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Vinschgerwind ausgabe 6-15

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Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen

Nr. 6 (248) 19.03.15 I.P. 11 Jg.

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Kurt Sagmeister von „Vinschgau Marketing“

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2 /Wanderung/

Vinschgerwind 6-15

Höhenwege

Wandertouren

Fotos: Gianni Bodini

Bergtouren

19.03.15

Wanderinfos: Start: Parkplatz bei der Einfahrt Schnalstal, beim Bauernladen Gehzeit insgesamt: rund 3 Stunden Schwierigkeit: leicht bis mittel Einkehrtipp: Restaurant Himmelreich Tschars (ganzjährig geöffnet) und Schlosswirt (seit 19. März wieder geöffnet) Höhenunterschied: rund 200 Meter Tipp: ideale Rundwanderung für Familien, Groß und Klein

Waalrunde am Tscharser Sonnenberg Auf dem Tscharser Waalweg hört man es noch, das Geklapper der Waalschelle, die von einem Wasserrad betrieben wird. Der Waal wird noch nach alter Tradition von einem Waaler überwacht, der im Häuschen unterhalb der Burg Juval und unweit vom Schlosswirt Juval wohnt. Die Waalrunde am Tscharser Sonnenberg führt vom Schloss Juval, der Residenz von Reinhold Messner über den Tscharser Waalweg bis nach Himmelreich und wieder zurück über den etwas tiefer liegenden Stabener Waalweg. Beide Waalwege erfordert keine besondere Kondition. TOURENINFO: Start der Tour ist der Parkplatz bei der Einfahrt zum Schnalstal. Man kann hier das Auto parken und entweder bequem mit dem Shuttlebus bis zum Schloss Juval fahren oder aber zu Fuß hinauf zur Residenz von Bergsteiger Reinhold Messner wandern. Der Shuttlebus (frequentiert mehrmals am Tag) – soviel zur Info – fährt immer dann, wenn das Schloss Juval geöffnet ist: Mitte März bis Ende Juni und Anfang September bis Anfang November. Vom Schloss führt der Weg zum Schlosswirt Juval, der, idyllisch auf dem Juvaler Hügel gelegen mit hofeigenen und regionalen Speisen aufwartet und weiter auf dem Tscharser Waalweg in Richtung Tschars. Ein Höhepunkt ist die Waalschelle, jene Glocke, die mit ihrem Klang dem Waaler signalisiert, das das Wasser fließt. Rund eine Stunde wandert man gemütlich den Waal entlang, bis man zur Abzweigung zum Restaurant Himmelreich kommt. Der Abstieg erfordert rund eine viertel Stunde. Nach einer Stärkung im Himmelreich geht es weiter über den Stabener Waalweg bis zum Ausgangspunkt, dem Parkplatz bei der Einfahrt zum Schnalstal. (ap)

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Rundwanderweg am Tscharser Sonnenberg

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19.03.15

Inhalt

Vinschgerwind 6-15

/inhalt/ 3

Kommentar Seit drei Jahren im Amt: Kurt Sagmeister muss liefern

Ist Mitsprache nur dann erwünscht, wenn sie in den Kram passt?

Seite 6

Seite 5

Schlanders/Laas: Das 6. Urteil in der Causa Marmor

Seite

4

Mals/Vinschgau: Aktive Umweltschutzgruppe Vinschgau

Seite

4

Schlanders: Frecce tricolori

Seite

5

Graun: Die Vorwahlen in Graun bringen Erstaunliches

Seite

5

St. Valentin: Wirtschaftsbeirat nimmt Arbeit auf

Seite

8

Schlanders: 60 Jahre Graber

Seite 10

Leserbriefe und Stellungnahmen

ab Seite 11

Schnals: LH Arno Kompatscher in Schnals

Seite 14

Sulden: Rosimbahn setzt neue Maßstäbe

Seite 15

Sonderthemen: Landwirtschaft I Auto

ab Seite 39

Nationalpark Stilfserjoch: Forschungsprojekt Blockgletscher

In Suldn isch dr nui Lift ingweicht. Leiwand sogn di Wiener. Skifohrn isch es Leiwandste, wos ma si nur vorstelln konn.

Seite 56

Suldn isch brutal wichti. A fir Trafui. Wenn Suldn guat geat, geat a Trafui guat. Nor isch zamindigscht rund umman Ortler a Rua. Leiwand.

von Chefredakteur Erwin Bernhart

Der Rechnungshof Die Malser Volksinitiative, bei der sich 75 Prozent der Abstimmenden für ein Pestizidverbot ausgesprochen haben, hat gerichtliche Nachspiele zur Folge. Nun ist auch der Rechnungshof in der Gemeinde Mals vorstellig geworden und hat aus der Gemeindestube Unterlagen in Zusammenhang mit der Volksinitiative beschlagnahmt. Vor allem der finanzielle Aspekt, also jene Gelder, die von der Gemeindeverwaltung für die Volksinitiative ausgegeben worden sind, soll beleuchtet werden. Die grundlegende Aufgabe des Rechnungshofes ist es, öffentliche Geldflüsse auf ihre Rechtmäßigkeit hin zu überprüfen. Neben einer bereits laufenden Feststellungsklage, welche die Rechtmäßigkeit der Volksinitiative prüfen soll, kommt nun also der Rechnungshof hinzu. Hat man sich in Mals verrannt? Jedenfalls haben die Alarmglocken (Staatsadvokatur, Regierungskommissariat, Ministerrat, Landeshauptmann, Landesrat) bereits im Vorfeld der Volksinitiative unüberhörbar geschrillt. Unbeeidruckt davon hat die Initiative stattgefunden. Eine Mehrheit der Leute hat für ein Pestizidverbot gestimmt. Man hätte sich den Ausgang schwerlich anders vorstellen können. Unabhängig vom Inhalt der Diskussionen im Vorfeld, vom grundsätzlichen Infragestellen von Pestiziden, vom Wunsch auf eine andere Wirtschaftsweise, vom Wunsch auf biologische Anbauweise in einer Region, bleibt die rechtlich zweifelhafte Vorgangsweise. Und aus dieser Optik wird es schwierig auf die Pfade einer gemeinsamen Diskussion zurückzukehren. Nun wird man in Mals wohl doppelte Kraft aufbringen müssen, um auch nur einen geringen Teil von dem umsetzen zu können, was man sich gewünscht hat und was man vom Volk wünschen hat lassen.


4 /politik/

Vinschgerwind 6-15

Wind - online

Süd-Tiroler Freiheit

Schlanders/Laas

Zerbröselt

Z

Foto: Erwin Bernhart

u den fünf Rekursen in der Causa Marmor, zu denen es ein Urteil vom Verwaltungsgericht gibt (Vinschgerwind Nr. 5/2015), reiht sich ein weiteres Urteil. Die Gemeinde Schlanders hat vor zwei Jahren gegen die mehrmalige Ablehnung von LH Luis Durnwalder für die Erteilung einer Fahrgenehmigung über die „Marmorstraße“ rekurriert und auch dagegen, dass der Marmor über das Laaser Schienen-System abzutransportieren sei. Und die Schlanderser wollten Schadenersatz dafür, dass ihnen durch den Transport über die Schrägbahn zusätzliche Kosten entstanden seien. Das Verwaltungsgericht, mittlerweile in der Causa Marmor die wohl informierteste Instanz, hat kürzlich diesen Rekurs in der Luft zerpflückt und zurückgewiesen. In der Begründung unter anderem: „Das Seilund Schienensystem stellt aber, zur Zeit, das einzige, vom Nationalpark zuge l a s s e n e Transportsystem dar (...)“ und „Laut Auffassung dieses Gerichtes müssen Entscheidungen über den Umweltaspekt des Transportes vor allem mit dem Nationalpark Stilfserjoch geklärt werden, bevor sie von der Landesverwaltung durchgeführt werden können.“ Also bleibt den Schlandersern der Abtransport über die Schrägbahn - wenn auch teurer als die Straße - weiterhin offen. (eb)

Umfrage auf www.vinschgerwind.it

Betreiben Sie regelmäßig (mindestens einmal die Woche) Sport?

59,3 % 40,7 %

Neue Umfrage: Zum Vatertag zu Josefi am 19.03.2015 Hilft Ihr Mann im Haushalt mit?

JA

NEIN

Umweltschutzgruppe Vinschgau sehr aktiv Mals/Vinschgau - Bei der Vollversammlung der Umweltschutzgruppe Vinschgau am 13. März im Hotel Greif in Mals wurde Rückschau auf eine vielfältige Tätigkeit gehalten, das Jahresprogramm präsentiert und der neue Vorstand gewählt.

Die Umweltschutzgruppe Vinschgau mit ihrer bisherigen Vorsitzenden Eva Prantl (unten) konnte den Vorstand bei den Neuwahlen von 11 auf 13 Personen aufstocken.

von Heinrich Zoderer

I

n knapp zwei Stunden wurde in lockerer Atmosphäre sehr bilderreich über die vielen Initiativen berichtet. Neben Vorträgen über Pestizide und die Zukunft der Landwirtschaft, stand im letzten Jahr vor allem der Landschaftsschutz im Vordergrund. Seit Jahren bemüht sich die Umweltschutzgruppe um die Erweiterung der Schgumser Möser in Tschengels. In Prad konnte die Umwidmung eines Teils der Lichtenberger Au in landwirtschaftlichen Kulturgrund verhindert werden. Große Diskussionen gibt es um die Glurnser Au. Bekanntlich will man dort einen Golfplatz errichten. Eva Prantl, die Vorsitzende, betonte, dass es nicht gegen den Golfsport, sondern gegen den Standort gehe. Der Auwald ist ein wertvoller Le-

bensraum und es ist ein Gebot der Stunde, solche Reste zu erhalten. Um Biotope besser zu schützen, will man Biotoppatenschaften einrichten. Peter Gasser berichtete vom Heckenverbund Malser Heide. Dieses Pilotprojekt soll in den nächsten 10 Jahren in Zusammenarbeit mit anderen Vereinen umgesetzt werden. Auf der Spinaid, einem Weidegebiet der Fraktionsverwaltung Mals wurde ein Amphibienteich angelegt. Gasser lobte die gute Zusammenarbeit mit der Fraktionsverwaltung. Die Verwendung der Umweltgelder, sowie der Einsatz von Herbiziden sind weitere A n l i ege n , ebenso

wie die Pläne und Diskussionen um eine Verkehrsverbindung in die Schweiz und nach Bormio. Dass die Umweltschutzgruppe nicht alleine arbeitet, sondern in enger Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, zeigte auch die Anwesenheit von Franz Fliri vom Heimatpflegeverband, Dominik Greiss vom Verein Sortengarten Südtirol, Judith Egger vom Südtiroler Alpenverein, sowie von mehreren Vertretern der Initiative für mehr direkte Demokratie. Bei der Neuwahl wurden nicht nur die 11 bisherigen Ausschussmitglieder bestätigt, sondern noch zwei weitere Mitglieder in den Vorstand gewählt.

Fotos: Heinrich Zoderer

In Kastelbell ist die Süd-Tiroler Freiheit für die Gemeideratswahl gut aufgestellt. Auch in Prad. Nun will man es auch in Partschins und in Schnals mit frischen Kandidaten versuchen.

19.03.15


19.03.15

Vinschgerwind 6-15

/politik/ 5

Burgeis

Lärm in Pflutsch, Stille in Veiths Amtsstube I

Der Bolzplatz in Burgeis von einem Anrainerbalkon aus gesehen

ter anderem mit BM Ulrich Veith und Joachim Theiner herbeizuführen. Das war im Sommer 2014, und zwar nachdem man in Burgeis Alternativstandorte für einen Bolzplatz ausgelotet hatte. Man ist zur Aussprache zum Malser Rathaus gefahren. Ulrich Veith versprach, Dämmungen mit Matten anbringen zu wollen, auch eine zeitlich beschränkte Bolzplatz-Nutzung wurde zugesichert. Von Dämmungen ist bis heute nichts zu sehen, lediglich eine zeitliche

Nutzungsbegrenzung wurde angeschlagen: Nutzung von 10 bis 12 Uhr und von 16 bis 19 Uhr. Nun ist die Nutzung des Bolzplatzes in der Winterzeit gering. Aber der Langes steht vor der Tür und die Anwohner von Pflutsch, die teilweise auch Fremdenzimmer haben, fürchten sich bereits vor dem kommenden Lärm. Und wer steht für die Schäden ein, die Jugendliche an Hausmauern und Fenstern verursachen, indem sie Bälle aus Übermut durch die

Schlanders

Graun

Im Zeichen der Einheit?

Es ist vorgwählt

I

G

Foto: Leonardo Pellissetti

n den letzten 5 Jahren war im Tal nur ein italienischer Gemeinderat anzutreffen: Bruno Pileggi in Mals. Das soll, geht es nach einer Gruppe von Italienern in Schlanders, anders werden. Unter dem Zeichen des Partito Democratico haben Ernesto Rubini und die ehemalige Gemeinderätin Dunja Tassiello zu einem Informationsabend, geleitet von Giuseppe Marino aus Meran, anfangs März geladen. Fazit des Abends: Eine Präsenz im Gemeinderat sei wichtig. Schließlich seien die vergangenen fünf Jahre ohne italienische Präsenz „flache Jahre“ gewesen. Mit einer PD-Einheitsliste könnte ein Einzug gelingen. Bringen die Italiener zwei Leute in den Rat, steht ihnen laut Statut ein Platz im Ausschuss zu. Man wolle nicht gegen etwas sein, sagt Rubini, sondern eine Präsenz wäre angemessen. Das Synchronisieren der Italiener in Schlanders ist allerdings nicht einfach. Denn der bisherige PD-Verantwortliche von Schlanders, Paolo Azzarone, wurde in die Vorbereitungen nicht miteinbezogen. Azzarone ist deswegen mehr als beleidigt. Rubini sagt, man habe das Treffen mit der PD-Zentrale in Bozen abgesprochen. (eb) v.l.: Ernesto Rubini, Dunja Tassiello und Giuseppe Marino

Gegend schießen bzw. Steine werfen? Eine ungeklärte Frage. Der Bolzplatz, so sagt man in Pflutsch, muss im Interesse aller auch unter Einbeziehung der Jugendlichen schnellstens verlegt werden. Eine Anwohnerin: „BM Veith palavert gerne vom Mitreden und Mitentscheiden, wenn ihm irgendjemand ein Mikrofon unter die Nase hält. Bisher hat er seinen politischen Schalter aber auf Schlafmodus umgestellt, sobald die Pflutscher aus seiner Ratsstube wieder draußen waren.“ Ein anderer Anwohner allerdings zuversichtlich: „Bis zu den Gemeindewahlen im Mai könnte durchaus noch ein Wunder geschehen!“ Klar ist jedenfalls, die Pflutscher wurden bisher in ihren Forderungen alles andere als ernst genommen. (eb)

inge es nach den Langtauferern, der neue Bürgermeister hieße Josef Thöni. Ginge es nach den Reschern, der BM hieße Franz Prieth (unten), ginge es nach den Hoadern, der BM hieße Heinrich Noggler (oben). Die Kandidaten haben in ihren jeweiligen Fraktionen abgeräumt. Zusammengezählt haben die Stimmen in der Gemeinde Graun den amtierenden BM Heinrich Noggler mit 456 Stimmen vor Franz Prieth mit 277 Stimmen gereiht. Damit gibt es im Mai eine Neuaflage des Duelles Noggler-Prieth. Politneuling Andreas Waldner wurde mit 15 Stimmen im Kandidatengedränge aufgerieben. Mit 218 Stimmen hat der Langtauferer Josef Thöni mehr als einen Achtungserfolg erreicht. Zudem sind bei den Vorwahlen gerade in Langtaufers namhafte Gemeinderäte - Wolfgang Thöni etwa - und sogar der amtierende Gemeindereferent Peter Eller durchgerasselt. Sie sind nicht mehr auf der Kandidatenliste. In Langtaufers will man eine andere Politik als die bisherige. Mit einer Wahlbeteiligung von 1000 Leuten (45%) - bei den Vorwahlen am vergangenen Sonntag - ist in der Gemeinde Graun von Politikverdrossenheit nichts zu spüren. Spannend dürfte vor allem die BM-Wahl im Mai werden. Denn die Vorwahlstimmen, die Heinrich Noggler eben nicht gewählt haben, sind mehr, als jene, die Noggler gewählt haben. Aber Noggler hat den Bonus des amtierenden BM. (eb)

Fotos: Erwin Bernhart

Foto: Erwin Bernhart

n Burgeis gibt es einen Dorfteil, der Pflutsch heißt. Dort ist auch das Kulturhaus, dort ist die Grundschule und darin die Jugendräume. Nun gibt es seit einiger Zeit auch einen Bolzplatz, auf dem Schulhof, mitten in Pflutsch, teilweise in Balkonhöhe. Der Bolzplatz, ein von Holzwänden umzäunter Ballspielplatz, ist bei den Anwohnern in Pflutsch nicht erwünscht. Grund dafür ist vor allem der Lärm, vom Aufprall der Bälle an Holzwänden und Metallstangen hinter den Toren verursacht. Der Bolzplatz wurde unter der Regie des für Burgeis zuständigen Referenten Joachim Theiner ohne Absprache mit den Anwohnern errichtet. Erste Klagen über den Lärm wurden BM Ulrich Veith, dem politisch Verantwortlichen in der Gemeinde Mals, bereits im Sommer 2013 zugetragen. Ohne Konsequenzen. Nach langem Hin und Her und nach mehreren Anläufen ist es den Anwohnern im Dorfteil Pflutsch gelungen, eine Aussprache un-


6 /Titel/

Vinschgerwind 6-15

19.03.15

Das Abschalten

der Kirchtürme

Foto: Erwin Bernhart

Seit nunmehr drei Jahren ist Vinschgau Marketing aktiv, seit drei Jahren arbeitet der Direktor Kurt Sagmeister mit seiner jungen Mannschaft daran, den Vinschgau auf dem Tourismusmarkt neu aufzustellen. Was ist gelungen? Die Schonfrist ist vorbei, Sagmeister muss nun liefern.

von Erwin Bernhart

D

as Schwierige und gleichzeitig das Tolle am Tourismus ist es, mit ganz verschiedenen Faktoren arbeiten zu müssen: Landschaft, Wetter, Klima, Hotelqualitäten, Erreichbarkeit, Wanderwege, Sehenswürdigkeiten. All diese Faktoren machen das Produkt Tourismus schwierig aber auch reizvoll. Diese Faktoren zu händeln ist unser Job“, so definiert Kurt Sagmeister seine Arbeit bei Vinschgau Marketing. Seit drei Jahren schaukelt Sagmeister als Direktor die Nachfolgeorganisation des Tourismusverbandes Vinschgau. Auf unzähligen Baustellen muss sich Sagmeister beweisen, als Schnittstelle für die Tourismusvereine, als Drehscheibe für Events, als Klagemauer für Hoteliers, als Bindeglied zur SMG, als Verhandler mit Bus, Bahn und Aufstiegsanlagen, als Imagepolierer des Vinschger Tourismus nach innen und nach außen. Ausgerechnet im Vinschgau, dem Tal, in dem neben ausgeprägtem Genossenschaftswesen im Agrarbereich höchst individuelle Ansichten und daraus resultierende Handlungsmaxime im Tourismusbereich herr-

schen, ausgerechnet in diesem Vinschgau ist Sagmeister vorerst ein Abschalten der Kirchtürme gelungen: Die einzelnen Tourismusvereine treten mit einheitlichem Erscheinen im Internet und in Katalogform auf. „Ein Vinschgau-Denken hat eingesetzt“, sagt Sagmeister. Bei der Organisation des Giro d’Italia habe sich das gezeigt. Alle Tourismusvereine des Vinschgaus haben dieses Großereignis mitgetragen und auch mitfinanziert. „Obwohl beispielsweise die Ferienregion Reschenpass möglicherweise am wenigsten davon profitiert hat“, sagt Sagmeister. Man habe erkannt, dass der Giro für das Tal wichtig war. Vielleicht fahre der Giro in einigen Jahren über den Reschenpass, dann werde aber auch Martell den Giro mitfinanzieren. Der Giro muss einen bleibenden Eindruck vor allem bei den Organisatoren hinterlassen haben. Man sei, beurteilt es Sagmeister, auch aus einem Minderwertigkeitskomplex herausgekommen. Das Selbstbewusstsein konnte man enorm steigern. Mittlerweile werde der Vinschgau im Land als „gutes Beispiel“ genannt. Das Bild vom Vinschgau, was den Tourismus betrifft, habe sich innerhalb von Südtirol geändert.

Auch die Arbeitsweise, die Einladungen, das Aussehen eines Briefes, einer E-Mail, das Abhalten einer Versammlung, werde in den Toursimusvereinen und bei den Touristikern als professionell und auch als Vorbild wahrgenommen. Aber was vermarktet Sagmeister? Wie wird der Vinschgau positioniert? Wie wird der Vinschgau wahrgenommen? Sagmeister zitiert dazu eine Gästeumfrage. Wie nehmen Gäste den Vinschgau wahr? Die Landschaft wurde da mit Abstand als Nummer eins genannt, dann das Wandern, Sehenswürdigkeiten, Kirchen und Klöster... Dem Einwand, dass diese Wahrnehmung durchaus auf den gesamten Alpenbogen zutreffen könnte, gibt Sagmeister recht. Das Problem vieler Destinationen sei die Austauschbarkeit. Allerdings gebe es gerade bei der Landschaft markante Unterschiede. Ob ein Gast eher eine mediterrane Landschaft sucht, oder eher eine schroffe hochalpine Landschaft, sei ein Unterschied. Oder etwa die Gletscherwelt in Sulden. „Genau solch markante Unterschiede müssen wir in den Vordergrund stellen“, sagt Sagmeister. Ob er sich um die Landschaft sorge? Eigentlich


19.03.15

2014

Datenquelle: Vinschgau Marketing/Grafik: Vinschgerwind

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Der Tourismus steht und fällt mit dem Angebot vor Ort, sagt Sagmeister. Das Produkt, so die touristische Redensart, müsse stimmen. Mountainbiken sei eine solche Art von Produktentwicklung. Die Verhandlungen mit den Grundbesitzern, die Beschilderung, die Trailpflege - das müsse vor Ort passieren. Das könne Vinschgau Marketing nicht leisten. Gleichwohl könne die Bewerbung dieses Produktes übernommen werden. Oder der vom Tourismusverband Vinschgau übernommene Vinschger Höhenweg. Es beginne sich drumherum einiges zu bilden.

2013

20122 22013

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eben nicht beeinflussen könne. Wenn man die Arbeit schon messen wolle, dann sicher nicht an den Nächtigungen, sondern viel mehr an den Ankünften. „Unsere Arbeit ist es, die Gäste herzubekommen“, sagt Sagmeister. Die Analyse von Nächtigungsstatistiken habe oftmals hervorgebracht, dass ein Rückgang mit Betriebsschließungen einhergehen. Das bereite ihm eher Sorgen. Warum schließen Betriebe, warum gehen Betten verloren? „Das sollte uns beschäftigen. Das sollte die Politik, Vinschgau Marketing, den jeweiligen Tourismusverein usw. beschäftigen.

1.837.252

2012

1.900.918

393.953

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1.769.230

359.635

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Wie händelt Vinschgau Marketing die neuen Medien, die technologischen Speerspitzen? Der Auftritt im Internet sei ein permanenter Wettlauf mit den technischen Möglichkeiten. Eine Zeitlang war man der 450.000 Meinung, dass alles über das Ankünfte 2005 - 2014 Internet ablaufe, dass sich die 400.000 klassische Werbung in herkömmlichen Zeitschriften erle350.000 digt habe. Da gibt es ein Umdenken. Facebook etwa habe 300.000 bereits seinen Sättigungsgrad überschritten. Aber mit den in250.000 teraktiven Wanderkarten, bei 200.000 denen wir die Ersten waren, haben wir durchaus Erfolge aufzu150.000 weisen. „Wenn wir es schaffen, dass 100.000 Gäste übers Internet bei einem unserer Betriebe um Informati50.000 onen oder konkret um Nächtigungen nachfragen, haben wir 0 unsere Arbeit geleistet. Alles 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 andere liegt nicht mehr in unserer Hand“, sagt Sagmeister. Ja, wie schlägt sich die ArNächtigungen 2005 - 2014 2.000.000 beit von Vinschgau Marketing, 1.800.000 konkret in Nächtigungen nieder? Hat man das Ruder schon 1.600.000 herumreißen können? Schließ1.400.000 lich bildete der Vinschgau beim Antritt von Vinschgau Marke1.200.000 ting mit Auslastungstagen von 100 bis 110 das Schlusslicht 1.000.000 Südtirols. Tatsächlich habe sich 800.000 die Situation nicht verändert, gibt Sagmeister unumwunden 600.000 zu. Bei den Auslastungstagen vermutet Sagmeister aller400.000 dings einen statistischen Feh200.000 ler. Denn die Übernachtungen auf Campingplätzen seien da 0 miteingerechnet worden. Mit 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 einem Anteil von 12 Prozent,

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das entspreche rund 200.000 Nächtigungen, habe der Vinschgau einen besonders hohen Anteil an Campinggästen. Nicht richtig sei es, die Tätigkeit von Vinschgau Marketing allein an der Anzahl der Nächtigungen, im Positiven wie im Negativen, zu messen, sagt Sagmeister. Als Beispiel nennt Sagmeister den Sommer 2014. Man habe keine Chance, das schlechte Wetter zu beeinflussen. Es sei auch nicht Ziel, die Nächtigungen zu steigern. Ziel sei es, die Wertschöpfung zu steigern. „Das ist ein großer Unterschied“, sagt Sagmeister. Nächtigungen könne man durch einen Ausverkauf tatsächlich steigern. Nur am Ende des Jahres haben die Tourismusbetriebe dann weniger Geld in der Tasche. Die Anzahl der Nächtigungen allein sagt noch nichts über die Wertschöpfung aus. Allerdings ist es Gang und Gäbe, dass Gastwirte bzw. Hotelbesitzer oder Zimmervermieter die Arbeit von Vinschgau Marketing genau an der Anzahl der Nächtigungen messen wollen. Dem widerspricht Sagmeister und weist darauf hin, dass es sehr viele Faktoren gebe, die Vinschgau Marketing

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nicht, sagt Sagmeister. Natürlich müsse man aufpassen. Im Vinschgau habe man noch einiges an unberührter Landschaft. Das hintere Matschertal oder das hintere Martelltal - das sind archaische Landschaften, die von Gästen gesucht werden. „Bei uns geht nicht, wie in anderen Landesteilen, auf jeden Bichl ein Lift oder eine Straße hinauf.“ Auch bergen die alten Dorfkerne, wie in Burgeis etwa, oder die Stadt Glurns einiges an Potenzial. Man hätte sich vielleicht vor 2030 Jahren überlegen sollen, ob jedes Dorf eine Industriezone brauche, sinniert Sagmeister. Sagmeisters Team im Glurnser Büro ist jung, sportlich. Im Grunde, von der Altersstruktur her, weit entfernt, von der Gästeschicht, die den Vinschgau besucht. So ganz stimme das allerdings auch nicht, sagt Sagmeister. Der Vinschgau habe im Verhälntnis zum übrigen Land jüngere Gäste. Das habe mit dem Angebot an sportlicher Betätigung zu tun, Biken, Skifahren, Langlaufen.

Vinschgerwind 6-15

Was würde sich der Direktor von Vinschgau Marketing für den Winter und was für den Sommer im Vinschgau noch wünschen? Sagmeister: „Im Obervinschgau Watles - Haideralm-Schöneben muss es uns einfach gelingen, für den Gast ein anprechendes langfristiges Produkt zu gestalten. Das ist für das Skifahren im Winter zentral. Ich bin überzeugt, dass durch eine Fusion für die ganze Region ein enormer Schub gegeben werden kann. Die Frage Langtaufers-Kaunertal ist für mich derzeit außen vor, zuerst gilt es, bei den vorhandenen Liftbetreibern eine Lösung zu finden. Tatsache ist auf der anderen Seite, dass der alternative Wintersport immer mehr an Bedeutung gewinnt und da sind wir nicht schlecht aufgestellt - Langlaufen, Schneeschuhwandern, Winterwandern, Skitouren. Im Sommer? Die generelle Frage der Erreichbarkeit wird von zentraler Bedeutung. Gerade auch, weil der Gast kürzer bleibt. Ich sehe die Zugverbindung in die Schweiz als wichtige Vision. Die wäre Schubkraft für die ganze Region. Wenn ich etwas wünschen könnte, wäre dieses Projekt das erste, das ich realisieren würde. Auch der Golfplatz ist ein Baustein, der bei uns hineinpassen könnte. Als Zusatzangebot.


8 /Wirtschaft/

Vinschgerwind 6-15

Rom-Info ins Tal Die Verfassungsreform ist seit dem 10. März wieder einen Schritt weiter. 242 Ja-Stimmen hätte es gebraucht. Trotz Austritt der Berlusconi-Partei aus dem ReformBündnis sind dann 347 Ja-Stimmen übrig geblieben. Die positive Nachricht des Tages - ist aus meiner Sicht - nicht unbedingt der Inhalt der Reform – sondern in erster Linie die Tatsache , daß es der Ministerpräsident mit dem Reformprozeß ernst meint. Ob die Reform wirklich gut ist oder nicht, wird sich erst in Zukunft zeigen. Auch die Verfassungsreform von 2001 ist damals als das „Ei des Kolumbus“ hochgelobt worden, aber schon nach 14 Jahren wurde sie wieder „versenkt“. Nur eines ist seit dem 10. Maerz noch sicherer, Italien verändert sich. Die Neuregelung der „Volksbanken“ kommt im Parlament ohne größere Hindernisse weiter. Alle Parteien arbeiten mit. Unsere Genossenschaftsbanken (Raiffeisen) sind noch ausgeklammert geblieben, wissen nun aber, daß ein „Wind der Veränderung“ weht. Sie müssen sich rüsten und klare Reformkonzepte für die Zukunft vorlegen, um nicht an Eigenständigkeit zu verlieren und zentralen Lenkungsstrukturen ausgesetzt zu werden. Interessanter ist es aber zur Zeit außerhalb des Parlamentes. Die Mitglieder der Fachgruppe im Gesundheitsministerium, die sich zu den Südtiroler Vorschlägen bei den Geburtenstationen der kleinen „Bergspitäler“ äußern sollen, sind in den naechsten Wochen mit den richtigen Informationen zu versorgen. Jetzt ist Lobbyarbeit gefragt. Auch beim Nationalpark Stilfser Joch. Der rechtliche Rahmen ist definiert. Nun gilt es die Spielraeume auszuloten und ein gutes Fundament fuer einen Neubeginn zu schaffen. Meine Aufgabe wird es nun sein, alle irgendwie fuer den Nationalpark zustaendigen Aemter in Rom abzuklappern ( Umweltministerium, staatliche Vereinigung der Nationalparke, staatlicher Jagdverband, Industrieministerium, staatliche Wildbeobachtungsstelle ISPRA usw.), um Informationen und Spielraeume aus erster Hand zu erfahren, da es schon vorkommen kann, dass man sich mit bestimmten Anliegen in Rom leichter tut, als in Bozen selbst.

„Kindersachen“ aus zweiter Hand Die VKE-Sektion Schlanders organisiert wieder einen Tauschmarkt für Babykleidung und -ausstattung, Kinderbekleidung, Kinderwagen, Hochstühle, Autositze, Fahrräder, Sportsachen und Spielsachen. Neu ist auch eine Ecke für gut erhaltene Schuhe und Schwangerschaftsmode. Der Verkauf findet am Samstag, 27. März von 8:30 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr im Speisesaal der Lebenshilfe in Schlanders statt. Weitere Informationen unter der Email-Adresse: schlanders@vke.it

Wirtschaftsbeirat nimmt Arbeit auf Obervinschgau - Der von der Raiffeisenkasse Obervinschgau ins Leben gerufene Wirtschaftsbeirat möchte den Akteuren im Tätigkeitsgebiet einen konstruktiven Rahmen geben, um sich auszutauschen und um Synergien frei zu setzen, welche dem Tätigkeitsgebiet einen Entwicklungsschub geben. Damit möchte das Geldinstitut der Wirtschaft Einfluss in ihre Organisation verschaffen.

Foto: Andreas Waldner

von Albrecht Plangger

19.03.15

von Andreas Waldner

D

ie erste Arbeitssitzung mit 30 Teilnehmern leitete am Dienstag (24.02.) Raika-Obmann Karl Schwabl im Vereinssaal in Graun mit einer Begrüßung ein. Anschließend ging Direktor Markus Moriggl kurz auf den Ursprung des Beirates ein. Bevor er die Ziele des neu aus der Taufe gehobenen Wirtschaftsbeirates darlegte, erinnerte er an die unvergessene Interregio, die stark von der Raiffeisenkasse geprägt wurde und die für die Wirtschaft vor Ort eine große Bedeutung hatte. Aufbauend auf den Erfahrungen dieser und anderer erfolgreicher Veranstaltungen formulierte er die Ziele des Wirtschaftsbeirates: a.) Die Zusammenarbeit zwischen wichtigen Akteuren im Tätigkeitsgebiet verbessern; b.) Synergien und Potentiale besser nutzen; c.) Den Unternehmerischen Genossenschaftsmitgliedern einen höheren Mehrwert bieten; d.) Den Informationsfluss über Entwicklungen im Tätigkeitsgebiet verbessern. Die einzelnen Treffen sind so geplant, dass sich zwei Institutionen abendfüllend vorstellen. Anschließend haben die Teilneh-

mer die Möglichkeit, der entsprechenden Institution Impulse zu geben, um sie zu unterstützen. Die Vorschläge sollen konstruktiv, kooperativ und potentialorientiert sein. Es soll ein Miteinander werden, ein Miteinander von Ideen, die aber auch umsetzbar sein sollten. Zum Gründertreffen stellte Roland Reinalter das Martinsheim und Kurt Sagmeister die „Vinschgau Marketing“ vor. Beide Vorstellungen waren fesselnd, aussagekräftig und wissenswert und lösten bei vielen Zuhörern einen überraschenden Aha-Effekt aus. Die Moderation hat Matthias Theiner wahrgenommen. Er lenkte bei offenen Themenfeldern ein und moderierte die verschiedenen Impulse aus dem Plenum. Abschließend zeigte sich Direktor Moriggl zufrieden mit dem Verlauf und den Ergebnissen des ersten Treffens. Er wies darauf hin, dass die beiden vorgestellten Institutionen bereits zahlreiche Synergien ausgelöst hätten und nannte einige konstruktive Beispiele. Bevor er alle Teilnehmer zu einer Käseverkostung der Sennerei Burgeis einlud, legte er den Termin (26. Mai 2015) für die nächste Arbeitssitzung fest.


19.03.15

Vinschgerwind 6-15

/Wirtschaft/ 9

Vinschgau/Latsch

ITAS unterstützt mit 360.000 Euro 60.000 Euro für die Latscher Bürger und das Ehrenamt im Vinschgau: Diese Summe stellt die Versicherungsgruppe ITAS als freiwilligen Beitrag zur Verfügung, um die Eigenverwaltung von Latsch im Zuge der Vinschgerbahn-Tragödie zu stützen. „Für uns als Wechselseitige Versicherung ist dies eine Solidaritätsbekundung, die zeigt, dass wir auch in Notsituationen Verantwortung übernehmen“, so ITAS-Präsident Giovanni Di Benedetto. Knapp 5 Jahre ist es her, seit sich im Vinschgau das tragische Zugunglück ereignete, bei dem 9 Personen ums Leben kamen und 29 weitere verletzt wurden. Die erhobene Gesamtschadenssumme belief sich auf rund 15 Millionen Euro, wobei etwa 10 Millionen Euro auf Personenschäden und 5 Millionen Euro auf Sachschäden entfielen. Die Versicherer der Transportgesellschaft SAD hatten diesen Betrag kurz nach dem Unfall übernommen und stellten danach ihrerseits in einem Zivilverfahren Regressforderungen in Millionenhöhe an verschiedene Körperschaften - darunter auch an die Eigenverwaltung der bürgerlichen Nutzungsrechte von Latsch. Sie ist Eigentümerin des Berghanges an der Unglücksstelle,

Foto: „Wind“-Archiv

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v.l.: Albrecht Plangger (Vinschger SVPKammerabgeordneter in Rom), Giovanni Di Benedetto (ITAS-Präsident) und Helmut Fischer (Bürgermeister von Latsch) der durch Fremdeinwirkung in Bewegung geraten war und so die verhängnisvolle Mure auslöste. Dass nun ein Schlussstrich unter das Zivilverfahren gesetzt werden konnte, hängt auch mit dem großzügigen Handeln von ITAS zusammen: „Obwohl die Eigenverwaltung nämlich keinerlei Schuld trifft, haben wir uns als deren Versicherer sofort dazu bereit erklärt, mittels eines freiwilligen Bei-

trags von 360.000 Euro mitzuhelfen und einen außergerichtlichen Vergleich zu ermöglichen“, so Di Benedetto. „Wir sind eingesprungen, weil wir der Bevölkerung im Vinschgau unter die Arme greifen und sie nachhaltig schützen wollen. Allen voran die vielen Ehrenamtlichen, die tagtäglich mit viel Engagement für ihr Tal und ihre Gemeinde arbeiten“, erklärt der ITAS-Präsident. Helmut Fischer, Bürgermeister von Latsch, richtet seinen Dank direkt an die ITAS-Führung: „Es freut uns sehr, dass sich ITAS in diesem wichtigen Moment solidarisch mit unserer Gemeinde zeigt. Auf diese Weise wird jungen Menschen und allen in der Landwirtschaft Tätigen vermittelt, dass sie sich auch weiterhin ehrenamtlich betätigen können, ohne im schlimmsten Fall Haus und Hof zu riskieren.“ Auch der Vinschger SVP-Kammerabgeordnete in Rom, Albrecht Plangger, zeigt sich ob der finanziellen Hilfe aus dem Hause ITAS erleichtert: „Die Gespräche mit der Spitze des Versicherers verliefen reibungslos und führten sehr schnell zu einem positiven Ausgang. Nur dadurch konnte Schlimmeres verhindert und das Allgemeinwohl gewahrt werden“, so Plangger.


10 /Wirtschaft/

Vinschgerwind 6-15

19.03.15

Herbert und Thea Graber (Bildmitte), links: Thomas und Alexandra Graber, rechts: Seniorchef und Gründer Hans Graber Herbert Graber: „Meine Frau ist mein Ausgleich.“

Graber ...

Luis Durnwalder: „Lieber Hans, wer hätte gedacht, dass in deinem Hause einmal der Name Stelvio zu finden ist.“ Hans Graber in seinem Rückblick: „Es gab damals 1955 in Schlanders bereits zwei Sattler und Tapezierer. Der damalige Bürgermeister sagte mir, ihm wäre lieber, ich würde mich nicht hier niederlassen. Mit den Auflagen von heute wäre es mir damals nicht möglich gewesen einen Betrieb zu führen.“

.... mit bewegenden Momenten, viele Erinnerungen und Worte des Dankes bei der Feier am 9. März 2015. Auf den Tag genau vor 60 Jahren gründete Hans Graber den gleichnamigen Betrieb. Glückwünsche überbrachten Freunde, Weggefährten, Mitarbeiter: Jene, die die Familie Graber in den vergangenen 60 Jahren begleitet haben. Text: Angelika Ploner; Fotos: Ernst Bayer, www.fotobayer.it

Sohn und Enkel Thomas Graber von Flamingo und Freundin Melanie.

Albrecht Marx (neben Herbert Graber) war wie Karlheinz Gunsch in schweren Zeiten zugegen, Manfred Unterthiner (r.) stand und steht immer mit Rat und Tat zur Seite.

Vielen Mitarbeitern wurde gedankt, unter anderem der ersten Verkäuferin (l.). „Unsere Mitarbeiter bleiben ganz kurz oder sehr lang“, stellte Herbert Graber fest. Zehn Mitarbeiter beschäftigen derzeit Graber und Flamingo, das Großformatdruckzentrum von Sohn und Enkel Thomas. BM Dieter Pinggera: „Lieber Hans, du hast in harten Zeiten durchgehalten, Fleiß in dein Geschäft hineingesteckt, aber auch Mut bewiesen.“


19.03.15

Zum Leserbrief des Herrn Albert Hutter – der Vinschgerwind vom 03.03.2015 - „Die Lügengeschichte des Herrn Joachim Theiner“ (Der Wirtschaftsreferent der Gemeinde Mals im Interview mit dem „Der Vinschger“, Nr. 5/15 Ich habe mir Zeit genommen, die „dunkelroten Bilanzen“ der Vorgängerverwaltung mit jenen - wie wir sehen werden vermeintlich weniger „dunkelroten Bilanzen“ der heutigen Verwaltung zu vergleichen. Als ehemaliger Verantwortlicher in der Vorgängerverwaltung ist mir dabei einiges aufgefallen: Es geht aus dem Zeitraum 2008 bis 2012 hervor, dass der Betriebserfolg (Defizit vor Zinsen und Steuern) tendenziell stark ins Negative zusteuert. In diesen letzten Jahren zeichnet just Herr Joachim Theiner als Politisch Verantwortlicher. In Zahlen ausgedrückt, weist die Bilanz der Touristik und Freizeit AG im Jahr 2008 noch ein Betriebsergebnis (Defizit) von – 285.000 € auf. Nach dem jüngsten Interview von Theiner möchte man meinen, er hätte den Betrieb aus einem Abgrund geführt, dem ist aber nicht so: Denn das Betriebsergebnis von 2012 (vor Zinsen und Steuern) weist schließlich ein deutlich höheres Defizit von 523.115 € auf. Dabei sind die Abschreibungsquoten nahezu unverändert geblieben. Der Kostenanstieg liegt also nicht bei vorangegangenen Anschaffungen, sondern es findet sich ein erheblicher Anstieg bei den Personalko-

sten. Die Kosten für Personal sind von 736.000 € im Jahr 2008 auf 878.580 € im Jahr 2012 angestiegen, also rund 140.000 € mehr. Die Herstellungskosten sind insgesamt von 3,1 Mio. (2008) auf 3,3 Mio. (2012) angestiegen. Der Umsatz (Einnahmen) ist jedoch trotz der erhöhten Produktionskosten leicht zurückgegangen, von 2,86 Mio. auf 2,82 Mio. Wir können also feststellen, dass die Betriebsführung in Zeiten des zu erwartenden Rückgangs der Nachfrage (wegen der Wirtschaftskrise) die Personalkosten erhöht hat: Sprich mehr Personal für die Betreuung eines weniger großen Kundenstocks. Eine solch eigenartige Geschäftsstrategie erscheint mir jedenfalls wenig sinnvoll. Es sei mir die Frage erlaubt, ob dies unserem Wirtschaftsreferenten entgangen sein kann, denn nur so lassen sich bestimmte Aussagen des Herrn Theiner Joachim erklären. Ich habe für mich noch nicht entschieden, was für unsere Gemeinde schlimmer ist: Ein Wirtschaftsreferent, der seine Zahlen absichtlich schön redet, oder ein Wirtschaftsreferent, der seine Zahlen nicht kennt oder nicht versteht. Im Übrigen werde ich mich bemühen, zu den weiteren Aussagen des Wirtschaftsreferenten demnächst Stellung zu nehmen. Fortsetzung folgt! Josef Sachsalber, ehemaliges Verwaltungsratsmitglied der Touristik und Freizeit AG und Verantwortlicher für die Mitarbeiter.

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Vinschgerwind 6-15

/Leserbriefe/ 11

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12 /Leserbriefe/ Wind - Klick-Tipps

Der Kauf im Netz

von Roland Sprenger, online-Berater

D

as Internet bietet nicht nur die Möglichkeit sich zu informieren und mit anderen in Kontakt zu treten, auch Einkaufen im Internet wird immer beliebter. Grundsätzlich spricht nichts gegen den Kauf im Netz, doch ist es mit Vernunft anzugehen. Man sollte vorzugsweise bei namhaften Shops einzukaufen und unbekannte gründlich zu prüfen. Als erstes sollte ein Shop immer eine verschlüsselte Verbindung aufweisen (in der LinkZeile steht in grün “https://”), auch sollten verschiedene Bezahlarten zur Verfügung stehen sowie die Versandkosten gut zu finden sein. Wenn jemand nur gelegentlich etwas online bestellt, empfiehlt sich eine “aufladbare” Werkarte, die nicht mit einem Bankkonto verknüpft ist, man kann nur den Betrag bezahlen, den man auch vorher auf die Karte geladen hat. Wer regelmäßig online shoppt für den ist eine Kreditkarte wie Visa oder Master Card geeignet. Dabei gilt, dass man sich gut überlegt bei welchem Shop man die KreditkartenDaten angibt. Eine regelmäßige Kontrolle des KreditkartenAuszuges ist sehr wichtig, bei nur kleinsten Zweifeln einer Abbuchung oder einer unbekannten Abbuchung auf dem Auszug, ist dringend die Bank oder das Kreditkartenunternehmen zu kontaktieren. Eine zusätzliche Sicherheit bietet PayPal mit einem Käuferschutz von 180 Tagen ab Bezahlung an. 100% Sicherheit gibt es bei einem Online Kauf nicht, da hat ein lokales Geschäft immer noch die Nase vorn!

Vinschgerwind 6-15

19.03.15

Man staune... Liebe Angelika, liebe Kohl und Partner, lieber Herr Bürgermeister, selten kommt es vor das man im WIND solch einen „Schmarrn“ liest wie diesen, weshalb ich mir erlaube ein paar Zeilen zu opfern ! 1987 als in Südtirol noch keiner wusste, was ein engl. Pup, geschweige denn ein Themenlokal bei uns verloren hat, realisierten wir in der Göflanerstasse nicht nur zur Freude unserer verehrten Gäste, das „DINGSDO“. Die Folge war, dass wir nach sieben Jahren hochkant aus selbiger Strasse hinausgeekelt wurden, und das nicht nur zum erregten Hochgefühl des damaligen Herrn Bürgermeisters! Folge zwei des Experiments in Schlanders nannte sich „PASUI“, welches ganze sechzehn Jahre hilt, nebst Pacht, des Freibades! Ich denke letzteres bedarf meinerseits keiner Ergänzungen, lediglich der Kommentare „Aus dem Gerichtssaal“ der Kanzlei der Herrn Advokaten Dr. Tappeiner in Ihrem WIND ! Außerdem dachten wir mit dem Herrn Leggeri an die Realisation eines Weihnachts-Marktes mittels Markt-Ständchen, designet mit einfachen „ApfelSteigen“ und entsprechendem Wiedererkennungswert! Was dabei herausgekommen ist, kann man zur Weihnachtszeit in Schlanders „bewundern“, die Idee wurde vom damaligen „Beratungs-Büro“ mit unseren Steuergeldern geklaut und in „Pur-Südtirol“ ganz schlicht und ergreifend realisiert und umgesetzt! UND JETZT: man lese und staune auf Seite 14 unter LOKALES soll da die sogenannte Marktgemeinde ein TOURISMUSPROBLEM haben? Sicherlich gehöre ich nicht zur Inteligentia dieser mir nach wie vor hochgeschätzten Gemeinde aber das einzige, was mir in diesem Zusammenhang dazu noch in den Sinn kommt ist, ein Sprichwort unseres vereehrten Porfessors Dr. Leonardo Pelisetti, das da lautet: „concordia parvae crescunt discordia maximae dilabuntur.“ - Durch die Eintracht wächst das Kleinste, durch die Zwietracht zerfällt das Größte. Bernhard „Benny“ Josef von Spinn, Schlanders

Bezugnahme zum Artikel „Tourismusproblem“

Einbrüche immer zur Anzeige bringen!

Dort wurde auf das neue Tourismuskonzept für Schlanders eingegangen, u.a. wird dort folgende Aussage zitiert: „Der Tourismus ist das schwächste Pflänzchen im Garten!“ Damit dieses Pflänzchen gesundet, so glaube ich, muss deren Keim neu ausschlagen! Denn es braucht in erster Linie einen neuen Bezug der Einheimischen zu Natur und Kulturlandschaft, Umwelt und Schöpfung, dadurch wird man unheimlich viel Schönes und Wertvolles entdecken, es pflegen, erhalten und gestalten, und die Begeisterung wird im positiven Sinne Frühlingsgefühle auslösen, die Einheimische als auch Touristen faszinieren! Eingegangen wird auch auf eine neue Aufstiegsanlage entweder auf Tappein oder Talatsch, um Schlanders einen „neuen Schub“ zu verleihen! Das ist alles gut und recht, ich glaube aber, dass man auch TANAS, das einzige Dorf am Vinschger Sonnenberg in Sachen Mobilität unbedingt einbinden soll. Ob dies eine Bahn oder ein gut funktionierender Shuttledienst sein wird, werden mehrere Umstände und Faktoren mit sich bringen. Denn die Zukunft der Berggebiete sollte die Landwirtschaft samt neuen Erwerbsmöglichkeiten bleiben, und wird der sanfte Tourismus sein. Ich glaube, dass die Gemeinden Schlanders und Laas mit dem Nationalpark, der Nörder- und Sonnenseite, dem Marmor, dem übergreifenden Höhenweg bzw. Wanderwegen, ähnlichen Wirtschaftsstrukturen usw. viele Gemeinsamkeiten vorzuweisen haben! Auch der gemeinsame Tourismusverein „Schlanders – Laas“ verbindet und kooperiert, sodass ein Gesamtkonzept wahrscheinlich unausweichlich sein wird. Denn wenn man dies „schwächste Pflänzchen im Garten“ mit gegenseitigem Respekt, Wertschätzung und viel Idealismus und Gemeinschaftssinn düngt und bewässert, so wird deren Stängel kräftig und stark, es wird Seitentriebe ausschlagen, wunderbar blühen und duften, was ich uns allen von Herzen wünsche. Raimund Niederfriniger, Tanas

Es scheint doch auf dem ersten Blick recht verwunderlich zu sein: Da vergeht seit nun über einem halben Jahr fast kein Tag mehr, an dem man nichts von neuen Einbrüchen hört und trotzdem werden auf den Sicherheitsgipfeln der Politiker oder Jahresabschlussreden der Sicherheitskräfte laufend Statistiken veröffentlicht, laut denen die Zahl der Einbrüche gar nicht - oder nur geringfügig gestiegen sein soll. Entsprechend gering ist demzufolge dann auch der Handlungsbedarf, den unsere Politiker und Ordnungskräfte als notwendig erachten. - Wie kann das möglich sein? Nun, ich glaube die Antwort hierauf ist schnell gefunden. Wenn man sich bei Einbruchsopfern ein wenig herum hört, merkt man nämlich schnell, dass viele darauf verzichtet haben, eine Anzeige bei den Ordnungskräften zu erstatten. Meistens mit dem Argument, dass dies eh nichts bringe. Ich glaube eines ist aber sicher: Wenn eine Anzeige auch nicht den erhofften Erfolg in dem Sinne bringt, dass die Verbrecher geschnappt werden, so kann sie zumindest trotzdem ein Instrument sein, das wahre Ausmaß des Sicherheitsproblems , welches wir zu Zeit haben, ans Tageslicht zu bringen. Denn wenn alle Fälle durch eine Anzeige aktenkundig gemacht werden, dann können sich die Verantwortlichen nicht mehr so leicht mithilfe realitätsferner Statistiken herausreden. Aus diesem Grund rate ich allen Opfern eines Deliktes immer die Ordnungskräfte heran zu ziehen und das Verbrechen zur Anzeige zu bringen. Wichtig ist dabei auf einer schriftlichen Anzeige mit Protokoll usw. zu bestehen. Den Gesetzeshütern nur erzählen was passiert ist und sie dann ohne Protokollierung des Falles wieder weiterziehen zu lassen ist hierbei mit Sicherheit nicht ausreichend und somit wenig zielführend. Helmut Bayer, Morter


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/Impressionen/ 13

Grenzen. Schloss Annenberg steht am hรถchsten Punkt einer befestigten Linie, die den Vinschgau trennte: Schloss Goldrain, Untermoosburg, Obermoosburg, Schanzen, Untermontani und Obermontani. Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it


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19.03.15

Vinschgau

Auftakt im Vintschger Museum

Kolping im Vinschgau

Mit einem neuem Eingang, einem Museumsshop in Zusammenarbeit mit dem „Dorflodn Schluderns“ und mit einem neuen Programm startet das Vintschger Museum in die kommende Sommersaison. Feierlicher Auftakt mit kleinem Umtrunk ist am Samstag, 21. März um 15.00 Uhr. Am Donnerstag, den 26. März um 20.00 wird die Ausstellung „Die kleine Menschen, die große Lasten tragen“ mit einem Vortrag des Fotografen und AusstellungGestalters Robert Lessmann eröffnet. Die Bilder sind bis November zu sehen.

Der LH in Schnals

Schnals. Alle 116 Gemeinden will Landeshauptmann Arno Kompatscher in seiner ersten Amtsperiode besuchen und an Bürgerversammlungen teilnehmen. Er begann seine Südtiroltour letztes Jahr in Laas. In Schlanders, Martell und Naturns war er bereits. In den letzten Tagen war er bei Bürgerversammlungen in Prad, Glurns und Schnals.

Groß war das Interesse an der Bürgerversammlung. Es gab viele Fragen, aber auch ausführliche Antworten des Landeshauptmanns

von Heinrich Zoderer

A

m 4. März gab es im Haus der Gemeinschaft in Unserer Frau eine lange Diskussion mit dem Landeshauptmann. Diese begann nach einer kurzen Präsentation der Gemeinde Schnals durch den Bürgermeister Karl Josef Rainer und nach einem Referat des Landeshauptmanns über die europäische Ausrichtung der Autonomie und die neue Finanzregelung. Der Bürgermeister betonte, dass Schnals eine starke Abwanderung hat und insgesamt 66% der Erwerbstätigen auspendeln müssen. Ohne Tourismus wäre Schnals ein armes Tal. Die 1.280 Einwohnergemeinde hat insgesamt 2.000 Gästebetten. 46 Personen arbeiten bei den Schnalser Gletscherbahnen, dem größten Arbeitgeber im Tal. Es gibt 50

Bergbauernhöfe, viele betreiben den Hof im Nebenerwerb und bieten Urlaub auf dem Bauernhof an. Der Bürgermeister betonte, dass Schnals auf Hilfe von außen angewiesen ist und er hofft, diese in erster Linie vom Land zu erhalten, damit die Abwanderung gestoppt werden kann. Der Landeshauptmann unterstrich seinen Einsatz für den ländlichen Raum. Die Gemeindefinanzierung und die Kriterien für Fördergelder werden überarbeitet, um den ländlichen Raum noch mehr zu stärken. Im Pfossental gibt es Probleme mit der Straße, der Telefonverbindung, dem Handyempfang und den Empfang verschiedener Fernsehsender. Auch Probleme mit dem Schülertransport und das Fehlen einer schnellen Internetverbindung wurden angesprochen. Die Zu-

kunft der Geburtenabteilung im Krankenhaus Schlanders war ein Thema, ebenso wie die zunehmende Bürokratie und die hohen Auflagen bei der Arbeitssicherheit. Der Landeshauptmann ging ausführlich auf alle Themen ein. Schlanders hat gute Chancen, dass die Geburtenabteilung erhalten bleibt. In der Energiepolitik will das Land 10% der Aktien der neuen Landesenergiegesellschaft an die Gemeinden abgeben. Am Ende der Bürgerversammlung ersuchte der Bürgermeister den Landeshauptmann, einen Wahlaufruf für die Gemeinderatswahlen am 10. Mai zu machen. Es braucht nicht nur Männer, sondern vor allem Frauen, denn der Gemeindeausschuss von Schnals ist der einzige im ganzen Vinschgau, in dem keine Frau mitregiert. Das geht in Zukunft nicht mehr.

Foto: Heinrich Zoderer

Das Internationale Kolpingwerk mit Sitz in Köln ist in seiner Arbeit angesichts der schnellen Ausbreitung des Verbandes in vielen Teilen der Welt – in mehr als 60 Ländern – mit ganz unterschiedlichen kulturellen, geschichtlichen und gesellschaftlichen Situationen konfrontiert. Diese unterschiedlichen Voraussetzungen für die Arbeit setzen eine gewisse Flexibilität in der Arbeit voraus. Eine der Grundlagen der verbandlichen Arbeit ist u.a. die Katholische Soziallehre. So versucht das Internationale Kolpingwerk - heruntergebrochen auf die einzelnen Nationalverbände d.h. Länder und Kolpingsfamilien - die fünf Prinzipien der Katholischen Soziallehre in den nächsten Jahren mit Leben zu erfüllen. 2013 wurde die Würde der Person, 2014 Solidarität behandelt; heuer Subsidiarität! 2016 – Gemeinwohl und 2017 – Nachhaltigkeit. Subsidiarität: Beitrag, welcher der einzelne als Kolpingmitglied, als Kolpingsfamilie, aus eigener Initiative und Kraft leisten kann, soll ihm nicht abgenommen werden, auch nicht durch übergeordnete Gemeinwesen! Die Kolpingsmitglieder, die Kolpingsfamilien versuchen das Prinzip der Subsidiarität umzusetzen, indem sie Menschen zusammenführen, dabei die Würde des/der einzelnen respektieren und seine/ihre Fähigkeiten fördern. Ob dies bei Bildungsveranstaltungen geschieht, ob durch Hilfe für andere, siehe Projekt „Lehrlingspatenschaft“ oder in unseren Kolpinghäusern, wo junge Menschen -auch solche die in Schwierigkeiten sind - unterkommen. Wo nicht nur Wohnplätze angeboten werden, sondern wo sie und ein „Vaterhaus in der Fremde“ finden. Die Unterstützung von Kolpingprojekten in der Einen Welt, für uns z.B. in Tanzania und Burundi, sind Beispiele für Subsidiarität.

Foto: „Wind“-Archiv

14 /Lokales/


19.03.15

Sulden

Rosimbahn setzt neue Maßstäbe für Sulden it dem Bau der „Rosimbahn“ sind in Sulden neue Maßstäbe gesetzt worden. Der diesjährige Winter hat bereits gezeigt, wie wichtig diese Investition für den wirtschaftlichen Erfolg aller Tourismuseinrichtungen des Ortes und der Umgebung ist. Das sagte der Geschäftsführer der Seilbahn Sulden Erich Pfeifer kürzlich bei der offiziellen Einweihung der neuen Umlaufbahn. Diese ist seit Weihnachten 2014 in Betrieb. Die Bahn verbindet das Skigebiet „Kanzel“ mit der Seilbahnstation und öffnet ein kleines Skikarussell mit dem Skigebiert Madritsch. Die Investition von 13 Millionen Euro umfasst neben der modernen 10erKabinenbahn, eine neue Piste, eine Beschneiungsanlage und die Renovierung und Vergrößerung des Bergrestaurants „Kanzel“. Bei Kaiserwetter hatten sich zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft versammelt. Besonders begrüßte Pfeifer den Eigentümer Werner Netzer, einen Unternehmer mit Herz und Handschlagqualität. Der Nach-

folger von Walter Klaus fühlt sich nicht nur verpflichtet, dessen Versprechungen einzuhalten, sondern er hat sich mit der Entscheidung für die große Investition auch persönlich zu Sulden bekannt. Und nicht nur zu Sulden, auch zu Trafoi. Netzer lobte die gute Zusammenarbeit mit der ehemaligen Landesregierung, speziell mit LH Luis Durnwalder, LR Richard Theiner, LR Thoma Widmann, die immer auch für Trafoi gekämpft haben, mit der Nationalparkverwaltung, mit den ehemaligen und den amtierenden Gemeindeverwaltern und anderen. Besondere Anerkennung zollte Netzer den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort. Und er bedankte sich für jedes Gäste-Bett, das in Sulden und Trafoi errichtet wird. Zu den Plänen für die Zukunft zählen die Verbindung LangensteinHintergrat-Mittelstation-Seilbahn, sowie Sulden-Schaubachhütte und die Vision von einem autofreien Sulden. „Zusammenarbeit ist das Credo, Mochmers mitnond, gehen wir gemeinsam in die Zukunft“, so Netzers Botschaft. (mds)

Oben: Zahlreiche Ehrengäste feierten mit Werner Netzer (rechts neben Alt-LH Luis Durnwalder) Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

M

links: eine Abordnung der Musikkapelle Prad

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/Lokales/ 15


16 /Lokales/

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§ Marmor: der große Katzenjammer Aus dem Gerichtssaal

Der 26. Februar 2015 dürfte für die Gemeinde Schlanders und die Eigenverwaltung Göflan als schwarzer Tag in die Annalen eingehen. An diesem Tag wurden nämlich beim Verwaltungsgericht in Bozen gleich fünf Urteile hinterlegt. Alle betreffen den Marmorabbbau und Abtransport aus dem Göflaner Wantlbruch, und alle sind äußerst negativ für die Gemeinde. Zum besseren Verständnis die Vorgeschichte: Im Jahre 2012 unternahm die Gemeinde Schlanders einen ersten Versuch, den Forstweg, über welchen der Abtransport des Marmors erfolgte, im Wege der Enteignung zu einer Gemeindestraße zu machen. Doch die Kommune hatte die Rechnung ohne den kämpferischen Johann Gurschler, Bauer auf Tafratz, gemacht. Die „Marmorstraße“ in den Wantlbruch hätte nämlich teilweise über seinen Grund verlaufen

müssen. Er machte geltend, dass die geplante Straße nicht im öffentlichen Interesse war. Dieser Ansicht stimmte sowohl das Verwaltungsgericht Bozen, als auch der Staatsrat in Rom zu, womit die Gemeindestraße gestorben war. Dieses war der erste Streich! Darauf folgte ein weiterer Versuch der Gemeinde: Sie leitete ein zweites Enteignungsverfahren gegen den „Tafratzer“ ein. Diesmal sollte die Enteignung zu Gunsten der Eigenverwaltung Göflan erfolgen, also eigentlich nur „alter Wein in neuen Schläuchen“! Wieder trat der „Tafratzer“ in die Arena, und wieder ging er als Sieger hervor! Das Verwaltungsgericht entschied wie schon in der ersten „Causa“: eine Straße, welche „nur“ einen privaten Bruch „bedient“, ist nicht im öffentlichen Interesse, folglich kann zu diesem Zwecke auch nicht enteignet

FRÜHLINGS-

POTPOURRI LIEDERKONZERT mit mit und und

MARA PACI (Sopranistin) (Sopranistin)

PAOLO PAOLO LAZZARINI LAZZARINI (Pianist) (Pianist)

am am Donnerstag, Donnerstag, 26. 26. März März 2015 2015 um um 20 20 Uhr Uhr im Sparkassensaal des Kulturhauses im Sparkassensaal des Kulturhauses Karl Karl Schönherr Schönherr in in Schlanders Schlanders

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werden. Dieses war der zweite Streich! Gleichzeitig mit dem Taftratzhofbauern war inzwischen aber auch noch eine gewichtigere Streitpartei „in den Ring“ gestiegen, nämlich die „Lasa Marmo AG“ als Betreiber des Weißwasserbruchs in Laas. Dieser Kontrahent „schoss“ sich auf die Abbaukonzession des Landes für den Göflaner Bruch ein. Sie bemängelte, dass dem Betreiber des „Wantlbruchs“ in Göflan keinerlei Auflagen hinsichtlich Abtransport gemacht wurden, während sie sowohl vom Land als auch vom Nationalpark zum Abtransport über die Schrägbahn verpflichtet war. Dadurch wurden nicht nur zwingende Umweltvorschriften des Parks verletzt, sondern auch eine Ungleichbehandlung und Verfälschung der Wettbewerbsbedingungen zwischen konkurrierenden Unternehmen praktiziert. Auch diese Argu-

mente fanden beim Verwaltungsgericht in Bozen Gehör. Die Abbaukonzession der Göflaner Marmorwerke wurde widerrufen und dem Abtransport der Blöcke über die Forststraße endgültig ein Riegel vorgeschoben. Dieses war der dritte und vorläufig letzte Streich! Die 5 Urteile bringen das ganze Konzept der Gemeinde Schlanders gründlich durcheinander und sorgen für Katzenjammer, auch wegen der nicht unerheblichen Prozesskosten. Aber die Katerstimmung könnte auch ihr Gutes haben, denn vielleicht fängt es den Akteuren in der Ratsstube von Schlanders nun endlich an zu dämmern, dass Dilettantismus kombiniert mit der Brechstange und anderen Rambomethoden keine geeigneten Instrumente sind, um rechtlich komplizierte Sachverhalte anzugehen. Peter Tappeiner, Rechtsanwalt

Kulturhaus Karl Schönherr - Schlanders

Frühlingspotpourri Die Sopranistin Mara Paci wird am Donnerstag, den 26. März im Kulturhaus in Schlanders das Publikum mit ihrem Gesang verzaubern. Sie hat ihre Ausbildung zur Opernsängerin mit M° C. Guarino und M° Anna Flores begonnen und setzt diese derzeit am Konservatorium G. Frescobaldi in Ferrara fort. Zur Zeit tritt sie häufig mit dem Bariton M° Paolo Coni auf und besucht Masterclass-Kurse in Städten wie Bologna und Turin. Mara Paci singt zahlreiche Konzerte der Opern- sowie Kammermusik. Auch im Dom von Ferrara gestaltet sie Gottesdienst mit. Seit November 2010 gehört sie zum Trio „Le Joli Ensemble“, das in Venedig und Ferrara musiziert. Im Kulturhaus Karl Schönherr hat die Sopranistin bereits im Dezember 2013 eindrucksvoll und stimmgewaltig Weihnachtslieder aus aller Welt interpretiert. In ihrem Frühjahrskonzert im Kulturhaus Karl Schönherr wird die Sopranistin diesmal ihre Lieblingslieder wie Vocalise vom Film The Ninth Gate di Polanski und Eternamente von Chaplin - bekannte Filmmelodien, klassische italienische und andere beschwingte Lieder - vortragen. Begleitet wird Mara Paci vom Pianisten Paolo Lazzarini. Dieser Konzertabend wird unterstützt vom Amt für deutsche Kultur, der Raiffeisenkasse Schlanders, der Gemeinde Schlanders, Fa. Schönthaler A. & Söhne und dem Restaurant Vinschgerhof. Kartenvorverkauf im Büro des Kulturhauses in der Göflanerstr. 27 in Schlanders sowie an der Abendkasse ab 19 Uhr.


19.03.15

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/Menschen/ 17

„…es gib aa an Kotzahimml“ Luis ist sehr belesen und liebt die Geschichten im „Vinschgerwind“. Schon lange wünscht er sich, auch seine Lebensgeschichte erzählen zu dürfen. „I bin nou nia in dr Zeitung gweesn….obr …i bin jo aa nit asou wichtig“, meint er. Seit 50 Jahren lebt er als Knecht auf dem Hof am Schloss in Lichtenberg. Die Familie Wallnöfer ist längst zu seiner Familie geworden. von Magdalena Dietl Sapelza

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

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ans isch sicher …es gib aa an Kotzahimml“, betont Luis. Diese Vorstellung hat ihn, den Katzennarr, schon oft getröstet, als ein Kätzchen verschenkt wurde. Einmal war ihm eines so ans Herz gewachsen, dass es ihm beim Abschied sogar den Appetit verschlug. Alle glaubten, er sei krank. Denn eine Pfanne voller Polenta mit viel Marillenmarmelade oder 15 Knödel pro Mahlzeit sind für ihn nichts Ungewöhnliches. „Wenn i norr denkt honn, dass i deis Katzl in Himml wiedrsiich, ischas miar obr bessr gongan“, erklärt er. Luis glaubt fest an den Himmel und ist überzeugt, dass dieser nicht nur den gläubigen Menschen offen steht, sondern auch den Tieren. Unt in dr oan Welt gib’s aa nicht s mea z’leidn“. Luis ist sehr gottesfürchtig. Den Besuch der Sonntagsmesse sieht er als Verpflichtung. „Ma muaß Kirchn gean, unt viel betn“, betont er. „Obr drnoch in Goschthaus gea i nia“. Tagtäglich ist Luis bei irgendeiner Arbeit anzutreffen, beim Ausmisten oder beim Füttern im Stall, beim „Kentel-binden“ oder beim Korbflicken in der Scheune. Geprägt von den Notzeiten in seiner Kindheit, flickt er alles was kaputt ist, auch seine zerschlissenen Handschuhe, die die Jungbäuerin Manuela längst wegwerfen wollte. Die Neuen spart er sich auf. In der warmen Jahreszeit zieht Luis mit der Sense regelmäßig seine Runden durchs Dorf. Er plaudert mit den Leuten, mäht Böschungen, in Vorgärten..., und sammelt alle Gräser ein, die sonst stehen bleiben würden. So hat er es auf dem heimatlichen Hof in Taufers i. M. gelernt, wo fast

Alois Steiner, genannt Luis, geboren 1944 in Taufers i. M., kam vor fast sechs Jahrzehnten als Hütbub und Knecht nach Lichtenberg. Er ist zufrieden, arbeitsam und wissbegierig: „Glesn hon i schun a gonze Bibliothek.“ jährlich die Heu-Not herrschte. Als zweitjüngstes Kind einer zehnköpfigen Familie erlebte Luis dort eine karge Kindheit, geprägt von Unterwürfigkeit und oft auch von Ausgrenzung. Im Alter von sechs Jahren schränkten ihn plötzlich Gehschwierigkeiten ein. Klosterfrauen, die im Ort als Krankenschwestern wirkten, nahmen

sich seiner an und halfen ihm wieder auf die Beine. Der Schulbesuch fiel ihm schwer. „I bin nit gorasou gscheit gweesn“, meint er. „Unt di Potzen hoobm fescht wea toun.“ Die Schule beendete er ohne Abschluss. Regelmäßig begleitete er seinen Vater, der Hirte war. Luis war meist Zuhirte für andere Bauern. Er genoss es, „af Koscht“

zu gehen und freute sich über die reichliche Verpflegung im Rucksack. Mit 14 Jahren kam er als „Hütbub“ zum „Andre Michl“ nach Lichtenberg. Das Heimweh plagte ihn. So gut es ging, bemühte er sich, die Kühe in den Auen im Zaum zu halten. Als sie ihm einmal in eine angrenzende Wiese entwischten, war er verzweifelt, denn der Besitzer polterte und drohte sogar mit Pfändung. Luis wurde oft gehänselt, was ihn sehr kränkte. Seinen nächsten Dienst trat er auf „Blasegg“ am Lichtenberger Berg an. Beim „Wassern“ entging er dort nur knapp einer Mure. „Pan unter Wasser stean isch a Fuchs a poor Zentimeter nebm miar oigschnöllt“, beschreibt er. Er hatte Glück und konnte dieses Glück dann an die kleine Tochter des Hauses weitergeben. Nachdem deren Kleider beim Zündeln Feuer gefangen hatten, schritt Alois beherzt ein, löschte die Flammen mit bloßen Händen und rettete ihr das Leben. „Dia bring miar heint olm nou eppas“, freut er sich. Bei der Musterung kam Alois erstmals nach Bozen. Er verstand kaum ein Wort Italienisch, fühlte sich unwohl, hilflos und war heilfroh, dass man ihn vom Militärdienst befreite. Am 2. März 1965 zog Luis in den Hof am Schloss. „Di Fani hot an Knecht braucht, weil dr Monn a Kriagsverletzung kopp hot“, erklärt er. Luis packte an, wo er gebraucht wurde. Um die Maschinen machte er jedoch einen großen Bogen. Beim Kauf jeder neuen Maschine sorgte er sich um seinen Arbeitsplatz. Mittlerweile hat er davor keine Angst mehr. „I hon olm eppas ummer z’stirgn…. unt orbatn tua i gearn“, meint er. „Weil liegn konn i nor afn Friethof.”


LATSCH

einkaufen, genießen, erleben

Foto: Ferienregion Latsch-Martell

Latsch Goldrain Morter Tarsch St. Martin Latsch Goldrain Morter Tarsch St. Martin

Veranstaltungen

05.04.2015 Frühjahrskonzert ab 20.00 Uhr der Musikkapelle Tarsch

Großer Jahrmarkt 07.04.2015 auf dem Hauptplatz und der ab 08.00 Uhr Marktstraße in Latsch Frühjahrskonzert

11.04.2015 der Musikkapelle Goldrain/ 20.00 Uhr

Morter

Wenn die Menschen keine Festtagskleider mehr anziehen, verkommen sie. Kennen Sie das Gefühl, was ganz Besonderes für eine ebensolche Angelegenheit bei Seite gelegt zu haben? Die Vorfreude, dieses wunderbare Teil das erste Mal „ausführen“ zu dürfen? Sich freuen auf ein gelungenes Fest, welches Menschen wieder einmal zusammen führt. Sich wohlfühlen im zwischenmenschlichen Austausch, welcher in den Wirren des Alltags so oft zu kurz kommt. Ich denke, dass solche Werte in wirtschaftlich angespannten Zeiten, wo so vieles in Aufruhr, in Umbruch sich befindet, uns allen guttun.. Nun ist es doch so, dass man dem nächsten ein gewisses Maß an Respekt entgegenbringt, wenn man sich ein wenig Mühe gegeben hat, mit seinem Outfit, seinem gepflegten Äußeren.

Claudia Pinggera Modefachfrau – FarbTyp-Stilberaterin bei Modegalerie Leo – Latsch/Zentrum

„Weniger ist mehr“ – auch und vor allem bei Festtagskleidern. Jedes Outfit verträgt nur einen „Hauptdarsteller“ – ist z.B. die Tasche ein Hingucker der ganz besonderen Art, so sollte sich das gesamte Ensemble drum herum gruppieren, ohne sich groß ins Blickfeld zu drängen. Am besten, Sie starten mit einem Teil, welches Ihnen ganz besonders am Herzen liegt.. Der Rest ergibt sich im besten Falle ganz entspannt, und fügt sich am Ende zu einem gelungenen Ganzen. Übrigens, die beste Wahl ist meistens jene, welche nicht unter Zeitdruck getroffen werden muss. Das Idealste überhaupt:„Ein Kleid sollte man kaufen, wenn es einem begegnet, nicht nur, wenn man eins braucht“. Wünsche Ihnen auf diesem Wege, entspannte Feste, und dass Sie sich wohlfühlen, in Ihren Kreationen. Herzlichst, Ihre Claudia P.

Begeben Sie sich in unsere erfahrenen Hände – wir beraten Sie kompetent und stilsicher. Tel. 0473 623 250

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20 /Gesellschaft/

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Latsch

Fotos: Philipp Trafojer

Frühjahrskonzert der Bürgerkapelle Latsch

stehend v.l. Maria Kuppelwieser, Obfrau der Latscher Bürgerkapelle, und Christian Wolf, Stadtmusikdirektor in Calw, grüßen die Besucher des Konzertes; Die Latscher Bürgerkapelle bei ihrem Auftritt.

E

in schönen Abend hat die Bürgerkapelle Latsch am Samstag, den 7. März, den Bürgern ihrer Gemeinde bereitet. Vor einem restlos gefüllten Saal im CulturForum Latsch begeisterten die Kapelle unter der Leitung von Kapellmeister Wolfgang Schrötter mit sieben modernen Musikstücke und zwei Zugaben knapp zwei Stunden lang das Publikum.

Den Abend eröffnete Obfrau Maria Kuppelwieser. Sie sprach in ihren einleitenden Worten von der Schwierigkeit, junge Menschen für das Musizieren zu begeistern. Als Beispiel, wie Kinder an das Thema herangeführt werden könnten, beschrieb sie einen Malwettbewerb zum Thema Musik, der von der Bürgerkapelle in Zusammenarbeit mit Lehrpersonen an der Volksschule

des Ortes durchgeführt worden war. Sie lud die Besucher ein, die im Foyer des Hauses ausgestellten bildlichen Ergebnisse dieses Wettbewerbes nach dem Konzert zu bewundern. Als speziellen Ehrengast begrüßte die Obfrau dann Christian Wolf, den Stadtmusikdirektor der Latscher Partnergemeinde Calw und bat ihn kurz auf die Bühne. Danach übernahm die Musikantin Beate

Pirhofer die Regie. Sie führte in der Folge die Zuhörer gekonnt durch den weiteren Abend. Die Bürgerkapelle gestaltete den ersten Teil ihres Auftrittes mit Stücken des Belgiers Jan van der Roost, des Österreichers Thomas Doss und des Niederländers Johan de Meij. Nach einem kurzen Unterbruch folge mit dem „Dolimitia Marsch“ ein Werk eines einheimischen Komponisten. Geschrieben hat es der junge, aus Lana stammende Dominik Palla, der beim Konzert in Latsch die Bürgerkapelle verstärkte. Es folgten Stücke von Satoshi Yagisawa (Japan), Arturo Márquez und Bill Whelan (Irland). Von den beiden Zugaben beeindruckte das Publikum vor allem die Polka „Uane fir Sui“, die zum 50.sten Geburtstag des Mitglied der Bürgerkapelle, Alexander Janser, geschrieben worden war. (jan)

pr-info MK Naturns

Frühlingserwachen in Naturns Nach dem höchst dramatischen und ergreifenden Frühjahrskonzert im vergangenen Jahr hat Kapellmeister Dietmar Rainer auch heuer wieder für den musikalischen Jahresauftakt der Musikkapelle Naturns ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Programm zusammengestellt:Der erste Konzertteil ist der ernsten Musik nordamerikanischer Komponisten gewidmet. Aufgeführt werden dabei die Sinfonia Nobilissima von Robert Jager, die Fourth Suite for Band von Alfred Reed, Sleep von Eric Whitacre und die Candide Overture von Leonard Bernstein. Nach der Pause geben die Musikantinnen und Musikanten Stücke ausschließlich europäischer Komponisten zum Besten. Darunter ein Solokonzert für Blechbläserquintett und Blasorchester - Masquerade von Serge Lancen-, das Solostück für Altsaxophon Serenade von Trevor J. Ford und die Tivoli Festival Overture aus der Feder von Søren Hyldgaard. Die Musikkapelle Naturns unter Kapellmeister Dietmar Rainer und Obmann Roman Tumler freut sich auf Ihr Kommen. Durch den Abend führen die Moderatoren Daniel Götsch und Judith Leiter. TERMIN: Samstag, 21.03.2015 um 19.00 Uhr im Bürger- und Rathaus von Naturns; Der Eintritt ist frei. Weitere Infos unter www.musikkapelle-naturns.it


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Müstair/Valchava

Schluderns

Chalandamarz, ein alter Brauch im Münstertal

Modetipps zum „Tag der Frau“

C

halandamarz bedeutet erster März. Bei den alten Römern begann an diesem Tag das neue Jahr. Deshalb war es früher ein Fest zur Jahreswende,

heute ist es das Ende der kalten, dunklen Jahreszeit. Im Münstertal und im Engadin wird dieser uralte Brauch ausgiebig mit Umzügen, Kuhglockengeläut

Bilder auf www.vinschgerwind.it

Engagement im Zeichen der Familie und wünschte allen ein erfolgreiches Jahr 2015. Die Höhepunkte des abgelaufenen Jahres waren auf Bezirksebene die 48. KFS Landesversammlung am 5. April 2014 in Latsch, der Besuch des Bischofs anlässlich des Familiensonntages in Kortsch sowie der Familienteam-Kurs in Mals und

verschiedene Vorträge. Bevor Priska Theiner die wichtigsten Programmpunkte 2015 vorstellte, dankte sie den Veranstaltern des 3. Dynafit Vinschgau Cup für eine großzügige Spende. Beim letzten Rennen in Trafoj wurde der KFS-Vizepräsidentin ein Spendenscheck in Höhe von 7.225,- Euro für „KFS – Familie in Not“ übergeben.

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Fotos: Heinrich Zoderer

Durch lautes Schellen werden die bösen Wintergeister vertrieben. Die Kinder und Jugendlichen tragen blaue Kittel, ein rotes Halstuch und eine Kuhschelle. In Müstair tragen alle schwarze, in Valchava rote Mützen

I

m bunten Mode-Vortrag von Claudia Leoni (unten rechts im Bild mit Waltraud Klotz von der Bibliothek Schluderns) im Kultursaal von Schluderns drehte sich alles um Entrümpeln des Kleiderschrankes, um Typ-Bestimmung, um Farbkompositionen, um raffiniert gebundene Tücher und vieles mehr. Zum „Tag der Frau“ hatten die Verantwortlichen der öffentlichen Bibliothek, die Frauen des KFB, die Bäuerinnen und die SVP Frauen das Thema Mode und Stilberatung gewählt. Zahlreiche Interessierte nahmen wertvolle Tipps und Modetricks mit nach Hause. Einen bunten Liederstrauß überreichte die „Gruppe Einklang“. (mds)

und dem Singen von Chalandamarzliedern gefeiert. Durch das Schellen wird der Winter vertrieben. Durchgeführt wird diese Tradition von den Kindern und Jugendlichen. Alle tragen blaue Kittel, ein rotes Halstuch, eine Mütze und eine Kuhglocke. Für sie ist es ein aufregender Tag. Mit dem Chalandamarz beginnen die Winterferien. Am Vormittag ziehen die Jugendlichen von Haus zu Haus, singen Lieder und sammeln Spenden für ihren Schulausflug. Am Nachmittag gibt es einen großen Umzug. In Müstair treffen sich alle auf dem großen Platz neben dem Kloster. Um Punkt 13 Uhr startete der lange Zug. Ein lautes Schellen beginnt. 65 Kinder und Jugendliche von 5 bis 16 Jahren ziehen mit. Der Umzug führte durch alle Straßen und Gassen. (hzg)

Vinschgau/Schlanders

A

m Samstag, 7. März hat um 14.30 Uhr in Schlanders die diesjährige Jahresversammlung des Bezirks Vinschgau des Katholischen Familienverbandes Südtirol (KFS) stattgefunden. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der zehn westlichsten Zweigstellen waren der Einladung gefolgt. Bezirksleiterin und KFS –Vizepräsidentin Priska Theiner konnte unter anderem den Schlanderser Bürgermeister Dieter Pinggera und Dekan Josef Mair begrüßen.

Nach der Begrüßung durch Priska Theiner gestaltete Dekan Josef Mair die Besinnung. In seiner Ansprache ging er darauf ein, dass auch die Familie – so wie andere Institutionen in der heutigen Zeit – einem Wandel unterworfen sind. Er betonte, dass der KFS nicht alles lenken kann, aber der Verband kann dazu beitragen, dass es besser läuft. Im Anschluss dankte der Schlanderser Bürgermeister dem KFS-Zweigstellen und dem Verband für das große soziale

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Foto: „Wind“-Archiv

Engagierter Bezirk

Neueröffnung im Thurinhaus Schlanders (Ex-Sportiv) am Samstag, 28. März 2015 ab 10.00 Uhr mit Umtrunk


Bildungsausschuss Schlanders

Interkultureller Kochkurs Marokkanischer Abend

am 23.03.2015 von 19.30 bis 22.30 Uhr

Ort: Küche der Feuerwehrhalle Schlanders Unkostenbeitrag: 30 E für alle 3 Abende Anmeldung und Information: BA Schlanders Tel. 333 3203093, ba.schlanders@rolmail.net

Kastelbell/ Tschars

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Vortrag

Frühjahrsputz für Körper und Seele Mit Heilkräutern entgiften, entschlacken, loslassen mit Frau Somvi Dora

am 13.04.2015 von 19.30 bis 22.30 Uhr

am 20.04.2015 von 19.30 bis 22.30 Uhr

Goldrain

Bildungsausschuss Kastelbell/Tschars

Indischer Abend

Marokkanisches und indisches Brot backen

Schlanders

Kortsch

Laas

Stilfs

Prad

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Schluderns

Mals

Bildungsausschüsse Vinschgau

Graun

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Glurns

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Jahrtausende lang bewährt hat sich der Brauch im Frühjahr den Organismus zu reinigen, um Gesundheit und Vitalität zu erhalten und das Leben zu verlängern. Mehr denn je sind wir Belastungen aus Umwelt, Ernährung… ausgesetzt. Brennnessel, Gundermann, Löwenzahn und viele andere Kräuter haben die Kraft, die in unserem Organismus angesammelten Schadstoffe zu binden und unschädlich zu machen.

Dienstag, 24. März 2015 | um 19.30 Uhr | im Ratsaal Kastelbell Eintritt: Freiwillige Spende | Wir freuen uns auf zahlreiche Beteiligung! Bezirksservice Vinschgau

Bildungsausschuss Mals

Konzert

ADORA MUS TE, CHRISTE

Vokalensemble SUVENDES Klarinette Hannes Ortler Leitung: Martina Wienchol Sonntag 29.03.2015 20.00 Uhr Klosterkirche Marienberg


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Bildungsausschuss Mals

Gabriel-Grüner-Schülerstipendium für engagierte Vinschger Schreibetalente

Die jungen Schreibtalente mit Organisatoren und Begleiter v.l. Sibille Tschenett (Ba Mals), Verena Hanni (OSZ Schlanders), Mirjam Platzgummer, Elisabeth Steiner, Manuel Gruber, Andrea Ladurner, Anna Mall, Jasmin Welscher, Marco Pritzi, Valentina Salutt, Rainer Nübel (Zeitenspiegel), Hannah Lechner, Georg Mair (ff ), Werner Oberthaler (OSZ Mals) – nicht im Bild: Anna Alber Um das Engagement und Wirken des ehemaligen Stern-Reporters und in Mals begrabenen Gabriel Grüner als Bildungsprojekt unter die Bevölkerung zu bringen, organisiert der Bildungsausschuss Mals seit 2010 jährlich gemeinsam mit der Agentur Zeitenspiegel/Stuttgart verschiedene Veranstaltungen, welche die Bevölkerung für engagierte Reportagen und scheinbare „Randgeschichten“ der Gesellschaft sensibilisieren. Nun erfolgte eine weiterführende lokale und nachhaltige Verankerung dieses Ansinnens in Form des heuer erstmals ausgeschriebenen „Gabriel Grüner-Schülerstipendiums“. Eine Arbeitsgruppe bestehend aus den Geschwistern Ute, Wolfgang und Peter Grüner, Adelina und Alois Rauter, Roman Drescher, Sibille Tschenett, Fabi Ludwig, Georg Mair und Uli Reinhardt haben dazu ein Durchführungskonzept erarbeitet. Bereits im Herbst 2014 konnten sich interessierte Schülerpaare (je ein Team bestehend aus Textautor und Fotograf) der Oberschulen von Mals und Schlanders melden, um eine Reportage zu selbst gewählten Themen in Wort und Bild zu verfassen. Fünf

Bezirksservice Vinschgau/Ludwig Fabi

Schülerpaare wurden ausgewählt und anschließend von Uli Reinhardt und Rainer Nübel – Agentur Zeitenspeigel und Georg Mair – ff-Bozen mit fachkundigen journalistischen Tipps beraten und bis zum Ende der Reportage begleitet. Aus zahlreichen Themenideen wurde fünf umgesetzt. Diese wurden kürzlich von einer international besetzten Jury in Mals begutachtet und bewertet. Hannah Lechner und Valentina Salutt vom Oberschulzentrum Schlanders erhielten für ihre Reportage „Hin und weg“ über die Lebensentwürfe zweier Südtiroler Frauen den ersten Preis - Elisabeth Steiner und Mirjam Platzgummer, ebenfalls vom Oberschulzentrum Schlanders, für „Den Wilden Westen in der Tasche“ über einen Indianer und einen Cowboy im Vinschgau, Südtirol den zweiten Preis. Als Preise winken den beiden erst platzierten Schülerpaaren Praktikas in den Redaktionen der Reportage-Agentur Zeitenspiegel in Stuttgart und des lokalen FF-Wochenmagazins in Bozen. Die offiziellen Preisverleihungen des internationalen Stipendiums und des lokalen Schülerstipendiums erfolgen am 28.05.2015 in Mals. (lu)

Kurzinterview mit Sibille Tschenett Vinschgerwind: Neben dem bereits etablierten Franz Tumler Literaturpreis in Laas scheint sich nun auch in Mals ein lokaler Schreibwettbewerb mit internationaler Beteiligung zu entwickeln. Welche Ziele verfolgt der Bildungsausschuss Mals dabei? Mit dem Schülerwettbewerb ist es uns heuer gelungen, das seit 17 Jahren bestehende internationale Gabriel-Grüner Stipendium hier in Mals lokal zu verankern und damit unserem Bildungsauftrag gerecht werden. Junge Vinschger OberschülerInnen, die sich für den Beruf des Journalisten interessieren, werden im Rahmen dieses Projektes fachkundig begleitet und gefördert. Der Erfolg der ersten Auflage dieses Pilotprojektes motiviert uns, den Gabriel-Grüner-Nachwuchswettbewerb auch im nächsten Jahr wiederum im Vinschgau auszuschreiben.

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Burgeis/Fürstenburg

Französische Glanzleistung

Tag der offenen Tür

A

Foto: „Wind“-Archiv

m 5. März fand in Innsbuck der 29. gesamttiroler Fremdsprachenwettbewerb statt. Vom Sprachengymnasium Schlanders nahmen daran Karolina Maria Primisser und Elias Telser für Französisch und Sarah Platzgummer sowie Natalie Rinner für Englisch teil. In Französisch mussten sich insgesamt 29 TeilehmerInnen aus Nord- Ost- und Südtirol den anspruchsvollen Einzelbewerben in den Bereichen Hörverstehen, Leseverstehen und molologisches Sprechen stellen. Die besten Teilnehmer dieser Vorrunde bestritten am Nachmittag eine Diskussionsrunde in Vierergruppen. Daraus wurden wiederum die drei Besten ermittelt. Elias Telser schaffte alle diese Teilbereiche mit Bravour und qualifizierte sich somit für das

Gut gelaunt geht Elias Telser (rechts) in die Wettbewerbe

Finale mit drei Kanditaten. Elias Telser bestritt auch diese Runde mit einem souveränen Auftreten und mit einer außergewöhnlichen sprachlichen Gewandtheit und belegte damit schließlich als bester Südtiroler den 2. Platz, nur knapp hinter Laura Kronenberg aus Nordtirol und vor Julia Dejakum vom Sprachengymansium Brixen. Die Leistung von Elias Telser ist umso bemerkenswerter, als er sich in Französisch erst im 3. Lernjahr befindet, während alle anderen KanditatenInnen bereits seit 5 oder 6 Jahren Französisch pauken. Nachdem Elias Telser schon im Dezember von der Alliance Française für seine besonderen Leistungen im oberitalienischen Raum ausgezeichnet wurde, ist dies nun seine zweite Preisverleihung im laufenden Schuljahr. Sehr gute Leistungen erzielten auch Karolina Primisser, Sarah Platzgummer und Natalie Rinner. Sie konnten sich nur knapp nicht für die Finalrunden am Nachmittag qualifizieren. Deren Detailergebnisse werden von der Jury zu einem späteren Zeitpunkt mitgeteilt. Das Sprachengymnasium ist sehr stolz auf diese Leistungen und gratuliert allen Teilnehmern dazu herzlich.

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Fotos: „Wind“-Archiv

Innsbruck/Schlanders

Charmanter Empfang am Info-Point in der Fürstenburg

D

ie Gastfreundschaft wurde großgeschrieben und die einzelnen Präsentationen, daraunter aufwändige Projektarbeiten, waren ansprechend, informativ und bis ins Detail ausgeklügelt. Es gab vieles zu bestaunen und zu verkosten. Der „Tag der offenen Tür“ in der Fachschule für Land und Forstwirtschaft in Burgeis lockte am Samstag, den 7. März 2015 wiederum unzählige Besucherinnen und Besucher aus nah und ferne an. Diese erhielten einen umfassenden Einblick in den Heim- und Schulalltag. Die Unterrichtsvielfalt ist groß und folgt den Leitgedanken Weltoffenheit, Innovation und Kreativität. In einzelnen Stationen wurden die drei Fachrichtungen Obstbau, artgerechte Tierhaltung und Forstwirtschaft in unterschiedlichen Facetten präsentiert. In der Fachschule verschmelzen Theorie und Praxis mit einer umfassenden Allgemeinbildung. Mittlerweile steht den Absolventinnen und Absolventen der Fürstburger Fachschule, wie auch jenen der Fachschule für Hauswirtschaft

und Ernährung in Kortsch der Weg zur Berufsmatura offen. „Wir sind froh darüber, dass diese Möglichkeit geschaffen worden ist“, sagt die Direktorin beider Schulen Monika Aondio. Schulleiter in Kortsch ist Martin Unterer. Im diesjährigen Schuljahr haben Schülerinnen und Schüler beider Fachschulen erstmals die Möglichkeit das Maturadiplom zu erwerben. Dieses ermöglicht ein Studium an Universitäten und Fachhochschulen. Nach wie vor gibt es ein Abschlussdiplom nach dem dritten Schuljahr. Wer weitergehen will, hängt ein viertes Spezialisierungsjahr dran und ein fünftes Jahr zur Vorbereitung auf die Matura. An beiden Fachschulen in Burgeis und in Kortsch wird der Weiterbildung seit Jahren große Aufmerksamkeit geschenkt. Die Angebote in der Fürstenbug reichen von Unternehmensführung, Beerenobstbau Milch- und Holzverarbeitung, Imkerei bis hin zur Vorbereitung auf die Zweisprachigkeitsprüfung. (mds) Infos: www.fachschule-fuerstenburg.it


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S’Lorggagassl Stilfs

Prad/Vinschgau

Lügen Tilly, Indianer und Menschenfresser Line Dance

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Turbulenzen auf der Stilfser Bühne: der Menschenfresser in Aktion des Theaterbezirkes Vinschgau mit Dank verabschiedet worden. Mit ihm hatten sich auch Alfons Paulmichl und Konrad Lechthaler nicht mehr der Wahl gestellt. Der Vinschgerwind hat

39024 Mals - Glurnserstraße 32 Tel. 0473 835 307 - Mobil 348 30 10 337 E-mail: info@schuetz.it

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berichtet und vergessen Eller zu nennen. Das sei hiermit nachgeholt. Eller will sich voll der Stilfser Bühne widmen. (mds) Nächste Aufführungen: siehe Theaterwind

u den frisch gebackenen Line Dance- und Honki Tonki-Lehrerinnen Südtirols zählen nicht nur die junge Jana Gander aus Prad, Helga Pichler aus Rabland und Helga Matzoll aus Ulten, sondern auch Waltraud Gruber aus Prad (unten im Bild). Der Vinschgerwind hat Gruber im Bericht in der Nummer 5 vom 5. März aus Versehen nicht genannt. „Wally“, wie sie von allen genannt wird, engagiert sich seit Jahren mit großem Einsatz für die Line Dance-GruppeVinschgau. Sie unterstützt ihren PartnerFrancesco Ferrara - den Line -Dance Pionier im Vinschgau. Die Gruppe trifft sich jeden Dienstag in Laas zum Synchron-Tanz. (mds) Foto: Magdalena Dietl Sapelza

it dem Lustspiel in drei Akten von Jürgen Schuster sorgen die Schauspielerinnen und Schauspieler der Stilfser Bühne „S´Lorggagassl“ für zwei Erheiterung. Der Inhalt gespickt mit deftigen Pointen und wortwitzigem Hick Hack zwischen den Geschlechtern dreht sich um die Tilly (Cornelia Lutz), die mit ihren Lügengeschichten nicht nur ihren Ehemann Isidor (Hannes Rohrer) nervt, sondern auch ihren Bruder, Theo (Pfarrer Florian Ött) und dessen Ehefrau Luise ( Petra Platzer). Theos Kollegin (Renate Ruepp), Kollege Leo (Daniel Pinggera) sowie der Vertreter Max (Jörg Niederegger) bemühen sich, die Lügen zu entlarven. Da mischen nicht nur ein Indianer-Häuptling mit, sondern sogar ein Menschenfresser. Regie führt Pankratius Eller. Nachtrag: Eller war kürzlich als Vorstandsmitglied

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

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Glurns/Langtaufers

Schluderns/Vinschgau

Geheimtipp

10. Offenes Passionssingen

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um Ski zu fahren und gemeinsam zu proben. Dann servieren sie einen Ohrenschmaus. Ein Geheimtipp für Musikliebhaber. Zu hören sind Werke von Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms. Jean Sibelius und Alexander Skrjabin Das Konzert in Glurns findet am Donnerstag, den 26. März mit Beginn um 20.00 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. (mds)

er Weg zum Schludernser Kalvarienberg gesäumt von schlichten Kapellen ist ein uralter Pilgerweg, der von großer Volksfrömmigkeit zeugt. Die Schludernser Schützen und das 2008 gegründete „Kuratorium Kalvarienberg Schluderns“ haben sich der Kapellen aus dem beginnenden 18. Jahrhundert und der drei Kreuze angenommen und für die Restaurierung gesorgt. Der Kalvarienberg ist vor allem in der Karwoche Anziehungspunkt für kirchliche Veranstaltungen. Eine uralte Tradition lebt, wird weitergeführt und finde ihren Höhepunkt in der Karfreitagsprozession, die einzigartig im Vinschgau ist.. Zur Einstimmung in die Karwoche findet am Palmsonntag, den 22. März 2015, am Kalvarienberg bereits zum 10. Mal das offene Passionssingen statt. Zum Jubiläum hat der Südtiroler Volksmusikkreis Bezirk Vinschgau die Publikation „Passionslieder“ heraus-

Singend innehalten am Kalvarienberg Im Bild: Pfarrer Paul Schweinbacher, Ernst Thoma und Gernot Niederfriniger mit zahlreichen Gläubigen 2014 gegeben. Die Lieder haben Ernst Thoma und Gernot Niederfriniger ausgewählt. Die Texte und Fotos stammen von Robert Ruepp, Jeder/ jede kann sich am Passionssingen beteiligen. Treffpunkt ist um 14.00 Uhr in der Pfarrkirche von Schluderns, wo Thoma mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern kurz probt. Dann geht´s in Begleitung von Pfarrer Paul Schwienbacher in RichFoto: „Wind“-Archiv

Foto: „Wind“-Archiv

en Abschluss der Orchesterakademie „Ski und Musik“ bildet traditionell ein hochkarätiges Konzert im Glurnser Stadtsaal. 50 Musikerinnen und Musiker aus ganz Deutschland treffen sich seit Jahren in Langtaufers

tung „Drei Kreiz“, und an sieben Stationen werden die Passionslieder erklingen. (mds).

Naturns

Altern in Zuversicht andesrätin Stocker hat sich in Naturns über das Projekt „Altern in Zuversicht“ informiert und die Initiative zur Errichtung einer Struktur für begleitetes und betreutes Wohnen sowie für Tages- und Kurzaufenthalte von Senioren zur Entlastung der Familien gelobt. „Das Konzept wurde vorbildlich erarbeitet und erfüllt den zukünftigen Bedarf älterer Menschen und ihrer Familien der drei Partnergemeinden Naturns, Plaus und Schnals“, betonte Stocker bei ihrem Besuch im Alten- und Pflegeheim. Das Seniorenheim St. Zeno der Marktgemeinde Naturns sowie der Nachbargemeinden Schnals und Plaus beherbergt derzeit neben einem Alten- und Pflegeheim auch ein Ambulatorium sowie die Büroräume des Sprengels und die Kindertagesstätte (KiTas). Im viergeschos-

sigen Gebäude in Naturns sind 48 Wohn- und Schlafzimmer für pflegebedürftige Menschen sowie großzügige Aufenthalts-, Versorgungs- und Pflegeräume untergebracht. Der Platz ist jedoch knapp, die Warteliste für die Aufnahme in das Seniorenheim lang. Aus diesem Grund hat die Gemeindeverwaltung von Naturns bereits vor mehreren Jahren eine Erweiterung ins

Auge gefasst und erste Schritte zum Erwerb des angrenzenden Grundstücks unternommen. In Zusammenarbeit und unter Einbezug der Verantwortlichen des Heims und des Sprengels sowie der interessierten Bevölkerung wurde in der laufenden Verwaltungsperiode das Projekt „Altern in Zuversicht“ in die Wege geleitet. Das Ergebnis der Beratungen ist der Beschluss zur Errichtung einer

Foto: „Wind“-Archiv

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Soziallandesrätin Martha Stocker informierte sich beim Naturnser Bürgermeister Andreas Heidegger, dem Gemeindeausschuss und den Verantwortlichen des Seniorenheims über das Konzept „Altern in Zuversicht“

Struktur für begleitetes und betreutes Wohnen sowie für Tages- und Kurzzeitaufenthalte für Senioren, die vor allem für die Entlastung der pflegenden Familien wichtig ist. Der Gemeinderat hat den Erwerb und die Umwidmung des angrenzenden Grundstücks in eine Zone für öffentliche Einrichtungen beschlossen, ein Teil des Grundstücks soll zudem als „Generationenpark“ zu einem neuen grünen Herz der Gemeinde umgestaltet werden. „Die Vorgangsweise zur Erarbeitung des neuen Gesamtkonzeptes ‚Altern in Zuversicht‘ kann als gutes Beispiel für andere Gemeinden dienen und hat meine volle Unterstützung“, lobte Landesrätin Stocker nach den Ausführungen von Bürgermeister Andreas Heidegger und Sozialreferentin Marianne Bauer die Initiative.


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Schlanders

Festkonzert mit schwungvoller Blasmusik D

Über 60 Personen der Bürgerkapelle Schlanders spielten beim Festkonzert im Kulturhaus von Schlanders. Vom Publikum gab es viel Applaus.

Foto: Heinrich Zoderer

as Festkonzert der Bürgerkapelle Schlanders ist ein gesellschaftliches Großereignis und eines der musikalische Höhepunkt im Bezirkshauptort. Wer einen guten Sitzplatz ergattern will, muss bereits eine halbe Stunde vor Konzertbeginn im Kulturhaus anstehen. Es herrscht absolute Stille, bis der langjährige Kapellmeister Georg Horrer den Auftakt für das erste Stück gibt. Das Konzert beginnt schwungvoll mit Puenteareas von Reveriano Soutullo, der heimlichen Hymne Galiziens, wie der Konzertsprecher Dieter Pinggera betont. Es geht weiter mit Sinfonia per Banda von Amilcare Ponchielli, einem italienischen Komponisten. Eine Europa Premiere wird das Stück Dum Spiro Spero des jungen, aber vielversprechenden Amerikaners Chris Pilsner. Vor der Pause spielt die Bürgerkapelle

noch The Hounds of Spring des amerikanischen Komponisten und Dirigenten Alfred Reed. Jugendlicher Leichtsinn und romantische Liebe finden dabei ihren musikalischen Ausdruck. Das Werk Along the River des Nordtiroler Landeskapellmeisters, Dirigenten, Komponisten und Musikpädagogen Hermann

Pallhuber bildet den Auftakt für die zweite Konzerthälfte. Das nächtliche Treiben in New York inspirierte den britischen Jazzmusiker Paul Hart zum Stück Bright Lights – City Nights. Zum Konzertabschluss gibt es noch feurig, temperamentvolle Sambamusik des amerikanischen Komponisten James Barnes mit

dem Werk Caribbean Hideaway. Beim Festkonzert kann der Obmann Manfred Horrer auch vier neue Mitglieder der Bürgerkapelle vorstellen: Viktoria Fleischmann (Trompete) und die beiden Brüder Dieter und Florin Tumler (beide Schlagzeug), sowie die Marketenderin Rebekka Horrer. (hzg)

ZUR KRONE ALLA CORONA LAAS - Hauptplatz - Tel. 0473 62 61 17 Hering Essen die 2. … Aufgrund der großen Nachfrage, verabschieden wir uns mit einem

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28 /Bauplatz/

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First Class Hotel Vier Jahreszeiten ****S in Schlanders

Wahrzeichen eines besonderen Anspruchs Die Umbauarbeiten im First-Class-Hotel „Vier Jahreszeiten“ sind abgeschlossen, das Gourmet-Relax Hotel strahlt in neuem Glanze. Als einziges Vier-SterneSuperior-Hotel genießt es in Schlanders besondere Aufmerksamkeit. Lanthaler das First Class Hotel „Vier Jahreszeiten“ verpachtet, nun führen Franz und Christa das Hotel selbst. Seit dem vergangenen Sonntag, den 15. März ist das Verwöhn-Hotel in Schlanders wieder geöffnet.

von Angelika Ploner

D

er Ausblick aus der Penthouse–Designersuite ist schlicht ein Traum. Hier, in der vierten Etage des neuen First-Class-Hotels „Vier Jahreszeiten“ genießt man einen herrlichen Blick über Schlanders. Das Dorf mit dem städtischen Flair, wie es so schön heißt, liegt den Gästen regelrecht zu Füßen und auch der Sonnenberg, das landschaftliche Juwel, entfaltet seine ganze Pracht. Jahrelang hatte die Familie

Unter dem Motto „Altes bewahren- Neues wagen“ werden die Gäste nun auch mit neuer Architektur verwöhnt: Denn mit dem Umbau setzt man neue Maßstäbe, Luxus gepaart mit Tradition. Es war ein behutsamer, ein sorgfältiger Umbau. Ohne viel Aufsehen hat man das Vier-Sterne-Superior-Hotel neu gestaltet. Nicht nur die Fassade hat einen frischen Anstrich erhalten, vor allem die Zimmer mit den noblen Fußböden in Nussholz und die CorianBäder erstrahlen neu. Auswählen dürfen Gäste aus Luxussuiten, geräumigen Familienzimmern, gemütlichen Komfort-Zimmern und den eingangs erwähnten modernen Designer-Penthouses. Überall dominieren warme Farben und edle Stoffe. Weniger ist mehr: weniger Schnickschnack ist anzutreffen, weniger Schnörkel, dafür mehr modernes, anspruchsvolles Design und viel Liebe zum Detail.

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Wir gratulieren herzlich zum gelungenen Umbau und wünschen der Familie Lanthaler für die Zukunft viel Erfolg.

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19.03.15

Die große Eingangshalle empfängt die Gäste mit viel Holz, getäfelten Decken, stattlichen Säulen und gemütlichen Sesseln in hellem Leder. Hier befinden sich auch die Bar, die Lobby und das neu umgebaute À-la-card-Restaurant. Zum Frühstück und Abendessen gehen die Gäste in den prächtigen Speisesaal. Und wie könnte es anders sein: Der Name des Hotels ist Küchenprogramm. Die Gourmetküche orientiert sich an den Jahreszeiten, frischer, exklusiver und regionaler Genuss steht auf der Speisekarte. Ruhe und Erholung finden die Gäste im Wellnessbereich und dem großzügigen Beautycenter mit seinen herrlichen Räumlichkeiten, den verschiedenen Saunen, Solebädern, Dampfbädern, dem Indoorpool, Whirlpool, Fitnesscenter, und dem Ruheraum mit Jungbrunnen. Einzigartig ist die Badelandschaft im Freien mit einem 270 Quadratmeter Salz-Wasserpool, den Wasserfällen und Felsgrotten und dem gemütlichen Gartencafè.

Vinschgerwind 6-15

/Bauplatz/ 29

Mit der Eröffnung am 15. März startete auch die Figur-in-FormCooperation mit den bewährten wie exklusiven Schönheitsbehandlungen: Erstmals in Südtirol und nur im Hotel Vier Jahreszeiten! Individuell zusammengestellte Behandlungskonzepte für Körper, Gesicht, Hals und Dekoltee aktivieren inaktive und bioaktive Zellen und wirken dem Alterungsprozess entgegen. Warum deshalb nicht nach einem arbeitsreichen Tag den Wellness-, Beauty oder Fitnessbereich nutzen und dann den Abend mit einem feinen Essen abrunden? Denn hier im First-Class-Hotel Vier Jahreszeiten kann man wirklich entspannen und sich erholen: Erholung und Entspannung erster Klasse – First Class – sind nämlich garantiert.

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Sommerangebote

für Kinder und Jugendliche Anmeldeschluss: 27. März 2015 (SchülerInnen können die Anmeldeformulare in den jeweiligen Schulstellen innerhalb 27. März 2015 abgeben.)

Spielend lernen - Sommerschule

Am Vormittag werden die Kinder auf spielerische Art und Weise gefördert. Nach dem gemeinsamen Mittagessen beginnt ein breitgefächertes Freizeitprogramm. Durch Bewegung, Spiel und kreative Tätigkeiten soll den Kindern eine spannende und erlebnisreiche Zeit geboten werden. Eine ganzheitliche Förderung der Kinder wird durch die Kombination des schulischen und des Freizeitbereichs ermöglicht. Zielgruppe: GrundschülerInnen Wann: I. Block: 06. bis 24. Juli 2015 und II. Block: 03. bis 21. August 2015 jeweils von Mo. bis Fr. von 09.00 bis 16.30 Uhr (gleitende Eintrittszeit von 08.00 bis 09.00 Uhr) Wo: Graun, Mals, Schluderns, Prad und Laas Kosten: 195,00 Euro inkl. Mittagessen Anmeldung: Anmeldeformulare werden in den Grundschulen verteilt

Activity - Was will ich einmal werden?

Stellst auch du dir diese Frage? Activity bietet dir die Möglichkeit in die Berufswelt einzutauchen und aktiv verschiedene Berufe kennenzulernen und auszuprobieren. Jede Woche bietet einen anderen Themenschwerpunkt: 1. Woche (06. – 10. Juli 2015): Handwerk 2. Woche (13. – 17. Juli 2015): Gesundheit und Soziales 3. Woche (20. – 24. Juli 2015): Medien, Energie und Umwelt Zudem bieten wir dir ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm mit spannenden Aktivitäten in der Gruppe. Zielgruppe: MittelschülerInnen Wann: 06. bis 24. Juli 2015 jeweils von Mo. bis Fr. von 09.00 bis 16.30 Uhr (es ist möglich an einer, zwei oder drei Wochen teilzunehmen) Wo: Mals bzw. vinschgauweit in den verschiedenen Betrieben Kosten: 90,00 Euro inkl. Mittagessen pro Woche Anmeldung: Anmeldeformulare werden in der Mittelschule verteilt

Klettercamp

Gemeinsam mit anderen Jugendlichen werden wir eine Woche lang das Klettern erleben und zusammen die ersten Kletterpassagen im Fels ausprobieren. Am ersten Tag werden wir in der Kletterhalle wichtige Grundkenntnisse erlernen, um dann die Vinschger Klettergärten zu erobern. Die Kletterausrüstung wird kostenlos zur Verfügung gestellt. Zielgruppe: MittelschülerInnen Wann: 29. Juni bis 03. Juli 2015 und/oder 10. bis 14. August 2015 von Mo. bis Fr. ganztägig Wo: Kletterhallen und Klettergärten im Vinschgau Kosten: 150,00 Euro inkl. Verpflegung pro Woche (AVS-Mitglieder erhalten 12 Euro Preisnachlass) Anmeldung: Anmeldeformulare werden in der Mittelschule verteilt

Veranstalter: Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung Spondinig in Kooperation mit Bezirksgemeinschaft Vinschgau – Sozialsprengel Mittel- und Obervinschgau, den Gemeinden, den Schulsprengeln, der Landesberufsschule Schlanders, den Jugenddiensten Ober- und Mittelvinschgau Gefördert durch die Autonomen Provinz Bozen – Familienagentur

„summer & fun“

Hast du Lust, in diesem Sommer gemeinsam mit anderen Jugendlichen drei spannende Wochen zu erleben und neue Freundschaften zu knüpfen? Dann bist du bei uns richtig! Wir bieten dir ein abwechslungs- und erlebnisreiches Programm (z.B. Sport, Spiele, Hüttenlager, Ausflüge, kreatives Gestalten und vor allem viel Spaß). Zielgruppe: MittelschülerInnen Wann: 03. bis 21. August 2015 jeweils von Mo. bis Fr. von 09.00 bis 16.30 Uhr Wo: Mals und/oder Schlanders Kosten: 195,00 Euro inkl. Mittagessen Anmeldung: Anmeldeformulare werden in der Mittelschule verteilt

„Sportivity“ – Auf die Plätze, fertig, los...

Hast du Lust, diesen Sommer gemeinsam mit anderen Jugendlichen neue Bewegungsspiele und Sportarten auszuprobieren? Dann bist du bei uns richtig! In dieser Woche lernst du verschiedene Kooperations-, Bewegungs- und Geschicklichkeitsspiele kennen. Dabei geht es nicht um Leistung, sondern um die Freude an der Bewegung. Zielgruppe: MittelschülerInnen Wann: 03. bis 07. August 2014 von Mo. bis Fr. von 09.00 bis 16.30 Uhr Wo: Mals und/oder Schlanders Kosten: 90,00 Euro inkl. Mittagessen Anmeldung: Anmeldeformulare werden in der Mittelschule verteilt

Natura e Sport – Settimana Italiana

NEU

Vuoi passere un’intera settimana in mezzo al verde? Nel corso dell‘avventurosa settimana fra esplorazioni e attività fisiche impareremo la lingua italiana. Ci sarà tanto tempo per giochi e divertimento. Es erwarten dich Ausflüge, eine Schatzsuche und mit Sicherheit viel Spaß und Spannung. Und nebenbei lernst du Italienisch!

Zielgruppe: Gruppe 1: GrundschülerInnen der 4. und 5. Klasse Gruppe 2: Mittelschüler/innen Wann: 27. bis 31. Juli 2015 jeweils von Mo. bis Fr. von 09.00 bis 16.30 Uhr (gleitende Eintrittszeit von 08.00 bis 09.00 Uhr) Wo: Schulsprengel Mals Kosten: 70,00 Euro inkl. Mittagessen Anmeldung: Anmeldeformulare werden in den Schulen verteilt

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Kreativ unterwegs – Landartkünstlern auf der Spur

Wir brechen auf zu einer Entdeckungsreise und verbringen eine Woche in der „Prader Sand“. Mit allen Sinnen werden wir die Natur erkunden und ihr werdet staunen, was wir alles vorfinden. Wie Landartkünstler gestalten wir Werke ausschließlich aus Naturmaterialien und belassen sie am Ort ihrer Entstehung: in der Natur. Aus Steinen, Sand, Ästen, Wurzeln,... gestalten wir interessante Bilder und Konstrukte, aber auch fantastische Tiere und vieles mehr. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. „Landart“ schafft bei den Kindern ein Bewusstsein für das eigene Handeln und stärkt ihr Verantwortungsgefühl gegenüber der Natur! Zielgruppe: Wann: Wo: Kosten: Anmeldung:

Kinder/Jugendliche (6 bis 12 Jahre) 27. bis 31. Juli 2015 von 08.30 bis 12.30 Uhr Prader Sand – Treffpunkt Bahnhof Spondinig 50,00 Euro (ohne Mittagessen) Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung Spondinig

In dieser Woche werden wir in die Vergangenheit eintauchen und uns auf die Spuren der Ritter und Steinzeitmenschen begeben. Wir entdecken unsere nähere Umgebung, hören Sagen, Märchen und lernen Geschichten über Ritter und Steinzeitmenschen kennen. Wir werden kleinere Basteleien entstehen lassen und uns bei tollen Spielen austoben. Zielgruppe: Wann: Wo: Kosten: Anmeldung:

Kinder/Jugendliche (6 bis 12 Jahre) 24. bis 28. August 2015 von 08.30 bis 12.30 Uhr Treffpunkt: Bahnhof Spondinig 50,00 Euro (ohne Mittagessen) Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung Spondinig

Outdoor-Handwerken

Wir werden eine ganze Woche als verschiedene „Handwerker“ unterwegs in der freien Natur sein: Auf spielerische Art und Weise begeben wir uns mit allen Sinnen auf die Suche nach Naturmaterialien und gestalten damit unsere Werke. Schnitzen und sägen, ein Mosaik gestalten, Flechten und Winden stehen auf dem Programm. Zielgruppe: Wann: Wo: Kosten: Anmeldung:

Kinder/Jugendliche (6 bis 12 Jahre) 31. August bis 04. September 2015 von 08.30 bis 12.30 Uhr Fischerteich Prad und Prader Sand – Treffpunkt Bahnhof Spondinig 50,00 Euro (ohne Mittagessen) Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung Spondinig

Hüttenlager am Tomberg

Wir verbringen vier Tage im Selbstversorgerhaus im Bergweiler Tomberg in der Gemeinde Kastelbell. Der benachbarte Bauernhof bietet uns die Möglichkeit einen Einblick ins bäuerliche Leben zu erhalten und dabei bekommen wir einen Bezug zum Ursprung unserer Lebensmittel. Wir werden diese und andere regionale Produkte selbst verarbeiten und dadurch hausgemachtes Brot, Jogurt, Kuchen und vieles mehr auf unserem Speiseplan haben. Das gemeinsame Umsetzen von Ideen macht Spaß und fördert das Gemeinschaftsgefühl. Zielgruppe: Kinder/Jugendliche (8 bis 14 Jahre) Wann: 06. bis 09. Juli 2015 Ankunft: Montag zwischen 14.00 und 16.00 Uhr; Abreise: Donnerstag um 15.00 Uhr Wo: Selbstversorgerhaus Tomberg/Kastelbell Kosten: 100,00 Euro inkl. Verpflegung Anmeldung: Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung Spondinig

Marmor – zwischen Handwerk und Kunst

Eine ganze Woche lang haben die Jugendlichen die Möglichkeit, mit Marmor zu experimentieren und ihn zu gestalten. Unsere ersten Werke könnten eine Vogeltränke, ein Briefbeschwerer, ein Relief oder eine einfache Skulptur sein. Darüber hinaus werden wir etwas über die Entstehung und den Abbau des „weißen Goldes“, wie es im Volksmund bezeichnet wird, erfahren. Lasst euch überraschen! Zielgruppe: Wann: Wo: Kosten: Anmeldung:

Kinder/Jugendliche (10 bis 15 Jahre) und Erwachsene (nur Nachmittags) 13. bis 17. Juli 2015 von 08.45 bis 12.15 Uhr und von 13.45 bis 17.15 Uhr Freigelände Lasa Marmo GmbH, Laas (neben dem Zugbahnhof) 65,00 Euro (ohne Mittagessen) Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung Spondinig

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Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung Bahnhof Spondinig 1 – 39026 Prad a. Stj. Tel: 0473 618 166 – Fax: 0473 618 116 – E-Mail: info@gwr.it

Bilder

Auf den Spuren von Rittern und Steinzeitmenschen


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Vinschgerwind 6-15

Jugendtreff Reschen Ö Sa. 21.03.15 ab 19.00 Uhr Spieleabend Europa Ö Fr. 27.03.15 ab 18.00 Uhr Mädelsabend: Comer y beber (spanisch essen + trinken, 2€) Jugendtreff JuZe St. Valentin Ö Fr. 20.03.15 ab 19.00 Uhr Europa – Quiz + Snacks (2€) Ö Sa. 28.03.15 ab 19.00 Uhr Türkischer Abend mit Döner Teil 2 (2€) Jugendtreff Burgeis Ö So. 29.03.15 ‚Suppnsunnta‘ Ö Mi. 01.04.2015 16.00 – 19.30 Uhr April-April Jugendzentrum JuMa Mals Ö Do. 19.03.15 ab 17.00 Uhr Kochabend Mittelschüler Ö Mo. 24.03.15 ab 19.00 Uhr Nachtrodeln Nauders Ü 14 Jugendtreff Chillhouse Stilfs Ö Sa. 28.03.15 ab 17.00 Uhr Action im Kulturhaus Bitte Hallenturnschuhe mitbringen! Jugendtreff Revoluzer Taufers Ö Fr. 20.03.15 ab 17.00 Uhr Gemeinsame Mittelschulparty im Citytreff Glurns Ö Di. 24.03.2015 16.30 – 21.00 Uhr Spielenachmittag Citytreff Glurns Ö Fr. 20.03.15 ab 19.00 Uhr Neonparty Ö Fr. 27.03.15 ab 15.30 Uhr Europaquiz Jugendtreff Phönix Schluderns Ö Sa. 21.03.15 ab 14.00 Uhr Trommel Workshop Ö Mi. 25.03.15 ab 15.30 Uhr Europaquiz Jugendtreff JU!P Explosiv Prad Ö Mi. 25.03.15 ab 16.00 Uhr Internationaler Waffeltag Jugendtreff La:Ma Laas Ö Sa. 21.03.15 ab 19.00 Uhr Omletten Party Ö Fr. 27.03.15 ab 18.00 Uhr Watt Kurs JuZe Freiraum Schlanders Ö Fr. 20.03.15 ab 19.00 Uhr Kochen & Film Ö Mi. 25.03.15 15.00 – 17.00 Uhr JuZe Nachmittag für Mittelschüler Jugendtreff All In Kastelbell/ Tschars Ö Do. 19.03.15 16.00 – 20.00 Uhr Raumgestaltung im Jugendhaus Tschars Ö Do. 26.03.15 ab 19.00 Uhr Vollversammlung im Jugendhaus Tschars Ö Mi. 01.04.15 ab 14.00 Uhr Wir sind beim Elternsprechtag in der Mittelschule Latsch Jugendtreff Time Out Schnals Ö Sa. 28.03.2015 ab 16.00 Uhr Gürtelworkshop aus Fahrradreifen! Infos und Anmeldungen bei Magdalena im Treff Jugendzentrum JuZe Naturns Ö Sa. 21.03.15 Start. 09.00 Uhr Winterausflug ins Schnalstal Rodeln-Skifahren – Snowboarden Ö Sa. 28.03.15 11.00 – 15.00 Uhr 4 Girls Only – Mädelstreff Lippenbalsam & Seife selber machen Jugendtreff Kosmo Plaus Ö Mo. 23.03.15 ab 15.00 Uhr Calcettoturnier Ö Mi. 01.04.15 ab 15.00 Uhr Kuchen backen

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Die Vorbereitung startete schon am Nachmittag mit voller Action. Die Jugendlichen gingen einkaufen, sie kauften Süßigkeiten, Chips, Getränke, Brot und Aufstrich für das Frühstück und Zutaten für selbstgemachte Pizza. Jeder der Teilnehmer trug einen Teil des Einkaufs in einer Tasche. Auf dem Rückweg brachen mehrere Einkaufstaschen und Mehl wurde zerstreut, so endschieden sie sich ihre Jacken als Tragtaschen zu benutzen. Einmal angekommen verwandelten sie sich in kleine Kochprofis und mischten den Teig der Pizza. Nach der Küchenarbeit machten

sie eine „Chillpause“ mit einem Erfrischungsgetränk. Während der Teig aufging, gingen die Jugendlichen voller Lust zur Kegelbahn. Am Ende des Bowlings warteten im JuZe die anderen Teilnehmer. Die zwölf Jugendlichen teilten sich die Arbeit untereinander auf, während eine Gruppe kochte und die andere den Tisch säuberte und deckte, spülte eine andere das Geschirr. Der Abend ging mit Videospiele, Calcetto, Tisch- und Katenspiele weiter, Witze und Gespräche fehlten am Abend kaum. Nach einer aufregenden Nacht wurde gemeinsam Frühstück gegessen und aufgeräumt.

TRADITIONELLE BONSAIAKTION IN LATSCH Jugendcafé „Chillout“ Latsch

Schon wieder ist ein Jahr vergangen und es ist wieder soweit. Das Jugendcafé „Chillout“ Latsch beteiligt sich in diesem Jahr bereits zum vierten Mal an der italienweiten Bonsaiaktion von BONSAI AID AIDS, der nationalen Vereinigung ANLAIDS Onlus gegen Aids. Auf nahezu 3.000 Italienischen Plätzen wird versucht in den Ostertagen durch diese Aktion Sensibilisierungsarbeit zu leisten. Die Bevölkerung wird um einen kleinen Beitrag gebeten und erhält im Gegenzug dafür ein rotes Schleifchen als Zeichen der Solidarität für die an Aids erkrankten Menschen, sowie bunte Luftballone und einen Bonsai (in verschiedenen Größen erhältlich). Bonsai ist eine delikate Pflanze die viel Pflege und Aufmerksamkeit braucht, genau so wie Menschen die an Aids leiden. Wir würden uns sehr freuen auch dich am Samstag, den 05. April 2015 von 9.00 – 12.00 Uhr auf dem Lacusplatz zu sehen.

‚…let’s talk about…‘ In den Semsterferien durften einige interessierte Jugendliche aus Burgeis und Umgebung in den Genuss eines eigens für sie organisierten Workshops kommen. In Zusammenarbeit mit dem Amt für Jugend, unter der Projektreihe ‚bestärkt & beflügelt‘ ,kreierten die beiden Referenten Peintner Michael und Maria Marsoner – beides Sexualpädagogen – einen Workshop zum Thema Erwachsenwerden, sei es vom Mädchen zur Frau als auch vom Jungen zum Mann. Im Anschluss an diesem aufschlussreichen und informativen Workshop übernachteten wir im Jugendtreff und beendeten dieses Projekt mit einem gemeinsamen Frühstück.

„Raclette-Schlemmen“ für alle In den Faschingsferien öffnete der „Juze“ Hoad seine Tore, damit alle BetreuerInnen und interessierten Kids bei einem Raclette – Essen gemütlich zusammensitzen konnten. Zahlreiche Jugendliche aus St. Valentin und fast alle Aufsichtspersonen folgten der Einladung und es wurde ein angenehm heiterer Abend. Ein großer Dank gilt den Betreuerinnen, die durch das Mitbringen von Speisen und weiteren Leckereien zum guten Gelingen des Abends beigetragen haben.


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Spezial

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Landwirtschaft

Ein buntes Landwirtschafts-Spezial ist’s geworden: Wir haben mit Sepp Wielander und Thomas Oberhofer von der Vi.P gesprochen, Gerd Wallnöfer, den Apfelveredler besucht, die Fleckvieh-Rasse und das neue Buch von Florian Kronbichler in den Fokus genommen.

„Dem Bauernstand wurde unrecht getan“ Der Vinschgerwind hat mit dem neuen Vi.P-Obmann Thomas Oberhofer und dem langjährigen Direktor Sepp Wielander ein Gespräch geführt: über 25 Jahre Vi.P., tiefe Auszahlungspreise, Zukunftsmärkte im Nahen Osten und nicht zuletzt über die „Causa Mals“. Interview: Angelika Ploner I Fotos: Erwin Bernhart

Vinschgerwind: Wird im Oktober kräftig gefeiert? Thomas Oberhofer und Sepp Wielander (verwundert): Kräftig gefeiert? 25 Jahre Vi.P? Thomas Oberhofer und Sepp Wielander (lachen): Ah, so ist das gemeint, wir dachten wegen den „hohen“ Auszahlungspreisen.

Dazu kommen wir später. Thomas Oberhofer: Nein, wir haben entschieden, dass es keine große Feier zum Jubiläum geben wird. Wir haben zum 20-Jährigen eine Feier gemacht, alle fünf Jahre ist das nicht notwendig. Vinschgerwind: Herr Oberhofer: Sie beerben Karl Dietl und sind seit kurzem der neue Obmann der Vi.P. Die Vi.P. ist

für Sie .... Thomas Oberhofer: ...im Vinschger Obstbau die wichtigste Säule. Nur durch die Vi.P und die angeschlossenen Genossenschaften und dem Netzwerk zwischen Beratungsring, Bauernbund und Bonifizierung ist es möglich, dass die kleinstrukturierte Landwirtschaft im Bereich Obstbau im Vinschgau überlebensfähig bleibt.


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Vinschgerwind 6-15

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preisen. Die Preise sind im Keller, die Rede geht von 27 bis 30 Cent pro Kilogramm. Sepp Wielander: Die Preise sind im Keller. Ich kenne die Quellen nicht, wo Sie die Preise her haben, aber es stimmt, wir liegen zwischen 20 und 30 Cent und unsere Produzenten werden kaum die Produktionskosten decken. Vinschgerwind: Was wird ein Bauer für einen Kilo Golden bei der anstehenden Akonto-Auszahlung Ende März bekommen? Thomas Oberhofer: Das ist noch definitiv zu beschließen, aber wir gehen davon aus, dass es das sein wird, was wir in den vergangenen Jahren, in den schwachen Jahren, ausbezahlt haben. Vinschgerwind: Und das wäre konkret. Thomas Oberhofer: Das wäre 5 Cent pro Kilogramm für Golden zum Beispiel. Vinschgerwind: Und für die roten Sorten? Sepp Wielander: Etwas mehr, das kommt drauf an. Die meisten roten Sorten bekommen etwas mehr, aber nicht alle. Es gibt auch bei den roten Sorten schwarze Schafe, zum Beispiel Gloster, Elstar, Idared, Jonagold, die sind Schnee von gestern. Die aktuellen roten Sorten - Gala, Pinova, Kanzi - bekommen mehr als den Golden-Preis und bei den nicht aktuellen müssen wir schauen, ob sie überhaupt auf den Golden-Preis kommen.

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Die Preise sind im Keller. Ich kenne die Quellen nicht, wo Sie die Preise her haben, aber wir liegen zwischen 20 und 30 Cent und decken nicht die Produktionskosten ab. Sepp Wielander

Vinschgerwind: Kommen wir zur Erntemenge. Gab’s im vergangenen Jahr die erwartete Rekordernte? Wieviele Tonnen Äpfel lagern noch in den Vinschger Zellen? Sepp Wielander: Also wir sind programmgemäß auf 50 Prozent mit Ende Monat März. Jedes Jahr wird ein Abbauplan erstellt, der beinhaltet, dass mit 31. März die Hälfte der geernteten Menge verkauft sein soll. Der Abbauplan passt, die Preise nicht. Vinschgerwind: Rekordernte? Wir hatten keine Rekordernte. Wir haben 4 Prozent mehr Äpfel geerntet, als das Jahr zuvor, aber 5 Prozent weniger als geschätzt. In Tonnen 360.000 inklusive Bio. Vinschgerwind: Nun zu den Auszahlungs-

Vinschgerwind: Wie sind die Biopreise? Thomas Oberhofer: Höher als die Preise für die konventionellen Äpfel, aber wir liegen auch hier rund 20 Prozent unter dem Preis vom vergangenen Jahr, immer bei der Akontozahlung wohlgemerkt. Sepp Wielander: Die Akontozahlung ist kein Maßstab für die definitiven Auszahlungspreise, das ist erst die zweite Zahlung Ende Juni. Zwei Drittel der Vinschger Äpfel gehen nach Italien, das restliche Drittel teilen sich Deutschland, Skandinavien, Spanien ... Wo liegt die Zukunft des Vinschger Apfels? Sepp Wielander: Die prozentuelle Aufteilung stimmt so nicht, die Hälfte geht nach Italien. Deutschland ist abnehmend, der deutsche Konsument ist kein Golden-Fan und er ist vorwiegend auf rote und neuere Sorten eingestellt. Und: Auf deutsche Produktion. Aber das ist in Italien nicht anders, Italien geht auch davon aus, das „Made in Italy“ das Beste ist. Also, in Deutschland liegen wir bei 11 Prozent, Tendenz sinkend, in Spanien sind wir bei 8 Prozent, Tendenz

steigend, Skandinavien ist gleichbleibend bei 6 bis 7 Prozent, den Rest teilen sich Nordafrika und der Nahe Osten. Also in den vergangenen Jahren hat sich das Verkaufsvolumen sehr stark verschoben. Sepp Wielander: Ja, sehr stark. Wir haben vor 30 Jahren zwei Drittel nach Deutschland geschickt und ein Drittel nach Italien. Auf der Suche nach zukünftigen Absatzmärkten sind wir in Nordafrika daheim, in Ägypten, in Marokko, Algerien, Lybien, da liefern wir bereits. Ob dieser Markt auszuweiten ist, ist eine andere Frage. Die Zukunft kann in Arabien liegen, und im mittleren Osten. Der Osten Europas wird keine Rolle spielen und dann ist da noch die Übersee. Vinschgerwind: Spürt die Vi.P. Russland? Sepp Wielander: Direkt und indirekt. Weil Polen als Nachbarland nicht nach Russland liefern kann, schickt es seine Äpfel nach Westen und wir treffen uns auf denselben Märkten wieder. Wieviel LKWs mit Vinschger Äpfeln sind derzeit in Lybien unterwegs? Sepp Wielander: Wir schicken durchschnittlich wöchentlich 15 Container nach Lybien, 20 Container nach Algerien und 20 nach Ägypten. Und das mehr oder weniger wöchentlich. Wieviele Tonnen Äpfel füllen einen Container? Sepp Wielander: Das sind 18 Tonnen, 1,8 Waggon. Ein Blick ins Regal der Supermarktketten: Wen beliefert die Vi.P und was verlangen die Kunden vermehrt? Sepp Wielander: Die Supermarktketten sind die Vinschgauer Spezialität. Wir haben sehr früh auf die Ketten gesetzt und nicht auf den Großhandel. Das heißt, wir sind in Italien bei allen nennenswerten Ketten zugegen. In den entwickelten Ländern sind die Lebensmittelketten die Zukunft und in den weniger entwickelten Ländern der Großhandel. Dort ist der Importeur der Vertreiber. In Summe haben wir 52 Länder, wo wir vertreten sind. Ein Bioapfel unterscheidet sich – laut Vi.P – nicht von einem konventionellen, zumindest nicht nach außen. Was sagen Sie dazu? Sepp Wielander: Moment. Es geht um das Label? Vinschgerwind: Nein, es geht um die Makellosigkeit. Die Vi.P hat Null-Toleranz den Bioäpfeln gegenüber ausgegeben.


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Das ist Schade für die Bauern oben, die keine Entwicklungsmöglichkeiten haben. Thomas Oberhofer

stens gleich wie ein guter konventioneller Obstbauer. Der Biobauer ist heute wie heute mit allen herkömmlich produzierenden Bauern somit konkurrenzfähig. Wir sind mit 7 bis 8 Prozent die größte Biorealität in Europa. Thomas Oberhofer: Wir sind als Vi.P offen und wenn der Markt sich Richtung Bio entwickelt, dann werden unsere Bauern dieser Tendenz folgen und wir uns in der Verarbeitung und Vermarktung drauf einstellen. Gemeinsame Vermarktung, gemeinsame Kostensenkung und Qualitätsproduktion: Das ist Vi.P 3. Was ist Vi. P 4? Sepp Wielander: Vi.P 4 gibt es nicht, auch nicht in der Schublade, weil Vi.P 3 noch als Erfolg gesehen wird.

Thomas Oberhofer: Der Konsument will keinen Rostfleck, keinen Schorf, das einzige, was der Konsument bei einem Bio-Apfel toleriert, ist, dass es kleiner sein darf, als ein konventioneller. Rentiert sich Bio überhaupt noch? Sepp Wielander: Bio hat sich etabliert und ist eine Realität im Vinschgau geworden. Ein Biobauer bekommt trotz weniger Ertrag pro Hektar unterm Strich minde-

Themenwechsel: Wie steht es mit Martell? Sepp Wielander: Martell hat vor 12 Monaten Probleme gehabt und Dank der Banken, Raiffeisenverband, Politik, dem Bürgermeister von Martell, auch der Vi.P haben wir die MEG wieder auf Vordermann gebracht. Nicht zuletzt auch Dank der Produzenten in Martell, die daran geglaubt haben. Martell ist heute wie heute saniert. Rund 5000 Hektar Produktionsfläche gibt es von der Töll bis nach Schluderns.

Ist da noch Spielraum nach oben? Thomas Oberhofer: Wir werden uns sicher nicht versperren, wenn die Entwicklung im Oberland in Richtung Obstbau geht. Ich glaube persönlich schon, dass eine Entwicklung möglich ist. Damit wären wir bei der Causa Mals. Ihre Meinung. Thomas Oberhofer: Ich habe ein großes Problem mit dem Thema Mals. Zuerst hat man sich gegen die Beregnung gestellt und jetzt gegen den Obstbau. Das ist Schade für die Bauern oben, die keine Entwicklungsmöglichkeiten haben. Wo ich aber noch ein großes Problem habe, ist, dass Wie man die Entwicklung oben hemmt, und zwar, dass man ständig den integrierten Obstbau ins schlechte Licht stellt. Das ist nicht richtig, Vinschgau hat die integrierte Produktion vor 25 Jahren angefangen, seit dem vergangenen Jahr ist es gesetzlich verpflichtend einen integrierten Pflanzenschutz zu machen. Wir sind jahrelang schon vorausgegangen. Wir reden nicht nur von Pflanzenschutz, wir reden von Bewässerung, vom Düngen, wir reden vom gesamten Paket. Wir brauchten uns nicht verstecken: Der integrierte Obstbau ist ökologisch, nachhaltig und ist wirtschaftlich. Sepp Wielander: Ich teile das zu 100 Prozent. Ich habe nur hinzuzufügen, dass es teilweise beschämend ist, dass sich bestimmte Personen in Mals anmaßen,


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über die Bauern und über den Markt mehr zu verstehen, als der Bauer selbst und sie natürlich die eigenen Schäfchen im Trockenen haben, weil sie ja nicht von der Landwirtschaft leben müssen. Wenn ich beispielsweise sage, ich bin gegen die Autobahn, gleichzeitig aber 100.000 Kilometer fahre, dann muss ich aufpassen, denn dann spucke ich ins Teller, aus dem ich heraus esse. Dem Bauernstand wurde unrecht getan. Thomas Oberhofer: Man war viel zu populistisch unterwegs und nicht sachlich. Sagt jemand: Wenn der Obstbau kommt, werden 500 Arbeitsplätze vernichtet, dann werden Ängste geschürt, die nicht richtig sind. Wir schaffen Arbeitsplätze, das möchte ich schon sagen: Es sind Familien, die von der Landwirtschaft leben, Mitarbeiter, Handwerksbetriebe, die Zulieferer und und und. Wir werden beim Spritzen Angriffsfläche bieten, aber wir entwickeln uns ständig weiter und das hat nichts mit

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Mals zu tun, das ist eine normale Entwicklung. Die Vi.P hat sich vornehm aus der Causa zurückgehalten... Sepp Wielander: Es ist meines Dafürhaltens falsch Antworten auf fanatische Fragen zu geben. Wenn ich eine Volksabstimmung mache würde, ob wir hohe oder niedrige Steueren zahlen sollen, dann habe ich auch alle auf meiner Seite. Den Ausgang in Mals hätte ich Ihnen auch vorher sagen können. Wieso hat von diesen Herren von der Malser Initiativgruppe nie jemand etwas Positives vom Obstbau berichtet, dass Obstbau auch Wertschöpfung bringt, Arbeitsplätze bringt, dass der Bauer inzwischen ein Unternehmer ist, der gewillt ist mit der Bevölkerung

auszukommen und kein Feind ist. Nichts Gutes ist gesagt worden, dass hat uns auch verletzt. Machen Sie es sich nicht etwas zu leicht? Heuproben in Mals haben einen Eintrag in einer Grünlandwiese von Seiten einer Obstanlage hinterlassen. Thomas Oberhofer: Wir haben reagiert, in den Leitlinien und den Agrios Richtlinien sind klar die Abstandsregelungen drinnen, der Abdriftschutz, dass ein topmoderner Sprüher mit Aufsatz und abdriftarmen Düsen zum Einsatz kommen muss und sogar ein Abdeckblech haben muss. Wir haben jeden Bauern oben kontrolliert, und jene, die sich nicht daran gehalten haben, haben Sanktionen bekommen.

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Nicht NUR Apfelsaft

Fotos: Barbara Wopfner

Gerd Wallnöfer ist Quereinsteiger in der Landwirtschaft und hat seinen Weg zur Bioproduktion gefunden. Schritt für Schritt ist er in die neue Aufgabe hineingewachsen, hat sich der Herausforderung gestellt und ist heute ein eigenständiger Kleinbetrieb. Er weiß was in seinem Produkt enthalten ist, denn der Saft kommt von seinen eigenen Äpfeln.

von Barbara Wopfner

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erd Wallnöfer war nicht immer Apfelbauer, in diesen Berufszweig ist er in den letzten Jahren hineingewachsen. Von seinem Schwiegervater hat er 2004 eine Apfelanlage von etwa einem Hektar übernommen. Es war eine ältere Anlage die er langsam begann zu erneuern. Der Gedanke auf biologische Produktion umzustellen reizte ihn schon länger und 2007 setzte er diese Idee in die Tat um. Er musste sich entscheiden und wählte den Weg etwas Eigenes aufzubauen. Seinen Job hängte er für die Idee, Apfelsäfte zu produzieren, an den Nagel. Denn beide Berufe gleichzeitig waren nicht mehr zu vereinen. Apfelsaft für den eigenen Gebrauch stellte die Familie schon jahrelang her. So stellte er sich die Frage, warum nicht dieses Wissen nutzen und weiterentwickeln um ein Qualitätsprodukt zu gewinnen. Es begann eine spannende Zeit, die dazu führte einen Saft nicht aus Fallobst zu gewinnen, sondern aus guten Äpfeln, deren Geschmack viele andere übertreffen.

„Bio hon i long schun in Kopf kopp, ober der Weg selm hin wo long.“ (Gerd Wallnöfer)

Gerd Wallnöfer ist ein akribischer Produzent, er gibt kaum etwas aus der Hand, kennt alle Arbeitsschritte und weiß wie er sein Produkt am Ende haben will. Von der Pflege der Apfelbäume, bis hin zum fertig abgefüllten Apfelsaft, macht er alles selber. Er garantiert dem Konsumenten ein Produkt, das aus reinen Biozutaten hergestellt wird. Dazu folgte 2007 für seinen Betrieb die Bioland Zertifizierung. Dort fand er gute Beratung, um seinen Weg zu beschreiten, klare Linien um seinen Grundgedanken umzusetzen. Im Gespräch unterstreicht er immer wieder, dass Bio keine erzwungene Sache sein kann, denn sie sollte Leidenschaft und Herzensangelegenheit sein. Auch er ist in diese Linie hineingewachsen und fühlt heute angekommen zu sein. Ihm ist wichtig, dass auch seine Bio-Pflanzenschutzmittel auf seinem eigenen Boden bleiben. Dies ist für ihn mit gutem Willen und mit klaren gesetzlichen Vorgaben möglich. Auf aufwändige Regulierungen könnte man seiner Meinung verzichten. Er verarbeitet seine Äpfel vorwiegend zu Apfelsaft, dazu mischt er die Sorten Jonagold, Golden und Stark. Neben den Säften stellt er kleinere Mengen an Mus, Trockenobst und Mixturen mit anderen Früchten her. Immer wieder tüftelt er an neuen Geschmacksrichtungen und kombiniert den Apfel mit anderen Früchten, wie Kirschen,

Johannisbeeren, Himbeeren oder Pfefferminze. Diese wachsen alle beim ihm Garten, dort hat er sie unter Beobachtung und weiß wann sie die richtige Reife erreicht haben, damit er sie verarbeiten kann. Ein neues Projekt hat er bereits im Kopf, dabei wird die Orange eine besondere Rolle spielen. Seine Produktion ist klein und überschaubar, machbar für einen Ein-MannBetrieb. Für ihn liegt darin der Vorteil, dass er alles kennt, weiß wie jeder Arbeitsschritt abläuft und wie das Endprodukt entstanden ist. Seinen Kunden kann er eine Geschichte erzählen, berichten wie die Ernte verlief, wie das Jahr war und was seinen Apfel beeinflusst hat. Im Gespräch mit ihm wird spürbar, dass „Bio“ für ihn eine Herzensangelegenheit ist.

„Wenn i s`erschte mol noch der Umstellung durch die Wies gongen bin, isch es a Gfiel gwesn, wia wenn i derhuam durch mei Haustir gea.“ (Gerd Wallnöfer)

In den meisten Fällen wird Apfelsaft aus Fallobst hergestellt, bei Gerd Wallnöfer zu 100Prozent nicht. Er schwört darauf, dass man aus seinen Säften die natürliche Reinheit schmeckt, er benötigt keine Zusatz-


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stoffe, künstliche Geschmacksverstärker oder Zuckerzusätze. Er kann darauf verzichten, denn er verarbeitet saubere, reife, gute und unversehrte Äpfel, die den Geschmack von sich aus haben. Da kommt die Frage auf, ob bei ihm kein Fallobst anfällt oder was er mit diesem macht. Er unterstreicht mehrmals, dass in seine Säfte kein grüner oder fauler Apfel kommt. Seine Ware die er nicht verwendet, bringt er in die Biogasanlage von Prad und erhält daraus im zweiten Moment Biodüngemittel für seine Anlage. So schließt sich sein Kreislauf und verwendet dadurch alles wieder, was er produziert. Den geschlossenen Kreislauf findet man auf seinem Hof immer wieder. Auf seinen Apfelbäumen lebt so manche Laus. Mit einem Lachen und einem Achselzucken meint er, dass ihn das nicht störe, so lange der Marienkäfer bei ihm lebe, der es in Grenzen hält. Es wohnen so manche Vögel in seinen Apfelbäumen, die sicher auch so manchen Apfel fressen. Doch auch sie sind

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willkommene Gäste. Das Gleichgewicht ist für ihn eine wichtige Grundlage. Die Balance in der Natur spiegelt sich in seiner Produktion und schließlich in seinem Produkt wieder. Dafür muss man die Zusammenhänge und die Abläufe kennen. Dieses Wissen um das Ganze und sein rundherum möchte er in seine Vermarktung einfließen lassen. Der Kontakt zum Kunden ist ihm dafür wichtig. Auf kleinen Bauern- und Genussmärkte präsentiert er sich und nutzt die Möglichkeit den Kontakt zum Kunden herzustellen. Seine Säfte haben einen höheren Preis im Vergleich zu Massenwahre ihm Supermarktregal. Diese Preisdifferenz möchte er erklären, dem Kunden verständlich machen und dadurch Vertrauen schaffen.

„A Laus muas obm sein, tuat mr nix, ober nor konn holt der Marienkäfer a nu lebm.“ (Gerd Wallnöfer)

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Fleckvieh-Simmental Rasse ist im Aufwind Der Fleckviehzuchtverband Vinschgau feiert heuer das 20-jährige Bestehen. 1995 wurde mit 26 Mitgliedern gestartet, die 95 Herdenbuchkühe hielten. Heute sind es 240 Mitglieder und 834 Herdenbuchkühe. Und jährlich steigen die Zahlen. Die Simmantal-Fleckviehrasse ist vor allem wegen ihrer Doppelnutzung Milch/Fleisch wirtschaftlich interessant. In Südtirol dominiert die Brauviehrasse mit 20.500 Herdenbuchkühen, vor der Fleckviehrasse mit 15.509 und der Schwarzbunt-Rasse mit 11.076.


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Dass di Entwicklung innerholb fa 20 Johr asou aufwärts geat, hatt i miar nia denkt. Walter Klotz

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m Jahr 2014 hat der Verband im Vinschgau 10 neue Mitglieder aufgenommen. Die Herdenbuchzahl stieg um 76 Kühe (von 758 auf 834). Vor mehr als dreißig Jahren gab es im Vinschgau die ersten zaghaften Versuche, sich mit dem SimmentalFleckvieh anzufreunden. Diese Rinderrasse hat ihren Ursprung in der Schweizer Bergwelt um Mönch, Eiger und Jungfrau und erhielt ihren Namen Simmental, benannt nach dem Fluss Simme. Die Bergrasse verbreitete sich weltweit und entwickelte sich zu einer kosmopolitischen Rasse. Das heißt: Sie zählt heute zu den vier bedeutendsten der über 700 Rinderrassen der Welt. Geschätzt wird das SimmentalFleckvieh wegen seiner ausgewogenen Eignung für die Erzeugung von Milch und Fleisch. Diese Doppelnutzung überzeugt auch immer mehr Vinschger Viehbauern. Im Leistungsbericht zum MLP-Jahr 1980 scheint eine Fleckvieh-Herdenbuchkuh in Eyrs auf, in jenem von 1986 eine Kuh im Obervinschgau und zwei im Untervinschgau. Im Jahr 1992, also vor dreiundzwanzig Jahren, bewarben sich Walter Klotz aus Schluderns und Alfons Wallnöfer aus Tartsch um

die Mitgliedschaft. Sie legten das Fundament für die Zuchtarbeit. Klotz hatte sein erstes Kalb von Gottfried Wallnöfer aus Schluderns gekauft. Dieser war von den Vorzügen der Rasse überzeugt, nachdem er sie als Arbeiter in der Schweiz kennengelernt hatte. 1995 kam es zur Gründung des Vinschger Zuchtvereins, der die Gemeinden des Vinschgau von Graun bis Plaus umfasst. Zum Obmann wurde Walter Klotz gewählt. Seit 20 Jahren leitet er unangefochten die Geschicke des Vereins. Er wirbt mit seinem Fleckvieh und sorgt seit Jahren für die Aufwertung des „Sealamarktes“ nach dem Motto. „A Morkt ohne Viich isch nix“. Die diesjährige Vollversammlung in der „Alten Mühle“ in Schluderns stand kürzlich ganz im Zeichen des 20-Jahr-Jubiläums. Gekommen waren neben Obmann Emmerich Silbernagel und Geschäftsführer Dieter Herbst auch die Gründungshelfer Hugo Valentin und Eduard Kosta, sowie das Ehrenmitglied Maria Moritz Spiess. Sie war Besitzerin der ersten Fleckviehkuh in Taufers i.M. und musste sich daraufhin als „Milchmesserin“ in den Ställen der Braunen so manch herbe Kritik anhören. Eine Entwicklung ist klar festzustellen: jährlich legt die Fleck-

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viehrasse an Tieren zu - und der Verein an Mitgliedern. „Dass di Entwicklung innerholb fa 20 Johr asou aufwärts geat, hatt i miar nia denkt“, sagt Klotz. Nicht nur die Vinschger Fleckviehzüchter feiern heuer. Der Landesverband begeht 2015 sein 50-jähriges Jubiläum mit einer Landes-Fleckvieh-Schau am Samstag, den 2. Mai in St. Lorenzen. Ein Schellenriemen mit Federkiel-Stickerei zum 20. Jubiläum für den Fleckvieh-ZuchtvereinVinschgau v.l. der Obmann des Landesverbandes Emmerich Silbernagl aus Kastelruth und der Vinschger Obmann Walter Klotz aus Schluderns

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

von Magdalena Dietl Sapelza

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Von wegen „verdammt“ Stallwies im Martelltal. Es sei, auf 1.953 m Meereshöhe, der höchst gelegene Kornhof Europas gewesen. Wenn das stimmt, dann ist er es heute wieder. Die Familie Stricker machte den Bergbauernhof zum Berggasthof, und mit den Gästen kam auch der Roggen wieder auf Stallwies zurück.

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as schönste Südtiroler Bergbauernbuch wurde zu Anfang der 1970erJahre geschrieben und heißt „Die Erben der Einsamkeit“. Im italienischen Original: „Gli erede della solitudine“. Ihre Autoren waren der Journalist Aldo Gorfer und der Fotograf Flavio Faganello. Dass sie beide Trentiner waren und Deutsch weder verstanden noch sprechen konnten, ist eine kleine Bosheit der Geschichte. Südtirol lässt sich seinen Herzschmerz nicht gern von Auswärtigen behandeln. Oder, um die ganze Wahrheit zu sagen: Es ist sehr

überzeugt, dass Südtirol nicht versteht, wer nicht Südtiroler ist. Das Trentiner Autorenpaar verstand die Südtiroler Bauern aber offenbar dennoch sehr gut, und für die Sprache nahmen sie sich gelegentlich einen Südtiroler als Übersetzer mit. Auf Stallwies zuhinterst und zuoberst im Martelltal im Vinschgau, wohin Gorfer und Faganello kurz vor Weihnachten 1971 hinkamen, fügte es sich besonders glücklich mit dem Übersetzer. Es war der junge Priester Josef Stricker, Sohn des Hauses. Gorfer hatte ihn

auf der Diözesansynode kennen gelernt, die zu der Zeit in Brixen stattfand. Stricker verstand, außer gut Italienisch, auch alles vom Thema. Die Zeitungsartikelserie über Südtirols Bergbauern, die in der Folge zu dem bekannten Buch wurde, verfolgte das Ziel, die letzten und nach Möglichkeit extremsten Zeugen einer untergehenden Welt herzuzeigen. Denn dass das Bergbauerntum dem Untergang geweiht sein würde, darüber bestand selbst bei den Bergbauernfreunden Gorfer und Faganello nicht der geringste Zweifel. Sie hielten es

für eine bedauerliche, aber unvermeidliche Entwicklung. Anderswo, selbst im benachbarten Trentino, das nicht weniger bäuerlich geprägt war als Südtirol, war die Landflucht schon viel weiter fortgeschritten. Südtirol war aufgrund seiner besonderen politischen Verhältnisse im Wortsinn „hinten geblieben“. Wegen der systematisch betriebenen Zuwanderung aus Italien blieb den Bauernkindern der Zugang zu den Arbeitsplätzen in der Industrie im Land jahrzehntelang versperrt. Sie hatten keine Al-


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ternative und blieben auf den Höfen. Konsequent mit seiner Einschätzung wollte Aldo Gorfer seine Bergbauernserie deshalb ursprünglich „I condannati della solitudine“ nennen: „Verdammt zur Einsamkeit“. Es war der studierte Bergbauernsohn Josef Stricker, der den Autor von dem apokalyptischen Titel abbrachte. Stricker dachte nicht so pessimistisch, und Gorfer ließ sich überzeugen. So änderte er den Titel zum milderen und zweifelsfrei poetischeren „Gli eredi della solitudine“. Die Erben und nicht die Verdammten. Wir sind jetzt, 40 Jahre später, auf Stallwies gekommen, und wieder ist Josef Stricker unser Begleiter. Für den Fotografen und mich ist es eine Einkehr, für Josef eine Rückkehr. Er, der Arbeiterpriester, der sein Lebtag nur für die Benachteiligten der G e -

sellschaft gearbeitet hat, Gewerkschafter und Sozialberater war, ist Im Sommer 2011 auf der Talferpromenade in Bozen Opfer eines Raubüberfalls mit kompliziertem Beinbruch geworden. Länger als über ein Jahr zog sich die Heilung hin, und jetzt, nach anderthalb Jahren kommt er mit uns zum ersten Mal wieder heim auf den elterlichen Hof, den nach seinem Bruder Eduard inzwischen schon der Neffe Oswald führt. Wir fahren die schmale Straße von der Ortschaft Martell hinauf, Kehre um Kehre, als ob es nicht mehr enden wollte. Steil fällt das Tal linksseitig zur Plima

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hinab. Der Fichtenwald geht in einen Lärchenwald über und in den Lärchenwald mischen sich allmählich die ersten Zirmkiefern. Bald müssten wir an die Waldgrenze kommen. Der Cevedale-Gletscher im Talschluss ist von Nebel verhangen, darunter glänzt silbern der Zufritt-Stausee her aus,

und endlich: eine Waldlichtung, der Stallwieshof. „Berggasthaus Stallwies“ steht angeschrieben.


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In Martell leben heute zwölf deutsche Frauen. Die meisten auf Höfen. Jana Stricker

Die alte Hofstatt, geschmackvoll erneuert und wohl auch erweitert. Wir halten an. Josef und ich steigen aus und machen uns zu Fuß auf die letzten 200 Meter Weg hin zum Haus. Dort muss man uns schon erspäht haben. Nach und nach kommen die Hausleute vor die Tür: die Altbauersleute, die bundesdeutsche Jungbäuerin mit dem einmonatigen Kindchen Romy im Tragetuch, Mitarbeiter, und zum Schluss kommt noch Oswald, der Jungbauer in KochUniform mit weißer Mütze, und sein Bruder Peter im KellnerDress heraus. „Schau, der Onkel Sepp!“, ruft der Eine nach dem Andern. Es geht auf Mittag zu, und obwohl noch September ist, drängen wir in die Stube. Draußen ist es schon spätherbstlich kühl. Wir haben uns vorgenommen, Schöpsbraten mit Knödeln zu essen. Dafür und für die Erdäpfelschlutzer ist Stallwies überörtlich bekannt. Das Fleisch kommt von den eigenen Schafen, und alles ist hausgemacht. Oswald hat zusammen

mit dem Vater Eduard nicht nur das heimatliche Stallwies aus einem Bauernhof zum Gasthof umgebaut, er hat sich selber umgeschult, hat nach der Landwirtschaftsschule in Burgeis die Hotelfachschule in Meran besucht und ist jetzt sein eigener Koch. Der jüngere Brüder, Peter, ist inzwischen Oswalds fest angestellter Mitarbeiter und schmeißt die Gaststube genauso wie, wenn nötig, Feld und Stall. Bis aufs Jahr 1332 zurück ist Stallwies als besiedelte Stätte nachweisbar. Die Stricker sind ununterbrochen seit 1688 auf dem Hof. Die landesamtliche Erbhof-Urkunde prangt in Messing an der Hauswand, auf gerahmtem Pergament in der Stube. In den „Erben der Einsamkeit“ lesen wir eine einschlägig aufschlussreiche Szene. Sie hat zu ihren Darstellern den seinerzeitigen Altbauern Alois und dessen Sohn Eduard, damals Jungund inzwischen selber Altbauer auf Stallwies. Der Autor traktiert Vater und Sohn mit der fatalistischen Frage, ob und wann sie den Hof wohl verlassen würden.

Dass es irgendwann sein müsse, daran lässt der Weltmann Gorfer keinen Zweifel. Am Altbauern prallt alles Nachbohren ab. Nix da, die Frage stellt sich nicht. Geblieben wird. Gemein fast versucht der Berufsfrager Vater und Sohn auseinander zu dividieren. Ob Eduard denn ginge, wenn er einen Arbeitsplatz in der Fabrik angeboten bekäme? „Das käme drauf an, wo. In der Stadt nicht. In Schlanders oder in Laas,vielleicht, wäre es etwas anderes“. Der Vater habe den Sohn besorgt angeschaut. Würde er gehen? Dann kommt es aus dem Sohn doch noch einmal: „Es ist schwer, ohne Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu leben. Aber vielleicht wird der Stallwieshof doch nicht aufgelassen werden.“ Heute erinnert sich Eduard wieder an jenes Dilemma von einst. Stallwies ist nicht aufgelassen worden. Miteinander haben sie es umgewidmet. Eduard hat den Hof Anfang 1970 vom Vater übernommen.


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Mehr bio als so ....? Wenn ich heute in einem Gasthaus wie dem unsern überall Bio drauf stehen sehe, dann bringt mich das unwillkürlich auf schlechte Gedanken: Haben die es nötig, mir etwas vorzumachen? Oswald Stricker

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KompostHächsler v.l. Josef Stricker, der geistliche Bruder von Altbauer Eduard Stricker, Jungbauer Oswald Stricker und Jungbäuerin Jana Stricker. Von der Landwirtschaft zu leben, den sieben Hektar Feld und ein bisschen Waldweiden, war aussichtslos. Einem Nebenerwerb nachzugehen, dafür war der Hof zu abgelegen. Und außerdem führte noch kein Fahrweg hin. 1974, als Sohn Oswald, der heutige Hofbesitzer. geboren wurde, mussten Vater, Mutter und Hebamme mit der notdürftigen Materialseilbahn ins Tal hinabbefördert werden. Vier seiende und ein werdender Mensch mitsammen in einer Bretterkirste - eine fürwahr halsbrecherische Notaktion. 1977 kam dann die Straße auf Stallwies. Aber da waren Eduard und seine junge Familie schon so weit, dass sie nicht mehr ans Weggehen dachten, sondern daran, wie fremde Leute hergeholt werden könnten. Der Bauer tat sich um eine Ausschank-Lizenz um und begann, eine Gastwirtschaft aufzubauen. Mit hofeigenen Produkten, bescheiden, aber stetig. Heute präsentiert sich Stallwies als Berggastwirtschaft mit angeschlossener Bauerschaft. Die Wiesen werden selbstverständlich gemäht, arbeitsaufwändiges Milchvieh ist keines mehr im Stall, einiges Fleischrindvieh ist noch da, und 40 Schafe. Qualitätsrohstoff für die Gastwirtschaft. Und nicht zu vergessen: Ein Stück Roggenacker ist auf den „höchsten Getreidehof Europas“ zurückgekehrt. 100

Quadratmeter vielleicht, höchstens 150, im steilsten Gelände, so wie ehedem. Zur persönlichen Gaudi, jetzt. Jahrhundertelang war es zum Überleben. Weil er „es sich leisten kann“ und „es auch der Wahrheit entspräche“, könnte Oswald seinen Hof heute ruhig Bio nennen. „Mehr Bio als so ...!“ meint er. Er will aber nicht. Er ist überzeugt, er würde sich dadurch nur verdächtig machen. „Wenn ich heute in einem Gasthaus wie dem unsern überall Bio drauf stehen sehe, dann bringt mich das unwillkürlich auf schlechte Gedanken: Haben die es nötig, mir etwas vorzumachen?“ Die Gäste kommen auch so. 20 Fremdenbetten in 9 Zimmern gibt’s auf Stallwies. Die Küche genießt mittlerweile überörtlichen Ruf und wäre ohne die angeschlossene Landwirtschaft nicht die Adresse, die sie ist. Stallwies ist im Winter beliebter Ausgangspunkt zu Schitouren und Schneeschuhwanderungen; im Sommer, der hier kurz ist, finden Wanderer her. Übersaisonal gültig ist, wie gesagt, die Küche. Jana mit klein Romy ist in die Stube bekommen. Sie ist Oswald Lebensgefährtin und kommt aus Leipzig. Das Großstadtkind, das Kühe nur vom Fernsehen her kannte, war mit den Eltern auf Urlaub auf Stallwies gekommen, und wie das Leben so spielt: „Ich hätt’s

schlechter treffen können“, sagt die junge Frau neckisch. Sie ist ausgebildete Physiotherapeutin. Bis Romy kam hat sie auch als solche in Schlanders gearbeitet. Inzwischen braucht es „die Junge“ schon „bei der Arbeit daheim“. Jana legt überall Hand an. „Ich darf alles ausprobieren“, sagt sie bescheiden. Ob sie nicht irgendwann weg gehen möchte? Ich merke, dass ich die gleiche Frage stelle, wie vor 40 Jahren Aldo Gorfer sie Janas Schwiegervater gestellt hat. Die zugezogene Stallwieserin Jana hat weniger Zweifel als der Erbhofsohn Eduard von damals. Sie wird bleiben, ist sie überzeugt. „Wir haben es gut hier.“ Wir? Sie meint sich, das Kind, ihren Oswald, die Familie Stricker. Aber ein bisschen auch ihre Landsleute insgesamt. „In Martell leben heute 12 deutsche Frauen. Die meisten auf Höfen.“ Von wegen „verdammt zur Einsamkeit“.

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Frühlingscheck bei Harry’s Tankstelle.

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Auch wenn der Winter in diesem Jahr seinen Namen kaum verdiente: Schnee und Eis, Split und Salz haben auf jedem Fahrzeug ihre Spuren hinterlassen. Ein gründlicher Frühjahrscheck ist also Pflicht für den verantwortungsbewussten Autofahrer. Er trägt außerdem zum Werterhalt des Fahrzeuges bei. Als Auftakt empfiehlt sich eine umweltfreundliche Fahrzeugwäsche an der Tankstelle. Ab in die Wäsche. Denn über den Winter sammelt sich so einiges an Verschmutzungen an – besonders auch an Streusalz-Resten. Auch die Unterbodenwäsche gehört jetzt zum absoluten Muss. Dabei kann zwischen Waschanlage oder Selbstbedienungsbox mit Dampfreiniger gewählt werden. Auf jeden Fall sollte man seinem Fahrzeug mindestens eine Komplettwäsche inklusive Schaumwäsche und Wachskonservierung gönnen, um die Salzrückstände gründlich zu entfernen. Nach einer ausgiebigen Wäsche geht es ans Lack kontrollieren. Bei größeren Schäden hilft der Profi. Hier heißt’s schnell handeln, damit der Rost keine Chance hat. Auch die Scheibenwischer sollten gleich mit kontrolliert werden. Mit dem Frühling erwachen auch die Angebote bei Harry’s Tankstelle in Latsch. Ob das der notwendige Frühjahrscheck ist oder aber der erforderliche Reifentausch, attraktive Angebote stehen bereit. Gut bedient sind auch jene Autofahrer, die ihre vorhandenen Autoreifen professionell montiert wissen wollen. Eine kurze Terminvereinbarung genügt. Und das, was Zuhause der Frühjahrsputz, ist beim Auto die Frühjahrswäsche. In der Waschanlage bei Harry’s Tankstelle werden Salz- und Schmutzrest mühelos entfernt. Das nennt man Autoservice aus einer Hand: Reifentausch, Frühjahrs-Check, Autowäsche. Gesehen bei Harry’s Tankstelle in Latsch.

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Unter dem Motto „Das neue Schnell.“ startet Volkswagen die Werbekampagne für den neuen umweltverträglichen Golf GTE. Er ist der erste Plug-In Hybrid von Volkswagen und beeindruckt mit seinem agilen Charakter. Der Golf GTE kann temporär rein elektrisch und ohne lokale Emissionen fahren, damit ein Zero-EmissionFahrzeug, Sportwagen und Langstreckenauto zugleich und Gewinner der Auszeichnung „Grünes Lenkrad 2014“. 240 PS starkes Modell mit einen Verbrauch von nur 1,5 Litern Benzin sowie 11,4 kWh / 100 km auf 100 Kilometern. Das entspricht CO2-Emissionen von nur 35 Gramm pro Kilometer. Er beschleunigt mit einem maximalen Drehmoment von 350 Newtonmetern innerhalb von 7,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Gesamtreich-

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weite des Golf GTE beträgt rund 940 Kilometer. Auf Knopfdruck können bis zu 50 Kilometer rein elektrisch gefahren werden. Der für den Golf GTI typische rote Streifen im Kühlergrill und den Scheinwerfern ist beim Golf GTE in Blau gehalten. Das Interieur ist ebenfalls geprägt von GTI-typischen Merkmalen wie z.B. Sportsitzen (im blau-karierten Design), Multifunktionssportlenkrad, Dachhimmel und Seitenverkleidungen in Schwarz. Eine blaue Ambientebeleuchtung, Pedalkappen in Edelstahl sowie zahlreiche blaue Kontrastnähte sorgen zusätzlich für einen sportlich modernen Gesamteindruck. „Das neue Schnell.“ zu sehen ab April bei MotorUnion Meran und Auto Brenner (by Autocenter Polin) Mals.

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Nationalpark Stilfserjoch

permaqua Wolfgang Platter, am Tag des Hlg. Gregor des Großen (540-604), 12. März 2015

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ermaqua ist der Titel für ein Forschungsprojekt über den Permafrost und seine Auswirkungen auf den Wasserhaushalt und die Gewässerökologie im Hochgebirge. Dieses Projekt wurde mit Finanzmitteln aus dem Interreg IV-Topf Italien – Österreich finanziert, vom Südtiroler Landesgeologischen Dienst unter Volkmar Mair koordiniert und von Südtiroler und Nordtiroler Forschungseinrichtungen in den Jahren 2011-2014 durchgeführt. Am 26. Februar d.J. hat in Bozen die Schlusskonferenz mit der Vorstellung der wissenschaftlichen Ergebnisse und die Zusammenschau mit dem Wissensstand aus anderen Untersuchungen stattgefunden.

Foto: Amt für Geologie und Baustoffprüfung der Autonomen Provinz Bozen Südtirol.

Schlusskonferenz zum Forschungsprojekt Blockgletscher

Blockgletscher und Permafrost Blockgletscher sind unterirdische Eiskörper im Gebirge. Permafrost hingegen ist nach der internationalen Definition gefrorener Boden, der für mindestens zwei Jahre durchgehend gefroren bleibt. Bei den Blockgletschern werden aktive, inaktive und fossile Blockgletscher unterschieden. Der Eisgehalt in aktiven Blockgletschern beträgt 10-15% ihres Gesamtvolumens. Auch Blockgletscher fließen zu Tal wie die oberirdischen Eisgletscher. Mit 0,2-0,3 Meter pro Jahr ist ihre Fließgeschwindigkeit aber klein im Vergleich zum Fließen der oberirdischen Eisgletscher. In Südtirol ist der Lazaun-Blockgletscher im Schnalstal besonders gut untersucht. Prof. Karl Krainer von der Universität Innsbruck gibt die Gesamtzahl der Blockgletscher für Nordtirol mit 3.145 und für Südtirol mit 1.467 an, deren Gesamtfläche für Nordtirol mit 167 km² und für Südtirol mit 73 km². Alle Blockgletscher haben eine relativ steile Stirnfront und Abflussquellen. Die Wassertemperatur von Quellen aus aktiven Blockgletschern ist ganzjährig konstant tief und liegt bei knapp über Null Grad Celsius, was aus dem kontinuierlichen Abschmelzen des Eises im Inneren der Geröll- und Schuttmassen und der Lockersedimente erklärbar ist. Nicht blockgletscherbeeinflusste Quellen im Hochgebirge haben hingegen einen saisonalen Gang der Wassertemperatur mit tieferen Temperaturen im Winterhalbjahr und höheren im Sommerhalbjahr. Durch das

Der Blockgletscher Rossbänk oberhalb des Grünsees und des Langsees in St. Gertraud in Ulten. Das Foto wurde dankenswerter Weise vom Amt für Geologie und Baustoffprüfung der Autonomen Provinz Bozen Südtirol zur Verfügung gestellt.

Abschmelzen des Eises in Blockgletschern infolge des Auftauens von Permafrost durch die Klimaänderung erhöht sich das Wasserspeichervermögen in den Lockersedimenten der Blockgletscher.

Schwermetalle in Hochgebirgsseen Eine zunächst überraschende Erkenntnis der bisherigen Untersuchungen von Block-

gletschern ist jene, das blockgletscherbeeinflusste Abflussquellen hohe Gehalte von Metallen, besonders Nickel aufweisen. Die Herkunft des Nickels ist noch ungeklärt. Eine geogene Entstehung durch Auswaschung aus dem Gestein kann nach Volkmar Mair ausgeschlossen werden. Andere Erklärungsversuche über die Herkunft des Nickels sind Meteoriteneinschläge, Abla-


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gerung von Aschen aus Vulkanausbrüchen oder großflächige Brände mit Verbrennung von Biomasse. Die überraschenden und zunächst unerklärlichen Veränderungen in der Wasserchemie von Hochgebirgsseen waren der Ausgangspunkt, die Forschungen zur chemischen Zusammensetzung von Seen und Fließgewässern im Hochgebirge und zu ihrer Ökologie zu beginnen und zu verdichten. So fand die Limnologin Berta Thaler, im Südtiroler Landeslabor zuständig für Südtirols Seen, auffällige Veränderungen in der Wasserchemie des Rasass-Sees in Schlinig. Normalerweise verändern sich Hochgebirgsseen aufgrund ihrer Lage in Chemismus, Plankton und Benthos (Bodenwasser-Mikrofauna) nur langsam. Im Zuge der inzwischen eingesetzten Untersuchungen wurde klar, dass diese auffälligen Veränderungen in der Wasserchemie von Seen und Fließgewässern mit dem Abschmelzen von Blockgletschern zusammenhängt.

Lazaun-Blockgletschers mit der Radiocarbon-Methode auch altersdatiert werden. Besonders hohe Nickel-Konzentrationen konnte Urike Nikus im Eis, feststellen, welches 5.000-2.000 Jahre alt ist. Ich verknüpfe diese Nickel-Konzentrationen im Eis dieses Alters mit der Erkenntnis der Archäologen, die besagt, dass die Ureinwohner des Vinschgaues in der Jungsteinzeit von der Phase nomadisierender Jäger in die Phase von Wanderhirten übergegangen sind. Dabei haben unsere jungsteinzeitlichen Vorfahren durch Brandrodung großflächig Wälder zur Weidelandgewinnung für ihre Schafe und Ziegen als erste domestizierte Haustiere angezündet. Dann könnte das Nickel, das heute aus den Blockgletschern ausschmilzt, aus der Verbrennung von Holz dieser nacheiszeitlichen Leitenwälder stammen.

Ökologie von Seen in Permafrostgebieten Besonders interessant und aufschlussreich war auch das Referat von Dr. Berta Thaler im Rahmen der Schlusskonferenz permaqua. Berta Thaler hat in den letzten Jahren insgesamt 33 Hochgebirgsseen untersucht. Im Rahmen des Interreg IV-Projektes Permaqua wurden 5 Seen genauer untersucht, 3 davon in Südtirol und 2 in Nordtirol. Unter den untersuchten Seen war auch einer der Upiaseen in Matsch. Er wurde 2013 be-

Nickel aus Waldbränden? Am Lazaun-Blockgletscher lässt sich ob seines Alters die ganze holozäne (nacheiszeitliche) Entwicklung ablesen. Der Lazaun-Blockgletscher hat nämlich mehrere Wärmezeiten überdauert und ist in diesen Wärmeperioden nicht abgeschmolzen. Aufgrund von Einschlüssen konnte das Eis des

Foto: Wolfgang Platter

Foto: Amt für Geologie und Baustoffprüfung der APBZ – Südtirol.

Der Lazaun-Blockgletscher in Schnals Ulrike Nikus von der Universität Innsbruck hat die Wasserchemie von Blockgletscherbächen untersucht und dabei im Zeitraum 2007-2014 auch verschiedene Quellen und Abflüsse am Lazaun-Blockgletscher in Schnals unter die Lupe genommen. Dabei wurden unterschiedliche Quelltypen (Eisgletscher-Quellen, Blockgletscher-Quellen, Oberflächenwasser-Quellen) untersucht. Die Untersuchungen von Ulrike Nikus haben ergeben, dass die Sulfat-, Magnesiumund Calcium-Ionen 99% der Ionensumme von Blockgletscher-Quellen ausmachen. Die Abflussquellen am Lazaun-Blockgletscher wurden auch auf Nickel untersucht. Dabei ließen sich drei verschiedene Klassen von Nickel-Konzentrationen kategorisieren. In der höchsten Konzentration wurde ein Nickelgehalt von 0,1-0,2 mg/l festgestellt. Dies entspricht der 10-fachen Konzentration des Grenzwertes für das Trinkwasser. Durch die Vermischung des Abflusswassers mit Wasser aus nicht blockgletscherbeeinflussten Bächen erfolgt talwärts aber eine Verdünnung des Nickelgehaltes. Prof. Gerfried Winkler vom Institut der Erdwissenschaften der Universität Graz, der die Hydrogeologie von reliktischen Blockgletschern in den Niederen Tauern in der Steiermark untersucht hat, gibt an, dass bis zu 30% der Gewässer in den Haupttälern Blockgletscher beeinflusst sind.

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/Nationalpark/ 57 sammelt. Die Untersuchungen seiner Wasserchemie ergaben leicht erhöhte NickelGehalte. Normalerweise ändert sich die Wasserchemie der Hochgebirgsseen langsam und wenig. Eine Ausnahme bilden die Seen, welche aus blockgletscherbeeinflussten Abflüssen gespeist werden. Zur Frage „Sind Hochgebirgsseen unberührte Landschaften?“ können wir aus limnologischer Sicht heute sagen: Nur mit Einschränkungen: Die Hochgebirgsseen erfahren heute Veränderungen durch folgende vier Faktoren: die Eutrophierung (Überdüngung aus Almbeweidung), Fischbesatz, Luftverschmutzung und Klimawandel (Auftauen von Permafrost).

Naturgefahren aus Permafrostböden Auf das Referat des Landesgeologen Dr. Volkmar Mair „Naturgefahren aus Permafrostböden“ wird aus Platzmangel ein anderes Mal einzugehen sein. Für heute nur so viel: Durch das Auftauen von Permafrost in Böden und Fels werden Berge und Hänge instabiler und Felsstürze und Murabgänge nehmen zu. Dies ist auch der Grund weshalb das Phänomen des Permafrostes erhöhtes Forschungsinteresse erfährt und dem Monitoring der Stabilität von Rutschhängen erhöhte Aufmerksamkeit durch unseren Landesgeologischen Dienst zukommt. Untersuchung des Blockgletschers Rossbänk in Hinterulten durch die Techniker des Landesamtes für Geologie und Baustoffprüfung der Autonomen Provinz Bozen Südtirol zur Erhebung des Eisgehaltes, seiner Konsistenz und auf das Abschmelzen des Permafrostes sowie anderer Bereiche. Das Ganze mit dem Ziel der Gefahreneinschätzung und -prävention. Die Ortler-Mure vom 25. August 2012 fotografiert von der Stilfserjochstraße beim Gasthof Weißer Knott aus. Mit der Auftauen der Permafrost-Böden und der Zunahme der sommerlichen Gewitter mit hohen Niederschlagsdichten steigt die Anzahl der Murabgänge.


Foto: Leonardo Pellissetti

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Fast vier Jahrzehnte im Amt

Seit 36 Jahren hat Karl Schuster das Amt des VSSBezirksleiters im Fußball inne und ist noch immer mit Leib und Seele bei seiner Arbeit, die viel Zeit in Anspruch nimmt, dabei. „Das Glänzen in den Augen der Kinder wenn sie Fußball spielen und die Freude am Sport, die sie zeigen, sind für mich der größte Lohn für meine Arbeit“, so Schuster. (sam)

Drei-Stufen-Schulung Die Schulung ist in drei Stufen eingeteilt, die aufeinander aufbauen. Der Inhalt in der ersten Schulung war auf die Kategorien U8 und U10 aufgebaut. Stufe zwei widmet sich der U11 und U13 während die letzte Einheit sich auf die U14 bis zu U17 konzentriert. (sam) Im Bild v.l. Aleksander Rüst, Walter Dibiasi und Johannes Kerl

„Freude am Sport im Vordergrund“

Fotos: VSS-Fußball

Mit der ersten von drei Stufen begann vor kurzem landesweit eine VSS-Trainerschulung für den Jugendsektor im Bereich Fußball. Für die 30 Vinschger Jugendtrainer fand der Kurs, der von zwei deutschen Trainern mit UEFA-Lizenz geleitet wurde, am letzten Februar-Wochenende in der Partschinser Sportzone statt. Die letzte Stufe findet im Frühjahr 2016 statt.

von Sarah Mitterer

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SS-Fußball Trainerausbildung Stillstand führt zu Rückschritt – und das in allen Lebensbereichen, auch im Sport. Aus diesem Grund bot das Referat Fußball im VSS in Zusammenarbeit mit dem badischen Fußballverband eine Trainerschulung für Jugendtrainer im Raum Südtirol an. Denn nicht nur Engagement, sondern vor allem ein bestimmtes Fußballwissen der Trainer ist der Grundstein für eine erfolgreiche Jugendarbeit. Zustande gekommen ist der Kontakt und die Idee durch die Mini-WM, die im vergangenen Jahr im Vinschgau ausgetragen wurde. Nun wurde die erste von drei Etappen der Schulung abgehalten. Während sich die Jugendtrainer aus der westlichen Landeshälfte (Vinschgau und Burggrafenamt)

Ende Februar in der Partschinser Sportzone trafen, kamen die Coaches aus dem restlichen Land eine Woche vorher in Vahrn zusammen. Geleitet wurde der Kurs von Aleksandar Rüster und Johannes Kerl, zwei DFB-geprüfte Trainer mit UEFA-Lizenz. Die Schulung beinhaltete sowohl theoretische, als auch

Praktische Einheit

praktische Einheiten. Unter anderem wurde der Aufbau der Trainingseinheiten für Kinder besprochen. „Es wurde besprochen, wie man Kinder und Jugendliche dazu bringt, längerfristig in einem Verein Fußball zu spielen. Denn in der heutigen Gesellschaft gibt es im Gegensatz zu früher viel mehr Angebote für Freizeitbeschäfti-

gungen.“, erklärt Walter Dibiasi, VSS-Schiedsrichterobmann und Mitorganisator der Trainerschulung. So sollte gleich den Kindern von Beginn vermittelt werden, dass der Spaß am Spiel im Vordergrund steht, nicht Leistung und der Sieg. Denn oft entscheiden die ersten Eindrücke der Kinder, ob sie Fußball mit voller Begeisterung spielen und somit längerfristig dabei sind. „Die Ausbildung der Trainer kommt vor allem der VSS-Jugend zu Gute“, so Bezirksleiter Karl Schuster, der sich über die große Teilnehmeranzahl und die positive Resonanz freute. Insgesamt waren bei der Schulung in Partschins 84 Jugendtrainer, darunter zwei Frauen, anwesend. Der zweite Teil der Trainerschulung findet im Spätherbst nach der Rückrunde statt, Teil 3 wird im Frühjahr 2016 durchgeführt. (sam)

Foto: VSS-Fußball

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Prifa CCM-Cup

Naturns setzt sich die Krone auf A

Naturns ist Meister

Fotos: Lukas Rungg

lles war angerichtet für das Eishockeyfest unter freiem Himmel in Prad. Der Traum vom Vinschger Finale war in Erfüllung gegangen und so standen sich die Geier vom ASV Prad und die Blue Cannibals des SSV Naturns im Endspiel gegenüber. Und was die Zuschauer zu sehen bekamen, war ein wahres Hockeyspektakel. Es war ein dramatisches Derby, ein Match wie es ein Drehbuchautor nicht hätte besser schreiben können. Ein Spiel voller Kampf, Emotionen und einer gewaltigen Zuschauerkulisse. Einen Favoriten gab es nicht, denn beide Spiele im Grunddurchgang wurden erst im Penaltyschießen entschieden und jedes Mal siegte die Gästemannschaft. In Unterzahl ging Naturns durch Florian Kirchler in Führung. In der Folge vergaben die Cannibals einige Großchancen,

Die Geier des ASV Prad

um den Vorsprung auszubauen und wurden dafür bestraft. Kurz vor Ende der Partie gelang Thomas Pöhli der viel umjubelte Ausgleichstreffer. Es blieb beim 1:1 und so ging es ins Penaltyschießen. Nun lag Hochspannung pur in der Luft. Die Naturnser durften beginnen und die Geier mussten nachziehen. Nachdem die ersten zehn Penaltys nicht verwertet wurden, wurde getauscht und Prad musste vorlegen. Schließlich war es der zwanzigste Penalty, der das Match entschied. Der Schütze der Geier vergab, Fabian Lamprecht hingegen verwandelte und schoss die Cannibals mit seinem Goldtreffer in den Eishockeyolymp, während für die Geier der Traum vom Titelgewinn im eigenen Stadion erneut ausgeträumt war. (sam)

Schlanders/Vinschgau

Kunstturnen

Sicherheit im Schnee

Silberregen beim VSS-Bewerb

zwar bestens ausgerüstet sind, aber kaum etwas über die Benutzung der Geräte wissen. Das Projekt „Sicherheit im Schnee“, erarbeitet von der 3. und 4. Klasse B der WFO Schulschwerpunkt Sport in Schlanders widmete sich diesen Themen. In der Klasse referierte der Bergführer Hubert Wegmann über Allgemeines im Zusammenhang mit Wanderungen im Hochgebirge.

Fotos: „Wind“-Archiv

er diesjährige Winter mit vielen Lawinentoten macht deutlich, wie wichtig das richtige Verhalten bei Schneeschuhwanderungen und Skitouren ist. Entscheidend sind das Analysieren des Lawinenlageberichtes, das richtige Einschätzen des Geländes, der Gebrauch des Lawinen-Piepsers (LVS-Geräte) und vieles mehr. Es passiert nämlich oft, dass Tourengeher

Exkursion mit Lawinenkunde in Schlinig; links: Hubert Wegmann erklärt die richtige Verwendung des LVS-Gerätes

Er informierte über die verschiedenen Lawinenstufen, über Gefahrenstellen durch Schneeverfrachtungen, über die Funktion der LVS-Geräte, über Verbotstafeln an den Skipisten und vieles mehr. Eine Exkursion mit Wegmann und den Begleitpersonen Jessica Colo und Melanie Platzer führte die Schülerinnen und Schüler nach Schlinig, wo sie Risikomanagement, Maßnahmen und Verhaltensregeln an Ort und Stelle erproben konnten. Sie suchten mit Hilfe des LVS-Gerätes nach Verschütteten (dabei wurden aus Sicherheitsgründen Rucksäcke verwendet), sie nutzten die Sonden und buddelten im Schnee. Im Ernstfall entscheidet das richtige Verhalten über Leben und Tod. Es muss vor allem schnell gehen und jeder Schneeschuhwanderer und Tourengeher trägt Verantwortung, für sich und seine Begleiter. Das wurde allen bewusst. (mds)

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ine Flut von Silbermedaillen gab es für die Kunstturnerinnen des ASV Latsch Raiffeisen bei den 2. VSSMeisterschaften in Lana. Die Schützlinge von Carla Wieser zeigten tolle Auftritte an den verschiedenen Geräten. Silber gab es für Maria Lena Gander, Lisa Mitterhofer, Noelle Stampfer und Celine Stampfer. Charlotte Pragal schaffte den Sprung auf Platz drei. Auch die restlichen Athletinnen konnten zufrieden mit ihren sportlichen Auftritten sein. „Meine Mädchen haben eine super Leistung gezeigt!“, so Wieser stolz. Weiter geht es nun mit den Landesmeisterschaften im März in Brixen. (sam) Foto: Sarah Mitterer

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Schlanders

Fotos: Romana Pöhli

A.T.F.C. Schlanders - Jahresrückblick 2014

links: VSS-Jugendturnier im Juli; Mitte: Tennis-Schnuppertag im April; rechts: F.I.T.-Landesmeister 2014 Serie D2

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gute Erfolge verbuchen ließ. Hier ist anzumerken, dass durch die Zusammenarbeit mit der Pro-Tennisschool – Partnervereine ASV Partschins, SSV Naturns/Tenni, A.T.F.C. Schlanders - eine Leistungssteigerung in allen Altersbereichen vorzuweisen ist, unter anderem sichtbar durch die Einladung mehrerer

Kinder zu den Sichtungstrainings des Landeskaders. Wir bedanken uns bei allen Mitgliedern und Sponsoren sowie auch beim Team der Freizeitbar recht herzlich für die tolle Unterstützung und die angenehme Zusammenarbeit. Tätigkeiten, Bilder, News und Veranstaltungsinformationen auf unserer Webseite unter www.tennis-schlanders. com oder auf unserer Facebook-Seite. Für den ATFC Romana Pöhli

er Amateur-Tennis & Freizeitclub Schlanders blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurück. Besonders hervorzuheben ist der Aufstieg der Herren 2. Liga – Holzner Mirko, Eisendle Roland, Haller Michael, Flora Günther, Strimmer Wolfgang, Horrer Stephan - in die 1. Liga. Gleichzeitig wurde der Landesmeistertitel 2014 in der Kategorie D2 Herren eingefahren, womit wieder einmal Vereinsgeschichte geschrieben wurde. Aber auch die Förderung

unserer Jugend (rund 90 Kinder und Jugendliche) haben wir 2014 wieder groß geschrieben, was uns auch in diesem Bereich

Fußball - 2. Liga

Watles

Begeisterung

Europacup Skicross am Watles

Die 2014 durchgeführten Tätigkeiten waren folgende: • Tennis-Schnuppertag für alle Interessierten Anfang April • Nationales F.I.T.-Turnier gültig für den Raiffeisen Grand Prix 2014 in Schlanders April-Mai • Over 35 Bezirksmeisterschaft 2014 von Mai-Juni • Mannschaftsmeisterschaft 2014 mit 9 Mannschaften – 5 Herren-, 2 Damen- und 2 Jugendmannschaften - April–Juni • VSS-RVD-Jugendtennismeisterschaft in Schlanders im Juli • Vereinsmeisterschaft im September • Südtirolpokal Indoor-Wintercup von Oktober-Dezember – der A.T.F.C. Schlanders wurde VizeLandesmeister in der 4. Kategorie – Haller Michael, Horrer Stephan, Staffler Thomas, Zösch Alexander, Eisendle Roland, Kröber Matthias und Viertler Karin.

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Foto: Leonardo Pellissetti

m vorvergangenen Wochenende machte der Erlebnisberg Watles seinem Namen wieder alle Ehre. Internationale Skicrossfahrer trafen sich auf der neuerrichteten Piste und jagten sowohl einzeln als auch in 4er- Gruppen über die Rails, Traversen und Jumps ins Ziel. Der Weltcupfahrer Castellaz Diego galt als Favorit, verletzte sich aber leider im Training und schied somit vorzeitig aus. Dies tat der Spannung des Rennens keinen Abbruch – auch

uch die 2. Liga ist gestartet. Die Begeisterung fehlt nicht, wie Willi Platzgummer (im Bild), Trainer von Plaus in seinen Ausführungen mit Überzeugung sagt. In Partschins, wo Platzgummer als Zuschauer dabei war, versteckte er seine Lust und Absicht nicht die Meisterschaft zu gewinnen. Damit würe seine Mannschaft aufsteigen. „Das ist nicht unmöglich“, sagt er „nachdem wir an dritter Stelle sind und nur 4 Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze haben. David Perkmann ist nämlich wieder in die Mannschaft zurückgekehrt, der starke Mittelfeldspieler Gregor Gufler hat wieder angefangen, wie auch Marc Albrecht und Martin Oberperfler“. (lp)

Fotos: „Wind“-Archiv

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der Vinschger Gunsch Yanick konnte sich fürs Finale qualifizieren. Nach Qualifikation und Finalläufen standen bei den Herren Traxler Daniel (AUT) auf dem Siegespodest, neben dem Zweitplatzierten Kappacher Adam (AUT) und dem Dritten Conrad Johannes (SUI) sowie dem Vierten Müller Timo (SUI). Bei den Damen konnte sich Maier Daniela (GER) vor Lareida Lucrezia (SUI) und Buchholzer Michelle (AUT) sowie Tordi Katharina (GER) behaupten.

Trotz widrigen Witterungsverhältnisse gelang es den Organisatoren ein reibungsloses Rennen abzuhalten. Die Athleten aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, Großbritannien, Finnland, Ungarn und sogar Australien genossen die Tage im Vinschgau. Durch einen spektakulären „Beinahe- Sturz“ vom Schweizer Regez Ryan wurde das Rennen am Watles auch im Internet zum Hit (zu sehen auf der Facebookseite Watles).


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Latsch - Sportrodeln

Fotos: Leonardo Pellissetti

Erste Etappe in der Ära Castiglioni

oben links: Andreas und Werner Castiglioni; Mitte und in Rennen: Thomas Braunhofer; rechts: v.l. Anton Pircher, Herbert Alber, Herbert Schwarz

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ie Landesmeisterschaft im Sportrodeln am 27. und 28. Februar, sowie dem 1. März war gleichzeitig das erste Rennen unter dem neuen Rodel-Sektionsleiter Andreas Castiglioni. Der bekannte und sehr talentierte Rodler kam im Herbst 2014 an die Spitze der Sektion und wurde Nachfolger von Herbert Schwarz, der für seine langjährige Tätigkeit im Rodelsport

zusammen mit seiner ganzen Familie Rodelgeschichte geschrieben hatte. Man könnte sagen: Von Familie Schwarz zu Familie Castiglioni. Denn die neue Rodelführung besteht aus Sektionsleiter Andreas Castiglioni, Ausschssmitglied und Bruder Werner Castiglioni und FISI-Verantwortlichen und Vater Hermann Castiglioni: Das Trio wohnt in Partschins, Na-

turns und auf der Töll. Renate Kasslatter, Frau von Andreas, ist Jugend-Rodeltrainerin. Zudem wird Werner Castiglioni mit seiner umfangreichen und persönlichen Erfahrung im Rodelport die Sektionstätigkeit von Andreas Castiglioni unterstützen. Das LandesmeisterschaftRennen versammelte 131 Sportler/Innen aus Südtirol. Aus dem Vinschgau gab es mit Thomas

Braunhofer, verheiratet und Bauer aus Tschars nur einen Teilnehmer. Er stammt ursprünglich aus Tisens, im Vinschgau ist er der Liebe wegen gelandet. Er wurde 5. in der Kategorie Master A, und zeigte sich zufrieden, weil sein Lauf unfallfrei blieb. Einer seiner Konkurrenten hatte nämlich einen Unfall gehabt und wurde von den Mitgliedern des Prader Weissen Kreuzes betreut. Die Kollegen aus Latsch standen nämlich bei der Marmotta-Trophy im Martell im Einsatz. (lp)

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64 /Kleinanzeiger/

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(Juni – Juli – August – September) Bewerbungen richten Sie bitte an die Erzeugergenossenschaft MEG, z. Hd. Philipp Brunner, Tel. 0473 744 700 oder E-mail an philipp.brunner@vip.coop BEZIRKSGEMEINSCHAFT VINSCHGAU – KUNDMACHUNG Die Bezirksgemeinschaft Vinschgau nimmt im Jahr 2015 folgende Praktikanten/innen auf: Nr. 3 in den Einrichtungen für Menschen mit Behinderung/psychischer Erkrankung und Tagespflegeheimen Derzeitige Ausbildung im folgenden Bereich/Studienrichtung: - Soziale Arbeit oder Sozialpädagogik oder Pädagogik oder Psychologie oder Soziologie* *eventuell auch mit Abschluss der Ausbildung vor nicht mehr als 12 Monaten - Schüler/innen der Landesfachschule für Sozialberufe „Hannah Arendt“, Ausbildung zum/zur Sozialbetreuer/in Nr. 1 in den Sekretariatsdiensten der Sozialsprengel Obervinschgau/ Mittelvinschgau Derzeitige Ausbildung im folgenden Bereich/Studienrichtung: Dritte oder höhere Klasse der Fachoberschule für den wirtschaftlichen Bereich – Fachrichtung Verwaltung, Finanzwesen und Marketing bzw. des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums mit Schwerpunkt Volkswirtschaft, sowie Kenntnisse im Bereich der Office-Anwendungen am Pc Einreichetermin für die Ansuchen: 07.04.2015, 12.00 Uhr. Nähere Auskünfte und Gesuchsvorlage: Tel. 0473/736872, www.bzgvin.it E-mail: infopersonal@bzgvin.it Der Präsident: Andreas Tappeiner


19.03.15

Vinschgerwind 6-15

/Kleinanzeiger/ 65

Stellenmarkt Reinigungskraft

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19 jähriger Berufsschulabgänger der Metallfachschule sucht Praktikumsstelle als Maschinenschlosser Tel. 349 66 99 135

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Jahrestag/Danksagungen Oft stehen wir an deinem Grab mit dem Herzen schwer, noch vieles möchten wir dich fragen, doch Antwort gibst du uns keine mehr. Der Tag, an dem du uns verließest, kam viel zu früh, doch eines solltest du wissen, vergessen werden wir dich nie.

2. Jahrestag

Angerer Meinrad *21.04.1943 † 22.03.2013 Prad

In liebevoller und dankbaren Erinnerung gedenken wir deiner am Sonntag, 22. März 2015 um 09.00 Uhr bei der hl. Messe in der Pfarrkirche von Prad. Wir danken allen die daran teilnehmen. Deine Familie


66 /Kleinanzeiger/

Vinschgerwind 6-15

19.03.15

Jahrestag/Danksagungen Der Tod eines lieben Menschen ist wie das Zurückgeben einer Kostbarkeit die uns Gott geliehen hat.

Die Erinnerung ist ein Fenster, durch das wir dich sehen können, wann immer wir wollen! 5. Jahrestag

Karl Kofler

10. Jahrestag

Gottfried Thoma

* 29.03.1934 † 31.03.2010 Kortsch

*28.7.1932 † 1.4.2005 Eyrs

10 Jahre sind nun schon vergangen, seit du uns verlassen hast. Wir gedenken deiner beim Gottesdienst am Ostersonntag, 5. April 2015 um 10 Uhr in der Pfarrkirche von Eyrs und danken allen, die dich in lieber Erinnerung behalten. Deine Familie

In trauernder Erinnerung gedenken wir des 5. Jahrestages unseres lieben Ehemanns, Vaters und Opa. Die Familie

Du bist nicht mehr da, wo du warst, aber du bist überall, wo wir sind.

1. Jahrestag

Danke

Cäcilia Alber

Wwe. Tappeiner Bäuerin in Schlanders * 15.01.1918 † 27.03.2014

Marta Kiem geb. Madleitner

Seniorchefin der Metzgerei Kiem Kastelbell *26.06.1928 † 28.02.2015

Für die vielen Zeichen der Anteilnahme und Verbundenheit, die wir in der Zeit des Abschiednehmens erfahren durften, bedanken wir uns herzlich. Es war uns ein großer Trost zu erfahren, wie viel Freundschaft, Zuneigung und Wertschätzung unserer Mutter entgegengebracht wurde. Die Trauerfamilie

Ganz besonders gedenken wir deiner am Samstag, 28. März 2015 um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Schlanders. Deine Familie

Wer so gewirkt im Leben, wer so erfüllte seine Pflicht und stets sein Bestes hat gegeben, für immer bleibt er uns ein Licht.

Sepp Peer

Es ist schwer, einen geliebten Menschen zu verlieren, jedoch zu wissen, wie viele ihn schätzten und gernhatten, gibt uns Trost. Danke für die Anteilnahme anlässlich des Todes von Hochw.

*2. März 1921 † 24. Februar 2015 Burgeis

Wir danken:

Vergelt’s Gott auch an die Priester, an die Ministranten, an die mitwirkenden Vereine und an alle, die einen Dienst versehen haben, für die würdevolle Gestaltung der Begräbnisfeier und an die Gemeindeverwaltung für die Organisation derselben.

- a llen für die große Anteilnahme, die vielen Zeichen des Mitgefühls, der Wertschätzung und der Verbundenheit, die uns beim Abschied unseres lieben Vaters, Opas und Uropas zuteil wurde; -d er Geistlichkeit für die feierliche Konzelebration des Beerdigungsgottesdienstes und Einsegnung; -d en Vereinen von Burgeis, Musikkapelle, Schützenkompanie, Freiw. Feuerwehr, Singgemeinschaft und Ortsgruppe des SKFV für die ehrenvolle Begleitung zur letzten Ruhestätte und ergreifende Begräbnisfeier auf dem Friedhof; -d em Fraktionsvorsteher und den Vertretern der Partnerstädte Lohr a.M. und Weingarten für die beeindruckenden Grabreden zur Würdigung des Verstorbenen für seine Verdienste um die Dorfgemeinschaft und Förderung der Freundschaftsbeziehungen; -d en Sarg-, Kerzen- und Kranzträgern, Vorbetern und allen, die einen Dienst bei der Beerdigung ausführten; - für die Blumen, Kranz- und zahlreichen Geldspenden.

Weiters sei für die zahlreichen Spenden an die Pfarrei und an die Schwester Sr. Maria in Argentinien gedankt.

Die Kinder Roland, Anna und Maria Luise mit Familien

AloisWallnöfer * 13.12.1931

† 1.3.2015

Ein Dank geht an die Ärzte des Krankenhauses von Schlanders, an den Rehadienst des Krankenhauses von Meran, an die vielen Besucher im Krankenhaus und im Bürgerheim und im Besonderen an das Pflegepersonal des Bürgerheimes St. Nikolaus v. d. F. für die liebevolle Betreuung.

Die Angehörigen möchten auf diesem Wege der Haushälterin Traudl für die aufopferungsvolle Pflege ein herzliches Vergelt‘s Gott aussprechen. Danke den zahlreichen Teilnehmern an der Begräbnisfeier. Martell, im März 2015 Die Angehörigen und die Haushälterin Traudl Bestattungen Tonezzer Schlanders

Wir werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten!


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