Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n째 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abge채ndert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen
Nr. 24 (265) 03.12.15 I.P. 11 Jg.
www.vinschgerwind.it
Das Comeback
Hans Rubatschers neuer (letzter?) Anlauf Richtung Kaunertal
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03.12.15
Inhalt
Vinschgerwind 24-15
/inhalt/ 3
Das (letzte?) Comeback von Hans Rubatscher & Co
Foto: Angelika Ploner
Foto: Erwin Bernhart
Kommentar
Seite 6
In Latsch wird mit zweierlei Maß gemessen Seite 5
Rabland/Partschins/Töll: Der LH in Rabland
Seite
4
Rabland: In Sachen Sanität „Schlecht kommuniziert“
Seite
4
Schlanders: Traumlage Schlossgarten
Seite
5
Schluderns: Bozner Verhältnisse
Seite
5
Landeck/Scuol/Mals: Neue Buslinien nach Landeck
Seite
8
Sulden: Claudia Jung zum Auftakt der Skitestwoche
Seite 10
Leserbriefe und Stellungnahmen
Seite 12
Schlanders: VKE-Sektion fordert Recht auf Gesundheit ein
Seite 14
Vinschgau: Mobilität ist Lebensader für Wirtschaft
Seite 14
Menschen: Gottfried Lechner aus Laatsch
Seite 17
Sonderthemen: Kinderträume - Schöneben - Bergbahnen Nauders
ab Seite 34
Nationalpark Stilfserjoch: Die Lärche - Waldsymphonie in Gelb Interessant isches in Schluderns. Des sain di Boazner in Vinschgau. Foscht jeder isch a oagne Partei.
Du wearsch it sogn welln, dass ma fir Schluderns a oagenes Wohlgsetz brauchn weart.
Seite 48
von Chefredakteur Erwin Bernhart
Die Brieftaschen-Wahl Es wird sich in diesen Wochen herausstellen, was den Oberländern - den Graunern, den Langtauferern, den Haidern, den Reschern der jahrelange Traum von einer Liftverbindung Langtaufers-Kaunertal wert ist. Ein Wert nämlich über Lippenbekenntnisse hinaus. Belegen können sie das mit der eigenen Brieftasche. Denn ab sofort kann für eine Aktiengesellschaft „Oberländer Gletscherbahn“ eingezahlt werden. Hans Rubatscher, Chef der Pitztaler- und der Kaunertaler Gletscherbahnen, will mit der Gründung einer Aktiengesellschaft in Graun, endlich herausfinden, wie die Oberländer tatsächlich ticken. Und damit ist vorerst nicht die Gemeindepolitik gemeint. Gemeint sind die Wirtschaftstreibenden im Allgemeinen und die Tourismustreibenden im Besonderen. Innerhalb der Tourismustreibenden und jener, die indirekt vom Tourismus profitieren, kommt die Einzahlung für eine Aktiengesellschaft einer Art „Volksbefragung“ gleich. Das Konto ist gleichsam die Wahlurne. Aber was wählen die Einzahler da? Geht es nach den Befürwortern, wird der Aufschwung, wird eine Saisonverlängerung, eine bessere Auslastung, ein Aufschwung aller Skigebiete gewählt. Geht es nach Kritikern, wird eine Schieflage aller bestehenden Skigebiete, ein Verkehrs-Überrollen von Langtaufers, eine Naturschändung gewählt. Was es aber im Oberland mit Sicherheit braucht, ist eine Richtungsentscheidung. Was wird mit der Haideralm passieren? Was mit der Verbindung Haideralm-Schöneben? Eines ist auch klar: Man kann im Oberland nicht vieles für lange Zeit in der Schwebe halten, nur um einem Traum nachzujagen. Deshalb soll nun gewählt werden. Die Brieftaschen-Wahl ist eröffnet.
4 /politik/
Vinschgerwind 24-15
Weihnachtsmarkt
Rabland/Vinschgau
„Schlecht kommuniziert“
A
Foto: Erwin Bernhart
uf die Frage, wie denn eine Gesundheitsreform funktionieren solle, wenn die Primare unzufrieden sind und kündigen, antwortete Arno Kompatscher in Rabland, dass er sich dessen bewusst sei, dass das Thema hochemotional diskutiert werde. Von einem Kollegen aus Vorarlberg sei im Hinblick auf die Gesundheitsreform gefragt worden, ob man noch bei Fackelumzügen oder schon bei Hungerstreiks angelangt sei. Überall in Europa gehe die Tendenz in Richtung Tageskliniken. „Wenn wir alles so lassen, sind die Krankenhäuser in der Peripherie in zehn Jahren zu“, warnte Kompatscher. Ein Krankenhaus mit zwei Standorten, das sei die Devise. „Unser Problem sind zu wenig Ärzte, nicht zu wenig Geld“, so Kompatscher, „wir werden Dienste teilen, nicht überall soll alles gemacht werden.“ Es sei bereits ein For tschritt , dass in einer Arbeitsgruppe die Definitionen für die Krankenhäuser erarbeitet würden. „Es ist unsere Schuld, dass wir bisher diese Reform schlcht kommuniziert haben“, sagte Kompatscher. Und zur Unzufriedenheit bei den Basisärzten: „Schuld am derzeitigen staatlichen Arbeitsvertrag ist das Urteil, welches den Landesvertrag zu Fall gebracht hat. Die Ärztegewerkschaft selbst habe den Landesvertag angefochten, so Kompatscher. (eb)
Wind - online
Umfrage auf www.vinschgerwind.it
Gibt es viele Verbesserungsmöglichkeiten beim öffentlichen Nahverkehr? Neue Umfrage: Sind Sie dafür, dass in Langtaufers eine Gondelbahn auf’s Karlesjoch gebaut werden soll?
88,2 %
JA
11,8 % NEIN
LH in Rabland Rabland/Partschins/Töll - LH Arno Kompatscher hat sich vorgenommen, im Laufe der Legislaturperiode Bürgerversammlungen in sämtlichen Gemeinden zu besuchen. Am Mittwoch, den 25. November war er in Rabland. Konkret wurde er in der Sache Umfahrung Rabland.
Foto: Erwin Bernhart
Am 1. Adventsonntag, den 29. November, war in der Lebenshilfe von Schlanders ein Weihnachtsmarkt mit handwerklichen Produkten. Fotos dazu auf www.vinschgerwind.it
03.12.15
von Erwin Bernhart
B
M Albert Gögele, der Gemeindeausschuss und der Gemeinderat sind Umsetzer. Demnächst sollen der Neubau des Kraftwerkes Salten (5,5 Millionen Euro), der Neubau des Seniorenheimes (9 Millionen Baukosten, 1,6 Millionen Euro Einrichtung) und ab Jänner das 1. Baulos der Jakobsstraße in Rabland umgesetzt werden. Gögele nannte die drei Großprojekte bei der Bürgerversammlung am 25. November 2015 im vollbesetztem Geroldsaal. Mittelfristig sind geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen an der SS38 und die Sanierung der GS Rabland geplant. Langfristig („Ich meine in den kommenden 5 Jahren“ O-Ton Gögele) sei die Umfahrung von Rabland umzusetzen. Und da erbete er die Stellungnahme vom anwesenden LH Arno Kompatscher.
Bevor Kompatscher auf diesen dringenden Punkt zu sprechen kam, erläuterte er seine Art der Politik. Die Ausgangslage bei seinem Amtsantritt sei düster gewesen: 12% Arbeitslose, der SEL-Skandal, die Finanzregeleung wegen der Staatskrise, die allgemeine Krise in Europa. Als Sahne sei die Rentengeschichte hineingeplatzt. Inzwischen habe man die Steuern gesenkt, die Unternehmer entlastet, Steuerfreibeträge angehoben. Eine Senkung von insgesamt 210 Millionen Euro. Die Arbeitslosigkeit sei auf 4,3% gesunken. Energie, Finanzregelung (aufgrund des Notenwechsels zwischen Rom und Wien von völkerrechtlicher Bedeutung), Landeshaushalt (2015 in der Höhe von 5,4 Milliarden Euro). Dann kam Kompatscher auf das Lokale zurück, zur Umfahrung von Rabland. Die Kostenschätzung sei mittlerweile auf
44,5 Millionen Euro. „Das hat uns in der Landesregierung erschreckt“, sagte Kompatscher. Die Umfahrung von Rabland sei das prioritäre Projekt im Westen (Kastelbell und Meran sind auf Schiene). Es sollen, so Kompatscher, kostensenkende Möglichkeiten gemeinsam nochmals diskutiert werden. Innerhalb Februar sollen die technischen Eigenschaften auf alle Fälle genehmigt werden, damit das Projekt ins Bauprogramm des Landes verankert werden kann. Kostensenkungen, so mehrere Befürchtungen in der Diskussion, gehe wohl auf Kosten der Qualität. Dem sei nicht so, sagte Kompatscher. Und zu Bedenken zum Flughafen sagte Kompatscher, dass hochqualifizierte Firmen diese Form der Anbindung bräuchten, auch der Tourismus und dann auch Kongresse und Kulturveranstaltungen.
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Vinschgerwind 24-15
/politik/ 5
Schluderns
Auf dem hohen Ross
Bozner Verhältnisse
M
it zweierlei Maß – so scheint’s - werden in der Gemeinde Latsch ordentliche Beiträge vergeben. Harald Plörer, den Obmann der Musikkapelle Goldrain-Morter ärgert’s. 600 Euro weniger an Zuwendung von der Gemeinde Latsch erhält die Musikkapelle Goldrain-Morter im heurigen Jahr. Als einziger Verein. Und ohne Grund. Bei der Ratssitzung heute vor einer Woche forderte Plörer vom Kulturreferenten Mauro Dalla Barba (Bild r.) eine Erklärung. „Mir geht es um eine faire Behandlung aller Vereine“, sagte Plörer. Die Erklärung blieb aus. Nur soviel: „Es steht nirgends geschrieben, wie die ordentlichen Beiträge vergeben werden.“ Angetrieben wurde die Debatte durch die Mitgliedszahl, die, so Dalla Barba, bei der
Beitragsvergabe berücksichtigt wurde. Nicht bei allen Vereinen, nur bei den Musikkapellen. 39 Mitglieder hatte Plörer bei seinem Ansuchen angegeben, so wie in den Jahren zuvor auch. Auf telefonische Nachfrage von Seiten der Gemeinde korrigierte er die Zahl auf 55. Effektiv hat die Musikkapelle Goldrain-Morter 48 Mitglieder. Um es kurz zu machen: Die Musikkapelle Goldrain-Morter hat keine Mitglieder – im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren – verloren, der Beitrag ist aber um 600 Euro gekürzt worden. Berechtigt also die Frage, warum der Kirchenchor Latsch, dessen prominentes Mitglied der Kulturreferent ist, 400 Euro mehr (2014) an Zuwendungen erhalten hat? Oder das Trainingszentrum Vinschgau mit Präsidentin und
Vizebürgermeisterin Sonja Platzer einen finanziellen Zuwachs der Zuwendungen von 500 Euro verbuchen kann. (Platzer: „Ordentliche und außerordentliche Beiträge wurden zusammengelegt.“) Dass sich vor diesem Hintergrund Grundsatzfragen aufdrängen, wird mehr als verständlich. Wie gerecht ein mitgliederorientiertes System ist, darf bezweifelt werden. Ratsmitglied Didi Stricker brachte es auf den Punkt: „Bei einem solchen System werden die Dorfvereine immer benachteiligt sein. Weniger Mitglieder in einem Verein müssen außerdem noch mehr Einsatz bringen.“ Nicht vom hohen Ross ließ sich Bürgermeister Hemuth Fischer (Bild l.) bei der anschließenden Bürgerversammlung in Morter herunter. Kein Gehör gab’s für Parkplatzprobleme oder das „kostenlose Nutzungsrecht“, das den Steuersatz von Zweitwohnungen, in denen Kinder oder Eltern wohnen, abmildern würde. Den Latscher Bürgern ist eine demütigere Politik zu wünschen. (ap)
Schlanders
m Schludernser Gemeinderat herrschen seit den erzwungenen Neuwahlen im Mai 2014 „Bozner Verhältnisse“. Im Gemeindeausschuss sind seither alle vier Parteien (Bürgerliste Schluderns mit BM Erwin Wegmann, SVP mit Ortsobmann Mar-
tin Reinalter, die Liste „Mitnond“ mit Astrid Reinstadler und die Freiheitlichen mit Romina Eberhöfer) vertreten. Reinstadler ist aus dem Ausschuss zurückgetreten, BM Wegmann hat die Vierer-Koalition als gescheitert bezeichnet und als neue Gemeindereferentin Martha Innerhofer (im Bild links) (Bürgerliste) vorgeschlagen. Mit 6 Ja, 6 Nein, zwei Enthaltungen ist Wegmann damit abgeblitzt. Am vergangenen Dienstag (nach unserem Redaktionsschluss) ist ein neuer, letzter Anlauf gemacht worden. (eb)
Wann das Hotel Schlossgarten in Schlanders abgerissen wird, ist noch unklar. Lange dürfte es aber nicht mehr dauern. Man steht auf halbem Weg im ehrgeizigen Wohnbau-Vorhaben.
Tür und Tor
Foto: Angelika Ploner
B
aureif ist das Ganze noch nicht. Und doch: Hinter verschlossenen Türen sorgt das Bauvorhaben bereits jetzt für Diskussionen. Die Rede ist vom Wohnbauprojekt der Immobilien Pohl GmbH beim ehemaligen Hotel Schlossgarten in Schlanders. Traumlage, direkt im Dorfkern, in nächster Nähe zum Parkplatz Staineranger: Eine Millionengrube, die sich direkt in der Wohnbauzone B2 befindet und dessen touristische Bindung verstrichen ist. Vorprojekt liegt noch keines auf dem Tisch, dafür gibt es einen Bebauungsvorschlag, den der Schlanderser Immobilienmakler der Baukommission der Gemeinde Schlanders bereits vorgelegt - und wieder zurückgezogen hat. „Wir
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Foto: Erwin Bernhart
Fotos: Angelika Ploner
Latsch
müssen das Ganze optimieren, denn wir wollen natürlich ein gutes und schönes Projekt realisieren“, sagt Pohl auf Nachfrage dem Vinschgerwind. Um es kurz zu machen: Pohl wollte die baulichen Möglichkeiten ausloten. Streitpunkt sind Volumen und Höhe. Vor dem Hintergrund des Palabirnprojektes scheinen die Gemeindeväter nun vorsichtiger geworden zu sein. Zur
Erinnerung: Das Palabirnhaus, das derzeit am Ortseingang von Schlanders entsteht, reizt nicht nur die Gemüter, sondern auch den politischen Spielraum aus. Raus aus dem Ensembleschutz, rein in eine maßgeschneiderte Wohnbauzone, deren Kubatur nun nachträglich nochmal großzügiger ausfallen soll. Ein entsprechendes Ansuchen der Immobilien Pohl liegt seit Au-
gust auf: Erhöhung der Baudichte von 2,9 Kubikmeter pro Quadratmeter auf 3,3 Kubikmeter pro Quadratmeter. Mogelpackung, die Bedienung von Einzelinteressen: Die Gerüchteküche in Schlanders brodelt. Pikant für Bürgermeister Dieter Pinggera ist zudem, dass seine Frau eine Wohnung im Palabirnhaus von der Immobilien Pohl GmbH erworben hat. Am 10. Dezember wird die Landesraumordungskommission über die Anfrage der Immobilien Pohl GmbH befinden. Dann wird es dem Gemeinderat vorgelegt. Wie groß das Ja-Lager dann sein wird, wird sich zeigen. (ap)
6 /Titel/
Vinschgerwind 24-15
03.12.15
Das letzte Aufgebot
Das Organisationskomitee „Oberländer Gletscherbahn“ v.l.: Paul Jakomet (Geschäftsführer Skigebiet Karerpass), Josef Thöni (HGV Obmann von Graun und SVP-Gemeindeausschussmitglied), Manfred Blaas aus Langtaufers, SVP-Gemeinderat Reschen Thomas Federspiel, Geometer Peter Oberhofer aus Graun und SVP-Gemeinderatsmitglied St. Valentin Magnus Blaas
von Erwin Bernhart
A
m Ende der Veranstaltung ruft der Kaunertaler Bürgermeister Peppi Raich dem Grauner Bürgermeister Heinrich Noggler zu: „Ich wünsche dem Kollegen Heini Mut, dieses Projekt zu unterstützen.“ Nach Mut war BM Noggler nicht zumute. Zu Beginn der Veranstaltung sagt Noggler nur: „Ich möchte mich hier neutral informieren.“ Dann meldet sich Noggler nicht mehr zu Wort. Zwischen diesen bürgermeisterlichen Aussagen fand am Freitag, den 20. November 2015 im Grauner Gemeindesaal eine denkwürdige und richtungweisende Versammlung statt. Der Einladung des Organisationskomitees „Oberländer Gletscherbahn“, verteilt über HGV-, hds- und Ferienregionskanäle, waren mehr als 100 Leute gefolgt. Nur ganz vorn waren noch Sitzplätze frei, dafür reichten die Stühle hinten bis zum Eingangsbereich. Ein nicht funktionierendes Mikrofon war weder dem Inhalt noch der Stimmung abträglich. Junge Leute aus der Gemeinde Graun, Hotelbetreiber, viele Kaunertaler, viele Nauderer, Zaungäste, auch ausgewiesene Skeptiker: Die Einladung hatte es in
sich. Denn unter Punkt 3 und unter Punkt 4 hieß es da „Businessplan und Gründungsprozedur einer Aktiengesellschaft“ und „Zeitplan zur Verwirklichung des Projektes“. Die gebotene Eile wurde mit der Aussage von Hans Rubatscher, dem Geschäftsführer der Pitztaler Gletscherbahnen, welche auch das Kaunertaler Gletscherskigebiet mitbetreuen, klar: „Uns würde ein Zusammenschluss Langtaufers-Kaunertal gut gefallen. Wenn, dann muss es demnächst geschehen, sonst tun wir nix mehr.“ Rubatscher verweist auf sein Alter, auf das Alter von Eugen Larcher, dem langjährigen Bürgermeister von Feichten und langjährigem Geschäftsführer der Kaunertaler Gletscherbahnen. Die Jungen hätten, so Rubatscher, andere Pläne. Es ist im Oberland ein offenes Geheimnis, dass der ehemals heiße Draht von Kaunertalbefürwortern zu Rubatscher nie erkaltet ist. Umgekehrt auch nicht. Auch dann nicht, als Rubatscher vor zwei Jahren ein ursprüngliches Angebot - im Gegenzug zu einer Verbindung Langtaufers-Kaunertal der Haideralm eine Öffnungs-Garantie von 10 Jahren geben zu wollen - entnervt zurückgezogen hat. Mit der Gemeinderatswahl im Mai dieses Jahres ist neuer Geist in den Rat eingezogen, mit dem Langtauferer Josef Thöni ein Gast-
wirt und ein vehementer Befürworter der Verbindung aufs Karlesjoch in den Gemeindeausschuss. Der politische Wind hat sich in Graun gedreht. Ende August dieses Jahres wurde im Grauner Gemeinderat ein Grundsatzbeschluss gefasst (mit 11 Ja-Stimmen, 1 Gegen-Stimme und 3 Stimmenthaltungen bei 15 Anwesenden und Abstimmenden), wo es unter anderem heißt, der Gemeinderat ... beschließt „... die Initiative Verbindung Langtaufers-Kaunertal grundsätzlich zu befürworten, ohne finanzielle Verpflichtungen von Seiten der Gemeinde...“ Spätestens ab dann war der Startschuss auf kommunaler Ebene für eine neue Offensive in Richtung Verbindung Langtauferskaunertal gegeben. Denn Rückendeckung hatte man bereits im Vorfeld von höchster Stelle. Rubatscher betonte dies nochmals bei der Versammlung in Graun: „Platter hat mit Kompatscher gesprochen und beiden Landeshauptleuten würde eine Verbindung Langtaufers-Kaunertal gefallen.“ Vor diesem politischen Hintergrund agiert nun das Organisationskomitee „Oberländer Gletscherbahn“. Bei der Informationsveranstaltung in Graun hat man sich deshalb nicht lange mit den Vorzügen und Vorteilen, mit dem Potenzial einer nachhaltigen Wertschöpfungssteigerung, mit der Schaffung
Fotos: Erwin Bernhart
Die Geschichte rund um einen Zusammenschluss Langtaufers-Kaunertal ist alt. So alt, dass nur verwegene Träumer an eine Verwirklichung geglaubt haben. Nun wird ein neuer Anlauf genommen - es könnte wohl der letzte sein. Doch der Anlauf ist verwegen...
Vinschgerwind 24-15
03.12.15
von Arbeitsplätzen, mit einer Saisonverlängerung, die eine Bahn auf den nahe gelegenen Kaunertaler Gletscher mit sich bringen soll, aufgehalten. Man ist bald einmal zu des Pudels Kern vorgestoßen. Die Vorteile einer Gletscherbahn vorgetragen hat der Geschäftsführer des Skigebietes Karerpass Paul Jakomet. Jakomet war es auch, der den Fahrplan zur Verwirklichung vorgestellt hat: „Ziel ist es, eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Graun zu gründen. Diese Aktiengesellschaft soll das Projekt umsetzen. Die Gesellschaft wird aufgelöst, sollte in den nächsten drei Jahren nichts passieren.“ Ziel sei es, so Jakomet, 500.000 Euro von etwa 100 Leuten in der Gemeinde Graun zusammenzubekommen, „um das Projekt in der Bevölkerung zu verankern“. Eingezahlt werden könne ab sofort. „Es können alle mittun, die an das Projekt glauben, auch Private“, sagte Jakomet. Die Einzahlungssumme kann jeder selbst bestimmen und davon lediglich 25 Prozent bis Ende Jänner auf ein eigens bei der Raiffeisenkasse Obervinschgau eingerichtetes Konto hinterlegen. „Bei der Raika Obervinschgau gibt es ein vergünstigtes Darlehen zur Zeichnung der Aktien“, sagte Jakomet. Ist die Summe bis Ende Jänner beisammen, wird die Aktiengesellschaft gegründet und zwar mit einer Kapitalerhöhung. „Die Einzahler werden dann Aktionäre“, hieß es bei der Versammlung in Graun. Dass dann die Kaunertaler mit Hans Rubatscher mit 4,2 Millionen Euro einsteigen werden, ist wohl klar. Denn im Finanzierungsplan für die „Oberländer Gletscherbahn“ ist die Rede davon, dass mit einem Eigenkapital von rund 4,7 Millionen Euro gestartet werden soll. Gelingt diese Initiative der Politik über die Geldtaschen der Oberländer, soll, so die Promotoren, mit einem verwegenen Zeitplan durchgestartet werden: Eine Machbarkeitsstudie soll erstellt werden, welche dem Gemeinderat, dem Umweltbeirat und der Landesregierung zur Genehmigung vorgelegt werden soll. Die Machbarkeitsstudie, bei entsprechenden positiven Genehmigungsprozeduren, ist Voraussetzung für die Eintragung in den Skipistenplan. „Ziel ist es, diese Eintragung in den Skipistenplan bis September 2016 erreicht zu haben“, sagte Jakomet. Ziel sei es auch, die Gletscherbahn im Oktober 2017 in Betrieb zu setzen. Man sei sich bewusst, dass dieser Fahrplan „ambitioniert und anspruchsvoll“ sei. Es gab heftigen Applaus dafür bei der Versammlung in Graun. „Es muss unser Projekt werden“, rief der Gemeindereferent Josef Thöni den Leuten zu und ortete „eine tolle Stimmung“ in der Gemeinde. Für den Einzelnen handle es sich um nicht viel Geld, um die Gemeinde Graun in neue Sphären zu führen, sagte Thöni. In der Diskussion meldeten sich Befürwor-
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tauschen könne. Kritiker blieben allerdings stumm. So gab es heftigen Applaus für die Anfrage vom Campingbetreiber Heinrich Thöni: „Wann und Wo kann man einzahlen?“ Die Frage, was denn Schöneben oder die Haideralm zum Projekt sagen, wurde von Jakomet wie folgt beantwortet: „Wenn ich eine Bäckerei eröffnen möchte, gehe ich zur Gemeinde, und ich frage nicht den nächsten Bäcker um seine Meinung.“ Diese Antwort spiegelt das Selbstverständnis der neuen Offensive wider. Denn in der Rentabilitätsrechnung wird ein künftiger Skiverbund skizziert. Da heißt es wörtlich: „Für den Winter wird beabsichtigt gemeinsam mit den Skigebieten Kaunertal und Fendels einen Skiverbund zu bilden. ... Der Gesamtumsatz des neuen Skiverbundes Kaunertal, Fendels und Langtaufers wird dann aufgrund dieser Schlüssel (von vornherein festgelegte Parameter für jede einzelne Aufstiegsanlage, Anm. d. Red.) verteilt. ... Ein ähnliches System wird auch bei anderen Skiverbunden angewandt. Selbstverständlich wird auch ein Skiverbund mit den anderen Skigebieten des Oberlandes angestrebt.“
Tauwetter: Der Grauner BM Heinrich Noggler im Gespräch mit dem Investor Hans Rubatscher ter zu Wort. Der bereits zitierte Rubatscher. Karl Ploner aus Nauders mahnte zur Eile und zur Zusammenschau. Denn, so Ploner, er habe das Gefühl, dass man derzeit eher auseinanderdrifte. Ploner spielte damit auf die zähen Verhandlungen zwischen Schöneben, Nauders, Haideralm und Watles in Richtung Neuaufstellung des Skipasses an. Hansi Klöckner sagte, dass „uns mit diesem einmaligen Projekt die Jugend am Herzen“ liegen müsse. Watles-Präsident Günther Bernhart: „Wir müssen endlich davon wegkommen, dass jedes Skigebiet eigene Studien macht. Die Kirchtürme müssen weg.“ Eine skitechnische Verbindung zwischen Watles-Haideralm-Schöneben und Nauders sei anzustreben. Ein Gletscherskigebiet sei eine Riesenchance, gerade als Saisonsverlängerung, um bisher kalte Betten füllen zu können. Der Reschener Gemeinderat und Mitglied des Komitees Thomas Federspiel: „Viele junge Leute gehen in die Schweiz arbeiten. Mit den neuen Abkommen im Gesundheitswesen etwa sinkt die Attraktivität der Arbeitsplätze in der Schweiz. Deshalb ist es wichtig, neue Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen.“ Hans Rubatscher rief dazu auf, dass sich auch kritische Stimmen zu Wort melden mögen, damit man Argumente aus-
Der letzte Satz ist die einzige Bezugnahme vor allem auf Schöneben. Von Schöneben weiß man, dass der dortige Präsident Oswald Folie eine Verbindung mit dem Kaunertal zum jetzigen Zeitpunkt nicht befürwortet. Man müsse, so Folie, zuerst neue Betten bereitstellen. Denn im Oberland seien zu wenige Betten für eine neue Anlage vorhanden. Folie, dessen Schöneben AG heuer rund 5 Millionen Euro in das Skigebiet investiert hat (sh. ab Seite 38), befürchtet - im Gegensatz zu den Kaunertalbefürwortern - eine Schieflage für alle Skigebiete im Oberland. Wohl auch deshalb der Zuruf des BM-Kollegen aus dem Kaunertal an den Grauner BM Heinrich Noggler: „Wünsch dir Mut, dieses Projekt umzusetzen.“
Geschätztes Investitionsvolumen für die „Oberländer Gletscherbahn“ Bruttoinvestition 2 Kabinenbahnen Pisten Lawinenschutzbauten
16,5 Mio.
Beitrag
Nettoinvestition
7,4 Mio.
4 Mio
9 Mio. 4 Mio
1 Mio.
1 Mio.
Parkplätze
440.000
440.000
sonstige Spesen
500.000
500.000
Gesamt
22,4 Mio.
7,4 Mio.
14,9 Mio.
Abdeckung des Finanzbedarfes Eigenkapital langfristige Bankfinanzierung
4,7 Mio. 10,2 Mio.
8 /Wirtschaft/
Das Stabilitätsgesetz für 2016 hat im Senat die erste Hürde geschafft. Unsere Kollegen Senatoren haben sehr gute Arbeit geleistet und wichtige Verbesserungen erwirkt: -D ie Landes-GIS für Steuerzwecke ist mit der staatlichen IMU gleichzusetzen; -B estätigung Sicherungspakt von 2014: die beiden autonomen Provinzen von Bozen und Trient werden nicht mehr wie die anderen Regionen den neuen Kürzungen unterworfen sein; -S tipendien, die das Land vergibt, werden steuerbefreit; -F lurbereinigungsverfahren wieder steuerfrei und können somit fortgesetzt werden; -V erlängerung des Steuerbonusses für „hochqualifizierte Auslands-Rückkehrer“ wieder hergestellt; -E inzelunternehmer können Betriebsimmobilien steuerlich begünstigt in das Privatvermögen überführen; Einiges ist auch daneben gegangen. Die Regierung hatte die Mehrwertsteuer auf Pellets wieder von 22% auf 10% gesenkt. Eine transversale Mehrheit in der Kommission hat dies wieder zunichte gemacht. In der Zwischenzeit haben wir uns in der Abgeordnetenkammer wieder mit der Verfassungsreform herumgeschlagen. Es wird diesmal keine Abänderungen mehr geben, die Mehrheit ist mehr als ausreichend. Hundert Abänderungsvorschläge sind noch zugelassen, über alle wird geredet, alle werden von der Mehrheit niedergestimmt. Wir müssen uns zwar den „Hosenboden durchsitzen“ , es geht aber trotzdem diesmal alles schneller als geplant. Die Endabstimmung wird erst nach Weihnachten stattfinden. Wenn wir nach dem Stabilitätsgesetz wieder einen klaren Kopf haben werden. Schon nächste Woche ist das Stabilitätsgesetz bei uns auf der Tagesordnung. Die Abänderungsvorschläge unserer Gruppe sind vorbereitet. In der Weihnachtswoche wird „Zahltag“ sein. Dann wird sich zeigen, was von den frommen Wünschen effektiv im Stabilitätsgesetz berücksichtigt ist: Steuergutschrift bei Anschluss an Biomasse Fernheizungen - Steuererleichterung bei Eigentumsübertragungen von Sonderbetrieben und Gemeindekonsortien an Gemeinden - Fixgebühr bei Grundstückskäufen für selbstbewirtschaftende Nebenerwerbsbauern - Reduzierung der Einsparungen bei Patronaten und CAF Gemeindegesellschaften - Kleinapotheken.
03.12.15
Neue Buslinien nach Landeck Landeck/Scuol/Mals - Das Tiroler Oberland, das Engadin und der Vinschgau arbeiten seit Jahren, auch im Rahmen der Schlanderser Gespräche, eng bei der Planung des Öffentlichen Personen Nahverkehrs zusammen. Mit Fahrplanwechsel am 13. Dezember gibt es nun neue attraktive Buslinien, welche vor allem das obere Gericht und die Anbindung an den Bahnhof Landeck betreffen. Foto: Tibert Keller
Rom-Infos ins Tal
Mindestens von 7.00 bis 7.00 Uhr an 7 Tagen pro Woche stündlich eine Verbindung Nach diesem Grundsatz wird der öffentliche Verkehr ab dem 13. Dezember 2015 im gesamten Grenzraum betrieben. Um dieses Ziel zu erreichen bieten Südtirol und Graubünden auf der Strecke Mals – Müstair – Tschierv – (Zernez) auf dieses Datum hin ebenfalls zusätzliche Verbindungen an.
von Ludwig Fabi
U
nter der Koordination des INTERREG-Rates Terra Raetica wurden in den letzten Jahren mehrere Anstrengungen unternommen, die bestehenden grenzüberschreitenden Angebote im Öffentlichen Verkehr zu harmonisieren. Insbesondere in der Zusammenarbeit zwischen Südtirol und Graubünden ist viel erreicht worden. In 10 Jahren sind aus verschiedenen Buslinien, welche jeweils kurz vor der Grenze endeten, zwei leistungsfähige internationale Buslinien entstanden. Diese Linien sind beidseitig der Grenze jeweils vollständig in die Anschlussknoten eingebunden und stellen so eine attraktive Transportkette her. Die jährlich steigenden Fahrgastzahlen sprechen für sich. Das Land Tirol und der Verkehrsverbund Tirol haben nun ebenfalls in Zusammenarbeit mit dem Kanton Graubünden und Südtirol
Foto: Ludwig Fabi
von Albrecht Plangger
Vinschgerwind 24-15
den Öffentlichen Verkehr im Oberen Gericht Richtung Mals im Vinschgau und Scoul im Engadin neu organisiert. Dieser sieht auf Tiroler Seite künftig stündlich ab Landeck bis Kajetansbrücke und mindestens zweistündlich bis Nauders und Martina (Schnellbus) mit Anschluss nach Nauders, Vinschgau und Engadin (Scuol) neue Buslinien vor. Somit werden die internationalen Anschlüsse an Railjet und Regionalzüge Richtung Innsbruck und Vorarlberg wesentlich verbessert. Speziell profitieren werden auch die vielen Studenten aus dem Vinschgau, welche so auf funktionierende Transportketten zählen können. Damit rückt man dem Ziel ein Stück näher, durch grenzüberschreitende Angebote im öffentlichen Verkehr das Zusammenwachsen einer Region zu fördern. Der Arbeitskreises „Mobilita Raetica“ im INTERREG-Rat Terra Raetica wird sich auch zukünftig in diesem Sinne engagieren. Großes Interesse bei der Vorstellung des neuen Nahverkehrsnetzwerkes mit der Tiroler LHStv. Ingrid Felipe sowie Behörden und Regionalentwicklern aus dem Dreiländereck.
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/Wirtschaft/ 9
Schlanders
Im Halbstundentakt direkt nach Bozen I
v.l. BM Dieter Pinggera, Reg. Ass. Josef Noggler, Kunhilde von Marsoner, Martin Ausserdorfer, Joachim Dejaco Foto: Heinrich Zoderer
Insgesamt 1.500 Oberleitungsmasten müssen entlang der Strecke aufgestellt werden. Alle 40 Meter ein Masten. Auch ein neues Signalsystem wird eingerichtet. Über ein Mobilfunknetz wird dann jede Sekunde dem Fahrdienstleiter über einen Monitor mitgeteilt wie schnell er fahren darf. Da die neuen Züge 106 m lang sind (derzeit 80 Meter) müssen auch die Bahnsteige von 80 auf 125 m verlängert werden. Umbauarbeiten sind auch im Bahnhofgelände von Mals notwendig, damit vier Zuggarnituren dort parken können. In Schlanders wird ein Geleis still gelegt und zwischen Schlanders und Laas müssen drei Kurven begradigt werden. 1917 und 1919 wird in den Sommermonaten der Zugverkehr für drei Monate eingestellt, um die notwendigen
Arbeiten durchführen zu können. Die Kosten belaufen sich auf 56 Millionen. Regionalassessor Noggler erklärte seinen Beschlussantrag, die Vinschgerbahn mit Wasserstoff zu betreiben. Er zeigte sich überzeugt davon, dass Wasserstoff in Zukunft für die Mobilität und die Energieversorgung eine große Rolle spielen wird, gab aber auch zu, dass ein Umrüsten auf Wasserstoff für eine Eisenbahn in Italien totales Neuland wäre und daher die Genehmigungsprozeduren lange und schwierig wären. Er sprach sich deshalb beim Stammtisch auch für die Elektrifizierung der Vinschgerbahn aus und versprach, sich bei der Haushaltsdebatte dafür einzusetzen, dass auch die notwendigen Geldmittel zu Verfügung gestellt werden. (hzg)
jung.it
m Halbstundentakt können 16.500 Personen pro Tag (derzeit sind es 7.500) von Mals, ohne umzusteigen, in die Landeshauptstadt befördert werden. Dies war die zentrale Aussage bei einem Stammtischgespräch in Schlanders, organisiert vom Gemeindesozialausschuss unter der Leitung von Kunhilde von Marsoner. Martin Ausserdorfer, der Präsident der STA und Joachim Dejaco, der Generaldirektor der STA berichteten ausführlich über die notwendigen Baumaßnahmen und der Regionalassessor Josef Noggler informierte über den Wasserstoff als Energieform mit vielen Perspektiven. Vor 10 Jahren beförderte die Vinschgerbahn 1 Million Fahrgäste, derzeit sind es 2 Millionen. Mehr ist nach Dejaco nicht möglich, deshalb soll durch die Elektrifizierung und den Ankauf von neuen Flirtzügen die Kapazität erhöht werden. 150 Sitzplätze haben die derzeitigen Dieselzüge. Die neuen Flirtzüge haben 276 Sitzplätze und die Fahrgäste können bis Bozen, bzw. bis zum Brenner oder nach Innichen befördert werden, ohne umzusteigen. Um diese Züge einzusetzen und einen durchgehenden Halbstundentakt zu organisieren, sind mehrere Baumaßnahmen notwendig.
bald haben sie neue nachbarn!
in kürze eröffnet das bekannte wirschaftsberater-büro lanthaler+berger+bordato+partner seine neue niederlassung in schlanders. mit der eröffnung des neuen büros rücken wir ein stück näher zu unseren mandanten im vinschgau und unterstützen sie vor ort zuverlässig bei allen steuer- und wirtschaftsfragen.
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10 /Wirtschaft/
Vinschgerwind 24-15
03.12.15
Sulden/Madritsch
„Je t`aime mon amour“
Fotos: Magdalena Dietl Sapelza
für Sulden
Auftakt der Skitest-Woche in Sulden: die deutsche Schlager-Queen Claudia Jung singt auf der Madritscher Bühne. Begeisterte Fans umjubeln sie in der verschneiten Winterwelt.
J
e t`aime mon amour - mit diesem Ohrwurm begrüßte Claudia Jung ihre Fans bei eisigen Temperaturen auf der Madritscher Bühne. Der romatische Song aus dem Jahre 1994, begleitet von Richard Claydermann am Klavier, zählt zu ihren größten Erfolgen. Und sie entführte manchen Fan damit in romantische Zeiten. Die Künstlerin servierte eine Stunde lang Gustostücke aus ihrem Repertoire. Mit Claudia Jung ist es den Verantwortlichen der Seilbahn Sulden um Geschäftsführer Erich Pfeifer und seinem Team gelungen, zum Auftakt der Skitest-Woche eine der bekanntesten deutschen Schlager-Sängerinnen zu
engagieren. Sie steht seit über zwanzig Jahren erfolgreich auf der Bühne. Die Skitestwoche findet seit 31 Jahren in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift SkiMagazin statt. Die Initiatoren waren 1984 der Tausendsassa Paul Hanni und der damalige Chefredakteur des Ski-Magazins Heinrich Körner. Die Veranstaltung lockte heuer rund 500 Gäste nach Sulden. Es waren rund 100 mehr als 2014. Die Hotels und Pensionen des Ortes (nicht alle hatten geöffnet) waren ausgebucht. Die Skifahrerinnen und Skifahrer, vorwiegend aus dem deutschen Sprachraum, wurden von den erfahrenen Skilehrern der Skischule
Sulden unter der Leitung von Emil Hofer betreut - an manchen Tagen fast rund um die Uhr, denn viele kennen sich seit Jahrzehnten. Fünfzehn namhafte Ski-Ausrüster-Firmen zeigten ihre neusten Produkte in einem Zelt an der Talstation und stellten Skier und Schuhe zum Testen bereit. Die Ski-Test-Woche bot gesellige Abendveranstaltungen als Rahmenprogramm. Und sie punktete mit bekannten Skigrößen wie Annemarie Moser Pröll, Frank Wörndle, Marc Girardelli, Ernst Riedlsperger, Gustav und Roland Thöni... Die hochalpine Gegend bei Madritsch zeigt sich winterlich verschneit. Die Pisten befinden sich in einem Top-Zustand. Das Skigebiet ist bereits seit über einem Monat geöffnet. Neben Skifahrern aus nah und fern haben dort Nationalmannschaften aus mehreren Ländern ab Ende Oktober beste Bedingungen für ihre Vorbereitungen auf die Weltcup-Saison vorgefunden. Ski- und Schlager-Stars sorgen für Publicity. Claudia Jung ließ sich abschließend bereitwillig mit Fans fotografieren und verabschiedete sich dann mit einem „Je t`aime mon amour“ für Sulden. (mds)
Vinschgau
Beauty Linie aus Hanf Nachtrag zum Artikel Baumaterial und Beauty Linie aus Hanf: Im Artikel „Baumaterial und Beauty Linie aus Hanf“ im Vinschgerwind Nr. 22/2015 wurden zwei Verkauspunkte der Ecopassion-Produktlinie genannt. Dies entspricht nicht mehr dem aktuellen Stand. Mittlerweile können Hanfprodukte in weit mehr Geschäften im Vinschgau erworben werden und zwar bei: Kiniger Franz Peter – Partschins; Energiehaus OHG – Latsch Biomarkt KG – Schlanders; Biomarkt KG – Prad Trafojer Dorfladen Schluderns; Weirather Robert – Mals
03.12.15
Vinschgerwind 24-15
/Wirtschaft/ 11
Vinschgau
„Vinschger Weihnachtslicht 2015“ Spendenaktion des hds für Menschen in Not
Die Spendenaktion wird zum dritten Mal durchgeführt und wird erstmals über die Südtiroler Krebshilfe Vinschgau abgewickelt. Die Initiative wird von den Raiffeisenkassen des Vinschgau und TeleradioVinschgau unterstützt.
mehr Infos hier
uch in Vinschgau gibt es viele Menschen, denen das Schicksal arg mitgespielt hat und denen es nicht besonders gut geht. Mit der Spendenaktion „Vinschger Weihnachtslicht“ will der hds- Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol genau diesen Personen helfen und ihnen ein wenig Licht in den Alltag bringen. Tue Gutes und lasse es wirken – mit diesem Motto begleitet der hds die Initiative und lässt in jedem teilnehmenden Betrieb als symbolisches Zeichen vom 1. bis zum 31. Dezember eine Kerze erstrahlen. „Es gibt viele Menschen, die durch ein Unglück, Krankheit oder Verlust des Arbeitsplatzes in Not geraten sind. Mit unserer Aktion möchten wir ein Zeichen setzen und für andere Menschen da sein“, erklärt hds-Bezirkspräsident Dietmar Spechtenhauser. Von den Betrieben wird an jedem Adventstag ein Euro und mehr gespendet, und auch die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, sich an der Aktion zu beteiligen. Dazu befindet sich eine Spendenbox in der Nähe des Kassenbereichs.
Fotos: hds
A
HILFE AUF KNOPFDRUCK! Wir sind rund um die Uhr für Sie da. Sicherheit ist ein gutes Gefühl!
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Ihr bester Begleiter unterwegs und in den eigenen vier Wänden. Diese Geräte bieten Ihnen rund um die Uhr und jederzeit südtirolweit Sicherheit. Einfach Knopf drücken und unsere Hilfe kommt sofort! Weitere Informationen erhalten Sie unter: Tel. 0471 444 327 · E-Mail: hausnotruf@wk-cb.bz.it
12 /Leserbriefe/ Wind - Klick-Tipps
Facebook „Hacker“
von Roland Sprenger, Online-Berater
M
ein Facebook Profil wurde gehackt!”- so lautet so mancher Posts auf Facebook. Gefolgt davon kommt meist eine Entschuldigung für die Posts, welche im Namen des “geschädigten” Profils gemacht werden. Meist verwechseln die Nutzer die Installation einer “APP” mit einem “HACKER”. Facebook Apps sind nichts anderes als Anwendungen, welche es den Herstellern der Apps ermöglichen bzw. vereinfachen, z.B. Inhalte zu teilen. Ein Beispiele hierfür ist Farmville. Auch andere Anwendungen aus den Bereichen Unterhaltung, Fitness, Musik, Nachrichten usw. gehören dazu. Wird eine solche App installiert, muss der Nutzer die Zugriffsanfragen der App bestätigen. Dazu gehören allgemeine Informationen, E-Mailadresse, sonstige Daten, aber auch: DIESE APP DARF IN DEINEM NAMEN POSTEN - sowohl auf deinem Profil, als auch auf Seiten. Klickt der Nutzer nun auf “Erlauben”, gibt er der App die Berechtigung in seinem Namen zu posten. Welche Inhalte gepostet werden, hängt von der Autorität des App-Herstellers ab. Aber egal welche App man installiert, man weiß nie, wer dahinter steht. Daher sollte jeder Facebook Nutzer von Zeit zu Zeit seine installierten Apps kontrollieren. Diese befinden sich nach der Anmeldung im Facebook Startbildschirm auf der linken Seite. Klickt man auf Apps, bekommt man bereits installierte Apps aufgezeigt. Diese sollten kontrolliert und nicht mehr benötigte Apps entfernt werden.
Vinschgerwind 24-15
03.12.15
Zum Schämen Lebende Tiere haben bei einem so ohrenbetäubenden KrampusLauf, wie in Tartsch nichts zu suchen. Was hat sich die Gruppe mit den Blechlarven dabei gedacht? Wohl nichts. Sonst hätten sie nicht die zwei Ziegenböcke eine Stunde lang einer überaus lautstarken Tortur ausgesetzt. Tiere sind ihnen wohl nichts wert. Der Lärm war ohrenbetäubend. Für Menschen nach eigenem Willen erträglich - aber für Tiere? Diese waren dem einfach schutzlos ausgesetzt, dem Motorenlärm, dem Rauch, dem Feuer, der ohrenbetäubenden Discomusik, den grell blinkenden Neonlichtern, dem Gebrüll. Ich war nicht die einzige, der beim Anblick der geschundenen Böcke die „Grausbürsten“ aufgestanden sind. Viele haben sich aufgeregt. Ich bin mit meinen Freunden aus lauter Wut auch gegangen. So etwas ist zum Schämen und sollte nicht mehr passieren. Noch einmal: Alles gut und recht, aber lebende Tiere haben bei einem derart igen Krawall nichts zu suchen. Verfasserin der Redaktion bekannt
Beinhaus Burgeis: Lüge findet kein Ende Die frischgebackene Bezirkssprecherin der Süd-Tiroler Freiheit im Vinschgau, Sieglinde Gander Stocker, zeigt sich empört, dass nach wie vor keine Lösung für das Lügenbeinhaus in Burgeis gefunden wurde. Dieses Thema wird von den regierenden Politikern nicht nur ignoriert, sondern bewusst todgeschwiegen, da sie nicht fähig sind, eine wahrheitsgetreue und gerechte Lösungen herbeizuführen. In der Vergangenheit haben immer wieder Podiumsdiskussionen, Debatten und Proteste stattgefunden, die Maßnahmen blieben aber bis dato aus. Mit Totschweigen dieser Lüge hat sich die Situation keineswegs geändert. Immer noch wird jedem, der vorbeifährt, die Geschichtslüge vermittelt, dass hier italienische Soldaten für Italien gekämpft und gefallen sind. Die am Seiteneingang angebrachten Erklärungstafeln kann man keineswegs als Lösung betrachten, da sie sehr unübersichtlich sind und somit nicht
ihren Zweck erfüllen. Die meisten Besucher treten über den Haupteingang ein und dort findet man keine Erklärungstafel. Die Süd-Tiroler Freiheit im Vinschgau fordert somit, die würdevolle Überführung der Überreste der dort liegenden Soldaten, die aus vielen Friedhöfen zusammengekarrt wurden, in den Soldatenfriedhof nach Spondinig. Diese verstorbenen Menschen haben es nicht verdient, in einer Lüge gefangen zu bleiben. Sieglinde Gander Stocker Bezirkssprecherin der SüdTiroler Freiheit Vinschgau
Gemeinderat von Kastelbell-Tschars lehnt Bürgerfragen bei Ratssitzung ab Bei der vergangenen Gemeinderatssitzung in Kastelbell-Tschars wurde der Beschlussantrag zur Einführung einer Bürgerfragestunde von der Mehrheit der SVP- Räten abgelehnt. Eingereicht wurde der Antrag von der Ratsfraktion der Süd-Tiroler Freiheit. Der Beschluss des Gemeinderates stieß bei der SüdTiroler Freiheit und bei der Ratssitzung anwesenden Bürgern auf Unverständnis. Benjamin Pixner, Fraktionssprecher der Süd-Tiroler Freiheit, zeigt sich über diese Entscheidung enttäuscht. Die Einbindung der Bürger durch eine Fragestunde hätte die Ratssitzungen aufgewertet und zu zusätzlicher Transparenz in der Gemeindepolitik geführt. „Es wird immer gejammert, dass nur wenige Bürger die Ratssitzungen besuchen. Dieser Antrag wäre ein Versuch gewesen, den Bürgern die Sitzung schmackhafter zu machen. Die SVP-Räte konnten in meinen Augen keine richtigen und sinnvollen Gegenargumente liefern. Das Problem bestand eher darin, dass die Idee nicht von der SVP selbst gekommen ist“, erklärt Pixner. Die teilweise falschen und fadenscheinigen Gegenargumente reichten von uninteressant, da die Bevölkerung bereits jeden einzelnen Gemeindevertreter jederzeit Fragen stellen kann, bis hin zur einer angeblichen Änderung der Gemeindesatzung. Gemeinderat Pixner widerlegte anhand einer Aussage der Gemeindesekretärin die Behauptung einer notwendigen Satzungsänderung. Der Gemein-
derat der Süd-Tiroler Freiheit verwies darauf, dass auch der Tagesordnungspunkt „Allfälliges“ nicht in der Satzung der Gemeinde festgeschrieben ist, dennoch immer Teil der Tagesordnung ist. Analog dazu könnten man eben auch die Bürgerfragestunde einführen. Dennoch ist dieses Thema noch nicht gegessen. Am selben Abend wurde eine Arbeitsgruppe zur Überarbeitung der Gemeindesatzung eingesetzt. In dieser fand auch der Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit, Michael Niedermair seinen Platz. Er wird somit die Möglichkeit nutzen, in dieser Arbeitsgruppe die Bürgerfragestunde weiter zu bringen. Benjamin Pixner Fraktionssprecher der SüdTiroler Freiheit im Gemeinderat von Kastelbell-Tschars
„Der Politik ist die Sanitätsreform entglitten“ Seit fast zwei Jahren wird über die Sanitätsreform in jeder nur erdenklichen Form diskutiert, Vorschläge aus dem Sanitätsressort werden von Landeshauptmann und Parteiobmann wieder torpediert, Krankenhausverwaltungen, Ärzte und Pflegepersonal wissen so gut wie gar nichts Konkretes. Nicht einmal in der Frage der Gesundheitsbezirke gibt es eine klare Linie: Diese sollen wieder nur ein wenig reformiert werden, aber die dringend nötige Abschaffung der Gesundheitsbezirke kommt nicht. Die Ärzteflucht ist auch eine Folge des Reformchaos. Allein in Meran werden insgesamt 9 Ärzte gehen, erst vier wurden öffentlich bekannt. Auch der Bettenabbau geht weiter, obwohl Südtirol dazu laut Verfassungsgerichtsurteil nicht mehr verpflichtet wäre. Ärzteabgänge, Personalmangel und unklare politische Vorgaben führen dazu, dass in Meran 12 Reha-Betten abgebaut werden. In der Chirurgie werden ebenfalls Betten gestrichen. Der Politik ist die Sanitätsreform entglitten. Schluss mit der OneWoman-Show Sanitätsreform und mit der Torpedopolitik von Landeshauptmann und SVPParteiobmann. Jetzt muss der Landtag einschreiten. LA Andreas Pöder, Bürgerunion
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it
Spätherbst oder vor dem Winter? Eigentlich ist es gleich! Die Natur folgt nicht einem strengen Fahrplan. Wir sollen uns anpassen und genieĂ&#x;en, so wie es ist. Der aufsteigende Rauch auf der Schluderalm zeigt mir, dass ich hier nicht ganz allein bin.
03.12.15
Vinschgerwind 24-15
/Impressionen/ 13
03.12.15
Tag des Ehrenamtes
3x3=10: Das gehört gehört
„Taufers sagt Danke“ unter diesem Motto lädt die Gemeinde Taufers ihre Ehrenamtlichen am 6. Dezember 2015 zu einer hl. Messe und im Anschluss zu einem gemeinsam Mittagessen.
Am Donnerstag, den 10. Dezember 2015 beginnt um 20.00 Uhr im Graswegerkeller in Partschins/Vertigen auf Einladung des Bildungsausschusses Partschins eine Tournee der Extraklasse. Lene Morgenstern, Wolfgang Nöckler, die Dezemberhauskapelle MAINFELT im Duo und der Südtiroler Poetry-Slam-Landesmeister GIOVI sind „Mundwerk“, Südtirols erste Lesebühne und laden zum Poetry Slam. Mit dabei haben die Wortakrobaten brandneue Texte und ihr erstes Buch, Druckwerk.
Mobilität
=
Schlanders
Recht auf Gesundheit
A
Foto: Angelika Ploner
us gutem Grund wurde der Internationale Tag der Kinderrechte heuer vor dem Krankenhaus Schlanders abgehalten. Das Recht auf Gesundheit, Artikel 24 der UNKinderrechtskonvention hat die VKE-Sektion Schlanders (s. Bild) mit einer Aktion am 21. November hochgehalten. Warum das Krankenhaus samt Pädiatrie und Geburtenabteilung erhalten bleiben muss, wurde deutlich ausformuliert: Weil es wichtig ist, für Kinder vor Ort kompetente und schnelle Hilfe zu bekommen. Weil es wichtig ist, wenn Kinder krank sind, dass ihre Familie in der Nähe ist. Weil es wichtig ist, wenn ein Kind ein Geschwisterchen bekommt, seine Mutter täglich besuchen zu können. Weil eine weite Anfahrt zum Krankenhaus eine große zusätzliche Belastung darstellt. Und nicht zuletzt, weil es für ein Kind
besser ist im Krankenhaus zur Welt zu kommen, als im Krankenwagen. Luftballone machten auf die Aktion aufmerksam. Rollenrutsche, Malen und Fingerstricken haben viele Kinder angelockt. Ganz nebenbei bemerkt: 40 Jahre feiert das Mutterhaus VKE im heurigen Jahr. (ap)
Lebensader
Vinschgau - Der Südtiroler Wirtschaftsring (SWR)-Bezirksausschuss Vinschgau trifft Mobilitätslandesrat Florian Mussner zu einem Inforamtionsaustausch. Thematisiert wurden - neben der Zugthematik - auch ausstehende Straßenbauprojekte im Oberund Untervinschgau.
Die Mitglieder des SWR-Bezirkes Vinschgau mit Landesrat Florian Mussner
Z
u einem Austausch über attraktive Mobilitätslösungen haben sich kürzlich die Vertreter des SWR-Bezirksausschusses im Vinschgau mit Landesrat Florian Mussner getroffen. „In der heutigen schnelllebigen Zeit sind moderne Mobilitätslösungen für die Attraktivität des Standortes Südtirol als Lebens- und Arbeitsraum immens wichtig. Mobilität ist eine Lebensader für die Wirtschaft, da dadurch die Erreichbarkeit unserer Unternehmen sichergestellt wird“, betonte SWR-Bezirkspräsident Hans Moriggl zu Beginn der Sitzung. Mobilitätslandesrat Florian Mussner betonte, dass auch im Landeshaushalt 2016 finanzielle Ressourcen für die Mobilität in Höhe von 163 Mio. Euro vorgesehen seien, wobei der Großteil der Gelder für den Bus (51 Prozent) und den Zug (39 Prozent) vorgesehen seien, gefolgt von den Sonderdiensten für Schülertransporte (4 Prozent) und den Flugverkehr (3 Prozent).
Foto: Felix Blasinger
Vinschgerwind 24-15
„Für den Vinschgau steht in den nächsten Jahren die Umsetzung einiger Projekte insbesondere im Eisenbahnverkehr an. Priorität hat dabei sicherlich die Elektrifizierung der Vinschger Bahn, da die Bahn alle Erwartungen übertroffen hat und nun an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen ist“, betonte der Landesrat. Durch
„
Mobilität ist eine Grundvoraussetzung, damit Wirtschaft und die Gesellschaft funktionieren. von Hans Moriggl
die Elektrifizierung der Vinschger Bahn sollen einerseits die Sitzplätze mehr als verdoppelt (von aktuell 7.500 auf 16.000), andererseits auch der Halbstundentakt eingeführt und eine Direktanbindung an den Bahnhof Bozen vorgesehen werden. Die
technische Überprüfung sei bereits abgeschlossen, Ende 2019 könnte die neue Bahn in Betrieb gehen. Als weiteres prioritäres Projekt nannte der Landesrat die Ost-West-Anbindung an die Schweiz, welche durchaus Potential habe in den nächsten zehn Jahren realisiert zu werden. Thematisiert wurden auch ausstehende Straßenbauprojekte im Ober- und Untervinschgau, durch dessen Realisierung sich die Wirtschaftstreibenden erhebliche Verbesserungen im aktuell staugeplagten Verkehr entlang der Hauptachse erhoffen. „Mobilität ist eine Grundvoraussetzung, damit Wirtschaft und die Gesellschaft funktionieren. Sichere Straßen und moderne Lösungen im öffentlichen Personennahverkehr gehören hier ebenso dazu, wie ein funktionierender Flughafen, der positive Effekte für ganz Südtirol haben wird“, betonte der SWRBezirkspräsident abschließend.
Foto: „Wind“-Archiv
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03.12.15
Vinschgerwind 24-15
/Lokales/ 15
Graun/Kaunertal
Skitag am Kaunertaler Gletscher s war ein traumhafter Skitag mit herrlichem Wetter und tollen Pisten, den die Promotoren der Oberländer Gletscherbahn und die Gemeinderäte von Graun mit Bürgermeister Heinrich Noggler am Samstag (14.11.) genießen konnten. Dazu eingeladen haben KommR. Eugen Larcher (Geschäftsführer) und Hans Rubatscher (Mehrheitseigentümer) der Kaunertaler Gletscherbahnen. An der Mautstelle in Feichten wurden die Oberländer von Eugen Larcher herzlich empfangen. Hier beginnt die Hochgebirgsstrasse und führt in 29 Kehren – vorbei am Gepatschspeicher – bis hinauf auf 2750 m, direkt zum Weißseeferner. Der wortgewandte Geschäftsführer begleitete die Busfahrt mit spannenden, selbsterlebten und authentischen Geschichten rund um die Entstehung des Gletscherskigebietes und war-
Foto: Andreas Waldner
E
Mit einem Bein auf österreichischem (rechts) und mit dem anderen Bein auf italienischem (links) Boden: Oberländer und Kauntertaler am KarlesJoch tete mit Zahlen und Fakten auf. Es stehen 32,5 gepflegte Pistenkilometer, 30 km Variantenabfahrten und 138 ha Pistenfläche zur Verfügung. Dank der hohen Lage herrscht Schneesicherheit von Oktober bis Juni. Bis tief in den Frühling hinein garantiert der Snowpark Kaunertal nahe dem Gletscherrestaurant perfekt geshapte und abwechslungsreiche Lines. Kinder bis zum 10.
und Senioren ab dem 80. Lebensjahr fahren gratis, die Maut ist im Skipass inkludiert und bei der Tagesliftkarte gelten Staffelpreise, die stündlich günstiger werden. Nach zweistündiger Fahrt haben die Oberländer den Gletscherparkplatz auf 2750 m erreicht. Mit der beheizten 8-er Gondelbahn Karlesjoch ging die Fahrt weiter zur Plattform auf
3108 m mit atemberaubender Aussicht auf die höchsten Gipfel im Dreiländereck. Hier steht man mit einem Bein auf österreichischem und mit dem anderen auf italienischem Boden. Und nur ca. 5 km entfernt liegt Melag zu Füßen. Die Oberländer stellen fest, dass sie einen kreisrunden Umweg von 100 km gemacht haben. Nach dem obligaten Gruppenfoto mischten sich die Teilnehmer unter den 2.500 anwesenden Skifahrern auf den verschiedenen Gletscherpisten. Anschließend traf man sich im Gletscherrestaurant Weißsee, genoss Tiroler Spezialitäten und unterhielt sich in nachbarschaftlicher, herzlicher Atmosphäre. Man verabschiedete sich in der Hoffnung, dass in absehbarer Zeit die Heimreise nach Melag per Lift möglich wird und die weitschweifige Rundreise diesmal gegen den Uhrzeigersinn vermieden werden kann. (aw)
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Vinschgerwind 24-15
Langtaufers
Maseben öffnet
W
ir eröffnen am 12. Dezember“, sagen Albert Hutter und Alessandro Secci mit Stolz. Das kleine Skigebiet Maseben ist nach kleineren Um- und Renovierungsarbeiten an der Hütte, die in Zukunft „Berghütte Maseben“ heißen wird, startbereit. Am 12.12.2015 wird es um 12.12 Uhr eine Segnung an der Bergstati-
on geben. Der große Lift bleibt zu, die Anfahrt erfolgt mit einem „Hägglund“ mit bis zu 20 Passagieren ab 9.00 Uhr in der Früh. Reservierungen für Übernachtungen werden ab sofort unter 347 2237090 oder über info@maseben.it entgegengenommen.
03.12.15
§ Um Haarrissbreite Aus dem Gerichtssaal
„Meglio un’ora di giustizia che sette anni di preghiere“. Diese italienische Volksweisheit, wonach eine Stunde Gerechtigkeit sieben Jahren Gebet vorzuziehen ist, könnte Lothar Burger und seinen Mitangeklagten vom Bonifizierungskonsortium Vinschgau in den Sinn gekommen sein, als das Landesgericht Bozen sie unlängst von der Anklage freisprach, durch Fahrlässigkeit das Zugunglück vom 12. April 2010 auf der Latschander verschuldet zu haben, bei dem es 9 Tote und 27 Verletzte gegeben hatte. Über fünf Jahre lang wurden sie zwischen den Mühlsteinen der Justiz zerrieben. Manche Vorverurteilungen mussten sie über sich ergehen lassen. Die schlimmste davon dürfte wohl die gewesen sein, als sie im Tagblatt der „christlichen Brüder“ lesen konnten, dass sie es wegen ersparter mickriger 12
Euro an der nötigen Wartung hätten fehlen lassen! Doch nun hat ihre Leidensgeschichte ein Ende gefunden. Das Gericht hatte noch ein zusätzliches Gutachten in Auftrag gegeben und damit den Trentiner Fachmann für Metallurgie, Alberto Molinari, beauftragt. Dieser untersuchte neuerlich das Gewinde des Ventildeckels an der Beregnungsleitung und kam zum Schluss, dass ein Haarriss im Ventil zum Wasseraustritt geführt hatte. Dieser Riss war jedoch von außen nicht sichtbar und hätte nur mit einem Mikroskop erkannt werden können. Damit konnte auch der Staatsanwalt die Anklage, welche von unterlassener Wartung der Beregnungsleitung ausgegangen war, nicht mehr aufrechterhalten. Er musste menschliches Versagen ausschließen, das Walten eines unglücklichen Zufalls anerkennen
und auf Freispruch plädieren. Das Gericht schloss sich seinen Anträgen an. Die Entscheidung dürfte ihm wohl auch dadurch erleichtert worden sein, dass in der Zwischenzeit die Ansprüche aller Geschädigten befriedigt worden waren: 13,5 Millionen Euro waren dafür „geflossen“, der Großteil davon wurde von den Versicherungen aufgebracht, „lediglich“ für 1,7 Millionen musste das Bonifizierungskonsortium Vinschgau bzw. dessen Mitglieder aufkommen. Auch dieser Fall zeigt, dass Schuld und Unschuld oft nur um Haarrissbreite voneinander geschieden sind, weshalb gerade die Medien von Vorverurteilungen absehen und die Bevölkerung auf die Unschuldsvermutung bis zur rechtskräftigen Verurteilung hinweisen sollten. Peter Tappeiner Rechtsanwalt
pr-info Weißes Kreuz
Mit dem Weißen Kreuz sicher unterwegs! Jeder von uns wünscht sich, in Notfällen leicht auffindbar zu sein. Mit dem Mobil-Notruf des Weißen Kreuzes ist dies - begrenzt auf Südtirol – egal ob beim Wandern, im Garten oder unterwegs in Stadt und Land überall möglich. Mit dem MobilNotruf kann der Alarm an die Einsatzzentrale des Weißen Kreuzes über alle Handynetze abgesetzt werden. Die exakte Ortung der Betroffenen erfolgt über Satellit. Der Mobil-Notruf ist für Wanderer, Bauern, Förster, Jäger, Sportler, Handwerker usw. sehr interessant. Sobald man Hilfe braucht, drückt man einfach die rote Taste auf dem NotrufGerät und man wird unmittelbar mit der Einsatzzentrale des Weißen Kreuzes verbunden. Ein weiterer Dienst des Weißen Kreuzes, der sich seit Jahren bewährt, ist der Hausnotruf, für den nicht unbedingt ein fixer Telefonanschluss nötig ist, weil der Verein auch über Geräte mit SIM-Karte verfügt. Auf Knopfdruck können alleinstehende Menschen daheim über die Einsatzzentrale des Weißen Kreuzes Hilfe herbeiholen So können sie trotz gesundheitlicher und körperlicher Einschränkungen in den eigenen vier Wänden leben. Der Hausnotruf ist eine vorbeugende und lebensrettende Einrichtung. Per Sensor ist das Hausnotrufgerät mit einem kleinen Sendegerät ständig verbunden. Den Sender kann man entweder um den Hals oder am Handgelenk tragen. Übrigens: Mit unserem Dienst decken wir auch die Provinz Belluno ab. Infos zu den beiden Diensten erhalten Sie zu Bürozeiten unter der Tel. 0471 444 327.
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/Menschen/ 17
Stille kleine Welt Gottfried Lechner ist taubstumm. Er hat gelernt, sich zu arrangieren. Gottfried hilft im Dorf mit, er trägt bei Begräbnissen vor dem Trauerzug das Kreuz, bei Prozessionen eine Fahne. von Brigitte Alber
Foto: privat
G
ottfried Lechner ist am 25. November 1943 in Laatsch geboren. Als Kleinkind schlief er viel, das Sitzen lernte er später als andere. In ihrer Sorge suchte Mutter Marianna Hilfe bei mehreren Ärzten bis sich heraus stellte, dass das Kind nicht hören konnte. Heute – gut 70 Jahre später begegnen wir Gottfried aktiv und freundlich lächelnd im Dorf. Auf der Straße, in der Kirche, auf dem Friedhof, im Geschäft, im Gasthaus. An vielen Orten ist er wie zu Hause und bietet seine Hilfe an. Er räumt etwa leere Flaschen in den Keller oder hilft, neue Ware im Geschäft aus zu packen. Er bringt für manche Dorfbewohner die Einkäufe nach Hause oder hilft, Wertstoffe auflegen oder Holz hacken. „Ohne Gottfried könnten wir uns es gar nicht mehr vorstellen“, erzählt Sonja Wallnöfer, die einen besonders guten Draht zu ihm hat. Ich verstehe Gottfried nicht, wenn er gestikuliert und Laute von sich gibt. Es tut mir leid, denn ich hätte gern seine Sichtweise von der Welt erfahren. Seine Familie und Freunde verstehen ihn. Er würde mit allen gerne reden und hätte vieles zu erzählen. Im Gasthaus Lamm. Gottfried blättert die Tageszeitung durch und ich denke, dass er liest. Es täuscht. Zwei Jahre besuchte Gottfried in Laatsch die Grundschule – zwei Mal die erste Klasse. Als er kaum Fortschritte machte, beschloss die Mutter, ihn ins Internat für Schwerhörige nach Hall zu schicken. Gottfried lernte gut, doch er litt unter großem Heimweh. Vielleicht zwei oder drei Jahre war er dort, dann entschieden die Eltern, die Schule ab zu brechen und den Buben zu Hause zu lassen. Gottfried hat gelernt sich zu arrangieren. In der Zeitung schaut er die Bilder an. Vor allem die Todesanzeigen interessieren ihn. Jede Beerdigung im Dorf bedeutet eine große Aufregung. Gottfried trägt vor dem Trauerzug das Kreuz. Er nimmt außerdem bei fast jeder Beerdigung in den Nachbardörfern teil. Bei den Prozessionen trägt er eine Fahne. Das ist für ihn eine bedeutende Aufgabe – er fühlt sich groß. Früher läutete er manchmal die Glocken in der St.-Leonhards-Kirche. Wenn jemand gestorben ist,
Gottfried mit Neffe Felix zeigt er mit einer Handbewegung, dass das „Ziegnglöcklein“ geläutet hat. Sonntags besucht er gewöhnlich die Messe in Mals, anschließend ist es ihm wichtig etwas trinken zu gehen. Er trifft seinen Freund Sepp, mit ihm versteht er sich gut. Bei Bräuchen bringt sich Gottfried gerne ein. Goaßlschnöllen bei der Fasnacht und am ersten Mai und Scheiben schlagen sind Höhepunkte für ihn. Zurück zur Jugend. Nach dem Internat half Gottfried in der elterlichen Landwirtschaft mit. Er war immer fleißig und nie der Arbeit müde. Der erste große Schock traf ihn 1972, als Vater Joseph plötzlich starb. Sein älterer Bruder Martin kam mit seiner Frau und zwei Kindern aus England zurück. Martin und seine Frau Margaret, Gottfried und die Mutter führten die Landwirtschaft viele Jahre weiter. Mit allen Traktoren konnte er gut fahren. Er achtete besonders auf die Kinder in der Nähe, da er sie nicht hören konnte. Mit der roten Vespa fuhr Gottfried bis zur Schweizer Grenze und auf alle Feste. Auf der Rückfahrt von Schluderns hatte er einmal einen Unfall
mit einem Lastwagen. Schwere Kopfverletzungen verlangten einen langen Aufenthalt im Krankenhaus von Meran. Seitdem rührte Gottfried die Vespa nicht mehr an. Der nächste Schock war der Tod des jüngeren Bruders Luis 1997, der mit 57 Jahren beim Schifahren plötzlich starb. Als die Mutter 2007 ins Altersheim in Mals kam, besuchte Gottfried sie jeden Tag mindestens ein Mal. In den ersten Jahren im Sommer mit der Vespa, im Winter und später zu Fuß. Bald kannte er die anderen BewohnerInnen und die Schwestern des Heimes, die Besuche waren für ihn eine nette Unterhaltung. Gottfried lebt nun alleine in dem Haus am Platz. Seine Schwägerin Margaret versorgt ihn liebevoll und gut. Er ist ein Teil der Familie. Die Neffen und Nichten und deren Kinder mögen ihn und umgekehrt. Er weiß, dass die Familie für ihn sorgt. Und dass die Leute im Dorf ihn akzeptieren. „Ich glaube er ist zufrieden in seiner kleinen Welt“, sagt Margaret. Er kennt alle im Dorf und alle kennen ihn und er fühlt sich wohl.
18 /Gesellschaft/
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Vinschgau
Musikalischer Leckerbissen
Kolping im Vinschgau
Am Sonntag 13.12.2015 findet das Konzert des Bezirksorchesters des VSM Bezirkes Schlanders statt und zwar um 18.00 Uhr im Kulturhaus „Karl Schönherr”. Das Projekt findet im 3-Jahres-Rhythmus statt und hat zum Ziel die besten Musiker aus den verschieden Musikkapellen des Tales gezielt zu fördern. Die mehr als 60 Teilnehmer kommen diesmal aus 13 Kapellen und stehen unter der bewährten Leitung von Bezirkskapellmeister Georg Horrer. Die Organisation hat der Bezirksobamnn Manfred Horrer inne, die Moderation wird Dieter Pinggera übernehmen.
Strategietreffen von „Cultura Raetica“ Glurns/Scuol/Landeck - 41 Kultureinrichtungen aus den Bezirken Unterengandin/Val Mustair, Tiroler Oberland/Imst und dem Vinschgau haben kulturelle Kooperationen durchgeführt und sind in der Arbeitsgruppe „Cultura Raetica“ vereint. Neue Strategien sollen angegangen werden.
Foto: Erwin Bernhart
In der letzten Ausgabe haben wir uns mit dem Jahresbericht des SEK, Sozial- und Entwicklungshilfeverein Kolping International, beschäftigt. Diesmal möchte ich auf einen Aspekt dieses Jahresberichtes 2014 eingehen, der sich mit dem Thema „Starke Zivilgesellschaften für nachhaltige Entwicklung“ beschäftigt. Während sich Menschen im sog. arabischen Frühling 2011 gegen ihre ungerechten und teils diktatorischen Regierungen öffentlich zur Wehr setzten, war in den Medien immer wieder von der Bedeutung und Kraft der Zivilgesellschaft zu hören. Dabei bleibt oft unklar, was mit Zivilgesellschaft eigentlich gemeint ist und warum sie für nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und gerechte Strukturen so bedeutsam ist. Mit Zivilgesellschaft wird der Bereich einer Gesellschaft beschrieben, der nicht durch staatliche Interventionen oder unternehmerische Initiativen gesteuert wird. Idealerweise richtet sie ihre Aktivitäten auf das Gemeinwohl aus und strebt die Verbesserung der Lebensbedingungen für Menschen einer Region, eines Landes an. Ein Akteur in diesem Bereich ist die Kolpingsfamilie. Die Kolpingsfamilie ist aktiver Teil der Zivilgesellschaft und ermutigt Menschen, sich aktiv an der Gestaltung ihrer Umwelt zu beteiligen. Kolpingverbände schaffen Stabilität, stiften G emeinschaft , ermöglichen persönliche Entwicklung. Diesen Aufbau versucht Kolping weltweit zu organisieren. Rund 450.000 Mitglieder des Kolpingverbandes engagieren sich in Selbsthilfeinitiativen für die Verbesserung der Lebensbedingungen, ihrer eigenen, aber auch der Menschen, die an den Rand von Wirtschaft und Gesellschaft gedrückt sind.
K
ultur ist das geistige Haus, in dem wir Leben“, mit diesem Zitat beendete Elisabeth Weissenhorn, Mitarbeiterin bei Vinschgau Marketing ihr beeindruckendes Impulsreferat zum Thema: Vinschgau - Kulturregion in Südtirol. Anhand von Studien und Umfragen belegte sie eindrucksvoll, wie das Kulturangebot wesentlich zur Urlaubsauswahl beitragen kann. Dabei stehen besonders authentische und lokale Angebote im Mittelpunkt. In diesem Sinne will auch der INTERREG-Rat „Terra Raetica“ im Dreiländereck sein grenzüberschreitendes kulturelles Haus weiterhin mit Leben erfüllen. 41 Kultureinrichtungen aus den Bezirken Unterengandin/Val Mustair, Tiroler Oberland/Imst und dem Vinschgau haben bereits in den vergangenen Jahren kulturelle Ko-
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Die Arbeitsgruppe „cultura raetica“ beschäftige sich mit neuen Strategien und Projekten für grenzüberüberschreitende Kulturvermittlung in der Terra Raetica – ganz rechts Koordinator Ludwig Fabi
Kultur ist das geistige Haus, in dem wir Leben. von Elisabeth Weissenhorn
operationen durchgeführt und unter der Bezeichnung „Cultura Raetica“ einen eigenen Arbeitskreis gebildet. Entwickelt und herausgegeben wurden dabei eine kulturelle Übersichtskarte, ein grenzüberschreitender Kulturkalender und verschiedene Marketingmaßnahmen durchgeführt. 25 Vertreter von verschiedenen Kultureinrichtungen haben sich in Glurns im Rahmen einer Arbeitskreissitzung kürzlich getroffen, um neue gemeinsame Strategien und Projekte zu erarbeiten, welche mit Fördermittel aus dem
INTERREG-Topf 2014-2020 ab 2016 umgesetzt werden können. Mit der Methode des Dorfcafe`s, moderiert von Ludwig Fabi, wurden dabei einige wesentliche strategische Ansätze entwickelt, die alle darauf abzielen, das bestehende kulturelle Angebot noch emotionaler und zeitgemäßer zu vermitteln und sichtbar zu machen. Die Ausbildung von speziellen „Cultura Raetica-Vermittlern“, Kulturreisepakete und multimediale Infopoints im gesamten Dreiländereck soll diesem Ansinnen gerecht werden. Insgesamt soll künftig verstärkt am gemeinsamen Erscheinungsbild im gesamten Gebiet der Terra Raetica gearbeitet und der Mehrwert von grenzüberschreitender kultureller Zusammenarbeit dahingehend kommuniziert und gelebt werden.
05.03.15
Vinschgerwind 5-15
/Gesellschaft/ 19
LATSCH
einkaufen, genießen, erleben
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In der Weihnachtszeit sind wir besonders lange für Sie da! Die Geschäfte haben zusätzlich zu den normalen Öffnungszeiten wie folgt geöffnet.
Samstag Samstag Goldener Sonntag hl. Abend Silvester
12. Dezember 19. Dezember 20. Dezember 24. Dezember 31. Dezember
15.00 bis 18.00 15.00 bis 18.00 10.00 bis 12.00 15.00 bis 18.00 bis 13.00 bis 13.00
Die Latscher Kaufleute wünschen allen Kunden ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr!
Kleine Schwächen – geschickt kaschieren. Heute beschäftigen wir uns mal wieder mit den sogenannten „sinnlichen Frauen“. Frauen eben, die wie solche aussehen, mit den gewissen Rundungen an den richtigen Stellen. Ich persönlich finde sie immer besonders attraktiv. Wahrscheinlich auch, da man gerne das liebt, was man nicht hat. Bei meiner Beratungstätigkeit in Sachen Mode, Outfits und allem drumherum, habe ich jedoch feststellen müssen, dass speziell diese Frauen sehr hart ins Gericht mit sich selber gehen. Und das ist Leoni Claudia schade, denn eine schöne, überzeugte Modefachfrau Ausstrahlung verlangt in der Regel Farb-Typ-Stilberaterin eine innere Akzeptanz des eigenen bei Mode Leo-Latsch Erscheinungsbildes – hat viel auch mit Selbstliebe zu tun. Jene Frauen, die den Spagat zwischen Genuss und sportlicher Bewegung einigermaßen in Griff haben, strahlen denn in der Regel auch ein sattes, wohltuendes Selbstbewusstsein aus. Gerade heute durfte ich eine ebensolche Dame beraten - ganz chic und überzeugt stand sie da, im roten Etuikleid. Wir loteten zusammen, die verschiedenen Möglichkeiten aus, die so ein schlichtes und gerade deshalb so interessantes Modeteil bietet. Von elegant, mit Ganzkörperbody drunter und Absatzschuhen für den großen Auftritt. Bis hin zu lässig, fast ein bisschen verwegen mit flachen Stiefeln, blickdichten Strumpfhosen und Fellweste, bzw. Lederjacke drüber. Weiter dann zu „officetauglich“ mit schlichtem Blazer und Seidentuch. Wünsche Ihnen nun, einmal mehr viel Freude mit Ihrer gut situierten Garderobe. Seien Sie es sich wert. Herzlichst, Ihre Claudia P. Mode Leo in Latsch
Tipp: Nikolausumzug in Latsch am 5. Dez. 2015. Um 17.00 Uhr Start des Umzuges am Bahnhof und Päckchenübergabe beim Pavillon, anschließend Umtrunk
Adventmarkt im Martelltal vom 5. - 8. Dez. 2015. Der höchste Adventmarkt in den Alpen mit 26 teilnehmenden Ständen.
Infos: Tourismusverein Latsch-Martell
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02.05.13
Regionalität
Saisonalität
Hauptstraße 47 Latsch Montag – Freitag: 8.30 – 12.00 Uhr & 15.00 – 18.30 Uhr Samstag: 8.30 – 12.00 Uhr | Sonntag Ruhetag
Handy 349/2250874 39021 Latsch - Wiesenweg 3A simonennemoser@live.de Ich danke meinen geschätzten Kunden für die gute Zusammenarbeit, sowie das entgegengebrachte Vertrauen und wünsche ein frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches neues Jahr.
/TERRA RAETICA/ 11
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Fairness
Der Vinschger Wind 9-13
ch St. Martin Latsch Goldrain Morter Tarsch St. Martin Latsch Goldrain
22 /Gesellschaft/
Vinschgerwind 24-15
03.12.15
Partschins
Auch Kunst ist Sport
Schlanders/Vetzan
I
m Oktober/November 2015 fand in der Pizzeria Spotti des Sportzentrums Partschins ein Abendmalkurs in abstrakter Acrylmalerei mit der freischaffenden Künstlerin Sylvia Neulichedl aus Prissian statt. An fünf Abenden führte sie die engagierten TeilnehmerInnen Schritt für Schritt in verschiedene Techniken ein, mit denen die Hobbymaler ihr künstlerisches Schaffen zu Hause fortsetzen können. Anfänger wie leicht Fortgeschrittene lernten mithilfe unterschiedlicher Malwerkzeuge Hintergründe anlegen, Kontraste erzeugen, die Möglichkeiten des Formens mit Strukturpaste und Sand sowie verschiedene Spachteltechniken und dynamische
Spritztechniken kennen. „Dabei kann man auch schon mal ins Schwitzen kommen“, so die Referentin zwinkernd. „Immer wieder freut es mich, wenn Anfänger so tolle Bilder anfertigen, dass sie sogar oft gefragt werden, wo sie ihre Bilder gekauft hätten“, so Neulichedl. Der nächste Abend-Malkurs in Partschins beginnt am 9. März 2016. Wer sich Plätze sichern möchte, kontaktiert Sylvia Neulichedl unter 0473 52 03 28, sylvia@amina.bz.it. oder www. amina.bz.it
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des Nischler Georg & Co.
Ihr Ansprechpartner für den Vinschgau Fissneider Daniel Tel. +39 339 8450512 SCHLANDERS Gewerbezone 1 Vetzan
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m letzten Wochenende, den 21. und 22. November wurde die Gärtnerei Schöpf von Gärtnern und Floristen in eine weihnachtliche Galerie verwandelt. Die warmen Temperaturen stellten das Team vor eine große Herausforderung, die vorweihnachtliche Stimmung einzufangen. Der Zirbe, mit ihrem rötlichen, wohlduftenden Holz wurde großer Raum geschenkt. Die Floristen haben gekonnt Rustikales mit feinen, filigranen,
floralen Werken verbunden. Kränze, Gestecke, Sträuße, Accessoires machen die Auswahl schwer, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Nicht zu vergessen sind die wunderschönen Weihnachtssterne in allen Farben und Größen aus der eigenen Produktion. Die Christ- oder Schneerose steht nun in voller Blüte. In der Kinderecke wurden eifrig Adventskränze gewunden. Groß und Klein hatten ihre Freude daran. Passend in die Zeit findet
man unterschiedliche Christbäume, von Nordmanntannen bis hin zur heimischen Weißtanne. Wer die Gärtnerei öfters besucht, weiß dass mit dem Beginn der Weihnachtszeit auch eine Vernissage verbunden ist. In der Ausstellungsreihe „Kunst am Schwarzen Brett“, kuratiert von Othmar Prenner, stellt Marianna Gostner ihre Leinenbilder und Filzsteine aus. Weihnachten kann kommen. (bw)
Schlanders
„Habt Vertrauen und Courage“ D
em Aberglauben zum Trotz: Die Diplomverleihung an der Landesberufsschule Schlanders fand heuer am Freitag, den 13. November statt. „Ihr habt das Haus mit Leben gefüllt“, begrüßte die Direktorin Virgina Tanzer die Gesellinnen und Gesellen. Die Gäste vermochte die Malerwerkstatt in der Landesberufsschule kaum zu fassen. Eltern, Lehrpersonen, Ehrengäste: Sie alle wohnten der Diplomfeier bei, um Ihre Wertschätzung zu zeigen. 132 an der Zahl haben - ganz nebenbei bemerkt - ihren Abschluss geschafft. Einen Abschluss,
Eltern, Lehrer und Ehrengäste folgten der Einladung zur Diplomübergabe an die Gesellinen und Gesellen an der Landesberufsschule Schlanders
Fotos: Angelika Ploner
Foto: „Wind“-Archiv
A
Fotos: Barbara Wopfner
Es weihnachtet in der Gärtnerei Schöpf
auf den nun aufgebaut werden kann. Nachwuchssorgen gibt es bei den Maschinenbau-Mechanikern. „Wir haben viel zu wenige Gesellen“, sagte der Obmann der Berufssparte, „es gibt kaum eine Ecke in Südtirol, die nicht Maschinenbau-Mechaniker sucht.“ Die Königsdisziplin an der Landesberufsschule Schlanders bleibt die Berufsgruppe der Maurer: 32 Maurergesellen erhielten ihre Diplome. Das erste Mal ihren Abschluss machten heuer hingegen die Bautechniker, ein neues Berufsbild an der Landesberufsschule, das jenes des Maurers und des Zimmerers
vereint und eine Vollausbildung beansprucht. Die ersten vier Maturantinnen und Maturanten der Landesberufsschule sind Steinbildhauer und Steinmetze. Sie besuchen derzeit die Landesberufsschule für Handel und Industrie in Bozen. Tanzer gab den frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen viele Wünsche mit auf den Weg: „Habt Vertrauen in Eure Begabungen. Verfolgt Eure Visionen mit Leidenschaft und Zielstrebigkeit. Habt Courage Eure Ideen zu verwirklichen. Courage deshalb, weil Herz darin enthalten ist.“ (ap)
03.12.15
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Mals
Wunschtraum Reschenbahn I
Sven Knoll von der Süd-Tiroler Freiheit will die alten Bahnprojekte über den Reschenpass umsetzen, Robert Klien aus Landeck berichtete ausführlich über die Geschichte der Bahnprojekte
Foto: Heinrich Zoderer
n Südtirol ist das Bahnfieber ausgebrochen, meinte Sven Knoll von der Süd-Tiroler Freiheit bei einer Veranstaltung seiner Bewegung im Kulturhaus von Mals. Die ehemalige Tauferer-Bahn, die GrödnerBahn und die Überetscherbahn soll reaktiviert werden. Und im Vinschgau gibt es neben der beschlossenen Elektrifizierung der Bahnlinie Meran-Mals Diskussionen und Vorschläge über Bahnverbindungen nach Bormio und in die Schweiz. Im September hat der Südtiroler Landtag einen Beschlussantrag der Süd-Tiroler Freiheit angenommen, in dem die Landesregierung aufgefordert wird, die Möglichkeiten
einer Umsetzung der Bahnlinie von Mals nach Landeck auszuloten. Robert Klien, der ehemalige Schulinspektor und Heimatforscher aus Landeck, hat bei der Veranstaltung in Mals auf die vielen Bemühungen vor dem Ersten Weltkrieg, am Ende des Zweiten Weltkrieges und in
den 50er Jahren hingewiesen, die Bahnlinie bis Landeck zu bauen. Sven Knoll hat in Wien die alten Eisenbahnpläne aufgetrieben und möchte erreichen, dass Südtirol, Nordtirol und Graubünden zusammen mit den anliegenden Gemeinden die alten Pläne umsetzen und
großteils selber finanzieren. Die Schigebiete könnten so wie im Pustertal mit dem Zug erreicht werden. Es gibt bereits mehrere Interreg-Projekte über Bahnverbindungen vom Unterengadin nach Mals und von Scuol nach Landeck. 1 Milliarde würde die Bahnverbindung von Mals zur Rhätischen Bahn kosten, 1,4 Milliarden die 62 km lange Bahnverbindung von Scoul nach Landeck. Wieviel die 66 km lange Verbindung von Mals nach Landeck und die Überwindung der 500 Höhenmeter über den Reschenpass kosten würde, konnte Knoll nicht sagen. So wird die Bahnverbindung noch lange ein Wunschtraum bleiben. (hzg)
Vinschgau/Schlanders
ollen sich Frauen neben Familie, Beruf und Ehrenamt auch politisch einbringen, so ist Management gefragt. Was schon im persönlichen Umfeld gilt, gilt mehr noch für Politik und Verwaltung. Gemeinderätinnen, Referentinnen oder Bürgermeisterinnen sind besonders gefordert, aber auch interessiert. Dies zeigte sich bei einem speziellen Seminar der KVW-Frauen in Zusammenarbeit mit dem Landesbeirat für Chancengleichheit und organisiert von der EURAC. Die Themen: moderne Managementprinzipien und Instrumente für Gemeinden. Wie kann die Zusammenarbeit zwischen Politik und Verwal-
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Foto: Lucia Biller /EURAC
Frauen in der Gemeindepolitik - Managementseminar W
Frauen aus dem gesamten Tal, allesamt in den Gemeindestuben engagiert, diskutierten über nachhaltigen Erfolg in der Gemeindepolitik tung gut funktionieren? Welche Rollen kommen Gemeinderat, Ausschuss und Gemeindesekretärin zu? Was macht eine Gemeinde einzigartig und zu einer unverwechselbaren Marke? Wie lassen sich neue Medien wie
Facebook, Twitter & Co optimal nutzen? Für den Vinschgau fand das Seminar am Samstag, 14. November 2015 in Schlanders statt. Zehn Frauen aus dem gesamten Tal, allesamt in den Ge-
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meindestuben engagiert, fanden sich in den Räumlichkeiten des KVW ein und diskutierten mit ExpertInnen die Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten für nachhaltigen Erfolg in der Gemeindepolitik.
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24 /Gesellschaft/
Vinschgerwind 24-15
03.12.15
v.l. Rosalinde Scherer, Urban Gluderer und Sabine Holzer vom Bioladen in Schlanders
Schlanders
H
imbeerhonig, Erdbeerhonig, Preiselbeerhonig oder die zwei Neuen im Reigen, der Ingwerhonig und der Adventszauber: Sämtliche Fruchthonige vom Kräuterschlössl in Goldrain standen kürzlich im Bioladen in Schlanders zum Verkosten. Dazu serviert bekamen die Gäste Informationen rund
um Frucht und Verfahren, um Philosophie und Ideen, die dahinter stehen. Und: Brot von der Bäckerei Ulten. Es war Genuss hoch drei, den es im Bioladen Schlanders im November gab. Vorausgegangen waren der Verkostung des Kräuterschlössls nämlich zwei weitere: Teegenüsse mit
Fotos: Angelika Ploner
Genuss im Bioladen Schlanders dem Kräutergarten Ultental und eine Verkostung edler Bioweine mit Heiner Pohl. Riechen und schmecken durften die Gäste, und sehen: Das Auge isst schließ-
lich mit. Die Verkostungsreihe traf den Geschmack von Gästen und Organisatorin Sabine Holzer vom Bioladen: „Wir werden das wiederholen.“ (ap)
viele. Nach der Sozialreferentin stellen die Flüchtlinge in Mals keine Bedrohung dar. Sie haben in Angst gelebt, Familienangehörige wurden ermordet, sie wollen hier die Sprache lernen und arbeiten. Migranten und Flüchtlinge erleben bei uns oft einen Kulturschock, weil vieles anders und ungewohnt ist, meinte Waltraud Plagg, die Koordinatorin vom Sprachenzentrum Schlanders. Deshalb braucht es Geduld, die Bereitschaft aufeinander zuzugehen, aber auch eine klare Haltung.
Anderen in die Augen zu schauen, gehört z.B. bei uns zum guten Ton. In manchen Kulturen ist es aber ein Zeichen des Respekts, Vorgesetzten nicht in die Augen zu schauen. Andreas Graf, der Referent der finanziellen Sozialhilfe in der Bezirksgemeinschaft, erläuterte die verschiedenen Möglichkeiten von finanziellen Zuwendungen für italienische Staatsbürger, EU- und Nicht EU-Bürger. Nicht EU-Bürger müssen mindestens sechs Monate ansässig sein. Erst dann haben sie Anrecht auf eine Unterstützung. Bei der Jahresversammlung wurden auch der umfangreiche Tätigkeitsbericht verteilt, langjährige Mitglieder geehrt und der neue Ortsausschuss gewählt. Heinrich Fliri, dem Bezirksobmann und bisherigen Obmann des KVW-Schlanders, ist es gelungen, insgesamt 13 Personen für die Arbeit im Ortsausschuss zu gewinnen. (hzg)
Schlanders
B
ei der Jahresversammlung der KVW-Ortsgruppe Schlanders standen die neuen Mitbürger, die Migranten und die Flüchtlinge, im Mittelpunkt der Versammlung. In einer Podiumsdiskussion wurden verschiedene Sichtweisen und Erfahrungen besprochen. Josef Stricker, der geistliche Assistent des KVW, erzählte das bekannte Märchen von den Bremer Stadtmusikanten. Etwas Besseres als den Tod findest du überall, sagte der Esel und zog mit den anderen Tieren fort. So geht es
den Flüchtlingen. Sie fliehen vor Krieg, Verfolgung und Vertreibung. Aus rechtlichen, humanitären und christlichen Gründen haben wir die Pflicht, diese Menschen aufzunehmen und wenn es nach dem Zweiten Weltkrieg möglich war, Millionen Vertriebene unterzubringen, dann muss es auch heute möglich sein, meinte Stricker. Die Sozialreferentin Gertrud Telser aus Mals berichtete über die Hilfsbereitschaft und die Ängste der Menschen. Können wir sicher sein? Diese Frage beschäftigt
Foto: Heinrich Zoderer
Die neuen Mitbürger
In einer Podiumsdiskussion diskutierte der KVW-Schlanders bei der Jahresversammlung über die neuen Mitbürger. V.l. Josef Stricker, Waltraud Plagg, Gertrud Telser, Andreas Graf und der Moderator Josef Bernhart.
03.12.15
Vinschgerwind 24-15
/Gesellschaft/ 25 Eisenwaren und Farbengeschäft
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Jahre
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Tagesordnung. Die Gesellenbriefe erhielten u.a. auch Silvia Sagmeister aus Reschen, Aaron Platzer aus Mals und Christoph Schgör aus Naturns. Zudem wurden die besten Schüler der diesjährigen Abschlussklasse prämiert. Bester Lehrling war Silvia Sagmeister (arbeitet in der Bäckerei Angerer aus St. Valentin auf der Haide) mit der Endnote 7,9.
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or kurzem fand in Bozen die diesjährige Vollversammlung der Bäcker im hds – Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol statt. Landesinnungsmeister Johann Trenker und sein Stellvertreter Peter Mutschlechner präsentierten dabei ein umfangreiches Tätigkeitsbericht: Verschiedenste Messeauftritte, internationale Wettbewerbe, Lehrfahrten, Tagungen, Fortbildungen sowie der traditionelle Brot- und Strudelmarkt umfassten das Programm. hds-Direktor Bernhard Hilpold betonte in seiner Begrüßung, dass immer mehr Discounter mit dem Werberuf „Frisches Brot“ aufhorchen lassen würden. Der Verband werde dieser Sache genauestens nachgehen. Abschließend standen die Freisprechungsfeier der Bäckerlehrlinge und die Überreichung von 18 Gesellenbriefen auf der
Eyrs
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Viele Jahre beim Kirchenchor links: Die Chorleiterin Heidi Warger wurde für ihre 35-jährige Tätigkeit im Kirchenchor Eyrs geehrt, rechts: Anna Kurz und Frieda Alber wurden für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt
B
ereits im Frühjahr dieses Jahres, anlässlich des traditionellen Maientanzes des Kirchenchores Eyrs, wurde die Chorleiterin Heidi Warger für ihre 35-jährige Treue im Dienst der Kirchenmusik geehrt. Schon mit acht Jahren hat sie ihren Vater Paul Warger auf dem Chor begleitet. Seit 2008 leitet sie den Kirchenchor. Robert Wiest, der Obmann des Bezirkes Burggrafenamt-Vinschgau im Südtiroler Chorverband konnte der Chorleiterin die Urkunde überreichen und anerkennende Worte des Dankes für den Einsatz bei der Mit-
gestaltung der Gottesdienste überbringen. Anlässlich der Cäcilienfeier am Christkönigsonntag konnte Lisl Telser, die Obfrau des Kirchenchores Eyrs zwei Sängerinnen ganz besonders ehren. Als aktive Mitglieder sind Anna Kurz und Frieda Alber seit der Wiedergründung des Kirchenchores Eyrs vor 40 Jahren mit dabei. Die beiden können somit auf eine lange Chorgeschichte und aktive Mitarbeit im Verein zurückblicken. Auch Pfarrer Roland Mair fand anerkennende Worte für den Chor und ganz besonders für die beiden Jubilarinnen. (hzg)
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Frohe Festtage und die besten Wünsche für ein erfolgreiches neues Jahr
26 /Gesellschaft/
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inschgaus beste Nachwuchskräfte im Bereich Handel und Verwaltung ausgezeichnet: Die EbK - Bilaterale Körperschaft für Handel und Dienstleistungen prämiert auch heuer wieder Südtirols beste Lehrlinge und Fachschüler des Sektors Handel und Verwaltung. Über eine Prämie in Höhe von 500 Euro dürfen sich all jene freuen, die am Ende der Schulausbildung eine Endnote von 9,5 und höher aufweisen. Diese Prämie wird jährlich vergeben. Vor Kurzem wurden die Lehrlinge des Bezirks Vinschgau im
v.l.: EbK-Verwaltungsratsmitglied Ulrike Egger, Jasmin Gruber, Vivien Walder Stievano, hds-Bezirkspräsident Dietmar Spechtenhauser und Berufsschuldirektorin Virginia Tanzer Berufsbildungszentrum Schlanders prämiert. Ausgezeichnet wurden Jasmin Gruber mit Abschlussnote 9,5 und Vivien Walder Stievano mit Abschlussnote 9,6, jeweils für Verkaufslehre. Die Prämie wurde von EbKVerwaltungratsmitglied und Sgb/ Cisl-Vertreterin Ulrike Egger verliehen. Weiters anwesend waren u.a. auch Berufsschuldirektorin Virginia Maria Tanzer und hdsBezirkspräsident Dietmar Spechtenhauser. Die EbK arbeitet eng mit den Berufsschulen Südtirols sowie mit dem Amt für Lehrlingswesen und Meisterausbildung der Provinz Bozen zusammen. Die Bilaterale Körperschaft ist vom gesamtstaatlichen Kollektivvertrag für den Tertiärsektor vorgesehen und wird gemeinsam vom hds - Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol und den Gewerkschaften des Handelssektors verwaltet. Sie bietet den Mitgliedern eine Reihe von Dienstleistungen an, die sich gleichermaßen an Arbeitgeber und Angestellte richten. Alle Informationen dazu online unter www.ebk.bz.it
Der Schmuggler, seine schöne Frau und der Jäger
Foto: Heinrich Zoderer
EbK prämiert Lehrlinge und Fachschüler
Schlanders/ Theatergastspiele Fürth
Das Theaterstück „Der Weibsteufel“ von Karl Schönherr wurde 100 Jahre nach der Uraufführung auf einer modernen Bühne mit Musikuntermalung und hervorragender Besetzung in Schlanders gespielt.
D
er Theatersaal im Kulturhaus Schlanders war bis auf den letzten Platz gefüllt. Auch die Einführung in das Stück durch den Regisseur Thomas Rohmer und gekonnt moderiert von Gertrud Wellenzohn war sehr gut besucht. Das Interesse und die Erwartungen am Theaterstück „Der Weibsteufel“ waren sehr hoch. Thomas Rohmer gelang es bei der Einführung auch die Neugierde zu wecken. Er hob das moderne Bühnenbild mit einer Wohnstube in einem Wald her-
vor, aber auch die eigens komponierte Musik als Verbindung zwischen den Szenen, um die Dramatik zu unterstreichen und die hervorragende Besetzung mit den Schauspielern Christine Kaufmann, Alexander Radszun und Daniel Buder. Das Thema, eine gefährliche Liebschaft, ist heute genauso aktuell, wie vor 100 Jahren, als der Tiroler Arzt und Autor Karl Schönherr das Theaterstück schrieb. Um einem Schmuggler das Handwerk zu legen, soll ein junger, gutaussehender Jäger seiner schönen
Frau den Hof machen. Auch der Mann ermuntert seine Frau, dem jungen Jäger schöne Augen zu machen, damit er seine Geschäfte in Ruhe abwickeln kann. Dann können sie endlich das Haus am Marktplatz kaufen. Aber es kommt alles ganz anders. Aus dem Plan entstehen echte Gefühle, es kommt zu brennender Eifersucht und endet tödlich. So beinhaltet diese Beziehungs- und Intrigengeschichte alles, was das Theater spannend macht: eine schöne Frau zwischen Wunsch und Wirklichkeit, zwischen Treue zu ihrem kränkelnden Mann und dem Reiz des Abenteuers mit einem anderen. Die Uraufführung dieser Dreiecksgeschichte war 1915 in Wien, das Theatergastspiel Fürth feierte am 25. November die Premiere dieser Neuinszenierung in Schlanders und weitere 37 Vorstellungen wird es im ganzen deutschen Sprachraum geben. Bei der Premiere in Schlanders haben sich die hohen Erwartungen nicht für alle Besucher erfüllt. Bei der Bewertung nach dem Theater gaben 123 Personen an, dass ihnen die Aufführung gut gefallen hat, 16 waren unzufrieden und für 60 Personen war es eine mittelmäßige Darstellung. (hzg)
Heimatbühne Prad
Viel Jugend bei „Entweder oder“ Bild links: Missverständnisse rund um die Biotonne; rechts: Gesangseinlage der Mägde und Knechte
I
Fotos: Magdalena Dietl Sapelza
Vinschgau
03.12.15
n Prad ist die Begeisterung Theater zu spielen groß. Das zeigte sich bei der Aufführung des Volksstückes „Entweder oder“. Die Verantwortlichen der Heimatbühne Prad konnten 16 Spielerinnen und Spieler aller Jahrgänge - mit auffallend vielen Jugendlichen - auf die Bühne locken. Dazu kommt noch eine Vielzahl von Akteuren im Hintergrund, von Souffleuse über Maskenbildnern bis hin zu Beleuchtern. Das Potential an The-
aterleuten ist da. Diese warten nur darauf, gefördert zu werden. Die Thematik des Stückes, das aus der Feder in Dorf Tirol wohnhaften Autors Luis Zagler (geb. 1954) stammt, passt zur aktuellen Diskussion rund um die Pestizid-Debatte. Es geht um die Erkenntnis eines Großbauern, mit herkömmlichen Methoden unter Verwendung von Spritzmitteln falsch gewirtschaftet zu habe. Es geht um Gewalt gegen Natur und Menschen, um Auflehnung aus-
gebeuteter Arbeiter, um Rache, um Intrigen. Einer Neuausrichtung stellen sich Hindernisse in den Weg. Letztendlich fällt doch die Entscheidung zur radikalen Umkehr – mit offenem Ausgang. Das Stück war schwere Kost für die Schauspielerinnen und Schauspieler auf der Bühne genauso wie für die Zuschauerinnen und Zuschauer im Raiffeisensaal von „aquaprad“. Regie führte Hanspeter Trafoier, der selbst mitspielte. (mds)
03.12.15
Vinschgerwind 24-15
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Tartsch
Krampusse faszinieren die Menge V
Das höllische Spektakel am Tarscher Bichl zog tausendegroße und kleine Besucher an. Hinter den sicheren Absperrungen verfolgten diese das schaurige und lautstarke Umzug-Treiben der vielen unheimlichen Gesellen aus Südtirol, Nordtirol und dem Trentino
Fotos: Magdalena Dietl Sapelza
on allen Seiten strömten die Zuschauer am 14. November zum Tartscher Bichl. Angespannt warteten sie auf das furchterregende Treiben der Krampusse, Schemen und Tuifl. 28 Gruppen aus Südtirol, Nordtirol und dem Trentino hatten sich zum 4. Krampuslauf gemeldet. Nach 18.00 Uhr zogen die schaurigen Gesellen eine Stunde lang grölend mit Feuer, Rauch, Kettengerassel und Motorenlärm... an den Menschenmengen vorbei, die sich hinter den sicheren Absperrungen verschanzt hatten. Das höllische Spektakel faszinierte immer wieder auf‘s Neue. Das OK-Team der „Tartscher Bichl Tuifl“ mit Andreas Wallnöfer (Chef), Julian Hellrigl, Lukas Patscheider und Vanessa Hohenegger wurde von den Tartscher Vereine wie Sportverein, Freiwillige Feuerwehr
und Schützen mitgetragen. Unzählige freiwilligen Helferinnen und Helfern arbeiteten an vielen Stationen tatkräftig mit. Zahlreichen Sponsoren unterstütz-
ten die Veranstaltung. „Ich danke allen, die in irgendeiner Form mitgeholfen haben“, sagt Wallnöfer. Die Organisatoren hatten für größtmögliche Sicherheit gesorgt und
auch für reichlich Verpflegung bei der anschließendern Krampus-Party, deren DJ-Musik noch lange in die Nacht hinein hallte. (mds)
Kulturhaus Karl Schönherr - Schlanders
Papiertheater „Unerhört“ “Unerhört” dreht sich um die Entwicklungsgeschichte der Kommunikation und ist ein Spiel der besonderen Art. Unter dem Motto “Der Turmbau zu Babel” entführen die Schauspieler das Publikum mit Klavier, Papier und Gebärdensprache in eine andere Welt. Der Turmbau und die anschließende Sprachverwirrung zeigen die Schauspieler auf sehr kreative Weise. Begleitet von vielschichtigen Kompositionen zeitgenössischer Musik am Klavier erleben die Zuschauer eine fließende Abfolge von Farben, Bildern, Lichteffekten, Schattenspiel und Tanz. Barbara Schuster aus Vetzan bereichert die Aufführung mit ihrer ausdrucksstarken Gebärdensprache. Johann Vollmar, der das Stück zum 20-jährigen Bestehen des Papiertheaters entworfen hat, sagt begeistert: ”Es ist unglaublich toll, eine gehörlose Frau in dieses Kunstprojekt zu integrieren”. Dieser besondere Abend wird unterstützt vom Amt für deutsche Kultur, der Stiftung Südtiroler Sparkasse, der SEL, der Raiffeisenkasse Schlanders, Parkhotel zur Linde und der Fa. Fleischmann Raumausstattung-Wohntextilien. Karten sind im Kulturhausbüro (Göflanerstr. 27, Schlanders) und an der Abendkasse ab 19 Uhr erhältlich. Eintrittskarten: €13; €10 Dolomiten Vorteilskarte; €8 Senioren, Schüler, Studenten PAPIERTHEATER „UNERHÖRT” am Donnerstag, 10 Dezember 2015 um 20 Uhr im Kulturhaus „Karl Schönherr“ in Schlanders
Papiertheater
Unerhört Gebärden, Musik, Bilder, Schattenspiel u.a. mit Barbara Schuster/Vetzan
Donnerstag, 10. Dezember 2015 um 20.00 Uhr im Kulturhaus Karl Schönherr Schlanders
Eintrittspreise: 13 €, Dolomiten-Vorteilskarte 10 € und Senioren, Schüler/Studenten 8 € Karten sind im Büro des Kulturhauses Karl Schönherr in Schlanders (Göflanerstr. 27) und an der Abendkasse ab 19 Uhr erhältlich.
Kastelbell/ Tschars
TarscH
LatscH
Martell
Goldrain
Schlanders
Kortsch
Laas
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Prad
03.12.15
Glurns
Mals
Bildungsausschüsse Vinschgau
Graun
Vinschgerwind 24-15
Schluderns
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Bildungsausschuss Graun
„Toulr Kapella-Liachtr“ 29.11.2015 – 06.01.2016
Auch heuer werden während der Advents- und Weihnachtszeit in Langtaufers die acht Kapellen angeleuchtet. Von Raffein bis Melag erinnern die angeleuchteten Kapellen an die besinnliche Zeit. Der Bildungsausschuss bedankt sich bei allen Besitzern der Kapellen für die Zusammenarbeit. Am zweiten Adventsonntag (06.12.2015) wird wiederum die Lichterwanderung von Patzin bis Perwarg durchgeführt.
Sonntag, 06.12.2015 (2. Advent)
16.00 Uhr – Lichterwanderung von Patzin bis Perwarg • Besinnliche Texte bei der Wanderung von Patzin bis Perwarg auf dem Forstweg. Wir bitten die Teilnehmenden Laternen mitzubringen • Es spielen die Weisenbläser der MK Reschen Genießen Sie ein heißes Getränk und eine wärmende Suppe • Busdienst: Ab St. Valentin 15.20 Uhr – Reschen 15.30 Uhr – Graun 15.40 Uhr – Melag 15.50 Uhr. Der Bus hält an allen Bushaltestellen. Rückfahrtmöglichkeit von Kapron Richtung Melag um 19.00 Uhr, von Kapron Richtung Graun um 19.15 Uhr Organisation: Bildungsausschuss, KVW Ortsgruppe Langtaufers, Freiwillige Feuerwehr Langtaufers
„Reschr Advent“
29.11.2015 – 06.01.2016
„Graunr Weg- und Laternenkrippe“ 13.12.2015 – 06.01.2016
Die Aktion „Graunr Weg- und Laternenkrippe“ wurde im Vorjahr mit dem Bau von weiteren Weglaternen bereichert. Sie leuchteten zur Advents- und Weihnachtszeit am Grauner Kirchenplatz in der Nähe der Wegkrippe. Heuer wurden weitere Weglaternen gestaltet und werden nun als Leuchtpunkt/Wegweiser von den einzelnen Haushalten zur Grauner Wegkrippe dienen.
Sonntag, 13.12.2015 (3. Advent)
17.00 Uhr – Pfarrkirche Graun • Adventfeier mit besinnlichen Texten und musikalischer Umrahmung der Jugendkapelle Reschen und der Grundschule Graun • Segnung der neuen Weglaternen • Anleuchten der Wegkrippe und der Fensterbilder am Museum • Gemütliches Beisammensein bei Weihnachtsgebäck und Getränken Organisation: Bildungsausschuss, Grundschule Graun, Pfarrgemeinderat Graun
Die stille Zeit im Advent nutzt das Dorf zum Innehalten und Ausruhen. Seit mehreren Jahren wurden im gesamten Dorf Fensterbilder entworfen und angebracht. Diese Stimmung soll heuer auch spürbar werden und eine Art „Frei-Luft-Galerie“ mit Fensterbildern werden. Bei einem gemeinsamen Rundgang können die Ergebnisse dieser Aktion besichtigt werden.
Samstag, 19.12.2015
18.00 Uhr – Treffpunkt Kirchplatz Reschen (bitte alle Kinder Laternen mitbringen) • Begrüßung und musikalischer Einstieg mit der Jugendkapelle • Gemeinsamer Lichterzug über die Lorettstrasse bis zur Dorfkrippe am Kugelplatz und weiter zum Vereinshaus – unterwegs hören wir besinnliche Texte • Vereinshaus: Adventstimmung mit Musikstücken der Jugendkapelle Reschen, ein Krippenspiel der Jungscharkinder, Ausstellung der selbstgenähten Krippenfiguren, die wir beim Lichterumzug vorstellen und im Vereinshaus zu einer Krippe zusammenstellen werden. Weiters haben die Jungscharkinder wieder einen kleinen Weihnachtsmarkt vorbereitet • Gemütliches Zusammensein bei Gulaschsuppe, Panettone, Keksen, Tee und Glühwein Organisation: Bildungsausschuss, Kath. Familienverband Reschen-Graun, Jungschar und Krippenverein
03.12.15
Bildungsausschuss Kastelbell-Tschars
Einladung zum
mit dem Vokalensemble „Suvendes“
Heiße Getränke und Panettone auf dem Kirchplatz Freiwillige Spende
Lichterund Laternenprozession zur Schlosskapelle Kasten – Galsaun Samstag, 19. Dezember 2015 um 18.00 Uhr In Zusammenarbeit mit FF Galsaun und SBO Galsaun
Bezirksservice Vinschgau
/Bildungszug/ 29
Bildungsausschuss Laas
Adventkonzert Samstag, 12. Dezember 2015 Pfarrkirche Marein 18.30 Uhr
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Krippele schauen nach Tesero (Fleimstal) Sonntag, 27. Dezember 2015 Abfahrt:
08.20 Uhr Eyrs – Gasthof Edelweiss 08.30 Uhr Laas – Raika
Programm:
Besuch des Weihnachtsmarktes in Cavalese Mittagessen in Tesero typische Gerichte der Trentiner Küche Krippenbesichtigung in Tesero
Rückkehr:
ca. 19.30 Uhr Ankunft in Laas
Spesenbeitrag: 45,00 Euro pro Person (Fahrt und Mittagessen) wird während der Fahrt im Bus kassiert Anmeldung:
Ab sofort und innerhalb 22.12.2015 bei Liselotte Parth/Laas Tel. 0473 626124 oder Christine Stark Tel. 0473 739856 oder Ruth Stecher Tel. 3479591112
Bildungsausschuss Schlanders
Weihnachtskonzert mit den Solisten des Streicherquintetts
Merano Pop Symphony Orchestra Violino I: Andrea Leopardi; Violino II: Monica Macchion Viola: Roberto Federico; Violoncello: Michael Ploner Contrabasso: Andrea Gallesi Leitung: Roberto Federico Musik von Mozart, Bach, Handel, Boccherini, Brahms, Morricone und Jenkins
Dienstag, 08.12.2015 um 18.00 Uhr Schlanders Aula Magna der WFO – Plawennpark Veranstalter: Ba Schlanders und Merano Pop Symphony Orchestra
Bezirksservice Vinschgau/Ludwig Fabi
Bahnhof Spondinig 1 39026 Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 Fax +39 0473 618116 bezirksservice.vinschgau@gwr.it www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf
30 /Jugend/
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Jugendtreff „fResch“ Reschen Ö
S a. 05.12.15 Treff geschlossen wegen Krampusumzug!
F r. 11.12.15 ab 17 Uhr Kinder & Familienkino: „Arthur Weihnachtsmann“ Jugendtreff „JuZe“ Hoad
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o. 07.12.15 ab 18.00 Uhr M Mädelstreff: Weihnachtsgeschenke selbst gemacht
S a.12.12.15 ab 19.00 Uhr Juze goes Christmas! Jugendtreff Chillhouse Stilfs
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i. 16.12.15 ab 18.00 Uhr M Fotokalender basteln
i. 23.12.15 ab 17.00 Uhr M Weihnachtsessen „Raclette“ Anmeldung erforderlich Jugendtreff La:Ma Laas
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v on Sa. 05.12.15 bis Sa. 12.12.15 Geschlossen JuZe Freiraum Schlanders
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F r. 11.12.15 ab 18.00 Uhr Jugendversammlung „Freiraum Aktiv“ Treffen Mitreden! Mitentscheiden!
S a. 12.12.15 Cineplexx – Wir gehen ins Kino! Anmeldung & Info im JuZe bis am Do. 10.12.15 Jugendzentrum JuZe Naturns
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S a. 12.12.15 ab 20.00 Uhr Akustik-Livekonzert mit Four – Klangholz + Special Guest
i. 15.12.15 Start. 18.00 Uhr D Boulderausflug nach St. Leonhard Anmeldung bis 14.12.15 Jugendtreff Kosmo Plaus
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o. 07.12.15 ab 15.00 Uhr M Weihnachtsbasteln
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Kosmetik in the house
JuMa Jugendzentrum Mals Gemeinsam mit den beiden Kosmetikerinnen Julia und Anja vom Kosmetikstudio „Esteja“ in Glurns wurde am Samstag, 31.Oktober ein toller Nachmittag organisiert. Wie man die Haut am Besten pflegt, n was man beim Schminken beachte thau sollte und welche Produkte freundlich sind. Dies alles wurde den 17 Mädels beigebracht. s rund ums Thema Anschließend bekamen alle noch Tipp ge! Und weils so schön Glätteisen & Frisuren bzw. Haarpfle Treffen geben! war wird’s im Frühjahr ein weiteres en geduldigen Ein großes Dankeschön den beid Kosmetikerinnen!
Jugendtreff La:Ma Laas Schon seit 1991 gibt es in Laas einen Jugendtreff. Der Treff ist ca. 120 m² groß und auf zwei Räume aufgeteilt. Im ersten befindet sich eine Küche, Leseecke, Calcetto, Darts, Mischpult usw. Im zweiten befindet sich der Filmraum mit Beamer, Ps3 und Sofas. Im Außenbereich gibt es einen Fußball-, Volleyball- und Tennisplatz. Auch das Schwimmbad befindet sich nebenan. Ihr findet uns in der Sportzone Laas Vinschgaustraße 74. Jeder Der 11 Jahre alt ist, oder ab Herbst die erste Mittelschule besucht ist herzlichst willkommen. Unser Programm ist sehr umfangreich: von Tennisfußball bis Grillabende über Workshops bis Filmabenden bieten wir ein vielfältiges Tätigkeitsprogramm an. Außerdem hängt im Treff eine Wunschliste wo jeder seine Ideen und Aktionen äußern kann. Ihr findet das Programm und die Öffnungszeiten beim Treff oder auf Facebook unter Jugendtreff La:Ma Laas.
Swim&fur nTaufers
e Jugendtreff Revoluz
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03.12.15
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/Jugend/ 31
15 Jahre Glurnser Advent
Prad
Der Schönste im Land, heimelig und verzaubernd
Willkommen in Prad
Vor mittelalterlicher Kulisse wird auch heuer wieder der Glurnser Advent mit Lichtern, Düften, Klängen und einer einzigartigen Atmosphäre heimelig und verzaubern sein. Dieses Jahr als kleines Jubiläum, denn es ist die 15. Ausgabe, dass diese Veranstaltung im Vinschger Städtchen stattfindet. Vom 6. bis zum 8. Dezember wird Glurns verkehrsfrei, wird wohnlich, gemütlich. „Von anderen Märkten und Weihnachtsveranstaltungen unterscheiden wir uns maßgeblich“, sagt dazu Prieth Elmar vom organisierenden Verein Laubenkomitee – OK Glurnser Advent. Tatsächlich ist wiederum eine außergewöhnliche Zeit zu erwarten: Anstatt Weihnachtsgedudle aus Lautsprechern werden es in Glurns insgesamt an die 20 Musikgruppen und Alphornbläser sein, die an drei Tagen den Glurnser Advent musikalisch umrahmen. Adventbesinnliches wird es ebenso mit verschiedenen Chören und Musikern in der Pfarrkirche zum hl. Pankratius geben. Auf dem Stadtplatz und in der Laubengasse werden über 40 Marktstände aufgebaut. Angeboten werden regionale Produkte, Kunsthandwerkliches und vieles mehr. Ebenso ist in den Räumen der Jungschar für Kinder das Erzählen von Weihnachtsgeschichten aber auch vorweihnachtliches Basteln und Lesen angesagt. Eine zweimalige Aufführung eines weihnachtlichen Kasperletheaters ist am Dienstag, 8. Dezember angesagt. Richard Hirschberger wird seine liebevoll gestalteten Krippen im Kunstatelier G.A.P. präsentieren. Die Licht-, Dekoration und Standgestaltung ist in den Händen von Karlheinz Steiner. Die detaillierte Programmbroschüre und weitere Informationen rund um der Veranstaltung findet der Besucher unter der der Webseite: www.glurns.eu.
Licht 15 Düfte Klänge Jahre
Glurnser Advent
Dezember 2015
Adventmarkt · Adventsingen Musik · Krippenausstellung
Sonntag, 6. von 11 Uhr bis 21 Uhr Montag, 7. von 11 Uhr bis 21 Uhr Dienstag, 8. von 11 Uhr bis 21 Uhr Wir danken für die Unterstützung!
Laubenkomitee - OK Glurnser Advent Stadt Glurns
Autonome Region Trentino-Südtirol Regione Autonoma Trentino-Alto Adige
Fritz, Schlanders
die vielfältige Bio-Landwirtschaft im Oberen Vinschgau L'Agricoltura Biologica svariata dell'Alta Venosta
Auch in Prad hält man an vielen alten Traditionen und Bräuchen fest, wie auch am Koatlacker Nikolausumzug. Traditionell findet der Umzug am 4. Dezember statt und in den letzten Jahren ist dieser zu einem der größten, aufwendigsten und meist besuchten Nikolausumzügen unseres Landes geworden . Der Umzug trägt den Namen des Prader Dorfteils „Koatlack“. Organisiert wird der Umzug vom „Koatlacker Nikolauskomitee“. Eingeläutet wird der Koatlacker Nikolausumzug traditionell von den zwei „Zwickeseln“, begleitet von goaßlschnöllenden Fuhrmännern, die die Esel führen und im Zaum halten. Angeführt wird der Umzug von der Hauptfigur, dem hl. Nikolaus, der mit seinen Engeln und dem so genannten „Rutenträger“ zu Fuß den Umzug eröffnet. Dahinter ein Wagen, beladen mit Nikolaussäckchen gefüllt mit guten Gaben und vielen Süßigkeiten welche an Interessierte vom Nikolaus mit seinen Gehilfen verteilt werden. Danach kommen dann die Tuifl mit ihren furchterregenden, aber zugleich kunstvoll gestalteten „Lorfen“ und Gewändern aus Schafoder Ziegenfell. Am Dorfplatz kehrt dann für kurze Zeit Ruhe und Ordnung ein. Der Nikolaus trägt eine schöne, besinnliche Geschichte vor und weist auf die Advents- und Weihnachtszeit hin. Nach kurzer Zeit mischen sich die ca. 80 Tuifl mit viel Gebrüll unter die Zuschauer! Doch es wird schnell klar, dass diese Gestalten recht friedlich und umgänglich sind, denn dafür sind die Koatlacker Tuifl weitum bekannt. Am Tage des Umzugs werden bereits ab 17 Uhr warme Getränke und kleine Imbisse am Dorfplatz verabreicht, auch Nikolaussäckchen sind dort erhältlich. Koatlacker Nikolauskomitee
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03.12.15
Nikolaus aufwecken
„Nikolaus ist ein guter Mann, den man nicht genug danken kann“, so heißt es im Lied „Lasst uns froh und munter sein“. Die Kinder freuen sich auf den Nikolaus und besonders auf die Geschenke. In vielen Ländern stellen deshalb die Kinder am 5. Dezember einen Stiefel oder einen Strumpf vor die Tür, damit der Nikolaus den Stiefel oder Strumpf mit Geschenken füllen kann. Im Kindergarten und in manchen Schulen kommt der Nikolaus. Es wird gesungen, Gedichte werden aufgesagt und dann werden Geschenke verteilt. Deshalb ist der Nikolaus ein guter Mann. Aber er ist nicht nur ein Geschenksbringer. Der Nikolaus weiß auch ob die Kinder brav und
folgsam waren. So werden sie auch getadelt. Bei uns gibt es in allen Dörfern Nikolausumzüge und anschließende Hausbesuche. Diese Nikolausumzüge werden zunehmend von Krampussen beherrscht. Während der Nikolaus als Bischof elegant und stolz auftritt, den Armen hilft und das Gute verkörpert, sind die Krampusse die Vertreter des Bösen. Sie machen Lärm, verbreiten Furcht und Schrecken und schlagen oder verschleppen die Jugendlichen. Und während die Krampusumzüge im ganzen deutschen Sprachraum gewaltig zunehmen und zu Volksevents werden, gibt es wenige Nikolausumzüge, bei denen wirklich der Nikolaus im Mittelpunkt steht.
Bilder: Diese Bilder wurden letztes Jahr am 5. Dezember gemacht. Begleitet von den Lehrpersonen und von Hirten mit großen Stöcken ziehen alle hinauf in den Park und kommen von dort ins Dorf zurück. Mit Kuhschellen und Bockhörnern ziehen sie durch das ganze Dorf bis zum Nikolaustor. Dort wird geschellt und gesungen, bis der Nikolaus kommt. Gemeinsam mit dem Nikolaus und den Engeln gehen alle zum Hauptplatz. Dort gibt es zuerst ein Theater, dann werden Süßigkeiten verteilt. Und erst nachher beherrschen die Krampusse das Dorf.
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In Mals wecken die Kinder mit Kuhschellen, Bockhörnern und Liedern den Nikolaus auf In Mals hat sich ein alter Brauch erhalten, bei welchem der Niko-
laus im Mittelpunkt steht und die Krampusse nur eine Nebenrolle spielen. Helene Dietl Laganda, Grundschullehrerin und Heimatkundlerin aus Mals, erzählt, dass vor 25 Jahren nur wenige bei diesem Brauch teilnahmen. Die Gefahr war groß, dass der Brauch ausstirbt und in Vergessenheit gerät. Früher wurde der Brauch von den Jugendlichen organisiert. Die 13 und 14-jährigen Burschen führten den Zug an und gaben mit ihren Stöcken die Kommandos. Die Kinder hatten Kuhglocken und Kuhschellen mit und Bockhörner. Damit wurde geschellt und Lärm gemacht, um den Nikolaus aufzuwecken. So wie viele Bräuche war auch dieser Brauch eine Möglichkeit für die Heranwachsenden Verantwortung zu übernehmen und langsam in die Erwachsenenwelt hineinzuwachsen und am gesellschaftlichen Leben des Dorfes teilzunehmen. Heute wird der Brauch von der Grundschule organisiert und ist Teil des Schulprogramms. Die Lehrpersonen bereiten mit den Schülern Lieder und Gedichte und ein Theaterstück vor. Am 5. Dezember
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/Kultur/ 33
treffen sich Lehrpersonen und Schüler um 14 Uhr bei der Grundschule. Begleitet von mehreren Erwachsenen, die aussehen wie Hirten mit einem Hut, schwarzen Mantel und einem großen Stock, geht der ganze Zug hinauf in den Park. Vom Park geht die Schülergruppe mit den Erwachsenen zur Vierzehn Nothelferkirche und dann durch das ganze Dorf bis zum Ortseingang zum Nikolaustor. Vor dem Tor dreht sich die Gruppe dreimal im Kreis und stellt sich dann im Halbkreis auf. Dann beginnt das Schellen und das Bockhornblasen. Es wird gesungen bis sich das Tor öffnet und der Nikolaus mit den sechs Engeln erscheint. Nach dem Singen führt der Nikolaus den Zug an. Hinter ihm schreiten die Engel zu zweit mit einem Korb, gefüllt mit Nüssen, Süßigkeiten und Früchten. Die Fraktionsverwaltung spendiert diese Geschenke. Dann kommen die ganzen Kinder. Alle zusammen ziehen sie zum Hauptplatz. Diesem Zug schließen sich auch einige Krampusse an. Sie gehen mit, verhalten sich aber sehr zurückhaltend. Auf dem Dorfplatz ist bereits alles für ein kurzes Theaterstück vorbereitet. Letztes Jahr war es ein Theaterstück über Flüchtlinge, die ihre Heimat verlassen mussten und auf der Suche nach einem neuen Zuhause waren. Dann betritt der Nikolaus die Bühne, verkündet seine Botschaft und zum Schluss singen alle „Lasst uns froh und munter sein“. Die Engel mischen sich nachher mit ihren Geschenkskörben unter die Kinder und verteilen die Süßigkeiten. Und erst später beherrschen dann die Krampusse die Plätze und Gassen und am Abend, wenn es dunkel wird, gibt es einen Nikolausumzug. Heinrich Zoderer
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03.12.15
Schöneben
ist gerüstet
Bekannt, begehrt, beliebt: Schöneben, das Skigebiet am Reschenpass, ist ohne Zweifel erfolgreich. Mit Umsicht hat sich das Skigebiet immer weiter entwickelt, hat laufend investiert, hat sich so den Erfordernissen der Zeit angepasst. Heuer hat man in Schöneben rund 5 Millionen Euro investiert. Mit neuem Speicherbecken, mit neuer Aprés-Ski-Lounge, auch mit neuen Schneekanonen: Schöneben ist gerüstet.
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/Bauplatz/ 39
Es wird nicht alles auf einmal gemacht. Aber immer progressiv wird das Skigebiet angepasst.
von Oswald Folie
Foto: Archiv Schöneben AG
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it rund 60 MitarbeiterInnen in der Hauptsaison ist das Skigebiet Schöneben der größte Arbeitgeber in der Gemeine Graun. Die meisten davon sind Saisonangestellte, acht sind ganzjährig beschäftigt. Regelmäßig wird das im Verhältnis zu den großen Skidestinationen im Alpenbogen kleine Skigebiet mit Auszeichnungen bedacht. Kein Wunder - Schöneben ist von seiner Lage her, von der Morphologie der Hänge begünstigt. Die breiten Pisten an den sanften Hängen lassen bei Skifahrern das Gefühl aufkommen, gleichzeitig mit wenigen Leuten unterwegs zu sein. Und dies, obwohl sich zu Spitzenzeiten mehr als 2.500 Skifahrer im Skigebiet aufhalten. Breite Pisten sind eines der Geheimnisse für den Erfolg des Skigebietes Schöneben. Auch deshalb wird in Schöneben viel Wert darauf gelegt. Die Breite einer Piste ist nicht nur für das gute Gefühl der Skifahrer bei ausladenden Schwüngen verantwortlich, sondern sie dient auch der Sicherheit. Ausweichmöglichkeiten ergeben automatisch weniger Unfälle auf den Pisten.
So hat man heuer einen weiteren Abschnitt der Bergabfahrt verbreitert. Oswald Folie, der langjährige Präsident der Schöneben AG, sagt, dass man nicht alles auf einmal bewältigen könne. Die Verbreiterung der Abfahrt hat man deshalb in drei Baulose aufgeteilt. Ein erstes Baulos wurde im vorigen Jahr verwirklicht. Das war vom Gelände her gesehen und vom Aufwand der schwierigste Teil. Heuer ist in einem zweiten Baulos eine weitere Strecke dazugekommen. Im nächsten Jahr wird man mit dem dritten Baulos die gesamte Abfahrt verbreitert haben. „Die Abfahrt wird so auf fast das Doppelte verbreitert“, sagt Folie. Die Piste sei damit doppelt soviel wert. Schöneben ist bekannt für seine bestens und sorgfältig präparierten Pisten - auch dafür gibt es von internationalen Testern regelmäßig Auszeichnungen. Auch mit einer neuen Schneekatze - ein älteres Modell wurde ersetzt - will man diesem guten Ruf weiterhin gerecht werden. Wenn sich am kommenden 9. Dezember (der Saisonstart ist am Donnerstag, den 10. Dezember 2015) die gesamte Mannschaft für die Eröffnung des Skigebietes zu gemeinsamer hl. Messe mit anschließendem
Mahl treffen wird, werden mit dem Neustart in die Saison auch einige Neuerungen im Skigebiet einsatzbereit sein. Neuerungen, die die Besucher auf den ersten Blick sehen werden, Neuerungen, die die Besucher nicht sehen werden, die aber für den Skigenuss unabdingbar sein werden. Oswald Folie und sein Ausschuss in der Schöneben AG haben bei den ausgeführten Arbeiten Wert darauf gelegt, dass einheimische Firmen zum Zuge gekommen sind. Auch war man imstande, die günstige Konjunkturentwicklung dafür zu nutzen, mehrere Arbeiten gleichzeitig ausführen zu können.
Foto: Erwin Bernhart
Text: Erwin Bernhart
Oswald Folie, der langjährige Präsident der Schöneben AG
40 /Bauplatz/ „Sciuri“, so nennen die Schönebner ihr neu gebautes Après-Ski-Restaurant an der Talstation. Sciuri? Ein ungewöhnlicher Name. Aber es gibt eine Erklärung dafür. Schönebens Maskottchen „Schöni“ ist ein Eichhörnchen und der taxonomische Name für das Eichhörnchen ist „Sciurus vulgaris L.“ Deshalb „Sciuri“. Noch ist es nicht ganz fertig, deshalb fehlen entsprechende Bilder. Noch. Denn am 10. Dezember 2015 ist Eröffnung. Und bis dahin sei Neugier angesagt. Die Planung und Bauleitung von „Sciuri“ hat die Glurnser Architektin Michaela Wunderer übernommen: Der neue Anbau an der Talstation von Schöneben öffnet sich nun als Viertelkreis in Stahl und Glas zum See und zur Piste hin. Ein besonders Anliegen und eine Herausforderung ist es ihr gewesen, den Anbau in die vorhandenen Baulichkeiten der Talstation von
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Schöneben mit dem Stationsgebäude und dem angebauten Kassa- und Zugangsbereich zu integrieren. An der Stelle des ehemaligen „Iglu“ aus Holz, welcher vielen Schöneben-Besuchern vertraut und heimelig war, steht nun eine moderne Rundung mit raumhoher Glasfassade, mit flachem, bekiestem Dach. Zum bestehenden Stationsgebäude hin sind die notwendigen Nebenräume wie Getränkelager, Kühlzellen und Technikräume angeordnet. Im hinteren Bereich ist auf 100 Quadratmetern ein zweites Ski-Depot dazugekommen, mit abschließbaren Fächern, welche mit der
Tageskarte mietbar sind und im Vorfeld mitgebucht werden können. Wer die Talabfahrt herunterfährt, kommt nun direkt an das neue Gebäude, mit gedecktem Umgang und Sitzgelegenheiten im Außenbereich, die zum Verweilen einladen. Der erste Blick beim Eingang fällt durch ein Glasfenster direkt in die Küche: Hier sollen nunmehr –als zusätzliches Angebot für die Gäste in Schöneben- kleinere Gerichte ausgekocht werden. Das Lokal gliedert sich abgestuft in Barbereich und ruhigere Essplätze. Der Innenraum, teilweise mit Altholz verkleidet, bietet gut 100 Sitzgelegenheiten, an-
„Sciuri“
heißt das neue Aprés-Ski-Restaurant in Schöneben
geordnet um die mittig gesetzte Bar. Hochtische gruppieren sich vor einer umlaufenden Sitzbank vor der Glasfassade. „Modern und praktisch“, sagt Wunderer. Denn das Lokal soll eine Doppelfunktion übernehmen: Zu Mittag wird gekocht und serviert, am Nachmittag und gegen Abend hin wird die Lounge zur Après-Ski Bar. Für die richtige Stimmung beim Feiern sorgen eine neue Musikund Lichtanlage. Wie das ganze angenommen werden wird, muss sich zeigen. Jedenfalls sei es ein mutiger Schritt der Schöneben AG. Herzstück des neuen Gebäudes ist der zentrale Barbereich mit einer modernen Schankanlage. Man habe sich Inspiration für die Technik in diversen Skigebieten in Nordtirol geholt, sagt Michaela Wunderer. In Sölden sei man gewesen und auch anderswo. „In Österreich hat „Après-Ski“ eine ganz andere Dimension als hier bei uns im Vinschgau.
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/Bauplatz/ 41
Foto: Arch. Michaela Wunderer
03.12.15
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Neuland ist toll. von Michaela Wunderer
Es ist dort zwar auch nicht alles Gold was glänzt, aber wir haben viel Interessantes und Innovatives - speziell in der Ablaufplanung und der Getränketechnik- gesehen und dies in unser Projekt integrieren können“, so Wunderer. „Für mich als Planerin war dieser Gastronomiezweig „Aprés-Ski“ Neuland. Aber etwas Neues ist toll“, sagt Wunderer. Eine Herausforderung für Michaela Wunderer war die Koordination der Arbeiten, besonders die speziellen technischen Anforderungen in diesem Bereich. Auch weil viele
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handwerkliche Bereiche sauber ineinandergreifen mussten: Maurer, Elektriker, Hydrauliker, Lüftungsbauer, Kältetechniker, Schankanlagentechniker waren auf engem Raum auf exaktes und termingerechtes Arbeiten angewiesen. Damit die auf zwei Arbeitsplätze ausgerichtete Anlage als Herzstück des AprésSki-Restaurants dann auch perfekt funktionieren wird. Die Planungen für den Neubau gehen zurück bis 2012, eine Abänderung des Bauleitplanes machte den Anbau erst möglich. Ein erstes Einreichprojekt wurde 2013 genehmigt, die Bauausführung aber vorerst aufgeschoben. Das Projekt wurde 2014 dann angepasst. Die Schöneben AG hat in Zusammenarbeit mit dem Haustechniker Benno Tibolla beschlossen, eine Pelletheizung mit einer Leistung von
50 Kilowatt und einem Speicher von 24 Kubikmetern Pellets zu installieren. Die Anlage ist so ausgelegt, dass auch der Bestand angeschlossen werden
Foto: Erwin Bernhart
„
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Architektin Michaela Wunderer
kann. So sorgt nun im Zubau eine Pelletheizung aus einer regenerativen Energiequelle für behagliche Wärme. Schön sei gewesen, dass man bei der Arbeitsvergabe wirklich darauf bedacht war, einheimische Firmen zu beauftragen. Diesen sei allesamt an dieser Stelle ein großer Dank für die gute Zusammenarbeit ausgedrückt. Die Verantwortlichen der Schöneben AG sind nun genauso gespannt wie die Architektin Michaela Wunderer, wie auch die Schanktechniker und wohl auch die gesamte Crew hinter Herd und Theke, wie denn die Neuheiten von den Gästen und von den Einheimischen angenommen werden. Das „Sciuri“ wird bis zum Saisons -Start am 10. Dezember fertiggestellt – und soll eine Bereicherung für das Oberland werden.
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Projektant und Bauleiter
des Erste-Hilfe-Raumes und der Skischule Schöneben
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/Bauplatz/ 43
Foto: Archiv Mair Klaus
Neuer Wasserspeicher in Schöneben Text: Erwin Bernhart
D
as Brunecker Ingenieurbüro Gasser hat das neue Speicherbecken in Schöneben geplant. Mit Kosen von rund 2,2 Millionen Euro hat Schöneben damit einen wichtigen Schritt
in Richtung Schneesicherheit getan.Auszüge aus dem technischen Bericht: Für die Wasserversorgung der gesamten Beschneiungsanlage standen bis zur Errichtung des neuen offenen Speicherbecken SCHÖNEBEN zwei konzessionierte Was-
serentnahmen von durchschnittlich 30,0 l/s und maximal 110 l/s zur Verfügung. Zudem betrug die Speicherkapazität von Wasser für die Beschneiung der Schipisten nur 1.600 m³. Mit der Errichtung eines offenen Speicherteichs mit einem
Fassungsvermögen von ca. 68.800 m³ hat nun die SCHÖNEBEN AG mit dieser größeren. vorrätigen Wassermenge in Zukunft die Möglichkeit, die bestehenden- und evtl. neuen Pisten in wesentlich kürzerer Zeit zu beschneien als dies heute der Fall ist.
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Foto: Archiv Mair Klaus
44 /Bauplatz/
Für die Füllung des Beckens stehen die vorhin angeführten Wasserkonzessionen zur Verfügung. Da sich beide Entnahmestellen talwärts, weit unterhalb des Speichers befinden, erfolgt dessen Füllung mit Hilfe der Pumpstationen ROJEN und WALD. Dieser Umstand ist wiederum mit einem hohen Energieverbrauch bzw. finanziellen Aufwand verbunden. Aus diesem Grund wurde gleichzeitig zum Speicherbau auch um eine neue höherliegende Wasserableitung aus dem GAMPERTALBACH angesucht. Mit Hilfe dieser Entnahme kann die Erstfüllung des Speichers
PROJEKTE:
unter Schwerkraft erfolgen und die anschließende, notwendige Zirkulation in den Sommermonaten im Becken garantiert werden. Somit kann in diesem Zeitraum auf die Aktivierung der Pumpen verzichtet und der verbundene Energieaufwand auf die Wintersaison reduziert werden. Um die Kosten des Speicherbeckens so gering wie möglich zu halten wurde ein offener Speicher als erdaufgeschütteter Damm bestehend aus einer geeigneten Korn- und Steingröße gewählt. Weiters wurden die Erdbewegungsarbeiten auf ein Minimum zu reduziert, indem eine bestehende Hangmulde
am südlichen Schigebietsrand oberhalb der Waldgrenze als geeigneter Standort ausgewählt wurde. Oswald Folie sagt, „Die Beschneidung ist das Um und Auf eines Schigebietes.“ Eine kontinuierliche Beschneiung während des Winters ist nicht vordergründig. Es geht darum , eine, wenn nötig, rasche Beschneiung zu Beginn der Saison zu ermöglichen. Und zwar sollen den Gästen von Beginn an so viele beschneite Pisten wie möglich zur Verfügung stehen. Deshalb ist ein genau berechneter Wasservorrat von größter Wichtigkeit.
Schöneben hat mit seinem neuen Speicher einen großen Schritt in Richtung Schneesicherheit gemacht. Wenn die Temperaturen stimmen, sind die Pisten in Schöneben zu Saisonbeginn präpariert. Auch wenn Frau Holle bis dahin Urlaub machen sollte. Zur Beschneiung stehen in Schöneben rund 60 „Schneemacher“ zur Verfügung, Schneekanonen und Schneelanzen. Und weil die Beschneiung für den Erfolg von Schöneben enorm wichtig ist, werden Schneekanonen oder Schneelanzen, je nach Bedarf, kontinuierlich ausgetauscht und durch neueste ersetzt.
ERRICHTUNG SPEICHERBECKEN SCHÖNEBEN ERWEITERUNG DER TALABFAHRTSPISTE
- VERMESSUNGEN - GENEHMIGUNGSPROJEKTE - AUSSCHREIBUNGEN - GESAMTPLANUNG & STATIK - BAULEITUNG - SICHERHEIT
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/Bauplatz/ 41 since 1990
Besonderheiten: Foto: Archiv Schöneben AG
> Da sich das Hauptbauwerk, nämlich das Speicherbecken und die zugehörige Pumpund Schieberstation, auf einer Höhe von über 2.250 m Meereshöhe befinden, standen für die Bauausführung wegen der Witterung nur 4 Monate (Mitte Juni bis Mitte Oktober) zu Verfügung. > Die Überlauf- bzw. Grundablassleitung aus Gussrohren vom Speicherbecken SCHÖNEBEN bis zum ROJENBACH hat eine Länge von ca. 1.485 m bei einem Höhenunterschied von ca. 377 m. > Der Speicher ist durch die harmonische Einbindung ins umgebende Gelände, das sich oberhalb der Waldgrenze befindet, kaum einsehbar. > Für das gesamte Bauvorhaben mussten nur wenige Bäume gefällt werden, sodass die Auswirkungen auf die Umwelt darum gering gehalten werden konnten.
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46 /Bauplatz/
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Bergbahnen Nauders
Fotos: Bergbahnen Nauders
voll im Plan für Eröffnung des neuen Seilbahncenters
links: Ein großer Kran befördert die benötigten Teile der Seilbahn-Anlage durch das geöffnete Dach in die neue Talstation; rechts: Beim neuen Nauderer Seilbahncenter wird hochkonzentriert an der Fertigstellung der Talstation gearbeitet
N
auders arbeitet mit Hochdruck daran, das Bergkastel-Skigebiet pünktlich zum Start der Wintersaison in Betrieb nehmen zu können. Nach dem jüngsten Brand an der Talstation wurden bereits die neuen Seilbahnkomponenten eingebaut. Für die Verantwortlichen steht
einer Eröffnung des neuen Seilbahncenters am 11. Dezember nichts mehr im Wege. Bei Bauarbeiten kam es am 21. Oktober zu einem Brand an der neuen Talstation der Bergkastelseilbahn in Nauders. Mit erheblichen Folgen: Dach und Seilbahntechnik blieben als totale Schadensfälle
zurück. Gleichzeitig hatte man Glück im Unglück. Denn die neuen Serviceangebote im Erdgeschoß des Seilbahncenters waren verhältnismäßig gering betroffen. Das umsichtige Vorgehen der Feuerwehren hatte bei Depots, Restaurant, Kassen, Sportshop und Rolltreppen Schlimmeres verhindert.
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Perfektion bis ins kleinste Detail
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In erster Linie kam es zu überschaubaren Wasserschäden infolge der Löscharbeiten. Nach diesem Rückschlag sind die Verantwortlichen in Nauders mittlerweile guter Dinge das neue Seilbahncenter wie geplant pünktlich zu Saisonbeginn zu eröffnen. Beziehungsweise: Fast pünktlich. Der ursprünglich angepeilte 10. Dezember für die offizielle Eröffnung lässt sich um 24 Stunden nicht einhalten. Ein in Anbetracht des Brandes wenige Wochen zuvor völlig nebensächliche Verzögerung.
Allseitiges Engagement für pünktlichen Winterstart „Die Behörden, mit denen wir eine erstklassige Zusammenarbeit haben, unternehmen alles Menschenmögliche, um uns positiv zu begleiten. Wir haben am 10. Dezember die seilbahntechnische Beschau. Wenn dort alles klappt, wovon wir heute auch ausgehen dürfen, nehmen wir am 11. Dezember die Seilbahn in Betrieb“, erklärt Heinz Pfeifer, Geschäftsführer der Bergbahnen Nauders. Die Loyalität aller für den Wiederaufbau benötigten Kräfte ist enorm. Alleine die Tatsache, in welchem Rekordtempo alle am Bau Beteiligten die Schäden behoben haben, sorgt für allseitiges Staunen und Begeisterung – in und auch außerhalb von Nauders. Neben zahlreichen anderen Betrieben ist die für den Wiederaufbau der Bahn verantwortliche Firma Doppelmayr enorm gefordert. Unmittelbar nach dem Brand begannen die Seilbahnspezialisten mit dem Neubau der benötigten Anlagenteile. Am 17. November
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hat der Weltmarktführer im Seilbahnbau die ersten Technikkomponenten aus Vorarlberg angeliefert und mit deren Installation begonnen. Nachdem ein Spezialkran das Umlenkrad in die Station gehievt hat, begannen die Zimmerer umgehend damit, die bereits fertiggestellte und eigens für den Einbau noch einmal geöffnete Dachkonstruktion wieder zu schließen.
Solidarität in der Bevölkerung „Wir liegen sehr gut im Zeitplan. Alle Firmen, Handwerker und Spezialisten geben Vollgas, um uns zu unterstützen. Die Konzentration auf unser Seilbahnprojekt und der Einsatz der Arbeiter in den Werken und vor Ort ist enorm groß“, betont Heinz Pfeifer. Der weitere Fahrplan steht fest: Am 23. November wird das neue Seil der Bahn aus Ostösterreich angeliefert. Anschließend beginnt der sogenannte Seilzug, also das Einziehen des Seils entlang der dafür vorgesehenen Trasse Richtung Bergstation. Bereits Anfang November hat man das neue Restaurant an der Talstation in Betrieb genommen, um die Arbeiter verköstigen zu können. „Eine große Welle der Solidarität aus der Bevölkerung begleitet dieses ambitionierte Vorhaben von Anfang an. Das war für die Bergbahnen Nauders sehr wichtig. Freiwillige standen beim Aufräumen Gewehr bei Fuß, ein Bauer hat uns sogar 300 Eier für die Verpflegung unserer Mitarbeiter geschenkt. Es ist absolut bemerkenswert, wie sehr das ganze Dorf hinter uns steht“, so Pfeifer.
AUDIO-/VIDEOSYSTEME AUTOMATIKTÜREN BRANDMELDETECHNIK COM-SYSTEMS ELEKTROTECHNIK HOTEL-EDV KASSEN-/SCHANKSYSTEME PHOTOVOLTAIK SICHERHEITSTECHNIK ALPTEC Langer Weg 28, A-6020 Innsbruck, Tel: +43(0)512-3333, verkauf@fiegl.co.at, www.fiegl.co.at
Architekt und Bauleiter Karl Stecher koordiniert die Arbeiten
Neue Stieralm und Opening-Wochenende Neben dem Seilbahncenter erhält Nauders mit der Stieralm ein weiteres Highlight. Das neue gastronomische Angebot in außergewöhnlicher Panoramalage liefert Gästen eine zusätzliche Möglichkeit für einen qualitativ hochwertigen Einkehrschwung direkt im Skigebiet. Dieses geht übrigens mit einem feierlichen Festakt zur Eröffnung des Seilbahncenters am Freitag, 11. Dezember, in Betrieb. Am Sonntag, 13. Dezember, folgt ein großes Opening mit zwei Musik-Acts: Julian David, früherer Frontmann von Voxxclub, und die Formation Eurocats treten auf. Der Eintritt ist mit gültigem Skipass frei. Weitere Informationen unter: www.nauders.com
So fieglseitig wie das Leben.
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Nationalpark Stilfserjoch
Die Lärche Fotos: Wolfgang Platter
Waldsymphonie in Gelb
Das Vertikalprofil am Vinschgauer Nörderberg bei Tschengls: Pappeln und Lärchen verfärben im Herbst zu einem bestimmten Zeitpunkt. Im Bergwald ist der Anteil der Lärchen gut abschätzbar. Der Herbst steigt vom Berg ins Tal. Im Frühjahr ist es umgekehrt: Der Frühling steigt vom Tal auf den Berg.
Wolfgang Platter am Tag der Hlg. Katharina von Alexandrien, 25. November 2015
D
ie im Herbst zuerst zitronen-, dann strohgelben und im Winter dann kahlen Bäume der Lärche ermöglichen eine gute Abschätzung des Lärchenanteiles am heimischen Bergwald: Die Lärche ist sommergrün und der einzige laubwerfende einheimische Nadelbaum. Das satte Gelb der Lärchennadeln im Herbst ist ein auffallendes, einprägsames, wohltuendes und vertrautes Bild unserer Gebirgstäler. Auch die Tourismuswerbung nutzt dieses Bild, welches die Gefühle vieler Menschen positiv beeindruckt. Die Lärche ist der zweithäufigste Baum in Südtirols Wäldern. Sie macht landesweit
18% des Massenvorrates an Holz aus. Mit 62% ist die Fichte die häufigste Baumart in Südtirols Wäldern. Auf Platz drei liegt die Zirbe mit 5% Holzvorrat. Im inneralpinen Trockental Vinschgau ist der Anteil der Lärchen an der Baumartenzusammensetzung des Waldes besonders hoch. Dagegen stockt z.B. oberhalb von Partschins in der Texelgruppe gegen die Wald- und Baumgrenze hin ein fast reiner Zirbenwald. Mit der Zirbe bildet die Lärche im kontinentalen Klima der Zentralalpen die obere Waldgrenze. Der Anteil der Lärche am Waldaufbau ist ein Indikator für die vorausgehende menschliche Nutzung der Landschaft, wenn man diese Nutzung über einen längeren
Zeitraum betrachtet. Je höher der Anteil der Lärchen ist, umso intensiver war in historischen Zeiten die menschliche Nutzung, z.B. durch die sommerliche Almwirtschaft.
Die Lärche als Pionierbesiedler Die Lärche ist ein Pionierbaum. Wie die Birke, die Zitterpappel und die Föhre gehört die Lärche (Larix decidua) zu den ersten Baumarten, welche baumlose Räume besiedeln. Die Samen der Lärchen sind Lichtkeimer auf Rohböden, welche als Keimlinge extremen Bedingungen wie z.B. Temperaturschwankungen trotzen: Gegen Winterfrost schützt sich die Lärche durch den Nadelabwurf. Sommerliche Hitze mit Vertrocknungsrisiko, welches im Extremfall zum Dürretod führt, können die Sämlinge
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auf noch unbeschatteten Flächen überstehen. Wird eine Fläche durch einen Erdrutsch, einen Bergsturz, eine Lawine oder durch den Rückgang eines Gletschers frei, sind die kleinen Lärchen sofort zur Stelle. Ihre Samen haben einen hautigen Segelanhang, welcher die Verfrachtung durch den Wind und den Samenanflug auf diese Rohböden begünstigt. Zu Hunderten pro Quadratmeter Boden können die Lärchensamen auf den Kies- und Schlammablagerungen oder auf dem sandig tonigen Oberboden keimen. Selbst auf abgeschliffenen Steinoberflächen schlagen sie Wurzeln. Dabei reicht ihnen auch die geringste Humusschicht in einer Felsspalte oder in der Geröllmasse, um sich zu ernähren und zu wachsen. Auf den kahlen Flächen herrscht noch kein „Waldklima“, in dem andere Waldpflanzen gedeihen könnten. Die Sonne brennt und heizt den Boden bis 70°C auf, Wind und Regen schlagen mit ungehinderter Wucht zu und auch der Frost ist stärker als im Inneren des Waldes. Aber die Lärche hat keine andere Möglichkeit, denn sie kann der Konkurrenz der anderen Bäume im Wald nicht standhalten. Dafür hat sie jedoch die Fähigkeit, solche unwirtlichen Bedingungen zu ertragen. Mit der Zeit entsteht ein Lärchenwald, der ein für andere Pflanzen günstiges Klima erzeugt und in dem sich eine Humusschicht zu bilden beginnt. Im Laufe eines Jahrhunderts oder mehrerer verbessern sich die Lebensbedingungen für anspruchsvollere Arten, welche nach und nach im lichten Schatten der Lärchen zu wachsen beginnen. In den Alpen sind dies meistens Fichten und in höheren Lagen Zirben. Diese Baumarten keimen unter den Lärchen, werden größer und durchbrechen, wenn nötig, auch das Kronendach ihrer vormaligen Schattenspender. Die lichtbedürftigen Lärchen verschwinden dann allmählich im Schatten ihrer Konkurrenten. In der Pflanzenkunde nennt man diese natürliche Abfolge von Pflanzenarten Sukzession.
/Nationalpark/ 49 Auf einer Scheibe eines 1930 umgestürzten Baumes der berühmten Urlärchen von St. Gertraud in Ulten auf 1.430 Metern Meereshöhe wurden über 2.000 Jahresringe gezählt.
Die Lärche und der Fichtenkreuzschnabel
Lärchen-Weide auf der Lichtenberger Alm.
Die weiblichen Blüten der Lärche sind Frühlingszeiger. Sie wachsen an Kurztrieben. ihrer herzförmigen Wurzelausbildung hält die Lärche Viehtritt gut aus und erleidet deswegen kaum Schäden durch Beweidung. In Gebieten mit häufiger Sommertrockenheit sorgen die Lärchen für eine Beschattung des Unterwuchses und schützen damit den Bestand vor zu starker Austrocknung. Frühe Formen der Lärchenwiesenbewirtschaftung sind wahrscheinlich bereits mit der ersten dauerhaften menschlichen Besiedlung des Alpenraumes einhergegangen. So belegen Pollenfunde von Weidegräsern und Lägerpflanzen aus der benachbarten Schweiz eine entsprechende Nutzung aus der mittleren Bronzezeit (um das Jahr 3.000 v. Chr.). Lärchen bilden hartes, wetterbeständiges und im Kernholz rot gefärbtes, harzreiches Holz, das als Baustoff und als Brennholz begehrt ist. Lärchen können sehr alt werden: Foto: Gustavo Monsorno
Lärchenwiesen und Lärchenweiden Lärchenwiesen und Lärchenweiden sind ein flächenmäßig schwindendes, aber wertvolles und charakteristisches Element der Südtiroler Kulturlandschaft. Für den Vinschgau seien beispielhaft der Calvenwald talseits von Taufers im Münstertal und der Innertalaiwald oberhalb der Straße zwischen St. Valentin auf der Haide und Graun genannt. Das Besondere der Lärchenwiesen ist die einzigartige Kombination zweier verschiedener Ökosysteme: Sie vereinen Elemente des Waldes mit jenen der Wiese oder der Weide. Diese Kombination eignet sich besonders gut für eine land- und forstwirtschaftliche Doppelnutzung. Durch den winterlichen Nadelfall der Lärchen gelangt gerade im Frühjahr sehr viel Licht auf den Boden: In der Krautschicht kann sich ein dichter und damit landwirtschaftlich interessanter Unterwuchs entwickeln. Aufgrund
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Das Weibchen des Fichtenkreuzschnabels (Loxia curvirostra) an einem Samenzapfen der Lärche. Der Schnabel ist als Spreizzange ausgebildet, mit welcher die ölhaltigen Samen unter den Deckenschuppen des holzigen Zapfens herausgeholt werden.
So wie der Tannenhäher (die Zirbmgratsch) von den Samen der Zirbe lebt, ernährt sich der Fichtenkreuzschnabel von den Samen der beiden Koniferenarten Fichte und Lärche. Es gibt also auch für den Kreuzschnabel als einem Vertreter der Finkenvögel eine enge Abhängigkeit vom Samenangebot dieser einheimischen Waldbäume. Nicht zufällig wird der Kreuzschnabel manchmal auch als Zigeunervogel bezeichnet. Er zieht nämlich herum und sucht Waldstriche und -gegenden mit Samenangebot in Mastjahren der vorausgehenden Baumblüte auf. In diesen Gebieten gibt es dann Nahrung im Überfluss, während dem Kreuzschnabel in blütenlosen oder -schwachen Waldabschnitten die Nahrung fehlt oder zu karg ist. Dann weicht er durch Invasionsflüge eben in andere Gebiete aus. Der Kreuzschnabel hat seinen Namen von der Überkreuzung des Ober- und Unterschnabels. Diese seltsamen Schnabelausformung ist im Laufe der Evolution als Werkzeug für die Nahrungssuche entstanden: Mit Hilfe seiner Schnabelzange spreizt der Kreuzschnabel die Deckschuppen in den Fichten- und Lärchenzapfen zur Seite, um schnell an die Samenkerne heranzukommen. Der Fichtenkreuzschnabel ist ein Winterbrüter auf Nadelbäumen: Im Jänner – Februar sind die ölhaltigen Samen der Lärchen und Fichten reif und daher das Nahrungsangebot zur Aufzucht der Jungen am reichsten. Diese ungewöhnliche Brutzeit unterstreicht die enge Bindung dieser Vogelart an die Futterpflanzen. Der Fichtenkreuzschnabel zeigt einen ausgesprochenen Geschlechtsdimorphismus, das heißt die beiden Geschlechter sind unterschiedlich gefärbt: Die Weibchen haben eine unauffällige olivgrüne Tarnfärbung, die Männchen prunken mit einem auffälligen Federkleid in Karminrot.
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Skicross: So läuft ein Rennen ab Die Athleten fahren wie beim alpinen Ski durch einen mit Toren abgesteckten und durch Sprünge, Wellen und Steilkurven erschwerten Kurs. Die 32 Besten (bei den Damen die 16 Besten) der Qualifikation, bei der jeder einzeln startet und die Zeit gestoppt wird, qualifizieren sich für die Finalläufe. Vier Fahrer kämpfen im K.O. System in „Heats“ – wie die einzelnen Durchgänge genannt werden – gegeneinander. Zwei Fahrer kommen weiter, zwei scheiden aus. Körperkontakt ist, solange es fair abläuft, erlaubt. (sam)
Spektakulärer Ritt im Schnee Burgeis/Watles – Sie rasen steile Abfahrten hinab, zeigen riskante Überholmanöver und stürzen sich Mann gegen Mann über Wellen und Kurven ins Ziel: Skicrosser. Mit Stefan Thanei gibt es auch einen Vinschger, der im Weltcup bei dieser spektakulären Sportart startet. In diesem Winter steht für den 34-jährigen Burgeiser ein besonderes Highlight auf dem Programm: direkt vor seiner Haustür, auf dem Watles, findet im Jänner erstmals ein Skicross-Weltcuprennen statt. Von Sarah Mitterer
Fotos: Archiv Stefan Thanei
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n den USA ist Skicross seit Jahren ein riesiger Publikumsmagnet und auch in Europa erfreut sich diese Trendsportart, die seit 2010 olympisch ist, immer größerer Beliebtheit. Die Sportart ist drauf und dran, dem alpinen Skisport die Aufmerksamkeit zu nehmen. Auch Stefan Thanei, der den meisten als Abfahrtsund Super G-Athlet im alpinen Skirennzirkus bekannt ist, wurde mit dem Skicross-Fieber infiziert und entschied sich vor einigen Jahren, die Sportart zu wechseln. Geplant war dies allerdings nicht, sondern eher ein Zufall. Spontan nahm der Burgeiser 2011 an der Qualifikation beim Weltcup in Innichen teil. Zwar konnte er sich nicht für die Finalläufe qualifizieren, doch die Faszination Skicross hatte ihn gleich in den Bann gezogen. „Eigentlich wollte ich meine Sportkarriere beenden, doch es hat mir auf Anhieb gefallen und mich neu dazu motiviert, mit dem Sport weiterzumachen!“, so Thanei, der voller Begeisterung über seine Anfän-
ge erzählt. Nachdem die Entscheidung gefallen war, zum Skicross zu wechseln, musste der Vinschger sein Training umstellen und sich auch an die neue Rennsituation gewöhnen. Denn im Gegensatz zum „normalen“ Skirennsport entscheidet hier nicht der Kampf gegen die Uhr, sondern das Rennen Mann gegen Mann über Sieg und Niederlage. „Man ist nicht mehr allein auf der Piste, sondern zu viert und da kommt es immer mal wieder zu Körperkontakt. Bis zum Schluss kann alles
passieren! Für jemanden wie mich, der sein Leben lang alleine die Piste heruntergefahren ist, war das eine komplett andere Situation!“ Und gerade diese direkten Duelle machen diesen Sport bei den Zuschauern so beliebt. Dass mit dem Rennen am 10. Jänner auf dem Watles endlich auch einmal ein Weltcup im Vinschgau, und dann auch noch auf seinem Hausberg, stattfindet, freut Thanei sehr. Er weis, wie hart die Organisatoren rund um den Watles-Präsidenten Günther Bernhart für diese Chance gekämpft haben. „Die Idee wurde anfangs von vielen belächelt, doch nun wurde
Günther für seinen jahrelangen Einsatz belohnt. Immer wieder reiste er zu verschiedenen Weltcups, um sich ein Bild zu machen und Kontakte zu knüpfen. Dass bereits im heurigen Winter der Weltcup Station auf dem Watles macht, war für alle eine freudige Überraschung und mit Gerald Burger hat er einen erfahrenen Mann in Sachen Organisation von Großevents an seiner Seite. Es wird sicher ein tolles Wochenende!“ Für Stefan gehört sein Heimrennen zu den großen Highlights im heurigen Winter und er verspricht „jede Menge Action, spannende Duelle und Nervenkitzel!“
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Leichtathletik
Marteller Schnee vom „Sommerschlaf“ erwacht
Wieder Medaillenplatz für Mirko
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eder kennt sie: Mutter Natur und ihre Launen. Auch aktuell zeigt die Natur wieder einmal, dass sie keinen Regeln folgt. Denn der Schnee lässt auf sich warten. Vor allem für Wintersportler ist dies ein Problem, da ihnen die nötigen Trainingseinheiten auf Schnee fehlen. Um nicht von den Launen der Natur abhängig zu sein, ging die Gemeinde von Martell neue Wege und entdeckte das „Snowfarming“ für sich. Dabei wurde im vergangenen Winter ein Schneedepot errichtet, welches mit Hackschnitzeln bedeckt wurde und so sollte der Schnee den Sommer überleben. Mit Erfolg. Lediglich ein Drittel wurde verloren gegangen und es blieb genug übrig, um im Biathlonzentrum auf der Grogg-Alm eine Langlaufloipe zu präparieren. Bereits seit November können Langläufer und Biathleten auf Skiern trainieren. „Die Piste ist optimal präpariert und wir können gut trainieren“, so Andreas Kuppelwieser, Biathlontrainer
am Oberschulzentrum Mals. Neben den Athleten der Sportoberschule Mals nutzen auch andere Sportgruppen die Gelegenheit, so früh wie möglich mit dem Schneetraining zu beginnen. So absolvierten auch die Junioren der italienischen Nationalmannschaft, in deren Reihe die drei vielversprechenden Vinschger Talente Peter Tumler, Paul Traut und Jan Kuppelwieser stehen, der Südtiroler Landeskader, deutschen Nachwuchsathleten sowie die Vereine aus Ridnaun und Antholz Trainingseinheiten auf der Grogg-Alm. Auch die Athleten des ASV Martell haben schon längst wieder ihre Skischuhe angezogen und bereiten sich auf die in Kürze beginnende Wettkampfsaison vor. Denn bis zum ersten Wettbewerb dauert es nicht mehr lang. Am 5. und 6. Dezember findet in Martell der Italiencup statt. Wer weiß, vielleicht zeigt Mutter Natur ein Einsehen und es erstrahlt dann nicht nur die Piste, sondern die gesamte Anlage in weiß. (sam)
Ciclocross-Rennen Am 13. Dezember wird in der Schlanderser Sportzone - organisiert vom ASV Kortsch Raiffeisen - ein CiclocrossRennen des „Trivenetocup“ stattfinden. Der Cup besteht aus 14 Rennen, darunter regionale, nationale sowie auch 3 internationale Rennen. Wichtige TopfahrerInnen werden erwartet. Die Veranstaltung ist eine Bereicherung im Schlanderser Sportgeschehen.
rneut stand der junge fünfzehn jährige Prader Oberschüler auf dem Siegespodest bei den Staatsmeisterschaften. In Sulmona bei Aquila setzte Mirko Lepir (rechts im Bild) eine berauschende Wettkampfserie in den Sand. Bei nicht idealen Sprungbedingungen, Regen und wechselnde Windverhältnisse kam er mit einer Weite von 6,43m nahe an seine Bestleistung von 6,54m heran. Die starke italienische Konkurrenz, in diesem Alter zählen die Italiener zu den besten Weitspringern der Welt, musste sich schon hart dranhalten um den Prader in Zaun zu halten. Alessandro Marasco konnte sich gar erst im sechsten und letzten Sprung mit 6,67m zum Italienmeister vor Davide Rossi küren. Schade nur dass Mirko den vierzig Jahre alten Landesrekord von 6,60m in diesem Jahr nicht brechen konnte. Mit einer neuen
persönlichen Bestleistung über 2000m kam auch der zweite Prader Moritz Graf aus den Abruzzen zurück. Seine 6.17,12 Minuten reichten für den glücklichen 23. Platz. Die Siegeszeit von Giulio Palummeri aus der Lombardei betrug 5.47.62 Minuten. (ah)
Eishockey
„Vinschgerwind“ im Profihockey
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in Verteidiger, ein TorhüTitel nach Italien holte, hat sich ter und ein Stürmer: drei mittlerweile einen Stammsplatz Vinschger, drei verschiedene erkämpft und ist eine fixe Größe Positionen. Hannes Oberdörim Team der Bozner. fer, Thomas Tragust und Peter Auch in der höchsten italiWunderer sind aktuell die drei enischen Liga, der Serie A, miVorzeigevinschger in Sachen schen zwei Vinschger mit. Der Eishockey, die ihr 29-jährige Thomas Glück außerhalb Tragust aus Golddes Tales suchen rain, der zu den und sich nicht nur stärksten Torhütern in Italien, sondern Italiens gehört, hütet auch außerhalb der das Tor beim HC FasStaatsgrenze einen sa. Der Prader Peter Namen machen. Wunderer, der ebenDen Beginn falls vor zwei Jahren macht Hannes Oberim Meisterkader der dörfer. Der 26-jährige Hannes Oberdörfer Bozner stand, beGoldrainer bestreitet streitet die Meistermit dem HC Bozen schaft im Trikot von seine dritte Saison Cortina. Auch in der in der EBEL, der ösitalienischen Natioterreichischen Profinalmannschaft weht liga. Der Verteidiger, dank der Einberuder mit dem italiefung von Oberdörfer nischen Rekordmeiund Tragust ein wester in der Saison nig der „Vinschger2013/14 den EBEL- Peter Wunderer wind“. (sam) Fotos: Sarah Mitterer
Die Athleten des ASV Martell
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Foto: Michael Traut
Foto: Sarah Mitterer
Biathlon
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Latsch und Vetzan
Foto: „Wind“-Archiv
20 Mannschaften der Jüngsten
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m 18. Oktober 2015 fanden die zweiten U 8 Turniere in Vetzan und in Laatsch mit jeweils 10 Mannschaften statt. Jede Mannschaft hat zwei Spiele bestritten, mit einer großen Anzahl von Eltern als Zuschauer, die ihre Buben und Mädchen zu ihren ersten Wettkämpfen be-
gleitet haben. Wie Bezirksleiter Karl Schuster unterstreicht, wurden die Veranstaltungen von den Sportvereinen von Vetzan und Laatsch vorbildlich organinisiert und versorgt. Die nächsten Turniere werden in der Sporthalle Latsch und in Schluderns am 8. Dezember ausgerichtet.
Im Sommer wurde der neue Schiedssrichter-Obmann Johann Messner gewählt, der auf den scheidenden Hubert Mantinger nachfolgt. Auf Initiative von Messner wurde in dieser Zeit ein Schiedsrichter Lehrgang durchgeführt, wobei 4 junge Mädchen und 2 junge Knaben
die Prüfung in Lana mit Erfolg bestanden haben. Im Bild v.l. Bezirksleiter Karl Schuster, der langjährige Schiedsrichter Sandro Gaio, der neue Schiedsrichter-Obmann Johann Messner, und zwei der jungen Schiedsrichterinnen, die Geschwister Perfler. (lp)
SSV Naturns Raiffeisen
5 Italienmeistertitel nach Naturns m 14. und 15. November war es soweit. 12 Einradfahrerinnen aus Naturns stellten ihr Können bei der 3. Italienmeisterschaft in Varese unter Beweis. Ziel war es natürlich den großartigen Erfolg des Vorjahres zu wiederholen. Doch es kam noch besser. 5 Italienmeistertitel in den Disziplinen Freestyle und X-Style konnten nach Naturns geholt werden. Am Samstagabend konnten Annalena Götsch, Sabrina Kind und Leonie Mengon die Jury, sowie das Publikum mit ihrer fehlerfreien Kür überzeugen und erreichten den 1. Platz. Maya Pedross, Alena Lamprecht, Greta und Annalena Kofler setzen sich nur knapp hinter den Vorjahressiegern aus Villanders und holten sich die Bronze-Medaille. Ein besonderer Höhepunkt war die Gruppenchoreografie der Piraten zu den Klängen aus „Fluch der Karibik“. 10 Naturnser Einradfahrerinnen bereiteten sich lange auf diesen Augenblick vor. Eine gute Präsentation, Synchronität,
Foto: „Wind“-Archiv
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Gruppenfoto der Einradgruppe Naturns mit Philipp Henestrosa schwierige Tricks, sowie die fehlerfreie Kür führten wohl zu der unerwarteten hohen Punktezahl und somit zur Gold-Medaille. Zum 1. Mal fand heuer auch die Italienmeisterschaft in der neuen Disziplin X-Style statt. Bei X-Style kommt es vor allem darauf an in 2 Minuten viele schwierige Tricks vorzuführen. Die Präsentation rückt dabei
in den Hintergrund. Alle drei Podestplätze der Damen konnten vom SSV Naturns besetzt werden. Anna-Maria Perkmann erkämpfte sich den Italienmeistertitel, Nadia Perkmann den Vize-Italienmeistertitel und Annalena Götsch belegte den 3. Platz. X-Style fand großen Anklang bei den Teilnehmern und wird sicherlich auch in nächster
Zeit als Meisterschaft angeboten werden. Am Sonntag standen die Paar- und Einzelküren auf dem Programm. In der Kategorie Expert konnten Anna-Maria und Nadia Perkmann erfolgreich den Italienmeistertitel vom vorigen Jahr verteidigen. Der VizeItalienmeistertitel der Paarküren ging an Annalena Götsch und Sabrina Kind. In der Kategorie Junior Expert holte sich das Geschwisterpaar Greta und Annalena Kofler die Silber-Medaille. Maya Pedross und Marie Auer erreichten den 3. Platz. Bei den Einzelküren erkämpfte sich Anna-Maria Perkmann den Italienmeistertitel. Emma Hanny erreichte den 2. Platz. Nach den Preisverteilungen fand die rundum gelungene Meisterschaft ihr Ende. Viele neue Erfahrungen konnten gesammelt werden und der Spaß kam auch nicht zu kurz. Für die Sektion Einrad SSV Naturns Raiffeisen Elisabeth Perkmann
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Markus Steinkeller
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mer in Goldrain und lange Zeit war er Kapitän. Vinschgerwind: Was bedeutet für Sie der Fußball? Steinkeller: Für mich ist Fußball die schönste Nebensache der Welt. Fußball muss man leben! Nach dem Spiel? Fußball ist mehr als die 90 Minuten auf dem Platz, ist nicht nur Unterhaltung sondern auch Erziehung. Waren Sie oft verletzt? Ich persönlich habe viel Glück gehabt. Früher wurde viel härter gespielt aber früher waren die Leute von Natur aus viel stärker beinander. Die Ernährung spielt auch eine Rolle. Ein großes Problem ist, dass viele Spieler ihre Fußballschuhe nach deren Aussehen kaufen. Das ist ein großer Fehler, weil es nicht auf Schönheit ankommt, sondern darauf, dass die Schuhe dem Fuß passen. Der schönste Moment in Ihrer Sportlaufbahn? Der Aufstieg mit Latsch in der Saison 2003/2004 in die Landesliga unter Trainer Raimund Lingg. Schön war es auch in Goldrain, wo ich mit meinen beiden Brüdern Peter und Manfred gespielt habe. Eine schöne Zeit war auch in Morter, wo wir einen unglaublichen Zusammenhalt in der Mannschaft hatten.
arkus Steinkeller ist ein Fußballer von Sonderqualität. Mit 45 Jahren spielt er noch mit Leidenschaft in der ersten Mannschaft von Goldrain. Er wohnt zwischen Schloss Goldrain und der wertvollen Kirche von St. Luzius. Steinkeller, Jg. 1970 hat in allen Jugendmannschaften (damals C, B, A, Jugend, in der C unter Trainer Giovanni Ruzzon) in Goldrain gespielt. Später hat er in allen Liga Kategorien, von Amatori (Meisterschaft der Reserven) bis zur Landesliga, gespielt, mit 15 Jahren das erste Spiel in der 2. Amateurliga mit Goldrain. Viele Jahre spielte er für Goldrain, 3,5 Jahre für Latsch dann 1,5 Saisonen in Morter mit Trainer Giancarlo Trivellato. Seit 2008 spielt er im-
v.l. Stefan Stricker, Markus Moser, Steve Trenkwalder, Paul Innerhofer, Markus Steinkeller, Manuel Haringer, Jürgen Holzknecht und Tobias Perkmann
Fotos: Leonardo Pellissetti
Eine lange Fußball-Laufbahn
v.l. Markus Steinkeller, Devid Trenkwalder, Christian Pircher, Udo Kuppelwieser, Hannes Platzgummer, hinten Tormann Florian Holzknecht Wie spielt Goldrain heute? Wir haben eine recht gute Mannschaft, eine gute Mischung zwischen älteren und jungen Spielern und spielten unter Trainer Heinrich Pirhofer bisher eine gute Meisterschaft. In den letzten 3-4 Spielen hatten wir wegen Verletzungen Pech, trotzdem haben wir gute Spiele gemacht. Das zeigt den Charakter dieser Mannschaft. Wichtig ist, dass Johann Metz, der uns 3 Jahre trainiert hat, eine sehr gute Arbeit geleistet hat. Markus respektiert sehr die Arbeit der Trainer. „Allgemein sehe ich es als Problem, dass die Trainer viel zu schnell kritisiert
werden. Wenn es auch nicht so gut läuft, ist es wichtig, dass im Verein eine gewisse Ruhe herrscht. Ein Problem sind nicht die Trainer sondern die Mentalität der Spieler. Viele nehmen alles viel zu locker. Wenn man etwas erreichen will, dann muss man bereit sein, hart zu arbeiten. Und das bei jedem Training und bei jedem Spiel. Bei der Gelegenheit möchte ich mich bei meinem Heimatverein Goldrain bedanken, dass ich hier das Fussballspiel lernen dürfte.“ Zum Schluss: „Wenn die Meisterschaft beginn“, sagt Markus, „hat das Leben wieder ein Sinn!“ (lp)
Landesmeisterschaften
Vinschger überraschend stark E
v.l. Patrick Unterkircher, Mirko Lepir, Moritz Graf, David und Mattia Giusti, David Schütz
Foto: Michael Traut
ine Kategorie stach bei den Landesmeisterschaften im Querfeldeinlauf aus Vinschger Sicht besonders positiv heraus. Es waren die Knaben der Oberschüler, die mit vier Plätzen unter den ersten fünfzehn Läufern punkten konnten. Auf der sehr anspruchsvollen matschigen 3000m langen Strecke nahmen alleine in dieser Kategorie 97 Schüler teil. Nahezu sensationell war die Leistung des sechzehn jährigen Mattia Giusti. Der Prader konnte anfangs seine überragende Stärke selbst nicht
richtig einschätzen und ging das Rennen zu verhalten an. Die letzte Runde lief er noch auffallend locker und holte einen Läufer nach dem anderen ein. Am Ende reichte es für den zweiten Rang.
Hätte er die Aufholjagd früher gestartet, wäre ein Sieg nicht außer Reichweiter gewesen. Seinen enormen Leistungszuwachs unterstrich er ein Woche später beim Berglauf mit der drittbe-
sten absoluten Gesamtzeit. Auf Platz fünf und sechs landete Lukas Puner vom Oberschulzentrum Mals und dem Steinmetzschüler David Schütz. Moritz Graf lief als fünfzehnter über die Ziellinie. David, der jüngerer Bruder von Mattia Giusti, kam als fünfundzwanzigster ans Ziel. Die sportliche Familie Giusti aus Prad konnte heuer bereits einen besonderen Rekord erzielen. Als erste Familie in Südtirol holten sie beim Dorflauf in Laas vier Goldmedaillen: Samuel, David, Mattia und Vater Maurizio. (ah)
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Vinschgau - Interview Karl Schuster
„Der Vinschgau war Vorreiter“ Vinschgerwind: Herr Schuster, Sie haben eine gewaltige Karriere im ehrenamtlichen Sport-Bereich vorzuweisen. Was war Ihr schönstes Erlebnis in Ihren 40 Jahren als Ehrenamtlicher? Karl Schuster: Das waren viele. Wir haben das Glück, zusätzlich zu den Meisterschaftsspielen Pokalspiele um die Trophäe der Bezirksgemeinschaft Vinschgau durchführen zu können. Der VSS-Fußball ist ja im Vinschgau entstanden. Wir waren Vorreiter und haben damals schon kleine Vinschgaumeisterschaften gespeilt. Das hat der Ex-Sekretär der Bezirksgemeinschaft Toni Bauer ins Leben gerufen. Erst danach hat der VSS die Kategorien eingeteilt und mit den Meisterschaften weitergemacht. Bei den Pokalendspielen werden auch die Meisterschaftspämierungen vorgenommen. Und da ist die Freude für mich groß, weil viele Eltern kommen und diese Veranstaltungen schätzen. Der Dank der Eltern tut einem gut. Und auch auf der Straße sprechen mich Leute an, die als Kinder bei diesen Meisterschaften teilgenommen und diese gut in Erinnerung haben. Vinschgerwind: Wenn Sie Ihr Engagement Revue passieren lassen, was hat sich im Laufe der Zeit am meisten geändert? Eine kleine Episode dazu: Früher ist es den Sportfunktionären und damit auch mir passiert, dass Eltern zu uns gesagt haben, dass wir froh sein müssten, dass ihr Sohn
Mini EM Finale 2008 in Schlanders
Karl Schuster, der vor Kurzem seinen 70. Geburtstag gefeiert hat, kann eine sehr intensive Laufbahn im Sportbereich vorweisen: von 1972 bis 1997 war er Trainer, Sektionsleiter, die letzten 12 Jahre Präsident des Sportclubs Schlanders; von 2000 bis 2008 Vorstandsmitglied des Autonome Provinz- und Regionalkomitee FIGC; von 1979 bis heute Bezirksleiter VSS-Fußball; Organisationskomitee Chef der Mini EM 2008, Mini-WM 2010, Mini-EM 2012, Mini-WM 2014,Mini-EM 2016 im Bayrischen Wald. Als aktiver Fußballer spielte Karl ein Jahr in Goldrain und mehrere Jahre in Schlanders, als Tormann und Mittelstürmer, wo er in einem einzigen Spiel - rekordverdächtig - 5 Kopfballtore nach Flanken von von Erich Kuntner und Kurt Mair erzielte für uns Fußball spielt. Heute ist das anders. Heute sind die Eltern froh, dass Vereine die Jugendlichen im Sport, im Fußball betreuen. Auch weil der Mannschaftssport Fußball und der Sport im Allgemeinen große soziale Werte vermittelt. Das ist der große Unterschied. Das hat sich Gottseidank geändert. Vor allem wenn ich an die Turniere der Kleinsten denke, an die U 8 etwa. Da sind die Eltern bei den Spielen präsent, teilweise die Großeltern, teilweise die Paten usw.. Das macht mich als Veranstalter glücklich. Vinschgerwind: Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte hat man viele Sportstrukturen aufgebaut. Fast jedes Dorf hat einen Fußballplatz. Der Fußball ist also geschätzt. Ist diese Wertschätzung von politischer Seite, von der Gesellschaft heute nach wie vor groß? Ich denke schon. Ich kann für den Vinschgau sprechen, obwohl ich die Fußballsituation
im ganzen Land gut kenne. Wir sind mit Sportstätten vor allem auch im Vinschgau großzügig ausgestattet. Das muss man schätzen, dass die Gemeinden und die Landespolitik dies gefördert haben. Vor allem der ehemalige Landeshauptmann Luis Durnwalder, zu dem ich persönlich viele Kontakte gehabt habe, hat den Sport sehr gefördert. Was die Sportstätten betrifft, ist nichts zu bemängeln. Was allerdings zu bemängeln ist, ist die ungleiche Behandlung der Sporttätigkeiten auf lokaler Ebene. Mit dieser Kritik bin ich nicht alleine, das sagten auch einige Mitarbeiter von mir, damals auch der inzwischen leider verstorbene Eyrser Sportvereinspräsident Lukas Schönthaler oder dessen Vorgänger der auch verstorbenen Walter Brenner. Vinschgerwind: Was wünschen Sie sich für die Zukunft? Wie soll sich der Fußball entwickeln? Der lokale Fußball kann keine
Pokalendspiele in Glurns 2014
großen Erfolge beanspruchen. Ich meine damit, dass es kaum möglich sein wird, dass eine unserer Mannschaften Meisterschaften in höheren Ligen spielen wird können. Eine italienische Zeitung hat geschrieben, dass von 35.000 Jugendfußballspielern nur einer einen Profivertrag erreichen kann. Wichtig ist aber, dass wir allen die Chance geben, sich zu verbessern. Seit zwei Jahren haben wir die Leistungszentren in drei Südtiroler Orten, auch in Latsch. Diese Leistungszentren sind für die talentierten und motivierten Spieler wichtig. Es arbeiten in diesen Zentren gute Leute und geben so den talentierten die Chance, sich zu verbessern. Damit vielleicht der eine oder andere in Zukunft beim FC Südtirol spielen kann. Das ist, meiner Meinung nach, das Maximum, das wir aus dem Fußball im Vinschgau herausholen können. Interview: Erwin Bernhart
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Vinschgerwind 24-15
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Vinschgerwind Impressum info@vinschgerwind.it | redaktion@vinschgerwind.it grafik@vinschgerwind.it | sport@vinschgerwind.it
Vor 3 Jahren bist du von uns gegangen, aber in unsrem Herzen bist du geblieben. Die Zeit heilt nicht alle Wunden, sie lehrt uns, mit dem Unbegreiflichen zu leben. Was bleibt, sind die schönen Erinnerungen.
3. Jahrestag
Elisabeth Kaserer geb. Preiss
* 16.01.1941 † 02.12.2012 Schlanders Ganz besonders gedenken wir deiner bei der Hl. Messe am Freitag, 4. Dezember um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Schlanders. Danke allen, die an der Gedächtnismesse teilnehmen und Elisabeth in Erinnerung behalten. In Liebe deine Familie
Dantestraße 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451 Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: Edwina Oberthaler: 0473 732 196 Richard Spechtenhauser: 0473 732 196 Gerti Alber: 0473 732 196 Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp), Sarah Mitterer (sam) Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Brigitte Maria Pircher (bmp), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Andreas Waldner (aw), Sylvia Ilmer Wieser (sil), Barbara Wopfner (bw), Heinrich Zoderer (hzg) Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57 Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; außerhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 165 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht
unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen Eingetragen im ROC: Nr. 12485
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