Skip to main content

Zeitung Vinschgerwind Ausgabe 2_15 Bezirk Vinschgau Südtirol

Page 1

Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen

Nr. 2 (244) 22.01.15 I.P. 11 Jg.

www.vinschgerwind.it

Im Val Müstair

Besuch bei unseren Schweizer Nachbarn

Alles Fasching

by

Schlanders Fußgängerzone Tel. 0473 730179

Wielander


2 /Wandern/

Vinschgerwind 2-15

Schneeschuhtouren

22.01.15

Winterwanderungen

Höhentouren

Zur Lyfi Alm im Martelltal: Traumhafte Familien- und Genusswanderung Das hintere Martelltal ist aufgrund seiner Höhenlage ein kleines, schneesicheres Winterparadies. Hier liegt auf 2.165 Höhenmeter die Lyfi Alm. Eine Wanderung zur Lyfi Alm ist längst kein Geheimtipp mehr, sondern für Winterliebhaber fast schon ein Muss. Sonne und Schnee gibt es hier satt. Und nirgends wird Schneegenuss und kulinarischer Genuss so perfekt gepaart wie hier.

Info und Tipp: Die Lyfi Alm ist im Winter von Donnerstag bis Sonntag Abend geöffnet. Tel. 0473 744 708. Start: Parkplatz beim Gasthof Enzian Dauer: rund eine Stunde Tipp: perfekte Familien- wanderung

Toureninfo: Start der Tour ist der Parkplatz im Talschluss des Martelltals, unweit vom Gasthof Enzian. Auf der geteerten Straße geht es ein kurzes Stück talauswärts bis links der Forstweg mit der Markierung Nummer 8 abbiegt. Nach einem kurzen Anstieg errreicht man die nicht bewirtschaftete Enzianalm. Für rund eine Stunde geht’s dann den breiten Forstweg entlang, der sich abwechslungsreich – mal ansteigend, dann wieder abschüssig – zeigt und dessen Teilstücke sich hervorragend für Kinder zum Rodeln eignen. Auf der Alm werden die Gäste von der Familie Eberhöfer bewirtschaftet, die mit zünftigen Almspezialiäten wie Knödl und Schmarrn, Schöpsernes und Apfelstrudel aufwartet. Alternative für Schneeschuhwanderer: Bei der Enzianalm vorbei überquert man den Pedertalbach. Hier zweigt wenig später links der Steig Nr. 39 ab, der hinauf zur Peder-Stieralm und dann hinab zur Lyfi Alm führt. Bei Schneeschuhwanderern beliebt ist auch der Aufstieg von Zufritt (kleiner Parkplatz) der Markierung 10 folgend auf panoramareichen Steigen hinauf zur Lyfi Alm, die gleichzeitig auch Ausgangspunkt für Tourengeher, etwa zur Kalvenwand oder zur Lyfispitze ist. (ap)


22.01.15

Inhalt

Vinschgerwind 2-15

/inhalt/ 3

Kommentar

Seite 6

Was macht der Bauernbund, nachdem in Mals eine Patt-Situation entstanden ist?

Foto: Angelika Ploner

Foto: „Wind“-Archiv

Ein Blick ins Val Müstair - Politik, Wirtschaft, Soziales

Seite 4

Naturns: Die Gemeinde hat eisern gespart

Seite

4

Schlanders: Bürgermeister ohne Konkurrenz

Seite

5

Graun: Wahlkampf - Mühle auf

Seite

5

Prad: Hubert Pinggera lässt’s nach zwei Legislaturen

Seite

5

Naturns: Große Honorarnote im Rat

Seite 10

Graun: Fortbildung für Jungunternehmer

Seite 10

Leserbriefe/Stellungnahmen

Seite 12

Sulden: ZDF-Fernsehgarten vor Traumkulisse

Seite 14

Schlanders: Feuerwehrmänner erweitern Horizont

Seite 15

Menschen: 100 Jahre - Elisabeth Gerstl Reinalter, Glurns

Seite 17

Kultur: kalt und warm

Seite 30

Nationalpark Stilfserjoch: Das Bartgeier-Jahr 2014

Seite 38

Vinschgerwind Impressum info@vinschgerwind.it | redaktion@vinschgerwind.it grafik@vinschgerwind.it | sport@vinschgerwind.it

Dantestraße 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451 Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: Edwina Oberthaler: 0473 732196 Kathrin Gluderer: 0473 732196 Gerti Alber: 0473 73 21 96 Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp), Sarah Mitterer (sam) Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Brigitte Maria Pircher (bmp), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Andreas Waldner (aw), Sylvia Ilmer Wieser (sil), Barbara Wopfner (bw), Heinrich Zoderer (hzg) Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57

Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; außerhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 165 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften

www.vinschgerwind.it

Bosch Kühlschrank Inox, mit Chiller Box; A+++

übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen Eingetragen im ROC: Nr. 12485

von Chefredakteur Erwin Bernhart

In Volkes Namen Im Gemeinderat von Mals hat sich keine Mehrheit gefunden, die Gemeindesatzung in Richtung Pestizidverbot zu ändern. Trotz der Volksinitiative im Sommer 2014, bei der 75 Prozent der Abstimmenden eine solche Satzungsänderung gewünscht hat. Zur Folge hatte das Beharren der Gemeinderäte auf ihre Souveränität ein kurzes Aufflackern in den Südtiroler Medien. Kurz deshalb, weil die in der Gemeinde Mals aufgeworfene Pestizid-Geschichte wohl ein lokales Phänomen, also ein Malser Problem, bleiben soll. Intensiv, wenn auch hoffentlich kurz, wird die Diskussion vor allem über das Benehmen der sich der Stimmen enthaltenen Gemeinderäte in der Gemeinde Mals geführt. Dort vor allem von den Promotoren. Der kommende Gemeinderats-Wahltag im Mai 2015 wird dabei gern als Zahltag gewertet. Mal schauen, wie viele der Promotoren sich dann der Gemeinderats-Wahl stellen werden. Johannes Fragner Unterpertinger als BM-Kandidat? Zumindest als Gemeinderats-Kandidat? Warum nicht. Gerade mit der repräsentativen Demokratie muss etwas weitergebracht werden. Die direkte Demokratie, ein Refererendum oder eine Volksinitiative, kann ab und an begleiten. Wir sind von Schweizer Verhältnissen (sh. Titelgeschichte) weit entfernt. Gemeinderäte in den Gemeinden sind in ihren Entscheidungen souverän. Und wenn BM Ulrich Veith die Satzungsänderung partout nochmals durchsetzen will, bleibt der Kern des Themas wohl noch länger auf der Strecke: Die Debatte darüber, wie es mit der Landwirtschaft in der Gemeinde Mals konkret weitergehen soll. Das Volk hat die Richtung vorgegeben. Also: Promotoren - Bauern - Politik - setzt’s euch, in Volkes Namen, zusammen.

Liebherr Gefrierschränke Elektrofachgeschäft für UnterhaltungsElektronik-Service Lösch verschiedene Größen elektronik, Haushaltsgeräte No Frost System und eigene Reparatur-Werkstatt A++ Siemens Waschmaschine Miele Waschmaschine Bosch Wärmepumpe 6 kg; 1400 Um.; A+++ 7 kg; 1400 Um.; A+++ Trockner; 7 kg; A++

Preishit: 790,00 €

Fachmännische Beratung, Lieferung, Service Hauptstraße 11 – Schlanders Roman Lösch 335 7041971


4 /politik/

Vinschgerwind 2-15

HGV in Graun

Die Eisernen

E

Foto: Erwin Bernhart

isern gespart hat die Gemeindeverwaltung von Naturns seit dem Antritt von Andreas Heidegger (Bild) als BM vor 10 Jahren. Heidegger übernahm eine mit 21 Millionen Euro hochverschuldete Gemeinde und konnte diesen Schuldenberg innerhalb seiner bisherigen zwei Amtsperioden auf aktuell 13,9 Millionen Euro reduzieren. „Unsere Bemühungen zum Sparen zeigen Wirkung“, konnte Gemeindesekretär Urban Rinner bei der jüngsten Ratssitzung mit Erleichterung feststellen. Naturns wird zudem attraktiv, auch für seltene und sogar geschützte Gäste. So hat sich der Bienenfresser, ein kleiner, bunter Zugvogel, im Biotop am Lahnbach angesiedelt. Auch zum Schutz der Brutstätte dort will die Gemeinde einen Grundtausch anstreben, um dann das bauleitplanmäßig arrondierte Biotop in den Besitz der Öffentlichkeit zu bringen. Die finanziellen Mittel für den Grundtausch sind im Haushalt vorgesehen und mit der Anpassung des Bauleitplanes an den Landschaftsplan hat die Gemeindeverwaltung auch beim Biotop die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen. Übrigens: Auch BM Heidegger genießt in den Reihen der SVP so etwas wie Artenschutz. Bei den anstehenden Gemeinderatswahlen im Mai dürfte es keine ernsthafte Gegenkandidatur geben. Heidegger sitzt fest im Sattel. (eb)

Umfrage auf www.vinschgerwind.it

70,4 %

Sollte es bei den Gemeinderatswahlen im Mai 2015 eine Einheitsliste für alle Kandidaten geben? Neue Umfrage: Braucht es eine Opposition im Gemeinderat?

29,6 %

JA

NEIN

Was tut der Bauernbund? Mals/Vinschgau - Im Gemeinderat von Mals hat sich keine Mehrheit für eine Satzungsänderung in Richtung Pestizidverbot gefunden. Groß ist die Enttäuschung in den Reihen der Volksinitiative-Promotoren. Was macht nun der Bauernbund? Günther Wallnöfer (oben), Vizeobmann von Bioland und Raimund Prugger (unten), SBB-Bezirksobmann: unterschiedliche Ansätze, ähnliche Stoßrichtung?

von Erwin Bernhart

S

chläft der Bauernbund im Obervinschgau, in der Gemeinde Mals? Nachdem ein äußerst dikussionsfreudiges, auch polemisches Jahr 2014, mit eindeutigem Ausgang der Volksabstimmung von Mals in Richtung pestizidfreies Mals und mit einem ebenso eindeutigem Verweigern des Malser Gemeinderates für die Umsetzung über die Bühne gegangen ist, stellt sich die Frage, wie geht es in Mals, im Oberland allgemein mit der Landwirtschaft weiter? Was macht der Bauernbund? Was ist mit dem Angebot von Alce Nero, Biomilch abnehmen zu wollen? Wo ist die Bergmilch bzw. die ehemalige Mila? Eine Spurensuche. Raimund Prugger, Bezirksobmann des Bauernbundes im Vinschgau, will den derzeitigen Malser Zustand nicht kommentieren. Zurufe von außen, sagt Prugger, bringen nichts. Über das Angebot von Alce Nero, dem größten Biohändler Italiens, Biomilch vom Oberland abnehmen zu wollen, sollten die Milchbauern nachdenken. So weit weg von Bio sind die Milchbauern auf den Höfen gar nicht, sagt Prugger. Tatsächlich rührt sich einiges auf dieser Ebene. Günther Wallnöfer, überzeugter Biobauer und Vize-Obmann von Bioland, ist on tour. Mehrere Bauern haben für eine Umstellung auf Bio starkes Interesse angemeldet, von Reschen bis Schluderns. Wenn er die Milchmenge der vorhandenen Bio-

Foto: Erwin Bernhart

Naturns

Wind - online

Foto: Angelika Ploner

Der HGV hat sein Angebot der Sprechstunden ausgeweitet und zwar in Graun: jeden zweiten und vierten Dienstag im Monat von 9 Uhr bis 11.30 Uhr im Gemeindehaus von Graun.

22.01.15

bauern und der interessierten zusammenrechnet, kommt er auf 4.200 Kilogramm pro Tag. Im Herbst hat der Direktor von Bergmilch, Robert Zampieri von einer täglichen Menge von 5.000 Kilo gesprochen, damit der Transport rentabel werde. Von dieser Menge ist man nicht mehr weit entfernt. „In 12 Jahren gibt es ohnehin nur noch Bio“, sagt Wallnöfer. Auf einer anderen Ebene ist zudem Prugger unterwegs und zwar in Richtung Bioregion Obervinschgau. Von heute auf morgen gehe das allerdings nicht, sagt Prugger. In die laufende Periode 2015-2020 der EU-Gelder wolle man sich einklinken, ein Projekt einreichen, mit dem man Beratungen auf mehreren Ebenen starten könnte - in der Landwirtschaft, in der Gastronomie, auch bei den Handwerkern. Auch wolle man vom Bauernbund aus die im vorigen Jahr getroffene Vereinbarung zwischen Biobauern und konventionell anbauenden Bauern für die Grünlandbauern nochmals aufschnüren und neu diskutieren. Denn die getroffene Vereinbarung sei, so Prugger, für die Grünlandbauern zu wenig. Erste Zusammenkünfte mit den Obstbauverantwortlichen sind geplant.


22.01.15

Vinschgerwind 2-15

/politik/ 5

Schlanders

Einsamer Bürgermeister U

die Wahlen des gleichnamigen Gremiums abwarten. Nur soviel: „Wir haben noch keine Namen.“ Viel Zeit bleibt nicht. Anfang Februar tritt man zu einer Koordinierungssitzung zusammen, dann soll „die grobe Liste stehen“, sagt Pinggera.

Foto: Angelika Ploner

Kandidieren: BM Dieter Pinggera (v.r.) und Reinhard Schwalt (h.l.). Hören auf: VizeBM Monika Wunderer samt Referenten (h.v.l.) Kurt Leggeri, Walter Gurschler, Manuel Massl und Heinrich Fliri erstellung. Zumindest bis jetzt noch nicht.

Fazit: Konkurrenz ist nicht in Sicht. Während Insider von einem Kandidaten-Engpass bei der SVP sprechen, gibt sich BM und Ortsobmann Pinggera gelassen. Fest steht, dass die Arbeitnehmer auf der SVP-Liste mit sieben Kandidaten den Ton angeben werden. Neben bekannten Gesichtern, steht als Neue eine bereits in den Startlö-

chern: Kunhilde von Marsoner. Politisch ist Marsoner zwar kein frisches, dennoch aber ein unverbrauchtes Gesicht: Vor fünf Jahren war die vom Gemeindesozialausschuss stammende Marsoner noch Pinggeras eifrige Wahlhelferin. Während bei den Bauern alles beim Alten bleibt, ist bei der Wirtschaft noch nichts fix und die Kandidatendecke eine besonders dünne. Matthias Tschenett, der Vorsitzende vom Wirtschaftsausschuss will erst

Graun/Reschen/St. Valentin/Langtaufers

Prad

Wahlkampf: Mühle auf

Pinggera geht

B

I

Fotos: Erwin Bernhart

is zum 16. Februar 2015 sollen die Kandidaten für die Gemeinderatswahlen in Graun feststehen. Diesen Termin hat der SVP-Koordinierungsausschuss der Gemeinde Graun kürzlich festgelegt. Briefe sind unterwegs, die einzelnen SVP-Ortsgruppen sollen sich umtun. Erst ab diesem Stichdatum wird entschieden, ob es Vorwahlen bei den Bürgermeisterkandidaten oder auch bei den Gemeinderatskandidaten geben wird. Vorgesehen ist für die SVP, dass auf der Einheitsliste jeweils 5 Kandidaten aus Reschen und aus St. Valentin und jeweils 3 Kandidaten aus Graun und Langtaufers kommen sollen. Wenn sich der amtierende BM Heinrich Noggler (links) für eine erneute Kandidatur aufraffen sollte, kommt es möglicherweise zum selben Duell wie vor 5 Jahren: der Rescher Franz Prieth (rechts) gegen den Haider Heini Noggler. Außer man schnitzt in St. Valentin einen neuen BM-Kandidaten. Der Freiheitliche Heinrich Thöni weiß ganz genau, was er tun wird. Er wolle dies noch nicht bekannt geben. Es sei noch zu früh für strategische Wahl-überlegungen von Seiten der Opposition. (eb)

Und die Opposition? „Meine Kandidatur ist höchst unwahrscheinlich“, sagt Martin Daniel von der Liste „Für SchlandersPer Silandro“. Mitstreiter Hansjörg Gluderer schlägt in dieselbe Kerbe: „Nach zehn Jahren ist genug.“ Der Freiheitliche Lukas Theiner winkt ebenfalls ab. Den Oppositionston könnte allenthalben noch Erhard Alber angeben. Dem „Vinschgerwind“ will er keine Auskunft über seine Kandidatur geben, Peter Kaserer – ebenfalls von der „SüdTiroler Freiheit“ - wird hingegen nicht mehr antreten. Dem BM - so scheint es - laufen demnach nicht nur die eigenen Leute davon, sondern auch die Opposition. Derweil formieren sich die Italiener: Paolo Azzarone kandidiert. (ap)

n Prad ist es fix, dass der amtierende BM Hubert Pinggera (Bild) nicht mehr als BM-Kandidat antreten wird. Zwei Legislaturperioden seien für ihn genug, sagt Pinggera dem Vinschgerwind. Es seien ausschließlich persönliche Gründe, dass er nicht mehr zu den Wahlen antrete. Sein Beruf als Amtstierarzt und das Amt des Bürgermeisters seien auf die Dauer stressmäßig nicht zu verkraften. Diese Doppelbelastung sei mit der Zeit einfach zu groß geworden. Zudem habe dadurch auch die Motivation etwas nachgelassen. „Jünger werde ich auch nicht“, lacht Pinggera, der auf durchaus positive Amtsperioden zurückblicken kann. Vor allem die auslaufende Periode hat er als feines Arbeiten empfunden. Die SVP-Fraktion habe geschlossen zusammengearbeitet und man habe mit flotter Mehrheit Beschlüsse gefasst. Von dieser Seite aus habe es keine Probleme gegeben. Was tut sich nun in Prad? Der SVP-Ortsausschuss unter ObmannPaul Prugger muss demnächst neu bestückt werden und wohl erst der neue Ortsausschuss wird die Vorwahlgeschicke, sprich Kandidatensuche, sprich eventuelle Vorwahlen usw., in die Hand nehmen. Die Opposition in Prad hat hingegen klare Wünsche: Man solle mit einer parteiübergreifenden Einheitsliste zu den Wahlen antreten. (eb) Foto: Erwin Bernhart

m den Schlanderser Bürgermeister Dieter Pinggera wird es einsam. Pinggera, bei den anstehenden Gemeinderatswahlen selbst in Pole-Position, laufen indes – so scheint es - die Referenten davon. Die einen können nicht mehr, weil die SVP eine Amtszeitbeschränkung kennt, die anderen wollen nicht mehr. VizeBM Monika Holzner Wunderer, Wirtschaftsreferent Kurt Leggeri, Heinrich Fliri vom sozialen Flügel, Walter Gurschler von den Bergfraktionen und Manuel Massl, seit einem Jahr SVP-Sekretär: Alle fünf hören auf. Einzig Reinhard Schwalt, der Kortscher Bauernreferent bleibt übrig und hat - wird er gut durchgewählt - durchaus Chancen auf den Vizesessel. Auch weil dieser - und das ist ungeschriebenes Gesetz in Schlanders - den Kortschern zusteht. Für Pinggera selbst werden die Wahlen im Mai zum Spaziergang: Niemand scheint Ambitionen auf den Bürgermeister-Sessel zu haben und auch die Opposition ist nicht in Lau-


6 /Titel/

Vinschgerwind 2-15

22.01.15

Die Nachbargemeinde

Val Müstair

Es gibt keinen Gemeinderat, die wichtigsten Entscheidungen trifft die Gemeindeversammlung

Fotos: Heinrich Zoderer

Die Gemeinde Val Müstair ist eine junge Gemeinde, aber sie funktioniert nach einem alt bewährten Modell. Die direkte Demokratie spielt dabei eine zentrale Rolle. Bei Gemeindeversammlungen wird über den Haushalt und alle wichtigen Entscheidungen abgestimmt. Die Verwaltung ist bürgernah und unbürokratisch. Die Nachbargemeinde Val Müstair liegt so nahe und ist uns doch so fremd.

In Müstair, der größten Ortschaft, ist der Sitz der Gemeindeverwaltung; rechts: Arno Lamprecht, der Gemeindepräsident, wurde von der Bevölkerung direkt gewählt

von Heinrich Zoderer

F

rüher gab es im Münstertal die sechs Gemeinden Müstair, Santa Maria, Valchava, Fuldera, Lü und Tschierv. Nach Volksabstimmungen wurden die Gemeinden zu einer einzigen Gemeinde zusammengeschlossen. Deshalb gibt es seit dem 1. Jänner 2009 die Gemeinde Val Müstair mit Hauptsitz in Müstair. Das Gemeindewappen zeigt den Kopf Karls des Großen. Der Legende zufolge geriet Karl der Große nach seiner Kaiserkrönung in Rom auf dem Umbrailpass in einen Schneesturm und kam heil davon. Als Dank soll er das Kloster St. Johann gestiftet haben. 1.565 Einwohner zählt die Gemeinde, Müstair ist mit 800 Einwohnern die größte Ortschaft und Lü mit 65 Einwohnern die kleinste. Früher war Lü, das auf 1920 m liegt, einmal die höchstgelegene Gemeinde Europas. Das Münstertal ist ein alpines Hochtal zwischen Taufers auf 1.250 Metern und dem Ofenpass auf 2.149 Metern, weit abgelegen von den Zentralräumen der Schweiz. In der Nähe zum Schweizer Nati-

onalpark, inmitten prächtiger Naturlandschaften und weit weg vom großen Trubel, aber mit zwei UNESCO-Labels: das Benediktinerkloster St. Johann zählt seit 1983 zum Weltkulturerbe und der Regionale Naturpark Biosfera Val Müstair bildet seit 2010 gemeinsam mit dem Schweizerischen Nationalpark das UNESCO Biosphärenreservat Val Müstair Parc Naziunal. Das Reservat besteht aus einer Kernzone, einer Pflegezone und einer Entwicklungszone. Damit ist das gesamte Gemeindegebiet Biosphärenreservat. Zwei weitere Besonderheiten sind die Sprache und die Religion: 78% sprechen Romanisch, 20% Deutsch als Muttersprache, 57% sind römisch-katholisch, vor allem in der Ortschaft Müstair und 36% evangelisch. Die Münstertaler, die „Jauers“ sind ein einfaches Volk in einer Region mit geringen Entwicklungsmöglichkeiten, wie der Gemeindepräsident auf der Gemeindehomepage schreibt. Sie mussten immer im Einklang mit der Natur leben, deshalb sind 80% der landwirtschaftlichen Betriebe Biobetriebe.

Die Gemeindeversammlung Für Mittwoch, den 26. November 2014 sind alle Wahlberechtigten der Gemeinde Val Müstair zu einer Gemeindeversammlung eingeladen. Sie beginnt um 20 Uhr in der Turnhalle in Müstair. Auf der Tagesordnung stehen neun Punkte. Die Tagesordnung gibt sie nur in Rumantsch (Rätoromanisch) und bei der Gemeindeversammlung wird auch nur in Rumantsch gesprochen. Die vier wichtigsten Punkte sind die Genehmigung der Haushaltsentwürfe der Gemeinde, des Elektrizitätswerkes (PEM) und des Spitals und die Festlegung des Steuerfußes der Gemeinde. Wir sind das nicht gewohnt, aber wie mir Arno Lamprecht, der Gemeindepräsident, bereits einige Tage vorher erklärte, gibt es in der Gemeinde keinen Gemeinderat. Es gibt nur einen Gemeindevorstand mit sieben Mitgliedern. Dieser trifft sich alle zwei Wochen. Alle wichtigen Entscheidungen trifft die Gemeindeversammlung. Mindestens zwei müssen jedes Jahr abgehalten werden, meistens gibt es drei oder vier Gemeindeversamm-


22.01.15

lungen. Der Haushaltsentwurf (Preventiv) muss da vorgestellt und genehmigt werden, ebenso die Jahresabschlussrechnung. Alle Haushaltsentwürfe sind schon vorher auf der Gemeindehomepage einsehbar. Man kann sie ausdrucken oder herunterladen. Der Gemeindepräsident begrüßt die Anwesenden. Insgesamt 92 Wahlberechtigte sind erschienen. Am Podium sitzen neben dem Gemeindepräsidenten Arno Lamprecht, die Vizepräsidentin Gabriella Binkert, zwei weitere Vertreter vom Gemeindevorstand, der Gemeindesekretär und der Gemeindekassier. Zuerst wird an die Verstorbenen der Gemeinde gedacht und nach der Genehmigung des Protokolls der letzten Versammlung stellt der Kassier den Haushalt in den Grundzügen vor. Es geht um 14 Millionen Schweizer Franken. Rund 4 Millionen stehen für verschiedene Investitionen bereit. Vor allem sind es Projekte der Forstverwaltung. Über 5 Millionen betragen die Personalkosten, wobei die Ausgaben für die Lehrpersonen auch über den Gemeindehaushalt bezahlt, aber nicht zur Gänze vom Kanton finanziert werden. Mehr oder weniger ist alles gleich wie im letzten Jahr, nur die Ausgaben für Sanität und Soziales sind stark im Steigen. Es gibt keine Diskussionen und keine Fragen. Alle hören aufmerksam zu und nach 30 Minuten wird der Haushalt einstimmig genehmigt. Ein Vertreter des Elektrizitätswerkes und eine Vertreterin des Gemeindespitals stellen ihre Haushaltsentwürfe vor. Auch dazu gibt es keine Diskussion, beide Vorschläge werden einstimmig genehmigt. Genauso wie der Steuerfuß. Ich bin erstaunt, aber für die Schweizer ist das ganz normal. Der Gemeindekassier hat mir in einem Vorgespräch erklärt, dass die Anwesenden entscheiden. Wenn nur fünf Personen zur Gemeindeversammlung erscheinen, dann entscheiden diese über den Haushalt und den Steuerfuß und wenn diese den vom Gemeindevorstand vorgelegten Entwurf ablehnen, dann muss ein neuer Vorschlag vorgelegt werden. Unter dem Punkt Allfälliges gibt es drei Wortmeldungen. Der Präsident antwortet sehr ausführlich darauf. Zum Abschluss werden mehrere Personen geehrt. Möglicherweise ist

Vinschgerwind 2-15

/Titel/ 7 Die 1.565 Münstertaler, die Jauers, leben im Naturpark Biosfera Val Müstair, inmitten einer prächtigen Naturlandschaft

dies der Grund warum so viele zur Gemeindeversammlung erschienen sind, denn gewöhnlich, so wurde mir berichtet, kommen rund 50 Personen. Bei brennenden Themen kommen auch über 200 Gemeindebürger.

70.000 Franken von der Patengemeinde Thalwil und andere Besonderheiten In der Schweiz gibt es einen gesetzlich geregelten Finanzausgleich zwischen reichen und ärmeren Kantonen und innerhalb vom Kanton gibt es den Finanzausgleich zwischen den Gemeinden. Die Berggemeinde Val Müstair zählt zu den finanzschwachen Gemeinden. Um den Solidaritätsgedanken zwischen Berg und Tal umzusetzen, gibt es seit 1940 die Schweizer Patenschaft für Berggemeinden. Mit Spendengeldern soll das Gefälle zwischen wohlhabenden und wirtschaftlich benachteiligten Regionen abgebaut werden. Durch freiwillige, projektbezogene Hilfe an finanzschwache Gemeinden, Genossenschaften oder Korporationen soll bewirkt werden, dass die Bergregionen bewohnbar und bewirtschaftet bleiben. So

erhält die Gemeinde Val Müstair über diese Patenschaft von der Gemeinde Thalwil einen jährlichen Beitrag von 70.000 Franken für Investitionen, die jährlich festgelegt werden. Es gibt keine großen öffentlichen Neubauten in der Gemeinde. Die größten Bauprojekte sind die Umfahrung von Müstair und Sta. Maria, welche 2016 und 2017 begonnen werden. Zur geplanten Umfahrung Sta. Maria gab es 2013 eine Initiative gegen die geplante Umfahrung, welche bei der Gemeindeversammlung am 4. Oktober 2013 mit großer Mehrheit abgelehnt wurde. Diese Großprojekte werden vom Kanton Graubünden durchgeführt und bezahlt. In der Gemeinde Val Müstair gibt es sechs Kleinkraftwerke, welche mehr Strom erzeugen als verbraucht wird. Interessant ist, dass das Gemeinde-E-Werk an Privatpersonen auch Beiträge für Gebäudeisolierungen oder Wärmepumpen vergeben kann. Der Leiter der Gemeindefinanzen, Jann Ruinatscha erklärte mir, dass viele Privatpersonen ihre Steuererklärung selber machen oder von der Bank machen lassen und dann in der Gemeinde abgeben.

Kloster St. Johann, seit 1983 Weltkulturerbe


8 /Titel/

Vinschgerwind 2-15

22.01.15

links Gabriella Binkert aus Sta. Maria ist die Vizepräsidentin und die einzige Frau im Gemeindevorstand;

Fotos: Heinrich Zoderer

rechts: Rico Lamprecht ist seit Mai 2014 der Vertreter der Gemeinde Val Müstair im Kantonsparlament in Chur. Insgesamt besteht das Parlament, der Große Rat aus 120 Mitgliedern Bevor die Steuererklärung an das Steueramt nach Chur weitergeleitet wird, wird sie vom Gemeindebeamten kontrolliert und wenn etwas nicht in Ordnung ist, ruft der Beamte die Person an und die Steuererklärung wird richtiggestellt und dann nach Chur weitergeleitet.

Problem der Abwanderung und Überalterung und der Traum vom UNESCO Weltnaturerbe In Müstair treffe ich mich mit der Vizepräsidentin Gabriella Binkert Becchetti. Sie ist die einzige Frau im Gemeindevorstand und die Vertreterin von Santa Maria. Außerdem ist sie die Präsidentin vom Handel und Gewerbe im Münstertal und bis zur Wahl in den Gemeindevorstand war sie viele Jahre Direktorin von Biosfera Val Müstair. Sie spricht mehrere Sprachen, betreibt in einem „Palazzo“ in der Nähe des Gardasees den Agriturismso I´Unicorno und sie stammt nicht aus dem Münstertal. Manchmal lässt man sie das spüren. Im Münstertal gibt es so gut wie keine Arbeitslosigkeit. Im Gegenteil, rund 800 Vinschger Grenzpendler arbeiten im Engadin, viele auch in der Gemeinde Val Müstair. Für Jugendliche gibt es nur wenig attraktive Arbeitsplätze, deshalb wandern viele ab. Die Überalterung der Bevölkerung

ist die Folge. Deshalb steigen die sozialen Ausgaben. Es bräuchte junge Unternehmer, deshalb wurde eine Initiative gestartet, um die Nachfolgeregelung besser zu bewältigen. Die Bautätigkeit ist durch die Wohnungsinitiative stark zurückgegangen. Vor zwei Jahren haben die Schweizer in einer Volksabstimmung beschlossen, dass eine Zweitwohnung vermietet werden muss. In der Gemeinde hat dies zu einem Rückgang im Baugewerbe geführt. Das Val Müstair ist ein Ort der Ruhe, deshalb spielen der Nationalpark und das Biosphärenreservat für den Tourismus eine große Rolle. 150.000 Personen besuchen jedes Jahr den Schweizer Nationalpark. Davon profitiert auch das Münstertal. Am Ende des Gespräches sagt Frau Binkert, dass sie eine noch stärkere Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg wünschen würde und den Schweizer Nationalpark und den Stilfserjoch Nationalpark gerne als UNESCO Weltnaturerbe im Herzen der Alpen sehen würde.

Ein Großrat aus dem Münstertal im Kantonsparlament Rico Lamprecht ist seit Mai dieses Jahres der Vertreter der Gemeinde Val Müstair im Parlament in Chur. Im Großen Rat des Kantons Graubünden sind 120 Vertreter, ge-

wählt in 39 Wahlkreisen. Die Gemeinde Val Müstair bildet einen Wahlkreis und hat deshalb einen fixen Vertreter im Parlament. In den letzten drei Legislaturen war dies Georg Fallet. Rico Lamprecht ist Landwirt und Präsident der Societá Agricultura Val Müstair. Anfang Dezember treffe ich ihn auf seinem Bio-Hof Pütschai Josom auf 1521 Metern oberhalb von Sta. Maria. Es ist ein mittelalterlicher Einzelhof, den Rico Lamprecht zu einem Ferienhof umgebaut hat. Auf dem Hof gibt es Rinder, Ziegen, Kaninchen und Hühner. Er selbst wohnt mit seiner Familie auf einem anderen Hof in Craistas auf 1875 Metern. Die Landwirtschaft spielt neben dem Tourismus eine wichtige Rolle. Es gibt viele Milchbetriebe und noch mehr Mutterkuhbetriebe. Die Käserei in Müstair erzeugt Biokäse und Natura-Beef vermarktet Fleisch von zehn Monate alten Kälbern aus der Mutterkuhhaltung. Für das Biofleisch gibt es einen guten Preis. 80% der Landwirtschaftsbetriebe sind Biobetriebe. Die Knospe ist das Markenzeichen von Bio Swiss. Es schafft Vertrauen und bietet den Bauern gute Vermarktungsstrategien. Die Landwirtschaft wird auch vom Bund stark subventioniert. Ein großer Betrieb erhält bis zu 100.000 Franken im Jahr, erzählt Rico Lamprecht. Er ist in erster Linie Landwirt. Die Politik betreibt er nur an wenigen Tagen im Jahr. Es gibt jährlich sechs Sitzungsperioden. Diese dauern in der Regel drei bis vier Tage. In der Dezembersession vom 8. bis 11. Dezember wird der Haushalt 2015 behandelt, der Bericht über die Wirtschaftsentwicklung im Kanton Graubünden wird diskutiert und verschiedene Anfragen und Anträge müssen behandelt werden. Für jeden Sitzungstag, auch für Kommissions- und Fraktionssitzungen erhält Rico Lamprecht 300 Franken. Nur die fünf Regierungsmitglieder sind hauptamtliche Politiker. Das Präsidentenamt wechselt jedes Jahr. So funktioniert die Demokratie in der Schweiz.

Informationen und Zahlen Das Gemeindewappen zeigt den Kopf Karls des Großen. Auf blauem Grund sieht man in Gold die Seitenansicht des fränkischen Klostergründers. Als Modell für die Figur diente die Statue Karls des Großen in der Klosterkirche. Die Gemeinde existiert seit dem 01.01.2009, entstanden aus der Fusion der sechs Gemeinden: Müstair, Santa Maria, Valchava, Fuldera, Lü und Tschierv Val Müstair gehört zum Bezirk Inn in der Region Unterengadin Es ist ein eigener Wahlkreis mit einem Vertreter im Kantonsparlament

Wohnbevölkerung am 31.12.2013: 1.565 Einwohnerzahl am 31.12.2005: 1.722 Römisch-katholisch: 57% Evangelisch: 36% Romanisch Sprechende: 78% Deutsch Sprechende: 20% Beschäftigte: Land- und Forstwirtschaft: 15% Beschäftigte: Industrie und Gewerbe: 22% Beschäftigte: Dienstleistungen: 63% Gemeindefläche: 19.865 ha Steuerfuß der einfachen Kantonssteuer: 120% Finanzkraftgruppe: 4 (=finanzschwach) Steuern pro Einwohner: 3.422 Franken Internetseite: http://www.cdvm.ch/ Gesamtausgaben der Gemeinde 2015: 14.265.750 SF

Davon Investitionen: 4.145.000 SF Ausgaben Personal (auch Lehrpersonal): 5.287.550 SF Jährlicher Bruttobetrag für den Gemeindepräsidenten: 50.000 SF Museen Kloster St. Johann, Müstair - Unesco Weltkulturerbe (www.muestair.ch) Chasa Jaura, Valchava (www.muesumchasajaura.ch) Museum Stelvio-Umbrail 14/18, Sta. Maria (www.stelvio-umbrail.ch) Mühle Mall, Sta. Maria (www.muglinmall.ch) Manufactura Weberei, Sta. Maria (www.tessanda.ch)


/Wirtschaft/ 9

10 Jahre Vinschgerwind 08.01.15

Vinschgerwind 1-15

10 Gründe für ein Vinschgerwind-Abo: 1.

Der Fortbestand des Vinschgerwind wird damit gesichert

2.

Der Vinschgerwind kommt weiterhin persönlich adressiert zu Ihnen

3.

Der Vinschgerwind liefert Hintergünde zum politischen Geschehen

4.

Dem Vinschgerwind liegen die Menschen im Tal am Herzen

5.

Der Kleinanzeiger im Vinschgerwind ist der Marktplatz im Tal

6.

Der Vinschgerwind ist eine Zeitung von Vinschgern für Vinschger

7.

Der Vinschgerwind ist eine unabhängige Zeitung

8

Der Vinschgerwind erreicht alle Haushalte im Vinschgau

9.

In Sonderthemen wird über ausgewählte Themen vertieft informiert

10.

Im Vinschgerwind haben viele Meinungen Platz

Abo-Aktion 2015


10 /Wirtschaft/

Vinschgerwind 2-15

22.01.15

Naturns

Kleine Brötchen - große Honorarnote E

Foto: Erwin Bernhart

ine Mammutänderung hat der Gemeinderat von Naturns kürzlich beschlossen: Die einstimmig beschlossene Anpassung des Bauleitplanes an den Landschaftsplan hat unterm Strich ergeben, dass ganze 25 Hektar in landwirtschaftliches Grün und rund 15 Hektar in alpines Grün umgewandelt worden sind. Die Anstrengung wurde gemeinsam mit dem Landschaftsschutzämtern und Gemeinderat in Naturns - Hans Pöll (Mitte) bringt der der Forstbehörde unter der Fe- erneuten Honorarnote für einen Naturnser Architekten derführung von Urbanistikrefe- Skepsis entgegen rent Zeno Christanell vorgenomEigentümer ist diese Änderung von großem men. Damit habe man, so Christanell, auf Nutzen“, sagte Müller bei der Ratssitzung einen Schlag Rechts- und Planungssicheram 12. Jänner 2015. heit geschaffen, für alle Beteiligten, für die Genehmigt wurde auch der HaushaltsGrundbesitzer, für die Forstbehörde und voranschlag 2015. 11,8 Millionen Euro solfür die Gemeindeverwaltung. Alle Höfe der len für den laufenden Ausgabenteil zur VerGemeinde bis hinunter zum Hangfuß, rund fügung stehen. Keine großen Hüpfe machen 40 Mappenauszüge, sind von dieser Ändedie Naturnser beim Investitionsteil. Die rung betroffen. Der Landwirtschaftsreferent Verwendung der dafür vorgesehenen 1,4 Helmuth Müller empfindet ob dieser ÄndeMillionen Euro wurde den Gemeinderäten rung große Genugtuung. Denn es habe imdetailliert vorgestellt. Bei drei Enthaltungen mer wieder Konflikte und Reibereien wegen und zwei Gegenstimmen (Wolfgang Stocker Rechtsunsicherheiten gegeben. „Für alle

und Hans Pöll) wurde der Haushalt mehrheitlich genehmigt. Pöll stimmte nur dagegen, weil vorgesehen ist, dass eine Machbarkeitsstudie für betreutes Wohnen für 27.000 Euro dem Naturnser Architekten Gernot Lesina Debiasi finanziert werden solle. Eine erste Studie wurde Lesina Debiasi 2007 in Auftrag gegeben. Damals unter „Erweiterung des Altersheimes“. Ob die damalige Erweiterung und das heutige betreute Wohnen ein wesentlicher Unterschied sei, wollte Pöll von BM Andreas Heidegger und von der zuständigen Sozialreferentin Marianne Bauer wissen. Bauer berief sich auf den Landessozialplan, nach dem das betreute Wohnen mit 20 Wohungen das letzte Glied der Kette sei. BM Heidegger wurde deutlicher: Für eine Erweiterung des Altersheimes hätte man keine Finanzierung bekommen, für das betreute Wohnen schon. Pöll hatte eine Liste dabei, auf der die Honorarnoten von Lesina Debiasi aufgelistet sind. Demnach hat der Architekt seit 2007 9 Honorarnoten im Gesamtwert von rund 62.000 Euro an die Gemeinde ausgestellt. Und nun kommen 27.000 Euro dazu, ohne dass jemals ein Ziegel über einen anderen gelegt worden ist. (eb)

St. Valentin

Obervinschger Jungunternehmertreffen ie Obervinschgauer Gründergeneration im Handel und Tourismus hat zweifellos etwas in Gang gebracht und vieles erreicht. Nun stehen die Nachfolger und Neueinsteiger vor der Aufgabe, das Erreichte nicht nur zu sichern, sondern auch die Weichen für eine erfolgreiche Unternehmenszukunft zu stellen. Mit einem ersten Treffen (12.12.2014) am Sitz der Raika Obervinschgau in St.Valentin haben Jungunternehmer und künftige Führungskräfte aus den Gemeinden Mals und Graun einen überfälligen, schulischen Schritt in Richtung Zukunft getan. Raika-Direktor Markus Moriggl hat dieses Treffen organisiert und die Veranstaltung moderiert. Er sicherte den Jungunternehmern die volle Unterstützung von Seiten der Raiffeisenkassa zu. Aufgabe und Ziel der örtlichen Genossenschaftsbank sei es, den Geldkreislauf der Mitglieder und Kunden vor Ort zu schließen. Das bedeutet nichts anderes, als die im Einzugsgebiet gesammelten Einlagen wieder dort in Form von Ausleihungen zur Verfügung zu stellen. Nebenbei kündigte Moriggl für 2015 die Bildung eines Wirtschaftsbeirates an. Dieser sollte Wissen, Informationen und betriebswirtschaftliches

Foto: Andreas Waldner

D

Know-how weiterreichen, Ideen und Impulse entwickeln und liefern, Initiativen (er-) finden und institutionsübergreifende Themen aufgreifen und diskutieren. In einem brillanten, richtungsweisenden Vortrag legte Matthias Theiner, Unternehmensberater der Fa. Weissman & Cie, die 5 wichtigsten Schwerpunkte eines Unternehmergründers dar. Er sprach über aktuelle Schlüsselkompetenzen im Handel und Tourismus, über Unternehmensnachfolge im Familienbetrieb, die nicht immer leicht aber lohnenswert sein kann. Zudem berichtete Theiner, wie man als attraktiver Arbeitgeber den Unternehmenserfolg steigert. Nicht zuletzt ging er auf Themen ein, auf die die Banken im All-

Mit einem speziellen Vortragsprogramm können sich Jungunternehmer innovativen Themen widmen. Markus Moriggl (rechts) moderiert das Treffen gemeinen und die Hausbank im Besonderen allergrößten Wert legen. Die Finanzberater Werner Pfeifer und Erwin Baldauf hielten Kurzreferate. Pfeifer erläuterte die Bilanz eines Bankinstitutes, das Bewertungsmodell des Ratings laut Basel II und das Liquiditätsmanagement als Bestandteil eines professionellen Managements. Baldauf hingegen informierte über finanzielle Förderungen bei Betriebs-Übernahmen und –Neugründungen für Einsteiger und die Subventionen für Frauen. Das gelungene Jungunternehmertreffen endete in einem nahe gelegenen Gastlokal bei einem Drink und angeregten Gesprächen. (aw)


22.01.15

ENGIADINA

•

IMST

•

Vinschgerwind 2-15

LANDECK

•

/Terra raetica/ 11

VAL MÜSTAIR • VINSCHGAU

INTERREG – Grenzüberschreitende Zusammenarbeit Vinschgau/Landeck/Imst/Unterengadin

Neue EU-Gelder für grenzübergreifende lokale Zusammenarbeit Nach dem Ende der Förderperiode 2007-2013 wurde die EU-Strukturpolitik grundlegend verändert. Der INTERREG-Rat „Terra Raetica“ hat sich intensiv mit den Anpassungen und Neuorientierungen für die neue Förderperiode 2014 bis 2020 beschäftigt und konnte nun einen großen Erfolg für die Region Vinschgau, Landeck/Imst und Unterengadin einfahren. Das INTERREG Programmgebiet Italien-Österreich wurde nämlich als einziges Grenzgebiet europaweit ausgewählt, um Fördergelder nach dem neuen „CLLD-Ansatz“ zu erhalten. von Ludwig Fabi

Vinschgerwind: Was genau bedeutet für unsere Grenzregion bzw. die „Terra Raetica“ der „CLLD-Ansatz“? Friedl Sapelza: Ich erwarte mir lebensnahe, lokalbezogene Projekte und eine bunte Palette von Projektteilnehmern. Der bürokratische Aufwand kann reduziert werden, da die Wege zur Förderstelle kürzer werden. Insgesamt ermöglicht diese neue Förderschiene einen qualitativen und substantiellen Ausbau der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Unter dem Motto „Mitentscheiden und auch Mitverantworten“ wird ein Schritt in die Dezentralisierung der EU-Förderschienen ermöglicht.

Z

ielsetzung dieses neuen „CLLD Ansatzes“ (Community-Led Local Development - Lokale Entwicklung unter der Federführung der Bevölkerung) ist es, den Bedürfnissen von lokalen, maßgeschneiderten Entwicklungsstrategien mit einem integrierten Ansatz gerecht zu werden und dabei die Festlegung der Themenbereiche den lokalen Akteuren zu überlassen. Das bedeutet, dass die Akteure vor Ort durch ein grenzüberschreitend zusammengesetztes Entscheidungsgremium die Projekte selbst auswählen und die Durchführung selbst verantworten. Bisher wurden solche Entscheidungen von zentralen Gremien außerhalb der Projektgebiete getroffen. Für den INTERREG-Rat „Terra Raetica“ bedeutet dies die logische und ambitionierte Weiterentwicklung eines bereits erfolgreich funktionierenden Modells. Für den Vinschgau koordiniert die Bezirksgemeinschaft Vinschgau gemeinsam mit der Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung in Spondinig und den Partnern in Landeck/Imst (Regionalmanagement Landeck) und in Graubünden (Pro Engiadina Bassa) die notwendigen Vorarbeiten, um die Fördermöglichkeiten des „CLLD-Ansatzes“ auszuschöpfen. Friedl Sapelza, der Geschäftsführer der GWR erläutert die Möglichkeiten dieser neuen EU-Förderungsmöglichkeit für den Vinschgau und die gesamte Grenzregion.

Warum wurde gerade unsere Region europaweit ausgewählt? Die Region „Terra Raetica“ hat bereits seit Längerem positive grenzüberschreitende Tätigkeiten durchgeführt. In unserer Region wird Grenze erfahren und gelebt und das über den rein finanziellen Aspekt hinaus. Die Bezirksgemeinschaft Vinschgau nimmt dabei, gemeinsam mit dem Partner in Landeck und Scuol eine aktive und anerkannte Rolle in der grenzüberschreitenden Regionalentwicklung ein. Der „INTERREGRat Terra Raetica“ wurde zudem als „Best-Practice-Modell“ ausgezeichnet. Dadurch konnte auch landesweit eine stärkere Position zur Dezentralisierung von EU-Förderprogrammen (LEADER/ INTERREG) erreicht werden.

e Sei r gioni un

UNIONE EUROPEA Fondo europeo per lo sviluppo regionale

ob ie tt

ivo

EUROPÄISCHE UNION Europäischer Fonds für regionale Entwicklung

• Se ch sR

e ion eg n Z ie l n ei

Italien • Österreich

Italia • Austria

Welchen Umfang hat das Förderbudget und wie hoch ist das Projektvolumen? Für die Region „Terra Raetica“ mit Vinschgau/Landeck/Unterengadin/Imst kann von einem Förderbudget von 4 Mio. Euro ausgegangen werden. Der „CLLD-Ansatz“ ist vor allen für Kleinprojekte (bis 50.000 Euro) und Mittelprojekte (bis 200.000 Euro) anwendbar. Wer größere Projekte mit engeren Schwerpunktrahmen ins Auge fasst, kann weiterhin über die bestehende INTERREG-Förderschiene bei den zentralen Förderstellen ansuchen. An wen können sich die Bevölkerung bzw. mögliche Akteure mit Projektvorhaben wenden? Projektvorschläge und strategische Maßnahmen, wobei der grenzübergreifende Ansatz substantiell sein muss, können an die GWR am Bahnhof in Spondinig (info@gwr.it) gerichtet werden. Ein formloses, unverbindliches Erstgespräch ist nach Vereinbarung (Tel. 0473 618166) jederzeit möglich.

Homepage: www.terraraetica.eu


12 /Leserbriefe/ Wind - Klick-Tipps

Betrügermails

von Roland Sprenger, online-Berater

I

mmer öfter erreichen uns angebliche E-Mails von Vodafone, Amazon, Telecom oder Paypal, die eine Rechnung enthalten oder auf eine offene Zahlung hinweisen sollen. Doch aufgepasst! Hierbei handelt es sich meist um Virus- oder Phishing-Mails, die in Wirklichkeit von Betrügern gesendet wurden. Diese Mails sehen „echten“ Mails sehr ähnlich und sind für Laien oft nicht als solche zu erkennen. Sie sollten verdächtige Mails, und auf keinen Fall den mitgeschickten Dateianhang, öffnen oder angeführte Links anklicken. Nur dadurch können Sie sich vor Ausspähung durch einen Trojaner (Virus) oder andere Schadsoftwares schützen. Loggen Sie sich mit der Ihnen bekannten EMail-Adresse in das betreffende Kundencenter ein und rufen Sie dort Ihre Rechnungen, Bestellungen oder Zahlungen auf. Wer kein Amazonkonto oder Vodafonevertrag besitzt, der kann suspekte Mails umgehend löschen. Bezweifeln Sie die Echtheit der Mail, dann fragen Sie zur Sicherheit bei Freunden nach, die sich im Internet auskennen, bevor Sie handeln. Denn wer zu schnell klickt, hat oft schon verloren. Durch einen unbedachten Mausklick auf den Link oder die angehängte PDF, werden Ihre persönlichen Daten (auch Kontodaten) übermittelt oder Ihr PC mit einem Virus infiziert. Guten Schutz vor Betrügermails kann eine gute und aktuelle AntiVirus Software bieten. Wie Sie solche Phishing-Mails erkennen, lesen Sie in einem neuen Artikel.

Vinschgerwind 2-15

22.01.15

Nicht verzagen! Jetzt nicht verzagt werden, bitte! Was in Mals zu Dreikönig geschehen ist, war demokratiepolitisch gesehen zwar ein grobes Foul, in die Geschichte der örtlichen UmweltschutzBewegung wird es jedoch allenfalls als Rempelei eingehen. Ein Störmanöver auf dem langen Marsch zur entgifteten Gemeinde. Schade, aber auch nicht so schlimm. Aus ein bisschen Abstand betrachtet: Das Erstaunliche ist weniger, was passiert ist, als vielmehr, dass man sich darüber wundert. Eine Bewegung, die sich solch hohe Ziele gesetzt hat wie das „Komitee für pestizidfreie Gemeinde Mals“, muss mit Querschüssen und Rückschlägen rechnen. Sie wird diesen einen überstehen und so gewitzigt sein, auch noch mit weiteren zu rechnen. Freilich, dass ein Gemeinderat sich erdreistet, ein mit Dreiviertel Mehrheit gewonnenes Volksbegehren zu ignorieren, ist eine Instinktlosigkeit. Das politische Mandat ist frei, das ist in Ordnung. Doch das freie Mandat dafür zu gebrauchen, den Bürgerinnen und Bürgern zu bedeuten, dass wurscht ist, was sie wollen, das ist Missbrauch. Das ist Putsch. Und für Putschisten gilt auf der ganzen Welt die Höchststrafe. Wollen wir nicht den Gemeindewahlen vorgreifen, aber in der Politik, auch in der Gemeindepolitik, heißt die Höchststrafe Abwahl. Mals schwelgte seit der gewonnenen Volksabstimmung vom vergangenen Herbst in einem Höhenrausch. Verständlich. Inhalt und Ausmaß des Erfolgs

fanden europaweites Echo. Der Bürgermeister hat Einladungen bis nach Japan. So viel Werbung hätte unsereinen größenwahnsinnig werden lassen. Den Malsern ist es nicht zu Kopf gestiegen. Es ist ihnen zu wünschen, dass sie jetzt nicht in Trübsal verfallen. Es gibt Schwierigkeiten. Das hätten sie wissen müssen. Sie müssen jetzt, ich sag ausdrücklich nicht: weiterkämpfen. Wenn ich mir einen Ratschlag erlauben darf: Keine Wehleidigkeiten jetzt, und erst einmal überwintern! Florian Kronbichler, Kammerabgeordneter SEL

Steine im Weg Es ist jetzt schon zum zweiten Mal beschämend, wie der Malser Gemeinderat den Willen des Volkes missachtet. Bereits zum zweiten Mal ist eine Satzungsänderung zur Umsetzung der Volksabstimmung bezüglich der Pestizide gründlich in die Hose gegangen. Was glauben eigentlich manche Malser Räte, von wem sie gewählt wurden? Man kann nicht einfach den Willen des Volkes ignorieren und so tun, als wäre nichts gewesen! Es ist einfach eine bodenlose Frechheit so am Willen des Volkes vorbei zu handeln! Meinen Respekt hat allerdings der Malser BM Ulrich Veith. Er versucht, den Willen des Volkes umzusetzen, obwohl ihm sogar von den eigenen Leuten mehr als nur Steine in den Weg gelegt werden. Andreas Thanei, Tartsch

Keine Apfelbarone Zur Pestiziddebatte möchte ich gerne zum Nachdenken an-

regen. Neben der Gesundheit ist das friedliche Zusammenleben das höchste Gut, das es zu wahren und zu schützen gilt. Das Pestizidthema sollte sachlich diskutiert werden und nicht in einem Kreuzzug ausarten. Mich erinnert die Situation an die vergangene Option in Südtirol. Auch da wurden nicht nur Dorfgemeinschaften gespalten, sondern sogar Familien auseinandergerissen. Ich hoffe, dass die Mitbevölkerung aus jener Geschichte gelernt hat. Denn wie so oft, gibt es nicht nur schwarz oder weiß. Die Lösung ist irgendwo in der Mitte. Ich bin sicher, dass über Abstandsregelungen, gezielte Auswahl von Pflanzenschutzmitteln, optimierte Sprühgeräte, Schutzwälle... eine beidseitige win-win Situation ergeben kann. Nur wenn beide Arbeitsgruppen als Gewinner den Campus verlassen, ist ein friedliches Zusammenleben möglich. Zum „Bioprojekt“ möchte ich noch etwas allen mitgeben. Bio muss erst mit der Zeit aus Überzeugung wachsen und kann nicht erzwungen werden, sowie einige Produkte sind rein biologisch kaum zu produzieren (Kirschen, Beeren...). Nicht zu vergessen, es braucht auch einen Markt dafür, der im Moment leider noch nicht für Großprojekte ausgelegt ist. Inzwischen müssen Familien vom konventionellen Anbau leben und glaubt mir, die meisten davon sind keine Apfelbarone! Für 2015 und weiter wünsche ich ein kompromissbereites und friedliches Zusammenleben. Frank Anton, Mals/Lichtenberg

„Gottes Segen und alles Gute 2015“ FURNITURE / DESIGN / PROJECT

MOBILIAR

besuchen Sie unsere Ausstellung

besuchen Sie unsere Flos-Ausstellung

INTERIORARCHITECTURE

Tartsch 17, 39024 Mals im Vinschgau, Tel 0473 835152 www.mobiliar.it

Ich wünsche, dass dein Glück sich jeden Tag erneuere, dass für eine gute Tat dich jede Stunde erfreue! Und wenn nicht eine Tat, so doch ein gutes Wort, das selbst im Guten wirkt, zu guten Taten fort. Und wenn kein Wort, doch ein Gedanke, schön und wahr, der dir die Seele noch und rings die Schöpfung klar. Rosmarie Gander, Goldrain – Jänner 2015


22.01.15

Vinschgerwind 2-15

/Impressionen/ 13

Michael Brunnen, Burgeis. Laut des Lexikons der Namen und Heiligen ist er der Engel der Gerechtigkeit, des Gerichtes, der Gnade und Barmherzigkeit... Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it


Vinschgerwind 2-15

Rom-Infos ins Tal An meine aufmerksamen Leser zuerst alles Gute für das neue Jahr! Es wird sicher interessant und der eine oder andere hat sicher noch die Weihnachts- und Neujahrsbotschaft des Staatspräsidenten Napolitano mitverfolgt. Er ist wie vereinbart am 14. Jänner zurückgetreten und spätestens am 29. Jänner (innerhalb 15 Tagen) muss der erste Wahlgang für den/die NachfolgerIn festgesetzt werden. Seine Wünsche an die Politik sind die Verabschiedung in erster Lesung der Verfassungsreform und ein neues Wahlrecht. Die Mehrheit darf nichts ändern und die Opposition ist nicht imstande und sucht daher fieberhaft nach Möglichkeiten, geheime Abstimmungen zu bestimmten Themen durchzusetzen um dann zumindest die Mehrheit zu verunsichern. Quer durch alle Parteien gibt es zurzeit genügend KollegenInnen, die uns eins „draufhauen“ wollen. Wir allein haben in dieser Reform zusätzliche Kompetenzen verlangt, während die Regionen mit Normalstatut einen Großteil ihrer bisherigen Kompetenzen an den Staat zurückgegeben haben. Am vorvergangenen Montag waren die Bürgermeister der Berggebiete auf Einladung unserer interparlamentarischen Gruppe „Amici della Montagna“ im Parlament und haben gegen die ständige Bevormundung durch die Regierung (IMU auf landwirtschaftliche Gründe, Mehrwertsteuererhöhungen auf Holzpellets, Abbau Postdienste, Schließung Kleinspitäler) lautstark protestiert. Ich bin mir sicher, dass die Regierung „den Frust“ der Bürgermeister verstanden hat und wieder „zurückrudern“ wird, und den Berggebieten mehr Berücksichtigung schenken wird.

Neuer Wahlarzt im Mittelvinschgau

Seit 1.Januar 2015 gibt es einen neuen Wahlarzt für alle Patienten im Mittelvinschgau. Paul Rechenmacher hat sich in der Gemeinschaftspraxis Latsch niedergelassen und verstärkt seit dem neuen Jahr das dreiköpfige und vertraute Ärzte-Team Pizzecco, Marcadent und Plangger. Rechenmacher ist für alle Patienten von Kastelbell bis Laas wählbar. Die Wahl kann bei der Krankenkasse in Schlanders vorgenommen werden. Rechenmacher hält zweimal in der Woche auch in Martell Ambulanz.

ZDF Fernsehgarten vor Traumkulisse Sulden - Die Werbung ist unbezahlbar. Der ZDF–Fernsehgarten auf der Madritschhütte auf 2.820 m in Sulden fand vor einer Traumkulisse statt. Am 1. Februar zeigt das ZDF einen zweiten Fernsehgarten mit Auschnitten aus der Aufzeichnung am Freitag 16. und der Livesendung am 18. Jänner 2015. Moderatorin Andrea Kiewel mit Fernsehkoch Horst Lichter, unten v. l.: Heino mit Band; Luis Weger, Reinhold Messner und Paul Hanny; Antonia mit Fan

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

von Albrecht Plangger

22.01.15

Foto: „Wind“-Archiv

14 /Lokales/

von Magdalena Dietl Sapelza

K

urz vor Beginn der LiveÜbertragung des ZDFFernsehgartens lichteten sich die Wolken und die Sonne setzte sich durch. Diese verwandelte die eisige Winterwelt um König Ortler, Zebru und Königsspitze in eine Traumkulisse. Und die aus Schnee gemeißelten ZDF- Mainzelmännchen strahlten bei Minusgraden. „Das Wetter ist für uns heute ein absoluter Glücksfall nach den trüben Tagen mit Schneefall, Sturmböen und Stromausfällen“, sagt Erich Pfeifer, Chef der Seilbahnen Sulden erleich-

tert. Auf der windgeschützten Terrasse jubelten sich mehrere hundert Zuschauerinnen und Zuschauer warm. Kräftig applaudierten sie der Moderatorin Andrea Kiewel und ihren Gästen, darunter der Fernsehkoch Horst Lichter, der sich als CoModerator ins Zeug legte und die Bergsteigerlegende Reinhold Messner. Auf drei Bühnen gaben Sängerinnen und Sänger abwechslungsweise ihre Schlager zum Besten. Es sangen Opus, der Rocker Heino, Nik P., Alexander Rier, Kristina Bach, Antonia, Buddy und andere. Die eingespielten Filmbeiträge zeigten das Brotbacken auf dem

„Winklhof“ in Prad, die Speckherstellung auf dem „Hof am Schloss“ in Lichtenberg, die Käseerzeugung in der „Hofkäserei Engelhorn“. Knödel und Eintopf wurden vor Ort gekocht. Es gab Informationen über Ausrüstung und Sicherheit auf den Pisten. Für den Fernsehgarten waren 80 Tonnen technisches Material zur Madritschhütte transportiert worden. 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ZDF waren beim Aufbau und bei der Livesendung mit großer Professionalität beschäftigt. Das Team sorgte für eine entspannte Atmosphäre und hatte alles bestens im Griff.


22.01.15

Vinschgerwind 2-15

/Lokales/ 15

Schlanders/Vinschgau

Feuerwehrmänner erweitern Horizont or 35 Jahren, am 9. Jänner 1981 hat Universitätslektor Otto Widetschek beim Kreuzwirt in Schlanders über den Transport gefährlicher Güter referiert. Für die Feuerwehrmänner des Bezirkes war das Thema Gefahrengut damals ein völliges Novum gewesen. Franz Tappeiner, der noch junge Feuerwehrinspektor hatte Widetschek eingeladen, weil ihm Weiter- und Fortbildung schon damals ein Anliegen waren, Widetschek seinerseits hatte kurz zuvor zu diesem Thema sein erstes Buch publiziert gehabt. Ob Zufall oder nicht, auf den Tag genau, am 9. Jänner 2015 war Widetschek – Atomphysiker und international anerkannter Experte – wiederum Gast in Schlanders: Zum diesjährigen Dreikönigsseminar des Bezirksverbandes der Freiwilligen Feuerwehren Untervinschgau lud ihn Präsident

Foto: Angelika Ploner

V

Ehrgeiziges Tagesprogramm und aufmerksame Feuerwehrmänner beim Dreikönigsseminar in Schlanders Franz Tappeiner – jedes Jahr um ein ehrgeiziges Programm bemüht - in den Hauptsitz. Den Themen Fahrzeugbrände und Gefahren in Tiefgaragen gehörte der Auftakt. Widetschek stellte eines sogleich klar: „Autos explodieren nicht, das ist absoluter Blödsinn und gibt es nur bei James Bond.“ Allerdings ist ein Autobrand ein komplexer

Brand und die dabei erzeugten Gifte der verschiedenen Stoffe sind gerade in Tiefgaragen ein Problem. Übrigens: Tritt bei einem Unfall ein Motorbrand auf und die Tür der Fahrerkabine ist offen, greift der Brand in 1 – 2 Minuten auf diese über. Ist die Tür hingegen geschlossen und die Lüftung ausgeschaltet, dauert ein

Brandübergriff 10 bis 20 Minuten. Ist der Fahrer im Auto eingeklemmt, so hat er demnach nur Überlebenschancen, wenn die Tür geschlossen ist. Die Feuerwehrleute selbst sind bei einem Autobrand in einer Tiefgarage drei Gefahrenmomenten ausgesetzt: der Vergiftungsgefahr unter anderem durch Kohlenmonoxid, der Panikgefahr durch ätzende Brandaerosolen und der Kontaminationsgefahr durch Langzeitgifte. Deshalb gilt auch bei Aufräumarbeiten nach einem Brand: Atemschutzgeräte verwenden, „alles andere gleicht einem Todeskommando.“ Das tagesfüllende Programm reihte die Elektrizität, Angst und Panik im Einsatz und „Räumen und evakuieren“ als weitere Themen aneinander und schloss mit einem Vortrag vom Sektionsleiter des Weißen Kreuzes Guido de Vito. (ap)

Zeit für Tapetenwechsel und Veränderung

neues im neuen

PoHL IMMoBILIen unterStütZt SIe BeIM erWerB eIner neuen WoHnung

Sie haben Lust auf Veränderung und möchten im Neuen Jahr einen Tapetenwechsel? Wir helfen Ihnen dabei. Wenn Sie bei uns eine neue Wohnung kaufen, unterstützen wir Sie beim Verkauf Ihrer gebrauchten Wohnung. Zur Auswahl stehen Wohnungen in höchster Bauqualität und ausgewählter Ausstattung in Schlanders, Laas, Kortsch und Bozen. Hochwertige Architektur, energetisch auf dem letzten Stand und beste Lagen sichern den Wertbestand der neuen Immobilie.

HIer eIne AuSWAHL neuer WoHnungen Kortsch/Maneid Drei-Zimmer-Wohnung mit großzügiger Wohnfläche, zwei großen Schlafzimmern, 2 Bädern und Sonnenterrasse sowie Keller und Garage. Klimahaus A.

3D-Visualisierung: Wohnung mit Loggia im Wohngebäude „Palabirnanger”, welches in Schlanders realisiert wird.

Schlanders Vier-Zimmer-Wohnung mit großer Loggia in neuer Wohnanlage ”Palabirnhaus” im Zentrum von Schlanders. Klimahaus A, Anschluss Fernheizwerk.

Bozen Investment in Bozen 2- bis 3-Zimmer-Wohnungen in zentraler Lage ideal als Investment. Die große Mietnachfrage garantiert sichere Rendite.

Hauptstraße 60, I-39021 Latsch T +39 0473 622 196 info@pohl-immobilien.it www.pohl-immobilien.it


16 /Lokales/

Vinschgerwind 2-15

22.01.15

Unter den Top 100

§ Sind wir wirklich Charlie?

E

D

uropas beliebteste Campingplätze befinden sich in Südtirol. Das hat der führende europäische online Campingführer www.camping.info im Rahmen seines renommierten „Camping. Info Awards 2015“ ermittelt. Unter 24.830 Campingplätzen ist Südtirol mit gleich acht Campingplätzen in den Top 100 Europas vertreten. Sieger ist der Caravan Park Sexten vor dem Camping Seiser Alm. Grundlage des Camping.Info Awards 2015 ist die Zufriedenheit von 49.000 Campinggästen, die in Summe 91.238 Bewertungen auf Camping.Info abgegeben haben. Auf den Plätzen 25 und 33 sind zwei Campingplätze aus dem Vinschgau gelandet: 25. Waldcamping Naturns und 33. Camping Residence Sägemühle, Prad am Stilfserjoch. Camping.Info mit Sitz im oberösterreichischen Friedburg ist seit dem Jahr 2007 online.

Aus dem Gerichtssaal

ie Welt ist schockiert über die Terroranschläge in Paris. Allseits werden Kundgebungen jeglicher Couleur organisiert. Es geht um die Verteidigung unserer abendländischen Werte wie Freiheit und Gleichheit. Die westliche Welt verkündet geschlossen, dass sie niemals vor dem Terror weichen und die Rede- und Meinungsfreiheit - notfalls mit dem Messer zwischen den Zähnen - verteidigen werde. Durch allgemeine Hysterie befeuert und durch den Kampf gegen den Terror legitimiert, kommt es in allen europäischen Demokratien zu gesetzgeberischen oder exekutiven Maßnahmen, welche in rechtsstaatlicher Hinsicht mehr als nur bedenklich sind. Wenn man bislang über Guantanamo gesprochen und mit dem Finger auf die bösen Amerikaner gedeutet hat, kündigt nun

der deutsche Innenminister an, die Reisefreiheit von „Gefährdern“ beschränken zu wollen. In Salzburg wurden zwei minderjährige Mädchen verhaftet, weil sie nach Syrien reisen und sich als Ehefrauen für IS- Kämpfer zur Verfügung stellen wollten. All dies zeugt von zunehmender Vorverlagerung des staatlichen Rechtsschutzes und Verwendung der Justiz zu Präventions- anstatt zu Repressionszwecken. Die Absurdität dabei ist die Verteidigung der Freiheit durch freiheitsbeschränkende Maßnahmen.

geschützte Rechtsgut (demokratische Ordnung, öffentliche Sicherheit) muss dabei nicht direkt angegriffen werden; es genügt, wenn es einer hypothetischen Gefährdung ausgesetzt ist, wobei die konkret strafrechtlich relevanten Verhaltensweisen nicht eindeutig definiert sind. Ist ein Mensch mit einer anderen, vielleicht radikalen Ansicht über gewisse Dinge bereits ein „Gefährder“ oder übt er sein hochheiliges Recht auf Meinungsfreiheit aus? Ist die Absicht der Heirat eines Extremisten bereits eine Unterstützung einer terroristischen Vereinigung und rechtfertigt die Inhaftierung einer Minderjährigen? Oder sind wir gerade dabei uns gehörig zu verlaufen?

Im italienischen, noch unter Mussolini verabschiedeten Strafgesetzbuch befanden sich seit jeher die sogenannten Attentatsdelikte; seit der Terrorpanik sind 2001 und 2005 noch einige dazugekommen, so z.B. die Unterstützung, Anwerbung und Ausbildung von Terroristen. Das

Christoph Tappeiner, Rechtsanwalt

Volksbühne Laas

Im Paradies gibt’s keine Engel mehr

E

rben will gelernt sein. Die Volksbühne Laas zeigt im Lustspiel von Raymond Weissenburger „Im Paradies gibt’s keine Engel mehr“ unterhaltsam auf, wie es besser nicht laufen sollte: Sarah Engel, eine kinderlose, ältere Dame, bestellt die ganze Verwandtschaft, die sich jahrelang nicht um sie gekümmert hat, in ihr Haus „Villa Paradies“. Diese glaubt, dass sie eingeladen ist, weil das baldige Ableben der Tante bevorsteht. Der Notar eröffnet den letzten Willen der Tante und der Geruch des Geldes führt alle in die Hölle, wie die Tante amüsiert feststellt: Mit einer tückischen „Sterbeversicherung“ sichert sich die rüstige Dame ein unterhaltsames Jahr, das die Moral ihrer Familie auf die Probe stellt und einige Überraschungen parat hält. Anna Hauser glänzt als alte, vermeintlich senile Tante, in weiteren Rollen sind Sonja Trö-

Foto: „Wind“-Archiv

Vinschgau/Südtirol

ger als ihre Haushälterin, Marcel Schuster als Notar, sowie Lore Stecher, Heidi Perkmann, Helena Alber, Albert Platter, Heinz Köfler und Karl Spechtenhauser als geldgierige Verwandtschaft zu sehen. Die Premiere findet am Samstag, 31. Jänner um 20:00 Uhr im Josefshaus in Laas statt. Weitere 5 Aufführungen sh. Theaterwind. Kartenvorverkauf von 15.00 19.00 Uhr unter der Telefonnummer 377 186 90 82; Abendkasse eine Stunde vor Aufführungsbeginn


22.01.15

Vinschgerwind 2-15

/Menschen/ 17

„Olle hobm kemmen kennt“ von Magdalena Dietl Sapelza

T

rinkst du Kranebitt und Bibernell, wirst du alt und stirbst nit schnell.“ Mit diesem Spruch antwortet Frau Lisa auf die Frage nach dem Rezept für ihr langes Leben. Man müsse Kranebitt Beeren mit Bibernelle im Schnaps ansetzen, vierzehn Tage in der Sonne stehen lassen und dann abseihen. Ein Gläschen davon wirke gegen Schlaganfall und vieles mehr. Jeden Nachmittag genießt Lisa ein Glas Wein. „Obr Tompf hon i nia oan kopp“, bekräftigt sie. Lisa liebt das „Schiaberdjassn“ und das „Steigern“. Dabei kämpft sie beherzt um Punkte. Beim Zählen entgeht ihr nichts. Lisa kam als zweites Kind auf dem Gerstlhof oberhalb von Burgeis auf die Welt. An ihren Vater hat Lisa nur verschwommene Erinnerungen. Denn er starb als sie zwei Jahre alt war. Ihre jüngere Schwester kam sechs Monate nach seinem Tod auf die Welt. Die Mutter

„

Olz wos miar instond sein gweesn, hobmer orbatn gmiaßt heiratete ein zweites Mal und schenkte noch vier Kindern das Leben. Lisa musste von klein auf anpacken. Bereits mit neun Jahren mähte sie Wiesen und rupfte stundenlang Gras aus den Waalen. „Olz wos miar instond sein gweesn, hobmer orbatn gmiaßt“, sagt sie. Die Schule besuchte sie zuerst in Prämajur und dann in Burgeis. Sie fiel als gute Schülerin auf mit besonderen Fähigkeiten im Rechnen. 1924 wurde nur noch in Italienisch unterrichtet. Die Faschisten hatten die Macht übernommen. „Selm ischas nit

kluag zuagongan“, meint sie. Die Milchmenge vom Gerstlhof sei in der Sennerei zuerst penibel notiert und dann in größeren Mengen einfach mitgenommen worden. „S Gelt hattn miar heint nou guat“, ärgert sie sich. Nach Schulabschluss besuchte Lisa zuerst den Nähunterricht bei den Klosterfrauen in Mals, dann arbeitete sie als Kellnerin im Gasthof Krone - für 70 Lire im Monat. Mancher Gast ließ seine Zeche anschreiben und beglich sie nie. Bei der Abrechnung musste Lisa den Fehlbetrag aus der eigenen Tasche bezahlen. Regelmäßig half sie ihrer Tante in Glurns, die dort mit ihrem Mann eine Landwirtschaft führte. Das Paar war alt und hatte keine Kinder. Die Tante wollte, dass Lisa zu ihr nach Glurns zieht und ließ nicht locker. „Amol hot si miar sogor nuie Schuah brocht“, erzählt Lisa. 1932 brannte es im Hof der Tante. Darufhin zog Lisa zu ihr. „Ohne miar warn di zwoa oltn Leitlan drhungert“, erklärt Lisa. „Wenn i kemman bin, hot sie 45.000 Lire Schuldn kopp. A Kuah hot selm 1.000 Lire koschtet“. Der Tante zuliebe optierte Lisa nicht für Deutschland. 1941 heiratete sie Adolf Reinalter. Er war Sattler und verdiente etwas Geld mit der Anfertigung von Schellenriemen und Pferdegeschirre. Unterstützt von ihrem Mann stotterte sie die Schulden innerhalb von 15 Jahren ab. Regelmäßig verkaufte sie Eier. „Dies isch hort wirtschoftn gweesn“, betont sie. Bei der Stallarbeit war sie oft auf sich allein gestellt. Denn ihr Mann blieb beim „Parloggn“ gerne länger im Gasthaus sitzen. Neben ihren sieben Kindern betreute Lisa mehrere Pflegekinder, aus dem Kinderdorf und dem Liebeswerk. Auch Bettlern öffnete sie die Tür. „Olle hobm pa miar kemman kennt“, sagt sie. Zu den schlimmsten Tagen in ihren Leben zählen jene, als zwei

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Ein halbes Jahr nach dem Ausbruch des I. Weltkrieges wurde Elisabeth Gerstl Reinalter als Staatsbürgerin der k & k Monarchie unter Kaiser Franz Josef geboren. Kürzlich feierte sie in Glurns ihren 100. Geburtstag und freute sich über zahlreiche Gratulanten.

Elisabeth Gerstl Reinalter, genannt Lisl, geboren am 3. Jänner 1915, Glurns: „I hon oft a gonzas Asylantenheim kopp.“ ihrer Kleinen mit Diphterie im Bett lagen und ums Überleben kämpften. Zwei Glurnser Kinder waren bereits im Krankenhaus gestorben. „Mit Murmentaöl hon i di meinige derrettet“, verrät sie. Ihr Mann starb im Alter 1970 im Alter von 66 Jahren, und sie kümmerte sich allein, unterstützt von den Kindern, um den Hof. Von einem Urlaub konnte Lisa nur träumen, und das Meer hat sie noch nie gesehen. Als ihr eine Freundin die Fahrt nach Rom bezahlen

wollte, lehnte sie ab. „Dass sie zohlt, hat i nit hoobm kennt, i hat koa Freid kopp“, erklärt sie. Heute lebt sie zurückgezogen betreut von ihren Kindern und einer Zugehfrau. Sie freut sich über jeden Besuch. Besonders viele Gratulanten kamen zu ihrem Ehrentag. „I hon a morts Freid kopp, bin obr decht froah gweesn, wenn dr Obat kemman isch“, bekennt sie. Am Ende des bewegenden Tages vergönnte sie sich noch ein Schnapsl mit Kranebitt und Bibernelle.


18 /Gesellschaft/

Vinschgerwind 2-15

Kolping im Vinschgau

S

eit fünf Jahren gibt es im Vinschgau/Schlanders eine Gruppe von Personen, die sich Kolpingsfamilie nennt. Adolph Kolping war es ein Anliegen, sich mit der jeweiligen Gegenwart auseinanderzusetzen. Das Kolping-Programm – heute als internationale Organisation – ist sehr weit umspannend und berührt die Bereiche Religion und Glaube, Gesellschaft und Politik, Ehe und Familie, Kultur und Freizeit. Kolpingmitglieder versuchen im Besonderen, in die Gesellschaft hineinzuwirken. „In der Kirche holen wir uns die Kraft, um in die Gesellschaft hineinzuwirken“, so Adolph Kolping selbst. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, lädt die Kolpingsfamilie von Schlanders für Freitag, 30. Jänner 2015 um 20.00 Uhr abends ins Gamperheim von Schlanders ein. Primar Prof. Herbert Heidegger aus Meran hält einen Vortrag zum Thema „Das Landesethikkomitee und die Patientenverfügung“. Prof. Heidegger ist sehr bekannt, da er Vorsitzender des Landesethikkomitees ist und damit über einen reichen Erfahrungsschatz verfügt. Die Kolpingsfamilie versucht ihrer Aufgabe, in die Gesellschaft zu wirken, gerecht zu werden! Die Kolpingsfamilie möchte die Frage in den Raum stellen, inwieweit ist die Ethik in unserer Gesellschaft noch verankert? Ferner wie steht es mit der Patientenverfügung, bei mir, bei dir? Antworten darauf wird der Experte und allgemein hoch geschätzte Referent Dr. Heidegger am Freitag, 30. Jänner um 20.00 Uhr im Gamperheim von Schlanders geben.

Einschreibungen dreisprachige Grundschule Die Einschreibungen in die dreisprachige Grundschule Schlanders laufen noch bis zum 30. Jänner. Alle Kinder, die zwischen dem 01.09.2008 und dem 30.04.2010 geboren sind, können für das kommende Schuljahr eingeschrieben werden. Die „Dreisprachige Grundschule Schlanders“ ist eine Schule mit dreisprachiger Ausrichtung. Die Unterrichtssprache ist sowohl Italienisch als auch Deutsch und Englisch. Ziel der Schule ist es, u.a. die Schüler mit der Mehrsprachigkeit vertraut zu machen und die sprachliche Kompetenz in den drei Sprachen zu fördern.

Wirtschaft mit LH

Treffen der Vinschger Wirtschaftstreibenden mit dem Landeshauptmann und Wirtschaftslandesrat Arno Kompatscher – Die gemeinsame Forderung: geeignete Rahmenbedingungen für die Unternehmen in der Peripherie schaffen! stehend v.l.: SWR-Präsident Philipp Moser, Raimund Prugger, Siegmar Tschenett, Gustav Rechenmacher, Andreas Nagl, Andreas Tappeiner, Dietmar Spechtenhauser; sitzend v.l. LH Arno Kompatscher, Johann Wallnöfer und Karl Pfitscher

Foto: „Wind“-Archiv

Vinschgau

22.01.15

I

m Vinschgau gibt es aktuell zirka 4.400 Betriebe mit rund 11.400 Beschäftigten. Aus einem Datenvergleich geht jedoch hervor, dass sich die wirtschaftliche Situation in den letzten zehn Jahren kaum verändert hat. Die Unternehmerinnen und Unternehmer brauchen mehr denn je geeignete Rahmenbedingungen“, mit diesem Appell eröffnete Johann Wallnöfer, SWR-Bezirkspräsident, die Veranstaltung. Die bürokratischen Belastungen bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen und die Rahmenbedingungen der Südtiroler Betriebe thematisierte Andreas Nagl, Bezirksvorsitzender des lvh. Er forderte geeignete Kriterien und eine stärkere Sensibilisierung von Seiten der öffentlichen Vergabestellen, damit auch Kleinst- und Kleinbetriebe die Möglichkeit haben, sich an einer Ausschreibung zu beteiligen. Mehr Sinn für das Wesentliche forderte Siegmar Karl Tschenett, Bezirksvertreter des VSF. Der Landeshauptmann und Wirtschaftslandesrat Arno Kompatscher betonte, dass in

Südtirol im Jahr 2014 rund 74 Prozent der öffentlichen Aufträge an lokale Unternehmer vergeben wurden. Gleichwohl räumte er ein, dass die Vergabestellen bezüglich der verschiedenen Möglichkeiten einer Ausschreibung stärker sensibilisiert werden müssten. „Erste wesentliche Erleichterungen wurden bereits im Omnibusgesetz (Nr. 8/2014) vorgesehen, weitere werden im neuen Südtiroler Vergabegesetz folgen“, so der LH. Das Ziel sei es auch, dass jedes Gesetz vor der Verabschiedung einem Bürokratiecheck unterzogen werde. Der ländliche Raum stellt eine Einzigartigkeit dar, die es zu schützen und zu unterstützen gilt. Den Zentralisierungstendenzen bei Einrichtungen und Infrastrukturen muss entgegengesteuert werden, damit auch weiterhin Arbeitsplätze in der Peripherie erhalten und neue geschaffen werden können, forderte der Bezirksobmann des SBB Raimund Prugger. In dieselbe Kerbe schlug Dietmar Spechtenhauser, Bezirkspräsident des hds, der auch konkrete Projekte zur Unterstützung von Betrieben

mit Nahversorgungsfunktion und zur Aufwertung der Ortskerne forderte. Maßnahmen zur touristischen Aufwertung des Vinschgaus forderte Karl Pfitscher, Gebietsobmann des HGV. Die Elektrifizierung der Vinschger Bahn und die Anbindung an die Schweiz, die Vervollständigung des Vinschger Höhenweges und die Aufstiegsanlagen waren seine Hauptanliegen. Auf die Wichtigkeit einer schnellen Erreichbarkeit der Unternehmen über Schiene, Straße und schnellem Internet ging Gustav Rechenmacher, Bezirksvorsitzender des UVS in seinem Beitrag ein und forderte von der Landesregierung eine Gesamtlösung im Hinblick auf die Umfahrungen im Vinschgau und die Versorgung aller Betriebe mit schnellem Internet. Der Präsident der Bezirksgemeinschaft Andreas Tappeiner ging auf die Thematik der Stromversorgung ein und betonte, dass der Vinschgau die Schaffung einer guten und günstigen Stromversorgung – im Ausgleich zu den Zentren – selbst in die Hand nehmen könnte.


SNOWPARK

08.01.15

NSLOPE

Vinschgerwind 1-15

DERLAND

FU KIN /Gesellschaft/ 19

Schlanders/Vinschgau

Weihnachtslicht wirkt it einer kleinen Aktion Großes bewirken, ist die Idee, die hinter dem „Vinschger Weihnachtslicht“ für Menschen in Not steht. Ins Leben gerufen hat diese der hds – der Handelsund Dienstleistungsverband des Bezirkes Vinschgau vor zwei Jahren. „Wir wollen mit dieser Aktion Menschen im Tal helfen, denen es nicht besonders gut geht“, sagt Dietmar Spechtenhauser, der hds-Bezirkspräsident. Gemäß dem Motto der Weihnachtsaktion „Tue Gutes und lasse es wirken“ erstrahlte an jedem Adventstag im vergangenen Jahr in den teilnehmenden Vinschger Betrieben eine weiße Kerze als symbolisches Zeichen. War die Aktion bislang nur Vinschger Betrieben vorbehalten, so dehnte man das „Vinschger Weihnachtslicht 2014“ auch auf Kunden aus, die sich an der Spendenaktion beteiligten und für jeden Adventstag mindestens einen Euro spenden konnten. Auch deshalb

Foto: Angelika Ploner

M

Dietmar Spechtenhauser (r.) und Herbert Habicher ist die stolze Summe von 7.100 Euro zusammengekommen. Abgewickelt wurde die Aktion über die Vinschger Vinzenzgemeinschaft, dessen Vorsitzenden Herbert Habicher kürzlich symbolisch ein Scheck übergeben wurde. „Wir helfen still und unbürokratisch“, sagt Habicher, „und setzen das Geld nach bestem Wissen und Gewissen ein.“ Geholfen wird Vinschger Familien mit Geldspenden und Lebensmittelgutscheinen. Unterstützt wurde die Aktion auch von den Vinschger Raikas. (ap)

Staben

WINTERSPASS IN

Stimmungsvolles Weihnachtssingen

Foto: „Wind“-Archiv

as Weihnachtssingen in Staben hat sich im Musikleben der Gemeinde durch seine gut ausgewählten Programme einen Stammplatz erobert. Das Stammpublikum weiß es zu schätzen, dass dabei älteres wie neueres Liedgut vom engagierten Kirchenchor TablandStaben dargeboten wird. Dank der künstlerischen Initiative des Chorleiters Josef Pircher stand beim Konzert am 21. Dezember 2014 wiederum eine Uraufführung auf

dem Programm. Die brandneue Komposition „Höret die Weihnachtsgeschichte“ von Lorenz Maierhofer wurde vom Chor und einem Blockflötentrio (Leitung Sibylle Pichler) der Musikschule Naturns einfühlsam vorgetragen. Mit Texten aus dem Lukasevangelium, gesprochen von Hanns Fliri, wurden die Aussagen der Lieder sinnvoll ergänzt. Pfarrgemeinderatspräsident Hermann Fliri, der den Abend eröffnete, wies in seiner Grußbotschaft auf den wahren Sinn von Weihnachten hin. Die Zuhörer im dicht gefüllten Saal des Stabener Schulhauses bedankten sich mit viel Applaus für das weihnachtliche Singen und Spielen. Horst Ringel

SCHONEBEN AM RESCHENPASS

Bei uns finden Sie traumhafte Pisten, einen Top-Snowpark für Snowboarder und Skifahrer, perfekte Schneelagen und für Kinder gibt es ein ausgezeichnetes Kinderland. Funslope, das abwechslungsreiche Pistenerlebnis.

SAISONBEGINN AM 11.12.2014 Webcam und Wetterdienst finden Sie auf unserer Webseite!

w w w. K O N K R E T . i t

D

WWW.SCHOENEBEN.IT


20 /Gesellschaft/

Vinschgerwind 2-15

22.01.15

Heimatbühne Burgeis

Meran/Vinschgau

Heitere Gartenszenen

Obdachlose im Kaiserhof

Oben: das Burgeiser Theaterteam; links: Notburga Peer und Karl Telser

D

ie Bühnendekoration im Kulturhaus von Burgeis gab mit den aufgestapelten Plastikkisten rechts und den Holzkisten links einen ersten Hinweis auf die Thematik des Schwankes „Nur Zoff mit dem Stoff“ von Bernd Gombold. Und die ersten Dialoge auf der Bühne machten sofort klar, dass der Inhalt des Stückes gut zur derzeit hitzig geführten Pestizid-Debatte in der Gemeinde Mals passt. In drei heiteren Gartenszenen dreht sich alles um ökologischen Gemüseanbau auf der einen Seite und um konventionellen Anbau auf der anderen. Es geht um traditionelle chinesische Heilkunst und ganzheitliche Lebensweise mit teurem

esoterischen Schnickschnack, um Gewinnmaximierung und um viel Doppelmoral. Im Verborgenen gedeiht ein anregendes Kraut, das gegen Bezahlung angebaut wird und schließlich die Ermittler auf den Plan ruft. Verpackt in viele amüsante Situationen, mit witzigen Dialogen und kuriosen Wendungen werden die unterschiedlichen Lebensauffassungen in heiterer Art und Weise einander gegenübergestellt, mit dem Ziel die Lachmuskeln der Besucher kräftig zu kitzeln und sie gleichzeitig zum Mitdenken anzuregen. Welche Anbauformen und Lebensweisen die richtigen sind, bleibt dem Urteil der Betrachter überlassen. Regisseur Ludwig Fabi hat das Stück mit viel Liebe zum Detail inszeniert. Die acht Schauspielerinnen und Schauspieler überzeugten mit Wortwitz und treffender Gestik. Und sie hatten vor allem großen Spaß auf der Bühne. Viel Spaß hatten auch die Zuschauerinnen und Zuschauer im Saal. Die fünf Aufführungen waren nahezu ausverkauft. (mds)

bis

– 70% l e f e i t s n ame

Schlanders

D

o r u E 9 9 s i von 19 b

LHF Kaiserhof, Josef Paler. Zum m vierten Advent-Sonntag Abschluss bekam jeder Gast ein fand eine Wohltätigkeitskleines Geschenk. Veranstaltung, welche von drei „Die Vorbereitungen für diese Schülern der LandeshotelfachWeihnachtsfeier dauerten einige schule Kaiserhof in Meran orWochen. Wir suchten Sponsoren ganisiert wurde, statt.Simone und freiwillige Helfer, backten Untermarzoner (Meran), Andre Kekse, kochten und gestalteten Raffeiner (Latsch) und Peter den Speisesaal. Beratend zur Tschenett (Tschars) luden ObSeite stand uns unser Fachlehrer dachlose, welche von der Caritas für Service, Michele Cerè. Dieses und dem Tageszentrum Plus beProjekt veranstalteten wir nicht treut werden, zu einem kleinen nur für unsere Matura, sondern Weihnachtsfest mit einem drei wir wollten auch auf direktem Gänge Menü ein. Wege den Ärmsten unserer GeInsgesamt folgten 35 Bedürfsellschaft eine kleine Freude betige dieser Einladung und waren reiten“, beschrieb Simone Untersichtlich gerührt, dass gerade marzoner diese Aktion. junge Leute in der Weihnachtszeit an sie gedacht haben. Anwesend waren auch jeweils zwei Betreuer der Caritas und des Tageszentrum Plus, die Caritas-Direktoren Heiner Schweigkofler v.l.: Kaiserhof-Direktor Josef Paler, Simone und Paolo Valente Untermarzoner, Andre Raffeiner und Peter und der Direktor der Tschenett Foto: „Wind“-Archiv

Fotos: Valentin Asam

A

pr-info - Schuhe Oberhofer - Schlanders

Auf zur Schnäppchenjagd Schnäppchenjägerinnen aufgepasst: Bei Schuhe Oberhofer in der Fußgängerzone in Schlanders werden Sie auf der Suche nach Schnäppchen bestimmt fündig. Im Outlet - direkt am Geschäft angrenzend und unübersehbar plakatiert - stehen vier Wochen lang Damenstiefel und Damenstiefeletten preislich stark reduziert zur Auswahl. Stiefel und Stiefeletten in allen Formen und Farben sind bis zu 70 Prozent billiger und kosten zwischen 19 und 99 Euro. Ohne Kaufberatung oder Kaufbedienung dürfen hier Damen allein und in Ruhe stöbern und müssen auch nicht das Geschäft auf den Kopf stellen, denn die Größen sind wohl sortiert und genau ausgeschildert. Bezahlt wird dann nebenan: direkt bei Schuhe Oberhofer. Während das Konzept bleibt, soll sich das Sortiment alle vier Wochen ändern: Später werden Damenschuhe zu unschlagbaren Preisen das Outlet füllen, dann Kinderschuhe, Herrenschuhe und Sandalen. (ap)


Marienberg

Fotos: Andreas Waldner

Silvesterkonzert 2014

v.l.: Judith Felderer, Gernot Niederfriniger, Alessandro Ditadi und Pater Philipp Kuschmann beim Neujahrssegen

D

ie Klosterkirche war bis auf den letzten Platz gefüllt und alle waren auf einen besonderen Jahresausklang im sakralen Raum gespannt. Prior Pater Philipp begrüßte die Teilnehmer mit einem Zitat von Papst Benedikt: „Der höchste künstlerische Dienst der Musik, mit dem sie ihre Größe nicht verleugnet, sondern erst findet, ist die Freilegung des verschütteten Weges zu unseren Herzen, der Mitte unseres Seins, dahin, wo es

sich mit dem Sein des Schöpfers und des Erlösers berührt. Immer wo das gelingt, wird Musik die Straße, die zu Jesus führt; der Weg, auf dem Gott sein Heil zeigt.“ Der große Applaus am Ende des Konzertes hat bestätigt, dass es Gernot Niederfriniger an Harfe und Zither und Judith Felderer an ihren Flöten gelungen ist, diese „verschütteten Wege“ zu den Herzen der Teilnehmer mit hoher musikalischer Kompetenz freizulegen.

Zum ausgesuchten Repertoire gehörte vor allem Renaissancemusik für Blockflöte und Harfe, aber auch eine Romanze und ein Rondo aus der Klassik. Es ging weiter mit einem Menuett von Stefan Paluselli, einem Ländler und mit Harfenmusik aus Spanien. Zum Schluss erklang Harfenmusik aus Irland, immer mit Blockflöte und Harfe. Die ausgezeichnete Akustik des romanischen Kirchenschiffes ergänzte ideal den musikalischen Genuss. Zwischendurch trugen Pater Philipp in deutscher und Alessandro Ditadi in italienischer Sprache besinnliche Texte zum Jahreswechsel vor. Es waren Texte zum Entspannen und Loslassen. Nach dem Konzert luden die Benediktiner von Marienberg zu einem Umtrunk in den großen Saal des Abt-HermannHauses. Andreas Waldner

Heimatbühne Tschengls

„Habe selten so gelacht“ as hinter den Schlafzimmertüren passierte, regte die Fantasien an. „A Madl muas her“, diesem Druck bemühten sich die zwei Paare (Gabi Tscholl und Josef Kurz, Roswitha Tappeiner und Michael Blaas) auf der Tschenglser Bühne im Lustspiel von Erich Koch innerhalb kürzester Zeit gerecht zu werden. Denn es ging laut Testament um eine Millionenerbschaft für diejenigen, die als erste ein Mädchen auf die Welt bringen. Die beiden Paare, speziell die Frauen, legten sich mit Nachdruck mächtig ins Zeug und für ihre Angetrauten war „alle Tage Weihnachten“ beziehungsweise „alle Tage Geburtstag“. Mit frischen Pointen und Spielwitz regten sie die Lachmuskeln der Zuschauerinnen und Zuschauer gehörig an. In den wortwitzig schlüpfrigen Turbulenzen mischten der Hauptwachmeister (Peter Thurner) und der

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

W

Die Testament-Eröffnung regt das Liebesleben an: v.l. Gabi Tscholl, Florian Peer, Michael Blaas, Josef Kurz und Roswitha Tappeiner Pfarrer (Florian Peer) kräftig mit und wachten schließlich auch hinter den Schlafzimmertüren auf. Wie einfach es ist, zu Nachwuchs zu kommen, zeigten schließlich die beiden Kinder der Paare (Manuela Schlumberger und Fabian Andres). Sie retteten die Millionen. „Die haben super gespielt, habe selten

so gelacht“, kommentierte ein dankbarer Besucher. Und ein anderer meinte: „Es tut gut, einmal richtig lachen zu können, und die schrecklichen Ereignisse in der Welt zu vergessen.“ Regisseurin Cilli Trafoier und ihr Team haben wiederum den Geschmack ihres Theaterpublikums getroffen. (mds)


Bildungsausschuss Mals

Kastelbell/ Tschars

TarscH

LatscH

Martell

Goldrain

Schlanders

Kortsch

Laas

Stilfs

Prad

22.01.15

Schluderns

Graun

Bildungsausschüsse Vinschgau

Mals

Vinschgerwind 2-12

Glurns

22 /Bildungszug/

Bildungsausschuss Schlanders

LITERATURRUNDE Besprechung mit Josef Feichtinger

Herkunft

Botho Strauss

5. Festkonzert Obervinschger Böhmische mit Gastdirigent Freek Mestrini (langjähriger Flügelhornist bei den Original Egerländer Musikanten)

Termin: Ort:

Sa. 24.01.2015 - 20.00 Uhr Kulturhaus Burgeis

Mitwirkende: Mundharmonikatrio aus Beilngries (D) Auf der Steirischen: Steffi Dietl aus Taufers i.M. Carolin Heinisch aus Matsch Platzreservierungen: Peppi Moriggl 389 670 4600, Gottlieb Gamper 348 221 8203

Bildungsausschuss Kastelbell/Tschars

Montag, 26. Jänner 2015 19:30 Uhr in der Schlandersburg

Zeichenkurs „Erfahrungsfeld Zeichnen“ mit dem Schlanderser Künstler Alessio Nalesini. Am Samstag, 24. und am Sonntag, 25.Jänner und am folgenden Wochenende, Samstag, 31.Jänner, und Sonntag, 01. Februar, von 14:00-18:00 Uhr Veranstalter: Bildungsausschuss Schlanders mit Anmeldung Tel. 333 32030 93 oder ba.schlanders@romail.net.

Vortrag

„Verdacht auf Nahrungsmittelunverträglichkeit. Was tun?“ mit Dr. Alexander Angerer Komplementärmediziner Nicht wenige Menschen haben Probleme mit Obst und Gemüse, Milch oder auch bestimmten Getreideprodukten und leiden nach dem Genuss entsprechender Lebensmittel unter Bauchbeschwerden wie Übelkeit, Völlegefühl, Blähungen, Magenkrämpfen oder Durchfällen – Symptome, die auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit hinweisen.

Mittwoch, 4. Februar 2015 um 19.30 Uhr im Josef-Maschlerhaus, Tschars Der Bildungsausschuss Kastelbell-Tschars freut sich auf euer Kommen! Eintritt: Freiwillige Spende

für Kinder ab 8Jahre und für Jugendliche mit Sepp Marmsoler

Samstag, 31. Jänner 2015

(10 Samstagvormittage) 10:00 - 11.30 Uhr in der Turnhalle der Mittelschule Schlanders Information und Anmeldung: 333 32 03 093 oder ba.schlanders@rolmail.net (begrenzte Teilnehmerzahl)


22.01.15

Vinschgerwind 2-15

/Bildungszug/ 23

Bildungsausschuss Goldrain

25. Goldrainer Dorftage So. 01.02.2015 bis Mi.11.02.2015 „Die Bürgschaft“ - Friedrich von Schiller

Eröffnung der Ausstellung des Bilderzyklus der Ballade des Malers A. R. Hornbacher aus Goldrain Der Zyklus besteht aus 27 Tafeln. Die Dramatik wird persönlich vorgetragen. Datum: Sonntag, 01.02.2015 Beginn: 10.30 Uhr Ort: Schloss Goldrain Leitung: A. R. Hornbacher Organisation: Bildungsausschuss Goldrain

Leben in Freude

Ein junger Priester erzählt aus seinem Leben Datum: Mittwoch, 04.02.2015 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Graf Hendl Saal auf Schloss Goldrain Referent: Pater Martin Maria Steiner Organisation: Katholische Verbände Goldrain

Die Ausstellung ist vom 02.02. bis 11.02.2015 täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Während der Veranstaltungen der Dorftage kann die Ausstellung bis 22.00 Uhr besichtigt werden.

„WeinKultur“ Abend

Information und Genuss lokaler Weine

Wurzelgemüse, die Helfer in der kalten Jahreszeit Theorie und Praxis der vollwertigen Küche mit biologischen Produkten zum Thema Wintergemüse

Schwarzwurzeln, Rettiche, Karotten, Pastinaken, Petersilienwurzel, Kartoffel, Steckrübe (Erdkohlrabi), Sellerieknolle, Rote Bete Ihre wertvollen Inhaltsstoffe bringen Licht und Wärme in die kalte Jahreszeit. Neue Untersuchungen haben ergeben, dass viele der Urwurzeln schwarz, violett oder dunkelblau waren. Sie sind nicht nur widerstandsfähiger, sondern enthalten auch mehr gesunde Inhaltsstoffe als die hochgezüchteten Formen. In diesem Kochkurs lernen Sie diese Wintergemüse kennen und zu kulinarischen Köstlichkeiten verarbeiten. Der Kurs beinhaltet einen theoretischen und einen praktischen Teil mit Verkostung (kleines Abendessen) und einer ausführlichen Rezeptmappe. Datum: Beginn:

Dienstag, 03.02.2015 19.00 Uhr

Bezirksservice Vinschgau/Ludwig Fabi

Ort: Turmsaal auf Schloss Goldrain Referentin: Dr. Dora Hölzl Waldthaler (Biologin, Kräuterfachfrau, Bioköchin) Organisation: SBO Ortsgruppe Goldrain Materialbeitrag: 8,00 € Anmeldung: Innerhalb 31.01.2015 bei Gabi Tscholl Tel 320 9487626

Die große alte „Weintorggl in den Kellerräumen von Schloss Goldrain zeugt von alter Weinkultur und einer intensiven Weinwirtschaft bereits vor alter Zeit im Schloss. Ernst Steinkeller hat die Weinkultur im Schloss neu belebt und wird mit uns allen neun Schlossweine verkosten, davon vier Weißweine und fünf Rotweine, welche rund um das Schloss wachsen und „verkeltert“ werden. Angesprochen werden an diesem Abend auch der gesundheitliche Aspekt, sowie der passende Wein zum jeweiligen Essen. Alle Wein-Liebhaber und -Interessierte sind eingeladen, an diesem geselligen Abend teilzunehmen. Datum: Samstag, 07.02.2015 Beginn: 19.30 Uhr Ort: Restaurant auf Schloss Goldrain Referent: Weinbauer und Weinsommelier Ernst Steinkeller Organisation: Bildungsausschuss Goldrain Kostenbeitrag: 15,00 € Anmeldung: Innerhalb 05.02.2015 bei Gamper Hansi Tel 0473 742012

Bahnhof Spondinig 1 39026 Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 Fax +39 0473 618116 bezirksservice.vinschgau@gwr.it www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf


24 /Gesellschaft/

Vinschgerwind 2-15

22.01.15

Laas/Vinschgau

Biologisch, regional, originell

5. Ausgabe des Franz-Tumler-Literaturpreises

D

D

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

er Schludernser Dorflodn im originell restaurierten ehemaligen Stadel am Fuße der Churburg präsentiert sich nicht nur mit einer originellen Werbung, sondern punktet auch mit einer umfassenden exklusiven Produktpalette. Der Dorfladen bietet die besten Produkte aus der Region, biologisch und naturnah hergestellt, von Fleischwaren, Gemüse bis hin zu Brot, von Naturkosmetik, biologischen Waschmitteln bis hin zu Spirituosen und geschmackvollen Geschenks-Artikeln. „Unsere Kundinnen und Kunden schätzen unsere Angebote und kommen mittlerweile

ie Gemeinde Laas, der Bildungsausschuss Laas, Literatur im Südtiroler Künstlerbund und der Verein der Vinschger Bibliotheken schreiben zum fünften Mal den internationalen FranzTumler-Literaturpreis aus: Aus allen deutschsprachigen Debütromanen, die zwischen dem 1.1.2015 und dem 15.5.2015 erscheinen, wählt eine internationale Jury fünf Romane aus. Die teilweise neu besetzte Jury besteht aus den Literaturexperten Toni Bernhart (Berlin/Prad, Autor, Literaturwissenschaftler), Manfred Papst (Zürich, Programmleiter, Literaturkritiker), Gerhard Ruiss (Wien, Autor, Literaturvermittler), Gregor Sander (Berlin, Autor) und Daniela Strigl (Wien, Germanistin, Literaturkritikerin). Sie schlagen jeweils einen Debütroman für das Finale in Laas vor.

Foto: „Wind“ Archiv

Dorflodn Schluderns

Die nominierten Autorinnen und Autoren werden im Mai 2015 bekannt gegeben und zur Austragung des Preises am 17. und 18. September 2015 nach

Laas geladen. Dort entscheidet dann die Jury, wem von den fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Preis in der Höhe von 8.000 Euro und ein Schreibaufenthalt in Laas zugesprochen wird. Der FranzTumler-Literaturpreis wird von der Südtiroler Landesregierung gestiftet. Weiters wird ein Publikumspreis vergeben, hierfür stiftet der Verein der Vinschger Bibliotheken einen Schreibaufenthalt auf den Rimpfhöfen. 2013 erhielt der deutsche Autor Björn Bicker für seinen Debütroman „Was wir erben“ den Franz-Tumler-Literaturpreis, Publikumspreisträgerin wurde bei der letzten Ausgabe Barbara Aschenwald aus Österreich mit ihrem Roman „Omka“.

Mals

aus dem ganzen Vinschgau, den benachbarten Regionen der Schweiz und Österreich zu uns“, freut sich Harald Trafoier. Er führt das Geschäft zusammen mit seinen Eltern und Schwestern. Regelmäßig überrascht die Familie Trafoier im Jahreskreis mit geselligen und kulturellen Veranstaltungen. Gut kam das große Christkindlgewinnspiel an und auch die Verlosung bei Glühwein und stimmungsvollen Liedern der Gruppe „Einklang“. Der Hauptpreis - ein Wellness-Wochenende für zwei Personen - ging an einen Zulieferer von Bioprodukten aus Bayern. Dieser war extra zur Verlosung nach Schluderns gekommen. (mds) Dorflodn - Vinschger Bioladen Schluderns www.dorflodn-vinschgau.com

Kalender 2015

„Lebensräume in der Gemeinde Mals“

D

ieser Kalender will auf den Reichtum und die Schönheit unserer Landschaft hinweisen, in der Hoffnung, einen kleinen Beitrag zur Wertschätzung einer vielfältigen Landschaft zu leisten“, so der letzte Absatz im Geleitwort des Kalenderautors Joachim Winkler zum Kalender des Jahres 2015 „Lebensräume der Gemeinde Mals“ des neu gegründeten Heimatpflegevereins der Gemeinde Mals. Ihm ist es gelungen, fotografisch zu jedem Kalendermonat einmalige Landschaftsbilder aller Fraktionen der Gemeinde aus interessanten, nicht alltäglichen Blickwinkeln festzuhalten. Verschiedenartige Lebensräume wie Bergwald, Wechsel von Wald, Wiesen und Weide, Hecken an den Grundstücksgrenzen, Ackerterrassen an steilen Hängen der Seitentäler,

Blumenpracht auf Magerwiesen, Wildkirschenblütezeit in den Leiten, aber auch Siedlungsgebiete der Menschen sind zu betrachten. So, wie sie die Natur und der Mensch im Laufe der Jahrtausende geformt haben. Sie dienen als Lebensgrund- Der Kalender des Heimatpfelgevereines der lage vieler Lebe- Gemeinde Mals, links der Autor Joachim wesen und sollen Winkler geschützt und erhalten werden. Er würde sich auch als ErinneDer Kalender wurde in ei- rungsgeschenk für die Ferienner schlichten Feier kurz vor gäste eignen, um sie weiterhin Weihnachten vorgestellt. Trotz für unsere schöne Gegend des der jährlichen Kalendervielfalt Obervinschgaus zu begeistern. sollte er in den FamilienhäuDer Kalender ist im Rathaus sern unserer Gemeinde hängen Mals und in den Tourismusbüund uns täglich unser größtes ros von Mals und Burgeis er„Kapital“, die einmalige Natur- hältlich. landschaft, vor Augen führen. Roland Peer Fotos: Roland Peer

Harald Trafoier vom Dorflodn Schluderns bei der Verlosung der Preise des Christkindlgewinnspieles


22.01.15

Vinschgerwind 2-15

/Gesellschaft/ 25

Mals

Neujahrskonzert der Musikkapelle Mals D

Am 10. Jänner war das Neujahrskonzert der Musikkapelle Mals. Als Solist trat Jon Sass auf. Die Konzertsprecherin war wiederum Christine Plagg

Foto: Heinrich Zoderer

en musikalischen Auftakt im Obervinschgau macht seit einigen Jahren die Musikkapelle Mals mit einem anspruchsvollen und abwechslungsreichen Neujahrskonzert. So haben auch dieses Jahr Werner Weiskopf, der Obmann der Musikkapelle und Hanspeter Rinner, der Kapellmeister am 10. Jänner zum sechsten Neujahrskonzert in das Oberschulzentrum von Mals geladen. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt und das Publikum konnte über zwei Stunden Blasmusik genießen, die von traditioneller Marschmusik bis zu moderner Musik aus der Jazzliteratur reichte. Das diesjährige Neujahrskonzert stand ganz im Zeichen des Großbrandes in Mals. Die freiwilligen Spenden wurden den Brandgeschädigten übergeben. Eine zweite Besonderheit des Konzertes war der Auftritt des aus New

York gebürtigen Tubisten Jon Sass. Der in Wien lebende Musiker veranstaltete im Sommer eine Musikwerkstatt in Mals. Zum Abschluss dieser Werkstatt war ein Konzert mit der Musikkapelle geplant. Wegen des Brandes musste das Konzert abgesagt werden. Beim diesjährigen Neujahrskonzert trat Jon Sass als Solist auf, verzichtete aber zu Gunsten der Brandgeschädigten auf seine Gage. Dieser Auftritt war einer der

Höhepunkte des Konzertes. Das Neujahrskonzert begann mit dem schwungvollen Konzertmarsch „Arsenal“ von Jan Van der Roost. Vor der Pause wurde noch „O Magnum Mysterium“, die Suite „Polish Christmas Music“, sowie die „First Suite in Eb for Military Band“ aufgeführt. Der zweite Teil des Konzertes wurde mit dem „General-Verdroß-Marsch“ eröffnet. Gernot Niederfriniger, Musiklehrer und Mitglied der Musikkapelle Mals

hat diesen Marsch neu bearbeitet. Die Komposition „from these ashes“ beschreibt einen Waldbrand. Dabei wurde nicht nur gespielt, sondern auch gestampft, geflüstert und getrillert. Am Ende des Konzertes spielte die Musikkapelle Mals zusammen mit dem Solisten Jon Sass die Werke „Elegy“ und „Tuba Tiger Rag“. Anschließend gab es noch mehrere Zugaben und viel Applaus vom Publikum. (hzg)


26 /Gesellschaft/

Vinschgerwind 2-15

22.01.15

Schlanders

Stammtisch über Berufe und Ausbildungen m Juni letzten Jahres lud der Sozialausschuss Schlanders zum ersten Stammtisch über das Thema ELKI (Eltern-KindZentrum), im Jänner diesen Jahres konnte Kunhilde von Marsoner, die Vorsitzende des Sozialausschusses mehrere Interessierte zum zweiten Stammtisch über zukunftssichere Berufe und Ausbildungen begrüßen. Nach einem Referat von Werner Pramstrahler vom Arbeitsförderungsinstitut und von Verena Rinner, der Direktorin des Oberschulzentrums Schlanders, gab es eine angeregte Diskussion über die Ausbildungswege sowie die Chancen, Herausforderungen und

Foto: Heinrich Zoderer

I

Verena Rinner, die Direktorin des Oberschulzentrums Schlanders und Werner Pramstrahler vom Arbeitsförderungsinstitut referierten beim Stammtisch in Schlanders Schwierigkeiten am Arbeitsmarkt. Pramstrahler stellte die Studie „Jugend und Arbeit“ vor, die vom Arbeitsförderungsinstitut ausgearbeitet wurde. Offizi-

ell spricht man heute von einer Jugendarbeitslosigkeit von 43% in Italien und von 12% in Südtirol. Diese Zahlen müssen aber revidiert werden, denn tatsächlich arbeitslos und auf Arbeitssuche sind nur rund die Hälfte dieser Personen. Problematisch ist die Situation von sogenannten NEETs, also Jugendlichen, welche keine Schule besuchen, keine Ausbildung machen und auch keiner Arbeit nachgehen. Jugendliche zählen zu den Verlierern der Wirtschaftskrise, weil durch die Sparprogramme, sowie den Aufnahmestopp im öffentlichen Dienst viel weniger Arbeitsmöglichkeiten zur Verfügung stehen und viele nur über

befristete Arbeitsverhältnisse den Einstieg in die Berufswelt finden. Flexibilität, Mobilität und Eigeninitiative sind deshalb gefragt. Es ist schwierig, Prognosen für die Zukunft zu machen, meinte Pramstrahler, wichtig ist eine stärkere Berufsbegleitung, mehr praktische Arbeitserfahrungen während der Oberschulzeit und eine größere Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Bildungseinrichtungen. Verena Rinner betonte vor allem die Wichtigkeit einer breiten Ausbildung, das Erlernen von Sprachen und die soziale Kompetenz. Dies wird an der Oberschule auch umgesetzt. (hzg)

Foto: Andreas Marini

Vinschgau/Südtirol

Gruppe „Südtiroler Gasthaus“

D

ie Gruppe „Südtiroler Gasthaus“ im HGV hat zu Jahresbeginn eine Kooperation mit Südtirol Marketing (SMG) abgeschlossen. Alltagskultur, eines der vier SMG-Treiberthemen, wird von den Mitgliedern der Gruppe „Südtiroler Gasthaus“ täglich gelebt. Gastlichkeit, bodenständige Küche mit regionalen Produkten und ein gemütliches Ambiente erfahren Einheimische wie Gäste in den 32 Mitgliedsbetrieben. Eine überarbeitete Vision, die Schärfung des Profils

der Gruppe und die genaue Zielgruppendefinition sind die strategischen Ziele der Kooperation. Gemeinsam wird auch an der Produktentwicklung und Kommunikation gearbeitet. „Menschen, Produkte und Landschaft sind die Kernwerte der Dachmarke Südtirol. Die Gruppe „Südtiroler Gasthaus“ ist ein ausgezeichneter Botschafter dieser Kernthemen. Eine Zusammenarbeit im Sinne der Positionierung Südtirols ist deshalb auch für Südtirol Marketing von Vorteil“, sagt Alexandra Mair, Leiterin der

Die Mitglieder der Gruppe „Südtiroler Gasthaus“ SMG Produktentwicklung. „Um am Markt erfolgreich zu sein, ist die Profilschärfung einer Marke und eine zielgruppengerechte Kommunikation unumgänglich. Hier setzen wir künftig auf die Erfahrung der SMG“, so Florian Patauner, Vorsitzender der

Gruppe „Südtiroler Gasthaus“. Die Verantwortlichen der Angebotsgruppe erhalten auch Einblick in die tägliche Arbeit bei Südtirol Marketing und können das umfangreiche hausinterne Know-how für ihre Weiterentwicklung nutzen.

Samstag 2015

Schlanders

7. Februar`15

Kulturhaus K. Schönherr Infos unter 335 7040996 und bei Mode Former Schlanders ... mit Revue

Wiederholung am 13.2.15 um 20 Uhr Kulturhaus „Karl Schönherr”- Schlanders

Eintritt: Erwachsene e 10,- / Kartenvorverkauf: ab 9.2.2015 bei Mode Former Schlanders oder an der Abendkasse ab 19 Uhr.


22.01.15

Vinschgerwind 2-15

/Gesellschaft/ 27

Planeil

Info aus dem Sanitätsbetrieb

„Wir versuchen, alles aufrechtzuerhalten“

Wie schütze ich mich vor der Grippe?

D

er Citybus wird viel genutzt und ist für unser Dorf Gold wert. Das sagen die drei Planeilerinnen Renate Erhard Winkler, Isabell Oehme und Emma Mall Paulmichl unisono. „Wir sind mobil und kommen nach Mals“. Und sie würden sich eine noch größere Frequenz wünschen, vor allem am Abend, auch um Jugendlichen entgegenzukommen, die ausgehen wollen. Derzeit sind Gespräche mit dem Bürgermeister Ulrich Veith im Gange, sagt Paulmichl. Auch der Wunsch nach einer schnelleren Internetverbindung wurde deponiert. Der Citybus, finanziert von der Gemeinde und dem Land, fuhr 2009 zum ersten Mal probeweise. 2010 wurde die Linie Mals Planeil zur fixen Einrichtung. Dankbar sind die Planeiler für die Grundschule im Ort.

Diese wird nach reformpädagogischen Grundsätzen geführt und zieht auch Schüler von auswärts an. Den Kindergarten besuchen die Kleinen in Mals. Regelmäßig kümmern sich Planeiler Mütter um abwechslungsreiche Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche. Es gibt zum Beispiel eine rührige Jungschargruppe. Diese organisierte in der Adventszeit ein Kekse-backen im Gasthof Gemse bei Sieglinde und Oskar Steck. Geplant sind wiederum ein Faschingsfest, Muttertagsbasteln, Vorbereitung auf die Firmung, die 2015 in Planeil stattfindet und vieles mehr. „Wir versuchen, alles aufrechtzuerhalten. Alle Altersgruppen sind willkommen mitzumachen“, so Oehme. Und geplant ist auch ein Fest rund um den Citybus, der zur Lebensader geworden ist. (mds)

Allgemeine Verhaltensregeln Personen mit einer fiebrigen Erkrankung und Symptomen wie Husten und/oder Atemnot sollten zu Hause bleiben, um weitere Ansteckungen zu verhindern. Foto: „Wind“-Archiv

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

v.l.: Renate Erhard Winkler mit Tochter Lina, Emma Mall Paulmichl und Isabell Oehme

Weitere Maßnahmen sind: • Vermeiden von Anhusten, Anniesen • Vermeiden von Berührungen der Augen, Nase oder Mund • Nutzung und sichere Entsorgung von Einmaltaschentüchern • Mehrmaliges gründliches Händewaschen mit Seife • Ausgiebiges Lüften der Räume • Erkrankte Personen sollten Kontakte zu Personen mit eingeschränkter Abwehrfunk-

tion wie z.B. chronisch Kranke, Säuglinge, Kleinkinder usw. vermeiden

Wichtig: Händewaschen! Hände mehrmals täglich 20 bis 30 Sekunden mit Seife, auch zwischen den Fingern waschen. Dabei soll Flüssig-Seife und Papierhandtücher verwendet werden. In Schulen ist eine solche Einrichtung von ganz großer Bedeutung! Kontakt: Dr. Josef Simeoni, Department für Gesundheitsvorsorge, Tel. 0471 909 211

aturns

NEU in N

Gegenüber dem Würstelstand Naturns mit großem Parkplatz Unseren Kunden in Latsch danken wir für die Treue und freuen uns Sie in Naturns begrüßen zu dürfen.

ahl • Große Ausw s u a an Pizzas n dem Holzofe kelteig auch mit Din za und • Familienpiz izza“ „1/2-Meter-P en zum Mitnehm

Mit Kinderspielecke! Geöffnet von 11.00 – 22.00 Uhr Mi. 17.00 – 22.00 Uhr Dienstag Ruhetag

NEU: Tel. 0473 667 247 Tel. 334 31 75 353 info@pizzeria-wally.it www.pizzeria-wally.it


28 /Jugend/

Vinschgerwind 2-15

Alle Jugendtreffs & Zentren Ö Sa. 24.01.2015 ab 15.00 Uhr Leckereien aus Europa für Famlien, Jugendliche, alle die Lust auf kulinarische Spezialitäten wie Crepes, Torillas oder Pizza haben! Ö Sa. 24.01.2015 ab 20.00 Uhr Bierverkostung mit Bieren aus Europa Für alle über 18 Jahren; Anmeldung bis 2 Tage vorher in jedem Treff/ Zentrum Ö Sa. 31.01.15 ab 18.00 Uhr Nachtrodeln; Treffpunkt: Hasenlift, Rodel/ Bob + geeignete Kleidung + 3 € für Essen & Trinken mitbringen Ö Sa 07.02.2015 ab 14.00 Uhr Fifa Turnier im Citytreff Glurns Anmeldung bis zum 04.02. Jugendtreff Reschen Ö Sa. 31.01.15 ab 17.00 Uhr Mädelsnachmittag: ENDLICH Beautynachmittag (3 €): Make – up, Fingernägel stylen usw. Jugendtreff JuZe St. Valentin Ö Fr. 23.01.15 ab 18.00 Uhr „New Style“ im Treff (Acrylfarbe trifft Leinwand), Vorbereitung Deko Belgien Ö Sa. 24.01.15 Geschlossen Jugendtreff Burgeis Ö Mi. 28.01.15 ab 16.30 Uhr – ‚Viva Espanas‘ Jugendzentrum JuMa Mals Ö Di. 27. 01.2015 ab 16.00 Uhr Mädelskinonachmittag Kokowäääh Ö Do. 29. 01. 2015 ab 16.00 Uhr Jungsnachmittag „Snowchallenge“ auf der PS3 Jugendtreff Chillhouse Stilfs Ö Sa. 24.01.15 um 14.00 Uhr Fahrt nach Mals ins JuMa zur Veranstaltung; „Länder und Leckerbissen“ Anmeldung erforderlich Ö Jugendtreff Revoluzer Taufers Ö Fr. 23.01.15 ab 18.30 Uhr – 1.Hilfe Kurs Citytreff Glurns Ö Fr. 23.01.15 ab 19.00 Uhr – Spieleabend Jugendtreff Phönix Schluderns Ö Sa. 31.01.15 ab 14.00 Uhr Puntejassen mit KVW Senioren Anmeldung erforderlich Jugendtreff JU!P Explosiv Ö Fr. 23.01.15 ab 20.00 Uhr – Teenie Disco Ö Sa. 31.01.15 ab 20.00 Uhr Dart Turnier, Anmeldung erforderlich Jugendtreff La:Ma Laas Ö Sa. 24.01.15 ab 18.00 Uhr Animeabend JuZe Freiraum Schlanders Ö Mi. 28.01.15 ab 15.00 Uhr Dj-Kurs für Mittelschüler Ö Sa. 31.01.15 ab 17.45 Uhr Jungsabend ! Kegeln & Pizza Treffpunkt: JuZe; Kosten: 4€ (für kegeln) + Pizza & Getränke; Anmeldung erforderlich Jugendcafé Chillout Latsch Ö Sa. 31.01.15 Kinobesuch im Cineplexx Bozen; Startzeit wird mit den jeweiligen Teilnehmern vereinbart. Anmeldung im Chillout Ö Mi. 28.01.15 ab 15.00 Uhr Zubereitung von Knödelspießen Kleine Selbstkostenbeteiligung Jugendtreff All In Kastelbell/Tschars Ö Mi. 28.01.15 ab 17.00 Uhr – Cooking Class Ö Fr. 30. 01.15 ab 16.00 Uhr Kinofahrt Bozen; Infos und Anmeldungen bei Magdalena Jugendtreff Time Out Schnals Ö Sa. 24.01.15 Jugendtreff geschlossen Ö Sa. 31.01.15 ab 16.00 Uhr Asia Kitchen; Infos und Anmeldungen bei Magdalena Jugendzentrum JuZe Naturns Ö Sa. 31.01.15 ab 19.00 Uhr Kleine Mädchenkulturnacht im Jux Lana; Anmeldung bis 28.01.15 Jugendtreff Kosmo Plaus Ö Mo. 26.01.15 ab 16.00 Uhr Calcettoturnier

22.01.15

Vinschgau trifft Europa Am Samstag, 24. Jänner um 15.00 Uhr findet der Auftakt für das Projekt „Vinschgau trifft Europa“ im JuMa in Mals statt. Das Projekt soll Europa in Daten, Kulinarischem, Kuriosem und Fakten den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen näher bringen und wird ein ganzes Jahr in den Jugendtreffs & Zentren in Form von Spielen, Kochabenden, Infoabenden, Reiseberichten seinen Platz finden. Am 24. Jänner repräsentiert jeder teilnehmende Jugendtreff & Zentrum ein europäisches Land in Form von kulinarischen Leckereien – von belgischen Waffeln über spanische Tortillas bis hin zur italienischen Pizza darf man alles verkosten (Kosten: 1,50 € pro Portion). Eingeladen sind alle Interessierten, Hungrigen, Familien, Jugendliche, Kinder aus dem ganzen Vinschgau… Das JuMa ist für alle leicht erreichbar (50 m neben dem Bahnhof). Abends um 20.00 Uhr findet für Jugendliche ab 18 Jahren eine Bierverkostung mit einem Biersommelier statt. Anmeldung bis 2 Tage vorher, Kosten: 18 €. Wir freuen uns auf viele Besucher!

Zumba für Mütter und Töchter Jugendzentrum Freiraum Schlanders Im Herbst 2014 startete der Zumba Kurs für Mütter und Töchter, organisiert vom Jugendzentrum Freiraum und begleitet von der Referentin, Daniela Staffler. Einige Monate vor Beginn kam in einem Gespräch mit der Jugendarbeiterin Kathrin und einigen Jugendlichen zum Vorschein, dass sich die Mädchen gerne sportlich betätigen möchten und es toll wäre, gemeinsam etwas mit ihren Müttern zu unternehmen, so entstand das Projekt „Zumba für Mütter und Töchter“. Das dynamische Zumba Fitness-Programm ist sehr abwechslungsreich und zwischen den schnellen und langsameren Rhythmen bleibt Zeit zum Durchatmen. Fett verbrennen, den Körper unter Strom setzen und mit begeisternden Bewegungen faszinieren. Beim Zumba steht nicht die Leistung, sondern der Spaß an erster Stelle.

Freestyling in Laax

Durch die Musik, die einfach zu erlernenden Bewegungen ist der Spaßfaktor besonders hoch. Die Mädchen und Mütter waren begeistert und wünschten deshalb eine zweite Runde. Die Referentin, Daniela Staffler, hat es mit viel positiver Motivation geschafft, dass alle Spaß am Kurs hatten und sich die Teilnehmerinnen für eine neue Sportart begeistern konnten. Bei einer kleinen Abschlussfeier wurden schon Pläne für weitere Angebote geschmiedet.

Am 13. und 20. Dezember verbrachten Jugendgruppen aus Schlanders, Glurns und Mals einen spannenden Tag in der Freestyleacademy in Laax. Anfangs mussten alle, die das erste Mal die Halle besuchten einen Einführungskurs absolvieren. Anschließend standen Trampolins, Schaumstoffbecken, Airtrack, Boulderwand und vieles mehr zur freien Verfügung. Nachdem den ganzen Nachmittag fleißig Tricks ausprobiert, gehüpft und gesprungen wurde, fuhren wir ein bisschen erschöpft, aber froh über den schönen Ausflug, wieder nach Hause.

Boshi Workshop im Jugendtreff „Time Out“ Schnals

Langsam, langsam sinken die Temperaturen und um auch draußen warme Ohren zu haben, organisiert der Jugendtreff „Time Out“ Schnals einen Boshi Workshop. Gehäkelt werden warme Mützen für die kalte Winterzeit. Du hast Lust, deine eigene Mütze zu machen, kennst dich aber nicht mit Häkeln aus? Oder du häkelst schon seit langem, aber würdest gern neue Muster und Tricks kennenlernen? Egal wie, bei uns bist du richtig :-) Der Workshop findet am Samstag, 7. Februar von 15.00 – 19.00 Uhr statt. Komm einfach vorbei! Infos und Anmeldungen bei Magdalena im Jugendtreff „Time Out!“ Schnals.


22.01.15

Vinschgerwind 2-15

/Jugend/ 29

Schlanders

La passion du français

Besuch bei den Carabinieri

Stefano Quaglia; Olivier Brochet und Preisträger; Generalkonsul Olivier Brochet mit Elias Telser La passion du français – Französisch aus Leidenschaft

D

ie allerbesten FranzösischSchüler der Provinzen Verona, Mantova, Trient und Bozen wurden am 5. Dezember 2014 im Rahmen einer Feier an der Alliance Française von Verona ausgezeichnet. Mittendrin der Schüler des Sprachengymnasiums von Schlanders, Elias Telser, der im Mai letzten Jahres als Schüler der 2ASG in seiner Kategorie

–DELF A2 – alle anderen hinter sich gelassen und mit 98,5 von 100 Punkten das beste Ergebnis in den vier Provinzen erzielt hat. Nur wer ein durch und durch begeisterter Anhänger dieser wunderbaren Sprache und Kultur ist, ist im Stande in so kurzer Zeit mit einem solchen Ausnahmeergebnis aufzuwarten. Als beste Schülerinnen des Spra-

chengymnasiums Schlanders in der Kategorie DELF B1 wurden mit jeweils 90 von 100 Punkten Karolina Primisser (heuer in der 5SG) und Franziska Stecher (sie studiert bereits in Wien) geehrt. Leider konnten beide nicht an der Preisverteilung in Verona teilnehmen. Die Sachpreise wurden vom französischen Generalkonsul für den oberitalienischen Raum, Monsieur Olivier Brochet, persönlich überreicht. Anwesend waren auch der Bürgermeister von Verona, Flavio Tosi sowie der eindeutig frankophile und sehr kulturbeflissene Schulamtsleiter des Veneto, Stefano Quaglia, die Präsidentin der Alliance Française von Verona und Trient, Rosalia Napoli und natürlich die „Seele“ der DELF/ DALF-Prüfungen im Raum Verona und Organisatorin dieser Feier, Madame Françoise Salnicoff. Das Oberschulzentrum Schlanders gratuliert allen PreisträgernInnen zu ihrem Erfolg.

W

ir, die 5-ten Klassen der Grundschule Schlanders, besuchten kürzlich die Carabinierikaserne in Schlanders. Wir durften die Einsatzwagen besichtigen, die Sirene und das Blaulicht einschalten. Außerdem bestaunten wir die Gefängniszellen und der Kommandant beantwortete uns viele Fragen. Wir erfuhren, dass die Carabinieri auch in anderen Staaten im Einsatz sind und besichtigten die Funkzentrale. Uns wurde er-

Foto: „Wind“-Archiv

Fotos: „Wind“-Archiv

Schlanders/Verona

zählt, wie die Carabinieri früher gearbeitet haben und wir haben nebenbei auch etwas Italienisch dazu gelernt. Das war ein schönes Erlebnis. Schüler der 5B und 5C der Grundschule Schlanders

Vinschgau

Zahl der Eisbärenschützer ist gestiegen

Vorbereitung auf die Fischerprüfung 2015

2002 im Jänner trafen sich die zwei Mitglieder der „Königlichen und Altehrwürdigen Eisbärengesellschaft“ Martin Trafoier und Martin Pobitzer in einem Gasthof in Burgeis zur ersten Jahreshauptversammlung und Gründung des Vinschger Ablegers. Beide waren kurz zuvor im Rathaus von Hammerfest (denn nur dort ist das möglich) in den Kreis der rund 250.000 Mitglieder der illustren Gesellschaft aufgenommen worden. Trafoier kürte sich zum Präsidenten und Pobitzer zum Vize. An dieser Führungsspitze hat sich auch bei der 13. Jahreshauptversammlung in Mals nichts geändert. Geändert hat sich die Zahl der Mitglieder. Inzwischen haben 46 Vinschgerinnen und Vinschger die Mitgliedschaft in Norwegen erworben. 39 davon sind sogar mit dem Walrosspenis geadelt worden. Dem Präsidenten und sei-

Auch heuer finden im Nationalparkhaus aquaprad Führungen zur Vorbereitung auf den praktischen Teil der Fischerprüfung statt.

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Termine: Samstag, 31.01.2015 Sonntag, 01.02.2015 Samstag, 07.02.2015 Sonntag, 08.02.2015 Beginn jeweils um 14:30 Uhr

Präsident Martin Trafoier (sitzend) umringt von seinen Getreuen nem Vorstand ist es ein besonderes Anliegen, dass Eisbären im Zoo artgerecht gehalten werden. Trafoier besuchte 2014 die Zoos in Stuttgart, München und Wien. Man bemühe sich um bessere Bedingungen, doch zufriedenstellend seien die Zustände noch nicht, sagte Trafoier den Versammlungsteilnehmern. Als

großen Erfolg wertete er das traditionelle Baumfest für den Klimaschutzes. Eisbärenschützern hatten in Schlinig 300 Fichten gepflanzt. Erfreut berichtete Trafoier über den Besuch zweier Kinder, die sich zu Silvester über die Eisbärengesellschaft und seine Präsidentschaft informierten. (mds)

Dauer: ca. 1,5 h Anmeldung erforderlich Tel.: 0473 618212 oder info@aquaprad.com

2. Vinschger Wertetag Der 2. Vinschger Wertetag findet am Samstag, den 31. Jänner auf Schloss Goldrain statt. Das Thema heuer: Früher war alles besser ...? Generationen im Dialog! Anmeldung: bis 30. Jänner im Bildungshaus Schloss Goldrain.


30 /Kultur/

Vinschgerwind 2-15

22.01.15

Kalt un „In 100 Jahren wird es nur mehr 5 Könige geben“, prophezeite Faruk, der letzte Ägyptische Monarch nach seiner Absetzung 1952: „Die vier Könige des Kartenspiels und die englische Königin.“ Die Habsburger wurden zwar auch abgesetzt, aber ihr Kult wird wieder aktuell - wirtschaftlich und politisch. Wie soll das weitergehen mit Europa? Diese Frage wurde so nebenbei im Gasthaus einem hohen italienischen Finanzbeamten gestellt. Die vielen sehr verschiedenen Kleinstaaten und auch die großen können nur überleben, wenn sich Europa auch politisch einigt, mit einer zentralen Regierung und Hauptstadt. So die Meinung des Finanzbeamten. Was in Europa falsch gemacht wurde? Die Einheitswährung wurde leider vor der politischen Einigung - rasch, rasch durchgedrückt und nun müssen die Tüchtigen die Schulden der weniger Tüchtigen übernehmen. Wenn das nicht geschieht, wird Griechenland den Traum von Europa sprengen. Wem wird jetzt noch warm beim Gedanken an Europa? Seit dem Jänner 2015 hat ein weiteres europäisches Land den Euro übernommen und zwar Litauen, das südlichste Land der baltischen Staaten. Vier Millionen Einwohner, davon leben 600.000 in der Hauptstadt Wilna. Die Geschichte dieses Landes ist sehr bewegt, wobei Schweden, Russland, die Ukraine, Polen und früher auch Deutschland großen Einfluss ausübten. Die Selbständigkeit dieses Landes an der baltischen Ostseeküste wurde 1991 von der Sowjetunion anerkannt. Litauen wurde in die UNO aufgenommen und gehört nunmehr auch zur NATO, zum westlichen Militärbündnis unter Führung Amerikas. Und damit beginnt das Zittern, das Frösteln. Es wird kalt. Liegt hier eine weitere Sprengladung, eine gefährliche Mine, in die Russland treten wird? Was wird das neue Jahr an Überraschungen aus dem kalten Osten bringen? Derartige Betrachtungen gelingen unter anderem auch auf einer besinnlichen Wanderung in unserem Lande, so etwa auf dem Rimpfhof. Dort herrschen klimatische, dem politischen Klima in Osteuropa vergleichbare Verhältnisse. Sie sind ablesbar an einem Laubbaum, dessen Blätter an der Südseite noch im Grünkleid leuchten, während die Nordseite, wo kalte Winde aus der Bachschlucht zum Baum aufsteigen, bereits in feuriges Rot getaucht ist. Der Baum ist zwei völlig verschiedenen Klimas ausgesetzt, ablesbar nicht nur an der Rinde, sondern im ganzen Haushalt.

Oktober: Herbstlicher Laubbaum unterhalb des Rimpfhofes. Die Blätter der Pappel, hier „Alber“ genannt, färben sich unterschiedlich. Der kältere und feuchte Wind aus der Gadriàschlucht färbt die dem Talboden zugewandte Baumhälfte frühzeitig rot. (Fotos: Ulrich G.M.Wielander)


22.01.15

Der Vinschger Wind 2-15

/Kultur/ 31

d warm

November: Im Spätherbst lässt die Pappel ihre Blätter fallen, reckt die leuchtenden Äste in den Himmel; im Hintergrund der Strimmbach, ein wasserreicher Nebenbach des stark vermurten Gadriàtales. Im Talgrund beginnt bereits die Feldbestellung fürs neue Jahr.

Kalt und warm, so stelle ich mir auch das politische Klima im Osten vor und hoffe auf gute Witterung im neuen Jahr. Vor 20 Jahren ist Österreich der EU, also der europäischen Union beigetreten. Darüber waren keineswegs alle erfreut. Gefürchtet wurde eine ungute Globalisierung und das Ende einer zwar kleinen, aber sehr soliden Nationalwirtschaft. Die Mehrheit der Bevölkerung hat dann aber für den Beitritt gestimmt und die Gegner verstummten vorübergehend. Durch die neuen, gesamteuropäischen Krisen gewinnen ihre Argumente wieder an Gewicht. Man träumt wieder vom „Alpendollar“, vom Schilling und die Italiener von der Lira. Aber schon damals, also vor 20 Jahren, wurden die österreichischen Beitrittsgegner von Südtiroler Seite beschworen: Seid ihr verrückt, diese Chance zu verpassen? Durch die EU und durch die Schengener Abmachungen, also durch das Wegfallen der Grenzen, kann das Südtirolproblem gelöst werden. Endlich! Nur eine europäische, eine andere Lösung gibt es nicht! Also was immer auch passieren wird - für uns haben sich alle Tore geöffnet. Neue Freiheit, neue Anfänge. Freiheit ist die Möglichkeit zum Neubeginn. Das wird in der ehemaligen DDR bewiesen, wenn auch mit Verspätung. Das erhoffen sich die Litauer, die unter anderem gezeigt haben, dass auch ein armes Land verglichen mit den fetten Weststaaten - eine gute Reformwirtschaft betreiben kann, mit beachtlichem Wachstum. Und was wäre mit Südtirol im Falle eines Scheiterns der EU, des Euros, bei der Wiedererrichtung der Grenzen? Das sind üble Aussichten, ein Tummelplatz für politische Dämonen, die leider immer mehr Zulauf bekommen. Wer freut sich an den neuen Möglichkeiten? Wer wagt es, sich für die Euregio einzusetzen? Das europäische Vaterland ist noch nicht angekommen. Der Versuch, die alten Beziehungen wieder zu festigen, zwischen Norden und Süden, erschöpft sich meist im Verkehr, im Reisetourismus. Der Osten und der Westen - der Lauf der Sonne! Das wird oft vergessen; dabei ist es gerade der Westen, die Schweiz, die sich im Gewirr von Sprachen und Nationen noch immer zurecht findet und eigentlich ein Modell für Europa sein könnte. Europäische Lustlosigkeit ... wer versucht, sie zu überwinden? Geredet wird nur über Geld ...kalt und warm. Hans Wielander


32 /Gesellschaft/

Vinschgerwind 2-15

22.01.15

Konzert

respiro mit Mitgliedern des

ensemble chromoson

Philipp Lamprecht

Carolin Ralser

Cordula Stepp

Philipp Lamprecht (Naturns), Carolin Ralser und Cordula Stepp interpretieren Werke zeitgenössischer italienischer Komponisten

Freitag, 30. Jänner 2015 um 20 Uhr im Sparkassensaal des Kulturhauses Karl Schönherr in Schlanders Eintritt: freiwillige Spende MARKTGEMEINDE

SCHLANDERS

pr-info Kulturhaus Karl Schönherr

respiro - Konzert respiro KONZERT mit Mitgliedern des ENSEMBLE CHROMOSON: am Freitag, 30. Jänner 2015 um 20 Uhr im Kulturhaus „Karl Schönherr“ in Schlanders Philipp Lamprecht aus Naturns, Carolin Ralser (Bild) und die Gesangsolistin Cordula Stepp interpretieren Werke zeitgenössischer italienischer Komponisten. Im Mittelpunkt des Konzerts steht Salvatore Sciarrinos magisch anmutendes Trio für Flöte, Stimme und Schlagwerk mit seiner besonderen Atmosphäre. Die vielen Klangmöglichkeiten und erweiterten Spieltechniken der Flöte bilden dabei die Grundtextur. Antike griechische Textfragmente, gesungen von der Sopranistin Cordula Stepp, und luftige Schlagzeugeinlagen werden dabei in das Klanggeflecht eingefügt. Sciarrinos Komposition wird durch weitere Solowerke für Schlagzeug und Flöte ergänzt. Das ensemble chromosom - gegründet Anfang 2014 – widmet sich der Vermittlung und Aufführung zeitgenössischer Musik und setzt sich zum Ziel, die aktuelle Musikszene durch neue Impulse mitzuprägen.

COMUNE DI

SILANDRO

Informieren Sie sich über unsere Fachschulen: • Bautechnik • Metalltechnik • Steinbearbeitung (in Laas)

Eintritt: freiwillige Spende

Tag der offenen Tür in Schlanders und Laas Samstag, 7. Februar 2015 10 - 16 Uhr

Programm: Offene Werkstätten und Klassenräume - Ausstellungen von Schülerarbeiten - laufend Präsentationen der Ausbildungsmöglichkeiten - Informationen zu unseren beruflichen Weitbildungsveranstaltungen Vorträge: „Handwerk - Berufe mit Zukunft“ um 10:30 Uhr „Rechte und Pflichten des Lehrlings“ um 11:30 Uhr

www.schlanders.berufsschule.it


22.01.15

Schlanders

Vinschgerwind 2-15

/Gesellschaft/ 33

Volksbühne Latsch

Krampusmasken

Latsch lacht laut

J

E

pr-info - pan Peatrle

„pan Peatrle“ in Latsch Ziegen für Afrika: Kunden, die beim neuen Biofachgeschäft „pan Peatrle“ in Latsch einkaufen, verschenken Ziegen nach Afrika. Das Konzept ist schnell erklärt: Bei einem Einkauf bis zu 10 Euro, werden von Karl Gamper vom Biofachgeschäft „pan Peatrle“ 10 Cent an die Caritas gespendet. „Das ist ein kleines Dankeschön für den Einkauf an die Kunden“, erklärt Gamper. Das Geld wird in eine eigens dafür vorgesehen Box gegeben und an die Caritas Bozen überwiesen, die damit in einem zweiten Moment Ziegen in Äthiopien (Afrika) kauft. Pro 10 Euro Einkauf kommen demnach 10 Cent diesem Caritas-Projekt „Eine Ziege für eine Familie“ in Afrika zugute. „Pan Peatrle“ ist übrigens das neue, „kleine“ Biofachgeschäft in Latsch, das seine Tore seit Dezember offen hat. Die Produktepalette geht über biologische Produkte hinaus und hält für Kundinnen und Kunden auch glutenfreie Lebensmittel, laktosefreie und vegane Produkte bereit. Daneben begeistert das große Sortiment an Naturkosmetik. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall. (ap) Tipp: „pan Peatrle“, Hauptstraße 49b (nähe Pfarrkirche), Tel. 0473 623692.

ine gelungene Theaterpremiere fand letzten Samstag im Latscher KulturForum statt. Vor einem bis auf den letzten Platz gefüllten Saal spielte die Volksbühne Latsch die Farce „Kein Platz für Liebe“ von Anthony Ma- Wer stört hier wen beim Proben? Ein Hornist und eine Hochzeitsnacht. v.l. Andrea Stolcis, riott und Bob Grand. In einem altehrwür- Lukas Ohrwalder und Karin Patscheider digen Hotel, das seisen. Mit jedem Rettungsversuch ne besten Jahre schon hinter durch die Hotelleitung wird die sich hat, erleben ein inkompeKatastrophe größer. Die Gäste tenter Hotelmanager und ein werden umquartiert, zurück trotteliger Hotelportier was pasin ihr Zimmer beordert, versieren kann, wenn die richtigen lieren ihre Partner, finden sie Gäste zur falschen Zeit im selben vermeintlich wieder, nur um Haus Quartier nehmen. im peinlichsten Moment ihren Jeder der Gäste erwartet sich Fehler zu erkennen. Schließlich viel von seinem Aufenthalt. Ein als der Überblick über das bunte flottes Wochenende mit der GeTreiben kaum noch zu behalten liebten, eine gelungene Hochist, eskaliert das abendfüllende zeitnacht und perfekte Auftritte von Sprachwitz schäumende bei einem Musikfestival. Aber Bäumchen-wechsel-dich-Spiel es kommt anders: Zufall und die in einem temporeichen Finale. Unfähigkeit von Hotelmanager Der Volksbühne Latsch ist es und Portier führen die Ehegatunter der Leitung von Petra Petin ins Zimmer des heimlichen dross gelungen, das Publikum Liebespaares, lassen im selmit fehlerlosem Sprach- und ben Raum die Hoffnung eines Spielwitz mehr als zwei Stunden zweiten Paares auf eine schöne lang köstlich zu unterhalten. Die Hochzeitsnacht im Schluckauf Zuschauer dankten mit tosensterben und mischen Liebe zur dem Applaus. (jan) Musik mit Liebe zu SpirituoFoto: Philipp Trafojer

Techniklehrern Alois Seidl, Maria Gapp und Erika Paulmichl an die Arbeit. Wir staunten nicht schlecht als wir die 12 großen Zirbelkieferklötze aus dem Matschertal vor uns auf den Werkbänken sahen. Wir konnten uns am Anfang nicht wirklich vorstellen wie aus den rohen Holzklötzen unsere Masken entstehen sollten. Schritt für Schritte zeigten uns die Lehrer wie wir sicher mit den Stemmeisen und Schnitzmessern umgehen sollten und langsam nahmen unsere Entwürfe Form an. Wir hoben mit dem Stemmeisen die Nase hervor, bohrten Löcher für die Augen und schnitzten Mund und Zähne. Dass das Aushöhlen des Klotzes so viel Mühe bereiten würde hätten wir nicht gedacht aber trotzdem haben wir alle durchgehalten und freuen uns nun über die eigene „Lorv“! Johann Wellenzohn 2C

Foto: Maria Gapp

edes Jahr aufs Neue warten wir gespannt auf den 5. Dezember, den „Tuifltog“ an dem die vielen gruseligen Schlanderser Krampusse durch die Gassen des Dorfes ziehen. Darum freuten wir uns besonders, als wir dieses Schuljahr beim begehrten Wahlfach „Krampusmasken Schnitzen“ der Mittelschule Schlanders teilnehmen durften. Dabei waren Andreas Pixner, Johann Wellenzohn, Jonas Rechenmacher, Clemens Thomann, Marian Horrer, Elias Grasser, Jan Stecher, Christian Schuster, Peter Alber, Lukas Patscheider, Jonas Holzer und Jonas Tumler. Voller Freude gingen wir kurz nach Schulbeginn im September mit unseren


34 /Spezial-Val Müstair/

Vinschgerwind 2-15

22.01.15

Val Müstair

Sta. Maria

Heimatbuch Münstertal

Der kleine Weihnachtsfriede 1914

D

D

er Kultursaal im Museum Chasa Jaura war am Samstag zweimal übervoll, als das neue Buch über die Talchronik mit dem Titel „Val Müstair“ vorgestellt wurde. Das Interesse der Talbevölkerung, und auch einiger Interessierter aus dem Südtirol, hat alle Erwartungen übertroffen. Für die Trägerschaft und die Autoren dieses Werkes eine grosse Genugtuung. Dass ein so umfassendes Buch verwirklicht werden konnte, ist in erster Linie der Initiative von Jon Manatschal aus Sta. Maria, der auch als Hauptredaktor amtete, zu verdanken. Ihm zur Seite standen die Mithelfer Claudio Gustin, Hans-Peter Schreich und Beat Grond. Als Herausgeberin zeichnet die Gemeinde Val Müstair. Es ist das erste Buch, das das Val Müstair im Wandel der Zeit umfassend darstellt. Auf über 500 Seiten und reich illustriert, beleuchtet es die Geschichte, Gesellschaft, Entwicklungs- und Lebensbedingungen im Tal. Das Buch ist in neun Kapitel unterteilt und behandelt Themen wie Urgeschichte, Natur und Umwelt, Freuden und Leiden der Münstertaler, die Landwirtschaft, der Verkehr, die Kultur, das Schulwesen, die Nachbargemeinden und andere mehr. Ein Register mit allen Namen der im Buch vorkommenden Personen,

sowie ein Sachregister und ein Bildnachweis, schließen das voluminöse Werk ab. „Das Buch soll nicht als wissenschaftliches Werk verstanden werden. Es soll aber allen Interessierten als Nachschlagewerk dienen“, sagte Manatschal bei der Buchpräsentation. Damit auch Personen nicht romanischer Zunge den Zugang zum Sachbuch finden, wurde es, mit wenigen Ausnahmen, zweisprachig verfasst. Beim Schreiben der Texte wurden die Autoren von verschiedenen Sachkennern unterstützt. Übersetzt, korrigiert und redigiert haben die Autoren selber. Grund dafür war der finanzielle Aspekt. So wird die Chronik schlussendlich ca. 150.000.Franken kosten. Dies war nur möglich dank des persönlichen Engagements der Redaktionskommission und der Unterstützung durch private und institutionelle Sponsoren sowie der Gemeinde Val Müstair. Das beinahe 2.5 kg schwere Werk ist bei der Gemeindeverwaltung in Müstair, sowie in den Geschäften im Tal für Fr. 65.- erhältlich. Der Co-Autor Gustin schließt die Buchvorstellung mit folgenden Worten: „Bei einem Blick in die Vergangenheit kann man viel lernen. Jauers, zeigt auch in Zukunft Mut, bleibt optimistisch und habt Visionen!“ (bg)

er „Verein S te lvio-Um brail 14/18“ hat am 30. Dezember Einheimische und Gäste zu einer besinnlichen Feier zum Andenken an den „Kleinen Weihnachtsfrieden 1914“ eingeladen. Die Räume des „Museums 14/18“ in Sta. Maria waren zu klein für den großen Aufmarsch der Besucherinnen und Besucher. Der Projektleiter und Organisator der Veranstaltung, Oberst i Gst David Accola, musste seinen ergreifenden Vortrag über das „Weihnachtswunder von 1914“ zwei Mal halten. Die spät erschienenen Besucher hörten sich unterdessen die weihnächtlichen Melodien einer Instrumentalformation aus Müstair an, genossen die offerierten warmen Getränke oder schauten sich in der gewölbten Vorhalle des ehemaligen Sustenhauses die einmaligen Fotoaufnahmen der Ereignisse an der Ortlerfront an. Der Erste Weltkrieg begann im Juli 1914 und endete mit dem Waffenstillstand von Compiègne im November 1918. Die furchtbaren Kämpfe forderten 9.911.000 gefallene, 7.750.000 vermisste, 21.219.500 verletzte Soldaten und 7.000.000 zivile Todesopfer in 40 Staaten. Eine inoffizielle, eigentlich unerlaubte Waffenruhe hatte es bereits an Weihnachten 1914 gegeben. An der Westfront in Flandern hatten sich tausende von Soldaten mit dem Ziel verbündet, dem

Krieg ein Ende zu bereiten. Deutsche und Engländer wollten ihre toten Kameraden bestatten. Sie wollten gemeinsam Weihnachten feiern. Mit authentischen Berichten von Zeitzeugen und eindrücklichen Bildern hat Accola das Leben und Sterben der Soldaten in den Schützengräben des Stellungskrieges geschildert. Man hat miterleben können, wie sich hartgesottene Krieger zögernd und misstrauisch aus den nassen Gräben erhoben und sich dem Feind näherten. Dann folgte die Begrüßung, der gemeinsame Gesang, die Bescherung mit Tausch von Geschenken und zum Abschluss noch ein Fußballspiel. Dann kehrten die Soldaten wieder in ihre Gräben zurück. Am nächsten Morgen stand im Tagesbefehl der Obersten Heeresleitung der deutschen Armee: „Das Fraternisieren und überhaupt jede Annäherung an den Feind im Schützengraben ist verboten!“ Nachträglich hat man geschätzt, dass mindestens 100.000 Soldaten der Westfront am Weihnachtsfrieden (Christmas truce, weihnächtliche Waffenruhe) teilgenommen haben. Die schlichte, besinnliche Gedenkfeier hat jede Besucherin, jeden Besucher tief gerührt. Danke David Accola und danke dem Verein Stelvio-Umbrail 14/18 für diesen Anlass. Claudio Gustin


22.01.15

Vinschgerwind 2-15

/Spezial-Val Müstair/ 35

Tour de Ski im Val Müstair Ein Publikumsmagnet

A

m Dreikönigstag 2015 war die internationale Langlauf-Elite nach 2013 zum zweiten Mal zu Gast im Val Müstair. Die Begeisterung und die großartige Stimmung der Erstaustragung vor zwei Jahren fanden ihre Fortsetzung. Zugpferde waren allen voran der erfolgreiche Lokalmatador Dario Cologna und sein Bruder Gianluca. Mit ihnen kämpften rund 170 Langläuferinnen und Langläufer im Freistil-Sprint um Spitzenplätze. Rund 6.000 Zuschauerinnen und Zuschauer, darunter viele aus dem Vinschgau, feuerten die Athletinnen und Athleten an. Überrascht vom großen Zuschauerinteresse zeigte sich der Präsident des Organisationskomitees Alfred Lingg (im Bild) aufgrund der Tatsache, dass der 6. Jänner im Engadin ein Werktag ist und sich viele hatten frei nehmen müs-

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

von Magdalena Dietl Sapelza

sen. Besonders laut wurde es, als die Brüder Cologna über die Pisten jagten. Dass es beide nicht ins Finale schafften, war ein Wermutstropfen. Der Sieg bei den Herren ging in einem Herzschlagfinale an den Aostaner Federico Pellegrini. Die Tour de Ski wurde von 18 Fernsehstationen in alle Welt gesendet. Rund 25 Millionen Menschen saßen an den Bildschirmen. Diese Werbung für das Val Müstair ist unbezahlbar. Die Tour de Ski bringt Wertschöpfung, die auch ins benach-

barte Vinschgau ausstrahlt. Die Gästebetten waren rundum belegt. Bei der Vorbereitung oder direkt bei der Großveranstaltung waren 450 Helferinnen und Helfer im Einsatz – viele kamen ebenfalls aus dem Vinschgau. Eine Herausforderung war die Pistenpräparierung. Wegen des Schneemangels musste Kunstschnee erzeugt werden. Die Piste schluckte rund 25 Kubikmeter davon. Der Aufwand hat sich gelohnt und die Rückmeldungen sind, laut Lingg, sehr positiv.


36 /Spezial-Zahngesundheit/

Vinschgerwind 2-15

n e e h n a ß i ä ? u e s b Z D

Di e

ie Herkunft ist verschieden, gemeinsam ist den Sprichwörtern der Inhalt: die Zähne. Hat er oder sie Haare auf den Zähnen, dann ist er oder sie dominant und herrschsüchtig. Ordentlich auf den Zahn gefühlt wird jemandem, wenn er hart auf die Probe gestellt wird. Man kann sich aber auch an jemandem oder etwas die Zähne ausbeißen. Und Lächeln ist bekanntlich die eleganteste Art seinem Gegner die Zähne zu zeigen.... nun, vorausgesetzt es fehlen keine.... Dass die Zähne gesund bleiben – bis ins hohe Alter – ist ein Wunsch, den wohl jeder hegt. Wer einmal Zahnschmerzen hatte, will den unangenehmen, bohrenden Schmerz nicht so schnell wiederholt wissen. Und fehlende Zähne sind nicht nur ein optisches Makel, sondern auch ein funktionelles Manko. Nachstehend nun einige Tipps, was die Zähne möglichst lange gesund erhält. Zwischen den Mahlzeiten trinkt man am besten Wasser oder Mineralwasser und keine gesüßten Säfte. Dass mindestens zwei Mal am Tag – nach dem Frühstück und vor dem zu Jeder wünscht sich gesunde ZähBett gehen - die ne. Am Besten bis ins hohe Alter. Zähne geputzt werden sollen, Damit die Zähne gesund bleiben, ist hinlänglich muss man dafür aber auch etwas bekannt. Wenitun ... ger bekannt ist aber, von Angelika Ploner d a s s m a n

Spezial Zahngesundheit

22.01.15

nicht sofort die Zähne putzen soll, wenn man saure Getränke oder Speisen genossen hat. Das heißt frischer Orangensaft ist gesund - der übermäßige Verzehr aber leider nicht für die Zähne. Denn die Säure im Saft greift den Zahnschmelz an, löst Kalzium und Phosphat aus dem Schmelz heraus. Dadurch wird der Zahnschmelz demineralisiert. Auf Dauer wird er dadurch dünner und der Zahn kann deshalb empfindlicher reagieren. Für schlechten Atem hingegen oder dann, wenn man keine Möglichkeit hat, die Zähne nach dem Essen zu putzen, reicht ein zuckerfreier Zahnkaugummi fürs Erste. Er sollte den Zuckeraustauschstoff Xylit beinhalten, denn dieser regt den Speichelfluss an und Speichel kann angegriffenen Zahnschmelz remineralisieren. Die Zahnbürste sollte natürlich regelmäßig gegen eine neue ausgetauscht werden, spätestens dann, wenn die Borsten in alle Himmelrichtungen zeigen. Und dass man zum Zahnarzt nicht erst dann gehen soll, wenn ein Zahn schmerzt, versteht sich von selbst. Zwei Mal jährlich die Zähne kontrollieren, so lautet die Faustregel. Treten Probleme auf, werden sie so frühz e i t i g behandelt.


Interview mit Gernot Obermair, Implantologe

Herr Doktor Obermair, wie oft setzen Sie Implantate? Gernot Obermair: Wir setzen täglich mehrere Implantate ein, es ist meine Haupttätigkeit. Zahnverlust kann jeden Menschen treffen. Sie werben mit neuen, schönen und festen Zähnen an nur einem Tag. Wie ist das möglich? Das Zauberwort, wenn man so will, lautet computernavigierte Implantologie, auch 3 D Implantologie genannt. Das ist nicht neu, in Südtirol ist diese Methode aber relativ unbekannt. Ich selbst arbeite bereits seit zwölf Jahren damit und kann auf positive Erfahrungen bauen. Neue computernavigierte Implantologie, erklären Sie kurz, was hinter diesem neuen, modernen und unbekannten Begriff steckt. Hinter diesem Begriff steckt sanfte Implantologie durch qualitativ hochwertige Technik. Die computernavigierte Implantologie ist eine Form der Implantatversorgung, die sich auf dreidiGastbeitrag von Kordula Weifner, Zahnärztin

B

estimmte Zahn- bzw. Kieferfehlstellungen sollte man frühzeitig behandeln. Etwa dann, wenn ein Kreuzbiss vorliegt, eine extreme Kl II (Rücklage des Unterkiefers) oder bei starkem Platzmangel. In diesen Fällen ist es ratsam bereits mit 6 - 7 Jahren, eigentlich ab dem Zeitpunkt, wo die bleibenden Schneidezähne u. die ersten bleibenden Backenzähne durchgebrochen sind, eine Regulierung einzusetzen. Da kann man nämlich noch das Kieferwachstum beeinflussen, was dann später mit zunehmendem

„Schöne, neue und feste Zähne an nur einem Tag“ mensionale Röntgenaufnahmen stützt. Eine präzise Diagnostik und Planung ist dadurch möglich und geht der eigentlichen Implantation voraus. Wir machen dreidimensionale Bilder am Computer und sehen dabei vorhandene Knochenstrukturen und -material des jeweiligen Patienten, das geht bis hin zu den Nerven, die sichtbar gemacht werden können. Dann plant der Implantologe die genaue und idealste Position der Implantate. Die Implantate selbst werden dann beim eigentlichen Eingriff nur noch durch kleine Schleimhautstanzungen in den Knochen eingebracht. Man nennt das auch Schlüssellochtechnik analog zur Bauchchirurgie, bei der man auf das Skalpell verzichten kann, deshalb gibt es auch keine Blutungen oder Schwellungen. Auch Knochenaufbauten sind kaum notwendig, weil wie den Knochen durch die genaue Planung maximal ausnützen können. Risiken und böse Überraschungen werden minimiert. Aus vielen Eingriffen, wird nur mehr einer ... Richtig. Nach der Extraktion eventuell noch vorhandener

Zähne werden beim gleichen Eingriff das Implantat gesetzt und die neuen Zähne sogleich aufgeschraubt. Auf Wunsch in Dämmerschlaf oder sogar Vollnarkose. Die Implantate werden präzise, sicher und schonend gesetzt, weil eine Implantatschablone beim Eingriff alles plan- und submillimetergenau angibt. Das heißt die Implantations-Operation wird schneller, präziser und sicherer durchgeführt. Man muss mit keiner Zahnlücke mehr herumlaufen und kann auf ein ästhetisch optimales Ergebnis zählen: Strahlendes Lächeln und festen Biss gibt’s sofort. Ist die 3 D Implantologie auch bezahlbar? Das ist eine sehr individuelle Frage. Durch die Zusammenfassung mehrere Eingriffe und die dadurch eingesparte Behandlungszeit wird die Behandlung in Summe günstiger . Allerdings mehr bei umfangreichen Eingriffen als bei einzelnen oder wenigen Implantaten. Da verzichtet man eher aus Kostengründen darauf. Jedenfalls kann man nach einer intensiven Begutachtung eine genaue Kostenplanung machen.

Frühbehandlung in der Kieferorthopädie Alter immer schwieriger wird. In vielen Fällen werden durch ein herausnehmbares Gerät, welches das Kind hauptsächlich nachts trägt, sehr gute Erfolge erzielt. Ist dies allerdings nicht möglich oder erwünscht, kann man natürlich auch eine festsitzende Therapie anstreben. Liegt ein Habit vor, d. h. eine schlechte Angewohnheit, die zur Entwicklung einer Zahnfehlstellung oder Dysgnathie beitragen kann, wie z.B. Daumenlutschen, Lippeneinrollen, Zungenpressen, atypisches Schluckmuster, sollte man diese möglichst mit 3 bis 4 Jahren abgewöhnen, spätestens aber mit 6 Jahren. Manchmal ist auch hierzu ein herausnehmbares Gerät hilfreich. Besonders

das Daumenlutschen kann zu einem offenen Biss führen, da durch den Druck die oberen Frontzähne protrudiert u. die unteren Frontzähne retrudiert werden. Wenn also das Kind nicht rechtzeitig mit dem Fingerlutschen aufhört, braucht es meist eine kieferorthopädische Behandlung, um den offenen Biss zu korrigieren.Ist eine Mundatmung vorhanden, braucht es zusätzlich eine Visite beim Hals-Nasen-Ohrenarzt, um genau abzuklären woher diese rührt und eventuell notwendige Therapiemaßnahmen zu ergreifen. Ansonsten kann es nach der abgeschlossenen KFO-Behandlung zu einem Rezidiv kommen.


38 /Nationalpark/

Vinschgerwind 2-15

22.01.15

Nationalpark Stilfserjoch

Das Bartgeier-Jahr 2014 Foto: Rainer Moriggl

Ein Situationsbericht zum Stand des Wiederansiedlungsprojektes

Wolfgang Platter, am Tag des Hlg. Sebastian, 20. Jänner 2015

N

ach der Ausrottung des Bartgeiers in den Alpen durch den Menschen hat seine Wiederansiedlung im Jahre 1986 begonnen. Die erste Naturbrut war im Alpenbogen dann im Jahr 1997 zu verzeichnen. Die letzte Vollversammlung der Ornithologen, welche in den verschiedenen Alpenländern das Bartgeier-Projekt betreuen, hat vom 9. bis 11. November 2014 im französischen Barcelonette stattgefunden. Für den Nationalpark Stilfserjoch hat Enrico Bassi daran teilgenommen. Im heutigen Beitrag fasse ich einige Angaben zur Wiederansiedlung des Bartgeiers in den Alpen, aber auch zu Situation seines Bestandes in Europa zusammen.

genen Junggeier beträgt insgesamt 128, die Gesamtzahl der im Zeitraum 1986-2014 aus Zuchten im Gehege freigelassenen Jungen liegt bei 204 Vögeln.

Die Aufzucht in Zoos und Zuchtstationen Für das Wiederansiedlungsprojekt Bartgeier stehen 153 Vögel in 38 Zoos und 5 Aufzuchtstationen zur Verfügung. Was den Bruterfolg aus Gehege-Zuchten betrifft, war das Jahr 2014 ein atypisches Jahr: 37 Bartgeierweibchen haben 51 Eier gelegt, aus denen aber nur 17 Jungvögel geschlüpft sind. 13 davon sind flügge geworden. Wegen des geringen Schlupferfolges konnten 2014 nur 9 Jungvögel für Freilassungen zur Verfügung gestellt werden. 4 Jungvögel wurden in den Alpen, 2 im Grand Causses in Frankreich und 3 im spanischen Andalusien freigelassen.

Die Reproduktion in der Natur in den Alpen

Der Zustand der anderen BartgeierPopulationen in Europa

Im abgelaufenen Jahr 2014 sind im Alpenbogen 31 territoriale Bartgeier-Paare erfasst worden. Von diesen haben 24 gebrütet und aus diesen Bruten sind insgesamt 19 Junggeier flügge geworden. Die Reproduktionsrate von 0,61 Jungen pro Paar (19 von 31) ist hoch, die Mortalitätsrate niedrig. Die Gesamtzahl der in der Natur seit dem Jahre 1997 erbrüteten und ausgeflo-

In den Pyrenäen gibt es eine Bartgeier-Population in gutem und gesundem Zustand. Im spanischen Anteil der Gebirgskette steigt die Anzahl der eierlegenden Brutpaare kontinuierlich, im französischen Teil der Pyrenäen hingegen zögerlich. Insgesamt sind in den Pyrenäen 176 Bartgeier-Territorien bekannt, in denen 2014 43 Jungvögel flügge geworden sind.

Andalusien: 30 Jahre nach dem Aussterben des Bartgeiers in Andalusien sind 2014 erstmals wieder Kopulationen von verpaarten Bartgeiern beobachtet worden. Kreta: Die Population auf der griechischen Insel wächst erfreulicherweise. Auf Kreta sind 13 Territorien bekannt, 6 davon mit nur einem adulten Vogel. Im Berichtsjahr sind 5 Jungvögel flügger geworden. Korsika: Hier ist die Situation sehr kritisch. 2014 wurden weitere Territorien aufgegeben und nur ein Jungvogel kam zum Ausfliegen. Die Gefahr der Inzucht ist sehr hoch, weshalb für das Jahr 2016 Freilassungen von Junggeiern aus Zoozuchten ins Auge gefasst werden. Marokko: Auch in Marokko gibt es noch einen kleinen Bestand freilebender Bartgeier. Deren Beobachtung ist aber wegen der gebirgigen Geländemorphologie erschwert. 2 – 3 Territorien von Bartgeiern konnten ausfindig gemacht werden.

Die Bartgeier in den Zentralalpen Die Zahl der Brutpaare nimmt weiter zu: Waren es 2012 9 und im Jahre 2013 11 Paare, stieg deren Anzahl im Jahr 2014 auf 13 bekannte Paare. 6 dieser 13 Paare brüteten im italienischen Teil der Zentralalpen, 7 in Graubünden. Die 10 eiablegenden Paare haben 2014 8 Jungvögel zum Ausfliegen gebracht.


Zwei adulte Bartgeier im Segelflug.

Vinschgerwind 2-15

/Nationalpark/ 39

Foto: Enrico Bassi

22.01.15

Der durch Bleiakkumulation verendete Bartgeier Ikarus. Geboren am 5. März 2008 im Zoo von Hannover; 1. Freilassung im Marteller Schludertal am 19. Juni 2008, satellitentelemetriert; 1. Bergung am 19. Dezember 2008 im Rabbital (mit Lähmungserscheinungen durch Bleiintoxikation); 2. Freilassung am Kleinboden in Trafoi am 20. Juni 2009 erneut satellitentelemetriert; 2. Bergung: Zentralschweiz am 10. November 2009; verendet im Tierpark Goldau am 19. Dezember 2009 nach Nierenversagen. Insgesamt waren im Zeitraum 1998 – 2014 84 Bruten zu verzeichnen; 57 Jungvögel sind flügge geworden (35 davon im italienischen Teil der Zentralalpen und 22 im Schweizer Kanton Graubünden). Die Reproduktionsrate ist mit 0,68 hoch, was auf eine gute Eignung des Lebensraumes und ein gutes Nahrungsangebot hinweist. Alle Geierarten sind Aasfresser. Im Feld verbliebene Aufbrüche von erlegten Wildtieren können bei der Verwendung von bleihaltiger Munition bei der Jagd Bleisplitter enthalten. Nimmt ein Bartgeier wiederholt Aufbrüche von Wildtieren auf, kann es zur Anreicherung von Blei in der Leber und in anderen Organen des Körpers kommen, welche der Entgiftung dienen. In der Fachsprache wird diese Anreicherung als Bioakkumulation bezeichnet. Blei ist ein Nervengift, welches zu Lähmungen, zu Flugunfähigkeit und bei stärkerer Anreicherung zum Tod der Geier führt. Die Verwendung von Jagdmunition auf Kupferbasis anstelle von Bleimunition ist ein Beitrag zum Schutz der Geier. Es ist lobenswert, dass sich über 50% der Jäger in den Jagdrevieren Latsch, Schlanders und Laas entschieden haben, bei der Jagd bleifreie Munition zu verwenden. Dichlophenac ist ein Entzündungshemmer. Der Wirkstoff wird in verschiedenen

Foto: Michele Mendi

Blei und Dichlophenac

Ländern in der Veterinärmedizin zur Behandlung von Rindern eingesetzt. Es gilt heute als gesichertes Wissen, dass Dichlophenac für die Geier als Aasfresser in Abhängigkeit von der aufgenommenen Dosis schädliche bis letale Folgen hat. So sind an der Südabdachung des Himalaya die Populationen verschiedener Geierarten (Mönchs-

geier, Gänsegeier, Bartgeier u.a.) stark eingebrochen, nachdem das Medikament Dichlophenac als Entzündungshemmer bei Rindern im Reisanbau eingesetzt wird und, weil die Kuh als heilig gilt ihr Fleisch aus religiöser Überzeugung nicht verzehrt wird, die Tierkadaver im Freiland verbleiben und Dichlophenac in die Nahrungskette kommt. Adulter Bartgeier mit eingefärbtem Brust- und Bauchgefieder nach Bad im eisenoxydhaltigen Quellschlamm.


40 /Sport/

Vinschgerwind 2-15

22.01.15

Der Vinschger Rodelsport war bei der Veranstaltung gut vertreten. Für Latsch natürlich in erster Linie die Eltern und Freunde von Sara Bachmann (Bild), für Schleis waenr Lorenz Abart und die drei jungen passionierte Rodler Gruber dabei. (lp)

Eine gute Vetretung von Laaser Fußballern war beim Weltcup (nicht nur wie auf diesem Bild, sondern auch bei der Organisation und im Festzelt) anwesend. Im Bild v.l.: Bernd Muther, Greta Pinggera, Bernd Hauser und seine Frau. (lp)

Foto: Leonardo Pellissetti

Rodel und Fußball

Foto: Leonardo Pellissetti

Vinschger Rodelsport ist dabei

Das Wunder der Piste von Leonardo Pellissetti

Siegerehrung der Herren

N

ach dem Dezember 2012 wurde in Laas wieder ein Weltcup-Rodelrennen ausgetragen. Mit einem Europaund einem Weltcup war 2012 für den Laaser Rodelsport ein Glanzjahr. Die Tatsache, dass Laas den Auftrag für viele Veranstaltungen bekommt, ist ein Zeichen der ausgezeichneten organisatorischen Arbeit. Das haben auch BM Andreas Tappeiner und LH Arno Kompatscher unterstrichen. Das größte Wunder der Sektion war diesmal der Aufbau und die Erhaltung der Piste. Mit Überzeugung hat Vereinspräsident Alois Josef Klotz erklärt, dass 7 Tage lang - auch in der Nacht - gearbeitet wurde. Aus Sulden habe man eine zweite Schneekanone ausgeliehen. Bahnchef Erich Trenkwalder hat die Arbeiten geleitet mit Hilfe von Kurt De Martin. Johann Staffler sowie Christian Reinstadler aus Gomagoi haben zudem ihre Traktoren zur Verfügung gestellt. Präsident Klotz bedankt sich bei allen Helfern

sowie bei den Sponsoren der Veranstaltung. Am Freitag fand die Eröffnungsfeier statt. Wie immer erfolgte zuerst der Rodelsegen in der Pfarrkirche, dann kam der Einzug zum Dorfplatz, wo die 14 anwesenden Nationen vorgestellt wurden. Ehrengäste waren Vertreter der FIL und FISI, BM Andreas Tappeiner

und Vertreter der Gemeinde, der Präsident der Eigenverwaltung Laas Oswald Angerer und Ausschussmitglieder, Obmann und Geschäftsführer der Raiffeisenkasse Laas, LR Richard Theiner, LA Josef Noggler, VSS-Präsident Günther Andergassen usw.. Am Sonntag fanden die Rodelrennen statt. Aus Sorge um den Pistenzustand wurde nur

Nur 4. - aber mit viel Zukunft Greta Pinggera hat auf der Heimpiste den 4. Platz belegt und blieb damit unter den Erwartungen. Erwähnt sei, dass die hohen Temperaturen Sonderbedingungen, wie auch für Pigneter im Doppel, verursachten. Greta gibt nicht der Piste die Schuld. Die Rodlerin hatte heuer manche Probleme, sie möchte sich verbessern. Rodelsport ist für v.l. Ekat. Lavrentyeva, Greta Pinggera sehr wichtig. Die 19-jährige Laaserin hat die Sportschule- Pinggera, Siegmar Trojer, Matura erworben und 4 Monate im Jahr widmet sie sich dem Rodel- Walter Pinggera sport. An diesem Sport gefällt ihr die Geschwindigkeit und die Konkurrenz. Ansonsten hat Greta im Geschäft der Mutter in Latsch und in der Konditorei des Vaters in Laas jede Menge zu tun. (lp)

jeweils ein Lauf bestritten. Die großen Sieger waren Patrick Pigneter, der den 38. Weltcupsieg einfuhr, und Ekatharina Lavrentyeva, die ihren 51. Weltcupsieg feiern konnte. Die Südtirolerin Evelyn Lampacher verpasste aber nur um 6 Hundertstel den Sieg vor der 33-jährigen Russin. Prestigevolle Bronze gab es für Sara Bachmann, Greta Pinggera wurde 4.. Der Nationen-Cup, reserviert für jene RodlerInnen, denen die Qualifikation für den Weltcup nicht gelungen war, wurde von Südtiroler AthletenInnen mit Gold und Silber gewonnen. Im Doppel waren die Russen und Österreicher die Besten. Pigneter, der bis jetzt mit Clara sieben Siege hintereinander einfahren konnte, erklärte den 3. Platz mit dem schwierigen Zustand der Piste.

Fotos: Leonardo Pellissetti

In Laas fanden vom 02.- 04. 2015 die Weltcup-Rodelrennen statt. Trotz des zu warmen Wetters konnte die Sektion Rodel die Bahn für das Rennen vorbereiten. 70 AthletInnen aus 14 Nationen kämpften um die Bestzeit. Patrick Pigneter aus Völs und die Russin Ekatharina Lavrentyeva aus St. Petersburg waren die Sieger. Bronze für Sara Bachmann und 4. Platz für Greta Pinggera.


22.01.15

Vinschgerwind 2-15

/Sport/ 41

Eishockey Serie B

Ein Tal im Eishockeyfieber mmer mehr Zuschauer finden wieder den Weg ins Eisstadion von Latsch, und entdecken die Freude am Eishockey. Die Popularität steigt wieder an: Vor allem das Derby Latsch gegen Meran lockte Massen ins Stadion. Beim Hinspiel in Latsch feierten die Eisfix vor fast 400 Zuschauern einen Sensationssieg über den aktuellen Tabellenführer und auch beim Rückspiel erhofften sich die Vinschger, dass ihnen ein ähnlicher Coup gelingen würde. Rund 700 Fans fanden den Weg in die Meranarena, und wollten sich das Derby nicht entgehen lassen und wurden belohnt: Beide Teams zeigten tolles und körperbetontes Eishockey, bis zum Schluss war es spannend. Der AHC startete stark, konnte aber mehrere doppelte Überzahlsituationen nicht nutzen und wurde dafür bestraft. Ein schneller Konter der Meraner führte zum Führungstreffer des Gastgebers. Kurz vor dem Ende

links: Die beiden Vinschger Thomas Mitterer (Meran) und Benjamin Öster (Latsch) im Zweikampf; rechts: Roland Pircher (Latsch) u. Stefan Kobler (Meran)

Foto: Sarah Mitterer

I

des ersten Drittels war es ausgerechnet der Latscher Thomas Mitterer, der im Kader des HC Merans steht, der die Führung für Meran auf 2:0 ausbaute. Nach einem torlosen zweiten Spielabschnitt war es erneut Mitterer, der auf 3:0 ausbaute. Die Eisfix kämpften jedoch tapfer weiter und Lorenz von Pföstl gelang fünf Minuten vor dem Ende der Treffer zum 1:3. Doch

Latsch - Kunstturnen

mehr war nicht drin und das Derby ging dieses Mal an den Favoriten aus Meran. Zwei Tage später stand das direkte Duell gegen Varese an. Das Match war richtungweisend für die Qualifikation der Play Offs. Dank Toren von Michael Stocker und Andreas Strobl waren die Eisfix schnell mit 2:0 vorn. Doch gleich zu Beginn des letzten Spielabschnittes schaffte Varese

innerhalb von nur 17 Sekunden gleich beide Tore und stellte auf 2:2. Mirko Clemente brachte die Eisfix erneut in Führung, von Pföstl baute diese weiter aus und Michael Stocker brachte schließlich mit seinem zweiten Treffer den Sieg unter Dach und Fach. Dank des 5:2 Sieges konnten die Eisfix die Chancen auf die Play Off Qualifikation weiter wahren. (sam)

Schulsport Schwimmen

Wettkampfsaison beginnt in Latsch Zwei Titel und zwei Podestränge

Foto: „Wind“-Archiv

itte Dezember die Schützlinge von richtete die SekTrainerin Carla Wietion Turnen des ASV ser heraus: Celine Latsch in der LatStampfer holte sich scher Turnhalle die den Silberplatz in ih1. VSS-Meisterschaft rer Kategorie, Maria 2015 aus. 140 TurLena Gander belegte nerinnen aus ganz in ihrer Altersklasse Südtirol waren am Gruppenfoto des Platz 3. Die PreisverStart und kämpften ASV Latsch teilung übernahmen um Podestplatzieneben einem Vertrerungen. Neben dem Gastgeber ter der Raiffeisenkasse die Sportwaren Nachwuchsathletinnen vereinspräsidentin Dolly Stecher der Vereine SV Ritten, SC Mesowie die Sportreferentin Sonia ran, SSV Bozen und SV Brixen Platzer. Südtirols VSS-Referentin nach Latsch zum ersten SaisonWieser organisiert jedes Jahr vier wettkampf gepilgert und sorgten Wettkämpfe: Zwei Einzelwettfür einen spannenden Mannkämpfe, eine Landesmeisterschaftswettkampf. Während die schaft und einen Mannschafts100 Grundschüler am Vormittag wettkampf und konnte bisher turnten, bestritten die 40 Mitimmer mit perfekter Organisatitel- und Oberschüler sowie die on und Planung glänzen. Serie C-Starter am Nachmittag Am 24. Jänner findet für die den Wettbewerb. Die HausKunsturnerinnen in Lana der herrinnen zeigten eine starke nächste Wettkampf statt. Bis daLeistung. Zwei Podestplatziehin wird weiter fleißig trainiert. rungen schauten am Ende für (sam)

B

ei den Landes-Schulmeisterschaften der Ober- und Mittelschüler konnten die Vinschger Starterinnen und Starter tolle Erfolge einfahren. Bei den Oberschülern kürte sich Sonia Profaizer aus Naturns über 50 Meter Freistil zur neuen Schulmeisterin. Ebenfalls den Sprung aufs Treppchen schafften Simon Jungdolf, der Silber über

50 Meter Rücken gewann und Andreas Tscholl, der sich Bronze über dieselbe Strecke sicherte. Auch bei den Mittelschülern ging ein Titel in den Vinschgau: Miriam Innerhofer gewann das Rennen über 50 Meter Freistil. Die restlichen Vinschger Starter konnten ebenfalls tolle Leistungen abrufen und zufrieden mit dem Rennausgang sein. (sam) Simon und Andreas

Foto: Sarah Mitterer

M


42 /Kleinanzeiger/

Vinschgerwind 2-15

22.01.15

Kaufen/Verkaufen/Immobilien Busfahrt am Samstag, 14. Februar 2015

Karneval in Venedig Anmeldung Tel. 0473 668 058 Prokulus Reisen-Schupfer

Neue Wohnung in Tartsch

(2 Schlafzimmer) zu vermieten Tel. 335 82 51 452

Grundstück für Obstbau

Geschäftslokal, 200 m²

zwischen Tschars und Glurns gesucht. Pacht oder Kauf möglich. Tel. 371 13 93 679

(Ex-Schlecker Schluderns, Hauptplatz) zu vermieten. Tel. 335 82 51 452

Goldrain: 2-Zimmer-Wohnung Keller, Garten, Abstellplatz, um 150.000 € zu verkaufen. Tel. 340 72 09 649 (abends)

in Mals in 2-Familienhaus, mit Garten, großem Keller, Garage, frei zu vermieten Tel. 346 08 40 441

Sonnige Wohnung,

Haus in Röfen

90 m2, Erstbezug nach Renovierung, mit Küche und großer Terrasse in Tschars ab sofort zu vermieten. Tel. 338 50 12 742

GOLD-UND SILBERHANDEL Stefan Hohenegger An- & Verkauf von Altgold, Silber, Zahngold, Schmuck ... Sofortauszahlung nach Tageskurs! Schlanders - Kirchbreitstr.19 Tel. 0473/732040 Handy 342 3519644 www.hohenegger.it

GESUND UND FIT MIT YOGA · ab 27.01.15 in EYRS (Einführungskurs) · ab 29.01.15 in NATURNS (Fortsetzungskurs) mit Ajay Nanda aus Indien Anm./Info: 0473 447 358

Schnelle Hilfe bei Kopfschmerzen, Nackenschmerzen oder Rückenschmerzen Bettina Christanell

Glückwünsche

4-Zimmer-Wohnung

(Watles) zu vermieten. Tel. 335 82 51 452

STILFS

2-3-Zimmerwohnung (70m²) in

Stilfs (evtl. teilmöbliert) zu vermieten. Freistehende Lage, Autoabstellplatz. Tel. 335 61 96 465

Teilmöblierte Wohnung (ca. 85 m2) an einheimisches Paar in Schluderns zu vermieten. Tel. 349 11 28 511

Glückwünsche

Zu verkaufen: Schlanders Tel. 0473 73 20 99 Mobil 335 67 86 680 Termin nach Vereinbarung info@tschenett.com www.tschenett.com

Mals/Laatsch: neuwertige 3 Zimmerwohnung mit traumhaftem Ausblick, Keller, Garage, KH B, € 168.000,00 Schlanders: sehr schöne, große 3 Zimmerwohnung im letzten Stock, separate Küche, EK G, € 180.000,00 Gelegenheit/Schlanders: Dachwohnung, Monolokal, zu sanieren, mit ausreichend Parkplatz, EK G, € 69.000,00 Latsch/Morter: sehr schöne 2 Zimmerwohnung, gute Wohnlage, absolut ruhig, EK G, komplett möbliert, € 119.000,00 Latsch/Morter: sehr schöne 3 Zimmerwohnung im Dachgeschoss, Küche separat, möbliert, EK G, € 165.000,00 Naturns: schöne 4 Zimmerwohnung, beste Lage, freier Ausblick, mit Garage und Stellplatz, KH G, € 285.000,00 und viele weiteren Objekte auf www.tschenett.com

Außerdem erledigen wir für Sie: Vermittlungen, Schätzungen, Kaufverträge, Mietverträge, Grundbuchangelegenheiten und wir suchen für unsere Kunden ständig Wohnungen, Häuser, Wiesen, Baugründe usw.


22.01.15

Kursangebote

Vinschgerwind 2-15

/Kleinanzeiger/ 43

Info unter Tel. 0473 73 79 05 – www.schlanders.berufsschule.it

Lehrgang erfolgreicher Marketingexperte/in

Fresh Up: Kommunikation mit schwierigen Kunden

Referentin: Michaela Platter Termin: Mi, 28.01.2015 – Do, 09.04.2015 Dauer: 80 Stunden + 2 Stunden individuelle Begleitung

Wie Sie im Verkauf mit Nörglern und Pessimisten richtig umgehen

Referentin: Platter Michaela, Fachreferentin Termin: Mi, 04.03.2015 – Do, 05.03.2015 Dauer: 16 Stunden, jeweils 8.30 – 17.30 Uhr

Kommunikation für Führungskräfte

Referentin: Susanne Steidl, Kommunikationstrainerin Termin: Fr, 30.01.2015 Dauer: 8 Stunden, 8.30 – 17.30 Uhr

Als Team erfolgreich sein

Altbauerneuerung

Referentin: Susanne Steidl, Kommunikationstrainerin Termin: Do, 12.03.2015 Dauer: 8 Stunden, 8.30 – 17.30 Uhr

Teamarbeit – vom Individuum zum erfolgreichen Team

Referenten: Christian Kapeller, Architekt, Vertreter Landesdenkmalamt, Martin Laimer, Kunsthistoriker Termin: Mo, 02.02.2015 – Di, 03.02.2015 Dauer: 14 Stunden, jeweils 8.30 – 17.00 Uhr

AutoCAD – Aufbaukurs

Optimierung am Bau – Schlanke Prozesse in Baunetzwerken

Referenten: : Fachreferenten Termin: Mo, 02.03.2015 – Mi, 25.03.2015 Dauer: 24 Stunden, montags und mittwochs 19 – 22 Uhr

Schweißen – Grundkurs

Sicherheitskurse

Referent: Prof. Dominik Matt und Daniel Krause Termin: Do, 05.02.2015 Dauer: 8 Stunden, 8.30 – 17.30 Uhr

Alle Sicherheitskurse werden bei Anfrage und Erreichen der Mindestteilnehmerzahl durchgeführt.

Referent: Fachreferent Termin: Fr, 13.02.2015 – Sa, 28.02.2015 Dauer: 33 Stunden, freitags 16 – 20 Uhr und samstags 8 – 16 Uhr

MAG-Schutzgasschweißen mit Zertifikat nach EN 287 – 1

Voraussetzung: Grundausbildung im Metallbereich, Kenntnisse im MAG-Schweißen Referenten: Fachreferenten Termin: März 2015 Dauer: 60 Stunden Gebühr: 260 Euro + 40 Euro Kursmaterial + Kosten für die Zertifizierung

Arbeitssicherheit für Arbeitnehmer/Arbeitgeber (niedriges- mittleres- hohes Risiko), Sicherheitskurse für Vorarbeiter und Vorgesetzte, Brandschutz BS2, Bagger, Baukran, Autokran, Brückenkran, Absturzsicherung (PSA 3. Kategorie), Gabelstapler, Teleskopstapler, Hebebühne, Traktor, Auffrischungskurse

Anmeldung: Landesberufsschule Schlanders, Protzenweg 8/a, 39028 Schlanders Fax: 0473/737949, E-mail: lbs.schlanders@schule.suedtirol.it

Residence Residence Klimahaus A Klimahaus A

156.000,- € 156.000,- €

156.000,- €

178.000,- € 178.000,- €

2-Zimmer-Wohnung 2-Zimmer-Wohnung 2-Zimmer-Wohnung 2-Zimmer-Wohnung 2-Zimmer-Wohnung

Wielander Wielander

Martin-Teimer-Straße, Schlanders Martin-Teimer-Straße, Schlanders

Josef Aichner Mobil 4103928 Josef 340 Aichner Mobil 340 4103928 AIMO IMMOBILIEN GMBH Cadornastraße 17-A GMBH AIMO IMMOBILIEN 39100 Bozen 17-A Cadornastraße T. 0471Bozen 401 818 39100 Fax 0471 401 826 T. 0471 401 818 www.aimo.bz Fax 0471 401 826 immobilien@aimo.bz www.aimo.bz immobilien@aimo.bz


44 /Kleinanzeiger/

Vinschgerwind 2-15

22.01.15

Kaufen/Verkaufen/Immobilien

Gut für den Ausblick

Wo Wohlfühlen an erster Stelle steht ... www.wohntraeume.it

Heidelinde Gurschler · Immobilien Goldrain - Tel. +39 0473 743057 heidelinde@wohntraeume.it

Kinderkrebshilfe Südtirol „Regenbogen“

www.kinderkrebshilfe.it Ihre Spende hilft! Infos unter 0472 83 48 24

Zu verkaufen: GRUNDSTÜCKE · Laas: Obstwiese 2.018 m² · Latsch: Obstwiesen 5.985 m2 und 3.665 m² · Tarsch: Obstwiese 2.568 m² WOHNUNGEN · Schlanders: 2 Zi-Wohnung im Dachgeschoss · Latsch: 3 Zi-Wohnung mit Terrasse

Neue Fenster aus Lagerbestand ab Werk.

IDEENSERVICE

Zu verkaufen: Goldrain: • Sehr gemütliche 2-Zimmerwohnung mit Garage € 125.000 • Helle 3-Zimmerwohnung mit Garage € 185.000 • Neu sanierte 2-Zimmerwohnung, Mansarde € 98.000 Latsch: • Sonnige 3-Zimmerwohnung mit Garten € 225.000 Naturns: • Günstige 4-Zimmerwohnung, leicht sanierungsbedürftig € 235.000

Gutgsell

Fenster - Finestre

I-39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 39 0473 616666

www.fensterbau.it PRAD Teilmöblierte 3-Zi-Wohnung ab sofort zu vermieten Tel. 0473 616 162

Büro 65 m²

inkl. Garage in Naturns zu vermieten. Email: info@zimmerei-weithaler.it Tel. 336 26 08 40 Kleine, helle Mansardenwohnung in Schlanders zu verkaufen, 63 m2, 2 SZ, WZ, Küche, Bad, Vorraum, 2 kleine Balkone, Keller, Garage, Stellplatz, kein Aufzug. Tel. 340 58 52 815 abends

„Kein Platz für Liebe“ Farce von A. Mariott und B. Grant Regie: Petra Pedross Ort: Culturforum Latsch Aufführungstermine: S a. 24.01.15, 20.00 Uhr; So. 25.01.15, 17.00 Uhr; Sa. 31.01.15, 20.00 Uhr; So. 01.02.15, 17.00 Uhr; Reservierung: Tel. 334 24 49 120 (von 13.00 bis 18.00 Uhr) oder volksbühnelatsch@gmail.com

Volxteattr Oubrwind Mols „Baby Hamilton“ Komödie von Anita Hart und Maurice Braddel Regie: Hanspeter Plagg Ort: Kulturhaus Mals Aufführungstermine: Premiere: Fr. 23.01.15, 20.00 Uhr; So. 25.01.15, 20.00 Uhr; Mi. 28.01.15, 20.00 Uhr; Sa. 31.01.15, 20.00 Uhr; So. 01.02.15, 16.00 Uhr (Family Day – Kinder bis 14 Jahre frei); Fr. 06.02.15, 20.00 Uhr; Sa. 07.02.15, 20.00 Uhr; Reservierung: Tel. 333 77 32 680 (ab 16.00 Uhr)

Volksbühne Laas „Im Paradies gibt’s keine Engel mehr“ Lustspiel von Raymond Weissenburger Ort: Josefshaus in Laas Aufführungstermine: Premiere: Sa. 31.01.15, 20.00 Uhr; So. 01.02.15, 17.00 Uhr; Sa. 07.02.15, 20.00 Uhr; So. 08.02.15, 17.00 Uhr; Sa. 14.02.15, 20.00 Uhr; So. 15.02.15, 17.00 Uhr; Reservierung: Tel. 377 186 90 82 (von 15.00 – 19.00 Uhr) und an der Abendkasse eine Stunde vor Aufführungsbeginn

Stellenmarkt

Gelegenheit in Schlanders: Schöne Ein-Zimmer-Wohnung mit Loggia als Investitionsobjekt um 95.000 € + Garage von privat zu verkaufen. Tel. 338 73 21 828

Alppersonal

Morter: 4-Zimmer-Wohnung mit Terrasse und Garten um 170.000 € + Garage von privat zu verkaufen. Tel. 349 57 90 982

Deutschsprachiger LKW-Fahrer mit Führerschein C und Maurerlehrling gesucht Baufirma Pföstl Partschins Tel. 0473 967 618

Erfahrene Bedienung

Erfolg mit Kleinanzeigen

Schlanders: Großzügige 3-ZimmerMansardenwohnung (ca. 102 m2) mit Balkon und unverbaubarem Blick um 180.000 € + Garage von privat zu verkaufen. Tel. 338 73 21 828

Onlinestore Gmbh in Kastelbell sucht zum sofortigen Eintritt

Geschäftslokal,

Göflanerstraße Schlanders, 70 m2, auch als Büro geeignet, günstig zu vermieten. Tel. 335 56 24 009

Planeiler Alm, Tel. 0473/731079 info@hanni-immobilien.it www.hanni-immobilien.it

Volksbühne Latsch

zu verpachten Weitere Infos unter Tel. 0473 831 148 Oskar Tel. 346 80 31 845 Serafin

2 – 3 Personen in Samnaun gesucht Kuhalp mit ca. 90 Kühen Tel. 0041 78 730 41 30

für Pizzeria in Naturns, ganzjährig gesucht. Tel. 0473 667 247

• MitarbeiterIn für Ein-und Verkauf • Lehrling für die Buchhaltung • MitarbeiterIn für die Marketingabteilung Sehr gute Italienisch-und Deutschkenntnisse vorausgesetzt Bewerbungen mit Lebenslauf und Zeugnissen an: Info@onlinestore.it

1 Modul (44 mm x 21 mm) Euro 20 + MwSt. Rufen Sie an: 0473 73 21 96 info@vinschgerwind.it www. vinschgerwind.it

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir für unser Sennerei-Ladele in Burgeis/Mals selbständige, fleißige

Verkäuferin.

Wir freuen uns auf Ihren Anruf Tel. 0473 831 220


22.01.15

Gesucht: Kinderbetreuung/Haushalthilfe Junge Sportlerfamilie im Engadin mit 2 Monate altem Baby sucht ab Mai 2015 eine aufgestellte, kinderliebende Person für die Kinderbetreuung/ Haushalthilfe. Eine separate 1-Zimmer-Wohnung steht zur Verfügung! Anforderungen: - Alter zwischen 25/50 Jahre - Selbständigkeit - Flexibilität - Freude am Reisen, bei den Wettkämpfen/Trainingslager dabei sein - Interesse am Sport - Fahrausweis Fühlst du dich angesprochen? Melde dich, wir freuen uns! Tel. 0041 79 711 56 19 Maurerbetrieb Erhard Abler in Rabland sucht zum sofortigen Eintritt einheimischen, selbständigen Maurer bei guter Entlohnung Tel. 336 32 96 00 Wir suchen für die kommende Saison (ab April 2015) eine selbständige Bedienung für Hotelgäste und einen erfahrenen Kochcommis oder Diätkoch. Landhotel Sand****, Tschars info@hotel-sand.com oder Tel. 0473 624 130

Heizungs-, Sanitär- und Solaranlagen

Kellner/in / Servierer/in

in Jahresstelle in unseren Betrieb in Prad am Stilfserjoch für sofort gesucht. Gewünscht: Erfahrung, Freundlichkeit, fließend Deutsch& Italienischkenntnisse. Geboten wird: 40 Std.-Woche, sehr gute Bezahlung, keine Unterkunftmöglichkeit. Mobil: +39 349 266 82 10 (zu Bürozeiten) E-Mail: unterberger.karl@tin.it

Hauptstr. 19 – 39028 Schlanders Tel. 0473 730 154 sonja@mairoesl.com

sucht arbeitswilligen und fleißigen

Lehrling

Goldene Rose in Schlanders 3*s-Hotel-Restaurant in Schlanders sucht:

Qualifiziertes Personal für Küche und Service Jahresstelle, evt. mit Unterkunft Sonntag Ruhetag Infos unter: 0473 730 218 oder 335 61 92 734

sowie eine/n

Zeichner/in EFZ (Ingenieurbau) Ihre Hauptaufgaben In einem kleinen, motivierten Team übernehmen Sie verantwortungsvolle und selbständige Aufgaben in den Fachrichtungen Straßenbau, Siedlungswasserbau und allgemeiner Tiefbau.

Unser Angebot moderner Arbeitsplatz (Cadwork / Autocad Civil 3D) attraktive Anstellungsbedingungen Unterstützung bei beruflicher Weiterbildung Weitere Informationen finden Sie auf unsere r Homepage www.darnuzer.ch (Tätigkeitsgebiet -> Tiefbau, sowie offene Stellen)

Arbeitsbeginn Nach Vereinbarung Haben wir Ihr Interesse geweckt? – Dann freuen wir uns, Sie kennen zu lernen! Senden Sie bitte Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen an:

Metzgergeselle und Mitarbeiter in der Produktion

zum sofortigen Eintritt gesucht Tel. 335 83 49 149 Kastelbell

für unsere Baustellen Wir suchen ab Anfang März einen Kochlehrling im 2. oder 3. Lehrjahr (m. oder w.) in Jahresstelle Tel. 0473 615 238 Hotel**** Alte Mühle, Schluderns

HOTEL

Bauingenieur/in FH / ETH

Jörg Mathis Brämabüelstrasse 15 7270 Davos Platz Tel. 0041 81 415 31 00 j. mathis@darnuzer.ch

/Kleinanzeiger/ 45

Stellenmarkt

Zur Verstärkung unseres Teams in Davos (CH) suchen wir eine/n

Darnuzer Ingenieure AG

Vinschgerwind 2-15

Einheimische Frau sucht Arbeit als

Küchen- oder Haushaltshilfe im Raum Unter- und Mittelvinschgau 2 bis 4 Mal wöchentlich. Tel. 334 731 38 66

Malerlehrling

zum sofortigen Eintritt in Kastelbell gesucht Tel. 335 83 46 047

Gesucht wird ab März 2015 ein/e tüchtige/r

Verkäuferin oder Verkäufer. Haben Sie Freude am Verkaufen, sind Sie Verkäuferin oder Verkäufer oder auch Verkäuferlehrling, bevorzugt im II. Lehrjahr, dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung. Graber – Schlanders Tel. 0473 730 231

Obstgenossenschaft Mivo-Ortler Latsch Wir sind einer der größten Arbeitgeber im mittleren Vinschgau und zählen in unserem Sektor zu den fortschrittlichsten Betrieben. Wir suchen eine/n

• Mitarbeiter/in für das Versandbüro/Verkaufsdisposition (Mutterschaftsersatz) Ihre Aufgaben umfassen: - Abwicklung der Versanddokumente - Leergutverwaltung - Fakturierung - Telefon- und Empfangsdienst - Allgemeine Sekretariatsarbeiten Ihr Profil: - Abschluss einer Oberschule mit Vorzug einer kaufmännischen Ausrichtung - Gute Italienisch- und Englischkenntnisse - PC-Erfahrung und gute Kenntnisse von MS Office - Bereitschaft zu selbständiger Arbeit, sowie Kontaktfreudigkeit und Teamfähigkeit Sollten Sie Interesse an dieser Tätigkeit haben, dann schicken Sie Ihre schriftliche Bewerbung, samt Lebenslauf bis einschließlich 26.01.2015 an die: Obstgenossenschaft MIVO-ORTLER z.H. Monika Ohrwalder, Industriezone 7 – 39021 Latsch E-Mail: monika.ohrwalder@vip.coop, Tel. 0473/749 930


46 /Kleinanzeiger/

Vinschgerwind 2-15

22.01.15

Jahrestag/Danksagungen Unsere Herzen halten dich gefangen, so als wärst du nie gegangen. Was bleibt, sind Liebe und Erinnerungen

Danksagung

Marinna Peer

1. Jahrestag

Helga Mall

Wwe. Steiner

* 26.05.1920 † 16.12.2014 Tartsch

*12.01.1951 † 29.01.2014 Morter

In Liebe gedenken wir deiner, liebe Mama, bei der hl. Messe am Sonntag, 1. Februar 2015 um 18.00 Uhr in der Pfarrkirche von Morter. Claudia und Alexandra mit Familien

Immer wenn wir von Dir erzählen, fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen. Unsere Herzen halten Dich gefangen, so, als wärst Du nie gegangen.

6. Jahrestag

Lorenz Haller

Herzlichen Dank für die Teilnahme beim Seelenrosenkranz und bei der Beerdigungsfeier unserer lieben Mutter. Ein aufrichtiges Vergelt’s Gott für die große Anteilnahme, die Kerzen und Gedächtnisspenden, die für einen wohltätigen Zweck verwendet wurden. Wir danken dem Herrn Dekan Stefan Hainz, den Diakonen Norbert und Luigi und allen die bei der würdevollen Beerdigungsfeier mitgewirkt haben. Ein besonderer Dank gilt dem Pflegepersonal des Martinsheim Mals und der Ärztin Dr. Bettina Skocir für die liebevolle Pflege und Betreuung unserer Mutter. Die Trauerfamilie

*25. Juli 1961 † 01. Februar 2009 Schluderns Erinnert euch an mich, aber nicht an dunklen Tagen, erinnert euch an mich in strahlender Sonne, wie ich war, als ich noch alles konnte.

Wir denken an Dich, ganz besonders am Samstag, 31. Jänner 2015 um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Schluderns.

In Liebe Martha, Katrin, Ruth und Martin

Die vielen Beweise und Zeichen der Anteilnahme in den schweren Stunden des Abschieds unseres lieben

Weil mein Leben ist zu Ende und vergangen meine Zeit, nimm mich, Herr, in deine Hände, schenke mir die Seligkeit.

Hugo Reinstadler * 25. 9. 1932

PatrickPattiGander * 17.6.1971

† 17.1.2015

Prad/Stilfser Joch

† 28.12.2014

Vergelt’s Gott

für jede Umarmung, für jedes stille Gebet, für jeden Händedruck, wenn Worte fehlten, für alle Zeichen der Liebe und Verbundenheit, für die Anteilnahme und das letzte Geleit, Die Trauerfamilie für die Spenden und Kerzen. Bestattungen TONEZZER Schlanders

Drei lange Jahre ohne dich! Doch in unseren Gedanken, und ganz besonders in unseren Herzen bist du immer bei uns.

3. Jahrestag

Peter Platzer

Nisi-Peatr – Morter *19.02.1933 †22.01.2012 In Liebe denken wir an dich, ganz besonders bei der hl. Messe am Sonntag, 25. Jänner um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche von Morter. Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott.

In Liebe deine Familie

haben uns tief bewegt. Es war uns ein großer Trost. Darum sagen wir danke - allen Verwandten, Bekannten und Freunden - dem Pfarrer Herrn Michael Horrer und dem Organisten Karlheinz Vater für die würdevolle Gestaltung der Trauerfeier - den Vorbetern Erich Saurer und Werner Thoma sowie dem Mesner und den Ministranten - dem Hausarzt Dr. Wunibald Wallnöfer, dem gesamten Team der Tagesstätte von Prad sowie der Abteilungen ZÜST und MIX des Krankenhauses von Schlanders für die liebevolle und fürsorgliche Betreuung - allen, die am Rosenkranz und an der Beerdigung teilgenommen haben - allen, die einen Dienst bei der Beerdigung übernommen haben - allen, die uns ihr Mitgefühl ausgedrückt haben und unseren lieben Hugo weiterhin in lieber Erinnerung behalten. Resi und Tochter Petra mit Georg Horrer, Julia und Elisa Bestattungen

TONEZZER Schlanders


respiro 22.01.15

Vinschgerwind 2-15

/Kleinanzeiger/ 47

mit Mitgliedern des

ALLES MUSS ensemble chromoson

Konzert. respiro

Wind-Termine % RAUS !!! %

d. Ernst Pohl, Tischlerei u. Zimmerei

- Winterjacken - Fleece/Felpa - Thermowäsche - Kleiderschürzen - Sichtbekleidung

mit Mitgliedern des ensemble chromoson; Philipp Lamprecht (Naturns), Carolin Ralser und Cordula Stepp interpretieren Werke zeitgenössischer italienischer Komponisten Wann: am Freitag, 30. Jänner 2015 um 20.00 Uhr Wo: im Sparkassensaal des Kulturhauses Karl Schönherr, Schlanders Eintritt: freiwillige Spende

Der letzte Vorhang

POHL TREPPENBAU

-50%

Philipp Lamprecht

Carolin Ralser

von Maria Goos; Inszenierung des Renaissance Theaters Berlin mit Susanne von Borsody und Guntbert Warns Wann: Donnerstag, 29. Jänner 2015 um 20.00 Uhr Tel. 0473 731 038 Wo: Kulturhaus Karl Schönherr in Schlanders Klassisches und Sprachengymnasium “Beda Weber” Organisiert vom Südtiroler Kulturinstitut. Karten in allen Athesia Filialen.

• Holztreppen • Trittstufen für Beton- u. Metallkonstruktionen • Treppengeländer u. Handläufe

www.pohltreppen.com Tel. 0473 62 23 98 – 333 59 27 391

WINTERSCHLUSSVERKAUF!!!

Bis 50% Rabatt

Cordula Stepp

auf Philipp Lamprecht (Naturns), Ausstellungsware! Carolin Ralser und Cordula Stepp interpretieren Werke zeitgenössischer Alber Möbel – Einrichten & Wohnen Schlanders – direkt an der Staatsstraße italienischer Komponisten

Schulball im Kurhaus Meran

Tel. 0473 730 255

Carpe Noctem

Klassisches und Sprachengymnasium “Beda Weber” Wann: Samstag, 7. Februar 2015 – 19.00 Uhr Wo: im Kurhaus in Meran Musik: Tanzorchester Musik Motion (Kursaal), DJ Matt Noise (Pavillon des Fleurs) Ehrenschutz: DDr. Karl Zeller Einlass nur mit Abendkleidung

Freitag, 30. Jänner um Möbel · Möbel2015 · Möbel · Möbel · Möbel20 · MöbelUhr · Möbel · Möbel · Möbel · Möbel · Möbel im Sparkassensaal des Kulturhauses Karl Schönherr in Schlanders Eintritt: freiwillige Spende Schulball im Kurhaus Meran

Erfolg mit einer Anzeige in „Wind-Termine“!

07. Februar 2015 Beginn: 19:00 Uhr

Schluderns Tel. 0473 615 237

MARKTGEMEINDE

Wollen Sie Ihre Veranstaltung, Ihre Kurse, Ihre Vorträge usw. erfolgreich Musik: Tanzorchester Musik Motion (Kursaal) ankündigen? Anzeige mit Bild und Text (92 x 30 mm) in „Wind-Termine“ DJ Matt Noise (Pavillon des Fleurs) Euro 50 + MwSt. 73 24 51)DDr. Karl Zeller Sie können Ihre Anzeige telefonisch (0473 73 21 96), per Fax (0473Ehrenschutz: Kartenvorverkauf “Carpe Noctem” 2015: oder per E-mail (info@vinschgerwind.it) aufgeben. vom 29.01.2015 bis 30.01.2015 und vom 02.02.2015 bis 06.02.2015

SCHLANDERS COMUNE DI

SILANDRO

Winterschlussverkauf

jeweils von 10:00 - 12:00 Uhr und von 15:00 - 16:30 Uhr im Sekretariat des Gymnasiums “Beda Weber”, Meran, Otto-Huber-Straße 72, Tel. 0743 23 10 90

Weiterbildung vor Ort Eintrittspreise: Jugendliche bis 20 Jahre und Studierende mit Ausweis 20 Euro Erwachsene inkl. Menü 56 Euro, ohne Menü 30 Euro

Einlass nur mit Abendkleidung

16+ Einlass

Beruf

18+ Alkohol

Arbeitssicherheit für Arbeitnehmer - niederes bis hohes Risiko D.LGS. NR. 81 VOM 09.04.2008

IVHS – Freizeit

REFERENT/IN

Sigrid Schwarzer TERMINE Sa, 07.02. + Sa, 21.02.2015 UHRZEIT 09.00 Uhr – 17.30 Uhr, 2 Treffen ORT Malserhof Mals Kursbeitrag 30 Euro ANMELDESCHLUSS Mi, 04.02.2015 Mitzubringen Nähmaschine, Nähutensil wie zum Beispiel Stecknadeln, Heftfaden, Schneiderkreide, Schere und Meterband.

REFERENT/IN

Pronorm Consulting GmbH TERMINE Di, 27.01. + Mi, 28.01.2015 UHRZEIT 08.30 Uhr – 17.30 Uhr, insgesamt 2 Treffen ORT GWR Spondinig Kursbeitrag wird bekannt gegeben ANMELDESCHLUSS Mo, 26.01.2015

IVHS – Freizeit

Beruf

Nadel und Faden. Die Nähstube.

Meine Schatzkiste. Wervolle Zeit zu zweit.

Er FAHRE die Welt mit allen Sinnen

An diesem Tag unterstützt der Erwachsene seinem Kind dabei, eine ganz persönliche Schatzkiste zu bauen. Zugeschnittene Teile werden zusammengebaut. Die Schatzkiste wird individuell gestaltet. Auf dem Programm stehen Spiele und Übungen, in denen sich beide auf spielerische und kreative Weise besser kennen lernen. In einer Einheit sind die Erwachsenen unter sich. Dabei geht es um pädagogisches Handwerkszeug ganz praktisch, wie z. B. Werte, Beziehung und Lob. In dieser Zeit erforschen die Kinder ihre Fähigkeiten und füllen dabei ihre Schatzkiste. Ziel dieses Tages ist es, gemeinsam verbrachte Zeit als wertvolle Zeit zu erfahren. REFERENT/IN Martina Thanei und Elisabeth Hickmann TERMINE Sa, 31.01.2015 UHRZEIT 09.00 Uhr – 17.00 Uhr, insgesamt 1 Treffen ORT Grundschule Latsch Kursbeitrag 40 Euro ANMELDESCHLUSS Mi, 28.01.2015

IVHS – Freizeit

Im Licht durch die Tage

Info – Anmeldung:

Tanzseminar zu Lichtmess

REFERENT/IN Anna Stimpfl

TERMINE Di, 03.02.2015 UHRZEIT 9.30 Uhr – 17.00 Uhr ORT Kloster Marienberg Kursbeitrag 50 Euro ANMELDUNG Kloster Marienberg, Schlinig 1, I - 39024 Mals; Tel. 0473 843989, info@marienberg.it ANMELDESCHLUSS Mo, 26.01.2015

REFERENT/IN

Hannelore Schwabl TERMINE Sa, 07.02. – Sa, 28.03.2015 (jeweils Sa) UHRZEIT 13.00 Uhr – 18.00 Uhr, insgesamt 5 Treffen ORT Malserhof Mals Kursbeitrag 54 Euro ANMELDESCHLUSS Mi, 04.02.2015

Beruf

Brandschutzlehrgang für die mittlere Brandgefahr REFERENT/IN Hansjörg Elsler

TERMINE Di, 10.02.2015 UHRZEIT 08.30 Uhr – 17.30 Uhr, insgesamt 1 Treffen ORT GWR Spondinig Kursbeitrag 100 Euro ANMELDESCHLUSS Do, 05.02.2015

Hauptstraße 1 – Bahnhof Spondinig – 39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 0473 61 81 66 – E-mail: info@gwr.it Öffnungszeiten: Mo – Do: 08.00 Uhr – 17.00 Uhr | Fr: 08.00 Uhr – 12.00 Uhr Details zu den Kursangeboten finden Sie auf www.gwr.it

www

gwr.. it


vinschgerwind-05-01-2015.qxp_Layout 1 05.01.15 11:06 Seite 1

&

ABO

www.tageszeitung.it

2015

ABO PRINT Ja, ich möchte... 1 Kiosk-Jahresabo zum Preis von 279 € 1 Post-Jahresabo zum Preis von 279 € Ich bezahle sofort nach Rechnungserhalt mit Erlagschein (Erscheint täglich von Dienstag bis Samstag) DIE NEUE SÜDTIROLER TAGESZEITUNG Tel. 0471/980598 Fax: 0471/980596 abo@tageszeitung.it www.tageszeitung.it NAME STRASSE PLZ/ORT STEUERNUMMER TELEFON UNTERSCHRIFT

ABO ONLINE Ja, ich möchte... 1 Jahresabo zum Preis von 245 € 1 Jahresabo Print & Online zum Preis von 344 € 1 Jahresabo Online bei bestehenden Printabo, verfällt zeitgleich mit Printabo zum Preis von 65 € Ich bezahle sofort nach Rechnungserhalt mit Erlagschein (Erscheint täglich von Dienstag bis Samstag)

NAME E-MAIL STRASSE PLZ/ORT STEUERNUMMER TELEFON UNTERSCHRIFT

DIE NEUE SÜDTIROLER TAGESZEITUNG Tel. 0471/980598 Fax: 0471/980596 abo@tageszeitung.it www.tageszeitung.it

DIE NEUE SÜDTIROLER TAGESZEITUNG Silbergasse 5 I-39100 Bozen

www.tageszeitung.it

abo@tageszeitung.it Tel. 0471/980598 Fax 0471/980596


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook