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Vinschgerwind ausgabe 2-16 Vinschgau Südtirol

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Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen

Nr. 2 (268) 21.01.16 I.P. 12 Jg.

www.vinschgerwind.it

„Ausländische Milch“

Die Nauderer Biomilch ist bei der Mila unerwünscht

b Skipass a 0 ,0 1 2 12 Uhr € ler)

(für Südti

ro

www.nauders.com


2 /Wandern/

Vinschgerwind 2-16

Schneeschuhtour

21.01.16

Winterwanderung

Höhentour

Winterparadies Tarscher Alm Fotos: Tarscher Almlounge-Berghotel

Das Bergrestaurant Tarscher Almlounge-Berghotel hat heuer erstmals im Winter wieder geöffnet!

Info und Tipp: Heuer ist der Weg zur Tarscher Alm erstmals als Wanderweg und für Schneeschuhwanderer ausgeschildert (Nr. 11). Start ist beim Parkplatz Talstation. Dauer ca. 1,5 bis 2 Stunden. Für Infos: Tel. 340/1153045

Ein Erlebnis der besonderen Art wird heuer erstmals auf der Tarscher Alm in der Almlounge-Berghotel geboten: ein majestätischer Ausblick von der Sonnenterrasse, herzhafte Gerichte, Übernachtungsmöglichkeit, Saunabesuch (Infrarotkabine und finnische Sauna) - und das alles auf 1940 Meter - mitten in einer Ruhezone, welche in dieser Form selten anzutreffen ist. Ein Erlebnis der besonderen Art ist auch die Wanderung zur Almlounge-Berghotel: Den Wanderern mit oder ohne Schneeschuhen bieten sich zwei Möglichkeiten. Ein ausgeschilderter Wanderweg führt durch den verschneiten Wald (ca. 1,5 Stunden Gehzeit) oder man wandert gemütlich entlang der Forststraße (ca 2 Stunden Gehzeit). Oben angekommen kann man sich am Kamin aufwärmen und die herzhaften Gerichte genießen. Auf Vorbestellung wird in der Almlounge-Berghotel Kalbshaxe oder Flanksteak oder Tagliata angeboten. Wer noch weiterwandern will, der ist in einer Stunde bei der Zirm-Hütte (nicht bewirtschaftet) und genießt dort einen herrlichen Blick ins Tal und zum Hasenohr. Auch für Skitourengeher ist dieser Anstieg ein leichter und die Abfahrt über die ehemalige Piste eine Herrlichkeit. Wer ein besonderes Wochenende auch zu speziellen Anlässen genießen will, verbindet die Wanderung mit einer Übernachtung in der Almlounge-Berghotel, genießt die unvergleichliche Ruhe am Berg, lässt den Abend bei einem gemütlichen Abendessen ausklingen: Entspannung pur. Nach einem reichhaltigen Frühstück kann zur Zirm-Hütte oder retour ins Tal gewandert werden.

Geöffnet bis Ostermontag

Schneeschuh- & Winterwandern Skitouren

Aktuelle Infos & Übernachtungsmöglichkeit Tarscher Almlounge & Berghotel Bergrestaurant · Tel. +39 340 115 30 45 · info@almlounge.it · www.almlounge.it

Do. von 15 bis 21 Uhr Fr. und Sa. von 12 bis 21 Uhr So. von 12 bis 17 Uhr


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Vinschgerwind 2-16

/inhalt/ 3

Inhalt Titel: „Ausländische Milch“

Seite 6

Vinschgau: Leader-Aktionsgruppe in Aktion

Seite 11

Prad: Die Palabirn und die neue Gemeindeverwaltung

Seite 4

Leserbriefe/Stellungnahmen

Seite 12

Graun: Die Gründung der Oberländer Gletscherbahn AG

Seite 5

Vinschgau: Handlungsbedarf bei der Jagd

Seite 14

Mals: Entwurf für das Pestizidverbot ist da

Seite 5

Menschen: Der Modedesigner Dimitrios Panagiotopoulos Seite 17

Obervinschgau: Neuerungen bei Grenzpendlern

Seite 8

Vinschgau: Interview mit Martha Stocker

Marienberg: Schulung statt Beratung

Seite 9

Sonderthema: Förderungen beim Bauen

Seite 18 ab Seite 32

Graun: Nächtigungsrekord im Sommer 2015

Seite 10

Nationalpark Stilfserjoch: Biotop Schgumser Badl

Seite 42

Langtaufers: Standortbewertung für Weißkugelhütte

Seite 10

Sport: Rodel Weltcup in Tarsch / Skicross am Watles ab Seite 44

Kommentar von Chefredakteur Erwin Bernhart

Büchse der Pandora Mit dem anlaufenden Autonomie-Konvent soll das Südtiroler Autonomiestatut der Zeit angepasst werden. Eine rund einjährige Diskussion in einem „Forum der 100“ (welche in einem Auslosungsverfahren ermittelt werden sollen - jeder kann sich bis zum 6. März 2016 anmelden unter www.konvent. bz.it) soll es sein, bis ein Ergebnis feststehen und dem Landtag vorgelegt werden soll. Bereits im Vorfeld wird das Konstrukt vor allem von patriotischer Seite verspottet: „Dieser Konvent ist eine reine Augenauswischerei und ein PRGag“, giftet etwa Ulli Mair von den Freiheitlichen. Als „Gedankengefängnis“ verbrennt Andreas Pöder von der Bürgerunion den angekündigten Konvent verbal. Sven Knoll von der SüdTiroler Freiheit fordert, wenn schon, einen ergebnisoffenen

Konvent, was auch Selbstbestimmung usw. heißen kann. Dem offiziellen Südtirol geht es mittlerweile so gut, dass man sich dranmacht, die Büchse der Pandora zu öffnen, also dieses Südtirol Paket aufzuschnüren. Eigentlich ohne ersichtliche Not und ohne tatsächlich erkennbare Notwendigkeit. Im Gegenteil: Italien will zentralistischer werden, bei den nördlichen Nachbarn ist ein Rechtsruck in den Parteienlandschaften aufgrund des Flüchtlingsthemas nicht unwahrscheinlich. Kurz - die Umgebungszeit für eine Paketaufschnürung ist emotional und dürfte emotionaler werden. Wie kann es gelingen, Emotionen, welche ohnehin Südtirol-intern aufkochen werden, ausgerechnet in diesem angekündigten Autonomie-Konvent herauszunehmen? Das wird ein spannendes Unterfangen.

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4 /politik/

Vinschgerwind 2-16

Geld für SVP 12.196 BürgerInnen haben 2015 entschieden, 2 Promille ihrer Einkommensteuer der SVP zukommen zu lassen: 149.659 Euro sind so zusammengekommen.

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Wind - online

Umfrage auf www.vinschgerwind.it

Welche Erwartungen verbinden Sie mit dem neuen Jahr 2016? Eher positive oder eher negative?

70 % Positive 30 %

negative

Neue Umfrage: Würden Sie eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Nordtirol begrüßen?

11 Palabirnbäume und die neue Gemeindeverwaltung Prad am Stilfserjoch - In Lichtenberg, einer Fraktion von Prad mit 405 Einwohnern, soll ein neues Feuerwehrgerätehaus errichtet werden. Dafür müssen zwei Palabirnbäume gefällt werden. Umweltschützer und Heimatpfleger wehren sich dagegen. Was macht die Gemeindeverwaltung?

D

ie alte Gemeindeverwaltung von Prad unter BM Hubert Pinggera hat alle Schritte in die Wege geleitet, um an einer anderen Stelle ein neues Feuerwehrgerätehaus zu errichten. Eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahre 2012 hat gezeigt, dass eine Erweiterung der bestehenden Feuerwehrhalle unverhältnismäßig teuer und keine angemessene Nutzung gewährleistet hätte. Durch die Erweiterung hätten außerdem der Jugendraum und die Bibliothek verlegt werden müssen. Im Februar 2015 hat die alte Gemeindeverwaltung einen Techniker beauftragt, ein Projekt für den Neubau einer Feuerwehrhalle an einer neuen Stelle auszuarbeiten. Bei einem Lokalaugenschein mit dem Landesamt für Zivilschutz am 18.03.2015 wurde das Vorhaben zum Neubau befürwortet. Mitte Dezember wurden die Projektunterlagen vorgelegt und am 29.12.2015 hat der Gemeinderat bei zwei Enthaltungen das Vorprojekt zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses Lichtenberg genehmigt. Voraussichtliche Gesamtkosten: 907.806,04 Euro. Die neue Gemeindeverwaltung unter dem BM Karl Bernhart von der Bürgerliste Gemeinsam für Prad wusste, dass eine Landesfinanzierung der Feuerwehrhalle nur möglich ist, wenn bis Jahresende alle Projektunterlagen beim Land eingereicht werden. Durch

die Neuregelung der Gemeindefinanzierung gibt es für den Bau von Feuerwehrhallen ab 2016 keine Landesbeiträge mehr. Deshalb hat die Gemeindeverwaltung alles unternommen, um in den Genuss von Landesbeiträgen für den Bau der Feuerwehrhalle zu kommen. In dieser Zone werden außerdem vier Wohnungen des geförderten Wohnbaus errichtet und dabei wären zwei weitere Palabirnbäume nach dem ersten Durchführungsplan gefährdet gewesen. In der gesamten Zone befinden sich insgesamt 11 Palabirnbäume. Die sieben weiteren Palabirnbäume befinden sich auf dem bisherigen Golfplatz, der in eine Zone für öffentliche Grünflächen umgewidmet wurde. Durch die Umbauarbeiten werden diese sieben Bäume nicht berührt. Wie der BM Bernhart mitteilte, sollen die beiden Bäume in der Zone für geförderten Wohnbau durch eine Abänderung des Durchführungsplanes nicht mehr gefährdet sein. Es geht also nur um die beiden Bäume in der Zone für öffentliche Einrichtungen, wo die neue Feuerwehrhalle errichtet werden soll. Nachdem bekannt wurde, dass durch dieses Bauvorhaben zwei alte Palabirnbäume gefällt werden müssen, traten vor allem Umweltschützer und Heimatpfleger auf den Plan. In einer Presseaussendung der Umweltschutzgruppe Vinschgau und des Heimatpflegeverbandes, sowie in einem Offenen Brief vom Organisationskomitee

Die neue Gemeindeverwaltung unter BM Karl Bernhart von der Bürgerliste Gemeinsam für Prad hat sich für den Bau der Feuerwehrgerätehalle in Lichtenberg entschieden. Zwei Palabirnbäume müssen dafür gefällt werden. Aber vielleicht kommt doch alles etwas anders.

Foto: Heinrich Zoderer

von Heinrich Zoderer

Palabir Glurns wird die Gemeindeverwaltung Prad aufgefordert, dieses einmalige Palabirnen Ensemble zu schützen. Auch der Umweltlandesrat Theiner meint in einer Pressemitteilung, dass der Schutz dieser PalabirnBäume für den Vinschgau von kulturhistorischer Bedeutung sei. Die Grüne Landtagsfraktion spricht in einer Anfrage von einem Juwel der Vinschgauer Kulturlandschaft und fragt, warum im Landschaftsplan der Gemeinde Prad der Palabirn-Anger nicht ausgewiesen sei. BM Bernhart berichtet, dass die Gemeindeverwaltung auch einen neuen Standort für die Feuerwehrhalle gesucht, aber bisher noch kei-

nen gefunden hat. Er bedauert, dass die meisten nicht das Gespräch mit der Gemeinde gesucht, sondern sich nur über die Medien zu Wort gemeldet haben. In Lichtenberg hat sich mit einer Ausnahme niemand gegen das Vorhaben gewehrt. Eine neue Wende kam Anfang Jänner, als die Landesverwaltung mitteilte, dass für die Finanzierung der Feuerwehrhallte keine Geldmittel zur Verfügung stehen. Somit scheint es, dass zumindest im kommenden Frühjahr wieder alle 11 Palabirnbäume blühen werden und für die geplante Feuerwehrhalle nach einer neuen Finanzierung gesucht werden muss.


21.01.16

Vinschgerwind 2-16

/politik/ 5

Graun/Langtaufers

Mindestsumme für die Gründung ist da islang sind es 85 Aktionäre, die mit der Einzahlung von Kapitalbeiträgen für die Gründung der Aktiengesellschaft für die Oberländer Geltscherbahn stehen. „Es sind überwiegend private Investoren“, zieht Thomas Federspiel für den Vinschgerwind eine Zwischenbilanz. Viele Langtauferer haben eingezahlt, auch Grauner und Haider und auch von außerhalb der Gemeinde Graun komme Interesse. So habe etwa ein Betrieb aus Prad eine größere Summe eingezahlt. Federspiel ist Gemeinderat aus Reschen und er ist im Organisationskommittee „Oberländer Gletscherbahn vertreten. Die Zwischenbilanz hat die Erwartungen übertroffen, es sei einiges in Bewegung. Denn weitere 20 Aktionäre hätten eine Einzahlung zugesagt. Noch hat sich die Mehrzahl der Gastwirte und der Handwerker aus der Gemeinde Graun zurückgehalten. Informationsversammlungen für beide Kategorien, welche in der laufenden Woche abgehalten werden, und

Foto: Erwin Bernhart

B

Das Organisationskomitee „Oberländer Gletscherbahn“ v.l.: Paul Jakomet, Josef Thöni, Manfred Blaas, Thomas Federspiel, Peter Oberhofer und Magnus Blaas auch intensivierte Einzelgespräche sollen diese Zurückhaltung lösen. Rund 120.000 Euro liegen für die Gründung einer Aktiengesellschaft derzeit als Kapital bereit. „Das Mindestkapital für die Gründung sind diese 120.000 Euro“, sagt Federspiel. Diese Summe ist beinander, so dass Anfangs Februar an die Gründung der Aktiengesellschaft herangegangen wird. Im November des vorigen Jahres, bei der

Vorstellung des Organisationskomitees, samt Fahr- und Finanzierungsplan, hat man noch von einer Summe von 500.000 Euro und 100 Aktionären gesprochen. Wichtig ist vor allem die Anzahl der Aktionäre und nicht sosehr die Geldsumme. Denn die Anzahl der Aktionäre ist ein untrügliches Indiz dafür, dass die Verbindung Langtaufers-Kaunertal in der Bevölkerung verankert und gewollt wird. Vor allem die Anzahl der Einzahlenden in

der Gemeinde Graun ist dabei von einiger Bedeutung. Genau dies ist für Hans Rubatscher, als Mehrheitseigner der Kauntertaler Gletscherbahnen die treibende Kraft für eine skitechnische Verbinung LangtaufersKarlesjoch, von Wichtigkeit. Mehrere Gastwirte von Nauders stehen zwar bereit, üben sich aber noch in Zurückhaltung. Die Schranken sollen im Laufe dieser, spätestens in der nächsten Woche fallen. Auch soll, so Federspiel, mit dem Vorstand des Skigebietes von Schöneben eine Zusammenkunft stattfinden. Klar sei auch, sagt Federspiel, dass eine skitechnische Verbindung St. Valentin - Schöneben von einer Verbindung Langtaufers-Kauntertal getrennt gedacht und getrennt behandelt werden müsse. Dies habe man im Gemeinderat eingehend besprochen und dies wurde auch von BM Heinrich Noggler und vom für die Liftanlagen zuständigen Referenten Franz Prieth nach außen kommuniziert (sh. Vinschgerwind 1/16). (eb)

Mals

Stellungnahme

Der Entwurf ist da

Antwort auf den Leserbrief von Rudolf Tratter („Sanitätsreform“)

E

Foto: Erwin Bernhart

in Entwurf für die Verordnung in Richtung Verbot besonderer Pestizide in der Gemeinde Mals ist in der Gemeindestube angekommen. Verfasst hat diesen mit Spannung erwarteten Entwurf der Trientner Professor Marino Marinelli im Auftrag der Gemeinde Mals. Marinelli wurde bereits für den Text für die Satzungsänderung hinzugezogen, welche am 16. Juli 2015 mit Zweidrittelmehrheit im Gemeinderat beschlossen worden ist. Nun geht’s um die Umsetzung dieses Beschlusses und das ist die Verordnung. BM Ulrich Veith (Bild) sagt, dass der Entwurf vorerst im Gemein-

deausschuss, dann mit dem Promotorenkomitee, dann in einer Klausursitzung des Gemeinderates besprochen werden wird. Man nehme sich Zeit und wolle keine Schnellschüsse machen, sagt Veith. Denn die Verordnung solle natürlich gesetzlich standhalten. Deshalb wolle er auch keinen Zeitpunkt für die Beschlussfassung im dafür zuständigen Gemeinderat nennen. Dieser werde jedenfalls unabhängig vom Beginn der Spritzsaison im Langes und auch unabhängig von einem richterlichen Bescheid der laufenden Festsetzungsklage sein. (eb)

Laut dem in der Schweiz versicherten Rudolf Tratter würden Krankenhausaufenthalte in Südtirol lange Zeit der Krankenversicherung des Herkunftslandes nicht in Rechnung gestellt. Er unterstellt dem Land Südtirol eine Nachlässigkeit, die auf keinen Fall den Tatsachen entspricht: In der gesamten EU/CH werden Aufenthalte der krankenversicherten Bürger untereinander verrechnet; dabei handelt es sich um riesige Mengen an Datensätzen, die alle Staaten ständig periodisch und digital austauschen. So werden z.B. alle Aufenthalte von französischen, deutschen oder dänischen Staatsbürgern in Italien zwischen Rom und Paris, Berlin und Kopenhagen als „Datenblock“ verschickt und verrechnet. Diese Fakturierungswege funktionieren vollautomatisch in ganz Europa nach dem gleichen Prinzip, der Bürger selbst wird darin nie involviert. Im konkreten Fall hat der zuständige Abteilungsdirektor den Aufenthalt von Herrn Tratter überprüft und festgestellt, dass die Zahlung bereits vor längerer Zeit erledigt wurde. Die Behauptung, dass diese Zahlung noch nicht erfolgt sei, ist somit falsch. Hätte sich Herr Tratter die Zeit genommen, bei den zuständigen Stellen nachzufragen, bevor er über die Zeitung einen Leserbrief lancierte, wären den Verantwortlichen des Gesundheitswesens, in primis Landesrätin Dr.in Martha Stocker, die ungerechtfertigten Anschuldigungen erspart geblieben. Dr.in Irene Pechlaner, Direktorin des Gesundheitsbezirkes Meran


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Vinschgerwind 2-16

21.01.16

Die unerwünschte Nauderer Biomilch Der Deal, die Biomilch aus Nauders in der Mila in Bozen zu Bio-Joghurt zu verarbeiten, hätte auch ein Sprungbrett für die Biomilch im Vinschgau sein können: Die Transportfrage wäre gelöst, die Produktion hätte längst starten können, die Auszahlungspreise wären - grenzüberschreitend - gut gewesen, ein grenzüberschreitendes Bio-Projekt. Es ist anders gekommen. Elmar Monz, Biobauer vom Rosenhof in Nauders sagt zu den gescheiterten Verhandlungen, Biomilch nach Bozen liefern zu können:

„ Foto: Erwin Bernhart

Ewig schade, das wäre tip top gewesen.

von Erwin Bernhart

W

enn’s um’s Geld geht, ist die Europaregion Tirol ein Papiertiger. Anders gesagt: Grenzüberschreitendes, gemeinsames Wirtschaften funktioniert in der Theorie und auf schönen Thesenpapieren und bei Sonntagsreden, in der Praxis funktioniert dies höchst selten oder gar nicht. Dies mussten zum Beispiel die Nauderer Biobauern mit großem Bedauern zur Kenntnis nehmen. Die ganze Geschichte ist zwar schon etwas länger her, hat aber auch Auswirkungen auf die Gegenwart. Und wenn der Nauderer Biobauer mit 30 Melkkühen Elmar Monz auf Gespräche und E-Mails zurückblickt, kann er nur den Kopf schütteln. „Schade, sehr schade“, sagt Monz.

Was ist geschehen? Ausgelöst hat die Geschichte ein Informationsabend von Vertretern von „Alce Nero“ gemeinsam mit Vertretern der Bergmilch Südtirol in Mals im Herbst 2014. „Alce Nero“ ist einer der großen, wenn nicht der größte Bio-Händler in Italien, vertreibt Bio-Produkte - Teigwaren, Fruchtsäfte, Honigprodukte, Reis, Olivenöle, Tomatenprodukte usw.. Was „Alce Nero“ in seinem Sortiment fehlt, sind Milchprodukte, hergestellt aus Biomilch. Die höchsten Vertreter von „Alce Nero“ waren in Mals auf der Suche nach dieser Biomilch. Lucio Cavazzoni, Mitbegründer und Präsident von „Alce Nero“ war selbst in Mals und er war von der Landschaft und von der Möglichkeit, Biomilch aus dem Oberen Vinschgau zu beziehen, sichtlich angetan

(sh. Vinschgerwind vom September 2014). Die Idee dahinter war und ist es immer noch, dass die Bergmilch Südtirol bzw. die Mila in Bozen die Biomilch zu Joghurt verarbeitet und für „Alce Nero“ ettikettiert. Einziges Problem damals: Mit einer Produktion von rund 1000 Kilogramm sei im oberen Vinschgau zu wenig Biomilch vorhanden, so dass sich der Abholtransport noch nicht rechne. Und da kamen die Nauderer ins Spiel. Elmar Monz, seines Zeichens auch Bezirksobmann des Bauernbundes Landeck, Obmann der Landwirtschaftskammer in Landeck und Obmann-Stellvertreter des Bauernbundes Tirol und zudem Gemeinderatsmitglied in Nauders, hat der Bergmilch Südtirol eine Zusammenarbeit angeboten. In Nauders sind die meisten Milchbauern Biobauern und die


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16 Biobauern dort haben ein Kontingent von rund einer Million Kilo Biomilch pro Jahr. Alle zwei Tage stehen rund 6000 Kilo Biomilch abholbereit in Nauders. Tatsächlich zeigten die Bergmilch-Vertreter Interesse und bekundeten dies auch bei gemeinsamen Gesprächen in der Bauernstube von Monz in Nauders. Reinhard Schuster, der bei Bergmilch für das Mitgliederwesen und für den Milchtransport verantwortlich ist, der Vize-Obmann der Bergmilch Südtirol Alfred Pobitzer und auch Milchtransporteur Andreas Zöggeler waren bei Elmar Monz. Weil die Nauderer ihre Milch zu einem einzigen Sammelpunkt an der Hauptstraße bringen, wäre die Transportfrage kein Problem gewesen. Schuster habe von einem BiomilchPreis von 60 Cent pro Kilo gesprochen, die Gespräche hätten im Laufe von 2014 Fahrt aufgenommen, sagt Monz. Voraussetzung für eine Zusammenarbeit sei, so hat es Monz gefordert, dass die Nauderer Bauern Mitglieder bei der Bergmilch Südtirol werden. Dazu solle der Vorstand der Bergmilch Südtirol einen Grundsatzbeschluss fassen. Ein positiver Beschluss sei, so Monz, auch gekommen. Erst dann hat Monz beim Tiroler Raiffeisenverband diverse Gutachten eingeholt, die rechtliche Seite beleuchten lassen, die genossenschaftliche Seite auch. Denn die Nauderer, so der Plan, wären in Form einer eigenen Genossenschaft der Bergmilch Südtirol beigetreten. Auch wurde Rat beim ehemaligen Tiroler Bauernlandesrat Anton Steixner gesucht. Schließlich war Steixner bei den Verhandlungen federführend, deren Ergebnis es den Bauern im Stubai- und Wipptal vor knapp zwei Jahren ermöglicht haben, von der TirolMilch zum Milchhof Sterzing zu wechseln. Vom erfolgreichen Joghurthersteller, dem Milchhof Sterzing, wurden im Jahr 2014 sensationelle Preise an die Bauern gezahlt: im Schnitt 59 Cent/kg für konventionelle Milch und sagenhafte 74 Cent/kg für Biomilch. Die Wipptaler Bauern sind bei den Sterzingern mehr als gut aufgehoben. Ähnliches könnte auch mit der Nauderer Biomilch gelingen, wenn eine Zusammenarbeit mit der Bergmilch Südtirol (welche aus der Fusion von Mila und Senni hervorgegangen ist) in Richtung „Alce Nero“ gelingt. Preise von 60 Cent/kg aufwärts ließen in Nauders Träume aufkommen. Berechtigte Träume auch, wenn man bedenkt, dass die Tirol-Milch den Bio-Bauern derzeit rund 48 Cent/kg für die Biomilch ausbezahlt. Für die konventionelle Milch werden nur 34 Cent/kg bezahlt. Die Tirol-Milch ist 2011 in die Oberösterreichische Berglandmilch eingegliedert worden. Seither sinken die Auszahlungspreise und die Tiroler Bauern murren immer lauter. „Die Zustimmung für diese

Fusion war der größte Fehler der Bauern in Tirol“, kommentiert Elmar Monz den Schritt im Rückblick. Die Nauderer Milch wird in die Verarbeitungszentrale der Tirol-Milch nach Wörgl transportiert. Das sind rund 170 Kilometer. Von Nauders nach Bozen wären es 114 Kilometer. Sind uns die Bauernbrüder aus Nauders deshalb näher? Mitnichten. Denn plötzlich kamen die Verhandlungen und die Gespräche zwischen den Bauern aus Nauders und den Südtiroler Bergmilch-Vertretern ins Stocken. Just am Heiligabend 2014 ließ Reinhard Schuster dem Elmar Monz in einer E-Mail wissen: „Leider verzögert sich die Entscheidung über die definitive Zusage zur Abholung der Rohmilch aus Nauders.“ Es seien nochmals einige Dinge mit „unserem Partner Alce Nero“ abzuklären. Und dann, Mitte Jänner 2015, kam die kalte Dusche für die Nauderer. Mit einer lapidaren Mitteilung wurden sämtliche Nauderer Bio-Bauern-Träume vorerst zunichte gemacht. „Leider muss ich euch mitteilen“, so das E-Mail von Reinhard Schuster an Elmar Monz, „dass der Zukauf von österreichischer Milch sehr schwer möglich ist und zwar aus folgenden Gründen: 1. D ie Aufnahme als Mitglied/Mitglieder wurde abgelehnt. 2. U nser Partner Alce Nero ist nicht besonderlich erfreut über „ausländische Milch“ 3. Die Rückverfolgbarkeit in unserer Produktion ist nicht gewährleistet, da die ausländische Milch/Rahm getrennt werden muss...“ Elmar Monz ist enttäuscht und vermutet auch anderweitiges. Und zwar, dass Vertreter der Tirol-Milch Druck auf Bergland Südtirol ausgeübt haben könnte. Denn TirolMilch lässt ihre Bauern ungern ziehen. Dem widerspricht allerdings Reinhard Schuster. Es sei kein Druck ausgeübt worden. Vom Vinschgerwind mit der Aussage konfrontiert, dass „Alce Nero“ über die „ausländische Milch“ nicht erfreut sei, widerspricht „Alce Nero“Präsident Lucio Cavazzoni. Cavazzoni sagt, das sei nicht die Po-

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sition von „Alce Nero“. Man arbeite grundsätzlich grenzüberschreitend. Es sei eher ein internes Problem der Mila, ein genossenschaftliches und ein technisches. Denn die Milch aus dem Ausland müsse getrennt behandelt werden. Er wolle sich da nicht einmischen. Und zum Start der Bio-JoghurtProduktion bei der Mila sagt Cavazzoni, dass man derzeit südtirolweit 42 BiomilchBauern beisammen habe. Benötigt würden 70 bis 80 Biobauern, damit die Milchmenge zusammenkomme, um mit der Produktion starten zu können. Er sei zuversichtlich, dass noch im heurigen Jahr mit der Produktion gestartet werden könne. Man sei der Mila mit allen verfügbaren Mitteln für die Umstellung einiger Mitglieder von konventionell auf bio behilflich. Elmar Monz und die Biobauern aus Nauders haben nach wie vor Interesse an einer Zusammenarbeit in Sachen Biomilch. „Ich sehe, dass die Bergmilch aus dem Alpenraum Zukunft hat“, sagt Monz. Und als grenzüberschreitendes Projekt hätte die Biomilch eine große Chance. Geografisch gehöre Nauders ohnehin zum Vinschgau. Auch wäre den Bauern im Oberland beim Abtransport geholfen. Derzeit müssten etwa zwei Biobauern aus Reschen ihre Biomilch alle zwei Tage selbst zur Sammelstelle nach St. Valentin liefern. Die Mila bzw. Geschäftsführer Robert Zampieri fand es nicht der Mühe wert, auf eine schriftliche Anfrage des Vinschgerwind eine Stellungnahme abzugeben. Will man in der Mila die EuropaRegion Tirol als Papiertiger erhalten? Die Sterzinger jedenfalls haben’s anders gemacht.


8 /Wirtschaft/

Vinschgerwind 2-16

21.01.16

von Albrecht Plangger

Zwei Vinschger Campingplätze in den Top 100

Rom-Infos ins Tal

Grundlage des Camping.Info Awards 2016 ist die Zufriedenheit von 51.427 registrierten Campinggästen, die in Summe 94.319 Bewertungen auf Camping.Info abgegeben haben. „Ins Ranking fließen ausschließlich die Bewertungen der Gäste ein. Der Camping.Info Award ist also ein reiner Publikumspreis“, erklärt Erwin Oberascher, Geschäftsführer von Camping.Info. Auf Platz 56 ist der Camping Residence Sägemühle in Prad und auf Platz 63 der Waldcamping Naturns gelistet.

Neuerungen für Grenzpendler Die Grenzpendler sind mit Neuerungen bei der Krankenversicherung und im Steuerrecht konfrontiert. Bei der Grenzpendlertagung am Samstag, den 9. Jänner im Kultursaal von Schluderns wurde versucht, Licht in die Sache zu bringen. Viele Fragen sind offen.

Über 400 der rund 700 Grenzpendler bei der Tagung in Schluderns. Organisatoren waren KVW und „Südtiroler in der Welt“

von Magdalena Dietl Sapelza

D

ie zentralen Themen der Grenzpendlertagung drehten sich um Neuerungen bei der Krankenversicherung und im Steuerrecht. Künftig müssen Grenzpendler für ihre Krankenversicherung in Italien bezahlen, wenn sie dort Leistungen in Anspruch nehmen wollen. Bisher waren diese kostenlos und man konnte sich die Krankenversicherung in der Schweiz sparen. Denn in Italien haben alle Bürger mit Wohnsitz Zugang zur Krankenversicherung. Den Arbeitnehmern hier wird der Beitrag automatisch vom Lohn abgezogen. Die Beiträge der Grenzpendler werden künftig nach Einkommen gestaffelt, erklärte Anna Mittermair von Gesundheitsbezirk Meran (387 bis 2.388 Euro jährlich). Mittermair rief die Grenzpendler auf, sich bei den Patronaten oder im Sprengel zu informieren und die einzelnen Situationen abzuklären. Nach wie vor besteht die Option, die Krankenversicherung in Italien oder in der Schweiz zu be-

zahlen. Roland Pircher vom KVW Patronat Mals bemerkte, dass viele „ins Blaue leben“, was sich dringend ändern müsse, damit es „keine blaue Wunder gebe“, weil die Abdeckung fehlt. Der Sprecher der Grenzpendler Josef Trafoier kritisierte die vielen Ungereimtheiten in der praktischen Umsetzung, speziell was die Saisonarbeiter betrefft. Unsicherheiten gibt es, was die künftige Besteuerungen betrifft. Die Neuregelung könnte, laut dem Kammerabgeordneten Albrecht Plangger, so aussehen: 70 Prozent bezahlen die Grenzpendler in der Schweiz und 30 Prozent in Italien, nach dem jeweiligen Steuersatz. Dieser ist in Italien um einiges höher als in der Schweiz. Auch die bisherige Sonderbesteuerung mit Steuerausgleich für die Vinschger Gemeinden (900 Euro jährlich pro Grenzpendler) könnte sich ändern. Die Steuersache sei aber noch längst nicht ausgereift, so Plangger. Er werde sich darum kümmern. Auch die Gemeinden sollten wie bisher etwas von den Grenzpendler-Steuern bekommen.

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Das Stabilitätsgesetz hat für das Jahr 2016 für die Südtiroler einige interessante Neuigkeiten gebracht. Auf Grund guter Zusammenarbeit zwischen Senatoren und Abgeordneten konnten gar einige Anliegen vor allem in den Bereichen Landwirtschaft, Tourismus und Gemeinden untergebracht werden. Ein Vorschlag unseres Vinschger Bauernbunddirektors zur Steuererleichterung bei Immobilienübertragungen von selbstbewirtschaftenden Nebenerwerbsbauern ist nun sogar Gesetz. Der Vorschlag wurde sogar im „Sole 24ore“ hervorgehoben. Das neue Jahr hat mit viel Schwung begonnen. Am 14. Jänner hat in der Kammer die vorletzte Lesung zur neuen Verfassungsreform stattgefunden. Der Text ist mit überwältigender Mehrheit durchgewunken worden. Nun kommt er Anfangs April zurück in die Kammer und muß nochmals ohne Änderungen bestätigt werden. Ich habe ganz bewußt dafür gestimmt, da sich Südtirol – trotz des völlig zentralistischen Charakters der Reform recht gut geschlagen hat. Eigentlich wollte man mit dieser Reform nicht nur die Regionen mit Normalstatut sondern auch die „Sonderautonomie ordentlich zurecht stutzen“. Dies ist nicht gelungen, sodass wir nun ganz ordentlich „aufgestellt“ sind. Die neue Reform greift bei uns erst, sobald die Anpassung unserer international abgesicherten Autonomiestatuts an die neue Verfassung erfolgt ist – und zwar mittels Einvernehmen zwischen Staat und Land. Auch konnten wir verhindern, daß wir mit einem Umsetzungstermin unter Zeitdruck gesetzt hätten werden können. Wir haben keine Kompetenzen verloren wie die Regionen mit Normalstatut. Wir konnten zwar nicht erreichen neue Kompetenzen per Durchführungsbestimmung zu erhalten (dies wäre eine „Abkürzung“ gewesen ohne das Parlament mit einzubeziehen), aber wir können gleich wie die „gut verwalteten“ Regionen mit Normalstatut auf Grund des neuen Art. 116 – zusätzliche Kompetenzen, wie zum Beispiel die Umwelt dazugewinnen. Auch bei der Anzahl der Senatoren haben wir gut abgeschnitten. Heute 3 auf 315, morgen 2 auf 100. Die Senatoren der Sonderautonomien des Nordens erreichen gemeinsam fast 10%, somit werden sie – wenn sie kompakt bleiben – wieder ein gewichtiges Wort mitreden.


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Vinschgerwind 2-16

/Wirtschaft/ 9

Marienberg/Vinschgau

Foto: Andreas Waldner

Diesmal Schulung statt Beratung

Genossenschaftsgründung, Konfliktmanagement und Projektmanagement

I

m Dezember hat das vierte Wirtschaftsbeiratstreffen der Raika Obervinschgau im Kloster Marienberg stattgefunden. Es handelte sich diesmal nicht um ein klassisches Beirats-Treffen sondern um ein Schulungspaket mit den Themen Genossenschaftsgründung, Konfliktmanagement und Projektmanagement. Die Referenten boten wichtiges Kow-how (Wissen und Können) für alle, die in naher Zukunft besondere Vorhaben angehen möchten. „Die Genossenschaft ist eine Unternehmensform, bei der der Mensch im Mittelpunkt steht und nicht das Kapital. Pro Kopf ein Stimmrecht, demokratische Entscheidungsfindung, die Vollversammlung ist das höchste Organ“, so charakterisiert Karl

Heinz Weger, Leiter der Hauptabteilung Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften im Raiffeisenverband Südtirol, eine Genossenschaft. Besonders in den letzten Jahren wären im Bereich Energieversorgung, Wohnbau, Sozialdienstleistungen und Regionalentwicklung viele neue Genossenschaften gegründet worden. Insgesamt gibt es in Südtirol ca. 920 Genossenschaften mit über 150.000 Mitgliedern. Immer wenn Menschen zusammenkommen, kann es zu Konflikten kommen. Für Projekte gilt das umso mehr. Die Teammitglieder in Projekten lernen sich oft erst in der Eröffnungsbesprechung kennen und sollen trotzdem möglichst sofort von Null auf Hundert zusammenarbeiten. Matthias Theiner gelang es didaktisch geschickt mit folgenden Fragen „um die Ecke gedacht“ … Ursachen bzw. Lösungen „rüber zu bringen“. Wie kann ich Projekte sicher zum Scheitern bringen? Wie kann ich Spannungen sicher zum Explodieren bringen? Projekte scheitern dann, wenn: Keine Ziele, keine Verantwortlichkeiten, keine Unterstützung, keine Organisation, keine Kompetenzen gegeben sind. Entsprechende Erfolgsfaktoren im Projektmanagement

sind: Eindeutiges Projektziel, klare Verantwortlichkeit, Unterstützung der Geschäftsleitung, Projektorganisation und richtige Instrumente und Methoden. Entsprechende Tipps zum richtigen Verhalten empfahl der Referent: 1. Klappe halten! …. und zuhören, wirklich zuhören! 2. Gefühlsregungen zulassen… …wenn mich etwas enttäuscht, verletzt, beleidigt ist das OK, oder? Und beim anderen? 3. „Tut leid“- Sagen (…nicht: meinen…) „Ein Scheit allein …“ Für den eigenen Beitrag entschuldigen. 4. Auf Zukunft ausrichten… …Wie geht‘s weiter? 5. Gewinnen oder Problem lösen? Punkt 1 und folgende wird nur klappen, wenn ich keine Ego-Sache draus mache? Geht‘s ums „recht haben/Gewinnen“ oder ums „Problem“? Der Schulungsabend endetet mit einer Käseverkostung, veranstaltet von Sonja Sagmeister und Alexander Agethle, Betreiber der Hofkäserei Engelhorn in Schleis. (aw)


10 /Wirtschaft/

Vinschgerwind 2-16

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Graun/Oberland

Nächtigungsrekord im Sommer 2015 U

193.765

Foto: Andreas Waldner

m sich mit den Mitgliedern besser zu verständigen hat die Führung der Ferienregion Reschenpass zu einer zweiten Vollversammlung im abgelaufenen Jahr geladen. Tourismusdirektor Ulli Stampfer unterbreitete den Haushaltsvorschlag 2016 mit den entsprechenden Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 623.300 €. Anschließend berichtete er über die vielfältige und reichhaltige Vereinstätigkeit 2015 und zeigte aussagekräftige Statistiken. Zu den Schwerpunkten zählten der Ausbau der Enduro Trail Region, die Instandhaltung der Wanderwege, Eventdurchführungen und die Durchführung des Sommerprogrammes. So wurden 25 Bänke neu aufgestellt, 30 Schilder mit neuen ausgetauscht, 4 Wege hergerichtet und 15 wieder neu markiert. Unter Veranstaltungen und Events wurden genannt: die Augusttour, die Flohmärkte, der Ortler Bike Marathon, der Reschenseelauf, die Eröffnung der 3-Län-

Knapp 140.000 Nächtigungen im Sommer 2015: Rekord der Enduro Trails, die European Enduro Serie, der Gore Tex Transalpine Run, die Alutech Yellow Days und die Journalisten Bike Pressefahrt. Das Wochenprogramm sah geführte Wanderungen vor, den Wanderbus zur Grauner Alm und Ausflugsfahrten nach Innsbruck und zu den Kristallwelten Swarovski und schließlich zur Berninafahrt. Das Kulturprogramm sah Museumsführungen in Graun, Bunkerführungen in Reschen und Staumauerbesichtigung in St.Valentin vor. Im Herbst gabs noch Käseverkostungen auf der Melager Alm. Zehn 3-Länder Endurotrails sind fahrbereit, der Untere Spin Trail und der Plamort Trail kommen 2016 hinzu und komplettieren das Angebot. Insgesamt wurden 1.929 Bikekarten verkauft und damit Einnahmen von € 121.097 erzielt. Die 3-Länder Summercard Gold wurde heuer 19.626 Mal ver-

139.041

332.806

wendet und hat einen Umsatz von 126.090 realisiert. Die Winternächtigungen 2014/15 erreichten die Summe von 193.765, die Sommernächtigungen hingegen eine Rekordzahl von 139.041, das sind insgesamt 332.806 Nächtigungen bei 77.291 Gesamtankünfte 2014/15. Unter vielen Vorschlägen und Ideen von Seiten der „Dorf-TourismusStammtische“ findet man: einen Eislaufplatz schon zu Weihnachten und auch am Turm und eine Eisschnelllaufbahn, Verkehrsberuhigung, Dorfverschönerung und fürs Langlaufen nur mehr eine Loipe. Abschließende Stellungnahmen gaben Bürgermeister Heinrich Noggler, Raika-Direktor Markus Moriggl und Tourismusreferent Josef Thöni ab. Am Ende der Versammlung stellten Mitarbeiter von Südtirol Marketing den neuartigen Online-Auftritt der Ferienregion vor. (aw)

Langtaufers/Graun

Standortbewertung für Weißkugelhütte B

me so nicht, sagt BM Heinrich Noggler dem Vinschgerwind. Die Gemeinde wolle lediglich ein Lawinengutachten einholen, um dieses gegebenfalls als Verhandlungsunterlage mit den Landesämtern ins Feld führen zu können. Eine Standortprüfung sei das. Beauftragt wurde das Bozner Planungsbüro ARE von Matthias Platzer. Gesamtkosten

Foto: „Wind“-Archiv

ekanntlich soll die Weißkugelhütte zuhinterst des Langtauferertales neu gebaut werden. Für eine Ausschreibung fehlt noch das Brandschutzprojekt. Bekannt ist auch, dass Langtauferer Experten, Berg- und Skitourenführer etwa, mit dem heutigen Standort nicht glücklich sind. Geschickter, so die Aussagen, wäre eine Verlegung auf die orografisch linke Seite des Tales. Die Gemeinde Graun ist nun diesem Wunsch ein Stück weit entgegengekommen: Am 30. Dezember 2015 hat der Gemeindeausschuss ein Lawinengutachten für einen orografisch linksseitigen Standort in Auftrag gegeben. Der Text des Beschlusses ist allerdings so formuliert, dass man bereits eine Verlegung der Weißkugelhütte als beschlossene Sache herausliest: „Die Weißkugelhütte soll zudem von der orografisch rechten auf die orografisch linke Talseite verlegt werden“, heißt es im Beschluss Nr. 470 vom 30.12.2015. Das stim-

Die Gemeinde Graun will endlich Klarheit über den Standort zum Neubau der Weißkugelhütte erlangen

rund 3.000 Euro. Bereits in diesen Tagen werden die Ergebnisse des Gutachtens vorliegen und, so Noggler, man wolle rasch in Verhandlungen treten, um nicht als Verzögerer des Neubaues dazustehen. Denn das Land sei sowohl Auftraggeber als auch Zahlmeister für die neue Weißkugelhütte. Wenn sich der neue Standort auf Quote 2354 m (die Lokalitäten „Gamskofer“ und „Bergl“ werden nicht berücksichtigt) als lawinensicher ergebe, hänge es von den Landesämtern und von den möglichen Mehrkosten ab, ob der neue Standort in Frage käme. BM Heinrich Noggler bemängelt beim derzeitigen Planungsstand, dass der Neubau nicht als wintertauglich ausgeführt werden soll. Ein Winterraum sei zwar vorgesehen, aber die neue Weißkugelhütte sei als reine Sommerschutzhütte deklariert. „Wenn schon“, sagt Noggler, „soll die Schutzhütte auch wintertauglich werden.“ (eb)


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/Wirtschaft/ 11

Vinschgau

Leader-Aktions-Gruppe Vinschgau steht urz vor dem Jahreswechsel, am 29.12.2015 wurde - im Gegensatz zum Pustertal - ohne viel Aufhebens die LeaderAktionsgruppe (LAG) im Vinschgau aus der Taufe gehoben. Im Oktober 2015 hat die Bezirksgemeinschaft Vinschgau zur Bildung einer solchen Aktionsgruppe aufgerufen, auch um den erforderlichen lokalen Entwicklungsplan (LEP) für die LeaderPeriode 2014-2020 ausarbeiten zu können. Es ist gesetzlich vorgesehen, dass diese Leader-Aktionsgruppe mehrheitlich aus Privaten Institutionen besteht, öffentliche Körperschaften sollen in der Minderheit bleiben. Die Aktionsgruppe im Vinschgau ist schlank bestückt und besteht aus dem Präsidenten der Bezirksgemeinschaft Andreas Tappeiner, der der Gruppe als Präsident vorsitzt und den Bürgermeistern von Martell und Schnals Georg Altstätter und Karl-Josef Rainer, welche alle Vinschger Gemeinden vertreten sollen. Für die Tourismusorganisationen ist Kurt Sagmeister, für die Landwirtschaft Raimund Prugger, als sektorenübergreifende Repräsentantin ist Rita Egger und für die Genossenschaft für Regionalentwicklung Gustav Tschenett in der Arbeitsgruppe vertreten. Die schlanke

Bestückung des Gremiums, sagt Andreas Tappeiner, ist aufgrund der jahrzehntelangen Erfahrung mit EU-Geldern im Vinschgau zustande gekommen. Entscheidungen können so unkomplizierter und schneller gefällt werden. Das Pustertal und auch das Burggrafenamt haben hingegen Leader-Aktionsgruppen von bis zu 50 Personen. Bereits vor einer Woche musste der lokale Entwicklungsplan, welcher die Grundsätze für die Programmperiode 2014-2020 beinhaltet, eingereicht und zur Genehmigung durch die Landesregierung vorgelegt werden. Rund 3 Millionen Euro plus rund 400.000 Euro für Verwaltungabläufe stehen dem Leader-Gebiet Vinschgau an EU-Geld für die kommenden 5 Jahre zur Verfügung, sagt Bezirkspräsident Andreas Tappeiner. Arg ins Schwitzen ist die LAG-Gruppe bei der Erstellung deshalb gekommen, weil das Anforderungsprofil für das Strategiepapier kurz vor Weihnachten umgekrempelt worden ist. Das Strategiepapier ist mit Hilfe von Klaus Wallnöfer und vom Generalsekretär Konrad Raffeiner erstellt worden. Nach der Genehmigung des Strategiepapieres durch die Landesregierung erfolgt der Aufruf zur Einreichung von Projekten.

Die Begutachtung und die Auswahl der zum Zuge kommenden Projekte findet wiederum in der Leader-Aktionsgruppe statt. (eb)

Foto: Erwin Bernhart

K

Andreas Tappeiner übernimmt den Vorsitz der Leader-Aktionsgruppe (LAG), weil die Bezirksgemeinschaft Vinschgau als federführender Partner bei der EU-GeldVerwaltung fungiert

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12 /Leserbriefe/

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Wind - Klick-Tipps

„Wissenschaftlich und realpolitisch überholt“

Local SEO

„Andreas Khols Aussagen zur doppelten Staatsbürgerschaft sind wissenschaftlich und realpolitisch überholt.“ Mit diesen Worten reagiert die Süd-Tiroler Freiheit auf ein Interview, dass der Kandidat zum Amt des Bundespräsidenten am 14. Jänner im Morgengespräch der Rai Südtirol gegeben hat. Andreas Khol gibt im Interview zu bedenken, dass für eine doppelte Staatsbürgerschaft Verfassungsänderungen und Völkerrechtsänderungen erforderlich seien. „Keines von beiden ist wahr“, hält Cristian Kollmann, Pressesprecher der Landtagsfraktion der Süd-Tiroler Freiheit, dagegen. „Es genügt eine Änderung des österreichischen Staatsbürgerschaftsgesetzes. Auf diese Tatsache haben sowohl der Völkerrechtsexperte Univ.-Prof. Dr. Peter Hilpold als auch der Rechtsanwalt DDr. Franz Watschinger hingewiesen“, argumentiert Kollmann. Kollmann Fazit: „Wenn Andreas Khol an unserer internationalen und wissenschaftlichen Tagung über die doppelte Staatsbürgerschaft teilgenommen hätte, wäre er nun auf dem aktuellen Forschungsstand und würde sich davor hüten, weiterhin Irrmeinungen zu verbreiten.“ Cristian Kollmann, Süd-Tiroler Freiheit

von Roland Sprenger, Online-Berater roland@opc.online

L

aut einer Google Studie aus dem Jahr 2014 nimmt die Häufigkeit der “lokalen Suche”, d. h. nach einem Geschäft, Bars, Hotels, usw. stetig zu. Für diese Suchanfragen wird aber immer seltener der heimische PC genutzt, sondern das Smartphone, welches man bei sich hat. Sind hier die Einstellungen der Ortungsdienste auf “An” gestellt und der Nutzer führt eine lokale Suche aus, z.B. “Restaurant Schlanders”, so werden in den Suchergebnissen alle Restaurants in der Nähe angezeigt. Eine lokale Suche besteht somit aus Suchbegriff und Ort. Der wichtigste Punkt allerdings ist, dass ein Nutzer welcher eine lokale Suche ausführt, bereits eine Kaufabsicht hat. Aus der Google Studie geht ebenso hervor, dass 50 % der Nutzer, welche eine solche Suche ausführten, anschließend innerhalb 24 h das Unternehmen besucht haben. Auch die Google Suche wurde bereits auf die Neuerung optimiert. Zu den bekannten Suchergebnissen in Textform zeigt Google auch eine Karte mit lokalen Unternehmen, vorausgesetzt die Suche entspricht einer lokalen Suche. Diese Präsenz in der lokalen Suche ist für Unternehmen also sehr wichtig. Unternehmenseinträge wie beispielsweise Google My Business oder Here Maps, entsprechen nicht immer dem aktuellsten Stand. Unter Local SEO versteht man also die Optimierung des Lokalen Eintrags bei Google oder anderen Verzeichnissen, damit das Unternehmen auch erscheint, wenn es “lokal” gesucht wird.

Süd-Tiroler Freiheit setzt Akzente Am 29. Dezember fand in Prad die letzte Gemeinderatssitzung des Jahres statt. Wie üblich

standen zum Jahresende der Haushalt und die Immobiliensteuer GIS auf dem Programm. Spannung versprach auch das Vorprojekt zur Feuerwehrhalle in Lichtenberg sowie ein Beschlussantrag der Süd-Tiroler Freiheit zur Reschenbahn. Bereits im Vorfeld sind die Immobiliensteuer und der Haushalt ausführlich diskutiert worden. Bei der Erstwohnung einigte sich der Gemeinderat auf einen Freibetrag von 721,88 €uro, wodurch de facto nur mehr Luxuswohnungen besteuert werden. Die Gemeinde Prad hat einen beachtlichen Haushalt von über 8 Millionen €uro, welcher einstimmig von allen Gemeinderatsmitgliedern genehmigt wurde. Große Beachtung fand auch das Vorprojekt zur Feuerwehrhalle in Lichtenberg, vor allem die knappe Mehrheit in der Baukommision sorgte für Gesprächsbedarf. Die Lichtenberger Pala Birnenbäume sind nun weltbekannt geworden und werden auch großteils geschützt. Die Liste G.f.P. musste hier einen politischen Spagat zwischen ökologischen Ideologien und Regierungsverantwortung schaffen. Schließlich wurde das Vorprojekt aber mit 14 Ja und 2 Enthaltungen vom Gemeinderat angenommen. Abschließend erfolgte der Beschlussantrag der Süd-Tiroler Freiheit zur Reschenbahn. Der Gemeinderat der Bewegung Alfred Theiner betonte hierbei, dass es sich um einen Grundsatzbeschluss handle, bei welchen sich die Gemeinde Prad für eine Zugverbindung von Mals Richtung Landeck aussprechen sollte. Bürgermei-

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Lieber Vinschger Wind! Stürm doch recht kalt und grausig rein, wenn deine Schreiber Titel schreib’n. Es klingen grad wie vor 100 Jahren, die Titel, die im Dezember waren: Frauen heißen „Hühnerhaufen“, es ist doch echt zum Haare raufen. Wir wünschen Euch, dass Einsicht im neuen Jahr Euch leucht’: denn ohne Frauen geht es nicht, und manierlich Schreiben ist die Pflicht! Anni Thaler, SVP-Bezirksfrauenreferentin

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ster Karl Bernhart sprach sich grundsätzlich auch dafür aus, wünschte sich aber den Zusatz, dass auch die Zugverbindung ins Engadin unterstützt wird. Da dieser Vorschlag durchaus sinnvoll ist, konnte er auch ohne weiters akzeptiert werden. Daher stimmte man dieser Abänderung zu, wodurch der Beschlussantrag einstimmig vom Gemeinderat angenommen wurde. Der Prader Bürgermeister konnte weiters berichten, dass der letzte Beschlussantrag der Süd-Tiroler Freiheit zur getrennten Sammlung von Tetra Paks auf einem guten Weg in der Vinschger Bezirksgemeinschaft sei. Wodurch bewiesen ist, dass mit Vernunft und Hausverstand auch gute Vorschläge der Opposition umgesetzt werden können. Die Gemeinderäte der Süd-Tiroler Freiheit, Alfred Theiner und Ronald Veith

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Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

Am Meraner Hรถhenweg. In diesem ungewohlichen Winter, ein vielleicht ungewรถhnliches Bild des Cevedale mit dem Naturnser Sonnenberg im Vordergrund. Eine starke Optik und eine klare Luft machen es mรถglich.

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Fotonachweis: Silvia Frau

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Kolping im Vinschgau

Adolph-KolpingStraßen?

Handlungsbedarf Vinschgau - Die Erhaltung eines Wildbestandes im Einklang mit den Bedürfnissen der Waldentwicklung und der Land- und Forstwirtschaft: Dieses Ziel nannte heute (11. Jänner) Landesrat Schuler bei der Vorstellung einer Analyse der Verbissauswirkung des Rotwildes auf die Verjüngung im Forstinspektorat Schlanders.

R

und zwei Drittel des Südtiroler Waldes schützen vor Naturgefahren. „Es besteht enormer Handlungbedarf“, unterstrich Forst- und Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler, „um die Funktionen des Waldes, vor allem auch als Schutzwald, zu gewährleisten und das Gleichgewicht zwischen Wild, Lebensraum und Kulturlandschaft zu gewährleisten“. Die Verbissschäden seien je nach Zone und Baumart verschieden; durch den Verbiss können bestimmte Baumarten ganz verschwinden, was sich negativ auf die Artenvielfalt auswirkt. Der Vinschgau ist ein sehr sensibler Lebensraum, weil dort etwa die klimatischen Voraussetzungen zum Teil extrem sind und die Walderneuerung hemmen. Zugleich ist der Vinschgau ein hervorragender Rotwildlebensraum. Allerdings können zu hohe Schalenwilddichten den Wald nachhaltig schädigen. In den 1990er-Jahren wurde von der Abteilung Forstwirtschaft eine Untersuchung über den Einfluss des Schalenwildes auf die Entwicklung des Waldes in Südtirol durchgeführt. Aus diesen landesweiten Erhebungen ging hervor, dass im Obervinschgau und im zentralen Teil des Nationalparks südtirolweit die höchsten Verbissbelastungen an den Jungbäumen zu verzeichnen sind. Im Gebiet des

Nationalparks Stilfser Joch wurde 2012 erneut eine Erhebung durchgeführt, die zugleich auch als Grundlage für eine weitere selektive Rotwildentnahme im Nationalpark diente. Denn nach Einführung eines Jagdverbotes im Nationalpark im Jahre 1983 wurde erkannt, dass zu starke Vermehrung des Rotwildes den Wald nachhaltig schädigt. Ohne die jährlich durchgeführte Rotwildregulation im Park wären der Wald, seine Schutzfunktion und auch die Biodiversität langfristig gefährdet. Foto: LPA/Maja Clara

Das Jahr 2015 war geprägt vom 150. Todestag des Verbandsgründers Adolph Kolping. Es war also ein Kolping-Jahr! Im abgelaufenen Jahr wurde die Person Adolph Kolping besonders im Vordergrund gestellt. Immer wieder wurde auf sein Leben, sein Handeln und auf die Aktualität verwiesen. Der Name Adolph Kolping ist im Jahre 2015 aber nicht nur bekannt geworden durch verschiedene Veranstaltungen, sondern auch durch die Benennung von Straßen und durch die Kolpinghäuser. Beispielsweise gibt es in Deutschland über 1.200 Straßen, Wege, Gassen und Plätze, die nach Adolph Kolping benannt sind. Kolpingstraßen gibt es in allen 20 größten Städten Deutschlands und in 14 Ländern auf allen Kontinenten, außer in Australien. Wo gibt es aber in Südtirol Kolpingstraßen? Derzeit leider nur zwei: eine in Bozen und eine in Sterzing! Es stellt sich die Frage: Könnten es in Südtirol nicht mehr sein? Dazu bräuchte es selbstverständlich den Einsatz, das Handeln unserer Verbandsmitglieder, aber auch von interessierten Personen, denen Adolph Kolping von Bedeutung ist! Er kann so der Nachwelt erhalten bleiben, aber vor allem kann immer wieder auf sein Engagement hingewiesen werden. Auch die Häuser – die Kolpinghäuser – sind von Bedeutung. Sie tragen doch auch seinen Namen! In Südtirol sind es deren fünf: in Bozen, Brixen, Bruneck, Meran und Sterzing. Die Kolpinghäuser sind heute sicherlich in der Öffentlichkeit am meisten bekannt! Vielleicht gelingt es nicht nur den Bekanntheitsgrad zu erweitern, sondern dass sich Menschen immer wieder neu zu Adolph Kolping bekennen, einen Menschen der begeistert!

Verbiss stark angestiegen, Situation kritisch: Wildbiologe Luca Pedrotti bei der Vorstellung der Analyse, rechts LR Arnold Schuler Im Laufe des vergangenen Sommers wurden auch im Gebiet des Forstinspektorates Schlanders außerhalb des Nationalparks Erhebungen durchgeführt, deren Ergebnisse Luca Pedrotti, Experte für Wildbiologie und gleichzeitig wissenschaftlicher Koordinator für Wildfragen im Nationalpark Stilfserjoch, kürzlich vorgestellt hat.

Der Verbiss, legte der Wildbiologe dar, ist in diesen 20 Jahren stark angestiegen, die Situation kritisch. „Unser Auftrag“, führte Landesrat Schuler aus, „ist die Erhaltung eines Wildbestandes im Einklang mit den Bedürfnissen der Waldentwicklung und der Land- und Forstwirtschaft“. Dabei ist die Jagd der wichtigste Partner, denn nur durch eine geregelte Entnahme kann ein gesundes Gleichgewicht garantiert werden. Um den natürlichen Aufwuchs mit Jungbäumen zu ermöglichen, ist die Regulierung vor allem des Rotwildes notwendig. Die nun vorliegenden Daten im Vinschgau - innerhalb wie auch außerhalb des Nationalparks - zeigen deutlich, dass die Verbissbelastung durch das Wild für den langfristigen Erhalt der Wälder zu hoch ist. Am 20. Jänner sind die Ergebnisse der Studie den Revierleitern sowie den Mitarbeitern des Forstinspektorates Schlanders vorgestellt worden. Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Jagd, des Bauernbundes, der Landwirtschaft sowie des Forstdienstes wird anschließend die Ergebnisse bewerten und konkrete Maßnahmen für eine angemessene Wald- und Wildbewirtschaftung ausarbeiten. Diese Ergebnisse dienen für die Festlegung der Abschusspläne für das kommende Jahr. (LPA/r)


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pr-info Weißes Kreuz

Sozialdienst beim Weißen Kreuz Den freiwilligen Sozialdienst gibt es bereits seit einigen Jahren und er wurde mit einem Landesgesetz in Südtirol eingeführt. Am 1. August 2007 hat der erste freiwillige Sozialdiener beim Weißen Kreuz seinen Dienst angetreten, und mittlerweile sind ihm über die Jahre sehr viele Gleichgesinnte nachgefolgt. Derzeit sind 19 Sozialdienstleistende beim Weißen Kreuz in den verschiedensten Sektionen tätig. Sie sind eine wichtige und wertvolle Hilfe, und bringen sich mit ihrer Lebens- und Berufserfahrung sehr gut in das Vereinsleben ein. Die allermeisten Sozialdiener arbeiten im Krankentransport mit, das heißt, sie begleiten und betreuen die Patienten während des Transportes. Der Sozialdienst beim Weißen Kreuz kann von allen Bürgern ab dem 29. Lebensjahr geleistet werden, sofern sie für die Tätigkeit geeignet sind.

Angesprochen sind vor allem Rentnerinnen und Rentner, aber auch Menschen, welche eine neue Lebenserfahrung machen möchten und Freude haben, anderen Menschen zu helfen und gleichzeitig für sich selbst etwas dazuzulernen. Der Sozialdienst bietet sehr viel Flexibilität bei der Wahl der Anzahl der Wochenstunden sowie bei der Auswahl der Dienstdauer. Sozialdiener bekommen eine monatliche Spesenvergütung. Sie genießen aber auch (inklusive ihrer Familien) die Vorteile der Mitgliedschaft Weltweit PLUS. Wir haben einige Sozialdiener gefragt, wie es ihnen beim Weißen Kreuz geht: Mahlknecht Benno, Schlanders: Wie gefällt Ihnen die Mitarbeit als Sozialdienstleistender beim Weißen Kreuz?

Die Mitarbeit gefällt mir sehr gut, da ich mit vielen interessanten Mitarbeitern und Patienten im Kontakt bin und sehr viele neue Erfahrungen sammeln kann. Gibt es eine besondere Situation auf die Sie sich immer gerne erinnern? Vor allem denke ich da an die Dankbarkeit der Patienten und an die vielen Gespräche während der Transporte. Diese helfen den Kranken, ihre Situation zu erleichtern. Können Sie den Sozialdienst beim Weißen Kreuz weiterempfehlen – wenn Ja, warum? Ich kann diesen Dienst jedem empfehlen, da man eigentlich nur positive Erfahrungen machen kann.

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Patscheider Roswitha, Mals: Was sind Ihre Aufgaben als Sozialdienstleistender? Ich bin im Krankentransport tätig - d.h., ich begleite Patienten beim Transport ins Krankenhaus zu Visiten, Therapien, Dialyse usw. Sind Sie auch interessiert mitzuhelfen? Dann können Sie sich gerne innerhalb 12. Februar 2016 bei uns melden: Landesrettungsverein Weißes Kreuz: Personalabteilung Lorenz Böhler Straße 3 39100 Bozen T. 0471444382 F. 0471444373 Mail: zivildienst@wk-cb.bz.it www.weisseskreuz.bz.it

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Schriftlich

§ Gute Vorsätze für 2016

Die Freiheitliche Landtagsfraktion forderte in einem Beschlussantrag die Wiedereinführung des schriftlichen Hinweises zur Verlängerung des Führerscheins. Der Antrag wurde bei der Sitzung in der vergangenen Woche vom Landtag angenommen. „Verabsäumen die Inhaber die notwendigen Schritte für eine Verlängerung des Führerscheins einzureichen, verfällt ihre Berechtigung ein entsprechendes Fahrzeug zu führen. Wird dem zuwidergehandelt, so werden hohe Strafen fällig“, unterstreicht Pius Leitner, Fraktionssprecher der Freiheitlichen. „Deshalb forderte die Freiheitliche Landtagsfraktion die Landesregierung auf, alle nötigen Schritte zu veranlassen, dass die Inhaber eines Führerscheins wieder auf die bevorstehende Verlängerung verbindlich und zeitgerecht hingewiesen werden.“

Es gehört zu den eingefleischten menschlichen Gewohnheiten, das neue Jahr mit guten Vorsätzen zu beginnen. Und so hat sich auch der Autor dieser Rubrik für 2016 einiges vorgenommen, allerdings auch wissend, dass der Weg in die Hölle mit guten Vorsätzen gepflastert ist. Zu den festen Absichten für das kommende Jahr gehört es, die Beiträge über die Gemeinde Schlanders „ausgewogener“ zu gestalten. So soll es nun nicht mehr vorkommen, dass wir - über die x-te Aufhebung der provisorischen Abtransporterlaubnis des Göflaner Marmors durch das Verwaltungsgericht berichten; - über die Prozesslawinen, welche die Gemeinde Schlanders dadurch ausgelöst hat, dass sie die bestehende Forststraße in eine „Marmorstraße“ für den Abtransport aus dem Göflaner Wantlbruch „umtaufen“ wollte;

Bozen/Vinschgau

Aus dem Gerichtssaal

In geheimer Mission

Harry

Debbie

Joe

In Mission

geheimer

Premiere: Freitag, 22.01.2016; 20.00 Uhr Marion

Weitere Aufführungen: Samstag, 23.01.2016; 20.00 Uhr Sonntag, 24.01.2016; 20.00 Uhr Mittwoch, 27.01.2016; 20.00 Uhr Samstag, 30.01.2016; 20.00 Uhr South Sonntag, 31.01.2016; 16.00 Uhr: Family Day Freitag, 05.02.2016; 20.00 Uhr

Aufführungsort: Kulturhaus MALS Faye

spenden“ nicht fehlen lassen! Statt dessen schwebt mir vor, in Zukunft häufig Geschichten über lustige und denkwürdige Prozesse vor dem vormaligen Bezirksgericht Schlanders zu schreiben. Im Zuge der Monti-Reform vom Jahre 2012 wurden alle noch bestehenden Außenstellen des Landesgerichts abgeschafft. Mir hat bis heute noch niemand die angeblich damit verbundene „Ersparnis“ erklären können. Mit der Auflassung des Gerichts ist aber auch ein Stück „Heimatgeschichte“ und lebendige Peripherie verloren gegangen. Durch (hoffentlich) gelungene Erzählungen wollen wir versuchen, die Erinnerung an die (nicht immer nur) „gute alte Zeit“ wachzuhalten. Für Anregungen wäre ich dankbar ! Auf ein gutes Neues, ohne zu viele Vorsätze ! Peter Tappeiner, Rechtsanwalt

Volxtheattr Oubrwind Mols

Perkins

Elaine

- über die buchstäblich „ins Wasser gefallene“ Aktion Schwimmbad 2014“, als die Gemeinde glaubte, das Freibad in Eigenregie führen zu sollen und dabei Verluste in Höhe von über 100.000,- Euro „einfuhr“ und dann auch noch den Pachtprozess gegen Kolleritsch Doris vor dem Schiedsgericht verlor, was sich wiederum in Kosten zwischen 40.000,-- und 50.000,-- Euro niederschlug; - nicht die Rede soll schließlich mehr sein vom ausbeuterischen, um nicht zu sagen menschenverachtenden Verhalten der Gemeindeväter von Schlanders, welche ihrem Generalsekretär zumuten, gleichzeitig auch noch den Sekretärsposten in der Stadtgemeinde Glurns und der Gemeinde Taufers sowie jenen der Eigenverwaltung Göflan zu bekleiden. Über diese und ähnliche Vorfälle soll nur mehr in „Notwehrsituationen“ berichtet werden, auch wollen wir es an „Weihrauch-

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Auf dem Landsitz der amerikanischen Botschaft in der Nähe von London: Die Familie Douglas freut sich auf das bevorstehende Wochenende. Botschafter Harry will zum Golfen, Ehefrau Elaine auf eine Schönheitsfarm und Tochter Debbie zu einer Freundin. ANGEBLICH! Insgeheim hoffen alle drei das Haus für sich und ihre Pläne alleine zu haben. Da kommt der ausgerechnet jetzt vom Außenministerium beauftragte Butler Perkins eher ungelegen und den Familienmitgliedern bleibt nichts anderes übrig, als auf seine absolute Diskretion zu hoffen. Die bereits recht verzwickte Lage spitzt sich weiter zu, als in der Londoner Botschaft eine Bombendrohung eingeht und diese kurzerhand auf den Landsitz verlegt wird. Der für die Sicherheit zuständige Captain South, begleitet von der im wahrsten Sinne des Wortes

„umwerfenden“ Sekretärin Faye, nimmt die Residenz ein und riegelt sie hermetisch ab. Die Verwicklungen und Lügen nehmen ihren Lauf und ein irrwitziger Zwischenfall folgt dem nächsten. Ob das alles noch ein gutes Ende nimmt?


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/Menschen/ 17

Der Designer hinter dem Laufsteg Der Name Dimitrios Panagiotopoulos ist im Vinschgau vielen ein Begriff, einige jedoch wissen nicht, wer oder was dahinter steht. von Barbara Wopfner

D

er Name Dimitrios Panagiotopoulos steht für feminine Mode, Made in Italy. Er ist ein junger, aufstrebender Modedesigner, wohnt in Naturns, führt sein Atelier und Designstudio in Meran und arbeitet an unterschiedlichen Schauplätzen der Modebranche. Er zählt zu den erfolgreichsten Designern Südtirols, der nicht nur den Duft der Haute Couture erschnuppert, sondern die besondere Luft der Fashion Week´s in Europa inhaliert hat. Ich traf den Modedesigner in seinem Atelier in Meran und ließ mich begleiten in eine Welt der besonderen Eleganz, die wahrscheinlich viele Frauenherzen höher schlagen lässt. Dimitrios Panagiotopoulos führt seit 2007 ein Unternehmen, mit dem er die ersten wichtigen Schritte in die Welt der Haute Couture und Prêt-à-porter geschafft hat. Der Weg bis hier her war lange und mit einigen Umwegen verbunden, doch heute sieht er mit großer Zufriedenheit und Genugtuung zurück. Die Familie Panagiotopoulos/Brunner prägen zwei Kulturen, die Mutter Naturnserin und der Vater Grieche, sie ermöglichen ihren Kindern die Zugehörigkeit zu zwei Nationen. Eine Vielfalt die den jungen Dimitrios sehr prägt. Schon als kleiner Junge hat er seine Liebe zur Kreativität entdeckt. Wie er der Großmutter über die Schultern sah, als diese feine Stoffe bestickte, ist ihm noch gut in Erinnerungen. Das Malen, Gestalten und Erschaffen, haben ihn auch in den Oberschuljahren begleitet, doch dass er einmal Mode designen wird, war nicht von Anfang an klar. Er suchte nach dem kreativen Fluss der ihn forttragen sollte, doch dieser war nicht zu greifen. Keine Oberschule konnte ihm das geben, was er suchte und als er den Schulabschluss in den Händen hatte, stellten sich richtungsweisende Fragen. Seine Mutter legten ihm nahe, einen „Brotberuf“ zu erlernen, vielleicht auch in ihre Hotellerie einzusteigen, doch dies war nicht seine Leidenschaft. Es war ihm möglich einige Zeit in Amerika und England zu verbringen, Englisch zu lernen und den Blick in die weite Welt zu richten. Mit der Unterstützung seiner Mutter gelang

machen? Bis er schließlich den Schritt wagte, sich die Tore der Selbstständigkeit in die Modewelt aufzustoßen. Seine Mutter glaubten an ihn, unterstützte und förderte ihn und heute führt er einen Betrieb mit vielen Visionen. Er liebäugelt mit der Fashion in New York und Mailand, berät Kundinnen wie Frauke Ludowig, Hannelore Elsner, Nazan Eckes, Helene Fischer oder Topmodels wie Lena Gerke, Fransizka Knuppe, Karolina Kurkava oder Eva Padberg. Die Mercedes-Fashion Week in Berlin ist seit 2010 seine wichtigste Bühne, um die neuen Kollektionen zu präsentieren. Zwei Mal im Jahr dreht sich für mehrere Monate alles um diesen glamourösen Auftritt. Die Inspirationen für seine Kleider findet er meist auf seinen Reisen. Der Orient mit seinen kräftigen Farben, Mustern und Handarbeiten sind eine Kraftquelle für seine Kollektionen. In seiDimitrios Panagiotopoulos wohnt in Naturns und zählt nen Linien wird seine Herkunft zu den erfolgreichsten Designern Südtirols spürbar. Die griechische Kultur verbindet er gekonnt mit italienischer Raffinesse zu femininen Kleidungsstücken, welche die Silhouette es ihm, an die private Modeschule Esmod der Frau umschmeicheln. Jedes Kleid gleiin München zu besuchen. Er war angekomtet mehrmals durch seine Hände und sein men und wie sich herausstellen sollte, hat prüfendes Auge legt größten Wert auf Perer seinen Weg gefunden. Innerhalb von fektion und sorgfältige Verarbeitung. Er 3 Jahren schloss er seine Ausbildung mit begleitet jeden Arbeitsschritt, jedes AccesAuszeichnung ab,. Erasmus in Paris, Masoire wird penibel ausgewählt und zum Teil ster in Mailand, die Studienkarriere lockte passend dazu kreiert. Von den Schuhen bis sein Talent und er überzeugte. Seine erste hin zur Tasche, Dimitrios Panagiotopoulos Arbeitsstelle setzte dem Modemärchen die hat alles von seiner Kollektion im Blick und Krone auf. Das Londoner Modehaus von der Untertitel „Made in Italy“ liegt ihm sehr Vivienne Westwood klopfte an und bot am Herzen. Italien gehört zu den Modedeihm einen Posten an. Er durfte in allen Bestinationen und hat viele Qualitäten, die er reichen dabei sein: von der Ideenkreation, versucht auf höchster Qualität zu vereinen. dem Design, der Schnittkonstruktion, der Materialauswahl, dem Anfertigen des Modells in der Schneiderei bis hin zur Präsentation und der Pressearbeit. Später kamen Erfahrungen bei Jil Sander, Prada und Hugo Ich stehe mit meinem Namen Boss dazu. Es gab Höhen und Tiefen und schließlich die Frage, wie will er weiterfür meine Kleider!

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Freunde der Eisenbahn

Tanz als Gebet

Am heutigen Donnerstag, den 21. Jänner 2016, findet in Staben die 15. Jahreshauptversammlung der Freunde der Eisenbahn statt. Ab 19.15 Uhr mit Referat von LH Arno Kompatscher.

Im Kreistanz üben wir über die Musik mit unserem Alltag und unseren Sorgen umzugehen. Schritt für Schritt geht unser Inneres im Takt der Musik mit und lernt den Ausgleich zu finden. Über unseren Körper können wir Schweres aufbrechen und Freudiges erkennen und behalten. Die Gruppe hilft und stärkt uns dabei. Besinnlich bewegt sein im Kreise, unsere Füße dem Rhythmus der Musik und dem eigenen Inneren folgen lassen. Seminarleiterin: Anna Stimpfl, Laas; ausgebildet im Meditativen und sakralen Tanz und in Tanztherapie. Tel. 0473 843989, info@marienberg.it

„Wir brauchen größere Einzugsgebiete für Krankenhausleistungen“ Die Diskussionen rund um die Schließung von Geburtenstationen und die Zusammenlegung von Primariaten lässt die Wogen hochgehen. Die Gesundheits-Landesrätin Martha Stocker steht im Kreuzfeuer der Kritik. Der Vinschgerwind hat mit ihr gesprochen. den meisten überhaupt noch nicht klar ist. Wenn wir ganz normal weitergehen wie bisher, werden wir wahrscheinlich Leistungen anbieten, die wir nicht brauchen und dagegen andere, die wir brauchen würden, nicht mehr leisten können. Vinschgerwind: Wie schaut es mit den Primariaten in Schlanders aus. Bleiben diese bestehen? Es ist so, dass wir einen ganz klaren Konsens zur zukünftigen Dienstorganisation haben. Es geht auf den Gesundheitspakt zurück, dass wir größere Einzugsgebiete für die Krankenhausleistungen brauchen. Darum ist es auch logisch, dass wir versuchen, Abteilungen zwischen zwei Häusern mit gemeinsamen Primaren zu besetzen. Und das wird in Zukunft stärker der Fall sein. Das

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Vinschgerwind: Frau Landesrätin, haben Sie die Bediensteten des Schlanderser Krankenhauses beruhigt? Martha Stocker: Ich denke, dass ich mit der Beruhigung schon lange angefangen habe. Dadurch, dass wir von Anfang an immer klar gesagt haben, dass die Reform in der Hauptsache eine Frage der Definition der Leistungen ist, die an den jeweiligen Krankenhausabteilungen angeboten werden. Es ging nie um das, was von den Aktionen, die gemacht worden sind, suggeriert worden ist. Da hat man unglaublich viel Unsicherheit unter der Bevölkerung geschaffen. Man ist mit dem Slogan nach außen gegangen „Das Krankenhaus muss offen bleiben“, so als ob irgendwann irgendjemand die Option in den Raum gestellt hätte, dass man das Krankenhaus schließt. Der größte Nonsens! Ich habe keine Ahnung, wer gemeint hat, solche Aktionen in die Welt setzen zu müssen, denn es ist klar, dass man die Menschen damit verunsichert. Also insofern war und ist klar: Es geht um die Definition von Leistungen der Krankenhäuser und wie diese für die Zukunft am besten organisiert werden können. Und ich glaube, dass wir gut daran tun, wenn wir über diese Dinge nachdenken und nicht einfach sagen, es muss alles so bleiben wie bisher. Wir stehen mit der alternden Gesellschaft vor einer unglaublich großen Herausforderung, die

heißt nicht, dass ein Primar dann nur in einem Krankenhaus sitzt. Es wird zielführend aufgeteilt. Künftig wird es auch Primare geben, die in Schlanders verortet und auch für Meran verantwortlich sind oder umgekehrt. Vinschgerwind: Ein Krankenhaus - zwei Standorte? Ein Krankenhaus - zwei Standorte, das ist das Konzept. Das ist schon aus dem Grund notwendig, weil wir ansonsten irgendwann Schwierigkeiten haben werden, die Standorte der Krankenhäuser zu rechtfertigen. Der Gesundheitspakt sieht Einzugsgebiete für Grundversorgungskrankenhäuser vor, die mindestens 80.000 Personen versorgen. Daher ist dieses Konzept gerade für die kleineren Krankenhäuser so wichtig.

Vinschgerwind: Nochmals die Frage: Welche Primariate bleiben in Schlanders? Diesbezüglich ist noch keine Entscheidung getroffen worden. Es geht um klare Verantwortlichkeiten vor Ort und vor allem um die Garantie der Leistungen. Diese sind gemeinsam vereinbart worden und liegen als Vorschlag vor. Vinschgerwind: Zu den Geburtenabteilungen stehen Sie in Verhandlung mit dem Gesundheitsministerium in Rom. Bis wann erwarten Sie Ergebnisse? Das ist schwer abzusehen. Es ist so, dass wir unsere Stellungnahmen abgegeben haben. Das war noch vor Weihnachten. Das Ministerium, das heißt die jeweiligen Kommissionen, haben daraufhin drei Monate Zeit. Es kann alles noch unterbrochen werden, wenn man sagt, man braucht noch weitere Unterlagen. Insofern ist es schwer abschätzbar, bis wann die Antwort kommt. Es kann auch länger als drei Monate dauern. Vinschgerwind: Von den Redakteuren von RAI Südtirol sind sie als Kopf des Jahres gekürt worden. Wie fühlen Sie sich? Gleich wie vorher (lacht). Natürlich war es eine große Ehre, aber deshalb fühlt man sich nicht anders als vorher. Interview: Magdalena Dietl Sapelza


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/Gesellschaft/ 19

Rom/Vinschgau/Südtirol

Nationalpark Stilfser Joch: Ratifizierung erfolgt nfang Dezember 2015 war die Änderung der Durchführungsbestimmung zum Autonomiestatut, wonach die Kompetenzen für den Südtiroler Flächenanteil am Nationalpark Stilfser Joch an das Land übergehen sollen, vom römischen Ministerrat genehmigt worden. Dem war die positive Behandlung in der Zwölferkommission im vergangenen August vorausgegangen. Noch ausständig war jedoch die Ratifizierung der entsprechenden Durchführungsbestimmung durch Staatspräsident Sergio Mattarella. Diese ist nun erfolgt. „Für uns bedeutet das, dass die seit Jahren von Südtirol angestrebte autonome Verwaltung des eigenen Flächenanteils am Nationalpark Stilfser Joch endlich Wirklichkeit wird“, freut sich Umweltlandesrat Richard Theiner. Die Vorteile der eigenständigen Führung des Südtiroler

Foto: LPA/„Wind“-Archiv

A

Ratifizierung durch Staatspräsident erfolgt: Der Weg für den Übergang der Kompetenzen des Nationalparks Stilfser Joch an das Land ist nun endgültig frei; im Bild der Ortler vom Stilfser Joch aus gesehen Teils des Nationalparks liegen für Landesrat Theiner auf der Hand: „Gemeinsam mit den Gemeinden, Sozialpartnern und Umweltorganisationen vor Ort können wir nun eine eigene Vision für den Park entwickeln und selbst über die Geschicke des Nationalparks entscheiden.“ Bisher habe sich das Land zwar an den Führungskosten beteiligt, aber ohne Einfluss auf die Ausrichtung des

Parks. „Nun werden wir eine eigene Strategie für Organisation, Führung und Bewerbung des Südtiroler Teils des Nationalparks ausarbeiten“, so Landesrat Theiner zu den nächsten Schritten. Die neue Durchführungsbestimmung wird nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Republik in Kraft treten. Im vergangenen Sommer hatte die Landesregierung mit

der Genehmigung eines Einvernehmensprotokolls zwischen den Ländern Südtirol und Trentino zur Aufteilung der Kosten für den Nationalpark Stilfserjoch und mit einer Übergangsregelung für die Organisation der Verwaltungsbefugnisse des Parks dann die praktischen Voraussetzungen für eine Übernahme der Verwaltung des Nationalparks geschaffen. Es folgte ein Schritt zur finanztechnischen Umsetzung der Übergabe kurz vor Weihnachten, als die Landesregierung den Landeshauptmann ermächtigte, gemeinsam mit Umweltministerium, Trentino und Lombardei das Abkommen über die Finanzierung für die Verwaltung des lombardischen Teils zu unterzeichnen. Ebenfalls im Dezember hatte die Lombardei als weitere wichtige Voraussetzung das nötige Regionalgesetz zur Übernahme der Verwaltung verabschiedet.

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Konsumgenossenschaft öffnet Ladele

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Tschengls - Seit dem Samstag, 16. Jänner 2016, hat Tschengls wieder ein Lebensmittelgeschäft. Die Konsumgenossenschaft Laas hat dafür gesorgt. Der Andrang bei der Eröffnung war groß. Das lässt hoffen, dass die Bürgerinnen und Bürger das „Ladele“ auch besuchen.

Pfarrer Roland Mair bei der Segnung, daneben links: BM Andreas Tappeiner, HDS-Vertreter Dietmar Spechtenhauser; rechts: Annemarie Rieger und Klaudia Telser vom Konsum Laas

D

er Tschenglser Laden sollte Ende November geschlossen werden. Längere Zeit war nicht klar, ob es überhaupt neue Pächter geben würde. Das Dorf sei zu klein, andere Einkaufsmöglichkeiten seien gegeben und die paar Kilometer könne jeder mit dem Auto fahren, hieß es von vielen Seiten. Aber kann es ein Dorf ohne ein Geschäft geben, das die Bewohner in nächster Nähe mit dem Nötigsten versorgt? Diese Frage wurde gestellt und nach Antworten gesucht. „Überall wird von Nahversorgung gesprochen, da muss sich doch etwas machen lassen“, war die Obfrau des Konsums Laas Annemarie Rieger überzeugt. Gemeinsam

mit Geschäftsführerin Klaudia Telser und dem Verwaltungsrat (Renate Hanny, Renato Cristelli, Gabriele Markart, Pircher Johann und Platzer Natali) wurde ein Konzept für die Neueröffnung in Tschengls erarbeitet. Der Umbau und die Neuorganisation erfolgten im Laufe des Monats Dezember. „Zusammen mit der Weihnachtszeit in Laas war das sehr arbeitsintensiv“, meint Telser. „Aber wir konnten auf die tatkräftige Hilfe aus der Bevölkerung zählen. Denn diese wünschte sich, dass der Laden so bald wie möglich wieder geöffnet werden konnte.“ Auch die Tschenglser Gemeinderäte begrüßten die Neuorganisation des Geschäfts

durch die Konsumgenossenschaft und sagten ihre Unterstützung zu. Am 16. Januar war es dann soweit: Die Neueröffnung wurde gefeiert. Das Geschäft wird von Montag bis Samstag von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr geöffnet sein. Frisches Obst und Gemüse, Brot, Milch und andere Lebensmittel, Getränke, sowie Haushalts- und Hygieneartikel werden dann wieder in „Fußnähe“ der Tschenglser angeboten. „Tischdecken, Schürzen, Mode und Papierwaren können im Laden bestellt werden und sind am nächsten Tag abholbereit“, erklärt Klaudia Telser. Sie zeigt sich offen für Wünsche und Anregungen der Kunden, um Angebot und Service des Tschenglser Dorfladens laufend zu verbessern: „Wir möchten die Grundversorgung in Tschengls bequem und einfach gestalten, denn das Geschäft kann nur erhalten bleiben, wenn die Leute aus dem Ort auch hier einkaufen.“ Deshalb setzte man auf das bewährte Genossenschaftskonzept. „Mitglieder im Konsum haben viele Vorteile, die nun auch in Tschengls in Anspruch genommen werden können. Angebote, sowie monatliche Sonderaktionen planen wir für sie ein und bei der jährlichen Hauptversammlung hat jedes Mitglied ein Stimm- und Mitspracherecht“, zählt die Geschäftsführerin Telser auf. Sie hofft, dass in Tschengls viele Kunden die Möglichkeit nutzen, Mitglied in der Konsumgenossenschaft zu werden und dadurch den Bestand des Geschäfts auch in Zukunft sichern.


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Entschlackung/Fasten Unser Körper verarbeitet rund um die Uhr eine Vielzahl von Stoffen: körpereigene Stoffwechselprodukte, Alkohol, Nikotin, Nahrungsmittelzusatzstoffe, Medikamente, Schadstoffe, Schwermetalle, Hormone und viele mehr. Hinzu kommt eine Unmenge an Säuren: durch Ärger und Stress, zucker- und fettreiche Kost, Gerbsäure aus Tee und Kaffee und einige andere mehr. Das richtige Gleichgewicht, das Säure-Base-Gleichgewicht spielt da eine extrem wichtige Rolle. Fallen zu viele Säuren an, nennen wir das Übersäuerung. Mit allen anfallenden Stoffen muss unser Körper fertig werden. Fast alle diese Stoffe muss unser Körper in irgendeiner Form neutralisieren, umwandeln und ausscheiden, weil sonst Organe oder Zellen unseres Körpers geschädigt werden. Kommt der Körper nun aufgrund einer eingeschränkten Selbstregulation nicht mehr mit dem Stoffwechsel und der Ausscheidung nach, so werden diese Stoffe eben nicht neutralisiert. Nach und nach wird der Körper zu einer schleichenden „Mülldeponie“ und zahlreiche Beschwerden und Krankheiten sind die Folge. Es ist uns, der Drogerie/Apotheke Conrad an der Schweizergrenze, ein besonderes Anliegen, unseren Kunden eine vollumfängliche gesundheitliche Beratung anzubieten. Eine umfangreiche Palette an Naturheilmitteln sowie medizinische Produkte stehen Ihnen, liebe Kunden, zur Verfügung, um gesund in das neue Jahr zu starten! Wir freuen uns auf Ihren Besuch Ihr Drogerie/Apotheke Team Conrad an der Schweizergrenze

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Bildungsausschuss Mals

Kastelbell/ Tschars

TarscH

LatscH

Martell

Goldrain

Schlanders

Kortsch

Laas

Stilfs

Prad

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Schluderns

Graun

Bildungsausschüsse Vinschgau

Mals

Vinschgerwind 2-16

Glurns

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Bildungsausschuss Kastelbell-Tschars

Puppentheater „MÄH“ Musikalisches Puppenspiel über eine Ziege, Träume, die Liebe und das Leben von und mit Eva Sotriffer und Max Castlunger

Freitag, 5. Februar 2016 um 10.00 Uhr Im J.-Maschler-Haus Tschars

6. Festkonzert Obervinschger Böhmische mit Gastdirigent Freek Mestrini

Nähkurs für

Anfängerinnen

mit Sibylle Gurschler Infotreffen: Freitag, 5. Februar um 19.00 Uhr in der Bibliothek Tschars

(langjähriger Flügelhornist bei den Original Egerländer Musikanten)

Termin:

Sa. 23.01.2016 – 20.00 Uhr

Ort: Kulturhaus Mitwirkende:

Burgeis

weitere Termine: 23.

Februar, 1. März, 8. März, 15. März

K orrnrliadr mit Ernst Thoma, Martha und Hannes Steffi Dietl (Taufers) und Carolin Heinisch (Matsch) auf der Steirischen

Platzreservierungen: Peppi Moriggl 389 670 4600 Gottlieb Gamper 348 221 8203

Start: Dienstag, 16. Februar 2016 von 14.00 – 17.00 Uhr Ort: J.-Maschler-Haus Tschars Kursbeitrag: 90 € (ohne Materialkosten)

Carolin Heinisch und Steffi Dietl

Anmeldung bis Freitag, 5. Februar 2016 bei Annemarie Platzgummer 335 5682247 Emilia Tappeiner 335 1685125 Begrenzte Teilnehmerzahl

Bildungsausschuss Glurns

Bildungsausschuss hat neue Vorsitzende 2015 fanden gleichzeitig mit den Gemeindewahlen auch einige Neuwahlen in den Bildungsausschüssen statt. In Glurns wurde dabei die langjährige Vorsitzende Petra Windegger von Rosa Prieth abgelöst. Sie wird nun versuchen, die gelungenen Kultur- und Bildungsaktionen der vergangenen zehn Jahre im „Stadtl“ fortzusetzen. Unter anderem wurden vom Bildungsausschuss die Vinschger Palabiratage und die Nacht der Kultur in Glurns ins Leben gerufen und koordiniert. Ein wichtiges Anliegen ist in Glurns eine gute Vernetzung mit den übrigen Vereinen im Ort, damit nicht Zweigleisigkeit und Überforderung die Energie für das ehrenamtliche Engagement nimmt. In Zukunft wird auch verstärkt das Chronistenwesen unterstützt, um das Vermächtnis von Christl Valentin weiter zu führen. Die Gemeindereferentin Elisabeth Oberrauch und Bürgermeister Alois Frank

links: Rosa Prieth ist die neue Vorsitzende, ihr zur Seite stehen Martha Tschenett, Elmar Prieth, Elisabeth Oberrauch und Marion Veith. Stadtreferentin Elisabeth Oberrauch überreicht Petra Windegger ein kleines Dankeschön für ihren Einsatz für den Bildungsausschuss bedankten sich bei der heurigen Vollversammlung bei allen MitarbeiterInnen im Bildungsausschuss, die seit der Gründung

2006 mitgearbeitet haben und besonders bei Petra Windegger für ihren unermüdlichen Einsatz als Vorsitzende. (lu)


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Bildungsausschuss Stilfs

Stilzer Pfluagziachn

Samstag, 6. Februar 2016 Beginn: 12.00 Uhr am Gomperle

Angeboten werden: Knödel mit Kraut solange der Vorrat reicht… und Musi in di Goschthaiser

Bezirksservice Vinschgau

Bildungsausschuss Laas

Vinschger Bildungsausschüsse mit interessanten Projekten Innerhalb 30.11. eines jeden Jahres haben die Bildungsausschüsse die Möglichkeit, um eine besondere Projektförderung beim Amt für Weiterbildung der Autonomen Provinz Bozen anzusuchen. Fünf Bildungsausschüsse aus dem Vinschgau haben heuer Projekte eingereicht. Kurz vor Weihnachten kam vom Amt für Weiterbildung die erfreuliche Mitteilung, dass alle Projekte positiv bewertet wurden. Dabei ist das nicht selbstverständlich, denn die Projekte

müssen im Sinne eines umfangreichen Projektmanagements beschrieben, verwaltet und umgesetzt werden. Alle Projekte sind inhaltlich so ausgerichtet, dass sie durch organisierte Lern- und Bildungsprojekte die Vernetzung vor Ort und die Identität in den Dörfern stärken. Die Schaffung von Begegnungsräumen und neue Lernformen stehen weiter im Mittelpunkt, wie dem Infokasten unten entnommen werden kann. (lu)

Bildungsausschuss

Projektbezeichnung

Ziele und Inhalte

Mals

Mundart Poetry Slam „Minas Hennastund“

Die Mundart- und Dialektkultur durch die literarische Gattung des „Poetry Slam“ im Sinne von Wilhelmine Habichers „Hennastund“ in die Zukunft retten. Dabei wird das zeitgenössische Schreiben und Sprechen im Dialekt gefördert und dokumentiert sowie mit einer Veranstaltung dem breiten Publikum vermittelt.

Prad

Frau und Politik

Das Projekt „Frau und Politik“ soll dazu beitragen, sowohl die Frauen zu motivieren, sich aktiv auf lokaler politischer Ebene zu betätigen, als auch traditionell verankerte Rollenbilder zu durchleuchten und aufzuweichen und das Selbstverständnis der Frauen aufwerten.

Laas

Weiß-Wasser Wasserkreisläufe in der Gemeinde Laas

Das Wasser ist Segen aber auch Gefahr. Das im Marmorstollen austretende und zum Brechen benötigte Wasser nennt man das „Weiß-Wasser“. Früher wurde es als Heilwasser, später als Wasserwasser genützt. Im Wissen daran stellt der Bildungsausschuss in Form eines Zwei-Jahresprojektes in allen vier Dörfern der Gemeinde Laas das Wasser und seine Kreisläufe in den Mittelpunkt.

Reste bäuerlicher Architektur

In Schlanders gibt es nur mehr einige wenige Bauernhöfe, die Vieh halten und einige wenige leerstehende bäuerliche Gebäude, deren Architektur, an ihren ursprünglichen Charkater erinnern. Der Bildungsausschuss möchte versuchen, wenigstens dokumentarisch in Form eines Drehbuches dafür zu sorgen, dass dieser Teil der Kulturgeschichte von Schlanders nicht in Vergessenheit gerät

Schlanders

Kastelbell

Zwischen den Schlössern Geschichte und Gegenwart

Ziel des Projektes ist es, bereits gesammelte Unterlagen (z.B. Sagen, Flurnamen, Denkmäler, Historische Gebäude, Pioniertätigkeiten im Obst- und Weinbau, Via Claudia Augusta, Waalwege, Schalensteine u.v.m) in Zusammenarbeit mit den Vereinen und der Bevölkerung so aufzubereiten, dass die Identität mit dem kulturellen Reichtum im Gemeindegebiet gesteigert wird.

Bezirksservice Vinschgau/Ludwig Fabi

Hoangart G’sungen, g’spielt und tonzt Am Freitag, 05. Februar 2016 ab 20.00 Uhr im Gasthof Schwarzer Adler, Laas

Bildungsausschuss Schlanders

LITERATURRUNDE Wir sprechen über den Roman:

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von Umberto Eco Bibliothek Schlandersburg Montag, 25.01.2016 Beginn: 19.30 Uhr

Bahnhof Spondinig 1 39026 Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 Fax +39 0473 618116 bezirksservice.vinschgau@gwr.it www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf


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Heimatbühne Kastelbell/Tschars

Dudel-di-dö in Tschars inen vergnüglich-leichten und entspannenden Abend bietet heuer die Theaterbühne Kastebell-Tschars mit dem Stück „Alles ist möglich... oder?“ Die Schauspieler Irene Bernhart, Doris Lang und Werner Santer führen erstmals Regie. Die künstlerische Gesamtleitung hat Franz Braun inne. Es ist kein Theater im herkömmliche Sinne, also einer Geschichte folgend, sondern eine Aneinanderreihung von Sketchen, Gedichten, Liedern... Sogar das Publikum wird zum Akteur. Auch der großen Spielfreude der SchauspielerInnen ist es zu verdanken, dass schau-

Foto: Erwin Bernhart

E

Heiter, lustvoll und selbstironisch: Die Heimatbühne KastebellTschars bringt Sketche, Gedichte, Lieder in einem „Theater im Theater“ spielerische Perlen darunter sind. Sehr zum Gaudium des Publikums, welches bei der

Premiere am vergangenen Freitag mit Szenenappläusen dem Schauspiel vergnüglich gefolgt

ist. Mit Bravour schlüpfen die Schauspieler in wechselnde Rollen und können so ihr Talent, auch als SängerInnen, unter Beweis stellen. Das Rampenlicht ist diesmal tatsächlich für alle Beteiligten da - und es wird weidlich genutzt. Und wer die Überschrift zu diesem Text in einem wunderbar-heiteren Sketch erleben möchte, mache sich auf ins Josef-Maschler-Haus nach Tschars. Zu einem „Theater im Theater“, in dem sich die Schauspieler selbst nicht allzu Ernst nehmen. (eb) Weitere Aufführungen sh. Theaterwind.

Prad am Stilfserjoch

S

eit 20 Jahren gibt es in Prad eine Ortsgruppe der Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund. Anlässlich dieses Geburtstags trafen sich die Prader Senioren kürzlich zu einer gemeinsamen Feier. Die Ausschussmitglieder freuten sich sehr, als 60 Senioren der Einladung zur Feier im Gasthaus „Stern“ in Prad nachgekommen sind. So viele Teilnehmer hatte sich der Ausschuss nicht erwartet und bedankte sich bei den Senioren für die rege Teilnahme an den Veranstaltungen der Gruppe das

ganze Jahr über. Weiters freuten sie sich über die Anwesenheit der Ehrengäste, darunter der Landespräsident-Stellvertreter Johann Weissensteiner, der Bürgermeister von Prad, Bernhart Karl, Referent Udo Thoma, die Ortsbäuerin Marlene Veith und Irene Stecher von den KVWSenioren. Ortspräsident Kassian Theiner begrüßte alle Teilnehmer der Veranstaltung und ließ die 20 Jahre der Ortsgruppe Prad Revue passieren. Geehrt wurde an diesem Nachmittag Anna Zischg Wallnöfer. Die langjährige Funktionärin

Foto: „Wind“-Archiv

Seniorenvereinigung Prad feiert rundes Jubiläum

Mitglieder des Ausschusses der Ortsgruppe Prad mit der Geehrten Anna Zischg Wallnöfer.

wurde für ihre Tätigkeit als Kassiererin im Ortsausschuss und für ihren Einsatz für die Senioren im Dorf mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Für die musikalische Umrahmung der Feier sorgte das Bläsertrio der Musikkapelle Prad. Das leibliche Wohl kam natürlich auch nicht zu kurz und bei einer zünftigen Marende ließen die Senioren die Feier ausklingen. Der Ortsausschuss freute sich über die gelungene Veranstaltung und blickt zuversichtlich auf die nächsten 20 Jahre der Seniorenvereinigung von Prad.


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/Gesellschaft/ 25

Schlanders

edes Dorf hat nicht nur ortsprägende Gebäude, sondern auch alte Bäume oder Baumalleen, die zum Dorfbild gehören. Die mächtige Zeder im Plawennpark von Schlanders, unmittelbar neben dem Gemeindehaus, ist ein solcher Baum, genauso wie die Rosskastanie an der Sonnenpromenade, die Baumallee in der Bahnhofstraße oder der Keschtnegert in Kortsch. Diese Bäume und Alleen werden von Gemeindegärtnern geschnitten, gepflegt und beobachtet. Aber wie bei alten Gebäuden ist es auch bei alten Bäumen: manchmal braucht es eine Generalsanierung und manchmal hilft alles nichts und sie müssen beseitigt werden. Nachdem im Spätsommer des letzten Jahres in der Bahnhofsstraße ein Baum auf die Straße gefallen und glücklicherweise niemand zu Schaden gekommen ist, musste

die Gemeindeverwaltung von Schlanders handeln. Valentin Lobis, ein Biologe und Fachmann für Baumkontrolle und Baumpflege aus Meran, wurde beauftragt, ein Baumgutachten über 50 alte Bäume im Hauptort Schlanders zu erstellen. Bäume in der Bahnhofsstraße, beim Minigolfplatz, im Palabirnanger, im Plawennpark, in der Franziskusstraße und weitere Einzelbäume, verteilt im Dorf, wurden vermessen und nach den FLL Baumkontrollrichtlinien begutachtet. Nach diesem Gutachten müssen acht Bäume gefällt werden und bei 38 Bäumen werden Baumpflegemaßnahmen empfohlen. Weil der Baumstamm teilweise faul ist, werden drei SchwarzPappeln beim Minigolfplatz, zwei Pappeln in der Matscher Au, zwei Rosskastanien und eine Linde in der Bahnhofsstraße gefällt. Valentin Lobis

Schluderns/Vinschgau

Fotos: „Wind“-Archiv

„Zeigt her Eure Tannen“

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ie Jury des Weihnachtbaumwettbewerbes, ausgeschrieben von den Betreibern des Verkaufsstandes für Nordmanntannen am Schludernser Bahnhof, konnte 18 eingesandte Fotos von geschmückten Bäumen bewerten. Der erste Preis – eine Weihnachtsgans und einen Weihnachtsbaum - geht an Anni und Sepp Trafoier (Schluderns). Der zweite Preis – ein Weihnachtsbaum oder eine Weihnachtsgans- wurde Julia Theiner (Laas) zugesprochen. Den dritten Preis- einen Gutschein

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3

von 30 Euro auf Weihnachtsbaum oder eine Weihnachtsgans - eroberte Thomas Marx (Schlanders). Der Sonderpreis – ein Weihnachtbaum oder eine Weihnachtsgans sprach die Jury Hans Moriggl (Burgeis) zu. Gutscheine von 10 Euro erhielten: Elmar Anstein (Schluderns), Rita Trafoier (Schluderns), Barbara Frank (Eyrs), Sabine Joos (Taufers i. M.), Markus Müller (Schlanders), Martha Köllemann (Langtaufers) und Ulla Spiess (Mals). Die Gutscheine werden zugeschickt. (mds)

erklärte, dass heute baumchirurgische Eingriffe nicht mehr vorgenommen werden. Als Pflegemaßnahmen werden Totholzbeseitigungen, Kronensicherungen, bzw. Kronensicherungsschnitte vorgenommen. Bei acht Bäumen helfen jedoch keine Pflegemaßnahmen, aus Verkehrssicherheitsgründen müssen diese gefällt werden. Der zuständige Gemeindereferent Reinhard Schwalt teilte mit, dass die Gemeindeverwaltung Bäume nachpflanzen will und die Begutachtung über den Baumbestand auf das ganze Gemeindegebiet ausgedehnt wird. Es soll ein Baumkataster ohne GPS Kartierung erstellt werden. Aus dem Baumgutachten von Valentin Lobis kann man herauslesen, dass die Zeder im Plawennpark 28 Meter hoch ist, einen Stammumfang von 498 cm hat und der wissenschaftliche Name Cedrus deodara

Die über 100 Jahre alte HimalajaZeder in Schlanders gehört zum Ortsbild, wie der Kirchturm. Damit die 28 Meter hohe Zeder auch die nächsten Jahrzehnte übersteht, sind vielfältige Pflegemaßnahmen notwendig; Valentin Lobis hat 50 Bäume in Schlanders untersucht heißt. Es ist eine HimalayaZeder. Lobis schätzt das Alter auf 100 bis 120 Jahre. Die Zeder ist mäßig geschädigt, d.h. es braucht Pflegemaßnahmen, sie muss aber nicht gefällt werden und wird heiterhin ein ortsprägendes Naturdenkmal in Schlanders bleiben. (hzg)

Foto: „Wind“-Archiv

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Foto: Heinrich Zoderer

Wie gesund sind die Bäume im Dorf?


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Vinschgerwind 2-16

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Schlanders

Jahresversammlung des MGV-Schlanders

Die neuen Sänger im MGV Schlanders v.l.: Markus Steck, Harald Tappeiner und Christoph Tschenett wie 8 unterstützende Mitglieder. Nachdem die Chorleiterin Frau Sibylle Pichler eine kurze Vorausschau auf das Gesangprogramm sowie auf die geplanten Aufführungen bis zur Sommerpause gegeben hatte, wurde sie durch den Obmann für ihren Einsatz und ihr fachliches Können geehrt und mit einer kleinen Aufmerksamkeit bedacht.

Schlanders/Göflan

Weiters wurden verschiedenen Mitgliedern für die Erledigung besondere Vereinsaufgabe im abgelaufenen Vereinsjahr gedankt und ihnen eine Anerkennung überreicht. Ganz herzlich dankte der Obmann im Namen des gesamten Vereins dem Ehrenmitglied Luis Fill für die nette Einladung zu dessen 85. Geburtsfeier und überreichte ihm

Matsch

Schnelles Internet und Mobilfunk nun auch in Matsch

Wilde Tirouler und andere Leit

Fotos: Heinrich Zoderer

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m Plengweg in Göflan hat Franz Pircher, dort bekannt als Murrnfranz, vor Jahren angefangen um sein Haus, entlang des Weges eine „Kunststraße“ zu errichten. Franz ist ein Sammler, Tüftler und Bastler. Marmorsteine und Wurzelstöcke, die er auf dem Weg finden, nimmt er mit nach Hause, alte Holzbalken und Bretter, die

Eintrittskarten zum Konzert der erfolgreichsten deutsche VokalBand „Wise Guys“ am 03. Mai 2016 in Meran. Ein gewichtiger Teil des Veranstaltungsprogramms 2016 ist die beliebte MGV-Gala mit Revue am 30.01.2016 im Kulturhaus K. Schönherr in Schlanders. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Eine Revuewiederholung steht am Freitag, den 05.02.2015 im Kulturhaus auf dem Programm. Die Revuebesucher dürfen sich auf eine turbulente und ab-wechslungsreiche Reise um die Welt in 80 Minuten freuen. Beim Frühjahrskonzert am Samstag, 07. Mai 2016 erwartet der MGV als Gäste die Sängerinnen und Sänger des Gospelchors aus Latsch. Höhepunkt der Konzerttätigkeit ist die Teilnahme des MGV-Schlanders am Deutschen Chorfest vom 26.-29. Mai 2016 in Stuttgart.

normalerweise im Ofen landen, bewahrt er auf, Eisenstücke und ausgediente Gegenstände und Werkzeuge, die auf dem Müll landen, wirft er nicht weg, sondern hängt sie entlang des Weges auf und konstruiert so seine eigene Weltgeschichte. In diesem Jahr hat er seine Kunststraße um einige Stationen erweitert. Zu bestaunen ist eine Gruppe wilder Tirouler aus dem Jahre 1809, Zukunftspolitiker mit Weitblick, kluane Oarn und a rars Geschl, Jagergrintlen und andere Leit. (hzg)

ie ersten Sendeanlagen der Mobilfunkbetreiber an den neuen Sendestandorten in Matsch und auf der Schwemmalm sind in Betrieb genommen worden. Das Matschertal und die Schwemmalm sind nun mit der Inbetriebnahme der neuen Sendeanlagen bestens mit Mobilfunk abgedeckt. Mit dem neuen Mobilfunkstandard LTE können Datenverbindungen mit bis zu 60 Mbit/s aufgebaut werden. In Matsch wurden auch die Fernsehprogramme der RAS und der RAI in Betrieb genommen. „Es handelt sich hierbei um wichtige Infrastrukturen zur Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung“, betonen Landeshauptmann Arno

Kompatscher und Landesrätin Waltraud Deeg, „daher hat das Land beschlossen, über die RAS die zu diesem Zweck zur Verfügung stehenden Mittel der EUFörderfonds zu nutzen und den Ausbau voranzutreiben.“ Größtenteils lokale Unternehmen errichteten mit größtem Einsatz und Sachkompetenz die Bauten in nur fünf Monaten. Da es sich für die Mobilfunkbetreiber nicht auszahlt, in entlegenen Gebieten Sendestandorte zu bauen, errichtet die RAS mit EU-Geld die Sendestandorte und stellt diese den Mobilfunkbetreibern samt technischer Einrichtung zur Verfügung. Im Gegenzug verpflichten sich die Mobilfunkbetreiber, die Sendegeräte zu warten und zu betreiben. Foto: LPA/„Wind“-Archiv

m 11.01.2016 fand die ordentliche Hauptversammlung des Männergesangverein Schlanders (MGV) statt. Nach der Begrüßung durch den Obmann Johann Stadler wurde Rückschau über die Tätig-keit im Vereinsjahr 2015 gehalten und auch der Verstorbenen des Vereins gedacht. Es folg-ten der Kassabericht sowie die Entlastung des Kassiers und der Rechnungsrevisoren. Mit Stolz kündigte der Obmann an, dass die drei neuen Sänger das obligate Probejahr erfolgreich abgeschlossen haben. Die Versammlung beschloss, auch nach Einsichtnahme in die schriftlichen Ansuchen der Kandidaten, einstimmig die Aufnahme der Sänger Markus Steck, Harald Tappeiner und Chistoph Tschenett als rechtmäßige Mitglieder. Der Verein zählt somit 32 aktive Sänger, 1 Ehrenmitglied so-

Foto: „Wind“-Archiv

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Heimatbühne Laas

Edel-Callgirl sorgt für Turbulenzen

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platzt der kurzsichtige Onkel Otto (Hubert Platzgummer) herein, und die Dauerschwangere Gundi (Birgit Mitterer) fordert eine Wassergeburt. Mit dem Auftauchen des Edel- Call-Girls Angie (Sonja Kuppelwieser) beginnen die Turbulenzen. Denn der Hausherr hat mit der Dame ein Schäferstündchen verbracht und bemüht sich, das geheim zu halten. Der Assistenzarzt Sebastian (Hannes Mitterer) und Bernies jüngere Schwester (Elisa Egger) tragen zum Chaos bei. Schließlich taucht auch noch Angies Freier Willi (Andreas Telser) auf- bleich und stumm. War es Mord durch Sex? (mds) Weitere Aufführungen: siehe Theaterwind

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

risch, frech und lebendig die Komödie „Mord durch Sex“ von Joan Shirley der Volksbühne Latsch bietet Theaterfreunden im CulturForum zwei Stunden lang beste Unterhaltung. Regisseurin Petra Pedross hat das Stück einfallsreich inszeniert. Und die Schauspielerinnen und Schauspieler überzeugen in ihren Rollen. Mit Spielwitz meistern sie die vielen turbulenten Szenen und regen die Lachmuskeln des Publikums kräftig an. Der Inhalt dreht sich um die Ärztin Nicole Anders (Julia Pedross), die mit ihrem Ehemann Bernie (Lukas Ohrwalder), einem Möchtegern-Schriftsteller und Maler ihr Ambulatorium teilt. Ständig

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links: Julia Pedross als Ärztin und Sonja Kuppelwieser als Call-Girl; rechts: Hubert Platzgummer in der Paraderolle als ulkiger Onkel Otto

Einaktermenü mit Beilagen

Foto: Heimatbühne Laas

Volksbühne Latsch

Vinschgerwind 2-16

Als Vinschger Faschingshochburg bekannt, wird Laas zur närrischen Zeit immer besonders bunt, dieses Jahr mit den Aufführungen der Volksbühne Laas. Es werden würzige Sketche von Kishon über Loriot und Rosendorfer bis Valentin serviert, alles ist garniert mit Musik, Speis & Trank. Bereits seit Oktober proben 17 Spielerinnen und Spieler eif-

rig für die Auftritte. Besonders erfreulich: auch die Laaser Theater – Urgesteine, der Großer Hons und der Sennen Paul, stehen wieder auf der Bühne. Die Volksbühne Laas freut sich auf unterhaltsame Abende im Josefshaus, lädt alle herzlich ein, den Fasching gebührend zu feiern und bittet um Karten- und Tischreservierung unter der Telefonnummer 3771869082 (15-18 Uhr).


28 /Jugend/

Vinschgerwind 2-16

Jugendtreff „fResch“ Reschen Ö Sa. 23.01.16 ab 19.00 Uhr Kreatives aus der Küche + was brauchen wir für den Treff? Ö Fr. 29.01.16 ab 18.00 Uhr 1.Kl. Mittelschultreff: Wii-Turnier Jugendtreff „JuZe“ Hoad Ö Fr. 22.01.16 ab 18.00 Uhr 1.Kl. Mittelschultreff: Wizard spielen + Obst-Snack Ö Sa. 30.01.16 ab 19.00 Uhr „Juze“ Ideensammlung + Termine 2016 Jugendtreff Chillhouse Stilfs Ö Fr. 22.01.2016 um 17.00 Uhr Calcettoturnier Ö Fr. 29.01.2016 um 18.00 Uhr Korkenpinnwand basteln Jugendtreff Revoluzer Taufers Citytreff Glurns Jugendtreff Phönix Schluderns Jugendtreff JU!P Explosiv Jugendtreff Tschengls Jugendtreff Eyrs Jugendtreff La:Ma Laas Ö Fr. 22.01.16 um 18.00 Uhr Calcetto Turnier Jugendtreff LA:MA Laas Ö Sa. 30.01.16 Schwimmen Naturns Anmeldung erforderlich JuZe Freiraum Schlanders Ö Fr. 22.01.16 ab 16.00 Uhr Faschingsumzugvorbereitung Ö Sa. 23.01.16 Treff geschlossen Jugendtreff Time Out Schnals Ö Sa. 23.01.2016 16.00 – 20.00 Uhr Geöffnet Ö Sa. 30.01.2016 Eislaufen, Anmeldung erforderlich Jugendzentrum JuZe Naturns Ö Sa. 23.01.16 ab 21.00 Uhr JuZ-TEK Fete mit den DJ’s Travek – Hams@Tek – Ringotek Ö Fr. 29.01.16 Start 18.00 Uhr Ausflug Eisklettern Anmeldeschluss 27.01.16 Jugendtreff Kosmo Plaus Ö Fr. 22.01.16 ab 17.00 Uhr Schokofondue Ö Mi. 27.01.16 ab 15.00 Uhr Trackmaniaturnier Jugendcafé Chillout Latsch Ö Do. 04.02.16 ab 15.00 Uhr Faschingsfeier mit Faschingskrapfen Ö Fr. 19.02.16 ab 17.00 Uhr Kochabend Jugendhaus Phönix Ö Sa. 30.01.16 ab 14.00 Uhr Punktejassen mit Kvw Senioren, Anmeldung im Jugendhaus Ö Do. 04.02.16 ab 16.00 Uhr Faschingsparty Citytreff Glurns Ö Fr. 22.01.16 ab 15.30 Uhr Schokofondue Ö Mi. 28.01.16 ab 18.00 Uhr Monopolyabend

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Rückblick Präventionstage 2015 im JuZe Naturns Im Spätherbst fanden die jährlichen Präventionstage des JuZe statt. Dieses Jahr hatte der Verein das Thema „Drogen“ gewählt. Die Projektleiterin Evi Gufler stellte jeweils zwei interessante Veranstaltungen für Erwachsene als auch für Jugendliche zusammen. Die erste an Jugendliche gerichtete Veranstaltung stand ganz unter dem Motto „Alles im Griff?!“. Die Referentin Petra Schrott vom Forum Prävention führte durch den Informationsabend und leitete die anschließende Diskussionsrunde. Der Workshop behandelte Themen rund um Jugendliche in Diskussion mit Petra Schrott legale und illegale Substanzen, wie beispielsweise Tabak, Alkohol, Koffein oder Cannabis, LSD oder Kokain. Zum Einstieg sammelten die neun Teilnehmer sämtliche Begriffe der Substanzen, von denen sie gehört hatten und teilten ihr Wissen und ihre Erfahrungen der Gruppe mit. Gut zwei Stunden wurde über das Konsumverhalten, über Ge- und Missbrauch der verschiedenen Substanzen, sowie deren Wirkungen und Schädigungen intensiv gesprochen und diskutiert. Die zweite Veranstaltung, die sich an Jugendliche richtete war der Filmabend „Trainspotting“. Der Film, basierend auf einen Roman von Irvine Welsh, ist ein Kultfilm der 90er, der mit intensiven Bilder die Realität eines Drogenabhängigen darstellt. Er zeigt das elende Dasein der Protagonisten und den erlösenden Rausch durch das Heroin. Erzählt wird die Geschichte des Junkies Mark, der im schottischen Edinburgh lebt. Sein grauer Alltag dreht sich einzig und allein um den nächsten Schuss. Er hängt tagaus tagein mit seinen ebenso kaputten Freunden herum, die durch ihre Süchte alle miteinander verbunden sind. Drogen kosten Geld und dementsprechend ist der Geldmangel ihr ständiges Problem. Daher kommen die Jungs auch immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt. Im Anschluss an den Film reflektierten die Jugendlichen ihre Eindrücke gemeinsam mit dem Jugendarbeiter Lukas Erlacher und diskutierten über die verschiedenen Süchte.

Kartenturnier mit Jung und Alt in Schluderns Am 30. Jänner 2016 veranstalten das Jugendhaus Phönix und die KVW-Senioren aus Schluderns das alljährliche Kartenturnier. Dieses Turnier wird heuer bereits zum fünften Mal abgehalten und findet immer abwechselnd im Jugendhaus oder im Seniorenraum statt. Heuer wird im Seniorenraum gespielt. Die Teams werden ausgelost, dabei spielen immer ein Jugendlicher und ein Senior zusammen. Gespielt wird Jassen, wobei die Regeln am Anfang nochmals für alle erklärt werden. Beginn des Turniers ist um 14.00 Uhr. Für alle Teilnehmer gibt es eine Gulaschsuppe und für die Sieger winken tolle Preis. Der Teilnehmerbeitrag beträgt 7€ (für Mitglieder 5€). Anmeldungen werden bis zum 28.01.2016 im Jugendhaus bei Franziska (Tel. 329 72 15 236) oder im Seniorenraum angenommen.

Wir freuen uns auf viele Teilnehmer von Jung und Alt!!

Weihnachtsessen im CHILLHOUSE Stilfs Ein Tag vor Weihnachten haben sich die Stilfser Jugendlichen im Chillhouse getroffen um gemeinsam Weihnachten zu feiern. Die Entscheidung fiel auf das gesellige Essen mit einem Raclette. Einige Tage davor trafen sie sich im Chillhouse um zu vereinbaren wer was vorbereitet. Am 23.12.05 kamen anschließend alle Jugendlichen zusammen, um gemeinsam das Weihnachtsessen zu genießen. Das Essen war super und sie hatte großen Spaß am gemeinsamen Beisammensein. So beschlossen sie auch im nächsten Jahr zusammen zu kommen, um gemeinsam Weihnachten zu feiern.


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/Jugend/ 29

Mals/Watles/Vinschgau

Schlanders

LOVEALPS-Partys begeistern die Besucher

WFO Schlanders zeigt sich sportlich

Das Organisationsteam der LOVALPS- Partys in der Tennishalle Mals und am Watles legte sich mächtig ins Zeug. v.l. vorne: Alin Gamper, Ronald Anstein, Stephan Schöpf, Fabian Mair; v.l. hinten: Gustav Punter, Elisa Riedl und Christiane Heinisch

D

as für den 10. Jänner am Watles geplante Audi Ski-Cross-Rennen musste wegen Schneemangel abgesagt werden. Das LOVEALPS Opening & Open Air als Rahmenprogramm am Samstag, 9. Jänner in der Malser Tennishalle und am Tag darauf am Watles fand wie geplant statt. Als versierte Organisatoren zeichnete sich das OK-Team des Schludernser Beachfete aus. Zusammen mit dem Sportverein Schleis als Träger legten sie sich mächtig in Zeug. Wochenlang waren sie ehrenamtlich mit den Vorbereitungen beschäftigt. Sie verpflichteten international bekannte DJ`s beispielsweise aus Frankreich, Deutschland, Norwegen, Schweden… und schufen speziell in der Tennishalle ein imposantes Party-Ambiente. Auf einer Großleinwand war rund um die Uhr Programm. Die Dj`s waren zu sehen, genauso wie die Sängerin Greta Brenner mit einem Lied und Filme von Vinschgau Mar-

keting, die alle Vorzüge der Ferienregion Vinschgau zeigten. Eingerichtet war auch eine VIP-Lounge, in der sich Gäste etwas abgeschieden vom allgemeinen Trubel in der Halle unterhalten konnten. Schade war, dass die Ski-Cross Läufer samt ihrem großen Fan-Club- Anhang fehlten. Schreckminuten für die Organisatoren war ein Stromausfall kurz nach dem Beginn der Party in Mals nach dem Ausfall eines Aggregats. Doch das Problem konnte schnell behoben werden. Und die Party ging weitere, ohne Zwischenfälle und war ein riesengroßer Spaß. Auch am Tag danach in luftiger Höhe waren die Besucherinnen und Besucher begeistert. Die Rückmeldungen waren, laut Organisatoren, sehr positiv. Der Trost für Watles: Das Skigebiet wurde nach Schneefällen zum Ausweichstandort. Am vergangenen Wochenende fanden nun doch internationale Ski-Cross-Rennen statt. (mds)

n der WFO Schlanders gibt es nun schon seit mittlerweile 10 Jahren den Schulschwerpunkt Sport. Dieser wurde in den letzten Jahren immer wieder weiterentwickelt. Seit diesem Schuljahr wurde der reguläre Sportunterricht von 3 Schulstunden durch den „Fächerübergreifenden Unterricht“ noch zusätzlich ausgebaut. Unter anderem können die Schülerinnen und Schüler des Bienniums aus den Aktivitäten „Gesunde Ernährung“, welche in Zusammenarbeit mit der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung in Kortsch organisiert wird, Fußball bzw. Schwimmen auswählen. Den Schülerinnen und Schülern des Trienniums wird hingegen Volleyball, Handball, Klettern und Kraftraum angeboten. Ferner können alle Schülerinnen und Schüler das Leichtathletiktraining bzw. Kon¬ditionstraining, durchgeführt in Zusammenarbeit mit dem Leichtathletikclub Vinschgau besuchen, sowie an Wettkämpfen, wie z. B. am Fakie-Cup, teilnehmen. Durch die erhöhte Stundenanzahl und den zusätzlichen Aktivitäten wird den Schülerinnen, sowie den Schülern ein reiches sportliches Angebot ermöglicht. Jessica und Tobias

Wir öffnen unsere Türen für euch Die 3 Tage der offenen Tür für unsere 4 Schulen des OSZ Schlanders Samstag, 30. Januar 2016 (10 – 16 Uhr)

WFO Wirtschaftliche Fachoberschule, Plawennpark 3, Tel. 0473 730 097 Samstag, 20. Februar 2016 (10 – 16 Uhr)

RG Realgymnasium, SG Sprachengymnasium, St. Franziskusstraße 6, Tel. 0473 730 004 Samstag, 05. März 2016 (10 – 16 Uhr)

TFO Technologische Fachoberschule, Protzenweg 8 B, Tel. 0473 737 950

… du bist neugierig auf unsere Schulen? Infos und näheres Programm unter www.osz-schlanders.it

… wir freuen uns auf dich.

Fotos: „Wind“-Archiv

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

A


30 /Kultur/

Vinschgerwind 2-16

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Lieber Karl Grasser,

Karl Grasser mit dem Druckstock für das Plakat einer Ausstellung. Die Schrift muss seitenverkehrt eingeschnitzt werden und wird erst nach einer weiteren Umkehrung im Druck lesbar

die Gratulanten zu Deinem 92sten Geburtstag am 23. Dezember 2015 mussten sich in einer Reihe anstellen und regelrecht warten, um die Grüße anbringen zu können; dies galt ebenfalls für den Bürgermeister und die Kulturreferentin der Gemeinde Schlanders. Lieber Karl, wer bist Du? In einem Rundgespräch in der Freien Bozner Universität ging es um die Frage, ob es einen Vinschgauer Menschenschlag gibt, ob sich die Obervinschgauer durch besondere Eigenschaften auszeichnen würden. Sind diese Menschen mehr künstlerisch oder technisch begabt? Um bei diesem Endlosproblem einigen Halt zu gewinnen, habe ich vorgeschlagen, von prägenden Künstlerpersönlichkeiten auszugehen. Ihr Werk dient als ästhetische Messlatte, als Quelle für Obervinschger Weltanschauung. Dabei kann Paul Flora mit den heiteren Zeichnungen als Erlöser bezeichnet werden, der mit seinen Einfällen bis in die Stuben hinein wirkt. Die Hausfrauen waren es satt, immerzu Heilige in ihren Hausgängen aufzuhängen. Jetzt marschieren Musikanten mit klingendem Spiel oder Hochradfahrer mit Gauklern durch die Schlafzimmer. Oder magere Tiroler kämpfen gegen fassförmige Bayern ... das macht er besonders gern, den Wichtigtuern der Weltgeschichte, den Königen und Generälen, den im Pomp fast erstickenden Bischöfen, den eitlen Gattinnen ... denen läßt er die Luft aus. Oder der Paul beginnt mit spitzer Feder sein Heimatstädchen Glurns auf ein Hochhaus zu setzen, als Penthouse, als idyllische Insel mitten in der Riesenstadt. Links und rechts Abgründe, Häuserschluchten. Dort oben aber geht das Glurnser Leben weiter. Die Dämonen der Jugend sind immer gegenwärtig. Als Gespenster und Geister lauern sie überall ... Raben beobachten das menschliche

Das Kortscher „Unterdorf“, Zeichnung von Karl Grasser aus dem Jahr 2000, späte Reste einer Vinschgauer „Haufensiedlung“. Grasser hat eine ganze Reihe von Beispielen alter Bausubstanz gezeichnet und damit die Höfe zumindest im Bild bewahrt.


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Treiben. Was sich in ihren schwarzen Köpfen an Erkenntnis über das kuriose Wesen Mensch ansammelt, gestaltet und übersetzt der Paul mit kratzenden Strichen. Die Kunst ist demokratisch geworden, volksnah und vor allem erschwinglich. Farbdrucke und Graphiken wirken aufklärend, erlösend. Der Maler Karl Plattner verwandelt Vinschgauer Dorfbilder ins Monumentale. Einfache Hütten und Städel fließen ineinander, vereinen Unvereinbares und machen aus kotigen Gassen vertraute Heimat. Tiere schauen uns verwundert ins Gesicht; es sind fremde Wesen. Die grellen Farben verbergen mit Mühe die Schwermut des weitgereisten Künstlers. Plattners Sichtweise hat Schule gemacht, sodaß er als Entdecker der Vinschgauer Landschaft gilt. Karl Plattner, 1919 in Mals geboren, gestorben 1986 in Mailand, und Paul Flora, 1922 in Glurns geboren und 2009 in Innsbruck gestorben ... Was hat das alles mit Karl Grasser zu tun? Da ist einmal die altersmäßige Nähe dieser Künstler und ihre lebenslange Freundschaft. Plattner vermittelt mit seinen Bildern des Stadtmilieus die Verlorenheit des einsam gewordenen Menschen. Flora verwandelt sich in einen Raben und betrachtet mit großer Verwunderung die aus allen Nähten platzende Menschenwelt ... eine Zeichnung trägt den Titel „Geplatzter König“. Karl Grasser kennt all diese Probleme, hat sie wiederholt thematisiert, betrachtet sie aber unter dem Gesichtspunkt der göttlichen Schöpfung, deren Herold er ist. Es ist der einfache Glaube, der Glaube an die Natur, an die Kraft des Bewahrens, der Glaube an die schützende Liebe der Frau. Deshalb kommen die vielen Leute, um deinen Geburtstag zu feiern, lieber Karl! Hans Wielander

Fuchs im winterlichen Weinberg, Untervinschgau, er kommt von einer Besprechung mit dem Obervinschgauer Raben Flora: Die Entwicklung des Vinschgaus gibt Anlass zur Sorge!

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/Kultur/ 31

Holzmarch des Kortscher Irschenhofes; gekennzeichnet wurden damit Baumstämme, aber auch das Vieh und Geräte. Durch die Marmorausführung wird dieses Zeichen in den Rang eines bäuerlichen Wappens erhoben.

Aus dem Zyklus des freudenreichen Rosenkranzes, Tonrelief des Besinnungsweges von Kortsch zur Ägidiuskapelle. Huldigung an die weibliche Kraft des Beschützens, zugleich ein Hymnus an die Schönheit der Frau. Grasser wird mit dieser Arbeit zum Minnesänger Marias.


32 /Spezial-Bauen/

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21.01.16

Förderungen im Baubereich 2016

Landesförderungen für energiesparende Maßnahmen

Landesförderungen für den Bau, Sanierung oder Kauf von Erstwohnungen (Wohnbauförderung)

Vorfinanzierung der steuerlichen Begünstigungen durch das Land

Steuerabzüge (50% und 65%) für die Gebäudesanierung

Neu: 50% Steuerabzug für Möbelkauf

Neu: MwSt.Bonus für den Wohnungskauf

staatliche Förderung Wärmekonto „Conto termico“

Landesförderung für energiesparende Maßnahmen bis zu 30% Beitrag auf die Ausgaben ohne MwSt. erhält man für: • Wärmedämmung von Dächern, Außenmauern, obersten und untersten Geschossdecken, Terrassen und Lauben an bestehenden Gebäuden (Voraussetzungen: Baukonzession vor 12.01.2005 + Klimahaus C-Standard) • Austausch von Fenster und Fenstertüren (Voraussetzung: Baukonzession vor 12.01.2005 + KlimaHaus C + Ug-Wert max. 1,2 W/m2K) • Einbau von thermischen Solaranlagen für die Warmwasserbereitung und / oder Schwimmbaderwärmung • Einbau von thermischen Solaranlagen für die Heizungsunterstützung und / oder Kühlung (Voraussetzung: Klimahaus A + Niedertemperaturheizsystem) • Einbau von automatisch beschickten Heizanlagen für feste Brennstoffe, wie Hackschnitzel und Pellets (Klimahaus C bzw. A je nach Alter der Baukonzession) • Einbau von Stückholzvergaserkesseln (Voraussetzung: Klimahaus C bzw. A je nach Alter der Baukonzession) • Einbau von geothermischen Wärmepumpen (Voraussetzung: Klimahaus C bzw. A + Niedrigtemperaturheizsystem) • Wärmerückgewinnung aus Anlagen zur Kühlung von Produkten

• Erstellung von Machbarkeitsstudien für Projekte mit besonders innovativem Charakter zur Energieeinsparung oder zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen • Bau und Erweiterung von Fernheizanlagen Bis zu 80% Beitrag auf die Ausgaben ohne MwSt. erhält man für: • Einbau von Photovoltaikanlagen • Einbau von Windkraftwerken Zuschüsse werden nur vergeben, wenn keine wirtschaftlich und technisch vertretbare Anschlussmöglichkeit an das öffentliche Stromnetz besteht. Ausnahme: PV-Anlagen, die durch EU-Programme finanziert werden. Achtung: Im Einzugsgebiet von Fernheizwerken werden keine Beiträge für Anlagen zur Wärmeerzeugung und Solaranlagen gewährt. Wichtiger Hinweis: Die Häufung von Beiträgen zu Lasten des Landeshaushaltes ist nicht zulässig. Das Gesuch muss aber vor Beginn der Arbeiten gemacht werden und es gilt eine Mindestausgabe von 6.000 Euro zzgl. MwSt. INFOS: Amt für Energieeinsparung, Mendelstraße 33, 39100 Bozen, Tel.: 0471-414720


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2016 - Wir sind wieder für Sie da! Landesförderungen für den Bau, Sanierung oder Kauf von Erstwohnungen (Wohnbauförderung) Um in den Genuss der Wohnbauförderung zu kommen, müssen verschiedene Kriterien wie Ansässigkeit in der Provinz, Alter, Arbeitsnachweis, Lebensminimum, kein Besitz, usw. erfüllt werden. Die Höhe und Art der Förderung (zinsloses Darlehen oder fixer Betrag) werden in Form eines Punktesystems aufgeschlüsselt. Für die Punkteermittlung sind zahlreiche Kriterien ausschlaggebend, wie z. B. auch die wirtschaftlichen Verhältnisse der Familie oder die Dauer der Ansässigkeit. INFOS: Amt für Wohnungsbau, K.-Michael-Gamper-Straße 1, 39100 Bozen, Tel.: 0471-418741/61

Vorfinanzierung der Steuerabzugsbeträge Seit 01.07.2014 kann für den Steuerabzug für außerordentliche Instandhaltungen bei Erstwohnungen um eine Vorfinanzierung durch das Land angesucht werden. Die Vorfinanzierung wird in Form eines zinslosen Darlehens gewährt, welches in 10 gleichen Jahresraten zurückerstattet werden muss. Um in den Genuss dieses zinslosen Darlehens zu kommen, muss der Gesuchsteller das ausschließliche und volle Eigentum oder das Fruchtgenussrecht der von der Sanierungsmaßnahme betroffenen Wohnung nachweisen, sowie den meldeamtlichen Wohnsitz in der oben erwähnten Wohnung haben oder diesen innerhalb 6 Monate nach Abschluss der Arbeiten in diese Wohnung verlegen und seit mindestens 5 Jahren den Wohnsitz oder Arbeitsplatz in der Provinz Bozen haben. Eine Verlängerung auch für das Jahr 2016 wurde von Seiten des Landes noch nicht bestätigt. INFOS: Zuständiges Landesamt: Amt für Wohnbauförderung, K.-M.-Gamper-Straße 1, 39100 Bozen, Tel.: 0471- 418740

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Latsch Zentrum: - Baugrund - Fläche: 755 m² - reichlich Kubatur - Projekt vorhanden Kontakt: Tel.: +39 344 257 40 92

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Steuerabzüge (50% und 65%) für die Gebäudesanierung Für außerordentliche Instandhaltungs- und Sanierungsarbeiten von Wohnungen und Wohngebäuden kann ein Teil der Ausgaben von der Einkommenssteuer (IRPEF) abgezogen werden (auf 10 Jahre aufgeteilt). Der Steuerabzug wurde als fixe Norm in das Steuergesetz aufgenommen und ist somit auf unbefristete Zeit verlängert. Mit 26. Juni 2012 wurde der Steuerabzug von 36% auf 50% angehoben. Im Rahmen des Stabilitätsgesetzes 2016 wurde der Steuerabzug bis zum 31.12.2016 verlängert. Ab 01.01.2017 wird er auf 36% herabgesetzt. Der Maximalbetrag für die Abschreibung beträgt 96.000 Euro pro Wohneinheit und Baumaßnahme. Ab 01.01.2017 wird er wieder auf 48.000 Euro herabgesetzt.

A vorweisen können. Auch der Ankauf bereits sanierter Wohnungen kann steuerlich geltend gemacht werden. Hierbei können 50% von der Einkommenssteuer abgezogen werden. Der Steuerabzug wird auf 25% des Kaufpreises (inkl. MwSt.) kalkuliert, wobei der Höchstbetrag 96.000 € pro Wohnung / Baueinheit beträgt. Weitere Infos unter: http://www.agenziaentrate.gov.it (ristrutturazioni edilizie: le agevolazioni fiscali – April 2015 Für folgende Maßnahmen können sogar 65% (neu seit 06. Juni 2013) von der Einkommenssteuer (IRPEF) abgezogen werden:

Für folgende außerordentliche Maßnahmen können 50 % abgezogen werden: Gefördert werden außerordentliche Instandhaltungsarbeiten (Arbeiten, die der Erneuerung und Verbesserung des Gebäudes dienen, wie Austausch der Fenster, Einbau einer Heizanlage, Errichtung von Umzäunungen usw.), Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten (gilt vor allem für Gebäude mit einem besonderen architektonischen oder historischen Wert), bauliche Umgestaltung und andere förderungswürdige Bauarbeiten (wie z.B. Arbeiten zur Energieeinsparung, zur Anpassung an diverse Sicherheitsbestimmungen, …) und dergleichen. Bei Kondominien werden auch ordentliche Instandhaltungsarbeiten (Arbeiten, die zur Erhaltung des Gebäudes bzw. der technischen Anlagen dienen) gefördert. Im Zuge von Wiedergewinnungsarbeiten für welche der Steuerabzug im Ausmaß von 50% in Anspruch genommen wird, kann zusätzlich ein Steuerabzug für den Ankauf von Möbeln, Einrichtungsgegenständen und energieeffizienten Elektrogeräten in Anspruch genommen werden. Der maximal abschreibbare Höchstbetrag liegt bei 5.000 Euro pro Baueinheit (50% von 10.000 Euro) und muss zu gleichen Teilen auf 10 Jahre aufgeteilt werden Voraussetzungen im Kurzüberblick: Beginn der Wiedergewinnungsarbeiten nach dem 26. Juni 2012, die Anschaffung der Möbel, Einrichtungsgegenstände und Elektrogroßgeräte müssen zwischen 06. Juni 2013 und 31. Dezember 2016 erfolgen (Zahlung mittels Bank-, Postüberweisung oder Kreditkarte), nur fabrikneue Ware wird anerkannt. Beispiele für Möbel und Einrichtungsgegenstände: Betten, Schränke, Kästen, Bücherregale, Schreibtische, Tische, Stühle, Kommoden, Divane und Sofas, Kredenzen, Matratzen und Beleuchtungsanlagen. Beispiele für Haushaltsgroßgeräte: Kühl- und Gefrierschränke, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Geschirrspüler, Herde und Backöfen, elektrische Kochplatten, elektrische Heizplatten, Mikrowellengeräte, elektrische Heizgeräte, elektrische Kühlanlagen, elektrische Ventilatoren und Klimaanlagen. Die Geräte müssen die Energieeffizienzklasse A+ bzw. die Backöfen

Der Steuerabzug für die energetischen Sanierungsmaßnahmen für Privatpersonen wurde im Rahmen des Stabilitätsgesetzes 2016 bis zum 31. Dezember 2016 verlängert. Ab 01.01.2017 wird der Steuerabzug auf 36% herabgesetzt. Der Steuerabzug muss jeweils zu gleichen Teilen auf 10 Jahre aufgeteilt werden. • für Sanierungsarbeiten zur energietechnischen Optimierung von bestehenden Gebäuden, sofern der gesetzlich vorgeschriebene Primärenergiebedarf für Heizzwecke (Legislativdekret vom 11.03.2008) eingehalten werden kann. Der Höchstbetrag des Abzugs beläuft sich auf 100.000 €. • für Ausgaben an bestehenden Gebäuden, Teilen davon oder Immobilieneinheiten sofern diese die vorgegeben Wärmedämmwerte (U-Werte) einhalten. Begünstigt werden Ausgaben für feste vertikale (Mauern), und horizontale (Dächer, Decken und Böden) Strukturen, sowie Fenster einschließlich Fensterstöcke. Der Höchstbetrag des Abzuges beläuft sich auf 60.000 €. • für den Einbau von Verschattungselemente, wie z.B. Markisen zur Vermeidung von Überhitzungen. Der Höchstbetrag des Abzugs beläuft sich auf 60.000 €. • für den Austausch der alten Heizanlage und deren Ersetzung durch einen Brennwertkessel, eine Geothermieanlage, eine Wärmepumpe oder eine Biomasseanlage (Holz, Hackgut, Pellets, Mais), sowie die diesbezügliche Anpassung des Verteilersystems. Der Höchstbetrag des Abzuges beläuft sich auf 30.000 €. • für den Austausch der traditionellen Systeme für die Warmwasserbereiter und deren Ersetzen mit einer Wärmepumpe. Der Höchstbetrag des Abzuges beläuft sich auf 30.000 € • Einbau einer Gebäudeautomation (Überwachungs-, Steuer-, Regelund Optimierungseinrichtungen in Gebäuden) • für die Anschaffung von Sonnenkollektoren zur Bereitung von Warmwasser. Der Höchstbetrag des Abzugs beläuft sich auf 60.000 €. INFOS: ENEA in Rom, Grüne Nummer: 800 985 280, Agentur der Einnahmen, Grüne Nummer: 848800444 http://www.agenziaentrate.gov.it

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Neu: 50% Steuerabzug für Möbelkauf

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WOHNEN IN DER BALZERGASSE AUF DER SONNENSEITE DES LEBENS

Im Jahre 2016 haben junge Paar (verheiratet oder zusammenlebend), wo mindestens eine Person unter 35 Jahre alt ist, die Möglichkeit einen Möbelbonus in Form eines 50%igen Steuerabzuges in Anspruch zu nehmen. Der anerkannte Höchstbetrag beläuft sich dabei auf 16.000 Euro. Weitere Details sind in Ausarbeitung.

Neu: MwSt.-Bonus für den Wohnungskauf Für den Kauf einer Wohnung der Energieeffizienzklasse A oder B (Neubau oder Sanierung) von der Baufirma, wird für Privatpersonen ein Steuerbonus in Höhe von 50 Prozent der gezahlten MwSt. gewährt. Der Steuerabzug muss zu gleichen Teilen auf 10 Jahresraten aufgeteilt werden.

Wärmekonto – Conto termico Für den Einsatz erneuerbarer Energiequellen vergibt der Staat für Privatpersonen und Kondominien Beiträge. Die Förderung wird zu gleichen Teilen auf 2 bzw. 5 Jahre aufgeteilt. Die Höhe der Förderung hängt von einer Vielzahl von Kriterien ab. Um in den Genuss der Förderung zu kommen muss innerhalb 60 Tage ab Fertigstellung der Arbeiten der Antrag an die GSE (italienischen Netzbetreiber) in elektronischer Form erfolgen. Folgende Maßnahmen werden gefördert: • Der Austausch der alten Heizanlage und deren Ersetzten durch eine Wärmepumpe (Luft, Erdwärme, Wasser) • Der Austausch des elektrischen Warmwasserboilers und das Ersetzen mit einer Wärmepumpe • Der Einbau einer thermischen Solaranlage (Warmwasserproduktion) auch kombiniert mit einem solaren Kühlsystem • Austausch der alten Heizanlagen in einem Gewächshaus oder einem ländlichen Gebäude und deren Ersetzen mit einer Biomasseanlage (Stückholz, Pellets, Hackgut) INFOS: Zuständige Organisation: GSE (italienischer Netzbetreiber) - Grüne Nummer: 800 199 989

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36 /Bauplatz/

Vinschgerwind 2-16

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Urig & ehrlich

Am Oberraindlhof im Schnalstal hat man sich kurz vor Weihnachten selbst ein Geschenk gemacht: Ein neues Holzhaus wurde fertig gestellt, das sich 채sthetisch nahtlos in die bestehende Ensemblegruppe einf체gt und neben neun Zimmern auch drei Saunen beherbergt. Der Oberraindlhof trotzt allen Trends und geht konsequent seinen Weg: Einfach, echt und ehrlich sind die Werte, die das Hotel und Restaurant auszeichnen. Text: Angelika Ploner | Fotos: Klaus Peterlin


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Vinschgerwind 2-16

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Die Resonanz auf unsere neuen Komfort-Zimmer im Holzhaus ist sehr gut. Das neue Holzhaus passt perfekt zum Ensemble, ästhetisch und auch proportional. Unser Haus steht für Ruhe, Entspannung, Entschleunigung. Passend zu unserem Konzept zählen jetzt auch drei Saunen. von Elisabeth Raffeiner

gestellt. „Das Konzept lautete ein neues Holzhaus mit vollgetäfelten Zimmern zu errichten, wo einerseits der typische ‚Bauernhofcharakter’ beibehalten und andererseits moderne Elemente Einzug halten sollten“, erklärt Thomas Gerstgrasser von der Firma „Tourismusmanagement Group“. Diese wurde bereits 2006, als der Oberraindlhof das letzte Mal qualitativ und quantitativ erweitert wurde als Partner ausgewählt.

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ieber Gast, halte Rast: Auf einem handgearbeitetem Leinentuch stehen die vier Worte in rot gestickt. Rast halten, ja, das können Gäste am Oberraindlhof im Schnalstal. Vor wenigen Wochen - kurz vor Weihnachten - wurde der Neubau, ein neues Holzhaus, fertig

Natur und Architektur gehen hier, am Oberraindlhof, eine Symbiose ein. Der Neubau ist auf den ersten Blick nicht als solcher auszumachen. Das neue Holzhaus passt sich nämlich perfekt an die umliegende Natur des Schnalstales ein. Zum einen. Zum anderen schmiegt sich die Holzkonstruktion an das bestehende Ensemble des Oberraindlhofes, fügt sich ästhetisch nahtlos in selbiges ein. 300 Jahre alt ist das alte Bauernhaus, die urkundliche Erwähnung des Hofes selbst geht gar bis auf das Jahr 1581 zurück. Die Familie Raffeiner verwaltet zweifelsohne ein besonderes Erbe und hier logieren ist schlicht ein Er-

lebnis. Bretter und Balken knarchzen unter den Füßen, die Vertäfelungen aus dem 19. Jahrhundert sind geschichtsträchtige. Wer sich hier eine Ruhepause gönnt, der darf die Faszination von Tradition und Vergangenem erleben. Warm und angenehm sind die Zimmer und die Stuben, in denen kredenzt wird. Und immer ist die

umliegende Natur Urlaubsbegleiter. Neun Komfort-Zimmer beherbergt das neue Haus, die, wie die bereits bestehenden Zimmer, Zirbenholz tragen und dem eine besondere und – wissenschaftlich nachgewiesene – Schlaf- und Erholungsqualität zugesprochen wird. Auf die Qualität des Holzes hat man viel Wert gelegt.

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Herzlich Willkommen heißt die Familie Raffeiner im neuen Holzhaus am Oberraindlhof. Das Haupthaus – der 300 Jahre alte Bauernhof - mit den historischen Zimmern flankieren nun zwei Nebenhäuser, eines im Jahr 2006 erbaut, das andere vor wenigen Monaten fertig gestellt. Auf Holz wurde gesetzt. Die Rückbesinnung auf die Natur lebt die Familie Raffeiner bis ins Detail.


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Es wurde einerseits der typische Bauernhauscharakter beibehalten und andererseits haben moderne Elemente Einzug gehalten. Dadurch konnten neue Gäste akquiriert und die Auslastung optimiert werden. von Thomas Gerstgrasser

Drei Saunen – eine finnische Sauna, eine Biosauna und eine Dampfsauna – umgeben von Zirbenholz gehören zum neuen Erholungsprogramm am Oberraindlhof und haben ebenfalls im neuen Holzhaus ihren Platz gefunden. Ein großzügiger Ruheraum komplettiert die neue Saunalandschaft. Essn und Schlofn. Die Philosophie am Oberraindlhof in Schnals sind genau zwei Worte: Essn und Schlofn. Hinter diesen zwei Worten verbirgt sich eine Philosophie, die so einfach wie genial ist. Oder umgekehrt: So genial, weil einfach. Natürlich ist die Architektur, regional die Küche. Die Lebensmittel kommen von den Bauern der Umgebung, die Kostbares aus dem Schnalstal anliefern. Das Schnalser Schaf, das Karthauser Schüttelbrot, Käse, Milch, Eier und Speck von den Schnalser Bauern, Wild: Die Familie Raffeiner kredenzt erstklassiges, authentisches Essen, zubereitet aus ehrlichen Rohprodukten. Ein Haubenlokal ist der Oberraindlhof, der seit dem Jahr 2013 den Gault Millau trägt. Auch die

Marke „Südtiroler Gasthaus“ trägt man mit Stolz. Der Koch Günther Veith und das Küchenteam tüfteln jeden Tag aufs Neue an besonderen Genusserlebnissen. Die Rückmeldungen der Gäste sprechen für sich und sind voll des Lobs für die qualitative und quantitative Erweiterung. „Das neue Haus passt zu unserem Konzept“, ist die Familie Raffeiner überzeugt. „Es ist uns gelungen, den Oberraindlhof einen großen Schritt nach vorne zu bringen“, sagt auch Thomas Gerstgrasser zufrieden. „Mit Tiroler Herzblut“ steht im neuen Holzhaus auf einem Leinentuch, das eine Ecke ziert. Herzblut, Tiroler Herzblut zeichnet die Familie Raffeiner aus. Das spürt man. In jedem Wort und in jeder Geste. Einfach und ehrlich. TIPP: Lernen Sie den „neuen“ Oberraindlhof kennen. SPEZIALANGEBOT für Einheimische: Benützung des neuen Wellnessbereichs, 6-gängiges Degustationsmenü, Übernachtung & Frühstück. www.oberraindlhof.com

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Fotos: Barbara Wopfner

Alte Käserei zu neuem Leben erweckt

Direkt angrenzend an die Hofkäserei „Englhorn“ in Schleis von Alexander Agethle, stand die Dorfsennerei bereits seit Jahren leer. 2012 erstand er schließlich das Haus mit 2 besonderen Finanzierungsformen, dem Ethical Banking der Raiffeisen Kasse Bozen und dem Crowd founding. Agethle setzte sich das Ziel die Sennerei zu renovieren, das des öfteren als unerreichbar schien.

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von Barbara Wopfner

Ich wollte den Geist des Hauses bewahren. Ich sah in diesem Objekt eine ideale Möglichkeit meine Hofkäserei zu erweitern, doch das Projekt schien mehrmals zu scheitern“ so der Bauherr.

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it dem Ziel vor Augen, das Haus an sich zu erhalten, den technisch-hygienischen Voraussetzungen einer Käserei gerecht zu werden und seine persönlichen Vorstellungen umzusetzen, suchte Alexander Agethle nach einem Architekten und fand Jürgen Wallnöfer. In den vergangenen zwei Jahren haben die beiden in intensiver Zusammenarbeit, Tüftelei und Herzblut, der alten Sennerei zu neuem Leben verholfen.

Bevor Wallnöfer mit seiner Arbeit begann, tauchte er mit dem Käsemeister ins „Kasn“ ein, um die Philosophie, die Wertvorstellung und die daraus folgende Qualität die hinter dem „Englhorn“ stehen, zu erleben, zu begreifen und zu verstehen. Das Haus sollte erhalten bleiben, ein Abriss kam nicht in Frage, der „Geist des Hauses“ sollte weiterleben. Daher stellte


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sich die Frage und die große Herausforderung, wie die baulichen Vorgaben des Hauses, die persönlichen Anforderungen, mit den Vorgaben einer Käserei zu vereinen sind. Zentraler Auftrag war es eine Käserei zu bauen, in der Milch so schonend als möglich verarbeitet werden kann, ohne sie zu pumpen. Dafür musste im Haus ein natürliches Gefälle ausgeklügelt werden, wozu sie Decken umgeplant und versetzt haben. Heute findet die Käseproduktion auf unterschiedlichen Ebenen statt, die Milch fließt und der Kreislauf schließt sich im Keller bei der Lagerung. Dort wurde die angrenzende Etsch mit eingebunden, die für Kühlung und Luftfeuchtigkeit sorgt. Die Etsch liefert saubere, kühle Luft die ins System unter dem Kellerraum geführt wird. Im Sommer kühlt sie und im Winter wird die Luft durch das Gebäude etwas erwärmt.

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Das bedeutet lokal, authentisch, autark

Einen weiteren Kreislauf schloss der Bauherr darin, indem er bis auf ein paar Ausnahmen nur mit lokalen Handwerkern arbeitete. Die Anforderungen der Käserei stellten so manche bauliche Hürde. Die hohe Luftfeuchtigkeit, die Wärme- und Käl-

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teunterschiede, der Reifeprozess der Käseleibe und deren Lagerung waren heikle Fragestellungen. Dazu fand er kompetente lokale Partner, mit denen er innovative Lösungen erarbeitete. Gemeinsam haben sie der Käserei zu einem neuen Erscheinungsbild verholfen. Produktion, Reifung, Lagerung und Verkauf sind nun in einem Gebäude vereint. Der Hofladen ist über das Hofgelände zugänglich. Etwas abseits von der Straße, wird man zum Verweilen eingeladen. Ein großer Tisch in einer feinen getäfelten Ecke lädt zum Genießen, Verweilen und zu guten Gesprächen ein.

Fenster Türen Lichtschutz

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Nationalpark Stilfserjoch

Biotop Schgumser Badl Foto: Wolfgang Platter

Foto: Wolfgang Platter

Das vormalige Militärareal ist ein wertvolles Habitat

Der Schgumser Kanal am Stefanstag 2015. Als Verbindungsgraben zwischen Etsch und Schgumser Badl ermöglicht er die Laichwanderung der Fische aus der Familie der Forellenartigen zu ihren winterlichen Laichplätzen.

Wolfgang Platter, am Tag des Hlg. Remigius von Reims, Kirchenpatron in Eyrs, 13. Jänner 2016

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m Winter fällt drei Monate kein Sonnenstrahl hin. Der Raureif bleibt wochenlang liegen und formt fantastische Eiskristalle. Das vormalige Militärareal am östlichen Fuß des Murkegels von Tschengls liegt im Kernschatten des Nörderberges. „Pulverlager“ oder „Badl“ sind zwei im

Schwarzerlen-Au im Schgumser Badl. Der auch im Winter eisfreie Quellbach ist der Lebensraum unter anderem des Eisvogels und der Laichplatz der Marmorierten Forelle.

Volksmund gebräuchliche Namen. Beide verweisen sie auf vormalige Nutzungen des Areals. Seit der Zwischenkriegszeit (1935) bis in die Neunziger-Jahre des vorigen Jahrhunderts war die Fläche zwischen Wiesen und Wald als Munitionsdepot des italienischen Heeres genutzt worden und als solches militärisches Sperrgebiet, in welchem keine land- und forstwirtschaftliche Nutzung erlaubt war. So konnte die natürliche Sukzession der Pflanzengesellschaften un-

beeinflusst von menschlichen Aktivitäten ablaufen.

Schwefelquellen Im Gebiet entspringen Schwefelwasserstoff haltige Quellen, welche den Schgumser Kanal als Abflussgraben speisen. Das Wasser riecht nach faulen Eiern, weshalb es im Volksmund etwas abschätzig „Goggelewosser“ genannt wird. Aber seine Heilwirkung gegen Akne, Hautunreinheiten u.a.


Der Schgumser Kanal Auch der Schgumser Graben ist in den letzten Jahren als Naturdenkmal ausgewiesen worden. Er mündet im Ortsbereich von Laas auf der Höhe des Marmorwerks in die Etsch. Der teilweise Schilf gesäumte Kanal ist ob seiner guten Wasserqualität ein wertvoller Lebensraum für die Fische aus der Familie der Forellenartigen (Salmoniden). Diese Kaltwasserfische gehören zum Artenspektrum der sogenannten Sauerstoffregion. Besonders wertvoll ist der Schgumser Graben als Schon- und Laichgewässer für die Marmorierte Forelle. Alle einheimischen Fischarten mit Ausnahme des Aals wandern in der Laichzeit flussaufwärts. Die Forellenartigen sind Kaltwasserlaicher; sie legen ihre Eier zwischen Ende Oktober und Ende Jänner in saubere, seichte, strömungsarme Gewässer ab. Der Schgumser Graben ist die Verbindung zwischen der Etsch und den sich fein verästelnden Rinnsalen und Quellbächlein in der Schgumser Au und somit der Zubringer zu den Laichplätzen. Er ist ohne Barrieren und Sperren und weist keine unüberwindlichen Niveauunterschiede auf.

Kinderstube für Fledermäuse Alle Fledermausarten gehören zu den sogenannten Natura 2000-Arten der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie von der Europäischen Gemeinschaft. Diese Listen schlüsseln die seltenen, gefährdeten und vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzen-Arten nach Gefährdungsgraden auf. Das Dachgebälk der vormaligen Militär- und Munitionsbaracken im Schgumser Badl bietet den Fledermäusen geeignete Kinderstuben, wenn sie ihre Jungen gebären und säugen. Offene Luken zum Ein- und Ausfliegen, die ungestörte Ruhe im Gebälk und ein nahe gelegenes Jagdgebiet, das sich rundherum erstreckt und in Wald-, Wiesenund Hecken-Habitaten ein hinreichendes Angebot an Insekten am Abend- und Nachthimmel anbietet, sind Lebensraumbedingungen, welche den Ansprüchen der Fledermäuse entsprechen. Für das Schgumser Badl, die Eyrser und die Tschenglser Au haben unsere Experten das Vorkommen der folgenden 5 Arten von Fledermäusen dokumentiert: • Große Hufeisennase (Rhinolophus ferrumequinum) • Kleine Hufeisennase (Rhinolophus hipposideros) • Kleines Mausohr (Myothis blythii) • Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus) • Braunes Langohr (Plecotus auritus) Weltweit sind heute ca. 1.150 Arten von Fledermäusen beschrieben, in Europa 42 davon. Der Verbreitungsschwerpunkt der Fledermäuse sind die Tropen auf der Südhalbkugel. Für Italien sind 33 Fledermausarten bekannt, 20 davon konnten wir im Nationalpark Stilfserjoch dokumentieren.

Wasseramsel und Eisvogel Der Schgumser Graben ist ein schmal lineares Landschaftselement inmitten der landwirtschaftlich intensiv genutzten Talsohle. Neben Schilfröhricht, Igelkolben, Sumpfziest, Gilbweiderich, Sumpfdotterblume als Krautige gibt es Pappeln, Weiden und Erlen als schattenspendende Bäume. Die alten Pappeln sind nach mehrfachem Schneiteln Baumdenkmäler und als Weichholz mit ausfaulenden Astlöchern wertvolle Bruträume für Höhlenbrüter unter den Vögeln.

Foto: Paolo Fioratti

Breitblättriger Rohrkolben im Raureif.

Der Eisvogel ist auch Bewohner des Schgumser Badls und des Schgumser Grabens. Foto: Florian Gorfer

Der östliche Teil des Areals im Schgumser Badl am Übergang von Feuchtwiesen und Schilfröhricht der Talsohle zum Mischwald aus Laub- und Nadelhölzern wurde von der Südtiroler Landesregierung ob seiner Vielfalt an Lebensräumen als Biotop ausgewiesen und unter Schutz gestellt. Das Gebiet ist ein naturbelassenes, abwechslungsreiches Landschaftselement, das verschiedenen und selten gewordenen Arten von Pflanzen und Tieren einen ihren Ansprüchen entsprechenden Lebensraum bietet.

Äste knapp oberhalb des Wasserspiegels am Kanal sind die Sitzwarten für den Eisvogel (Alcedo attis), der als Kleinod der einheimischen Vogelfauna hier am Schgumser Kanal und im Schgumser Badl Jagd auf kleine Fische macht. Aufmerksame Beobachter und Laaser Vogelfreunde wie Bruna OnetoPedross, Luis Kaufmann und Franz Grassl haben mir unabhängig voneinander ihre Beobachtung vom Eisvogel am Schgumser Graben in unterschiedlichen Jahreszeiten gemeldet. Wo der Eisvogel auch überwintert, so wie am Schgumser Graben, müssen nicht zufrierende Fischgewässer zur Verfügung stehen.

Im Schgumser Badl und in den Auen von Eyrs und Tschengls konnten unsere Fledermausexperten 5 verschiedene FledermausArten nachweisen.

Fruchtstände des Gemeinen Schneeballs im Winterkleid.

Foto: Igino Falco

Naturoase

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Foto: Wolfgang Platter

Beschwerden bei äußerlicher Anwendung ist anerkannt. Vor der Zeit der Nutzung als Militärareal befand sich im Gebiet das Schgumser Badl, ein Heilbad mit Hotelbetrieb, das von der einheimischen Familie Hellriegl betrieben wurde und zur Zeit der Inbetriebnahme der Vinschger Eisenbahn (1906) Kurgäste von Meran nach Laas anzog. Vom Laaser Bahnhof wurden die Kurgäste mit der Pferdekutsche ins Badl gefahren. Für die Laaser Familie Hellriegl hat sich aus der Zeit des Badbetriebes bis heute der Vulgoname „Bodhonser“ erhalten.

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Foto: Wolfgang Platter

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Die Wasseramsel ist ein Standvogel, der auch im Winter bei uns bleibt und in sauberen Gewässern nach Fliegenlarven taucht.


Foto: Leonardo Pellissetti

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Naturbahnrodeln: Vom Athleten zum Sektionsleiter 2010 beendete Andreas Castiglioni seine Karriere als Naturbahnrodler. Seinen wohl größten Erfolg feierte der Partschinser in Tarsch auf der Gumpfrei, als er sich bei der WM 2005 den Vize-Weltmeistertitel sicherte. (Bild links) Seit 2014 hat der 35-Jährige das Amt des Sektionsleiters des ASV Latsch/Rodeln inne und meisterte mit seinem Team die Weltcup-Herausforderung mit Bravour. (Bild rechts) (sam)

Foto: Sarah Mitterer

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Dominanz der Weltmeister Fotos: Sarah Mitterer

Die zweite Etappe des Naturbahn Rodel-Weltcups, die in Tarsch auf der „Gumpfrei“ ausgetragen wurde, stand ganz im Zeichen der aktuellen Rodelweltmeister, die alle aus Südtirol stammen und das Weltcupwochenende dominierten. Mit Greta Pinggera, die sich Platz Zwei sicherte, und Sara Bachmann, die als Vierte knapp am Podium vorbeischrammte, hatten zwei Vinschgerinnen wesentlichen Anteil am starken Abschneiden des italienischen Nationalteams.

Greta Pinggera

Von Sarah Mitterer

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rei Tage lang lag die Tarscher Rodelbahn „Gumpfrei“ fest in den Händen der internationalen Rodelstars. Dass ein Weltcuprennen stattfinden würde, wurde kurzfristig entschieden. Denn vor rund einem Monat erhielt der ASV Latsch Raiffeisen vom internationalen Rodelverband (FIL) die Anfrage, als Ersatzort für Olang zu fungieren. Seit da an arbeitete das Team rund um die Bahnchefs Hermann Castiglioni und Anton Pircher mit vollem Einsatz an der Bahn, um weltcuptaugliche Verhältnisse zu schaffen. Und das tägliche Aufstehen um 3 Uhr am Morgen hat sich ausgezahlt. Pünktlich

zum Einzug des Weltcuptross stand den Athleten eine perfekt präparierte Bahn zur Verfügung. Während am Freitag das Training abgehalten wurde, fanden am Samstag die Qualifikationsläufe der Einsitzer der Herren und Damen sowie die Entscheidung der Doppelsitzer statt. Bei den Doppelsitzern holte sich das Weltmeisterduo Patrick Pigneter und Florian Clara den zweiten Sieg im zweiten Saisonrennen. Pigneter, Weltmeister im Einsitzer der Herren, blieb auch in dieser Konkurrenz auf der Gumpfrei unschlagbar und feierte an diesem Wochenende zwei Siege. Spannend aus Vinschger Sicht war es bei den Einsitzern der Damen, denn gleich

zwei Vinschgerinnen befanden sich unter den Weltcupstarterinnen und beide gehörten zum Favoritenkreis. Lokalmatadorin Sara Bachmann und die Laaserin Greta Pinggera bewiesen bereits in der Qualifikation, dass man sie auf der Rechnung haben sollte. Der Grundstein für ein Top-Ergebnis wurde bereits in den Qualifikationsläufen

Sara Bachmann

gelegt, den die dortigen Rückstände wurden zum Wertungslauf am darauffolgenden Tag dazugezählt. Pinggera qualifizierte sich als Zweitschnellste und lag mit 37/100 Sekunden Rückstand in Lauerstellung hinter der Weltmeisterin Evelin Lanthaler. Bachmann belegte in der Qualifikation mit 1,02 Sekunden Rückstand den vierten Platz, doch Platz drei lag in Reichweite. In einem engen Kopf an Kopf Rennen mit der russischen Ex-Weltmeisterin Ekaterina Lavrentyeva zog die Latschern jedoch den Kürzeren und musste sich am Ende um einen Wimpernschlag von 8/100 mit Platz Vier zufrieden geben. Das Duell um den Sieg hieß Pinggera vs. Lanthaler. Die 20-jährige Laaserin startete zuerst und riskierte alles um den Rückstand aus der Qualifikation wett zu machen, wurde jedoch nicht mit den Sieg belohnt. Denn Landthaler gelang eine Traumfahrt, die zu einem ungefährdeten Sieg führte und machte damit die weltmeisterliche Dominanz an diesem Wochenende perfekt.


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Jugendfußball

in Überblick über die Hinrunde der Meisterschaft der B-Jugend vom Schlanderser Trainer Alessio Rodaro: „Vorerst möchte ich ein Lob an meine Jungs aussprechen, die mit sehr starken Leistungen, was das spielerische Niveau anbelangt, auf dem Feld agieren. Einen Dank auch an den Sportverein Latsch und an den Sportverein Goldrain, die mir eine gelungene Hinrunde ermöglicht haben.“

Foto: Leonardo Pellissetti

Meisterschaft der B-Jugend - Bilanz zur Hinrunde E Alessio Rodaro bei den Schlanderser Allievi im Jahr 2008

dem Gegner die Stirn bieten. Die Mannschaft wurde in den letzten Jahren gut ausgebildet und dies merkte man sofort. Technisch und spielerisch konnten wir in dieser Hinrunde sehr viel arbeiten, da das allgemeine Niveau auch dementsprechend dazu verhalf. Nach der letzten Saison war die Hauptaufgabe, den Jungs wieder Selbstvertrauen zu vermitteln und positive Impulse weiterzugeben. Dies gelang uns relativ schnell, wodurch wir auch die dementsprechenden Leistungen abrufen konnten. Das Einzige, was der Mannschaft fehlte, um eventuell unter

Zur Bilanz der Hinrunde: Mehrmals waren wir die Mannschaft, die das Spiel machte. Trotz allem konnten wir weniger Punkte holen, als wir erhofft und uns verdient hätten. Leider fehlte uns immer etwas auf den letzten 20 Metern, wo wir oft zu “brav” waren. Wie es im Fußball des Öfteren passiert, bekamen wir meist ein Gegentor nach einem Konter oder einer missglückten Abwehrstellung. Doch trotz allem konnten wir je-

den Ersten mitmischen zu können, war ein wenig der Charakter und der Wille, das Spiel zu gewinnen. Dies wird sicherlich ein Hauptmerkmal in der Rückrunde, auf das ich viel Wert legen werde.

Zu den anderen Vinschger Mannschaften:

Prad: Diese Mannschaft überzeugte mich vom Einsatz. Manuel Masiero hat hier gut gearbeitet und ist auf einem sehr guten Weg. In der Rückrunde könnte Prad mehr Punkte einholen, wenn weiterhin so gearbeitet wird Schlanders: Die Mannschaft könnte spielerisch etwas mehr zeigen, aber dies wird in der Rückrunde so sein. Die Spieler haben das Potenzial, eine gute Rückrunde zu bestreiten. Was für die Mannschaft spricht, ist der Einstaz und Kampfgeist, wodurch sie diverse Spiele für sich entscheiden konnten. Mals: Mals konnte die gegne-

rischen Mannschaften durch ihren schnellen Stürmer in Schwierigkeiten bringen. Doch es wurde häufig mit langen Bällen gespielt und dies könnte mit der Zeit für eine erste Mannschaft nicht vorteilhaft sein. Partschins: Die Mannschaft war außer Konkurrenz, doch trotz allem schlugen sie sich gut in den Spielen. Wir hatten in der Vorbereitungsphase ein Freundschaftsspiel gegen Partschins und ich sah eine relative Steigerung im Meisterschaftsspiel. Zum Schluss möchte ich sagen, dass die Hinrunde sehr ausgeglichen war. Viele Mannschaften, habe ich bemerkt, spielen auf Sieg doch vernachlässigen die Ausbildung der Jugendlichen. Klar verhilft der Sieg dazu, die Moral zu stärken, aber man muss langsam auch die Jugendspieler taktisch, technisch und spielerisch für eine erste Mannschaft vorbereiten. Leider bekam man dies nicht oft zu sehen. (lp)

Schlanders Mehrkampf - LAC Vinschgau Raiffeisen

Naturnser Strahlen beim Fakie Cup Ü

Die Siegerinnen aus Naturns werden von Erwin Schuster prämiert

Foto: Michael Traut

beraus strahlende Gesichter zeigten die Naturnser Mittelschüler als sie bei der Siegerehrung die begehrten Fakie Gutschriften entgegennehmen durften. Nach absolvierten fünf Disziplinen hatten die Schützlinge von Sportlehrerin Ester Muther mit Unterstützung von Richard Perkmann am meisten Punkte gesammelt. Herausragende Leistungen zeigte der zwölf Jahre alte Lukas Gemassmer vor allem im Sprint. Die 2 mal 30m lief er mit 8,80 Sekunden um fast eine halbe Sekunde schneller als die Konkurrenz und zeigt mit einer Weite von 10,94m eine weitere Stärke im Kugelstoßen. Damit gewann er mit insgesamt 2500 Punkten vor Lukas Hanny (2259 P.) und dem Laaser Fabian Spechtenhauser (2135 P.). Auch die Naturnser Mädchen ließen nichts anbrennen. Elisa Höll-

rigl, Leonie Platter und Emma Rainer sammelten als Mannschaft 5182 Punkte. Nennenswert sind sicher die 1,30m im Hochsprung der zwölfjährigen Mädchen von Elisa Höllrigl. Gleich ein Traumergebnis hat Franziska Marsoner bei ihren ersten Mehrkampf hingelegt. Die jüngste in diesem Feld konnte gleich alle fünf Disziplinen ge-

winnen. Mit 2736 Zählern aus 8,92 Sekunden über 60m, 9,80 Sekunden über 60m Hürden, 1,42m im Hochsprung, 4,75m im Weitsprung und 8,89m im Kugelstoßen verwies sie Nora Rinner (2522P.) aus Latsch und Sarah Oberhofer(1559P.) auf die Plätze. Das gleiche Bild zeigte sich bei den Knaben. Auch hier setzte sich der jüngste Mirko

Lepir über die durchaus zähe und ältere Konkurrenz hinweg. Besonders der Goldrainer Gabriel Mair Bono beeindruckte mit 1,70m im Hochsprung. Dennoch gelang es dem Prad die restliche vier Disziplinen für sich zu entscheiden. Am Ende gewann er mit 3522 vor Gabriel mit 3272 und David Traut mit 2809 Zählern. In der jüngsten Kategorie der Grundschüler waren 13 Teilnehmer am Start. Sie konnten ihren ersten Mehrkampf in spielerischer Form von der Raupe über den Hund bis zum Bären hin erleben. Der Fakie Cup war auch ein erster Test für die Schüler vom OSZ-Schlanders, welche den Kurs Fü-Leichtathletik besuchen. Dieser Kurs wird in Zusammenarbeit mit dem LACVinschgau gemacht. Das Ziel dieses Kurses ist es die Leichtathletik zu fördern. (ah)


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Beim Zielsprung sahen die Zuschauer spektakuläre Luftakrobatik

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Fotos: Sarah Mitterer

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Waghalsige Duelle auf der Skipiste

Von Sarah Mitterer

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ass am Watles überhaupt ein Weltcuprennen ausgetragen wurde, wurde wahrlich am allerletzten Moment entschieden und ist vor allem den plötzlichen Schneefällen zu verdanken. Denn als Ende Dezember die Nachricht ins Haus flog, dass der Weltcup im Vinschgau aufgrund mangelnden Schnees abgesagt werde, war die Enttäuschung groß. Monate lang arbeitete das Team rund um OK-Chef Gerald Burger und Watles Präsident Günther Bernhart unermüdlich, um für perfekte Bedingungen für die Weltcuppremiere zu sorgen. Nun

sollten all die Mühe und der Einsatz umsonst gewesen sein, weil Mutter Natur sich nicht an die Regeln hielt. Aber gleich zu Beginn des neuen Jahres schüttelte Frau Holle doch noch ihre Betten kräftig genug und so flatterte die Nachricht herein, dass das Event nun doch mit einer einwöchigen Verspätung stattfinden würde. Und es gab gleich doppelten Grund zur Freude, denn man durfte nicht nur ein Weltcuprennen austragen, sondern gleich zwei, da die Rennen im französischen La Plagne abgesagt werden mussten. Und so hatten Wintersportfans doch noch die Möglichkeit, die neue Trendsportart hautnah am Watles zu

Lokalmatador zwei Mal im Achtelfinale Dass er eines Tages ein Weltcuprennen direkt vor seiner Haustür bestreiten würde, hätte Stefan Thanei (im Bild) wohl selbst nicht gedacht. Mit den zwei Bewerben am Watles hatte der Burgeiser, der vor einigen Jahren vom Ski Alpin zum Ski Cross wechselte, gleich zwei Mal die Möglichkeit, auf seinem Hausberg um Spitzenplatzierungen zu kämpfen. Angefeuert von seinem Fanclub, der im Zielraum für Stimmung sorgte, schaffte der 34-Jährige an beiden Tagen den Achtelfinaleinzug. (sam)

Fotos: Sarah Mitterer

Wilde Sprünge, riskante Überholmanöver und spannende Kopf an Kopf Rennen. Wintersportfans kamen am vergangenen Wochenende wahrlich auf ihre Kosten. Denn am Watles fand erstmals ein Weltcuprennen im Ski Cross statt. Über 80 Topathleten, darunter Welt- und Olympiasieger, kämpften an zwei Tagen um den Sieg im Vinschgau und sorgten bei den Zuschauern mit ihren spektakulären Ritten im Schnee für Nervenkitzel pur.

erleben. Und was sie sahen, war eine echte Sportshow: Adrenalin, Geschwindigkeit und Action. Das sind die Kennzeichen der neuen Trendsportart Ski Cross. Eigentlich geht es beim Ski Cross um das gleiche wie in der Abfahrt beim Ski Alpin: So schnell wie möglich vom Berg ins Tal zu fahren. Dennoch zählt es zu den spannendsten Sportarten, die es im Winter gibt. Die Faszination, die Ski Cross ausmacht, liegt wohl vor allem im Kampf Mann gegen Mann und Frau gegen Frau. Gleich vier Sportler fahren Kopf an Kopf nebeneinander die Piste herunter, gewertet wird im K.O.- Modus, nur die zwei Schnellsten qualifizieren sich für den nächsten Lauf. Durch künstlich gebaute Hindernisse werden die Strecken erschwert, was für noch mehr Unterhaltung bei den Fans sorgt.

Auch die beiden Weltcuprennen am Watles, bei denen den Athleten eine perfekt präparierte Piste zur Verfügung stand, waren eine echtes Spektakel. Die spektakulären Sprünge und spannenden Rennen ließen ein jedes Sportherz höher schlagen und machten Lust auf weitere Weltcuprennen dieser Art im Vinschgau. Zum Premierensieger kürte sich am Samstag der Olympiasieger Jean Frederic Chapuis aus Frankreich, während die Schwedin Anna Holmlund sich als erste Frau in die Vinschger-Ski Cross Weltcupgeschichte eintragen durfte. Einen Tag später waren die Siegergesichter zwei andere: Der Schweizer Jonas Lenherr setzte sich bei den Herren durch, bei den Damen siegte die kanadische Olympiasiegerin Marielle Thompson.


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Laas - Prad

VSS-Dorfläufe 2015 uch im letzten Jahr hat die Laufgemeinschaft Laas/ Prad Raiffeisen wieder an den VSS – Stadt – und Dorfläufen erfolgreich teilgenommen. Die zu bestreitenden Läufe führten unsere Läufergruppe durch ganz Südtirol, da 4 Läufe im Vinschgau, 3 im Pustertal, sowie weitere drei in Sarnthein, Hafling und St. Ulrich in Gröden, stattgefunden haben. Durch die bemerkenswert rege Teilnahme unserer Läufer/ innen, wobei es sich um ca. 50 Kinder, sowie ca. 35 Erwachsene handelt, konnten wir uns, mit großem Vorsprung, auch im letzten Jahr erneut den ersten Platz in der Gesamtwertung der Mannschaften sichern. Zusätzlich schafften es einige Läufer/innen, dank ihrer sehr guten Leistungen und der kontinuierlichen Teilnahme, die Einzelwertung des Wettbewerbs zu gewinnen. Die Geschwister Giusti David (Kategorie Schüler A) und Giusti Mattia (Männliche Jugend B), sowie deren Vater Giusti Maurizio (Altersklasse 3 Männlich)

Foto: „ASC Laas

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siegten in ihrer Altersklasse. Des Weiteren schafften es Lorenzani Mirka (Altersklasse 3 Weiblich) und Pircher Petra (Altersklasse 2 Weiblich) den Sieg einzuholen. Diese und viele weitere sehr gute

Resultate gelangen vor allem durch die ausgezeichnete Zusammenarbeit und den großartigen Zusammenhalt der Leichtathletik- und Langlaufsektionen Laas und Prad, sowie der Freude

am Laufen. Spaß und Sportgeist sind das Wichtigste in unserer Laufgruppe und alle Lauffreunde und Begeisterten sind stets herzlich willkommen! Sandra Strimmer

Latsch - Serie B

Nervenschlacht zum Jahresende M

letzten Spiel im Jahr 2015 war der HC Meran. Ein Derby zum Jahresende, genau das was sich ein Hockeyfan wünscht. Foto: Sarah Mitterer

it einem dramatischen Match endet das Jahr für die Spieler des AHC Vinschgau. Zu Gast im Iceforum beim

Spielszene zwischen Latsch und Meran

Und dieses Derby hatte es in sich. Die Vinschger kämpften aufopferungsvoll, zeigten keine Angst gegen den Favoriten und wurden am Ende nicht belohnt. Nachdem die Eisfix nach 26 Minuten mit 0:2 im Hintertreffen lagen, beide Treffer erzielte der Latscher Thomas Mitterer, der im Kader der Meraner steht, sah es nicht danach aus, als würde es zu einer Überraschung kommen. Doch Michael Stocker und Mirko Clemente schafften den Ausgleich und plötzlich sahen die Zuschauer ein offenes Match, in dem die Vinschger den Adlern ordentlich Paroli boten. Auch nach dem dritten Gegentor konnten die Eisfix postwendend durch Clemente ausgleichen. Für die zahlreichen Fans gab es auf

den Sitzen kein Halten mehr, sie feuerten die Eisfix lauthals an, denn die Sensation lag in der Luft. Eine kurze Unkonzentriertheit führte dazu, dass die Latscher innerhalb von 20 Sekunden zwei Gegentreffer, einer davon durch Manuel Lo Presti, einem weiteren Latscher im Meraner Trikot, hinnehmen mussten, doch der Kampfgeist blieb weiter aufrecht. Stocker verkürzte auf 4:5 und auch der Ausgleichstreffer wäre beinahe gelungen. Doch der Favorit aus Meran sorgte mit seinem 6. Treffer für den endgültigen Genickbruch der Vinschger. Zwar mussten diese das Eis mit einer 4:6 Niederlage verlassen, doch sie haben gezeigt, dass sie auch die scheinbar übermächtigen Gegner ärgern und manchmal auch besiegen können. (sam)


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Dantestraße 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451 Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: Edwina Oberthaler: 0473 732 196 Richard Spechtenhauser: 0473 732 196 Gerti Alber: 0473 732 196 Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp), Sarah Mitterer (sam) Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Brigitte Maria Pircher (bmp), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Andreas Waldner (aw), Sylvia Ilmer Wieser (sil), Barbara Wopfner (bw), Heinrich Zoderer (hzg) Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57 Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; außerhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 165 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht

unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen Eingetragen im ROC: Nr. 12485

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Jahrestag/Danksagungen Die schönen Erinnerungen mit dir, gehen niemals fort ohne wiederzukehren, wenn unser Herz sie ruft.

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1. Jahrestag

Weithaler Alois Feldegger Luis

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Den Gedächtnisgottesdienst feiern wir am Samstag, 23.01.2016 um 19.00 Uhr in der Kirche von Rabland. Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott. Deine Familie


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Vinschgerwind 2-16

21.01.16

Jahrestag/Danksagungen Manche Menschen verlassen unser Leben, aber niemals unser Herz. Erinnert euch an mich, aber nicht an dunklen Tagen, erinnert euch an mich in strahlender Sonne, wie ich war, als ich noch alles konnte.

3. Jahrestag

Albert Patscheider *4.12.1946 † 15.01.2013 Latsch

2. Jahrestag

Johann Thoman

Wir gedenken Deiner, ganz besonders am Sonntag, den 24.01.2016 beim heiligen Jahramt um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Latsch. In Liebe deine Familie

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Gedanken – Augenblicke Sie werden uns immer an dich erinnern und uns glücklich und auch traurig machen und dich nia vergess’n lossn.

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Wenn alles zerbricht, die Freude, unsere Träume, das gemeinsame Leben… Dann zählt das, was wirklich wichtig war: Die Liebe, die wir einander schenkten

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Gedankt sei allen, die an unseren Tata, Nena denken und ihm aus gutem Herzen ein Vater Unser schenken.

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Wir denken an dich, ganz besonders am Sonntag, den 31. Januar um 08.45 Uhr in der Pfarrkirche von St. Valentin. Allen, die daran teilnehmen ein herzliches Vergelt’s Gott. Danken möchten wir auch all jenen, die uns im vergangenen Jahr beigestanden haben. In Liebe deine Familie

Vor 4 Johr, Christian hosch du ins plötzlich und unerwortet verlossn. Du bisch für ins a bsunderer Mensch gwesn. Miar wearn di nia vergessn. Es hoaßt, di Zeit hilft ins, den Verlust zu iberwindn, ober die Wunden sitzen tiaf. Du bleibsch ollm in insere Gedonken und Herzen. Wos ins bleibt sein die Erinnerung und di Hoffnung, dass mir ins amol wiedersechn. Christian, mir vermissen Di.

4. Jahrestag

Christian Riedl

Unvergessen bleibt der Tag, an dem du uns verlassen hast. Was bleibt, sind dankbare Erinnerungen, die für immer bleiben.

* 10.12.1985 † 12.02.2012 Lichtenberg Oberhitt Wir gedenken am Sonntag, den 14. Februar um 10.30 in der Pfarrkirche von Lichtenberg. Allen, die daran teilnehmen, a groaßas Donkschean

1. Jahrestag

Josef Fleischmann * 08.02.1930 † 21.01.2015 Kortsch

Ganz besonders denken wir an dich beim Gedächtnisgottesdienst am Sonntag, den 24. Jänner um 9.45 Uhr in der Pfarrkirche von Kortsch.

In Liebe deine Familie

23. Jahrestag

Richard Fischböck *29.8.1926 † 17.09.1993 Latsch

Immer, wenn wir von dir erzählen, fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen. Unsere Herzen halten dich gefangen, so, als wärst du nie gegangen. Was bleibt, sind Liebe und Erinnerungen.


21.01.16

Vinschgerwind 2-16

/Kleinanzeiger/ 55

Allfälliges/Weiterbildung Biete

Tag der offenen Tür

Wind-Termine

Pädagogik, die gut tut.

Wo: Waldorf Meran – www.waldorf-meran.it Wann: Sa., 23. Jänner 2016; 14.00 – 18.00 Uhr Unterricht zum Mitmachen: Musik, Eurythmie, Sprachen, Rechnen, Schreiben; Offene Werkstätten: Malen, Handarbeiten, Filzen, Kindergarten: Erleben. Spielen. Basteln Info-Gespräche zum Schuleinstieg & Buffet / Tel. 0473 232 366

Nachhilfe in Englisch für Anfänger und Fortgeschrittene Mehr Infos unter: Tel. 333 56 29 246

Nachhilfe

Studentin gibt für Grund- und Mittelschüler im Raum Vinschgau Tel. 366 39 21 691 (abends)

Erfolg mit einer Anzeige in „Wind-Termine“!

Ganzheitliche Lebensberatung

Wollen Sie Ihre Veranstaltung, Ihre Kurse, Ihre Vorträge usw. erfolgreich ankündigen? Anzeige mit Bild und Text (92 x 30 mm) in „Wind-Termine“ Euro 50 + MwSt. Sie können Ihre Anzeige telefonisch (0473 73 21 96), per Fax (0473 73 24 51) oder per E-mail (info@vinschgerwind.it) aufgeben.

Beraterin für Tarot und Kartenlegen Germana Fleischmann Tel. 348 22 84 161 www.germana-lebensberatung.de

GESUND UND FIT MIT YOGA Yoga-Einführungskurs ab Mi. 27.01.16 in EYRS mit Ajay Nanda aus Indien Anm./Info 0473 447 358

Mittelvinschger, Mitte 50

sucht dich für’s Glück. Ich freue mich auf deinen Anruf. Tel. 366 11 27 944

Mittelvinschgerin

sucht auf diesem Weg einen Partner (40-50 Jahre) Tel. 335 54 90 220 (abends 20.00 – 21.30 Uhr)

Weiterbildung vor Ort IVHS – Freizeit

Einfach schreiben

Freizeit

Schreiben ist wie Reden mit sich selbst. Man erzählt sich Geschichten und lässt Buchstaben und Wörter nach außen purzeln. Dominique Wallnöfe REFERENT/IN

TERMINE Mi, 27.01. – Mi, 11.05.2016 (jeweils Mi) UHRZEIT 15.00 Uhr – 16.30 Uhr, insgesamt 14 Treffen ORT WFO Schlanders Kursbeitrag 62 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 25.01.2016

Gesundheit

REFERENT/IN

TERMINE UHRZEIT ORT Kursbeitrag ANMELDESCHLUSS

IVHS – EDV

Duft-Qigong

Gesundheit

Mi, 27.01. – Mi, 23.03.2016 (jeweils Mi) 18.30 Uhr – 20.00 Uhr, insgesamt 10 Treffen Mittelschule Laas 100 Euro Mo, 25.01.2016

TERMINE UHRZEIT ORT Kursbeitrag ANMELDESCHLUSS

Beruf

TERMINE UHRZEIT ORT Kursbeitrag ANMELDESCHLUSS

Feine Bewegungen werden achtsam ausgeführt ohne Kraftanstrengung. Dieses Training entspannt die Muskeln, fördert die Beweglichkeit und die Gesundheit. Birgit Seissl REFERENT/IN

TERMINE UHRZEIT ORT Kursbeitrag ANMELDESCHLUSS

IVHS – Freizeit

Mi, 27.01. – Mi, 20.04.2016 (jeweils Mi) 20.00 Uhr – 21.00 Uhr, insgesamt 14 Treffen Mittelschule Laas 95 Euro Mo, 25.01.2016

Beruf

TERMINE UHRZEIT ORT Kursbeitrag ANMELDESCHLUSS

REFERENT/IN Andrea Raich

TERMINE UHRZEIT ORT Kursbeitrag ANMELDESCHLUSS

IVHS – Freizeit

Sa, 30.01. – Sa, 19.03.2016 (jeweils Sa) 17.00 Uhr – 21.00 Uhr, insgesamt 6 Treffen OSZ Mals 82 Euro (inkl. Materialspesen) Mi, 27.01.2016

Einfach lesen Das Lesen ist hier anders. Wir wählen ein Buch aus und lesen es gemeinsam. Wir lesen vor, wir hören einander zu und sprechen über das Gelesene. REFERENT/IN

TERMINE UHRZEIT ORT Kursbeitrag ANMELDESCHLUSS

Info – Anmeldung:

Dominique Wallnöfer Mo, 01.02. – Mo, 21.03.2016 (jeweils Mo) 15.00 Uhr – 16.30 Uhr, insgesamt 6 Treffen WFO Schlanders 40 Euro Do, 28.01.2016

Hauptstraße 1 – Bahnhof Spondinig – 39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 0473 61 81 66 – E-mail: info@gwr.it Öffnungszeiten: Mo – Do: 08.00 Uhr – 17.00 Uhr | Fr: 08.00 Uhr – 12.00 Uhr

Freizeit

Johann Unterthurner Mi, 04.02.2016 08.30 Uhr – 15.30 Uhr, insgesamt 1 Treffen GWR Spondinig 75 Euro Do, 28.01.2016

Brandschutzlehrgang für die mittlere Brandgefahr REFERENT/IN

Genial einfach töpfern in Mals

Martin Platter Mi, 03.02. – Mi, 16.03.2016 (jeweils Mi) 17.30 Uhr – 19.00 Uhr, insgesamt 6 Treffen WFO Schlanders 36 Euro Do, 28.01.2016

Auffrischungskurs Arbeitssicherheit für Arbeitnehmer (D.LGS. NR. 81 VOM 09.04.2008) REFERENT/IN

Tai Chi für Anfänger

Erwin Folie Mo, 01.02., Di, 02.02., Do, 04.02.2016 19.30 Uhr – 23.00 Uhr, insgesamt 3 Treffen OSZ Mals 80 Euro Do, 28.01.2016

Exel und Internet – Basics für Einsteiger und Einsteigerinnen REFERENT/IN

Die Übungen des Duft Qi Gong wirken entgiftend, lösen Blockaden, vertreiben Krankheiten aus dem Körper, haben positive Wirkung auf die Verdauung, auf alle Organe. Birgit Seissl REFERENT/IN

TERMIN UHRZEIT ORT Kursbeitrag ANMELDESCHLUSS

Männerkochkurs mit regionalen Zutaten

Hansjörg Elsler Fr, 12.02.2016 08.30 Uhr – 17.30 Uhr, insgesamt 1 Treffen GWR Spondinig 100 Euro Mo, 08.02.2016

Tanz als Gebet REFERENT/IN

Stimpfl Anna TERMINE Mo, 15.02.2016; Mo, 16.05.2016 UHRZEIT 09.30 Uhr – 17.30 Uhr ORT Kloster Marienberg Kursbeitrag 50 Euro pro Kurstag Anmeldung Kloster Marienberg, Schlinig 1, I - 39024 Mals Tel. 0473 843989, info@marienberg.it ANMELDESCHLUSS Fr, 05.02.2016 bzw. Fr, 06.05.2016

Details zu den Kursangeboten finden Sie auf www.gwr.it

www

gwr.. it


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