Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen
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HUGO HARTMANN Inhaber „Rudolf Hartmann KG“ - Meran
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Nr. 20 (237) 02.10.14 I.P. 10 Jg.
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Der Handel
im Vinschgau
Eine Bestandsaufnahme der Befindlichkeiten
Rendering: Innenaufnahme, Wohnung im Palabirnhaus, mit Blick in Richtung SĂźd-West.
Wohnanlage Palabirnhaus, Schlanders
SCHĂ–NE AUSSICHT
INVESTITION IN LEBENSQUALITÄT UND WERTSTABILITÄT Startschuss: In wenigen Wochen wird mit dem Neubau am Palabirnanger begonnen. Die lebendige, abwechslungsreiche Gestaltung des Gebäude-Ensembles steht fßr ein Lebensgefßhl, das Wert auf Differenzierung und Individualität legt. /PUa\ RVTTLU LPUL LULYNPLLMÄaPLU[L )H\^LPZL 2SPTHOH\Z ( ZV^PL LPUL OVJO^LY[PNL (\ZZ[H[[\UN KLY >VOU\UNLU )LZ[L (\ZZPJO[LU HSZV M…Y LPU ,PNLUOLPT KHZ KLU (UZWY…JOLU LPULY OVOLU 3LILUZX\HSP[p[ NLYLJO[ ^PYK 0U ALP[LU ]VU )HURLU \UK -PUHUaRYPZL Y…JR[ KPL 0TTVIPSPL HSZ 2HWP[HSHUSHNL Z[pYRLY PUZ )SPJRMLSK ,PUL >VOU\UN NPS[ ^LP[LYOPU HSZ ZPJOLYL ^LP[ISPJRLUKL 0U]LZ[P[PVU durch Wertstabilität. MÜchten Sie mehr ßber unser neues Projekt in Schlanders erfahren? 2VU[HR[PLYLU :PL \UZ \U]LYIPUKSPJO >PY ILYH[LU :PL NLYUL
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02.10.14
Inhalt
Vinschgerwind 20-14
/inhalt/ 3
Der Handel im Visier: Wie die Leute überzeugen, vor Ort einzukaufen? Seite 6
Foto: Erwin Bernhart
Foto: Erwin Bernhart
Kommentar In Mals bedient man sich - verwaltungstechnisch dubioser Tricks Seite 4
Glurns: Golfplatz ist im Kommen
Seite
4
Nauders/Reschen: Die Nauderer haben das Skiparadies aufgekündigt
Seite
5
Detuschland/Südtirol: Die Internetplattform seen.de und die Namen
Seite
5
Bozen/Vinschgau: Die Milchwirtschaft in Konkurrenz mit den Großen
Seite
8
Kommentar: Anschlussbruch. Tut das weh?
Seite
9
Marienberg: Die Region wächst über „Cultura Raetica“ zusammen
Seite 10
Glurns: Palapiratage
Seite 11
Leserbriefe und Stellungnahmen
Seite 12
Naturns: „Hoachwool“ - ein Klettersteig der Extraklasse
Seite 14
Menschen: Hubert Lechner - Lichtenbergerberg
Seite 17
Nationalpark Stilferjoch: Florenwandel durch Klimawandel
Seite 44
Cool war, wenn di Kia in Golfplotz fa Glurns bliebatn. Sell war a nuie Herausforderung fir di Golfer. Dr nui „Vinschger Weg“ pan Golfn praktisch.
Sell fahlet nu, dass Kia mit Golfpalli drschossn wuratn. Di Kia tiamr amearsch load, wenn si polamol fo dr Au gean miasn. A setta Grasl findn si nimmer leicht.
von Chefredakteur Erwin Bernhart
Das Pulsgreifen Es ist Mode geworden, dass unsere Landesräte durch die Lande ziehen und Workshops eröffnen. Der junge Achammer Philipp ist durch die Schulen getourt, um sich ein Bild vor Ort machen zu können. Die Landesrätin Waltraud Deeg ist mit einer Art Sozialdialog zu den Leuten gegangen. Unser Vinschger Richard Theiner, der die Sanität verlassen hat und nun die Energie, die Umwelt und die Raumordnung politisch beackern will, hat die Raumordnungsoffensive gestartet. Er sucht den Dialog mit den Bürgermeistern, mit den Architekten, mit den Raumplanern. Auch das „Volk“ soll irgendwie mitreden. Nun ist dem Richard ein fataler Fehler unterlaufen: Er hat gesagt, dass das neue Raumordnungsgesetz bis zum Jahre 2017 stehen und dann verabschiedet werden soll. Das klingt wie eine Einladung für alle Bauwilligen, Grundverkäufer oder einfach für alle Schlauen, bis dahin noch das eine oder andere - mit der derzeitigen Raumordnung - über die Bühne bringen zu können. Die Bürgermeister im Tal, auch alle in Südtirol, werden sich möglicherweise auf einiges gefasst machen müssen. Ist das vom Richard so gewollt? Es hat den Anschein. Richard Theiner bestreitet seine dritte und damit seine letzte Amtsperiode als Landesrat. Theiner hat ein Ablaufdatum sozusagen. Er könnte sich mit einem neuen Raumordnungsgesetz verabschieden, ohne den Leuten damit auf die Zehen getreten zu sein. Und bis dahin: Alle Schleusen und Tore geöffnet - für die Hotellerie, für den Handel, für die Bauern, für alle. Das Pulsgreifen bei den Leuten kann auch kontraproduktiv sein. Mal schaun, wie es der Martha Stocker mit der Sanität gehen wird. Und einen vermisse ich schmerzlich: Landesrat Florian Mussner will partout nicht auf Tournee gehen.
4 /politik/
Vinschgerwind 20-14
02.10.14
Wind - online
20.000 Bäume
Umfrage auf www.vinschgerwind.it
63,6 % JA
20.000 Bäume für den Vinschgau: Das Projekt „Protection Forest“ wird im Beisein von Landesrat Arnold Schuler am 3. Oktober in Schlanders vorgestellt.
Sind Sie bereit, für biologische Produkte etwas mehr Geld auszugeben?
Glurns
Illegale Baukonzession?
D
er Gemeinderat von Glurns hat bei seiner letzen Sitzung mehrheitlich die Weichen in Richtung Golfplatz gestellt. Die „Obere Au“, eine rund 9 Hektar große Weidefläche südlich von Glurns in Richtung Ausgleichsbecken, kann, wenn alles klappt, in einen Golfplatz umgewandelt werden. Die Fläche gehört der Stadt Glurns. Alle Gemeinderäte haben sich zu Wort gemeldet. Referent Ignaz Niederholzer, der bei der Sitzung gefehlt hat, hat schriftlich sein Dafür deponiert. Von den 14 Anwesenden haben sich 9 dafür und 6 dagegen ausgesprochen. Bislang nutzen die Glurnser Bauern die „Obere Au“ als Weide. Eine Art Weide-Gewohnheitsrecht, ohne grundbücherliche Anmerkung, sagt der Glurnser VizeBM Luis Frank. Als Entschädigung für die Bauern werden Formen von Weideverbesserungen andernorts angedacht. Kurz vor der Ratssitzung hat sich der Südtiroler Heimatp f l e geve r b a n d mit der Bitte an die Stadtväter gewandt: Man möge doch die „Obere Au“ unter Schutz stellen und als Biotop ausweisen. Das wird wohl Wunsch bleiben. Denn die Stadtväter haben bereits konkrete Pachtvorstellungen, die sie von den Golfplatzbetreibern einheben wollen: 1000 Euro pro Hektar und Jahr sollen so in die Stadtkassa fließen. Nach der Einigung mit den Bauern soll die Bauleitplanänderung erfolgen. (eb)
36,4 % NEIN (12 Stimmen)
Neue Umfrage: Sind Sie mit dem Waren-Angebot der Kaufleute im Vinschgau zufrieden?
Mals - Der Fall erinnert irgendwie an Michl Laimer: Es wird getrickst, was das Zeug hält. Man wirtschaftet zwar nicht in die eigene Tasche, aber man beugt Rechtsstaatlichkeit, dass sich die Balken biegen. Laimer wurde dafür aus allen politischen Ämtern verjagt und verurteilt.
Baukonzession für Militärareal: ausgestellt von BM Ulrich Veith an E-AG Präsident Ulrich Veith - wieder annulliert von BM Ulrich Veith
von Erwin Bernhart
D
ie Gemeinde Mals hat sich Transparenz auf die Fahnen geschrieben und BM Ulrich Veith hat kurz vor der Volksabstimmung in einer Dringlichkeitssitzung des Gemeinderates darauf hingewiesen, dass man sich bei der Umsetzung an die Gesetze halten werde. Beides sind wohl reine Lippenbekenntnisse, wenn man sich folgenden Fall, den der Gemeinderat Peppi Stecher von den Freien Wählern ausgegraben hat, vor Augen führt. Zur Transparenz: Die Gemeinde Mals hortet Geheimpapiere. Zumindest zu diesem Schluss kommt Stecher, weil ihm ein angefordertes Dokument nicht ausgehändigt wird. Sporadisch durchforstet Stecher die von BM Ulrich Veith ausgetellten Baukonzessionen. Eine davon stach im Juni ins Auge: Eine Baukonzession, ausgestellt für die E-AG zur Errichtung eines Fernheiz-
werkes auf dem Kasernenareal. Zwei Dinge fielen Stecher ins Auge: Zum einen hat Ulrich Veith als Präsident der E-AG um diese Baukonzession angesucht, als Vorsitzender der Baukommission die Sitzung geleitet und als BM die Baukonzession Nr. 61/2014 an sich selber ausgestellt. Eindeutig ein Interessenskonflikt. Aber noch gravierender ist die Tatsache, dass der Grund, auf dem das Fernheizwerk gebaut werden soll, zum Zeitpunkt der Ausstellung der Baukonzession gar nicht zur Verfügung stand. Der Grund gehört der Autonomen Provinz Bozen und ist als Militärareal eingetragen. Erst im August dieses Jahres hat der Gemeinderat die Umwidmung von Militärareal in Grund von öffentlichem Interesse beschlossen. Eine wohl illegale - weil ohne Grundverfügbarkeit - Baukonzession wurde demnach ausgestellt. Einen Monat später, im Juli 2014, wird die Baukonzession wieder annulliert. Genau dieses Schrift-
stück der Annullierung wurde dem Gemeinderat Stecher mit fadenscheiniger Begründung nicht ausgehändigt. Warum stellt BM Ulrich Veith der 100%igen Gemeindetochter E-AG eine (illegale?) Baukonzession aus, die kurz darauf wieder annulliert wird? Der Grund ist, dass man ans Förder-Geld des Staates will. Und zwar werden alternative Stromerzeugungen, wie sie in einem Blockheizkraftwerk und einer Photovoltaikanlage (insgesamt 353 kW) im geplanten Fernheizwerk vorgesehen sein sollen, vom Staat gefördert. Das Ansuchen für so eine Förderung ist beim GSE (Gestore Servizi Energetici) in Rom einzureichen - samt einer gültigen Baukonzession. Das Ansuchen an den GSE wurde gemacht und dann die Baukonzession wieder annulliert. Das alles sei verwaltungstechnisch höchst bedenklich, wenn nicht sogar strafrechtlich relevant, sagt Stecher.
Foto: Erwin Bernhart
Glurns golft
(33 abgegebene Stimmen)
(21 Stimmen)
02.10.14
Vinschgerwind 20-14
/politik/ 5
Nauders/Reschen
Nauders kündigt Skiparadies Reschenpass sagt, dass bereits seit längerem Unmut über die bestehende Regelung herrsche und dass nun der Zeitpunkt gekommen sei, das Vertragskonstrukt auf neue Beine stellen zu wollen. Eventuell gemeinsam mit den Skigebieten Watles und Maseben. Tatsächlich hat man bereits im Vorfeld eine unterschriftsreife Zusammenarbeit mit Watles und Mas-eben in der Tasche gehabt. Die Nauderer, sagt SchönebenPräsident Oswald Folie, wollten im Zuge dieser Neuorientierung das Vertragspaket aufschließen und neu verhandeln. Das gehe in kurzer Zeit nicht, sagt Folie. Tatsache ist, dass im Skiparadies Reschenpass ein Skigebiet aufgrund seines Rufes, aufgrund seiner Pistenpflege und seiner Innovationen dominiert: das Skigebiet Schöneben. Um Schöneben herum hat sich das Skiparadies Reschenpass gebildet und im Verhandlungszentrum
sitzt der Schöneben-Präsident Oswald Folie. In einem vertraglich festgelegten Kartenverbund sind Nauders, Schöneben und Haideralm miteinander verschweißt. Etwa Dreiviertel des Preises für eine Tageskarte kassiert jenes Skigebiet ein, in dem der Ersteintritt registriert wird. Beispiel: Wird eine ParadiesKarte von einem Gast in Nauders gekauft und dieser Gast geht nach Schöneben zum Skifahren - transferieren die Nauderer in der Endabrechnung rund drei Vi e r t e l des
Kartenpreises nach Schöneben. Tatsächlich ist es so, dass das attraktive Schöneben auch die Gäste aus Nauders magisch anzieht. Umgekehrt profitieren die Nauderer von den Pistenkilometern und vom guten Ruf Schönebens. Auf der anderen Seite gerät das Nauderer Skigebiet auch aufgrund des Mangels an Ersteintritten in Schieflage. Die Nauderer wollten auch die Busverbindung nach Schöneben streichen, um Gäste in ihrem Skigebiet halten zu können. Doch nun wollen die Nauderer vor allem die Schönebner an den Verhandlungstisch zwingen. Und, wie es BM Mair sagt, auch über eine künftige skitechnische Verbindung zwischen Schöneben und Nauders solle konkreter nachgedacht werden. Der Rescher Mohrenwirt Oswald Folie wartet jedenfalls ab. In seiner ihm eigenen Gelassenheit. (eb)
Schöneben-Präsident Oswald Folie: mit Gelassenheit abwarten
Vinschgau/Südtirol
Naturns
Der Lago della Muta
Vandalenakt in Naturns
D
E
de“. Seen in Deutschland sind da gelistet und auch Seen in Italien. Und wer macht neben dem „Lago della Mutta“ mit einem Link Werbung? Die EOS - die Exportorganisation Südtirol. Aus der Werbeplatzierung kann geschlossen werden, dass die angegebene Internetseite eine bedeutende Klickrate aufweist. Was wiederum beweist: Südtirol ist eben doch Italien. „Es bleibt zu hoffen, dass sich die Südtiroler Touristiker schnellstens mit „seen.de“ in Verbindung setzen“, schreibt der Obmann des Südtiroler Heimatbundes Roland Lang, der auf die faschistischen Namen auf der Internetplattform aufmerksam macht. (eb) Foto: Christian Riedl
er Lago della Mutta liegt in der Nähe von San Valentino Alla Muta in Trentino-Alto Adige. See-Freunde aus den umliegenden Orten Ultimo (etwa 3,5 km vom See entfernt), Burgusio (4,4 km bis zum Ufer) und Planol (etwa 4,7 km weit weg) finden im Lago della Mutta an heißen Tagen Abkühlung oder die Möglichkeit, in der Sonne zu entspannen. Die nächste größere Stadt, von der aus man den See besuchen kann, ist Burgusio. Ganz in der Nähe liegen darüber hinaus noch die Seen Lago di Resia (ca. 5,7 km), Lai da Rims (ca. 23,3 km) und Gepatsch-Stausee (ca. 26,0 km).“ - Dieser Text - neben anderen „laghi“ - findet sich auf der Internetplattform „seen.
ine böse Überraschung hatten mindestens 8 Autobesitzer, als sie am Montagabend, den 22. September zu ihren Autos auf den Parkplatz in die Kleeberstraße, zurückkehrten. Die Autos waren auf allen Seiten (Haube, Türen und Kofferraum) total zerkratzt und mit Sprüchen und Zeichnungen beschädigt. Der Schaden bei den Autos ist so groß, dass er nur durch eine neue Lackierung der Fahrzeuge behoben werden kann. Schockierend ist, dass dieser Vandalakt am helllichten Nachmittag, zwischen 15.00 Uhr und 18.30 Uhr geschehen ist und das in einer Gegend, in der sich dauernd Menschen aufhalten oder vorbeispazieren. Laut Hinweisen handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einen bösen Kinderstreich. Sollte jemand irgendetwas gesehen haben, wenden Sie sich bitte an die Carabinieri von Naturns. Die Autobesitzer wären für jeden Hinweis sehr dankbar und hoffen, dass durch die Zusammenarbeit mit den Bürgern in Zukunft so ein Vandalenakt nicht mehr vorkommen wird. Nadja Piovanelli
Foto: Nadja Piovanelli
n einer geheimen Sitzung haben die Nauderer Gemeinderäte am 30. Juni 2014 den Vertrag mit dem Skiparadies Reschenpass einstimmig gekündigt. Auch der Nauderer Tourismusverein und die Nauderer Bergbahnen haben in ihren Gremien einer Kündigung des Vertrages zugestimmt. Es sind diese drei Gremien, die die Nauderer Bergbahnen mit gleich drei Geschäftsführern verwalten: BM Robert Mair ist für die Gemeinde als Geschäftsführer im Team, Heinz Pfeifer für die Bergbahnen und Manfred Wolf für den Tourismus. Unmittelbare Auswirkungen hat diese Kündigung keine, denn die Kündigungsfrist ist mit 16 Monaten eine lange. Im kommenden Winter wird alles beim Alten bleiben. Aber im Skiparadies Reschenpass knatscht es hinter den Kulissen. „Es muss Bewegung hineinkommen“, sagt der Nauderer BM Robert Mair zum Vinschgerwind. Wie genau diese Bewegung aussehen soll, darüber schweigt sich Mair aus. Heinz Pfeifer
Foto: Andreas Waldner
I
6 /Titel/
Vinschgerwind 20-14
02.10.14
Gärtner im Dorf Wie geht es dem Handel im Vinschgau? Welche Sorgen und Nöte beschäftigen die Handelstreibenden, die Geschäfte, die Familienbetriebe? Welche Schritte setzt man im Handels- und Dienstleisterbereich, um Bewusstseinsbildung für das Einkaufen vor Ort? Wie wichtig ist der Tourismus für den Handel? Und wie geht man mit der Schizophrenie um, dass die Leute in Umfragen Geschäfte vor Ort wollen, tatsächlich aber irgendwo anders einkaufen? von Erwin Bernhart
D
ietmar Spechtenhauser, der Präsident des hds im Bezirk Vinschgau, bedient sich eines Bildes: Durch die Handelstreibenden seien die Dörfer zu pflegen wie Gärten. „Wir sind die Gärnter der Ortschaften.“ Vor Ort gelte es zu punkten. Durch das Einbringen in die Gesellschaft, in die Vereine, durch soziales Engagement, durch Freundlichkeit, durch Service. Es gehe einfach um etwas Ethik im täglichen Tun, sei es bei uns Kaufleuten, als auch auf der Seite der Kunden. „Wir befinden uns schon in einer sehr eigenartigen Situation in Europa und auch im Vinschgau“, sagt Spechtenhauser. Tatsächlich ist es so, dass die Leute in Umfragen mit überwältigender Mehrheit Ortsgeschäfte befürworten. Eingekauft wird allerdings auswärts. „Nachdem wir ja wissen, dass der Kunde souverän ist, dreht sich natürlich alles um die Frage, wie gut wir imstande sind, den Vinschgerinnen und Vinschgern klar zu machen, dass wir uns ehrlich um die Orte bemühen, dass wir natürlich vom Kauf der angebotenen Produkte leben wollen, dass wir aber versuchen, fair in der Preisgestaltung und fair im Umgang mit unseren Angestellten zu sein und gemeinsam mit unseren Kunden die Zukunft gestalten möchten. Wir wollen auch morgen noch intakte Orte und nicht nur reine Schlafstätten haben - und wir glauben, das will im Grunde ja niemand im Tale“, sagt Spechtenhauser. Noch geht es dem Handel im Vinschgau „den Umständen entsprechend“, je nachdem, in welcher Ortschaft sich ein Einzelgeschäft befindet. Periphere Ortschaften können sich glücklich schätzen, noch ein funktionierendes Geschäft in der Nähe zu haben. Aber es sei ähnlich, sagt Spechtenhauser, wie mit der Berglandwirtschaft und der Landwirtschaft im Tale.
Den Gemeinden ist es wichtig, dass eine funktionierende Nahversorgung vorhanden ist, sagt der Bezirks-Direktor des hds Walter Holzeisen. Dementsprechend hat die Landesregierung kürzlich entsprechende Förderungen für den peripheren Einzelhandel verabschiedet. Dabei hat eine Studie, der „Nahversorgungsradar“, die das Pustertal und auch den Vinschgau detailliert untersucht hat, Pate für den Beschluss gestanden. Die Gesuche sind derzeit bereits unterwegs. Die Förderung soll helfen, den abgelegenen und um das Überleben kämpfenden Dorfläden bei den Strukturkosten unter die Arme zu greifen, sagt Walter Holzeisen. Zudem soll die Förderung für jene bereitgestellt werden, die eine Nahversorgung - ein klassisches Gemischtwarengeschäft - neu aufbauen wollen. In Katharinaberg gebe es eine solche Bestrebung, die der dortige BM Karl Josef Rainer seit seinem Amtsantritt stark herbeigesehnt hat. Vielleicht verhilft dieser Förderanreiz auch Vetzan oder anderen kleinen Ortschaften des Tales zu einer Wiedereröffnung eines kleinen Gemischtwarengeschäftes. 49 Fraktionen im Vinschgau wurden im „Nahversorgungsradar“ minutiös beleuchtet, Marktpotenziale erhoben, auch Marktpotenziale des täglichen Bedarfs. In 17 Fraktionen gibt es kein Geschäft. Die Fraktionen sind zu klein dafür oder sie haben kaum Tourismus. Genau der Tourismus ist ein wichtiger Partner für den Handel vor Ort.
Die Zusammenarbeit mit dem Tourismus sei sehr gut, sagt Spechtenhauser. „Man sieht gerade in den Tourismuszentren, dass dort der Kuchen größer ist“, sagt Walter Holzeisen. Durch Gäste kommt mehr Frequenz in die Dörfer und deshalb auch mehr Umsatz. Die Nahversorgung und auch zusätzliche Geschäfte werde so leichter aufrecht erhalten. Mit Vinschgau Marketing ist man noch
02.10.14
Im Grenzgebiet wird der Handel auch durch das Einpendeln, etwa von Schweizer Gästen, belebt. „Da gibt es eine Wechselwirkung“, sagt Holzeisen, „nicht nur unsere Leute fahren in die Schweiz oder nach Nordtirol, sondern von dort kommen auch Leute zum Einkaufen zu uns.“ Einen schmerzlichen Rückgang vor allem beim Speckverkauf hat eine schweizerische Verfügung gebracht: Seit 1. Juli 2014 ist die Bestimmung in Kraft, dass nur noch 1 Kilogramm Speck und Fleisch über die Schweizer Grenze gebracht werden kann. Bisher waren es bis zu 3,5 Kilogramm Speck und bis zu 1 Kilogramm Fleisch. Massive Einbußen seien dadurch im Obervinschgau zu verzeichnen. „Der Speck als Südtiroler und auch als Vinschger Produkt hat Kunden angelockt. Jetzt ist das weniger der Fall“, sagt Spechtenhauser. Seit vier Jahren ist Spechtenhauser Bezirkspräsident der Kaufleute. Bei jeder Gelegenheit rüttelt Spechtenhauser „seine“ Kaufleute auf, auf die Orte zu schauen, sich
zu engagieren. Mit neuen Ortsausschüssen ortet Spechtenhauser durchaus Aufbruchstimmung, in Schlanders etwa. Oder auch in Latsch, wo auch mit dem neuen BM Helmut Fischer wieder Diskussionsmöglichkeiten und Meinungsaustausch zugelassen wird. Oder auch im aufstrebenden Prad. In Mals hingegen fehlt - auch aufgrund der Lagerbildung in Sachen Fußgängerzone - ein funktionierender Kaufleute-Ortsausschuss. Somit ist kein Informationsfluss da. Dass in Mals Bestrebungen für ein Einkaufszentrum in Bahnhofsnähe vorhanden sind, ist in der Schlanderser hds-Zentrale nicht bekannt. Auf der Hut ist man dennoch. Denn Einkaufszentren soll es, geht es nach den Wünschen des Präsidenten und wohl auch des Bezirksausschusses, nicht geben. Man weiß allerdings, dass der Latscher Herilu-Betreiber Heinz Fuchs in Eyrs etwas im Schilde führe. Denn ein größerer Grundankauf sei dort über die Bühne gegangen. „Da kommt sicher keine Kinderspielwiese.“ Man wolle wachsam sein, sagt Spechtenhauser. Spechtenhauser bleibt seinem Credo treu und will im Bezirksausschuss dahingehend sensibilisieren, dass die alteingesessenen Kaufleute in den Ortskernen bleiben sollen. Und nicht den Rufen und den Angeboten in ein mögliches Einkaufszentrum Folge leisten sollen. Eine Filiale in einem Einkaufs-
Foto: Erwin Bernhart
beim Abchecken, in welcher Form eine fruchtbringende Zusammenarbeit zustande kommen könnte. Der Radgenusstag war so ein Versuch. Den wird es, weil die Touristiker keinen Sinn mehr darin sahen, nicht mehr geben. Andere Formen werden angedacht. „Gäste wollen ja auch nicht, dass Dörfer leer sind“, sagt Spechtenhauser.
hds-Bezirkspräsident Dietmar Spechtenhauser und hds Bezirksdirektor Walter Holzeisen
Vinschgerwind 20-14
/Titel/ 7
zentrum bedeutet eine Schwächung des Geschäftes im Ortszentrum, ist sich Spechtenhauser sicher, und man begebe sich dadurch in eine Abhängigkeit. Die Ortszentren sind unser Kapital und die dürfen nicht geschwächt werden. Sonst gebe man, um beim eingangs erwähnten Bild zu bleiben, ein Stück Garten auf. Holzeisen weist auf den größeren Zusammenhang hin: Es stehe ein neues Raumordnungsgesetz an. Landesrat Richard Theiner hat den Termin, bis dahin ein neues Gesetz verabschiedet werden soll, bereits genannt: 2017. Diese Terminbekanntgabe wird sicherlich die Gemeinden und auch den Handel für die nächsten drei Jahre unter Druck setzen. Zudem ist ein neues Handelsgesetz in Ausarbeitung. Die Liberalisierungswelle vom damaligen Premier Mario Monti - den Handel auch im Gewerbegebiet zuzulassen - ist noch nicht ganz verebbt, so folgt eine ähnliche Liberalisierung von Matteo Renzi. Spechtenhauser und Holzeisen hoffen, dass diese Liberalisierung mit dem neuen Landes-Handelsgesetz zumindest zum Großteil abgewendet werden kann. Der Druck wächst. Wie geht man im hds mit Filialen um? Die M-Preis-Kette etwa? Die Ketten, wie MPreis, Aspiag, oder EuroSpin sind alle Mitglieder des hds, sagt Holzeisen. Die Ketten sehen schon die Vorteile beim Verband. Allerdings beteiligen sie sich nicht am lokalen Geschehen, am Dorfleben. „Der hds bleibt bei seiner Linie, bei seinen Grundwerten“, sagt Spechtenhauser, „und das sind vor allem die Familienbetriebe in den Ortszentren, auf die es zu schauen gilt.“ Von den „Großen“ lassen wir uns nicht von diesem Weg abbringen. Das Naturell Spechtenhausers ist Zuversicht. „Vielleicht kann uns die Konkurrenz helfen, enger zusammenzustehen“, sagt er. Unter Konkurrenz meint Spechtenhauser die Einkaufszentren und das Internet. Vielleicht kann man gerade aufgrund dieser Konkurrenz etwas gemeinsam bewegen. Bewusstseinsbildung, sprich die Leute zu bewegen vor Ort einzukaufen, ergebe sich aus dem täglichen Tun, aus dem täglichen Bemühen der Kaufleute vor Ort. Für das Frühjahr plane man eine gemeinsame Aktion im Bezirk. Der Bezirksausschuss sei, ergänzt Holzeisen, offen für neue Ideen. Bewusstsein sei bei den Kunden zu bilden und auch bei den Kaufleuten intern. Zu Weihnachten wird man wieder das Weihnachtslicht vor den Geschäften aufstellen und zu Spenden für einen guten Zweck aufrufen. Das „Weihnachtsgeld“ wird es heuer nicht mehr geben. Soziales Engagement und das Einbringen in die Dörfer von Seiten der Kaufleute sind Spechtenhauser wichtig. Der Garten, von dem Spechtenhauser gesprochen hat, sei zu pflegen und zu hegen.
8 /Wirtschaft/
Vinschgerwind 20-14
02.10.14
Die Alpenfront
Humor und Heiterkeit im christlichen Glauben
Freitag, 3. Oktober 2014 – 20 Uhr in der Bibliothek Naturns: Buchvorstellung „Die Alpenfront – einst und jetzt“ auf den Spuren des Gebirgskrieges 1915-1918 mit Hans- Joachim Löwer & Udo Bernhard, Kulinarisches vom Vinschger Koch Otto Theiner
Vom 2. bis 7. November 2014 finden im Kloster Marienberg besondere Exerzitien mit Pater Philipp Kuschmann statt. Die Exerzitien wollen die christlichen Wurzeln des Humors aufzeigen: Ein Gott, dem wir vertrauen können, der uns trägt. Im Vertrauen auf Gott kann dieser Humor und eine befreiende Heiterkeit wachsen, welche nicht über andere lacht, sondern mit ihnen. Anmeldung bis zum 19. Oktober 2014 und Information: Tel. 0473 843989, info@marienberg.it
Rom-Infos ins Tal Am Stuhl des Ministerpräsidenten wird schon die zweite Woche kräftig gesägt. Der von ihm vorgeschlagene Verfassungsrichter wird von einer anonymen Minderheit einfach nicht gewählt. Die Arbeiten im Parlament stehen still. Der Ministerpräsident muss die Sache aber trotzdem durchstehen, um nicht an Autorität zu verlieren. Er muss das Tempo auch bei den Reformen und beim sog. „Jobs Act“ (Reform des Arbeitsmarktes) wieder anziehen und immer auf demokratischen Wegen - mit einer Abstimmung in der Partei - von außerhalb seine Parlamentarier zu Veränderungen zwingen. Anders wird es nicht gehen. Alle haben Angst vor Veränderung, diese muss aber beim Arbeitsmarkt endlich kommen. Noch nie hat es so viele Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger gegeben. Arbeit zu haben verleiht Menschenwürde. Der Tod der Bärin Daniza hat ein ganzes Land in Aufruhr versetzt, alle haben sich zu Wort gemeldet, man geht für die Bärin auf die Straße, aber gegen die Jugendarbeitlosigkeit bleiben alle weiterhin passiv. Als ich nach der Sommerpause nach Rom kam, habe ich auf meinem 10 minütigen Spaziergang vom Kloster ins Parlament genau 11 Leuten meine BärenVersion erzählen müssen, niemand hat mich aber gefragt, ob wir im Parlament endlich den Knoten auf dem Arbeitsmarkt lösen werden können. Auch die Abstimmung in Schottland war nur ein nebensächliches Thema. Ich als „Highlander“ (Oberländer) hätte natürlich den Schotten eine Abspaltung vom vereinigten Königreich gegönnt. Sie waren aber offensichtlich noch nicht mutig genug und die Mehrzahl der Schotten hatte eben Angst vor Veränderung. Der Traum von einem unabhängigen Schottland wird zwar nicht sterben, wenngleich sich jetzt die neue Generation von schottischen Politikern wieder der sachlichen „Autonomie-Politik“ wird zuwenden müssen, wie wir Südtiroler Abgeordnete.
Milchwirtschaft
In Konkurrenz zu Großkonzernen Bozen/Mals - Wenn der Allgäuer Romuald Schaber durch den Vinschgau fährt, denkt er mit Respekt an die Bauern, die das Tal bewirtschaften. Die kleinen Flächen geben viel Arbeit für wenig Ertrag im Vergleich zu vielen anderen europäischen Feldern.
v.l.: Markus Hafner, LR Arnold Schuler und Romuald Schaber: Eintreten für einen kostendeckenden Milchpreis
von Brigitte Alber
R
omuald Schaber ist der Vorsitzende des EMB – European Milk Board. In dieser Kommission sind Vertreter mehrerer europäischer Staaten vereint. Sie treten für einen kostendeckenden Milchpreis der Milchbauern ein. Ein schwieriger Stand – ein utopisches Ziel in Konkurrenz mit Milchindustrie und Großkonzernen? Begleitet von Markus Hafner hat er mit Landesrat Arnold Schuler über diese Aspekte auf europäischer und regionaler Ebene gesprochen. Sein Vorschlag lautet, Rahmenbedingungen zu schaffen, die kostendeckende Milchpreise für die Kuhbauern zulassen. 70 % der europäischen Milchproduktion sollten ohne Subventionen auskommen. In der Folge kann die Berglandwirtschaft mit höheren Beiträgen unterstützt werden, was alle milchlandwirtschaftlichen Teile Südtirols beträfe. Schaber befürwortet, dass Schuler von Wertschöpfung der Landwirtschaft spricht: nicht einzig die Flächen abzugrasen, sondern den Wert der Landwirtschaft in der Produktherstellung und in der Landschaftspflege erkennen.
Schuler möchte die Kontakte zwischen Gesellschaft und Landwirtschaft verbessern. Für ihn war es interessant, die Position des EMB zu hören, über den aktuellen Stand der Milchwirtschaft in Deutschland und in der EU zu sprechen und über Zukunftsaussichten zu diskutieren. Der Fall der Milchquotenregelung 2015 wird für Südtirol und für die EU eine große Herausforderung. Wie bereits berichtet (Anfrage der Freiheitlichen), sieht er in der Veredelung von 90 % der Südtiroler Milch große Chancen. Trotzdem will er die Milch-, bzw. Viehwirtschaft stützen, für die Landwirtschaft und für die Pflege der Landschaft eintreten und mit dem EU-Abgeordneten Herbert Dorfmann sprechen. Sepp Noggler kennt die Schwierigkeiten in der Milchproduktion, doch die Ergebnisse von Untersuchungen zur Kostendeckung scheinen auch ihn nachdenklich zu machen. Paul Köllensperger tritt für die regionalen Kreisläufe ein und dafür, sich nicht von großen Konzernen dirigieren zu lassen, welche vorläufig den Preis hinunter drücken und ihn letztendlich konkurrenzlos bestimmen werden.
Foto: Brigitte Alber
von Albrecht Plangger
02.10.14
Vinschgerwind 20-14
/Wirtschaft/ 9
Kommentar
Anschlussbruch. Tut das weh? eine Sorge, ein Anschlussbruch ist nicht schmerzhaft – nur ärgerlich. Er kommt eher selten vor und wird meistens durch unvorhersehbare Ereignisse verursacht. Bei der internationalen Haltestelle in Nauders-Mühle scheint er aber programmiert zu sein. Hier müssen alle Vinschgaureisenden umsteigen. Die vielen Gäste, Studenten und Tagesausflügler sitzen zwischen Landeck und Nauders wie auf Nadeln, weil sie nicht wissen, ob sie den Anschluss nach Meran schaffen. Denn dort in Nauders-Mühle kommt es außerordentlich oft zu einem Anschlussbruch, weil der Postbus von den täglich durchgeführten 12 Linienfahrten meistens mit geringer Verspätung eintrifft und der SAD-Bus schon abgefahren ist. Alle, die bereits einmal einen dieser Busse verpasst haben, verfluchen in diesem Moment sämtliche Busgötter und können nicht verstehen, weshalb der Busfahrer der SAD nicht kurz gewartet hat. Es bleibt ihnen aber nichts anderes übrig, als an der abgasschwangeren Reschenbundesstraße bei jeder Witterung mit Kind und Kegel und Wut im Bauch eine Stunde lang
Foto: Andreas Waldner
K
Der Postbus von Landeck hat es diesmal gerade noch geschafft, fahrplanmäßig die Dreiländerhaltestelle zu erreichen. Innerhalb von einer Minute Umsteigezeit müssen Fahrräder, Kinderwagen und Gepäck umgeladen werden. Zusätzlich sind noch beim Fahrer die Fahrkarten zu lösen. Um diesen Schnappschuss zu machen, sprang ich aus dem SAD-Bus und begab mich auf die gegenüberliegende Straßenseite. Fast hätte ich es nicht dertan auf den nächsten Anschluss zu warten. Es wäre laut geltendem Fahrplan leicht möglich, den Postbus in Landeck zur vollen Stunde abfahren zu lassen. Da wären 5 Minuten drinn. Und weitere 5 Minuten wären zu gewinnen, wenn der Bus die DreiländerHaltestelle Nauders-Mühle direkt ansteuern könnte und dann erst über Nauders-Unterdorf das Dorf als Endstation. Im Dezember
ist Fahrplanwechsel. Bis dahin haben die Fahrplanmacher und zuständigen Politiker Zeit, die Umsteigezeit von derzeit sage und schreibe nur einer Minute auf die international empfohlene Länge zu korrigieren. Anschlussbrüche vergraulen nicht nur das Publikum, sondern vor allem auch die Fahrer. Andreas Waldner
5HVLGHQFH Klimahaus A
:LHODQGHU Martin-Teimer-Straße, Schlanders
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10 /Wirtschaft/
Vinschgerwind 20-14
02.10.14
Marienberg
Cultura Raetica wächst zusammen Aus Bauteilen wird ein Wegweiser für die kulturelle Zusammenarbeit. v.l.: Ludwig Fabi und Andreas Tappeiner Foto: Magdalena Dietl Sapelza
Zusammenarbeit Italien/Österreich bereitgestellt. Diese gute Nachricht gaben Dorfmann und Peter Gamper vom Amt für Europäische Integration der Autonomen Provinz Bozen bekannt. Beim Treffen in Marienberg stand die kulturelle Zusammenarbeit im Mittelpunkt. Vorgestellt wurde zum einen die Kulturkarte „Terra Raetica“. Diese zeigt kulturelle Einrichtungen mit Bild und Text. Zum anderen erklärte Moderator Ludwig Fabi den digitalen Kultur-Veranstaltungskalender „culturaraetica.eu“, der derzeit eingerichtet und auf Vordermann gebracht wird. Die Träger der Einrichtungen von Kultur- und Bildungsinitiativen können ihre Veranstaltungen im Oneline-Medium eintragen. Durch eine optimale Verknüpfung aller Initiativen im Dreiländereck kann auch ein ökonomischer Erfolg erzielt werden - mit nachhaltigen Vorteilen für die gesamte Region. Das ist ganz im Sinne der EU-Förderpolitik. Und Fabi meint: „Der INTERREG-Rat und Terra Raetica geben ihr Bestes, um Fördergelder auch in Zukunft zur Gänze für unsere Region abholen zu können.“ (mds)
R
egionen in Süditalien sind nicht imstande EU-Gelder abzuholen, weil es keine Projekte gibt“, sagt der EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann kürzlich beim „Tag der Europäischen Zusammenarbeit“ im Kloster Marienberg. Dieser Tag wird alljährlich europaweit gefeiert, um auf die Erfolge der Kooperationen zwischen europäischen Regionen aufmerksam zu machen und neue Impulse zu setzen. Voraussetzung, dass Fördergelder fließen können, sind schlüssige, nachhaltige Projekte. Im Dreiländereck Vinschgau, Tirol und Graubünden funktioniert
das Ganze. Im Rahmen der 2007 gegründeten grenzüberschreitenden Plattform „Terra Raetica“ wird aus dem Topf des INTERREG IV Programms geschöpft. Terra Raetica investiert im Sinne einer nachhaltigen Regionalentwicklung in die fünf Säulen Natura Raetica, Cultura Raetica, Humana Raetica, Tourismus und Verkehr. Koordinationsstelle im Vinschgau ist das Regionalentwicklungszentrum GWR in Spondinig. Und das Programm kann weitergehen. Für den Zeitraum 2014 bis 2020 hat die Europäische Union 96 Millionen Euro für grenzüberschreitende
Prad
Vinschgau/Red Bull
Top-Schmugglerkaffee
Dreharbeiten am Vinschger Höhenweg
Foto: „Wind“-Archiv
ürzlich fand inLecce in der Region Apulien das 1. Halbfinale der italienischen Meisterschaften im Kaffeerösten statt, für die sogenannte World Coffee Roasting Championship. Josef Gander aus Prad, Inhaber der Kaffeerösterei „Kuntrawant“ belegte bei seiner ersten Teilnahme auf Anhieb den 3. Platz. Dabei mussten die Teilnehmer die Qualität von grünem Kaffee bewerten, ein dazugehöriges Röstprofil entwickeln und einen Kaffee von höchster Röstqualität rösten. Erst seit 2013 röstet der junge Vinschger Unternehmer seinen eigenen Kaffee „Kuntrawant“ im traditionellen Trommelröstverfahren. Früher geschmuggelt heute legal erwerben. „Kuntrawant“ wird bereits in mehreren Verkaufspunkten, wie Pur Südtirol, Cafe am Platzl oder im Hotel Muchele vertrieben.
Foto: „Wind“-Archiv
K
I
m August und September 2014 war ein TV Team des österreichisches Fernsehsenders Servus TV im Vinschgau unterwegs. Servus TV ist ein Medienunternehmen der bekannten Getränkefirma Red Bull und produziert die Wandersendung „Miteinand durchs Land – Wandern mit Herbert Gschwendtner“. Der Moderator Herbert Gschwendtner begegnet auf seiner Wanderung auf dem Vinschger Höhenweg von Reschen nach Juval, nicht nur den bekannten Sehenswürdigkeiten wie dem Turm im See, dem Laaser Marmor oder Schloss Juval. Er entdeckt mit Wanderführer Armin Plagg die kleinen Gehöfte und Dörfer auf der Malser Haide: Plawenn, Alsack, Planeil und genießt die Aussicht auf die Ortlergruppe. Die Wanderung am Höhenweg eröffnet dem Moderator auch Einblicke in
die Vinschger Berglandwirtschaft. Am Sonnenberg wandert er an ausgesetzten Höfen vorbei, darf einen Blick in die Selchkammer werfen und erfährt, wie das Vinschger Paarlbrot gebacken wird. Er trifft einen Apfelbauer im Tal und den Waaler vom Juvaler Hügel. Die Sendung „Miteinand durchs Land – Auf Vinschgau Wegen“ wurde am Freitag, den 26.09.2014 um 18.25 Uhr auf Servus TV ausgestrahlt. Servus TV ist in ganz Europa über Satellit frei zu empfangen. Die Sendung kann über Live – Stream auf http://www.servustv. com/at/Live auch ohne Fernsehgerät verfolgt werden. Die Dreharbeiten wurden von Vinschgau Marketing und der SMG unterstützt und begleitet. Kurt Sagmeister, Direktor von Vinschgau Marketing bestätigt: „Die Pressearbeit, welche wir für die Destination Vinschgau leisten, ermöglicht es uns, mit verhältnismäßig geringen Kosten, Vinschgau -Themen unseren Zielgruppen näherzubringen. Fernsehproduktionen erreichen ein sehr breites Publikum – wir übernehmen dabei die Kosten für die Unterkunft und die Koordination vor Ort. Das ist sehr effiziente Werbung für unser Tal.“
02.10.14
Vinschgerwind 20-14
/Wirtschaft/ 11
Glurns
Palapiir - Fintschgerpiir unt Heini siass
links: Franz Riedl, Manfred Ziernheld und Paul Engl an den Töpfen, oben: es wird serviert; rechts: viel Bewegung am Verkaufsstand Die Palabir ist das, was für Laas die Marille ist. „Palapiir - Fintschgerpiir unt Heini siass“, so beschreibt der Laaser Maler und Schriftsteller Luis Stephan Stecher die süße Frucht. Dieser waren vom 13. bis 21. September die „Glurnser Palabira-Tage“ gewidmet. Der Bildungsausschuss Glurns und die neu gegründete „Arbeitsgruppe Palabir“, beide unter der Leitung von Petra Windegger, hatten ein ansprechendes Programm auf
die Beine gestellt, das zahlreiche Besucherinnen und Besucher anlockte. Eingeleitet wurde die „Palabira Woche“ mit einem Markttag. Interssant war der Vortrag über Glurnser Flurnamen mit der Wanderung nach Söles (der Name leitet sich vom Salzhandel der Stadt ab). Eine musikalische Wanderung beschäftigte sich mit „Morgenerwachen - Krieg und Frieden“. „Süßes von der Palabir“ kochten Interessierte in der
Kindergartenküche. Und Köche ließen sich auf dem Stadtplatz in die Töpfe schauen. Eine Besonderheit bot die Veranstaltung „Palabir & Co Publikumsverkostung von köstlichen Destillaten aus heimischen Gärten“. Interessierte genossen Edelbrände und Liköre und bewerteten sie. Zum Abschluss der „Palabira-Woche“ lud die Musikkapelle Glurns zum Konzert und die Freiwillige Feuerwehr zum „Palabirasunnta“. (mds)
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12 /Leserbriefe/
Vinschgerwind 20-14
Nicht zumutbare Situation Liebe Frau Landesrätin Stocker, bezugnehmend auf die Neuerungen aus Rom, welche unter anderem die Schließung der Geburtshilfe in Schlanders vorsieht, nehme ich wie folgt Stellung: Vielen Dank für Ihren Einsatz als Landesrätin für Gesundheit! Ich verstehe, dass Sie als Karrierefrau kein Verständnis haben können für eine Frau aus einem weit entfernten Seitental, die zur Geburt nach Meran fahren muss. Nicht zu vergessen das starke Verkehrsaufkommen, sprich eine durch Traktoren und
02.10.14
Urlauberverkehr verstopfte Vinschger Staatsstraße und einen Hubschrauber der bei Einbruch der Dunkelheit nicht mehr fliegen darf. Diese nicht zumutbare Situation wirkt sich sicherlich nicht beruhigend auf die Betroffenen aus. Blaas Stefan
Reaktion einiger Bürgermeister Es war wieder einmal bezeichnend für gewisse politische Vertreter, nicht auf die Forderung nach einer Überwachung der
Nachgedacht von Don Mario Pinggera
Das Jahr 2014 war und ist ein spezielles Jahr. In den Feuilletons so mancher Zeitschriften wird es als das Jahr mit den meisten Krisen und Unruhen seit dem 2. Weltkrieg bezeichnet. In der Tat: Die Häufung der Krisen und Kriege ist traurige Realität geworden, auch auf dem europäischen Kontinent. Interessant ist auch, dass ausrechnet im Moment des 100-jährigen Gedenkens an den Ausbruch des unseligen 1. Weltkrieges erneut ganze Regionen von Unruhen erschüttert werden. Millionen Menschen sind auf der Flucht in ein neues und besseres Leben. Die furchtbaren Mörder der ISIS treiben ihr böses Spiel im Namen Gottes im Nahen Osten. Dabei ist das nicht neu: Die ISIS Mörder sind nicht weniger grausam als beispielsweise die SS in der Nazizeit oder das immense Morden in der Diktatur Stalins. Jüngst hatte ich die Gelegenheit, die Kriegsmahnmale auf Kreta zu besichtigen. Tausende von Toten gab es bei der Schlacht um Kreta. Aus „Rache“ löschte die deutsche Wehrmacht ein ganzes Dorf aus. Nicht besser sah es in Nordgriechenland aus. Die Italiener und die Deutschen wüteten mit barbarischer Grausamkeit. Deswegen sollten wir es als ein großes Geschenk erachten, heute in Frieden leben zu dürfen. Einen Frieden, den die europäische Einigung nach 1945 maßgeblich ermöglicht hat! Großformatige Politiker (die heute leider kaum mehr auszumachen sind, da die meisten nur daran denken, auch das nächste Mal gewählt zu werden) haben sich damals an dieses kühne Projekt einer Europäischen Gemeinschaft herangewagt. Niemand wusste, ob es gelingt. Aber jeder wusste, dass es keine vergleichbar gute Alternative für die Zukunft gibt. Alle, die sich heute über die Europäische Union beschweren (bei allen Veränderungen, die diese Institution dringend nötig hat!), sollen sich bitte vor Augen führen, wie es vor 70 Jahren aussah und wie weit wir heute sind. Dem muss Sorge getragen werden. Dass sich weit über 20 Länder verschiedenster Sprachen zu einer Union verbinden, ist in der Geschichte einmalig! Das gibt es heute auf keinem anderen Kontinent. Dass so etwas aber überhaupt möglich ist, dazu braucht es die Fähigkeit, sich gegenseitig zu akzeptieren, zu verstehen und gegebenenfalls auch zu unterstützen. Diese drei Fähigkeiten können auch im Kleinen eingeübt werden: Im Land Südtirol, in der Dorfgemeinschaft und in der Familie. Was im Kleinen funktioniert, das geht in der Regel auch im ganz Großen.
Verwendung von Pestiziden einzugehen, sondern die beleidigte Leberwurst zu spielen. Die Strategie, die Ergebnisse der Untersuchungen einfach anzuzweifeln, zeigt doch, dass die Befürchtungen aus der Bevölkerung nicht ernst genommen werden. Selten solch billige Ablenkung gelesen. Vielleicht hilft ja mal ein Blick auf die von Greenpeace vor vier Jahren veröffentlichte Schwarze Liste der Pestizide mit genauesten Analysen und Bewertungen dieser Stoffe. Um dann vielleicht doch sogar selbst Initiative zu ergreifen, und die Bevölkerung (teils vor sich selbst) zu schützen. Ansonsten fällt mir nur dieser Spruch von Kurt Tucholski ein, wo dieser so treffend über den Vorteil von Klugheit sinniert... Torsten Anders / Schluderns
Volksabstimmung Mals: Ein JA zur Gesundheit! Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz gratuliert der Malser Initiative zum Ausgang des Referendums, in dem sich 70% der Bevölkerung an der Volksabstimmung beteiligt und davon 75% für das Pestizid-Verbot ausgesprochen haben. Das ist ein eindeutiges Ja zu einer gesunden und nachhaltigen Lebensweise. Die Gemeinde Mals hat nun die einmalige Chance, sich mit pestizidfreien Agrarprodukten auf dem Markt wie auch im Tourismus neu zu positionieren und dem enormen Konkurrenz- und Preisdruck innerhalb der konventionellen Landwirtschaft auszuweichen. Die Sensibilität der Konsumenten und Feriengäste für eine spritzmittelfreie Umgebung, unbelastete Böden und gesunde Nahrungsmittel steigt zunehmend. In diesem Sinne hoffen wir, dass das Ergebnis dieses Volksentscheids auch von den Südtiroler Bauern nicht als restriktives Verbot, sondern als profitable und zukunftsweisende Kehrtwende gesehen werden kann. Klauspeter Dissinger, Vorsitzender des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz
Mals sagt Ja! Ein denkwürdiger Augenblick für ganz Südtirol. Die Malserinnen
und Malser haben sich zu 75% für eine pestizidfreie Zukunft ihrer Gemeinde ausgesprochen. Die Bürgerinnen und Bürger von Mals haben damit deutlich gesagt, was ihnen für ihre Gesundheit, ihre Kinder, ihre Landschaft, ihre Böden und ihre Luft wichtig ist. Ein historischer Moment für Südtirol und Anlass für einen Neubeginn in der Landwirtschaft. Danke den PromotorInnen, danke der Malser Bevölkerung für ihr reifes Demokratieverständis, das durch die hohe Wahlbeteiligung bezeugt wird. Wir wünschen uns, dass das Zeichen, das in Mals gesetzt wurde, zu einer Neuorientierung der gesamten Südtiroler Bevölkerung führen wird - und wir hoffen auf einen produktiven Dialogprozess innerhalb der Gemeinde Mals, um das Ergebnis der Abstimmung umzusetzen. Möge Mals uns auch darin Vorbild sein! Brigitte Foppa, Giorgio Zanvettor, Hans Heiss, Riccardo Dello Sbarba Verdi Grüne Verc
Staat annulliert Volksbefragung in Mals! Man kann zum Thema Pestizide stehen wie man will. Und unabhängig von der wohl sehr klaren Abstimmung der Malser Bürger gibt es hierbei auch eine politische Dimension. Ich schicke voraus: - Die Gemeinde holt sich beim Staat ein Gutachten ein - Der Staat sagt Njet - Die Gemeinde ignoriert das von ihr selbst eingeholte Gutachten - Die Gemeinde-Sekretärin verlässt daraufhin die Kommission - Die Gemeinde zieht die Volksbefragung trotzdem durch - Der Staat annulliert die Volksbefragung Außer Spesen nix gewesen? Jetzt gilt es zu klären, wer für diese Spesen gerade steht, immerhin sind hier öffentliche Gelder aus der Malser Gemeindekasse in den Sand gesetzt worden. Eines ist jetzt schon klar. Die Verantwortlichen in der Gemeindeverwaltung von Mals werden um ein politisches „Mea Culpa“ wohl nicht mehr herumkommen! Stecher Peppi, Gemeinderat, Freie Wähler, Mals
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it
Auf die Frage - „Warum wollen sie den Gipfel erreichen?“ - soll ein berühmter Bergsteiger - „Weil er da ist“ - geantwortet haben.
Zum Ortler-Gipfel. Schneeameisen gibt es keine, also müssen es Menschen (Bergsteiger) sein, die den Gipfel erreichen wollen.
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/Impressionen/ 13
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Vinschgerwind 20-14
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Vortrag Schlaganfall Archäologische Wanderung zum Ganglegg
Martell
Zeitgemäße Telefonleitung
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Foto: „Wind“-Archiv
er Gast setzt in der heutigen Zeit voraus, dass er ohne Probleme mit dem Computer bzw. mit dem Telefon kommunizieren kann. „In Hintermartell können wir unseren Gästen diesen Service leider nicht gewähren“, macht Alexander Mair, HGVObmann Martell, auf diesen Missstand aufmerksam. Auch wenn dieses Thema bereits des Öfteren bei den Politikern und den Verantwortlichen der Telecom deponiert worden ist, hat sich bislang nichts getan. Bei schlechtem Wetter und anderen widrigen Verhältnissen ist sämtliche Telekommunikation nach Hintermartell tagelang unterbrochen. Auch der Anschluss an das ADSLNetz ist noch nicht erfolgt. Grund für die prekäre Versorgung mit leistungsfähigen Telefonleitungen ist die Tatsache, dass diese seit vielen Jahren teilweise nur provisorisch an der Oberfläche verlaufen und zudem noch in einem desolaten Zustand sind. Ein weiteres Problem ist die zaghafte Verlegung des Glasfaserkabelnetzes im Martelltal. „Wir Touristiker können nicht mehr länger zusehen, wie unser Tal hinsichtlich der Versorgung mit schnellem Internet und zeitgemäßen Telefonleitungen vergessen wird. Deshalb fordern wir die Verantwortlichen in der Politik und bei der Telecom auf, den Missstand dringend zu beheben“, schreibt HGV-Ortsobmann Mair abschließend in einer Presseaussendung.
Das Ganglegg oberhalb von Schluderns hat seinen Namen von einem Viehpferch (Gangl), der am nordseitigen Hügelfuß liegt. Auf dem Hügel (Egg) befand sich einst die urgeschichtliche und spätantike Siedlung. Treffpunkt am 18.10.2014: 14 Uhr Vintschger Museum Schluderns; Dauer: 4 Stunden (inkl. Führung durch die archäologische Ausstellung); Referent: Günther Kaufmann, Konservator am Südtiroler Archäologiemuseum. Anmeldung erforderlich bis 16.10.2014 im Südtiroler Archäologiemuseum oder unter Tel.: +39 0471 32 01 12. Entfällt bei Regenwetter.
Klettersteig der Extraklasse Die Naturnser haben seit kurzem einen Klettersteig der Extraklasse: Der Klettersteig „Hoachwool“, am Eingang des Schnalstales und vis a vis von Reinhold Messners Schloss Juval, ist der erste zertifizierte Klettersteig Italiens.
Stolz auf gemeinsam geleistete Arbeit, v.l.: Förster Laurin Mayer, Forst-Sektionsleiter Reinhold Kuppelwieser, Amtsdirektor Peter Klotz, TV-Direktor Ewald Brunner, Bergführer und Initiator Ludwig Gorfer, TV-Präsident Stefan Perathoner, Referent Helmut Müller, BM Andreas Heidegger, die Generalsekretärin der BZG Burggrafenamt Petra Weiss und Bezirksreferent Thomas Holzner
von Erwin Bernhart
S
tefan Perathoner, der Präsident des Tourismusvereines Naturns, ist mit Gästen bereits den Klettersteig gegangen. Alle waren begeistert: Vom Erlebnis am Klettersteig selbst, von den ungewohnten Blicken auf die Weinreben am Juvaler Hügel vom Unterortlhof, vom Blick auf Reinhold Messners Schloss Juval, von der Geschichte des Kandlwaales. Erleichtert beim Ausstieg beim Höflhof und dann bei gemütlicher Rückfahrt mit der Unterstellbahn. Perathoners Erzählung bei der Einweihung des Klettersteiges vor einer Woche beim Unterortlhof auf Juval ließ bei den Zuhörern Lust auf Klettersteig aufkommen. Viel Prominenz war zu dieser von Dekan Rudolf Hilpold vorgenommenen Segnung gekommen: Weil sich der Klettersteig, teilweise entlang des Schnalswaales - er-
richtet um 1833, im „Dreigemeindeneck“ befindet und eine touristische Bereicherung darstellt, sind neben dem Naturnser BM Andreas Heidegger auch BM Gustav Tappeiner und BM Karl Josef Rainer erschienen. Dazu illustre Naturnser Bürger, AltLH Luis Durnwalder und ExBM Walter Weiss etwa. Die Initiative wurde von allen Seiten gelobt und gewürdigt, stellt sie doch ein weiteres Puzzleteil im Naturnser Tourismus dar. Entstanden ist die Idee zu einem Klettersteig am felsigen Hang vor Jahren von den Bergführern Kuno Kaserer und Ludwig Gorfer. Mittlerweile hat man mit den Grundbesitzern vom Ladurnhof, vom Höflhof und mit Reinhold Messner ein Einvernehmen erzielen können und auch mit der Trassenführung ist man einer Steinschlagrinne nahe dem Burgstallknott ausgewichen. Mit der Einbettung in die Burggräfler Themenwege,
Foto: Erwin Bernhart
„Schlaganfall - nur eine Alterskrankheit?“ Fachvortrag mit Dr. Michael Lorrain (Neurologe), mit anschließender Diskussion, am Mittwoch, 15.10.2014, 20.00 Uhr, in der Bibliothek Rabland
mit Hilfe des Forstinspektorates Meran mit Amtsdirektor Peter Klotz als ausführende Behörde, mit Finanzierungen von der Gemeinde Naturns und der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt ist nun der Traum Wirklichkeit geworden. „Der Klettersteig kann nicht erzählt, er muss erlebt werden“, sagte dann auch Ludwig Gorfer. Das Konzept, sagte Gorfer, sei am Fels gewachsen und ist gemeinsam mit Klaus Tumler und Jasmin Gamper umgesetzt worden. Mit 1400 Metern Seillänge und einer Höhendifferenz von 630 Metern, einer Seilbrücke zum Einstieg, die 32 Meter über den Schnalsbach führt, ist der Klettersteig „Hoachwool“ für jeden zugänglich, aber anspruchsvoll. Deshalb sind vor der Begehung Informationen einzuholen und die Sicherheitshinweise zu beachten. Es gibt dazu eine eigene Broschüre, die im Tourismusverein Naturns erhältlich ist.
02.10.14
Vinschgerwind 20-14
/Lokales/ 15
Schlanders
Bürgerheim wird feierlich eingeweiht M
Die Präsidentin des Bürgerheimes, Monika Wellenzohn (rechts) spricht vor zahlreichen Festgästen, darunter Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft (links)
Fotos: Magdalena Dietl Sapelza
it dem Umbau des Bürgerheimes St. Nikolaus von der Flühe in Schlanders haben sich die politisch Verantwortlichen in der Gemeinde und in der Landesverwaltung klar zu einer modernen Altenbetreuung bekannt und dieser große Wertschätzung gezollt. Das sagte die Präsidentin des Heimes, Monika Wellenzohn, bei der feierlichen Einweihungsfeier am 25. September. Diese begann im Außenhof mit einer Messfeier, zelebriert von Dekan Josef Mair, und umrahmt vom Kirchenchor Schlanders. Den musikalischen Part für den weltlichen Teil des Festes übernahm eine Abordnung der Bürgerkapelle Schlanders. Wellenzohn dankte allen, die mit großem persönlichen Einsatz und mit fachmännischer Kompetenz zum guten Gelingen der Struktur beigetragen haben. Die Zusammenarbeit mit den Architekten
Evi Gutweniger und Gilbert Dejori, mit den Verantwortlichen in der Gemeinde, mit den am Bau beteiligten Unternehmen und anderen sei angenehm und konstruktiv gewesen. „Wir sind immer auf offene Ohren gestoßen und in unseren Anliegen ernst genommen worden“, so Wellenzohn. Bei den Ausschreibungen waren vorwiegend einheimische Betriebe zum Zuge gekommen. Ihren Dank richtete Wellenzohn auch an die Heim-
pr-info Circolo culturale Val Venosta
Foto: Leonardo Pellissetti
Vom Marmor zur Kunst Das Leben von Alberto Dell’Antone wurde von Marmor bestimmt. Seine Familie kam aus der Provinz Belluno in den Vinschgau, weil sein Vater Fabiano, Absolvent der Bergbau-Schule, technischer Leiter in der Lasa Marmo wurde. Auch Alberto arbeitet bei der Lasa Marmo und hat die Kunst entdeckt, nachdem er ein kleines Herz aus Marmor gesehen hatte. Seit 1997 fertigt er als Autodidakt Juwelen aus Marmor. Später kam ihm die Idee, auch Kunstmöbel in Fiberglas herzustellen. Dieses Material kannte er bereits und zwar durch sein Hobby, den Flugzeugmodellbau. Alberto stellt Kunstgegenstände ohne finanziellem Interesse her. Er verkauft seine Werke nicht und beschreitet eigene Wege. Er ist ein Dilettant, im ursprünglich positiven Sinne, so dass er Kunstobjekte aus eigenem Vergnügen schafft. Er begreift die Kunst als „etwas, welches dich dein ganzes Leben lang begleitet und dich nie verlässt.“ Die Liebe zur Kunst hat ihn in der Tat jung gehalten und er erscheint in Aussehen und Mentalität eindeutig jünger, als es seine 41 Jahre erkennen lassen würden. (lp)
bewohner, an deren Angehörige, an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Heim, an die freiwilligen Helferinnen und Helfer, die regelmäßig wöchentlich zu Besuch sind. Große Wertschätzung zollte Wellenzohn den Verantwortlichen im Martinsheim von Mals. Dort hatten die Heimbewohner aus Schlanders in der Umbauphase gelebt. Die vorgegebene Bauzeit konnte eingehalten werden. Im Juni 2010 begannen die Arbeiten, und
kurz vor Weihnachten 2013 zogen die alten Menschen wieder im Bürgerheim ein. In modern ausgesatteten Wohneinheiten und Zimmern, darunter viele Einzelzimmer, stehen 88 Betten bereit. Die Struktur kostete 12.710.000 Euro. Der Hauptanteil kam aus dem Landestopf. Rund 7.000.000 berappte die Gemeinde Schlanders. Das abschließende Buffet servierten die Mädchen der Fachschule für Hauswirtschaft Kortsch. (mds)
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Vinschgerwind 20-14
Prad
Stöpsel sammeln Im April 2014 läuft eine Plastikstöpsel-Sammelaktion, um dem 31-jährigen Wachkoma-Patienten Michal aus der Slowakei die Therapie in der Privatklinik „Adeli Medical Center, Piestany“ zu ermöglichen. Der Patient hatte einen Stromschlag erlitten. Für ein Kilogramm Stöpsel (Plastikverschlüsse von Tetrapack, Getränke- und Putzmittelflaschen usw) gibt es 0,25 Euro. Deshalb braucht es eine ganze Menge davon. 2,8 Tonnen wurden bisher gesammelt. Rund 250 Kilogramm davon kamen aus Südtirol. Michal konnte mit dem ersten Therapieblock beginnen und er macht Fortschritte. Maria Helene Ortler aus Prad kümmert sich um die Aktion im Vinschgau und bittet um Mithilfe. (mds) Infos - auch zu den Sammelstellen: 3497339756 https://www.faceboock.com/ stoepsel.sammeln.michal
02.10.14
§ Der Prader Rattenschwanz Aus dem Gerichtssaal
Im „Vinschgerwind“ vom 02.12.2010 haben wir unter dem Titel „Die Prader Sackgasse“ von einem Schildbürgerstreichs berichtet, den sich die Gemeinde Prad geleistet hat. Sie hat in den 80-iger Jahren die Wohnbauzone „Reitäcker“ im Bauleitplan ausgewiesen und dort auch die Erschließungsstraße eingetragen. Im Laufe der Jahre erlaubte die Gemeinde jedoch die Verbauung auch der als Zufahrt ausgewiesenen Trasse, sodass diese am Ende nur mehr auf dem Papier bestand. Das freie Baugrundstück der Geschwister Gluderer war dadurch vom öffentlichen Wegenetz abgeschnitten. Als der Käufer des Baulandes um die Baugenehmigung ansuchte, bedeutete ihm der Bürgermeister, er müsse sich selbst um einen Zugang zum öffentlichen Weg kümmern. Die Nachbarn dachten natürlich nicht daran,
freiwillig ihre Einwilligung dafür her zu geben. Die Folge war ein über vierjähriger Rechtsstreit auf Bestellung einer Zwangsservitut, der nun vom Landesgericht Bozen entschieden wurde: durch den Hofraum der an das Baugrundstück angrenzenden Nachbarn wurde ein Notwegerecht begründet, zwar gegen Bezahlung einer Entschädigung, die jedoch weitgehend durch die Kosten aufgezehrt wird, zu deren Erstattung sie verurteilt wurden und die zu den eigenen noch dazukommen. Diese gerichtliche Auseinandersetzung wäre vermeidbar gewesen, wenn die Gemeinde Prad sich selbst beim Wort genommen, für die Erschließung der Wohnbauzone Sorge getragen und die einschlägigen Ermahnungen des Landeshauptmannes Durnwalder nicht in den Wind geschlagen hätte.
In unserer Überheblichkeit neigen wir nicht ungern dazu, solche Fehlleistungen der öffentlichen Verwalter als Besonderheit der südlichen Hälfte des Stiefels anzusehen. Doch täten wir besser daran zu hinterfragen, wie es zu solchen Pannen kommen konnte und wer dafür verantwortlich ist. Eine Fragestunde zu diesem Thema im Prader Gemeinderat scheint mir überfällig. Denn nach dem Urteil des Landesgerichts sind weitere gerichtliche Auseinandersetzungen geradezu vorprogrammiert, und diesmal gegen die Gemeinde, welche durch Vernachlässigung ihrer Erschließungspflicht das ganze Schlamassel und den Rattenschwanz an Prozessen zu verantworten hat! Peter Tappeiner, Rechtsanwalt
Mals
Flohmarkt bewegt
Foto: Ludwig Fabi
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Viel Ware und viel selbstloses Engagement einiger Frauen und Männer des Ortes stecken hinter der Abhaltung des Flohmarktes
E
s hat sich herumgesprochen, dass in Mals immer kurz nach Schulbeginn ein ganz besonderer Flohmarkt für Kinderbekleidung abgehalten wird. Das Interesse von Seiten der Anbieter und der Käufer steigt von Jahr zu Jahr. Heuer konnte man wiederum im Malser Kulturhaus gebrauchte Kinderbekleidung, Kinderschuhe, Kinderwagenausstattung, Spielsachen und Kinderbücher zu fairen Preisen erwerben. Der organisatorische
Aufwand die abgegebenen Artikel zu etikettieren, auszustellen und abzurechnen sowie die Qualität des Sortiments hoch zu halten, ist dementsprechend hoch. Das große Interesse ist aber die Bestätigung einer Gruppe engagierter Frauen in Zusammenarbeit mit dem VKE–Mals diese logistische Herausforderung auf sich zu nehmen und für „Gebrauchtmarkt-Leben“ in der Marktgemeinde Mals zu sorgen. (lu)
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„...wia der fa di Dornenvögel“ Der Tag des rüstigen und humorvollen Seniorchefs Hubert Lechner auf dem „Wallnöfhof“ am Lichtenberger Berg beginnt kurz nach fünf Uhr mit der Stallarbeit. Trotz seiner 84 Jahre packt er tatkräftig an. Er scheut keine Arbeit und ist gerne Bauer. Doch eigentlich hätte er Pfarrer werden sollen. von Magdalena Dietl Sapelza
Foto: Magdalena Dietl Sapelza
V
om Vinzentinum kommend erreichte Hubert am Palmsonntag 1946 mit seinem Studienkollegen Hans Kuntner den Widum in Lichtenberg. Dort warteten sie auf den Pfarrer, um ihn zum Hochamt zu begleiten. Die Osterferien hatten begonnen und Hubert freute sich auf seine Eltern und Geschwister, die er nach dem Hochamt wiedersehen würde. Seit Weihnachten war er nicht mehr daheim gewesen. Die Tür öffnete sich und Hans wurde in den Widum gebeten. Mit versteinerter Miene kehrte er zu Hubert zurück und erklärte ihm, dass sein Bruder Georg gefallen war und heute der Sterbegottesdienst zelebriert werde. Die Todesnachricht war kurz zuvor eingetroffen. Für Hubert war es, als ziehe man ihm den Boden unter den Füßen weg. Erinnerungen an den Tod seines Bruders Kassian wurden wach, der im Alter von zehn Jahren an einem Blinddarmdurchbruch gestorben war. Nun war auch der Hoferbe tot. Versteinert vor Schmerz brachte der Vater nach der Messe kein Wort heraus. Die Mutter und die Schwestern Hanna und Maria nahmen Hubert weinend in die Arme. Er wusste, dass er nun den „Wallnöfhof“ übernehmen musste. „Stott Pforrer bin i norr Bauer gwortn“, sagt er. Hubert liebte die „Baurschaft“ und vor allem die Tiere von klein auf. Als Bub hütete er verlässlich seine „Kalblan“. Zu Fuß war er wieselflink. Regelmäßig trug er Körbe mit Eiern zur Tante nach Taufers, die diese dann in der Schweiz gewinnbringend verkaufte. In seinen ersten drei Schuljahren erlebte Hubert den faschistischen
Hubert Lechner, geb 1930, „Wallnöfhof“ Lichtenberger Berg: „Kirchn geh i olla Sunnta, aa dass i drnoch a Glasl trinken gean konn.“ Geist in der nahen Bergschule. Die Lehrerin sprach nur Italienisch. Erst im vierten Jahr wurde Deutsch unterrichtet. Die Mutter wünschte sich einen Geistlichen in der Familie, und Hubert hatte nichts dagegen, studieren zu gehen. Pfarrer zu sein empfand er als Auszeichnung. „I honn olm gmoant, a Pforrer konn in Himml inni fliachn“ , erklärt er. Er schrieb sich für das Schuljahr 1943/44 im Vinzentinum ein. Auf der Fahrt dorthin in Begleitung des Pfarrers sah er beim Zwischenstopp in Bozen erstmals
eine Stadt. Hubert staunte über die vielen Menschen und fragte, ob da Markt sei. Beim Anblick der Schaufensterpuppen in den Auslagen wollte er wissen, ob die Damen den ganzen Tag da drinnen stehen müssten. Der Pfarrer schmunzelte. Vom Krieg spürte er erst 1945 etwas, und zwar als der Unterricht im Vinzentinum ausfiel. Das Haus war zum Lazarett umfunktioniert worden. Im April erhielt Hubert die Einberufung zur Kriegsausbildung in Annaberg. Doch seinen Einsatz im „letztem Aufgebot“ verhin-
derte das Kriegsende im Mai. Im Herbst setzte Hubert sein Studium im Vinzentinum fort. Es gefiel ihm recht gut. Erst nachdem er später die Geschicke auf dem Hof in die Hände genommen hatte, wurde ihm klar, dass ihm das Zölibat wohl doch nicht zugesagt hätte. „I war eppr oaner gwortn, wia der fa di Dornenvögel“, lacht er. Der Film-Mehrteiler aus dem Jahre 1983 rund um die romantische Beziehung eines Pfarrers hatte ihn berührt. Sein Glück fand Hubert mit Anna Bernhart aus Schlinig, die er 1957 heiratete. Sie war ihm Stütze und schenkte ihm vier Kinder. Die zwei Erstgeborenen waren Söhne. „Iaz bin i versorgt, di Nochfolger sein do, honn i selm gsogg“, betont er. Die Arbeit auf dem Hof und auf den steilen Feldern ging nie aus. „Miar hoobm gearn gorbatat, obr eigatla viel zviel gschuntn“, sagt er. Jahrelang litt Hubert an Magengeschwüren. Er ließ sich operieren. „Norr bin i af oanmol gsunt gwesn“, sagt er. Eine schwere Zeit brach an, als Anna zu Weihnachten 1999 an Krebs erkrankte. Im April 2000 starb sie. Und Hubert vermisst sie sehr. „Miar hoobms olm guat mitnond kopp“, meint er. Den Hof übernahm nicht einer der Söhne, sondern die Tochter Annelies mit ihrem Mann Christian. Hubert steht ihnen tatkräftig zur Seite. Er ist körperlich fit, versorgt die Tiere und fährt gerne zu den Versteigerungen. Das Miteinander funktioniert. „Oft weart aa hort diskutiert“, erklärt er. „Pan Nochfiatrn torf i miar jo nit drwischn lossn.“ Alt und Jung finden immer wieder zusammen und schätzen sich gegenseitig. Die Enkelin Anna meint. „Miar warn heint olle nit do, wenn dr Neina Pforrer gwortn war.“
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Vinschgerwind 20-14
Bodenständig, verlässlich und leutselig
Rund 80.000 Sterbebilder aus ganz Tirol umfasst eine für alle zugängliche Internetseite, von Frau Christine Schwemberger aus Lienz betrieben: www.sterbebilder.schwemberger.at
Schlanders
„Palabirnhaus“ wird vorgestellt
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Foto: Magdalena Dietl Sapelza
ur Vorstellung des Projektes „Palabirnhaus“, das gegenüber der Feuerwehrhalle im Zentrum von Schlanders am so genannten „Palabirnanger“ entsteht, waren kürzlich zahlreiche Interessierte aus nah und fern gekommen. Die Gastgeber von Pohl Immobilien/Latsch begrüßten die Besucher mit erlesenen Tropfen und servierten ihnen „Palabirnbrot.“ Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten sämtliche Pläne und Modelle anschaulich zur Ansicht bereitgestellt. Der Schlanderser Architekt Stephan Marx und der Bauleiter Stephan Niederfriniger von Pohl Immobilien erklärten die Details des geplanten Gebäudekomplexes und beantworteten die Fragen der Besucher. Das Gebäude im Klimahaus A-Standard in zentraler Lage fügt sich harmonisch in das Dorfensemble ein. Es bietet Platz für zirka 15
Stephan Marx und Stephan Niederfriniger erklären den Besuchern Pläne und Modelle neue Einheiten. Neben Wohnungen unterschiedlicher Größen entstehen Büros und Geschäftsräume. Hochwertige Bauweise und sorgfältige Bauausführung sind garantiert. (mds)
Insgesamt 25 Jahre leitete Luis Durnwalder die politischen Geschicke des Landes und des Sports in Südtirol. Dafür sprach ihm der Vorstand des Verbandes der Sportvereine Südtirols (VSS) in einer auserwählten Runde seinen Dank aus. „Luis Durnwalder war als Landeshauptmann immer bodenständig, pragmatisch, leutselig und war für die Vertreter des Südtiroler Sports stets ein verlässlicher Ansprechpartner“, sagt VSS-Obmann Günther Andergassen in seiner Dankesrede, „wenn heute Südtirol im Breitensport Weltspitze und im Leistungssport weltmeisterlich dasteht, so hat der Alt-LH ein maßgebliches Verdienst daran.“
FahrRad!Tag in Naturns Naturns - Die Europäische Mobilitätswoche und der Autofreie Tag 2014 in Südtirol fanden vom 16. bis 22. September statt: Die Woche im Zeichen der umweltfreundlichen Mobilität. Auch Naturns setzte am FahrRad!Tag auf sanfte Mobilität, an diesem Tag war das Dorfzentrum von 13.30 bis 19.00 Uhr für Autos gesperrt.
Auch in diesem Jahr wurde die Hauptstraße von den Kindern in eine Mal- und Spielwiese umgewandelt.
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ie Mobilitätswoche soll Anreize bieten, das Auto stehen zu lassen und Wege mit dem Fahrrad, den öffentlichen Verkehrsmitteln oder den eigenen Füßen zurückzulegen. „Dieses Projekt zielt auf eine bessere Lebensqualität in unseren Städten und Dörfern. Denn nach wie vor ist es so, dass jede zweite Strecke, die mit dem Auto gefahren wird, kürzer als 5 Kilometer ist“, meint BM Andreas Heidegger. Lärm, Abgase und Beanspruchung von öffentlichem Raum für Parkplätze und Straßen sind in den allermeisten Städten und Dörfern eine Belastung für Gesundheit und Lebensqualität. Wer sich verkehrsberuhigte oder autofreie Ortschaften ansieht, weiß, welche Vitalität und Aufenthaltsqualität dort herrschen. Im Zuge der Mobilitätswoche und des autofreien Tages wurden auf der ganzen
Welt Aktionen für sanfte Mobilität gestartet. Weit über 2000 Gemeinden in Europa beteiligten sich daran, allein in Südtirol haben sich in diesem Jahr 40 Gemeinden im Rahmen des autofreien Tages engagiert. Die Marktgemeinde Naturns beteiligte sich auch in diesem Jahr wieder an der Europäischen Mobilitätswoche und dem autofreien Tag und veranstaltete den FahrRad!Tag 2014. Aus diesem Grund war am Sonntag, 21. September, von 13.30 bis 19.00 Uhr das Dorfzentrum autofrei. „Wir wollen natürlich nicht das Autofahren verbieten, sondern mit dieser Veranstaltung sensibilisieren, dass es vielleicht manchmal auch anders gehen würde“, erklären die zuständigen Gemeindereferenten Zeno Christanell und Valentin Stocker. Dank der Unterstützung zahlreicher Vereine konnte ein attraktives ein attraktives
Programm für die ganze Familie geboten werden: Mobilitätsquiz, Radwerkstatt, Infostände, Torwandschießen, Fahrradparcours, Schnitzeljagd, Flohmarkt und vieles mehr. Die Gemeinde nahm auch an der grenzüberschreitenden Aktion „Blühende Straßen“ teil. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt: Mit bunten Kreiden wurden graue Asphaltflächen in Orte der Begegnung verwandelt. Die Europäische Mobilitätswoche ist in Südtirol eine Initiative der Landesmobilitätsagentur und des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz, unterstützt von der Landesumweltagentur und durchgeführt in Zusammenarbeit mit dem Ökoinstitut Südtirol/Alto Adige und dem Projekt NaMoBu. Unterstützt wurde der FahrRad!Tag in Naturns auch vom Radfachgeschäft Zischg und der Raiffeisenkasse Naturns.
Foto: „Wind“-Archiv
Sterbebilder
02.10.14
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Graun/Oberland
Fünfzehn Jahre Stauseeschifffahrt D
links: Fahrgastschiff MS “Hubertus Interregio 2000 “; rechts: Der Kauf der „Huberus“ wurde am 11.07.2000 im Brauhaus der Benediktinerabtei in Tegernsee besiegelt. Mit von der Partie waren damals Albrecht Plangger, Elmar Bochet (fehlt im Bild), Kapitän Artur Winkler und Hotelier Hansi Klöckner
Fotos: Andreas Waldner
ie Reschensee-Schifffahrt feierte am Wochenende (20.09.) ihr 15-jähriges Bestehen. Zu den Höhepunkten gehörten mehrere Sonderfahrten mit Livemusik unter dem Motto: eine Rundfahrt genießen, Freunde treffen, plaudern, staunen und sich verwöhnen lassen. Getränke und leichte Verpflegung waren an Bord, ebenso war viel Interessantes zur Chronik des Ausflugschiffes MS “Hubertus“ zu erfahren. Die Schönheit der Oberländer Gegend in der Abendstimmung konnte von der Seeseite aus bewundert werden. In seinen Grußworten zum Jubiläum bedankte sich Artur Winkler, verantwortlicher Kapitän der MS “Hubertus“, beim Altbürgermeister und Parlamentarier
Albrecht Plangger, beim Bürgermeister Heinrich Noggler und beim Gemeindereferenten Thomas Santer für ihren außergewöhnlichen Einsatz für die “Hubertus“. Dieses zusätzliche touristische Angebot habe sich bereits mehrfach bezahlt gemacht und zähle im Oberland und weit darüber hinaus zu den
Highlights in den Veranstaltungskalendern. Franz Prieth, Gemeindereferent für Öffentlichkeitsarbeit, nannte die Stausee-Schifffahrt eine „hervorragende Botschafterin“ fürs Oberland. Großes Lob zollte Winkler den Gemeindearbeitern, die das Fahrgastschiff mit viel Einsatz in Schuss halten.
„Mit Genugtuung kann ich auf zig Rundfahrten mit vielen begeisterten und zufriedenen Gästen zurückblicken“, resümiert Winkler und „ich wünsche mir, dass die Reschensee-Schifffahrt weiterhin so geschätzt und angenommen wird und freue mich bereits auf die nächste Saison“. (aw)
Foto: Christine und Frizzey Greif
Tisenes/Taufers
Flower-Dinner - für Geburtsklinik in Nepal
N
epal, eines der ärmsten Länder der Welt in Sachen medizinischer Versorgung, ist das Ziel des Hilfs-Projektes, das von Helmut und Helga Spiess aus Taufers i. M., Mitglieder des Vereins Südtiroler Ärzte für die Welt, persönlich betreut wird. Am Sonntag, 14. September, organisierten sie ein Abendessen im Restaurant „Zum Löwen“ in Tisens, dessen Reinerlös dank großzügiger Sponsoren an die Geburtenklinik in Dhulikel geht.
Blumen in bunter Schönheit und kreativ arrangiert, Life-Musik von der Gruppe Westbound und ein Menü der Sterneköchin Anna Matscher mit Team genossen die BesucherInnen an diesem Abend. Interessante Menschen begegneten sich und fanden Zeit, über Nepal zu reden, angeregt von dem Foto Bericht von Helmut Spiess. „Wir denken, es war eine wertvolle Solidaritätsbekundung nach außen, für Menschen
Leserbrief
Kennst du deine Heimat? In Bezug auf die Meldung in Südtirol1 von der Eröffnung des Schnalstaler-Gletschers einige Richtigstellungen: Herr Pichler Rolle behauptet, dass der Schnals-taler Gletscher, das einzige Südtiroler Gletscherskigebiet sei, ist falsch! Das Stilfserjoch ist das erste Gletscherskigebiet in der Welt, es wurde dort schon in den 20er Jahren im Sommer Ski gefahren. Das Stilfserjoch ist das
mit Abstand höchste Skigebiet Südtirols - 3.400 m. Das Stilfserjoch hat eine 7 bis 8 mal so große Gletscherfläche zum Sommerskilauf zur Verfügung wie das Schnalstal… ecc… Ich bin verwundert, dass Herr Pichler Rolle als ehemaliger SVP Obmann und Landtagsabgeordneter, Südtirol nicht besser kenn...! Tschenett Karlheinz, Stilfserjoch
die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen“, schreiben Helga und Helmut Spiess in ihrem elektronischen Dankbrief an alle Teilnehmer/innen. Im vorigen November habe ich das Krankenhaus in Dhulikel besucht, in dem die Geburtsklinik nun erweitert werden kann. Ich war berührt von den kleinen Babys, die traditionell in der Sonne eingeölt und massiert werden und beeindruckt von dem sanitären Standard, der in
Helmut und Helga Spiess dieser Klinik in den letzten Jahren aufgebaut wurde. Brigitte Alber Südtiroler Sparkasse IBAN: IT35E0604511600 000005003779 BIC: CRBZIT2B090 Betreff: Geburtsklinik Dhulikhel Nepal (bis 30. November 2014)
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Vinschgerwind 20-14
02.10.14
Vinschgau/Japan
Japan - Kindergarten - Pädagogik über Grenzen D
Vinschgerwind: Japan – wohin genau führte Sie die Reise? Marianne Bauer: Die Reise führte uns nach Fukuoka, Präfektur Kyushu. Von dieser 1,5 Millionenstadt aus erlebten wir Japan mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten, den Burgen, Tempelanlagen, Porzellanmanufakturen und den zauberhaft gestalteten Gärten. Begleitet wurden wir von Professorin Miho Funakoshi. Hat der Kindergarten in Japan Tradition? Im Jahre 1876 wurde in Tokio der erste staatliche Kindergarten nach dem Vorbild der FröbelKindergärten in Deutschland errichtet. Die erste Erzieherin war die Deutsche Klara Matsunos. Sie war in Deutschland Schülerin von Friedrich Fröbel. 10 Jahre später gründeten Missionare die ersten christlichen Kindergärten. Öffentliche Kindertageseinrichtungen gibt es erst seit dem Jahr 1919. Wie sind die Kindergärten in Japan organisiert? Auch in Japan ist die Kindergartenlandschaft sehr bunt. Das, was wir gesehen haben ist nur ein
Die Vinschgerinnen in Japan Marianne Bauer (2.von rechts), Waltraud Tinzl (2.von links),Gerda Paulmichl(1.von links vorne)
Foto: „Wind“-Archiv
ie Kontakte über Grenzen sind etwas Spezielles für den Kindergartensprengel Schlanders. Seit vielen Jahren pflegt Direktorin Marianne Bauer mit ihren Mitarbeiterinnen den Austausch zu Fachakademien in Deutschland und Österreich, insbesondere zur Fachakademie Hartberg in der Steiermark, und zu den Fachakademien Eichstätt und Mühldorf in Bayern. Vor zwei Jahren gab es im Kindergartensprengel Schlanders ein Treffen zwischen der Schulleiterin der Fachakademie Mühldorf Marianne Glück und einer japanischen Abordnung, bei der die Direktorinnen nach Japan eingeladen wurden. Heuer im April reisten sie, sowie die Vizedirektorin, eine Projektbegleiterin und die Sekretärin des Sprengels 10 Tage nach Japan. Von den Reiseerfahrungen berichtet Frau Direktor Marianne Bauer im Interview mit dem Vinschgerwind.
kleiner Ausschnitt dieser Vielfalt. Wir waren in zwei Kindergärten und in zwei Kindertageseinrichtungen. Es gibt private und staatliche Vorschuleinrichtungen. Wie sind die Räumlichkeiten gestaltet? Die Einfachheit in den Einrichtungen, das Mobiliar (vorwiegend aus Holz), der fließende Übergang der Räume von drinnen nach draußen, hat uns sehr gut gefallen. In jeder Einrichtung fanden wir Terrarien, Aquarien u. ä. mit Schildkröten, Fischen, die uns die Kinder mit Stolz und Freude zeigten. Das Raumangebot ist sehr großzügig und einladend gestaltet. In jeder Gruppe gibt es ein Klavier, es ist der „unverzichtbare Miterzieher im japanischen Kindergarten“. Wie lernen japanische Kinder im Kindergarten? Die pädagogischen Angebote finden in altershomogenen Gruppen statt. Tägliche Angebote sind das Singen, das Geschichten Erzählen - insbesondere durch das Kamishibai (japanisches Papiertheater) und die Rhythmik. Wir staunten über die feinmotorische Geschicklichkeit der Kinder. Schon Dreijährige falten mit Geschick und in für uns nicht nachvollziehbarer Geschwindigkeit aus Zeitungspapier verschiedenste Dinge (Flugzeuge, Schmetterlinge, Nelken, Samuraigürtel, . . .) Bewegen sich die Kinder im Freien?
Wir sahen großzügig angelegte Außenspielbereiche. Die Kinder konnten jederzeit in den Garten gehen, im weitläufigen Gelände frei spielen, mit Sand und Wasser „matschen“, auf kleine Hügel klettern, Rad-, bzw. Einrad fahren oder im Gemüsebeet arbeiten. Aufgefallen ist uns, dass die Kinder durchwegs barfuß waren und dass es im Außenspielbereich kaum Geräte gibt. Welche Ausbildung absolvieren die pädagogischen Fachkräfte in Japan? Vorschullehrerinnen und Vorschullehrer sowie Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer absolvieren ein vierjähriges Studium an einer Pädagogischen Fakultät und schließen mit dem sogenannten Speziallehrerdiplom (Magister) ab. Die zuständige Behörde für Kindergarten und Schule ist das Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie. Für die Kindertageseinrichtungen ist das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Wohlfahrt zuständig. Konnten Sie den Südtiroler Kindergarten vorstellen? Ja. An der Fukuoka University of Education hatten wir die Möglichkeit, den japanischen Studentinnen und Studenten das Bildungswesen in Südtirol vorzustellen und Einblicke in unsere Bildungsarbeit zu geben. Wenn wir an asiatische Kindererziehung denken, fällt uns die
in den Medien gezeigte (Über-) Förderung ein, die Kinder bereits vor der Geburt erfahren sollen. Haben Sie dies auch beobachtet? In den Einrichtungen, in denen wir hospitiert haben, haben wir das Gegenteil wahrgenommen. Das Freispiel nimmt einen großen Teil des Tagesablaufes ein und die gezielten Angebote waren auf die Interessen und Bedürfnisse der Kinder abgestimmt. Und wir haben einen sehr achtsamen Umgang wahrgenommen. Was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben? Die Freundlichkeit und Achtsamkeit der pädagogischen Fachkräfte, ihre positve Arbeitshaltung, die Gärten, die Teezeremonien und der Aufenthalt an der Fukuoka University of Education. Ein Erlebnis der besonderen Art war der Empfang durch den Präsidenten dieser Universität Herrn Professor Shinichi Terao, sowie die Einführung in die traditionsreiche japanische Kalligraphie und IkebanaKunst. Es war eine wunderschöne Reise, mit unvergesslichen Begegnungen, nachhaltigen Erlebnissen und Erfahrungen, die erneut erkennen ließen, dass Kinder mit ihren Bedürfnissen überall gleich sind, ob hier oder dort, sofern man sie „Kind-sein“ lässt: voller Spiel- und Entdeckerfreude, neugierig, spontan, und wissbegierig. Interview: Brigitte Alber
02.10.14
Vinschgerwind 20-14
/Gesellschaft/ 21 Stellungnahme
Storchn Musi im Bayrischen Fernsehen
SVP-Politik bedroht Zukunft der Bezirkskrankenhäuser
Die „Storchn Musi“ spielt in Tramin vor den Kameras des Bayrischen Fernsehens auf: v. l. Viktoria Gögele, Michaela Schölzhorn, Hannes Ortler, Michael Reissner und Gernot Niederfriniger
D
ie „Storchn Musi“ aus dem Vinschgau war Mitte September eine von vielen Südtiroler Musikgruppen, die in Tramin vor den Kameras des Bayrischen Fernsehens aufspielten. Produziert wurde die Sendung „Musikantentreffen in Südtirol“ der Reihe „Unter unserem Himmel“. Musikalischer
Leiter war Leonhard Schwarz. Die Sendung wird am Sonntag, den 5. Oktober von 19.45 bis 21.15 Uhr ausgestrahlt. Die Gründung der „Storchn Musi“ hat der Eyrser Volksmusik-Virtuose Gernot Niederfriniger angeregt. Und er konnte Musikerinnen und Musiker finden, die bereit waren, mit-
Modeschau powered by Boutique Magic...
T
oller Auftritt der Boutique Magic am 19. September – großartige Modenschau, super Models, Bombenstimmung, tolle Outfits – alles zusammen in der Disco Fix in Laas. Die neuesten Herbst- und Winterkollektionen der Boutique Magic präsentierten die Models mit Musik von DJ Markus, Make up und Hairstyling gab’s von Salon Sandra in Laas. Mit der neuen Mode gibt’s auch Neues in der Boutique Magic in Schlanders: Anstatt der Herrenmode dürfen sich Kundinnen ab sofort über eine große Auswahl an Schuhen zu top Preisen freuen.
zuspielen. 2012 bestritt die Gruppe ihren ersten Auftritt. Die „Storchn Musi“ ist benannt nach dem legendären Laatscher Ziehharmonika-Spieler und Pferdehändler Alois Federspiel, vulgo „Storchn Lois“ (1905 bis 1970). Der vielseitige Musiker spielte jahrzehntelang allein oder in der Gruppe zu den unterschiedlichsten Anlässen im Vinschgau auf. Niederfriniger hatte die musikalische Hinterlassenschaft Federspiels über Jahre hinweg erfasst und transkribiert. 2010 erschien im Auftrag des Südtiroler Volksmusikkreises eine Broschüre mit Federspiels Musikstücken. Biografische Informationen zum „Storchn Lois“ hatte der Laatscher Historiker Andreas Paulmichl geliefert. Die „Storchn Musi“ war bereits im April in der ORF Sendung „Mei liabste Weis“ in Naturns mit dabei. (mds)
Alle Fotos: dsmfoto.it
Foto: Wind Archiv
Vinschgau/Tramin
D
er Landtagsabgeordnete der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, erhebt gegen die Führung der SVP den Vorwurf, kein Konzept für die Zukunft der Bezirkskrankenhäuser zu haben und damit deren Existenz zu gefährden. Anstatt sich gegen die römischen Vorgaben zur Schließung der Geburtsabteilungen mit allen Mitteln zur
Wehr zu setzen, hat die SVP im Landtag einen Beschlussantrag der SÜD-TIROLER FREIHEIT zur Aufrechterhaltung der Geburtshilfeabteilungen niedergestimmt. Die SÜD-TIROLER FREIHEIT hat im Landtag ein Konzept vorgelegt, wie man die Bezirkskrankenhäuser im Rahmen der Europaregion Tirol auch für Patienten aus Nord- und Ost-Tirol öffnen könnte, um somit deren Zukunft zu sichern. Die SVP denkt jedoch gar nicht daran, dieses Konzept weiter zu verfolgen, sondern ergibt sich in treuer Gehorsamkeit den Vorgaben des italienischen Staates und gefährdet damit die Zukunft der Bezirkskrankenhäuser. Es ist inakzeptabel, dass Rom darüber entscheidet, ob in Süd-Tirol Geburtshilfeabteilungen geschlossen werden! Die bedingungslose Verbleibbei-Italien-Politik der SVP hat inzwischen dazu geführt, dass Süd-Tirol mit der verbliebenen „Restautonomie“ nicht einmal mehr über die eigenen Krankenhäuser entscheiden kann. L.-Abg. Sven Knoll SÜD-TIROLER FREIHEIT
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Vinschgerwind 20-14
02.10.14
Arbeitsgemeinschaft „Lebendige Tracht“
Tracht des Jahres 2014 Vorbildliches Schnalstal: Wiederbelebung der „kurzbäurischen“ Tracht in Katharinaberg
W
vor allem der Zeitgeschmack und das Gefallen an der jeweiligen Fasson und Mode. Während in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Männertrachten im Ötztal und etwas später auch im unteren Vinschgau abgelegt wurden und verschwanden, konnte sich das Schnalstal seine Tracht erhalten. Nicht zuletzt deshalb, weil sich die Schnalser an die Mode, bzw. an das „stärkere“ Trachtengebiet des Burggrafenamtes angepasst haben. Denn in
besondere Rolle ein, denn drei große Trachtengebiete - der untere Vinschgau, das Burggrafenamt und das Ötztal - treffen hier aufeinander. Besonders erkennbar wird dies an der Männertracht, die neben charakteristischen und eigenständigen Elementen, wie der kurzen Schnalser Lederhose, auch Elemente dieser benachbarten Gebiete erkennen lässt. In den Fachkreisen der Volkskunde und des Trachtenwesens werden historische Trachtengebiete meist gemäß den Grenzen und Verwaltungseinheiten der ehemaligen Landgerichte und Pfarreien eingeteilt und bestenfalls belegt. Doch gerade wo sich Stadt und Land begegnen und dort, wo solch starke Trachtengebiete aufeinandertreffen, wie es im Schnalstal der Fall ist, waren die Übergänge oft fließend. Denn es spielen sehr viele Faktoren mit, warum einzelne Trachtenelemente aus einem benachbarten Gebiet übernommen werden, verändert oder auch wieder ausgetauscht werden. Neben durchaus praktischen Gründen waren es
dieser Zeit flossen jene Elemente aus dem Burggrafenamt in die Schnalser Männertracht mit ein, welche wir bis heute festmachen können: Die breiten, roten Aufschläge am Lodenhemat und der kleine Gupfhut. Katharinaberg am Eingang des Schnalstals - und somit in direkter Nachbarschaft zur Burggräfler Tracht rund um Naturns hat diese Anpassung früher vollzogen, weshalb in Katharinaberg bereits für die kurzen Lederhosen diese Kombination dokumentiert ist, während sich in Unser Frau die Burggräfler Elemente erst beim „Langbäurischen“ endgültig durchsetzen konnten. Die „Juppe“, wie sie in Katharinaberg genannt und getragen wird, ist also eine eigenständige und historisch gewachsene Mischform. Sie ist in Form und Schnitt ein Vinschger „Hemat“ mit Burggräfler Aufschlägen und bunten Stickereien am Ärmel, wie sie in ähnlicher Form im Ötztal zu finden sind. Diese einfachen, aber aufwendig gearbeiteten Stickereien finden sich auch am
Halsausschnitt des Leibls und in etwas einfacherer Form - auch bei der Lederhose wieder. Bei der Neueinkleidung der Musikanten war es den Verantwortlichen wichtig, diese wertvollen und typischen Stickereien beizubehalten. Da diese ausschließlich in Handarbeit gemacht werden können und als Auftragsarbeit nahezu unbezahlbar wären, haben Musikantinnen, so wie zahlreiche Frauen und Mütter der Musikanten, die aufwändigen Stickereien selbst ausgeführt und die unzähligen Knopflöcher genäht. Auch die Srümpfe wurden in Heimarbeit und in überliefer-
Fotos: „Wind“-Archiv
ährend die Tracht in vielen Tiroler Gemeinden ausschließlich von Vereinen getragen wird, ist in Schnals noch eine gewisse Lebendigkeit in der bäuerlichen Festtagstracht vorhanden. Das heißt, sie wird auch von Privatpersonen zu kirchlichen und weltlichen Festtagen angezogen und teilweise in den Familien weitervererbt. Die Musikkapelle Katharinaberg, welche seit ihrer Gründung das ortstypische und
samkeiten unterscheidet sich die Tracht der Katharinaberger in einzelnen Elementen von jener in Unser Frau. Nicht weil sie anders aussehen und sich dadurch abheben wollen, wie es leider all zu oft zwischen den Vereinen in unseren Gemeinden der Fall ist, sondern deshalb, weil die Schnalser Tracht eine vielfältige und gut dokumentierte Entwicklung hinter sich hat. Das Schnalstal nimmt nämlich als Trachtenlandschaft eine ganz
gewachsene „Langbäurische“ trägt, hat den kulturellen Wert ihrer Ortstracht erkannt und hat nun auch die „kurzbäurische“ Form ihrer Tracht wiederbelebt. Nachdem vor wenigen Jahren die Musikkapelle im Schnalser Hauptort Unser Frau mit gutem Beispiel vorangegangen ist, hat sich die kleine, aber tatkräftige Musikkapelle Katharinaberg herangemacht, mit großem persönlichen Einsatz und finanziellem Aufwand, die sogenannten „Kurzen“ wiederzubeleben. Besonders Franziska Gurschler und Petra Kneissl zeichnen sich für das Gelingen dieses Projekts verantwortlich und haben eine äußerst wertvolle Dokumentation über die Tracht in Katharinaberg zusammengetragen. Zahlreiche Belege und Originalstücke und nicht zuletzt die Fotografien aus den 1950-er und 60-er Jahren, als die „Kurzen“ in Katharinaberg noch bei kirchlichen Ehrendiensten getragen wurden, konnten deshalb als verlässliche Vorlagen verwendet werden. Trotz der vielen Gemein-
ten Mustern gestrickt. Den Katharinabergern ist somit etwas Großartiges gelungen, denn sie haben die zahlreichen historischen Muster und Farbkombinationen ihrer Stickereien gesammelt und das handwerkliche Wissen und die entsprechenden Fähigkeiten gesichert. Mit der Wiederbelebung des „Kurzbäurischen“ durch die Musikkapelle Katharinaberg ist die Trachtenlandschaft Schnalstal nun runder und vervollständigt worden. Die „lang- und kurzbäurische“ Tracht der Männer gibt, gemeinsam mit der „bäurischen“ Tüchltracht und der erneuerten Burggräfler- und Schnalser Miedertracht der Frauen, ein umfassendes und lebendiges Zeugnis über die örtliche Trachtenentwicklung ab. In ihrer einzigartigen Machart und Ausdruckskraft sind die verschiedenen Formen der Schnalser Tracht ein weiterer Ausdruck dafür, dass die Jöcher und Täler unserer Heimat weniger Grenzen, sondern viel mehr Übergänge sind. Andreas Leiter Reber
Kastelbell/ Tschars
TarscH
LatscH
Martell
Goldrain
Schlanders
/Bildungszug/ 23
Kortsch
Laas
Vinschgerwind 20-14
Stilfs
Prad
Schluderns
Glurns
Mals
Bildungsausschüsse Vinschgau
Graun
02.10.14
Bildungsausschuss Mals
Hoangart
G’sungen, g’spielt und tonzt in Freita, 3. Oktober 2014 ab 20 Uhr im Gosthaus Lomm in Lootsch Do., 02.10.2014, 19:30 Uhr Thema: „Dem Wild auf der Spur“ Freiheit in der Jagd; Autorenlesung und Musik Autor: Duregger Josef, Jagdhornbläser Matsch Ort: Matsch, Hotel Glieshof Information: Eintritt 5 E, Anmeldung und Karten erhältlich im Informationsbüro Mals So., 05.10.2014, 14:30 Uhr Thema: „Hennaschtund“ Gedichte und Erzählungen in Mundart Autor: ARGE Mundart, Heimatpflegeverein Mals Ort: Mals, Kulturhaus Information: Keine Anmeldung notwendig, kein Eintritt - freiwillige Spende für einen guten Zweck Fr., 10.10.2014, 20:00 Uhr Thema: „Denn zu fragen ist nach den stillen Dingen“. Lyrischer Abend, mit Harfenbegleitung Autor: Vera Vieider, Kathrin Mayr, Gernot Niederfriniger Ort: Burgeis, Fürstenburg Information: Eintritt 5 E - Anmeldung und Karten erhältlich im Informationsbüro Mals
Olle SängerInnen, MusikontInnen und TänzerInnen sein willkommen! Die Volkstonzgruppe Mols, die Musikschual Oberer Vinschgau und dr Volksmusikkreis Vinschgau loden herzlich in. Der Bildungsausschuss Mols unterstüzt den Obend Info: Gernot Niederfriniger +39 335 56 28 004
Bildungsausschuss Schlanders
Der leise Ruf der Wüste die Libysche Wüste der SAHARA Faszination und Herausforderung Im Frühjahr 2013 verbrachte Edeltraud Kaserer Kiebacher 15 Tage in der libyschen Wüste der Sahara unter freiem Himmel, davon 7 Tage im
Schweigen. Es ist eine besondere Möglichkeit sich von der einmaligen Atmosphäre tief berühren zu lassen und den Spuren der Wüstenväter und –mütter des 4. und 5. Jh. nachzuspüren. „Das Innere schweigt und die Sterne beginnen zu sprechen“
Am Montag, 6. Oktober 2014 um 20 Uhr in der Bibliothek Schlandersburg in Schlanders Referentin: Edeltraud Kaserer Kiebacher
Die Bibliothek bereitet zum Thema einen Büchertisch vor.
Bezirksservice Vinschgau/Ludwig Fabi
Bahnhof Spondinig 1 39026 Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 Fax +39 0473 618116 bezirksservice.vinschgau@gwr.it www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf
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Burgeis/Stilfserjoch
Die Fürstenburger an vorderster Front ereits seit mehreren Jahren erkunden die ersten Klassen der Fachschule für Landund Forstwirtschaft Fürstenburg im Rahmen ihres Geschichteunterrichts die Frontstellungen aus dem 1. Weltkrieg am Stilfser Joch. Aus anfangs noch recht vorsichtigen Erkundungsgängen, die immer wieder Anreiz boten, Neues zu entdecken und weit auseinandergelegene Frontabschnitte zu begehen, haben sich nunmehr für die SchülerInnen anspruchsvolle Touren entwickelt. Mittlerweile konnten so auch Frontabschnitte, die über 3.000 Meter über dem Meer liegen, in das Tourenprogramm aufgenommen werden. An zwei aufeinanderfolgenden Tagen Mitte September diesen Jahres stieß eine Gruppe über den Monte Scorluzzo (3095 m), der im Krieg als „Blut- und Eisenberg“ traurige Berühmtheit erlangte, zu den Ruinen des Soldatendörfleins am Filone del Mot vor, um dann über „Le Rese di Scorluzzo“ wieder auf die ehemalige Ferdinandshöhe zurückzukehren, während ein zweiter Trupp die Geisterspitze (3467 m) und schließlich auch noch die Naglerspitze und die Punta del Naso, beide über 3200 m, bezwang. Auch die schweizerisch-österreichisch-italienische Grenzzone wurde inspiziert: Über den Piz
Schüler der Fürstenburg am Frontverlauf des 1. Weltkrieges am Stilfserjoch
Foto: „Wind“-Archiv
B
Umbrail (3033 m), der einen exzellenten Überblick über den gesamten Frontverlauf des Rayon I der Ortlerfront erlaubte, erkundete eine Gruppe über zerklüftete Felsgrate hinweg die Stellungen der schweizerischen und italienischen Truppen bis zur Punta di Rims (2946 m) und weiter bis zur Geschützbatterie an der Bocchetta di Forcola, hinter der eine Reservegruppe in der verlassenen Kaserne die Stellung hielt. Um den Schüler/innen einen umfassenden Einblick in die schwierigen Verhältnisse der damaligen Zeit zu vermitteln, wurde neben dem Frontverlauf auch die Historie, die sich mit dem Bau der Stilfser-Joch-Straße, dem Sperrfort in Gomagoi und dem Kriegerfriedhof in Spondinig befasst, vermittelt. Es hat sich gezeigt, dass dieser Geschichte-Unterricht an den unmittelbaren Schauplätzen bei den SchülerInnen bleibende Eindrücke hinterlässt. Anlässlich der Entstehung der Südfront ab dem 23. Mai 1915, planen die verantwortlichen Lehrkräfte Punter Karl und Paulmichl Andreas im nächsten Schuljahr ein umfangreiches fächerübergreifendes Schulprojekt, mit dem die jährlichen Exkursionen einen Höhepunkt und gleichzeitig gebührenden Abschluss finden sollten.
Naturns
„Junge Naturnser wollen anpacken“ ittlerweile ist das Beschäftigungsprojekt „JuNwa“ (Junge Naturnser wollen anpacken) fester Bestandteil des Sommerangebotes für Jugendliche in Naturns. In diesem Jahr hat das Jugendzentrum JuZe Naturns unter der Projektleitung von Gufler Evi erstmals die Trägerschaft übernommen. Interessierte Jugendliche der Jahrgänge 1998 bis 2002 konnten sich für die Mithilfe in verschiedenen sozialen und öffentlichen Einrichtungen melden. Dass junge Naturnser anpacken wollen, zeigte bereits der riesengroße Andrang bei Beginn der Anmeldungen. Innerhalb einer halben Stunde waren die vorgesehenen 30 Plätze für das Beschäftigungsprojekt vergeben. Insgesamt hatten sich über 40 Jugendliche eingeschrieben. So wurde beschlossen, es allen Interessierten zu ermöglichen, in die verschiedenen Betriebe hineinzuschnuppern. Mit einer größeren Anzahl von Teilnehmern mussten auch die angebotenen Stunden aufgestockt werden und so konnten in diesem Jahr 730 Stunden vergeben werden. Jugendreferentin Barbara Pratzner sorgte dafür, dass neben den zusätzlichen Stunden auch genügend Gut-
wieder Stunden zur Verfügung stellen und scheine gesammelt werden konnten, die die der finanziellen Unterstützung durch den Jugendlichen als Anerkennung für ihre freiSozialsprengel Naturns, das Jugendparlawillige Tätigkeit nach Abschluss des Proment und den Bildungsausschuss Naturns jektes bei einer kleinen Feier im JuZe-Garten möglich. (ria) erhielten. Neben den fleißigen Jugendlichen fanden sich auch viele Vertreter der am Projekt teilgenommenen Dass junge Naturnser anpacken wollen, zeigte bereits Betriebe ein, um die Sommer- der riesengroße Andrang bei Beginn der Anmeldungen aktion gemeinsam bei Speis & Trank ausklingen zu lassen. „Das JuZe hat dieses Projekt unterstützt,“ so JuZe-Präsident Zeno Christanell in seiner kleinen Ansprache, „weil es für Jugendliche eine einmalige Chance bietet, in der Berufswelt ohne Druck erste Erfahrungen zu sammeln. Diese können genutzt werden, Klarheit über die eigenen beruflichen Interessen und Ausbildungen zu erlangen.“ Dass dieses Projekt bereits zum vierten Mal erfolgreich durchgeführt werden konnte, ist nur aufgrund der guten Zusammenarbeit der Kooperationspartner, der Betriebe, die immer Foto: Maria Gerstgrasser
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Burgeis
Miet-Kuh wird „Moosprodlerin“ eim diesjährigen Almabtrieb in Burgeis hatten die beiden Kollegen Reinhard Fabi und Eduard Felderer, genannt Edl, allen Grund zum Feiern. Denn ihre „Alpkuh“ kehrte gekränzt und geschmückt als „Moosprodlerin“ von der Oberdörfer Alm ins Dorf zurück. Im vergangenen Frühjahr hatten Fabi und Felderer bei einem gemütlichen Plausch beschlossen, sich nach einer „Alpkuh“ umzuschauen. Ein Bozner und Vater eines ehemaligen Sportschülers, den Fabi betreut hatte, war ihnen dabei behilflich. Die Kuh wurde auf die Alm ins Zerzertal gebracht und fühlte sich dort sofort wohl. Nach dem ersten Melkvorgang war zur Überraschung von Senner und Hirten klar, dass die angemietete Kuh außergewöhnlich viel Milch gab. Die Milchleistung blieb den ganzen Sommer über konstant. Die Ausbeute an Butter und Käse kann sich se-
Foto: Wind Archiv
B
Edl Felderer und Reinhard Fabi mit ihrer gekranzten Mietkuh hen lassen. Das Ganze hat sich mehr als gelohnt. Beim traditionellen Almabtrieb-Fest vor der „Bar Gerda“ erhielten Kuh und deren Mieter von den zahlreichen Schaulustigen kräftigen Applaus. Anschließend wurde auf den „Alp-Erfolg“ kräftig angestoßen. (mds)
Schlanders
Yoga, Skype und Allgäu-Krimis
Foto: Martin Trafojer
Volker Klüpfel und Michael Kobr inmitten von Fans in Schlanders
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rimileser kennen Michael Kobr und Volker Klüpfel als die Schöpfer des kultig-bodenständigen Hauptkommissars Kluftinger, der mit moderner Technik und trendigen Lebensweisen auf Kriegsfuß steht und im Allgäu rund um Altusried, der Heimat des Autorenduos, Verbrechen aufklärt. Bei ihrem ersten Auftritt in Südtirol überhaupt bewiesen die beiden neben ihrem schriftstellerischen Können auch handfestes kabarettistisches Talent. In ihrer
unterhaltsamen Kluftinger-Show im Kulturhaus Karl Schönherr in Schlanders erfreuten sie die vielen Besucher mit ironischen Lokalbezügen, mit gekonnt in Szene gesetzten Ausschnitten aus ihren heiteren Kriminalromanen und witzigen Video- und Showeinlagen. Nach dem 2 ½-stündigen Power-Auftritt signierten die beiden sympathischenBestsellerautoren ihre Bücher, gaben bereitwillig Autogramme und ließen sich mit ihren Fans ablichten. (mt)
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JuZe Freiraum Schlanders Ö Sa. 04.10.14 ab 15.00 Uhr Parkourworkshop mit FlyingArt Anmeldung & Info Im JuZe Ö Fr. 10.10.14 um 18.15 Uhr Trommelnworkshop; Kosten 20€ (4 Termine) Anmeldung & Info Im JuZe Jugendzentrum JuMa Mals Ö Mi. 07.10.14 ab 16 Uhr Girlsnachmittag Film&Popcorn Jugendtreff Burgeis Ö Sa. 11.10.14 ab 18.30 Uhr Gemeinsames Kochen Jugendtreff Revoluzer Taufers Ö Fr .10.10.14 ab 18.30 Uhr Törggelen Ö Di. 07.10.14 ab 16.30 Uhr Herbst im Jugendtreff Jugendtreff Phönix Schluderns Ö So. 12.10.14 ab 10.00 Uhr Schludernser Graffiti Feschlt Ö Mi. 15.10.14 ab 15.00 Uhr T-Shirt bemalen, T-Shirt mitbringen Citytreff Glurns Ö Fr. 10.10.14 ab 19.00 Uhr Schools opening Party Jugendtreff Reschen Ö Sa. 04.10.14 ab 19.00 Uhr Fingerfood – selbst gemacht, Kosten ca. 2 € „Juze“ St. Valentin Ö Sa. 04.10.14 ab 19.00 Uhr Wir machen Toast! Kosten ca. 1,50€ Jugendtreff La:Ma Laas Ö Sa. 11.10.14 ab 19.00 Uhr Grillen im Treff Verpflegung selber mit bringen Jugendhaus „All In“ Tschars Ö Fr. 03.10.14 ab 15.00 Uhr Tag der OjA – Snack im Fußballplatz Ö Fr. 10.10.14 ab 17.00 Uhr Kinonachmittag Jugendtreff „All In“ Kastelbell Ö Mi. 08.10.14 Offener Treff Jugendtreff „Time Out“ Schnals Ö Sa. 04.10.14 Kinofahrt nach Bozen (Anmeldungen bei Magdalena) Ö So. 05.10.14 Offener Treff Ö Sa. 11.10.14 – Airsofttag in Sterzing (Anmeldungen bei Magdalena) Jugendcafé „Chillout“ Latsch Ö Fr. 10.10.14 ab 19.00 Uhr „Tischlein deck di“ Wir kochen mexikanisch Ö Mi. 15.10.14 ab 15.00 Uhr Bilderwerkstatt Wir malen auf Leinwänden Jugendclub „Taifun“ Martell Ö Sa. 04.10.14 ab 9.00 Uhr Einkaufsbummel in Bozen; Info & Anmeldung im Taifun und bei Myri Jugendtreff Eyrs Ö Di. 14.10.14 ab 17.00 Uhr Girlsnachmittag mit Film Für alle Mittelschüler/innen Jugendtreff Tschengls Ö Do. 09.10.14 ab 17.00 Uhr Keschtn brotn Chillhouse Stilfs Ö Fr. 10.10.14 ab 17.00 Uhr Fußball und Action im Haus der Dorfgemeinschaft Hallenturnschuhe sind Pflicht! JuZe Naturns Ö Fr. 03.10.14 ab 17.00 Uhr Tag der OJA – Einweihung der neuen Räume – Die Türen sind für ALLE offen Ö Mi. 08.10.14 15.00 bis 17.00 Uhr U16 – Sockengolfturnier Ö Sa. 10.10.14 ab 19.30 Uhr Livekonzert „Mutilation Station“ – Line Up: Extinctionist (D) – Devour the Fetus (F) – Congenital Anomalies (CZ) – Meat Devourer (I) – Inhuman Perception (A) Kosmo Plaus Ö Mi. 08.10.14 ab 15.00 Uhr Tischtennisturnier Ö Mo. 13.10.14 ab 15.00 Uhr Spielenachmittag
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Ende Juli wurde in Schluderns eine Jugendgruppe von der Gemeindereferentin für Jugend, Romina Eberhöfer, ins Leben gerufen. Die Jugendgruppe bestehend aus bisher fünf Mitgliedern, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Projekte rund um die Jugend zu organisieren und durchzuführen. Ziel soll es unter anderem sein, die Jugendlichen in den Dorfalltag mit einzubeziehen. Aus dieser Überlegung heraus startet das erste gemeinsame Projekt, in dem die Jugendlichen das Dorfbild mitgestalten können. Dabei werden die
Jugendlichen die neue Bahnunterführung mit Graffitis besprayen. Begleitet werden sie von zwei professionellen Graffiti Künstler. Im Rahmen des Graffitisparyens wird auch ein Fest für Jung und Alt abgehalten. Neben Speis und Trank wird beim Kinderschminken auch für die Kleinsten etwas geboten. Wir freuen uns auf Euer Kommen.
Jugendtreff Reschen & „Juze“ Hoad
Jugendtreffs im Oberland
wieder geöffnet!
Jetzt ist es endlich wieder soweit: der Jugendtreff Reschen und der „Juze“ Hoad (St. Valentin) haben nach den Sommerferien ihre Tore für alle Jugendlichen ab der 1. Klasse Mittelschule geöffnet (samstags 19 – 22 Uhr). Zudem haben beide Treffs einmal im Monat an einem Wochentag geöffnet. Was dort genau geplant ist, um welche Uhrzeit und wo genau diese Öffnungszeiten stattfinden, erfahrt ihr im Treff, in den Schaukästen vor den Treffs und im Internet unter www. Jugendtreff.bz/oberland. Bis dann in den Treffs im Oberland! Wir freuen uns, wenn auch DU dabei bist!
Auch der heurige Herbst steht ganz im Zeichen der „Tuifl“! Im Jugendtreff wird in Kürze wieder gebohrt, geschraubt, gehobelt und gefeilt- die Krampusmasken sollen schließlich bis Dezember fertig sein! Und jeder Schnitzler weiß- je schöner die Maske werden soll, desto mehr Zeit braucht man für eine perfekte „Lorf“. Die vorgefertigten Rohlinge gibt es in verschiedenen Größen und Formen. Masken können auch nur bestellt werden oder aber auch im Projekt zusammen bearbeitet werden! Infos und Anmeldungen bei Magdalena im Jugendtreff KastelbellTschars oder Schnals :-)
Seit Juli wird der Jugendtreff „All In“ von einem neuen Sponsor tatkräftig unterstützt: Das Druck- und Werbezentrum Flamingo Group aus Schlanders ist neben der Raiffeisenkasse Tschars, die den Jugendtreff seit Beginn des Jahres unterstützt, als neuer Hauptsponsor dazugekommen. Der Jugendtreff wurde durch die Druckfirma mit neuen Schildern, Bannern und Uhren ausgestattet, jeweils individuell auf den Treff abgestimmt und in zweifacher Ausführung, um das Jugendhaus in Tschars als auch den Jugendtreff in Kastelbell wieder auf den neuesten Stand zu bringen! Magdalena und die Jugendlichen bedanken sich hierbei recht herzlich bei den Inhabern der Flamingo Group, Andreas Unterholzner und Thomas Graber. Mir frein ins af a super Zusommenorbeit!!
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Kortsch
„Sing to the Lord“ ing to the Lord“, unter diesem Motto stand das vom Verband der Kirchenchöre Südtirols organisierte 14. Spiritualwochenende in Kortsch. Sängerinnen und Sänger aus dem Vinschgau und dem restlichen Land sangen viele neue geistliche Lieder unter der Leitung von Thomas Wasserfaller. Die Veranstaltung war offen für alle Singbegeisterte, unabhängig ob sie einem Chor angehören oder nicht. Die vom erfahrenen Chorleiter ausgesuchten Lieder waren gut auf die Bedürfnisse und das Können der Teilnehmer abgestimmt. Traditionelle Spirtituals in spritzigen Arrangements von
Foto: „Wind“-Archiv
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Carsten Gerlitz, groovige Sätze von Jochen Rieger und Neues von Klaus Heizmann in deutscher Sprache und vieles andere mehr begeisterten auf Anhieb. In stressfreier und angenehmer Atmosphäre konnten wir unter kompetenter, bewährter und un-
komplizierter Leitung das Programm zufriedenstellend einlernen und viele musikalische Erfahrungen und Eindrücke sammeln. Der Höhepunkt war die Gestaltung der heiligen Messe in der Schlanderser Pfarrkirche am Sonntagabend, welche
Herr Dekan Josef Mair in der gut besuchten Kirche zelebrierte. Der Chor mit stimmsicheren Registern und klangvollen Stimmen, begleitet vom sicheren Klavierspiel des Chorleiters, erfüllte die Kirche mit frohem Gotteslob, das die Herzen der Gläubigen berührte. Alles in allem eine gelungene Veranstaltung, wo jeder reich beschenkt nach Hause gehen konnte. Ein Danke dem Chorleiter Thomas Wasserfaller, der das Spiritualwochenende nun dreimal leitete, sowie den Teilnehmern, den Organisatoren, dem Herrn Dekan und allen, die am Gelingen dieses Projektes beigetragen haben.
Reschen/Nauders
31. Sängerwanderung der Chorverbände er Kirchenchor von Reschen, der Bezirk Burggrafenamt/ Vinschgau im Südtiroler Chorverband und der Verband der Kirchenchöre Südtirols luden am Sonntag (21.09.) alle Mitglieder mit Familie zur 31. Sängerwanderung nach Reschen ein. Herzlich geladen waren auch die Mitglieder des Bezirkes Landeck im Tiroler Sängerbund. Bereits um 9.00 Uhr versammelten sich die Sängerinnen und Sänger zur Probe für den Gottesdienst. Um 10.00 Uhr begann das feierliche Amt, welches vom Seelsorger Anton Pfeifer im Beisein von Diakon Peppi Leone zelebriert wurde. Die große Sängerschar dirigierte der Chorleiter Hans Erb aus Meran in Vertretung der Bezirkschorleiterin Julia Perkmann. Die Messgesänge wurden aus dem neuen Gotteslob entnommen und vom Organisten Josef Sagmeister meisterhaft begleitet. Die kehligen, geistlichen Gesänge waren eine gewaltige Darbietung zur Ehre Gottes im „Dom“ von Reschen. Dieser Gottesdienst war nicht nur für die Pfarrgemeinde sondern auch für die Sänger ein einmaliges und nachhaltiges Erlebnis. Nach dem Schlusssegen griff
der Rescher Organist Pasquale Bonfitto kräftig in die Tasten der Kirchenorgel. Das virtuos vorgetragene Präludium Nr. 1 aus dem 2.Band des „Wohltemperierten Klaviers“ von J.S.Bach wurde mit brausendem Beifall belohnt. Bezirksobmann Robert Wiest begrüßte anschließend die Teilnehmer und gab den geplanten Tagesablauf bekannt. Auch Kirchenchorobmann Ludwig Wilhalm hieß alle herzlich willkommen und bedankte sich bei den Chorverbänden für den Beschluss, Reschen als Wanderort erkoren zu haben. Franz Prieth, Gemeindereferent für Museum und kulturelle Nutzung der Bunkeranlagen, stellte Reschen mit seiner wirtschaftlichen Struktur und seinen Vereinen vor. Etwas näher ging er auf den Bunkerverein OKULUS ein, der gemeinsam mit dem Kirchenchor für die Planung und Durchführung der 31. Sängerwanderung verantwortlich war. Foto: Andreas Waldner
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Nach einem geselligen Umtrunk im nahen Sportheim wurden die Sänger mit zwei Sonderbussen zur Bergkastelbahn nach Nauders gefahren. Im Bergrestaurant war bereits ein einfaches und wohlschmeckendes Mittagessen vorbereitet worden, das von freundlichen Mitarbeitern serviert wurde. Nach dem obligaten Erinnerungsfoto begannen die Wanderungen. Eine Gruppe, die nicht so gut bei Fuß war, konnte wieder die Rückfahrt mit der Bergbahn und dem Bus nach Reschen nehmen und
zur Etschquelle wandern und mit Florian Eller den Bunker 20 besichtigen. Die zweite Gruppe führte Ludwig Schöpf über die Hochebene von Plamort zum dortigen Biotop und zur Panzersperre und hinunter zum Bunker 20. Ihm gelingt es immer wieder, durch seine unverwechselbare, humorvolle Erzählkunst im Oberländer Dialekt, die Wanderer zu unterhalten und allerhand Wissenswertes von der Region und dem Alpenwall „rüber“ zu bringen. Andreas Waldner
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DIE NEUE STADTLUST Die Stadt ist grau, schmutzig, hektisch und laut. Sie ist gesichts- und herzlos, natur- und lebensfeindlich. Ihre Bewohner sind einsam. So denken viele – vor allem die naturverbundenen Landbewohner. Dabei ist unsere Wahlheimat Berlin vor allem grün, nachhaltig, sozial und partizipativ. Dies beweisen nicht nur die vielen Seen und Wälder innerhalb des Stadtgebiets, sondern auch die zahlreichen gemeinnützigen Initiativen, die den städtischen Raum begrünen und als einen Ort des sozialen Miteinanders gestalten. 39NULL möchte Ihnen einige davon vorstellen. Berlin mit seinen rund 3,5 Millionen Einwohnern gilt als Paradebei-
Ein Beispiel dafür ist der Prinzessinnengarten in Berlin-Kreuzberg.
spiel nachhaltiger, grüner Stadtentwicklung. Wer bei Berlin an
Im Sommer 2009 wurde die verwahrloste Fläche am Moritzplatz
Glas und Beton denkt, liegt falsch: Knapp 500.000 Bäume säumen
von Hunderten Freiwilligen vom Müll befreit und die Brache Schritt
die Straßen der Stadt: Linden, Ahorn, Eichen, Platanen und Kasta-
für Schritt in einen lebendigen Nutzgarten verwandelt. Mittlerweile
nien. Es gibt über 2.500 öffentliche Grün- und Erholungsanlagen
werden dort über 500 verschiedene Gemüse und Kräuter ange-
mit einer Gesamtfläche von rund 6.500 Hektar. Allein das Tempel-
baut, darunter allein 60 alte Kartoffelsorten. Und auch ein Imker
hofer Feld – ein ehemaliges Flugfeld im Süden der Stadt – ist 380
hat hier seine Bienenstöcke und gewährt den Besuchern Einblick
Hektar groß und damit nicht nur die größte innerstädtische Park-
in die Honigproduktion. Das im Garten gezogene Gemüse geht
anlage Berlins, sondern ganz Deutschlands. Der Senat wollte die
entweder direkt in die Küche des angeschlossenen Cafés, oder die
Ränder des Feldes bebauen, doch die Berliner lehnten dies in einem
Besucher können es selber ernten und kaufen.
Volksbegehren ab. Sie wollten es wegen seiner Leistungs- und
Auch das Start-Up-Projekt INFARM zielt darauf ab, unsere Nah-
Funktionsfähigkeit im Naturhaushalt, seiner Erholungsfunktion
rungsmittelversorgung zu dezentralisieren und in Städten neue
und kulturhistorischen Bedeutung – hier landeten 1948/49 die
Anbaumöglichkeiten von Obst und Gemüse zu schaffen, unab-
Rosinenbomber – als Ort des Gedenkens und als innerstädtischen
hängig von Jahreszeit und Witterung, lokal und nachhaltig – in den
Freiraum erhalten. Sie wollten keinen neuen Wohnraum, keine
eigenen vier Wänden. Inzwischen hat sich das unkonventionelle
neuen Büroräume, keine gestaltete Parklandschaft, sondern eine
Gewächshaus auch als Veranstaltungsort einen Namen gemacht:
öffentlich zugängliche, grüne Freifläche, als Naherholungsgebiet
Hier werden regelmäßig öffentliche Abendessen ausgerichtet.
und um Kräuter und Gemüse für die Selbstversorgung anzupflan-
Anfänglich fanden solche Supperclubs meist im kleineren Kreis
zen. Das Stichwort lautet Urban Gardening, das Gärtnern auf
und in den Privatwohnungen der ambitionierten Hobbyköche
Dächern, Brachen oder Grünstreifen inmitten der Großstadt. So
statt, doch mittlerweile werden sie immer öfter im öffentlichen
entstehen Lern- und Begegnungsorte, die die Nachbarschaft in
Raum und für eine große Anzahl von Gästen abgehalten. Dabei geht
die Gestaltung des städtischen Raumes miteinbeziehen. Urbanes
es nicht nur um gesundes, gutes Essen; die Supperclubs bieten
Gärtnern ist zumeist soziales Gärtnern, es ist partizipativ und
auch eine wunderbare Gelegenheit, neue Bekanntschaften zu
gemeinschaftsorientiert.
machen und Kontakte zu knüpfen. DIE NEUE STADTLUST
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/Kultur/ 33
Doch was steckt hinter dieser Sehnsucht der Stadtbewohner nach
Räumlichkeiten von INFARM den ersten Südtiroler Supperclub Ber-
Natur und Gemeinschaft?
lins veranstaltet. Unter dem Motto „Gluschtn und Koschtn“ konnten unsere 60 Gäste bei einem Drei-Gänge-Menü mit Weinbegleitung
Vielleicht sind wir tatsächlich manchmal einsam, vermissen den
die kulinarische Vielfalt und Besonderheit Südtirols kennenlernen.
elterlichen Mittagstisch, den eigenen Garten, die freie Natur. Und
Verarbeitet wurden fast ausschließlich saisonale, regionale, biolo-
vielleicht haben wir von 39NULL deshalb am 2. August in den
gisch angebaute Lebensmittel, die die beiden Köche Jakob Zeller und Buster William Turner auf den Wochenmärkten Berlins, in den Prinzessinnengärten oder, wie die Pilze, im Brandenburger Wald
BERLIN UND SEINE SOZIALE GARTENKULTUR
fanden. Die Knödel haben tatsächlich geschmeckt wie zu Hause.
„In Berlin gibt es eine verblüffende Zahl und Vielfalt von gemeinschaftlich „beackerten“ Flächen, die somit oft wie
Text: Martina Wunderer und Martin Santner
Allmenden genutzt werden: interkulturelle Gärten, Gemeinschaftsgärten, Selbsterntegärten, Guerilla-Gärten, Schul-
www.39NULL.com
gärten, Dachgärten oder – die wohl kleinsten Gärten –
www.facebook.com/39NULL
bepflanzte Baumscheiben. Sie stellen und beantworten zentrale Fragen der urbanen Gesellschaft: zu sozialer, kultureller und biologischer Vielfalt, partizipativer Stadtgestaltung, Stadtökologie, Versorgung und Konsum, Bildung, Bewegung, Ernährung und Gesundheit, Solidarität, Integration und bürgerschaftlichem Engagement.“ Quelle: www.tempelhoferfreiheit.de
Mehr Infos zum Tempelhofer Feld und seinen Projekten unter: www.tempelhoferfreiheit.de Erfahren Sie mehr zur Initiative der Prinzessinnengärten unter: www.prinzessinnengarten.net Um Berlin abseits der klassischen Touristenhotspots zu entdecken, lesen Sie den Blog von Mary Scherpe: www.stilinberlin.de
Fotos linke Seite: Prinzessinnengärten © Mary Scherpe - stilinberlin.de Tempelhofer Feld © Mary Scherpe stilinberlin.de Fotos diese Seite: 39NULL, Supperclub Gluschtn und Koschtn, Infarm © Chiara Bonetti, © Anna Rose DIE NEUE STADTLUST
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Spezial Bauen & Einrichten Möbel, Betten, Einrichtungsgegenstände, Kunst: Was uns in unseren vier Wänden umgibt, bestimmt maßgeblich darüber, ob wir uns wohlfühlen. Vinschger Unternehmen bieten dazu Passendes. Ein Querschnitt.
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Fenster und Türen gestalten die Fassade und prägen den Stil eines Hauses. Sie sollen schön und funktionell sein. Fenster aus der Zeit vor 1995 sind energetisch und technisch schlecht ausgestattet. Ausgetauscht wird, um hohe Heiz- und Kühlkosten zu reduzieren. Bis zu 800 Euro Heizkosten im Jahr können durch den Fensteraustausch eingespart werden. Auch die Heizperiode wird kürzer. Werden zusätzliche Fensterflächen geschaffen, verkürzt sich die Einschaltzeit künstlicher Energiequellen um mehrere Stunden pro Jahr. Kostenlose Wärme durch die Sonne kann durch größere Glasanteile und Dachfenster genutzt werden. Moderne Fenster und Türen bieten vielfältige Funktionen, wie Einbruchhemmung, bequeme Lüftung, Insektenschutz, Kinder- Sicherung und vieles mehr. Für die Sanierung von Fenstern hat die Firma Finstral ein spezielles Altbau-System entwickelt: Der alte Fensterrahmen bleibt hierbei im Mauerwerk. Der neue Finstral-Rahmen wird einfach und sicher darauf aufgesetzt. Anschlussprofile decken die Fuge außen- und rauminnenseitig ab. Fassaden, Fensterbänke, Tapeten oder Fliesen werden nicht beschädigt. Der Fensteraustausch erfolgt ganz ohne Mauerarbeiten, schnell und sauber. Mehr unter www.finstral.com
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36 /Spezial-Bauen&Einrichten/ Foto: W. Engel Photographie
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lana luxury Hinter diesem Namen kann vieles vermutet werden. Wer dabei an Wolle, Stricken, Nadeln oder Ähnliches denkt, liegt falsch. lana luxury steht für einzigartiges Filzhandwerk, das aus der kreativen Hand von Verena Wopfner entsteht. Anfang dieses Jahres hat sie gemeinsam mit ihrem Mann das neue Label „lalu“ gegründet und damit das heimische Handwerk und die lokale Kunstwelt um ein neues Genre bereichert. von Barbara Wopfner
Ihr Rohstoff Wolle Der Rohstoff für ihre Werke war anfänglich ein Werkstoff, der für keine Weiterverarbeitung gedacht war. Gescherte Schafswolle war leider mit keinem großen Wert belegt. Ihr Mann, Ulrich Platzer, ist bereits seit einigen Jahren leidenschaftlicher Hobbyschafbauer und hat darin seinen Ausgleich gefunden. Seine Passion zu den Tieren schwappte auf sie über. Daraus entstand die Neugier und Herausforderung, die Wolle als naturreinen Rohstoff zu verwenden, aufzubereiten und zu veredeln. Sie sah in der Wolle viel mehr als nur Wegwerfware oder Dämmmaterial. Ein Schlüsselerlebnis dazu war für sie vor Jahren eine Schafschur. Als es zu regnen begann und niemand die gescherte Wolle vor dem Regen schützte, da sie damals noch weggeworfen wurde, begann es in ihr zu arbeiten. Wie könnte man einen solchen reinen Rohstoff weiterverwenden, wenn nicht gleich veredeln? Eine Idee, die sie nun seit Jahren verfolgt und jetzt auf einem hohen Niveau umsetzt. Heute sucht sie sich die beste Wolle aus, jene mit guten Filzeigenschaften, besonderen Strukturen, interessanten Farben, Festigkeit oder edlen Faserfeinheiten. Sie versucht für ihre Werke vielfach heimische Wolle zu verwenden und ist dafür immer wieder auf der Suche nach Besonderheiten. Am meisten verarbeitet sie Wolle des traditionellen Bergschafes, teils Wolle alter Rassen wie das Steinschaf, Merino, Alpaka oder Kaschmir. Diese Sorten verarbeitet sie in speziellen Kombinationen, je nachdem ob daraus ein Bild, Lampen, Vasen, Dekorationsgegenstände oder in Einzelfällen auch Kleidung entstehen soll. Bevor ein solches Objekt schließlich entsteht, tüftelt und experimentiert sie mit neuen und alten Techniken, die jedem Werk eine besondere Note verleihen. Einen Teil der Wolle ihrer eigenen Schafe wäscht und zupft sie selber, kardiert kleine Mengen von Hand und veredelt sie. So schließt sie für ihre Werke einen eigenen Produktionskreislauf.
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W. Engel Photographie
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Ihre Werke Der erste Blick ist geprägt von Staunen, denn vor allem die Größe der Bilder hat eine beeindruckende Wirkung. Darauf folgt die Neugier des Betrachters, um das Bild in seiner Gesamtheit aufzunehmen, denn Größe, Formen, Techniken, Farben und die Wahl des Materials lassen sich nicht mit einem Blick erfassen. Verena Wopfner bezeichnet sich selber als Filzgestalterin, da für sie bereits der Name die plastische Eigenschaft der Wolle miteinbezieht. Ihr Wunsch ist es zu gestalten. Sie möchte einer Idee oder einer Vorstellung eine Gestalt verleihen. In den letzten 20 Jahren war sie immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten, nun ist sie soweit, diesen Weg in ihrer Arbeit zu verbinden und ihm Ausdruck zu schenken. Mit Stoffen hat sie immer schon gearbeitet, doch heute designt und produziert sie diesen selber, sie kennt seine Beschaffenheit, Möglichkeiten und seine Grenzen. Zudem kommen ihr die Kenntnisse über Raumgestaltung und Innenarchitektur zugute und lassen dadurch stimmige Werke entstehen, die zum Raum und zu seiner Person passen. Dies sind mittlerweile ihre Vorlieben, das Kennenlernen des Kunden, die Auseinandersetzung mit seinen Vorstellungen und Wünschen, damit stimmig zu ihm ein Werk entstehen kann. Somit erzählt jedes ihrer Werke eine kleine Geschichte über die Person, soll zu ihm und seinem Ambiente passen. Sie sieht ihren Auftrag darin, durch ihre einzigartigen, textilen Werke jedem Raum, ob er nun rustikal/ traditionell oder puristisch/ modern eingerichtet ist, einen Hauch von Design und Luxus zu verleihen. Die angenehme und harmonische Wohnlichkeit steht für sie dabei im Vordergrund. Wer ihre Arbeit kennen lernen möchte, findet einige ihrer Werke auf ihrer Homepage unter www.lalu.bz, oder besucht sie in ihrem kleinen Stilfser Atelier.
Zur Person Ihre Leidenschaft zum Gestalten hat sie bereits früh entdeckt, eine Fertigkeit, die ihr in die Wiege gelegt wurde. Über das ganze Jahr hindurch wurde bei ihr zu Hause gebastelt und dekoriert. Beim Vater stand sie an der Werkbank und lernte den Umgang mit Bohrmaschine, Hammer und Säge. Bei der Mutter saß sie bereits als kleines Kind an der Nähmaschine und beobachtete, wie mit Fingerspitzengefühl, Nadel und Faden geflickt wurde oder auch Neues entstand. Das Rattern der Nähmaschine schien auf sie eine magische Anziehungskraft zu haben und die ersten Versuche selbst zu nähen ließen nicht lange auf sich warten. So kam es nicht von ungefähr, dass sie nach der Matura die Fachschule für Bekleidung und Mode absolvierte. Neben ihrem späteren Lehrauftrag an der Fachschule für Hauswirtschaft in Kortsch, folgten mehrere Spezialisierungen unter anderem zur Trachtenschneiderin und ein Fernstudium für Raumgestaltung und Innenarchitektur. Mit ihrer letzten zweijährigen Ausbildung zur Filzgestalterin schließt sich ein Kreis und das Ergebnis des Erlernten wird in ihren aktuellen Werken sichtbar.
e c n a h C ung r e i n a s u a b t
Al
In die Zukunft investieren Die energetische Sanierung eines Gebäudes ist in mehrfacher Hinsicht eine Investition in die Zukunft: Bautenschutz. Die bessere Dämmung, die Reduktion der Wärmebrücken, die Luftdichtheit vermindern das Risiko, dass Tauwasserausfall und Schimmel an kalten Oberflächen das Gebäude nachhaltig schädigen. Zukunftsfähiger Gebäudewert. Sowohl beim Vermieten als auch beim Verkauf steigern niedrige Energiekosten den Wert der Immobilie. Der Energieausweis, der den Energieverbrauch klar aufzeigt, wird in diesen Fällen mit der Umsetzung der europäischen Richtlinie für größere Gebäude zur Pflicht, und wird auch bei kleineren Objekten immer stärker gefragt werden. Versicherung gegen steigende Energiekosten. Auch bei stark zunehmenden Energiekosten bleiben die „Wohnnebenkosten” langfristig niedrig. Die Wohnung wird zur Vorsorge für den Ruhestand. Ressourcenschutz. Jede eingesparte kWh Heizenergie bedeutet auch eine Ressourcen- Einsparung – in aller Regel von fossilen Energieträgern, was angesichts deren Begrenztheit unentbehrlich ist, aber auch von erneuerbaren wie Holz, die ebenfalls nicht verschleudert werden sollten. Gleichzeitig schützt die Verringerung von Rauchgasen und Feinstäuben unseren Lebensraum. Klimaschutz. Die energetische Gebäudesanierung ist durch die erzielte CO2-Einsparung ein Beitrag eines jeden Einzelnen zum Klimaschutz.
Gesamtkonzept erstellen Ist der grundsätzliche Entschluss gefasst, ein Gebäude zu sanieren, empfiehlt es sich, ein in sich schlüssiges Gesamtkonzept zu erstellen, auch wenn im Augenblick nur ein kleiner Teil realisiert werden kann. Nur so können die Kosten für eine Sanierung optimiert und mögliche Synergien genutzt werden. So sollte bei einer Außenwandsanierung in Erwägung gezogen werden, die Fenster im gleichen Zuge zu ersetzen. Das für Arbeiten an der Fassade notwendige Gerüst erleichtert den Einbau neuer Fenster. Auch lassen sich Wärmebrücken an den Anschlüssen (z.B. der Fensterlaibung) durch gleichzeitigen Einbau leichter vermeiden. Wenn allerdings zunächst nur dringend sanierungsbedürftige Fenster ausgetauscht werden müssen, sollte etwa eine Fensterbank mit ausreichender Auskragung vorgesehen werden, die eine spätere Wärmedämmung der Fassade aufnehmen kann. Steht die Erneuerung des veralteten Heizungssystems an, sollten vorher Maßnahmen zur Dämmung in Erwägung gezogen werden. Denn für ein gedämmtes Gebäude reicht eine Heizung kleinerer Leistung aus. Umgekehrt wäre bei einer nachträglich erfolgten Dämmung eine leistungsstarke Heizung zu groß und damit uneffizient. Jede Gebäudesanierung sollte mit einer Bestandsaufnahme durch einen Fachmann beginnen: Dabei werden sowohl die Bauteile, Anlagen und eventuelle Schäden begutachtet, als auch der Energieverbrauchskennwert berechnet und die Stellen ermittelt, an denen das Gebäude besonders viel Energie verbraucht. Zu diesem Zeitpunkt muss auch gut überlegt werden, welche Ansprüche in Bezug auf Nutzung, Komfort und Kosten jetzt und in Zukunft an das Gebäude gestellt werden. Ein Energieexperte, ein spezialisierter Bauingenieur oder Architekt können in dieser Phase Hilfestellung leisten. Letztere können auch bei der Durchführung der Maßnahmen sowohl technisch als auch finanziell beraten und bei der Auswahl geeigneter Fachbetriebe helfen, sowie die Ausführungen überwachen. Nicht zuletzt müssen im Rahmen der Planung auch alle rechtlichen Aspekte Berücksichtigung finden. Baurechtliche Fragen, z.B. zur Kubatur und zum Denkmalschutz müssen mit den dafür zuständigen Behörden geklärt werden.
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INFO
Dach und letzte Geschossdecke Das Dach sollte bei einer Sanierung sehr gut gedämmt werden, weil dessen Anteil am Heizwärmebedarf üblicherweise am größten ist. Zuallererst stellt sich beim Dachboden die Frage nach der Nutzung. Wird der Dachboden auf absehbare Zeit nicht bewohnt und beheizt, bietet sich die Wärmedämmung der obersten Geschossdecke als einfache und günstige Lösung an. Die Dämmschicht sollte begehbar ausgeführt werden. Dafür können entweder trittfeste Dämmplatten verlegt, oder andere Dämmstoffe mit Platten abgedeckt werden. Zur Vermeidung von Wärmebrücken ist es in jedem Fall notwendig, an Giebelinnenseite, Kamin und anderen die Decke durchdringenden Teilen eine ca. 50 cm hohe Flankendämmung anzubringen. Wird der Dachboden als Wohnraum genutzt, sollte der Dachstuhl wärmegedämmt werden. Besonders günstig ist diese Maßnahme dann durchzuführen, wenn ohnehin größere Arbeiten am Dachstuhl anstehen. Prinzipiell kommen für die Dämmung des Dachstuhls verschiedene Varianten in Frage. Kann die bestehende Dachdeckung belassen werden, bietet sich bei der Sanierung die Zwischensparrendämmung an, bei der ein Dämmstoff von
unten zwischen die Sparren geklemmt wird. Sind die Sparren für die vorgesehene Dämmstärke nicht tief genug, können daran befestigte Bohlen die Dämmebene vertiefen. Allerdings geht dadurch ein Teil des Wohnraumes verloren. In einem solchen Fall spricht man von kombinierter Zwischen- und Untersparrendämmung. Eine Aufsparrendämmung wird dann gewählt, wenn die Dachdeckung erneuert werden muss, oder wenn die charakteristische Optik der sichtbaren Sparren im Innenraum erhalten bleiben soll. Ist letzteres nicht erforderlich, eine mächtigere Dämmebene aber erwünscht, lässt sich die Aufsparrendämmung auch mit einer Zwischensparrendämmung kombinieren, wodurch wiederum das äußere Erscheinungsbild weniger beeinträchtigt wird. Prinzipiell bietet die Aufsparrendämmung den Vorteil, dass diese vollflächig ist. Denn auch wenn Holz im Vergleich zu Stein oder Ziegel relativ gut Wärme dämmt, ist die Wärmeleitfähigkeit größer als die eines Dämmstoffes. Dadurch entstehen bei ausschließlichen Zwischensparrendämmungen leichte Wärmebrückeneffekte durch die Sparren. Um Wärmebrücken zu vermeiden, ist ein nahtloser Übergang zwischen Dachund Fassadendämmung äußerst wichtig.
Landesagentur für Umwelt Amba-AlagiStraße 5 39100 Bozen Telefon: +39 0471 41 71 00 Fax: +39 0471 41 71 19 Website: http://www. provinz.bz.it/ umweltagentur
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„Viel Notwendiges ist zu tun, es wird aber verschoben, verschoben...“
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ranz Marx von der Firma Marx AG ist unter anderem Betonlieferant für das Baugewerbe. Die Menge und die Frequenzen der Betonlieferungen sind auch ein Indikator für Arbeitsaufträge und Arbeitsvolumen in der Baubranche. Wie beurteilt Franz Marx den derzeitigen Stand der Baubranche im Vinschgau? Eine Standortbestimmung.
Ein Rückgang in den letzten zwei Jahren. Und die aktuelle Situation? Seit einem Monat sind wieder mehr Ausschreibungen festzustellen. Das kann mit dem veränderten Vergabemodus zu tun haben. Viele Ausschreibungen sind von den Gemeinden zu verzeichnen, aber ganz wenige Ausschreibungen vom Land. Das Land ist noch nicht durchgestartet. Für welchen Radius gilt Ihre Aussage? Sicherlich von Reschen bis Salurn. Gott sei Dank haben die Gemeindeausschreibungen im letzten Monat um rund 50 Prozent zugenommen. Wenig tut sich im privaten Sektor, weil offensichtlich kaum Geld vorhanden ist. Und genau dies spüren meine Kundschaften, die Baufirmen vor Ort.
Foto: Erwin Bernhart
Vinschgerwind: Als Betonzulieferer sind Sie eine Art Seismograf der Bauwirtschaft. Was stellen Sie aktuell im Baugewerbe fest? Franz Marx: In den letzten zwei Jahren ist bei der Betonlieferung ein Minus von etwa 20 Prozent zu verzeichnen. Das heißt, dass weniger Arbeit im Baugewerbe zu verzeichnen ist und das Schlimme daran ist, dass der Preisdruck enorm ist. Die Baufirmen drücken sich gegenseitig die Preise, damit sie Arbeit haben, damit sie ihre Angestellten beschäftigen können.
rere Monate Beschäftigung. Und für uns fallen große Betonlieferungen an.
Trotz der großen Anreize, wie der steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten? Der Kubaturbonus hat viel gebracht. Allerdings ergeben sich daraus kleinere Aufträge. Wenn jemand neu baut, werden Ausgaben von 300.000 Euro und mehr getätigt. Beim Kubaturbonus sind es etwa 80.000 bis 100.000 Euro. Das ist in Summe zu wenig Arbeit für unsere Maurer vor Ort, weil die Bauwirtschaft doch eine große Branche im Vinschgau ist. Die einzige Konstante sind die Obstgenossenschaften. Im Schnitt machen Obstgenossenschaften jedes zweite oder dritte Jahr einen Anbau, einen Umbau oder Ähnliches. Dabei fällt viel Arbeit an. Nicht für alle, aber einzelne Firmen haben dann doch wieder viel zu tun und finden für meh-
Können Sie eine Prognose machen. Wie wird sich die Bauwirtschaft in nächster Zeit entwickeln? Wir hegen die Hoffnung, dass das Land, wie es die Gemeinden schon tun, nachziehen wird. Dass das Land wieder Ausschreibungen macht. Hätten wir in Schlanders nicht den Umbau des Krankenhauses und des Weißen Kreuzes, könnte man sagen, dass das Land im Vinschgau derzeit nichts macht. Seit kurzem ist die Gewerbeoberschule in Schlanders ausgeschrieben. Auch was den Straßenbau anbelangt, ist im Vinschgau zurzeit nichts. Null. Sei es Instandhaltungsarbeiten, sei es Neubau. Die erste Arbeit, die kommen soll, ist der Tunnelbau in Kastelbell. Aber das wird noch drei Jahre dauern. Der Küchelbergbau in Meran soll das nächste Jahr mit den Ausschreibungen kommen. Fakt ist, dass die Landesbaustellen zurzeit nicht vorhanden sind. Obwohl Notwendigkeiten vorhanden wären. Welche würden Sie da aufzählen? Die Straßenunterbauten sind ein Beispiel. Durch die vielen Niederschläge hat sich der Straßenbestand stark verschlechtert. Zurzeit werden Kosmetikarbeiten durchgeführt, das heißt, mit einer Asphaltschicht werden die Klüfte geschlossen. Das kostet wenig. Wenn in nächster Zeit nichts passiert, stehen wir in kürzester Zeit vor einer mittleren Katastrophe. Die Rablander Umfahrung wäre dringend nötig, ebenfalls die Kastelbeller Umfahrung. Alte Schulen sind zu sanieren. Es ist einiges notwendig. Vieles wird verschoben, verschoben, verschoben. Interview: Erwin Bernhart
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Siller Treppen ein Südtiroler Unternehmen mit Erfahrung
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ie Geschichte des Südtiroler Unternehmens Siller beginnt 1958 mit der Gründung in Eyrs. Der damalige Betrieb widmete sich in den Sommermonaten dem Handwerk des Zimmermanns und im Winter dem Treppenbau. Vor allem die Lust am Tüfteln und am Suchen von Lösungen in formschönem Design und die damit einhergehende Weiterentwicklung im Treppenbau bewog die Firmenleitung zum Umstieg und zur Spezialisierung auf den Treppenbau. Im Jahr 1990 ist dieser Schritt erfolgt. Mittlerweile befinden sich der Firmensitz und die Ausstellungsräume in Sinich, auch um logistische Herausforderungen besser meistern zu können. Im Jahr 2000 hat Firmeninhaber Christian Siller einen entscheidenden Schritt gemacht: Die Tür in die Internationalität wurde weit aufgestoßen und seitdem vermarktet das Unternehmen Siller Treppen auf dem internationalen Markt und beliefert Kunden auf der ganzen Welt. Siller-Treppen, vor allem aus Glas, finden sich in mehreren Großstädten der Welt: London, Berlin, New York, San Francisco, Dubai, Monaco u.a.. In Miami, im Flag-Ship Store von Poltrona Frau, hat die Siller-Treppe „Mistral“ ihren Platz gefunden, im Olympic Tower von New York die Treppe „Fly“ im 60. Stockwerk. Kunden aus Südtirol und aus ganz Italien
suchen immer wieder den Weg in die Ausstellung von Siller-Treppen, um sich von Siller beraten zu lassen. Den weiten Weg in den Firmensitz und in die Ausstellung nach Meran nicht gescheut haben Persönlichkeiten aus Dubai, Paris, London, Monaco und sogar aus Vancouver sind die Kunden angereist, um sich von der Qualität und von der Professionalität des Unternehmens Siller zu überzeugen. Jede Treppe von Siller, sei es aus Holz, Glas oder Edelstahl ist ein Unikat und genau auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten. Siller-Treppen sind repräsentative Möbelstücke, welche dem Gebäude eine wahre Seele einhauchen. Das Unternehmen Siller hat, bei aller Internationalität, seine Wurzeln nicht vergessen und bietet in der Ausstellung in Sinich einen exklusiven Querschnitt seiner Treppen. Auf 350 Quadratmetern sind dort moderne Treppen aus Glas, Acryl, Edelstahl, Stein, Sichtbeton, Holz und, nicht zu vergessen, auch traditionelle rustikale Treppen ausgestellt. Tauchen Sie in die Welt von Siller-Treppen ein und machen Sie sich ein Bild davon, auf unserer homepage www.sillertreppen.com Gerne sind Sie in unserer Ausstellung willkommen von Montag bis Freitag von 9 - 12 Uhr. Terminvereinbarung: 0473/ 490096
www.sillertreppen.com SILLER SH des Siller C. & Co. KG J.-Kravogl-Str. 52 I - 39012 Meran-Sinich
Unternehmer Christian und Silvana Siller
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50% Steuerabzug
für Sanierungsmaßnahmen noch bis 31.12.2014 Für außerordentliche Instandhaltungen, Sanierungen, Umbau und Wiedergewinnungsarbeiten von Wohnungen und Wohngebäuden können bis Jahresende 50 % der Investitionskosten von der Einkommenssteuer abgezogen werden. An Gemeinschaftsteilen von Mehrfamilienhäusern sind auch die ordentlichen Instandhaltungsarbeiten zulässig. Seit 6. Juni 2013 können im Rahmen der genannten Sanierungsmaßnahmen auch Möbel und energieeffiziente Elektrogeräte, die für die sanierte Wohnung bestimmt sind, zu 50 % von der Einkommenssteuer abgezogen werden.
Beispiele für absetzbare Kosten: • Außerordentliche Instandhaltungen, wie z.B. Austausch von Fenstern, Einbau einer Heizanlage oder eines Aufzugs, Einbau und Ergänzung der sanitären Anlagen, Ersetzen von Trennwänden und Energiesparmaßnamen (Wärmedämmungen) • Restaurierungen und Sanierungen, wie z.B. Neu- oder Umverteilung der einzelnen Gebäudeeinheiten, Anpassung oder Veränderung der Zwischendecken, Schaffung von neuen Öffnungen (Fenstern) und Errichtung von Balkonen • Abbau architektonischer Barrieren •S icherheitsvorschriften, wie z.B. Anpassung der Elektroanlage an die gesetzlichen Bestimmungen •V erkabelung von Gebäuden, wie z.B. der Einbau von Gemeinschaftsantennen oder neuen Telefonleitungen •S challisolierung, neben den verschiedenen baulichen Maßnahmen zur Erhöhung des Schallschutzes können z.B. auch nur die Fensterscheiben ausgetauscht werden •B auliche Umgestaltungen, wie z.B. die Umgestaltung der einzelnen Wohneinheiten (Anzahl u. Größe) •O rdentliche Instandhaltungen, wie z.B. Austausch von Böden, Reparatur der Wasserleitungen, Erneuerung des Verputzes und Austausch der Dachziegel •B au oder Kauf von Parkplätzen und Garagen als Zubehör für die Wohnung •W eitere förderungswürdige Maßnahmen: z.B. Einbau oder Austausch von Fenstergittern, Sicherheitstüren, Alarmanalgen, Sanierungsmaßnahmen zur Beseitigung von Asbest, Einbau einer Photovoltaikanlage. •M öbel als Einrichtung für die sanierte Wohnung • Energieeffiziente Elektrogeräte für die sanierte Wohnung. Die Geräte müssen die Energieeffizienzklasse A+ bzw. die Backöfen A vorweisen können.
Wichtiges: Wird im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen auch das Bauvolumen erhöht, so steht der Absetzbetrag jeweils nur für den bereits bestehenden Gebäudeteil zu. Bei Abbruch und Wiederaufbau mit gleichzeitiger Erhöhung des Bauvolumens kann der Steuerabzug nicht in Anspruch genommen werden. Der Steuerabzug im Ausmaß von 50 % sieht eine Ausnahme im Bereich des Baus oder Kaufs von Parkplätzen und Garage als Zubehör für die Wohnung dar. In diesem Fall kann der Steuerabzug auch im Falle eines Neubaus in Anspruch genommen werden. Der Steuerabzug ist zu gleichen Teilen auf 10 Jahre aufzuteilen. Da es sich hierbei um einen Abzug von der Einkommenssteuer handelt, sollte vorab geklärt werden, ob und wie viel Einkommenssteuer bezahlt wird. Für Instandhaltungs-, Sanierungs- Umbau- und Wiedergewinnungsarbeiten gilt Folgendes: Zeitlicher Rahmen
Höhe Abzug
abzugsfähiger Höchstbetrag
bis 31.12.14
50%
48.000 €/Wohneinheit
01.01.15 – 31.12.15
40%
38.400 €/Wohneinheit
ab 01.01.16
36%
17.280 €/Wohneinheit
Für Möbel und energieeffiziente Elektrogeräte (nur im Rahmen einer Sanierung) gilt Folgendes: Zeitlicher Rahmen
Höhe Abzug abzugsfähiger Höchstbetrag
bis 31.12.14
50%
5.000 €/ sanierte Wohneinheit
Steuerabzug in Anspruch nehmen. Die Rechnungen müssen ordnungsgemäß bezahlt (Angabe Zahlungsgrund, Steuernummer des Auftraggebers, MwSt.Nr. der Firma) sein und in der Steuererklärung angeführt werden. Nur für Sanierungsmaßnahmen, die dem Gesetz zur Sicherheit auf der Baustelle unterliegen, muss vor Beginn der Arbeiten zusätzlich ein Einschreibebrief an das Arbeitsinspektorat in Bozen gerichtet werden.
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Bozen/Vinschgau
30 Millionen Euro für Wohnbau und Wirtschaft
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it nicht weniger als 30 Millionen „frischen“ Euro werden Wartezeiten auf Förderungen in der Wirtschaft und im Wohnbau abgebaut. Dies hat die Landesregierung am 23. September 2014 beschlossen und die notwendigen Gelder auf die entsprechenden Beitragskapitel verteilt. „Damit wir den Berg an Zusagen für Beiträge und verbilligte Darlehen schneller abbauen, die Wartezeiten für Private und Unternehmen also verkürzen können, stocken wir sowohl die Beitragskapitel, als auch die entsprechenden Rotationsfonds auf“, erklärte heute Landeshauptmann Arno Kompatscher. Demnach werden zehn der 30 heute verteilten Millionen Euro dafür aufgewendet, Rückstände
bei Investitionsförderungen im Bereich der Landwirtschaft abzubauen, weitere vier Millionen Euro fließen in den Rotationsfonds, mit dem Maßnahmen zu Wiedergewinnung und Sanierung bestehender Bausubstanz unterstützt werden. Der mit elf Millionen Euro größte Anteil wird zudem dem Rotationsfonds zur Wirtschaftsförderung zugeschlagen. „Damit bauen wir Wartezeiten auf die vergünstigten Darlehen ab, ermöglichen Investitionen und geben der Wirtschaft einen zusätzlichen Schub“, so der Landeshauptmann. Weitere fünf Millionen Euro hat die Landesregierung schließlich dafür bereit gestellt, die Beiträge zu Erschließung von Erweiterungszonen an die Gemeinden auszahlen zu können. „Das ist eine überaus wichtige Maßnahme, nachdem sie es uns ermöglicht, allen Ansuchen nachzukommen, die bis September eingelangt sind“, so Wohnbau-Landesrat Christian Tommasini. Doch nicht nur das Land profitiere: „Für die Gemeinden ergibt sich damit die Chance, für ihre Entwicklung zentrale Projekte voranzutreiben, für den noch immer in schwierigen Zeiten steckenden Bausektor ermöglichen wir zudem wichtige Impulse“, so Tommasini.
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Nationalpark Stilfserjoch
Florenwandel durch Klimawandel Alle Fotos: Wolfgang Platter
Eine Folge der Erderwärmung
Der Hohe Angelus (links) und die Vertainspitze im Suldner Abschnitt des Zaytales: Auch die Gletscher der beiden Laaser Berge schwinden
Wolfgang Platter, am Tag der Hlg. Kosmas und Damian, 26. September 014
D
ie Ursache für die Erwärmung unseres Planeten Erde ist die Zunahme der Treibhausgase in seiner Atmosphäre. Ein Treibhausgas ist das Kohlendioxyd CO2. Es entsteht bei allen Verbrennungsprozessen. Der Gehalt von Kohlendioxyd in der Luft lag vor Hundert Jahren bei 290 ppm (pars per million), derzeit liegt er bereits bei 395 ppm. Ein weiteres Treibhausgas ist das Methan CH4. Methan entsteht unter anderem als Stoffwechselprodukt im Magen-Darm-Trakt von wiederkäuenden Wild- und Haustieren. Ein Viertel des Methans wird heute von den Wiederkäuern unter den Haustieren erzeugt. Methan ist 21 Mal stärker treibhausfördernd als Kohlendioxyd.
Ein natürlicher Treibhauseffekt aus Wasserdampf ist für die Bewohnbarkeit unserer Erde notwendig: Ohne Treibhausgase wie Wasserdampf und Kohlendioxyd in der Atmosphäre läge die Durchschnittstemperatur auf der Erde bei -18°C, weil die gesamt Wärmestrahlung von der Sonne von 236 Watt pro m² wieder in das All zurückreflektiert würde. Der Treibhauseffekt entsteht, wenn die Wärmestrahlung aus der Sonne v.a. nachts und in den Nichtsonnenscheinstunden von der Erdoberfläche in das Weltall zurückreflektiert wird. Mit der Zunahme der Treibhausgase wird die Erdatmosphäre zunehmend trüber. Durch diese Eintrübung dringt die von der Erde abgestrahlte Wärmestrahlung schwerer in das Weltall zurück als durch eine weniger stark getrübte Atmosphäre: Ein größerer Teil der von der
Erdoberfläche abgestrahlten Wärmestrahlung wird durch Reflexion in der Atmosphäre wieder zur Erde zurückgespiegelt. Daher erhöht sich die Durchschnittstemperatur der Luft auf unserem Planeten. Von 1906 bis 205 hat sich die Jahresdurchschnittstemperatur der Luft auf der Erde global um 0,74 ± 0,18°C erhöht. In den Alpen ist die Erhöhung der Jahresdurchschnittstemperatur mit +2,0°C in den letzten 100 Jahren doppelt so hoch ausgefallen wie im europäischen Durchschnitt.
Gletscherschwund Eine Folge der Erderwärmung ist das beschleunigte Abschmelzen der Gletscher. In den Alpen gibt es nach Jürg Alean (Die Gletscher in den Alpen, Haupt Verlag Bern 2010) insgesamt 5.000 Gletscher mit einer Gesamtfläche von 2.400 km². Den Daten des
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World Glacier Monitoring Service WMGS ist zu entnehmen, dass im Jahre 1850 4.460 km² der Alpen vergletschert waren. Setzt man diese damalige Gletscherfläche gleich 100%, so beträgt die Eisfläche heute 48%, anders ausgedrückt: die Alpengletscher sind in 164 Jahren auf weniger als die Hälfte ihrer Fläche geschrumpft. Eine weitere Folge der Erderwärmung ist die Veränderung des Pflanzenkleides und die Verschiebung der Verbreitungsgrenzen von Pflanzen. So dringen mediterrane Pflanzen immer weiter in die kontinentale Klimazone vor und Pflanzen des Tieflandes steigen immer höher in das Gebirge auf.
links oben: Der Gletscherhahnenfuß (Ranunculus glacialis) gehört zu den Blütenpflanzen, welche in den Bergen in die größte Höhe aufsteigen.
Das Projekt „Gloria“
unten: Jungzirbe: Auch die Waldgrenze steigt durch die Klimaerwärmung nach oben
links unten: Gegenblättriger Steinbrech (Saxifraga oppositifolia) links Mitte: Die Gewöhnliche Berg-Nelkenwurz (Geum montanum) nutzt das günstige Mikroklima zwischen den wärmespeichernden Steinen.
Die Abkürzung Gloria steht für das englische „Global Observation Research Initiative in Alpine Environment“, zu deutsch „Weltweite Forschungsinitiative zur Dauerbeobachtung von alpinen Lebensräumen“. Das im Jahre 2001 gestartete internationale Forschungsnetzwerk Gloria wird inzwischen mit einer einheitlichen Methodik in 100 Untersuchungsgebieten auf 6 Kontinenten unserer Erde betrieben. Die Leitung und Koordination liegt in den Händen von Univ. Prof. Dr. Georg Grabherr vom Botanischen Institut der Universität Wien.
Zielsetzung des Projektes Gloria Im Rahmen dieses Monitoring-Projektes werden auf Berggipfeln Untersuchungsflächen eingerichtet, um die Veränderungen von Artenvielfalt, Artenzusammensetzung, Bodenbedeckungsgrad der Vegetation, Bodentemperatur und Schneedeckendauer über einen längeren Zeitraum zu erfassen. Alle 5-10 Jahre werden die Flächen wieder aufgesucht und aufgenommen, um das Einwandern bzw. Absterben von Pflanzenarten zu quantifizieren. Die Untersuchungen dienen der Risikoabschätzung eines Artenverlustes durch den Klimawandel und für die Prognosen zur Stabilität der alpinen Ökosysteme.
Zwei Probeflächen auch in Südtirol In unserem Land wurden im Rahmen des Gloria-Projektes ebenfalls zwei Dauerbeobachtungsflächen eingerichtet. Eine Fläche liegt im Naturpark Texelgruppe und betrifft als Bodensubstrat die Gneise des ÖtztalStubai-Komplexes. Die zweite Fläche liegt im Weltnaturerbe Dolomiten und betrifft als Ausgangsgestein den Latemar-Kalk und den Schlern-Dolomit. Laut Gloria-Vorschrift sollten pro Untersuchungsgebiet vier Berggipfel von der Waldgrenze bis zur subnivalen bzw. nivalen Höhenstufe ausgewählt werden, auf denen in jeder Himmelsrichtung Beobachtungsflächen einzurichten sind.
Dolomiten am artenreichsten Die Dolomiten haben eine deutlich höhere pflanzliche Biodiversität als die Ötztaler
Alpen mit ihrem silikatischen Untergrund. Der Unterschied in der Anzahl der Pflanzenarten beruht auf der unterschiedlichen Geologie und Florengeschichte der beiden Gebiete. Die Flora über basisch verwitternden Gesteinen, welche einen Großteil der Dolomiten aufbauen, ist fast um die Hälfte artenreicher als jene über Silikat. In den Dolomiten treten auf engstem Raum Kalkund Dolomitgesteine in abwechselnder Folge mit Vulkaniten nebeneinander auf. Damit treffen sich Kalk- und Silikatarten unter den Pflanzen und die Artenanzahl ist entsprechend hoch. Die Gipfel in den Dolomiten stellen sogar das artenreichste aller 18 Gloria-Gebiete Europas dar.
Zunahme der Artenzahlen Auf den Südtiroler Gloria-Gipfeln nahm der Artenreichtum in den letzten 7-8 Jahren deutlich zu: Im Gebiet der Texelgruppe stieg die Anzahl der Arten von Blütenpflanzen in den letzten 7-8 Jahren um 10 Arten von 139 auf 149, in den Dolomiten um 9 von 196 auf 205 Arten.
Die Auswertung von 66 europäischen Berggipfeln im Rahmen des Gloria-Projektes zeigt einen signifikanten Trend: die größten Veränderungen finden derzeit knapp oberhalb der Waldgrenze statt, während sich die Artenanzahl auf den höchsten Gipfeln wenig ändert.
Die Waldgrenze rückt nach oben In den Dolomiten liegt die aktuelle Waldgrenze bei ca. 2.150 Metern Meereshöhe. Im Naturpark Texelgruppe schwankt die Höhe der aktuellen Waldgrenze zwischen 2.150 m (Passeiertal) und 2.300 m (Schnalstal). Die Ergebnisse der Gloria-Studie in Südtirol deuten darauf hin, dass sich die Waldgrenze derzeit nach oben verschiebt. Vor allem in den Dolomiten entwickeln sich knapp oberhalb der Waldgrenze Zirben, Fichten und Lärchen sehr gut. Viele junge Bäume waren zum ersten Erhebungszeitpunkt noch nicht vorhanden, keimten und etablierten sich aber innerhalb der 7 Jahre des bisherigen Untersuchungszeitraumes.
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Berühmter paralympischer Athlet
Claudia Schuler wurde am 28/11/1989 als Jüngste von 3 Kindern geboren. Sie wohnt in Plaus. Seit über einem Jahr arbeitet sie als Sekretärin im Oberschulzentrum von Schlanders. Ihre Hobbys: Schwimmen, Klavierspielen, Pferde.
Claudia Schuler erzählt von einem berühmten Athleten und zwar von Alex Zanardi. Er wurde paralympischer Athlet nach einem schweren Unfall bei einem Automobilrennen, bei dem er im Jahr 2001 beide Beine verlor. Er eroberte zweimal Gold bei den Paralympics.
Foto: „Wind“-Archiv
Claudia: Lebensdaten
Sport: die schönste Therapie Claudia Schuler ist eine sehr bekannte Sportlerin auf hohem Niveau. Als Körperbehinderte hat sie den Weg zum Sport als bedeutsame Entwicklung ihrer Persönlichkeit entdeckt. Claudia hat sehr wichtige Ziele und Erfolge erreicht und ist in Kontakt mit vielen Personen gekommen. Sie ist sich der wichtigen Rolle des Sports in ihrem Leben bewusst. Spannung pur am Schießstand v.l. Dominik Windisch, Lukas Hofer, und Thomas Bormolini
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laudia Schuler erzählt, dass sie schon als Kind leidenschaftlich Sport betreiben wollte. Mit 7 Jahren bekam sie ihr erstes Handbike. Die Firma Rewel aus Bozen baute für sie ein Kinderrad um. Die Lenkstange wurde so umfunktioniert, dass man mit den Händen antreiben konnte. So konnte das lebhafte Mädchen auch an den Radausflügen ihrer Klasse teilnehmen. Zum Behindertensport kam Claudia durch die Abschlussarbeit der 3. Klasse Mittelschule. Wie sie erzählt, schrieb sie damals ihre Arbeit zum Thema „Behindertensport“. „Dabei interviewte ich auch Behindertensportler aus Südtirol. So kam ich in Kontakt mit der Sportgruppe für Körperbehinderte. Im Alter von 14 Jahren bekam ich mein erstes „richtiges“ Handbike
und zwar jenes von Roland Ruepp aus Schluderns, dem wohl bekanntesten Südtiroler Behindertensportler. Im selben Jahr noch nahm ich bei meinem ersten Handbikerennen teil. In der Folge entstand eine große Leidenschaft zum Sport und zu den Rennen. Seit dem Jahr 2009 bin ich Mitglied der Nationalmannschaft und bestreite auch internationale Rennen.“ Claudia Schuler hat sehr wichtige Erfolge erworben. Die Liste ihrer Erfolge ist beeindruckend: sieben Italienmeistertitel, 2 Silbermedaillen bei der WM in Bogogno 2009, der Sieg des Giro d’Italia 2011, Teilnahme an den Paralympics in London, zwei Weltcupsiege in Meran/ Marling 2013, dritter
Platz beim Weltcup in Castiglione della Pescaia 2014. Und jetzt noch einige Fragen, zuerst über ihre Lieblingssportarten. Claudia Schuler: Ich verfolge vorwiegend Mountainbikerennen und Biathlonrennen. Vor dem Fernseher fiebere ich gerne mit den Südtiroler Sportlern mit und bin manchmal so nervös, als ob ich selbst das Rennen bestreiten würde. Welche Wirkung hat der Sport im sozialen Bereich? Eindeutig eine große. Durch den Sport habe ich
Fotos: „Wind“-Archiv
von Leonardo Pellissetti
Mit sichtbarer Freude sitzt Claudia auf ihrem ersten Handbike
nämlich viele Bekanntschaften gemacht. Die wohl bekannteste unter ihnen ist der Ex-Formel1 Pilot Alex Zanardi, der neben anderen in meiner Mannschaft ist. Der Sport, aber auch die Behinderung, verbindet uns Sportler miteinander. Ich freue mich immer wieder auf die Saison, um die verschiedenen Athleten wiederzusehen. Was bedeutet für dich der Sport? Für mich hat der Sport eine sehr große Bedeutung. Sport ist mein Leben, meine Leidenschaft. Wenn ich Sport betreibe, vergesse ich alles um mich herum. Zudem ist es fast so wie Medizin: Ich hatte oft Schmerzen vom vielen Sitzen. Als ich noch zur Schule ging, machte mir dies sehr zu schaffen. Doch seit ich so intensiv Sport betreibe, habe ich kaum noch Schmerzen. Für mich ist das Radfahren die schönste Therapie, die es gibt!
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Berglauf
Vier Teams kämpfen um den Aufstieg D
So schnell war noch keiner
Goldrain besiegt Morter ben Punkte (drei Punkte holte man beim Auswärtssieg gegen
Goldrain). Auch Kortsch hat nach vier Spielen sieben Punkte auf dem Konto (einer von zwei Siegen gelang der Mannschaft gegen Oberland). Morter steht hingegen noch ohne Sieg da, hat aber dank zweier Unentschieden (unter anderem 1:1 gegen Kortsch) zwei Zähler zu Buche stehen. (sam)
Laatsch
Jugendfußballturnier um Calva-Trophäe
V
nier. Hier setzte sich die Mannschaft der SPG Schluderns/Glurns im Elfmeterschießen gegen die Mannschaft aus Mals durch. Weiteres platzierten sich die Mannschaften aus Prad, Laas/ Eyrs, Oberland, Laatsch/Taufers,
Burgeis und Schluderns/Glurns. Der ASV Laatsch bedankt sich auf diesem Wege recht herzlich bei den Sponsoren Calva Bau, Bäckerei Schuster und Stocker Motors für die Unterstützung dieses Jugendturnieres.
Die Mannschaft von Laatsch/ Taufers
r gehört in Südtirols Laufszene zu den Klassikern: Der Berglauf von Latsch nach St. Martin im Kofel. 80 Läuferinnen und Läufer nahmen an der 23. Auflage, die bei sommerlichen Temperaturen ausgetragen wurde, teil. Noch nie war einer so schnell wie in diesem Thomas Jahr. Um Punkt Niederegger 9.45 Uhr fiel am Lacusplatz in Latsch der Startschuss der heurigen Auflage, keine 45 Minuten später überquerte der erste Läufer die Ziellinie. Der Stilfser Thomas Niederegger legte die Strecke von 6,2 Kilometern und 1100 Höhenmeter in der neuen Streckenrekordzeit von 43 Minuten und 14 Sekunden zurück. Damit war er um 15 Sekunden schneller als der bis dato gehaltene Streckenrekord von Philip Götsch. Bei den Frauen gab es einen „Heimsieg“ für Anna Pircher Anna Pircher. Die Läuferin aus Morter erreichte das auf 1740 Meter über dem Meer gelegene Ziel nach 56 Minuten und 41 Sekunden. (sam)
3hochk.de
or kurzem wurde auf dem Sportplatz in Laatsch das 4. Laatscher Jugendfußball-Turnier um die Calva-Trophäe für U-10 und U-8 Mannschaften ausgetragen. Für die Kinder und Betreuer ist dieses Turnier eine gute Vorbereitung für die beginnende Meisterschaft. Am Vormittag spielten 5 Mannschaften der U-8, wobei die Mannschaft aus Mals als Sieger hervorging. Den 2. Platz belegte der ASV Oberland, gefolgt von der Heimmannschaft aus Laatsch vor Prad und Taufers i. M.. Am Nachmittag spielten dann 8 Mannschaften beim U-10 Tur-
E
Fotos: Sarah Mitterer
er Ball rollt auch wieder in der 3. Amateurliga. Mit Goldrain, Morter, Kortsch und Oberland kämpfen in der heurigen Saison vier Vinschger Teams um den Aufstieg in die höhere Klasse, die 2. Amateurliga. Die Goldrainer legten mit zwei Siegen, einer davon der 3:2 Derbysieg gegen Morter, einen guten Start hin, bei den zwei weiteren Partien verließen sie den Platz jedoch ohne Punktgewinn. Oberland sammelte in den bisherigen vier Spieltagen sie-
Foto: Sarah Mitterer
Fußball – 3. Amateurliga
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Mals: Hansi-Dorfner-Fußballschule
Fotos: Ludwig Fabi
Fußballcamp als Saisonvorbereitung
Alle Teilnehmer und Trainer legten sich für 20 Jahre Hansi-Dorfner Fußballschule in Position - Fairplay-T-Shirt ging an Sarah und Alexander
A
ls idealer Einstieg und Vorbereitung für die Fußballsaison gestaltete sich für 111 Kinder und Jugendliche zwischen sechs und dreizehn Jahren aus Mals und Umgebung das HansiDorfner-Fußball Camp. Drei Tage lang wurde dieses Camp auf Initiative und unter Feder-
führung des ASV Mals/Sektion Fußball heuer bereits zum fünften Mal organisiert. Spaß am Sport stand im Vordergrund des Camps. Zudem wurde Wert auf Beweglichkeit, Koordination, Körperbeherrschung, Ballgefühl und die Förderung des Teamgedankens sowie das gegenseitige
für den „Fair-Play-Gedanken“ gab es eine besondere Auszeichnung. Die Hansi-Dorfer Fußballschule gibt es mittlerweile seit zwanzig Jahren und fühlt sich in Mals immer besonders wohl. Daher ist der Termin für die Ausgabe im August 2015 bereits fix vorgemerkt. (lu)
Kennenlernen gelegt. Für die Organisation und Verköstigung der Kinder waren fleißige Helfer der Fußball-Sektion vor Ort. Der gemeinsame Abschluss bildet immer den Höhepunkt des Camps und dabei wurden die Erinnerungsfotos, Bälle und Sachpreise verteilt. Aber auch
Kastelbell
Hansi-Dorfner-Fußballschule zu Gast 0 Jahre Fußballschule Hansi Dorfner, 14 davon zu Gast in Kastelbell-Tschars: Die Zusammenarbeit des Sportvereins Kastelbell-Tschars/Raiffeisen mit der Hansi-Dorfner-Fußballschule ist eine gefestigte. „Kastelbell-Tschars ist der
beste von 110 Stützpunkten, den wir haben“, lobte Herbert Lauterbach, Chef der HansDorfner Fußballschule bei der Abschlussfeier. Organisator Franz Weithaler, Platzwart Karl Gurschler und das mehrköpfige Küchen- und Serviceteam ha-
und Trainings im technischen und taktischen Bereich absolviert. Hans Dorfner selbst war in diesem Jahr gleich zwei Tage persönlich anwesend. Bei der Abschlussfeier, die heuer ganz im Zeichen 20-Jahre-Hans-Dorfner-Fußballschule stand, gab es Applaus für die Teilnehmerinnen (sechs) und Teilnehmer einerseits und die Eltern, die ihren Kindern die Fußballwoche ermöglicht haben, andererseits. Und weil der Hans-Dorfner-Fußballschule die Jugendarbeit am Herzen liegt, erhielt der Sportverein einen Gutschein im Wert von 1.000 Euro für den Jugendbereich. (ap)
ben vorbildlich gearbeitet und dafür gesorgt, dass auch heuer wieder alles perfekt über die Bühne ging. Die 90 Teilnehmer haben die Fußballwoche vom 26. bis zum 30. August in der Sportzone „Schlums“ in vollen Zügen genossen, haben Tipps
Foto: Angelika Ploner
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Nach Mals (22.- 24. August) haben sie fünf Tage mit gutem Wetter und einem tollen Trainingsprogramm verbracht: die 90 Teilnehmer der Fußballwoche mit der Hansi-Dorfner-Fußballschule
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Graun
Stubai/Vinschgau
So sehen S(i)egler aus
Berglauf WM
B
ei den abgebildeten Nachwuchsseglern drehte sich am Wochenende (6. und 7.9.) alles um den Wassersport – Segel setzen, An- und Ablegen und Kurs (Verlauf der Fahrstrecke) halten. Dem Jugendtrainer Peter Oberhofer ist es wiederum gelungen, ein abwechslungsreiches Programm mit praktischen Übungen und spannenden Spielen mit und auf den Kindersegelbooten zu gestalten. Die kleinen Kapitäne waren begeistert. Ziel dieser
Jüngstenausbildung war es, jedes Kind zu befähigen, alleine zum gegenüberliegenden Ufer des Reschensees zu segeln. Alle haben diese „Prüfungsaufgabe“ ohne Havarien bestanden. Sogar die Kür-Aufgabe, eine Kirchturmumsegelung, haben die fünf Segler gemeistert. Dafür gab es nicht nur dickes Lob vom Jugendtrainer, sondern zusätzlich ein großes, leckeres Eis. Mit Stolz, wie Sieger, stellten sie sich vor dem Kirchturm zum Erinnerungsfoto. (aw)
I
m Stubaital fand kürzlich die Berglauf Masters Weltmeisterschaft statt. Vom Rennerclub Vinschgau nahmen 5 daran teil und Günther Angerer erkämpfte sich die Bronzemedaille. Es war ein sehr gut organisierter Wettkampf, allerdings mit Streckenabschnitten, wo ein Überholen fast nicht möglich war. Günther Angerer schaffte die Strecke in 1:05:29. Thomas Hanny lief die 11,5 km mit 1100hm in 1:20:40 und Manfred Stecher in 1:21:02. Der um 12 Jahre ältere Othmar Habicher „durfte“ die kürzere Strecke (7,2km und 760hm)zur Schlicker Alm hochrennen und wurde in seiner Altersklasse 9. in 45:44. Naz Veith nahm in seinem
70. Lebensjahr das 1. Mal an einem Berglauf teil, und dann gleich an einer WM. Er wurde auf Anhieb 10. in seiner Kategorie. Es gab auch ein sogenanntes offenes Rennen, bei dem Roland Altstätter 6. in seiner Klasse wurde. Die 6 Vinschger erstürmten nach dem Wettkampf auch noch einen Gipfel oberhalb der Alm. Helmut Zischg
Foto: Helmut Zischg
Foto: Andreas Waldner
v.l.: Felix, Gabriel, hinten Jugendtrainer Peter mit seinem Assistenten Max, dann Stefan, Martin und (sitzend) Noa
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Yoseikan Budo – Schlanders
Die Dan-Schmiede im Vinschgau Y
Foto: Yoseikan Budo Schlanders
Kampfkünsten einen o s e i ka n FortgeschrittenenBudo hat bzw. Meistergrad – in Schlanders schwarzer Gürtel). eine lange TraAktuell trainieren in dition. Die zwei Schlanders sechs 1° Pioniere Klaus Dan-, ein 2° Dan- und Schwienbacher drei 3° Dan-Träger. und Heinz Fritz Auch im Bereich starteten 1986 als der Jugendförderung Sektion im ASC von links: Raffaele D’Ambra, Herbert Hilpold und Christian Zischg; wird wertvolle ArSchlanders-Raiff- rechts: Jan Platzgummer (Mitglied Jugendkader) mit Andreas Stedile beim Training in Cesenatico beit geleistet. 2013/14 eisen mit dieser die Qualität der geleisteten Arkonnten sich vier Jugendliche damals noch sehr exotischen dass im Yoseikan Budo keine beit der Trainer, sondern auch aus Schlanders und drei JugendKampfkunst. Die Kurse fanden Gürtelfarben vergeben werden, die technischen Fähigkeiten liche aus Mals für den Südtiroler bereits damals regen Anklang. wohl aber Gürtelgrade. Yoseider Athleten getestet und beJugendkader qualifizieren und Unter der fachkundigen Anleikan Budo unterscheidet sich wertet. Am Ergebnis kann man hatten somit die Möglichkeit, tung von Heinz und Klaus enthierbei maßgeblich von anderen auch die Qualität eines Veran einem Trainingscamp in Cewickelte sich der Verein stetig Kampfkünsten und Kampfsporteines insgesamt ablesen. Und senatico teilzunehmen. Vom 18. weiter und wurde bald zu einem arten, wobei der Begründer des diese ist in Schlanders sicherbis zum 23. August trainierten Vorzeigeverein. Die Schlanderser Yoseikan Budo Hiroo Mochizuki lich vorzeigbar. Jugendliche aus ganz Südtirol Athleten waren technisch immer großen Wert auf diesen UnterSo erreichten im Trainingszusammen unter fachkundiger schon sehr stark, bestätigt auch schied legt. Alle Teilnehmer sind jahr 2013/14 in Schlanders ChriAnleitung eine Woche lang von Florian Spechtenhauser, derzeigleich und jeder kann von jedem stian Zischg und Herbert Hilpold früh bis spät. Ein besonderes tiger Profi-Trainer in Schlanders. lernen, unabhängig vom Grad den Grad des 1° Dan und Raffale Erlebnis waren dabei sicher die Neben den Wettkampf steloder Alter. Der 1° Dan (wörtlich D’Ambra stellte sich erfolgreich Trainingseinheiten mit Andreas len sich auch immer wieder Stufe oder Treppe stammt aus der Prüfung für den 2° Dan. An Stedile, dem amtierenden EuroAthleten den Prüfungen für die dem japanischen Budo und bedieser Stelle ist anzumerken, pameister aus Ritten. Gürtelgrade. So wird nicht nur zeichnet in vielen asiatischen
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Fußball 1. Liga
Anfang mit schwankenden Überraschungen ie von Gustav Grünfelder trainierte Schlanderser Kampfmannschaft hat den Eindruck hinterlassen, die Vorbereitungsphase gut durchgeführt zu haben. Für Schlanders ist heuer die Meisterschaft in der 1. Liga eine Art Anfangsphase. Wie Sektionsleiter Paolo Gambaro erkärt, ist nämlich eine neue Verteidigung zu gestalten, nach dem Transfer von Martin Metz nach Naturns, dem endgültigen Rücktritt vom erfahrenen Jürgen Tragust und dem momentanen Ruhestand aus familiären Gründen von Stefan Schwemm. Aus Taufers ist der Verteidiger Dominik Telser, inzwischen in Goldrain wohnhaft, gekommen. Alles in allem scheint die Meisterschaft heuer nicht leicht. Man werde allerdings versuchen, schließt Gambaro, das Beste zu tun, um das Beste herauszuholen. Das erste Meisterschaftsspiel
Fotos: Leonardo Pellissetti
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links: Dominik Telser (hinten) und „Gambi“ bem Einwärmen; rechts: Trainer Grünfelder die Schiedsrichterin Sbernia aus Bozen gegen Latsch wurde eine harte Probe und Schlanders unterlag 0:4. Auch Kastelbell und Mals verlieren heimwärts. Im zweiten Meisterschaftsspiel sind gegenteilige Ergebnisse entstanden. Schlanders gewann mit einem sensationellen 4:1
in Gargazon, Mals gewann 2:0 in Riffian und Latsch bestätigte sich mit 2:0 in Kastelbell. Die weiteren Spiele zeigten eine positive Fortsetzung der Ergebnisse für Schlanders (auswärtiges Unentschieden), positive Wende mit zwei Sie-
gen hintereinander für Kastelbell und zwei Niederlagen für Mals gegen die Tabellenführer Vöran, Leifers und Latsch. Für die ungünstige Tabellenlage von Mals spielt vielleicht der Spielkalender eine Rolle, weil Mals vorerst gegen stärkere Mannschaften spielen musste. Was Schlanders betrifft, kann man aus den positiven Ergebnissen schließen, dass die neue Verteidigung ziemlich schnell zusammengefunden hat. Die Ergebnisse der ersten vier Spiele bestätigen die von vielen Seiten ausgedrückten Meinungen und zwar, dass, mit Ausnahme von Latsch, dessen Mannschaft von Beginn an eine besondere Stärke hat, für alle Vinschger Mannschaften die heurige Meisterschaft - der Landesliga B wie berichtet nicht leicht und eine Herausforderung sein wird. (lp)
Mals
Frauen im Fußball
Titel erfolgreich verteidigt
ie Teilnahme von Frauen an der Fußballorganisation in Naturns und in Partschins ist beispielhaft. In Partschins, wo bei 6 Vorstandsmitglieder 3 Frauen sind (Christine Gerstl, Julia Götsch und Maria Pircher), entspricht die Lage vollkommen der Gleichberechtigung. In der beispielhaften Mitarbeit zwischen Naturns und Partschins spielen die Frauen eine wichtige Rolle, die in der Spielgemeinschaft beider Vereine Co-Trainer sind, wie Anna Maria Müller bei
U 11, oder Betreuerinnen wie Kathrin Blaas und Petra Ladurner bei c-Jugend blau, Karin Gstrein und Michaela Nischler bei der CJugend gelb, Maria Leiter bei der B-Jugend und Christine Gerstl bei der A-Jugend. Christine ist seit 2 Jahren im Ausschuss, 8 Jahre Betreuerin und auch Linienrichterin. In Partschins ist Michaela Öttl Betreuerin der U10. In Naturns ist Erika Mitterer in der Sektionsleitung und Betreuerin mit Tanja Saurer und Elisabeth Peterlunger. (lp) Christine Gerstl auf der Naturnser Tribüne mit A-Jugend Spielern Foto: Leonardo Pellissetti
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Foto: „Wind“-Archiv
Partschins/Naturns
Der Nachwuchs der Badminton-Mannschaft des OSZ Mals hat den Italienmeistertitel der Oberschulen in Lignano erfolgreich verteidigt. Nadja Thurner, Rudi Sagmeister, Maria Stecher, Köllemann Simon und Sportlehrerin Veronika Oberhofer
B
adminton: Das Oberschulzentrum Mals stellt erneut den Italienmeister der Oberschulen. Der Nachwuchs gibt ein kräftiges Zeichen. Bei den Badminton-Italienmeisterschaften der Oberschulen in Lignano ist die Mannschaft des OSZ Mals erneut ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Im Kampf um den Titel
hat der Nachwuchs der Malser Badminton-Mannschaft kräftig aufgezeigt. Veronika Oberhofer, Sportlehrerin und Betreuerin der Mannschaft: „Unsere jungen Athletinnen und Athleten haben sich tapfer geschlagen und im entscheidenden Moment keine Nerven gezeigt. Das hat uns erneut den Titel gebracht. Ein toller Erfolg.“
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Mals/Fußball
Rosenheim
Das runde Leder rollt am OSZ Mals
Mittelstreckler
Trainer Arnold Schwellensattl (links) und Koordinator Manuel Horrer mit ihren Schützlingen
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eit Herbst 2014 führt das OSZ Mals eine FußballKlasse. Die Athleten haben die Spielbewertung, den Schnelligkeits- und Geschicklichkeitstest bestanden. Nun beginnt die professionelle Förderung ihrer sportlichen Begabung parallel zur regulären Schulausbildung. Manuel Horrer, Sportlehrer und Koordinator der jungen Fußballer: „Die Infrastruktur passt optimal. Das Training in
Klein- und Großgruppen findet zweimal wöchentlich auf dem nahen Sportplatz der Sportanlagen in Mals statt, das Konditionstraining in den Krafträumen der Schule. Im Winter wird das Training in die Dreifachturnhalle des OSZ verlegt. Und damit das Lernen nicht zu kurz kommt und jeder die beste Unterstützung findet, bietet die Schule gezielte Lernberatung an.“ Der FC Südtirol hat die Schirmherrschaft der Fußball-
Klasse des OSZ Mals übernommen. Mit Arnold Schwellensattl trainiert auch ein Trainer des FC Südtirol die Rohdiamanten des Fußballs von morgen: „Ich freue mich auf diese Herausforderung“, so Schwellensattl, „die Athleten werden für die Schulmannschaft die landesweite Schulmeisterschaft bestreiten, gegen Mannschaften von Schulen mit Schwerpunkt Fußball spielen und ev. auch gegen Mannschaften des FC Südtirol.“
chon beim Großen Preis der Mittelstrecken in Trient zeigte sich der Prader Moritz Graf in aufsteigender Form. Bei allen drei Läufen konnte er überzeugen. Eine nochmalige Verbesserung glückte ihm nun in Rosenheim. Beim gemischten Rennen über 5000 m glänzte er mit einer Zeit von 18:50,56 Minuten und konnte damit einige Athleten aus der allgemeinen Klasse hinter sich lassen. Aus der groß vorbreiteten Vinschgaumeisterschaft wurde hingegen wegen der Ausfälle nichts. Fabian Waldner kam auf gute 12,31 m gefolgt von Jürgen Fleischmann mit 11,40 m. Der Vinschgaurekord von Stefan Valorz liegt bei 13,10 m und bleibt damit noch bestehen. (ah)
Foto: Michael Traut
Foto: „Wind“-Archiv
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Auf der Piste in Rosenheim ist der jüngere Moritz Graf erkennbar, weil er etwas kleiner ist als seine Gegner
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• Mitarbeiter/in
zur verwaltungsmäßigen Abwicklung des Verkaufs
Ihr Profil: Reifediplom oder höhere Schulbildung, gute Deutsch- und Italienischkenntnisse, EDV-Kenntnisse, verantwortungsbewusste und selbständige Arbeitsweise, Kontaktfreudigkeit, Teamgeist, Flexibilität. Wir bieten: abwechslungsreiche Tätigkeit, angenehmes Betriebsklima, regelmäßige Weiterbildung und eine leistungsgerechte Entlohnung. Wenn Sie an dieser Tätigkeit interessiert sind, schicken Sie Ihre Bewerbungsunterlagen innerhalb 10. Oktober 2014 an die Direktion der VI.P Gen. landw. Gesellschaft, Hauptstraße 1c, 39021 Latsch. (oder E-Mail: josef.wielander@vip.coop). Absolute Diskretion wird zugesichert.
Dantestraße 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451 Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: Edwina Oberthaler: 0473 732196 Kathrin Gluderer: 0473 732196 Gerti Alber: 0473 73 21 96 Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp), Sarah Mitterer (sam) Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Brigitte Maria Pircher (bmp), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Andreas Waldner (aw), Sylvia Ilmer Wieser (sil), Barbara Wopfner (bw), Heinrich Zoderer (hzg) Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57 Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; außerhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 150 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht
unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen
www.vinschgerwind.it
02.10.14
Vinschgerwind 20-14
/Kleinanzeiger/ 55
Weiterbildung/Allfälliges
Wind-Termine
AVS Ortsstelle Oberland lädt zum Vortrag
Tamara Lunger – Ăœber eine Leidenschaft, die Leiden schafft
Tamara Lunger erzählt von ihren Expeditionen zum Pobeda, Khan Tengri, Muztagh Ata und Broad Peak. Wann: am Sa. 4. Okt. 2014 um 20.30 Uhr Wo: im Vereinshaus von Graun
E & K Physiopraxis Latsch Fleischmann Elisabeth Tscholl Kunigunde Neue Festnetznummer!!!
0473 623 533
Naturns • HauptstraĂ&#x;e 37
www.physiotherapie-vinschgau.it
Tee- & Kräuterfestival
Vorträge zu Liebeskräutern, Fachinformationen, Verkauf von Sßdtiroler QualitätsKräuterprodukten, Kinderanimation Wann: am Sa. 25. Oktober. 2014 von 10.00 bis 17.00 Uhr Wo: Kursaal Meran, Eintritt frei Infos: Fachschule Frankenberg, Tel. 0473 920 962
ÂŽ
Zahnarztpraxis Schlanders / Laas
Tel. 0473 626 699
Kurs fĂźr Hobbyfilmer
Tipps zum filmen + schneiden fßr Anfänger Einblick in die Materie, Schnittprogramme am PC, Tipps fßr die richtigen Aufnahmen (Filmaufbau); in zwei Kursabenden im Clubhaus in Goldrain Wann: voraussichtlich 1. Novemberwoche 2014 20.00 bis ca. 22.30 Uhr (begrenzte Teilnehmerzahl) Anmeldung/Info: Tel. 335 80 90 005 (ab 18 Uhr)
In dieser Zahnarztpraxis wird mit Lachgas-Sedation (Teilnarkose) gearbeitet!
P.S Wir sind NIE nach Latsch Ăźbersiedelt!
Teppichreinigung vom Fachbetrieb
sepp@dnet.it / www.amateurfilmer-verein-vinschgau.it
Herbstangebot: 20 ₏ – 50 ₏ pro losem Teppich, je nach GrĂśĂ&#x;e
incl. gratis Abholdienst
Adjiri Odametey
Tel. 335 58 73 528
Afrikanische Weltmusik BrĂźckenschlag zwischen den Rhythmen und Melodien der Welt. Wann: Freitag, 3. Oktober 2014 um 20.00 Uhr Wo: Kulturhaus Karl SchĂśnherr, Schlanders Kartenvorverkauf: im BĂźro des Kulturhauses in der GĂśflanerstr. 27 und an der Abendkasse ab 19 Uhr
INFOGAY 6342 0471 97
INFO + BERATUNG VON SCHWULEN FĂœR SCHWULE, BISEX UND FREUNDE > JEDEN DI. 20–22 UHR > INFOGAY@CENTAURUS.ORG
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Weiterbildung vor Ort Gesundheit
Yoga fßr Männer und Frauen
IVHS – Freizeit
Johanna Wassermann TERMINE Do, 09.10. – Do, 11.12.2014 (jeweils Do) UHRZEIT Vormittag 09.00 Uhr – 11.00 Uhr, insgesamt 9 Treffen UHRZEIT Abend 19.00 Uhr – 21.00 Uhr, insgesamt 9 Treffen ORT Vormittag Sozialsprengel Mals ORT Abend OSZ Mals Kursbeitrag 90 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 06.10.2014
Sprachen
Spanisch fßr Anfänger 40+
REFERENT/IN Martina Thanei TERMINE Fr, 17.10. + Fr, 24.10.2014 UHRZEIT 16.00 Uhr – 17.30 Uhr, insgesamt 2 Treffen ORT Pflege- und Altenheim Latsch Kursbeitrag 15 Euro (inkl. Materialspesen) ANMELDESCHLUSS Di, 14.10.2014 EDV
Vanessa Cahuana TERMINE Do, 09.10. – Do, 18.12.2014 (jeweils Do) UHRZEIT 19.00 Uhr – 21.00 Uhr, insgesamt 10 Treffen ORT Mittelschule Laas Kursbeitrag 130 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 06.10.2014
Freies Malen REFERENT/IN Martina Thanei TERMINE Do, 16.10. – Do, 11.12.2014 (jeweils Do) UHRZEIT 19.00 Uhr – 21.30 Uhr, insgesamt 8 Treffen ORT Pflege- und Altenheim Schluderns Kursbeitrag 60 Euro (inkl. Materialspesen) ANMELDESCHLUSS Mo, 13.10.2014
Info – Anmeldung: HauptstraĂ&#x;e 1 – Bahnhof Spondinig – 39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 0473 61 81 66 – E-mail: info@gwr.it Ă–ffnungszeiten: Mo – Do: 08.00 Uhr – 17.00 Uhr | Fr: 08.00 Uhr – 12.00 Uhr
Word und Excel Grundkurs
REFERENT/IN Patrik Tschenett
REFERENT/IN
IVHS – Freizeit
Malen fĂźr GroĂ&#x; und Klein (GroĂ&#x;)Eltern–Kind–Malen
REFERENT/IN
TERMINE Fr, 17.10. – Sa, 15.11.2014 (jeweils Fr und Sa) UHRZEIT 19.00 Uhr – 21.00 Uhr, insgesamt 8 Treffen ORT OSZ Mals Kursbeitrag 110 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 13.10.2014
Freizeit
Nudelgerichte und Vorspeisen aus regionalen Zutaten REFERENT/IN
Erwin Folie TERMINE Di, 21.10., Mi, 22.10., Fr, 24.10.2014 UHRZEIT 19.30 Uhr – 23.00 Uhr, insgesamt 3 Treffen ORT OSZ Mals Kursbeitrag 75 Euro ANMELDESCHLUSS Do, 16.10.2014
Details zu den Kursangeboten finden Sie auf www.gwr.it
www
gwr.. it
Seilbahn
Unterstell Naturns
Jahre