Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n째 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abge채ndert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen
Nr. 14 (255) 09.07.15 I.P. 11 Jg.
www.vinschgerwind.it
Alles im Griff
Der Unternehmer Christoph Hoppe im Wind-Gespr채ch
2 /wandern/
Vinschgerwind 14-15
09.07.15
Fotos: Angelika Schwarz, Tourismusverein Algund
Bergtouren
Wandertouren
Höhenwege
Wanderinfos: Dauer: 2 Stunden Strecke: 3 km Schwierigkeit: leicht Start: Bergstation Aschbach Ziel: Bergstation Aschbach Typ: l eichter Wanderweg, besonders für Familien empfehlenswert
Walderlebnisweg Aschbach
SEILBAHN ASCHBACH
Der Walderlebnisweg in Aschbach/Algund beginnt oberhalb der Bergstation der Seilbahn Aschbach und ist ein wunderbarer Rundwanderweg. Erst kürzlich fand die Einweihung statt. Für Familien ist der neue Walderlebnisweg besonders geeignet: Zum einen weil er problemlos bewältigt werden kann, zum anderen weil er vielfältige Informationen über den Lebensraum Wald auf Tafeln zur Schau trägt.
522 ↗ 1.349m
Direkt an der Rablander Haltestelle der Vinschgerbahn GANZJÄHRIG IN BETRIEB Ab 1. Mai bis 15. Oktober durchgehend in Betrieb von 8–19 Uhr Ab. 16. Oktober bis 31. März halbstündlich von 8–12 und 13–18.30 Uhr (ab 1. April bis 30. April bis 19.00 Uhr)
GEMEINDE ALGUND www.algund.eu Talstation Tel. +39 0473 967198 Ermäßigung mit der GuestCard
TOURENINFO: Der Walderlebnisweg beginnt oberhalb der Bergstation der Seilbahn Aschbach. Wanderer nutzen entweder die Vinschgerbahn (Rabland) oder aber können das Auto an der Talstation bei der Seilbahn Aschbach parken. Dann geht’s in wenigen Minuten bequem mit der Seilbahn hoch bis zur Bergstation. Der neue Walderlebnisweg verläuft insgesamt über 3 Kilometer, ist ein Rundwanderweg und bewegt sich auf einer Höhe zwischen 1.350 und 1.400 Meter. Höhenunterschiede sind demnach kaum zu bewältigen, vielmehr bietet der neue Walderlebnisweg kleinen und großen Wanderern viel Abwechslung. Verschiedene Schautafeln geben vielfältige Einblicke in das Ökosystem Wald und tragen Informationen über die Tier- und Pflanzenwelt zur Schau. Der Wald und das Thema Holz dürfen entdeckt, erlebt, bestaunt und ganz vielfältig wahrgenommen werden. 18 Holzarten, die in der Umgebung wachsen, dürfen erkundet werden. Auf einem Waldxylophon etwa kann der Klang von unterschiedlichen Hölzern erlebt werden, ein begehbares Vogelnest darf entdeckt und die Geräusche des Waldes – die man selten wahrnimmt – an einem Hörtrichter erlauscht werden. Die traumhafte Aussicht auf den Naturpark Texelgruppe ist schlicht beeindruckend. Besonders geeignet ist der neue Walderlebnisweg Aschbach auch für Familien mit Kindern. (ap)
09.07.15
Inhalt
Vinschgerwind 14-15
/inhalt/ 3
Der Unternehmer Christoph Hoppe im Windgespräch Seite 6
Foto: Erwin Bernhart
Kommentar Das kleine Skigebiet Maseben in Langtaufers findet neuen Käufer Seite 4
Schluderns: Schilda bei den Ritter-Schildern
Seite
4
Marienberg: Gesetze gegen den Hausverstand
Seite
5
Partschins: Im Rat vom Latz gezogen
Seite
5
Mals: Der Malser Gemeinderat muss nachbessern
Seite
5
Vinschgau: Direktorenwechsel in Vinschger Schulsprengeln
Seite
5
Laas/Tarrenz: Erfolgreiche Zusammenarbeit
Seite 8
Prad/Vinschgau: Die richtig Preispolitik bei der Ortler Skiarena
Seite
Martell: Viele Quadratmeter Erdbeeren
Seite 10
Val Müstair: Der neue Leiter bei der Biosfera
Seite 10
Sonderthema: Wirtschaftsstandort Naturns
ab Seite 28
Nationalpark Stilfserjoch: Gletscher in Zeiten des Klimawandels
Wer in Kloaschtr betn gean will, muas z’fuas gean. Wail dr Gäschtebus dorf in dr Kloaschtrkurv it holtn. Ourd ma fohrt mitn Auto.
9
Vo Burgeis bis in Kloaschtr isch ollm nu a Rousakronz drin gwesn. Lai longsom gean musma selm. Nor saints „Stiegen zum Himmel“.
Seite 36
von Chefredakteur Erwin Bernhart
Zitate Rund um die Brennercom ist ein Krieg entbrannt: Das Land Südtirol ist gemeinsam mit anderen öffentlichen Einrichtungen, wie die Selfin, die Stadtwerke Brixen und die Brenner Autobahn AG Mehrheitseigentümerin der Brennercom. Weniger als 50 Prozent hält - zusammengefasst - die Athesia. Der Verwaltungsrat hat die öffentlichen Institutionen quasi hinausgeschmissen und beruft sich dabei auf ein Staatsgesetz. LH Arno Kompatscher will das so nicht hinnehmen und erwägt rechtliche Schritte. Auch Senator Karl Zeller tritt für den Verbleib und für die Mehrheit der öffentlichen Hand in der Brennercom ein. Er hat ein Dekret der Regierung ausgegraben. Dort steht, dass Glasfaser und Telekommunikation von strategischem Interesse für die öffentliche Hand sind. Wie öffentlich darüber gestritten wird, dazu zwei Zitate: Karl Zeller in der Neuen Südtiroler Tageszeitung:„Manfredi hat einmal gesagt: ,Wenn es ums Breitband geht, braucht man nicht den Zeller zu fragen. Da können Sie genauso gut den Motschuner Peppn fragen.’ Ich glaube: Mittlerweile hat auch der Motschuner Peppn den Taschenspielertrick durchschaut, mit dem sich die Athesia die Brennercom unter den Nagel reißen will.“ Karl Manfredi, Geschäftsführer der Brennercom in einem RAI-Mittagsmagazin, welches dann in den Dolomiten zitiert ist: „Senator Zeller ist kein Gesellschafter der Brennercom und vertritt auch niemanden, der mit der Angelegenheit zu tun hat: Ob sie ihn oder den Motschuner Peppn dazu befragen, ist dasselbe.“ Dazu muss man wissen: Der Motschuner Peppn ist eine Kunstfigur des Kabarettisten Thomas Hochkofler - der Inbegriff für die bodenständige Dummheit. Karl Zeller ist gewählter Senator und vertritt damit auch Volksinteressen. Karl Manfredi vertritt seine und die Interessen der Athesia.
4 /politik/
Vinschgerwind 14-15
Prad für Italien
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Wind - online
Karl Bernhart, BM von Prad, holte am 29. Juni 2015 in Vaduz den 3. SolarSuperState-Preis in der Kategorie Solar für Italien ab. Prad hat 2055 Watt pro Einwohner Photovoltaik installiert.
Umfrage auf www.vinschgerwind.it
71,4 % sehr gut
Sie haben kürzlich den „Sommerwind“ erhalten. Wie gefällt Ihnen unser heuriger „Sommerwind“? Neue Umfrage: Soll die „Brennercom“ mehrheitlich in öffentlicher Hand bleiben?
14,3 % gut 9,5 % geht so 4,8 % weiß nicht
Maseben ist verkauft
Ritterschläge
D
ie großen Tafeln in Schluderns, welche jedes Jahr die Südtiroler Ritterspiele ankündigen, sind seit Wochen weiß verhüllt. Warum ist das so? Die Verhüllung ist Ergebnis einer Kette von Missverständnissen. Die Ritterspiele gibt es seit 2006. Jährlich wurde bei der Abteilung Straßendienst angesucht, um die großen Schilder aufstellen zu können. Das Ansuchen hat der Dorfpolizist Christian Obwegeser übernommen. Nur heuer nicht. Weil er dazu keinen Auftrag erhalten habe und weil die neuen Dorfschilder, welche zwischen Vinschgau Marketing und Gemeinden ausgemacht worden sind, heuer aufgestellt worden sind. Deshalb wären die Tafeln beim Bahnhof und vor dem Dorf in
Langtaufers - Das seit November 2014 geschlossene Skigebiet Maseben in Langtaufers könnte nun doch einen Käufer gefunden haben. Eine Verkaufsabsicht hat der Besitzer Egon Maier Hartmann bereits im vergangenen November dem Vinschgerwind gegenüber geäußert. Nun wird’s konkret.
Foto: Erwin Bernhart
Schluderns
Foto: Erwin Bernhart
von Erwin Bernhart
Richtung Meran überflüssig geworden. Auf diesen drei Schildern an den Dorfeingängen von Schluderns werden zwar die Ritterspiele mit Bild dargestellt - aber eine zeitlang ohne Datum. Das hat verständlicherweise bei den Organisatoren für Unmut gesorgt. Nun ist - für heuer - nochmals angesucht worden und die vorhandenen Schilder dürften nun doch noch enthüllt werden. Mit Datum - Südtiroler Ritterspiele vom 21.-23.08.2015. Es sind dies die 10. Ritterspiel in Schluderns. (eb)
D
ie Gerüchte um einen möglichen Kauf bzw. Verkauf des kleinen Skigebietes Maseben in Langtaufers sind keine Gerüchte mehr. Der Besitzer des Skigebietes, dem Grödner Hotelier Egon Maier Hartmann gehören 99 Prozent der Maseben KG - 1 Prozent gehört dem Hansi Klöckner, sagt zum Vinschgerwind, dass ein Verkauf konkret sei. Es sei noch verfrüht Namen und Daten zu vermelden. Es hätten sich sogar, so Maier Hartmann, chinesische Interessenten aus Rom gemeldet, die ein religiöses Zentrum anstelle des derzeitigen Berggasthofes Atlantis erstellen wollten. Er habe aber abgewunken. Auch sei Pachtinteresse aus dem Gebiet rund um den Großglockner angemeldet worden. Konkretes Interesse am Kauf des kleinen Skigebietes haben Vinschger und zwar der Spedi-
tionsunternehmer Albert Hutter von Transalbert und Alessandro Secci, bis vor kurzem Hüttenpächter auf der Bergstation der Haideralm. Als Käufer fungiert Secci. Hutter steht als namhafter Unternehmer beratend zur Seite. In Langtaufers verhält man sich derzeit wie ungläubige Thomase: Man glaube an einen Verkauf erst, wenn konkret unterschrieben und der Lift wieder in Betrieb gesetzt würde. Dem Vinschgerwind liegen Informationen vor, dass die Kaufverträge bereits unterschriftsreif vorliegen, nachdem es Aussprachen mit positiven Signalen mit den örtlichen Banken gegeben hat. Kolportiert wird ein Verkaufspreis rund um die 200.000 Euro. An sich ein Schnäppchen für das kleine Skigebiet samt Berggasthof Atlantis. Allerdings nur, wenn keine außerordentlich hohen Investitionen gerade beim Atlantis zu tätigen sind. Dem Alessandro Secci wird zugetraut,
dass er Atlantis auf Vordermann bringen kann. Erfolgreich hat er schon die Höferalm am Watles bewirtschaftet, bis er von der Haideralm abgeworben werden konnte. Dort hat er bereits gekündigt. Zudem hat Maseben eine strategisch hervorragende Bedeutung: Vor allem wenn ein möglicher Zusammenschluss von Langtaufers aus mit dem Gletscherskigebiet Kaunertal mitgedacht wird. Denn für einen solchen Zusammenschluss wird es vorerst ein Ansuchen um eine Skipistenerweiterung geben müssen - und dieses Ansuchen kann nur vom künftigen Besitzer von Maseben ausgehen. Ein Treffen mit den potenziellen Käufern hat es am vergangenen Montag mit dem Innsbrucker Investor und Geschäftsführer sowohl der Kaunertaler Gletscherbahnen GmbH als auch der Pitztaler Gletscherbahnen GmbH, Hans Rubatscher, gegeben.
09.07.15
Vinschgerwind 14-15
Marienberg/Mals/Bozen
Latsch/Prad/Graun
Bus hält nicht in Marienberg Ü
Direktorenwechsel im Vinschgau
A
Der öffentliche Bus vom Bahnhof Mals nach Prämajur und Schlinig hält nicht in Marienberg - gesetzliche Bestimmungen gegen Hausverstand?
gerem Hin und Her für den kleinen Citybus ab Herbst 2014 schließlich kollaudiert. Die Haltestelle ist vom Tal kommend in der Kurve eingezeichnet und von Schlinig kommend auf dem oberen Deck des Marienberger Parkplatzes. Mit dem großen Bus geht das nicht mehr. Alessandro Gigliotti, der Zuständige für die technischen Dienste im Amt für Personenverkehr, erklärt dem Vinschgerwind die neue Situation so: Die Haltestelle in der Kurve bei Marienberg ist für
die großen Busse zu gefährlich. Die Gemeinde Mals sei darüber im Vorfeld informiert gewesen und sie muss, will sie die Haltestelle, ein Projekt machen. Die Haltestelle kann in einem bestimmten Abstand zur Kurve talseitig gemacht werden, aber nur, wenn eine Auskragung für den Ausstieg und ein auskragender Gehsteig bis zur Einfahrt nach Marienberg gemacht werden. Eine Mordsprozedur, welche dem Gesetz genügt, dem Hausverstand wohl weniger. (eb)
n drei Schulstellen im Vinschgau wird es ab 1. September neue Direktoren geben. Ausgelöst wird dieser Wechsel durch die personellen Veränderungen im Schulsprengel Latsch und Prad. Werner Altstätter, langjähriger Direktor im Schulsprengel Latsch, geht in Pension und Alexander Chiusole, der bisherige Direktor im Schulsprengel Prad, übernimmt im kommenden Schuljahr den Schulsprengel Bruneck. Der Schulsprengel Prad wird im neuen Schuljahr von Sonja Saurer, der bisherigen Direktorin im Schulsprengel Graun übernommen. Udo Ortler aus Trafoi, der in den letzten Jahren an der Evaluationsstelle in Bozen gearbeitet hat, wird neuer Direktor im Schulsprengel Graun. Neuer Direktor im Schulsprengel Latsch wird Stefan Ganterer. Ganterer unterrichtete bisher an der WFO (Wirtschaftsoberschule) Franz Kafka in Meran. (hzg)
Partschins
Mals
Vom Latz gezogen
Rat muss nachbessern
Dietmar Weithaler, frisch gewählter Gemeinderat der SüdTiroler Freiheit, hat bei der letzten Ratssitzung in Partschins ordentlich vom patriotischen
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Foto: Erwin Bernhart
schins mit Fotos, die von einer Prozession von Dorf Tirol stammen, geworben werde? Einmal in Fahrt prangerte Weithaler an, dass die Prozessionen in Partschins vom Verkehr gestört würden. Man solle sich doch an Rabland ein Beispiel nehmen, wo bei der heurigen Fronleichnamsprozession die Hauptstraße gesperrt worden sei. Die Tourismusreferentin Birgit Egger Ladurner gelobte, dass die Bilder auf der Homepage ausgetauscht würden. VizeBM Luis Forcher wies darauf hin, dass Gemeindepolizei und Carabinieri über die Prozession informiert würden. Es fehle allerdings an der Organisation im Vorfeld. (eb)
Latz gezogen. Die Tourismustreibenden sollen sich doch aktiv bei Prozessionen im Dorf beteiligen. Schließlich mache man mit den Prozessionen im Internet Werbung. Aber wie könne, so Weithaler, es sein, dass auf der Internetseite des Tourismusvereines von Part-
ie Gemeinden des Oberen Vinschgaus haben die Kaufvorverträge mit der SELnet kürzlich unterschrieben. Mit einer Ausnahme: Die Gemeinde Mals bzw. BM Ulrich Veith war nicht unter den Unterzeichnenden. Grund dafür ist, dass im Kaufvorvertrag eine Summe von rund 3 Millionen Euro vorgesehen waren, der Malser Gemeinderat im März aber nur ein Summe von 2,5 Millionen Euro genehmigt hat. Die SELnet hat das nicht akzeptiert. Nun müssen die Malser nachbessern und bei der Gemeinderatssitzung Mitte Juli neue Kaufsummen beschließen. BM Ulrich Veith will diesmal sogar das gesamte Paket beschließen lassen: Zu den 3 Millionen Euro kommen noch die Kosten für die Mittelspannungsleitung von Matsch hinzu, rund 1,9 Millionen Euro. Dem Gemeinderat wird, so Veith, die gesamte Summe vorgelegt werden. „Sonst müssten wir später nochmals einen Beschluss fassen“, sagt Veith. Allerdings hat Veith vom Vinschgauer Energiekonsortium (VEK) einen Verwaltungsratsbeschluss in der Hand. Der VEK übernimmt die Finanzierung für die übergemeindlichen Stromnetzteile in der Gemeinde Mals für 500.000 Euro und zudem die Refinanzierung der Matscher Stromleitung. Am Ende wird die Malser Gemeinde also doch „nur“ 2,5 Millionen Euro für die Netzübernahme ausgeben müssen. (eb)
Foto: Erwin Bernhart
Foto: Erwin Bernhart
berrascht wurde man in der Ferienregion Obervinschgau von der Tatsache, dass der Bus vom Bahnhof Mals nach Prämajur und Schlinig mit dem neuen Sommerfahrplan nicht an der Haltestelle in Marienberg halten darf. Erfreut war man darüber, dass es gelungen ist, im heurigen Sommer einen großen Bus über die SAD organisieren zu können. Dieser große Bus wird laut Auskunft von Silvia Tumler von der Ferienregion Obervinschgau und von Günther Bernhart von der Touristik und Freizeit AG, gerne und gut genutzt. Zudem haben der Watles und Marienberg unter dem Motto „Einsichten und Aussichten“ gemeinsame Angebote für Gruppen, Einheimische wie Gäste, zusammengestellt. Wenn der Bus in Marienberg aber nicht hält, sind diese Angebote nur begrenzt nutzbar oder teilweise gefährdet. Schon im vorigen Jahr hat man für die Haltestelle in Marienberg kämpfen müssen. Damals wurde diese nach län-
/politik/ 5
6 /Titel/
Vinschgerwind 14-15
09.07.15
Volle Leistung Ich bin noch nie morgens aufgestanden und hab mir gedacht, heute schaff ich zehn neue Arbeitsplätze, sagt Christoph Hoppe im Vinschgerwind-Interview. Ziel eines Unternehmens sei es nicht, Arbeitsplätze zu schaffen, sondern zufriedene Kunden. Und: Es sei ein bisschen wie beim Formel-1-Fahren. Die Maschinen seien fast alle gleich gut, aber einige fahren damit eben ein bisschen schneller als die anderen. Und nur darauf komme es an: Ganz vorne mitzufahren. Interview: Angelika Ploner I Fotos: Magdalena Dietl Sapelza
Vinschgerwind: Herr Hoppe, vorab eine persönliche Frage: Wie wichtig ist Ihnen Prestige? Christoph Hoppe: Frau Ploner, das hängt von der Definition von Prestige ab. Status? Dann sage ich ganz klar unwichtig. Ansehen, ich meine Prestige im Sinne von Ansehen. Leumund? Ansehen? Dann sage ich, das ist mir sehr wichtig, im Hinblick auf vertrauenswürdig, im Hinblick auf redlich, im Hinblick auf ehrlich, nur als Beispiele genannt.
Sind Sie ehrgeizig? Ja. Fällt heuer die Sommerpause bei der Firma HOPPE in den Werken in Schluderns und in Laas aus? Ja. Und zwar werden wir unterschiedlich in den beiden Werken mit verminderter Mannschaft durchproduzieren. Das ist das erste Mal, das man bei HOPPE keine Sommerpause macht. Ja, und das ist eine der Auswirkungen aus unserem Stra-
tegieprojekt und den Verlagerungen. Gewisse Märkte haben im Sommer eine lange Ruhepause, da kann man sich das leisten, typisch der mediterrane Bereich, andere machen das überhaupt nicht. Man muss den Kunden versorgen, wenn er den Bedarf hat und nicht gerade, wenn man einmal Lust hat zu arbeiten. Stimmt es, dass zur Zeit auch an den Wochenenden gearbeitet wird? Ja, in einigen Bereichen. Wir haben mehrere Engpassstellen, die
werden im Prinzip 24 Stunden am Tag fast 7 Tage die Woche bedient. Nicht ganz 7 Tage, denn wir brauchen eine gewisse Zeit zum Instandhalten. Ich fasse zusammen: Bei HOPPE wird zurzeit rund um die Uhr gearbeitet, es gibt keine Sommerpause. Nach Kurzarbeit ist das im Prinzip positiv zu sehen. Christoph Hoppe (lacht): Ja, es ist ein regulärer Paradigmenwechsel von ganz, ganz stark auf der Bremse stehen hin zu voller Leistung. Wir haben momentan eine hervorragende Auftragslage. Die HOPPE ist der größte Arbeitgeber im Vinschgau. Wie viele Mitarbeiter beschäftigen Sie derzeit in den Werken in Schluderns und in Laas? Zum 1. Juli waren in Schluderns 340 Mitarbeiter fix angestellt und 26 Leiharbeiter beschäftigt, das macht in Summe 366 Mitarbeiter. In Laas drüben sind’s 259. Das Werk in Schluderns ist heuer im Mai übrigens 50 Jahre alt geworden. Zurück zu den Wurzeln. Ihr Vater hat die HOPPE Holding AG 1952 gegründet. Wissen Sie mit wievielen Mitarbeitern man später in Schluderns und in Laas angefangen hat? Das stimmt nicht ganz von der Formulierung her. Die HOPPE Holding AG ist seit 1995 aktiv, davor waren es andere Gesellschaften. Die Unternehmensgruppe, damals noch ein Einzelunternehmen, ist 1952 gegründet worden. Also 62 und werden jetzt 63 Jahre alt. Nach Südtirol kamen
09.07.15
wir 1965. Am 24. Mai 1965 wurden 10 Mitarbeiter in Schluderns gemeldet und dann zum Jahresende, also am 31.12.1965 waren es bereits 122 Mitarbeiter. Das ging extrem schnell. Und in Laas haben wir am 1. Jänner 1988 10 Mitarbeiter gemeldet, am Jahresende waren es 42. Die HOPPE hat eine rasante Entwicklung gemacht. Ja, Frau Ploner, es ging recht schnell. Dann kam die eine oder andere Krise hinzu. Die Ölkrise beispielsweise und dann gab’s diese ganz, ganz große Krise ab dem Jahr 2007. Und jetzt geht es zwischenzeitlich wieder aufwärts, aber eben nicht zuletzt wegen der Reduktion von den 7 auf 6 Standorten. Die Arbeiten mussten ja von den anderen aufgefangen werden. Verraten Sie uns den Umsatz, den Sie in den Werken Schluderns und Laas machen? Das geht nicht. Und zwar deshalb nicht, weil die Umsatzzahlen der Einzelwerke nicht aussagekräftig sind. Wir können nur sagen, wieviel Umsatz die italienische AG insgesamt macht. Das waren im Vorjahr knapp 87 Millionen Euro und heuer werden es knapp 98 Millionen Euro sein. Es gibt bei uns neben dem direkten Außenumsatz zunehmend Intercompany-Geschäfte. Mit Jahresende 2013 wurde das Werk in St. Martin geschlossen. Unternehmensanalysen haben Sie zu diesem Schritt gezwungen, um auch in Zukunft auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben. Was hat sich seither getan? Ihre Bilanz. Also mir ist der Ausdruck „gezwungen“ ganz wichtig. Wir wollten das nie, es war aber leider unumgänglich und ich bin nach wie vor überzeugt davon, dass die Entscheidung richtig war. Wir stellen ja die gesamte Struktur der HOPPE-Gruppe um. Wir hatten vorher Werke, die komplette Produkte gefertigt haben, dadurch gab es die gleichen Produkte an mehreren Standorten. Wir haben das alles zusammengefasst. Wir haben die Werke aufgeteilt in Vorfertigungswerke, in Endfertigungswerke und in ein Montage- und Logistikzentrum. Daraus ergibt sich natürlich eine intensive Zusammenarbeit zwischen diesen Werken. Es ist eine sehr mas-
sive Umstrukturierung und wir haben da sehr viel gelernt. Sehr viel über Wissen, das nur bei einzelnen Mitarbeitern vorhanden ist und nicht automatisch übertragen werden kann, sehr viel gelernt über die Erfahrung der Menschen, die sie haben. Sie sprechen von Fachwissen, das kann nicht transferiert werden. Kann schon, aber es ist sehr, sehr schwierig. Gilt das auch für das Herzstück, die Gießerei, die im Zuge der Umstrukturierung von Crottendorf nach Schluderns gekommen ist? Also mit dem Ausdruck Herzstück habe ich meine Schwierigkeiten. Denn das ganze Unternehmen funktioniert ja nur, wenn alle Bereiche gut zusammenarbeiten. Denn auch wenn ein Stück gut gegossen und dann in der Oberflächenbearbeitung schlecht gearbeitet wird, ist es ruiniert. Laufen deshalb die Umstrukturierungen in den Werken weniger geschmiert, als geglaubt? Oder worin liegen genau die Probleme? Die Produktion ist deutlich anspruchsvoller, als man das so auf den ersten Blick meinen würde. Es ist ein hochkomplexer Vorgang und es gehört wahnsinnig viel Fachwissen dazu. Und wenn man das richtig durcheinanderwürfelt, ist das problematisch. Denn die Erfahrung, das Wissen des Menschen an der Maschine – das ist für uns ja der entscheidende Wettbewerbsvorteil –muss erst übertragen respektive an den Standorten neu gelernt werden. Deswegen geht das auch nicht so reibungslos. Es gibt hohe Anforderungen an die Prozesssicherheit. Jeder muss pünktlich an das Montagewerk liefern, sonst kann der Auftrag nicht montiert und erfüllt werden. Und es ist eine ganz große Herausforderung an die Planung. Man muss über mehrere Werke und über mehrere Ländergesellschaften planen. Wie schwierig ist es denn im Vinschgau Fachpersonal zu finden? Das ist schwierig, gerade für die Metallbearbeitung ist das sehr schwierig. Und wir haben die Schweiz sehr nah. Die Schweiz zahlt natürlich viel höhere Löh-
Vinschgerwind 14-15
ne und hat ein vorteilhafteres Steuersystem. Das zieht Mitarbeiter ab. Und hinzu kommt die – glücklicherweise - ganz niedrige Arbeitslosigkeit im Vinschgau. Wieviel Zeit geben Sie sich, bis sich das einpendelt? Im nächsten Jahr sollte sich das einpendeln, in der gesamten Unternehmensgruppe. Sind Sie mit der Motivation der Vinschger Mitarbeiter zufrieden? Das ist die einzige Frage, die ich ohne Wenn und Aber mit einem einfachen „Ja, 100%ig“ beantworten kann. Trotz aller Probleme: Schluderns und Laas sollten durch die Schließung von St. Martin als Standorte gestärkt werden. Ist das gelungen? Ja. Wir haben, ganz nebenbei bemerkt, 118 Mitarbeiter in beiden Werken neu angestellt. Themenwechsel: Sie – wie bereits Ihr Vater - beklagen hohe Strom- und Wärmekosten. Sie fordern eine Gasleitung für die Firma HOPPE wie Sie etwa die Firma Recla in Schlanders bekommen hat. An welchem Punkt ist man bei den Verhandlungen? Ich find das Ganze einfach extrem frustrierend. Das ist eine unangenehme Geschichte. Bis Schlanders geht ja die Gasleitung. Diese würde uns enorme Summen sparen. Dass man die aus irgendwelchen Gründen, seien die nun bautechnischer Natur, seien die umweltschutztechnischer Natur oder politischer Natur nicht weiterführt, ist für uns ein Riesenproblem und ich halte das für sehr bedenklich, dass man so etwas einer Industrie von einer bestimmten Größenordnung zumutet. Natürlich sind wir in Verhandlung, aber dann kommt noch hinzu, dass man es ganz schwer hat, die beiden Werke Schluderns und Laas vertragstechnisch zu verbinden. Das ist – wie gesagt - einfach nur frustrierend. Also ist kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen? Ach wissen Sie, es gibt ja Wunder, aber ich habe das Gefühl, eher geht die Sonne im Westen auf.
/Titel/ 7
Haben Sie sich mit dem Landeshauptmann noch nie diesbezüglich getroffen? Direkt zu diesem Thema nicht. Um wieviel hat sich der Energiebedarf durch die Umstrukturierungen am Standort Schluderns gesteigert? Im November 2013 haben wir ausgerechnet, dass wir 50 Prozent mehr brauchen werden. Gießen ist extrem energieintensiv. Das Metall muss auf über 700 Grad erhitzt werden und das kostet sehr viel an Energie. Ein Streichholz darunter zu halten reicht da nicht. Deshalb ist es ja so wichtig, dass wir die Gasleitung bekommen, denn da stehen ganz massive wirtschaftliche Interessen dahinter. Was kostet HOPPE dieser erhöhte Energiebedarf? Berechnet auf den Gaspreis von knapp 4 Cent 2013 ist das rund 1 Million Euro. Ein Blick in die Zukunft. Durchwachsen. Wenn ich nach Griechenland schaue, dann sträuben sich mir die Nackenhaare. Wenn ich das als Unternehmer machen würde, dann wäre ich schlicht und ergreifend am nächsten Tag pleite. Außerhalb von der großen Politik: Wir möchten dieses Strategieprojekt erfolgreich abschließen, der Zeithorizont ist wie gesagt 2016, wir setzen intensiv auf die Schulung der Mitarbeiter. Gut ausgebildete Mitarbeiter sind der entscheidende Wettbewerbsvorteil. Sie können fast jede Maschine kaufen, aber das ist wie beim Formel-1-Fahren. Die Maschinen sind fast alle gleich gut, aber einige fahren damit eben ein bisschen schneller als die anderen. Es kommt drauf an, dass man vorne mitfährt und zwar ganz vorne. Die momentanen Ineffizienzen durch die Umstrukturierung müssen deshalb möglichst schnell beseitigt werden und das Ziel ist die Schaffung zufriedener Kunden. Das ist übrigens die Hauptaufgabe eines Unternehmens. Es ist absolut nicht die soziale Verantwortung eines Unternehmens, Arbeitsplätze zu schaffen, wohl aber vorhandene möglichst zu erhalten. Arbeitsplätze sind eine Folge vom Erfolg des Unternehmens am Markt.
8 /Wirtschaft/
Vinschgerwind 14-15
09.07.15
von Albrecht Plangger
Altfinstermünz - das Fass - la botte
Rom-Infos ins Tal
DAS FASS – LA BOTTE ist das Thema der 2. Serie der Wanderausstellung Incontri d’arte. Die Cooperative Diro (Trentino) präsentiert 25 Künstler, die entlang der Via Claudia Augusta leben und arbeiten. Das gemeinsame Thema ist das Fass als Symbol der ersten Wirtschafts- und Kulturbeziehungen auf der Via Claudia Augusta. Im gesamten römischen Reich war es üblich, Öl und Wein in Amphoren zu transportieren. Ausstellungsdauer: 12. 07. – 15. 08. 2015 - Öffnungszeiten: DI – SO 11- 16.30 Uhr
Laas und Tarrenz Die Gemeinden Laas und Tarrenz in Nordtirol haben mehrere Gemeinsamkeiten: Eine ist der Bergbau und eine zweite ist die Lage an der ehemaligen Via Claudia Augusta. Seit 2012 gibt es ein gemeinsames Interreg-IV-Projekt: „BErgbauerlebnisse an der Via Claudia Augusta“.
Laaser und Tarrenzer Delegation vor der Wanderausstellung
von Erwin Bernhart
D
ie Aufarbeitung und die Vermittlung der Bergbautradition - im Umfeld des Gurgltal wurde vor 500 Jahren in vielen Brüchen Bleierz abgebaut - in Laas ist es der vergangene und aktuelle Marmorabbau - ist das Ziel gemeinsamer Anstrengungen beider Gemeinden. Im Rahmen eines Interreg-IV-Projektes ist man diesem Ziel näher gekommen. In Tarrenz hat man rund um die „Heilerin vom Strader Wald“ eine Sonderausstellung konzipiert und in die Knappenwelt integriert. Ein interessanter Skelettfund mit Beigaben im Jahr 2008 lässt auf eine Frau mit Heilkräutererfahrung aus dem 30-jährigen Krieg schließen. Die Knappenwelt trägt bereits jetzt mit rund 15.000 Besuchern im Jahr eine regional-wirtschaftlich bedeutende Rolle. In Laas hat man im Rahmen des Projektes einige Arbeiten ausführen können: Der Portalkran der Lasa Marmo aus dem Jahr 1929 wurde als Blickfang in die „Laaser Marmorwelt“ entlang der Vinschgerbahn verlegt. Schautafeln, historische Geräte, Maschinen und Skulpturen vermitteln dort auch die Vielfältigkeit und die Einmaligkeit des Laaser Marmors. Die 365 „Brüchlerstiegen“ sind im Rahmen von Führungen zugänglich
gemacht worden. Am Maschinenhaus an der Bergstation der Schrägbahn wurde eine Besucherplattform errichtet, welche wie ein Guckloch in den Technikraum die noch funktionierende Konstruktionsvorrichtung aus dem Jahr 1929 für alle optisch zugänglich macht. Ein einfaches Spiel mit Marmor für Kinder ab drei Jahren und eine Wanderausstellung gibt es in doppelter Ausfertigung, eine für Laas und eine für Tarrenz. Kürzlich wurde in Laas der Abschluss des von Klaus Wallnöfer koordinierten und mit einem Volumen von insgesamt rund einer Million Euro ausgestatteten Projektes vorgestellt. Aus einem rein technischen Beginn habe sich ein reger Austausch und auch Freundschaften gebildet, wurde mehrfach betont, vom Tarrenzer BM Rudolf Köll wie auch vom Laaser BM Andreas Tappeiner. Thomas Tappeiner, derzeitiger Präsident des Vereines Marmorplus kündigte die Eröffnung der „Laaser Marmorwelt“ für den 18. Juli ab 9.00 Uhr im Dreispitz der Lasa marmo an. Eine sichtbare Verbindung zwischen Tarrenz und Laas gibt es noch: Fünf 1,2 Meter hohe Meilensteine aus Marmor samt Informationstafeln sind entlang des Radweges an der Via Claudia Augusta in Prad, Glurns, am Reschen, in Prutz und in Mils aufgestellt worden.
Foto: Erwin Bernhart
In Rom wird es jetzt klimatisch richtig heiß. Die „Zaghaftigkeit“ des Ministerpräsidenten der letzten Wochen scheint verflogen. Bis zur Sommerpause am 7. oder 8. August wird es auch im Parlament richtig „heiß“ werden. Das Delegierungsgesetz zur „Reorganisation der öffentlichen Verwaltung“ kommt in die Zielgerade. Wir haben alle Mühe unsere verwaltungsmäßigen Besonderheiten zu verteidigen. Bei uns wird der Forstkorp eigenständig bleiben und nicht der Staatspolizei zu – oder untergeordnet werden. Es wird weiterhin unabhängige Gemeindesekretäre geben und nicht sog. „dirigenti apicali“ die mit dem Bürgermeister kommen und gehen. Das Auswahlverfahren der Spitzenbeamten und Generaldirektoren darf – auch wegen der Zweisprachigkeit - anders sein. Um jeden Beistrich ist zu kämpfen! Manchmal müssen wir uns mit einem Tagesordnungspunkt begnügen und auf einen besseren Moment warten. Meist wird uns aber die notwendige „Autonomie“ zugestanden und ernten dafür vor allem Neid von allen Seiten. Eigentlich hätte in diesen Wochen das neue staatliche Vergabegesetz „appalti pubblici“ auf die Tagesordnung der Abgeordnetenkammer kommen sollen. Südtirol wartet hart darauf, um das „eigene“ Vergabegesetz auf das staatliche abstimmen zu können. Dem ist leider nicht so. Wir werden ein „Notdekret“ zu den Gemeinden behandeln. Das Vergabegesetz und das Gesetz zum Wettbewerb „concorrenza“ mit dem umstrittenen Artikel der Vertrauenswerkstätten der Kraftfahrzeugversicherungen wird erst im Herbst kommen. Ab 1. September sollen die Gemeinden wieder die Autonomie verlieren, im Dringlichkeitswege Direktbeauftragungen bis zu € 40.000,00 zu machen (bei der Sommerinstandhaltung der Schulen und Kindergärten einen obligate Vorgangsweise). Alles sollte wieder über die zentrale Vergabestelle in Bozen laufen. Dem Abhilfe zu schaffen und die gemeindeautonomiebeschränkende Maßnahme „endgültig“ zu versenken, wird beim Gesetzesdekret zu den Gemeinden unsere vorrangige Herausforderung sein. Bisher ist es mir mit Freunden gelungen, immer wieder die Anwendung dieser Norm zu verschieben. Diese muss aber endlich weg, weil sie nur Unruhe stiftet und die gute Arbeit der Gemeinden behindert.
09.07.15
Vinschgerwind 14-15
/Wirtschaft/ 9
Prad/Sulden/Vinschgau
Erfolgreiche Ortler Skiarena eben der „Dolomiti Superski“ im Osten des Landes ist die „Ortler Skiarena“ die größte Vereinigung von Skigebieten in Südtirol. Kürzlich wurde von der Vollversammlung der 16 Skigebiete am 12. Juni 2015 im Hotel Sand in Tschars der neue Verwaltungsrat für drei Jahre bestellt. Präsident bleibt Erich Pfeifer von den Seilbahnen Sulden. Neu im Verwaltungsrat sind Elmar Pichler Rolle von den Schnalstaler Gletscherbahnen, Walter Weger vom Skigebiet Meran 2000, Josef Gross aus dem Sarntal und Ernst Hohenegger wurde wiederum ernannt. Fritz Raffeiner, seit 2003 Skiarena-Geschäftsführer, wurde in seinem Amt bestätigt. Mit einem Mehr an 5 Prozent an Saisonkarten für Einheimische konnte die Wintersaison 2014/15 abgeschlossen werden. Beim Rückblick auf die vergangenen 3 Jahre konnte sogar ein Plus von 20 Prozent bei den Saisonkarten erreicht werden. Dies berichteten vor Kurzem Pfeifer und Raffeiner im Hotel Zentral in Prad. Trotz Krisensituation im klassischen Skibereich ein veritables Ergebnis. Der Kartenvorverkauf mit einer 10-prozentigen Ermäßigung
Foto: Erwin Bernhart
N
Ortler-Skiarena Präsident Erich Pfeifer und Geschäftsführer Fritz Raffeiner: Die Preispolitik der Ortler Skiarena stimmt habe sich etabliert und werde gerne angenommen. 8000 Saisonkarten haben es den Skifahrern ermöglicht, zu allen in der Ortler Skiarena vereinigten Skigebieten Zugang zu haben. Der gute Mix von niedriger gelegenen und von höher gelegenen Skigebieten sei ideal, sagten Pfeifer und Raffeiner. Von den Schneeverhältnissen sind die Skifahrer fast schon unabhängig. Liegt viel Schnee, werden die niedriger gelegenen Skigebiete bevorzugt frequentiert.
In einem schneearmen Winter kommen die höher gelegenen zum Zuge. Zudem kann mit Sulden und Schnals die Wintersaison bereits im November gestartet werden. Bei der jährlichen Autoverlosung, welche abwechselnd in den Mitgliedsgebieten für die Saisonkarteninhaber veranstaltet wird, nehmen im Schnitt 2000 Leute teil. Auch ein Zeichen dafür, dass die Richtung, die Preispolitik stimmt. Ab dem heurigen Herbst (der Kartenvorverkauf beginnt am 24. Oktober) gibt es eine spezielle Jugendförderung: Kinder bis 8 Jahren gehen in der Ortler Skiarena frei. Apropos Schnals: Der Gründungspräsident der Ortler Skiarena war am 28. Juni 1979 kein Geringerer als Leo Gurschler. Damals reifte die Erkenntnis, dass nur eine gemeinsames Vorgehen Vorteile bringen könne. Meran 2000, Sulden, Ulten und Schnals waren die ersten Skigebiete in der Ortler Skiarena. Der Ultner Ingenieur Hansjörg Trafojer war von der ersten Stunde im Verwaltungsrat. Nun ist er ausgeschieden und wurde mit einem Anerkennungsdiplom bei der Vollversammlung verabschiedet. (eb)
pr-info Glurns Marketing
Köstliches beim Feinschmeckermarkt unter den Lauben Im Rahmen der Glurnser Laubenmärkte wird am Samstag, 11. Juli zum 4. Mal der Feinschmeckermarkt stattfinden. Unter der malerischen Kulisse des historischen Städtchens können verschiedenste hochwertige und leckere Produkte verkostet und gekauft werden. Bereits in den letzten Jahren zogen die Glurnser Laubenmärkte zahlreiche Besucher in ihren Bann. Auch heuer soll der Feinschmeckermarkt – der dritte von sechs thematischen Laubenmärkten Touristen und Einheimische, Besucher aus Nah und Fern, Jung und Alt ins malerische Städtchen Glurns anlocken. Engagierte Erzeuger, qualitätsbewusste Vermittler und aufgeklärte Verbraucher begegnen sich in den Lauben, dem historischen Handelsplatz. Ein besonderes Highlight stellt unter anderem die Präsenz des Südtiroler Köcheverbandes (SKV), Bezirk Vinschgau, dar, welcher wiederum Leckeres aus der Pfanne zaubern wird. Damit ist für Speis und Trank vor Ort bestens gesorgt. Zudem bieten ca. 35 Direktvermarkter ihre hochwertigen, landwirtschaftlichen Produkte, vorwiegend aus unserer Region an. Ebenso mit einem Stand vertreten sind der Club der schönsten Kleinstädte Italiens aus dem Trentino (Canale di Tenno) und Südtirol (Sterzing, Klausen und Glurns) mit ihren Produkten, wie auch die Vereinigung „Presìdi Slow Food“ Trentino-Südtirol. Für die musikalische Unterhaltung sorgen „Maurizio & Lisa“.
Samstag, 11. Juli 2015 von 10 bis 20 Uhr in den Glurnser Lauben Engagierte Erzeuger, qualitätsbewusste Vermittler und aufgeklärte Verbraucher begegnen sich. Kosten und Kaufen inmitten des historischen Handelsplatzes. • Direktvermarkter mit hochwertigen landwirtschaftlichen Produkten • Vertretung der Organisation „Presìdi Slow Food“ Trentino-Südtirol • Südtiroler Köcheverband (SKV) des Bezirkes Vinschgau mit einer kreativen Spezialitätenfolge • regionale Vertretung des „Club der schönsten Städte Italiens“ • Speis und Trank, musikalische Einlagen mit Maurizio und Lisa www.glurns.eu
10 /Wirtschaft/
Vinschgerwind 14-15
09.07.15
Martell
Ein Sommerfest und 60 m2 Erdbeerkuchen rüher wurde das Martelltal liebevoll das „Schianbliamltol“ genannt, heute ist es in erster Linie das „Beerental“. Es ist das höchstgelegene Erdbeeranbaugebiet Europas. Auf 900 bis 1.800 Höhenmetern werden bis Ende August geschmackvolle Erdbeeren geerntet. In den letzten Jahren hat sich vieles rund um die rote Frucht entwickelt. In der
Erdbeerwelt, dem neuen Verkaufsgeschäft in Trattla, werden Erdbeeren und viele weitere Produkte verkauft, außerdem gibt es den 8 km langen Erdbeerweg und jedes Jahr am letzten Wochenende im Juni das Erdbeerfest. Dieses Fest ist der gesellschaftliche Höhepunkt im Martelltal. Es ist ein richtiges Talfest, ein Sommerfest und Treffpunkt nicht
Fotos: Heinrich Zoderer
oben: Zu Beginn des Erdbeerfestes versammelt sich die Politprominenz mit der Erdbeerkönigin und den Gemeindevertretern um die 25 m2 große Erdbeertorte
Partschins
Sponsorvertrag erneuert
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Foto: „Wind“-Archiv
er Sponsorvertrag zwischen dem Tourismusverein und der Raiffeisenkasse Partschins wurde kürzlich für das laufende Jahr erneuert. Raiffeisenkasse-Obmann Christian Ungerer und Hans Weiss besiegelten diesen mit ihrer Unterschrift am 02. Juli. Die Raiffeisenkasse wird als wichtiger Partner des v.l: Karin Thaler, Tourismusvereins Hans Weiss, gesehen und die fiChristian Ungerer, nanzielle UnterstütChristoph Ladurner zung kommt nicht nur dem örtlichen Tourismus zugute, sondern mit den vielen Veranstaltungen und Aktionen auch den Einheimischen, die zu diesen gleichermaßen eingeladen sind. Die der Raiffeisenkasse dokumentierten Unterlagen weisen auf eine rege Tätigkeit des Tourismusvereins hin, vom Projekt „Lebensraum Partschins“, bis zur Steigerung der Attraktivität der Urlaubsdestination und ständiger Weiterentwicklung des Ferienortes.
links: Ramona Fleischmann ist seit 2013 die Marteller Erdbeerkönigin. Leander Regensburger begrüßte auch dieses Jahr alle Besucher zum 16. Erdbeerfest
nur der Marteller. Bei diesem Fest wird eine 25 m² große Erdbeertorte präsentiert. Die Erdbeerkönigin Ramona Fleischmann eröffnete das Fest zusammen mit dem Bürgermeister Georg Altstätter mit dem Tortenanschnitt. Die politische Prominenz, die sich um die Erdbeertorte aufstellte, erhielt die ersten Stücke der Riesentorte. Insgesamt wurden für das Erdbeerfest von vielen freiwilligen Helfern 60 m² Erdbeerkuchen gebacken und am Samstag und Sonntag verzehrt. Neben reichhaltigem Essen und Trinken, wurde viel Volksmusik geboten. Auf den Marktständen wurden regionale Produkte präsentiert. Es gab eine Erdbeerlotterie, ein Prominentenspiel und Kutschenfahrten. Viele der rund 5.000 bis 6.000 Personen, die das Fest besuchten, kauften auch die frisch geernteten Erdbeeren. (hzg) Weitere Bilder unter www.vinschgerwind.it
Naturpark Biosfera Val Müstair
Geschäftsleiter heißt Ulf Zimmermann
D
ie strategische Kommission des Naturparks Biosfera Val Müstair unter der Leitung von Gemeindepräsident Arno Lamprecht hat anlässlich der letzten Sitzung den neuen Geschäftsleiter dem Gemeinderat zur Wahl vorgeschlagen. Der Gemeinderat ist dem Vorschlag einstimmig gefolgt und hat Ulf Zimmermann als neuen Geschäftsleiter gewählt. Ulf Zimmermann, 44, wurde aus den 15 eingegangenen Bewerbungen als Geschäftsleiter des Naturparks Biosfera Val Müstair einstimmig gewählt. Als stellvertretender Fachbereichsleiter „Naturnaher Tourismus und Pärke“ am Institut für Landschaft und Freiraum der Hochschule für Technik Rapperswil bringt Ulf Zimmermann die geforderten Fachkenntnisse im Aufbau und der Beratung von Natur- und Nationalparkregionen mit. Zudem hat sich Ulf Zimmermann intensiv mit Fachfragen des Naturnahen Tourismus und der Landschaftsplanung befasst. Nebst der Tätigkeit an der Hochschule führt Ulf Zimmermann ein forstliches Beratungsbüro mit den Schwerpunkten Schutzwald, Holzförderung und Umweltbildung. Ulf
Zimmermann hat an der Ludwig Maximilians-Universität München in Forstwissenschaften abgeschlossen und besitzt ein Master of Sustainable Resource Management der Technischen Universität München. Er ist vertraut mit dem Umgang mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und NGO’s und ist bestens vernetzt. Der Bayer lebt seit 13 Jahren in der Schweiz, ist verheiratet und Vater eines Kindes und lebt zurzeit in Grabs (SG). Die Familie wird im Val Müstair Wohnsitz nehmen. Der Stellenantritt ist auf Spätsommer 2015 vorgesehen.
Foto: „Wind“-Archiv
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Der neue Geschäftlsleiter des Naturparks Biosfera Val Müstair Ulf Zimmermann
Pressemitteilung SEL
Gemeinden übernehmen Netz
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am 1. Jänner 2016 geführt. m Freitag, 26. Juni, sind Die Gemeinden Graun in Vindie Vorverträge zur Überschgau, Glurns, Laas, Mals, tragung der Anlagen und des Schluderns und Taufers i.M. Stromverteilungsnetzes der geben den Betrieb des StromSELNET GmbH an die Gemeinverteilungsnetzes an die Vinden Graun im Vinschgau, Glurschgauer Energie Konsortium ns, Laas, Schlanders, SchluGenossenschaft (VEK) ab, wähderns, Taufers i.M. und an die rend die Gemeinde Schlanders historischen Genossenschaften sowie Energie Energie Werk Prad Werk Prad und und ElektrizitätsElektrizitätswerk werk Stilfs unterStilfs das Netz zeichnet worden. selbst betreiben Damit haben biswerden. her elf Gemeinden Teile des StromZur Erinnerung: verteilungsnetzes 23 Gemeinden der SELNET überhaben das Intenommen. resse bekundet, Seit 2013 fanden Teile des früheregelmäßig Trefren ENEL-Stromfen zwischen den verteilernetzes Vertretern der auf ihrem Gebiet Gemeinden und zu übernehmen. den historischen Dieses ist zum 1. GenossenschafJänner 2011 mit ten des Vinschrund 5.457 Kilogaus sowie der meter an MittelSELNET statt, um und Niederspandie technischen n u ngs l e i t u nge n und finanzian die SEL-Tochellen Aspekte tergesellschaft zur Übertragung SELNET GmbH der Anlagen und übergegangen. Stromnetze der Als Erbringerin SELNET zu kläeiner öffentlichen ren. Ein erstes Dienstleistung Ergebnis dieser verfügt die GeTreffen war die sellschaft über Un te r z e i c h n u ng Die Stromnetzüsämtliche ereines Vorvertrages forderlichen 2013 mit den histo- bernahme im VinschKonzessionen, rischen Genossen- gau war mehrmals Genehmigungen schaften und 2014 Titelthema des Vinschund Verordmit der Gemeinde gerwind - 2006 (von nungen, die von Schlanders mit In- oben) 2012 und 2013 den Gebietskörkrafttreten am 1. perschaften, Jänner 2015. Einrichtungen und von der Die Vertreter der übrigen Gestaatliche Aufsichtsbehörde meinden dagegen, haben zur für Strom und Gas Strom- und Festlegung der Kriterien für Gasbehörde (AEEG) erlassen Vergütung und Übertragung werden und übt ihre Tätigkeit der Anlagen des Stromverteiim Sinne des D.P.R. vom 26. lungsnetzes der SELNET die März 1977 Nr. 235 und des mit Provinz miteinbezogen. Im Beschluss der Landesregierung September 2014 traf die Lanvom 30. Juli 2007 genehmigten desregierung eine EntscheiVerteilerplanes aus. Den intedung in Bezug auf alle sieben ressierten Gemeinden steht bei Gemeinden und beide histoBestehen der verschiedenen rischen Genossenschaften im Voraussetzungen das Recht Vinschgau. Dies hat zu der zu, Teile des Stromverteilungsheutigen Unterzeichnung der netzes zu übernehmen. Vorverträge mit Inkrafttreten
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12 /Leserbriefe/ Wind - Klick-Tipps
Wieso Seiten?
Vinschgerwind 14-15
09.07.15
Unterstand Teile euch mit, dass in der Beilage „Wandern im Vinschgau“ ein Fehler unterlaufen ist, der Wanderern zum Verhängnis werden könnte. Auf S. 32 steht nämlich, dass die Heilbronner Hütte am Taschljöchl „neu aufgebaut wurde“. Das ist vielleicht Wunschdenken des Redakteurs! Wahr ist, dass der ehemalige Mulistall so „saniert“ wurde, dass man zur Not einen Unterstand hat. Erich Daniel, Wanderführer im AVS
Das Leid der Menschen.
von Roland Sprenger, Online-Berater
S
oziale Netzwerke wie Google+ oder Facebook sind strukturell ähnlich aufgebaut wie das Leben. Dies beginnt bereits, wenn man sich in einem sozialen Netzwerk registriert und dieses auch geschäftlich nutzen möchte. Erster Schritt ist die Registrierung als “MENSCH” und das Anlegen eines Profils mit Vor- und Nachnamen, Geburtsdatum und Geschlecht. Ist man mit einem Profil registriert, kann man eine “GRUPPE” oder eine “SEITE” für das eigene Unternehmen erstellen. Es ist wichtig, diese Unterscheidungen zu kennen. Eine Unternehmen-Seite benötigt den jeweiligen Namen, Adresse und Kontaktdaten. Wenn man für ein Unternehmen ein Profil verwendet, ist das nicht nur nicht ideal, sondern auch “illegal”, da man bei Vor- und Nachname, Geburtsdatum und Geschlecht, Falschangaben macht. Auch kann man mit einem Unternehmen nicht “befreundet” sein. Zudem ist die Sichtbarkeit unterschiedlich, ein PersonenProfil ist nur teileweise oder gar nicht außerhalb von Facebook sichtbar, eine Seite allerdings ist wie eine Website öffentlich sichtbar. Auch Nutzer die nicht in Facebook registriert sind, können Beiträge der Seite ansehen. Seiten können mit einem Profil verwaltet werden. Es kann mehrere Personen geben, die die Seite verwalten (wie im echten Leben, ein oder mehrere Personen verwalten ein Unternehmen) Also, wer ein Unternehmen auf Facebook oder Google+ präsentieren möchte: IMMER eine Seite anlegen!
Durch die Wüste weht ein heißer Wind, auf einem Hügel steht eine Frau mit ihrem weinenden Kind. Sie schaut in die Ferne mit Tränen im Gesicht, der Wind erzählt von einem Strafgericht. Dunkle Rauchschwaden ziehen über die Stadt, in der sie einst ihre Kindheit verbracht. Mit Wehmut im Herzen denkt sie zurück, an ein Leben in Frieden und Glück. Am Marktplatz, wo früher so viel Leben die Menschen sich Gottes Gruß von Herzen geben. Es war eine glorreiche Zeit des Friedens und der Freiheit, des gegenseitigen Respekts, geführt mit Weitsicht und Weisheit. Mit dem letzten Frühling kam jedoch das Unheil ins Land, bärtige Männer predigten mit schwarzer Fahne in der Hand. Mit zornerfüllter Miene hörte man sie mahnen nur an den einen Propheten zu glauben, das lässt Schlimmes erahnen. Blutrot stand der Mond über der syrischen Oasenstadt, als ein böses Omen war er vorhergesagt. Der Tod hat mit den teuflischen Kriegern einen Pakt geschlossen, mit Raketen und Kanonen wird auf die schlafende Stadt geschossen. Der Himmel erhellt von Explosionen und Feuer Panzer fahren durch die Straßen, als Menschen fressende Ungeheuer. Mit Mordeslust, im Namen Allahs und des Kalifats töten die Unheilskrieger jeden, der nicht den richtigen Glauben hat. Nur wenige entkamen der Hölle, gezeichnet für ihr Leben, tiefe Wunden im Herzen, gequälte Seelen. Wo war Gott in dieser Nacht? Wo liegt der Sinn, was haben sie falsch gemacht? Ein wehmütiges Seufzen zerreißt die Stille, ein Blick in den Himmel: „War das wirklich Gottes Wille? Wie können Menschen nur so grausam sein, nicht mal dem Teufel fällt so Abscheuliches ein“. Die Frau auf dem Hügel die Angehörigen vermisst, dort drüben in den Ruinen eine schwarze Fahne gehisst. Der Menschlichkeit zum Hohn die Fahne weht in großen Lettern „Es gibt nur einen Gott“ darauf steht. Mit Verzweiflung im Herzen sie westwärts geht, in ein fremdes Land, das für Freiheit und Wohlstand steht. Die Fahrt übers Meer in einem überfüllten Boot, die raue See und der Hunger brachten große Not. Wieder war der Tod ein ungebetener Begleiter. Er nahm sich ihr Kind, der unbarmherzige knöcherne Reiter. Das wankende Boot ächzt unter den tosenden Wogen, die Wassermassen hunderte Seelen in die Tiefe zogen. Samira war des Kindes Namen, wiegend hält sie es noch in ihren Armen. Im Herzen endlose Leere, eine klaffende Wunde, das Liebste ihr genommen, in dieser schicksalsvollen Stunde. Wenn das Haus eines Großen zusammenbricht, werden viele Kleine erschlagen. Die das Glück der Mächtigen nicht teilten, teilen oft ihr Unglück. (Bertholt Brecht) Wie geht es weiter? Was ist mit der Frau geschehen? Das entscheidest vielleicht bald du, wenn dich ein Flüchtling um Hilfe bittet. Es wird an dir sein, das Gebot der christlichen Nächstenliebe nicht an der Kirchentür enden zu lassen, sondern sie in die Tat umzusetzen. Arnold Unterholzner, Schlanders
Vorbeugen ist der beste Schutz vor Hautkrebs Südtirol hat die höchste Hautkrebs-Quote in Europa. Frühzeitig erkannt, lässt sich die Erkrankung gut behandeln. Noch besser ist es allerdings, sich vor Hautkrebs zu schützen. Die Zahlen sind erschreckend: In Südtirol erkrankt einer von vier Menschen an Hautkrebs, europaweit ist es durchschnittlich eine von fünf Personen. Südtirol hat somit die höchste Hautkrebs-Quote in Europa, wobei damit nicht nur das maligne Tumor („schwarzer Hautkrebs“) mitgezählt wird, sondern auch das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom („weißer Hautkrebs“). Eine der Gründe ist dabei die hohe Sonnenbestrahlung Südtirols, seine hohe Lage sowie die Tatsache, dass die Südtiroler sich gerne im Freien aufhalten. „Wir müssen lernen, der Sonne intelligent und mit der gebotenen Vorsicht zu begegnen“, meint Professor Klaus Eisendle, Primar der akademischen Lehrabteilung für Dermatologie, Venerologie und Allergologie am Krankenhaus Bozen. Der beste Schutz ist demnach, zwischen 11 und 15 Uhr die direkte Sonneneinstrahlung zu meiden, wobei auch im Schatten die schädlichen UV-Strahlen vorhanden sind: Eine Stunde im Schatten entspricht einer Viertelstunde unter der direkten Sonne. Sonnenschutzcreme, Sonnenbrille, langärmeliges T-Shirt und Sonnenhut, vor allem für Kinder oder Menschen mit Glatze, gehören daher unbedingt mit dazu. Südtiroler Krebshilfe www.krebshilfe.it
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it
Erstaunliche Kontinuität. Schon vor 5.000 Jahren stellten die Bewohner des Vinschgaus Stelen aus Marmor auf. Waren sie besonderen Menschen gewidmet? Sollten sie sonderbare Ereignisse zelebrieren? Waren sie Gebete oder gar Altäre? Vielleicht symbolische Mahnmale. Vor Kurzem wurden am Tschenglsberg drei Marmorstelen aufgestellt: möglicherweise die gleichen Botschaften.
09.07.15
Vinschgerwind 14-15
/Impressionen/ 13
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Vinschgerwind 14-15
Kolping im Vinschgau
I
n den letzten hundert Jahren wird von einem Phänomen gesprochen, das heute auf vielfältige Weise unser Leben bestimmt: der Freizeit. Noch vor wenigen Jahrzehnten wurde das Leben durch äußere Vorgaben und vor allem durch die Arbeit bestimmt. Erst die Verkürzung der Arbeitszeit, die Zunahme des Wohlstandes und entsprechende Angebote bekam das Thema Freizeit die Bedeutung, die es heute hat. Der Einsatz von Kolping auf dem Gebiet der Freizeitgestaltung will diesem Phänomen Rechnung tragen. Von seinen Mitgliedern erwartet das Kolpingwerk und umgekehrt, die eigenen Kräfte und Fähigkeiten auszuschöpfen und sinnvoll zu nutzen, auch im Dienst an der Gemeinschaft! Die Verbandsarbeit, - die Kolpingsarbeit - findet in der arbeitsfreien Zeit der Mitglieder statt und um diese Zeit der Mitglieder müssen wir uns immer mehr kümmern. Früher lebten Menschen durch ihre Arbeit und verschafften sich dadurch Identität. Heute leben oft viele Menschen von Feierabend zu Feierabend, von Wochenende zu Wochenende und einige schon von Urlaub zu Urlaub. Freizeit und immer mehr zu der Zeit, die persönliche Identität schafft. Es ist daher noch dringender notwendig diese Zeit mitzugestalten und Angebote zu unterbreiten. Ein konkretes Angebot das Kolping Vinschgau anbietet ist, Sonntag 12. Juli: Treffpunkt in Naturns (9.30 Uhr). Kolping wandert gemeinsam die Natur betrachtend, auf dem Besinnungsweg. Anschließend am Zeltplatz von Naturns, gemeinsame Messfeier und Grillen. Alle sind herzlich eingeladen: ob Mitglied oder nicht, teilzunehmen!
Die Lorenziraber - Freilichtspiel in Naturns Um die Kirchenruine zum hl. Laurentius zwischen Naturns und Staben rankt sich eine Sage von Räubern, die die Gegend von Naturns vor Jahrhunderten unsicher gemacht haben. Davon ließ sich Hanns Fliri zu einem Theaterstück inspirieren. Die Volksbühne Naturns und der Kirchenchor Tabland-Staben bringen die Geschichte „Die Lorenziraber - oder die Geschichte von Anna und Hannes“ in der vom Heimtpflegeverein Naturns-Plaus erhaltenden Ruine zur Aufführung. Premiere ist am 9.7.2015, weitere Aufführungen folgen.
Erste Maturanten
Burgeis/Kortsch - Zum ersten Mal traten heuer Schülerinnen und Schüler der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Kortsch und der Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Fürstenburg zur staatlichen Matura an. 21 erhielten das Diplom.
Fotos: Magdalena Dietl Sapelza
Vinschgau
09.07.15
von Magdalena Dietl Sapelza
E
s war ein historischer Moment in der Fürstenburg. Freude strahlend nahmen am 30. Juni 2015 die acht Absolventinnen der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung in Kortsch und die 13 Absolventinnen und Absolventen der Land- und Forstwirtschaftschule Fürstenburg ihr staatliches Matura-Diplom entgegen. Damit stehen die Wege zu Hochschulen und Universitäten offen. „Ihr seid die Ersten“, schrieb Direktorin Monika Aondio in ihrem Gratulationsschreiben. Aondio war durch
den Vizedirektor Martin Unterer vertreten. Dieser erinnerte in seinem Rückblick an den ehemaligen Direktor Georg Flora, der unermüdlich für das Projekt Matura gekämpft hatte. Unterstützer war neben anderen der ehemalige Landwirtschaftslandesrat und jetzige Senator Hans Berger. Das Ziel ist nun erreicht. Die fachliche Ausbildung mit viel Praxisunterricht kann nach einer Eignungsprüfung mit der Reifeprüfung abgeschlossen werden. „Wenn man etwas konsequent verfolgt, kann man viel erreichen“, so Unterer. Die Möglichkeit, eine Matura zu erlangen, bedeutet für
beide Fachschulen eine große Aufwertung und macht diese attraktiv. Die Matura-Kommissionsmitglieder beider Schulen attestierten den Schülerinnen und Schülern ein hohes Maß an Fachwissen. Überrascht und angetan waren die Prüfer von den Präsentationen der unterschiedlichsten Projekte. „Ihr seid gut vorbereitet angetreten und habt euch in allem sehr korrekt verhalten. Die schriftlichen Arbeiten habt ihr mit Bravour gemeistert“, sagte der Kommissionspräsident in der Fürstenburg, Alexander Gerstl: „Macht etwas daraus und geht Euren Weg“.
Historischer Moment in der Fürstenburg: die frisch gebackenen Maturanten und Maturantinnen der Fachschulen in Burgeis und Kortsch mit ihren MaturaDiplomen.
09.07.15
Vinschgerwind 14-15
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Schluderns
„Zweiglt“ erhält Spitzenbewertung er Schludernser Weinbauer Elmar Luggin und seine Söhne haben allen Grund zur Freude. Bei der 17. Landesweinkost der Südtiroler Bauernjugend am 24. Mai im Kalterer Weinmuseum erkor eine Fachjury ihren Rotwein „Zweiglt“ vom „Engelberg“ zum zweitbesten „Eigenbauwein der Selbstkellerer“ in Südtirol in der Kategorie mittelschwere Rotweine - vor dem „Regent“ von Josef Terleth aus Montan. 36 Rotweine aus dem ganzen Land waren in dieser Kategorie bewertet worden. Die Weine aus dem Vinschgau wurden in mehreren Vorausscheidungen, organisiert von der SBJ, ermittelt. Die Auszeichnung für seinen „Zweiglt“ nahm Luggin kürzlich zum Anlass, sich mit einer hofinternen Weinverkostung bei seinen Familienmitgliedern und speziell bei seinen Wimmern zu bedanken. Denn die richtige Auslese beim
Foto: Magdalena Dietl Sapelza
D
Freuen sich über die Auszeichnung ihres Rotweines „Zweiglt“: v. l. Martin, Florian, Elmar und Urban Luggin Ernten ist entscheidend für eine spätere Qualität des Weines. Luggins Helferinnen und Helfer haben beim Wimmen jede einzelne Traube genauestens kontrolliert und all jene Beeren entfernt, die beispielsweise von der Kirschessigfliege befallenen waren. Denn dieser Schädling macht zunehmend auch den
Weinbauern im Vinschgau zu schaffen. „Ihr habt die befallenen Traubenbeeren an ihrem violetten Schimmer erkannt, entfernt und so entscheidend zum Gelingen des Weines und zum Erreichen des zweiten Platzes beigetragen“, lobte Luggin. Viel Fleiß ist natürlich auch im Weinkeller gefragt, wo
Franz-Tumler-Literaturpreis: die Nominierungen Teil 1
Sandra Gugic: Astronauten I
n ASTRONAUTEN treten unterschiedliche Erzählerfiguren auf, die sich kapitelweise abwechseln und sich mal tief in den Kopf, mal tief in die Seele schauen lassen. Da sind die beiden jungen Männer Darko und Zeno, die eine gemeinsame Vergangenheit verbindet, in der Gegenwart haben sie sich aber nicht mehr viel zu sagen. Ihre Temperamente sind unterschiedlich und die Lebenslagen auch, was sich gut am Erzählstil ablesen lässt. Wer viel grübelt (Darko) klingt eben anders, als einer, der panisch auf der Flucht ist, weil der Schuss aus seinem Luftdruckgewehr Folgen hatte (Zeno). Darkos Vater Alen ist Taxifahrer und bemüht, seinem Sohn ein Zuhause zu bieten. Beide fühlen sich von Mara angezogen, die immer wieder an den verschiedensten Orten
der Stadt auftaucht und Spuren hinterlässt. Alen hat zwei Vertraute, den unsicheren Polizisten Niko und den drogenabhängigen Alex.
Quer durch die Geschichten lieben, leben und und leiden diese Figuren, kreuzen sich, nehmen sich gegenseitig wahr, erzählen dasselbe aus einer anderen Perspektive oder laufen wie zufällig daran vorbei. Sie tauchen plötzlich auf und driften dann wieder weg. Der Handlungsgang verschwimmt, doch Symbole und Wiederholungen knüpfen an eines der vorhergehenden Kapitel an, sodass ein feines Geflecht von Stimmen und Stimmungen entsteht. Themen und Bilder des Weltraums, der Sterne, der Raumfahrt durchziehen den Roman, ohne aber schwer zu wirken. ASTRONAUTEN ist der erste Roman der österreichischen Schriftstellerin Sandra Gugic - geschickt komponiert und rasant erzählt. Maria Raffeiner
der Hausherr bei den einzelnen Arbeitsschritten den Ton angibt und Gärungsprozess sorgsam verfolgt. Luggin hat vor 20 Jahren auf 1.000 Metern Meereshöhe in der „Scheanen“ bei Schluderns mit dem Weinbau begonnen. Er sanierte alte Trockenmauern, schuf neue, legte viele kleinen Terrassen an. Es pflanzte die Weißwein-Reben „Müller Thurgau“. 1998 konnte er seinen ersten „Weißen“ probieren. Und Luggin war überzeugt, dass sich daraus etwas machen lässt. Seither tüftelt er ständig an der Qualität. Nach dem „Müller Thurgau“ kamen die Weißwein-Reben „Kerner“ dazu und schließlich die Rotwein-Reben „Zweiglt“. Heute kultiviert Luggin auf einer 4.000 Quadratmeter großen Fläche rund 2.000 Reben. Er produziert rund 800 Liter Wein, den er als Direktvermarkter ab Hof verkauft. (mds)
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Vinschgerwind 14-15
09.07.15
3-Länder Trails
§ Hirsch gegen Auto, wer ist schuld?
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A
Nauders/Reschen
auders sowie Reschen, St. Valentin und Graun haben in einem gemeinsamen Projekt die 3-Länder Enduro Trails realisiert. Insgesamt stehen zwölf
Strecken für Enduro-Mountainbiker zur Verfügung. Auf den miteinander verbundenen und beschilderten Routen genießen die Biker nicht nur Trailspaß und die wunderschöne Bergwelt, sie kommen auch an den verschiedenen Wahrzeichen wie Burg Nauders, Reschensee oder dem 3-Länder Grenzstein vorbei. Die Eröffnung 3-Länder Enduro Trails findet am Sonntag, 19. Juli 2015, ab 9.45 Uhr statt. Treffpunkt ist die Talstation Bergkastelbahn in Nauders.
Aus dem Gerichtssaal
n die 800 Wildunfälle hat der Landesjagdverband und das Amt für Jagd und Fischerei allein im Jahr 2014 registriert, von Jänner 2012 bis Dezember 2014 waren es 2.400. Jeden Tag kommt es also in Südtirol im Durchschnitt zu zwei Verkehrsunfällen, die auf Rehe und Rotwild zurückzuführen sind. Bei dem Bestand an Rotwild, wie er von den Förstern geschätzt wurde, ist dies nicht weiter verwunderlich. Denn allein im Vinschgau soll es an die 5.000 Hirsche geben, wovon 1.000 bis 1.400 auf den mittleren Vinschgau und das Martelltal entfallen. Die Folge dieser Überpopulation sind nicht nur Verbiss- und Schälschäden. Pflicht zu Schadenersatz besteht allerdings nur für Schäden, die durch Wild an land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundstücken und an weidenden Tieren an-
gerichtet werden. Über diese „klassischen Wildschäden“ hinaus besteht in der Regel kein Entschädigungsanspruch, etwa wenn Menschen oder Sachen bei Verkehrsunfällen mit Wildtieren zu Schaden kommen. Es hat zwar nicht an Versuchen gefehlt, die Öffentliche Hand (Regionen, bei uns das Land) unter Berufung auf die Haftung der Halter von Tieren „in die Pflicht“ zu nehmen. Die meisten Gerichte haben diese „Angriffe“ jedoch mit dem Hinweis „abgeschmettert“, dass eine Aufsichtspflicht für Wildtiere ein Absurdum darstellen würde und außerdem nur durch eine totale Einzäunung von Wald- und Kulturlandschaften erreicht werden könnte. Eine Haftung für Wildschäden bei Verkehrsunfällen wurde von den Gerichten lediglich bei Zusammenstößen auf den Autobahnen bejaht, und zwar mit
der Begründung, dass durch Bezahlung der Maut ein Vertrag zustande kommt, der dem Nutzer Verkehrssicherheit garantiert. Bei Unfällen auf normalen Landstraßen hingegen nur wenn der Autolenker durch keine Schilder auf die drohende Gefahr durch Wildwechsel hingewiesen wurde. Einen Trost hält das Jagdgesetz für den durch einen Wildunfall geschädigten Autolenker aber doch bereit: er gilt nämlich im rechtlichen Sinne als der „Erleger“ des Wildes. Als solcher ist er zwar so wie alle „normalen“ Weidmänner verpflichtet, seinen „Abschuss“ zu melden, allerdings kann er das „erlegte“ Wild samt Trophäe behalten und gleich seinem Karosseriespenglers als Anzahlung auf die Reparaturrechnung präsentieren! Peter Tappeiner, Rechtsanwalt
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ie Rahmenbedingungen waren perfekt: Ein wunderbarer lauer Sommerabend machte das Kino unter freiem Himmel auf dem Kulturhausplatz in Schlanders zu einem lauschigen Leinwanderlebnis. Eine leichte Tragikkomödie - „Sommer in der Provence“ wurde zum Auftakt am vergangenen 1. Juli gezeigt, mit Sommerurlaub, Generationenkonflikt, Alkoholsucht und einem versöhnlichen Ende. Das Freilichtkino auf dem Kul-
turhausplatz in Schlanders ging damit in die dritte Runde. Die Betriebe rund um den Kulturhausplatz waren wiederum gastronomische Gastgeber: kühlende Getränke, Eis, Pizza oder Döner standen den Kinobesuchern in unmittelbarer Nähe zur Wahl. Der Eintritt war frei. Und das Beste: Ein zweiter Freilichtkino-Abend folgt. Am 1. August wird um 21:15 Uhr auf dem Kulturhausplatz der Kassenschlager „Honig im Kopf“ gezeigt. (ap)
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/Menschen/ 17
„So laft holt die Musi“ Er wollte nie im Abseits stehen, sondern mitwirken, sagt Johann Graber, der Seniorchef des gleichnamigen Bettenhauses in Schlanders. Unternehmer, Familienmensch, Politiker und Schützenhauptmann: Hans Graber war sein Leben lang eine rührige Persönlichkeit mit unermüdlichem Einsatz. von Angelika Ploner
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ein, sagt Hans Graber, gezählt habe er sie nie. Die Urkunden, die Ehrungen, die Auszeichnungen und die Medaillen, die in seinem Wohnzimmer hängen, haben sich über die Jahre zusammengeläppert, aber wieviele es sind, das wisse er nicht. Die Stimme ist klar, sein Händedruck stark: Im August wird der Seniorchef des Bettenhauses Graber 85 Jahre alt. Das Langzeitgedächtnis, das funktioniere tadellos, sagt er, nur das Kurzeitgedächtnis fuchse ihn manchmal. „So laft holt die Musi“, lacht er und rauft sich seine verbliebenen Haare. Der Vinschgau ist Hans Graber ein Stück Heimat geworden. 1930 wurde er als Spross eines Metzgers in Kiens geboren. Als er zehn Jahre alt war, wanderte die Familie Graber nach Großarl im Pongau aus und kam bei einer Tante unter. Erst mit 17 Jahren durfte er seinem innigsten Wunsch, einen Beruf zu erlernen, nachgehen. Vier Jahre lang musste er für den Doppelberuf Sattler und Tapezierer lernen, auf Stör gehen, Geschirr bei Bauern flicken, annehmen, was anfiel. Mit Naturalien wurde bezahlt, „das Essen war damals das Wichtigste und nicht das Geld“, sagt er und schüttelt den Kopf: Wie sich doch die Zeiten ändern. 5 Schilling in der Stunde verdiente er damals im Jahr 1952, umgerechnet sind das 25 Cent pro Stunde. Mitte der 50er Jahre kehrte er nach Südtirol zurück, wollte sich selbstständig machen, kam bis nach Lana. Schlanders riet man ihm für sein Vorhaben an. Schlanders? Hans Graber kannte weder Ort noch Leute, wollte beides eines schönen Sonntag Nachmittags mit seinem Radl erkunden. Bis nach Tschars sei er gekommen und habe dann vor Einbruch der Dunkelheit umkehren müssen. Für seinen zweiten Anlauf nahm er den Zug. Damals, erzählt Hans Graber sei es üblich gewesen den Bürgermeister anzuschreiben, wenn man sich niederlassen wollte. Keine Antwort habe er vom Schlanderser Bürgermeister bekommen. Daraufhin sprach er persönlich beim alten Benedikter vor. Du bleib nur draußen in Österreich, habe der ihm gesagt, wir haben schon zwei Tapezierer und Sattler hier. Unbeirrt davon, suchte Hans Graber nach einem Quartier. Am 6. März 1955 mietete er von Leo Bachmann eine Garage in der Gerichtsstraße 57, dort, wo der Schlosshof steht, ohne Fenster, ohne Einrichtung: Das
Johann Graber, Seniorchef des gleichnamigen Bettenhauses und Ehrenmajor der Schützenkompanie Schlanders waren die Anfänge der heutigen Firma Graber. Jahre später sollte der heutige Seniorchef Aufträge von Parma bis nach Frankfurt haben. Und der Privatmensch? Der heiratete Dominka Lechthaler aus Schlanders. „Um 6 Uhr in der Früh hat uns der Dekan zusammengegeben“, lacht er. Ohne Gäste, ohne Mahl. Dazu fehlte schlicht und einfach das Geld. Dass er Hauptmann der Schützenkompanie Schlanders war, brachte Hans Graber in den 60er Jahren gleich drei Hausdurchsuchungen ein. In den sogenannten Bombenjahren stand er als Hauptmann der Schützen sozusagen unter Generalverdacht. Um halb eins Uhr in der Früh habe man sein Haus umstellt gehabt und nach Sprengstoff und Waffen gesucht. „Sogar einen Spürhund hatten
sie dabei“, erzählt er. Es dauerte nicht lange und der Hund nahm eine Spur im Haus auf, rannte bis auf den Dachboden. Vier Carabinieri folgten ihm. Erfolgssicher. Doch der Erfolg blieb aus. Denn im Dachboden hatte sich eine Katze mit ihren Jungen versteckt gehabt. Hans Graber muss noch heute lachen über die Episode. Noch zwei weitere Hausdurchsuchungen sollten folgen. Beide blieben ohne Erfolg. Bereits vor vielen Jahren trat der Seniorchef des Bettenhauses Graber das Unternehmen an seinen Sohn Herbert ab. Er leitet das Unternehmen erfolgreich bis heute. Dank einem Wunder, sagt Hans Graber. Es war ein Wunder damals im Jahr 2000 als Herbert nach der Diagnose Kopftumor wieder genas. Die Zeit des Wartens, des Kämpfens, der Unsicherheit, ja, das war die schlimmste Zeit für die Familie und für Vater Hans. Mittlerweile ist bereits Enkel Thomas eingestiegen und leitet selbst ein erfolgreiches Unternehmen. Dass er in der Schlanderser Gemeindestube fehle, wird Hans Graber immer wieder gesagt. Wieviele Bürgermeister hab ich eigentlich überlebt?, fragt er stirnrunzelnd. Vier waren’s. Ja vier, in den 10 Jahren, in denen er für die SVP im Ausschuss saß und später, in den 15 Jahren, in denen er den Oppositionston angab. Die Augen blitzen, wenn von Politik die Rede geht. Seine ehrliche und unverblümte Art haben ihm nicht immer Ruhm und Ehre eingebracht. Dafür viel Erfahrung. Mitwirken hat er immer wollen, im Abseits stehen, das war nicht seine Art. Als er nach zehn Jahren bei der SVP nicht mehr erwünscht war – da ging er zur Opposition. Mit dem Alfons Benedikter habe er sich immer schon gut verstanden, sagt er und als dieser dann mit Eva Klotz die Union für Südtirol gründete, da lag es auf der Hand, dass der volkstumspolitische Hans Graber der heimatbetonten Partei beitrat. Wenig später saß er in der Schlanderser Gemeindestube auf der Oppositionsbank und es sollte keine Gemeinderatssitzung mehr geben, ohne eine Anfrage oder einen Beschlussantrag von ihm. Stundenlang studierte er Unterlagen, ging nie unvorbereitet in eine Sitzung. „Die Opposition“, ist Hans Graber überzeugt, „hat nur die Aufgabe Macht zu kontrollieren.“ Nicht mehr und nicht weniger. „So laft holt die Musi“, sagt Hans Graber und rauft sich die Haare. Und das durchfurchte Gesicht – so scheint’s - strahlt mit Urkunden, Medaillen und Auszeichnungen um die Wette.
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Prader Frühling
Obstbauern beim Zupfen
Die Vertreter der Süd-Tiroler Freiheit im Prader Gemeinderat titeln eine Presseaussendung mit „„Prader Frühling“: Demokratie hält Einzug in Prad“ und kündigen eine positive Mitarbeit an.
„Der Fruchtbehang ist in den meisten Apfel-Anlagen gut“, sagt Robert Wiedmer vom Südtiroler Beratungsring. Der natürliche Fruchtfall, bei dem nicht befruchtete Früchte abfallen, ist abgeschlossen und man kann jetzt den definitiven Fruchtbehang in den Apfelanlagen abschätzen. Die nächsten Wochen sind nun entscheidend für die Qualität der Früchte: die Bauern entfernen per Hand schlecht entwickelte, zu kleine und überschüssige Früchte.
Kastelbell-Tschars
Neuer Vorstand
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Foto: „Wind“-Archiv
er Sozialausschuss Kastelbell- Tschars hat jüngst Helga Pircher als Vorsitzende und Karl Leimgruber als Stellvertreter gewählt. Für die Gemeinderatswahlen konnten die Arbeitnehmer neue und besonders erfreulich, junge Menschen für ein Engagement in der Gemeindepolitik motivieren. Diese werden sich nun verstärkt im Sozialausschuss und für soziale Themen in der Gemeinde einsetzen. Nach einem positiven Wahlergebnis der Arbeitnehmer folgte die Enttäuschung bei der Besetzung des Gemeindeausschusses. Bürgermeister Gustav Tappeiner kam der Forderung der Arbeitnehmer nach 2 Sitzen im Ausschuss nicht nach, was heftige Reaktionen und Unverständnis in der Arbeitnehmerschaft hervorrief. Nach Auffassung des Sozialaus-
Karl Leimgruber und Helga Pircher schusses wurde der Gemeindeausschuss einseitig besetzt und spiegelt die Vertretung im Gemeinderat nicht wider. Der Sozialausschuss wird in Zukunft die sozialen Themen in der Gemeinde wachsam im Auge behalten und sich besonders für Maßnahmen zur Entlastung und Unterstützung der Familien einsetzen.
30 Jahre Meraner Höhenweg
Partschins - Der Meraner Höhenweg ist vor 30 Jahren eröffnet worden. Der mehrtägige Erlebnisweg durch viele alpine Höhenstufen gewinnt laufend an Beliebtheit. Wer ihn gegangen ist, ist begeistert.
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er Meraner Höhenweg ist weitum bekannt, auch beliebt und innerhalb des 1976 eingerichteten Naturparks Texelgruppe ein erwanderbares Juwel. Die Umrundung der Texelgruppe mit Lodner, Hohe Weiße und Tschigot erfordert mehre Tagesetappen und wer diese gemacht hat, ist von der alpinen Abwechslung begeistert. „Die offizielle Eröffnung des gesamten Meraner Höhenwegs wurde in Katharinaberg 1985 gefeiert. Zwei Männer, Helmuth Ellmenreich und Robert Schönweger, hatten die Idee und den Biss, dieses alpine Wegenetz zu erstellen. Nicht vergessen darf man aber auch die Unterstützung durch die Bergbauern und die Inhaber der Berggasthäuser, ohne deren Wissen und Hilfe all dies nicht möglich gewesen wäre. Tatkräftig und mit Begeisterung haben Mitglieder der AVS-Sektionen Untervinschgau und Passeier mitgearbeitet. Robert Göller von der Sektion Meran war als Nachfolger von Robert Schönweger lange Jahre für den Meraner Höhenweg zuständig“, ist auf der Internetseite des Meraner AVS unter anderem zu lesen. Verfasst hat die kurze
Geschichte der Entstehung des Höhenweges Andreas Folie. Zum 30-jährigen Bestehen standen mehrere Feierlichkeiten auf dem Programm, unter anderem eine Wanderung von Gigglberg nach Nassereit mit einem der Höhenweg-Väter Robert Schönweger. Schönweger, ab 1968 Wege- und Markierungswart des AVS, Sektion Meran, hat mit Helmuth Ellmenreich den Meraner Höhenweg konzipiert und mit Unterstützung von Gemeinden, Höfen, Tourismusvereinen und privaten Gönnern gebaut. am 28.06.2015 hat Schönweger diesen Werdegang auf der Nasereithütte erzählt. Zum 30-jährigen Jubiläum des Meraner Höhenweges am 30. Juni 2015 ist seine neue, of-
fizielle Homepage freigeschaltet. Dieser Internetauftritt bietet neben atemberaubenden Aufnahmen einen professionell bestückten Serviceteil sowie einen Informationsdienst über E-Mail und weitere soziale Netzwerke. Die neue Website ist überdies auf die Bildschirmformate mobiler Empfangsgeräte ausgerichtet. Spannend und informativ ist auch der virtuelle Höhenflug (AIR –VIEW: 360° Luftaufnahme mittels Hubschrauber) über die gesamte Wegstrecke mit Detailinformationen und Tourensteckbriefen von mehr als 130 Gipfelzielen im Bereich dieses einzigartigen und spektakulären Wanderweges. Initiator und Betreiber dieses Auftrittes im Internet ist der Partschinser Florian Gamper. www.meraner-hohenweg.com
Foto: „Wind“-Archiv
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Schlanders
Seit 2006 werden in Schlanders regelmäßig Zeitungsartikel gesammelt, dieses Jahr konnte die Dorfchronik der Jahre 2013 und 2014 in gebundener und digitaler Form vorgestellt werden. v.l. Raimund Rechenmacher, Monika Wunderer, Claudia Klett, Manuela Nollet, Monika Wielander und Erich Daniel.
Foto: Heinrich Zoderer
Jahreschronik gebunden und digital
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amit auch kommende Generationen wissen, was passiert ist und warum bestimmte Entscheidungen getroffen wurden, sammeln Chronisten im ganzen Land nicht nur Zeitungsartikel. Maria Fliri Gerstgrasser aus Naturns macht diese Arbeit seit 1990. In Schlanders sammelt Manuela Nollet seit 2006 alle Zeitungsartikel. So kam jedes Jahr ein schöner
Ordner zusammen, der in der Bibliothek Schlandersburg zur Einsichtnahme aufliegt. In den letzten Jahren wurden nicht nur alle Zeitungsartikel aus der Tageszeitung Dolomiten und den beiden Bezirkszeitungen gesammelt, sondern auch Veranstaltungskalender, Todesanzeigen, Pfarrbriefe und Tätigkeitsberichte der Vereine. Ende Juni konnte Raimund Rechen-
Partschins
Poetry Slam im Museum rfolgreich zu Ende gegangen ist gestern Abend die erste Ausgabe verschiedener Poetry Slam Workshops, die den gesamten Sommer über Jugendliche in Südtirols Museen locken sollen. Die Großmeisterin persönlich, Helene Delazer, alias Lene Morgenstern, hat den Beginn der Serie im Schreibmaschinenmuseum in Partschins geleitet. Poetry Slam, ein 1986 vom amerikanischen Schriftsteller Mark Kelly erfundenes
Literaturformat, hat sich in den 90er Jahren weltweit verbreitet, und findet auch in Südtirol immer mehr an Zustimmung. Kelly bezeichnet den Literaturwettbewerb, bei dem es darum geht, selbst geschriebene Texte vorzutragen, als demokratische Form der Literatur, die allen zugänglich ist. Man darf gespannt sein, wer sich im Herbst zum Abschlusswettbewerb dem Publikum im Merkantilmuseum präsentiert. Lene Morgenstern mit einer Teilnehmerin am Workshop
Foto: „Wind“-Archiv
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macher, der Direktor der Bibliothek Schlandersburg und stellvertretender Landeschronist, die gebundene Ausgabe der Jahreschronik 2013 und 2014 in der Bibliothek vorstellen. Eine Jahreschronik besteht aus zwei Bänden und umfasst rund 900 Seiten. Erich Daniel verfasste eine Tageschronik der laufenden Ereignisse. Neben Dorfereignissen und einem kurzen
Wetterbericht, wurden auch wichtige Ereignisse auf Landesebene, sowie auf nationaler und internationaler Ebne festgehalten. Claudia Klett stellte eine Bauchronik zusammen. Dabei wurden nicht nur die Baukonzessionen, sondern auch eine Fotodokumentation eingearbeitet. Bemängelt wurde, dass lediglich drei Vereine einen Tätigkeitsbericht abgeliefert haben. Raimund Rechenmacher konnte bei der Vorstellung nicht nur die beiden Jahresberichte an Monika Wunderer, die bisherige Kulturreferentin und an Monika Wielander, die neue Kulturreferentin überreichen, sondern den anwesenden Chronisten und interessierten Dorfbewohnern auch die digitale Version der Dorfchronik vorführen. Sowohl die gebundene, als auch die digitale Version der Chronik liegt in der Bibliothek zur Einsichtnahme auf. (hzg)
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Schnals
Ein europaweites Kunstprojekt E
in großes Thema, über das man heutzutage kaum noch spricht, feiert in den kommenden Jahren in verschiedenen Staaten Europas runde Jubiläen. 100 Jahre „Frauenwahlrecht“ wird es 2017 in Deutschland heißen. Zu diesem Anlass hat die Berliner Portraitkünstlerin Antoinette eine Portraitserie begonnen, die sie auch in das Schnalstal führt. Ihre Vision ist es mindestens 100 Frauen lebensgroß zu porträtieren, die Gesellschaft bewegt, angesprochen, angeeckt und verändert haben. Die ihre Spuren in den verschiedensten Bereichen von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik hinterlassen haben. Diese Vision, eine Freundschaft und die Liebe zum Tal hat sie auf den Oberniederhof ins Schnal-
stal geführt, wo sie im Juni für 3 Woche ungestört gearbeitet hat. Die kleine urige Stube der Ferienwohnung wurde zum Kunstatelier. Der alte Bauernhof, die Ruhe und die Natur sind ein spannender Gegensatz zu ihrem Berliner Atelier. Aus der Großstadt zurück ins abgelegene Tal, vom Trubel in die Ruhe oder vom Stadtatelier auf den Bauernhof. So viele unterschiedliche Schauplätze, so viele unterschiedliche Frauen bittet sie auf ihren Portraitstuhl. Die alte Täfelung der Stube lädt zum Verweilen ein und hat so manches Eis zwischen Modellen und Künstlerin gebrochen. Auf dem Stuhl vor ihrer Leinwand saßen bereits z.B. Giuliana Gurschler und Rosa Franzelin
Auf zum Almfest auf der Schliniger Alm am Sonntag, 12. Juli 2015
mit Käseanschnitt - um 11.00 Uhr hl. Messe - für Speis und Trank wird bestens gesorgt - für musikalische Unterhaltung sorgt das Duo Bergkristall - mit Kahlwildabschuss und Ratespiel
und es sollen bei kommenden Besuchen weitere Frauen auch aus dem Vinschgau sein. Das Papier das sie verwendet ist besonders hochwertig und durch die Rahmen sollen die Bilder Generationen überdauern und an die Errungenschaft erinnern. Das Malen einer Person in Lebensgröße fesselt auf besondere Weise und dauert drei bis vier Tage. Antoinette beschreibt ihre Arbeit selbst wie das Schreiben eines Briefes. Sie lernt die Frauen und ihre Geschichten kennen und mit ihrer Kunst schafft sie Verbindung. Am Ende der Serie wird es eine Wanderausstellung geben, in der nun auch Vinschger Frauen neben europäischen weiblichen Größen zu sehen sein werden. (bw)
Foto: Barbara Wopfner
Schnals ist Teil davon
Berliner Künstlerin Antoinette vor dem Portrait von Giuliana Gurschler, der Witwe von Leo Gurschler
pr-info Body and Mind Kosmetik by Julia
Body & Mind Kosmetik by Julia Aus Body&Mind Kosmetik und Fitness wurde Body&Mind Kosmetik by Julia. Seit dem 1. Juli führt Julia Spechtenhauser das Kosmetikstudio am Damml in Schlanders. Trotz Führungswechsel bleibt alles beim Alten: Die Vorgängerin Barbara Dietl wird – auf Wunsch – auch weiterhin für ihre Kundinnen da Julia Spechtenhauser (r.) und sein, Julia SpechtenhauAriane Weithaler ser und Ariane Weithaler bleiben die zwei vertrauten Gesichter im Kosmetikstudio. Kundinnen und Kunden wissen sich demnach auch weiterhin in kompetenten Händen mit einer Angebotspalette, die mit den Marken Reviderm und Artdeco auf Qualität setzt. Am Kosmetikangebot ändert sich nichts: Wohlbefinden und Schönheit stehen im täglichen Tun im Mittelpunkt, Pflege und Schönheit für Gesicht, Hände, Füße, wohltuende Massagen, Körperbehandlungen oder Make-up. Am 4. Juli wurde mit Freunden, Bekannten und Kundinnen und Kunden auf den Wechsel in der Führung und auf eine erfolgreiche Zukunft angestoßen. (ap) Die Öffnungszeiten von Body&Mind Kosmetik by Julia sind: Mo, Mi und Do von 8 bis 20 Uhr Di von 8 bis 19 Uhr und Fr von 8 bis 18 Uhr.
Partschins
Ortstaxe sorgt für Diskussionen
M
chen seien, wenn der Tourismusverein gemeinsam mit der Gemeinde, dem Land und anderen Institutionen diese mitfinanziere. Genau dazu sei die Erhöhung der Ortstaxe gedacht. Man wolle damit Erholungsplätze am Wasserfall realisieren, für die Erhaltung und für eine teilweise Neutrassierung des Panoramaweges in Richtung Naturns mitzahlen, den notwendigen Umbau des Tourismusbüros in Partschins angehen, Wanderwege instandhalten. Was aufhorchen ließ, war die Idee eines möglichen Sesselliftes in Richtung Wasserfall. Diese Idee sei mit einem großen Fragezeichen versehen, sagte Egger Ladurner. Aber man müsse über die Erreichbarkeit des Wasserfalles nachdenken. Jedenfalls müsse man die Zufahrt mit dem Auto einschränken. Zur großen Einnahmequelle, welche auch wesentlich zum guten Wirtschaftsergebnis geführt hat, nämlich zum E-Werk vermeldete BM Albert Gögele, dass derzeit um rund 1,8 Millionen eine Qualitätsausschreibung für die elektromaschinelle Anlage für das Kraftwerk Salten laufe. Leider habe man bei der Druckrohrleitung aufgrund des Rekurses der Firma Klaus Mair ein ganzes Jahr verloren. Mair, der als Zweitplatzierter der 1,5 Millionen-Ausschreibung, rekurrierte, habe beim Verwaltungsgericht verloren und nun könne man endlich weitermachen. (eb)
Foto: Erwin Bernhart
it einem „gesunden Verwaltungsüberschuss“ (Zitat Gemeindesekretär Hubert Auer) von rund 1,9 Millionen Euro und einem erfreulichen Wirtschaftsergebnis von 2,1 Millionen Euro legte der Gemeindeausschuss von Partschins die Abschlussrechnung 2014 den Gemeinderäten kürzlich zur Genehmigung vor. Die Erhöhung der Ortstaxe um 30 Cent hat im Partschinser Gemeinderat am 30. Juni 2015 zu regen Diskussionen geführt. BM Albert Gögele und sein Ausschuss haben den letzten Termin dafür noch genutzt und aufgrund dieses Punktes die Ratssitzung noch im Juni einberufen. Die Erhöhung, die dann mehrheitlich genehmigt worden ist, tritt erst mit 1.1.2017 in Kraft. Dabei stand nicht so sehr die Erhöhung der Ortstaxe im Vordergrund, sondern die Ideen vom örtlichen Tourismusverein, was mit dem zusätzlichen Geld gemacht werden soll. Die Tourismusreferentin Birgit Egger Ladurner stellte zu Beginn klar, dass jene 30 Cent pro Nächtigung an Mehreinnahmen vor Ort bleiben werden. Man habe - bezirksweit - den Schlüssel mit der Marketinggesellschaft Meran (MGM) so fixiert, dass 85 % der Ortstaxe dem lokalen Tourismusverein zugute komme und 15 % an MGM abgeführt werde. Diese Vereinbarung betreffe aber die Erhöhung nicht. Egger Ladurner betonte, dass Projekte leichter zu verwirkli-
Der Wegbau nach Nasereit hat begonnen, ein Waldkindergarten könnte ab dem Kindergartenjahr 2016/17 in Partschins kommen, die Sanierung der GS Rabland samt Bau der Turnhalle stehen an: Über viele Projekte wird der Partschinser Gemeinderat in der laufenden Periode zu befinden haben.
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Töll
Stilfs/Südtirol
Sisi und Franz
Sing- und Wanderwoche begeistert
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ür den Hof und den gesamten Kaiser und Königreich war Kaisers Geburtstag – der 18. August ein großer Tag! Nicht nur in den K.u.K. Zeiten (Kaiserreich Österreich und Königreich Ungarn) wurde dieser schöne Brauch den Kaiser hoch Leben zu lassen getätigt, selbst bis in unsere Tage wird die Tradition und vielleicht ein kleines Stück Erinnerung an unseren Kaiser hochgehalten. Beim Onkl Taa gibt es zum Anlass des 185. Geburtstages eine Sonderausstel-
Foto: „Wind“-Archiv
s war heuer in Stilfs eine der schönsten Singwochen der vergangenen 25 Jahre“, schwärmt ein Teilnehmer aus dem Pustertal. Die 72 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Südtirol, die zur Alpenländischen Sing und Wanderwoche vom 28. Juni bis 5. Juli in Stilfs weilten, waren begeistert. Das lag zum einen an der geschickten Auswahl des geistlichen und weltlichen Liedgutes, das der Malser Chorleiter Ernst Thoma ausgewählt hatte und zum anderen an den Wanderungen bei wunderschönem Sommerwetter. Die Chorsängerinnen und Sänger ließen an den Vormittagen im Stilfser Haus der Dorfgemeinschaft ihre Stimmen klingen, als gemischte Chöre, als Frauen- und Männerchöre. Die Nachmittage waren dem Wandern vorbehalten. Es gab für alle Altersklassen (von 30 bis 80 Jahren) die
lung: Öffnungszeiten Museum: von 10.30 bis 16.00 und von 18.30 bis 20.00 Uhr - Die Ausstellung geht bis 6. Jänner 2016.
72 Sängerinnen und Sänger aus ganz Südtirol proben im Haus der Dorfgemeinschaft unter der Leitung von Ernst Thoma geeignete Route. Ziele waren unter anderem die Wanderungen vom Stilfserjoch zur Furkelhütte, von Prad nach Stilfs, der Besuch des Knoll-Museums in Sulden, eine Kräuterwanderung mit Sigi Platzer...Das Rahmenprogramm koordinierte Roland Angerer.“Gesungen wurde eigentliche den ganzen Tag“,
so Angerer. „Manche haben gar nie aufgehört“. Mit einem gut besuchten Konzert am Samstag, den 4. Juni, und mit der „Radio –Messe“ am Sonntag, den 5. Juni im Sender RAI-Südtirol klang die Singwoche harmonisch aus. Im kommenden Jahr findet diese in Gsies statt. (mds)
Marienberg/Vinschgau
Kloster Marienberg – ein Geheimtipp mmer mehr Menschen suchen in ihrer Freizeit und in ihrem Urlaub bewusst Orte, an denen sie Ruhe und Besinnlichkeit finden und ein Gefühl des Angekommenseins verspüren. Kloster Marienberg ist ein solcher Ort und bietet seit der Eröffnung des Abt Hermann - Hauses alle Voraussetzungen dafür. Im Abt Hermann-Haus, dem ehemaligen Wirtschaftstrakt, sind heute die Schauräume zum Thema „Ora et labora“, die Gästezimmer und die Seminar- und Gesprächsräume untergebracht. Eine besondere Fundgrube ist auch der Klosterladen, wo sich ein Stöbern auf jeden Fall lohnt. Ohne Handyempfang, ohne Wlan, ohne Computer oder Fernsehen können die Besucher ungestört ein Gespräch mit dem Gastpater führen, einen besinnlichen Rundgang durch die Ausstellungen machen, den stimmungsvollen Film über die
Foto: „Wind“-Archiv
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Gebet in der Krypta Engelsfresken der Krypta erleben oder einfach eine Ruhepause im Innenhof neben dem Plätschern des Klosterbrunnens genießen, am Chorgebet der Patres teilnehmen oder sich zu einem stillen Gebet in die Kirche zurückziehen. Die Besucherzahl im Museum hat in den letzten
zwei Jahren um 20% zugenommen, die Gästezahl um 94% und die Teilnehmerzahl an den verschiedenen Veranstaltungen im Abt Hermann - Haus um gar 130%. Auch die neuen Angebote für die Schulklassen sind ein voller Erfolg. Einige hundert Schüler haben sich im letzten
Winter an den Schulprojekten beteiligt, sodass diese sicher weiter ausgebaut werden. Da auch immer mehr englischsprechende Besucher nach Marienberg kommen, kann das Museum seit heuer mit einem englischsprachigen Audioguide erkundet werden. Leider ist es trotz unzähliger Versuche immer noch nicht möglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Marienberg zu gelangen, was sowohl für die Schulklassen, als auch für die restlichen Besucher eine große Erleichterung wäre. Obwohl der Bus täglich am Kloster vorbeifährt, hält er dort nicht an und ermöglicht kein Aus- und Zusteigen. Schade, wo doch die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel immer empfohlen wird und gerade den Schulkindern vorgelebt werden sollte. Annemarie Schwarz, Museumsleiterin und Leiterin des Abt Hermann – Hauses
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Bergtouren
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Wandertouren
/Wandern/ 23 Höhenwege
Wanderinfos: Dauer: rund 4 h (Auf- und Abstieg) Strecke: 10 km max. Höhe: 2.542 m Auf- und Abstieg: 750 hm Wegverlauf: Melag Parkplatz (1.915 m) - Markierung Nr. 2 Melager Alm (1.970 m) - Hüttensteig Nr. 2 - Weißkugelhütte (2.542 m)
Melag - Weißkugelhütte Tipp: Weite Almwiesen und vergletscherte Berge: Ein kontrastreiches Programm erleben Wanderer auf dieser Tour zur Weißkugelhütte. Die Erstbesteigung der Weißkugel gelang dem Wiener Joseph Anton im Jahr 1861.
In Zusammenarbeit mit 
Berglouter.com
Berg- & Wandertouren
Weitere Informationen und Wandervorschläge unter: www.berglouter.com
Berglouter.com
Berg- & Wandertouren
Eine atemberaubende Kulisse auf einmalige Gletscherwelten, jene der 3.739 Meter hohen Weißkugel etwa oder der 3.538 Meter hohen Langtauferer Spitze erwartet Wanderer, wenn sie das Ziel dieser Wanderung - die Weißkugelhütte - erreichen. Die mächtigsten Gipfel der südlichen Ötztaler Alpen, vergletscherte Welten, wie sie nur noch selten zu finden sind, das ist der Reiz dieser sehr beliebten Bergtour. TOURENINFO: Vom Parkplatz in Melag am Ende des Langtauferer Tales auf 1.915 Metern beginnt der Hüttenaufstieg zur Weißkugelhütte. Das Langtauferer Tal, das darf ohne Zweifel behauptet werden, gehört zu den ursprünglichsten Tälern im Vinschgau und ist allein für sich schon einen Besuch wert. Ein Fahrweg in östliche Richtung führt zur Melager Alm. An der Brücke, knapp unterhalb der Alm, kann man links vom Bach bleiben und den gut ersichtlichen Steig Nr.2 nehmen oder aber die Brücke überqueren und dem Fahrweg bis zur Melager Alm auf 1.970 Meter folgen. Kurz nach der Alm führt ein Steig hinunter zum Bach, überquert ihn und mündet in den Hüttensteig Nr.2, der über viele Kehren, dann etwas flacher, hoch zur schön gelegenen Weißkugelhütte auf 2.542 Meter führt. Der Abstieg kann über demselben Weg erfolgen.
24 /Jugend/
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Jugendzentrum JuMa Mals Ö
Mo. 13. – 15.07.15 Mädelscamp auf dem Watles
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Fr. 17. 07.15 – 18.00 Uhr Smoothies selber gemixt!
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Im Juli: Sommeröffnungszeiten Di. – Fr. 18.00 – 21.00 Uhr
Jugendtreff La:Ma Laas Ö
Fr. 10.07.15 ab 17.00 Uhr Putztag
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Sa.18.07.15 ab 18.00 Uhr Eis Selbermachen
JuZe Freiraum Schlanders Ö
Do. 09.07.15 von 19.30 bis 20.30 Zumba Summer Session
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Sa. 18.07.15 ab 20.00 Uhr Grillabend & Freiluftkino
Jugendzentrum JuZe Naturns Ö
So. 12.07.15 ab 16.00 Uhr JuZe Sunntig
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Fr. 17.07.15 ab 20.00 Uhr Freilichtkino mit dem Naturnser Filmemacher Leo Lanthaler
Jugendtreff Kosmo Plaus Ö
Mi. 15.07.15 ab 16.00 Uhr Calcettoturnier
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Nachmittagsbetreuung @ JuZe Freiraum
Auch dieses Schuljahr fand das Projekt „Nachmittagsbetreuung“ im Jugendzentrum „Freiraum“ Schlanders statt. Jugendlichen wird die Möglichkeit geboten, sich dreimal wöchentlich zu treffen, um ihre Hausaugaben zu erledigen und anschließend einer sinnvollen Freizeitgestaltung nachzugehen. Ziel des Projekts ist es ein geeignetes Lernumfeld für Schüler zu schaffen und sie beim Erledigen ihrer Hausaufgaben zu unterstützen, außerdem soll die Eigenständigkeit und Eigenverantwortung der Schüler gefördert werden. Gleichzeitig soll die Nachmittagsbetreuung arbeitende Eltern entlasten. Häufig ist die Erledigung der Hausaufgaben zuhause für beide Parteien mit Frust und Stress verbunden. Wertvolle gemeinsame Stunden gehen dadurch verloren. Freizeitgestaltung ist ebenfalls ein wichtiger Teil der Nachmittagsbetreuung. Hier können sich die Teilnehmer kreativ beschäftigen. Die Aktivitäten sind verschieden gestreut und es wird versucht sich den Interessen der Gruppen anzupassen. Bewegung im Freien, Gruppen- und Gesellschaftsspiele, Basteln, Werken, Kochen und Vieles mehr wurden auch in diesem Jahr wieder angeboten.
Das Projekt wird auch im Schuljahr 2015/16 wieder angeboten. Interessierte haben ab sofort die Möglichkeit sich im Jugendzentrum „Freiraum“ anzumelden.
Kontakt:
Projektleiterin: Kathrin Fleischmann: 339 88 15 119 E-Mail: kathrin.freiraum@jugendzentrum.bz Anmeldeschluss: 30. August 2015 Teilnehmerzahl begrenzt Wir freuen uns auf euch.
Kinobesuch
des Jugendtreff „All In“ Kastelbell-Tschars
Ganz gespannt starteten wir vor kurzem mit dem Jugendtreff „All In“ nach Bozen, um uns im Kino einen tollen Film im Cineplexx Bozen anzusehen. Wir waren schon ganz begeistert vom Zugfahren, viele von uns sind noch nie bis nach Bozen gefahren. Dort angekommen, gingen wir zum Kino, wo wir, nachdem wir Popkorn gekauft hatten, den Film „Ostwind 2“ anschauten. Anschließend sind wir noch zum Flüchtlingslager auf den Bahnhof gegangen, wo wir uns erkundigten wie es den Flüchtlingen geht. Schließlich nahmen wir den Zug nach Hause und kamen müde aber glücklich spät abends in Kastelbell an. Es war ein super toller Tag!!
– night im JuMa Am Freitag, 5. Juni war die lang ersehnte Harry Potternacht endlich da – 5 Mädels & 4 Jungs kamen zur Übernachtung im JuMa, natürlich wurden nicht alle Filme geschaut (Dauer: über 18 h), die ersten drei Teile schafften wir allerdings. Abends liesen wir uns Pizza schmecken, zum Film gabs dann Tortillas & dip, gefrühstückt wurde dann mit Milchbrötchen, Orangensaft und Marmeladebrot, bevor wir alle nach Hause gingen und uns ins Bett kugeln liesen!
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/Jugend/ 25
Göflan/Grundschule
Ein sportliches und ein sprachliches Experiment A
Foto: „Wind“-Archiv
m Freitag, 5. Juni traf sich die Schulgemeinschaft Göflan in der Sportzone von Schlanders zu einem Sporttag. Bereits zum dritten Mal gestalteten Oberschüler/innen der WFO/ Sportrichtung und ihre Professorin Jessica Colo` diesen Vormittag mit den Grundschülern. In mehreren Gruppen konnten die Kinder mit ihren jugendlichen Trainer/innen erste Erfahrungen mit neuen Sportarten machen oder bekannte vertiefen und Regeln einüben. Besonders begeistert waren die Kinder vom Floorballspiel, einer Art Hallenhockey und vom Slacklinetraining, das ihnen viel Konzentration und Gleichgewichtssinn abverlangte. Auch Weitsprung, Volleyball und Fußball standen auf dem gut durchdachten Programm. Die Jugendlichen schafften es sehr gut, sich auf die viel jüngeren Kinder einzulassen, Regeln zu erklären und sie zu fairem Spiel zu motivieren. Zur Halbzeit konnten sich die Sportbegeisterten an einem Buffet mit gesunder Jause stärken, das die Lehrpersonen vorbereitet hatten. Wir bedanken uns herzlich bei Frau Jessica Colo` und den Oberschüler/innen der WFO für ihre Bereitschaft zu diesem Experiment mit der Grundschule. Vielleicht ergeben sich auch für das kommende Schuljahr
wieder Möglichkeiten einer lockeren Zusammenarbeit. Ein Baumfest der besonderen Art fand in derselben Woche statt: Die Schüler/innen der italienischen Grundschule und ihre Lehrpersonen feierten gemeinsam mit Schule und Kindergarten Göflan. Unter der Anleitung der Förster Heinrich und Manfred pflanzten sie junge Nadelbäumchen.
Die Kinder trugen zweisprachige Lieder und Texte vor und verbrachten den Tag bei gemeinsamen Spielen. Wir bedanken uns bei der Fraktionsverwaltung Göflan für die vorzügliche Bewirtung und besonders bei Erhard Alber, der diese Begegnung beider Sprachgruppen ermöglicht hatte. Die Schulgemeinschaft Göflan
Schlanders/Grundschule
Das Baumfest der Grundschule Schlanders
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Foto: „Wind“-Archiv
m heurigen Schuljahr fand das Baumfest der Grundschule Schlanders in einer anderen Form als bisher statt. Jede Klassenstufe hatte ein anderes Thema. Dazu einige Aussagen von Schülern/ innen: 1. Klassen: Wir haben Bäume gesetzt: Eichen, Birken, Vogelbeerbäume, Kirschbäume, Kastanienbäume und Linden. Der Förs-
ter hat uns erklärt, wie man Bäume setzt. Wir haben mit der Schaufel ein Loch gegraben, dann haben wir den Baum gesetzt, die Erde mit den Füßen festgetreten und die Bäumchen mit Wasser gegossen. Der Förster hat uns viel von den Bäumen des Waldes erklärt. 2. Klassen: Wir sind mit dem Förster losgegangen. Unser Förster hieß Philipp und sein Hund Anka. Er hat uns von Bäumen und Sträuchern erzählt. Auch von Tieren, von denen wir noch fast nichts wissen. Der Wolf und der Bär waren am spannendsten. 3. Klassen: Wir wanderten gemeinsam mit den Förstern Andi und Martin am Feuersteig. Dort gab es viele Stationen, an denen wir verschiedene Informationen über unterschiedliche Tiere erhielten. Die Förster zeigten uns zum Beispiel das Fell von einem Wildschwein, Hirsch, Rehbock, Wolf und einer Gämse. Ebenso zeigten sie uns Geweihe vom Rehbock und Hirsch. Bei einer anderen Station lernten wir den Bär besser kennen.
Verschiedene Präparate von Vögeln zeigte uns der Förster bei der letzten Station. 4. Klassen: Wir gingen mit dem Förster in die Tischlerei Schwienbacher und hatten dort eine Führung. Danach wanderten wir zu den Geierböden. Dort sägte ein Holzer einen zehn Meter langen Baum um. 5. Klassen: Heuer sind wir mit den Fahrrädern nach Holzbrugg gefahren. Dort haben wir mit den Förstern viele verschiedene Fische angeschaut, die sie zuerst gefangen haben. Danach stiegen wir mit Neoprenanzügen ins Wasser um die Kraft des Wassers zu spüren. Anschließend suchten wir Wasserinsekten und lernten einiges über sie. Nach den verschiedenen Aktivitäten haben wir uns alle bei den „Geierböden“ getroffen, gesungen, gegessen und gespielt. Ein besonderer Dank gilt allen, die zum Gelingen beigetragen haben. Für alle war dieses Baumfest abwechslungsreich und interessant.
26 /Kultur/
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Bischof und Altar Die Brixner Pfarrkirche wird zur Zeit gründlich restauriert; neu gestaltet wird dabei auch der Chorraum, der Bereich um den Hauptaltar. Und schon gibt es Streit mit dem Bischof Ivo Muser, der mit der geplanten Anordnung nicht einverstanden ist. Das vom Gadertaler Künstler Lois Anvidalfarei entworfene und vom Pfarrrat erarbeitete und einstimmig gebilligte Konzept wurde abgelehnt. Der Bischof wehrt sich gegen das für den Wortgottesdienst entworfene „demokratische“ Konzept und fordert für Chorstühle und Ambo die zentrale Ausrichtung auf den Altar. Dieser Konflikt erinnert an die lebhaften Auseinandersetzungen um den Volksaltar im Bozner Dom. Damals ging es um das Werk des Laaser Künstlers Michael Höllrigl, der im gotisch-barocken Umfeld eine überzeugende Lösung für den Altar finden musste. Entstanden ist ein „mystisch verklärter Opferstein, geschnitten aus mediterran lichtem Marmor, monumental, aber Maße respektierend, zum Raum gewissenhaft proportioniert, in Ehrfurcht vor den Formen der Vergangenheit, einen oberflächlichen Bezug zu ihnen vemeidend.“ So beschreibt Norbert Florineth 1977 den Bozner Volksaltar in der ARUNDA. Als weitere Erklärung meint Höllrigl: Aus lose in der Wüste zusammen gefügten Steinen entstand der erste Opfertisch und damit die Urform des Altars. Dem Bischof hat der Bezug zum Alten Testament gefallen. Joseph Gargitter (1917-1991) überging die gegnerischen Argumente vieler Bozner Bürger, bekannte sich schützend zur „modernen“ Formgebung und hat sie ausdrücklich gut geheißen. Ebenso gefallen hat ihm die Kastelbeller Pfarrkirche, Oben: Der Bozner Volksaltar aus dem Jahr 1977 in gotisch-barocker Umgebung, ein Meisterstück an Einfühlungsgabe des Künstlers Michael Höllrigl. Die Probleme zur aktuellen Gestaltung des Chorraumes in der Brixner Pfarrkirche bedeuten neben der liturgischen auch eine künstlerische Herausforderung. Rechts: Die neue Kastelbeller Pfarrkirche der Bozner Architekten Abram und Schnabl aus dem Jahr 1974, Zentralbau mit Andreaskreuz als Grundriss. Die Nähe der alten, gotischen Andreaskirche mit Turm führte zur Überlegung, auf einen zusätzlichen Turm zu verzichten. Aber eine Kirche ohne Turm, das geht nicht im Land Tirol! Also wurde ein Turm dazugebastelt, der mit der ursprünglichen Planung nichts zu tun hat.
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ein Werk der Bozner Architekten Abram und Schnabl. Bei der feierlichen Einweihung im Jahr 1974 hat Gargitter die Gläubigen für ihre neue Kirche gelobt. Gar nicht zur Freude der Gemeinde... zumindest des Großteils. Dieser modische Bau wollte gar nicht gefallen. Da war allerhand auszusetzen, die Wände waren so kahl, die Kirchenfenster könnten aus einer Fabrikshalle stammen und nichts vermittle den Reichtum der christlichen Botschaft. Keine Marienbilder oder andere Heilige. Wer war eigentlich dieser heilige Andreas? Sicherlich wurde die Vita und die Vorbildfunktion des Heiligen erwähnt und erklärt, aber überzeugend war das kaum und das mächtige Andreaskreuz, das als stählerne Dachkonstruktion den Sakralraum beherrscht, half da auch nicht weiter. Andreas war der Bruder des Apostels Petrus und wird vor allem in der Ostkirche, in Byzanz verehrt, wo er eine ähnlich Stellung einnimmt wie Petrus in Rom. Er ist Patron von Russland, Griechenland und Schottland, auch des Ordens vom Goldenen Vlies; durch die europäischen Verbindungen der Habsburger erscheint das Andreaskreuz häufig auf tirolischen Wappen. Die Kirche von Kastelbell gehört zu den wichtigen Sakralbauten, die unter dem strengen, allen religiösen Firlefanz meidenden Bischof Gargitter entstanden sind. Jetzt stehen wir aber im Kirchenraum mit dem gewaltigen, schrägbalkigen Andreaskreuz, das früher wegen der X-Form als Abkürzung des Namens Christi verehrt wurde. Durch die Oberlichtfenster schauen wir auf den Sonnenberg, der in den Kirchenraum hereingezogen wird. Wir bleiben hängen am vielen Gold, das von den Wänden leuchtet, glänzt... überall Mosaikarbeiten. Im Vergleich zur hier gezeigten Fülle verblassen Aquileia und Ravenna. Aber nicht nur die Wände prunken mit güldenen und farbigen Heiligen, die Mosaikflut erfasst auch den Altar, das Ambo, die Treppen, die Altarstufen und ergießt sich gnadenlos auf die zwölf Stationen und schließlich auf alle Wände. Der Michael Höllrigl, der mit viel Rechts oben und unten: Mit billigen Mosaikbildern gepflasterte Wände bedecken jetzt die kahlen, „nur weißen Wände“, wie Kastelbeller Kirchenbesucher meinen; sie spendierten für die goldglänzenden, gar nicht so billigen Mosaiksteine gerne ihr Geld, um die Kirche „schöner“ zu machen. Besonder beeindrucken der am Rednerpult „abstürzende“ Heilige Geist.
Der quadratische Kirchenraum bekommt Licht von oben und durch verglaste Ecken, die den Innenraum mit dem Außen verbinden. Schattenspiele überall, sie wetteifern mit den Mosaikgestalten, die das „öde Weiß der Mauern beleben“ . Der streng komponierte Innenraum kommt ins Stottern bei den vielen, sich widersprechenden Ideen.
Liebe und Augenmaß die strengen Formen aus südländischem Travertin entwickelte (lapis tiburtinus, Stein aus Tivoli, sagt er genüsslich!), hat seit der Verhunzung seines Altars durch billiges Mosaikmaterial die Kirche nicht mehr betreten. Wir aber, mein Begleiter und ich, wir lassen uns die Wirkung dieses Raumes nicht durch Nebensächliches verderben. Der Raum ist so stark und die Idee des Andreaskreuzes so überzeugend, dass sich für einen Moment der Geist des gestrengen Bischofs Gargitter zu uns gesellt und mit uns zu beten beginnt. Hans Wielander
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Die oft diskutierte Umfahrung in Richtung Handwerkerzone ist derzeit politisch geparkt
BM Andreas Heidegger
Naturns
Die Wirtschaft im Blick Mit rund 550.000 Nächtigungen ist der Tourismus die belebende Wirtschaftskraft in Naturns. Stark ist auch die Apfelwirtschaft. Viele Kleinbetriebe garantieren wichtige Arbeitsplätze. Auch die Vielfalt im Handel von Naturns wirkt für die Umgebung höchst anziehend. Fern vom öffentlichen Fokus arbeiten hingegen die Großen: die weltweit agierenden Firmen Schweitzer und Ivoklar.
E
s war im Jahr 1962, als sich die Liechtensteiner IvoklarVivadent-Gruppe in Naturns angesiedelt hat. Der Firmensitz und die Führungsriege, die Headquarters, sind weiterhin in Schaan in Liechtenstein. Viele, vor allem Frauen aus Naturns und Umgebung, haben bei Ivoklar in Naturns ihr Arbeitsleben verbracht. Ivoklar stellt Zahnersatzprodukte und in der Zahnmedizin eingesetztes Instrumentarium her. Der weltweit mit 3.200 Angestellten operierende Industriekonzern hat im vorigen Jahr 761 Millionen Schweizer Franken umgesetzt. Ivoklar ist aus Naturns seit Anbeginn nicht mehr wegzudenken. Ein Arbeitsplatzgigant. Die auf dem internationalen Parkett innovativ und wendig auftretende Schweitzer AG ist der zweite große Betrieb in Naturns. Insgesamt sind es 470 Arbeitsstätten in Naturns, vom verarbeitenden Gewerbe (38), zur Energieversorgung (3), hin zum Baugewerbe (74), vom Handel samt KfzWerkstätten (92), zum Gastgewerbe (107), Freiberufler (46), Betriebe im Gesundheits- und Sozialwesen (16), um nur die an der Anzahl wichtigsten zu nennen. Die Wirtschaft in Naturns ist breit aufgestellt und beruht im
Wesentlichen auf den drei Säulen Landwirtschaft-Tourismus und Handwerk (sh. Interview mit BM Andreas Heidegger). Mehr als 2000 Leute finden innerhalb dieser Wirtschaftsbetriebe einen Arbeitsplatz. Wichtig ist den politisch Verantwortlichen in Naturns, dass sich vor allem die angestammten Betriebe gedeihen und wenn nötig auch organisch wachsen können. Es mache keinen Sinn, alle möglichen Betriebe nach Naturns zu locken. Da muss man schon auf bestimmte Kriterien auch achten, auf heimische Betriebe, auf Nachhaltigkeit, auf kleine Kreisläufe. Die oft diskutierte Umfahrung in Richtung Industrie- bzw. Handwerkerzone, die auch die Obstgenossenschaft Texel miteinbezogen hätte, sei, so sagt es BM Andreas Heidegger, auf der „politischen Bühne geparkt.“ Da müsse man realistisch sein. Aufgrund der Prioritätensetzung der neuen Landesregierung gerade im Bereich Straßenbau werde diese Anbindung des Gewerbegebietes mittelfristig sicher nicht zustande kommen. Es wäre auch eine Art zweite Umfahrung, sagt Heidegger. Froh ist man um die Arbeitsplätze in der Industrie. Man müsse aber achtsam sein und zwar auf die Landschaft,
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auf das Ortsbild. Denn die Gemeinde Naturns ist vor allem eine Tourismusgemeinde. Bisher, sagt Heidegger, sei dieser Spagat relativ gut gelungen. Als Beispiel führt er das Hochregallager der Obstgenossenschaft Texel an. Deren Oberfläche sei künstlerisch so gestaltet worden, dass sich der weit um sichtbare und relativ hohe Bau wieder etwas zurückgenommen habe. (eb)
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Die Unterstellbahn transportiert mehr als 100.000 Personen im Jahr auf den Naturnser Sonnenberg. Diese tragen wesentlich zum Nebenerwerb der Bergbauern bei.
Bodenlose Aussicht
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6 Meter geht sie hinaus ins Bodenlose: die neue Plattform in der Nähe des Unterstellhofes am Naturnser Sonnenberg. Auf verzinktem Rost mit Durchblick nach unten scheint man über den Dächern von Naturns zu schweben. Atemberaubend der Ausblick. In Richtung Ifinger, in Richtung unterer Vinschgau. Die Leute, die von der Texelbahn nach den 1000 Stiegen etwas müde den Steig herunterkommen, kommen an der Plattform nicht vorbei. Magisch zieht das Werk an, die Neugier siegt schnell über das Schwindelgefühl. „Wunderschön“, sagt ein Gast, „ähnlich wie in Trauttmanssdorff.“ Die Idee zur Aussichtsplattform hatte der Untersteller Konrad Götsch und er war es, der es nicht bei einer Idee belassen hat. Diese neuestes Errun-
genschaft am Naturnser Sonnenberg scheidet auch die Geister in Naturns. Manche rümpfen die Nase. Da oben brauche es nicht solche Sachen, wird gesagt. Konrad Götsch kümmert das wenig. Gäste und Einheimische, die sich auf die Plattform vorwagen, sind fasziniert. Wegen der Aussicht die einen, wegen der Konstruktion andere, viele wegen beidem. Am Sonnenberg ist ein „Landmark“ entstanden. Man wird sich schnelle daran gewöhnen. Wie man sich auch an die nützliche Kirchbachbrücke gewöhnt hat und die Kritiken darüber völlig verstummt sind. Tatsache ist, dass die Unterstellbahn mehr als 100.000 Leute auf den Sonnenberg hinauftransportiert, welche als Wanderer, als Konsumenten, als Genießer, als Sportler willkommen sind und zur Wertschöpfung am Sonnenberg, zum Nebenerwerb einiger Bauernhöfe dort oben wesentlich beitragen. (eb)
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BM Andreas Heidegger: „Naturns ist wirtschaftlich gut aufgestellt“ tung. Wenn in den letzten Jahren in Naturns viel in die qualitative Entwicklung investiert worden ist, dann ist das auch darauf zurückzuführen, dass Vertrauen in die Gemeinde geherrscht hat. Wenn die Gemeinde das Umfeld parallel nicht genauso mitgestaltet, sind die Unternehmer auch nicht invesitions- oder risikofreudig. Ein konkretes Beispiel? Nehmen wir den Tourismus her: Wenn nicht der Gästebus gefördert würde, wenn nicht die Seilbahn nach Unterstell gebaut wäre, wenn wir nicht das Wandergebiet pflegen, wenn die Gemeinde nicht die Voraussetzungen schafft, für bestehende Betriebe qualitative und quantitativ erweitern zu können... Mit all diesen Dingen wird den Unternehmern Sicherheit geboten. Man kann ja alles bremsen. Da hindert man die Entwicklung. Naturns zeichnet sich durch einen guten Branchen-Mix aus. Fehlt da noch etwas? Nehmen wir den Lebensmittelbereich: Wir haben da ein gutes Angebot von Discountern bis zu hochwertigen Lebensmittelgeschäften. Dadurch konnten wir einen Großteil der Kaufkraft, die abgeflossen ist, zurückholen. Wir haben darauf geachtet, dass diese Lebensmittelgeschäfte im Dorf angesiedelt sind. Ich bin total gegen ein Einkaufszentrum auf der grünen Wiese. Ich sage, wenn die Lebensmittel im Dorf einFoto: Erwin Bernhart
Vinschgerwind: Hat die Tunneleröffnung im Jahr 2003 wesentliche Änderungen für die Wirtschaft von Naturns gebracht? Andreas Heidegger: Durch die zwei Tunnels in Naturns und Staben hat Naturns ein hohes Maß an Lebensqualität zurückgewonnen. Im Dorfzentrum ist durch die Verkehrsberuhigung Aufenthaltsqualität gekommen. Dadurch hat Naturns als Einkaufsort einen großen Qualitätssprung gemacht. Naturns konnte sich viel stärker als Mittelpunktsgemeinde des unteren Vinschgaus entwickeln. Naturns, das muss man dazusagen, hat es verstanden, sich rechtzeitig auf die Zeit nach dem Tunnel vorzubereiten. Auch aufbauend auf die Leitbilder, die zu Beginn der 90er Jahre erstellt worden sind. Seit 10 Jahren sind Sie Bürgermeister von Naturns. Was ist in diesen 10 Jahren im Hinblick auf die Wirtschaft gut gelungen? Ich bin ja als Arbeitnehmerbürgermeister gekommen. Aber es war mir immer ein anliegen, dass ich die Wirtschaft organisch entwickeln kann. Auch weil man weiß, wenn die Wirtschaft funktioniert, dann hat man auch finanzielle Spielräume für die soziale und für die kulturelle Entwicklung. Ich habe immer diesen Ausgleich der Bevölkerung zu vermitteln versucht. Ich glaube, dass man als Gemeinde die Rahmenbedingungen schaffen muss, damit sich die Wirtschaft gut entfalten kann. Es braucht Unternehmer mit Weitsicht, aber es braucht auch die dazugehörige Gemeindeverwal-
gekauft werden können, dann kaufen die Leute auch andere Dinge im Dorf ein. Dass wir da einen guten Mix haben, ist auch ein bisschen ein Glücksfall. In der Handwerkerzone hat Naturns große Betriebe, die viele Arbeitsplätze bieten. Ist Naturns eine Einpendlergemeinde? Wir sind eher eine Einpendlerdorf, das heißt es kommen mehr Leute nach Naturns zum Arbeiten, als Naturnser auswärts arbeiten. Grundsätzlich ist Naturns wirtschaftlich gut aufgestellt, das heißt die Wirtschaft fußt auf mehreren ErwerbsStandbeinen. Landwirtschaft, Tourismus, produzierendes Gewerbe, Dienstleistungen Handel und Handwerk. Wir haben das Glück, mit der Firma Schweitzer und der Firma Ivoklar weltweit agierende Betriebe zu haben. Die bieten innovative Arbeitsplätze für junge Leute an. In den letzten Jahren haben sich in Naturns keine neue Betriebe angesiedelt, aber die bestehenden sind in permanenter Entwicklung und sie sind für junge Leute attraktiv. Wichtig ist auch, dass gegenseitiges Vertrauen herrschen kann. Aber wichtig für uns sind natürlich die Kleinbetriebe, welche nicht vom internationalen Markt abhängig sind. Handwerk hat halt doch noch goldenen Boden. Interview: Erwin Bernhart
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Die Gemeinde Naturns verfügt über 17,5 ha Gewerbegebiete, in denen 37 Betriebe angesiedelt sind.
Erfolgreiche Betriebe in Naturns -Jürgen Zerz von Elektro Zerz im Interview
Wir haben eine starke Hotelerie und Industrie und einen florierenden Handel Vinschgerwind: Wieviele Mitarbeiter beschäftigt der Elektrobetrieb Zerz? Jürgen Zerz: Die Firma Zerz OHG beschäftigt derzeit 6 Mitarbeiter. Die Zerz OHG ist ein Familienbetrieb. Wie hat man 1971 angefangen? Der Familienbetrieb wurde 1971 als Einzelunternehmen von Zerz Karl eröffnet. Man war in Miete und das Lager und das Werkzeugsegment waren dementsprechend klein. Da die Aufträge zunahmen, mussten schließlich Mitarbeiter angestellt und 1980 das Lager mit dem Wohnhaus gebaut werden. Beide wurden in den Jahren 2005 und 2007 erweitert. Und heute: Auf welche Leistungen dürfen Kunden bei Ihnen vertrauen? Wir erledigen die komplette Palette der Elektroinstallation und Wartung sowie die Reparaturen, die anfallen. Da das Elektrohandwerk so weitläufig geworden ist, ist eine kontinuierliche Aus- und Weiterbildung sehr wichtig. Nehmen wir nur als Beispiel den Bereich Beleuchtung, das, was sich mit der Ledtechnologie alles verändert hat. Das ist schon erstaunlich. Sie legen Wert auf die Qualifikation Ihrer Mitarbeiter. Foto: Erwin Bernhart
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Wovon hängt der Erfolg eines Unternehmens noch ab? Ihre persönliche Meinung. Qualifizierte und ausgebildete Mitarbeiter sind der Grundstein eines Unternehmens. Ein Unternehmen sollte heute flexibel und zukunftsorientiert sein, um in der hektischen und schnelllebigen Welt bestehen zu können! Mit welchen Schwierigkeiten kämpfen Firmen in Naturns und im Vinschgau überhaupt? Im Allgemeinen glaube ich haben wir in Naturns eine starke Hotelerie, Industrie und einen florierenden Handel, die auch im momentan schwierigen Wirtschaftsumfeld noch investieren und bauen. Die überbordende Bürokratie ist natürlich für alle eine Belastung, die für jeden Betrieb viele Kosten verursacht. Die Vor- und die Nachteile des Wirtschaftsstandorts Naturns sind … Durch den starken Tourismus in Naturns ist die Wirtschaftslage vielleicht nicht so schlecht wie in anderen Gemeinden des Vinschgaus, dafür ist das Dorf vielleicht zu schnell zu groß gewachsen. Interview: Angelika Ploner
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In Naturns zählen Zusammenhalt und Gemeinschaftssinn
Günther Rechenmacher ist der Obmann von Naturns Aktiv, der Vinschgerwind hat mit ihm über Stärken, Probleme und Höhepunkte in Naturns gesprochen.
Foto: Erwin Bernhart
Vinschgerwind: Herr Rechenmacher, ist „Naturns aktiv“ ein Erfolgsmodell? Günther Rechenmacher: Naturns aktiv wurde im Jahr 2002 gegründet und es wurde und ist ein Erfolgsmodell, da bis heute alle Wirtschaftszweige - Gemeinde, Tourismus, HGV, Kaufleute, Industrie, Vereine… - eng zusammenarbeiten, ihren finanziellen Beitrag leisten und so gewährleisten, dass das Dorf mit den verschiedensten Events attraktiv gestaltet werden kann. Warum der Zusammenschluss? Nach der Fertigstellung der Umfahrung hatte man zurecht Bedenken, dass der Besucherstrom nachlassen wird, da der Hauptverkehr nicht mehr durch den Ort führt. Diese Verkehrsberuhigung des Ortes galt es als Chance zu nutzen, um Naturns zu einem attraktiven, gemütlichen Dorf zu machen, in dem man gern bummelt, einkauft, die vielfältige Gastronomie genießt und die angebotenen Rahmenprogramme besuchen kann. Die Initiative, eine Wirtschaftsgruppe zu bilden, stammt hauptsächlich vom Tourismusverein und den Kaufleuten. Positiv entwickelt haben sich die Gespräche zwischen den einzelnen Gruppen, (Wirtschaft, Kultur, Jugend, Sozialbereich, Landwirtschaft, Gemeindeverwaltung usw.) wobei alle erkannt haben, dass man mit verschiedenen Veranstaltungen, niveauvollen Events und Gemeinschaftsaktionen das Dorf beleben und attraktiv machen muss. Worin liegen die Stärken von Naturns? Der Zusammenhalt und der große Gemeinschaftssinn innerhalb aller Wirtschaftstreibenden und der Gemeindeverwaltung ermöglichen die Realisierung wichtiger Projekte für Naturns. Die gute Erreichbarkeit – auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln, der Vinschger Radweg
und das verkehrsberuhigte Dorf sind weitere Stärken. Ein florierender und qualitativ hochwertiger Tourismus, viele attraktive öffentliche Einrichtungen (Erlebnisbad, Naturparkhaus, Prokulus Kirch und Museum, Seilbahn Unterstell, Ötzi Bike Academy, Klettersteig „Hoachwool“, Erlebnisbahnhof u.v.m.), die große Vielfalt an Geschäften und kaum leerstehende Lokale: Das alles zeichnet Naturns aus. Auch Kundenfreundlichkeit, ein umfangreiches Angebot und eine hohe Qualität im Einzelhandel sind Stärken von Naturns. Mit welchen Problemen kämpft der Einzelhandel in Naturns. Ich glaube, dass das die klassischen Probleme sind, mit denen der gesamte Einzelhandel im Tal zu kämpfen hat: Kaufkraftabfluss durch Großhandelsketten, rückläufige Kaufkraft, verfrühte Sommerschlussverkäufe (entstehen auch durch die Großhandelsketten), wachsende Betriebsauflagen und allgemeine Bürokratie, steigende Kosten. Welche Höhepunkte stehen in Naturns für den bereits angelaufenen Sommer an? Der Keramikmarkt ist bereits erfolgreich über die Bühne gegangen. Nun stehen die „Nacht der Lichter“ jeden Mittwochabend im Juli auf dem Programm. Des Weiteren: Blues one the street jeden Mittwoch ab 20:30 Uhr im August, Naturns Lacht (Dienstag und Freitag im August), Kinderlachen (Mittwoch im August), das Bluesfestival am 8. August, Herbert Pixner am 22. Oktober und Törggelen am Dorfbrunnen – jeden Mittwoch im Oktober ab 15 Uhr. Es stehen also wieder jede Menge Höhepunkte an, die Naturns besuchenswert machen. Interview: Angelika Ploner
Naturns in Zahlen
5.731
Einwohner zum Stichtag 31. Dezember 2014 Bei der Volkszählung im Jahr 1971 waren es noch
3.579
470 Betriebe gibt es in der Gemeinde Naturns (2011)
Der größte Arbeitgeber in Naturns ist die Ivoklar mit
253 Mitarbeiter
Die Firma Schweitzer Projekt mit Headquarters in Naturns beschäftigt weltweit insgesamt
700 Mitarbeiter
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Die „Texel“ in Zahlen
1274
Hektar ist die Mitgliedsfläche, welche von
353 Mitgliedern bewirtschaftet wird
Eine Erntemenge von rund
7.400 Waggon wird von
140 Mitarbeitern verarbeitet Damit erwirtschaftet die „Texel“ einen Umsatz um die
40 Millionen Euro Im neuen Hochregallager in Naturns haben insgesamt an die
15.000 Großkisten Platz und die „Texel“ hat eine Großkistenkapazität von
235.000 Kisten
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Bestmögliche Planung bei höchstmöglicher Flexibilität
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ir haben bereits die gesamte Ernte von 2014 sortiert und die meisten Äpfel sind verkauft“, sagt der Geschäftsführer Christoph Tappeiner. Im hochmodernen Hochregallager, 2012 fertiggestellt, befinden sind derzeit 2.700 Großkisten. In die jeweiligen Apfelgrößen sortiert. Das sind wenige, wenn man bedenkt, dass im Lager 15.000 Großkisten Platz haben. Die Sortieranlage steht seit dem 20. Mai still. Derzeit wird eine neue installiert und diese wird mit 1. September in Betrieb sein. Und seit 10. Juli wird die Verpackungsanlage in einen 5-wöchigen Urlaub geschickt. Christoph Tappeiner ist mit seinen 41 Jahre ein junger Geschäftsführer, allerdings im Apfelgeschäft mit seiner 20-jährigen Erfahrung in der Genossenschaft in Naturns ein erfahrener. Er hat bei der NOG, bei der Naturnser Obstgenossenschaft begonnen, 1998 die Fusion mit Plaus mitbegleitet und 2008 die Fusion mit der Partschinser Obstgenossenschaft POG. Daraus ist die „Texel“ entstanden und zu einem wesentlichen Bestandteil der bäuerlichen Produktion und Kultur im unteren Vinschgau geworden. „Wir haben diese große Verantwortung übernommen“, sagt Tappeiner. Die Texel ist mit einer Lagerka-
pazität von 6.610 Waggon (in Naturns 2.720, in Plaus 1.675 und in Partschins bzw. auf der Töll 2.215) nach der Mivor in Latsch die zweitgrößte Obstgenossenschaft im Tal. Tappeiner betont, dass die gesamte Struktur von drei wesentlichen Säulen getragen werde: von den Mitarbeitern, von den Eigentümern und von den Kunden. Die jeweiligen Sichtweisen aufeinander können sehr unterschiedlich sein. Und damit umzugehen bzw. diese Sichtweisen im Lot zu halten, das sei seine Aufgabe und die sei oft auch eine Gratwanderung. „Wir sind ein attraktiver Arbeitsplatz“, davon ist Tappeiner überzeugt. Derzeit arbeiten 140 MitarbeiterInnen bei der Texel. „Bis 2020 werden wohl noch 20 Arbeitsplätze dazukommen“, so die Prognose von Tappeiner. In den letzen 2 Jahren wurden in der gesamten VI.P-Gruppe, bestehend aus den Obstgenossenschaften des Vinschgau, 50 neue Arbeitsplätze geschaffen. Tappeiner kann anhand einiger exemplarischen Beispiele die Entwicklung in der Obstwirtschaft aufzeigen: Hat es früher, also vor 20 Jahren, den klassischen Betriebstechniker und Kühlhaustechniker gegeben, gibt es heute 3 Kühlhaustechniker und 6 Techniker mit Mechatronikausbildung. Oder: Vor 20 Jahren hat man rund 50 Prozent der
sortierten Ware verpackt; heute werden rund 80 Prozent verpackt und konfektioniert. „Ziel ist es, stufenweise auf 90 Prozent verpackte Ware zu kommen“, sagt Tappeiner. Oder: Hat man früher viel Ware an Grossisten verkauft, ist es heute so, dass die Handelsketten, wie es etwa die Aspiag bzw. die Despar macht, die Tafelware direkt kaufen und in ihren Filialen verteilen. Tappeiner ist im Verkaufsteam der VI.P, in dem alle Geschäftsführer der Obstgenossenschaften arbeiten, vor allem für den Handel in Italien zuständig. Sein Arbeitsplatz, wie auch der seiner Kollegen, ist die jeweils eigene Genossenschaft. Bestellungen über die gesamte Warenpalette der VI.P wickelt Tappeiner für den italienischen Markt ab. Erdbeeren aus Martell, Karfiol aus Eyrs, Golden aus Kortsch, Gala aus Partschins, Bio aus der Bioabteilung in Latsch: Was auch immer die italienischen Handelsriesen wollen, es geht über den Schreibtisch von Christoph Tappeiner. Schreibtisch ist gut - denn alles läuft natürlich elektronisch. Über seinen Computer kann Tappeiner in sein Hochregallager schauen, aber auch hinter die Türen aller Genossenschaften. 2006 ist mit VI.P-3 der zentrale Verkauf über die VI.P eingeführt worden. Die Märkte - national, international - wer-
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den von den Mitgliedsgenossenschaften gemeinsam bedient. „Diese Form des Verkaufes ist nicht mehr wegzudenken“, sagt Tappeiner. Auch vor allem damit sei man der Konkurrenz eine Nasenlänge voraus. Im Vorfeld von VI.P-3 habe es schon eine Art
Verkaufsdisziplin zwischen den Geschäftsführern gegeben - mit unterschiedlicher Ausprägung, schmunzelt Tappeiner. Tappeiner spricht sich intern mit dem Produktionsleiter, mit den Bereichsleitern immer wieder ab. Die MitarbeiterInnen sind, so Tappeiner, motiviert und gut drauf. Darauf aufbauend können die Abläufe innerhalb des Betriebes gut abgefedert werden. Auf der einen Seite ist eine bestmögliche Planung gerade bei Verpackung und Disposition gefragt, auf der anderen Seite muss auch rasch auf Kundenwünsche reagiert werden können - höchstmögliche Flexibilität. Es kann schon mal vorkommen, dass im Schichtbetrieb von 24 Stunden 6.000 Großkisten im Betrieb bewegt werden. Für Tappeiner und wohl auch für die gesamte Texel bleibt jener schwarze Tag im März 2006 unvergessen. Damals hat es in der Kühlzelle von Plaus zwei Tote
5Ja0hre
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gegeben. Ein traumatisches Erlebnis, sagt Tappeiner. Mit den 353 Eigentümern, den Bauern, pflegt Tappeiner das ehrliche Gespräch. Das beinhaltet auch, wie es heuer der Fall ist, die Bauern über die schwierige Marktlage, über den Preisdruck aufzuklären. Bald schon beginnen die Erntebesprechungen. Im November, nach der Ernte, findet die Vollversammlung statt. Bei einer ersten Mitgliederversammlung im neuen Jahr, gewöhnlich im Februar, kommen die ersten offiziellen Rückmeldungen über die Marktlage zu den Bauern. Anfang Juni kann bereits ein Überblick über die Verkaufssaison gegeben werden. Ob denn ab und an auch Lob vonseiten der Eigentümer kommen? „Natürlich tut Lob gut“, sagt Tappeiner. Auf Genossenschaftsebene ist Lob von den Eigentümern wie ein Ritterschlag. Tappeiner lacht. (eb)
Ich vertraue dem, der für Naturns da ist.
• Schlanders
Foto: Erwin Bernhart
Christoph Tappeiner - Geschäftsführer der Obstgenossenschaft Texel in Naturns
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Fotos: Wolfgang Platter
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Nationalpark Stilfserjoch
Gletscher in Zeiten des Klimawandels
Sonderausstellung im Nationalparkhaus naturatrafoi
Wolfgang Platter, am Tag des Hlg. Ulrich, 4. Juli 2015
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m Nationalparkhaus naturatrafoi zeigen wir derzeit eine Sonderausstellung zum Thema Gletscher. Diese Wechselausstellung ist Themengeber für meinen heutigen Beitrag: Der stark beschleunigte Rückgang und Massenverlust der Gletscher in den Alpen.
Erderwärmung durch Treibhausgase Der Gletscherschwund ist in unseren Klimazonen der deutlichste und auffälligste Indikator für den Klimawandel. Das Klima wandelt sich infolge der Erderwärmung. Die Erderwärmung ihrerseits hat ihre Ursache in der ständigen und stetigen Zunahme des Kohlendioxyds in der Erdatmosphäre. Das Kohlendioxyd ist ein Treibhausgas, das die Erdatmosphäre eintrübt und dadurch die von der Erde in den Nachtstunden in das Weltall abgestrahlte Wärmeenergie reflektiert und die Erde aufwärmt. In den letzten 100 Jahren ist die Erde als Planet um 0,8°C wärmer geworden. Der Anteil des Kohlendioxyds in der Luft ist von 290 pars per million (vor hundert Jahren) auf derzeit 389 ppm angestiegen, Tendenz steigend. Hauptverursacher dieses Anstieges von Kohlendioxyd ist der Mensch der industriellen Gesellschaft.
Die Alpen sind im weltweiten Vergleich besonders stark von der Erwärmung betroffen: In den letzten 100 Jahren war der Anstieg der Durchschnittstemperatur der Luft in den Alpen mit 2,0°C doppelt so hoch wie im europäischen Durchschnitt. Der Klimawandel findet auch in Südtirol statt: Wissenschaftler der Europäischen Akademie in Bozen haben, von unterschiedlichen Szenarien ausgehend, berechnet, dass die Jahresdurchschnittstemperatur in Südtirol bis zum Jahre 2050 im positivsten Fall um +1,2°C ansteigen wird und beim negativsten Szenario von Klimamodellen sogar um +2,7°C. Trotz nunmehr schon vieler internationaler Klimaschutzkonferenzen ist es den politischen Führern noch nicht gelungen, verbindliche Ziele zu vereinbaren, welche die Erderwärmung bis 2050 auf +2,0°C eingrenzen, obwohl die wissenschaftlichen Daten schon lange auf dem Tisch liegen und die Folgen des weiterhin hohen Energieverbrauches bekannt sind. Im letzten Treffen der G7-Staaten von Schloss Ellmau in Bayern war das Weltklima wieder auf der Liste der behandelten Agenden. Die Umweltenzyklika von Papst Franziskus „Laudato si“ jüngsten Datums findet deutliche Worte zum Thema des respektvollen Umganges mit der Schöpfung und
zum Erhalt einer bewohnbaren Erde. Wollen wir sehen, ob die schwergewichtigen Worte einer Persönlichkeit von höchster moralischer Instanz von den Staatenführern bei der nächsten Klimakonferenz im heurigen Herbst auch beherzigt und nicht nur vorab belobigt werden.
Vergletscherung im Alpenbogen Laut dem Weltgletscherreport (World Glacier Monitoring Service WMGS) betrug die Vergletscherung des Alpenbogens im Jahre 1850 4.460 km², im Jahre 1970 2.903 km² und im Jahre 2012 2.153 km². Setzt man die Vergletscherung der Alpen im Jahre 1850 gleich 100%, so beträgt die vergletscherte Fläche von 2012 nur noch 48%, also weniger als die Hälfte. Dem gleichen Report ist zu entnehmen, dass im Zeitraum 1995 bis 2000 in den Alpenstaaten Frankreich, Schweiz, Österreich und Italien 284 Gletscher eingehend untersucht wurden, 273 davon haben sich zurückgezogen.
Die Gletscher im Nationalpark Im Nationalpark Stilfserjoch gab es 2003 150 Gletscher mit einer Gesamtfläche von 11.011 Hektar und einem gespeicherten Volumen von 3 Milliarden m³ Wasseräquivalenten (Datenquelle: Pirovano C., Moriconi
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Der Forni-Gletscher im gleichnamigen Tal als Seitental der Valfurva im lombardischen Anteil des Nationalparks Stilfserjoch. Rechts: Die Punta San Matteo vom Aufstieg zum Palon de la Mare aus.
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Öffnungszeiten Mai bis Oktober: Di - Fr: 9.00 - 12.00 und 14.30 - 18.00 Uhr Sa - So - Feiertage: 14.30 - 18.00 Uhr Durchgehende Öffnungszeit vom 1. Juli bis 21. August: Di - Fr: 9.00 - 18.00 Uhr Sa - So - Feiertage: 14.30 - 18.00 Uhr Mo geschlossen
Gletscherspalten und Eisbrüche an der Gletscherzunge des Forni-Gletschers: Eis fließt und reißt.
L., Barcella M., Bonardi L., Galluccio A.: Relazione sullo stato dell´ambiente, Porgetto Agenda 21 locale nel Parco Nazionale dello Stelvio). Laut den Angaben von Thomas Schellenberg vom Institut für Fernerkundung an der EURAC Bozen betrug die Flächenausdehnung der Gletscher im Ortler-CevedaleMassiv 1987 85,3 km², 1999 74,9 km², 2000
73,7 km² und 2010 60,2 km². Oder zusammenfassend: In den 23 Jahren zwischen 1987 und 2010 haben die Gletscher in der Ortler Cevedale-Gruppe einen Flächenverlust von 25,1 km² erfahren, was 29,4, also fast 30% ihrer Fläche von 1987 entspricht. Die Hintere Eggenspitze in Ulten ist eine der Dauerbeobachtungsflächen des Hydrographischen Landesamtes in der Südti-
Gletschermannschild (Androsace alpina): Diese Pflanze gehört zu den Höhenrekordlern der Blütenpflanzen in den Bergen. Der Igel- oder Kugelwuchs schützt sie vor Kälte, starker Verdunstung mit letalen Wasserverlusten und hoher Ultraviolettstrahlung und ermöglicht noch die Produktion von Bau- und Betriebsstoffen durch die Photosynthese.
roler Landesverwaltung. Im Jahre 1991 betrug der Massenvorrat am Gletscher der Hinteren Eggenspitze 18 Millionen m³, im Jahre 2010 war dieser Vorrat laut Angaben von Hanspeter Staffler von der Abteilung Zivilschutz auf 8 Mio. m³ geschmolzen. Die Abnahme von 10 Mio. m³ in nur 19 Jahren entspricht 55% des Massenvorrates von 1991.
Die Kriechende Nelkenwurz (Geum reptans) gehört im Gletschervorfeld zu den Pionierbesiedlern nach dem Abschmelzen des Gletschers. Die Pflanze bildet Ausläufer, wächst auf Rohböden und nutzt die Wärmewirkung des Steines wie eine Bettflasche.
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Von Schlanders nach Innsbruck
Vor dem Goldenen Dachl
Die Golden Roof Challeng in Innsbruck wurde vor 11 Jahren von Armin Magreiter nach Schlanderser Vorbild in die Alpenhauptstadt gebracht. Heuer nach ein Jahr Pause werden auch in Schlanders wieder die Athleten für eine einzigartige Kulisse und Atmosphäre sorgen. Weltmeister Filippidis hat sein Kommen schon zugesichert. (ah)
Jedes Jahr wird vor der wunderschönen Kulisse vor dem Goldenen Dachl in Innsbruck ein Stabhoch- und ein Weitsprungwettbewerb durchgeführt. Im Bild ist die Siegerin Franziska Marsoner bei ihrem Sprung zum Sieg. (ah)
Weitsprung: Franziska und Mirko Für Franziska Marsoner und Mirko Lepir gab es in den letzten Jahren zwei grosse Erfdolgen in Weitsprung. Die Tablanderin wurde Vizeitalienmeisterin, der Prader wurde Vorigesjahr Italienmeister. Stefan Valorz im Jahr 2000 stellte Vinschgerrekord in Kugelstoß auf, welcher jetzt von mehreren Athleten aus dem Vinschgau angegriffen wird. September auf dem Programm. Einige Uraltsüdtirolrekorde, wie die 6,60m von Armin Mantinger aus dem Jahre 1979, dürften in der Reichweite von Mirko liegen. Auch der Vinschgaurekord 5,40m von Monika Müller dürfte wackeln. Im Rahmen des Stabhochsprungmeeting in Schlanders am 31. Juli werden Franziska und Mirko geehrt werden.
v.l. Franziska und Mirko
Fotos: Michael Traut
Valorz Rekord trotz allen Angriffen
Von Andrea Heel
M
irko Lepir hat es vorgemacht: Staatsmeister im Weitsprung der Mittelschüler Italiens und Gewinner bei der Golden Roof Challenge. Franziska Marsoner machte es ihm heuer nach. Bei den Italienmeisterschaften in Desenzano del Garda konnte die großgewachsene Dame mit Latscher Wurzeln erst im letzten der sechs Durchgänge vom Wunderkind Alessia Baldini abgefangen werden. Alessia, die Tochter vom Marathonläufer und Olympiasieger Stefano Baldini und Virna de Angeli, italienische Rekordhalterin über 400m, schaffte im letzten der Durchgänge eine Weite von 5,11m und verdrängte damit die Naturnserin mit 4,93m vom ersten Platz. In Innsbruck gelang es der 14 Jahre alten Franziska dann als einzige Springerin die 5m zu knacken. 5,18m bedeuten neue Bestleistung, wobei in Osterreich bis zu diesem Alter noch der Zonenabsprung gemacht wird. Bisher kommen mit Ramona Angerer aus Laas drei Sieger des Euregio Springen aus dem Vinschgau. Bei jährlich mehr als 8000 Teilnehmern aus den Ausscheidungen ist das ein überaus großer Erfolg. Bedenkt man, dass von den bisher 36 Goldmedaillen, die es in allen Kategorien und Jahren vergeben wurden, drei in den Vinschgau gingen. Das
entspricht statistisch ca. 8 %. Berücksichtigt man die teilnehmenden Gebiete Nordtirol, Südtirol, Trentino und Osttirol kommt man auf knappe zwei Millionen Einwohner. Hochgerechnet müsste folglich der Vinschgau 160.000 Personen zählen, in Wirklichkeit hat er nur gut 30.000. Franziska besuchte die Mittelschule Naturns, wo sie unter Sportlehrer Richard Perkmann entdeckt und trainiert wurde. Zudem ist sie in der Leistungsgruppe des Lac Vinschgau Raiffeisen. Mit Mirko Lepir, Anna Luce und Nora Rinner kann sie weitsprungspezifisches Training absolvieren. Die Gruppe ist motivierend und sie fühlt sich dabei sehr wohl. Im Herbst möchte sie das Sportgymnasium Sterzing besuchen. Der Trainingsschwerpunkt in der Sommerpause gilt hauptsächlich der Anlaufschule und dem Sprint. Schnelligkeit ist im Weitsprung eine der wichtigsten Eigenschaften. Ziele für den Herbst gibt es noch genug. Die Verbandsitalienmeisterschaften sind im v.l. Christain Gruber, Jürgen Fleischmann, Christopher Gerhard Fabian Waldner; rechts: v.l. Martin Latzov und David Storl
Die Trainingsaufenthalte von Weltmeister David Storl in Latsch haben zu einen regelrechten Kugelstoßfieber geführt. Gleichzeitig hat damit die Hetzjagd auf Stefan Valorz Kugelstoßrekord aus dem Jahr 2000 begonnen. Ganz schön frech zeigte sich der jüngste aller Anwärter Fabian Waldner aus Latsch. Bei der Zehnkampflandesmeisterschaft in Lana katapultierte er die 7260 Gramm schwere Kugel auf die bisher beste Weite eines Vinschger Mehrkämpfers von 13,08m. Beim Pfingstmeeting wollte gleich eine Gruppe von vier Vinschger aufmüpfig werden. Valorz Rekord von 13,18m wurde beim Einstoßen zwar mehrfach angezählt. Im Wettkampf selbst war es dann aber wiederum der Jüngste der an die 13 Meter Marke kam. Beim Meeting in Meran legte Christian Gruber wieder ein Einwärmstoß an die 13,50m hin. Im Wettkampf scheiterte er an der 13m Mauer und gewann vor Fabian und Jürgen Fleischmann. David Storl und seine Mannschaft haben sich auf dem Latsch Sportplatz bestens integriert. Sie zeigen sich sehr offen und wenn nötig trainieren wird auch zusammen trainiert. So durfte der 15 Jahre alte Berufsschüler Martin Lazov als Belohnung für sein Ergebnis an der Landesmeisterschaft gemeinsam mit David eine Sportstunde absolvieren.
Foto: „Wind“-Archiv
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09.07.15
SSV Naturns - Schwimmclub Vinschgau/Raiffeisen
Manuel Plunger Landesmeister Siegmar Trojer mit der Doppellandesmeisterin Anita Wielander
ze. Auch der Schwimmclub Vinschgau/Raiffeisen war mit zahlreichen Athleten vertreten und konnte einen erfolgreichen Schulschluss feiern. Noah Trojer gewann über 25 m Brust mit fast drei Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten Gold, zudem sicherte er sich noch die Silbermedaille. Anita Wielander eroberte ebenfalls Gold, Paul Obwexer fuhr mit einer Bronzemedaille im Gepäck nach Hause. Auch die restlichen Athleten der beiden Vinschger Vereine konnten mit ihren Ergebnissen zufrieden sein. (sam)
uch heuer schnitten unsere Nachwuchsspieler bei den Landesmeisterschaften wieder sehr gut ab. Mit Manuel Plunger stellen wir den diesjährigen Einzellandesmeister in der Kategorie U13 Buben. Er hatte im gesamten Turnier keinen einzigen Satz abgegeben und gewann auch das Finale in zwei Sätzen gegen den starken Kalterer Jonas Greif, der zuvor unseren Jakob Gerstgrasser im Halbfinale im dritten
Die Mannschaft U14 Buben Vizelandesmeister mit Einzellandesmeister Manuel Plunger
Naturns
Regionenturnier: 5 SSVler mit dabei
Foto: „Wind“-Archiv
Klaus Schuster gewann nämlich ihre Gruppe mit sieben Punkten, schlug dabei auch Titelverteidiger Lazio und zog somit ins Viertelfinale ein, wo sie dann an Veneto scheiterten. Vor über 20 Jahren ist dies letztmals einer Regionalauswahl (damals noch als Trentino-Südtirol) geglückt. Und mitten drin waren die jungen Wilden des SSV: Matthias Peer, Thomas Nischler und StephanLanpacher. Motte Peer, den Klaus Schuster als besten v.l. Matthias Peer, Felix Piazzo, Stephan Lanpacher, Verteidiger seines Jahrgangs in Thomas Nischler, Dominik Albrecht Südtirol bezeichnet, war auch Kapitän der Mannschaft und ür fünf Spieler des SSV Naturns lief die spielte in drei der vier Begegnungen über heurige Meisterschaft etwas länger. Sie 90 Minuten. Tommy Nischler stand drei durfte mit der Auswahl Südtirols am RegiMal in der Startformation und Lenny Lanonenturnier in der Lombardei teilnehmen. pacher ein Mal. Alle drei kamen jedoch in Eine tolle Erfahrung. Matthias Peer, Thojedem Spiel zum Einsatz. mas Nischler und Stephan Lanpacher stanMotte Peer, der Kapitän der Juniorenden in der Juniorenauswahl, sowie unsere Südtirolauswahl meinte nach seiner RückTorhüter Felix Piazzo in jener der A-Jugend kehr: „Es war wiederum eine tolle Erfahund Dominik Albrecht in der B-Jugend. rung, die jedem Spieler gut tut. Dass dieses Während für A- und B-Jugend das Turnier Mal mit Tommy und Lenny noch zwei nach den drei Vorrundenspielen beendet Teamkollegen dabei waren, war natürlich war (Felix und Dominik waren in den ersten super. Ich glaube dass der SSV nach dem beiden Gruppenspielen jeweils StammtorFC Südtirol und dem SSV Brixen die besten hüter), schafften die Junioren eine mittlere Jugendspieler im Lande hat.“ Sensation. Das Juniorenteam von Trainer Günther Pföstl
F
A
Satz niedergerungen hatte. Vize-Landesmeisterin in der Kategorie U10 Mädchen wurde unsere Lucia Panin. Sie verlor im Finale nur knapp mit 6-2 4-6 5-7 gegen Nadine Vinatzer. In der Mannschaftsmeisterschaft der Kategorie U14 Buben konnten wir einen Vize-Landesmeistertitel holen: Manuel Plunger, Jakob Gerstgrasser und Jacob Schmittner schafften es bis ins Finale, wo sie sich schließlich den starken Meranern geschlagen geben mussten. Die Mannschaft der U16 (Max Gerstgrasser, Manuel Stuefer, Julian Kaserer) Buben schaffte es bis in die Endrunde, während unsere U14 Mädchen (Chiara Panin und Lea Schweitzer) den dritten Platz in ihrer Vorrundengruppe erreichten. Ein großes Kompliment an alle unsere Jungs und Mädels für ihre tollen Panin Lucia Vizelan- Leistungen! Derzeit desmeisterin U10 bestreiten wir außerdem drei Damenund drei Herrenmannschaften, die diesjährigen Frühjahrsmeisterschaften. Andreas Gerstgrassser Fotos: „Wind“-Archiv
Foto: Sarah Mitterer
inen riesigen Athletenansturm gab es beim diesjährigen „VSS-Schools Out“Wettkampf, der traditionell in Naturns ausgetragen wurde. Organisator, der SSV Naturns, hatte eine Mammutaufgabe zu bewältigen. 340 Kinder der Jahrgänge 1999 bis 2008 waren bei strahlendem Sonnenschein am Start und kämpften um die letzten Medaillen in diesem Schuljahr. Edi Götsch und sein Team rund um Stefan Schwalt konnten dabei mit perfekter Organisation glänzen. Die Hausherren, die Naturnser Schwimmer, konnten ihren Heimvorteil nutzen und einige Male aufs Podium springen. Ivandro Gögele sicherte sich Silber und zwei Mal Bronze, zweite Plätze gab es zudem für Tom Tomba, Max Ausserer und Patrick Zen. Gabriel Höller schwamm zu Bron-
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Partschins - Tennis
Naturnser Schwimmfest zum Schulabschluss
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Aktuelle Infos und wöchentliche Spielberichte dazu gibt es auf unserer Homepage: www.asvpartschins.it/Tennis.
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ASC Schlanders Raiffeisen
Neue Führung im Sportverein Schlanders Foto: Angelika Ploner
Foto: Leonardo Pellissetti
nderungen gibt es im Schlanderser Sportverein. Die erste Neuigkeit betrifft die Vereinsspitze. Christian Kofler, der mit nur 21 Jahren im Jahr 2012 zum Vereinspräsidenten gewählt worden ist, hat nach 3 engagierten Führungsjahren die Funktionen abgegeben. Im Mai wurde ein neuer Ausschuss gewählt, welcher am Montag, den 22. Juni seinen Nachfolger kürte und zwar den Rechtsanwalt Georg Hasenburger. Diese Wahl istr angemessen, wie auch Kofler bestätigt, weil die Rolle eines Präsidenten die Beachtung und Bewältigung von Gesetzten und Bürokratie beinhaltet. Die zweite Neuigkeit betrifft den Trainer der Kampfmannschaft. Gustav Grünfelder hat nämlich seine Funktion abgegeben, um eine verdiente Rastzeit genießen zu können. Sein Nach-
links: Christian Kofler; rechts: Georg Hasenburger folger ist der langjährige Schludernser Tormann Rainer Dengg, der 2 Jahre Trainer der ersten Malser Mannschaft war. Vinschgerwind: Aus welchem Grund haben Sie die Präsidentschaft abgegeben? Christian Kofler: Meine Funktionen im Sportverein haben mir sehr gefallen, deswegen habe ich drei Jahre lang diese Tätigkeit ausgeführt. Die Entscheidung aufzuhören war nicht leicht. Die Arbeit, vor allem in der Sektion Fußball, ist aber zu viel geworden. Die ganze Woche war ich am Sportplatz und in der Turnhalle. Ich wurde inzwischen selbst aktiv im Kleinfeld. Bei der Arbeit (Kofler arbeitet als Geometer in Goldrain im technischen Büro Stampfer) habe ich inzwischen die Staatsprüfung abge-
Neue Vereinsführung Präsident: Georg Hasenburger Vizepräsident: Manuel Trojer Sekretär: Manuel Gurschler Kassier: Massimo Finello Mitglied: Christian Kofler Mitglied: Georg Vanzo
schlossen. Welche sind die Herausforderungen eines Sportvereinspräsidenten? Man muss schauen, dass alles funktioniert in alle Sektionen. Man muss gute Sektionsleiter haben, auf die man sich verlassen kann. Was Grünfelder betrifft: Ich weiß, dass er ein Jahr rasten wollte. Er zeigte guten Einsatz und ist mit den Jungen gut ausgekommen. Ihre Meinung über die vergangene Fußball-Meisterschaft und über die neue Saison? Die vergangene Meisterschaft ist ziemlich gut gegangen, auch in Anbetracht der Tatsache, dass wir vorher einige Spieler verloren haben, die durch unsere Jugend gut ersetzt worden sind. Für die kommende Saison ist fast alles schon festgesetzt. Das ist das Resultat der guten Arbeit im Sektionsauschuss um den Sektionsleiter Paolo Gambaro. Werden Sie die Spiele weiterhin verfolgen? Sicher werde ich viele Spiele anschauen, sowie die Arbeit von allen Sektionen. Aber Präsident zu sein, das ist für mich zuviel geworden. Interview: Leonardo Pellissetti
Meinung von Manuel Trojer über Sport: Der neue Sportreferent der Gemeinde Schlanders, der auch im Ausschuss des Schlanderser Sportvereines ist, war ein berühmter Schwimmer. Der 40-Jährige war vor 25 Jahren Landesmeister und Vizeregionalmeister im Schwimmen. Bei den VSS-Fußballturnieren des Bezirkes Vinschgau war er immer dabei. Sein Kommentar in Goldrain: „Die U8, U10, U11, U12, U13 Turniere wurden super organisiert: ein Kompliment an die Sportvereine und an die Jungen. Den Jungen tut der Sport gut, was sehr wichtig ist, weil sie unsere Zukunft sind.“ (lp)
Foto: Leonardo Pellissetti
Ä
Manuel Trojer (links) mit dem Schlanderser Fußball-Sektionsleiter Paolo Gambaro
ASV Latsch - Kunstturnen
Leichtathletik-Camp in Latsch
Die Sommerpause beginnt
Tobias Lechthaler und Manuel Theiner
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m August 2012 wurde erstmals von der VIVA Latsch in Zusammenarbeit mit dem LAC Vinschgau, dem ASV Kastelbell Raiffeisen und dem ASV Latsch Raiffeisen das 1. LeichtathletikCamp organisiert. Ein Jahr später erfolgte die 2. Auflage. Trotz des großartigen Erfolges, mit über 90 teilnehmenden Kindern und
Jugendlichen, wurde im August 2014 das Camp leider nicht mehr organisiert. Nun nach einem Jahr Pause, haben es sich der ASV Latsch Raiffeisen und der LAC Vinschgau Raiffeisen zur Aufgabe gemacht, das LeichtathletikCamp wieder aufleben zu lassen! Tatkräftige Unterstützung bei der diesjährigen Organisation leisten dabei die beiden Vinschger Studenten Tobias Lechthaler und Manuel Theiner, beides auch Athleten des LAC Vinschgau. Weitere Einzelheiten zum 3. Leichtathletik-Camp in Latsch kann man auf der Homepage des ASV Latsch Raiffeisen, asvlatsch. com, erfahren. (r)
M
it der Teilnahme an der Gesamttirolermeisterschaft Mitte Juni endete für die Kunstturnerinnen des ASV Latsch eine erfolgreiche Wettkampfsaison. An knapp 20 Wettkämpfen in verschiedenen Kategorien nahmen die Athletinnen, die von Carla Wieser betreut werden, teil und schafften einige Male den Sprung auf das Treppchen. Auch einige Landesmeistertitel konnten nach Latsch geholt werden. Nun legen die Foto: ASV Latsch
Foto: „Wind“-Archiv
Latsch
Mädchen eine wohlverdiente Pause ein. Der Start für die neue Saison, in der wieder Kinderturnen angeboten wird, ist am 2. Oktober. Die Kinder trainieren immer mittwochs und freitags von 17 bis 18 Uhr in der Turnhalle von Latsch. (sam)
Einige Nachwuchsturnerinnen des ASV Latsch Raiffeisen
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Stilfs
Schulsport: „Die ganze Klasse läuft“
ASV Stilfs Raiffeisen
Fotos: „Wind“-Archiv
belegte nämlich den 1. Patz! Die Kinder und die Lehrpersonen freuten sich über dieses tolle Ergebnis. Maßgeblich zum Sieg beigetragen hat auch das Ergebnis von Raphael Kofler beim Weitsprung. Aufgrund seiner suDie Siegerklasse: Die 4. Klasse der Grundschule Rabland; rechts der Sieger im per Leistung durfte Weitsprung Raphael Kofler er an der EUREGIO Schulmeisterschaft m April nahm die 4. Klasse trainiert. Doch die Konkurrenz im Weitsprung in der Grundschule Rabland an war groß, es waren 28 Klassen Innsbruck teilnehmen. Auch der Veranstaltung „Die ganze am Start. Mit großem Einsatz dort zeigte Raphael, dass seine Klasse läuft“ teil. Dabei handelt absolvierten die Kinder die ein- Leistung nicht nur ein Zufallses sich um einen Wettbewerb zelnen Stationen: Ballweitwurf, treffer, sondern konstant gute zwischen den Schulen aus dem Weitsprung, Sprint über 50m sportliche Leistung war. Er erBezirk Meran und Vinschgau. und Pendelstaffel. Beim Staf- zielte auch hier den ersten Platz Bewertet wurde die Leistung der fellauf waren sie nicht zu schla- in seiner Kategorie. Auf diesem ganzen Klasse. Schon im Vorgen. Am Ende der Veranstaltung Weg möchte die Grundschule feld haben die Schüler diesen zeigte sich, dass sich die ganze Rabland Raphael noch einmal Wettbewerb sehr ernst genomMühe und Anstrengung gelohnt gratulieren. Tolle Leistung, Ramen und auch in ihrer Freizeit hat. Die 4. Klasse von Rabland phael!
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Naturns
Foto: „Wind“-Archiv
Rabland
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er Amateursportvereins Stilfs Raiffeisen erneuert seinen Sponsorvertrag für das Jahr 2015. Unterzeichnet wurde der Sponsorvertrag vom Präsidenten des Amateursportvereins Stilfs Raiffeisen Daniel Ritsch mit dem neuen Ortsvertreter der Raiffeisenkasse PradTaufers für Stilfs, Christoph Platzer und der Filialleiterin der Raika Stilfs Sonja Gatterer. Dabei trafen sie sich in der Hütte des Sportgeländes von Stilfs. Damit ist gesichert, dass sie ihre Tätigkeiten in der Jugendförderung weiter führen können. Ebenso tragen die Spiele der Kleinfeldmannschaft zum Zusammenhalt im Dorf bei.
SPORTCLUB SCHLANDERS/RAIFFEISEN
Foto: „Wind“-Archiv
Sektion Karate Gürtelprüfung 2015 SEL JUNIOR CAMP 2015
A
m 08.06.2015 fand in der Karatehalle des SSV Naturns Raiffeisen die jährliche Gürtelprüfung aller Karatekas der Sektion Karate statt. Diese gilt für alle Athleten im Kampfsport als Höhepunkt des erlebten Trainingsjahres. 15 Kinder und 1 Erwachsener nahmen heuer teil. Alle konnten die Prüfung bestehen und den nächsthöheren Gürtel verdient um den Kimono knoten.
Für zwei von unseren Karatekas (Lampugnani Manuel und Gostner Julian) wird es in den nächsten Monaten ein hartes und konsequentes Training geben da sie erst im August die Prüfung für den Schwarzen Gürtel 1°Dan vor einer ausgewählten Kommission in Meran ablegen werden. Auch diesen zwei wünschen wir viel Erfolg zu Ihrer Prüfung. Irene Nischler
Die Vorbereitungen für das JUNIOR CAMP in Schlanders haben auch für das Jahr 2015 bereits begonnen. Der ASCSchlanders/Raiffeisen, Sektion Fußball, möchte darauf hinweisen, dass alle Mädchen und Jungen im Alter von 5 bis 14 Jahren beim halbtägigen Camp vom 03. - 08. August 2015 in der Sportzone am „GRÖBN“ herzlich eingeladen sind, teilzunehmen. Das Junior Camp ist auch für nicht FußballerInnen eine sehr gute Freizeitbeschäftigung. Wich-
tig ist noch, dass alle TeilnehmerInnen ein ärztliches Zeugnis benötigen. Mehr Informationen sind unter der Internetadresse www.fc-suedtirol.com unter dem Punkt „SOMMER CAMPS“ erhältlich. Hier kann auch das Anmeldeformular herunterladen werden oder Sie können dort Ihre/n Tochter/Sohn online anmelden. In Schlanders gibt die Sektion Fußball unter der Nr. 3482728238 detaillierte Auskünfte. Wir freuen uns auf zahlreiche Anmeldungen.
Nationales Tennisturnier in Naturns Vom 18.07.2015 bis zum 26.07.2015 wird in Naturns ein Nationales Tennis Turnier der 3. und 4. Kategorie sowie ein Wilson Demo Day abgehalten. Das vom ASV Partschins Raiffeisen organisierte Turnier ist für den Raiffeisen Tennis Grand Prix 2015 gültig. (lp)
Sassuolo in Mals Die Serie A Mannschaft Sassuolo kommt zum zweiten Mal zum Sommertraining in den Vinschgau: Sassuolo wird vom 9. bis 25. Juli in Mals trainieren.
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SSV Naturns Raiffeisen - Sektion Einrad in Villanders
Mit rund 17 Einradfahrern war die Einradgruppe des SSV Naturns Raiffeisen Ende Mai zur 2. Landesmeisterschaft im Freestyle in Villanders angereist. Den Einradfahrern, rund um Trainerin Nadia Perkmann, ist es geglückt, den Erfolg des Vorjahres zu wiederholen. Seit November tüftelten die Gruppen und Paare schon an ihren Küren für die Landesmeisterschaft. Am Samstag 30. Mai mussten die Paare ihre Choreografien zum Besten geben und die fachmännische Jury rund um die italienische Einradspezialistin Aurora Radavelli überzeugen. In der Kategorie Standard konnten Maya Pedross und Marie Auer mit ihrer Kür „Endlich Lollipops“ den Sieg einfahren, während in der Kategorie Expert das Geschwisterpaar Anna-Maria und Nadia Perkmann mit ihrer Kür „Sisters dance“ ihren Titel verteidigen konnten.
Foto: „Wind“-Archiv
Erfolgreich bei der 2. Landesmeisterschaft im Freestyle
Am Sonntag standen die Einzel- und Gruppenküren auf dem Programm. In der Kategorie Expert verpasste „Flowergirl“ Anna-Maria Perkmann nur knapp den 1. Platz und krönte sich vor ihrer Schwester Nadia mit „Lady in red“ zur Vizelan-
desmeisterin im Einzelbewerb. Aber auch in den Gruppen konnte der Vizelandesmeistertitel nach Naturns geholt werden. Die Gruppenkür „Der Maskenball“ inszeniert von Annalena Kofler, Emma Hanny und Jana Unterholzner, wobei letztere von Anna-Maria Perkmann krankheitsbedingt ersetzt wurde, wurde nur von den amtierenden Landesmeistern aus Villanders übertroffen. In der Kategorie Standard holten sich Maya Pedross, Greta Kofler und Simone Hanny mit ihrer Kür „Crazy girls“ den Titel. Alle Teilnehmer des SSV Naturns Raiffeisen zeigten in ihren Küren, welche Fortschritte sie im letzten Jahr gemacht hatten. So war die Chef-Jurorin nur des Lobes für die Entwicklung aller Teilnehmer. Tolle Leistungen zeigten bei der Landesmeisterschaft auch: Annalena Götsch, Kind Sabrina, Leonie Mengon,
Alena Lamprecht, Norah Gruber, Mara Sprenger, Selina Trenkwalder, Leonie Platzgummer und Mara Luner. Bereits eine Woche vor der Landesmeisterschaft im Freestyle waren einige Athleten der Einradgruppe bei der 1. Etappe der Muni-Italienmeisterschaft in Mondovi in der Provinz Cuneo im Einsatz. In der Kategorie Master Damen fuhr Anna-Maria Perkmann sowohl im Downhill als auch im Cross Country aufs Podest. Nadia Perkmann platzierte sich in den vorderen Rängen und auch Annalena Götsch, Lukas, Simone und Andreas Hanny zeigten gute Leistungen. Angesichts der guten Ergebnisse in den Wettbewerben der letzten Wochen darf man gespannt sein, welche Erfolge unter gelb-blau bei der Europameisterschaft noch möglich sind. Tanja Saurer
Naturns
Wasser - das Element von Sonja und Miriam eide haben 2009 in Naturns bei Edi Götsch das Einmaleins des Schwimmens gelernt und das sicherlich mit viel Spaß, Freude und Engagement. Sie haben das Element Wasser für sich erkannt. In zwei Jahren erlernten beide die Grundbegriffe des Schwimmens. Von 2011 bis 2013 trainierten sie dann nicht nur beim SSV Naturns sondern zusätzlich beim Partnerverein, SC Vinschgau, in Latsch. Unter dem Dreigestirn Christl Jungdolf, Edi Götsch und Siegmar Trojer entwickelten sich die beiden Mädchen sehr schnell weiter, und sie fanden stets mehr Gefallen daran, sich immer besser, schneller und gewandter durch dieses nasse Element zu bewegen. Im Herbst 2013 dann der Vereinswechsel zum SC Meran in die Passerstadt. Mit auf dem Weg bei diesem Wechsel Wünsche und Zweifel. Schnell stellte sich heraus, die Chemie zwischen
Miriam, Sonja und dem neuen Umfeld passte. Kannte man sich schon von den gemeinsamen VSS- und FIN-Wettkämpfen, so lernte man sich jetzt beim gemeinsamen Training sehr schnell näher kennen. Gemeinsame Ziele verbinden und so war es auch hier. Neben den veränderten Trainingsbedingungen für die beiden Girls waren es die vielen gemeinsamen Interessen und Gesprächsthemen vor und nach dem Training und natürlich unter der Dusche. Der erste gemeinsame Wettkampf ging dann gleich nach Leipzig. Eine lange Fahrt und viele weitere Eindrücke blieben. Das gemeinsame Training und der Gedanke schnell schwimmen zu wollen, trieb beide an, auch wenn es nicht immer einfach war. Es ging schnell vorwärts, aber auch nicht jeder Wunsch erfüllte sich. Neben Stagnationen gab es auch Rückschläge.
Sonja schaffte schon im ersten Jahr (2014) gemeinsam mit der SCM Mädchenstaffel den Sprung zu den Italienmeisterschaften der Altersklassen im Frühjahr nach Riccione und im Sommer nach Rom. Im März 2015 starteten dann beide gemeinsam bei den Miriam Innerhofer und Sonja Profaizer nationalen Meisternalen Wettkampf in Regensschaften der Altersklassen in burg am 01.05.2015 auf einer Riccione über 4x100m Freistil. 50m Bahn die Sensation. Mit Sonja Profaizer gelang bei einer Zeit von 28,34 Sekunden dieser Staffel als Startschwimunterbot sie bereits Wochen vor merin dann ein großer sportdem Qualifikationstermin die licher Erfolg. Sie schwamm als geforderte Norm für die Italienerste Naturnserin die 100m Freimeisterschaften im Sommer in stil unter die berüchtigte SchallRom. mauer von einer Minute in 59,96 So schnell wie Miriam über Sekunden. 50m und Sonja über 100m FreiMiriam Innerhofer zog dann stil waren noch keine Vinschger in ein paar Wochen nach und Schwimmsportlerinnen. schaffte bei einem internatio-
Foto: „Wind“-Archiv
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44 /Kleinanzeiger/
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09.07.15
Vinschgerwind 14-15
/Kleinanzeiger/ 45
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Die GEOS – Genossenschaft der Obsterzeuger Schlanders sucht einen:
Techniker Verpackungslinien (m/w) Ihre Aufgaben: • Funktionstüchtigkeit der Anlagen garantieren • Störbehebung und Instandhaltung der Verpackungsanlagen • Mitarbeit bei der Umsetzung von technischen Projekten • Dokumentation der ausgeführten Tätigkeiten Ihr Profil: • Technische Ausbildung (Elektronik und Mechanik) • Mehrjährige Praxiserfahrung in einer vergleichbaren Position • Sie arbeiten selbstständig, verantwortungsbewusst und sind flexibel • Gute MS Office Kenntnisse • Gute Italienisch-Kenntnisse Wir bieten Ihnen ein vielseitiges und interessantes Aufgabengebiet, ein sicheres und professionelles Arbeitsumfeld und eine leistungsgerechte Entlohnung. Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen, deren vertrauliche Behandlung zugesichert wird, an die GEOS – Genossenschaft der Obsterzeuger Schlanders, z.H. Johannes Thomann, Protzenweg 3, 39028 Schlanders , E-Mail: johannes.thomann@vip.coop
Erfahrener Chauffeur & Verpacker
gesucht für Montag, Mittwoch und Freitag von 06.00 – 14.00 Uhr. Samstag von 04.50 – 09.00 Uhr / 16.40 – 18.00 Uhr ab sofort bis auf weiteres.
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Wir freuen uns, Sie kennenzulernen! Bitte bewerben Sie sich schriftlich via Mail oder per Post mit Foto unter: Meier-beck AG Via Veglia 99 7536 Sta. Maria info@meierbeck.ch
Lehrling Hilfsarbeiter Gesellen Tel. 335 60 58 088
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Das Jugendzentrum „Freiraum“ Schlanders sucht
zwei Projektmitarbeiter/innen in Teilzeit (3x nachmittags) für das Projekt Nachmittagsbetreuung für das Schuljahr 2015/16. Voraussetzungen: Matura, weitere päd. Ausbildung, Erfahrung mit Kindern/Jugendlichen, wenn möglich auch im schulischen Kontext, Selbständigkeit, Teamgeist und Aufgeschlossenheit. Genauere Informationen erhalten Sie auf unserer Facebook Seite – https://www.facebook.com/juzefreiraum?ref=hl oder unter 339 88 15 119, Fleischmann Kathrin, Projektleiterin Bewerbung bis am 31. Juli 2015. Arbeitsbeginn: Anfang September 2015 Bitte schicken Sie Ihre Bewerbung an: Jugendzentrum Freiraum Schlanders; Göflanerstraße 4; 39028 Schlanders kathrin.freiraum@jugendzentrum.bz Unser Unternehmen zählt zu den führenden Herstellern von Südtiroler Speck ggA. und weiteren typischen Wurst- und Fleischwaren.
Wir suchen zur Verstärkung unseres Teams und zum sofortigen Eintritt
·M itarbeiter und Mitarbeiterinnen für die Produktion und Verpackung
· Betriebselektriker/Mechatroniker
Ihre Aufgaben - S törungsbehebung, Wartung und Instandhaltung von modernen Produktionsanlagen und Maschinen - Analyse von Fehlern in mechanischen, pneumatischen und elektronischen Baugruppen und Behebung derselben -O ptimierung der Produktionsabläufe und Anlagen -M itwirkung an Projekten in der Anlagenerweiterung und Inbetriebnahme von neuen Anlagen Ihr Profil - Ausbildung zum Betriebselektriker oder Mechatroniker - E rfahrung im Bereich der Wartung und Instandhaltung von technischen Anlagen und Maschinen in der Produktion von Vorteil - K enntnisse im Bereich SPS-Steuertechnik (Siemens), Hydraulik und Pneumatik von Vorteil - s elbständige Arbeitsweise und Teamfähigkeit Unser Angebot -w ir bieten Ihnen eine interessante und langfristige berufliche Perspektive - e in modernes Umfeld in einem renommierten Unternehmen - e ine leistungsorientierte übertarifliche Vergütung Gerne können Sie sich telefonisch unter der Nummer 0473-737300 melden, um ein unverbindliches Bewerbungsgespräch mit Herrn Ivan Gianordoli zu vereinbaren. Evtl. schriftliche Bewerbungen richten Sie bitte an folgende E-Mail-Adresse: ivan.gianordoli@recla.it. Recla GmbH Gewerbegebiet 2; Fraktion Vetzan; I-39028 Schlanders BZ; www.recla.it
46 /Kleinanzeiger/
Vinschgerwind 14-15
09.07.15
Jahrestag/Danksagungen Du bist von uns gegangen, aber nicht aus unseren Herzen.
Leonhard Alber – Lele –
*11.04.1969 † 30.05.2015 Göflan
Es ist schwer, unseren geliebten Leonhard verloren zu haben, aber es ist tröstend zu erfahren, wie viel Liebe, Freundschaft und Achtung ihm entgegengebracht wurde. Danke allen, die sich mit uns verbunden fühlten und ihre Anteilnahme in so vielfältiger Weise zum Ausdruck brachten. Die Trauerfamilie Wir danken von Herzen allen Verwandten, Freunden, Nachbarn und Bekannten, die unseren lieben Günther auf seinem letzten Weg begleitet haben. Ein besonderer Dank gilt dem hw. Pfarrer Florian Öttl und Frau Dr. Raffaela Stocker für die jahrelange, liebevolle Betreuung. Danke für die tröstenden Worte, gesprochen und geschrieben, für die Blumen, Kerzen u. Gedächtnisspenden. Danke allen, die unseren lieben Günther Riml Günther in Erinnerung behalten. * 11.10.1942 † 8.6.2015 Die Familie Stilfs Wenn Liebe eine Leiter wäre und Erinnerungen die Stufen, würden wir hinaufsteigen, um dich zu uns zurückzuholen.
4. Jahrtag
Sonja Dengg
geb. Niederegger Stilfs * 22.04.1965 † 11.07.2011
Wind-Termine
26. Laaser Dorffest
Samstag, 11. Juli 2015: super Stimmung ab 20.00 Uhr mit Almwind und Disco Music mit DJ Toro im Peernstadl Sonntag, 12. Juli 2015: Tanz und Unterhaltung ab 11.00 Uhr mit Duo Alpenrot und ab 17.00 Uhr mit den Tiroler Sternis Hüpfburg, Clown, Schminkecke Spiele für Groß und Klein
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Vinschgerwind Impressum info@vinschgerwind.it | redaktion@vinschgerwind.it grafik@vinschgerwind.it | sport@vinschgerwind.it
Dantestraße 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451 Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: Edwina Oberthaler: 0473 732 196 Richard Spechtenhauser: 0473 732 196 Gerti Alber: 0473 732 196 Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp), Sarah Mitterer (sam) Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Brigitte Maria Pircher (bmp), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Andreas Waldner (aw), Sylvia Ilmer Wieser (sil), Barbara Wopfner (bw), Heinrich Zoderer (hzg) Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57 Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; außerhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 165 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht
unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen Eingetragen im ROC: Nr. 12485
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Deine Freundinnen Getti, Brigitte P., Paula, Claudia und Erika 4. Jahrtag
Marianna Perkmann geb. Rinner *24. 01.1935 † 11.07.2011 Martell Flura Wir gedenken deiner ganz besonders bei der hl. Messe am Sonntag, 12. Juli 2015 um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche von Martell. Vergelt’s Gott allen, die daran teilnehmen. Dein Mann
Jahrestag/Danksagungen Du bist nicht mehr da, wo du warst, aber du bist überall, wo wir sind. Der Mensch wird nicht sterben, so lange ein anderer sein Bild im Herzen trägt.
2. Jahrestag
Karl Weiss
Bürgermeister der Marktgemeinde Latsch
In Liebe denken wir an dich, ganz besonders beim Gedächtnisgottesdienst am Samstag, 18. Juli 2015, um 19 Uhr in der Pfarrkirche von Latsch. Deine Waltraud deine Kinder: Veronika, Karoline, Renate, Seppl und Joachim mit Familien Bestattungen Tonezzer Schlanders
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am Sonntag 19. Juli 2015 Frühschoppen mit Musik ab 10.00 Uhr Für Speis, Trank und stimmungsvolle Unterhaltung ist Bestens gesorgt. Es spielt „Holladuo“.
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Weiterbildung vor Ort Freizeit
Kreativ unterwegs - Landartkünstlern auf der Spur REFERENT/IN
Martina Thanei und Karin Gärber TERMINE Mo, 27.07. – Fr, 31.07.2015 UHRZEIT 08.30 Uhr – 12.30 Uhr, insgesamt 5 Treffen ORT Prader Sand – Treffpunkt: Bahnhof Spondinig Kursbeitrag 50 Euro ANMELDESCHLUSS Mi, 15.07.2015 Zielgruppe Grundschüler
Info – Anmeldung:
Hauptstraße 1 – Bahnhof Spondinig – 39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 0473 61 81 66 – E-mail: info@gwr.it Öffnungszeiten: Mo – Do: 08.00 Uhr – 17.00 Uhr | Fr: 08.00 Uhr – 12.00 Uhr Details zu den Kursangeboten finden Sie auf www.gwr.it
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