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Vinschgerwind ausgabe 5-16 Vinschgau Südtirol

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Nr. 5 (271) 03.03.16 I.P. 12 Jg.

www.vinschgerwind.it

50 Jahre Lebenshilfe Südtirol 30 Jahre Werkstätte Schlanders Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen

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2 /wandern/

Vinschgerwind 5-16

Bergtour

03.03.16

Wandertour

Höhenweg

Algunder Waalweg mit Rundwanderung über den Schlundensteinweg Wanderinfos: Algunder Waalweg: 6 km Dauer: ca. 2h Vom Algunder Waalweg führt eine Rundwanderung über den Schlundensteinweg zu den prähistorischen Schalensteinen und wieder zurück Dauer: ca 1h

TOURENINFO: Der klassische Algunder Waalweg ist ideal für alle Schuhgrößen. Ausgangspunkt vom Vinschgau kommend ist die Etschschleuse auf der Töll - erreichbar mit Bahn, Bus oder Auto (Parkplatz steht bereit). Über die Töllgrabenbrücke geht‘s zum Einstieg in den gut beschilderten „Algunder Waalweg“, der über Ober- und Mitterplars, Algund, Gratsch, bis zum Tappeinerweg zur Meraner Altstadt führt. (ca 2 Stunden). Die Wanderung kann auch in umgekehrter Richtung erfolgen. Vom Algunder Waalweg ausgehend bietet sich eine einzigartige Rundwanderung über der Schlundensteinweg zum sagenumwobenen Schlundenstein an. Dort weisen Schalensteine auf einen urgeschichtlichen Kultplatz hin. Der Weg beginnt (von der Töll kommend) links kurz vor dem Gasthof Leiter am Waal. Der Abstieg erfolgt in Richtung Cafe Konrad zurück zum Waalweg. (Gehzeit für die Rundwanderung ca 1 Stunde). 100 Meter oberhalb des Waalweges befindet sich der bekannte Bio-Buschenschank „Schnalshuber Hof“. Die denkmalgeschützte Hofstelle inmitten von Weinbergen mit originellen Stuben (zum Beispiel der Zeitungstube) ist eine Top-Adresse für Liebhaber traditioneller Kost aus hofeigener Produktion. Ob Brettlmarende, Schlutzer, Knödl, Fleischgerichte - gekocht, geschmort, geselcht... Feinschmecker kommen voll auf ihre Kosten. Serviert werden Eigenbauweine, edle Tropfen aus der Hofbrennerei, hausgemachten Säfte... Die Einkehr wird abends nach der Wanderung zum kulinarischen Vergnügen.


03.03.16

Inhalt

Vinschgerwind 5-16

/inhalt/ 3

50 Jahre Lebenshilfe Südtirol; 30 Jahre Werkstätte Schlanders Seite 6

Sollen die Naturnser Sonnenberghöfe eine Kanalisation erhalten?

Foto: Erwin Bernhart

Foto: Heinrich Zoderer

Kommentar

Seite 4

Vinschgau/Ulten: Nationalparkhäuser - Abkommen mit Land

Seite

4

Schlanders: Pinggeras Niederlage

Seite

5

Langtaufers: Das Oberland spricht mit einer Stimme

Seite

5

Nauders: Helmut Spöttl ist neuer BM in Nauders

Seite

5

Vinschgau: Fusion mit MeranerLand wird kommen

Seite

5

Vinschgau: SWR trifft LH

Seite

8

Tanas: Waldgrenze und Almwirtschaft

Seite

9

Vinschgau: Straße der Romanik landesweit?

Seite 10

Leserbriefe und Stellungnahmen

Seite 12

Menschen: Walter Schöpf - Reschen

Seite 16

Schlanders/Vinschgau: Der Autonomie-Konvent

Seite 18

Kultur: Frühstück in Weiß

Seite 34

Sonderthema: Heiraten - Modewerk

ab Seite 36

Nationalpark: Kompetenzen beim Land Südtirol

ab Seite 42

Vinschgerwind Impressum info@vinschgerwind.it | redaktion@vinschgerwind.it grafik@vinschgerwind.it | sport@vinschgerwind.it

Dantestraße 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451 Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: Edwina Oberthaler: 0473 732 196 Richard Spechtenhauser: 0473 732 196 Gerti Alber: 0473 732 196 Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp), Sarah Mitterer (sam) Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Brigitte Maria Pircher (bmp), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Andreas Waldner (aw), Sylvia Ilmer Wieser (sil), Barbara Wopfner (bw), Heinrich Zoderer (hzg) Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57

Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; außerhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 165 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbe-

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botschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen Eingetragen im ROC: Nr. 12485

von Chefredakteur Erwin Bernhart

Gewaltige Vorhaben In Mals wurde am Montag eine „BürgerGenossenschaft“ gegründet. Diese „Bürgergenossenschaft Obervinschgau“ könnte von Langtaufers bis nach Laas reichen. Eine nachhaltige Entwicklung des Obervinschgaus sei das Ziel - zur Stärkung der regionalen Kreisläufe und der lokalen Wertschöpfung. Es ist dies die erste Bürgergenossenschaft in Südtirol, einen rechtlich abgesicherten Rahmen, eine Definition dafür gibt es noch nicht. Den Schritt in ökologische und soziale Projekte wolle man damit gehen, hieß es im Gasthof Greif in Mals. Man wolle nicht Konkurrenz zu bestehende Betriebe sein, sondern die Unternehmer stärken - in der Frage etwa, wie man die Landwirtschaft mit der Gastronomie zusammenbringen könne. Eine ökologische Landwirtschaft möchte man mit ökonomischen Vorteilen verknüpfen. Ein Netzwerkpartner möchte man sein, sich in wirtschaftlichen Bereichen engagieren. Im Statut sind viele unternehmerische Bereiche genannt: Ein Engagement in der Landwirtschaft, im Handwerk, im Tourisums, in der Forstwirtschaft, im Bereich von Handel und Dienstleistungen, in den Bereichen Kultur und Soziales, sogar in Forschung und Innovation. Geht es nach den Gründungsmitgliedern muss es also eine Lücke, eine Art Vakuum im Wirtschaftsgeflecht im Obervinschgau geben. Diese Lücke, wie auch immer diese ausschaut und wo auch immer man diese ortet, wolle man füllen. Man kann gespannt sein, wie, in welche Richtung, mit welchen Initiativen sich mit Hilfe der neuen „Bürgergenossenschaft“ der obere Vinschgau entwickeln wird. Die Handlungsbereiche, die sich die „BürgerGenossenschaft“ vorgenommen hat, sind jedenfalls gewaltig. Und an sich nicht neu.

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4 /politik/

Vinschgerwind 5-16

Für guten Zweck

Prad/Martell/Trafoi/Ulten

Abkommen mit dem Land

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it der Übernahme der Verwaltungsbefugnisse für den Südtiroler Teil des Nationalparks Stilfserjoch sind eine Reihe von praktischen Schritten nötig, um den laufenden Betrieb reibungslos fortzusetzen. Am 26. Februar wurde mit den Gemeinden das Abkommen zu den Nationalparkhäusern unterzeichnet. In der Vereinbarung geht es um die Führung, Instandhaltung und Betreuung der Nationalparkhäuser „culturamartell“ in Martell, „Lahnersäge“ in St. Gertraud in Ulten, „aquaprad“ in Prad am Stilfserjoch und „naturatrafoi“ in Trafoi (Gemeinde Stilfs), die im Eigentum der jeweiligen Gemeinden sind. Im Abkommen ist geregelt, dass die Gemeinden die Nationalparkhäuser zur Verfügung stellen, im Gegenzug haben Gemeinden und Tourismusvereine die Möglichkeit, um einen Beitrag für die Personal- und Betriebskosten der Nationalparkhäuser beim Land anzusuchen.

Abkommen unterzeichnet (v.l.): Bgm. Karl Bernhart (Prad), Bürgermeisterin Beatrix Mairhofer (Ulten) und Bgm. Georg Altstätter (Martell) mit Landesrat Richard Theiner und Abteilungsdirektor Aschbacher.

Wind - online

Umfrage auf www.vinschgerwind.it

75,8 %

Ein neuer Grenzzaun ist wegen der Flüchtlinge auch am Reschen möglich. Ist ein solcher notwendig? Neue Umfrage: Für jeden Hof eine Zufahrtsstraße, hat es einmal geheißen. Soll nun jeder Hof an die Kanalisation angeschlossen werden?

NEIN

24,2 % JA

Ein Irrsinn

Naturns - Hans Pöll, der ehemalige Gemeindearzt von Naturns und nunmehriger Gemeinderat, ist erzürnt. Pöll hat gegen den Haushaltsvoranschlag der Gemeinde gestimmt, wegen eines Punktes: Anscheinend will die Gemeinde alle Bauernhöfe am Naturnser Sonnenberg an die Kanalisation anschließen.

Hans Pöll sagt, es sei ein Irrsinn die Sonnenberger Höfe mit einer Kanalisation erschließen zu wollen.

von Erwin Bernhart

M

it einigen Strichen auf einer Wanderkarte sei im Gemeinderat die mögliche Kanalisation aller Höfe am Naturnser Sonnenber erklärt worden, sagt Hans Pöll. 180.000 Euro sind dafür im 3-Jahresplan festgehalten. Er habe gegen dieses Ansinnen und deshalb gegen den Haushaltsvoranschlag gestimmt und Pöll verlangt, dass dieses Unterfangen nochmals ausführlich im Gemeinderat diskutiert werden soll. Es sei ein regelrechter Irrsinn, eine Abwassersammlung der Höfe zu machen, zumal er als Amtsarzt für die biologische Dreikammer-Kläranlagen für gewerbetreibende Höfe damals die Gutachten abgegeben habe. Diese funktionieren heute noch gut. Dass gegenüber dem bisherigen Abtransport eine Kanalisation kostengünstiger sei, wie es BM Heidegger behaupte, sei eine „haltlose Behauptung“,

ließ Pöll dem BM handschriftlich wissen. Und dass die Bauern am Sonnenberg dann Abwassergebühren bezahlen werden müssen, ist doch ein Unsinn, wenn es anders auch gehe. Zudem würden Abwasserleitungen in teilweise geologisch höchst unstabilem Gelände, in Rutschzonen, gebaut werden müssen. Pöll kennt den Sonnenberg wie seine Westentasche, durch Wanderungen, durch das Hüten seiner Ziegen dort oben. Pöll fragt sich, was denn dahinterstecke und er äußert einen Verdacht: Soll mit der Verlegung der Kanalisation die geplante Sanierung der Beregnung am „Patleider Egg“ quersubventioniert werden? Wenn man den Gedanken weiterentwickle, sagt Pöll, was ist dann mit der Naturnser Alm? Wo kommen wir da im ganzen Land hin? Pöll verweist auch auf das Gutachten der ratsinternen Haushaltskommission, bestehend aus Zeno Christanell, Evi Prader und Natascha Santer:

Diese haben zum von Pöll beanstandeten Punkt angemerkt: „Bei der Verlegung der Abwasserleitung beim Patleider Egg sollte zuerst eine Projektpräsentation im Gemeinderat erfolgen. Da diese Maßnahmen die weitere Abwassererschließung am Sonnenberg präjudiziert, deren Kosten nicht im Mehrjahreshaushalt vorgesehen sind, sollte der Gemeinderat zuerst eine Grundsatzentscheidung treffen. Entsprechend wird angeregt, die finanziellen Mittel vorläufig als Rücklage einzubauen.“ Warum diese Eile und dieses Drüberfahren über die Naturnser Sonnenberger? Entweder er stelle für jeden Hof eine eigene Verordnung aus, wie jder einzelne seine Abwässer zu klären habe, oder man denke daran, eine Kanalisation zu machen und nutze dabei Synergien für Beregnung und Löschwasser, sagt BM Andreas Heidegger. Aufklären lassen will Heidegger bei der nächsten Ratssitzung.

Foto: Erwin Bernhart

Seit 16 Jahren setzen sich hunderte SVP-Frauen mit der Primelaktion am 8. März, dem internationalen Weltfrauentag, ehrenamtlich für die Krebsforschung ein. So auch heuer.

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Vinschgerwind 5-16

/politik/ 5

Nauders

Pinggeras Niederlage

Lehrstück

Die zwei Baukörper im Schlanderser Schlossgarten wurden zum Zankapfel im Gemeinderat

D

as Projekt von den Architekten Stephan Marx und Elke Ladurner zur Verbauung des Schlossgartens in Schlanders ist in eine weitere Schleife geschickt worden. Der Auftraggeber Peter Paul Pohl, der Wohnungen auf dem Areal der ehemaligen Pension Schlossgarten bauen und verkaufen möchte, wird sich noch etwas gedulden müssen. Einen ersten Projektvorschlag hat die Baukommission beanstandet und die Architekten

haben ihren Vorschlag um einen Meter abgesenkt. Damit ist man in den Gemeinderat gegangen und BM Dieter Pinggera hat Projekt und Durchführungsplan hochgelobt - vergeblich. Denn 4 Gemeinderäte haben sich bei der Abstimmung enthalten, vier waren dagegen. Pinggera hatte damit keine Mehrheit im Rat, 8 Dafürstimmen reichten nicht. Auffallend: Bei den Enthaltungen finden sich drei Bauernvertreter und Erhard Alber von der Süd-Tiroler Freiheit und

bei den Gegenstimmen ist mit Dunja Tassiello und Serafino Bonino vom Partito Democratico mit Josef Rettenbacher und Peter Raffeiner von der Süd-Tiroler Freiheit eine interessante Allianz vereint. Dass mit den Enthaltungen und mit den Gegenstimmen auch jene 20 Anrainer, die schriftliche Bedenken vor allem wegen der Höhe und der Kubatur anbrachten, Gehör gefunden haben, spricht für ein allmähliches Umdenken im Schlanderser Gemeinderat. BM Dieter Pinggera, seit den Gemeinderatswahlen 2015 piú o meno oppositionslos, hat in einer ersten Reaktion die „Abtrünnigen“ regelrecht beleidigt nach dem Motto, wer nicht für mich ist, weiß nicht was er tut: Die Leute hätten nicht gewusst, worüber sie abstimmten, so Pinggera. Jedenfalls ist das Projekt inzwischen um einen halben Meter kleiner und ein zweites Mal von der Baukommission positiv begutachtet worden. Und es kommt demnächst wieder in den Gemeinderat. (eb)

U

nsere Nachbarn in Nordtirol haben bei den Gemeinderatswahlen am vergangenen Sonntag ein Lehrstück in Sachen Wahlbeteiligung hingelegt: In Nauders etwa sind knapp 85 % zur Wahl gegangen (2010 waren es knapp 93%). Der

Foto: meinbezirk.at

Rendering: Architekten Marx&Ladurner

Schlanders

neue BM in Nauders ist Helmut Spöttl (links) von der „Liste Nauders“. Der bisherige VizeBM und gleichzeitig Amtsleiter hat mit 63,3% die Wahl klar von seinem Herausforderer Elmar Monz („Gemeinschaftsliste Nauders“ - rechts) gewonnen. Die „Liste Nauders“ hat 6 Ratssitze, die Liste „Wir für Nauders“ 3 und die „Gemeinschaftsliste Nauders“ 4 mandate errungen. 2010 sind sogar 5 verschiedene Listen angetreten, heuer waren es nur noch drei. (eb)

Langtaufers/Graun

Vinschgau/Südtirol

Weißkugelhütte wechselt Standort

Zusammenschmelzen

M

L

wunderbare Bergkulisse, der Bergsteiger und Tourengeher hingegen stellt fest, dass er sich auf der falschen Talseite befindet“ bestätigte der AVS-Sktionsleiter Kassian Winkler. Hans Peter Stecher als Sprecher der Fraktion Langtaufers ließ wissen, dass diese bereit sei, die alte Hütte mit den nötigen Baugründen der neuen Struktur zu tauschen. Die schützenswerte und traditionsreiche Weißkugelhütte wolle die Fraktion sanieren und als Schäferhütte erhalten. (aw)

Foto: Andreas Waldner

it nur einer Stimmenthaltung hat der Grauner Gemeinderat am Montag (29.02.) den Standort der neuen Weißkugelhütte festgelegt. Dieser liegt auf der orographisch linken Talseite beim sogenannten „Gampl“. Vor der Behandlung des Tagesordnungspunktes legte Bergführer Josef Plangger die Gründe dar, die für den Standortwechsel sprechen und zeigte aussagekräftige Bilder von einst und jetzt. „Vom heutigen Standort sieht der Wanderer eine

Abstimmung im Grauner Gemeinderat: Das Oberland ist sich einig, dass die Weißkugelhütte auf die orografisch linke Seite wechseln soll

ange wird es das noch junge „Vinschgau Marketing“ in derheutigen Form nicht mehr geben: Das Konzept für die Reorganisation der Tourismusorganisation ist am 23. Februar 2016 von der Arbeitsgruppe Tourismus verabschiedet worden. Dem neuen Organisationsmodell zufolge sollen die sogenannten „Regionalen Management Einheiten“ (RME), die als Schnittstelle zur IDM dienen, die Tourismusverbände ablösen. Die drei RME-Teams werden bei IDM angestellt, aber regional auf jeweils zwei Büros verteilt sein, um im regen Austausch mit den örtlichen Tourismusvereinen zu stehen. „Der Vorteil dieses Modells liegt darin, dass die Governance von unten nach oben aufgebaut ist, was die Rolle der Tourismusver-

eine zweifelsohne stärken wird“, unterstreicht L a n d e s h au p t mann und Tourismuslandesrat Arno Kompatscher. „Außerdem werden die regionalen Einheiten dafür sorgen, dass starke Marken weiter potenziert und enger mit der Dachmarke verknüpft werden können.“ 2016 und 2017 dienen als Übergangsjahre – operativ wird die neue Tourismusstruktur laut Arbeitsgruppe am 1. Jänner 2018 sein. Klar ist mittlerweile die Aufteilung der „Regionalen Management Einheit“ für den Westen Südtirols: Vinschgau Marketing und die Meraner Marketinggesellschaft werden fusionieren bzw. zusammengeschmolzen werden müssen.

Foto: Erwin Bernhart

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6 /Titel/

Vinschgerwind 5-16

03.03.16

Individualisierung und Öffnung

Fotos: Heinrich Zoderer

Im April 1966, also vor 50 Jahren, wurde die Lebenshilfe Südtirol gegründet. 1968 kam es zur Gründung der Lebenshilfe Vinschgau. Seit dem 17. März 1986, also seit 30 Jahren, gibt es die Werkstätten und seit 1988 auch das Wohnheim der Lebenshilfe in Schlanders. Ging es am Anfang um den Bau von Einrichtungen und die Sensibilisierung der Bevölkerung, so geht es heute um Öffnung, Arbeitseingliederung und Individualisierung.

von Heinrich Zoderer

V

ieles hat sich geändert in den letzten 50 Jahren, sehr vieles hat sich verbessert. Nach den Vorbildern von Deutschland und Österreich wurde in Südtirol vor 50 Jahren die Lebenshilfe gegründet. Ein privater Verein von vielen Idealisten setzte sich für die Behinderten ein. Die Situation war sehr desolat, man versuchte zu beraten und zu helfen. „Still, aber fruchtbringend im Dienste an unsere Mitmenschen“, wie es in einer Sondernummer über die Lebenshilfe Vinschgau aus dem Jahre 1988 heißt. Anfangs sorgte man sich um Zivilinvalidenrenten, um Begleitzulagen, um die Spesendeckung für Spezialbehandlungen und man wollte eigene Strukturen für die Behindertenarbeit schaffen, um allen Behinderten ein menschenwürdiges Dasein zu ermöglichen, wie Frieda Oberegelsbacher in der Sondernummer schreibt. Ganz konkret wurde daran gearbeitet, eine „Beschützende Werkstätte für Behinderte“ und ein Heim für die Behinderten in Schlanders zu bauen. Das erste eingereichte Projekt wurde vom Land zurückgewiesen, da zu wenig Baugrund

vorhanden war. Doch am 7. Juli 1984 fand die Grundsteinlegung statt und am 17. März 1986 konnte die Werkstätte mit elf Behinderten und drei Betreuern eröffnet werden. Im Herbst 1988 wurde auch das Heim mit einem Speisesaal, einer Küche, mit Therapie- und Mehrzweckräumen sowie Büros eröffnet. 16% der Baukosten, insgesamt 400 Millionen Lire, wurden durch Spenden und eine große Bausteinaktion aufgebracht. Das war beachtlich. Bis heute ist diese Einrichtung in Schlanders, die seit einigen Jahren „Haus Slaranusa“ heißt, die größte und wichtigste Einrichtung der Lebenshilfe. Es ist auch bis heute die einzige Behindertenwerkstätte im Lande, die von einem privaten Verein geführt wird. Wie die Präsidentin der Lebenshilfe Vinschgau, Johanna Stecher, mitteilte, war man in der Anfangsphase darum bemüht, geeignete Einrichtungen zu schaffen, das Personal zu schulen und die Behinderten, wie sie genannt wurden, gut zu betreuen und zu versorgen. In den Werkstätten wurden verschiedene Arbeitsgruppen eingerichtet: eine Webergruppe, eine Tischlergruppe, eine Nähgruppe, eine Flechtergruppe und eine Töpfergruppe. Eine Wachsgießergruppe und eine Krea-

tivgruppe kamen etwas später noch hinzu. Diese Arbeitsgruppen, ausgenommen die Töpferei, gibt es auch heute noch. Unter dem Motto „satt, sauber, trocken“ wurden jene Menschen, die im Heim untergebracht waren, behandelt. Die Behinderten wurden lange als Objekte des Mitleids gesehen, unfähig zu Eigenständigkeit und Eigenverantwortung. Und natürlich fragte man nicht nach eigenen Wünschen und Bedürfnissen. Feste, Urlaube wurden organisiert und alle machten mit bzw. mussten mitmachen. Früher standen die Einrichtungen im Mittelpunkt, heute die einzelnen Menschen mit ihren Beeinträchtigungen, ihren Fähigkeiten und ihren individuellen Bedürfnissen. In den letzten Jahrzehnten kam es zu einem Umdenken in der Gesellschaft. Nicht nur die Behindertenarbeit, sondern die ganze Sozialarbeit hat sich geändert. Heute spricht man von Menschen mit Beeinträchtigung, einige reden sogar von Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Die Eigenständigkeit soll so lange wie möglich bewahrt und gefördert werden, es geht um


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selbständiges Wohnen, Arbeitseingliederung, um Öffnung und Teilhabe, um Integration und Inklusion, nicht um Absonderung und Versorgung. Im Haus Slaranusa hat dieser Umdenkprozess vor allem nach dem Evaluationsprozess 2007 mit dem Nordtiroler Felix Finster und dem Vinschger Sascha Plangger stattgefunden. Wie Georg Horrer, der Leiter des Hauses Slaranusa, in einem ausführlichen Gespräch berichtete, wurde nicht nur das Wohnheim vor fast 10 Jahren baulich und konzeptuell umstrukturiert, sondern auch ein Arbeitsverbund aufgebaut, der heute nicht nur kreative Arbeiten in den verschiedenen Werkstätten macht, sondern eine ganze Reihe von Montagearbeiten, Etikettierungsarbeiten und Serienarbeiten von verschiedener Betriebe im Vinschgau übernimmt. Grundsätzlich ist man bemüht alle Menschen mit Beeinträchtigung, unabhängig von der Schwere ihrer Behinderung, in den Arbeitsprozess

von insgesamt 16 Betreuern rund um die Uhr und auch über das Wochenende unterstützt, soweit Unterstützung notwendig ist. Viele Betreuer arbeiten in Teilzeit. Von 8:30 bis 15:30 Uhr arbeiten alle in den verschiedenen Werkstätten. Mehrere Menschen mit Beeinträchtigung wohnen zu Hause und kommen jeden Tag ins Haus Slaranusa zum Arbeiten. Beim Gang durch die Werkstätten mit Manfred Ratschiller, dem Leiter des Arbeitsverbundes, glaubt man, dass man sich in den Räumen der Firma Hoppe befindet. Viele Arbeitsgruppen machen Montagearbeiten für Hoppe. Eine eigene „Hoppegruppe“ arbeitet zusammen mit dem Betreuer Herbert Telser direkt bei der Firma Hoppe in Schluderns. Diese „Hoppearbeiter“ sind in den Betrieb gut integriert und beteiligen sich mit viel Freude auch bei den Betriebsfeiern. Aber auch für die Firma Pedross, die Firma Recla, die Firma Fuchs und andere Betriebe werden gelegentlich Seit November2015 gibt es in der Göflanerstraße in Schlanders den „Slaranusa Dorfladen“. Am Vormittag arbeitet dort eine Gruppe. Interessierte sind gerne willkommen, können sich die Produkte anschauen oder auch kaufen. Mehrere Arbeitsgruppen übernehmen Montagearbeiten der Firma Hoppe und anderer Betriebe aus dem Vinschgau. Das Leitungsteam des Hauses „Slaranusa“: v.l. Georg Horrer, Emma Pinzger, Wilfried Kaserer und Manfred Ratschiller

einzubinden. Nach dem Vorbild des Vorarlberger Modells „Spagat“ soll in Zukunft auch für Menschen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf begleitete Arbeitsintegration in privaten und öffentlichen Betrieben angestrebt werden. Zurzeit fehlen in Südtirol leider noch die politischen und finanziellen Rahmenbedingungen! Das Wohnheim in der ursprünglichen „Internatsform“ wurde ebenfalls aufgelöst. Heute gibt es keine Mehrbettzimmer mehr, sondern kleine Wohngemeinschaften mit individuellen Einzelzimmern, wo Menschen, die nicht zu Hause oder nicht selbständig wohnen können, in einer familienähnlichen Gemeinschaft leben. 16 Betreute leben in 4 Wohngemeinschaften im Haus Slaranusa und 4 Personen relativ selbständig in einer WG im Dorfzentrum. Emma Pinzger, die bisherige Leiterin der Wohngemeinschaften und Wilfried Kaserer, der neue Leiter der Wohngemeinschaften, betonen, dass jede Wohngemeinschaft eine eigene Küche und einen Gemeinschaftsraum haben und jede Person hat ein eigenes Zimmer. Die Wohngemeinschaft kauft selber ein und kocht am Abend für sich selbst. Zu Mittag essen alle im Speisesaal. Die 20 Betreuten werden

Klebearbeiten, Verpackungsarbeiten und Montagearbeiten übernommen. Die „Gemeinde-Gruppe“ säubert und pflegt zusammen mit einem Betreuer die verschiedenen Parkanlagen und Spielplätze in Schlanders. Seit November 2015 gibt es in der Göflanerstraße in Schlanders, ganz in der Nähe des Gemeindehauses und der Sparkasse den Dorfladen „Slaranusa“. Als Zeichen der Öffnung und der stärkeren Integration in das Dorfleben, werden dort die verschiedenen Produkte der Werkstätten verkauft und jede Woche kommt eine andere Arbeitsgruppe zum Arbeiten in den Dorfladen. Wie Georg Horrer meinte, ist man momentan nur am Vormittag im Dorfladen und sucht auf diese Weise den Kontakt mit verschiedenen Menschen, geplant ist den Dorfladen auch am Nachmittag zu öffnen. Mit 43 Betreuten und rund 40 Mitarbeitern, viele davon in Teilzeit, ist die Lebenshilfe Vinschgau einer der größten Privatbetriebe im Tal. Die Gesamtausgaben betragen 1,9 Millionen Euro. Rund 10% muss selbst erwirtschaftet werden. Es gibt mehrere Freiwillige, die beim Weihnachtsmarkt und bei Feiern mithelfen, die Spendenfreudigkeit hat aber generell stark abgenommen, meinte Horrer.

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/Titel/ 7

Von der Bezirksgemeinschaft erhält die Lebenshilfe Tagessätze für die Betreuten: das sind 55, 80 bzw. 156 Euro pro Tag, je nach Dienstleistung. Die verschiedenen Firmen bezahlen für die ausgeführten Arbeiten und die Betreuten erhalten ein bescheidenes Taschengeld von 40 bis 140 Euro im Monat. Der Druck zu sparen ist auch in der Lebenshilfe spürbar und 2012 musste die gesamte Dienstleistung der Lebenshilfe in Schlanders durch die Bezirksgemeinschaft Vinschgau europaweit ausgeschrieben werden. Damals gab es neben der Lebenshilfe Vinschgau keine weiteren Bewerber, aber wie es in Zukunft aussieht, das weiß niemand. Joahnna Stecher versteht nicht, warum diese Dienste ausgeschrieben werden müssen, sie bezweifelt auch deren Sinnhaftigkeit. Dies ist nur eine der neuen Herausforderungen. Die zunehmende Überalterung der Betreuten, die Ansprüche nach Autonomie, Personalisierung und Individualisierung sind weitere Herausforderungen, denen man sich aber selbstbewusst stellen will, in der Hoffnung, dass viele Menschen sich an diesem Prozess beteiligen und nicht wegschauen, wenn es um die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft geht.

Präsidenten der Lebenshilfe Vinschgau: 1968 - 1975 Alois Gamper 1975 - 1976 Arnold Bernhard 1976 – 1987 Dekan Josef Schönauer 1987 – 1990 Hermann Schönthaler 1990 – 2006 Alois Pichler 2006 – 2013 Dieter Pinggera Seit 2013 Johanna Stecher Gemassmer

Vorstand der Lebenshilfe Vinschgau: Johanna Stecher (Präsidentin) Dieter Pinggera (Vizepräsident) Monika Wunderer (Kassierin) Helmut Haller (Schriftführer) Irene Steiner (Sportkoordinatorin) Beiräte: Sieglinde Gufler, Margareth Kainz, Rosa Maria Nagl, Lukas Graiss

Leitungsteam und Verwaltung: Georg Horrer Leiter des Hauses Slaranusa und Bereichsleiter Arbeit/Wohnen der Lebenshilfe Südtirol Manfred Ratschiller Leiter des Arbeitsverbundes Emma Pinzger bisherige Leiterin der Wohngemeinschaften Wilfried Kaserer Leiter der Wohngemeinschaften


8 /Wirtschaft/

Vinschgerwind 5-16

03.03.16

von Albrecht Plangger

„....trotzdem im Gespräch bleiben“

Rom-Info ins Tal

Der Elternrat des Schulsprengels Latsch mit der Elternratsvorsitzenden Evi Winkler Lanbacher organisiert 2 Vorträge pro Schuljahr. Einer davon: „IN DER ERZIEHUNG GRENZEN SETZEN und trotzdem im Gespräch bleiben- miteinander reden, aber wie?“ findet am Mittwoch, den 16. März 2016 um 20.00 Uhr in der Aula der Grundschule Latsch statt. Vortragender ist Roland Feichter.

Die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften kommt auf die Zielgerade. Ministerpräsident Renzi will das Gesetz machen und stellt die Vertrauensfrage, da mit der 5 Sterne Bewegung „in der Sache“ trotz großer Übereinstimmung, letztendlich auch aus politischen Überlegungen heraus kein Schulterschluß erfolgt ist. Die Vertrauensfrage im Senat ist „höchstes Risiko“. Renzi wird/muß es überstehen. Er will das schaffen, was vor ihm alle vergeblich versucht haben. Der Gesetzesvorschlag ist mittlerweile „flurbereinigt“. Alle sprachlichen Ähnlichkeiten der gleichgeschlechtlichen Partnerschaften mit dem klassischen Ehe (matrimonio) sind gestrichen. Das Recht oder nicht-Recht auf Adoption des leiblichen Kindes des Partners (Stiefkindadoption - Stepchild-Adoption) wird halt nicht das Parlament festlegen, sondern höchst wahrscheinlich das Verfassungsgericht. In der letzten Woche waren auch die Grenzpendler ein Thema im Parlament. Das Besteuerungsabkommen zwischen Italien und der Schweiz aus dem fernen Jahr 1974 ist verfallen und kurz vor Weihnachten durch ein neues Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung ersetzt worden. Dieses neue Abkommen befindet sich jetzt in der Ratifizierungsphase. Ab 2018/2019 sollen die Grenzpendler 70%der Steuern in der Schweiz bezahlen und 30% im Wohnsitzland Italien. Die Grenzpendler bezahlen zur Zeit und bis der neue Vertrag in Kraft ist, ihre Steuern (Quellensteuer) in der Schweiz. Davon werden 38,20 % als sog. „ristorni fiscali“ an Italien weitergegeben. Der Staat verwendet diese Steuer- Gelder als Ausgleichs- und Stützmaßnahme an die generell strukturschwachen Grenzpendler-Gemeinden. Die Grenzpendler beteiligen sich somit direkt am italienischem Steueraufkommen ,aber auch indirekt, in dem sie sehr viel Kaufkraft ins Wohnsitzland zurück bringen . Zur Zeit ist eine Übergangsphase, in der niemand richtig weiß, was Sache ist. Waren die Finanzbestimmung schon bisher alles andere als klar, so wird es in diesen Übergansjahren – bis der neue Vertrag in Kraft tritt – sicherlich nicht besser. Italien will aber alles tun, um die Grenzpendler weiterhin in der Schweiz zu halten, um dort ihr Geld zu verdienen und es dann in Italien auszugeben. Volkswirtschaftlich ist dies gesehen für Italien immer noch ein Vorteil, den es zu verteidigen gibt.

SWR-Bezirk trifft LH Vinschgau - Mobilität, die Realisierung des Breitbandnetzes und der Nationalpark Stilfser Joch waren die Themen, die anlässlich der SWR-Bezirksversammlung mit dem Landeshauptmann und Landesrat für Wirtschaft Arno Kompatscher im Vinschgau erörtert wurden.

v.l. Erhard Joos, lvh-Bezirkspräsident Obervinschgau; Andreas Nagl, lvh-Bezirkspräsident Untervinschgau; Raimund Prugger, SBB-Bezirksobmann; Dietmar Spechtenhauser, hdsBezirkspräsident; Johann Moriggl, SWR-Bezirkspräsident; Landeshauptmann Arno Kompatscher; SWR-Präsident Philipp Moser; Gustav Rechenmacher, UVS-Bezirksvertreter; Johann Lun, VSF-Bezirksvertreter.

„Erreichbarkeit auf allen Ebenen ist ein strategischer Wettbewerbsfaktor für unsere Unternehmen. Es ist wichtig, dass die Landesregierung Maßnahmen trifft, um diese sowohl auf der Straße, als auch auf der Schiene, in der Luft und mittels schnellen Datenverbindungen sicherzustellen“, eröffnete Hans Moriggl, Bezirkspräsident des Südtiroler Wirtschaftsringes die Bezirksversammlung im Josefshaus in Laas. Besonders im Bereich des Schienenverkehrs, betonte Moriggl, seien in den nächsten Jahren wichtige Investitionen zu tätigen. Weiters gelte es auszuloten, ob auf bestimmten Straßenabschnitten Umfahrungen möglich sind. Thematisiert wurden auch die Aufstiegsanlagen im Obervinschgau und welche Vorstellungen die Landesregierung diesbezüglich habe. Die Fertigstellung der sog. Datenautobahnen gelte es konsequent zu verfolgen und vor allem Klarheit zu schaffen, wer für welchen Teil des Ausbaus verantwortlich ist. Der Landeshauptmann berichtete, dass mit der Elektrifizierung der Vinschger-Bahn eine Verdoppelung der Passagierzahlen und die Einführung eines Halbstundentaktes ermöglicht werden. Auch sind verschiedene

Gespräche mit der Kantonsregierung von Graubünden und der zuständigen Bundesrätin in Planung, um die Möglichkeit einer Anbindung von Mals nach Schuls/Scuol auszuloten. In Bezug auf die Aufstiegsanlagen informierte der Landeshauptmann, dass bei Skigebieten, die bereits im Fachplan für Aufstiegsanlagen und Skipisten vorgesehen sind, bei Neubau, Verschiebung bzw. Umbau eines Liftes sofort das Projekt vorgelegt und dem Prüfungsverfahren unterzogen werden kann. Bei Projekten außerhalb des Fachplans und bei neuen Anbindung bzw. Verbindung müsse auf der Grundlage einer Machbarkeitsstudie ein umfassendes Bewertungs- und Prüfverfahren durchgeführt werden. Vor allem aber müsse das Projekt von den lokalen Verwaltern mitgetragen werden. Bei der Realisierung des Breitbandnetzes bestätigte der Landeshauptmann, dass noch großer Handlungsbedarf bestehe. Damit die Netze wirtschaftlich effizient arbeiten wird es nun ein gemeinsames, vom Land koordiniertes Vorgehen beim Bau und beim Betrieb des Netzes geben. Als ambitioniertes Ziel nannte der Landeshauptmann die Realisierung der letzten Meile innerhalb 2020.


03.03.16

SNOWPARK

Tanas/Laas

Waldgrenze und Almwirtschaft ann kam der Wald zu uns? Mit dieser Frage begann Hanspeter Staffler, der Vorsitzende der Stiftung Landschaft in Südtirol, seinen Vortrag vor rund 40 Personen in der Grundschule von Tanas. Nach Ende der letzten Eiszeit vor 11.000 Jahren kam mit dem Rückzug der Gletscher auch der Wald. Die geschlossene Waldgrenze, die heute bei rund 2.300 m liegt, war damals rund 100 bis 200 m höher. Die Baumgrenze, d.h. einzelne Bäume, gab es sogar bis 2.600m Meereshöhe. Durch zahlreiche Baumfunde in Bergseen und Hochmooren kann das belegt werden. Da auch zahlreiche Feuerstellen in diesen Höhen gefunden wurden, geht man heute davon aus, dass Hirten mit Schafen und Ziegen besonders in den Sommermonaten an der Waldgrenze gelebt haben. Sie nutzten die darüber liegenden alpinen Naturweiden. Staffler teilte die Entwicklung der Waldgrenzregion nach der Eiszeit in drei Hauptphasen ein: die Waldphase von 10.000 bis ca. 5.400 vor heute, die Kultivierungsphase von ca. 5.000 vor heute bis Christi Geburt und die Nutzungsphase von Christi Geburt bis heute. Typisch für die Waldphase ist ein geschlossener Zirbelwaldbestand bis auf 2.450 Höhenmeter, im Vinschgau an manchen Stellen bis 2.500m. Aus dieser Phase

ist die Funddichte am höchsten. Vor rund 5.000 Jahren, der Zeit von Ötzi, kam es zu einem deutlichen Waldrückgang, besonders durch menschliche Einflüsse. Durch die Weidewirtschaft kam kein Jungwald auf, der Wald brach durch Überalterung zusammen und so ging die Waldgrenze nach unten. Von den letzten 2.000 Jahren gibt es fast keine Fundstücke und auch keine Feuerstellen über 2.300 m. In tiefer gelegenen Standorten wurden neue Unterkünfte errichtet. In dieser Zeit kam es zu einer Wende von der fleischorientierten Weide- zur milchorientierten Almwirtschaft. Wie Klaus Bliem, der Referatsleiter für Natur und Umwelt im AVS mitteilte, diente dieser Vortrag als Auftaktveranstaltung für den 1. Almpflegetag, der am Samstag, 11. Juni auf der Dörferalm in Tanaser in Zusammenarbeit mit dem Forstinspektorat Schlanders abgehalten wird. Trockenmauern werden an dem Tag repariert, Kranewitten und Alpenrosen werden ausgehackt, um die Weidefläche zu verbessern. Damit soll auch der nicht bäuerlichen Bevölkerung der Wert der Almen vermittelt werden. Wie Julius Schönthaler, der Präsident der Fraktion Tanas mitteilte, werden auf der Dörferalm rund 200 Stück Galtvieh und 15 Pferde gehalten. (hzg)

/Wirtschaft/ 9

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Foto: QPar ks/Roland Haschka

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Vinschgerwind 5-16

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Als Auftaktveranstaltung zum 1. Almpflegetag am 11. Juni hielt Hanspeter Staffler einen Vortrag über die Veränderungen der Waldgrenze und der Almwirtschaft im Alpenraum. Eingeladen haben das Referat für Natur und Umwelt im AVS, der Alpenverein und Bildungsausschuss von Laas, sowie die Fraktion und der Bauernbund von Tanas; v.l.: Klaus Bliem, Hanspeter Staffler und Julius Schönthaler

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10 /Wirtschaft/

Vinschgerwind 5-16

03.03.16

Naturns/Vinschgau/Burggrafenamt

Straße der Romanik landesweit? ei der Vollversammlung der Partnerstätten des Projektes „Alpine Straße der Romanik“ in Naturns am 24. Februar 2016 wurde darüber diskutiert, das Projekt südtirolweit ausdehen zu wollen. Der Wunsch nach geografischer Ausdehnung wurde vom IDM-Präsidenten Thomas Aichner von außen übermittelt und damit begründet, dass sich so eine „Straße der Romanik“ als Südtirol-Projekt von der Südtiroler Marketinggesellschaft leichter vermarkten ließe. Eine Projektgruppe, bestehend aus Elisabeth Weissenhorn von Vinschgau Marketing, Katharina Flöss von der Marketinggesellschaft Meran, Ulf Zimmermann von der Biosfera Val Müstair, dem Direktor von Schloss Tirol Leo Andergassen, der bisherigen Projektkoordinatorin Maria Kreidl und Lea Stecher von der Ferienregion Obervinschgau (bisheriger Projektträger), soll Ideen und Unterlagen für ein Interreg-Ansuchen zusammentragen.

Foto: Erwin Bernhart

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v.l.: Lea Stecher von der Ferienregion Obervinschgau und Maria Kreidl, die Ende 2016 die Projekt-Koordination abgeben will Gegen eine thematische Ausdehnung in Richtung Gotik bzw. Wandmalereien in Südtirol - den Vorschlag hat Leo Andergassen über seine Stellvertreterin Paula Mair übermitteln lassen - haben sich die anwesenden Vertreter der Partnerstätten, allen voran die Tauferer BMin Roselinde Gunsch Koch, ausgesprochen. Die Projektkoordinatorin Maria Kreidl hat vor der Diskussion rückblickend auf 2015 unter anderem die Weiterbildungen mit dem Archäologen Martin Mit-

termair im Kloster Marienberg (April 2015), die Erläuterungen des Kunsthistorikers Florian Hofer über die Darstellungen der hl. Drei Könige erwähnt. Der Tag der Romanik bei der Romanikwoche im Oktober 2015 habe mit insgesamt 1422 Besuchern in den 20 Partnerstätten einen neuen Besucherrekord (2014 waren es 1284) zu verzeichnen. Graubünden sei seit 2014 nicht mehr beim Projekt dabei, weil sich dort kein Projektträger mehr gefunden habe. Aber man

sei im Gespräch und bei einer Fortführung des Projektes wolle Graubünden wieder dabei sein. Kreidl blickte auch auf den Projektstart 2002 zurück. Die Vorarbeiten für ein erstes Interreg III-A-Projekt wurden von Helmuth Pinggera und Silvia Renhart geleistet, 2006 wurde es erstmals öffentlich vorgestellt. Ein zweites Interreg-Projekt lief von 2010 bis 2013. Von 2014 bis 2016 werden Basisleistungen - eine gemeinsame Karte, die Pflege der Homepage, die Veranstaltung der Romanikwoche, Einladungen usw. - erbracht. Dies gelingt mit einem vereinbarten finanziellen Beitrag der Partnerstätten. „Es braucht neue Impulse“, sagt Maria Kreidl. Nachdem der Impuls mit dem Projekt-Start und mit einer 10-jährigen Betreuung vom Vinschgau ausgegangen ist, kommen mit einer möglichen geografischen Ausdehnung mit Sicherheit neue Impulse - und das Projekt wird aus der Hand gegeben. (eb)

Pedross/Graun

Jahresversammlung der Oberländer Handwerker

Foto: Andreas Waldner

v.l.: Orts- und Bezirksobmann Erhard Joos, Gemeindereferent Josef Thöni, Bürgermeister Heinrich Noggler, Ansprechpartnerin für öffentliche Arbeiten im Bereich Bau/Installation Desiree Schmid, Finazberater Erwin Baldauf, lvh-Vizepräsident Giorgio Bergamo

E

rhard Joos, Orts und Bezirksobmann des lvh, konnte am Mittwoch (17.02) im Vereinshaus Pedross in Langtaufers 29 Vertreter von insgesamt 46 Mitgliedsbetrieben zur Jahreshauptversammlung begrüßen. Mit seiner ihm eigenen Gelassenheit berichtete er über das Jahr 2015 und hielt Ausblick über 2016. Im Rahmen der Versammlung referierte lvh-Mitarbeiterin Desiree Schmidt über das neue

Landesvergabegesetz und die Vorschläge des lvh, welche Großteils in das Gesetz aufgenommen wurden. „Im Bausektor ist der EU-Schwellenwert von einer Million auf zwei Millionen erhöht worden. Aufträge können nun auf rechtlich gesicherter Basis in Lose und Gewerke aufgeteilt werden, Vorzugspunkte erhalten Ausbildungsbetriebe. Zukünftig werden auch Umwelt-und Nahversorgungsaspekte berück-

sichtigt und Kautionsleistungen für die Teilnahme an Ausschreibungen sind bis zu einem Wert von zwei Millionen Euro nicht mehr zu hinterlegen“, fasste Schmidt die Neuerungen zusammen. Welche Neuheiten es im steuerlichen und rechtlichen Bereich in Zukunft zu berücksichtigen gilt, darüber referierte Giorgio Bergamo, lvh-Vizepräsident. „Mit dem Ortsobmann

bin ich volle zufrieden, für den gesamten Einsatz den er bringt, beim Ort, im Bezirk und auf Landesebene „ würdigte Bergamo den Orts- und Bezirksobmann Joos. Finanzberater Erwin Baldauf von der Raika Obervinschgau hingegen hielt einen kürzeren Vortrag über Finanzierungsmodelle für die Handwerksbetriebe. Dass die Gemeinde auf ihre Handwerker setzt und sie auch tatkräftig unterstützt, bezeugte die Anwesenheit von Bürgermeister Heinrich Noggler und jene vom Gemeindeausschussmitglied Josef Thöni. Abgerundet wurde die Versammlung laut Programm mit einer Marende. Es war aber ein erlesenes, bodenständiges Nachtmahl, zubereitet und serviert vom Team des Gasthauses „Gletscherblick“ in Kappl. (aw)


Bildungsausschuss Schluderns

Zum Tag der Frau Buchvorstellung: „Frieda und James Bond“ mit Reinhilde Feichter

Dienstag, 08.03.2016

20.00 Uhr Bibliothek Schluderns Musikalische Umrahmung: Michi & Hannes Zum Buch: Die dreizehnjährige Emeli lebt i Südtirol der späten 1960er Jahre und ist umgeben von Normenzwang und Scheinheiligkeit. Eine Erzählung mit Witz und Selbstironie für alle, die über allzu Menschliches und über sich selbst lachen können. Veranstalter: Bibliothek und Bildungsausschuss Schluderns. In Kooperation mit der Gen. für Weiterbildung und Regionalentwicklung m. b. H. Bildungsausschuss Laas

Buchvorstellung des neuen Bilderbuchs „Kari im Himmel“

Das Buch behandelt auf einfühlsame Weise das Thema Tod Interessierte Kinder und Eltern sind herzlich eingeladen am Mittwoch 09.03.2016 um 17.00 Uhr in der Bibliothek Laas Zweigstelle Laas und Kortsch

Bezirksservice Vinschgau/Ludwig Fabi

Kastelbell/ Tschars

TarscH

LatscH

Martell

Goldrain

/Bildungszug/ 11 Schlanders

Kortsch

Laas

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Stilfs

Prad

Schluderns

Glurns

Mals

Bildungsausschüsse Vinschgau

Graun

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Bildungsausschuss Prad

Prader Gesundheitstage Informations- und Kulturveranstaltungen

Donnerstag, 03. März 2016 – Donnerstag, 21. April 2016

Massagen für den Hausgebrauch

Datum: Donnerstag, 03.03.2016 Zeit: 16.00 Uhr Ort: Sprengelstützpunkt Prad Referentin: Monika Engl Veranstalter: KVW Vortrag

„Du bist der Chef für deine Gesundheit“

Datum: Freitag, 11.03.2016 Zeit: 19.30 Uhr Ort: Gemeindesaal Prad Referent: Dr. Wunibald Wallnöfer Veranstalter: KVW

Konzert zum „Tag der Frau“

Datum: Sonntag, 13.03.2016 Zeit: 19.00 Uhr Ort: Musiksaal Grundschule Prad Gesang/Klavier: Christina Angerer, Annegret Rück Texte: Anita Prugger Veranstalter: Bildungsausschuss (BA) Anschließend findet ein kleiner Umtrunk statt.

Vortrag

„Alte Hausmittel neu entdeckt“

Datum: Dienstag, 15.03.2016 Zeit: 19.30 Uhr Ort: Vereinssaal Lichtenberg Referentin: Hildegard Kreiter Veranstalter: Bäuerinnen Lichtenberg Buchvorstellung

„Kari im Himmel“ von Heidi Kaufmann

Datum: Donnerstag, 17.03.2016 Zeit: 20.00 Uhr Ort: Bibliothek Prad Veranstalter: KFS, BA, Bibliothek Infoabend

„Organspende kann Leben retten“ Datum: Freitag, 18.03.2016 Zeit: 19.30 Uhr Ort: Raikasaal, aquaprad Referent: verschiedene Veranstalter: AIDO, nierene, Gemeinde, BA

Bahnhof Spondinig 1 39026 Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 Fax +39 0473 618116 bezirksservice.vinschgau@gwr.it www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf


12 /Leserbriefe/ Tag der Frau 2016 „VOLLER HOFFNUNG“ Vor 100 Jahren gingen die Migrationsströme anders. Europa, heute scheinbares Paradies, war Auswanderergebiet. Ziel von Millionen Europäern war Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Auf Ellis Island vor New York wurden die Millionen Einwanderungswilligen registriert. Augustus F. Sherman, Hobbyfotograf und Beamter der US-amerikanischen Einwanderungsbehörde, fotografierte viele von ihnen zwischen 1906 und 1920. Er hatte die Gabe, viele der Porträtierten davon zu überzeugen, ihre im Gepäck mitgebrachten heimatlichen Trachten für die Aufnahmen zu tragen. In ihren Blicken steht Unsicherheit, Angst - und Hoffnung. Wir haben eine willkürliche Auswahl getroffen und schmücken damit unser Dorf. Alle sind eingeladen durch das Dorf zu schlendern und sich ihre Gedanken zu den Portraits zu machen. Die 26 Plakate hängen in den Betrieben in Laas eine Woche lang ab dem 7. März. für die Kaufleute Laas, Sigrid Haller

Langtaufers: Riskante Investition in Projekt mit unsicherer Zukunft Es sei gestattet, anlässlich des Artikels „Das letzte Aufgebot“ im Vinschgerwind vom 3.12.2015, mehrere kritische Fragen zum Plan „Oberländer Gletscherbahn“ in Langtaufers zu stellen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil dieses Vorhaben mit Steuergeldern im Ausmaß von 7,4 Millionen Euro mitfinanziert werden soll. Zudem stellen Investitionen in den Skitourismus in Zeiten des Klimawandels ein hohes Risiko dar. Neben vielen wirtschaftlichen Zweifeln sind es vor allem die negativen Auswirkungen auf ein sensibles, unerschlossenes hochalpines Tal, die viele Fragen aufwerfen: - Ist es sinnvoll in Zeiten des Klimawandels und des Gletscherschwundes in die Anbindung an ein Gletscherskigebiet zu investieren, in dem heute bereits ein Teil des Eises mit einem Vlies geschützt werden muss? - Was lernen wir von den zwei Gletscherskigebieten des Vinschgaus (Stilfser Joch und

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Schnalstal), die wegen des Gletscherrückgangs und angesichts rückläufiger Skifahrerzahlen vor großen Herausforderungen stehen und ihren Betrieb zeitweise bereits reduzieren mussten? - Welche Gäste sollten zur versprochenen Saisonverlängerung im Frühjahr zum Skifahren kommen? - Soll mit dem von Kaunertaler Seite vehement geforderten Zusammenschluss das G l ets ch er s k igeb iet Kaunertal „gerettet“ werden? Eine Verlagerung der Wertschöpfung in Richtung Kaunertal ist auf jeden Fall zu befürchten. - Wie geht man in Langtaufers mit der Gefahr der Fremdbestimmung um, wenn Investoren von außen mit ihrem Kapital Infrastrukturen und Hotelanlagen finanzieren? - Wie hoch ist die vielfach geäußerte Gefahr einer Schieflage für die bestehenden Skigebiete durch die zusätzliche Konkurrenz? Ist man sich der Gefahr bewusst, Schöneben, einen sehr gut aufgestellten und für die Gemeinde Graun zentralen Betrieb mit zahlreichen Arbeitsplätzen leichtfertig in Schwierigkeiten zu bringen? - Kann man ausschließen, dass neben den bereits bestehenden Skigebieten mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten (Haider Alm, Watles, Maseben, Trafoi – Latsch bereits geschlossen) ein weiteres „Problem“ geschaffen wird? Gibt es Vorsorgepläne für eine eventuelle Schieflage oder muss dann wieder die öffentliche Hand einspringen? - Nimmt man sich in Langtaufers mit einer Verbauung des Melagtales und des Talschlusses bei Melag nicht die Möglichkeit eines naturnahen, sanften und damit längerfristigen Tourismus wie er von der Initiativgruppe PfeiL für ein intaktes Langtaufers angestrebt wird? Mit den geplanten Infrastrukturen würde die positive Entwicklung in Langtaufers hin zu einem naturverträglichen Tourismus mit einem Schlag zerstört und unglaubwürdig. - Sollte man in einem kleinen Tal mit 433 Einwohnern nicht sanftere Projekte vorantreiben (Skilanglauf, Schneeschuhwan-

dern, Bergwandern, Weißkugelhütte, Erlebnisschule, Höhentraining für Leichtathleten, …), anstatt mit Projekten für den Massentourismus leichtfertig die eigene Authentizität aufs Spiel zu setzen? - Warum ignorierten die Projektbefürworter den Willen der Langtauferer Bevölkerung nach der deutlichen Ablehnung des Zusammenschlusses im Jahr 1997 und zogen nicht an einem Strang im Sinne eines naturnahen Tourismus? Dadurch wurden viele Jahre der Entwicklung und etliche Chancen verspielt, so dass Langtaufers heute als Erholungs- und Feriengebiet deutlich besser positioniert sein könnte. - Wie rechtfertigt man die massiven Eingriffe in ein sensibles, unberührtes Hochtal mit aktiven Blockgletschern: Lift mit 35 Stützen, Tal-, Mittel- und Bergstation, zwei neue 4 km lange Pisten, Steinschlag- und Lawinenverbauung, ev. später Beschneiungsanlage? Kritisch zu sehen sind auch der zusätzliche Wasser- und Energiebedarf. - Hat man an ökologische Ausgleichsmaßnahmen für diese massiven Eingriffe in der unberührten Landschaft gedacht, oder soll alles zum Schaden der

Natur kostenlos geopfert werden? - Warum ist es in Südtirol möglich, ein Projekt ohne rechtlichen Rahmen so positiv zu präsentieren? Es gibt weder eine Eintragung in den Skipistenfachplan noch wurde eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt. - Zur Eintragung in den Skipistenplan des Landes braucht man ein positives Gutachten des Umweltbeirates. Kann dieses angesichts der massiven Eingriffe in das unberührte Hochtal mit aktiven Blockgletschern überhaupt erwartet werden? Angesichts dieser vielen wirtschaftlichen Zweifel und negativen Folgen für Natur und Landschaft wünscht der Heimatpflegeverband Bezirk Vinschgau dem Bürgermeister und allen Entscheidungsträgern der Gemeinde Graun und vor allem der Bevölkerung den Mut, vom vorgeschlagenen Projekt abzusehen und sich stattdessen für sanftere Projekte in Langtaufers und im Oberland einzusetzen. Dies auch im Sinne des Südtiroler Alpenvereins AVS, der die Erschließung der Südtiroler Bergwelt für abgeschlossen hält und insbesondere neue Anlagen außerhalb bestehender Skigebiete strikt ablehnt. Franz Fliri, Bezirksobmann der Heimatpflege Vinschgau

Vom wind gefunden

Brexit - Grexit Die europäische Union (EU) steht vor großen Herausforderungen bzw. notwendigen Reformen. Nicht nur die Flüchtlingsfrage oder die Eurokrise bereiten den Europapolitikern Sorge, die Euroskeptiker in den 28 EU Staaten sind im Aufwind. In diesem Jahr wird ein möglicher Brexit die Union sehr stark beschäftigen. Brexit, ein Kunstwort aus „Britain“ und „Exit“ steht für einen möglichen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. In Großbritannien, das 1973 der europäischen Union beigetreten ist, gab es immer viele Europagegner. Die britische Regierung unter Premierminister David Cameron hat angekündigt, dass am 23. Juni 2016 ein Referendum zum Verbleib Großbritanniens in der EU abgehalten wird. Nach Zusagen der EU, Kürzungen von Sozialleistungen für EU-Einwanderer durchführen zu dürfen, hat sich Cameron für einen Verbleib in der EU ausgesprochen. Durch den Austritt Großbritanniens würde die Union geschwächt, viele sehen die EU dann sogar vor einer Zerreißprobe. Derzeit ist nicht klar ob es gelingt einen Brexit zu verhindern, so wie es gelungen ist, den Grexit, d.h. den Austritt Griechenlands aus der europäischen Währungsunion, zu verhindern. (hzg)


Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

Bei „Den Russen“ in Mals. Die Kinder lernen hier von den Eltern das Schreiben (und das Schreien) mit feurigen Buchstaben auf der schwarzen Tafel der Nacht. Sie lernen das Reimen des Scheibenschlagens. Eine echte Erlebnisschule!

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/Impressionen/ 13


Vinschgerwind 5-16

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Foto: „Wind“-Archiv

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„Frau sein – stark sein“

Gault Millau 2016 zeichnet die Höfer Alm aus

Unter dem Motto „Frau sein – stark sein“ steht eine ganze Stunde lang die Frau von heute im Mittelpunkt. Wie gehe ich als Frau mit meiner körperlichen und psychischen Konstitution um, um meine Gesundheit zu fördern, meinem Körper Gutes zu tun, Gefahrensituationen zu erkennen und in solchen angemessen reagieren zu können? Dies und vieles mehr wird beim kostenlosen Workshop zum Tag der Frau am Dienstag, 8. März auf dem Grund gegangen. Die Sektion Yoseikan Budo des ASC Schlanders-Raiffeisen lädt alle interessierten Frauen herzlich dazu ein. 18.30 – 19.30 Uhr im Untergeschoss der Großraumturnhalle in Schlanders.

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inige Meter unterhalb der Bergstation, rechts der Abfahrt befindet sich ganz idyllisch die Höfer Alm, die vom Watles geführt wird. Nahe der Waldgrenze auf einer Lichtung zwischen Lärchenbäumen genießt der Gast Ruhe und Gelassenheit: Gemütliches Ambiente, alpiner Genuss und freundlicher Service der Mitarbeiter sind wohl die wichtigsten Eigenschaften auf der Höfer Alm. So muss es gewesen sein, als der Restaurantführer Gault Millau ‚in flagranti‘ einen Besuch abstattete und die Gastronomie der Alm im oberen Vinschgau als auszeichnungswürdig erklärte. Doch der, neben dem Guide Michelin einflussreichste Restaurantführer bewertet natürlich im Detail: Traditionelle Gerichte aus Zutaten der Region, ohne Geschmacksverstärker sind ausschlaggebend. Den Gast erwartet feinste Hausmannskost wie die Höfer Nudel-Pfanne, die Gulaschsuppe, die Tiroler Knödel, die deftigen Rippelen und einige Gerichte mehr serviert mit passenden Weinen, ebenfalls aus der Region. Sehr beliebt ist auch der hausgemachte Apfelstrudel, den Groß und Klein auf der Sonnenterrasse bei gediegenem Panorama auf die um-

Der Wirbel, der keiner ist

v.l.: die Gemeindereferenten Gerald Burger, Peter Ortler, Udo Thoma, Werner Egger, BM Karl Bernhart und Gemeindesekretär Kurt Warger

von Erwin Bernhart

Foto: „Wind“-Archiv

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liegende Bergwelt und König Ortler genießen. Doch nicht nur Skifahrer lockt die Gourmetecke, denn die Höfer Alm ist auch über den romantischen Wanderweg, der von der Talstation startet im Winter wie im Sommer leicht erreichbar. Weitere Informationen unter www.watles.net und auf www.facebook.com/watles

er Palabirnenanger von Lichtenberg steht seit einiger Zeit in der Öffentlichkeit, die Gemeindeverwalter von Prad um BM Karl Bernhart in der Kritik. Durch Leserbriefe und Medienaussendungen wurde suggeriert, dass die Palabirnenbäume einer Wohnbauzone weichen müssten. Stimmt nicht, sagt BM Bernhart und hat gemeinsam mit seinem Gemeindeausschuss und einigen Gemeinderäten am 22. Februar zu einer Pressekonferenz nach Prad geladen. Im Palabirnenanger stehen 11 Palabirnenbäume, eine Esche - zusammen also 12 hochstämmige Bäume und zwei niederstämmige Apfelbäume. Den Anger hat die Gemeindeverwaltung um den damaligen BM Hubert Pinggera um 425.000 Euro angekauft (mit 395.000 Euro Landesbeitrag). Ein Teil des Angers ist für 4 Wohneinheiten für den geförderten Wohnbau vorgesehen, ein Teil für den Bau einer

Feuerwehrhalle und ein Teil ist in öffentliches Grün umgewandelt worden. Vor allem mit der Wohnbauzone habe man sich in der Vergangenheit intensiv beschäftigt - Begehungen mit der Baukommission, Änderungen des Durchführungsplanes - und man sei zu einer vernünftigen Lösung gekommen, sagt BM Karl Bernhart. Von den 12 hochstämmigen Bäumen müsse ein Palabirnbaum weichen. Kürzlich hat der Gemeinderat dem Bebauungsplan mehrheitlich zugestimmt, bei zwei Enthaltungen. An sich ein normaler Vorgang in einer Gemeinde. Der Bau der neuen Feuerwehrhalle ist derzeit auf Eis gelegt, „solange keine Klarheit über die Finanzierung herrscht.“ Würde die Feuerwehrhalle auf der dafür vorgesehenen Fläche gebaut, müssten zwei Palabirnbäume weichen. Nach der Ratssitzung ist der Gemeindeverwaltung von Prad von der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung mitgeteilt worden, dass beim genannten Amt ein

Unterschutzstellungsvorschlag „Ausweisung eines Naturdenkmales 68/3 Palabirnen-Anger Lichtenberg“ eingegangen sei. Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz und die Umweltschutzgruppe Vinschgau haben den Vorschlag eingereicht, unterzeichnet von den jeweiligen Vorsitzenden Andreas Riedl und Eva Prantl. Nun wird’s wohl spannend, denn das Amt für Natur, Landschaft und Raumentwicklung hat im Oktober 2015 ein positives Gutachten zur Änderung des Bauleitplanes den Palabirnen-Anger betreffend abgegeben. Mit der Auflage, dass Schutzmaßnahmen am Bach „Lichtenberg“ durchzuführen seien. Bernhart sagt: „Wäre es nicht zielführender, mit den gewählten Vertretern der Bürgerschaft in Kontakt zu treten und das Gespräch zu suchen, um eine gemeinsame Lösung zu finden, als über die Medien zu polemisieren und zum Teil auch mit Teilwahrheiten bei Landesämtern hausieren zu gehen?“

Foto: Erwin Bernhart

Prad am Stilfserjoch/Lichtenberg - Mit einer für eine Gemeindeverwaltung untypischen Aktion wehrt sich der Prader BM Karl Bernhart und sein Gemeindeausschuss gegen Anschuldigungen über das Fällen von Palabirnenbäumen in Lichtenberg: mit einer Pressekonferenz.


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pr-info hds

„Mein Ort soll leben – Erlebe Deinen Ort!“ hds-Bezirkspräsident Dietmar Spechtenhauser Das Plakat der Aktion (sh. Anzeige unten) hängt in allen teilnehmenden Geschäften Foto: „Wind“-Archiv

Im Vinschgau sind im Handel rund 545 Betriebe tätig, die ihr Angebot auf knapp 52.000 Quadratmetern Verkaufsfläche anbieten. „Für dieses vielfältige Angebot sind vor allem die vielen Klein- und Familienbetriebe in unseren Orten verantwortlich. Diese sorgen dafür, dass unsere Ortskerne und Dörfer noch lebendig und attraktiv für Einheimische sowie Gäste sind und viele Arbeitsplätze vor Ort garantiert werden“, so der hds - Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol. Um auf die Besonderheiten und Einzigartigkeit dieses Angebots aufmerksam zu machen und vor allem die Bevölkerung dafür zu sensibilisieren, führt der hds auch heuer vom 1. bis 19. März die bezirksweite Aktion „Mein Ort soll leben – erlebe Deinen Ort!“ durch. „Wir möchten auf die Bedeutung des Handels und unsere

lebenswerte Orte hinweisen, die Kunden informieren und zum Nachdenken anregen“, erklärt hds-Bezirkspräsident Dietmar Spechtenhauser die Ziele der Initiative, die der hds Bezirk Vinschgau – nach dem Erfolg vom vergangenen Jahr - zum zweiten Mal in der gesamten Talschaft organisiert. Bestandteile der Kampagne sind zum einen eine emotio-

nale Plakataktion in allen teilnehmenden Geschäften und Betrieben. Die Plakate sollten „Aufsehen erregen“ und zum Nachfragen bzw. Nachdenken anregen. Zum anderen werden die Kunden zusätzlich durch ein großes Gewinnspiel eingebunden, bei dem es 13 attraktive - an den Vinschgau gebundene - Preise zu gewinnen gibt. Teilnahmekarten dazu gibt es

in den teilnehmenden Betrieben. Die Gewinne spiegeln den Vinschgau selbst wider und sollen einen Mehrwert in der Talschaft bilden, so der hds. „Mit dieser Aktion wollen wir ein klares Zeichen für einen starken Handelsstandort Vinschgau und dessen Zukunft setzen. Der Einzelhandel bedarf auf Grund der nicht leichten wirtschaftlichen Lage neuer Impulse. Und der Bevölkerung soll die Wichtigkeit einer intakten Nahversorgung und der damit verbundenen Lebensqualität näher gebracht werden - ganz nach dem Motto: Geht es dem Handel gut, geht es auch uns gut“, so Spechtenhauser abschließend. Alle Informationen zur Aktion und die Liste der teilnehmenden Betriebe sind auch im Internet unter hds-bz.it/meinortsollleben abrufbar.

Großes Gewinnspiel

Mein Ort soll leben. Erlebe Deinen Ort. Nur wo Leben ist, ist Erleben möglich. Die Nahversorgung ermöglicht Ihren Einkauf in Dörfern und Städten, schafft Arbeitsplätze und sorgt für Lebensqualität in unseren lebendigen Orten. Erleben auch Sie Ihren Ort! hds-bz.it/meinortsollleben

design by hds, Stefano Hochkofler

istockphoto

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§ Das ruhende Sch.....Recht Aus dem Gerichtssaal

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s war wohl einer der skurrilsten Rechtsstreite, die vor dem früheren Schlanderser Bezirksgericht ausgetragen wurden. Gemeint ist jener, der in Schluderns beheimatet war und bei dem es um ein ganz besonderes Recht ging: zwei eng aneinander gebaute Häuser waren durch einen Hofraum getrennt. Zu Gunsten eines der Häuser bestand eine Dienstbarkeit, den Hofraum des Nachbarn nicht nur zu begehen, sondern dies auch zu einem ganz bestimmten Zweck tun zu können, nämlich um das Plumpsklo im Erdgeschoss des Nachbarn mitzubenützen! Diese nachbarschaftlichen „Gemeinsamkeiten“ gaben natürlich immer wieder Gelegenheit zum klassischen Latrinenstreit, und als der „Notdurftberechtigte“ sein Haus sanierte und sich in sei-

ner Wohnung ein eigenes Klosett einrichtete, hielt der mit dem Latrinenrecht Belastete den Zeitpunkt für gekommen, der nachbarlichen Sch…..erei ein Ende bereiten zu können. Er ging also zum Bürgermeister, dieser besah sich die Örtlichkeiten und erließ in seiner Eigenschaft als oberstes Gesundheitsorgan eine Verordnung, mit der er die Benützung der Latrine aus hygienischen Gründen untersagte. Gestützt auf diese Verfügung schüttete der Belastete das Plumpsklo kurzerhand zu, entfernte die Sch…vorrichtungen und funktionierte den Raum in eine Milchkammer um! Er hatte jedoch die Rechnung ohne seinen kämpferischen Nachbarn gemacht. Dieser ging vor Gericht, um gestützt auf sein grundbücherlich eingetragenes Latrinenrecht die Wie-

derherstellung des ursprünglichen Zustandes zu begehren. Der Bezirksrichter schoss „aus der Hüfte“ und wies die Klage kurzerhand ab: Der Bürgermeister habe das Verrichten der Notdurft in dieser primitiven Form untersagt und damit sei das Recht als erloschen zu betrachten. Der so seines Rechtes Beraubte ließ jedoch nicht locker und ging in die Berufung: Recht müsse Recht bleiben, auch der Bürgermeister sei nicht befugt, ihm das Latrinenrecht zu verweigern. Beim Landesgericht Bozen wurde der Fall dem juristisch äußerst gefinkelten Richter Paolo Delerba zugeteilt, Dieser korrigierte denn auch die erstrichterliche Entscheidung: Der Bürgermeister könne tatsächlich nicht ein bücherlich eingetragenes Recht einfach „abschaffen“. In der Substanz aber fällte er eine sa-

lomonische Entscheidung: Das Latrinenrecht bestehe zwar weiterhin, müsse aber solange „ruhen“, bis im belasteten Raum die zum Verrichten der Notdurft notwendigen „Vorrichtungen“ wiederhergestellt wären! Der Fall beschäftigte zwar noch die Obersten Richter in Rom, doch diese machten sich die Finger nicht schmutzig und bestätigten das Urteil der Vorinstanz. Und seither wartet der Dienstbarkeitsberechtigte wie weiland Kaiser Barbarossa im Kyffhäuser mit der Hose in der Hand auf den Augenblick, da aus der Milchkammer des Nachbarn ein Plumpsklo wird und er sein „ruhendes Recht“ wieder ausüben kann! Peter Tappeiner, Rechtsanwalt

pr-info AZB

Einschreibungen zu den AZB-Sommerkursen sind eröffnet Um eine Sprache richtig gut zu erlernen, sollte man schon im Kindesalter damit beginnen. Und welcher Zeitraum wäre dafür geeigneter als die Sommerferien? Auch dieses Jahr erwartet AZB deshalb wieder Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 18 Jahren mit abwechslungsreichen Sommersprachkursen! Diese richten sich nach dem sogenannten CLIL-Ansatz, bei dem der Sprachunterricht mit Spaß und mit dem Erwerb anderer Kompetenzen – z.B. einer neuen Sportart, wie dem Basketball spielen, oder einer kreativen Tätigkeit, wie dem Comic zeichnen – verbunden ist. Die Neuheit im Jahr 2016? Der Kurs „Let’s go green – English and golf“! Auch die mittlerweile traditionellen Kurse „Fun&Spaß“, „Summer mit uns“ und „Intensivkurse“ werden wieder stattfinden. Außerdem feiert AZB heuer sein 50-jähriges Jubiläum: Zu diesem Anlass bieten wir all jenen, die sich bis zum Open Day am 16. April einschreiben, Rabatte! Infos: www.cooperform.it


03.03.16

Vinschgerwind 5-16

/Menschen/ 17

„Skilearer sein hott mr olm gfolln…“ Ein Skilehrer der alten Schule und der Generation Holzski – so kann Walter Schöpf, besser bekannt als der „Tschaundl Walter“, bezeichnet werden. Zahlreiche Winter verbrachte der humorvolle 92- Jährige auf der Piste und fand dort, sowie auch im Privaten mit seiner Frau Hilda samt Familie, Glück und Erfüllung.

D

as Licht der Welt erblickte Walter Schöpf in der Zwischenkriegszeit am 28. August 1924 in Reschen. Wohlbehütet wuchs er am Heimathof hinter dem „Schlössl“ in Reschen auf. Doch da, wo einst sein Heimathof stand, haben sich nun immense Wassermassen ausgebreitet: der Reschensee. „Van Houf hobmr in die 50er Johr gean gmiast, weget dr Seestauung. Do hobmr nicht drrichtet, ba dr walschen Politik“, bemerkt Walter betrübt und zeigt mir ein Bild, auf welchem sein prächtiger Heimathof noch vor der Seestauung zu sehen ist. Mit seinem Heimatdorf verbindet er dennoch positive Erinnerungen, vor allem mit dem Skilehrerdasein. „I erinnr mi sogor nu onnen Klapoarlift“, einem Lift der von Reschen ins nahegelegene Klopair führte. „Sell sein nu Zeitn gwesen“, schwelgt er freudig in Erinnerung. Damals kamen vor allem deutsche Touristen nach Reschen, um Skifahren zu lernen, aber noch deutlich weniger wie in der heutigen Zeit. „Skifohrn isch tuir gwesen, sell hot sich nit jedr drleistn kennt und mit die Holzski wors nu schwierigr zu learnen.“, begründet Walter diese Begebenheit. Um 10 Uhr fing der Skikurs immer an und „um 11e hommr schun die erste Pause gmocht“, erzählt Herr Schöpf schmunzelnd. Die Skilehrer nahmen früher alles locker und gemütlich. So manches Mal wurde der Skiunterricht bei einer Marende oder im Gasthaus „ba an Schnapsl“ fortgesetzt. „Jo a Skilearer, sell bini gwesn“, sagt Walter besinnlich – „und nia huamkemmen ischr“, fügt seine Frau Hilda scherzeshalber hinzu. Der sympathische Rentner fuhr sein halbes Leben mit Holzski, in St. Moritz durfte er das erste Mal auf Metallski fahren. „S gonze Skifohrn hot sich schun verändert, heint mit di Carvingski kannt is epr nimmr“, gab Walter zu bedenken. Seine Tätigkeit als Skilehrer wurde jäh unterbrochen, als der Zweite Weltkrieg seinen Anfang nahm: Walter musste einrücken und war vorerst in Rumänien stationiert. Dank seiner Italienischkenntnisse wurde er allerdings bald nach Italien versetzt. Walter erinnert sich noch, welche goldenen Regeln im Krieg beachtet werden mussten: „Erstens:

Kuan Haus ounzindn. Und zweitns kuan unbewoffnetn Menschn erschiaßn.“ Der 92-jährige besinnt sich außerdem noch an die Zeit, in der die sogenannte „Option“ die Gemüter im Heimatdorf schied: „Wenn dr Nochbor sich ondersch entschiedn hot, isch ma nit amol mea int Kirch in dr gleichn Reih ghuckt“. Sein Vater entschied sich fürs „Dableiben“. Walter zitierte dazu teilweise ein Gedicht, welches ihm in dieser Zeit prägend in Erinnerung blieb:

„Wer sind die Dableiber?“ Falsche Christen – alte Weiber Egoisten – Hurentreiber ....“ Der Option und dem Krieg schloss sich eine friedvollere Lebensphase an, in der er zurück in Reschen seine spätere Ehefrau Hilda Frank kennenlernte. Bald darauf folgte eine bodenständige Hochzeit mit a n s ch l ie ß e nde r Hochzeitsreise in Riva. Als das frisch verheiratete Ehepaar zurück nach Reschen fuhr, gelang es ihm fast nicht mehr, heimzukehren: „Friahr hots an Brauch gebn. Sem hot ma „gschronkt“. Sem hobm ins olle Leit, dei ins kennt hobn, in Weg vrsperrt.“, schildert er den amüsanten Willkommensgruß. Nach der Heirat erwirbt das Ehepaar Schöpf-Frank einen günstigen Grund in Naturns, der bebaut wird. Seit dieser Zeit pendelt das glückliche Ehepaar zwischen Naturns und Reschen: „in Wintr seimr liabr af Reschn wegnen Schnea und in Summr liabr af Naturns, weils sem wermr isch.“, erzählt der Pensionist. Fünf Kinder wachsen unter Walters und Hildas Fittichen auf, ein Mädchen verstarb. „Jo i hon viel erleb, guats wia a schlechtes, obr ma muas learnen, mit olls zufriedn zu sein“, zieht Walter Resonanz. Zum Schluss verrät mir der findige Rentner noch ein Geheimnis: „Gschmugglt honi

Fotos: Anna Alber

von Anna Alber

Gemütlich und warm hat es der „Tschaundl Walter“ in seiner Stube. Am liebsten vertreibt er sich die Zeit bei einem „Watterle oder bei einer Partie „Jassen“. Walter war nicht nur ein großartiger Skilehrer, sondern auch ein schneller: von 19481950 gewann er den Gander Wanderpreis. Links im Bild ist Walter mit seinen Skilehrerkollegen zu sehen. Keilhosen, rot gestrickte Pullover und Holzski waren damals die typischen Arbeitsutensilien. friahr. „Schun mit 13 Johr honi ounkeb.“ Auf die Frage, was und wie er denn geschmuggelt hat, verrät er nur so viel: „Es wor fost olls drbei. Va Tabak, Saccharin, Zigaretten bis zu Gwehrer, Kiah und Ski, obr wia i gschmugglt hon, sel vrrot i nit.“ Seinen Lebensabend verbringt Walter allerdings deutlich gemütlicher und weniger gefährlich: „am liabstn mochi heint an „Watter“ oder a Partie „Jassen“ und genieß die Ruah.“


18 /Gesellschaft/

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Was ist eigentlich Kolping? Oft wir die Frage gestellt: Ja was ist eigentlich Kolping? Deshalb in den nächsten Ausgaben einige Informationen. Adolph Kolping - ein Mensch, der begeistert. Wir reden vom Kolpingwerk und meinen immer auch jene großartige Persönlichkeit, von der sich die Kolpinger ableiten: Adolph Kolping. Er steht am Anfang unserer Geschichte als Kolpinggemeinschaft, bereits seit über 160 Jahre lebendig. Es ist das Verdienst Adolph Kolpings, dass durch den Zusammenschluss der drei katholischen Gesellenvereine von Elberfeld, Köln und Düsseldorf zum „Rheinischen Gesellenbund“ im Jahr 1850 das Kolpingwerk als Verband aus der Taufe gehoben wurde. Daraus entstanden die einzelnen Verbände, damals Gesellenvereine genannt. Ohne Adolph Kolping, ohne die bewusste Orientierung an ihm, an seinen Grundsätzen und Motiven, an seinen Zielen und Visionen hat unser Internationaler Verband mit seinen mehr als 5.000 Kolpingsfamilien auf der ganzen Welt keinen Bestand. Wir würden an Substanz und Bedeutung verlieren, würden sich nicht immer wieder Menschen vom Beispiel und Charisma des Verbandgründers, des seligen Adolph Kolpings begeistern lassen! Sein Wort gilt damals wie heute: „Wer Menschen gewinnen will, muss das Herz zum Pfande einsetzen.“ Ein wichtiger Bestandteil des kolpingschen Menschen ist das Herz zum Pfande einsetzen. Adolph Kolping war selbst ein solcher Mensch, der mit Liebe und Leidenschaft sein Herz an Gott und an die Menschen verschenkt hat. Wir dürfen neugierig auf Kolping sein, auf das, was ihn bewegt hat, woraus und wofür er lebte; was wir von ihm lernen können; worin er uns Vorbild und Mutmacher sein kann. Es lohnt sich, ihn immer mehr kennen zu lernen, uns immer mehr mit ihm vertraut zu machen.

„Organspende kann Leben retten“ Am Freitag, 18. März 2016 findet in Nationalparkhaus aquaprad in Prad ein Informationsabend zum Thema „Organspende kann Leben retten“ statt. Es referieren Gesundheitslandesrätin Martha Stocker, Daniel Bahr, ehemaliger deutscher Bundesminister für Gesundheit, Johann Pratschke von der Chariete Berlin, Andreas Jung vom Universitätsspital Zürich, Christian Margreiter von der Universitätsklinik Innsbruck, Vertreter der Vereinigungen AIDO und Nierene, Patienten auf der Warteliste und Betroffene. Ehrengast ist Gustav Thöni. Beginn 19.30 Uhr.

Der Autonomie-Konvent Schlanders/Vinschgau - Rund 100 Personen nicht nur aus dem Vinschgau haben beim Autonomie-Konvent am 20. Februar 2016 teilgenommen. Das Sammeln von Meinungen - in Richtung Erneuerung des Autonomiestatutes verlief sachlich, die Teilnehmer waren wegen der Organisation begeistert.

Intensive und kontroverse Diskussionen beim „open space“ in Schlanders am Beispiel „Südtirol auf dem Weg zur Selbstbestimmung“

von Erwin Bernhart

G

elöst, erstaunt, begeistert, müde: Vielen Teilnehmern war ihr Engagement nach rund 7 Stunden vom Gesicht abzulesen. In dieser Zeit ging im Schlanderser Kulturhaus regelrecht die Post ab. Denn in vielen Diskussionen saßen sich Leute gegenüber, die ansonsten wohl kaum in einer derartigen Gruppenkonstellation zusammenkommen würden. 29 Themen waren von TeilnehmerInnen vorgeschlagen und über diese wurde in einer 45-minütigen Zeitspanne teils heftig, aber immer sachlich diskutiert. Die Meinungen sind in Protokollen festgehalten (abrufbar unter www.konvent. bz.it). Nicht gefragt waren Kompromisse oder Konsens. Eine Art Stimmungsbild über selbstverwaltete Themen aus dem Vinschgau ist so entsanden. Bildungsträger, Ärzte, Gemeindepolitiker, Schützenvertreter, Jugendliche, Interessierte nah-

men am erprobten System des „open space“ teil und äußerten Meinungen über Direkte Demokratie, über Politikergehälter, über friedliches Zusammenleben, über eine Europaregion Tirol, über Armut und Familie, über das Schulsystem, über das bedingungslose Grundeinkommen, über Kultur und Gesundheit, und vieles mehr. Die Veranstalter konstatierten, dass im Vinschgau mehr soziale und gesellschaftspolitische Themen zur Sprache gekommen sind, als in den bisherigen open spaces. In der Schlussrunde wurde von Teilnehmern die Hoffnung geäußert, dass möglichst viele Themen bei der Ausformulierung eines neuen Autonomiestatutes eingearbeitet werden sollen. Von mehreren Seiten wurde bemängelt, dass die Aufforderung bzw. die Einladung zu dieser Veranstaltung zu wenig publik gemacht worden sei. Helmuth Renzler, der als Vertreter des Landtagspräsidiums bei der Veranstaltung zugegen

war, konnte zwar eine Berücksichtigung aller Meinungen im Vorfeld versprechen, was allerdings am Ende übrig bliebe, wisse er nicht. Die „open spaces“ im Lande bilden den Auftakt für die „Überarbeitung des geltenden Autonomiestatutes mittels Bürgerbeteiligung“. Ein nächstes Gremium wird das „Forum der 100“ bilden, zu dem sich bis 6. März alle in Südtirol Ansässigen ab 16 Jahren anmelden können (konvent.bz.it). Der „Konvent der 33“ soll für den Landtag ein Abschlussdokument erstellen. Ein endgültiger Text wird, wenn überhaupt, dann vom Regionalrat (Landtage von Bozen und Trient) verabschiedet. Was auch immer dann vom Inhalt der open spaces übrig bleiben wird, schmälert nicht die Tatsache, dass auch aufgrund perfekter Organisation von Seiten der Eurac eine für Südtirol neuartige Form intensiver Kommunikation erprobt werden konnte.

Foto: Erwin Bernhart

Kolping im Vinschgau

03.03.16


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/Gesellschaft/ 19

Martell

Die beiden Viehversicherungsvereine von Martell feiern Ihr 50-jähriges Bestehen

B

Der Höhepunkt der Festversammlung war die Ehrung langjähriger Vorstandsmitglieder: Gamper Franz, Holzknecht Otto, Perkmann Franz(Salt),Fleischmann Luis (15 Jahre) Kuenz Leo, Holzknecht Meinrad (16 Jahre) Stricker Josef (Stocka), Perkmann Franz (Tasa), Gluderer Lukas, Spechtenhauser Valentin (19 Jahre) Jäger Andreas, Oberhofer Herbert, Eberhöfer Rudolf (20 Jahre), Maschler Josef (22 Jahre), Kobald Walter (24 Jahre) Stricker Oskar (25 Jahre) Pircher Norbert (28 Jahre), Kaserer Johann und Stricker Eduard (40 Jahre).

Foto: „Wind“-Archiv

ei der diesjährigen Vollversammlung der Viehversicherungsvereine Martell –Dorf und Martell-Waldberg im Marteller Hof wurde gleichzeitig das 50-jährige Bestehen gefeiert. Neben zahlreichen Mitgliedern konnten die beiden Obmänner der Viehversicherungsvereine von Martell Eberhöfer Anton und Maschler Josef die Ehrengäste Hochwürden Lanbacher Johann, Bürgermeister Altstätter Georg, RaikaVertreter Adalbert Linser und Michael Stricker, Amtstierarzt Dr. Schwarz, Hoftierärztin Dr. Sagmeister Simone, Bauerjugendobmann Eberhöfer Andreas und Ortsbäuerin Spechtenhauser Annelies willkommen heißen. Bei einem Rückblick ließen die beiden Obmänner der jeweiligen Vereine die letzten 50 Jahre Revue passieren.

Höhepunkt der Festversammlung in Martell war die Ehrung langjähriger Vorstandsmitglieder Dabei wurden Höhepunkte und besondere Ereignisse der abgelaufenen Jahre vorgetragen. So wurden seit Bestehen der Vereine ca. 1300 Stück Vieh über die Viehversicherung vergütet; dies entspricht ungefähr dem doppelten heutigen Viehbestand der Marteller Bauern.

Gedankt wurde der Landesverwaltung, der Gemeinde Martell und Raika Latsch für die langjährige Unterstützung. In den Ansprachen der Ehrengäste wurde mehrfach die besondere Bedeutung der solidarischen Zusammenarbeit zwischen den bäuerlichen Organisationen hervorgehoben.

Abgerundet wurde die Feier mit einem gemeinsamen Mittagessen.

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20 /Schauplatz/

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03.03.16

Aus Sabrina wird Karolin

Neues Logo im gewohnten Look

Karoline Mitterer mit ihrer langjährigen Chefin Theresia Mitterer

Fotos: Fotostudio 2000

Freunde, Verwandte und Kunden aus nah und fern fanden sich zur Eröffnungsfeier ein; Auch Gemeindereferentin Barbara Pratzner und Bürgermeister Andreas Heidegger gratulierten zur Geschäftseröffnung Am Samstag, 20. Februar fand im Dorfzentrum von Naturns, in der Bahnhofstraße 7, die feierliche Eröffnung der Boutique Mode Karolin statt. Zu diesem Anlass fanden sich in den Räumlichkeiten der ehemaligen Boutique Mode Sabrina, zahlreiche Interessierte ein. Die jetzige Inhaberin, Karoline Mitterer, betonte in ihrer Ansprache, dass es ihr eine besondere Ehre sei, jenes Geschäft weiter führen zu dürfen, in welchem sie seit 30 Jahren an der Seite ihrer damaligen Chefin Theresia Mitterer gearbeitet hat. Bei der Eröffnung nahm Dekan Rudolf Hilpold die Segnung

der Räume vor. Der Bürgermeister und Gemeindevertreter, der Obmann der Kaufleute Hans Unterthurner und Günther Rechenmacher von Naturns Aktiv nahmen Anteil und wünschten viel Erfolg. Auch der Bezirksleiter vom HdS Meran, Walter Zorzi, und sein Vorgänger Günther Somia waren vertreten. Theresia Mitterer freut sich, nun ihr Lebenswerk in gute Hände gelegt zu haben, war es doch Karoline, die bereits im Jahre 2005 zu einer der besten Verkäuferinnen des Jahres gekürt worden war. Ihre Freude im Umgang mit der Kundschaft und ihr Enthusiasmus zum Beruf, sind auch nach diesen

vielen Jahren ungebrochen. Weiterhin werden persönliche Beratung und individuelles Eingehen auf die Wünsche und die Vorstellungen ihrer Kundinnen im Vordergrund stehen. Es bleibt ihr ein Anliegen, die Käufer mit sportlich-eleganter, mit jugendlich-lässiger und aktueller italienischer Damenmode einzukleiden. Bewährte Marken, wie Max Mara weekend, Sportmax Code, G-Star, Tommy Hilfinger, Cover Lab und Cristina Gavioli sind im reichhaltigen Sortiment auf einer Verkaufsfläche von 60 qm zu finden. Das Geschäft hat in den letzten drei Monaten kleine

Naturns Bahnhofstr. 7 Allen mitwirkenden Betrieben ein herzliches Dankeschön für die gute Zusammenarbeit Karoline Mitterer

bauliche Veränderungen erfahren. Anpassungsarbeiten an der Innenbeleuchtung, dem Boden und der Markise wurden durchgeführt. Ebenso erhielt das Lokal einen neuen Anstrich. Tischler, Glaser und Schlosser verliehen dem Raum ein jugendliches Flair, welches dem Konzept der Inhaberin entspricht. Christian Theiner hat die Eröffnung musikalisch aufgewertet und verschönert. Verwandte, Freunde und Kunden aus dem ganzen Land verblieben bis in die späten Nachmittagsstunden und stießen bei einem Umtrunk auf die erfolgreiche Tätigkeit an. (ria)


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/Gesellschaft/ 21

Martell/Gesundheitstag

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lexander Gardetto ist ein Arzt aus Martell, ein gefragter Fachmann der plastischen Chirurgie. Er war Leiter des landesweiten Dienstes für Plastische- und Wiederherstellungschirurgie am Brixner Krankenhaus. In Zukunft wird er in der Privatklinik „Brixsana“ in Brixen arbeiten. Er hat viel gesehen und viele chirurgische Eingriffe durchgeführt. Und doch hat er in den letzten beiden Jahren in Afrika Menschen mit Tumoren, verkrüppelten Händen und Füßen gesehen und operiert, so wie er es nie gesehen und nie gemacht hat. Im Rahmen des Marteller Gesundheitstages hat Gardetto im Bürgerhaus Martell über seine Einsätze als Arzt in Afrika erzählt und den Martellern erschütternde und irgendwie auch faszinierende Bilder gezeigt. Was Gardetto und andere Ärzte dort vollbracht haben, ist

wie ein Wunder. Zusammen mit einem Ärzteteam aus Vorarlberg und der Organisation „smile4Madagaskar“ war Gardetto 2014 und 2015 für zwei Wochen auf der Insel Madagaskar und auch in Kenia. Menschen mit Verbrennungen, Tumoren, angeborene Fehlbildungen und Hasenscharten wurden operiert. Gardetto erzählte, dass rund 500 Personen aus einem Umkreis von 300 km geduldig warteten, als das Ärzteteam in Madagaskar ankam. Rund 200 Personen wurden operiert, 13 Stunden wurde gearbeitet, ohne dass die Patienten etwas bezahlen mussten. Auch das Ärzteteam bekam keinen Lohn. In Madagaskar gibt es keine Krankenversicherung. Nur wer bezahlen kann, wird normalerweise im Krankenhaus behandelt. Es herrscht bittere Armut. Gardetto erzählt von einem Kind mit einem Tumor im Oberschenkel, das sein

Foto: Heinrich Zoderer

Ein Lächeln als Lohn

Die Gemeinde, der Bildungsausschuss, die Bibliothek und die Arbeitsgruppe Sozialzentrum haben den Marteller Gesundheitstag organisiert, v.l.: Brigitte Kuenz, Patrizia Cavino Wachter, Hildegard Spechtenhauser, Alexander Gardetto, BM Georg Altstätter, Regina Gardetto Vater 250 km mit einem Esel zum Spital gebracht hat. Und er erzählte von seiner Faszination für die plastische Chirurgie, auch von den Erfolgen und der großen Dankbarkeit, die er erfahren hat. Ein Lächeln der Kinder und der Erwachsenen, das war ihr Lohn. In einem Monat wird er wieder als Urlaubsdoktor zu einem Einsatz nach Kenia fahren. Ein Mitarbeiter hat ihm bereits einige Fotos geschickt

von Menschen, die auf seine Hilfe warten. Es sind schreckliche Bilder von Verbrennungen, offenen Wunden und verkrüppelten Gliedern. Alexander Gardetto ist zuversichtlich, dass er vielen helfen kann. Aber er betonte auch, dass ihn diese Aufenthalte in Afrika wieder auf den Boden der Wirklichkeit zurückgeholt haben, weil sie aufzeigen, wie gut es uns geht und wie groß die Armut in der Welt ist. (hzg)

22 EINLADUNG ZUM TAG DER OFFENEN TÜR Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Kortsch 12. März 2016, 14.00 - 18.00 Uhr Unter dem Motto

„Gut fürs Klima“erwarten Sie:

Ausstellungen, Verkostungen, Werkstätten, Kaffee und Kuchen Wir freuen uns, wenn Sie uns besuchen. AUTONOME PROVINZ BOZEN - SÜDTIROL

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22 /Gesellschaft/

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03.03.16

Heimatbühne Schluderns

Fotos: Angelika Ploner

Da hilft nur noch Wodka....

Temporeich richtete Regisseurin Christl Stocker Perkmann die englische Komödie von John Chapman und Dave Freeman an.

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uth Stecher gibt brillant die Herriet, die gleich zwei verheiratete Herren am Bandl hat: Charles (Martin Klotz) und Jeff

(Andreas Lingg ). Eine Scheidung ist ausgeschlossen. Umgekehrt eine Heirat genauso. Schließlich „verkauft ein Mann ja auch nicht

sein Auto, nur weil er ab und zu in eine Taxi steigt.“ Am Dienstag ist Charles-Tag, am Donnerstag Jeff dran. Perfektes Timing. Wenn allerdings ein (zusätzlicher) unerwarteter Ausrutscher passiert und plötzlich nicht nur die beste Freundin Herriets, Anne (Tina Pali), sondern auch deren Mann (Heini Riedl) und die zwei Ehefrauen (Veronika Wegmann Stampfer und Edeltraud Rainalter) im Haus der Geliebten sind, dann ist Phantasie gefragt, damit das Ganze nicht auffliegt. Es gibt viel zu Lachen beim Stück „Schlüssel für zwei“ der Heimatbühne Schluderns,

die Augen bleiben nicht trocken, soviel steht fest. Der Inhalt bleibt britisch, die Handlung ist spritzig wie witzig und entwickelt sich vor allem im zweiten Teil zu einer wunderbaren Verwirrkomödie. Eine Pointe jagt die nächste und das Publikum amüsiert sich hörbar. Und man muss schon sagen: Wenn man so beherzt spielt, wie es die Spielerinnen und Spieler der Heimatbühne Schluderns tun, dann muss das Ganze von Erfolg gekrönt sein. (ap) Letzte Aufführungen: Sa. und So. 4.+5. März 2016 Tel. 339 7600113, siehe Theaterwind

Theaterbühne Matsch

„A Monn muas he“: Viel Applaus in Matsch ie Darstellerinnen und Darsteller auf der Matscher Bühne spielten den Schwank in drei Akten „A Monn muas he“ von Hermann Schuster, unter der Regie von Gotthard Theiner, bereits drei Mal vor ausverkauftem Saal und vor einem dankbaren Theaterpublikum. Dieses honorierte die Leistungen der Akteure mit herzhaftem Lachen und mit viel Applaus. Die Schauspielerinnen und Schauspieler (Petra Gunsch, Kurt Gunsch, Fabian Weisenhorn, Elisa Telser, Jakob Gunsch, Hubert Salutt, Ines Telser und Martin Stocker) bestachen nicht

Fotos: „Wind“-Archiv

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nur durch ihre Schauspielkunst sondern auch durch gekonnte Gesangseinlagen. Großartige Arbeit leisteten auch wieder die Bühnenbauer und die zahlreichen Helfer hin-

ter der Bühne, wie auch unsere Techniker und Maskenbildnerinnen. Wer Altbäuerin Babetty am „Bummlerhof“ bei ihrer Heiratssuche zuschauen möchte, kann

sollte sich beeilen und einen der letzten Sitzplätze ergattern. Weitere Termine sh. Theaterwind Zusatzaufführung: So. 06.03.2016 15 Uhr (Für einen guten Zweck)


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/Gesellschaft/ 23

DREI GUTE GRÜNDE FÜR EIN ZIEGELFERTIGHAUS VON ALP HOUSE!

Sur En / Sent

Wintermärchen: Ein Schloss aus Eis

Foto: Andreas Waldner

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FIXPREIS-GARANTIE von Anfang an garantiert!

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Schlussfest im Eis-Schloss Sur En mit einer „Feuer im Eis“ Performance

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eit dem Jahreswechsel gibt es in Sur En bei Sent ein besonderes Bauwerk zu besichtigen: Ein begehbares Schloss aus Eis und Schnee mit fantastisch geformten Räumen, Kunstinstallationen und einem märchenhaften Eisgarten. Geplant und gebaut wurde es von den bekannten Performance-Künstlern und Bildhauern Daniel Cotti und Martin Hunke. Die Besucher konnten das Kunstwerk aktiv mitgestalten, indem sie selber zu Eisgärtnern wurden und mit Hilfe von Draht und Beregnung Eisblumen entstehen ließen. Lanciert wurde die winterliche Attraktion im Unterengadin von Art Engiadina, die im Sommer auch das Bildhauer-Symposium durchführt. Das Schloss gab den Rahmen für verschiedene Veranstaltungen, wie zum Beispiel eine Feuer- und Eis-Performance am 24. Jänner. Weitere Events bereicherten das faszinierende Kunstwerk am Inn-Ufer, wo der Winter und das Eis zu Hause sind. „Jeder Attraktionspunkt, jeder außergewöhnliche Ort braucht viel Engagement, Willen und Fähigkeiten, Kreativität und natürlich auch etwas Geld, um etwas Tolles auf die Beine zu stellen“, sagte Urs Wohler, Direktor von Scuol Tourismus. „Und wie wir heute Abend sehen, zahlreiche Besucher. Erst das macht einen Ort zu einer

Jeder Attraktionspunkt, jeder außergewöhnliche Ort braucht viel Engagement, Willen und Fähigkeiten, Kreativität und natürlich auch etwas Geld, um etwas Tolles auf die Beine zu stellen. von Urs Wohler

einzigartigen Attraktion.“ Sur En gehöre mittlerweile in jedes Ferienprogramm. In Sur En muss man mindestens einmal gewesen sein, sei es wegen des Schlosses oder des Schlossgartens, wegen des Eis-Weges, des Eisfeldes, des Eiskletterturms, wegen des Eisstockschießens aber auch wegen der Langlaufloipe und der behaglichen Restaurants und Unterkünfte. Das einzigartige Kunstwerk entstand zu Beginn unter schwierigen Bedingungen: die warmen Temperaturen und der ausbleibende Schnee stellten die Künstler und die Organisatoren vor große Herausforderungen. Am 21. Februar 2016 fand die Schluss-Performance „Feuer im Eis“ statt, bevor das Märchenschloss den Naturgesetzen gehorchend langsam dahinschmelzen wird. (aw)

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KOORDINATION

eine Ansprechperson vom Projektbeginn bis zur Schlüsselübergabe!

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Ideen und Wünsche des Bauherrn! Weitere gute Gründe finden Sie unter: www.alphouse.it Facebook/AlpHouse YouTube/AlpHouse Google+/AlpHouse


24 /Gesellschaft/

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Wind - Klick-Tipps

Taufers i. M.

E-Mailadresse

Tanzen hält Körper und Geist fit V

er Begriff Domain wurde bereits erklärt, heute geht es um die E-Mailadresse. EMail kommt aus dem Engl. und steht für “Elektronische Post”. Die Mailadresse ist weltweit gültig und gleichzusetzen mit der Anschrift bei der Briefpost. Der Aufbau ist immer derselbe, wie z.B.: beispiel@beispielunternehmen.com. Man beachte, dass hier KEIN “www.” vorangestellt wird. Das @-Zeichen oder der “Klammeraffe” teilt die Adresse in einen lokalen und einen globalen Part. Der globale, auch Domain Part genannte Bereich, steht immer nach dem @, und kommt weltweit nur einmal vor. Er ist vergleichbar mit einer Postanschrift und kann von jedem frei erworben werden. Der lokale Part vor dem @ ist auf Serverebene vorhanden und leitet das Mail in das entsprechende Postfach. Ähnlich einem Namensschild an einer Haustür. Eine eigene Mailadresse ist nicht gleich die “eigene”, denn nutzt man eine @gmail.com, @yahoo.com usw. ist man nicht der Eigentümer der kompletten Mailadresse, sondern nutzt “nur” einen Mailservice von einem Unternehmen. Yahoo, Google oder GMX stellen diesen Service zu Verfügung. Für Unternehmen ist es aber wichtig, eine eigene Mailadresse zu verwenden. So sollte das “eigeneunternehmen.com” im Domainpart der Mailadresse stehen, damit man uneingeschränkter Nutzer des Postfaches ist. Denn sollte die Domain abgestellt werden, dann gehen mit dieser alle Postfächer und die auf dem Server befindlichen Mails verloren.

Die tanzbegeisterten Frauen im Seniorenraum von Taufers i. M. Sie treffen sich einmal wöchentlich; rechts im Vordergrund: v.l. KVW-Obfrau Hanni Reinstadler im Gleichschritt mit Celina Christandl den Geburtstagen der Teilnehmerinnen und zum Abschluss der Tanzsaison, zu dem alle Senioren des Ortes geladen sind. Heuer ist das der Nachmittag des 24. April. Männer fehlen in den Reihen der Frauen. „Miar tat inz sel wünschn, obr lei-

der kriagn miar koane“, meint Reinstadler. Was nicht ist, kann ja noch werden. (mds)

Martell

„1997 - endlich 18“ Jungbürgertag Martell

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eue Herausforderungen, viele Möglichkeiten und auch Verantwortung bringt die Volljährigkeit mit sich. Die Jugendlichen sind ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft und sollen deshalb Unterstützung und Begleitung erfahren dürfen. Folglich lud die Gemeinde Martell vor kurzem zum Jungbürgertag für den Jahrgang 1997 ein. Gemeinsam mit dem Bürgermeister, Georg

Altstätter, der Jugendreferentin, Fleischmann Kathrin und dem Jugendbeirat Martell wurden die Jugendlichen, als Auftakt des Jungbürgertages, in der Gemeinde empfangen. Themen wie, was bringt die Volljährigkeit mit sich, die Organe, Tätigkeiten und Aufgaben der Gemeinde, Projekte, Vorstellung des Jugendbeirates und noch vieles mehr wurde gemeinsam besprochen. Danach wurde die

Kletterhalle in Trattla besichtigt und über die Erweiterung gesprochen, den Tag ließen wir bei einem köstlichen Abendessen ausklingen. Den Jugendlichen sollte ein Einblick über das Geschehen ermöglicht werden und gleichzeitig eine Anregung sein, sich mit einzubringen und mitzuwirken, ganz nach dem Motto „die Jugend ist unsere Zukunft“.

Fotos: „Wind“-Archiv

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Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

von Roland Sprenger, Online-Berater roland@opc.online

o r w a l z e r… Rü c k w a l z e r, Kreuz-Seit….Kreuz-Seit…“ Konzentriert setzen die Damen die Anweisungen der Tanzlehrerin Cilli Trafoier in Schritte um. Dann folgen die Übungen im Takt der Musik aus dem CDPlayer. Einmal wöchentlich von November bis Mai tanzen 21 Frauen (die Jüngste ist 53 Jahre, die Älteste 80 Jahre alt) im Seniorenraum in Taufers i. M. Das Projekt des KVW „Tanzen ab der Lebensmitte“ wurde vor 19 Jahren im Ort gestartet. Getanzt werden gefällige internationale Volkstänze, die speziell für Senioren angepasst sind und leicht ins Ohr gehen. Cilli Trafoier wählt aus. Sie ist seit 21 Jahren Tanzlehrerin für Menschen ab der Lebensmitte. „Man muss aufmerksam sein und mitdenken“, sagt die KVW Orts-Obfrau. „Das Tanzen hält Körper und Geist fit und fördert die Geselligkeit.“ Die Gruppe in Taufers trifft sich einmal im Jahr abwechslungsweise mit Tanzgruppen aus Schluderns, St. Valentin, Mals und Matsch. Gefeiert wird zu Fasching, an

Die Gemeinde Martell hat vor kurzem zum Jungbürgertag für den Jahrgang 1997 eingeladen


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/Gesellschaft/ 25

Burgeis

Burgeis gedenkt des Freiheitskämpfers Andreas Hofer

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links: Hauptmann Joachim Telser; die Burgeiser Schützenkompanie bereit für die erste Ehrensalve; rechts Oberstleutnant Daniel Moriggl

Fotos: Roland Peer

ewehre geschultert marschierte die Schützenkompanie Burgeis nach der Schützenfahne und zu Marschmusik der Musikkapelle vom Dorfplatz ausgehend zur traditionelle Andreas-Hofer-Feier in die Pfarrkirche Burgeis. Ortspfarrer P. Martin zelebrierte die hl. Messe und in seiner Predigt erinnerte er besonders an die letzten Tage Andreas Hofers und strich seine Tiefgläubigkeit hervor. Dazu verlas er den letzten Brief Hofers an seinen Freund Pühler in Neumarkt, mit dem er sich mit den Zeilen „Ade meine schnede Welt, so leicht khombt mir das sterben vor“ von der irdischen Welt verabschiedete. In den Fürbitten wurde der Gefallenen der beiden Weltkriege gedacht, die durch ein grausames Schicksal aus der Blüte ihres Lebens gerissen wurden und als Botschafter der Versöhnung und des

Friedens die ewige Ruhe finden sollen. Nach dem Gottesdienst begab man sich auf den Friedhof, wo die Gefallenenehrung stattfand. Nach dem Abspielen der Landeshymne durch die Musikkapelle feuerten 14 Schützen von Burgeis erstmals wieder nach über 90 Jahren eine Ehrensalve mit den kürzlich angekauften Gewehren ab. Das Kommando gab der Hauptmann Joachim Telser. Oberstleutnant

Daniel Moriggl erklärte in seiner Ansprache den Sinn und die Symbolkraft einer Ehrensalve. Sie sei nur Gott, den Toten und den Staatoberhäuptern vorbehalten. An diesem Gedenktag gelte diese höchste Ehrenbezeugung neben den Gefallenen der beiden Weltkriege auch den seit der Wiedergründung der Schützenkompanie im Jahre 1959 verstorbenen Kameraden, besonders den beiden Ehrenhauptleuten Sepp Fabi und Otto

Pfeifer. Zur Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal durch Vertreter des Kriegsopferverbandes wurden die Fahnen gesenkt und die Musikkapelle spielte das Lied vom Guten Kameraden. Die beeindruckende Feier haben die Schützenkompanie, die Musikkapelle und die Ortsgruppe des SKFV mitgestaltet und die Schützen haben die Feuertaufe mit der ersten Ehrensalve mit Bravour bestanden. Roland Peer

Fließ/Nordtirol

Foto: Andreas Waldner

Fahrstuhl für Fische

S

eit Dezember 2015 fahren die Fische beim Wehr in der Runserau im Gemeindegebiet von Fließ Aufzug. Die Tiwag hat dort den ersten Fischlift Österreichs verwirklicht und dafür sage und schreibe 4,7 Millionen € springen lassen. Laut einer EU-Vorgabe muss den Fischen ganzjähriges Wandern möglich sein. Jede halbe Stunde fährt der Aufzug nach oben und bewegt die Tiere in den Oberlauf des Inns. Dabei erfasst man die Fische mit optischer Elektro-

Rechts im Bild der erste Fischlift Österreichs. Bisher war das Wehr aus dem Jahre 1956 für Fische unüberwindlich. Die Fische werden mit Strömung in den Lift gelockt

nik, um ihr Verhalten genau zu kontrollieren – absolute Hightech. Für die Wanderfische gibt es zwei Eingänge, welche sie über eine Lockströmung finden. Dort schwimmen sie über eine Beckensequenz zum Lift. Daraufhin werden sie in einen Reusenkorb geleitet und mit dem Lift 16 Meter hinauftransportiert. Danach gelangen sie mit Hilfe einer 600 Meter lange Abschwemmleitung in ausreichender Entfernung zum Wehr in den Inn zurück. (aw)

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26 /Gesellschaft/

Vinschgerwind 5-16

03.03.16

Impressionen

Tage der offenen Tür

T

age der offenen Tür am Oberschulzentrum Schlanders: Die WFO gab Interessierten am 30. Jänner Einblicke in das Schulleben, das Real- und Sprachengymnasium am vergangenen 20. Februar. Es gelang ein lebendiger, vielfältiger, und ein vertiefter Einblick in das Angebot der verschiedenen Schulstellen, das eines untermauerte: Das weiterführende Schulangebot ist ein breites, die Schullandschaft in Schlanders und im Vinschgau eine bunte. Kommen, bleiben, informieren: Die Resonanz war rege, viele Interessierte wussten das Angebot der Schulen wertzuschätzen. Am kommenden 5. März öffnet die TFO ihre Türen und lädt Interessierte herzlich ein, hinter die Schulmauern zu blicken. (ap)

Improvisation (u. rechts): Die Theaterwerkstatt am Realund Sprachengymnasium bot Einblicke ....

Oben: Vielseitige Einblicke in die WFO am 30. Jänner...

Neues Sprachenangebot am Real- und Sprachengymnasium in Schlanders: Russisch- und Spanischkurse können seit dem heurigen Schuljahr belegt werden.

Wir öffnen unsere Türen für euch

Die Tage der offenen Tür für unsere Schulen des OSZ Schlanders Samstag, 05. März 2016 (10 – 16 Uhr)

TFO Technologische Fachoberschule, Protzenweg 8 B, Tel. 0473 737 950

… du bist neugierig auf unsere Schule?

Infos und näheres Programm unter www.osz-schlanders.it

… wir freuen uns auf dich.


07.01.16

Vinschgerwind 1-16

/Sonderthema/ 31

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03.03.16

Vinschgerwind 5-16

/gesellschaft/ 31

Vinschgau

SBB-Seniorenvereinigung feiert 20. Bestehen Die Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund Bezirk Vinschgau feierte kürzlich im Rahmen der Jahresvollversammlung in Laas ihr 20-jähriges Bestehen. Der Vinschgerwind hat mit dem Präsidenten Georg Stillebacher aus Prad gesprochen.

Vinschgerwind: Aufgabenschwerpunkte? Stillebacher: Unsere wichtigste Aufgabe liegt im zwischenmenschlichen Bereich. Die Kontaktpflege zwischen Bäuerinnen und Bauern, die im Ruhestand sind, ist uns wichtig. Wir wollen sie aus der Einsamkeit herausholen. Denn diese ist da und dort zu spüren. Wir setzen in erster Linie auf Geselligkeit mit unterschiedlichen Veranstaltungen wie Kartenspiel, Ausflügen, Wallfahrten, Wanderungen. Es sind zwar ähnliche Aktivitäten, wie sie auch andere Organisationen anbieten, wie zum Beispiel der KVW - mit dem wir gute Kontakte pflegen. Doch wir tragen dem Rechnung, dass unsere Mitglieder lieber innerhalb des eigenen Standes bleiben wollen. Oft werden auch Probleme angesprochen und nach Lösungen gesucht.

Vinschgerwind: Wie ist die SBBSeniorenvereinigung im Vinschgau organisiert? Georg Stillebacher: Die SBB Seniorenvereinigung im Vinschgau zählt rund 1500 Mitglieder. Wir haben acht aktive Ortsgruppen und zwar in Morter, Göflan, Nördersberg, Kortsch, Eyrs, Prad Schlinig und Planeil. Bergbauern sind genauso in der Vereinigung vertreten wie Obstbauern. Wir stehen in enger Verbindung mit allen bäuerlichen Organisationen im Land. Im Vorstand sitzen neben mir Martina Plörer (Morter), Hermine Thoman (Kortsch), David Wallnöfer (Prad/Agums) und Erich Mair (Eyrs). Unzählige Aktivitäten

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

sind in den vergangenen 20 Jahren angeboten und auch gerne angenommen worden.

Georg Stillebacher aus Prad ist Gründungsmitglied der SBB Seniorenvereinigung Vinschgau. Von Anfang an war er im Vorstand tätig. Seit 2013 ist er Präsident

Vinschgerwind: Wo drückt den Senioren im Bauernbund der Schuh? Stillebacher: Probleme treten oft zwischen alten und neuen Generationen auf den Höfen auf. Wir vermitteln Betroffene auf deren Wunsch hin an die geschulten Mitarbeiter/Innen im Bereich Lebensberatung, eine entsprechende Stelle, die der Bauernbund eingerichtet hat. In Mediationen können dann Schwierigkeiten meiste erfolgreich aus dem Weg geräumt werden. Ein weiteres Sorgenkind sind die zu niedrigen Mindestrenten (rund 500 Euro monatlich) für Alt-Bauern und Bäuerinnen. Wir kämpfen in der „Arbeitsgruppe Mindestrenten“ in Bozen um eine Erhöhung. Versprochen wurde diese schon öfters im Wahlkampf, und wir würden uns wünschen, dass die Versprechen endlich auch eingehalten werden. Interview: Magdalena Dietl Sapelza

Schlanders/Buchvorstellung

Lorenz und Viola, eine Liebesgeschichte

I

Viele Personen kamen zur Buchvorstellung in die Bibliothek Schlandersburg. Italiener und Deutsche. Giovanna Azzarone las einige Abschnitte aus dem Buches vor, die Gemeindereferentin Dunja Tassiello machte die Einführung und las ebenfalls einige Texte vor.

Foto: Heinrich Zoderer

l sogno di Lorenz“ ist eine Liebesgeschichte. Und doch ist es mehr als eine Liebesgeschichte. Es ist auch eine Liebeserklärung an Schlanders, an die Tiroler Küche, das Leben in den Bergen, inmitten vieler Naturschönheiten. Und es ist auch eine Geschichte über das Zusammenleben, der Suche nach einem Zuhause, einer Heimat. Erzählt wird über Konflikte, über Abschied und Wiederkehr. Es ist die erste Erzählung von Giovanna Azzarone. Sie hat bereits drei Gedichtbände herausgegeben und nun in dieser Geschichte viel Autobiografisches aufgearbeitet. 1951 in Schlanders geboren, hier aufgewachsen, der Vater aus Apulien und die Mutter aus dem Veneto, war es nicht immer leicht, sich hier zurechtzufinden. Im Buch wird die Geschichte von Lorenz und seiner

Familie erzählt und von Viola. Er arbeitet in einer Bar und träumt davon, selber einmal eine Bar zu führen oder eine Bibliothek zu leiten. Und er träumt von Viola, die er liebt. Doch sie ist eine Italienerin und er ein Deutschsprachiger. Er ist schüchtern und getraut sich nicht, Viola seine Liebe

zu gestehen. Und dann kommt es zu Konflikten mit seinen Geschwistern. Er zieht nach Brixen und spürt noch stärker die Sehnsucht nach Schlanders, seinem Heimatort und nach Viola. In einer einfachen Sprache erzählt Giovanna Azzarone über das Leben in Schlanders, von Spazier-

gängen durch die Wälder, an der Sonnenpromenade, von Schüttelbrot und Speck, vom Nikolausumzug und den Krampussen, der Maria-Namen-Prozession und natürlich auch von Lorenz und Viola. (hzg)

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32 /Jugend/

Vinschgerwind 5-16

Jugendtreff „fResch“ Reschen Ö Sa. 05.03.16 ab 19.00 Uhr Vatertagsgeschenk machen Ö Fr. 11.03.16 ab 18.00 Uhr Mädelstreff: Foto-Shooting Jugendtreff „Juze“ Hoad Ö Fr. 04.03.16 ab 17.15 Uhr Mädelstreff: euer Abend (bringt Spiele, Schminke, Filme usw. mit) Ö Sa. 12.03.16 ab 19.00 Uhr Infoabend für alle (Weisses Kreuz+ Jugendgruppe) Jugendzentrum JuMa Mals Ö Sa. 05.03.16 um 18.00 Uhr Pizza&filmtime Ö Mi. 09.03.16 ab 17.30 Uhr Kochkurs Jugendtreff „Chillhouse“ Stilfs Ö Sa. 05.03.16 ab 18.00 Uhr Schokofondue Ö Sa. 12.03.16 um 18.00 Uhr Naturkosmetik selber machen (Referentin: Ellen Schuster) Anmeldung erforderlich Jugendtreff Revoluzer Taufers Ö Fr. 04.03.16 um 19.30 Uhr Theater Ö Di. 15.03.16 um 17.00 Uhr Treffen Interessierte SommerAction in Taufers Jugendhaus Phönix Schluderns Ö Fr. 04.03. + 11.03.16 von 17.00 bis 18.00 Uhr Girls only Ö Fr. 11.03.16 ab 19.00 Uhr Singstar Battle, Anmeldung erforderlich Jugendtreff La:Ma Laas Ö Fr. 4.02.16 ab 17.00 Uhr Sa. 5.02.16 ab 15.00 Uhr Vatertagsgeschenk machen Info & Anmeldung bei Andy Ö Fr. 11.03.16 von 17.00 bis 08.00 Uhr Lanparty Jugendtreff JU!P Explosiv Ö Öffnungszeiten ab März Di. 15.00 – 19.00 Uhr Mi. 18.30 – 21.00 Uhr Sa. 18.00 – 23.00 Uhr Jugendtreff Tschengls Ö Sa. 12.03.16 ab 19.00 Uhr Kortnturnier Info & Anmeldung bei Myri Jugendtreff Tarsch Ö Mi. 16.03.16 ab 15.00 Uhr Filmnachmittag JuZe Freiraum Schlanders Ö Fr. 04.03.16 von 20.00 bis 22.00 Uhr Discoparty Ö Mi. 09.03.16 von 15.00 bis 17.00 Uhr Spielenachmittag für Mittelschüler/innen Jugendtreff „Time Out“ Schnals Ö So. 06.03.16 ab 14.00 Uhr Bastelnachmittag Ö Sa. 12.03.16 ab 16.00 Uhr Kinofahrt Bozen Anmeldung erforderlich Kosmo Plaus Ö Fr. 04.03.16 ab 17.00 Uhr Kochen mit Luk Ö Mi. 09.03.16 ab 16.00 Uhr Billard-Calcettoturnier JuZe Naturns Ö So. 06.03.16 von 16.00 bis 20.00 Uhr JuZe Sunntig Ö Mi. 16.03.16 von 15.00 bis 17.00 Uhr Wir backen Kuchen Jugendtreff „All In“ KastelbellTschars Ö Fr. 18.03.16 ab 17.00 Uhr Filmabend mit Popkorn Ö Mi. 23.03.16 ab 17.00 Uhr Spieletag, Von Watten bis Wii

03.03.16

Ein lustvolles Stück über Liebe und Sexualität für Menschen ab 12 Jahren Inhalt: Eigentlich ist Lucy gar nicht sein Typ und voll peinlich: Sie trägt eine Brille und ist gut in Biologie. Und eigentlich ist für Robin das Wichtigste, Kicken zu gehen mit seinen Kumpels. Eigentlich … Doch was tun, wenn die Hände schwitzen und der Magen kribbelt? Soll das jetzt Liebe sein? Robin und Lucy sind ratlos und überfordert mit ihren Gefühlen füreinander. Wie dem anderen sagen, dass man ihn liebt? Und wie verhüten, es den Freunden erzählen und mit den eigenen Eltern darüber sprechen? Wenn’s konkret wird, hilft auch das Googeln im Internet nicht mehr. Etwas Hilfe könnten Lucy und Robin bei ihrer ersten großen Liebe gut gebrauchen. Die beiden Experten in Sachen Liebe und Sexualität Bill the Boy und Lovely Rita lassen sich diese Gelegenheit nicht nehmen und beweisen ihr Können. Bisweilen kann das ganz schön nervig werden. Vor allem, wenn sie sich unaufgefordert einmischen… LiebeLove and the Sexperts ist ein lustvolles Stück über Liebe und Sexualität, thematisiert Geheimnisse, Tabus und vermeintliche Peinlichkeiten. Mit viel Musik und Gesang, Live-Raps und Komik nahe an der Lebenswelt der Jugendlichen konzipiert, betreibt das Stück humor- und lustvoll Aufklärung.

F ür alle – Jugendliche, Eltern, Interessierte in der Turnhalle Taufers am Freitag, 04.03. um 19.30 Uhr. EINTRITT FREI

Jugendtreff „fResch“ Reschen & „Juze“ Hoad Eine verrückte Madlan - Faschingsparty im Jugendtreff „Juze“ Hoad eröffnete am 05.02.16 die Faschingszeit in den Oberländer Treffs. Ausgefallene Kostüme und Masken und unterhaltsame (Faschings)Spiele machten den Abend zu einem Faschingsknaller! Am nächsten Tag fand in der gleichen Location ein Faschingsabend nur für Buabm statt. Am Samstag in der Faschingszeit stand im „fResch“ Reschen ein Gaudi – Faschingsabend an. Lustige und schräge Spiele wie „Wahrheit oder Pflicht“ oder „Mord im Dunkeln“ wurden verwirklicht. Ein Highlight der Faschingsfete war die Inbetriebnahme der neuen Lichterleiste unter der obersten Thekenplatte, die grüngepolsterten Barhocker, sowie das Ausprobieren der neuen Spielkonsolen – Schalter und einem Tanzspiel für die Konsole. Diese Dinge und einiges mehr konnten durch den Erlös der im Dezember organisierten Christbaumaktion zugelegt werden.

Bereits vor einigen Monaten kam der Wunsch, das Chillhouse in Stilfs ein wenig neu zu gestalten. Dafür trafen wir uns bereits einige Tage davor um gemeinsam Ideen, Vorschläge und Vorlagen für das weißeln zu sammeln. Am 21.02.2016 entschlossen wir uns dann, diese Sache anzugehen. Nach mehreren Stunden Arbeit, betrachteten wir endlich unsere neuen Wände und wären überglücklich. In den nächsten Tagen werden die Chillhouser diese weißen Wände mit bunten Farbe und Motiven versehen. Alle sind schon sehr gespannt, wie das Endresultat aussehen wird.


03.03.16

Vinschgerwind 5-16

/Jugend/ 33

Schlanders

Foto:Tanja Gschnell

Mittelschüler unterstützen Projekte in Indien

Die Spendengelder vom Weihnachtskonzert konnten Mittelschüler der musikalischen Klassen an Petra Theiner von der Organisation „Südtiroler Ärzte für eine Welt“ übergeben. Mit den Geldern werden Projekte in Indien unterstützt.

D

ie drei Klassen mit musikalischer Ausrichtung an der Mittelschule Schlanders haben beim Weihnachtskonzert insgesamt 1.754,97 Euro Spendengelder eingenommen. Dieses Geld wurde an Petra Theiner von der Organisation „Südtiroler Ärzte für die Welt“ übergeben. Theiner betreut in Kalkutta (Indien) das Projekt „Müllkinder“. Bei der Spendenübergabe stellte Frau Theiner die Projekte der „Südtiroler Ärzte für die Welt“

mit dem Thema „Hoffnung auf einen besseren Morgen“ vor. In Indien herrschen sehr schlimme Zustände. In Kalkutta gibt es riesige Müllberge vor der Großstadt. Dort leben Menschen, die sich vom Müll ernähren, es werden Kinder geboren, die nicht registriert werden. Die Personen, die nicht registriert sind, haben keine Rechte und dürfen sich auch nicht an das Krankenhaus wenden. Weil die Eltern der Kinder nicht viel Geld haben, müssen die Kinder schon mit 4 Jahren arbeiten. Viele der Kinder und Erwachsene sterben an Krankheiten und Unterernährung. Ein großer Teil der Kinder leben mit „der englischen Krankheit“, Rachitis genannt, wegen Vitaminmangel, andere sind an Lepra erkrankt. Mit den Spenden wurden bisher gemeinsam mit der einheimischen Bevölkerung 4 Schulen in Indien gebaut, Operationen und Prothesen finanziert und sehr vielen Kindern einmal pro Woche ein nahrhaftes Essen ermöglicht. Wir hoffen, dass mit unserer Spende in Indien viel Gutes getan werden kann. Emanuela Persolja und Jenny Paulmichl, Klasse 2M der Mittelschule Schlanders

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Schlanders/Südtirol

Foto: „Wind“-Archiv

Fürs Ehrenamt begeistern

A

lljährlich trifft sich die Landesleitung der Südtiroler Bauernjugend (SBJ) zwei Tage zur Klausur. Gemeinsam ging die Gruppe heuer in Schlanders der Frage nach, wo Ehre und wo das Amt im Vordergrund steht, welche „Rechte“ und „Pflichten“ mit einer Aufgabe verbunden sind und wie die Zusammenarbeit untereinander noch

Die Mitglieder der Landesleitung bei ihrer Klausurtagung in Schlanders

verbessert werden kann. Am zweiten Tag wurde der Fragebogen für eine Online-Umfrage erarbeitet. Sieghard Alber, SBJ-Landesobmann: „ Es war beeindruckend zu sehen, wie viel Positives unsere Funktionäre mit dem Ehrenamt verbinden. Wenn man so motiviert dabei ist, dann bringt man auch Vieles weiter.“

Passionsspiele 03.–20.03.2016 Hl. Kreuz Kirche

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34 /Kultur/

Vinschgerwind 5-16

03.03.16

Frühstück in Weiß Es hat geschneit. Das Weiß des Schnees bedeckt die Terrasse, bedeckt die Grünanlagen vor dem Bürgerheim. Die Schneepracht klettert über Dächer und Bäume, entfaltet sich über dem Talgrund bis zum Nördersberg, bis zum „Hasenöhrl“ und zum „Hohen Dieb“. Aber langsam - die Erklärung dieser Namen ist eine eigene Geschichte! Die Gänge und Speisesäle im Bürgerheim von Schlanders sind großzügig, mit viel Glaswänden angelegt, mit viel Licht und viel Blick ins Freie. Hier fühlt sich der Heimbewohner umsorgt und aufgehoben wie in einem noblen Hotel, mit wohlgelaunter und freundlicher Bedienung. Zum morgendlichen Frühstück wird viel Landschaft serviert, besonders prächtig mit dem frischen Schnee. Er wird hier unten nicht lange liegenbleiben. Die schöne Aussicht nach allen Seiten ist als besondere Kostbarkeit des Bürgerheimes zu nennen, mit Blick zum „Hasenöhrl“ als Höhepunkt. Ein letzter Gletscher im Gefolge der Ortlergruppe, im äußersten Osten, zwischen dem Vinschgau und dem Ultental! Hier in der Nähe überquerten schon im Altertum die Menschen mit Eseln auf Saumpfaden, rätoromanisch „asinàrea“ genannt, den Bergkamm. Aus dieser lateinischen Bezeichnung entwickelte sich das deutsch klingende Wort „Hasenöhrl“, wobei die Ähnlichkeit mit einem Hasenohr der Fantasie überlassen bleiben muss. Die Sache mit dem „Hohen Dieb“, dem 2738 m hohen Felshaufen am wichtigen Vinschgau-Ultner-Rontscher Joch wird je nach Standpunkt verschieden gedeutet. Die Ultner bezichtigten die Vinschger als Viehdiebe und umgekehrt. Jedenfalls hat mir ein Ultner bestätigt, dass es vor allem Ultner Viehdiebe waren, die sich seit jeher regelmäßig mit der wolligen Beute bereicherten. Ähnliche Vorwürfe gibt es beim Frühstück nicht mehr, wohl aber Erinnerungen an das Leben „auf dem Berg“. So etwa an die Bergschule in faschistischer Zeit, also von 1930 bis 1942, als der Deutschunterricht verboten war. Die Lehrerin für Italienisch musste nämlich darauf achten, dass kein Deutsch gesprochen wurde, natürlich auch nicht geschrieben. Sie wunderte sich sehr, dass die Schrift der Schüler hartnäckig gotische Züge trug. „Ma perchè scrivete sempre con la punta?“ Warum schreibt ihr immer mit diesen spitz auslaufenden Buchstaben? Die Erklärung war recht einfach: Zu hause haben die Kinder Deutschunterricht bekommen und zwar von den Eltern noch immer in gotischer Schrift und so hat sich die Muttersprache sogar im Schriftstil erhalten. Dass es auch heimlichen Deutsch-

Oben: Frühstück im Bürgerheim von Schlanders; der Neuschnee taucht die Berghänge in blaues Weiß. Einige „Bürgerheimer“ stammen von Höfen des Nörderberges oder des Sonnenberges. Sie erzählen gern von ihrem oft schräg und quer über das Tal verlaufenden Lebensweg. Rechts: Blick vom Bürgerheim „Nikolaus von der Flühe“ in Richtung Ortler. Links die 3304 m hohe Laaser Spitze mit vorgelagerter Jennwand. In den Wintermonaten müssen die Bergbauern noch bei Nacht mit der Arbeit beginnen... frühe Licher aus dem Stall verkünden den Beginn des Tageswerkes. Rechts unten: Das Hasenöhrl, Höhenmeter 3257, mit der gut erkennbaren Schneespur der Bergsteiger neben der „Blauen Schneid“. So heisst das schmale Felsband, das bis zu Spitze führt. Durch das Abtauen der Gletscher müssen Wanderer heute mühsam über den zackigen Felsgrat „kraxln“, um zum Gipfel zu gelangen.

unterricht gegeben hat, durfte nicht verraten werden. Die Italienischlehrer hatten es nicht leicht; meistens waren es Lehrerinnen, die völlig überfordert waren. Unter anderem auch durch die Einsamkeit der abgelegenen Bergschulen. Und so wurde am Frühstückstisch auch die Geschichte mit dem Adler erzählt. Es war in den Fünfzigerjahren, als es noch viele Bergschulen gab, dass eine Lehrerin den dreistündigen Aufstieg zur Schule nach Außeregg am Schlanderser Sonnenberg machen musste. Es ist leicht verständlich, dass sie alle Ausreden suchte, um diesen Opfergang zu vermeiden. Einmal war es die Krankheit, dann das Wetter und wenn alle Entschuldigungen verbraucht waren, ja dann musste man sich etwas ganz besonderes einfallen lassen: Die Lehrerin erklärte, dass sie auf dem Sonnenberg, ohne Schutz des Waldes, wiederholt von Adlern angefallen wurde... Die Klage wurde gehört, sogar der Alto Adige berichtete von diesem Adlerangriff wie von einem Attentat auf die italienische Nation. Mittlerweilen gibt es keine Bergschulen mehr, wohl aber die Erinnerungen, die hier im Bürgerheim ausgetauscht werden, von Hof zu Hof, vom Sonnenberg bis zum Nördersberg. Hans Wielander


03.03.16

Vinschgerwind 5-16

/Kultur/ 35


36 /spezial-heiraten/

Vinschgerwind 5-16

03.03.16

Gut geplant, ist halb verheiratet… Verliebt. Verlobt, verheiratet. Damit dies auch so einfach klappt, wie es klingt, will einiges vorbereitet sein… Jede Hochzeit ist individuell und genauso jede Hochzeitsliste. Die nachstehende Checkliste soll Orientierung geben. von Angelika Ploner

12 – 6 Monate vorher: Um mit der Planung nicht ins Schwitzen zu kommen, lohnt es sich frühzeitig den Rahmen der Hochzeit abzustecken und Organisatorisches anzugehen. - H ochzeitsart festlegen: standesamtliche Trauung oder kirchliche Trauung - Hochzeitstermin festlegen

6 – 4 Monate vorher: Vieles bedarf einer bestimmten Vorlaufzeit. Die meisten Vorbereitungen fallen in dieses Zeitfenster. - V orläufige Gästeliste zusammenstellen: Diese Liste gilt in einem zweiten Moment auch bei der Erstellung der Einladungskarten. Am besten die Gästeliste in elektronischer Form erstellen, damit diese immer wieder bearbeitet werden kann.

- Termine mit den engsten Verwandten, Freunden und Trauzeugen abstimmen und eventuell Alternativen einplanen

- Trauung planen: Ablauf der Trauung mit dem Pfarrer besprechen

- P rüfen, ob der Termin noch frei ist (Standesamt, Kirche, Pfarrer, usw.)

- Musik für die Hochzeitsfeier organisieren

- Trauzeugen aussuchen - Geburtsurkunden raussuchen - Größe der Hochzeitsfeier festlegen (Anzahl der Gäste) - Ort der Feier bestimmen (im Freien, Restaurant, Festsaal ...) - H ochzeitsreise planen (Termin festlegen und evtl. Reisepass, Visum und Schutzimpfungen prüfen und den Urlaub beantragen) - H ochzeitsordner anlegen: Alle Unterlagen sortieren und nach Kategorien abheften - Hochzeitsrahmen festlegen, dazu zählt auch einen ersten vorläufigen Kostenplan aufstellen. Sehr wichtig: das Budget festlegen. Wieviel Geld zu Verfügung steht, muss vorher abgeklärt werden.

- Texte und Lieder aussuchen - Fotograf organisieren: Der Hochzeits-Fotograf oder der Hochzeits-Video-Filmer sind mitunter die Wichtigsten Partner einer Hochzeit. Sie fangen die einmaligen Momente in Bildern (und Ton) ein. - eventuell Hochzeitsauto mieten: Überlegen womit man von Zuhause zum Standesamt oder vom Standesamt zur Lokalität fahren will. - Partyservice planen: Falls nicht in einem Restaurant gefeiert werden soll, dann frühzeitig um einen Partyservice umsehen. - Druckerei suchen - Einladungskarten bestellen: Die Einladungskarten (und Tisch- und Menükarten) müssen rechtzeitig gedruckt werden. - Hochzeitstanzkurs buchen: Das gilt nicht nur für unerprobte Tänzerinnen und Tänzer, ein Auffrischungskurs tut jedem Paar gut


03.03.16

Vinschgerwind 5-16

/spezial-heiraten/ 37

3 – 4 Monate vorher: Nun nimmt die Hochzeitsfeier langsam Gestalt an. - Das Brautkleid rechtzeitig aussuchen: Es müssen eventuelle Lieferzeiten und Änderungen (Schneider) berücksichtiget werden. Das Kleid sollte erst vier Wochen vor der Trauung endgültig angepasst werden. - Kleidung für den Bräutigam aussuchen: Auch hier sollten endgültige Anpassungen erst vier Wochen vor der Trauung durchgeführt werden. - Trauringe aussuchen - endgültige Gästeliste zusammenstellen, - Einladungskarten verschicken: Spätestens jetzt sollten die offiziellen Einladungskarten ihre Gäste erreichen. Die wichtigsten Personen wissen schon seit längerer Zeit Bescheid über den Termin und haben diesen sicher frei gehalten. - Papiere für Standesamt oder Kirche zusammenstellen

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- Blumenschmuck aussuchen - auch Rechtliches ist abzuklären: Soll nach der Hochzeit Gütergemeinschaft oder Gütertrennung den rechtlichen Rahmen abstecken. Paare sollten sich darüber Gedanken machen, auch wenn das wenig romantisch klingen mag

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Florenz

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Lago Maggiore

28.03. 16

Gardaland

17.04. 16

San Marino – Zwergstaat in Italien

25.04. 16

Gut Aiderbichl bei Salzburg

08.05. 16

Muttertagsfahrt

16.05. 16

Bavaria Filmstadt in München

29.05. 16

ins Zillertal mit der Dampf-Lok

02.06. 16

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05.06. 16

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08.03.-13.03. 16

Sardinien, Insel der Feen & Hirten

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10.07. 16

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Berlin mit Musical

24.07. 16

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09.04.-10.04. 16

Stuttgart mit Musical „Disneys Tarzan“

31.07. 16

Königssee

15.04.-17.04. 16

Wien mit Musical

14.08. 16

Großglockner

21.04.-25.04. 16

zur Tulpenblüte nach Holland

21.08. 16

Zugspitze, der höchste Berg Deutschlands

23.04.-24.04. 16

Legoland Deutschland (auch als Tagesfahrt buchbar)

07.05.-08.05. 16

Lago Maggiore & Centovalli Bahn

14.05.-16.05. 16

Glacier Express

„ADRIA io av L von ido di S bis Rimini“ ABRUZZEN GARGANO

Flugreisen: 03.04.-10.04. 16

Frühlingstraum Mallorca

28.05.-29.05. 16

Florenz mit San Gimignano

12.04.-19.04. 16

Madeira – Blumenzauber im Atlantik

02.06.-05.06. 16

Badeaufenthalt in Porec-Kroatien

07.05.-14.05. 16

Chalkidiki – Die Milde, die Wilde, die Heilige!

12.07.-17.07. 16

Dresden, die Stadt an der Elbe

09.05.-20.05. 16

Südafrika – vom Krügerpark zum Tafelberg

22.07.-31.07. 16

Busrundreise „Faszination Schottland“

10.05.-17.05. 16

Reizvolles Island

13.08.-15.08. 16

Fränkische Schweiz mit Bamberg-Bayreuth-Nürnberg

24.09.-01.10. 16

exclusive Wanderreise Kefalonia

11.10.-16.10. 16

Insel Krk & die Plitvicer Seen

Schottland Schottland Schottland

Island

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San Marino San Marino

Gardaland Gardaland

Gut Aiderbichl Gut Aiderbichl

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Madeira ichl Gut Aiderb 39052 KALTERN - Goldgasse 3 39011 LANA - Hofmann Platzo 1 Gardaland San Marin Legoland Island 0471KALTERN 96 20 86 - Fax 0471 96 19 39052 - Goldgasse 3 85 Tel. 047339011 56 30LANA 71 - Fax- 0473 56 39 88 1 Tel. Hofmann Platz 39052 KALTERN Goldgasse 3 39011 LANA Hofmann Platz 1 Tel. 0471 96 20 86 - Fax 0471 96 19 85 Tel. 0473 56 30info@martinreisen.com 71 - Fax 0473 56 39 88 kaltern@martinreisen.com 39052 KALTERN Goldgasse 39011 LANA - Hofmann Tel. 0471 96 20 86 --Fax 0471 963 19 85 Tel. 0473 56 30 71info@martinreisen.com - Fax 0473 56Platz 39 881 kaltern@martinreisen.com Tel. 0471 96 20 86 - Fax 0471 96 19 85 Tel. 0473 56 30 71 - Fax 0473 56 39 88 kaltern@martinreisen.com info@martinreisen.com www.martinreisen.com kaltern@martinreisen.com info@martinreisen.com Island

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03.03.16

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Vinschgerwind 5-16

/spezial-heiraten/ 39

der Tag vorher:

An alles gedacht? Die letzten organisatorischen Dinge stehen an. Die Planung geht in den Endspurt.

Die Schmetterlinge im Bauch tanzen. Der große Tag steht vor der Tür ...

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- Handtasche der Braut packen: Make-up, Kopfschmerztabletten, Deo, Kamm, Pflaster, Nähzeug, Ersatzstrumpfhosen, u.ä.

- eventuell – wenn gewünscht - Polterabend organisieren

- Braut- und Bräutigamkleidung bereitlegen - Ringe und Papiere bereitlegen - eventuell Koffer für die Hochzeitsreise packen

- Kostenkontrolle

2 – 4 Wochen vorher: Die Hochzeit rückt in unmittelbare Nähe. - Trauringe abholen - Organisationsplan aufstellen: Den genauen Ablauf der Hochzeit besprechen. - Menü und Ablauf des Menüs: dabei auch an Alternativen (z.B. für Vegetarier) denken

Am Hochzeitstag:

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40 /Schauplatz/

Vinschgerwind 5-16

03.03.16

ModeWerk Neueröffnung in Schlanders Mode für Junge und jung Gebliebene

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

Schlanders - Glurns – Junge Mode von „ModeWerk“ gibt nun nicht nur in Glurns sondern auch in Schlanders. Am vergangenen Sonntag feierten die junge Geschäftsfrau Franziska Gögele und ihr Freund Mathias Nicolussi mit zahlreichen Kundinnen und Kunden, mit Verwandten, Freunden und Bekannten die Eröffnung von ModeWerk in der Göflanerstraße 16 in Schlanders

Franziska Gögele und Mathias Nicolussi im neu eröffneten ModeWerk-Geschäft in der Göflaner Straße in Schlanders; rechts oben: die Außenansicht; rechts unten: das Geschäft im Söleshaus in Glurns

M deWerk o Schlanders

Göflanerstraße 20 Tel. 0473 421912 info@modewerk.it

M deWerk o

GLURNS

Laubengasse 11 Tel. 0473 421912 info@modewerk.it


03.03.16

D

ie trendige, preiswertige und qualitativ anspruchsvolle Mode für Junge und jung Gebliebene von ModeWerk kommt gut an. Das hat die Jungunternehmerin Franziska Gögele nun dazu ermutigt, neben dem Geschäft in Glurns ein weiteres in Schlanders zu eröffnen. „Da das Interesse an unserem Angebot seitens der Kundinnen und Kunden aus dem Raum Untervinschgau überraschend groß ist, wollen wir ihnen nun mit einer Zweigstelle in Schlanders entgegenkommen“, so Gögele. Seit einem Jahr gibt es ModeWerk in den historischen Räumlichkeiten des renovierten „Söleshauses“ in Glurns. Die ausgebildete Sozialpädagogin und Kinderbetreuerin hatte sich mit der Eröffnung des Modegeschäftes für Damen, Herren und Kinder einen lang gehegten Traum verwirklicht. Denn sie liebt den Kontakt mit Menschen, sie unterhält sich gerne mit ihnen, ist freundlich und zuvorkommend. Und sie

versteht es mit viel Geschmack, für ihre Kundschaft gezielt die richtige Bekleidung auszuwählen. Das richtige Gespür für das, was Kundinnen und Kunden anspricht zeichnet die junge Geschäftsfrau aus. Laufend bietet sie neue Sachen an, die in Farben und Formen den aktuellen Trends und den wechselnden Jahreszeiten angepasst sind. Besucherinnen und Besucher von ModeWerk können im gepflegten Ambiente der Räumlichkeiten, sei es in Glurns wie auch in Schlanders, unter fachkundiger Beratung nach Belieben stöbern und anprobieren. Alles ist harmonisch und überschaubar angeordnet. ModeWerk bietet ein großes Sortiment an preiswerter DamenHerren- und Kinderbekleidung, Schals; Ponchos, Schuhe, Taschen und Accessoires bekannter der Marken wie Only, Only & Sons (für Herren), Converse (Schuhe), Pieces (Accessoires) und andere. Jeder Einkauf ist ein Vergnügen und schont die Brieftasche. (mds)

Vinschgerwind 5-16

/Schauplatz/ 41

ModeWerk Schanders/Glurns Schlanders, Göflanerstraße 20 Glurns, Laubengasse 11 info@modewerk.it www.modewerk.it Öffnungszeiten: Mo – Fr: durchgehend von 9 bis 18 Uhr; Sa: 9 bis 12 Uhr, Telefon: 0473 42 19 12

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42 /Nationalpark/

Vinschgerwind 5-16

03.03.16

Nationalpark Stilfserjoch

Kompetenzen beim Land Südtirol Foto: Walter Anselmi

Ein autonomiepolitischer Erfolg, der in die Verantwortung nimmt Die zwei vormaligen Pärsidenten des Führungsausschusses für den Südtiroler Anteil des Nationalparks Stilfserjoch: Josef Hofer (rechts) und Wolfgang Platter. Der Stilfser Altbürgermeister Sepp Hofer war Präsident des Führungsausschusses von 2003 bis 2011, Wolfgang Platter von 1995 bis 2003.

Wolfgang Platter, am Tag des Hlg Matthias, 24. Februar 2016, in Erinnerung an den großen Vinschger und Vorkämpfer für die Autonomie Südtirols Dr. Alfons Benedikter

I

m staatlichen Gesetzesanzeiger vom Montag, 8. Februar d. J. ist das Legislativdekret vom 13. Jänner 2016, Nr. 14 veröffentlicht worden. Staatspräsident Sergio Matarella

hat mit der Unterzeichnung dieses Dekretes jenem Beschluss der Regierung von Matteo Renzi vom 4. Dezember 2015 Rechtskraft verliehen, mit welchem die Kompetenzen zur Verwaltung des Nationalparks Stilfserjoch vom Staat an die Länder Lombardei, Trentino und Südtirol für ihren jeweiligen territorialen Anteil des Nationalpark übertragen werden.

Diese Maßnahme ist mit 23. Februar 2016 in Kraft getreten. Dieses Datum wird zu einem weiteren Eckstein der Südtiroler Landesautonomie. Waren doch Jahrzehnte lange Bemühungen und Verhandlungen vorausgegangen, in welchen die Landes- und Lokalpolitik versucht hat, die Zuständigkeit für den Nationalpark Stilfserjoch vom Staat zu erhalten.

Eine Chronologie der Ereignisse

1935

1961

1974

Ausweisung des Nationalparks Stilfserjoch mit Staatsgesetz 740/1935 als damals 3. italienischen Nationalpark von heute 24 italienischen Nationalparken.

Der Verwaltungssitz des NPS wird von Schlanders nach Bormio verlegt.

Dekret des Staatspräsidenten DPR 279/1974 als Durchführungsbestimmung zum Autonomiestatut der Region Trentino Südtirol: In der Verwaltung des Nationalparks Stilfserjoch wird den beiden Autonomen Provinzen Trient und Bozen ein Mitspracherecht eingeräumt in einem zwischen Staat und Ländern zu gründenden „Konsortium“.

1974-1992 Verhandlungen zwischen Bozen und Rom zur Neuabgrenzung des Nationalparks Stilfserjoch mit verschiedenen Vorschlägen zur Ausklammerung von unterschiedlich großen Flächenanteilen und zur rechtlichen Klassifizierung von Teilen des Nationalparks als Landesnaturpark. Keiner der Vorschläge zur neuen Abgrenzung und zur neuen Klassifizierung wird in Rom angenommen.


03.03.16

Ich erlaube mir, an dieser Stelle eine persönliche Erinnerung zu erwähnen: Als ich 1980 zum ersten Mal in den Gemeindeausschuss von Laas gewählt worden war und er erfahren hatte, dass ich Naturwissenschaften studiert hatte, hat mich der damalige Landeshauptmann-Stellvertreter und Landesrat für Raumordnung Dr. Alfons Benedikter nach Bozen gerufen und mich ersucht, ihn zu unterstützen „diesen Nationalpark neu zu regeln“. Es war Alfons Benedikter gelungen, eine internationale Kommission der IUCN (Internationale Union für die Erhaltung der Natur) mit hochrangigen Naturschutzexperten nach Südtirol zu holen. Diese Kommission aus Nationalparkdirektoren sollte ein Gutachten erarbeiten, das als Grundlage für eine neue Gebietsabgrenzung des Nationalparks und für eine Neudefinition seiner rechtlichen Struktur dienen sollte. Seither sind 35 Jahre vergangen und ich möchte im Rahmen meines heutigen Beitrages auch an den verdienstvollen Autonomisten Alfons Benedikter erinnern.

Zuständigkeit nimmt in die Verantwortung Jetzt, wo die Zuständigkeiten zum Nationalpark Stilferjoch vom Staat an die Länder Lombardei, Südtirol und Trentino für ihren jeweiligen Länderanteil übergegangen sind, werden wir Natur- und Landschaftsschutz im Nationalpark weitergehend als bisher als Land Südtirol selber ausgestalten können. Aber wir werden uns auch nicht mehr auf Rom hinausreden können. Wir werden gegenüber der nationalen und internationalen Öffentlichkeit oder beispielsweise gegenüber den bis zuletzt skeptischen und von der neuen Lösung nicht überzeugten national organisierten Umweltverbänden den Beweis antreten müssen, dass wir es mit dem Natur- und Landschaftsschutz im Nationalpark ernst meinen. Doppelbödigkeiten sind nicht haltbar. Das lange gehegte Feindbild, der Nationalpark aus dem Ausweisungsjahr 1935 sei ein faschistisches Relikt, entfällt. Es wird jetzt an uns liegen, den Nationalpark, sein Potential als Mosaik von Natur- und Kulturlandschaften als Katalysator für die Entwicklung des

1992 Abkommen von Lucca: Staat und Länder einigen sich, das Konsortium Nationalpark zu gründen und als Führungsinstrument einzusetzen.

Vinschgerwind 5-16

/Nationalpark/ 43

Flächenstatistik Nationalpark Stilfserjoch

Gesamtfläche: 130.994 ha 100 %

Südtirol 53.159 ha 41 % ländlichen Raumes in den peripheren Tälern rund um den Ortler-Cevedale-Gebirgsstock zu nutzen.

Nicht Hemmschuh, sondern Entwicklungspotential

Lombardei 60.361 ha 46 %

Der Nationalpark wird auch der Übungsplatz zur verstärkten Pflege und zum Ausbau gut nachbarschaftlicher Beziehungen zweier Sprachgruppen dies- und jenseits von Gebirgspässen sein. Durch mein Arbeitspendeln zwischen dem Vinschgau, dem Veltlin (SO), der Valle Camonica (BS) und dem Sulzberg (TN) habe ich gesehen, was Erhalt der Berglandwirtschaft bedeutet: Im Vinschgau liegt der Beschäftigungsgrad in der Landwirtschaft bei 17,2% der erwerbstätigen Bevölkerung, im Veltlintal bei 9,0%. Der Unterschied dieser zwei statistischen Indizes ist augenfällig in der Landschaft ablesbar: Am Nörderberg und in den Vinschgauer Seitentälern werden die meisten Wiesen noch gemäht, im Veltlin bleiben Mähwiesen schon großflächig ungemäht. Eine Erkenntnis daraus lautet für mich: Berglandwirtschaft erbringt auch ökosoziale Leistungen für die gesamte Gesellschaft. Dies soll von der Gesellschaft anerkannt und auch finanziell gefördert werden. Umso mehr, wenn sich die sogenannten „alpinen Brachen“, die es in weiten Teilen etwa der Westalpen schon gibt, flächenmäßig nicht noch weiter ausdehnen sollen. Die Lombardei hat großflächige Anteile der Berglandwirtschaft schon verloren. In der Vergangenheit ist das Berggebiet in einigen Alpenstaaten zu lange in neoliberalen Wirtschaftsansätzen nur als ökonomisch unrentabler Faktor bewertet worden. Der

1993 bis 1996

1935 bis 1995

Das politische Einvernehmen von Lucca wird in Staats- und Regional- und Landesgesetze übernommen.

Der Nationalpark Stilfserjoch wird vom Sonderbetrieb der staatlichen Forstverwaltung geführt (Azienda Statale Foreste Demaniali).

Trentino 17.474 ha 13 %

„Faktor Mensch“ ist in diesen Ansätzen vernachlässigt worden. Auch in der neuen Eigenverantwortung über den Nationalpark Stilfserjoch müssen wir meines Erachtens kurz-, mittel- und langfristig eine Landschaft- und Naturschutzpolitik betreiben, welche die Bewirtschaftung von Grund und Boden im bergbäuerlichen Siedlungsgebiet erhält und stützt. Der alpenweit schon starke Urbanisierungtrend und die Abwanderung der Menschen aus den hoch gelegenen Ungunstlagen in die städtischen Räume und in die Mittelpunktszentren in den Haupttalsohlenböden der Alpentäler sollen zumindest eingebremst werden.

Hohe Reparaturkosten in Gebieten mit hoher Naturdynamik Es muss uns auch bewusst sein, dass uns als Gesellschaft der Landschafts- und Naturschutz und der Erhalt der Biodiversität ohne die traditionelle Bewirtschaftung und Nutzung von Grund und Boden viel Geld kosten würde zur Sicherung des Siedlungsraumes in den Berggebieten als den Gebieten mit hoher Naturdynamik. Aber ebenso werden Landschaft an Eigenwert, Boden an Nachhaltigkeit und Biodiversität an Vielfalt verlieren, wenn wir die Intensivierungsprozesse ungehemmt verstärken würden, welche auch in der Berglandwirtschaft Einzug gehalten haben.

1995

2013

Die Kollegialorgane des Konsortiums Nationalparks werden eingesetzt und das Konsortium übernimmt für den Zeitraum 1995-2015 die Führung und Verwaltung des Nationalparks

Staatsgesetz 27. Dezember 2013, Nr. 147 (Stabilitätsgesetz 2014): Senator Dr. Karl Zeller bringt mit anderen Senatoren der Autonomiegruppe im Artikel 1 den Absatz 515 unter: In diesem Absatz wird verfügt, dass die Kompetenzen zum Nationalpark Stilfserjoch bei vorausgehendem Einvernehmen vom Staat an die Autonomen Provinzen Trient und Bozen delegiert oder übertragen werden.


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Vinschgerwind 5-16

Ständiges Wachstum und immer höhere Produktion sind nicht die Lösung des Problems, sondern das Problem selber. Die Balance zwischen Nutzen und Schützen bedarf des Maßhaltens. Nachhaltiges Wirtschaften heißt Verantwortung im Heute für die Enkel in der Zukunft zu übernehmen. Und fundamentalistische Extrempositionen waren immer schon schlechte Berater.

(M)ein Wunsch Am Ende meiner Zeit in der Verantwortung als Direktor des gesamten Nationalparks Stilfserjoch wünsche ich dem Naturschutzgebiet

03.03.16

und den darin wohnenden und wirtschaftenden Menschen und Verantwortungsträgern Sensibilität, Kompromissfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein, auf dass sie im Spannungsfeld zwischen Schützen und Nützen jene Positionen finden mögen, welche nachhaltiges und ökologisches Bewirtschaften bei Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft für die Nachwelt gewährleisten und Lebensstandard und Lebensqualität sichern.

Das Prinzip der Subsidiarität Über die letzten Jahre der intensiven Verhandlungen und der Überzeugungsarbeit

auf dem Weg zur Übertragungen der Kompetenzen zum Nationalpark vom Staat an die Länder bin ich überzeugt für das Subsidiaritätsprinzip eingestanden: Was man auf einer unteren Ebene besser lösen kann als auf der zentralen Ebene, sollte man dieser unteren Ebene anvertrauen. Landschafts- und Naturschutz unter der Käseglocke, dirigiert von gebietsfernen Schreibtischen bleibt in reifen Demokratien mittelfristig ohne Akzeptanz und Verortung. Umgekehrt gilt: Delegierung der Kompetenz auf die untere Ebene, in das Gebiet selbst nimmt in die Verantwortung.

Die neue Durchführungsbestimmung zum Nationalpark im Detail Nachstehend fasse ich für die an vertiefter und detaillierter Information interessierten Leserinnen und Leser die wesentlichen Inhalte der Durchführungsbestimmung in deutscher Sprache zusammen. Die neue Durchführungsbestimmung zum Autonomiestatut der Region Trentino Südtirol in Sachen Nationalpark Stilfserjoch ist als Legislativdekret Nr. 14 vom 13. Jänner 2016 im staatlichen Gesetzesanzeiger in italienischer Sprache erschienen. Benennung: Legislativdekret 13. Jänner 2016, Nr. 14 Publiziert im staatlichen Gesetzesanzeiger Gazzetta Ufficiale vom 8. Februar 2016, Serie generale n. 31, Seiten 1-6 Originaltitel in Italienisch: Norme d´attuazione dello statuto speciale della regione autonoma Trentino - Alto Adige, recante modifiche ed integrazioni all´articolo 3 del decreto del Presidente della Repubblica 22 marzo 1974, n. 279, in materia di esercizio delle funzioni amministrative concernenti il Parco Nazionale dello Stelvio Gliederung: Das Legislativdekret Nr. 14/2016 umfasst einen einzigen Artikel mit 15 Absätzen. Inhaltliche Zusammenfassung: Absatz 1 - Übertragung der Zuständigkeiten: Die Zuständigkeiten zum Nationalpark Stilfserjoch werden vom Staat an die autonomen Provinzen Trient und Bozen Südtirol übertragen, wobei die einheitliche Ausrichtung(„configurazione unitaria“) und die Benennung als Nationalpark erhalten bleiben. Die Verwaltungsbefugnisse werden unter Beachtung der staatlichen Normen im Sachbereich der geschützten Gebiete sowie der Richtlinien zu Natura 2000 der Europäischen Gemeinschaft ausgeübt. Die Einhaltung der Bestimmungen, welche in der Alpenschutzkonvention enthalten sind, wird ebenfalls zur Auflage gemacht. Absatz 2 - Ein Koordinierungskomitee als Garant der einheitlichen Ausrichtung: Die einheitliche Ausrichtung des Nationalparks in seinen drei Länderanteilen wird durch die Einsetzung eines Koordinierungskomitees gewährleistet. Dieses Koordinierungskomitee setzt sich aus neun Mitgliedern zusammen und zwar aus je einem Vertreter der Autonomen Provinz Trient, des Landes Südtirol, der Region Lombardei, des staatlichen Umweltministeriums, der Nationalparkgemeinden Trentinos, der Nationalparkgemeinden Südtirols, der Nationalparkgemeinden der Lombardei, der repräsentativsten Umweltschutzvereinigungen und des nationalen Institutes für die Umweltforschung (ISPRA=Istituto Superiore per la Ricerca Ambientale). Absatz 3 - Konstituierung des Koordinierungskomitees: Das Koordinierungsko-

2014 Gesetzesdekret vom 24. Juni 2014, Nr. 91 umgewandelt in Gesetz vom 11. August 2014, Nr. 116: Das Einvernehmen zur Übertragung der Befugnisse zum Nationalpark Stilfserjoch wird auf die Region Lombardei ausgedehnt. Diese Bestimmung war notwendig, weil die Lombardei eine Region mit Normalstatut ist und die Sonderautonomie der Region Trentino Südtirol rechtlich nicht auf die Region Lombardei ausgedehnt werden kann.

mitee konstituiert sich innerhalb von 60 Tagen nachdem die Durchführungsbestimmung in Kraft getreten ist. Die Amtsdauer des Koordinierungskomitees beträgt fünf Jahre. Absatz 4 - Der spezifische Schutz des Nationalparks Stilfserjoch: Der spezifische Schutz des Nationalparks Stilfserjoch wird durch die Erarbeitung des Nationalparkplanes und des Nationalparkreglements gewährleistet. Parkplan und Parkreglement werden für den eigenen Zuständigkeitsbereich von der jeweiligen Provinz genehmigt. Beide Lenkungsinstrumente müssen im Einklang mit den Leitlinien sein, welche vom Koordinierungskomitee hierzu unter Beachtung der staatlichen Bestimmungen über die geschützten Gebiete erarbeitet und genehmigt werden. Die Provinzen sichern, unter Berücksichtigung der Prinzipien des staatlichen Rahmengesetzes über die geschützten Gebiete 394/1991, geeignete Formen der Beteiligung von öffentlichen Verwaltungen und anderer Vertretungen von Interessensgruppen zu. Ebenso gewährleisten die Provinzen die Harmonisierung der Landesgesetze gegebenenfalls durch deren Anpassung an die Inhalte des Parkplans und des Parkreglements. Absatz 5 - Das Gutachten des Umweltministeriums zum Nationalparkplan und -reglement: Damit die einheitliche Ausrichtung des Nationalparks gewährleistet ist, werden die Vorschläge zu Parkplan und Parkreglement dem vorausgehenden und bindenden Gutachten des Umweltministeriums unterbreitet. Das Umweltministerium erlässt sein Gutachten binnen 90 Tagen ab seiner Beantragung. Das Gutachten des Umweltministeriums überprüft den Entwurf zum Nationalparkplan und zum Nationalparkreglement auf ihre Übereinstimmung mit den Leitlinien, welche vom Koordinierungskomitee erlassen worden sind. Dabei ist jedenfalls die statutarische Kompetenz der autonomen Provinzen zu berücksichtigen. Abänderungen zum Parkplan und zum Parkreglement unterliegen der gleichen Prozedur wie deren erste Verabschiedung. Absatz 6 - Die Verwaltungsfunktionen der Autonomen Provinzen: Die Autonomen Provinzen nehmen jene Verwaltungsfunktionen zum Nationalpark wahr, welche nicht dem Koordinierungskomitee vorbehalten sind. Der Absatz bestimmt auch, dass die Autonomen Provinzen dabei geeignete Formen der Anhörung und der Beteiligung der lokalen Körperschaften, der Eigenverwaltungen für Bürgerliche Nutzungsrechte, der Vertreter des gemeinschaftlichen Eigentums sowie der Vereine und Organisationen zusichern, mit dem Auftrag eine vertretbare Entwicklung („sviluppo sostenibile“) zu ermöglichen. Der Absatz verfügt weiters, dass die Aufsicht vom jeweiligen Landesforstkorps wahrgenommen wird.

2015 Februar

Die Zwölferkommission erarbeitet und behandelt einen Grundtext zu einer neuen Durchführungsbestimmung zum Autonomiestatut zum Sachbereich Nationalpark Stilfserjoch. Der Basistext wird in verschiedenen Sitzungen und nach der Abgabe von Gutachten der ressortzuständigen Ministerien zum endgültigen Text formuliert, welcher von der 12-Kommission am 5. August verabschiedet wird.

2015

11. Februar Im Regionenministerium wird das politische Einvernehmen zwischen dem Staat, vertreten durch das Umweltministerium und zwischen den Ländern Lombardei, Trentino und Südtirol unterzeichnet, welche die Neuregelung des Nationalparks Stilfserjoch im Sinne der obigen staatlichen Gesetzesbestimmungen aus den Jahren 2013 und 2014 vorsieht.


Vinschgerwind 5-16

/Nationalpark/ 45 Fotos: Walter Anselmi Nationalpark Stilfserrjoch

03.03.16

2015

Foto: Walter Anselmi

v.l.: Interdisziplinäres, internationales und interethnisches Gletschercamp auf der Franzenshöhe im Trafoital im September 2011 anlässlich der Eiskernbohrung am Ortler. r.: Sanierung des Amphibienteiches Sasso Prada zwischen Bormio und Cancano für den Alpenmolch (Triturus alpinus). Enrico Bassi erklärt die Abdichtungsarbeiten am Lehmteich. Foto: Walter Anselmi

Absatz 7 - Die Abdeckung der finanziellen Kosten: Dieser Absatz regelt die Abdeckung der finanziellen Kosten des Nationalparks Stilfserjoch, wobei die beiden Autonomen Provinzen Trient und Bozen Südtirol an die Stelle des italienischen Staates treten und dabei auf die Finanzmittel aus dem sogenannten Mailänder Abkommen zurückgreifen. Die beiden Autonomen Provinzen sichern dabei eine finanzielle Abdeckung bis zum Höchstausmaß von 5.492.000,00 Euro zu. Dieser Betrag entspricht der Zuweisung an den Nationalpark Stilfserjoch aus dem Finanzhaushalt des italienischen Staates zum Stichtag 31.12.2013. Absatz 8 - Die Aufteilung der Kosten zwischen den beiden Autonomen Provinzen Trient und Bozen: Hierzu wird auf ein eigenes Einvernehmen verwiesen, welches im Dezember 2015 zwischen der Region Lombardei, den Provinzen Trient und Bozen Südtirol und den Ministerien für Umwelt und Finanzen ausverhandelt und erzielt worden ist. Südtirol und Trentino steuern zu jeweils gleichen Hälften zur jährlichen Finanzierung des NPS 5,5 Mio € eben aus den Mitteln des Mailänder Abkommens bei. Davon gehen 3,5 Mio € in die Lombardei zur Abdeckung der Kosten im lombardischen Flächenanteil des NPS und des zentralen Sekretariats. Im Gegenzug zur Kompetenzübertragung zum NPS an die Länder zieht sich der Staat aus dessen Finanzierung zurück. Die Absätze 9, 10 und 11 betreffen den Übergang des Personals: Das Personal des Konsortiums Nationalpark Stilfserjoch in Stammrolle und mit unbefristetem Arbeitsvertrag geht an die jeweiligen Landesverwaltungen über. Absatz 12 - Übertragung der Geräte und Liegenschaften und des Inventars: Geräte, Einrichtungen und Inventar gehen im jeweiligen Territorium an die Länder über. Der Absatz verfügt auch, dass die Autonomen Provinzen in die aktiven und passiven Rechtsverhältnisse und Verträge eintreten. Absatz 13 - Auflösung des Konsortiums Nationalpark Stilfserjoch: Mit dem Tag des Inkrafttretens der neuen Durchführungsbestimmung, 23. Februar 2016, wird das Konsortium Nationalpark Stilfserjoch aufgelöst und dessen Präsident und Direktor verfallen von ihren Ämtern. Der Absatz 14 verfügt, dass das Koordinierungskomitee laut den Absätzen 2 und 3 seine Funktionen ab dem Tag der Auflösung des Konsortiums, also mit 23. Februar 2016 wahrnimmt. Der Absatz 15 beinhaltet eine Übergangsregelung, mit welcher verfügt wird, dass bis zur Genehmigung des neuen Parkplanes und des Parkreglements die bisherigen Bestimmungen zum Schutz des Nationalparks Stilfserjoch als Sperrfrist zur Anwendung kommen.

Foto: Wolfgang Platter

v.l.: Wolfgang Platter anlässlich einer Bartgeierfreilassung im Marteller Schludertal; Wolfgang Platter ist Vizepräsident des Netzwerkes alpiner Schutzgebiete alparc. Hier anlässlich der Vorstandssitzung von alparc in Bormio 2014; Wolfgang Platter am glaziologischen Lehrpfad zum Sforzellina-Gletscher am Gaviapass; Ferruccio Tomasi war Präsident des Konsortiums Nationalpark Stilfserjoch von 2006 bis zu dessen Auflösung 2016, Wolfgang Platter im gleichen Zeitraum Direktor.

Experten und Ehrengäste bei der Feier am Stallwieshof in Martell bei der Bartgeierfreilassung am 7. Juni 2008: v.l.n.r.: Flurin Fili (Koordinator für das Wildtiermanagement und die Forschung im Nationalpark Schweiz), Hanspeter Gunsch, Heinrich Haller (Direktor des Nationalparks Schweiz), Hans Frey (Veterinärmedizinische Universität Wien und Bartgeierzuchtstation Haringsee), eine Mitarbeiterin der Bartgeierzuchtstation Haringsee, Paolo Moreschini (damaliger Leiter des Trentiner Außenamtes im Nationalpark Stilfserjoch), Ferruccio Tomasi (Präsident des Konsortiums Nationalpark Stilfserjoch), Wolfgang Platter, Josef Hofer (Präsident des Südtiroler Führungsausschusses), Margit Stricker vom Stallwies-Hof, Remo Tomasetti (Vizepräsident des Nationalparkrates).

2015

4. Dezember

22. Dezember

Der Ministerrat unter dem Vorsitz von Ministerpräsident Matteo Renzi heißt den Text aus der Zwölferkommission zur neuen Durchführungsbestimmung zum Sonderstatut der Region Trentino Südtirol mit der Übertragung der Kompetenzen zum Nationalpark Stilfserjoch gut. Staatspräsident Sergio Mattarella wird die Norm am 13.01.2016 unterzeichnen.

Der Regionalrat der Region Lombardei verabschiedet das Regionalgesetz Nr. 39, welches das politische Einvernehmen vom 11. Februar 2015 zur Neuregelung der Kompetenzen im NPS rezipiert.

2016 Dekret des Landeshauptmannes von Südtirol vom 19. Januar 2016, Nr. 5 auf vorausgehenden Beschluss der Landesregierung Nr. 717 vom 16. Juni 2015. Das Dekret verfügt unter anderem, dass das Nationalparkamt Stilfserjoch der Abteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung der Südtiroler Landesverwaltung zugeordnet ist. Es behält seinen Sitz in Glurns bei.


Vinschgerwind 5-16

03.03.16 Foto: Leonardo Pellissetti

46 /Sport/

Latscher Rodel Tradition

Sara Bachmann (Bild) war Vorläuferin am Samstag, David und Julian Ladurner am Freitag, Nina und Jenny Castiglioni am Sonntag.

Sektionsleiter Andreas Castiglioni: „Latsch ist ein guter Partner, hat sehr viel Tradition, hat super Strukturen und verfügt über eine super Team-Arbeit. Somit können sehr viele und gut organisierte internationale Veranstaltungen in Latsch ausgetragen werden.“ Bei der JuniorenWM waren Evelyn Lanthaler, Greta Pinggera, Patrick Pigneter, Rodel-As Anton Blasbichler, der schon im Jahr 2005 auf der Gumpfreibahn rodelte, als Zuschauer dabei. (lp) v.l.: Andreas Castiglioni, Dolly Stecher, Sonja Platzer und Rennleiter Herbert Schwarz

Foto: Leonardo Pellissetti

VorläuferInnen

„Die Bahn erleben“ Foto: Leonardo Pellissetti

Vom 12. bis 14. Februar wurde auf der „Gumpfreibahn“ in Tarsch die 10. Junioren-Weltmeisterschaft auf Naturbahn ausgetragen. 73 zwischen 16 und 20 Jahre alte AthletInnen aus 15 Nationen, 13 davon aus Südtirol nahmen an den Läufen teil. Bei den Einsitzer Damen und Herren ging der Sieg an Österreich, beim Doppel an Russland.

Von Leonardo Pellissetti

M

it der perfekten Organisation des ASV Latsch Raiffeisen - Sektion Rodel hat wieder eine internationale Veranstaltung auf der „Gumpfreibahn“ stattgefunden. Die Effizienz des Latscher Sportvereines ist von der Tatsache bestätigt, dass schon in den Jahren 2008 und 2012 die Junioren-WM und im Jahr 2005 die WM ausgetragen worden sind. Am Freitag fanden die Trainingsläufe statt, bei denen ein türkischer Rodler eine Fingerverletzung erlitt. Betreut wurde er vom Dienstarzt Stefan Hau-

mer der Chrirugie am Krankenhaus Schlanders, welcher alle 3 Tage der Veranstaltung im Dienst war. Am Abend fand die Eröffnungsfeier im Tarscher Vereinshaus statt: Einzug, Nationalhymnen und Festreden. Die Organisation-Komitee-Vizepräsidentin Dolly Stecher hielt die Begrüßung an Stelle des kranken Präsidenten Roman Schwienbacher. Die VizeBM Sonja Platzer überbrachte Grußworte in 4 Sprachen: Deutsch, Italienisch, Englisch, und Russisch. Am Samstag und am Sonntag wurden die Wertungsläufe durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten beste Erfolge für Öster-

reich, das zweimal Gold eroberte. Die Einzelsiegerin Michelle Dietpold fuhr die absolute schnellste Zeit, schneller auch als die Männer. Die Südtirolerinnen Alexandra Pfattner holte Bronze, Daniela Mittermaier wurde 6., Christa Unterholzer 7.. Greta Oberrauch schied wegen einer Prellung aus. Bei den Männern ging der Sieg an Fabian Aschenrainer aus Österreich, 4. Thomas Unterholzner, 7. Philipp Haselrieder, 8. Laurin Kompatscher, 9. Florian Haselrieder und 12. Patrick De Martin aus Laas. welcher 27 Konkurrenten hinter sich ließ. Am Ende fand die Siegerehrung mit russischer und 2

Mal mit österreichischer Nationalhymne sowie Geschenke für alle teilnehmenden AthletInnen statt. Mitten in der Siegerehrung gab es die feierliche Reden. Zuerst von Sonja Platzer, die mit den Worten „Erlebnisse auf der Bahn“ die Essenz der Veranstaltung zusammenfasste. Roman Gabl sprach in Vertretung der Hauptsponsors Raiffeisenkasse Latsch und Südtirol, dann die Präsidentin Dolly Stecher. Der FIL-Delegierte Peter Knauseder lobte die ganze Latscher Organisation und insbesonders Andreas Castiglioni. Er kündigte für das Jahr 2017 ein Weltcuprennen in Tarsch an.


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Schlinig

Attraktive Langlaufrennen in Schlinig J

Fotos: Ludwig Fabi

edes Jahr macht der Südtiroler Langlaufzirkus im Rahmen der Volksbank-Trophäe in Schlinig Station. Dabei herrscht im kleinen Bergdorf Ausnahmezustand und viele Freiwillige sind auf den Beinen, um die organisatorischen und logistischen Herausforderungen zu bewältigen. Dazu kam heuer, dass mit einem Hindernis- und Verfolgungsrennen gleich zwei Veranstaltungen mit über 200 AthletInnen auf dem Programm standen. Optimale äußerliche Bedingungen und die bestens präparierten Pisten verwandelten das Schliniger Langlaufzentrum in eine Stadionähnliche Freilichtarena, in der Stadionsprecher Sepp Platter gekonnt auf dem Laufenden hielt. Dass man vom Startgelände aus die Rennen bestens verfolgen konnte, hob die Stimmung und Spannung für Athletinnen und Zuschauer entsprechend. Rückwärtsstarts, Achterlauf, Überqueren von Baumstämmen, Tiefschneeabfahrten und Zielslaloms mussten in allen Kategorien beim Hindernisparcours bewältigt werden. Neben der Ausdauer stehen dabei vor allem Gleichgewicht, Geschicklichkeit und Mut im Vordergrund.

oben: die Langlaufgruppe des ASC Sevenna; unten links: Michaela Patscheider in rasanter Abfahrt; unten Mitte: Klara und Veith Angerer, das Geschwisterpaar, welches die Langlauftradition in Schlinig weiterführt; unten rechts: Walter Eberhöfer fungierte als technischer Delegierter

machten Emma Prantner aus Latsch und Michaela Patscheider aus Burgeis/ASC Sesvenna als DoppelsiegerInnen auf sich aufmerksam.

In der Vereinswertung überzeugten der ASV Prad an 2., der ASC Sesvenna an 4. und der ASV Latsch an 5. Stelle. (lu)

Jugendfußball

Staffel-Bronze für Peter Tumler

Der wertvolle Torschütze

Foto: Sarah Mitterer

Biathlon Jugend-WM

E

s ist der bisher größte Erfolg in der noch jungen Karriere von Peter Tumler

(im Bild). Der Marteller, der im italienischen Kader der Jugend-Nationalmannschaft im Biathlon steht, sicherte sich am Abschlusstag bei der Junioren- und Jugend-WM im rumänischen Cheile Gradistei mit der italienischen Staffel die Bronzemedaille. Als zweiter Läufer der italienischen Staffel (bei der JugendWM besteht die Staffel immer aus drei Läufern) zeigte der 16-Jährige eine tadellose Leistung. Am Schießstand musste er sowohl beim liegenden als auch beim stehenden Anschlag je zwei Mal nachladen, aber vor allem in der Loipe glänzte

Tumler und sorgte dafür, dass der italienische Schlussläufer ein beachtliches Polster auf den Viert- und Fünftplatzierten hatte und am Ende jubelte Tumler gemeinsam mit seinen Teamkollegen Michael Durand und Daniele Cappellari über Bronze. Auch in den Einzelwettkämpfen war der Schüler der Sportoberschule Mals am Start. Während es im Einzel nicht nach Wunsch verlief, so überzeugte er umso mehr im Sprintbewerb, bei dem er mit zwei Schießfehlern Platz 19 belegte und konnte bei der WM eine erste große Talentprobe abgeben. (sam)

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Foto: Leonardo Pellissetti

Für Spannung sorgen auch die Verfolgungsrennen, die am zweiten Renntag im klassischen Diagonalschritt abgehalten wurden. In sportlicher Hinsicht

m Jahr 1987 war beim Vinschgerpokalfinale der C-Jugend in Mals das Tor von Ulrich Hört (Bild) entscheidend. Zuvor waren die Malser in Führung gegangen. Danach erzielte der in Deutschland ansässige Manuel Pellissetti den Ausgleich. Kurz vor Spielende traf Ulrich Hört mit einem wunderschönen Querschu ins Kreuzeck, zur Freude der Schlanderser Mannschaftskameraden, wie Gerd Matscher, Herbert Gurschler, Andreas Schuster, Mark Kaserer usw. Mit sportlerischem Fairplay gratulierte der Malser Trainer Josef Noggler den Siegern. (lp)


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Prifa CCM-Cup

Patrick De Martin

Kampf um die Meisterkrone in Prad

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Foto: Leonardo Pellissetti

as Gespräch hat am Rande der Veranstaltung der 10. Junioren WM neben der „Gumpfrei“-Bahn in Tarsch bei Latsch stattgefunden. Der im Jahr 2000 geborene Patrick De Martin (Bild) aus Laas kommt aus einer landwirtschaftlichen Familie und besucht zur Zeit die Landwirtschaftschule Fürstenburg in Burgeis. Er praktiziert kontinuierlich den Rodelsport. Wie sind Sie zum Rodelsport gekommen? „Durch die Familie Staffler sind wir zu Gaudi-Rodel gekommen!“ Der nahestehende Johann Staffler fügt hinzu. „Wir haben ein Talent in ihm gesehen und haben ihn im Rodelverein aufgenommen.“ Patrick trainiert in Laas und manchmal in Latsch. Heuer hat er als einziger Vinschger die Junioren-WM bestritten und einen wervollen 12. Platz bei 39 Rodlern aus 15 Nationen erobert. (lp)

ie heiße Phase im Prifa CCM-Cup ist schon längst eingeläutet. Die Teams kämpfen in den K.O. Runden um den Einzug ins Finale und den Gewinn der heiß begehrten Trophäe. Mit dem Titelverteidiger aus Naturns, den Blue Cannibals und den Geiern aus Prad nehmen auch in diesem Jahr wieder zwei Mannschaften aus dem Vinschgau an dieser Meisterschaft teil. Der Finaltag wird wie in den vergangenen Jahren in Prad ausgetragen, wo Eishockeyliebhaber in den Genuss von drei Matches kommen. Um 14 Uhr erfolgt der Anpfiff zum Spiel um Platz 5 und 6. Um 16 Uhr wird das kleine Finale (Spiel um Platz 3) ausgetragen. Zum Showdown kommt es dann um 18 Uhr, wenn sich die zwei besten Teams auf dem Vinschger Eis gegenüberstehen und um den Titel kämpfen werden. Wer sich für das Finale qualifiziert hat, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

Foto: Sarah Mitterer

Laas - Rodelsport

Im vergangenen Jahr setzte sich Naturns im Finale gegen Prad durch Wer bereits am Morgen den kleinsten Hockeycracks zusehen will, der sollte um 11 Uhr in der Sportzone Prad sein, denn dann werden die U10 Spieler aus Prad und Latsch

Naturns

Tennis-Jugend macht uns stolz

Biathlon

Bild: Jugendturnier Naturns Februar 2016 - Preisverleihung. Von links nach rechts: Scherer Alissa (ATFC Schlanders), Spieler Janina (ATFC Schlanders), Unterthurner Katharina, Gerstgrasser Andreas, Turnierleiter Luigi Paggetti

Internationaler Flair in Martell

Foto: „Wind“-Archiv

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om 9. bis zum 13. März ist Martell Austragungsort eines IBU-Cups, einem internationalen Event, bei dem die Profis der B-Mannschaften an den Start gehen und sich so für den Weltcup qualifizieren können. Rund 200 Athleten aus über 30 Nationen werden in der Loipe und am Schießstand um die vordersten Platzierungen kämpfen. Während am 10. und 12. März die Frauen und Männer jeweils einen Sprint austragen werden (die Rennen finden immer um 10 Uhr und um 13 Uhr statt), findet am Abschlusstag eine Mixed-Staffel sowie ein Mixed-Einzel statt. (sam)

den Puck übers Eis jagen. Abgerundet wird dieser intensive Eishockeytag mit der AfterGame Party im legendären Saloon mit der Band Sitting Bulls. (sam)

O

bwohl das Jahr 2016 erst begonnen hat, kann unser Clubnachwuchs bereits jetzt große Erfolge vorweisen. Beim kürzlich abgehaltenen südtirolweiten Jugendturnier des ASV Partschins vom 06.02. bis 14.02.2016 in Naturns zeigten unsere kleinen Spielerinnen wieder einmal, was in ihnen steckt.

In der Kategorie U10 Mädchen erkämpfte sich Scherer Alissa den 3. Platz, Janina Spieler sogar den 1. Platz.Dazu kommt noch, dass Janina Spieler auch beim V. Trofeo Re Laurino des TC Ussa in Bozen vom 01.01 bis zum 06.01.2016 in der Kategorie U10 den 1. Platz erringen konnte. Wir freuen uns über die guten

Leistungen, gratulieren allen unseren Tenniskindern und Jugendlichen und hoffen, dass wir in Zukunft noch mehr solche Erfolgsberichte schreiben dürfen. Für den ATFC Schlanders Romana Pöhli Weitere News unter www.tennis-schlanders.com


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03.03.16

Suchen freundliche Mithilfe für unseren Betrieb in Latsch im Gastgewerbe/Verkauf im Mai fürs Wochenende und ab ca. Ende Juni bis Ende September, gänztägig, auch unter der Woche Tel. 339 28 82 489 ab 17 Uhr Einheimische Pflegekraft/ Haushälterin mit Kochkenntnissen für Familie (Frau im Rollstuhl) in Naturns gesucht. 5-Tage-Woche Tel. 339 12 34 347

Unser Unternehmen zählt zu den führenden Herstellern von Südtiroler Speck ggA. und weiteren typischen Wurst- und Fleischwaren.

Vinschgerwind 5-16

/Kleinanzeiger/ 53

Fleißiges Zimmermädchen in Vollzeit für Pension in Morter gesucht. (Arbeitsbeginn nach Absprache) Tel. 335 60 06 869 (Robert)

Linienbusfahrer in Jahresstelle gesucht. Tel. 335 1011205 Prokulus Reisen - Schupfer

www.hofer-tiefbau.com Wir suchen zum sofortigem Eintritt:

· Vorarbeiter

für die Bereiche Tief- und Straßenbau

· LKW Fahrer

für LKW mit Kran und für Dumper 4-Achser

Wir suchen zur Verstärkung unseres Teams

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für die Produktion/Verpackung

Wichtig: Flexibilität setzen wir voraus Wir bieten Ihnen ein gutes Betriebsklima und ein leistungsgerechtes Gehalt.

· Mitarbeiter Tiefbau

vorzugsweise Tiefbauer, Maurer oder Hydrauliker

Schicken Sie Ihre aussagekräftige Bewerbungen an: info@hofer-tiefbau.com oder telefonisch unter Tel. 0473 616 282

Gerne können Sie sich telefonisch unter der Nummer 0473-737300 melden, um ein unverbindliches Bewerbungsgespräch mit Herrn Ivan Gianordoli zu vereinbaren. Evtl. schriftliche Bewerbungen können Sie an folgende E-Mail-Adresse richten: ivan.gianordoli@recla.it

Gruppe

Konzessionär der Marken

www.meinalmhof.at

Wir suchen zum ehestmöglichen Eintritt

Wir suchen Verstärkung für unser Team!

VERKÄUFER/INNEN (in Vollzeit und Teilzeit)

für den Eurospar in Schlanders und den Despar in Naturns Wir bieten Ihnen die Möglichkeit sich beruflich weiterzubilden, Aufstiegsmöglichkeiten und die Mitarbeit in einem jungen, dynamischen Team. Vorraussetzung sind gute Deutschund Italienisch-Kenntnisse Senden Sie Ihre Bewerbung an die Personalabteilung ASPIAG SERVICE GmbH, Buozzistraße 30, 39100 Bozen E-Mail: job.bz@despar.it Privacy-Informationen (D.L.G.S. 196/2003) sind unter www.despar.it einsehbar

Das 4****superior Hotel Mein Almhof ist das Top-Hotel in Nauders im Dreiländereck. Wir suchen bestens ausgebildete und engagierte Verstärkung für unser Dream-Team!

Rezeptionist/in Reservierungsmitarbeiter/in Mitarbeiter/in Front-Desk Barkeeperin für Hotelbar Wir bieten geregelte Arbeitszeit mit 5-Tagewoche, sowie eine Top-Entlohnung! Eintritt nach Vereinbarung, Ganzjahresstelle! Hotel Mein Almhof GF Luis Kröll luis.kroell@meinalmhof.at Tel.: +43 (0) 5473 87313


54 /Kleinanzeiger/

Vinschgerwind 5-16

03.03.16

Jahrestag/Danksagungen Du bist nicht mehr da, wo du warst, aber du bist überall, wo wir sind.

Auferstehung ist unser Glaube Wiedersehen unsere Hoffnung Gedenken unsere Liebe

3. Jahrestag

1. Jahrestag

Meinrad Dietl

Ägidius Raich Gidi

*09.01 1923 † 06.03.2013 Taufers i. M.

* 22.05.1974 † 12.03.2015 Kortsch Wir gedenken Deiner ganz besonders bei der hl. Messe am Sonntag, 13. März 2016 um 9.45 Uhr in der Pfarrkirche von Kortsch. Die Trauerfamilie

In Liebe und Dankbarkeit erinnern wir uns am Sonntag, 6. März um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche von Taufers i.M. besonders an dich. Deine Familie

Gegangen bist du aus unserer Mitte, jedoch nicht aus unseren Herzen.

Josef Tanzer

Tregg Sepp – Tschengls * 07.05.1931 † 28.01.2016

Auf diesem Wege möchten wir allen DANKE sagen: · für die vielen Zeichen der Anteilnahme · für die Gedächtnisspenden, Blumen und Kerzen · für die zahlreiche Teilnahme an den Seelenrosenkränzen und an der Beerdigung · den Sarg- und Lichtträgern, den Vorbeterinnen und dem Kirchenchor · der Geistlichkeit für die würdige Gestaltung des Beerdigungsgottesdienstes · allen, die in irgendeiner Weise einen Dienst erfüllt haben · dem Hausarzt Dr. Plangger, dem Pflegedienst und besonders den Ärzten und Schwestern der Abt. ZÜST. vom Krankenhaus Schlanders · für jedes stille Gebet Danke allen, die unseren Sepp in guter Erinnerung behalten Die Trauerfamilie

Nachruf

Franz Stecher

Nogler Franz Wirt zur Alpenrose – Fischerhäuser

*7.11.1936 † 8.2.2016 St. Valentin Als Gründungsmitglied und Präsident des Fischervereins Haid vom April 1983 bis April 1988 hat er dem Verein lange Jahre die Treue gehalten und sich immer sehr für die Belange eingesetzt. Wir haben im viel zu verdanken und werden sein Andenken stets in Ehren halten. Unsere besondere Wertschätzung gilt dem Verstorbenen und in dankbarer Erinnerung nehmen wir Abschied. Der Vereinsvorstand

Ein Engel sein, nur für einen Tag… und Dich noch einmal wiedersehen… um dir zu sagen, wie sehr du uns hier unten fehlst und wir dich niemals vergessen werden.

Anton Köllemann „Mouler Toni“ *11.06.1948 † 01.01.2016 Hoad

Wir möchten auf diesem Weg allen DANKE sagen, die an uns und unseren Tata gedacht und an den Seelenrosenkränzen und der Beerdigung so zahlreich teilgenommen haben. Es war schön zu sehen, wie viele Menschen unseren Tata geschätzt haben, wie viele sich in unserer Trauer mit uns verbunden gefühlt haben und es immer noch tun.

„Koltats insern Tata in guater Erinnerung“ Annemarie, Michaela, Petra, Siegmar und Siegrid mit Familien

Auch wenn du nicht mehr unter uns bist, in unseren Herzen wirst du immer sein. 3. Jahrestag

Josef Innerhofer *24.03.1927 † 28.02.2013 Pitschenhof Morter

Wir denken ganz besonders an dich bei der hl. Messe am Samstag, 05.03.2016 um 18 Uhr in der Pfarrkirche von Morter. Allen, die daran teilnehmen ein herzliches Vergelt’s Gott. In Liebe deine Familie


03.03.16

Vinschgerwind 5-16

/Kleinanzeiger/ 55

Weiterbildung/Allfälliges Kartenlegerin Anna vom 8.3. – 12.3.16

Wind-Termine

· Fahrt zum Einkaufzentrum Nico nach Bassano del Grappa & den Stoffladen Scampoli

wieder in Schlanders!

am Sa. 12. März 2016

Termine und Info unter: Tel. +49 8867 7139939 Mobil: +49 1520 881 8221 oder www.anna-waffenschmidt.de

AM HORIZONT

SCHAUSPIEL ZUM THEMA „ALZHEIMER“ VON PETRA WÜLLENWEBER FÜR JUGENDLICHE AB 11 JAHREN Wann: Fr. 4. März 2016 um 20.00 Uhr Wo: Kulturhaus Karl Schönherr in Schlanders Karten: im Kulturhausbüro (Göflanerstr. 27, Schlanders) und an der Abendkasse ab 19.00 Uhr

· Fahrt zum Stoffmarkt in Freising am So. 17. April 2016

Anmeldung: Tel. 347 798 72 65 Vinschger Busdienst KG d. Armin Taraboi & Co. – Mals Schluderns

www.isofol.it · Meran

Neue Telefonnummer:

0473 616 909

infogay 6342

Die Musikkapelle Burgeis lädt zum Festkonzert

0471 97

Wann: am Samstag, 5. März 2016 um 20.00 Uhr Wo: im Kulturhaus von Burgeis

Info + Beratung von Schwulen für Schwule, BISex und freunde > jeden dI. 20–22 uhr > infogay@centaurus.org

Die Vinzenzgemeinschaft hilft Menschen in Not

KOSTENLOSE HILFE FÜR IHRE GARTENPLANUNG Wann: Samstag, 19.03.2016 von 8.00 – 12.00 & 14.00 – 17.00 Uhr Wo: Gärtnerei Schöpf, Neue Vinschgauer Str. 2, Schlanders/Vetzan, Tel. 0473 74 21 88, www.gaertnerei-schoepf.com Anmeldung erforderlich

Infos: Herbert Habicher Tel. 0473 731 080

Schöne

für Mädchen und Jungen

KONSUMGENOSSENSCHAFT LAAS Tel. 0473 62 65 21

Alex Muscolino

An- und Verkauf von Altgold, Schmuck, Zahngold, Silberwaren

sowie Fantasy, Marco Ventre & Band, Melissa Naschenweng und Robin Marc Wann: Sonntag, 13.03.2016 von 12 bis ca. 15 Uhr Wo: Nauders, Bergstation Bergkastel Tel. +43 5473 87427, www.nauders.com Eintritt mit gültigem Skipass/Berg-/Talfahrt frei!

Neu eingetroffen: Erstkommunionbekleidung

DER GOLDMARKT

Schlager im Schnee Open-Air mit Francine Jordi

Besuchen Sie uns

Pensionist aus dem Vinschgau

Sofortauszahlung nach Tageskurs!

sucht auf diesem Weg eine liebe, einfache Frau 65 – 70 Jahre. Ich würde mich auf deinen Anruf freuen. Tel. 345 68 74 506

Meran - Mühlgraben 32 Tel. 328 67 17 997 Tel. 0473 21 00 53 2° Stock

Weiterbildung vor Ort IVHS – Freizeit

Kunterbunte Kartenideen

Beruf

Selbst gebastelte Einladungs- und Glückwunschkarte bereiten viel Freude. REFERENT/IN Martina Thanei TERMINE Sa, 12.03. + Sa, 19.03.2016 UHRZEIT 09.00 Uhr – 12.00 Uhr, insgesamt 2 Treffen ORT Jugendzentrum Schlanders Kursbeitrag 15 Euro (inkl. Materialspesen) ANMELDESCHLUSS Mi, 09.03.2016 Freizeit

Vom Korn zum Brot – Backkurs für Anfänger und Fortgeschrittene REFERENT/IN

TERMINE UHRZEIT ORT Kursbeitrag ANMELDESCHLUSS

Mike Kofler Di, 15.03., Fr, 18.03., Di, 22.03.2016 18.00 Uhr – 22.00 Uhr, insgesamt 3 Treffen OSZ Mals 80 Euro Do, 10.03.2016

Auffrischungskurs Arbeitssicherheit für Arbeitnehmer (D.LGS. NR. 81 VOM 09.04.2008) REFERENT/IN

TERMINE UHRZEIT ORT Kursbeitrag ANMELDESCHLUSS

IVHS – Freizeit

Hase & Co. Die Nähwerkstatt zu Ostern REFERENT/IN

TERMINE UHRZEIT ORT Kursbeitrag ZIELGRUPPE ANMELDESCHLUSS

Gesundheit

Info – Anmeldung:

www

gwr.. it

Hauptstraße 1 – Bahnhof Spondinig – 39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 0473 61 81 66 – E-mail: info@gwr.it Öffnungszeiten: Mo – Do: 08.00 Uhr – 17.00 Uhr | Fr: 08.00 Uhr – 12.00 Uhr

Melanie Perkmann Sa, 19.03.2016 14.00 Uhr – 18.00 Uhr, insgesamt 1 Treffen St. Valentin a. d. H., Mittelschule 12 Euro Kinder ab 6 Jahren mit Begleitperson Mo, 14.03.2016

Yoga & Kommunikation REFERENT/IN

Details zu den Kursangeboten finden Sie auf www.gwr.it

Johann Unterthurner Di, 15.03.2016 08.30 Uhr – 15.30 Uhr, insgesamt 1 Treffen GWR Spondinig 75 Euro Do, 10.03.2016

Susanne Steidl und Sieghardt Gostner TERMINE Do, 31.03. oder Do, 07.04. oder Do, 14.04. oder Do, 28.04. oder Do, 12.05.2016 UHRZEIT 08.30 Uhr – 16.30 Uhr ORT Wohn- und Pflegeheim Laas Kursbeitrag 50 Euro pro Treffen ANMELDESCHLUSS Do, 25.02.2016 HINWEIS Jeder Termin ist ein getrennter Kurs d.h. es handelt sich um denselben Kurs an 5 verschiedenen Terminen – natürlich kann jemand wenn er/sie mag, den Kurs auch zweimal besuchen.


Schlanders


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Vinschgerwind ausgabe 5-16 Vinschgau Südtirol by Vinschgerwind - Issuu