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Vinschgerwind Ausgabe 19–26 Aktuelle Lokalnews, Berichte & Termine Vinschgau

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Nr. 19 (536) 17.09.26 I.P. 22 Jg.

www.vinschgerwind.it

Vorbild und Vorreiter Vinschgau Das Bonifizierungskonsortium Vinschgau spart viel Wasser

Schlanders Di & Do: 8.30 - 12.30 & 14.00 - 18.00

Tel. 0473 321028

Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - periodicitá quattordicinale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE BOLZANO Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - erscheint 14-tägig - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, NE BOZEN

SPEZIAL

BAUEN & EINRICHTEN 2026


2 /WANDERN/

Vinschgerwind 19-26 17.09.26

WANDERTOUR SULDEN

Tabarettahütte

Hoch über Sulden, direkt am Ortler

Auf 2.556 Metern, unmittelbar unterhalb der imposanten Nordwand des Ortlers, liegt die Tabarettahütte – ein Ort, an dem alpine Geschichte, beeindruckende Natur und echtes Bergerlebnis aufeinandertreffen. Die rund 1.200 bis 1.300 Meter hohe Ortler-Nordwand gilt als die höchste und zugleich als eine der anspruchsvollsten Eiswände der Ostalpen. Wer hier unterwegs ist, bewegt sich in einer Landschaft, die seit Generationen Bergsteiger und Bergliebhaber fasziniert. Die Tabarettahütte befindet sich auf der Marltschneid am Weg zur Payerhütte und ist damit ein beliebtes Ziel für Wanderer und Bergfreunde. Gleichzeitig ist sie ein idealer Ausgangspunkt für anspruchsvolle und abwechslungsreiche Bergtouren. Ob auf dem Weg zur OrtlerNordwand, zum Tabaretta-Klettersteig oder zu weiteren alpinen Zielen – die Hütte bietet die perfekte Möglichkeit, Kraft zu tanken, sich auf die nächste Etappe vorzubereiten oder den Tag inmitten der beeindruckenden Bergwelt ausklingen zu lassen.

Auch kulinarisch wird auf der Tabarettahütte einiges geboten: Südtiroler Klassiker wie Knödel und Wildgerichte treffen auf Pasta und einen Hauch italienische Küche. Dazu gibt es frische Salate und täglich wechselnde Gerichte. Für den süßen Abschluss sorgen der berühmte Kaiserschmarrn und hausgemachte Kuchen der Hüttenwirtin. Besonders eindrucksvoll ist der Ausblick von der Sonnenterrasse. Der Blick schweift über die Suldner Hausberge, die Sesvennagruppe und die Ötztaler Alpen. An klaren Tagen reicht die Sicht weit ins Land hinein: In der Ferne glitzern der Reschensee und der Haidersee und setzen einen besonderen Akzent in der hochalpinen Landschaft. Von Sulden aus ist die Hütte über die Wege Nr. 4 oder 8 in etwa zweieinhalb Stunden zu erreichen. Wer den Sessellift Langenstein nutzt, hat anschließend noch rund eineinhalb Stunden Gehzeit vor sich. Damit eignet sich die Tabarettahütte sowohl als lohnendes Wanderziel für einen Tagesausflug als auch als Ausgangspunkt für größere Bergtouren.

Wer länger bleiben möchte, kann auf der Tabarettahütte mit vorheriger Reservierung auch übernachten. Gerade für anspruchsvolle Touren ist die Hütte damit ein idealer Stützpunkt, um früh am nächsten Morgen direkt ins nächste Bergabenteuer zu starten. Ob beeindruckendes Panorama, gute Südtiroler Küche, gemütliche Übernachtung oder Ausgangspunkt für ein echtes alpines Abenteuer: Die Tabarettahütte verbindet all das an einem außergewöhnlichen Ort. Hoch über Sulden, im Angesicht des Ortlers, wird der Hüttenbesuch zu einem besonderen Bergerlebnis. i Tel. +39 347 261 4872 - info@tabaretta.com www.tabaretta.com Geöffnet bis 11. Oktober 2026


17.09.26

Inhalt

Vinschgerwind 19-26

/INHALT/ 3

Vorreiter Vinschgau: Das trockenste Tal ist beim Wasser das sparsamste Seite 6

Foto: Erwin Bernhart

Foto: Adobe Stock - Matthias Matscher

Kommentar De Schludernser fordern Gespräche in Richtung große Umfahrung Seite 4

Prad/San Francisco: Philipp Eggers Superpreis

Seite

4

Graun: Kreisverkehr im Kommen

Seite

4

Burgeis: Gemeinde ermahnt sich selbst

Seite

5

Schluderns: Spezielles Turbo-Festival

Seite

8

Graun: Frauen im Handwerk in Graun

Seite 10

Rabland: Der Umfahrungsplan ist im Bauleitplan

Seite

Leserbriefe und Stellungnahmen

Seite 12

Glurns: Diskussion über die Milchstraßen

Seite 14

Sulden: Nützliche Zusammenarbeit

Seite

Schloss Goldrain: Genetiker aus aller Welt auf Schloss Goldrain

Seite 16

Porträt: Der Weger Luis aus Mals

Seite

Schnals: Diskussion über den Verkehr

Seite 18

Naturns: Holzbau und Zukunftswald

Seite 20

Schlanders: Sakrale Kunst im Mittelpunkt

Seite 21

Schloss Kastelbell: Karl Plattner - der Vinschgau und seine Bildsprache

Seite 22

Rabland: Schützen ehren Gipfelkreuz

Seite 23

Glurns/Langtaufers: Die Orchesterakademie „Wandern&Musik“

Seite 24

Glurns: Gute Stimmung und reichlich Applaus

Seite 24

Stilfs: Frauen in Stilfs

Seite 26

Latsch: Gemeinsam Hoffnung schenken

Seite 30

Stilfs: 10 Jahre Stilzer Webnetz

Seite 31

Kultur: Der Garten der Wonnen in Mals

Seite 34

Bauplatz: Grundschule, Kindergarten, Musikschule, Bibliothek in Prad

Seite 36

11

15 17

Spezial: Bauen - Architekt Andreas Sagmeister im Interview

ab Seite 40

Spezial: Exklusive Einrichtungstipps

ab Seite 49

Sport: 90 Minuten - drei Punkte - große Ziele

Seite 56

Agrar- und Forstbericht

Seite 54

von Chefredakteur Erwin Bernhart

Handy- und KI-frei Ich plädiere dafür, Handy-freie Schulen und Klassen einzurichten. Mittels einer Art Eltern-Schule-Vertrag. In Grund-, Mittel- und - warum nicht - auch Oberschulen. Eine Handy-freie Schule oder zumindest eine Handy-freie Klasse kann ein Qualitätsmerkmal sein, ähnlich einer Fußgängerzone. Rückwärtsgewandt? Keineswegs. Ich bin ja der Meinung, dass es den Kindern (wie auch den Erwachsenen) gestattet sein soll und muss, kommunikative Erlebnisse und individuelle Lernerfolge erfahren und auskosten zu dürfen. Damit werden Entwicklungen in Richtung Empathie und in Richtung Selbstwertgefühl besser gefördert. Weil ich kein studierter Pädagoge bin, verlasse ich mich da auf meinen Hausverstand. Handys bzw. die Bildschirmzeit verhindern solche Entwicklungsschritte. Die Zeit ist weg, die Emotionen verschwinden im Nirvana der Cloud. Handys haben so etwas wie gesellschaftlich anerkannten Suchtstatus. Und die Technik bleibt ja nicht stehen. Waren es bisher noch relativ einfache Algorithmen, die eine große Wirkung entfachen, kommt jetzat künstliche Intelligenz, aufgebaut auf neuronalen Netzwerken, hinzu. Schenkt man den Unkenrufen Glauben und auch den jüngsten Aussagen einiger TechGiganten, dann ist das Verhältnis von Algorithmen zur KI in etwa wie Handgranaten zu Wasserstoffbomben. Wenn die Algorithmen unsere Konzentrations- und Kommunikationsfähigkeit (nicht nur der Kinder) in die Analfabetenzeit katapultieren, welchen Einfluss wird dann wohl die KI haben? Das werden mit Sicherheit ganz neue und so noch nicht da gewesene Erfahrungen sein. Auch vor diesem Hintergrund macht es meiner Meinung nach Sinn, über Handyund KI-freie Schulen nachzudenken.


4 /POLITIK/

Vinschgerwind 19-26 17.09.26

Kreisverkehr in Graun

A

n der Kreuzung GraunLangtaufers hat sich in den letzten Jahren einiges geändert, darunter unter anderem der Neubau des Zivilschutzzentrums und der Neubau des Hallenbades. Auch deshalb ist für die Ein- und Ausfahrt ein Mehr an Sicherheit gefragt. Dazu hat bei der Ratssitzung am 14. September der Ingenieur Georg Bauer vom Latscher Bauteam den Gemeinderäten eine Studie für einen Kreisverkehr vorgestellt. Bauer hat in enger Absprache mit BM Franz Prieth einen Kreisverkehr mit 25 Meter im Durchmesser, Flüsterasfalt, Lärmschutzvorrichtungen und vier Fußgängerübergängen vorgeschlagen. Damit würde nicht nur das Ein- und Ausfahren nach und von Langtaufers sondern auch das Ein- Und Ausfahren in Richtung Wohnbauzone, in Richtung Schwimmbad sicherer werden. Der Kreisverkehr, der im Übrigen bereits im Bauleitplan eingetragen und vom Straßendienst vorgesehen ist, würde auch für eine höchst notwendige Geschwindigkeitsreduktion führen, denn bisher brettern einige Autofahrer rücksichtlos mit 90 km/h durch diese Passage. Es bestehe da akuter Handlungsbedarf betonten BM Prieht und die VizeBMin Hannah Waldner unisono bei der Ratssitzung. Die Vorstellung des Kreisverkehrs stieß im Rat auf Wohlgefallen und das mit rund 850.000 Euro von Ingenieur Bauer grob geschätzte Vorhaben soll mit dem Ausloten der Finanzierung begonnen und innert 2 bis 3 Jahren verwirklicht werden. (eb)

Foto ausgezeichnet Prad/London/San Francisco - Von London nach San Francisco: Der Prader Fotograf Philipp Egger setzt seine außergewöhnliche internationale Erfolgsserie fort.

Z

wei junge Uhus. Zwei vollkommen unterschiedliche Zustände. Und für einen flüchtigen Augenblick scheinen zwei Lebewesen zu einer einzigen Gestalt zu verschmelzen. Mit „Born of Silence“ gewinnt der Südtiroler Künstler Philipp Egger die Kategorie „Winged Life“ bei der BigPicture: Natural World Photography Competition der California Academy of Sciences in San Francisco. Mehr als 7.400 Arbeiten aus 64 Ländern wurden für die diesjährige Ausgabe eingereicht. Eine internationale Fachjury bestimmte die Sieger der sieben Wettbewerbskategorien. Für Egger ist es bereits die zweite Auszeichnung bei BigPicture innerhalb von zwei aufeinanderfolgenden Jahren. 2025 erhielt seine am Ätna entstandene Arbeit „Dance of the Elements“ den People’s Choice Award. „Born of Silence“ entstand im Vinschgau und zeigt zwei junge Uhus in außergewöhnlicher Nähe. Ihre Köpfe füllen beinahe die gesamte Bildfläche. Augen, Schnäbel und das weiche Jugendgefieder verdichten sich zu einer Komposition, die auf den ersten Blick fast malerisch erscheint. Für einen Bruchteil eines Augenblicks scheinen die

Foto: Philipp Egger

Graun

Grenzen zwischen den beiden Tieren zu verschwinden. Während einer der jungen Uhus mit geöffnetem Schnabel die Stille durchbricht, ruht sein Geschwister beinahe vollkommen in ihr. Ein realer Augenblick, der beinahe unwirklich erscheint. „Mich interessieren jene seltenen Augenblicke, in denen die Natur etwas von sich preisgibt, das unserem Blick normalerweise verborgen bleibt. Bei ,Born of Silence‘ treffen zwei vollkommen unterschiedliche Zustände aufeinander und werden dennoch für einen Moment eins. Es ist ein dokumentarischer Augenblick, der beinahe wie ein Gemälde wirkt. Genau dort, an der Grenze zwischen Wirklichkeit und Wahrnehmung, beginnt für mich Kunst“, sagt Egger. Die offizielle Wettbewerbsbeschreibung hebt genau diesen Kontrast hervor: Der rufende Jungvogel wirkt kraftvoll und beinahe herausfordernd, während sein Geschwister mit halb geschlossenen Augen Ruhe ausstrahlt. Egger hatte den seit Generationen genutzten Brutplatz über längere Zeit beobachtet und das Verhalten der Tiere studiert. Für die 61. Ausgabe wurden rekordverdächtige 60.636 Fotografien aus 113 Ländern und Ter-

ritorien eingereicht. 100 Arbeiten bildeten die ausgezeichnete Kollektion. Das Natural History Museum bezeichnet Wildlife Photographer of the Year als weltweit führenden Wettbewerb für Wildlife-Fotografie. „Shadow Hunter“ entstand nach vier Jahren der Beobachtung eines Uhu-Brutplatzes in Südtirol. Egger plante die Aufnahme bis ins Detail, um das Tier nicht nur zu dokumentieren, sondern seine Präsenz zwischen Dunkelheit und Licht sichtbar zu machen. Im selben Jahr gewann Egger mit „Photo Art“ Gold in der Kategorie „Creative Perspectives“ beim Bird Photographer of the Year. Weitere Arbeiten wurden bei internationalen Wettbewerben in Europa und den USA ausgezeichnet. Mit 25 Jahren werden Eggers Arbeiten auf mehreren Kontinenten ausgezeichnet und ausgestellt. Doch entscheidender als ihre Reichweite ist ihre Wiedererkennbarkeit. Die Motive wechseln, die Landschaften wechseln, selbst die Kontinente wechseln. Was bleibt, ist eine eigene Art, Natur sichtbar zu machen. Eine Bildsprache, die in Südtirol entstanden ist und inzwischen weit darüber hinaus verstanden wird.


17.09.26

Vinschgerwind 19-26

/POLITIK/ 5

Schluderns

Die Zeit ist reif für Verkehrslösungen D

Im Gemeinderat von Schluderns wurde auch über die Stadtsperre diskutiert. Edwin Lingg (links) kritisierte die Verkehrsregelung von der Schweiz zum Reschenpass.

Foto: Erwin Bernhart

er Gemeinderat von Schluderns hatte am 10. September als großen Beschluss die Genehmigung des Gemeindeentwicklungsprogramms auf der Tagesordnung. Einer einstimmigen Genehmigung stand nichts im Wege, auch mit dem Hinweis auf jahrelange Diskussion mit vernünftigen Lösungen. Zuvor hatte man vier Einwände von Bürger:innen abgelehnt, weil man die Einwände als nicht sinnvoll erachtet hatte. Die vielen mehr oder weniger grünes Licht gebenden Gutachten von Seiten der Landesämter nahm man zur Kenntnis und nur zum Gutachten des Amtes für Bau- und Kunstdenkmäler nahm der Gemeinderat Stellung, unter anderem mit dem Hinweis, dass „die Auferlegung von Bauverboten als indirekten Denkmalschutz“ nicht in die Zuständigkeit der Gemeinde falle. In Summe, sagte BM Heiko Hauser, hätten die Ämter bekräftigt, dass das Gemeindeentwicklungsprogramm der Gemeinde Schluderns kompakt

und sinnvoll gemacht worden sei. In den Rat eingeschoben hat man auch eine Bilanzänderung von rund 188.000 Euro. Unter anderem hat man eine Studie beim Malser Ingenieurbüro Patscheider&Partner in Auftrag gegeben, die das Abwassernetz des gesamten Gemeindegebietes untersuchen und Handlungsempfehlungen geben soll. Auslöser waren nicht zuletzt die unschönen Überschwemmungen von Kellern bei Starkregenereignissen. In der Diskussion kam unter anderem auch die Sperre der Stadt Glurns für den Durchzugsverkehr zur Sprache. BM Heiko Hauser konstatierte, dass der

Malser Bürgermeister derzeit überhaupt nicht gesprächsbereit sei. Denn vor allem in Laatsch habe sich ein Verkehrsaufkommen gezeigt, welches auf die Verkehrssperre in Glurns zurückzuführen sei. In Schluderns habe es auch eine Zunahme des Verkehrs gegeben, vor allem auf der Straße in Richtung Flugplatz, die als Ausweichroute genutzt worden sei und man dort Straßenschäden in Form von Ausweichstellen feststellen müsse. ER versteh die Glurnser schon, dass sie den Durchzugesverkehr ausgesperrt haben, allerdings gehe das nicht auf Kosten anderer Dörfer. Er werde den Landesrat Daniel

Alfreider zu einem Treffen bewegen. Edwin Lingg sagte, dass es Ende September oder im Oktober ein Treffen mit Alfreider geben werde, damit man in der Frage einer Umfahrungsstraße weiterkomme. Man soll die derzeitige Stimmung nutzen. Mit den Dorfkaisern komme man ansonsten nicht weiter. Lingg, der Inhaber der Firma Lico in Müstair, stellte den Laatschern kein gutes Zeugnis aus. „Die Laatscher tun mir nicht leid“, sagte Lingg. Kommt man nämlich aus der Schweiz und wolle zum Reschenpass, dann werde man - laut Verkehrsschilder - nach Glurns über Prad und über Spondinig geleitet. (eb)

VOM WIND GEFUNDEN

Mals/Burgeis/Sandgrube

Die Gemeinde als negatives Vorbild Die vierte Kränkung

I

Foto: „Wind“-Archiv

n der Örtlichkeit „Sandgrube“, vom Kreisverkehr oberhalb von Burgeis in Richtung Ulten, befindet sich das Feldlager der Biogasanlage Schluderns. Die vergorene Gülle wird dorthin gebracht und aus dem Lager entnehmen die Bauern die Gülle zum Düngen. Am Rande des Areals, welches von den Mitgliedern der Genossen-

schaft Biogasanlage angekauft worden ist und damit de facto gehört, haben die Arbeiter vom Bauhof im Laufe der vergangenen Monate mehrmals den Inhalt der Kehrmaschine entleert, der auch allerhand „Giftstoffe“ in Form von Zigarettenstummeln und dergleichen enthält. Diese eigentlich illegale Müllablagerung hat die Leute dazu animiert, daneben Gartenabfälle zu entsorgen. Die Gemeinde Mals hat so quasi als negatives Vorbild gedient. Im Gemeindeblatt der Gemeinde Mals wurde kürzlich darauf hingewiesen, dass diese Form der Müllentsorgung unterbleiben solle. Spötter sagen in Burgeis, dass sich die Gemeinde Mals so selbst aufgefordert hat, die illegale Müllentsorgung zu unterlassen. Scheinheiliger geht’s nicht mehr. (eb)

Was ist der Mensch? Ein von Gott geschaffenes, vernunftbegabtes Wesen, die Krone der Schöpfung im Mittelpunkt des Universums? Dieses Selbstbild hat im Laufe der Jahrhunderte massive Risse bekommen. Sigmund Freud hat im Jahr 1917 als erster von den drei großen Kränkungen des Menschen gesprochen. Die erste Kränkung, die kosmologische Kränkung, besteht nach Freud darin, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist. Die zweite große Kränkung, die biologische Kränkung, besteht in der Erkenntnis, dass der Mensch vom Affen abstammt. Er hat sich durch die Evolution aus anderen Lebewesen entwickelt. Die dritte große Kränkung, die psychologische Kränkung, sah Freud in der von ihm begründeten Psychoanalyse. Der Mensch hat ein Unterbewusstsein, das ihn oft stärker steuert als sein Bewusstsein. Das bedeutet, dass das Ich nicht Herr im eigenen Haus ist und wir von Gefühlen und Trieben gesteuert werden. Nun spricht man von einer vierten Kränkung: der technologischen bzw. digitalen Kränkung. Maschinen können Dinge, für die früher die Schaffenskraft des Menschen benötigt wurde, schneller, besser und effizienter erledigen. Durch Computer und Künstliche Intelligenz werden heute viele Aufgaben in Sekundenschnelle erledigt. Nun zeigt sich, dass es gar nicht die Ratio (Vernunft) ist, die den Menschen einzigartig macht. Diese kann von Maschinen kopiert und in vielen Fällen mühelos übertroffen werden. Am Ende bleibt vom Menschen eigentlich nur noch seine soziale, emotionale Seite. Diese kann von Maschinen (noch) nicht kopiert werden. (hzg)


6 /TITEL/

Vinschgerwind 19-26 17.09.26

Sparen durch Tropfen Das Bonifizierungskonsortium Vinschgau lud am 8. September zu einer Versammlung bzw. Feier ins Kulturhaus von Schlanders. Dabei wurden die Tropfbewässerungsprojekte auf über 2000 Hektar mit Gesamtausgaben von 60 Mill. Euro offiziell in Betrieb genommen. Die Herausforderungen durch den Klimawandel machen ein nachhaltiges Wassermanagement notwendig. Der Vinschgau und das Bonifizierungskonsortium spielen dabei eine wichtige Vorreiterrolle. Bei der Versammlung gab es viele Informationen und viel Lob für die durchgeführten Arbeiten. Planer, Ingenieure und Vertreter von Baufirmen mit dem Präsidenten vom Bonifizierungskonsortium: v. l.: Klaus Mair (Mair Josef & Co. KG), P.A. Romano Comunello, Ing. Gunnar Holzer, Ing. Davide Comunello, Ing. Luca Battan, Paul Wellenzohn, Ing. Michael Hofer, Michael Hofer (Hofer Tiefbau GmbH), Franz Marx (MARX GmbH) und Ing. Walter Gostner von Heinrich Zoderer

D

er Vinschgau ist mit rund 450 mm Jahresniederschlag das trockenste Tal in den Ostalpen. Der Bau von Waalen und der überlegte Umgang mit dem Wasser war die Grundlage für die Landwirtschaft. In den letzten Jahrzehnten wurden im ganzen Tal Beregnungsanlagen gebaut. Das Bonifizierungskonsortium Vinschgau, 1963 gegründet, spielte dabei eine wichtige Rolle. Heute ist das Konsortium die Interessensvertretung von 5.500 Mitgliedern zwischen Partschins und Mals. Verwaltet werden über 80 Beregnungsanlagen auf einem Einzugsgebiet von 8.600 ha. Die zentrale Aufgabe ist die Sicherstellung und gerechte Verteilung von sauberem Wasser für die Bewässerung der landwirtschaftlichen Flächen. Auch die Instandhaltung von 100 km Entwässerungskanälen und von rund 65 km Güterwegen und Bonifizierungsstraßen gehört zu den weiteren Verpflichtungen. Durch den Klimawandel wird der sparsame Umgang mit dem Naturprodukt

Wasser immer wichtiger. Die Modernisierung, Adaptierung und Automatisierung der Infrastruktur, der Bau von Filteranlagen und Wasserspeicherbecken und die Umstellung auf Tropfberegnung bilden den Weg dazu, genauso wie ein Frostschutzsystem und ein nachhaltiges Wassermanagement. Paul Wellenzohn, der Präsident des Bonifizierungskonsortiums, konnte bei der Versammlung neben den Vertretern der Beregnungsanlagen, auch Francesca Coniglio, Führungskraft des Ministeriums für Landwirtschaft, Lebensmittel und Forstwirtschaft in Rom, den Präsidenten Francesco Vincensi und den Generaldirektor Massimo Gargano vom nationalen Verband der Bonifizierungskonsortien (ANBI), den LH Arno Kompatscher, LR Luis Walcher, den Landtagsvizepräsidenten Arnold Schuler, den Präsidenten des Regionalrates, Josef Noggler, sowie mehrere Bürgermeister:innen, Techniker und Vertreter der Baufirmen, der Forstverwaltung, der VIP und des Bauernbundes begrüßen. In seinen Ausführungen betonte er die wichtige Rolle des Bonifizie-

rungskonsortiums in Zusammenarbeit mit den Interessentschaften und den lokalen Gebietsausschüssen der über 80 Beregnungsanlagen, aber auch mit den Behörden auf lokaler, regionaler und auf nationaler Ebene. Die Projekte müssen geplant, mit den betroffenen Bauern besprochen, genehmigt, finanziert und umgesetzt werden. Nur durch die nationalen Förderprogramme und die Beiträge des Landes konnten die Projekte umgesetzt werden. Dem Direktor des Bonifizierungskonsortiums, Gottfried Niedermair ist es gelungen, ein effizientes Netzwerk auf Landesebene, auf regionaler und auf nationaler Ebene aufzubauen, im die verschiedenen Investitionsprogramme zu erarbeiten und die Finanzierung über die Förderprogramme zu sichern.

Projekte zur Tropfbewässerung in den Gemeinden Schluderns, Glurns, Laas, Schlanders, Latsch, Wassereinsparungen von 10 Millionen m³ im Jahr Ausführlich berichteten anschließend die


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Schweiz, um diese Anlagen zu besichtigen, so Gostner. Gostner und Battan betonten, dass darauf geachtet wurde, möglichst umweltschonend zu arbeiten, die notwendigen Verbauungen gut in das Landschaftsbild zu integrieren und zu begrünen. Sowohl Niedermair als auch andere Redner beklagten die langen und umständlichen Genehmigungsprozeduren. Dadurch gehen viele Gelder und viel Energie verloren. Wir müssen schneller und effizienter arbeiten, denn der Klimawandel ist heute schneller als unsere Entscheidungen, so Niedermair.

Was ihr macht ist nachhaltig in ökonomischer, sozialer und in ökologischer Hinsicht, meint Landeshauptmann Arno Kompatscher Voll des Lobes über die abgeschlossenen Projekte waren sowohl der Landeshauptmann Arno Kompatscher als auch Landesrat Luis Walcher. Was ihr macht ist beispielhaft und ein konkretes Beispiel einer nachhaltigen Arbeitsweise. Die Landwirtschaft stellt sich damit den Herausforderungen durch den Klimawandel und sichert durch solche Maßnahmen ihre Existenz, als Genossenschaft müssen alle Entscheidungen von 2/3 der abstimmenden Mitglieder beschlossen werden. Es braucht deshalb breite Diskussionen und Überzeugungsarbeit. Durch das behutsame Vorgehen und die Gesamtsicht wird auch die Landschaft erhalten und die Flussökologie gesichert, so der Landeshautmann. Er gratulierte für die gewaltigen Leistungen und den Mut. Das Wassermanagement wird eines der großen Herausforderungen für die Zukunft und nicht nur für die Landwirtschaft. Das ganze Land kann von den Arbeiten und der Zusammenarbeit im Vinschgau lernen. Der Landeshauptmann versprach, die Verfahrensregelung zu ändern und die Konzessionszeiträume an das Klima anzupassen. Er meinte, dass wir im

Landeshauptmann Arno Kompatscher mit Gottfried Niedermair, dem Direktor vom Bonifizierungskonsortium Vinschgau ganzen Land Speicherbecken benötigen, die sich in die Landschaft gut einfügen. Luis Walcher lobte auch die Vorreiterrolle im Vinschgau. Ohne Wasser keine Landwirtschaft. Eine funktionierende Landwirtschaft ist auch eine wichtige Maßnahme gegen Abwanderung. Daher sind die Geldmittel der EU, vom Staat und vom Land wichtig. Wasserbecken sind auch wichtig bei Waldbränden. Auch die staatlichen Vertreter Francesca Coniglio vom Ministerium und Francesco Vincensi, sowie Massimo Gargano vom nationalen Verband der Bonifizierungskonsortien lobten die Projekte im Vinschgau und sicherten zu, weitere Projekte zu unterstützen. Wasser sichern, heißt die Zukunft sichern, so Francesca Coniglio, die Vertreterin vom Landwirtschaftsministerium in Rom. v.l.: Ing. Walter Gostner, Francesca Coniglio, Francesco Vincensi, Massimo Gargano und LH Arno Kompatscher

Fotos: Heinrich Zoderer

beiden Ingenieure Walter Gostner und Luca Battan über die abgeschlossenen Projekte in den Gemeinden Schluderns und Glurns, sowie in Laas, Schlanders und Latsch, insgesamt auf einer Fläche von rund 2.000 ha und einer Investitionssumme von 60 Millionen Euro. Neben der Umstellung von der Oberkronenberegnung auf die Tropfbewässerung, mussten auch neue Bewässerungsanlagen, neue Zuleitungen, Filteranlagen, der Neubau und die Sanierung von Tagesspeicherbecken, sowie die Automatisierung der gesamten Anlage realisiert werden. Gottfried Niedermair berichtete, dass durch diese Projekte die Flächen mit Tropfbewässerung verdoppelt wurden und nunmehr 72% der Obstanbauflächen über eine Tropfberegnung verfügen. Damit können jährlich 10 Millionen m³ Wasser eingespart werden, d.h. rund ¼ von rund 40 Mio. auf 30 Mio. m³. Niedermair betonte auch, dass die Investitionskosten mit 55% durch staatliche Förderprogramme beziehungsweise aus dem staatlichen Fonds für Projekte der Wassernutzung und Wasserversorgungssicherheit abgedeckt wurden. 9% der Kosten kamen vom Land, die Mitglieder mussten für 28% der Kosten selbst aufkommen. Walter Gostner berichtete nicht nur über die technischen Anlagen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Bewässerung, sondern auch über die langen Genehmigungsprozeduren und das komplexe Zusammenspiel mit Alperia, dem Gewässerschutz und dem Landschaftsschutz. 15 Jahre dauerte die Umsetzung von einer ersten Projektstudie im Jahre 2009 bis zur Realisierung im Jahre 2023. Stolz verkündete Gostner, dass nun die Restwassermenge garantiert und die Flussökologie erhalten wird, es ein gutes Zusammenspiel mit Alperia und der Energiewirtschaft gibt, aber auch für die Landwirtschaft ein sauberes und sicheres Wasser bereitgestellt wird. Heute kommen Delegationen aus dem Ausland, z.B. aus Rumänien und aus der

Vinschgerwind 19-26


8 /WIRTSCHAFT/

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Um vier Uhr früh auf der Töll

Der Streit um den Senatswahlkreis Bozen/Unterland

Um vier Uhr früh stellten Stefanie Lämmerhirt und Andreas Lerch am 4. September ihr Buch im Hotel Botango auf der Töll vor, zu der Stunde, in der es beginnt. Zusammen bringen sie einige Jahrzehnte Hotellerie mit, von Kreuzfahrtschiffen bis zur Direktion, von Wellnesshäusern bis Fünf Sterne. HOTELDRAMA erzählt 24 Stunden in einem Hotel aus drei Perspektiven: Gast, Team und Chef. Erhältlich über hoteldrama.de.

Turbo-Festival

Schluderns - Am Samstag, den 12. September 2026, kamen unzählige Jugendlichen in buntem Retro Outfit zum TURBO-Festival auf den Schludernser Rathausplatz. Aber auch Erwachsene mischten sich unter das Jungvolk und begaben sich auf die musikalische Zeitreise mit Hits aus den 1980er und 1990er Jahren.

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

Es ist eine italienische Unart, kurz vor den Wahlen noch schnell ein Wahlgesetz zu verabschieden, das möglichst günstig für die eigene Mehrheit ist. Immer wieder riskiert Südtirol dabei, unter die Räder zu kommen und ein bis zwei Kammerabgeordnete zu verlieren. Diesmal konnte es durch geschickte Verhandlungen abgewendet werden: für Südtirol bleibt alles gleich. Es kann sich im Vergleich zum restlichen Italien einer überproportionalen Vertretung erfreuen. Doch als alles in trockenen Tüchern schien, präsentierte uns Urzì die Rechnung: Der italienische Bevölkerungsanteil im Wahlkreis Bozen/Unterland müsse so gestaltet werden, dass mit nahezu mathematischer Sicherheit ein/e italienische/r Kandidat/in gewinnt. Da half kein Gegenargument und kein Protest. Urzì ließ von Anfang an durchblicken, dass er seinen Plan auch gegen unseren Willen durchziehe. Nach dem Motto: wir haben euch fünf von sechs ParlamentarierInnen zugesichert, jetzt werden wir wohl auch einen gesichert haben können. Dabei verwies er auf die Paketmaßnahme 111, laut welcher in den Wahlkreisen für den Senat für die deutsche und italienische Sprachgruppe eine Vertretung gewählt werden sollte, die der jeweiligen Stärke entspricht. Das Argument, dass ja Senator Spagnolli von der italienischen Sprachgruppe, den bestehenden Wahlkreis aus eigenen Kräften erobert habe, lässt Urzì nicht gelten. Er verweist auf das gute Ergebnis von Manfred Mayr, der den Einzug in den Senat um nur 630 Stimmen verfehlte. Seit diesem Ergebnis haben bei den italienischen Rechtsparteien die Alarmglocken geschrillt, und sie haben nur auf den richtigen Moment gewartet, den Wahlkreis für sich abzusichern. Dies indem vorwiegend deutschsprachige Gemeinden aus dem Wahlkreis entfernt werden. Dies ist für das Unterland/ Überetsch natürlich bitter. Die Ursünde ist jedoch leider, dass wir bei den letzten Wahlen fast sechs von sechs Parlamentssitzen gewonnen hätten. Jetzt zahlen wir die Zeche dafür. Senatorin Julia Unterberger

Foto: „Wind“-Archiv

Bericht aus Rom 10.9.2026

v.l. Jugendreferent Johannes Stecher, Sophie Lingg, Magdalena Strobl, Bürgermeister Heiko Hauser, Laura Veith, Miriam Hauser und Vizebürgermeisterin Sonja Abart beim Auftakt des Turbo-Festivals; unten: Bar-Männer in buntem Retro Outfit von Magdalena Dietl Sapelza

F

ür mich geht heute ein Traum in Erfüllung“, erklärte Magdalena Strobl. Denn mit dem Festival wurde ihre Idee gewählt und umgesetzt. Die Idee hatte sie im Rahmen des Jugendhaushaltes 2026 und auf Initiative des TURBO-Projektes des Landes eingereicht. Die Trägerschaft für die Veranstaltung übernahmen die Schludernser Schützen mit Hauptmann Markus Kofler, die vor Ort auch fleißig mithalfen. Die Organisation lag in den Händen von Magdalena Strobl, Laura Veith, Miriam Hauser und Sophie Lingg. Monatelang hatten sie das Turbo OpenAir vorbereitet. Tatkräftige Unterstützung kam auch von BM Heiko Hauser, vom Gemeindepolizist Christian Obwegeser, vom Jugendreferenten Johannes Stecher und von der Vize BMin Sonja Abart. Am TURBO-Projekt hatten sich 15 Südtiroler Gemeinden beteiligt. Diese stellen heuer durchschnittlich 30.000 Euro speziell für Projekte junger Menschen zur Verfügung. Elf eingereichte Ideen waren zur

Online-Abstimmung freigegeben worden. In Schluderns war die Wahlbeteiligung der Jugendlichen die höchste im Land. Die Idee zur Errichtung eines kleinen Klettergartens im Konfall hatte die Nase vorn, gefolgt vom Festival. Die 30.000 Euro reichen für den Klettergarten und für das TURBO Festival. Die Gemeindeverwalter schauten sich auch alle anderen Ideen an. Nun wird nach Möglichkeiten gesucht, die einen oder anderen finanzierbaren Ideen umzusetzen. Angedacht werden unter anderem Investitionen im Jugendhauses Phönix.


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/PR-INFO/ 9

PR-INFO VIP

Vinschger Erdbeeren und Himbeeren Foto: Blickle

Frische Erdbeeren und Himbeeren aus dem Vinschgau sind längst nicht mehr nur ein Genuss für den Hochsommer. Dank milderer Herbstmonate, neuer Sorten und moderner Anbaumethoden können die beliebten Beeren heute bis weit in den Herbst hinein geerntet werden. Teilweise erfolgt die Ernte bis zu den ersten stärkeren Frösten oder sogar bis zum ersten Schneefall. Vor allem sogenannte remontierende bzw. immertragende Sorten ermöglichen eine kontinuierliche Ernte über einen längeren Zeitraum. Gleichzeitig schaffen höhere Durchschnittstemperaturen und mildere Herbstmonate auch in den Berglagen gute Voraussetzungen für eine verlängerte Vegetationsperiode. Eine gesicherte Wasserversorgung,

Foto: ©ArminHuber

Süßer Sommergenuss bis in den Herbst Die verlängerte Beerensaison zeigt gleichzeitig, wie sich der Anbau im Vinschgau weiterentwickelt: Die Produzenten verbinden ihre langjährige Erfahrung mit neuen Sorten und moderner Anbautechnik und passen sich damit gezielt an veränderte klimatische Bedingungen an.

Vielfältiger Beerengenuss – Erdbeerwelt Martell

geschützter Anbau in Tunneln, moderne Stellagenkulturen und eine gezielte Bewässerung unterstützen die Produzenten dabei, diese neuen Bedingungen bestmöglich zu nutzen. Gerade die späten Früchte haben dabei ihren besonderen Reiz: Kühlere Nächte und eine

langsamere Ausreife können ein ausgeprägtes Aroma und einen intensiven Geschmack begünstigen. So dürfen sich Konsumentinnen und Konsumenten auch im September und Oktober noch auf frisch geerntete Erdbeeren und Himbeeren aus dem Vinschgau freuen.

Wer den Geschmack der Vinschger Beeren auch in veredelter Form genießen möchte, findet in der Erdbeerwelt Martell eine vielfältige Auswahl an Spezialitäten. Das Angebot reicht von klassischen Fruchtaufstrichen und Sirupen bis hin zu tiefgekühlten Beeren. So lässt sich ein Stück Vinschger Beerensommer auch über die Erntesaison hinaus genießen.


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Vinschgerwind 19-26 17.09.26

Graun/Vinschgau

Foto: „Wind“-Archiv

Frauen im Handwerk in Graun

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ustausch, Vernetzung und Einblicke in regionale Wirtschaftskreisläufe standen im Mittelpunkt des diesjährigen Sommerausflugs der Frauen im Handwerk. Rund 50 Teilnehmerinnen besuchten kürzlich den Vinschgau und nutzten die Gelegenheit, mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und regionalen Organisationen ins Gespräch zu kommen. Der Tag begann mit einer Besichtigung der Bäckerei Schuster in Laatsch. Peter Schuster und Franz Schuster führten die Teilnehmerinnen durch die Bäckerei und ga-

ben spannende Einblicke in die traditionelle Handwerkskunst. Anschließend ging es weiter nach Graun zum Hallenbad Curunes, wo ein Aperitif und ein gemeinsames Mittagessen stattfanden. Ein besonderer Programmpunkt war der Austausch mit BM Franz Prieth sowie mit Christian Maas, Präsident der Schöneben AG. Am Nachmittag führte ein gemeinsamer Spaziergang entlang des Reschensees über den St.-Anna-Weg zum Museum Vinschger Oberland. Dort stand die Geschichte von Alt-Graun, Alt-Reschen sowie

der Seestauung und deren Auswirkungen auf die Bevölkerung im Mittelpunkt. Besonders erfreulich war auch die Teilnahme mehrerer besonderer Gäste und Vertreterinnen aus angrenzenden Regionen. Anwesend waren unter anderem Margot Fankhauser, Kassenleitung der Bergbahnen Samnaun, Petra Erhart Ruffer, Bezirksvorsitzende von Frau in der Wirtschaft Landeck, Rebecca Kammerlander, Bezirksvorsitzende von Frau in der Wirtschaft im Bezirk Imst, Leiterin des Arbeitskreises Tourismus

der Terra Raetica und Obfrau des Frauennetzwerks „Die Ötztalerin“, sowie Sebastian Prieth, Geschäftsführer Ski- und Bikeresort Schöneben-Haideralm. “Ein herzliches Dankeschön gilt dem Bezirk Vinschgau der Frauen im Handwerk für die Organisation und die Gestaltung dieses gelungenen Tages. Durch den Einsatz vor Ort wurde der Sommerausflug zu einem besonderen Erlebnis voller Austausch, Begegnung und wertvoller Eindrücke”, unterstreicht die Landesobfrau der Frauen im Handwerk Petra Holzer. Der Sommerausflug zeigte einmal mehr, wie wertvoll Begegnung, Vernetzung und gemeinsames Erleben für die Frauen im Handwerk sind. Gleichzeitig bot der Tag die Möglichkeit, regionale Betriebe, wirtschaftliche Zusammenhänge und die bewegende Geschichte des Reschensees näher kennenzulernen.

Vinschgau/Pustertal

D

ie LAG Vinschgau unternahm kürzlich eine Studienfahrt ins Pustertal, um sich mit der dortigen Lokalen Aktionsgruppe über erfolgreiche Projekte der ländlichen Entwicklung auszutauschen. Im Mittelpunkt standen Beispiele aus den Förderprogrammen LEADER, Interreg und CLLD, die zur nachhaltigen Entwicklung der Region beitragen. Den Auftakt bildete ein Treffen in Bruneck, bei dem die LAG Pustertal ihre Tätigkeiten sowie verschiedene Projekte in den Bereichen Mobilität und Willkommenskultur vorstellte. Anschließend erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einem Rundgang durch die Stadt Einblicke in Maßnahmen zur Klimaanpassung, darunter Projekte zur grünen Infrastruktur, Biodiversität und Schwammstadt. Weitere Stationen führten nach Gais, wo

mehrere durch LEADER unterstützte Vorhaben besichtigt wurden. Dazu zählten die restaurierte Totenkapelle mit ihrem eigens ausgearbeiteten Kunstführer, Themenwege zur Naturvermittlung sowie neue Freizeiteinrichtungen für Jugendliche und Familien, wie der derzeit im Bau befindliche Pumptrack, der gemeinsam mit einer geplanten Pickleball-Anlage das Freizeit- und Sportangebot der Gemeinde erweitern wird. Großen Anklang fand auch der Besuch des Sägemüllerhofs, einer sozialpsychiatrischen Einrichtung der Bezirksgemeinschaft Pustertal, die Arbeitsrehabilitation mit nachhaltiger Landwirtschaft und Handwerksarbeit verbindet. Den Abschluss bildeten die Besichtigungen des sanierten Stoanehauses in Mühlen in Taufers das dank LEADER-Förderungen saniert und zu einem

Foto: „Wind“-Archiv

Neue Impulse bei Studienfahrt ins Pustertal

v. l.: Urban Rinner, Verena Gufler, Martina Götsch, Georg Altstätter, Brigitte Innerhofer, Roselinde Gunsch, Robert Alexander Steger, Lara Niederegger, Peter Thaler, Raimund Prugger, Elisa Golser, Rita Egger, Karl Pfitscher und Gertraud Platzer lebendigen Begegnungsort umgestaltet werden konnte sowie den neuen Mehrgenerationenpark „Daimer“ in Sand in Taufers, der auf einer ehemals brachliegenden Fläche im Ortszentrum entstanden ist und heute als Treffpunkt für Menschen aller Altersgruppen dient. Beide Projekte zeigen beispielhaft, wie mit Unterstützung von LEADER Orte geschaffen werden können, die das gesellschaftliche Miteinander stärken und die Lebensqualität in den Dörfern erhöhen.

Die Studienfahrt bot Gelegenheiten für den fachlichen Austausch und die Diskussion gemeinsamer Herausforderungen in der Regionalentwicklung und die zahlreichen Projektbeispiele lieferten den Teilnehmenden neue Anregungen für die Weiterentwicklung des Vinschgaus. Die Exkursion unterstrich einmal mehr die Bedeutung von LEADER als Instrument zur Förderung lebendiger, nachhaltiger und zukunftsfähiger ländlicher Räume.


17.09.26

Vinschgerwind 19-26

/WIRTSCHAFT/ 11

Bozen/Rabland

Endlich: Trasse im Bauleitplan

So könnte Rabland künftig aussehen: Eine Visualisierung zeigt das Ortszentrum, wenn die Staatsstraße nicht mehr durch den Ort führt. Die Trasse für die künftige Umfahrung wurde am 4. September von der Landesregierung in den Bauleitplan eingetragen. (Foto: LPA/Ressort Infrastrukturen und Mobilität)

D

ie Verwirklichung der Umfahrung von Rabland in der Gemeinde Partschins rückt näher. Bei der Sitzung am 4. September hat die Landesregie-

rung die Änderung des Bauleitplans der Gemeinde genehmigt und die Trasse der Umfahrung von Rabland darin eingetragen. Bereits im März waren die

technischen Eigenschaften des Projekts beschlossen und die Investitionen von rund 75 Millionen Euro über das Ressort für Infrastrukturen und Mobilität gesichert worden. „Nun können wir die Ausschreibung für die Planung des Bauwerks auf den Weg bringen“, zeigt sich Infrastrukturen- und Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider zufrieden. „Nach vielen Jahren der Diskussion über unterschiedlichste Lösungsansätze im unteren Vinschgau haben wir jetzt alle Voraussetzungen geschaffen, um mit dieser Trasse die lang erwartete Verkehrsentlastung für Rabland zu erreichen“, sagt Alfreider. Auch Landesrat Peter Brunner, zuständig für Raumentwicklung und Einbringer des Beschlusses, unterstreicht die Bedeutung des Vorhabens.

Leifers/Vinschgau

Erfolgreiches Geschäftsjahr für VOG Products OG Products, die führende Erzeugerorganisation für verarbeitete Apfelprodukte, hat das Geschäftsjahr 2025/26 mit einem sehr guten Ergebnis abgeschlossen. Der Umsatz stieg auf 177 Mio. Euro (Vorjahr: 162,3 Mio. Euro). Ausschlaggebend für diese positive Entwicklung waren stabile Absatzmengen in den Kernsegmenten sowie die dynamische Entwicklung des Geschäfts mit Fertigprodukten. Gute Ergebnisse wurden in den Segmenten Konzentrat, Direktsaft, Tiefkühlprodukte sowie im Cider-Geschäft erzielt. Die Eigenmarke Leni’s konnte insbesondere auf dem italienischen Markt deutlich zulegen. Auch der Apfel-Cider Alpl entwickelte sich erfreulich und fand vor allem im Heimatmarkt Südtirol als auch in Österreich großen Zuspruch. „Das abgelaufene Geschäftsjahr war von Stabilität, einer guten Marktbearbeitung und einer

hohen Nachfrage in wichtigen Produktsegmenten geprägt. Gleichzeitig konnten durch die konsequente Umsetzung der Diversifizierungs- und Vertikalisierungsstrategie gute Voraussetzungen für die Verarbeitung der neuen Ernte geschaffen werden“, erklärten Obmann Johannes Runggaldier und Direktor Hannes Werth.

Foto: „Wind“-Archiv

V

Die neue Tankzugverladung ist vollständig in Betrieb und verbessert die Logistikprozesse am Standort. Zudem konnte das neue Labor fertiggestellt werden, wodurch die Qualitätskontrolle und Produktentwicklung weiter gestärkt werden. Ein zentraler Erfolgsindikator für VOG Products bleibt die Wertschöpfung für die Mitglieder der Erzeugerorganisation. Die Auszahlungspreise an die Mitgliedsgenossenschaften variieren zwischen 20 Cent/kg für Saftäpfel gemischter Sorten und 55 Cent/kg für Bio-Schäläpfel. Durch die erfolgreiche Vermarktung der Halbware in unterschiedlichen Produktkategorien sowie die kontinuierliche Entwicklung hochwertiger Fertigprodukte leistet VOG Products einen wichtigen Beitrag dazu, aus jedem angelieferten Apfel die größtmögliche Wertschöpfung für die Mitglieder zu erzielen.


12 /LESERBRIEFE/

Vinschgerwind 19-26 17.09.26

Politik der schönen Bilder Bei der medienwirksamen Jubiläumsfeier zum 120-jährigen Bestehen der Vinschgerbahn am 18. Juli, an der auch zahlreiche hochrangige Politiker teilnahmen, wurde neben dem Jubiläum der neue elektrifizierte Zug der Vinschgerbahn präsentiert. Für jene, die täglich auf die Bahn angewiesen sind, gibt es allerdings wenig zu feiern: Pendler, Schüler und andere regelmäßige Fahrgäste erleben weiterhin einen öffentlichen Verkehr, der von technischen Problemen, Ausfällen und erheblichen Verspätungen geprägt ist. Technische Störungen gehören weiterhin zum Alltag. Von Fahrgästen werden unter anderem längere Aufenthalte von rund 20 Minuten in Marling oder mehr als 40 Minuten im Bereich Schlanders berichtet. Auch Verspätungen von deutlich über einer Stunde kommen vor. Wer pünktlich ankommen will und nicht aufs Auto ausweichen kann, muss entsprechend mehr Zeit einplanen. Auch beim parallel eingesetzten Busersatzverkehr kommt es laut Fahrgästen wiederholt zu verspäteten Abfahrten, fehlenden Anschlüssen, Ausfällen ohne Information und Kapazitätsproblemen zu stark frequentierten Zeiten sowie zur Hochsaison. Ab dem 7. September wird der Bahnbetrieb schrittweise ausgeweitet: Elektrozüge verkehren dann zwischen Mals und Latsch, während zwischen Latsch und Meran vorerst weiterhin Dieselzüge eingesetzt werden. Der direkte Busersatzdienst zwischen Mals und Meran bleibt bestehen. Ob diese Maßnahmen die bestehenden Probleme tatsächlich lösen, bleibt abzuwarten. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Umfahrung von Kastelbell. Nur wenige Wochen nach der feierlichen Eröffnung muss die Umfahrung wegen Ausbesserungsarbeiten am Asphalt erneut gesperrt werden. Es hatten sich Bodenwellen gebildet. Warum diese entstanden sind, weiß man nicht, als mögliche Ursache wurden unter anderem die hohen Temperaturen während der Sommermonate genannt. Oder war es vielleicht doch die hektische Fertigstellung, um den Termin der bereits geplanten Einweihungsfeier einzuhalten? Für Pendler, Schüler und alle, die täglich auf die Infrastruktur angewiesen sind, stellt sich damit eine grundsätzliche Frage: Ist es der Südtiroler Politik wichtiger, medienwirksame Feiern abzuhalten – oder Projekte so durchzuführen und abzuschließen, dass sie der Bevölkerung tatsächlich einen qualitativen Mehrwert bieten? Entscheidend sollte nicht sein, wie eindrucksvoll ein Projekt präsentiert wird, sondern ob es im Alltag zuverlässig funktioniert.

Julian Waldner St. Valentin auf der Haide

Friedenserziehung: ein zentraler Auftrag der Schule Die Schule ist neben der Familie der wichtigste Lernort, an dem Kinder und Jugendliche den respektvollen Umgang miteinander und die gewaltfreie Lösung von Konflikten lernen. Friedenserziehung ist kein einzelnes Schulfach, sondern eine Haltung und ein Konzept für den gesamten Schulalltag und ein Auftrag an alle Unterrichtenden. Sie verbindet das Miteinander im Klassenzimmer mit der Vermittlung von Wissen, aber nicht nur über globale Konflikte, sondern auch über deren Ursachen und über mögliche Mittel zur friedlichen Lösung. Dazu braucht es eine souveräne und kritische Haltung der Lehrkräfte, die sich vom Mainstream in Politik und Medien nicht mitreißen lassen. Ein wichtiges Ziel der Friedenserziehung ist die Stärkung der Toleranz. Im Mittelpunkt des gemeinsamen Lernens steht der Respekt vor anderen Meinungen, Kulturen und Lebensweisen. So kann die Schule ein Friedensraum werden, der auf die Familien

und die Gesellschaft ausstrahlt, damit wir eine große Menschheitsfamilie werden. Friede wächst von ganz unten. Die Mächtigen oben profitieren von Konflikten.

Für den „Friedensblog Südtirol“: Erwin Demichiel, Susanne Elsen, Johannes Fragner Unterpertinger, Sepp Kusstatscher, Arno Teutsch

HAIKU – Gedicht Weihrauch steigt auf – zum Abschied Herbstlicht im Buntglasfenster. © Helga Maria Gorfer Kommentare und Anfragen zum Thema Haiku an helga.gorfer58@gmail.com

Eine wahre Geschichte Einer Bekannten wurde kürzlich ein neues Hüftgelenk eingesetzt, die OP war gut verlaufen, aber sie konnte aufgrund persönlicher Umstände nicht nach Hause entlassen werden. Die Ärzte suchten außerhalb der Krankenhausstruktur nach einer geeigneten Unterbringung. So verlegte man sie drei Tage nach der OP in eine Privatklinik, finanziert durch eine Konvention mit dem Südtiroler Sanitätsbetrieb. Leider erwarteten sie dort viele unangenehme Überraschungen. Man brachte sie in ein Dreibettzimmer, ohne eigenem Bad, für jede Notdurft wäre ein Weg über den Gang notwendig gewesen, was so kurz nach ihrer OP nicht zumutbar war. Endlich kam sie in ein Zweibettzimmer mit Bad, doch auch dort waren die Umstände nicht weniger risikoreich, ein instabiler WC-Aufsatz, hätte sie beinahe zu Sturz gebracht, daneben quillte der Papierkorb über, die Kloschüssel war ständig mit Stuhl verschmutzt, Papier-

handtücher lagen verstreut auf dem Boden, niemand schien davon Notiz zu nehmen, man sprach von Personalmangel. Tagsüber kam der unangenehme Lärm der Umbauarbeiten dazu und in der Nacht war es die betagte, teilweise demente Bettnachbarin, die einfach nicht zu Ruhe kam. Große Sorgen bereitete meiner Bekannten der Gedanke an eine mögliche Infektion mit einem Krankenhauskeim, da sie bereits Erfahrungen damit gemacht hatte. Nach wenigen Tagen war sie am Ende, das war Stress, keine Erholung, sie wollte nur noch raus. Die Frischoperierte telefonierte mehrmals vergeblich mit Mitarbeitern der Abteilung im Krankenhaus, wo sie operiert worden war, um eine Lösung für das Problem zu finden. Daraufhin hat sie sich an mich gewandt und ich habe den Landtagsabgeordneten Dr. Franz Ploner um Rat gefragt. Er bestätigte mir, dass dies kein Einzelfall sei und bot mir an, sich um einen Platz

im Salus zu bemühen. Das hätte tatsächlich geklappt, scheiterte aber daran, dass sich kein Arzt finden ließ, der eine entsprechende Bewilligung ausstellen wollte,- oder konnte? So entließ sich meine Bekannte eigenmächtig und kehrte trotz widriger Umstände nach Hause zurück, wo ihr vom Hausarzt RehaTherapien verschrieben wurden. Unglaublich ist die Tatsache, dass sie diese nicht vormerken konnte, weil dafür zuerst eine Visite beim Physiater notwendig ist. So vergehen Wochen, ohne dass Patienten notwendige Therapien erhalten, obwohl in unserem Gesundheitsbetrieb scheinbar alles wunderbar klappt. Ich betrachte diesen und ähnliche Begebenheiten als einen Skandal. Dr. Ploner wird eine Anfrage an den zuständigen Landesrat stellen, um Genaueres über Hygienekontrollen in Privatkliniken und deren finanziellen Beiträge zu erfahren.

Dorothea Kurz, Team K


Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

Die Schwalbe. Auch Muttergottesvogel genannt, galt im Volksglauben als heiliges Tier. Um Mariä Namenstag kommen sie zusammen und dann, wie auf Signal, fliegen sie weg. Vielleicht, trotz Klimawandel, kommen sie auch nächstes Jahr wieder zu uns.

17.09.26

Vinschgerwind 19-26

/IMPRESSIONEN/ 13


14 /LOKALES/

Vinschgerwind 19-26 17.09.26

Singen isch insre Freid’ ...

E

in schönen Abschluss feierte die Singgemeinschaft „Offenes Singen 60+“ von Naturns am 17. Juni 2026, beim erlebnisreichen Ausflug zum Partschinser Wasserfall. Mit dem öffentlichen Bus fuhren wir um 14,30 Uhr nach Partschins, von dort mit dem Bus zum Gasthaus „Wasserfall“. Unter freiem Himmel genossen wir die Gastfreundschaft bei Kuchen und Kaffee und anderen Köstlichkeiten. Das gemeinsame Singen hatte natürlich einen besonderen Stellenwert. Mit Schwung und Begeisterung ließen die Teilnehmer und auch Gäste ihre Stimmen erklingen. Lustige Anekdoten und Sprüche trugen zur allgemeinen Heiterkeit bei. Nicht fehlen durfte der kurze Wanderweg zum tosenden Partschinser Wasserfall. Die Wasserqualität ist sauber und keimfrei und die Luftqualität hervorragend. Dieser Wasserfall ist jetzt im Sommer, ein gewaltiges Naturschauspiel und ein beeindruckendes Erlebnis. Unsere harmonische Gruppe, großteils rüstige Senioren, trat am frühen Nachmittag, nach dem fröhlichen Beisammmensein, glücklich und zufrieden, mit dem Texelbus die Heimfahrt an. Wir beginnen die heurige Herbstrunde „Offenes Singen 60+“ seit Mittwoch, den 16. September um 15.00 Uhr Dauer 90 Minuten - 1 x monatlich, im Rathaus von Naturns und freuen uns, die vielen Seniorensänger und Sängerinnen zu begrüßen. Auch neue Interessierte sind bei uns willkommen. Das Kleeblatt: Hermann, Gottfried, Traudl, Martha und Emma; Tel-Info: 335 6994252

Milchwirtschaft ein fataler Kreislauf Glurns - Unter dem Motto „Terra Culta“ wurde anlässlich der Palabir Tage in Glurns ein Filmfestival gestartet, das sich mit dem Thema Landwirtschaft beschäftigte. Organisatoren waren David Frank und Moritz Gamper. Unterstützung kam von der Stadtgemeinde Glurns, der Ferienregion Reschensee von EOCLEO Cultural Live und von OK Palabir.

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Naturns/Vinschgau

Kurze Diskussionsrunde: v. l. Moderator David Frank, Regisseur des Films „Das System Milch“ Andreas Pichler, Direktorin des Südtiroler Sennereiverbandes Annemarie Kaser, Betriebsleiter der Hofkäserei Englhorn Alexander Agethle, Milchviehbauer und Lehrer Christian Peer von Magdalena Dietl Sapelza

B

eim Filmfestival drehte sich alles um Schafwollproduktion, Transhurmanz in Süditalien, um die Palabirne als Frucht, um das Portrait eines Viehmenschen. Es ging um Bäuerinnen und Bauern und um Milchproduktion. Der 90ig-minütige Film aus dem Jahre 2017 „Das System Milch“ von Andreas Pichler wirkte beklemmend und zeigte die schonungslose Vergewaltigung der Hochleistungskühe in industriellen Betrieben auf, in denen die Tiere nur Produktionsmaschinen sind. Es geht nur darum, den durch Werbung befeuerten Milchmarkt zu befriedigen und Profit zu machen. Das Schlimme an der Sache ist, dass der Milchpreis durch Großkonzerne immer mehr gedrückt wird, was kleine Landwirte an den Rand ihrer Existenz bringt. Der Milchpreis in Deutschland bewegt sich um 27 Cent pro Liter. Es gibt angetrieben vom Futterzukauf und der umweltschädliche

Güllemengen einen Milch-Überschuss, der dann zu Milchpulver verarbeitet die Märkte in Afrika überschwemmt und auch den dortigen Milchbauern die Lebensexistent nimmt. Die Folge sind Fluchtbewegungen nach Europa, weil junge Menschen dort keine Perspektive mehr haben. Alles ist ein fataler Kreislauf, der das globale System irgendwann zum Kollabieren bringen könnte. Südtirols Milchhöfe können sich dank gut funktionierenden Genossenschaften, guter Qualität und nicht zuletzt durch das Image einer heilen Berglandwirtschaft bislang auf dem Markt behaupten. Die Milchauszahlungspreise sind hierzulande mit 60 bis 90 Cent pro Liter Milch weit über dem europäischen Durchschnitt. Doch wenn der Glanz der heilen Bergbauern-Milchproduktion verblasst, könnte es ein böses Erwachen geben. Deshalb gilt es, nicht alles der Geldgier zu opfern. Es geht um ehrliche Authentizität, damit Konsumentinnen und Konsumenten auch

weiterhin bereit sind, Südtiroler Milch zu kaufen. Südtirol hätte eine große Chance im Biobereich. Wie es gelingt als klein strukturierter Milchviehbauer erfolgreich zu wirtschaften, beschreibt im Film Alexander Agetle aus Schleis. „Ich habe mich als Selbstvermarkter vom System abgekoppelt und einen neuen Weg eingeschlagen“, so Agethle. Er produziert Käse mit der Milch seiner Kühe. Es gehe ihm nicht um Mengenoptimierung und Profit, sondern um Tierwohl, Nachhaltigkeit und Achtung von Natur und Umwelt. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion wurde auf die zufriedenstellende Situation in Südtirol hingewiesen. Es wurde auch angeregt, die Politiker mehr zu fordern und ihnen Zukunftsvisionen abzuverlangen. Eine Vision zum Überleben der Südtiroler Landwirtschaft könnte langfristig gesehen die Schaffung einer Bioregion Südtirol sein. Doch da braucht es mutige und weitblickende EntscheidungsträgerInnen.


17.09.26

Vinschgerwind 19-26

/LOKALES/ 15

Sulden

Nützliche Zusammenarbeit urz vor dem Saisonstart im Skigebiet der Seilbahnen Sulden ist es Tradition, eine äußerst nützliche Zusammenarbeit zu unterzeichnen und damit fortzuschreiben. Seit mehr als 40 Jahren versehen in Sulden Mitglieder des Soccorso Alpino Guardia di Finanza SAGF Dienst auf den Pisten der Seilbahnen Sulden und zwar Pistendienst, Erste Hilfe Bergemaßnahmen, auch behutsame Hinweise auf Verhaltensregeln usw. Die derzeit 11 Finanzbeamten, die in Sulden abwechselnd Dienst leisten, werden von Maresciallo Andrea Sandri, dem Kommandanten der SAGF Schlanders, koordiniert. Von den rund 500 Finanzbeamten in Südtirol sind rund 60 Mitglieder des SAGF und von diesen nehmen jene aus der Station Schlanders als erste in der Region Trient/Südtirol den Dienst in Sulden auf.

Foto: Erwin Bernhart

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v. l.: technischer Leiter Hassan Hofer, Finanzer Luca Compagnoni, Seilbahnen-Präsident Erich Pfeifer, Andrea Sandri (Kommandant Schlanders), Brigade-General Gavino Putzu, der Kommandant der Provonz Bozen Giuseppe Dinoi, die Kommandantin von Meran Arina Olivieri und Finanzer Claudio Angeli Für die Besiegelung dieser Zusammenarbeit für die kommende Wintersaison hat sich der Brigade-General und Kommandant der Guardia di Finanz der Region Gavino Putzu am 8. September nach Sulden begeben. Gekommen sind auch Oberst bzw. Colonello Giuseppe Dinoi; Kommandant der Finanzbehörde in Südtirol, Capitano Ariana Olivieri, Kommandan-

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tin der Finanzbehörde Meran. Erich Pfeifer betonte die Wichtigkeit des Pistendienstes von Seiten der Finanzbeamten, die äußerst gut vorbereitet die Dienste professionell versehen. Auch weil sich das Verhalten der Pistengäste in den letzen Jahren verändert habe, sei der Dienst von großer Bedeutung. Pfeifer überbrachte grßen Dank von Seiten der Seilbahnen Sul-

den und überreichte den Kommandierenden Wanderstöcke als Einladung, das Ortlergebiet zu erwandern. Brigade -General Gavino Putzu hob die Bedeutung des SAGF hervor und gab den Dank zurück. Denn die Bergrettung sei eine positive Sichtbarkeit der Arbeit der Guardia di Finanza, die von der Bevölkerung sehr geschätzt werde. Die Zusammenarbeit in Sulden sei von gegenseitigem Interesse und sie funktioniere gut. Die Unterzeichnung der Verlängerung der Zusammenarbeit mit dem Skigebiet Sulden sei die erste im Lande. Putzu überreicht den Suldnern Bücher, in denen die Bergrettungsdienste der Finanzbehörden beschrieben sind. Bei kleinem Buffet und angeregtem Austausch wurde der positive Geist der Zusammenarbeit zwischen Finanzbehörden und Seilbahnen Sulden spürbar. (eb)


16 /LOKALES/

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Schloss Goldrain

er Kurs für klinische Zytogenetik nennt sich in Fachkreisen „Goldrain Course of Clinical Cytogenetics“ und fand in der letzten Augustwoche im Schloss Goldrain statt. Seit Jahren versammeln sich Forschende von klinischen Laboren zu dieser Ausbildung, die in Fachkreisen sehr geschätzt wird, im Schloss Goldrain. Der Kurs wurde von Albert Schinzel begründet. Albert Schinzel, er ist 2025 verstorben, war ein Pionier der medizinischen Genetik, der wesentlich zur Kenntnis über die klinischen Auswirkungen von Chromosomenstörungen beitrug. So tragen nicht weniger als fünf Krankheitsbilder seinen Namen. Er prägte diese wichtige jährliche Weiterbildung im Bereich der genetischen Diagnostik bis heute. Sie wird von der europäischen Vereinigung für

Fotos: „Wind“-Archiv

Genetiker aus der ganzen Welt auf Schloss Goldrain D

Forschende im Schloss Goldrain 2026; rechts: Der Gründer der klinischen Zytogenetik Albert Schinzel auf dem Balkon des Rittersaals klinische Zytogenetik weitergeführt und wird als einer der renommiertesten Kurse in diesem Gebiet weltweit geschätzt. Albert Schinzel war auch ein Kenner Südtirols und hat wegen seiner Begeisterung vom Vinschgau das Schloss Goldrain als Austragungsort für den Kurs

gewählt. Die Teilnehmenden kamen auch in diesem Jahr aus verschiedenen Ländern und haben teilweise eine Anreise von zwei Tagen aus anderen Kontinenten ins Schloss Goldrain auf sich genommen. Es war auch ein Anliegen von Albert Schinzel, dass die Teilnehmenden

die Umgebung des Schlosses kennenlernen. Jedes Jahr wird dafür ein Ausflug in die nähere Umgebung geplant. So reicht die Wertschöpfungskette für den Vinschgau als Destination auch bis in Länder, die nicht zu den klassischen Touristenherkunftsländern gehören.

Kulturhaus Karl Schönherr - Schlanders

Pippi Langstrumpf von Astrid Lindgren, für Kinder ab 4 Jahren

Kindertheater ab 4 Jahren Samstag, 3. Oktober 2026 um 15.00 Uhr im Kulturhaus Karl Schönherr Schlanders Eintrittskarten sind im Büro des Kulturhauses erhältlich Vormerkungen: T 0473 737 777 - kulturhaus@schlanders.it - www.kulturhaus.it

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Große Aufregung herrscht in der Villa Kunterbunt: Pippi triumphiert über Einbrecher, Lehrerinnen und Polizisten und ist für Tommy und Annika eine wunderbare Freundin. Alles kein Problem für Pippi, so wahr sie Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminza Efraims Tochter Langstrumpf heißt! Die Geschichten von Pippi Langstrumpf sind noch immer ungemein schön und spannend für klein und groß. Jeder, der sie kennt, schließt das Mädchen sofort ins Herz. Am Samstag, den 3. Oktober um 15 Uhr spielt das österreichische theater tabor das Stück „Pippi Langstrumpf“. Eintritt 5 Euro, Dauer 60 Min.

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17.09.26

Vinschgerwind 19-26

/MENSCHEN/ 17

„Mein Start in Mols isch schwierig gwesen“ Luis Weger aus Mals wurde am Hochunserfrauentag 2026 in Innsbruck mit der Verdienstmedaille des Landes Tirol ausgezeichnet, als Anerkennung für seinen ehrenamtlichen Einsatz in vielen Vereinen. Jahrelang lenkte er die Geschicke der Bergrettung Mals, war Hundeführer und Ausbildner. Als leidenschaftlicher Sammler rettete er unzählig Skier und andere Wintersportgeräte vor der Entsorgung. von Magdalena Dietl Sapelza

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

S

ein kleines Skimuseum im Pardellesweg in Mals konnte Luis 2023 eröffnen. Zu vielen Ausstellungsstücken kann er interessante Geschichten erzählen. Unter den Exponaten befinden sich Skier vom Spitzenskirennläufer Gustav Thöni und sogar vom einstigen italienischen König Umberto II. Luis kam am 1. Oktober 1944 als „Optantenkind“ in der Südtiroler Siedlung in Salfelden auf die Welt. Einige Wochen zuvor war sein Vater im Krieg gefallen. Allein mit vier Kindern entschied die Mutter 1945 nach Mals zurückzukehren. Da die Familie durch die Option staatenlos geworden war, ging der Weg zurück nur über die grüne Grenze. Bäuerinnen aus Reschen brachten die drei älteren Kinder im Heuwagen versteckt von Nauders auf die italienische Seite. Die Mutter mit dem kleinen Luis wurde entdeckt und zurückgeschickt. Die Rückkehr gelang ihr erst drei Jahre später, nachdem sie die Erlaubnis erhalten hatte, in Mals ein Dokument zu unterschreiben. Die „Schualmeister Lena“ aus Reschen schmuggelte Luis über die Grenze und nahm ihn als Pflegekind auf. Luis erinnert sich an die weinenden Frauen, als das Wasser des Reschen Stausees den Häusern immer näherkam. Im Alter von sechs Jahren holte ihn die Mutter nach Mals. „I hon meine Gschwister nit kennt. Mein Start in Mols isch schwierig gwesn.“ Anstatt die Schulbank zu drücken, folgte er oft dem Schafhirten in die Berge. In den Sommerferien verdingte ihn die Mutter als Kleinhirte. Mit seinen Hunden hütete er in Montafon, Ardez, Samedan und Zernez. „Di Hundlan hot di Muatr nor

Luis Weger, geb. 1944 in Salfelden im Bundesland Salzburg in Österreich, wohnhaft in Mals: Dass er aus Kreisen der Bergrettung für die Auszeichnung vorgeschlagen worden war, empfindet er als große Wertschätzung. „Di Medaille gib i meiner Frau weiter, weil i drhoam gonz viel aweck gwesen bin“, meint er. in Herbst zu main Verdruss zun Kochn verkaft“, erzählt er. Denn damals sei es üblich gewesen Hundefleisch zu essen. Im Winter hielt sich Luis mit alten Skiern auf den Calven Wiesen auf oder im Fritz-Anger in Mals. Schon damals begann seine Sammlerleidenschaft. Skier samt Zubehör und andere bäuerliche Geräte, die der Entsorgung oder dem Feuer zugeführt werden sollten, nahm er mit nach Hause. „I hon a Freid, olts Zuig zu rettn“, betont er. Freude machte ihm auch das Trompete-Spielen in Musikkapel-

le Mals. Nach dem Volksschulbesuch lernte Luis in Mals Hydrauliker. Lohn gab es damals keinen. „Ma hot gmiaßt froah sein, dass ma a Lehrstelle gfundn hot“, meint er. Als Geselle suchte er neue Herausforderungen, zuerst in Vinschger Betrieben und dann in St. Moritz. Dort bekam er Einblick in die Villen der Schönen und Reichen. „Fürn Onassis hon i a Seifenschüssel montiert unt mitn Schah bin i sogor Ski gfohrn“, lacht er. Er kehrte wieder zu seinem Lehrmeister zurück. Nachdem er bei der

Abendmittelschule das Diplom erworben hatte, bekam er 1972 eine Stelle im Energiekonzern ENEL. Dort arbeitete er bis zu seiner Pensionierung 1997. Seine Frau Helga Zischg lernte Luis Ende der 1960er Jahre bei einem Ball in Trafoi kennen. 1969 heiratete er sie und wurde Vater zweier Töchter. „Nor hon i entla a Familie kopp“, betont Luis. Er war damals bereits Mitglied der Bergrettung Latsch. Als treibende Kraft setzte er sich für die Gründung der BRD-Stelle im AVS Mals 1972 ein. Als Chef lenkte er deren Geschicke über viele Jahre hinweg. Bekannt wurde Luis als Lawinenhundeführer und Ausbilder. Drei Hunde haben ihn im Laufe seiner BRD-Zeit bei der Suche nach Verschütteten begleitet und mit ihm einige Leben gerettet. Bedrückend war es, tote Menschen zu bergen, so wie die sieben Kinder auf Maseben oder die drei Tourengehen in Matsch. Bei den Einsätzen zähle immer der Teamgeist, betont er. Luis war ein Vereinsmensch durch und durch. Er war nicht nur Sammler und Bergretter, sondern auch Feuerwehrmann, Musikant, Goaßlschnöller, Mitglied im Skiclub und in der Sektion Badminton, Kampfrichter bei Ski- und Langlaufrennen. Bei Filmproduktionen und Umzügen ließ er die „Korrner“ und die Schmuggler aufleben. Bei Festen zeigt er Kindern noch heute, wie man mit Hammer und Nagel umgeht. Auf die Frage, was er heute tut, meint er lachend: „I wort iatz lei mea, bis dr nägschte Tog kimmt.“ Gelegentlich führt er Gäste durch sein Skimuseum. Wenn Luis den Standort auch als nicht ideal empfindet, so ist er doch froh, dass seine Sammlung gesichert ist.


18 /GESELLSCHAFT/

Vinschgerwind 19-26 17.09.26

Katharinaberg/Bozen

Das Sprachencafé ist wieder für alle offen

Stärkung der Nahversorgung

Am 3. Oktober geht es wieder los: Alle, die Interesse haben, ihre Sprachkenntnisse in Englisch, Italienisch, Deutsch oder auch im Dialekt zu verbessern und auf die Probe zu stellen, sind herzlich eingeladen. Die wöchentlichen Treffen (8x im Herbst) finden am Samstag von 10:00 bis 11:30 Uhr in der Bibliothek Schlandersburg statt. Das Moderatorenteam freut sich auf eure Teilnahme, die kostenlos ist und auch keine Anmeldung erfordert.

eit zweieinhalb Jahren führt Adrian Weithaler, 27, die Bar mit Dorfladen SanKathrein im Zentrum von Katharinaberg in Schnals: „Die Leute sind wahnsinnig froh darüber, dass die Bar weitergeführt wird und dass im Laden das Nötigste erhältlich ist“, sagt er: „Wir sind von Dienstag bis Sonntag offen, am Sonntag treffen sich die Leute nach dem Kirchgang bei uns, die Bar ist ein extrem wichtiger Treffpunkt.“ In Katharinaberg gibt es noch einen weiteren Schankbetrieb, der jedoch dank der neuen Kriterien nicht mehr als zweiter Betrieb zählt, weil er von November bis März geschlossen ist. Das SanKathrein ist ein Beispiel für viele, die Zentrum des dörflichen Miteinanders sind und vom Land Südtirol dafür unterstützt werden. Die Landesregierung hat vor etwa mehr als einem halben Jahr auf Vorschlag von Tourismuslandesrat Luis Walcher neue Förderkriterien für die gastgewerbliche Nahversorgung genehmigt. „Durch die Neuausrichtung der Kriterien ist es uns gelungen, die genehmigten Ansuchen zu verdoppeln“, unterstreicht Walcher: „Damit leisten wir einen großen Beitrag zur gastgewerblichen Nahversorgung im ländlichen Raum, besonders in der Peripherie und in Weilern.“ Neu ist, dass in touristisch gering entwickelten Gebieten die Förderung auch dann gewährt werden kann, wenn zwei Betriebe vorhanden sind, die eine gastgewerbliche Nahversorgung gewährleisten.

Sternenstaub für Schnals

Unser Frau - Der Kulturverein Schnals hat am 11. September zu einem Abend geladen, der die Mobilität in Schnals in den Mittelpunkt gerückt hat. Beim Verkehrsplaner Helmuth Moroder hatte man ein Vision „Mobilität in Schnals 2035“ bestellt - und Moroder hat - Sternenstaub - geliefert.

Am Podium in Schnals zu „Mobilität in Schnals 2035“ v.l.: der Klimaforscher Georg Kaser, der Verkehrsplaner Helmuth Moroder, der COO der Athesiagruppe Peter Stürz, die Gurschlhof-Bäuerin Eva Götsch, der HGV-Obmann Benjamin Raffeiner und die Moderatorin Gabriele Crepaz von Erwin Bernhart

Ü

ber die Mobilität von der Steinzeit bis ins Mittelalter, über die Funde am Gurgler Eisjoch, am Langgrubenjoch und am Tisenjoch referierte der in Schnals bestens bekannte Hubert Steiner vom Amt für Archäologie. Im Gespräch mit der Moderatorin Gabriele Crepaz gab der Chronist und Architekt Siegfried Gurschler über den Bau der Schnalser Straße Auskunft, der vor gut 150 Jahren begonnen hatte. Dann entwickelte auf Grundlage von Bevölkerungs- und Tourismusdaten, auf der Grundlage künftiger Zugfahrpläne, mit Einbeziehen der Klimaziele des Landes Südtirol der Verkehrsplaner Helmuth Moroder eine Vision für „Mobilität in Schnals 2035“. Die Schnalser, so hat es Moroder zum Bespiel vorgerechnet, geben für ihre 730 PKW (bei 1230 Einwohnern) bei 500 Euro im Monat insgesamt im Jahr 4,4 Millionen Euro aus. Oder: Der

Verkehr im Tourismus habe in Schnals (wie im restlichen Südtirol) in den vergangenen Jahren um rund ein Viertel zugenommen, weil die Aufenthaltsdauer genau um diesen Dreh abgenommen habe. Moroder, in seinen Vorschlägen mutig wie immer, forderte die Schnalser auf, die Busse im Halbsttundentakt so fahren zu lassen, dass eine stündliche Anbindung nach Naturns und eine ebenso stündliche Anbindung nach Meran gewährleistet sei. Um die 10 Minuten Busfahrt nach Katharinaberg umzupolen, schlägt Mordoder eine Standseilbahn vor. Moroder geht soweit, dass er ein verkehrsfreies Schnals 2035 vorschlägt - ein autofreier Urlaub in Schnals wäre eine neue Qualität. Moroder verweist diesbezüglich darauf, dass viele Leute heute schon in Großstädten kein Auto mehr besitzen und dass mit der Eröffnung des BBT im Umkreis von 5 Stunden rund 100 Millionen Leute erreichbar sein werden.

Foto: Erwin Bernhart

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An solchen Aussagen bissen sich dann in der Diskussionsrunde mit dem HGV-Chef von Schnals, Benjamin Raffeiner, mit Eva Götsch vom Gurschlhof und mit Peter Stürz, COO der Athesiagruppe, die Beteiligten die Zähne aus. Einig war man sich, dass man die Vision lobte, in der Realität de facto aber verwarf. Peter Stürz sagte nach Aufforderung durch Crepaz, dass Athesia mutig sein könnte, etwa, dass ein Weglassen von Garagenbauten nicht mutig sondern leichtsinnig sei. Lediglich der Klimaforscher Georg Kaser war in der Runde Busbenutzer. Allerdings treffe er im Bus die am wirtschaftlichen Leben Beteiligten nicht an. Bei den Busen sei die Gemeindeverwaltung allerdings sehr dahinter, betonte Raffeiner. Der Vorsitzende des Kulturvereins Schnals, Dietmar Rainer, forderte am Ende der Diskussion dazu auf, die von Moroder vorgelegte Vision weiterzudenken.


Graun/Vinschgau/Südtirol

Grand Schlemm

Foto: Erwin Bernhart

Reschenseelauf startet neu

Das starke Organisationskomitee umfasst die Vereine in der Gemeinde Graun: Unter neuen und völlig geänderten organisatorischen Voraussetzungen startet der Reschenseelauf nach heuriger Pause im kommenden Jahr neu.

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er Reschenseelauf zählt seit vielen Jahren zu den bekanntesten Sportveranstaltungen Südtirols und darüber hinaus. Als fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders hat er wesentlich dazu beigetragen, die Region über ihre Grenzen hinaus als attraktive Destination zu präsentieren. Nach der letzten Austragung im Jahr 2025 wurde die Gelegenheit bewusst genutzt, über die zukünftige Ausrichtung der Veranstaltung nachzudenken und neue Perspektiven für ihre Weiterentwicklung zu schaffen. Aus diesem Prozess ist das Reschensee Running Festival entstanden. Die erste Ausgabe des neuen Formats ist für das Wochenende vom 9. bis 11. Juli 2027 geplant. Ziel ist es, den traditionsreichen Lauf zu einem mehrtägigen Sport- und Veranstaltungswochenende auszubauen und seine Attraktivität langfristig weiter zu stärken. Dabei bleibt eines unverändert: Der Reschenseelauf bildet auch künftig das sportliche Herzstück der Veranstaltung. Ergänzt werden soll das sportliche Angebot durch Musik, regionale Kulinarik, kulturelle Programmpunkte sowie Familienangebote, die das Erlebnis für Besucher abrunden und die Ferienregion Reschensee als vielseitige Sport- und Outdoordestination erlebbar machen. Der Lauftag am Samstag mit

Läuferfest stellt den Höhepunkt des Festivalwochenendes dar. Ergänzt wird der Hauptlauf durch Kinderläufe, Bewerbe für Handbiker sowie NordicWalking-Wettbewerbe, sodass Menschen aller Alters- und Leistungsklassen aktiv am Event teilnehmen können. Rund um die sportlichen Bewerbe entsteht ein attraktives Eventdorf mit Expo-Bereich, Teilnehmerbetreuung, Gastronomie und vielfältigen Begegnungsmöglichkeiten. Das Konzept für das Reschensee Running Festival entstand aus der gemeinsamen Initiative der Gemeinde Graun, der Tourismusgenossenschaft Reschenpass und der Schöneben AG und wurde in Abstimmung mit den örtlichen Vereinen weiterentwickelt. Im Mittelpunkt stand dabei stets der Gedanke, eine Veranstaltung zu schaffen, die von einer breiten Basis mitgetragen wird und die Stärken der gesamten Gemeinde widerspiegelt. Die organisatorische Verantwortung liegt bei einem motivierten Organisationsteam, in dem Vertreter von Tourismus, Gemeinde, Bergbahn, Feuerwehren, Musikkapellen, Sportclubs u. w. zusammenarbeiten. Mit der Vorstellung des Projekts fällt gleichzeitig der offizielle Startschuss für die organisatorische Umsetzung des Reschensee Running Festivals. (r)

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Vinschgerwind 19-26 17.09.26

Naturns

Holzbau und Zukunftswald im Fokus elche Rolle kann Holz für das Bauen der Zukunft spielen? Und wie müssen die heimischen Wälder bewirtschaftet werden, damit sie den Herausforderungen des Klimawandels standhalten? Mit diesen Fragen beschäftigte sich ein Informationsabend in Naturns im Rahmen der Sensibilisierungskampagne „Vom Baum zum Produkt“ von IDM Südtirol und ProRamus. Im Mittelpunkt stand die Zirbenholz-Installation „Vom Baum zum Produkt“ am Rathausplatz. Sie machte anschaulich, welchen Weg Holz vom heimischen Wald über Forstwirtschaft, Planung und Handwerk bis zum fertigen Produkt zurücklegen kann. Die Bedeutung des Holzsektors für Südtirol ist beträchtlich. Nach Angaben von IDM sind rund 2.900 Betriebe im verarbei-

Foto: „Wind“-Archiv

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Die Botschaft des Abends war von allen klar: Nachhaltigkeit beginnt nicht erst auf der Baustelle, sondern bereits im Wald und setzt sich über die Verarbeitung und das Handwerk bis zum fertigen Gebäude fort. tenden Holzgewerbe tätig, etwa 20.000 Menschen beziehen ihr Einkommen aus dem Wald- und Holzsektor. Der Bereich erwirtschaftet jährlich rund 1,4 Milliarden Euro Umsatz. „Holz ist für uns nicht nur ein Baustoff, sondern ein Rohstoff, der unmittelbar mit unserer Landschaft, unseren Wäldern und unserer regionalen Wirtschaft verbunden ist“, betonte

Bürgermeister Zeno Christanell bei der Begrüßung. Herbert Niederfriniger von holzius zeigte anschließend unter dem Titel „Im Kreislauf: Holzbau lokal und zirkulär gedacht“, wie regionale Wertschöpfungsketten funktionieren und welche Chancen eine möglichst lange und kreislauforientierte Nutzung des Rohstoffs bietet. Architekt Jürgen

Wallnöfer stellte in seinem Beitrag „Holz – der Baustoff vor unserer Haustür!“ die Möglichkeiten der Holzbauweise vor. Im Fokus standen dabei Planung, Konstruktion und die Frage, wie heimisches Holz bei modernen Bauprojekten sinnvoll eingesetzt werden kann. Dass Naturns selbst bereits auf diese Bauweise setzt, unterstrich Bürgermeister Christanell. Erst vor kurzem wurde dank der Fördermittel aus dem Piano Nazionale di Ripresa e Resilienza (PNRR) im Generationenpark ein neues Gebäude für die Kindertagesstätte und den Kindergarten in Holzbauweise errichtet. Das Projekt wurde nach den Plänen von Architekt Stephan Marx von der Vinschger Firma Lechner umgesetzt und konnte innerhalb von nur neun Monaten fertiggestellt werden.

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17.09.26

Vinschgerwind 19-26

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Schlanders/Ausstellung

Sakrale Kunst im Mittelpunkt m 5. September wurde in den Räumlichkeiten des früheren Vogelmuseums (ex avimundus) in der Kapuzinerstraße eine besondere Ausstellung eines außergewöhnlichen Künstlers eröffnet. Der Bildungsausschuss Schlanders präsentierte einen Querschnitt der Arbeiten von Hubert Piccolruaz, einem vielseitigen Künstler aus St. Ulrich in Gröden. Piccolruaz stammt aus einer Grödner Schnitzerfamilie. Sein Vater war Holzbildhauer, genauso wie zwei seiner Brüder. Hubert Piccolruaz, geboren 1938, besuchte die Kunstschule in St. Ulrich und war anfangs als Holzbildhauer tätig. 1968 kam er nach Schlanders und unterrichtete bis zu seiner Pensionierung 1989 an der Mittelschule in Schlanders. Neben seinen Arbeiten mit Holz, beschäftigte er sich auch intensiv mit der Töpferei und nach seiner Pensionie-

Fotos: Heinrich Zoderer

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Vom 5. bis 15. September zeigte Hubert Piccolruaz (in Bildmitte sitzend) einen Querschnitt seiner Holz- und Tonarbeiten und Ikonen in den Räumen von ex avimundus in Schlanders. Organisiert wurde die Ausstellung vom Bildungsausschuss Schlanders. rung entdeckte er die Ikonenmalerei, eine besondere Maltechnik von Heiligenbildern besonders in den Ostkirchen. Die Kulturreferentin Kunhilde von Marsoner betonte bei der Ausstellungseröffnung, dass Piccolruaz nicht nur als Künstler seine handwerklichen und kreativen Fähigkeiten zeigte, sondern auch über 30 Jahre als Präsident des Pfarrgemeinderates wirkte und beim

Unser Frau/acheoParc

Natur im Garten eit 25. August ist der archeoParc Teil des internationalen Netzwerks „Natur im Garten“, welches mit über 27.000 Mitgliedern in sieben europäischen Staaten vertreten ist. Kürzlich durfte der archeoParc eine besondere Auszeichnung entgegennehmen: Der Museumsgarten erhielt die MitgliedsPlakette des internationalen Netzwerks „Natur im Garten“. „Schön, dass mit dem archeoParc ein Garten im Vinschgau zu

unserem Netzwerk stößt.“ sagt die Südtiroler Koordinatorin des Netzwerks, Kathrin Plunger von der Arbeitsgruppe Landschaftsbau am Versuchszentrum Laimburg. „Wir haben hier im Vinschgau noch verhältnismäßig wenige Mitglieder.“ ergänzt Plunger. Die Südtiroler Koordinierungsstelle an der Laimburg arbeitet seit 2015 am Aufbau des professionellen Netzwerks für das ökologische Gärtnern mit.

Foto: „Wind“-Archiv

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Plakettenübergabe im archeoparc: Museumsleiterin Johanna Niederkofler (l.) und Kathrin Plunger, Südtiroler Koordinatorin des Netzwerks „Natur im Garten“, bei der Auszeichnung.

Kirchenchor als Kantor und Geigenspieler tätig war. Im Mittelpunkt seiner Arbeiten stand und steht die sakrale Kunst, die intensive Auseinandersetzung mit der Heiligen Familie und verschiedenen Heiligen. Für seine langjährige künstlerische Arbeit und den Einsatz in der Gemeinde und in der Kirche wurde er in der Gemeinde und vom Land Südtirol geehrt. Edith Rechen-

macher Schweizer erinnerte in ihren Ausführungen daran, dass Hubert Piccolruaz zusammen mit Karl Grasser viele Jahre in Naturns den Amateurmalerkurs leitete. In weiteren Kursen führte er interessierte Personen in die Ikonenmalerei ein. Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung mit Geigenmusik von Nadja Geneth aus Kortsch. (hzg)


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Das Wandbild “Karussell des Lebens” von Karl Plattner, das der diesjährigen Herbstausstellung auf Schloss Kastelbell den Titel gibt. Es steht sinnbildlich für den ewigen Kreislauf des Lebens und ist erstmals in Südtirol zu sehen.

Foto: Peter Tscholl

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Karl Plattner: der Vinschgau in seiner Bildsprache von Peter Tscholl

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as Kuratorium Schloss Kastelbell widmet seine diesjährige Herbstausstellung dem Maler Karl Plattner anlässlich seines 40. Todestages. Es ist bereits die dritte Plattner-Ausstellung auf Schloss Kastelbell: Die erste fand im Jahr 2000 zu Beginn der Tätigkeit des Kuratoriums statt, die zweite 2019 anlässlich seines 100. Geburtstages. Im Mittelpunkt der aktuellen Schau steht Plattners öffentliches Werk. Zu sehen sind unter anderem Entwürfe für sein Fresko im Südtiroler Landtag – mit der Darstellung “schöpferischer, wirtschaftlicher und künstlerischer Tätigkeiten sowie Motiven aus der Südtiroler Landschaft” – sowie Arbeiten für das Festspielhaus in Salzburg, die Kapelle an der Europabrücke und die Kapelle in Alsack/Mals. Die Ausstellung “Karl Plattner – Karussell des Lebens” ist ein Stück Vinschgau und ein Besuch ist für jeden Vinschger empfehlenswert. Karl Plattner wird zu Recht als eine der herausragenden Künstlerpersönlichkeiten der Südtiroler Nachkriegszeit bezeichnet.

Dass er heuer, vierzig Jahre nach seinem Tod, vom Südtiroler Landtag mit einer eigenen Veranstaltungsreihe gewürdigt wird, zeigt zudem, dass seine Bedeutung längst über eine regionale Erinnerung hinausgeht. Worin besteht das „Phänomen Plattner“ und was macht den Künstler für den Vinschgau so besonders? Karl Plattner ist und bleibt in vielerlei Hinsicht ein Rätsel. Um sein Werk halbwegs zu verstehen, lohnt sich jedoch der Blick auf seine Biografie. Karl Plattner wurde als letztes von 10 Kindern in Mals geboren. Als Karl vier Jahre alt war, starb sein Vater. Karl wuchs in sehr einfachen Verhältnissen auf. Sein Traum war es schon immer Maler zu werden. Nach Kriegsende erfüllte sich sein Traum. Er inskribierte sich zuerst in Florenz, und studierte dann an der Akademie von Brera in Mailand. 1950 übersiedelte Plattner nach Frankreich, wo er seine zukünftige Frau kennenlernte. An der Seite seiner Frau führte er in den folgenden Jahren ein bewegtes Künstlerleben zwischen Mailand, Paris, Brasilien und Südtirol. „Ich habe ein Zigeunerleben geführt“, sagte Plattner einmal

über sich selbst. Trotz ständiger Veränderung kehrte er stets in seine Heimat zurück: „Ich habe das Fremde dazugenommen, ohne dabei das Eigene zu verlieren.“ Vor allem die Landschaft des Obervinschgaus, der Kontakt mit der Natur, mit der Struktur dieser Landschaft, mit den Menschen, mit den Farben, blieb für Plattner ein ständiger Begleiter und emotionaler Hintergrund seines künstlerischen Schaffens. Plattner übersetzte seine Wahrnehmung des Vinschgaus in eine moderne, eigenständige und unverwechselbare Bildsprache. Er schuf aus seiner konkreten Heimat universelle Kunst, ohne sich je von seinen Wurzeln zu lösen. Vielleicht liegt hier das „Phänomen Plattner“. Und das macht ihn auch für den Vinschgau so besonders. Der Vinschgau offenbart sich in seiner Bildsprache - geformt von Landschaft, Licht und Atmosphäre, von Menschen, Erinnerungen, Sehnsüchten und Träumen. Karl Plattner ist eine Ikone der Vinschger Kunst. Seine Fresken und Bilder im Tal sind unzertrennlich mit dem Vinschgau verbunden und inzwischen fester Bestandteil des lokalen,

kulturellen Gedächtnisses. Bei der Vernissage der Ausstellung „Karussell des Lebens“ am 5. September konnte Gerold Tappeiner zahlreiche Besucher bei herrlichem Wetter im Schlosshof begrüßen. Eva Gratl, Ursula Schnitzer und Alessandro Casciaro führten in die Ausstellung ein. Zur Freude aller anwesenden Gäste richtete anschließend Karl Plattners Tochter, Anna Silvia, sichtlich bewegt einige Worte an das Publikum. “Gentili ospiti. È una grandissima emozione essere qui oggi in questo splendido castello. Sono passati 40 anni da quando mio padre ci ha lasciati, ma guardando i suoi quadri, mi sembra che ci sia ancora oggi. Questa mostra è un regalo immenso per mio padre.” Nach Dankesworten an die Organisatoren der Ausstellung sagte sie: “E infine vorrei rivolgere l’ultimo e il più importante ringraziamento a lui, a mio padre, per la bellezza che ci ha lasciato, per le emozioni e la meraviglia, che le sue opere suscitano ancora oggi. Mio Padre diceva che l’arte non deve solo decorare, ma deve scuotere, far riflettere e connettere le persone. Buona mostra.”


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Rabland

Schützen ehren Gipfelkreuz auf der Lazinser Rötelspitze m Samstag, den 5. September, machten sich zwölf Rablander Schützen und drei begeisterte Bergfreunde aus der Gemeinde auf den Weg zur Lodnerhütte. Die Schutzhütte im Zieltal, wo sie übernachteten, bildete das erste Etappenziel ihrer Gipfeltour. Der besondere Anlass für dieses gemeinsame Bergwochenende war das 60-jährige Bestehen des Gipfelkreuzes auf der Lazinser Rötel. Das eiserne Gipfelkreuz wurde im Jahr 1966 von der Katholischen Jugend in Rabland errichtet. 1999 übernahmen die Rablander Schützen das witterungsgeschädigte Kreuz und restaurierten es. Die Schützenkompanie St. Jakob kümmert sich seither um dessen Erhalt. Unvergessen bleibt die feierliche Bergmesse im Sommer 2006 zum 40-jährigen Bestehen des Gipfelkreuzes. Seit 60 Jah-

Fotos: „Wind“-Archiv

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ren heißt es die Wanderer auf 3037 m Höhe willkommen. Zum diesjährigen Jubiläum wurde das Kreuz am 6. September mit einem handgeschnitzten Edelweiß-Jubiläumskranz geschmückt. Am Sonntagmorgen machten sich die Schützen und Bergfreunde von der Lodnerhütte aus auf den Weg zur Lazinser

Rötelspitze. Bei Kaiserwetter wanderten sie zur Tablander Lacke. Von dort stieg dann ein kleinerer Trupp über das Halsljöchl hinauf zum Gipfelkreuz. Nach 2,5 Stunden Gehzeit erreichten Friedl Gerstgrasser, der das handgeschnitzte Edelweiß getragen hat, Rudi Prantl mit Tochter Selina sowie Lukas Ilmer von der Schützenkompa-

nie und die Bergfreunde Walter Gamper, Josef Österreicher und Sepp Sprenger ihr Ziel. Oben angekommen befestigten sie den Jubiläumskranz feierlich am Kreuz. Auf der Lodnerhütte ließ die Gruppe den gelungenen Jubiläumstag kameradschaftlich ausklingen. Astrid Fleischmann


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Vinschgerwind 19-26 17.09.26

Glurns/Langtaufers

„Mit wenigen Proben wurden Höchstleistungen erbracht“ D

Die Musikerinnen und Musiker der Orchesterakademie „Wandern & Musik“ mit dem Dirigenten Martin Lill

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

ie Sinfoniekonzerte der Langtauferer Orchesterakademie bei freiem Eintritt in Glurns haben längst ihre Liebhaberinnen und Liebhaber gefunden. Und diese lassen sich den Ohrenschmaus zweimal im Jahr nicht entgehen. Im Winter gastieren Musikerinnen und Musiker, darunter Profis und Laienmusizierende aus ganz Europa im Rahmen von „Ski & Musik“ in Langtaufers. Sie genießen den Wintersport und bereiten sich bei gemeinsamen Proben auf das Abschlusskonzert vor. Im Sommer lautet das Motto „Wandern & Musik“. Für das Publikum bieten diese Konzerte eine Möglichkeit zur tiefen emotionalen und intellektuellen Auseinandersetzung mit komplexen Klangwelten, die im digitalen Zeitalter eine wichtige Gegenposition zur

schnellen Konsumation von Musik einnimmt. Unter der Leitung von Martin Lill waren am vergangenen 28. August 2026 im Stadtsaal wiederum drei anspruchsvolle Werke zu hören, und zwar die Streicherserenade von Dag Wiren, die Suite For Strings von Frank Bridge und die Serenade for Strings von Gyula Beliczay. El-

mar Prieth von Glurns Marketing gratulierte zur großartigen musikalischen Höchstleistung des Ensembles. „Mit wenigen Proben wurden Höchstleistungen erbracht“, so Prieth. Neben Glurns Marketing wurde das Konzert vom Bildungsausschuss GlurnsTaufers, der Stadtgemeinde, dem Kirchenchor Glurns getra-

gen. Ein spezieller Dank ging an den Glurnser Chorleiter Martin Moriggl, der seit Jahren Vinschger Ansprechpartner der Verantwortlichen der Orchesterakademie ist. Die Metzgerei Mair und die Bäckerei Schuster sorgten zur Stärkung der Musikerinnen und Musiker für eine köstliche Marende. (mds)

Glurns/Vinschgau

Fotos: Alexandra Salutt

Die Hits kamen gut zur Geltung

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ls Vorband durfte als erstes die Band „Bluatschink“ aus dem Tiroler Lechtal Stimmung machen. Danach heizten dann die „Schick Sisters x Opus Band“ richtig ein. Mit viel Charme brachte die Band stimmungsvolle Lieder und auch das Lied „life is life“ war bei dieser Porfarmance dabei. Mit den drei Mädels und zwei Männern bekam der Abend schon einen guten Charme. Die Sängerin

betonte bei der Verabschiedung auch, dass eine ihrer Bandkolleginnen einen Glurnser Mann hätte und ungewollterweise nun alle drei ein wenig an der Backe hätte. Mit diesem Scherz verabschiedeten sie sich und übergaben der Band Münchener Freiheit die Bühne, die dann nach einer kurzen Pause auf die Bühne kamen. Die Band legte mit vollem Schwung los.Nach den ersten Liedern gab es leider eine längere technische Störung,

die aber von dem Sänger Tim Wilhelm sehr gut mit witzigen Statements überbrückt wurde. Zu dem lustigen Facts über die Band gehört auch, dass es bisher anscheinend keinen einzigen Münchner bei der Münchener Freiheit gegeben hätte. Die Störung wurde baldmöglichst behoben und das Konzert konnte ohne weitere Probleme weitergeführt werden. Die Besucher warteten vor allem auf den bekanntesten Hit

Die Band Münchener Freiheit mit dem Sänger Tim Wilhelm im Vordergrund, Aron Strobl, Rennie Hatzke, Michael Kunzi und Alexander Grünwald

„Ohne dich“ ,der dann schlussendlich auch gespielt wurde. Nach zwei Zugaben wurde das Konzert dann mit guter Stimmung und reichlich Applaus beendet und man konnte den restlichen Abend noch mit ein wenig Musik vom DJ Donchi aus Mals genießen, der übrigens auch für die Hintergrundmusik und während des Aufbaus der verschiedenen Acts für Musik zuständig war. Alexandra Salutt


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PR-INFO Telser Türen - Burgeis

Sommer, Grillfeier und Teamgeist W

enn die Sonne länger scheint und die Ferienzeit beginnt, schlägt in der Fa. Telser die Stunde des Teamgeists: Die jährliche Grillfeier vor den sommerlichen Betriebsferien fand heuer am 07. August statt. Doch hinter dem klassischen „Grillen“ steckt mehr: ein Ort der Begegnung, an dem Mitarbeitende sich abseits des Arbeitsalltags kennenlernen, den Kollegenzusammenhalt stärken – und neue Energie für den Rest des Jahres tanken. Die Betriebsfeier stand im Zeichen des Sommers: Grillen, gute Gespräche und

eine willkommene Pause vom hektischen Arbeitsalltag. Für das leibliche Wohl war ab Mittag bestens gesorgt. Ein besonderes Highlight waren wiederum das Calcettoturnier und das Schätzspiel. Den ganzen Nachmittag wurde gespielt, gekämpft und geschätzt. Im Anschluss gab es tolle Preise und zufriedene Mitarbeiter. Ein gelungenes Sommer-Highlight, das Lust auf mehr macht – sowohl für den nächsten Grillabend als auch für die nächste gemeinsame Herausforderung.

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Vinschgerwind 19-26 17.09.26

Stilfs/Haus59

Lichtschatten – Frauen aus Stilfs eit neun Jahren stellen Karin Dalla Torre und Thomas Pichler ihr behutsam renoviertes Haus 59 am Karmatschweg in Stilfs einem Künstler bzw. einer Künstlerin für eine Woche zur Verfügung, um dort ihre Werke zu präsentieren. In den Räumen des alten Bäckerhauses, in der Stube und in den drei Zimmern und im Hausgang gab es in diesem Jahr eine ganz besondere Ausstellung vom 23. bis 30. August der Meraner Bildhauerin, Fotografin und Installationskünstlerin Elisabeth Hölzl. Sie zeigte nicht einfach ihre Kunstwerke, sondern begab sich ein Jahr lang auf Spurensuche in Stilfs. Im Mittelpunkt ihrer Feldforschung standen die Frauen aus Stilfs, die zwischen 1940 und 1950 geboren sind. Das Leben dieser Frauen, ihre Arbeit, ihre Erfahrungen und Erlebnisse als Frauen, Mütter, Dienstboten und Dorfbewohnerinnen standen im Mittelpunkt. Es ging darum Verdecktes, Vergessenes und Verdrängtes aufzuspüren, anzusprechen, sichtbar zu machen und in einem öffentlichen Raum zu präsentieren. „Lichtschatten“ nennt die Künstlerin ihr Projekt. Hölzl führte lange Gespräche mit verschiedenen Frauen, betrachtete zusammen mit

Foto: Heinrich Zoderer

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Die Meraner Bildhauerin, Fotografin und Installationskünstlerin Elisabeth Hölzl bespielte vom 23. bis 30. August das Haus59 in Stilfs. Ausgestellt wurden Fotografien von Stilfser Frauen, zu hören waren mehrere Interviews mit den Frauen, die aus ihrem Leben erzählen. den Frauen die Fotoalben und hörte ihnen zu wie sie sich erinnerten und aus ihrem Leben, den Mühen und der harten Arbeit erzählten. Die Frauen berichteten vom Leben im Gastgewerbe, von unehelichen, illegitimen Kindern, vom Zusammenleben in der Familie und im Dorf. Es ist Kunst der Aufmerksamkeit und der Erinnerung. Verborgenes wird aus dem Schatten ans Licht geführt. Die Bilder aus den Fotoalben hat Hölzl in der Stube und in den Zimmern wie

Besser als ein Schulbuch „Ba sui“ ist ein lehrreiches und interessantes Buch, das der ehemalige Direktor des Nationalparkes Stilfserjoch Dr. Wolfgang Platter zum 20-jährigen Bestehen der Bezirkszeitung Vinschgerwind verfasst hat. Wolfgang Platter bricht in seinen 200 Miniaturen eine Lanze für Natur und Landschaft, für ökologisch wertvolle Lebensräume, die durch Intensivierung immer öfter bedroht sind. Er beschreibt Gebirgsökosysteme und Siedlungsräume im Nationalpark Stilfserjoch, im Vinschgau und in seinen Nachbarräumen. Als vormaliger Leiter des Nationalparks Stilfserjoch zeichnet er Tier- und Pflanzenporträts von Arten aus den Lebensräumen der Tieflagen in den Talsohlen bis hinauf zur Nivalstufe in den Gletschervorfeldern weit oberhalb der Waldgrenze. Das Buch „Ba sui“ ist ein naturkundliches Nachschlagwerk mit Jetztzeitbezug von unschätzbarem Wert, zumal es die nähere Umgebung, den Nationalpark Stilfserjoch und den Vinschgau, mit all ihren Schönheiten und Problematiken abbildet. „Ba sui“ ist beim Vinschgerwind, Dantestraße 4 in Schlanders, um 75 Euro erhältlich.

eine Fotoserie an die Wand geheftet. Es sind kleine Bilder und man musste genau hinschauen, um das Leben hinter den Bildern zu entdecken. Die Interviews konnten als Audioinstallation angehört werden. Man musste sich nur Zeit nehmen und genau hinhören, dann wurde das Leben der Stilzer Frauen hörbar und erlebbar. Diese Ausstellung ist ein wichtiger Beitrag zur Dorfgeschichte, die hoffentlich einen bleibenden Platz in Stilfs findet. (hzg)


SEIT-DAL

1955


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Vinschgerwind 19-26 17.09.26

Latsch

Gemeinsam Hoffnung schenken er schöne Brauch der Kräuterbuschenweihe zu Hoch Unser Frauen ist den Bäuerinnen und der Bauernjugend von Latsch seit vielen Jahren ein besonderes Anliegen. Auch heuer wurden zahlreiche kleine Kräutersträußchen gebunden. Diese Aktion findet im Garten des Altersheimes Latsch statt, damit auch die Bewohner/innen an diesem alten Brauch teilhaben können. Nach der Festmesse vom Hoch Unser Frauen Tag werden die Sträußchen gegen eine freiwillige Spende verteilt. Die heurige Spende kommt zwei Familien zugute, die durch schwere Schicksalsschläge völlig unerwartet aus ihrem bisherigen Leben gerissen wurden. In einer jungen Bergbauernfamilie hat der plötzliche

Foto: „Wind“-Archiv

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Tod des jungen Familienvaters die Ehefrau und ihre drei schulpflichtigen Kinder schwer getroffen. Obwohl die junge Familie von Angehörigen bestmöglich unterstützt wird, sind die Sorgen um die Zukunft dennoch groß. Mit unserer Hilfe möchten wir ein wenig Hoffnung schen-

ken und dazu beitragen, die Folgen dieses schweren Schicksalsschlags zu bewältigen. Die andere Familie hat völlig unerwartet die Mutter verloren hat. Der Vater steht nun allein mit seinen zwei kleinen Kindern vor der schweren Aufgabe, den Alltag neu zu gestalten und

gleichzeitig für seine Kinder da zu sein. Auch die finanzielle Belastung ist durch das verminderte Einkommen durch die Teilzeitarbeit groß. Jede Hilfe und jeder Beitrag ist ein wertvolles Zeichen der Solidarität. Er lindert Sorgen, schenkt ein Stück Sicherheit und zeigt den betroffenen Familien, dass sie mit ihrem Schicksal nicht allein sind. “Wir sind so dankbar, dass die Latscherinnen und Latscher wieder so großzügig waren und schlussendlich eine stolze Summe von 3.416,78 € gespendet wurde. Ein herzliches Vergelts Gott an alle, die diese Aktion unterstützen und mit ihrer Spende dazu beitragen, zwei Familien in einer besonders schweren Zeit zur Seite zu stehen” so die Ortsbäuerin Irmi Oberhofer.

Plaus

„Brunch & Dolce Vita“ in Plaus inen entspannten Vormittag verbringen und dabei Gutes tun: Unter dem Motto „Brunch & Dolce Vita“ fand am 29. August bereits zum zweiten Mal der „Woman und Kids“Flohmarkt in Plaus statt. Am Flohmarkt beteiligten sich 20 Ausstellerinnen und sorgten somit, im Sinne der Nachhaltigkeit, für ein breitgefächertes Angebot. Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher konnten gemütlich

zwischen den Ständen schlendern, nach Schnäppchen stöbern, gut erhaltene Kinder- und Erwachsenenkleidung sowie verschiedene Gebrauchsgegenstände günstig erwerben. Außerdem wurden leckere Häppchen, Kuchen und Cocktails angeboten, welche bei schönstem Sommerwetter im Garten des Pixnerhauses genossen werden konnten. Wie bereits im vorigen Jahr wird auch heuer der Reinerlös

der Veranstaltung an die Stiftung für krebskranke Kinder „Peter Pan“ gespendet. Dabei können sich die Organisatorinnen Nadja Eisenkeil, Jaqueline Tappeiner und Daniela Gerstgrasser besonders freuen, denn ihre aufwendige Arbeit hat sich gelohnt: Im Vergleich zum Vorjahr wurde der gesammelte Betrag fast verdoppelt, sodass am Ende die stolze Summe von 2.000 Euro an die Stiftung der Kinderkrebshilfe

übergeben werden kann. Maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen haben neben den Ausstellerinnen, Besucherinnen und Besuchern des Flohmarktes vor allem die großzügigen Sponsoren. Sie haben die Getränke, Pizzas und Kuchen kostenlos zur Verfügung gestellt, sodass der gesamte Erlös gespendet werden kann. Anna Pfitscher

Fotos: Anna Pfitscher

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10. Ausgabe

Brauchtumsund Genussfest

4.10.26

ab 9.30 Uhr Festbeginn mit Frühschoppen am & um den Hauptplatz in Prad

> Einblicke in das Prader und Vinschger Brauchtum mit Auftritten der Goaßlschnöller, Schuhplattler und Volkstänzer aus Prad > Altes Handwerk und Traditionen hautnah erleben > Musikalische Unterhaltung auf 2 Bühnen mit der Prader Böhmischen, Prosi’t, Oberwind, Flouraschworz, KBLG Tanzlmusi und den Ringgenburg Musikanten > Handwerks- und Genussmarkt, Kegelbahn, Spiel- und Bastelstraße für Kinder u.v.m. > Traditionelles aus der Küche mit Wildgerichten, Strauben, Keschtn, Weinbudel, Glühweinstandl, Holzgrillgigger, Tuifl con Carne u.v.m. > Es freuen sich auf euch:

Tourismusverein Prad, Jagdrevier Prad, Goaßlschnöller Prad, Volkstanzgruppe Prad, Koatlacker Tuifl, Schuhplattler Prad und Nauders, Schützenkompanie Prad sowie alle die zum guten Gelingen Beitragen!

Hier gehts zum Festplan

03.10.2026

ab 19 Uhr Gasthof Neue Post Wirthausmusi mit PROSI’T

Info: Tourismusverein Prad +39 0473616034 — tv@prad.info

www.prad.info

Foto: (c)Tourismsuverein Prad, IDM Südtirol


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Schnals

HGV-Ortsobmann Benjamin Raffeiner begrüßte die zahlreichen Gäste des kulinarischen Events.

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ie Slow Food Spezialitätenwochen wurden mit einer kulinarischen Genussmeile im archeoParc in Unser Frau gebührend eröffnet. Der Ort war bewusst gewählt, denn im September 2026 jährt sich der Fund der Gletschermumie Ötzi zum 35. Mal. Die traditionellen Spezialitätenwochen bieten in 18 Betrieben noch bis zum 27. September Hochgenuss auf dem Teller. Bei der Veranstaltung handelt es sich um eine Initiative des HGV Schnals in Zusam-

menarbeit mit der Tourismusgenossenschaft Schnalstal. Der HGV-Ortsobmann betonte bei seiner Begrüßung die enge Zusammenarbeit zwischen Gastronomie und Landwirtschaft. Die kreativen Küchenchefs hatten sich ein fantasievolles 5-Gänge-Menü rund um das Schnalser Schaf einfallen lassen. Beim Empfang bot der Eishof einen Glutscher, auf offenem Feuer geröstetes Sauerteigbrot mit Apfel-WalnussRicotta und Lammsalami vom Infanglhof. Der Oberraindlhof

Lammtatar vom Oberraindlhof

Das Gericht der Goldenen Rose servierte die Tochter des Hauses: Cosima Grüner.

Das neue Team von der Mastaunalm.

Fotos: Elke Wasmund

Das Schaf als Genussmittelpunkt

servierte Lammtatar auf Paarlbrot mit fermentiertem Kraut. Die Goldene Rose setzte auf

Hausgemachte Pizza Romana mit Lammporchetta mit fermentiertem Rotkraut. Das neue Team der Mastaunalm offerierte Hausgemachte Kartoffelnudeln mit Ragù vom geschmorten Mastauner Lamm und Roter BeetePesto mit würzigem Schafskäse vom Infanglhof. Das Adlernest setzte auf Pita mit LammherzĆevapčići Den krönenden Abschluss bot wieder der Eishof mit einer Polenta-Tartlette. Die Speisen wurden perfekt ergänzt durch die Weine des biodynamischen Weinguts Manincor. Ausgewählt wurde es, da es auch Schafe zur Beweidung der Weinberge einsetzt. (ew)

Das Team vom Eishof kreiierte den Glutscher vor dem Museum.

archeoParc-Direktorin Johanna Niederkofler und Gastronom Paul Grüner.

Die Jungs vom Schwarzen Adler hatten viel Spaß an diesem Abend und gaben gerne Auskunft über ihr Gericht.

Der leckere Abschluss vom Eishof.


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Stilfs

Naturns

10 Jahre Stilzer Webnetz

E-Mobilität

elle Können und die Vielfältigkeit in der künstlerischen Gestaltung der Weberinnen wider. Agnes ist auf klassische Wollteppiche spezialisiert, Angelika kreiert Wolldecken, Helga Stilzer Hennen mit Steigeisen, Susanne Weithaler zaubert hochwertige Schals wie beispielsweise aus Cashmere, Lisa Pinggera Rucksäcke, Eulen und Babydecken. Die Künstlerin Anna Moser unterstützt die Gruppe mit ihrem feinen Gespür für Design und Farben, unterm anderem stellt sie kunstvoll gewebte Bildteppiche, die Gobelins her. Den Weberinnen gelingt dadurch in allen Arbeiten ein interessanter Spagat zwischen Altem und Neuem, Altbewährtem und Modernem, Klassischem und Innovativem. Das Stilzer Webnetz bietet im Sommer Interessierten die Möglichkeit, einen Blick in die Webstube zu werfen und den Frauen beim Weben über die Schulter zu blicken. Auf Anfrage werden Unikate nach individuellem Geschmack hergestellt. In jedem Falle erzählen die aufgezogenen Fäden an der Alma, der Dora und der Leni ihre ganz eignen Geschichten. Thea Hofer

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aturns setzt bei der Mobilität und Energieversorgung zunehmend auf Nachhaltigkeit. Neben dem bereits etablierten E-Carsharing-Angebot „Naturns mobil“ mit zwei Elektrofahrzeugen wurde nun auch der Fuhrpark der Gemeinde weiter elektrifiziert. Ein neues E-Auto steht den Gemeindeelektrikern für ihre täglichen Einsätze zur Verfügung. Das Fahrzeug wird am Bauhof geladen. Dort befindet sich eine eigene Ladestation, die mit dem Strom der bestehenden Photovoltaikanlage versorgt wird. Damit kann das Gemeindefahrzeug weitgehend mit lokal erzeugter erneuerbarer Energie betrieben werden. „Wir wollen bei der nachhaltigen Mobilität nicht nur von Klimaschutz sprechen, sondern als Gemeinde selbst mit gutem Beispiel vorangehen“, erklärt Bürgermeister Zeno Christanell.

bens erlernten die begeisterten Frauen beim Planeiler Weber Sepp Winkler und später bei der Webmeisterin Waltraud Winkler bis sie imstande waren, eigene Kunstwerke aus Textilien zu schaffen. Der Weg zu einem fertigen Werkstück ist freilich von vielen Arbeitsschritten geprägt und verlangt von den Weberinnen viel Geschick und Geduld ab. Nach dem Ideensammeln, Bestimmen, Ausrechnen, Zetteln, Aufziehen, Litzen stechen, Blattstechen, Aufhängen, Weben, Nähen, Knüpfen und Versäubern kann das wertvolle Gewebe bestaunt und seiner Bestimmung zugeführt werden. Die unterschiedlichen Textilien spiegeln dabei das individu-

BERGBAHNEN LATSCH

Wandern, biken & genießen www.bergbahnen-latsch.com

Foto: „Wind“-Archiv

lma, Leni und Dora. So heißen die drei Webstühle in einer ehemaligen Tischlerei, an denen aus hochwertigen Materialien wie Seide, Cashmere, Alpaka, Merino, Leinen, Wolle, Wollresten und Baumwolle Teppiche, Kissen, Tischdecken, Schals, Gebrauchsgegenstände, Schlüsselanhänger wertvolle Unikate hergestellt werden. Der Öffentlichkeit präsentiert wurden die Werkstücke der letzten Jahre anlässlich der 10- Jahresfeier des Kulturvereins „Stilzer Webnetz“ am Sonntag, den 23. August. Interessierte konnten sich an kleinen Tischwebrahmen im jahrtausendealten Kunsthandwerk des Webens üben. Der kleine Umtrunk und das gemütliche Beisammensein boten aber auch die Gelegenheit, sich bei jenen zu bedanken, die den Verein seit Gründung auf verschiedene Art und Weise unterstützt haben, sei es beispielsweise durch die aktive Mitgliedschaft oder durch den Kauf von Werkstücken. Das uralte Handwerk für die Nachwelt zu erhalten, die Handwerkstechniken an Interessierte weiterzugeben und der eigenen Kreativität nachzuspüren, waren von Anbeginn die Triebfedern der fünf Gründungsmitglieder Agnes Moser Pinggera, Helga Pinggera, Angelika Moser, Martina Telser und Waltraud Winkler. Der Verein zählt heute sechs aktive und sechs passive . Mitglieder. Die Grundtechniken des We-

Fotos: Helga Pinggera

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v.l.: Bauhof-Vorarbeiter Hannes Höllrigl, Bürgermeister Zeno Christanell, die Mitarbeiter Manuel Zwischenbrugger und Heinrich Fischer sowie Umweltreferent Florian Gruber.

SESSELLIFT TARSCHER ALM SEILBAHN ST. MARTIN

Tarscher

Alm Bus ab Bahnhof Latsch


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Ö FFNUNGSZEITEN Jugendtreff „fResch“ Reschen JT Do.“fResch” 05.03.20Reschen ab 17.30 Uhr Eclairs selbst gemacht Do. 16:00 – 19:00 Uhr 16:00 – 20.00 UhrUhr (2x Monat) SFr. a. 07.03.20 ab 19.00 JT “JuzeBUTTONS Hoad” St. Valentin Deine Mi. 16:00 – 19:00 Uhr Jugendtreff „Juze“ St.Valentin Fr. 16:00 – 20.00 Uhr (2x Monat) M“JUBU” i. 11.03.20 ab 16.30 Uhr JT Burgeis Strategiespiele Sa. 15:30 – 20:30 Uhr JT Laatsch Sa.“JULO” 14.03.20 ab 19.00 Uhr Fr. 17:00 –neuer 22:00Treff Uhr Dekoideen JZ “JuMa” Mals Jugendtreff „Chillhouse“ Stilfs Di. 16:00 – 20:00 Uhr Fr.Mi. 06.03.2020 um 17.00 Uhr 14:30 – 16:00 Uhr DIY nurOsterdeko für Mittelschüler*innen Jugendtreff Mi. 16:00 –„Citytreff“ 20:00 Uhr Glurns 16: – 20:00 Uhr Uhr DDo. o. 12.03.20 ab 15:00 Fr. 16:00 – 21:00 Uhr Vollversammlung 16:00 – 21:00 Uhr ÖSa. ffnungszeiten: JT “Citytreff” Glurns Di. Di.16.00 17:00––20.00 21:00 Uhr Do. Mi.17.00 17:00––21.00 21:00 Uhr Fr.Fr.18.00 – 22.00 17:00 – 23:00 Uhr JT “Revoluzer” TaufersSchluderns Jugendhaus Phönix – 19:00 Fr Di. 07.16:00 + 13.03.20 abUhr 15.00 Uhr Sa. 16:00 – 22:00 Mädchentreff: PizzaUhr machen + JH “Phönix” Schluderns Vatertagsgeschenk basteln Di. 17:00 – 19:00 Uhr MMi. i 11.03.20 16.00 Uhr 15:00 –ab 20:00 Uhr Vatertagsgeschenk Do. 16:00 – 20:00basteln Uhr Fr. 17:00 – 22:00 Uhr Mals Jugendzentrum JuMa Sa. 17:00 –GESCHLOSSEN 22:00 Uhr Fr.06.03.20 JT “Ju!P” Prad M Mi.i.11.03.20 von 17.00 bis 20.00 Uhr 16:00 – 20:00 Uhr Spieleabend Do.16:00 – 20:00 Uhr SFr. a.14.03.20 15:00 – GESCHLOSSEN 21:00 Uhr Sa 15:00 – Burgeis 21:00 Uhr Jugendtreff JT Fr.“Jurali“ 06.03.20Lichtenberg von 18.00 bis 23.00 Uhr Di. 17:00 – 20:00 Uhr Treff geöffnet mit Kochabend Fr. 17:00 – 21:00 Uhr JT Sa.“Chillhouse” 07.03.20 GESCHLOSSEN Stilfs M Mi.i.11.03.20 von 15.00 15:15 – 20:00 Uhr bis 17.00 Uhr BubbelWaffeln backen Do. 15:15 – 20:00 Uhr 16:00 – von 22:00 Uhrbis 23.00 Uhr SSa. a. 14.03.20 18.00 JT “JuTsche” Treff geöffnetTschengls mit Kochabend Mi. 17:30 – 20:30 Uhr Jugendtreff „La:Ma“ Laas Sa. 18.30 – 21.30 Uhr JT Sa.Eyrs 07.03.20 ab 19.00 Uhr Lachs – Zucchininudel Mi. 15.00 – 17.00 Uhr Anmeldung 06.03.20 Sa. 15.00 –bis 18.00 Uhr erforderlich JT Sa.“La:Ma” 14.03.20Laas ab 15.30 Di. 16:00 – 20:00 Schwimmen LatschUhr JZ “Freiraum” Schlanders Info & Anmeldung bis 11.03.20 Di. 17:00 – 22:00 Uhr bei Andy im La:Ma Mi. 17:00 – 22:00 Uhr Jugendtreff Do. 17:00 –Tschengls 22:00 Uhr 17:00 –von 23:00 Uhrbis 22.00 Uhr Fr.Fr.6.03.20 18.00 Sa. 17:00 – 23:00 Uhr langer Filmabend mit Nudel & JT “Check In” Goldrain Schokofondue Derzeit geschlossen JuZe „Freiraum“ Schlanders JZ “Green Turtle” Latsch D Di.i.03.03.20 15:00 – 20:00 Uhr Das geschlossen Mi.JuZe 15:00bleibt – 20:00 Uhr 15:00 –ab 21:00 Fr.Do. 06.03.20 20.00Uhr Uhr Fr. 15:00 –im21:00 Filmabend JuZeUhr Sa. 15:00 – 21:00 Uhr Turtle“ Jugendzentrum „Green JC “Taifun” Martell Latsch Sa. 16:00 – 22:00 Uhr Di.Tarsch 16.00 – 19.00 Uhr JT Mi. Mi.15.00 18:00––18.00 20:00Uhr Uhr JT In”–Kastelbell/Tschars Di.“All 16.00 20.00 Uhr i. 16:00 – 21:00 Fr. M15.00 – 21.00 UhrUhr Do.14.00 16:00– –21.00 21:00Uhr Uhr Sa. Fr. 17:00 – 22:00 Uhr Jugendraum Check In Goldrain Sa. 17:00 – 22:00 Uhr M“Time i. 18.00Out” – 21.00 Uhr JT Schnals Jugendclub Martell Mi. 16.30 –Taifun 20.30 Uhr JZ Naturns Sa.“JuZe” 07.03.20 von 14.00 – 20.00 Uhr Mo. 16:00 – 22:00 Uhr Geöffnet 16:00 – von 22:00 Uhr– 18.00 Uhr SMi. a. 14.03.20 15.00 Do. 16:00 – 22:00 Uhr „Gianmo suchten“ Fr. 16:00 – 22:00 Uhr Workshop Sa. 16:00 – 20:00 Uhr Jugendtreff Tarsch JT “Kosmo” Plaus 15:00 – 19:00 M Mi.i.11.03.20 15.00 –Uhr 17.00 Uhr Do. 15:00 – 20:00 Uhr Filmnachmittag

OJA Mals

Ein Team für Drei Die offene Jugendarbeit in Mals geht neue Wege: Mit der OJA Mals gibt es künftig ein gemeinsames Team für das JuMa Jugendzentrum Mals, den Treff Burgeis und das JuLo in Laatsch. Der Jugenddienst Obervinschgau stellt dafür die h au p t a m t l i c h e n Mitarbeitenden zur Verfügung und übernimmt die Trägerschaft für den Treff Burgeis und das JuLo, während der Verein JuMa weiterhin von seinem ehrenamtlichen Vorstand getragen wird. Die OJA Mals wird von Philipp Tappeiner,

Juze Latsch

Kleidermarkt Kommt vorbei, stöbert und endteckt vielleicht das ein oder andere neue Lieblingsstück da mit euch nach Hause darf. Du hast besondere Schätze, schöne Einzelstücke, die ein neues zu Hause suchen? Dann melde dich bei uns bis zum 23.09.2026

Salvatore Cosentino und der Koordinatorin Maria-Magdalena Flora begleitet. Durch die neue Zusammenarbeit können Projekte und Aktionen besser abgestimmt, Jugendliche bedarfsgerechter begleitet und der Austausch zwischen den verschiedenen Strukturen gefördert werden. Ein eigenes Logo, in Anlehnung an das Malser Gemeindewappen, das die drei Einrichtungen unter einem Dach vereint, wird künftig die Angebote der OJA Mals sichtbar machen.


17.09.26

Eine amüsante Knobelei wünschen wir euch. Zu gewinnen gibt es diesmal einen 50€ Einkaufsgutschein, einlösbar in den Eurospin-Filialen. Sende uns das neue Lösungswort mit deinem Namen und dem Wohnort an: redaktion@vinschgerwind.it Einsendeschluss: 28.09.26, 9:00 Uhr

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„Murmeltierschmalz“ ist das Lösungswort des letzten Rätsels. Die Riesenpizza gewinnt Elisabeth Patscheider aus Mals. Der Gutschein ist ab 17.09.26 in der Wind-Redaktion abholbereit, Dantestraße 4, in Schlanders.

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1. drei Highlights haben die drei ... in Latsch geboten 2. Schloss Goldrain wirbt mit ... Weiterbildung 3. die FF Eyrs hat eine neue Feuerwehrhalle und ein neues ... 4. Luis Amort ist ... der Alperia 5. in Glurns finden derzeit die Vinschger ... statt 6. höchst umstritten ist die künstliche ... 7. die ... -Wildpferde sind heute noch lebende Wildpferde 8. Beim Hanswirt in Rabland gibt es die ... 9. Am Sonnenberg oberhalb von Naturns wandert man entlang des ... 10. das Malser Galtvieh ist von der Sommerweide in ... zurückgekehrt

11. im Zerzertal gibt es zwei Almen, im hinteren Talteil ist die ... 12. durch den Vinschgau ging und geht die Via Claudia ... 13. den ... gibt es nicht nur am Achensee, sondern auch bei Rojen 14. Um die Texelgruppe führt der Meraner ... 15. Die Wandmalereien in St. Prokulus stammen aus der ... 16. Patrozinium auf der Töll, hl. ... 17. Als "zweiter Gründer" der Abtei Marienberg gilt Abt ... Lang 18. Die Pfarrkirche von Sulden ist der hl. ... geweiht 19. Archäologische Stätte oberhalb von Schluderns 20. fluffige Eierspeise mit Preiselbeermarmelade

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Garten rüher war es ein Anger mit Birn- und Obstbäumen, eine eingezäunte Wiese für die Schafe, einem Hausgarten, einem Bienenhaus, ohne einen ebenen Platz, aber mit einer schönen Aussicht von Tschengls bis Marienberg. Der Ortler und die Königspitze, das Glurnser Köpfl und der Watles, der Eingang nach Taufers im Münstertal, Prad, die Stadt Glurns, Tartsch mit dem Tartscher Bichl, Laatsch, Schleis und Mals mit den vielen Türmen. Alles in Sicht. Ein Fleckchen Erde oberhalb von Mals am Ende der Parkgasse, neben dem Eingang zum Park, beim Unterwaal, nur wenige Minuten vom Dorfplatz entfernt. Es ist der Anger von Karl Punter, der am Ende der Parkgasse wohnt und oberhalb von seinem Haus den 1.000 m² großen Anger besitzt. Früher war Karl, geboren 1957, ein Abenteurer, der mit seinem Motorrad im Sommer 4 – 5 Wochen durch Europa und durch Afrika fuhr, Fotos machte und in den Wintermonaten Lichtbildervorträge über seine Abenteuerreisen hielt. Außerdem unterrichtete Karl über 40 Jahre in Schlanders, Mals und zuletzt in der Fürstenburg. Die Rundreisen mit dem Motorrad endeten vor 30 Jahren, als seine Tochter zur Welt kam. Aus den Fernreisen und Motorradfahrten, den Abenteuern in den Bergen und durch Wüsten wurde eine Fußreise in den nahen Anger. Sie wurde sein neues Abenteuer. Hier baute er sich eine neue Welt, ein neues Gartenparadies, eine Gartenburg. Er nennt es „Hortus Deliciarum“, den Garten der Köstlichkeiten, der

Genüsse und der Wonnen. Der Hortus Deliciarum ist die erste nachweislich von einer Frau abgefasste Enzyklopädie. Zwischen 1167 und 1195 erstellte die Äbtissin des Klosters Hohenburg auf dem Odilienberg im Elsass die illustrierte Handschrift mit dem theologischen und profanen Wissen der damaligen Zeit. Der Garten, die Gartengestaltung wurde zur Lebensaufgabe von Karl Punter und zu seinem Lebensmittelpunkt neben der Familie und Schule. Seit 30 Jahren läuft das Gartenprojekt. Ohne Ende.

Ein Garten mit Terrassen, Stiegen, Brunnen, Beeten, Bäumen und Bänken Die Aussicht und einige Bäume sind geblieben, alles andere hat Karl verändert. Heute ist es für ihn ein wertvoller Rückzugsort mit einem Hausgarten, vielen Pflanzen, Blumen, Bäumen, Tieren und schattigen Nischen an heißen Sommertagen und sonnigen Plätzen in den Wintertagen. Oft verbringt er den ganzen Tag im Garten, er und seine Frau Bernadette Höllrigl genießen die Gartenzeit, die Düfte und Blüten im Garten, die Früchte, die Ruhe und die schöne Aussicht. Rund zwei Stunden dauert der Rundgang durch sein Gartenparadies. Karl erzählt über die Steine, die Gartenarchitektur, die vielen Trockenmauern. Er hat sie errichtet, um ebene Flächen zu gewinnen und einen Weg durch den Garten angelegt. Die einzelnen Terrassen hat er mit Steinstiegen verbunden. Die Steine hat er selber

gesucht, in den Bergen, aus dem Bachbett geholt und in jahrelanger Arbeit aus dem abschüssigen Anger einen Garten mit fünf oder sechs ebenen Terrassen gemacht. Es sind verschiedene Steine aus Reschen bis Laas, sogar aus der nahen Schweiz. Über jeden Stein kann Karl eine Geschichte erzählen. Wo der Stein herkommt, wie er ihn transportiert und dann in sein Gartenprojekt eingebaut hat. Es gibt einige besondere Steine an besonderen Orten, die aus dem Garten einen mystischen Ort machen, zum Nachdenken und zum Philosophieren. Es ist seine Eremitage. Manchmal redet er sogar mit den Pflanzen, sitzt in einer schattigen Ecke und lässt den Blick über sein Heimatdorf Mals schweifen. Er sieht die einzelnen Häuser und muss an die Menschen denken, die hier wohnen und früher gewohnt haben. Wie sie gelebt haben, wie ihre tägliche Arbeit war und wie ihr Alltag. Wir kommen an sechs Brunnen vorbei. Es ist Trinkwasser, eingespeist aus dem Überlauf vom Wasserreservoir. Das Plätschern des Wassers und das Singen der Vögel, das ist die Gartenmusik. Vom Autoverkehr hört man zum Glück nichts, nur die Glocken vom Kirchturm hört man, aber das sind bekannte und angenehme Töne. Im Garten sind alte Obstbäume mit Grafensteiner, Kalterer, ein Kirsch- und ein Marillenbaum, ein Palabirnbaum, ein Zwetschgenbaum und ein Birnbaum Gute Luise, sogar Weinreben, viel Lavendel und Königskerzen. Auch die Bäume und die Pflanzen haben eine Geschich-

Fotos: Heinrich Zoderer

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der Wonnen


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FERNSEH- UND RADIOSENDUNGEN ÜBER KARL PUNTER:

➜ YouTube.com: RAI Land&Leben – Sendung vom 29. Oktober 2025 ➜ Rai Südtirol Mediathek: Land & Leben Magazin für Landwirtschaft vom 03.11.2025 ➜ Rai Südtirol Radio Wohnzimmer: der Lehrer und Abenteurer Karl Punter – 10.01.2026

te. Schlangen haben wir beim Rundgang keine gesehen, aber Karl versichert, dass es sie gibt, genauso wie Feldmäuse und einen Maulwurf, den er nicht besonders mag. Vieles wächst allein und er lässt es wachsen. Sein Garten hat keine klassische Einteilung: Gemüsegarten, Kräutergarten, Blumengarten und Lustgarten und doch ist alles da und für alles Platz. Vor allem gibt es schöne Wege, Plätze, Nischen, Bänke aus Holz und Stein und überall wächst und blüht es. Wir befinden uns auf 1.100 Meter Meereshöhe und doch ist es auch im Winter in der Sonne angenehm warm und im Sommer im Schatten eines Baumes, bzw. einer Laube angenehm frisch.

Willst du ein Leben lang glücklich sein, so schaffe dir einen Garten. Karl Punter hat 30 Jahre an der Umsetzung seiner Gartenidee gearbeitet, ohne Gesamtplan und ohne langfristige Ausrichtung. Und er wird weiter an seinem Gartenprojekt arbeiten, Steine sammeln, Wege und Plätze anlegen, pflanzen und vor allem zuschauen, wie alles wächst, wie die Natur sich

entwickelt, ihre Kraft und Pracht entfaltet. So wie für den alten griechischen Philosophen Epikur ist auch für Karl der Garten ein Ort der Lebensfreude, der Lebenslust, des Glücks und der Seelenruhe. Hier kann er jeden Tag, jeden Augenblick genießen und nach dem Motto: carpe diem (nutze den Tag) auch glücklich werden. Es gibt ein chinesisches Sprichwort, das heißt: Willst du für eine Stunde glücklich sein, so betrinke dich. Willst du für acht Tage glücklich sein, so schlachte ein Schwein und gib ein Festessen. Willst du aber ein Leben lang glücklich sein, so schaffe dir einen Garten. Der Garten ist ein Ort der Vielfalt, der Zufriedenheit, ein Ort der Wonnen, der Freuden und des Buen Vivir, des Guten Lebens, wie es die indigenen Völker Südamerikas bezeichnen. Ein Leben in Harmonie, gut für Körper und Geist, ein kleines Paradies. Für Karl ist es wie ein Burggarten mit seinen Burgmauern und Gartenanlagen und dem Himmel als Dach darüber. In unmittelbarer Nähe zum Garten von Karl befindet sich der Bunker 5 als Teil des militärischen Schutzwalls, der zweiten Verteidigungslinie des „Vallo Alpino del Littorio“. Karl hat sich

dafür eingesetzt, dass die Fraktionsverwaltung von Mals den Bunker ankauft und für Führungen zugänglich macht, um über die Lokalgeschichte zu informieren und die militärische Denkweise der damaligen Zeit begreifbar zu machen. Heute macht Karl gerne Führungen in seinem Garten, um die Vielfalt und Schönheiten der Natur zu zeigen und auch Führungen im Bunker, um auf die Lokalgeschichte als Teil der Weltgeschichte hinzuweisen. Wir gehen nach der Gartenführung auf dem Unterwaal zurück nach Tartsch und von dort hinauf zum Bunker 23, den Benny von Spinn eingerichtet und Othmar Prenner dann zu einer Kunstgalerie umgestaltet hat. Derzeit werden dort mehrere Kunstwerke verschiedener Künstler zum Thema „HOTEL, der Traum vom Paradies“ bis am 25. Oktober 2026 ausgestellt. Außerdem führt das Kreativkollektiv Vinschgau EO a.rèa vom 1. bis 18. August beim Bunker 23 „Die wilde Fuahr - Ein Freilicht Sagenmusical“, ein Freilichttheater von Judith Prugger und Annalena Alber auf. Aber das sind wieder andere Geschichten und Projekte aus dem Obervinschgau. Heinrich Zoderer


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Alt und neu unter einem Dach Die Erweiterung und energetische Sanierung der Grundschule Prad samt Musikschule, Bibliothek und Jugendraum wurde in zwei Etappen über die Sommermonate hinweg realisiert. Der Schulbetrieb konnte ohne Einschränkungen weiterlaufen und die Arbeiten vor kurzem, pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres, abgeschlossen werden.

von Angelika Ploner

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ie Schulcontainer vor dem Schulgebäude in Prad gehören der Vergangenheit an. Pünktlich zum Schulbeginn ist die sanierte und erweiterte Grundschule in Prad fertig gestellt worden. Zweifelsohne ein besonderer Tag für die Schülerinnen und Schüler und die gesamte Lehrerschaft. Nur wenig scheint

sich auf den ersten Blick verändert zu haben. Das täuscht. Das architektonische Erscheinungsbild blieb zwar erhalten, doch dahinter stehen eine Vielzahl an Maßnahmen. Dreißig Jahre hat das Gebäude, das zum einen die Grundschule, zum anderen die Musikschule, die Bibliothek, das Probelokal der MK Prad und den Jugendraum beherbergt

auf dem Buckel. Doch nicht nur das: Die Schülerzahlen sind in der Gemeinde Prad im Steigen begriffen und „auch die Geburtenrate war in den vergangenen Jahren hoch“, sagt Bürgermeister Rafael Alber zum Vinschgerwind. Der Schulsprengel Prad meldete deshalb seit Jahren Raumbedarf an. Die Gemeinde Prad beauftragte die Architekten Daniele und Paolo Capra von der Architek-

turgemeinschaft 15 in Schlanders mit der Erweiterung und energetischen Sanierung des Gebäudes. Das Tempo war hoch, die Bauzeit sportlich. Das gesamte Projekt musste in zwei Etappen jeweils über die Sommermonate über die Bühne gehen. Das verlangte organisatorisch einen perfekt getakteten Zeitplan und fleißige Firmen, die Hand in Hand arbeiten. „Wir hatten


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wirklich eine gute Zusammenarbeit auf der Baustelle“, sagt Alber. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Eine maßgeschneiderte Aufstockung und ein energetischer Quantensprung zeichnen das sanierte und erweiterte Gebäude aus. Die energetische Sanierung umfasste den Fensteraustausch und technische Adaptierungsarbeiten. „Weil Radon immer wieder ein Thema ist, wurden auch zwei große Lüftungsanlagen eingebaut“, sagt Alber. Für die Erweiterung hingegen fiel die Wahl auf eine Aufstockung.„Es stand keine Fläche zur Verfügung“, erklären Daniele und Paolo Capra, „damit erschien eine Aufstockung des Bestandsgebäudes als die sinnvollste und praktikabelste Lösung in vielerlei Hinsicht.“ Einmal wurde wertvolle Bauzeit gespart. Zum anderen konnte Dank der gewählten Holzbauweise nachhaltig und einfach das bestehende Schulgebäude erweitert werden. Der neue Teil

Vinschgerwind 19-26

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Akustikabsorber an Decke und an den Wänden schlucken den Schall und sorgen für eine optimale - auch wertschätzende – Lernatmosphäre und ein angenehmes Raumklima. trägt demnach ein Holzkleid, fügt sich kohärent in den Bestand ein und bildet mit diesem eine architektonische Einheit. Gelbe Farbfelder zieren die Fensterbänder, bestimmen auch beim neuen Teil die Optik maßgeblich und sorgen für einen freundlichen, einladenden und sonnigen Akzent. Die Klassen der Grundschule verteilen sich nun auf drei Geschosse. Die ersten beiden

Geschosse, der Bestand, wurde nur geringfügig räumlich umstrukturiert. Das neue Dachgeschoss bietet auf 546 Quadratmeter Platz für fünf Klassen. Viel Wert wurde auf ein gutes Raum- und Lernklima gelegt. Hell und luftig ist der Aufbau konzipiert, mit dem Anspruch viel natürliches Tageslicht ins Innere zu holen und eine optimale Akustik zu schaffen. Holz tragen Boden, Decke und Wän-

de. Ein grüner Farbtupfer an der Wandablage der Klassenräume und in den Sanitäranlagen setzt einen naturnahen Akzent. Die abgeschlossene Erweiterung und energetische Sanierung bildet nun den optimalen Rahmen für die rund 200 Schülerinnen und Schüler der GS Prad. Und auch für die Zukunft, für die geburtenstarken Jahrgänge, die in den kommenden Jahren einschulen, ist man gerüstet.


teraturpreises werden ebenfalls im Zweijah- Literaturtage zu Gast in der Schlandersburg. Einres-Rhythmus die Vinschger Literaturtage in mal mit einer Lesung von Andres Lechner und Laas und der näheren Umgebung organsiert. einer Bilderausstellung von Anna Mesniankina. Den Schwerpunkt bildet dieses Jahr Literatur aus Das zweite Mal stellt Horst Moser seinen neuen Südtirol. Mit einer Lesung von Franz-Tumler-Li- Roman vor. Lorena Pichler liest Gedichte in der Vinschgerwind 17.09.26 Johann Kirche in Taufers i.M. Den Abschluss teraturpreisträgerin 2025, Christina König,19-26 wird St. der Literaturherbst eröffnet. Die Autorin, die im der diesjährigen Vinschger Literaturtage gestalHerbst einen Schreibaufenthalt in Laas verbringt, ten Roberta Dapunt und Antoinette Bader in der liest aus ihrem preisgekrönten Debütroman „Al- St.-Benedikt-Kirche in Mals.

Sonntag, 11.10.2026 – Mals

Freitag, 02.10.20206 – Taufers im Münstertal

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Dienstag, 22.09.2026 und 29.09.2026 - Schlanders

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Sonntag, 20.09.2026 – Laas

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38 /BILDUNGSZUG/

Bildungsausschuss Laas, Eyrs, Tschengls, Tanas, Allitz

Vinschger Literaturtage www.tumler-literaturpreis.com 20. September – 11. Oktober 2026

Laas – Schlanders Taufers i.M. – Mals

Bibliothek

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Tel. 0473 62 67 14

Sonntag, 20.09.2026, um 11:00 Uhr Marmorfaktur Thomas Mayr in Laas

bibliothek.laas@rolmail.net

Gemeinde Laas

Kulturhof

RIMPF

Freitag, 02.10.2026, um 19.30 Uhr St. Johann-Kirche – Taufers i.M. Verein Vinschger

Vinschger Literaturt

Eröffnung mit Christina König Lesung und Gespräch mit musikalischer Umrahmung

Bibliotheken Lesung mit Lorena Pircher Musik: Lukas Punter

Franz-Tumler-Preisträgerin Christina König liest aus ihrem preisgekrönten Roman „Alles, was du wolltest“. Aus der Begründung der Jury: „Mit präziser psychologischer Beobachtung, prägnanten Dialogen und boshaftem Witz rückt dieser Roman einer Liebesbeziehung zu Leibe, in der die Liebe zu kurz kommt. Geld und die „feinen Unterschiede“ des gehobenen Milieus sorgen für ein Gefälle der Macht, eine Verklammerung in Abhängigkeiten. Dass es die Geschichte zweier Frauen ist, ist dabei nicht das Skandalon, sondern dass jede die andere auf ihre Weise verdinglicht und benutzt.“ Anschließend führt sie ein Gespräch mit Katrin Klotz.

Lorena Pircher liest unveröffentlichte Laas Langgedichte aus – Schlanders – Taufers i.M. – Ma ihrem neuen literarischen Projekt „retrouvailles“ sowie Passagen aus ihrem zuletzt erschienenen Lyrikband „eure stimmen eure sprachen“ (edition exil, Wien, 2024). Die Autorin aus Taufers i.M. studierte Vergleichende Literaturwissenschaften, Englisch und Französisch und arbeitet als Lektorin im Verlagswesen sowie als Dolmetscherin aus dem Italienischen, Französischen und Spanischen in Wien. Für ihr Schreiben erhielt sie Stipendien und wurde mehrmals ausgezeichnet.

20. September – 11. Oktober 2

Dienstag, 22.09.2026, um 19:30 Uhr Bibliothek Schlandersburg

Sonntag, 11.10.2026, um 17:00 Uhr St.-Benedikt-Kirche in Mals

Lesung mit Andreas Lechner Bilderausstellung von Anna Mesniankina

Lesung mit Roberta Dapunt Ausstellung von Antoinette Bader Einführung: Michael Fliri

Andreas Lechner liest aus seinem Roman „Heimatgold“, in dem er die Geschichte seines Großvaters, Olympiasieger und bayerisches Original, wunderbar erzählt. Außerdem gibt Lechner einen Einblick in den neuen Roman „Heimatstein“, an dem er zurzeit am Rimpfhof arbeitet. Darin spürt er der Geschichte seines Großvaters väterlicherseits nach, der aus Laas stammte. Begleitet wird die Lesung von einer Ausstellung der Künstlerin Anna Mesniankina, deren abstrakte Malereien „Bildräume zwischen Natur und Abstraktion, Erinnerung und Gegenwart eröffnen“. Ihre vielschichtigen Farbkompositionen schaffen Resonanzräume, die den literarischen Abend atmosphärisch erweitern.

Dienstag, 29.09.2026, um 19:30 Uhr Bibliothek Schlandersburg Lesung mit Horst Moser Moderation: Ferruccio Delle Cave Horst Moser liest aus seinem Roman „Weil wir nichts wussten“. Zwei Menschen, zwei Geschichten: Der Journalist Lukas berichtet aus dem Ausland von den vielen Protestwellen, die Europa erschüttern. Als er erfährt, dass es seiner Mutter nicht gut geht, kehrt Lukas in das Provinzstädtchen zurück, in dem er aufgewachsen ist. Gleichzeitig begibt sich eine entwurzelte junge Frau auf die Suche nach ihrer Vergangenheit. Bei den Protestierenden findet sie vorübergehend Unterschlupf, aber auch dort gehört sie nicht wirklich dazu. Bald stößt sie auf Wahrheiten, die lange verborgen waren … Begleitet wird Horst Moser von seiner Band „matchbox“.

Die Bände von Roberta Dapunt in deutscher Sprache „Nauz, die krankheit wunder“ und „Synkope“ wurden 2012, 2021, und 2022 in den Lyrik-Empfehlungen der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung nominiert. Kürzlich gewann sie den Premio Montale, den wichtigsten Lyrikpreis Italiens. Im Herbst 2026 erscheint „Das Wort gegenüber / Il verbo di fronte“ im Folio Verlag, in der deutschen Übersetzung von Alma Vallazza. Sehe es deutlich, beständig mir an der Seite „Meine existenzielle Einsamkeit ist ein Perpetuum mobile, schwebend zwischen Isolation und dem Bedürfnis, sich mitzuteilen. Hinter der Fassade öffentlicher Reden und geschriebener Worte verbergen sich die Zeichen eines inneren Leidens. Es ist die Einsamkeit der Seele: keine sichtbare, äußere Isolation, sondern ein tiefgründiger Zustand, den nicht einmal das Schreiben zu heilen vermag. Der poetische Akt trägt meine Worte in die Welt hinaus, doch sie entspringen einem Geist, der vor der inneren Leere kapituliert. All dies geschieht auf einem Weg, auf dem mich die Poesie von jeher begleitet. Daher könnte ich mir keine treuere Gefährtin vorstellen.“ Die Designerin Antoinette Bader präsentiert eine neue Kollektion von Tierköpfen, die aus zweifarbigem Filz gefertigt sind. Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten stehen die außergewöhnlichen Eigenschaften des Materials. In ihrer gestalterischen Auseinandersetzung mit Filz experimentiert sie mit Verformung, Eigenspannung und raffinierten Schnitttechniken. So verwandelt sie die flache Meterware in ausdrucksstarke, dreidimensionale Objekte, die die Vielseitigkeit und das skulpturale Potenzial des Materials eindrucksvoll sichtbar machen. Nach ihrer Ausbildung zur Schneiderin und zur Fachlehrerin für Textile und Technische Gestaltung absolvierte sie ein Designstudium an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Ihre Arbeiten verbinden gestalterische Klarheit mit handwerklicher Präzision und einer sinnlichen Auseinandersetzung mit Material, Form und Haptik.


17.09.26

Vinschgerwind 19-26

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Bildungsausschuss Mals

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Bibliothek, Gen. I. Verdroßstr. 26 Bibliothek,| Gen. I. Verdroßstr. Öffnungszeiten orari: 9-12 & 19:30-22 26

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Öffnungszeiten | orari: 9-12 & 19:30-22

Alle Veranstaltungen sind barrierefrei zugänglich Tutti gli eventi sono privi di barriere Alle Veranstaltungen sind barrierefrei zugänglich architettoniche

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05.10. montag | lunedí 9-11 Uhr (de) Larissa Fliri

Tutti gli eventi sono privi di barriere architettoniche

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19.10. montag | lunedí

9-11 Uhr (de)19.10. Ulrike Nagler U mont Dance for Health – Reise zu d

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9-11 UhrUhr (de) Larissa Fliri 19:30-21:30 (de) Elisabeth Paris Yoga der Natur Auflösung patriarchaler YinKundalini & Yang, Urprinzip Prägungen

9-11 Uhr

19:30-21:30 Uhr (de) Andrea Dance Balance statt Dominanz, Gesf Generationverhältnisse in ma

19:30-21:30 Uhr (de) Elisabeth Paris 19:30-21 & Yang, Urprinzip der Natur Auflösung patriarchaler 06.10. Yin dienstag | martedí Balance 20.10. dienstag | martedí Prägungen Generat

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9-11 Uhr (de) Gabi Gufler Corepower - Stärke dein Zentrum - deine Mitte

9-11 Uhr (de) Katharina Vöge Primal.Body.Power Deiner Kra

19:30-21:30 Uhr (de) Carmen Gerstl Schoßraumprozessbegleitung – eine Reise in die Welt 9-11 Uhr (de) Gabi Gufler deines Schoßraums

19:30-21:30 Uhr (de) Silvia Kr Einführung in die Hormonbal

19:30-21:30 Uhr (de) Bridgette Kuntner & Sophia Christandl

19:30-21:30 Uhr (de) Astrid W 21.10. mittw Meine Stärken – Meine Farbe eigenen Kraft

06.10. dienstag | martedí

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9-11 Uhr Primal.B 21.10. mittwoch | mercoledí 07.10. mittwoch | mercoledí 19:30-21:30 Uhr (de) Carmen Gerstl 9-11 Uhr (it) Lisa Di Gennaro 19:30-21 dell 9-11 Uhr (de) Julia Maria Kuenrath Schoßraumprozessbegleitung – eine Reise in die Welt Alla scoperta del Chakra Einführu come equilibrarlo Pilates – Zeit für dich & deinen Wohlfühlkörper deines Schoßraums

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9-11 Uhr Alla sco 22.10. donnerstag | giovedí come e

9-12 Uhr Raum für dich, Austausch, Bücher stöbern, einfach sein Raum für dich, Austausch, Bü 19:30-21 Spazio per te, perUhr scambiarsi, sfogliare libri o rilassarsi 19:30-21:30 (de) Bridgette Kuntner & Sophia Christandl Spazio per te, per scambiars

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22.10. donn

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9-12 Raum fürSilvia dich,Holzner Austausch, Bücher stöbern, einfach sein 9-11 Uhr (de) Martina 9-11 Uhr (de) & Martina Wienchol De Uh Ros fü Verbindung – Quelle unseres Seins / Yoga und Klang Herbstes Spazio per te, per scambiarsi, sfogliare libri o rilassarsi Die Geschenke des Raum

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Seguici su Instagram e Facebook! bitte Yogamatte/Decke/Sitzkissen mitbringen roteszelt.tendarossa portare tappetino yoga/coperta/cuscino

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19:30-21:30 Uhr (de) Marlene Patscheider 19:30-21:30 Uhr (de) Eva Kainz Rio Abierto – der offene Fluss

Entdecke deine Wutkraft Wut ist Klarheit, Fokus und Energie, Einführungsworkshop

19:30-21:30 Uhr (it) Mariatull Contact / Improvisation 19:30-21

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Bildungsausschuss Martell

19:30-21:30 Uhr (de) Marlene Patscheider Rio Abierto – der offene Fluss

19:30-21 Contact

zum Fest „Sieben Schmerzen Mariens“ Sonntag, 20. September 2026

6 Treffen; 31.10. entfällt; 15.00 bis 16.30 Uhr Bürgerhaus Martell Referent: Daniel Wellenzohn, Luis Veith (Prad) Teilnehmerzahl: 8 – 12 ab der 3. Klasse der Grundschule Anmeldung bis 03.10.26 - Sabrina Gluderer 334 2827651 Teilnahmebeitrag: 20 €; Veranstalter: Volkstanz, BA Martell Bezirksservice Vinschgau

18.00 Uhr, Pfarrkirche Glurns

mit Mario Pinggera an der historischen Mauracher – Orgel Texte: Christof Anstein

Bildungsausschuss Kastelbell/Tschars

Ideen markt FR. 25.09.2026

Dorf macht für Bildungsausschüsse Bildung NOI Techpark Bozen

Bildungsausschuss Kastelbell - Tschars

Bildungsausschüsse Südtirol

Bildungsausschuss Kastelbell - Tschars

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SCHNITZKURS

Du hast Spaß am Tanzen? Du liebst es, dich zur Musik zu bewegen?

Mit Josef Stricker Die Freude am Schnitzen entdecken

Günther Brenn aus Schlanders zeigt uns einen Gruppentanz den jeder für sich alleine tanzen kann. Es ist eine choreografische Tanzform, bei der einzelne Tänzer unabhängig von der Geschlechterzugehörigkeit in Reihen und Linien vor- und nebeneinander tanzen. Die Tänze sind passend zur Musik choreografiert, die meist aus den Kategorien Country und Pop stammen.

Inspirieren. Aufgreifen. Umsetzen.

Beim Schnitzkurs mit Josef Stricker dreht sich alles um die Freude am Arbeiten mit Holz. Mit fachkundiger Anleitung entstehen aus einem Stück Holz Schritt für Schritt eigene kreative Werke. Ein Kurs für alle, die das traditionelle Handwerk kennenlernen und selbst ausprobieren möchten.

WO

KURS I

KURS IV

WO

WANN

WIE SPÄT

Turnhalle Grundschule Kastelbell

Dienstag 06.10 20.00 - 21.30 Uhr 8 Treffen

Montag 05.10 20.00 - 21.30 Uhr 8 Treffen

Grundschule Kastelbell

Samstag 10. Oktober 8 Treffen

jeweils 14.30 - 17.30

KOSTEN BEITRAG

90€

Bezirksservice Bildungsausschüsse Vinschgau Ludwig Fabi

9-11 Uhr Die Ges

Orgel - Besinnung

jeweils samstags vom 10.10. bis 21.11.2026

25 Jahre

9-11 Uhr (de) Silvia Holzner & Martina Wienchol Verbindung – Quelle unseres Seins / Yoga und Klang

Bildungsausschuss Glurns/Taufers i. M.

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Anmeldung bis 30. September Kathi Donà: 338 215 2648

Weiblich

23.10. freita

KOSTEN BEITRAG

100€

Anmeldungen bei Helga Pircher: 388 936 9048

Tel. 348 7651492 bezirksservice.vinschgau@kre-aktiv.it https://deutsche-kultur.provinz.bz.it/de/weiterbildung-und-sprache/home

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40 /SPEZIAL-BAUEN

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Vinschgerwind 19-26 17.09.26

Architektur-Interview mit Architekt Andreas Sagmeister

„Bestehendes neu denken“ Es ist lieb gewordene Tradition, dass wir – vom Vinschgerwind – im Rahmen des Sonderthemas Bauen ein Interview mit einem Vinschger Architekten führen. In dieser Ausgabe führen wir diese Tradition mit dem Architekten Andreas Sagmeister aus Glurns weiter. Interview & Foto: Angelika Ploner

Vinschgerwind: Wir beginnen unsere Architekturinterviews fast schon traditionell mit einer persönlichen Frage: Wie wohnen Sie selbst? Andreas Sagmeister: Ich wohne zur Zeit mit meiner Frau und unseren drei Kindern in einer 70 Quadratmeter-Wohnung in Mals. Die Kinder werden immer größer und ich muss sagen, wir stoßen inzwischen wirklich an die Grenzen. Wir haben aber vor einiger Zeit angefangen in Glurns ein Haus zu bauen und freuen uns, dass wir noch heuer in unser neues Haus einziehen können. Vinschgerwind: Wenn ein Architekt für sich selbst baut, dann ist das mitunter die schwierigste Bauaufgabe. Wie sieht das neue Zuhause aus? Andreas Sagmeister: Wir haben uns für einen zentralen, großen, offenen Wohnraum entschieden und an allen vier Ecken des Hauses Rückzugsräume geschaffen. Das ist unser Wohnkonzept und wir sind schon gespannt, wie sich das Wohnen anfühlen wird.

Andreas Sagmeister, studierte Architektur in Innsbruck und war langjähriger Mitarbeiter sbei Architekt Werner Tscholl

Besonders spannend ist für mich auch, dass ich jetzt Innerstadtler werde. Seit meiner Kindheit lebe ich außerhalb der Stadtmauern von Glurns. Unser neues Haus befindet sich hingegen innerhalb der Sadtmauern. Es war ursprünglich ein alter Stadel, der leider vor

rund zehn Jahren abgebrannt ist. Übrig geblieben ist dabei nur mehr die Brandstätte, weshalb es nun ein Neubau geworden ist. Vinschgerwind: Worauf haben Sie beim Bau architektonisch den Fokus gelegt?

Andreas Sagmeister: Eines vom Wichtigsten bei unserem Bau war sicherlich die Frage: Wie fügt sich der Bau in Glurns und in das bestehende Stadtbild ein? Das war eine Herausforderung. ▸


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42 /SPEZIAL-BAUEN

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Vinschgerwind 19-26 17.09.26

Vinschgerwind: Und wie ist es gelungen, den Neubau harmonisch einzufügen? Andreas Sagmeister: Die Kubatur war vorhanden. Die Umrisse vom Gebäude waren also schon da. Dann haben wir ortstypische Elemente von Glurns und dem oberen Vinschgau, wie die Holzlamellen und das grob verputzte Mauerwerk, hergenommen. Daraus ist dann die Hülle entstanden. Wir haben keine Tonziegel auf dem Dach, sondern wir haben uns für Holzschindeln entschieden, damit von außen nur Holz und das verputzte Mauerwerk sichtbar sind, genauso wie früher die Stadel gebaut worden sind. Das Haus wirkt aber nicht alt, weil es neu und modern interpretiert wurde. Vinschgerwind: Demnach ist Ihnen wichtig, die Herkunft des Gebäudes und die Umgebung in das architektonische Konzept einfließen zu lassen. Andreas Sagmeister: Ja, und trotzdem zeitgemäß zu bauen. Und uns war auch wichtig, da wir einen schönen Bauplatz haben, die Aussicht genießen zu können. Wir haben vor uns die Stadtmauer, auf der einen Seite das Schludernser Tor, auf der anderen die Kirche. Deshalb war es für uns wichtig, dass man vom Wohnraum aus die Umgebung wahrnimmt. Wir haben mit den vorgesetzten Holzlamellen Ausblicke geschaffen und uns gleichzeitig vor Einblicken geschützt. Vinschgerwind: Bestehendes neu denken ist Ihr Leitsatz. Was heißt das konkret?

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verbrannte Mauer. Wir haben diese bewusst hervorgehoben. Das ist auch Bestehendes neu denken. Damit wollen wir bewusst zeigen: Bestehendes gehört zum neuen Gebäude dazu. Vinschgerwind: Allgemein: Architektur ist für Sie? Andreas Sagmeister: Architektur ist für mich – wie gesagt - Bestehendes neu denken und die Wünsche des Bauherrn mit den vorhandenen Gegebenheiten zu verbinden. Kurz gesagt: Gute Architektur verbindet Mensch, Gebäude und Umgebung.

oben: das neue Wohnhaus von Andreas Sagmeister und der alten Mauer als Bild unten rechts; unten links: Haus Heinrich Andreas Sagmeister: Das ist mein Leitsatz, den man auf jedes Projekt anwenden kann. Bestehendes ist bei einem Umbau oder einer Sanierung ein bestehendes Gebäude und bei einem Neubau ist es der Ort, die Umgebung oder der Kontext. Bestehendes wird analysiert und bildet die Ausgangs- und Grundlage für eine Bauaufgabe und neu denken heißt, dass man auf diesen Bestand aufbaut und Neues ausprobiert. Oft muss man auch umgekehrt denken, um neu zu denken. Vinschgerwind: Zum Beispiel?

Andreas Sagmeister: Ich bleibe wieder bei unserem Haus: Nachdem der Stadel abgebrannt ist, ist eine Trennmauer verwahrlost übriggeblieben. Wir haben unser neues Stiegenhaus entlang dieser Mauer gebaut und sie so wieder interessant gemacht. Alte Elemente, wie ein Holzbalken, wurden mit der neuen Stiege verbunden. So ist eine ganz besondere Atmosphäre entstanden. Ein anderes Beispiel: Die alte Mauer haben wir in einem Zimmer zu einem Bild gemacht. Die neu verputzte Wand bildet den weißen Rahmen für die alte,

Vinschgerwind: Sanierungen, Umbauten und Neubauten umfassen Ihr Portfolio. Was ist das Spannendste? Andreas Sagmeister: Das ist ganz schwierig zu sagen. Denn eigentlich hängt es nicht von der Bauaufgabe, sondern von der Ausgangssituation ab. Also ein Neubau kann genauso spannend wie ein Umbau oder eine Sanierung sein, das hängt vom Bauplatz, der Umgebung, einfach vom Kontext ab. Vinschgerwind: Gibt es ein Lieblingsmaterial, das Sie gerne einsetzen? Andreas Sagmeister: Die Materialien hängen von der Bauaufgabe ab, vom Ort und von den Anforderungen. Was mir gut gefällt, ist, wenn ein Material lebendig wirkt, zum Beispiel Maserungen beim Holz. Im Außenbereich gefällt mir, wenn etwas abwittert oder eine Patina entsteht und nicht alles gleichmäßig aussieht. ▸

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44 /SPEZIAL-BAUEN Vinschgerwind: Wenn wir von Materialien sprechen: Sind Sie architektonisch Minimalist oder Maximalist? Andreas Sagmeister: Ich selbst bin eher Minimalist. Mir gefällt, wenn etwas reduziert ist. Also ich versuche grundsätzlich schon so wenige verschiedene Materialien wie möglich zu verwenden. Vinschgerwind: Ihre Meinung: Was ist wichtiger Funktion oder Ästhetik? Andreas Sagmeister: Beides ist gleich wichtig. Es nützt nichts, wenn ein Gebäude schön aussieht aber nicht funktioniert. Umgekehrt, wenn

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Vinschgerwind 19-26 17.09.26

es zwar funktional ist und alle Wünsche des Bauherrn erfüllt sind, es aber außen nicht zur Umgebung passt - dann habe ich als Architekt auch etwas falsch gemacht. Es ist schwierig, beides unter einen Hut zu bringen. Im Idealfall ist beides gleichwertig. Vinschgerwind: Auf welches Ihrer Projekte sind Sie besonders stolz – ausgenommen Ihr eigenes? Andreas Sagmeister (lacht): Da habe ich keine Präferenz. Jedes Projekt hat seine Herausforderungen und Anforderungen, bei denen man verschiedene Lösungen gefunden hat,

auf die man stolz ist. Vinschgerwind: Wenn Sie in den Vinschgau schauen, welches Projekt oder Gebäude beeindruckt Sie persönlich am meisten? Andreas Sagmeister: Das ist das Kloster Marienberg einerseits mit der historischen Bausubstanz - der Krypta, der Kirche, dem Kreuzgang und dem Innenhof, und andererseits mit seinen Um- und Erweiterungsbauten, die vom Architekten Werner Tscholl verwirklicht wurden. Ich hatte das Glück, bei einigen dieser Umbauprojekte als sein Mitarbeiter dabei sein zu können.

Vinschgerwind: Die traditionelle Schlussfrage: Was würden Sie gerne einmal planen/ bauen? Andreas Sagmeister: Ich würde gerne einen Stadel, bei dem die Außenmauern und das Dach erhalten geblieben sind, zu einem Wohnhaus umbauen. So wie ich es bereits vor dem Brand unseres Stadels angedacht und geplant hatte. Vinschgerwind: Also einfach einen alten Stadel umzubauen? Andreas Sagmeister: Ja, einfach einen alten Stadel umzubauen. 

holzius

Wo Geschichte in Vollholz weitergebaut wird © Benjamin Pfitscher x F-TECH Production

Wie lässt sich ein Elternhaus erweitern und dabei seine Geschichte bewahren? Diese Frage stand am Anfang des Projekts der Familie Bernhart in Kastelbell. Das alte Bauernhaus mit seinen Steinmauern sollte erhalten bleiben und zugleich Raum für zeitgemäßes Wohnen schaffen. Entstanden ist ein leimfreier Vollholz-Anbau, der den Bestand respektiert und die Geschichte auf behutsame Weise weiterschreibt. Hierfür musste die bestehende Gebäudestruktur genauestens erfasst werden, damit sich der neue Baukörper präzise und harmonisch anfügen konnte. „Es war ein eher kleines Projekt mit wenig Holzelementen, aber durch die Vielzahl an auszuarbeitenden Detaillösungen sehr anspruchsvoll“, erklärt holzius-Projektleiter Daniel Paris.

Durchdachte Lösungen bis ins Detail

Vor allem an den Übergängen zwischen Bestand und Neubau waren Präzision und handwerkliches Können gefragt, denn der Wunsch der Bauherren war eine klare, ruhige Architektursprache sowie möglichst flächenbündige Lösungen. Die sichtbar belassene Holzdecke prägt die neuen Wohnräume und verleiht den Räumen eine natürliche Behaglichkeit. Große Fensterflächen holen das Tageslicht ins Haus und schaffen eine freundliche Atmosphäre. Die Außenwände erhielten eine sägeraue Lärchenfassade, während verputzte Wandflächen und Massivholzböden den Innenbereich prägen. So entstanden Räume mit einer ruhigen Ausstrahlung, in denen man gerne Zeit verbringt.

Der neue Baukörper aus Holz setzt einen eigenständigen, modernen Akzent.

Großzügige Öffnungen und natürliche Materialien schaffen helle Räume mit einer behaglichen Wohnatmosphäre.

Vollholz-Experten als Partner

dung an das bestehende Bauernhaus und der Umsetzung individueller Wünsche zahlte sich die Begleitung aus. So war bereits nach zwei Wochen der Bau regendicht.

Für die Bauherren war die Entscheidung für Vollholz weit mehr als eine architektonische Frage: „Wir sind sehr naturverbunden und verbinden Holz mit Wärme und Ruhe.“ Dieses Gefühl prägt heute ihren Alltag: das Raumklima bleibt angenehm und ausgeglichen, die Räume vermitteln Behaglichkeit. „Man ist einfach gerne zu Hause.“ Neben der Fertigung der Vollholzelemente koordinierte holzius auch die Ausführung der Gebäudehülle. Gerade bei der Anbin-

Für die Bauherren besonders wertvoll: die Sicherheit, während des gesamten Bauprozesses einen erfahrenen Partner an ihrer Seite zu haben. „Beim Bauen muss man an unzählige Dinge denken. Da ist es beruhigend, jemanden zu haben, der den Überblick behält.“


17.09.26

Vinschgerwind 19-26

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Die Wohnbau-Reform:

Das Bauspardarlehen als zweite Säule Nachdem der Vinschgerwind im Februar den Schenkungsbeitrag, eine Säule der Wohnbau-Reform, in einem Beitrag zum Thema machte, folgt nun die zweite Säule: das Bauspardarlehen. Es handelt sich um ein Darlehen zu sehr vorteilhaften Bedingungen, das an die Einschreibung in einen Zusatzrentenfonds gebunden ist. Seit dem 1. September 2025, also seit einem Jahr, gelten einige Neuerungen. von Angelika Ploner

Das Bausparmodell gibt es in Südtirol seit 2015. Vor einem Jahr traten wichtige Neuerungen in Kraft. Kurz erklärt ist das Bauspar-Modell eine Unterstützungsmaßnahme und gilt nur für den Kauf, den Bau oder die Sanierung der eigenen Erstwohnung. Das sei vorausgeschickt. Das Bauspardarlehen kombiniert zwei Schienen, nämlich den Zusatzrentenfonds mit einem günstigen Wohnbau-

darlehen. Wichtig zu wissen ist: Das Bauspardarlehen kann mit dem eingangs erwähnten Schenkungsbeitrag der Autonomen Provinz Bozen kombiniert werden. Und: Im Unterschied zu den anderen Maßnahmen der Wohnbauförderungen gibt es für das Bausparen keine Einkommensgrenze. Wer Mitglied eines Zusatzrentenfonds ist, der am Bausparmodell teilnimmt (s. Seite 47), kann ein Bauspardarlehen beantragen.

Die Voraussetzungen nun nachfolgend detailliert aufgelistet: Das Bauspardarlehen kann beantragt werden, wenn zum Zeitpunkt der Antragstellung bei der Bank folgende Voraussetzungen erfüllt werden: - das 65. Lebensjahr ist noch nicht vollendet - seit mindestens 5 aufeinanderfolgenden Jahren in Südtirol ansässig - seit mindestens 8 Jahren Mitglied in einem Zusatz-

rentenfonds, mit folgenden Ausnahmen: Wer jünger als 36 Jahre ist, für den genügen 5 Jahre Mitgliedschaft Wer als Ehepaar oder Paar in einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft das Bauspardarlehen beantragt, für diese gelten mindestens 12 Jahre kumulative Mitgliedschaft, wobei jede Antragstellerin und jeder Antragsteller mindestens 4 Jahre Mitglied sein muss. ▸

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Wohnanlage Gerry in Morter Wohnen am Waldesrand Aus Plänen wird Realität – Auf unserer Baustelle wird fleißig gearbeitet. Stein für Stein entsteht ein modernes Zuhause mit besonderer Lebensqualität und die Fortschritte sind deutlich sichtbar. Zum Verkauf steht noch eine Dreizimmerwohnung mit Garten oder mit gemütlicher Terrasse ab Euro 295.000, auch als Ferienwohnungen geeignet.

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46 /SPEZIAL-BAUEN ▸ Wer aus Südtirol ausgewandert ist und beabsichtigt zurückzukehren, für den entfällt die Mitgliedschaftsdauer. Mittels einzelner Zahlungen in den Fonds kann die Grundlage für das Bauspardarlehen geschaffen werden. - ein Mindestkapital von 15.000 Euro im Zusatzrentenfonds - die Immobilie, die gekauft, gebaut oder saniert wird, muss in Südtirol und die Erstwohnung sein Wie wird das Bauspardarlehen beantragt und mit welchem Beitrag kann gerechnet werden? Das zinsbegünstigte Darlehen wird von einer Bank gewährt, die eine Vereinbarung mit der Autonomen Provinz Bozen getroffen hat und kann bis zum Doppelten des im Zusatzrentenfonds angesparten Kapitals beantragt werden. Öffentliche Bedienstete, die Mitglied in dem, ihrer Arbeiterkategorie, vorbehaltenen Zusatzrentenfonds sind, können sogar bis zum Dreifachen des angesparten Kapitals beantragen.

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Vinschgerwind 19-26 17.09.26

30.000 ➜ 150.000 € Einzelpersonen

30.000 ➜ 250.000 €

verheiratet und eheähnliche Lebensgemeinschaft Wer jünger als 36 Jahre alt ist, für den gilt eine Erhöhung der aufgrund der Einzahlung möglichen Darlehenssumme um 25.000 Euro. Für Einzelpersonen liegt der Darlehensbetrag zwischen 30.000 Euro und 150.000 Euro. Für zwei antragstellende Personen, die verheiratet sind oder in einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft leben, liegt der Darlehensbetrag zwischen 30.000 und 250.000 Euro.

18 ➜ 20

Monate

Jahre

Die Laufzeit des Bauspardarlehens Das Bauspardarlehen ist ein mittel- bis langfristiges Dar-

lehen mit einer Laufzeit von mindestens 18 Monaten bis höchstens 20 Jahren.

5 + Jahre Sollten Kinder zum Haushalt dazukommen, also im Falle von Familienzuwachs (leibliche,

adoptierte oder Pflegekinder) nach Abschluss des Bauspardarlehens besteht die Möglichkeit, die Laufzeit einmalig um bis zu fünf Jahre zu verlängern. Auch über die vorgesehene Höchstdauer von 20 Jahren hinaus. Das soll junge Familien in einer herausfordernden Lebensphase entlasten.


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/SPEZIAL-BAUEN

lehen zu haben, muss der Antragstellende die Verpflichtungen für die Wohnungen für Ansässige gemäß Artikel 39 des Landesgesetzes vom 10. Juli 2018, Nr. 9, eingehen. Die Bindung muss im Grundbuch eingetragen werden. Die fehlende Eintragung innerhalb der genannten Fristen verpflichtet zur vorzeitigen Tilgung des Bauspardarlehens. Die Anmerkung der Bindung ist dauerhaft und erlischt nicht mit der Rückzahlung des Bauspardarlehens oder dem Verkauf der Immobilie.

0,7 %

Fix-Zinssatz Der Zinssatz Eine Verbesserung bringt auch der Zinssatz: Dieser sinkt für neue Bausparverträge von bisher 1,00 Prozent auf künftig 0,7 Prozent. Die Auflagen Beim Kauf einer Immobilie muss der Antrag auf das Bauspardarlehen vor Unterzeichnung des Kaufvertrags (Notariatsakt) gestellt werden. Der Kaufvertrag muss innerhalb von 12 Monaten nach Antragstellung unterzeichnet werden. Das Bauspardarlehen kann nicht für den Kauf einer Immobilie, die sich, auch teilweise, in Eigentum oder in nacktem Eigentum von verwandten oder verschwägerten Personen ersten Grades

befindet, beantragt werden. Der meldeamtliche Wohnsitz muss innerhalb von 12 Monaten nach Abschluss des Bauspardarlehens in die mit dem Darlehen finanzierte Immobilie verlegt werden. Im Falle eines Baus oder einer Sanierung innerhalb von 12 Monaten ab Ausstellung der Benützungsgenehmigung oder ab Abschluss der Arbeiten. Der meldeamtliche Wohnsitz muss für die gesamte Dauer des Bauspardarlehens in der finanzierten Immobilie beibehalten werden. Andernfalls ist das Darlehen vorzeitig zurückzuzahlen.

Tilgung Bauspardarlehen Das mit dem Bausparen gewährte Darlehen wird in monatlichen oder halbjährlichen Raten zurückgezahlt. Es besteht die Möglichkeit, Kapitalanteile vorzeitig zurückzuzahlen und das Bauspardar-

ÜBERSICHT DER PARTNERBANKEN:

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lehen vorzeitig, vor Ablauf der Laufzeit, zu tilgen. Ein erstes Resümee - positive Bilanz Das reformierte Bauspardarlehen wird gut angenommen und nahm vor allem bei Paaren, Frauen und bei der Jugend zu. Im Zeitraum vom 1. Jänner bis 30. April 2026 wurden 204 Bauspardarlehen mit einem Volumen von 23,62 Millionen Euro vergeben. Der durchschnittliche Darlehensbetrag betrug rund 115.700 Euro. Der Anteil der Darlehensnehmerinnen und -nehmer unter 30 Jahren ist auf 22 Prozent gestiegen (zuvor rund 10 Prozent), jener der gemeinsamen Darlehen von Paaren auf 18 Prozent (zuvor 11 Prozent). Der Anteil weiblicher Darlehensnehmerinnen hat sich von 36 auf 40 Prozent gesteigert.

INFOS: Weitere Informationen zum Bausparmodell finden Sie auf: www.pensplan.com

Die Bindung Die Bindung gemäß Artikel 39 „Wohnen für Ansässige“ ist dauerhaft und gilt für alle Anträge, die ab dem 20. Juni 2025 eingereicht wurden. Um Anrecht auf das Bauspardar-

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Viehwirtschaft nach Tierarten:

In Südtirol waren 2025 insgesamt 435.254 Nutztiere erfasst. Davon 237.694 Geflügel

➜

54,1 %

124.122 Rinder

➜

28,2 %

37.792

Schafe

➜

8,6 %

29.546

Ziegen

➜

6,7 %

6.100

Pferde

➜

1,4 %

4.119

Schweine

➜

1,0 %

Seit 1990 ist die Anzahl der Rinder um 20% gesunken, jene der Schafe um 22%, die Schweine haben gar um 84% abgenommen, während die Zahl der Ziegen im gleichen Zeitraum um 67% und jene der Pferde um 9% angestiegen ist.

Milchwirtschaft:

Die Gesamtmenge der an die Südtiroler Genossenschaften angelieferten Milch ist von 411.807.330 kg im Jahr 2005/06 auf 375.430.848 kg im Jahr 20225 gesunken. Das ist eine Abnahme von 9%. Kuhmilch: Die Produktion von Käse stieg 2025 um 1,6% auf 23,33 Millionen kg. Auch die Produktion von Yoghurt und Skyr verzeichnete einen Zuwachs von 2%. Die Produktion von Frischmilch sank um 5% auf 16,20 Millionen kg. Ziegenmilch: Die Anlieferung ist im Vergleich zum Vorjahr um 14,3% auf 1,66 Millionen kg gestiegen. Es wurden 38.451 kg Frischmilch, 40.400 kg Käse, 25.840 kg Yoghurt und 1.947 kg Butter hergestellt. Der durchschnittliche Milchauszahlungspreis an die Bauern für Kuhmilch betrug im Jahr 2024 0,67 Cent pro Liter. Im Jahr 2006 hatte er 0,37 C/l betragen.

Rinderrassen:

Bei den Rinderrassen dominiert das Fleckvieh mit 30% Anteil Fleckvieh

30 %

Braunvieh

19 %

Holstein

16 %

Grauvieh

14 %

Pinzgauer

1,5 %

Jersey

1,3 %

Pustertaler Sprintzen

1,3 %

Andere Rassen

16,4 %

Agrar- und Forstbericht der APBZ 2025 Ein Auszug in Zahlen Wolfgang Platter, am Tag der Hlg. Hildegard von Bingen, 17. September 2026

Geflügelhaltung:

In Südtirol erzeugen rund 90 landwirtschaftliche Betriebe Frischeier unter Freilandhaltung. Die Haltung von Legehennen in Käfigen ist in Südtirol gemäß Tierschutzgesetz verboten. Die produzierten Eier werden vorwiegend als Frischeier auf dem Südtiroler Markt vertrieben. Daneben gibt es eine Vielzahl von kleineren Eierproduzenten, welche Frischeier ab Hof und auf Bauernmärkten direkt an die Endkonsumenten verkaufen. Die Vogelgrippe hatten einen Produktionsrückgang zur Folge. Auf dem internationalen Eiermarkt war die Nachfrage teilweise höher als das Angebot. Seit Juli 2025 dürfen Masthühner, Puten, Gänse, Enten und Wachteln das Gütesiegel „Qualität Südtirol“ tragen.

Bienenhaltung:

In Südtirol gab es 2025 3.607 Imker, welche insgesamt 36.710 Bienenvölker betreuten. Das Honigjahr 2025 war durchwachsen. Gebietsweise konnten passable Honigmengen geschleudert werden, vielerorts war die Honigernte aber eher dürftig. So blieb die Waldtracht landesweit nahezu vollständig aus. Der Ertrag aus der Almrosenblüte wurde gebietsweise durch Hagelschauer negativ beeinflusst. Die überdurchschnittlich hohen Temperaturen im Juni und die damit einhergehende Trockenheit bewirkten, dass der nektarspendende Blütenzeitraum und somit die Trachtdauer sehr viel kürzer ausfielen als sonst üblich. Die Entwicklung der Imker- und Bienenvölker-Zahlen bleibt stabil.

Obstbau:

Die Apfelernte 2025 erreichte mit 1.056.980 Tonnen zum dritten Mal in Folge wieder die Ein-MillionTonnen-Marke. EU-weit betrug die Apfelernte 2025 10.455.000 Tonnen (geschätzt). Anders ausgedrückt: Die Südtiroler Landwirte erzeugen 10% der europäischen Äpfel. Größtes apfelerzeugendes Mitgliedsland der EU bleibt weiterhin Polen mit ca. 3.300.000 t (+3% im Vergleich zu 2024), vor Italien mit 2.248.000 t (-3%), Frankreich mit 1.484.000 t (+4%) und Deutschland mit 1.000.000 t (+15%). Sortensieger bei den Südtiroler Äpfeln bleibt weiterhin der Golden Delicious mit 19,5% Anteil an der Erntemenge 2025, vor Gala mit 13,5% Ernteanteil, der Jonagold-Gruppe mit 8,2-%, Red Delicious (4,6%) Idared (4,5%), Shampion (3,6%) und Granny Smith (3,3%).


Bio-Apfelanbau:

Beerenobst:

Steinobst:

Weinbau:

Gemüseanbau:

Landespflanzenschutzdienst:

Südtirols Bio-Apfelbauern haben 2005 100.101 Tonnen Bio-Äpfel produziert. Der Anteil der Bio-Äpfel machte damit 9,4% der Südtiroler Apfelproduktion aus. Die tatsächliche Apfel-Menge, welche Südtirols Bio-Obstbauern erzeugen, ist insgesamt aber höher, denn die Bio-Bauern müssen die Ware der Umstellungsbetriebe und die Ernte der Grenzreihen als Integrierte Ware liefern.

Seit dem Jahr 2000 hat die Rebfläche Südtirols um 977 Hektar zugenommen. Zum Jahresende 2025 waren in Südtirol 5.878 ha mit Reben bepflanzt. Die gesamte Obstbaufläche in Südtirol beträgt im Vergleich dazu rund 18.400 ha, also mehr als drei Mal soviel. Betrachtet man die Gesamtanbauflächen der verschiedenen Rebsorten, so sind die stärksten Zuwächse bei den Sorten Chardonnay (+25 ha), Blauburgunden (+22 ha) und Ruländer (+12 ha) zu verzeichnen, während die Sorten Vernatsch (-32 ha) und Gewürztraminer (-18 ha) die stärksten Rückgänge aufweisen. Die gemeldete Erntemenge belief sich 2025 auf 465.623 dt. Dt steht für Dezitonne und umfasst 100 kg. Der durchschnittliche Hektarertrag lag bei 83,81 dt.

Im Jahr 2025 wurden südtirolweit auf einer Fläche von insgesamt 116 Hektaren Beeren angebaut. Nach Beerenobst-Arten wurden auf 75% der Fläche Erdbeeren, auf 18% Heidelbeeren, auf 15% Himbeeren, auf 3% Rote und auf 2% Schwarze Johannisbeeren und auf 3% der Fläche andere Beeren angebaut. Das Erntejahr 2025 war von unterschiedlichen Rahmenbedingungen geprägt. Das regenreiche Frühjahr wirkte sich negativ auf den Vegetationsverlauf aus. Aber gegenüber dem Vorjahr traten lediglich vereinzelt Frostschäden auf. Der Auszahlungspreis lag auf einem durchgehend hohen Niveau und zeigte sich über die gesamte Saison stabil.

Laut Landwirtschaftszählung 2020 beträgt die Gemüsebaufläche in Südtirol 1.455 ha. Dabei entfallen ca. 550 ha auf den Anbau von Speisekartoffeln. Kartoffeln stellen in Südtirol ein wichtiges Nischenprodukt dar. Im Pustertal ist v.a. der Anbau von Saatkartoffeln von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Weitere Hauptkulturen sind Blumenkohl, Spargel, Rote Rübe, Radicchio und Kopfkohl. Für die meisten Betriebe stellt der Gemüseanbau eine alternative Zuerwerbsmöglichkeit dar. Nur wenige Betriebe haben sich ausschließlich auf Gemüse spezialisiert. Die Saatbaugenossenschaft Bruneck und die VIP in Latsch gehören zu den großen Gemüsevermarktern. So vermarktet die VIP beispielsweise den Blumenkohl von 91 ha Anbaufläche.

Zum Steinobst gehören Marillen, Kirschen und Pflaumen. Die Gesamtfläche des Marillenanbaues in Südtirol betrug 2025 ca. 77 Hektar. Die Marillenernte fiel im Vergleich zu 2024 zwar besser, aber im langjährigen Schnitt nur durchschnittlich aus. Die Vinschger Marille als traditionelle Hauptsorte machte rund die Hälfte der Gesamternte aus. Es gab keine ertragsrelevanten Frühjahrsfröste und es kam zu einer gleichmäßig starken Blüte. Der Kirschenanbau verzeichnet einen leichten Rückgang der Anbaufläche, die nunmehr bei 115 Hektaren liegt. Bei ausbleibenden Spätfrösten gab es einen guten Fruchtansatz. Die Ernte belief sich auf durchschnittlich 20 Tonnen pro Hektar. Der Zwetschgenanbau ist auf das Eisacktal und das Schlerngebiet mit einer konstanten Fläche von 9 ha beschränkt.

Phytosanitäre Exportkontrollen sichern die Gesundheit der Pflanzen und Pflanzerzeugnisse bei der Ausfuhr in Nicht-EU-Länder (Drittländer), um die Verschleppung von Schadorganismen zu verhindern. Im Jahr 2025 haben die Inspektoren des Landespflanzenschutzdienstes nach entsprechenden Kontrollen insgesamt 8.579 Pflanzengesundheitszeugnisse für den Export von Pflanzen und Pflanzenerzeugnissen in 56 Drittländer ausgestellt. Rund 94% betrafen Apfelexporte, der Rest entfiel auf den Export von Holz, Holzerzeugnissen und anderen pflanzlichen Produkten. Die exportierte Apfelmenge in Drittländer lag bei 147.182 Tonnen. Rund 34% mehr als im Vorjahr. Die 5 wichtigsten Importländer von Äpfeln aus Südtirol sind Saudi Arabien, Ägypten, Norwegen, Brasilien und Israel.

Vorankündigung:

In einer nächsten Ausgabe werde ich die Forst-, Alm und Bergwirtschaft aus dem Südtiroler Agrar- und Forstbericht 2025 zusammenfassen.


56 /SPORT/ Riesiges Pech für Mair

Derbyzeit

Landesliga - Einen bitteren Saisonauftakt erlebte der Latscher Kapitän Dominik Mair. Im ersten Spiel verletzte er sich bereits nach 20 Sekunden schwer und musste vom Feld. Der Verdacht auf einen Kreuzbandriss wurde wenig später bestätigt, weshalb Mair für längere Zeit ausfallen wird. (sam)

Landespokal - Derbyfans dürfen sich bereits auf das erste Aufeinandertreffen zwischen Partschins und Naturns freuen. Am 23. September treffen die beiden Teams in der 2. Runde des Landespokals aufeinander. (sam)

90 Minuten, drei Punkte, große Ziele Der Sommer ist vorbei, der Ball ist zurück auf dem Platz – und mit ihm ist auch die schönste Zeit für alle Fußballfans wieder da. In fünf verschiedenen Ligen sind die Vinschger Mannschaften vertreten. Egal ob Oberliga oder 3. Amateurliga: Die neue Saison bringt neue Geschichten. Aufsteiger wollen sich beweisen, etablierte Mannschaften ihre Position verteidigen und Absteiger möglichst schnell wieder zurück nach oben. Für die Vinschger Fußballfans heißt es deshalb wieder: Wochenende für Wochenende mitfiebern, diskutieren, hoffen und jubeln. Von Sarah Mitterer

Naturns (gelb blau) ist wieder zurück in der Oberliga

1. AMATEURLIGA

OBERLIGA

Plaus und Schluderns bleiben auch in der neuen Saison die Vinschger Vertreter in der 1. Amateurliga. Während Plaus nach dem Aufstieg im Vorjahr seine erste Saison zurück in der Liga absolvierte und die Liga klar halten konnte, kennt Schluderns die Spielklasse bereits bestens.

2. AMATEURLIGA

In der 2. Amateurliga sind mit Kastelbell Tschars und Schlanders nur noch zwei Vinschger Mannschaften vertreten, da zwei weitere Teams aus dem Tal den Abstieg hinnehmen mussten. Beide Mannschaften möchten sich nicht verstecken und werden versuchen, von Beginn an möglichst regelmäßig zu punkten. Die Saison ist lang, die Konkurrenz groß und jeder kleine Ausrutscher kann sich in der Tabelle bemerkbar machen. Umso wichtiger wird es sein, über die gesamte Spielzeit konstant zu bleiben.

Fotos: Sarah Mitterer

Vinschgerwind 19-26 17.09.26

Latsch (schwarz) ist der einzige Vinschger Landesligist

LANDESLIGA

Eine deutlich kleinere Vinschger Abordnung gibt es in der Landesliga, lediglich eine Mannschaft aus dem Tal ist hier vertreten. Die Verantwortung, die Vinschger Farben in dieser Spielklasse hochzuhalten, liegt ganz bei Latsch. Die Mannschaft kennt die Liga und weiß, wie hart der Kampf um die Punkte werden kann. Latsch möchte sich auch in dieser Saison behaupten und möglichst früh die Grundlage für eine erfolgreiche Meisterschaft legen. Einfach wird die Aufgabe nicht – doch die Mannschaft hat bereits mehrfach gezeigt, dass sie in der Landesliga bestehen kann.

Zwei Vinschger Teams sind dabei, es sind dies Partschins und Naturns. Partschins hat sich in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt in der Oberliga etabliert. Eine Hinrunde wie im vergangenen Jahr – damals konnte man in 15 Spielen nur 4 Punkte holen – soll es dieses Mal nicht geben. Vielmehr will man an die Leistung aus der Rückrunde anknüpfen, in der man zu den besten Teams der Oberliga gehörte. Für Naturns ist die Ausgangslage eine andere. Nach dem erfolgreichen Aufstieg ist die Vorfreude auf die Rückkehr in die Oberliga groß. Auf die Mannschaft warten neue Gegner und zahlreiche schwierige Aufgaben. Es gilt in erster Linie die Liga zu halten.

3. AMATEURLIGA

Die größte Vinschger Abordnung wartet in der 3. Amateurliga. Mals, Eyrs, Laas, Oberland und Prad sorgen dort für reichlich Vinschger Beteiligung. Hinzu kommt heuer die neue Spielgemeinschaft Goldrain Morter Martell. Sowohl Goldrain als auch Morter mussten am Ende der vergangenen Saison den Abstieg hinnehmen. Nun gehen die beiden Vereine gemeinsame Wege und haben sich zusammen mit Martell zu einer Spielgemeinschaft zusammengeschlossen. Gemeinsam startet man in der 3. Amateurliga und möchte dort einen Neustart wagen. In dieser Liga herrscht somit regelmäßig Derbyzeit. Gerade die direkten Duelle dürften auch in dieser Saison zu den Höhepunkten zählen.


17.09.26

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Vinschgerwind 19-26

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• Mitarbeiter*in Verkauf Sportshop & Front Office Skischule • Mitarbeiter*in Skiverleih (m/w/d) Vollzeit oder Teilzeit Wintersaison 2026/27 Deine Aufgaben: Kundenberatung und Gästebetreuung Buchung von Skischulkursen Ausgabe, Rücknahme und Pflege von Ski- & Snowboardausrüstung Unterstützung im Tagesgeschäft Einfache Wartung von Ski und Snowboards KEINE VORKENNTNISSE NOTWENDIG – WIR LERNEN DICH EIN! Jetzt bewerben: info@nauders-aktiv.at Tel. +43 699 1888 90 40

VERKAUFSMITARBEITER/IN

• in 60% Anstellung

HAUPTAUFGABEN: • Kundenberatung und -betreuung • Bedienung der Kasse

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Voraussetzung: EFZ Fachfrau/Fachmann Betreuung oder gleichwertig, Teamfähigkeit und Flexibilität. Du sprichst Deutsch. Romanisch? Lernst du sonst bei uns nebenbei. Bewerbung an: Gabriela Greiser, Canorta Villa Milla Bagnera 171, CH-7550 Scuol, Tel. +41 81 862 24 04 canortavillamilla@chueraduffants.ch

• Waren- und Verkaufsbereitschaft erstellen WAS ERWARTEN WIR: • Freude am Kundenkontakt und Kommunikativ

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir:

Mitarbeiter*in / Verkäufer*in

• belastbar und flexibel in der Einsatzbereitschaft

Voll- und Teilzeit

• Positiver Charakter mit guter Auffassungsgabe • gute Deutschkenntnisse, weitere Sprachen von Vorteil • Schicht- und Wochenendarbeit WIR BIETEN: • Moderner Arbeitsplatz und abwechslungsreiche Tätigkeit • Selbstständiges Arbeiten • Kollegiales und motiviertes Team Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann senden Sie uns Ihre schriftliche Bewerbung zu. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung

SHOP

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CAFE

WAS H

TA N K S T E L L E N A I R S G M B H NAIRS 160B 7550 SCUOL MAIL TEL.

TANKSTELLE@NAIRS-TRAFIC.CH 081 837 06 39

Für die Filialen Eyrs, Prad und Schlanders

Deine Vorteile:

• 10% Mitarbeiterrabatt auf Einkäufe • Voll- und Teilzeit möglich • Akontozahlungen vom Gehalt zum 1. jedes Monats • Zusatzversicherung für Gesundheitsausgaben • Interne Aufstiegsmöglichkeiten • Verschiedene andere Prämien Kontaktdaten: 0474 / 530667 info@mpreis.it


17.09.26

Vinschgerwind 19-26

/KLEINANZEIGER/ 59

Stellenmarkt

Schreibprofi gesucht!

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60 /KLEINANZEIGER/

Vinschgerwind 19-26 17.09.26

Jahrtage/Danksagungen

Jakob Thöni

UNVERGESSEN.

* 13.01.1949 † 23.09.2025 Prad am Stilfserjoch

5. Jahrestag

Adolf Gurschler

Ein Jahr ohne dich. Es gibt so viele Momente, in denen wir an dich denken. So viele Stunden, in denen wir deinen Rat brauchen. So viele Augenblicke, in denen wir dich vermissen. So viele Dinge, die wir gerne noch mit dir erlebt hätten.

Bärenstaller-Adolf

* 05.03.1940 † 13.09.2021

Wir gedenken deiner ganz besonders bei der hl. Messe am Sonntag, 20.9.2026 um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Laas. Deine Familie

In Liebe deine Klaudia und deine Buabn mit Familie

Ganz leise ohne ein Wort, gingst du für immer von uns fort. Es ist so schwer dies zu verstehen, doch einst werden wir uns wiedersehen.

Der Tod kann uns einen lieben Menschen nehmen, aber nicht die Liebe und Erinnerung an ihn.

Hanni Walter

3. Jahrestag

Günther Blaas

geb. Wunderer * 15. 5. 1956

„Günni“

† 20. 9. 2023

Ganz besonders gedenken wir deiner bei der hl. Messe am Donnerstag, 24. September 2026, um 19 Uhr in der Pfarrkirche von Latsch. Die Trauerfamilie

* 31.8.1974 † 30.9.2023 Martell

Wir gedenken deiner ganz besonders bei der hl. Messe am Sonntag, 4.10.2026 um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche von Schlanders. Deine Familie, Freunde und Verwandte.

Was du im Leben hast gegeben, dafür ist jeder Dank zu klein. Du hast gesorgt für deine Lieben von früh bis spät, tagaus, tagein. Du warst im Leben so bescheiden, nur Pflicht und Arbeit kanntest du, mit allem warst du stets zufrieden, nun schlaf in ewiger Ruh.

Martina Wwe. Spechtenhauser geb. Telfser „Schmirber-Martina“

* 30. März 1932

15. Jahrestag

Ida Wwe. Vent geb. Gerstgrasser *11.2.1929 † 30.3.2011

47. Jahrestag 7. Jahrestag

Roswitha Vent

Alois Vent

*19.8.1910 † 9.6.1979

*28.6.1960 † 23.9.2019

Es gibt viele Momente, in denen wir euch gerne in unserer Mitte hätten, viele Male, in denen wir euch gerne umarmen würden, viele Dinge, die wir euch erzählen wollen, und viele Augenblicke, in denen wir euch sehr vermissen. Ihr fehlt uns, doch die Erinnerungen an all das Schöne mit euch werden stets in uns lebendig sein. Eure Lieben

† 22. August 2026

Außerstande, uns bei jedem Einzelnen zu bedanken, möchten wir hiermit von ganzem Herzen Vergelt’s Gott sagen, - für die tröstenden Worte, gesprochen oder geschrieben, - für die Teilnahme am Seelenrosenkranz und am Begräbnisgottesdienst, - für die würdevolle Gestaltung der Trauerfeier durch Hochw. P. Nazareth, den Vorbeter Dr. Wolfgang Platter, die fleißigen Ministrantinnen Tabea, Amelia und Johanna, die Träger, die Fahnenträgerinnen, den Organisten sowie den Kirchenchor von Laas für die musikalische Umrahmung, - für die vielen Zeichen der Verbundenheit, Freundschaft und Wertschätzung, - für alle Kerzen, Blumen und Gedächtnisspenden sowie für alle Beileidsbekundungen, Kondolenzen und Kerzen im Trauerportal, - für alle Dienste, die bei der Beerdigung und beim Rosenkranz übernommen wurden. Danke allen, die unsere liebe Mama in guter Erinnerung behalten und ihrer im Gebet gedenken.

Laas, im September 2026

Die Trauerfamilie


17.09.26

Vinschgerwind 19-26

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Jahrtage/Danksagungen Es ist schwer wenn sich Mutters Augen schließen, die Hände ruhen, die einst so schwer geschafft. Still und heimlich unsere Tränen fließen, ein Mutterherz wird zur letzten Ruhe gebracht.

Frieda Zischg Wwe. Tarneller * 02.08.1946 † 23.08.2026

Gott hat den Schmerz über den Verlust eines lieben Menschen so eingerichtet, dass er sich allmählich mildert und ein geistiger Umgang mit dem Geschiedenem eintritt, der als Bild der dankbaren Erinnerung dasteht, bis wir selbst zu ihm hinüberkommen. Adalbert Stifter

Danke für das tröstende Wort, gesprochen oder geschrieben, für einen Händedruck, wenn Worte fehlten, für alle Zeichen der Liebe und Freundschaft und für jedes stille Gebet. Wir danken allen, die die Trauerfeier und den Seelenrosenkranz unserer Mama mitgestaltet haben. Ein besonderer Dank gilt dem Bestattungsunternehmen Angelus, David & Nadia sowie Magda und ihrer Mama Trude für die musikalische Umrahmung der Heiligen Messe. Die vielen Beweise der Anteilnahme waren uns ein Trost in den schweren Stunden.

5. Jahrestag

Anna Fliri geb. Weithaler

Im Namen aller Angehörigen

Bestattungen ANGELUS

* 16.11.1948 † 04.10.2021 Naturns Bestattungen Angelus Kirchplatz 4, Schluderns info@angelus-bz.com Tel. 0473 614 131 Tel. 334 673 82 58

Wir denken ganz besonders an dich bei der Hl. Messe am Samstag, den 3. Oktober um 17.30 Uhr in der Pfarrkirche von Naturns. Die Trauerfamilie

Allfälliges Vinschgerwind Impressum info@vinschgerwind.it | redaktion@vinschgerwind.it grafik@vinschgerwind.it

Dantestraße 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451 Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: Pamela Kaserer: 0473 732 196 Walter Morelli: 335 830 55 69 Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Elena Kaserer Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Sport: Sarah Mitterer (sam) Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Angelika Ploner (ap), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Heinrich Zoderer (hzg), Cornelia Knoll (ck), Anna Alber (ana), Christine Weithaler (chw), Peter Tscholl (pt), Maria Raffeiner (mr), Katja Telser, Astrid Fleischmann, Anna Pfitscher, Elke Wasmund (ew) Buchhaltung: Lucia Mombello: 0473 732 196 Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57 Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,50; Jahresabonnement Vinschgau: Euro 40; außerhalb Vinschgau Euro 70 (110); restl. Italien: Euro 110; Auslandsabonnement: Euro 185 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 120.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens

darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005; Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen Eingetragen im ROC: Nr. 12485 Hergestellt aus Papier von UPM, das mit dem EUUmweltsiegel Reg.-Nr. FI/011/001 ausgezeichnet ist.

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Vinschgerwind 19-26 17.09.26

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Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung ALLGEMEINE WEITERBILDUNG

Design mit Glas: Perlen und Schmuck herstellen Referent*in Treffen Uhrzeit

Referent*in Treffen Uhrzeit Ort Kursbeitrag Mitzubringen Anmeldeschluss

Martina Wienchol Do., 01.10. - Do., 29.10.2026 (jeweils Do.) 18.00 Uhr - 19.30 Uhr, insgesamt 5 Treffen Seniorenwohnheim Annenberg, Latsch 75 Euro Decke und warme Socken Mo., 21.09.2026

Freizeit

Gesundheit

Ruhe finden: Klangmeditation zur Abendentspannung

Zielgruppe Anmeldeschluss

Martina Wienchol Mo., 05.10. - Mo., 26.10.2026 (jeweils Mo.) 18.00 Uhr - 19.30 Uhr, insgesamt 4 Treffen Turnhalle, Grundschule Lichtenberg 60 Euro Decke und warme Socken Mo., 28.09.2026

Gesundheit

Klassisches Hatha-Yoga mit Pranayama Referent*in Treffen Uhrzeit Ort Kursbeitrag Mitzubringen Anmeldeschluss

Roland Parth Mo., 05.10. - Mo., 09.11.2026 (jeweils Mo.) 18.00 Uhr - 19.30 Uhr, insgesamt 5 Treffen Lebenshilfe Schlanders 75 Euro Matten Mo., 28.09.2026

Kochen mit Lamm

Entdecke die Vielfalt des Lammfleisches! Freizeit

Gesundheit

Ruhe finden: Klangmeditation zur Abendentspannung

Referent*in Treffen Uhrzeit Ort Kursbeitrag Mitzubringen Anmeldeschluss

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Beruf

Referent*in Treffen und Uhrzeit Ort Kursbeitrag Anmeldeschluss

Fachreferenten Theorie: Mi., 07.10.2026 08.30 Uhr - 17.30 Uhr Praxis: Do., 08.10.2026 08.30 Uhr - 17.30 Uhr Theorie: Bahnhof Spondinig, Josef-Peer-Saal + Praxis: Mals (Glurnserstraße 17) 360 Euro Mo., 28.09.2026

Naturkundliche Wanderung in Mals (Mitterwaal, Oberwaal) Blumen, Gehölze, Vögel, Schmetterlinge Freizeit

Referent*in Treffen Treffpunkt und Uhrzeit Dauer Kursbeitrag Mitzubringen Anmeldeschluss

Joachim Winkler Sa., 10.10.2026 (findet bei jeder Witterung statt) Parkplatz beim Gesundheitssprengel in Mals (Marktgasse 4) um 08.30 Uhr 3,5 - 4 Stunden 15 Euro Getränk, Fernglas - Lupe (wenn vorhanden), Sonnen- und Regenschutz, gutes Schuhwerk Do., 01.10.2026

Kursbeitrag Anmeldeschluss

INFO – ANMELDUNG: Bahnhof Spondinig, 39026 Prad am Stj. Tel.: 0473 42 82 38 | E-Mail: info@gwr.it

Referent*in Treffen Uhrzeit Ort Kursbeitrag Anmeldeschluss

Maria Jocher Sa., 03.10.2026 14.00 Uhr - 17.00 Uhr Malatelier der BASIS, Schlanders 25 Euro (inkl. Material) Do., 24.09.2026

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Genial einfach Töpfern in Schlanders

Referent*in Treffen Kurs 1: Treffen Kurs 2: Uhrzeit Ort Kursbeitrag Mitzubringen Anmeldeschluss

Anna Hofer Lechthaler Mo., 05.10. - Mo., 14.12.2026 (jeweils Mo.) Di., 06.10. - Di., 15.12.2026 (jeweils Di.) 16.30 Uhr - 20.00 Uhr, insgesamt 7 Treffen Lebenshilfe Schlanders 135 Euro (inkl. Material) pro Kurs alte Geschirrtücher, Schürze, Frischhaltefolie Mo., 28.09.2026

Tanz und Bewegung - Rio Abierto Referent*in Treffen Uhrzeit Ort Kursbeitrag Anmeldeschluss

Marlene Patscheider Di., 06.10. - Di., 24.11.2026 (jeweils Di.) 18.00 Uhr - 19.30 Uhr, insgesamt 7 Treffen Bühne, Mittelschule Laas 55 Euro Di., 29.09.2026

Wir machen Musik! Alle gemeinsam. IVHS

Beruf

Ort

Fachreferenten Mi., 14.10.2026 Theorie: 08.30 Uhr - 09.30 Uhr Praxis: 09.45 Uhr - 12.45 Uhr Theorie: Bahnhof Spondinig, Josef-Peer-Saal + Praxis: Mals (Glurnserstraße 17) 160 Euro Mo., 05.10.2026

Adrian Tschenett Mo., 28.09. - Mo., 26.10.2026 (jeweils Mo.) 19.00 Uhr - 20.30 Uhr, insgesamt 5 Treffen Bahnhofsremise, Schluderns 40 Euro Trinken, Schreibzeug Mo., 21.09.2026

Gestalte deine eigene Stofftasche

Auffrischungskurs für mobile Hebebühne (für alle Bühnenarten) Referent*in Treffen Uhrzeit

Referent*in Treffen Uhrzeit Ort Kursbeitrag Mitzubringen Anmeldeschluss

Textildruck IVHS

Grundkurs für alle Staplertypen (Gabelstapler, Industrie und Teleskopstapler)

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Heilströmen für leicht Fortgeschrittene

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Kursbeitrag Anmeldeschluss

Erwin Folie Mo., 19.10. + Di., 20.10.2026 18.30 Uhr - 21.00 Uhr Lehrküche, Oberschulzentrum Mals 55 Euro Mo., 12.10.2026

Jin Shin Jyutsu

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Beruf

Ort

Fachreferenten Di., 06.10.2026 Theorie: 08.30 Uhr - 09.30 Uhr Praxis: 09.45 Uhr - 12.45 Uhr Theorie: Bahnhof Spondinig, Josef-Peer-Saal + Praxis: Mals (Glurnserstraße 17) 160 Euro Mo., 28.09.2026

Referent*in Treffen Uhrzeit Ort Kursbeitrag Anmeldeschluss

INTEGRIERTE VOLKSHOCHSCHULE VINSCHGAU Inklusive Weiterbildung für alle

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Ort Kursbeitrag

Franziska Staffler Do., 15.10. + Di., 20.10.2026 Do., 17.00 Uhr - 21.00 Uhr Di., 19.00 Uhr - 21.00 Uhr Nach Anmeldung wird der 1. Teil mit den Teilnehmenden abgestimmt. Bahnhofsremise, Schluderns 40 Euro zzgl. Materialspesen (ca. 15 Euro) (Material direkt vor Ort an die Referentin zu bezahlen) Erwachsene Do., 08.10.2026

Referent*in Treffen Uhrzeit Ort Kursbeitrag Anmeldeschluss

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Martina Wienchol Fr., 16.10. - Fr., 20.11.2026 (jeweils Fr.) 15.00 Uhr - 16.30 Uhr, insgesamt 4 Treffen Lebenshilfe Schlanders 40 Euro f Do., 08.10.2026 ch online au

Öffnungszeiten: Mo. - Do. 08.00 Uhr – 17.00 Uhr Fr. 08.00 Uhr – 12.00 Uhr

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