Nr. 21 (538) 15.10.26 I.P. 22 Jg.
www.vinschgerwind.it
„Green Communities“ Wie die 4 Millionen PNRR-Gelder im Vinschgau eingesetzt werden
Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - periodicitá quattordicinale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE BOLZANO Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - erscheint 14-tägig - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, NE BOZEN
SPEZIAL
L A N DWIRTSCHAFT 2026
MEHRTAGESFAHRTEN: 25.10. – 28.10.2026 02.11. – 05.11.2026 04.11. – 07.11.2026 05.11. – 08.11.2026 08.11. – 12.11.2026 08.11. – 13.11.2026 13.11. – 15.11.2026 13.11. – 15.11.2026 20.11. – 22.11.2026 27.11. – 29.11.2026 29.11. – 03.12.2026 30.11. – 02.12.2026 04.12. – 06.12.2026 18.12. – 20.12.2026 21.01. – 23.01.2027
im Baltischen Meer mit der MSC MAGNIFICA
TAGESFAHRTEN: 31.10.2026 15.11.2026 05.02.2026 06.12.2026 07.12.2026 08.12.2026 11.12.2026 12.12.2026 12.12.2026 12.12.2026 13.12.2026 17.01.2027 06.02.2027
Cavalluna in Innsbruck Fischessen Lindauer Hafenweihnacht Salzburger Adventsingen Innsbruck zur Vorweihnachtszeit Berchtesgadener Advent inkl. Salzbergwerk Rosenheim & Altötting Advent in Mailand Festungsadvent Kufstein Musical in Füssen „Geist der Weihnacht“ Seeweihnacht am Wolfgangsee Musical in Füssen „Falco“ Holiday on Ice in Innsbruck
FLUGREISEN:
11.07. – 18.07.2027 inkl. Transfer ab/bis Südtirol und Flug ab/bis Mailand
23.02. – 02.03.2027 04.04. – 11.04.2027 21.05. – 31.05.2027 30.05. – 06.06.2027 19.09. – 25.09.2027 11.10. – 22.10.2027
Höhepunkte Marokko Andalusien Rundreise Japan – Land der aufgehenden Sonne Sonneninsel Malta Rundreise Island Südafrika – Vom Krügerpark zum Tafelberg
39011 LANA - Hofmann Platz 4 - Tel. 0473 56 30 71 - Fax 0473 56 39 88 - info@martinreisen.com - www.martinreisen.com
Reisebüro & Busunternehmen Martin Plattner
KREUZ FAHRT
Rom – Die ewige Stadt Trü�felsuche in Istrien Städtetrip Paris Côte d‘ Azur Wellness in Portorož Sardinien Rundreise Volksfest der Oberkrainer in Bled Städtereise Florenz Saisonabschluss in Slowenien Regensburg mit Konzert der Domspatzen Advent auf der Donau - nickoVISION Böhmische Weihnacht Heidelberg & Stuttgart André Rieu in Maastricht Zirkusfestival in Montecarlo
15.10.26
Inhalt
Vinschgerwind 21-26
/INHALT/ 3
Bilanz über die PNRR-Gelder für die „Green Comunities“ Seite 6
Foto: Erwin Bernhart
Foto: Erwin Bernhart
Kommentar von Chefredakteur Erwin Bernhart
Die Tscharser fordern den vollen politischen Einsatz
„Wer rupft, ...“
Seite 5
Partschins: Trauer um Ulli Schweitzer im Gemeinderat
Seite
4
Kastelbell: Die klare Sprache von Simon Maringgele
Seite
4
Prad: Philipp Egger ist mit seinen Fotografien auf Erfolgstour
Seite
5
Mals/Bozen: Expansionskurs für patscheider&partner
Seite
8
Der Senatorin Julia Untgerberger das Wort
Seite
8
Valchava: Strategiepapier für RaeticaCulTour
Seite
9
Naturns: Abend der offenen Tür in der „Wilma“
Seite 10
Leserbriefe und Stellungnahmen
Seite 12
Schlanders: 60 Jahre Lyzeum
Seite 14
Marienberg: Theaterfreundschaften über Grenzen
Seite
Schloss Kastelbell: Die neue Arunda über Karl Plattner
Seite 16
Porträt: Ida Lanbacher, Kastelbell
Seite
Prad/Lichtenberg: Raika-Team beim Gestrüppverräumen
Seite 18
Vetzan: Transplantierte tauschen sich aus
Seite 20
Karthaus: Der schweigende Mönch
Seite 20
Prad: 10. Brauchtums- und Genussfest
Seite 22
Mals/Laas/Naturns: Sternstunde der Romanik
Seite 25
Valchava: Erntedankfest - Festa de la Racolta
Seite 26
Allerheiligen und Allerseelen
Seite 27
Laas: Krautwochen in Laas
Seite 30
15 17
Spezial Landwirtschaft: VIP Direktor Martin Pinzger, der Plauserhof in Kortsch, der Mühlhof in Katharinaberg, „die Bäuerin - das Herz des Hofes“, Almkäse ab Seite 44 Nationalpark Stilfserjoch: Das Bartgeierjahr 2026
Seite 60
9 Milliarden Euro, genauer 9,2 Milliarden Euro: So groß ist der Haushalt der Autonomen Provinz Südtirol im Jahr 2026. (Die Trientner haben rund eine Milliarde weniger.) Porzellana, das ist ein Haufen Geld. Damit lässt sich so einiges finanzieren. Bei den Investitionen wird vor allem derjenige drankommen, der mit Projekten und politischem Willen frühzeitig pronto ist. Beides fehlt derzeit offensichtlich im Vinschgau. Naja, der Kastelbeller Tunnel ist ja kürzlich eröffnet worden, könnte man sagen. Aber wann wurde dafür der politische Wille gebildet und wann das entsprechende Projekt? Letzteres ist Jahre, ersteres Jahrzehnte her. Also. Die derzeit herrschende politische Elite möge doch in die Zukunft schauen. Mag sein, dass das Vorausschauende gemeinsamen politischen Willen voraussetzt. Der ist derzeit in der Bezirksgemeinschaft Vinschgau nur ganz schwach am Horizont erkennbar. Europäische Preise entgegennehmen zu können, ist ja nett, und die Plaketten machen sich in den Gemeindestuben gut. Die Gefahr ist, dass man sich da politisch zusätzlich vernebeln lässt und die Landesmillionen jenen überlässt, die mit klarem Blick, politischem Willen und Projekten Investitionen fordern - und dann auch bekommen. Na, und ich verweise nicht auf das Pustertal. Aus guten Gründen ist anzunehmen, dass die Haushalte für die kommenden Jahre üppig ausfallen. Aber die Vinschger haben anscheinend vergessen, dass, wer rupft, der hott mea.
Frische Ideen fürs Bad Badmöbel, die Räume schöner machen
Entdecken Sie jetzt bei uns die neue Badmöbelausstellung
allnöfer
MÖBELHAUS · MOBILI
Naturns I Staatsstraße I Tel. 0473 667183 www.moebel-wallnoefer.it
4 /POLITIK/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
Kastelbell-Tschars
Genau hinhören
Zu schnell und zu laut
Mit „Hineinlauschen“ veröffentlicht Helga Maria Gorfer einen Gedichtband mit Haiku aus Südtirol. Naturbeobachtungen, Jahreszeiten, Erinnerungen und Vinschgauer Dialekt verbinden sich zu kleinen poetischen Momentaufnahmen. Das Buch ist im Effekt!Verlag erschienen. Helga Maria Gorfer Hardcover 140 Seiten 12,5 × 20,5 cm ISBN 979-12-5532-198-9 Effekt: Verlag Euro 20 - Dieses Buch lädt ein, innezuhalten und einen Augenblick lang ganz genau hinzuhören.
Foto: Erwin Bernhart
imon Maringgele, der als Referent in der Gemeinde Kastelbell-Tschars unter anderem für die Mobilität zuständig ist, erläuterte im Gemeinderat von Kastelbell am 7. Oktober, welche Mobilitätsmaßnahmen für Tschars geplant sind (s. auch den Bericht auf Seite 5). Es sei gut, wenn viele Rückmeldungen zur Verkehrsproblematik aus der Tscharser Bevölkerung kämen. So könne man bei den Verantwortlichen im Land etwas weiterbringen, wenn man wisse, dass die Bevölkerung hinter einem stehe. Die Autos führen zu schnell, und er habe festgestellt, dass sogar beim Zebrastreifen zwischen der Obstgenossenschaft und dem Sägewerk Lamprecht überholt werde. Das sei hirnrissig. Sobald sich der Verkehr nach der Ernte etwas beruhigt habe, werde man im Bereich dieses Zebrastreifens mitten in der Straße eine Verkehrsinsel anbringen. Der Straßendienst West habe gesagt, dass es keinen Flüsterasphalt geben werde, weil der Flüstereffekt nach zwei Jahren vorbei sei. Für die Kreuzung beim Etztaler sei vom Land eine Studie in Auftrag gegeben worden, die einen Kreisverkehr, eine Unterflurtrasse, Einfädelspuren und den derzeitigen Status miteinander vergleichen soll. Die Gemeinde habe zusätzlich das Ingenieurbüro Pohl mit einer Lärmschutzstudie von der Etztaler Kreuzung Richtung Sandmühle beauftragt. (eb)
Der Tscharser Gemeindereferent Simon Maringge sagte, dass man mit Hausverstand an die Landespolitik herantreten wolle
Gordischer Knoten ist weg Partschins - Tiefe Trauer und große Wertschätzung waren im Gemeinderat von Partschins am 6. Oktober spürbar: Mit einer Gedenkminute und mit einer brennenden Kerze wurde an den kürzlich verstorbenen Gemeinderat und Gemeindereferenten Ulrich Schweitzer gedacht.
v. l.: die Gemeindereferentinnen Jasmin Ramoser (SVP) und Sabine Zoderer (Freie Wähler) - Bild und Kerze für den verstorbenen Ulli Schweitzer - und der neue Gemeinderat René Mitterhofer von Erwin Bernhart
F
ür mich ist der Ulli ein Riesenverlust“, sagte BM Alois Forcher, im Hinblick auf die Freundschaft und auch im Hinblick auf das Geleistete. Es galt, Ulrich Schweitzer als Gemeinderat zu ersetzen, und mit René Mitterhofer nahm der zweitplatzierte Nichtgewählte in den Reihen der Räte Platz, weil die erstplatzierte Nichtgewählte Jasmin Pichler verzichtet hatte. Auf der Tagesordnung stand auch ein langjähriger Gordischer Knoten, der nun gelöst werden soll, und zwar die Einfahrt auf der Töll zur Siedlung Steidl. Weil in einer Klausursitzung des Gemeinderates die Details bereits besprochen worden waren, gab es kaum Diskussionen bei der Abstimmung zur Grundsatzentscheidung. Aus der derzeit bestehenden kerzengeraden Straße, die zwischen
Zollwirt und neuem Kreisverkehr in die SS38 mündet, soll eine geschwungene Straße werden, sodass Gefahrenpunkte entschärft werden. Zudem hat sich die Gemeinde einen kleinen Wendeplatz mit einer Müllsammelstelle gesichert. Die AIMO Immobilien soll die Infrastrukturen und die Straße bauen, die Gemeinde Partschins übernimmt das Asphaltieren. Die Zufahrt direkt hinterm Zollwirt bleibt weiterhin in Gemeindebesitz. Vorausgegangen sind einige Grundtausche, die nun zur Aussage von BM Forcher und Vize-BM Walter Laimer „Mit diesem Kompromiss können wir leben“ geführt haben. Die Grundsatzentscheidung wurde einstimmig beschlossen, ebenso die darauffolgende Änderung des Bauleitplans und Landschaftsplans „Ausweisung einer Gemeindestraße Typ C – Zufahrt Wohnbauzone ‚Steidl‘“. Weil sich diese Änderung au-
ßerhalb der Siedlungsgrenze befindet, wird die Landesregierung letztinstanzlich über diesen Beschluss entscheiden. Bemerkenswertes kam in den Berichten der Referenten zur Sprache. So habe man, sagte BM Forcher, erreicht, dass ab Dezember Naturns, Plaus, Rabland und Partschins im Stundentakt ganzjährig verbunden sein werden. Allerdings wies die Referentin Sabine Zoderer, unter anderem für den Verkehr zuständig, darauf hin, dass damit 34 Busse mehr die Engstelle beim „Mair am Ort“ befahren werden. Da sei etwas zu tun. Es könne allerdings nicht sein, dass Google Maps eine Umleitung durch Partschins anzeige, wenn auf der SS38 Stau sei, sagte Forcher. Gemeinderat Peter Schönweger wies darauf hin, dass es mit einem Brief an Google möglich sein müsse, diese Form der Ausweichstrecke aus Google Maps zu streichen.
Foto: Erwin Bernhart
S
15.10.26
Vinschgerwind 21-26
/POLITIK/ 5
Kastelbell
Tscharser erinnern an alte Abmachungen iel Publikum, viele Probleme: Der Gemeinderat von Kastelbell-Tschars hatte am 7. Oktober die von BM Gustav Tappeiner vorgelesene Stellungnahme über die Abweisung des Rekurses vom Jagdrevier Kastelbell nur zur Kenntnis zu nehmen. Tappeiner signalisierte Dialogbereitschaft mit dem Jagdrevier. Keinesfalls will er aber das Verfahren zum Gemeindeentwicklungsplan nochmals öffnen. Interessant, für die Beteiligten erfreulich, für Außenstehende ewas irritierend war das Verfahren zur Abänderung des Gefahrenzonenplanes. Man hatte den Gefahrenzonenplan mit 9 roten Zonen im Dezember 2025 im Rat genehmigt. Bereits zuvor sind einige Grundbesitzer dagegen Sturm gelaufen. Die Gemeinde hat den Geologen Konrad Messner mit einer Nachuntersuchung beauftragt und dieser hat den Guldhof und die Ferienwohnungen vom Falzrohrhofes aus der Gefahrenzone herausgenommen, ebenso das
Foto: Erwin Bernhart
V
Beim Gemeinderat in Kastelbell war viel Publikum vertreten und die Wortmeldungen aus den Reihen der Zuhörer waren zahlreich Felsenhaus von Simon Messner, die Waalerhütte und das Haus vom Tierarzt Forcher. Der Falzrohrhof und der Unterortlhof werden blaue Zone. Diese Abänderungen seien mit dem Amt für Geologie abgesprochen. BM Tappeiner sagte, dass der ursprüngliche Gefahrenzonenplan in Teilen oberflächlich gemacht worden sei. Die Grundbesitzer bzw. Bauern sind erleichtert, dankten der Gemeindeverwaltung und sprachen dem Gemeindesekretär Urban Rinner
VOM WIND GEFUNDEN
Prad/Lloret de Mar/Spanien
Von Prad nach Spanien
N
ach einem außergewöhnlichen internationalen Jahr 2025 setzt der 25-jährige Prader Philipp Egger seine Erfolgsserie auch 2026 fort. Nur wenige Wochen nach seinem Kategoriesieg bei BigPicture in San Francisco gewinnt Egger nun mit „Fire Vortex“ bei MontPhoto in Spanien. Das ausgezeichnete,
großes Lob aus, denn mit ihm gehe etwas weiter. Der Tscharser Gemeinderat Georg Ausserer eröffnete dann das Unbehagen der Tscharser. Seit der Tunneleröffnung haben sich die Lärmproblematik und die Raserei von der Obstgenossenchaft bis zur Sandmühle erheblich verschäft. Er selbst habe einen LKW mit 100 km/h beim Lamprecht vorbeirasen beobachten können, weil er hinterher gefahren ist. „Das kann es nicht sein“. „Wenn
der Verkehr nicht steht, wird gerast“, brachte es Manuela Gerstgrasser vom Freien Bündnis auf den Punkt. In diesselbe Kerbe schlugen mehrere Wortmeldungen von Tscharsers und Anwohnern an der SS38. Auch wurde an ein Versprechen erinnert, welches vor Jahren bei einer Versammlung im JosefMaschler-Haus im Beisein des damaligen Landesrates Florian Mussner gegeben worden sei. Die Tscharser hatten damals der langen Tunnelvariante zugestimmt, wissend, dass damit die bis dahin angedachten zwei Tunnels (einer hinter Kastelbell bis Galsaun und ein zweiter unterhalb Tschars) vom Tisch sind. Im Gegenzug wurde von Kastelbeller Seite versprochen, dass den Tscharsern bei den kommenden Verkehrslösungen mit aller Kraft geholfen werde. Ein erster Schritt wurde dahin getan, indem die Gemeinde das Ingenieurbüro Pohl mit Untersuchungen auf besagtem Streckenabschnitt beauftragt hat. (eb)
fotografische Werk entstand während des verheerenden Waldbrandes in seiner Heimat Prad am Stilfserjoch. Gewaltige Rauchmassen verschlucken eine Bergflanke. Der Wald wird zur dunklen Silhouette, Konturen lösen sich auf, Rauch und Himmel scheinen ineinander überzugehen. Was auf den ersten Blick beinahe wie eine abstrakte Wolkenlandschaft erscheint, zeigt in Wirklichkeit einen Moment extremer Veränderung unmittelbar vor der eigenen Haustür. Philipp Egger nahm die Auszeichnung persönlich im Rahmen des MontPhoto FEST in Lloret de Mar entgegen.
EUDI-Wallet - die elektronische Identitätskarte Die Digitalisierung durchdringt unser tägliches Leben und verändert die Art und Weise, wie wir kommunizieren, einkaufen und arbeiten. Mit dem Smartphone können wir bezahlen, öffentlich Bedienstete haben eine digitale Personalakte, es gibt die Elektronische Gesundheitsakte und MyCivis ist das Portal für den Zugang zur öffentlichen Verwaltung in Südtirol. Durch eine Anmeldung über meinen persönlichen SPID oder CIE erhalte ich Zugang zu den Online-Diensten der öffentlichen Verwaltung. Google Wallet ist eine digitale Geldbörse, um Kreditkarten, Debitkarten, Kundenkarten, Geschenkkarten, Tickets, Bordkarten, Konzertkarten und sogar digitale Autoschlüssel auf dem Smartphone zu speichern und zu verwalten. 2027 soll in jedem Mitgliedstaat der EU mindestens eine EUDI-Wallet verfügbar sein. Damit soll sich künftig jeder EU-Bürger statt mit Personalausweis auch per Smartphone-App ausweisen können. Das European Digital Identity Wallet (EUDIWallet) ist eine digitale Brieftasche für EU-Bürger:innen, um durch die elektronische Identität den Zugang zu Online-Diensten zu vereinfachen. Wichtige Dokumente wie Personalausweis, Führerschein und Gesundheitskarte können direkt auf dem Smartphone gespeichert und europaweit genutzt werden, kostenlos und nicht verpflichtend. Damit sollen mehr Sicherheit, mehr Komfort und mehr digitale Möglichkeiten geschaffen werden und Behördengänge digital, schnell, sicher, papierlos und europaweit erledigt werden. Wie sicher, vertrauenswürdig und benutzerfreundlich das neue EUDI-Wallet wird, muss sich aber erst zeigen. (hzg)
6 /TITEL/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
Green Communities Martell - Bei der Abschlussveranstaltung zu den PNRR-Projekten im Rahmen der „Green Comunities“ wurde in Martell Bilanz gezogen und dem Zuständigen aus dem Ministerium für Regionen, Luca Colombatto die Ergebnisse präsentiert und gedankt.
Fotos: Erwin Bernhart
Der Marteller BM Georg Altstätter und die Präsidentin der Bezirksgemeinschaft Vinschgau Roselinde Gunsch konnten mit Luca Colombatto einen Ehrengast der Sonderklasse begrüßen
Von Erwin Bernhart
M
it ehrgeizigen Projekten hatte sich vor Jahren die Bezirksgemeinschaft Vinschgau um PNRR-Gelder beworben. Im Wesentlichen hat den vierteiligen Projektvorschlag Michael Wunderer vom E-Werk Prad gemeinsam mit BASIS Schlanders formuliert. Vor genau vier Jahren ist der Vorschlag der Bezirksgemeinschaft im Rahmen der „Green Communities“ zur Finanzierung mit etwas mehr als 4 Millionen Euro aufgenommen worden. Nun fand kürzlich die Abschlussveranstaltung mit Rückblicken auf verwirklichte Projekte und mit Vorausschau auf noch zu Gestaltendes statt. Im Nationalparkhaus culturamartell konnte die Präsidentin der Bezirksgemeinschaft Vinschgau, Roselinde Gunsch, neben den Bürgermeisterkollegen aus Martell, Latsch, Schlanders und Prad auch an den Projekten Beteiligte begrüßen. Sie lobte das Engagement des Generalsekretärs der
Bezirksgemeinschaft, Urban Rinner, und hieß im Besonderen einen Ehrengast willkommen, der eigens aus Rom angereist war. Gunsch betonte, dass es eine große Ehre sei und seine Anwesenheit von der Nähe zum Territorium in Form der PNRR-Gelder zeuge. Mit Luca Colombatto, dem Koordinator der Einheit PNRR Staat – Regionen, kam ein Hauch italienischer Regierung nach Martell. Denn Colombatto überbrachte auch die Grüße von Regionenminister Roberto Calderoli. Mit Geduld und größter Aufmerksamkeit hörte sich Colombatto die Ausführungen an, die einen Einblick in die Projekte der 13 Gemeinden des Vinschgau gaben. Das Projekt der „Green Communities“ fußt im Wesentlichen auf vier Säulen, die jeweils mehrere Maßnahmen enthalten. Drei dieser Säulen wurden bei der Abschlussveranstaltung exemplarisch von den jeweiligen Fachreferenten beleuchtet.
Eine erste Säule beinhaltet Holz als regenerativen und regionalen Baustoff. In Martell wurde mit der „Parkhütte Martelltal“ ein Haus gebaut, das genau diesen regenerativen Ideen entspricht. Geplant wurde die „Parkhütte“ vom Architekten Stefan Gamper aus Klausen, ausgeführt wurde es in einem Verbund verschiedener Firmen unter der Federführung von holzius aus Eyrs. Die Baumaßnahmen und die Bauschritte erläuterte die Marketing-Leiterin von holzius, Maria Unterfrauner. Als Projekt mit Beispielcharakter bezeichnete Unterfrauner den Bau auf 2000 Metern und bezog sich dabei auf die ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit, die die Baumaterialien und der Bauablauf aufzuweisen haben. Denn das Holz, die Fichten, Lärchen und Zirben für den Bau, wurde in Martell geschlagen und dort von einem heimischen Sägewerk geschnitten. In der Firmenzentrale von holzius wurde das Holz nach der Trocknungsphase zu Vollholzmodulen ver-
15.10.26
Vinschgerwind 21-26
/TITEL/ 7
Der Direktor der Marteller Erzeugergenossenschaft MEG Philipp Brunner mit Luca Colombatto, für die PNRR-Projekte „Green Comunities“ Staat-Regionen zuständig, und Landesrätin Rosmarie Pamer in der Erdbeerwelt in Trattla Unten v.l.: Annalisa Mair von der BASIS Vinschagu stellte das Nutzungkonzept für die „Parkhütte“ vor Maria Unterfrauner, Marketingleiterin bei holzius, erläuterte die Baumaterialien und die Bauschritte für die „Parkhütte“ Michael Wunderer erklärte die Software für das „virtuelle Kraftwerk“ und die Implementierung von Smard Grid in 9 Gemeinden Mauro Dalla Barba erläuterte die Energiegemeinschaft Vinschgau EVi
baut, und zwar, wie es holzius nach der Idee des Gründers Herbert Niederfriniger seit jeher praktiziert, ohne Leim und Metall. Das System mit der Verbundleiste in Form eines Schwalbenschwanzes ist preisgekrönt und mehrfach ausgezeichnet. Internationale Auszeichnungen hat holzius auch für die Nachhaltigkeit erhalten. In Martell ist so ein 0-km-Holzhaus entstanden. Auch bei den Stein- und Fußböden wurden mit Marmor aus dem Vinschgau und Porphyr aus Martell einheimische Steine verwendet. Das Nutzungskonzept für die 6 Zimmer mit einer Belegungsmöglichkeit von 6 bis 18 Personen und für die großzügigen Gemeinschaftsräume hat Annalisa Mair von der BASIS Vinschgau entworfen und vorgetragen. Das „Parkhaus“ eigne sich für Seminare, für Firmenklausuren und als Rückzugsort für Führungskräfte. Bis 2029 erhoffe man sich eine Auslastung von 40 %. Sehr zufrieden zeigte sich der Marteller BM Georg Altstätter, der auf die langwierige bürokratische Vorbereitung vor der kurzen Bauzeit hinwies. Als eine Maßnahme der zweiten Säule der „Green Communities“ stellte der Lat-
scher BM Mauro Dalla Barba die Energiegemeinschaft Vinschgau EVI vor. Die EVI habe mittlerweile 205 Mitglieder, davon 170 aktive. Die 94 Photovoltaikanlagen der Mitglieder hätten eine installierte Leistung von 1,2 Megawattpeak (MWp), weitere 4,2 MWp seien im Kommen. Michael Wunderer stellte die Materie eines „virtuellen Kraftwerkes“ vor. Dabei sollen mit entsprechend geeigneter Software (Anschubfinanzierung über PNRR: 136.000 Euro) parallel zur Energiegemeinschaft EVI sämtliche Stromflüsse erfasst und rückgerechnet werden. Auf „Smart Grid“ sollen sämtliche Sekundärkabinen in den 16 Gemeinden umgerüstet und die Stromflüsse bzw. das Stromsystem effizienter gesteuert werden (Anschubfinanzierung über PNRR: 765.000 Euro). Der Geschäftsführer der Marteller Erzeugergenossenschaft MEG, Philipp Brunner, stellte die Genossenschaft vor (45 Mitgliedsbetriebe, 900 bis 1000 Tonnen Erdbeeren und Gemüse pro Jahr, 5 fixe Mitarbeiter und bis zu 25 Saisonangestellte in der Erntezeit). Über die PNRR-Finanzierung von 48.000 Euro wurden in 8 Mitgliedsbetrieben Sen-
soren installiert, die eine intelligente Bewässerungs- und Düngersteuerung anzeigen. Damit sei eine permanente technische Überwachung diverser Parameter möglich. Stündlich würden durch diese Messungen um die 11.000 Datensätze anfallen. Um diese auszuwerten, werde man sich der Künstlichen Intelligenz bedienen müssen. „Die Arbeit beginnt jetzt“, sagte Brunner. Die Landesrätin Rosmarie Pamer überbrachte die Grußworte der Landesregierung und sagte, dass man stolz auf die zukunftsweisenden Projekte sei. Dann kam ein dickes Lob von Luca Colombatto: Die besten Projekte in ganz Italien gebe es in Südtirol. Diese Projekte stimmten alle bestens mit den EU-Zielen überein. Bis zum Stichdatum 30. Juni hätten in Italien 97 % aller Projekte abgeschlossen werden können. Colombatto kündigte an, dass demnächst die EU mit Kontrollen anrücken werde. Im Anschluss an die Schlussveranstaltung wurden die Erdbeerwelt in Trattla, die MEG und dann das „Parkhütte“ auf 2000 Metern besichtigt.
8 /WIRTSCHAFT/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
Bericht aus Rom 8. Oktober 2026
Richtigstellung - Zwischentöne
Unterschiedliches Maß
Zwischentöne - Gleich zwei Aufführungstermine im Programm des Südtiroler Kulturinstituts im Vinschgerwind vom 1. Oktober 2026 waren falsch: Putsch vom Metropoltheater München findet am Dienstag, 24.November 2026 und Sophia oder Das Ende der Humanisten am Dienstag, 20.04.2027 statt. Wir entschuldigen uns vielmals. Karten sind unter www.kulturinstitut.org oder info@kulturinstitut.org oder Abendkasse 0473 732052 erhältlich.
u den Maßnahmen, die die Regierung Meloni mit dem neuen Schuldekret eingeführt hat, gehört auch jene, Eltern au s l ä n d i s c h e r Kinder mit mangelnden Italienischkenntnissen zur Zusammenarbeit mit der Schule zu verpflichten. Sie können in Zukunft genötigt werden, an einem Italienischkurs teilzunehmen. Wer auch nach einer förmlichen Aufforderung nicht an dem Kurs teilnimmt, muss mit einer Geldstrafe zwischen 200 und 1.000 Euro rechnen. Wie bitte? Erst vor wenigen Monaten hat die Regierung Einwände gegen eine ähnliche Regelung in Südtirol erhoben. Das neue Landesrahmengesetz für die Schule sah Geldstrafen von 50 bis 150 Euro für Eltern vor, die nicht ausreichend mit der Schule zusammenarbeiten – etwa indem sie nicht an Elterngesprächen oder anderen als notwendig erachteten Treffen teilnehmen. Besonders Landesrat Galateo hatte die Regelung scharf kritisiert: „Ich halte es für falsch, Eltern mit einer Geldstrafe zu belegen, wenn sie sich nicht an die Vorgaben des Landesgesetzes halten. Was ist etwa bei getrennt lebenden Eltern – wem wird die Strafe auferlegt? Und was, wenn ein Jugendlicher gute schulische Leistungen erbringt, die Eltern aber aufgrund ihrer Arbeit keine Zeit haben, an den vorgesehenen Gesprächen teilzunehmen?“. Diese Bedenken scheinen für ihn beim Staatsgesetz nicht zu gelten. Im Gegenteil: dieses wird als großer Erfolg verkauft. Der Grund ist einfach. Der Gesetzespassus in Südtirol hat nicht nur Eltern von Nicht-EU-BürgerInnen betroffen, sondern auch italienischsprachige Eltern, die ihre Kinder in die deutsche Schule schicken. Bildungsminister Valditara hat von der Landesregierung gefordert, die Geldstrafen zu streichen. Ansonsten würde die Regierung das Gesetz vor dem Verfassungsgericht anfechten. Es ist offenkundig, dass die „fratelli“ hier mit unterschiedlichen Maß messen. Senatorin Julia Unterberger
Großes Büro
Mals/Bozen - Das Malser Ingenieurbüro Patscheider & Partner arbeitet international und ist mit Büros in Nordtirol, in der Schweiz und in Deutschland vertreten. Seit 20 Jahren auch in der Provinzhauptsstadt Bozen. Dort ist man vor kurzen zum 4. Mal umgezogen.
Die Mitarbeiter:innen von Patscheider&Partner in der Filiale in der Galvanistraße in Bozen von Erwin Bernhart
M
als, Schwaz in Nordtirol, Aarau in der Schweiz, Mertingen in Deutschland und Bozen: das Ingenieurbüro Patscheider&Partner mit Firmensitz in Mals ist genauso bodenständig wie international vernetzt, bietet differenzierte Dienstleistungen an und betreut Baustellen in ganz Europa und darüber hinaus. Die Qualifikationen und die Arbeitsmoral im Hauptsitz wie in den Zweigstellen sind hoch, so dass auch diffizile ingenieurtechnische Aufgaben abgearbeitet werden können. Die Stimmung unter den Mitarbeitern ist gut, was nicht zuletzt bei der 30-Jahr-Feier des Betriebes in Mals sichtbar geworden ist. Und kürzlich auch in Bozen: Denn gute Stimmung herrschte auch in der Galvanistraße in Bozen. Dort wurde mit einer betriebsinternen Feier ein neues Büro bezogen. Eingeladen waren neben der Belegschaft viele Freunde und Weggefährten, die mit Patscheider&Partner zu tun haben. In den Ansprachen von Walter Gostner und von Ronald Patscheider wurde an die Geschichte von Patscheider&Partner in Bozen erinnert. Es sei nunmehr das 4. Büro, welches
bezogen werden kann. Denn die vorherigen sind immer wieder viel zu klein geworden. Vor 20 Jahren habe man in der Firmenzentrale in Mals beschlossen, eine Zweigstelle in Bozen zu eröffnen. Die Weg nach Bozen war von Mals aus immer weit und deshalb bot die Zweigstelle in der Landeshauptstadt kurze Wege zu den Verwaltungen. Das erste Büro habe sich oberhalb des „Beate Uhse“-Ladens am Verdiplatz befunden, erzählte Ronald Patscheider und deshalb sei es leicht zu finden gewesen. In den vergangenen 20 Jahren ist auch das Büro in Bozen stetig gewachsen und habe sich im Wasserbau, beim Bau von Beregnungsanlagen, beim Bau von E-Werken, von Trinkwasserbecken, in der Sicherheitstechnik und im Baugewerbe bewährt. 20 Mitarbeiter:innen haben in Bozen ihren Arbeitsplatz, davon 5 Südtiroler:innen. Denn in Bozen spiegelt sich im hochqualifizierten Personal das internationale Arbeiten wider. Die Ingenieure kommen aus Polen, aus Marokko, aus Jordanien und aus Italien. In Bozen wurde denn auch kräftig gefeiert. Das Ingenieurbüro Patscheider&Partner beschäftigt insgesamt rund 70 Mitarbeiter:innen.
Foto: Erwin Bernhart
Z
15.10.26
Vinschgerwind 21-26
/PR-INFO/ 9
PR-INFO TOURISMUSGENOSSENSCHAFT NATURNS
Wein & Genuss – der Gourmetherbst in Naturns Den Abschluss in diesem Veranstaltungjahr der Tourismusgenossenschaft Naturns macht die Gourmetreihe „Wein & Genuss – der Gourmetherbst in Naturns“. Weinliebhaber und Genussmenschen erleben in den fünf Wochen - 17.10. bis 21.11.2026 - ein ansprechendes und umfangreiches Veranstaltungsprogramm. Jeden Montag stellen Südtiroler Winzer bei einer Abendverkostung im Naturparkhaus Texelgruppe ihre Betriebe und Weinkollektionen vor. In diesem Jahr freuen wir uns auf die Weingüter Pfannenstielhof, Kloster Neustift, Messnerhof, Franz Haas und Castel Sallegg. Neu im Programm steht heuer „Wein & Genuss im Gasthaus“. 4 Naturnser Gasthäuser laden jeweils am Dienstag zum gemütlichen Abendessen ein.
Geboten wird ein 3-Gänge-Menu mit Weinen von den Weingütern der Nachbargemeinden Kastelbell und Galsaun. Gasthaus Falkenstein, Restaurant Weinberghof, Gasthof Goldene Rose und Restaurant Zum Adler freuen sich auf Euren Besuch. Fester Bestandteil des Gourmetherbstes sind auch die Weinreisen jeden Mittwoch. Werft einen seltenen Blick hinter die Kulissen der Weingüter Lehengut, Köfelgut, Marinushof, Rebhof und Befehlhof. „Bergweinbau in Naturns“ steht am Donnerstag auf dem Programm. Erfahrt Wissenswertes über den anspruchsvollen Bergweinbau der lokalen Weingüter Falkenstein und Castel Juval Unterortl. Die Woche wird mit einem Galadiner in einem der Partnerhotels abgeschlossen: Hotel Prokulus – Family & Wellness ****S, Vitalpina Hotel Schulerhof ****,
Pure Luxury & Spa DolceVita Resort Lindenhof *****, DolceVita Resort Feldhof****S sowie Luxury DolceVita Resort Preidlhof***** laden am Freitag zu einem Geschmackserlebnis erster Klasse ein. „Wine & Music“ bei Lebensmittel & Feinkost Unterthurner am Donnerstag 19.11.2026 ab 19.00 Uhr: Gemütliches Beisammensein, erlesene Weine und Musik garantieren einen perfekten Abend. Weitere und detaillierte Informationen zum Programm findet ihr auf unserer Webseite www.naturns.it. Merkt euch diese Termine vor und meldet euch für diese Veranstaltungen rechtzeitig an. Tourismusgenossenschaft Naturns Tel. +39 0473 666077 info@naturns.it www.naturns.it
www.naturns.it
Wein & Genuss – der Gourmetherbst in Naturns
17. Oktober – 21. November 2026
Wein & Genuss im Gasthaus
DIENSTAG 20.10. / 27.10. / 03.11. und 10.11.2026
10 /WIRTSCHAFT/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
Bozen/Vinschgau
Vinschger Bahn soll wieder verlässlicher werden
Im Mittelpunkt des Austauschs In Schlanders standen die Störungen im Zusammenhang mit dem neuen Betriebskonzept der Vinschger Bahn. (Foto: LPA/Helga Morandell)»
A
m 30. September sind in Schlanders Südtirols Mobilitätsverantwortliche mit Vertreterinnen und Vertretern der Vinschger Gemeinden und des Tourismus zusammengekommen. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Störungen im Zusammenhang mit dem neuen Betriebskonzept der Vinschger Bahn. Neben den Zügen werden auch die Stromversorgung sowie die Systeme zur Steuerung und Sicherung des Bahnverkehrs erneuert. Die Vinschger Bahn
ist die erste Regionalbahnstrecke Italiens, auf der das europäische Zugsicherungssystem ETCS Level 2 eingesetzt wird. Derzeit funktioniert das Zusammenspiel dieser neuen Systeme noch nicht durchgehend wie vorgesehen. Betroffen sind insbesondere die automatische Betriebssteuerung und einzelne technische Komponenten der neuen Züge. Die Folge sind Unregelmäßigkeiten im Betrieb und Verspätungen. Die neuen Züge werden im Vinschgau getestet und schrittweise in Betrieb
genommen. Deshalb sind die Auswirkungen der Anlaufphase dort besonders spürbar. Michael Prader (STA) erklärte, dass ein Großteil der festgestellten Probleme bereits behoben werden konnte. Ein Team des Herstellers Alstom arbeitet vor Ort an den noch offenen Punkten. Die neuen Elektrozüge dürfen derzeit noch nicht bis nach Meran fahren. Es fehlen noch die erforderlichen Genehmigungen vom italienischen Schienenetzbetreiber RFI, der Europäischen Eisenbahnagentur ERA und der staatlichen Sicherheitsagentur ANSFISA (Agentur für die Sicherheit von Eisenbahnen sowie Straßenund Autobahninfrastrukturen) für die Einfahrt in das dortige Bahnnetz. Deshalb verkehren aktuell Elektrozüge zwischen Mals und Latsch sowie Dieselzüge zwischen Laas und Meran. Die Dieselzüge bleiben wie geplant bis 2030 im Einsatz. Die Ge-
nehmigungen werden Anfang 2027 erwartet. Für den Umstieg in Latsch wurde ein Zeitpuffer von rund 30 Minuten vorgesehen. Dadurch sollen Anschlüsse auch bei Verspätungen erreicht werden. Für die Fahrgäste bedeutet dies allerdings längere Reisezeiten. Zusätzlich verkehren die Ersatzbusse der Linie B250 weiterhin im Halbstundentakt zwischen Mals und Meran. „Ein verlässlicher Betrieb im Vinschgau ist die Grundlage dafür, das Angebot auszubauen und die Anbindung bis nach Meran zu verbessern. Die Investitionen in neue Züge und eine moderne Infrastruktur sind notwendig, damit die Menschen auch künftig auf die Bahn zählen können“, unterstrich Mobilitätslandesrat Alfreider. Für den weiteren Ausbau des Angebots kann derzeit laut STA noch kein verbindlicher Termin genannt werden.
Valchava/Interreg Italien-Schweiz
RaetiaCulTour – Ein Strategiepapier eim Erntedankfest in Valchava im Münstertal wurde am 4. Oktober in der Chasa Jaura auch ein Strategiepapier über touristische Ideen für einen grenzüberschreitenden Sprachund Erlebnisraum vorgestellt. Es geht um die stärkere Zusammenarbeit und Vernetzung beim Kulturtourismus in der Terra Raetica bzw. zwischen dem Obervinschgau, dem Unterengadin und dem Münstertal und die Förderung über INTERREG VI-A Kleinprojekte. Im Auftrag der Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung (GWR) erarbeitete die Marketing- und Kommunikationsagentur Visual2 SNC von Ellis Kasslatter & Simon Kostner, zusammen mit Teilnehmern aus dem Obervinschgau und dem Engadin das Strategiepapier. 10 Experteninterviews und drei Workshops wurden durchgeführt. Projektpartner sind neben
der GWR, der Regiun Engiadina Bassa / Val Müstair auch die Abt. 18 der Ladinischen Bildungs- und Kulturverwaltung. Ellis Kasslatter und Gabriella Binkert Becchetti, die Gemeindepräsidentin von Müstair, erläuterten das Strategiepapier.
Es gibt zwar die Staats- und die Sprachgrenze, aber das rätoromanische Erbe, die gemeinsame Kultur dieser Region ist älter. Deshalb sind wir mehr als Nachbarn. Wir haben gemeinsame Traditionen und jahrhundertealte wirtschaftliche Bezie-
Foto: Heinrich Zoderer
B
In der Chasa Jaura in Valchava wurde das Strategiepapier über eine grenzüberschreitende touristische Zusammenarbeit im Rahmen von Interreg Italien - Schweiz vorgestellt: v. l. Peter Luis Thaler vom GWR, die Gemeindepräsidentin Gabriella Binkert Becchetti, Ellis Kasslatter von Visual2 und Mathias Stuflesser, Abteilungsdirektor der Ladinischen Bildungs- und Kulturverwaltung
hungen, so Binkert. Die Stärke der Region liegt nicht in einzelnen Sehenswürdigkeiten, sondern in der gemeinsamen kulturellen Identität, so ein Ergebnis der Workshops. Es gibt bereits grenzüberschreitende InterregProjekte. Diese sollen ausgebaut und neue Projekte entwickelt werden. Konkret wurden vier Produktwelten genannt: Kulinarik, Handwerk, Sprache und Geschichte und zwei Querschnittsthemen: Musik und Natur. Nach dem Erstellen des Strategiepapiers geht es nun um die konkrete Umsetzung der Ideen und die Erarbeitung von konkreten Projekten. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Gesangsquartett „De cater“ aus St. Ulrich in Gröden. Die vier Frauen überraschten das bunt gemischte Publikum mit Liedern in Ladinisch, Deutsch, Italienisch und Rätoromanisch. (hzg)
15.10.26
Vinschgerwind 21-26
/WIRTSCHAFT/ 11
Naturns
Foto: Anna Pfitscher
„Abend der offenen Tür“ in der Kleiderstube Wilma
Die Kleiderstube Wilma ist dienstags von 14:00 bis 18:00 Uhr und donnerstags von 9:00 bis 11:00 Uhr geöffnet. Zudem findet am Freitag, den 27. November, ein weiterer „Abend der offenen Tür“ statt, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind.
E
s ist angenehm ruhig, die Kleidung, Haushaltsartikel, Spielsachen und zahlreiche weitere Gebrauchsgegenstände sind fein säuberlich geordnet, die Begrüßung durch die Mitarbeiterinnen herzlich. Um die Kleiderstube Wilma näher an die Dorfbevölkerung zu bringen, Hemmschwellen zu überwinden und auch alternative Öffnungszeiten anzubieten, gab es dort am Freitag, den 25. September, den dritten „Abend der offenen Tür“. Wie bereits im März und Mai nutzten auch dieses Mal zahlreiche Besucher die Gelegenheit für einen Besuch in
der Kleiderstube, um sich über deren Arbeitsweise zu informieren, einen Einblick in das reiche Sortiment zu bekommen oder um sich einfach unter Gleichgesinnten zu treffen. Bereits seit 2012 gibt es die Kleiderstube Wilma in Naturns und seitdem ist sie stetig gewachsen: Nicht nur die Anzahl der Mitarbeiterinnen ist von den ursprünglichen 12 Helfern auf stolze 30 angestiegen, auch die Auswahl der vorhandenen Artikel reicht mittlerweile weit über reine Bekleidung hinaus. Somit können zudem Haushaltsartikel, Gebrauchsgegenstände
und Spielsachen kostenlos an Mitbürger weitergegeben werden. Der Name „Wilma“ wurde der Kleiderstube in Erinnerung an eine der ersten freiwilligen Mitarbeiterinnen gegeben, welche sich engagiert für das Projekt einsetzte. Zudem war es ihr ein persönliches Anliegen, dass nicht von einer „Kleiderkammer“ gesprochen wurde, da dieses Wort mit vielen negativen Assoziationen verbunden ist. Daher ihre Idee zum Namen „Kleiderstube“. Mittlerweile ist die Kleiderstube eine wertvolle soziale Ressource im Dorf, in dem sie Menschen in schwierigen Lebenslagen unterstützt und die Solidarität in der Gemeinde fördert. Außerdem leistet sie einen wesentlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit, da gut erhaltene Gegenstände wiederverwendet werden, was Ressourcen schont und Müll vermeidet. Beim Abend der offenen Tür wurde über diese Leitgedanken der Kleiderstube, Kreislaufwirtschaft verbunden mit gelebter Solidarität, bei einem kleinen Umtrunk in angenehmer Runde rege diskutiert und Ideen ausgetauscht. Anna Pfitscher
Buch
Wunderbarer Begleiter
W
as als „Alpine Straße der Romanik – Stiegen zum Himmel“ 2006 aus dem Tourismusverein Obervinschgau als Projekt herausgewachsen ist, ist in den Händen der IDM zu einer schönen Perle herangereift. Es gelingt immer mehr, die romanischen Kleinode im Vinschgau und auch im Land sichtbar zu machen. Dazu trägt das kürzlich im Raetia-Verlag (Projektleiterin Magdalena Grüner) erschienene Buch „Die Alpine Straße der Romanik in Südtirol“ von Marlene Lobis bei. Der Zusatz „Ein Erlebnis-Guide“ kann durchaus als Aufforderung verstanden
werden, Südtirol entlang der romanischen Stätten zu erkunden. Da kommt man von Burgeis bis nach Innichen, vom Kloster St. Johann im Val Müstair bis nach Sand in Taufers. In den wunderbaren und aufschlussreichen „Haltestellen“ in Klöstern und Burgen, in Kirchen und Kapellen lassen sich Bilderkosmen, Gedankenwelten und Zeiträume aus der romanischen Epoche erleben. Der jungen Autorin Marlene Lobis gelingt es mit ihren Texten, den Besucherinnen und Besuchern der romanischen Stätten unaufdringlich erklärend zur Seite zu stehen. (eb)
Marlene Lobis:
Die Alpine Straße der Romanik in Südtirol. Ein Erlebnis-Guide 208 Seiten, 22 Euro ISBN 978-88-7283-983-6
12 /LESERBRIEFE/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
Leistbares Wohnen: Nicht nur schreiben – sondern tun! Die SVP-Fraktion im Gemeinderat von Naturns weist die Darstellungen des Gemeindesrates der Südtiroler Freiheit Elmar Karl Müller zurück. Besonders bei den Leerstandszahlen werden unterschiedliche Dinge vermischt und Äpfel mit Birnen verglichen. Die im Gemeinderat vorgestellten Analysen im Rahmen des Gemeindeentwicklungsprogramms zeigen klar: Zum Stichdatum 2024 gab es in Naturns insgesamt 13 leerstehende Immobilien. Laut den Experten liegt dieser Wert deutlich unter dem Durchschnitt vergleichbarer Orte und ist als unauffällig einzustufen. Dabei handelt es sich nicht um 13 leerstehende Wohnungen, die einfach dem Wohnungsmarkt zugeführt werden könnten. Vielmehr sind es überwiegend ältere Bauern- und Landwirtschaftsgebäude außerhalb der Siedlungsgrenze, die seit Jahren nicht mehr bewohnt und teilweise gar nicht bewohnbar sind. Wie Gemeinderat Müller daraus 200 leerstehende bzw. 500 nicht verfügbare Wohneinheiten ableitet, ist für uns nicht nachvollziehbar. Denn Zweitwohnungen oder Wohnungen, die nur zeitweise genutzt werden, sind kein „Leerstand“ oder stehen einfach so zur Verfügung. Von rund 3.500 Wohnimmobilien in Naturns sind derzeit 118 Wohnungen nur zeitweise bewohnt. Hinzu kommen beispielsweise Unterkünfte für Hotelmitarbeiter oder Erntehelfer. Das sind alles rechtlich konforme Nutzungen. Entscheidend ist aber nicht, wer die höheren Zahlen nennt, sondern wer konkrete Lösungen umsetzt. Und hier kann der Gemeinderat einiges vorweisen. Die Hebesätze der GIS für nicht dauerhaft besetzte Wohnungen sowie Zweit- und Ferienwohnungen wurden bereits vor Jahren auf das Maximum angehoben. In den vergangenen fünf Jahren wurden außerdem alle ausgewiesenen Wohnbauzonen zu 100 Prozent Ansässigen vorbehalten. Auch bei der Raumplanung setzt die Gemeinde auf konkrete Maßnah-
men. Die „Vision Naturns 2030+“ sieht eine verstärkte Verdichtung im bestehenden Siedlungsgebiet vor. Das schont Grund und Boden und schafft zusätzlichen Wohnraum. Entsprechend wurden bereits mehrere Durchführungspläne angepasst und Baudichten erhöht. In der Zone „Etschufer“ wurden vier kleinere Mischzonen ausgewiesen, in denen unter anderem Projekte für Mehrgenerationenwohnen entstehen können. Auch diese neuen Flächen stehen zu 100 Prozent für Wohnungen für Ansässige zur Verfügung. Im vergangenen Jahr wurden neun Mietwohnungen für das Betreute Wohnen übergeben, zusätzlich stellte die Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt fünf Trainingswohnungen zur Verfügung. Auch beim geförderten Wohnbau wurde gehandelt: Im Zentrum von Naturns entstanden 15 Wohnungen für Anspruchsberechtigte. Gemeinsam mit der Arche im KVW wurde ein Projekt umgesetzt, bei dem der durchschnittliche Preis bei rund 3.000 Euro pro Quadratmeter Konventionalfläche lag. Die entsprechende Rangliste ist inzwischen erschöpft – alle Interessierten konnten eine Wohnung erhalten. Ein weiteres konkretes Projekt wird in der St.-Prokulus-Straße angegangen. Dort sollen vier Wohnungen mit Preisbindung entstehen, die schlüsselfertig zu durchschnittlich rund 3.300 Euro brutto pro Quadratmeter Konventionalfläche verkauft werden müssen. Die Rangliste für den Erwerb soll nach Genehmigung des Durchführungsplans voraussichtlich noch heuer ausgeschrieben werden. Auch beim sozialen Wohnbau wurde eine bestehende Zone genutzt und die Dichte erhöht, damit das WOBI weitere acht Wohnungen errichten kann. Das spart Fläche und Kosten. Natürlich ist Wohnen teurer geworden – sowohl beim Eigentum als auch bei den Mieten. Die Mehrheit im Gemeinderat nimmt diese Entwicklung ernst. Deshalb hat mittlerweile auch eine Bürger*innen-
Arbeitsgruppe zum Thema Wohnen ihre Arbeit aufgenommen. Interessierte können sich gerne melden. Zusätzlich lädt der SVP-Ortsausschuss herzlich zum offenen Bürger*innen-Infoabend mit Landesrat Peter Brunner ein: Dienstag, 10. November 2026, um 19.00 Uhr Ratssaal des Bürgerund Rathauses Naturns. Auch das steht das Leistbare Wohnen im Mittelpunkt. Die Kritik des STF-Gemeinderates Elmar Karl Müller ist vor allem deshalb wenig überzeugend, weil konkrete Lösungsvorschläge fehlen. Die Mehrheit im Gemeinderat kann hingegen auf zahlreiche umgesetzte und laufende Projekte verweisen. Leistbares Wohnen entsteht nicht durch möglichst hohe Leerstandszahlen in einem Leserbrief. Es entsteht durch konkrete Maßnahmen. Genau daran arbeitet die SVP-Fraktion gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung und der Mehrheit im Gemeinderat. Die Südtiroler Freiheit hat in den vergangenen Jahren – abgesehen von Presse-Texten – hingegen keinen konkreten Vorschlag vorgelegt, der in Naturns zusätzlichen leistbaren Wohnraum geschaffen hat…
Michael Kaufmann – SVP-Fraktionssprecher Paul Ladurner – Stellv. SVP-Fraktionssprecher
HAIKU – Gedicht
abgedruckt im Haiku Heute Jahrbuch „Stille Fenster“: Ein Windstoß im Nussbaum – lauter als sonst fallen Blätter. © Helga Maria Gorfer Kommentare und Anfragen zum Thema Haiku an helga.gorfer58@gmail.com
Eine neue Verkehrslösung für Südtirol – ausgehend vom Vinschgau In unseren Städten und Dörfern zirkulieren vor allem in den Stoßzeiten viele Autos, in denen sich nur eine Person, der Fahrer, befindet. Dies führt zu Staus und Zeitverlust, was uns alle belastet. Dafür gäbe es eine einfache Lösung: Personen, die zur gleichen Zeit in dieselbe Richtung fahren, könnten Fahrgemeinschaften bilden, anstatt alleine in ihrem PKW zu fahren. Damit könnte man Geld sparen, die Fahrt stressfreier gestalten, weniger Zeit in Staus verlieren, leichter einen Parkplatz finden. Warum wird das so wenig praktiziert? Die Umweltschutzgruppe Vinschgau hat sich mit dieser Thematik befasst und sich an den Meraner Verkehrsexperten Sergio Fedele gewandt. Fedele hat sich mit der Materie auf wissenschaftlicher Basis befasst und unterrichtet auf dem italienischen Staatsgebiet „carpooling“. Was sind seine Antworten auf unsere Frage: Einem Unbekannten eine Mitfahrgelegenheit anzubieten, wird als potentiell gefährlich und unangenehm wahrgenommen. Man glaubt Flexibilität und Zeit zu
verlieren und der persönliche Vorteil scheint gering zu sein. Fedele ist von der Theorie zur Praxis übergegangen und hat mit seinem Startup Team die App LigthRide entwickelt, die diese Probleme effizient löst: Es wurden 5 Sicherheitsfilter eingebaut, verschiedene Funktionen, um Fahrer und Mitfahrer zu unterstützen und vieles mehr. Vor einigen Monaten wurde mit dem Projekt LightRide im Vinschgau gestartet, seither wird es auch in anderen Regionen Italiens getestet. Die Umweltschutzgruppe Vinschgau arbeitet mit Betrieben, Organisationen und Institutionen zusammen, um diese Innovation bekannt zu machen, die weder Infrastruktur noch finanzielle Unterstützung benötigt. Wir unterstützen die Absicht, die hinter LightRide steckt: Fahr gemeinsam, tu Gutes! Die Fahrer entscheiden, ob sie den Beitrag des Mitfahrers behalten oder einer ehrenamtlichen Organisation spenden wollen. Eine wertvolle Hilfe für das Ehrenamt!
Umweltschutzgruppe Vinschgau
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it
Wie ein Denkmal. Am Anfang war..., ja, die Grundlage für die Besiedlung der Bergbauern im Alpenraum war und ist Gras!! Wie ein Wunder verwandelt es sich in Milch, Butter, Käse, Fleisch, Leder, Wolle, Pergament,...
15.10.26
Vinschgerwind 21-26
/IMPRESSIONEN/ 13
14 /LOKALES/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
Schluderns
Unterwegs in Jordanien
E-CarSharing vorgestellt
Unterwegs in Jordanien - Reisebilder von Gottlieb Kaserer; Dienstag, 20. Oktober um 19:30 Uhr in der Bibliothek Schlandersburg. Das Königreich Jordanien ist ein junger Staat mit einer alten Geschichte. Gottlieb Kaserer war zwischen Ende Februar und Anfang März dieses Jahres in Jordanien unterwegs und berichtet in seinem Vortrag mit Reisebildern über seine Eindrücke und Erfahrungen
Foto: Magdalena Dietl Sapelza
er vollelektrische VW ID3 des Südtiroler CarSharing Anbieters AlpsGo zog kürzlich auf dem Rathausplatz viele Blicke auf sich. Interessierte konnten sich über CarSharing informieren. BM Heiko Hauser und seine Stellvertreterin Sonja Abart (unten im Bild) zählten zu den ersten, die sich probeweise ans Steuer des Autos setzten. Das E-Auto wird von der Gemeinde betrieblich genutzt und steht für alle Bürgerinnen und Bürger bereit. Damit das E-Auto genutzt werden kann, ist eine Anmeldung über die AlpsGo-Internetseite erforderlich. Über das digitale Buchungssystem wird registriert und reserviert. Das Auto kann dann an der E-Tankstelle bei der Feuerwehrhalle abgeholt, genutzt und wieder dorthin zurückgebracht werden. Die Registrierung ist entweder flexibel ohne Fixkosten oder im Abo-Modell möglich. Mit dem Abo fallen etwa 3 Euro pro Stunde und 0,28 Euro pro gefahrenem Kilometer an. Die einmalige Anmeldegebühr von 19 Euro wird Kundinnen und Kunden von Alperia zur Hälfte als Fahrtguthaben angerechnet. Die Nutzerinnen und Nutzer können den Ladezustand jederzeit online prüfen, die Verfügbarkeit einsehen oder eine Kostenschätzung für ihre Fahrt erhalten.
Das Projekt E-CarSharing führt zu weniger Emissionen und geringeren Kosten. Ein Zweit- oder Drittwagen in der Familie könnte sich erübrigen. Zum Kennenlernen des Angebots gab es einen Gutschein für eine Gratisstunde als Ansporn. (mds)
60 Jahre Lyzeum Schlanders
Schlanders - Vor 60 Jahren am 1. Oktober 1966 wurde das Wissenschaftliche Lyzeum in Schlanders eröffnet. Die neue Schule war die erste zur Matura führende Oberschule des Tales. Am 1. Oktober 2026 wurde das gefeiert mit Grußworten vom ehemaligen Direktor und derzeitigen Bildungsdirektor Gustav Tschenett, mit Erinnerungen von Gottfried Tappeiner und einer beeindruckenden Rede der Schülerin Sophia Pfitscher.
Am 1. Oktober 2026 wurde 60 Jahre Lyzeum Schlanders gefeiert: mit dabei Absolventen der ersten Maturaklasse, ehemalige Direktoren, Professoren und Absolventen der Schule. von Heinrich Zoderer
V
erena Rinner, die Direktorin des Oberschulzentrums Schlanders, konnte neben Schülern und Professoren, auch viele ehemalige Absolventen der Schule, ehemalige Professoren, Direktoren, Vertreter der Politik und der Gesellschaft begrüßen. Der Schulchor und die Schulband spielten auf. In ihren Ansprachen erinnerten sowohl Gustav Tschenett als auch Gottfried Tappeiner an die schwierige Anfangsphase, die fehlenden Infrastrukturen, die Suche nach Lehrpersonen, aber auch an den Mut der Politiker, das Engagement der Lehrpersonen bei der Begleitung und Erziehung der Jugendlichen. Das Lyzeum war anfangs eine Außenstelle von Brixen. 36 Schüler:innen besuchten im ersten Schuljahr die erste Klasse. Josef Feichtinger war der Schulleiter und zusam-
men mit den anderen Lehrpersonen musste viel improvisiert und koordiniert werden. Gottfried Tappeiner, ehemaliger Absolvent der Schule, sprach vom Geist des Aufbruchs in Zeiten des Geburtenüberschusses und der großen Abwanderung. Er sprach vom Weitblick der damaligen Schulpolitiker, die den Wert der Bildung erkannten und für Buben und Mädchen eine Oberschule errichteten, um ihnen den Zugang zur Universität zu ermöglichen. Tappeiner erinnerte an Persönlichkeiten der Schule, die nicht nur Schulstoff vermittelten und abfragten, sondern kritische Geister förderten und Theaterprojekte ermöglichten. Heute werden von der Schule viele Projekte durchgeführt. Tappeiner betonte die Wichtigkeit von Werten, den kritischen Umgang mit neuen Technologien und wünschte den Schülern Optimismus, Empathie, Neugier und Tatendrang. So-
phia Pfitscher vom Realgymnasium und Gewinnerin des Südtiroler Jugendredewettbewerbes 2026, sprach vom großen Stress der Schüler, den vielen Terminen zwischen Tests, Hausaufgaben und Projektvorbereitungen. Sie stellte die Frage: Was hilft damit umzugehen? Und gab auch gleich eine klare Antwort: gute Planung, klare Prioritäten setzen, Pausen machen und für ausreichend Schlaf sorgen. Wir sind keine Maschinen, wir müssen nicht perfekt sein, wir müssen Freundschaften pflegen, auf unsere Gesundheit achten und dürfen die Lebensfreude nicht verlieren und vor allem nicht vergessen zu leben, so die Schülerin Sophia Pfitscher. Nach dem offiziellen Teil unterhielten sich die Schüler:innen, die ehemaligen Absolventen und Professoren bei einem Umtrunk noch lange und tauschten Erfahrungen und Erinnerungen aus.
Foto: Heinrich Zoderer
D
15.10.26
Vinschgerwind 21-26
/LOKALES/ 15
Marienberg/Schluderns/ Kauns
Theaterfreundschaft über Grenzen ie Freundschaft zwischen den Theatergruppen in Schluderns und Kauns im Bezirk Landeck hatte ihren Anfang vor drei Jahren bei den Südtiroler Ritterspielen. Damals trafen der Kaunser Bürgermeister und gleichzeitig Theaterspieler Matthias Schranz und der dortige Theaterobmann Michael Schmid in feucht fröhlicher Runde auf Tina Pali von der Theaterbühne Schluderns. Die Regisseurin Christl Stocker kam dazu. Beide glaubten anfangs nicht, dass sie mit Matthias einen Theater spielenden Bürgermeister vor sich hatten. Doch sie wurden eines Besseren belehrt. Seither besuchen sich die Theaterleute gegenseitig bei Theateraufführungen, Geburtstagsfeiern usw. Im vergangenen Sommer unternahmen die Vinschger mit den Kaunsern eine Bergwanderung im Kau-
Foto: „Wind“-Archiv
D
Die Mitglieder der Schludernser Theaterbühne und ihre Gäste aus Kauns bekamen Einblicke in die Besonderheiten des Klosters Marienberg und genossen die Gemeinschaft in geselliger Runde nertal. Die treibende Kraft bei der Pflege der grenzüberschreitenden Beziehung ist mittlerweile der rührige Obmann der Theaterbühne Schluderns Andreas Oberhofer. Anfangs September lud er - auf Anregung und organisatorisch unterstützt
von Christian Überbacher - die Nordtiroler Freunde zu einem Besuch des Klosters Marienberg ein. Helene Dietl Laganda übernahm die Führung. Die Krypta und die Bibliothek beeindruckten besonders. Bei der Betrachtung der Malerei „Anbetung der
Hirten“ aus dem 17. Jh. wurden die Gäste aus dem Kaunertal überrascht. Denn die Malerei stammt von ihrem Kaunser Landsmann Matthias Gasser. Ein fröhliches Beisammensein bei einem Essen bildete den Abschluss. (mds)
H O L ZIU S ER LEB E N 3 0.10 . 2 0 26 – E YR S
EINLADUNG: Exklusive Einblicke hinter die Kulissen Baustellenführung & Besichtigung unserer Produktionsstätte Freitag, 30.10.2026, 18:00 – 20:00 Uhr Gewerbegebiet 11 A, 39023 Eyrs Weitere Informationen unter www.holzius.com Anmeldung erforderlich: per E-Mail an info@holzius.com oder telefonisch unter +39 0473 618 185
16 /LOKALES/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
Buchvorstelluung
ARUNDA 109: Karl Plattner – Karussell des Lebens Z
um 50-jährigen Bestehen der Kulturzeitschrift ARUNDA und anlässlich des 40. Todestages von Karl Plattner erscheint mit ARUNDA 109: Karl Plattner – Karussell des Lebens eine umfangreiche monografische Ausgabe, die das Leben und Werk des Südtiroler Künstlers aus unterschiedlichen Perspektiven neu beleuchtet. Auf 220 Seiten versammelt die Ausgabe acht kunst- und kulturhistorische Beiträge, zwei umfangreiche fotografische Bildstrecken in Schwarz-Weiß sowie eine farbige Dokumentation ausgewählter Werke Plattners. Dabei spannt das Heft einen Bogen von den frühen Arbeiten im Vinschgau über die prägenden Jahre und Plattners Aufenthalte in Brasilien bis zu seinen öffentlichen Arbeiten und den jüngsten Forschungen zu seinem Werk. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf bisher unveröffentlichtem Bildmaterial aus dem Nachlass Karl Plattners im Mart, Archivio del ‚900, Fondo Karl Plattner. Private Fotografien, Aufnahmen des Künstlers bei der Arbeit und historische Werkabbildungen ermöglichen eine unmittelbare Annäherung an den Menschen und Künstler
Herausgeber: Karl Plattner Archivio, Arunda Arbeitskreis Vinschgau Ulrich G. M. Wielander, Ursula Schnitzer Autoren: Gabriella Belli, Alessandro Casciaro, Helene Dietl Laganda, Daniela Ferrari, Eva Gratl, Andreas Hapkemeyer, Markus Neuwirth, Patrizia Regorda, Ursula Schnitzer Konzept für diese Arunda: Ursula Schnitzer Koordination: Othmar Thaler 220 Seiten, 240 mm x 280 mm ISBN 978–88–945648–9–1
und zeichnen ein dichtes Bild der Zeit von den 1940er bis in die 1980er-Jahre. Die im Wesentlichen chronologisch angelegten Schwarz-Weiß-Bildstrecken machen die Entwicklung seines künstlerischen Weges ebenso nachvollziehbar wie die biografischen Stationen.
::ZEITEN:: Maschlmusig Samstag, 31. Oktober 2026 um 19.30 Uhr
im Kulturhaus Karl Schönherr Schlanders
ohne Reservierung, freie Platzwahl/senza prenotazione, posti liberi T 0473 737777 - kulturhaus@schlanders.it - www.kulturhaus.it
IDEA Werbung Schlanders
Am Samstag, 17. Oktober wird die neue ARUNDA um 17 Uhr in Schloss Kastelbell vorgestellt. Um 16 Uhr findet auch eine KuratorInnen-Führung durch die Ausstellung statt.
Kulturhaus Karl Schönherr - Schlanders
MASCHLMUSIG Irgendwo zwischen Pizzicati und Juchizern ist die Maschlmusig musikalisch beheimatet. Aufgewachsen sind die drei Geschwister im Pflerschtal in Südtirol und können sich eigentlich nicht erinnern, einmal nicht gemeinsam musiziert zu haben. Dabei vereinen die Drei traditionelle alpenländische Volksmusik, Folk & Jazz auf unkonventionelle Art und Weise. In ihrem aktuellen Konzertprogramm ::ZEITEN:: bewegen sich die drei Musiker:innen zwischen damals und heute, zwischen morgen und vorgestern und verwandeln den Konzertsaal in eine heimelige Stube, in der sie mit ihrer Musik und selbstgeschriebenen Dialekttexten alpines Kriwuskrawus ebenso wie meditative Augenblicke zum Innehalten schaffen. Sie erzählen von frisch gemähten Bergwiesen, steilen Felswänden, pflücken seltene musikalische Blüten und bringen Ohrwürmer aus längst vergessenen Zeiten wieder zum Klingen. Info: T 0473 737777, kulturhaus@schlanders.it – www.kulturhaus.it Unterstützt vom Amt für deutsche Kultur, der Marktgemeinde Schlanders, der Raiffeisenkasse Schlanders, Stiftung Sparkasse, Fa. Karl Pedross AG und Anwaltssozietät Pinggera Schönthaler.
15.10.26
Vinschgerwind 21-26
/MENSCHEN/ 17
„Wenn i Stress hon, gea i zu meine Vögelen“ von Magdalena Dietl Sapelza
D
ie Nymphensittiche sind Idas Lieblinge. Doch auch alle anderen Sittiche sind ihr ans Herz gewachsen. Angefangen hatte alles 2008 als ihr Enkel zwei Wellensittiche geschenkt bekam. Idas Partner Michele war von denen so angetan, dass er sich auch zwei kaufte. Kurz darauf übernahm Ida die Wellensittiche des Enkels. Dann kamen noch zwei von einem Nachbarn dazu. „Nor isch di Sucht ausbrochn“, lacht sie. Ida wuchs auf einem Hof in Galsaun mit drei älteren Brüdern auf. Als 15-Jährige schickte sie die Mutter in eine Haushaltsschule zu Klosterfrauen nach Turin. Ihr Vater erkrankte, und sie kehrte zurück. Seinen Tod kurz darauf beschreibt sie als einschneidendes Ereignis. „In Turin hat i schun a Stell kopp, obr i hon di Mama nit alloan lossn gwellt“, sagt sie. Später begann sie als Bedienung am Ritten. Damit sie die Fahrschule machen konnte, wechselte sie ins Überetsch. Sie nutzte jede Gelegenheit zum Tanzen. „I tonz für mein Leben gearn“, betont sie. Als sie vor der Anschlagtafel in Latsch Ausschau nach einer Tanzgelegenheit hielt, traf sie auf ihren ersten Ehemann. Er lud sie zum Ball ein. Es entwickelte sich eine Beziehung und Ida wurde schwanger. Das Paar heiratete 1973. „A ledigs Kind war selm a Schond gwesn“, sagt sie. Ida wurde Mutter einer Tochter. Die Familie lebte zuerst in Schlanders und zog dann in Idas Elternhaus zu ihrem erkrankten Bruder. Die zweite Tochter kam 1976 zur Welt. Dann scheiterte die Ehe
und Ida stand mit den Mädchen allein da. „I hon selm koa Kronkenversicherung mea kopp, wos i heint nou nit verstea“, sagt sie. Ihre Rettung war die Bauernkrankenkasse. Ida schlug sich als Vertreterin von AMC-Geschirr durch. 1985 begann sie mit dem Theaterspielen. Ida lebte sparsam und wagte den Bau ihres Reihenhauses. Finanzielle Sicherheit gab ihr schließlich die Anstellung als Kindergartenköchin zuerst in Kastelbell und dann in Tschars, wo sie bis zu ihrer Pensionierung 2020 tätig war. Idas Einsatz galt stets dem Kampf um soziale Gerechtigkeit. Sie war als Präsidentin der Plattform für Alleinerziehende 20 Jahre lang treibende Kraft. Als ihre größte Errungenschaft wertet sie die Einrichtung der Landes-Unterhalts-Vorschussstelle 2003. 20 Jahre lang wirkte sie im Beirat für Chancengleichheit. Sie verteilte „Essen auf Rädern“, war aktiv im Dachverband für Soziales und ist im Vinzenzverein tätig. 30 Jahre lang war sie Kassiererin der Theaterbühne Kastelbell/Tschars. Heute ist sie deren Obfrau. Sie ist Mitglied im Vogelzuchtverein und im Tierschutzverein Vinschgau. Ida knüpfte Netzwerke, so auch das europäische Netzwerk für Alleinerziehende „ENoS“, wo sie immer noch tätig ist. Auf der Heimfahrt von Sitzungen in Bozen machte sie öfters Halt im Tanzstadel „Nörder“. 1999 traf sie dort den Bauarbeiter Michele Lorusso (Jg 1949), der genauso gerne tanzte wie sie. Er wurde später ihr Ehemann. Beide teilten die Liebe zu den Wellensittichen. Sie bestückten Ausstellungen und erhielten viele Auszeichnungen. Eine schwere
Foto: Magdalena Dietl Sapelza
Ida Lanbacher aus Kastelbell wirkte als engagierte Präsidentin der Plattform für Alleinerziehende. Sie war im Beirat für Chancengleichheit und im Dachverband für Soziales und Gesundheit tätig. Sie verteilte „Essen auf Rädern“, ist in der Vinzenz-Gemeinschaft aktiv und treibende Kraft in der Theatergruppe Kastelbell/Tschars. Sie ist Mitglied im Tierschutz- und im Vogelzuchtverein. Denn ihr Hobby sind rund 150 Wellensittiche. Sie zählt zu den bekanntesten Züchterinnen des Landes.
Ida Lanbacher, Jg. 1954, Kastelbell, bei ihren Wellensittichen. Als Anerkennung für ihren ehrenamtlichen Einsatz erhielt sie 2012 die Verdienstmedaille des Landes Tirol. Sie ist weiterhin aktiv nach ihrem Motto: Wer rastet, der rostet. Derzeit unterstützt sie einen 92-jährigen Senior bei seinen Besorgungen und Terminen. Zeit brach an, als Michele im November 2025 erkrankte und sechs Monate später starb. Ida bemüht sich nun den Verlust zu bewältigen. Ihr Hund Fido, ihre zwei Katzen und die Wellensittiche helfen ihr dabei. Wenn diese beim Käfigputzen im Freiflug um sie herumflattern und sich auf ihre Hand setzen, vergisst sie allen Schmerz. Dass die Sittiche gerne in ihre Käfige zurückfliegen, zeigt, dass sie sich dort geborgen fühlen. Die Größe der Käfige ist der Vogelart und
der Zahl der Tiere angepasst. Ida sorgt für größte Sauberkeit. Regelmäßig kontrolliert sie die Brutnester. Oft päppelt sie Küken auf. Tierärzte hatten bisher nichts zu beanstanden. „Wenn i Stress hon, gea i zu meine Vögelen“, betont Ida. „Selm kimm i zur Rua, a wenn’s laut isch.“ Mittlerweile denkt sie darüber nach mit dem Nachzüchten aufzuhören und den Vogelbestand langsam abzubauen. Von ihren Nymphensittichen will sie sich erst zuletzt trennen.
18 /GESELLSCHAFT/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
Burgeis
Trafoi meets Berlin
Oh du glückliches Burgeis
Der „kleine Chor Trafoi“ meets Ensemble „a Casa Berlin“. Konzert am Sonntag, den 25.10.26 um 16 Uhr in der Pfarrkirche Trafoi unter dem Motto „Wenn Stimmen sich begegnen“. Eintritt frei, freiwillige Spende. Im Anschluss an das Konzert gibt es einen Umtrunk im Nationalparkhaus naturatrafoi.
m Rahmen eines Festgottesdienstes mit Generalvikar Eugen Runggaldier (Moderator Curiae) unter Beteiligung von Chor, Musikkapelle, Schützen und Feuerwehr wurde der Marienberger Abt Philipp Kuschmann am Sonntag, den 27. September, zum „Pfarradministrator“ von Burgeis ernannt. Es gebe keine Pfarrei in Südtirol, so stellte Runggaldier klar, die über einen eigenen Pfarrer verfüge, mit Pater Urs als Seelsorger sogar über zwei. Burgeis könne sich also glücklich schätzen. Burgeis ist eine inkorporierte Pfarrei des Klosters Marienberg, und die Marienberger Patres stellen seit jeher einen Pfarrer für Burgeis. Nach dem Überreichen des Kirchenschlüssels hießen die Präsidentin des Pfarrgemeinderates, Ulrike Köllemann, und der Schützenkommandant Mirko Kuenrath, Abt Philipp in Burgeis offiziell willkommen. Nach der Messe gab es vor dem Widum einen feinen Umtrunk. Die Marketenderinnen der Schützen reichten ein Schnäpschen aus dem kleinen Fass und die Festgäste wurden auch weltlich in den Reihen der Burgeiser herzlich willkommen geheißen. (eb)
Für die Almweiden
Prad/Lichtenberg - Zur Erhaltung der Lichtenberger Almweiden krempelte ein Team aus der Raiffeisenkasse Prad-Taufers am 25. September 2026 die Ärmel hoch und befreite Weideflächen von aufkommendem Gestrüpp.
hinten von links: Florian Wallnöfer, Lukas Fleischmann, Christian Steiner, Michael Veith, Günther Platter, Philipp Pichler, Patrik Gapp, Gernot Obwegeser und Arno Rainer vorne von links: Sabrina Prieth, Marie Renner, Brigitte Angerer und Erwin Oberegger von Magdalena Dietl Sapelza
A
Fotos: Erwin Bernhart
Abt Philipp schließt in Burgeis die Kirchentür auf unten: Generalvikar Eugen Runggaldier, Ulrike Köllemann und Abt Philipp
usgerüstet mit Motorsägen, Pickeln und Rechen befreite kürzlich ein Team der Raiffeisenkasse Prad die teils zugewachsenen Almweideflächen auf der Lichtenberger Alm von aufkommenden Zirben, Lärchen, Alpenrosen und anderem Gehölzbewuchs. Durch die fortschreitende Verbuschung und Wiederbewaldung würden diese Flächen ohne regelmäßige Pflege nach und nach ihre Funktion als wertvolles Weideland verlieren. Die durchgeführten Maßnahmen dienen daher der Offenhaltung der Almflächen, der Sicherung ihrer landwirtschaftlichen Nutzbarkeit sowie dem Erhalt artenreicher Grünlandlebensräume. Die Pflege von Almweiden lei-
stet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der traditionellen Kulturlandschaft. Gleichzeitig werden die Futtergrundlagen für die Almwirtschaft gesichert, die Biodiversität gefördert und das charakteristische Landschaftsbild der Lichtenberger Alm bewahrt. Neben den elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank legte auch RaikaObmann Günther Platter tatkräftig Hand an. Unterstützung kam von Florian Wallnöfer als Vertreter der Eigenverwaltung B.N.R. Lichtenberg, von Elmar Höchenberger sowie vom langjährigen Hirten auf der Lichtenberger Alm, Oswald Mair. Auch die Leiterin der Forststation Prad, Barbara Folie, besuchte die Gruppe vor Ort und informierte über die Bedeutung einer nachhaltigen Alm- und Land-
schaftspflege sowie über die ökologischen und landschaftlichen Folgen und über andere Problematiken der Almen, wie Herdenschutz und Rückgang der Viehbestände. Als Dank und Wertschätzung für die engagiert geleistete Arbeit, spendierten die Verantwortlichen der Raiffeisenkasse Prad-Taufers den Beteiligten zum Ausklang ein Abendessen auf dem „Hof am Schloss in Lichtenberg“. Die Gruppe genoss die Gastfreundschaft der Familie Wallnöfer und das ausgezeichnete Essen. Der Einsatz war weit mehr als nur ein Arbeitstag. Er stellte einen wertvollen Beitrag zur langfristigen Sicherung der Almwirtschaft und zum Erhalt ökologisch wertvoller Freiflächen auf der Lichtenberger Alm dar.
Foto: „Wind“-Archiv
I
15.10.26
Vinschgerwind 21-26
/WANDERN/ 19
WANDERTOUR NATURNSER SONNENBERG
Von Katharinaberg bis nach Unterstell Die Bergbauernhöfe hoch ober dem Schnalstal klammern sich an den steilen Berghang - an ihnen vorbei führt diese Etappe des Meraner Höhenweges: von Katharinaberg im Schnalstal nach Unterstell/Naturns. Der Meraner Höhenweg zählt zu den schönsten Wanderwegen im Alpenraum. Er punktet mit einer faszinierende Natur- und Kulturlandschaft.
i DAUER: 2 – 3 h STRECKE: 7 km MAX. HÖHE: 1.514 m AUFSTIEG: 418 hm ABSTIEG: 370 hm
und dem Steig Weg Nr. 10 abwärts in Richtung Naturns/ Bergstation Unterstell folgt. Der Markierung folgend geht’s abwärts bis zum Gasthaus und der Bergstation der Seilbahn Unterstell, die die Wanderer wieder zurück ins Tal bringt. (Berglouter.com)
WEGVERLAUF: Schnalstal - Katharinaberg - Nr. 10A - Unter Perfl - Nr. 29 + 24 - Wand Hof Kopfron - Wald Hof - Inner Unterstell - Linthof - Nr. 24 - Patleid Hof - Nr. 29 - Unterstell Hof (Gasthof und Einkehrmöglichkeit - Unterstell Seilbahn Bergstation - Naturns Kompatsch
IG: grow.cdagency
Foto: Benjamin Pfitscher
TOURENINFO: Von Naturns geht’s mit dem Linienbus nach Katharinaberg.(Abfahrtszeiten siehe Internet: https://www. sii.bz.it/de/siitimetablesquery). Von der Bushaltestelle aus wandert man dort auf asphaltierter Straße bergauf und zweigt rechts, der Beschilderung Nr. 10A folgend, auf einen Wiesenpfad ab, der auf den Meraner Höhenweg führt. Man bleibt auf Weg Nr. 24 und geht in Richtung Bergstation Unterstell. Die Strecke führt über schmale Waldwege, geschotterten Fahrwege, durch Wiesen und Wälder bis nach Unter-Perfl. Hier steigt man über eine kurze, gesicherte Steintreppe hinunter und überquert einen Bergbach. Nach einem kurzen Anstieg geht’s vorbei am Bauernhof Wand bis nach Kopfron und den Wegweiser Richtung Unterstell Naturns folgend bis zum Hofschank Wald. Der Höhenweg führt nun zur Jausenstation Inner-Unterstell. Das nun auf dem Naturnser Sonnenberg verlaufende Teilstück verläuft fast eben bis zum Linthof, wo man den Meraner Höhenweg verlässt
unterstell.naturns
ENTDECKEN. STAUNEN. GENIESSEN.
Seilbahn Unterstell_Inserat_Wandern_188x84_Der Vinschger Wind.indd 1
07.10.26 10:32
20 /GESELLSCHAFT/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
Vetzan/Vinschgau
Transplantierte tauschen sich aus ie Mitglieder in der Vereinigung „Transplantation ist Leben“ trafen sich am Samstag, den 26. September 2026 zu einem geselligen Törggelefest am Sportplatz in Vetzan in der Gemeinde Schlanders. Geladen waren neben Mitgliedern und Betroffene auch Gönner und Freunde des Vereins. Das gemütliche Beisammensein bei herrlichem Herbstwetter, bei Musik und Linedance, bei gebratenen Kastanien, einem Törggeleteller und Krapfen war eine gute Gelegenheit zum Austausch. Die unterschiedlichsten Anliegen wurden besprochen. Aus erster Hand konnten sich Interessierte über Organspende und Transplantation informieren. Der Verein „Transplantation ist Leben“ mit dem Vorsitzenden Egon Blaas zählt in Südtirol zirka 50 Mitglieder. Diese haben verschiedene Arten von Transplantationen er-
Fotos: „Wind“-Archiv
D
oben: Einige Linedancerinnen überraschen spontan mit ihrem beschwingten Auftritt und erfreuen die Gäste; rechts: Maria und Richard Telser sorgen für perfekt gebratene „Köschtn“ folgreich hinter sich gebracht oder warten noch auf ein Organ. „Wir kümmern uns um alle Transplantierte, um jene mit neuem Herzen, neuer Leber, neuer Niere“, erklärt Blaas. Die Vereinigung „Nierene“ mit Gustav Kofler an der Spitze kümmert sich speziell um Nierenpatienten, um Menschen in
allen Helferinnen und Helfern, der Raiffeisenkasse Schlanders und dem Amateursportverein Vetzan für die unentgeltliche Zurverfügungstellung des Festplatzes. (mds)
der Dialyse und um Transplantierte. Beide Vereine arbeiten Hand in Hand und werben für die Organspende. Denn nach wie vor warten im In- und Ausland viele Patientinnen und Patienten auf ein Organ, das ihnen wieder neue Lebensqualität oder sogar das Leben schenkn könnte. Ein großer Dank gilt
Informationen zu „Transplantation ist Leben“: Telefon 348 092 70 61 (Egon Blaas)
Karthaus/Buchvorstellung
Der schweigende Mönch von Karthaus er Kulturverein Schnals lud am 26. September zu einer Buchvorstellung in der Pfarrkirche in Karthaus ein. Max Siller, emeritierter Professor am Institut für Germanistik der Universität Innsbruck, erzählte über Heinrich Haller (ca. 14201487/88), Mönch in der Kartause Allerengelberg, über die Gründung des Kartäuserordens und die eremitische Lebensweise der Mönche. Passend dazu, spielte das Ensemble Rosarum Flores Lieder aus dem Mittelalter, gesungen von Jakob Raffeiner. Dietmar Rainer, der Präsident vom Kulturverein Schnals, konnte viele Personen in der Pfarrkirche begrüßen. Benjamin Santer, der langjährige Präsident vom Kulturverein, berichtete vom Heinrich Haller-Symposium in Bozen 2023. Nun liegt der Tagungsband als Schlernschrift Bd. 379 mit dem Titel „Heinrich Haller aus Allerengelberg. Ein Tiroler Mönch
Foto: Heinrich Zoderer
D
Buchvorstellung mit Musik in der Pfarrkirche Karthaus: v. l.: Reinhild Waldek (Harfe, Blockflöten), Ilse Strauß (Blockflöten), Max Siller, Wolfgang Praxmarer (Cister, Drehleier) und Jakob Raffeiner (Tenor) als Übersetzer“ auf. Er gab auch einen kurzen Einblick über die Kartause Allerengelberg, die 1332 eröffnet und durch die Reformen unter Kaiser Joseph II im Jahre 1782 aufgelöst wurde. Le-
bendig und anschaulich erzählte Max Siller über die religiösen Vorstellungen im Mittelalter. Er sprach von Weltflucht, dem Leben in der Stille und Einsamkeit, der tiefen Marienvereh-
rung und der Angst vor einem rachesüchtigen Gott. 1084 zog sich der heilige Bruno von Köln mit sechs Gefährten in die Chartreuse, eine Gebirgsgegend bei Grenoble zurück und gründete den Kartäuserorden. Über das Leben von Heinrich Haller weiß man wenig. Er war der Sohn des Innsbrucker Stadtrichters und Bürgermeisters und übersetzt im Kartäuserkloster Allerengelberg von 1464 bis 1471 geistliche lateinische Texte ins Frühneuhochdeutsche. Gehorsam, demütig und schweigend lebten die Mönche zurückgezogen in ihrer Zelle. Im Mittelpunkt standen das Gebet, die Meditation und die Lesung. Unbekannt ist, warum er in den letzten Lebensjahren keine Bücher mehr übersetzte. Siller meinte, dass für viele Mönche die Zelle nicht der Himmel, sondern ein Kerker war, der die Mönche in die Schwermut und Depression führte. (hzg)
Obervinschgau/Schluderns
Erstes suido – Festival – a viecherei or 10 Jahren wurde die Bürgergenossenschaft Obervinschgau (BGO) gegründet, seit 8 Jahren betreibt die BGO die Bio-Dorfsennerei Prad und seit vier Jahren das Kulturcafé Salina in Glurns. Um das 10-jährige Bestehen zu feiern, wurde vom 20. – 26. September das Festival „Suido – a viecherei“ organisiert und gleichzeitig angekündigt, ein solches Festival 12 Jahre lang zu veranstalten. Der Ideator Alexander Agethle, der Kurator Konrad Meßner und der Koordinator Michael Hofer stell-
ten mit ihrem Team ein buntes und vielfältiges Programm auf die Füße. Es gab täglich Konzerte und Wanderungen, ein dreitägiges Symposium über den Rinderstall der Zukunft und eine Viehausstellung mit Bewertung. Außerdem: Tanz, Animation, Skulptur, Theater, Jodelseminar, Lesung, Weltklimaspiel, Märchenerzählung und eine Musikwerkstatt. Die meisten Veranstaltungen fanden dieses Jahr in Schluderns statt. Im nächsten Jahr werden in Taufers i. M. viele Veranstaltungen stattfinden. (hzg)
Originalfoto: LIVE-STYLE Agency
V
SA . 14.11.26
L ATSCH 17.00 UHR 1.00 UHRsik 13.00 – 0Stä DORFFEmST nden & Mu en sch mit kulinari im Dorfzentru
.00 UHR W 21.00 –itt03 AF TER-SHmiOt Dj Jahren) 18 Torexo (Eintr ab oben: Konzert mit Ziehharmonikaspielern v. l.: David Frank, Siggi Haider, Flurin Caviezel und Riccardo Tesi; Wanderung: Alm- und Landwirtschaft an der Grenze; unten: Luca Bassanese mit seiner Band; rechts: Tierschau: Meine Lieblingskuh
Fotos: Heinrich Zoderer
im CulturForum
ÜBER 600 KRAMPUSSE UND 30 GRUPPEN aus Südtirol, Österreich und der Schweiz.
ANREISE:
Bequem mit der Vinschgerbahn oder Parkplatz Industriezone Latsch (Mivor): der gratis Shuttledienst bringt dich vom Parkplatz bis ins Dorfzentrum.
Mehr Infos auf Instagram/Facebook: Latscher Tuifl
22 /GESELLSCHAFT/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
Prad
10. Brauchtums- und Genussfest
Fotos: Heinrich Zoderer
B
ereits zum 10. Mal veranstalteten die Prader Vereine Jagdrevier, Goaßlschnöller, Volkstanzgruppe, Koatlacker Tuifl, Schuhplattler und Schützenkompanie, zusammen mit dem Tourismusverein Prad am Sonntag, den 4. Oktober das Brauchtums- und Genussfest rund um den Hauptplatz in Prad. Bei herrlichem Herbstwetter gab es wieder viel zu erleben, zu sehen, zu essen und zu kaufen. Mehrere Vereine gaben Einblicke in das traditionelle Brauchtum wie die Maschger, Zusslrennen, Scheibenschlagen, Goaßlschnölln und den Nikolausumzug mit den Koatlacker Tuifln. Alte Handwerkstechniken wie das
Weben, Filzen, Korbflechten, Steinbildhauen, Drechseln und Lorvnschnitzen wurde vorgeführt. Kinder konnten zusammen mit den Erwachsenen Traktoren, Hubschrauber und andere Geräte in der Bastelstraße bauen und viele Spiele ausprobieren. In den Straßen und Gassen und auf den Plätzen gab es Marktstände und musikalische Unterhaltung verschiedener Gruppen, wie der Prader Bömischen, Prosi`t, Oberwind, KBLG Tanzlmusi, der Ringelburg Musikanten und Vinschger Weltmusik von Flouraschworz. Auch für Speisen und Trank aus der traditionellen Küche wurde bestens gesorgt. (hzg)
SEIT-DAL
1955
24 /GESELLSCHAFT/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
Mals
Foto: „Wind“-Archiv
Kleine Gipfelstürmer ganz groß
D
as Eltern-Kind-Zentrum ELKI Obervinschgau überrascht immer wieder mit außergewöhnlichen Initiativen, so auch mit der Wander-Challenge Viergipfel 4-Gipfelmarsch, die heuer zum zweiten Mal stattfand. Die Ziele für Kleinkinder (0 - 6 Jahre)
v. l.: Jakob Laganda (7 Jahre), Tobias Tscholl (7 Jahre) und Sofia Tscholl (5 Jahre) - Sofia hat alle 4 Gipfelkreuze erreicht, obwohl sie zur Gruppe „Kleinkinder“ gehört.
waren die Schaukel auf Malettes, die Kapelle auf Valliertegg, Kesslegg und Plotzgongl. Die Schülerinnen und Schüler standen vor den größeren Herausforderungen wie Spitzige Lun, Watles Kreuz, Tellakopf und Endkopf (Joggl). Es gab eine Gipfelmarschkarte,
die auch als Gutschein für ein Getränk und Popcorn beim Kino des Kunterbunt-Festes am 2. Oktober 2026 in der Fußgängerzone von Mals galt. Die Kleinen wurden bei ihren Gipfeltouren natürlich immer auch von ihren Eltern begleitet. Das Eltern-KindZentrum ist ein Ort der Begegnung, der Beratung, der Vernetzung und der gegenseitigen Unterstützung. Es ist ein Ort, der sich den Bedürfnissen der Familien anpasst und Eltern bei ihren vielfältigen Aufgaben unterstützt und begleitet. In einer kindgerechten und anregenden Umgebung bekommen Kinder genügend Raum für das gemeinsame Spiel. Bei verschiedenen Vorträgen, Workshops und Kursangeboten werden Eltern Möglichkeiten geboten, sich fortzubilden und sich beraten zu lassen. (mds)
Laas/Morter
Spannender und lehrreicher Herbstausflug m Rahmen des ersten Aktionstages tauchten die vierten Klassen der Grundschule Laas in die Welt des Mittelalters ein. Sie erkundeten bei ihrem Herbstausflug die Burgruinen Unter- und Obermontani in Morter. Bevor die Burgenwanderung begann, besuchten sie dort das Hofmuseum von Herrn Manfred Haringer. Dieser hat die beiden Burgruinen Unter- und Obermontani mit viel Liebe zum Detail als Modell nachgebaut. Mit großer Leidenschaft und Begeisterung erzählte er uns anhand seiner Modelle vom Leben auf den mittelalterlichen Burgen. Anschaulich und kindergerecht erklärte er den Alltag, die Sitten, Bräuche und deren Zusammenhänge. Er ließ dabei immer Raum für Fragen. Die Kinder durften neugierig
Foto: „Wind“-Archiv
I
Manfred Haringer begeistert die Schülerinnen und Schüler für das Mittelalter nachfragen und ihre Gedanken einbringen. Geduldig und verständlich beantwortete er die Fragen und regte die Schülerinnen und
Schüler zum Überlegen und Weiterdenken an. Danach begleitete Herr Haringer die gemeinsame Burgenwanderung. Er erklärte vor Ort die Besonderheiten der beiden Burgruinen. Die Geschichte und das Leben auf den Burgen wurden durch die anschaulichen Erzählungen für die Kinder lebendig und greifbar. Ein herzliches Dankeschön gilt Herrn Manfred Haringer. Es gelang ihm mit seinem Wissen, seiner Begeisterung und seiner Leidenschaft die Neugierde der Schülerinnen und Schüler für das Mittelalter zu wecken. Sie erlebten die Geschichte außerhalb der Schule und Büchern auf eine ganz andere Weise. So bleibt der Herbstausflug als ein spannendes und zugleich lehrreiches Erlebnis in Erinnerung. (chw)
Mehr erfahren
An Ihrer Seite, für Ihre Gesundheit. In der Elektronischen Gesundheitsakte werden Ihre Daten sicher aufbewahrt. Mit Ihrem Einverständnis zur Konsultation unterstützen Sie das medizinische Fachpersonal bei Ihrer Behandlung.
Die Gesundheitsversorgung ist mit Ihnen verbunden.
civis.bz.it/ega
15.10.26
Vinschgerwind 21-26
/GESELLSCHAFT/ 25
Vinschgau
Sternstunde der Romanik
Besucher in der St. Benediktskirche in Mals, rechts die zentrale Altarnische unten: Susanne Saewert erklärt die Apsis der St. Johannkirche
Sonntag
25. Okt. 2026
Meran
Fotos: Erwin Bernhart
17:00 Uhr | Kursaal
A
m vergangenen Wochenende standen die vielen romanischen Kultstätten des Landes im Mittelpunkt. Im Vinschgau sind es, entlang der Via Claudia Augusta, besonders viele. Die „Tage der Romanik” lockten viele Interessierte in Kirchen, Klöster und Schlösser, und die Kulturführer:innen glänzten bei ihren Einführungen, Erklärungen und Diskussionen. Am Samstagvormittag war in der karolingischen St. Benediktskirche in Mals ein Kommen und Gehen. Die Besucher nahmen auf den Stühlen Platz und staunten über die marmornen Chorschranken mit langobardischem Dekor und über die hufeisenförmigen und damit im deutschen Sprachraum einmaligen Bogenabschlüsse der Nischen. Am Nachmit-
tag ließ die Kulturführerin Karin Bonetta Mauern und Fresken sprechen. Dies tat Susanne Saewert vor einer großen Gruppe zur Mittagszeit in Laas und dort auch in der Krypta der St. Johannkirche. Danach wurde zum Triptychon von Jörg Hofer in der St. Sisiniuskirche gewandert. In Naturns war es die Kulturführerin Sigrid Rosa, die am Nachmittag eine größere Gruppe in der St. Prokuluskirche auf die Geheimnisse von Kirchenbau und Malereien hinwies. Die vor 100 Jahren freigelegten Fresken, vermutlich aus der späteren Karolingerzeit, waren von romanischen Fresken übermalt. Diese hat man im „Strappo”-Verfahren abgenommen, und sie sind im Prokulusmuseum prominent ausgestellt. (eb) Sigrid Rosa (links) weist die vielen Besucher auf die Geheimnisse der St. Prokuluskirche in Naturns hin
Nino Rota (1911–1979) Concerto per Trombone e Orchestra Solist: Peter Steiner (Posaune)
Gustav Mahler (1860–1911) Sinfonie Nr. 1 Dirigent: Michael Pichler Dauer: 70 min - keine Pause
Jetzt Tickets sichern:
suedtirol-filarmonica.it
26 /GESELLSCHAFT/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
Naturns
Fotos: Anna Pfitscher
FahrRad! Tag in Naturns
A
uch heuer beteiligte sich die Gemeinde Naturns wieder aktiv an der Europäischen Mobilitätswoche. Dieses Mal nicht nur mit dem traditionellen FahrRad!Tag, welcher mittlerweile ein fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders der Gemeinde ist, sondern auch mit dem „Repair Café“. In Zusammenarbeit mit der Abteilung Mobilität wurde dabei ein kostenloser Fahrrad-Check angeboten, zudem wurden bei Bedarf kleine
Reparaturen durchgeführt. Diese Gelegenheit wurde sehr gut genutzt: 80 Fahrräder wurden kontrolliert und repariert und sind somit wieder sicher im Straßenverkehr unterwegs. Am 26. September stand Naturns ganz im Zeichen des Fahrrads. Der FahrRadTag! wurde vom Pro Byke-Team Naturns organisiert und erwartete die Besucher mit einem abwechslungsreichen Programm für die ganze Familie: Ein Sicherheits- und
Geschicklichkeitsparcours lud zum Mitmachen ein, während Kinder beim VKE-Stand „Pimp up my bike“ ihrer Kreativität freien Lauf lassen konnten. Durch die Bobbycars, welche vom Elki zur Verfügung gestellt wurden, war auch bei den jüngsten Besuchern für Unterhaltung gesorgt. Um das Bewusstsein für die Sicherheit im Straßenverkehr während der dunkleren Jahreszeit zu stärken, wurden zudem kostenlose Fahrrad-Lichtersets verteilt.
Ein besonderes Highlight war die Versteigerung von rund 20 Fahrrädern aus dem Fundamt der Gemeinde. Schwungvoll führte die Naturnser Volksbühnendarstellerin Petra Müller durch die Auktion, wobei zahlreiche Fahrräder zugunsten von karitativen Zwecken versteigert wurden. Für den Naturnser Mobilitätsund Umweltreferenten Florian Gruber sowie Familienreferentin Astrid Pichler bestätigt der große Zuspruch die Bedeutung der Veranstaltung: „Mit dem FahrRadTag setzt Naturns ein klares Zeichen für klimafreundliche Mobilität. Ziel ist es, das Bewusstsein für nachhaltige Fortbewegung zu stärken und den Bürgerinnen und Bürgern praktische Möglichkeiten aufzuzeigen, wie der Alltag umweltfreundlicher gestaltet werden kann.“ Anna Pfitscher
Müstair/Valchava
Erntedankfest – Festa da la Racolta m ersten Sonntag im Oktober wird im Münstertal das Erntedankfest – Festa da la Racolta, gefeiert. Auch dieses Jahr war es wieder ein großes und buntes Fest mit mehreren Tausend Besuchern, einem farbenprächtigen Umzug, rund 70 Marktständen und einem Schwerpunktthema. Die Terra Raetica und die Präsentation eines Strategiepapieres über RaetiaCulTour standen dieses Jahr am 4. Oktober im Mittelpunkt des Festes. Das Erntedankfest begann mit einem ökumenischen Gottesdient unter freiem Himmel. Um 11 Uhr startete der Festzug durch das Dorf mit Kühen, Pferden, Ziegen und Eseln, vielen geschmückten Wagen und Traktoren, mit Musikkapellen, Trachtenvereinen, Schülern, den Jagdhornbläsern, Jägern und drei Gruppen mit Plumpas, den großen Kuhglocken. An den vielen Markt-
ständen wurden regionale Produkte und Spezialitäten aus der Landwirtschaft und dem Handwerk angeboten. Neben Konzerten verschiedener Gruppen, gab es auch eine Schatzsuche, verschiedene kulinarische Angebote und Attraktionen für Einheimische und Gäste. (hzg) Festzug durch das Dorf mit Musikgruppen, geschmückten Wagen und Plumpas
Fotos: Heinrich Zoderer
A
09.01.26
Vinschgerwind 1-26
/GESELLSCHAFT/ 27
Allerheiligen und Allerseelen
Zwei Tage, die dem Andenken der Verstorbenen gehören.
A
n Allerheiligen steht das Gedenken im Mittelpunkt. Viele Menschen besuchen die Gräber ihrer verstorbenen Angehörigen. In Stille werden Kerzen angezündet und Gebete gesprochen, um in Gedanken und im Herzen mit den Verstorbenen verbunden zu sein. Das Totengedenken und die Gräbersegnungen am Nachmittag des 1. November werden von Pfarrei zu Pfarrei verschieden abgehalten. Der Gräbergang ist eine jahrhundertealte Tradition. Während an Allerheiligen Vormittag das Gedenken an Märtyrer und Heilige im Vordergrund steht, wird am Nachmittag des Allerheiligen-Tages und an Allerseelen für alle verstorbenen Gläubigen gebetet. Der Gedenktag hat für die Angehörigen eines verstorbenen Menschen eine besondere Bedeutung. Die Erinnerung und die Zeichen des Andenkens finden Ausdruck im Schmücken der Gräber mit Blumen, mit Gestecken, mit besonderen Kerzen oder persönlichen Andenken. Der Friedhof wird mehr als an
anderen Tagen im Kalenderjahr zu einem Ort der tiefen Verbundenheit zwischen den Lebenden und den Toten. Besonders die Kerzen symbolisieren die Auferstehung und das Leben. Eine Kerze bringt als „Ewiges Licht“ Helle in die Dunkelheit. Blumen hingegen, die die Gräber schmücken, stehen für Erinnerung etwa, Treue, Hoffnung oder Liebe. Die Chrysanthemen sind die klassischen Allerheiligen-Blumen. Sie stehen für Langlebigkeit, Treue und Erinnerung. Astern sind ebenfalls sehr beliebt für Allerheiligen. Sie stehen für Hoffnung, Liebe und Sehnsucht. Erika oder Calluna, stehen für Schutz, Kraft und Mut. Die Wahl der Farben für Allerheiligen ist vor allem Geschmackssache. Allerheiligen und Allerseelen sind zwei besondere Tage. Tage, an denen jene, die zurück geblieben sind, In-sich-Gehen, sich erinnern, und die Verstorbenen besonders in Ehren halten. In Gemeinschaft wird getrauert - in dankbarer Erinnerung und Wertschätzung. Über den Tod hinaus.
ALLERHEILIGEN BEI BLUMEA
TROCKENBLUMEN & GESCHENKIDEEN
Blumen & Schönes von Herzen Schnittblumen und Topfpflanzen, handgefertigte Keramik, Schmuck und Dekoartikel aus Südtirol.
Mit Liebe gestaltet von Blumea
Grabblumen, Gestecke und Grabgestaltung
Floristik für jeden Tag & zum Schenken
Gerne auf Vorbestellung.
Laser-, Holzarbeiten und Töpferkunst aus Südtirol.
Blumea Mals · Bahnhofstrasse 2/e · Mals · Tel. 349 8969479
10 % GUTSCHEIN
Blumea Latsch · Marktstrasse 12 · Latsch · Tel. 345 691 7357 8:30-12:00 Uhr und 15:00-18:30 Uhr · Samstag: 8:30-12:00 Uhr
Ausschneiden & mitbringen
info@blumea.net · @blumea_mals
Gültig bis 31.12.2026
28 /GESELLSCHAFT/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
HEIMATBÜHNE ST. VALENTIN
Der listige Großvater lässt sich verkaufen W
Aufführungen
im Vereinshaus von St. Valentin Fotos: „Wind“-Archiv
er den humorvollen Theaterklassiker „Der verkaufte Großvater“ in der Originalversion erleben will, kommt derzeit im Vereinsaal von St. Valentin auf der Haide voll auf seine Kosten. Die Schauspielerinnen und Schauspieler der Heimatbühne habe sich in Absprache mit Regisseurin Hedwig Probst und Lukas Habicher entschieden, das bekannte Stück so zu inszenieren, wie es im Ort bereits 1983 gespielt wurde. Das Theaterstück von Anton Hamik war vor Jahrzehnten unter dem Pseudonym Franz Streicher veröffentlicht worden. Das Theaterstück erzählt die Geschichte eines listigen Großvaters, der von einem Geschäftsmann gekauft wird. Dieser will durch den Kauf an ein wertvolles Grundstück gelangen. Doch der Alte durchschaut die Sache und macht sich einen Spaß daraus. (mds)
Die Schauspielerinnen und Schauspieler und ihre Rollen: vorne v.l. Elisabeth Zöggeler als Nanni - Haslingers Frau, Urban Hellrigl als Großvater und Mirko Kuenrath als Haslinger hinten v. l. Dagmar Thöni als Dirn Senza, Lukas Habicher als Lois - Kreithofers Sohn, Jasmin Stecher als Ev - Haslingers Tochter, Peter Stecher als Kreithofer und Judith Röck als Dirn Martha rechts: Urban Hellrigl als listiger Großvater in Aktion
Fr.16. 10. 2926 um 20.00 Uhr So.18. 10. 2026 um 17.00 Uhr Mi. 21.10. 2026 um 20.00 Uhr Sa. 24.10. 2026 um 20.00 Uhr So. 25. 10. 2026 um 17.00 Uhr Fr. 30 10 2026 um 20.00 Uhr Reservierung: Tel. +39 379 312 3056 von 18 bis 19 Uhr
Schlanders
Gemeinsam unterwegs ach der Sommerpause startete Ende September wieder der Sonntagsdienst des Bezirks Pro Juventute im Verein adlatus in Schlanders durch. Ausflüge, gemeinsames Kochen, Spielen und vor allem viel Freude und Geselligkeit stehen dabei auf dem Programm. Gesucht werden außerdem Menschen, die das engagierte Betreuungsteam verstärken möchten. Auch während der Sommermonate hat sich die Gruppe von adlatus in Schlanders
immer wieder zu gemeinsamen Ausflügen und Unternehmungen getroffen. Mit Ende September ging es dann wieder alternierend jeden Sonntag mit dem Sonntagsdienst los. Einen kleinen Vorgeschmack auf das abwechslungsreiche Programm gab es bereits Mitte September. Gemeinsam ging es für die fröhliche Gruppe nach Meran, wo man anlässlich des Tages der Offenen Tür, die „Gärten von Schloss Trauttmansdorff“ besuchte. „Ich bin gerne dabei, weil wir zusammen unterwegs sind und immer etwas erleben. Am schönsten finde ich, wenn wir einen Ausflug machen und alle miteinander Spaß haben. Heute hatten wir wieder einen netten Chauffeur!“ erzählt ein Teilnehmer der Gruppe. Für ihn sind die Sonntage eine willkommene Abwechslung und eine schöne Gelegenheit, Zeit mit Freunden zu verbringen. Ab Ende September trifft sich die Gruppe nun wieder jeden zweiten Sonntag in den Räumlichkeiten der Lebenshilfe in Foto: „Wind“-Archiv
N
Schlanders. Je nach Wetterlage und Jahreszeit werden unterschiedliche Ausflüge unternommen. Und wenn das Wetter einmal nicht für Unternehmungen im Freien geeignet ist, macht man es sich im Aufenthaltsraum gemütlich. Dann wird gemeinsam gekocht, gespielt, geratscht und gelacht. Begleitet wird die nette Truppe von einem drei- bis vierköpfigen Betreuungsteam. Damit auch in diesem Tätigkeitsjahr möglichst viele abwechslungsreiche Sonntage organisiert werden können, sucht adlatus immer wieder interessierte Personen, die gegen Bezahlung gelegentlich einen Sonntag mit der Gruppe verbringen möchten. Willkommen sind alle, die Freude an gemeinsamen Unternehmungen haben – gerne auch Studentinnen und Studenten oder rüstige Pensionistinnen und Pensionisten. Wichtig sind vor allem Offenheit, Freude am Umgang mit Menschen und Lust auf gemeinsame Erlebnisse. Wer neugierig geworden ist und die Gruppe ganz unverbindlich kennenlernen möchte, kann gerne einmal vorbeikommen oder sich im Büro von adlatus unter der Telefonnummer 0473 211423 melden.
15.10.26
Vinschgerwind 21-26
/GESELLSCHAFT/ 29
Glurns
Taktstock-Wechsel in der Stadtkapelle eim Feuerwehrfest am Palabira Sonntag in der Stadt Glurns wurde Manfred Horrer nach 13 Jahren als Kapellmeister verabschiedet. Er übergab den Dirigentenstab an Christine Stecher. Sie ist seit Jahren als erfahrene Klarinettistin Mitglied der Stadtkapelle. Inzwischen hat sie den dreijährigen Lehrgang der Landesmusikschulen bei Dietmar Rainer besucht und erfolgreich abgeschlossen. Christine hat sich damit bestens auf die neue Aufgabe als Kapellmeisterin vorbereitet. Die Obfrau der Stadtkapelle Ulrike Strimmer hieß die neue Kapellmeisterin im Namen aller Musikantinnen und Musikanten herzlich wilkommen und wünschte ihr viel Freude und gutes Gelingen. Einen großen Dank richtete sie an Manfred Horrer. Der Vollblut-Blasmusikant aus Schlanders hatte im Laufe der vergangenen Jahrzehnte viele Musikkapellen im Vinschgau gefördert und sich große Verdienste erworben. Von 1992 bis 1997 war Manfred Horrer Kapellmeister der Musikkapelle Goldrain-Morter, von 1997 bis 1998 und von 2000 bis 2001 dirigierte er die Musikkapelle Tarsch und von 2002 bis 2013 die Musikkapelle Martell. Von 2013 bis 2026 gab er in der
Foto: Philipp Niederholzer
B
Manfred Horrer übergibt den Dirigentenstab an Christine Stecher; die Obfrau der Glurnser Kapelle Ulrike Strimmer freut sich über die Kapellmeisterin aus den eigenen Reihen Musikkapelle der Stadt Glurns den Ton an. Horrer ist Ehrenobmann der Bürgerkapelle Schlanders und dort auch aktiver Musikant. Der Stadtkapelle Glurns wird er als Euphonium Spieler weiterhin erhalten bleiben. „Du legst zwar den Taktstock als Kapellmeister nieder, aber dein Instrument zum Glück
www.fleischmann.bz.it
FEIERN SIE MIT!
20 % Rabatt auf Matratzen und Lattenrost von Metzeler Nur im Oktober gültig. Stachelburgstraße 17 · I-39028 Schlanders · Tel. 0473 730395
nicht! Du bleibst uns als Musikant erhalten und darüber freuen wir uns sehr“, sagte Strimmer. Die neue Kapellmeisterin wird ab Ende Oktober die Proben leiten und ihre Mann- und Frauschaft zuerst auf die Cäcilia Feier und dann auf die Adventzeit vorbereiten. (mds)
30 /SPEZIAL/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
Mehr Infos:
www.laas.it E
Krautwochen
vom 17. Oktober bis zum 1. November 2026 in Laas von Angelika Ploner
Die Kaufleute und Gastwirte bilden in Laas eine Aktionsgemeinschaft mit vielen kreativen Köpfen. Und weil Laas die Heimat vom Kobis ist, organisieren genau diese kreativen Köpfe jedes Jahr die Krautwochen. Zusammen mit der Marille ist das Kraut der kulinarische Schatz hier. „Es gibt viele Kräuter, aber nur ein Kraut, und das ist das Sauerkraut“, so lautet ein bäuerliches Sprichwort. Sauerkraut liefert viel Wertvolles. Es liefert viel Vitamin C, fördert die Bildung positiver Darmbakterien, ist reich am Vitamin B 12, versorgt uns mit Vitamin B 6, mit B 3, mit reichlich Folsäure, mit Zink und Magnesium. In Laas weiß man die kulinarischen Schätze hochleben zu lassen und Flair in das Marmordorf zu zaubern. Während der Krautwochen sind das lustige und vor allem kreative Krautgestalten, die das ganze Dorf zieren.
TIPP
Oktobermarkt
am Marktplatz am Samstag, 24. Oktober von 8 - 14 Uhr. Kraut-Schauküche am Dorfplatz von 10 - 13 Uhr mit Manfred Ziernhöld.
Im Gasthaus Sonneck in Allitz geben die Sonne und die Saison den Ton an. Zum Törggele-Krautmenü beim Hebs zählen die Gerstsuppe und die Kürbiscremesuppe, die Schlachtplatte mit Knödl und Kraut, sowie Keschtn und Krapfen. Nicht zu vergessen sind die Krautklassiker, die Krautrahmsuppe oder die Krautschlutzer. Vorbestellung erwünscht.
In der Pizzeria Odler hat - neben den Klassikern und bewährten Pizzas - während der Krautwochen das Laaser Kraut in leckeren Krautpizzas in verschiedenen Variationen seinen schmackhaften Auftritt - ob mit Dinkel, Kohleteig oder gluten/laktosefrei....Für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Zu den Krautwochen-Specials im Gasthof Zur Sonne in Laas zählen die saftigen Krautknödel, die leckeren Krauttaschen oder der beliebte Schlemmerteller mit Geräuchertem vom Schwein, Sauerkraut und Knödel - besondere kulinarische Momente, die auf der Zunge zergehen. Tischreservierung erwünscht.
Im Pub Pizzeria St. Sisinius vereinen sich fein-würziges Kraut, saftige Zutaten und ein besonderer Pizzateig zu einem unwiderstehlichen Geschmackserlebnis. Während der Krautwochen verwöhnt das St.Sisinius-Team die Gäste mit köstlichen Krautpizzas frisch aus dem Holzofen.
15.10.26
Kulinarisches Kraut-Kuintett
am Donnerstag, 29.10.2026 mit Start am Dorfplatz um 18:30 Uhr. Aperitiv serviert von der Lottobar mit einem „wilden“ Krauthappen Krautrahmsuppe serviert vom Gasthaus Sonneck am Dorfplatz Dreierlei vom Kraut gebettet auf Kürbis in der Pizzeria Odler (um ca. 19.30 Uhr) Kraut - Schlemmerteller mit Krauttirtlen, Schweinsschopf, Rippelen, Wurst, Laaser Sauerkraut und Kren im Gasthof zur Sonne (ca. 20.30 Uhr)
Vinschgerwind 21-26
Schokosoufflè + Keschtneis, Maracujapüree - Waldfrüchte - Epfl in der Pizzeria St. Sisinius (22.00 Uhr) Die Veranstaltung findet nur bei mindestens 40 Teilnehmern statt! ... von zünftiger Musik begleitet durch das Sarnerecho mit Anton Nussbaumer ziehen wir stets “genüsslich” weiter! € 85,- inkl. Wein- und Musikbegleitung Anmeldung in der Lottobar bis Di. 27.10.2026 Tel. 348 8549226
Attraktive Herbstangebote gibt es bei Cafè Greta - Despar Kofler -Hofladen Lechner - Insr Lodn Konfektion Stecher - Konsum Laas - Lottobar - Metzgerei Muther - Naturwerk - Schuh Spechtenhauser - Salon Carmen und bei Venustis
/SPEZIAL/ 31
WORKSHOP
GEMÜSE FERMENTIEREN
mit Luzia Berger
am Mittwoch, 28. Oktober 2026 von 19 - 21:30 Uhr im Josefshaus Mitzubringen sind: 1 Schneidebrett, 1 Messer, 2 Bügelgläser und 1 große Schüssel. Unkostenbeitrag 10 Euro Anmeldung bis 19.10.2026 unter 340 6728165
METZGEREI - MACELLERIA
SÜDTIROL - ALTO ADIGE
Haushalts- und Geschenkartikel, Spielwaren Hauptplatz 12, Laas – Tel. 0473 62 65 68
Va olls a bissl
Metzgerei Muther - Laas Tel. 0473 62 61 15 Email: mutherralf@hotmail.com
KRAUTwochenspezial vo m 1 7 .1 0. - 3 1. 10 .2 02 6
bei
Ihr Fachgeschäſt in Eyrs. Tel. 0473 73 99 27 www.tp-telser.com
32 /JUGEND/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
Ö FFNUNGSZEITEN Jugendtreff „fResch“ Reschen JT Do.“fResch” 05.03.20Reschen ab 17.30 Uhr Eclairs selbst gemacht Do. 16:00 – 20:00 Uhr 15:00 – ab 22.00 UhrUhr SSa. a. 07.03.20 19.00 JT “JuzeBUTTONS Hoad” St. Valentin Deine Mi. 16:00 – 20:00 Uhr Jugendtreff St.Valentin Fr. 15:00 – „Juze“ 22.00 Uhr M“JUBU” i. 11.03.20 ab 16.30 Uhr JT Burgeis Sa. 15:30 – 20:30 Uhr Strategiespiele JT Laatsch Sa.“JULO” 14.03.20 ab 19.00 Uhr Mi. 15:30 – 19:30 Uhr Dekoideen neuer Treff Fr. 15:30 – 16:00 Uhr Mädelstreff Jugendtreff „Chillhouse“ Stilfs JZ “JuMa” Mals Fr. Di.06.03.2020 um 17.00 16:00 – 20:00 Uhr Uhr Mi.Osterdeko 14:30 – 16:00 Uhr DIY nur für Mittelschüler*innen Jugendtreff „Citytreff“ Glurns Mi. 16:00 – 20:00 Uhr DDo. o. 12.03.20 ab 15:00 16: – 20:00 Uhr Uhr Vollversammlung Fr. 16:00 – 21:00 Uhr 16:00 – 21:00 Uhr ÖSa. ffnungszeiten: JT Glurns Di.“Citytreff” 16.00 – 20.00 Di 15:00 Do. 17.00 –– 19:00 21.00 Uhr Mi 16:00 – 20:00 Uhr Fr.Fr18.00 16:00––22.00 22:00 Uhr Jugendhaus Phönix JT “Revoluzer” TaufersSchluderns i. 16:30 – 20:00 Fr D07. + 13.03.20 ab Uhr 15.00 Uhr Sa. 16:00 – 22:00 Mädchentreff: PizzaUhr machen + JH “Phönix” Schluderns Vatertagsgeschenk basteln Di 17:00 – 19:00 Uhr MMi i 11.03.20 16.00 16:00 – ab 20:00 UhrUhr Vatertagsgeschenk basteln Do 16:00 – 20:00 Uhr Fr 18:00 – 21:00JuMa Uhr Mals Jugendzentrum Sa 16:00 –GESCHLOSSEN 22:00 Uhr Fr.06.03.20 JT “Ju!P” Prad M Mi.i.11.03.20 17.00 16:00 – von 20:00 Uhrbis 20.00 Uhr Spieleabend Do.16:00 – 20:00 Uhr 15:00 – GESCHLOSSEN 21:00 Uhr SFr. a.14.03.20 Sa 15:00 – Burgeis 21:00 Uhr Jugendtreff JT “Jurali“ Lichtenberg Fr. Di.06.03.20 von 18.00 bis 23.00 Uhr 17:00 – 20:00 Uhr Treff geöffnet mit Kochabend Fr. 17:00 – 21:00 Uhr Sa.“Chillhouse” 07.03.20 GESCHLOSSEN JT Stilfs 15:15 – 20:00 Uhr bis 17.00 Uhr M Mi.i.11.03.20 von 15.00 Do. 15:15 – 20:00 Uhr BubbelWaffeln backen Sa. 16:00 – 22:00 Uhr Sa.“JuTsche” 14.03.20 Tschengls von 18.00 bis 23.00 Uhr JT Treff geöffnet mit Kochabend Mi. 17:30 – 20:30 Uhr Sa. 18.30 –„La:Ma“ 21.30 UhrLaas Jugendtreff JT Sa.Eyrs 07.03.20 ab 19.00 Uhr Mi. 15.00 – 17.00 Uhr Lachs – Zucchininudel Sa. 15.00 – 18.00 Uhr Anmeldung bis 06.03.20 erforderlich JT “La:Ma” Laas S Da.i.14.03.20 ab 15.30 16:00 – 20:00 Uhr Weitere Infos zu den ÖZ unter Schwimmen Latsch Instagram: la.ma_laas Info & Anmeldung bis 11.03.20 JZ “Freiraum” Schlanders bei Andy im La:Ma Di. 17:00 – 22:00 Uhr Jugendtreff Mi. 17:00 –Tschengls 22:00 Uhr Fr.Do. 6.03.20 18.00Uhr bis 22.00 Uhr 17:00von – 22:00 Fr. 17:00 – 23:00mit UhrNudel & langer Filmabend Sa. 17:00 – 23:00 Uhr Schokofondue JT “Check In” Goldrain JuZe „Freiraum“ Schlanders Derzeit geschlossen Di.“Green 03.03.20 JZ Turtle” Latsch Das geschlossen Di. JuZe 15:00bleibt – 20:00 Uhr 15:00 –ab 20:00 Fr.Mi. 06.03.20 20.00Uhr Uhr Do. 15:00im – 21:00 Filmabend JuZe Uhr Fr. 15:00 – 21:00 Uhr Jugendzentrum „Green Sa. 15:00 – 21:00 Uhr Turtle“ Latsch JC “Taifun” Martell 16:00 22:00 D Si.a.16.00 – –19.00 UhrUhr JT Mi.Tarsch 15.00 – 18.00 Uhr Mi.16.00 18:00 20:00 Di. – –20.00 UhrUhr JT “All In” Kastelbell/Tschars Fr. M15.00 – 21.00 Uhr i. 16:00 – 21:00 Uhr Sa. Do.14.00 16:00– –21.00 21:00Uhr Uhr Fr. 17:00 – 22:00 UhrIn Goldrain Jugendraum Check 17:00––21.00 22:00Uhr Uhr MSa. i. 18.00 JT “Time Out” Schnals Jugendclub Taifun Martell Mi. 16.30 – 20.30 Uhr Sa.“JuZe” 07.03.20 von 14.00 – 20.00 Uhr JZ Naturns Geöffnet Mo. 16:00 – 22:00 Uhr 16:00 – von 22:00 Uhr– 18.00 Uhr SMi. a. 14.03.20 15.00 Do. 16:00 – 22:00 Uhr „Gianmo suchten“ Fr. 16:00 – 22:00 Uhr Workshop Sa. 16:00 – 20:00 Uhr Jugendtreff Tarsch JT “Kosmo” Plaus M Mi.i.11.03.20 15.00 –Uhr 17.00 Uhr 15:00 – 19:00 Do. 15:00 – 20:00 Uhr Filmnachmittag
Kastelbell
Tradition bewahren, Kreativität ausleben
Im Herbst wurde es wieder spannend im Jugendtreff All In in Kastelbell. Die Tage wurden kürzer, die Nächte länger – und mit dem nahenden Dezember tauchten auch die Krampusse wieder auf. Passend zur dunklen Jahreszeit haben Jugendliche die Möglichkeit, ihre eigene Krampusmaske zu schnitzen. Das Projekt findet in Zusammenarbeit mit den Pfoffagonder Tuifl, dem Bildungsausschuss Kastelbell-Tschars und dem Holzschnitzer Josef Stricker aus Martell statt. In sechs Treffen im Oktober lernen die Teilnehmer*innen Schritt für Schritt, wie man aus einem Holzrohling eine gruselige und einzigartige Maske macht.
Zuerst zeichnen die Jugendlichen ihr individuelles Design auf den Rohling. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Anschließend geht es ans Schnitzen: Mit Schnitzeisen, Schleifpapier, Dremel und verschiedenen anderen Werkzeugen formen sie die Masken nach ihren Vorstellungen. Sobald die gewünschte Gestalt erreicht ist, werden die Masken ausgehöhlt, mit Hörnern versehen und mit Acrylfarben bemalt. Zum Abschluss erhält jede Maske auf der Rückseite eine passende Bindung, damit sie gut sitzt, sowie ein Fell als besonderen Blickfang. Neben dem Schnitzen erneuern die Jugendlichen auch die „Tuifflfellr“ mit Schafwolle und restaurieren bereits vorhandene Masken. Dadurch wird nicht nur Neues geschaffen, sondern auch Bestehendes gepflegt und erhalten. Das Projekt begeistert die Jugendlichen von Anfang an. Sie lernen viel über das traditionelle Handwerk, entwickeln ihre kreativen Fähigkeiten weiter und arbeiten mit großer Motivation an ihren Werken. Am Ende entstehen beeindruckende Masken, die sich sehen lassen können und garantiert für den einen oder anderen Schrecken sorgen.
Treffs Oberland und Revoluzer Taufers Hallo Vinschgau! Ich bin Daisy, 25 Jahre alt und seit anderthalb Jahren in der Jugendarbeit tätig. Im Februar 2025 habe ich meine Tätigkeit in der mobilen Jugendarbeit im Ober- und Mittelvinschgau begonnen – seit dem 1. Oktober darf ich nun auch in den Jugendtreffs in Reschen und St. Valentin, zusammen mit Katja, unsere Jugendlichen begleiten.
Hallo! Ich bin Katja, 23 Jahre alt und bin seit Juni 2026 die Jugendarbeiterin in Taufers, St. Valentin und Reschen. Mir ist wichtig, dass der Treff ein Ort ist, wo ihr euch wohlfühlt, neue Sachen ausprobieren könnt und eure Ideen Platz haben. Ich freu mich auf euch.
3
10
/RÄTSEL-WIND/ 33 13
5 15.10.26
Vinschgerwind 21-26
9
6
2
Lösungswort: 1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
15
11
6
8
14 11 12
17
20
9
7
2
19
18
8
16
7
4
3
4
11
5
1
3
10
5
9
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
1
13
6
Fragen: Erwin Bernhart
10
11
1. GWR steht für Genossenschaft für Weiterbildung und ... 2. Ein Kult- und Kraftplatz am Naturnser Sonnenberg ist der ... 3. Präparat zur Bekämpfung des Prozessionsspinners, Bazillus ... 4. Serie A-Spieler aus Rabland, ... Kofler 5. Fraktionsobmann von Laas, Oswald ... 6. VizeBM von Schlanders, Jürgen ... 7. die Plima fließt durch das ... 8. Patrozinium in Graun, zur hl. ... 9. waldfreie Örtlichkeit oberhalb Mals 10. Suser, Kastanien und Krapfen fehlen beim ... nicht 11. großes Ingenieurbüro ... &partner 12. Dekan von Mals, Stefan ... 13. Tier im Logo vom Nationalpark Stilfserjoch 14. häufige Darstellung an Außenwand von Kirchen, hl. ... 15. Die Heimatbühne St. Valentin spielt "Der verkaufte ..." 16. früher hat man die Paarlen auf der ... getrocknet 17. Bauernregel: "St. ... (31. Oktober) Regen, verspricht ein Jahr mit Segen." 18. die Matscher pilgern am 1. Mai nach St. ... in Tanas 19. 1420 wird ... Landeshauptstadt von Tirol 20. Flurname in Taufers, Wanderweg, ... Waalweg
„Wasserstiefel“ ist das Lösungswort des letzten Rätsels. Den Einkaufsgutschein gewinnt Leo Federspiel aus Morter. Der Gutschein ist ab 15.10.26 in der Wind-Redaktion abholbereit, Dantestraße 4, in Schlanders. Ein lehrreiches Knobeln wünschen wir euch. Zu gewinnen gibt es diesmal wieder einen 50€ Einkaufsgutschein, einlösbar in den Eurospin-Filialen. Sende uns das neue Lösungswort mit deinem Namen und dem Wohnort an: redaktion@vinschgerwind.it Einsendeschluss: 26.10.26, 9:00 Uhr
La Spesa intelligente
personal@anjoka.it I +39 0474 529 580
1. GWR 2. Ein K 3. Präp 4. Serie 5. Frakt 6. VizeB 7. die P 8. Patro 9. wald 10. Sus 11. groß 12. Dek 13. Tier 14. häu 15. Die 16. früh 17. Bau 18. die 19. 142 20. Flur
34 /KULTUR/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
Rote Rosen
auf der Hauswand G
eht man vom Hauptplatz in Mals der St. Benedikt Straße entlang Richtung Schleis, kommt man am Haus Gasser vorbei. Auf der Seite des Hauses, an der die Puni vorbeifließt, kann man auf der Hauswand zwei Sgraffiti erkennen: eine Muttergottes mit Kind und ein Sgraffito, das Rosen darstellt. Es sind zwei Arbeiten von Hans Ebensperger. Als einer der frühen Wegbereiter der Abstraktion in Südtirol gehört Ebensperger zu den Großen in der Südtiroler Moderne. Er ist einer jener Vinschger Künstler, die nicht nur durch ihr Werk, sondern auch durch ihre Persönlichkeit, wegen ihrer menschlichen Art besonders geschätzt und in Erinnerung bleiben. Was Ebenspergers Werk anlangt, ist wahrscheinlich alles schon gesagt worden. In diesem Beitrag geht es nicht um das Werk Hans Ebenspergers, sondern vor allem um den Mensch Ebensperger.
Leben und Werdegang Geboren wurde Hans Ebensperger am 31. Oktober 1929 in Prad am Stilfserjoch. Hans war einziger Sohn der Rosa Ebensperger und eines griechischen Kaufmannes, den die Mutter in einem Schweizer Sanatorium kennengelernt hat, wo sie den lungenkran-
Porträt von Hans Ebensperger (morandell.it)
ken Mann als Pflegerin betreute. Die frühe Kindheit verlebte Hans bei seiner Großmutter in Prad. Seine Mutter kam nur selten zu Besuch. „Alljährlich kam die Mutter aus der Schweiz, um bei uns nach Monaten harter Arbeit ein wenig Rast zu finden. Alle guten und schönen Sachen, die sie mir immer mitbrachte, verbreiteten einen lichten Schein um sie – und doch machte mich nichts glücklicher als die lautere Liebe dieser mir damals noch fremden Frau”, schreibt Hans Ebensperger in seinen Kindheitserinnerungen. Als neunjähriger ging Hans mit seiner Mutter nach Sargans in die Schweiz, wo er die Grundschule besuchte. Hier begann er zu malen und zu zeichnen. Da Mutter und Sohn in der Schweiz aber keine Aufenthaltsgenehmigung erhielten, übersiedelten die beiden in der Kriegszeit nach Innsbruck. Von Innsbruck führte ihn sein Weg nach Wien. Von 1948 bis 1952 studierte Ebensperger dort an der Akademie der bildenden Künste. Nach Abschluss der Akademiestudien kehrte er nach Südtirol zurück und mietete sich zunächst in Meran in Schloss Rubein ein Atelier. In der Schlosskapelle von Rubein heiratete er Siegfriede Coufal, eine Studienkollegin aus der Zeit der Wiener Akademie. Der Ehe entstammten zwei Töchter, Christine und Reinhild. 1959 zog
Das Sgraffito mit den roten Rosen
Hans Ebensperger mit seiner Familie in den Vinschgau. In den folgenden Jahren arbeitete er am Umbau verschiedener Gaststätten und Hotels mit. Unter anderem gestaltete er die Kellerbar des “Seehotels” in Reschen oder dekorierte in Sgraffitotechnik den Speisesaal im Hotel “Goldene Rose” in Schlanders. In Marling erhielt Ebensperger den Auftrag, Sgraffitoarbeiten im Hotel Oberwirt und eine größere Wandgestaltung im Hotel Nörder auszuführen. Von der Pfarrei Prad erhielt Ebensperger 1964 den Auftrag, ein Fresko in der Pfarrkirche seines Heimatortes zu gestalten. Ebensperger nahm aber auch Fresko- und Sgraffitoaufträge von Privaten an. So zum Beispiel erhielt er anfangs der 60er Jahre von Anna Gasser in Mals den Auftrag, eine Muttergottes mit Kind auf die Hauswand zu gestalten.
Anna Gasser geb. Theiner (Jahrgang 1930) erzählt: “Ja, ich habe Hans Ebensperger den Auftrag gegeben, eine Muttergottes auf die Hausmauer zu machen. Gewohnt hat er mit seiner Frau und den beiden Kindern bei meiner Schwester Gertraud, bei der Familie Blaas. Meine andere Schwester, die Luise, hat auf seine Kinder geschaut. Bei mir kam er öfters
15.10.26
Ich frage Anna: “Familienmensch war er keiner?” Ihre Antwort: “Nein, Familienmensch war er keiner. Ich glaube, wenn er keine Familie gehabt hätte, wäre es besser gewesen. Wenn man Familie hat, kann man das nicht machen, was er gemacht hat. Gelebt hat der Ebensperger für die Kunst und für seine Blödsinne.” Ich sage: “Hans Ebensperger hat seine Eltern nie richtig kennen gelernt.” Anna: “Er hatte mit seinen Eltern wahrscheinlich keine große Freude. Von seiner Oma hat er öfters erzählt. Von seinen Eltern weiß ich eigentlich gar nichts. Von ihnen hat er nie etwas erzählt.” Ich frage Anna: “Kann es sein, dass Hans von seinen Eltern zu wenig Liebe bekommen, und deshalb zeitlebens nach Liebe gesucht hat?” Anna antwortet: “ Kann sein. Aber ich möchte das nicht behaupten. Was er gesucht hat, waren meiner Meinung nach Freundschaften, ehrliche, vertrauensvolle Freundschaften. Ich war ja niemand, kein Künstler oder so, und doch haben wir uns gut verstanden.” Auf die Frage, ob Hans Ebensperger ein glücklicher Mensch gewe-
Rote Rosen auf der Hauswand Rosen gehören zu den häufigsten dargestellten Blumen der Kunstgeschichte. Rosen sind weit mehr als ein dekoratives Motiv, sie symbolisieren Schönheit, Dornen, Liebe und Schmerz, Blüte und Vergänglichkeit. Das Sgraffito mit den roten Rosen von Hans Ebensperger auf der Hauswand am Haus Gasser in Mals ist insofern bedeutsam, weil es kein Auftrag war. Es entstand ganz aus einem inneren Bedürfnis und sagt somit viel aus, wie Hans Ebensperger als Mensch war. Auf die Frage, wie es zu den Rosen auf der Hauswand kam, antwortet Anna Gasser: ”Wir hatten eine Jugendherberge. Und da hatten wir so Gruppen. Bei einer Gruppe waren zwei Schwestern mit dem Nachnamen Rose. Sie kamen aus Deutschland, aus Bochum, Nordrhein Westfalen. Und wie der Ebensperger halt war, so ein lustiger Kerl, der die Frauen gern gehabt hat, hat er sich in eine der beiden Schwestern unsterblich verliebt. Sie war höchstens 20, er war schon etwas älter, schon über 30. Dann kam der Tag der Abreise. Das Madl warf so ein kleines ‘Bärele’ (Plüschtier) in die Küche. Der Ebensperger, der auch da war, ist dann hinunter zu ihr zum Auto und hat sich von ihr verabschiedet. Nach ein paar Tagen sagte er zu
Portrait von Anna Gasser geb. Theiner
/KULTUR/ 35
mir: ‘Ich mache dir jetzt etwas auf die Hauswand hinauf!’ Da ich ihm schon vor einiger Zeit den Auftrag gegeben hatte, die Muttergottes auf die Hauswand zu machen, sagte ich zu ihm: ‘Ich habe kein Geld mehr.’ Da sagte er, das sei egal, er mache es trotzdem. Er hat mir aber nicht gesagt, was er machen möchte. Er hat etwa eine Woche lang daran gearbeitet. Dann verlangte er von mir ein weißes Leintuch, um seine Arbeit zu verdecken. Nachdem er sie zugedeckt hatte, sagte er zu mir: ‘Jetzt wird eröffnet.’ Ich sagte ihm, dass ich jetzt nicht hinunter gehen kann. Ich habe Leute da, muss denen etwas zu essen machen und kann nicht weggehen. So hat er halt etwas gewartet. Etwas später nahm er mich dann aber mit hinunter vor das Haus. Er nahm langsam das Leintuch weg, und wie das Leintuch weg war, kamen die Rosen zum Vorschein. Ich habe sofort gewusst, was er damit sagen wollte. Er sagte: ‘Das ist die Rose, in die ich mich verliebt habe. Deshalb habe ich sie hier auf der Hauswand abgebildet.’ Ja, und dann war die Rose halt da oben. Ich brauchte ihm dafür nichts bezahlen.” Ich frage Anna: “Hatte Ebensperger später noch Kontakt zu seiner Rose?” Anna: “Nein! Auch ich habe zu dem Madl keinen Kontakt mehr gehabt. Aber immer wenn der Ebensperger im Dorf war, ist er hierher gekommen und hat auf seine Rose hinaufgeschaut. Ja, und dann ist er bald einmal erkrankt. Von meinem Telefon aus hat er seine Frau angerufen und ihr gesagt, dass er jetzt öfters nach Innsbruck zur Therapie fahren müsse. Wenn er dann von Innsbruck kam, ist er immer wieder hierher gekommen, um auf seine Rose hinaufzuschauen - auch wenn er schon so schwach war, dass er sich dabei am Eisengeländer hat festhalten müssen. Ja, und in Innsbruck hat er sich dann auch noch in die Krankenschwester verliebt, die ihn gepflegt hat. Er hat sich eigentlich immer verliebt, sogar noch vor dem Sterben.”
sen sei, antwortet sie: “Hineinschauen hat man nicht gekonnt. Aber mir kam schon vor, dass er glücklich war. Wenn er durchs Dorf ging, hat er jeden gegrüßt und jeder grüßte ihn. Die Leute haben ihn alle gerne gehabt. Der Ebensperger war ein lebenslustiger Mensch, ein Lebemensch. Er hat sein Leben gehabt. Und wenn auch viele Jahre vergangen sind, ich denke immer noch gerne an ihn. Er war ein Mensch, mit dem man hat reden können.”
Fotos: Peter Tscholl
vorbei. Ich habe mich immer gefreut, wenn er vorbei kam. Dann konnte ich ihm Fragen stellen. Ich hatte ja keine Ahnung von der Kunst, interessiert hat mich das schon. Ich habe den Ebensperger als Künstler geschätzt. Der Ebensperger und ich, wir hatten ein gutes Verhältnis miteinander. Wir hatten eine gute Freundschaft, das kann man sagen. Wir haben uns – nicht verliebt – aber gemocht. Der Ebensperger war ein intelligenter, feiner und guter Mensch, auch hilfsbereitschaft, das kann man auch sagen. Oft aber war er bocknarrisch. So soll er zum Haidersee hinauf gefahren und ins eiskalte Wasser hineingetaucht sein. Oder er ist auf den Berg hinauf und hat dort ganz gefährliche Touren unternommen. Oder er hat mit seinem rotem Sportwagen (Alfa Romeo Spider) Ausflüge gemacht. Einmal ist er mit mir in 75 Minuten nach Bozen gefahren. Geld hatte der Ebensperger allerdings nie. Um zu Geld zu kommen, musste er immer alles verkaufen. Auch ich habe zwei Bilder von ihm gekauft. Er kam zu mir und sagte, er habe ein schönes Bild, das einen Wert bekommen würde, ich sollte es nehmen. Ich habe es genommen, weil ich eine Freude damit hatte, und habe ihm natürlich gut bezahlt. Um zu Geld zu kommen hat der Ebensperger auch mit Antiquitäten gehandelt. Ich habe zwei alte Möbelstücke von ihm gekauft. Der Ebensperger hat mir öfters auch erzählt von seinen Freunden im Unterland, bei denen er öfters war: beim ‘Teppich Eccel’ in Bozen oder beim Nicolussi-Leck in Frangart. Die waren wohlhabend und haben ihm auch immer gut bezahlt. Doch das ganze Geld hat der Ebensperger dann bald einmal wieder ausgegeben, für Frauen, für Autos, für alle möglichen Blödsinne.”
Vinschgerwind 21-26
Hans Ebensperger starb erst 42-jährig am 11. Dezember 1971 kurz nach der Heimkehr von der Innsbrucker Klinik. Es gibt ein sehr lesenswertes Buch von Eva Kreuzer-Eccel und Manfred A. Mayr über Hans Ebensperger. Es enthält seinen Weg, sein Ringen um Form und Farbe und schließlich sein trauriges, aber nicht hoffnungsloses Ende. Seine letzten Texte und Bilder sind nicht voller Resignation, sondern voller Licht und Hoffnung. Als sein letztes Bild gilt die “Schöpfung”, eine untergehende Sonne. Ebensperger malte das Bild kurz vor seinem Tode und kommentierte es so: “Noch ist Leben, noch ist Sonne; ich werde dieses Bild nicht ausstellen: Es ist zu persönlich, jeder sieht wie es mir geht. Schmerz, Angst und Tod schreien hervor, und doch glaube ich an das Licht über all das Dunkel.” Peter Tscholl
36 /GESELLSCHAFT/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
Schlanders/Kulturhaus
Konzert Athesis Ensemble Drei Fragen an den Cellisten Matteo Bodini aus Schlanders Vinschgerwind: Was ist das Athesis Ensemble, wer spielte beim Konzert am 26. September im Kulturhaus von Schlanders mit? Matteo Bodini: Das Athesis Ensemble, 2021 von mir gegründet, bringt Musiker verschiedener Herkunft und unterschiedlicher Tätigkeitsfelder zusammen. Eines haben alle gemeinsam und zwar die Freude, zusammen Musik zu machen. Dieses Jahr war z.B. eine Violinistin vom Utopia Orchestra von T. Currentzis dabei, eine andere spielt im Budapest Festival Orchestra. Solche Musiker bringen neue Impulse und genau das macht unser Ensemble aus, das Buntgemischte und die unterschiedlichen Erfahrungen. Vinschgerwind: Beim Konzert wurde klassische Unterhal-
überwinden, viel Mut finden. Aber es war so schön diese Erfahrung gemeinsam mit guten Freunden machen zu dürfen.
Das Athesis Ensemble spielte am 26. September im Kulturhaus von Schlanders. Foto von Gianni Bodini tungsmusik geboten und du bist als Solist aufgetreten. Was wurde den Zuhörer:innen serviert? Matteo Bodini: Das diesjährige Programm stand im Zeichen von Sturm und Drang. Also Musik, die von starken Kontrasten geprägt ist. Gespielt wurden zwei
Sinfonien und dazwischen das Cellokonzert, in dem ich als Solist aufgetreten bin. Es war eine einzigartige Erfahrung für mich. Ein Auftritt als Solist ist ganz anders als ein Musizieren im Orchester bzw. als Kammermusiker. Ich musste mich ziemlich
Vinschgerwind: Wie sieht dein Leben als Musiker und Cellist aus, was sind deine Projekte bzw. wo wirst du demnächst auftreten? Matteo Bodini: Ich bin als freischaffender Musiker tätig, das bedeutet, ich muss prinzipiell dahin, wo ich eine Arbeit als Cellist angeboten bekomme. Ich bin viel unterwegs, auch für längere Zeit. Ich werde demnächst in Innsbruck, Orvieto, Modena und Ravenna mit verschiedenen Orchestern spielen. Im Vinschgau gibt es nochmals eine Möglichkeit das Athesis Ensemble zu hören, aber in ganz anderer Besetzung. Wir spielen am Freitag, 23. Oktober im Bildungshaus Schloss Goldrain. Interview: Heinrich Zoderer
Raiffeisenkasse Obervinschgau
Gemeinsam Müll sammeln für eine saubere Umwelt U zung der Gemeinden Mals und Graun wurde am Dienstag, den 29. September 2026, erneut ein starkes Zeichen für Umweltbewusstsein und nachhaltiges Handeln gesetzt. Insgesamt nahmen 170 Schülerinnen und Schüler der Grundschulen Burgeis, Planeil, Schleis, St. Valentin, Graun und
Foto: „Wind“-Archiv
nter dem Motto „Gemeinsam Müll sammeln“ beteiligte sich die Raiffeisenkasse Obervinschgau bereits zum dritten Mal in Folge an den Südtirol CleanUp Days. In Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrpersonen des Schulsprengels Mals und Graun und mit Unterstüt-
Reschen aktiv an der Müllsammelaktion teil. Begleitet wurden sie von 22 Lehrpersonen sowie 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Raiffeisenkasse Obervinschgau. Gemeinsam machten sie sich am Nachmittag auf den Weg, um achtlos weggeworfenen Abfall aus ihrem unmittelbaren Lebensumfeld zu entfernen und damit einen wertvollen Beitrag für Natur und Umwelt zu leisten. Während der Sammelaktion stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fest, dass selbst in scheinbar unberührten Naturräumen unterschiedlichste Abfälle zu finden sind. Verpackungsmaterialien, Kunststoffteile und Restmüll wurden entlang von Wegen, Grünflächen und öffentlichen Bereichen eingesammelt. Der Gedanke, dass jede noch so kleine Handlung Teil eines größeren Ganzen ist, entspricht seit jeher den Grundwerten von Raiffeisen.
Die Südtirol CleanUp Days zeigen eindrucksvoll, wie durch gemeinschaftliches Engagement nachhaltige Wirkung erzielt werden kann. Als Anerkennung für den tatkräftigen Einsatz organisierte die Raiffeisenkasse Obervinschgau im Anschluss an die Aktion eine kleine Stärkung für alle Beteiligten. Bei belegten Broten und Getränken konnten die fleißigen Müllsammlerinnen und Müllsammler den erfolgreichen Nachmittag gemeinsam ausklingen lassen. Die Südtirol CleanUp Days 2026 haben einmal mehr gezeigt: Umweltschutz ist nicht nur eine globale Herausforderung, sondern beginnt direkt vor der eigenen Haustür. Gemeinsam wurde damit ein deutliches Zeichen gesetzt: Nicht wegschauen, sondern handeln. Denn aus vielen kleinen Schritten entsteht eine große Bewegung. Stecher Gerhard
15.10.26
Vinschgerwind 21-26
/GESELLSCHAFT/ 37
PR-INFO 60 JAHRE KATHOLISCHER FAMILIENVERBAND SÜDTIROL (KFS)
Abschlussveranstaltung zum Jubiläumsjahr „Humor genießen und dabei Gutes tun!“ – unter diesem Motto lädt der Katholische Familienverband Südtirol (KFS) am Samstag, 24. Oktober 2026, zur Abschlussveranstaltung seines Jubiläumsjahres ins CulturForum nach Latsch (Vinschgau) ein. Mit dem Kabarettabend „Volle Kanne!“ mit Ingrid Lechner klingt das Jubiläumsjahr „60 Jahre KFS“ unterhaltsam, gesellig und zugleich mit einem solidarischen Gedanken aus. Der Reinerlös des Benefizabends kommt dem KFS-Spendenkonto „FAMILIE IN NOT“ zugute. Der KFS blickt im Jubiläumsjahr 2026 auf sechs Jahrzehnte engagierter Familienarbeit zurück. Mit rund 15.000 Mitgliedsfamilien ist er heute die größte Familienstruktur Südtirols – ein starkes Netzwerk, das seit 60 Jahren Menschen begleitet, unterstützt und miteinander ver-
bindet. Unter dem Jahresmotto „Feiern. Danken. Weitertragen.“ wurde dieses besondere Jubiläum im ganzen Land mit Begegnungen, Veranstaltungen und Momenten gefeiert, die Gemeinschaft sichtbar und spürbar gemacht haben. Zum Abschluss darf nun noch einmal gemeinsam gelacht, genossen und gefeiert werden – und gleichzeitig Gutes getan werden. Ab 18.00 Uhr erwartet die Besucherinnen und Besucher im CulturForum Latsch ein Aperitiv, bevor um 20.00 Uhr die Kabarettistin Ingrid Lechner mit ihrem Programm „Volle Kanne! – Kabarett zwischen Burnout und Spezialauftrag“ auf der Bühne für beste Unterhaltung sorgt. „Humor genießen und dabei Gutes tun!“, sagt KFS-Bezirksleiterin Priska Theiner und bringt damit den Gedanken der Veranstaltung auf den Punkt.
60 Jahre KFS-Abschlussveranstaltung „Volle Kanne!“ Kabarett zwischen Burnout und Spezialauftrag mit Ingrid Lechner Benefizveranstaltung zugunsten KFS-FAMILIE IN NOT Samstag, 24. Oktober 2026 Aperitiv ab 18 Uhr Kabarett um 20 Uhr Latsch, CulturForum
Denn neben Unterhaltung und Genuss steht auch die Solidarität im Mittelpunkt. Der Eintritt beträgt 30,00 Euro inklusive Aperitiv. Der gesamte Reinerlös kommt dem KFS-Spendenkonto „FAMILIE IN NOT“ zugute und unterstützt damit Familien, die auf Hilfe und Solidarität angewiesen sind.
Mit der Abschlussveranstaltung in Latsch findet das Jubiläumsjahr „60 Jahre KFS“ einen stimmungsvollen Ausklang: gemeinsam feiern, miteinander lachen, genießen und dabei Gutes tun – ganz im Sinne eines Verbandes, der seit sechs Jahrzehnten von und für Familien lebt.
Ihre Hörexperten in Schlanders. Neue großzügige Räumlichkeiten, modernste Ausstattung und noch besserer Service. Entdecken Sie unser neues Zelger Center, wir freuen uns auf Sie!
Schlanders Hauptstraße 92 Dienstag und Donnerstag 8.30-12.30 Uhr, 14.00-18.00 Uhr
men m o K ns ! Sie u hen c u s be
zelger.it T 0473 532 133
Ihre Hörexperten
38 /JUNGUNTERNEHMER/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
Der Vinschgerwind präsentiert: Vinschger Jungunternehmer
„Als Maurer legt man das Fundament für alle nachfolgenden Gewerke“ Was begeistert Sie am meisten an Ihrem Beruf? Florian Renner: Das Schönste am Beruf des Maurers ist, dass man sieht, was man geschaffen hat. Der Fortschritt ist jeden Tag erkennbar und am Ende eines Projekts hat man mit seinen eigenen Händen etwas geschaffen, das Jahrzehnte oder vielleicht auch Jahrhunderte Bestand hat. Was sind die Herausforderungen? Florian Renner: Zum einen ist der Beruf natürlich körperlich anstrengend. Auch wenn wir mittlerweile unzählige Hilfsmittel zur Verfügung haben, die das Heben und Tragen im Arbeitsalltag erleichtern, braucht es manchmal doch noch Muskelkraft. Zum anderen erschwert natürlich auch das Wetter die Arbeit: Egal ob im Sommer die eine Hitzewelle die nächste jagt oder im Winter Kälte und Frost herrschen, ein Maurer arbeitet großteils im Freien. Technisches Verständnis, handwerkliches Geschick und räumliches Vorstellungsvermögen. Was braucht es noch als Maurer? Florian Renner: Ein Maurer muss nicht nur den Überblick über seine eigene Arbeit behalten, er muss mit einer Vielzahl von Akteuren zusammenarbeiten: Bauherren, Architekten und Statikern, aber vor allem auch mit allen anderen beteiligten Handwerkern. Die Arbeiten müssen natürlich zeitlich aufeinander abgestimmt werden. Als Maurer legt man aber auch buchstäblich das Fundament für alle nachfolgenden Gewerke. Deshalb müssen die Schnittstellen laufend besprochen und aufeinander abgestimmt werden. Was ist auf einer Baustelle das Wichtigste? Florian Renner: Dass am Abend jeder gesund und unverletzt nach Hause geht. Auf welches Bauprojekt sind Sie besonders stolz? Florian Renner: Besonders stolz ist man
natürlich auf Bauprojekte, die keine Standardlösungen erlauben. Am spannendsten sind Baustellen, bei denen man erst im Laufe der Realisierung herausfinden muss, wo das eigentliche Problem liegt – z. B. bei der Sanierung von Altbauten. Wenn man auf unvorhergesehene Herausforderungen stößt, improvisieren muss und das eigene Wissen und die Erfahrung zur Lösung des Problems führen, ist man natürlich besonders stolz auf das, was man geleistet hat. Der Maurerberuf ist krisensicher. Die Baukosten hoch. Warum sind die Preise für Baumaterialien immer noch auf hohem Niveau? Florian Renner: Ich kenne natürlich nicht die Produktionskosten der Hersteller von Baumaterialien. Somit kann ich die hohen Preise weder verteidigen, noch möchte ich mit dem Finger auf bestimmte Hersteller und Zulieferer zeigen. Fakt ist aber, dass die Herstellung von vielen Baumaterialien sehr energieintensiv ist und sich die hohen Energiepreise auf die Produktion und die Logistik der Baustoffe auswirken. Ein Tag bei Renner Bau...wie schaut dieser aus? Florian Renner: Wir treffen uns um 7:15 Uhr bei uns am Firmensitz. Je nach Ort der Baustelle und wenn es organisatorisch möglich ist, kommen manche Mitarbeiter auch direkt zur Baustelle. Wir sind eine relativ kleine Mannschaft, sodass die Einteilung und Zuteilung zu den einzelnen Baustellen relativ flexibel organisiert werden kann. Gearbeitet wird dann bis 12:00 Uhr und am Nachmittag wieder von 13:00 Uhr bis 17:30 Uhr. Mittag gibt’s im Gasthaus und nach Feierabend sitzen wir auch gerne noch auf der Bank vor unserem Lager zusammen. Wie wichtig ist Weiterbildung? Florian Renner: Enorm wichtig, aber unsere Weiterbildung findet selten im klassischen Klassenzimmer statt. Es ist wichtig, offen für
Betriebsgründung: 1992 Betriebsübernahme: 2016 Mitarbeiter: 8 Seit wann im Betrieb: 2001 Jahrgang: 1986 Ausbildung: Maurergeselle 1992 gegründet
Betriebsübernahme 2016
Industriestraße 71/A Laas
neue Bauverfahren, innovative Produkte und moderne Verarbeitungsmethoden zu sein. Diese Offenheit, gepaart mit einem gesunden kritischen Blick auf Basis unserer Erfahrung, sichert uns den Fortschritt. Wir probieren Neues aus, prüfen es aber immer mit dem Verstand des Praktikers. Was tun gegen den Fachkräftemangel? Ihre Meinung? Florian Renner: Ihre Kampagne – das Handwerk ins Rampenlicht zu stellen – ist sicher ein wichtiger Beitrag. Wir müssen das alte, verstaubte Image vom Arbeiter, der nur Muskeln und kein Köpfchen braucht, aus der Welt schaffen und den Jugendlichen zeigen, dass der Maurer der Zukunft ein gefragter Facharbeiter sein wird, der sein Wissen einsetzt, um neue Technologien zu nutzen, nachhaltige Baustoffe zu etablieren und den digitalen Wandel nutzt, ohne Gefahr zu laufen, von der KI ersetzt zu werden.
Industriestraße 71/A 39023 Laas Tel: 348 5218231 E-Mail: info@renner-bau.com
www.renner-bau.com
15.10.26
Vinschgerwind 21-26
/SPEZIAL-LOOTSCHER MORKT/ 39
200 Jahre Marktrecht in Laatsch Vom kaiserlichen Viehmarkt zum lebendigen Treffpunkt Der diesjährige „Lootscher Morkt“ ist ein ganz besonderer: Laatsch feiert 200 Jahre Marktrecht. Was heute im Herbst Einheimische und Gäste ins Dorf zieht, begann mit einer kaiserlichen Erlaubnis. Vor zwei Jahrhunderten erhielt die Gemeinde Laatsch das Recht, alljährlich einen Viehmarkt abzuhalten. Der 25. Oktober wurde damit zu einem besonderen Tag im Kalender des Dorfes und ist es bis heute geblieben. Die Originalurkunde von 1826 befindet sich heute im Besitz der EBNR Laatsch und wird im ehemaligen Gemeindearchiv in der St. Leonhardskirche aufbewahrt. Für das Jubiläum wurde sie von David Fliri übersetzt und gibt einen unmittelbaren Einblick in die Geschichte des Laatscher Marktrechts. Text/Foto: Andreas Paulmichl Transkription der Urkunde: David Fliri (Oktober 2026)
GASTHOF LAMM Laatsch 72, Mals | Tel. 0473 831 336 info@hotel-lamm.net | www.hotel-lamm.net
DORFLADEN IN LAATSCH Laatsch 72, Mals | Tel. 349 555 40 92
40 /SPEZIAL-LOOTSCHER MORKT/
Foto: Erwin Bernhart
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
I
n der am 29. August 1826 in Wien ausgestellten Urkunde, mit der Kaiser Franz I.
von Österreich das Marktrecht für Laatsch erteilte, heißt es: „Bekennen öffentlich mit die-
sem Briefe und machen Jedermann kund, daß Uns Unsere liebe getreue Gemeinde Laatsch im Landgerichte Glurns in Unserer gefürsteten Grafschaft Tyrol gebetten hat, ihr aus allerhöchster Gnade die Abhaltung eines Viehmarktes am fünf und zwanzigsten Oktober jeden Jahres … zu gestatten.“ Sollte der Viehmarkt in Prutz auf denselben Tag fallen, durfte der Laatscher Markt um zwei Tage verschoben werden. Eine kleine, aber bemerkenswerte Regelung, die zeigt, wie genau der kaiserliche Marktalltag einst geregelt war. Für Laatsch bedeutete die Genehmigung vor allem eines: Der Viehhandel erhielt einen offiziellen Platz. Bauern konnten Tiere anbieten, kaufen und verkaufen. Der Markttag wurde zu einem wichtigen wirtschaftlichen Termin und zugleich zu einem gesellschaftlichen Ereignis. Wer nach Laatsch kam, kam nicht nur wegen des Viehs. Man traf Bekannte, tauschte Neuigkeiten aus, handelte und pflegte Kontakte.
Ein Markt, der sich verändert hat Wie vieles im bäuerlichen Leben blieb auch der Laatscher
Markt nicht unverändert. Mit dem Wandel der Landwirtschaft verlor der Viehhandel zunehmend an Bedeutung. Der ursprüngliche Markt wurde kleiner und verschwand schließlich für einige Zeit aus dem Alltag des Dorfes. Doch die Erinnerung an den „Lootscher Morkt“ blieb. Mit seiner Wiederbelebung im Jahr 2004 kehrte der Markt in das gesellschaftliche Leben zurück. Dabei ging es nicht darum, die Vergangenheit einfach zu kopieren. Vielmehr entwickelte sich aus der alten Tradition etwas Neues: Aus dem einstigen Viehmarkt wurde ein Herbst- und Begegnungsmarkt, der die Verbindung zur Landwirtschaft weiterhin lebendig hält. Hinzugekommen sind regionale Produkte, traditionelles Handwerk, kulinarische Spezialitäten, Musik und die Stände der örtlichen Vereine. Auch die jüngere Generation ist längst Teil dieser Markttradition. Jugendgruppen und junge Menschen bringen eigene Ideen ein und tragen dazu bei, dass der „Lootscher Morkt“ immer wieder ein neues Gesicht bekommt. Und natürlich gehört zum Laatscher Markt seit jeher auch das leibliche Wohl. Wer im Herbst über den Markt
15.10.26
Vinschgerwind 21-26
/SPEZIAL-LOOTSCHER MORKT/ 41
Nach Seiner k.k. Majestät höchsteigenem Befehle
schlendert, begegnet nicht nur vielfältigen Erzeugnissen und handwerklichen Arbeiten, sondern auch den Düften der traditionellen Vinschger Küche. Saure Supp, Gulasch mit Knödel, Kraut, Keschtn, Käse, Speck und Wurst gehören zum Markttag.
Mehr als Kaufen und Verkaufen Ein Markt lebt nicht allein von seinen Waren. Er lebt von den Menschen. Das war schon beim Viehmarkt früherer Zeiten so und ist heute nicht anders. Verändert hat sich, was angeboten
wird: Früher standen Tiere im Mittelpunkt, heute sind es regionale Lebensmittel, Handwerk, Kulinarik und die verschiedensten Waren. 200 Jahre Marktrecht in
Laatsch – ein Grund zum Feiern! Der diesjährige „Lootscher Morkt“ findet am Samstag, 24. Oktober, statt. Dass der Markt heuer an einem Samstag stattfindet, hat ebenfalls mit der
kaiserlichen Urkunde zu tun: Sie legt fest, dass der Markttag weder auf einen gebotenen Feiertag noch auf einen Sonntag fallen darf. Eine Tradition, die vor zwei Jahrhunderten ihren Anfang nahm, lebt bis heute weiter. Kommt vorbei, schlendert durch die Marktstände und erlebt den „Lootscher Morkt“ – heuer ganz im Zeichen dieses besonderen Jubiläums.
Ğƌ ǀĞƌĂŶƐƚĂůƚĞƚ ŝŶ ƵƐĂŵŵĞŶĂƌďĞŝƚ ŵŝƚ ĚĞŵ ŝůĚƵŶŐƐĂƵƐƐĐŚƵƐƐ ^ĐŚůĂŶĚĞƌƐ ĞŝŶĞŶ
42 /BILDUNGSZUG/ WĞƌůĂŐŐĞƌŬƵƌƐ
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
KASTELBELL/TSCHARS
TARSCH
LATSCH
MARTELL
SCHLANDERS
KORTSCH
LAAS
STILFS
PRAD
SCHLUDERNS
GOLDRAIN/MORTER
ĂƐ WĞƌůĂŐŐĞŶ Őŝůƚ ĂůƐ ĚĂƐ ƐĐŚƂŶƐƚĞ ƵŶĚ ŝŶƚĞƌĞƐƐĂŶƚĞƐƚĞ ĂůůĞƌ <ĂƌƚĞŶƐƉŝĞůĞ ŝŵ ůƉĞŶƌĂƵŵ͘ Ɛ ŝƐƚ ĞŝŶĞƐ ĚĞƌ ǁĞŶŝŐĞŶ <ĂƌƚĞŶƐƉŝĞůĞ͕ ďĞŝ ĚĞŵ das „Deuten“ ŶŝĐŚƚ ŶƵƌ ĞƌůĂƵďƚ͕ ƐŽŶĚĞƌŶ ĞƌǁƺŶƐĐŚƚ ƵŶĚ dĞŝů ĚĞƐ ^ƉŝĞůĞƐ ŝƐƚ͘ ŽĐŚ ŶŝĐŚƚ ŶƵƌ ĚĂƐ ĐŵĂĐŚƚ ĞƐ njƵ ĞŝŶĞŵ ŝŶƚĞƌĞƐƐĂŶƚĞŶ <ĂƌƚĞŶƐƉŝĞů͕ ĂƵĐŚ tŽƌƚǁŝƚnj͕ ůƵĨĨĞŶ͕ 'ůƺĐŬ͕ sĞƌƐƚĂŶĚ ƵŶĚ <ƂŶŶĞŶ ƐŝŶĚ ŐĞĨƌĂŐƚ͘ ŝĞ tƵƌnjĞů ĚĞƐ <ĂƌƚĞŶƐƉŝĞůƐ ŝƐƚ ƵŶĚ ďůĞŝďƚ ĂďĞƌ ŝŵŵĞƌ ĚŝĞ &ƌĞƵĚĞ ĂŶ ĚĞƌ 'ĞƐĞůůŝŐŬĞŝƚ͘ ŝĞ dĞŝůŶĂŚŵĞŐĞďƺŚƌ ďĞƚƌćŐƚ Ϯϱ € ŝŶ ĚŝĞƐĞŵ ĞƚƌĂŐ ŝƐƚ ĚĞƌ DŝƚŐůŝĞĚƐďĞŝƚƌĂŐ ϮϬϮϳ ĞŶƚŚĂůƚĞŶ͘ ŶŵĞůĚƵŶŐ dĞů͘ ϯϮϰϲϮϵϲϳϴϴ ŽĚĞƌ ƉĞƌůĂŐŐĞƌĐůƵďΛŐŵĂŝů͘ĐŽŵ
GLURNS/TAUFERS I. M.
MALS
BILDUNGSAUSSCHÜSSE VINSCHGAU
GRAUN
ŵŝƚ ĞŐŝŶŶ Ăŵ DŝƚƚǁŽĐŚ͕ ĚĞŶ Ϭϰ͘ϭϭ͘ϮϬϮϲ Ƶŵ ϭϵ͗ϬϬ hŚƌ ŝŶ ĚĞƌ ^/^ ŝŶ ^ĐŚůĂŶĚĞƌƐ ǁĞŝƚĞƌĞ dĞƌŵŝŶĞ ƐŝŶĚ͗ ŝĞŶƐƚĂŐ͕ ĚĞƌ ϭϬ͘ϭϭ͘ϮϬϮϲ DŝƚƚǁŽĐŚ͕ ĚĞƌ ϭϴ͘ϭϭ͘ϮϬϮϲ DŝƚƚǁŽĐŚ͕ ĚĞƌ Ϯϱ͘ϭϭ͘ϮϬϮϲ
Bildungsausschuss Schlanders
Der Perlagger-Club EO veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Bildungsausschuss Schlanders einen
Perlaggerkurs
mit Beginn am Mittwoch, den 04.11.2026 um 19:00 Uhr in der BASIS in Schlanders weitere Termine sind: Dienstag, der 10.11.2026, Mittwoch, der 18.11.2026, Mittwoch, der 25.11.2026 Die Teilnahmegebühr beträgt 25 €, in diesem Betrag ist der Mitgliedsbeitrag 2027 enthalten. Anmeldung: Tel. 3246296788 oder perlaggerclub@ gmail.com
Sprachencafé / Caffè delle lingue / Language Café in der Bibliothek/Schlandersburg / nel- / Sprachencafé Caffè delleam lingue la Biblioteca di Silandro il / at the library Language Café Schlandersburg on 17., 24. Oktober / Ottobre / October
in der Bibliothek Schlandersburg am / nella Biblioteca di Silandro il / 7., 14., 21.,at28. November / Novembre / the library Schlandersburg on
November 3., 10., 17., 24. Oktober / Ottobre / October 2026 10:00–11:30 Sprachen/Lingue/Languages: 7., 14., 21., 28. November / Novembre / November 2026 *Deutsch+Dialekt10:00–11:30 - Italiano - English
SCHL ANDERS ERZÄHLT … EINLADUNG ZUM
MÄRCHENHERBST 9.–21. NOVEMBER 2026
PROGRAMM SimsalaSing – Märchenhaftes Singen Mo. 09.11. & Di. 10.11.2026 um 17.00 Uhr im Juvi Werk 3 in der Göflaner Straße in Schlanders mit Ramona Zueck. Für Kinder von 5 – 11 Jahren.Gerne auch in einem Märchenkostüm.
Fiabe
„Es war einmal…“
mercoledi‘ 11.11.2026 & giovedi‘ 19.11.2026 alle ore 9.30 Rosmarie Ferlito racconta delle fiabe nell’asilo „Il grillo parlante“
Do.12.11. 2026 um 10.00 Uhr Marzia Poli erzählt im Bürgerheim Schlanders Märchen für die Bewohner und eine Kindergartengruppe
HALLO
Sprachen/Lingue/Languages:
*Hinweis zu Deutsch+Dialekt: In den Ein*Deutsch+Dialekt - Italiano - English heiten im Oktober wird Deutsch angebo*Hinweis zu Deutsch+Dialekt: In den Einheiten im Oktober wird Deutsch angeboten, während in den Einheiten im November anstelle von Deutsch der Südtiroler Dialekt angeboten wird. ten, während in den Einheiten im NovemMenschen, Kulturen undvon Sprachen treffen sich im Sprachencafé. An jedem Tisch wird ber anstelle Deutsch der Südtiroler ein/e Gesprächsleiter/in die Konversation in Gang setzen. Dialekt angeboten wird. Persone, culture e lingue si incontrano al Caffè delle lingue. A ogni tavolo un moderatore
„Rumpelpumpelbumms“
Märchenfilm
Do. 12.11.2025 um 19.30 Uhr im avimundus. FÜR ERWACHSENE Ein liebestolles Rotkehlchen, geheimnisvolle Tauben, gerissene Raben und ein mutiger Greifvogel fliegen durch die Geschichten. Heike Vigl erzählt von Liebe, Freiheit, Loyalität und nicht zuletzt von dunklen Mächten, die – frei nach Goethe - zwar Böses im Schilde führen, aber letztendlich Gutes schaffen.
Fr. 13.11.2026, um 15.00 und 17.00 Uhr: in der Bibliothek Schlandersburg Figurentheater mit Gernot Nagelschmid, ab 3 Jahren. Anmeldung erforderlich: Tel. 0473 737780; bibliothek@schlanders.it
Mo. 16.11.2026 um 17.00 Uhr: Kulturhaus „Karl Schönherr“ VKE-Märchenfilm „Die Gänsemagd“ – Eintritt frei.
Kamishibai
Lausche und werde still
Mi. 18.11.2026 um 16.00 Uhr:
Do. 19.11.2026 um 19.30 Uhr: Bibliothek Schlandersburg Klänge und Geschichten zum Träumen für Erwachsene mit Martina Wienchol
in der Bibliothek Schlandersburg „Hänsel und Gretel“ mit Ingrid Karnutsch
Bobby-CarMärchenkino im Elki Fr. 20.11.2026 um 17.00 Uhr für Kinder von 3 bis 5 Jahren
Sa. 21.11.2026, 09.00-12.00 Uhr Fußgängerzone Schlanders Kinder & Erwachsene erwartet ein buntes, vielfältiges Programm: • Märchenfiguren sind unterwegs • kleine Marktstände laden zum Verweilen ein • altem Handwerk kann zugeschaut werden • im Avimundus Märchen und Geschichten lauschen mit Christopher Goepfert und Sophia Lechner • die Gruppe „Pasui“ lässt mittelalterliche Klänge ertönen • auf den Ponys Lesley und Billy reiten • Mitmachaktionen mit ELKI und VKE Bei Regen und Sturm entfällt die Veranstaltung.
di madrelingua guiderà la conversazione.
People, cultures and languages meet at the Language Café. At each table a conversation leader will get the conversation going.
Sprachencafé / Caffè delle lingue /
Do. 12.11.2026 & 19.11.2026 um 17.00 Uhr im Innenhof der Bibliothek Schlandersburg. Für Kinder von 4 bis 7 Jahren. Warme Kleidung und bitte ev. eine Decke mitbringen!
Vogelfrei – frei wie ein Vogel
ES WAR EINMAL ... Märchen erleben in Schlanders HELLO
CIAO
Märchen am Lagerfeuer
In Zusammenarbeit mit / in collaborazione con
Geschichtennachtwanderung Fr. 20.11.2025 um 19.00 Uhr Geschichten und Sagen im Vinschger Dialekt mit Raimund Rechenmacher Treffpunkt: Bibliothek Schlandersburg für Kinder von 6 bis 11 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen Anmeldung erforderlich: Tel. 0473 737780; bibliothek@schlanders.it
15.10.26
Vinschgerwind 21-26
/BILDUNGSZUG/ 43
Bildungsausschuss Prad
Bildungsausschuss Goldrain/Morter
Bildungsausschuss Martell
Bildungsausschuss Graun
Bildungsausschuss Laas, Eyrs, Tschengls, Tanas, Allitz
Bewegungscafé Vinschgau
Gemeinsam bewegen, ausprobieren und voneinander lernen!
Mühelos vom Boden aufstehen
Freitag 23.10.2026, 14.30 bis 16.00 Uhr im Wohn- und Pflegeheim St. Sisinius Laas Bewegungsmuster kennenlernen, um vom Boden sicher wieder in den Stand zu gelangen
Die eigene Bewegung nutzen
Freitag 30.10.2026, 14.30 bis 16.00 Uhr im Wohn- und Pflegeheim St. Sisinius Laas Im Stuhl oder Rollstuhl wieder gut nach hinten rutschen
25 Jahre
Bezirksservice Bildungsausschüsse Vinschgau Ludwig Fabi
Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich. Für alle Interessierten - Einfach vorbeikommen & mitmachen! Du hast vorab noch Fragen oder möchtet etwas genauer wissen? Dann schick gerne eine WhatsApp-Nachricht oder ruf an Tel. 346 7578795 für das Netzwerk „kinaesthetics bewegt vinschgau“ Tel. 348 7651492 bezirksservice.vinschgau@kre-aktiv.it https://deutsche-kultur.provinz.bz.it/de/weiterbildung-und-sprache/home
jetzt auch auf www.facebook.com/ vinschger.bildungszug
44 /SPEZIAL-LANDWIRTSCHAFT
/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
„Konsolidieren
statt revolutionieren“ Es ist mittlerweile Tradition in bestimmten Abständen mit VIP-Direktor Martin Pinzger ein Gespräch zu führen. Die neue Ernte ist so gut wie eingefahren, jene vom vergangenen Jahr abgerechnet. Wir sprachen mit Pinzger über Stimmungen, Erlöse, Erwartungen und nicht zuletzt über den „Apparat VIP“, den es zu erhalten gilt. Interview und Foto: Angelika Ploner
Vinschgerwind: Herr Pinzger: Das Erntejahr 2025 ist abgerechnet. Die Zahlen liegen auf dem Tisch. Wie ist die Stimmung unter den Bauern? Martin Pinzger: Differenziert. Unter dem Aspekt der Abrechnung würde ich sagen, dass die Mitglieder in den vergangenen zwölf Monaten ausführlich über unsere Informationen zur Kenntnis genommen haben, dass wir ein schwieriges Vermarktungsjahr hatten. Aber
aufgrund der sehr guten Qualität, einem marktgerechten Sortiment, einer effizienten Organisation und einer gut aufgestellten Vermarktung konnten wir mehr oder weniger die Zahlen vom vergangenen Jahr pro Hektar erreichen. Vinschgerwind: Das heißt die Stimmung ist gut. Martin Pinzger: Jein. Sie ist durchwachsen. Wenn wir das ganze Sortiment von der
Ernte 2025 anschauen, sind schlussendlich doch die Berostungsprobleme beim Envy und die fehlende Erntemenge ein kleiner Wermutstropfen. Im Bio-Bereich hatten wir mit 13 Prozent mehr als im Vorjahr eine Rekordernte, aber kommen trotz mehr Menge auf den Umsatz pro Hektar vom Vorjahr. Das heißt, wir hatten im Durchschnitt bei Bio tiefere Preise.
Vinschgerwind: Auch weil der deutsche Markt gefehlt hat? Martin Pinzger: Der deutsche Markt war von der nationalen Produktion sehr gut bestückt, also die deutsche Bio-Produktion war stark und wir hatten eine Rekordernte. Das Marktumfeld war schwierig und der Konsum auch nicht immer hilfreich, dadurch hat es schon einige Hürden gegeben, auch für die VIP, auch für den Vinschgau. ▸
46 /SPEZIAL-LANDWIRTSCHAFT ▸ Trotzdem: Wir haben 2023, 2024 und 2025 ähnliche Erlöse pro Hektar für den Bauer erreicht und das auf einem Niveau, wo man sagt, im Kontext der ganzen Situationen, könnte man auch zufrieden sein. Vinschgerwind: Das heißt die Stimmung ist durchwachsen und die Erlöse liegen deutlich über 30.000 Euro pro Hektar. Martin Pinzger: Das hab ich nicht gesagt, aber es ist so. Allerdings im Schnitt, wir haben sicherlich auch Produzenten, die sich nicht so leicht tun. Das hängt oft mit der Situation auf dem Feld ab, das hängt davon ab, wie der Betrieb ausgestattet ist. Aber man muss auch sagen, dass man die 30.000 Euro, die man pro Hektar braucht, um kostendeckend zu arbeiten, mittlerweile auf 35.000 Euro anheben muss. Unsere Latte, wo ich sage, da sollte man unbedingt darüber sein, ist 35.000 Euro, weil landwirtschaftliche Maschinen, Erntehelfer, Pflanzenschutz, Düngemittel, alles extrem gestiegen ist in den vergangenen Jahren. Also, die
35.000 Euro pro Hektar wird der Produzent anpeilen müssen, damit er einen fairen Erlös für seine harte Arbeit erhält. Vinschgerwind: Welche Sorte ist Spitzenreiter bei den Auszahlungspreisen? Martin Pinzger: Der Cosmic Crisp. Es ist gibt eine Sorte, die noch höher ist, das ist der Kissabell, aber das ist eine extreme Nische von der Menge her. Aber Cosmic Crisp haben wir immerhin über 1.000 Waggon und da haben wir einen sehr interessanten Preis für unsere Produzenten erzielen können. Vinschgerwind: Was heißt interessant? Martin Pinzger: 90 Cent. Vinschgerwind: Und im BioBereich? Martin Pinzger: Unwesentlich höher. Bei den Clubsorten gibt es diese große Spreizung eigentlich nicht. Vinschgerwind: Das heißt der von der VIP propagierte
/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
Hoffnungsträger erfüllt die Erwartungen? Martin Pinzger: Ja. Vinschgerwind: Wie hat sich das Problem mit dem Stängelstich beim Cosmic Crisp entwickelt? Martin Pinzger: Es ist so, dass wir bei einem so wichtigen Projekt super motiviert sind, jegliche Hindernisse oder kleineren Probleme bei der Wurzel anzupacken. Wenn wir die abgepackte Ware anschauen, dann sehen wir, dass der Stängelstich das größte Qualitäts-Problemchen ist. Denn man muss sagen, wir haben bei dieser Sorte einen extrem hohen Prima-Anteil, also Markenwarenanteil. Der Cosmic Crisp ist schön ausgefärbt, ist perfekt von der Glattschaligkeit und von der Form her, das gibt es bei keiner anderen Sorte. Aber doch: Wenn wir ein Qualitätsproblem sehen, dann sind das die Stängelstiche. Wir wollen den Cosmic Crisp als Premium-Apfel halten und deshalb darf er keine Makel haben. Deshalb haben wir auch heuer – immer auf freiwilliger
Basis – das Angebot unterbreitet, wieder mit Scheren zu ernten. Wir haben vinschgauweit in eine neue Sortiertechnik in allen Genossenschaften im I.P. Bereich investiert, aktiviert und installiert, im Bio-Bereich kommt diese nächstes Jahr. Diese kann die Stängelstiche genau lesen. Bis jetzt haben wir nur Auszählungen gemacht. Jetzt sehen wir bei jedem Apfel: Hat er einen Stängelstich gehabt, ist er mit Scheren geerntet worden? Wir haben also viel besseres Datenmaterial zur Verfügung und sehen für die kommenden Jahre: Macht das Sinn mit Scheren zu ernten oder nicht? Vinschgerwind: Sollte sich die Ernte mit Scheren bewähren, kommt die Pflicht? Martin Pinzger: Nein. Es bleibt freiwillig. Denn wenn schon, dann muss man die Spielregeln vorab festlegen. Vinschgerwind: Ihr zahlt dann einfach höhere Preise aus? Martin Pinzger: Natürlich braucht es einen Anreiz, denn der Aufwand ist viel größer.
15.10.26
Vinschgerwind: Welche Sorte blieb unter den Erwartungen? Martin Pinzger: Envy war im Herbst problematisch wegen starker Berostungsprobleme, aber weil die Sorte auf unserem Hauptmarkt Italien extrem gut aufgenommen wird, haben wir – auch mit leicht berosteter Ware – diese sehr gut verkaufen können. Und auch die zweite Qualität haben wir zu einem einigermaßen fairen Preis verkauft. Das Resultat ist deshalb besser, als wir befürchtet haben. Ein schwieriges Projekt, das kann man ganz offen sagen, ist und bleibt SweeTango, da er sowohl im Anbau als auch auf dem Markt herausfordernd ist. Das Resultat ist nicht befriedigend und die Flächen sind auch schon rückläufig. Vinschgerwind: Ist die Ernte 2025 verkauft? Sind die Lager leer? Martin Pinzger: Wir haben das ganze Jahr über sehr konform zu unserem Abbauplan die Verkaufsfenster eingehalten. Da waren wir sicher in einer glücklichen Lage. Das spricht
Vinschgerwind 21-26
/SPEZIAL-LANDWIRTSCHAFT
auch für unsere Verkaufsmannschaft. Dahinter muss aber auch die Verarbeitung stimmen, sprich, dass die Ware sortiert, verpackt und punktgenau zum Kunden ausgeliefert wird. Da ist das Zusammenspiel der Genossenschaften wichtig und die Mannschaft hat hier sehr gute Arbeit geleistet. Die letzten Golden und die letzten Cosmic Crisp von der Ernte 2025 haben plan- und punktgenau bis am 10. Oktober die Lager verlassen. Vinschgerwind: Das spricht für die Neu-Organisation der VIP mit dem Verkaufsteam. Martin Pinzger: Richtig. Auf alle Fälle. Vinschgerwind: Im Südtiroler Landwirt sagten Sie: Die Qualität der Ernte 2025, bis auf einige Ausnahmen, war eine der besten der letzten Jahre. Die neue Ernte ist angelaufen. Der Gala ist mehlig. Martin Pinzger: Ja, richtig. Es gibt leider Gottes auch im Vinschgau heuer ein paar Situationen, wo die Reife so schnell von statten gegangen ist, dass
der Bauer überrascht wurde und höchste Zeit für die Ernte war. Wir haben im Vinschgau generell eine gute, akzeptable Gala-Qualität, aber wir müssen heuer sicher unsere Gala-Ernte zeitgerecht und punktgenau verkaufen. Also wir können heuer, nicht wie andere Jahre, sagen, unser Gala hält zwölf Monate und wir warten, bis der richtige Verkaufsmoment kommt. Also der Gala muss heuer sicher sehr, sehr zügig abgeschlossen werden und die Konkurrenz muss ihn wie die Feuerwehr verkaufen. Vinschgerwind: Europaweit wird eine der ertragsärmsten Apfelernten der letzten Jahre erwartet. Insbesondere die Hauptsorten Golden Delicious und Gala verzeichnen starke Rückgänge. Damit dürfte der Vinschger Obstbau goldenen Auszahlungspreisen entgegen sehen. Martin Pinzger: Das würde ich nicht eins zu eins garantieren, denn das hängt dann wieder vom Markt und von der Qualität ab.
BAUMSCHULE WERTH Unterrain 65/A - I-39050 St. Pauls-Eppan Tel. 0471 637 030 Mobil 335 531 63 86 - 333 5243253 info@baumschule-werth.it
/ 47
Vinschgerwind: Aber die Zeichen stehen gut. Martin Pinzger: Das stimmt. Wir haben 9,5 Millionen Tonnen Ernte geschätzt bekommen. Das ist sehr, sehr nieder und da ist vor allem jener der Gewinner, der haltbare Äpfel hat, weil vorauszusehen ist, dass in der zweiten Saisonhälfte eine Verknappung am Markt eintreten wird und dann muss sich der Preis festigen. Das heißt es müssten rund 3 bis 3,5 Millionen in die Verarbeitung zum Beispiel Fruchtsäfte gehen und 6 Millionen auf den Frischmarkt kommen und da müssten wir eigentlich eine Gaudi beim Verkaufen haben. Vinschgerwind: Ist die Sortenerneuerung abgeschlossen? Martin Pinzger: Ja. Vinschgerwind: Anders gefragt: Blicken wir in die Zukunft: Welche Sorte wird in zehn Jahren übrig bleiben, welche weniger und welche verschwinden? Martin Pinzger: Fangen wir beim Golden an. ▸
48 /SPEZIAL-LANDWIRTSCHAFT ▸ Der Konsum von Golden ist derzeit deutlich rückläufig. Trotzdem wird das Goldenangebot gleich bleiben, weil die Mitkonkurrenten nicht imstande sind, einen Qualitäts-Golden anzubauen. Wir schon, wenngleich er sehr, sehr schwierig im Anbau ist. Vinschgerwind: Also Golden bleibt, welche Sorte wird weniger? Martin Pinzger: Stark, also Red Delicious und SweeTango. Gala hoffe ich wird bleiben, weil wir haben wenig Gala und Gala ist eine Weltsorte. Vinschgerwind: Welche Sorte wird verschwinden? Martin Pinzger: Jonagold, Braeburn. Steigen hingegen wird Cosmic Crisp, Envy vielleicht, sollten wir das Berostungsproblem in den Griff bekommen. Vinschgerwind: Schädlinge und Krankheiten: Was bereitet am meisten Kopfzerbrechen? Martin Pinzger: Die neuen Themen, die leider Gottes mit fortschreitendem Klimawandel
peu à peu näher zum Vinschgau rücken. Da gibt es Viruskrankheiten, die extrem dramatisch für den Produzenten sind, weil er kaum Pflanzenschutzmittel zur Verfügung hat. Diese sind dramatisch für den Bio-Bereich, betreffen aber auch den I.P.Bereich. Da können wir nur Ruhe bewahren und hoffen, dass diese Themen nur langsam näher rücken. Vinschgerwind: Themenwechsel: Die VIP hat sich im April vergangenen Jahres mit der VOG und mit VOG Products zur Alpoma zusammengeschlossen. Landesrat Luis Walcher formulierte es damals so: „Damit haben wir einen besseren Stand, wenn’s ums Kraut geht.“ Wieviel Kraut holt man denn jedes Jahr von der EU? Martin Pinzger: Effektiv, es stimmt, bei Alpoma geht es – auch – um EU-Beiträge. Als Zusammenschluss von Erzeugerorganisationen gibt es mehr Fördergelder und es ist unsere Aufgabe und unsere Pflicht diese für unsere Produzenten zu nutzen.
/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
Vinschgerwind: Konkret, wieviel? Martin Pinzger: Ein einstelliger Prozentsatz von unserem Umsatz. Und man muss sagen, die Fördergelder werden zu über 90 Prozent in die Strukturen in den Genossenschaften investiert, damit alle Produzenten im gleichen Ausmaß einen Nutzen ziehen. Vinschgerwind: Bleiben wir beim Thema Zusammenschlüsse: Wie konkret ist der Zusammenschluss Alpe und GEOS? Martin Pinzger: Überhaupt nicht konkret. Unsere Genossenschaften sind sieben und bleiben sieben. Abgesehen davon ist das eine reine Entscheidung von den Vorständen und den Genossenschaften, wir als Verband haben primär die Aufgabe. die Äpfel wertschöpfend auf den Markt zu bekommen. Vinschgerwind: Bleiben wir beim Verband. Von Produzentenseite kommt immer wieder der Vorwurf an die Adresse der VIP, salopp ausgedrückt: Wir müssen den ganzen Apparat
der VIP erhalten und finanzieren. Wie verteidigen Sie als Direktor den „Apparat VIP“? Martin Pinzger: Der Kostenapparat VIP ist in den vergangenen Jahren stabil, was die Kosten betrifft. Wir haben 2022 den Entwicklungsschritt gemacht und den operativen Verkauf für die Äpfel zu 100% zentralisiert und entsprechend haben wir dadurch eine strukturelle Aufstockung des Mitarbeiterstabs gehabt. Wir haben derzeit 67 Mitarbeiter im Verband angestellt, darunter Voll- und Teilzeitkräfte und wir haben in nächster Zeit keine Erhöhungen geplant, außer wir bekommen neue Aufgaben. Wir haben für 2026 – 2030 eine Strategie erarbeitet, die wir in den Genossenschaften vorgestellt haben. Im Wesentlichen geht es uns darum, dass wir bestimmte positiv greifende Situationen nochmals verfeinern wollen, aber keine großen Entwicklungsschritte oder Revolutionen geplant sind. Das Motto für die Zukunft lautet: Konsolidieren statt revolutionieren.
15.10.26
Vinschgerwind 21-26
/SPEZIAL-LANDWIRTSCHAFT
/ 49
Plauserhof in Kortsch
Tradition trifft Leidenschaft Der Plauserhof steht – anders als es der Name vermuten lässt – in Kortsch. Neben Äpfeln werden hier auch Trauben angebaut und gekeltert. Klaus Wellenzohn und Sohn Max sind ein eingespieltes Team. Für beide ist Wein zur Leidenschaft und zum schönsten Hobby geworden. von Angelika Ploner
D
ie Wurzeln des Plauserhofs in Kortsch reichen Jahrhunderte zurück. Die Grundmauern sind auf das Jahr 1390 datiert, mit großer Wahrscheinlichkeit aber älter.
„Der Name Plauserhof leitet sich vermutlich von Adelheid Plauserin ab. Sie war etwa im 16. Jahrhundert auf dem Betrieb tätig. Man vermutet, dass sich daraus im Laufe
der Zeit der Name entwickelt hat“, erklärt Max Wellenzohn dem Vinschgerwind. Mit ihm ist am Plauserhof bereits die nächste Generation am Start. Er hat seine Ausbildung an der
Fachschule Laimburg absolviert und dort seine Passion für Trauben und Wein keltern entdeckt. Diese Passion hat er mit der Ausbildung zum Diplom-Sommelier gekrönt. ▸
MITTERER ROHRE info@mitterer.it
tel: 0471 257 095
Ihr zuverlässiger Partner für Bewässerung, Frostschutz und Filtertechnik
Fotos: Max Wellenzohn
50 /SPEZIAL-LANDWIRTSCHAFT
/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
Auf Terrassen oberhalb von Vetzan liegen die Weingüter des Plauserhofes; unten: Bei der Arbeit im Weinberg - alles ist mühevolle Handarbeit; oben: der urige Weinkeller am Plauserhof
▸ Wein anbauen hat am Plauserhof eigentlich Tradition. Seit über drei Jahrzehnten baut Klaus Wellenzohn Eigenbauweine an. „Früher“, erzählt er, „sind die Arbeiter mit Wein bezahlt worden. Wein war ein wertvolles Gut.“ Eine Zeitlang - vor allem während des zweiten Weltkriegs - wurde in den Stehlen, dort, wo heute die Weinreben gedeihen, sogar Reis angebaut. Das hatte schlicht und einfach mit der Versorgungsnot zu tun. Dass seit 2023 Wein nun eine größere Rolle und vor allem zum Verkauf gekeltert und abgefüllt wird, ist Max zuzuschreiben. Der 22-Jährige stellt sich in die Reihe jener jungen, engagierten Vinschger Winzer, die die Tradition hoch halten und mit Begeisterung Neues ausprobieren. Und apropos Neues: Heuer hat Max einen Passito, einen köstlichen Süßwein, „eigentlich einen Nachtisch-Wein“ produziert. „Beim Passito wird die Ernte bewusst etwas früher durchgeführt. Der Grund dafür ist, dass die Trauben bei einer späteren Ernte zu viel Säure verlieren würden. Es geht also darum, einen zu starken Säureabbau zu vermeiden und eine gute Säurestruktur im späteren
Passito zu erhalten“, erklärt Max. Die handverlesenen Trauben werden in kleinen Kisten für einige Wochen zum Trocknen gelegt, bevor sie vinifiziert werden. Voraussetzung, um einen Passito zu vinifizieren: Die Trauben müssen von einwandfreier Qualität sein, makellos sozusagen. Am Plauserhof versteht man es, Weine mit unverkennbarer Handschrift zu erzeugen. Das hat auch mit den Lagen zu tun. Die meisten Anbauflächen des Hofes liegen auf den Terrassen oberhalb von Vetzan, weitere direkt neben der Hofstelle, im sogenannten Wellenzohn-Anger. Insgesamt wird auf rund 1,2 Hektar Wein angebaut. Die Fläche wurde in den vergangenen Jahren sukzessive vergrößert, ursprünglich waren es 4.000 Quadratmeter. Dass einheimische gebietstypische Traubensorten anbauen werden, darauf wird Wert gelegt. Hier in den Steillagen am Vinschger Sonnenberg, bei viel Sonnenschein und der Wärme der Steinmauern, werden Kerner, Blau- und Weißburgunder und Zweigelt angebaut. „Die Hälfte unserer Reben sind auf Stehlen“, sagen Klaus und Max Wellenzohn. Das bedeutet viel Handarbeit.
15.10.26
Als Belohnung für die ganzjährige mühevolle Handarbeit im Weinberg reifen später im Keller säurebetonte, mineralische, facettenreiche und qualitativ hochwertige Weine heran. Der Zweigelt rosè ist der erste Wein, der am Plauserhof im Herbst gewimmt wird. Die Trauben werden zum perfekten Zeitpunkt von Hand gelesen, dann, wenn sie die technologische und phenolische Reife erlangt haben. Den Rosè zeichnet eine feine Säure aus. „Er ist saftig und lebendig“, sagt Max. Nur reinsortige Weine werden gekeltert. Kerner ist die Hauptsorte hier am Plauserhof, gefolgt vom Blauburgunder. Während der Weißburgunder im Stahltank ausgebaut und auf Feinhefe reift, entfalten der Blauburgunder im fünf Jahre alten Eichen-Holzfass und der Zweigelt im Barrique-Fass ihre Aromen. Dass die Holzfässer mehrere Jahre alt sind, hat einen guten Grund: Max und Klaus Wellenzohn wollen nicht den Holzgeschmack in ihren
Vinschgerwind 21-26
/SPEZIAL-LANDWIRTSCHAFT
Weinen haben. Fein, elegant und harmonisch überzeugt der Blauburgunder, kraftvoll der Kerner und frisch und mineralisch der Weißburgunder. Verarbeitung und Lager finden im beeindruckenden Keller des Plauserhofes statt. In den vergangenen fünf Jahren wurden in harter Arbeit die verschiedenen Kellergewölbe ausgebaut, ein Barriquekeller, ein Abfüllraum, ein Stahlfässer- und ein Verkostungsraum eingerichtet. Die Steinmauern wurden in liebevoller Kleinarbeit freigelegt und saniert. Unter Holzbalken und umgeben von eben jenen, urigen Steinmauern dürfen hier in einer einzigartigen Atmosphäre die fünf Weine des Plauserhofes verkostet werden. Im Lagerraum finden sich die 7.000 – 8.000 Flaschen, die jährlich gekeltert werden. Bilder und Werke vom Eyrser Künstler Thomas Biedermann zieren die Wände. Auch das Logo, das die Weinflaschen ziert, stammt aus der Feder von Biedermann. Es ist dies ein
/ 51
Die Weine sollen Spiegelbild des Gebietes sein, wo sie angebaut werden. Für den Vinschgau heißt das säurebetonte, aromatische, frische und mineralische Weine. Max & Klaus Wellenzohn
Rabe, ein „Ropp“, weil viele Stehlen des Plauserhofes am sogenannten „Roppm-Wool“ bei Vetzan liegen. Das Wasser für die Tropf-Bewässerung in den Stehlen wird genau aus diesem „Roppmwaal“ bezogen. Seinen Namen verdankt der Waal den Raben, die dort vielfach nach Futter suchen. Die Wellenlinie auf dem Logo deutet hingegen auf den Waal selbst hin. „Heuer ist ein gutes WeinJahr“, sagt Max Wellenzohn. Klimatisch perfekt sei das trockene Jahr für die Traube gewesen. Seit 2025 ist Max allein für den Weinausbau im Keller verantwortlich. Auch dafür, die Charakteristik des Gebietes, die Facetten des Vinschaus, herauszuarbeiten. „Die Weine“, sagt er „sollen so sein wie unser
Gebiet es ist, sollen Ausdruck und Spiegelbild des Vinschgaus sein.“ Aus einem Wein mehr zu machen, als es das Gebiet hergibt, sei falsch, sagt er. Für den Vinschgau heißt das: aromatische, frische, mineralische Weine. Die Mischung aus Kalk und Schieferböden bringt säurebetonte Weine hervor. Größer wolle man nicht werden, betonen Max und Klaus Wellenzohn. Man hätte jetzt genau die richtige Größe als kleines Weingut erreicht. Die Weine werden ab Hof verkauft oder sind in der ausgewählten Gastronomie zu finden. Verkostungen gibt es mit Terminvereinbarung. Kontakt: +39 3442582343 plauserhof.kortsch@gmail.com
52 /SPEZIAL-LANDWIRTSCHAFT
/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
Langsam
wachsen
Helene und Walter Kofler vom Mühlhof in Katharinaberg im Schnalstal leben und arbeiten eng mit ihren Tieren. Auf 1.180 Metern Höhe betreiben sie den Aufzuchtbetrieb „Milln“, in dem Rinder, Schweine und Schafe wachsen und gedeihen. Ihr Qualitätsfleisch gelangt direkt zu den Kund:innen. Ein Weg, der zeigt, wie Tiernähe, Landwirtschaft und bewusster Genuss zusammenpassen. von Maria Raffeiner
Helene und Walter Kofler an ihrer liebsten Haltestelle, im Hintergrund Milln, ihr Hof.
„Schöne Landluft“, ruft ein Tourist dem Ehepaar Kofler zu. Sein Cabrio mit Hamburger Kennzeichen hat er am Straßenrand geparkt, um rasch ein Foto von den Kälbern zu schießen, die im Hof herumtollen. Sie gehören zum Aufzuchtbetrieb „Milln“, wie der Hof im Dialekt genannt wird. 800 Meter trennen ihn vom Ortskern von Katharinaberg. An einem Vormittag im späten September dauert es lange, bis die Sonne den Hof erreicht. Den Tieren macht das nichts aus: Hündin
Luna macht lautstark auf sich aufmerksam, die Jungrinder vergnügen sich im Freilaufbereich, die Schweine beobachten das Geschehen von ihrem Gehege aus, in der Erde scharrt eine Hühnerschar. Schafe gibt es keine mehr zu sehen, da sie am Vortag geschlachtet wurden. Über dieses landwirtschaftliche Geschäftsmodell unterhalte ich mich zunächst mit Walter im Stall und Hofraum. Zwischen den Freilaufboxen der Jungrinder nennt er die
Eckdaten des Aufzuchtbetriebes: Sie werden bis zu einem Jahr alt und stammen aus dem Schnalstal. Dort ist eigentlich das Tiroler Grauvieh heimisch. Da auf Milln viel Wert gelegt wird auf die Sanftheit der Tiere, bevorzugt man eine Kreuzung von Grauviehkühen mit Stieren der Rasse Limousine. „Das werden keine Riesen“, deutet Walter auf die Rinder mit hellbraunem Fell, „was aber auch mit unserer Fütterung zu tun hat.“ Die sichtlich zufriedenen Tiere
wachsen „gemütlich dahin“, wie er sagt. Geburten gibt es hier im Stall keine, dafür in einigen Partnerbetrieben. Etwa auf dem Montferthof, „dort haben sie eine Riesenfreude mit den Tieren“, oder dem Tisenhof über dem Vernagter Stausee. Walter achtet diese Orte: „Was die anderen Leute machen, ist auch schön!“, ist er überzeugt. Nach einem Jahr guter Pflege am Hof begleiten Helene und Walter ihre Jungrinder zum Metzger. Dass dieser Kreislauf geschlossen wird und kein Tier
15.10.26
in fremde Hände kommt, ist ihnen überaus wichtig. Bevor es in die warme Stube geht, schauen wir noch bei den sechs Schweinen vorbei. Nicht alle lassen sich blicken, ihr lustvolles Grunzen schallt über den Hof. „Das ist Trüffel“, stellt Walter ein kugelrundes Exemplar vor. Es hat wie die anderen den Sommer in Langtaufers auf der Kaproner Alm verbracht. Als Walter das Schwein Dicki tätschelt, murmelt er „wild fei-
Vinschgerwind 21-26
/SPEZIAL-LANDWIRTSCHAFT
ne Fockn“ und zeigt dann bei der Kreuzung aus Deutschem Landschwein und Pietrain das Ringelschwänzchen her, ein natürliches Detail, auf das in der Massentierhaltung immer öfter verzichtet wird. Bei Helene in der getäfelten Zirbenstube berichtet er vom Verkauf der Schweine. Trüffel und Hektor gehören schon einem Unternehmer, die anderen können als Fleischpakete erworben werden.
HOLZ-PELLETS
Der Mühlhof, ursprünglich Mühlgut genannt, wurde im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt und ist somit ein uralter Schnalser Bergbauernhof. Walter spricht offen darüber, dass die Hofgeschichte im letzten Jahrhundert „nicht prächtig verlaufen“ sei. Sein Großvater, der Millner Sepp, musste als Rückoptant seiner Schwester den Hof abkaufen. Ein harter Start für die nächste Generation, den Millner Hans,
/ 53
Walters Vater. Ihm machte außerdem ein Autounfall im Jahr 1975 die Arbeit in den steilen Wiesen unmöglich. Daraufhin musste der Millner Walter, 1970 geboren, schon als Bub Aufgaben auf dem Hof übernehmen. Sein Vater setzte auf einen neuen Erwerbszweig, indem er Zimmer sanierte und, wie man heute sagt, Urlaub auf dem Bauernhof anbot. Das Erfolgsmodell zog ab 1978 viele Gäste an. ▸
PREMIUM-BRENNSTOFF
HEIZÖL 20x weniger Staub mehr Wärme höchster Wirkungsgrad
IHR ENERGIEVERSORGER. ZUVERLÄSSIG UND KOMPETENT. sales@kostner.net Tel. 0472 979 600
hoher Energiegehalt Versorgungssicherheit bewährte Qualität
54 /SPEZIAL-LANDWIRTSCHAFT ▸ Mit der Volljährigkeit übernahm Walter den Hof, wobei die Stallarbeit bei den Milchkühen noch lange seine Eltern verrichteten. Er war bei der Gletscherbahn angestellt. 1999 zog seine spätere Frau Helene Stecher zu ihm auf den Mühlhof. Aus Zerkaser in Langtaufers stammend, war sie vom engfelsigen Taleingang des Schnalstals eigentlich wenig angetan. Lachend sagt sie heute „wo die Liebe hinfällt“ und schenkt Kaffee auf. Mit der Geburt der beiden Töchter Katharina und Magdalena zog die dritte Generation auf Milln ein. Man entschied, die Zimmervermietung 2009 aufzugeben, den Erbhof zu sanieren und eine barrierefreie Wohnung für Walters Eltern zu errichten. Die Außenfassade ist geblieben, innen wurde das Haus ausgehöhlt und in Ständerbauweise neu errichtet. Überdacht wurde dann auch die Landwirtschaft. Walter beobachtete die Entwicklung, die sich ihm mit der milchproduzierenden Braunviehrasse im Anbindestall zeigte. „Eine Kuh steht auf und fällt dort mit 600 kg nieder. Es werden sich Gelenksprobleme einstellen“, spricht er die Tiergesundheit an. Zusammen mit seiner Frau wollte er einen anderen Weg einschlagen. Bloß welchen? Sie kauften Jura Schafe, nicht die traditionellen Schnalser Schafe. „Eppas Extrigs“, suchte das Ehepaar Kofler, Helene
/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
Mit genauen Absprachen, einer klaren Arbeitsteilung und zwischendurch einer Pause bewältigt das Ehepaar die vielen anfallenden Arbeiten im Betrieb haben die „kleinen schwarzen Pamperlen“ gut gefallen. Vor 10 Jahren stellten sie auf das Jungrindsystem um. Die letzte Kuh verließ den Stall. Ein emotionaler Moment? „Wir vergessen nichts, was war“, ist Walter mit allen Etappen der Hofentwicklung im Reinen. Heute arbeitet er nachmittags in der Texel Obstgenossenschaft, während Helene auf dem Hof die Stellung hält und die Tiere versorgt. Wie ist das, sich von
Tieren nach einem Jahr trennen zu müssen? Nicht einfach, vor allem für die beiden Töchter nicht. Doch im Wissen, die Tiere bestmöglich begleitet zu haben, kommen die Hofinhaber damit zurecht. „Das ist unser Tier, wir betreuen es bis zum Schluss“, beschreibt Helene Bindung und Verantwortung. Die Direktvermarktung vom Fleisch funktioniert über Mundwerbung, denn gute Qualität spricht sich herum. Unter den Abnehmern
Fürn Landwirt
ist das Sternerestaurant Kuppelrain in Kastelbell. „Der Ulli gehört dem Jörg“, lautet die knappe Beschreibung von Walter. Ein Jungrind wird also für Familie Trafoier aufgezogen, die die Arbeit der Bauersleute und das hochwertige Produkt zu schätzen weiß. Das sei ein Glücksfall, man danke aber genauso den Abnehmer:innen von kleineren Fleischpaketen, die auf Wunsch portioniert werden. Walter unterstreicht, dass man sich über die Herkunft eines Nahrungsmittels Gedanken machen dürfe. Nicht alles sei sofort verfügbar, manches brauche Zeit zum Wachsen. Je früher Konsument:innen und Gastronomie ihren Bedarf erheben und mit Bauern in Kontakt treten, desto natürlicher sei das Produkt. Und es verleihe den aufwändigen Arbeiten auf den 3,5 ha des Hofes und der Tierpflege Sinn und Würde. Daraus ergebe sich etwas von hohem Wert: „ein echtes Nahrungsmittel.“ Vor dem Bauernhaus, direkt an der Straße nach Katharinaberg, fließt gerade kein Verkehr. Vom Hofraum erklingen lustige Tierlaute, so klingen spielende Kälber. „Maxl!“, mahnt Helene ein übermütiges Kalb. Noch ein paar Meter, dann liegt Milln im Sonnenlicht und damit auch die steilen Wiesen, die unterhalb der Straße abfallen. Dort stand einst eine Mühle, woran der Hofname „Milln“ erinnert.
Ihr Berater vor Ort
Landwirtschaftsversicherung SVD GmbH Südtiroler Versicherungsdienst Schlanders, Hauptstraße14/C T. +39 0473 621 333 E-Mail: svd.schlanders@svd.it Maiacenter Meran, Gampenstraße 99/F T. +39 0473 491 100 E-Mail: info@svd.it
Mir holtn zomm. Gegenseitig versichert. Seit 1821. Vor Abschluss des Versicherungsvertrages bitte das Infoset auf www.tiroler.it lesen.
15.10.26
Vinschgerwind 21-26
/SPEZIAL-LANDWIRTSCHAFT
/ 55
Die Bäuerin
das Herz des Hofes Die Vereinten Nationen (UNO) haben 2026 zum Internationalen Jahr der Bäuerin erklärt. Sie möchten durch das Aktionsjahr hervorheben, welch‘ wichtige Rolle die Frau im Agrar- und Ernährungssystem spielt. Es soll dazu beitragen, geschlechterspezifische Ungleichheiten zu verringern und die Lebensbedingungen von Frauen weltweit zu verbessern. von Christine Weithaler
D
ie Südtiroler Bäuerinnenorganisation (SBO) möchte mit dem Internationalen Jahr der Bäuerin 2026 im Hintergrund die Wurzeln der Frauen stärken und fest in der Gesellschaft verankern. Die SBO wurde 1981 gegründet und ist eine Teilorganisation des Südtiroler Bauernbundes(SBB) mit Sitz in Bozen. Sie ist mit über
16.700 Mitgliedern, 154 aktiven Ortsgruppen und über 1.100 Funktionärinnen die größte Frauenorganisation in Südtirol. Im Vinschgau gibt es 28 Ortsgruppen. Seit der Gründungsversammlung setzen sich viele Bäuerinnen ehrenamtlich für ihren Arbeitsplatz Bauernhof, für Brauchtum und Kultur und für die Erhaltung des länd-
lichen Raumes ein. Vielseitig, selbstsicher und innovativ suchen sie gemeinsam neue Wege, bilden ein starkes Netzwerk, fordern notwendige Rahmenbedingungen ein, um die Rolle der Bäuerinnen in der Gesellschaft zu stärken. Nicht jede „Bäuerin“ identifiziert sich als solche und ist Mitglied der Organisation. Viele sehen den Hof als Betrieb ihres
Mannes, überlassen ihm die Organisation und die dazugehörige Verantwortung. Die Bäuerinnenorganisation möchte aktiv unterstützen und neue Wege aufzeigen, die auch ein eigenes Einkommen ermöglichen. Dafür hat die SBO ihre Tätigkeitsfelder erweitert, vorwiegend im Bereich Zu- und Nebenerwerb. ▸
Vinschger Berglandwirtschaftstag Von Tiergesundheit zu Digitalisierung – Familienunternehmen Landwirtschaft Freitag, 20. November 2026 | 9.30 bis 12.30 Uhr | Burgeis, Fachschule Fürstenburg Wichtige Themen:
Anmeldung erforderlich!
Tiergesundheit und Herdenmanagement
Berufsalltag als Zuchtwartin
Digitalisierung in der Landwirtschaft
FinanzFrauenPower am Hof
Melden Sie sich bis spätestens 13. November an. info@bring.bz.it 0471 063890 Die Teilnahme ist kostenlos
Maturaprojekt: Drohnentechnologie Mit freundlicher Unterstützung:
56 /SPEZIAL-LANDWIRTSCHAFT
▸ Gut ausgebildete Bäuerinnen geben Einblicke in das Leben und Arbeiten am Hof und schaffen dadurch Anerkennung und Verständnis für die Landwirtschaft. Sie arbeiten als Botschafterinnen für landwirtschaftliche Produkte, als Referentinnen für Kurse, bieten Hof- und Gartenführungen oder bäuerliches Catering an. Die SBO betreut mehrere Projekte, wie „Schule am Bauernhof“, „das Apfel- und Milchschulprojekt“, das Projekt „Mit Bäuerinnen wertvolle Lebensmittel erleben“ und die „Lehrmittelkiste Bauernhof“.
Das Erleben von Landwirtschaft und Ernährung legt den Grundstein für einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln und den Ressourcen der Natur. Die Sozialgenossenschaft „Mit Bäuerinnen lernen – wachsen – leben“ bietet wertvolle Dienste, wie die Kinderbetreuung, Betreuung von Senioren und von Menschen mit Beeinträchtigung an. Südtiroler Bäuerinnen „Aus unserer Hand“ stehen für Bäuerinnen-Dienstleistungen und Soziale Landwirtschaft, auch das ist im Dienstleistungsportal der SBO nachzulesen. Bäuerinnen sind wichtige
/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
Säulen und tragen dazu bei, die Landwirtschaft und deren Werte lebendig zu halten. Das Bild der Bäuerin hat sich im Laufe der Zeit von der traditionellen Vorstellung zur selbstbewussten Unternehmerin entwickelt. Gleich geblieben ist, dass die Bäuerin das Herz des Hofes ist. Sie agiert mit Mut, Kreativität und einem klaren unternehmerischen Denken, gestaltet aktiv ihre Zukunft und die ihrer Familie. Eine Sonderausstellung im Frauenmuseum Meran soll an „die Verantwortung, die Bäuerinnen tagtäglich tragen, erin-
nern und daran, dass Frauen in der Landwirtschaft seit dem Mittelalter unverzichtbare Leistungsträgerinnen waren“, so Julia Aufderklamm, Direktorin des Museums. Wie präsent und gleichzeitig wie unterrepräsentiert Bäuerinnen noch immer sind, zeigt Landesbäuerin Antonia Egger auf. Weltweit leisten Frauen laut UN über ein Drittel der Arbeit im Agrar- und Ernährungssystem. In Südtirol führen sie zwar 17 Prozent der Betriebe – doch nur 5 Prozent von ihnen sitzen in Verwaltungsräten der Genossenschaften. […] „Die unbezahlte Care-Arbeit von Bäuerinnen ist unverzichtbar und muss endlich stärker anerkannt und sichtbar gemacht werden.“ so Egger. Das Internationale Jahr bietet die Chance diese Leistungen der Bäuerinnen zu würdigen und die Weichen für mehr Sichtbarkeit und Mitbestimmung in Zukunft zu stellen. Quellen: Homepage SBO, verschiedene Printmedien und Soziale Netzwerke
Aus unserer Hand“ nennt sich das Dienstleistungsportal der SBO
15.10.26
Vinschgerwind 21-26
/SPEZIAL-LANDWIRTSCHAFT
Betriebsinhaber:innen gesamt Vinschgau Ende 2024
Betriebsinhaber:innen Viehwirtschaft
Grundlage sind die 13 Gemeinden der Bezirksgemeinschaf Vinschgau. Bei den Ende 2024 registrierte Landwirtschaftbetriebe sind ca. 80% Männer, 15% Frauen Betriebsleiter:innen und 5% Körperschaften. Dazu zählen Fraktionen, Interessentschaften und Kleinstbetriebe) Wenn wir diese Kategorien weglassen, kommen wir vinschgauweit auf rund 2000 Betriebe. Eine andere Auswertung für dieselben 13 Gemeinden zwischen Graun und Schnals ergibt (dieselbe Datengrundlage): 1.216 Viehhaltungsbetriebe mit mind. 1 GVE (Großvieheinheit) dort macht der Frauenanteil knapp 13% aus. 997 Betriebe mit Apfelanbau (mind. 3.000 m² Apfelfläche/Betrieb) dort macht der Frauenanteil unter den eingetragenen Betriebsleitern knapp 15% aus. N.b.: ein Mischbetrieb z.B. mit 1 ha Apfelanbau und 5 GVE scheint in beiden Kategorien auf.
Betriebsinhaber:innen Obstbau
Quelle: Autonome Provinz Bozen - Südtirol Bezirksamt für Landwirtschaft West
/ 57
58 /SPEZIAL-LANDWIRTSCHAFT
/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
Inser Kas
Die 15. Südtiroler Alpkäseverkostung
Fürstenburg/Mals - Die Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Fürstenburg, der Sennereiverband Südtirol und die Arbeitsgemeinschaft Vinschgauer Sennalmen luden am Samstag, den 3. Oktober zur 15. Alpkäseverkostung und Prämierung der Alpkäse in die Fürstenburg nach Burgeis. Dabei wurde bekannt, dass es demnächst einen neuen Amtsdirektor im Bezirksamt für Landwirtschaft in Schlanders und bei der Almberatung im Sennereiverband geben wird. von Heinrich Zoderer
V
Vinschger Preisträger Almname
Pkt.
Note
Kortscher Alm
20
Ausgezeichnet
Brugger Alm/ Burgeis
19,5
Ausgezeichnet
Mitteralm/ Taufers i. M.
19,5
Ausgezeichnet
Rifairer Alm/Taufers i.M.
19
Ausgezeichnet
Stilfser Alm
18,5
Sehr gut
Melager Alm Langtaufers
18,5
Sehr gut
Laatscher Alm
18
Sehr gut
Kaproner Alm/Langtaufers
18
Sehr gut
Lyfi Alm/Martell
18
Sehr gut
Grauner Alm/Vivana
18
Sehr gut
Schliniger Alm/Planbell
17,5
Sehr gut
Matscher Kuhalpe
17,5
Sehr gut
Maseben Alm/Langtaufers
17,5
Sehr gut
Rableid Alm Pfossental
17,5
Sehr gut
Höfer Alm Prämajur
17,5
Sehr gut
Mangitz Taufers i. M.
17,5
Sehr gut
Prader Alm
17
Gut
Gonda Alm B io/Matsch
16
Gut
Reschner Alm
16
Gut
Arunda Alm/Schleid
16
Gut
Tagessieger Jury: Kortscher Alm - Florian Plattner Tagessieger Publikum: Bruggeralm - Dominik Paulmichl
on 14:00 bis 16:00 Uhr waren alle Interessierten eingeladen, frischen Alpkäse von 34 Almen, davon 24 aus dem Vinschgau, 5 aus anderen Tälern Südtirols und 5 aus dem Bezirk Landeck zu verkosten und zu bewerten. Bereits am Vormittag nahm eine 12-köpfige Jury aus der Terra Raetica ihre Bewertungen vor. Um 16:30 Uhr konnte Monika Aondio, die Direktorin der Fürstenburg, das interessierte Publikum, die anwesenden Senner und Sennerinnen und die Obmänner der Alminteressentschaften begrüßen und die Prämierung der Alpkäse eröffnen. Markus Joos, der langjährige Amtsdirektor vom Bezirksamt für Landwirtschaft in Schlanders, gab einen Überblick über die Almwirtschaft im Vinschgau und darüber hinaus. In diesem Jahr gab es 1.314 Kühe, 174 Ziegen und 400 Schweine auf den 25 Almen im Vinschgau. Rund 70 Personen, davon ca. 44% Frauen, waren auf den Almen beschäftigt und haben 115.300 kg Käse und 12.600 kg Butter erzeugt. Bertram Stecher, Fachberater der Sennereien und Almen im Sennereiverband, meinte,
Ziegenkäse Almname
Pkt.
Note
Schlanderser Alm Ziege
20
Ausgezeichnet
Ochsenberg Alm Ziege
19
Ausgezeichnet
dass der Sommer zu trocken und zu warm war. Damit erfolgt die Reifung der Käselaibe zu schnell, was Auswirkungen auf die Qualität hat. In Zukunft wird es Investitionen brauchen, um eine aktive Kühlung zu garantieren, so Stecher. Angesprochen wurde auch die Wasserknappheit, die zunehmende Bürokratie und der relativ häufige Personalwechsel. Tagessieger wurde die Kortscher Alm mit dem Senn Florian Plattner. Mit Ausgezeichnet bewertet wurde außerdem die Brugger Alm (Burgeis), die Mitteralm (Taufers i.M.), die Rifairer Alm (Taufers i.M.) und die beiden Ziegenalmen in Schlanders und die Ochsenbergalm in Langtaufers. Den Publikumspreis erhielten Dominik Paulmichl von der Bruggeralm und Simon Gufler von der Timmelsalm in Moos in Passeier. Im Namen der Arbeitsgemeinschaft Vinschgauer Sennalmen dankte Markus Joos dem Berater Bertram Stecher für seine 25-jährige Beratertätigkeit und teilte auch gleich mit, dass Bertram Stecher sein Nachfolger als Amtsdirektor vom Bezirksamt für Landwirtschaft in Schlanders wird. Auch Annemarie Kaser, Direktorin im Sennereiverband Südtirol, bedankte sich bei Bertram Stecher und stellte Matthias Ziernhöld als neuen AlmBerater im Sennereiverband vor. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom jungen Ziehharmonikaspieler Elia Prugger.
Vinschgerwind 21-26
/SPEZIAL-LANDWIRTSCHAFT
/ 59
oben v. l.: Prämierung der Alpkäse mit der Bewertung: Ausgezeichnet; Prämierung der Alpkäse mit der Bewertung: Sehr gut;
Fotos: Heinrich Zoderer
15.10.26
unten v. l.: Publikumsverkostung für alle Interessierten in der Fürstenburg; Personalwechsel im Sennereiverband und im Bezirksamt für Landwirtschaft in Schlanders: v. l.: Matthias Ziernhöld, Bertram Stecher, Markus Joos
Internet und Telefonie für Betrieb
KON Combi + Internetanschluss + Online-Telefonie + Router Gratis Aktivierung bis zum 30.11.2026
smart.konverto.eu/business
Das digitale Arbeitspaket für Handel- und Dienstleistungsbetriebe. Infos und Beratung unter: 800 031 031
60 /NATIONALPARK STILFSERJOCH/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
Das Bartgeierjahr 2026
Auszüge aus dem Internationalen Monitoring Foto; Giacomo Albo
Wolfgang Platter, am Tag der Heiligen Theresa von Avila, 5. Oktober 2026
Freigelassener, junger Bartgeier mit gebleichten Armschwingen und einem Satellitensender. Am linken Schwanzansatz ist die Antenne des Satellitensenders erkennbar.
I
m September dieses Jahres ist der zusammenfassende Bericht des IBM (Internationale Bartgeier Monitorings) erschienen. Der Bericht umfasst die wissenschaftlichen Eckdaten der Bartgeier-Reproduktion in natura in den Alpen-Staaten, aber auch in Spanien und Bulgarien sowie auf der Insel Korsika. Im heutigen Beitrag fasse ich die wesentlichen Inhalte zusammen.
Territorien und Brutpaare
Das Internationale Bartgeier Monitoring hat im Jahr 2026 europaweit insgesamt 130 Territorien bzw. Brutpaare erfasst und monitoriert. Von diesen 130 Bartgeier-Territorien lagen 123 in den Alpen, 4 auf der Insel Korsika, und die restlichen 3 in den Pyrenäen und im französischen Zentralmassiv. Von den 130 erfassten Paaren haben 2026 73 erfolgreich gebrütet, bei 32 Paaren ist die Brut 2026 misslungen und 25 Paare haben im heurigen Jahr nicht gebrütet. 73 flügge gewordene und ausgeflogene Junggeier bei 105 brütenden Paaren entsprechen einem Bruterfolg von 69,5 %, was bei Bartgeiern als guter Bruterfolg gilt. Von den 130 monitorierten Paaren sind 10 im Jahr 2026 neu erfasst worden und zwar 3 in Österreich (Lechquellen Ost, Paznaun Süd und Wipptal West), 3 in der Schweiz , 3 in Südtirol/Italien und eines in Frankreich. Fünf Paare haben 2026 erstmals erfolgreich
gebrütet (CH: Filisur, Armiviers, Gsteig, I: Sondalo, F: Grand Cot). Bartgeier werden erst in ihrem 5. bis 7. Lebensjahr geschlechtsreif und fortpflanzungsfähig. Es soll deswegen explizit gesagt werden, dass im Verbreitungsgebiet der Bartgeier nicht nur die bekannten und oben zusammengefassten Brutpaare vorkommen, sondern auch deren immature und subadulte Jungvögel. Deswegen ist die Wahrscheinlichkeit, in den Zentralalpen Bartgeier im Flug beobachten zu können, hoch und mit zunehmender Dichte immer höher. Im Gegensatz zu den Großen Beutegreifern Wolf und Braunbär ist der Bartgeier inzwischen für die Schutzgebiete und den Artenschutz zum Sympathieträger geworden. Der Trivialname „Lämmergeier“ hatte ihm in den Alpen allerdings den Kragen gekostet: 1910 war in Piemont die letzte Brut erfolgt und 1930 ist der letzte Bartgeier in den Alpen abgeschossen worden. Heute hat sich das Wissen weitestgehend durchgesetzt, dass der Bartgeier mit seinen stumpfen Zehen und seinem Schnabel gar keine Lebendtiere töten kann, sondern das letzte Glied der Nahrungskette ist. Mit seiner aggressiven Magensäure, die in ihrem pH-Wert der Salzsäure entspricht, kann er die Kalksubstanz von Knochen auflösen und sich so das Fett- und Eiweiß-reiche Knochenmark als Nahrungsquelle erschließen. Wenn
Steinadler, Fuchs, Marder, Kolkrabe, Rabenkrähe und andere Tiere sich am Aas schon bedient haben, dann schlägt die Stunde des Bartgeiers, der auch scheinbar wertlose Knochen noch energetisch verwenden kann.
Warum werden die Freilassungen fortgesetzt?
Trotz der guten Bruterfolge werden die Freilassungen von in Zoos oder Zuchtvolieren aufgezogenen Junggeiern fortgesetzt. Im Jahr 2026 waren es insgesamt 21 nicht ganz flügge junge Bartgeier, die an acht verschiedenen Freilassungsorten in Kunsthorste ausgewildert wurden. Vier der Freilassungsorte lagen in Spanien, je einer in Frankreich, Deutschland, der Schweiz und in Bulgarien. Die Freilassungsorte haben sich an den Nordrand der Alpen, an deren Westrand, in das französische Zentralmassiv und eben nach Bulgarien verlagert. Die Freilassungsorte sind nie zufällig gewählt, sondern es muss ein starkes Interesse der Projektpartner und eine Überwachungsgarantie während der Nestlingszeit geben. Ein weiterer Grund für die Wahl der Freilassungsorte ist der Versuch, geographische Lücken im Bartgeier-Vorkommen zu schließen, z.B. zwischen den Alpen und den Pyrenäen und durch die Durchmischung mit jungen Vögeln den genetisch engen Flaschenhals aus-
15.10.26
zuweiten und damit die Gefahr der Blutsverwandtschaft und Inzucht zu verringern. Unter den 2026 freigelassenen 21 Jungvögeln waren 13 Weibchen und 8 Männchen. Zur Erinnerung: Als Nationalpark Stilfserjoch haben wir zwischen den Jahren 2000 und 2008 im Schludertal oberhalb von Stallwies am Marteller Waldberg bei fünf Freilassungsaktionen insgesamt 11 Junggeier freigelassen. Der derzeitige Bestand an Bartgeiern in den Alpen wird jedes Jahr im Herbst an einem Tag der Gleichzeitigkeitszählungen zu erheben versucht. Bei diesen Beobachtungen sind Hunderte von Freiwilligen und Ornithologie-Begeisterten im Einsatz. Selbstredend gelingt es trotz größter Bemühungen dabei an diesem Tag der Forschung mit Bürgerbeteiligung (citizen-scienceAktion) nicht, alle Bartgeier zu sehen und zu zählen. Deswegen streuen die Angaben, wie groß die Bartgeier-Population in den Alpen derzeit ist, von 250 bis 400 Individuen. Wissenschaftliche Experten der Populationsbiologie lehren uns, dass sich eine vormals ausgerottete und wiedereingesetzte Tierart von höheren Tieren wie Vögeln und Säugern erst wieder allein erhalten kann,
Vinschgerwind 21-26
/NATIONALPARK STILFSERJOCH/ 61
wenn sie etwa 1.000 Individuen umfasst. Dieser Umstand von einer Mindestzahl und die Ausweitung des Verbreitungsareales sind weitere Gründe, warum nach wie vor Freilassungen erfolgen. Seit Jahren gehört das Richard-Faust-Bartgeier-Zuchtzentrum der Eulen- und Greifvogelstation Haringsee bei Wien zu den Hauptlieferanten der Junggeier, die freigelassen werden. Gegründet und geleitet wurde bzw. wird das Projekt in Haringsee maßgeblich von Univ.-Prof. Dr. Hans Frey, der früher an der Veterinärmedizinischen Universität Wien tätig war. Im heurigen Jahr hat Haringsee 5 der 21 freigelassenen Junggeier zur Verfügung gestellt. Die durchschnittliche Nestlingszeit der freigelassenen Junggeier bis zum Flüggewerden betrug 119 Tage. Die Freilassungen sind zwischen dem 7. Mai (die früheste) und dem 24. Juni (die späteste) erfolgt.
Satellitentelemetrie erhellt Raumnutzung und Verbreitungsareale
Derzeit sind in Europa insgesamt 85 freigelassene Bartgeier mit einem Satellitensender ausgestattet. Die sehr leichtgewichtigen Sender werden an der Basis der Schwanzfedern aufgeklebt und liefern bis zum ersten
Wechsel des Großgefieders wertvolle wissenschaftliche Daten zu den Territorien der besenderten Vögel, zur Reviergröße, Raumnutzung und den möglichen Weitwanderflügen. Als ein Beispiel für die Satellitentelemetrie seien die Flugbewegungen des bulgarischen Bartgeiers Boev angeführt. Er hat im Jahr 2025 und bis April 2026 14.100 Kilometer durch verschiedene europäische Länder zurückgelegt. Als er im April dieses Jahres nach Bulgarien zurückgekehrt ist, wurde er wenige Tage nachher mit 5 Mönchsgeiern und 2 Gänsegeiern tot aufgefunden. Die Geier sind vergiftet worden. Ein 36-jähriger Mann ist von der bulgarischen Polizei verhaftet worden.
Bartgeierpaare in Südtirol
Von den 130 derzeit erfassten, fortpflanzungsfähigen Bartgeierpaaren leben aktuell neun in Südtirol, alle in der westlichen Landeshälfte zwischen Reschen und Moos in Passeier. 7 von diesen 9 Paaren haben im Winter 2025/26 gebrütet und im Frühjahr ihr Junges erfolgreich zum Ausfliegen gebracht. Das erfolgreichste Brutpaar ist das Paar Martell. Es hat in 16 Jahren 16 -mal gebrütet und alle 16 Jungen erfolgreich aufgezogen.
Derzeit gibt es in Europa 85 Junggeier mit Satellitensendern. 6davon fliegen in den Zentralalpen im Alter zwischen 1 und 4 Jahren.
Die Flugrouten des bulgarischen Bartgeiers Boev. 2024/25 hat er 14.100 Flugkilometer zurückgelegt, ist bis an die Ost- und Nordsee geflogen und wurde nach seiner Rückkehr nach Bulgarien mit 5 Mönchsgeiern und 2 Gänsegeiern vergiftet.
62 /SPORT/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
Nachmeldungen noch möglich
Was bedeutet „Oberstufe“?
Kunstturnen - Die neue Turnsaison ist Anfang Oktober gestartet. Nachmeldungen sind bei den Trainingszeiten (mittwochs von 16.30 bis 17.30 Uhr sowie freitags von 17.00 bis 18.00 Uhr) möglich. (sam)
Kunstturnen - Bei den VSS-Wettkämpfen im Kunstturnen wird zwischen Unter- und Oberstufe unterschieden. Ausschlaggebend für die Einteilung ist dabei nicht das Alter oder der Jahrgang der Kinder, sondern deren Leistungsniveau und der Schwierigkeitsgrad der geturnten Übungen. (sam)
Goldener Saison-Auftakt Mit Schwung an die Geräte, mutig neue Übungen ausprobieren und Schritt für Schritt über sich hinauswachsen: Beim Kunstturnen des ASV Latsch sind Bewegung, Geschicklichkeit und Freude am Sport gefragt – und die Erfolge können sich sehen lassen. Erst kürzlich holte Nachwuchsturnerin Julia Tappeiner den Landesmeistertitel nach Latsch und Alessia Paone landete auf dem dritten Platz. Ein starker Beweis dafür, dass sich Einsatz, Training und Begeisterung auszahlen. Von Sarah Mitterer
Fotos: ASV Latsch/Kunstturnen
A
m ersten Oktoberwochenende bewiesen die jungen Kunstturnerinnen des ASV Latsch eindrucksvoll, dass sie auf Landesebene mitturnen können. Beim VSS-Wettkampf der Oberstufe in Brixen wo auf hohem Niveau geturnt wird - gingen gleich sieben Nachwuchsturnerinnen aus dem Vinschgau an den Start. Und das mit großem Erfolg. So kehrte die Mannschaft von Carla Wieser mit einem Landesmeistertitel, einem dritten Platz und weiteren starken Ergebnissen im Gepäck in den Vinschgau zurück. Der Sprung auf das oberste Treppchen gelang Julia Tappeiner. Die Turnerin des Jahrgangs 2015 zeigte in ihrer Kategorie eine hervorragende Leistung und krönte sich zur Landesmeisterin. Auch Alessia Paone durfte über einen Podestplatz jubeln: Die Turnerin des Jahrgangs 2012 sicherte sich den dritten Rang. Doch auch Livia Kerschbaumer, Mara Federspiel, Maria Mantinger, Liz Tappeiner und Maria Alber zeigten in Brixen starke Leistungen und trugen damit zu einem erfolgreichen Wettkampftag für die Latscher Kunstturnerinnen bei. Sie bewiesen mit ihren Ergebnissen, dass sie sich in dieser anspruchsvollen Klasse behaupten können und vorne mit dabei sind. Hinter den Erfolgen steckt sehr viel Training. Die Mädchen gehören der Latscher Leistungsgruppe an. In dieser Trainingsgruppe trainieren die Kunstturnerinnen häufiger und gezielter und werden von Wieser und ihrem Team intensiv auf Wettkämpfe vorbereitet. Neue Elemente werden Schritt für Schritt erarbeitet, Bewegungsabläufe immer wieder wiederholt bis sie sicher sitzen und die Übungen werden zunehmend anspruchsvoller gestaltet. Kraft, Beweglichkeit, Gleichgewicht, Koordination, Körperspannung und Konzentration müssen zusammenspielen.
Alessia Paone und Julia Tappeiner waren bei den VSS Wettkämpfen der Oberstufe erfolgreich
7 Vinschgerinnen waren bei den Bewerben der Oberstufe dabei
Ob am Boden, beim Springen oder Balancieren – jede Übung erfordert Präzision und Vertrauen in den eigenen Körper. Und genau dieses Vertrauen wächst mit jeder Trainingseinheit. Was heute noch schwierig aussieht, kann nach vielen Wiederholungen plötzlich gelingen. Gerade deshalb sind die Freude über Fortschritte und der Stolz über eine gelungene Übung wichtige Bestandteile des Trainings. Natürlich darf auch der Spaß nicht fehlen. Gemeinsam trainieren, sich gegenseitig anfeuern, über
gelungene Übungen jubeln und kleine Erfolge miteinander feiern – all das gehört ebenfalls zum Training dazu und fördert den Teamgeist. Der Landesmeistertitel von Julia Tappeiner und der dritte Platz von Alessia Paone sind ein starkes Zeichen für die starke Nachwuchsarbeit des ASV Latsch. Und eines steht fest: Nach Gold und Bronze darf man gespannt sein, was die Latscher Nachwuchsturnerinnen bei den nächsten VSSBewerben noch zeigen werden.
15.10.26
Vinschgerwind 21-26
/SPORT/ 63
Partschins/Eppan
Handballtalent auf der Überholspur: Alex Zorzi E
Foto: „Wind“-Archiv
r ist aktuell eines der vielversprechendsten Talente im regionalen und nationalen Handball: Alex Zorzi. Der junger Rückraumspieler blickt auf einen phänomenalen Länderspiel- und Turniersommer 2026 zurück und stellt nun die Weichen für seine sportliche Zukunft. Nach einer überragenden Saison im Jugendbereich wagt Alex den nächsten logischen Karriereschritt.
Regionalmeister und Top Scorer
Die Grundlage für sein erfolgreiches Jahr legte Alex auf regionaler Ebene. Mit den Meraner Black Devils sicherte er sich souverän den Titel des U18-Regionalmeisters und daraufhin in den Finals in Chieti den hervorragenden 4. Platz. Maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg hatte Alex selbst: mit phänomenalen 115 Treffern krönte er
sich zum unangefochtenen Top Scorer seiner Mannschaft und stellte seine Torgefährlichkeit sowie seine Nervenstärke in den entscheidenden Momenten unter Beweis. Fixer Bestandteil im italienischem U18 Handball-Nationalteam und Teilnahme an der Men’s 18 EHF EURO 2026 Dieser Erfolg öffnet das Tor zur
Naturns/Schnals - 45 Kilometer und 3400 Höhenmeter
Ötzi Trailrun wird zum Ultra
R
ditalienischen Raum sowie aus den deutschsprachigen Ländern an. Bei der siebten Ausgabe am Samstag, 10. April 2027, soll das Teilnehmerfeld weiter wachsen. Für eine zusätzliche sportliche Herausforderung sorgt der neue Ötzi-Ultra Trail. „Die neue Strecke umfasst 45 Kilometer und 3400 Höhenmeter. Damit erweitern wir das Programm um die bislang längste und anspruchsvollste Strecke. Diese Distanz richtet sich an erfahrene Trail-Läuferinnen und TrailLäufer, die über die notwendige Kondition und alpine Erfahrung verfügen. Start und Ziel befinden sich wie bei den übrigen Rennen am Rathausplatz von Naturns“, erklären Uli Stampfer, Lea Schweitzer und Daniel Jung vom Organisationskomitee. Foto: „Wind“-Archiv
und 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gingen bei der vergangenen Ausgabe im April 2026 an den Start. Damit hat sich der Alpenplus Ötzi Trailrun Naturns in der Südtiroler Trailszene etabliert und zieht zunehmend auch Läuferinnen und Läufer aus dem nor-
Die Anmeldung für sämtliche Wettbewerbe ist geöffnet: www. oetzi-trailrun.com/anmeldung
internationalen Bühne: Alex Zorzi ist längst eine feste Größe im Notizbuch der Verbandsund Nationaltrainer. Bereits im Frühjahr, vom 13. bis 18. April 2026, lief Alex für Italien bei der MHC-Championship im slowakischen Samorin auf und sammelte wertvolle internationale Erfahrung. Seine konstant starken Leistungen führten folgerichtig zu weiteren Berufungen in die Auswahl der italienischen U18 – Nationalmannschaft. ➜ 25. Juni – 1. Juli 2026: Teilnahme am intensiven Training Camp der Nationalmannschaft in Chieti ➜ 21. Juli – 28. Juli 2026: Vorbereitungs-Camp in Slowenien mit zahlreichen Trainingsspielen gegen internationale Mannschaften ➜ 29. Juli – 9. August 2026: Das absolute Highlight des Sommers – Alex stand im
Kader für die Men’s 18 EHF EURO 2026, bei der er sich mit den besten Nachwuchsspielern Europas maß.
Neuer Lebensabschnitt bei den Eppaner Löwen
Nach den intensiven Wochen im Kreis der Nationalmannschaft folgt nun der nächste Meilenstein auf Vereinsebene. Zur neuen Saison verlässt das wurfgewaltige Talent die Meraner Black Devils und wechselt zu den Eppaner Löwen. In der ambitionierten Serie A Silver soll Alex nun schrittweise an den Profibereich herangeführt werden und den nächsten Entwicklungsschritt machen. Für die Eppaner Löwen ist die Verpflichtung des U18-Nationalspielers ein echter Transfercoup. Die Fans dürfen sich auf einen dynamischen und hungrigen Neuzugang freuen, der die Liga aufmischen will.
64 /SPORT/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
Mals
Badminton-Nachwuchs beim VSS-Trainingstag R
Foto: „Wind“-Archiv
und 50 Badminton-Kinder der Kategorien U9, U11 und U13 erlebten kürzlich einen intensiven und abwechslungsreichen Trainingstag in Mals. Mit dabei waren die Vereine aus Mals, Brixen, Meran und Bozen. Unter der Leitung der Coaches und zahlreicher Vereinshelfer wurde auf insgesamt 11 Feldern mit 11 Trainerinnen und Trainern konzentriert und mit viel Freude trainiert. Im Mittelpunkt standen die Schläge aus dem Hinterfeld und die Laufwege im Doppel. Zahlreiche Übungen, viel Bewegung und jede Menge Einsatz sorgten für einen abwechslungsreichen Trainingstag. Die U13-Gruppe trainierte parallel in der kleinen Halle und wurde dabei von eigenen Coaches betreut. Auch die Gemeinschaft kam nicht zu kurz: Bei schönstem Wetter wurde die Mittagspause gemeinsam bei einem Picknick
im Freien verbracht. Am Nachmittag ging es mit weiteren Trainingseinheiten weiter, bevor ein kleines Abschlussturnier für zusätzlichen Wettkampfspaß sorgte. Den krönenden Abschluss bildete eine „Heiße Liebe“ – Himbeeren mit Vanil-
leeis – die sich die Kinder und Coaches im Freien schmecken ließen. „Solche gemeinsamen Trainingstage sind für unsere jungen Spielerinnen und Spieler besonders wertvoll. Sie können mit Kindern aus anderen Ver-
einen trainieren, neue Freundschaften schließen und gleichzeitig von unterschiedlichen Trainern neue Impulse bekommen. Auch für uns Coaches ist der Austausch eine große Bereicherung und bringt Ideen für die tägliche Trainingsarbeit“, betont Claudia Nista, VSS-Referentin für Badminton. Die Begeisterung war bei den Kindern den ganzen Tag über spürbar. Mit viel Motivation, Freude und Teamgeist wurde trainiert, gespielt und gemeinsam gelacht. Ein besonderer Dank gilt dem VSS für die Weiterführung der gemeinsamen Trainingstage und die wertvolle Unterstützung sowie allen beteiligten Vereinen, Coaches und Helferinnen und Helfern. Ein gelungener Badmintontag mit viel Sport, Freude, neuen Freundschaften und jeder Menge Badminton!
Volleyball
Saisonstart der Volleyballmädchen in Mals D
Programm. Den Abschluss bildete ein Beach-Volleyball-Turnier mit Grillfest am Beachplatz im Park von Schluderns. In der ersten Septemberwoche gab es zusätzlich den Schnupperkurs für die U8/U10 Kinder, der gut besucht war. Die Volleyballmädchen im ASV Mals sind am 14. September 2026 mit Begeisterung in die neue Volleyball
Saison gestartet und bereiten sich nun auf die Meisterschaften vor. Geplant ist die Teilnahme an den VSS-Meisterschaften in den Kategorien U16, U14, U13 und U12 und die Teilnahme an der Minivolleymeisterschaft in den Kategorien U10 und U12. Das Trainerteam mit Michele Schiraldi, Dimitri Todeschi, Micaela Michelini und Karin
Thanei wird von Armin Rauch, Petra Belkova, Alexander Gentilini und Judith Winkler unterstützt. Das Trainerteam und die Mädels freuen sich auf eine intensive Saison. Die jungen Volleyballspielerinnen kommen aus den Gemeinden Mals, Glurns, Schluderns, Graun und Prad. (mds)
Foto: „Wind“-Archiv
as Volleyball Sommerprogramm der Mädchen im Amateursportverein Mals war sehr intensiv. Die Mädchen aus Mals und den umliegenden Orten wurde - koordiniert von Karin Thanei - eine sinnvolle Freizeitbeschäftiogung geboten, die großen Spaß machte. Sieben Mädchen der U15 besuchten eine Woche lang das Volleyball Camp in Neumarkt. Zweimal wöchentlich spielten die Mannschaften der U13 und der U15 Beach-Volleyball in Mals. Die Mädchen in der U10 und U12 trainierten auf dem Tartscher Bichl. Vom 24. August bis 5. September fand das Vorbereitungstraining für die neue Saison 2026/27 in der Halle des Oberschulzentrums in Mals statt. Das Training wurde ergänzt mit Zumba, Krafttraining und Yogaeinheiten. Weiters stand Wassergymnastik und eine Yoseikan Budo Einheit auf dem
Die Volleyballmädchen im ASV Mals bereiten sich engagiert auf die kommende Meisterschaft vor
15.10.26
Vinschgerwind 21-26
/SPORT/ 65
Mals
BADMINTON: Trofeo CONI in Apulien T
rofeo CONI: das sind die ital. Jugendspiele – auch Jugendolympiade genannt. In Apulien (Bari, Taranto und Brindisi) trafen sich italienweit über 4.500 junge SportlerInnen (bis 14 Jahre) und ermittelten in vielen Sportarten ihre Sieger. CONI-Präsident Buonfiglio hat persönlich diese Jugendspiele eröffnet und so die Wichtigkeit dieses Wettbewerbs unterstrichen. Südtirol trat als Region in 11 Sportarten an – darunter auch Badminton. Der ASV Mals gewann die Landesausscheidung und durfte somit Südtirol vertreten. Gespielt wurde immer als Mannschaft (ein Dameneinzel, ein Herreneinzel und ein Mixed). Die Gruppenphase konnte durch drei Siege souverän gewonnen werden – jeweils 3:0 gegen Apulien, Kalabrien und Kampanien. Das Halbfinale gegen Sizilien mit 3:0 war auch makellos (nur
Finalergebnis Südtirol gegen Piemont: Mixed: Heinisch Frieda und Szczch Igor gegen Grimaldi/Ferrero 8:11 – 15:13 – 11:5 Herreneinzel: Moriggl Daniel gegen Roopak 7:11 – 5:11 Dameneinzel: Gitterle Lea gegen Frongia 11:6 – 11:9
Trofeo CONI – vertreten durch SpielerInnen des ASV Mals Badminton – von links: Frieda, Lea, Daniel, Igor (in der Mitte Stefan De March als Begleiter/Trainer) ein Satzverlust). Somit stand man im Finale dem Favoriten aus Piemont gegenüber. Nach harten und spannenden Kampf konnte auch diese Begegnung gewonnen werden, und zwar 2:1. Dameneinzel und Mixed
waren eine südtiroler Ausbeute – das Herreneinzel gewann Piemont. Somit konnte der Wettbewerb BADMINTON gewonnen und für Südtirol konnten 12 Punkte eingeloggt werden.
Die lange Fahrt nach Apulien hat sich somit ausgezahlt und der ASV Mals ist stolz, daß seine Nachwuchsathleten diese besonderen Goldmedaillen gewinnen konnten. Letztendlich klassierte sich Südtirol in der Regionenwertung auf den 17. Platz (von über 40 Sportarten war man aber nur in deren 11 vertreten). Stefan De March, ASV Mals – Sektion Badminton
Schnalstal
Kaltern/Mals
Trainingsauftakt am Schnalstaler Gletscher
Starkes Mals
T
A
rotz heißem Sommer pünktlicher Saisonstart am 19. September – Schneedepots und Geotextilien sichern optimale Trainingsbedingungen für internationale Nationalteams auf dem Weg zum Weltcup-Auftakt Die Vorbereitungen auf den bevorstehenden Ski-Winter laufen auf Hochtouren: Am Samstag, den 19. September, hat in der Alpin Arena Schnals die diesjährige Trainingssaison offiziell begonnen. Mit der Öffnung der Grawand-Piste finden Nachwuchstalente sowie die Weltspitze des Skisports auf über 3.000 Metern Höhe wieder erstklassige Bedingungen vor. Dass der Trainingsbetrieb wie geplant starten konnte, ist angesichts des besonders heißen Sommers keine Selbstverständlichkeit. Hinter diesem Erfolg steckt ein erheblicher organisatorischer und operativer Aufwand des Teams der Alpin Arena Schnals: Bereits
im Frühjahr wurden großflächige Schneedepots angelegt, während der Gletscher über die Sommermonate hinweg mit speziellen Geotextilien abgedeckt wurde. Diese konservierenden Maßnahmen bildeten die grundlegende Voraussetzung, trotz hoher Sommer-Temperaturen einen reibungslosen und punktgenauen Start in die Herbstsaison zu garantieren.
Neben heimischen Nachwuchskadern und zahlreichen Skiclubs aus ganz Italien nutzen auch erste Europa-Cupund Weltcup-Teams die Hochgebirgslage zur Vorbereitung. Unter den internationalen Gästen befinden sich derzeit Nationalmannschaften und Teams aus Japan, der Schweiz, Österreich, Schweden und Frankreich.
m Samstag, 10. Oktober 2026, stand die Dreifachturnhalle in Kaltern ganz im Zeichen des Nachwuchsbadmintons. Bei den VSS/Raiffeisen Landesmeisterschaften U9 und U11 traten 37 Kinder aus sechs Südtiroler Vereinen an und zeigten spannende Ballwechsel, großen Einsatz und vor allem viel Freude am Sport. Mit dabei waren junge Talente vom SSV Brixen, ASV Klausen, SSV Bozen, Badminton Überetsch, SC Meran und ASV Mals. Die Goldmedaillen im Einzel gingen an Noemi Telser und Janik Ziernheld (U9) sowie Hannah Niedermair und Fabian Tataru (U11), alle vom ASV Mals.
66 /KLEINANZEIGER/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
Stellenmarkt
Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Fürstenburg mit Sitz in Burgeis Wir suchen:
Haushaltsgehilfin (m/w/d) Für unsere Filiale Mals suchen wir
Verkaufsmitarbeiter:in Lehrmädchen oder -junge Allrounder Du hast Freude am Verkauf, arbeitest gerne mit Menschen und interessierst dich für Garten, Pflanzen und alles, was dazugehört? Dann bist du bei uns richtig. Nach der Einschulung arbeitest du im Verkauf unseres Gartenmarktes. Du berätst unsere Kunden freundlich und fachkundig, unterstützt sie bei der Produktauswahl und sorgst gemeinsam mit dem Team für eine ansprechende Warenpräsentation.
Start: ab 21.10.2026, Umfang: Teilzeit 22/38, Dauer: Befristeter Einsatz Zugangsvoraussetzungen: - Zweisprachigkeitsnachweis D - Deutsche Sprachgruppenzugehörigkeit Zur Terminvereinbarung für ein Vorstellungsgespräch melden Sie sich bitte unter der Tel. 0473 836 500 (Mo. – Do. 08:00-12:00 Uhr und 14:00-16:00 Uhr / Fr. 08:00-12:00 Uhr)
SENIORENWOHNHEIM ANNENBERG LATSCH
Zu deinen Aufgaben gehören außerdem das Nachbestellen von Produkten, die Pflege der Warenausstellung und der Kassendienst. Das bringst du mit Du bist zuverlässig, motiviert und gehst gerne aktiv auf Menschen zu. Wichtig sind uns: • Freude am Kontakt mit Kunden • Interesse an unserem Tätigkeitsfeld • Deutsch- und Italienischkenntnisse • sicherer Umgang mit digitalen Arbeitsmitteln • Teamgeist, Einsatzbereitschaft und eine positive Art Das bieten wir dir Du erhältst eine sichere Arbeitsstelle in einem starken Südtiroler Unternehmen, eine gute Einschulung und ein kollegiales Arbeitsumfeld. Das Bruttojahresgehalt richtet sich nach dem Kollektivvertrag für Arbeiter in landwirtschaftlichen Genossenschaften („Consorzi Agrari“) und umfasst 14 Monatsgehälter. Auf Vollzeitbasis liegt das Einstiegsgehalt bei rund 28.500 Euro brutto pro Jahr (Junior). Je nach Berufserfahrung und Qualifikation kann das Jahresbruttogehalt entsprechend höher ausfallen. Zusätzlich bieten wir dir: • Essensgutscheine • Ergebnisprämie bei gutem Geschäftsverlauf • kostenlose Arbeitsbekleidung • kostenlosen Mitarbeiterparkplatz • kostenlose Weiterbildungen • Sonderkonditionen auf unsere Produkte und Versicherungspolizzen • kostenlose Unfallversicherung • 39-Stunden-Woche • Beiträge zum Laborfonds und zur freiwilligen Zusatzkrankenversicherung Bewirb dich jetzt! Sende deine Bewerbung an jobs@ca.bz.it Wir freuen uns darauf, dich kennenzulernen.
Öffentliches Auswahlverfahren zur Ernennung
eines DIREKTORS/ einer DIREKTORIN in VOLLZEIT – zeitlich befristet Abgabetermin der Gesuche: 06.11.2026 – 12.00 Uhr Gesuchsvordrucke und weitere Informationen: Ö.B.P.B. Spitalfond zur Hl. Dreifaltigkeit SWH Annenberg, Hauptstraße 57, 39021 Latsch Tel. 0473 / 623 150 info@altenheimlatsch.it https://www.vds-suedtirol.it/de/seniorenwohnheim-annenberg
KUCHENVERKAUF
für den Tierschutzverein Vinschgau. 31.10.26 ab 8.30 Uhr in Schluderns, nahe Eurospin.
15.10.26
Vinschgerwind 21-26
Stellenmarkt Metzgerlehrling, Verkäuferin oder Hilfskraft in Teilzeit für Feinkost und Metzgerei gesucht. Metzgerei Christanell in Naturns. Tel. 0473 667 130
/KLEINANZEIGER/ 67
Allfälliges Rollo-, Fensterund Türenservice
ITALIENISCH-NACHHILFE FÜR SCHÜLER. Ich biete Italienisch-Nachhilfe für Schüler der Grundschule, Mittelschule und Oberschule an. Unterstützung bei Hausaufgaben, Grammatik, Wortschatz. Bei Interesse gerne melden! Roberto, Tschars Tel. 337 456 417
Biete Abdichtung und Reparaturen von Rollos, Fenstern und Türen Tel. 340 333 70 30
Obstanlage 1,7 ha Golden Delicious
WIR SUCHEN
MALERMEISTER
MITARBEITER/IN VERWALTUNG
Beat Marseiler
Vollzeit —————
MITARBEITER/IN GETRÄNKELIEFERUNGEN Vollzeit | Führerschein B/C
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung. M info@karner.it T 0473 616 012
erledigt
Maler- und Gipsarbeiten
sauber und zuverlässig. Tel. 349 87 46 286
Vinschgerwind Impressum info@vinschgerwind.it | redaktion@vinschgerwind.it grafik@vinschgerwind.it
Dantestraße 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451 Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: Pamela Kaserer: 0473 732 196 Walter Morelli: 335 830 55 69 Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Elena Kaserer Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Sport: Sarah Mitterer (sam) Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Angelika Ploner (ap), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Heinrich Zoderer (hzg), Cornelia Knoll (ck), Anna Alber (ana), Christine Weithaler (chw), Peter Tscholl (pt), Maria Raffeiner (mr), Katja Telser, Astrid Fleischmann, Anna Pfitscher, Elke Wasmund (ew) Buchhaltung: Lucia Mombello: 0473 732 196 Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57 Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,50; Jahresabonnement Vinschgau: Euro 40; außerhalb Vinschgau Euro 70 (110); restl. Italien: Euro 110; Auslandsabonnement: Euro 185 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 120.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in
in Schlanders in Hanglage mit Garage von Privat zu verkaufen. Tel. 338 426 80 92
dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005; Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen Eingetragen im ROC: Nr. 12485 Hergestellt aus Papier von UPM, das mit dem EUUmweltsiegel Reg.-Nr. FI/011/001 ausgezeichnet ist.
www.vinschgerwind.it
WIND-TERMINE KULTURTAG FÜR KINDER UND ERWACHSENE
TAG DER OFFENEN TÜR UND FILM
Zum Welttag des immateriellen Kulturerbes finden Workshops, Mitmachdemos und Führungen zu den Themen Transhumanz und Wolle statt. Um 20 Uhr wird der Dokumentarfilm „Winternomaden“ (frz. mit dt. Untertiteln) gezeigt. Wann: Sa, 17.10.2026, ab 10:00 Uhr Wo: Unser Frau, campus transhumanza Info: www.campus-transhumanza.it
THEATER-WIND HEIMATBÜHNE ST. VALENTIN
DER VERKAUFTE GROSSVATER Bäuerlicher Schwank in drei Akten von Anton Hamik im Vereinshaus St. Valentin a. d. H. Premiere: Fr., 16.10.26 um 20.00 Uhr Weitere Aufführungstermine: So., 18.10.26 um 17.00 Uhr, Mi., 21.10.26 um 20.00 Uhr, Sa., 24.10.26 um 20.00 Uhr, So., 25.10.26 um 17.00 Uhr, Fr., 30.1026 um 20.00 Uhr Reservierung: Tel. 379 312 3056 (18.00 – 19.00 Uhr)
Immobilien ZU VERKAUFEN
SCHLANDERS: Immobilienvermittlung, Schätzungen, Verträge und Beratung
große 3 Zimmerwohnung mit traumhaftem Ausblick, teilweise zu sanieren, APE C, zu verkaufen
Immobilienbüro Tschenett Schlanders: T. +39 0473 732099 Viele weitere Angebote auf der Homepage www.tschenett.com, auf Facebook oder Instagram.
68 /KLEINANZEIGER/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
Jahrtage/Danksagung Wir haben deine Stimme im Ohr, dein Bild im Kopf, und dich für immer in unseren Herzen. Wir werden dich niemals vergessen.
Ich bin gegangen, einen kleinen Schritt, gar nicht mal weit. Wenn du irgendwann dort ankommst, wo ich nun bin, wirst du dich fragen, warum du so geweint hast.
1. Jahrestag
Rosina Wwe. Bauer geb. Schöpf
6. Jahrestag
Johann Josef Köllemann
*12.12.1936 †21.10.2025 Latsch
*12.12.1934 †11.10.2020 Graun
In liebevoller Erinnerung gedenken wir deiner bei der hl. Messe am Sonntag, den 25. Oktober 2026 um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Latsch.
Deine Frau hat dich immer in ihrem Herzen und weint immer noch viele Tränen. Deine Emma
Deine Lieben
Wenn die Sonne des Lebens untergeht, leuchten die Sterne der Erinnerung.
5. Jahrestag
Helmut Kind
*8.8.1941 † 16.10.2021 Laas In Liebe gedenken wir deiner am Donnerstag, den 22. Oktober um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Laas. Deine Familie
Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken.
Christian Califano * 6. März 1971
† 2. September 2026
Wir sagen DANKE - für alle Zeichen der Anteilnahme und Verbundenheit - für die tröstenden Worte, gesprochen oder geschrieben - für alle Kondolenzen und das Entzünden der Kerzen im Trauerportal - für die Teilnahme an der Beerdigung, am Rosenkranz und für sämtliche Dienste die verrichtet wurden.
Habe Dank, geliebter Vater, schließ die müden Augen zu, ruhe aus die lieben Hände, falte sie zur ewigen Ruh.
Josef Frank
* 12.07.1930 † 05.09.2026
Ehrenbürger der Gemeinde Schluderns. Träger des Verdienstkreuzes des Landes Tirol. Wir möchten uns von Herzen bei allen bedanken, die uns mit ihrer Anteilnahme und ihrem Beistand begleitet haben.
Du bist von uns gegangen, aber die Erinnerung an dich, an dein Lachen, an deine Liebe, bleibt immer bei uns. 3. Jahrestag
Arnold Stecher
Unser besonderer Dank gilt dem Herrn Pfarrer, den Vereinen sowie allen, die einen Dienst übernommen und damit zu einer würdevollen Beerdigung beigetragen haben. Ebenso danken wir den behandelnden Ärzten und dem Hauspflegedienst für ihre fürsorgliche Betreuung und Unterstützung. Allen, die uns in dieser Zeit zur Seite standen, sagen wir ein herzliches Vergelt’s Gott.
*17.05.1938 †18.10.2023
In liebevoller Erinnerung und Dankbarkeit gedenken wir deiner am Sonntag, 18. Oktober um 8:15 Uhr bei der hl. Messe in der St.-Martin-Kirche von Göflan. Vergelt’s Gott allen, die daran teilnehmen.
Die Trauerfamilie Bestattungen Angelus
Die Trauerfamilie
Deine Familie
15.10.26
Vinschgerwind 21-26
/KLEINANZEIGER/ 69
Jahrtage/Danksagung
Allfälliges
Solange ihr an mich denkt, ihr von mir erzählt, ihr mich in euren Herzen trägt, solange bin ich bei euch.
www.vinschgerwind.it
11. Jahrestag
Franz Kuppelwieser * 26.11.1939 † 16.10.2015 Tarsch
Wir gedenken deiner bei der Hl. Messe am Sonntag, 25. Oktober um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche von Tarsch. Ein herzliches Vergelt’s Gott allen, die am Jahresgedenken teilnehmen. Deine Familie
Die Todesanzeigen von der Töll bis zum Reschen sind auf www.vinschgerwind.it abrufbar. Zur Verfügung gestellt von www.trauerhilfe.it
Telefonseelsorge Reden hilft. Schreiben auch. Wir sind da. Beratung am Telefon: 0471 052 052 Onlineberatung: telefonseelsorge-online.bz.it
Pankratius Eller "Felix"
* 07.11.1964 † 23.09.2026 Stilfs
DANKE - für alle Zeichen der Anteilnahme - für die tröstenden Worte, gesprochen und geschrieben - für die Kerzen, Gedächtnisspenden und Blumen - für die Kondolenzen und das Entzünden von Kerzen im Trauerportal - für die schöne Gestaltung der Trauerfeier durch Herr Pfarrer Mag. Florian Öttl, für das Gebet und die musikalische Begleitung beim Rosenkranz, für die musikalische Umrahmung des Begräbnisgottesdienstes durch den Kirchenchor Stilfs und für alle, die einen wertvollen Dienst übernommen haben. Ein besonderer Dank gilt dem Bestattungsunternehmen Tonezzer für die einfühlsame und würdevolle Begleitung sowie für die sorgfältige Unterstützung in dieser schweren Zeit.
Telefonseelsorge Reden hilft. Schreiben auch. Wir sind da. Beratung am Telefon: 0471 052 052 Onlineberatung: telefonseelsorge-online.bz.it
Ein herzliches Vergelt’s Gott ergeht an alle, die unseren lieben Felix auf seinem Lebensweg begleitet haben, ihn in guter Erinnerung behalten und für ihn beten. Stilfs, im Oktober 2026
Die Trauerfamilie
Allfälliges 29. & 30. Oktober 2026
ENERGIE- UND UMWELTTAGE MALS 2026
Kulturhaus Mals
Zukunft der Wasserkraft
Jetzt ! m an elden FACHVORTRÄGE
PODIUMSDISKUSSION
EXKURSION
www.energie-umwelt-mals.it
70 /KLEINANZEIGER/
Vinschgerwind 21-26 15.10.26
Kaufen/Verkaufen/Immobilien NEU: Deutsch für Anfänger. Die Deutsche Grammatik leicht erklärt. Unterstützung für Schüler. Vorbereitung für die Zweisprachigkeitsprüfung A1 - A2. Tel. 0473 624 320 oder Mobil: 337 456 417
Wo Wohlfühlen an erster Stelle steht ... www.wohntraeume.it
Zu verkaufen: Prad: - Sonnige, teilmöblierte 3-Zimmer-Mansardenwohnung in ruhiger Wohngegend mit Garage, nicht konventioniert, EG A+ Schlanders: - Großzügige Dreizimmerwohnung, leicht sanierungsbedürftig, mit Terrasse und Garten, Garage, Autoabstellplatz in Zentrumsnähe, EG C, zu interessanten Bedingungen Morter: - Neue, nicht konventionierte 3-Zimmerwohnung mit gemütlicher Terrasse, KlimaHaus A Nature Martell: - Geschlossener Hof mit sanierungsbedürftigem Wohn- und Wirtschaftsgebäude und ca. 3 ha Wiesen/Weiden Latsch-Tarsch: - Autonome, komplett möblierte 2-Zimmerwohnung, auch als Ferienwohnung geeignet, EG G Schnals, Unser Frau: - Zweizimmerwohnung im Erdgeschoss mit Privatgarten, leicht sanierungsbedürftig, frei von Bindung für Ansässige, EK G Plaus: - Sehr gemütliche Dreizimmer-Mansardenwohnung mit Sonnenterrasse und Panoramablick, Garage, EK D Weitere Kauf- und Mietobjekte unter: www.wohntraeume.it Heidelinde Gurschler · Immobilien Goldrain - Tel. +39 0473 743057 Handy 335 622 02 79 heidelinde@wohntraeume.it
Suche für 2027
Futterwiesen und Weiden zu pachten im Raum Glurns bis Burgeis. Tel. 335 657 70 24
Älterer Herr sucht
LATSCH:
in zentraler ruhiger Lage neuwertige
Zweizimmerwohnung
Mietwohnung
in Mals oder Nachbargemeinden. Tel. 389 494 52 84
um 170.000 Euro und
BAR NEUE POST im Dorfzentrum Prad ab Januar zu vermieten. Evtl. auch für andere Dienstleistungsbereiche nutzbar. Tel. 347 030 5829 (ab 17 Uhr)
Italienisch lernen oder verbessern mit Roberto! Tschars. Hilfe für die Prüfung von A1 bis C1. Kontaktieren Sie mich unter Tel. 0473 624 320 oder Mobil: 337 456 417
10DT0IR% OL SÜ
EINLAGERUNGSAKTION! Palette 1.200 kg mit 78 Säcke Pellets. JETZT bestellen und ZAHLUNG nach der LIEFERUNG.
Aktion gültig solange der Vorrat reicht.
info@federer-pellets.com +39 0471 786 226 Vinschgerwind: ® Einlagerungsatkion: 44x42 mm
Vierzimmerwohnung um 340.000 Euro von Privat zu verkaufen. Tel. 335 669 56 80
Gut erhaltene
Solarplatten zu verkaufen.
Tel. 340 333 70 30
Glückwünsche
Herzlichen Glückwunsch zum 60. Hochzeitstag Ihr habt eine Reise durch die Jahrzehnte gemeistert. Zwei Herzen, ein gemeinsamer Weg. Wir wünschen euch noch viele glückliche und gesunde Jahre. Eure Kinder mit Familien
Paulina und Erwin Theiner | 15.10.1966 – 15.10.2026
Tel. 328 67 17 997 An- und Verkauf von Altgold, Schmuck, Zahngold, Silberwaren Sofortauszahlung nach Tageskurs!
Meran - Mühlgraben 32 Alex Muscolino Terminvereinbarung erwünscht
Bestellschein »B itte schicken Sie mir den Vinschgerwind zu » I ch erhalte den Vinschgerwind mehrfach
(Anruf oder Nachricht per Whatsapp genügt!)
www.zahnarzt-ungarn-heviz.de • seit über 15 Jahren erfolgreich www.zahnarzt-ungarn-heviz.de in Südtirol • über 15 Jahren erfolgreich •seit ganzjährig geöffnete Partnerpraxis für •seit 20 Jahren erfolgreich in Südtirol in VorSüdtirol •ganzjährig geöffnete Partnerpraxis für Vorund Nachbehandlungen in VINTL •• ganzjährig geöffnete Partnerpraxis für undeine Nachbehandlungen VINTL Ungarns der größten inKliniken mit Vorund Nachbehandlungen in VINTL •Ungarns größte Zahnklinik mit 45-jähriger 45-jähriger • Erfahrung eine der größtenErfahrung Kliniken Ungarns mit •45-jähriger bestens Erfahrung ausgestattete Räumlichkeiten •bestens ausgestattete Räumlichkeiten und und 21 hochqualifiRäumlichkeiten zierte Zahnärzte • bestens ausgestattete 21 hochqualifizierte Zahnärzte 21 hochqualifiund zierte Zahnärzte •und Top-Qualität beste Behandlungs•Top-Qualität und beste Behandlungs• Top-Qualität und beste Behandlungsmöglichkeiten für Angstpatienten möglichkeiten für Angstpatienten auch im möglichkeiten für Angstpatienten auch im Dämmerschlaf Dämmerschlaf auch im Dämmerschlaf •wöchentlicher wöchentlicher Transfer im Dental-Taxi •wöchentlicher Transfer imim Dental-Taxi • Transfer Dental-Taxi •Professionalität und sprechen •Professionalität Professionalität und Herzlichkeit • undHerzlichkeit Herzlichkeit für uns für uns sprechen sprechen für uns 339 10 70 714
339 10 70 714
» Meine Anschrift hat sich geändert
Anrufen oder mailen:
Dantestr. 4, 39028 Schlanders Tel. 0473 732 196 | Mobil 327 12 12 500 info@vinschgerwind.it | www.vinschgerwind.it
15.10.26
Vinschgerwind 21-26
/KLEINANZEIGER/ 71
Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung
Referent*in Treffen Uhrzeit Ort Kursbeitrag Mitzubringen Anmeldeschluss
Marlene Horrer Mi., 28.10. - Mi., 16.12.2026 (jeweils Mi.) 19.00 Uhr - 21.15 Uhr, insgesamt 7 Treffen Mittelschule Schlanders 115 Euro (ohne Unterlagen) Matte, Kissen, warme Decke und warme Socken Mi., 21.10.2026
Spinnkurs für Fortgeschrittene Freizeit
Referent*in Treffen Uhrzeit Ort Kursbeitrag Mitzubringen Anmeldeschluss
Maria Eller Sa., 31.10. - Sa., 28.11.2026 (jeweils Sa.) 14.00 Uhr – 17.00 Uhr, insgesamt 4 Treffen Bahnhof Spondinig, Josef-Peer-Saal 70 Euro Spinnrad Do., 22.10.2026
Gesundheit
Yoga für Männer und Frauen in Schlanders
Klassisches Hatha-Yoga mit Pranayama Referent*in Treffen Uhrzeit Ort Kursbeitrag Mitzubringen Anmeldeschluss
Roland Parth Mo., 16.11. - Mo., 14.12.2026 (jeweils Mo.) 18.00 Uhr - 19.30 Uhr, insgesamt 5 Treffen Lebenshilfe Schlanders 75 Euro Matten Mo., 09.11.2026
Warme Desserts für kalte Tage
Herbst- und Winterdesserts mit saisonalen Zutaten Freizeit
Gesundheit
ALLGEMEINE WEITERBILDUNG
Referent*in Treffen Uhrzeit Ort Kursbeitrag Anmeldeschluss
Erwin Folie Di., 17.11. + Mi., 18.11.2026 18.30 Uhr - 21.00 Uhr Lehrküche, Oberschulzentrum Mals 55 Euro Mo., 09.11.2026
! NEU
! NEU
INTEGRIERTE VOLKSHOCHSCHULE VINSCHGAU Inklusive Weiterbildung für alle
Wunschglas – Bilder aus Feuer und Fantasie Kinder gestalten ihr eigenes Glasbild in Fusingtechnik
Beruf
Arbeitssicherheitskurs für Arbeitnehmer*innen - niederes bis hohes Risiko
Referent*in Treffen Uhrzeit
Gesundheit
Gesundheit
Ort Kursbeitrag Anmeldeschluss
Fachreferenten Mo., 09.11. + Di., 10.11.2026 Mo., 09.00 - 18.00 Uhr Di., 08.30 - 17.30 Uhr Bahnhof Spondinig, Josef-Peer-Saal 230 Euro Mo., 02.11.2026
Ruhe finden: Klangmeditation zur Abendentspannung
Referent*in Treffen Uhrzeit Ort Kursbeitrag Mitzubringen Anmeldeschluss
Martina Wienchol Mo., 09.11. - Mo., 30.11.2026 (jeweils Mo.) 18.00 Uhr - 19.30 Uhr, insgesamt 4 Treffen Turnhalle, Grundschule Lichtenberg 60 Euro Decke und warme Socken Mo., 02.11.2026
Karin Innerebner Mi., 11.11. - Mi., 16.12.2026 (jeweils Mi.) 19.00 Uhr - 20.00 Uhr, insgesamt 6 Treffen Turnhalle, Grundschule Lichtenberg 60 Euro Turnmatte, eine Decke, bequeme Kleidung, Socken Mi., 04.11.2026
INFO – ANMELDUNG: Bahnhof Spondinig, 39026 Prad am Stj. Tel.: 0473 42 82 38 | E-Mail: info@gwr.it
Uhrzeit Ort Kursbeitrag
IVHS
Mitzubringen Anmeldeschluss
Isolde Veith Mi., 28.10., 18.11. + 25.11.2026 Treffen sind einzeln buchbar! 15.00 Uhr - 17.30 Uhr Malatelier der BASIS, Schlanders 10 Euro pro Treffen (inkl. Material)
Reinhold Schöpf Do., 29.10. - Do., 26.11.2026 (jeweils Do.) 15.30 Uhr - 17.30 Uhr, insgesamt 4 Treffen Bahnhofsremise, Schluderns 20 Euro Do., 22.10.2026
Martina Thanei Mi., 04.11. + So., 13.12.2026 Treffen sind einzeln buchbar und Teilnahme auch halbtags möglich! 09.00 Uhr - 16.30 Uhr Malatelier der BASIS, Schlanders pro Treffen 30 Euro ganztags | 18 Euro halbtags (inkl. Material) Verpflegung Mi., 28.10.2026
Adventskalender gestalten:
selbstgemacht & wiederverwendbar Referent*in Treffen Uhrzeit Ort Kursbeitrag Mitzubringen Anmeldeschluss
Anna Hofer Lechthaler Sa., 07.11.2026 14.00 Uhr - 18.00 Uhr Bahnhof Spondinig, Sitzungssaal 24 Euro (inkl Material) Stoff/Stoffreste, Nadel und Faden Do., 05.11.2026
! NEU
Farbige Begegnungen verbinden Generationen IVHS
Freizeit
Anmeldeschluss
Veronika Gander Kofler Do., 12.11.2026 18.00 Uhr - 20.30 Uhr Bahnhof Spondinig, Josef-Peer-Saal 15 Euro zzgl. Materialspesen (ca. 10 Euro) (direkt vor Ort an die Referentin zu bezahlen) Do., 05.11.2026
Referent*in Treffen Uhrzeit Ort Kursbeitrag Anmeldeschluss
Referent*in Treffen
Sitzkissen aus Filz: einfach selbst gemacht
Referent*in Treffen Uhrzeit Ort Kursbeitrag
Uhrzeit Ort Kursbeitrag
Ausdrucksmalen
DO-IN: „Den Tag achtsam ausklingen lassen“ Kurs 2 Referent*in Treffen Uhrzeit Ort Kursbeitrag Mitzubringen Anmeldeschluss
Referent*in Treffen
Schach lernen: Strategien, Taktiken und Spielspaß IVHS
Zielgruppe Anmeldeschluss
Lilablossblau Malatelier
IVHS
Mitzubringen
Franziska Staffler Do., 05.11. + Fr., 06.11.2026 09.00 Uhr – 12.00 Uhr Bahnhofsremise Schluderns 28 Euro zzgl. Materialspesen (ca. 10 Euro) (Material direkt vor Ort an die Referentin zu bezahlen) Polster und Decke (wer möchte auch Kuscheltier) für die Traumreise mitnehmen und ein Getränk und Jause Kinder von 6-9 Jahren Mo., 26.10.2026
IVHS
Freizeit
Referent*in Treffen Uhrzeit Ort Kursbeitrag
Referent*in Treffen Uhrzeit Ort Kursbeitrag
Isolde Veith Mi., 11.11. + 09.12.2026 Treffen sind einzeln buchbar! 15.00 Uhr - 17.30 Uhr Malraum Seniorenwohnheim Annenberg, Latsch 10 Euro pro Treffen (inkl. Material)
Öffnungszeiten: Mo. - Do. 08.00 Uhr – 17.00 Uhr Fr. 08.00 Uhr – 12.00 Uhr
line auf Jetzt auch on Website en unserer neu anmelden! e für die Kurs Details zu den Kursangeboten finden Sie auf:
brandnamic.com | Fotos: Gassenhof (Südtirol Creator) | CIN Information: IT021070A1RNQZ579Z
WO SEGMOR INS IN HERBST? AM BESTEN PLOTZ IM TOL IN SÜDTIROL!
NEUE EVENTSAUNA MIT SHOW-AUFGÜSSEN
NEUE FAMILIENWASSERWELT MIT STRÖMUNGSKANAL, 36° AUSSENBECKEN & FAMILY SAUNA
NOVEMBER IM GASSENHOF
NEUES RESTAURANT MIT SHOW-KÜCHE, KAFFEESTATION & KÄSESAFE
NEUE SUITEN MIT PRIVATER WELLNESS
UNSERE SPECIALS FÜR EUCH:
Gönnt Euch eine Auszeit im Rahmen unserer Genusswochen mit Menü im Gratznhäusl, langer Saunanacht, Führungen & Verkostungen im Genusshaus Mount Becher, legendärer Küchenparty und vielen Highlights mehr!
HERBST-WELLNESS 4=3 08.11. – 04.12.2026
4 Nächte zum Preis von 3 (Anreise Sonntag oder Montag)
Genusswoche: 08.11. – 15.11.2026 Mount Becher Woche: 15.11. – 29.11.2026 Genuss & Wärme: 29. 11. – 06.12.2026
ab 630 € pro Person
SCANNEN & WOCHENPROGRAMM ENTDECKEN:
FÜR FREUNDINNEN: ab 3 Nächten bezahlt jede 3. und 4. Zusatzperson pauschal nur 80 € pro Nacht
WOCHENEND-SPECIAL IM NOVEMBER
12.11. – 29.11.2026
3 Nächte (von Donnerstag bis Sonntag) inkl. 50 € Getränke-Gutschein pro Zimmer ab 630 € pro Person
S Ü D T I R O L . R AT S C H I N G S . G A S S E N H O F. D E R B E S T E P L OT Z I M TO L . G A S S E N H O F. C O M