programm, das keine Wünsche offen lässt. Schluderns ist mittelalterliche Kulisse und Schauplatz zugleich. Zum einen. Zum anderen zeichnet sich Schluderns durch ein pulsierendes Wirtschaftsleben mit tüchtigen Wirtschaftstreibenden, mit einzigartigen Betrieben und internationalen Marktplayern aus. Insgesamt ein buntes Potpourri.

Schluderns beheimatet vielfältige Unternehmen: innovative, traditionelle, qualitätsbewusste. Fleißige Hände und kreative Köpfe sind am Werk - zu finden unter anderem im Gewerbegebiet in Schluderns. 7,6 Hektar misst dieses und beherbergt über ein Dutzend Betriebe, die verschieden in Angebot und Größe sind. Die Branchenbreite ist in Schluderns zweifelsohne da und verteilt sich auf das

gesamte Gemeindegebiet. Eine Werkstätte ist vor Ort zu finden, Tischlereien, eine Zimmerei, ein Einrichtungshaus, Fliesenleger, ein Hydrauliker, ein Friseur, Baustoffhandel, verschiedene Lebensmittelgeschäfte oder zahlreiche Dienstleister: Schluderns ist gewerblich vielfältig. Der Großteil sind Familienbetriebe, die mit Herzblut, Fleiß und Einsatz geführt werden. Zusammen bilden sie das Rückgrat des

BEVÖLKERUNGSENTWICKLUNG

SCHLUDERNS IST MÄNNLICH Jahr 2025 942 MÄNNER 940 FRAUEN

Wirtschaftsstandorts, sichern ein gutes Arbeitsplatzangebot und bieten viel Lebensqualität.

Das Dorf unterhalb der Churburg zeichnet sich demnach durch einen bunten Branchenmix aus - mit einem unübersehbaren Leitbetrieb: die HOPPE. Vor über 60 Jahren, 1964, siedelte sich das Türbeschlags-Unternehmen in Schluderns an und ist seitdem für den Vinschgau prägend. 17.900 Quadratmeter misst die Produktionsfläche. „Bestimmend“, so heißt es bei Hoppe, „wirkte dabei die Philosophie, dorthin zu gehen, wo Industrie gebraucht wurde und daher willkommen war und wo es genügend Arbeitskräfte gab.“ HOPPE war gleichzeitig die erste Betriebsansiedlung im Gewerbegebiet in Schluderns.

Die größten Arbeitgeber. Die HOPPE ist der größte Arbeitgeber in Schluderns. Und im Vinschgau. „Aktuell sind im Werk Schluderns 310 Mitarbeiter“, sagt Carmen Daniel, die Verantwortliche der Mitarbeiter-Betreuung HOPPE AG Lana.

Schluderns zeichnet sich aber vor allem durch kleine und mittlere Betriebe aus, die zusammen für eine vielfältige und interessante Mischung sorgen.

Landwirtschaft in Schluderns. Viehhaltungsbetriebe, Obstund Gemüsebauern, Bauern, die Korn anbauen: Schluderns ist auch in Bezug auf die Landwirtschaft vielfältig. 21

Öffentlicher Sektor MARSEILER HOLZTECHNIK

Mitglieder liefern etwa ihre Milch an die Bergmilch Südtirol. 1.615.368 Kilogramm waren das 2026.

Was Obst und Gemüse anbelangt, fällt Schluderns in das Einzugsgebiet der OVEG. „Die Schludernser Bauern lieferten 2025 rund 7.700 Tonnen an Äpfel und Birnen an, etwa 60 Tonnen an Blumen- und Weißkohl und etwa 2 Tonnen Marillen“, sagt Markus Niederegger, der Geschäftsführer der OVEG auf Nachfrage vom Vinschgerwind. Die klimatischen Voraussetzungen und die optimale Bodenbeschaffenheit machen den oberen Vinschgau zu einem wichtigen Anbaugebiet für die Zukunft.

Der öffentlicher Sektor. Ein wichtiger Arbeitgeber in Schluderns ist auch das Altenund Pflegeheim Schluderns. Aufgrund des Neubaues befinden sich die BewohnerInnen aktuell im Ausweichquartier Ex-Hotel Alte Mühle in Schluderns.

„Wir betreuen im Ausweichquartier zwischen 32-35 pflegebedürftige SeniorInnen mit insgesamt 40 MitarbeiterInnen aus dem Vinschgau“, sagt Sibille Tschenett, die Direktorin. Die Arbeitsbereiche in einem Alten- und Pflegeheim sind vielfältig: Pflege und Betreuung, Krankenpflege, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Küche, Reinigung, Wäscherei und Verwaltung. Sibille Tschenett: „Ein Pflege-

betrieb ist naturgemäß sehr personalintensiv, weshalb der größte Anteil unserer Ausgaben auf die Lohnkosten für das Personal entfällt, welche sich auf insgesamt knapp 2 Millionen Euro belaufen.“

Der Neubau des Alten- und Pflegeheims für Schluderns, Prad und Stilfs ist in dieser Verwaltungsperiode das prioritäre und größte Investitionsprojekt der Gemeinde Schluderns.

Bürgermeister Heiko Hauser erklärt auf Nachfrage vom Vinschgerwind: „Die Arbeiten beim Neubau des Pflegeheimes wurden im Jahr 2025 ausgeschrieben (siehe eigenen Bericht zur Grundsteinlegung des neuen Pflegewohnheimes auf Seite 23 in dieser Ausgabe des Vinschgerwinds). ▸

Ein Holzhaus ist mehr als Archi tektur. Es ist ein Raum, der atmet, wärmt und schützt. Marseiler Holztechnik steht seit über 40 Jahren für Qualität und Verantwortung im Holzbau. Mit dieser Erfahrung und einer stetigen Weiterentwicklung haben wir uns auf die Errichtung moderner, energieeffizienter Holzhäuser spezialisiert.

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, CO₂ Speicher und natürlicher Dämmstoff. Seine technischen Eigenschaften sind beeindruckend: Hohe Tragfähigkeit bei geringem Gewicht, hervorragende Wärmedämmung, optimale Feuchtigkeitsregulierung und eine Trockenbauweise, die schnelle Bauzeiten ermöglicht. Ein Holzhaus schafft ein Raumklima,

das Menschen entspannt, stärkt und verbindet.

Marseiler Holztechnik ist ein Familienunternehmen mit Mike Marseiler an der Spitze und zählt heute zu den führenden Holzbaufachbetrieben im Vinschgau. Unser kompetentes, motiviertes und eingespieltes Team setzt individuelle Wohnträume um – vom Einfamilienhaus über Mehrfamilienhäuser und Aufstockungen bis hin zu anspruchsvollen Holzkonstruktionen und komplexen Holzbauprojekten, die dank des

geringen Gewichts des Holzes besonders effizient und in kurzer Bauzeit realisiert werden können. Jedes Projekt entsteht mit höchster Präzision, moderner Technik und einem tiefen Verständnis für nachhaltiges Bauen.

Mit der Zertifizierung „Familie und Beruf“ zeigen wir, dass Verantwortung für uns gelebte Praxis ist –gegenüber unseren Mitarbeitern, unseren Kunden und den Menschen, die uns vertrauen. Ein starkes Team schafft starke Häuser. Und starke Häuser schaffen Lebensqualität.

Ein Holzhaus von Marseiler Holztechnik ist ein Zuhause mit Charakter: Energieeffizient, ökologisch, individuell, naturverbunden und zeitgemäß. So einzigartig wie jeder Baum –und so unverwechselbar wie die Menschen, die darin leben.

Arbeitgeber:

onbau AG und Schmidhammer GmbH haben die Ausschreibung gewonnen und haben im Februar 2026 mit den Arbeiten begonnen. Den Aushub hat die Firma Marx durchgeführt. Derzeit ist man mit den Betonarbeiten im Kellergeschoss beschäftig. Die Arbeiten gehen zügig weiter und wir hoffen, dass bis Dezember 2026 der ist."

Tourismus in Schluderns. Möchte man einen Vergleich anstellen, dann ist Schluderns das kleine Salzburg des Vinschgaus. Was für Salzburg die Festung Hohensalzburg, der Mönchsberg und die Salzach, ist für Schluderns die Churburg, der Kalvarienberg und

Bestattungen ANGELUS

Abschiede, die im Herzen bleiben.

das Vinschger Museum, einen idyllischen Ortskern und eine lebendige Gastronomie. Zum anderen ist da viel Geschichte. Das „Ganglegg“ zum Beispiel, eine befestigte Höhensiedlung der Bronze-, Eisen- und Römerzeit. Mehrere, ausgezeichnet erhaltene Befestigungsanlagen und Gebäude sind restauriert und überdacht worden, die

sensationellen Funde vom Ganglegg sind hingegen im „Vintschger Museum“ ausgestellt, das auf jeden Fall einen Besuch wert ist.

Selbstredend ist in Schluderns natürlich vor allem die Churburg der Grafen Trapp touristischer Magnet. 19 Tourismusbetriebe zählt die Gemeinde Schluderns, touristisch ist das Dorf am Fuße der Churburg nun in der Ferienregion Reschensee Zuhause. 10.734 Ankünfte und 39.464 Nächtigungen verzeichnete man im Jahr 2025. Bei 3,7 Tagen lag die Aufenthaltsdauer. 284 Betten weist Schluderns auf. Der deutsche Gast (44,5 %) rangiert ganz oben, gefolgt vom italienischen Gast (21,4 %), der Schweiz (19,8 %) und den Niederlanden mit 1,6 Prozent.

Gäste wie Einheimische wissen Schluderns in jedem Fall wertzuschätzen. Schluderns ist eine Perle im Vinschgau, das kleine Salzburg eben und einen Besuch wert. Die Südtiroler Ritterspiele auf der folgenden Doppelseite können durchaus ein Anlass dazu sein. 

Ob traditionell in der Kirche, im kleinen Kreis, in Stille oder ganz persönlich in der Natur oder an einem vertrauten Ort – wir gestalten gemeinsam mit dir einen Abschied, der zu dir und dem Menschen passt, der dir nahestand. Mit Würde. Mit Achtsamkeit. Mit Herz.

Im Mittelpunkt steht der Mensch – mit allem, was war, und mit dem, was bleibt.

Fr. 21. bis So. 23. August 2026 - Schluderns

Das Fest für die Familie

Auf dem Gelände des ehemaligen Schludernser Flugplatzes lebt von 21. bis 23. August 2026 zum 19. Mal das Mittelalter auf. Rund 3.500 Akteure leben in der Zeltstadt, darunter Schausteller, Marktleute, Musiker, Gaukler... Rund um die Uhr werden spektakuläre Vorführungen und Musik geboten. Ein Höhepunkt ist der große historische Umzug durch Schluderns am Samstag mit Beginn um 10.00 Uhr.

2005 fanden die ersten Ritterspiele statt, organisiert von einer bayrischen Agentur. Damals entschied sich allein der damalige Präsident des Sportvereins Schluderns Edwin Lingg für die Betreibung eines Versorgungsstandes. Und er füllte die Vereinskasse. Jahre später nahmen die Schludernser die Zügel der Ritterspiele selbst in die Hand und gründeten den Verein Südtiroler Ritterspiele. Edwin Lingg wirkte

zuerst im Vorstand mit. 2009 übernahm er die Präsidentschaft. Programmkoordinator Mirko Stocker kümmert sich seit der Vereinsgründung um Schausteller, Marktleute, Einteilungen auf dem Festgelände und einiges mehr. Stocker ist auch Vorstandsmitglied zusammen mit Andreas Oberhofer, Raimund Pali, Franz Sapelza und Yvonne Eller. Der Vinschgerwind hat mit Edwin Lingg gesprochen - siehe S.42

INFOS: www.ritterspiele.it

von Freitag 21. August bis Sonntag, 23. August 2026

Reduzierte Eintrittskarten im Vorverkauf online auf www.ritterspiele.it und in den Tourismusbüros Schluderns und Mals 0039 0473 83 11 90. Im Vorverkauf ist die Dreitages-Familienkarte für zwei Erwachsene und drei Kinder beispielsweise für 81 Euro erhältlich.

Das Kinderprogramm sowie sämtliche Aufführungen und Konzerte auf dem Festgelände sind kostenlos.

Glurns - Max-Valier-Str. 5

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Schlanders - Staatsstr. 21

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Fragen an Präsidenten des Vereins Südtiroler Ritterspiele Edwin Lingg

„Alles

Erwirtschaftete investieren wir wieder in die nächsten Ritterspiele“

Vinschger wind: Was bedeutet es für Sie der Präsident des Vereins Südtiroler Ritter spiele zu sein?

Edwin Lingg: Große Verantwortung, denn es geht um das Gelingen der Großveran staltung mit über 20.000 Besucherinnen und Besuchern.

Vinschger wind: Wie oft haben Sie dabei ein mulmiges Gefühl?

Edwin Lingg: Öfters als es für einen gesunden Schlaf guttut. Es geht um viele Tiere, die Probleme machen könnten, wo bei ich mir nicht immer ganz sicher bin, ob nicht die Menschen das größere Problem sind.

Vinschger wind: Wo liegen die größten Herausforderungen?

Edwin Lingg: Die primäre Herausforde rung für mich ist es, Leute zu motivieren, die als Ausschussmitglieder im Vorstand des Vereins auch weiterhin zusammen mit mir bereit sind, die vielfältigen organisato rischen Aufgaben zu übernehmen. Bislang kann ich auf ein gut eingespieltes Team zählen. Doch in nächster Zukunft könnte es neue Kräfte brauchen.

Vinschger wind: Bauern müssen ihre Grünlandflächen für die Ritterspiele zur Verfügung stellen. Vereine müssen zusam menarbeiten. Wie haben Sie es geschafft, dass alle an einem Strang ziehen?

Edwin Lingg: Demokratische Diktatur (lacht). Man muss vorausgehen, die Werte des Ehrenamtes vorleben. Im Vorstand arbeiten wir alle ehrenamtlich. Eine Bezahlung der Ausschussmitglieder kommt für mich nicht in Frage. Das Ehrenamt

ist für mich der Kitt der Gesellschaft, der heute mehr denn je gefragt ist.

Vinschgerwind: Die Ritterspiele sind vor allem ein Fest für Familien mit kostenlosem Kinderprogramm, einem attraktiven Angebot und alles zu moderaten Preisen. Diese sind 2025 nach 10 Jahren erstmals nur um

5 Prozent erhöht worden. Wie kommt der Verein angesichts der allgemeinen Preissteigerung über die Runden?

Generell sind wir ein sehr sparsamer Verein. Alles Erwirtschaftete investieren wir wieder in die nächsten Ritterspiele, in die Qualität der Darbietungen und in die Verbesserung der Strukturen auf dem Festgelände, das jährlich neu aufgebaut und wieder abgebaut wird. Das alles und die weitgefächerten Dienstleitungen rund um die Ritterspiele kosten eine Menge Geld. Ohne unsere Sponsoren wäre es nicht möglich alles finanziell zu stemmen. Positiv ist, dass viele Schausteller zum Selbstkostenpreis kommen, weil sie sich als große Familie sehen. Das ist einzigartig in Europa.

Bis 1930 läuft die Konzession für das ehemalige Flugplatzgelände mit der Landesdomäne aus. Wie geht es weiter? Ich bin zuversichtlich, dass die Konzession verlängert wird und auch die Bauern wieder mitspielen. Denn es ist mittlerweile bewusst geworden, dass die Ritterspiele eine große Wertschöpfung für

Auf welche Attraktionen können sich die Besucherinnen und Besucher heuer freuen?

Vieles wird wie bisher laufen. Wir sorgen dafür, dass jährlich 30 Prozent der Attraktionen neu sind.

Vinschgerwind: 2027 haben die Ritterspiele ihre 20. Auflage. Wie wird das gefeiert?

Edwin Lingg: Wenn wir heuer erfolgreich sind, werden wir sicher in einige spektakuläre Attraktionen investieren. In jedem Falle werden wir unsere Sponsoren in die erste Reihe stellen.

Foto: Magdalena
Dietl Sapelza

Trockenheit und Wassersparen Bleiben die Alpen das Wasserschloss Europas?

Die Alpen werden oft als das Wasserschloss Europas bezeichnet. Nach den wochenlangen Hitzeperioden und den unterdurchschnittlich niedrigen Niederschlägen führen derzeit viele europäischen Flüsse und Ströme Niedrigwasser. Auf vielen Flussstrecken ist die Schifffahrt mit Warentransport gar nicht oder nur mit Gewichtsreduzierungen bei der Ladefracht möglich. Vielerorts fehlt für die landwirtschaftlichen Kulturpflanzen das Beregnungswasser und bei den Futterschnitten mussten starke Mengeneinbußen in Kauf genommen werden. In der Solidarität mit den unteren Gebieten im Wassereinzugsgebiet der Etsch musste auch unser Südtiroler Landeshauptmann am 20. Juli 2026 nach Bewertung durch das Wassernotstandskomitee die Notverordnung zum Wassersparen erlassen.

Der Vinschgau – ein inneralpines Trockental

Der Vinschgau ist so wie das Wallis oder

auch das Aostatal ein inneralpines Trockental. Der Alpenhauptkamm schirmt unser Tal wie ein riesiger Regenschirm von den Atlantiktiefs ab und die Regenfracht aus dem Norden regnet sich meistens im Oberinntal aus. Die mehrjährige Jahresniederschlagsmenge von Schlanders beträgt nur 530 mm oder l/m². In Landeck beträgt das langjährige Jahresniederschlagsmittel 815 mm, ein Mehr von 53%. In der Ertragslandwirtschaft rechnet man im Obst- und Gemüseanbau mit einem Wasserbedarf von 1.000 – 1.200 mm in der Vegetationsperiode. Umgelegt auf das inneralpine Trockenklima Vinschgaus: Gleich viel wie an natürlichem Niederschlag fällt, müssen wir durch künstliche Bewässerung ergänzen. Seit der dauerhaften Besiedlung durch sesshafte Bauern über Jahrtausende und an wenigen Orten heute noch durch das ausgefeilte System der Wasserwaale, dann über Druckrohre als Oberkronenberegnung und heute mancherorts schon wassersparend und zukunftsorientiert über die Tropfberegnung.

Ausblick vom Tartscher Bichl mit seinem Trockenrasen auf die bewässerten und landwirtschaftlich genutzten Grundstücke zwischen Glurns, Taufers, Laatsch, Schleis und Mals

Ohne Zusatzbewässerung war und ist im Vinschgau eine Ertragslandwirtschaft nicht möglich. Eindrucksvoll zeigt dies das rezente Foto vom 16. Juli 2026 vom unbewaldeten Südteil des Tartscher Bichls mit Ausblick auf die Wiesen zwischen Glurns, Laatsch und Mals: Die nur vom natürlichen Niederschlag gespeisten Böden auf der Hügelkuppe tragen einen vertrocknenden Trockenrasen, die landwirtschaftlich genutzten und bewässerbaren Flächen sind grüne Futterwiesen oder tragen Obstanlagen.

Gletscherschmelze

Mit der Gletscherschmelze infolge der Erderwärmung und des Klimawandels bleiben die Eisdepots als Wasserreservoirs aus. Ich darf in diesem Zusammenhang an die Eiskernbohrung am Ortler-Gipfel im September 2011 als wissenschaftliches Forschungsexperiment erinnern. Damals hatte die Eiskalotte am Oberen Eis des Ortlers eine Schichtmächtigkeit von 72 Metern

bis zum Felsuntergrund. In den letzten 25 Jahren haben die Gletscher in den Alpen durchschnittlich einen Meter pro Jahr von ihrer Eisdecke verloren, die Spitzenreiter sogar bis zu 4 Meter. Der Trend der Erderwärmung hält weiterhin an und die Klimaziele von Paris 2015 mit einer auf +1,5° C eingegrenzten Erwärmung können durch unsere zu zaghaften und kompromissanfälligen Bemühungen als Menschheit nicht erreicht werden. Weil die Erderwärmung anhält, wird auch der Ortler-Gletscher als einer der großen Gletscher in den Alpen noch im 21. Jahrhundert ausapern und als Wasserreserve entfallen.

Der Tartscher Bichl als Urzeitstätte

Die Archäologen und deren Ausgrabungen und Funde lehren uns, dass der Tartscher Bichl nach heutigem Kenntnisstand nicht nur ein frühbronzezeitlicher Brandopferplatz war, sondern ein Tonscherbenfund weist den Hügel nach Reimo Lunz als Siedlungsplatz einer frühneolithischen Kulturgruppe aus dem 5. Jahrtausend vor Christus und damit aus der Jungsteinzeit aus.

eine der

Trockenvegetation am Tartscher Bichl

Der

das

v.l.: Steinbrech-Felsennelke Petrorhagia saxifraga; Echtes Labkraut Gallium verum; Ohne Zusatz-Bewässerung ist eine ertragbringende Landwirtschaft im Vinschgau nicht möglich.

St. Veit ist
ältesten Kirchen in der Gegend.
heutige Bau datiert auf
11. oder Anfang des 12. Jahrhunderts.
v.l.: Steinnelke Dianthus sylvestris; Echter Wermut Artemisia absinthium; Rispen-Flockenblume Centaurea stoebe

Überzeugende Bilanz

Eishockey - 29 Scorerpunkte gelangen Jakob fuchs in der abgelaufenen Saison beim HC Meran. Insgesamt erzielte er 11 Tore, fünf davon in den Play Offs. (sam)

Meisterliche Vinschger

Eishockey - Bereits vor Jakob Fuchs liefen mit Peter Wunderer und Hannes Oberdörfer zwei Vinschger in der länderübergreifenden Meisterschaft für den HC Bozen auf. Beide gewannen 2014 mit den „Foxes“ den Meistertitel in der damaligen Erste Bank Eishockey Liga (EBEL), der heutigen ICE Hockey League. (sam)

Jakob Fuchs wird ein „Fox“

Der nächste Karriereschritt ist gemacht: Jakob Fuchs erhält in der neuen Saison die Chance, sich auf der größten Bühne des heimischen Eishockeys zu beweisen und wird künftig für den HC Bozen in der ICE Hockey League auflaufen. Für den Latscher ist dies ein echter Meilenstein in seiner noch jungen Sportkarriere. Zugleich ist er erst der dritte Spieler aus dem Vinschgau, der das Trikot der „Foxes“ in dieser Topliga tragen darf.

meinen Beitrag leisten und die Chancen nutzen, die ich bekomme. Für mich steht aber der Erfolg der Mannschaft im Vordergrund.“

einen solchen Anruf erhielt Jakob Fuchs vor wenigen Wochen. „Als ich erfahren habe, dass ich die Chance bekomme, beim HC Bozen zu spielen, musste ich nicht lange nachdenken“, erzählt der Stürmer. Der Wechsel nach Bozen ist der vorläufige Höhepunkt einer Entwicklung, die in den vergangenen Jahren stetig nach oben führte. Seine ersten Erfahrungen im Seniorenhockey sammelte Fuchs in Latsch beim AHC Vinschgau, wo er bereits als Kind mit dem Eishockey begann. Dort schaffte er schließlich den Sprung in die erste Mannschaft. „Das hat mir sehr weitergeholfen, weil das Spiel einfach viel körperlicher ist als im Jugendhockey.“ Den nächsten wichtigen Schritt machte der 22-Jährige beim HC Meran. Dort entwickelte sich der junge Angreifer in den vergangenen Jahren zu einem festen Bestandteil der Mannschaft und trug in der vergangenen Saison seinen Teil zu einer beeindruckenden Meisterschaft bei. Gemeinsam mit den Adlern kämpfte sich Fuchs bis ins Finale der Alps Hockey League. „In Meran habe ich sehr viel an meinem Spiel gearbeitet und von meinen älteren Mitspielern wertvolle Tipps bekommen“, blickt er dankbar zurück.

Seine Leistungen blieben auch in Bozen nicht unbemerkt, wie sein Wechsel nun beweist. Fuchs weiß, dass der Sprung groß ist, blickt der neuen Aufgabe aber mit Vorfreu-

die Spiele des HCB mit großer Aufmerksamkeit und erinnert sich zurück: „Bozen hatte über die Jahre immer sehr starke Importspieler, von denen man sich einiges abschauen konnte.“ Auch die beiden „Vinschger Foxes“ Peter Wunderer und Hannes Oberdörfer sind ihm im Gedächtnis geblieben. Nun ist aus dem Beobachter selbst ein Spieler des erfolgreichsten italienischen Eishockeyvereins geworden. Sein Ziel für seine erste Saison in Bozen ist klar: „Ich möchte mit harter Arbeit

Das Programm des Stürmers wird in dieser Saison besonders anspruchsvoll. Neben seinen Einsätzen für den Bozen wird Fuchs dank eines Two-Way-Vertrags auch weiterhin für Meran auflaufen und dort Spielpraxis sammeln.

Der Wechsel zum HC Bozen ist für Jakob Fuchs die Chance, sich auf einer größeren Bühne zu beweisen. Wie weit ihn sein Weg führen wird, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch: Den nächsten Schritt seiner Karriere geht der Vinschger mit großer Motivation Jakob Fuchs (schwarz) ist bereit für ein neues Abenteuer

fser Joches das spektakuläre Ziel des Stel vio Trail Run. Dabei legten nicht nur die 400 Wettkampfathleten die anspruchsvolle Strecke von 21 Kilometern und 2100 Höhen metern zurück, sondern auch zahlreiche Hobbyläufer und Wanderer.

Aufgrund eines verheerenden Brandes im Frühjahr 2025 musste die Originalstre cke bereits voriges Jahr abgeändert werden, sodass der erste Streckenabschnitt entlang des Radweges an der Stilfserjochstraße bis zur Stilfser Brücke führte. Von dort aus ging es weiter zum Wildgehege Fragges über die Prader Alm zur Furkelhütte, bis die Sportler schlussendlich über den Goldseeweg, umgeben vom Panorama des Ortlers, die Dreisprachenspitze auf 2545 m erreichten. Auf ihrem Weg ins Ziel wurden sie dabei nicht nur durch die 5 Verpflegungsstellen optimal versorgt, sondern auch von den zahlreichen Zuschauern angefeuert: Vor allem in Stilfs säumten sie zahlreich die Dorfstraße und pushten die Läufer mit lauten Kuhglocken und Musik.

Österreicher Michal Smahel. Mit hervorragenden Laufzeiten kamen auch die beiden Vinschger Thomas Niederegger aus Stilfs (02:07:59) und Thomas Steck aus Planeil (02:12:38) ins Ziel und sicherten sich somit den 4. bzw. 6. Gesamtrang.

Den Tagessieg holte sich der Deutsche David Reichelt in einer Zeit von 02:02:30 vor

Bei den Damen siegte Nicole Klinger aus Lichtenstein (02:35:59) vor den beiden deutschen Läuferinnen Lena Ritzel und Inga Van Buren. Nur knapp dahinter belegte Heidi Pfeifer aus Naturns in 02:41:47 den 4. Gesamtrang, Patscheider Marlies aus St. Valentin a.d.Heide kam mit 03:05:06 auf den 13. Platz.

Vinschgerwind Umfrage - Danke!

Auch in den Kategorien „Just for fun“ und „Marsch“ wurden Preise vergeben, wobei jeweils die 5 Athleten prämiert wurden, welche der Richtzeit (Durchschnittszeit aller Teilnehmer) am nächsten kamen. Zudem wurde vom VSS ein Kinderlauf organisiert, bei welchem sich die jungen Lauftalente bei Sprints messen konnten.

Rückblickend war es ein rundum gelungenes Lauf-Fest, bei welchem alle Teilnehmer vor dem aufziehenden Regen trocken und heil ins Ziel gekommen sind und den Tag bei der anschließenden Pastaparty gemütlich ausklingen lassen konnten. Anna Pfitscher

Wir bedanken uns bei allen, die bei der Umfrage teilgenommen haben (es waren sehr viele). Wir veröffentlichen einige Ergebnisse der Umfrage vom Februar 2026.

Ich finde die Berichterstattung im Vinschgerwind...

glaubwürdig: 36 %

ausgewogen: 34 %

kritisch: 16 %

einseitig: 7 %

mäßig: 7 %

schlecht: 0 %

kritisch mäßig einseitig schlecht

Reschen Reschen

Der Vinschger Wind bringt die Segelregatta in Schwung Der Vinschger Wind bringt die Segelregatta in Schwung

DerReschensee war an den vergangenen zwei Wochenenden 18. bis 20. und 25. bis 26. Juli 2026 der Treffpunkt des internationalen Segelsports.

Die Seglerinnen und Segler kamen aus Italien, Österreich, der Schweiz, Deutschland, Frankreich und den USA. Hochkarätige Segelteams kämpften um den Soling Alpencup, um die Longtze Alps Trophy und erstmals in der Minialtura-Klasse. Eingeladen hatte der Segelverein Reschensee. Dieser trägt seit Jahren zur Aufwertung des Reschensees bei. An den zwei Wochenenden waren viele Gästebetten mit den Segelsportlern und deren Anhang belegt. Mit Genugtuung blickt Präsident Arnold Ortler auf die gelungene Veranstaltung zurück. Wir Seg lerinnen und Segler sind über die Grenzen hinweg miteinan

der im Austausch und sind mittlerweile zu einer großen Familie geworden,“ so Ortler. Der Vizepräsident des Vinschger Segelvereins ist Beat Ritzmann vom Ägerisee in der Schweiz.

Die Seglerinnen und Segler waren von der perfekten Organisation, vom Ambiente und speziell vom Vinschger Wind mehr als begeistert. Denn der Reschensee ist speziell wegen der idealen Windverhältnisse ein Anziehungspunkt. „Es gibt im Alpenraum keinen anderen See, der so ideale Windverhältnissen bietet wie der Reschensee“, schwärmt ein italienische Segler aus Oberitalien.

anspruchsvolle Wettfahrten.

In der Soling-Klasse setzte sich zum zweiten Mal nach 2023 der Skipper Christian Spiessberger und seine Crew durch. Zweiter wurde das Team des Deutschen Christian Mack vor seinem Landsmann Michael Dietzel. Das bestplatzierte Team vom Segelverein Reschensee war das Boot Claudia Augusta II von Christoph Koch aus Naturns mit seinen 13-jährigen Söhnen Jakob und Josef auf dem zehnten Platz. In der Longtze-Klasse als Premiere auf dem Reschensee konnte sich der Schweizer Jarno Wieland mit seiner Crew vor dem Team seines Landsmannes

geht mit unterschiedlichen Veranstaltungen weiter. Gezielt investiert wird in die Jugendförderung. Ortler bedankte sich bei allen Helferinnen und Helfern und ganz speziell bei den vielen Sponsoren, ohne die die um-

Schlanders

Unterhaching bereitet sich erneut im Vinschgau vor

DieSpvgg. Unterhaching hat auch in diesem Sommer ihr Trainingslager in Schlanders zum 11ten mal abgehalten und fand dabei erneut ideale Bedingungen vor. Der Verein nutzte die hervorragende Infrastruktur sowie die optimal gepflegten Sportanlagen, um sich intensiv auf die kommende Saison vorzubereiten.

Möglich gemacht wurde das Trainingslager auch durch die Unterstützung der Gemeinde Schlanders und des Tourismusvereins Schlanders-Laas sowie von ASC Schlanders, die das Projekt als Partner und Sponsoren begleiten. Alle obgenannten Institutionen sehen im Trainingslager eine wertvolle Gelegenheit, den Ort überregional als Sportdestination zu präsentieren und gleichzeitig zahlreiche Gäste in die Region zu bringen.

„Schlanders bietet uns alles, was wir für eine optimale Saisonvorbereitung benötigen – hervorragende Plätze, kurze Wege und eine ausgezeichnete

Reschensee

spräsident Manfred Schwabl zufrieden.

Während des Aufenthalts absolvierte die Mannschaft intensive Trainingseinheiten und nutzte die ruhige Atmosphäre, um sich als Team weiterzuentwickeln. Zahlreiche Fußballfans verfolgten die Einheiten und nutzten die Gelegenheit, den Spielern und Verantwortlichen ganz nah zu kommen.

Veränderungen im Trainerteam

Nach dem Trainingslager wurde

Junior Enduro Bike Woche

Vom 20. bis 24. Juli drehte sich in der Ferienregion Reschensee für 13 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren alles rund ums Mountainbiken. Die Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung (GWR) in Spondinig ermöglicht diese Junior Enduro Bike Woche jedes Jahr in Zusammenarbeit mit der Tourismusgenossenschaft Reschenpass.

Fünf Tage lang standen Fahrtechnik auf den Trails, Trailbau, Erste Hilfe bei Stürzen und Verletzungen, eine Bikewerkstatt sowie weitere Highlights auf dem Programm. Eine Woche voller Bewegung, Teamgeist und unvergesslicher Erlebnisse auf den beeindruckenden 3-Länder-EnduroTrails.

Vor der beeindruckenden Kulisse des Reschensees trafen sich die 13 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten Vinschgau – von Reschen bis Schlanders –, um gemeinsam mit den Guides der Ferienregion Reschensee und der Bikeschule PEAK3 die abwechslungsreichen Trails zu erkunden. Dabei entstanden nicht nur sportliche Erfolgserlebnisse, sondern auch neue Freundschaften und ein starkes Gemeinschaftsgefühl über Gemeindegrenzen hinweg.

Im Mittelpunkt der Junior Enduro Bike Woche stand dabei vor allem eines: der sichere Umgang mit dem Mountainbike und die kontinuierliche Verbesserung des eigenen Fahrkönnens. Abgerundet wurde das Programm durch Einblicke in die Bikewerkstatt und den Trailbau

bekannt, dass sich der bisherige Cheftrainer Sven Bender einer neuen sportlichen Herausforderung stellen wird. Der Verein bedankt sich für seinen Einsatz und wünscht ihm für seine zukünftige Aufgabe viel Erfolg. Gleichzeitig richtet Unterhaching den Blick nach vorne und arbeitet bereits an der weiteren sportlichen Ausrichtung für die neue Saison.

Gemeinde, Tourismusverein und der ASC Schlanders zeigten sich erfreut über den gelungenen Aufenthalt. Das Trainingslager sei nicht nur

sportlich, sondern auch touristisch ein voller Erfolg gewesen. Hotels, Gastronomie und Betriebe profitierten von den zusätzlichen Gästen, während die Mannschaft die Gastfreundschaft und die hohe Qualität der Anlagen lobte. Mit den ausgezeichneten Trainingsbedingungen, der professionellen Organisation und der Unterstützung vor Ort bleibt Schlanders auch künftig ein attraktiver Standort für Trainingslager ambitionierter Fußballvereine. Der Trainer Sven Bender wird in Zukunft als COTrainer dem neuen Deutschen Fußball Bundes Trainer Jürgen Klopp zur Seite stehen. Bereits der zweite Trainer von Unterhaching ging nach dem Trainingslager in Schlanders als DFB CO Tainer zum DFB. Zuerst Sandro Wagner 2021 und nun Sven Bender 2026, die Schlanderser Luft und das Klima tat den beiden wahrscheinlich gut.

sowie einen Erste-Hilfe-Kurs, in dem die Teilnehmer wertvolle Tipps für das richtige Verhalten bei Stürzen und kleineren Verletzungen erhielten.

„Die Junior Enduro Bike Woche ist weit mehr als ein Sportangebot. Uns ist besonders wichtig, Kindern und Jugendlichen die Freude an der Bewegung in der Natur zu ver-

mitteln und ihnen gleichzeitig Verantwortung, Sicherheit und gegenseitigen Respekt mit auf den Weg zu geben. Wenn die Teilnehmer am Ende der Woche nicht nur bessere Biker, sondern auch selbstbewusster und als Gruppe zusammengewachsen sind, dann haben wir unser Ziel erreicht“, betont Präsident Thomas Strobl.

„Nur wenn Du eine Reise tust, kannst Du was erleben…“

Naturns/Schloß

Holte-Stukenbrock - 60 Jahre Fußballpartnerschaft und 5 Jahre Städtepartnerschaft mit Schloß Holte-Stukenbrock

die Ü50-Allstars aus Naturns und Stukenbrock

Städtepartnerschaften leben von Begegnungen, so war es auch bei der Fahrt einer Gruppe aus Naturns in die Partnerstadt Schloß Holte-Stukenbrock in Nordrhein-Westfa

um Partnerschaftsreferentin

Astrid Pichler organisierte gemeinsam mit dem SSV Naturns Raiffeisen die Reise. Mit einem Teil der ersten Mannschaft gespickt mit einigen Junioren und

Besuch im Rathaus von Schloß Holte-Stukenbrock, v.l. BM-Assistentin Maren Gerkens, Norbert Kaserer, Resi Reiterer und BM Zeno Christanell aus Naturns, BM Olaf Junker, Partnerschaftsvorsitzender Hans Schäfer, Gemeindereferentin Astrid Pichler, SSVPräsident Dietmar Hofer und Manfred Tappeiner aus Naturns

und des Hermanndenkmals sowie eine geführte Rundfahrt durch die Stadtteile von Schloß Holte-Stukenbrock. Ein voller Erfolg waren auch die beiden Freundschaftsspiele: die Ü50All Stars aus Naturns siegten mit 3:1 und die erste Mannschaft mit 2:1. Der Samstagabend stand ganz im Zeichen der 60-Jahr-

Gründungsvater Theo Peters, Bürgermeister Olaf Junker, der vorhergehende Bürgermeister Hubert Erichlandwehr und der Partnerschaftsvereinsvorsitzende Hans Schäfer sowie aus Naturns BM Zeno Christanell und SSV-Präsident Dietmar Hofer anwesend waren. Naturns hat als Jubiläumsgeschenk einen tollen Stammtisch mit einer Erinnerungstischplatte aus gefrästem Cortenstahl mitgebracht, der nun im Sporttreff des FC Stukenbrock einen Ehrenplatz hat.

Am Sonntag stand dann ein Ausflug ins nahe gelegene Dortmund auf dem Programm: der größte Teil der Gruppe besuchte das bekannte Signal Iduna Park-Stadion des BVB, die Kulturgruppe genoss einen Stadtrundgang zu den Sehenswürdigkeiten des Zentrums.

Eine Reise getragen von Kameradschaft und Austausch, die so schnell niemand vergessen wird, ganz nach dem Motto: „Zu Gast bei Freunden“. Die Einladung zum Gegenbesuch zum 75-Jahr-Jubiläum des SSV Naturns Raiffeisen im August 2027 steht bereits.

Drei des SSV standen schon vor 40 Jahren in Stukenbrock auf dem Platz: Bildmitte v.l. Roland Gapp, Christoph Tappeiner und Andreas Kofler, ganz links Hans Schäfer und rechts der Kapitän des FC Stukenbrock Dieter Brink

Glückwünsche

Kaufen/Verkaufen/Allfälliges

Kaufen/Verkaufen/Allfälliges

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Bozen Nr. 6/2005; Bankverbindung: Raiffeisenkasse

Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151

„Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen

Eingetragen im ROC: Nr. 12485

Hergestellt aus Papier von UPM, das mit dem EUUmweltsiegel Reg.-Nr. FI/011/001 ausgezeichnet ist.

Italienisch lernen oder verbessern mit Roberto! Tschars. Hilfe für die Prüfung von A1 bis C1. Kontaktieren Sie mich unter Tel. 0473 624 320 oder Mobil: 337 45 64 17

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Ich biete Italienisch-Nachhilfe für Schüler der Grundschule, Mittelschule und Oberschule an. Unterstützung bei Hausaufgaben, Grammatik, Wortschatz. Bei Interesse gerne melden! Roberto, Tschars Tel. 337 456 417

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• seit über 15 Jahren erfolgreich in Südtirol

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•ganzjährig geöffnete Partnerpraxis für Vorund Nachbehandlungen in VINTL

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• eine der größten Kliniken Ungarns mit 45-jähriger Erfahrung

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•bestens ausgestattete Räumlichkeiten und 21 hochqualifizierte Zahnärzte

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• Top-Qualität und beste Behandlungsmöglichkeiten für Angstpatienten auch im Dämmerschlaf

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•wöchentlicher Transfer im Dental-Taxi

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• Professionalität und Herzlichkeit sprechen für uns

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339 10 70 714

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Der Vinschgerwind bedankt sich für die großzügige Unterstützung für das Jahr 2026 bei Der Vorstand der Info Media GmbH

Ulrich Linser

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Wir suchen für das Engadin und Südbünden einen Servicetechniker

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Nah am Kunden. Stark im Team.

Jahrtage/Danksagungen

Mihlander - Ida

* 31.03.1949 † 21.07.2026

Herzlichen Dank sagen wir allen, die unserer lieben Mama und Nana im L eben in Freundschaft und Zuneigung verbunden waren, sie auf ihrem letzten Weg begleiteten und uns ihre Anteilnahme auf so vielfältige Weise er wiesen haben.

Die Trauerfamilie

Zwei Jahre schon. Deine Schritte sind zwar verstummt, aber die Spuren, die du in unserem Leben hinterlassen hast, bleiben unvergänglich.

Du fehlst uns, jeden Tag und für immer.

2. Jahrestag

Walter Thöni

* 8.5.1966 † 21.8.2024

Pizzeria Katrin

St. Valentin a.d.H.

In liebevoller Erinnerung an unseren Tata feiern wir die hl. Messe am 16.08. um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche von Planeil. Ein herzliches Vergeltʼs Gott an alle, die ihn im Herzen tragen und ihn in ihr Gebet einschließen. In Liebe deine Familie und Geschwister

Unsere Toten sind nicht abwesend, sondern nur unsichtbar. Sie schauen mit ihren Augen voller Licht, in unsere Augen voller Trauer. (Augustinus)

Ida Lechthaler Wwe. Eberhart

Die Liebe ging mit dir nicht fort, sie lebt in uns an jedem Ort. Und wenn wir fallen, hält sie uns, ein leiser Trost im Morgenlicht.

3. Jahrestag Martin Lechner

* 01.05.1942 † 07.08.2023

Laatsch

Du bleibst unvergessen.

Deine Lieben

Wir haben deine Stimme und Sprüche im Ohr, dein Bild vor Augen und Dich für immer in unserem Herzen.

2. Jahrestag Helmut Theiner

* 05.02.1959 † 19.08.2024

In Liebe und Dankbarkeit denken wir an Dich bei der hl. Messe am Samstag, 22. August um 19 Uhr in der Pfarrkirche von Glurns.

Deine Familie

Zwölf Jahre ohne dich. Was bleibt, ist deine Liebe, deine Jahre voller Leben und das Leuchten in den Augen aller, die von dir erzählen. Wir vermissen dich.

12. Jahrestag Lukas Schönthaler *18.11.1966 †11.08.2014

In Liebe und Dankbarkeit denken wir ganz besonders an dich, bei der Vorabendmesse am Samstag, dem 8. August 2026, um 18.00 Uhr in der Pfarrkirche von Eyrs.

In Liebe, deine Familie

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