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Zeitung Vinschgerwind ausgabe 22-13

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Für eine starke Heimat

Hansi Pichler Nr. 25

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Wahlwerbung Auftraggeber: Hansi Pichler | Graphic: freistil

Nr. 22 (213) 24.10.13 I.P. 9 Jg.

www.vinschgerwind.it

Zuruf

an die

Politik

Der Gewerkschafter Hans Rungg im „Wind“-Gespräch


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24.10.13

Inhalt

Vinschgerwind 22-13

/inhalt/ 3

Kommentar Hans Rungg fordert einen neuen Gesellschaftsdialog

Die Bauern aus der Gemeinde Mals fordern Dialog statt Panikmache

Seite 6

Seite 4

Mals: Wie zwei alte Brunnen als neue bezahlt werden

Seite

4

Laas: Die Gemeinde Laas will 7 Gebäude von der Fraktion zurück

Seite

5

Naturns: Die Barriere bei der Fahrradtrasse

Seite

5

Mals: Das blaue Wunder beim blauen Haus

Seite

5

Laas: Wie Arno Kompatscher das Marmorproblem nahe gebracht wird

Seite

8

Schlanders: 80 Gesellendiplome an der LBS Schlanders

Seite

9

Göflan: Die Göflaner stehen zu ihrem Marmor

Seite 10

Stellungnahmen und Leserbriefe

ab Seite 11

Marienberg/Bozen: Sensationsfund kehrt nach Marienberg zurück

Seite 14

Mals: Neue Sozialgenossenschaft VISO wird vorgestellt

Seite 15

Menschen: Mit der Werkstatt auf dem Rücken – Hans Unterholzner/Naturns

Seite 17

Schlanders: 20 Jahre Notarztdienst im Vinschgau

Seite 18

Nationalpark Stilfserjoch: Sondrio-Festival 2013 – Dokumentarfilmwettbewerb Seite 32 Heftmitte

Ich gehe zur Wahl Ich gehe am Sonntag wählen. Ich mache von meinem Wahlrecht Gebrauch. Ich will mitbestimmen, welche Partei und vor allem welche Personen in den Südtiroler Landtag einziehen sollen. Auch will ich mitbestimmen, wer in den kommenden fünf Jahren in unserem Landesparlament die Stimme erheben, Argumente vorbringen, für Überzeugungen kämpfen soll. Vielleicht bekommen so auch meine Überzeugungen, meine Ideen eine Stimme. Politikverdruss hin oder her. Das Wahlrecht ist eines der wenigen demokratischen Mittel, die mir zustehen. Es ist ein wichtiges Recht. Wer darauf verzichtet, tut sich und der Demokratie keinen Gefallen. Jenen schenke ich kein Gehör, die – aus welchen Gründen auch immer – dazu aufrufen, nicht zur Wahl zu gehen. „Demokratie passiert nicht einfach, sie wird von uns gemacht“, hat der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck gesagt. Ein kluger Mann. Dem stimme ich zu. Und zum „uns“ gehöre auch ich.

Auftraggeber: SVP Bezirk Vinschgau - Gestaltung: Fritz, Schlanders

Sonderthema – Broschüre: Holz ein Gesicht geben

von Chefredakteur Erwin Bernhart

3 Stimmen für den Vinschgau Wir brauchen eine starke Vertretung!

Dr. Theiner Richard - Nr. 2 Gunsch Koch Roselinde - Nr. 14 Dr. Noggler Josef - Nr. 22 www.svp.eu

27.10. Landtagswahl 2013


Vinschgerwind 22-13

24.10.13

2. Tourismusrunde

Reifen rollen auf Reifen

Am heutigen Donnerstag findet um 18.00 Uhr im Kulturhaus von Schluderns die 2. Vinschger Tourismusrunde statt. Vinschgau Marketing blickt dabei nach vorn und zurück.

Reifen rollen auf Reifen: Auf eine kurze Formel gebracht ist dies das Geheimnis des Asphaltrubber, eines mit Gummipartikeln versetzten Straßenbelags, der effizient Lärm schluckt. Nachdem ein Pilotprojekt bei Goldrain gute Ergebnisse geliefert hat, hat der Straßendienst Vinschgau den lärmschluckenden Straßenbelag auf drei weiteren Abschnitten der Vinschger Staatsstraße aufgebracht. So rollen Autos nun auf einer 450 Meter langen Strecke bei den Fischerhäuser ebenso auf alten Gummipartikeln, wie auf einem 230 Meter langen Teilstück bei Tschars und einem etwas kürzeren auf der Töll.

Mals

Dialog statt Panikmache

In den Brunnen gefallen

Mals/Laatsch/Schleis/Tartsch/Schlinig – In der Gemeinde Mals beginnen sich die Bauern zu formieren. Es gehe nicht an, so die einhellige Meinung, dass man ihnen vorschreiben will, wie sie zu produzieren hätten. Bio müsse man – wenn schon – aus Überzeugung machen – ohne Druck von außen.

B

Foto: Erwin Bernhart

runnen wirken, auf Dorfplätzen oder an frequentierten Orten aufgestellt, belebend. In Mals hat man den bisherigen Brunnen auf dem Hauptplatz auf den neuen Widumsplatz verpflanzt und mitten auf dem Dorfplatz einen zweiten Brunnen aufgestellt. Dieser Brunnen ist eine Leihgabe von Peppi Stecher (Bild). Der Brunnen, gestiftet von Stechers Urgroßvater, war bisher in der Nähe von St. Benedikt abgestellt. Befremdlich ist in Mals nicht das Brunnenaufstellen an sich, höchst befremdlich ist der Weg bis dahin: Der Gemeindeausschuss wollte zwei Brunnen ankaufen, zudem zwei runde Sitzbänke aufstellen. Ein Brunnen würde aber zur Verfügung gestellt, heißt es in einem Ausschussbeschluss. Eine Malser Tischlerei hatte ein Angebot

„Warum wollen Viehbauern auf Obst umstellen? Weil man in Richtung Vollerwerbsbauer gehen möchte.“ Das sagen die Bauernvertreter aus der Gemeinde Mals und fordern einen echten Dialog. Sie wehren sich gegen eine fixe Vorstellung, wie Landwirtschaft zu funktionieren hat von Erwin Bernhart

Foto: Erwin Bernhart

für einen neuen Brunnen für 5.860 Euro abgegeben. In einem zweiten Beschluss wurde dann festgestellt, das sich der zur Verfügung gestellte Brunnen nicht eigne und man doch zwei Brunnen ankaufen möchte. Diesselbe Tischlerei macht ein Angebot von insgesamt rund 7700 Euro. Zu guter Letzt wurden in Mals dann die erwähnten zwei vorhandenen Brunnen aufgestellt. Die Tischlerei dürfte wegen der Patzerei des Gemeindeausschusses ein gutes Geschäft gemacht haben. (eb)

Foto: LPA

4 /politik/

E

s gehe um ein Miteinander, es gehe um gegenseitigen Respekt. Dies fordern die Bauern aus der Gemeinde Mals. Bei einem Treffen von Bauernvertretern aus den Fraktionen Mals, Laatsch, Schleis, Tartsch und Schlinig am vergangenen Freitag im Hallenbad von Mals wurde eines deutlich: Die Viehbauern und die Obstbauern der Gemeinde Mals reden miteinander. Der Keil, der zwischen die Bauern getrieben worden ist, ist etwas gekittet. Dem Vinschgerwind wurden die Diskussionsergebnisse präsentiert. Über die Pestizidproblematik sei bisher keine objektive Diskussion geführt worden. Im Gegenteil, man gehe da von einer fixen Vorstellung aus, wie Landwirtschaft auszusehen hat. „Wir lassen uns das nicht aufdiktieren“, sagen die Bauern im Hinblick auf eine

mögliche Bioregion Obervinschgau. Der Obstbau, der Beerenanbau oder Spezialkulturen bringen im oberen Vinschgau durchaus die Chance eines sinnvollen Wirtschaftens. Was den Pestizideinsatz betreffe, werde man zu 100 Prozent abdriftfrei nicht arbeiten können. Aber man müsse miteinander reden. Jene Lösung, die der Bauernbund derzeit ausarbeitet, dass nämlich Entschädigungen gezahlt werden sollen, sei der richtige Weg. Aber man müsse die Dinge durch das Gespräch lösen. Ob Hecken an Grundstücksgrenzen sinnvoll sind, sollen sich die Nachbarn untereinander ausmachen, war ein Vorschlag. In den Intensivkulturen werden Spritzmittel angewandt, welche von der EU zugelassen worden sind. Es gehe nicht an, sagen die Bauern, dass die Jungbauern durch die einseitige Diskussion der-

maßen eingeschüchtert werden, dass sie sich nicht mehr auf Spezialkulturen umzustellen trauen, weil sonst mit dem Finger auf sie gezeigt wird. „Wir müssen miteinander auskommen“, war ein häufig geäußerter Wunsch in der Runde. Dabei war nicht nur das Auskommen unter den Bauern gemeint, sondern auch das Auskommen in der Gesellschaft. Außerdem habe man mit ganz anderen Problemen zu kämpfen, die von den Umweltverbänden nicht angesprochen würden: der immer häufiger anzutreffende Hundekot an den Wiesenrändern, der übers Futter aufgenommen zu enormen gesundheitlichen Problemen beim Vieh führen kann, wie das schon öfter der Fall war. Oder Wiesen neben der Hauptstraße, in die im Winter der dreckige Schnee hineingefräst und im Sommer das mit Straßenresten belastete Wasser geleitet würde.


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Vinschgerwind 22-13

/politik/ 5

Mals

Gemeinde contra Fraktion

Blaues Haus

S

E

soll nun Schullian die Dinge regeln. BM Andreas Tappeiner sagt, dass sich die genannten Immobilien bis in die 70er Jahre im Besitz der Gemeinde Laas befunden hätten. Eine irrtümliche Übertragung an die Fraktion Laas Auch die Marxkirche gehört derzeit der Fraktion sei damals pas- Laas. Die Gemeinde will diese richtig stellen und siert, sagt Tapp- als Besitz der Gemeinde Laas eintragen lassen einer. Dies wolle man endlich wieder richtig stelist die Sachlage klar: „Fakt ist, len. Zudem habe die Gemeinde dass die Immobilien im Grundin der Vergangenheit sämtliche buch auf die Fraktion Laas einInvestitionen vor allem bei der getragen sind. Fakt ist auch, Apotheke, bei der Marxkirche dass gerade die Marxkirche, die und bei der St. Nikolauskirche Apotheke und die St. Nikolausdurchgeführt. Als Bauträger sei kirche in früheren Zeiten von dabei immer die Gemeinde Laas der Fraktion genutzt worden aufgeschienen. Vor allem diese sind. Ich will keinen rechtlichen drei Immobilien sollten unbeKrieg. Wenn die Gemeinde Bedingt richtig gestellt werden. lege über Fehler bei der EintraFür den Präsidenten der Fraktigung vorlegen kann, kann man onsverwaltung Oswald Angerer darüber reden.“ (eb)

ine Tiefgarage mit 26 Stellplätzen, ein Geschäftsraum mit 440 m2 und Büros oder Wohnungen im Dachgeschoss: Dort, wo einst das „Blaue Haus“ gestanden hat und wo die Malser Gemeinde kürzlich teeren ließ, soll wieder Neues entstehen. Eine Studie von Geometer Horst Thöny wurde jüngst im Gemeinderat vorgestellt. „Ein Geschäft im Zentrum schadet Mals nicht“, sagte BM Ulrich Veith. Dieser Machbarkeitsstudie hat der Gemeinerat einstimmig (14 Anwesende) zugestimmt. Der Weg ist frei-

Foto: Erwin Bernhart

ieben Liegenschaften, die im Besitz der Eigenverwaltung Bürgerlicher Nutzungsrechte Laas (Fraktion Laas) sind, fordert die Gemeinde Laas zurück. Es handelt sich dabei um vier Kirchen und um drei Gebäude: die St. Sisiniuskirche, die St. Nikolauskirche, die St. Martinskirche und die Marxkirche, sowie um die Apotheke in Laas, eine Waaler- und eine Schäferhütte. Dass der Gemeinde Laas die Sache Ernst ist, beweist der Umstand, dass der Gemeindeausschuss den Rechtsanwalt und Kammerabgeordneten Manfred Schullian mit dem Rechtsbeistand beauftragt hat. Schullian soll die juristischen Schliffe suchen, die Operation über die Bühne zu bringen. Seit geraumer Zeit führe die Gemeindeverwaltung Verhandlungen mit der Fraktion Laas „für eine einvernehmliche Regelung des Eigentums an der Liegenschaft in E-ZL 405/II K.G. Laas, welche bisher ohne Ergebnis geblieben ist“, heißt es im Ausschussbeschluss. Deshalb

Foto: Erwin Bernhart

Laas

geschaltet, damit Interessierte das Baurecht kaufen können. Noch können im Gemeinderat bei der Verabschiedung des Durchführungsplanes Details geändert werden. (eb)

Naturns

Wind-Leserfoto

Bauliche Barrieren

Stark-Golden, immer delicious

R

Andreas Paris aus Kortsch hat uns dieses Bild mit außergewöhnlichem Inhalt zugeschickt.

Foto: Klaus Abler

echtzeitig zum Beginn der Fahrradsaison konnte 2012 das Teilstück des Fahrradweges zwischen Staben und Tschirlander Brücke offiziell eröffnet

werden. Für die Planung und den Bau einer Brücke in Kompatsch, die 1600m lange und über vier Meter breite Radtrasse mit Fußgängerstreifen wurden

1,2 Millionen Euro ausgegeben. Bei der Eröffnung im Mai betonte Landeshauptmann Durnwalder, „dass die Fahrradwege ein Erlebnis sind und dort die landschaftlichen und kulturellen Besonderheiten dargestellt werden sollen“. Neben diesen Besonderheiten ist aber auch gleich ein Mangel erkennbar: Eine Zufahrt von Rettungsmitteln aus Naturns muss über Staben erfolgen, da ein Einbiegen über Kompatsch aufgrund der scharfen Rechtskurve nicht möglich ist. Vermutlich muss erst „der Richtige“ eine Erste Hilfe benötigen, bevor diese Hürde beseitigt wird. (klab)

Unser Kommentar dazu: Es ist Erntezeit. Manche Bäume beginnen – entgegen jeglichen Erwartungen – ein eigenartiges Eigenleben zu entwickeln. Bäume beginnen sich die Identitätsfrage zu stellen: Bin ich ein Stark delicious oder ein Golden? Was will ich sein? Der Baum delegiert diese Identitätsfrage an seine Äste und lässt diese mal ihre Freiheit. Jeder Ast soll – frei nach dem alten deutschen Fritz (Friedrich II.) – nach seiner Facon glücklich werden.


6 /Titel/

Vinschgerwind 22-13

24.10.13

„Soziale Gerechtigkeit und Freiheit stärken“

Foto&Titelbild: Angelika Ploner

Hans Rungg, geboren in Mals, aufgewachsen in Prad, wohnhaft in Goldrain, arbeitet seit 1992 in Schlanders für den Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbund ASGB. Rungg ist seit 1979 Gewerkschafter und er ist in der dritten Periode im Gemeinderat von Latsch vertreten. Als Kenner der Arbeitswelt, der Sorgen und Nöte der Arbeitnehmer zeichnet Rungg im „Wind“-Gespräch eine Momentaufnahme, fordert zu mehr Offenheit und zu mehr Europa auf. Rungg fordert eine Debatte über eine neue Gesellschaftsordnung.

Vinschgerwind: Herr Rungg, mit welchen Problemen kommen die Leute zu Ihnen? Hans Rungg: Mit allen möglichen Problemen. Wenn jemand einen Brief nicht versteht, wenn jemand zu Hause Probleme hat, natürlich bei Problemen bei der Arbeit. Die Gewerkschaft ist für viele Leute eine Anlaufstelle für alles. Wenn Sie aus der Summe dieser Probleme ein sozial-politisches Bild vom Vinschgau skizzieren müssten, wie würde diese Momentaufnahme aussehen? Die Leute haben viele Fragen vor allem, was den Arbeitsplatz betrifft. Sie brauchen jemand, der ihnen hilft, durch die Bürokratie zu kommen. Für alles, was man als Arbeitnehmer/in, als Rentner zusätzlich haben kann, gibt es viel Zettelwirtschaft. Die Gewerkschaft ist natürlich erste Anlaufstelle für Lohnabhängige. Machen Sie sich, aufgrund Ihrer Erfahrung, Sorgen um Arbeitsplätze im Vinschgau? Ja, die habe ich. Ich betreue seit letzter Zeit

zwar vorwiegend den öffentlichen Dienst. Aber ich sehe auch, dass die Bauwirtschaft stark zurückgegangen ist. Das merkt man auch bei der Anzahl der Ansuchen in der Baukommission. Im öffentlichen Dienst wird auf Kosten der Bediensteten ungeheuerlich gespart. Seit 2008 haben die Bediensteten im Wesentlichen keinen Inflationsausgleich mehr erhalten. Arbeitsplätze werden eingespart. All das wirkt sich natürlich stark aus. Was sagen Sie zum Aufnahmestopp im öffentlichen Dienst? Es gibt einen Aufnahmestopp, es wird gebremst. Man spürt in letzter Zeit, dass befristete Arbeitsverträge nicht mehr verlängert werden. Das ist für die Betroffenen durchaus ein Schock, da man bei uns immer geglaubt und bestätigt bekommen hat, wenn man nur einen Fuß beim Land oder bei den Gemeinden drinnen hat, ist man praktisch fix. Da gibt es schon oft dramatische Sachen. Der öffentliche Dienst ist ein Bereich, in dem viel mit befristeten Arbeitsplätzen gespielt wird.

Den Leuten wird dadurch keine Zukunftsperspektive geboten. Das ist sicher. Die Leute können so nicht längerfristig planen. Ich bin der Meinung, dass im öffentlichen Dienst befristete Arbeitsstellen nicht sein müssten. Oft fehlen einfach die Begründungen. Aber es gibt auch Unterschiede zwischen Stadt und Land. Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen dem öffentlichen Dienst und der Privatwirtschaft: Es ist noch nicht so lange her, dass Gewerkschaften bei den Kollektivverträgen im öffentlichen Dienst mitreden. In der Privatwirtschaft ist das eine Tradition von rund 150 Jahren. Und in Südtirol spüren wir immer noch den Faschismus: Dieser hat die Entwicklung der Arbeiterbewegung in Südtirol unterbrochen. Heuer im Sommer vor 90 Jahren wurde das Gewerkschaftshaus von den Faschisten besetzt. Das wurde total vergessen. Man merkt einfach, ein konservatives, ein bisschen liberales Land sind, aber nicht sozialdemokratisch und auch nicht christlich-sozial.


24.10.13

Sie sagen, die gewerkschaftliche Mitbestimmung bei Kollektivverträgen im öffentlichen Dienst ist noch nicht so alt. Aber es gibt eine große Kluft zwischen öffentlich Angestellten und Angestellten in der Privatwirtschaft. Stichwort Elternzeit. Diese Diskrepanz wird immer stärker als Ungerechtigkeit gefühlt. Da besteht eine Kluft. Ich merke aber, dass im öffentlichen Dienst vermehrt auf die Möglichkeit zurückgegriffen wird, wo noch etwas Geld herausschaut, auf Kosten von weniger „Zuhausebleiben“. Wie könnten Sie sich vorstellen, diese Kluft zu schließen? Da braucht es die Möglichkeit, dass wir in Südtirol größere Zuständigkeit im Arbeitsrecht erhalten, und auch bei Kollektivverträgen. Dann könnten Politik, Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Südtirol mehr gestalten. Vom Gehalt her gesehen ist zwischen dem öffentlichen Dienst und der Privatwirtschaft kein großer Unterschied. Im öffentlichen Dienst sind Kollektivverträge Maximalregelungen, im Privatsektor Mindestregeln. Der Private kann also freiwillig mehr geben. Der öffentliche Arbeitgeber hat auf die Gehaltsentwicklung Einfluss etwa über eine Beurteilung des Bediensteten. Nehmen wir als Beispiel aus der Privatwirtschaft die Hotellerie: Dort wird vermehrt auf ausländische Arbeitskräfte zurückgegriffen. Ist das eine Art modernes Sklaventum? Modernes Sklaventum ist etwas übertrieben. Wie in ganz Europa ist es auch bei uns so, dass Leute Arbeiten abdecken, die um jede Arbeitsstelle froh sind. Das drückt auf die Löhne. Es werden Kollektivverträge nicht eingehalten. Es gäbe die Gewerkschaften nicht, wenn es nicht auch Leute gäbe, die Regeln hintergehen. Berufsgruppen, in der Gastwirtschaft etwa, wie Köche oder ausgebildete Kellner, die bekommen ihren Gehalt und auch mehr, als es der Kollektivvertrag vorsieht. Andere Gruppen bekommen oft nicht das, was ihnen zusteht. Als „Tuttofare“ etwa? Einen „Tuttofare“ gibt es im Regelwerk eigentlich nicht, aber einen Abspüler, einen einfachen Kellner usw. Möglichkeiten der Unterbezahlung gibt es viele: keine oder weniger Überstunden auszahlen, Urlaubstage eintragen, ohne dass sie genossen werden, den Lohn verspätet ausbezahlen. Laut dem Arbeitsförderungsinstitut AFI sagen 38 % der Arbeitnehmer, dass sie Schwierigkeiten haben, weil das Geld nicht bis ans Monatsende reicht. Wenn man auf der anderen Seite feststellt, wie niedrig die Renten in unserem Lande sind, kann man sich vorstellen, wie hoch der Lohn oder der Gehalt ist. Der Rentenbeitrag wird auf der Basis des Bruttogehaltes einge-

zahlt. Die Bruttogehälter müssen, gemessen an den ausbezahlten Renten, demnach niedrig sein. Geht man von einem Bruttogehalt von 1800 bis 2000 Euro aus, bleiben nach den Abzügen der Beiträge, Abgaben und Steuern noch rund 1200-1400 Euro netto übrig. Das heißt, dass das heute gespürte Rentenproblem morgen noch viel größer sein wird. Nicht nur durch die niedrigen Renten, sondern auch durch das derzeitige Rentensystem. Es fehlt die Verzinsung der Rentenbeiträge, die an das Wirtschaftswachstum gekoppelt ist. Wir schieben damit Armut auf. Haben Sie Lösungsvorschläge? Betriebe, die mit wenigen Arbeitskräften hohe Umsätze und Einkommen erzielen, zahlen im Verhältnis wenig Beiträge und wenig Steuern. Dass diese einen größeren Beitrag leisten, ist seit Jahren ein Thema. Was wäre von politischer Seite zu tun? Es braucht das Prinzip, dass alle zum Gemeinwohl beitragen wollen, sollen und müssen. Es braucht wahrscheinlich mehr Europa. Es ist meiner Meinung nach ein großes Dilemma, dass man in Krisenzeiten Europa mehr ablehnt, obwohl man genau da mehr Europa bräuchte. Ich sehe das auch in Bezug auf Südtirol. Gerade wir Südtiroler müssten auf mehr Europa setzen. Die Lösung von immer wieder offenen Problemen kann für Südtirol nur in einem starken Europa liegen. Freistaatdiskussionen nutzen da gar nichts. Ist da der autonomiepolitische Weg auch eine Sackgasse in dieser Logik? Der autonomiepolitische Weg ist keine Abgrenzung. Mehr Selbstständigkeit entsteht durch mehr Verknüpfungen zu den umgebenden Regionen. Das ist für uns sprachlich wichtig, gibt uns aber auch Chancen als sprachliches, kulturelles und wirtschaftliches Bindeglied. Die Autonomie müsste aber Möglichkeiten für Zusatzkollektivverträge bieten. Die gibt es schon. Wir leben aber in einem sehr zentralistischen Staat. Italien ist bei Reformen immer auf halbem Weg stecken geblieben. Aber auch die Linke, auch die Gewerkschaften favorisieren einen Zentralismus. Es gibt aber auch Unterschiede: es gibt die Diskussion um die Rolle von stärkeren gesamtstaatlichen oder dezentralen Kollektivverträgen. Mehr Autonomie zu diesem Thema könnte Südtirol auch vertragen. Gibt es diese Sozialpartnerschaft, diesen Sozialtisch, von dem oft die Rede ist, wirklich? Man trifft sich. Sozialpartnerschaft heißt eigentlich, dass man keine Maßnahmen oder Gesetze im wirtschaftlichen oder im sozialen Bereich macht, ohne zumindest miteinander geredet zu haben.

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Wer ist da dabei? Die Gewerkschaften, die Unternehmerverbände und die politischen Vertreter. Wann ist aus der Sozialpartnerschaft etwas Konkretes herausgekommen? In letzter Zeit hat sich der Dialog verbessert. In Südtirol ist allerdings viel „blabla“ um die Sozialpartnerschaft. Es wird zwar „angehört“, aber dann trotzdem so entschieden, wie man gewollt hat. Jetzt merkt man aber, dass Diskussionsbedarf da ist. Welche Rahmenbedingungen sind ihrer Meinung nach die Voraussetzung, im Vinschgau Arbeitsplätze zu schaffen? Man muss schauen, was im Vinschgau an Infrastruktur möglich ist. Es muss nicht unbedingt eine Super-Straße da sein, weil man übers Internet überallhin kommt. Eine gute Internetverbindung erachte ich als wesentlich. Wichtig ist, dass das Krankenhaus erhalten bleibt und mit Kompetenzzentren ausgebaut wird. Dann kommen kompetente Leute her. Auch in der Privatwirtschaft braucht es interessante Betriebe, die eine Ausbildung gewährleisten. Es braucht einen gesunden Ausgleich zwischen manuellen und geistigen Fertigkeiten, also Bildung und und Ausbildung. Die Menschen müssen im Vinschgau bleiben können. Auch braucht es mehr Offenheit. Was meinen Sie mit Offenheit? Die Grenzen am Reschen, am Brenner, auch in Taufers sollen immer mehr verschwinden. Dann haben wir einen größeren Radius in der Arbeitswelt. Das kann man nur mit der Stärkung Europas erreichen. Weniger Nationalstaat. Es hat keinen Sinn, bei uns einen kleinen Nationalstaat aufbauen zu wollen. Die AgreAlp, die Europaregion Tirol usw. müssen gestärkt werden. Ein neues Landesparlament wird am Sonntag gewählt. Ihr Zuruf an die Politik? Als Gewerkschafter fordere ich eine Politik für die Arbeitnehmerseite. Ich habe den Eindruck, dass man sich in Wahlzeiten auf die Arbeitnehmer besinnt, weil jeder einzelne eine Stimme hat. Es braucht eine starke politische Arbeitnehmervertretung, die sozialdemokratische, christlich-soziale Politik macht und für soziale Gerechtigkeit sorgt. Es braucht es ein starkes Gegengewicht zum Bäuerlichen und Wirtschaftlichen, zum Konservativen und zum Liberalen. Es ist ein Bewusstsein für eine neue Gesellschaftsordnung aufzubauen. Ich befürchte in meinen Träumen, dass man früher oder später mit dem chinesischen Modell daherkommen wird: ein gewisses, beschränktes Maß an Freiheit, wirtschaftlich flott, aber alles unter Kontrolle. Man muss Demokratie, Freiheit und soziale Gerechtigkeit stärken. Das muss man zusammenbringen. Interview: Erwin Bernhart


Vinschgerwind 22-13

24.10.13

Goldener Lugenbeitl

Umfahrung Kastelbell: Mehrkosten

Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz wird auch 2014 den Goldenen Lugenbeitl für ein gebrochenes Versprechen vergeben. Über eine offene Abstimmung auf www.umwelt.bz.it/lugenbeitl2014 können alle Interessierten mitstimmen.

1999 sind die Kosten für den Bau der Umfahrung von Kastelbell noch mit 39 Millionen Euro angegeben worden, 2011 mit 64 Millionen und aktuell mit 81 Millionen Euro. Die Landesregierung hat sich die Kostensteigerung kürzlich von den Straßenbauexperten des Landes erklären lassen. „Die Experten haben uns aufgezeigt, dass das Felsmaterial, durch das der geplante Tunnel führt, so schlecht ist, dass bei dieser Trassenführung die Preise so hoch ausfallen“, so Landeshauptmann Durnwalder.

von Albrecht Plangger

Konstruktives aus Laas

Die Problematik der Grenzpendler kommt ins italienische Parlament. Ca. 80.000 Grenzgänger gibt es zurzeit in Italien, da sind die Vinschger eine verschwindende Minderheit. Alle Parteien haben sich letzthin diesbezüglich zu Wort gemeldet und in mehreren Begehrensanträgen die Regierung aufgefordert, einen Arbeitstisch mit den Gewerkschaften , welche die Grenzgänger betreuen, und den betroffenen Regionen und Provinzen einzurichten, um rechtliche Zweifel am sog. »Status« des Grenzpendlers, (20 km Regelung, Pensionsregelungen, Doppelbesteuerung und Arbeitslosengeld 8, welches in Relation zu den in der Schweiz angewandten Abzügen steht) zu klären oder gegebenenfalls gesetzlich oder mit bilateralen Verträgen Italien/Schweiz zu regeln. Alle Begehrensanträge der Parteien wurden von der Regierung angenommen, aber dies heißt im Normalfall oft recht wenig. Nach dem Medienecho schlafen die Versprechungen der Regierung gelegentlich wieder ein, wenn nicht jemand dauernd nachhakt. Dazu hat die öffentliche Diskussion im Parlament – welches ja bekanntlich mehrheitlich aus neuen Gesichtern besteht, die sich meist mit dieser Thematik noch nicht direkt beschäftigt haben, auch einen positiven Anschub für die Problematik gebracht. Gerade für mich als Vinschger Vertreter war es eine gute Gelegenheit, mich konkret in die Thematik einzuarbeiten und bei der Gründung einer interparlamentarischen Gruppe unter Führung eines Abgeordneten der Mehrheitspartei Partito Democratico aus Domodossola mitzuwirken, um die – im Parlament so notwendigen und möglichst parteiübergreifenden Seilschaften aufzubauen. Auch ist es gelungen, der Regierung einen direkten Ansprechpartner – über die Ministerien hinaus – abzuringen, mit dem diese wichtigenAgenden weitergebracht werden könnten. Ein neues Tätigkeitsfeld für unser Tal hat sich nun für mich in Rom geöffnet.

Laas/Schlanders – Der SVP-Spitzenkandidat Arno Kompatscher wird am heutigen Donnerstag in Laas und in Göflan in Sachen Marmor gebrieft, das heißt, von beiden Seiten beschwörend eingeweiht. Dabei werden die Laaser mit einem konstruktiven Vorschlag vorpreschen, um den Abtransportknoten zu entwirren. von Erwin Bernhart

D

ie Laaser wollen den gordischen Knoten rund um den Abstransport des Marmors lösen. Die Abtransportstruktur – ausgehend vom Weißwasserbruch bis ins Lager der Lasa Marmo mit dem Herzstück Schrägbahn – ist im Besitz der Eigenverwaltung Bürgerlicher Nutzungsrechte Laas. Die Überlegung der Laaser, der Gemeinde Laas, der Lasa Marmo und der Fraktion Laas, gehen nun dahin, ob ein gemeinsames Führungskonsortium eine für alle auch finanziell leistbare Lösung darstellen könnte. Das Führungskonsortium könnte aus den Gemeinden Laas und Schlanders und aus den Fraktionen Laas und Göflan bestehen. Der Hintergrund dieser Überlegungen: Gerade aus Schlanders bzw. aus Göflan ist in der Vergangenheit immer wieder die Forderung aufgetaucht, dass die Transportstruktur, wenn schon, in öffentlicher Hand sein soll. Tatsache ist, dass die Lasa Marmo die Transportstruktur von der Fraktion Laas gepachtet hat und diese bisher führt. Die Überlegung ist noch eine andere: Geht man davon aus, dass die Schrägbahn als Marmortransportstruktur erhalten bleiben soll, muss sie saniert werden. Das kostet eine Stange Geld und wird ohne öffentliche Zuschüsse nicht zu finanzieren sein. Ge-

winnt Kompatscher die Überzeugung, dass diese Sanierung gemacht werden soll, werden beide Marmorabbauer über die Schrägbahn fahren müssen. LH Durnwalder hat diese Überzeugung bisher vertreten. Der politische Standpunkt, dass beide Marmorunternehmen, die Lasa Marmo und die Göflaner Marmor GmbH, über die Schrägbahn fahren müssen, wird dann verständlich, wenn man eine Sanierungsförderung zusagt. Es kann wohl nicht sein, dass die Schrägbahn für ein Mamrounternehmen saniert wird, während das andere eine Forststraße benutzen kann. Entweder beide transportieren über die Straße, oder beide über die Schrägbahn. Von Letzterem sind die Laaser überzeugt. Und um dieses Ziel erreichen zu können, schlagen sie nun die neue/alte Idee einer konsortialen Führung der Schrägbahn vor. Lechner müsste dafür seinen Pachtvertrag mit der Fraktion Laas auflösen. Ebenso müssten die Schlanderser einen Teil des Vertrages mit der Göflaner Marmor GmbH neu gestalten. Jenen Teil, der den Abtransport des Marmors betrifft. Auch die Schlanderser und die Göflaner treffen heute mit Kompatscher zusammen. Man darf gespannt sein, welche Erkenntnisse Kompatscher aus einer typischen Begegnung mit dem Vinschgau mitnehmen wird. Foto: Erwin Bernhart

Rom-Info ins Tal

Foto: Philipp Trafojer

8 /Wirtschaft/


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/Wirtschaft/ 9

Schlanders

An Wissen und an Reife gewonnen D

irektorin Virginia Tanzer lichkeit haben, die verabschiedete sich von Matura zu machen.“ den Gesellinnen und Gesellen Darauf sei sie stolz. mit herzlichen Worten: „Ich Allen Grund stolz zu wünsche Ihnen vor allem Cousein haben auch jene rage, denn Courage hat mit dem drei Verkäuferinnen, Herzen zu tun. Bleiben Sie hartdie mit hervorranäckig, Ihre Arbeitszeit ist Ihre genden Noten die Lebenszeit. Bleiben Sie an Ihren Gesellenprüfung beLebensträumen dran und zeigen standen haben: MeSie Begeisterung, denn dann lanie Prantl mit 9,5 springt der Funke über und Ihre (Ausbildungsbetrieb Arbeit wird von Erfolg gekrönt Commerz GmbH, Nasein. Geben Sie sich und Ihrer Die Maurer waren die zahlenmäßig stärkste Gruppe bei der Diplomübergabe an turns), Griseldis AlArbeit einen Wert, dann wird der LBS Schlanders, rechts die Direktorin Virginia Tanzer ber ebenfalls mit 9,5 man auch Ihnen Wertschätzung (Ausbildungsbetrieb bildhauer, Steinmetze und Maurer – haben entgegenbringen.“ Tanzer hat im Frühjahr Feinbäckerei Egger, Latsch) und Johanna die Prüfung vor einigen Wochen abgelegt die Direktorenprüfung bestanden und sich Springeth mit der Bestnote 10 (Ausbildungsund bestanden. Ein Gutteil davon nahm gegen sieben Mitbewerber durchgesetzt. betrieb Metzgerei Leggeri, Schlanders). nun bei der Verleihung das Diplom von SaGratulationen dafür kamen von Markus Tiefbauergesellen gab es dieses Mal keine bina Kasslater-Mur entgegen, die das letzte Bernard, Obmann der Baugruppe im LVH, zu diplomieren, für Nachwuchs ist aber geMal als Bildungslandesrätin ihren Auftritt Applaus hingegen von jenen, die am versorgt: „Wir haben eine starke erste Klasse.“ hatte und vor allem das duale Ausbildungsgangenen Freitag zur Diplomverleihung an (Virginia Tanzer) Das Buffet, das für einen system lobte: „Betriebe und Schule teilen die Gesellinnen und Gesellen in die Landesbekömmlichen Abschluss sorgte, bereiteten sich die Ausbildung. Ab dem nächsten Jahr berufsschule Schlanders gekommen waren. Morterer Bäuerinnen zu. Walter Gemassmer ist es erstmals möglich, dass Absolventen 80 an der Zahl – Maschinenbaumechaniker, hingegen wertete die Diplomverleihungsfeider berufsbildenden Ausbildung die MögVerkäuferInnen, Fliesenleger, Maler, Steiner mit Musik auf. (ap)

www.ottovondellemann.svp.eu

Für eine starke Seniorenpolitik

... weil es uns alle angeht

Ich setze mich ein für: > Wertschätzung für Senioren > Ausbau der Kurz- und Tagespflege > Wohnformen der Zukunft > eine starke Familienpolitik > christliche Werte

Nr. 8

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Otto von Dellemann DIE Stimme für alle Senioren in unserem Land!

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> Mindestabsicherung im Alter


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24.10.13

Partschins

Stellungnahme

Ist Kaffee gesund?

Göflaner Vereine und Organisationen stehen zum Marmor

Foto: „Wind“-Archiv

ieser Frage auf den Grund ging Steffen Schwarz aus Mannheim kürzlich im Schreibmaschinenmuseum in Partschins. Sehr informativ und spannend, und dabei auch noch mit kabarettistischen Elementen bestückt, hat Schwarz sein Publikum 2 Stunden lang begeistert. Der ehemals in den USA als Chirurg tätige Mediziner beschäftigt sich seit 17 Jahren intensiv mit dem Thema Kaffee und gilt als einer der Topexperten in der Branche. Nicht Steffen Schwarz (re.) umsonst ist er zusammen mit Stefan heute – mit seiSchreyögg nem Kaffeeschulungszentrum „Coffee Consulate“ – international gefragte Anlaufstelle zum Thema Kaffee! Die Sonderausstellung „Coffee Time“ im Schreibmaschinenmuseum läuft noch bis Ende des Monats. Info: www.typewritermuseum.com

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n letzter Zeit vermehren sich verschiedenste positive und vor allem auch negative Artikel rund um den Göflaner Marmor. Dabei fällt auf, dass es sich vorwiegend um Mitteilungen – ob richtig oder falsch sei außer Acht gelassen – von Personen handelt, die mit dem Göflaner Marmor und dessen Abtransport eigentlich wenig bis gar nichts zu tun haben. Leider sorgen viele dieser Artikel Vertreter der Vereine und Organisationen von Göflan: und Aussagen für Unmut und so Bäuerinnenorganisation, Bauernbund, Bauernjugend, möchten wir – alle Vereine und Senioren, Feuerwehr, Ministranten, Schützen, Vespa Organisationen des Dorfes Göf- Club, KVW, Alminteressentschaft, Frauenbund, Männerlan – unsere Solidarität den Ver- bund, Chor, Sportfreunde, Pfeifenclub antwortlichen der Fraktions- und plätze geschaffen, der Tourismusstandort der Gemeindeverwaltung kundtun. Wir unSchlanders gestärkt, das Vereinsleben aufgeterstützen Ihre Bestrebungen, einen nachwertet und die Lebensqualität im Gesamten haltigen und wirtschaftlichen Abbau dieses für das Dorf Göflan und die Marktgemeinde wertvollen Rohstoffes zu ermöglichen. Schlanders verbessert werden. Wir Göflaner Auch, und vor allem, unter Benutzung einer stehen zum Marmor und wünschen uns für zeitgemäßen und finanzierbaren Transportdie Zukunft eine zufriedenstellende Lösung struktur und Berücksichtigung der lokalen für alle Beteiligten. Gegebenheiten. Dadurch können ArbeitsFoto: Christoph Alber

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Leserbrief

/Wirtschaft/ 11

Schlanders/CD

Wie lange noch? Wie lange noch ignoriert man den Gemeindebeschluss für das JA oder NEIN bezüglich des Zusammenschlusses Langtaufers-Maseben mit dem Kaunertal? 208 Langtauferer Jungbürgerinnen und -bürger befürworten durch ihre Unterschrift eine Verbindung mit dem Kaunertal, sie wollen eine gesicherte Zukunft, 30 Jahresarbeitsplätze sind zugesichert, die Wirtschaftskammer Tirol und die Handelskammer Südtirol befürworten dieses Vorhaben. Langtaufers (das Stiefkind im Tourismus) braucht eine Aufwertung, um überleben zu können und vor allem jene Jugend, die in ihrem schönen Tal zuhause bleiben will und nicht ihre Arbeitsplätze im nahen Ausland suchen müssen. Ich frage mich, wem diese jungen Leute bei den kommenden Wahlen am 27. Oktober das Vertrauen schenken werden? Oder gar nicht wählen gehen, weil das bewusste Ignorieren keine Zukunft bringt. Es ist höchste ZEIT einen konkreten Vorschlag für die Zukunft zu unterbreiten, wie es weitergehen soll im so schönen Langtauferertal. In den letzten Monaten sah man fast täglich Leserbriefe und Zeitungsartikel, die fast alle einen Zusam-

menschluss befürworten. Weiters frage ich mich, warum man unserem Sponsor Dr. Hans Rubatscher aus Innsbruck , der sogar ein Südtiroler ist, kein Vertrauen schenkt? Ihn sogar beleidigt und ihn mit einem Spanier Blanco vergleicht. Was haben wir für Menschen, die zu stolz sind, das zugesicherte Geld für den totalen Aufschwung im Zusammenschluss aller Skigebiete vom Watles bis Nauders im oberen Vinschgau nicht wollen? Ich vergleiche ihn mit dem leider schon verstorbenen Walter Klaus aus Augsburg, der das gesamte Ortlergebiet gerettet hat und wie alle Bürger der Gemeinde Stilfs sehr dankbar waren, als alle Aufstiegsanlagen von Sulden und Trafoi gesichert waren. Ja, die Bevölkerung der Gemeinde Stilfs hat vor hundert Jahren schon verstanden, dass die einzige sichere Einnahmequelle der Tourismus ist und bleibt. Nur bei uns im Oberland hat man immer noch Bedenken für zu viel Verkehr, Umweltschäden, Ruhe im Tal usw. Oder ist es der Neid, der manchem Bürger zu schaffen macht? Auf jeden Fall müssen wir gemeinsam versuchen am Ball zu bleiben und wenigstens im kleinen aber feinen Langtauferer Tal zu retten, was zu retten ist. Mein Freund Dr. Hans Rubatscher steht zu uns auch weiterhin, dafür verbürge ich mich. Hansi Klöckner, Ski Maseben Langtaufers

Neue CD: puristisch

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as Repertoire der Südtiroler Band „Bayou Side” (Hubert Dorigatti: guitars, lead vocals, blues harp; Klaus Telfser: bass, backing vocals; Christian Unterhofer: drums, percussions, backing vocals) besteht zum größten Teil aus Eigenkompositionen, orientiert an amerikanischer Traditionsmusik rund um den Mississippi. Zusätzlich im Programm stehen neu arrangierte Bluesstandards, welche die drei Musiker im Laufe ihrer Jahre begleitet und inspiriert haben. Einflüsse aus Blues, Country und Jazz sind unverkennbar. Das Credo von „Bayou Side“ ist es, die Musik puristisch und minimalistisch zu spielen. Es kommen fast ausschließlich akustische Instrumente zum Einsatz. Die Songs sind geschmackvoll arrangiert, mit genügend Platz für die virtuosen Spots der einzelnen Musiker. Zudem wird verstärktes Augenmerk auf mehrstimmigen Gesang gelegt. Neue CD von “Bayou Side”: „All i feel“

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12 /Leserbriefe/

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Allein gelassen Die Hoffnung war groß, die Reise lang und beschwerlich, das Ende für zahllose Flüchtlinge tödlich. Die Toten vor Lampedusa haben Italien entsetzt. Das wirft Fragen auf über die europäische Flüchtlingspolitik. Wie hilft Europa Italien beim Umgang mit Flüchtlingen? Mit Geld und mit Hilfe beim Grenzschutz. Für die Versorgung, Integration oder Zurücksendung von Flüchtlingen bekommt Italien ca. 130 Millionen Euro aus den EU-Töpfen. Die EU-Grenzschutzorganisation patroulliert im Mittelmeerraum. Die EU versucht zudem mit Herkunftsländern von

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Flüchtlingen zusammenzuarbeiten. Was erwartet Italien von Europa? Europa hat sich abgeschottet, schaut weg, ignoriert das Elend. Das Elend auf Lampedusa, es geht weiter. Italiens Regierung will sich in der EU stark machen. Zum einen will sie den Schutz der Grenze auf dem Meer durch europäische Flugzeuge und Schiffe verbessern. Zum anderen fordert sie eine Änderung der Dublin-Verordnung, die die Verteilung der Flüchtlinge in Europa regelt. Italien muss seine Stimme erheben, um die Regeln zu ändern. Die Dublin- Verordnung sieht vor, dass der Asylantrag von den Behörden

Nachgedacht von Don Mario Pinggera

Franz - Peter Tebartz - van Elst. Ein Name, der bis vor Kurzem nur wenigen bekannt war. Was auch nicht verwunderlich ist, denn wie sollte ein Bischof eines eher unbedeutenden Bistums wie Limburg bekannt werden. Es sei denn, er macht von sich reden. In der Tat, die letzten Tage und Wochen ist immer wieder von ihm und seinem Bistum die Rede. Kurze Rückblende: 2007 wurde er als damaliger Weihbischof von Münster zum neuen Bischof von Limburg ernannt. Im Januar 2008 wurde er in der hessischen Staatskanzlei auf die Verfassungen und Regierungen der Länder Hessen und Rheinland – Pfalz vereidigt. Kurz darauf wurde er zum Bischof von Limburg geweiht. Relativ schnell wurde den Priestern des Bistums deutlich, dass der „nicht einheimische“ Oberhirte relativ strikt regierte, sowohl was Personalentscheidungen angeht als auch was seine Vorstellungen von Frömmigkeit und Moral betreffen. Hohe Ansprüche an seine Leute hatte er, ganz offensichtlich. Leider wurde die Entfremdung zwischen ihm und dem eigenen Klerus immer größer. Dies passiert immer dann, wenn willkürlich Bischöfe ernannt werden, die entweder nicht aus ihrem neuen Wirkungsort stammen, oder wenn die Ortskirche nicht vorher gehört wird. Dies wäre in etwa so, wenn Südtirol ungefragt einen Bischof aus Süditalien vorgesetzt bekommt. Das kann gut gehen, ist aber eher unwahrscheinlich. Nun ist der Limburger Bischof sehr in die Schlagzeilen geraten: Üble Medienschelte, meinte noch vor Kurzem sein Protegé, der Kölner Kardinal Meisner. Wirklich? Mittlerweile ist die Beweislast erdrückend, sogar die Bischofskonferenz geht auf Distanz. Der Schaden für die Kirche ist über deutsche Grenzen hinaus spürbar: Die Kirchenaustritte nehmen zu. Das Bischöfliche Haus samt Diözesanzentrum hat offensichtlich statt veranschlagter 5 Millionen über 30 Millionen Euro gekostet. Neue Erkenntnisse gehen sogar von 40 Millionen aus. Eine kurze Bemerkung: Mit 40 Millionen Euro könnte die Diözese Bozen-Brixen 200 Seelsorger über gut acht Jahre mit 2.000 Euro im Monat alimentieren. Das ist doch ein Wort! Bei allem dürfen wir eines aber nicht vergessen: Es ist nicht an uns, zu urteilen. Auch wir sind ein reiches Land, viele Autos in Südtirol kosten über 100.000 Euro. Nicht wenige Luxusvillen stehen landauf landab. Aber wenn ein Oberhirte hohe Ansprüche an Personal und Gläubige stellt, sollte er sie auch selber einzulösen im Stande sein. So heißt es bei Matthäus 7, 2: „Denn wie ihr richtet, so werdet ihr gerichtet werden, und nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird euch zugeteilt werden.“

des Landes geprüft werden muss, wo der Antrag gestellt wird. Das bedeutet, dass Mittelmeeranrainerstaaten besonders betroffen sind, weil die Menschen dort zum ersten Mal EU- Boden betreten. Wie geht Italien mit den Flüchtlingen um? Das Land ist mit der Masse an Flüchtlingen überfordert,alle Auffanglager sind überfüllt. Flüchtlinge dürfen in Italien nur einige Monate in den Erstaufnahmelagern bleiben,danach werden viele obdachlos. Ganz Europa fordert eine humanere Flüchtlingspolitik, nur wird Italien mit dem Problem allein gelassen. Hansjörg Bernhart, Burgeis

Deutsch reden Mit jemandem deutsch reden. Der Sinn dieser Redensart liegt darin, jemandem klar und offen die Meinung zu sagen. Seit der Zeit Karls des Großen wird dieser Ausspruch aber auch als klare Abgrenzung gegenüber den romanischen Sprachen verstanden. Verschiedene, mehr oder weniger klare und offene Meinungen herrschen in Zeiten des Wahlkampfes in Südtirol. Naturgemäß wird viel und gern versprochen, so gerade auch beim Thema Schule und den Mehrsprachenunterricht. Aber ist die Förderung eines multilingualen Unterrichts die Lösung für die drei Südtiroler Sprachgruppen und die damit verbundenen kulturellen und sprachlichen Probleme? Hat ein mehrsprachiger Unterricht wirklich den theoretisch angenommenen und praktisch erhofften Erfolg? Die Klärung dieser Fragen in Bezug auf eine positive Wirkung ist mehr als zweifelhaft. Ausschlaggebend sind nicht nur Art des Schulmodells, eine gewisse Mindestdauer, die Ausbildung der Lehrer und die einhergehende Qualität des Unterrichts. Die Immersion birgt vielmehr eine große Gefahr. Über den Generationenverlauf hinweg, würde dadurch die Pflege bzw. die Beibehaltung unserer Muttersprache vermindert werden. Die logische Folge daraus wäre eine einsprachige Assimilation. Auf unser Land bezogen, kann der Erwerb einer kompetenten Bilingualität damit nur weiterhin auf einem reinen muttersprachlichen Unterricht angesetzt werden. Dietmar Weithaler, Partschins

Bio-Region oberer Vinschgau Ich denke, der Gedanke an eine Bio-Region Obervinschgau soll unbedingt weitergedacht werden. Ich bin überzeugt, dass über intensive gedankliche Auseinandersetzung eigentlich jeder zum Schluss kommen muss, dass dieser Weg der einzig gangbare ist. Denn: gesunde Landschaft will doch jeder. Gesunde Lebensmittel will auch jeder. Dass Pestizide, Herbizide, Fungizide für Mensch und Tier nicht gesund sein können, weiß auch jeder. Dass diese die Böden belasten, weiß auch jeder. Noch sind unsere Böden nicht total vergiftet, übersalzen, also quasi unfruchtbar. Mineralische Dünger sind wohl Doping für die Pflanzen, stärken aber den Boden nicht. Für wie lange wird dies gut gehen? Noch ist Zeit, umzustellen! Nicht Apfel-Monokulturen sollen unsere Landschaft uniformieren. Vielfalt soll die Losung sein! Der Anbau von Bio-Obst, -Gemüse, -Getreide, -Gras soll unseren Obervinschgau in eine besondere Region verwandeln. Gesunde Böden, in denen vielfältiges Leben herrscht. Die Kühe sollen kein chemisch belastetes Gras fressen müssen. So können sie einwandfreie Milch liefern, die auch wieder gesunde Nahrung ist. Bienen würden nicht massenweise umkommen, die Schmetterlinge würden wieder zurückkommen in unsere Gärten u. v. a. m. Geld kann man auch nicht essen. Und der Mensch labt auch nicht nur vom Essen und für das Essen. Gesunde Lebensmittel für Menschen und Tiere erzeugen, muss oberste Richtlinie werden. Der obere Vinschgau muss sich abkoppeln, muss ausscheren, muss eigene Wege gehen und nicht bloß Nachahmer einer verfehlten Denkweise sein. Biologische Landwirtschaft wird sich auch in finanziellem Erfolg niederschlagen, weil die Nachfrage nach biologisch produzierten Lebensmitteln im Wachsen begriffen ist. Bio-Produzenten und Bio-Konsumenten, regional produzieren und regional konsumieren soll die Losung der Zukunft, der Schritt in die richtige Richtung sein. Viele hier glauben an diesen Weg. Und dies wird sicher kein Irrweg sein und wird dem oberen Vinschgau seine Eigenständigkeit zurückgeben. Robert Ruepp, Schluderns


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/Impressionen/ 13

FrĂźhzeitiger WintergruĂ&#x;. Am 2. November wird Glurns wie ein riesiges Herz tausende Menschen durch seine Tore hinein und hinaus pumpen. Dann kehrt wieder Ruhe ein, bis zum Weihnachtsmarkt. Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it


14 /Lokales/

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Philatelie-Schaufenster

Sterbebilder im Wandel der Zeit

Sammler Sebastian Felderer zeigt Exponate „100 Jahre pro Juventute Schweiz“ und „75 Jahre pro patria“: Am Dienstag, den 5. November um 19 Uhr wird die Ausstellung eröffnet.

War es früher üblich, Gebete und ausführliche biographische Angaben auf den Sterbebildchen zu vermerken, so finden sich heute fast nur mehr der Name und die Geburts- und Sterbedaten oder es wird überhaupt auf ein Sterbebild verzichtet. Der Tod wird zunehmend aus unserem Bewusstsein verdrängt. Am Freitag, den 25. Oktober 2013 lädt das Vintschger Museum in Schluderns zum Vortrag „Das Sterbebildchen im Wandel der Zeit“ von Helene Dietl Laganda. Beginn 20.00 Uhr.

Sensationsfund kehrt zurück Vorkarolingische Bauphasen wurden bei Grabungen beim St. Stephans-Kirchlein bei Marienberg nachgewiesen. 1987 hat das Amt für Bodendenkmäler allerhand freigelegt, so auch Gräber. In einem Grab fand man „silberplattierte Saxgürtelbeschläge“. Diese Beschläge sind vor kurzem aus dem Depot des Amtes für Bodendenkmäler nach Marienberg gebracht worden.

Fotos: Erwin Bernhart

v.l.: Stephan Bernhard, Abt Markus Spanier, Annemarie Schwarz und Alan Sacchin; rechts: drei Teile des „Saxgürtels“ aus dem 7. Jahrhundert n.Chr., gefunden bei St. Stephan

von Erwin Bernhart

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lan Sacchin, Mitarbeiter des Amtes für Bodendenkmäler, kommt am 14. Oktober 2013 mit einem unscheinbaren Paket von Bozen ins Kloster Marienberg. Abt Markus Spanier, der Klosterverwalter Stefan Bernhard und die Museumskoordinatorin Annemarie Schwarz sind erfreut und staunen nicht schlecht, als das Paket geöffnet wird. 16 einzeln in weißem Papier verpackte und nummerierte Stücke werden nach und nach freigelegt. Es sind dies jene silberplattierten Saxgürtelbeschläge, welche im Jahr 1987 bei St. Stephan im Grab Nummer 2 gefunden worden sind. Als prächtige Ornamente haben diese teils fingerlangen Metallstücke den Gürtel eines Mannes mit „hohem sozialen Rang“ verziert. Diese „weitgehend vollständigen

Elemente einer mehrteiligen Gürtelgarnitur und ein Fragment von einem solchen (Schnalle mit fester Platte, verschiedene Beschläge und eine Schlaufe)“ waren sicher „zum Tragen des einschneidigen Kurzschwertes (Sax)“ bestimmt. So beschreibt es der ehemalige Amtsdirektor des Denkmalamtes Lorenzo Dal Ri in einer Expertise. Allein die einzelnen Stücke und deren feine Verzierungen bewegen zum Staunen. Zudem eröffnen diese Fundstück zu einen tiefen Blick in das frühe Mittelalter, aus jener dunklen Zeit, aus der, wenn überhaupt, wenige Fundstücke oder gar Schriftstücke Zeugnis ablegen. Als „fundarm“ wird diese Zeit auch beschrieben. In das 7. Jahrhundert nach Christus werden die Fundstücke datiert, also um das Jahr 650. St. Prokulus in Naturns soll in die-

sen Jahren erbaut worden sein. St. Stephan reiht sich demnach in diese vorkarolingische Zeit ein. Dal Ri schreibt: „Das durch diese Grabungen nachgewiesene Vorhandensein von zwei vorkarolingischen Bauphasen wirft sicher manche Fragen über Ursprung und historische Ursachen einer Kirchengründung an dieser heute entlegenen Stelle auf. (...) Im 7. Jahrhundert benutzte also ein vornehmes Geschlecht einen schon vorher bestehenden Kirchenbau, um seine Toten dort zu begraben und um den „rustici“, welche auf seinem Grund lebten, kirchliche Betreuung zu gewähren (Eigenkirche). Das Fehlen von Waffen ist wahrscheinlich auf Grabplünderungen zurückzuführen. Es handelt sich um silberplattierte Eisenelemente mit einer im 2. Stil (Salin)

ausgeführten Tierornamentik. (...) Tauschierte bzw. plattierte Gürtelelemente treten vereinzelt in Nordtirol (Natters-Galgenbühel, Pfaffenhofen) und Südtirol (Klausen-Säben, Naturns-St. Prokulus, Montan-Castelfeder) auf; im Trentino sind sie etwas häufiger belegt (z.B. Besenello, Civezzano, Trento-Piedicastello, Rallo).“ Die Direktorin des Amtes für Bodendenkmäler, Catrin Marzoli, hat es ermöglicht, dass die Fundstücke als Dauerleihgabe dem Kloster Marienberg zur Verfügung gestellt werden. Für das Klostermuseum stellen diese Kostbarkeiten eine willkommene Bereicherung dar. Im Frühjahr, wenn das Klostermuseum ab dem 15. März 2014 für Besucher wieder geöffnet sein wird, wird die mehrteilige Gürtelgarnitur einen würdigen Platz im Museum gefunden haben. Die Zeit der Platzgestaltung nimmt man sich in Marienberg mit Ruhe, denn das Museum bleibt vom 1. November 2013 bis zum März nächsten Jahres geschlossen.


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/Lokales/ 15

Mals/Vinschgau

„Auch private Arbeitsaufträge sind erwünscht“ ie ersten Monate haben gezeigt, dass die Arbeit funktioniert, wenn die Rahmenbedingungen für die Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen stimmen“, sagte Universitäts-Assistent Sascha Plangger kürzlich bei der offiziellen Vorstellung des Projektes Vinschger Sozialgenossenschaft VISO in Mals. Der ehemalige „Malser Hof“ war nach deren Gründung am 11.Juli 2013 zu einem Schülerheim umfunktioniert worden. Dort sind zu fünfzig Prozent Menschen beschäftigt, die auf dem herkömmlichen Arbeitsmarkt kaum Arbeitsmöglichkeiten finden. „Die Zusammenarbeit verläuft harmonisch. Wir haben hier ein tolles Team“, lobte Plangger. Er ist seit Jahren Kämpfer für Menschen mit Behinderungen. „Diese werden in der VISO ihren Fähigkeiten entsprechend eingesetzt und sind

zwischen auch Reinigungsarbeiten in den Gemeinden Mals und Schlanders. Eine Starthilfe durch die öffentlichen Verwaltungen ist sehr wichtig. Plangger forderte den Ausbau von Netzwerken, aus denen sich neue Arbeitsaufträge herauskristallisieren können. „Auch private Arbeitsaufträge sind erwünscht“, betont Peter Grassl von der Lebenshilfe. Die VISO arbeitet privatwirtschaftlich und ist ein nicht Gewinn orientiertes Unternehmen. Pate für das Projekt stehen die Lebenshilfe Schlanders, die Bezirksgemeinschaft Vinschgau, die Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung GWR in Spondinig und andere. Stefan Hofer vom Dachverband für Soziales und Gesundheit kümmert sich um die rechtlichen Belange der VISO. (mds) Foto: Magdalena Dietl Sapelza

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Vorstellung der Sozialgenossenschaft VISO in Mals, v.l.: Peter Grassl, Stefan Hofer, Sascha Plangger, LR Richard Theiner und Andreas Tappeiner so keinem Druck ausgesetzt. Das beflügelt sie zu erstaunlichen Leistungen“, so Plangger. Die Einrichtung beruht auf dem Prinzip der Solidarität. Landesrat Richard Theiner erklärte: „Wir haben große Probleme mit der Eingliederung von sozial benachteiligten Personen, denn unsere Gesellschaft definiert sich ganz stark über Arbeit.“ Umso wichtiger seien Sozialge-

nossenschaften. An die 250 Arbeitsplätze sind, laut Theiner, in den vergangenen Jahren in Südtirol geschaffen worden. Um das Überleben dieser Einrichtungen zu garantieren, sei in der Landesregierung beschlossen worden, künftig zwei Prozent aller öffentlichen Aufträge an die Sozialgenossenschaften zu vergeben, so Theiner. Die Beschäftigten der VISO tätigen in-

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16 /Lokales/

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Laas

Martell

Ferrari-Fahrt

CHRIS-Studie startet im Martelltal

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s ist schon einige Zeit her, seit der Ferrari-Fan Heinz Alber aus Laas eine besondere Überraschung erlebte, von der er gerne erzählt. Zu seinem 40. Geburtstag erwartete ihn Bruno Coletti mit dem roten Ferrari nach Feierabend vor der Firma

Wahlwerbung: Auftraggeberin Angelika Margesin

HOPPE. Weitere Gratulanten applaudierten. Es war für Heinz das höchste der Gefühle, in den Flitzer zu steigen. Dieser brachte ihn dann nach Bad Schgums zur Überraschungsfeier. (mds)

ach Schlanders und Latsch startet die Südtiroler Gesundheitsstudie CHRIS nun auch im Martelltal. Mit der CHRIS-Studie sammeln die Ärzte und Forscher des Zentrums für Biomedizin der EURAC Informationen über den Gesundheitszustand der Südtiroler, um die Ursachen für Krankheiten wie etwa Herz- Kreislauferkrankungen besser zu erforschen. Ab sofort können sich alle volljährigen Marteller zur Studienteilnahme im Krankenhaus Schlanders anmelden. Außerdem stellt das CHRIS-Team das Forschungsprojekt an einem Informationsabend vor, informiert über alle Aspekte rund um die Teilnahme und steht für Fragen zur Verfügung. Neben der Vorstellung der CHRIS-Studie geben die EURAC-Forscher einen Rückblick auf zehn Jahre GenNova-Studie. An der in den Jahren 2002 und 2003 durchge-

führten GenNova-Studie haben 1.300 Vinschger teilgenommen. Darunter waren 350 Teilnehmer aus dem Martelltal. Dank der damals gesammelten Daten und Blutproben konnten die EURACForscher an zahlreichen internationalen Forschungskonsortien teilnehmen und mit dazu beitragen, dass für hunderte Gene ermittelt werden konnte, welche Körperfunktionen durch diese

Gene beeinflusst werden. Am vergangenen Montag, den 21. Oktober, hat im Bürgerhaus von Martell eine Informationsveranstaltung stattgefunden. Weitere Informationen zur CHRIS-Studie und Anmeldungen von Montag bis Freitag von 9 bis 12 und 15 bis 17 Uhr telefonisch unter 0471 055 502 oder via E-Mail unter info.chris@eurac.edu.

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/Menschen/ 17

Mit der Werkstatt auf dem Rücken Mit der Werkstatt auf dem Rücken ging der Schuster Hans Unterholzner auf die Stör und heute noch findet man ihn tagtäglich bei Reparaturarbeiten in seiner Werkstatt in Naturns. von Maria Gerstgrasser

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as Schaufenster gleicht einem kleinen Museum. Es zeigt Schuhe und Arbeitsgeräte aus früheren Zeiten und seiner Sammeltätigkeit. Damit macht er ein Stück Kulturgeschichte lebendig. Passanten bleiben stehen, fotografieren und erkundigen sich über das alte Handwerk. Hans Unterholzner wurde 1929 in St. Walburg im Ultental in eine zwölfköpfige Kinderschar hineingeboren und besuchte dort die Schule. Da er einige Sommer auf der Alm verbrachte , erwuchs in ihm eine besondere Liebe zur Natur und vor allem zu den Tieren. Aber sein Wunsch, Tierarzt zu werden, konnte sich nicht erfüllen. Nun galt es, sich für einen Handwerksberuf zu entscheiden. Er fand eine Lehrstelle bei einem Schuster seines Heimatdorfes und musste gleich erfahren, dass „Lernjahre keine Herrenjahre“ sind. Es gab damals keinen Urlaub, keine Sozialversicherung, keine Unterkunft und Verpflegung, nur Tage mit vierzehn Arbeitsstunden und das gleich vom Anbeginn der Lehre. Diese strenge Zeit hat aber sein Leben geprägt und dieses Aufwachsen und Lebenlernen in einer Welt der Bräuche und Traditionen stählte seinen Willen und seine Kraft, bis auf den heutigen Tag. Lange Arbeitszeiten sind dem Schuster zur Lebensgewohnheit geworden. So ist er auch heute noch unermüdlich in seiner Werkstatt tätig. Auf die Frage, wie lange er dies noch machen will, antwortet er gelassen: „Bis i vom Schuasterstuahl oi foll.“ Erneut die Ärmel hochkrempeln musste er, als er 1950 nach Naturns zog und da das Schuhgeschäft im „Huaterhaus“ erwarb. Mit großem Tatendrang startete er dort gleich mit fünf Gesellen

Hans Unterholzner zeigt mit großem Enthusiasmus „seine“ Schuhe und möchte das Schusterhandwerk wieder attraktiver machen: „Haint hasch als reiner Flickschuaschter schun olle Händ voll zu tian.“ und einem Lehrling. Zu siebt arbeiteten sie im Betrieb und hatten die Hände voll zu tun, obwohl es in Naturns damals noch weitere fünf Schuhmacher gab. Insgesamt waren dann vierundzwanzig Leute in dieser Branche beschäftigt. Hans absolvierte auch einen Orthopädiekurs und erlangte bald den Meistertitel. Als besonders schöne Zeit betrachtet Hans Unterholzner jene Zeit, in der er als Störschuster, zuerst in Ulten, dann auch noch in Naturns herumgezogen ist. Er besuchte die Kunden auf den entlegenen Bauernhöfen und fertigte dort jedem Hausbewohner Schuhe an. Der Störschuster störte zwar den gewohnten Tagesablauf der Bauernfamilie, daher vermutlich der Name, brachte aber auch Abwechslung in den bäuerlichen Alltag, für die Erwachsenen Neuigkeiten aus dem Tal, für die Kinder einen Anschauungsunterricht, den es heute nicht mehr gibt. Sie konnten den Werdegang eines Schuhes vom Maßnehmen bis zum Einfädeln der Schuhlitzen miterleben. Der Störschuster brachte all sein

Werkzeug in einem Rucksack oder Ruckkorb selbst mit und baute sich in einer Stubenecke die Werkstatt auf. Da fanden Schusterstuhl, Dreifuß, Leisten, Raspeln, Hammer, Ahlen, Zangen und Schachteln mit „Scharnägeln“, „Mausköpfen“ und Holznägelchen ihren Platz. Das Schaff mit Wasser zum Einweichen des Leders besorgte die Bäuerin, und der Bauer Rindund Ziegenleder beim Gerber. Nachdem alles vorbereitet war, ging es ans Maßnehmen, Nähen, Einbinden, Hämmern, Besohlen, gewaltsame Herausziehen der Leisten und das Beschlagen der Sohlen mit Nägeln. Der Schusterdraht aus verdrillten Hanffäden wurde mit Pech eingerieben und mit Honig geglättet. Gespaltene Schweineborsten ersetzten die Nadel beim Nähen des weichen Oberleders. So wurden Werktagsschuhe, Feiertagsschuhe und feine Hochzeitsschuhe angefertigt. Auch Flickarbeiten waren gefragt. Ein Kuriosum stellten Schuhe dar, die bei jedem Schritt „greinten“. Besonders bei Hochzeitsschuhen stellten die

Bräute diese Forderung und waren auch bereit, dem Schuhmacher dafür ein Trinkgeld zu geben. Also fügte der Schuster zwei Lederflecken lose übereinander in den Sohlen ein. Hans Unterholzner erzählte: „Af dr Stear isches lustig und voller Harmonie gwesen“. Die Abende verbrachte man oft bei froher Geselligkeit. Heute geht niemand mehr auf die Stör. Das Schusterhandwerk wurde von der Industrie verdrängt. Die Gummisohlen lösten Ende der fünfziger Jahre auch die mit Nägeln beschlagenen Sohlen ab, und so ist der Schuhmacher zum Schuhhändler geworden. Hans Unterholzner bekam die Verkaufslizenz und verlegte anfangs der Achtzigerjahre seine Tätigkeit in die neu errichtete „Alte Post“. Er bedauert es immer mehr, dass das Schustern ein aussterbendes Handwerk geworden ist und möchte an zuständige Stellen appellieren, durch gezielte Maßnahmen den Beruf attraktiver darzustellen. Unter der Jägerschaft ist der Naturnser Handwerker als guter Kamerad geschätzt, weniger bekannt ist er als Filmer. Er hat auf seinen Wanderungen sämtliche Berghöfe und die Bauersleute bei der Arbeit, Tiere, Blumen und Besonderheiten der Natur gefilmt. Von seiner Sammlertätigkeit zeugen die Gerätschaften im Schaufenster seiner Werkstatt. Dort findet sich altes Schuhwerk vom Kriege bis auf den heutigen Tag. Mit Vorliebe zeigt Hans Unterholzner von ihm gefertigte Schmugglerschuhe, deutsche Wehrmachtsschuhe und Schuhe für Gebirgsjäger. Der bald Vierundachtzigjährige wird oft auf seinen Beruf angesprochen, er erzählt den Interessierten gerne von seinen Tätigkeiten und betont, dass er ganz sicher, auch heute, wieder Schuster werden würde.


18 /Gesellschaft/

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Spannend

Sommerlesepreis & „Crime & Wine“ in der Schlandersburg

Am heutigen Donnerstag liest ab 20 Uhr der berühmte Krimi-Autor Veit Heinichen im Schreibmaschinenmuseum von Partschins aus seinem Kaffeekrimi „Keine Frage des Geschmacks“.

Am morgigen 25. Oktober werden in der Mittelpunktsbibliothek Schlandersburg in Schlanders die Gewinner des Sommerlesepreises prämiert: Um 17 Uhr die Kategorie Kinder und um 19:30 Uhr die Kategorie Erwachsene. Im Anschluss findet um 20 Uhr eine Lesung unter dem Titel „Crime & Wine“ mit Gabi Mitternöckler und Ingrid Egger statt: „Ingrid Egger und Gabi Mitternöckler trinken sich durch die Krimiliteratur und gehen der Frage nach, was dicker ist, Wein oder Blut?“

20 Jahre Notarztdienst – über 500 Einsätze im Jahr Schlanders/Vinschgau – Seit 1993 leitet Primar Anton Theiner den Notarztdienst Vinschgau. Am Sonntag wurde bei einer Feier Rückschau gehalten. von Heinrich Zoderer

M

it der Eröffnung des Krankenhauses Schlanders im Jahre 1958 wurde auch ein Rettungswagen angeschafft, der damals noch vom Krankenhausportier gefahren wurde. Erst 1970, ein Jahr nach der Gründung der Sektion Schlanders des Weißen Kreuzes wurde ein Fahrer angestellt und eine Freiwilligengruppe aufgebaut. Nachdem zwischen 1986 und 1996 insgesamt 108 tödliche Verkehrsunfälle im Vinschgau passierten, ging man daran, den Notarztdienst auszubauen. Primar Theiner berichtete, dass am Anfang Ärzte aus Innsbruck an den Wochenenden den Notarztdienst versahen. Erst 1996 konnte der Dienst mit eigenen Ärzten rund um die Uhr besetzt werden. Nach Brixen war Schlanders damit der zweite Notarztstützpunkt im Lande. Um die Einsatzgeschwindigkeit zu erhöhen, wurde im Jahre 2000 ein eigenes Notarzteinsatzfahrzeug angeschafft. Seit dieser Zeit wurde auch der Ret-

tungsdienst ständig ausgebaut. Primar Anton Theiner, die treibende Kraft in den letzten 20 Jahren, der anfangs noch zusammen mit dem Anästhesisten Kurt Habicher ehrenamtlich den Dienst versah, arbeitet heute im Team mit seinen Mitarbeitern sowie mit den Basisärzten des gesamten Tales. Wie Landesrat Richard Theiner in seiner Festansprache betonte, gibt es heute aber auch eine gute Zusammenarbeit des Notarztdienstes mit dem Weißen Kreuz, der Feuerwehr, der Bergrettung, der Notfallseelsorge und der Flugrettung. Nach der Segnung eines neuen Notarzteinsatzfahrzeuges (NEF)

links: Primar Anton Theiner und WK-Päsident Georg Rammlmair oben: Festakt zur 20-Jahrfeier und eines Rettungstransportwagens (RTW) durch Dekan Josef Mair erläuterte der Präsident des Weißen Kreuzes Georg Rammlmaier die europäische Sensibilisierungskampagne zum Thema Herz-Kreislauf-Stillstand und entsprechende Wiederbelebungsmaßnahmen. Ziel ist es, die Rettungskette zu verbessern. Deshalb informierte das Weiße Kreuz am Sonntag an über 100

Informationsstellen im ganzen Land über lebensrettende Sofortmaßnahmen und demonstrierte Schritte zur Wiederbelebung. Während vor 20 Jahren die Freizeit-, Arbeits- und Verkehrsunfälle noch über die Hälfte der Einsätze ausmachten, so waren es in den letzten Jahren vermehrt medizinische Notfälle, in erster Linie Herzinfarkt und Schlaganfälle.

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Abenteuer Auto Mals – Am Samstag, den 19. Oktober war richtig was los beim Herbstfest. Mit dabei die Power Gölfe: GTI und GTD. Gefeiert und vorgestellt wurde der Golf unter den Kombis, der neue Golf Variant. Für das leibliche Wohl sorgte Restaurant & Bar Försterbräu Mals. Dankeschön! Zahlreiche Besucher fanden ihren Weg zu uns, um den GTI und GTD zu testen und um einen Blick auf den neuen Kombi zu werfen sowie um sich persönlich von den Highlights zu überzeugen. Der neue Golf Variant ist nicht nur ein zuver-

lässiger & extrem geräumiger Begleiter für den Urlaub, sondern auch für den Alltag in der Stadt oder als Partner für geschäftliche Touren quer durchs Land. Wer Interesse am neuen Golf Variant hat und am Samstag nicht dabei war, der kann sich bei unserem Verkäufer Julian Stecher unter 0473 519480 melden um eine Probefahrt zu vereinbaren.

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Eine einmalige Erfahrung Z ivildienst bedeutet für mich, ein Jahr lang spannende Erfahrungen zu sammeln! – Beim Zivildienst lerne ich Neues und kann über meine Zukunft nachdenken! – Zivildienst ist für mich ein Geben und Nehmen!“: So beschreiben Zivildiener ihre Zeit beim Weißen Kreuz. Im Weißen Kreuz lernt man neue Leute kennen, knüpft Freundschaften und entwickelt sich persönlich weiter. Und nicht zuletzt bedeutet der Zivildienst auch Spaß haben und mit Freunden im Team

zusammenarbeiten. Man kann also sagen: Zivildienst beim Weißen Kreuz ist eine einmalige Erfahrung! Neben einer hochwertigen und vom Land Südtirol anerkannten Ausbildung für Krankentransport und Rettungsdienst bekommen freiwillige Zivildiener für ihre zwölfmonatige Mitarbeit im Weißen Kreuz eine Vergütung von 433,80 Euro pro Mo-


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Schlanders

„Beziehung kommt vor Erziehung“

Die beiden Referentinnen Alexandra Schreiner-Hirsch und Elisabeth Hickmann (r.) leiteten den Pädagogischen Tag am Schulsprengel Schlanders mierten Sozialpädagoginnen Alexandra Schreiner-Hirsch und Elisabeth Hickmann waren keine neuen Gesichter: Im Frühjahr schulten sie die knapp hundert Lehrpersonen am SSP Schlanders zum Thema „Achtsamkeit in der Schule“. Auf das Tun lag auch dieses Mal der Schwerpunkt. Ein sogenannter Kompass – Tipps von den beiden Sozialpädagoginnen

für die Lehrkräfte – hielt Konkretes und Brauchbares bereit. Ein Beispiel zum Thema „Fehler“ im Elterngespräch: „Beim Ankommen der Eltern noch weitertelefonieren, etwas zu Ende lesen, hinter einem Schreibtisch mit Papierstapeln sitzen, die Sitzgelegenheiten erst herräumen, wenn die Eltern bereits da sind usw. All das schafft Distanz, verunsichert

die Eltern und signalisiert: Sie sind mir nicht wichtig, eigentlich habe ich keine Zeit für Sie. Eine vorbereitete Umgebung mit Sitzgelegenheiten auf Augenhöhe ohne trennende Barrieren zeigt: Ich schätze das gemeinsame Gespräch mit Ihnen.“ In Kleingruppen wurde am Nachmittag konkret geübt, denn „Kinder stärken heißt Eltern stärken“. (ap)

Gemeinsam für Südtirol!

Landeshauptmann-Kandidat

Arno Kompatscher mit dem SVP-TEAM

www.svp.eu

27.10. Landtagswahl 2013

Wahlwerbung, Auftraggeber: SVP

ltern sind die wichtigsten Bezugspersonen für Kinder. Eine Studie belegt: Bei der Lesekompetenz – um ein Beispiel zu machen – ist der Einfluss der Familie mehr als doppelt so hoch. 66,1 Prozent stehen 31 Prozentpunkten gegenüber. Elternarbeit ist wichtig; und, sagt Direktor Reinhard Zangerle vom Schulsprengel Schlanders, die Schule ist institutionell dazu verpflichtet, Elternarbeit zu leisten. Einmal wird dem mit dem halbjährlichen Elternsprechtag nachgekommen, zum anderen bieten wöchentliche Sprechstunden der Lehrpersonen und die Klassenratssitzungen Raum für Elterngespräche. Wie man Elternarbeit leistet und Elterngespräche konstruktiv führt, wurde beim diesjährigen Pädagogischen Tag des Schulsprengels Schlanders, jüngst, am 10. Oktober in Theorie und Praxis eingeteilt. Die beiden diplo-

Foto: Angelika Ploner

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Schlanders

PĂźnktlich fertiggestellt & Ăźbergeben

Foto: „Wind“-Archiv

HĂźttenlager auf StierhĂźtte

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nde Juli trafen sich 20 Kinder und deren Betreuer, um wieder „Drei Tage voller Abenteuer auf der StierhĂźtte“ in Schlanders zu erleben. Erst wurden die Kinder bis zur Schlanderser Alm gebracht, von da an mussten sie den restlichen, steilen Weg mit ihrem Gepäck bis zur StierhĂźtte selbst bewältigen. Nach dieser Anstrengung wurden die Kinder aber belohnt und die drei Tage vergingen wie im Flug: mit Spielen, Wanderungen, Geschichten, ReligiĂśsem, Informationen Ăźber die Gefahren am Berg u.v.m. Ein HĂśhepunkt fĂźr viele Kinder war die Nacht-

wanderung und das Erleben des Sonnenaufganges auf dem Zerminiger. Sie waren sichtlich stolz den Aufstieg geschafft zu haben. Im Laufe der drei Tage wurde aus der kunterbunten Gruppe eine nette Gemeinschaft. Ein groĂ&#x;es Vergelt´s Gott geht an die vielen Helfer: die FF Schlanders, die Trägern, die Schlanderser Bauernjugend, den Taxiservice SchĂśnthaler, den BRD Schlanders und alle Eltern, die uns die Kinder anvertraut haben. Der Fachausschuss fĂźr Kinder und Jugend im PGR: Ingrid, Kaus, Walter und Herbert

Schlanders

Lesen macht den Abend bunt

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Foto: „Wind“-Archiv

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m 11. Oktober durften wir am Abend in die Schule kommen. Wir waren alle sehr aufgeregt. Zuerst bastelten wir ein Lesezeichen. Wir spielten Brett- und Kartenspiele, nebenbei richteten wir einen Salat an und kochten Nudeln. Danach aĂ&#x;en wir gemeinsam in der SchulkĂźche. Als es dunkel wurde, machten wir eine Nachtwanderung. Später durften wir in die

Die 4 A der GS Schlanders in der Mittelpunktbibliothek Schlandersburg Ăśffentliche Bibliothek gehen. Dort lasen uns Eltern und unsere Englischlehrerin spannende und lustige BĂźcher vor. Wir danken Herrn Raimund Rechenmacher ganz herzlich, dass er mit uns bis 23 Uhr in der Bibliothek blieb. Der Leseabend ist wie im Fluge vergangen und hat uns allen einen RiesenspaĂ&#x; gemacht. Die SchĂźlerinnen und SchĂźler der 4 A der GS Schlanders

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Glurns

Mals

Bildungsausschüsse Vinschgau

Graun

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Schluderns

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Bezirksservice Vinschgau

Wir sind Teil der Kulturregion Vinschgau Die Bildungsausschüsse sind Garant für die Pflege der örtlichen Bildungslandschaft. Sie erfüllen die Dörfer mit Leben und tragen zur Förderung der Dorfgemeinschaft bei. Und das ehrenamtlich und vereinsübergreifend. Kürzlich fand ein Bezirkstreffen in Spondinig statt, bei dem die Positionen als nicht mehr wegzudenkende Bildungseinrichtung in den Dörfern diskutiert und vertieft wurden. von Ludwig Fabi

D

ie Bildungsausschüsse sind seit 1983 gesetzlich geregelt und obwohl mit Vereinsstatuten ausgestattet, in der Organisationsform eher einer Arbeitsgemeinschaft gleichzusetzen, als einem Verein im herkömmlichen Sinne. Immer mehr, und besonders im Vinschgau, leisten die Bildungsausschüsse über die Erfüllung ihres institutionellen Auftrages der Koordinierung hinaus wertvolle Projektarbeit. Sie setzen Impulse, vernetzen sich und stehen Bürgerinnen und Bürgern beratend zur Seite, entwickeln dorfspezifische Themen und setzen diese in Zusammenarbeit mit den Vereinen um. Daher tragen auch die vierzehn Bildungsausschüsse des Vinschgaus dazu bei, dass sich der Vinschgau mit Recht als Kulturregion Südtirols bezeichnen kann. Um diesem Anspruch auch weiterhin gerecht zu werden und die Qualität und die Kontinuität der einzelnen Initiativen weiter auszubauen, befassten sich die Bildungsausschüsse mit der neuen Projektförderung, welche vom Land/Amt für Weiterbildung heuer entwickelt wurde. Dadurch wird es zukünftig möglich,

noch gezielter und professioneller Projekte abzuwickeln. Besonders gute Chancen haben Projekte, welche dorfspezifische, innovative und kreative Themen aufgreifen. Bereits in den vergangenen Jahren erhielten Bildungsausschüsse im Bezirk Vinschgau immer wieder Qualitätsförderungen und dies soll auch mit dieser neuen Form der Projektförderung weitergeführt werden. Dazu muss allerdings die hauptamtliche Begleitung gewährleistet sein, welche die Anwesenden mit einer eigenen Resolution an die Politik einforderten. Ein weiterer Schwerpunkt des Bezirkstreffens war die Optimierung und Verstärkung mit der Gemeindeverwaltung/Kulturreferat. Dazu wurde bei einer landesweiten Tagung ein Zwölfpunkteplan erarbeitet, den auch die Vinschger Bildungsausschüsse unterstützen. Aufgrund des frühen Abgabetermins sind die Bildungsausschüsse bereits jetzt schon in der Planung 2014 und man kann gespannt sein, welche Projekte im Sinne von Bildungs- und Kulturarbeit im Dorf entwickelt werden.

Haben kreative und vielfältige Bildungsarbeit im Dorf im Blickfeld; v.l.: Sibille Tschenett (Mals), Irmgard Niederegger (Prad), Christl Valentin (Glurns), Kathi Donà (Kastelbell), Wilfried Stimpfl und Annemarie Kainz (Laas), Helga Rechenmacher (Prad), Hartwig Tschenett (Stilfs), Hannes Gamper (Latsch)


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Bildungsausschuss Mals

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Malettes BILDUNGS HERBST

Information, Unterhaltung und Kultur in der Gemeinde Mals Ausstellung

Luis Stefan Stecher

Theater

Bilderausstellung

Dauer: Montag, 28.10.2013 bis Freitag, 15.11.2013 Ort: Burgeis – Fürstenburg Organisation: Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Fürstenburg und Bildungsausschuss Mals

Ich komme ein bisschen später Kabarettprogramm

Eines muss klar gestellt werden: Mit Potenzstörungen hat dieses Programm nichts zu tun. Wenn es nur das wäre! Immer muss Robert Asam warten, weil vor ihm der Moosleitner Hans auf die Bühne kommt und als Mitarbeiter des Meinungsforschungsinstitutes „Wünsch dir was” den Publikumsgeschmack untersucht. Untersuchen muss! Wäre ja noch schöner, wenn Kabarettisten weiterhin auf die Bühne kommen und irgendetwas daherreden, das von amtlicher Stelle nicht als lustig eingestuft wird.

Darsteller: Asam Robert Termin: Mittwoch, 30. Oktober 2013 um 20.00 Uhr Ort: Laatsch – Gasthof Lamm Kartenvorverkauf: Tel. 0473 831 190 Organisation: Bildungsausschuss Mals

Bildungsausschuss Prad

Bildungsausschuss Kastelbell/Tschars

Vortrag

Prader Bildungstage

„Was hält uns gesund?“ Lebensordnung, der Schlüssel zur leib-seelischen Gesundheit und für ein sinnerfülltes Leben

· Oktober – November 2013 ·

mit Monika Engl (Kneipp Gesundheitstrainerin) Kochkurs für Männer

Denk mal kreativ

Verschiedene Köstlichkeiten

Aktivierung von Körper und Geist

Referent: Dario Pietroantonio Datum: Mi., 06. November ’13 und Folgetreffen Beginn: 19.00 Uhr Ort: Haus der Dorfgemeinschaft Lichtenberg Anmeldung und Info: Tel.0473 616 100 Tel. 0473 616 041 Veranstalter: KVW Lichtenberg

Referentin: Rosa Weissenegger Datum: Do., 07. November ’13 Beginn: 19.30 Uhr Ort: Bibliothek Prad Veranstalter: KVW Prad

Dienstag, 05. November 2013 um 19.30 Uhr im J.-Maschlerhaus Tschars Eintritt: Freiwillige Spende

Bildungsausschuss Schlanders

Der Kalte von Robert Schindel Robert Schindel erzählt in „Der Kalte“ mit grimmiger Gelassenheit von den Jahren der österreichischen Waldheim-Ära. Mit seinen Romanen »Gebürtig« und jetzt »Der Kalte« ist ihm ein Werk gelungen, das es dem Vergessen schwer macht, die Vergangenheit in die Geschichtsbücher abzuschieben. Wenn Fakten Gesichter bekommen, wenn Schicksale nicht länger in Jahreszahlen gefangen sind, dann liegt das an der Kunst eines Schriftstellers, von seiner Zeit zu erzählen, so dass wir seine Bilder im Kopf behalten und sie hinterfragen. Robert Schindel führt in den Wiener Kosmos: in eine Welt politischer, künstlerischer und menschlicher Gegensätze, Feindschaften, Amouren, Bindungen und Zerreißproben. In ein Geflecht von Tragödien und Liebesgeschichten, die so gut glücklich enden können wie tödlich. Lesung und Begegnung mit dem Autor des Romans „Der Kalte“ Robert Schindel Montag, 28.10.2013 – Beginn 20.00 Uhr in der Mittelpunktbibliothek Schlanders

Bezirksservice Vinschgau/Ludwig Fabi

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Schlanders

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Heckenlandschaft

Montessori-Teil 2 Seit 10 Jahren gibt es an der GS Schlanders Klassen mit Montessori Ausrichtung. Weil viele Eltern einschulender Kinder vor der Frage stehen, ob sie ihr Kind in eine Klasse mit Montessori Ausrichtung einschreiben sollen oder nicht, gibt die GS Schlanders dazu Informationen (s. 1. Teil im „Wind“ Nr.21) . Lernt mein Kind genug? Die Klassen mit Montessori-Ausrichtung orientieren sich wie die Regelklassen an den verbindlichen Rahmenrichtlinien für die GS in Südtirol. Um diese Lernziele zu erreichen, beschreitet das Kind neue Lernwege. Zahlreiche Entwicklungsmaterialien unterstützen es dabei. Die Fächer und die Anzahl der Unterrichtsstunden sind dieselben wie in den Regelklassen. Was ist, wenn mein Kind während der Freiarbeit nicht arbeitet? Neben dem Erwerb von Wissen, lernt das Kind während der Freiarbeit sich selbstständig zu organisieren, sein Handeln zu planen und Verantwortung zu übernehmen. Dabei wird es von der Lehrperson unterstützt und begleitet. Hat ein Kind Schwierigkeiten bei der Organisation seiner Arbeit, zeigt es sich lustlos oder verweigert die Arbeit, greift die Lehrperson ein und bietet konkrete Hilfestellungen an, denn Freiarbeit ist Arbeitszeit! Was ist, wenn mein Kind während der Freiarbeit nur einseitig an einem Fach arbeitet? Die Kinder wählen primär Lernthemen ihrem Interesse entsprechend aus. Um auszuschließen, dass einige Kinder bestimmte Fachbereiche komplett ausklammern, achtet die Lehrperson darauf, dass das Kind alle wichtigen Lernbereiche in seinen Lernplan aufnimmt und bearbeitet. Gibt es Noten? Am Ende jedes Semesters erhalten die Kinder ein Zeugnis mit den einzelnen Fachnoten und einem Globalurteil. Während des Schuljahres erhalten die Kinder keine Ziffernnoten. Die Lehrpersonen halten Rücksprache mit den Kindern über ihre Lernfortschritte und ihre Schwierigkeiten. Wie geht es nach der Grundschule weiter? Alle Schüler/innen, welche das 5. Grundschuljahr beendet haben, haben die Möglichkeit, die Klassen mit Montessori-Ausrichtung in der MS Schlanders zu besuchen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Schüler, die die Klassen mit Montessori-Ausrichtung in der GS besucht haben, ohne Probleme die Umstellung in den Regelklassen der Mittelschule bewältigen und auch in der Oberstufe keine Probleme diesbezüglich haben.

Forstinspektorat Schlanders

Hecken und Flurgehölze von Georg Pircher I Forstinspektorat Schlanders

I

n unserem Landschaftsbild, welches stark durch intensiv bewirtschaftete Kulturflächen geprägt ist, stellen Hecken und Flurgehölze eine wertvolle Bereicherung dar. Dort, wo die Bewirtschaftung unrentabel ist, wie z.B. an Geländekanten, Böschungen, Steinhaufen, Wasserläufen oder Wegrändern haben Bäume und Sträucher oft die einzige Möglichkeit zu wachsen. Diese wertvollen Naturoasen setzen sich aus verschiedenen Bestandesschichten zusammen: Die Krautschicht bildet sich im Unterwuchs und am Rande aus, bewachsen mit verschiedenen Blumen und Kräutern wie Schlüsselblume, Anemone, Labkraut, Wachtelweizen oder Akelei und ist somit ein Insektenbiotop von unschätzbarem Wert. Umso verständlicher ist somit, dass diese Krautschicht nicht gedüngt und nur einmal im Jahr ab Juli gemäht werden sollte, da sonst eine Vielzahl von Pflanzen und in der Folge Kleintieren verschwindet. Die Strauchschicht setzt sich meist aus bis zu 3 Meter hohen Dornsträuchern wie Heckenrose, Schlehdorn, Weißdorn, Liguster und aus zirka 5 Meter hohen Sträuchern wie beispielsweise Haselnuss, Holunder und Vogelbeere zusammen. Dort finden vor allem Vögel einen geeigneten Ort zur Brut und Aufzucht der Jungen, Nahrungsangebot - von Insekten bis hin zu den gereiften Beeren - sowie Deckung und Unterschlupf. In der Baumschicht kommen unter anderem Esche, Vogelkirsche, Traubenkirsche oder Ahorn vor, welche über die Strauchschicht ragen. Auch hier finden eine Vielzahl von Insekten und Vögel einen geeigneten Lebensraum. Abgesehen von den verschiedenen Bodenpflanzen, Sträuchern und Bäumen beherbergt eine Heckenlandschaft auch noch fünfmal so viele Tierarten, wie im ausgeräumten Feld leben. Weiters bietet eine Hecke Windschutz (auch für den Boden), Erosionsschutz (an Böschungen oder Weg-

kanten), Lärm- und Sichtschutz, Schutz vor Pestizidabdrift in der Intensivlandwirtschaft, Brennholz, Wildfrüchte usw. und ist nicht zuletzt eine wertvolle Bereicherung für unser Landschaftsbild. Damit Hecken und Flurgehölze weiterhin bestehen bleiben, benötigt es vor allem das Bewusstsein der Eigentümer über die Bereicherung, welche sie darstellen. Zum anderen ist die vorherige Auszeige durch die Forstbehörde sowie die Einhaltung eines bestimmten Zeitraumes der Schlägerung vorgeschrieben, geregelt durch das Landesgesetz Nr. 21/1996 – Forstgesetz. Daher sind für etwaige Missachtung der vorgeschriebenen Auszeige bzw. der Einhaltung des Zeitraumes auch Verwaltungsstrafen vorgesehen. Der Forstdienst ist nicht nur für die Auszeige von Bäumen im Wald zuständig, sondern grundsätzlich für alle Gehölze – also auch Flurgehölze und Hecken - außerhalb des verbauten Ortskerns, unabhängig vom Wuchsort, Vinkulierung, Eigentum, Holzart, Alter. Ausgenommen sind natürlich Obstbäume in intensiven Kulturanlagen. Als Auszeigekriterium wird zum Beispiel die Auswirkung auf das Landschaftsbild, die Erhaltung des einmaligen Lebensraumes für eine Vielzahl von Lebewesen, die Erhaltung einzelner schützenswerter Elemente herangezogen. Durch den gemeinsamen Lokalaugenschein mit dem Besitzer vor Ort ist es weiters der Forstbehörde möglich fachlich zu beraten. Innerhalb des verbauten Ortskerns erteilt der Bürgermeister die Landschaftsschutzermächtigung laut Landesgesetz Nr. 16/1970 Landschaftsschutz, für die Schlägerung von Gehölzen. Ist den Eigentümern von Hecken und Flurgehölzen deren Bedeutung bewusst, werden diese sicher für den notwendigen nachhaltigen Schutz dieses einmaligen Lebensraumes und Landschaftselementes Sorge tragen. Dabei steht der Forstdienst gerne für eine zielorientierte Beratung zur Verfügung.


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Burgeis

300 Jahre St. Martins-Kirchlein in Zerz I

m Jahre 1713 ließ der zugewanderte Dorfkrämer Matthias Rediff aus Burgeis am Eingang des Zerzertales auf 1.800 Meter Meereshöhe zur Abwendung von unerklärlichen Viehkrankheiten eine Kirche erbauen. Sie wurde nach zweijähriger Bauzeit 1715 dem hl. Martinus geweiht. Das Zerzertal war schon damals für die landwirtschaftliche Bevölkerung von großer Wichtigkeit und durch die Errichtung der Kirche stellte man das ganze Tal unter göttlichen Schutz. So die Entstehungsgeschichte dieses religiösen Kleinods im Obervinschgau, entnommen aus den Aufzeichnungen des Gemeindearchivs von Burgeis. Feierlich wurde das 300-jährige Bestehen des „Zerzer-Kirchleins“ am „Bartlmätag“ (24. August) mit einem Festgottesdienst durch den Ortspfarrer von Burgeis P. Dr. Martin Angerer begangen. Zu gegebenem Anlass wurde auf Initiative des Pfarrmesners Toni Punt die auch aus dieser Zeit stammende Prozessionsfahne restauriert und gesegnet. Die altehrwürdige Fahne wurde dann bei der anschließenden wieder belebten Prozession zur „Planatsch-

Brücke“ unter den Klängen der Musikkapelle Burgeis vorangetragen. In dieser Gegend befindet sich die Fassungsstelle des im vergangenen Jahr neu errichteten Wasserkraftwerkes, das im Besitze der Zerzer Konsortial GmbH ist und an der die Fraktion Burgeis beteiligt ist (siehe Vinschgerwind 16-13 vom 08.08.2013). Der festliche Rahmen wurde dann genutzt, für die Anlagen den Segen Gottes herabzurufen. Der Präsident des E-Werkes Egon Alber schilderte hinterher die Baugeschichte und ging auf die technische Ausstattung der Anlage ein. Bürgermeister Ulrich Veith und Fraktionsvorsteher Florian Punt sowie der Parlamentsabgeordnete Albrecht Plangger lobten die gelungene, umweltschonende Ausführung des Projektes. Zum Abschluss lud die Gesellschaft zur Besichtigung des Kraftwerkes ein und die zahlreich aus nah und fern erschienenen Teilnehmer und Interessierten wurden mit einem Mittagessen in einem idyllischen Waldstück in der Nähe des Kraftwerkes belohnt. Möge der Erlös aus dem gesegneten EWerk dazu beitragen, dass das Zerzertal

Die restaurierte Prozessionsfahne wird unter den Klängen der Musikkapelle Burgeis zur „Planatsch-Brücke“ getragen auch in Zukunft gepflegt wird und als ruhiges, naturbelassenes, landschaftlich einzigartiges Almtal der Nachwelt weiter vererbt werden kann. Eugen Jörg/Roland Peer

pr-info Krautwochen in Laas

Bunt wie der Herbst Wer 100 Gramm Kraut isst, nimmt mindestens genauso viel Vitamin C zu sich, wie mit einem Glas Orangensaft. Dazu kommen Vitamine B, A, E und K, Mineralstoffe wie Kalzium, Eisen und Magnesium und Stoffe, die den Schutz vor Krebs erhöhen. Und wenn dann noch der einzige Sauerkrauthersteller Südtirols, die Firma Lechner in Laas residiert, wen wundert’s da, dass die Laaser das Kraut hoch leben lassen. Im Herbst, wenn Erntezeit ist, stehen in Laas die Krautwochen an. Der traditionelle Oktobermarkt am 24. des Monats wird auch heuer Auftaktveranstaltung sein. Und weil das Kraut eine gute Quelle für kulinarischen Genuss ist, geht’s auf Entdeckungsreise quer durch die Restaurantküchen. Am Donnerstag, den 31. Oktober steht ein „Kulinarisches-KrautKuartett“ in vier Laaser Gasthäusern an: Um 19.30 Uhr steht bei der Krone der Aperitiv bereit, die Suppe vom Hebs vom Sonneck nehmen die angemeldeten Gäste am Dorfplatz ein, die 2. Vorspeise kredenzt man in der Sonne und mit dem Hauptgericht und dem Dessert im Schwarzen Adler klingt der Abend aus. Die musikalischer Begleitung gibt es im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Musik wandert mit den Gäste mit (Anmeldung unter Tel. 0473 626140 innerhalb 30.10.13). Doch die Laaser Gastbetriebe laden nicht nur zu diesem besonderen Abend, sondern warten ganze 18 Tage lang mit Sauerkrautspezialitäten auf. Und weil man in Laas Hand in Hand arbeitet, ist das Programm ein Rundes: Kochen mit Kraut, Marmor und Krautführungen, Laaser Kraut-Mander und Weibelen, Herbstangebote in den Geschäften oder Knochendichte messen und gesund wandern. Mehr unter: www.laas.info. (ap)

Spezialitätenwochen in den Gastbetrieben und attraktive Angebote in den Geschäften


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Ignoranz und Wankelmut in der Raumplanung? In dem schick renovierten ehemaligen Postgebäude direkt am Bahnhof bin ich zu einem Gespräch mit dem stellvertretenden Direktor für Ortsplanung Süd-West im Raum Vinschgau, Barbolini Norbert, geladen. Mich interessiert vor allem der Umgang der Raumplanung mit der Landschrumpfung und der schwindenden Lebensqualität - wie Schutz der Umwelt und Verkümmerung des Gemeinschaftslebens. Geht es ausschließlich um Geldfluss, um Profit- und Wachstumsdenken oder sollten Politik und Raumplanung den Lebensstandard nicht breit gestreuter, in humanistischer und psychologischer Weise definieren?

- Raumordnung ist ein mächtiges Instrument, sonst wäre es nicht in der Obhut des Landeshauptmannes, im Zentrum der Macht sozusagen und aller Bürgermeister. Wenn man vom „Machbaren“ ausgeht, falls man Macht so definieren will, dann wird es zu einem der mächtigsten Instrumente im Land, welches Bedarfszuwächse und Förderungen steuert für uns wachstumsgewohnte Menschen. Doch irgendwann kippt dieses System der ständigen Bedarfsexpansion und wir müssen für den Erhalt von Ökologie, Gesellschaft und Wirtschaft anders denken lernen ... Sie arbeiten nun seit über 40 Jahren in der Abteilung für Natur, Land und Raumentwicklung. Jetzt, knapp vor Ihrer Pensionierung gibt es einen bedeutenden Umbruch in der Raumordnung. Was wird sich ändern? Eigentlich sind wir in einer Krise, denn die bisherigen Maßnahmen, den Energieverbrauch um 20% auf dem Gebäudesektor bis 2020 zu reduzieren, sind nicht zufriedenstellend. Italien wurde wegen unvollständiger Umsetzung dieser Richtlinie von der EU-Kommission vor dem Gerichtshof 2006 verklagt. Südtirol versucht nun dieser Verpflichtung der EU Mitgliedsstaaten zu entsprechen. Eine der Lösungen dafür ist das Klimaschutzhaus. Die Klimaschutzhäuser leiden jedoch an mehreren Kinderkrankheiten. Denken wir nur an den Schimmeleffekt, der vermehrt bei den mit Kunststoffmaterialien gedämmten Altbauten auftritt, wenn dabei physikalische Gegebenheiten nicht berücksichtigt werden. Das Ergebnis

entspricht noch lange nicht den Erwartungen des Bauherrn. Vor allem die Verwendung einer Unmenge von neuen künstlichen Baumaterialien, welche später dann alle wieder entsorgt werden müssen, kann bei Sanierungen zu Nebenwirkungen führen. Langzeitwirkungen, wie z. B. künstliche Umluft im Wohnbereich sind noch abzuklären. Eigentlich müssten wir uns wieder mehr auf die Natürlichkeit der Baumaterialien besinnen, welche 100%ig abbaubar und wiederverwertbar sein müssten. In einem so sensiblen Gebiet wie Südtirol, wo jetzt Bauernhöfe und Almhütten zu einem Klimahausstandard gezwungen werden, sollte man sich besinnen, wie man der Gleichmacherei der EU Richtlinie regional etwas Besseres entgegensetzen kann. Die EU ist in diesem Sinne zu weit entfernt, um für alle europäischen Staaten die lokal besten Lösungen vorschreiben zu können.

... Überall wird Bürokratie abgebaut, auch bei uns ist geplant, die Bearbeitungszeit der eingereichten Bauleitpläne zu verkürzen, außerdem wird es innerhalb von 2 Jahren nicht mehr als 3 Abänderungen von Bauleitplänen pro Gemeinde geben, davon sind öffentliche Einrichtungen ausgenommen ... Ferner werden alle Durchführungs- und Wiedergewinnungspläne von den Gemeinden überprüft. Für die Ausweisung von neuen Gewerbegebieten wird es schnellere Verfahren geben. Die Verteilung der Handwerks- bzw. Industriezonen bedeutet, dass die Gewerbetreibenden direkt mit dem Käufer/Besitzer, ohne bürokratische Umwege, verhandeln können. Logischerweise kommt es auch schneller zu neuen Handwerkszonen, auch wenn schon eine alte, teilweise ungenutzte Handwerkerzone besteht. Der Bauernbund versucht dagegen zu steuern, denn insgesamt stehen nur 6% Kulturfläche (Talfläche) für Bauten zur

Norbert Barbolini, stellvertretender Direktor für Ortsplanung Süd-West im Raum Vinschgau

Foto: Frieda B. Seissl

Eine Gesprächsbetrachtung von Frieda B. Seissl


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Verfügung, alles andere ist alpin, das heißt landwirtschaftlich nicht nutzbar. Sinnvoller wäre es also auf nicht nutzbaren Böden zu bauen. ... Wie kann man dem entgegenwirken? Man versucht keine Neuausweisungen zu machen, sondern die Bausubstanz in den alten Ortskernen wiederzugewinnen, drüber hinaus schützt man damit Kulturland, denn wenn man energetisch saniert, bekommt man dafür als Anreiz zusätzliches Wohnvolumen (Kubaturbonus). Die Raumordnungspläne sind transparent, weil für alle einsichtig und über Internet abrufbar. Barbolini zeigt mir die Pläne von einigen Dörfern wie Schlanders, Latsch und Vetzan und erklärt mir die Vorgangsweise. So technisch überschaubar diese Pläne sind, so widersprüchlich und willkürlich, wirken sie auf mich, weil es keine allgemeingültigen Verbindlichkeiten gibt, die nicht durch irgendwelche Ausnahmen widerlegt werden. Für mich ist diese taktisch strategische Welt sehr abstrakt und technisch überspitzt. Der Parameter Dorfgrenzen scheint auf den ersten Blick plausibel, auf den zweiten jedoch wirkt alles etwas schwammig. Denn wo fängt ein Dorf an und wo hört es auf? Theorie und Praxis, subjektives Raumempfinden und objektive Raumplanung klaffen weit auseinander. Reicht eine Schraffierung als Bannzone auf dem Plan, um zu beweisen, dass dort die Grenzen anfangen und aufhören, ist das in der Praxis ganz anders spürbar, wenn ich das Gebiet kenne und weiß, dass für mich das Dorf schon längst zusammengewachsen erscheint, weil das Auge Raum anders wahrnimmt als der Beamte auf dem Bildschirm. Barbolini spricht von Grünzonen, die auf dem Schirm grau erscheinen und von Bannzonen, wo keine Bauvorhaben erlaubt sind. Im selben Moment jedoch gibt es ein Labyrinth an Begriffen und Gegenbegriffen, welche die festgelegten Reglementierungen umgehen, um die Eingriffe des ständigen Landraubs rechtfertigen zu können. … Grünzonen und Gewerbezonen, zwei Widersprüche in sich. Wie schaut es mit dem Gestaltungswillen der Gemeinden bei Gewerbezonen aus? Müssen wir uns auf noch mehr Wucherung von „Zonen“ gefasst machen, die kostbares Land „fressen“? Alle Gewerbetreibenden üben genügend weit von den Wohngebieten entfernt, ihre Tätigkeit ohne Lärm- und Staubbelästigung aus und sind trotzdem gut erreichbar. Die Gemeinde hat sehr wohl Einfluss auf die Gestaltung dieser Gebäude, bei der Ma-

terialeingrenzung, zum Beispiel. Sie kann auch vorschreiben, das Areal mit Bäumen zu bepflanzen, damit diese weniger stören. Es gibt mehrere Gewerbezonen, wo entlang der Zonengrenze Grüngürtel errichtet werden müssten - so der Durchführungsplan im Sinne des Landschaftsschutzes - deren Anpflanzungen aber noch immer nicht erfolgt sind. Hier braucht es mehr Sensibilität und Verantwortungsbewusstsein der zuständigen Gemeindeverwaltung. In Schlanders hat sich die Gemeinde bei der Errichtung des Areals verpflichtet, eine Allee zu pflanzen, hat es jedoch nie getan. Fairerweise muss man hinzufügen, dass diese Zone ursprünglich eine Industriezone von Landesinteresse war. Trotzdem wurde diese Vorschreibung nicht umgesetzt. Welche Konsequenzen hat das für die Gemeinde? Keine. Absolut keine? Nein, keine. Es herrschen wilde Gerüchte über die Kubatur. Kann man Kubatur aus anderen Dörfern übertragen und ist das sinnvoll? Ja, Kubatur wird innerhalb der Gemeinde verlegt, bei einer bestehenden geologischen Gefahr zum Beispiel, heute jedoch nur mehr innerhalb desselben Gebietsbereiches und ohne Aussichten auf Erweiterung. Die Gemeinden haben in den vergangenen Jahren sehr viel gebaut, diese Gebäude müssen erhalten werden und sind sehr kostenaufwendig. Diese Situation wird durch die Raumordnungsverträge etwas entschärft, indem ein Privater oder eine Firma der Gemeinde Dienstleistungen oder Geld anbietet, wodurch wichtige öffentliche Bauvorhaben verwirklicht werden können. Als Gegenleistung bietet die Gemeinde im selben Schätzwert Bauland an. - Umgekehrt gilt das jedoch auch. Wenn eine Baufirma keine Aufträge mehr bekommt (Maschinen kann man leider nicht entlassen, sind teuer, bezahlen sich nicht so schnell ab und verlieren schnell an Wert), kann sie immer noch der Gemeinde irgendeine Grabung oder Straßensanierung anbieten, als Gegenleistung bekommt die Firma Bauland (wertsteigernd im Gegensatz zu den Maschinen), das Land schrumpft weiter, die Firma ist für die nächsten zehn/zwanzig Jahre gerettet, aber was passiert dann? ... Im Vinschgau herrscht Monokultur. Es gibt kein Gesetz gegen die Aufzehrung des natürlichen Kapitalstocks (wie Boden und Bodenschätze), kein Gesetz gegen Artenvielfalteinschränkung, kein Gesetz gegen die enormen Widmungsüberhänge bei Bauland, denn eine Steuerung der räumlichen Schrumpfung ist wesentlich komplizierter und schwieriger zu bewerkstelli-

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gen als eine Steuerung des Wachstums**. Ich sehe nirgends Baumbepflanzungen in den Gemeinden (ich spreche nicht von Aufforstungen). Es gibt Städte, wo mehr Artenvielfalt herrscht als im Vinschgau. Die Behörde kennt nur ein statistischtechnisch orientiertes Menschenbild, wo ein Umstand, ein Problem – wie Zersiedelung oder Landfraß– nicht als unser Grund und Boden, nicht als unsere Heimat, sondern als wirtschaftlich nutzbarer Baugrund behandelt wird oder zu Monokultur verkommt. Dabei wird der ständige Landverbrauch als unvermeidbar oder unveränderbar dargestellt, indem die Politiker und Sachbearbeiter gegen ihre vermeintliche oder tatsächliche Überzeugung argumentieren: „Ich würde ja gerne, aber ein Sachzwang (ein Sachverhalt) steht dem entgegen.“ Es entsteht also eine eigene Sachgesetzlichkeit, das heißt, jeder technische Erfolg schafft neue Probleme, die wieder mit Technik gelöst werden müssen, was zu einem fast blinden Vertrauen in die Lösung aller Probleme durch einen eindeutigen und massiv verfolgten technischen Fortschritt führt. Beispiel neuer Kreisverkehr in Latsch: Der Bau des Kreisverkehrs erforderte eine neue (störend riesige) landfressende Umfahrungsschleife nach Vetzan. ... Meine Sorge für eine enkeltaugliche Welt zählt nicht (!?) in einer Generalstabswelt der Karten und Akten, in einer militärisch anmutenden Abteilung, wo der Landeshauptmann das letzte Wort hat. ... Schrumpfung wird von der Raumplanung vielleicht wahrgenommen, jedoch nicht angenommen, denn das Gestalten von Schrumpfungsprozessen ist für die Politik ein Tabu, weil es als „Versagen“ interpretiert wird*. ... Macht man seine Arbeit ohne Widerspruch, ist alles gut. Gesetze einhalten müssen alle, doch Bauland erhält man leichter, wenn man der richtigen Partei angehört.

* entnommen aus der Studie von O. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Gerlind Weber, Institut für Raumplanung und ländliche Neuordnung (IRUB): „Schrumpfung, - die Achillesferse der (Raum)Planung“, im Auftrag des Club of Vienna, 2008, präsentiert zu den 13. Münchner Tagen der Bodenordnung und Landentwicklung, München 2011 http://www.landentwicklung-muenchen.de/tagungen/muencher_tage_bot/bot_13/praesentationen/weber_bot.pdf .... Neubewertung von Schrumpfung: Die Überbetonung der Wohlstandsmehrung als gesellschaftspolitische Leitvorstellung führte dazu, dass in der öffentlichen Wahrnehmung die bislang regelmäßig damit einhergehenden negativen Begleiterscheinungen ausgeblendet werden, wie: - die zunehmende Aufzehrung des Kapitalstocks (wie Boden, nicht wachsende Rohstoffe etc.), - ein wachsender Stoffdurchsatz, der Mensch und Umwelt immer mehr belastet (wie Abfall, Lärm , Staub, Schwermetalle etc.), - ein steigendes Risiko durch Naturgewalten (wie Klimawandel, Extremwetterereignisse etc.), - eine Beschleunigung der anthropogenen Zeitmuster (Stress, Zeitnotstand etc.), - eine zunehmende Polarisierung zwischen Arm und Reich in Wirtschaft, Gesellschaft und Raum und sinkende Freiheitsgrade nachfolgender Generationen. Bei der Suche nach einem Ausweg aus dem Dilemma, dass Wohlstandsmehrung in einer „satten“ Gesellschaft nicht mehr mit Wohlfahrtsmehrung Hand in Hand geht, stößt man auf das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung. S. 5 ...


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Juze Freiraum Schlanders Ö Sa. 26.10.13 ab 18.30 Uhr Törggelen Ö Mi. 30.10.13 von 15.00 bis 17 Uhr Juze Nachmittag für Mittelschüler Activity-Spielenachmittag Ö Fr. 01.11. + Sa. 02.11.13 geschlossen Ö Mi. 06.11.13 Juze Nachmittag für Mittelschüler Jugendtreff Explosiv Prad Ö Sa. 26.10.13 Go-Kart-Ausflug Anmeldung bis am 16.10.13 Ö Sa. 02.11.13 – Keschtn bratn. Phönix Schluderns Ö Mi 30.10.13 ab 13.00 Uhr Kinobesuch im Cineplexx Bozen, Anmeldung erforderlich Ö Do 31.10.13 ab 19.00 Uhr Halloween Fete Ö Fr. 01.11. + Sa. 02.11.13 geschlossen Citytreff Glurns Ö Mi. 30.10.13 ab 13.00 Uhr Kinobesuch im Cineplexx Bozen, Anmeldung erforderlich Ö Fr. 01.11. + Sa. 02.11.13 geschlossen „All In“ Kastelbell/Tschars: Ö Mi. 30.10.13 ab 16.00 Uhr Pimp my Strondbar Ö Mo. 04.11.13 ab 17.00 Uhr Calcetto Turnier Jugendtreff „Time Out“ Schnals Ö Sa. 26.10.13 ab 15.00 Uhr Krampusmasken basteln Chill House Stilfs Ö Sa. 26.10.13 ab 17.00 Uhr Keschtnbrotnen Treffpunkt: Chill House Jugendtreff Burgeis Ö Do. 31.10. + Sa. 02.11.13 geschlossen Jugendraum Revoluzer Taufers Ö Sa. 26.10.13 – Go-Kart-Ausflug Ö Do. 31.10.13 ab 17.30 Uhr Halloweenfete Ö Di. 05.11.13 – Kuchentag Juze Naturns Ö Sa. 26.10.13 ab 20.00 Uhr Punk Rock Live Konzert Präventionstage 2013: Ö Mi. 06.11.13 Weiterbildung für päd. Personal – Jugendarbeiter/Innen, Multiplikatoren und Interessierte zum Thema „Handy, Internet, soziale Netzwerke“ Chancen und Gefahren (Anmeldung erwünscht) Ö Fr. 08.11.13 von 18.00 – 20.00 Uhr Infoabend „Alles blauer Dunst?“ Für Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren (Anmeldung erwünscht) Jugendcafé „Chillout“ Ö Mo. 28.10.13 – Mi. 30.10.13 Survivaltraining im Nativ Spirit Interreg IV Projekt; Info & Anmeldung bei Myri im Chillout Jugendtreff Tarsch Ö Do. 31.10.13 18.00 – 22.00 Uhr Halloweenparty Jugendzentrum JUMA Mals Ö Do. 31.10.13 10.00 bis 17.00 Uhr Halloweenaktionstag Ö Fr. 01.11. + Sa. 02.11.13 geschlossen

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Probe für den Ernstfall

im Juma Mals und im Phönix Schluderns

Am 28. September wurden südtirolweit von der Weißen Kreuz Jugend Einsätze geprobt. Jugendliche waren 24 h lang im Einsatz, um den Ernstfall zu simulieren und mit viel Mühe und Geduld nachzustellen. Im Zuge dieser Aktion wurden auch zwei Einsätze im Jugendzentrum Juma Mals und im Jugendhaus Phönix Schluderns geprobt. Im Vorfeld wurden zwei Jugendliche, jeweils ein Jugendlicher pro Jugendtreff, täuschend echt vorbereitet. Dabei wurde genauestens darauf geachtet, dass jedes Detail wie im Ernstfall aussieht. Ein bis zwei Stunden dauerte es, bis die Jugendlichen unter vielen neugierigen Blicken der anderen Treffbesucher fertig geschminkt, bemalt, beklebt... waren. Und dann war es endlich soweit. Der Unfall war nachgestellt und der Notruf konnte getätigt werden. So wurde auch hier, genau als wäre wirklich etwas passiert, die Notrufnummer gewählt und der Anruf wurde von freiwilli-

gen Jugendlichen in der Landesnotrufzentrale entgegengenommen. Dann hieß es gespannt darauf zu warten, bis das Weiße Kreuz kam. Nach gefühlten 10 Minuten hörten wir den Rettungswagen mit Sirene und Blaulicht vorfahren. Die Helfer des Weißen Kreuzes kamen und nach kurzer Erläuterung der Situation wurde gehandelt und Sofortmaßnahmen durchgeführt. Nach dem Verbinden und Betreuen der „Verletzten“ wurden sie ins Rettungsauto gebracht, wo vom Weißen Kreuz noch der Krankenbericht geschrieben wurde. Dann durften die Jugendlichen wieder ins Jugendzentrum zurückkommen. Wir möchten dem Weißen Kreuz danken, dass wir die Möglichkeit bekommen haben, bei diesem Training mitzumachen, denn es war ein sehr spannender und lehrreicher Tag im Juma und im Phönix. Die Jugendlichen haben mitbekommen, wie sie sich im Ernstfall verhalten sollen und Schritt für Schritt erfahren dürfen, auf was sie achten müssen.

Tag der offenen Tür im Jugendraum Taufers

Am 06. Oktober war es soweit, wir hatten „Tag der offenen Tür“ in unserem Jugendraum. Erst letzten Sonntag hatten wir ein tolles Projekt hier in Taufers: Graffitisprühen. So konnten unsere Besucher gleichzeitig unseren Treff und unsere neuen ´Werke´ inspizieren. Unter die vielen einheimischen Besucher gesellten sich auch der noch amtierende Landeshauptmann Luis Durnwalder, Landesrat Richard Theiner sowie Jugendreferentin der Gemeinde Taufers Rosalinde Gunsch.

Survivaltraining und Übernachtung im Tipizelt – Nativ Spirit

Alkoholprävention in Südtirol

Im Rahmen des Interreg IV Projektes planen wir auch in diesem Herbst, genauer von 28. Oktober bis 30. Oktober 2013, ein tolles Programm für die Ferienwoche. Wenn ihr Lust habt auf zwei tolle, spannende und abwechslungsreiche Tage, dann kommt mit uns mit, nach Nauders ins „Nativ Spirit“ (www.native-spirit.at). Uns erwartet ein Wildnistraining, Bogenschießen, Grillen am Lagerfeuer eine Nacht im beheizten Tipi Zelt und vieles, vieles mehr. Für Infos und Anmeldung könnt ihr uns gerne unter 346/3718597 (Myri) oder 327/8352518 (Veronika) erreichen.


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Hoch gestapelt

Optische Täuschung

Foto: Samuel Holzner

Das Haus Spechtenhauser ist ein prominentes und steht mitten in der Fußgängerzone in Schlanders. Jüngst stockte man das Haus um ein Stockwerk in Holzbauweise auf. Neuer Wohnraum ist entstanden. Und: ein architektonischer Akzent mitten im Schlanderser Dorfzentrum.


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von Angelika Ploner I Fotos von Renè Riller

Vinschgerwind: Herr Architekt Marx, was war die größte Herausforderung bei der Sanierung und Erweiterung des Hauses Spechtenhauser? Stephan Marx: Die größte Herausforderung war die urbanistische Situation. Das Haus befindet sich in der Wohnbauzone A1 in Schlanders, das heißt mitten in der Fußgängerzone. Einmal waren Auflagen einzuhalten, zum anderen erforderte der schwierige Bauplatz eine schnelle Abwicklung des Baus. Logistische Möglichkeiten fehlten völlig. Deshalb fiel die Wahl auf Holz als Baustoff. Ja, die Aufstockung wurde in Massiv-Holzbauweise ausgeführt, das sind Brettschichtholzplatten, die sich gegenseitig perfekt aussteifen. Die Wandelemente wurden vorgefertigt, diese Vorfertigung verkürzte die Bauzeit erheblich. Dazu kommt das geringe Eigengewicht des Holzbaus, das uns bei der Statik sehr zugute kam. Die Aufstockung ist zweifelohne ein Referenzobjekt in Schlanders und im Vinschgau. Ich glaube, die Aufstockung ist ein gelungenes Beispiel dafür, dass interessante Architektur und hohe Wohnqualität auch in einem Zentrum, wo beengte Verhältnisse herrschen, möglich sind. Zudem wurde in die Ästhetik ein kleines Detail eingewoben, das zum Hauptmerkmal wurde. Das Rautenmuster des kleinen Erkerdaches wurde auf das überproportionale Mansardendach übertragen, das nun das Erscheinungsbild prägt. Im Inneren entstand durch die Ausschnitte im Dach eine lichtdurchflutete Raumatmosphäre, die zwei Ebenen bilden ein interessantes Raumgefüge.

Schlüsselfertige Übergabe

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tephan Marx ist mit dem Ergebnis zufrieden. „Das Ganze ist ein Beispiel dafür, dass interessante Architektur und hohe Wohnqualität auch in einem Zentrum möglich sind“, sagt der Schlanderser Architekt. Die Rede ist vom Haus Spechtenhauser, das mitten in der Fußgängerzone von Schlanders residiert. Es war ein schwieriger Umbau, zweifelsohne. Und doch: Das Ergebnis belohnt allemal für die Mühen. In gut einem Jahr Bauzeit ist ein Vorzeigeobjekt entstanden, ein Referenzobjekt für eine gelungene Dachsanierung samt Erweiterung. Dass sich hinter der Aufstockung des Hauses Spechtenhauser ein Holzbau verbirgt, würde wohl niemand auf Anhieb vermuten. Es ist die Dachraute aus Blech, das Mansardendach, welches das Aussehen bestimmt und die Blicke auf sich zieht. Dahinter verbirgt sich Holz. In Massiv-Holzbauweise wurde der Aufbau ausgeführt, mit Brettschichtholzplatten, die „sich gegenseitig aussteifen.“ Weil das Gebäude kaum statische Re-


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serven hatte und Holz mit einem geringen Eigengewicht punktet, fiel die Wahl auf die genannte Massiv-Holzbauweise. Zum Zweiten musste die Aufstockung – aufgrund der Lage in der Fußgängerzone und der logistisch begrenzten Möglichkeiten – einen schnellen Bauprozess durchlaufen. Die Zimmerei Fleischmann aus Martell fertigte die Gebäudeteile vor und montierte sie in nur zwei Tagen auf der Baustelle, fügte sie zusammen wie Legoteile. Ein Kinderspiel für den kompetenten und erfahrenen Partner in Sachen Holzbautechnik. Architekt Stephan Marx hat eine Maisonettewohnung geplant, die den Charakter des alten Gebäudes erhält. Das waren auch die Vorgaben: Die Fassade des Hauses ist eine schützenswerte und so auch beim Denkmalamt eingetragen. Letzteres musste das Projekt genehmigen. Verantwortlich für die Ästhetik des Mansardendaches, für das Rautenmuster ist ein kleines Detail, das zum Hauptmerkmal wurde. Das kleine Erkerdach oberhalb des Eingangs zur Tabaktrafik trug ebenjenes Rautenmuster, das

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nun tonangebend ist. Erreicht wurde damit ein Hauch von Exklusivität. Eine optische Täuschung sei die Erweiterung mit dem überproportionalen Mansardendach geworden, sagt Stephan Marx. Die Idee eines zweigeschossigen Aufbaus gelang dem Architekten, indem er das Man-

„

Die größte Herausforderung war die urbanistische Situation. von Stephan Marx

sardendach aufklappte. Dahinter verbergen sich zwei neue Geschosse, die an die Stelle des alten Dachgerüstes traten. Hell und luftig präsentiert sich diese über zwei Etagen reichende Wohnung. „Die zwei Ebenen bilden ein interessantes

Naturns - 0473 667798 - info@spenglerei-kind.com

Ausführung der Metallwandverkleidung in Prefa-Dachrauten

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Raumgefüge“, ist Stephan Marx überzeugt. Die Fensteröffnungen schnitt man einfach aus der Dachfläche des Mansardendaches aus. Diese Öffnungen sind nun Ausschnitte, die die Landschaft rahmen und gleichzeitig rücksichtsvoll mit der einmaligen Dachlandschaft umgehen. Innen sind sie verantwortlich für lichtdurchflutete Räume. Das 2. Obergeschoss hier teilen sich Küche, Essbereich und Wirtschaftsraum, Bad, zwei Zimmer und ein Schlafzimmer. Im Dachgeschoss befinden sich ein WC und ein Wohnraum. Eine Dachterrasse hier oben erlaubt zudem den Blick über die Dächer von Schlanders. Selbstbewusst erstrahlt das Haus in neuem Glanz. Den Auftrag setzten Architekt Stephan Marx und die Baufirmen verantwortungsvoll um. Und auch die anfänglichen Bedenken der Baukommission lösten sich zwischenzeitlich auf und haben sich in Begeisterung gewandelt.


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Nationalpark Stifserjoch

Sondrio-Festival 2013 Moore gehören zu den sensiblen Lebensräumen. Der Film über die Moore von Jan Haft wurde mit dem 1. Preis des Sondrio-Filmfestivals 2013 ausgezeichnet.

Wolfgang Platter, am Tag des Hlg. Lukas Ev., 18. Oktober 2013

Vom 30. September bis 6. Oktober d.J. hat in Sondrio die 27. Auflage des Filmwettbewerbes Sondrio-Festival stattgefunden. Dieser internationale Wettbewerb ist den naturkundlichen Dokumentarfilmen gewidmet und wird vom Kulturverein Assomidop und der Stadt Sondrio ausgelobt und getragen. Der Nationalpark Stilfserjoch ist Mitglied des Trägervereines, Preisgeldstifter und Mitgestalter der ökologischen Rahmenveranstaltungen. Der Filmwettbewerb ist mit drei Preisen im Wert von insgesamt 11.000 Euro dotiert.

Einsendungen und Auswahl Für die 27. Auflage des Filmefestivals waren im Frühjahr 2013 über 70 naturkundliche Dokumentarfilme aus mehr als 20 Ländern

eingereicht worden. Der wissenschaftliche Beirat des Festivals hat 14 von den eingereichten Filmen für das Finale ausgewählt. Diese zur Endrunde zugelassenen Filme wurden während der Sommermonate in der italienischen Sprache synchronisiert. Während der Veranstaltungswoche im Oktober hat dann eine international besetzte Fachjury die Siegerfilme ausgewählt. Für den Nationalpark Stilfserjoch saß unsere dreisprachige Mitarbeiterin Dr. Loredana Dresti in der Jury.

Der Siegerfilm Der Hauptpreis, von der Stadtverwaltung der Gemeinde Sondrio mit einem Preisgeld von 5.000 Euro dotiert, ging heuer an den Film „Das Moor“ des bundesdeutschen Filmemachers Jan Haft aus der Nähe von München. Jan Haft, Jahrgang 1967, ist studierter Geologe, Paläontologe und Biologe. In sei-

nem 50-Minuten-Film, der 2012 entstanden ist und für das Bayrische Fernsehen gedreht wurde, porträtiert der Regisseur den hochsensiblen und selten gewordenen Lebensraum Moor. Die Filmaufnahmen sind in Tschechien, Deutschland und Schweden entstanden. Die Bewertungsjury war vor allem vom Einsatz der verschiedenen filmischen Aufnahmetechniken mit Zeitraffer, Zeitlupe bis hin zu beeindruckenden Bildern an der Grenzlinie über und unter Wasser beeindruckt. Besonders belobigt wurde auch die gekonnte Vermittlung von fachwissenschaftlichen Inhalten und ökologischen Zusammenhängen in populärwissenschaftlich verständlicher Form.

Der Preis des Nationalparks Stilfserjoch Der mit 3.000 Euro dotierte Preis des Nationalparks Stilfserjoch wurde von der Jury dem Film von Joe Kennedy zuerkannt,

Foto: Nautilusfilm

27. Auflage des Dokumentarfilm-Wettbewerbes


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Foto: Nautilusfilm

Filmausschnitt aus dem rumänischen Film über die extensiv genutzten Mähwiesen in den östlichen Karpaten. Der Film wurde mit dem 3. Preis des Dokumentarfilmwettbewerbes Sondrio Festival 2013 ausgezeichnet.

welcher die Geschichte und das Sozialleben des afrikanischen Wildhundes erzählt. Der Film wurde 2012 für National Geographic in Botswana und in Südafrika gedreht. Bei der Preisverleihung in Sondrio war der Regisseur Joe Kennedy persönlich anwesend. Der Preis des Nationalparks wurde im Rahmen der offiziellen Schlusszeremonie am Sonntag, 6. Oktober vom Präsidenten Ferruccio Tomasi übergeben. Die Jury hat besonders die einfühlsame und gekonnte Darstellung des hochentwickelten Soziallebens im Rudel dieser Wildhunde belobigt.

Der Preis der Region Lombardei Der ebenfalls mit 3.000 Euro dotierte Geldpreis der Region Lombardei, reserviert für einen Film aus einem EU-Mitgliedsstaat, ging an den rumänischen Film über die traditionell und extensiv genutzten Mähwiesen, für den der Regisseur Agota Juhàsz verantwortlich zeichnet. Der Film wurde im rumänischen Natura 2000-Gebiet der Muntii Ciucului in den östlichen Karpaten gedreht. In der Begründung der Fachjury

Besonders beeindruckt haben die poetischen Bilder und die musikalische Untermalung.

Die Rahmenveranstaltungen

Besonderen Zuspruch haben die Rahmenveranstaltungen im zweiten Großzelt gefunden, welches auf der zentralen Piazza Garibaldi im Zentrum der Altstadt von Sondrio aufgestellt war. Die Sensibilisierungsmaßnahmen und die didaktischen Aktivitäten waren heuer dem Lebensraum „Wasser“ gewidmet. In 20 Aquarien und Paludarien wurde eine große Artenanzahl von alpinen Süßwasserfischen aus stehenden und fließenden Gewässern sowie einige Arten von schwanzlosen und von Schwanzlurchen Der Sonnentau der Alpen vorgestellt. Die Mögist eine fleischlichkeit, diese Wasserbewohner fressende Pflanze, hautnah und auf Augenhöhe welche den Stickzu erleben, wurde von vielen stoffmangel der Schulklassen des Pflicht- und ausgewaschenen Oberschulbereiches genutzt. Böden im Moor Die zeitbefristete Ausstellung aus den Körperwurde von den Umweltpädaeiweißen von gogen der drei Schutzgebiete Insekten ergänzt. Pian di Spagna am Einlauf des Die Pflanze fängt Comosees, Parco Naturale delle diese Insekten mit Alpi Orobie Valtellinesei und den Klebetentakeln Nationalpark Stilfserjoch konder Bodenrosettenzipiert, aufgebaut und betreut. blätter. Der große Publikumszuspruch auch von außerhalb der Schulwelt hat erneut gezeigt, dass Wasser ein gutes umweltpädagogisches Medium zur Sensibilisierung ist. Die Präsentation von lebenden Tieren ist ein wurde besonders betont, dass es den Publikumsmagnet. Die ausgestellten Fische rumänischen Filmemachern überzeugend und Lurche wurden übrigens nach der gelungen ist, die respektvolle und auf Ausstellungswoche wieder in ihren angeNachhaltigkeit ausgerichtete Nutzung der stammten Lebensraum zurückgebracht. Für Mähwiesen durch die bodenverbundenen den Nationalpark Stilfserjoch hat der MitarBauern nachzuzeichnen. beiter Dr. Massimo Favaron die Vorstellung der Ausstellung und die fachliche BetreuSonderpreise ung der Festivalsbesucher übernommen. Der Preis der Studenten-Jury ging an den Film „An den Grenzen der Erde“ des USAmerikaners John Grabowska. Die Aufnahmen zu diesem Film wurden in einem afrikanischen und in zwei nordamerikanischen Nationalparken gedreht. Die beeindruckenden Landschaftsaufnahmen werden in die Verbindung zu den Folgen der Klimaänderungen gestellt. Der Publikumspreis ging hingegen an den italienischen Dokumentarfilm „ Il migliore dei mondi possibili“ von Marco Andreini und Paolo Fioratti. Der Film wurde im Das Interesse an den Fischen und Lurchen, Jahre 2012 im Nationalpark Gran Paradiso welche in den Aquarien auf dem Hauptplatz gedreht und zeigt einige Anpassungen von von Sondrio während der Dauer des FilmfePflanzen und Tieren an den Lebensraum stivals vorgestellt wurden, waren sehr groß. Hochgebirge im Rhythmus der Jahreszeiten.

Foto: Massimo Favaron

Foto: Filmausschnitt

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Snowboard – Familie

Der Latscher Trainer Marco Nicoletti: „Es ist ein Privileg, in Latsch trainieren zu dürfen. Milieu, Mitarbeit und die außerordentlich lebhafte Mannschaft, Es gibt nur manche Jugendsünden, weil nicht alles konkretisiert wird, was aufgebaut wird.“

Die 12-jährige Jasmin Coratti aus Graun ist JugendItalienmeisterin im Snowboard/Riesentorlauf. Sie hat mit 5 Jahrern beim Verein ASC Weisskugel angefangen. Jasmins Lehrer ist ihr Bruder Edwin Coratti, 22 Jahre alt und Junioren Weltmeister 2010 im Riesentorlauf. (lp)

Wertvolle Betreuer

D

Latsch – Die junge Latscher Mannschaft arbeitet in sehr guter Stimmung und wird von einer sehr motivierten und geschlossenen Führungsgruppe geleitet. Wichtig ist den Latschern, junge Spieler aufzubauen und allmählich in die Kampfmannschaft einzubinden.

Foto: Leonardo Pellissetti

rei Trainings in der Woche der Kampfmannschaft finden auf dem synthetischen Trainingsplatz statt. Mit Beginn um 20 Uhr, die Betreuer kommen um 19.30 Uhr, bereiten die Ausrüstung wie Bälle, Kegel, die not-

Jugend Politik

Ein Moment im Spiel Latsch – Stegen: Michael Tscholl am Ball Bild unten: der Ausschuss (es fehlt Hanni Bernhart)

v.l.: Tormanntrainer Stefano Proserpio, Hansjörg Stecher, Robert Wörnhart wendigen Getränke vor und bleiben bis das Training anfängt. Am Dienstag beginnt das Training eine dreiviertel Stunde später, weil Mister Nicoletti das Spiel vom Sonntag bespricht. Dann verabschieden sich die Betreuer und das Training geht weiter (am Dienstag bis 23 Uhr). Roland Schwemm: Ich bin wirklich sehr zufrieden, Leute wie Hansjörg Stecher und Robert Wörnhart als Mitarbeiter zu haben, welche der Mannschaft bei allen Notwendigkeiten behilflich sind. Die guten Beziehungen mit der Mannschaft werden von der Tatsache bestätigt, dass alle drei letzten Trainer, Perathoner, Ortwein und Penasa, auf der Tribüne das Spiel gegen Meran verfolgt haben.

von Leonardo Pellissetti

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ußball spielt eine große Rolle in Latsch. Über die Perspektive und über die Arbeitsmethodik des Vereins stellt der Vinschgerwind einige Fragen an den seit 4 Jahren als Sektionsleiter agierenden Roland Pirhofer. Vinschgerwind: Welches sind die Richtlinien des Vereins? Pirhofer: Latsch spielt mit eigenen Spielern, mit Ausnahme von Fliri, der aus Naturns kommt aber er kann derzeit wegen Verletzung nicht spielen. Manche Lücken entstehen dann, wenn Spieler wegen des Studiums nicht mehr spielen können, wie Felix Wielander (München) und Lukas Vent (im Bild) (Graz). Die-

se Art von Problemen haben praktisch jetzt alle Vereine. Die Jugendpolitik? Der SV Latsch verfolgt eine ausgeprägte Jugendpolitik. Wir hatten 2 Jahre lang Junioren Regional, jetzt Junioren Lega in SpG mit Kastelbell, Goldrain, Morter und Martell. So können einige Spieler am Samstag bei den Junioren und am Sonntag mit der 1. Mannschaft zur Verfügung stehen. Wer steht hinter den Kulissen? Ich möchte mit voller Überzeugung erklären, dass jene ganz wichtig sind, die, um es so zu sagen, im Schatten arbeiten. Das beste Beispiel ist Roland Schwemm, Betreuer der 1. Mannschaft und verantwortlich für die Betreuer. Zu erwähnen

ist auch Hansi Stecher, der vier Mal in der Woche am Sportplatz anzutreffen ist, drei Mal wegen Training und einmal für das Spiel. Mister Marco Nicoletti ist ein ausgezeichneter Trainer. Er arbeitet bei einer Bank in Leifers und ist durch seinen Vorgänger Penasa nach Latsch gekommen. Er hat einen guten Charakter, diszipliniert, voll Respekt für die anderen und versteht sich sehr gut mit den Spielern. Als Junge war er viel in Latsch.

Fotos: Leonardo Pellissetti

Latsch: Fußball

Foto: Leonardo Pellissetti

Traumhafte Erfahrung

Foto: Leonardo Pellissetti

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Laas/Vinschgau

VSS Versammlung zu aktuellen Themen ehr gut besucht und lebendig war die letzte VSS-Bezirksversammlung am 8. Oktober 2013 in Laas. Die Themen auf der Tagesordnung waren sehr aktuell und auch umstritten: nämlich Sportmedizin und Defibrillatoren-Pflicht für Sportvereine. Defibrillatoren sind Geräte, welche lebensgefährliche Herzrhythmusstörungen behandeln können. Ihre Verwendung wird mit nationalem Gesetz vorgeschrieben. Beim ersten Punkt versprach der anwesende LR Richard Theiner, dass die Sportmedizin nicht privatisiert wird, wobei es einige Änderungen geben wird und für den Vinschgau

Foto: Leonardo Pellissetti

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sportärztliche Untersuchungen im Krankenhaus Schlanders vorgenommen werden. Bei der Versammlung war auch Stefan Resnyak, der Nachfolger vom pensionierten Sportarzt Max Regele dabei. Das zweite Thema betrifft die

Pflicht für Vereine, mit Defribrillatoren ausgerüstet zu sein. Das große Problem – wie es seit längerem von Vereinsvertretern geäußert wird – ist nicht nur der Kauf der Geräte, sondern auch die Verfügbarkeit von Personen, welche die Geräte professionell einsetzen können. Wenn diese Personen freiwillige Helfer sein können, so wie es auch aus finanziellen Überlegungen gewünscht ist, müssen diese Leute ausgebildet werden. Jeder Verein sollte sich interessieren und zwei bis drei Mitarbeiter suchen, die bereit wären, sich ausbilden zu lassen. Auch beim Training sollte möglicherweise der Dienst gewährleistet wer-

den. Ein Vorschlag dazu wäre, dass diese Aufgabe die Trainer oder auch die Schiedsrichter übernehmen könnten. Das Gesetz ist in Kraft, die Details müssen noch ausgearbeitet werden. VSS-Bezirksvertreter Josef Platter erinnerte daran, dass für die Umsetzung Zeit bis 2016 bleibt. Lang ist das trotzdem nicht. Das Problem Defibrillatoren beschäftigte vor kurzem Vertreter vom VSS mit dem Obmann Günther Andergassen und den Präsidenten des Gemeindenverbandes Arno Kompatscher. Man kam zum Schluss, dass der Ankauf der Defibrillatoren durch die Gemeinden finanziert werden soll. (lp)

Bericht des Sektionsleiter-Stellvertreters Sandro Gaio

FC Südtirol - Fußball

Vertrauen auf Klassenerhalt

Sport und Erziehung

ine sehr aktive Rolle spielt in der Sektion Fußball Sandro Gaio, der auch für die Information und den Kontakt mit den Medien zuständig ist. Er wird um eine detaillierte Stellungnahme gebeten. Der Ausschuss der Sektion Fußball im ASV Latsch besteht in dieser Form seit April 2010 und ist wie folgt eingeteilt: Sektionsleiter: Roland Pirhofer, Sektionsleiter-Stellvertreter Sandro Gaio, Jugendleiter Arthur Pirhofer, Kassier und Schriftführer Vent Erwin. Ausschussmitglieder: Lechner Andreas, Schwemm Roland, Hanni Bernhard und Wörnhart Robert. Betreuer der ersten Mannschaft: Schwemm Roland, Stecher Hansjörg und Linienrichter Wörnhart Robert. Nach einem dritten und einem zweiten Platz in den vorhergehenden Meisterschaften beendete der ASV Latsch die Saison 2011-2012 abermals auf dem zweiten Platz und war somit berechtigt, die Aufstiegsspiele zu bestreiten. Dabei wurden diese gegen Vintl und gegen Milland gewonnen und man stieg so auf

direktem Wege in die Landesliga auf. Im vergangenen Jahr wurde die Mannschaft von Trainer Penasa Davide (Lana) betreut und konnte dank einer überaus starken Rückrunde den Klassenerhalt schaffen. In der laufenden Meisterschaft wird die Mannschaft von Nicoletti Marco aus Gargazon trainiert. Der letztjährige Trainer Penasa Davide wechselte in die I. Amateurliga zum ASV Lana. Weiters sind die Spieler Lechner Hannes sowie Angerer Hannes auf Leihbasis zum ASV Kastelbell gewechselt. Ziel des Vereins ist es, sich mit dieser sehr jungen Mannschaft, welche fast ausschließlich aus einheimischen Spielern besteht, die Landesliga zu halten. Die Mannschaft steht nun nach 8 Spieltagen auf Platz 12 der Tabelle (2 Siege, 2 Unentschieden sowie 4 Niederlagen). Aber auf Grund der bisher gezeigten Leistungen und des gezeigten Trainingsfleißes der Mannschaft ist die Sektionsleitung sehr optimistisch, was das Erreichen der obengenannten Ziele betrifft (Klassenerhalt). (lp)

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it weitsichtiger Mannschaft und Perspektive hat den Jugend-MannFC Südtirol das Proschaften. Ziel ist es, gramm 2013-2018 alle zwei Jahre minvorbereitet. Es geht destens drei Spieler darum, junge Taaus dem eigenen lente in Südtirol zu Jugendsektor in die suchen, aufzuwerten erste Mannschaft und hauptsächlich zu bringen. auszubilden. Sport ist für Jugendliche Tappeiner Amdesehr wichtig, nicht work: ein Beispiel nur für den phy- Im Trikot der Natiofür die gute Jugendsischen Aspekt, son- nalmannschaft arbeit beim FC Süddern auch für die tirol. Entwicklung ihres Charakters Amdework ist 14 Jahre alt und und ihrer Persönlichkeit. Die wohnt in Naturns. Er besucht Wichtigkeit der erzieherischen heuer die 3. Mittelschule in Funktion im Sport wird auch Naturns. Er fährt 4-mal die Wovon Manfred Tappeiner ehemache zum Training nach Bozen. liger Naturnser Spieler, Trainer Er kommt aus der Jugend des und Mitarbeiter des FC SüdtiSSV Naturns und spielt bei den rol, unterstrichen. Hauptziel ist „Giovanissimi nazionali“ des Gruppenkultur zu schaffen mit FC Südtirol die nationale MeiSinn für Kommunikationsfähigsterschaft. Zurzeit sind sie an 1. keit, Toleranz und Solidarität. Stelle der Tabelle. Der Sport Fußball wird mit seiKürzlich wurde Amdework zunen sozialen Aspekten, insbesammen mit einem weiteren sondere auch mit der EinbinSpieler des FC Südtirol, Simon dung der Familie, betrachtet. Straudi aus Bruneck, von AnEine letzte Anmerkung: Ganz tonio Rocca in die italienische wichtig erscheint auch, die U15 Nationalmannschaft beruBeziehung und Zusammenfen. Wir wünschen Amdework arbeit zwischen der ersten weiterhin alles Gute! (lp) Foto: „Wind“-Archiv

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Vinschgerwind 22-13

24.10.13

Vinschger FuĂ&#x;ball am 13. Oktober

Schwarzer Sonntag eteiltes Leid ist halbes Leid“, sagt ein altes Sprichwort. Man kann an dieses denken und sich damit teilweise trĂśsten, wenn man auf die Ergebnisse vom Sonntag, den 13. Oktober schaut. Abgesehen vom Unentschieden von Naturns und Latsch, vom Erfolg von Partschins und den Unentschieden von Mals, Plaus und Laatsch haben 5 andere Vinschger Mannschaften in der ersten und zweiten Liga hoch verloren (24 kassierte Tore in nur 5 Spielen). In der 3. Liga hat nur Morter nicht verloren. Beeindruckend ist, dass einige bis damals erfolgreiche sogar an der Spitze der Tabelle liegende Mannschaften wie Kastelbell und Schlanders so stark ausgerutscht sind. Die Vinschger Mannschaften haben trotzdem nicht so schlecht gespielt wie es die Ergebnisse erscheinen lassen. Manchmal

Foto: Leonardo Pellissetti

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Ramiro Lago hat den Elfmeter zu hoch geschossen haben die Nervosität, wie bei Kastelbell, oder die Abwesenheiten wegen Verletzungen – wie die 5 fehlenden Spieler von Schlanders – eine wichtige Rolle gespielt. War dies ein schwarzer Tag, wie der Schlanderser Sektionsleiter Gambaro sagt, oder scheint der Tag eine Krise des Vinschger FuĂ&#x;balls zu dokumentieren? Es gibt nicht eine

einzige Antwort. Aus manchen Meinungen hÜrt man heraus, dass die Meisterschaften – wie immer – nicht leicht sind und glßcklich scheinen die Vinschger Vereine, die zu Beginn der Meisterschaft gepunktet haben, als die Spiele nicht so hart waren, als ob es um den Klassenerhalt ginge. Naturns und Latsch geht es nicht schlecht, nachdem die

zwei Vinschger Spitzenvereine so leicht Geschenke machen: 4 Punkte pro Mannschaft in den letzten zwei Spielen: zwei Unentschieden, also anstatt zwei (fast) errungene Siege. FĂźr Naturns kann man festhalten, dass das Ergebnis gegen Ala akzeptabel gewesen wäre, ohne den verschossenen Elfmeter 5 Minuten vor Schluss. Nach einem fulminanten Start der Naturnser mit Tor von Lago und einigen sehr guten weiteren Torchancen ist der Tabellenerste Alense kontinuierlich gewachsen. Fast am Ende wurde dann Armin Rungg, sehr stark in der Verteidigung sowie bei der UnterstĂźtzung der Angriffe der Gastgeber, gefoult. Der Argentinier Lago, der kurz zuvor an Krämpfen gelitten hat, schoss den Elfmeter hoch Ăźber die Latte. Die Enttäuschung, besonders von Trainer Chini, war natĂźrlich groĂ&#x;. (lp)

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Vinschgerwind 22-13

24.10.13

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Kaminkehrer i.R. *14.04.1945 † 18.09.2013 Graun i.V.

Das Unfassbare zu ertragen ist sehr schwer, aber in dieser Trauer nicht allein zu sein und so viel herzliche Anteilnahme zu empfangen, gibt uns Kraft. Danke sagen wir allen, die sich mit uns verbunden fühlen und ihre Anteilnahme in so vielfältiger Weise zum Ausdruck brachten. Danke allen, die zu den Abendrosenkränzen und zur Beerdigung gekommen sind, sowie allen, die unseren lieben Alfred in guter Erinnerung behalten. Ein Dankeschön gilt Dekan Hochw. Hainz, Pfarrer Pfeifer, Pater Albert, Don Paolo, dem Messner, den Ministranten und dem Chor für die würdevolle Gestaltung der Trauerfeier. Ein besonderer Dank geht an die Freiw. Feierwehr Graun, die Abordnungen des Feuerwehrbezirks Obervinschgau, die Abordnung der Kaminkehrer sowie an die Kreuz-, Licht-, Kranz- und Sargträger. Insbesondere danken wir Dr. Stefan Waldner und seiner Frau Karoline für die liebevolle Betreuung sowie allen Freunden und Nachbarn. Seine Frau Annelies mit Verwandtschaft

Als Gott sah, dass der Weg zu lang, der Hügel zu steil und der Atem zu schwer wurde, legte er den Arm um ihn und sprach: Komm heim!

Roman Alber * 22.03.1964 † 11.10.2013 Schluderns

Ein herzlichen Vergelts’ Gott allen, die unseren geliebten Ehemann, Tata, Opa und Schwiegervater im Krankenhaus von Schlanders so fürsorglich gepflegt und versorgt haben. Allen, einen großen Dank, die ihn auf seinem letzten Weg begleitet, uns getröstet und gedrückt haben, die für Roman gebetet und um ihn geweint haben. Vergelts’ Gott für die Blumen und Spenden In großer Liebe die Trauerfamilie

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Anche per la stagione teatrale 2013/2014 la Cassa di Risparmio di Silandro mette generosamente a disposizione diversi abbonamenti gratuiti destinati ai giovani per gli 8 spettacoli teatrali a Merano e Bolzano del Teatro stabile di Bolzano. Trasporto per i viaggi è gratuito per tutti. L’organizzazione fa capo al Circolo culturale Val Venosta. Gli interessati possono telefonare a Leonardo Pellissetti 349 60 29 116. Auch fĂźr die Theatersaison 2013/2014 stellt die Sparkasse Schlanders groĂ&#x;zĂźgigerweise verschiedene Gratis-Abos fĂźr Jugendliche fĂźr die 8 AuffĂźhrungen in Meran und Bozen von Teatro stabile di Bolzano zur VerfĂźgung. Bustransport ist fĂźr alle kostenlos. FĂźr die Organisation zeichnet der Circolo culturale Val Venosta verantwortlich (Tel. Leonardo Pellissetti 349 60 29 116)

Albrecht Plangger: Der Vinschgau hat eigene Bedßrfnisse: Nahversorgung, Arbeitsplätze, Mitsprache in der Energiepolitik, Datennetz, Bergbauern, Verkehr. Um diese Herausforderungen fßr uns sinnvoll zu lÜsen, bitte ich um eure Stimme fßr:

Anzeigen, Sekretariat, Werbung: Edwina Oberthaler: 0473 732196 Esther Stricker: 339 68 90 036 Gerti Alber: 0473 73 21 96 Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp), Sarah Mitterer (sam) Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Karin ThĂśni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Elke Wasmund (ew), Brigitte Maria Pircher (bmp), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Bruno Telser (uno), Renate EberhĂśfer (re), Andreas Waldner (aw), Sylvia Ilmer Wieser (sil), Martin Platzgummer (map) Druck: Fotolito Varesco, Auer, NationalstraĂ&#x;e 57 Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; auĂ&#x;erhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 150 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.-

Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung verĂśffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurĂźckzuweisen. FĂźr die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften Ăźbernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif Ăźbermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) kĂśnnen seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. FĂźr die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschlieĂ&#x;lich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. EigentĂźmer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen

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Nr. 2 Richard Theiner Nr. 14 Roselinde Gunsch Koch Nr. 22 Sepp Noggler auf der SVP-Liste, um den Vinschgau geschlossen vertreten zu kĂśnnen. Euer Albrecht Plangger

Auftraggeber: Albrecht Plangger - Gestaltung: Fritz, Schlanders

DantestraĂ&#x;e 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451 BĂźrozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr


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