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Zeitung Vinschgerwind 13-26 vom 25.06.2026 Bezirk Vinschgau Südtirol

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Inhalt

Eine Hommage an Karl Plattner und seine Freunde zu dessen 40. Todes tags

Seite 6

Vinschgau: Die Daten für die Zugverbindungen werden gesammelt

Tarsch: Bürgerversammlung in Tarsch für Liftneubauten

Burgeis: Apart-Hotel „Lapis Monti“ hat neuen Besitzer

Glurns: Schluss mit lustig

Schlanders: 40 Jahre Bildungsausschuss

Leserbriefe und Stellungnahmen

Partschins: Zustimmung für Bedarfsanalyse

In Naturns gehen wegen des Rathausplatzes langsam wieder die Wogen hoch

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Wien/Vinschgau: Bundesredewettbewerb mit Vinschger Beteiligung

Porträt: Martha Zerzer Schönweger - Partschins/Töll

Schlanders: Neuer Dekan - neue Seelsorgeeinheit

Partschins: Herzberührende „Castel Beats“

Tartsch: St. Veitsmarkt - Treffpunkt am Bichl

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Spezial: Naturns - die Perle im Vinschgau ab Seite 40

Natur und Landschaft: Das Liebesleben der Vögel

Vinschgerwind Impressum

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Kommentar

Wenn Glurns zusperrt

Die Monate Juli und August werden interessant. Vor allem für Glurns. Es ist ja so, dass bei einer Aufsehen erregenden Sperre oder bei einer Einführung einer Maut oder einer Eintrittsgebühr (Stilfser Joch?) der Besucherstrom dort zunimmt. Man wird eben neugierig gemacht. Das kann auch in Glurns passieren. Die bevorstehende Sperre für den Durchzugsverkehr kann bewirkten, dass viele Leute Glurns besuchen werden, die das eigentlich gar nicht vorhatten. Jedenfalls versuchen die Glurnser Stadtväter die Notbremse zu ziehen und den überbordenden Verkehr in den drei Stadtgassen zu reduzieren. Mit dieser Vollbremsung machen die Glurnser aber auch auf die Jahrzehnte lang andauernde Umfahrungsdiskussion aufmerksam. Natürlich hat der Glurnser BM Erich Wallnöfer recht, wenn er sagt, dass Glurns für eine Umfahrung immer von den Nachbargemeinden abhängig ist. Eine Umfahrung wäre ja nicht nur ausschließlich für Glurns gut, es würde auch andere Orte betreffen, etwa Schluderns, etwa Tartsch, auch Mals. Also die Monate Juli und August werden nicht nur für Glurns spannend, sondern auch für Prad und Laatsch, die einen möglichen Umwegverkehr wohl in Kauf nehmen müssen. Oder: Die Verkehrssperre in Glurns beginnt den Gordischen Knoten bei einer möglichen Umfahrung im Obervinschgau zu lösen?

Das wäre ja wünschenswert. Aber - wie hat es der bekannte Verkehrsplaner Hermann Knoflacher immer wieder vorgebracht„Wer Straßen baut, wird Verkehr ernten“. Für Glurns (auch für anderswo) könnte man diesen Spruch aber auch abwandeln: Wer keine Straßen baut, wird im Verkehr ersticken. Wollen wir das?

Vinschgau/Engadin

Neue Bahntrasse gefunden?

SoWichtige Mitteilung - Postamt Schlanders einen Monat geschlossen

langsam kommt Schwung in die Bude. Daniel Alfreider, der Mobilitätslandesrat sagt dem Vinschgerwind, dass man beim Sammeln der Unterlagen sei. Es geht um die Trassenfindung für die Zuganbindung. Die geologischen Untersuchungen seien, so Alfreider in allen drei beteiligten Landesteilen, in der Schweiz in Nordtirol und in Südtirol so gut wie abgeschlossen und nun gehe es um die Zusammenschau der Ergebnisse und so letzlich um eine gemeinsame Trassenfindung. Nach gediegener Auswertung aller geologischen Expertisen werde die Zielformulierung heuer im Herbst bekannt gegeben. Unlängst hat LH Arno Kompatscher die Richtung vorweggenommen und damit determiniert. Bei der Tunneleinweihung in Kastelbell hat er davon gesprochen, dass er für eine Weiterführung der Bahntrasse in die Schweiz sei und dass man dieses Ziel verfolge. Alfreider sagt, dass es sich um ein Megaprojekt handle und dass man sich von vornherein einig sein müsse, wohin die Reise gehe. Dann könne man mit einer Zunge bei den entsprechenden Stellen in Bern, in Rom, in Mailand, in Wien und in Brüssel vorsprechen. Auch weil in den beteiligten Ländern unterschiedliche Voraussetzungen anzutreffen seien, könne man sich vorstellen, so Alfreider, eine eigenen Gesellschaft, ähnlich wie man es beim BrennerBasis-Tunnel gemacht habe, zu gründen, um die Vorstellungen darin bündeln zu können. Die Spannung steigt also in Richtung Trassenfindung, die demnächst bekannt gegeben wird. (eb)

Das Postamt Schlanders ist seit dem 22.06.2026 für etwa einen Monat (vorbehaltlich unvorhergesehener Ereignisse) geschlossen. Die vorübergehende Schließung ist zur Durchführung der technischen Vorarbeiten für die Umsetzung des „Projekts POLIS – Haus der digitalen Bürgerservices“ notwendig. Während der gesamten Schließungsdauer können sich die KundInnen an das Postamt Latsch, Bahnhofstraße 20 wenden. Öffnungszeiten: von Mo. bis Fr. von 08:20 bis 13:45 Uhr; Sa. von 08:20 bis 12:45 Uhr (Geldautomat rund um die Uhr nutzbar).

Auf Rettung hoffend

Tarsch - Nach vielen Vorgesprächen sind die Investoren-Vertreter Franz Holzknecht und Harald Amrhein am 15. Juni vor die Tarscher Bevölkerung getreten. Vorgestellt wurde die Vision des skitechnischen Zusammenschlusses Tarscher Alm-Ulten. Der große Investor im Hintergrund heißt Dalimil Mika.

Die Presse war nicht geladen. Offensichtlich sagen dann die Leute ungeschminkt ihre Meinung, so die Meinung der Organisatoren. Das Kulturhaus in Tarsch war am Montag, den 15. Juni proppenvoll. Auffallend viele junge Leute, ebenso die BM von Latsch und von Ulten, die Geschäftsführung des Skigebietes Schwemmalm ebenso wie die Vertreter der Liftgesellschaft im Tourismusverein Latsch. Es muss wohl ernst sein.

Die Fraktion Tarsch, mit Fraktionspräsident Herbert Schwarz an der Spitze, hat in den Vorfeldgesprächen mit den Investorenvertretern bereits klar zum Ausdruck gebracht, unter welchen Vorzeichen sie als Grundbesitzerin einem Ausbau des Skigbietes mit möglichen Zusammenschluss mit dem Skigebiet Ulten zustimmen könnten: kein zusätzlicher Verkehr durch die engen Gassen von Tarsch, Errichtung der erforderlichen Kanalisierung, von Stromkabinen usw. Bei der Bürgerversammlung in Tarsch hat man diese Forderungen wiederholt.

Die Investorenvertreter Franz Holzknecht, ehemaliger Geschäftsführer des Skigebietes Schwemmalm, und Harald Amrhein haben das Traum-Projekt erläutert, welches in groben Zügen eine Verbindung von der Talstation der Seilbahn St. Martin zur Talstation des Skiliftes

Latsch I vorsieht, einen Neubau des Zubringers Latsch I, einen Neubau eines Liftes hinauf zum Tarscher Joch und dann einen Verbindungslift auf Ultner Seite hinunter zum Weiberhimmel. Jedenfalls sind auf Latscher Seite sämtliche Lifte und Pisten im aktuellen Skipistenplan enthalten. Das ist für die Verbindung auf Ultner Seite nicht der Fall. Vor nicht allzu langer Zeit hat ein Treffen der Investorenvertreter mit Vertretern der Landesregierung stattgefunden und dabei wurde, neben Wohlwollen dem Projekt gegenüber, genau auf jenen „weißen Fleck“ in Richtung Ulten warnend hingewiesen.

Dizipliniert und sachlich sei, so sagt es der Präsident des Tourismusvereines Latsch-Martell Roman Schwienbacher, den Medien, diskutiert worden. Man sei deshalb positiv überrascht. Größere Bedenken kamen von Seiten der Ladnwirtschaft. Denn für eine Lift- oder Bahnverbin-

dung vom Zuggleis bei der Seilbahn St. Martin bis hinauf zur Talstation oberhalb von Tarsch sind mindestens 48 Grundparzellen betroffen. Innerhalb Juli soll von den Investoren eine neue Gesellschaft mit Sitz in Latsch gegründet werden, die sich dann mit den Grundbesitzern, mit dem Bürokratischen, mit der Weiterführung der bereits laufenden Machbarkeitsstudie beschäftigen soll. In Aussicht gestellt ist, dass der Zubringerlift Latsch I bereits im nächsten Jahr abgetragen, neu aufgestellt und mit 2028 in Betrieb gehen könnte. Das wäre für den Tourismusverein und der darin inkludierten Liftgesellschaft so etwas wie das rettende Element. Denn eine Revision 2030 könne man sich nicht mehr leisten.

In Tarsch nicht zugegen war der Hauptinvestor Dalimil Mika aus der Tschechei, der es offenbar vorzieht, vorerst im Hintergrund zu bleiben. Der in Tschechien bekannte Rechtsanwalt und Gerichtsvollzieher (tschechisch „soudni exekutor“) ist in seiner Heimat kein unbeschriebenes Blatt, so die gesicherten Recherchen. Mika ist mit seiner Familie Besitzer des Skigebietes Papresk und war dort wegen des Baues eines illegalen Speicherbeckens angeklagt und bekam im Vorfeld dafür von den Umweltverbänden den Negativpreis eines „Ropak“ („Umweltsünder des Jahres“).

Foto: Erwin Bernhart

Wie will man die Bürger miteinbeziehen?

Mitder Bürgerbeteiligung ist es so eine Sache. Gerade in der Gemeinde Naturns, die auf eine große Tradition von Bürgerbeteiligung zurückblickt und deren aktuelle politische Vertreter sich die Bürgerbetei ligung groß auf die Fahnen ge schrieben haben. Allerdings: Es regt sich Unmut in Naturns. Und gezielt auf die Neugestal tung des Rathausplatzes hin. Und das nicht zum ersten Mal. Denn laut Gerti Raffeiner Egger und Karl Zerzer von der neu gegründeten Initiativgruppe „Unser Dorfplatz“ wisse der Großteil der Bevölkerung nichts davon, dass das Thema Neuge staltung Rathausplatz nach der Annullierung des Beschlusses im Gemeinderat wieder aufge griffen wurde und dass daran weitergearbeitet wird. Zur Erinnerung: Der Gemeinderat hatte auf Antrag des Ausschusses um BM Zeno Christanell zu Beginn des Jahres 2023 eine städtebauliche Umstrukturierung des Rathausplatzes mehrheitlich beschließen lassen. Nachdem

bracht worden sind, die einebauung des Rathausparkplatzes vorgesehen hatten, regte sich heftigster Widerstand bis hin zu einer Unterschriftensammlung durch 18 Promotoren für ein abschaffendes Referendum, welches mit mehr als 500 Unteschriften auch genehmigt worden ist. Im Gemeinderat wurde der heftigst kritisierte Ratsbeschluss im letzten Moment mehrheitlich annulliert,

„Lapis Monti“ hat neuen Besitzer

In Burgeis hat das Apart-Hotel „Lapis Monti“, welches seit längerer Zeit zum Verkauf angeboten worden ist und auch Kaufinteressenten gehabt hat, zu einem Kaufpreis von rund 2 Millionen Euro einen neuen Besitzer. Mit Hannes Noggler, dem Sohn des amtierenden Regionalratspräsidenten Sepp Noggler, übernimmt ein bisheriger „Almnomade“ das Hotel und wird so in Burgeis sesshaft. Auf dem Internetportal grüßt

bereis die Familie Noggler unter anderem mit „Die Familie Noggler führt das Anwesen mit viel Herzblut ...“, gezeichnet auch mit Hannes und Elin. In Burgeis wird die Wiederinbetriebnahme des Aparthotels mit großem Wohlwollen zur Kenntnis genommen, zumal der eine oder andere Zimmervermieter seine Tore geschlossen hat und auch von daher jeder zusätzliche Gast willkommen ist. Das ***S Hotel verfügt über mehrere Apartements, deren Attraktivität in die Ferienregion zurückspiegelt. In Burgeis verlauten ließ der Landtagsabgeordnete Sepp Noggler, dass er mit dem Ankauf des ApartHotels nichts zu tun habe. (eb)

so dass der Gegenstand der Volksbefragung weggefallen ist und diese somit nicht abgehalten werden konnte. Politische Narben sind geblieben. Heuer hat der Gemeindeausschuss den städtebaulich anerkannten Architekten Jürgen Wallnöfer beauftragt, eine Studie über die Umgestaltung des Rathausparkplatzes zu erstellen. Derweil wurde in Naturns eine Arbeitsgruppe „AG Erreichbarkeit“ installiert, die sich mit den Vorschlägen Wallnöfers befasst. Und genau in dieser Arbeitsgruppe liegt der Hund begraben. Denn, so Raffeiner Egger und Zerzer unisono, diese Arbeitsgruppe sei keine Bürgerbeteiligung im guten Sinne. Denn wenn diese Gruppe aus drei Gemeindeausschussmitgliedern, drei Gemeinderäten, dem BM, je einem Vertreter der Kaufleute und der Gastwirtschaft und dann 4 Bürger:innen bestehe, könne man nicht von einer gediegenen Bürgerbeiligung sprechen. Das Thema Rathausparkplatz sei in der Bevöl-

VOM WIND GEFUNDEN

kerung sehr emotional gefühlt und deshalb sei eine breite Einbindung der Leute notwendig. Greti Raffeiner Egger ist in der Arbeitsgruppe, die sich bisher dreimal getroffen habe. Ein nächstes Treffen sei für Ende September geplant. Allerdings, so Raffeiner Egger, zeichne sich in der Arbeitsgruppe eine Präferenz für den Vorschlag von Wallnöfer ab, der eine Tiefgarage mit oberiridschen Bauten vorsehe. Zu erkennen seien große Ähnlichkeiten mit jenem Vorhaben von vor drei Jahren, gegen welches man damals mit einer Volksbefragung ankämpfen wollte. „Im Grunde hat sich nichts geändert“, sagt es Karl Zerzer frei heraus. Zerzer weist auch auf eine Studie hin, die belege, dass im verkehrsstarken Juli die vorhandenen Parkplätze nur bis zu 60% ausgelastet seien. „Die Neugetaltung des Rathausplatzes wird von uns begrüßt“, schreibt die Initiaivgruppe „Unser Dorfplatz“ in einem Positionspapier. (eb)

Nimby Effekt oder das Sankt-Florian-Prinzip

Viel reden heute von Veränderung, Transformation, Innovation und sogar von Revolution. Bürger wehren sich gegen Reformen, gegen Erneuerungen, weil dies vielfach Kürzungen, schmerzhafte Anpassungen bedeutet und mit Nachteilen für einzelne Bevölkerungsgruppen verbunden ist. Vielfach spielt der sogenannte Nimby Effekt eine Rolle. Der Begriff Nimby steht für „Not In My Backyard” (zu Deutsch: “Nicht in meinem Garten”) und beschreibt Menschen, die sich grundsätzlich für eine neue Maßnahme aussprechen, aber nur, solange sie nicht das eigene Umfeld betrifft. Im Deutschen ist diese Einstellung auch als das Sankt-Florian-Prinzip bekannt. Dies ist auf einen ironisch gemeinten Reim zurückzuführen, der sich auf den Schutzpatron des Heiligen Florian bezieht: „Heiliger Sankt Florian, verschon’ mein Haus, zünd’ and’re an!”. Dass viele Menschen ein grundsätzliches Problem damit haben, Veränderungen in der Nähe des eigenen Wohnortes zu akzeptieren, gilt als eines der zentralen Hindernisse auf dem Weg in eine klimafreundlichere Zukunft. Nimbys sind nicht prinzipiell Gegner:innen des Klimaschutzes. Sie sprechen sich sogar häufig für einen besseren Klimaschutz aus und befürworten prinzipiell entsprechende Maßnahmen. Nur vor der eigenen Haustür möchte man damit eben nicht konfrontiert werden. Auch beim Bau von neuen Bahnstrecken und Windrädern, von Obdachlosenheimen oder Gefängnissen gibt es Protestaktionen von Nimbys. Um diesen Gruppen entgegenzuwirken, werden oft Unterstützergruppen gefördert. Projektverantwortliche müssen die Bürger frühzeitig informieren und in neue Projekte einbinden. (hzg)

Burgeis
Foto: Erwin Bernhart

Karl Plattner und Freunde

Heuer, am 8. Dezember, jährt sich zum 40. Mal der Todestag Karl Plattners (1919 – 1986), des international wohl erfolgreichsten Südtiroler Malers der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Plattners Bildsprache wurde hierzulande vielfach nicht verstanden, stieß auf Unverständnis und Ablehnung. „Karl Plattner und Freunde“ soll eine liebevolle und ehrende Hommage an jene Freunde und Bekannte sein, die Karl Plattner unterstützten, förderten und ihn auf seinem harten Lebensweg begleiteten. Es sind dies: Sepp Theiner, Ennio Casciaro, Sandro Canestrini, die Familie Gurschler aus Schlanders, Hans Wielander und Marjan Cescutti.

as Karl Plattners Freundschaften anlangt, ist an erster Stelle der Mohrenwirt von Burgeis, Sepp Theiner (1922-2014), zu nennen. Am 4. November 2005 war ich bei Sepp in Burgeis. In der Pension Plavina, wo die Gäste untergebracht wurden, zeigte er mir in den Gängen der drei Stockwerke etwa 37 oder 38 Bilder von Karl Plattner. „Fast alles Probedrucke, Erstabdrucke, keine Seriendrucke”, sagte Sepp Theiner. „Karl ließ auch immer einige Drucke zum Verkauf zurück. Der Preis war nicht besonders hoch. Nur 200.000 bis 250.000 Lire.” Im 3. Stock zeigte mir der Mohrenwirt dann auch das Zimmer, wo Karl Plattner schlief, und das Zimmer daneben, wo er sein Atelier hatte. „Hier war Karl zuhause, wenn er sich im Vinschgau aufhielt. In der letzten Zeit kam er immer öfters hierher, lange blieb er aber nie. Meistens kam er im Herbst, wenn das Gasthaus geschlossen war. Wenn er alleine war, ohne Frau, war er immer ganz anders. Seine Frau hatte immer etwas auszusetzen. Das oder jenes durfte er nicht essen. Wenn er aber alleine war, sagte meine Mutter einfach: Gell Karl, heute machen wir einen Schmarrn! Und Karl aß ihn gerne. Auch machte er gerne nach dem Essen ein Karterle. Karl war ein ganz normaler Mensch. Ich hätte in ihm nie den Künstler gesehen, den man heute in ihm sieht.”

Am 7. November 2009 fand beim Mohrenwirt in Burgeis der Kulturabend “In memoriam Karl Plattner” statt. Dabei erzählte Sepp Theiner, wie es zur ersten Begegnung mit Karl Plattner kam: “Eines Tages kam Karl, damals noch Schulkind, in unsere Gaststube. Er wollte der Mutter ein Bild machen, wenn er dafür ein Brot bekommen würde. Sie aber sagte: Ein Bild brauchst du mir

keines machen, aber ein belegtes Brot bekommst du schon. Immer wenn du Hunger hast, kannst du ruhig kommen. So hat es angefangen”, sagte Sepp Theiner. Beim Mohrenwirt konnte sich der Hirtenjunge Plattner so richtig sattessen und es entstand daraus eine Freundschaft, die so weit ging, dass ihm die Familie Theiner später dann in der Pension Plavina die zwei Zimmer kostenfrei zur Verfügung stellte.

Zu den Freunden Karl Plattners gehörte auch Hans Wielander, Herausgeber der Kulturzeitschrift Arunda. In der Arunda 97 vom „Weissen Tisch” schreibt er bezüglich Freunden und Unterstützern Plattners unter anderem: „Die Casciaros von der GoetheGalerie gehörten auch zu Plattners frühen Förderern und sind es bis heute geblieben. Es war Karl der Ennio Casciaro motivierte die Goethe-Galerie zu gründen. Plattner hat ihn, zusammen mit anderen Südtirolern, ermutigt und anfangs auch künstlerisch beraten. Daraus ist über Jahrzehnte ein Haus der Begegnung enstanden zwischen verschiedenen Temperamenten und zwischen nordischem und südlichem Kunstverständnis.” Weiters schreibt Hans Wielander: „Besonders verständnisvoll und großzügig war auch die Familie Gurschler. Die erste Ausstellung überhaupt veranstaltete die Familie Gurschler in Räumen des Gemeindehauses von Schlanders. Das war im Jahr 1950.”

Ich frage Hans: „Gibt es vielleicht noch etwas zu sagen, worüber du nicht geschrieben hast?” Hans denkt etwas nach - wie er es eigentlich immer macht, bevor er antwortet - dann sagt er: „Ja! Ja! Ich bin mit Rechtsanwalt Sandro Canestrini (1922-2019) zur Beerdigung nach Mals gefahren. Da Karl Plattner auch italienische Freunde hatte, meinten wir, es wäre gut, wenn jemand ein paar Worte auf Italienisch sagen würde. Die Grab-

Karl Plattner in Cipières (Provence), Foto: Robert Waldboth

rede hat dann Marjan Cescutti in deutscher Sprache gehalten. Ich habe mir aber schon auch gedacht, was ich wohl sagen würde. Wenn ich die Grabrede hätte halten müssen, hätte ich Karl Plattners Bedeutung als Motor hervorgehoben. Ja, ich hätte da meine Ansichten und Erfahrungen angedeutet, inwiefern er ein Motor war. Erstens einmal druckgrafisch bzw. technisch. Aber ganz wichtig ist auch: Plattner hat weniger über die Habsburger geredet – die waren natürlich auch entfernte Freunde – sondern mehr über den Michael Gaismair. Gaismair war ein politischer Kopf, wie kaum ein anderer damals in unserem Land. Und Karl Plattner war ein Denker und hat dessen Bedeutung richtig eingeschätzt. Plattner hat mit seinem relativ billigen Linolschnitt Gaismairs Gedankengut wachgehalten und nicht in Vergessenheit geraten lassen. Also hätte ich erwähnt, wie Karl Plattner uns damit begeistern konnte. Der Karl war unkonventionell, kein politischer Kriecher, kein religiöser Fanatiker. Seine Welt, die er dargestellt hat, war seine ureigenste, eigene Welt und das hat uns junge Leute schon beeindruckt und ist bei uns angekommen.”

Besonders eng verbunden mit Karl Plattner war Marjan Cescutti, langjähriger Präsident des Südtiroler Kulturinstitutes. Cescutti war nicht nur ein perönlicher Freund von Karl Plattner, die beiden pflegten auch einen persönlichen Briefwechsel. In der Zeit zwischen Juni 1979 und August 1982 – Plattner lebte und arbeitete damals unter anderem auch in Cipières (Provence), wo ihn Cescutti einmal besuchte - hatte Plattner insgesamt 14 Briefe an Marjan Cescutti geschrieben und ihm Einblick in sein äußeres Dasein und sein Innenleben gegeben. Marjan Cescutti schildert Plattner als einen Menschen, der viel Leid, Armut und Selbstzweifel erlebt hatte. Und gerade weil Plattners Kunst oft

oben: Sepp Theiner und Peter Tscholl, am 4. November 2005 (Foto Rudi Theiner)

links: v. l.: Karl Plattner, Christine Alber Waldboth, Paula Alber Cescutti, Marie-Jo Plattner und Marjan Cescutti in Cipières (Foto: Robert Waldboth)

von Einsamkeit, existentieller Unsicherheit und der Suche nach Nähe erzählt, waren vertrauensvolle Freundschaften wie die mit Marjan Cescutti ein besonders wertvoller Teil seines Lebens. Ich frage Herrn Cescutti: „Könnten Sie heute Karl noch eine Frage stellen, was würden Sie ihm wohl fragen?” Seine Antwort lautet: „Ich würde ihm folgende Frage stellen: Warum hast du trotz deiner großen Begabung nicht stärker an dich geglaubt.”

Für Marjan Cescutti war Karl Plattner nicht nur ein begnadeter Maler, sondern auch ein großer Brückenbauer zwischen Nord- und Süd, zwischen Südamerika und Europa, aber auch zwischen den beiden

„Verehrte Trauergemeinde,

in dieser schweren Stunde des Abschieds von Karl Plattner überkommt uns unwillkürlich die Erinnerung an den harten Lebensweg, der ihm beschieden war. Nach einer von Not, Auswanderung und Krieg geprägten Jugend begann er – nur von wenigen Freunden unterstützt – seine künstlerische Ausbildung nachzuholen. Einsam und grüblerisch beschäftigte er sich bereits in seinen ersten Arbeiten mit den großen Fragen der Existenz, mit dem Verhältnis des Menschen zu sich selbst, zum Mitmenschen, zur Natur, zum Tod. Da er innerlich stets unruhig und aufbruchsbereit war, entdeckte er das Bild des Menschen auch in den großen Städten der Welt, wobei es ihm gelang, die individuelle Not, wie er sie in seinem Heimattal erlebte, in eine existentielle, allgemein menschliche zu verwandeln. Aufrecht und ehrlich, in seltener Einheit und Leben und Werk, suchte und fand er für die Kunst unseres Landes neue Wege und wurde dabei auch missdeutet und missverstanden. Als

großen Volksgruppen unseres Landes. „Karl Plattner hat als Brückenbauer die große Aufgabe unseres Landes erfüllt, nämlich zwischen zwei großen Kulturräumen zu vermitteln und er hat bei allem Wissen um die Tragik und Hinfälligkeit der menschlichen Existenz in seiner kritischen Heimatliebe letztlich ein Projekt für Frieden, Toleranz, die Freiheit der Kunst und die Menschlichkeit geschaffen.”

Marjan Cescutti war es, der auf Wunsch der Angehörigen, die Grabrede auf Karl Plattner in Mals gehalten hat. Cescuttis Grabrede wird hier vollständig wiedergegeben:

dann später der Ruhm kam, hat er seinen Verlockungen nie nachgegeben. Es blieb sein beharrliches Nachdenken über das Sein, seine Suche nach neuen Formen des Ausdrucks; es blieb sein Hingespannt-Sein zwischen der Ferne, die ihm auch Heimat geworden ist, und der Heimat, deren Bild er immer in sich trug. Und so ist er nun in den Vinschgau, dessen Landschaft ihm so viel bedeutet, endgültig zurückgekehrt.

Lieber Karl Plattner, deine Familie, deine Verwandten, und wir, deine Freunde, stehen betroffen und verstört an deinem Grab, weil wir dir in deinen dunklen Stunden nicht helfen konnten.

Uns bleiben deine Bilder, von denen wir heute wissen, unter welch schmerzvollen Erfahrungen sie entstanden sind: Es bleibt aber für dich und für uns die Hoffnung auf jenes uralte Wort, das da lautet “et non confundar”. Oder wie es der dir so verwandte Georg Trakl ausdrückt: “Strahlender Arme Erbarmen umfängt ein brechendes Herz.”

Bericht aus Rom

Kampf den Nesträubern

Die Jagd auf Singvögel hat in den 1970er-Jahren den Anstoß für die EU-Vogelschutzrichtlinie gegeben. Damals wurden Zugvögel zu Millionen mit Netzen, Fallen und automatischen Waffen gejagt.

Seit der Verabschiedung der Richtlinie ist die Verwendung von Vogelfallen jeder Art in der EU verboten. Ebenso untersagt ist die Jagd während der Brutzeiten, sowie das Beschädigen von Nestern und das Sammeln von Eiern. Alle wildlebenden Vogelarten erfahren einen besonderen Schutz.

Italien wurde bereits mehrmals von der EU einem Vertragsverletzungsverfahren unterzogen, weil es die Vogelschutzrichtlinie verletzt hat. Besonders problematisch ist, dass in Italien – im Gegensatz zu Südtirol – die Jagd mit lebenden Lockvögeln erlaubt ist. Das führt dazu, dass im Mai und Juni Nesträuber aus Oberitalien durch die Obstwiesen streifen, um die Nester, von Singvögeln, zu plündern.

Besonders die Singdrosseln eignen sich gut als Lockvögel. Wenn sie den Transport überleben, werden sie in dunklen Räumen gehalten, damit sie, sobald sie wieder ans Licht kommen, besonders laute Schmerzschreie von sich geben. Um dieses Ergebnis zu erzielen, werden auch noch grausamere Methoden angewandt, zum Beispiel das Ausstechen der Augen.

Mit Hilfe dieser Lockvögel werden dann ganze Schwärme von Drosseln gefangen, die in Oberitalien als Delikatesse gelten.

Eigentlich dürften nur gezüchtete Vögel als Lockvögel verwendet werden. Doch diese schreien den Jägern zu wenig.

Es wäre also höchst an der Zeit die Jagd mit Lockvögeln zu verbieten. Doch was macht der italienische Gesetzgeber? Mit dem neuen Jagdgesetz, das kürzlich im Senat verabschiedet wurde und nun an die Abgeordnetenkammer weitergeleitet wird, werden die Regeln in Bezug auf Lockvögel sogar gelockert. Meine Abänderungsanträge, die von nahezu der gesamten Opposition mitunterzeichnet wurden und darauf abzielten, die Jagd mit Lockvögeln zu verbieten, wurden allesamt abgelehnt.

von Senatorin Julia Unterberger

Ergänzung zum Portrait von Fritz

Irgendwie kam der Nachnahme Patscheider im Portrait schriftlich abhanden. Christine Weithaler bittet Fritz und die Familie Patschei der, von Schlinig bis nach Zernez, höflichst um Entschuldigung und hofft, dass die Freude über das Portrait überwiegt. Sie erinnert sich gern an die herzliche Gastfreundschaft der Familie Patscheider, das unkomplizierte, persönliche Kennenlernen von Herrn Patscheider, von Fritz.

Glurns gesperrt

Glurns - BM Erich Wallnöfer und der Gemeinderat von Glurns machen Ernst: Das Stadtl wird im Juli und im August für den Durchzugsverkehr gesperrt werden. In den Landesämtern konnte man nur ein positives Gutachten ausstellen.

Das, was der Glurnser BM Erich Wallnöfer angedacht und dann gemeinsam mit dem Stadtsekretär Georg Sagmeister und dem Ortspolizeikommandanten Christian Carli mit einhelliger Billigung des Gemeinderates ausgearbeitet hat, wird im heurigen Sommer Wirklichkeit. Und zwar wird im Juli und im August die Stadt für den Durchzugsverkehr gesperrt werden. Hinweistafeln an den Eingangstoren und frühzeitig angezeigte Umfahrungsvarianten sollen einen Teil des Verkehrs von den Gassen in der Stadt freihalten. Es gibt natürlich Ausnahmen: Anrainer und Berechtigte sind von dem Durchfahrtsverbot ausgenommen.

Ein fein durchdachtes und von Gesetzen abgestütztes Begründungsdokument für die Stadtsperrung wurde der Landesregierung und den zuständigen Ämtern in Bozen zur Begutachtung vorgelegt. Die kundigen Ausführungen waren schwerlich abzulehnen und schon gar nicht dagegen vorzugehen. So hat die Stadtregierung eine Art Nulla Osta in der Hand und bleibt auch damit von den Protesten der umliegenden Gemeinden und Fraktionen völlig unbeeindruckt. Un-

Cooler Glurnser BM Erich Wallnöfer: Der Durchzugsverkehr bleibt draußen

beeindruckt ist man auch gegenüber den Protesten aus den Reihen der Kaufleute in der Stadt selbst geblieben, die besagten, dass ein Ausbleiben des Durchzugsverkehrs eine Minderung der Geschäftstätigkeiten zur Folge haben werde. Den Protesten wurde in oft heftig und laut geführten Diskussionen das Argument entgegengehalten, dass die Durchreisenden wohl eher nicht direkt in die Geschäfte hineinfahren und dort einkaufen würden.

Der Sommer 2026 bzw. die zwei Monate Juli und August werden also als Testlauf zu betrachten sein, wie ein Verbot des Durchzugsverkehrs funktioniert und was eine solche Maßnahme bringen wird. Mit Argusaugen werden auch die Nachbargemeinden das Treiben in Glurns und ein potentielles Mehr an Verkehr auf den eigenen Straßen beobachten. Und noch etwas kündigt BM Erich Wallnöffer an. In Sachen Umbau der Kreuzung vor der Pfarrkirche zum Eisheiligen St. Pankratius in Richtung Prad komme Bewegung. Der Ausbau dort solle bewirken, dass der Verkehr aus der Schweiz in Richtung Meran über die Prader Straße und dort über die Handwerkerzone umgeleitet und so von einem Durchzug durch Glurns abgehalten werden soll.

Foto: Erwin Bernhart

Schlanders/Bildungsausschuss

40 Jahre die Gesellschaft und Kultur bereichert

Seit

dem Jahre 1983 gibt es Bildungs ausschüsse in Südtirol und bereits im Jahre 1986 wurde ein Bildungsausschuss in Schlanders gegründet. Um diese 40-jäh rige Tätigkeit zu feiern, auf verschiedene Veranstaltungen zurückzublicken und den Personen zu danken, die seit 40 Jahren das Dorfleben durch verschiedene Aktionen, Vorträge und Kurse bereichert haben, lud der Bildungsausschuss Schlanders am 5. Juni zu einer Feier in das Kulturhaus von Schlanders ein. Die Präsidentin Gudrun Warger konnte dabei die derzeitigen und ehemaligen Mitarbeiter:innen, Mitglieder verschiedener Vereine aus Schlanders und Vertreterinnen anderer Bildungsausschüs se, der Gemeinde und des Amtes für Weiter bildung begrüßen. Günther Vanzo, seit über 30 Jahren Vorstandsmitglied im Bildungs ausschuss, hat ein umfangreiches Fotobuch mit Plakaten von verschiedenen Veranstaltungen und Auszügen aus den Tätigkeitsberichten zusammengestellt und bei der Feier präsentiert. Dabei wurde sichtbar, wie vielfältig, vielschichtig und umfangreich die Tätigkeiten der letzten vier Jahrzehnte waren. Es gab neben Vorträgen und Lesungen

Mitglieder vom Bildungsausschuss: v. l.: Lisa Pöder, Rosa Maria Santer, Sieglinde Regensburger, Ingrid Karnutsch, Susanne Hofer, Gudrun Warger, Günther Vanzo

terwanderungen, die Literaturrunde, den Pflanzentauschmarkt, das Sprachencafé, Konzerte und vieles mehr. Viele Veranstaltungen wurden und werden in Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und Institutionen durchgeführt. Bei der Veranstaltung bedankten sich die BMin Christine Kaserer und die Kulturreferentin Kunhilde von Mar-

sammenarbeit mit dem Bildungsausschuss Schlanders und lobten die vielfältigen Tätigkeiten. Anschließend wurde ein PubQuiz mit 22 kniffligen Fragen durchgeführt. Zum Abschluss gab es noch ein kleines Buffet und gemütliche Gespräche. Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Musiker und Komponisten Marco Diana. (hzg)

Weiterentwicklung des Tales im Mittelpunkt

Die Ortsgruppe Martell des Hoteliers- und Gast wirteverbandes (HGV) hielt vor kurzem ihre Jahresver sammlung im Hotel Martel lerhof ab. HGV-Ortsobmann Roland Gluderer blickte auf ein aktives Jahr der Ortsgrup pe zurück. Besonders erfreut zeigte sich Gluderer über die gute Zusammenarbeit inner halb der Ortsgruppe sowie mit dem Tourismusverein und auf Gemeindeebene. „Unsere Mitglieder sind das Rückgrat des Verbandes. Es freut mich besonders, dass sich so viele immer wieder für die Anliegen unserer kleinen, aber wichtigen Ortsgruppe einsetzen“, betonte Gluderer.

HGV-Bezirksobmann Florian Obkircher unterstrich in seinen Grußworten die Bedeutung der Mobilität und Erreichbarkeit für den gesamten Vinschgau. Der Ausbau der Verkehrs- und

Südtirol/Vinschgau

vor und gab einen Überblick über aktuelle Verbandstätigkeiten. Christoph Hainz von der Steuerberatung im HGV-Büro in Meran informierte über steuerliche Neuerungen im Haushaltsgesetz 2026. Anschließend stellte sich Martin Zöschg als neuer Leiter des Bereiches Steuerberatung im HGV Büro Schlanders den Mitgliedern vor.

v. l.: Bürgermeister Georg Altstätter, Martin Zöschg, Leiter des Bereiches Steuerberatung Büro Schlanders, HGV-Ortsobmann Roland Gluderer, HGV-Bezirksobmann Florian Obkircher, HGV-Gebietsobmann Benjamin Raffeiner und Christoph Hainz, Steuerberatung Büro Meran.

Tales und der heimischen Betriebe. „Gerade Täler wie das Martelltal brauchen gute Infrastrukturen und Rahmenbedingungen sowie eine starke Vertretung, um sich positiv entwickeln können“, sagte Obkircher.

Gebietsobmann Benjamin Raffeiner unterstrich die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit Ortsobmann Roland Gluderer und der Ortsgruppe Martell.

Im Rahmen der Versammlung stellte Bezirkskoordinator Michael Huber die HGV-Arbeitgebermarke „JOIN hospitality“

In seinen Grußworten sprach sich Bürgermeister Georg Altstätter klar für die ausgewiesenen Tourismuszonen aus und unterstrich die große Bedeutung des Tourismus für das Martelltal. Der Tourismus sei ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor und sichere Arbeitsplätze sowie eine gute Wertschöpfung im Tal. Die HGV-Ortsversammlung stand insgesamt im Zeichen eines konstruktiven Austausches und dem Ziel, gemeinsamen an der Weiterentwicklung des Martelltales zu arbeiten.

Prämierung „Umwelt & Klima Preis Südtirol 2025“

Im

Hauptsitz der Alperia AG wurden die beiden Gewinner vom Umwelt & Klima Preis Südtirol 2025 prämiert. Stefan Stabler von Alperia und Arnold Biasion vom Bozner Kommunikationsunternehmen Transkom überreichten die Preise und Urkunden. Der Wettbewerb wurde in 2 Kategorien ausgeschrieben. Kategorie 1 - Projekte und Ideen und für die Kategorie 2 - Maßnahmen und Aktivitäten. Arnold Biasion: „Als Ideatoren

organisieren wir nun seit fast 20 Jahren den Umweltpreis und sind über die 40 mehrheitlich hochkarätigen Bewerbungen sehr erfreut. Sie beweisen einmal mehr, dass die Themen Umwelt und Klima eine essenzielle Bedeutung für unsere Gesellschaft und Zukunft haben.“ Gewinner der Kategorie 1 ist der Südtiroler Bauernbund mit dem Projekt: „CO2-Fußabdruck der Südtiroler LandwirtschaftEntwicklung eines praxisnahen

Klimarechners für Landwirtschaftsbetriebe“. Es handelt sich hierbei um ein Leuchtturmprojekt das den landwirtschaftlichen Betrieben in Südtirol eine fundierte Grundlage bieten soll, um ihre Klimawirkung besser zu verstehen, Einsparpotenziale zu erkennen und langfristig klimafreundlichere Produktionsweisen zu entwickeln. Das Projekt steht unter der Leitung des Südtiroler Bauernbundes.

Gewinner der Kategorie 2 ist die Laimburg mit „Regionales Saatgut von Wildpflanzen in Südtirol“. Das seit 2023 bestehende Projekt am Versuchszentrum Laimburg umfasst die Sammlung von Samen und Früchten, deren Prozessierung samt Reinigung und Prüfung des Saatgutes sowie die Vermehrung von südtiroler wildwachsenden, krautigen Pflanzenarten. Durch die geplante Zusammenstellung einer Saat-

gutmischung sowie deren Aussaat und Etablierung verspricht man sich eine Erhöhung der Biodiversität auf landwirtschaftlichen Flächen in Südtirol und nach Möglichkeit positive Effekte in Bezug auf Nützlinge. Zu den Nominierten gehören Bewerbungen von: Universität Bozen, OEW - Organisation für Eine solidarische Welt, Regional Management LAG Pustertal, lnstitut De Pace Fidei der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen, GKN Sinter Metals AG, JUMP Jugend- und Kulturtreff, Nachhaltigkeitsgruppe Villanders, Verein für Kultur und Heimatpflege Tramin sowie die Arbeitsgemeinschaft für Vogelschutz und Vogelkunde – AVK.

Weitere Informationen und detaillierte Beschreibungen der Bewerbungen der Gewinner und Nominierten sind zu finden unter www.transkom.it/umweltpreis

Martell
v. l. Arnold Biasion, Walter Guerra, Siegfried Rinner, Marianne Kuntz, Elena Wilhelm, Stefan Stabler, Angelika Ruele

Bozen/Vinschgau

Für die Stärkung der Lokalpolizei

Was im Vinschgau bereits seit Jahren praktiziert und vorexerziert wird, wird nun auf Landesebene im novellierten Ortspolizeigesetz umgesetzt: Gut ausgebildet, zweisprachig und flächendeckend präsent: So soll sich die Ortspolizei in Südtirol künftig präsentieren. Erreicht werden sollen diese und noch weitere Ziele durch das neue Gesetz zur Ordnung der Ortspolizei, dem der Land tag am 11. Juni mehrheitlich zu gestimmt hat. Für SicherheitsLandesrätin Ulli Mair ist damit der Startschuss zur Aufwertung der Lokalpolizei gefallen.

„Das neue Gesetz ist ein Meilenstein in der Ausgestal tung und Ausrichtung unserer Sicherheitspolitik. Wir nutzen den staatlich vorgegebenen Zuständigkeitsrahmen endlich besser aus und übernehmen als autonomes Land mehr Eigenverantwortung für die öffent-

liche Sicherheit und Ordnung“, betonte Mair nach der entscheidenden Abstimmung im Landtag.

Vorausgegangen war der Genehmigung des Gesetzentwurfs ein intensiver Austausch mit den Südtiroler Gemeinden,

Sicherheits-Landesrätin Ulli Mair sprach im Rahmen der Debatte zur Genehmigung des Ortspolizei-Gesetzes im Landtag. (Foto: LPA/Lukas Forer)

unter anderem, dass der Fokus nicht allein auf Temposünder oder Falschparker liegen darf, sondern verstärkt auch auf Problemfelder wie Einbruchsbekämpfung, Wohnungsmissbrauch oder Drogenhandel“, sagt die Sicherheitslandesrätin.

Bozen/Rom/Vinschgau

Umweltminister gab wichtige Zusage

ImRahmen der Generalversammlung der Confcommercio trafen der ehemalige HGV-Präsident und aktuelle Präsident von Confturismo, Manfred Pinzger, sowie HGVPräsident Klaus Berger den italienischen Umweltminister Gilberto Pichetto Fratin. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die weiterhin ausstehende Durchführungsverordnung zum Nationalpark Stilfserjoch. Pinzger und Berger unter-

HGV-Präsident Klaus Berger, Umweltminister Gilberto Pichetto Fratin und Manfred Pinzger, Präsident von Confturismo.

tätigen Betriebe zu vereinfachen. „Die Betriebe brauchen Klarheit darüber, welche Investitionen und Entwicklungen künftig möglich sind. Zudem ist es wichtig, die teils sehr komplexen bürokratischen Vorgaben zu entschärfen“, betonten Pinzger und Berger im Gespräch mit dem Minister.

strichen gegenüber dem Minister die Bedeutung einer raschen Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen für die Betriebe in den Nationalparkgemeinden. Viele Unternehmen, darunter auch zahlreiche Gastbetriebe, benötigten Planungssicherheit hinsichtlich künftiger Entwicklungsmöglichkeiten. Gleichzeitig müsse es gelingen, die bestehenden bürokratischen Auflagen für die im Nationalpark

Umweltminister Gilberto Pichetto Fratin zeigte Verständnis für die Anliegen und sagte zu, sich der Thematik anzunehmen. Konkret kündigte er an, die Regionen Lombardei, Trentino und Südtirol an einen Tisch zu holen, um die Arbeiten an der Durchführungsverordnung für den Nationalpark Stilfserjoch voranzutreiben.

Der HGV begrüßt diese Zusage als wichtiges Signal für die Betriebe in den betroffenen Gemeinden und hofft nun auf konkrete Fortschritte bei einem Thema, das seit Jahren auf eine Lösung wartet.

Zurück in die Werkstatt

In dem von der Südtiroler Landesregierung vorgelegten Omnibus-Sammelgesetz fahre ein Artikel mit, der es nicht allein aus Umweltgründen in sich habe, meint der Freie Abgeordnete Andreas Leiter Reber. So soll die Landesregierung nicht nur ermächtigt werden, ohne Zustimmung der Umweltämter und der betroffenen Gemeinden Schottergruben zu genehmigen, auch die Begrenzung der Laufzeiten für Steinbrüche soll gänzlich gestrichen werden. Der Entwurf hat im 3. Gesetzgebungsausschuss seine erste Hürde genommen – trotz Kritik und Gegenstimmen der Opposition. Mit der Begründung, dass kaum eine Gemeinde eine Schottergrube haben möchte, aber die lokale Bauwirtschaft dringend das Material benötige, wolle sich die Landesregierung sowohl über die Umweltverträglichkeitsprüfung als auch über mögliche Widerstände vor Ort hinwegsetzen können.

„Bei künftigen Ermächtigungen zum Abbau von Schotter, Porphyr, Marmor und anderen mineralischen Rohstoffen war bisher ein positives Gutachten des für Umweltprüfungen zuständigen Landesamtes vorgesehen, künftig muss ein solches Gutachten lediglich eingeholt werden, aber es muss nicht mehr positiv ausfallen, um einen Abbau zu genehmigen zu können“, kritisiert Leiter Reber. „Zur Deckung des territorialen Bedarfs oder aus sozialer und wirtschaftlicher Notwendigkeit kann die Landesregierung den Abbau in jedem Fall genehmigen“, heißt es im Gesetzesentwurf. „Damit können nicht nur die für die Bauwirtschaft notwendigen Schotterguben unabhängig von Umwelt Anrainern und Gemeinden errichtet werden, auch die Abbauermächtigungen für die lukrativen Marmorexporte können allein durch die Landesregierung vergeben und verlängert werden“, so Leiter Reber.

„Zugleich will die Landesregierung auch die maximale Laufzeit von 20 Jahren für Steinbrüche und jene von 25 Jahren für den Untertagebau streichen. Die Laufzeiten für den Abbau sollen künftig unter Berücksichtigung des verwertbaren Rohstoffvorkommens festgelegt werden, was beispielsweise im Falle des Vinschger Marmors einem Totalausverkauf für die nächsten 100 Jahre gleichkommt, handelt es sich ja um eines der größten Marmorvorkommen Europas“, warnt der Freie Abgeordnete. Leiter Reber appelliert an die Landesregierung, den Gesetzesentwurf zurück in die Werkstatt zu schicken und aus dem aktuellen Omnibusgesetz zu streichen: „In ihrem Zusammenspiel öffnen diese Gesetzesänderungen eigenwilligen Ermächtigungen Tür und Tor und riskieren den Ausverkauf unserer Bodenschätze.

LA Andreas Leiter Reber, Freie Fraktion

Wirtschaft begrüßt Parkplätze

Die Wirtschaftsverbände lvh, hds, Unternehmerverband Südtirol (UV), HGV sowie der Tourismusverein Schlanders begrüßen die Entscheidung der Gemeinde Schlanders, die Möglichkeiten für zusätzliche zentrumsnahe Parkplätze durch ein spezialisiertes Fachbüro prüfen zu lassen. Darin sehen die Verbände einen wichtigen Schritt, um die Erreichbarkeit und Attraktivität des Ortszentrums langfristig zu sichern. Wie bekannt wurde, hat der Gemeindeausschuss das Studio Ing. Theil mit der Bewertung möglicher Standorte und der Ausarbeitung entsprechender Vorschläge beauftragt. Das Ingenieurbüro verfügt über langjährige Erfahrung in diesem Bereich und soll nun verschiedene Lösungsansätze fachlich fundiert prüfen.

Aus Sicht der Wirtschaftsverbände von Schlanders ist es von großer Bedeutung, die in den vergangenen Jahren verloren gegangenen Parkplätze zu ersetzen. Eine ausreichende Anzahl an zentrumsnahen Stellplätzen sei eine wichtige Voraussetzung, um die Attraktivität des Ortskerns für Kunden, Gäste

S´nuie Tunell

und Besucher zu erhalten und weiter zu stärken. Gleichzeitig gelte es, den Bedürfnissen vieler Anrainer Rechnung zu tragen, die auf Parkmöglichkeiten in Wohnungsnähe angewiesen sind.

Die Verbände verweisen dabei auch auf die Ergebnisse der Bürgerbefragung im Rahmen des Gemeindeentwicklungsprogramms. Diese habe gezeigt, dass sich eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung für zusätzliche zentrumsnahe Parkplätze ausspricht. Die Obleute der Wirtschaftsverbände und des Tourismusvereins − Norbert Ratschiller (lvh), Karin Gluderer (hds), Franz Marx (UV), Manfred Pinzger (HGV) und Karl Pfitscher (Tourismusverein) begrüßen daher die eingeleitete Prüfung und vertrauen auf eine sachliche und objektive Bewertung durch das beauftragte Fachbüro. Gleichzeitig erklären sie ihre Bereitschaft, den weiteren Prozess konstruktiv zu begleiten und gemeinsam an zukunftsfähigen Lösungen für die Entwicklung des Ortszentrums von Schlanders mitzuwirken. lvh, hds, UV, TV Schlanders

Am 6. Juni hot man gfeiert in gonz Kastelbell. Selm hobn sie endla eröffnet des nuie Tunell. Über zwoa Kilometer isch es long, des Loch Der Bau hot gebrocht woll toul an Tschoch. Die erschte Firma hot baut und sich vertoun, noch a Weil isch kemmen die zweite droun. Über a Johr hot man längr wortn miasn, des hat uan kennt foscht verdriaßn. Obr, wos long dauert, weard a galing guat. Hoffn mr, dass er Kastelbell entloschtn tuat. Die meischtn sein froah, dass er iaz in Betrieb geaht und dass man nimmer sou oft im Stau steaht. Die Kastelbeller derfn ihr Dorf wiedr für sich nemmen Ins Autofohrer winsch i olm a guat´s Ounkemmen.

Norbert Kofler, Prad

HAIKU – Gedicht

Haiku-Kreis der Deutsch-Jap. Gesellschaft München, 2025

Sommermondnacht –sein Zeigefinger malt mir den großen Wagen nach.

© Helga Maria Gorfer

Kommentare und Anfragen zum Thema Haiku an helga. gorfer58@gmail.com

Ausflug von Gleichgesinnten ins Martelltal

Kooperator Matthias Kuppelwieser bietet in der Seelsorgeeinheit Graun jeweils am Dienstag verschiedene Treffen an: Anbetungsstunde, Bibelteilen oder Friedensrosenkranz mit Beichtgelegenheit. Daraus ergab sich der Wunsch nach einem Ausflug unter Gleichgesinnten. Am 2. Juni 2026 wurde somit eine Marienwallfahrt ins Martelltal zu „Unsere liebe Frau im Walde – St. Maria in der Schmelz“ unternommen. Nach einer kurzen Marienandacht in der stimmungsvollen Kapelle feierten wir mit Matthias eine hl. Messe; in der Predigt erläuterte er die Geschichte von Tobit und dessen Erblindung und lenkte den Blick auf den Sinn des Glaubens.

Danach ließen wir uns im Hotel Waldheim kulinarisch verwöhnen. Da das Wetter reg nerisch war, blieben wir länger sitzen und redeten über Gott und die Welt.

1984In diesem Jahr habe ich das erste Foto gemacht und seitdem bin ich jedes Jahr, manchmal nur abschnittsweise, mitgegangen.

Jedes Mal ist es ein Erlebnis für mich und solange mich die „Stietzn trogn“, werde ich versuchen, dabei zu sein. Foto und Text: Gianni Bodiniwww.fotobybodini.it

Partschins

Einhellige Zustimmung

DerGemeinderat von Partschins hat bei seiner Sitzung am 9. Juni einem Beschlussantrag der Neuen Bürgerliste Partschins Rabland Töll einstimmig zugestimmt und zwar die Bedarfserhebung im Bereich Kleinkinderbetreuung (0-3 Jahre) betreffend. Mit großer Freude tut die Bürgerliste kund: „Es freut uns mitteilen zu können, dass die neue Bürgerliste Partschins Rabland Töll zum Thema „Kleinkinderbetreuung“ bereits einiges erreichen konnte. Im Sommer startet erstmals ein vollwertiges KiTa-Angebot in Partschins, wohl auch aufgrund unserer jahrelangen Hartnäckigkeit. Am letzten Dienstag wurde zudem der Beschlussantrag einstimmig angenommen, bei dem die Vertreterinnen der Bürgerliste innerhalb Herbst 2026 eine Bedarfserhebung fordern, und wo die Einrichtung von weiteren 10 Kita-Plätzen innerhalb Herbst 2027 unbedingt anzustreben ist. Dass Anträge der „Opposition“ mit Stimmeneinheit durchgewunken werden, erachtet die Liste als großen Erfolg. Für die 10 neuen Plätze gibt es in Rabland auch schon Räumlichkeiten in der alten Feuerwehrhalle, die ohne großen Aufwand anpassbar sein müssten. Die zusätzliche mündliche Anregung der BürgerlistlerInnen, die Gespräche mit Familienagentur und einem Techniker bereits diesen Sommer zu führen, damit keine Zeit verloren geht, hat die zuständige Referentin ebenfalls begrüßt!“

Drei von den 6 Ratsmitgliedern der Neuen Bürgerliste v. l.: Jutta Pedri, Johannes Tappeiner und Stefan Ganterer

Naturns feiert seine Alltagshelden

W- Vor kurzem hat die Gemeindeverwaltung von Naturns gemeinsam

er nichts für andere tut, der tut auch nichts für sich“, mit diesem Zitat von Johann Wolfgang von Goethe begrüßte der Naturnser Bürgermeister Zeno Christanell rund 200 ehrenamtlich Engagierte und zeigte sich beeindruckt von einer gut gefüllten Freilichtbühne beim Naturnser Bürger- und Rathaus.

„Euer Dienst für die Allgemeinheit ist unbezahlbar und unglaublich wertvoll! Deshalb wollen wir heute Danke sagen. Danke für tausende Stunden Einsatz für unsere Dorfgemeinschaft“, hob der Bürgermeister hervor und wertschätzte damit die vielfältige Tätigkeit der rund 100 örtlichen Vereine und Verbände. Die Gemeindeverwaltung unterstützt diese mit finanziellen Beiträgen, der Zurverfügungstellung von Infrastrukturen oder auch bei außerordentlichen Projekten.

„Aber nicht nur das ist wichtig, wir stehen auch alle aus voller Überzeugung hinter dem Ehrenamt. Der heutige Abend ist ein Dank an alle größeren und kleineren Alltagshelden“, unterstrich Christanell.

Vereine seien Orte der Begegnung, sie sind die Basis für eine funktionierende offene, demokratische Gesellschaft –dort könne man eine Kultur des gegenseitigen Verstehens und Toleranz für die Bedürfnisse des anderen lernen. Beispielhaft dafür nannte Christanell die Aktion des Sportvereins, der sowohl von seinen Spielern aber auch von Eltern und Zuschauern einen achtsamen Umgang einfordert und klar vorgibt: Keine Beschimpfungen und Herabwürdigungen! Das sei bei einem immer mehr verrohten Ton – vor allem in den sozialen Netzwerken – sehr wichtig. „Hier müssen wir alle gemeinsam aus der Mitte der Gesellschaft klare rote Linien ziehen, denn Hate Speech kann eine Gemeinschaft vergiften“, mahnte Zeno Christanell. Stellvertretend gratulierte der Bürgermeister im Rahmen der Feier der Musikkapelle zum 170-jährigen Jubiläum, auch der Katholische Familienverband Ortsgruppe Naturns ist 2026 bereits 50 Jahre alt geworden. Grußworte und Lob für die Naturnser Alltagsheldinnen

und Alltagshelden überbrachte die für das Ehrenamt zuständige Landesrätin Rosmarie Pamer, welche auch selbst in ihrem Heimatdorf ehrenamtlich engagiert ist. „Ihr seid das Fundament für ein gutes gesellschaftliches Miteinander und eine riesige Bereicherung für jede Dorfgemeinschaft“, unterstrich Pamer.

Nach dem offiziellen Teil konnten sich die Geladenen auf ein großartiges Konzert mit dem Südtiroler Musiker und Komponisten David Frank und dem Fingerstyle-Gitarristen Marc Perin freuen. Neben diesem Hörgenuss genossen die Gäste auch kulinarische Feinheiten mit passender Weinbegleitung unter fachkundiger Führung der Naturnser Önologin und Sommelière Monika Unterthurner. Viele fleißige Hände halfen mit, die Feier zu ermöglichen. Vor allem Tanja Flarer von „Kultur Naturns“, aber auch der Vizebürgermeister und Kulturreferent Michael Ganthaler und ein Team an Freiwilligen waren bereit, Hand anzulegen und kümmerten sich um den Service. (r)

Rund 200 ehrenamtlich Engagierte sorgten für eine gut gefüllte Freilichtbühne und beste Stimmung im Naturnser Bürger- und Rathaus.
Foto:
Foto: Erwin Bernhart

Vinschgau/Wien

Bundesjugendredewettbewerb: Der Vinschgau war präsent

Fünf Finalistinnen und Finalisten des Südtiroler Jugendredewettbewerbs nehmen am Bundesjugendredewettbewerb in Wien teil und belegen vierte Plätze. 66 Schülerinnen und Schüler haben vom 1. bis 3. Juni am heurigen 73. Bundesjugendredewettbewerb im Jugendgästehaus Wien-Brigittenau in verschiedenen Kategorien teilgenommen. Eine langjährige Zusammenarbeit zwischen Österreich und Südtirol ermöglicht es den jungen Südtiroler Kandidatinnen und Kandidaten aus verschiedenen Schulstufen, beim Bewerb anzutreten. Die fünf Finalistinnen und Finalisten des Südtiroler Jugendredewettbewerbs waren am 14. und 15. April ermittelt worden und haben sich jetzt mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus allen Bundesländern Österreichs gemessen. Anita Demetz vom Landesamt für Jugendarbeit hat die Siegerinnen und Sieger des Südtiroler Redewettbewerbs nach Wien begleitet, darunter auch zwei Vinschger Schülerinnen.

Anna Klara Perkmann der Mittelschule Latsch sprach zum Thema „Zu Gast am Berg: wie wir zu besseren Gästen werden“. Sie legte ihre Gedanken dar: vom Übertourismus in den Bergen als Belastungsgruppe, den Respekt vor Tieren und Pflanzen in der Natur, öko -

Bozen/Vinschgau

Die Schulden der Gemeinden

Download «Südtiroler Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Finale des Bundesredewettbewerbs vom 1. bis zum 3. Juni in Wien (von links): Maximilian Gasser, Esther Vegrini, Anna Klara Perkmann, Sophia Pfitscher, Felix Oberhollenzer (Foto: LPA/Bundeskanzleramt Wien/Valentin Brauneis) »

logische Bildung als festen Bestandteil im Schullehrplan und schlussendlich Tipps wie man die Touristen zu respektvollem Umgang mit der Natur sensibilisieren kann. Sie überzeugte die Jury und erreichte in der Kategorie Klassische Rede – 8. Schulstufe den 4. Platz.

Sophia Pfitscher vom Oberschulzentrum Schlanders hielt ihre Rede zum Thema „Wenn Helfer zu Opfern werden“. Mit persönlichem Bezug beleuchtete sie das Thema aus verschiedenen Sichtweisen und

ging auf erlebte Gewalt an Rettungskräften, Beleidigungen, Drohungen, Hass im Internet sowie Videos von behinderten Rettungseinsätzen ein. Sie thematisierte auch die Folgen, wenn Rettungskräfte behindert werden bis hin zur Lebensgefahr und unterstrich die Bedeutung von Respekt und Dankbarkeit gegenüber den meist Freiwilligen im Einsatz. In der Kategorie Klassische Rede –Oberstufe hat sie für ihre Rede viel Applaus geerntet und landete auf dem 4. Platz.

Die Verschuldung der Süd-Tiroler Gemeinden ist in den vergangenen Jahren weiter deutlich zurückgegangen. Dies geht aus einer aktuellen Antwort auf eine Landtagsanfrage der Abgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit zur Pro-Kopf-Verschuldung und Gesamtverschuldung aller Süd-Tiroler Gemeinden hervor. Während die Gemeinden im Jahr 2020 noch mit insgesamt fast 497 Millionen Euro verschuldet waren, lag die Gesamtverschuldung im Jahr 2024 nur mehr bei rund 295 Millionen Euro. Auch die durchschnittliche Pro-KopfVerschuldung sank im selben Zeitraum von 935,59 Euro auf 552,89 Euro. Vor rund zehn Jahren, am 31. Dezember 2015, waren es hingegen noch 643 Millionen Euro. Im vorderen Verschuldungsfeld der Gemeinden Südtirols findet sich auf dem vierten Platz die Gemeinde Schlanders, die 2024 eine Gesamtverschuldung von 11.246.966,96 € und eine Pro-Kopf-Verschuldung von 1.792,92 € aufweist. Mit der größten Pro-Kopf-Verschuldung im Lande liegen Taufers mit 4.633,49 Euro und Glurns mit 3.554,65 Euro auf Platz eins bzw. zwei im Jahr 2024. Martell ist mit 1.987,64 Euro auf Platz 8 und Schlanders mit den genannten 1.792,92 auf Platz 10. Festgestellt wird, dass die Gemeindenverschuldung in den letzten Jahren deutlich gesunken ist und das wertet die Südtiroler Freiheit als außerst positiv. (r/eb)

Südtirol/Vinschgau

„Blumenwiesen

2.0“

Blumenwiesen

2.0“ - Neue Aktionsfelder und starke Partner für mehr Biodiversität in Südtirol

Das erfolgreiche Südtiroler Biodiversitätsprojekt „Blumenwiesen“ geht in die nächste Runde. Mit neuen strategischen Partnern und erweiterten Aktionsfeldern setzt „Blumenwiesen 2.0“ verstärkt auf den Ausbau artenreicher Blumenwiesen als wertvolle Lebensräume für Pflanzen, Tiere und Menschen.

Bereits die erste Projektphase ist auf großes Interesse bei Gemeinden, Institutionen und Bevölkerung gestoßen und hat eindrucksvoll gezeigt, wie Blumenwiesen die Artenvielfalt in Siedlungsräumen erhöhen. Aufbauend auf den gemachten Erfahrungen steht nunmehr die quantitative und qualitative Weiterentwicklung des Projektes im Fokus.

Bis zum Jahr 2029 sollen in Südtirol zusätzlich zu den bisherigen 15.000 m² weitere rund 50.000 m² Rasen- und Brachflächen in artenreiche und standortangepasste Blumenwiesen umgewandelt werden. Dazu greift das Projekt wie bisher ausschließlich auf lokal gewonnenes Samenmaterial zurück.

„Blumenwiesen 2.0“, vom Dachverband Natur- und Umweltschutz koordiniert und von der Stiftung Südtiroler Sparkasse finanziell unterstützt, verbindet so wissenschaftliche Expertise, öffentliche Verantwortung, privates Engagement und wirtschaftliche Partner zu einer gemeinsamen Initiative für mehr Artenvielfalt, lebenswerte Siedlungsräume und den Erhalt der Südtiroler Kulturlandschaft.

5. Juli: Vinschger präsentieren ihre Weine

Weiß- und Rotweine, Rosè, Sekt und Süßweine: Alles, was der Vinschgau als kleinstes Südtiroler Weinanbaugebiet hervorbringt, kann am Sonntag, 5. Juli, auf Schloss Kastelbell verkostet werden. Zum vierten Mal findet dort die Vinschgauer Weinpräsentation statt.

Für die Vinschger Winzerinnen und Winzer ist die Vinschgauer Weinpräsentation eine wichtige Bühne, auch weil man hier zeigen kann, wie breit die Palette der Vinschger Weine ist – und wie groß die Vielfalt der Produktion. „Der Vinschgau bietet dank eines sehr speziellen Klimas, dank Wind, viel Sonne und wenig Regen ganz besondere Voraussetzungen für den Weinbau und unsere Weine spiegeln diese Besonderheiten wider“, so Sonya Egger-Trafoier, die die Weinpräsentation in Zusammenarbeit

mit dem Tourismusverein Kastelbell-Tschars organisiert. Wer sich ein Bild davon machen möchte, findet auf Schloss Kastelbell die Gelegenheit, werden bei der Weinpräsentation doch nicht „nur“ klassische Weiß- und Rotweine verkostet werden, sondern auch Rosè- und Süßweine. Und Vinschger Sekte stehen ebenfalls zur Auswahl. Abgerundet wird das Bild durch drei Gastkellereien, die man in diesem Jahr nach Kastelbell eingeladen hat. Es sind dies die Cantina Marchesi di Barolo und die Cantina Cascina Bruciata, beide aus dem Piemont, sowie Baglio di Pianetto aus Sizilien.

Die Vinschgauer Weinpräsentation auf Schloss Kastelbell findet am Sonntag, 5. Juli, von 10.00 bis 17.00 Uhr statt, wer teilnehmen möchte, kann sich bereits online unter www.suedtirol.info (Rubrik „Erlebnisse“) oder telefonisch anmelden, und zwar beim Tourismusverein Kastelbell-Tschars unter der Nummer 0473 624 193.

Der Eintritt zur Weinverkostung kostet 30 Euro, für das Weinglas ist eine Kaution von 10 Euro zu hinterlegen. Und alle, die nicht nur Vinschger Wein, sondern auch Vinschger Küche genießen wollen, kommen dank des kulinarischen Angebots des Stadlguts aus Tarsch auf ihre Kosten.

4.

05.07.2026

Schloss Kastelbell

10:00-17:00 Uhr

Programm Sonntag, 5. Juli 2026 - 10.00 - 17.00 Uhr

Aufstrebende und schon bekannte Winzerinnen und Winzer, des Vinschgaus sowie drei Gastkellereien aus dem Piemont und aus Sizilien finden sich im Schloss Kastelbell zusammen und werden ihre edlen Tropfen allen Interessierten präsentieren.

Für das kulinarische Wohl sorgt Stadlgut aus Tarsch, dazu hören Sie Musik von Christian Theiner.

Tickets & Vormerkungen

Eintritt: ab 18 Jahren / € 30,00 (inkl. Verkostungen)

Kaution für Weinglas € 10,00. Das Essen ist nicht inbegriffen.

Die Tickets können online unter dem QR Code oder direkt im Tourismusbüro Kastelbell innerhalb Freitag, 3. Juli 2026 gekauft werden.

Resttickets können auch vor Ort erworben werden.

Anreise & Parkmöglichkeiten

Mit dem Auto oder mit der Vinschger Bahn bis zum Bahnhof Kastelbell. Von dort geht es in ca. 10 Minuten zu Fuß hoch zum Schloss.

Parkmöglichkeiten

Bahnhof Kastelbell - Ortszentrum Kastelbell

„I moan, dr Heargott hot mi vergessn“

Die 97-jährige Martha Zerzer übersiedelte im Jahr 1940 als Elfjährige von Mals nach Partschins. Ihre Familie hatte in der Fraktion Töll einen Hof übernommen. Später heiratete sie den neun Jahre älteren Franz Schönweger vom Nachbarshof. Jahrzehnte lang arbeitete sie im Gastgewerbe. Sie war als gute und resolute Köchin geschätzt und weitum bekannt.

Frau Martha liebt das Blind Watten. Wer zum Kartenspielen zu ihr kommt, kann immer mit einer köstlichen Ma rende rechnen, die sie zuvor hat vorbereiten lassen. „Es kemman olleweil weniger, weil foscht olle meine Bekonnte gstorbn sein“, bedauert sie. Martha wuchs als Jüngste von vier Kindern bis zu ihrem 11. Lebensjahr in Mals auf. Ihr Vater arbeitete im Elektrizitäts werk der Montecatini und die Mutter war Hausfrau. Im Kindergarten wurde nur ita lienisch gesprochen, genauso wie später in der Schule. Das änderte sich 1939 nachdem Marthas Vater 1939 für Hitlerdeutschland optiert hatte. Dann wurde sie in Deutsch unterrichtet. Der Vater verlor daraufhin die Arbeit, und Marthas zwei Brüder wurden zur Wehrmacht einberufen. 1940 konnte der Vater in der Fraktion Töll einen kleinen Hof übernehmen, auf dem die Familie mit einer kleinen Anzahl an Tieren, mit dem Anbau von Getreide und Obstanbau über die Run den kam. Der Vater litt sehr unter der Situ ation. Ein Schlaganfall riss ihn noch im selben Jahr aus dem Leben. Bis zur Rückkehr ihrer Brüder bewirtschaftete die Mutter den Hof allein, unterstützt von Martha und deren Schwester. Das Korn ließen sie in einer Mühle mahlen, von denen es sieben in der Gegend gab. Ihrem späteren Mann Franz Schönweger begegnete Martha zum ersten Mal in Soldatenuniform in der Scheune des Nachbarhofes, als er sich in den Krieg verabschiedete. Sie sah in erst wieder, nachdem er 1946 aus der Jugoslawischen Gefangenschaft zurückgekehrt war. „Ondere Buabm sein nia koane zu miar kemmen, wail i koa Partschinserin gwesn bin“, erklärt sie. „Unt i bin a nia oane gwortn.“ Martha und Franz gaben sich 1954 in der Barbarakapelle in Meran das Ja-Wort. Kurze Flitterwochen verbrachten sie in Bregenz. „Der Franz hot miar selm in Bodensee zoag“, lacht sie. Martha zog zu Franz auf den Hof und unterstützte ihn tatkräftig. Sie lebten bescheiden. Anstrengend war die Arbeit in der großen Birnen Anlage. 1955 brachte Martha den Sohn Wolfgang zur Welt. Als dieser aus dem Gröbsten war, suchte sie nach einem Zuerwerb und fand diesen im nahen Gasthof Edelweiß. „I

freut sie sich über den Besuch ihrer zwei Enkel- und ihrer vier Urenkelkinder

bin Bügelfrau, Kuchamadl und Kindsdiarn gwesn“, sagt sie. Traumatisch verlief die Geburt ihres zweiten Sohnes im Jahre 1962. Der Kleine lebte nur eine Stunde lang. „Deis Poppele begrobm zu miaßn, hot fescht weah toun“, sagt sie. Martha stürzte sich in die Arbeit. Sie ließ sich als Köchin in den Ferienhäusern der Deutschen Bundeswehr auf Mitterplars verpflichten. Einst von den Nazis als Urlaubsdomizile gemietet, wurden diese Häuser auch noch nach dem Krieg von deutschen Gästen genutzt. Martha kochte für die wechselnde Kundschaft anfangs nur während der Sommersaison und bald schon das ganze Jahr über. Als Autodidaktin verstand sie es hervorragend, geschmackvolle Gerichte auf die Tische zu zaubern. Beim Kochen war sie voll in ihrem Element. Später stand sie jahrelang am Herd im „Hirschenwirt“ in Algund und dann in der „Garberstube“ in Partschins. Immer wenn es die Zeit erlaubte, spielte sie Karten. Gerne nahm sie an den Reisen teil, die der Verband der Gastwirte anbot. Sie genoss auch die

Meeraufenthalte in Lignano, wo sie in einer Ferienwohnung für die Familie kochte. Während einer Wallfahrt in Maria Waldrast erlitt Martha eine Lungenembolie. Dass sie nach einem Krankenhausaufenthalt geheilt heimkehren konnte, schreibt sie dem Heilwasser zu, das sie regelmäßig getrunken hatte. Eine bedrückende Zeit brach an, als ihr Mann an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt war. Fürsorglich stand sie ihm zur Seite. „Er isch gonz geduldig gwesn und hot nia gjammert“, sagt sie. Franz starb im Jahre 1982 im Alter von 64 Jahren. Martha ist seit 44 Jahren Witwe. Sie pflegte Freundschaften, wanderte und lud Gäste ein. Mittlerweile hat sich vieles geändert. Martha ist gebrechlich geworden und irgendetwas tut immer weh. „Di Schmerztabletten helfen guat“, lacht sie. Traurig ist sie darüber, dass sie nur noch wenige Besuche bekommt, denen sie Karten austeilen und die sie mit einer Marende verwöhnen kann. Oft fühlt sie sich einsam. „I kear schun long aweck“, meint sie. „I moan, dr Heargott hot mi vergessn.“

Foto: Magdalena
Dietl Sapelza

18 /GESELLSCHAFT/

Südtirol/Vinschgau

„Schwer enttäuscht“

Vogelschutz-Initiative: Der Dachverband für Natur und Umwelt ist schwer enttäuscht über die Entscheidung im Gesetzgebungsausschuss Und schreibt in einer Presseaussendung:

„Eigentlich schien alles in trockenen Tüchern zu sein: Landesrat Brunner war bereit, mehr für den Vogelschutz zu unternehmen, denn über 10.000 Singvögel gehen allein in Südtirol alljährlich an Glasflächen zugrunde. Weit gefehlt, denn der zuständige Gesetzgebungsausschuss lehnte den Gesetzesartikel für mehr Vogelschutzglas an Gebäuden ab und nimmt damit den täglichen Vogeltod an Glasfassaden hin.

Die Enttäuschung über diese kurzsichtige und Leben zerstörende Entscheidung ist beim Dachverband für Natur- und Umweltschutz, der Arbeitsgemeinschaft für Vogelkunde und Vogelschutz sowie beim Naturtreff Eisvogel riesig. Dass heutzutage der Umweltausschuss im Landtag Maßnahmen, welche ausnahmsweise auch mal rasch gute Ergebnisse liefern würden, einfach abschießt, ist brutal. Österreich, Schweiz und viele deutsche Bundesländer haben Vogelschutzmaßnahmen wie die Verwendung von Vogelschutzglas schon seit vielen Jahre in ihren Bauordnungen verankert. Und gerade das reiche Südtirol soll nun plötzlich aus Kostengründen auf Vogelschutz verzichten? Das ist unglaublich! Dabei wäre Südtirol mit diesem kleinen Gesetz Vorreiter für mehr Vogelschutz in Italien gewe-

Die Suldenstraße

Bibliothek Schlandersburg - Mit dem Bau der Suldenstraße im Jahre 1890

Bei einer äußerst lebendigen und informativen Buchvorstellung am 9. Juni in der Bibliothek Schlandersburg erzählte Franz Angerer wie es zu diesem Buchprojekt kam, wer an der Realisierung der Straße beteiligt war und warum sie zur Lebensader für Sulden wurde. In einer Holzkiste, vorgesehen zur Entsorgung, fand er 300 Orginaldokumente und viele Pläne über den Bau der Suldenstraße. Damit entstand eine spannende Spurensuche über ein Straßenprojekt und Persönlichkeiten, die Sulden zu dem machten, was es heute ist. Anfangs führte nur ein Saumpfad nach Sulden, später wurde eine Militärstraße dem Bach entlang geplant. Von der Gemeinde Stilfs und von öffentlichen Stellen waren keine Geldmittel zu erwarten. Doch Bewegung in das Straßenprojekt entstand, nachdem Leopold Friedrich Freiherr von Hofmann

(1822 - 1885), ein österreichischer Diplomat, Minister und Generalintendant am Hoftheater Wien, in seinem Testament 12.000 Gulden als Legat (Vermächtnis) zum Bau der Suldenstraße bereitstellte, vorausgesetzt der Bau würde innerhalb von fünf Jahren nach seinem Tod beginnen. Theodor Christomannos, Rechtsanwalt, Politiker und Pionier des Fremdenverkehrs in Südtirol und Otto Schmid, Architekt und Hotelier des Sulden Hotels, waren die treibenden Kräfte und die Meraner Firma Musch & Lun, geleitet vom Baumeister Josef Musch und dem Ingenieur Carl Lun, arbeiteten die Detailpläne aus und setzten das Straßenprojekt in zwei Jahren um. Es entstand eine 3 – 5 m breite und 11,9 km lange Straße von Gomagoi bis Sulden. Die Suldner Konkurrenzstraße, d.h. unter Beteiligung von Privaten, wurde mit Privatgeldern und durch den Verkauf von Gedenkmünzen gebaut und durch Mauteinnahmen, sowie durch

Beiträge der Gemeinde und der Fraktion Sulden erhalten. Franz Angerer erzählte über nachträgliche Straßenverlegungen, Verbreiterungen und Begradigungen, über Lawinenabgänge, Unfälle, die Schneeräumung und über die zahlreichen Wegmacher, Handwerker und Straßenarbeiter. Musikalisch aufgelockert wurde die Buchvorstellung durch Lieder der Snobs, eine Sängergruppe vom Männergesangsverein Schlanders und durch Rudi Hölbling aus Mals, der im Schottenrock und mit seinem Dudelsack auftrat und schottische Klänge zum Besten gab. Die Snobs sangen „God Save the Queen“, „In die Berg bin i gearn“ und „La Montanara“, das Lied der Berge, in Erinnerung an die vielen Bergsteiger vor allem aus England und Schottland und aus Italien, aber auch aus anderen Ländern, die nach Sulden kamen, um die Bergwelt zu genießen. Die Straße und die vielen Hotels waren die Voraussetzung dafür.

Die Snobs, eine Gruppe vom Männergesangsverein Schlanders und Franz Angerer, der Autor des Buches „Die Suldenstraße“, herausgegeben im Effekt Verlag.
Fotos: Heinrich Zoderer

Schlanders/Laas

Neuer Dekan – neue Seelsorgeeinheit

DiePfarreien Schlanders und Kortsch und die Seelsorgeeinheit Laas luden am Samstag, 13. Juni zur feierlichen Amtseinführung von Dekan P. Jolly Chakkalakkal, zur Danksagung an Dekan P. Mathew Kozhuppakalam und zur Errichtung der Seelsorgeeinheit SchlandersLaas ein. Anwesend war auch Bischof Ivo Muser, der um 16 Uhr einen feierlichen Festgottesdienst in der Pfarrkirche hielt. Die Bürgerkapelle, der Kirchenchor, Mitglieder des Pfarrgemeinderates, Abordnungen der Gemeinde Schlanders und Laas, sowie verschiedener Vereine, Gläubige aus Schlanders und Laas versammelten sich vor der Klosterkirche und zogen dann gemeinsam mit dem Bischof, den beiden Altdekanen Josef Mair und P. Mathew, dem neuen Dekan P. Jolly, P. Johnson Kallidukil MSFS, dem Generaloberen

und einigen Mitbrüdern des Hl. Franz von Sales zur Pfarrkirche. Vor der Kirchenpforte der Pfarrkirche überreichte der Bischof den Kirchenschlüssel an den neuen Dekan. In der Pfarrkirche begrüßte Wolfgang Platter, der Vorsitzende des Pfarreienrates die Geistlichen und die teilnehmende Bevölkerung. Der Bischof bedankte sich beim bisherigen Dekan P. Mathew für seine 8-jährige Tätigkeit als Dekan, beim Orden des Hl. Franz von Sales

und hieß den neuen Dekan P. Jolly herzlich willkommen. Er wünschte dem neuen Dekan offene Begegnungen, gute Mitarbeiter und Wegbegleiter und ein hoffnungsvolles Miteinander in der neuen Seelsorgeeinheit Schlanders-Laas. Es geht darum die Kräfte zu bündeln, miteinander zu arbeiten und nicht darum Kirchturmpolitik zu betreiben, so der Bischof. Der neue Dekan bedankte sich bei allen für die Gestaltung der Feier und bat um

Vor der Pfarrkirche Schlanders überreichte Bischof Ivo Muser die Kirchenschlüssel an den neuen Dekan P. Jolly Chakkalakkal.

Mithilfe bei der verantwortungsvollen Tätigkeit. P. Jolly ist 1961 in Kerala, im Süden von Indien, geboren. 1988 wurde er zum Priester geweiht. Er war Lehrer im Priesterseminar in Bangalore, kam dann zum Doktoratsstudium nach Österreich und wurde 2022 Pfarrer der Seelsorgeeinheit Laas. Nach dem Festgottesdienst luden die Pfarreien und die Marktgemeinde Schlanders zu einem Umtrunk ins Kulturhaus. (hzg)

SEILBAHN SULDEN -Bergrestaurant -Madritschhütte -Hintergrathütte

SESSELLIFT LANGENSTEIN -K2Hütte -Tabarettahütte -Hintergrathütte -Payerhütte/Ortler

KANZELBAHN -Kanzelhütte -Düsseldorferhütte -Rosimtal -Kälberalm

SESSELLIFT TRAFOI -Furkelhütte

Partschins

Wenn Musik Herzen berührt: „Castle beats“

DerGarten einer historischen Burg aus dem 13. Jahrhundert, hochkarätige Live-Musik und dazu ein gutes Glas Wein - das waren die Zutaten für einen gelungenen Sommerabend in besonderer Atmosphäre in Partschins. Im Rahmen der beliebten „Castle beats“, welche jährlich vom Tourismusverein Partschins organisiert werden, verwandelt sich der historische Innenhof der Stachlburg jeweils am ersten Freitagabend im Juni, Juli und August in eine stimmungsvolle Open-Air-Location mit entspannter Live-Musik, sommerlicher Atmosphäre und besonderen Genussmomenten in einer einzigartigen Kulisse. Beim diesjährigen Auftakt am 05. Juni begeisterte das Duo „All Eyes On“ das Publikum. Die Freundschaft und musikalische Zusammenarbeit von Camilla und Christian begann bereits 2006 mit der Gründung der Band „Kind of Camilla“.

Heute interpretieren sie in ihrem Akustikprojekt bekannte Pop- und Rockklassiker auf ihre ganz eigene Weise und sorgten damit auch bei den „Castle beats“ für besondere Stimmung im Schlosshof. Daran konnte auch der vorüberziehende Regenschauer nichts ändern: Zahlreiche Besucher ließen sich von den mitreißenden Liedern bei einem guten Glas Biowein vom Schlossweingut begeistern.

Vinschgerbahn 1906-2005-2026

Der Eintritt zu den „Castle beats“ ist frei, stattdessen setzt die Veranstaltungsreihe auf freiwillige Spenden für einen guten Zweck. Jedes Jahr wird dabei eine soziale Organisation aus Südtirol unterstützt. In diesem Jahr kommen die Spenden dem Wünschewagen Südtirol zugute, der schwerkranken Menschen letzte Herzenswünsche erfüllt und ihnen besondere Momente ermöglicht. Damit verbinden die

„Castle beats“ Musik, Gemeinschaft und soziales Engagement auf ganz besondere Weise. Anna Pfitscher

Neuer Elektrozug fährt zwischen Laas und Mals

Vor 120 Jahren ging die Vinschgerbahn am 1. Juli 1906 in Betrieb. Am 9. Juni 1990 verkehrte der letzte planmäßige Zug unter der Führung der italienischen Staatsbahnen. 1999 ging die Bahnstrecke in das Eigentum des Landes Südtirol über und wurde in den darauffolgenden

2005 wurde der Bahnbetrieb im Dieselantrieb mit NiederflurTriebwagen der Firma Stadler GTW wieder in Betrieb genommen. Nachdem im April 2014 mit jährlich 2 Millionen Fahrgästen die Kapazitätsobergrenzen der Diesel-Zuggarnituren erreicht wurden, beschloss die Südtiro ler Landesregierung am 16. De

zember 2014 die Elektrifizierung der Vinschgerbahn. Nun ist die Elektrifizierung fast abgeschlossen. Zu Sommerbeginn am 21. Juni 2026 fuhr erstmals ein neuer elektrischer Triebzug des Typs Coradia Stream im Fahrgastbetrieb zwischen Mals und

Zu Sommerbeginn am 21. Juni 2026 fuhren erstmals die neuen Elektrozüge im Fahrgastbetrieb zwischen Mals und Laas. Viele Vinschger probierten die neuen Züge bereits aus.

Elektrozüge auszuprobieren. Sie bieten mehr Platz für Personen und Fahrräder, höheren Komfort und moderne Technik. Die neuen Elektrozüge verfügen über eine Leistung von rund 3000 Kilowatt, erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 Kilometern pro Stunde und bieten 381 Sitzplätze. Als Mehrsystemfahrzeuge können sie mit 25 Kilovolt, 15 Kilovolt und 3 Kilovolt betrieben werden und sind mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS ausgestattet. Der Betrieb auf der ganzen Strecke Mals- Meran und dann auch bis Bozen und Innsbruck wird schrittweise eingeführt. Der Ersatzverkehr der Buslinie B250 zwischen Meran und Mals bleibt auf weiteres im Halbstundentakt aufrecht. Jedenfalls hat zur Sommersonnenwende am 21. Juni 2026 bei der Vinschgerbahn ein neues Kapitel begonnen. (hzg)

Matsch/Lungiarü

„Südtirol

quer“

Mitder neuen Weitwanderung „Südtirol quer: Von Lungiarü nach Matsch“ wird Südtirol in seiner ganzen Vielfalt erlebbar. Die anspruchsvolle 8-tägige Mehrtagestour verbindet die beiden Bergsteigerdörfer Lungiarü im Gadertal und Matsch und führt auf rund 118 Kilometern durch drei Gebirgsgruppen, zwei Naturparks und zahlreiche ursprüngliche Seitentäler. Die Initiative Bergsteigerdörfer wird in Südtirol vom AVS getragen. Die Route verläuft über historische Jöcher, alte Waalwege und Wallfahrtsrouten, durch Lärchen- und Zirbenwälder, über Almwiesen und vorbei an Mooren, Bergseen sowie artenreichen Tro-

ckenhängen. Zu den kulturellen Höhepunkten zählen bedeutende Stätten wie Kloster Säben und Latzfonser Kreuz. Mit rund 7.400 Höhenmetern im Aufstieg und durchschnittlich 5,5 Stunden Gehzeit pro Etappe richtet sich die Tour an erfahrene und konditionsstarke Bergwandernde. Vier Teilstrecken werden bewusst mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt.

Schlanders/Vinschgau

Freizeitverein KH Schlanders

Am 5. Juni fand in der idyllischen Umgebung des Fischerteichs in Schlanders das traditionelle Sommeranfangsfest des Freizeitvereins des Krankenhauses Schlanders statt. Rund 130 Mitglieder nahmen daran teil und machten die Veranstaltung einmal mehr zu einem gelungenen Treffpunkt für Gemeinschaft, Entspannung und Austausch. Für die passende musikalische Umrahmung sorgte Wieser Linn, die mit ihrer Musik eine lebendige und heitere Atmosphäre schuf. Als Ehrengast durfte der Verein zudem Markus Thaler vom Hörzentrum Südtirol begrüßen – beide trugen wesentlich zum Gelingen des Festes bei.

Der im Jahr 1987 gegründete Freizeitverein des Krankenhauses Schlanders ist seit Jahrzehnten eine wichtige Institution für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ziel des Vereins ist es, durch die Organisation von Freizeitaktivitäten und Veranstaltungen das Wohlbefinden außerhalb des Arbeitsalltags zu fördern. Gerade in einem anspruchsvollen Arbeitsumfeld wie dem Gesundheitswesen schaffen solche Angebote wertvolle Momente der Erholung und stärken gleichzeitig den Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen.

Darüber hinaus engagiert sich der Verein aktiv für die Region, indem er Kooperationen und Vergünstigungen mit lokalen Betrieben organisiert. Damit

v. l.: Oberhofer Lukas, Zani Stefano, Leoni Daniela, Bachmann Claudia, Comper Sonja, Spechtenhauser Marika

wird auch das Prinzip „do leb i, do kaf i“ („wo ich lebe, kaufe ich ein“) unterstützt und ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der lokalen Wirtschaft geleistet.

Seit Februar 2025 ist ein neuer Vorstand im Amt, bestehend aus einem engagierten und motivierten Team:

Der Präsident Stefano Zani, die Vizepräsidentin Daniela Leoni, die Kassierin Verena Walder, die Schriftführerin Claudia Bachmann, die Ausschussmitglieder Oberhofer Lukas, Riedl Tina und Stricker Ossi und die Rechnungsrevisorinnen Comper Sonja und Spechtenhauser Marika

Ein besonderer Programmpunkt des Festes war die Siegerehrung der ersten Ausgabe der „5 KAMPF JAHRESCHALLENGE“, einer neuen und äußerst unterhaltsamen Initiative, die die Mitglieder von Oktober bis Mai begleitet hat. Ziel war es, gemeinschaftlich Sport, Spaß und fairen Wettbewerb zu erleben.

Der Wettbewerb umfasste fünf Disziplinen: Schießstand, Bowling, Darts, Rodeln, Minigolf

Das innovative Format stieß auf große Begeisterung und förderte in besonderem Maße den Teamgeist und die Teilnahmebereitschaft der Mitglieder. Als Gesamtsieger der ersten Ausgabe wurde Gluderer Markus ausgezeichnet – unter großem Applaus der Anwesenden. Das Fest endete in einer äußerst positiven und geselligen Atmosphäre und unterstrich einmal mehr die große Bedeutung des Freizeitvereins als Ort der Begegnung und des Ausgleichs für das Krankenhauspersonal.

Abschließend lädt der Vorstand alle Interessierten ein, den Verein zu unterstützen oder Kooperationen einzugehen. Interessenten können sich per EMail an folgende Adresse wenden: fzv-schl@sabes.it

Neue Gesichter, gleiche Nähe – Ihre Betreuung bleibt in besten Händen

Mit Juli kommt es in mehreren Filialen der Raiffeisenkasse Prad-Taufers zu personellen Veränderungen. Für Sie bleibt dabei alles wie gewohnt: persönliche Betreuung, kurze Wege und kompetente Beratung.

Ab Juli übernimmt Albrecht Veith die Leitung der Filiale Laatsch, Matthias Steinhauser wird die Filiale in Sulden führen und Oliver Wellenzohn die Filiale Stilfs. Andreas Jörg trägt künftig die Verantwortung für die Filiale Taufers im Münstertal.

Diese Veränderungen sichern auch weiterhin die

hohe Qualität der Kundenbetreuung. Die Mitarbeiter freuen sich bereits darauf, die Mitglieder sowie Kundinnen und Kunden in ihren neuen Funktionen kompetent beraten und persönlich begleiten zu dürfen.

Die Raiffeisenkasse Prad-Taufers bedankt sich bei allen für ihre Bereitschaft, neue Aufgaben zu übernehmen, und wünscht viel Erfolg sowie alles Gute für den Start in den neuen Positionen.

Raiffeisenkasse Prad-Taufers

v. l. Matthias Steinhauser, Albrecht
Veith, Andreas Jörg, Oliver Wellenzohn

culturamartell

Buchvorstellung

Rother Wanderführer „Marmor rundweg“ von und mit Robert Hölzl im Nationalparkhaus culturamartell, Martelltal, am 23. Mai 2026: Robert Hölzl aus Meran, ein freiberuflicher In genieur im Bereich öffentliche Bauten und Ausschreibungsbe ratung für Gemeinden, hat sich nicht erst seit seiner Pensionierung dem Bergwandern verschrieben, sondern war schon seit den späten 1970er Jahren oft im Vinschgau und auch im Martelltal zum Bergsteigen und auf Wanderwegen unterwegs. Die Vinschger Bergwelt mag er besonders, da diese noch ursprünglich ist, sanft erschlossen und nicht „überlaufen“. Nun ist daraus ein sehr informatives, rucksacktaugliches, wie empfehlenswertes Büchlein zum „Marmorrundweg“ entstanden. Neben den eigentlichen sechs Etappen dieses Rundweges

sind auch 5 Zustiegsvarianten, sowie 3 leichte, 13 mittlere und 5 anspruchsvollere Anstiege auf wanderbare, gut markierte und mit etwas Bergerfahrung relativ einfach erreichbare Gipfel beschrieben. Als schönsten Bereich hat er den Abschnitt von den Kohlplätzen am Schlanderser Nördersberg bis zur Göflaner Alm in Erinnerung, mit dem Alpbruch als ausgesprochen sehenswertes Baudenkmal, und den Weg von der Göflaner Alm bis zur Oberen Laaser Alm, der noch wild und landschaftlich überaus spektakulär ist. Die schönste Zeit den Marmorrund-

Wanderführer „Marmorrundweg“ vorgestellt

weg zu erkunden ist der Herbst, bei goldgelb verfärbten Lärchenwäldern, reiner Luft und herrlich klarer Weitsicht. Der Marmorrundweg ist mit offiziellem Logo Nr. 2 beschildert, Infotafeln geben über Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten Auskunft. Die Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Etappen sind spärlich, daher empfiehlt der Autor den Marmorrundweg in Abschnitten zu absolvieren oder einen individuellen Shuttledienst zu den jeweiligen Startund Ankunftspunkten zu organisieren.

Die Buchvorstellung wurde von zahlreichen Besuchern, wie dem Ehrenbürger und ehemaligen Bürgermeister Erwin Altstätter, Bergbegeisterten, Alpenvereinsmitgliedern und interessierten Gästen aufmerksam verfolgt. Die Einführung und Moderation erfolgte gekonnt durch Bürgermeister Georg Altstätter. Als krönenden Abschluss gab es eine Verkostung lokaler Produkte. Es wurden in Anwesenheit der jeweiligen Produzenten raffiniert verfeinerte Käsesorten vom Rainhof, ursprünglich hergestellter Speck, Kaminwurzen und mehr vom Niederhof vorgestellt, dazu traditionelle Brotspezialitäten vom Niederwieshof und ein gutes Glas Wein gereicht. Das Gespräch mit dem Buchautor Robert Hölzl führte der Leiter des Nationalparkhauses culturamartell, Florian Felderer.

Buchvorstellung

Urwege

Mit

Urwege in Südtirol legt der langjährige Publizist Hanspaul Menara eine neue Publikation vor, die 50 historische Wege in Südtirol erstmals in Form anschaulicher Wandervorschläge zusammenfasst. Das im AthesiaTappeiner Verlag erschienene Buch führt zu archäologischen Fundorten und kulturhistorisch bedeutsamen Plätzen, an denen sich die Spuren früher Alpenbewohner bis heute nachzeichnen lassen. Wie die archäologische Forschung der vergangenen Jahrzehnte zeigt, reicht die Besiedlung des Landes deutlich weiter zurück, als es schriftliche Quellen belegen können. Genau hier setzt Menaras Buch an: Es macht Orte sichtbar, an denen Menschen bereits in der Mittelsteinzeit, Bronzezeit oder Eisenzeit gelebt, gewirtschaftet oder ihre Spuren hinterlassen haben. Die beschriebenen Routen füh-

Hanspaul Menara, Urwege in Südtirol, Tappeiner Verlag

ISBN: 979-12-80864-32-1

KON Fiber Pro

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Bei Wechsel oder Neubestellung bis zum 31.07.2026 passion for technology smart.konverto.eu Foto: „Wind“-Archiv

ren unter anderem zu bronzezeitlichen Fundplätzen, Schalensteinen, Felsbildern und vorchristlichen Kultstätten, aber auch zu rätselhaften Ruinen, frühen Bergwerken und Wallburgen. Ebenso werden Wege vorgestellt, die zur Fundstelle des „Manns aus dem Eis“ führen oder zu mittelalterlichen Burgen und Höhenkirchen, die oft auf älteren Siedlungs- oder Opferstätten errichtet wurden.

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ÖFFNUNGSZEITEN

Jugendtreff „fResch“ Reschen

Do. 05.03.20 ab 17.30 Uhr

JT “fResch” Reschen

Do. 16:00 – 19:00 Uhr

Eclairs selbst gemacht

Fr. 16:00 – 20.00 Uhr (2x Monat)

Sa. 07.03.20 ab 19.00 Uhr

JT “Juze Hoad” St. Valentin

Deine BUTTONS

Mi. 16:00 – 19:00 Uhr

Jugendtreff „Juze“ St.Valentin

Fr. 16:00 – 20.00 Uhr (2x Monat)

Kreativität, Action und Ausflüge: Highlights in den Jugendtreffs Oberland!

JT “JUBU” Burgeis

Mi. 11.03.20 ab 16.30 Uhr

Mi. 15:30 – 20:00 Uhr

Strategiespiele

Sa. 15:30 – 21:30 Uhr

Sa. 14.03.20 ab 19.00 Uhr

JT “JULO” Laatsch

Dekoideen neuer Treff

Do. 15:30 – 20:00 Uhr

Fr. 15:30 – 20:00 Uhr

Jugendtreff „Chillhouse“ Stilfs

JZ “JuMa” Mals

Fr. 06.03.2020 um 17.00 Uhr

Di: 15:45 – 20:15 Uhr

DIY Osterdeko

Mi: 15:45 – 20:15 Uhr

Jugendtreff „Citytreff“ Glurns

Do: 15:45 – 20:15 Uhr

Do. 12.03.20 ab 15:00 Uhr

Fr: 15:45 – 22:00 Uhr

Sa: 15:45 – 20:00 Uhr

Vollversammlung

Öffnungszeiten:

JT “Citytreff” Glurns

Di. 16:00 – 20:00 Uhr

Di. 16.00 – 20.00

Mi. 17:00 – 21:00 Uhr

Do. 17.00 – 21.00

Fr. 16:00 – 22:00 Uhr

Fr. 18.00 – 22.00

JT “Revoluzer” Taufers

Sa. 16:00 – 22:00 Uhr

Jugendhaus Phönix Schluderns

JH “Phönix” Schluderns

Fr 07. + 13.03.20 ab 15.00 Uhr

Di. 18:00 – 20:00 Uhr

Mädchentreff: Pizza machen +

Mi. 15:00 – 19:00 Uhr

Do. 17:30 – 20:00 Uhr

Vatertagsgeschenk basteln

Mi 11.03.20 ab 16.00 Uhr

Fr. 17:00 – 20:00 Uhr

Sa. 16:00 – 22:00 Uhr

Vatertagsgeschenk basteln

JT “Ju!P” Prad

Jugendzentrum JuMa Mals

Mi. 16:00 – 20:00 Uhr

Fr.06.03.20 GESCHLOSSEN

Do.16:00 – 20:00 Uhr

Ein glanzvoller Start gelang durch den Besuch der Glaskunsthandwerkerin Franziska Staffler. Im Jugendtreff Juze Hoad entstanden unter ihrer Anleitung filigrane Ohrringe und Ketten zum Muttertag. Highlight war das Schmelzen gläserner Perlen über dem Brenner. Ein großer Dank gilt dem Bildungsausschuss Graun für die Unterstützung. Spannend wurde es, als die Jugendgruppe des Weißen Kreuzes im Rahmen eines 24-Stunden-Dienstes im fResch in Reschen Station machte. In echten Simulationen von Unfällen bis zum allergischen Schock bewiesen die Nachwuchsretter starke Nerven.

Grundschulklassen aus der Gemeinde Graun. Während in St. Valentin kreative Melonenpizzas kreiert wurden, verzierten die Kids in Reschen Sprayflaschen für die Sommerhitze. Die Treff-Kids sorgten dafür, dass sich die Neulinge sofort wohlfühlten. Kulinarisch wurde es Ende Mai beim Sofa-WettenBrunch: Das Sofa hat überlebt und die unterlegene Gruppe rund um die Jugendarbeiterin tischte den Siegern einen Brunch auf. Am selben Tag gab die Hairstylistin Nadine vom Hotel Gerstl wertvolle Impulse

fünf kniffligen Aufgaben heraus – vom „Tausch-Rausch“ bis zu menschlichen Skulpturen. Statt eines Wettlaufs gegen die Zeit stand die Kreativität im Rampenlicht, bei der das originellste Team gewann. Ein gelungener Tag, der den Ort aus neuen Blickwinkeln zeigte. Im Juni sorgte die Freiwillige Feuerwehr St. Valentin mit einer beeindruckenden Probe im Juze Hoad für Aufsehen. Vor der Sommerpause folgten gemütliche Aktionen wie Marshmallow-Braten und das Herstellen von Matcha Latte. Den Abschluss des Schuljahres bildete ein Ausflug vor den Ferien: Beim gemeinsamen Pizzaessen ließen

Fr. 15:00 – 21:00 Uhr

Mi. 11.03.20 von 17.00 bis 20.00 Uhr

Zusätzlicher Trubel entstand durch den Besuch der fünften

Sa 15:00 – 21:00 Uhr

Spieleabend

JT “Jurali“ Lichtenberg

Sa.14.03.20 GESCHLOSSEN

Di. 17:00 – 20:00 Uhr

Jugendtreff Burgeis

Fr. 17:00 – 21:00 Uhr

Fr. 06.03.20 von 18.00 bis 23.00 Uhr

JT “Chillhouse” Stilfs

Mi. 16:00 – 20:00Uhr

Treff geöffnet mit Kochabend

Do. 16:00 – 20:00 Uhr

Sa. 07.03.20 GESCHLOSSEN

Sa. 16:00 – 22:00 Uhr

Mi. 11.03.20 von 15.00 bis 17.00 Uhr

JT “JuTsche” Tschengls

Mi. 17:30 – 20:30 Uhr

Bubbel- Waffeln backen

Sa. 18.30 – 21.30 Uhr

Sa. 14.03.20 von 18.00 bis 23.00 Uhr

JT Eyrs

Treff geöffnet mit Kochabend

Mi. 15.00 – 17.00 Uhr

Jugendtreff „La:Ma“ Laas

Sa. 15.00 – 18.00 Uhr

Sa. 07.03.20 ab 19.00 Uhr

JT “La:Ma” Laas

Di. 16:00 – 20:00 Uhr

Lachs – Zucchininudel

Mi. 16:00 – 20:00 Uhr

Anmeldung bis 06.03.20 erforderlich

Do. 16:00 – 20:00 Uhr

Sa. 14.03.20 ab 15.30

Fr. 16:00 – 22:00 Uhr

Schwimmen Latsch

Sa. 16:00 – 22:00 Uhr

JZ “Freiraum” Schlanders

Di. 16:00 – 20:00 Uhr

Info & Anmeldung bis 11.03.20 bei Andy im La:Ma

Mi. 16:00 – 20:00 Uhr

Jugendtreff Tschengls

Do. 16:00 – 20:00 Uhr

Fr. 6.03.20 von 18.00 bis 22.00 Uhr

Fr. 16:00 – 23:00 Uhr

Sa. 16:00 – 23:00 Uhr

langer Filmabend mit Nudel & Schokofondue

JT “Check In” Goldrain

JuZe „Freiraum“ Schlanders

Derzeit geschlossen

JZ “Green Turtle” Latsch

Di. 03.03.20

Di. 16:00 – 20:00 Uhr

Das JuZe bleibt geschlossen

Mi. 15:00 – 19:00 Uhr

Do. 15:00 – 20:00 Uhr

Fr. 06.03.20 ab 20.00 Uhr

Fr. 15:00 – 21:00 Uhr

Filmabend im JuZe

Sa. 15:00 – 21:00 Uhr

Jugendzentrum „Green Turtle“

JC “Taifun” Martell

Latsch

Sa. 16:00 – 22:00 Uhr

Di. 16.00 – 19.00 Uhr

JT Tarsch

Mi. 18:00 – 20:00 Uhr

Mi. 15.00 – 18.00 Uhr

Di. 16.00 – 20.00 Uhr

JT “All In” Kastelbell/Tschars

Mi. 15:00 – 20:00 Uhr

Fr. 15.00 – 21.00 Uhr

Do. 15:00 – 20:00 Uhr

Sa. 14.00 – 21.00 Uhr

Fr. 16:00 – 21:00 Uhr

Vorstellung Jugendarbeiterin Mariana

Ort, an dem man gehört wird, eigene Ideen einbringen und gemeinsam fast alles bewegen kann.

Sa. 16:00 – 21:00 Uhr

Jugendraum Check In Goldrain

JT “Time Out” Schnals

Mi. 18.00 – 21.00 Uhr

Mi. 14.00 – 19.00 Uhr

Jugendclub Taifun Martell

Fr. 14.00 – 21.00 Uhr

Sa. 07.03.20 von 14.00 – 20.00 Uhr

JZ “JuZe” Naturns

Geöffnet

Mo. 15:00 – 21:00 Uhr

Mi. 15:00 – 21:00 Uhr

se, wieder Teil der offenen Jugendarbeit beim Jugenddienst Mittelvinschgau zu sein. Ich begleite die Jugendtreffs in Eyrs und Tschengls und das Jugendzentrum in Schlanders.

Sa. 14.03.20 von 15.00 – 18.00 Uhr „Gianmo suchten“

Do. 15:00 – 21:00 Uhr

Fr. 15:00 – 21:00 Uhr

Workshop

Sa. 15:00 – 21:00 Uhr

JT “Kosmo” Plaus

Jugendtreff Tarsch

Mi. 11.03.20 15.00 – 17.00 Uhr

Mo. 15:00 – 19:00 Uhr

Filmnachmittag

Do. 15:00 – 19:00 Uhr

Mir ist es wichtig, junge Menschen auf Augenhöhe zu begleiten, ihnen zuzuhören und gemeinsam Ideen Wirklichkeit werden zu lassen. Die Jugendarbeit ist für mich ein

Jugendarbeit bedeutet für mich, nicht nur Jugendliche zu begleiten, sondern gemeinsam mit ihnen etwas zu bewegen. Denn die besten Ideen entstehen dort, wo junge Menschen mitreden, mitgestalten und ihre Spuren hinterlassen können.

Lösungswort:

1. der Mobilitätslandesrat heißt Daniel ...

2. deutsche Redensart, letzthin im Vinschgerwind verwendet, „das ... Schießen“

3. in der Latschander soll eine neue ... gebaut werden

4. Pater Mathew hatte kürzlich das 50. ... gefeiert

5. Transporte Zöggeler aus Mals suchte einen ...

6. Die Sektion Badminton im ASV Mals ist bei den Under 17

7. Im Trafoital kann man die ... der Vegetation studieren

8. Am Sonntag, den 7. Juni wurde in vielen Dörfern die ... abgehalten

9. auf einigen romanischen Kirche ist an der Außenseite eine große Statue vom hl. ... sichtbar

10. in Tarsch gibt es ein Kirche die dem „Früchteträger“ geweiht ist, zum hl. ...

11. Der Jörg ... hat den Flügelaltar in der Spitalskirche von Latsch geschnitzt

12. kürzlich gab es in Schluderns die 53. ....

13. der Manfred ... hat der Musikkapelle Eyrs eine Fahne gestiftet

14. Der Arthur Rinner ... stellt in der Raika Latsch seinen „Zauberlehrling“ aus 15. vom 6. bis zum 10. Juli gibt es in Sulden die ...

16. der Bildungsausschuss Schlanders lädt zu einer Kulturfahrt nach Brescia, die Stadt wird auch „... d’Italia“ genannt

17. In Schlanders hat es kürzlich den Gesamttiroler ... gegeben

18. Bergsteigerlegende Reinhold ...

19. Altlandeshauptmann Luis ...

20. Quellen in Kastelbell, die die Stadt Meran mit Trinkwasser versorgen, die ...quellen

Wir verlosen diesmal wertvolle Bücher. Viel Knobeln wünschen wir. Sende uns das neue Lösungswort mit deinem Namen und Wohnort an: redaktion@vinschgerwind.it | Einsendeschluss: 06.7.26, 9:00 Uhr

„Herzjesusonntag“ ist das Lösungswort des letzten Rätsels. Die Bücher gewinnen Karlheinz Linser aus Latsch; Sonja Blaas aus Naturns und Rafael Dietl aus St. Valentin auf der Haide. Die Bücher sind ab 25.06.26 in der Wind-Redaktion abholbereit, Dantestraße 4, in Schlanders.

Straßen für Menschen

Bernard Rudofsky, österreichisch-amerikanischer Architekt, Architekturtheoretiker, Kulturhistoriker, Autor mehrerer einflussreicher Publikationen über Bauen und Leben, wie das auf Englisch 1964 erschienene „Architecture without Architects“ oder 1969 „Streets for People“, Deutsch 1995 „Straßen für Menschen“, hat mir den Titel für diesen Artikel gegeben. Rudofsky hatte unsere Lebensrealität in einem Satz zusammengefasst: „Keine neue Bauweise, eine neue Lebensweise tut Not“. Diese enorm treffende Diagnose hatte großen Einfluss auf die Diskussionen und das Denken in Zusammenhang mit unseren Vorstellungen von Lebensgestaltung, den aktuellen und künftigen Aufgaben in Urbanistik und Architektur. So gut wie immer gab es vor der Entstehung eines Dorfes

oder einer Stadt ein Straßenoder Wegenetz, an dessen Kreuzungen, Knotenpunkten, Brücken oder Übergängen sich die ersten Unterkünfte, Herbergen, Wirtshäuser, Hospize und andere Versorgungsstellen angesiedelt hatten. Neben der Erreichbarkeit von Trinkwasser ist ein funktionierendes Wegenetz die erste Voraussetzung für dauerhafte und erfolgreiche Ansiedlungen. Unsere Dörfer waren ehemals von etlichen Pfaden, Steigen und Gassen durchzogen, die meist den kürzesten Weg von den Wohnungen, Gehöften, Ställen auf die Felder und Wiesen und zu den wichtigsten Gebäuden im Ort, zu den Kirchen, Wirtshäusern und Brunnen gefunden hatten. Vor allem waren es die Kirchsteige, die im Dorf als auch von entfernten Gehöften ohne große Umwege zur jeweiligen

Kapelle oder Kirche meist nur für Fußgänger angelegt waren. Diese kleinteiligen Strukturen gehen zurück bis in die Anfänge der Siedlungen, sie sind entstanden während der Errichtung der Gebäude oder Hofstellen und nahm ihren Verlauf durch private Grundstücke, durch Anger oder Wiesen, entlang von Grundstücksgrenzen, zwischen oder unter Gebäuden hindurch, vorbei an Stall- und Haustüren, direkt hinein in den Hofraum und wieder hinaus. Alles kein Problem, Hauptsache ohne Hindernisse und ohne Umwege ans Ziel zu kommen. Seit Ötzis Zeiten bis in die 1970er oder 1980er Jahre waren viele dieser Wege, Pfade oder Steige noch in Gebrauch als wichtiger Beitrag für die kleinräumige Erschließung, bevor der Autoverkehr vieles oder fast alles überrollt hat. Die Gemein-

deverwaltungen hatten selten den Weitblick und die Kompetenz, die wertvollen Mikrostrukturen in die Bauleitpläne oder den Ensembleschutz aufzunehmen, bzw. auf deren Erhalt zu bestehen. Die kurzsichtige Idee der autogerechten Stadt oder des autogerechten Dorfes hat einige dieser alten Verbindungen ausgelöscht, und die neu errichteten haben nicht mehr die einladende Freundlichkeit der ehemaligen Steige und Gassen, die gut angelegt, schön anzusehen und fein zu begehen sind, deren Form und Führung allein durch das Benützen entstanden ist: Ohne große Planung, ohne Ingenieure, ohne Architekten, ohne Politik, ohne Verordnungen, und genau deshalb voller Anmut und Schönheit sind.

Erich Kofler Fuchsberg

Schlanders (Sommer)
Schlanders (Herbst)

Der

St. Veits-Markt

Treffpunkt am Bichl

Verlässlich hat der St. Veitsmarkt am 15. Juni den Heuschnitt rund um Mals eingeläutet. Solange eben der Klimawandel dieser Verlässlichkeit nicht einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Trotzdem: Heuer war der Markt mit 90 Ständen wiederum Magnet für die Bevölkerung, die sich diesen Treffpunkt nicht nehmen hat lassen. Die Tartscher Vereine, die Schützen, der Sportverein, die Freiwillige Feuerwehr, die Bäuerinnen und der Kirchenchor haben die kulinarische Klammer unter der organisatorischen Aufsicht von Katharina Fritz und Franziska Frank von der Fereienregion Obervinschgau übernommen, so dass es den Besuchern inmitten vom bunten Marktgeschehen an Nichts gefehlt hat. Musik und Marktgerüche, Gespräche und Gelächter: Der St. Veitsmarkt ist kein touristisches Geschehen, sondern der Markt gehört den Einheimischen. (eb)

Fotos: Erwin Bernhart

Pilgerprozession

Deridyllische Wallfahrtsort liegt auf 1.604m oberhalb von Trafoi, in einem herrlichen Gebirgstal am Fuße der Ortlergruppe. Das Kleinod strahlt zum einen Ruhe, zum anderen eine gewisse Magie aus. Auch in dieser Bergwelt der gigantischen 3.000der Gipfel sind der imposante König Ortler und andere Erhebungen von der Gletscherschmelze gekennzeichnet. Die Pilgerprozession zu den Hl. 3 Brunnen findet traditionsgemäß immer am Pfingstmontag statt. Sie ist sehr beliebt und eine der schönsten in unserem Land, zugleich ist sie die größte im Vinschgau. So wanderten auch heuer bei gutem Bergwetter betend zahlreiche Pilger*innen aus nah und fern zum Marienwallfahrtsort. Eine Legende erzählt von einem Hirten, der aus heiterem Himmel drei winzige Bächlein aus einem Felsen hervorrinnen sah.

zu den Hl. 3 Brunnen in Trafoi

Hl. 3 Brunnen Kapelle - mit Legende; Hl. 3 Brunnen Trafoi am Pfingstmontag

Noch heute wird von heilenden Kräften dieser geheimnisvollen Rinnsale gesprochen. Votivtäfelchen und Dankgebete zieren das Innere der Kapelle. Bei der Prozession wird ein Gnadenbild der Mutter Gottes mit Kind mitgetragen, welches alljährlich am letzten Sonntag im Septem-

ber (26.09.) in einer weiteren Prozession zurück in die Pfarrkirche Trafoi gebracht wird. Den feierlichen Gottesdienst am Wallfahrtsort zelebrierte Pfarrer Konrad Gasser, Leiter der Seelsorgeeinheit Ortlergebiet. Musikalisch wurde die Messe von der Musikkapelle Stilfs und

Prad umrahmt. Mehrere Schützen, sowie Feuerwehrleute aus dem Vinschgau waren ebenfalls zugegen. Ein großes vergelt´s Gott allen, die zur Veranstaltung der Pilgerprozession beigetragen haben.

Silvia Plasinger/Meran

PR-INFO FERIENREGION ORTLERGEBIET

Reinluftwoche in Sulden am Ortler

Eine Auszeit für Körper, Geist und Atem

Vom 6. bis 10. Juli 2026 steht Sulden am Ortler ganz im Zeichen der reinen Bergluft, der bewussten Bewegung und des Wohlbefindens. Die Reinluftwoche lädt alle dazu ein, Körper, Geist und Atem inmitten der beeindruckenden Bergwelt des Ortlergebiets in Einklang zu bringen.

Den Auftakt zu dieser besonderen Gesundheitswoche bildet am 4. und 5. Juli 2026 das Herbatio, das einzigartige Südtiroler Kräuterfest bei den Heiligen

Drei Brunnen in Trafoi. Inmitten einer beeindruckenden Naturkulisse stehen die Heilkraft heimischer Kräuter, altes Wissen und die Verbundenheit mit der Natur im Mittelpunkt. In Sulden erwartet die Teilnehmer anschließend ein abwechslungsreiches Programm. Die Entspannungstage am Montag, Mittwoch und Freitag laden mit Yoga, bewusster Bewegung und informativen Naturwanderungen dazu ein, den eigenen Rhythmus wiederzufinden.

Die frische Bergluft, die beeindruckende Landschaft und ein entspannender Tagesausklang schaffen ideale Voraussetzungen, um Körper und Geist in Einklang zu bringen. An den Aktivtagen Dienstag und Donnerstag geht es hinaus in die alpine Bergwelt. Ganztägige Wanderungen führen durch die einzigartige Naturkulisse rund um König Ortler. Bewegung in der Höhe, faszinierende Ausblicke und Impulse zur mentalen Stärke machen diese Tage

zu einem besonderen Erlebnis für alle Naturliebhaber. Ein besonderes Highlight der Reinluftwoche ist der Vortrag „Bergwelt und Gesundheit“ mit Hannes Gatterer vom Institut für Bergnotfallmedizin Am Mittwoch, 8. Juli 2026, um 16.30 Uhr im Haus der Berge in Sulden gibt der renommierte Experte spannende Einblicke in die positiven Auswirkungen des Aufenthalts in den Bergen auf Gesundheit und Wohlbefinden. Die Reinluftwoche verbindet auf einzigartige Weise Bewegung, Wissen, Natur und Erholung. Sie lädt dazu ein, bewusst durchzuatmen, die Kraft der Berge zu spüren und die wohltuende Wirkung der reinen Luft mit allen Sinnen zu erleben.

Trafoi

Reschen

„Wennsi

in Sea gschtaucht

Als die ersten Akkorde von Astor Piazzolla erklangen, wurde es im Das Gerstl Family Retreat am Ufer des Reschensees still. Helmut Neerfeld spielte auf dem Akkordeon und Toni Bernhart trug Auszüge aus den „Olt-Graunr Gschichtn“ seiner Mutter Elsa Patscheider (1928-1995) vor. Der literarisch-musikalische Abend „Patscheider & Piazzolla“ verband Erinnerungskultur, Literatur und Musik.

Die Veranstaltung entstand auf Initiative von Venusta Musica und Präsidentin Sabina Mair. Die Gastgeberfamilie Gerstl stellte die Räumlichkeiten zur Verfügung und lud zu einem Aperitif ein. „Wir waren gleich Feuer und Flamme, diese Idee zu unterstützen“, begrüßte Marion De Carli Gerstl die vielen Anwesenden. In einer kurzen Einführung sprach Bürgermeister Franz Prieth über die Seestauung, die 1950 zum Untergang der alten Dörfer Graun und Reschen geführt hatte. Seine Mutter stammte aus Pitz (Altreschen), sein Vater musste Altgraun verlassen. Deshalb sei in seiner Familie viel darüber gesprochen worden. Die Bücher von Elsa Patscheider hätten dabei eine wichtige Rolle gespielt, auch wegen des Bildmaterials. „Man sieht, wie wertvoll die Erzählungen und Dokumentationen für uns und die folgenden Ge-

nerationen sind“, sagte Prieth. Neben den historischen Fakten seien die seelischen Wunden der Betroffenen nicht außer Acht zu lassen. Die Erinnerung daran werde bis heute wachgehalten, obwohl man es jetzt verstehe, den See als Ressource und Erholungsraum zu nutzen.

Mit Auszügen aus den „OltGraunr Gschichtn“ (1992 erschienen, hrsg. von Alfred Gruber und Siegfried de Rachewiltz, vergriffen) vermittelte Toni Bernhart ein eindringliches Bild vom Leben und Schicksal der Menschen vor und nach der Überflutung. In „Di drai Sea“ hatte seine Mutter die Situation vor dem Stauseeprojekt ge-

Vinschgerwind Umfrage - Danke!

schildert, während „Dr löscht Graunr Kirchta“ die Dramatik des Abschieds vor Augen führte. Die Geschichte des Bernhardiners „Inzr Bari“ zeigte, wie sehr die Ereignisse auch die Tierwelt getroffen hatten.

Zwischen den Lesungen ließ Helmut Neerfeld mit Kompositionen von Astor Piazzolla (1921-1992) die Stimmung der Texte nachklingen, sodass die Prosatexte von Elsa Patscheider sich mit der emotionalen Tiefe der Musik verbanden. Neben den ernsten Aspekten wurden jedoch auch humorvolle Begebenheiten, Alltagserfahrungen und Dorfdynamiken thematisiert, etwa in „Di Apsa Klousa Waibrlait“, „Wia dr schworz Kaffäi wirkn konn“ und „Di faichtana und di larchana Blöch“. Mit Sagen und Sprüchen im Obervinschger Dialekt sowie einem Tango von Piazzolla klang der Abend aus. Er habe gezeigt, wie Literatur und Musik dazu beitragen können, Erinnerungen wachzuhalten und kulturelles Erbe weiterzugeben, unterstrich Sabina Mair in ihren Dankesworten.

Maria Raffeiner

Wir bedanken uns bei allen, die bei der Umfrage teilgenommen haben (es waren sehr viele). Wir veröffentlichen einige Ergebnisse der Umfrage vom Februar 2026.

Ich lese/nutze den Kleinanzeiger auf den letzten Seiten des Vinschgerwind

Mittelvinschgau

Jugenddienst im Green Turtle

Vor kurzem fand im Jugendzentrum Green Turtle die diesjährige Jahresvollversammlung des Jugenddienstes Mittelvinschgau statt. Mitglieder, Kooperationspartner*innen sowie politische Vertreter*innen kamen zusammen, um gemeinsam auf ein aktives und ereignisreiches Jahr zurückzublicken.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen ein umfassender Rückblick auf die vielfäl

Helmut Neerfeld (Musik) und Toni Bernhart (Lesung)

PR-INFO VIP

Vinschger Berg-Erdbeeren

Fruchtiger Genuss aus unseren Bergen

Mit den ersten Sommertagen beginnt im Vinschgau die Erdbeerzeit und die süßen Beeren stehen wieder im Mittelpunkt. Im hochgelegenen Martelltal reifen die aromatischen Früchte auf bis zu 1.800 Metern Höhe unter idealen Bedingungen heran. Sonnige Tage, kühle Nächte und die sorgfältige Arbeit der Bäuerinnen und Bauern verleihen den Vinschger Erdbeeren ihr intensives Aroma und ihren unverwechselbaren Geschmack.

Geerntet werden die Erdbeeren von Hand und genau dann, wenn sie ihren perfekten

Reifegrad erreicht haben. Diese besondere Sorgfalt schmeckt man bei jeder einzelnen Erdbeere. Kein Wunder, dass die Vinschger Erdbeeren weit über die Landesgrenzen hinaus beliebt sind.

Erdbeeren erleben – bei den Erdbeertagen in Martell Vom 27. Juni bis 12. Juli finden im Martelltal die Erdbeertage statt – mit einem spannenden Programm für die ganze Familie:

Geführte Wanderung entlang des Erdbeerwegs

Ein

echtes Highlight ist dasERDBEERFEST am 28. Juni, mit der Erdbeerkönigin, Musik, Kulinarik Erdbeergenussundpur!

Erdbeer-Schatzsuche für Kinder Marmeladekochen mit Bäuerin Monika Verkostung verschiedener Erdbeersorten Erdbeer-Cocktailkurs & Tasting Interessante Einblicke in den Weg der Erdbeere vom Feld bis ins Geschäft

Tipp: Während der Saison stehen in vielen Vinschger Restaurants kreative Erdbeerspezialitäten auf der Speisekarte.

Wo gibt es unsere Erdbeeren?

Die täglich frisch geernteten Beeren sind im Direktverkauf der Vinschger Genossenschaften sowie im ausgewählten Fachhandel für Obst und Gemüse erhältlich. So lässt sich der Geschmack des Vinschger Sommers frisch genießen und auch im Winter in tiefgekühlter Form erleben.

Unser Sommerrezept: Lachs aus dem Ofen mit Vinschger Erdbeeren

Ein besonderer Genuss erwartet dich auch heuer wieder dank der lokalen Influencerin Julia Morat. Sie hat ein frisches Sommerrezept mit spannenden Zutaten und unseren Erdbeeren kreiert.

Das Rezept findest du auf unserer Website – einfach den QR-Code scannen und loskochen!

Vinschgau/Südtirol

Missbrauchsopfer treffen Professoren

Einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Gesprächsrunde vor dem Tor des Priesterseminars in Brixen: v. l. August Aukenthaler, Martin Linter, Gernot Paulmichl, Damaris Frank, Klaus Walter, Christoph Amor, Gottfried Ugolini und Psychologin Annemarie Tasser

Gwarim Alter von sechs bis acht Jahren vom Ortspfarrer missbraucht und dann vom Militärkaplan in den mörderischen Krieg nach Lybien geschickt worden (der Vinschgerwind hat berichtet.) Diese traumatischen Erlebnisse haben ihn krank gemacht und sein Leben vergiftet. Dass er es nach jahrzehntelangem Schweigen gewagt hatte, seine Geschichte zu erzählen, war wie ein Befreiungsschlag für ihn und hat andere ermutigt, sich ebenfalls zu outen. Eine Schleuse hat sich geöffnet, und

Missbrauchsopfer fanden zu sammen und tauschen sich nun über eine WhtsApp Gruppe aus. Sie kämpfen gemeinsam um Gerechtigkeit. Paulmich, der sich mit Philosophie und Theologie beschäftigt, wurde kürzlich seinem Wunsch entsprechend von Professoren der Philosophisch Theologischen Hochschule in Brixen zu einem Gedankenaustausch geladen. Vermittler war Gottfried Ugolini, der Diözesanbeauftragter für Prävention und Aufarbeitung von Missbrauchsgeschehen in der

Diözese. Mehrere Betroffene aus ganz Südtirol hatten Paulmichl ins Priesterseminar begleitet und saßen mit ihm und mit den Hochschulprofessoren

Martin Linter, Markus Moling, Christoph Amor und Ugolini in der Gesprächsrunde. Paulmichl referierte zum Thema Dreifaltigkeit, deren Struktur und Geografie des Jenseits sich durch die Philosophie erklären lässt. Und er ist sehr dankbar, dass er diese Gelegenheit bekommen hat. Paulmichs Begleiter*innen unterstrichen durch das Dabeisein ihre Entschlossenheit,

weiterhin für eine ehrliche Aufarbeitung zu kämpfen - zusammen mit der Kirche. Sie verlangen mehr Einfühlungsvermögen für das Leid, das sie erfahren mussten und wollen ernst genommen werden.

Dass die Aufarbeitung der Untaten nicht von allen kirchlichen Kreisen ernsthaft mitgetragen wird, zeigte jüngst die Polemik um den Gedenkaltar für Missbrauchsopfer im Bozner Dom. Dieser war einigen ein Dorn im Auge. Nun soll ein neuer Platz für den Altar gesucht werden. Die Initiatoren hoffen, dass es nicht eine versteckte Kirche sein wird. Dem Missbrauchsopfer Klaus Walter aus Bozen gelang es kürzlich, ein besonderes Zeichen der Sichtbarkeit zu setzen. Er erkämpfte sich die Erlaubnis, ein Holzkreuz für die Opfer sexualisierter Gewalt bei der diesjährigen Fronleichnamsprozession in Bozen mitzutragen. (mds)

WhatsApp Gruppe für Betroffene unter dem Motto „Jede Stimme zählt“: +39 375 974 72 72

Katharinaberg/Meran

Austausch: Stadt

Maiausflug einmal etwas anders: Die Grundschüler aus Katharinaberg (1.-5. Klasse) und die 3. Klasse der Meraner Grundschule „Floriano Deflorian“ standen in diesem Jahr im Briefwechsel – jeweils in ihrer Muttersprache. Nun traf man sich in der Katharinaberger Schule zum gemeinsamen Frühstück. Gemeinsam wurde das Frühstücksbüfett vorbereitet, bevor man die Schule besichtigte. Nachdem man sich gestärkt hatte, ging es zu einem gemeinsamen Ausflug auf den Obervernatschhof, dessen Tagwerkerhüttl im Zuge eines abgeschlossenen PNRRProjektes zur Aufwertung von Architektur und Landschaft ein neues Dach erhalten hat.

– Land – Italienisch – Deutsch

Eine zweisprachige Hofführung schloss sich an, in der auch das private ObervernatschMuseum gezeigt wurde. In der 300 Jahre alten Stube des Hofes folgten geschichtliche Details. Die Sage vom Hof durfte natür-

lich nicht fehlen:Die „Korrnr“ zogen durch das Land, um ihrer Waren feil zu bieten. So kamen sie auch am Obervernatschhofschlupf, da es schon dämmerte.

cheres Dach in der Scheune zur Verfügung. Als er bei Dunkelheit aus dem Stubenfenster schaute, bemerkte er, dass die Karrner in der Scheune ein Feuer angezündet hatten. Sofort rannte er hin und schimpfte: „Seid ihr denn ganz narrisch? Was macht ihr denn da?“ Da trat ein Mann an ihn heran und sagte: „Gütiger Herr des Hauses, als Dank, dass wir hier übernachten dürfen, seid unbesorgt, die Scheune wird niemals abbrennen.“ Heute noch wird von Blitzeinschlägen erzählt, wo zwar Schindeln aufgeflogen sind, aber sie nicht Feuer gefangen haben. Der gelungene Austausch soll im Herbst mit einem Besuch in Meran fortgeführt werden. (ew)

Foto: Magdalena Dietl Sapelza
Fotos: „Wind“-Archiv

«In die Unendlichkeit verwoben»

DieKunstausstellung im Museum Chasa Jaura in Valchava zeigt die konstruktiv-konkreten Bilder und Skulpturen des Künstlers Gauthier Cerf, sowie die in Zusammenarbeit mit der Handweberei Tessanda entstandenen Seidenschals. Deren Design beruht auf der Fibonacci-Zahlenreihe.

Die Entstehung der Seidenschals sowie die Zusammenarbeit zwischen dem Künstler

Laas/Schlanders

Ausstellung: Museum Chasa Jaura in Valchava.

Öffnungszeiten: Di - Fr 10-12, 15-18 Uhr; Sa + So 15-18 Uhr.

Finissage: So 28.06.; Künstlergespräch ab 17.30 Uhr

www.chausajaura.ch

und der Handweberei Tessanda sind vom Engadiner Fotografen Mayk Wendt anhand von Film und Fotos zu sehen.

Die Fibonacci Kunst von Gauthier Cerf beschäftigt sich mit abstrakten, meist geometrischen Objekten, deren Abmessungen Fibonacci Zahlen sind. Die Fibonacci Zahlenfolge wächst exponentiell und breitet sich ins Unendliche aus. Die Kunstwerke zeigen eine

sinnliche Harmonie, Klarheit, Leichtigkeit und Zeitlosigkeit. Nicht verpassen: An der Finissage wird Gauthier Cerf die faszinierende Welt der Fibonacci-Zahlenreihe und ihre Bezüge zur Natur und seiner Kunst erläutern; eine Geschichtenerzählerin erzählt die Legende des Reiskorns und dem Schach brett.

Kreative Pausenhofgestaltung

Mitviel Kreativität, handwerklichem Geschick und Teamarbeit gestalteten die Schüler:innen der 1. Lehrlingsklasse der Maler und der Fachschule für Bautechnik/Holz an der Berufsschule Schlanders verschiedene Hüpf- und Bodenspiele für den Schulhof der Grund- und Mittelschule in Laas.

Im Rahmen des Projekts wurden unterschiedliche Spielfelder entworfen, vorbereitet und schließlich fachgerecht mit Sprühfarben auf dem Boden aufgebracht. Ziel war es, kindgerechte Bewegungs- und Spielmöglichkeiten zu schaffen und gleichzeitig das Schulareal farbenfroher und attraktiver zu gestalten. Das Konzept und die fachliche Ausarbeitung des Projekts erfolgten durch die Fachlehrer im Bereich Malerei sowie im Bereich Holztechnik und den Lehrpersonen der Grundschule Laas. Sie begleiteten ihre

Schüler:innen von der Planung über die Herstellung der Schablonen bis hin zur praktischen Umsetzung vor Ort. Die Gemeinde Laas stellte die Geldmittel für

die Farben sowie die Holzfaser platten, aus denen die Scha blonen angefertigt wurden, zur Verfügung. Die Schüler:innen der Berufsschule konnten durch dieses praxisnahe Pro jekt ihre handwerklichen Fähig keiten vertiefen, wichtige Erfah rungen in Teamarbeit, Planung und kreativer Gestaltung sam meln. Es zeigt wie ein Projekt zur Verschönerung öffentlicher Räume durch gute Zusammenarbeit von Schule, Gemeinde und engagierten Lehrpersonen unkompliziert umgesetzt werden kann. Begeistert probierten die Schüler:innen der Grundund Mittelschule die farbenfrohen Bewegungs- und Spielmöglichkeiten und testeten sie ausgiebig. Die Elemente fördern die Bewegung, das gemeinsame Spielen und Miteinander der Kinder. Ein Dankeschön gilt der Direktorin der Berufsschule Schlanders, für die Realisierung dieses Projekts. (chw)

09.07.26

Festbeginn 18:00 Uhr

Livemusik ab 20:00 Uhr

Eintritt frei

Latsch

Fronleichnamsprozession in Latsch

Am Sonntag, 7. Juni 2026 fand in Latsch das Fronleichnamsfest mit der traditionellen Prozession statt. Das Fronleichnamsfest, das Hochfest des Leibes und Blutes Christi, wurde 1264 von Papst Urban IV. für die gesamte katholische Kirche eingeführt. Bereits im Mittelalter entwickelte sich daraus der Brauch, das Allerheiligste in einer Monstranz durch die Ortschaften und Felder zu tragen.

Schon am Vortag des 7. Juni standen in der Pfarrkirche zu den Heiligen Petrus und Paulus die Fahnen für die Prozession bereit. “Hoffentlich ist morgen schönes Wetter und hoffentlich finden sich genügend Träger. Dann können die Fahnen morgen alle mitgetragen werden; die Ministranten-Fahne, die Buabn-Fahne, die Mandr-Fahne, die Madl-Fahne, die FrauenFahne und die alte MareinerFahne. Den Himmel tragen die Himmelsträger. Die Laternen werden traditionell von der Feuerwehr getragen”, sagte Friedl, Mesner von Latsch.

Eine Prozession ist immer ein traditionsreiches religiöses und

kulturelles Ereignis. Eine Prozession ist nicht nur ein kirchlicher Akt, sondern auch ein Ausdruck lokaler Identität und Dorfgemeinschaft. Am Sonntag, 7. Juni war schönes Wetter und es fanden sich genügend Fahnenträger, sodass einer schönen Fronleichnamsprozession in Latsch nichts im Wege stand. Gemeinsam zogen Pfarrer, Mesner, Ministranten, Erstkommunionkinder, Kirchenchor, Feuerwehr, Musikkapelle und Schützen, von der Pfarrkirche ausgehend, in geordneter Reihenfolge entlang

der Kugelgasse und Hans Pegger Straße, vorbei an geschmückten Häusern, bis zum großen Kreuz, auch “Sattler-engl Kreuz” genannt. Hier versammelten sich alle um den Stationsaltar. Ortspfarrer Johann Lanbacher las aus dem Evangelium. Es wurde für die Kirche, die Welt, die Gemeinde und verschiedene Anliegen gebetet. Kirchenchor und Musikanten der Bürgerkapelle Latsch umrahmten musikalisch die Andacht. Nach dem Segen gaben die Schützen einen Ehrensalut ab. Danach setzte die

Bei der Fronleichnamsprozession am 7. Juni 2026. Pfarrer Johann Lanbacher spendet beim großen Kreuz den Segen;

rechts: „Hochgelobt sei das Allerheiligste Altarsakrament“

Prozession ihren Weg zurück zur Kirche fort.

Früher hatte die Fronleichnamsprozession auch eine große Bedeutung für die Landwirtschaft. Wenn der Priester früher mit dem Allerheiligsten durch die Felder zog, wurde um Schutz vor Unwettern, Hagel, Dürre und Missernten gebetet. In einem trockenen Tal wie dem Vinschgau war dieser Segensgedanke besonders wichtig. Prozessionen und Flurumgänge gehörten in diesem Sinne zum bäuerlichen Jahresablauf. (pt)

Handwerksgebäude der Firma Bliem in Burgeis feierlich eröffnet

Am 30. Mai 2026 feierte die Firma Bliem die offizielle Eröffnung ihres neuen Handwerksgebäudes in Burgeis. Rund 250 Gäste folgten der Einladung und nutzten die Gelegenheit, die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen.

Bereits beim Empfang wurden die Besucher mit einem grün-gel-

ben Cocktail in den Firmenfarben willkommen geheißen. Besonders großes Interesse weckte die neue, großzügig gestaltete Bäder- und Fliesenausstellung. Die Besucher zeigten sich begeistert von der Vielfalt der Präsentationen und den

Ein feierlicher Höhepunkt der Eröffnung war die Segnung des Gebäudes durch Abt Philipp. In ihren Ansprachen würdigten der Bürgermeister von Mals Josef Thurner, Architekt Fabian Oberhofer und Firmeninhaber Michael Peer die Bedeutung

men, seine Mitarbeiter sowie

den Wirtschaftsstandort Burgeis. Auch kulinarisch hatte die Eröffnungsfeier einiges zu bieten: Der Küchenchef Marc Bernhart und Chef-Patissier Kay Baumgardt des Gourmet-Restaurants Mamesa | Hotel Weisses Kreuz in Burgeis begeisterten die Gäste mit kreativen und hochwertig zubereiteten Köstlichkeiten. Die Eröffnungsfeier bot zahlreiche Gelegenheiten zum Austausch und unterstrich die positive Entwicklung des Unternehmens. Mit dem neuen Handwerksgebäude schafft die Firma Bliem die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft und setzt zugleich ein sichtbares Zeichen für die Bedeutung des Handwerks in der Region.

Burgeis

Burgeis/Vinschgau

Vinzenzgemeinschaft in bewährten Händen

Am 30. Mai trafen sich die Mitglieder der Vinzenzgemeinschaft des Bezirks Vinschgau zu ihrer traditionellen Wallfahrt mit anschließender Vollversammlung in Burgeis.

Die Organisation oblag in diesem Jahr der Vinzenzkonferenz Burgeis und ihrem Vorsitzenden Karljosef Moriggl. Er konnte die 22 Mitglieder aus den sechs Vinschgauer Konferenzen begrüßen und sie zu einer Andacht in die Nikolauskirche einladen. Dort erklärte der Mesner Eugen Jörg die Geschichte der Kirche. Die Wortgottesdienstleiterin Monika Wolf Thöni gestaltete die Andacht im Sinne des Vinzenz von Paul und passend zur Tätigkeit der Vinzenzgemeinschaft. Gemeinsam wurde gesungen, es wurden Lesungen gehalten und Fürbitten vorgetragen.

Nach der Andacht fand in einem Gasthaus die jährliche Vollversammlung statt. Die

richteten über ihre Tätigkeiten. Schwerpunkte waren dabei die Schilderungen von Notsituationen und den Hilfen, mit denen Menschen unterstützt werden konnten. Dabei wurde jedoch auch festgestellt, dass es Armut gibt, bei der sich Betroffene aus Scham nicht melden. In solchen Fällen wäre es hilfreich, wenn Informationen aus dem Umfeld an die Vinzenzgemeinschaft herangetragen würden. Ein weiteres und wohl das wichtigste

Stefan Bernhard wurde für den Vorsitz und der frühere Bezirkspräsident Hans Tappeiner als sein Stellvertreter ernannt

Thema waren die Spenden, ohne die Hilfe nicht möglich wäre. Dazu wurde berichtet, dass zusätzlich zu den direkten Zuwendungen, in den verschiedenen Orten interessante Aktionen veranstaltet werden, bei denen viele Freiwillige mithelfen und Möglichkeiten schaffen, Spenden zu sammeln.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt der Vollversammlung war die Neuwahl des Bezirksvorstandes. Nach dem Rücktritt des alten Vorstandes übernahm die stellvertretende Vorsitzende

im Zentralrat, Sonja Platzer, die Leitung der Versammlung. Als Kandidaten wurden Stefan Bernhard für den Vorsitz und der frühere Bezirkspräsident Hans Tappeiner als sein Stellvertreter ernannt. Sie wurden per Akklamation einstimmig – mit je einer Enthaltunggewählt. Gemeinsam wollen sie sich den Anforderungen der Zeit stellen und Wege finden, auch junge Menschen für die Vinzenzgemeinschaft zu gewinnen.

Zum Ausklang des Nachmittags saßen noch alle bei einer kleinen Marende gemütlich beisammen. Dabei wurde betont, dass gerade dieser Teil wichtig ist, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

Kontakte zur Vinzenzgemeinschaft finden sind zu finden unter: https://www.vinzenzgemeinschaft. it/de/unser-netzwerk-die-bezirkemit-dern-konferenzen/

Gründe warum es sich lohnt im Vinschgerwind zu werben:

Den Endkunden erreichen. Unsere entscheidende Zielgruppe liegt im heimischen Bezirk und deshalb inserieren wir auch dank des guten Werbeberaters gerne und erfolgreich im Vinschgerwind.

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Schlanders/Schaufenster #30

Zarte Striche & feiner Humor

Im kleinen Atelier von Basis Vinschgau in der Fußgängerzone Schlanders wurde am Samstag, den 13. Juni bereits die 30. Ausstellung eröffnet. Bis Ende Juli werden in den beiden Räumen Tuschezeichnungen von Johann Schmelzer aus Algund gezeigt. Schmelzer, geboren 1958, ist auf einem Bauernhof in Unsere liebe Frau im Walde am Nonsberg aufgewachsen. In Schlanders besuchte er das Realgymnasium. An der Landesberufsschule Savoy in Meran war er bis zu seiner Pensionierung als Lehrer für Allgemeinbildende Fächer tätig. Schon während seiner Schulzeit zeichnete er gerne Bilder im Stil von Paul Flora. Auch das Tanzen zählt zu seinen großen Leidenschaften. Nach Ausstellungen in Meran, Innsbruck und in Algund, präsentiert er nun erstmals seine Bilder im Vinschgau. Ausgangspunkt seiner Zeichnungen ist die Alltagsrealität, die derzeitige politische Lage und unser Leben in den Bergen. Mit Witz und Fantasie hinterfragt er diese

Ausstellung im Schaufenster von Basis Vinschgau in der Fußgängerzone Schlanders vom 13.06.–31.07.2026. Öffnungszeiten: Donnerstag und Freitag: 9:00-12:00 + 15:00-17:00 Uhr, Samstag: 9:00-12:00 Uhr. Johann Schmelzer mit seinen ehemaligen Professoren Erich Daniel (links) und Leonardo Pellissetti (rechts).

Realität und gibt seine Interpretationen dazu. Es sind Kompositionen aus Licht und Schatten, im Spannungsfeld zwischen Realität und Fantasie, verspielt, humorvoll und ideenreich, niemals anklagend, aber mit einem kritischen Blick. Wir spielen mit unserer Erde und unserem Leben, verkaufen unsere Heimat, flüchten uns in Fantasiewelten und lassen die Puppen tanzen.

Befinden wir uns in einem Film oder spinnen wir? Auf vielen Bildern ist Pinocchio, die berühmte Kinderbuchfigur zu sehen oder eine Tänzerin, die voller Eleganz und Leichtigkeit durch Raum und Zeit tanzt, so als wäre alles nur ein Spiel. Auch Luftballons und Papierdrachen gehören zu seinen Motiven. Aber wer genau hinsieht, bemerkt, dass am Ede der Schnur des Papierdrachens

eine gefährliche Bombe befestigt ist, die alles in die Luft sprengen kann. Im Schaufenster hängt ein Spinnrad, verbunden durch einen leichten Faden mit einem Kirchturm und mit Pinocchio, passend zum Titel der Ausstellung: SCH bin J – spinn i – bin i?. Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung von Wolfgang Mair (Querflöte) und Michael Edler (E-Piano). (hzg)

Unser Frau

Schnals: PNRR-Projektende

Am vorletzten Wochenende fand das Abschlussfest des Projekts „Senales in Movimento“ statt, welches im Programm NextGenerationEU finanziert wurde.

Die Gemeinde und die Projektpartner luden mit der Musikkapelle Schnals und der Freiwilligen Feuerwehr Unser Frau zu einem Tag der offenen Tür auf das Gelände des neuen Museums und Kulturzentrum „Campus Transhumanz“ ein. Die Feier war Teil eines seitens des Kulturverein Schnals ko ordinierten Projektbausteins. Peter Grüner, Bürgermeister der Gemeinde Schnals und amtierender Präsident des Mu seumsvereins, begrüßte die zahlreichen Gäste: „Wir blicken auf intensive und arbeitsreiche Jahre zurück. Ich danke allen,

die zum Gelingen des Projekts beigetragen haben. Es ist ein wichtiger Baustein für unsere Zukunft.“ Der Museumsverein führt neben dem archeoParc nun auch „Campus Transhumanz“ für die Gemeinde.

Im Anschluss stellte Dietmar Rainer, Präsident des Kulturvereins, ein Flurdenkmal vor,

welches Stefan Stauder aus Bozen vor zwei Jahren am Gurgler Eisjoch entdeckte.

„Es war schnell klar, dass es ein Bildstöckl ist, welches im Zusammenhang mit der im Jahre 1962 eingestellten Transhumanz vom Pfossental ins hintere Ötztal steht.“ Zusammen mit Kollegen des Bergrettungs-

v. l.: Dietmar Rainer, Präsident des Kulturvereins, die Projektinitiatorin und ehemalige Kulturreferentin Sonja Santer und BM Peter Grüner, der auch als Präsident des Museumsvereins amtet

dienst Schnals organisierte er die Bergung des Denkmals. Mit Siegfried Gurschler, Chronist der Gemeinde und Gründungsmitglied des Kulturvereins, ist die zeitliche Einordnung vor 1733 gelungen.

Weitere Neuigkeiten im Museums-Areal: Das Mahlwerk der Gorfer Mühle wurde restauriert und die Bretter-Säge, die als 1:1-Gebäudemodell im Gelände errichtet wird, hat ihr Wasserrad erhalten.

„Der Campus ist das Herzstück unseres PNRR-Projekts.“ erzählt Sonja Santer, die das Projekt als Kulturreferentin zusammen mit dem damaligen Bürgermeister Karl Josef Rainer und Partnern aus Landwirtschaft, Handwerk, Kultur und Tourismus für die Gemeinde Schnals angestoßen hat. (ew)

„Bewegte Schule“ für Kinderkrebshilfe Peter Pan

Die Grund- und Mittelschü lerinnen und Schüler aus Schluderns, Glurns und Taufers im Münstertal liefen anfangs Juni 2026 im Rahmen der Ini tiative „Bewegte Schule“ Run den um Runden entlang den Glurnser Stadtmauern. Dabei sammelten sie Geld für die Kinderkrebshilfe Peter Pan. Sie hatten sich in gemeisamer Absprache dafür entschieden. Die Kinder und Jugendlichen suchten sich im Vorfeld Pa tinnen und Paten, die ihnen für jede Runde einen Euro oder auch mehr bezahlten.

Und die jungen Läuferinnen und Läufer legten sich ehrgei zig ins Zeug, um soviel Geld wie möglich für den guten Zweck zu erlaufen. Der Lauftag brachte nicht nur Geld, sondern machte auch großen Spaß und förderte den Gemeinschaftsinn.

Der Tag endete mit der feierlichen Übergabe des Güte-

links: Direktorin Karin Schönthaler übergibt die stattliche Summe von 4.280 Euro an die Mitarbeiterin von Peter Pan Petra Oberhuber; rechts. die Übergabe des Gütesiegels „ Bewegte Schule“ v. l. Inspektorin Sarah Viola, Karin Schönthaler, Sonja Abart, Elisabeth Wieser und Marco Basso

rin Schönthaler konnte kürzlich die stattliche Summe von 4.280 Euro an die Vertreterin der Kin-

damit deren schweres Los.

Der Lauftag im Schulsprengel Schluderns, der alle zwei Jahre

organisiert wird, war von der Freiwilligen Feuerwehr Glurns, der Stadtgemeinde, dem Sportverein Glurns, von Glurns Marketing, der Raiffeisenkasse Prad-Taufers, der Landwirtschaftlichen Genossenschaft VIP und der Familie Asper unterstützt worden. (mds)

Das sind wir – das VION Team.

30 engagierte Mitarbeitende, ein gemeinsames Ziel: Haushalte und Betriebe im Vinschgau zuverlässig mit Energie zu versorgen.

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2.724 ARBEITSPLÄTZE

NATURNS

1.378 AUSPENDLER 1.356

EINPENDLER

NATURNS - Die Perle im Vinschgau

Naturns steht für sich. In vielerlei Hinsicht. Touristisch, wirtschaftlich, auch architektonisch. Selbstredend nimmt der Tourismus hier die Hauptrolle ein – flankiert von der Apfelwirtschaft. Naturns hat sein Profil geschärft und tritt als Thermaldorf bei Meran auf. Man profitiert natürlich von der Nähe zu Meran und weiß diese als Gastgeber zu nutzen. Zugute kommt das natürlich der gesamten Wirtschaft in Naturns. Direkte Gewinner davon sind die Handwerksbetriebe, die Gastronomie und der Einzelhandel.

Text & Fotos: Angelika Ploner

Naturns ist eine Klasse für sich. Jedes Jahr wird ein neuer Rekord erzielt. Die 600.000 Nächtigungen dürften im laufenden Tourismusjahr geknackt werden. Denn: 598.503 Nächtigungen wurden im vergangenen Jahr 2025 verzeichnet. Dasselbe Bild zeichnet sich bei den Ankünften: 127.640 Ankünfte waren es 2025. Die Aufenthaltsdauer lag bei 4,7

Tagen. Der wichtigste Gast ist und bleibt der deutsche Gast mit 61 Prozent, gefolgt von Gästen aus der Schweiz mit 21 Prozent, Italien mit 8 Prozent, Österreich mit 5 Prozentpunkten. Insgesamt 141 Betriebe, die

zusammen auf 3.385 Betten und eine Auslastung von 175 Tagen kommen, machen Naturns zu einem starken Tourismusort. Erstklassige Hotels reihen sich hier wie Perlen aneinander. Das Angebot – es lässt keine Wün-

sche offen. Naturns ist attraktiv, pulsierend, lebendig.

Das Thermalwasser von Naturns.

Bereits 1559 wird die Örtlichkeit Kuchinmoos, später Kochlmoos, wegen ihrer Badestätte besucht. Das belegt eine Urkunde aus dem Jahre 1695. Im Jahr 1860 wurde dort sogar ein Badehaus errichtet. Bad Kochenmoos entwickelte sich zu einem Kurort im Vinschgau, bis der Badebetrieb in den 1980er Jahren eingestellt wurde und fast 20 Jahre lang verwaiste. Im Jahr 2000 stieß man bei den Bauarbeiten des Stabener Umfahrungstunnels durch Zufall auf eine zweite Thermalquelle. Die Entdeckung war eine Sensation. Untersuchungen des Thermalwassers folgten. Das Ergebnis: Laut der medizinischen Hydrologie weist das „kalte Thermalwasser“ eine konstante Temperatur von 17°C auf. Zudem wird es als „leicht mineralisiertes Wasser“, „sulfathaltig“ und „fluoridhal tig“ klassifiziert. 2016 erhielt die Gemeinde das Dekret zur Aner

NATURNS IST WEIBLICH BEVÖLKERUNGSSTATISTIK

Jahr 2026

3.019 MÄNNER

3.026 FRAUEN

kennung des Thermalwassers. Bestätigt sind medizinisch u. a. die Linderung von rheumatischen, orthopädischen oder traumatologischen Beschwerden des Bewegungsapparates. Nach sportlicher Aktivität wirkt das Naturnser Thermalwasser etwa muskelentspannend. Eine schnellere Erholung ist garantiert.

Seilbahn Unterstell. Erholung garantiert auch die Seilbahn Unterstell. In wenigen Minuten befördert sie die Gäste auf den

delbahn – der liebevoll genannen „Max & Moritzbahn“. Der hydraulische Antrieb erlaubte eine sanfte und ruckfreie Fahrt. Mit viel Einsatz von Konrad Götsch, dem Tourismusverein Naturns, der Gemeinde Naturns und Mithilfe der Landesregierung, konnte im Frühjahr 2004 mit dem Bau der heutigen Seilbahn begonnen werden, die nun mit großem Erfolg die Gäste nach oben befördert. Der Naturnser Sonnenberg - wie auch der Nörderberg - wartet mit unbegrenzten Wander- und

zählt die Obstgenossenschaft TEXEL derzeit. Zum Großteil produzieren diese Äpfel. Vor genau 18 Jahren - im Juni 2008 - haben die Mitglieder einer Fusion der Obstgenossenschaft Naturns-Plaus und der POG, der ehemaligen Partschinser Obstgenossenschaft, zugestimmt. Entstanden ist daraus die TEXEL, deren Einzugsgebiet sich über den gesamten unteren Vinschgau erstreckt. Für die Lagerung der Äpfel dienen zwei Lagerhallen auf der Töll, eine weitere in Plaus sowie der

Die größten Arbeitgeber sind:

250 SCHWEITZER PROJECT

800 WELTWEIT

OBIBAU 31

PROKULUS 77

TISCHLEREI HALLER 31

299 IVOCLAR VIVADENT

160 OBSTGENOSSENSCHAFT TEXEL ca.110 LINDENHOF

SENIORENHEIM ST. ZENO 70

FELDHOF 65

SONNENRESORT 74

▸ beschäftigt. 6.544 Waggon Äpfel (65.442.158 kg) wurden 2025 als Ernte eingefahren, dazu kommen 27.854 kg Birnen und 27.449 kg Stein- und Beerenobst. Bewirtschaftet wird insgesamt eine Fläche von 1.136 Hektar: 874 Hektar davon nach den

Produktion, 262 Hektar nach biologischen Richtlinien. Auch Wein wird am Naturnser Sonnenberg und am Juvaler Hügel gekeltert. Das hat Tradition. Dank ausgezeichneter und innovativer Winzer genießen die Weine hier einen sehr guten

105

PREIDLHOF

130

MOSER SPECK

SIWABAU 25

Tradition hier in Naturns und Beispiel für eine gelungene Zusammenarbeit zwischen der Landwirtschaft und dem Tourismus.

Naturns international. Naturns ist mit den beiden Leitbetrieben Schweitzer Project und Ivoclar Vivadent international verflochten. Die Liechtensteiner Ivoclar Vivadent-Gruppe hat sich im Jahr 1962 hier angesiedelt und ist der größte Arbeitgeber in der Gemeinde Naturns. „Wir haben zur Zeit 299 Mitarbeitende“, sagt Günther Pföstl, von der Ivoclar Vivadent, auf Nachfrage zum Vinschgerwind. Eine stolze Zahl. Eine umfangreiche Produkt- und Systempalette für Zahnärzte und Zahntechniker bietet Ivoclar Vivadent. Neben der Herstellung von traditionellem Zahnersatz werden in Naturns seit einigen Jahren digitale Frästechnologien entwickelt und Strukturen, wie Kronen und Brücken aus diversen Materialien, auf den Patienten angepasst, digital hergestellt. Schweitzer Projekt, der zweitgrößte Arbeitgeber in Naturns und international zweifelsohne eine Größe, hingegen denkt und entwickelt Handel, erfolgreich und weltweit. 1927 beginnt die Erfolgsgeschichte mit der Gründung der Mercantile durch Leo Schweitzer. „Die Anzahl der Mitarbeitenden in Naturns beträgt ca. 250 und weltweit ca.

PR-Managerin bei Schweitzer zum Vinschgerwind. Zu den weiteren großen Arbeitgebern in Naturns zählt etwa Moser Speck. „Wir haben aktuell ca. 130 Mitarbeiter“, sagt Matthias Philipp Moser auf Nachfrage. „Die Mitarbeiterzahl der Obibau beträgt 2026 ca. 31 Mitarbeiter, erklärt Edmund Luner, zusammen mit Dietmar Pircher Geschäftsführer der Firma Obibau. Auch Siwabau hat über 20 Beschäftigte: „Im Moment sind wir 22 Mitarbeiter zwischen Baufirma und Baustoffhandel. Zu den 22 Fixangestellten haben wir durchgehend 3-4 freie Handwerker, die für unsere Firma tätig sind. Das ergibt insg. ca. 25 Mitarbeiter.“

Die Hotellerie fügt sich nahtlos in die Reihe der größeren Arbeitgeber ein. „Wir haben ca. 100 Mitarbeiter, im Sommer ca.10-15 mehr“, sagt Kathrin Marmsoler vom Management des Hotel Lindenhof auf Nachfrage. „Wir beschäftigen 105 Mitarbeiter im Jahresschnitt“, erklärt hingegen Klaus Ladurner vom Dolce Vita Hotel Preidlhof. Im Hotel Prokulus sind aktuell „77 Mitarbeiter angestellt und drei Familienmitglieder arbeiten aktiv mit“, sagt Patrick Brunner auf Nachfrage vom Vinschgerwind.

Daniel Brunner vom Sonnenresort erklärt: „Von März 2025 bis zum November 2025 waren monatlich durchschnittlich 74 Mitarbeiter angestellt. ▸

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▸ In den Wintermonaten ist das Hotel geschlossen. In jener Zeit sind natürlich viel weniger Mitarbeiter angestellt.“

Das Dolce Vita Hotel Feldhof hingegen „hat aktuell 65 Mitarbeiter“, erklärt Dominik Perathoner zum Vinschgerwind.

Naturns ist vielseitig. Viele kleinere und mittlere Betriebe, zum Teil Familienbetriebe, sorgen für einen ausgewogenen Unternehmensmix. Sie bilden das Rückgrat der Wirtschaft hier. Laut WFO, dem Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen, haben 701 Betriebe (Stichdatum 31.12.2025) ihren festen Platz im Gemeindegebiet von Naturns.

Der öffentliche Sektor in Naturns. Eine nicht unwesentliche Rolle in Naturns spielt der öffent-

liche Sektor und mit ihm der Schulsprengel Naturns. Dieser ist der größte im Vinschgau und umfasst acht Schulstellen

INSGESAMT

2.724 ARBEITNEHMER

in Naturns, Schnals und Plaus. Und auch das Seniorenwohnheim St. Zeno ist ein wichtiger Arbeitgeber (s. Bericht unten). ▸

Seniorenwohnheim St. Zeno - Direktor Stephan Rinner

„Ein wichtiger Arbeitgeber für Naturns und Umgebung ist das Seniorenwohnheim St. Zeno. Die rund 70 Mitarbeiter/innen in den verschiedenen Bereichen sind tagtäglich darum bemüht, den 50 Heimbewohnern sowie den 8-10 Gästen des Tagespflegeheimes und den neun Senioren/ innen des begleitet/betreuten Wohnens einen angenehmen, abwechslungsreichen Alltag zu ermöglichen. Die vorwiegend von Frauen besetzten Stellen sind zu einem nicht unbeträchtlichen Anteil Teilzeitstellen und gewährleisten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Einen anderen wichtigen Aspekt stellt die Arbeitsintegration von Menschen mit Beeinträchtigung dar. Zwi-

schen den Vereinen des Dorfes und den freiwilligen Helfern findet stets ein reger und wertvoller Austausch statt. Die Seniorenmensa, sowie die Kitas sind im selben Gebäude untergebracht. Dieses generationenübergreifende Miteinander und Nebeneinander eröffnet allen Beteiligten neue Erfahrungen und erweiterte Horizonte. Der neue Generationenpark ist zudem ein gelungener Treffpunkt geworden. Demnächst ist die Verlegung der hausinternen Bar vorgesehen, damit diese vom Generationenpark aus erreichbar ist. In Planung ist auch eine Erweiterung des Bettenangebotes und eine Umgestaltung der Terrasse im zweiten Stock.“

75 JAHRE SCHUHMODE UNTERHOLZNER

75 Jahre feiert Schuhmode Unterholzner in Naturns heuer - ein besonderes Jubiläum, das Stolz und Freude bereitet. Das Fachgeschäft ist seit drei Generationen in Familienhand: 1951 begann Johann Unterholzner die Tätigkeit als Schuhmacher, daraus entstanden Schuhmode Unterholzner und Berg- und Sport Unterholzner – zwei Fachgeschäfte, die für ihre Kunden stets am Puls der Zeit sind. Markenschuhe für die ganze Familie – dafür steht Schuhmode Unterholzner. Marken wie Nero Giardini, Frau, Grünland, Falcotto

oder Barracuda haben hier gemeinsam mit vielen weiteren ihren Auftritt und lassen keine Wünsche offen. Im Sortiment finden sich hochwertige Schuhe für Damen, Herren und Kinder, Handtaschen und Accessoires, die Stil und Tragekomfort verbinden und von bequem bis klassisch und von sportlich bis trendig reichen. Großer Wert wird auf Beratung gelegt. Denn das Team von Schuhmode Unterholzner steht für Kundennähe und Beratungsqualität. Das Geschäft befindet sich vis a vis vom Rathaus-Parkplatz und der Bushaltestelle.

WANDERTOUR UNTERSTELL

Von Naturns nach Unterstell

Wunderbare Ausblicke ins Tal und besondere Einblicke in die Flora und Fauna des Sonnenbergs: Die Wanderung von Naturns bis zur Bergstation Unterstell ist eine lohnende. Rund zweieinhalb Stunden müssen einkalkuliert werden.

TOURENINFO: Start der Wanderung ist der Parkplatz bei der Talstation Unterstell. Hier gibt es genügend Parkmöglichkeiten. Wanderer halten sich an die Wegweiser und den Weg 10B Richtung Seilbahn Unterstell. Als Zeitrichtwert sind hier 2 Stunden 20 Minuten angegeben. Von der Talstation geht es zunächst die Asphaltstraße entlang und am Gasthof Langwies vorbei bis rechts der Naturlehrpfad abzweigt. Diesem folgt man

in Richtung der Jausenstation Schwalbennest. Hier biegen Wanderer links ab, folgen immer der Beschilderung Seilbahn Unterstell und zweigen dann rechts auf den Weg mit der Markierung 10 ab. Bei der Wegkreuzung mit dem Walburgweg setzt man auf dem Weg Nr. 10 aufwärts fort. Als Orientierung dient fortan die Beschilderung Bergstation Unterstell. Der Weg ist ein mittelmäßig steiler Waldweg, Tafeln vom Heimatpflegeverein Naturns weisen auf alte Flurnamen hin. Mit jedem Höhenmeter gewinnen Wanderer auch an Aussicht. Das letzte Stück führt der Weg 10A bis zur Bergstation der Seilbahn Unterstell auf 1.280 Meter.

Ein Highlight ist die Aussichtplattform neben der Bergstation Unterstell, ca. 16 Meter lang und am äußersten Ende knapp 50 Meter

hoch und in 10 Minuten erreichbar. Die Wanderung ist jetzt im März und April ideal. Rückfahrt ins Tal mit der Seilbahn. (ap)

DAUER (AUFSTIEG): 2 - 2,5 h

START: Parkplatz bei der Talstation Unterstell TIPP: In ca. 10 Minuten ist die Aussichtsplattform neben der Bergstation Unterstell erreichbar. Sie ist ca. 16 m lang und knapp 50 m hoch. i

61 % DEUTSCHE URLAUBER

URLAUBER 21 % SCHWEIZER & LICHTENSTEINER GÄSTE

8 % ITALIENISCHE

▸ Einkaufsmeile Naturns.

Bei den Naturnsern dürfte die kürzliche Eröffnung des Kastelbeller Tunnels Erinnerungen hervorgerufen haben. Vor 23 Jahren, im Jahr 2003, wurde der Naturnser Tunnel und damit die Umfahrungsstraße fertig gestellt. Es war ein Quanten-

sprung in vielerlei Hinsicht: die Wohn- und Lebensqualität stieg enorm. Naturns hat sich zu einem breit gefächerten Wohnund Einkaufsort entwickelt mit zahlreichen, attraktiven Boutiquen und Geschäften und qualitativ hochstehenden Produkten und Markenwaren.

3.385

Betten

598.503

Nächtigungen

141

Tourismus Betriebe

Es gibt kaum etwas, das es nicht gibt in Naturns: etwa Modenamhafter Marken mit einem Hauch Exklusivität, Schmuck, Schuhe, Taschen, Accessoires, Brillen, Sportmode, dazu natürlich ein qualitätsvolles Lebensmittelangebot. Die Geschäfte sind Perlen einer Kette gleich,

ELEKTRO EDISON

die es aufzufädeln gilt. Perlen mit Lokalkolorit. Tag für Tag erfüllen jene, die hinter dem Tresen stehen, die Wünsche der Kundinnen und Kunden. Die Geschäfte sind zusammen mit den Bars und Restaurants das pulsierende Herz des Dorfkerns. Naturns wartet aber nicht nur mit einer Einkaufs- und kulinarischen Vielfalt, sondern auch mit kultureller Vielfalt auf. Der Naturnser Humorsommer sei hier nur stellvertretend für viele Veranstaltungen genannt: Im heurigen Sommer wird dieser zum 27. Mal internationale Größen nach Naturns locken. Zum 21. Mal findet das Naturnser Kinderlachen statt. (https://www.naturnslacht. com/de/programm-naturnslacht/)

Man ist rührig hier in Naturns, erfindet sich immer wieder neu und ist nicht zuletzt deshalb: Eine Klasse für sich im Vinschgau. 

Elektro Edison ist als Fachgeschäft die erste Adresse im Herzen von Naturns, wenn es um eine hochwertige und große Produktauswahl an Elektro-Geräten geht. Ausgewählte und langlebige Markengeräte von Top-Herstellern finden den Weg ins Sortiment. Geführt werden TV-Geräte der Marken Loewe, Panasonic, Sony, Hisense und Samsung, die für beste Qualität stehen. Küchen- und Kaffeemaschinen sowie Pflege und Haushaltsgeräte von Miele, Jura, Braun, Kenwood, KitchenAid, Severin, DeLonghi, Philips, Rowenta, Tefal und Moulinex garantieren ein ausgesprochen gutes Preis-Leistungsverhältnis. Große Elektrogeräte wie Waschmaschinen, Trockner, Spülmaschinen oder Einbaugeräte stammen von TopHerstellern wie Miele, Neff, Siemens oder Bosch. Die Kühl- und Gefriergeräte hingegen von Liebherr und Miele. Radios, Kopfhörer und tragbare Boomboxen von JBL, Marshall, Apple, Loewe und Sonos sind einige weitere Beispiele aus dem qualitativ hochwertigen Sortiment. Achim, Sepp, Rudi, Evelin und Andrea stehen als Verkaufs- und Serviceteam dem Geschäftsinhaber Klaus Ennemoser zur Seite und beraten Kundinnen und Kunden nicht nur bei Neukauf, sondern auch bei Hotelprojekten und Umbauten, Reparaturen, oder der Entsorgung von alten Geräten. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall.

Rudi, Sepp, Evelin, Achim und Klaus (es fehlen Andrea und Maria)

tieren, und bei den Vögeln erörtern.

Partnerschaft bei Säugern Schauen wir zunächst auf die Säugetiere, mit denen wir die meisten unserer Gene teilen. Aus der Sicht der Verhaltensforschung können wir feststellen, dass die meisten Arten nicht auf lebenslange und monogame Beziehungen ausgerichtet sind. Ganz unabhängig, ob Schimpanse, Hirsch, Hase oder Maus – die Bindung zwischen den Partnern beiderlei Geschlechts hält nur für den kurzen Moment der Begattung, oder anders gesagt, für die Zeit der Befruchtung oder Zeugung. Im menschlichen Jargon charakterisiert: Säugetiere haben meist Mut-

wird zum beiderseitigen Vorteil und zum Nutzen der familiären Nachkommenschaft. Die Rothirsche beispielsweise tragen in der Herbstbrunft ihre spektakulären Schiebekämpfe um die Rangordnung im Rudel aus. Der stärkste Hirsch erwirbt sich das Recht, die weiblichen Tiere des Rudels zu bespringen. Nach der erschöpfenden Aufgabe geht der Hirsch wieder seine Wege. Die Sorge um die Nachkommenschaft bleibt ganz und gar den Müttern. Der Nachwuchs muss rasch auf eigenen Beinen stehen.

Paarverhalten bei den Vögeln Anders als bei den Säugetieren sieht es bei den Vögeln aus. Schon seit über 150 Milli-

ben in unendlichen Spielarten. Um Moral und Anstand ihres Benehmens kümmern sich die Vögel nicht.

Nest als extrauterine Lösung

Für die Flugfähigkeit der Vögel ist ein leichtes Gewicht Voraussetzung. Um sich diese Flugfähigkeit im Laufe der Evolution zu erwerben und zu bewahren, haben die Vögel im Gegensatz zu den Säugern ihre Fortpflanzung körperextern in ein Nest ausgelagert. Hierbei hat sich ein paarweiser Zusammenschluss als nützlich erwiesen. Der Nestbau, das Brüten, das Verteidigen und das Versorgen der bei

Nest und Gelege der Singdrossel

den Nesthockern völlig hilflosen Jungvögel lassen ein partnerschaftliches Zweierteam die Aufgaben leichter bewältigen als allein. Die meisten Vogelarten bevorzugen eine Zweierbeziehung zwischen Weibchen und Männchen. Sind mehr als zwei Partner an einer Partnerschaft beteiligt, steigt das Konfliktpotential. Jeder dritte Beteiligte kann zum Störfaktor werden. Als Naturwissenschaftler erlaube ich mir schelmisch und augenzwinkernd den Vergleich mit uns Menschen. Dreieckskonflikte füllen ja nicht umsonst unendlich viele Romane und Filme.

Partnersuche

Auch wenn man den Vögeln Gefühle wie etwa Liebe nicht oder nur unter großen Vorbehalten zugesteht, sind doch sie es, die sich so eindeutig, wie keine zweite Tierklasse, zum Nutzen für die ganze Familie und damit für den Erhalt der jeweiligen Art entschieden haben.

Bei uns Menschen ist bei der Partnersuche der Freundeskreis die wahrscheinlichste Möglichkeit, eine Partnerin oder einen Partner zu finden. Heute folgt gleich danach das Internet.

Vögel finden meist dort zueinander, wo die ihnen bekannten Lieder von Artgenossen erklingen. In diesen Gefilden klingt es für die Vögel nach Heimat: Dort, wo sie es geschafft haben, selbst erwachsen zu werden, sollten die Bedingungen auch für ihren Nachwuchs stimmen. Für die Vögel ist die Verortung von Heimat unstrittig: Sie ist und bleibt der Geburtsort. Dorthin kehren Zugvögel nach jeder Flugreise zurück, und die sesshaften Standvögel verlassen ihre Heimat gar nicht erst, sie streifen bestenfalls herum.

Monogamie und Arterhalt

Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war in der Wissenschaft die Auffassung verbreitet, dass 90 Prozent aller Vogelarten in einer festen und völlig eindeutigen, also monogamen Paarbeziehung lebten. Die Zeiten und das Wissen sind aber fortgeschritten. Heute erlaubt die Genanalyse von Jungvögeln eindeutig die Zuordnung, wer Vater und Mutter der Vogelküken im Nest ist. Ob alle Eier in einem Nest vom selben Vater befruchtet wurden, oder ob es etwa Seitensprünge des Weibchens gegeben hat, darüber geben inzwischen akribische DNA-Analysen eindeutige Auskunft. Die Vaterschaftsanalysen im Vogelnest haben völlig neue Einsichten in das Intimleben der Vögel ermöglicht. Inzwischen wurden weiter über 150 Vogelarten vom menschlichen Forschergeist ausspioniert. Und bei mehreren Arten zeigt sich: Die Monogamie der meisten untersuchten Arten ist keine sexuelle Monogamie. Sie ist eine soziale Monogamie, um die erfolgreiche Aufzucht und die genetische Breite zum Erhalt der Art zu gewährleisten.

Verschiedene Strategien

Der gemeine Spatz oder sperling (Passer domesticus) der häuslichste unter allen un seren heimischen, freilebenden Vögeln. Er ist ein Kulturfolger des Menschen. Wir leben mit dem Spatz Tür an Tür – und das seit mindestens 10.000 Jahren. Fossilienfunde in einer Höhle bei Bethlehem lassen darauf schließen, dass selbst die Vor fahren unserer Spatzen sich schon in der Altsteinzeit den Vormenschen, damals noch Jä ger und Sammler, angeschlos sen haben. Spatzen halten viel von einer Beziehung mit einer festen Partnerin, auch wenn ihre Lebenserwartung mit durch schnittlich drei Jahren knapp bemessen ist. Diese Monogamie überrascht einigermaßen, weil Spatzen meist mehr oder weni ger truppweise und nicht paar weise in Erscheinung treten.

Bei den Rauchschwalben (Hirundo rustica) ist die Gleich berechtigung schon lange voll zogen: Beide Geschlechter sind völlig gleich gefärbt und es sin gen auch die Weibchen gleich gut und kräftig und ausdauernd wie die Männchen. Auch bei der Bebrütung und Brutpflege gibt es eine Halbe-halbe-Lösung. Schwalben sind Zugvögel und die Wahl eines Partners stellt sich den Schwalbenweibchen jedes Jahr nach der Rückkehr in das Brutgebiet. Weil die Männ chen und Weibchen gleich gut singen und zudem noch völlig gleich prächtig gefärbt sind, können die Gesangsqualität und das prächtige Federkleid nicht die Auswahlkriterien für den Brutpartner sein. In einer breit angelegten Studie auf Bauern höfen in Oberitalien konnten Ornithologen nachweisen, dass es der Schwanz ist, der den Ausschlag gibt zu Auswahl des Partners: Die Schwalbenmänn chen mit den längsten äußeren Schwanzfedern, den Schwanz spießen, werden von den Weibchen bevorzugt. Wie Blutproben und Untersuchungen auf Zecken und Milben ergeben haben, haben die Männchen mit den längsten Schwanzfedern das beste Immunsystem und damit die stärksten Abwehrkräfte.

Kohlmeisen (Parus major)

Bei den Kohlmeisen (Parus major) gibt es einen engen Zusammenhalt der Paare. Als Höhlenbrüter schlafen sie in getrennten Gemächern, aber das Männchen erweist sich als Kavalier und holt am frühen Mor-

gen das Weibchen von dessen Schlafhöhle ab. Warum tut es das? Einerseits strebt es selbst Kopulationen an, die bevorzugt in den frühen Morgenstunden stattfinden. Andererseits versucht es durch sein frühzeitiges Erscheinen, Fremdkopulationen zu unterbinden. Diese enge Betreuung setzt sich mit dem „Balzfüttern“ über viele Tage fort.

Foto: Gianni Zanella
Haussperling (Passer domesticus)

Tickets für den Vinschgau Cup

Eishockey - Für die Spiele am 22. und 23. August –Litvìnov gegen Linz sowie Pustertal gegen Litvìnov sind noch Tickets erhältlich. Diese kann man online unter https://www.latsch-martell.eu/de/vinschgau-cuptickets, im Tourismusbüro Latsch-Martell sowie an der Abendkasse erwerben. (sam)

Ingolstädter Spiele bereits ausverkauft!

Eishockey - Das Eröffnungsspiel zwischen Ingolstadt und Pustertal ist bereits ausverkauft, auch die Partie am Sonntag – Ingolstadt gegen Linz – gibt es online keine Tickets mehr. (sam)

Rasenprofis und Eisstars zu Gast

Im Sommer wird Latsch wieder zum Treffpunkt für Profisportler. Mit dem Trainingslager des FC Ingolstadt 04 im Juli und der Jubiläumsausgabe des Eishockeyturniers „Vinschgau Cup“ im August stehen gleich zwei Veranstaltungen auf dem Programm, die Sportfans weit über die Landesgrenzen hinaus in den Vinschgau locken werden.

Den Auftakt macht der FC Ingolstadt 04. Vom 11. bis 19. Juli beziehen die Schanzer bereits zum dritten Mal in Folge ihr Sommerquartier in Latsch. Noch bevor die neue Saison beginnt, nutzt der deutsche Drittligist, der die vergangene Saison auf Platz 12 beendete, die optimalen Bedingungen im Sportforum Latsch, um an Fitness, Taktik und Teamgeist zu feilen. Für Fußballbegeisterte bietet das Trainingslager eine seltene Gelegenheit Profisportler hautnah zu erleben. Ob bei den täglichen Trainingseinheiten, bei Autogrammstunden oder bei Begegnungen am Spielfeldrand – die Nähe zur Mannschaft macht den Aufenthalt der Ingolstädter jedes Jahr zu einem

besonderen Erlebnis. Auch ein Testspiel wird das Team in dieser Zeit absolvieren, allerdings jedoch nicht im Vinschgau. Am 18. Juli trifft Ingolstadt in Gröden auf Palermo. Doch der Sportsommer ist noch lange nicht vorbei. Denn kaum ist das Fußballfieber abgeklungen, dürfen Sportfans ihren Blick vom Fußballplatz auf das Eis im Latscher Iceforum werfen. Ab dem 17. August schlägt der ERC Ingolstadt sein Trainingslager in Latsch auf. Höhepunkt des Aufenthalts der Panther ist die zehnte Ausgabe des Vinschgau Cups, der vom 21. bis 23. August wieder internationales Spitzeneishockey ins IceForum bringt. Das Teilnehmerfeld verspricht spannende Duelle. Neben den Panthern aus Ingolstadt gehen die Steinbach Black Wings Linz, der tschechische

Traditionsverein HC Verva Litvínov sowie der HC Falkensteiner Pustertal an den Start. Besonders groß ist die Vorfreude auf den Auftritt des HC Pustertal. Die Wölfe sorgten in der vergangenen Saison mit ihrem historischen Einzug ins Finale der ICE Hockey League für Aufsehen und wollen nun auch im Vinschgau ihre Qualitäten unter Beweis stellen. Eröffnet wird das Turnier am 21. August mit einem echten Kracher: Gastgeber Ingolstadt trifft zum Auftakt auf Pustertal. Einen Tag später finden die Partie Linz gegen Verva Litvínov statt. Am letzten Turniertag werden schließlich alle vier Mannschaften im Einsatz sein. Man darf sich also auf drei Tage voller Emotionen, packender Spiele und internationalem Spitzensport in Latsch.

„Di Goldmedaille fa rechts keart in Manuel“

Die 14-jährige Lena Telser aus Taufers i. M. ist frisch geba ckene Europameisterin im Arm Wrestling. Das heißt, sie zählt zu den besten Armdrückern Eu ropas. Lena holte sich den Titel im Mai in Budapest in Ungarn. In der Kategorie Juniores bis 15 Jahre bis 60 Kilogramm er reichte sie mit dem linken und dem rechten Arm den ersten Platz. Durch ihren 19-jährigen Bruder Manuel Telser, der be reits mehrfacher Italienmeister im Arm Wrestling ist, kam Lena zu dieser außergewöhnlichen Kraftsportart. Doch der Reihe nach. Vor vier Jahren entdeckte Manuel über Facebook ein Plakat, das einen Arm Wrestling Bewerb in Gardone am Gardasee bewarb. Neugierig besprach er es mit seiner Mutter Sabine Joos. Er meldete sich daraufhin an und fuhr zum Bewerb am 1. Dezember kam 2022 begleitet von seinen Familienmitgliedern dorthin. Er kam sah und siegte, wie das das Zitat des römischen Kaisers Julius Cäsar sagt. In der Kategorie bis 16 Jahre holte er sich den Sieg. Daraufhin trainierte er zusammen mit Kolle-

und

gen weiter Er eroberte weitere Siege bei den unterschiedlichsten Bewerben, so auch bei den Swiss Open und beim Super Match. Und er ist mittlerweile mehrfacher Italienmeister in verschiedenen Kategorien. Am 7. Juni 2026 trat er zum ersten Mal bei der Italienmeistermeisterschaft in der Profi-Klasse bis 100 Kilogramm an und siegte. Lena schaute ihrem Bruder oft über die Schultern, begann schließlich auch mit dem Arm Wrestling Training und holte sich ebenfalls goldene Medail-

aus Taufers i. M. sind erfolgreiche

len. Der Höhepunkt war nun der Europameistertitel in Budapest. Links, d.h. mit dem linken Arm, erreichte Lena ungeschlagen das Finale. Beim Finale mit rechts musste sie eine Niederlage einstecken. Daraufhin galt es zweimal gegen ihre Gegnerin aus der Türkei zu gewinnen, was ihr auch gelang. Sie ist also Europameisterin mit dem linken und dem rechten Arm. Wertvolle Tipps hatte ihr vorher Manuel gegeben. Deshalb betont sie:“ „Di Goldmedaille fa rechts keart in Manuel.“ Die

Geschwister messen sich regelmäßig gegenseitig daheim an ihrem 101,6 cm (40 Inch) hohen Tisch. Sie trainieren auch mit dem Team Orso Marsicano in Neumarkt und mit den besten Armdrückern Italiens am Gardasee und in Verona. Man kann gespannt sein, was noch kommen wird. Preisgelder gab es bisher noch keine. Unterstützt werden Manuel und Lena von der Disco Enzo und dem Bauunternehmen Erhard Tedoldi OHA, bei dem Manuel als Maurer beschäftigt ist. (mds)

Stabhochsprung

5 m und 6 m-Club

Magische Leistungsgrenzen gibt es im Sport viele und öffnen vielfach das Tor zu einem elitären Kreis. Die 6m im Stabhochsprung ist so eine. Bislang haben weltweit 32 Männer diese prestigeträchtige Marke von 6,00 Metern oder mehr übersprungen. In der Leichtathletik wird diese exklusive Gruppe auch als der „Six-Meter-Club“ bezeichnet. Eine Marke, die auch in Schlanders spür- und greifbar war und ist. Dem Platzrekord fehlen dahin nur 9cm. Nun springen in Schlanders auch Frauen der absoluten Weltklasse (Juliana de Menis Canpos 4,76m, immer noch ihre persönliche Bestleistung und 40. Platz in der ewigen Weltrangliste). So stellt sich die Frage, ob der

„Five- Meter-Club“ der Frauen noch schwieriger zu erreichen ist. Dies gelang bislang exakt vier Athletinnen. Die absolute Rekordhalterin ist Jelena Issinbajewa, die diese magische Marke als erste Frau der Geschichte knackte. Bisher unerreicht für Meetings (Olympia und WM inklusive) ist ein Vorstoßen gleichzeitig in beiden Clubs. Mit Aus-

Beste Sprünge alltime:

nahme von Letzigrund in Zürich 2021. Allerdings mit Stabhochsprung der Frauen am Vorabend auf dem Sechseläutenplatz mit Siegerin Anzhelika Sidorova 5,01m und Armand Duplantis 6,06m am Tag danach im Letzigrund. Aus dieser Perspektive dürfte das Schlanderser Publikum 2025 eines der weltbesten Meetings miterlebt haben. (mT)

In der Mitte: Juliana de Menis Campos

1. 5.06 m Yelena ISINBAYEVA 03.06.1982 RUS Letzigrund, Zürich (SUI) 28.08.2009, 1290

2. 5.03 m Jennifer SUHR 05.02.1982 USA Brockport, NY (USA) (i) 30.01.2016, 1280

3. 5.01 m Anzhelika SIDOROVA 28.06.1991 ANA Letzigrund, Zürich (SUI) 08.09.202, 1274

4. 5.00 m Sandi MORRIS 08.07.1992 USA Boudewijnstadion, Bruxelles (BEL) 09.09.2016, 1271

1. 6.31 m Armand DUPLANTIS 10.11.1999 SWE IFU, Uppsala (SWE) (i) 12.03.2026, 1353

2. 6.17 m Emmanouil KARALIS 20.10.1999 GRE Olympic, Athina (GRE) (i) 28.02.2026, 1314

3. 6.16 m Renaud LAVILLENIE 18.09.1986 FRA Donetsk (UKR) (i) 15.02.2014, 1311

4. 6.15 m Sergey BUBKA 04.12.1963 UKR Donetsk (UKR) (i) 21.02.1993, 1308

Taufers i. M.
Manuel Telser
seine Schwester Lena Telser
Armdrücker. Lena ist frisch gebackene Europameisterin und Manuel mehrfacher Italienmeister
Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

Schlanders/Ulten/Trafoi

Schlanders/Vinschgau

Kegel für Vielfalt Superstars

Letzten Sommer hatten die beiden Ski Titanen noch gleichviele Weltcup Siege. 24mal standen Dominik Paris und Gustav Thöni jeweils auf dem höchsten Siegespodest Platz. Nun hat Paris beim WeltcupFinale im März 2026 in Kvitfjell, Norwegen, triumphiert. Mit einem Doppelsieg bei der letzten Abfahrt und Super Ski der Sai-

Reschen/Landeck

Dominik Paris und Gustav Thöni im Gespräch

son zog er an der Ski legende aus Trafoi vor bei. Dennoch und trotz der Bronzemedaille bei Olympia in Bormio dürfte der Ultner noch immer in respekt voller Haltung (Foto) vor dem Vinschger hocken. Denn Gustav gewann bei Olympia einmal Gold und zweimal Silber. In vier Jahren finden die Olympischen Spiele in Frankreich statt und für den Ultner scheint nichts un möglich zu sein. Mit 41 Jahren gilt der Franzose Johan Clarey als ältester Ski- Medaillengewinner der Olympia-Gesichte. (mT)

Perfekter Saisonauftakt

Mitden GREEN DAYS 2026

feierten die 3-Länder Enduro Trails von 29. bis 31. Mai einen rundum gelungenen Start in die neue Bikesaison. Bei strahlendem Sonnenschein, sommerlichen Temperaturen und besten Trailbedingungen verwandelte sich die Region rund um Nauders und den Reschensee drei Tage lang in einen Treffpunkt für Mountainbike-Begeisterte aus Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz.

Bereits vom ersten Veranstaltungstag an herrschte auf den Trails, an den Liftstationen und im Expo-Gelände eine besondere Aufbruchsstimmung.

Besucherinnen und Besucher konnten die neuesten Bikes, Komponenten, Bekleidung und Zubehörprodukte direkt vor Ort entdecken und auf den Trails testen. Die große Vielfalt an Ausstellern machte die Expo zu einem zentralen Treffpunkt des Wochenendes und unterstrich die Bedeutung der GREEN DAYS als eines der wichtigsten Bike-Opening-Events im Alpenraum.

Viel Holz fiel beim Inklusions Kegel der Vinschger Vielfalt Gruppe. Zwei Stunden lang

Ende gab es natürlich nur Sieger mit strahlenden Gesichtern. Dennoch gelang es dem Team

an den 3-Länder Enduro Trails

Für zusätzliche Begeisterung sorgte das gemeinsame Ride Out mit den bekannten Mountainbike-YouTubern Freeride Flo und Toffer. Gemeinsam mit zahlreichen Fans und Trail-Enthusiasten erkundeten die beiden Content Creators die abwechslungsreichen Strecken der 3-Länder Enduro Trails. Die Möglichkeit, gemeinsam mit den YouTubern auf den Trails unterwegs zu sein, Erfahrungen auszutauschen und die Region aus erster Hand kennenzuler-

nen, wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern hervorragend angenommen und entwickelte sich zu einem der Highlights des Wochenendes. Auch sportlich hatte das Event einiges zu bieten. Beim beliebten „Ride ’em All presented by ABUS“ stellten sich zahlreiche Bikerinnen und Biker der Herausforderung, möglichst viele der insgesamt 31 Singletrails zu absolvieren. Ergänzt wurde das Programm durch geführte Touren, Tech-

nik-Sessions, Produkttests und zahlreiche Möglichkeiten, die Vielfalt der 3-Länder Enduro Trails kennenzulernen. Nach den Trail-Abenteuern des Tages sorgten entspannte AfterRide-Sessions, DJ-Sounds und die GREEN DAYS Party für die passende Festivalatmosphäre. In lockerer Umgebung wurden gemeinsame Erlebnisse geteilt, neue Kontakte geknüpft und Pläne für die nächsten Bike-Tage geschmiedet.

Die Veranstalter ziehen entsprechend eine äußerst positive Bilanz. Das große Interesse der Bike-Community, die Rekordzahl an Ausstellern, die hohe Beteiligung an den Programmpunkten sowie das durchgehend hervorragende Wetter machten die GREEN DAYS 2026 zu einem vollen Erfolg. Mit diesem gelungenen Saisonauftakt sind die 3-Länder Enduro Trails offiziell in die Bike-Saison gestartet und freuen sich auf viele weitere unvergessliche Trail-Erlebnisse im Sommer 2026.

Die Green Days finden im nächsten Jahr wieder vom 2730.05.2027 am Reschensee statt.

Tischtennistag in Schlanders 75 Jahre ASC Schlanders

Seit Jahresbeginn feiert der Amateur-Sport-Club Schlanders Raiffeisen sein 75-jähriges Bestehen mit zahlreichen Veranstaltungen der verschiedenen Sektionen. Kürzlich lud die Sektion Tischtennis zu einem besonderen Tischtennistag ein und verwandelte den Plawennplatz in einen lebendigen Treff-punkt für Sportbegeisterte aller Generationen.

Bei idealen Wetterbedin gungen trafen sich zahlreiche Spielerinnen und Spieler aus Schlanders und Umgebung, um gemeinsam ihrer Leiden schaft nachzugehen. Schnell wurde deutlich: Tischtennis ist weit mehr als ein Freizeitspiel. Es verbindet Jung und Alt, för dert Geschicklichkeit und Re aktionsvermögen und sorgt vor allem für viel Spaß. Beein druckende Ballwechsel zeigten dabei auch die Gäste vom TTK Marling, die den Tag zusätzlich bereicherten.

Nicht ohne Grund wird Tischtennis oft als „Schach in Lichtgeschwindigkeit“ bezeich net. Erfunden wurde die Sport art Ende des 19. Jahrhunderts in England. Weil Rasentennis wegen des häufigen Regens oft nicht im Freien gespielt wer den konnte, verlagerte man das

schrift: Seit 1900 ungeschlagen (Archiv Goldene Rose). Ob diese beeindruckende Erfolgsserie tatsächlich der Wahrheit entspricht oder eher dem Einfluss einiger Gläser Rotwein zuzuschreiben ist, bleibt offen.

zum Einsatz. Gespielt wurde zu Vinschgau.

Für Schmunzeln sorgt bis heute ein „historisches“ Foto einiger Schlanderser Tischtennisveteranen mit der Bildunter-

In Schlanders wird Tischtennis offiziell seit den frühen 1990er-Jahren regelmäßig gespielt. Daran erinnert sich die erste Sektionsleiterin Gerlinde Tumler, die gemeinsam mit Giovanni Fratantonio wichtige Aufbauarbeit leistete. Später übernahmen Hanspeter Schönthaler und Tobias Strobl die Leitung der Sektion. Heute zählt die Sektion rund 30 Mitglieder. Trainiert und gespielt wird mittwochs und freitags von 18.30 bis 20.30 Uhr in der Großraumturnhalle. Nach der Sommerpause sind neue Interessierte – ob Hobbyspieler, Freizeitathleten, Jung oder Alt –herzlich willkommen. Auskünfte erteilt der aktuelle Sektionsleiter Otto Platzgummer /Tel. 0473 732165. Den Höhepunkt der Feierlichkeiten bildet ein großes Fest am 4. Juli in der Matscherau mit Legendenspiel, offiziellem Festakt, Verlosung und Jubiläumsfeier. Damit findet das 75-jährige Vereinsjubiläum seinen krönenden Abschluss – ein Fest für alle Mitglieder, Freunde und Unterstützer des Vereins.

Schlanders
Rudi Mair
Alle Tische waren voll besetzt
Fotos: „Wind“-Archiv

Jahrtage/Danksagungen

20°anniversario Gianluca Gallo

*10.9.1979 † 9.7.2006 Silandro

Sei sempre vicino a noi Du bist immer bei uns

Santa Messa in ricordo domenica, 12. luglio 2026 alle ore 10.00 nella chiesa dei Cappuccini.

Un anno senza te, ma per sempre nel nostro cuore. Ein Jahr ohne dich, aber immer in unserem Herzen.

1. Jahrestag Salvatore Emanuele

*05.08.1944 †16.07.2025

Johanna Tschenett

* 14.04.1937 † 28.05.2026 verh. Hauser

Wir danken von Herzen für ein stilles Gebet, für eine stumme Umarmung, für die tröstenden Worte, gesprochen oder geschrieben, Schluderns

In lieber Erinnerung20 Jahre ohne dich

Maria Pileggi geb. Noggler

* 10.12.1952 † 29.06.2006

Liebe Mama, zwanzig Jahre sind vergangen, seit du von uns gegangen bist. Und doch fühlt es sich oft an, als wäre es erst gestern gewesen. Die Zeit vergeht, aber die Liebe bleibt. Sie verändert sich nicht, sie wird leiser, tiefer, stiller - und doch unendlich stark. Du fehlst.

In den kleinen Momenten des Alltags, in den großen Meilensteinen unseres Lebens, in jedem Lachen, das wir gern geteilt hätten und in jeder Träne, die du getröstet hättest.

Was bleibt sind Erinnerungen - diese Erinnerungen tragen uns bis heute. Und so lebst du weiter - in unseren Gedanken und in allem was wir sind. In Liebe, deine Familie

In Liebe denken wir an dich am 28. Juni bei der hl. Messe um 9.00 Uhr in der Pfarrkirche von Mals.

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Stellenmarkt

Per 1. Oktober oder nach Vereinbarung suchen wir eine/n HR Manager/in (m/w) – Jahresanstellung

Sie sind eine erfahrene HR-Fachperson mit Freude an der Arbeit mit Menschen und an einer abwechslungsreichen Personalarbeit. Sie arbeiten zuverlässig, strukturiert und diskret und fühlen sich in einem dienstleistungsorientierten Umfeld wohl.

Wir suchen für unser Geschäft in Mals Verkäufer/in in Voll- oder Teilzeit. Berufserfahrung von Vorteil. schenkmanfred1@gmail.com oder Tel. 347 435 53 89

In dieser Funktion übernehmen Sie die gesamte operative und administrative Personalarbeit und sind zentrale Ansprechperson für Mitarbeitende sowie Führungskräfte. Zudem unterstützen Sie die Weiterentwicklung und Optimierung unserer HR-Prozesse. Sie verfügen über mehrjährige Erfahrung in einer vergleichbaren HR-Funktion, idealerweise in der Hotellerie und überzeugen durch Ihre Selbstständigkeit, Genauigkeit und hohe Sozialkompetenz.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website oder über den folgenden QR-Code: www.suvrettahouse.ch/karriere

Wir freuen uns auf Ihre vollständige Bewerbung an: p.egli@suvrettahouse.ch

Hotel Suvretta House Via Chasellas 1 | 7500 St. Moritz | +41 (0)81 836 36 36

Wir suchen zur Verstärkung unseres Produktionsteams zum sofortigen Eintritt:

Assistent*in Leitung Verpackungsraum (m/w/d)

Staplerfahrer (m/w/d)

Transpelletfahrer / Ameisenfahrer (m/w/d)

Detaillierte Jobbeschreibungen und weitere Infos unter:

Melde dich bei: Obstgenossenschaft JUVAL Kastelbell/Tschars/Staben landw. Gesellschaft - z.Hd. Personalabteilung Staatsstraße 26, 39020 Kastelbell Tel. 0473/727500 | personal.juval@vip.coop

Reinigungskraft mit Stellvertreter-/Hilfsfunktion als Hausmeister

Ihre Aufgaben:

Ihr Profil:

Ihre Tätigkeit umfasst die Reinigung des Bürogebäudes der VI.P. Dies bedeutet konkret reinigen und versorgen bestimmter Gebäudebereiche. Sie informieren Ihren Vorgesetzten über nötige Reparaturen oder Mängel und halten unsere Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften ein. Ebenso werden Sie bei Bedarf Hausmeistertätigkeiten ausüben.

• Sie verfügen idealerweise bereits über Berufserfahrung im Reinigungsbereich

• Sie arbeiten sorgfältig, zuverlässig und selbstständig

• Sie verfügen über eine strukturierte Arbeitsweise sowie handwerkliches Geschick

• Sie sind teamfähig und verantwortungsbewusst Wir bieten Ihnen eine geregelte Tätigkeit mit Eigenverantwortung, ein sicheres und professionelles Arbeitsumfeld und eine leistungsgerechte Entlohnung.

Bruttojahresgehalt: ab € 24.666,46 bei Vollzeitbeschäftigung gemäß Kollektivvertrag mit entsprechender Anpassung abhängig von Berufserfahrung und Qualifikation. Zusätzliche werden attraktive Fringe Benefits und Sozialleistungen geboten.

Ihre Bewerbung senden Sie bitte bis am 15.07.2026 an personal@vip.coop

Der Verband der Vinschgauer Produzenten für Obst und Gemüse, VI.P Gen. landw. Gesellschaft in Latsch sucht motivierten Mitarbeiter*in (w/m/d) in Teilzeit/Vollzeit ab 20h/Woche bis max. 40h/Woche (Montag bis Freitag ab 05:30, Arbeitszeitsende definiert nach Höhe der Arbeitszeit) als Telefonseelsorge

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Stellenmarkt

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Die Marktgemeinde Latsch besetzt eine o ene Stelle in Teilzeit 60% (23 Wochenstunden) II. FE ab 01.09.2026 im Kindergarten Latsch.

Infos: www.gemeinde.latsch.bz.it · Tel. 0473 424 926

Einreichfrist der Gesuche: 20.07.2026 - 12.00 Uhr

Schreibprofi gesucht!

Für unsere Redaktion suchen wir Verstärkung:

» Spannender Nebenjob

» Arbeiten in einem engagierten Team

» Kreatives Schreiben mit regionalem Fokus speziell auf den Obervinschgau

Hast du Spaß am Schreiben und Lust, Teil unserer Redaktion zu werden? Dann melde dich bei uns!

Wir freuen uns auf dich! erwin@vinschgerwind.it

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Mitarbeiter:innen für folgende Berufsbilder:

Physiotherapeut:in in Teilzeit oder Vollzeit

Bruttomonatsgehalt ab 2.940€

Ergotherapeut:in in Teilzeit oder Vollzeit

Bruttomonatsgehalt ab 2.940€

Logopäde:in in Teilzeit oder Vollzeit

Bruttomonatsgehalt ab 2.940€

Bewerbungsfrist 15.07.2026

Weitere Informationen im Büro von Mo–Fr, 9-12 Uhr, unter Tel. 0473 748 600 oder info@altersheim-schlanders.it

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Fachbetrieb für Heizungs- und Sanitäranlagen in Schlanders Wir suchen zum sofortigen Eintritt bzw. nach Vereinbarung einen fleißigen Magazineur/Hilfsarbeiter und einen Lehrling mit technischem Verständnis. Wir bieten: - leistungsorientierte Entlohnung - gutes Arbeitsklima, - sicheren Arbeitsplatz, - 5 Tage Woche

Infos: Tel 0473 730 154 oder sonja@mairoesl.com

Das Bürgerheim Schlanders sucht neue Mitarbeiter:innen für folgende Berufsbilder:

Berufskrankenpfleger:in in Teilzeit oder Vollzeit

Bruttomonatsgehalt ab 3.250€ + Schicht-, Nacht-, und Feiertagszulagen sofern zustehen

Sozialbetreuer:in in Teilzeit oder Vollzeit

Bruttomonatsgehalt ab 2.690€ + Schicht-, Nacht-, und Feiertagszulagen sofern zustehen

Bewerbungsfrist 15.07.2026

Weitere Informationen im Büro von Mo–Fr, 9-12 Uhr, unter Tel. 0473 748 600 oder info@altersheim-schlanders.it

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Schweizer Onlineshop in Müstair sucht: Bürofachkraft 80 – 100 %

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TAUFERS I. M.

Die Gemeinde Taufers i.M. sucht eine/n Verwaltungsassistent/in:

• 6. Funktionsebene

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• in Voll- oder Teilzeit

Bewerbungen innerhalb 01.07.2026, 12:00 Uhr

Weitere Infos auf der Homepage, per Mail (info@gemeinde.taufers.bz.it) oder unter Tel. 0473 832 164

Recla ist ein Familienbetrieb in dritter Generation und zählt mit über 350 Mitarbeitenden zu den führenden Herstellern von Südtiroler Speck, Wurst- und Fleischspezialitäten.

Wir suchen Produktionsplaner*in (m/w/d)

Standort: Vetzan/Schlanders

Deine Aufgaben

• Funktion als Schnittstelle zwischen Produktion und Verwaltung

• Koordination und Planung der täglichen Produktion

• Arbeitsvorbereitung, Materialbereitstellung und Bestandspflege

• Einteilung und Ferienverwaltung der Mitarbeiter

Das solltest du mitbringen

• Gute Deutsch- und Italienischkenntnisse in Wort und Schrift

• Genaue und sorgfältige Arbeitsweise

• Gute EDV-Kenntnisse

Das bieten wir dir

• Familiäres Arbeitsumfeld

• Krisensicherer Arbeitgeber

• Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten

• Verschiedene Prämien und Benefits

Wir freuen uns auf deine Bewerbung: ivan.gianordoli@recla.it / Tel: 0473 73 73 17

Alle offenen Stellen findest du unter: www.recla.it/jobs

Praktikantin gesucht

(evtl. Schülerin oder Studentin) Teilzeit (ca. 20. Std./Woche)

August September

Infos: im Geschäft,Tel. 0473 623204 hildegard.sparber@gmail.com

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Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir: Mitarbeiter*in / Verkäufer*in

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• 10% Mitarbeiterrabatt auf Einkäufe

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• Interne Aufstiegsmöglichkeiten

• Verschiedene andere Prämien

Kontaktdaten: 0474 / 530667 info@mpreis.it

Über Repower

Repower ist eines der führenden Energieunternehmen der Schweiz. Die über 120-jährige Geschichte von Repower beginnt ganz im Süden von Graubünden - in der Valposchiavo. Nebst dem Hauptsitz in Poschiavo haben wir weitere Standorte in Landquart, Zürich, Ilanz, Küblis, Disentis, Grono und Bever. Als Arbeitgeberin setzt Repower auf Eigeninitiative und Vertrauen, um die Kreativität ihrer rund 730 Mitarbeitenden zu fördern. Denn die Energiewirtschaft von morgen braucht frische Ideen. Wir bieten dir eine inspirierende Arbeitswelt, in der du gemeinsam mit deinem Team zukunftsorientierte Lösungen für eine nachhaltige Energiezukunft entwickelst.

Das machst du

▪ Bau, Inspektion und Instandhaltung von Produktions- und Netzanlagen in unserem Verteilnetz

▪ Ausführen von Arbeiten für Dritte

▪ Schaltvorgänge in Produktions- und Netzanlagen gemäss Schaltberechtigung

▪ Beheben von technischen Störungen

▪ Erstellen von Provisorien für Baustellen und Veranstaltungen

▪ Mitwirken im Pikett- und Bereitschaftsdienst

Das bringst du mit

▪ Abgeschlossene Grundausbildung als Netzelektriker:in, Elektroinstallateur:in oder Montageelektriker:in

▪ Strukturierte, verantwortungsvolle, zuverlässige und zukunftsorientierte Arbeitsweise

▪ Gute Deutsch- und Italienischkenntnisse

▪ Du bist ein Teamplayer

▪ Führerausweis Kategorie B zwingend, BE von Vorteil

Deine Ansprechpartner bei Fragen rund um die Bewerbung

Gianfranco Cagnoni

Leiter Anlagen Netz Süd T +41 81 839 7237 gianfranco.cagnoni@repower.com repower.com

Judith Schaniel

HR Spezialistin Recruiting & Talent Acquisition T +41 81 423 7673 judith.schaniel@repower.com

Wieso Cola von irgendwo her, wenn sie bei uns genau so gut schmeckt?

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