Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen
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SEILBAHN UNTERSTELL á NATURNS
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Tel. +39 0473 66 84 18 | www.unterstell.it
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„Wir sind auf Kurs“
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Bezirkspräsident Andreas Tappeiner im „Wind“-Gespräch
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Nr. 12 (229) 12.06.14 I.P. 10 Jg.
www.vinschgerwind.it
2 /Wanderung/
Vinschgerwind 12-14
Bergtouren
12.06.14
Wandertouren
Höhenwege
Wanderinfos:
Fotos: Gianni Bodini
Start: Stilfserjoch 2.757 m Ziel: Trafoi Länge: 11 km Dauer: 4 h Höhenmeter bergauf: 100 m Höhenmeter bergab: 1200 m Wegmarkierung: 20
WANDERPARADIES
Ortlergebiet ERÖFFNUNG DER LIFTANLAGEN:
08.06. SESSELLIFT TRAFOI MIT FURKELHÜTTE
08.06. KANZEL- UND LANGENSTEINLIFT
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Ein Klassiker: Der Goldseeweg Die Tour vom Stilfserjoch bis zur Furkelhütte ist eine der aussichtsreichsten, wo es fast nur bergab geht. Am besten parkt man das Auto in Trafoi und fährt mit dem Linienbus hinauf auf das Stilfserjoch. WEGVERLAUF: Hoch über Trafoi schlängelt sich der Goldseeweg durch eine karge Felswüste. Die Wanderung führt von der Passhöhe des Stilfserjochs über den Goldsse bis zur Furkelhütte (Weg Nr. 20) nach Trafoi: Es ist ein Höhenweg der besonderen Art. Ausgangspunkt ist wie gesagt das Stilfserjoch, zu dem man mit dem Linienbus gelangen kann. Dann führt die gut vierstündige Route zur Dreisprachenspitze und anschließend zum kleinen Goldsee. In Kehren führt der Weg Nr. 20 weiter abwärts, steigt sanft wieder an, bevor es durch steile, felsdurchsetzte Hänge bergab geht. Hinter dem Tartscher Kopf wird der Weg wieder flach, er überquert den Furkelbach und führt zur Furkelhütte auf 2.153 Meter. Von dort aus geht es mit dem Sessellift bis hinunter nach Trafoi, wo das Auto geparkt ist. Der Wanderweg bietet nicht nur einen herrlichen Blick auf König Ortler, sondern auch Informationen zur Region. Entlang des Weges erklären Thementafeln die Geschichte der Gebirgsfront im Ersten Weltkrieg, dessen Beginn sich heuer zum 100. Mal jährt und geben Einblick in Vegetation und Geologie.Der Höhenweg verläuft an der schweizerischen Grenze und bietet - wie gesagt - einen herrlichen Ausblick auf die imposante Ortlergruppe sowie auf das Stilfserjoch.
12.06.14
Inhalt
Vinschgerwind 12-14
/inhalt/ 3
In eigener Sache „Gemeinden kÜnnen viele Dinge nicht selbst regeln.
Die Beregnung am „Kriegwaal“ zwischen Mals und Burgeis kommt
Seite 6
Seite 4
Schluderns: Kunterbuntes Jamaika beruhigt das Dorf
Seite
4
Schlanders/Bozen: Manuel Massl ist neuer SVP-Sekretär
Seite
4
Latsch: Bergbauern im Tal „unerwĂźnscht“?
Seite
5
Vinschgau: Elektrifizierung der Vinschgerbahn
Seite
8
Planeil: Alte Wandersteige sind wieder aktiviert
Seite
9
Naturns: 100 Jahre Weinbau
Seite 10
Schluderns: Musikkapelle feiert 125-Jähriges
Seite 11
Latsch: Ensembleschutz ist Ortspflege
Seite 14
Mals/Schlanders: Engagierte Reportagen aus dem Vinschgau
Seite 15
Menschen: Adolf SchgĂśr, Taufers im MĂźnstertal
Sonderthema: Sommer, Sonne und Grillzeit
ab Seite 32
Nationalpark Stilfserjoch: Der Goldschakal - NeuankĂśmmling im Vinschgau Zwoa Schualn unt an Tunell welln di Pirgrmoaschtr firn Vinschgau. I hon gmoant, deis isch ollz long schun fix. Scheints isch nix fix.
Miar hattn ondre Probleme a. Pan Tourismus, pa di Bergpaurn, pan Schtroum. Mitn Tschiro durchn Tol hott ma di Vinschger woll eppr „preso in giro“.
Seite 17 Seite 36
von Chefredakteur Erwin Bernhart
Der 10. Sommerwind Die Wandersaison, die Sommersaison ist erĂśffnet. Zum Pfingstwochenende habe ich beim Wandern in luftige HĂśhen viele Leute getroffen. Der Hitze des Talbodens, der Hitze der Stadt sind viele entflohen, haben sich auf Alm- oder SchutzhĂźtten an den dort angebotenen KĂśstlichkeiten gelabt. Auch der Vinschgerwind hat mit dem frisch gedruckten „Sommerwind“ ' S VOTFSF (jTUF einige Wander-Tipps, einige Besonderheiten aus dem Vinschgau und dem benachbarten MĂźnstertal zusammengetragen. MĂśge unser „Sommerwind“ Ihnen Inspiration fĂźr Wanderungen, fĂźr Entdeckungen, fĂźr Genuss, fĂźr JN 7JOTDIHBV EinkehrmĂśglichkeiten sein. Der neue „Sommerwind“ ist bereits der 10. in Folge, also ein kleines Jubiläum. Neben dem Einsatz der Redaktion und unserer Anzeigenberaterinnen sind es vor allem unsere Werbekunden, die den „Sommerwind“ ermĂśglichen. Unser Sommerbegleiter erreicht alle LeserInnen des Vinschgerwind und darĂźber hinaus viele, viele Gäste, die während des Sommers bis hinein in den Herbst in unserem Tal Erholung suchen. Wir finden es enorm wichtig, dass unseren Gäste das geboten wird, was auch wir gerne haben, dass sich die Gesellschaft im Tal und der Tourismus im Einklang entwickeln sollen. Wir wollen nicht, dass der Vinschgau eine kĂźnstliche Tourismus-Welt wird. Mit dem Sommerwind wollen wir - mit unseren Mitteln eben - dazu beitragen, dass es kein Auseinanderdriften zwischen Tourismus und den Leuten im Tal gibt. Einen schĂśnen Sommer wĂźnschen wir! * 1
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4 /politik/
Vinschgerwind 12-14
Neuer HGV Obmann
12.06.14
Wind - online
Umfrage auf www.vinschgerwind.it
86,4 % Segen
Ist das Internet Ihrer Meinung nach mehr Fluch oder mehr Segen?
Michael Nigg vom Gasthof „Stern“ wurde kürzlich zum neuen HGV-Obmann für Prad gewählt. Er wird dieses Amt für die nächsten drei Jahre innehaben.
(22 abgegebene Stimmen)
(19 Stimmen)
13,6 % Fluch (3 Stimmen)
Neue Umfrage: Unser „Sommerwind“ samt Wander-Tipps ist online und per Post zu Ihnen gekommen. Wie gefällt Ihnen der „Sommerwind“?
Manuel Massl: SVP-Landessekretär
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Foto: „Wind“-Archiv
er SVP-Ausschuss hat in der Sitzung am vergangenen Freitag wichtige Entscheidungen für die Zukunft der Südtiroler Volkspartei getroffen: Dabei wurde der 28-jährige Manuel Massl aus Schlanders einstimmig zum neuen SVP-Landessekretär gewählt. „Ich werde mich mit Begeisterung und Überzeugung für die Südtiroler Volkspartei einsetzen“, betonte der neue SVP-Landessekretär Manuel Massl, der in seiner Arbeit von der neuen Finanzkommission unter Führung von Herbert Dorfmann unterstützt wird. „Manuel Massl bringt viel Begeisterung, Idealismus und Überzeugung für unsere Partei mit. Sein politisches Gespür für die Arbeit der Ortsgruppen ist eine wichtige Bereicherung“, erklärt SVP-Obmann Philipp Achammer. Manuel Massl ist 28 Jahre alt, kommt aus Vetzan/Schlanders und hat in Innsbruck Politikwissenschaft studiert. Er engagiert sich bereits seit über zehn Jahren in-
nerhalb der Jungen Generation in der SVP, lange Jahre als Bezirksjugendreferent im Vinschgau und zuletzt als stellvertretender Landesjugendreferent. Zudem ist Massl Gemeindereferent in seiner Heimatgemeinde und SVP-Ortsobmann in Vetzan/Schlanders.
Kunterbuntes Jamaika Im letzten Augenblick ist der Schludernser BM Erwin Wegmann auf die Forderung der Liste „Mitnond“, an die sich auch die SVP angeschlossen hat, eingegangen: Im Gemeindeausschuss von Schluderns sind nun alle Parteien vertreten. Ein kunterbuntes Jamaika - dem Dorf zuliebe.
Der einzige Ausweg für BM Erwin Wegmann: Prinzipien über Bord - Frieden im Dorf. Der neue Ausschuss v.l.: Martin Rainalter, Astrid Reinstadler, Romina Eberhöfer und Erwin Wegmann. Aus dem Rennen ist die bisherige VizeBM Brigitte Stecher (links)
Fotos: Erwin Bernhart
Vetzan/Bozen
von Erwin Bernhart
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ir liegt es fern, Neuwahlen zu erzeugen. Nur aus diesem Grund habe ich meine Meinung auf die Seite gelegt. Um den Dorffrieden wieder herzustellen.“ Der Schludernser BM Erwin Wegmann musste, wollte er nicht Kopf und Kragen riskieren, angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat am 3. Juni alles schlucken, was ihm von dieser Mehrheit vorgeschlagen worden ist. Es war die dritte Ratssitzung in Folge im gut besuchten Kultursaal, bei den ersten zwei wurde Wegmanns AusschussVorschlag (Brigitte Stecher Bürgerliste Schluderns; Astrid Reinstadler - Liste „Mitnond“; beim ersten Mal Peter Trafojer, beim zweiten Mal Martin Rainalter - jeweils SVP) mehrheitlich abgelehnt. Die Liste „Mitnond“ hatte
gleich zu Beginn die unkonventionellste aller Lösungen vorgeschlagen: Alle vier Parteien sollen im Ausschuss vertreten sein. Von diesem Vorschlag fasziniert war man sogleich in SVPKreisen. Nicht ohne Hintergedanken, weil dadurch kein wie auch immer geartetes Gespann im Ausschuss mehr möglich war. Dafür nahm man in Kauf, dass man den arg gebeutelten Freiheitlichen in der Person von Romina Eberhöfer zu Ausschussehren verhalf. Diesen Vorschlag lehnte Wegmann - zweimal - ab. Eigentlich dreimal. Denn auch bei der Ratssitzung am 3. Juni sagte er: „Ich bin immer noch der Überzeugung, dass der Vierer-Vorschlag keine Legitimation hat.“ Bevor abgestimmt wurde, kam Lob für Wegmann aus den Reihen der SVP („Frieden ist ein hohes Gut“, Peter Trafojer; „Spannungen werden durch maximale Transparenz abgebaut“, Heiko
Hauser; „Wir sind in einer ungewöhnlichen Situation und brauchen deshalb eine unkonventionelle Lösung“, Martin Rainalter) und von der Liste „Mitnond“ („Es zeugt von Größe, dass der Vorschlag der Liste „Mitnond“ Zustimmung findet). „Danke“, sagte Romina Eberhöfer von den Freiheitlichen. Andere Töne schlug die „Bürgerliste Schluderns“, die Bürgermeisterliste also, an. Martha Innerhofer Frank: „Der 4er Vorschlag ist nicht die beste Lösung. Es ist kein Bauernvertreter im Ausschuss.“ Brigitte Stecher wies darauf hin, dass auch die Wirtschaft im Ausschuss nicht mehr vertreten sei. Das Abstimmungsergebnis spiegelte dann diese Wortmeldungen wider: 9 waren für den kunterbunten Jamaikavorschlag, 5 waren dagegen. Erleichterter Applaus kam vom Publikum. Schluderns ist - politisch - wieder handlungsfähig.
12.06.14
Vinschgerwind 12-14
/politik/ 5
Burgeis/Mals
Beregnung statt „Kriegwaal“ D
as Projekt hat alle Genehmigungsphasen hinter sich, die Finanzierung steht und kürzlich hat eine Mehrheit der Bauern überwiegend aus Burgeis und aus Mals einer Beregnung im Einzugsbereich des „Kriegwaales“ zugestimmt. Von den knapp 100 anwesenden Grundbesitzern haben 71 dafür und 18 dagegen gestimmt. Damit ist die statutarisch festgelegte Zweidrittel-Mehrheit locker übersprungen worden. Die Versammlung wurde vom Vizepräsidenten des Bonifizierungskonsortiums Vinschgau, Armin Bertagnolli, geleitet und sie verlief - wie es ein Beteiligter ausdrückte - „manierlich“. Bereits im Herbst könnte mit dem Bau begonnen werden. Das Gebiet umfasst rund 80 Hektar und verläuft unter der Hauptstraße zwischen Mals und Burgeis. Damit sind die Bemühungen vor allem von der treibenden Kraft Stefan Peer von Erfolg gekrönt worden. Peer hat sich vor sechs Jahren gemeinsam mit dem damaligen Obmann des Ortsbau-
Vor genau 6 Jahren: Vinschgerwind-Cover über die Bestrebungen am Kriegwaal; rechts: das Einzugsgebiet ernrates Gregor Moriggl um die Wiederaufnahme in das Konsortiums bemüht. Seit 2009 ist das Einzugsgebiet des Kriegwaales wieder im Konsortium. Das Beregnungsprojekt, sagt Peer, sei wegen der Turbulenzen innerhalb der SEL nicht so recht vorangekommen. Man habe bisher zwei Mal eine bereits zugesagte Landesfinanzierung wieder absagen müssen. Bei einem Beregnungsbau ist
der Knackpunkt - für eine Zustimmung der Grundeigentümer - die Finanzierung. Das Projekt kostet insgesamt rund 2,5 Millionen Euro. Eine Million Euro kommt von der Seledison. Grund für diese Querfinanzierung ist, dass die Seledison aufgrund der Beregnung mehr Wasser für die Stromgewinnung nutzen kann.
Man habe in etwa den gleichen Schlüssel angewandt, wie bei der unteren Malser Haide, sagt der Direktor des Bonifizierungskonsortiums Vinschgau Gottfried Niedermair. Eine Million Euro sind als Landesfinanzierung zugesagt, so dass für die Bauern eine Finanzierung von rund 5.000 Euaro pro Hektar übrig bleibt. Der Vorteil für das vom Malser Ingenieur Walter Gostner geplante Projekt: Man kann die bereits für die untere Malser Haide bestehende Hauptleitung zwei Mal - in der Spinai und kurz oberhalb von Mals anzapfen. Interessantes Detail am Rande: Der neue Ortsbauernrat von Burgeis hat heuer - erstmals in der Geschichte - eine „Road“ am Kriegwaal eingeführt. Die hat geklappt - die Beregnungszeit hat sich auf 7 Tage und 7 Nächte verkürzt. Früher benötigte man für eine vollständige Durchwässerung gut 3 Wochen. (eb)
Latsch
Wind-Leser Foto
Bergbauern „unerwünscht“
Die Natur ermahnt uns...
N
Erkennst du das Gesicht in der Kloake. Die Natur ermahnt uns, schonender mit den Gewässern umzugehen. Ist es schon zu spät? Das Wasserbild sagt uns mehr! Schau genau. Am Lykischen Weg in der Türkei Text und Foto: Reto Wiesler, Wanderführer, Taufers im Münstertal
icht schlecht staunte ein Bergbauer vom Latscher Sonnenberg, als er vor Kurzem einen Strafzettel per Post zugestellt bekam: „Sie parkten einen Anhänger ohne Zugfahrzeug in einer geschlossenen Ortschaft“, so das Delikt, welches mit einer Geldbuße von 57,53 Euro abgegolten werden soll. „Tatort“ war der Parkplatz neben der Talsta-
tion der Seilbahn St. Martin in Latsch. Genau dieser Parkplatz dient den Bergbauern als Umladeplatz für Lebendvieh, gerade weil er außerorts und direkt an der Seilbahn liegt und somit von allen Seiten gut erreichbar ist. Der Bauer sagt, dass er den für Lebendviehtransport kollaudierten Anhänger nicht aus Jux und Tollerei vom Berg ins Tal mitnehme, sondern damit Tiere auch zur Schlachtung transportiere. Schließlich lebe er von der Landwirtschaft und die Transporte seien Teil seiner Arbeit. Der Bauer ärgert sich maßlos und wird gegen diese Strafverfügung Rekurs einlegen. Schließlich gehe es dabei um mehr als um ein Prinzip, sondern um die Frage, ob Bergbauern im Tal „unerwünscht“ seien.
Haben auch Sie einen interessanten Schnappschuss gemacht? Schicken Sie diesen an redaktion@vinschgerwind.it. Ein kurzer Kommentar dazu ist auch erwünscht. Wir veröffentlichen das Foto bei Gelegenheit.
6 /Titel/
Vinschgerwind 12-14
12.06.14
Nicht bescheiden, sondern realistisch
Fotos: Erwin Bernhart
LH Arno Kompatscher hat eine Prioritäten-Liste gefordert. Vor allem im Hoch- und Tiefbau sollen dort dringende von weniger dringlichen Bauvorhaben getrennt werden. Die Vinschger Bürgermeister haben ihre Wünsche am vergangenen Freitag dem LH vorgetragen. Und nebenbei kamen auch andere Befindlichkeiten zur Sprache. Der Präsident der Bezirksgemeinschaft Andreas Tappeiner über Vorhaben, Wünsche und Befindlichkeiten in der Bürgermeisterrunde.
v.l.: Helmut Fischer (BM Latsch), Manfred Lechner (Gemeindereferent Prad), Karljosef Rainer (BM Schnals), Konrad Raffeiner (Generalsekretär der Bezirksgemeinschaft), Erich Wallnöfer (BM Glurns), Hermann Fliri (BM Taufers), Gustav Tappeiner (BM Kastelbell-Tschars), Heinrich Noggler (BM Graun), Dieter Pinggera (BM Schlanders), Sibille Tschenett (VizeBM Mals), LH Arno Kompatscher, Andreas Tappeiner (BM Laas), Georg Altstätter (BM Martell), Erwin Wegmann (BM Schluderns) und Hartwig Tschenett (BM Stilfs) Vinschgerwind: Die Bürgermeister des Tales haben kürzlich dem Landeshauptmann Arno Kompatscher ihre Wünsche bzw. eine Prioritätenliste unterbreitet. Welches sind die? Andreas Tappeiner: Wir haben uns am 29. Mai intern abgesprochen und uns klar auf drei Punkte geeinigt: Erste Priorität hat für uns die Umsetzung des ersten Bauloses der technischen Fachoberschule in Schlanders. Kostenpunkt rund 7,5 Millionen Euro. Dann der Tunnel in Kastelbell-Galsaun mit rund 60 Millionen Euro und als Drittes die Weiterführung der Planung für das Schülerheim der Sportoberschule in Mals mit ca. acht Millionen Euro. Welche Überlegungen stehen dahinter, gerade diese Bauvorhaben als prioritär anzusehen? Zum einen warten wir schon lange auf die Umsetzung dieser Vorhaben, zum anderen ist die Planung entsprechend fortgeschritten. Die Projekte stehen. Diese Vorhaben waren
bereits in den vergangenen Jahren Thema in den Bürgermeisterrunden, sodass wir uns auf diese Vorhaben geeinigt haben, die in der laufenden Periode der Landesregierung umgesetzt werden sollen. Der Vinschgau gibt sich bescheiden? Nicht bescheiden, sondern realistisch. Wir haben bewusst keine Forderungen erhoben, die in weiter Ferne sind. Diese Vorhaben sind konkret. Ich muss dazu sagen, dass z. B. der Bau der Abwasserleitung von Sulden nach Prad bereits in die Finanzierungsliste aufgenommen wurde und somit umgesetzt werden kann. Auch der Umbau des Krankenhauses von Schlanders ist bereits im Gange sowie das Schülerheim der Fürstenburg das bereits vergeben wurde. Auch die Elektrifizierung der Vinschgerbahn wurde angesprochen, für die wir uns eine Umsetzung bis 2018 erwarten. LH Arno Kompatscher hat zwar keine unmittelbare Zusage erteilt, aber sich dahingehend geäußert, dass diese Vorhaben machbar seien. Für uns war es wichtig, diese
Vorhaben zu platzieren, denn wenn die Prioritäten festgeschrieben sind, gibt es keine Nachverhandlungen mehr. Bis wann soll diese von LH Kompatscher geforderte Prioritäten-Liste stehen? Noch vor der Sommerpause. Bei den genannten Vorhaben geht es um Hoch- und Tiefbau, die Geld kosten. Es gibt anderes. Welche Rolle spielt in der Bürgermeisterrunde die Maut am Stilfserjoch? Die Maut wurde vom BM von Stilfs angesprochen. Er wünscht sich eine klare Aussage der Landesregierung, dass die Maut heuer nicht kommen wird. Grundsätzlich befürworten wir die Maut, allerdings müssen Details noch abgeklärt werden. Werden bei der Maut auch der Bezirksgemeinschaft Aufgaben zugedacht? Die Maut betrifft die Gemeinde Prad und die Gemeinde Stilfs. Die Panoramastraße beginnt beim Kreisverkehr in Spondinig und endet
12.06.14
Vinschgerwind 12-14
/Titel/ 7
Andreas Tappeiner, BM von Laas und Präsident der Bezirksgemeinschaft Vinschgau: Man ist auf Kurs, nur die SELnet bremst
auf dem Stilfserjoch. Wird es von den zwei Gemeinden gewünscht, wird sich die Bezirksgemeinschaft einbringen. Bei übergemeindlichen Vorhaben spielt die Bezirksgemeinschaft eine Rolle. Diese hätte eine Studie in Auftrag geben sollen, über die Wirtschaftlichkeit der bestehenden und möglichen Liftanlagen im Obervinschgau. Die Studie ist nicht zustande gekommen. Warum nicht? Noch nicht. Der Wunsch nach einer solchen Studie ist von der Gemeinde Mals an die Bezirksgemeinschaft herangetragen worden. Die Bezirksgemeinschaft hat ihre Bereitschaft signalisiert, denn die Liftanlagen würden die Gemeinde Mals und die Gemeinde Graun betreffen. Allerdings ist die Gemeinde Graun an einer solchen Studie nicht interessiert. Aus welchen Gründen auch immer. Ich sehe aber trotzdem die Möglichkeit, dass diese angegangen wird, evtl. auch von Seiten der Landesregierung, bevor über Finanzierungshilfen bei neuen Liftanlagen entschieden wird. Ein anderes Thema: Richard Theiner hat unter anderem das Ressort Energie inne. Gibt es bei der Vinschger Stromgeschichte neue Entwicklungen? Man ist auf Kurs, neue Entwicklungen gibt es nicht. Die seit längerem im Raum stehenden Forderungen warten auf die Umsetzung: das sind die genauen Bewertungen der getätigten Investitionen am Stromnetz, genaue Definition der Ablösesummen für das Netz, die Übernahme des Personals. Das sind Details, die Richard Theiner mitbegleitet. Der Ressortchef Florian Zerzer koordiniert die laufenden Sitzungen. Es finden periodische Treffen mit Vertretern der SELnet statt. Wir spüren aber, dass das Führungsduo der SELnet dieses Thema noch nicht abgehakt hat, dass der Vinschgau selbstständig wird. Ist man auf einem Punkt wie vor fünf Jahren?
Nein. Der politische Wille von LH Arno Kompatscher und vom zuständigen Landesrat Richard Theiner ist da. Der Vinschgau kann seine eigenständige Stromverteilung aufbauen. Die Rahmenbedingungen sind definiert, aber bei den Details, bei denen es die SELnet braucht, ist der Weg noch immer steinig. Was ist der Wunsch der Bürgermeister? Wann kaufen die Gemeinden das Stromnetz? Der Wunsch ist, dass man im heurigen Sommer die Beschlüsse in den Gemeinden zum Netzankauf fasst. Es braucht dazu die entsprechenden Businesspläne zum Kauf des Stromnetzes. Die Gemeinden ziehen an einem Strang? Von Laas aufwärts steht man zu den Entscheidungen, die am Energietisch im Dezember vorigen Jahres getroffen wurden. In der Gemeinde Mals steht die Volksabstimmung über ein Pestizidverbot an. Wie wird dieses Thema in der Runde der Bürgermeister wahrgenommen? Eigentlich ist das Thema nie angesprochen worden. Momentan ist es ein Thema der Gemeinde Mals. Die medialen Auswirkungen spürt man schon in anderen Gemeinden. Fragen zu Abständen, zu Pufferzonen bei öffentlichen Einrichtungen werden vermehrt gestellt. Ich bin sehr wohl der Meinung, dass dies landesweit angegangen werden muss. Bei neuen Erweiterungszonen etwa. Wenn da laut nationalem Aktionsplan ein Puffer von mindestens 10 Metern einzuhalten ist, dann heißt das, dass die Kosten wesentlich nach oben gehen werden. Diese Pufferzone wird man ablösen müssen und kann nicht verbaut werden. Die autonome Provinz Bozen hat die Möglichkeit, den nationalen Aktionsplan anzupassen. Wie ist da die Richtung? Die Landesregierung kann eine Reduzierung
der Abstände nur mit technischen Verbesserungen begründen. Es macht Sinn, dass diese Bestimmung landesweit ihre Gültigkeit hat. Landwirtsschaftslandesrat Arnold Schuler hat es beim Gemeindentag auf den Punkt gebracht. Es macht nicht Sinn, wenn jede Gemeinde ein eigenes Rauchergesetz macht, wenn jede Gemeinde den Verkehr so regeln könnte, dass etwa Euro-2 Fahrzeuge verboten würden. Genauso macht es keinen Sinn, wenn jede Gemeinde eine eigene Pestizidregelung macht. Erwarten Sie sich Diskussionen in Bezug auf Abstände, vor allem beim Radweg, der sich durch den ganzen Vinschgau zieht und der von der Bezirksgemeinschaft betreut wird? Zurzeit gibt es hierzu noch keine Diskussionen. Aber das wird sicher eine große Herausforderung werden, denken wir an die Mischwege und dass Teile des Radweges durch geschlossenes Obstbauzonen führt. Bei welchen Themen, die landesweit geregelt werden können, drückt die Gemeinden der Schuh? Beim Vergabegesetz für öffentliche Bauten. Derzeit müssen wir nach nationalem Gesetz vorgehen, das zu grossem Unmut bei Verwaltern und Anbietern führt. Derzeit wird auf Provinzebene ein neues Vergabegesetz ausgearbeitet, in Anlehnung an europäische Vorgaben. Damit will man einer neuen staatlichen Regelung zuvorkommen. Landeshauptmann Kompatscher hat uns bei anderen Themen, bei der Gemeindenfinanzierung etwa, auf den zuständigen Landesrat Schuler verwiesen. Mit dem werden wir ein diesbezügliches Treffen vereinbaren. Ein brennendes Thema war, wie die Landesregierung zu den abwanderungsgefährdeten Gemeinden steht. Im Rahmen der neuen Wirtschaftsförderung gebe es da Spielräume, hat uns LH Kompatscher zugesichert. Interview: Erwin Bernhart
8 /Wirtschaft/
Vinschgerwind 12-14
12.06.14
HGV-Obmann-Wechsel
1 Euro-Aktion für Haus der Solidarität
Michael Nigg vom Gasthof „Stern“ wurde kürzlich im Zuge einer Versammlung der Ortsgruppe Prad des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) zum neuen Obmann gewählt. Er wird dieses Amt für die nächsten drei Jahre innehaben.
1-Euro-Aktion zugunsten des Hauses der Solidarität: Unter diesem Motto sammelt das Haus der Solidarität (HdS) vom 12. Juni bis 13. Juli in ganz Südtirol 1-Euro-Spenden. In Geschäften, Bars, Bibliotheken, ... sind entsprechende Spendenboxen aufgestellt. Laut Kostenplan für den Umbau des neuen Sitzes des HdS braucht es eine Million Euro. Ein Drittel davon ist geschafft. Die 1-Euro-Aktion soll ein wweiterer wichtiger Baustein sein.
Rom-Info ins Tal Die Wahlen sind aus römischer Sicht noch einmal gutgegangen. Berlusconi ist – wenn er seine potentiellen Partner von Mittelrechts – „Nuovo Centro Destra“ – Fratelli d’Italia – Lega mitzählt, immer noch die zweitstärkste Partei. Die 5 Sterne Bewegung hat ihr Wahlziel (bestgewählte Partei zu werden) komplett verfehlt und nun kann das Duo Renzi – Berlusconi mit der Verfassungsreform und dem neuen Wahlgesetz fortfahren, an dessen Ende zwei große Blöcke stehen und alle Kleinparteien inklusive der „Grillini“ aufgerieben werden sollten oder sich zumindest klar links oder rechts positionieren müssen werden. Die sprachlichen Minderheiten allein von den Kleinen können sich retten. Im Senat standschnell nach den Wahlen das IRPEF – Dekret im Mittelpunkt des Interesses. Das Wahlversprechen von 80 € im Monat kommt wahrhaftig in die Lohntüte, aber die öffentlichen Kassen sind nun vollends geplündert. Schade denn es gibt bei der Jugendarbeitslosigkeit und in anderen Bereichen einen regelrechen Notstand. Unsere Kollegen im Senat haben sich wieder einmal gut geschlagen, Südtirol wird im IRPEF – Dekret vom Staat nicht zweimal zur Kasse gebeten. Auch dieSüdtiroler werden in den Genuss der 80 Euro – Steuerbonus kommen und fast ausnahmsweise – wird dieses Steuergeschenk der Regierung uns nicht mehr belasten als die anderen Regionen. Die Zwangsprivatisierung der Meraner Thermen konnte abgewendet werden und die Zukunft für die deutsch- und ladinischsprachige RAI konnte abgesichert werden. Wahrlich eine Meisterleistung. Nichtuntergebracht werden konnte aber eine Rücknahme der Registersteuer bei Aus- und Zuweisung von geförderten Bauland. Noch bis Ende 2013 konnte gefördertes Bauland mit einer Fixgebühr von 168 € übertragen werden, nun werden alle Verfahrensschritte besteuert und den jungen Ehepaaren 10.000 € an Steuern aufgebrummt.
Elektrischer Antrieb Vinschgau - Die Vinschgerbahn ist neun Jahre alt geworden. Mit zwei Millionen Fahrgästen ist sie ein Erfolgsmodell. Noch läuft der Zug mit Diesel. Nun wird die Elektrifizierung geplant.
von Magdalena Dietl Sapelza
D
ie Vinschgerbahn soll in nächster Zukunft mit Strom angetrieben werden. Entsprechenden Planungen haben Landespolitiker schon vor einiger Zeit angekündigt, so Landesrat Florian Mussner und der Vinschger Landesrat Richard Theiner. Nun scheint Bewegung in die Sache zu kommen. Derzeit prüft die Südtiroler Transportstrukturen AG STA, als Betreiber der Bahnlinie Meran-Mals, die Möglichkeit zur Elektrifizierung der Stecke. Dazu haben die Bezirksobmänner des Heimatpflegeverbandes VinschgausFranz Fliri und des Burggrafenamtes, Georg Hörwarter, im Namen aller Mitglieder bei der diesjährige Landesversammlung eine Resolution verfasst. Darin wird die Maßnahme zur Elektrifizierung grundsätzlich unterstützt. Durch den Elektroantrieb erreiche die Bahn höhere Energieeffizienz und geringere Wartungskosten. Lärm- und Abgasbelastungen werden verringert. Zudem könnten die Zuggarnituren auf dem gesamten Südtiro-
Franz Fliri, Naturns, Obmann der Vinschger Heimatpfleger ler Streckennetz eingesetzt werden. Man müsste in Meran nicht mehr umsteigen. Die Heimatpfleger ersuchen folgende Überlegungen in die Planung einfließen zu lassen: Oberleitungsanlagen sollten sich harmonisch in die Kulturlandschaft einfügen und auf das Landschafts- und Ortsbild Rücksicht nehmen. Die Dimensionierung der Masten mit Ausleger und Kabel müssten auf das Notwendigste beschränkt werden. Die Positionierung der Masten und deren Farbgebung seien ebenfalls mit der Umgebung abzustimmen. Wie die Heimatpfleger ist jüngst auch die Umweltschutzgruppe Vinschgau aktiv geworden. Mit 2.743 Unterschriften für die Elektrifizierung, gerichtet an den Landesrat Theiner, wurde der Wunsch nach schneller Umsetzung unterstrichen.
Fotos: Magdalena Dietl Sapelza
von Albrecht Plangger
12.06.14
Vinschgerwind 12-14
/Wirtschaft/ 9
Planeil/Vinschgau
Freiwillige aktivieren alte Wandersteige S
Die motivierten „Wegmacher“ in Planeil: v.l. Matthias Steck (Planeil), Luis Sagmeister (Mals), Oskar Steck (Planeil) Luis Pichler (Laatsch), Kassian Winkler (Mals) Anton Frank (Tartsch), Bernhard Blaas (Planeil) und Serafin Punter (Planeil)
Foto: Magdalena Dietl Sapelza
eit vergangenem Sommer war eine Gruppe von Freiwilligen aus dem Raum Obervinschgau im Planeiltal mit der Errichtung des Planeiler Höhenweges beschäftigt. Regelmäßig trafen sie sich auf Einladung von Kassian Winkler aus Mals früh morgens im „Gasthof Gemse“ in Planeil. Dann zogen sie los, mit Pickel, Schaufel, Pinsel und mit Farbtöpfen. Sie richteten Steige her, schoben Steine beiseite, leiteten Wasser ab, brachten Schilder an, markierten... Sie reaktivierten uralte Steige, machten Waalwege begehbar, die einst entlang der vielen Bewässerungsadern geführt hatten. „Die Wanderer sind viel lieber auf Steigen unterwegs als auf Forststraßen“, sagt Winkler. Er ist seit kurzem Vorsitzender des Alpenvereines Obervinschgau/Ortsstelle Mals und Wanderführer für Gäste. Seit seiner Pensionierung beschäftigt er sich mit dem Wander-Wegenetz. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses zu erhalten und auch verschwundene Pfade neu herzurichten und zu beschildern. Winkler war auch der Ideengeber für den Planeiler Höhenwege. Mit seiner Idee begeisterte er im Frühjahr 2013 auch Serafin Punter und Oskar Steck
von der Planeiler Fraktionsverwaltung. Unterstützung erhielt er von Stefan Peer und der Forststation Mals. Und begeistern konnte er auch viele Freiwillige. „Mit wenig Geld und ohne öffentliche Beiträge, dafür aber mit viel Einsatz und Freude sind wir meist zu siebt oder zu acht am Werk“, sagt Winkler. Mittlerweile steht der Planeiler Höhenweg den Wanderern zur Verfügung. In seiner ganzen Länge bis zum Fuße der Valvell-Spitze (3.350 Me-
ter) ist er in zirka neun Stunden zu schaffen. Ideal für alle Schuhgrößen ist der neu ausgeschilderte Rundweg, der von Planeil über die Planeiler Alm und wieder zurück ins Dorf führt. Dieser Rundweg lässt sich ist bequem in zirka drei Stunden schaffen. Winkler peilt bereits wieder neue Steig-Sanierungen an und beschäftigt auch gerne neue Freiwillige. Alle sind herzlich willkommen. (mds) Info: 333 878 58 07
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10 /Wirtschaft/
Vinschgerwind 12-14
12.06.14
Naturns
100 Jahre Weinbau in Kompatsch
Fotos: Johanna Weithaler
Gedenkfeier in den Weinbergen in Kompatsch
A
m Samstag, den 24. Mai hatte der Heimatpflegeverein Naturns-Plaus im Auftrag der „Neuräutler“ im Kompatscherberg zur Gedenkfeier der Weinberge vor hundert Jahren eingeladen. Den Beteiligten, die sich in den Weinbergen am Kompatscherberg trafen bot sich ein wunderbarer Ausblick auf den Tablander Schuttkegel, den Verlauf der Etsch und auf die Dächer des Weilers Kompatsch. Sie wurden von den Alphornbläsern feierlich empfangen und durch den Abend begleitet.
Dekan Rudolf Hilpold gestaltete den Wortgottesdienst als Dankfeier und schloss ihn mit der Bitte um gutes Gedeihen der Reben und mit der Segnung der Weinberge. Hermann Wenter konnte den Bürgermeister Andreas Heidegger, den Kulturassessor Valentin Stocker, den Obmann des Heimatpflegevereines Josef Pircher, Vertreter des Vinschgauer Weinbauvereines, sowie die Eigentümer der Weingärten begrüßen. Er gab auch Rückblicke über die Urbarmachung dieses Gebietes vor hundert Jahren.
Matsch
Vinschgau/Tschenglsburg
„Ungestüm und aufbrausend bist du…“
Die Welt als Dorf
Foto: Karin Thöni
m Sonntag wird eingeweiht. Die Matscher Bäuerinnen, unter Mithilfe aller Vereine des Tales, haben den Alpweg und den „Hearasteig“, wie er unter den Matschern heißt, mit zehn Gedankentafeln bestückt. Die Texte stammen von der im Vinschgau bekannten Mundartdichterin Wilhelmine Habicher und sollen zum Lesen, Innehalten und Nachdenken einladen. Die Einweihung findet am 15. Juni um 14.00 Uhr beim „Schofgongl“ (innere Matscher Alm) statt. Die Bäuerinnen laden dabei zu kleinen Köstlichkeiten. Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt. (klf)
V
or kurzem haben die lvh-Frauen im Vinschgau einen Vortrag mit dem Universitätsprofessor Josef Nussbaumer organisiert. Die Welt „Globo“ stand dabei im Mittelpunkt. Die Welt ist ein Dorf, hört man so oft. Und doch kann man es sich kaum vorstellen. Wie die Welt und ihre Entwicklung sehr gut vorstellbar ist, wurde unlängst in der Tschenglsburg deutlich. Universitätsprofessor Josef Nussbaumer aus Innsbruck sprach über das Dorf „Globo“ und meinte eigentlich die ganze Welt. Und genau das war beabsichtigt. Man stelle sich die Welt einfach als Dorf mit 100 Menschen vor. Dann hätten 20 davon kein Trinkwasser und vierzehn Menschen verbrauchten die Hälfte des Stroms. Ähnlich verhält es sich mit dem Konsum, der zu 60% von 12 Leuten getätigt wird. Und es gibt auch keine „globalisierte“ Welt, so Professor Nussbaumer, denn rund 40 Globobürger lebten ohne Toiletten. Ähnlich pointiert beschrieb Prof. Nussbaumer den hohen Verbrauch an Getreide für Biodiesel als „Kampf zwischen Teller und Tank“ und sprach von einer Art Ironie, dass vor allem die Kleinbauern in der Dritten Welt hungern müssten.
Foto: „Wind“-Archiv
A
Damals hatten Bauern aus Tschirland und Kompatsch durch Neurodungen ca. 20 ha für den Weinanbau gewonnen. Er erinnerte an die große Mühe, den Fleiß und auch an einen tödlichen Unfall bei diesen Arbeiten. Anschließend begaben sich Interessierte zum nahegelegenen „Neureutl“, auch „Prünsterplatt“ genannt, das bekanntlich als älteste Siedlungsstätte des Vinschgaus gilt. Unter dem mächtigen Felsdach aus gewaltigen Steinplatten erzählte Heinrich Koch über die prähistorischen Funde, die von Fachleuten dem 8. und 9. Jahrtausend vor Christus zugerechnet werden. Josef Pircher betonte, dass ein derartiger vorgeschichtlicher Wohnplatz einmalig im Vinschgau ist, dass dieser beinahe als heiliger Ort, als Kult und Kraftplatz empfunden werden kann, den es nun zu bewahren gilt. Er dankte auch für die Möglichkeit der Besichtigung, den Organisatoren und Helfern. Von der Familie Prantl („Langwies“) wurde eine zünftige Marende angeboten. Schließlich fand die Feier eine überaschende Abrundung durch Lieder, die der Männerchor aus dem Vinschgauer Weinbauverein, unter Leitung des Martin Tarneller, zum Besten gaben.“ (ria)
v.l.: Rita Egger, Josef Nussbaumer und Maria Wallnöfer Der Abend auf höchstem Niveau, organisiert von den LVH-Frauen im Vinschgau unter dem Vorsitz von Rita Egger und Maria Wallnöfer, klang mit spannenden Diskussionen bei lokalen Köstlichkeiten aus. Besonders beeindruckend war die Spendengabe von 800 Euro für eine bedürftige Familie im Vinschgau, deren kleiner Sohn sich mit den Zeilen bedankte: „Sie Herr Professor holtn Vorträge und kämpfn fir a saubre Umelt. Der Vortrog heint kimp a mir a zuguatn, drfir bedonk i mi vielmols.“
Schluderns
Musikkapelle feiert
Foto: Magdalena Dietl Sapelza
Die MusikantInnen der Jubelkapelle Schluderns führen den Festumzug zum 125-Jubiläum an
M
usikantinnen, Musikanten und Marketenderinnen in bunten Trachten aus dem Bezirk, die Gastkapelle aus Otterfing und Festwagen der Vereine zogen am Sonntag, 1. Juni, durch ein Spalier von Zuschauern und Ehrengästen durch Schluderns zum Festzelt auf dem Ritterspiel-Gelände. Dort gab´s ein Geburtstagständchen zum 125. Jubiläum für die Musikkapelle Schluderns von der Musikkapelle Latsch. Mit einer choreographisch bestens inszenierten Show brachten sie die Blasmusik in Bewegung. Die Show und der Umzug waren der Höhepunkt der dreitägigen Jubiläumsfeier. Geboten wurde viel Blasmusik, die Gruppen „Die Salzburger“ und die „Pfundskerle“ heizten ein. Rock- Musik, ausgewählt von DJ LR gab es in einem abgetrennten Teil des großen Zeltes speziell für die Jugendlichen. Die Gründung
der Musikkapelle Schluderns ist 1889 erstmals schriftlich dokumentiert. Unterbrochen wurde die Tätigkeit während des I. Weltkrieges 1914 bis 1918, durch das Verbot der faschistischen Besatzer von1935 bis 1940, und in der Nachkriegszeit von 1944 bis 1946 und 1950 bis 1952. Seit 1986 ist es auch Frauen erlaubt mitzuspielen. In den Jubiläumsreden wurde allen Bläserinnen und Bläsern, den Kapellmeistern und Obmännern gedankt. Derzeit wird die Kapelle von Joachim Tragust als Obmann geführt. Er ist mit seinen 21 Jahren der jüngste Obmann Südtirols. Kapellmeister in seit kurzem Hubert Eberhöfer aus Mals. Zum Jubiläum gab es auch eine Lotterie. Viele Preise sind noch abzuholen. Die Nummern der Treffen sind auf der Schludernser Gemeindehomepage www. gemeinde.schluderns.bz.it veröffentlicht. (mds)
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12 /Leserbriefe/
Vinschgerwind 12-14
Stellungnahme - Leserbrief von Herrn Eugen Jörg vom 29. Mai 2014 Werter Herr Eugen Jörg, mit Verwunderung nehme ich Ihren Leserbrief im „Vinschger Wind“ vom 29. Mai 2014 zur Kenntnis, in welchem Sie die Tätigkeit des Jugenddienst Obervinschgau mit „Büromanie“ – wobei diese als übertriebene Vorliebe in Punkto Bürokratismus auszulegen ist - gleichsetzen. Ausgehend von der Definition laut Duden, bedeutet Bürokratismus ein „pedantisches, engstirnig-formalistisches Denken und Handeln“. Ihre Aussage ist somit als ein Frontalangriff gegen unsere Organisation und die Arbeit unserer Fachstelle zu verstehen. Diesen Umstand werde ich nicht kommentieren und verweise Sie lediglich auf die unzähligen Dialogpartner im Obervinschgau, die unsere Arbeitsweise als schnell, flexibel, ziel- und bedürfnisorientiert und summa summarum professionell beschreiben. Was den laut Ihrer Aussage verschwundenen Gründergedanken des Jugenddienstes aus dem fernen Jahre 1984 betrifft, möchte ich Sie darauf hinweisen, dass wir laut unserer Vision, Mission und unseren Leitlinien (www.Jugenddienst.it/obervinschgau), das tun was notwendig ist, um die Jugendarbeit im Obervinschgau bestmöglich indirekt zu fördern. Das bedeutet aber auch, dass wir jenes Handeln unterlassen, welches unnötig geworden ist und lediglich zur Erhaltung von (alten) Gewohnheiten beiträgt. Dies bedeutet, dass unsere Organisation gewillt ist, sich
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ständig weiterzuentwickeln, denn der Anspruch für unsere Arbeit ist es, auf die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zu reagieren und entsprechend zu handeln. Dies tun wir in einer dynamischen, innovativen und vor allem auf eine an den Bedürfnissen der Menschen orientierte Art und Weise. Wir sind davon überzeugt, dass wir andere Menschen nur dann bewegen können, wenn wir bereit sind uns selbst zu bewegen. In diesem Sinne lade ich Sie ein, Ihnen in einem persönlichen Gespräch unsere Tätigkeiten, die als Motor von Prozessen in der Regionalentwicklung im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit zu verstehen sind, näherzubringen. Stefan Hellweger Geschäftsführer Jugenddienst Obervinschgau
Sehr geehrter Herr Chefredakteur Erwin Bernhart, bezugnehmend auf Ihren Kommentar möchten wir Ihnen empfehlen, die Artikel 5, 114 und 117 der italienischen Verfassung zu berücksichtigen, wo unter anderem steht, dass die Gemeinden gesetzgeberisch tätig sein dürfen. Siehe das Beispiel der Gemeinde Malosco im Nonstal, die ebenfalls zum Thema „Pestizid-Verbot“ gesetzgeberisch geworden ist und die vor allen Gerichten, bis hin zum römischen Staatsrat, Recht bekommen hat. Außerdem raten wir Ihnen, die Charta der Grundrechte der Europäischen Union und den Vertrag über die Europäische Union zu lesen. Der Subsidiaritätsgrundsatz in Artikel 5 bein-
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haltet ausdrücklich die Förderung von Eigenverantwortung und Selbstbestimmung auch der kleinsten Einheiten (z.B. Gemeinden, Städte) innerhalb der EU. Und wenn Sie denn einen Blick über den Tellerrand wagen möchten, dann werden Sie erkennen, dass das Friedensprojekt Europa nur eine Zukunft haben wird, wenn es die Sprache seiner Bürger und Bürgerinnen sprechen wird und diese ernst nimmt. Innerhalb der gesetzlichen Rahmen der italienischen Verfassung und der Europäischen Union haben die Menschen also sehr wohl das Recht, an ihrem Lebensort gestaltend einzugreifen. Mit der Volksabstimmung in Mals nehmen wir dieses Recht in Anspruch. Martina Hellrigl, Mals Evelyne Piergentili, Mals Pia Oswald, Mals
„Jeder kann und soll sich eine Meinung bilden“ Nach vielen Jahren ist es gelungen auf die Folgen der landwirtschaftlichen Monokultur (Pestizide, ihrer gesundheitlichen Risiken, usw.) und die Schieflage von uns einheimischen Viehund Ackerbauern aufmerksam zu machen. Sogar die Landespolitik hat sich – endlich - dafür interessiert: das ist schon mal ein Riesenerfolg. Da wir bisher nur mit leeren Versprechungen hingehalten wurden, haben wir diese Volksabstimmung initiiert. Die Problematik wird nun in allen Gesellschaftskreisen thematisiert und jeder kann und soll sich eine Meinung bilden, auch das ist ein Erfolg. Alexander Agethle, Schleis
Zum Artikel „Wackelige Materie“ des Chefredakteurs Ich wusste gar nicht, dass der Herr Chefredakteur Erwin Bernhart auch Jurist ist. Die Staatsadvokatur sagt ja nicht, dass die Fragestellung an sich falsch ist, sondern dass nur der letzte Teil der Fragestellung (das Verbot des Einsatzes von Pestiziden) nicht der Zuständigkeit der Gemeinde unterliegt.
Unsere juristischen Fachleute, also Verfassungs-Rechtler, Europa-Rechtler und einige Richter sowohl in Trient (Verwaltungsgericht) als auch in Rom (Staatsrat) sind hingegen der Meinung, dass das Verbot des Einsatzes von gesundheitsgefährdenden Pestiziden durchaus in die Zuständigkeit einer Gemeinde fällt. Siehe die Urteile zu Gunsten der Gemeinde Malosco im Nonstal, deren Bürgermeister ein Einsatz-Verbot von sehr giftigen und giftigen Pestiziden bereits erlassen hat. Aufgrund eines bestellten(!) Gutachtens die Malser Volksabstimmung als „Wackelige Materie“ zu bezeichnen, ist sowohl der Versuch der einseitigen Beeinflussung der Leser, als auch journalistisch unkorrekt und anmaßend. Fragner-Unterpertinger Johannes Sprecher des „Promotorenkomitees“
Präzisierung Ich habe die Gemeinde Laas zu ihrem Ehrenbürger Franz Tumler beglückwünscht, jedoch eine Bedingung daran geknüpft und zwar in diesem Sinn: „Der große Autor und Kulturphilosoph Jean Améry pries einst Tumlers Langgedicht Sätze von der Donau, behielt sich aber vor, an die „meisterlich formulierten Sätze“ eigene Sätze zu heften, in denen er vom Schicksal seiner eigenen jüdischen Familie erzählen wollte. Nur so ließe sich die Selbstgenügsamkeit des Gedichts aufbrechen und Vollständigkeit der Darstellung erreichen. Dieses – wie Améry eingestand - literarisch ganz unstatthafte Verfahren zeigt, wie man der Herausforderung gerecht werden könnte, die Tumlers Leben und Werk an uns heranträgt: Unsere ergänzten Sätze könnten von vergangenen, bisher beschwiegenen Vorkommnissen erzählen und einen Nachdenkprozess auch über uns selbst in Gang bringen. Nimmt die Gemeinde Laas diese Herausforderung an – und sie hat beste Voraussetzungen dazu - so ist sie zu ihrem Ehrenbürger Franz Tumler, diesem Schutzpatron des Frag-Würdigen, zu beglückwünschen“. Thomas Strobl, Schlanders
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/Impressionen/ 13
Karl der Große und der Vinschgau. Karl der Große starb im Jahre 814. In Müstair, wo seine Präsenz noch stark spürbar ist, werden ihm heuer hochkarätige Veranstaltungen gewidmet. Aber auch St. Martin - Göflan, St. Johann - Kortsch und vor allem St. Benedikt - Mals bergen kostbare Zeugnisse seiner Zeit. Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it
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Richtig ist ...
Rosenkranzherz für Marienberg
David Schönegger. So heißt der Zweitplatzierte der Mathematik-Olympiade 2014. Aus Schönegger wurde im jüngsten Wind Schönthaler. Wir entschuldigen uns für den Lapsus.
Die Klasse 2 C der Mittelschule Schlanders übergab dem Kloster Marienberg (23.05.) im Rahmen einer kleinen Feier ein kunstvolles Rosenkranzherz, bemalt mit christlichen Symbolen. Das Werk ist durch das Museumprojekt „Objektgestaltung“ entstanden. „Mein Kompliment, liebe SchülerInnen“, sagte Direktor Zangerle, „für mich wird mit diesem Werk sichtbar, dass Kunst und Religion einfach etwas Gemeinsames haben. Frau Schaller hat wirklich die Gabe, dass sie diesen Sinn für Ästhetik.“ Die Klasse von der musikalischen Richtung umrahmte die Feier.
Foto: Andreas Waldner
14 /Lokales/
Ensembelschutz ist Ortsbildpflege
Foto: Heinrich Zoderer
Latsch - Nach dem Denkmalschutz und dem Landschaftsschutz nun auch noch Ensembleschutz, braucht es das? Nicht nur der zuständige Landesrat Theiner, sondern auch die Bürgermeister von Latsch, Mals und Schlanders bemühten sich bei der Podiumsdiskussion in Latsch die Sinnhaftigkeit des Ensembleschutzes zu erklären und den Unterschied besonders zum Denkmalschutz zu erläutern.
vl.: BM Helmut Fischer, Arch. Angelika Margesin, BM Ulrich Veith, BM Dieter Pinggera, LR Richard Theiner, Arch. Andreas Gruber
von Heinrich Zoderer
M
it dem neuen Landesraumordnungsgesetz wurde 1997 der Ensembleschutz im Artikel 25 aufgenommen und die Gemeinden wurden angehalten Ensembleschutzpläne auszuarbeiten. 2004 legte die Landesregierung 10 Kriterien für die Ausweisung von Ensembles fest. Schlanders ist eine von 50 Südtiroler Gemeinden, welche bereits einen Ensembleschutzplan haben, Mals arbeitet seit drei Jahren am Plan und wird ihn noch heuer beschließen, Latsch befindet sich noch in der Startphase. Deshalb hat der Heimatpflegeverband Latsch unter der Führung von Joachim Schwarz auch zu dieser Podiumsdiskussion geladen. Eberhard Daum führte als Diskussionsleiter auf gewohnt char-
mante Weise durch den Abend. Die Kommunikation und die Information sind entscheidend, meinte BM Dieter Pinggera, um die vielen Fragen zu beantworten und Ängste abzubauen. Deshalb wurden in Schlanders 16 Versammlungen abgehalten. In der Gemeinde Mals wurden 700 betroffene Personen angeschrieben und zu Sprechstunden geladen, um die Pläne mit den Betroffenen zu besprechen und sie von der Sinnhaftigkeit zu überzeugen. Für die Planer ist es eine Herausforderung, meinte die Architektin Angelika Margesin, die in mehreren Südtiroler Gemeinden Ensembleschutzpläne ausgearbeitet hat und regelmäßig für Bauherrn und Planer bei Sprechstunden zur Verfügung steht. Sowohl der Landesrat Richard Theiner als auch der Architekt Andreas
Gruber vom Amt für die Ortsplanung erklärten, dass es beim Ensembleschutz nicht darum geht alles unter Schutz zu stellen und das Bauen mit Verboten und Vorschriften zu erschweren, sondern darum das Besondere, das Unverwechselbare eines Ortes zu erkennen und bei der zukünftigen Verbauung zu berücksichtigen. Der Plan soll eine Hilfe für die Gemeindeverwalter, den Bauherrn und die Planer sein, um das Ganze im Blick zu behalten und das Charakteristische eines Dorfes, eines Ortsteils oder eines Weilers zu erhalten. In einer Bestandserhebung und einer fotografischen Dokumentation werden Häuserfassaden, Häusergruppen, Dachformen, Straßenzüge, Zäune, Brunnen, Bäume, Parkanlagen, Plätze und Freiflächen erhoben, in Ortsbegehungen
bewertet und dann muss nach umfassenden Diskussionen vom Gemeinderat entschieden werden, was wirklich charakteristisch, ortsprägend und identitätsstiftend für einen Ort ist und deshalb für die Zukunft erhalten werden soll. Helmut Fischer, der neue Bürgermeister von Latsch bedankte sich beim Heimatpflegeverband für diese Initiative und versprach das Thema anzugehen und in enger Zusammenarbeit mit der Bevölkerung an der Ausarbeitung eines Ensembleschutzplanes zu arbeiten. In der Diskussion zeigten sich viele Teilnehmer erfreut über diese Initiative. Ein Teilnehmer meinte, dass das Wort Ensembleschutz durch das Wort Ortsbildpflege ersetzt werden sollte, denn es geht um das Erkennen und die Pflege des Besonderen eines Ortes.
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/Lokales/ 15
Mals/Schlanders
Engagierte Reportagen aus dem Vinschgau
Ü
Ideenfindung für Vinschger Reportagen v.l. Werner Oberthaler (OSZ Mals), Georg Mayr (FF), Sibille Tschenett, Rainer Nüberl (Zeitenspiegel) Foto: Ludwig Fabi
ber Grundlagen des Journalismus und im Besonderem der Reportage wurden zwölf SchülerInnen kürzlich in Mals eingewiesen. Rainer Nüberl und Uli Reinhardt von der Agentur Zeitenspeigel in Stuttgart und Georg Mayr von der Wochenzeitung FF gestalteten einen halbtägigen Workshop, welcher gleichzeitig der Start des kürzlich ins Leben gerufenen Gabriel-Grüner-Schülerwettbewerbes für engagierte Reportagen darstellte. In Anlehnung an das internationale Gabriel-Grüner-Stipendium beteiligen sich nun sechs Oberschülerpaare zu Themen aus dem Vinschgau in Wort und Bild an diesem Wettbewerb. Der Bildungsausschuss Mals, seit Jahren darum bemüht das Engagement und Wirken von Gabriel Grüner zu würdigen und als Bildungsprojekt unter die Bevölkerung zu bringen,
organisiert diesen Wettbewerb gemeinsam mit der Agentur Zeitenspiegel, der Wochenzeitschrift FF und den Geschwistern und engen Freunden von Gabriel Gründer. Begleitet und motiviert werden die OberschülerInnen der vierten Klassen von den Fachlehrern Martin Trafoier (OSZ Schlanders) und Werner Oberthaler (OSZ Mals). Die SchülerInnen befassen sich nun über die Sommerferien mit
dem Journalismus-Handwerk und den erarbeiteten Themen Betreut von professionellen Journalisten und Fotoreportern reichen sie dann im Frühjahr 2015 die fertige Reportage ein, welche eine eigene ausgewählte Fach-Jury bewertet. Als Preis winkt ein kostenloses Praktikum in den Redaktionen der Agentur Zeitenspielgel in Stuttgart und des FF-Wochenmagazins in Bozen. (lu)
Rabland/Partschins
Kolch und Wosser D
für mehrere Monate zusammengestellt. Gemeinsam mit den Feuerwehrmännern Rabland und deren rührigen Frauen, die keine Mühen für die Dekoration scheuten, und mit der Grundschule Rabland wurde das Projekt kürzlich am Rablander Kirchplatz eröffnet. Ein Impulsreferat vom technischen Leiter der Firma Röfix, Adalbert Pardeller, über die Geschichte und über
Foto: Erwin Bernhart
ie Idee, sich mit „Kolch und Wosser“ beschäftigen zu wollen, kam von den Vereinen in der Gemeinde Partschins im Herbst 2013 bei einem Stammtisch. Die Idee verfeinert hat dann der Bildungsausschuss Partschins unter dem Vorsitz von Hanni Laimer Schönweger. Ausgehend von den zwei bedeutenden Bodenschätzen der Gemeinde wurde ein Programm
Sketch „Verkalkung“ bei der Eröffnung des Projektes „Kolch und Wosser“ am 30. Mai auf dem Rablander Kirchplatz
den derzeitigen Abbau von Kalk am Töller Kalkbruch (eigentlich ein Marmorbruch), der Veredelung des Kalkes zu hochwertigen Baumaterialien durch die Firma Röfix, über die harte Arbeit des frühreren Kalkbrennens in den hohen Kalköfen - bildete den Mittelpunkt der Eröffnungsfeier. Mit großem Interesse folgten die Dorfbevölkerung den Ausführungen. Von einer Trommlergruppe der Grundschule Rabland mit selbstgebastelten Trommeln und von einer humorvollen Sketcheinlage von Hartmann Nischler und Walter Kaserer wurde die Eröffnung umrahmt. Lobende Worte für die Initiative fand BM Albert Gögele und auch der Kultur-Landesrat Philipp Achammer war vom Inhalt und vom Engagement der vielen Vereine angetan. Von der Elisabethquelle abgefülltes Wasser in schön etikettierten Flaschen gab es für die Besucher als Geschenk. (eb)
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Vinschgau
Bolivianische Tanzgruppe berührt Die bolivianischen Tänzerinnen und Tänzer warben für das Projekt „Vida y esperanza“, das in Cochabamba Hilfe zur Selbsthilfe leistet rechts im Bild: die Vinschger ProjektMitarbeiterin Sabrina Eberhöfer aus Laas
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ie Hüte mit den langen Federn faszinierten genauso wie die farbenprächtigen Kostüme und die Schritte der Tänzerinnen und Tänzer aus das bolivianischen Stadt Cochabamba. Die Gruppe „Bolivia Viva“ bestehend aus Mitarbeiter des Sozialprojektes „Vida y esperanza“ war kürzlich in Südtirol zu Gast. Bei mehreren Auftritten, unter andern in Schulen und im Kulturhaus von Schluderns, zeigten sie ihr tänzerisches Können und stellten die widrigen Lebensumstände in ihrer Heimat und ihr Projekt vor. Der Einsatz gilt vor allem den Kindern, die unter der Not ihrer Eltern leiden.
Begleitet wurde die bolivianische Gruppe (im Auftrag der OEW Brixen) im Vinschgau von Ruth Dietl, Sabrina Eberhöfer und Eva Aurich. Der Reinerlös geht an das Projekt in Südamerika. Die OEW Brixen unterstützt nun auch die Aktion „Mit 1 Euro 1 Haus bauen“ für den Neubau des Hauses der Solidarität in Brixen, in dem die Schwachen unserer Gesellschaft ein Heim finden. Während der Fußball-WM vom 12. Juni bis 13.Juli stehen in Gastlokalen, Bars, Geschäften ... die Spendenboxen bereit. (mds) Info zu den Projekten: 3490074078
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Aus dem Gerichtssaal
Schlanders: Gemeinde
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ieser Titel ist natürlich nicht wörtlich zu nehmen. Es bot sich lediglich an, weil die Gemeinde Schlanders mit Ende 2013 das Pachtverhältnis für das öffentliche Schwimmbad aufgekündigt hat. Der bisherigen Pächterin Kolleritsch Doris wurde der Vertrag mit der Begründung nicht mehr verlängert, die Gemeinde wolle ab der heurigen Saison die Führung des Schwimmbades selbst in die Hand nehmen. Diese Entscheidung mag zwar verwundern, denn erfahrungsgemäß sind solche Badeanstalten nicht gerade lukrative Einrichtungen, welche eine Führung in Eigenregie nahelegen würden. Aber grundsätzlich gilt das von der Verfassung garantierte Grundrecht auf Freiheit der wirtschaftlichen Betätigung auch für die Kommunen. Und wenn die daraus erzielten Einnahmen für öffentliche Zwecke verwendet werden oder dadurch gar der Steuerdruck für die Bürger fühlbar gesenkt wird, dann kann gegen eine erwerbswirtschaftliche Betätigung der öffentlichen Hand nichts eingewendet werden, auch wenn dies nicht unbedingt zu deren vordringlichen Aufgaben gehört. Vielmehr erwartet man von den Gemeinden, dass sie sich vorrangig der Erfüllung von öffentlichen Aufgaben wie die
geht baden
Versorgung mit Wasser und Energie, Beseitigung von Abwasser und Müll, Errichtung von Krankenhäusern und Schlachthöfen, Unterhaltung von Verkehrsbetrieben u.a.m. widmen. Doch wenn die öffentliche Hand glaubt, sich privatwirtschaftlich betätigen zu sollen, dann unterliegt sie gewissen, auch rechtlichen Schranken. Da gilt zum einen der Grundsatz der Subsidiarität, d.h. die Gemeinde darf erst dann tätig werden, wenn der Zweck nicht besser durch einen privaten Dritten erfüllt werden kann. Außerdem muss die Rentabilität des öffentlichen Engagements gewährleistet sein, weil sonst der Wettbewerb verzerrt und die Privatunternehmen mit Hilfe und unter Zweckentfremdung von Steuergeldern vom Markt verdrängt werden. Damit schließlich das ganze Unternehmen Schwimmbad nicht zu einem Fiasko für die Gemeindekassen wird, ist eine Kostenwahrheit unerlässlich, d.h. am Ende der Saison muss sich klar nachprüfen und nachvollziehen lassen, wie viel der „Spaß“ tatsächlich gekostet hat bzw. mit welchem Betrag die Gemeinde im wahrsten Sinnes des Wortes „baden gegangen“ ist. Peter Tappeiner, Rechtsanwalt
St. Martin im Kofel/Schnals
Wallfahrt
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m Namen der Bürger von St. Martin im Kofel lädt Werner Perkmann zur traditionellen Wallfahrt von St. Martin nach Unser Frau ein. Am Samstag, 21. Juni wird um 8.30 Uhr in der Kirche von St. Martin gestartet. Die Wallfahrt, die ursprünglich zur Abwendung von Unheil und Naturkatastrophen abgehalten wurde, führt über das Niederjöchl zur Penauder Alm und die Ankunft in Unser Frau im Schnalstal ist voraussichtlich um 19.00 Uhr zur Abendmesse. Jeder ist willkommen, der Andacht, gutes Schuhwerk und eine Grundkon-
dition mitbringt. Heute dient die Wallfahrt auch zur Danksagung an den eigenen Schutzengel und gleichzeitig als Bitte um weiteren Beistand.
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/Menschen/ 17
„I hon fescht Hoamweah kopp“ Adolf Schgör hat in Taufers i. M. seine Kindheit verbracht. Dann wanderte er mit der 19-köpfigen Großfamilie nach Österreich aus. Noch heute verbinden ihn viele Erinnerungen und Freundschaften mit seiner alten Heimat, die er immer wieder gerne besucht.
Adolf Schgör, geb. 1921 in Naturns, aufgewachsen in Taufers i.M., lebt mit seiner Frau in Mayerhofen. „Kindr hon i koane, i hon drhoam zviel Kindr kopp“, meint er. Ein Höhepunkt war die SchauspielerRolle des Langläufers in der „Pifke-Saga“ von Felix Mitterer
von Magdalena Dietl Sapelza
I
n Naturns kam Adolf Schgör 1921 als neutes von 17 Kindern zur Welt. Kurz darauf kaufte sein Vater den „Schmelchhof“ in Rabland. Doch er verlor den Hof durch eine Bürgschaft, die er für einen Freund übernommen hatte. Die Familie fand daraufhin einen armseligen Unterschlupf in Kastelbell und zog dann zu Bekannten nach Taufers. Zweimal wechselte die Familie dort die Wohnung bis sie schließlich im Haus neben der alten St. Johannkirche bleiben konnte. Der Ertrag eines Kartoffelackers und das, was der Vater als Mauerer und als Hirte verdiente, reichten nicht. Das Essen war knapp. Als Hütbub bei einem Bauern
in Sta. Maria konnte sich Adolf im Sommer satt essen. Im Winter besuchte er die italienische Schule, die den Südtirolern aufgezwungen worden war. Er lernte von „Duce“ und sang die „Giaovionezza“. Eine „Katakombenlehrerin“ unterrichtete ihn heimlich in deutscher Sprache. Nach Italiens Sieg über Athiopien beobachte er, wie ein „Maresciallo“ hoch zu Ross an der Grenze seine Faust bedrohlich in Richtung Schweiz erhob. Die Lage war angespannt und eines Tages gab der Vater bekannt, dass er mit Kind und Kegel auswandern wolle. Er hatte nicht viel zu verlieren. „Unt inzpockn isch nit viel gweesn“, sagt Adolf. Der Zug brachte die Familie mit den wenigen Habseligkeiten
nach Innsbruck. Ihr Quartier war eine Woche lang ein Zimmer in einem Gasthof. Dann ging`s weiter nach Kirchdorf bei St. Johann und von dort nach Katsdorf bei Linz. Dort stand ein verlassener Bauernhof für die Großfamilie bereit. „I hon fescht Hoamweah kopp“, erinnert sich Adolf. Oft ging er zum Bahnhof und träumte davon, nach Taufers zurück zu fahren. Nachdem sein Vater Arbeit in den „Hermann GöringWerken“ erhalten hatte, zog die Familie in eine Neubausiedlung, die im Auftrag von Hitler für die Arbeiter gebaut worden war. Adolf begann eine Lehre als Schuhverkäufer im Geschäft, das einem Juden enteignet worden war. Dieser hatte die Flucht nach New York geschafft. 1944 wurde Adolf zum Arbeitsdienst mit gleichzeitiger Militärausbildung nach Gmunden gerufen. „Oan Tog Holzorbat, oan Tog Ausbildung“, erklärt er. Am 12. April 1945 stieg er in den Zug, der ihn und viele andere junge Soldaten an die Ostfront bringen sollte. Es wurde der schlimmste Tag in seinem Leben. Die Erinnerung daran, die furchtbaren Bilder verfolgen ihn bis heute. Mit ohrenbetäubendem Lärm knallten amerikanische Bomben auf den Zug. Es war in der Gegend bei Neustadt in Unterfranken. Adolf gelang zusammen mit einem Kollegen der Sprung ins Freie. Sie retteten sich in den nahen Wald. Dort hörten sie die Schreie der Verletzten. Kurz darauf versuchten sie verzweifelt zu helfen. „Es isch schrecklich gwesen, di meischtn sain umkemman“, sagt er mit Tränen in den Augen. Aus Koffern holten sie sich später Zivilkleider, tauschten mit diesen ihre Uniformen und flüchteten. Deutsche Truppen hielten sie an, drohten sie wegen ihrer Zivilkleidung zu erschießen und zwangen sie, die Uniform erneut anzuziehen. Daraufhin gerieten sie in amerikanische
Gefangenschaft. Im Lager unter freiem Himmel bei Bad Kreuznach waren die Essensrationen knapp, und es gab keine Decken für die Nacht. „Mit Löffl hoobm miar inz Erdlöcher groobm um a bissl worm z`hoobm“, sagt er. Er meldete sich zu allen möglichen Arbeiten, formte Briketts half beim Latrinenbau… und bekam dafür etwas mehr zu essen. „Ma muaß si lai zhelfn wissen“, meint er. Nächste Station war ein amerikanisches Auffanglager bei Reims in Frankreich. Dort hatte er erstmals wieder ein Dach über dem Kopf. „Deis isch dr Himml geweesn“, meint er. Im Dezember 1945 kehrte er nach Linz zu-
„
Mit Löffl hoobm miar inz Erdlöcher groobm um a bissl worm z`hoobm rück. Im Heimathaus war alles zerstört, und er erfuhr, dass drei seiner Brüder gefallen waren. Auch das Schuhgeschäft war geplündert. Schon bald erhielt es der aus Amerika heimgekehrte Besitzer zurück und richtet es neu ein. Adolf konnte dort weiterarbeiten. Er war tüchtig und machte als Filialleiter Karriere. Später eröffnete er sein eigenes Geschäft. Sein privates Glück fand er mit der Textilverkäuferin Hermine Gach. Ihre Hochzeitsnacht verbrachte das Paar 1957 in Taufers. Adolf zeigte ihr die Orte seiner Kindheit, stellte ihr seine Bekannten vor. „In Taufers sain miar olm willkommen gweesn“, freut er sich. Vom Linz zogen die beiden nach Mayerhofen im Zillertal. Auch dort waren sie als Geschäftsleute erfolgreich. Mittlerweile genießen sie den Ruhestand. Und sie verbringen mehrere Male im Jahr ihren Urlaub in Adolfs einstiger Heimat.
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Weinfest
Partschins: Wildes Australien
Am Samstag, den 21. Juni lädt Baron Sigmund Kripp zum traditionellen Weinfest in die Stachlburg von Partschins. „Alte Mauern - neuer Wein“ von 12.00 bis 23.00 Uhr.
„Wildes Australien - eine Reise vom tropischen Norden ins rote Herz des Kontinents“: Norbert Dejori berichtet in einem interessanten Diavortrag über seine Reise in Australien. Die Bibliothek bietet zudem eine Buchausstellung zum Thema Australien. Alle sind herzlich eingeladen. Dienstag, 17. Juni 2014, 20.00 Uhr, Bibliothek Partschins
50 Jahre Sportverein
Freundschaftskonzert
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Foto: „Wind“-Archiv
m Abend des 17. Mai hatte der Frauenchor St.Valentin die Ehre, die Chöre der Gemeinde aus Reschen, Graun und Langtaufers, sowie den Männerchor aus Santo Stefano di Cadore im Kulturhaus von St. Valentin zu einem einmaligen Freundschaftskonzert einzuladen. Der anwesende BM Heinrich Noggler unterstrich in seiner Eingangsrede den Stellenwert der Musik und auch den wichtigen Einsatz der Chöre während des gesamten Jahres. Nach wochenlangen intensiven Vorbereitungen ist es an diesem Abend allen vier Chören der Gemeinde Graun einschließlich des Gastchores gelungen, dem interessierten Publikum eine bunte musikalische Reise zu bieten. Die Palette der gesungenen Stücke reichte von populären volkstümlichen, aber auch von geistlichen Liedern bis hin zu englischen Top-Hits, die von den begeisterten Sängerinnen und Sängern eindrucksvoll zum Besten gegeben wurden.
Den unermüdlichen Chorleiterinnen und Chorleitern, namentlich Martina CasanovaFuga, ihrem Vater Luciano, Wilhalm Cäcilia, Paulmichl Valentin und Fliri Andreas, allen Mitwirkenden und Helfern sei an dieser Stelle noch einmal recht herzlich gedankt.
Partschins - Kürzlich hat der ASV Partschins das 50-jährige Gründungsjubiläum mit einem zweitägigen Fest gefeiert. Das größte und aktuellste Geschenk an den Verein haben die Sektion Fußball mit dem Aufstieg der ersten Mannschaft in die Landesliga, die Volleyballerinnen U-10 mit dem Landesmeistertitel, ebenso die U-12 als Landesmeister im Tennis und die 1. Mannschaft im Kegeln mit dem Aufstieg in die B-Klasse gemacht.
v.l.: Paul Forrer, Roland Fischer, Klaus von Dellemann, Peter Unterholzner, Andreas Gerstgrasser, Günther Andergassen, Stefan Ganterer und Hugo Pixner
von Erwin Bernhart
G
ediegene Jugendarbeit, erfolgreiche Mannschaften, eine rege Vereinstätigkeit, eine der schönsten Sportanlagen im Lande: der Amateursportverein Partschins ist gut aufgestellt und ein glänzender Mosaikstein in der Sportlandschaft des Landes. Diesem Erfolg ist harte und beharrliche und ehrenamtliche Aufbauarbeit von vielen BürgerInnen der Gemeinde Partschins vorausgegangen. 1964 wurde der Sportverein als reiner Fußballverein gegründet, heute sind neben der Sektion Fußball die Sektionen Tennis, Kegeln, Volleyball, Ski und Eissport aktiv. Am 30. Mai und am 1. Juni wurde dieses 50-jährige Jubiläum gebührend gefeiert, mit der Austragung der VSS-Volley-Landesmeisterschaft (sh. Seite 40), mit der Segnung des neuen Vereinsbusses durch Pfarrer Josef Schwienbacher und bei gemüt-
lichem Beisammensein auch mit Vertretern der Partnergemeinde Kleinkarlbach. Präsident Andreas Gerstgrasser sprach davon, dass glänzende Erfolge auch von der Unterstützung abhängen. Er nannte den Gemeinderat, die Sektionsleiter, die zuständigen Landesstellen, Alt-BM Robert Tappeiner (Gründungsmitglied des Sportvereines) und die örtliche Raiffeisenkasse. Die freie Zeit habe sich in den letzten Jahren nahezu verdoppelt und der Sport sei die beliebteste Freizeitbeschäftigung, sagte BM Albert Gögele. Das Ehrenamt für den Sport sei wie die Kirche und das Gasthaus zum Dorf gehörend. Ein Dienst an den Sport und für die Mitbürger sei die ehrenamtliche Tätigkeit, die nicht bezahlbar und auch nicht finanzierbar sei. Grußworte und Glückwünsche kamen auch vom BM von Kleinkarlbach Rainer Gierth. Sport sei eine wertebildende
Kraft, sagte der VSS-Obmann Günther Andergassen. Werte wie Gesundheit, Toleranz, Fairness, Leistungsbereitschaft. Sport sei Stärkung der Persönlichkeit. Partschins sei ein großartiger Partner des VSS, nicht nur durch vorzeigbare Erfolge sondern vor allem im Engagement in der Jugendarbeit. Gemeinsam mit VSS-Geschäftsführer Klaus von Dellemann überreichte Andergassen dem Sportverein das Diplom in Bronze für 50-jähriges Bestehen. Die VSS Ehrennadel erhielten Paul Forrer, Volley-Trainer und der „Vater des Volleyballs in Partschins“ und Meistermacher; Roland Fischer als Leiter der Sektion Ski, der im Alter von 15 Jahren als Funktionär gewählt wurde; Peter Unterholzner für seinen mehr als 20-jährigen Einsatz in der Sektion Fußball und Andreas Gerstgrasser, der die Sektion Tennis seit Jahrzehnten beharrlich aufgebaut hat.
Foto: Erwin Bernhart
Graun/Comelico
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Schlanders
HALT - unter die Spitze des Eisbergs schauen uf über 30 Jahre Aufbau- und Erfahrungsarbeit kann die Psychosoziale Beratungsstelle der Caritas in Schlanders zurückblicken. Dabei ist der Alkohol in den Formen Missbrauch bis hin zur diagnostizierten Abhängigkeit nach wie vor das Thema Nr. 1. Mit verstärkter Netzwerkarbeit ist die Beratungsstelle bestrebt, auf die Betroffenen, Angehörigen und das erweiterte Umfeld so einzuwirken, dass die Lebenszufriedenheit gesteigert und ein Ausweg aus der Abhängigkeit gefunden werden kann. Garantien gibt es keine, aber professionelle Hilfe. Bekanntlich wird man nicht von einem Tag auf den anderen süchtig, sondern es gibt immer Auslöser und Vorgeschichten. In diesem Zusammenhang sprechen Fachleute bei Sucht von der Spitze des Eisberges und es ist notwendig tief hinein zu tauchen in die Psyche der Betroffenen und ihr Umfeld, um Strategien zum Auftauchen aus der „Alkohol“Sucht gemeinsam zu erarbeiten. Eine „Auftauchhilfe“ bietet die Psychosoziale Beratungsstelle in Schlanders. Ein umfassendes Leistungsangebot wurde im Lauf der Jahre entwickelt. Dieses reicht von der Prävention, Information, Motivation, psychosozialen Beratung, Krisenintervention, Vermittlung,
Radlader in Miete.
Nachsorge und Rehabilitation bis zur Notunterbringung im Caritashaus „Planlhof“. Und das immer in Zusammenarbeit mit den öffentlichen sanitären, sozialen, stationären, caritativen und psychologischen Diensten und Einrichtungen. Auch für Arbeitgeber und Schulen bietet die Beratungsstelle ihre Dienste an. Eine weitere wichtige Betreuungskette ist die Selbsthilfegruppe Kreuzbund Vinschgau, welche sich seit drei Jahrzehnten kontinuierlich vierzehntägig trifft. Christiane Folie (Bild) ist eine der MitarbeiterInnen im Team der psychosozialen Beratungsstelle der Caritas in Schlanders und nimmt zu folgenden Fragen Stellung. Foto: Ludwig Fabi
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Was bedeutet das Bio-PsychoSoziale Modell? Da Sucht eine komplexe Krankheit ist, bedarf es in der Therapie einer ganzheitlichen Herangehensweise. Unter BIO verstehen wir den medizinischen Anteil der Alkoholkrankheit – hierfür die enge Kooperation mit Hausärzten und dem Krankenhaus; Psycho – die psychologischen Aspekte bei Entstehung und Aufrechterhaltung der Krank-
T +39 0471 061100 E info@niederstaetter.it W niederstaetter.it
heit: hierfür unser Einsatz und der der stationären Therapieeinrichtungen des Landes; SOZIAL: die Auswirkungen der Krankheit auf Arbeit, Familie/Freunde, finanzielle Situation: hierzu die Dienste der Bezirksgemeinschaft, des Arbeitsamtes, der Schuldnerberatung Was ist eine Rückfall-Präventionsgruppe? Eine vollständige Suchttherapie legt großen Wert auf die Nachsorge von mindestens ein Jahr nach erfolgter Therapie. Menschen, die das Abstinenzziel (kein Konsum von Alkohol) erreicht haben, treffen sich regelmäßig unter fachlicher Anleitung, um dieses Ziel weiterhin zu festigen, somit möglichen Rückfallrisiken vorzubeugen und die Lebensqualität wieder zu erlangen bzw. sie zu erhöhen.
Was ist unter „HALT“ zu verstehen? HALT – bedeutet „Hart am Limit“ und ist eine Betreuungsvereinbarung von Caritas Beratungsstelle mit dem Krankenhaus Schlanders. Diese sieht vor, dass bei Personen unter 18 Jahren, die mit einer Alkoholvergiftung in der ersten Hilfe landen, eine Nachbesprechung durchgeführt wird. Gemeinsam mit der Sozialassistentin des Krankenhauses wird der Vorfall ernst genommen und auf den Lebensstil des Betroffenen eingegangen. Bei Bedarf folgen weitere Beratungsgespräche. Öffnungszeiten Büro Schlanders - Widum Mo. bis Do. von 09.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 17.00 Uhr Fr. von 09.-12.00 Uhr - Im Sprengel Mals und Naturns nach Vereinbarung Tel. 0473 621237 mail: psb@caritas.bz.it
20 Eintrittt €€ 17 ermäßig
SEMINARKABARETT Freitag, 20. Juni 2014 um 20.00 Uhr im Kulturhaus Karl Schönherr Schlanders
Kartenvorverkauf im Büro des Kulturhauses, Göflanerstraße 27 in Schlanders oder an der Abendkasse ab 19 Uhr
Bozen - Steg im Eisacktal - Bruneck - San Martino in B.A. (VR)
Kastelbell/ Tschars
TarscH
LatscH
Martell
Goldrain
Schlanders
Kortsch
Laas
Stilfs
Prad
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Glurns
Mals
Bildungsausschüsse Vinschgau
Graun
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Schluderns
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Bezirksservice Bildungsausschüsse
Wichtige Stütze für die ehrenamtliche Bildungs- und Kulturarbeit Foto: v.l. Markus Breitenberger (Burggrafenamt); Siegi Gostner (Eisacktal); Helga Girardi (Unterland); Irmgard Pörnbacher (Pustertal); Marion Perathoner (Gröden); LR Philipp Achammer, Vera Nicolussi Leck (Ressortdirektion Kultur); Stefan Ploner (Gadertal); Ludwig Fabi (Vinschgau); Hubert Bertoluzza (Amtsdirektor Amt für Weiterbildung)
I
m Rahmen eines Antrittsbesuches informierte sich kürzlich Kultur-Landesrat Philipp Achammer und die Ressortleiterin der Abteilung Kultur Vera Nicolussi Leck über die pädagogische und inhaltliche Unterstützung der 134 ehrenamtlich tätigen Bildungsausschüsse in Südtirol. Sechs hauptamtliche MitarbeiterInnen stehen seit rund einem Jahrzehnt im Auftrag des Amtes für Weiterbildung als Bezirksservicestellen den Bildungsausschüssen im Land zur Seite. Diese
individuelle und flexible Beratungsform, frei von starren, strukturellen Vorgaben hat sich bisher sehr bewährt. Anstatt sich an Sprechstunden oder Büroöffnungszeiten halten zu müssen, werden die Ehrenamtlichen vor Ort und vorwiegend an Abendterminen betreut. Zudem erfüllen die BezirksbetreuerInnen viele Schnittstellen und Netzwerkfunktionen. Ein umfangreiches Serviceangebot trägt dazu bei, dass sich die Ehrenamtlichen mehr mit Inhalten beschäftigen können als
im Vereins- und Steuerrechtlichen Sog fest zu stecken. Daher stellt diese Art der Begleitung eine schlanke, kostengünstige und effektive Betreuung dar, die den ehrenamtlichen MitarbeiterInnen in den Bildungsausschüssen auch in Zukunft zur Verfügung stehen soll. Sie können dann weiterhin ortspezifische und vernetzte Bildungs- und Kulturangebote entwickeln und durchführen, die zur Steigerung der Dorfidentität und zur Stärkung des Gemeinwesens beitragen.
Bildungsausschuss Latsch
Humorvoll, lehrreich, musikalisch, provokant
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ie Betitelung der Latscher Kulturtage 2014 mit „humorvoll, lehrreich, musikalisch und provokant“ war vielversprechend und die insgesamt elf Angebote konnten dann auch voll überzeugen. Die einzelnen Veranstaltungen stießen auf großes Interesse bei der Bevölkerung und regten zur aktiven Teilnahme an. Der Bildungsausschuss bildet seit 15 Jahren eine Plattform und koordiniert die Latscher Kulturtage, die eigentlichen Akteure sind aber die Latscher Vereine und kreative und weitsichtige Bürger,
Hannes Gamper – Vorsitzender Bildungsausschuss: „Der Bildungsausschuss Latsch bildet den Rahmen, die Akteure sind die Vereine und die Bevölkerung“
die sich mit ihren Potentialen und Ideen einbringen. Inhaltliche Vorgaben gibt es dabei keine, wobei es dem Bildungsaus-
schuss wichtig ist, dabei mitzuhelfen, dass sich Traditionelles im Dorf festigt, aber auch von außen neue Einflüsse und Ideen einwirken können. Diese Mischung aus „Wurzeln bilden“ und „Äste nach draußen strecken“ scheint das Erfolgsrezept der Latscher Kulturtage zu sein, sonst würden sie nicht seit fast zwei Jahrzehnten unterunterbrochen abgehalten werden. Sie sorgten auch heuer für kulturelle Höhepunkte, waren lehrreich, unterhaltsam, vielfältig aber auch provokant. Die Vereine von Latsch und die Bevölkerung kann sich mittlerweile mit den Kulturtagen identifizieren und festigen so das „Gemeinsame“ und das „Kreative“. (lu)
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Bildungsausschuss Latsch
Die Verwandlung Im Rahmen der Kulturtage in Latsch präsentiert der Bildungsausschuss Latsch und kognitiv – Verein für Wahrnehmung von Donnerstag, 12. Juni bis Sonntag, 15. Juni 2014 das Projekt „Die Verwandlung“. Im ehemaligen Schießstand werden Workshops, Theateraufführungen und Konzerte stattfinden. Der Grundgedanke der „Verwandlung“ ist „Do it yourself“, und dazu gehören der Glaube an Improvisation und Eigeninitiative sowie der Spaß an Kreativität.
Programm Workshops: Upcycling “Bis es mir vom Leibe fällt - Workshop
Wer kennt das nicht: Kleidungsstücke, die seit Ewigkeiten im Schrank hängen und die man nicht mehr trägt, aber auch nicht weggeben will. Fehlkäufe, die sich an gutgemeinte Weihnachtsgeschenke der Schwiegermutter und Stoffrestesammlungen reihen. Der Upcycling Workshop zeigt, was man daraus machen kann: aus Opas Sakko eine coole Laptop- oder Tablettasche, aus Mutters alten Kopftüchern mit unmöglichen Mustern ein flottes Sommerkleid, aus der Lieblingsjeans eine Weste. Sa. 14+ So. 15. Juni 2014 von 14:00 – 18:00 Uhr
BrushBot: (Zahn-)Bürstenroboter – Workshop
BrushBot ist ein simpler Roboter, der im Wesentlichen aus einer Bürste und einem Vibrationsmotor besteht und sich aufgrund der Vibration fortbewegt. Der Referent zeigt euch zahlreiche weitere Möglichkeiten, Objekte zu bauen, die sich mit Hilfe eines Vibrationsmotors fortbewegen. Der Workshop richtet sich an Kinder und Jugendliche, aber auch an Erwachsene, die das Kind in sich tragen. So. 15. Juni 2014 von 14:00 bis 16:00 Uhr
Die Verwandlung 13.-15. Juni 2014 Schießstand Latsch-Vegas 14. & 15. Juni 2014
Filzen für Hipster Upcycling Mode mit"Bis es mir vom Leibe fällt" BrushBot: (Zahn-)Bürstenroboter
Filzen für Hipster – Workshop
Nach zweijähriger Erfahrung mit verschiedenen Filztechniken in der Winterschule Ulten geben Evelyn und Ulli nun zum ersten Mal ihr Wissen weiter und zeigen euch, wie man aus feinster Merinowolle schöne Objekte für den alltäglichen Gebrauch herstellt, so z.B. Hipster-Gadgets und allerlei andere Taschen oder Sitzkissen. Ihr werdet überrascht sein, was aus ein bisschen Wolle entstehen kann. Sa. 14. + So. 15. Juni 2014 von 10.00 bis 14.00 Uhr
Bezirksservice Vinschgau/Ludwig Fabi
15. Juni 2014
Verkostungen und Brunch am Sonntag
13.-15. Juni 2014
Sisyphos • Boxgalopp The Aroostercrats • TurboTrööt • Filangieri Black Bombaim • Elisabeth Chytra • Gassentroiner Emissione • Mr. Coon • Sunshrine Sascha Höfer • Hanna Palme Gestaltung: Burnbjoern
Weitere Infos unter http://www.kognitiv.info/verwandlung2014/
14. Juni 2014
Improtheater Carambolage
Weitere Infos und Anmeldung: www.kognitiv.info
Bahnhof Spondinig 1 39026 Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 Fax +39 0473 618116 bezirksservice.vinschgau@gwr.it www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf
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Finstermünz
Kulturhaus Karl Schönherr - Schlanders
Kung Fu Der österreichische Kabarettist Bernhard Ludwig (Jahrgang 1948) ist ausgebildeter Psychologe und Sexualtherapeut und Erfinder des Seminarkabaretts, mit dem er seinem Publikum zu köstlichen Aha-Erlebnissen verhilft. Der Vater von vier Töchtern ist schon mehrfach in Südtirol aufgetreten, und hat u.a. vor einigen Jahren mit seinem Kabarettprogramm „Anleitung zur sexuellen Unzufriedenheit“ die Kabarett: Am Freitag, Südtirolerinnen und Südtiroler herzhaft den 20. Juni um 20.00 unterhalten und aufgeklärt. Uhr in Schlanders Anleitung zum lustvoll Leben: Kung Fu. In seinem neuen Kabarettprogramm verrät Bernhard Ludwig alles über Herzinfarkt, Übergewicht, sexuelle Unzufriedenheit und Burn-Out. Nach dem Motto „Vorbeugen ist besser als gar keine Bewegung“ räumt er mit allerlei Diät-Irrtümern auf und zerpflückt unsere ungesunden Verhaltensweisen. Er zeigt in diesem lustvollen Kabarettprogramm aber vor allem, wie wir gesund leben und gleichzeitig mehr Spaß am Essen, an Sex und an Bewegung haben können. Bernhard Ludwigs PowerProgramm reduziert den Körperfettanteil und erlaubt allen DiätJunkies trotzdem Kaffee und Alkohol! Wie in allen Seminarkabaretts ist alles 100% Wissenschaft und 100% Kabarett!
Foto: Andreas Waldner
Foto: Lukas Beck
Altfinstermünz geöffnet
Der Talübergang Finstermünz stellt historisch einen bedeutenden Grenz- und Zollübergang dar. In den letzten Jahren fanden umfangreiche Restaurierungs- und Instandsetzungsarbeiten statt. Sie sollen Alt und Neu der Klausenanlage für die Zukunft sichern.
D
ie Erlebnisburg Altfinstermünz hat seine Tore am Sonntag (01.06.) wieder geöffnet. Ab 11 Uhr wurden Führungen angeboten, ab 12 Uhr spielte die Nauderer Schupfamusi im Wirtschaftsstadel auf. Die kleinen Altfinstermünzfreunde wurden mit Spiele, Sagen und Märchen bei Laune gehalten und glücklich gemacht. Im Torturm wurde eine historische Fotoausstellung mit dem Titel „Altfinstermünz im Wandel der Zeit“ eröffnet. Die Bilder stammen von Stefan Kruckenhauser, der viele Jahre in St. Christoph als Leiter des Bundessportheimes und der Österr. Schilehrerausbildung tätig war. In Kruckenhausers Leben waren das Schifahren und das Fotografieren eng verbunden. Der Präsident Herman Klapeer ließ den Vinschgerwind wissen, dass alle für das vergangene Jahr gesetzten Ziele der Restaurierung, der Konservierung und der Instandsetzung
verwirklicht und abgeschlossen wurden. Als letzter Abschnitt wurde ein Qualifizierungskurs „Alte Zauntechniken“ durchgeführt. Mit der Eröffnung des Radweges Schalkl-Altfinstermünz stieg die Besucherzahl stark an. Der Weg ist ein wahres Schmuckstück. Die gefährlichen Bäche sind durch Galerien entschärft und laden zu bequemen Wanderungen ein. Gerade rechtzeitig zum Saisonbeginn in Altfinstermünz ist ein neues Buch mit dem Titel „Finstermünz – Texte und Bilder aus fünf Jahrhunderten“ erschienen. Das reich bebilderte Werk hat 143 Seiten und ist im Heimatverlag erschienen. Das sehr informative Buch behandelt nicht nur Altfinstermünz, sondern auch das Hotel Hochfinstermünz, die Festung (Sperre Nauders) und Nauders. Erhältlich ist das neue FinstermünzBuch im Besucherzentrum in Altfinstermünz. (aw)
VERSTEIGERUNG
FLECKVIEH/SIMMENTAL AUS SÜDTIROL Der Einsatz weltbester Genetik bringt Zuchtfortschritte in Milch und Fleisch Die nächsten Möglichkeiten (auch Bestellung):
Do. 19. Juni 2014 in Bozen Südtiroler Fleckviehzuchtverband, Bozen Tel.: 0471-063820 - Handy: 335-216498 www.fleckvieh-suedtirol.it
pr-info MotorUnion – Auto Brenner
Der neue Golf Sportsvan
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Schlanders
Schlanders
Doppelter Ausklang
Bunter Querschnitt
Foto: Angelika Ploner
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Gebührendes Finale: Der Schulchor beim Abschlusskonzert der Mittelschulklassen mit musikalischer Fachrichtung im Kulturhaus Schlanders
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as Trompetenensemble begrüßte die Eltern, die Schülerinnen und Schüler und die Lehrpersonen zum Abschlusskonzert der Mittelschulklassen mit musikalischer Fachrichtung. Mit viel Vorbereitung ist dieses jedes Jahr verbunden und bietet einen konzertanten Querschnitt durch Instrumente und Epochen. Zu hören waren Beiträge von Solisten, von Ensembles und vom Schulchor. Barocke und moderne Werke, auch Popmusik hatten die Schüler mit im Gepäck.
Klavier, Klarinette, Gitarren, E-Gitarre, Querflöten: Eine Vielzahl an Instrumenten war zu hören. Dietmar Rainer leitete das Konzert, das zur guten Tradition geworden und Musikbegeisterten mittlerweile ans Herz gewachsen ist. Zur Tradition gehört mittlerweile auch, dass man das Schuljahr doppelt ausklingen lässt: Einmal im Kulturhaus (mit Schulchor) und zum anderen im Plawennpark in Schlanders mit dem Schülerbasorchester und verschiedenen Ensembles. (ap)
uch dieses Jahr versammelte sich ein zahlreiches Publikum – Eltern, Geschwister, Musikbegeisterte – um dem Abschlusskonzert der Musikschule Schlanders zu lauschen. Diese bot am letzten Donnerstag im Mai im Kulturhaus Schlanders wiederum Hörenswertes: Einen akustischen Querschnitt durch Instrumente und Musikrichtungen, „einen Querschnitt der geleisteten Arbeit“, sagte Stefan Gstrein, der Direktor der Musikschule „Unterer Vinschgau“ in seinen Begrüßungsworten. Die Arbeit an der Musikschule ist eine vielschichtige, reicht vom Kindergarten- bis zum Erwachsenenalter, von musikalischer Früherziehung bis hin zur ErwachsenenStimmbildung. Die Jüngsten waren es dann auch die den musikalischen Reigen mit „Der Vogelhochzeit“ eröffneten, der Schluss hingegen gehörte traditionell dem PercussionEnsemble. Dazwischen waren verschiedene Vokal- und Instrumentalensembles zu hö-
Schlanders
Z
Foto: Heinrich Zoderer
wischen Reschen und Tschars gibt es mit den verschiedenen Zweigstellen insgesamt 28 öffentliche Bibliotheken. Jedes Jahr werden Bücher angekauft und auch ausgeschieden. Die ausgeschiedenen Bücher der Vinschger Bibliotheken werden alle zwei
Flohmarkt im Innenhof der Schlandersburg
Jahre auf einem Riesen-Bücher-Flohmarkt in der Mittelpunktbibliothek in Schlanders ausgestellt und interessierte Leser können zu einem günstigen Preis die Bücher kaufen. Jedes Buch kostet nämlich nur einen Euro. Am Samstag, den 31. Mai wurden im Innenhof der Schlandersburg verschiedene Sachbücher, Bilderbücher, Kinderbücher, Jugend- und Erwachsenenromane angeboten. Viele haben die Gelegenheit genutzt und interessante Bücher gefunden. Einige Hundert Bücher sind noch übrig geblieben und werden im Juni bis zur Eröffnung der nächsten Ausstellung im Eingangsbereich der Bibliothek ausgestellt. Junge und erwachsene Leser haben also noch Gelegenheit passende Bücher zu erwerben. (hzg)
Fotos: Angelika Ploner
Bücher-Flohmarkt in der Schlandersburg Bilder oben: Die Kleinsten eröffneten den bunten musikalischen Reigen beim diesjährigen Abschlusskonzert der Musikschule „Unterer Vinschgau“ mit „Der Vogelhochzeit.“ Verschiedene Ensembles folgten im weiteren Verlauf des Konzerts und wussten das Publikum mit den musikalischen Darbietungen zu beeindrucken. ren: Gitarren erklangen, Klarinetten, die steirische Harmonika, Klavier, Violine, Posaune. Die musikalischen Darbietungen beeindruckten das Publikum nachhaltig. Dieses dankte mit herzlichem Applaus: Für das bunte Schlusskonzert einerseits und die geleistete Arbeit der Lehrpersonen unterm Schuljahr andererseits. (ap)
WM 2014 A Brasilien
B :
Spanien
C Kolumbien
Uruguay
Griechenland Sa 14.06.2014 um 18 Uhr in Belo Horizonte
Costa Rica Sa 14.06.2014 um 21 Uhr in Fortaleza
: Ecuador So 15.06.2014 um 18 Uhr in Brasilia
Mexiko
Chile
Elfenbeinküste
England
Frankreich
Kamerun Fr 13.06.2014 um 18 Uhr in Natal
Australien Fr 13.06.2014 um 00 Uhr in Cuiaba
Japan Sa 14.06.2014 um 3 Uhr in Recife
Italien Sa 14.06.2014 um 00 Uhr in Manaus
: Honduras So 15.06.2014 um 21 Uhr in Porto Alegre
Brasilien
Australien
Kolumbien
Uruguay
Schweiz
:
Niederlande Mi 18.06. 2014 um 18 Uhr in Porto Alegre
Elfenbeinküste Do 19.06.2014 um 18 Uhr in Brasilia
England Do 19.06.2014 um 21 Uhr in Sao Paulo
: Frankreich Fr 20.06.2014 um 21 Uhr in Salvador
Kamerun
Spanien
Japan
Italien
Honduras
Chile Mi 18.06.2014 um 21 Uhr in Rio de Janeiro
Griechenland Do 19.06.2014 um 00 Uhr in Natal
Costa Rica Fr 20.06.2014 um 18 Uhr in Recife
: Ecuador Fr. 20.06.2014 um 00 Uhr in Curitiba
Kamerun
Australien
Japan
Italien
Honduras
Spanien Mo 23.06.2014 um 18 Uhr in Curitiba
Kolumbien Di 24.06.2014 um 22 Uhr in Cuiaba
Uruguay Di 24.06.2014 um 18 Uhr in Natal
: Schweiz Mi 25.06.2014 um 22 Uhr in Manaus
Kroatien
Niederlande
Griechenland
Costa Rica
Ecuador
Mexiko Mo 23.06.2014 um 22 Uhr in Recife
:
Chile Mo 23.06.2014 um 18 Uhr in Sao Paulo
:
:
Brasilien Mo 23.06.2014 um 22 Uhr in Brasilia :
:
:
:
Kroatien Mi 18.06.2014 um 00 Uhr in Manaus :
:
:
:
Mexiko Di 17.06.2014 um 21 Uhr in Fortaleza :
:
:
:
Schweiz
Niederlande Fr 13.06.2014 um 21 Uhr in Salvador :
:
E
Kroatien Do 12.06.2014 um 22 Uhr in Sao Paulo :
:
D
:
Elfenbeinküste Di 24.06.2014 um 22 Uhr in Fortaleza
:
:
England Di 24. 06.2014 um 18 Uhr in Belo Horizonte
: Frankreich Mi 25.06.2014 um 22 Uhr in Rio de Janeiro
Die 20. Weltmeisterschaft läuft vom heutigen 12. Juni bis 13. Juli. Den Titel verteidigt Spanien. Zum zweiten Mal seit 1950 ist Brasilien Gastgeber der WM. 32 Nationen haben sich qualifiziert. Für die WM in Brasilien wurden umgerechnet etwa 10.7 Milliarden € in Infrastruktur und in die WM Stadien investiert. Das größte Stadion der insgesamt 12 WM Stadien bei der WM 2014 ist das umgebaute, traditionsreiche Maracanã Stadion in Rio de Janeiro mit einer Kapazität von 76.935 Zuschauern. Knapp dahinter folgt mit 70.064 Plätzen das neugebaute Estádio Nacional de Brasília in Brasilia. Drei weitere große WM Stadien sind das Mineirão in Belo Horizonte mit 66.805 Sitzplätzen, die Arena Corinthians in São Paulo für 65.807 Zuschauer, in der auch das Eröffnungsspiel stattfinden wird, sowie das Castelão in Fortaleza mit 64.165 Plätzen.
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Spielplan F
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Argentinien
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Deutschland
H Belgien
Bosnien-Herz. So 15.06.2014 um 00 Uhr in Rio de Janeiro
Portugal Mo 16.06.2014 um 18 Uhr in Salvador
: Algerien Di 17.06.2014 um 18 Uhr in Belo Horizonte
Iran
Ghana
Russland
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Nigeria Mo 16.06.2014 um 21 Uhr in Curitiba
USA Mo 16.06.2014 um 00 Uhr in Natal
: Südkorea Di 17.06.2014 um 00 Uhr in Cuiaba
Argentinien
Deutschland
Belgien
:
:
:
Ghana Sa 21.06.2014 um 21 Uhr in Fortaleza
Russland So 22.06.2014 um 18 Uhr in Porto Alegre
Nigeria
USA
Südkorea
:
MITFIEBERN, MIT WETTEN!
:
Iran Sa 21.06.2014 um 18 Uhr in Belo Horizonte :
WM 2014
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:
Bosnien-Herz. Sa 21.06.2014 um 00 Uhr in Cuiaba
Portugal So 22.06.2014 um 00 Uhr in Manaus
Algerien So 22.06.2014 um 21 Uhr in Rio de Janeiro
Nigeria
USA
Südkorea
OHG SNC
: Argentinien Mi 25.06.2014 um 18 Uhr in Porto Alegre Bosnien-Herz.
:
Iran Mi 25.06.2014 um 18 Uhr in Salvador
: Deutschland Do 26.06.2014 um 18 Uhr in Recife Portugal
:
Ghana Do 26.06.2014 um 18 Uhr in Brasilia
: Belgien Do 26.06.2014 um 22 Uhr in Sao Paulo Algerien
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Russland Do 26.06.2014 um 22 Uhr in Curitiba
Das WM-Logo formt aus einer gelben und zwei grünen um sich verschlungenen Armen eine Kugel, welche letztendlich den WM Pokal darstellen soll. Blaue und grüne Schrift ergänzt das Logo durch Verwendung der Nationalfarben. Der Slogan für die WM 2014 lautet „All in one rhytm“ (deutsch: „Alle im gleichen Rhythmus“). Das Maskottchen Fuleco ist das vom Aussterben bedrohte brasilianische Dreibindengürteltier – allerdings mit gelbem Fell und blauem Panzer.
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Vinschgerwind 12-14
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Halbfinale Halbfinalspiel 1 Sieger VF 1 - Sieger VF2 Di 08.07.2014 um 22 Uhr in Belo Horizonte
Achtelfinale Achtelfinalspiel 1 Sieger A - Zweiter B Sa 28.06.2014 um 18 Uhr in Belo Horizonte Achtelfinalspiel 2 Sieger C - Zweiter D Sa 28.06.2014 um 22 Uhr in Rio de Janeiro Achtelfinalspiel 3 Sieger B - Zweiter A So 29.06.2014 um 18 Uhr in Fortaleza Achtelfinalspiel 4 Sieger D - Zweiter C So 29.06.2014 um 22 Uhr in Recife Achtelfinalspiel 5 Sieger E - Zweiter F Mo 30.06.2014 um 18 Uhr in Brasilia Achtelfinalspiel 6 Sieger G - Zweiter H Mo 30.06.2014 um 22 Uhr in Porto Alegre Achtelfinalspiel 7 Sieger F - Zweiter E Di 01.07.2014 um 18 Uhr in Sao Paulo
Halbfinalspiel 2 Sieger VF3 - Sieger VF 4 Mi 09.07.2014 um 22 Uhr in Sao Paulo
Spiel Platz 3 Verlierer HF 1 - Verlierer HF 2 Sa 12.07.2014 um 22 Uhr in Brasilia
Finale Sieger HF 1 - Sieger HF 2 So 13.07.2014 um 21 Uhr in Rio de Janeiro
en Alle unsere Veranstaltung finden sie unter t.com www.braugartenfors
Achtelfinalspiel 8 Sieger H - Zweiter G Di 01.07.2014 um 22 Uhr in Salvador
Viertelfinale Viertelfinalspiel 1 Sieger AF5 - Sieger AF6 Fr 04.07.2014 um 18 Uhr in Rio de Janeiro Viertelfinalspiel 2 Sieger AF1 - Sieger AF2 Fr 04.07.2014 um 22 Uhr in Fortaleza Viertelfinalspiel 3 Sieger AF7 - Sieger AF8 Sa 05.07.2014 um 18 Uhr in Brasilia Viertelfinalspiel 4 Sieger AF3- Sieger AF4 Sa 05.07.2014 um 22 Uhr in Salvador
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EtschSide Open Air 2014
Ein Openair, für Musikbegeisterte aller Genres von Reggae bis hin zu Hardcore/Metalcore Das 13. Open Air des Jugendzentrums JuZe Naturns gemeinsam organisiert mit engagierten Jugendlichen steht in diesem Jahr ganz im Zeichen von feinsten Reggaeklängen und rockigen Hardcore-Slams. Das Line-Up kann sich sehen lassen! Mit RAGGABUND als Headliner kommt am 14. Juni ein über weite Grenzen bekanntes deutsches Künstlerkollektiv nach Naturns. Die beiden Brüder Paco Mendoza und Don Caramello lassen sich nicht wirklich in eine Schublade stecken – ihr Sound reicht von Dancehall-Reggae über Latin-Beat bis hin zu fetten Hip-Hop-Klängen. RAGGABUND überzeugt nicht nur durch den gekonnten Stilmix, sondern auch durch ihre Texte in deutscher, englischer und spanischer Sprache, in denen sie Stellung zu verschiedensten Themen beziehen. Live sollte man sich Raggabund auf keinen Fall entgehen lassen! Eine weitere Band aus der Kategorie „feinster Reggae-Mix“ sind die 14köpfige Südtiroler Kombo SHANTI POWA, die in ihren Songs Reggae mit Rap, Ska und Punk verbinden. Weiters spielen die aus Meran stammenden Jungs von THE KOALAS, deren Lieder sich durch einen bunten Mix aus Blues-, Rock-, Dub- und Reggaeelementen auszeichnen. Der zweite Block wird von der österreichischen Band LEONS MASSACRE angeführt. Die fünf Jungs aus der Steiermark waren schon einmal zu Gast im JuZe und werden in diesem Jahr als Co-Headliner des Etsch Side Open Airs die Bühne mit ihrem Stilmix aus Hardcore und Numetal zum Rocken bringen. Die Newcomer der italienischen Hardcore-Szene DAMN CITY aus Bologna sind ein Garant für deftige Breakdowns. Natürlich dürfen auch hier nicht die lokalen Bands fehlen. Die Ahrntahler Nachwuchsband CELLAR HEAD überzeugte mit alternativen Metalsongs beim „Take Your Chance“- Bandcontest Publikum und Jury und sicherte sich so ihren Auftritt beim EtschSide Open Air. Der Opener des Abends kommt aus Naturns. FAULTY SYSTEM sitmmt die Besucher auf einen rockigen Open-Air-Abend ein.
„Af dor Olm“
Die Jugendzentren JuZe Naturns/Kosmo Plaus und All In Kastelbell/Time Out Schnals organisieren für Jugendliche der Jahrgänge 1999-2002 das Sommercamp „Af dor Olm“. Vom 24.07.14 bis 27.07.14 stehen Gruppenerlebnisse, neue Freunde kennen lernen, der Natur auf der Spur sein, Grenzerfahrungen und vieles Mehr auf dem Programm. Neben Action, unvergesslichen Erlebnissen, einer tollen Naturkulisse, Ausflügen, Wanderungen und kleinen Abenteuern, wird den teilnehmenden Jugendlichen so Einiges geboten. Anmeldeschluss ist der 28.06.2014.
MOSAIK im Jugendtreff Schnals Das Praxisprojekt Mosaik: Körper – Beziehungen – Sexualitäten des N.E.T.Z schaffte fand Anfang Juni im Schnalser Jugendtreff Time Out statt. Mit Hilfe eines interaktiver Parcours mit Spielen, Filmen, Schautafeln, Körpermodellen und vielem mehr, konnten Bereiche wie Kennenlernen und Verlieben, Fruchtbarkeit und Verhütung oder auch Homosexualität thematisiert werden. Über drei Stunden lang konnte mit den zwei eigens dafür angereisten Pädagogen über Themen wie Liebe und Sexualität gesprochen werden.
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Alle Treffs Ö Sa. 28.06.14 – Caneva World (35 €) Anmeldeschluss: Do. 12.06. Info & Anmeldung in dein Treff. JuZe Freiraum Schlanders Ö Sa. 14.05.14 ab 18.00 Jungsabend: WM-Spiel, Grillen, Übernachtung; Kosten: 10€; Anmeldung bis Do 12.05.14 im Juze Phönix Schluderns Ö Fr. 20.06. ab 14.00 Uhr Schwimmen im Schwimmbad Laas, Anmeldung erforderlich Citytreff Glurns Ö Fr. 20.06.14 ab 14.00 Uhr Schwimmen im Schwimmbad Laas, Anmeldung erforderlich Jugendcafé Chillout Latsch Ö Sommeröffnungszeiten (18. Juni – 3. September 2014): Di. 19.30 – 21 Uhr, Mi. 16 – 21 Uhr, Do. 19.30 – 21 Uhr, Fr. 16 – 21 Uhr, Sa. 15 – 21 Uhr (jeden 2. und 4. Samstag im Monat) Ö Sa. 14.06.14 – Kinofahrt nach Bozen; Info & Anmeldung bei Myri Ö Mi. 18.06.14 ab 19.30 Uhr Coktailabend Ö Fr. 20.06.14 – Go Kart Imst; Info & Anmeldung bei Myri Ö Mi. 25. & Do. 26.06.14 20 – 9 Uhr Filmnacht im Chillout; Info & Anmeldung bei Myri Jugendtreff Eyrs Ö Di. 17.06.14 ab 17.00 Uhr Filmabend für alle Mittelschüler Jugendtreff Tschengls Ö Do. 19.06.14 ab 17.00 Uhr „Miar grilln“ II (Essen selber bringen) Jugendclub „Taifun“ Martell Ö Sa. 21.06.14 ab 18.00 Uhr Playstationturnier; Info & Anmeldung bei Myri und Ausschuss Jugendtreff Burgeis Ö Sa. 21.6.14 ab 18.00 Uhr – Grillabend Kosmo Plaus Ö Fr. 20.06.14 Start 10.00 Uhr Ausflug Montiggler See (Anmeldung bis 18.06.14) Jugendtreff Taufers ‚Revoluzer‘: Ö Fr. 20.06.14 ab 16.00 Uhr Eis selber machen Jugendzentrum JuMa Mals Ö Fr. 13.06.14 ab 16.00 Uhr Eisbecher kreieren Ö Ab 13. Sommeröffnungszeiten: Di. – Fr.: 18.00 – 21.00 Uhr Jugendtreff Chillhouse Stilfs Ö Sa. 14.06.14 ab 17 Uhr Fete zum Schulende Ö Sommeröffnungszeiten: Fr. von 17 bis 22 Uhr; Sa. von 17 bis 23 Uhr; Treff vom 15.06. bis 29.06. geschlossen Jugendtreff Reschen Ö Sa. 14.06.14 ab 19.00 Uhr Endlich Ferien!!! (Treff ist in den Sommerferien geschlossen!) „Juze“ St. Valentin Ö Sa. 14.06.14 ab 19.00 Uhr Summertime im „Juze“ (Treff ist in den Sommerferien geschlossen!) Jugendtreff LA:MA Laas Ö Sa. 21.06.14 ab 19.00 Uhr Pokerabend Ö Mi. 25.06.14 ab 19.00 Uhr Wasserball (Schwimmbad Laas) Jugendtreff „All In“ KastelbellTschars Ö Freitag, 13.06.14 ab 17.00 Uhr Griliata im Jugendhaus Tschars Jugendtreff „Time Out“ Schnals Ö Sa. 07.06.14 16.00 – 19.00 Uhr MOSAIK Ö So. 15. – Sa. 21.06.14 Berlinreise, der Treff bleibt GESCHLOSSEN Jugendtreff Prad ‚Ju!p-Explosiv‘ Ö Sommeröffnungszeiten ab 16.06.14 Dienstags & Freitags von 19.00 – 22.00 Uhr
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Option und Schwangerschaft Vorerst eine Erklärung zum Verhalten einer Mutter von 10 Kindern, die sich weigert, mit dem Ehemann und den vielen Kindern ihren heimatlichen Hof zu verlassen. Das war nach 1939, als viele Südtiroler als Folge der Option ausgesiedelt werden sollten. Die „Seffa“ wurde wiederholt von der Auswanderungsbehörde nach Bozen vorgeladen … Drohungen, Beschimpfungen, sie wäre eine Verräterin des deutschen Volkes, würde den Führer beleidigen… Aber die unbeugsame „Stabnerin“ hat nicht nachgegeben und blieb auf ihrem Hof. Er liegt knapp hinter den beiden Kirchen oberhalb von Göflan. Ein weitum sichtbares Wahrzeichen des Vinschgaus. Mein Kollege am Gymnasium von Schlanders, Dr. Leo Pircher aus Göflan, war Lehrer für Physik und Mathematik. Er hat mir die Geschichte seiner Familie erzählt mit der besonderen Rolle seiner Mutter Josefa.
Es handelt sich um die schwierige Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, vor allem um das Problem der geplanten „Option“, worunter die mehr oder weniger erzwungene Auswanderung der Südtiroler verstanden wird: Ein Abkommen zwischen Hitler und Mussolini, um die leidigen nationalen Störungen zwischen Deutschland und Italien zu beseitigen. Man nimmt also die paar Hunderttausend deutschsprachiger „Italiener“ und versetzt sie irgendwo in die neu eroberten Gebiete, die sich zu Kriegsbeginn geradezu anboten. Frankreich oder Tschechien, Polen, später sogar die Halbinsel Krim, je nach Verlauf des Kriegsglückes, also bis zum Jahr 1943. Den Südtirolern, zu denen auch die ladinisch Sprechenden aus dem Dolomitengebiet zählten, wurde die Möglichkeit geboten, ins „Reich“ auszuwandern, wobei ihnen der Besitz abgekauft und entschädigt werden sollte; dort also, in einer neuen Heimat, dürften sie ihre Sprache und Kultur behalten. Wenn sie aber in Italien bleiben wollten - also in ihrer Heimat -, mussten sie auch sprachlich Italiener werden; auf die deutsche Sprache, die ja schon bald nach 1920 in Ämtern und Schulen verboten wurde, musste verzichtet werden. Wer sich dem widersetzte, lief Gefahr, in den Süden, unterhalb des Flusses Po oder nach Sizilien umgesiedelt zu werden. Dies waren die Aussichten. Jedenfalls gab es in dieser verwirrten Situation - besonders nach 1939 - die wildesten Gerüchte. Die Leute wussten also nicht, zwischen welchem Übel sie wählen sollten. Die Heimat verlassen müssten sie jedenfalls. Aber auch das war nicht ganz klar, denn der Besitz hätte ja abgekauft werde müssen mit einer Riesensumme, die gar nicht bezahlt werden konnte. Durch den Brand des Stabnerhofes im Jahre 1951 wurde auch die nahe gelegene Kirche ein Raub der Flammen. Der Dachstuhl konnte vom Zimmermann „Miller Joggele“ und seiner Mannschaft schon bald wieder aufgebaut werden. Über die Brandursache und eventuelle „Nachwirkungen“ der Option gibt es nur Vermutungen. Die beiden Bilder stehen symbolisch für Zerstörung und Erneuerung nach dem Zweiten Weltkrieg. Fotos: Arbeitskreis Vinschgau, Schlanders
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Ein Bozner Bankfachmann - ein „Dableiber“- hat ernstliche Schwierigkeiten bekommen, weil man auf seinem Schreibtisch eine Berechnung dieser horrenden Summen entdeckte. Es wurde ihm vorgeworfen, gegen die Politik der Diktatoren zu arbeiten. Der eine der beiden Ungeheuer - und zwar Mussolini war bei uns so verhasst, dass der Großteil der Südtiroler sich fürs Auswandern ins „Deutsche Reich“ entschied. Dort durfte man zumindest die eigene Kultur behalten und es gab auch verlockende Versprechungen: Große Höfe, gute Arbeit und viele Berufsmöglichkeiten. Der Vater meines Kollegen, der „Stabner Hans“, der die Faschisten und ihr arrogantes Benehmen aus innerster Überzeugung hasste, entschied sich also für das Auswandern und verließ 1941 mit drei Söhnen die Heimat. Der Rest der Familie blieb in Göflan, zumal die Ehefrau mit den vielen Kindern hartnäckig die „Gefolgschaft“ verweigerte. Also ging er allein, in der Hoffnung, in der neuen Heimat politisch in Ruhe gelassen zu werden. Nach zweimonatlichem Aufenthalt in Innsbruck und viel behördlichem Kram erreichte er endlich den ihm zugeteilten steirischen Hof Wildon in der Nähe von Graz. Das Anwesen ist zwar groß und fruchtbar, war aber damals in einem desolaten Zustand. Arbeitskräfte gab es kaum, es war ja Kriegszeit. Er ist freiwillig ausgewandert und zwar mit den ältesten Söhnen; nur Ernst hat sich lange geweigert, dem Vater in die Steiermark zu folgen. Die Brüder Franz und Karl wurden sofort zur Wehrmacht eingezogen und sind schon bald „gefallen“. Andere Enttäuschungen folgten. 1944 kehrte das inzwischen verzweifelte Familienoberhaupt nach Göflan zurück, physisch und psychisch total zerstört. Zurück in seinen Hof, den seine tapfere Frau in der Zwischenzeit mit ihrem Bruder, dem „Möltner Sepp“, bewirtschaften konnte. Sie nahm ihren Mann selbstverständlich wieder auf. Er konnte froh sein, dass die „Umsiedlung“ noch nicht gegriffen hatte und dass er immer noch der Besitzer war. Das war ja auch ein finanzielles Problem für den Staat, unmöglich zu bezahlen: Haus für Haus, Hof für Hof, zumal es sich vor allem um zahlreiche „Bergerhöfe“ handelte, die alle abgekauft und bezahlt werden mussten; das war unter anderem auch ein finanzieller Wahnsinn. Schon bald begannen die verschiedensten Spekulationen. Sie, die Josefa Höller aus Mölten, machte ihrem reumütig heimgekehrten Mann keinerlei Vorwürfe, auch nicht
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wegen der verlorenen Söhne. Eine selten wertvolle Persönlichkeit. Klarer Verstand, gelebte Religiosität, hilfreich auch für fahnenflüchtige Soldaten, die sie vor den „Kettenhunden“ versteckte; darunter verstand man die Militärpolizei der deutschen Wehrmacht, die nach Desserteuren suchte. Ihr caritatives Verhalten bewies sie besonders auch nach dem Kriegsende 1945 und beherbergte immer wieder in Not geratene Menschen. Geboren wurde sie 1900 in Mölten und verstarb 1985, brachte 10 Kinder zur Welt, war immer ihre eigene Hebamme, wie sie erzählte, mit eigenem Kindergarten „daheim“. Auch eine Katakombenschule befand sich auf dem ehrwürdigen Stabnerhof. Dabei wurde heimlich auch Deutschunterricht gegeben; rechnen und schreiben wurde noch mit Griffel und Schiefertafel geübt. Geheimer Unterricht des alten Lehrers Zuegg, der „mit den weißen Haaren“, wie sich der Sohn Leo an jene Zeit erinnert. Was aber den größten Eindruck macht, das ist die schwangere Frau Seffa. Die sich vor den schimpfenden Nazifunktionären nicht beugt, weil sie ein stärkeres Argument als die politischen Wichtigtuer in sich trägt: ein Kind. Es wurde bald darauf geboren, auf dem Stabnerhof, hinter den beiden kleinen Kirchen, hoch über Göflan. Hans Wielander
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Stolz auf neue Schnalser Kegelbahn
oben: Die Sportzone Texel in Unser Frau; links: Die neue 4-Kegelbahn; Die Schnalser Kegelmeister: Rainer Martha, Rainer Josef, Weithaler Günther mit Sektionsleiter Weithaler Stefan
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or gut einem Jahr haben die Bauarbeiten begonnen, nun sind sie beendet und die Schnalser Kegelbahn ist fertig. Vier Bahnen bietet sie den Schnalser Keglern, zudem einen Barbereich, Sanitäranlagen und eine eigene Umkleidekabine. In Erfüllung geht damit ein lang gehegter Wunsch, der eigentlich Dank eines anderen Bauvorhabens in Schnals erfüllt werden konnte. Zwei Fliegen mit einer Klappe sozusagen, denn die Umkleidekabinen für die
Fußballer und Hockeyspieler wiesen Feuchtigkeitsschäden auf und mussten dringend renoviert werden. Die Gunst der Stunde hat man genutzt und die Schnalser Kegelbahn auf die renovierten Umkleidekabinen draufgesetzt. Jüngst, bei der Schnalser Kegelmeisterschaft im Mai, wurden die vier Bahnen erstmals in Betrieb genommen und bespielt. Viele Teilnehmer, 201 an der Zahl, kegelten mit und waren begeistert von Bahnen
und neuer Schnalser Kegelbahn. Gestartet ist die Kegelmeisterschaft am Mittwoch, 7. Mai, zu Ende gegangen dann am darauffolgenden Sonntag, dem Muttertag. Als Sportkegelmeister ging Josef Rainer mit 573 Kegel hervor, als Freizeitmeister Günther Weithaler mit 301 Kegel und als Schnalser Kegelmeisterin Martha Rainer mit 278 Kegel. Die rege Teilnahme an der Schnalser Kegelmeisterschaft – vor allem auch der Ju-
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gendlichen - zeigt, dass der Kegelsport den Schnalsern am Herzen liegt und Kegeln ein Sport für jedes Alter ist. Dass die Schnalser aber auch gute und vor allem aktive Kegler sind, zeigen nicht nur verschiedene Freizeitmannschaften, sondern auch zwei Sportkegelmannschaften, die eine eigene Sektion im Amateursportverein Schnals bilden. Eine davon kegelt in der A2-West, die Zweite in der C-West. In der Vergangenheit mussten diese regelmäßig nach Naturns zum Training und zu den Spielen fahren, weil im
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Schnalstal eine geeignete Kegelbahn fehlte. Detail am Rande: 30 Jahre lang sind die Schnalser Sportkegler bereits bei Meisterschaftsspielen dabei. Nun ist die Schnalser Kegelbahn fertig: In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Schnals, der Unterstützung des Landes und fleißigen Handwerkern ist das Vorhaben zur Zufriedenheit aller gelungen. Im Herbst wird die Kegelbahn dann offiziell eingeweiht werden und auch öffentlich zugänglich sein. Die Kegler freuen sich auf „echte“ Heimspiele.. (ap/kathi)
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Baudaten:
Baubeginn im Juli 2013 Fertigstellung im Juli 2014 (einjährige Bauzeit)
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Vinschgerwind von Angelika Ploner
Einen Vorgeschmack auf den Sommer gab’s bereits. In den vergangenen Tagen kletterten die Temperaturen erstmals auf über 30 Grad. Hier im Überblick einige Sommertipps.
Sommerzeit ist Lesezeit. Unser Tipp: Sommerfrisch von Elke Messmer. Es handelt sich um einen Südtiroler Frauenroman, witzig und unterhaltsam, einfach ideal für die Urlaubszeit. Die Vinschger Bibliothekarin hat „Sommerfrisch“ jüngst vorgestellt. Nach zwei Kinderbüchern ist das der erste Roman für Erwachsene. Der Inhalt: Es wird der Frage nachgegangen: Was passiert, wenn eine Hausfrau und Mutter zufällig wieder ihrer ersten großen Liebe begegnet? Ihre kleine heile Welt wird aus dem Gleichgewicht gebracht und es entwickeln sich unvorhersehbare Situationen, mit denen alle Beteiligten nicht gerechnet hätten. Die Protagonistin verlässt ihre gewohnten Bahnen, lernt sich neu kennen und lässt sich auf Veränderungen ein. Anfangs wehrt sie sich dagegen, doch der Wunsch nach Selbstverwirklichung wird immer stärker, sodass sie sich schließlich auf ein mutiges Abenteuer einlässt.... Sommerfrisch ist im Provinz-Verlag erschienen und im Buchhandel erhältlich.
Sommer, Sonne & Tipps.
Eis essen. Jüngste italienische Studien belegen: „Eis tut wirklich gut.“ Eis besitzt eine ernährungstechnische Bedeutung vor allem im Hinblick auf die Zufuhr von Proteinen, Kalzium und Phosphor; Milcheis garantiert hingegen die Versorgung mit Kalzium und Proteinen, während Fruchteis in der Regel aus Wasser, Zucker und Fruchtmark besteht; anders als Eis auf Milchbasis hat es keine Proteine und Fette und besitzt folglich einen geringeren Energiewert. Handwerklich hergestelltes Speiseeis enthält nicht nur Saccharose, sondern auch mäßige Anteile von Glukose, Laktose und Fruktose: Da es sich bei Glukose und Fruktose um Einfachzucker handelt, benötigen sie keinen Stoffwechsel und stehen sofort als Energie zur Verfügung. Laktose begünstigt die Aufnahme von Kalzium durch die Knochen. Dieser Prozess ist vor allem für Kinder von nicht unbedeutender Wichtigkeit. Gut ist auch die Zufuhr von Mikronährstoffen: Vitamin A, Kalzium, Phosphor und, vor allem im Schokoladeneis, Vitamin E.
Viel trinken ist wichtig. Nicht nur im Sommer. Allerdings muss im Sommer der durch das Schwitzen bedingte Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust ausgeglichen werden. Anderthalb Liter pro Tag ist das Minimum, zwei Liter pro Tag und mehr sind empfehlenswert. Wichtig: Alkohol belastet den Kreislauf bei hohen Temperaturen zusätzlich. Und: Fruchtsäfte mit Zucker sind alles andere als Durstlöscher.
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Kinder und Eltern aufgepasst! Gleich 4x pro Woche bieten wir ein abwechslungsreiches Programm fĂźr Kinder. Am Mittwoch und Samstag (14 – 17 Uhr) lautet das Motto „Move for Fun“ bei toller Musik und spannenden Spielen, wie „Rutschbahn-Contest“, „Slackline“ oder „SackhĂźpf-Challenge“, um nur einige zu nennen – SpaĂ&#x; und Bewegung sind garantiert! Am Donnerstag kommen alle Leseratten zum Zug: in Zusammenarbeit mit der Bibliothek Latsch kĂśnnen von 14 bis 17 Uhr kostenlos BĂźcher und aktuelle Zeitschriften fĂźr Jung und Alt ausgeliehen werden. FĂźr die Kleinen gibt es am Freitag einen Mal- und Bastelnachmittag (14 – 17 Uhr). Unter Aufsicht unserer Kinderanimateurin Natascha kĂśnnen sich die Kinder vergnĂźgen und die Eltern in der Zwischenzeit auf der groĂ&#x;en Liegewiese oder in den Pools entspannen. FĂźr alle Nachtschwärmer haben wir heuer erstmals das Schwimmbad und die Sauna jeweils am Dienstag und Freitag bis 22 Uhr geĂśffnet! So kĂśnnen Sie sich auch nach dem Feierabend bei jeder Witterung noch einen Besuch im Freizeitbad oder der exklusiven Sauna gĂśnnen! Es finden natĂźrlich auch regelmäĂ&#x;ige Sauna-AufgĂźsse statt. „Summercard 2014“ – Schwimmen zu wirklich attraktiven Preisen! Informieren Sie sich online auf unserer Website www. aquaforum.it oder direkt an der Kassa (Tel. 0473 623 560). Ăœbrigens: wir Ăśffnen unser Bad ab 14.06.2014 täglich um 11 Uhr.
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„Move for Fun“ im AquaForum!
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Sommer, Sonne, Sonnenbrille.... Eine Sonnenbrille ist nicht nur Accessoire, sie schĂźtzt die Augen vor UV-Strahlung. Nur Sonnenbrillen mit qualitativ hochwertigen Gläsern, die gefährliche UV-Strahlen vollständig schlucken, schĂźtzen das Auge effektiv. Bei dem Kauf einer Sonnenbrille ist also auf Qualität zu achten. Gerade Kinderaugen sind besonders empfindlich, da der Eigenschutz noch nicht vollständig ausgebildet ist und Lichtstrahlen ungehindert auf die Netzhaut fallen. Lesen in der prallen Sonne ist nicht ratsam, da hierbei das vom weiĂ&#x;en Papier reflektierte Sonnenlicht immer auf eine Stelle im Auge gebĂźndelt wird.
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Grillen Lust aufs
Die Grillsaison hat begonnen und natürlich steht beim Grillen das Fleisch im Vordergrund. Hier einige Tipps fürs Grillen. (Quelle: stern)
Tropft Fleischsaft, Fett oder Marinade in die Glut, entstehen gesundheitsschädliche Stoffe, sogenannte polyzyklische aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK), die krebserregend sind. Für relativ fette Fleischsorten wie Schweinenacken sollten Sie besser gleich Alufolie oder einer Alu-Grillschale verwenden. Tritt beim Grillen Fett aus, wird es so aufgefangen. Sie können auch die Kohle beiseite schieben und die Grillschale direkt auf den Kohle-Rost stellen - so wird das Fleisch indirekt gegrillt. Holzkohle oder Briketts sollten gut durchglühen, bevor Sie das Grillgut auf den Rost legen. Denn mit dem Rauch gelangen die giftigen Stoffe auf Bratwürste, Nackensteaks und Koteletts. Tipp: Sobald die Kohle oder Briketts weiß sind, können Sie starten.
Kohle- oder Gasgrill? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Bei Gas- und Elektrogrills haben Sie die Temperatur besser im Griff. Keine offene Flamme heißt zugleich weniger Rauch. Für andere ist Grillen ohne Kohle nichts. Wer bei Holzkohlegrills keine Aluschale verwenden will, kann auf Modelle zurückgreifen, bei denen der Glutbehälter seitlich vom Rost angebracht ist. Fett und Marinade können so auf keinen Fall in die Glut tropfen.
Grundsätzlich sollten Fleisch, Fisch und Würste nicht zu lange auf dem Grill liegen bleiben. Verkohlte Stellen sind gesundheitsschädlich und müssen vor dem Verzehr entfernt werden.
Warten Sie nicht mit der Reinigung des Grills bis zum nächsten Tag. Eingetrocknete Essensreste lassen sich nur schwer entfernen. Nehmen Sie den warmen - nicht heißen - Rost vom Grill, reinigen ihn mit einer Bürste und waschen ihn anschließend unter warmem Wasser gründlich ab, damit sich auch Fettreste lösen. In der Regel reichen eine Metall- oder Grillbürste, Scheuermilch oder Backofenreiniger und ein Schwamm aus. Bei empfindlicherem Material sollten Sie auf Edelstahl-Reiniger zurückgreifen. Wer einen Grill mit einem Deckel hat, kann ihn auch noch einmal richtig aufheizen und den Rost so von Bakterien befreien.
Das T-Bone-Steak Grillzeit: 10 – 12 Min. Für 4 Personen
Foto & Rezepte: Die Weber Grill-Bibel
2 EL grob gehackter Knoblauch 2 TL grobes Meersalz 2 T-Bone-Steaks, je 450 – 550 g und 3 cm dick, überschüssiges Fett entfernt Olivenöl 1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer Den grob gehackten Knoblauch auf ein Schneidebrett häufen und mit 1 TL Meersalz bestreuen. Den Knoblauch fein hacken und dabei mit der Messerklinge den Knoblauch und das Salz zu einer Paste verarbeiten. Starke Hitze vorbereiten. Die Steaks auf beiden Seiten leicht mit Öl, dann mit der Knoblauchpaste bestreichen und mit dem restlichen Salz und Pfeffer gleichmäßig würzen. Die Steaks vor dem Grillen 20 – 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Den Grillrost gründlich reinigen. Die Steaks über direkter starker Hitze (das Grillgut gart unmittelbar über den heißen Kohlen) bei geschlossenem Deckel etwa 6 Minuten scharf anbraten, dabei einmal wenden und gegebenenfalls umplatzieren, damit sie gleichmäßig garen. Anschließend die Steaks bei indirekter starker Hitze (das Grillgut ist seitlich zu den Kohlen angeordnet) und geschlossenem Deckel so lange weitergrillen, bis sie den gewünschten Gargrad erreicht haben. Für rosa/rot (medium rare) benötigen sie 4 – 6 Minuten. Für ein gleichmäßiges Garen die Steaks in dieser Zeit gegebenenfalls umplatzieren. Achten Sie darauf, dass die Filetseite der Steaks von der heißen Glut abgewandt auf dem Rost liegt, damit sie nicht übergart wird. Vom Grill nehmen und 3 – 5 Minuten ruhen lassen. Dann servieren.
METZGEREI · CATERING
FEINES FÜR PFANNE & GRILL Sommerküche. Grillvergnügen. Leggeri. Nicht nur zur Grillzeit die beste Wahl.
Marinierte Grillkoteletts Zutaten für 4 Personen Zubereitungszeit: 15 Minuten (ohne Marinieren) 4 Schweinekoteletts Marinade: 3/4 Tasse Pflanzenöl 1EL Essig 1 EL Worchestersauce 1 TL getrockneter Tymian 2 Lorbeerblätter 2 Knoblauchzehen Salz
Das Öl mit Essig, Worcestersauce und Thymian verrühren. Die Lorbeerblätter etwas zerkleinern und dazugeben. Die Knoblauchzehen pressen und in die Marinade rühren. Die Fettränder der Koteletts mehrfach einschneiden und die Koteletts in der Marinade – am besten über Nacht – ziehen lassen. Danach das Fleisch mit Küchenkrepp trockentupfen und grillen. Wenden, wenn an der Oberfläche Fleischsaft austritt und so lange weitergrillen, bis wiederum Fleischsaft an die Oberfläche tritt. Dabei etwas salzen. Vor dem Servieren das Fleisch einige Minuten rasten lassen. Beilagenempfehlung: Kartoffelsalat.
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Nationalpark Stilfserjoch
Canis aureus – Der Goldschakal Foto: http://wall.alphacoders.com
Ein Neuankömmling im Vinschgau
Wolfgang Platter, am Tag des Seligen Heinrich von Bozen, 10.Juni 2014
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m Mai kam aus den Fotofallen die Gewissheit: Am Vinschgauer Sonnenberg wurden zwei Goldschakale als Neuankömmlinge in unserem Tal auch fotografisch dokumentiert. Im heutigen Beitrag möchte ich für die interessierten Leserinnen und Leser Wissenswertes über diese Tierart zusammenfassen.
Systematische Stellung Zu den Schakalen gehören drei WildhundArten. Die Schakale stehen im ihrem Körperbau und in ihrer Lebensweise den Wolfsverwandten nahe. Schakale haben runde Pupillen, Füchse dagegen längliche. In der zoologischen Systematik werden drei Arten von Schakalen unterschieden: • der Goldschakal (Canis aureus) • der Streifenschakal (Canis adustus) • der Schabrakenschakal (Canis mesomelos).
Das Hauptverbreitungsgebiet der Schakale ist Afrika, Arabien und der Vordere Orient. In Südtirol wurde ein Goldschakal erstmals im Pustertal im Jahre 2009 erlegt. Er war mit einem Rotfuchs verwechselt worden. Der Goldschakal wandert in den letzten Jahren von Südosteuropa nach Mitteleuropa und in den Alpenraum ein. Neben dem Wolf ist der Goldschakal der einzige Vertreter der Gattung Wolfs- und Schakalartige (Canis), der auf dem Europäischen Kontinent lebt. Vom Goldschakal wurden weltweit bis zu 12 Unterarten beschrieben. Erhellung zur Systematik der Art müssen die molekularbiologischen Untersuchungen bringen.
Merkmale Der Goldschakal ist kleiner als der Wolf, seine Körperlänge beträgt 70-85 cm. Das Fell hat rötliche und schwarze Farbtöne. Charakteristisch für den Goldschakal ist der kurze und buschige Schwanz (20-30 cm). Das Körpergewicht beträgt je nach Konstitution zwischen 6,3 und 13,6 kg, die
Ohrhöhe 7-10 cm, die Hinterfußlänge 10-19 cm. Der große schwedische Systematiker Carl von Linné (im 18 Jhdt.) und später Konrad Lorenz (20 Jhdt.) hielten den Goldschakal für einen Vorläufer des Haushundes. Diese Annahme stellte sich als falsch heraus.
Lebensraum Der Goldschakal stellt keine besonderen Ansprüche an seinen Lebensraum, bevorzugt aber Niederungen mit buschbestandenen Wasserläufen und Dorn- und Strauchdickichte. Die europäischen Goldschakale sind aus Anatolien und dem Vorderen Orient eingewandert. Kleine Populationen von Goldschakalen gibt es in Griechenland, Rumänien, Bulgarien, Bosnien, Herzegowina, Kroatien und Slowenien. Da der größte Feind des Goldschakals der Wolf ist, scheint es, dass die Verdrängung des Wolfes die Ausbreitung des Goldschakals begünstigt. Goldschakale werden immer häufiger in Gegenden gesichtet, in denen sie histo-
Nahrung und Jagdverhalten Die Nahrung der Goldschakale reicht von Pflanzenkost über Insekten, hauptsächlich Heuschrecken, bis zu kleineren und mittelgroßen Wirbeltieren. Goldschakale nehmen auch Aas an. Goldschakale jagen einzeln oder in kleinen Gesellschaften. Wenn Schakale zu mehreren angreifen, fallen ihnen Beutetiere bis zur Größe von Schafen und Ziegen zum Opfer. Bei Einzelangriffen scheitern 80 Prozent aller Erstangriffe, bei Paaren sinkt diese Quote auf 30%. Schakale erbeuten den größten Teil ihrer Beute dank ihres guten Gehörs und ihrer Schnelligkeit. Die Jagdtechnik des Schakals auf Kleintiere ähnelt jener des Rotfuchses: Der Schakal stellt seine Ohren auf, macht einen Katzenbuckel, hebt seinen Schwanz, macht einen Satz und landet mit den Vorderfüßen auf der Beute. Diese wird mit einem kräftigen Biss oder durch Schütteln getötet. Große Beutetiere werden bis zur Erschöpfung gehetzt und dann niedergerissen. Dabei verbeißt sich der Schakal im Bauch seines Opfers.
aber erst mit einundzwanzig bis zweiundzwanzig Monaten geschlechtsreif sein.
Fortpflanzung Die Fortpflanzung der Goldschakale fällt im Norden ihres Verbreitungsgebietes meist in die Zeit von Mitte Jänner bis März. Goldschakale gelten als monogam: Die Paarbildung hält bis zum Tod eines Partners. Die Trächtigkeitsdauer beträgt 62-63 Tage. In einer geeigneten Höhle gebiert das Weibchen einen Wurf von 6-9 Welpen. Die
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Jungen sind von der Geburt an behaart, aber in den ersten drei Tagen blind. In der ersten drei Wochen werden die Welpen ausschließlich gesäugt, ab diesem Alter werden sie zusätzlich mit fester Nahrung versorgt. Die Eltern transportieren die Nahrung in ihren eigenen Mägen herbei und erbrechen sie in der Höhle. Mit 5-6 Monaten werden die Jungtiere selbständig. Allerdinges bleiben manchmal ein oder zwei Junge bei ihren Eltern und helfen bei der Aufzucht des nächsten Wurfes.
Der Goldschakal bewohnt in seinem Stammgebiet Afrikas und Südosteuropas und Vorderasiens offene Steppenlandschaften. Die beiden in den Vinschgau eingestreunten Goldschakale haben sich nicht zufällig die südexponierte Leitensteppe ausgewählt.
Lebensweise Goldschakale sind ausdauernde Dauerläufer, aber auch schnelle Sprinter. Dank ihres niedrigen Körpergewichtes und ihrer kräftigen Beine können sie große Entfernungen mühelos zurücklegen. Goldschakale leben gesellig, paarweise oder in kleinen Familienverbänden. In ihrem Stammgebiet besetzen sie ein festes Territorium, das sie mit Urin markieren. Zwischen den familienfremden Tieren gibt es kaum ernsthafte Rangordnungskämpfe, da die meisten Auseinandersetzungen durch Drohgebärden erledigt werden. Schakale verständigen sich untereinander durch Heulen und eine Reihe von Winsel- und Belllauten. In zoologische Gärten ist ein Lebensalter bis 14 Jahren belegt. Nach Zoobeobachtungen sollen junge Weibchen schon mit zehn bis zwölf Monaten, junge Männchen
Die Jagdtechnik des Goldschakals ähnelt jener des Rotfuchses: Mit einem Sprung stürzt er sich mit den Vorderpfoten auf die Beute und tötet sie mit einem Biss oder durch Schütteln.
Foto: Wolfgang Platter
risch nicht vorgekommen sind. Ein sehr nördlicher Nachweis ist für das Jahr 2000 für die brandenburgische Lausitz belegt. In der Schweiz wurde ein Tier im Winter 2011/12 beobachtet. Im Juni 2013 erfolgte die erste Sichtung eines Goldschakals im trentiner Nonstal. Im Mai dieses Jahres erfolgt dann der Beleg über Fotofallen, dass zwei Goldschakale am Vinschgauer Sonnenberg eingetroffen sind.
Vinschgerwind 12-14
Foto: Davide Glarey
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Vinschgerwind 12-14
Kreative Vinschger Mit ausgefallenen Fahrrad-Modellen und rosa Luftballonen in den Schaufenstern und vor den Häusern sorgten die Bewohner des Vinschgaus auch in diesem Jahr wieder für eine tolle Atmosphäre entlang der Strecke. (sam)
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Die Welt zu Gast in Martell Zahlreiche Fans aus aller Welt pilgerten nach Martell ins Zielgelände, um ihre Radsporthelden zu unterstützen. Felix Lis (im Bild) war extra aus Kolumbien angereist um seine Landsmänner zu unterstützen und konnte den historischen Triumph von Quintana hautnah miterleben. Er beobachtete außerdem aufmerksam die Landschaft und bemerkte die große Anzahl der Apfelbäume. (sam) Foto: Sarah Mitterer
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Martell krönt seinen König Giro d‘Italia. Allen Wetterkapriolen zum Trotz wurde die 16. Etappe des heurigen Giro d’Italia, die von Ponte di Legno nach Martell führte, wie geplant ausgetragen. Am Ende war es ein Kolumbianer, der sich zum König des Martelltals und der Italienrundfahrt krönte. Die Etappe führte durch den Vinschgau von Stilfserjoch durch Prad, Laas und Schlanders.
Foto: Sarah Mitterer
Eine Verfolgergruppe
von Sarah Mitterer
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ür einen Tag war das Martelltal der Mittelpunkt der internationalen Radsportwelt und die Farbe Rosa dominierte im ganzen Tal. Denn das zweitwichtigste Radrennen der Welt, der Giro d’Italia, machte Halt im Vinschgau und die Teilnehmer und Radsportfans erlebten eine der härtesten GiroEtappen aller Zeiten, welche dem Namen „Königsetappe“ alle Ehre machte. 139 Kilometer lang waren die Radprofis den wechselhaften Wetterbedingungen ausgeliefert. Von Regen und Schneefall bis hin zu Sonnenstrahlen war alles dabei. Dabei standen die Vorzeichen für die Austragung des Rennens alles
andere als gut. Ein Jahr nach der wetterbedingten Absage hieß es für das Vinschger Organisationskomitee erneut zittern um den Giro, denn auch heuer sorgten die Wetterkapriolen vor allem auf den Pässen für rauchende Köpfe. Doch die Rennleitung entschied sich, das Rennen wie geplant auszutragen. Zwar war es nicht die längste Etappe, aber aufgrund des Gavia Passes und des Stilfserjochs, bei dem die Fahrer einen Höhenunterschied von 1553 Metern bei einer durchschnittlichen Steigung von 6,9 Prozent zu bewältigen hatten, die mit Abstand schwerste. Nach der Abfahrt führte die Strecke die Radprofis durch Laas und Schlanders und schließlich kämpften sie sich in
einer 22,4 km langen Schlusssteigung über die Ziellinie in Martell. Die zahlreichen Zuschauer im Zielgelände ließen sich ihre Stimmung von der Kälte und dem Regen nicht vermiesen und feierten jeden einzelnen Giro-Teilnehmer bei seiner Zielankunft. Denn jeder der 160 Profis konnte sich nach dieser sportlichen Höchstleistung, die nicht den Sportlern nur körperlich sondern vor allem mental alles abverlangte, als Held fühlen. Die Krone von Martell setzte sich Nairo Quintana auf, der sich mit seiner Triumphfahrt in die Giro-Geschichtsbücher eintrug. Der Kolumbianer sicherte sich nach 4 Stunden, 42 Minuten und 35 Sekunden den Sieg auf der diesjährigen Königsetappe und
schlüpfte gleichzeitig ins Rosa Trikot. Mit dieser Siegesfahrt, bei der der Südamerikaner einen 2.40 Minuten Rückstand in einen 1.41 Minuten Vorsprung verwandelte, ebnete sich der neue König von Martell den Weg zum Gesamtsieg des 97. Giro d’Italia. Nach über 88 Stunden im Sattel konnte somit erstmals ein kolumbianischer Fahrer die Italienrundfahrt für sich entscheiden. Auch für die Vinschger Organisatoren gab es ein Happy End: Pünktlich zur Zielankunft der Profis fanden einige Sonnenstrahlen den Weg durch die Wolken und so konnte sich das Martelltal mit perfekten TV-Bildern von der Radsportwelt verabschieden.
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Schlanders/Vinschgau
Sportschüler üben sicheres Bergsteigen ie übten sich im sicheren Klettern an steilen Felsen und im Moutainbike-Fahren auf der „Ponale“ am Gardasee. Sie lernten viel über Natur und Kultur der Gegend und hatten gleichzeitig die Möglichkeit, ihre Italienisch-Kenntnisse zu verbessern. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4 B der Fachoberschule für den wirtschaftlichen Bereich WFO in Schlanders mit Schwerpunkt Sport hielten sich im Rahmen des Projektes „Sicherheit in der Bergwelt“ drei Tage lang im mediterenen Klima am Gardasee auf. Begleitpersonen waren Sportlehrerin Jessica Colo` und Italienisch-Lehrer Benedetto Zingali. Colo`hatte das Projekt mit den Schülerinnen und Schüler vorbereitet und alles organisiert. Das Quartier der Gruppe war die Jugendherberge in Riva del Garda. Am ersten Tag besuchten die Sportschüler in Malcesine die Skalingerburg, das Naturkunde- das Fischfangund das Goethe-Museum. An zweiten Tag wanderte die Grup-
Foto: „Wind“-Archiv
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links: am Klettersteig „Susatti e Foletti“ am Gardasee wurden alle Sicherheitsvorkehrungen für den Aufstieg getroffen; rechts: Rast während der „Ponale - Mountainbike-Tour“ pe in Begleitung des Bergführers Hubert Wegmann im einstündigen Fußmarsch nach Biacesa. Dort ging‘s dann am Klettersteig „Susatti e Foletti“ zur Sache. Wegmann, der in Sulden eine Alpinschule leitet, erklärte die Funktion der Kletterausrüstung und informierte über die Sicherheitsvorkehrungen, die beim Aufstieg zu beachten waren. Langsam und bedächtig setzten die jungen Kletterer Schritt für
Schritt. Der anstrengende Aufstieg wurde oben mit einem herrlicher Ausblick belohnt. Am dritten Tag liehen sich die Schülerinnen und Schüler Fahrräder aus und fuhren über die „Ponale – MountainbikeStraße“ bis zum „Ledro-See“. Schwierig war der Anstieg nach der Ortschaft Pre. Anna Alber schreibt dazu im italienischen Teil ihres zweisprachig verfassten Berichtes:
„Subito dopo e`iniziata la parte piu`rapida del percorso, infatti davanti a noi c`era da superare und dislivello di 200 m in pochissimi chilometri. La pista prevalenatmente in terra battuta, e ghiaia si snoda sulla parte orografica destra del lago di Garda.“ Und sie macht damit dem Sprachen übergreifenden Unterrichts im Sinne des Projektes alle Ehre. (mds)
Fußball: 3. Amateurliga
Neuer Anfang
Last-Minute Sieg beim Derby
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ür Laas ist der konstruktive Geist eines neuen Anfangs im Sportverein notwendig. Das Hauptproblem ist nicht unbedingt der Abstieg von der 1. Liga. Die Laaser Mannschaft hat eine unerwartet tapfere Rückrunde absolviert und die Playoff für die Rettung fast erreicht. Der Trainer Karl Paulmichl, der glücklicherweise im nächsten Jahr bleiben wird, hat die Mannschaft sehr gut motiviert und vorbereitet. Ein Problem ist, dass der Präsident Sepp Alois Klotz nach 14 Jahren Führung des Sportvereines beschlossen hat, seine Funktionen abzugeben. Das Hauptproblem ist aber die Schwierigkeit - nicht nur in Laas - notwendige organisatorische Mitarbeiter zu finden, sowie junge Leute zu motivieren. Es ist nämlich nicht einfach, auch mit Unterstüt-
zung der Spielgemeinschaft, die Mannschaften aller Kategorien zu bilden. Der Nachwuchs wird weniger, die jungen Leute sind in vielseitig beschäftigt, und sie werden von vielen Vereinen umworben. Somit hört man sogar, dass von manchen Personen eine Fusion der Mannschaften von Laas und Eyrs angedacht wird. Das könnte Lösungen für die Zusammensetzung der Kampfmannschaft bieten. Aus einem sozialen Aspekt betrachtet kann man sich aber in Bezug auf Unterhaltung, Freizeit und Kommunikation ein Dorf ohne seine sportliche Tätigkeit und entsprechende Veranstaltungen nicht vorstellen. Es ist nun klar, dass in Laas neue Überlegungen über die Zukunft des Sportvereines zu erwarten sind. (lp)
Foto: Sarah Mitterer
ASV Laas Raiffeisen
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ie Spiele zwischen Goldrain und Morter sind immer ein Highlight für die Fans. Zum zweiten Derbys der heurigen Saison kam es beim letzten Spieltag. Beim Hinspiel in Latsch im November besiegte Goldrain Morter mit 2:1. Beim Rückspiel in Goldrain mussten die Zuschauer
sehr lange auf ein Tor warten. In den letzten Spielminuten gelang Emanuel Reich der umjubelte Treffer zum 1:0 und in der Nachspielzeit netzte er noch zum 2:0 ein. Damit schloss Goldrain die Saison auf Platz 3 ab, während Morter sich mit Rang 11 zufrieden geben muss. (sam)
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Vinschgerwind 12-14
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Der ehemalige Trainer Arthur Alber
Fußball-Geschichte D
1997: Mit Schlanderser Spielern und Fans feiert Arthur den Aufstieg in die 1. Liga
Interessant ist es nun, die Meinung eines erfahrenen Trainers, wie Arthur einer ist, über die aktuelle Fußball-Lage zu hören.
Valerio Rainis
50 Jahre ASV Partschins
Vielseitige Trainer
Volleyballfest zum Jubiläum
Foto: Leonardo Pellissetti
er aus Friaul stammende Valerio Rainis (im Bild) hat mit Sport viel zu tun. Im Jahr 1947 geboren ist er aus beruflichen Gründen 1968 nach Südtirol gekommen und war seither immer in Glurns ansässig. Mit Glurns, von wo auch seine Frau stammt, hat er eine starke Beziehung. Es ist eine Stadt der Kommunikation und er möchte in keiner anderen Ortschaft wohnen. Seine Neigung zum Fußballsport führte ihn zur TrainerTätigkeit. Er trainierte Laatsch, Taufers, Glurns, Mals, Goldrain und viele Jugend-Mannschaften. Rainis war auch ein sehr talentierter Tormann, sodass er für Probe-Trainings von Milan und von Udinese eingeladen wurde. (lp)
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or 50 Jahren, genauer gesagt am 10. März 1964, wurde der ASV Partschins gegründet. Zum heurigen Jubiläum wurde ein großes Festwochenende organisiert. Am ersten Tag war Partschins das Mekka
mal zu viele außenstehende Besserwisser herrschen. Es gibt noch ein weiteres, heute immer wichtiger werdendes Problem: Neben den psychologischen Hintergründen sollten die Trainer mehr auch das soziologische Verhalten der Spieler berücksichtigen. Das heißt, versuchen zu verstehen, was im Kopf der Spieler vorgeht. Es gibt z.B. Spieler, die sich wohler fühlen, an den Seitenlinien zu spielen, weil sie sich damit der Menge in der
des Nachwuchsvolleyballs. Der Verein war Ausrichter der VSS Landesmeisterschaften der Kinder der Kategorien U10 und U12. Für einige Stunden verwandelte sich das Fußballfeld in einen Platz übersäht mit 25
Fotos: Sarah Mitterer
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Vinschgerwind: Wie sehen Sie die Lage des Vinschger Fußballs? Arthur Alber: Nicht so gut. Bei den vielen Interessen der Jungen liegt nämlich Fußball nicht mehr als Sport an erster Stelle. Es fehlt auch an Enthusiasmus bei den Spielern. Mehr Verständnis und mehr Mitarbeit zwischen den Vereinen wäre auch wünschenswert. Wie beurteilen Sie die Entwicklung des Fußballsports? Es sollte mehr und intensiver in die Jugendarbeit investiert werden. Ihre Meinung im Bezug auf die Trainertätigkeit? Man braucht qualifizierte Trainer, in die die Spieler und auch der Verein Vertrauen haben. Die Trainer müssen viele Aspekte berücksichtigen. Ihre Tätigkeit ist nicht leicht, auch weil manch-
Foto: Leonardo Pellissetti
er 58-jährige Schlanderser Arthur Alber hat auf seine Art und Weise Fußballgeschichte geschrieben. Der Göflaner war nämlich langjähriger Spieler in Schlanders und in Laas, wo er eine Saison lang auch Spieler-Trainer war. Dann kam seine außerordentlich lange und leidenschaftliche Laufbahn als Trainer: 6 Jahre in Laas mit einem Meistertitel, 2 Jahre in Schlanders mit einem Meistertitel und einen Pokalsieg, 1 Jahr in Schluderns, 1 Jahr war er noch Trainer in Kastelbell mit Pokalsieg und Aufstieg in die 1. Liga - 1 Jahr in Latsch, 2 in Morter und 1 in Prad. 14 Jahre trainierte Arthur auch JugendMannschaften. Jenen, die sich an seine sehr lange Tätigkeit als Trainer erinnern, bleibt noch seine ausgeprägte Fähigkeit der Gesprächsführung, des Kontaktes, des Verständnisses und der Geduld mit seinen Spielern im Gedächtnis.
Mitte entziehen können. Wie verträgt es die Frau eines langjährigen Trainers, viele Sonntage im Jahr allein verbringen zu müssen? Die Frauen, auch meine, haben immer Verständnis bewiesen. Ihre Meinung im Bezug auf die Abstiege von Naturns und von Latsch? Beide Abstiege machen unseren Vinschger Fußball ärmer. Interview: Leonardo Pellissetti
kleinen Volleyballfeldern. 146 Mannschaften aus 26 Vereinen kämpften um die Titel und fast 500 Minivolleyballer baggerten, blockten und schmetterten den Ball über das Netz. Dabei konnte sich der Gastgeber in der Kategorie U10 gemischt über den Titel freuen, den die Kinder sich in einem knappen Finale im Entscheidungssatz mit 19:17 gegen den ASV Volley Überetsch sicherten. Mit dem SC Schlanders war ein weiteres Team aus dem Vinschgau bei den Landesmeisterschaften vertreten. Die Feierlichkeiten gingen am Tag darauf mit einem Kleinfeldfußballspiel sowie der Weihung der Vereinsbusse weiter. Ein weiteres Geschenk zum 50. Geburtstag gab es von der Fußballmannschaft, die den Titel in der 1. Amateurliga holte und sich somit in die Landesliga schoss. (sam)
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Fußball 1. Liga - Remo Mengon zieht Endbilanz der Saison 2013/2014
1. Liga wird Landesliga B
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er Kastelbeller Sektionsleiter Remo Mengon (Bild oben mit Betreuer Anton Telfser und Max Nanni) im Interview. Vinschgerwind: Ihre Meinung über die Meisterschaft der 1. Liga? Remo Mengon: Wie ich im Herbst vorausgesagt hatte, wurde der Kampf um den Aufstieg zwischen Lana und Partschins bestritten. Sofort dahinter landeten Mals und Terlan. Einzige Überraschung war Voran Leifers, das ausgezeichneter 3. wurde. Die Meisterschaft war sehr ausgeglichen, alle konnten
gegen alle gewinnen oder verlieren. Es genügt auf die Endtabelle zu schauen, wo zwischen dem 3. und dem 10. Platz nur 7 Punkte Unterschied sind. Zwischen dem 3. und 7. sind nur 2 Punkte Unterschied. Ganz anders wird es nächstes Jahr sein, in der Meisterschaft, welche ich Landesliga B definiere, wo Mannschaften wie Nals, Latsch, Meran sein werden, welche Niveau und Qualität erhöhen werden. Interessanterweise teilt auch der Schlanderser Sektionsleiter Paolo Gambaro meine Definition von der 1. Liga als Landesliga B. Wie steht es um Kastelbell/ Tschars? Mein Kastelbell hat sein Ziel erreicht, wobei wir mehr als notwendig gelitten haben. Unser 7. Platz entspricht unseren Qualitäten. Wir konnten jedoch mit mehr Punkte die Meisterschaft abschließen. Ich bin zu-
frieden, dass wir verschiedene junge Spieler der Jg. 1995-1996 eingesetzt haben, welche zu diesem Ergebnisses ihren Beitrag geleistet haben. Ich danke herzlich den älteren und erfahrenen Spieler für das durch ihre Hilfe und durch ihre Ratschläge erreichte Ergebnis. Einige In-
formationen: Der Trainer Puppin, Nanni, der neuer Eppaner Trainer wird, und Stürmer Tuttolomondo werden uns verlassen. Was mich betrifft, habe ich entschieden, trotz meiner vielen Arbeitsverpflichtungen auf meinem Platz als Sektionsleiter zu bleiben. (lp)
Seltsames Gerechtigkeitsgefühl
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eim Spiel KastelbellMals (3:2) passierte Ungewöhnliches. Die Malser ließen die Heimherren das Siegestor erzielen. Der Grund: um das Malser Tor, das 2:2, zu kompensieren. Im Bild einige Zuschauer: v.l. Dieses war nämlich erzielt Kaserer Martin, Thaler Marc, Peer worden, als ein Malser Tobias, Pileggi Tonino Spieler am Boden lag und die Kastelbeller aufgehört hatten, weiter zu spielen. Nicht alle Malser Zuschauer waren mit der Entscheidung einverstanden.
Red Lions/U14
Geschafft! Löwinnen gelingt Titel-Hattrick D
Die Red Lions haben sich erneut den Titel geholt
Foto: Sarah Mitterer
as Drehbuch für die U14Fußballsaison der Mädchen hätte ein Schriftsteller nicht spannender schreiben können: die gesamte Meisterschaft verlief äußerst eng, es war ein Kopfan-Kopf Rennen zwischen den Red Lions, den Südtiroler Damen und Sterzing, das erst im allerletzten Spiel entschieden wurde. Die roten Löwinnen, die sich bereits zum Herbstmeister in dieser Saison krönten, lagen in der Tabelle einen Punkt vor den Südtiroler Damen und zwei Punkte vor Sterzing. Ein Sieg musste her, um den Titel zu verteidigen. Im letzten Saisonspiel standen die Vinschger Mädchen vor einer schweren Aufgabe, so mussten sie auswärts gegen Sterzing ran, das über die stärkste Abwehr der Liga verfügt. In einem spannenden Match behielten die die Fußballerinnen von Karin Pohl die Nerven und feierten einen 1:0 Sieg. Den Goldtreffer erzielte Eva Moser, die mit ihrem Treffer den dritten
Titel in Serie für die Red Lions unter Dach und Fach brachte. Die Löwinnen gingen als Favoriten in die neue Saison. Sie hatten die letzten zwei Meisterschaften für sich entscheiden können und im vergangenen Jahr zudem auch das Pokal-
finale gewonnen. Dem Druck hielten sie jedoch mit Bravour stand und blicken nun auf eine erfolgreiche Saison zurück. Zehn Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage, so lautet die Bilanz in der heurigen Meisterschaft. Die einzige
Niederlage kassierten sie beim Heimspiel gegen den schärfsten Konkurrenten, die Südtiroler Damen. In zwölf Spielen netzten die Vinschgerinnen 73 Mal den Ball ins gegnerische Tor ein und mussten lediglich zehn Gegentreffer hinnehmen. Auf die Nachwuchsfußballerinnen wartet bereits das nächste Abenteuer: als aktueller Meister nehmen sie an einem Turnier in Coverciano teil und werden sich dort mit Mannschaften aus anderen Regionen messen. (sam)
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Eishockey Latsch
Rückblick auf eine gelungene Saison
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nser Ziel, als wir vor Jahren das Eishockey wieder nach Latsch gebracht haben, war es, die eigene Jugend aufzubauen und zu fördern. Das ist uns gelungen, immer wieder schaffen unsere Nachwuchsspieler den Sprung in die erste Mannschaft“, so Michele Modica, Präsident des AHC Vinschgau, bei der Vollversammlung, an der man auf eine erfolgreiche Saison zurückblickte. Die Serie B Mannschaft sicherte sich nach einem verhaltenen Saisonstart mit starken Leistungen zum Ende des Grunddurchgangs den Einzug ins Viertelfinale, wo man sich in der Best-ofThree Serie dem späteren Meister Alleghe mit 1:2 geschlagen geben musste. Was den Nachwuchs betrifft, so schickten die Eisfix Mannschaften in den Kategorien U8, U10, U12, U14 und U16 ins Rennen, wobei es in einigen Sektoren aufgrund der dünnen Spielerdecke Kooperationen mit den Vereinen aus Prad und Lana gab. Zudem gab es auch wieder eine Freizeitmannschaft. Nach Jahren der Abstinenz fand heuer auch der Eiskunstlauf zurück nach Latsch, welcher großen Zuspruch erhielt. Foto: Sarah Mitterer
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Was die neue Saison betrifft, so laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Die Jugend- sowie einige Spieler der ersten Mannschaft haben bereits mit dem Trockentraining begonnen und Mitte August kehren sie aufs Eis zurück. Auch die Eiskunstläuferinnen haben das Training wieder aufgenommen. Eine große Neuigkeit gibt es bereits, so wurde auf der Versammlung bekannt gegeben, dass der Vertrag mit dem Trainer Ivan Cerny nicht verlängert wurde. Wer der neue Chef hinter der Bande sein wird, wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. (sam)
Trainingszentrum Vinschgau
Das Trendbarometer zeigt nach oben
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eit 2009 gibt es im Vinschgau ein Trainingszentrum für Ski-Alpin Sportler, an dem sie professionell trainieren können und ihnen die Möglichkeit geboten wird, an verschiedenen Rennen teilzunehmen. Dass sich das Trainingszentrum, das sich aus den Vereinen der Gemeinden Kastelbell-Tschars, Latsch und Schlanders zusammensetzt, in den vergangenen Jahren bereits einen Namen gemacht hat, sieht man an der aktuellen Mitgliederanzahl. So gehören dem TZV mittlerweile über 60 Mitglieder an und die Anzahl der Athleten steigt von Jahr zu Jahr. Denn das Zentrum bietet nicht nur Kurse für jene an, welche professionell den Skisport ausüben möchten, sondern auch Kurse für jene, die Spaß an dieser Foto: Sarah Mitterer
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Der Ausschuss des TZV Franz Schuster, Norbert Kiem, Joachim Marsoner, Antonia Ganthaler, Sonja Platzer und Alexander Janser
Wintersportart haben. „Uns ist nicht nur der Leistungssport wichtig, sondern auch der Breitensport soll gefördert werden“, so die Präsidentin Sonja Platzer, die bei der Vollversammlung auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken konnte. Auch in der kommenden Saison wird das Trainingszentrum den Nachttorlauf in Schnals austragen, sowie ein VSS-Rennen veranstalten. Zudem werden wieder verschiedene Skikurse angeboten. (sam)
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VSS Kleinfeld/Freizeit
Fotos: Sarah Mitterer
Doppeltes Aus im Halbfinale
Romeo Masiero schied mit Stilfs in der Gruppenphase aus; Die Latscher (weiß) schieden im Halbfinale aus; Real Kamasutra (grün, Trentin) verlor im Siebenmeterschießen
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leich drei Teams aus dem Vinschgau hatten sich für das VSS-Finale in der Kategorie Kleinfeldfußball Freizeit qualifiziert. Real Kamasutra aus Schlanders, das sich den Meistertitel im Kreis West sicherte, der ASV Latsch Raiffeisen und der Titelverteidiger ASV Stilfs waren beim Finale in Rungg mit dabei und trafen auf die besten Kleinfeldteams aus ganz Südtirol. Gespielt wurde
in zwei Vierergruppen. Sowohl Real Kamasutra als auch Latsch gewannen ihre Gruppe ohne Niederlage und zogen als Favoriten ins Halbfinale ein. Doch beide Vinschger Teams verpassten knapp das Endspiel. Die Latscher mussten sich der Mannschaft aus Burgstall mit 1:2 geschlagen geben. Noch enger ging es im Halbfinalspiel der Schlanderser gegen Barbian/Villanders her. Real
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Vinschgerwind Impressum
Anzeigen, Sekretariat, Werbung: Edwina Oberthaler: 0473 732196 Kathrin Gluderer: 0473 732196 Gerti Alber: 0473 73 21 96 Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp), Sarah Mitterer (sam) Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Brigitte Maria Pircher (bmp), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Andreas Waldner (aw), Sylvia Ilmer Wieser (sil), Barbara Wopfner (bw), Heinrich Zoderer (hzg) Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57 Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; außerhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 150 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht
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46 /Kleinanzeiger/
Vinschgerwind 12-14
12.06.14
Jahrestag/Danksagungen Auferstehung ist unser Glaube, Wiedersehen unsere Hoffnung, Andenken unsere Liebe.
…gegangen bist du aus unserer Mitte, jedoch nicht aus unserem Herzen…
Anna Wwe. Schönthaler geb. Blaas
*26.02.1933 † 20.05.2014 Schlanders Ein herzliches Vergelt’s Gott allen für die Teilnahme an den Rosenkränzen und an der Beerdigung. Danke für die zahlreichen Beileidsbekundungen, für jeden Händedruck und jedes tröstende Wort. Danke allen Verwandten und Bekannten für die vielen Gedächtnisspenden. Ein besonderer Dank gilt dem Personal des Krankenhauses Schlanders für die liebevolle Begleitung und Pflege. Bedanken möchten wir uns bei allen, die unserer Mutter im Gebet gedenken.
Die Trauerfamilie
Die Trauer ist die einzig mögliche Antwort des Herzens, auf den Tod eines geliebten Menschen. Sie ist etwas so Tiefgreifendes, dass sie uns und unser weiteres Leben prägen wird. Und sie braucht Zeit, viel Zeit.
4 Jahre sind vergangen…
Annalise Gorfer
2. Jahrestag
Heinrich Peer * 13.01.1920 † 13.06.2012 Taufers i. M.
Vor 2 Jahren bist du von uns gegangen, aber in unserem Herzen bist du geblieben. Die Zeit heilt keine Wunden, die Zeit lehrt, mit dem Schmerz und dem Verlust zu leben, sich an den schönen Erinnerungen festzuhalten. Wir vermissen dich! In lieber Erinnerung: deine Angehörigen Menschen, die wir lieben, bleiben für immer, denn sie hinterlassen Spuren in unseren Herzen. 2. Jahrestag
Margit Pratzner geb. Wegmann *14.09.1966 † 17.06.2012 Glurns
Wir gedenken unserer lieben Margit ganz besonders bei der hl. Messe am Montag, 16. Juni um 19.30 Uhr in der Frauenkirche von Glurns. Deine Familie
Bäuerin am Raffeinhof – Schnals *18.01.1956 † 08.06.2010
Wenn etwas von uns fortgenommen wird, womit wir tief und wunderbar zusammenhängen, so ist viel von uns selbst fortgenommen.
In Liebe und Dankbarkeit denken wir an dich, ganz besonders bei der Hl. Messe am Sonntag, 15. Juni 2014 um 9.00 Uhr in der Pfarrkirche Unser Frau in Schnals. Deine Familie Er fehlt uns, Gott. Seine Nähe, seine Worte, sein Schweigen. Sein Rat, seine Ermutigung. Selbst seine Ecken und Kanten fehlen uns.
Florian Gruber Houfer Flour
*24.10.1927 † 20. 05. 2014 Burgeis
Wir danken allen, die uns bei den Rosenkränzen und bei der Beerdigung begleitet haben, sowie für die Blumen, Kerzen und Spenden. Besonderer Dank gilt der Geistlichkeit, Herrn Dekan Stefan Hainz, Pater Pius vom Kloster Marienberg und den Diakonen Punter Norbert und Luigi Piergentili. Auch unseren Hausärzten gilt ein besonderer Dank und vor allem Schwester Monika, die den Vater liebevoll gepflegt hat. Deine Trauerfamilie
Die Erinnerung an einen lieben Menschen ist wie das Licht eines Sterns. Man sieht es auch dann noch leuchten, wenn der Stern schon lange erloschen ist. 4. Jahrestag
Hubert Gamper * 27.11.57 † 12.06.10 Katharinaberg
In Liebe und Dankbarkeit denken wir an dich ganz besonders bei der heiligen Messe am Sonntag, 15. Juni 2014 um 10.15 Uhr in der Pfarrkirche von Katharinaberg. Allen die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott Deine Familie
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12.06.14
Vinschgerwind 12-14
/Kleinanzeiger/ 47
Weiterbildung/Allfälliges
Wind-Termine Bernhard Ludwig – Seminarkabarett
Anleitung zum lustvollen Leben: Kung Fu
Wann: Freitag, 20. Juni 2014 um 20.00 Uhr Wo: Kulturhaus Karl SchĂśnherr, Schlanders Karten: im BĂźro des Kulturhauses Karl SchĂśnherr in der GĂśflanerstraĂ&#x;e 27 in Schlanders; Restkarten an der Abendkasse ab 19 Uhr
von Mo. 16. Juni bis So. 29. Juni 2014
1. SĂźdtiroler
Schluderns Tel. 0473 61 51 05
Paintball Turnier
Wann: Fr., 13. Juni 2014 und Sa., 14. Juni 2014 Wo: Alter Sportplatz Mals Party im Festzelt mit DJ Toro und DJ LR Freies Spielen auĂ&#x;erhalb der Turnierzeiten Live-Ăœbertragung der WM-Spiele auf einer GroĂ&#x;leinwand
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Weiterbildung/Allfälliges Informationen unter
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