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Vinschgerwind Ausgabe 9-16 Vinschgau Südtirol

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Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n째 46) art.1, comma1, NE BOLZANO Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abge채ndert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, NE BOZEN

Nr. 9 (275) 28.04.16 I.P. 12 Jg.

www.vinschgerwind.it

Die BM-Kandidaten von Schluderns

Gemeinsamkeiten - Unterschiede: (K)ein (Streit)-Gespr채ch


2 /WANDERN/

Vinschgerwind 9-16

BERGTOUR

Wanderinfos: Ausgangspunkt: Parkplatz bei der Talstation Sessellift “Tarscher Alm” Höhenunterschied: ca. 800 Höhenmeter Gehzeit: ca. 2,5 Stunden für den Abstieg Einkehrmöglichkeiten: Tarscher Alm, Latscher Alm, Tarscher Almlounge Berghotel

28.04.16

WANDERTOUR

HÖHENWEG

Gemütliche Almwanderung Toureninfo: Das Gebiet rund um der Tarscher und Latscher Alm ist sowohl für passionierte Bergsteiger als auch für Wanderer ein beliebter Ausflugsort. Ein Grund dafür ist auch der Sessellift, der die Wanderer vom Tal auf die Alm bringt und man von der Bergstation aus gemütlich zum Ausgangspunkt für familienfreundlichen Wanderungen und Hochgebirgstouren gelangt. Ausgangspunkt ist der Parkplatz an der Talstation des Tarscher Sesselliftes. Von hier aus kann man den Aufstieg zur Tarscher Alm problemlos und schnell mit dem Sessellift, der am 14. Mai wieder in Betrieb genommen wird, bewältigen. An der Bergstation angekommen, erreicht man in wenigen Minuten die Tarscher Alm, wo man auf der sonnigen Terrasse den herrlichen Panoramablick genießen und sich von der Familie Pirhofer mit typischen Südtiroler Gerichten verwöhnen lassen kann, bevor die Wanderung zur nächsten Alm startet. Ein Pfad durch den Nadelwald, der vor allem an heißeren Tagen für Abkühlung sorgt, führt direkt zur Latscher Alm, bei der man ebenfalls die Südtiroler Küche genießen kann. Nach der Rast auf der Alm gibt es nun zwei Möglichkeiten weiterzuwandern. Entweder man folgt stets der Forststraße, von der man einen herrlichen Blick über die Dörfer der Umgebungen erhält, oder man wandert auf dem beschilderten Waldweg weiter, der immer mal wieder auf die auf die Forststraße führt. Kurz vor dem Erreichen der Talstation lädt eine große Wiese, die den Namen „Platzläng“ trägt, zum Verweilen und Genießen des mitgenommenen Proviants ein, um anschließend den letzten Teil der Strecke zum Ausgangspunkt zurück zu wandern. Wer eine anspruchsvollere Almenwanderung machen will, der kann den umgekehrten Weg gehen und von der Talstation hinauf zur Latscher und anschließend weiter zur Tarscher Alm wandern, um dann mit dem Sessellift wieder zur Talstation zurückzugelangen. (sam)

Gourmet-Restaurant Paradiso À la Carte: Täglich von 12.00 -14.00 Uhr Gourmet Dinner: Dienstag bis Sonntag von 19.00 - 21.00 Uhr nur auf Reservierung

Reservierungen unter: 0473 622225 | info@hotelparadies.com Hotel das Paradies | Quellenweg 12 | Latsch

2015 & 2016


28.04.16

Inhalt

Vinschgerwind 9-16

/INHALT/ 3

Kommentar Titel: Die BMKandidaten von Schluderns im Gespräch

Ist das Vertrauen in die Politik bei der Geburtenabteilung gerechtfertigt?

ab Seite 6

Seite 5

Schlinig: Es geht nur gemeinsam - 10 Jahre erfolgreiche BEGS

Seite

4

Vinschgau: Die Flug-Lotsen der SVP im Vinschgau

Seite

4

Schlanders: Der Partito Democratico sagt Nein zum „Schlossgarten“

Seite

5

St. Valentin: Grünes Licht beim Haider-Lift für die nächsten 5 Jahre

Seite

5

Schlanders: Ein Gesetz mit den Bürgern erarbeiten

Seite

9

Fürstenburg/Vinschgau: Chronisten tagen in der Fürstenburg

Seite 10

Leserbriefe und Stellungnahmen

Seite 12

Menschen: Der Jüngste einer großen Bauernfamilie - Hansjörg Waldner

Seite 17

Sonderthema: Muttertag - Bauen und Einrichten

ab Seite 38

Nationalpark Stilfserjoch - Frühling vertikal

Seite 52

Vinschgerwind Impressum info@vinschgerwind.it | redaktion@vinschgerwind.it grafik@vinschgerwind.it | sport@vinschgerwind.it

Dantestraße 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451 Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: Edwina Oberthaler: 0473 732 196 Richard Spechtenhauser: 0473 732 196 Gerti Alber: 0473 732 196 Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp), Sarah Mitterer (sam) Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Brigitte Maria Pircher (bmp), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Andreas Waldner (aw), Sylvia Ilmer Wieser (sil), Barbara Wopfner (bw), Heinrich Zoderer (hzg) Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57

Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; außerhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 165 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbe-

www.vinschgerwind.it

botschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen Eingetragen im ROC: Nr. 12485

von Chefredakteur Erwin Bernhart

Schämt’s euch! Dass die Presse des Saales verwiesen wird, ist wohl ein neuer Politikstil. So geschehen am vergangenen Dienstag bei einer kurzfristig anberaumten Zusammenkunft zwischen den Freunden des Krankenhauses und des Bezirksausschusses in Schlanders. Des Bezirkspräsidenten Begründung: Er habe nicht gewusst, dass die Freunde des Krankenhauses auch die Presse zu dieser Diskussion eingeladen haben. Er bzw. die Bezirksgemeinschaft habe dieser Aussprache Gastrecht gewährt. Und somit bestimme er bzw. der Bezirksausschuss, dass die erste Phase der Diskussion ohne Pressevertreter stattfinden solle. Was sagt man dazu? Meine Kollegin Elke Gamper vom Tele-RadioVinschgau und ich haben protestiert - es hat nichts genutzt und es blieb uns auch eine großartige Unterstützung von Seiten der Freunde des Krankenhauses versagt. Die waren einfach zu perplex. Die Freunde des Krankenhauses wollten doch nur den aktuellen Stand der Dinge in Sachen Geburtenabteilung wissen, wollten wissen, ob sie denn den Bürgermeistern des Tales vertrauen können, ob die Bürgermeister überhaupt hinter dem Krankenhaus stehen. Derweil führen sich der eine und der andere Bürgermeister auf wie die Kaiser im Tale, zeigen großzügig Verständnis für die Sorgen der Krankenhausangestellten und der Leute, teilen mit, dass sie dem Landeshauptmann vertrauen und dass der versprochen habe, dass die Geburtenabteilung offen bleibe. Und für all diese großzügigen Gesten stellt man die Presse, die ja darüber wohlwollend berichten soll, vor die Tür? Geht’s noch?

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4 /POLITIK/

Vinschgerwind 9-16

Vinschgau/Bozen

E

Fotos: Erwin Bernhart

in Guerrilla-Marketing der besonderen Art hat die SVP gestartet. Und zwar eine ungewöhnliche, letztlich die Linie des Landeshauptmannes und Wirtschaftslandesrates Arno Kompatscher unterstützende Aufklärungskampagne wegen des Flughafenreferendums im Juni. Die Idee und die Linie der Parteileitung hat SVP-Vizeobmann Zeno Christanell umgesetzt. In jeder größeren Ortschaft des Landes haben die SVP Ortsobmänner Mitglieder namhaft gemacht, die bis zum Referendum als „Flug-Lotsen“, also Ansprechpartner in Sachen Flughafen, fungieren sollen. Christanell sagt, dass es um eine sachliche Aufklärung gehen solle, einen Parteibefehl „Pro Flughafen“ gebe es nicht. Allerdings schireb er den Fluglotsen kürzlich unter anderem: „Wir unterstützen den Weg von Landeshauptmann Dr. Arno Kompatscher, rechtzeitig wichtige Entscheidungen für Südtirols Zukunft zu treffen und dabei die Bevölkerung zur Mitsprache einzuladen.“ Die Nominierten sind vor Ort gecoacht und mit Unterlagen bestückt worden. Im Vinschgau sind es der Malser Wirtschafstreferent Joachim Theiner, die Latscher VizeBürgermeisterin Sonja Platzer, der Latscher TV-Präsident Roman Schwienbacher aus Tarsch, Manuel Massl aus Vetzan, der Stilfser BM Hartwig Tschenett, der Schlanderser Wirtschaftsreferent Manuel Trojer, Michael Stricker aus Martell und Waltraud Haller aus Naturns. „Statt Polemik, PR-Gags und großen Plakatkampagnen (Südtiroler Freiheit!)“, schrieb Christanell kürzlich an die bislang 85 Lotsen landesweit. (eb)

Wind - online

Umfrage auf www.vinschgerwind.it

Ist ein einheimischer Stromanbieter im Vinschgau begrüßenswert?

100 % JA 0%

NEIN

Neue Umfrage: Ist für dich die Geburtenabteilung am Krankenhaus Schlanders wichtig?

Gemeinsamer Erfolg Schlinig - Vor rund 10 Jahren keimte in Schlinig der Gedanke für ein Fernwärmeheizwerk auf. Aus dieser Idee wurde auch auf Wunsch der Bauern eine Biogasanlage. Mit Genugtuung konnte bei der 9. Vollversammlung der BEGS, der Bioenergiegenossenschaft Schlinig, auf Vergangenheit und Gegenwart geblickt werden.

Der Verwaltungsrat der BEGS v.l.: Erwin Saurer, Gabriel Bernhart, Roman Marx, Michael Moriggl, BEGS-Obmann Egon Bernhart, Hansjörg Blaas und der VEK-Obmann Alexander Telser

von Erwin Bernhart

B

ei der 9. Vollversammlung der BEGS im Schulhaus von Schlinig am 20. April 2016 blickte Obmann Egon Bernhart auch auf die vergangenen 10 Jahre zurück. Aus Wirtshausgesprächen vor 10 Jahren habe sich die Idee einer Biogasanlage herauskristallisiert. Rat hat sich Egon Bernhart gemeinsam mit Ambros Peer beim Prader Energie-Fachmann Georg Wunderer geholt. Mit dem Ingenieur Benno Tibolla konnte man zudem einen kompetenten Techniker zu Rate ziehen. Nach mehreren Informationsabenden ist man durchgestartet und hat am 11. Dezember 2006 die Genossenschaft BEGS gegründet. Dann ging es Schlag auf Schlag: Im Frühjahr 2007 wurde mit den Arbeiten für die Fernwärmeleitung und für die Gülleleitung begonnen, am 19. Dezember 2007 kam die erste Wärme ins

Dorf; am 23. Oktober 2008 ging die Biogasanlage und am 23. Jänner 2009 das kleine E-Werk in Betrieb. Die anfänglichen Schwierigkeiten konnte man meistern. Der Aufwand hat sich gelohnt, die Schliniger stehen hinter ihrer Bioenergie, die mit einer Hackschnitzelanlage, der Biogasanalge und dem E-Werk sicher auf drei Beinen steht. In Südtirol gebe es, so Bernhart, 32 Biogasanlagen und eine davon läuft in Schlinig. Und zwar erfolgreich: günstige saubere Energie und ein sauberes Dorf. Die 320 Großvieheinheiten (GVE) lieferen pro Jahr rund 5.500 m3 Gülle. Bei deren Vergärung entsteht Biogas, welches in einem Blockheizmotor verbrannt und so 350.000 Kilowattstunden elektrische Energie und 520.000 kWh thermische Energie liefert. Die Hackschnitzelanlage liefert mit einem Verbrauch von 650 Schüttraummeter 412.000 kWh Wärme und das E-

Werk bringt 170.000 kWh Strom. Alle drei Säulen ermöglichen eine ausgegeglichene Bilanz mit einem kleinen Plus. Die Bilanz 2015 stellte Hansjörg Eberhöfer vor. Bei den Neuwahlen des Verwaltungsrates wurde der amtierende Ausschuss bestätigt. Mit Ausnahme von Thomas Moriggl ist der Verwaltungsrat seit 10 Jahren gleich geblieben. Das deute darauf hin, dass es gut klappt, lobte Klara Angerer. Viel Lob erhielt Egon Bernhart für die geleistete Arbeit. Dieser gab das Lob an die Mitglieder zurück, denn eine Genossenschaft funktioniere nur mit den Mitgliedern. VEK-Obmann Alexander Telser klärte über die Arbeiten und Ziele der neuen Strommarke VION auf und in der Diskussion wurde Kritik an die lokale Politik laut, die sich zu wenig für die Rückholung der Stromproduktion im Vinschgau einsetze.

Foto: Erwin Bernhart

SVP-Guerrilla

28.04.16


28.04.16

Vinschgerwind 9-16

/POLITIK/ 5

Schlanders/Vinschgau

Geburtenabteilung: Werden die Versprechen eingelöst? as Personal am Krankenhaus Schlanders und Teile der Bevölkerung sind am Anschlag. Man will endlich Gewissheit, man will endlich Ruhe. Denn seit drei Jahren wird die Diskussion intensiv darüber geführt, ob etwa die Geburtenabteilung am Krankenhaus Schlanders geschlossen werden soll. In den „Freunden des Krankenhauses Schlanders“ hat sich eine große Gruppierung vereint, die sich seit Jahren für den Erhalt aller Dienste am Krankenhaus Schlanders einsetzt. Zu einer kurzfristig anberaumten Aussprache ist es am vergangenen Dienstag in der Bezirksgemeinschaft Vinschgau gekommen. Viele Mütter mit Kindern, Hebammen, Ärzte, Mitglieder der Freunde des Krankenhauses traten in eine emotionalen Diskussion mit dem Bezirkspräsident Andreas Tappeiner, flankiert von Dieter Pinggera, Ulrich Veith, Roselinde Gunsch Koch und Helmut Fischer. Es ging, neben der Forderung

Foto: Erwin Bernhart

D

Versprechungen, Versprechungen, Versprechungen..... für den Erhalt der Dienste am Krankenhaus und im Besonderen um das Aufrechterhalten der Geburtenabteilung um eine grundsätzliche Vertrauensfrage. Um die Vertrauensfrage in die Lokalpolitiker, die die Befindlichkeit des Tales nach Bozen und in die Verhandlungen mit Sanitätsbetrieb und Gesundheitsassessorat zu tragen haben. Es ging auch um das Vertrauen in LH Arno Kompatscher. „Irgendwann geht’s nicht mehr“, sagte etwa

Susanne Pragal und resümierte damit die seit Jahren dauernd gleichen Diskussionen, ohne Aussicht auf einen Schlussstrich. Warum, so die Frage von Christoph Alber, habt ihr bei den Leistungszuweisungen für das Krankenhaus Schlanders mit ja gestimmt? Was ist da dahinter? Weil die Pressevertreter zu Beginn der Diskussion des Saales verwiesen worden sind und einige davon erst unter Protest zum Verlassen bewegt

werden konnten, war nur noch der Schluss der Diskussion verfolgbar. Und da wurde dann politisch moderat diktiert: „Der Landeshauptmann hat uns zugesichert, dass noch in dieser Woche geklärt werden wird, dass die Geburtenstation offen bleiben wird“, sagte Dieter Pinggera. Man habe, so Pinggera, die für den Vinschgau richtige Strategie gewählt und in Verhandlungen Zusicherungen erreicht. „Die Geburtenstation bleibt offen“, sagte auch der Malser BM Ulrich Veith, und: „Wir vertrauen dem Landeshauptmann.“ In Sterzing, so der Primar Robert Rainer, sei mit der Drohung von Seiten der Bürgermeister, die Partei zu verlassen, ein bestimmtes Vertrauen entstanden. „Wir bitten euch“, so Rainer an die Vertreter des Bezirksausschusses, „zu signalisieren, dass ihr hinter uns steht. Dann ist auch das Vertrauen da.“ Alle sind nun im Wort, sagte der ärztliche Leiter Anton Theiner. (eb)

Schlanders

St. Valentin/Graun

„Wir sind dagegen“

Grünes Licht für Haider-Lift

Foto: Erwin Bernhart

G

F

ür die Genehmigung des Kondominiums „Schlossgarten“ in der Nähe der Schlandersburg, eingereicht von Peter Paul Pohl, kündigen die zwei PD-Gemeinderäte Serafino Bonino Cosimo Damiano und Dunja Tassiello ihre Gegenstimme an. Gemeinsam mit dem PD-Koordinator von Schlanders Ernesto Rubini, seinem Vize Matteo Romano und PD-Pressereferent für deutsche Medien Sebastian Felderer begründete Tasiello ihre Ablehnung damit, dass der geplante Bau in der historischen Bauum-

gebung zwischen Schlandersburg und Steinerhaus viel zu pompös und von beängstigender Dimension sei. Mehr Sensibilität gegenüber der historischen Bausubstanz wurde bei einer Pressevorstelltung vor einer Woche gefordert. Auch befürchtet Tassiello eine Verkehrszunahme in unmittelbarer Schulnähe. Die Bevölkerung solle sehen, dass es eine andere Meinung gebe, sagte Felderer. Die Süd-Tiroler Freiheit sei aufgrund der Marmorverstrickungen kein Garant für eine Opposition. (eb)

rünes Licht wurde kürzlich bei der Vollversammlung der Haider AG gegeben. Die Vollversammlung hat beschlossen, dass die Revisionsarbeiten am Zubringerlift auf die Haider Alm fortgesetzt werden. Damit hat die Vollversammlung auch eine Garantie abgegeben, dass die Anlagen für weitere 5 Jahre weiterlaufen werden. Denn eine Inanspruchnahme von Fördergelder bzw. von Steuergelder beinhaltet auch eine 5-Jahresgarantie für den Liftbetrieb. Ansonsten müssten die Beiträge zurückgezahlt werden. So wird der Lift für die kommende Sommersaison planmäßig am 4. Juni 2016 öffnen und bis Oktober in Betrieb sein, sagt der Haider AG Präsident Roman Hohenegger. Derweil wird die Gemeinde Graun, die mit mehr als 60 Pro-

zent Anteile an der Haider AG der größte Eigentümer ist, ihre Gesellschaftsanteile bewerten lassen. Dazu soll die Bilanz über das Jahr 2015 abgewartet werden. Die Gemeinden sind gesetzlich verpflichtet, ihre Anteile an Gesellschaften grundsätzlich zu überprüfen, gegebenfalls einen Plan für eine Restrukturierung auszuarbeiten oder gar aus Gesellschaften auszusteigen. (eb)


6 /TITEL/

Vinschgerwind 9-16

28.04.16

Die vier Musketiere

Andreas Hauser, BM Kandidat für die „Bürgerliste Schluderns“

Die BM-Kandidaten, bzw. die Gemeinderatswahlen von Schluderns genießen erhöhte mediale Aufmerksamkeit, weil es „außertourliche“ Ratswahlen sind. Im Vinschgerwind-Gespräch wollen wir herausfinden, in welchen Bereichen sich die vier BM-Kandidaten unterscheiden. Den Blick richten sie jedenfalls alle nach vorn. Moderation: Erwin Bernhart

man frühestens im Herbst 2017 beginnen. Ich habe mich mit den Finanzen des Gemeindehaushaltes 2014, 2015 und 2016 auseinandergesetzt. Für Investitionen stehen jährlich 623.000 Euro für die nächsten drei Jahre zur Verfügung. Wir können Verlustbeiträge 5 Jahre im Voraus beantragen. Vinschgerwind: Das Altersheim ist auch so ein langjähriges Schludernser Thema: Wer von Ihnen würde die Konventionen mit den umliegenden Gemeinden lösen und etwa der Gemeinde Prad ihre Betten zurückgeben? Armin Bernhard: Es geht nicht darum, jemanden die Betten zurückzugeben. Das Land hat Richtlinien vorgegeben, wo und wie Altersheime gebaut werden können. Ein Altersheim muss als Mindestgröße 40 Betten haben und für die Bezirksgemeinschaft ist vom Land vorgegeben, wie viele Betten vorhanden sein sollen. In der Bezirksgemeinschaft Vinschgau ist das Limit ausgeschöpft und wir können derzeit nicht mehr Betten dazunehmen. Es geht darum, die Bettenanzahl in Schluderns zu erhalten, nur benötigen wir mehr Wohnqualität im Altersheim. Insofern geht es nicht darum, etwas Neues zu bauen, sondern mehr Qualität zu schaffen. Unsere älteren Mitbewohner sollten uns mehr Wert sein. Wir möchten also die derzeit 50 Betten mit einer besseren Qualität erhalten. Peter Trafoier: Ich war in der Arbeitsgruppe Altersheim und habe jedesmal in den Sitzungen darauf aufmerksam gemacht, dass es so nicht finanzierbar sein wird. Man ist mit einem Umbau des alten Teiles gestartet. Der Architekt Christian Kapeller hat dafür einen Kostenvoranschlag von 6 Millionen Euro errechnet. Beim Neubau reden wir jetzt von 12 Millionen Euro. Da muss mir einer erklären, wie dies zu finanzieren geht. Ohne Zweifel sind aber in der kommenden 4 Jahre dauernden Legislatur Vorbereitungen zu treffen. Das ist ein Politikum, das mit den

Franz Kofler, BM-Kandidat für die „Dorfliste Schluderns“

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

Vinschgerwind: Wofür stehen die BM-Kandidaten? In welchem Bereich unterscheiden Sie sich? Beginnen wir mit dem langjährigen Thema Neubau Kindergarten. Wie wollen Sie diesen Neubau konkret angehen? Andreas Hauser: Der Neubau Kindergarten ist klar. Der letzte Gemeinderat hat entschieden, dass der Neubau in Holzbauweise mit drei Sektionen ausgeführt werden soll. Das Vorprojekt steht und darauf aufbauend muss der Neubau demnächst beginnen. Armin Bernhard: Ich habe die Arbeitsgruppe Kindergarten geleitet und dabei ist es so eingespurt, dass das überarbeitete Vorprojekt steht und da kann sich auch der neue Gemeinderat nicht querstellen, ohne eine schlechte Figur zu machen. Ich gehe davon aus, dass im Sommer 2017 mit dem Bau begonnen wird. Franz Kofler: Beim Bau des Kindergartens ist alles schon vorgegeben. Es ist noch das Ausführungsprojekt zu machen und dann ist natürlich die Finanzierung zu suchen. Wenn meine Informationen stimmen, dass der Bau 2,3 Millionen Euro kosten soll, ohne Einrichtung, und die Gemeinde rund 600.000 Euro für Investiionen jährlich zur Verfügung hat, dann müssen wir die Finanzierung vorbeantragen. Diese Möglichkeit gibt es mittlerweile, dass Finanzierungen 4-5 Jahre im Voraus beantragt werden können. Das muss natürlich genehmigt werden. Wenn das gelingt, können wir, wie der Armin gesagt hat, mit Glück 2017 beginnen. Dann ist der Neubau meiner Meinung nach zügig und ohne Änderungen durchzuziehen. Der Bauzeitplan, Preise und Termine müssen dann passen. Peter Trafoier: Der Kindergarten ist von der Gemeinde abgesegnet worden und die Kosten belaufen sich auf 3 Millionen Euro mit der Einrichtung inklusive. Denn auch die Einrichtung muss finanziert werden. Diese 3 Millionen sind vom Architekten Baldi errechnet worden. Laut Zeitplan des Projektsteurers Ingenieur Ulrich Innerhofer könnte

umliegenden Gemeinden gelöst werden muss, weil es eine übergemeindliche Einrichtung ist. Da müssen unbedingt mit den Gemeinden, mit dem Land, mit der Bezirksgemeinschaft Gespräche geführt werden. Sonst kommen wir nicht zum Ziel und sonst können wir das nicht bezahlen. Franz Kofler: Nach meinen Informationen muss der Beschluss des Gemeinderates den Neubau des Altersheimes widerrufen


28.04.16

Armin Bernhard, BM-Kandidat für die Liste „Mitnond - freie Liste Schluderns“

Peter Trafoier, BM-Kandidat für die SVP Schluderns

werden, weil das Raumprogramm gar nicht Platz hat. Also ich wäre durchaus bereit, jene Betten, die wir nicht Platz haben an umliegende Gemeinde abzugeben. Andreas Hauser: Damit ein Betrieb wie das Altersheim auch wirtschaftlich arbeiten kann und für die Bewohner interessant ist, braucht es eine bestimmte Größe. 50 Betten ist so eine Standardgröße, damit die internen Arbeitsabläufe und die Anzahl der An-

gestellten zusammenpassen und dass es für die Heimbewohner finanziell tragbar ist. Von 50 Betten ist also für das Altersheim Schludern auszugehen. Derzeit fehlt die Qualität. Die Finanzierung ist natürlich zu finden. Die nächsten 4 Jahre wird sicher nicht gebaut. Aber nach den 4 Jahren müsen wir schauen, dass die Finanzierung steht. Armin Bernhard: Wir müssen auch die demografische Entwicklung im Auge haben. In den nächsten 20, 30, 40 Jahren werden wir einen Anstieg der älteren Bevölkerung haben. In 15 Jahren werden wir im Obervinschgau noch ein zusätzliches Altersheim benötigen. Die derzeitige Bettenanzahl wird nicht ausreichen. Ich finde es deshalb sinnvoll, wenn andere Gemeinden nachdenken. Kurzfristig müssen wir unser Altersheim qualitativ aufwerten. Peter Trafoier: Es haben zwei Sitzungen der Arbeitsgruppe Altersheim mit der Gemeinde Prad im Jahr 2015 stattgefunden. Da hat es geheißen, dass Prad eventuell bereit wäre, für die jährlichen Zusatzkosten aufzukommen. Laut Berechnung der Direktorin würde das um die 100.000 Euro ausmachen. Das wäre eine interessante Sache. Es braucht aber noch Abklärungen. Vinschgerwind: Gemeinden suchen nach Finanzquellen. Ist der Bau eines E-Werkes in Konfall für Sie ein konkret anzugehendes Thema? Andreas Hauser: Ein E-Werk ist immer Thema, in jeder Gemeinde. Da hängt einiges von staatlichen Förderung ab. Zur Zeit ist da Stillstand. Bevor die staatlichen Fördertarife nicht passen, ist es schwierig eine Aussage zu treffen. Bevor nicht eine Konzession vorhanden und die Förderungen nicht stimmen, ist eine Aussage schwierig, dass man Projekte über die Einnahmen finanzieren könnte. Wenn die Gelder morgen vom Staat für die erneuerbaren Energien fließen sollten, je nach Höhe, man weiß ja, wo der Scheitelpunkt liegt, dann kann man wirtschaftlich ein EWerk betreiben, sonst nicht. Franz Kofler: Ich muss gestehen, dass ich beim E-Werk zu wenig Einblick habe und deshalb kann ich da nicht viel dazu sagen. Laut meinen Informationen würde bei den heutigen Förderungen unterm Strich nicht viel übrig bleiben. Wenn es aber sinnvoll sein sollte, ein E-Werk-Projekt durchzuziehen, dann ist das sicher im Fokus. Peter Trafoier: Wenn entsprechende Beiträge da sind, dann kann das interessant sein. Man hat schon einmal eine Wirtschaftlichkeitsrechnung gemacht, so überhaps. Man muss aufpassen, wo der Scheitelpunkt liegt. Wenn wir viele Einnahmen hätten, geht es uns möglicherweise so wie den Passeirer Gemeinden, denen vom Land Investitionsbeiträge gekürzt worden sind, aufgrund der Einnahmen über den Strom. Armin Bernhard: Der letzte Gemeinderat hat beschlossen, dass man bis zur Erlangung der Konzession weitergehen soll. Dann wird

Vinschgerwind 9-16

/TITEL/ 7

man sehen. E-Werke werden in Südtirol ja meist zur Finanzierung des Gemeindehaushaltes gebaut. Aber nicht etwa um ein Altersheim zu finanzieren, die Gelder gehen im Normalfall in die Laufenden Tätigkeiten. Das E-Werk wird sicher nur dann gebaut, wenn es für die Gemeinde rentabel ist. Vinschgerwind: Können Sie sich vorstellen, auf jenem Gelände, auf dem jährlich die Ritterspiele ausgetragen werden, ein Verbot für Obstanlagen zu erlassen? Franz Kofler: Eines ist klar: Eine Fläche für Veranstaltungen braucht Schluderns. Ich bin schon der Meinung, dass eine gewisse Fläche frei bleiben soll. Aber grundsätzlich ist de Flugplatz Thema für uns Schludernser. Ursprünglich war das eine Fläche von Schludernser Bauern. Ich bin der Meinung, dass diese Fläche früher oder später auf irgendeinen Weg zurückgeführt werden. Zum Beispiel diese rund 10 Hektar, die derzeit die Laimburg bearbeitet, das war früher Schludernser Grund und Boden. Es geht nicht, dass auf dem Versuchsfeld nur defizität gearbeitet wird und Schludernser Grund besetzt wird. Schluderns soll gleich behandelt werden, wie z.B. Glurns oder andere Gemeinden, die Militärareale zurückbekommen haben, oder wie Graun, wo man den See aufgeschüttet hat und sich landwirtschaftliche Betriebe oder Wohnbauten ansiedeln können. Peter Trafoier: Da sind Verhandlungen im Gange. Diese Gespräche müssen vertieft werden. Das ist eine wichtige Sache. Das Land will ja Kostenrechnungen für das Versuchsfeld machen. Andreas Hauser: Für die Landwirtschaft ist der Flugplatz natürlich Thema. Die Landwirtschaft, die Pächter haben für die Ritterspiele Weitblick bewiesen und niemand hat sich gegen diese Veranstaltung gesträubt. Es ist sicher auch in Zukunft eine gewisse Fläche frei zu halten für Veranstaltungen. Auch für andere Veranstaltungen. Die Pachtverträge für rund 30 Hektar laufen noch bis 2020. Zum Thema Gutsverwaltung wurden Gespräche mit LR Schuler geführt. Das kommende Jahr soll ein Stichjahr sein, in dem die Wirtschaftlichkeit der Gutsverwaltung festgestellt werden soll. Dann soll über eine Weiterführung oder über ein Abstoßen der Gründe entschieden werden. Die Gemeinde und auch die Landwirtschaft vor Ort muss sich da einbringen, damit die Flächen im Dorf bleiben und bewirtschaftet werden können. Speziell diese 10 Hektar der Laimburg. Armin Bernhard: Ich bin auch der Meinung, dass die Flächen des Flugplatzes nach Schluderns zurückkehren sollen, weil sie ja hier beheimatet sind. Die Ritterspiele schaffen Wertschöpfung weit über Schluderns hinaus. Dies ist für die Gegend wichtig und eine Fläche dafür muss erhalten bleiben. Zentral ist aber ein Diskussionsraum zwischen den verschiedenen Akteuren, den Tourismustreibenden, der Landwirtschaft usw.


Vinschgerwind 9-16

von Albrecht Plangger

Rom-Infos ins Tal In der Abgeordnetenkammer behandeln wir diese Woche den Gesetzesentwurf „acqua bene pubblico“. Die Trinkwasserversorgung ist in Italien im vergangenen Jahrzehnt privatisiert worden. Die Erfahrung war negativ deswegen soll die Versorgung wieder öffentlich werden. Das Gesetz kommt zwar von der 5 Sterne Bewegung, wird aber – vor allem aus wahltaktischen Gründen in Hinblick auf die Gemeindewahlen im Juni – von der Mehrheit „verwässert“ und soll bis nach den Wahlen zwischen Senat und Kammer hin und her geschickt werden und dann versanden…. Gerade gegen diese „Praxis“ ist die jüngst beschlossene Verfassungsreform gerichtet. Dieser typisch italienischen Praxis kann nun hoffentlich mit dem bestätigenden Referendum im Herbst endgültig der „Garaus“ gemacht werden. Diese Woche war gekennzeichnet durch den Besuch einer 20 köpfigen CSUBundestags-Delegation in Rom mit vielen Gesprächen und einem Besuch bei der Reformen-Ministerin Boschi. Auch ist unsere Bürgermeister-Fußballmannschaft zu einem Freundschaftsspiel gegen die Mannschaft des Parlaments nach Rom gekommen. Unsere Bürgermeister mit einem Unentschieden gut geschlagen. Nach dem Spiel gab es für alle „ForstBier“ aus dem Fass. Gewonnen haben am meisten wir Südtiroler Parlamentarier, da wir nach diesem Fußballspiel ein viel freundschaftlicheres Verhältnis mit den Kollegen der Parlamentsmannschaft pflegen werden können. Das wird uns die Arbeit erleichtern. Diese Woche gab es in Rom auch einen „Zoll-Gipfel“. Die Personalsituation hat sich durch laufende Pensionierungen verschärft, sodaß der staatliche Aufnahmestopp für Südtirol gelockert und dringend ein neuer Wettbewerb ausgeschrieben wird, um endlich frische Kräfte nachrücken zu lassen. Zu guter Letzt bin ich diese Woche zusammen mit 4 Kollegen aus dem Piemont, Aosta, Trentino und Belluno beim Herrn Staatspräsidenten eingeladen, um diesem die Anliegen der Berggebiete vorzutragen. Für dieses Treffen wurde viel Vorarbeit getroffen. Über das Ergebnis kann ich erst bei der nächsten Ausgabe berichten.

28.04.16

Das Gespräch mit den BMKandidaten fand im „Kreuzwirt“ in Schluderns statt Foto: Magdalena Dietl Sapelza

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Die Gemeinde kann die Instanz dafür sein, dass die Akteure das diskutieren und das machen können, was sinnvoll ist. Vinschgerwind: Können Sie sich eine Debatte rund um die Pestizide wie in Mals vorstellen und wie würden Sie damit umgehen? Peter Trafoier: Pestizide sind ein komplexes Thema. Kürzlich hat mir ein konventioneller Bauer gesagt, dass bei Bio Schwefel und Kupfer gegen Jausch verwendet wird und Kupfer gehe in den Boden. Das hat mich stutzig gemacht. Was ist dann da gescheiter? Armin Bernhard: Die Debatte gibt es schon, nicht nur in Mals, auch in Südtirol, in Europa und auf der ganzen Welt. Ich finde das Thema nicht so komplex. Eine weitere Industrialisierung der Landwirtschaft in Südtirol, im Vinschgau, in Schluderns ist nicht sinnvoll. Die Südtiroler Landwirtschaft wird immer klein produzieren. Wir werden Wege suchen müssen, um ökologisch und ökonomisch sinnvoll wirtschaften zu können. Andreas Hauser: Die Debatte wird geführt. Der Obstbau hat bereits Maßnahmen ergriffen und wird auch weitere setzten, damit die Akzeptanz in der Bevölkerung steigen wird. Einer Abstandsregelung gegenüber wie in Mals bin ich eher skeptisch. Wenn man dort die ganzen Streitereien sieht, die bringen nur Rechtsanwälten einen Haufen Geld. Ich bin überzeugt, dass langfristig andere Bewegungen in die Landwirtschaft kommen werden. Franz Kofler: Ich sehe die Landwirtschaft aus der Sicht des Unternehmers, der ich ja bin. Ich bin der Meinung, dass die Bauern rechtliche Sicherheit brauchen, in Form von Rahmenbedinungen, welche es ihnen erlauben, den Boden so zu bewirtschaften, dass ein angemessener Ertrag erwirtschaftet werden kann. Dann wir jeder zufrieden sein. Vinschgerwind: Sind Sie persönlich für eine Umfahrung von Schluderns? Armin Bernhard: Ich finde es wichtig, dass man die Verkehrsprobleme im Dorf und außerhalb des Dorfes löst. Eine große Umfahrung macht für mich nur dann Sinn, wenn sie gemeinsam mit den anderen Gemeinden geplant wird. Es gibt möglicherweise noch andere Lösungen, die man mitdenken muss, als die bisher bekannten. Andreas Hauser: Da braucht es auch die umliegenden Gemeinden. Derzeit wird wie-

der eine Verkehrszählung gemacht und von diesen Zahlen könnte man ausgehen. Schluderns allein ist nicht imstande eine Umfahrung zu machen. Peter Trafoier: Ja, ich bin für eine Umfahrung. Dringend. Gemeinsam mit Mals, Tartsch, Prad und Glurns. Schludern ist 2,3 Kilometer lang. Ich wohne selbst an der Staatsstraße und ich weiß, was Lärm und Abgase bedeuten. Wenn wir einen nachhaltigen Tourismus haben wollen, dann braucht es eine Umfahrung. Im Pustertal zum Beipiel ist alles umfahren. Ich weiß, wie lange das mit der MEBO gedauert hat, Laas ist umfahren, Naturns. Jene die zuerst dagegen waren, waren danach dafür. Franz Kofler: Grundsätzllich bin ich auch für eine Umfahrung von Schluderns. Die geografische Situation für Schludern ist allerdings sehr schwierig. Mir würde eine Umfahrung Prad-Glurns-Laatsch drüben nicht passen, weil sie zuweit weg ist. Es ist ein heikles Thema. Aber ich bin für eine Umfahrung. Vinschgerwind: Schließen Sie eine große Koalition, also eine mit allen vier Parteien, nach den Wahlen grundsätzlich aus? Franz Kofler: Nein. Ich finde eine große Koalition sogar richtig, dass alle vier Gruppen im Ausschuss vertreten sein sollen. Das soll die Basis sein, damit alle Kräfte im Gemeinderat mit einem Vertreter mitnimmt. DAs muss man nochmals versuchen. Andreas Hauser: Es ist verfrüht von einer großen Koalition zu sprechen. Ich warte da die Wahlen ab. Ich will mich dazu nciht äußern. Armin Bernhard: Ich finde einen Neustart wichtig, hoffentlich auch mit neuen Leuten. Für mich sind die Inhalte vorrangig. Der Gemeinderat soll sich zuerst auf gemeinsame Inhalte für die Legislatur einigen und dann finde ich es sinnvoll und wichtig, alle vier Gruppierungen mit an Bord zu holen. Peter Trafoier: Wir hatten die Viererkonstellation und das war eine gute Sache. Man muss schauen, ob man mit den Programmen zusammenkommt, das ist wichtig. Sonst wird’s scheitern, wenn man nicht mit den Programmen zusammenkommt. Das ist immer ein Geben und Nehmen. Aber wir werden uns nach den Finanzen richten müssen, dann wird man sich schon einigen.


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Schlanders

Ein Gesetz mit den Bürgern erarbeiten m Jahre 1995 hat die Initiative für mehr Demokratie das erste Volksbegehren für ein „Gesetz zur Einführung von Grundregeln der Direkten Demokratie“ eingereicht. Dies wurde abgelehnt und drei weitere ebenso. Im Jahre 2005 wurde vom Landtag das Landesgesetz Nr. 11 über „Volksbegehren und Volksabstimmung“ verabschiedet. Nach diesem Gesetz ist eine Wahlbeteiligung von 40% notwendig. Im Jahre 2013 wurde allein mit den Stimmen der SVP ein neues „Bürgerbeteiligungsgesetz“ genehmigt, welches dann bei der Volksabstimmung am 9. 02.2014 von der Bevölkerung abgelehnt wurde. Dieses Gesetz sah zwar kein Quorum vor, dafür aber 26.000 Unterschriften. Seit zwei Jahren ist die erste Gesetzgebungskommission des Landtages unter der Leitung von Magdalena Amhof bestrebt, ein neues Gesetz auszuarbeiten. Amhof hat dabei von Anfang an einen neuen Weg beschritten. Zusammen mit der Bevölkerung, im Dialog mit den Vereinen und Verbänden und zusammen mit der Opposition soll ein neues Gesetz erarbeitet werden. Im Herbst 2014 wurde in sieben Veranstaltungen im ganzen Land eine brei-

Foto: Heinrich Zoderer

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Magdalena Amhof von der SVP, Brigitte Foppa von den Grünen und Katharina Erlacher von der Sozialgenossenschaft blufink diskutierten in der Schlandersburg die erarbeiteten Vorschläge für ein neues Gesetz zur Direkten Demokratie te Diskussion mit den Bürgern geführt. Anschließend gab es mehrere Workshops mit Vereinen und Verbänden. Im April dieses Jahres waren Magdalena Amhof von der SVP und Brigitte Foppa von den Grünen wiederum im ganzen Land unterwegs, um in sechs Abendveranstaltungen die Ergebnisse der bisherigen Arbeit zu präsentieren und mit den Bürgern zu diskutieren. In Schlanders kamen am 19. April nur 9 Personen, aber es gab eine intensive Diskus-

sion. Klar ist bisher: für alle Instrumente der direkten Demokratie braucht es 8.000 Unterschriften, es soll ein Beteiligungsquorum von 20 bis 25% geben, ein Bürgerrat und ein Büro für politische Bildung und Bürgerbeteiligung soll eingerichtet werden. Wann das Gesetz verabschiedet wird und ob es wirklich zu einer breiten Zustimmung kommt und damit der neue Weg der Bürgerbeteiligung zum Erfolg führen wird, das ist noch unklar. (hzg)

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Willkommen im neuen Wellness-Zentrum Ein neues Wellness-Zentrum öffnet seine Tore und wir laden Sie ein, sich mit unserer Philosophie und unserem vielseitigen Angebot vertraut zu machen. MEI Auszeit steht für Vitalität, Wohlbefinden und Schönheit. Unser Anspruch ist es, Sie dabei zu begleiten, körpereigene Prozesse hierfür zu aktivieren. Nancy Steger, die Inhaberin der „Figur in Form“ Cooperation, Nürnberg, informiert Sie am Tag der offenen Tür, am Samstag, den 7.5.2016, über folgende Schwerpunkte unserer Methoden: • Detox statt Diät - Entschlacken - um 14.00 Uhr • Mehr Power statt sauer - IonenFußbad um 15.30 Uhr • Froximun - Körperentgiftung und Prävention um 17:00 Uhr Sollten Sie sich außerdem dafür interessieren, wie Sie Ihre Fitness und Vitalität stärken können, empfehlen wir Ihnen eine kostenfreie Analyse Ihrer Körperzusammensetzung. Als „Start up“ gewähren wir Ihnen 10% Nachlass bis 15.6.2016 auf alle FIFCO Behandlungen. Konfall 9 | Schluderns | T 340 7338067 meiauszeit.schluderns@gmail.com

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Vinschgau

Krankenhaus Schlanders: Primar Dr. Rainer berichtet aus der Praxis

Stuhlinkontinenz bis zu 6 Monaten kann sein, darüber hinaus muss sie aber gezielt behandelt werden. Unser Ziel ist es durch Aufklärung und Training Harninkontinenz und das Absinken von Gebärmutter, Harnblase und Enddarm zu vermeiden. Durch gezielte Vorsorge können viele Operationen im Genitalbereich vermieden werden. Die Lebensqualität der Frau ist dadurch bis ins höchste Alter eine bessere.

Leserbrief

Fürstenburg/Vinschgau

Die Prophylaxe für die Harninkontinenz beginnt schon vor der Geburt. Das MUKI Team vom Krankenhaus Schlanders vor dem neuen Entbindungsbett

Seit einem Jahr haben wir ein eigenes Ambulatorium für Harninkontinenz eingerichtet: die urogynäkologische Ambulanz. Wir laden alle Frauen, die ein Problem mit der Harnblase haben, ein sich in dieser Ambulanz vorzustellen. Wir bieten ein exakte Diagnostik der HIK an, damit wir auch die richtige Therapie einleiten können. Mit regelmäßigen Kontrollen können wir den Verlauf der Erkrankung festhalten und zur richtigen Zeit auch die richtige Behandlung anbieten. Die konservative Therapie steht dabei im Vordergrund. Unter konservativer Therapie verstehen wir eine Kontrolle der Harninfektionen, Toilettentraining, Vaginalkonen, Beckenbodentraining, Elektrostimulation des Beckenbodens, Akupunktur, medikamentöse Behandlung bei ganz speziellen Formen. Damit können wir eine großen Anteil der Inkontinenz kontrollieren. Durch die Verlaufskontrollen kann auch der optimale Zeitpunkt festgelegt werden, an dem eine Operation durchgeführt werden soll. Wir bieten sämtliche Operationen der Harninkontinenz und Beckenbodeninsuffizienz in Schlanders an. Bei wenigen sehr speziellen Operationen holen wir uns einen sehr kompetenten Kollegen dazu. Anmeldung in der urogynäkologische Ambulanz Telefon 0473 735130. Primar Dr. Robert Rainer

Chronistenbezirkstag 2016 in der Fürstenburg Foto: Andreas Waldner

Gemeinde Partschins fördert Feiertagsarbeit Der Sonn- und Feiertag als arbeitsfreier Tag ist kulturprägend, weil er durch und durch menschenfreundlich ist (die französischen Revolutionäre wollten ihn durch die ère vulgaire ersetzen: nur jeder 10. Tag ein Ruhetag). Was aber sind heute die Aktionen und schönen Reden für den arbeitsfreien Sonntag wert, wenn beispielsweise die Partschinser Gemeindeverwaltung ausgerechnet und ohne Notwendigkeit an Feiertagen den Müll einsammeln läßt? Haben die Müllmänner kein Anrecht auf den Feiertag, und die Bürger auf den Ruhetag vom Alltag, nur damit eine engstirnige Bürokratie befriedigt wird? Fällt der Stichtag für den Müllsammeldienst auf einen Feiertag, ist es für die Bürger völlig ausreichend, wenn der Müll am darauffolgenden Werktag eingesammelt wird. Bestimmungen sind für die Bürger da, nicht die Bürger für die Bürokratie. Und ein Sonn- oder Feiertag, ist eben ein Sonn- oder Feiertag, und soll das auch bleiben. Gertraud Gstrein, Partschins

Foto: „Wind“-Archiv

Was tun, wenn die Harnblase tröpfelt? Die Harninkontinenz der Frau ist nach wie vor ein sehr leidiges Thema, leider aber auch immer noch sehr tabuisiert. Viele Frauen ziehen sich zurück, vermeiden sportliche Aktivitäten oder gesellschaftliche Ereignisse mit der Angst Urin zu verlieren und unangenehm aufzufallen. Die häufigste Ursache der Harninkontinenz besteht in einer Schwäche der Beckenbodenmuskulatur. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht in den nächsten Jahren, die Frauen ganz gezielt darauf zu sensibilisieren den Beckenboden wahrzunehmen und zu trainieren. Wir beginnen mit der Aufklärungsarbeit bereits bei den jungen Frauen, die zu uns zur gynäkologischen Vorsorge kommen. In der Schwangerschaft werden die Frauen angeleitet den Beckenboden wahrzunehmen und zu trainieren , was einerseits wichtig ist für die Geburt selber, aber auch für das Training der Muskulatur. Haltungsfehler der Schwangeren werden erkannt und können mit Hilfe einer gezielten Physiotherapie behoben werden. Das ist ganz wichtig für eine physiologische Geburt und für den Beckenboden selber. Geburtsverletzungen auch höheren Grades werden der Anatomie entsprechend korrekt versorgt. Nach der Geburt empfehlen wir Beckenbodentraining. Eine leichte Harn- und

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Landeschronistin Rita Thaler Wieser zu Gast in der Fürstenburg

er Bezirkschronistentag fand heuer am Samstag (16.04) in der Fürstenburg statt. Roland Peer, Ortschronist von Burgeis, und der Bezirkschronist Erwin Altstätter aus Martell konnten Chronisten aus dem ganzen Vinschgau begrüßen. „Was ist ein Ort ohne Geschichte?“ fragt Altstätter. „Ich würde sagen, er ist wie ein Raum ohne Einrichtung. Früher wurde die Geschichte von Klöstern und Pfarreien geschrieben. Vielleicht manchmal einseitig. Klöster sind zurzeit unbesetzt, und viele Pfarreien sind verweist. Deshalb ist

es umso wichtiger, dass in jedem Dorf eine Chronistengruppe gebildet wird, welche die Gegenwart festhält, aufschreibt und dokumentiert. Nur so kann das wichtigste der Gegenwart für die Zukunft erhalten werden“. Chronisten sind jene Leute, welche versuchen, die Gegenwart für die Zukunft zu erhalten. Der Chronist arbeitet nicht für sich selbst, sondern für die Gemeinschaft zur Erhaltung und Weiterführung der Dorfgeschichte. „Chroniken sollen öffentlich gemacht werden“ sagte Landeschronistin Rita Thaler Wieser. Chronisten schreiben, sammeln, fotografieren, dokumentieren. Beim Bezirkstag wurden verschiedene Arbeiten ausgestellt. Andreas Paulmichl führte die Gruppe nach der Versammlung durch die Landwirtschaftsschule Fürstenburg. Mit einer Marende, offeriert von der Gemeinde Mals, wurde der Chronistenbezirkstag 2016 abgeschlossen. (aw)


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Glurns

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Landwirtschaftsförderung ist in Wirklichkeit eine Landwirtschaftsmaschinen-Förderung. Zuerst verschulden sich die Bauern, dann vereinsamen sie und dann kommen sie möglicherweise noch unter ihren Traktor“, so formuliert es Kronbichler überspitzt. „Die Funktionäre haben den Bauern ihre Würde genommen und sie zu Jammerern gemacht“, so Kronbichler. Man sollte den Bauern nicht mit Maschinen sondern mit Menschen helfen. Da seien Förderungen anzusetzen. Viele hätten den Umgang mit Mitarbeitern verlernt. Hart in`s Gericht geht Kronbichler mit dem aufgeblasenen Verwaltungs-Apparat im Lande. „Der Bauernbund und seine Parallelorganisationen, wie die einzelnen Viehzuchtverbände, haben über 200 Angestellte, die alle erhalten werden müssen.“ Die öffentliche Hand, das heißt die Steuerzahler, zu denen die Bauern nur bedingt zählen, berappe alles, so Kronbichler. Die Bauern zählen mittlerweile zur Minderheit in der Bevölkerung. Noch herrsche in der Mehrheit ein gewisser Konsens, noch habe man Achtung vor den Bauern, doch das Ganze drohe zu kippen. Die Bauern müssten aufpassen. Der

ei der ersten Autorenlesung zum Auftakt der Reihe „Lesung im Wirtshaus“ in der Glurnser Teestube beim Sigi war mit dem Journalisten und Kammerabgeordnete Florian Kronbichler (Bild) ein prominenter Autor zu Gast. Er stellte das Buch „Die Kunst, von oben zu leben“ vor. In der Publikation, die mit Fotos von Christjan Ladurner illustriert ist, beschreibt Kronbichler den Lebensalltag und die Denkweisen von 21 Südtiroler Bergbäuerinnen und Bergbauern. Es ist kein Abgesang auf eine untergehende Welt, sondern die Darstellung einer zukunftsorienten Welt, getragen von Naturverbundenheit, Unabhängigkeit, Freiheit und Zufriedenheit. Die Portrait zeigen gelungene Beispiele von Menschen, die es schaffen, auf ihren Höfen gut über die Runden zu kommen. Viele haben einen klugen Weg eingeschlagen.Mit naturnaher Bewirtschaftung und kleinem Fuhrpark leben sie glücklich und zufrieden. In seinen ergänzenden Ausführungen zum Buch nahm sich Kronbichler bei der kritischen Betrachtungen der Südtiroler Landwirtschaftspolitik kein Blatt vor den Mund. Diese ist für ihn teilweise völlig verfehlt. „Die

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

„Die Funktionäre haben den Bauern ihre Würde genommen“

unkontrollierte Einsatz von giftigen Pestiziden, die Ausbringung von stinkender Gülle, die mangelnde Kompromissbereitschaft anderen Wirtschaftszweigen, wie zum Beispiel dem Tourismus gegenüber, könnten zu Stolpersteinen werden. „Wenn Konsortialwege durch Schranken versperrt werden, kommen jeden Tag zehn neue Bauernfeinde dazu“, warnt Kronbichler. Die vielen Zuhörerinnen und Zuhörer (Bauern waren wenige darunter) nahmen viele Denkanstöße mit nach Hause. Die neue Glurnser Initiative „Lesung im Wirtshaus“ getragen von Bildungsausschuss, Bibliothek und Stadtrat ist gut angekommen und kann weitergehen. (mds)

pr info Geometer Hell - Schlanders

Foto: Erwin Bernhart

50 Jahre Bau- und Vermessungsbüro Hell

Geometer Alfred Hell mit Tochter Kordula Im Jahre 1965 hat Geometer Alfred Hell seine freiberufliche Tätigkeit in Naturns aufgenommen. Das Einzugsgebiet für Vermessungsarbeiten jeglicher Art erstreckte sich vom Reschen bis ins Pustertal. Die Anzahl der Aufträge nahm rasch zu, darunter Bestandsaufnahmen, die als Grundlage für Durchführungs-und Bebauungspläne - zum Beispiel in Schlanders, in Kortsch, in Göflan - dienten und die teilweise heute noch aktuell sind. Mit zunehmender Arbeit ist auch der Mitarbeiterstab angewachsen und so zählte das Geometerbüro Hell in Naturns mit bis zu 15 Mitarbeitern zu den größten im Raum Vinschgau und

Burggrafenamt. Dies ermöglichte es, neben den diversen Vermessungen auch Aufträge im Bereich Bau zu bearbeiten. Mit zunehmender Tätigkeit von Seiten der Autonomen Provinz Bozen kamen auf Alfred Hell Arbeiten in den Bereichen Wildbachverbauung und Straßenbau dazu und in der Landwirtschaft Arbeiten für die Bonifizierung bei Flurbereinigungen. In Prad etwa, erinnert sich Hell, waren für die Flurbereinigung rund 200 Hektar Landwirtschaftsgebiet vorgesehen und für das Aufmessen, das Abstecken, die Grenzmessungen, die Vermessungen und Teilungspläne, für die Katastereintragungen usw. benötigte das Geometerbüro Hell zwei intensive Jahre. An diversen Erinnerungen und Erfahrungen mangelt es Hell nicht. Etwa, dass für die Flurbereinigung in Prad die Staatsanwaltschaft eingeschaltet werden musste, weil es enorme Schwierigkeiten mit dem damaligen Amtsleiter des Katasteramtes Schlanders gegeben hat, der die Pläne nicht vidimieren wollte, die dann liegen geblieben sind. „Mit dem Staatsanwalt ist’s dann schnell gegangen“. lacht Alfred und danach sind die gesamte Bürobelegschaft und sogar ein Ka-

tasterbeamter nach Weißenstein wallfahren gegangen - zu Fuß von Leifers hinauf. Ironie der Geschichte: Seit einigen Jahren ist das Büro Hell in der Nähe des Katasteramtes in Schlanders. In diversen Baukommissionen war Geometer Alfred Hell einer Konstante: 20 Jahre lang etwa in den Gemeinden Naturns, Partschins und Plaus. 35 Jahre in der Baukommission in Schlanders. Vor 22 Jahren hat Hell sein Büro von Naturns nach Schlanders verlegt und seit 8 Jahren ist er in Pension. Die Tochter Kordula Hell, vor 15 Jahren als Architektin in das Büro eingestiegen, hat für einen reibungslosen Übergang gesorgt, so dass sämtliche Arbeiten weiterlaufen. Alfred kommt weiterhin täglich ins Büro, um nach dem Rechten zu sehen. Nun will man das Jubiläum mit einem kleinen Umtrunk nachholen. Kordula und Vater Alfred laden am Freitag, den 13. Mai 2016 ab 10.00 Uhr Kunden, Freunde und Bekannte zu einem gemütlichen Beisammensein in die Eurobar in Schlanders.


12 /LESERBRIEFE/ Landwirtschaft? Landbewirtung! Monokultur ist Unkultur, MissMonster- Mordkultur! Die üble Ursache, weshalb es Pestizide und Herbizide schön verführerisch genannt „Pflanzenschutzmittel“, zur Erzeugung von Lebensmittel benötigt, ist die monokulturelle Anbauweise. Diese und nur diese ist das primäre Übel! Ob in dieser grenzenlosen Massenpflanzenhaltung „biologische“ Chemikalien (mit Ausnahme von Duftlockstoffen in Fallen) oder „chemisch-synthetische“ Präparate verwendet werden, ist unterm Strich dasselbe. Sie alle, einschließlich des Kunstdüngers, sind Biozide, d.h. Leben tötend. Die Bio-Monokulturen widersprechen mir: „Unsere Bio-Chemikalien kommen auch in der Natur vor. Sie lösen sich schneller in der Luft auf, werden schnell abgewaschen und bauen sich im Boden schnell um.“ Stimmt nur zum Teil: Was heißt denn hier auflösen, abwaschen und umbauen? Luft, Boden, Grundwasser und Lebewesen werden zumindest vorübergehend übersättigt „angereichert“, geschädigt. Der Überfluss an Kupfer, Schwefel, Kalk,… gelangt schließlich ins Meer und schädigt dort Algen, Fische. Die Natur bringt diese Chemikalien nicht in der Umwelt, in der Biosphäre, in dieser unermesslichen Menge und starken Konzentration aus. Und das bedeutet schon „schnell“!? Sie schädigen also den Naturkreislauf in allen Fällen. Sie wirken tödlich für die „Schädlinge“ und „Unkräuter“. Diese Lebewesen sind nur für die naturfernen Menschen unerwünscht. Sie sind aber das Futter der „Nütz-

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linge“, welche im wahren Sinne die „Schützlinge“ für Kulturpflanzen sind. Wunderbar hat das Gott eingerichtet. Gottesnatur verträgt es, dass der Mensch sie mit seiner Kultur mischt. So kann und darf er sich durch seine gezüchteten Lebewesen ernähren. – Genmanipulation ist sicher zu weit gegangen – Er darf aber nicht die Schädlinge vergiften, ansonsten er dadurch auch die „Nützlinge“ Schützlinge vergiftet und schließlich auch sich selbst. Diese und jene werden von allen Agrochemikalien -einschließlich des Kunstdüngers- getötet. Deshalb hasse ich auch alle „biologischen“ KupferSchwefel-Kalk-Stinkbrühen, sowie allen chemisch-synthetischen Zauber-Scheiß. Dieser monokulturelle, globale Teufelskreis endet in der Sackgasse, die so eng wird, dass ein Umkehren, ja sogar ein Rückwärts-Bewegen der Menschen nicht mehr möglich ist. Ein hiesiger Obstgenossenschaftsvertreter sagte kürzlich: “Unser Wald ermöglicht unseren (monokulturellen) Apfelanbau.“ Der Waldanteil wir immer kleiner. Unter „Wald“ muss vorhandenes Naturpotential verstanden werden. Dieses aber wird immer „gründlicher und sauberer“ aus der Monokultur hinausgetrieben. So wird dadurch immer mehr zu einem flächendeckenden Todesraum des gesamten Kulturgrundes, unserer Nahrungsgrundlage. In einem Gramm gesunder Muttererde, sie ist der effektive, fruchtbare Boden, arbeiten Millionen von Mikroorganismen zu hunderten verschiedener Arten im Team zusammen. Sie fressen und verwandeln abgestorbene, organische Masse in anorga-

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nische, reaktionsfreudige Nährsalze für Pflanzen. Sie lösen auch allmählich das Gestein in freie Atome auf, verbinden, mineralisieren diese mit Kohlen- , Stick-, Wasser- und Sauerstoff eben zu natürlichen Nährsalzen und nicht zu Kunstmist. Dieser samt Pestizide und Herbizide tötet alle Bodenlebewesen. Ihre Wohnkanäle, welche auch Luft- und Wasserkapillaren darstellen, gehen verloren. Daraufhin der Boden sich verdichtet und stirbt. Vom Narren wird er dann gegen einen lebenden und fruchtbaren ausgetauscht –von wo nimmt er diesen?- oder er wird vom Wasser abgeschwemmt, oder vom Wind verweht. Ich bitte den Politiker, der ja das Volk vertreten und führen soll, dass er hier und jetzt eingreift. Er soll weltweit alle Grundstücke-Stücklein vereinen und eine Mischkultur, das ist die Ehe zwischen Natur und Kultur, wobei die Kultur ihren richtigen Fruchtwechsel erhält, koordinieren. Mein Visionsbild in einem Beispiel hierfür: Ich sehe einen befestigten und begrünten Weg, der die Talsohle quert. Er ist gesäumt von verschiedenen Obst- Kultur- und Naturbäumen. Diesen schließen sich rechts und links ein Streifen Blumenwiese von rund 100 m Breite, dann ein Streifen Naturkorridor von etwa 50 m Breite, dann verschiedene Ackerstrei-

fen mit ihrer Fruchtfolge an. Und wenn ich näher hinblicke, sehe ich: An einem hochstämmigen, bekronten Apfelbaum (unsere Großväter haben mit dem Blödsinn begonnen, den Obstbäumen die Wipfel und oder die Kronäste abzusägen. Aber auch in einem „Obstanger“ wurden zu viele gleiche Bäume und diese zu dicht gepflanzt) klettert eine Weinrebe empor, (Wein entsteht durch Denaturierung von Trauben. Er ist nicht gesund.) und schwingt sich auf eine Salweide hinüber. Daneben ist kunstvoll ein mehrstöckiger „Birnenbaum“ mit einem Durchmesser von rd. 100 cm und einer Höhe von 150 cm auf einem steinernen Sockel aufgebaut. Eine wahrhafte Bienenburg! (Ein Bienenvolk benötigt für sich ein eigenes Revier und braucht selbst seinen ganzen Honig! Für die Menschen ist er nicht gesund!) Rundherum blühen Heideröslein, und… Ein wahres Ökosystem! Viele ähnliche zusammenwirkende Ökosysteme ergeben einen sich schließenden, gesunden Naturkreislauf weltweit. Oh Gott, mögen charismatische Führer auferstehen, welche die verfluchte Monokultur zerstören, währenddessen sie heute auf morgen – Radikalität ist hier notwendig – Mischkultur mit Fruchtfolge herbeiführen. Danke! Gruber Paul Mals

Vom wind gefunden

Das Ende des Bargeldes? In Schweden und Dänemark spielt das Bargeld im Alltag praktisch keine Rolle mehr. Bezahlt wird mit Karte oder über eine App mit dem Handy. Auch Neuseeland ist auf gutem Weg zu einer bargeldlosen Gesellschaft. Möglicherweise gibt es in 10 Jahren in der EU so gut wie kein Bargeld mehr. Wo es kein Bargeld gibt, gibt es keine Raubüberfälle. Steuerhinterziehung, Korruption, Geldwäsche, Schwarzarbeit und Drogenhandel kann leichter bekämpft werden, die Kosten für den Druck, den Geldtransport, die Lagerung, das Auffüllen von Automaten fallen weg und langen Wartezeiten an Kassen wegen der Suche nach Kleingeld und Wechselgeld kann vermieden werden. Allerdings gibt es dann auch kein Trinkgeld mehr, kein Sparschwein und auch keine Bettler. Möglicherweise ändert sich das Verhältnis zum Geld, es kommt zur totalen Überwachung und damit zu einer massiven Verletzung der Privatsphäre. Tatsache ist, dass die Digitalisierung des Zahlungsverkehrs zunimmt. Die Europäische Zentralbank will den 500-Euro-Schein abschaffen, in mehreren EU Staaten gibt es bei Zahlungen BargeldObergrenzen: in Frankreich sind es 1.000 Euro, in Italien nun wieder 3.000 Euro, vorher waren es ebenfalls 1.000 Euro. Sind das die ersten Schritte zu einer bargeldlosen Gesellschaft? (hzg)


Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

Der Himmel über dem Überetsch. Ja ich bin ein Träumer. Einer von denen, die seiner Zeit für die Vinschgerbahn geträumt haben, einer von denen, die für eine Regulierung der Pestizide im oberen Vinschgau geträumt haben. Und ich werde weiterhin träumen ...

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Generationsübergreifend Adolph Kolping – ein Mensch der begeistert – hat den Gesellenverein gegründet und seine Ideen zur Nachahmung empfohlen. Das Kolpingwerk, die Kolpingsfamilie ist heute ein familienhafter Verband, aber nicht nur- auch ein generationenübergreifender Verband. Familienhaftigkeit wird in unserem Verband bei Kolping auch dadurch erfahrbar, dass verschiedene Generationen unter einem Dach zusammenkommen und -leben (siehe Kolpinghäuser.) Jung und Alt, Frauen und Männer schließen sich zusammen, und das von der Wiege bis zur Bahre. Das ist wohl einzigartig! Welch eine Chance, sich gegenseitig zu bereichern mit Wissen und Erfahrung, mit Ideen und Visionen! Welch eine Möglichkeit, Tradition und neues Denken miteinander zu verbinden, immer zum Wohle der Sache Adolph Kolpings und der Zukunft des Kolpingwerkes. Durch die generationenübergreifende Arbeit ergibt sich die besondere Chance, dass Jugendliche und Erwachsene sich gegenseitig als Partner für ihre Arbeit gewinnen. Das Projekt von Kolping Südtirol „Lehrlingspaten“ ist ein Beispiel hierfür. Jugendlichen wird eine Stütze von Erwachsenen gegeben, damit sie sich leichter in die Arbeitswelt einbringen können. In besonderer Weise kommt das innere Wesen und das ausdrückliche Wollen unserer Verbandsarbeit dadurch zum Ausdruck, dass Mitglieder zusammenkommen, sich engagieren, miteinander leben, arbeiten und feiern. Aus dem engen und engagierten Zusammenschluss der Mitglieder einer Kolpingsfamilie lebt unser Verband, lebt Kolping Südtirol. Mehr darüber das nächste Mal.

Kloster (er)leben in Marienberg Mit einem erquicklichen Programm lädt das Kloster Marienberg am Samstag, den 7. Mai 2016 von 10.00 bis 17.30 Uhr zum Tag der offenen Tür bei freiem Eintritt. Um 10.00 Uhr gibt es eine Führung durch das Klostermuseum, um 11.00 Uhr eine Führung in der Krypta, um 13.00 Uhr eine Architekurführung im Abt Hermann Haus, um 13.30 eine Architekturführung im Kloster, um 14.30 Uhr eine Kirchenführung, um 15.30 eine Sonderführung „Museumsschätze“ und um 17.30 Uhr ist eine Vesper in der Krypta. Ital. Führungen sh. unter www.marienberg.it; Infos 0473-843980

Steigende Nächtigungen mit Schönheitsfehler Tourismusverein Latsch-Martell - Während in der Gemeinde Latsch im vergangenen Jahr ein Plus an Nächtigungen zu verzeichnen war, sind in Martell die Nächtigungen ein klein wenig zurückgegangen. Events im Sport sollen weiterhin Anziehungspunkte bleiben.

v.l.: TV-Geschäftsführer David Stocker, TV-Präsident Roman Schwienbacher und der Präsident der TV-Lift GmbH Thomas Rinner

von Sarah Mitterer

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or kurzem wurde bei der Vollversammlung des Tourismusvereines Latsch – Martell Bilanz vom vergangenen Jahr gezogen. Nach den Begrüßungsworten durch den Präsidenten Roman Schwienbacher erhielten die Anwesenden Einblick über die Tätigkeiten und Zahlen vom Jahr 2015. Vor allem über die Anzahl der generierten Nächtigungen konnte man sich freuen. So sind diese im Vergleich zu 2014 um 2,91 Prozent gestiegen. Doch einen kleinen Wermutstropfen gibt es bei dieser Zahl. Schaut man sich die Bilanz genauer an, so fällt eines sofort auf: Trennt man die beiden Gemeindegebiete, so gibt es einen klaren Gewinner und Verlierer. Denn während die Gemeinde Latsch sich über ein Plus von 10.000 Nächtigungen mehr freu-

en konnte, ging die Anzahl in Martell um knapp 1500 Nächtigungen zurück. Auch Martells Bürgermeister Georg Altstätter nahm dies mit Besorgnis zur Kenntnis. Er wies darauf hin, das Problem liege vor allem darin, dass es in den Frühlingsmonaten schwer sei, den Tourismus nach Martell zu holen, denn die Radfahrer kommen eher in den Sommermonaten ins Tal. In Latsch hingegen ist der Zuwachs einem großen Teil den verschiedenen sportlichen Angeboten zu verdanken, die der Tourismusverein in Zusammenarbeit mit der VIVA-Latsch GMBH veranstaltet. „Unser Ziel ist es, durch verschiedene Events in internationale Medien vertreten zu sein “, erklärte Geschäftsführer Patrik Holzknecht. Durch Veranstaltungen wie etwa die Trail Trophy oder das Trainingscamp eines deutschen Spitzeneishockeyteams

hat man es geschafft, immer wieder in der internationalen Presse erwähnt zu werden, weshalb auch 2016 wieder einige Projekte stattfinden, die auch für internationale Aufmerksamkeit sorgen sollen. Zudem hat sich Latsch zu einer Art Bikerparadies entwickelt; Immer mehr begeisterte Mountainbiker kommen her um die verschiedenen Trails zu fahren und sorgen für einen Anstieg der Nächtigungen. Was die Benutzung des Sessellifts betrifft, der seit 2014 nach der Übernahme des Tourismusvereines wieder in Betrieb genommen wurde, so konnte man sich im Vergleich zum ersten Jahr über einen Anstieg freuen. Für die Latscher scheint es als wäre die Richtung, die man im vergangenen Jahr eingeschlagen hat, die richtige. Fehlt nur noch das Martelltal.

Foto: Sarah Mitterer

Kolping im Vinschgau

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§ Der einseitige Stellvertreterkrieg Aus dem Gerichtssaal

Während des kalten Krieges gerieten sich die Großmächte USA und die U.d.S.S.R. öfters in die Haare. Sie vermieden zwar immer die direkte Konfrontation. Stattdessen lieferten sie sich sog. Stellvertreterkriege, d.h. sie trugen ihre Differenzen auf dem Rücken eines oder mehrerer Drittstaaten aus, welche sie durch Waffenlieferungen u.a.m. unterstützten (z.B. Koreakrieg, Afghanistan während der russischen Besetzung, Vietnamkrieg). Eine andere Art von Stellvertreterkrieg führt zurzeit die Gemeinde Laas, allerdings wird dieser mit juristischen Mitteln vor dem Bozner Verwaltungs- und nun auch vor dem Verfassungsgericht in Rom ausgefochten. Den (Rechts) Streit vom Zaun gebrochen hat wieder einmal der kampfeslustige Heinz Fuchs, welcher sich für das Areal der vormaligen Holzform in der Eyrser Hand-

werkerzone nicht mehr mit dem Großhandel mit Getränken begnügen wollte, sondern auch die Ausübung eines Einzelhandels nach dem erprobten Muster des Herilu in Latsch ankündigte. Diesen Handel untersagte ihm die Gemeinde Laas, und zwar gestützt auf ein Landesgesetz, welches den Detailhandel in Gewerbezonen von wenigen Ausnahmen abgesehen (z.B. Verkauf von Autos, landwirtschaftlichen Maschinen, Baumaterialien, Getränke en gros) grundsätzlich untersagt. Das Land Südtirol ist auf diesem Sachgebiet gesetzgeberisch tätig geworden, weil es der Meinung ist, dass es hiefür über die Raum- und Gewerbeordnung die primäre Zuständigkeit hat. Dieser Ansicht hat schon der damalige Ministerpräsident Mario Monti widersprochen, als er im Jahre 2011 mit dem Gesetz zur Ankurbelung

der Wirtschaft (des sog. „Salva Italia“-Gesetz) dem Staat einen Liberalisierungsschub von oben verordnete und bei dieser Gelegenheit auch den Einzelhandel in allen Gewerbegebieten ohne Beschränkungen erlaubte. Das Land Südtirol hat das „SalvaItalia“-Gesetz zwar vor dem Verfassungsgericht angefochten, ist mit seiner Beschwerde allerdings gescheitert. Die Verfassungsrichter fegten die Argumente des Landes buchstäblich “vom Tisch“: Es obliege allein dem Zentralstaat, den Wettbewerb, die Niederlassungs- und Dienstleistungsfreiheit sowie die Formen der marktwirtschaftlichen Betätigung zu regeln, und dies sei auch im Einklang mit dem europäischen Wettbewerbsrecht. Mit solchen Geschützen hat das Verfassungsgericht auf das Landesgesetz eingeschlossen. Da könnte der Gemeinde Laas, die sich auf das

so „von oben zerrupfte“ Landesgesetz berufen hat, bange werden. Zwar hat auf Betreiben der Abgeordneten Zeller und Alfreider die 12er-Kommission vor kurzem eine Sonderbestimmung genehmigt, mit der das Land ermächtigt werden soll, u.a. „zum Schutz der Lebensqualität in historischen Ortskernen“ die Handelstätigkeit in Gewerbezonen einzuschränken. Im Rechtsstreit mit Fuchs Heinz, zu dem die Gemeinde Laas quasi wie „die Jungfrau zum Kind“ gekommen ist und den sie eigentlich stellvertretend für das Land führt, hätte es allerdings eine Selbstverständlichkeit sein müssen, dass Bozen die Gemeinde nicht „im Regen stehen“ lässt, sondern als Streitgenosse vor Gericht auftritt und auch sonst jede Art von Unterstützung leistet. Peter Tappeiner, Rechtsanwalt

pr-info FF Eyrs

Alle sind „heiß“ auf das Zeltfest in Eyrs Am Pfingstwochenende Samstag, 14. und Sonntag, 15. Mai. 2016 geht das traditionelle Zeltfest in Eyrs - heuer organisiert von der Freiwilligen Feuerwehr Eyrs - über die Bühne. Und dabei geht es „heiß“ zu. Neben viel Musik und kulinarischen Angeboten wurde ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm für Jung und Alt auf die Beine gestellt. Begonnen wird am Samstagnachmittag mit attraktiven Pokal- und Paralellwettbewerben aktiver Feuerwehrleute. Freuen können sich die Zeltfestbesucher auf Samstagabend, wenn im Rahmen einer Modeschau der Betriebe Marion`s Fashion/Latsch, Trachtenmode Amadeus/ Algund, Sportmode Ziernheld/Burgeis und Bademode Wielander/ Schlanders die „heißesten“ Sommertrends präsentiert werden. Für Weinliebhaber wird eine eigene Wein Ecke eingerichtet, in welcher eine Weinvorstellung am Sonntagvormittag stattfindet. Am Sonntagnachmittag kommen bei der zweiten Auflage von „Wetten in Eyrs“ die Wettkandidaten wieder richtig ins Schwitzen. Mit Spannung wird auch die große Lotterieverlosung am Sonntagabend erwartet, bei der es als Hauptpreis ein Auto zu gewinnen gibt. Mit Familien- und Kinderangeboten lassen die Organisatoren um die FF-Eyrs nichts anbrennen, um ein unterhaltsames und fröhliches Wochenende in der Eyrser Sportzone zu ermöglichen. (lu) Weitere Infos unter: www.feuerwehr-eyrs.com


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/MENSCHEN/ 17

Der Jüngste

einer großen Bauernfamilie von Andreas Waldner

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r ist der Jüngste einer großen Bauernfamilie. Deshalb hat er seine Vorteile aber auch seine Nachteile von seinem „Benjaminstand“ gehabt. Die anderen Geschwister seien sehr adäquad erzogen worden. Er hätte als Jüngster alles beobachtet und aufgenommen. So kam damals sein Bruder Raimund vom Vinzentinum in die Osterferien nach Hause und bezeichnete ihn als „Osterhasen“. Er hat seine Brüder nicht erleben können weil „alle schon im Vinzentinum waren“. Er ist mit seinem Bruder Ferdinand alleine zu Hause gewesen. Die Volksschule sei ganz nett gewesen und ohne Probleme und sie erinnere ihn absolut an seine Lehrerin Filomena Stecher, eine wunderbare Frau, die wie eine Mutter war. Das Liebste, was er gehabt habe, sei das Mittagessen in der Ausspeisung gewesen, von der Kauner Loisa zubereitet. Ein weiterer Höhepunkt seines Daseins, obwohl es ein Höhepunkt seines Bruders Kassian war, ist die Primiz gewesen. Da hat er sein Schnitzel zu spät bekommen. Kaum hat er angefangen zu essen, hieß es, in die Vesper gehen. Das hat ihn irritiert nicht verletzt. Er hat aber beim Beten und beim Primizsegen nur an das Schnitzel gedacht. Hansjörg gibt zu, dass es ihn in der Familie am besten gegangen ist. Wenn er beim Hüten nicht alle Kühe nach Hause gebracht hat, hat der Vater mich verprügelt nicht ihn. Er war ja erst 10 Jahre. Der Vater hat nur ganz bestimmte Buben mögen. Das Problem ist eigentlich unser ältester Bruder gewesen. Der ist Pfarrer geworden, dem hat er nichts mehr tun können. Dafür haben aber die anderen leiden müssen. Hansjörg wollte Missionär werden, hat 8 Jahre im Josefsmissionshaus gewohnt und Mittelschule, Gymnasium und Lyzeum im Vinzentinum besucht. Letztendlich hat er sich aus irgendeinem Grund entschlossen, nach Wien zu gehen, um Germanistik zu studieren. Die Studienzeit sei wunderbar gewesen. Sie hat ihn überhaupt nichts gekostet an Energie oder sonst was. Er hat einfach eine Seele für Germanistik gehabt. Er wollte Deutsch lernen. In diesem Fach hat er alles im Kasten. Germanistik war sein Ein und Alles. Er hat 10 Jahre durchstudiert und ist zum Doktor der Philosophie graduiert wor-

den. Er hat promoviert über die Literatur in der Zwischenkriegszeit, über Luis Trenker, über Mumelter, über Rubatscher. Er hat über sie ein Buch geschrieben. Karl Kraus, das ist seine Lebensgeschichte. Ungefähr 3 Jahre hat er in Wien sich mit Karl Kraus beschäftigt. Er hat alles durchstudiert, die ganze „Fackel“ durchstudiert, die rote Fackel. Hansjörg hat 1988 geheiratet und ist mit seiner Frau 7 Jahre zusammen gewesen, es seien wunderbare Jahre gewesen. Die Hochzeit auf Plagött war grandios. Die Ehe ist dann durch irgendeine Geschichte zu Ende gegangen. In seinen Werken hat er sehr viel über Biographien im Dörfl in St. Valentin geschrieben. Das wichtigste Werk ist eigentlich über seinen Vater, über seine Mutter und das ganze „Ding“, das er aufgearbeitet hat. Sein Vater fehlt ihm sehr. Er ist zu früh gestorben. Mit 13 Jahren hat Hansjörg nicht das Gefühl gehabt, dass der Vater mit 58 ein junger Mann gewesen wäre. Aber jetzt mit 61 Jahren merkt er, dass er sehr jung gestorben ist. Das hat ihn entsetzt. Der Vater hat ihn geliebt. Er war unglaublich euphorisch, ein sehr freudiger Mensch. Die Mutter war eine zurückhaltende, sich zurückziehende, eben aus dem Schatten vom Vater nicht herauskommende Hausfrau, ganz fleißig, ganz brav. Aber sie konnte, wenn es ihr gelang, sehr aggressiv sein, mit all ihren Kindern sehr austeilend sein, also ganz konträr. Die Mutter war einerseits eine wunderbare Frau und andererseits auch eine knallharte Berechnerin. Sie hat das, was mein Vater ihr angetan hat, immer wieder auf uns losgelassen. Das war ganz schlimm. Alles. Das ist seine Kindheit gewesen. Vom Bruder Heinrich weiß Hansjörg, dass er als Kind auf der Melager Alm missbraucht worden ist. Dort haben sie ihn hinterübrisch aufgehängt und einfach maltratiert, vielleicht auch sexuell oder so etwas. Das war unser armer Bruder Heinrich, der mit 10 Jahren das Knechtl auf der Melager Alm war. Das haben ihm die Hirten erzählt. Die haben gesagt: ja es war so lustig, es war einfach so lustig, wenn einer hinterübrisch aufgehängt worden ist. Und solche Sachen. Ganz fürchterliche. Oder Ähnliches über den Bruder Raimund: den hat er gesehen, von der Plawenner Alm kommend, mit seinen schlampigen Hosen,

Foto: Andreas Waldner

Ich war angenehm überrascht, als mein Bruder Hansjörg einwilligte, von ihm ein Porträt zu schreiben. Wir vereinbaren ein Treffen in der Stadtbibliothek Meran.

Hansjörg Waldner wurde 1954 in St. Valentin auf der Haide/Südtirol geboren. Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie an den Universität Wien. Promotion zum Dr. phil. Seit 1988 Generalsekretär bei ÖDA - Österreichische Dialektautor(inn)en. Zahlreiche Fachpublikationen und Anthologien. Buchbesprechungen. ist er heruntergerannt über die Teinen-Wiesen, und hat den Vater gebettel, bittschön, bittschön, ich mag nicht oben bleiben auf der Alm. Oben auf der Alm haben sie ihn ... Da sind schlimme Massaker passiert. Der Filmemacher Karl Prossliner war die Ursache für die Rückkehr Hansjörgs nach Südtirol, nach Meran. Mit dem Karl versteht er sich 100%. Der Karl überlässt ihm für seine Serie „Bildbeschreibung“ die Textbeschreibung. Und es geht noch weiter. Der Karl Prossliner sei ein, wenn er es sagen darf, ein Fan von ihm. Das erste Projekt war „von hier bis zum Mond“. Hansjörg war Hauptdarsteller. Es wurden 3 Serien gemacht.


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Podiumsdiskussion

Spargelzeit in Kastelbell ist eröffnet

„Menschen auf der Flucht“ ist das Motto einer Podiumsdiskussion am 28. April 2016 um 20.00 Uhr in der Aula Magna der WFO Schlanders. Flüchtlinge und Betreuer sind am Podium.

Ein Spargelbauer (Martin Pohl), drei Weinbauern (Martin und Heiner Pohl und Leo Forcher) und sieben Gasthöfe im Gemeindegebiet Kastelbell-Tschars: Die Zutaten für die Kastelbeller Spargelzeit im Frühling sind ausgesucht, abgerundet und ab sofort kann der köstlichste und schmackhafteste Spargel Südtirols mit fein ausgebauten Weinen in vielen Variationen genossen werden. Die standesgemäße Eröffnung der Kastelbeller Spargelzeit fand heuer im Hotel Bauhof bei Karin Linser statt.

Die Nacht der Rosen im Gourmetrestaurant Paradiso

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Foto: „Wind“-Archiv

achelor Leonard Freyer auf Besuch im Hotel Paradies in Latsch: Er zählt derzeit wohl zu den begehrtesten Traummännern im deutschen Raum, mit seinem Charme, seiner Ausstrahlung, seiner Männlichkeit und seinen Rosen: Bachelor Leonard Freyer, bekannt aus der gleichnamigen RTL-Serie, war Ende März auf Besuch im Hotel Paradies und wurde von Chefkoch Peter Oberrauch mit exzellenten, kulinarischen Kreationen im Gourmetrestaurant Paradiso verwöhnt. Diese genoss der Bachelor im Beisein zweier Südtiroler Damen, die einen Gourmetabend mit dem Bachelor während der „Nacht der Rosen“ in der Diskothek „Exklusiv Club Lana“ gewonnen hatten. Wohlbekannt sind die Kochkünste von Chefkoch Pe-

ter Oberrauch und das Gourmetrestaurant Paradiso mittlerweile auch über die Grenzen Südtirols hinaus – Gault & Millau zeichnete dieses in den Jahren 2015 und 2016 mit 2 Hauben und 16 Punkten sowie als „Bestes Neueinsteiger-Restaurant Südtirols 2015“ aus. Auch die Gastgeberfamilie Pirhofer durfte den Bachelor persönlich kennenlernen und ihm einen unvergesslichen Aufenthalt im Hotel Paradies bereiten.

Zehn Kurzfilme und ein begeistertes Publikum Latsch/Vinschgau - Der Amateurfilmer-Verein-Vinschgau (AVV) hat am 9. April zur 24. Filmvorstellung nach Latsch eingeladen. Aus dem ganzen Vinschgau, aber auch aus Meran, Bozen, dem Sarntal, vom Pustertal und sogar aus Österreich kamen Filmfreunde, Hobbyfilmer und Filmkenner.

Josef Gufler konnte bei der 24. Filmvorstellung im CulturForum Latsch 10 ganz unterschiedliche Kurzfilme ankündigen. Daniela Lösch moderierte den Filmabend und führte Interviews mit den Filmautoren. So erhielten die vielen Zuschauer auch Einblicke in die Entstehungsgeschichte der gezeigten Filme über Südtirol, Asien und Südamerika.

von Heinrich Zoderer

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osef Gufler, der Präsident der Amateurfilmer, konnte deshalb nicht nur viele Filmfreunde begrüßen, sondern zu diesem besonderen Filmabend 10 ganz unterschiedliche Kurzfilme ankündigen. Daniela Lösch moderierte den Abend und führte mit allen Filmautoren kurze Interviews. Gezeigt wurden Filme von vier bis 12 Minuten. Jeder Film erzählte eine andere Geschichte, zeigte Stimmung und Spannung. Christian Lintner zeigte in seinem Film wie Markus Gasser ein Didgeridoo baute, Daniel Kofler präsentierte in seinem ersten Film Steinwild in der Brunftzeit am Allitzer Berg. Drei verschiedene Zubereitungsarten von Fleisch wurden im Film von Alois Winkler aufgezeigt. Roman Wiesler führte die Zuschauer mit seinem Film auf den Friedhof von

Taufers i. M. Dort machte die Mundartdichterin Rosina Wittmer Spiess sich ihre Gedanken über die Gefallenen der beiden Weltkriege und las einige ihrer Gedichte vor. Bereits vor 10 Jahren filmte der nunmehr 85-jährige Herbert Kiem die Latscher Langlaufgruppe auf Töbrunn. Nun wurde der Film gezeigt. Im Kurzfilm „Heischiaßn“ dokumentierte Leo Lanthaler, wie in Rabenstein im Hinterpasseier Kinder und Erwachsene zusammenarbeiten, um das Heu vom Berg über Drahtseile zur Hofstelle zu befördern. Der Vereinsgründer und langjährige Präsident Adolf Steinkeller aus Goldrain entführte mit seinem Film „Der Schamane“ die Zuschauer in die geheimnisvolle Welt von Lorenz Kuntner aus Prad, der am Dorfende, in der Schmelz, die alten Geister wieder zum Leben erweckt und im Film über die Vergänglichkeit

der Natur philosophiert. Zwei Filme führten nach Asien bzw. Südamerika. Der Film „Veragama Watta“ von Siegfried Schnitzer erzählt von einem Südtiroler Hilfsprojekt in einem Dorf in Sri Lanka. Die Besteigung von zwei Sechstausendern in Bolivien zeigte der Film von Anton Blaas. Nicht nur das lebendige und farbenfrohe Leben in Asien und Amerika wurde in den beiden Filmen sichtbar, auch die prächtige Bergwelt Südamerikas kam zum Ausdruck. Zum Abschluss der Filmvorstellung zeigte Michael Tscholl seinen Film „Fall Rules – Cool auf zwei Rädern“. In 4 Minuten wurde nicht nur die Leidenschaft für das Mountainbiken auf einer Downhill-Strecke gezeigt, sondern auch mit vielen Tricks und Herbstimpressionen Spannung erzeugt und so ein interessanter Kurzfilm eines jungen Filmemachers präsentiert

Foto: Heinrich Zoderer

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So. 22.05.2016 20.00 Uhr

Frühjahrskonzert der Musikkapelle Martell in Martell, Bürgerhaus

Mi. 25.05.2016 21.00 Uhr

Open Air Musikschule Meran in Latsch

Do. 26.05.2016 bis So. 29.05.2016 Fr. 03.06.2016 bis So. 05.06.2016 So. 05.06.2016 20.30 Uhr

Trail Days - Mountainbike Season Opening in Latsch TrailTrophy in Latsch Herz-Jesu Konzert der Bürgerkapelle Latsch in Latsch

Latscher Sommernächte shoppen, flanieren und amüsieren…

Herren und Mode Obwohl die MODEORIENTIERTEN HERREN in unseren Breiten eher eine kleine, feine Minderheit darstellen, möchte ich die heutige Modekolumne genau eben diesen widmen. Beginnen wir mit dem Einkaufsverhalten, welches schon einen interessanten Gegensatz zu dem der (meisten) Damen darstellt. Herren sind BEDARFSKÄUFER. Lassen sich in der Regel, ein- bis max. zweimal pro Saison „blicken“ in der Herrenabteilung. Dafür werden dann aber Kombinationen erstellt, die zu „funktionieren“ haben, in den Wirren des Alltags.

Claudia Pinggera Modefachfrau – FarbTyp-Stilberaterin bei Modegalerie Leo – Latsch/Zentrum

Deshalb nachfolgend ein paar Tipps für den Aufbau einer gut situierten Grundgarderobe (gilt übrigens auch für Damen): je eine angenehm sitzende JEANS, BAUMWOLL- und ELEGANTE HOSE. Achten Sie hierbei neben der Weichheit und Strapazierfähigkeit der Materialien, vor allem auch auf den Schnitt. Passen oder lassen – Kompromisse haben in dem Bereich nichts verloren. Bei den Oberteilen gilt die Grundregel von ca. 1:3 – d.h. eine Hose „verträgt“ im Normalfall drei Oberteile im Wechsel. Dort ist es immer schön, wenn „mann“ sich ein wenig modemutig zeigt, in der Farbgebung, bzw. Mustermix. HEMDEN in reiner Baumwolle und bügelfreier Qualität sind eine gute Sache, in der Optik und in der Pflege. Je ein SACCO, FREIZEIT- oder STRICKJACKE runden das Ganze ab. Und wenn dann noch was im TRACHTENLOOK hineindarf, um so besser. Achten Sie auf natürliche Materialien, vor allem auch bei UNTERWÄSCHE. Herzlichst, Ihre Claudia P.

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28.04.16

Kastelbell-Juval

„Zwischen den Schlössern“ m vergangenen Jahr entstand im Bildungsausschuss Kastelbell die Idee für ein umfangreiches Projekt. Ideen, Vorstellungen, Wünsche und Visionen wurden gesammelt und ein Zwei-Jahresprojekt erarbeitet. Mit dem Titel „Zwischen den Schlössen“ gab der Bildungsauschuss Kastelbell dem Projekt ein Rahmen und vereint darin Themen und Angebote die das gesamte Gemeindegbiet präsentieren. Es wird deutlich was Kastelbell zu bieten hat: die Schlösser stehen für Kultur, Historie und Kunst, so auch die vielen Sagen und das alte Handwerk. Wein, Spargel und die Kastanie präentieren die kulinarischen Seiten, den Genuss und nicht zu letzt die Landschaft. In den kommenden zwei Jahren, stehen all diese Themen im Mittelpunkt und werden passend zu den Jahreszeiten in Szene gesetzt. Zur Auftaktveranstaltung wurde Magdalena Messner eingeladen, die aus ihrem Buch

Fotos: Barbara Wopfner

I

Die engagierten Mitarbeiterinnen des Bildungsausschusses Kastelbell v.l.: Karin Fissneider, Kathi Donà, Emilia Tappeiner, Monika Gitterle, Karin Telfser, Helga Pircher, Monika Rechenmacher, Bernadette Tapfer, Bild r. Magdalena Messner über ihren Vater Reinhold Messner in der Bibliothek von Kastelbell vorlas. Mit Zitaten und Passagen aus dem Buch „Reinhold Messner Selbstversorger und Bergbauer“ führte sie die Besucher in eine besondere Perspektive, die auch private und persönliche Episoden erzählte. Angebunden an diesen Abend, lud der Bildungsausschuss zu einer Wanderung mit Führung ins

Schloass Juval. In den kommenden Monaten dürfen sich die besucher der Veranstaltungen auf ein abwechslungsreiches Angebot freuen. Der jährliche Markt am siebten Mai, wird mit einem Genussmarkt und Vorträgen vom Gartenexperten Andreas Modery, bekannt durch die Sendung von Südtriol1, aufgewertet. Auf dem Garten- und Genussmarkt wird für das leiblich Wohl

und die Geselligkeit sicherlich gesorgt sein. Der Sommer wird begleitet von Kunst und Wein, der Herbst steht im Zeichen der Kastanie und ihrer Vielfalt. Ein Mammutprogramm, dem viel Arbeit und Einsatz vorangegangen ist. Informationen zu den Veranstaltungen stehen allen Interessierten über denm Bildungsausschuss zur Verfügung. (bw)

Nachgedacht April 2016 von Don Mario Pinggera

Das letzte Nachgedacht erwähnte eine mögliche Grenzkontrolle am Brenner. Dies wird nun leider traurige Wirklichkeit. Offensichtlich wurde in unserem Land Österreich unterschätzt. Und damit die Folgen

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einer völlig hilflosen Politik, welche dann unvermeidbar eintreten, wenn unfähige Politiker Macht ausüben. Nun sollte man österreichische Politik zu verstehen suchen (als Österreicher darf ich das sagen): Dass sich dieses Land in den letzten Jahren damit über Wasser gehalten hat, dass Ministerämter via parteilichen Clubmachenschaften (und nicht nach Kompetenz!) arglos verteilt worden sind, war nicht weiter von Bedeutung. Österreichische Politik hat auf EU Ebene in den letzten Jahren kaum jemanden interessiert. Zudem hat Österreich mehr oder weniger das Fahrwasser der Politik Deutschlands für sich zu nutzen gewusst. Deswegen fallen Fehlbesetzungen auf Ministerposten auch nicht weiter auf. Nun hat sich die Situation entscheidend geändert: die ganze Problematik um die Flüchtlinge erfordert Sachkompetenz, und zwar eine extrem

hohe. Weder der aktuelle Verteidigungsminister Doskozil noch die (völlig zu Recht!) aus dem Amt geschiedene Innenministerin Mikl - Leitner erwecken deshalb Vertrauen. Dass nun auch noch ausgerechnet für das höchste Amt im Staat ein Rudolf Hundstorfer kandidiert, welcher schon als Minister eine fragwürdige Gestalt war, zeigt das ganze Dilemma auf. Mögen die Österreicher weise genug sein und jemanden zum Bundespräsidenten wählen, welcher solide genug ist, dieses Amt auch adäquat auszufüllen. Einzig der junge und dyna-

mische Aussenminister Sebastian Kurz scheint der Situation gewachsen zu sein. Hoffentlich kann er sich im ihn umgebenden Altherren und Altdamenclub durchsetzen. Leider kommen nun auch aus Bayern Töne, welche Grenzkontrollen am Brenner forcieren. Minister Markus Söder bietet gar bayerisches Personal für diese Grenzkontrollen an. Das Ganze droht nun wirklich aus dem Ruder zu laufen. Grenzkontrollen oder gar eine Schliessung wären ein Schuss ins eigene Bein. Leidtragende sind Südtirol und Nordtirol gleichermassen. Dass Grenzkontrollen im Schengenraum nur bei erheblicher Gefahr für die innere Sicherheit erlaubt sind, scheint weder in Wien noch in München Gültigkeit zu haben. Es ist an der Zeit, dass die EU Kommission ein Machtwort spricht und die Verantwortlichen zur Räson bringt!


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Prad

Fürstenburg/Ossiach

Therapie durch Literatur

Im Spitzenfeld

ei gesundheitlichen Problemen und bei Lebenskrisen greifen Menschen oft zu Büchern, in denen die Thematiken angesprochen werden, die die Leserinnen und Leser augenblicklich belasten. Diese Bücher, ob Romane oder Sachbücher, wirken oft wie Stärkungsmittel und geben eine wertvolle Hilfestellung beim Ordnen des emotionalen Durcheinanders – bewusst oder unbewusst. Das Interesse an entsprechenden Publikationen ist groß und Wegweiser durch das übergroße Bücherangebot sind gefragter denn je. Einer, der sich in die Welt der Romane als Therapie eingearbeitet hat, ist der gebürtige Malser Markus Fritz. Mit seiner „Bibliotherapie“ leistet er wertvolle Hilfestellung, die nicht zuletzt den Bibliothekarinnen und Bibliothekaren beim Ankauf der Bücher eine Hilfestel-

Foto: Wind Archiv

B

Therapie-Romane können wie Medizin gegen unterschiedliche Leiden wirken lung bieten kann. Zu Gast war Fritz in Vergangenheit bereits in mehreren Bibliotheken im Vinschgau. Kürzlich konnten

pr-info Fleckviehzuchtverband

Große Fleckviehschau unterm Schlern Auf der „Tirlerwiese“ in Kastelruth, dort wo die „Kastelruther Spatzen“ jährlich ihr traditionelle „Spatzenfest“ feiern, sind am Samstag, den 7. Mai 2016, ausgewählte Rinder der Fleckviehrasse aus dem Gebiet Etsch-und Eisaktal zu bestaunen. Es handelt sich um die größte Ausstellung außerhalb des Pustertales, dem Kerngebiet der Fleckvieh-Zucht in Südtirol. Auch fünf Spitzenkühe aus dem Vinschgau sind mit von der Partie. Denn der Vinschger Fleckviehzuchtverein gehört zum Einzugsgebiet Etsch-Eisacktal. Mit den Tieren kommen natürlich auch Züchterinnen und Züchter, Interessierte und Schaulustige aus dem ganzen Land an den Fuß des Schlerns. Der Obmann des Fleckviehzuchtverbandes Emmerich Silbernagl und Geschäftsführer Dieter Herbst erwarten sich einen regen Zustrom. Der Obmann des Vinschger Feckviehzuchtvereins, Walter Klotz, wird mit einer Züchter-Delegation aus dem Vinschgau anreisen. Im Rahmen der Fleckviehschau - mit Bewertung der Tiere durch zwei TopPreisrichter aus Deutschland - findet auch die Geselligkeit bei Musik, bei Speis und Trank breiten Raum. Und möglicherweise mischt sich auch Emmerich Silbernagl und Norbert Rier von den „Kastelruther Walter Klotz Spatzen unter das Publikum.

ihn auch die Verantwortlichen der Bibliothek Prad im Rahmen der „Prader Gesundheitstage“ begrüßen. Dort stellte Fritz die neuesten Bücher seiner „Bibliotherapie 2016“ vor. In seinem Referat schlüpfte er geschickt in die Rollen des Büchertherapeuten und bot Arzneien in Form von Büchern an. Darunter befanden sich viele Romane, für die unterschiedlichsten Bedürfnisse der Leserinnen und Leser. Fritz beschrieb kurz den Inhalt und Donatella Gigli las ausgewählte Text-Passagen vor. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von den beiden Jungmusikern Johann Weichselberger und Christian Hofer mit ihren Klarinetten. Zum Abschluss gab`s einen kleinen Umtrunk, der viel Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch bot und um Fragen an den Referenten zu stellen. (mds)

E

nde März heulten die Motorsägen an der forstlichen Ausbildungsstätte in Ossiach (Kärnten) besonders laut. Mit 108 Teilnehmern und Teilnehmerinnen ist diese Veranstaltung der teilnehmerstärkste Forstwettkampf seiner Art in Europa. Mit dabei war auch ein Team der Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Fürstenburg (Bild). Die Mannschaft der Fachschule Fürstenburg sicherte sich den hervorragenden 4. Platz im Teambewerb. Die Schüler wur-

den vom Praxislehrer Othmar Telfser und von der Fachlehrerin Simone Götsch trainiert und nach Ossiach begleitet.

Fleckviehschau Etsch- Eisacktal in Kastelruth - Tirlerwiese am Samstag, 7. Mai 2016 9.00 Uhr Auftriebsende 9.30 Uhr Tierbeurteilung und Besprechung 12.00 Uhr Begrüßung, Viehsegnung, Ansprachen 12.30 Uhr Vorstellung Siegertiere und Prämierung 14.30 Uhr Verlosung

Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt


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Schlanders

Nachwuchs fürs Theater

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urück zum Glück“ heißt das neue Stück der Jugendgruppe des Theatervereins Schlanders, das am 13. Mai im Kulturhaus „Karl Schönherr“ seine Premiere feiern wird. Daniel Trafoier, der Initiator des letztjährigen Projektes „Es war einmal...“, übernimmt erneut die Leitung; es ist somit das zweite Stück der noch relativ jungen Jugendtheatergruppe. Das Erststück „Es war einmal...“, indem es vor allem um eine Neuinterpretation bekannter Märchen ging (Conchita Wurst als Schneewittchen), zeichnete sich besonders durch den Gebrauch von Jugendsprache und den eingebauten frischen Ideen der beteiligten Jugendlichen aus. Nach dem letztjährigen Erfolg in der Aula Magna der WFO, ist die Gruppe heuer mit doppelt so vielen Darsteller und Mithelfern ins Kulturhaus übergesiedelt, wo die Aufführung des neuen Stückes aufgrund des Ausmaßes des Projektes, dennoch wieder eine logistische Herausforderung darstellt. Diese Entwicklung ist Daniel

Trafoier zu verdanken, der damals die Theatergruppe gründete, am Beginn mit bloß zwei Jugendlichen, die daraufhin ihre Freunde überzeugten mitzumachen und diese wiederum deren Freunde hinzuholten. Bereits bei der letzten Aufführung wurde ausgemacht, heuer mit einem neuen Theaterstück zurückzukehren und so sind alle Spieler aus dem letzten Jahr wieder dabei. Zusätzlich stehen dieses Mal auch einige Helfer selbst als Darsteller auf der Bühne aber auch letztjährige Zuschauer wollten heuer selbst mitmachen. Nicht immer allerdings, so Moritz Angerer, Hauptdarsteller im heurigen Stück, herrscht Harmonie unter den Spielern. Er selbst war sich am Anfang nicht darüber im Klaren ob er sich am Projekt beteiligen sollte oder nicht, aufgrund seiner Mitspieler (es kannten sich am Anfang nur wenige). Das Endresultat, sagt er aber, sei es auf jeden Fall wert und die Gruppe gehe im Großen und Ganzen mittlerweile sehr familiär miteinander um. Eine Mitspielerin die erst heuer dazugekommen ist sagt,

Foto: Maximilian Gurschler

Die Jungendgruppe des Theatervereins Schlanders feiert am 13. Mai die Premiere ihres neuen Stückes „Zurück zum Glück“.

besonders attraktiv sei das Projekt besonders deshalb, weil „Jugendliche etwas zu sagen haben, sozusagen“... Und das bring uns auch schon zum Konzept und zur Besonderheit der Jugendgruppe: Obwohl Trafoier das Stück allein mit einer Schülerin geschrieben hat, ermutigt er alle selbst mitzureden und auch selbst auszusetzen was ihnen am Stück nicht gefällt. Auch die Aufgaben „Bühnenbau“ und „Technik“ werden von den jungen Erwachsenen übernommen. Eine Mitspielerin sagt, es herrsche einfach das Gefühl als habe jeder Beteiligte gleich viel zu sagen, außer was das Geld betrifft, fügt sie lachend hinzu. Die Obfrau des Theatervereins Schlanders, Nadia Senoner, sagt, es geht bei diesem Konzept noch um viel mehr. Seit Jahren herrscht im Theaterverein ein Nachwuchsproblem und die Kultur muss ja schließlich weitergegeben werden. Jugendförderung zu betreiben sei für jeden Verein gut und die jungen Spieler ziehen auch wieder ein junges Publikum an, das daraufhin selbst wieder an solchen Projekten beteiligt sein möchte. So kommt der Stein ins Rollen. Deshalb sei es auch gut das die Jugendlichen selbst in die Öffentlichkeitsarbeit miteinbezogen werden. Sie können dann später die Theaterkultur weitertragen. In der Tat sind im heurigen Jahr auch andere Theatergruppen nachgezogen und es wurde mehr Jugendförderung betrieben. Ein Projekt dieses Ausmaßes wird für die Jugendgruppe trotzdem nicht jedes Jahr möglich sein. Nächstes Jahr zum Beispiel

wird die Theatergruppe „Der Kreis“ das Kulturhaus wieder für sich beanspruchen. Dennoch können die jungen Darsteller mit der Zeit in die „Erwachsenengruppen“ aufgenommen werden. So spielten bereits heuer zwei der Hauptdarsteller von „Zurück zum Glück“, zuvor bei einem Erwachsenentheater mit („Ganze Kerle“) und werden bei ihrer Darbietung auf diese Erfahrung zurückgreifen können. Bei der Aufführung im Mai geht es um drei „Idioten“, die eine Zeitreise unternehmen um sich auf die Suche nach Glück und Liebe zu machen. Sie begegnen dabei verschiedenen berühmten Persönlichkeiten aus verschiedenen geschichtlichen Stationen. Auch heuer verspricht das Stück wieder skurril zu werden und mit viel Jugendsprache untermalen zu sein. Es hat jedoch einen ernsten und sachlichen Kern und soll eine Unterhaltung für alle sein. Und obwohl dem Stück heuer das Überraschungsmoment fehlt und man schon ungefähr weiß in welche Richtung es gehen wird, erhoffen sich die Jugendlichen einen erneuten großen Erfolg. So eine Jugendgruppe habe zwar seine Nachteile im Vergleich zu einer Erwachsenengruppe, wie zum Beispiel der volle Terminkalender der Mitspieler (Musikverein, Schwimmkurs, Schule, Theatergruppe), aber sie hat auch ihre Vorteile. Junge Leuten trauen sich mehr, sagt Matthias Horrer, der letztes Jahr durch den gesamten zweiten Akt mit einem hautengen Damenkleid rennen musste, sie bringen Frische mit sich. Die Jugendlichen sind allesamt überzeugt, dass sie die Sache gleich ernst nehmen wie es Erwachsene tun würden. Und auch an Motivation mangelt es ihnen nicht. Sie haben selbst viel Werbung betrieben und unter anderem auf Facebook Videos hochgeladen in denen sie sich selbst interviewen. Man kann sie sich auf der Facebook Seite des Theatervereins Schlanders anschauen. Für das Theater selbst oder mehr Details dazu muss man leider noch bis zur Premiere am 13. Mai warten. Maximilian Gurschler


LIEBE LESER,

WIR SAGEN DANKE, DASS SIE UNS ZUR NUMMER

GEMACHT HABEN. Der Vinschgerwind ist mit einer Auflage von 17.000 Stück, genau adressiert, fast 5000 Facebook-Likes und mit 1000 Web-Zugriffen wöchentlich das meistgelesene Medium im Vinschgau.

www.vinschgerwind.it


26 /GESELLSCHAFT/

Vinschgerwind 9-16

28.04.16

Pedross/Obervinschgau

Bezirksfeuerwehrtag in Langtaufers er 61. Bezirksfeuerwehrtag fand heuer am Sonntag (17.04) in Pedross statt. Dazu konnte Bezirkspräsident Manfred Thöni neben zahlreichen Ehrengästen, Landes- Gemeinde- und Behördenvertreter eine Kommandantin, 20 Kommandanten, Kommandantenstellvertreter und 24 Delegierte vom Bezirk Obervinschgau begrüßen. Weiter begrüßte er auch die Fahnenabordnungen und die Fahnenbegleiter, die zu ehrenden Feuerwehrkammeraden, die Patin, die Ehrenmitglieder und Mitglieder außer Dienst. 823 aktive Mitglieder haben die Feuerwehren des Bezirkes Obervinschgau. 86 Jugendliche sind in Jugendgruppen aktiv. Über die entsprechende Arbeit in den verschiedenen Gruppen berichtete Bezirksjugendreferent David Waldner. Nicht weniger als 30.800 Stunden wurden im Jahre 2015 bei Einsätzen und Übungen

Foto: Andreas Waldner

D

geleistet. Wie wichtig der Dienst der Feuerwehren ist, hat sich im abgelaufenen Jahr angesichts der Großbrände in Glurns, Taufers und Nauders gezeigt. Bezirksinspektor Peter Theiner hat dramatische Bilder dieser Ereignisse gezeigt. Der Feuerwehrarzt Helmut Rauner wies auf die körperliche, aber auch auf die psychische Gesundheit der aktiven Wehrmänner hin und zählte Werte auf: Kameradschaft, Ehrlichkeit,

Vertrauen, Glaubwürdigkeit, Toleranz, Wertschätzung, Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein. Sie sollten Orientierung sein im täglichen Leben. Gelebte Kameradschaft und Gemeinschaft im großen Netzwerk unter der Feuerwehr fördere ein friedliches, angenehmes Zusammenleben im Dorf. Für die Jugend ist es wichtig, dass wir bestimmte Werte vorleben, damit sich die Jugend an der Feuerwehr ori-

entieren und begeistern kann. Der Grauner Bürgermeister Heinrich Noggler und Landesrat Arnold Schuler dankten den Wehrleuten. Ihr Dienst könne gar nicht hoch genug bewertet und respektiert werden. Zum Abschluss der Tagung ersuchte Manfred Thöni den Landesfeuerwehrpräsidenten und den Landesrat Arnold Schuler, die Ehrungen vorzunehmen. Mit dem Verdienstkreuz in Gold für 40 Jahre Dienst wurden geehrt: Franz Josef Warger, Karl Sagmeister, Cesare Gentilini, Valtentin Paulmichl, Erwin Oberthaler, Leo Freitag, Hubert Schöpf und Martin Prugger. Die Auszeichnung als Mitglied a.D. im Bezirksverband erhielten: Hubert Schöpf, Karl Malloth, Bernhard Saurer und Alois Plagg. Das Ehrenkreuz in Silber und die Ehrenmitgliedschaft im Bezirk erhielt unter anerkennendem Applaus Armin Plagg. (aw)

Buch

Schluderns

...und voller Gottvertrauen

Benni und die Vespa

G

B

„Trotz allem aufrecht und voller Gottvertrauen“, Provinz Verlag, 250 Seiten; ISBN: 978-8899444-02-0

1969, belegt durch eine entsprechende Dokumentation aus dem Gemeindearchiv, Kriegsanleihen und diesbezügliche Gerichtsbescheide und Zitate aus dem historischen „Pustertaler Boten“ verleihen dieser Biographie einen wissenschaftlichen Hintergrund. Viele Recherchen, auch von Verwandten aus Dornbirn- Vorarlberg und das umfangreiche Bildmaterial lassen dieses Buch zu einem interessanten Gesamtwerk werden.

enni und die Vespa, das ist eine innige Verbindung. „Vepa ist Kult. Es ist bärig, sie zu flicken, allein oder mit anderen“, sagt er. Seine erste Vespa, eine weiße 50er Spezial hat er 2008 von einem Kumpel gekauft. Inzwischen ist er Besitzer von 15 Vespas, die er größtenteils in klapprigem Zustand erworben und selbst „aufgerichtet“ hat. Die älteste ist eine Vespa Super 125 Baujahr 1966. „Mich interessieren die Geschichten, die alte Maschinen auf dem Buckel haben“, so Benni. Die meiste Freizeit verbringt er in seiner kleinen Werkstatt bei seinen Vespas und bastelt an ihnen herum. Wenn er von einer alten Vespa erfährt, versucht er diese zu kaufen, auch wenn sie ein regelrechter Schrotthaufen ist.

Dann ist Herbert Höchenberger von Hermaland gefragt, der dem Benni Bestandteile besorgt. Laufend schaut dieser sich auf Motorrad-Messen in Italien um. Mit seinem Vespa-Fieber hat Benni viele andere angesteckt. Zirka 25 junge Burschen teilen mit ihm die Leidenschaft für die Zweiräder. In gemeinsamen Nachforschungen haben sie herausgefunden, dass es in Schluderns an die 120 Vespas gibt. Am Samstag, den 7. Mai organisiert die Gruppe zum zweiten Mal ein Vespa-Fest im Schludernser Park mit Beginn um 10.00 Uhr, bei dem es bei Musik, Speis und Trank viele Vespas zu bestaunen gibt. (mds) Foto: Magdalena Dietl Sapelza

abriele Neunhäuserer Wallnöfer stellte im Spätherbst 2015 ihr neuestes Werk, die Biographie über ihre Großmutter Elisabeth Huber, verehelichte Neunhäuserer, in Geiselsberg, Gemeinde Olang, vor. Ernst Neunhäuserer (gest. 2003) hatte in den von ihm verfassten Erinnerungen über das schicksalhafte Leben seiner Mutter geschrieben, welches von zwei mörderischen Kriegen, großer Armut und schweren Verlusten, auch den der geliebten Heimat, geprägt war. Nicht mehr jung, mit einer Schar unmündiger Kinder und ohne ihren geliebten Gatten musste sie in der Fremde (Option) einen schwierigen Neuanfang wagen. Zahlreiche Forschungen von Fachleuten zu den politischwirtschaftlichen Umbrüchen in der Zeitspanne von 1886-

Benni Tragust aus Schluderns ist begeisterter Vespa-Fan


28.04.16

Vinschgerwind 9-16

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Latsch Tanzgruppe

Die Prozession

Foto: Wind Archiv

Latsch

Der Vorstand: v.l. Sabine Heel, Werner Pircher, Claudia Bertoletti Tassiello, Franz Nagl, Helga Mantinger und Stefan Doliana Es fehlt das Ausschuss-Mitglied Patrizia Kiem Tanzen macht Spaß. Es fördert die Fitness und ist Balsam für das Gemüt. Kurzum, das Tanzen ist Ausdruck von Lebensfreude. Seit vier Jahren folgen Tanzbegeisterte aus dem Vinschgau und dem Burggrafenamt dem Ruf der Verantwortlichen des Tanzclubs Latsch/Vinschgau und treffen sich zu TanzAbenden im Culturforum. Die

Begeisterung ist groß. 130 Tänzerinnen und Tänzer wurden seit der Club-Gründung gezählt. 2015 wurden 26 Tanzabende organisiert. Diese werden immer wieder auch als Lehrstunden genutzt. Einmal im Monat sind Gruppentänze angesagt, wie Line Dance. Höhepunkte im vergangenen Jahr waren der Rosenmontagsball, der Oktober-

fest-Tanzabend und der GalaTanzabend mit Sivester-Buffet. Die Tanzenden erfreuten die übrigen Anwesenden mit perfekt gesetzten Schritten und geschmeidigen Tanzfiguren. Im Frühjahr und Herbst haben Ineressierte die Möglichkeit, Tanzkurse (Standard, Latein und Discofox) zu besuchen. Geplant ist eine gezielte Jugendförderung. Kürzlich wurde bei der 4. ordentlichen Vollversammlung der Tanz-Club-Vorstand neu gewählt. Der bisherige Präsident Franz Nagl wurde bestätigt. Claudia Bertoletti Tassiello unterstützt ihn als Vizepräsidentin. Die nächsten Tanzabende finden am 6./14./21./ 28. Mai und am 11. und 25. Juni statt. Beginn: 20.30 im Culturforum Latsch. Alle die gerne tanzen möchten, sind herzlich willkommen. (mds) Infos: unter Tel. 388 8474 470

Prozessionsspinner vor und nach der feierlichen Prozession auf der Matscher Straße: Wenn man zwei aus der Prozession herausnimmt, bleibt der Vordermann stehen und man sieht, wie bis an die Prozessionsspitze gemeldet wird. Dann bleibt die Prozession stehen. Die Hinteren scheinen einen Gang zuzulegen, um die Lücke zu schließen. Dann wieder Meldung an die Spitze und die feierliche Prozession zeiht unter dne Klängen der Musik weiter. Die Kommunikation funktioniert alutlos, wie, ist mir ein Rätsel. Von wegen Spinner: Es scheinen gescheite Wesen zu sein. Nur die Autos auf der Matscher Straße walzen sie platt... Vorsicht: die Spinner sind giftig (nicht berühren). Wolfgang Kapeller, Taufers

pr-info Circolo culturale - Val Venosta

Der Krug ist ein Fass geworden „Der Krug“ ist eine Komödie in einem Akt des Sizilianischen Schrifstellers Luigi Pirandello aus dem Jahre 1916. Es handelt sich um einen präpotenten Bauern, der einen neuen Krug kauft, aber in der Nacht wird dieser beschädigt. Der Bauer sucht jemanden, um den Schade zu reparieren. Die Geschichte geht dann weiter bis zu einem überraschende Finale. Für den Vinschgau adaptiert, wo kein Öl sondern Wein produziert wird, ist der Krug ein Fass geworden. Der Film wurde im Jahr 2011 unter der Regie von Paolo Azzarone und seinem Vize Alfred Habicher von vielen Schauspielern aus dem Vinschgau gespielt. Peppi Noggler, Sepp Unterlechner, Günther Vanzo, Franco Ceol (im Bild links), Georg Waldboth, Tatiana Kaserer, Michi Theiner, Renato Gallo, Brigitte Pircher (v.l. im Bild oben), Edl Reinstadler, Ernst Steinkeller, Bruno Girelli und andere. Azzarone leitete zwischen 2009 und 2012 die Regie von 4 Filmen in deutscher und italienischer Sprache. Seine Tätigkeit war eine Bereicherung für den Kulturverein Circolo culturale Val Venosta. (lp)

Paolo Azzarone † Sepp Unterlechner Peppi Noggler

In ricordo di Paolo Azzarone il Circolo culturale Val Venosta, ripresenterà venerdì 6 maggio 2016 alle ore 20 nell’Istituto superiore in via Parco Plawenn, 3 a Silandro, il film da lui diretto „La botte“ in lingua italiana. Ingresso libero. In Erinnerung an Paolo Azzarone wird der Circolo culturale Val Venosta am 6. Mai 2016 um 21 Uhr im Oberschulzentrum Schlanders Plawennpark Nr. 3 den von ihm geleiteten Film „Das Fass“ in deutscher Sprache zeigen. Eintritt frei


KASTELBELL/ TSCHARS

TARSCH

LATSCH

MARTELL

GOLDRAIN

SCHLANDERS

KORTSCH

LAAS

STILFS

PRAD

28.04.16

SCHLUDERNS

MALS

BILDUNGSAUSSCHÜSSE VINSCHGAU

GRAUN

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GLURNS

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Bildungsausschuss Latsch

Latscher Kulturtage 2016

Freitag, 6. Mai, 20.00 Uhr, Bichlkirche SWING SINGERS & SWINGING HARMONISTS Swing und Schwung in der Kirch‘ afn Bichl. Junge und jung gebliebene Sängerinnen und Sänger aus dem Nordschwarzwald wollen begeistern. Englische Chormusik klingt durch den Maien-Abend. Nach dem Quer- schnitt durch Jazz, Swing, Pop, Gospelsongs und Spirituals folgen die komödiantischen Einlagen der „Swinging Harmonists“.

Samstag, 7. Mai, 20.00 Uhr, CulturForum VORTRAG & AUSSTELLUNG „DER ORTLER IM FEUER“

Sonntag, 1. Mai, ab 11.00 Uhr Festbetrieb, Dorfplatz MUSIK &TANZ UM DEN MAIBAUM (bei Schlechtwetter im CulturForum)

Montag, 2. Mai, 20.00 Uhr, CulturForum JULIAN & JODLEN Julian ist ein besonderer Theaterautor, der 2014 den Text für das Stück „Hochzeitsfieber am Gardasee“ geschrieben hat, der mehrmals mit Literaturpreisen ausgezeichnet wurde und der mit den Jodel-Experten Markus Prieth, Daniel Faranna und Veronika Egger von „Opas Diandl“ auftritt.

Die höchste Kriegsfront der Menschheit.

Nach der Kriegserklärung Italiens an das Vaterland Österreich-Ungarn stand der neue Feind kampfbereit auf den Höhen des Stilfs- erjochs. Über 3.000 Meter hohe Berggipfel wurden zu Artilleriestellungen. Das war der Beginn eines bis dahin für unmöglich gehaltenen Hochgebirgskrieges. Stand- und Kaiserschützen kämpften und starben im Ringen um die strategisch wichtigen Fronthöhen.

Sonntag, 8. Mai, 10.00 Uhr, Pfarrkirche MUTTERTAGSMESSE MIT „EINKLANG“ Es wird ein rhythmischer Muttertag mit Michi Rainer, Stefanie Eberhöfer, Flora Stecher & Hannes Frank.

Lehrgang für ehrenamtlich Tätige in der Bildungsarbeit

3. Block – Konzept- und Projektarbeit 24.-25. März 2017 - Bildungshaus Schloss Goldrain 4. Block – Kommunikation (nach außen) 26.-27. Mai 2017 - Bildungshaus Lichtenburg, Nals

Herbst 2016 – Frühjahr 2017

Informationen und Anmeldung:

Programm: Die einzelnen Blöcke beginnen jeweils am Freitag um 16.00 Uhr und enden am Samstag, um 17.30 Uhr 1. Block – Bildung im Dorf und meine Rolle dabei 14.-15. Oktober 2016 - Bildungshaus Lichtenburg, Nals 2. Block – Neue Veranstaltungsformen und Methoden in der Bildungsarbeit 13.-14. Jänner 2017 - Bildungshaus Schloss Goldrain, Goldrain

Anmeldungen mittels Anmeldeformular bis 30. Juni 2016. Das Anmeldeformular ist direkt beim Amt für Weiterbildung erhältlich oder es kann im Internet herunter geladen werden: www.provinz.bz.it/weiterbildung , unter „Aktuelles“

Foto: Martin Geier

Bezirksservice Vinschgau


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Vinschgerwind 9-16

Bildungsausschuss Kastelbell-Tschars

Zwischen

/BILDUNGSZUG/ 29 Bildungsausschuss Schlanders

den

Schlössern

Gartenexperte Andreas Modery Radio Südtirol 1 & Radio Tirol

Kultur Café Autorenlesung Sa 30.04.2016

19.00 Uhr Café Konditorei Schuster

Kurzreferate am Marktplatz im Ortszentrum von Kastelbell 9.30 Uhr Tipps und Tricks für Balkongärtner 11.00 Uhr Die Todsünden beim „Garteln“

Genussmarkt mit lokalen Produkten

Samstag, 07.05.2016, von 8 bis 14 Uhr Parkdeck Raiffeisenkasse Kastelbell

Jahresmarkt Kastelbell | Dorfplatz, Winkelweg Parkplatz | Obstgenossenschaft Juval, Bahnhof Kastelbell, Kirchplatz Kastelbell Anreise | Zug Linie 250 Bahnhof Kastelbell Tourismusverein Kastelbell-Tschars Tel. +39 0473 624193 - info@kastelbell-tschars.com - www.kastelbell-tschars.com Bildungsausschuss Kastelbell-Tschars Gemeinde Kastelbell-Tschars

In der Frühlingsausgabe des Kultur Cafés 2016 dreht sich alles um Schlanders und den Vinschgau, verpackt in einem lesenswerten, historischen Roman. Der Eintritt zur Lesung ist kostenlos und es ist keine Anmeldung erforderlich. Nach der Lesung sind die Gäste zu einer kleinen Stärkung mit Köstlichkeiten aus dem Café Konditorei Schuster eingeladen. Information: Schlanders Marketing Tel.: 0473 737757 marketing@schlanders.it

Das Mädchen aus dem Vinschgau Historischer Roman

Bildungsausschuss Laas

Einladung zur Tagesfahrt

Die Schwefelbäder im Bad Bergfall am Samstag, 21. Mai 2016 Es handelt sich um ein sehr mineralreiches, sulfat-, calcium-, magnesiumhaltiges Wasser. Über Jahrhunderte wurde diese geheimnisvolle Naturkraft genutzt, davon zeugt das Altarbild von anno 1720 in der Hauskapelle. Programm: • Fahrt nach Olang zum Gasthof und Schwefelbad Bad Bergfall mit Führung durch die Badeanlage • Gemeinsames Mittagessen • Nachmittags Aufenthalt in Bruneck mit Stadtführung Abfahrten Bus: 07.00 Uhr in Mals (Bushaltestelle Oberschulzentrum) 07.20 Uhr in Eyrs (Gasthof Edelweiß) 07.30 Uhr in Laas (Raika) Spesenbeitrag: 50,00 pro Person (Bus; Mittagessen; Stadtführung) Anmeldung: Ab sofort und innerhalb 06.05.2016 bei Christine Stark Tel. 0473 739856 und Liselotte Parth Tel. 0473 626124 Organisation: Bildungsausschuss Laas in Rahmen des Projektes „Weißwasser“

Bezirksservice Vinschgau/Ludwig Fabi

Laas in Südtirol, 1519. Die junge Luzia ist unsterblich in den verarmten Bergbauer Toni verliebt. Doch ihr Vater, ein aufstrebender Marmorhändler, zwingt Lu- zia zur Verlobung mit Diethard, einem angesehenen Geldleiher für Steinmetzarbeiten. Sofia ist völlig ver- zweifelt, ihr Herz gehört nur Toni. Als der eines Tages spurlos verschwindet, zögert Luzia deshalb keine Sekunde und macht sich auf die gefährliche Suche nach ihm – unbarmherzig verfolgt von Diethard, der sich zurückholen will, was ihm gehört: Luzia … Im Buch werden neben dem Vinschger Marmor auch der Kirchturmbau in Schlanders und andere historische Gebäude und Begebenheiten der Region erwähnt. Der Roman entstand unter anderem am Rimpfhof am Sonnenberg bei Allitz, wo Ursula Flacke Inspiration und Muse für ihr Werk fand. Uschi Flacke, geboren in Lippstadt, wurde ganz schön durchs Leben gewirbelt. Mit fünfzehn noch im Nonneninternat, etwas später in der ZDF Hitparade. Als Fotomodell arbeitete sie unter anderem für die Zeit- schrift “Brigitte” und jobbte auch an der Tankstelle. 1973 hol- te sie das Abitur auf dem 2. Bildungsweg nach und studierte Politikwissenschaft/Germanistik/Geschichte/Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft (Berlin/Köln).

Bahnhof Spondinig 1 39026 Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 Fax +39 0473 618116 bezirksservice.vinschgau@gwr.it www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf


30 /JUGEND/

Vinschgerwind 9-16

Jugendtreff „fResch“ Reschen Ö Sa. 30.04.16 ab 19.00 Uhr Muttertagsgeschenk – selbst gemacht Ö Fr. 06.05.16 ab 18.00 Uhr Snack im Treff, danach Besuch Theater Langtaufers Anmeldung erforderlich Jugendtreff „Juze“ St.Valentin Ö Fr. 29.04.16 ab 18.00 Uhr 1.Kl. Mittelschultreff: Muttertagsgeschenk Ö Sa. 07.05.16 ab 19.00 Uhr Filmabend: „Fack ju Göthe 2“ Jugendzentrum JuMa Mals Ö Mi.11.05.16 um 18.00 Uhr Selbstgemachte BIO chicken nuggets Ö Do.12.05.16 um 19.30 Uhr Vortreffen Meerfahrt Bibione Jugendraum Revoluzer Taufers Ö Fr. 06.05.16 um 13.30 Uhr Tasty Blätterteigpizzastrudel Ö Mi.11.05.16 um 13.30 Uhr Beauty Nachmittag 4 Girls Jugendtreff „Chillhouse“ Stilfs Ö Mi. 04.05.16 ab 18.00 Uhr Muttertagskarten basteln Ö Fr. 13.05.16 ab 18.00 Uhr Challenge Night Jugendhaus Phönix Schluderns Ö Fr. 29.04.16 ab 16.00 Uhr Grillnachmittag im Park Ö 09. – 14.05.16 geschlossen Jugendtreff La:Ma Laas Ö Fr. 29.04.16 ab 18.00 Uhr Ballspiele Ö Sa. 07.05.16 ab 17.00 Uhr „Pimp the table“ Jugendtreff JU!P Explosiv Ö Sa. 07.05.16 ab 18.00 Uhr Mexican night Ö 09. – 14.05.16 geschlossen Jugendtreff Tschengls Ö Sa. 07.05.16 ab 19.00 Uhr Grillen Info & Anmeldung bei Myri Jugendtreff Tarsch Ö Mi 04.05.16 ab 15.00 Uhr Spielenachmittag Ö Mi. 11.05.16 ab 15.00 Uhr „Inzer perfekt’s Dinner I“ Info & Anmeldung bei Myri JuZe Freiraum Schlanders Ö Sa. 30.04.16 ab 18.00 Uhr Kochsession – gemeinsam zaubern wir ein Menü eurer Wahl Ö Sa. 07.05.16 ab 17.00 Uhr Ein neuer Look für den JuZe Garten Kosmo Plaus Ö Fr. 29.04.16 ab 17.00 Uhr Pizza backen Ö Mi. 04.05.16 ab 16.00 Uhr PC-Turnier JuZe Naturns Ö So. 01.05.16 16.00 – 20.00 Uhr JuZe-Sunntig Ö Sa. 07.05.16 ab 20.00 Uhr Livekonzert mit den Homies 4 Life Jugendtreff „All In“ KastelbellTschars Ö Fr. 06.05.16 ab 17.00 Uhr Fack ju Göthe Marathon Jugendcafé Chillout Latsch Ö So. 01.05.16 ab 9.00 Uhr Orchideenverkauf

28.04.16

JUGENDLICHE LERNEN VONEINANDER Werde Teil des Projektes „Meinigs, Deinigs, Insrigs“ Du bist zwischen 14 und 18 Jahren alt und möchtest dich mit Gleichaltrige zu einem von euch gewählten Thema austauschen, darüber diskutieren und euch dabei professionell begleiten lassen? Dann bist du hier genau richtig! Im Projekt „Meinigs, Deinigs, Insrigs“ erhältst du mit anderen Jugendlichen die Möglichkeit, dich intensiv mit einem Thema auseinanderzusetzen, welches von euch gemeinsam ausgewählt wird. Die Workshops finden an insgesamt 2 x 2 Tagen statt, an denen ihr eure Erfahrungen austauscht, Neues erfragt und euer Wissen vertieft. Die von euch gesammelten Erfahrungen könnt ihr später in Form von selbst organisierten Projekten, z.B. Videos, Theaterstücken, Ausstel-

lungen, usw. auch an andere Jugendliche weitergeben. Die Teilnahme ist kostenlos – für dich entstehen somit keine Kosten. Bist du interessiert? Dann melde dich bis zum 20. Mai im in deinem Jugendtreff oder Zentrum oder beim Jugenddienst bei Nadine, Email nadine.obervinschgau@jugenddienst.it oder +39 377 32 00 002.

Weiss Kreuz Jugend Schlanders und die Jugendtreffs La:Ma und Tschengls

Vorstellung der WK-Jugend Am Samstag, den 16. April, verbrachten wir einen tollen uns spannenden Nachmittag mit der WK – Jugend von Schlanders und den Jugendlichen im Jugendtreff La:Ma in Laas. Wir erhielten spannende und tolle Infos, wie es so ist bei der WK – Jugend zu sein, und was es sonst noch alles zwischen Druckverband, stabile Seitenlage und der 118 gibt. Für uns war es ein ganz wertvoller Nachmittag, der uns wieder mal gezeigt hat, wie wichtig es ist meinen Mitmenschen in der Not zu helfen und Bescheid zu wissen wie ich mich im Ernstfall verhalten kann. Ein großes Dank geht an alle Beteiligten, insbesondere der WK Jugend Schlanders, für die Zeit die ihr euch genommen habt und den Jugendlichen fürs Dabei sein. Wir freuen uns auf eine nächste Zusammenarbeit mit euch allen.

Der Jugendraum Ju!P und der Jugendtreff Chillhouse Stilfs fahren gemeinsam nach Wien. Vom 18.bis zum 22.07.2016 werden wir die Hauptstadt Österreichs besuchen. Habt ihr Lust auf Riesenradfahren am Wiener Prater oder wollt ihr die vielfältige Tierwelt im Tierpark von Schönbrunn bestaunen? Wollt ihr noch dazu die atemberaubende Aussicht vom Donauturm in einer Höhe von 252 m genießen oder durch Wiens Straßen schlendern und shoppen gehen? Dann meldet euch bei uns bis zum 18.05.2016 an. Mitfahren dürfen alle Jugendlichen über 13 Jahren. Die Kosten betragen 270€. Info und Anmeldung bei Franziska (Ju!P) unter 329 721 52 36 oder bei Jana (Chillhouse) unter 389 519 58 45.

Vinschgau goes

2016

Über 200 Jugendliche wurden am Samstag, 2. April von JugendarbeiterInnen und ehrenamtlichen BetreuerInnen der 15 Treffs & 3 Zentren aus dem ganzen Vinschgau ins Gardaland begleitet. Bei nicht ganz so schönem Wetter und deshalb keinen Wartezeiten versprach es ein aufregender Tag zu werden. Müde, adrenalinerfüllt, erschöpft und zufrieden ging es um 17 h wieder nach Hause.


07.01.16

Vinschgerwind 1-16

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28.04.16

Vinschgerwind 9-16

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Schluderns

Musikalische Reise begeistert en letzten Marsch - die „Euro Swing Parade“ von Klees Vlak - widmenten die Musikantinnen und Musikanten speziell den beiden ältesten Mitgliedern in ihren Reihen. Rudolf Klotz hat den 75. und Erich Klotz den 70. Geburtstag gefeiert. Auszeichnungen ihrer Musikkapelle Schluderns und des Verbandes Südtiroler Musikkapellen VSM haben die beiden Senioren im Laufe der Jahre schon einige überreicht bekommen. Im Mittelpunkt des diesjährigen Josefi-Konzertes der Musikkapelle Schluderns stand auch Herbert Schwarz. Für seine 50-jährige Mitgliedschaft erhielt er aus den Händen des Bezirksobmannes Manfred Horrer das Verbandsehrenzeichen in Großgold des VSM. Ein weiterer Höhepunkt des Konzertes war die offizielle Übergabe der neuen Röhrenglocken durch den Obmann der Raiffeisenkasse Prad Taufers, Karl Heinz Kuntner.

Fotos: Mirko Stocker

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links: Kapellmeister Hubert Eberhöfer gibt den Ton an; rechts: Manfred Horrer und Herbert Schwarz Die Bank hatte diese gesponsert. Nun zum Konzert selbst: Kapellmeister Hubert Eberhofer und seinen Musikantinnen und Musikanten führten die zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer im ersten Teil auf eine musikalische Reise durch Südtirol - mit den Kompositionen „In aller Kürze“ von Thomas Asanger, „Heimatland-Overtüre“ von Jindrich Pravecek, „Reditus Solis“ von Armin Kofler und „Jubelklänge aus Leifers“ von Norbert Rabanser. Sprecherin Barbara Klotz gab in

bewährter Weise Hintergrundinformationen zu den einzelnen Werken. Nach der Pause ging die musikalische Reise in die Ferne. Zur Aufführung kamen „Ein Reisetagebuch“ von Manfred Sternberger, „Florentiner Marsch“ von Julius Fucik, „L.A. California“ von Klees Vlak und der anfangs genannte Geburtstagsmarsch. Mit kräftigem Applaus dankte das Publikum und wurde mit einigen Zugaben belohnt. In geselliger Runden ließen die

Musikantinnen und Musikanten den Konzertabend anschließend ausklingen und stießen mit einem guten Gläschen Wein auf das gelungene Veranstaltung an. Die Musikkapelle Schluderns zählt mit 55 Musikerinnen und Musikern zu den Mitglieder stärksten Kapellen des Tales. Fast ein Drittel der Gruppenmitglieder sind Frauen. Und mit dem Obmann Joachim Tragust hat die MK Schluderns einen der jüngsten im Lande. (mds)

Schlanders

Patientenverfügung und ein menschenwürdiges Sterben ie Fortschritte in der Medizin sind ein großer Segen, sie verlängern das Leben und bieten viele Möglichkeiten, die es früher nicht gab. Aber diese Fortschritte machen auch Angst. Dies meinte Anita Tscholl von der Caritas Hospizbewegung bei einem Informationsabend zum Thema Patientenverfügung, organisiert vom Pfarrgemeinderat, vom Bildungsausschuss und vom KVW. Das Hospizbüro in Schlanders wird von Anita Tscholl koordiniert. Hauptaufgabe der Hospizbewegung ist es Schwerkranken und Sterbenden beizustehen, die Angehörigen von Schwerkranken zu unterstützen und Trauernde in ihrer Trauerarbeit zu begleiten. Nicht nur durch die Fortschritte in der Medizin, auch durch den gesellschaftlichen Wandel haben sich das Sterben und die Einstellung zum Tod verändert. War es früher eine sehr private, familiäre

Angelegenheit, so sterben heute viele Menschen im Krankenhaus. Es gibt Möglichkeiten, das Leben zu verlängern und die Sterbephase zu verzögern. Durch die Patientenverfügung soll jeder einzelne mitbestimmen, was für ihn in seiner letzten Lebensphase wichtig ist, damit es ein Leben in Würde und ein menschenwürdiges Sterben wird. Die Angst vor Schmerzen, vor Einsamkeit, davor, anderen zur Last zu fallen, die Wahrheit über den eigenen Gesundheitszustand nicht zu erfahren, dies beschäftigt viele Menschen im Alter, aber auch die Angst bei Verlust der eigenen Entscheidungsfähigkeit anderen ausgeliefert zu sein. Die Patientenverfügung ist eine schriftliche Willenserklärung für den Fall, dass jemand entscheidungsunfähig ist. Es soll dabei angegeben werden, welche medizinischen Behandlungen man wünscht bzw. ablehnt. Aber

Monika Bleimschein Plangger vom Fachausschuss für Bildung des Pfarrgemeinderates Schlanders führte in das Thema ein, Anita Tscholl, die Koordinatorin der Caritas Hospizbewegung in Schlanders, informierte über die Patientenverfügung

was in der letzten Lebensphase wichtig ist, welche Wünsche man hat und was man auch nicht will. Man sollte mit Angehörigen und dem Hausarzt darüber reden, man soll eine Vertrauensperson für den Fall benennen, dass man nicht mehr selbst entscheidungsfähig ist. In der Patientenverfügung soll das alles schriftlich festgehalten werden, damit die Ärzte und Angehörigen dies berücksichtigen können. Tscholl betonte, dass diese Patientenverfügung immer wieder verändert werden kann. Sie sollte beim Vertrauensarzt und einer Vertrauensperson aufbewahrt werden. (hzg).

es sollte eigentlich um mehr gehen. Anita Tscholl meinte, dass das Ausfüllen einer Patientenverfügung eine Auseinandersetzung mit dem Leben und dem Sterben sein sollte, damit man sich selber bewusst wird,

Für persönliche Gespräche ist Anita Tscholl in Schlanders bei der Caritas jede Woche am Montag und Freitag von 9.00 - 12.30 Uhr erreichbar. Anmeldungen unter Tel. 366 58 89 441 oder unter anita.tscholl@caritas.bz.it

Foto: Heinrich Zoderer

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Vinschgerwind 9-16

Schlanders

28.04.16

Heimatbühne Langtaufers

„Di Touler Mais tean huaschtn“

Vinzenzverein erhält Spenden

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links: Stefanie Patscheider und Thomas Pinggera; rechts: Ramona Joos, Priska Jung, Peter Eller und Simone Eller Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

m Ostermontag sahen insgesamt 500 Personen im Kulturhaus Schlanders bei drei Aufführungen den Dokumentarfilm von Günther Neumair und Astrid Kofler „Sonnenberg und Nördersberg - Landschaften im Dialog“. Die freiwilligen Spenden in der Höhe von 1.400 Euro wurden von der Präsidentin des Kulturhauses, Monika Holzner und von Stefano Tarquini an den Präsidenten des Vinzenzvereins, Herbert Habicher, übergeben.

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Foto: Heinrich Zoderer

uf der Bühne in Langtaufers sorgt der urige „Touler Dialekt“ für einzigartige humorvolle Zwiegespräche. Und „di Touler Mais tean huascht“. Auch das ist einzigartig und in der aktuellen Komödie „Kein Dinner für Sünder“ von Edward Taylos im Kulturhaus von Pedross deutlich zu hören. Zwei Monate lang haben sich die sechs Schauspielerinnen und Schauspieler unter der Regie von Patrik Eller auf die

v.l. Günther Neumaier, Astrid Kofler, Herbert Habicher, Monika Holzner und Stefano Tarquini

Premiere am 15. April vorbereitet. Ein vollbesetzter Saal und kräftiger Applaus waren der Lohn für die Mühen. „Es ist uns gelungen, zwei junge Spielerinnen zu gewinnen“, freut sich Obmann Helmuth Blaas. „Bei den Männern tun wir uns schwerer.“ Der Inhalt dreht sich um den Angestellten Benni (Thomas Pinggera), der seinem bigottem Chef (Peter Eller) und dessen Ehefrau (Priska Jung) seine Freundin (Ra-

Das köstliche Buffet bei der Premiere spendierte die Familie Köllemann von Hotel „Alpenjuwel“ in Melag

mona Joos) als Ehefrau vorstellen will. Diese stellt sich quer. Auch die Suche nach Ersatz durch die Sekratärin (Stefanie Patscheider) misslingt. Übrig bleibt nur noch die Putzfrau (Simone Eller). Auf der Suche nach einem Ausweg kommt es zu misslichen Situationen. (mds) Nächste Aufführungen: Freitag, 29. April und Sonntag, 1. Mai um 20 Uhr; Reservierung: 347 251 59 27

Laas/Schluderns

Gesundheit und Wohlbefinden für MitarbeiterInnen S insgesamt 1.600 Arbeitsstunden daran teilgenommen. Unter der kreativen und inhaltlichen Kursleitung von Herta Höchenberger und der Kursorganisation und Dokumentation von Carolin Kaserer wurden Inhalte wie Selbstverantwortung, Umgang

Foto: Ludwig Fabi

eit vielen Jahren werden im Konsortialbetrieb der Wohnund Pflegeheime von Schluderns und Laas verschiedene Veranstaltungen und Angebote im Rahmen der Gesundheitsförderung und Arbeitszufriedenheit mit externen Fachleuten organisiert. Rückenschule, Massagen, Kraft und Entspannungsangebote, Kurse zur Teambildung, zur Sprache in der Pflege und Kinästhetik sind nur einige Beispiele dafür. Kürzlich wurde aber ein ganz besonderes Projekt vorgestellt, welches Betriebsintern entwickelt wurde. Die Mitarbeiterin Herta Höchenberger hat im Rahmen der Teilnahme am Lehrgang „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ ein Mitarbeiterprojekt erarbeitet, welches unter dem Titel „Licht in mein Dunkel“ durchgeführt wurde. Zwanzig Mitarbeiterinnen haben an zehn Workshops von Februar 2015 bis Jänner 2016 mit

mit Stress, Teambildung, Kommunikation, Zielvorgaben, Konfliktfähigkeit und Fremdwahrnehmung aufgearbeitet. An der bunt gemischten und kreativ gestalten Abschlussveranstaltung über die positiven Erfahrungen waren auch zwei Maturaklassen

der SOGYM Mals und die Maturaklasse der Fachschule Kortsch mit ihren Lehrkräften anwesend. Für die SchülerInnen fand diese Projektvorstellung im Rahmen ihres Fachunterrichtes Arbeitsorganisation und Arbeitspsychologie statt. (lu) Erste Reihe v. l.n.r: Herta Höchenberger, Carolin Kaserer, Sara Tarneller, Sabine Zerzer, Zweite Reihe: Hanni Pinggera, Cornelia Köllemann, Renate Siller, Edith Reisigl, Zita Fliri, Gabriel Wunderer Dritte Reihe: Miriam Folie, Manuela Tragust, Jana Kopfsteinova, Gertraud Riedl, Gerlinde Traut, Roswitha Schwarz, Brigitte Spiess, Direktorin Sibille Tschenett


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Braunvieh-Jungzüchterclub Ober- und Untervinschgau

Gebiets-Braunviehschau in Lichtenberg A

m kommenden Samstag, den 30. April 2016, dreht sich in Lichtenberg alles um das Braunvieh, das vor 120 Jahren von der Schweiz kommend im Vinschgau Fuß gefasst hat. 150 ausgewählte Tiere zeigen sich von ihrer schönsten Seite. Die Mitglieder der Jungzüchterclubs Ober- und Untervinschgau sorgen bei der Gebiets-Braunviehschau für das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher. Die rund 100 Mitglieder beider Jungzüchterclubs sind meist gut ausgebildet - teilweise Absolventen der Landwirtschaftsschulen - und in Zucht und Tierpflege bestens bewandert. Bei regelmäßigen Treffen, Ausflügen und Stallbesichtigungen tauschen sie sich aus, besprechen Tierhaltung, die Auswahl der Zuchtstiere und vieles mehr. Die Liebe zum Braunvieh haben die Jungzüchter/Innen von ihren Eltern und Großeltern übernommen. Die Jungen fühlen einerseits die Verpflichtung, die Tradition der Braunviehhaltung zu pflegen, andererseits sind sie von den Vorzügen der Braunen überzeugt. Die Tiere sind langlebig, gutmütig, genügsam und eignen sich hervorragend für die Almen, was im Berggebiet wichtig ist. Ausgezeichnete Wer-

Bei der JungzüchterBraunviehschau in Mals 2012 v.r. Stefan Stocker (Obmann der Jungzüchterclubs Obervinschgau), Harald Riedl und Josef Waldner (Obmann Stellvertreter des Jungzüchterclubs Obervinschgau) Obmann des Jungzüchterclubs Untervinschgau ist Roman Oberhofer

te erreichen die Braunen bei der Milchleistung (bis zu 12.000 Kg im Jahr) und bei der Milch-Qualität. Diese punktet mit einem Fettgehalt von durchschnittlich 4, 17 Prozent und einem Eiweißgehalt von 3,55 Prozent. Der hohe Kappa-Kasein B Gehalt macht die Milch der Braunvieh-Kühe zu einem exzellenten Rohstoff für die Käse-Herstellung. Das Kappa Kasein wird auch als „das Gold in der Käseherstellung“ bezeichnet, weil es die Lab-Fähigkeit positiv beeinflusst und die Ausbeute erhöht (bis zu 10 Prozent). In Käse-Regionen wie zum Beispiel

am Nonsberg, in Livigno oder in der Gegend von Parma in der Poebene ist die Milch der Braunen deshalb sehr gefragt. Bauern aus diesen Gebieten kaufen mit Vorliebe Braunvieh aus Südtirol. Das erklärt die guten Preise, die teilweise bei den Versteigerungen in Bozen erzielt werden. Auch das motiviert die Bäuerinnen und Bauern, der Braunviehzucht die Treue zu halten. Die Jungzüchter freuen sich auf eine gut besuchte Braunviehschau, die mit Musik und Tombola viel Abwechslung bietet. (mds)

Programm: 9.30 Uhr Bewertung Jungrinder 10.30 Uhr Wahl der Gesamt- siegerin Jungrinder 10.45 Uhr Viehsegnung 11.00 Uhr Bewertung Kühe 12.00 Uhr Festakt 13.00 Uhr Wahl Euter- und Gesamtsiegerin 13.00 Uhr Krönung Königin 13.45 Uhr Betriebscup 14.30 Uhr Verlosung


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pr-info Stroblhof Morter

Stroblhof in Morter öffnet Sissi, Ex -Pächterin der Rablander Grillstube hat nach Morter/ Gemeinde Latsch gewechselt. Sie eröffnet am Samstag den 7. Mai die Bar Stroblhof in Morter. In Absprache mit der Besitzerin haben sie gemeinsam den Betrieb im den vergangenen Monaten liebevoll renoviert. Die Bar als Treffpunkt für Jung und Alt - Groß und Klein, bietet eine schöne Sonnenterrasse, das Jägerstüberl ist ideal für Versammlungen und Treffen von Vereinen oder sonstigen Gruppen, bis zu 20 - 25 Personen. Der Rad und Wanderweg führt nahe der Bar Stroblhof vorbei und ist auch vom Bahnhof Goldrain am Eingang des Martelltales aus in wenigen Minuten zu erreichen. Eine Einkehr bietet sich an, ob einzeln oder in Gruppen (Busse, Motorradfahrer). Die Dorfbewohner, Nachbarn sowie alle unsere Freunde aus nah und fern sind herzlich willkommen. Wir servieren verschiedene liebevoll zubereitete Imbisse, köstliche Eisbecher und Sissis bekannte hausgemachte Kuchen. Alle sind zur

Eröffnung am Freitag, 6. Mai ab 17.00 Uhr herzlich eingeladen zu einem Umtrunk mit Häppchen Wir freuen uns auf Euch. Öffnungszeiten: Mo - Fr: 7.00 bis 22.00 Uhr, Sonntag Ruhetag (ab November bis März sonntags geöffnet)

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Das Spitze und das Runde Der Morgenspaziergang führt mich immer wieder in die Nähe der hochmodernen Feuerwehrhalle beim östlichen Kreisverkehr von Schlanders, zum „Palabirnhaus“. Der Ausbau dieses großen Wohn- und Büroblockes ist bald fertig; spannend ist besonders die Einfügung in die Umgebung. Wird hier an der neuen Kreuzung eine Verkehrsinsel entstehen, mit Bäumen oder mit einem plastischen Kunstwerk, etwa mit einem Gebilde aus Göflaner Marmorblöcken? Der ebenerdige Geschäftsbereich wird vom HGV genutzt, also vom Hoteliers- und Gastwirteverband, der die Räume auch angekauft hat. Auf dieser großen Fläche werden 9 Beamte ebenerdig ihren Arbeitsplatz finden. So die Auskunft von Manfred Pinzger, dem neuen Präsidenten des HGV; darin soll das Tourismuskonzept des Vinschgaus betreut und belebt werden. Aber zuerst ein Blick auf die gewaltigen, in zwei schräg zueinander gestellten Baukörper mit den etwa 16 Wohnungen; verbunden werden sie durch eine breit angelegte, einstöckige Verbindungsterrasse. Alles wirkt elegant und leicht trotz der gewaltigen Kubatur, die hier Platz finden musste. Alle Wohnungen verfügen über einen Balkon und getrennte Zugänge. Sehr aussichtsreich, nicht nur in den obersten Stockwerken, abwechslungsreich gestaltet in großzügigen, vertikalen Linien ... es dominiert die Gerade, der rechte Winkel, die Säule. Aus schattigen Nischen öffnen sich verschieden große Türen und Fenster, aufgereiht wie in einer Notenschrift, zu lesen von unten nach oben. Eine geometrische Spielwiese, zusammengefügt aus kantigen Elementen. Und wie passt das Ganze zur Palabirnallee, zum Kinderspielplatz, der hier an der Westseite angelegt wird? Es ist dies der so genannte Seileranger, weil hier einst auf einer Länge von 200 Metern die dicken „Soaler“, also die starken Taue gedreht und auseinander gezogen wurden; man brauchte sie beim Transport der schweren Blöcke vom Göflaner Marmorbruch nach Tafratz. Das ist schon lang her und ist vielfach vergessen. Dann folgte die Zeit der Palabirne, die einst als Süßstoff geschätzt und also wertvoll war. Der neue Besitzer Mazadra, ein hoher römischer Beamter, hat das Grundstück nicht mehr bewirtschaftet, weswegen die alten Bäume bleiben durften und noch immer stehen. Dann stand hier also jahrelang ein baufälliges Gebäude, das auch Trögerhaus genannt wurde. Getrennt wurde es durch ein schmales Straßenstück vom ebenfalls baufälligen, kleineren


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Ohrwalderhaus mit dem großen Garten. Durch diese knappe Straßenführung entstand eine Verkehrsinsel; die Eingänge beider Häuser wurden abgewürgt. Ein Käufer und Sanierer dieser alten Häuser konnte nicht gefunden werden und so wurden sie verkauft. Wir befinden uns hier an einem geschichtsträchtigen Ort. Hier stand die Urtlmühle, beim Mühlbach, wo einst Urteile gefällt, Gerichte abgehandelt, auch Todesurteile gefällt wurden. Das nunmehr abgerissene, große Haus trug die Hausnummer 1. Hier begann die Straße nach „Holzbrugg“, hier vorbei an zwei Kapellen führt immer noch der Feldumgang, auch die Fronleichnams­ prozession schreitet, feierlich im Gebet mit dem Allerheiligsten die Gemeinde verlassend, durch Feld und Wiesen. Und hier entsteht nun ein neues Zentrum, burgartig, als müsste etwas verteidigt werden, gekennzeichnet durch einen ungewöhnlichen Vorbau, der die Kreuzung für Autos, Fußgänger und Radfahrer beherrscht und kontrolliert. Dieses vorkragende Stockwerk will auf etwas Besonderes hinweisen, vielleicht auf ein noch zu bestimmendes Kunstwerk oder auf eine Insel zum Verweilen ... jedenfalls ist es spannend, die Verwirklichung eines so großen Baues zu verfolgen. Nach den vielen geraden Linien, rechten Winkeln und berechneten Elementen tut es gut, durch die alten Straßen von Schlanders zu schlendern. Auch hier gibt es Kreuzungen und Haus­ ecken, die abwechslungsreich gestaltet sein wollen. Auffallend dabei ist der Formenreichtum. Rundes und Schmiegsames wölbt sich, der rechte Winkel wird größer und kleiner, wird weich und einladend. Gesimse entstehen und Winkel für Blumen. Wie es sich für die freundliche Hausfrau gehört. Die zahlreichen Erker wirken am Baukörper als Wölbung, fast weiblich. Das Weiche fügt sich. Jedes Haus hat einen Charakter, ist männlich oder weiblich. Ich gehe vom Palabirnhaus in Richtung Pfarrkirche, vorbei am Rundbau des Kreuzwirtshauses oder sehe schon vorher, beim Wieserhaus, die elegante Lösung einer Hausecke zum Patergassl. Wie dies der Jugendstil vor 100 Jahren liebte: Das Spitze wird durch Rundes gemildert, erlöst, befreit. Wenn die gelben Palabirnen wieder am Boden platzen, umschwärmt und umschwirrt von honigsuchenden Bienen, dann wird wieder ein Jahr vergangen sein - auch das ein schöner Kreislauf. Dann werden hier wiederum Kinder spielen, im Seilerwiesl, im Sand und mit Seilen, Fußgänger werden hier rasten und auf die Balkone und Gärten des neuen „Schlosses“ blicken. Hans Wielander

Links oben: Das Palabirnhaus gegen Osten, aufgeteilt in zwei durch eine Dachterrasse verbundene Baukörper mit 5200 Kubikmeter Kubatur, erbaut von den Architekten Elke Ladurner und Stephan Marx, beide Schlanders. Links mitte: Blick über den dreistöckigen „Südturm“ auf den Nördersberg. Links unten: Der fünfstöckige Nordturm mit dem hervorkragenden Gebäudeteil will auf sich aufmerksam machen: Hier befinden sich wichtige Ämter, so auch der HGV, hier beginnt das moderne Schlanders. Rechts oben: Der noch unfertige Kinderspielplatz im Westen des Pala­ birnhauses wird neu gestaltet; es gibt noch 7 ehrwürdige Palabirnbäume und einen Nussbaum. Die Früchte dürfen geerntet und gegessen werden. Rechts mitte: Altes Bild der Anlage mit fünf gewaltigen Palabirnbäumen; heute stehen noch sieben von den einst 15 Bäumen. Sie wurden im Zuge des Neubaues sachkundig „gestutzt“ und werden bald wieder schöne Früchte tragen.

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Reinhold Messners

MMM Kino im Schloss Sigmundskron

oben: LH Arno Kompatscher, Magdalena und Reinhold Messner und Architekt Werner Tscholl links: Magdalena und Reinhold Messner vor dem schwebenden Kino im Felsentheater des MMM Firmian

von Erwin Bernhart

Fotos: Erwin Bernhart

R

einhold Messner ist immer für Überraschungen gut. Seine Museen sind keine statischen Orte, sondern in permanenter Mutation begriffene und damit lebendige Begegnungsorte, dem Thema Berg gewidmet. Zum 10-jährigen Bestehen seines Museumszentrums, dem MMM Firmian in Schloss Sigmundskron, hat Messner dem Museum eine weitere architektonische Perle hinzugefügt: Im Felsentheater mit der kleinen

Arena schwebt seit kurzem ein Kino aus Stahl. Geplant hat diese „Camera obscura“ der Vinschger Architekt Werner Tscholl. Das 23 Tonnen schwere und für rund 40 Personen geeignete Kino ist an Stahlseilen an Mauer und Fels befestigt und wird allein durch die Zugangsbrücke stabilisiert. Messner und Tscholl verfolgen damit konsequent jene Idee, so vorzugehen, dass alle Eingriffe zu jedem Zeitpunkt wieder rückgängig gemacht werden können. Die neue Architektur bleibt dabei im Hintergrund und dient


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als Bühne. Als Materialien hat Tscholl in Sigmundskron ausschließlich Stahl, Glas und Eisen verwendet, moderne und gleichzeitig zeitlose Werkstoffe, die sich von den alten Mauern abheben. Zu einer kleinen Feier unter Freunden und Bekannten hat Magdalena Messner, die die Museen als Direktorin führt, am 12. April nach Sigmundskron geladen, um das neue Kino vorzustellen und um es seiner Bestimmung zu übergeben. Magdalena und Reinhold Messner ist es dabei gelungen, einen seltenen Moment herbeizuführen: Landeshauptmann Arno Kompatscher und sein Vorgänger Luis Durnwalder treffen aufeinander. Kompatscher ließ in

seiner kurzen Begrüßung über die Bedeutung Messners und seines MMM-Projektes für den Tourismus keinen Zweifel aufkommen. Auch deshalb stehe die Landesregierung hinter dem Projekt, habe beim Neubau des Kinos über das Ressort von Christian Tommasini tatkräftig mitgeholfen und werde das, wenn nötig, künftig auch tun. Reinhold Messner selbst wies darauf hin, dass es nicht seine Absicht sei, seine Museen wissenschaftlich auszurichten. Er sei ein Geschichtenerzähler, „story-telling“ heißt das in der Marketing-Fachsprache. Und genau dazu dient auch das neue Kino. „10 Jahre nach der Eröffnung des MMM Firmian auf Schloss Sigmundskron hat das

umstrittene Projekt Messner Mountain Museum die Feuerprobe bestanden. Inzwischen ergänzt mit fünf Satelliten ist es zum weltweit erfolgreichsten Begegnungsraum zum Thema Berg geworden – ein Motor für den Tourismus in Südtirol,“ sagt Reinhold Messner. Dass er das historische Gemäuer von Schloss Sigmundskron mit seinen Ideen bespielen hat können, welches über mehrere Jahrhunderte brach gelegen habe und dem Zerfall preisgegeben war, verdanke er dem Wort des ehemaligen Landeshauptmannes Luis Durnwalder. Auch gegen den massiven medialen Widerstand aus dem Hause Athesia sei es gelungen, ein Vorzeigeprojekt zu machen.

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Jeder träumt von einem schönen Heim Wie wichtig sind Accessoires? Ist Einrichten nur eine Frage des Geschmacks? Der VinschgerWIND hat bei der Familie Reisinger vom gleichnamigen Einrichtungshaus Möbel Reisinger an der Staatsstraße in Eyrs nachgefragt. Interview: Angelika Ploner

Vinschgerwind: Bewusst Wohnen lautet das Motto von Möbel Reisinger. Was heißt bewusst wohnen? Edith Reisinger: Bewusst Wohnen heißt für uns, wieder Selbstverantwortung zu übernehmen und Materialien, Formen und Farben zu wählen, die uns gut tun.

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Besondere Accessoires verleihen der Wohnung Identität und einen ganz persönlichen Stil.

Einrichten bedeutet für Sie ... Peter Reisinger: Nicht ohne Grund steckt bei Einrichtung das Wörtchen Richtung drin. In welche Richtung soll es gehen? Im Inneren eines Raumes spiegeln sich das Innerste seiner Bewohner, die Vorlieben und deren Eigenheiten. Einrichten bedeutet nicht nur, Möbel zu kaufen. Erst, wer sich richtig mit seiner neuen Umgebung auseinandersetzt, schafft es, einen gemütlichen Wohnbereich zu kreieren.

Wohin gehen die neuen Einrichtungstrends? Markus Reisinger: Es gibt sie nicht, diese echten, innovativen Neuheiten. Umso mehr steht Retro in allen Varianten im Fokus. Unterstützt wird diese Retrooptik durch Materialien wie Stahl, Kupfer und Messing. Schwarz und Weiß werden auch

Foto: Möbel Reisinger

Ist Einrichten nur eine Frage des Geschmacks? Markus Reisinger: Geschmack ist Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. Jeder träumt von einem schönen Heim. Von einem Ort, an dem man sich wohl fühlt und an dem man zu sich nach Hause kommt. Individualität wird in den eigenen vier Wänden ganz groß geschrieben.


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2016 nicht aus der Mode kommen. Farblich dominieren helle Pastelltöne und Grau. Welches sind die häufigsten Fehler beim Einrichten? Peter Reisinger: Richtig oder falsch gibt es beim Einrichten nicht. Wichtig ist jedoch, dass man sich im Vorfeld genügend Zeit für die Ermittlung der eigenen WohnBedürfnisse nimmt um schnelle Kaufentscheidungen zu vermeiden. Tipps für guten und gesunden Schlaf. Edith Reisinger: Ein guter Morgen beginnt mit einer guten Nacht. Nachts erholt sich unser Körper, sammelt Kräfte für den neuen Tag. Nachts verarbeiten wir im Unterbewusstsein die Eindrücke des vergangenen Tages. Daher gilt es auch im Schlaf-

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zimmer großen Wert auf eine erholsame Umgebung für Körper, Geist und Seele zu legen. Natürliche Materialien wie Zirbe und Naturlatex spielen dabei eine zentrale Rolle. Stichwort Zirbe. Was hat die sogenannte Königin der Alpen den anderen (heimischen) Hölzern voraus? Markus Reisinger: Die Zirbe zählt zu den wertvollsten heimischen Hölzern. Die naturreinen Duftstoffe der Zirbe bewirken eine tiefe, regenerative Erholung des Körpers während des Schlafes. Die Herzfrequenz wird gesenkt, die Wetterfühligkeit reduziert, die Vermehrung von Kleidermotten wird vermindert und darüber hinaus hat die Zirbe eine stark bakterienhemmende Wirkung.

Wie wichtig ist Dekoration im Inneren eines Hauses? Edith Reisinger: Besondere Accessoires verleihen der Wohnung Identität und einen ganz persönlichen Stil. Wohnaccessoires können nach Belieben eingesetzt und umgestaltet werden. Durch richtige Beleuchtung können Accessoires gekonnt in Szene gesetzt werden. Das Spiel zwischen Licht und Schatten verleiht dem Raum dabei eine ganz spezielle Atmosphäre. Abschließend eine persönliche Frage: Wie wohnen Sie persönlich? Peter Reisinger: Wir haben unser Zuhause nach baubiologischen Prinzipien ausgerichtet. Wir haben verschiedene Naturmaterialien verwendet und großen Wert auf Regionalität gelegt.

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Fotos: Erwin Bernhart

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Über den richtigen Einbau

eines Fensters von Erwin Bernhart

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inen großen Schub in Richtung Qualität am Bau hat eine Gruppe von Fenstermonteuren gemacht.

Das Anliegen, eine solide Ausbildung für die Fenstermontage anzubieten, wurde vor Jahren schon von Luis Oberrauch des renommierten Fensterherstellers Finstral formuliert und

gefordert. Nun wurde dieses Anliegen vom Unternehmerverband umgesetzt, wiederum ausgehend vom Fensterhersteller Finstral und diesmal mit Andreas Franzelin als Triebkraft.

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im Jänner, Februar und März 2016 in drei Blöcken abgehalten. Idee und Logistik wurden von Peter Spechtenhauser an der Berufsschule Schlanders gern aufgenommen und dann organisatorisch umgesetzt. Teilgenommen haben Fenstermonteure aus dem ganzen Land und die Fensterhersteller Finstral, Alpi, Vitralux, Stahlbau Pichler, TipTop, Heiss und Wolf haben Kursmaterial und Kursteilnehmer gestellt. Namhafte Referenten haben die Fenstermonteure in die verschiedenen Bereiche eingeführt und diese vertieft. Ruben Erlacher referierte über Bauphysik (Feuchtigkeit, Wärmebrücken, Luftdichtheit); Oskar Stuffer und Peter Spechtenhauser machten die Teilnehmer mit Baustoffkunde vertraut (Baumaterialien, Wärmedämmstoffe), Kurt Messner europaweit renommierter Fenstermontageausbildner - machte auf GRundsätze und Details bei der Montage aufmerksam, auf Befestigungen, Bauanschlüsse, Abdichtung. Weitere Referenten waren Roland Rossi (Grundwissen zum Glas), Gert Fischnaller (Figuren am Bau, Zuständigkeiten, Gewährleistungen, Verantwortung), Aribo Asam (Schallschutz), Harald Plörer (Elektrotechnik), Susanne Steidl (Kommunikationstraining, Kundenfreundlichkeit) und Michaela Plattner (Verkaufstraining, Reklamationen). Die Klasse der Maurer an der Landesberufsschule Schlanders stellten für den praktischen Teil Mauern mit Fensterlaibungen zur Verfügung. Kurt Messner er-

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Das beste Produkt nutzt nichts, wenn es nicht ordentlich eingebaut wird. von Kurt Messner

klärte beim Einbau der Fenster den Abdichtungsvorgang, um Innenräume von Wind, Wasser und Schall schützen zu können und um Wärmeverluste durch genaues Anpassen an die jeweiligen Mauer- bzw. Dämmsystemverbinungen reduzieren bzw. verhindern zu können. Die Wichtigkeit eines Blindstockes bzw. das genaue Setzen desselben wurden Gegenstand von Diskussionen. „Das beste Produkt nutzt nichts, wenn es nicht ordentlich eingebaut wird“, warb Messner für Sorgfalt und Exaktheit beim Arbeiten. Denn seit 1. Juli 2013 geben die Fensterhersteller ihrem jeweiligen Produkt eine Leistungserklärung mit und diese erklärten Leistungen sollte das montierte Fenster in der Wand erfüllen. Vor allem bei Sanierungen sind die Fenstermonteure jene, die die Wohnung bei Volleinrich-

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tung betreten und als letzte wieder verlassen. Dass eine damit verbundene Behutsamkeit auch auf die Fensterhersteller selbst zurückfällt, lädt den Monteuren eine gewichtige Verantwortung auf. Auch die Erklärung des jeweiligen Produktes vor Ort, die

verschiedenen Einstellungen, Kippvorgänge, Öffnungs- und Sperrvorrichtungen sollte, so Messner, nicht nur selbstverständlich sein, sondern der Abnahmeerklärung von Seiten des Kunden unbedingt Voraussetzung sein. Es sind also die Details beim Betreten und Verlassen der Baustelle, beim exakten Einbau, bei der Freundlichkeit den Kunden gegenüber - die letztlich zusätzlich zur Qualität der Fenster und Türen, die auf Prospekten angepriesen wird, entscheidend sind. Denn auch oder gerade im Fensterbereich gilt, dass ein zufriedener Kunde der beste Werbeträger für das jeweilige Produkt ist. Über diesen ersten Lehrgang soll, so Andreas Franzelin zum Vinschgerwind, die Berufsbildung allmählich etabliert werden. Ziel sei mittelfristig, die Lehre und das Berufsbild eines Monteurs herauszubilden.

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Steuerbonus auf Möbelkauf für junge Paare – 2016 Neues von der Agentur der Einnahmen Mit dem Stabilitätsgesetz 2016 ist der Möbelbonus für „Junge Paare“ eingeführt worden. Nachdem das Gesetz sehr allgemein formuliert ist, sind mehrere Unklarheiten über die konkrete Anwendung aufgetreten. Daher hat die Agentur der Einnahmen mit Rundschreiben Nr. 7/E vom 31. März 2016 Klarstellungen und Anwendungsbestimmungen erlassen.

1.

Wer kann den Möbelbonus für „Junge Paare“ anwenden?

Jene Paare, welche die nachstehend angeführten Bedingungen erfüllen. Es genügt, wenn im Laufe des Jahres 2016 diese Voraussetzungen erfüllt werden. Der Möbelkauf kann somit 2016 auch vor der Schaffung dieser Voraussetzungen getätigt werden. Im Besonderen gelten folgende Bedingungen: a) Jungpaare: - verheiratet (unabhängig seit wann) - oder zusammenlebende Paare more uxorio, die 2016 seit mindestens drei Jahren einen gemeinsamen Wohnsitz haben. b) Jungpaare unter 35 Jahre: Es genügt, wenn auch nur ein/e Partner/ in diese Voraussetzung erfüllt. Um eine Gleichbehandlung bezüglich des Geburtstages zu garantieren, genügt es wenn dieser im Laufe des Jahres 2016 begangen wird.

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c) Erwerb im Jahr 2016 einer Liegenschaft, die vom Jungpaar als Hauptwohnung benutzt wird. Mangels gegenteiliger gesetzlicher Bestimmungen wird angenommen, dass der Erwerb entweder im Kaufweg oder auch als Schenkung erfolgen kann, und zwar entweder von beiden Partnern gemeinsam oder auch von einem Partner. Im letzteren Fall muss dieser die Voraussetzung der Altersgrenze unter 35 Jahren erfüllen. Der Erwerb der Wohnung kann im Laufe des Jahres 2016 erfolgen, oder auch schon 2015 erfolgt sein. Die Steuerbegünstigung gilt also auch für den Wohnungserwerb, der schon 2015 stattgefunden hat, und zwar wird dies damit begründet, dass in Anlehnung an die steuerliche Vergünstigung des Abzuges der Darlehenszinsen auch ein Zeitraum von 12 Monaten zwischen Ankauf und Zweckbestimmung als Hauptwohnung zulässig ist. Die im Jahr 2015 erworbene Liegenschaft muss seitens des Jungpaares innerhalb 2016 als Hauptwohnung bestimmt werden und die im Jahr 2016 erworbene Wohnung innerhalb 2. Oktober 2017 (Abgabefrist der Steuererklärung für 2016).

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2.

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Beschreibung der zulässigen Möbel

Die Vergünstigung gilt nur für den Ankauf von neuen Möbeln, die für diese Hauptwohnung bestimmt sein müssen (ausgeschlossen sind die elektrischen Großgeräte, die nur im Zuge einer Wohnungssanierung zulässig sind). Die Anschaffung kann auch vor der Erfüllung der im Absatz 1) vorgeschriebenen Voraussetzungen stattfinden. Zum Beispiel, wenn ein verheiratetes Jungpaar die Möbel im Frühjahr 2016 kauft, und den notariellen Kaufvertrag der Wohnung im Herbst 2016 abschließt, so besteht das Recht auf die steuerliche Begünstigung, sofern alle vorgenannten Voraussetzungen erfüllt werden. Achtung: Handelt es sich um ein und dieselbe Wohnung, so ist dieser Möbelbonus von insgesamt 16.000 Euro nicht kumulierbar mit dem Bonus für Möbel und elektrische Großgeräte (max. 10.000 Euro), welcher gemäß Art. 16-bis des GD n.63/2013 eingeführt und mit dem Stabilitätsgesetz 2016 bis 31.12.2016 verlängert worden ist.

3.

Höchstbetrag der absetzbaren Kosten 16.000 Euro pro Jungpaar

Es können 50% der bezahlten und dokumentierten Kosten – zulässiger Höchstbetrag 16.000 Euro - in 10 gleichbleibenden Jahresraten von der Einkommensteuer abgezogen werden und zwar von der Person der Familiengemeinschaft, welche die Kosten getragen hat. Dabei ist es unbedeutend, von welchem der beiden Partner die Möbel gekauft werden, entweder von beiden oder auch nur von einem (auch wenn er/sie nicht Eigentümer/in der Wohnung sein sollte und das 35. Lebensjahr überschritten haben sollte).

4.

Zahlung

Um den vorgenannten Steuerbonus zu beanspruchen ist es nötig, dass die Zahlung entweder mittels Banküberweisung oder mittels Kreditkarte oder Debitkarte (Bancomat) durchgeführt wird (Barzahlung, Scheck oder andere Zahlungsformen sind nicht zulässig). Neuheit: Das oben genannte Rundschreiben Nr. 7/E vom 31. März 2016 der Agentur der Einnahmen hat eine Erleichterung vorgesehen, und zwar: Bei Banküberweisung für Steuerbonus auf Möbel ist es nicht mehr notwendig, die besondere Überweisungsform, welche die Banken oder die Post vorgesehen, zusätzlich als Begründung zu zitieren; damit entfällt für die Bank auch die Pflicht der Anwendung der Vorsteuer von 8%. Diese Erleichterung hat die Agentur der Einnahmen mit selbigem Rundschreiben nun auch für Zahlungen von Spesen für Steuerbonus auf Möbel und Elektro-Großgeräten eingeführt. Demzufolge und in Anwendung des Rundschreibens Nr. 7/E vom 31.03.2016 ist die Überweisung durch Bank oder Post nicht mehr vorsteuerpflichtig, und das weder für den Möbelbonus für „Junge Paare“ noch für den Möbelbonus, der im Zuge der Wohnungssanierung beansprucht wird.

Angelika Ploner, Quelle: Verbraucherzentrale Südtirol. Stand: April 2016


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Der Zubau des Sägewerkes Lamprecht in Tschars

Wie veredelt man Holzabfälle? D 

ie Firma Lamprecht in Tschars, seit 2006 in Besitz vom Nordtiroler Oskar  Pfeifer, beschäftigt rund 30  MitarbeiterInnen, stellt Paletten, Holzverpackungen und Halbfertigprodukte aus Holz  her und hat seit kurzem einen

auffallenden Zubau in Richtung Hauptstraße errichtet. Hinter dem im oberen Teil mit Holz verkleideten Betonzubau, innen mit schallschützenden Heraklitplatten verkleidet und errichtet mit Hilfe heimischer Handwerker, befindet sich eine

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Holzvergaseranlage mit angeschlossenem Blockheizkraftwerk. „Die Anlage ist seit Jänner 2016 in Dauerbetrieb und funktioniert tadellos“, sagt der Büroleiter Hubert Asper, der seit 27 Jahren bei Lamprecht arbeitet. Der 200 kW-Motor hat bisher 370.000 Kilowattstunden Strom geliefert. Mit der anfallenden Wärme werden die Hackschnitzel vorgetrocknet. Im Laufe des Jahres sollen rund 5.000 Schüttmeter Hackgut (bei der Firma Lamprecht fallen rund 30.000 Srm pro Jahr an) im Holzvergaser zu Strom und Wärme veredelt werden. die restlichen Hackschnitzel werden zum Großteil über das VEK an die Fernheizwerke des Vinschgaus verkauft. Der Zubau hat noch einiges Potenzial und zwar soll in einem weiteren Schritt ein

zweites BHKW und eine Pelletpressanlage installiert werden. Schließlich fallen bei den diversen Holzschneidearbeiten rund 20.000 m3 Sägemehl an. So will man bei Lamprecht die anfallenden Sägenebenprodukte, sprich Hackgut und Sägemehl, veredeln. Die MitarbeiterInnen möchten sich bei dieser Gelegenheit bei Herrn Oskar Pfeifer bedanken, denn nur durch seine ständigen Investitionen und Innovativen Weiterentwicklungen ist und war es möglich die Arbeitsplätze und den Standort zu sichern. Ende Juni, Anfang Juli soll es beim Sägewerk Lamprecht einen Tag der offenen Tür geben und Interessierte sind eingeladen, sich ein Bild über den Betrieb machen zu können. (eb)


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/SPEZIAL-BAUEN&EINRICHTEN/ 51

Das Zimmer im Freien T

errassen, Sitzplätze und Balkone spielten bis vor 40 Jahren eine absolut untergeordnete Rolle und bildeten keinen festen Bestandteil von Haus und Wohnung. Inzwischen sind die Komfortansprüche beim individuellen Wohnen gestiegen und das «Zimmer im Freien» steht bei Hauseigentümern und Mietern ganz zuoberst auf der Wunschliste. Allerdings schränkt das wechselhafte Wetter in unseren Breitengraden die Nutzung dieser Aussenräume stark ein. Mit dem raffinierten Schiebe-Klapp-Verglasungssystem von COVER werden Terrasse, Sitzplatz und Balkon zu Wohlfühlräumen für jede Jahreszeit. Sonnige und wirklich windstille Tage sind bei uns fast an einer Hand abzuzählen und ohne entsprechenden Schutz dauert die Freude an Balkon, Terrasse oder Sitzplatz meist nur kurze Zeit. Mit der flexiblen Verglasung von COVER lassen sich diese aber perfekt vor Wind, Regen und Lärm schützen. Gleichzeitig heizt die einstrahlende Sonnenenergie die Aussenräume angenehm auf und die Verglasung wirkt zum beheizten Raum hin als effizienter «Wärmepuffer». So können im Winter auf elegante Art die Heizkosten reduziert werden. Mit COVER wird Ihr Sitzplatz zum Ganzjahres-Freizeitraum mit Ambiente. Schweizer Qualität vom Marktleader mit mehr als 10‘000 verglasten Objekten. Das weltweit patentierte System COVER wird in der Schweiz hergestellt. Das Cover System ist führend auf dem Schweizer Markt und wird den Bedürfnissen der Benutzer laufend angepasst. Der Marktleader kann auf mehr als 10‘000 zufriedene Kundinnen und Kunden zählen. Soll die Balkon- oder Sitzplatzverglasung über lange Zeit hinaus ungetrübt Freude bereiten, sind folgende Punkte zu beachten:

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Foto: Gianpiero Verlucca

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Rundherum noch Winterruhe, Blühen beim Krokus

Nationalpark Stilfserjoch

Frühling vertikal Wachsen und Blühen steigen vom Tal zum Berg Foto: Mauro Pietroboni

Wolfgang Platter, am Tag der Hlg. Georg, 23. April 2016 | Fotos: Wo nicht anders angegeben alle Fotos von W. P.

Frühblüher auf Rohböden: Huflattich

Frühlingsbote im Wald: Lärchenspross

Frühblüher im Schneetälchen: Gewöhnliches Alpenglöckchen oder Soldanelle

Blühen im Föhrenwald: Buchsblättrige Kreuzblume

Blühen in der Magerwiese: Frühlingsprimel oder Himmelschlüssel

Blühen im Magerrasen: Grüne Hohlzunge als heimische Orchidee


Auskommen in der Mauerritze: Tüpfelfarn oder Engelsüss

Bescheiden auf dem Extremstandort Mauerspalt: Mauerraute

Blühen im Schatten: Echtes Salomonssiegel

Gewöhnliche Klatschnelke (Schnöllerlen)

Blühen in der Magerwiese: Knautie oder Wiesenwitwenblume

Spitzwegerich

Schneeheide oder Erica

Blühen im lichten Föhrenwald: Berg-Küchenschelle oder Osterglocke

Buchsblättrige Kreuzblume

Herzblättrige Kugelblume

Blühen im Latschenwald: Frauenschuh

Gewöhnliche Felsenbirne

Mehlprimel (Kreuzblume)

Blühen im Magerrasen: Pelzanemone oder Frühlings-Küchenschelle

Silikat-Glocken-Enzian


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Foto: Sarah Mitterer

Teamgeist Zwar war bei den Staffeln nicht das Allrountalent gefragt, dafür aber umso mehr der Teamgeist. 56 Staffeln schafften es ins Ziel. Im Bild das Team Marzoner Alm mit Herbert Stuffer, Martin Pixner und Andreas Bernhart. (sam)

Ötzi Alpin Marathon - Familienbande Ewald Brunner, Geschäftsführer des Tourismusvereins Naturns, gehört zu den OK-Mitgliedern des Ötzi Alpin Marathon. Auch seine Frau Berta (im Bild) und seine Tochter Nina arbeiteten im Hintergrund mit und sorgen die über 200 freiwilligen Helfer dafür, dass die Veranstaltung reibungslos über die Bühne gehen konnte. (sam)

Foto: Sarah Mitterer

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Allrounder-Qualitäten waren gefragt

Das Teilnehmerfeld kurz nach dem Start in Naturns

Von Sarah Mitterer

A

ls am 16. April um Punkt 9 Uhr im Dorfzentrum von Naturns der Startschuss zur 13. Auflage des Ötzi Alpin Marathons fiel, war eines von vornherein klar: Wer diesen extremen Triathlon gewinnen will, der muss ein echter Allrounder sein, denn es galt den besten Mix aus Biken, Berglauf und Tourenskigehen hinzubekommen. „Es kommt vor allem auf die Erfahrung an. Wer schon einige Male am Ötzi Alpin Marathon teilgenommen hat, der weis was auf ihn zukommt und kann sich seine Kräfte richtig einteilen“, so Ewald Brunner, Chef des Tourismusver-

eins Naturns kurz vor dem Start. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren wurde die Strecke ein wenig geändert: die Laufstrecke wurde um rund 500 Meter verkürzt, dafür war der Aufstieg mit den Tourenskiern einen halben Kilometer länger. Die ersten 24,2 Kilometer mussten die Starter auf dem Mountainbike zurücklegen, die nächsten 11,3 Kilometer wurden als Berglauf ausgetragen. 6,7 Kilometer vor dem Ziel galt es, sich die Tourenski anzuschnallen und damit ins 3.212 Meter hohe gelegene Ziel bei der Bergstation der Schnalstaler Gletscherbahnen zu kommen. Auch in diesem Jahr konnte man als Einzelperson oder als

3er Staffel an den Start gehen. Für einen Vinschger Einzelsieg sorgte die 42- jährige Anna Pircher. Die Vorjahressiegerin aus Morter, die nach dem Mountainbike- und dem Laufabschnitt auf Platz zwei lag, zündete auf den Tourenskiern den Turbo an, überholte die in Führung liegende Schweizerin Nina Brenn und überquerte die Ziellinie in der Rekordzeit von 4:08.01 Stunden. Auch bei den Herren fiel die Entscheidung in der letzten Disziplin. Der Deutsche Thomas Trainer lag beim letzten Wechsel noch gut fünf Minuten vor dem Grödner Georg Piazza, doch dieser zeigte eine unglaubliche Aufholjagd, fing Trainer noch

Foto: Sarah Mitterer

„Von der Blüte zum Gletscher“, so lautete das Motto des 13. Ötzi Alpin Marathons, einem der wohl härtesten und gleichzeitig faszinierendsten Triathlons im gesamten Alpenraum. 354 Teilnehmer erreichten bei diesem Extrem-Triathlon, der in den Disziplinen Mountainbike, Berglauf und Skitourengehen ausgetragen wurde, das Ziel. Vorjahressiegerin Anna Pircher aus Morter konnte ihren Titel verteidigen, bei den Herren ging der Sieg an den Grödner Georg Piazza.

ab und krönte sich nach 3:27.57 Stunden zum Sieger der 13. Auflage. Für Piazza war es der 2. Sieg nach 2012. Bei den Staffeln, die eine Stunde nach den Einzelteilnehmern den Wettkampf aufnahmen, setzten sich die Favoriten durch. Das Team Fischer mit Hans Peter Obwaller, Hannes Perkmann und Philipp Götsch überquerte nach 3:00.13 Stunden die Ziellinie. Bei den Damen ging der Sieg an das Team La Sportiva, das nach 3:47.17 Stunden das Ziel erreichte. Als Sieger aber durfte sich jeder fühlen, der nach dieser sowohl physischen als auch psychischen Herausforderung das Ziel erreichte.


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Schluderns

Kletterturm erfreut sich großer Beliebtheit ie einen klettern angeseilt die Wände hoch und bemühen sich über die montierten bunten Haltegriffe an die Decke zu kommen. Die anderen halten das Seil am Boden und sichern, damit niemand abstürzt. Im Kletterturm in der Schludernser Sportzone herrscht viel Bewegung. Die Kletterbegeisterten kommen aus Schluderns, aus den umliegenden Orten und in einer Vielzahl auch aus dem nahen Münstertal. 2.478 Personen waren es in den sieben Monaten über Winter, in denen die Anlage geöffnet ist. „Der Kletterturm ist vor allem in den Abendstunden überaus gut besucht, dass fast schon Gedränge herrscht“, sagt AVS-Chef Edelbert Klotz. „Und wir bemühen uns seit einiger Zeit um die Verbesserung der Struktur.“ Die Klettereinrichtungen für Anfänger und Fortgeschrittene in der Sporthalle werden von der Sektion

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

D

des Alpenvereins Schluderns geführt. Die Umkleidekabinen und die sanitären Anlagen

links: Arthur Stecher seilt sich ab: rechts: Der Präsident der AVS-Sektion Schluderns, Edelbert Klotz: „Wir bemühen uns um eine Anpassung der Kletterstruktur an aktuelle Erfordernisse“

müssten zum Beispiel dringend saniert werden, so Klotz. Man wolle mit der in Mai neu ge-

wählten Gemeindeverwaltung darüber Gespräche führen, um Verbesserungen und Ausbau der Klettereinrichtung zu erreichen. Da sie als übergemeindliche Einrichtung gebaut wurde, hofft man auf Unterstützung der Bezirksgemeinschaft und des Landes. Der AVS Schluderns ist seit drei Jahren eine eigene Sektion und zählt rund 300 Mitglieder aller Altersgruppen. Diese können jährlich aus einer Vielzahl an Wander- und Tourenvorschlagen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade schöpfen und nutzen die Angebote auch rege. Das wurde jüngst die Jahreshauptversammlung deutlich. Dem neu gewählten Vorstand gehören an: Edelbert Klotz (Präsident), Brigitte Stecher Parth, Cilli Ziernhöld, Walter Marseiler, Ivan De Filippis, David Frank, Edgar Anstein und Weißkopf Daniel. (mds)

Fußball 1. Liga

„Im Vinschgau zu viel Individualismus“ ber die Meisterschaft der 1. Liga gibt Remo Mengon, Sektionsleiter von Kastelbell/ Tschars, seinen erfahrenen Überblick. Remon Mengon: Die Rückrunde ist seit einem Monat gestartet und was das Endergebnis betrifft, werden Moos, Riffian, Neumarkt und vielleicht Nals entscheiden. Hinten wird die Lage von unseren Vinschger Mannschaften, von denen drei die letzten Plätze besetzen, immer schwieriger. Schade, weil, wenn es so weiter geht, werden

wir in dieser Kategorie zwei Mannschaften verlieren. Vinschgerwind: Wie kann man gegensteuern? Man muss überlegen, weil der Vinschgau, fußballerisch gesehen, Probleme in der Qualität und in der Führung hat. Wenn man nicht auswärtige Spieler nimmt, scheint es schwierig, gegenüber anderen Mannschaften konkurrenzfähig zu sein. Nur mit Spieler des eigenen Dorfes wird es schwierig, in dieser Kategorie zu bleiben,

wenn man nicht über manche Klassespieler verfügt. Ein andere Punkt ist, dass in den Vinschger Vereinen zu viel Individualismus herrscht. Man sollte mehr zusammenarbeiten wie es im Pustertal, im Unterland und auch im Passeiertal der Fall ist, wo die Ergebnisse zu sehen sind. In unserer Lage ist es schwierig, über jene 20 bis 21 Spieler verfügen zu können, welche notwendig sind, wenn man in dieser Kategorie konkurrenzfähig sein will.

Fotos: Leonardo Pellissetti

Ü

links: Trainer Harald Kiem Sektionsleiter Remo Mengon; rechts: Ein Moment im Spiel KastelbellSchluderns, das die Hausherren 1:0 gewannen, obwohl die Schludernser viel Initiative zeigten

Vinschgerwind: Und was Kastelbell/Tschars betriff? Wir haben auch jedes Jahr Schwierigkeiten, einen 20 Spieler-Kader zu erreichen. Somit haben wir seit Jahren zwei bis drei externe Spieler verpflichtet, welche über das gewisse Etwas mehr verfügen und unseren Jungen auf dem Feld positiv helfen können. Was die Meisterschaft betrifft, muss ich sagen, dass ich mir etwas mehr erhofft hatte, als es die aktuelle Klassifizierung darstellt. Wenn ich aber denke, dass wir die Rückrunde mit drei verletzten Spielern vom Kaliber von Finanzi, Folino und Kurt Weiss (Stützpunkte im Angriff und in der Verteidigung) angefangen haben, muss ich schließen, dass es uns trotzdem gelungen ist, unsere Punkte zu machen. Positiv ist, dass wir eine kompakte Gruppe von der Führung bis zur Mannschaft sind und das gibt uns Kraft auch in schwierigen Momenten. (lp)


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Kastelbell/Laas

Die erste „Venosta Run“ N

Ergebnisse:

Foto: Michael Traut

tende Verena Pratzner. Auch ach zweijähriger Planungsdie Läufergruppe des ASC Laas phase konnte am Samstag überraschte vor allem bei den 16. April nachmittags um punkt Frauen. Ein riesengroßes Komdrei Uhr der Startschuss zum pliment muss auch an älteste ersten „Venosta Run“ abgefeuTeilnehmerin gemacht werden. ert werden. Ein kleines aber Liselotte Staudacher (Jhg.1942) durchaus starkes Teilnehmerfeld bewegte sich daraufhin auf den anspruchsvollen Ein Moment des Rennens und optisch schönsten Teilstück des Vinschger Damen Radweges von KastelHerren 1. Veronica Chiusole (Atlet. Team Loppio) 1:21.52 1:09.07 bell nach Laas. Nach 17,8km 1. Alessio Loner (Atletica V. Cembra) 2. Verena Pratzner (Rennerclub Vinschgau) 1:22.45 und 280 Höhenmeter waren 2. Thomas Hellrigl (Rennerclub Vinschgau) 1:11.34 3. Regina Haller (Full Sport Meran) 1:32.43 3. Franco Torresani (Atletica Trento) 1:12.59 es die Läufer aus dem Tren4. Evi Maria Strimmer (ASC Laas Raiffeisen) 1:32.57 1:14.52 tino, die als erste im Zielbe- 4. Fabio Iuliano (AS Merano) 5. Natalie Andersag (ASC Berg) 1:33.09 5. Ulrich Gross (ASV Telmekom Südtirol) 1:16.04 reich bei der Bar Rosi in Laas 6. Katja Angerer (Rennerclub Vinschgau) 1:35.55 6. Manfred Kitzinger (Eisacktal Raiffeisen) 1:16.17 ankamen. Alessio Loner aus 7. Rosa Pattis (ASD Südtirol Team) 1:36.43 7. Herbert Anton Gross (ASV Telmekom S.) 1:17.04 Val di Cembra sowie Veronica 8. Claudia Aufderklamm (Full Sport Meran) 1:37.57 8. Albert Grüner (ASD Full Sport Meran) 1:17.19 Chiusole vom Atletica Team 9. Ewald Pixner (Rennerclub Vinschgau) 9. Emma Kaufmann (ASC Laas Raiffeisen) 1:38.56 1:17.44 Loppio schrieben sich somit 10. Manuel Koch (Rennerclub Vinschgau) 10. Maria Thöni (ASD Full Sport Meran) 1:41.59 1:18.18 als erste Sieger in die Ehrentafel des jungen Venosta Run Die Beteiligen lobten die Orgadurchlief nach 1.54`49 `` die ein. Bester Vinschger war mit an die Sicherheitsbehörden. Die nisation und wünschten sich Ziellinie. Organisiert wurde der einer starken Laufleistung ThoGemeindepolizisten und Feueinen Termin mit etwas mehr Venosta Run vom Lac Vinschgau mas Hellrigl vor dem laufenden erwehrleute der beteiligten GeAbstand zum Meraner HalbRaiffeisen in Zusammenarbeit Pfarrer aus dem Trentino Franco meinden mussten nicht nur den marathon und dem gleichzeitig mit dem ASC Laas und ASV KaTorresani. Eine beeindruckende Radweg sperren, sondern auch stattfindende Ötzi Triathlon. stelbell-Tschars. Eine besondere Leistung zeigte die unter dem jede Kreuzung und Zufahrt am (ah) Herausforderung stellte der Lauf Rennerclub Vinschgau starRadweg unter Kontrolle halten.

Martell

Zum 9. Mal erfolgreiche Marmotta Trophy

Ein eindrucksvolles Marmotta Bild von Gianni Bodini

A

m 9. und 10. April bot das schöne Martelltal die Bühne der mittlerweile berühmt gewordenen Marmotta Trophy. Der kühne Wettkampf von ca. 1.700 Metern Höhendifferenz

mit Start und Ziel beim Hotel Paradiso wurde von über 100 TeilnehmerInnen aus mehreren Nationen bestritten. Am Samstag und Sonntag fand das MarmottaVertical Rennen, am Sonntag

das Marmotta classic, das ist das Rennen der Juniores/Cadetti, Frauen und dann Seniores und Master Männer statt. Das Marmotta Vertical wurde heuer zum ersten Mal als Aufstiegsrennen ausgetragen. Die Veranstaltung war auch das Finale des Südtiroler Jugendcups, die Landesmeisterschaft Senior und Master sowie das Finale der Coppa delle Dolomiti. Gerade die Zuschreibung von so vielen wichtigen Rennen bestätigt die gute und anerkannte Arbeit der Gemeinde und des Sportvereines Martell. Die Sieger waren Alba De Silvestro aus Belluno und Toni Lautenbacher aus Deutschland. Eine rege Teilnahme und gute Leistungen gab es auch von Vinschger Athleten. Bei Marmotta Vertical - Rennklasse Herren Master war 1. Roland Osele, 2. Anton Steiner, 3. Franz Gruber, 4.

Bernhard Capitani. Bei der Marmotta Classic Senioren Männlich 24. Lukas Arquin, 27. Andreas Gufler, 38. Thomas Koch, 39. Roland Stricker, 40. Oliver Pichler, 41. Wolfgang Gunsch 43. Klaus Wellenzohn. Master Männlich: 1. Anton Steiner, 5. Karl Heiss, 7. Franz Gruber, 16. Heinrich Tavernini. Juniores Weiblich: 2. Johanna Unterer. (Alle von ASV Martell). Südtirol Cup: Master Männlich: 1. Anton Steiner, 2. Karl Heiss, 3. Franz Gruber, 5. Heinrich Tavernini; Junioren Weiblich: 2. Johanna Unterer. Mit der Marmotta Trophy ist die Skitourensaison beendet. In Martelltal fand eine von Schneemangel in vielen sportlichen Ortschaften bedrohte Saison ein feierliches Ende. Und nächstes Jahr wird das Jubiläum der 10. Ausgabe stattfinden. (lp)


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Amateursportverein DRD4 rafting

Kunstturnen

Wahnsinnsergebnis

Auf Landesebene vorne dabei

it einer Mannschaft, bestehend aus Sarah Oberhofer, Raphaela Oberhofer, Jonas Walter und Fabian Kuen, meldete sich der Raftingverein DRD4 beim Italiencuprennen in der nähe von Cuneo, auf dem Fluß Stura, an. Die drei erstgenannten im Alter von 15 Jahren mussten

Sarah und Raphaela Oberhofer v. l. und ebenso Jonas Walter und Fabian Kuen v.l.

aufgrund des Alters ihres vierten Mannschaftskollegen in der nächsthöheren Kategorie U23 antreten. Nach einem fehlerfreien Sprint durch die Fluten der Stura legten die vier Atleten aus Meran und dem Vinschgau eine sehr gute Zeit vor, welche von den wesentlich älteren Mannschaften ihrer Kategorie nicht getoppt werden konnte. In der nächsten Disziplin, dem Kopf an Kopf Rennen, musste sich die DRD4 Mannschaft ganz knapp einer Gruppe aus Valtellina geschlagen geben. Trotzdem reichte es schlussendlich für den ersten Gesamtrang in ihrer Kategorie. Wie sich bei der Prämierung herausstellte, handelte es sich bei der Zeit, die von der jungen DRD4 Mannschaft im Sprint hingelegt wurde, um die absolute Tagesbestzeit durch alle Kategorien. Den endlosen Applaus bei der Siegerehrung hatten sich die vier Athleten somit redlich verdient.

Erfolgreiche Nachwuchsturnerinnen

Foto: Sarah Mitterer

M

E

inen erfolgreichen Auftritt legten die Vinschger Kunstturnerinnen bei den vergangenen Landesmeisterschaften in Meran hin, bei denen die 130 Teilnehmer an fünf Geräten turnen mussten. Carla Wieser hatte ihre Schützlinge perfekt vorbereitet und konnte zufrieden mit deren Leistungen sein. Celine Stampfer (Jahrgang 2007) erturnte sich den Landesmeistertitel der Tur-

nerinnen des Jahrgangs 2007. Amelie Kofler schrammte um 0,5 Punkte an Gold vorbei, freute sich aber dennoch über den Vizetitel. Jasmin Stricker und Claudia Pobitzer kehrten mit Bronze im Gepäck nach Hause zurück. Die Kinderturnkurse sind nun abgeschlossen und es geht in die wohlverdiente Sommerpause. Die neuen Kurse starten wieder im Oktober. (sam)

Eishockey Serie B

Kortsch

Vinschger Quintett ist Italienmeister E

Fit durch den Winter

Treffer in der K.O. Phase gelangen. Die beiden Latscher, die gemeinsam das Hockeyspielen beim LSC Vinschgau Anfang der 90ger Jahre erlernten und sich mittlerweile fast blind auf dem Eis verstehen, gehörten zu den gefährlichsten Sturmlinien der gesamten Liga. Gemeinsam sammelten sie 131 Scorerpunkte (63 Tore/ 68 Assists). Ein weiterer torgefährlicher Vinschger war Daniel Rizzi. Der Stürmer aus Plaus netzte in der K.O. Phase 6 Mal ein, ein Mal davon in der Finalserie. Den

Laden dicht machen, das war die Aufgabe von Stefan Kobler. Der Prader, der vor einiger Zeit vom Stürmer zum Verteidiger umfunktioniert wurde, gehört mittlerweile zu den Stammkräften der Meraner und hat seinen Positionswechsel gut verinnerlicht. Der jüngste im Bunde der fünf Hockeycracks ist Kristian Schwienbacher. Der 19-jährige Schnalser konnte in seinem Rookiejahr in der ersten Mannschaft sein Talent unter Beweis stellen und erzielte 10 Scorerpunkte. (sam) Daniel Rizzi, Manuel Lo Presti, Thomas Mitterer und Stefan Kobler; rechts: Kristian Schwienbacher Fotos: Sarah Mitterer

ine ganze Handvoll Vinschger krönte sich Anfang April mit dem HC Meran Junior zum Serie B Italienmeister. Vor über 2000 Zuschauern holten sich die Adler dank des 2:0 Sieges gegen Pergine den Titel. Gleich fünf Spieler aus dem Vinschgau standen im Erfolgskader der Passerstädter. Angeführt wird das Quintett von Manuel Lo Presti, der mit 8 Toren der Spieler war, der in den Play Offs am öftesten traf. An seiner Seite stürmte die gesamte Saison über Thomas Mitterer, dem 7

D

er ASV/Kortsch Raiffeisen bot auch heuer wieder die Möglichkeit , sich fit durch den Winter zu halten. Bereits im Oktober wurde unter der Leitung von Patrick Stark mit dem Kinderturnen begonnen. Im November folgten das Frauenturnen und Aerobic mit Stefanie Eberhöfer, sowie das Männerturnen mit Simone Spechtenhauser. Bis im März haben 68 Teilnehmer wöchentlich daran teilgenommen. Ab April wurde dann mit dem wöchentlichen Lauftraining für Frauen und Mädchen begonnen, welches bis Mai geht.


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Yoseikan Budo Vinschgau/Langhirano

Gold für Franziska Stolze Budokas: Franziska Riedl (ASV Mals Yoseikan Budo) mit ihren Kontrahentinnen, bei der Preisverteilung in Langhirano

Foto: www.campionatonazionaleyoseikanbudo.it

Franziska Riedl ist Italienmeisterin 2016! In ihrer Kategorie (U18 open) sicherte sie sich die goldene Medaille. Auch bei den vergangenen Landes- und Regionalmeisterschaften stand sie stets auf dem Podest und zeigt eine konstant gute Leistung. Dies ist auch Thomas Mair zu verdanken, er trainiert sie und weitere Budokas seit Jahren in Mals. Zu seinen Top-Athleten zählen auch Tomasso Köllemann Baldini welcher sich Platz 4 sicherte und Jakob Reichelt, der verletzungsbedingt nicht teilnehmen konnte. Sich der Nervosität, dem Wettkampf, dem sich messen zu stellen, ist nicht jedermanns Sache. Denn selbst für erfahrene Wettkämpfer ist es immer wieder eine Herausforderung sich den Gegnern zu stellen. Deshalb gebührt jedem Respekt, auch wenn sich kein Podiumsplatz ausgeht. Auch Kai Platzgummer vom

ASC Schlanders-Raiffeisen zählt zu denen, die sich regelmäßig an Wettkämpfen beteiligen. Der Wechsel von der U12 zur U15 fiel ihm anfangs leichter, bei der Italienmeisterschaft war er mit starken Gegnern konfrontiert. Trotzdem sicherte er sich Bronze. Ausgetragen wurden die Wettkämpfe am Sa. 16. und So. 17. April 2016 in Langhirano.

Die Platzierungen: Italienmeisterschaft Yoseikan Budo: ASV Mals Yoseikan Budo: Platz 1: Franziska Riedl (U18 open); Platz 4: Tomasso Köllemann Baldini (U15 –50 kg); ASC Schlanders-Raiffeisen: Platz 3: Kai Platzgummer (U15 –60 Kg);

Selbstverteidigungskurs in Schlanders – schnell letzte Plätze sichern Dass Yoseikan Budo nicht nur für Wettkämpfe steht beweisen immer wieder verschiedene Aktionen, so z.B. der kostenlose Workshop „Frau sein, stark sein“ zum Tag der Frau oder die landesweite Initiative zum internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen – dem Women Safety Training das jährlich im November in Zusammenarbeit mit der Bezirksgemeinschaft Vinschgau angeboten wird. Im Rahmen eines solchen Workshops entstand die Frage nach einem Selbstverteidigungskurs, der jetzt realisiert wird. Beginn ist Mittwoch, 4. Mai, um 18.00 Uhr in Schlanders. Der Kurs umfasst acht Einheiten. Interessierten Frauen und Mädchen ab 13 Jahren können sich für Informationen unter Tel. 338 9341901 melden.


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Kaserer Johann Heimatbühne Langtaufers „Kein Dinner für Sünder“ Komödie von Edward Taylor Ort: Kulturhaus von Pedross, Langtaufers Aufführungstermine: Fr. 29.04.16, 20.00 Uhr; So. 01.05.16, 20.00 Uhr; Zusatzaufführung: Fr. 06.05.16, 20.00 Uhr; Reservierung: 347 251 59 27 (Sylvia Klöckner)

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62 /KLEINANZEIGER/

Vinschgerwind 9-16

28.04.16

Jahrestag/Danksagungen In Zeiten der Trauer darf ich spüren: Ich bin nicht allein. Es gibt Menschen, die mir zur Seite stehen oder die einfach nur da sind, tröstend, ohne viele Worte.

Marianna Filipovic` geb. Weisenhorn

*11.04.1951 † 04.04.2016 Mals Danke für die Anteilnahme Danke für die liebevolle Umarmung Danke für den leisen Händedruck Danke für die Gedanken, mit denen ihr bei uns gewesen seid Danke für die Blumen, Kerzen und Spenden Danke allen, die beim Trauergottesdienst mitgewirkt haben Ein besonderer Dank geht an den Herrn Dekan Stefan Hainz, die Diakone Norbert Punter und Luigi Piergentili für die Feier des Trauergottesdienstes, den Hausarzt Dr. Josef Stocker und den Pflegedienst des Sprengels Obervinschgau. Vergelt’s Gott allen, die unsere Marianna weiterhin in lieber Erinnerung behalten.

Die Erinnerung ist ein Fenster, durch das wir dich sehen können, wann immer wir wollen.

Peter Paul Stecher „Sottler“ Möbelhändler und Tapezierermeister * 11.12.1928 † 04.04.2016 Schluderns

Herzlichen Dank sagen wir allen, die unseren lieben Vater, Schwiegervater und Opa im Leben Achtung und Freundschaft schenkten und Ihre Anteilnahme auf so liebevolle Weise zum Ausdruck brachten. Die Trauerfamilie

Vor einem Jahr bist du gegangen, auf eine Reise ohne Wiederkehr. Ein stiller Schmerz hält uns umfangen, denn wir vermissen dich so sehr.

Die Trauerfamilie

Der Tod ist ein Schritt über den Horizont Der Horizont ist nicht die Grenze des Seins, sondern die Grenze des Sehens. Liebe und Erinnerung ist das, was bleibt, lässt Bilder vorüberziehen, uns dankbar zurückschauen auf die gemeinsam verbrachte Zeit.

1. Jahrestag

Gebhard Bernhart Luisa Gebi *08.06.1942 † 07.05.2015 Schlinig

Wir gedenken deiner und zum 2. Jahrestag deiner Schwester Burgl, am Sonntag, den 8. Mai 2016 um 9.00 Uhr bei der Hl. Messe in der Pfarrkirche von Schlinig.

3. Jahrestag

In lieber Erinnerung, deine Familie

Dr. Arnold Schütz * 28.04.1936 † 07.05.2013 Mals

Zeit vergeht – Liebe bleibt

In liebevoller Erinnerung gedenken wir deiner beim Gottesdienst am 08. Mai 2016 um 20.00 Uhr in der Pfarrkirche von Mals. Wir danken allen, die daran teilnehmen, immer wieder dein Grab besuchen und dich in lieber Erinnerung behalten. Deine Familie

Cäcilia Wallnöfer Hubert Wallnöfer geb. Kofler *04.07.1930 † 29.04.1974

Kinderkrebshilfe Südtirol „Regenbogen“ www.kinderkrebshilfe.it Ihre Spende hilft! Infos unter 0472 83 48 24

*28.08.1927 † 29.04.1996

In dankbarer Erinnerung denken wir ganz besonders an euch am Sonntag, 01. Mai 2016 um 9.00 Uhr bei der hl. Messe in der Pfarrkirche von Prad. Eure Kinder mit Familien und Midl Wir danken allen, die über die Jahre hindurch an sie dachten, für sie beteten, ihr Grab besuchten und sie auch weiterhin in liebevoller Erinnerung behalten.


28.04.16

Vinschgerwind 9-16

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Wann: Sa, 07.05.2016 10.00 bis 17.30 Uhr Genaues Programm unter www.marienberg.it Infos unter Tel. 0473 843980 oder info@marienberg.it Leckere Neben dem angebotenen Sonderprogramm ist auch das Museum von 10.00 – 17.30 Uhr frei zugänglich.

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Unserem Weg vertrauen und ihm nachgehen im Tanz Im Kreistanz üben wir über die Musik mit unserem Alltag und unseren Sorgen umzugehen. Referentin: Stimpfl Anna Wann: Mo. 16.5.16 – 9.30 bis 17.30 Uhr Anmeldung: bis Fr. 6. Mai unter Tel. 0473 843980 oder info@marienberg.it

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Vorbereitungskurs auf die Zweisprachigkeitsprüfung – Internationales Sprachenzertifikat „Plida“ REFERENT/IN

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Vinschgerwind Ausgabe 9-16 Vinschgau Südtirol by Vinschgerwind - Issuu