Skip to main content

Zeitung Vinschgerwind ausgabe 15-15 Vinschgau Südtirol

Page 1

Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n째 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abge채ndert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen

Nr. 15 (256) 23.07.15 I.P. 11 Jg.

www.vinschgerwind.it

Monika Hauser

Gespr채ch mit der Tr채gerin des Alternativen Nobelpreises

www.nika-gmbh.com

NIKA GmbH

Industriezone 1/C I - 39021 Latsch

Tel. 0473 73 96 99 info@nika-gmbh.com


2 /wandern/

Vinschgerwind 15-15

Wandertouren

Höhenwege

Foto: Andreas Kompatscher

Bergtouren

23.07.15

Verlauf: Tarscher Alm - Zirmruan - WetterkreuzLatscher Joch - Latscher Alm - Tarscher Alm Zeitraum: Juni - September Tourenlänge: 7,6 km Aufstieg Höhenmeter: 733m Abstieg Höhenmeter: 736 m Gehzeit: 3:50 h Wegnummern: 1, 2A, 2, 9

Tipp: Der Tarscher Jochwaal, einer der höchsten der Alpen und damit ein besonderes Kulturdenkmal, wurde 1782 erbaut und leitete das Wasser des auf Ultner Seite abfließenden Kuppelwiesbaches auf die Vinschgauer Seite herüber, wo es mit dem Siebenbrunnenwasser zu Tal floss und dort der Bewässerung diente. Obwohl der Waal längst aufgelassen ist, ist sein Verlauf durch steile Kare und Felshänge aber immer noch erhalten. Die alten Steinpfeiler am Latscher Jöchl, ragen immer noch mehrere Meter in die Höhe.

Tel. 334 3160221

Foto: Roman Schwienbacher

Wanderung zum Tarscher Jochwaal

Zum Tarscher Jochwaal Hochalpiner Weg mit schönem Panoramablick. Der Abstieg zur Latscher Alm setzt Trittsicherheit voraus und führt teilweise auf losem Geröll. Toureninfo: Diese Wanderung startet von der Bergstation Tarscher Alm (1.940 m), welche man bequem mit dem Sessellift erreichen kann. Die Tarscher Almlounge und die Tarscher Almhütte sind hier lohnende Einkehren. Von der Bergstation wandert man auf dem Weg 1 hinauf bis zur „Zirmruanhütte“ (2.252 m, nicht bewirtschaftet) und biegt bei der Weggabelung rechts ab. Weiter geht es auf dem Bergsteig bis zur Wegteilung unweit des großen, weithin sichtbaren Wetterkreuzes auf 2.436 m, übrigens ein wunderschöner Rast- und Aussichtspunkt. Von dort geht’s weiter rechts ab und der Markierung 2A folgend, dem Waalweg entlang, hinüber zum Latscher Joch, wo sich das unübersehbare Aquädukt auf 2.436 m (im Volksmund Pfeiler genannt) befindet. Von den Steinpfeilern am Latscher Joch führt der Steig 2 die Wanderer bis zur Latscher Alm (lohnende Einkehre, neu errichtet und heuer erstmals geöffnet) und auf dem Steig Nr. 9 wieder zurück zur Bergstation der Tarscher Alm. Roman Schwienbacher

Bergrestaurant

Tel. 340 1153045 - www.almlounge.it

Tel. 334 1562692


23.07.15

Inhalt

Vinschgerwind 15-15

/inhalt/ 3

Monika Hauser von medicamondiale im Interview

Foto: Erwin Bernhart

Foto: Bettina Flitner/medica mondiale

Kommentar

Seite 6

von Chefredakteur Erwin Bernhart

Der Durchbruch: Richtung Pestizidverbot in der Gemeinde Mals

Unlautere Methoden

Seite 4

Mailand/Bozen: Tunnel unterm Stilfserjoch

Seite

4

Bozen/Laas: Offizielle Konzessionsbestätigung für Hydros

Seite

4

Schlanders: Pinggeras Schützenhilfe für Sagmeister

Seite

5

Graubünden: Wölfe, Luchse und Bären willkommen

Seite

5

Schlanders/Südtirol: Im d&p steckt Südtirol drin

Seite

9

Laas: Marmor und Marille - kraftvolles Kulturfest

Seite 11

Leserbriefe und Stellungnahmen

Seite 13

Schlanders: Die MaturantInnen

Seite 14

Tschengls: 125 Jahre Feuerwehr und die Dorfordnung von 1611

Seite 15

Menschen: Katharina Wellenzohn Lechthaler aus Kortsch

Seite 17

Sonderthema: Wirtschaft in der Gemeinde Partschins

ab Seite 32

Nationalpark Stilfserjoch: Gletscherkataster Itlaiens

Seite 38

Sport: Reschensee wird zum Läufermekka

Seite 40

Vinschgerwind Impressum info@vinschgerwind.it | redaktion@vinschgerwind.it grafik@vinschgerwind.it | sport@vinschgerwind.it

Dantestraße 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451 Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: Edwina Oberthaler: 0473 732 196 Richard Spechtenhauser: 0473 732 196 Gerti Alber: 0473 732 196 Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp), Sarah Mitterer (sam) Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Brigitte Maria Pircher (bmp), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Andreas Waldner (aw), Sylvia Ilmer Wieser (sil), Barbara Wopfner (bw), Heinrich Zoderer (hzg) Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57

Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; außerhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 165 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbe-

botschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen Eingetragen im ROC: Nr. 12485

www.vinschgerwind.it

Qualität pflanzen. Qualität ernten.

Ich muss in eigener Sache einige Dinge loswerden. Wohlwissend, dass ich mich damit auf dünnem Eis begebe. Es geht um unseren „Mitbewerber“ im Tal, der dem Michl Ebner von der Athesia gehört. Ich weiß, dass ich da nicht viel meckern darf, weil wir sonst sofort eine Klage bekommen. Die hatten wir schon mal, und mussten 30.000 Euro an die Redakteure unseres „Mitbewerbers“ von der Athesia blechen, weil uns das hohe Gericht dazu verurteilt hat. Das hat persönliche Verhältnisse auf lange Zeit vergiftet. Zwei Redakteure vom Athesia-Vinschger, die die Klage mitunterschrieben haben, haben das Geld zurückgezahlt, weil sie nicht wussten, was sie unterschrieben hatten und die Klage als nicht gerechtfertigt empfanden. Das rechnen wir ihnen hoch an. Trotzdem nun zur Sache: Von mehreren unserer geschätzten Werbekunden wurde uns zugetragen, dass unser „Mitbewerber“ von der Athesia im Namen des Vinschgerwind an sie herangetreten sei. Man hat also unseren Namen dazu verwendet, um Werbungen von uns treuen Kunden zu akquirieren. Die betroffenen Werbekunden waren dann schon verdutzt, als ihre Anzeige im „Mitbewerberblatt“ aufgetaucht ist. Ich finde eine solche Methode - gelinde gesagt - unlauter. Ich möchte unsere Werbekunden und jene, die es werden wollen, zu Vorsicht mahnen. Ich möchte daran erinnern, dass unsere fleißigen Werbeberater Richard Spechtenhauser und Edwina Oberthaler sind, wie dies auch in unserem Impressum angeführt ist. Unsere treuen Vinschgerwind-LeserInnen, so nehme ich an, werden mir zustimmen, wenn solche Methoden angeprangert werden, damit in Zukunft ein „Wettbewerb“ im Vinschgau sichergestellt werden kann.

BAUMSCHULE • VIVAI • NURSERY

Baumschule NISCHLER des Nischler Georg & Co. Gewerbegebiet 1 Vetzan I-39028 Schlanders (BZ)

Tel. +39 0473 740 082 Fax +39 0473 740 408 Mail info@nischler.it

Gebietsvertreter Daniel Fissneider Tel. +39 339 8450512

www.nischler.it

Wir laden unsere verehrten Kunden zur Besichtigung unserer Baumschule am 13. August nach Verona ein. Bei Interesse bitten wir um telefonische Anmeldung innerhalb Montag 10. August.


4 /politik/

Vinschgerwind 15-15

Für guten Zweck

Martell/Laas

Hydros behält Konzession

D

ie Landesregierung hat am 14. Juli 2015 die Vergabe der Konzession für das Kraftwerk Laas nach der erfolgten Neubewertung der Gesuchsunterlagen an die Hydros GmbH bestätigt. „Damit wird auch in diesem Fall die Rechtmäßigkeit wiederhergestellt“, so Energielandesrat Richard Theiner. Es handelt sich dabei um die letzte in der Reihe jener Konzessionen für Großableitungen, deren Vergabe laut Erkenntnis des Landesgerichtes Bozen im Jahr 2009 unrechtmäßig erfolgt ist. Bereits im März dieses Jahres wurde im Zuge einer Neuprüfung (des sog. „riesame“) die unrechtmäßige Vergabe der Konzessionen an zehn Großkraftwerken richtiggestellt. Die Hydros GmbH ist der einzige verbliebene Gesuchssteller, da das Vinschger Energiekonsortium (VEK) im Zuge einer außergerichtlichen Lösung mit der SEL AG und der Hydros GmbH bereits auf jegliche Rechte und ebenso auf einen Rekurs gegen den Beschluss der Landesregierung vom 30. Dezember 2009 verzichtet hat. Die Konzession für das Kraftwerk Laas, das der Hydros GmbH nun bis zum Jahr 2039 zugesprochen wird, umfasst die hydroelektrische Nutzung der Wasserableitungen aus dem Plimabach, dem Rosimtalbach, dem Schludertalbach, dem St. Mariabach, dem Soybach, dem Flimbach und dem Laaserbach in den Gemeinden Martell, Laas und Latsch.

Wind - online

Umfrage auf www.vinschgerwind.it

94,7 % JA

Soll die „Brennercom“ mehrheitlich in öffentlicher Hand bleiben? Neue Umfrage: Ist ein Eisenbahntunnel zwischen Bormio und dem Vinschgau erstrebenswert?

5,3 % NEIN

Tunnel unterm Joch Mailand/Bormio/Bozen - Am 27. Juli 2015 geht ein symbolträchtiger Akt auf dem Stilfserjoch über die Bühne: Roberto Maroni, der Präsident der Region Lombardei und Landeshauptmann Arno Kompatscher werden gemeinsam ein Einvernehmensprotokoll unterschreiben.

Foto: Erwin Bernhart

Beim „Dynafit Sesvenna Berglauf“ am 15. August 2015 gehen 5 Euro Startgeld an die Familie der allzu früh verstorbenen Cornelia Lechner Wilhalm. www.ski-running.com

23.07.15

von Erwin Bernhart

D

ie Unterschriften am Joch sind wohl keine Überraschung mehr. Denn mittlerweile ist die Katze aus dem Sack. Es sind die Grünen Hans Heiss, Riccardo Dello Sbarba und Brigitte Foppa, die in der letzen Woche medial Alarm geschlagen haben. Sie haben vor „besorgniserregenden Nachrichten über den Stilferjoch Nationalpark“ gewarnt. Tatsächlich hat die Regionalregierung der Lombardei in der Sitzung vom 21. Mai 2015 ein Einvernehmensprotokoll zwischen der Lombardei und der Provinz Bozen beschlossen: Inhalt dieses Protokolles ist es, dass eine Tunnelverbindung zwischen dem Veltlin (Bormio) und dem Vinschgau und auch in Richtung Val Müstair überprüft werden soll. Nicht ganz klar ist, ob ein Tunnel für Autos oder als Alternative ein Eisenbahntunnel untersucht werden soll.

LR Richard Theiner sagt, wenn, dann komme wohl nur die Eisenbahn in Frage. Die Basis für den Beschluss der Lombarden ist eine breite: Zum einen haben sich die Bürgermeister von Bormio und jene aus dem Vinschgau und Vertreter aus dem Val Müstair schon in lockerer Runde über eine mögliche Tunnelverbindung vor Jahren unterhalten. Mehr als ein Strich in der Landschaft ist dabei nicht herausgekommen. Interesse aber ist auf beiden Seiten vorhanden und wie man sieht, die Sache gärt auf politischer Ebene. Der Gedanke dahinter war, und dieser ist auch im Einvernehmensprotokoll ersichtlich, dass Grenzen überwunden und Talschaften zusammengeführt werden sollen. Die andere Seite ist die Finanzierungsschiene: Die Machbarkeitsstudie soll über den Fonds für die Grenzgemeinden finanziert werden. Der Lombardei würde die Studie demnach keinen Cent kosten und die

Gelder für die Grenzgemeinden flössen in ein Projekt, bei dem - bei positivem Ausgang - beide Teile etwas davon hätten. Die meisten Grenzgmeindegelder fließen, bislang, nämlich in den Osten des Landes. Zusätzlich zur Machbarkeitsstudie für einen Tunnel wollen die Lombardei und die Autonome Provinz Südtirol eine „Aufwertung des Nationalparkes und eine Aufwertung der Stilfserjochstraße“ voranbringen, auch wolle man bei den Tourismusprodukten gemeinsam vorgehen. Diese Dinge und dann ein mögliches Tunnel-Vorprojekt wolle man zu gleichen Teilen finanzieren. Wobei die Lombardei ihren Finanzteil wiederum aus dem Grenzgemeindenfonds aufbringen wird. Seit der Tunneldurchstich in Richtung Schweiz auf Eis liegt, hat man sich im Vinschgau verstärkt dem Süden zugewandt. Vielleicht auch um Eis zu tauen.


23.07.15

Vinschgerwind 15-15

/politik/ 5

Mals

Der Damm ist gebrochen B

Das Abstimmungsbild - Mals in Richtung pestizidfreie Gemeinde; der Beschlussantrag von der offenen Gemeindeliste Mals für die Befreiung der Ertswohnung von der Gemeindeimmobiliensteuer wurde dagegen mehrheitlich abgelehnt

Foto: Erwin Bernhart

M Ulrich Veith spricht von einem historischen Moment. Kräftiger und anhaltender Applaus kam vom Publikum. Der Malser Gemeinderat hat bei seiner Sitzung vom 16. Juli 2015 die Satzung der Gemeinde in Richtung Verbot von sehr giftigen, giftigen, jedenfalls chemisch-synthetischen Pestiziden abgeändert. Diskussion gab es keine. 14 Räte stimmten für die Änderung, 3 (Sibille Tschenett, Egon Alber und Ruth Kofler von der „Offenen Gemeindeliste Mals“) enthielten sich und Gerold Frank („Offene Gemeindeliste“) stimmte dagegen. Die erforderliche Zweidrittel-Mehrheit wurde damit erreicht. BM Veith führte im Vorfeld zum wiederholten Male das Vorsorgeprinzip zum Schutze der Gesundheit und der Umwelt ins Felde. „Ich bin zum Entschluss gekommen“, sagte Veith, „dass ich kein Bürgermeister sein möchte, der in dieser Sache nichts tut.“ Er habe sich intensiv mit der Pestizid-Problematik auseinandergesetzt. Pestizide

seien für Missbildungen, für das Sterben von Vögeln und Fischen verantwortlich. Das belegten Studien. „Wir sind es unseren Kindern schuldig, dass wir etwas unternehmen“, sagte Veith. Auch verschiedene Bauern hätten ihm bestätigt, dass es aufgrund der klimatischen Bedingungen, vor allem des Windes, nie und nimmer möglich sei, konventionell und biologisch nebeneinander zu wirtschaften. „Unsere Aufgabe ist es auch, die Bauern zu schützen. Wir möchten eine nachhaltige Entwicklung. Eine bestimmte Entwicklung wollen wir nicht“, sagte Veith. Die EU gebe eindeutig jedem Mitgliedsstaat die Mög-

lichkeit, in bestimmten Gebieten das Spritzen von Pestiziden zu verbieten. Zudem hatte Veith ein schriftliches Gutachten vom Trientner Professor Marino Marinelli dabei, der darin behauptet, dass Gemeinderäte wegen eines solchen Beschlusses auf keinen Fall zur Verantwortung gezogen werden könnten. Marinelli drehte den Spieß sogar um und schreibt, dass es nicht ausgeschlossen sei, dass Gemeinderäte zur Verantwortung gezogen werden könnten, wenn ein Mensch aufgrund der Pestizide Schaden nehmen würde und der Gemeinderat im Vorfeld nichts getan habe. Nach 30 Tagen tritt nun die Sat-

zungsänderung in Kraft. Die Rekursfrist läuft. Nun gilt es in Mals eine Verordnung auszuarbeiten, die den beschlossenen Grundsatz der Vorsorge konkret umsetzen soll. Auch wurde die Aufstockung des Ausschusses auf 5 Referenten mit Satzungsänderung mit demselben Beschluss genehmigt. Eine getrennte Abstimmung über die zwei verschiedenen Satzungsänderungen gab es mit Hinweis auf die Geschäftsordnung von Seiten der Generalsekretärin Monika Platzgummer nicht. Der diesbezügliche Antrag von der Opposition wurde deshalb zurückgezogen. (eb)

Schlanders

Graubünden/Vinschgau

Schützenhilfe für Sagmeister

Wolf, Luchs und Bär sind wichtig für den (Berg)-Wald

D

Foto: Angelika Ploner

ieter Pinggera (im Bild rechts) springt seinem Generalsekretär zur Seite: Er müsse Georg Sagmeister schützen, sagt der Schlanderser Bürgermeister, vor ungerechtfertigten Anschuldigungen und auch vor bestimmter Presse. Gemeint war naturgemäß der Vinschgerwind. Dass Pinggera Schützenhilfe für Sagmeister bietet, sorgte bei der jüngsten Ratssitzung doch für Verwunderung. Gemeinhin gilt der Generalsekretär nicht als dünnhäutig. Doch scheinbar hat Dunja Tassiellos Kritik Sagmeister auf dem falschen Fuß erwischt. Was war passiert? Bei der ersten Sitzung nach den Gemeinderatswahlen hatte die Neo-Referentin „in den Büros der Gemeindeverwaltung viel Unbehagen vorgefunden.“ Gegen Neid, so Tassiello wörtlich, können wir nichts tun, wohl aber gegen Mobbing, Unzufriedenheit und Ungerechtigkeit. Vorwürfe, die sich selbstredend gegen den Personalverantwortlichen, den General Georg Sagmeister richteten. Der BM replizierte: Tassiello habe Wörter in den Mund genommen, die man so nicht stehen lassen könne. „Die Marktgemeinde Schlanders führt eine vorbildliche Personalführung.“ (ap)

E

xponenten der Bündner Forstwirtschaft sprechen sich in einem Video der «Südostschweiz» (www.bergwaldprojekt.org/de/ news/2015/wolf.php) ganz klar für Grossraubtiere aus. Grund für die Befragung war die Bekanntgabe, dass der Wildbestand, insbesondere der Hirschbestand, im Kanton Graubünden stark zugenommen hat. So sollen 16 000 Hirsche in Graubünden leben, «der Bestand hat eine für den Wald tragbare Grösse überschritten», heisst es im offiziellen Statement der Regierung. Der Wald, insbesondere der Schutzwald, ist mittlerweile durch das Wild derart stark bedrängt, dass die Jagd alleine zur Regulierung des Bestandes wohl nicht mehr genügt, sagt zum Beispiel Beat Philipp vom Bildungszentrum Wald in Maienfeld. «Der Wald überaltert, wir haben keine jungen Bäume mehr die Nachwachsen», so Philipp im Interview. Insbesondere im Schutzwald verursache dieser Überbestand grosse Probleme. Die Grossraubtiere haben einen positiven Effekt auf die Waldverjüngung und sind deshalb willkommen, heisst es auch beim Schweizerischen Forstverein. Sie tragen dazu bei, dass grossflächige, strukturreiche und vernetztes Lebensräume erhalten werden können. Es geht beim Schutz von Grossraubtieren in der Schweiz nicht nur um Tierschutz, sondern auch um den Schutz des Waldes. Ein Aspekt, der in der Diskussion Nutztiere/Raubtiere oft untergeht. (r)


6 /Titel/

Vinschgerwind 15-15

23.07.15

Als Menschen in Aktion treten Seit über zwanzig Jahren setzt sich Monika Hauser für die Rechte von Frauen in Kriegsgebieten ein und engagiert sich für Überlebende von sexualisierter Gewalt – vor Ort und in Europa. Am kommenden Montag spricht sie im Rahmen der ersten Südtiroler Summer School auf Schloss Velthurns über ihre Arbeit, über Solidarität, politische Verantwortung und die notwendige Selbstermächtigung der Zivilgesellschaft. Frau Hauser, Sie wurden 2011 vom Magazin Reader’s Digest zur Europäerin des Jahres gewählt. In der Begründung hieß es, Sie seien eine „Persönlichkeit, die am besten die Traditionen und Werte Europas verkörpert.“ Was sind für Sie europäische Werte? Monika Hauser: Die Anerkennung und Respektierung der Menschenrechte sind für mich das höchste Gut. Toleranz den anderen gegenüber, die mich auch als Andere erleben; die Vielfältigkeit von Identitäten und Lebensentwürfen zu akzeptieren, betrachte ich als persönlichen Reichtum. Aber auch ein europäisches, kollektives Geschichtsbewusstsein, das uns immer wieder an die langfristig wirkenden Zerstörungen durch europäischen Kolonialismus, Unterdrückung und Kriege erinnert, ist wichtig. Damit einher geht das Übernehmen von Verantwortung für Missstände in dieser einen Welt. Würden Sie sagen, dass die EU-Flüchtlingspolitik nach diesen Werten handelt? Nein! Die EU handelt verantwortungslos, inhuman, entwürdigend und erneut traumatisierend. Die von der EU beauftragte Grenzschutzagentur Frontex soll die EU-Außengrenzen kontrollieren, sie vor Eindringlingen abschotten. Europa gleicht einer Festung. Es ist zynisch, wenn einige Flüchtlinge dennoch z.B. nach Lampedusa gelassen werden, damit dramatische TV-Bilder in die Welt gelangen, um bei der Bevölkerung Ressentiments zu schüren. Die meisten Flüchtlinge stammen aus Bürgerkriegsregionen und haben Verletzungen und Traumatisierungen erlitten. Sie brauchen eine nachhaltige und kostenlose medizinische und psychosoziale Versorgung. Stattdessen erleben sie inhumane Lebensbedingungen durch die noch geltende Residenzpflicht, durch Wohnortauflagen, eine schlechte medizinische Betreuung, fehlende Arbeitserlaubnis, temporäre Aufenthaltsgenehmigungen und die ständige Angst vor Abschiebung. Warum verhält sich die EU so unmensch-

lich? Was vermuten Sie dahinter? Die Interessen der EU sind klar auf eine neoliberale Wirtschaftspolitik ausgerichtet, nicht auf die Achtung der Menschenrechte. Die derzeitige EU-Flüchtlingspolitik ist diesen neoliberalen Interessen untergeordnet. Außerdem sind viele Ereignisse im öffentlichen Geschichtsbewusstsein in Vergessenheit geraten: Flucht, Vertreibung und Hunger infolge der Weltkriege haben Europas Identität stark geprägt. Das allein müsste uns daran erinnern, wie wichtig gegenseitige Hilfe ist. Doch die meisten Staaten der EU begegnen den verzweifelten Menschen mit Arroganz und Ignoranz. Dabei hat Europa aufgrund seiner gewinn- und wachstumsorientierten Wirtschaftspolitik die Flüchtlingskatastrophe mit zu verantworten, indem es Kriege und Ausbeutung forciert. Sie sind mit Ihrer Frauenhilfsorganisation medica mondiale seit 1993 weltweit in Kriegsgebieten tätig: Kongo, Afghanistan, Kosovo - um nur einige zu nennen. Wie ist die Lage von Frauen auf der Flucht? Mindestens 50 Prozent aller Flüchtlinge weltweit sind Frauen und Mädchen. Frauen fliehen – ähnlich wie Männer - vor Unterdrückung und Verfolgung aus politischen und religiösen Gründen. Aber auch frauenspezifische Gründe wie Witwenverbrennungen, genitale Verstümmelungen oder Vergewaltigungen zwingen sie zur Flucht. Doch viele werden auf der Flucht als Zwangsprosituierte verschleppt, misshandelt und getötet. Sollten sie ihr Zielland überhaupt jemals erreichen, sind sie meist noch traumatisierter als vorher und finden sich nicht selten mit ausbeuterischen Lebensbedingungen konfrontiert. Die Politik muss erkennen, dass Frauen auf der Flucht besser geschützt werden müssen bzw. nach ihrer Ankunft besonderer Hilfe bedürfen. Wie ist die Lage von Frauen, die es bis in eines der EU-Flüchtlingscamps oder Asylheime geschafft haben? Dazu gibt es leider keine verifizierten Da-

ten. Ich kenne nur die kleine Organisation „Women in Exile“ mit Sitz in Potsdam, die von ehemaligen Flüchtlingsfrauen gegründet wurde. Der Fokus ihrer Arbeit liegt darauf, auf die prekären Zustände in Flüchtlingslagern in Deutschland hinzuweisen, insbesondere auf sexualisierte Gewalt gegen Frauen. Vor Kurzem sind Übergriffe in NRW und Bayern bekannt geworden, wo privates Wachpersonal Flüchtlinge psychisch und physisch misshandelt hat. Nachdem diese Fälle publik wurden, hat die Regierung zwar eine schnelle Aufklärung und Konsequenzen für die Täter angekündigt. Ob sich wirklich etwas verbessert hat, wissen wir nicht. Hier sehe ich die JournalistInnen in der Pflicht, noch einmal nachzuforschen. Denn es gilt, immer wieder darauf aufmerksam zu machen: häusliche und sexuelle Gewalt gegen Frauen ist in deutschen Flüchtlingslagern – und nicht nur dort – an der Tagesordnung. Die Politik muss das Thema deshalb prioritär behandeln. Wie könnte hier eine Besserung erzielt werden? Wir müssen die Wohnsituation so gestalten, dass Frauen vor solchen Taten geschützt werden, z. B. dadurch, dass sie die Sanitäranlagen und Zimmer abschließen können. Außerdem ist es unverantwortlich, alleinstehende Männer und Frauen gemeinsam unterzubringen. Ich finde es beschämend, dass wir mit all unserem Wissen über sexualisierte Gewalt gegen Frauen nicht mehr Vorsorge treffen. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass Flüchtlingsleitungen auch mit Frauen besetzt werden, um Frauenrealitäten angemessen zu begegnen. Gibt es spezielle Schutzmaßnahmen, die für Frauen und Kinder gelten? Werden diese eingehalten? Wer kontrolliert diese Einhaltung? Wir wissen, dass es massive Verstöße gegen die geltenden Flüchtlingskonventionen gibt. Leider werden diese nur selten bis gar nicht kontrolliert und schaffen es kaum in


Foto: Elissa Bogos/medica mondiale I Titelbild: Bettina Flitner/medica mondiale

23.07.15

die Medien und damit in unser Blickfeld. Das Militär, das in Krisengebieten für Sicherheit und Frieden sorgen soll, ist oft selbst an Menschenrechtsverletzungen beteiligt. In zu vielen Fällen haben sogenannte „Friedens“soldaten selbst sexualisierte Gewalt gegen Frauen ausgeübt, im Wissen, dass sie dafür nicht belangt werden können. Deshalb fordern wir, dass Männer gezielt lernen müssen, mit ihrer Maskulinität umzugehen, bevor sie in ein Kriegsgebiet gehen, genauso, wie sie lernen müssen, mit ihrer Schusswaffe richtig umzugehen. Sind Sie mit medica mondiale direkt bzw. indirekt an den EU-Außengrenzen tätig? Nein, nicht direkt, aber wir arbeiten derzeit verstärkt an den Grenzen des Syrienkrieges in der Türkei und im Irak. Seit Ende 2014 fördern wir die türkische Frauenrechtsorganisation „The Association of Legal Aid Against Sexual Violence”. Ihre Mitarbeiterinnen unterstützen syrische Frauen in türkischen Flüchtlingslagern: Sie sprechen mit Frauen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, und dokumentieren die Fälle, bieten Rechtsberatungen an und geben Seminare, in denen sie über die Rechte von Flüchtlingen in der Türkei informieren. Vor allem jesidische Frauen erzählen von massiver Diskriminierung, Zwangsprostitution sowie Versklavung innerhalb türkischer Flüchtlingslager. Nicht selten bringen sich die Frauen um. Skandalöserweise dulden türkische Flüchtlingscamps keine ausländischen Hilfsorganisationen und NGOs vor Ort, weshalb wir auf Lobby-Arbeit angewiesen sind, um auf die prekäre Lage der Frauen dort aufmerksam zu machen. Ab August 2015 engagieren wir uns außerdem im Nordirak in der Provinz Dohuk. Hier werden wir bestehende Angebote für Frauen und Mädchen, die sexualisierte und andere Formen geschlechtsspezifischer Gewalt erlebt haben, ausbauen und verbessern: durch die Qualifizierung von Gesundheitspersonal in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium, das Erstellen eines Trainingsmanuals und die Unterstützung ei-

ner lokalen Frauenrechtsorganisation beim Aufbau eines Frauenzentrums. Sie haben am 19. Juli auf der ersten Südtiroler Summer School einen Vortrag gehalten. Worüber haben Sie gesprochen? Ich habe in meinem Vortrag die Arbeit von medica mondiale vorgestellt. Dabei ging es um Solidarität, politische Verantwortung, die Zusammenhänge und Ursachen von sexualisierter Kriegsgewalt, um internationale „Friedens“einsätze, Maskulinität und Militarisierung von Hilfe, um den fehlenden politischen Willen der Internationalen Gemeinschaft und frauenspezifische Fluchtgründe. Außerdem sprach ich über die Selbstermächtigung der Zivilgesellschaft, ohne die es medica mondiale nicht geben würde und die heute angesichts der politischen Verhältnisse wichtiger ist denn je. Die einwöchige Kreativwerkstatt widmet sich dem Thema „Flucht und Zuflucht”. Welche Rolle spielen Kunst, Kultur und Aktivismus für Sie, um auf Missstände hinzuweisen? Kunst hat für mich eine politische Verantwortung und kann mit ihrer Bandbreite an kreativen Möglichkeiten sehr zur Bewusstseinsarbeit beitragen. Sie kann provozieren und dabei die Augen öffnen. Kunst vermag es, die Menschen zu berühren, und aus Berührung erwächst Empörung. Empörung lässt die Menschen aufhorchen und handeln. Das kann eine nackte Zahl sein oder das Foto von der Sandale eines toten Flüchtlings am Strand von Lampedusa, das können gesprochene oder geschriebene Worte sein. Mir ist es wichtig, dass die Menschen sich empören, weil sie dann als Menschen in Aktion treten. Was fordern Sie seitens der Politik in Bezug auf die anhaltende Flüchtlingsproblematik? Die Verantwortung und die Last müssen auf alle europäischen Länder verteilt werden, gemessen an ihrer Wirtschaftskraft. Deshalb plädiere ich für eine Quote, wie sie derzeit

Vinschgerwind 15-15

/Titel/ 7

Monika Hauser wurde 1959 als Kind Südtiroler Eltern in der Schweiz geboren und ist dort auch aufgewachsen. Nach verschiedenen Stationen in Krankenhäusern, u.a. im Regionalkrankenhaus Schlanders, gründete die Fachärztin für Gynäkologie 1993 mit einheimischen Fachfrauen das erste Therapiezentrum für vergewaltigte und traumatisierte Frauen in Bosnien. Kurze Zeit später gründete sie in Köln das Büro der Frauenrechtsorganisation medica mondiale. Monika Hauser erhielt für ihren herausragenden Einsatz in Kriegs- und Krisengebieten zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2008 den „Right Livelihood Award“, auch bekannt als Alternativer Nobelpreis. Heute lebt sie in Brühl bei Köln. Monika Hausers Eltern leben in Laas. im EU-Parlament diskutiert wird. Gerade Griechenland, Italien und Spanien sind aufgrund ihrer geografischen Lage und der Dublin II-Verordnung gezwungen, einer großen Zahl von Flüchtlingen Asyl zu gewähren, während sich andere, wirtschaftlich stärkere Länder ihrer Verantwortung entziehen. Insbesondere mit Blick auf die derzeitige wirtschaftliche Situation in Griechenland und die gleichzeitige Solidarität der Griechen im Umgang mit Flüchtlingen – die hier übrigens auch für europäische Werte steht – ist die Haltung der EU und v. a. der deutschen Bundesregierung zynisch zu nennen. Was wir brauchen, ist eine klare, einheitliche und faire Zuwanderungspolitik, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Wir brauchen Vernunft und Solidarität. Denn machen wir uns nichts vor: Demografisch gesehen, braucht Europa Zuwanderung. Das Interview führte Martin Santner, Chefredakteur von 39NULL Magazin für Gesellschaft und Kultur, www.39null.com

INFO Die Frauenrechtsorganisation medica mondiale e.V. wurde 1993 von Monika Hauser gegründet. Sie unterstützt weltweit Hilfsprojekte für Frauen und Mädchen, die von sexualisierter Kriegsgewalt betroffen sind. Darüber hinaus leistet die Organisation politische Aufklärungsarbeit über die Lage von Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten u.a. in Bosnien und Herzegowina, Liberia, Afghanistan, Kosovo, Ruanda, Uganda, Burundi, DR Kongo, Kroatien, Albanien und Serbien. Die Hauptgeschäftsstelle des gemeinnützigen Vereins ist in Köln. Weitere Details zum Engagement von medica mondiale finden Sie auf der offiziellen Internetseite: www.medicamondiale.org


Vinschgerwind 15-15

23.07.15

Neue Parkplätze in Schlanders

Gemeinde Schlanders kauft Haus in Fuzo

Für 113.000 Euro wird die Gemeinde Schlanders das Areal bei der Villa Ausserer nähe Bahnhof in einen Parkplatz umfunktionieren. Rund 2.600 Quadratmeter misst die Fläche, die Platz für rund 90 Stellplätze bieten wird.

Für 438.449 Euro kaufte die Gemeinde Schlanders das alte Haus zwischen der Tabaktrafik Spechtenhauser und dem Restaurant Goldene Rose in der Fußgängerzone Schlanders. „Wir haben ein Konzept, das wir schrittweise umsetzen wollen“, sagt Generalsekretär Georg Sagmeister. BM Dieter Pinggera: „Wir haben zwei Optionen, aber bevor wir nicht entschieden haben, kann ich dazu nichts sagen.“

Rom-Infos ins Tal Die Reform der öffentlichen Verwaltung ist beschlossen. Südtirol kann bewährte Verwaltungsmuster behalten und trotzdem an der Modernisierung der öffentlichen Verwaltung teilhaben. In den autonomen Regionen und Provinzen soll der Forstkorp nicht wie im übrigen Staatsgebiet zwischen Staatspolizei und Carabinieri (diese gehören übrigens zum Heer) aufgeteilt werden können. Gerettet haben sich nur die Sonderautonomien, deren Förster weiterhin ihre vielfältigen Aufgaben in Besonderen im Bereich der öffentlichen Sicherheit und der Gerichtspolizei ausüben können. Noch wichtiger für uns ist die Ausnahmeregelung bei den Gemeindesekretären, die als Berufsbild außerhalb unserer Region abgeschafft werden und durch sog. „dirigenti apicali“ ersetzt werden, die mit dem Bürgermeister kommen und gehen. Unsere Gemeinden sind sehr gut verwaltet. Die Verwalter sind der Bürgermeister und seine Referenten und diese stehen in direkter Verantwortung zu ihren Wählern. Der Gemeindesekretär ist unabhängig und garantiert die Legalität, Transparenz und das öffentliche Interesse. Die letzen Wochen bis zur Sommerpause am 8. August werden bei uns in der Abgeordnetenkammer auf gesetzgeberischer Seite nichts Weltbewegendes mehr bringen. Genutzt muß dieser Zeitraum aber werden um endlich die Durchführungsbestimmung zum Stilfser Joch Nationalpark unter Dach und Fach zu bringen (das Ministerium hat noch Bedenken beim Übergang vom Parkpersonal vom ehemaligen Konsortium zur Region Lombardei). Auf den Weg bringen wollen wir unbedingt auch eine Durchführungsbestimmung zur Jagd, um die in den letzten Jahren durch Gerichtsentscheidungen verloren gegangenen „autonomen Kompetenzen“ wieder herzustellen (Jagd in den von der Provinz eingerichteten Naturparks, Jagd Steinbock – Murmeltier usw.).

d+p designed + produced Mehrere Grafik- und Druckereibetreibe haben sich als Arbeitsgruppe unter einem gemeinsamen Label zusammengeschlossen. „d+p“ steht für „designed + produced“ in Südtirol. Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe ist Horst Fritz von der Druckerei Hauger aus Schlanders.

Horst Fritz (Bild) ist der Vorsitzende der Arbeitsgruppe „d+p“, zur AG gehören Roberto Baccellini, Eva Langgartner, Annelies Leitner, Paul Pöder, Benno Prenn, Walter Stimpfl, Wolfgang Toechterle, Mario Viganó und Harald Werth

Foto: „Wind“-Archiv

von Albrecht Plangger

Foto: Angelika Ploner

8 /Wirtschaft/

B

ereits im Jahr 2009, also noch vor der sogenannten Finanzkrise, hat die Berufsgemeinschaft Druck&Medien im LVH in Zusammenarbeit mit der Gruppe Grafik im Unternehmerverband das Projekt „d+p“ in die Wege geleitet. Aus der Erkenntnis gereift war die Zusammenarbeit, dass Veränderungen und Liberalisierungen am Markt und in der Gesellschaft Betriebe und Mitarbeiter vor neue Herausforderungen stellen werden. Markt- und Betriebsanalysen haben dazu geführt, dass die Berufsgemeinschaft Druck&Medien auf die Verschiebung der Ausbildung in Richtung Fachschulen, also im dualen Ausbildungsweg, gedrängt hat und zugleich wurde auf Problematiken der Auftragsvergabe von öffentlichen Auftraggebern und auf die Liberalisierung von Betriebsgründungen hingewiesen. Die Herausforderung wurde von den Berufsgemeinschaften mit dem eigenen Label „d+p“ konkret angegangen. Den Kunden soll damit die Wichtigkeit kleiner Kreisläufe vor Augen geführt werden. Auch über die Ausbildungsschiene sollten die Voraussetzungen geschaffen werden, die vorhandenen Strukturen für den Export zu stärken. Interne Kooperationen sollten damit

gestärkt werden. Diese Wertschöpfung, so sagt der Vorsitzende der Arbeitsgruppe d+p Horst Fritz von der Druckerei Hauger-Fritz (Schlanders/Meran), wird im Lande benötigt, auch um die hohen Standards an Dienstleistungen der öffentlichen Hand weiterhin ermöglichen zu können. Tatsächlich ist es so, dass derzeit rund 60 Prozent der Druck- und Medienaufträge in andere Provinzen und ins Ausland gehen. Das Bestreben von „d+p“ ist es, dass Projekte, die mit öffentlichen Mitteln finanziert werden, das Label „d+p“ tragen sollen. „Die Verwaltung und die Politik sollen auch hier Verantwortung für unsere Gesellschaft tragen“, sagt Horst Fritz, und: „Wir wollen die Betriebe stärken, Arbeitsplätze sichern und unsere Gemeinden lebendig erhalten.“ Schließlich vertrete man unter dem neuen Label 730 Südtiroler Unternehmen mit rund 2.500 Arbeitsplätzen und Lehrstellen, die für Qualität und Professionalität rund um den Grafik- und Druckbereich stehen. Diese Betriebe erwirtschaften ein Volumen von 350 Millionen Euro an Wertschöpfung mit entsprechenden Steuern und Abgaben für den lokalen Haushalt. d+p ist Mehrwert für die Kunden und Mehrwert für Südtirol. Weitere Infos: www.dp-st.it


23.07.15

Vinschgerwind 15-15

/Wirtschaft/ 9

pr-info VI.P

Die Marille – eine Vinschger Kostbarkeit Wohl kaum eine Frucht hat im Vinschgau mehr Tradition als die Vinschger Marille. Denn nirgends in Südtirol - das sagen auch die Fachleute – gedeiht die Marille besser als dort. Die Marille liebt Wärme und Sonne, wenig Regen, reichlich Wind und lockere, nicht zu fette Böden. Begebenheiten, die perfekt zum Vinschger Klima passen. Nun ist die Ernte der geschmackvollen Vinschger Marillen gestartet. Da die Vinschger Marillen nur in begrenzten Mengen verfügbar sind und die Nachfrage danach groß ist, wird empfohlen, die gewünschten Marillen schon vorzeitig bei der Marillen-Hotline (Tel. 0473 723324) zu reservieren. Dann steht dem Genuss der vitaminreichen, aromatischen Vinschger Spezialität nichts mehr im Wege.

Einzigartiges Aroma und vielfältig Nur wer einmal eine originale Vinschger Marille gekostet hat, weiß um ihr einzigartiges Aroma. Sie sind Die 3 wichtigsten Marillensorten, welche im Vinschgau angebaut werden nicht nur köstlich, sondern auch sehr gesund und Vinschger Marille am beliebtesten arm an Kalorien. Viele Hausfrauen und Hobbyköche warten schon Die Vinschger Marille ist eine eigenständige Sorte und gilt als sehnlichst auf die duftende gesunde Frucht. Vinschger MarilHauptsorte im Vinschgau. 85% der gesamten Ernte sind Vinschger len haben nämlich viele Verwendungsmöglichkeiten: Am besten Marillen. Weitere Sorten, die in kleinen Mengen im Vinschgau anschmecken sie natürlich frisch verzehrt. Sie können aber auch gegebaut werden, sind Orangered®, Goldrich und Hargrand. Diese trocknet, für verschiedenste Kuchen und Torten, zur Herstellung unterscheiden sich optisch, geschmacklich und in ihrer Lagerfävon köstlicher Marmelade, Saft, Schnaps, Kompott oder für Marilhigkeit. lenknödel verwendet werden.


10 /Wirtschaft/

Vinschgerwind 15-15

23.07.15

Viele Hände, viele Köpfe: die Laaser Mannschaft im Hof des Fohlenhofes von Laas

Marmor&Marillen:

Kraftvolles Kulturfest D

as erste Wochenende im August (1. und 2.) steht in Laas und weit darüber hinaus im Zeichen des Marmo&Marillen Festes. An Kraft hat dieses einmalige Kulturfest, es ist heuer das 16. Mal, nicht verloren. Im Gegenteil: Rund um den Marmor und um die Marille hat sich eine Familie gebildet, deren Einsatz für das Fest in Laas mit Herzblut und Begeisterung erfolgt. Erstes sichtbares Zeichen der weit ins Vorfeld reichenden Vorbereitungen ist die immer wieder mit einer gewissen Spannung erwartete Marmor&Marillen Zeitung. Als Vorstellungsort wurde am 15. Juli 2015 die Idylle

des Fohlenhofes von Rudi Gartner gewählt. Dietmar Spechtenhauser, m&m-Koordinator, wies darauf hin, dass viele Hände und viele Köpfe das „m&m Fest zu einem Kulturfest“ werden lassen. Dazu gehöre ein sorgfätlig ausgewähltes Musikprogramm, besondere Ausstellungen, die Gaumenfreuden. Auch die 40 Marktstände werden nach regionaltypischen Kriterien ausgewählt. Bei der mittlerweile 6. internationalen Laaser Marmorwerkstatt werden heuer 10 Künstler zum Thema „70 Jahre Frieden in Europa“ Laaser Marmorblöcke vom 23.7. bis zum 1. August in Kunstwerke verwandeln. Auftakt

Foto: Erwin Bernhart

Laas

des Festwochenendes ist das Laas-ART-Fest bereits am Freitag, den 31.07.2015 ab 18.00 Uhr in der Laaser Marmorwelt. Nach Grußworten von BM Andreas Tappeiner und den Hinweisen von Marmor+-Präsident Thomas Tappeiner unter anderem auf die 6. Laaser Festtafel am Weißwasserbruch am 25.07.2015 (Anmeldung unter www.laas.info) wartete der in der VI.P für die Marillenvermarktung zuständige Gerhard Eberhöfer mit der erfreulichen Nachricht auf, dass man heuer mit einer sehr guten Marillenqualität rechne. Für die VI.P sei das m&m Fest ein Top-Schaufenster mit einem breiten Publikum. Gäste und Freunde kämen aus Rom, München und Zürich. Das Fest habe nicht nur Laas, sondern den Vinschgau und gar Südtirol belebt, sagte der Präsident des Tourismusvereines Schlanders-Laas. „In Schlanders ist man schon neidisch über das, was ihr hier in Laas machts“, zollte Pfitscher der Laaser m&m-Familie Respekt. Wenn die Marmor&Marillen-Broschüre vorliegt, namhafte Autoren, darunter Helmut Moser, Gianni Bodini, Hansjörg Telfser, Julia Fink und Georg Lechner, haben darin mitgewirkt, ist Vorfreude und Neugier auf das eigentliche m&m-Fest in der Luft. (eb)

Vinschgau

Ökologiepreis Vinschgau 2015 I

m Spätherbst 2015 wird erneut die Verleihung des Ökologiepreises stattfinden, eine Veranstaltung von besonderer Bedeutung, einzigartig in Südtirol und mittlerweile traditioneller Bestandteil der Vinschger Umwelt-Kultur. Dieses Jahr konnte auch die Arbeitsgemeinschaft für die Biologisch- DynamischeWirtschaftsweise als Träger für diesen Preis gewonnen werden. Die Initiatoren haben es sich zur Aufgabe gemacht, besonders vorbildhafte, ökologisch wegweisende Tätigkeiten bei einem Festakt öffentlich bekannt zu machen. So wird diese Ehrung stets auch von den Medien zum Anlass genommen, kreative und vorbildliche Praxisbeispiele von Naturschutz und umweltbewusstem Handeln im Vinschgau aufzuzeigen. Der Ökologiepreis Vinschgau bedeutet einerseits eine verdiente öffentliche Anerkennung und Wertschätzung für die verschiedenen Nominierten und die Gewinner. Zugleich soll er auch konkrete, praxisbezogene Vorbildfunktion haben und zum Handeln ermutigen. Die Jury des Ökologiepreis Vinschgau, zusammengesetzt aus je einem Mitglied

Die bisherigen Gewinner waren: • 2003 konnte das Bio-Hotel Panorama in Mals den Preis in Empfang nehmen. • 2005 w urde als Siegerprojekt das Lebenswerk von Karl Graiss gewürdigt. • 2007 ü berzeugte das Projekt „Prader Sand“ von der Abteilung Wasserbauten der Autonomen Provinz Bozen die Jury. • 2009 e rhielt „Reinverbund Soligno“, das Unternehmen Baubiologie des Herbert Niederfriniger (Eyrs/Prad), den Preis. • 2011 w urde der Preis zu gleichen Teilen verliehen an Familie Richard Fliri und Yvonne Aschoff in Langtaufers für das Energie-Strohhaus sowie an Edith und Robert Bernhard in Burgeis für die Erhaltung und Weitergabe traditioneller Sorten und die Förderung der Sortenvielfalt. • 2013 g ab es auch zwei Preisträger: die „Schlanderser Tafel“ erhielt den Preis für den achtsamen Umgang mit Lebensmitteln und die Familie Gurschler für den ökologischen Wiederaufbau der Hofstelle und den Bioanbau in Prad-Lichtenberg. der Trägervereine, gibt somit bekannt, dass Vorschläge und Nominierungen für den mit 2.000 € dotierten Preis bis Ende Oktober 2015 möglich sind. Einzelpersonen, Betriebe oder Gruppen, welche im Vinschgau eine ökologisch sinnvolle, nachahmenswerte Tätigkeit ausüben, können sich entweder selbst bewerben oder vorgeschlagen werden.

Die entsprechenden Vorschläge für Preisanwärterinnen und –anwärter sind an die aktuelle Adresse der Umweltschutzgruppe Vinschgau zu richten: Umweltschutzgruppe Vinschgau, Eva Prantl, Staatsstraße 52, 39020 Kastelbell. Die Vorschläge können auch in digitaler Form via E-Mail umwelt.vinschgau@gmail.com verschickt werden.


Laatsch

Heuernte auf „Plomadeng“

I

Foto: Andreas Paulmichl

n Zeiten der Not, als die nicht mehr von Hand, sondern Wiesen und Felder nicht immit seinem Rapid. Größtenteils mer den erwünschten Ertrag wird das Heu heute unter einilieferten, machten sich noch gen mächtigen Fichten gelagert vor rund 50 Jahren Laatscher und im Winter an die Wildtiere Kleinbauern bereits zu mitterverfüttert und nicht mehr wie nächtlicher Stunde auf, um den in früheren Zeiten an die Nutzauf 1700 m hoch über dem Dorf tiere. Auch dieses Jahr hat sich gelegenen „Plomadeng-Boden“ der „Dorl Lois“ wieder die Arzu mähen. Nur so konnten sie beit gerne angetan und den sich die besten Plätzchen sica. 2 ha großen Boden in vier chern und mit der mühevollen Stunden gemäht. Bei der Ernte Arbeit in den frühen Morgenstunden beginnen. Gegen Abend wurde das „bourschtige“ Heu auf einen Holzschlitten geladen oder mit einem Seil zu einem Bündel gebunden und zu Tal gezogen. Dort diente es zur Streckung des eingebrachten Futters, damit es im Frühjahr nicht die all zu große Die Erntehelfer v. l.: Alois Adam, Florian „Heunot“ gab. Doch Paulmichl, Franz Josef Tedoldi bald schon nahm gingen ihm, wie auch in den niemand mehr diese Strapaletzten Jahren, wieder einige zen auf sich und das Gras auf Fleißige zur Hand. Die Tradi„Plomadeng“ blieb stehen. Vor tion der Heuernte auf „Plomavier Jahren machte es sich Alois deng“ wird also fortgeführt und Adam aus Laatsch zur Aufgabe, ein weiteres Stück Kulturlandauf eigene Kosten den Boden schaft gepflegt. (pa) wieder zu mähen. Allerdings

m l A r e d i a H &

FUN-Park

d Abspringen u lnanden! butterweich

R

I A G BI

ss ein Riesenspa Der Big Airbag milie. a für die ganze F

NE

W

5 1 20

01.08.2015

Bauernmarkt „Gutes von hier“

08.08.2015

Kulinarischer Abend mit Buffet

22.08.2015

Wein und Schnaps Verkostung

30.08.2015

Almfest mit Livemusik

13.09.2015

Saligen Marsch www.saligen-marsch.it

en lig h Sa arsc M

Graun

Die Hubertus ist zu Wasser

D

das Oberland hat Kapitän Artur Winkler die „Hubertus“ flott gemacht. Mit der ersten Probefahrt, einer schonenden Steuerung durch Südwindwellen zum Anlegeplatz, sei er sehr zufrieden gewesen. Täglich wartet die „Hubertus“ um 15 Uhr am Grauner Turm auf willkommene Gäste. Für andere Rundfahrtzeiten bitte den Kapitän unter 3384967810 oder 3478523590 oder 0473 633126 anrufen. Die Schifffahrt ist jederzeit zu buchen. Geeignet für Gruppen. Foto: „Wind“-Archiv

as Ausflugschiff „Hubertus“ ist am 15. Juli 2015 zu Wasser gelassen worden und steht seither für Rundfahrten auf dem Reschensee zur Verfügung. Pünktlich zum viel besuchten Reschenseelauf als grandioses Schaufenster für

Schiff ahoi auf dem Reschensee

r lle o n &R ten i o ge s e e o l n k e ail u lz i h r t e c t p h h e li c rs eic Köst Bik r rna inde t e S K Üb

Tel. 0473 634 628 - www.haideralm.it


12 /Leserbriefe/ Wind - Klick-Tipps

Google my Business

von Roland Sprenger, Online-Berater

D

ie digitalen Kartendienste, wie z.B. Google Maps, haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Immer mehr Nutzer nehmen von diesen Diensten in irgend einer Form Gebrauch. Mittlerweile kann man diese als Navigationssystem nutzen, Reisen planen, Gebiete oder Städte erkunden, Unternehmen oder auch nur eine Telefonnummer suchen. Auch gibt es die Möglichkeit 3D- sowie Satelliten-Ansichten zu aktivieren. Ebenso enthalten diese Kartensysteme eine Vielzahl von Firmen- oder Brancheneinträgen. Bei Google heißt das System „Google my Business” Von der kleinen „Bar am Eck” bis hin zum großen Einkaufshaus sind in diesen Karten zu finden. Oft stimmen aber diese Informationen nicht mit der Realität überein, vielleicht erscheint eine alte Telefonnummer, eine falsche Straße oder Hausnummer, im schlimmsten Fall sogar ist das Unternehmen an einem falschem Ort. Diese Einträge werden auch in der Google-Suche berücksichtigt und bei einer Suche nach einem Unternehmen wird die Karte mit dem Standort und den Informationen dazu rechts angezeigt. Es ist also sehr wichtig, dass man seinen eigenen Standort überprüft und darauf achtet, dass alle Informationen zum Unternehmen korrekt sind. Auf alle Fälle sollte man den Eintag auch “verifizieren” und als eigenen Eintrag beanspruchen, erst danach kann man alle Informationen selber aktualisieren, Bilder einstellen usw. Google my Business ist für den Betrieb kostenlos, aber sehr wichtig. Fazit: egal ob Groß oder Klein, der eigene Standort in Google sollte stimmen.

Vinschgerwind 15-15

23.07.15

PAN Italia : Verbot Glyphosat auf öffentlichen Flächen PAN-Italia begrüsst die Initiative und den Vorstoss der L.Abg. Paul Köllensperger (M5S), die Verwendung von Glypfosat und glyphosathaltige Produkten auf allen öffentliche Flächen zu verbieten. Die Firma Monsanto betreibt Glyphosat unter dem kommerziellen Namen Roundup, und wird in der Südtiroler Landwirtschaft im Obstbau viel eingesetzt. Auch private Haushalte greifen nach wie vor auf RoundUp zur Unkrautbekämpfung zurück. Zum wiederholten Mal bagatellisiert der Agrar-Landesrat Arnold Schuler die Gefahren der Verwendung und verweist dabei nur auf industrie-nahe Institution wie Bundesamt für RisikoBewertng (BfR) und die EFSA. Nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in März 2015 der Wirkstoff Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend für Menschen“ eingestuft hat, hat in einigen Länder bereits ein Umdenken begonnen. In Deutschland hat die REWE-Kette / toom-märkte (350 Filialen) bereits der Verkauf eingestellt. Auch in der Schweiz haben die Supermarktketten Coop und Migros ihr Sortiment reduziert, um so den Schutz der Bevölkerung zu gewährleisten. PAN-Italia bedankt sich beim Südtiroler Landtag, und sieht diese Entscheidung als einen wichtigen Meilenstein für die Gesundheit der Südtiroler. Das Land Südtiroler nimmt somit eine Vorreiterrolle ein und diesen Beschluss kann auch für andere Regionen zukunftweisend sein. Ausserdem wurde nun auch bewiesen, dass offizielle Institutionen und Behörden (in dem Fall der Südtiroler Landtag) die Möglichkeit haben Wirkstoffe, die in der EU zugelassen sind, in Ihrer Anwendung und Einsatz zu verbieten. Dieser Präzedenzfall in Südtirol könnte nun auch den Weg für die Vinschger Gemeinde Mals freimachen. Die Bevölkerung der Gemeinde Mals hatte im letzten Jahr mittels Volksabstimmung den Einsatz vom EU-weit zugelassenen chemisch-synthetischen Spritzmittel auf dem Gemeindegebiet verboten. Für Rückfragen: Koen Hertoge / PAN-Italia Vorstandsmitglied

MASEBEN IST VERKAUFT zu Ihrem Artikel auf der Seite 4 in der letzten Ausgabe des Vinschger WIND, muss ich leider richtig stellen, dass Maseben nicht verkauft ist. Also eine totale LÜGE! Sie haben sich mit allen möglichen Personen in Verbindung gesetzt, welche Sie alle belogen haben. Noch bin ich Mitbesitzer und meine Unterschrift wird nur nach Absprachen aller Beteiligten beim Notar unterzeichnet. Dass die von Ihnen angegebenen Käufer nur das Berghaus Atlantis möchten und die Sesselbahn stillgelegt bleibt, ist der ausschlagende Punkt. Langtaufers braucht, um zu überleben im Tourismus das kleine Skigebiet samt den dafür notwendigen Anlagen und Infrastrukturen. Positive Verhandlungen mit Herrn Hans Rubatscher werden nun überprüft und ohne Konzession unserer Anlagen ist es laut Landesgesetz nie möglich eine neue Liftanlage (Kaunertal) zu errichten. Auch die Gemeinde Graun hat noch ein Mitspracherecht, denn sie ist nach wie vor Eigentümer sämtlicher Grundstücke auf denen die Sesselbahn und auch der Skilift Falbanaier erbaut wurden. Ich bitte also dringend um eine Richtigstellung Ihres Artikels, damit unsere Bevölkerung nicht dauernd verunsichert unwahre Aussagen weiter verbreiten kann. Mit freundlichen Grüßen Hansi Klöckner

Als Beispiel möchte ich nur hervorheben, dass in Sulden ein ausgebildeter Anästhesist und Notarzt als Allgemeinmediziner tätig ist. Die Einsätze wurden bisher mit einem Betrag von ca 200 Euro netto honoriert. Man bedenke aber dass ein Notfalleinsatz oft Stunden dauern kann. Da nun laut dem Schreiben eine Unvereinbarkeit besteht und die Ausübung dieses freiwilligen Dienstes eingestellt werden „muss“ (so steht es wortwörtlich im Schrieben) wird es eine regelhafte Übernahme von Notfällen durch die genannten Ärzte wahrscheinlich nicht mehr geben. Vor allem werden auch Versicherungen der Ärzte bei einer Unvereinbarkeit und dem Quasi Verbot der Gesundheitsbetriebes bei einer regelhaften Ausübung dieses Dienstes nicht haften Es stellt sich die Frage, wie eine solche Regelung mit der von der Politik, der zuständigen Landesrätin, dem Generaldirektor und dem Landeshauptmann mehrfach betonten und beschworenen Aufwertung des Territoriums und der Allgemeinmedizin in Übereinstimmung zu bringen ist. Bei den Ärzten bewirken solche Regelungen Demotivation, Frustration und die Erkenntnis, dass der bisherige Einsatz nicht wertgeschätzt wird. Dr. Wallnöfer Wunibald Allgemeinarzt in Prad am Stilfserjoch

Demotivation und Frustration

Das Schreiben an die Ärzte, welches Wunibald Wallnöfer zitiert:

In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten gab es eine Übereinkunft mit der Landesnotrufzentrale 118, dass die im Schreiben genannten Ärzte bei Notwendigkeit auf Anforderung der Notrufzentrale 118 freiwillig sich bereit erklärten, bei Notfällen zur Stelle zu sein und die erforderlichen ärztlichen Maßnahmen einzuleiten. Das war speziell in den abgelegenen Gebieten wie zum Beispiel Stilfs Sulden oder Graun Reschen, aber auch in anderen peripheren Gemeinden des Obervinschgau oft hilfreich. Es konnten oft Einsätze vor Ort durchgeführt werden , die eine Einlieferung ins Krankenhaus vermeidbar machten, da vor Ort eine erfolgreiche Therapie durchgeführt werden konnte.

„Notfallmedizin auf dem Territorium - Unvereinbarkeit Sehr geehrte Ärztinnen und Ärzte, mit der Veröffentlichung des Beschlusses der Landesregierung im Gesetzesanzeiger der Region, voraussichtlich am 27.07.2015, wird der gesamtstaatliche Kollektivvertrag für die Ärzte für Allgemeinmedizin und der entsprechende neue Landeszusatzvertrag in Kraft treten. Die Ausübung der Notfallmedizin auf dem Territorium ist mit dem neuen obgenannten Vertrag leider nicht vereinbar und muss daher ab Veröffentlichung im Amtsblatt eingestellt werden. Beste Grüße in den Obervinschgau der Abteilungsdirektor Hugo Minach“


Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

Es werde Licht... Ich bin von einem ungl端cklichen Krankenhausaufenthalt zur端ckgekommen. Meinem Empfinden nach stand ich vor einem dunklen Abgrund, aber dann kam das Licht. Das Bild soll die Spannung zwischen Finsternis und Licht symbolisieren und ich hoffe, dass es nicht mein letztes sein wird.

23.07.15

Vinschgerwind 15-15

/Impressionen/ 13


14 /Lokales/

Vinschgerwind 15-15

23.07.15

Kurator bringt Leben ins GAP Glurns Art Point

Die Kontrollen der Restwassermengen werden von geschultem Forstpersonal laufend durchgeführt: Dies unterstreicht Abteilungsdirektor Paul Profanter.

Davide Bevilacqua heißt der erste Kurator des GAP Glurns Art Point, der in den Sommermonaten 2015 im ersten offenen Südtiroler Atelierhaus die kulturellen Tätigkeiten der Non-ProfitInitiative begleitet. Während den Öffnungszeiten des GAP – Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Sonntag von 17 bis 19 Uhr und Samstag von 15 bis 19 Uhr – wird der Kurator die ausgestellten Arbeiten und das Sommerprogramm vorstellen. Ausserdem gibt es jeden Freitag um 19 Uhr einen freien GAP Stammtisch über Kunst und Kultur für Glunserinnen und Glurnser, Vinschger und Vinschgerinnen und alle.

Schlanders/Engadin

„Viel Erfolg, Begeisterung und Freude“

A

m Sonntag, 12. Juli 2015 hatte der CEAV – Engadiner Eisenbahnfreunde ein Treffen mit dem gleichgesinnten Modelleisenbahnclub, MEC Schlanders im Südtirol organisiert. Unter der Reiseleitung des Präsidenten des CEAV, Gerhard Meister, reisten fünf Mitglieder von Samedan über Zernez, wo die hergereisten elf Mitglieder des MEC Schlanders empfangen wurden. Wir reisten weiter mit dem ENGADIN Express (Ex ENGADIN Star) direkt nach Klosters Platz, wo wir auf den Regionalzug nach Davos Platz umgestiegen waren. Das Erstaunen war gross, weil die wenigsten kannten die Linie über Klosters Platz bis Filisur mit den schönen Ausblicken ins Prättigau und die Landschaft Davos. In der höchstgelegenen Stadt Europas flanierten die Reisenden durch die Promenade und bestaunten die Standseilbahn auf die Schatzalp. Nach dem Mittgshalt reisten wir weiter durch die Zügenschlucht und Filisur nach Preda. Dort wurden wir vom Albula-Baustellenführer, Herr Gian Brüngger empfangen, welcher uns in der neugestalteten „InfoArena Albulatunnel II“ herumgeführt hatte. In Samedan bestaunten wir die Fahrzeuge des Clubs 1889 und tauschten uns über unser Hobby aus. Glücklich kehrten die Miglieder des MEC Schlanders nach Zernez zurück, wo sie die Rückreise ins Südtirol angetreten hatten. Gerhard Meister, Präsident CEAV

Vinschgau. Alle 96 Schülerinnen und Schüler des Oberschulzentrums Schlanders haben die staatliche Abschlussprüfung geschafft. Die Diplome erhielten die Maturanten kürzlich bei der Abschlussfeier in Schlanders.

Fotos: Angelika Ploner

CEAV trifft MEC

Foto: „Wind“-Archiv

Restwassermengen

von Angelika Ploner

D

ie Mädchen laufen den Jungen die Ränge ab, zumindest was die Ergebnisse bei der staatlichen Abschlussprüfung - der Matura - betrifft. Die Schülerinnen und Schüler des Oberschulzentrums Schlanders – Realgymnasium, Sprachengymnasium, TFO und WFO – erhielten jüngst im Kulturhaus in Schlanders ihr Maturadiplom. Die zwei besten Schülerinnen des Oberschulzentrums heißen Rebekka Prader (100 Punkte), Abgängerin des Realgymnasiums und Karolina Maria Primisser (100 Punkten mit Auszeichnung), die ihre Schullaufbahn im Sprachengymnasium absolviert hat. Der beste Schüler in der TFO mit 95 Punkten ist Hannes Metz. Daniel Staffler schloss hingegen als 4. Klässler mit 85 Punkten die WFO ab, in

der Parallelklasse war Anna Alber mit 92 Punkten Klassenbeste. (s. Infokasten). Insgesamt haben 96 Schülerinnen und Schüler die Klassen am Oberschulzentrum Schlanders besucht. Alle 96 sind zur Matura angetreten und alle 96 haben diese auch bestanden. Verena Rinner, die Direktorin des Oberschulzentrums begrüßte die Anwesenden bei der Diplomfeier Anfang Juli im Kulturhaus in Schlanders mit dieser erfreulichen Nachricht. „Die bestandene Matura eröffnet Euch viele Wege, leichte und beschwerliche, auch Umwege und Sackgassen. Ihr steht jetzt an einer Wegkreuzung.“ Die Schulratspräsidentin Dunja Tassiello wählte folgenden Vergleich: „Das Maturadiplom ist wertvoller als jedes Sparbuch.“ Diesjähriger Festredner war Schullandesrat Philip Achammer.

Realgymnasium: 100 Punkte: Rebekka Prader 98 Punkte: Tina Angerer Anna Leimgruber Sprachengymnasium: 100 Punkte mit Auszeichnung: Karolina Maria Primisser 91 Punkte: Maximilian Gurschler 90 Punkte: Hannah Lechner Anna Platter Katharina Schönthaler Maria Tasser TFO: 95 Punkte: Hannes Metz 90 Punkte: Alonso Lillo Loris Stecher Michael Telser WFO 5A 85 Punkte: Katharina Parth 4A WFO - Antritt zur Abschlussprüfung mit verkürzter Schullaufbahn 85 Punkte: Daniel Staffler 5B 92 Punkte: Anna Alber


Tschengls

125 Jahre Feuerwehr und die Dorfordnung von 1611

I

gab es in allen Dörfern Tirols. Mehrere Jahrhunderte lang bis zum Ersten Weltkrieg bestimmten sie das Zusammenleben in den Dörfern. Bevor es eine Feuerwehr gab, wurde in der Tiroler Feuerordnung und in der Dorfordnung bereits festgelegt, welche Vorsichtsmaßnahmen zu befolgen waren und wie man sich im Falle eines Brandes zu verhalten hatte. Besonders genau wurden die Weiderechte, die Waldnutzung und die Wasserrechte geregelt, sowie die „Gmain Arbeit“, die notwendigen Arbeiten für die Gemeinde festgehalten. Jährlich am „Kassunta“, dem ersten Sonntag in der Fastenzeit gab es nach dem 12-Uhr-Läuten am Dorfplatz die Groß Gmain, die Versammlung aller verheirateten, männlichen Haus- und Hofbesitzer. Der Dorfmeister, zwei Almmeister, zwei Feld-Saltner und Feierabend-Saltner, die Hirten und Waaler wurden gewählt bzw. ernannt, es musste Rechenschaft über die Tätigkeit und die verhängten Strafen abgegeben werden, die Dorfordnung wurde verlesen und wichtige Beschlüsse wurden gefasst. Alle Hausbesitzer mussten anwesend sein, wer nicht anwesend war, musste Strafe bezahlen. (hzg)

Foto: Heinrich Zoderer

m Jahre 1885 gab es in Tschengls einen großen Dorfbrand. Deshalb wurde auf Initiative des Dorfpfarrers Anton Lintner im Jahre 1890 die Feuerwehr gegründet und am 21. Juni wurde das 125-jährige Bestandsjubiläum der Freiwilligen Feuerwehr in Tschengels gefeiert. Zu diesem Anlass verfassten Rainer Loose, Herbert Raffeiner und Erwin Tarneller eine umfangreiche Festschrift. Darin wird nicht nur der große Einsatz gegen Brände, Muren und andere Naturkatastrophen dokumentiert, sondern auch das Leben in Tschengels, besonders die gesellschaftlichen und technischen Veränderungen der letzten Jahrzehnte nachgezeichnet. Außerdem wurde die alte Dorfordnung abgedruckt und von Professor Rainer Loose ausführlich kommentiert. Am 4. Juli luden die Feuerwehr Tschengels und der Bildungsausschuss Laas zu einem Festvortrag in das Kulturhaus. Dabei stellte Professor Loose den vielen Zuhörern aus Tschengls und den interessierten Personen aus den Nachbargemeinden die alte Dorfordnung aus dem Jahre 1611 vor. Solche Dorfordnungen, welche in den „Tirolischen Weisthümern“ 1880 herausgegeben wurden,

Sehr groß war das Interesse der Bevölkerung beim Festvortrag von Prof. Rainer Loose über die alte Dorfordnung von Tschengls


16 /Lokales/

Vinschgerwind 15-15

23.07.15

§ Das Märchen vom friedlichen Nebeneinander Aus dem Gerichtssaal

A

m 5. Juli feierte die Familie Gluderer in Goldrain ihr 25-jähriges Firmenjubiläum als Biobetrieb und ihr 10-jähriges als Kräuterschlössl. Grund genug für einen festlichen Anlass und einen zufriedenen Rückblick auf das bisher Erreichte. Zählt doch die Familie Gluderer zu den Pionieren des biologischen Anbaus von Kräutern und der Vermarktung von Kräutertee, Bioprodukten, Kosmetika und anderen duftenden Feinheiten aus dem Garten der Natur. Allerdings besteht die Geschichte des Unternehmens nicht nur aus lauter Sonnenschein. Denn der Anbau von Kräutern erfolgt auf einer Fläche, welche an Grundstücke angrenzt, auf denen konventioneller Obstbau betrieben wird. Und damit war ein Konflikt fast schon vorprogrammiert. Denn Ende 2009

führten Beamte des Südtiroler Sanitätsbetriebes am „Kräuterschlössl“ eine Kontrolle durch und nahmen Proben von Kräuterprodukten mit, um sie im Labor zu untersuchen. Dabei wurden an einem Kräuteraufguss Rückstände des Fungizids Dodin vorgefunden, welches als Pflanzenschutzmittel verwendet wird. Die Rückstände lagen, wenn auch nur geringfügig, über den in einer EU-Verordnung festgelegten Grenzwerten, worauf das Schicksal seinen Lauf nahm: Es folgte eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft und ein langwieriges und kostspieliges Strafverfahren. Dieses endete zwar mit einem Freispruch, ebenso ein zweites wegen ähnlicher „Verfehlungen“, welches der Familie Gluderer „angehängt“ wurde. Doch in der Zwischenzeit war der Schaden schon

angerichtet! Denn obwohl die „Kräuterschlössler“ in beiden Fällen den Nachweis erbringen konnten, dass sie das Fungizid nicht selbst verwendet hatten, sondern dass es als Folge der Abdrift buchstäblich „vom Himmel“ gefallen war, konnten sie sich als Biobetrieb diesen Imageverlust nicht leisten. Sie mussten daher wohl oder übel ihre Kräuter vor diesem „Segen von oben“ in der Weise schützen, dass sie das ganze Areal mit Plastikhäuten überdachten: Kostenpunkt 150.000,-- Euro! Die ganze Geschichte hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack. Denn es stellen sich neben der Frage nach der Einzelverantwortung noch ein paar grundsätzliche: Gilt das Grundrecht auf Freiheit der wirtschaftlichen Betätigung wirklich für alle oder nur für

jene, welche konventionell Landwirtschaft (sprich Obstbau) betreiben? Die Monokulturen sind nicht gerade eine Augenweide, die Hagelnetze eine Faust auf´s Auge, wem kommen da nicht langsam Zweifel an der Möglichkeit der friedlichen Koexistenz zwischen konventionellem Obstbau, dem Fremdenverkehr und der biologischen Wirtschaftsweise? Sollte nicht endlich die Idee Reinhold Messner‘s aufgegriffen und, angefangen vom Oberland, eine naturnahe wirtschaftende Bioregion Vinschgau angedacht werden? Peter Tappeiner, Rechtsanwalt

pr-info marmor & marillen

LAAS – MARMOR & MARILLEN Das PROGRAMM 2015 Donnerstag, 23.07.2015 - 20 Uhr Eröffnung der 6. int. Marmorwerkstatt am Dorfplatz Freitag, 24.07.2015 - 9 Uhr Beginn der 10tägigen Künstlerarbeiten am Santl, 19:30 Uhr „Werkstattgespräch“ mit Jakob Bill – Referat über seinen Vater, Architekten, Kunsthistoriker, Künstler, Maler und Designer Max Bill CH (1908-1994) in der Fachschule für Steinbearbeitung Laas, anschließend „Symposiumstafel“ Samstag, 25.07.2015 - 19 Uhr 6. Laaser Festtafel am Weißwasserbruch, Anmeldung: www.marmorplus.it Donnerstag, 30.07.2015 - 18 Uhr Eröffnung der Ausstellung von Markus Daniel – Radierungen und Druckbücher in der Marxkirche Freitag, 31.07.2015 - 18 Uhr LAAS-ART - das etwas andere Fest in der Laaser Marmorwelt mit der Musikgruppe NICE PRICE und interessanten Künstlern, 19 Uhr Eröffnung der Ausstellung von Erich Stecher in der Fachschule für Steinbearbeitung Samstag, 01.08.2015 - 11 - 20 Uhr Verkauf von Vinschger Marillen, Kunsthandwerk aus Laaser Marmor, Marillenspezialitäten, 40 Marktstände mit typischen Vinschger und Südtiroler Produkten, Ausstellung von Franco Bonora - Marmor – Holz - Farben und das „eARTh“ Kreislaufkonzept von Carmen Bonora, Ausstellung von Johann Tscholl „Zyklus Mensch“, Zeichnungen, Tusche auf Papier, Materialbilder, 18 Uhr Finissage der 6. LMW Präsentation der fertigen Kunstwerke am Santl, 21 Uhr Markus Dorfmann - alias DOGGI on Tour: SOLO aber nicht ALLEINE Sonntag, 02.08.2015- 40 Marktstände mit typischen Produkten, 15:30 Uhr Versteigerung einer besonderen Marmorskulptur Marillen-Spezialitätenwochen vom 25.07. bis 16.08.2015, das gesamte Programm: www.laas.info


23.07.15

Vinschgerwind 15-15

/Menschen/ 17

„Wenn i kannt, tat i heint nou nahnen“ Fast ein Leben lang hat Frau Katharina Trachtenkleider geschneidert. Wie viele es gewesen sind, weiß sie nicht mehr. Sie hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Trachtenlandschaft in Südtirol nach dem Krieg wieder lebendig geworden ist. Und sie hat historische Trachten gerettet, wie zum Beispiel die einzigartige Marketenderinnen-Tracht der Musikkapelle Taufers i. M. von Magdalena Dietl Sapelza

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

M

it der alten Hochzeitstracht meiner Großmutter über dem Arm betrat ich vor fast vier Jahrzehnten Kathls Stube in Kortsch und bat sie, das Kleid in zweifacher Ausführung nachzumachen. Ich trug die Tracht damals als Marketenderin der Musikkapelle Taufers i. M. Es gab noch eine zweite ähnliche Tracht im Ort, die für die zweite Marketenderin immer umständlich geliehen werden musste. Die nachgemachten Trachten sollten fortan der Musikkapelle gehören. Kathl übernahm den Auftrag, obwohl sie als eine der wenigen Trachtenschneiderinnen im Tal mit Arbeit mehr als eingedeckt war. Sie beriet mich beim Stoffkauf, nahm an mir Maß und zeichnete den Schnitt. Kathl hatte schon als Mädchen den Traum, Schneiderin zu werden. Sie wuchs als Tochter eines Viehbauern mit sieben Geschwistern in Kortsch auf. Dort besuchte sie die italienische Schule. Bei der Option 1939 entschieden sich ihre Eltern für das Dableiben. Kathl erntete daraufhin viel Spott. Burschen lauerten ihr auf, bewarfen sie mit Steinen und verhöhnten sie: „Buon giorno signorina“. „Deis isch a unguate Zeit gweesn“, sagt sie. Auch ihre Eltern und Geschwister waren Schmähungen ausgesetzt. Den Dableibern liefen die Knechte davon. Ihr Vater habe immer gesagt: „Verzeichn tua i schun, obr vergessn nia. Als 1942 die Deutschen kamen, blieb Kathl mit wenigen Schülern in der italienischen Klasse zurück. Die Optanten-Kinder erhielten Deutschunterricht. „Selm hoobm olle Hurra gschrien, unt miar hobm nichts mea z’meldn kopp“, sagt sie. Das erste Mittelschuljahr besuchte Kathl nach

Katharina Wellenzohn Lechthaler, genannt Telser Kathl, Jahrgang 1929, Kortsch. Die aufgeschlagene Buchseite zeigt die Tauferer Marketenderinnen in der von ihr geschneiderten historischen Tracht. einer Aufnahmeprüfung im „Mariengarten“ in St. Pauls. Es war Krieg. Nach dem Bombenangriff auf Bozen im September 1943 wurde aus der Klosterschule ein Lazarett. Kathl kehrte heim. Ihre Brüder dienten beim italienischen Militär und Kathl mühte sich mit ihrer Mutter und ihren Schwestern mit den Männerarbeiten ab. Im Mai 1945 beobachteten sie von ihrem Feld aus heranziehende amerikanische Soldaten. Erstmals erblickten sie einen Schwarzen und ergriffen

mit ihrem Ziehwagen die Flucht. „ I hon gschriean: schräpft auf, dass mair hoam kemman“, erzählt Kathl. Kurz darauf erfuhr sie vom Kriegsende. Kathl war 16 Jahre alt und bekam nun die Möglichkeit, das Nähen zu lernen. Drei Jahre dauerte ihre Ausbildung, zuerst in Kortsch, dann in Kastelbell. Anschließend besuchte sie Zuschneidekurse und machte sich schließlich daheim im „Weingarthof“ selbständig. Sie war auf Frauentrachten spezialisiert, nähte aber auch Trach-

tenhemden für Schützen und Musikanten. In den Nachkriegsjahren waren beim Aufbau der Katholischen Jugend vor allem Diandl gefragt. Sie schneiderte für Sing- und Trachtengruppen. In Innsbruck lernte sie die Trachtenexpertin Gertrud Besendorfer kennen, mit der sie sich austauschte. Kathl lernte, welche Tracht in welche Gegend passt und leitete TrachtenschneiderKurse im ganzen Land, bis zu ihrer Hochzeit mit Josef Lechthaler. Dieser war Knecht bei einem Dableiber-Bauern. „Dia hoobm si olm gegenseitig gholfn unt pan Kornschneidn hotts zwischn inz gfunkt“, lacht sie. Beide planten ihre gemeinsame Zukunft. 1957 bauten sie ihr Haus und ein Jahr später heirateten sie. Kathl schenkte ihrem Mann zwei Kinder, einen Buben und ein Mädchen. Später nahm sie noch einen kleinen Buben aus einem Heim auf und betreute ihn wie ihre eigenen Kinder. Während ihr Mann in der Landwirtschaft, als Holzarbeiter und als Zimmermann arbeitete, versorgte sie den Haushalt. Jede freie Minute saß sie an der Nähmaschine. „Gnahnt hon i gearn unt viel, ober Managerin bin i a schlechte gweesn… weil i zu wenig verlongt hon“, sagt sie. Heute steht die Nähmaschine still. Ihr schwaches Augenlicht lässt das Nähen nicht mehr zu. „Wenn i kannt, tat i heint nou nahnen“, meint sie. Bei der Vorstellung des Buches der Südtiroler Bäuerinnen-Organisation „Inser beschtes G`wond“ vor einem Jahr in Schlanders traf ich Frau Kathl wieder. Es erfüllt sie mit Freude, dass mehrere abgebildete Trachten aus ihrer Hand stammen, so wie die historische Frauentracht der Musikkapelle Taufers i.M.


Vinschgerwind 15-15

Kolping im Vinschgau

B

ereits in der letzten Randbemerkung war die Rede von Freizeit. Die Gestaltung der Freizeit spielt im Leben der Menschen, so wurde betont, eine immer größere Rolle. Angebote von Kolping konkurrieren mit einer Vielzahl von Freizeitaktivitäten. Eine sinnvolle Gestaltung der Freizeit will gelernt sein, um geistige und körperliche Erneuerung zu erfahren und sich nicht zusätzlich unter Stress zu setzen. Gerade jetzt in der Zeit des „Urlaubgehens“, des „Urlaubnehmens“ ist dies von besonderer Wichtigkeit und Notwenigkeit. Den meisten Menschen bietet Freizeit den Raum für Tätigkeiten, für Erlebnisse und Erfahrungen, die sie in anderen Lebensbereichen nicht haben können. Freizeit zielt nicht auf Existenzsicherung, sondern auf die Verbesserung der Lebensqualität. Aus gesellschaftlicher Sicht ist Freizeit nicht nur Teil der Umverteilung des Bruttosozialproduktes, sondern eine Steigerung des Freiheitsgrades mit belebender Wirkung für Selbstbestimmung, soziale Beziehungen, Kultur und Wirtschaft. Wie schon letzthin betont bietet für diese sinnvolle Freizeitgestaltung auch Kolping – die Kolpingsfamilie – entsprechende Angebote. So z.B. am 25. Juli die Rundfahrt auf dem Reschensee als gemeinsames Erlebnis mit dem Schiff „Hubertus“ mit anschließendem Beisammensein zur Förderung der Gemeinschaft mit Grillen. Treffpunkt: um 11.00 Uhr! Ein weiteres Angebot - auch um Kolping näher kennen zu lernen - ist die Fahrt nach Köln zum Kolpingtag, vom 18. bis 22. September 2015. Wer Interesse hat, kann sich bei Kolping Südtirol Kolpinghaus Bozen, anmelden.

Kulturfahrt nach Tarasp-Scuol-Altfinstermünz

Das Vintschger Museum Schluderns lädt alle Interessierte zu einer Kulturrundfahrt nach Scuol, Schloss Tarasp und Alfinstermünz ein und zwar am Sonntag, den 16. August 2016. Die Abfahrt erfolgt um 8 Uhr beim alten Schulhaus in Schluderns - mit Zustiegsmöglichkeiten für den oberen Vinschgau. Im Schloss Tarasp gibt es ein Führung, Mittagessen in Scuol und abschließend eine geführte Besichtigung von Altfinstermünz. Anmeldung und nähere Informationen Tel: 0473 615590 oder E-Mail: vintschgermuseum@rolmail.net

Zuerst das Denken, dann den Hof umstellen Goldrain - Der Kiwanis-Club-Vinschgau, sowie Annemarie und Urban Gluderer vom Kräuterschlössl luden am 5. Juli zu einer Jubiläumsfeier. 25 Jahre Biobetrieb und 10 Jahre Kräuterschlössl wurden gefeiert. Es waren 25 Lernjahre auf dem Weg zu einer nachhaltigen Landwirtschaft.

Foto: Heinrich Zoderer

Vinschgau

23.07.15

Foto: „Wind“-Archiv

18 /Gesellschaft/

v.l. Annemarie Gluderer, Christoph Fischer aus dem Chiemgau, Urban Gluderer und Franz Bauer, der Vizepräsident vom Kiwanis-Club-Vinschgau Weitere Fotos auf unserer Homepage: www.vinschgerwind.it/fotogalerien

von Heinrich Zoderer

E

inige Steine mussten weggeräumt, einige umgangen werden, einige sind geblieben, meinte Annemarie Gluderer bei der Begrüßung. Sie appellierte an LR Schuler neue Wege in der Landwirtschaft zu gehen. Beim Fest gab es Musik, Speis und Trank, eine Sekt Verkostung, einen Glückstopf, Vorträge, eine Kochshow und Führungen durch die Kräutergärten und Arbeitsräume. Der gesamte Erlös ging an die Südtiroler Krebshilfe im Bezirk Vinschgau. Auch den Hollawint Frauen aus Mals wurde ein Scheck aus dem Erlös des verkauften Kräutersalzes überreicht. Vor 25 Jahren war beim heutigen Kräuterschlössl eine Obstwiese, wie im ganzen Tal. Die Familie war anfangs skeptisch, als Urban auf biologische Anbauweise umstellen wollte, meinte Annemarie. Langsam wurde alles aufgebaut. Der Weg war nicht einfach. Es

gab Prozesse und Strafanzeigen und man musste sich vor den Pestiziden durch hohe Investitionskosten schützen, um biologische Produkte zu erzeugen. Die ganze Familie, inzwischen drei Generationen, wollen auf diesem Weg weiter gehen und sich weiter entwickeln. Deshalb wurden auch Christoph Fischer aus dem Chiemgau und Wolfgang Drahorad von der Universität Bozen zu Vorträgen eingeladen. Christoph Fischer erzählte, dass er in der ganzen Welt nach neuen Wegen in der Landwirtschaft suchte und fündig wurde. Die industrielle Landwirtschaft mit den Monokulturen, dem hohen Chemieund Pestizideinsatz zerstört den Boden und damit die Grundlage unseres Lebens. Es braucht eine nachhaltige Landwirtschaft, die lernbereit ist, aber auch Zivilcourage zeigt. Fischer gründete das „Rosenheimer Projekt“, um neue Wege in der Landwirtschaft zu beschreiten. Die Bodenlebendigkeit soll verbessert und die

Kreislaufwirtschaft gestärkt werden. In Japan lernte Fischer bei Teruo Higa, einem japanischen Professor für Gartenbau, die EM-Technologie kennen. EM ist die Kurzbezeichnung für effektive Mikroorganismen. Die Anwendung hat positive Auswirkungen auf Pflanzen, Tiere und Menschen, Gerüche bei Gülle und Kompost können reduziert werden. Fischer erzeugt in einem eigenen Betrieb viele EM Produkte. Im Amazonasgebiet lernte Fischer „Terra Preta“, die schwarze Erde, kennen. Der Boden besteht aus einer Mischung von Holz- und Pflanzenkohle, menschlichen Fäkalien, Dung und Kompost. Auf diese Weise wird die Bodenfruchtbarkeit erhöht. Im Chiemgau gibt es bereits 1.000 Bauern, die nach diesen Methoden arbeiten. Doch bevor der Hof umgestellt wurde, brauchte es ein Umdenken im Kopf. Und dazu braucht es Offenheit und Lernbereitschaft, meinte Fischer.


23.07.15

Bergtouren

Vinschgerwind 15-15

Wandertouren

/Wandern/ 19 Höhenwege

Wanderinfos: Start: Bahnhof Latsch Markierung: Nr. 1 (bis Tarscherjoch), Nr. 11 (bis St.Moritz), Kreuzweg (bis Kuppelwies) Gehzeit: ca. 5,5 Std.; Länge: 12 km Höhenunterschied im Aufstieg: 557 m, im Abstieg = 1500 m Höhenlage: 640 – 2517 m

Von Latsch über Tarsch nach Kuppelwies/Ulten Eine lohnende Wanderung ohne Auto am alten Fuggerweg (auch Wormsion-Steig oder Kaiserstraße genannt) vom Vinschgau ins benachbarte Ultental steht diesmal auf dem Programm.

Tipp: Sollten sie an einer geführte Wanderung von Latsch/Vinschgau – Kuppelwies/Ulten am 29. August 2015 interessiert sein, können sie sich beim Kultur- und Wanderführer Markus Breitenberger melden. In Zusammenarbeit mit: Markus Breitenberger Wanderführer, Erwachsenenbildner (MAS), Kneipp® Gesundheitstrainer Kuppelwies Sand 21 | I-39016 Ulten (BZ) h 348 72 85 100 | t 0473 799505 markus@faei-stikla.it | www. faei-stikla.it

TOURENINFO: Diese Wanderung startet am Latscher Banhnhof. Mit dem Shuttlebus (dieser verkehrt stündlich ab 9.04 Uhr in den warmen Monaten von ca. Anfang Juni bis Ende Oktober) geht’s gemütlich über Tarsch, bei St. Medardus (vinschgerisch Sommadon) vorbei bis zur Talstation des Wanderparadieses Tarscher- und Latscher Alm. Der in den Sommermonaten betriebene Sessellift überwindet viele Höhenmeter und die stiklen, nörderseiter Hänge. Ab der Tarscher-Alm kommt dann der Wanderer in einen herrlichen Wandergenuss und es stehen nicht mehr als 500 Höhenmeter bevor. Immer der Markierung Nr. 1 folgend, geht’s vorbei an der Zirmruahütte bis aufs Marchegg bzw. Tarscherjoch (2517 Hm). Dies ist der höchste Punkt der Wanderung und alter Übergang mit Blick auf die sonnseitigen Vinschgerberge und dem Hasenöhrl. Ab diesen Punkt ist die Markierung Nr. 11 der Wegweiser bis nach St. Moritz. Am Joch beginnt der etwas längere Abstieg hinunter ins Ultental. Die Kuppelwieser Alm - im Besitz der Tarscher Bauern, die Steinrast und sogar das Etappenziel Kuppelwies/See (1150 Hm) ist schon in Sicht. Dies alles sind lohnende Einkehrziele. Ab St. Moritz, heute schönes-gutes Landgasthaus, früher Pilgerhospiz, mit Kirchlein (erwähnt bereits im 13. Jh.) haben sie einen herrlichen Ausblick auf das Ultental und die südlich gelegenen Maddalene. Diese Gebirgskette ist gleichzeitig Provinzgrenzgebiet zum Val di Non/Val die Sole in der Provinz Trient. Ab. St. Moritz geht’s den Kreuzweg hinunter bis zum Etappenziel nach Kuppelwies. Für den Rückweg fährt stündlich der SAD-Linienbus bis nach Meran. Mit der bewährten Vinschgerbahn kommen sie wieder Autofrei nach Latsch.


20 /Gesellschaft/

Vinschgerwind 15-15

23.07.15

Laas

„Weißes Gold“ ist „Gottes Geschenk“ as Pfarrer Artur Werth als Geschenk Gottes bezeichnet hat, ist in Laas und weit darüber hinaus das „Weiße Gold“ - der Laaser Marmor. Und was seit Jahren in Laas ausgebrütet worden ist, nämlich den Laaser Marmor und dessen Geschichte für Einheimische und Gäste zugänglich zu machen, hat nun konkrete Züge angenommen. Am vergangenen Samstag ist die Marmorwelt in Laas eingeweiht und offiziell eröffnet worden. Im sogenannten Dreispitz der Lasa Marmo, in der Nähe des Bahnhofes Laas, steht der alte Portalkran, stehen Skulpturen aus Marmor und Infotafeln in den Sprachen deutsch, italiensich und englisch. Der Präsident von Marmorplus Thomas Tappeiner wies als Zeremonienmeister am marmornen Rednerpult bei der Eröffnung auf die Geschichte, die Bedeutung und auf die Bekanntheit des Laaser Marmors hin. Genau diese wolle man sich zunut-

oben: Pfarrer Artur Werth segnet die neue Marmorwelt im Dreispitz von Laas; rechts: Besucher bei der offiziellen Eröffnung am Samstag, den 18. Juli 2015 mit dem alten Portalkran als weithin sichtbares Zeichen für die Marmorwelt

Fotos: Erwin Bernhart

W

ze machen und den Marmor den Gästen, den einheimischen, den Jugendlichen näher bringen. Im Rahmen eines Interreg-Projektes gemeinsam mit der Bergbaugemeinde Tarrenz sind nun die er-

sten Schritte - die Ausstellung im Dreispitz, die Zugänglichkeit der Brüchlerstiegen, das Guckloch an der Bremsbergberstation und einiges mehr umgesetzt worden. Demnach beschreiben auch

der Laaser BM Andreas Tappeiner und Georg Lechner von der Lechner Marmor AG die Eröffnung als ersten Schritt. Mit großen Ambitionen werden weitere Schritte geplant, etwa die Adaptierung des Bahnhofes in Laas als Führungszentrum für den Marmor oder es wird auch angedacht, wie Thomas Tappeiner hinwies, dass im Weißwasserbruch die Möglichkeit geschaffen werden soll, den Abbau im Rahmen von Führungen direkt verfolgen zu können. Grußworte kamen vom Präsidenten der Fraktion Laas Oswald Angerer, vom Koordinator von Marmor und Marillen Dietmar Spechtenhauser, von Kurt Sagmeister von Landesrat Richard Theiner und vom Tarrenzer BM Rudolf Köll. Den Besuchern standen dann die Marmorplus-Führer zur Besichtigung der Schrägbahn, der Brüchlerstiegen und des Weißwasserbruches zur Verfügung. (eb)

pr-info Samnaun

Grosses Fest in Samnaun zum Schweizer Nationalfeiertag am 1. August

Foto: Swiss-Image

Grosses Angebot für Kinder

D

er Schweizer Nationalfeiertag am 1. August wird in Samnaun traditionell gross gefeiert. Ab 10.00 Uhr bis 17 Uhr gibt es in Samnaun Dorf ein Dorffest mit zahlreichen Highlights. Dabei gibt es verschiedene Marktstände mit einheimischen Produkten, Break-Dance-Vorführungen und Shows von einem Fussball-Virtuosen. Auch die neusten BMW-Modelle sind ausgestellt. Ganztags gibt es im Dorf verschiedene musikalische Aufführungen. Nicht fehlen dürfen natürlich die traditionellen Alphornbläser und Fahnenschwinger.

Das Angebot für Kinder lässt sich sehen: Ein Streichelzoo steht bereit. Das Puppentheater, eine Hüpfburg, BullRiding oder Aqua Zorb (im grossen Ballon über die Wasserfläche gleiten) sind weitere Höhepunkte im umfangreichen Kinderprogramm. Eine Fahrt mit dem Heissluftballon und die Demonstrationen der Feuerwehr und der Bergbahnen Samnaun lassen die Kinderherzen höher schlagen.

Festrede mit Dr. Theo Waigel Am Abend geht das Fest ab 20 Uhr auf dem Festplatz weiter. Nach dem musikalischen Auftakt der Musikgesellschaft Samnaun ist die Festrede um 21 Uhr mit Dr. Theo Waigel, dem ehemaligen deutschen Bundesminister der Finanzen von 1989 – 1998 in der Re-

gierung von Helmut Kohl, ein Höhepunkt des Abends. Er gilt als einer der Architekten der deutschen Wiedervereinigung und als Vater des „Euro“. Einen weiteren Höhepunkt bietet Modellflug-Europameister Günther Gold mit seiner Vorführung mit dem Modell-Hubschrauber. Für Musik und Tanz sorgt das Tschirgant Duo.

Duty Free Shopping in Samnaun Der Ausflug nach Samnaun wird abgerundet durch die 50 Zollfrei-Shops, welche auch am 1. August von 9 – 18 Uhr geöffnet sind und die Zollfrei-Produkte zu einem attraktiven Euro-Vorteilspreis anbieten. Die Spritpreise sind in Samnaun konkurrenzlos günstig: 1 Liter Diesel gibt es bereits ab EUR 0.914. Kontakt Gäste-Information Samnaun CH - 7563 Samnaun Dorf Tel. +41 (0)81 861 88 30 samnaun@engadin.com


08.01.15

Vinschgerwind 1-15

/Gesellschaft/ 21

or u E m u z t z t Je is e r p s l Vortei

Duty Free Shopping in Samnaun • über 50 Shops • attraktive Spritpreise: Diesel ab EUR 0.914 (Stand 16.Juli 2015) • kostenlos Parken im ganzen Tal Gäste-Information Samnaun Dorfstrasse 4 - CH-7563 Samnaun Dorf Tel. +41 81 861 88 30 samnaun@engadin.com - www.samnaun.ch


22 /Gesellschaft/

Vinschgerwind 15-15

23.07.15

Laatsch

Museumsvorstand neu bestellt I

v.l.: Josef Paulmichl, Stefanie RiccardiSchwarz, Andreas Paulmichl, Harald Schuster, Christian Schöpf

Foto: „Wind“-Archiv

m Juni fand heuer die Jahreshauptversammlung des Heimatmuseums Laatsch statt. Diese stand ganz im Zeichen zweier besonderer Menschen, die das Heimatmuseum geprägt haben. Mit einem Ausschnitt aus dem von Florian Rauner erstellten Film „Zeitzeugen berichten“ wurde dem Museumsgründer und Bäckermeister Norbert Schuster gedacht, der am 9. April nach kurzer schwerer Krankheit verstorben ist. Durch seine über 50-jährige Sammelleidenschaft hat er 2002 den Grundstein für diese wertvolle Stätte bäuerlichen und handwerklichen Kulturgutes gelegt. Die Gedanken waren bei der Versammlung auch bei Kassier Rudi Paulmichl, der am 12. April plötzlich und unerwartet aus dem Leben gerissen wurde. Norbert und Rudi hinterlassen in ihren Familien und im Heimatmuseum eine große Lücke. Das

Heimatmuseum wird beiden ein ehrendes Andenken bewahren. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurde auch der Vorstand neu bestellt. Zum neuen Präsidenten wurde Andreas Paulmichl bestimmt, nachdem Isabella Erhard Brunner sich nicht mehr der Wahl stellte. Ihm zur Seite steht Josef Paulmichl als Vize-Präsident, der diese Funktion auch schon in der letzten Periode innehatte. Das

Amt des Kassiers übernimmt für die nächsten vier Jahre Harald Schuster. Als neue Schriftführerin fungiert zukünftig Stefanie Riccardi Schwarz und Christian Schöpf übt die Funktion des Archivars aus. Das Heimatmuseum Laatsch verfolgt hauptsächlich das Ziel, volkstümliches Kulturgut zu sammeln, aufzubewahren, zu erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, damit ein Einblick in die

Lebensweise, Traditionen, Bräuche und Arbeitswelt unserer Vorfahren gegeben werden kann und das wertvolle Erbe nicht in Vergessenheit gerät. Das Museum ist in den Sommermonaten jeweils am Mittwoch und Donnerstag von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Besichtigungen (für Gruppen) außerhalb der Öffnungszeiten sind nach vorheriger Terminabsprache unter 3402653234 jederzeit möglich.

Latsch

Vinschger Hoangart im Bierkeller in Latsch

2 JAHRE

am 2. August 2015

in der Sportzone Mals 09.00 Gottesdienst in der Pfarrkirche

17.00 Fussballspiel der Legenden

10.00 Einzug mit Festwagen und

18.00 Prämierung des Spielenachmittags

Musikkapelle Mals vom Jakobsplatz zur Sportzone 10.35 Grussworte und Ehrung 11.30 Vorstellung der Festschrift

19.00 Partystimmung mit

Patrick Staudacher und seiner Stodlgang

23.00 Feuerwerk

11.45 Anstich Jubiläumsfass 12.00 Eröffnung des Festes 13.00 Spiel - Sport - Spass:

• Sektionen des ASV Mals • VKE Mals und Spielbus • Weisses Kreuz • Zumba mit Maria • Zauberer on Tour • jede Menge musikalische Unterhaltung

ab 19.00 Uhr

ASV MALS

014 startete im Vinschgau die Reihe „Vinschger Hoangart“. Dazu treffen sich Musikant/ Innen, Sänger/Innen, Tänzer/ Innen in verschiedenen Lokalen im Vinschgau. Nun trafen sich am 5. Juni 2015 viele Musikbegeisterte und Liebhaber der Volksmusik im Bierkeller von Latsch in einer geselligen Runde. Durch das gesegnete Wetter, konnten die Musiker/

Innen im Freien ihr Können zeigen, wobei die Musikschullehrer Benjamin Blaas und Claudia Pichler durch das Programm führten. Verwöhnt wurden die Zuhörer von einigen Schüler/ Innen der Musikschule Unterer Vinschgau, von Julian und Elias Fischer und unter der Anleitung von Eberhöfer Hubert, Tanzleiter der Volkstanzgruppe Schlanders, wurden überlieferte Tiroler Volkstänze getanzt. Auch die Latscher Tanzlmusi, welche nun fast schon zum Inventar gehört, spielte wieder mit tollen Stücken zum Tanz auf. Ein Dank geht an den Bildungsausschuss Latsch, der sich um die notwendigen Formalitäten kümmert. Foto: „Wind“-Archiv

J U B I L ÄU M S F E I E R


23.07.15

Vinschgerwind 15-15

/Gesellschaft/ 23

Pfossental/Schnals

Theaterfestival auf der Alm hren runden Geburtstag feierte die Heimatbühne Schnals am 27. Juni 2015 auf eine besondere Art: Mit einem Theaterfestival auf der malerischen Almwiese nahe des 2.076 Meter hoch gelegenen Eishofes vor der faszinierenden Naturkulisse des hinteren Pfossentales. Bis zu 300 Theaterfreunde haben dieses Freilichttheater besucht und waren von den Aufführungen der neun Südtiroler Theatergruppen vollauf begeistert. Bereits an einer Wegstation zwischen den Almen Mitterkas und Rableid sorgte die Theatergruppe „Kleines Theater Bruneck“ mit ihrem Papierrolltheater und lustigen Versen und Reimen für beste Unterhaltung und bot einen Vorgeschmack auf das eigentliche Freilichttheater. Eröffnet wurde das Theaterfestival von der HB Feldthurns. Dann folgten die

tigen Regen immer finsterer wirkten, so waren es keinesfalls deren Minen. Denn die „Terner“ waren von diesem Theaterfestival ebenso begeistert wie alle anderen Spielgruppen sowie auch das zahlreiche Theaterpublikum. So war man uniDie Theatergruppe Kortsch im Pfossental sono der Meinung: Eine großartige TheAuftritte der Heimatbühnen aterveranstaltung inmitten eiSteinhaus im Ahrntal, St. Mar- ner herrlichen Naturlandschaft tin in Passeier und Pfunders so- – eine perfekte Symbiose aus wie des Kulturvereins CulinArt. Natur und Kultur. Und für die Dass sie nicht aus Zucker sind, Heimatbühne Schnals gilt, die bewiesen die Theatergruppen Mühen und der große Aufwand Oberbozen und Kortsch sowie haben sich mehr als gelohnt. Fidie HB Terenten, die ihre Stücke nanziell unterstützt wurde dietrotz des einsetzenden Regens se Jubiläumsveranstaltung von zu Ende spielten. Auch wenn die der Südtiroler Landesregierung Masken der „Terner Miglasspie- / Abteilung Deutsche Kultur ler“ durch den mittlerweile hef- und der Gemeinde Schnals.

Foto: „Wind“-Archiv

I

pr-info Optik Gritsch, Prad

Brillen als „Maßanzug“ Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Peter und Tatiana Gritsch

Im Jahr 2013 haben Peter und Tatiana Gritsch „Optik Gritsch“ am Hauptplatz in Prad eröffnet. Zum zweijährigen Bestehen ihres Fachgeschäftes luden sie kürzlich ihre Kundinnen und Kunden zu einem Umtrunk. Gleichzeitig stellten sie ein modernes Videozentriergerät vor, das durch 3D-Aufnahmen und Computer gesteuerte schnelle präzise Messung eine individuelle Anpassung der Brillen auf 100stel Millimeter möglich macht. Die qualitativ hochwertigen Gläser werden individuell konstruiert. „Zentrierung ist nicht genug, es braucht mehr Präzision“, erklärt Peter Gritsch. Durch diese Präzision wird die Brille zum angenehmen „Maßanzug“ für die Trägerinnen und Träger“. Gritsch hat seit 1979 als Optiker im In- und Ausland Erfahrungen gesammelt. Er nimmt sich viel Zeit für die jeweilige Anpassung und berät bei der Brillenauswahl. Denn Kundenzufriedenheit durch langfristige Betreuung ist ihm sehr wichtig. (mds) Der Brillenmacher „Optik Gritsch“ Silbergasse 38A Prad am Stilfserjoch; Telefon: 0473 055761 www.optikgritsch.com.de; gritsch.peter16@gmail.com


Kastelbell/ Tschars

TarscH

LatscH

Martell

Goldrain

Schlanders

Kortsch

Laas

Stilfs

Prad

23.07.15

Glurns

Graun

Bildungsausschüsse Vinschgau

Mals

Vinschgerwind 15-15

Schluderns

24 /Bildungszug/

Bildungsausschuss Schlanders

EINLADUNG ZUR FAHRT NACH FRANZENSFESTE UND ZUM BESUCH DER AUSSTELLUNG AKTUELLER KUNST IN DER FESTUNG

mit Martina Wunderer Über dem Roman

„Kruso“

50

50

x

LITERATURRUNDE

x

50

ART SÜDTIROL FRANZENSFESTE

von Lutz Seiler Montag, 10.08.2015 20.00 Uhr Bibliothek Schlandersburg

Kräuterbuschenbinden mit und bei Doris Wieser in Kortsch

Freitag, 14.08.2015

Ab 17.00 Uhr bitte Kräuter mitbringen Anmeldung: 0473 730396

AM SAMSTAG, 8.8.2015 UM 8:00 UHR (BUSHALTESTELLE KULTURHAUS) ANMELDUNG BIS 1.8.

Tel:333 3203093 od. ba.schlanders@rolmail.net Bildungsausschuss Kastelbell/Tschars

Einladung zum Besuch des Göflaner Marmorbruchs am Samstag, 25. Juli 2015 Programm:

9.00 Uhr Start bei der OG Juval in Kastelbell mit Privatautos, es werden Fahrgemeinschaften gebildet.

Wanderung vom Haslhof am Schlanderser Nörderberg über die Göflaner Alm zum Marmorbruch. Gehzeit hin und zurück ca. 4 Stunden.

13.30 Uhr Führung mit Burkhard Pohl durch den Marmorbruch. Anschließend gemütliches Beisammensein auf der Göflaner Alm.

Für Nichtwanderer besteht die Möglichkeit mit einem Shuttlebus direkt zum Marmorbruch zu fahren. Treffpunkt bei der Bushaltestelle in Tschars, Galsaun und Kastelbell. Die Teilnehmerinnen sorgen für das Essen und das Getränk selbst. Bei schlechtem Wetter wird die Wanderung abgesagt. Anmeldung bei: Tappeiner Emilia 335 1685125 Platzgummer Annemarie 335 5682247


23.07.15

Vinschgerwind 15-15

/Bildungszug/ 25

Bildungsausschuss Mals

Zum Orchester: Zum Solist: Der Club des Akademischen Orchesters ist eine seit 20 Jahren bestehende Gruppe ehemaliger Mitglieder des Uniorchesters Würzburg und feiert im Zusammenhang mit einer einwöchigen Orchesterwoche in Burgeis, sein zwanzigjähriges Jubiläum. In regelmäßigen Abständen werden an wechselnden Orten in Deutschland und der Schweiz Konzertprogramme erarbeitet und aufgeführt. Zum Repertoire des Würzburger Ensembles gehören symphonische und konzertante Werke aus Klassik und Romantik sowie Solokonzerte. Mit besonderer Freude musiziert das Orchester unter der Leitung seines ehemaligen Konzertmeisters, dem heutigen Berliner Musikschuldirektor Philipp Fuhrmann und seines ehemaligen Dirigenten des Würzburger Uniorchesters Rudolf Dangel. Auch für die „Kleinen“ gibt es bereits ein Nachwuchsorchester dem sich dieses Jahr musizierende südtiroler Kinder anschließen.

macher)

ra

ea

Ausstellung

DER GROSSE KRIEG VOR DER HAUSTÜR LA GRANDE GUERRA DAVANTI ALLE NOSTRE PORTE

1914 - 1918 vom 08. 08. 2015 bis 19. 09. 2015

18“

Peter Moriggl wurde 1985 in Stüdtirol geboren. Seinen ersten Trompetenunterricht erhielt er von Anton Stecher an der Musikschule Mals. Anschließend studierte er am Tiroler Landeskonservatorium bei Erich Rinner, und führte danach sein Studium im Mozarteum Salzburg bei Prof. Hans Gansch und Mag. Andreas Öttl weiter. Peter war zwei Jahre Akademist bei den Münchner Philharmonikern und anschließend Mitglied der Orchesterakademie der Bayerischen Staatsoper. Auftritte führten ihn u. a. zum Sinfonieorchester des Bayrischen Rundfunks, zu den Münchner Bachsolisten und zum Saarländischen Rundfunk. Mit dem Honkong Symphony Orchestra und dem Tongeyong International Festival Orchestra war Peter Moriggl in Hongkong, Japan und Südkorea unterwegs. Seit Herbst 2010 ist Peter Moriggl Solotrompeter der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz. Zudem ist Peter Moriggl Dozent für Schulmusik an der Musikhochschule Trossingen.

Gebirgskrieg: Die Front des Gebirgskrieges verlief zwischen 1915 und 1917 vom Stilfser Joch bis zum Amadello und zum nördlichen Gardasee. Östlich der Etsch führte der Frontverlauf über den Pasubio und weiter zu den so genannten sieben Gemeinden. Der Kampf mit den Widrigkeiten der Natur, mit Schnee, Eis und Kälte, war der größere, als jener mit dem Feind! Die Versorgung, sei es mit Waffen als auch mit Lebensmittel, stellte sich als große Herausforderung dar, gab es doch gerade in den Kriegsjahren Winter mit extrem hohen Niederschlag und somit mit großer Lawinengefahr im Bereich der Stellungen, bzw. in ihrer Erreichbarkeit.

Eröffnung der Ausstellung • Begrüßung durch die Ehrengäste • Vorstellung Ausstellungskonzept • Filmvorführung „Der Gebirgskrieg“ (in deutscher Sprache) • Umtrunk Kulturhaus Mals Die Ausstellung zeigt Kriegsutensilien, Erinnerungsstücke, Alltagsgegenstände. Samstag 08.08.2015 19.00 Uhr 19.30 Uhr

g von

meinde Mals

azeller

Bezirksservice Vinschgau/Ludwig Fabi

Bahnhof Spondinig 1 39026 Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 Fax +39 0473 618116 bezirksservice.vinschgau@gwr.it www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf


26 /Gesellschaft/

Vinschgerwind 15-15

Margit Mössmer: Die Sprachlosigkeit der Fische

W

as uns die junge österreichische Autorin in ihrem Debütroman serviert, ist erfrischend und erheiternd – wenn wir uns auf Gerda einlassen. So heißt sie, die vielseitige Protagonistin. In episodenhaften Kapiteln ist Gerda immer woanders, etwa in Madrid, in London, in Bad Aussee, in New York, in Varna oder in Wien, wobei die Geschehnisse unterschiedlicher kaum sein könnten. Frei von jeder Chronologie und mit Hang zum Absurden überrascht Gerda von der ersten bis zur letzten Seite, gibt den Ereignissen Wendungen, an die die Lesenden wohl eher nicht gedacht hätten. Gerda kann eben genauso gut Bürgermeisterin von Catania wie Vogelkundlerin auf Mallorca sein, auch Kellnerin in einem Wiener Bahnhofscafé oder Au-pairMädchen in London. Die Rollen sind alle glaubhaft und selbst wenn die Übertreibungen zur Komik werden, Gerda bleibt sympathisch. Die Titel der Kapitel weisen manchmal auf ihren Aufenthaltsort hin, geben aber auch Lebenslagen und Stimmungen an: „in Schuld, in vitro, in love, interniert“, um einige Beispiele zu nennen. Zusammenhängende Geschichte gibt es keine, die aneinandergereihten GerdaEpisoden funktionieren auch als isolierte Erzählungen. Verbindend ist die Leichtigkeit, mit der Gerda erlebt und spricht, am Ende des Buches hilft ein Gerdaglossar bei ostösterreichischen Dialektbrocken. Es braucht Fantasie, um mit Gerda mithalten zu können, aber es bleibt doch im Rahmen des Vorstellbaren - verrückt, aber irgendwie scheint alles möglich zu sein. Margit Mössmer ist ein amüsanter Roman und die Erschaffung einer ausgefallenen Figur gelungen. Maria Raffeiner

pr-info Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung

Nationalpark Stilfser Joch – wie geht es weiter? S

eit Jahren strebt Südtirol die autonome Verwaltung des eigenen Flächenanteils am Nationalpark Stilfser Joch an. Im Februar haben die Autonomen Provinzen Bozen und Trient, die Region Lombardei und das Umweltministerium ein Abkommen zum Übergang der Verwaltungskompetenzen unterzeichnet. Dieses muss nunmehr vom Ministerrat und anschließend vom Staatspräsidenten genehmigt werden, und Umweltlandesrat Richard Theiner geht davon aus, dass das in den nächsten Monaten auch so erfolgen wird. Herr Landesrat Theiner, wie weit ist die Genehmigung des Abkommens? Richard Theiner: Das lässt sich heute nicht abschätzen, aber wir haben die Weichen gestellt, damit der Übergang nach erfolgter Genehmigung in Rom sofort und möglichst reibungslos erfolgen kann. Die Landesregierung hat im Juni das Einvernehmen mit der Autonomen Provinz Trient betreffend die Aufteilung der finanziellen Lasten für die Verwaltung des Nationalparks und die Übergangsregelung für die Organisation der Verwaltungsbefugnisse genehmigt. Wie sieht der Finanzierungsschlüssel aus? Südtirol und das Trentino übernehmen die Finanzierung des gesamten Nationalparks, also auch jenes Flächenanteils, der zur Region Lombardei gehört. Die jährlichen Lasten belaufen

Talschluss Sulden im Hintergrund mit Ortler; Autor: Mirko Boiocchi

sich auf insgesamt 5.942.000 Euro, die jeweils zur Hälfte, also im Ausmaß von 2.746.000 Euro von Südtirol und vom Trentino getragen werden. Dieser Aufteilungsschlüssel gilt auch, falls dieser Betrag in fünf Jahren aktualisiert werden sollte. Wie erfolgt die Einbindung des Nationalparks in die Landesverwaltung? Das heutige NationalparkAußenamt in Glurns wird ein eigenständiges Amt der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung werden. Schon allein das zeigt, wie wichtig wir den Nationalpark nehmen und sollte genügen, um die Ängste und Vorwürfe hinsichtlich der Aufsplitterung, Schwächung und Provinzialisierung des Nationalparks zu entkräften. Also bleibt der Nationalpark ein homogenes Ganzes? Was wird dann wirklich neu sein? Selbstverständlich muss der Nationalpark in seiner Grundausrichtung ein homogenes Ganzes bleiben, davon ist auch die Landesregierung überzeugt. Mit dem neuen Führungsmodell können wir aber der Südtiroler Realität besser gerecht werden als vorher. Wir können gezielt und direkt auf Probleme reagieren, aber auch das Potential des Nationalparks viel besser nutzen als bisher. Und Potential hat dieses Großschutzgebiet allemal – viel mehr, als gemeinhin angenommen. Eine Arbeitsgruppe

Foto: „Wind“-Archiv

Franz-Tumler-Literaturpreis: die Nominierungen Teil 2

23.07.15

wird Visionen und Konzepte für die zukünftige Ausrichtung sowie die Organisation des Nationalparks mit starker Einbindung der Gemeinden definieren und der Landesregierung ein bis zwei Szenarien zur präsentieren. Ein Dauerbrenner ist das Thema Jagd. Wird es hier Neuigkeiten geben? Da wird sich nichts ändern. Die Vorgaben des Rahmengesetzes über die Schutzgebiete Nr. 394 aus dem Jahre 1991 müssen wir auch weiterhin beachten. Dieses verbietet zwar die Jagd, erlaubt aber die Entnahme von Wild zur Sicherstellung des ökologischen Gleichgewichts. Aber ich bin überzeugt, dass wir den Nationalpark trotzdem auf einen guten Weg bringen. Das neue Führungsmodell bietet uns viele Möglichkeiten, den Nationalpark aufzuwerten. Ich bin fest entschlossen, diese Chance auf einen Neustart bestmöglichst zu nutzen. Ulrike Lanthaler Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung


08.01.15

Vinschgerwind 1-15

/Gesellschaft/ 25

Vom Wasser und vom Licht

Naturparks Südtirol Naturpark Texelgruppe

Mehr Infos Amt für Naturparke I-39100 Bozen, Rittner Straße 4 Tel. +39 0471 417770 www.provinz.bz.it/naturparke

AUTONOME PROVINZ BOZEN - SÜDTIROL Abteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung

Naturparkhaus Texelgruppe I-39025 Naturns, Feldgasse 3 Tel. +39 0473 668201 Geöffnet: Anfang April bis Anfang November, dienstags bis samstags, Juli, August und September auch sonntags Infostelle Bunker Mooseum I-39013 Moos in Passeier

PROVINCIA AUTONOMA DI BOLZANO - ALTO ADIGE Ripartizione Natura, paesaggio e sviluppo del territorio


28 /Jugend/

Vinschgerwind 15-15

Jugendtreff Reschen Ö Sa.01.08.15 Fahrt zum Freilichtkino in Schlanders: „Honig im Kopf“, bei Interesse bitte bei Jutta (320 4849198) melden! Jugendtreff JuZe St. Valentin Ö Sa.01.08.15 Fahrt zum Freilichtkino in Schlanders: „Honig im Kopf“, bei Interesse bitte bei Jutta (320 4849198) melden! Jugendtreff La:Ma Laas Ö Sa. 25.07.15 ab 18.00 Uhr Tennis Fußball Ö 01-02.08.15 Laas Marmor & Marillen JuZe Freiraum Schlanders Ö Sa. 25.07.15 von 15.00 bis 19.00 Uhr Infostandl in Dorf Ö Sa. 01.08.15 Bergtour mit Sonnenaufgang Jugendzentrum JuZe Naturns Ö Sa. 01.08.15 ab 10 Uhr JuZe Kleinfeld-Fußballturnier in Staben Anmeldung bis 25.07.15 Ö So. 02.08.15 ab 16.00 Uhr JuZe Sunntig Jugendtreff Kosmo Plaus Ö Fr. 24.07.15 ab 16.30 Uhr Paintballausflug Ö Di. 28.07.15 Ausflug zum Montiggler See Anmeldung bis 24.07.

23.07.15

wie jedes Jahr starteten wir auch dieses Jahr vom Jugendtreff Taufers ‚Revoluzer‘ mit unserem Grillausflug in die Sommerpause. Am Freitag 12. Juni war es soweit, gemeinsam radelten wir zum Schweizer Spielplatz in Münster, breiteten uns gelassen an unserem Grill aus, nutzten auch den direkt daneben liegenden Fußballplatz und radelten nach unserer Grilliata wieder Richtung Jugendtreff. Wir vom Jugendtreff Revoluzer wünschen einen schönen Sommer.

Ferienbeginn in Burgeis: Zum Abschluss des Schuljahres und zum Beginn der Sommerpause fand am Samstag 13. Juni ein kleines Fußballturnier im Schulhof von Burgeis statt. Die Mannschaften gaben mit Freude ihr Bestes und trotzten der Hitze. Zu gewinnen gab es einen Pizzagutschein in der Pizzeria Jugendtreff inklusive Getränke. Der Jugendtreff ist nun den Sommer über geschlossen, auf diesem Wege wünscht der Jugendtreff Burgeis allen eine schöne Zeit.

„Time Out“ Schnals goe`s Cineplexx Es ist noch nicht lange her, da hieß es ab nach Bozen für die Schnalser Jugendlichen! Ein toller Kinoabend stand auf dem Programm. Außgerüstet mit Popkorn und Nachos ging es zum tollen Kinofilm „Pitch Perfect 2“. Es wurde viel gelacht und gekichert und alle hatten einen mords Spaß! Anschließend gings dann rasch nach Hause. Wir waren bestimmt nicht zum letzten Mal im Kino


23.07.15

Vinschgerwind 15-15

/Jugend/ 29

Schlanders

„Il grillo parlante“: Kindergarten für alle zugänglich ie großen Ferien, auf die sich jedes Kind freut, haben begonnen. Das Schuljahr 2014/2015 kann abgeschlossen und auf ein ereignisreiches Jahr zurückgeblickt werden. Im italienischen Kindergarten von Schlanders „Il grillo parlante“ wurden alle Kinder, vor allem die einschulenden Kindern mit einem Studentenzylinder verabschiedet und ein leckerer Kuchen wurden gemeinsam verspeist. Für das kommende Schuljahr wird es eine große Neuerung geben. Der Kindergarten „Il grillo parlante“ in Schlanders ist im Vinschgau der einzige italienische Kindergarten und steht auch Familien außerhalb der Gemeinde zur Verfügung. Dieses Angebot wurde immer wieder von Familien genutzt. In den vergangenen Jahren war der Kostenbeitrag für Gemeinde-fremde Eltern höher. Die Kosten für den Kindergarten werden von Land, Eltern und der meldeamtlichen Gemeinde getragen. Früher wurden die letzteren Kosten den Eltern, die nicht in Schlanders wohnhaft waren, mit eingerechnet. Ab dem kommenden Schuljahr wird

Foto: Barbara Wopfner

D

Die Einschulkinder wurden mit einem Studentenzylinder verabschiedet dies anders sein und es gibt einen einheitlichen Beitrag für alle. Da es im Tal nur diesen Kindergarten in italienische Muttersprache gibt, liegt es der Direktion am Herzen ihn zu öffnen und auch über die Gemeindegrenzen hinaus zugänglich zu machen. Die Eltern sollen die Wahlmöglichkeit haben und ohne Zusatzkosten das Angebot nutzen dürfen. Die Kinder haben die Gelegenheit

Italienisch spielerisch zu lernen und machen erste Erfahrungen mit der Englischen Sprache. Deutsch wird ebenso eingebaut, denn den Kindern steht eine deutschsprachige pädagogische Mitarbeiterin in Teilzeit zur Verfügung. Für weitere Informationen stehen gern die Direktion des italienischen Kindergartens und die Leitung vom „il grille parlante“ zur Verfügung. (bw)

Göflaner Marmor/Kriftel in Hessen

Unverwüstliche Sitzobjekte aus Göflaner Marmor

D

ass Schüler eine Schule in Deutschland, genauer die Weingartenschule in Kriftel (zwischen Frankfurth am Main und Wiesbaden) Sitzgelegenheiten aus Göflaner Marmor meiselt, ist kein Zufall. Zum einen liegt es am unterrichtenden Kunsterzieher dort. Das ist der Kunstpädagoge Ernst Kolt, der schon in diversen Mittelschulen des Vinschgaus als Werklehrer unterrichtet hat. Kolt hat die vierte Klasse der Marmorfachschule in Laas abgeschlossen und ist mit der aus Kastelbell stammenden Bildhauerin Mary Zischg verheiratet. Zum zweiten leitet Kolt seit zwei Jahren das „Steinhaueratelier“ der Schule. Und zum Dritten: Der in der Gegend übliche Sandstein darf aus gesundheitlichen Gründen gar nicht verarbeitet werden. Der Schuljurist gab aber für die Bearbeitung von Marmor grünes Licht. Peter Pohl von der Göflaner Marmor GmbH unterstützte das Schul-Projekt und lieferte herrlichen Göflaner Marmor nach Deutschland. Am Montag, den 1. Juni, konnten im feierlichen Rahmen

des 40-jährigen Weingartenschuljubiläums die Schülerwerke im Rahmen die akademische Feier präsentiert werden. Ziel war es, unverwüstliche Sitzobjekte für den öffentlichen Raum zu schaffen. Sieben Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen haben den Göflaner Marmor mit Hammer und Meißel bearbeitet. Vor der Bearbeitung mussten die Kursteilnehmer einige von diesen erst fachmännisch spalten und danach wie die alten Ägypter mit Hebestangen, Walzen und Drehpunkten in die gewünschten Arbeitspositionen bringen. Bei der Lösung von ästhetischen Fragen

(Wie soll der Sitz aussehen? Was lässt der Stein zu?) zeigten die Jugendlichen außergewöhnlich viel Kreativität, Feinfühligkeit und Mut für ungewöhnliche Lösungen. Die Zielsetzung des Projekts beschreibt der 49-jährige Hofheimer Ludwig Kolt unter anderem so: „Den Jugendlichen soll ein Raum eröffnet werden, sich als konstruktive Kräfte des Gemeinwesens zu erleben. Jugendliche sollen angeregt werden, ihr Durchhaltevermögen zu steigern. Naturstein fordert durch seine Härte und Widerstandsfähigkeit im Besonderen dazu auf, nicht bei der ersten Schwiele aufzugeben. Gestalterisches Talent und Kreativität alleine führen bei der Steinverarbeitung ohne Ausdauer und Beharrlichkeit nicht zum Erfolg.“ Der „Göflaner“ ist eben hart, aber schön. (eb/Kolt)

v.l.: Andreas Nowak, Johannes Kuhl, Vanessa Berrendorf, ErnstLudwig Kolt, Stefano Butifar Fotograf: Sven Tränkner


30 /Kultur/

Vinschgerwind 15-15

23.07.15

Grenzbefestigung Erster Weltkrieg Stelvio-Umbrail

Fotos: Archäologischer Dienst Graubünden, Chur

Eröffnungsfeier am 1. August 2015


23.07.15

Die Grenzbefestigung Die geostrategische Lage Graubündens mit seinen Alpen querenden Passwegen hat die politische und militärische Geschichte dieses Kantons seit langem stark geprägt. Mit dem Kriegseintritt Italiens 1915 ist entlang der österreichisch-ungarischen Grenze eine 600 km lange Front entstanden, an der ein erbitterter Hochgebirgsstellungskrieg in Fels und Eis geführt wurde. Von diesem Konflikt militärisch nicht unmittelbar betroffen, leisteten Tausende Schweizer Soldaten am Bündner Umbrailpass in über 2500 m Höhe ihren Landesverteidigungsdienst. Im August 2015 werden die schweizweit einzigartigen Reste des alpinen Truppenlagers mit Baracken, Küchen-, Stall- und Magazinbauten, ausgedehnten Weganlagen, einer Soldatenstube, einem Steinbruch und Krankenhaus sowie dem 1,5 km langen Schützengraben als Kernstück der Grenzbefestigung präsentiert. Ein ausgebauter militärhistorischer Wanderweg und das zugehörige Museum im Val Müstair ermöglichen so einen einmaligen Einblick in den Schweizer Alltag des Ersten Weltkriegs. Durch das Projekt „Archäologische Fundstelle des Monats“ der Archaeo Concept werden 12 archäologische Fundstellen schweizweit hervorgehoben. Für den Kanton Graubünden werden die Reste der Schweizer Grenzbefestigung von 1914-18 auf dem Umbrailpass zur archäologischen Fundstelle des Monats August gewählt. In diesem Zusammenhang werden zwei spezielle Führungen am Monte Scorluzzo angeboten (8.8., 23.8.). Eine offizielle Eröffnungsfeier auf dem Umbrailpass findet am 1. August statt. Am 1. August findet folgendes Programm zur Eröffnung statt. 09:10 - 10:05 Transport Richtung Stilfserjoch ab Müstair um 09:10 Uhr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln 10:05 - 11:40 Führung Dreisprachenspitz, Fussmarsch Richtung Umbrail 11:40 - 12:30 Eröffnung durch Regierungsrat Christian Rathgeb mit Biosfera-Apéro 12:30 - 14:00 Mittagessen 14:00 - 15:30 Führung Umbrail Mitte, Truppenlager und Schweizer Grenzbefestigung 15:55 - 16:30 Transport Richtung Sta. Maria ab Umbrail mit öffentlichen Verkehrsmitteln 16:30 - 19:00 Museumsbesuch anschliessend Individueller Besuch der 1. August-Feierlichkeiten in Müstair, Sta. Maria/Valchava, Fuldera, Lü oder Tschierv. Leitung Führungen: David Accola, „VEREIN STELVIO-UMBRAIL 14/18“ und Dr. Thomas Reitmaier, Kantonsarchäologe von Graubünden Kosten pro Teilnehmer CHF 17.60 für die Busfahrt (hin) CHF 14.00 (retour) CHF 32.00 für Mittagessen (Vorspeise + Hauptgang + Dessert) exkl. Getränke Die Bezahlung erfolgt direkt vor Ort bei Bezug der Leistungen. Anmeldung ist erforderlich bei der Gäste-Information Val Müstair bis am 28.07.2015 um 17:00 Uhr. Tel. +41-81-861 88 40 – val-muestair@engadin.com

Vinschgerwind 15-15

/Kultur/ 31

Zwei exklusive Führungen „VEREIN STELVIO-UMBRAIL 14/18“ zum Ersten Weltkrieg am Monte Scorluzzo Auf einer Wanderung mit David Accola vom Verein Stelvio Umbrail erfahren Sie die spannende und bewegende Geschichte rund um die Grenzbefestigungen am Umbrailpass. Die Stellungen auf dem Umbrailpass wurden national zur „archäologischen Fundstelle des Monats August“ auserkoren. In diesem Zusammenhang werden zwei spezielle Führungen am Monte Scorluzzo angeboten (8.8., 23.8.). Datum: 8. und 23.08.2015 Ort/Treffpunkt: Stilfserjoch 10:05, Postauto-Haltestelle Stilfserjoch Dauer/Anforderungen: Marschzeit bis 5.5 Stunden; gute Kondition und Trittsicherheit Ausrüstung: Wanderausrüstung (gute Wanderschuhe, Wanderstöcke, Proviant) Preise in CHF: Kostenlos; Fahrkosten öV auf eigene Kosten Teilnehmerzahl: mindestens 4 Personen Anmeldung: Bis 7.8. bzw. 21.8. 17:00 bei der Gäste-Information Val Müstair, Tel. +41-81-861 88 40 Leitung: David Accola, „VEREIN STELVIO-UMBRAIL 14/18“, (079 597 35 27) Klosternacht St. Johann in Müstair Am 7.8.2015 findet am Abend die Klosternacht im Kloster St. Johann in Müstair statt. Jedes Jahr im August öffnen die Benediktinerinnen von Müstair ihre Pforten zu ungewohnter Stunde: am Abend, wenn das grosse Silentium herrscht. Themen der diesjährigen Klosternacht ist „Grenzen“ unter anderem mit einem Vortrag von David Accola. www.muestair.ch Erinnerungsabend «Val Müstair 1914/18» Am Freitag, 14. August findet um 19:30 Uhr ein Erinnerungsabend „Val Müstair 1914/18“ mit D. Accola, C. Gustin und M. Podzorski im Museum 14/18, Sta. Maria statt. Die Moderation wird von M. Tschuor durchgeführt. Die Grenzbefestigungen Erster Weltkrieg am Stelvio-Umbrail kann auch individuell besucht werden. Das Postauto fährt täglich vom 4.7. – 13.9.15 und jeweils Mittwoch, Samstag und Sonntag vom 16.9. – 11.10.15 um 09:10 Uhr ab Müstair Richtung Stilfserjoch. Auf dem Umbrailpass/Stilfserjoch gibt es 3 verschieden Wandertouren zum Thema Erster Weltkrieg Stelvio-Umbrail (Umbrail, Scorluzzo und Trais Linguas). An der Grenze von Italien, gegenüber vom Berghaus Astras wurden verschiedene Informationstafeln aufgestellt, die Aufschluss zum Ersten Weltkrieg geben. Wer sich gerne stärken möchte, hat die Möglichkeit sich im Berghaus Astras von Dienstag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr zu verpflegen (warme und kalte Speisen, keine Übernachtungsmöglichkeit). Wer wieder zurück ins Val Müstair fahren muss, fährt das Postauto jeweils um 15:45 Uhr ab Stilfserjoch Richtung Müstair.


32 /spezial-Partschins/

Vinschgerwind 15-15

23.07.15

Wirtschaftsstandort Partschins – Rabland –Töll

Ein Standortprofil Am Fuße des Naturparks Texelgruppe liegt die Gemeinde Partschins mit den Dörfern Rabland und der Töll. Die Gemeinde ist nicht nur die Heimat des Erfinders der Schreibmaschine Peter Mitterhofer, sondern auch ein pulsierender Wirtschaftsraum. von Angelika Ploner

Z

weifelsohne: Der Wirtschaftsstandort Partschins, Rabland und Töll profitiert von der Nähe zu Meran und zum Burggrafenamt. „Wir sind zentral gelegen und gut angebunden“, sagt Bürgermeister Albert Gögele zum Vinschgerwind. Nur zwei Steinwürfe entfernt wartet die MeBo, die eine direkte Anbindung an die Brennerautobahn verspricht: Für international agierende Unternehmen ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Doch der Reihe nach.

Die Landwirtschaft, das vorneweg, nimmt eine dominierende Rolle im Wirtschaftsgefüge hier in der Gemeinde Partschins ein. 2008 ging die Fusion zwischen der NOG, der Naturnser Obstgenossenschaft und der Partschinser Obstgenossenschaft, der POG über die Bühne. Daraus entstand die Texel (der jüngste Vinschgerwind berichtete). Die Fusion schlägt sich in beeindruckenden Zahlen nieder: 1.274 Hektar misst insgesamt die Fläche aller Mitgliedsbetriebe, die an der Zahl 353 sind. Die zweitgrößte Obstgenossenschaft im

Dr. med. dent.

ingmar schubert ZAHNARZTPRAXIS

Ihr schönstes Lächeln ... ... beim Zahnarzt in Ihrer Nähe!

Geroldstraße 8 · I-39020 Rabland (BZ) · Tel. +39 0473 965 060 Fax +39 0473 965 668· info@ingmar-schubert.it · www.ingmar-schubert.it

Zahnersatz mit Biss! Geroldstr. 8 I-39020 Rabland (BZ) Tel. +39 0473 055 720 Fax: +39 0473 055 719 E-Mail: info@zahndente.it www.zahndente.it


23.07.15

Vinschgerwind 15-15

/spezial-Partschins/ 33

Fotos: Erwin Bernhart

Geadelt wurde jüngst der Vinschgauer Weissburgunder 2013 des Schlossweingutes Stachlburg, das im aktuellen Gambero Rosso einen prominenten Platz einnimmt. Das Schlossweingut von Baron Sigmund Kripp feiert heuer 25 Jahre. 1990 hat man im Weingut den ersten Chardonnay- und Blauburgunder-Weinberg angelegt. Heute reifen hier auch Grauburgunder und Gewürztraminer, Vernatsch und Regent im Einklang mit der Natur, denn Ökologie und Nachhaltigkeit werden am Schlossweingut Stachlburg großgeschrieben.

Vinschgau ist die Texel, nur die Mivor ist größer. Für 235.000 Großkisten bieten die Lager in Naturns, in Plaus und auf der Töll Platz. Doch nicht nur das: 140 Mitarbeitern bietet die Obstgenossenschaft einen Arbeitsplatz. Der Apfelanbau hat den Weinbau im Gemeindegebiet Partschins fast verdrängt. Heute gibt es dort nur noch sehr wenige Rebgärten, die allerdings auf dem Partschinser Boden in der sonnigen, nach Süden ausgerichteten Hügellage ganz vorzügliche Weine hervorbringen. Auf 7 Hektar baut hier Baron Sigmund Kripp Wein an.

Internationale Unternehmen. In Partschins, Rabland und auf der Töll gibt es keine „großen“ Arbeitgeber, wie es die HOPPE in Laas oder in Schluderns oder in Schlanders das Unternehmen Recla ist. Dafür sind viele innovationsfreudige Unternehmen hier angesiedelt, die - Beispiel Röfix oder Alpiplast - international agieren. Die Stärken hier am Tor zum Vinschgau liegen in der vielfältigen Mischung verschiedenster Branchen. Die Bandbreite reicht von Handwerksbetrieben bis hin zu Firmen von internationaler Bedeutung. „Die Haupteinnahmen“, sagt Bürgermeister Albert Gögele, „kommen aber vom Tourismus. Jährlich sind rund 300.000 Nächtigungen im Gemeindegebiet zu verzeichnen. Über 80 Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe machen Partschins, Rabland und die Töll zu einer starken Tourismusgemeinde, die natürlich von der Nähe zu Meran und zum benachbarten Burggrafenamt profitiert. Zugleich sind diese die wichtigsten Arbeitgeber: Rund 250 Personen beziehen aus dem Tourismus ihren monatlichen Lohn. Die Aufstiegsanlage Texelbahn – seit dem 25. April 2009 in Betrieb – war eine wichtige Investition – besonders für den Tourismus in der Gemeinde. 1.641 Personen wurden am ersten Tag auf den Giggelberg befördert, eine stolze Zahl, mittlerweile ist es ein Vielfaches davon. Die Seilbahn ist ein Erfolgsprojekt in mehrerlei Hinsicht: Rund 200 Bürger der Gemeinde brachten als Kapital die beachtliche Summe von über 800.000 Euro auf und machten so den Bau der Texelbahn erst möglich. In wenigen Minuten fährt die Bahn nun Einheimische und Gäste nach oben, direkt zum Meraner Höhenweg

Partschins Zahlen

3.651

Einwohner zum Stichtag 31.12.2014 Die Obstgenossenschaft Texel hat

353 Mitgliedsbetriebe in den Gemein-

den Naturns, Plaus und Partschins.

2.215

Für Waggon Äpfel bietet das Lager auf der Töll Platz.

688

Personen (Juni 2014) sind in der Gemeinde Partschins in den verschiedenen Wirtschaftsbereichen beschäftigt.

4,5

Mio. Euro kostete die Aufstiegsanlage Texelbahn, am 25. April 2009 wurde sie in Betrieb genommen.

texelbahn

Partschins

Peter-Mitterhofer-Str. 2 Tel. 0473 96 80 14 sigmund.kripp@stachlburg.com

... die Panoramaseilbahn in Partschins

SPITZENWEINE

aus biologischem Anbau

Texelbahn · Zielstraße 11 · I-39020 Partschins Tel. +39 0473 968295 · info@texelbahn.com · www.texelbahn.com


34 /spezial-Partschins/

„

In Partschins sind das Gastgewerbe, die Landwirtschaft aber auch der Handel und das Handwerk gut vertreten. BM Albert Gögele

„

Vinschgerwind 15-15

23.07.15

und zahlreichen anderen Wanderdestinationen, zweifelsohne eine Aufwertung des Tourismusgebietes der Gemeinde Partschins. Dicht hinter dem Tourismus reiht sich das produzierende Gewerbe, das in Partschins, Rabland und der Töll eine bedeutende Rolle einnimmt. Über 40 Betriebe bieten über 230 Menschen einen Arbeitsplatz. Während es für diese Unternehmen ein Segen ist, gut an das Burggrafenamt angebunden zu sein, ist für den Einzelhandel weniger vorteilhaft. Die Nähe zu Meran und die gute Anbindung mit Bus und Bahn „verleitet die Bevölkerung dort hinzufahren, wo es größere Einkaufsketten gibt“, sagt Bürgermeister Gögele. „Das erschwert die Wirtschaftlichkeit.“ Punkten können die Geschäfte mit Qualität und Service. „Qualität“, sagt Werner Gamper von der gleichnamigen Metzgerei „ist sehr wichtig.“ Qualität sei das Um und Auf und der Weg um weiterbestehen zu können. Fast 30 Handels- und Dienstleistungsunternehmen sind im Gemeindegebiet verstreut und sorgen für einen bunten Branchenmix: Lebensmittelgeschäfte, Frisöre, Kosmetiksalons, Metzgereien, Haushalts- und Elektroartikel, Schuhgeschäfte, Bäckereien. In Partschins und Rabland lässt es sich deshalb auch ausgezeichnet einkaufen und genießen. Denn die Gemeinde ist nicht nur Wirtschaftssondern auch einladender Lebensraum.

Kurz nachgefragt bei Günther Haller Vinschgerwind: Seit wann gibt es das Fachgeschäft für Landwirtschaft & Gartenbau Haller auf der Töll? Wir sind seit 51 Jahren ein Familienbetrieb. Wie hat man angefangen und wo steht der Fachbetrieb heute? Angefangen hat mein Vater Josef in einem kleinen Raum. 1974 wurde dann an der Hauptstraße ein kleines Geschäft gebaut. Seit 2002 steht nun dieses grüne Gebäude, wie es die meisten kennen.

Mit welchen Schwierigkeiten kämpfen Betriebe in Partschins, Rabland und auf der Töll? Ihre Meinung. Mit der steigenden Bürokratie und immer wieder neuen Auflagen. Was sind die Vor- und welches die Nachteile des Standortes hier? Der Vorteil der Töll ist die direkte Lage des Durchzugsdorfes an der Vinschger Staatsstraße. Ein Nachteil, dass kaum oder keine Erweiterungsmöglichkeiten bestehen.

Rabland Lahnstr. 7 Tel. & Fax: 0473 96 71 86

„

Kurz nachgefragt bei Zahnarzt Dr. Ingmar Schubert Vinschgerwind: Was sind die Schwerpunkte Ihrer Praxis, die Sie 2012 in Rabland eröffnet haben? Unsere Schwerpunkte liegen auf einer konzeptionellen Gesamtbehandlung, die sowohl einer chirurgische Vorbehandlung (wie Implantation, Parodontalchirurgie, Weißheitzähne, usw. ) als auch die prothetische Endversorgung mit Kronen, Brücken oder Prothesen umfasst. Unser Ziel ist es, nicht nur einzelne Zähne „zu flicken“, sondern die gesamte Mundgesundheit im Blick zu haben. Wie wichtig ist die Zusammenarbeit mit dem zahntechnischen Labor ZahnDente im selben Haus? Die Zusammenarbeit mit unseren Zahntechnikern Marco Zanderigo und Norbert Schnitzer klappt hervorragend. Der enge Kontakt zwischen Zahntechniker, Zahnarzt und Patient trägt maßgeblich zum Gelingen der Arbeiten bei. Durch eine enge Zusammenarbeit mit der Firma Ivoclar ist es uns möglich, modernste Verfahren in die Praxis zu integrieren. Inwiefern profitieren die Kunden davon? Kleinere Arbeiten, wie Reparaturen werden sofort erledigt und der Patient braucht die Praxis ohne seinen Zahnersatz nicht zu verlassen. Außerdem können individuelle Wünsche sofort mit dem Techniker besprochen werden und führen zu einem besseren Ergebnis und hoher Patientenzufriedenheit. Wie schätzen Sie den Wirtschaftsstandort Partschins, Rabland, Töll ein? Ihre Meinung Als reines Dienstleistungsunternehmen profitieren wir von einer hohen Lebensqualität in der Gemeinde. Das beinhaltet eine gesunde Mischung aus Geschäften, Unternehmen, Gastgewebe und anderen Dienstleistern. Ich habe die Standortwahl hier in Rabland noch nie bereut.


„

23.07.15

Vinschgerwind 15-15

/spezial-Partschins/ 35

„Die Bauwirtschaft befindet sich in Dauerkrise“ Interview mit dem Geschäftsführer von Röfix Italien Wolfgang Brenner Vinschgerwind: Herr Brenner, Sie sind der Geschäftsführer der RÖFIX Italien. Wieviele Standorte hat die RÖFIX allein in Italien? Wolfgang Brenner: In Italien ist RÖFIX zur Zeit mit 5 Produktionsstandorten vertreten, diese befinden sich alle in Nord-Italien. In wievielen Ländern ist die RÖFIX vertreten? Die Marke RÖFIX wird in 13 verschiedenen europäischen Ländern vertrieben. Wo liegen die Märkte der RÖFIX Italien? RÖFIX Italien betreut den gesamtitalienischen Markt, der Schwerpunkt unserer wirtschaftlichen Tätigkeit liegt jedoch in den Kernmärkten in Nord- und Mittelitalien.

Verraten Sie uns den Umsatz den die RÖFIX Italien macht? RÖFIX Italien erzielt im letzten Jahr einen Gesamtumsatz von ca. 60 Mio. Euro. Seit wann gibt es die RÖFIX auf der Töll und wieviele Mitarbeiter beschäftigt die RÖFIX auf der Töll? Die Aktiengesellschaft wurde offiziell 1980 gegründet, die Eröffnung des ersten Produktionswerkes in Partschins-Töll erfolgte im Jahre 1982. RÖFIX Italien beschäftigt heute 140 Mitarbeiter. Welche Funktion erfüllt der Standort auf der Töll? Was wird dort produziert, wie agiert? Und warum hat sich das 127-jährige Unternehmen gerade auf der Töll

niedergelassen? In Partschins-Töll befindet sich der Haupt- und Verwaltungssitz der RÖFIX AG Italien, wir produzieren dort Trockenprodukte für verschiedene Anwendungsbereiche, angefangen bei der Produktion von Mauermörtel, Grundputz, Estriche bis hin zur Herstellung von Klebespachteln, Sanier-und Renovierprodukten und Baufarben. Damals wurde dieser Standort gewählt, weil sich in unmittelbarer Nähe der Steinbruch befindet bei welchem das Rohmaterial für die Produktion unserer Produkte abgebaut wird. RÖFIX hat für jede Bauaufgabe eine Lösung. Wissen Sie wieviele Produkte die RÖFIX mittlerweile in ihrem umfang-

reichen Produktsortiment führt? RÖFIX führt gegenwärtig rund 3700 Artikel. Die Baubranche ist naturgemäß die Zielgruppe der RÖFIX AG. Hat sich die Baubranche von der Krise erholt? Diese Frage kann man eindeutig mit Nein beantworten, die italienische Bauwirtschaft befindet sich seit 2008 in einer Dauerkrise, mittlerweile wurde hinsichtlich der Höhe der Gesamtbauinvestitionen das Niveau der 60-ziger Jahre erreicht. Der Motor der Baukonjunktur ist normalerweise der Wohnungs-Neubau, aber gerade in dieser Sparte ist der Markt in den letzten 7 Jahren in Italien um 66 % geschrumpft.

roefix.com

RÖFIX ColorDesign Atmosphäre schaffen mit RÖFIX ColorDesign. Mit Farben können Sie bestimmte Stimmungen erzeugen, oder Ihren Räumen eine völlig neue Ausstrahlung geben. Dabei ist nicht unbedingt Buntheit gefragt - sondern eine die Sinne aktivierende Abstimmung der verschiedenen farbtragenden Elemente. Die Welt ist zu bunt, um sie in weisser Rauhfasertapete zu verbringen. Lassen Sie sich deshalb inspirieren, haben Sie Mut zur Farbe.

Bauen mit System


36 /spezial-Partschins/

Vinschgerwind 15-15

23.07.15

DIE ALPIPLAST

Foto: „Wind“-Archiv

ein Unternehmen mit Alleinstellungswert

Alpiplast in Zahlen

19 Mitarbeiter 3 Geschäftsführer 35

Prozent Export nach Italien, vor allem nach Nord- u. Mittelitalien,

60

Prozent nach Europa (Deutschland, Österreich, Schweiz, Spanien, Frankreich, Finnland…) und

5

Prozent nach Afrika (Kamerun, Nigeria, Kongo, Elfenbeinküste)

1971 gegründet

T

rinkhalme produziert die Firma Alpiplast auf der Töll und besetzt damit– zweifelsohne – einen Nischenmarkt. Im Vinschgau und in Südtirol. Still und leise arbeitet man hier im Betriebssitz auf der Töll, die Erfolgsgeschichte des Trinkhalm-Herstellers ist eine weitestgehend unbekannte. Seit 44 Jahren stellt die Firma Alpiplast Trinkhalme her. Ob transparent oder in Farbe, kurz oder lang, gerade oder flexibel, lose verpackt oder einzeln gehüllt: Die Produktion richtet sich nach den Bedürfnissen der Kunden. Zu diesen zählen Namhafte: Ferrero, Zuegg, Spitz, McDonald’s, Zipperle, Nägele. Seit vielen Jahren vertrauen diese auf die Qualität der Trinkhalme von Alpiplast. Doch wie kommt man in den 70er Jahren auf die Idee Trinkhalme herzustellen? „In den 60er Jahren“ erzählt der Juniorchef Markus Forcher, „gab es in Plaus eine Firma, die vorwiegend Eislöffel und Trinkhalme produzierte.“ Karl Forcher, der Vater des Juniorchefs arbeitete dort als Maschinenschlosser und Betriebsmechaniker. Aus wirtschaftlichen Gründen entschloss sich das Mutterhaus in Deutschland Anfang der 70er Jahre den Standort in Plaus aufzugeben. „Mit dem Wissen, welches sich mein Vater dort über die Jahre angeeignet hatte, entschloss er sich zusammen mit einem Arbeitskollegen den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.“ Klein hat man angefangen - damals 1971 - als das Unternehmen in Partschins in einer leerstehenden Scheune gegründet wurde. Einen Teil der damaligen Maschinen baute Karl Forcher selbst nach, andere hingegen mussten angekauft werden. Es waren keine leichten Anfänge damals, die Kunden

Die Alpiplast ist ein Familienunternehmen. Geschäftsleitung Herta Castiglioni Forcher (Chefin – Buchhaltung, Lohnwesen), Karl Forcher (Senior Chef – Wartung, Reparatur, Entwicklung…), Markus Forcher (Junior Chef – Produktionsleitung, Logistik, Einkauf)

mussten erst gefunden und die Auftragsbücher gefüllt werden. Doch Schritt für Schritt fand man die Abnehmer, zuerst ausschließlich im italienischen Raum, später auch im europäischen. Damals konzentrierte man sich ausschließlich auf die Produktion von Trinkhalmen in hart PVC. Der Maschinenpark arbeitete mit einer Tagesleistung von rund 80.000 Meter. Zum Vergleich: Heute ist man bei einer Tagesleistung von rund 1.200.000 Meter angekommen. Dies entspricht einer Jahresleistung von ca. 300.000 Kilometern. Als 1980 die Trinkhalme lose im Beutel verpackt oder einzeln gehüllt wurden, so war das ein Meilenstein in der Betriebsgeschichte. Am Markt eröffneten sich dadurch ganz neue Möglichkeiten und wohl auch deshalb konnte wenig später ein weltweit bekannter Getränkehersteller in den Kundenstamm aufgenommen werden. Den heutigen Betriebssitz im Gewerbegebiet Töll bezog man im Jahr 2000. Die Ereignisse sollten sich wenig später überschlagen: 2001 wurde der weltweit bekannteste Fastfood-Hersteller McDonalds Kunde der Alpiplast und mit der Umsetzung der HACCP-Richtlinien gelang gleichzeitig eine wichtige Qualitätssicherung. Wenig später produzierte man erstmals auch biologisch abbaubare Trinkhalme aus MaterBI, die 2012 bei den Olympischen Sommerspiele in London exklusiv von der Firma Alpiplast geliefert wurden. Ein Höhepunkt in der Erfolgsgeschichte. In die Umwelt investierte man nicht nur damit: Die Photovoltaikanlage auf den Dächern der Produktions- und Lagerhalle erlaubt es heute einen Teil der Halme umweltfreundlich, also mit sogenannter „grüner Energie“ herzustellen. (ap)


„

23.07.15

Vinschgerwind 15-15

/spezial-Partschins/ 37

Nachgefragt bei BM Albert Gögele ...

Foto: Erwin Bernhart

Vinschgerwind: Die Standortvor- und nachteile des Wirtschaftsstandortes Partschins mit Rabland und der Töll sind .. Albert Gögele: In Partschins sind das Gastgewerbe, die Landwirtschaft aber auch der Handel und das Handwerk gut vertreten. Die Haupteinnahmen kommen sicherlich aus dem Tourismus. Die jährlich erzielten 300.000 Nächtigungen gilt es zu stabilisieren bzw. zu erhöhen. Eine Besonderheit des Standortes Partschins ist sicherlich die zentral gelegene Lage und die Gute Anbindung. Dies gilt für Einheimische und Gäste mittels öffentliche Verkehrsmittel Bus und Bahn. Aber auch die unmittelbare Anbindung zur Schnellstraße Mebo und damit auch zur Autobahn was

die Materiallieferungen der Handels- Handwerks- und Industriebetriebe betrifft. Welches sind die Ziele in Sachen Wirtschaft in den nächsten fünf Jahren? Die neue Gemeindeverwaltung wird in Zukunft bemüht sein, gute Rahmenbedingungen für Betriebe zu schaffen, dass sich bestehende weiterentwickeln und neue Betriebe ansiedeln können. Es gilt in den kommenden Jahren sicherlich die verschiedenen Infrastrukturen, aber vor allem das Breitbandnetz voranzutreiben und zu verbessern. Vorteilhafte Bedingungen für Unternehmen sichern die bestehenden Arbeitsplätze und schaffen neue. Eine gut funktionierende Wirtschaft trägt zur Sicherheit und somit zu einer Verbesserung der Lebensqualität der Menschen bei. Deshalb gilt für uns: WIRtschaft geht uns alle an.

Raika Partschins unterstützt Schreibmaschinenmusem Auch in diesem Jahr wird die Zusammenarbeit der Raika Partschins mit dem Schreibmaschinenmuseum fortgesetzt. Durch den vor wenigen Tagen von Bürgermeister Albert Gögele und Raika-Obmann Christian Ungerer unterzeichneten Sponsorvertrag kann das Museum wiederum auf eine finanzielle Unterstützung des lokalen Bankinstitutes zählen. Während öffentliche Gelder knapper werden, werden Partnerschaften im Bereich Kultur und Wirtschaft immer wichtiger, ein Thema das seit Jahren zentraler Punkt der jährlichen Tagung „Culture meets economy“ an der Eurac in Bozen ist. Dank des Beitrages der Raika Partschins können auch in diesem Jahr verschiedene Werbeinitiativen des Schreibmaschinenmuseums umgesetzt werden, wie z.B. zuletzt die Bewerbung der SonderausstelBM Albert Gögele und Raika Obmann lung „Top Secret“ auf Christian Ungerer bei der Unterzeicheiner 4x2 Meter großnung des Sponsorvertrages, zusamen Werbefläche in men mit Museumsleiterin Maria Mayr der Nähe des Bozner und Raika Direktor Christoph Ladurner Bahnhofs.

Ihr Fachgeschäft für Landwirtschaft & Gartenbau BERATUNG KNOW-HOW QUALITÄT Wir bieten Ihnen seit 50 Jahren eine persönliche Betreuung und eine individuelle fachkundige Beratung in vielen Fragen der Landwirtschaft.

h ller Haller Günther & Co. KG

I-39020 Partschins/Töll (BZ) · Vinschgauerstr., 81 · T.: 0473 967163 www.haller.bz.it · info@haller.bz.it


38 /Nationalpark/

Vinschgerwind 15-15

23.07.15

Nationalpark Stilfserjoch

Das neue Gletscherkataster Italiens Ein wertvolles wissenschaftliches Bewertungsinstrument

Kartenauszug mit den Gletschern der Ortler-Cevedale-Gruppe aus dem Gletscherkataster von Claudio Smiraglia und Guglielmina Diolaiuti (2015)

Wolfgang Platter, am Tag der Hlg. Maria Magdalena, 22. Juli 2015

V

or wenigen Tagen ist das neue Kataster über die Gletscher Italiens erschienen: Es ist dies eine wissenschaftliche Publikation von 400 Seiten der Universität Mailand in italienischer und englischer Sprache, welche von den beiden Hauptautoren und Gletscherkundlern Prof. Claudio Smiraglia und Prof. Guglielmina Diolaiuti betreut wurde. Mitherausgeber sind weiters der Mineralwasserhersteller Levissima und der wissenschaftliche Verein Everest K2 CNR. Das Projekt hat eine Reihe weiterer Mitträ-

ger wie das Umweltministerium, das italienische Glaziologische Komitee, das Internationale Glaziologische Monitoring wgms, das Naturmuseum Trient, den italienischen Alpenverein CAI u.a.m. Das neue italienische Gletscherkataster erfasst insgesamt 903 Gletscher in den 8 italienischen Regionen bzw. Provinzen Piemont (107 Gletscher), Aosta (192), Lombardei (230), Trentino (115), Südtirol (212), Veneto (38), Friaul Julisch Venetien (7), Abruzzen (2). Mit einer Gesamtausdehnung von 369,90 km² macht die Fläche der italienischen Gletscher ca. 1/5 der Gletscherfläche des gesamten

Alpenbogens aus. Die Autoren F. Paul, H. Frey, R. Le Bris geben in ihrem 2011 publizierten Glescherinventar für die Alpen eine Gesamtzahl von 3.770 Gletschern und eine Gesamtgletscherfläche in den Alpen von 2.050 km² an. Die vereiste Fläche der Alpengletscher entspricht somit ca. einem Viertel der Landesfläche Südtirols.

Die italienische Gletscherforschung Die vorausgehende Auflage des italienischen Gletscherkatasters geht auf die Jahre 1959-62 zurück und war vom Nationalen Glaziologischen Komitee innerhalb des Nationalen Forschungsrates

(CNR = Centro Nazionale Ricerca) betreut worden. Italien hat eine lange Tradition in der Erhebung der Gletscher. Eines der weltweit ältesten Gletscherinventare datiert mit 1925 und geht auf Carlo Porro zurück. Dieses italienische Gletscherinventar gibt für Italien 774 Gletscher an, während das Kataster von 1959-62 838 Gletscher auswiest. Wenn jetzt im neuen Gletscherkataster 2015 903 Gletscher aufscheinen, so darf diese Zunahme in der Anzahl der Gletscher nicht täuschen: Die Gletscherfläche nimmt stark und besorgniserregend schnell ab; die Zahl der Gletscher hat zugenommen, weil Gletscher


23.07.15

durch die Abschmelzprozesse in mehrere kleine (Teil-)Gletscher zerfallen sind. Ende der 70er-Jahre des vorigen Jahrhunderts hatte sich das italienische glaziologische Komitee (CGI) mit Prof. F. Secchieri an der Erhebung des internationalen Gletscherkatasters (World Galcier Inventory WGI) beteiligt. In den Folgejahren waren verschiedene Regionale Gletscherkataster publiziert worden, so auch das Südtiroler Gletscherkataster.

Das neue italienische Gletscherkataster von 2015 Grundlage für die Erhebung der Gletscherflächen im neuen Kataster waren aktuelle Flugfotos in hoher Auflösung. Im neuen Gletscherkataster 2015 geben die Autoren C. Smiraglia und G. Diolaiuti für jeden beschriebenen Gletscher 12 Parameter an: Name, Kodex, Kodex aus dem Welt-Gletscher-Inventar, geografische Koordinaten, Gebirgsgruppe, Wassereinzugsgebiet, Gletschertypus, Ausdehnung, Jahr der Datenerhebung, Vergleichswert für die Flächenausdehnung laut Gletscherkataster (CGI 1959/62), Ausdehnung laut Welt-Gletscher-Kataster (WGI 1980), Exposition, Bemerkungen.

Die Gletscher in Südtirol

Obwohl die Tabelle trockene Statistik darstellt, führe ich nachstehend die aus dem neuen italienischen Gletscherkataster (Smiraglia C. , Diolaiuti G., 2015) entnommenen Daten für die einzelnen Gletscher der Ortler-Cevedale-Gruppe in der tabellarischen Übersicht an. Jene Bergsteiger und Leser, welche am Detail interessiert sind, können die Flächenausdehnung der Gletscher ihrer „Heimatberge“ entnehmen und in ihrer Flächenausdehnung 2008, 1980 und 1959/62 vergleichen. Für den Vergleich der Flächen aus verschiedenen Zeiten ist aber unbedingt darauf hinzuweisen, dass die Erhebungsmethoden in den verschiedenen Jahren unterschiedlich und die Qualität der ausgewerteten Flugfotos streuend ist, weshalb eine bestimmte Fehlerquote in der Flächenabschätzung der Gletscher aus Fotos früheren Datums wegen ihrer niedrigen Auflösungsqualität gegeben ist. Außerdem bestand manchmal auch die Schwierigkeit, bei Herbstaufnahmen Schnee von Eis zu unterscheiden, sodass gelegentlich auch eine Überschätzung der Gletscherflächen erfolgt sein mag.

Foto: Wolfgang Platter

Für Südtirol gibt das neue italienische Gletscherkataster insgesamt 212 Gletscher an. Deren Gesamtfläche beträgt 85,12 km². Dies entspricht 23% der Gesamtfläche der Gletscher Italiens von 369,90 km² aus. Die 212 Südtiroler Gletscher sind von West nach Ost und von Nord nach Süd auf 7 Bergketten

verteilt: Ortler Cevedale-Gruppe, Ötztaler Alpen (Weißkugel u. Similaun), Texelgruppe, Stubaier und Ahrntaler Alpen mit Hochfeiler, Rieserferner Gruppe, Hohe Tauern mit Dreiherrenspitze. Die derzeit noch am stärksten vergletscherte Berggruppe in Südtirol ist die Ortler Cevedale-Gruppe mit 54 Gletschern und einer Gesamteisfläche von 34,92 km².

Der Ortler mit seinem Gletscher auf der Trafoier Seite. Die Aufnahme stammt vom 9. Juli dieses Jahres.

Vinschgerwind 15-15

/Nationalpark/ 39

Die Gletscher in der Ortler Cevedale-Gruppe Kodex Karte

Name

Trafoi Sulden Laas 771 Madatsch 770 Trafoier 769 Unterer Ortlerferner 768 Oberer Ortlerferner 765 Unterer Marlt 764 Oberer Marlt 765/1 Marlt 763 Ende der Welt 762/3 Sulden III 762 Sulden 490

Königsspitze

762/2 Sulden II 762/4 Sulden IV 762/1 Sulden I 733/1 Langenferner I 760/1 Madritsch Ebenwand I 760 Madritsch Ebenwand 759 Madritsch Ebenwand 757/1 Schöntauf I 757 Schöntauf 755 Peder 754 Rosim 753 Vertain 751 Zay I 751/1 Zay II 759 Zay 749 Kleiner Angelus 746 Ofenwand 745 Großer Angelus 744 Laaser Ferner I 743 Laaser Ferner 741 Schluder Martell – Ulten 733 Langenferner 733/1 Langenferner I 735 Butzen 732 Zufall Cevedale 731 Fürkele 730/1 Hohenferner I 730 Hohenferner 729 Ultenmarkt 728 Schran 727 Gramsen 725 Nonnen III 723/1 Nonnen I 723/II Nonnen II 723 Nonnen 722 Lorchen 720 Zufritt II 719 Zufritt 719/1 Zufritt I 718 Soy 716 Hasenohr 715 Kuppelwies 713 Weißbrunn 713/1 Weißbrunn I

Fläche in km2 2008

WGI km2 1980

CGI km2 1959/62

3,16 0,95 2,73 1,05 0,20 0,06 0,06 0,49 0,09 4,27 0,63 BZ von 1,02 gesamt 0,09 0,03 1,02 0,07 0,04 0,08 0,10 0,01 0,18 0,09 0,56 0,02 0,29 0,01 0,43 0,18 0,33 0,13 3,23 1,03 0,02

4.34 1,37 3,55 1,34 ---0,92 -6,48

3,20 0,75 2,80 0,94 0,31 0,31 -0,39 -5,99

2,30

1,94

------0,51 -0,35 0,24 0,78 -0,61 -0,72 0,45 0,45 0,16 -5,05 0,15

-----0,22 0,16 -0,30 0,10 0,61 -0,45 -0,56 0,44 0,32 0,09 3,35 1,11 --

1,69 0,07 0,05 3,47 1,77 0,02 1,26 0,32 0,85 1,11 0,17 0,08 0,01 0,19 0,20 0,02 0,07 0,07 0,41 0,16 0,09 0,42 0,01

2,62 -0,19 3,20 2,52 -1,75 0,46 1,18 1,27 0,42 --0,61 0,43 -0,46 -0,94 0,46 0,23 0,75 --

3,06 --3,39 2,10 -1,79 0,43 1,03 1,80 0,47 --0,69 0,34 0,12 0,37 -1,06 0,10 0,22 0,60 --


Foto: Sarah Mitterer

40 /Sport/

Vinschgerwind 15-15

23.07.15

Ruepp siegt souverän

In den vergangenen Jahren hat sich der Reschenseelauf zu einem wahren Volksfest entwickelt. Zu verdanken ist dies der alljährlichen, perfekten Organisation des Rennerclub Vinschgau und den zahlreichen freiwilligen Helfern. Im Bild: OK Chef Gerald Burger. (sam)

Fünf Handbiker waren am Reschensee am Start. Den Sieg mit über drei Minuten Vorsprung sicherte sich Roland Ruepp, der damit seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigte. (im Bild). Mit dem Laaser Karl Tappeiner, der zu Rang drei fuhr, gelang einem weiteren Vinschger der Sprung aufs Podest. (sam)

Foto: Sarah Mitterer

Ein echtes Volksfest

Fotos: Sarah Mitterer

Reschensee wird zum Läufermekka

Läufer umrundeten den Reschensee

Mit einem Teilnehmerrekord ging der diesjährige Reschenseelauf über die Bühne. 3771 Läuferinnen und Läufer aus 15 Nationen pilgerten nach Graun, um an der 16. Auflage des Laufevents teilzunehmen. Am schnellsten wurde Südtirols größter Stausee vom Italiener Giovanni Gualdi umrundet, bei den Damen konnte die Sarnerin Kathrin Hanspeter ihren Vorjahressieg wiederholen. Von Sarah Mitterer

E

r ist Südtirols größte Laufveranstaltung und wohl auch eine der schönsten: der Reschenseelauf, der weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist. Im Dreiländereck Südtirol/Engadin/Tirol stellten sich auf 15,3 Kilometern neben Läufern auch Handbiker und Nordic Walker der Herausforderung, den See zu umrunden. Für die Kinder gab es erneut einen Lauf, dessen Streckenlänge je nach Jahrgang variierte und auch ein Special Olympic Bewerb wurde wieder ausgetragen. Für all jene, welche zwar mitlaufen wollten, dies jedoch ohne Zeitdruck, war der „Just-for-Fun“-Lauf perfekt, bei dem man den Blick auf das

Wasser und die Ortlergruppe so richtig genießen konnte. Auf die Minute genau um 17 Uhr fiel im Start/Zielgelände vor dem aus dem Wasser ragenden Kirchturm der Startschuss zum Hauptlauf und die Teilnehmer machten sich auf den Weg, den größten Stausee des Landes so schnell wie möglich zu umrunden. Wie bereits in den Jahren zuvor, konnte der Kampf um die Seekrone auf Großleinwand verfolgt werden. Nach 49.01 Minuten überquerte schließlich der erste Athlet, bei dem es sich um einen „Wiederholungstäter“ handelte, die Ziellinie. Giovanni Gualdi, der sich schon 2011 zum König des Reschensees krönte, wurde seiner Favoritenrolle gerecht

und stellte eine neue persönliche Bestzeit auf. Zwar lief er keinen Streckenrekord, jedoch war es die zweitschnellste je gelaufene Zeit in der Geschichte des Seelaufs. Platz zwei und damit bester Südtiroler war Peter Lanziner aus Truden, dem lediglich 26 Sekunden auf den Sieg fehlten. Die schnellste Frau, Kathrin Hanspeter, kam nach 57.03 Minuten ins Ziel und war damit die einzige weibliche Teilnehmerin, die unter der magischen Stundenmarke blieb. Mit Petra Pircher, die weiterhin die Top7 Rennserie zu der auch der Seelauf gehört anführt, schaff-

te es auch eine Vinschgerin aufs Podest. Sie umrundete den See in 1:00.41 Stunden und belegte damit Rang zwei. Neben dem sportlichen Aspekt wurde den tausenden Zuschauern auch in diesem Jahr ein tolles Rahmenprogramm mit Festzelt, Kinderecke und einem Bauernmarkt geboten. Wer das Spektakel in diesem Jahr nicht miterleben konnte, der sollte den 16. Juli 2017 im Kalender rot ankreuzen, denn dann findet wieder das „Volksfest Reschenseelauf“ statt. Die Laaserin Petra Pircher


23.07.15

Vinschgerwind 15-15

/Sport/ 41

Fußball: 3. Liga

„Titelfavoriten sind die Absteiger aus der 2. Liga“ Portrait

D

em erfahrenen Bernhard Stark, Trainer des ASV Kortsch, welcher auf eine 20-jährige Trainerlaufbahn zurückblicken kann, stellt der Vinschgerwind einige Fragen. Vinschgerwind: Ein kurzer Rückblick über die Fußballsaison 2014/2015 der 3. Amateurliga Kreis A. Stark: Die Fußballsaison der 3. Amateurliga Kreis A 2014/2015 blieb bis zum Schluss hochspannend. Vom souveränen Meisterschaftsgewinn des ASC Algund bis hin zu nervenaufrei-

Die Kortscher Mannschaft am Ende eines Spieles im Jahr 2014

Fotos: Leonardo Pellissetti

links: Bernhard Stark rechts: Selvir Berisha seit einem Jahr Spieler in Kortsch, sein Bruder Sali spielte in Schlanders

benden Duellen um den zweiten Platz (berechtigt zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen) war für jeden Fussballfan etwas dabei. Am Ende enttäuschend das Abschneiden der Vinschger Vereine. Obwohl der ASV Goldrain und der FC Oberland eine gute Meisterschaft spielten und bis zum letzten Spieltag mit Mölten Vöran Chancen auf den zweiten Tabellenplatz hatten, schaffte es leider keine Mannschaft aus dem Vinschgau sportlich in die nächst höhere Kategorie aufzusteigen.

Schwimmclub Vinschgau/Raiffeisen – SSV Naturns

Eine Prognose für die Saison 2015/2016. Eine Prognose für die kommende Saison ist zum jetzigen Zeitpunkt schwierig. Es steht noch nicht fest, welche Mannschaften unserem Kreis zugeteilt werden und auch die Kaderzusammenstellung der einzelnen Mannschaften ist noch nicht abgeschlossen. Titelfavoriten sind wie jedes Jahr der/die Absteiger aus der zweiten Amateurliga und auf grund der vergangenen Saison aus Vinschger Sicht Oberland und Goldrain. (lp)

Bernhard Stark, geboren am 23/02/1966 in Laas, ist in Allitz aufgewachsen und wohnt in Kortsch. Er ist verheiratet, hat einen Sohn (der in Kortsch Fußball spielt) und eine Tochter (die Volleyball in Schlanders spielt). Sportkarriere: als Kind/Jugendlicher: Neben Fußball, Leichtathletik und Basketball. Sportliche Erfolge Gewinner mehrerer Schulmeisterschaften im Hochsprung. Die Anfrage und die Möglichkeit zu einem Basketballteam nach Bozen zu wechsel – kam aus persönlichen Gründen nicht zustande. Fußball Aufstieg mit Kortsch in die 2. Amateurliga „Ich hatte Glück“, erinnert sich Stark, „C- bzw. B-Jugendspieler trainiert zu haben, mit denen ich später selbst über Jahre zusammen in der ersten Mannschaft spielte“. Sportliche Misserfolge/Verletzungen Mit 13 Jahren Schien- und Wadenbeinbruch beim Skifahren Mit 18 Jahren Kreuzbandriss im rechten Knie bei einem Fußballhobbyturnier. Abstieg mit Kortsch aus der II Amateurliga.

Laufsport

Anita weiterhin nicht zu schlagen Pitztal-Imst eine „heiße Sache“

Fotos: Sarah Mitterer

rechts: Ivandro

S

ie gehört in der Brustdisziplin in ihrer Altersklasse zu Südtirols besten Schwimmerinnen: Anita Wielander aus Schlanders. In der aktuellen Saison reiht sie einen Erfolg an den anderen und deklassiert die Konkurrenz. Wie auch zuletzt bei ihrem Doppeltriumph bei den FIN-Meisterschaften, an denen die deutschen und italienischen Vereine des Landes teilnahmen. Über 50 Meter Brust gewann die 10-Jährige mit einem Vorsprung von 1,99 Sekunden

Gold, über die doppelte Distanz kam sie über 2,5 Sekunden vor der Zweitplatzierten ins Ziel. Ivandro Gögele zeigte ebenfalls eine starke Leistung und musste sich gleich zwei Mal wegen wenigen Hundertstel mit Rang vier begnügen. Die drei weiteren Vinschger Starter, Leonardo Recchia, Lukas Hanny und Emma Rainer zeigten einen tollen Einsatz und schwammen sehr gute Zeiten. (sam)

A

m Sonntag, 05. Juli fand neben dem Marathon und dem Halbmarathon auch ein 11,2 km-Lauf statt, an dem 7 Mitglieder des Rennerclubs Vinschgau teilnahmen. Es war im wahrsten Sinn des Wortes eine heiße Angelegenheit, denn im Ziel in Imst hatte es über 30 Grad Celsius. Gegen diese Temperaturen halfen auch nicht die an der Strecke angebrachten

provisorischen Duschen. Aber es wären keine Rennerclubmitglieder gewesen, wenn sie nicht gute Ergebnisse mit nach Hause gebracht hätten. In der jeweiligen Alterskategorie erreichten die folgenden Läufer Podestplätze: Koch Manuel gesamt erster, Schütz Ilse erste, Riedl Andrea zweite, Pilser Hubert zweiter und Tragust Roswitha dritte. (r).

Foto: „Wind“-Archiv

Anita Wielander im Einsatz


42 /Sport/

Vinschgerwind 15-15

23.07.15

Schluderns/Vinschgau

Fotos: Wind-Archiv

Beachfete in “in memory of Matschgi”

links: Das Team bei den aufwändigen Vorbereitungen; rechts: Martina Sapelza/Matschgi bei der Beachfete 2012

M

an hat geglaubt, die Matschgi müsste jeden Moment auftauchen, so wie immer. Das sagte eine Besucherin nach der berührenden Mitternachts-Dia-Show, die Martina Sapelza in fröhlichen Lebenssituationen zeigte. Die Nacht-

Beachfete am 10. und 11.Juli in Schluderns war „Matschgi“ gewidmet, die im Mai an Krebs gestorben ist. Sie hat viele Spuren hinterlassen, nicht nur mit ihren Liedern, sondern mit unzähligen anderen Initiativen. Dazu zählt die Beachfete deren

treibende Kraft sie war. Viele ihrer Ideen setzten ihre Freunde vom Beachteam heuer um. Erstmals gab es den Wanderpokal mit goldener Palme, deren Vorlage aus Martinas Feder stammt. Spaß machten die Coyote-Ugly GoGo-Show, den Ho-

li-Beach-Show und vieles mehr. Tausende junge Menschen waren zum Beach-Platz hinter dem Schludernser Park geströmt. 32 Mannschaften kämpften um den Sieg. Dieser ging an die „Die drei Kekser und Chefin“ aus dem Burggrafenamt vor der Mannschaft „Wanderhure“ aus dem Pustertal. Die Party bespielten die sieben DJ `s Lini, Scubi, Leo, Monny, Erazer, Eller und Lex. Das von Matschgi gesungene Lied „Better half of me“ rührte zu Tränen. Martinas Bruder Andreas dankte im Namen der Familie für das Gedächtnisfest. Der Erlös geht an den Sportverein Schluderns. Einen Teil erhält die Südtiroler Kinderkrebshilfe Regenbogen. Die Beach-Fete war ein voller Erfolg. Das verdrängte den Ärger, den es bei der Lizenzvergabe gegeben hatte. Erst wenige Stunden vor Festbeginn hatte BM Erwin Wegmann die Lizenz unterschrieben. (mds)

Mals

Wieder Stabhochsprung

Sommertraining ist Testzeit

S

D

Foto: Leonardo Pellissetti

ie fliegen wieder. Nach einem Jahr Pause werden wieder einige der weltbesten Stabhochspringer ihren Stab in die Hand nehmen und auf dem Kulturhausplatz in Schlanders für eine berauschende Show sorgen. Am 31. Juli ab 20:15 Uhr darf sich das Publikum wieder vom griechischen Weltmeister Konstadinos Filippidis verzaubern lassen. Michal Balner, Sieger aus dem Jahr

Sprecher Josef Platter begrüßt Filippidis

2010, zeigt sich heuer ebenso in blendender Form (5,82 m) wie auch der Deutsche Tobias Scherbarth (5,70 m). Auch der Meraner Manfred Menz hat sich scheinbar nochmals für Schlanders fit gemacht und möchte unbedingt die fünf Meter noch einmal knacken. Für die Musikfans veranstaltet das Juze Schlanders Freiraum im Anschluss des Springens bis 0:30 Uhr ein LiveKonzert. Zwei Gruppen, Skakindrops& Myztic Lion und The Juggernaut Nation, werden für gute Stimmung sorgen. Der hohe Stellenwert des Schlanderser Stabhochspringens konnte beim Rottach Eggern Springen festgestellt werden, das wie ein Börsenparkett für die Athletenvermittlung gilt. Manager Erwin Schuster hatte auch nach einem Jahr Pause keine Probleme, die besten Springer für Schlanders zu engagieren. (ah)

ie Zeit des Sommertrainings ist wieder da. Im Juli ist die Serie A Mannschaft Sassuolo wieder nach Mals gekommen. Eine Truppe von 29 Spielern, die von vielen Mitarbeitern begleitet werden, ist im Garberhof einquartiert. Diese prominente Gastmannschaft trainiert auf den großzügigen Sportanlagen und studiert nützliche Spielzüge ein. Das geschieht auch in Freundschaftsspielen. Am 15. und 18. Juli fanden zwei Spiele gegen Vinschger Auswahlen statt. Am 15. war die Auswahl Obervinschgau in Aktion. Der 5:0 Sieg der Gäste zeigte allerdings eine in der Verteidigung ziemlich gut positionierte Vinschger Mannschaft. Der Naturnser Tormann Felix Piazzo rettete zudem in mehreren schwierigen Momenten. Die Gäste trafen auch eine Latte und hatten einige gute Torchancen. Sie gaben allerdings den Ein-

Foto: Leonardo Pellissetti

Schlanders - Leichtathletik

Gelungenes Takle von Simon Schütz druck, mehr am Spielaufbau als an vielen Toren interessiert zu sein. In der zweiten Halbzeit entpuppten sich einige Spieler des in die Landesliga neu aufgestiegenen Latsch als härtere Gegner für Sassuolo. Für den Vinschger Fußball, merkt der Malser Präsident Thurner an, sind diese Freundschaftsspiele für eine wichtige Stärkung der Spielmotivation nützlich. (lp)


23.07.15

pr-info „SEL Staumauer Martell“

Klettern an der Staumauer Am Ende des Martelltals ragt eine 80 Meter hohe Staumauer in den Himmel. Dabei handelt es sich um die in den 1950er-Jahren erbaute Staumauer des Zufrittstausees, der zum Wasserkraftwerk Laas-Martell der Betreibergesellschaft Hydros gehört. Direkt auf der Staumauer hat SEL in Zusammenarbeit mit dem Alpenverein Südtirol (AVS) eine Kletterwand realisiert. Rund 40 Kletterrouten verschiedener Schwierigkeitsgrade (von 4a bis 7c) und mit einer Länge von bis zu 80 Metern versprechen ein ganz besonderes Klettererlebnis. Am Samstag, 1. August, eröffnen SEL und AVS die neue Kletterwand mit einem Kletterfest für Groß und Klein. Los geht es um 11 Uhr mit der offiziellen Einweihung und den Alphornbläsern Naturns. Die Bergrettung Martell präsentiert eine spannende Schauübung an der neuen Wand. Danach können Kinder und Erwachsene mit Unterstützung und Ausrüstung des AVS Martell selbst die Staumauer erklettern, während die ganz Kleinen auf der Kletterhüpfburg unterhalten werden. Alle Technikbegeisterten können außerdem bei Führungen durch die Staumauer mehr über das faszinierende Bauwerk erfahren. Neben buntem Rahmenprogramm und Musik ist auch für Speisen und Getränke gesorgt. Die Staumauer befindet sich nach dem Biathlonzentrum Martell, Parkplätze und der Weg zur Staumauer sind ausgeschildert. Die Kletterwand „SEL Staumauer Martell“ wird bis September täglich von 9.00 – 21.30 Uhr (am Mittwoch bis 23.00 Uhr), geöffnet sein.

Kaufen/Verkaufen/Immobilien Energie von der Sonne ist sauber, sicher & GRATIS. Senken Sie Ihre Energiekosten um bis zu 50% mit einer Solaranlage der Fa. Ikarus Solar – Meran. Kostenlose Angebote für Thermische Solaranlagen, Holzvergaser und Pelletkessel. Sonderaktion: Grundvoss Energiesparpumpe Alpha 2L/5Watt, elektronisch geregelt, spart ca. 80% Ihrer Stromkosten, Fa. Ikarus Solarsystem Meran, Tel. 335 591 8485

Schlanders/Gelegenheit: gebrauchte

3-4-Zimmer-Wohnungen von privat zu verkaufen. Tel. 0473 622 196

Schlanders/Gelegenheit: zu renovierende

Gritsch Betriebsheftservice powerd by www.winfarmer.com

/Kleinanzeiger/ 43

Kaufen/Verkaufen/Immobilien Wo Wohlfühlen an erster Stelle steht ...

Wo Wohlfühlen an erster Stelle steht ...

www.wohntraeume.it

www.wohntraeume.it

Zu verkaufen: Naturns: • Schöne, große KlimaHaus A-Wohnung mit herrlichem Garten, 2 Bädern, 4 Autoabstellplätzen, ruhig und zentral gelegen • Neue 3-Zimmerwohnung mit Südbalkon, KlimaHaus A, € 279.000.-

Zu vermieten: Kortsch: • S chöne, teilmöblierte 3-Zimmerwohnung ab August 2015 zu vermieten!

Heidelinde Gurschler · Immobilien Goldrain - Tel. +39 0473 743057 heidelinde@wohntraeume.it

Wo Wohlfühlen an erster Stelle steht ...

Wo Wohlfühlen an erster Stelle steht ...

Zu verkaufen: Morter: • Neue 2- und 3-Zimmerwohnung in kleinem Wohnhaus, KlimaHaus B • Komplett möblierte Kleinwohnung € 75.000.Tarsch: • Großzügiges Eckreihenhaus in bester Bauausführung € 320.000.• Großzügige 2-Zimmer-Ferienwohnung € 115.000.Latsch: • Sanierungsbedürftige 3-Zimmerwohnung in Zentrumsnähe € 110.000.-

www.wohntraeume.it

Zu verkaufen: Vetzan: •D oppelhaushälfte, sehr gepflegt in sonniger Panoramalage zu fairen Bedingungen Goldrain: •H elle 3-Zimmerwohnung mit großer Terrasse € 178.000.Heidelinde Gurschler · Immobilien Goldrain - Tel. +39 0473 743057 heidelinde@wohntraeume.it Erfolg mit Kleinanzeigen 1 Modul (44 mm x 21 mm) Euro 20 + MwSt. Rufen Sie an: 0473 73 21 96 Fax: 0473 73 24 51 info@vinschgerwind.it

Heidelinde Gurschler · Immobilien Goldrain - Tel. +39 0473 743057 heidelinde@wohntraeume.it

www.wohntraeume.it

Heidelinde Gurschler · Immobilien Goldrain - Tel. +39 0473 743057 heidelinde@wohntraeume.it

Gasthof

(mit 25 Betten) im Ortskern von Prad:

Rapräsentanz für den Vinschgau einfach · übersichtlich · schnell

Bar-Restaurant inkl. Wohnung

Tel. 335 66 59 000

teuer50% S ag für tr e freib ngen. u Sanier

ab Mitte Januar 2016 zu sehr guten Konditionen zu verpachten Infos unter Tel. 347 03 05 829

is Noch b 15 0 31.12.2

Kaminsanierung & nächträglicher Bau mit Edelstahl oder Kermaik

Garagenstellplätze

in Schlanders nahe Mittelschule oder Göflan zu verkaufen. Tel. 0473 622 196

Garagenstellplätze

von privat zu verkaufen. Tel. 0473 622 196

in Schlanders nahe Mittelschule oder Göflan zu verkaufen. Tel. 0473 622 196

Laas/Verkauf: 4-ZimmerDuplex-Wohnung mit großen Terrassen im neuen 3-Familienhaus zu verkaufen. Tel. 0473 622 196

Teilmöblierte 2-Zi-Wohnung mit Garten, Keller und Garage in Eyrs zu vermieten. Tel. 349 2153533

4-Zimmer-Wohnung

Vinschgerwind 15-15

Tel. 3409832859 | www.schwemm.it

Staben/Naturns: Neuwertige, sonnige und ruhige 85 qm große

3-Zimmer Duplexwohnung

mit Einbauküche, Bad + Tages WC mit 3 Balkonen, Garten, Keller + Garage an Einheimische zu vermieten. Tel. 335 466454

Kinderkrebshilfe Südtirol „Regenbogen“

www.kinderkrebshilfe.it Ihre Spende hilft! Infos unter 0472 83 48 24

Reinigung

(Wohnungen, Geschäftsräume,...) der Caudia Custodio Paredes Maneidweg 3/A - Schlanders Tel. 393 5081858

Direkt vom Bauherrn · Zweizimmerwohnungen ab 125.000,00 € · Dreizimmerwohnungen um 148.000,00 € in Latsch zu verkaufen. Fertigstellung Ende 2015. Tel. 0473 659 118


44 /Kleinanzeiger/

Vinschgerwind 15-15

23.07.15

Allfälliges

Stellenmarkt

15. Spiritualwochenende

Die Firma Holzland Fuchs, in der Industriezone 15, 39021 Latsch, sucht zum sofortigen Eintritt einen

am 29./30. August 2015

Unter diesem Motto sind alle Jugendlichen und jung gebliebenen Menschen eingeladen, neue geistliche Lieder und Spirituals mit Bandbegleitung in Schlanders unter der Leitung von Thomas Wasserfaller zu singen. Zeitplan: Sa 9 – 12.30, 14.30 – 19.00 So 9 – 13.00, 16.00 – 18.00 19.30 Abendmesse

Let’s sing for Jesus Unkostenbeitrag: 10 Euro. Infos und Anmeldung: Verband der Kirchenchöre Südtirols mittels Fax 0471 973426, Tel. 0471 306246, E-mail: vksbozen@tin.it Anmeldetermin: 20. August

Kaufen/Verkaufen/Immobilien Morter/Verkauf: 4-ZimmerWohnung mit Terrasse und Garten um 180.000 € + Garage von privat zu verkaufen. Tel. 0473 622 196

Am Ortseingang von Schlanders Büro/Geschäft, Nettofläche2 65m2 + Autoabstellplatz + Balkon 9m und Keller 25 m2 zu verkaufen € 180.000 evtl. auch umbaubar zu Wohnung Tel. 331 75 63 800

Historisches Gasthaus

Laas/Verkauf: 4-ZimmerDuplex-Wohnung

zu verpachten: Besondere Gelegenheit für einen motivierte/n Gastwirt/in, sich selbstständig zu machen. Tel. 0473 622 196

Sonnige, ruhige und möbilierte 2-Zi-Wohnung mit Balkone in Schlanders an Ortsansässige zu vermieten Info: Tel 0473 730 508

mit großen Terrassen im neuen 3-Familienhaus zu verkaufen. Tel. 0473 622 196

3-Zi-Wohnung

Latsch:

· mieterfreie, moderne Mansarden-3-Zi-Wohnung mit 6 Parkplätzen; · Baugrundstück für Eigenheim mit Garage; · neuwertige Kleinwohnung mit Südbalkon und Garagenplatz;

Tschengls: · unbepflanzte Wiese rd. 2.700 m² in der Talsohle; · pächterfreie Bergwiese, 4.700 m² mit guter Zufahrt und Feldhütte; · Kirschenanlage rd. 2.000 m² im Vollertrag im Hang; Spondinig: · Hangwiese mit Beregnungsanlage 4.500 m² mit Obstbaueignung; Prad/Stj.: · Kleinwohnung, vermietet, m. Keller/Stellplatz u. Garage, i. Ortszentrum; Nauders: · Berg-Wiese bzw. Wald mit Zufahrtsweg, Quelle und Gebäude, 2,80 ha;

vermietet in: Schlanders: · kleines Büro in der Fußgängerzone mit Nasszelle, Keller, Stellplatz; Zentralgelegene, teilmöblierte Unterdachwohnung für 2 Personen;

Weitere Angebote unter: info@immobilien-vinschgau.com

Mitarbeiter/in

SÄGEWERKSMITARBEITER.

Bewerbung unter: info@avanti-bz.it Tel: 0473 723 500

gesucht Du bist auf der Suche nach einem neuen Job? Du hast ein selbstbewusstes Auftreten, einen guten Umgang mit Kunden, bist neugierig auf die neuesten Trends in der TechnnikWelt und hast gute Italienischkenntnisse. Dann bewirb dich bei uns unter alfred.tappeiner@gmail.com oder vereinbare ein Vorstellungsgespräch unter Tel. 333 30 01 600 Wir freuen uns auf deine Bewerbung.

in der VI. Funktionsebene (Vollzeit). Abgabetermin: 30.07.2015, 12.30 Uhr Weitere Informationen: auf der Homepage der Gemeinde (www.gemeinde. laas.bz.it) oder telefonisch im Sekretariat der Gemeinde Laas, 0473 628759

Einheimische Zugehfrau 2x wöchentlich nur vormittags (Dienstag + Freitag) für Putz- und Bügelarbeiten, in Schluderns gesucht. Handy 347 81 31 800

Einheimischer Apfelpflücker m/w mit Erfahrung ab ca. 20. September für ca. 3 Wochen in Schlanders gesucht. Ohne Unterkunft und Verpflegung Tel. 349 755 6729

Assistentin

Erfahrene für Zahnarztpraxis in Latsch gesucht. Tel. 0473 720031

Die Gemeinde Laas erstellt eine Rangordnung zur befristeten Besetzung der

Stelle als Verwaltungsassistent/in

Einheimische Frau sucht Stelle

in Vollzeit als Haushälterin, Zugehfrau oder Küchenhilfe.

Kann sofort beginnen. Kein Auto. Tel. 345 955 3230

20% jährliches Wachstum über die letzten 4 Jahre sind Zeichen unseres Erfolgs. Um auch künftig international erfolgreich zu bleiben suchen wir Sie:

Staben:

Göflanerstraße 22 Schlanders

Schweitzer ist eines der führenden Unternehmen in der Entwicklung und Realisierung von Läden. Über 700 Mitarbeiter denken Einzelhandel und fertigen neben Individuallösungen auch Serienprodukte für die Rollout Kunden. Neue Lösungen zu entwickeln und erfolgreiche Läden zu realisieren ist unsere gemeinsame Freude am Tun.

in Schlanders zu mieten gesucht. Tel. 324 0596065

verkauft in:

be connected

Schlossergeselle / Metallfacharbeiter (m/w) Sie arbeiten mit CNC Bearbeitungsmaschinen und übernehmen Aufgaben wie Schleifen, Bohren, Senken, Zuschnitt, Pressen. Zudem suchen wir einen Schlossergesellen für den Laserzuschnitt. Sie arbeiten selbstständige Blechabwicklungen aus, optimieren Verschnitte mit CAD, sind verantwortlich für die Funktionskontrolle der Maschine und Kontrolle der Schnittqualität.

Tischler (m/w) Sie übernehmen die operative Tätigkeit als Tischler in unserer Produktion und unterstützen den Maschinen- sowie Bankraum. Sie sind gelernter Tischler bzw. Tischlergeselle. Wir bieten herausfordernde Aufgaben, ein internationales Ambiente und die Chance in einem wachsenden, dynamischen und erfolgsorientierten Unternehmen mitzuwirken. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung. Schweitzer Manufaktur GmbH l Industriezone 7–9 l 39025 Naturns Tel. +39 0473 670 617 Personalabteilung l personal@schweitzerproject.com www.schweitzerproject.com


23.07.15

Vinschgerwind 15-15

/Kleinanzeiger/ 45

Die Online Druckerei in Südtirol

Die Online Druckerei in Südtirol

Buchhalter/in.

www.flamingo-shop.eu

Wir bieten eine Vollzeitstelle, angenehmes Betriebsklima und eine leistungsgerechte Entlohnung.

DIGITALDRUCKER/IN FÜR UNSERE PROUKTION IN SCHLANDERS GESUCHT

MITARBEITER/IN FÜR BÜRO IN TEILZEIT (20H) IN SCHLANDERS GESUCHT

IHRE AUFGABEN SIND:

IHRE AUFGABEN SIND:

- Bedienen von GroßformatDruckmaschinen (DURST & HP) - Digitaler Zuschnitt mit Zünd-Cutter - Arbeiten in der Weiterverarbeitungsund Verpackungsabteilung - Verschiedene Montagearbeiten

- Verschiedene Verwaltungsaufgaben, Vobereitung für die Buchhaltung - Telefonische Beratung und Verkauf - Ausarbeiten von Angeboten, Aufträgen, Rechnungen, Mahnungen - Beantworten von E-Mails

IHR PROFIL & QUALIFIZIERUNG:

IHR PROFIL & QUALIFIZIERUNG:

teamfähig und belastbar - Sie sind handwerklich geschickt - Von Vorteil sind Erfahrungen im Druck- oder Werbebereich - Wohnort zwischen Lana & Mals

teamfähig und belastbar - Gute Computerkentnisse mit ECDL - Sie haben Berufserfahrung im Büro und Verwaltungsbereich - Wohnort zwischen Lana & Mals

Bitte senden Sie uns Ihren Lebenslauf und Bewerbungsunterlagen per E-Mail:

Bitte senden Sie uns Ihren Lebenslauf und Bewerbungsunterlagen per E-Mail:

Unser junges Team freut sich Sie kennenzulernen!

Unser junges Team freut sich Sie kennenzulernen!

Wir suchen zum sofortigen Eintritt für unsere Kanzlei in Mals einen/e Bewerber mit Berufserfahrung werden bevorzugt.

Bewerbungen/Lebenslauf schicken Sie bitte an c.zwick@rolmail.net

Wirtschaftsberater Dottori Commercialisti Rechnungsrevisoren Revisori Contabili Arbeitsrechtsberater Consulenti del Lavoro 39024 MALS MALLES VENOSTA – Bahnhofstrasse 31 – Via Stazione 39012 MERAN MERANO – Freiheitsstrasse 180/G – Corso Libertà Tel: 0473831374 – Fax: 0473830154 – E-mail: buerozwick@rolmail.net Wir suchen einen geschickten, flexiblen und verlässlichen

LKW Mechaniker für eine abwechslungsreiche Tätigkeit Bitte schicken Sie Ihre schriftliche Bewerbung bitte an Lechner Trans, Dr F. Tappeinergasse 1, 39023 Laas oder per E-Mail an evelyn@lechner-bz.eu oder melden Sie sich telefonisch unter 0473 626528

www.flamingo-shop.eu

Fam. Lechner in Laas sucht einen verlässlichen, tüchtigen

Mitarbeiter in der Landwirtschaft für eine abwechslungsreiche Tätigkeit mit Führungsaufgaben. Bitte melden Sie sich schriftlich per E-Mail bei evelyn@lechner-bz.eu oder unter Tel. 0473 626 528

Unser Unternehmen zählt zu den führenden Herstellern von Südtiroler Speck ggA. und weiteren typischen Wurst- und Fleischwaren.

Flamingo Group GmbH - I-39028 Schlanders

Flamingo Group GmbH - I-39028 Schlanders

Wir suchen

Freie Mitarbeiter (kein Angestelltenverhältnis)

zur Verstärkung unseres Teams Wir suchen eine/n junge/n, flexible/n

Mitarbeiter/in im Verwaltungsbereich Sicheres Auftreten, Kontaktfreudigkeit, gute Italienisch- und Deutschkenntnisse, Abschluss einer Handelsschule und Fleiß gelten als Vorzüge. Wir bieten interessante Aufgaben, ein angenehmes Betriebsklima, leistungsgerechtes Gehalt und Aufstiegschancen. Richten Sie Ihre Bewerbung an Ivan Gianordoli, Recla GmbH, Gewerbegebiet 2, 39028 Schlanders oder an ivan.gianordoli@recla.it. Tel.: 0473-737300

Sie sind: kontaktfreudig am lokalen Geschehen interessiert s chreibsicher und haben fotografische Erfahrung

Der Vinschger Wind bietet eine abwechslungsreiche Arbeit und eine leistungsgerechte Entlohnung.

Jugenddienst Obervinschgau sucht

drei Jugendarbeiter/innen

für die offene Jugendarbeit (in Teil- und Vollzeit) Diese vertrauenswürdige Tätigkeit umfasst folgende Aufgabenbereiche: Begleitung und Beratung von Jugendlichen (Beziehungsarbeit) Betreuung des Jugendtreffpunkts und Umsetzung des Tätigkeitsprogramms Initiierung sowie Förderung von informellen Bildungsprozessen Planung, Organisation und Durchführung von Projekten sowie Veranstaltungen Infos unter http://job.Jugenddienst.it

Bewerbungsfrist: 05.08.2015

Richten Sie Ihre schriftliche Bewerbung an: Vinschger Wind an Erwin Bernhart Dantestr. 4 39028 Schlanders redaktion@vinschgerwind.it


46 /Kleinanzeiger/

Vinschgerwind 15-15

23.07.15

Jahrestag/Danksagungen

Immer wenn wir an dich denken, fallen Sonnenstrahlen in unsere Herzen.

Denny Pircher * 26.09.1986 † 18.06.2015 Schluderns

Danke allen, - welche ihm im Leben ihre Zuneigung, Freundschaft und Liebe schenkten, - die ihn während seiner schweren Krankheit liebevoll betreut haben, - die ihm am Ende seines Lebensweges zur Seite standen, - für die liebevollen Beweise der Anteilnahme nach seinem Tod, - für jede mitfühlende Umarmung, - für jeden Händedruck, wenn die Worte fehlten, - für die tröstenden Worte, gesprochen und geschrieben, - für Blumengrüße, Kerzen und großzügige Spenden, - sowie für das ehrende Geleit zur letzten Ruhestätte beim Heimgang unseres lieben Denny.

Wind-Termine Sommerfeierabend Konzert „Tanzlmusi“ Musikkapelle Schluderns Samstag, 01. August 2015 um 20.30 Uhr Kulturhaus Schluderns - Innenhof

Schliniger Kirchtag

am Sonntag, 26. Juli 2015 09:00 Uhr Festgottesdienst mit Prozession ab 11:00 Uhr Platzkonzert der MK Burgeis ab 13:30 Uhr Tanz und Unterhaltung mit dem Amberg Duo und Sängerin Heidi Kinderspielecke, Kirchtagskrapfen, ... Auf Euer Kommen freut sich die FF Schlinig-Amberg

DANKE AN ALLE, DIE DA WAREN. DANKE AN ALLE, DIE DA SIND.

Wenn Liebe eine Leiter wäre und Erinnerungen die Stufen, würden wir hinaufsteigen, um dich zu uns zurückzuholen.

Carmen Muntetschiniger, Joachim und Vanessa Pircher

Meer von Tränen In mir ist ein Meer von Tränen weder Worte noch Taten sind in der Lage diese zu trocknen. In mir ist ein Meer von Tränen und niemand ist fähig, mir diesen Schmerz zu nehmen. In mir ist ein Meer von Tränen und an seinen Ufern brechen sich die Wellen der Einsamkeit. In mir ist ein Meer von Tränen und nur die Zeit kann seinen Brechern irgendwann die Wucht nehmen.

4. Jahrtag

Benjamin Heinisch

6. Jahrtag

Hubert Greis Tarsch * 24.09.1963 † 18.07.2009

In Liebe denken wir an dich, ganz besonders bei der hl. Messe am Sonntag, 26. Juli um 9.00 Uhr in der Pfarrkirche von Tarsch. Wir danken allen die daran teilnehmen.

Deine Familie

* 20.04.1988 † 21.07.2011 Eyrs Wir gedenken unseres lieben Benjamin beim Wortgottesdienst am Freitag, 24. Juli um 19.00 Uhr. In Liebe deine Familie

5. Jahrestag

Ernst Stecher *6.12.1928 † 2.08.2010 Laas In Liebe verbunden, dankbar für die gemeinsame Zeit denken wir ganz besonders an dich bei der hl. Messe am So., 2. August um 10 Uhr in der Pfarrkirche von Laas. Deine Familie

Dein Name wird uns begleiten, deine Stimme, dein Gesicht, dein Lächeln haben wir tief in unser Gedächtnis geprägt. Es wärmt uns in dunklen Zeiten und es leuchtet wie ein Licht auf den Straßen wenn uns kalt der Wind entgegen schlägt. 10. Jahrestag

Herbert Kobler + 03.08.2005

10 Jahre ohne dich, aber du bist immer bei uns. In liebevoller Erinnerung feiern wir den Gedenkgottesdienst am So. 2. August, um 10 Uhr in der Pfarrkirche von Eyrs. Deine Lieben


23.07.15

-10% Rabatt

Busfahrt: So, 09. August 2015

EIN KLEID SOLLTE MAN KAUFEN, WENN ES EINEM BEGEGNET, NICHT NUR, WENN MAN EINS BRAUCHT.

Seenfahrt im Trentino

Anmeldung Tel. 0473 668 058 Prokulus Reisen-Schupfer

Mode Leo - Latsch- www.leoni.bz.it

®

Zahnarztpraxis Schlanders/Laas Tel. 0473 626 699

Implantate und Kieferchirurgie P.S. Wir sind NIE nach Latsch übersiedelt!

ekleidung Angebot Fashion Schlafzimmer eartikel bestehend aus 1 Schrank 250 cm kerei

Gut für den Ausblick Neue Fenster aus

1 Doppelbett 180 x 200 cm 2 Nachttische IDEENSERVICE

Lagerbestand ab Werk.

Gutgsell

Fenster - Finestre

I-39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 39 0473 616666

Schluderns – Tel. 0473 615 237

/Kleinanzeiger/ 47

Allfälliges/Glückwünsche

+ Stickerei GRATIS huhe Sommerund schlussverkauf en erhältlich!!!

999 €

Vinschgerwind 15-15

www.fensterbau.it

„Dieser Augenblick ist allein Schweigen und neben dir stehen, mit unserem stillen Mitleiden, mit all unserer Freundschaft.“ Am 10. Juli 2015 ist Cornelia Wilhalm Lechner, Mutter von 3 kleinen Kindern, aufgrund einer schweren Krankheit verstorben. Die Vereine VKE Schlanders, Elki Schlanders und der Familienverband Schlanders zeigen große Betroffenheit, drücken ihrem Mann Josef, Vater der 3 Kinder (8 Jahre, 4 Jahre und 1 Jahr alt), ihr herzlichstes Beileid aus und bitten die Bevölkerung die Familie in dieser schwierigen Situation mit einer Spende zu unterstützen. KVW-Hilfsfond mit dem Titel „Familie Lechner Cornelia“ Raiffeisen Landesbank – BIC RZSBIT2B IBAN IT 48 S 03493 11600 000300037401 Die Sammelspende aus dem Fond wird dann an Josef weitergeleitet. Die Spende kann auch in der Volksbank Schlanders und in der Sparkasse Schlanders eingezahlt werden.

Brennholz – Buche – Lärche – Fichte

Fertige Scheiter in allen Längen

Der nächste Winter kommt bestimmt,

sichern Sie Ihre Lieferung mit einer Vorbestellung unter +39 340 736 7831 oder ab 19.00 Uhr +39 348 769 1525

-10% Rabatt +

Stickerei GRATIS

Auch Schuhe und Messertaschen erhältlich!!!

Das Fischgeschäft in Schlanders Geöffnet: Dienstag bis Samstag

Tel. 0473 620 493 (Göflanerstr. 8) Unternehmensführung entlasten Gemeinsam Handlungs-Ansätze finden! Ihr unverbindliches Erstgespräch:

firmenberatung.it Tel. 0471 18 11 925

info@firmenberatung.it


G N U N ERÖFF R E U A M STAU L L E T MAR

G A T S M SA .2015 01.0 .800 UHR AB 11

    

Staumauerklettern mit dem AVS Martell Schauübung der Bergrettung Martell Führungen durch die Staumauer Musik, Speisen & Getränke Kinderprogramm

www.sel.bz.it


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook