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Vinschgerwind ausgabe 10-14

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Nr. 10 (227) 15.05.14 I.P. 10 Jg.

www.vinschgerwind.it

Kampf

in Laas

Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen

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15.05.14

Inhalt

Vinschgerwind 10-14

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Kommentar In Laas bekriegen sich zwei Verwaltungen

Schafft LH Arno Kompatscher sein Lehrlingsstück beim Marmor?

Seite 6

Seite 4

Schluderns: Die „radikale“ Lösung in Schluderns

Seite 4

Schlanders: „Die wahre Ehre liegt im Amt“

Seite 4

Zernez/Landeck/Vinschgau: Erlebnis Landwirtschaft

Seite 8

Nationalpark Stilfserjoch: Der ländliche Raum - Veltlin

Seite 42

von Chefredakteur Erwin Bernhart

Was ist vernünftig? Manche Leute sagen, dass ich zuviel über den Marmor im Vinschgau schreiben würde. Die Marmorleute selbst differenzieren: Die Göflaner schimpfen, dass ich immer auf der Seite der Laaser stehen würde. Dazu Folgendes: Ja, ich bin ein Marmorfan. Denn der Marmor ist DER Bodenschatz des Vinschgaus - egal ob Göflaner oder Laaser. Und: Ich stehe auf der Seite der Vernunft. Die Vernunft sagt mir, dass ein Raubbau beim Marmor zu unterbinden ist. Die Vernunft sagt mir auch, dass ein natur- und sozialverträglicher Abbau das Gebot sein sollte. Die Vernunft sagt auch, dass es für beide

Marmorfirmen ökonomisch gleiche Bedinungen geben sollte, um den Marmor ins Tal zu bringen. Und mir scheint, der LH Arno Kompatscher ist ein Mann der Vernunft. Auch aus diesen Gründen beobachten wir das Geschehen rund um den Marmor. Vor allem der Marmorabtransport wird von uns kritisch begleitet, weil dieser auf Göflaner Seite von öffentlichen Verwaltungen organisiert wird und auf Laaser Seite von einer öffentlichen Verwaltung verpachtet ist. Wir berichten auch immer wieder über das weiße Gold, welches in der Welt wieder zu glänzen beginnt und welches Arbeitsplätze vor allem in Laas und auch in Schlanders bietet.

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Dantestraße 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451 Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: Edwina Oberthaler: 0473 732196 Kathrin Gluderer: 0473 732196 Gerti Alber: 0473 73 21 96 Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp), Sarah Mitterer (sam) Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Elke Wasmund (ew), Brigitte Maria Pircher (bmp), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Andreas Waldner (aw), Sylvia Ilmer Wieser (sil), Barbara Wopfner (bw), Heinrich Zoderer (hzg) Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57 Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; außerhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 150 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.-

Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen

www.vinschgerwind.it


4 /politik/

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Wind - online

Ullis Rücktritt

Schlanders

Neuer CT geht nach Meran

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Foto: Erwin Bernhart

roße Enttäuschung macht sich in der Ärzteschaft vom Krankenhaus Schlanders breit. Seit Jahren ist man darum bemüht, einen neuen Computer-Tomographen (CT) zu bekommen. Dieses für ein Krankenhaus unerlässliche Diagnosegerät ist für Schlanders bereits genehmigt, die Ausschreibungsfrist vorbei und das Gerät steht kurz vor der Leiferung. Dann kommt Ende April die kalte Dusche für Schlanders: Der neue CT soll in Meran aufgestellt werden. Die Enttäuschung ist groß, ein geharnischter Brief ist in Richtung Irene Pechlaner, der Direktorin des Gesundheitsbezirkes Meran, unterwegs. Schließlich habe man in Schlanders den ältesten CT von Südtirol stehen. Von Vernunft sei die Entscheidung begleitet, sagt der Verwaltungskoordinator Gottfried Federspiel. In Meran funktioniere der dortige CT nicht einwandfrei, man bekomme keine Ersatzteile mehr. Die Lieferung eines neuen CTs für Meran sei durch e i n e n FirmenRekurs blockiert . Deshalb werde nun der für Schlanders vorgesehene Computer-Tomograph in Meran installiert. Die Ausschreibung für einen neuen CT für Schlanders soll wiederholt werden. Federspiel sagt, dass bis Anfang nächsten Jahres ein neuer CT in Schlanders sein soll. (eb)

Umfrage auf www.vinschgerwind.it

Hat der Landeshauptmann Arno Kompatscher recht, wenn er alle bisherigen - vor allem auch versprochenen - Projekte vorerst auf Eis legt? (30 abgegebene Stimmen)

63,3 % (19 Stimmen)

JA

36,7 % NEIN (11 Stimmen)

Neue Umfrage: In den Parteien und im Landtag wird über Mandatsbeschränkungen diskutiert. Sind Sie für eine Mandatsbeschränkung von 15 Jahren auf allen Ebenen (Landtagsabgeordneter, Landesrat, Landeshauptmann)?

Wer mit wem?

Schluderns - Die Wahlen in Schluderns haben gezeigt, dass der Rücktritt der Gemeinderäte im Dezember 2013 und die daraufhin eingeleiteten Debatten über Fehler und Vertrauensbruch nicht in erhofftem Maße honoriert wurden. Erwin Wegmann ist wieder Bürgermeister, hat aber Federn lassen müssen. Astrid Reinstadler von der Grupe „Mitnond“ schlägt eine radikale Lösung vor. Astrid Reinstadler („Mitnond“) und BM Erwin Wegmann („Bürgerliste Schluderns“): Geht es in Schluderns nur „mitnond“ oder geht’s „asnond“? Am Montag, den 19. Mai 2014 wird der Ausschussvorschlag des BM im Kulturhaus vorgestellt werden

von Erwin Bernhart

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ass Erwin Wegmann bei den Gemeindewahlen wiederum als BM gewählt wurde, war wohl weniger überraschend als die Wahl bzw. die Zusammensetzung des Gemeinderates. Denn es war und es ist weiterhin die spannende Frage der Mehrheit im Gemeinderat. Sechs Mandate erhält die „Bürgerliste Schluderns“, ebensoviele die SVP, zwei Mandate gehen an die Liste „Mitnond“ und eines an die Freiheitlichen. Damit spielt die Liste „Mitnond“, wie vom Vinschgerwind im Vorfeld bezeichnet, das „Zünglein an der Waage“. Einige Kommentare von diversen Akteuren nach den Wahlen waren von Enttäuschung geprägt, und - wenn auch aus dem Bauch heraus - wohl nicht klug gewählt. Martin Rainalter, BM-Kandidat der SVP, ließ etwa in den Dolomiten verbit-

tert verlauten: „In Schluderns werden offensichtlich Leistung, Ehrlichkeit und Kompetenz nicht honoriert.“ Hätte er geschwiegen, ein Philosoph wär’ er geblieben. Erwin Wegmann kommentierte - trotz zeitlichem Abstand zum Wahlergebnis - in der Rai Südtirol: „In Schluderns zählen ein fester Händedruck und ein freundliches Lächeln mehr als ein Doktortitel.“ Solche Aussagen zementieren den Zustand der Spaltung in Schluderns - die Spaltung zwischen den Kandidaten der SVP und jenen um Erwin Wegmann. Aber genau in der Mitte drinnen gibt es die Liste „Mitnond“. Astrid Reinstadler und Armin Bernhard sind als Gemeinderäte gewählt. Ein erstes Treffen der Liste „Mitnond“ und der „Bürgerliste“ mit Wegmann hat es am vergangenen Freitag gegeben. Das Signal von den Gemeinderatsneulingen an Wegmann ist klar: Nur ein Mit-

einander kann eine dauerhafte und tragfähige Lösung sein. Das ist jedenfalls die Verhandlungsbasis. Angeregt wurde ein Treffen aller vier im Gemeinderat vertretenen Listen und Parteien. Bei diesem Treffen sollen die Positionen festgestellt und vor allem die Bereitschaft zu einem Miteinander eruiert werden. Denn Astrid Reinstadler hat für die Zusammenstellung des Gemeindeausschusses eine durchaus radikale und eine unbefangen neue Position: Alle Gruppen sollten im Gemeindeausschuss vertreten sein. Alle sollten die Verantwortung wahrnehmen. Theoretisch ist das durchaus möglich: Neben dem BM bleiben drei Ausschussposten. Werden diese an alle Parteien und Listen verteilt, könnte sogar die Frauenquote problemlos erfüllt werden. Nun ist man in Schluderns gespannt, wie sich die weiteren Gespräche entwickeln werden.

Foto: Erwin Bernhart

Ulli Mair ist als Parteivorsitzende der Freiheitlichen zurückgetreten. Letztes Signal dafür war die Schlappe bei den Gemeindewahlen.

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/politik/ 5

Mals

Marmortransport für alle gleich

Türen zu

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H Arno Kompatscher hat mit den zwei BM von Schlanders und von Laas mögliche Lösungen beim Marmortransport erörtert. Am Montag vor einer Woche wurde im Beisein auch des Landesrates für Forstwesen Arnold Schuler ausgelotet, ob die beiden Verwaltungen grundsätzlich damit einverstanden wären, wenn für den Marmorabtransport für alle die gleichen finanziellen Bedingungen herrschen würden. Mit dieser Lösungsrichtung wäre eine finanzielle Gleichstellung von Schrägbahn auf Laaser und von Forststraße auf Göflaner Seite gesorgt. Nach außen haben die Akteure Stillschweigen vereinbart. Allerdings waren eigentlich nur die BM geladen. Die Schlanderser haben sich nicht daran gehalten. Der Gemeindesekretär Georg Sagmeister ist mit BM Dieter Pinggera im Schlepptau aufgekreuzt. Bei dem von Kompatscher vorgeschlagenen Lösungsansatz könnten alle Beteiligten ihr Gesicht wahren und zufriedengestellt werden: Die Schlander-

Foto: Erwin Bernhart

Bozen/Schlanders/Laas

Am letzten Freitag sind die ersten marmorbeladenen LKW’s wieder vom Wantlbruch nach Schlanders gefahren ser bzw. die Göflaner könnten weiterhin und wahrscheinlich definitiv die Forststraße vom Göflaner Wantlbruch hinunter ins Marmorlager in Schlanders benutzen - den Laasern wäre die Benutzung der Schrägbahn garantiert und der dortige Druck, den Marmor aus dem Weißwasserbruch auch über die Straße abtransportieren zu wollen, würde wegfallen. Die Konferenzteilnehmer haben nach außen Stillschweigen vereinbart. Vorerst soll gemeindeintern und dann mit den Marmorfirmen beraten werden. Zudem wurde das Amt

für Industrie und Gruben mit einer Studie beauftragt, welche die Kostenaufteilung beim Marmortransport und möglicherweise auch eine neue gemeinsame Gesellschaft, die ausschließlich den Abtransport organisieren soll, untersuchen soll. Auch sollen Auflagen, die es bisher nicht gibt, beim Göflaner Wantl geprüft werden. Gelingt Kompatscher eine Annäherung der Marmorkontrahenten oder gar eine gute Lösung, wär’ dies sein EinstiegsGesellenstück im Vinschgau. (eb)

er 2. Mai ist heuer auf einen Freitag gefallen. Viele Betriebe und Schulen machten nach dem 1.-Mai-Feiertag „ponte“, somit war auch der besagte Freitag ein freier Tag. Damit hatten die Leute auch Zeit, allfällige Ämtergänge besorgen zu können, die aufgrund der Arbeitszeiten lange auf der Strecke geblieben sind. Gar einige Leute machten sich auf, um in der Gemeinde Mals einiges erledigen zu wollen. Sie standen allerdings dort vor verschlossenen Türen. Denn auch die Gemeindebediensteten der Gemeinde Mals machten „ponte“, die Sprechstunde des BM fiel aus. Sehr zum Ärger der Bürger, die ihrem Unmut dem Vinschgerwind gegenüber äußerten. Denn so müssen diese für einen allfälligen Ämtergang von ihrem Arbeitgeber mindestens einen halben Tag frei nehmen. Dies könnte man sich schenken, wären die Ämter der Gemeinde an jenem Freitag offen geblieben. Im Sinne der Bürger eben. (eb)

Schlanders

„Mai-Inschnöllen“ unerwünscht

Kritik an Ehrenmedaillen

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Foto: Magdalena Dietl Sapelza

ir bemühen uns, das Brauchtum zu pflegen. Und es heißt auch immer, man müsse den Schludernser Hauptplatz beleben. Wenn man dann etwas tut, werden einem Prügel in die Wege gelegt“, ärgert sich Paul Hilber von der Bauernjugend Schluderns. Was war geschehen? Junge Goaßlschöller hatten am Abend des 30. April auf dem Hauptplatz mit dem „Mai-Inschnöllen“ begonnen - ohne begleitendes Fest. Noch ehe der 1. Mai angebrochen war, beschwerten sich Anrainer über Ruhestörung und forderten die Burschen auf, das Ganze auf den Sportplatz zu verlegen. Das sei nicht im Sinne der Sache, so Hilber. Man könne sich doch nicht alles verbieten lassen und

schon gar nicht, wenn es sich um einen alten Brauch handelt. Der Brauchtums-Verfechter Gilbert Stillebacher aus Prad stärkt den Schludernsern den Rücken. „Es ist den Burschen hoch anzurechnen, dass sie den alten Brauch aufleben lassen. Wir schnöllen in Prad - wie es sich gehört - die ganze Nacht über im Dorf, und das wird akzeptiert.“ Tatsache ist, Feste auf dem Hauptplatz stoßen generell auf den Widerstand einiger Anrainer. Davon können mehrere Veranstalter ein Lied singen. Die Goaßlschnöller wollen nun eine grundsätzliche Diskussion anregen. Sie fordern mehr Akzeptanz und appellieren an die Kompromissbereitschaft. (mds)

ie Wortwahl war zwar unterschiedlich, der Grundtenor blieb dennoch ein und derselbe: Man hält nix von Ehrungen jeglicher Art. „Die wahre Ehre liegt im Amt“, sagte etwa Peter Kaserer von der Süd-Tiroler Freiheit. Hansjörg Gluderer von der Liste Für Schlanders/Per Silandro: „Für mich sind alle im Dorf gleich. Jeder Verein und Verband hat die Möglichkeit Ehrungen vorzunehmen.“ Dem schlossen sich Martin Daniel (Für Schlanders/Per Silandro), Erhard Alber (Süd-Tiroler Freiheit) und Lukas Theiner (Freiheitliche), kurzum alle Schlanderser Oppositionsräte bei der jüngsten Ratssitzunge an. Und: Sie verließen den Saal. Zurück blieben elf SVPler, die daraufhin einen einstimmigen Beschluss fassten. Zuvor stellte die Schlanderser Opposi-

Foto: Angelika Ploner

Schluderns

Die Opposition verließ den Saal tion aber klar: Die zu Ehrenden selbst sind tabu. Jeder verdiene Hochachtung. Die Vergabe der Ehrenmedaillen spaltet den Schlanderser Gemeinderat seit vielen Jahren. Ehrenmedaillen werden an jene Bürger vergeben, die sich durch ehrenamtliches Engagement über einen längeren Zeitraum verdient gemacht haben. Heuer sind dies: Herbert Fritz, Hans Graber, Marghareth Horrer, Konrad Lechthaler, Hubert Piccolruez und Karl Schuster. (ap)


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Der Bruderzwist

Fotos: Erwin Bernhart

In Laas könnte ein ungewöhnlicher Besitzstreit vor Gericht ausgetragen werden: Die Fraktion Laas will nicht hinnehmen, dass die Gemeinde Laas drei Gebäude im Grundbuch von der Fraktion auf die Gemeinde übertragen hat lassen. Während die Gemeinde eine Richtigstellung eines „offensichtlich materiellen Fehlers“ vorgenommen hat, wird die Fraktion ihren - seit 1973 grundbücherlich eingetragenen - Besitz mit Zähnen und Klauen verteidigen.

St. Nikolaus „Santa Klos“ am Eingang von Laas

Das Gebäude, in dem sich die Apotheke befindet

St. Markus „Marxkirche“, neben der Pfarrkirche

von Erwin Bernhart

BM Leo Platter hat mit einem Grundbuchsgesuch mehrere Bauparzellen in der Einlagezahl 405/II eine Berichtigung der Eigentumsbezeichnung beantragt: von „Gemeinde Laas“ in „Comune die Lasa, Frazione di Lasa, Capoluogo“. Mit dieser „Berichtigung“ wechselten gar einige Grundstücke samt Bauten Besitzer. Und zwar erhielt die Fraktion Laas, also die Eigenverwaltung bürgerlicher Nutzungsrechte, unter anderem die St. Markuskirche, die St. Nikolauskirche, das Gebäude, in der sich heute die Apotheke befindet, die Kirchen St. Martin und St. Sisinius, die Schaferhütte, die Waalerhütte...

BM Andreas Tappeiner forderte die Liegenschaften von der Eigenverwaltung zurück, wollte eine einvernehmliche Lösung anstreben. Auf der anderen Seite hat weder die alte Fraktionsverwaltung um Paul Tröger noch der neue Präsident der Eigenverwaltung Oswald Angerer Handlungsbedarf gesehen. Schließlich war man sich sicher, dass die Liegenschaften der Fraktion gehören. Vor gut einem Jahr hat die Fraktionsverwaltung der Gemeinde gegenüber schriftlich bekräftigt, dass man bestrebt sei, die „eigenen Liegenschaften selber zu verwalten“.

B

ürgermeister, wenn sie frisch gewählt sind, erhalten in der Regel politische Erbschaften. Erbschaften aus Vorgängerregierungen, Erbschaften aus der Vergangenheit. Manche dieser Erbschaften sind fein - wenn zu Beginn einer Amtszeit ein Gebäude eingeweiht werden kann, wenn plötzlich Geld - von einem Vorgänger losgeeist - in die Gemeindekassa fließt usw.. Manche dieser Erbschaften können weniger fein sein, Erbschaften also, welche Leichen im Keller gleichen. Eine solche Erbschaft ist kürzlich in der Gemeinde Laas angepackt worden. Ausgegraben und ausgebrütet ist sie schon seit längerem - aber dann doch nicht durchgeführt worden. Nun ist sie über die Bühne und diese Angelegenheit könnte zu heftigem Streit führen. Die Erbschaft führt zurück ins Jahr 1972. Es geht um Eintragungen im Grundbuch, um Besitzverhältnisse also. Der damalige

Über diesen Besitzwechsel wurde in Laas jahrzehntelang kein Aufhebens gemacht. Die Gemeindeverwalter haben in der Vergangenheit vor allem die Marxkirche, das Apothekengebäude und die St. Nikolauskirche aufwändig restauriert und die Gebäude scheinen im Inventar und in der Vermögensrechung der Gemeinde auf.

Im Herbst 2013 wurde von der Gemeinde eine andere Gangart eingeschlagen. Man beauftragte den Rechtsanwalt und Kammerabgordneten Manfred Schullian mit der Causa. Schullian solle rechtliche Möglichkeiten überprüfen, wie die Gemeinde Laas wieder in Besitz der Liegenschaften kommen könnte (der Vinschgerwind hat am 24. Oktober 2013 exklusiv darüber berichtet).


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Die Gemeindeverwalter drängten zu einer Lösung, vor allem im Hinblick darauf, dass demnächst der Pachtvertrag mit der Apotheke ausläuft. Den Braten gerochen hat auch die Fraktion Laas. Denn Ende Jänner 2014 forderte die Fraktion Laas von der Gemeinde, dass „in Zukunft alle Einnahmen (Mieten ...) an die Fraktion zu überweisen“ seien. Schullian dürfte dann ganze Arbeit geleistet haben, denn im Februar dieses Jahres ging es Schlag auf Schlag. Am 19. Februar 2014 hat der Gemeindeausschuss mit einem langen Beschluss den BM beauftragt, „die Erklärung zu erlassen, dass die Gemeinde Laas Inhaberin des Eigentumsrechtes an den nachstehenden Liegenschaften ist: In der K.G. Laas in E.Zl. 405/II: die Bp. 103, die Bp. 146 und die Bp. 241“ Tatsächlich sind das die Apotheke, die Marxkirche und Santa Klos - die St. Nikolaus-

nauere Betrachtung vor allem der Erklärung der Inhaberschaft durch BM Tappeiner steigert Angerers Ärger. Denn dort steht drinnen, dass „es somit grundsätzlich geboten ist, den Grundbuchsstand formell richtigzustellen, u.z. mittels Eintragung des Eigentumsrechtes zugunsten der Gemeinde Laas an der Bp. 4, Bp. 103, Bp. 146, Bp. 199, Bp. 218, Bp. 240, Bp. 241 und Bp. 242 in E.Zl. 405/II K.G. Laas.“ Also ist die Gemeinde Laas auch bestrebt, die Schaferhütte, die Waalerhütte, die Kirche St. Martin und St. Sisinius von der Fraktion Laas auf die Gemeinde Laas übetragen zu lassen. BM Andreas Tappeiner schwächt ab. Es seien nur die drei Liegenschaften, die man grundbücherlich richtigstellen wolle. Er gebe sein Wort, dass die anderen Liegenschaften nicht angetastet würden. Was Oswald Angerer zusätzlich auf die Palme bringt, ist der Umstand, dass im Ge-

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der Nutzungsberechtigten, die Marx-Kirche als Sennerei und die Nikolauskirche als Deport für die Nutzungsberechtigten diente. Auf die Frage, ob es nun einen Krieg mit der Gemeinde Laas geben wird, meint Angerer: „Ein Krieg zwischen den Verwaltungen bringt den Bürgern nichts. Dies hätte auf längere Sicht einen Stillstand zur Folge und damit ist niemand geholfen. Die Kernaufgabe für öffentliche Verwalter liegt in der Wahrung bzw. Stärkung des ihrer Körperschaft anvertrauten Vermögens. Wir werden die Flinte sicherlich nicht ins Korn werfen.“ Was die Eigenverwaltungen in Südtirol betrifft, so sieht Angerer diese als „Stiefkinder des Landes“. Die Gemeinden haben den Gemeindenverband. Selbst die Viehbauern haben mehrere Verbände, nur die Eigenverwaltungen haben keine Dachorganisation. Wie der Präsident der Fraktion

Wem gehören Sankt Marx, Sankt Nikolaus und die Apotheke in Laas? Der Laaser BM Andreas Tappeiner und der Präsident der Fraktion Laas Oswald Angerer geraten sich wegen dieser Frage gerichtlich in die Haare - Droht in Laas ein Krieg der Verwaltungen? kirche. Am 27. Februar 2014 stellt BM Andreas Tappeiner diese Erklärung der Inhaberschaft dem Grundbuchsrichter des Landesgerichtes Bozen zu und ersucht um Richtigstellung im Grundbuch in einem Verwaltungsverfahren. Am 21. März 2014 erlässt die Grundbuchsrichterin Silvia Rosá das entsprechende Grundbuchsdekret und verfügt, dass die Bp. 103 und die Bp.en 146 und 241 in den Besitz der Gemeinde Laas übergehen. Eigentlich ein Akt - vielleicht mit etwas größerem Aufwand - wie er anno 1973 in umgekehrte Richtung abgelaufen ist. Der Präsident der Eigenverwaltung Laas, Oswald Angerer, ist empört und empfindet die Vorgangsweise der Gemeinde Laas als Schlag ins Gesicht. „Welche Macht muss ein Grundbuchsrichter haben, um so etwas ohne eine Unterschrift der Betroffenen bzw. ohne hieb und stichfeste Argumentation verfügen zu können“, ärgert sich Angerer. Eine ge-

meindeausschuss alle für den Beschluss gestimmt hätten. Also auch die Bauernvertreter. Angerer: „Es schmerzt, wenn einem die eigenen Leute, die nutzungsberechtigten Bauern, das Messer in den Rücken rammen. Denn die Landwirtschaft erhält per Gesetz 30 Prozent vom Verwaltungsüberschuss der Eigenverwaltung“. Die Verwalter der Fraktion Laas haben gleich reagiert und eine Rechtskanzlei in Bozen mit den Rekursen gegen den Gemeindeausschussbeschluss und gegen das Grundbuchsdekret beauftragt, auch mit der Argumetation, dass 1903, als die genannten Bauparzellen an die Gemeinde übertragen wurden, die Eigenverwaltung mit dem heutigen Rechtsstatus nicht gegeben hat. Die Eigenverwaltung B.N.R. Laas/Hauptort wurde erst im Jahre 1957 gegründet. In den Rekursen wird auch geltend gemacht werden, dass das Gebäude, in dem sich die heutige Apotheke befindet, ehemals als Freibank

Laas dem Vinschgerwind gegenüber versichert, werde er einen Versuch starten, einen eigenen Verband für die Eigenverwaltungen in Südtirol auf die Beine zu stellen. Angerer hofft dabei auf die Hilfe des derzeitigen Regionalassessors Sepp Noggler, welcher die Zuständigkeiten für die öffentlichen Körperschaften inne hat. BM Tappeiner lassen Kampfbereitschaft und Kampfansage der Fraktion kalt. „Dann werden wir uns halt auch konstituieren müssen“, sagt Tappeiner. Allerdings: Von Seiten der Fraktionsverwaltung in Laas ist in der Vergangenheit schon öfters Ungemach für den amtierenden BM ausgegangen. Allerdings II: Die Sache mit den genannten Bauparzellen dürfte nicht die einzige Leiche im Keller der Gemeinde Laas sein. Erbschaften, wenn sie beherzt angetreten und auch angefasst werden, können auch weniger fein sein.


8 /Wirtschaft/

Vinschgerwind 10-14

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Der Alpenkönig

Gemeinde Schlanders: Unterschriftsreifer Deal

Zur Ausstellung „Alpenkönig Steinbock“ lädt bis 27. Juli das Naturparkhaus Texelgruppe in Naturns ein. Die Ausstellung ist Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen dem Nationalpark Stilfserjoch, der Uni Zürich Irchel und dem Bündner Naturmuseum.

430.000 Euro hat Franz Lanthaler, der Besitzer des Hotels „Vier Jahreszeiten“ der Gemeinde Schlanders angeboten. Die hat zugesagt und verkauft nun auch die letzte Wohnung im Schloss Schlandersberg und den - an das „Vier Jahreszeiten“ - angrenzenden Park samt Spielplatz. Bisher wurde der Deal politisch immer abgelehnt, nun die Zusage. Der Grund: Alternative soll jene Grünfläche sein, die im Zuge der Realisierung des geförderten Wohnbaus auf dem Schotterparkplatz - nur einen Steinwurf entfernt - entsteht. (ap)

Agrischa - Erlebnis Landwirtschaft Zernez/Landeck/Schlanders - Mit der „Miss Alp Kuh“ standen neben drei weiteren Missen zwar die Milchkühe im Mittelpunkt der Landwirtschaftsmesse „Agrischa – Erlebnis Landwirtschaft“ in Zernez. Darüber hinaus machte die gesamte bäuerliche Welt eine gute Figur und Werbung für einen Berufsstand, der sich der Herausforderung im Spannungsfeld zwischen Tradition und Fortschritt immer wieder neu stellen muss.

Fotos: Ludwig Fabi

links: früh übt sich; oben: Politiker aus dem Dreiländereck, im Hintergrund Andrea Gilli

von Ludwig Fabi

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as Wort „Erlebnis“ wurde bei der am 26. und 27. April 2014 in Zernez abgehaltenen Landwirtschaftsmesse „Agrischa“ in bewährter Schweizer Tradition sehr genau genommen. Knapp 10.000 Besucher ließen es sich trotz teils widriger Wetterbedingungen nicht nehmen, Berglandwirtschaft hautnah und interaktiv zu erleben. Auf dem Messegelände im Zentrum von Zernez konnte bei verschiedenen Rassenpräsentationen die Südbündner Landwirtschaft und Tiervielfalt eindrucksvoll nachvollzogen wer-

den. Nicht nur das bäuerliche Fachpublikum war begeistert. Beim „Agrischa-Markt“ wurden köstliche regionale Produkte angeboten, Kunsthandwerk präsentiert und landwirtschaftliche Geräte ausgestellt. In Form einer Familienolympiade konnte durch Raten, Schätzen, Zeichnen und Ausprobieren das Wissen und die Geschicklichkeit rund um die Berglandwirtschaft unter Beweis gestellt werden. Neben einem vielseitigen musikalischen Rahmenprogramm und kulinarischen Spezialitäten bildeten ein großer Festumzug und ein spektakuläres Ochsenrennen weitere Höhepunkte. Am Festumzug nahmen neben

den Bündner Nachbarn auch Abordnungen aus dem Bezirk Landeck und Vinschgau teil. Die Vinschger Bauernjugend hielt dabei die Fahne hoch, während Prad mit den Goasslschnöllern und Schuhplattlern eine lautstarke und musikalische Attraktion bildete. Einen weiteren grenzüberschreitenden Programmpunkt ging mit der Präsentation der neuen Wanderausstellung „Landwirtschaft in der Terra Raetica‘‘ im Alpzelt über die Bühne. Diese informiert interaktiv über die Regionen Vinschgau, Engadin und den Bezirk Landeck. Bei der Eröffnung der Ausstellung erklärten die Vertreter dieser Regionen gemeinsam die Problemstellungen wie Preispolitik der Produkte, Kooperationen mit dem Tourismus und Sicherung der Hofübergabe bzw. Betriebsnachfolge trotz verschiedener Ausgangslagen angehen zu wollen. Die Regionalmanagement-Einrichtung RegioL in Landeck, das Wirtschaftsforum im Schweizer Nationalpark und die GWR in Spondinig in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsinspektorat Schlanders haben dafür ihre Unterstützung angeboten und somit den Erfolg und die gute Stimmung dieser Landwirtschafts-Erlebnismesse in den jeweiligen Regionen nachwirken zu lassen. links: gutgelaunte Prader Goasslschnöller am Terra Raetica Stand; rechts: die Schulzer Skilehrer gewinnen das Ochsenrennen


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/Wirtschaft/ 9

Schlanders/Göflan/New York

Prestige für Göflaner Marmor um Tag der offenen Tür hat Burkhard Pohl mit Stolz eingeladen. Der Grund dafür ist, dass Göflaner Marmor im New Yorker Hochhaus „One57“ in 95 Bädern eingebaut worden ist. „Die Göflaner Marmor GmbH ist stolz, gemeinsam mit ihren Partnern den wichtigsten Auftrag der Firmengeschichte termingerecht und ohne Beanstandung abgeschlossen zu haben“, freut man sich in der Schlanderser Firmenzentrale. Juniorchef Peter Pohl erzählt über die Reise des Göflaner Marmors: „Die in unserem Betrieb polierten Marmorplatten wurden nach Kanada verschifft. In einem Spezialwerk wurden dort die Luxusbäder für den Wolkenkratzer ONE57 nachgebaut und die Platten exakt so zugeschnitten, dass sich die Maserungen durch die jeweiligen Bäder durchgezogen haben. Erst dann wurden die Platten nach New York transportiert und dort verlegt.“ Unbesehen von der finanziellen Seite des Auftrags, darüber schweigen sich die Pohls aus, ist die Bestückung in New York eine prestigevolle Referenz, die der Göflaner Marmor in der ganz großen Welt der Architektur aufweisen kann. Damit man sich das etwas bild-

haft vorstellen kann: Im One57 kostet eine Einzimmerwohnung vier Millionen Dollar, das Penthouse soll an die 90 Millionen Euro kosten und gilt als teuerste Wohnung New Yorks. Das Gebäude, mit 306 Metern Höhe der höchste Wohnturm New Yorks, liegt direkt am Central Park. Die Bauträger und die Architekten waren mehrmals selbst in Göflan und haben dort den Marmor persönlich ausgesucht. Ein freundschaftliches Peter und Burkhard Pohl vor den Fotografien von René Verhältnis habe sich daraus ent- Riller in der Schlanderser Werkshalle wickelt. Schneidemaschine im Freien. Eine eigene Der Fotograf René Riller ist nach New Bildhauerwerkstatt hat Pohl eingerichtet. York gereist und hat die Luxusbäder fotoIm hinteren überdachten Bereich schneigrafiert. Ausschnitte davon waren beim det eine moderne Gittersäge die Blöcke in Tag der offenen Tür am 3. Mai 2014 im BePlatten, die dann in einer Polierstraße auf trieb der Göflaner Marmor GmbH ausgeHochglanz gebracht werden. Neu ist, dass stellt. Burkhard Pohl ließ es sich nicht nehein Scanner jede einzelne Platte ablichtet men, die moderne Verarbeitungsstätte in und damit ihre Vorzüge oder FehlerhaftigSchlanders zu zeigen: Von der Anlieferung keit katalogisieren kann. Mehr als die Hälfder Blöcke, welche mit dem von der Strate des abgebauten Marmors werden derzeit ße sichtbaren Portalkran auf dem Gelände im Betrieb verarbeitet, sagt Pohl. (eb) gehandelt werden können, hin zur ersten Foto: Erwin Bernhart

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Schluderns/Vinschgau

Handwerker müssen sich bewegen L

Die LVH-Bezirksobmänner Unter- und Obervinschgau, v. l. Andreas Nagl und Erhard Joos Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Die Schludernser LVHOrtsgruppe war Gastgeber. Obmann Umberto Ceccarelli führte geschickt durch den Abend auch Lanz. „Wir punkten durch Qualität und durch die duale Ausbildung (Arbeit im Betrieb gekoppelt mit Schulbesuch), die mittlerweile Nachahmung im übrigen Italien und im Ausland findet, so Lanz. Es sei kein Zufall, dass demnächst ein Gipfeltreffen zum dualen System zwischen Angela Merkel und Matteo Renzi in Südtirol stattfinde. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten müsse man nach neuen Strategien suchen. Es gelte sich zu bewegen und zu kommunizieren. „Es genügt heute nicht mehr, etwas herzustellen, wir müssen verkaufen und Marketingstrategien entwickeln.“ Der Abgeordnete Albrecht Plangger rief dazu auf, die Leute zu informieren, dass es für die energetische

Sanierung derzeit noch Förderungen gibt. Wie lange das Gesetz noch gelte, wisse man nicht. Josef Noggler zeigte sich unglücklich über den Beitragsstopp, den die Landesregierung kürzlich verhängt hatte. Er fürchtet um die Neuinvestitionen. Beiträge zu stoppen, sei eine schlechte Lösung gewesen. Drückend sind auch die Energiekosten. Der Strom-Fachmann Georg Wunderer gab Einblick in die Bemühungen des VKE rund um die Netzübernahme und um einen Stromhandel vor Ort über Verbrauchergenossenschaften. „Preissenkungen von 10 bis 12 Prozent sind möglich“, so Wunderer. Das wäre eine Stärkung für das Handwerk, aber auch für Privathaushalte. (mds)

Schlanders

Naturns

Vizepräsident tritt ab

Dort, wo die Äpfel gemacht werden

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ie offizielle Version lautet: Christian Telfser (i. Bild) habe sich nicht mehr wohlgefühlt im Vorstand des Schlanderser Bürgerheims. Inoffiziell sind unüberbrückbare Differenzen innerhalb desselben der Grund für den Rücktritt des Vizepräsidenten. Seit November vergangenen Jahres blieb Telfser jeder Vorstandssitzung fern, jüngst flatterte der Gemeinde dann das Rücktrittsschreiben ins Haus. Diese hatte im September die Vorstandsmitglieder des Bürgerheims neu bestellt bzw. wieder bestätigt. Bis dahin arbeitete man unter Präsidentin Monika Wellenzohn hervorragend zusammen und bewältigte die Mammutaufgabe, den Umbau des Bürgerheims , vorbildlich. Auch wegen Telfser, der viele Stunden investierte. Seit September ist der Wurm drinnen. Konrad Lechthaler beerbt nun Telfser. Harald Tappeiner, Monika Wellenzohn, Angelika Holzknecht und der im September dazugestoßene Erich Senoner bleiben im Amt. (ap)

ie Obstgenosschenschaft Texel in Naturns hat zu einem Tag der 0ffenen Tür geladen. Über 700 Einheimische und Gäste sind der Einladung gefolgt. Die Gäste wurden durch die Mitglieder des Verwaltungsrates sowie das Personal durch das Gebäude geführt und konnten einiges Wissenswertes zur Lagerung, Weiterverarbeitung und zum Verkauf der Äpfel erfahren. So ist die Obstgenossenschaft Texel aus einer Fusion aus den ehemaligen eigenständigen Obstgenossenschaften Partschins, Plaus und Naturns entstanden. Die Äpfel werden von zirka 350 Mitgliedern auf einem Anbaugebiet von 1.200 Hektar geerntet. Insgesamt verfügt die Obstgenossenschaft über fast 190 Zellen, aufgeteilt auf Naturns, Partschins und Plaus. Somit ergibt sich eine Lagerkapazität von 66.000 Tonnen. Mit der Sortieranlage kann die Rückverfolgbarkeit auf Produzent und entsprechende Wiese garantiert werden. Sortiert wird das Obst Foto: Klaus Abler

Foto: Angelika Ploner

ange hatte sich die LVH-Führung fast nur mit sich selbst beschäftigt (Fall Hanspeter Munter). Nun geht es wieder um eigentliche Themen. Das wurde bei der Bezirksversammlung in Schluderns deutlich. Ausufernde Bürokratie und undurchsichtige Handhabe in Sachen Arbeitssicherheit brennen besonders unter den Nägeln. Das unterstrichen die Obmänner der LVH-Bezirke Ober- und Untervinschgau Erhard Joos und Andreas Nagl und der LVH-Präsident Gert Lanz. Die Schmerzgrenze sei erreicht und die anwesenden Politiker Albrecht Plangger, Josef Noggler und Richard Theiner wurden in die Pflicht genommen. Theiner versprach einen Arbeitstisch, um die Probleme anzugehen. Nagl wies darauf hin, dass die Handwerksbetriebe die Nahversorgung sichern, junge Menschen ausbilden, Arbeitsplätze schaffen und so der Abwanderung entgegenwirken. Wenn immer mehr Betriebe aufgeben, laufe man Gefahr, das zu verspielen. Derzeit schaffen die 900 Vinschger Handwerksbetriebe rund 4.000 Arbeitsplätze. Diese bilden regelmäßig Lehrlinge aus. Das sei ein absolutes Muss, um die Qualität zu halten. Qualität sei das Um und Auf, so Nagl. In diese Kerbe schlug

mit einer vollautomatischen Maschine, wobei während der Sortierung insgesamt 16 Fotos gemacht werden. Mit besonderem Stolz präsentiert wurde das 2012 fertiggestellte Hochregallager. Bei diesem Zwischenlager (Anlieferung aus den Außenlagern sowie Lagerung zwischen Sortierung und Verpackung) können über 16.000 Großkisten gelagert werden. Mit den zwölf Verpackungslinien können die Kunden aus ganz Europa sowie die neuen Absatzmärkte sowie mittlerweile auch Nordafrika, Israel, Marokko und sogar Indien beliefert werden. Neben den Führungen gab es ein reiches Rahmenprogramm: Neben der Verkostung der Vinschger Apfelsorten, und einem Imbiss gab es eine Kinderspielecke. Glückliche Kinder haben gesagt, dass sie heute dort spielen dürften, wo normalerweise die Äpfel gemacht würden. (klab)


15.05.14

Vinschgerwind 10-14

/Wirtschaft/ 11

Burgeis/Vinschgau

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a haben viele etwas versäumt“, sagt eine Bäuerin. Sie hatte die Vorträge von Christian Manser zum Thema „Tierhaltung und Kuhsignale“ in Theorie und Praxis verfolgt.Es war der dritte Tag der „1. Vinschger Berglandwirtschaftstagung“ (5. bis 7. Mai) in Burgeis. Und es waren erstmals rund 50 Interessierte anwesend. Die Beteiligung lag an den drei Tagen unter den Erwartungen. Und nun haben die Veranstalter - die Raiffeisenkassen des Vinschgaus mit Markus Moriggl als Initiator und der Beratungsring BRING - daran zu knabbern. Am Programm lag es nicht. Hochkarätige Referenten waren engagiert worden. Es lag – wie der Vinschgerwind recherchierte - zum einen am Termin. Und es lag zum anderen an der fehlenden Einbindung der Bauern vor Ort. „Das Gras wächst von unten, nicht von oben“, bringt es Hansjörg Bern-

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

„Das Gras wächst von unten und nicht von oben“

Daniel Gasser (links) moderiert die Eröffnung mit vielen Ehrengästen und wenigen Bauern hart auf den Punkt. Als Obmann des Braunviehzuchtverbandes Burgeis habe er viel zu spät von der Veranstaltung erfahren. Er hatte zwar noch erreicht, dass Einladungen an die bäuerlichen Verbands-Obleute im Vinschgau verschickt worden sind, doch es hat wenig bewirkt. „Der Fehler war, dass alles nur von oben diktiert worden ist. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass die Leute hier das Ganze nicht so richtig mitgetragen haben“, meint Bernhart. Die Sensibilität, alle in ein Boot zu holen, habe schlichtweg gefehlt und das sei sehr schade.

Denn die Initiative und das Programm seien gut gewesen. Den Eröffnungsreden unter anderen mit den Landespolitikern Arnold Schuler und Josef Noggler und den Bürgermeistern Heinrich Noggler und Ulrich Veith folgten nur rund zehn Bauern. Angesprochen wurde die Kluft zwischen dem Einkommen der Obstbauern und der Bergbauern. Es brauche eine Umschichtung, um Unterschiede auszugleichen, es brauche neue Ideen.... Bemängelt wurde die ausufernde Bürokratie. „Alles schöne Reden, doch letztendlich passiert nicht viel“, be-

merkte ein anwesender Bauer. Lange Eröffnungsreden ziehen das Publikum nicht an. Leidtragende waren auch die Direktvermarkter, die ihre Stände vor dem Kulturhaus aufgestellt hatten und daruf gehofft haben, etwas zu verkaufen. Fazit: Bedauerlich ist, dass sich nur wenige von der Veranstaltung angesprochen gefühlt haben. Jene, die zu den Fachvorträgen gekommen waren, haben ihre Teilnahme nicht bereut. Und sie bedauern, dass im Bemühen um die Förderung der Berglandwirtschaft eine Chance verspielt worden ist. (mds)

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12 /Leserbriefe/

Vinschgerwind 10-14

15.05.14

Interessant und wertvoll

von Albrecht Plangger

Rom-Info ins Tal Der Reformmotor der Regierung Renzi läuft weiterhin auf Hochtouren. Auch das Arbeitsdekret ist auf dem verkürzten Weg der Vertrauensabstimmung durch das Parlament gepeitscht worden. Nun folgen im Monatsrhythmus die Reformdekrete zur öffentlichen Verwaltung und zur Justiz. Dazu „muss“ der Senat noch vor den Europawahlen am 24. Mai in erster Lesung von den Senatoren selbst reformiert werden. Ministerpräsident Renzi wird den „Turbo und Allrad“ einschalten. Er wird zwar Zugeständnisse machen und die Regionen ihre Senatoren „wählen, aber dann auch selbst bezahlen lassen“ und bei den Kompetenzen etwas dazugeben. Es werden im zukünftigen Senat weniger Bürgermeister und wenig verdiente Persönlichkeiten sitzen, dafür werden die großen Regionen aber mehr Senatoren bekommen wie die kleinen Regionen (Aosta und Molise), der Ministerpräsident wird sich keineswegs einbremsen lassen. Zurück zum Arbeitsdekret. In Italien sind die Arbeitskosten zu hoch, der Kündigungsschutz zu großzügig. Daher werden Arbeitskräfte überhaupt nicht mehr eingestellt oder die Betriebe helfen sich mit Leiharbeit und mit prekären Arbeitsverhältnissen (Zeitverträge) aus. Diese Flucht in Leih- und Zeitverträge sollte nun mit dem neuen Arbeitsdekret eingedämmt werden (max. 20% auf die Gesamtzahl der Angestellten). Der Arbeitsmarkt soll flexibler gestaltet werden, die Vereinfachung der Regelungen von befristeten Arbeitsverhältnissen (statt früher max. 12 Monaten jetzt bis 36 Monate) zugunsten der Arbeitnehmer/innen sollte zu mehr Anstellungen führen und zwar mit progressiven Formen zum Schutz der Arbeitnehmer. Diese Maßnahmen kommen sicherlich den Unternehmen zugute. In der ursprünglichen Fassung hätte man einen Zeitvertrag auch nur für einen Tag, eine Woche, einen Monat machen können, und dann innerhalb der 3 Jahre - ohne Angabe eines Grundes - beliebig oft verlängern können. Theoretisch 3 Jahre volle Probezeit. Dann ist man zurück auf max. 8 Verlängerungen im 3 Jahreszeitraum, ganz zuletzt auf 5. Die Rechtsparteien fordern so viel wie mögliche Verlängerungen - immer ohne Angabe von Gründen - was europaweit einzigartig ist - die Linksparteien so wenige als möglich. Ein Kompromiss kam nicht zustande. Wir sind in der Vorwahlzeit. Geholfen hat die Vertrauensfrage: entweder zustimmen oder alle nach Hause. Dann lieber zustimmen, denn niemand will zurzeit wirklich Neuwahlen.

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Herrn Dr. Wolfgang Platter muss ich immer wieder mein Kompliment geben für seine sehr interessanten und wertvollen Beiträge. Wenn ich dazu bemerken darf: Der Ausdruck „RAUB“tiere gefällt mir nicht. Was wäre denn der Mensch? Paul Warger, Taufers i.M.

Zum Bericht Schicksalstag für die MEG Athesia-Vinschger Nr.15. Man fragt sich, wie es zu solch einem Schuldenberg kommen konnte? Wo blieb die jährliche Vollversammlung der Mitglieder, oberstes Organ der Genossenschaft, das über die Situation informiert und über eventuelle Investitionen entscheidet? Sicher hat sich der Schuldenberg der MEG nicht von heute auf morgen angesammelt. Wo blieb das Kontrollorgan der Genossenschaft? Wir sind ein guter Kunde der MEG, natürlich nicht im Sinne des Großhandels, jedoch als Verbraucher für unsere Familie und Verwandten waren wir gute Abnehmer von Erdbeeren sowie Beeren für Säfte. Die frühere Verkaufsstelle der MEG in Martell war immer gut besucht und auch die Preise waren nicht niedrig. Von einer Kriese hatte man nie etwas bemerkt. Der Vorrat war des Öfteren bereits aufgebraucht und wir mussten warten bis wieder neue Ware angeliefert wurde. Sicher war das Geschäft zwar etwas zu klein und hätte etwas vergrößert werden müssen, jedoch kühl und schattig und somit geeignet für die Lagerung der Erdbeeren, Gemüse usw. Das jetzige Geschäft ist zwar groß, jedoch durch die großen Glasscheiben der prallen Nachmittagssonne ausgesetzt und ist zudem zu einem Tourismusladen geworden. Die jährliche Vollversammlung der Genossenschaften, besonders mit den Tagesordnungspunkten: Wahl der Verwaltung, Rechnungsrevisoren, Kontrollorgan ist von großer Wichtigkeit. Die Mitglieder müssen lernen, die Statuten und Artikel des Vertrages mit Recht und Pflicht genau zu studieren und Sorge tragen, dass bei den Generalversammlungen diese auch von der Verwaltung der jeweiligen Genossenschaft respektiert und umgesetzt werden. Außerdem: Kein Warenausgang

ohne Lieferschein, ausgenommen der Detailverkauf, der den Ausgang der Ware durch die Kassa belegt. Nur so können solche Desaster vermieden werden. Es ist nur zu hoffen, dass nicht auch die Gemeinden zur Kasse gebeten werden, um Schulden zu decken, die andere verursachen. Das Martelltal sollte das Paradies der Erdbeeren bleiben! Stricker/Di Gilio Aloisia, Latsch

Folgenschwerster Wahnsinn! Die „fortschrittlichen“, versklavten Marteller wollen weiterhin Erdbeer-Monokultur-Bauern bleiben!? Ich glaube das noch nicht. Das, obwohl ihnen die Vergangenheit zeigt, dass dies nicht gut ging und zukünftig nicht gut gehen wird. Sie wurden vom Direktor der VI.P. Josef Wielander, von L.R. Arnold Schuler, von BM Georg Altstätter verführt. Diese sagten: „Die Marteller spielen eine Vorreiterstellung“. „Ich bin überzeugt, dass Martell das Beerental bleibt“. „Nicht aufgeben!“ „Weitermachen!“ So die Verführungsparolen. Oh Gott! Welche Menschen lernen aus der Geschichte? Das Wort Weisheit kennen sie überhaupt nicht! Wohin führt diese grundverkehrte Handlungsweise, diese totale Torheit? „Böden austauschen ist die Lösung!“, so heißt es dann! Mit welchem Mittel die verdorbene Erde wohin und von woher die intakte Muttererde transportieren? Geld kann man machen, es muss rollen, fließen, sagen sie. Kommt es von den Taschen o.g. Herren? Die Fruchtbarkeit des Erdbeerstockes dauert 3-4 Jahre, die der Apfelstaude 15-25 Jahre – die der hochstämmigen, nicht geköpften alten Obstsorten 70-100 Jahre. Man bräuchte sie nicht mit giftigen Chemikalien zu drangsalieren. Was in Martell mit der Erdbeer-Monokultur passiert ist, kommt auf ganz Südtirol in den nächsten Jahren zu. An den Orten, wo man mit der Monokultivierung begann, muss man heute schon den Boden austauschen, dies in den Weinbergen in Kaltern, dies in den Reb- und Apfelplantagen in Terlan… Wo ist die altbewährte Erkenntnis über die notwendige richtige Fruchtfolge geblieben? Paul Peter Gruber, Mals


15.05.14

Vinschgerwind 10-14

/Impressionen/ 13

Fata Morgana. Der Sage nach und archäologisch belegt, erstreckte sich früher östlich von Göflan ein See. Nach einem Dammbruch verschwand dieser. Wer an die Sagen glaubt und über ein wenig Fantasie verfügt, kann heute noch, ab und zu, den See schimmern sehen... Nur wenn die Beregner eingeschaltet sind! Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it


14 /Lokales/

Vinschgerwind 10-14

15.05.14

Foto: „Wind“-Archiv

Kurzbesuch im Kulturhaus Karl Schönherr

Bei einem Kurzaufenthalt in Schlanders hat der neue LR für deutsche Kultur Philipp Achammer auch das Kulturhaus Karl Schönherr besucht. Der Präsident des Verwaltungsrats Martin Trafoier informierte ihn über die vielfältigen Kulturveranstaltungen, und der Landesrat zeigte sich beeindruckt vom Kino-, Theater- und Musikangebot sowie den zahlreichen anderen Veranstaltungen, die beispielsweise im Jahr 2013 von insgesamt über 40.000 Leuten besucht wurden. Im Anschluss an den Besuch im Kulturhaus verlieh der Landesrat 30 SchülerInnen des Oberschulzentrums Schlanders am Realgymnasium das begehrte First Certificate Diplom aus Englisch. (mt) Im Bild v.l.: Inge Pinzger (Verwaltungsrätin), Isolde Veith (Sekretärin), Arnold Unterholzner (Hausmeister), LR Achammer, Martin Trafoier, Manuel Massl (Gemeindereferent)

Regional genießen mit allen Sinnen Haubenkoch Peter Oberrauch neuer Küchenchef im Latscher Luxushotel Vinschgaus einziges 5-SterneHotel, das Paradies in Latsch, hat seit diesem Jahr den international mehrfach ausgezeichneten Chefkoch Peter Oberrauch verpflichtet. Oberrauch, der zuletzt im Tiroler Leading Hotel Interalpen als Executive Chef tätig war, hat sich viel vorgenommen. So möchte er die Vielfalt der Vinschger Produkte nutzen, diese jedoch „regional-global“ neu interpretieren. Im Gourmetrestaurant Paradiso stehen den Gästen ein 13-gängiges und ein 8-gängiges Delikatessen-Menü zur Auswahl. Natürlich können auch einzelne Spezialitäten ausgesucht werden. Als gestecktes Ziel, so Oberrauch, möchte er das bereits starke Angebot an guten Restaurants mit einer weiteren Spitzen-Adresse ergänzen. „Der Vinschgau bietet so viel hochwertige Spezialitäten, dass hier das Kochen zur wahren Freude wird. Ich freue mich auf diese Herausforderung und hoffe, dass mich auch viele einheimische Gäste besuchen werden“, so der heimgekehrte Spitzenkoch.Als Verstärkung hat Oberrauch den Patissier Martin Troi ins Team geholt. Troi, auch durch zahlreiche Kochbücher bekannt, ist spezialisiert auf zucker- und laktosefreie Nachspeisen. Ein absoluter Trend, der auch bei uns immer mehr Nachfrage gewinnt. Paradiso, das neue GourmetRestaurant des *****Hotels Paradies in Latsch, geöffnet von Mittwoch bis Sonntag, Tischreservierung höflich erbeten unter T: 0473 622225

Auf gesunden Beinen Der Bioenergiegenossenschaft St.Valentin auf der Haide geht es finanziell gut. Die Jahresrechnung konnte mit einem Gewinn von 187.448 € abgeschlossen werden.

Traditionsgemäß findet die Vollversammlung im Heizhaus statt. In der Mitte sehen wir den neuen kleineren Heizkessel. Die uns zugewandten Personen sind v.l.: Benno Tibolla, Günther Wallnöfer, Prieth Franz, Obmann Sprenger Johann und Anton Waldner.

von Andreas Waldner

I

n der Vollversammlung vom Donnerstag (24.04.) konnte der Verwaltungsrat der BEST eine positive Jahresrechnung 2013 präsentieren. Diese schließt bei Ausgaben in der Höhe von mehr als 500.000 € mit einem Gewinn von 187.448 € ab. Das Eigenvermögen ist auf 577.566 € angestiegen. Der CashFlow liegt bei über 200.000 €. Die Vollversammlung genehmigte einstimmig sowohl die Jahresrechnung als auch die Verwendung des Reingewinnes, der wie folgt aufgeteilt wurde: 20% fließen in die gesetzlichen Rücklagen, 3% sind für den Mutualitätsfond bestimmt und der Rest wird als freie Reserve verwendet. Den 4 Neumitgliedern stehen 2 Austritte gegenüber. Der Wärmeverkauf konnte um 5% gesteigert werden.

Der große Heizkessel wird zukünftig für den Spitzenbedarf in den Wintermonaten zu klein und für die Sommermonate ist und war er etwas zu groß. Es musste bereits mit der Heizölanlage in Spitzenzeiten zugeheizt werden. Um die Ölverbrennungsanlage wirklich nur im Notfall einzuschalten, wurde 2013, wie schon von Anfang an geplant, ein zweiter etwas kleinerer Hackschnitzelofen angekauft, der in den Sommermonaten ausreichen wird und auch für das Zuheizen im Winter eingesetzt werden kann. Somit können künftig beträchtliche Heizkosten gespart werden. Im Geschäftsjahr 2013 wurden zähe, aber wohlwollende Verhandlungen mit der EGO (Energiegenossenschaft Oberland – Rojenbach) geführt. Diese Genossenschaft ist die künftige Betreiberin des Glasfasernetzes

(der sogenannten letzten Meile) in der Gemeinde Graun und will das bereits bestehende Leerrohrenetz der BEST nützen. Die Mitglieder wurden weiters informiert, dass die Carbontax (staatlicher Beitrag zugunsten der Wärmeabnehmer) rückwirkend ab 01.01.2014 um 15% gekürzt wurde. Nicht ohne Genugtuung ließ der Obmann Johann Sprenger der Vollversammlung wissen, dass der kWh-Preis der BEST um 15% unter dem Landesdurchschnitt liegt. Aufmerksam und interessiert folgten die Genossenschafter anschließend den Referaten, die vom Gemeindereferenten Prieth Franz, von Ing. Benno Tibolla und von Wolfgang Reicher, dem Geschäftsführer der Firma FIONIS, über den Ausbau des Glasfasernetzes in St.Valentin gehalten wurden.

Foto: Andreas Waldner

pr-info Hotel Paradies Latsch


Mals/Obervinschgau

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

2. Jungzüchter-Event

Gespanntes Warten vor dem großen Auftritt im Festzelt auf dem alten Malser Sportplatz. Jungzüchter führten 60 Jungrinder und Kalbinnen zur Bewertung auf die Bühne Im Bild v.l.: Josef Hilber (Schluderns), Stefan Stocker (Plawenn) und Josef Waldner (Schleis)

S

tolz führten die Jungzüchterinnen und Jungzüchter ihre aufgeputzten Jungrinder und Kalbinnen in acht Kategorien auf die Bühne im großen Zelt. Der Fachjuror Lukas Rasinger aus Österreich begutachtete die Tiere, beschrieb deren Vorzüge und bewertete sie vor der großen Besucherschar. Nach der Tierschau wurde über die Ergebnisse diskutiert und kräftig gefeiert – mit großer AfterShow-Party und Live-Musik von „DJ Tirol“ und der Gruppe „Die Vinschger“. Mit dem diesjährigen 2. Jungzüchter-Event am 03. Mai am alten Malser Sportplatz feierten die Jungzüchter um Obmann Stefan Stocker und seinen Stellvertreter Josef Waldner das 25. Jubiläum. Der Jungzüchterclub ist 1989 gegründet worden, um Jungbauern zu motivieren. Treibende Kraft war Martin Pazeller aus Planeil, damals Mitarbeiter im Braunviehzuchtverband. Erster Obmann der Jungzüchter war Herbert Schütz (Taufers i. M.). Ihm folgten Ambros Peer (Schlinig), Anton Zanini (Langtaufers), Gabriel Bernhart (Schlinig), Matthias Thöni (Graun) und Stefan Stocker. Die Sieger in Mals: Titanica mit Manuel Plangger (Taufers i. M.), Unica und Beauty mit Christian Peer (Schlinig), Lucia mit

Martin Spechtenhauser (Burgeis), R.A.Eva mit Manuel Eller (Langtaufers), Lara mit Michael Spechtenhauser (Burgeis), Nixe mit Andrea Wiesler (Laatsch), Ayenn ET mit Andreas Plangger (Taufers i. M). Gesamtsiegerin wurde R.A. Eva mit Manuel Eller (Langtaufers), Reservesiegerin Ayenn ET mit Andreas Plangger (Taufers i. M.). Die Organisatoren um Stefan Stocker zeigten sich im Großen und Ganzen mit der Veranstaltung zufrieden. Das kalte Wetter habe allerdings zu leichten Besuchereinbußen geführt, so Stocker. Er dankt den Sponsoren und den freiwilligen Helferinnen und Helfern. Ob es in Zukunft erneut ein Jungzüchter-Event geben wird, ist derzeit eine offene Frage. Obmann Stocker will sich zurückziehen. Er hatte bei den Jungzüchter-Events 2012 und 2014 die Fäden gezogen. Als Gründe für seinen Rückzug nennt er zum einen die immer strenger werdenden gesetzlichen Vorschriften. Diese erschweren die Organisation. Die Bürokratie sei erdrückend, mit hohen Spesen und oft auch mit Schikanen verbunden. Zum anderen nennt er den fehlenden Rückhalt und in den eigenen Reihen. „Man kann sich auf einige nicht verlassen.“ (mds)

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16 /Lokales/

Vinschgerwind 10-14

15.05.14

Experimentelles

§ Die zertifizierte Behörde

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Schlanders

Foto: Angelika Ploner

ber den Verein der Südtiroler Freizeitmaler haben sich die Malserin Isolde Veith, die Meranerin Brigitte Dietl und die Bruneckerin Waltraud Hochgruber kennengelernt. Seit dem 9. Mai stellt das Frauentrio in der Bibliothek Schlandersburg aus:

Acrylmalerei (abstrakt und mit Motiven), Bildkompositionen mit Eitempera, verschiedene Drucke, Gipswerke, Papierobjekte. Ganz Unterschiedliches, in jedem Fall aber Experimentelles, denn „wir wissen nie was bei unseren Bildern herauskommt, wenn wir anfangen“, sagen Veith, Dietl und Hochgruber. Bis am 28. Mai ist die Ausstellung noch zugänglich. (ap)

Aus dem Gerichtssaal

or kurzem bemerkte ich am Eingang zu den Amtsräumen der Staatsanwaltschaft in Bozen ein Schild mit dem Hinweis, dass die Behörde eine ISO-Zertifizierung erlangt hat. Die Neugierde war geweckt, denn normalerweise werden solche Bescheinigungen nur in der Privatwirtschaft angefordert. Damit wollen Betriebe sich bestätigen lassen, dass ihre organisatorischen Abläufe und der Umgang mit den Kunden optimal, sozusagen „wie geschmiert“ verlaufen. Angefordert hatte diese Zertifizierung noch der frühere Oberstaatsanwalt Cuno Tarfusser, der mittlerweile „höhere Weihen“ erlangt hat. Nun ist es durchaus zu begrüßen, wenn sich auch die Gerichtsbarkeit als Dienstleister am Bürger versteht und ihren Auftrag darin sieht, für Rechtssicherheit zu sorgen und damit ihren Beitrag zum Wohlergehen der Gemeinschaft und zur Berechenbarkeit im Wirtschaftsleben zu leisten.

Allerdings kamen mir Zweifel, ob der Staatsanwalt dabei auch den Auftrag erteilte, nach undichten Stellen in seinem eigenen Apparat zu suchen. Solche muss es nämlich geben, denn sonst ließe sich nicht erklären, wenn es laufend vorkommt, dass über behördeninterne „Maulwürfe“ vertrauliche oder jedenfalls der Geheimhaltung unterworfene Details nach außen dringen. Und aus den Medien können dann Betroffene noch vor einer offiziellen Mitteilung erfahren, dass gegen sie ermittelt wird oder was in einem in den Akten der Staatsanwaltschaft vorhandenen Dokument zu lesen stünde. Opfer einer solchen medialen Vorverurteilung wurde auch der Malser Bürgermeister Ulrich Veith. Wie auch immer das gegen ihn eingeleitete Strafverfahren letztendlich ausgehen mag, der Imageschaden ist enorm, denn bekanntlich „bleibt immer etwas hängen“! Dies ist umso verwerflicher, wenn

man weiß, dass der Versuch eines persönlichen und politischen Rufmordes ausgelöst wurde durch eine anonyme Anzeige, welche wohl auf eine unheilige Allianz zwischen „Feinden, Todfeinden und Parteifreunden“ zurückzuführen ist. Dabei befindet sich der Malser Bürgermeister in bester Gesellschaft: Auch der jetzige Ministerpräsident Matteo Renzi hat im Jahre 2003 vor seiner Wahl zum Bürgermeister von Florenz mit seiner Mutter einen ähnlichen Arbeitsvertrag abgeschlossen wie Ulrich Veith mit seinem Bruder Gerd. Bis zur Stunde ist nicht bekannt, dass Renzi strafrechtlich verfolgt worden wäre. Im Gegenteil, er machte seither eine steile politische Karriere. Als teilweise Wiedergutmachung für das erlittene Ungemach wollen wir das auch dem Malser Bürgermeister wünschen! Peter Tappeiner, Rechtsanwalt

pr-info - der Kreis - Theater im Vinschgau

der Kreis

Wiedersehen mit Don Quijote

Nach dem Bühnenerfolg 2013, 2014 die Wiederaufnahme des Stückes!

nach Miguel de Cervantes Bearbeitung & Regie Christoph Brück

23.-26.05.2014

KULTURHAUS KARL SCHÖNHERR, SCHLANDERS

Vier Aufführungen an vier Abenden sind angesagt. Eifrig wird bereits an Mimik und Gestik geschliffen, der Text geprobt: Denn es gibt ein Wiedersehen mit Don Quijote im Schönherrsaal in Schlanders. Wie mit dem spanischen Klassiker umzugehen ist, zeigt Regisseur Christoph Brück zum zweiten Mal: Eine leicht veränderte Inszenierung wird vom 23. bis am 26. Mai auf die Bühne gehoben. „Wenn die Welt glaubt, wir sind verrückt Sancho, dann denk dran: Es waren Verrückte, die die Welt verändert haben“: Der „Don Quijote“, der mit seinem Pferd Rosinante und dem treuen Begleiter Sancho die Runden dreht, wird im Kampf gegen allerlei Gegner und Gefahren reanimiert. Das Publikum wird’s dem Bezirkstheater Vinschgau danken, denn die Sitzplätze reichten vor einem Jahr bei weitem nicht aus, um der großen Nachfrage nachzukommen. Das ambitiöse Unterfangen wurde zum Riesenerfolg: Das Bezirkstheater Vinschgau durfte sich in großem Beifall baden. Ganz nebenbei bemerkt: Das Bezirkstheater Vinschgau hat nun seinen Namen und Platz gefunden: Es heißt „Der Kreis“ – Theater im Vinschgau, ist eine freie Bühne und will alle ein bis zwei Jahre in den Sommermonaten ein Theaterstück einstudieren. (ap) Foto: „Wind“-Archiv

Theater im Vinschgau

Der Kreis – Theater im Vinschau: „Don Quijote“ am 23., 24., 25. und 26. Mai. Alle weiteren Infos: s. Theaterwind und Insertion (s.links)


15.05.14

Vinschgerwind 10-14

/Menschen/ 17

Ernst Theodor Amadeus Schweizer

Operndirigent in Venedig und Hotelier in Santa Maria Das Münstertal ist das vergessene Seitental des Vinschgaus. Das Tal mit seinen 1.500 Einwohnern gehört zur Schweiz, es wird Rätoromanisch gesprochen und neben der katholischen Kirche gibt es auch die evangelische. Viele Vinschger fahren nur zum Einkaufen nach Müstair hinter die Grenze, die Dörfer Santa Maria, Valchava, Fuldera, Lü und Tschierv bleiben vielen unbekannt und fremd. Dabei gibt es dort wertvolle Schätze, historische Gebäude, vielfältige Wandermöglichkeiten und interessante Persönlichkeiten. v.l.: Ramun Schweizer, Johannes FragnerUnterpertinger, Sibille Tschenett und E.T.A. Schweizer

von Heinrich Zoderer

Foto: Heinrich Zoderer

I

n Santa Maria bin ich zufällig auf E.T.A. Schweizer und sein Ritterhaus, die Chasa de Capol gestoßen. Beide können interessante Geschichten erzählen, die wie ein Märchen klingen. E. T. A. Schweizer stammt aus Basel und hat in seiner Jugend mit den Eltern den Urlaub im Münstertal verbracht. Er ist ein Weltbürger und Musiker von Beruf. Irgendwie passt er gar nicht in dieses abgeschiedene Tal und doch hat er sich in diesen Ort und besonders in das Ritterhaus verliebt, wenn er auch seine Kämpfe mit dem Tal führt. Wahrscheinlich besteht auch heute noch eine bestimmte Distanz zwischen dem Musiker und Hotelier und den Talbewohnern. Das Ritterhaus ist ein alter Ansitz der Grafen de Capol, die von Venedig abstammten und im Tal als Regierungsstatthalter tätig waren. Augustinermönche betrieben im Haus zeitweise ein Hospiz. So haben früher Ritter, Säumer und Mönche, Künstler und Gaukler Einkehr gehalten. Oswald von Wolkenstein und Kaiser Maximilian übernachteten im Haus. 1838 starb der letzte Graf de Capol ohne Nachkommen. Der Ansitz stand über 100 Jahre leer. 1955 kaufte E. T. A. Schweizer das Haus. Ein befreundeter Journalist, der in Bonn arbeitete, gab die Anregung, aus dem Ansitz ein Hotel zu machen und vermittelte noble Gäste aus Bonn, damals die Hauptstadt der Bundesrepublik. Schweizer wollte das zuerst nicht, das Haus war nicht für Gäste eingerichtet. Es gab kein fließendes Wasser und nur ein Plumsklo. Der erste Gast war Eugen Gerstenmaier, damals deutscher Bundestagspräsident. Diesem gefiel das Haus und die

bescheidene Wohnweise und er holte die politische Führungselite der Bundesrepublik zu einem Arbeitstreffen nach Santa Maria: Bundespräsident Theodor Heuss, Bundeskanzler Konrad Adenauer und Außenminister Heinrich von Brentano. Das deutsche Fernsehen berichtete über diesen Aufenthalt. Später kamen Persönlichkeiten wie Charles Chaplin, Herbert von Karajan, Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt und viele andere. E.T.A. Schweizer studierte am Mozarteum in Salzburg und war viele Jahre Dirigent im Opernhaus La Fenice in Venedig. Er hatte Engagements an der Camerata Salzburg und auch einen Lehrauftrag am Konservatorium in Bozen und pendelte jahrelang zwischen Venedig und dem Münstertal. Er baute den Ansitz mit großem Respekt vor den 800 Jahre alten Mauern zu einem Hotel um. Heute ist es ein gut funktionierendes Haus mit vielen Besonderheiten. Das Hotel ist vom Keller bis zum obersten Stock ein Museum mit interessanten Gegenständen, alle gesammelt und behutsam in den Raum gestellt. Es gibt offene Feuerstellen, eine alte verrußte Küche mit einem Gewölbe. Der Weg zu den

Toiletten im Keller führt vorbei an Kutschen und Oldtimern. Im Rittersaal wird gespeist, es gibt einen alten Weinkeller, wohnliche Stuben, komfortable Gästezimmer und auf dem Dachboden ein Musiktheater mit einem Steinway Flügel. Die Spuren Venedigs und die Liebe zur Musik sind nicht nur in der Marco Polo Bar sichtbar, überall gibt es venezianische Masken und eine Reihe von Tasteninstrumente. Jeder Raum hat seinen eigenen Charakter und seine eigene Ästhetik. E. T. A. Schweizer ist heute über 80 Jahre alt und bereits 1997 hat er das Hotel seinem Sohn Ramun übergeben. Dieser kocht auf einem Holzofen und verwendet Kupferpfannen, wie vor Jahrhunderten. Seine traditionelle Küche ist eine Besonderheit des Hauses. Am 22. März gab es im Ritterhaus eine Lesung im Rahmen der Kulturveranstaltung „Literatur an der Grenze“, initiiert und organisiert von Johannes Fragner-Unterpertinger und Sibille Tschenett. 20 Personen saßen vor dem offenen Kaminfeuer im Ritterhaus „Chasa de Capol“, als Schweizer seine Novelle „Ein uraltes Holzfass, belauscht von E.T.A. Schweizer“ vorlas. Die

Geschichte erzählt von Karl dem Großen, der mit seinen Begleitern nach Italien zieht und in Bozen im Kloster Muri Gries Halt macht. Die Aufregung ist groß, denn es muss alles unternommen werden, damit die Gäste genügend Wein bekommen. Ein Klosterbruder wird in ein Weinfass gesperrt, aber am Ende geht alles gut aus und Karl zieht nach Rom, wo er vom Papst zum Kaiser gekrönt wird. E.T.A. Schweizer kennt den Vinschgau und die Regionalgeschichte bestens. Mit seinen Gästen besucht er oft den Vinschgau und speist gerne in Gaststätten mit einer bodenständigen, einfachen Küche. Nach der Lesung sitzen wir noch lange bei einem Veneziano in der Bar Marco Polo. E.T.A. Schweizer erklärt mir seine Interpretation der Calvenschlacht. Ausführlich erzählt er, wie er zum Hotelier wurde und wie die ersten Gäste kamen. Nach Mitternacht fahre ich los. Früher war um diese Zeit die Grenze bereits geschlossen, jetzt kann ich darüber fahren, ohne kontrolliert zu werden. Das Münstertal ist der Schweizer Teil des Vinschgaus, sagt E.T.A. Schweizer, „die Grenze“ sollen wir einfach übersehen.


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2 Millionen Fahrgäste

Architekturgespräch in Burgeis

Die 11 Dieselloks der Vinschgerbahn haben zu den Hauptverkehrszeiten ihre Kapazitätsgrenze erreicht. Deshalb, so LR Mussner, müsse die Elektrifizierung angegangen werden.

Die Architekturstiftung Südtirol organisiert am Samstag, den 24. Mai 2014 in Burgeis im Hotel Weisses Kreuz/Ansitz Löwen ein Architekturgespräch zum Thema: Architektur für den Tourismus - Weiterbauen im Bestand und hofft, dass viele Hoteliers, Verwalter und interessierte Bürger zur Veranstaltung kommen. Der Gesprächsrunde geht eine Besichtigung des Hotels voraus. Termin: 24. Mai 2014; Besichtigung 14.30, Gesprächsrunde 15.30, Voraussichtliches Ende: 17.30 Uhr

Lichtenberg

Einbruchdiebstahl

I

n der Nacht vom 3. auf den 4. Mai wurde in Lichtenberg in die Häuser von drei Familien eingebrochen. Der Sachschaden ist erheblich. Von den seelischen Folgen für die Betroffenen ganz zu schweigen. Diese Straftaten zeigen, dass nichts und niemand sicher ist. Es kann jedem passieren – jederzeit! Es gilt daher, ein wachsames Auge für Unregelmäßigkeiten auch in den Häusern der eigenen Nachbarn zu haben und dies zu melden. Dasselbe gilt für auffällige Personen und Fahrzeuge. Dies ist für die Sicherheit in un-

Ausbildung geschafft Kortsch. An der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung in Kortsch wurden jüngst 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diplomiert. 15 von ihnen haben den Grundlehrgang „Urlaub auf dem Bauernhof“ absolviert, 10 hingegen das Grundseminar für Hauswirtschaft. Feierlich wurden die Teilnehmer verabschiedet: mit Gratulationen, Lobesworten und nicht zuletzt einem genussvollen Abendessen. von Angelika Ploner

14 Frauen und 1 Mann haben den Grundlehrgang „Urlaub auf dem Bauernhof“ abgeschlossen und sich nötiges Basiswissen etwa im Umgang mit dem Gast oder der Verabreichung von Speisen und Getränken, sowie rechtliche und steuerliche Grundlagen angeeignet.

Foto:Don Mario Pinggera

84 seren Dörfern für die Zukunft unerlässlich. Lieber einmal zu viel die Carabinieri verständigen, als einmal zu wenig. Die drei Familien wünschen eine umfassende Aufklärung dieser Verbrechen. Sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung der Täter oder des Täters führen, werden gegen angemessene Belohnung von den Carabinieri in Prad oder jeder anderen Dienststelle entgegengenommen. (dmp)

Stunden umfasste der Grundlehrgang „Urlaub auf dem Bauernhof“ insgesamt. Der Lehrgang zählt zu den beruflichen Ausbildungen, die mit Landesgesetz für die Ausübung der Tätigkeit erforderlich sind. Der Abschluss berechtigt die Teilnehmer zudem, die für diesen Bereich vorgesehenen Fördermittel in Anspruch zu nehmen.

25

180 10 Frauen absolvierten das Grundseminar für Hauswirtschaft und erhielten das Diplom für einen erfolgreichen Abschluss desselben.

74

Stunden umfasste das Grundseminar für Hauswirtschaft, das von Fachlehrerinnen und -lehrern der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung in Kortsch begleitet wurde. Von September 2013 bis Mai 2014 drückten die zehn Teilnehmerinnen die Schulbank.

Am 28. April fand der feierliche Abschluss samt Diplomfeier für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beider Aus- und Weiterbildungsangebote an der Fachschule in Kortsch statt: für jene des Grundseminars und auch jene des Grundlehrgangs „Urlaub auf dem Bauernhof“. Mit einem gemütlichen Abendessen fanden Feier und Ausbildung einen genussvollen Ausklang.

der insgesamt 180 Stunden des Grundseminars für Hauswirtschaft widmeten sich dem Thema Ernährung, 70 der Hauswirtschaft, 24 Weiterbildungsstunden gehörten der Textilverarbeitung und 12 der Textilpflege. Wie gestalte und dekoriere ich das Zuhause kreativ? Wie wird schmackhaftes Essen zubereitet? Was hält die Wäsche in Form? Wie pflege ich Zimmerpflanzen richtig oder wie kann ich den Haushalt durch fachgerechte Arbeitsmethoden besser bewältigen? Um diese Fragen kreisten die verschiedenen Inhalte und rüsteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit praxisbezogenen Antworten für die Zukunft.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind nun diplomierte Hauswirtschafterinnen oder ausgebildete Einsteiger für das Angebot „Urlaub auf dem Bauernhof“. Letzteren haben besucht: Andrea Abart Winkler, Taisiya Alber Shkovorodyuk, Tania Erhard, Ingeborg Hofer, Brigitte Ladurner Stieger, Jessica Parschalk, Maria Pföstl, Julia Rinner, Petra Scholz, Evi Schöpf Köck, Dorothea Stecher, Georg Theiner, Sonja Wallnöfer und Ulrike Zischg Theis. Das Hauswirtschaftsseminar hingegen absolvierten: Karmen Alber, Katja Eisath, Nadine Etzthaler, Silvia Fleischmann, Barbara Gstrein, Kathrin Paulmichl, Evi Sapelza, Kathrin Schwembacher, Manuela Steck und Simone Stocker.

Foto: „Wind“-Archiv

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Val Müstair/Taufers/Glurns

Grenzübergreifender Kanalanschluss

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wohnerwerte) ausgelegt. Mit dem nun erfolgten Anschluss ist die Gemeinde Val Müstair (1.545 Einwohner) dazugekommen, deren Anschlusswert bei 4.000 EW (Einwohnerwerten) liegt. Die Einwohnerwerte berücksichtigen dabei neben der Kläranlage in Glurns

Foto: „Wind“-Archiv

rstmals wurde in Südtirol eine Gemeinde außerhalb der Landesgrenzen an das eigene Kanalisationsnetz angeschlossen: Umweltlandesrat Richard Theiner hat am 29. April 2014 den Kanalanschluss der eidgenössischen Gemeinde Val Müstair an die Kläranlage Obervinschgau in Glurns offiziell in Betrieb genommen. Die Kläranlage Obervinschgau in Glurns reinigt nun auch die Abwässer der Bündner Gemeinde Val Müstair. ZoomansichtDie Kläranlage Obervinschgau in Glurns reinigt nun auch die Abwässer der Bündner Gemeinde Val Müstair. „Südtirol hat in den vergangenen 25 Jahren viel in seine Kläranlagen und in sein Kanalisationsnetz investiert: Über 922 Millionen Euro sind seit 1989 seitens des Landes in diesen Bereich geflossen“, wies Umweltlandesrat Richard Theiner bei der Inbetriebnahmefeier auf den hohen Standard Südtirols in der Abwasserreinigung hin. Dadurch sei es auch möglich, einen effizienten Schutz des Oberflächen- und Grundwassers im Land zu gewährleisten. Bei dem Projekt im Obervinschgau handelt es sich um kein „übliches“ Projekt im Bereich Gewässerschutz, sondern erstmals wurde eine grenzüberschreitende Lösung umgesetzt. „Der Anschluss der Gemeinde Val Müstair an die Kläranlage Obervinschgau hat Beispielwirkung“, betont Landesrat Theiner. „Dadurch können Investitions- und Betriebskosten gespart und gleichzeitig die Umwelt geschont werden.“ Die Kläranlage Obervinschgau in Glurns ist für die Abwasserreinigung der Gemeinden Graun, Mals, Schluderns, Glurns und Taufers im Münstertal (10.700 Einwohner) verantwortlich und auf 30.000 EW (Ein-

ansässigen Bevölkerung auch die Touristen, industrielle Abwässer sowie andere Benutzer (wie Kasernen, Krankenhäuser, Pendler). Konkret verläuft die neue Hauptkanalisation Val Müstair von der Kläranlage Sot Rivas in Val Müstair über die Grenze bis zum Anschluss bei Taufers im Münstertal. Sie erstreckt sich über eine Länge von 673 Metern, davon 350 Meter auf Südtiroler Seite, und wurde zur Gänze von der Gemeinde Val Müstair realisiert. Auf dem Areal der alten Kläranlage auf Schweizer Seite erfolgt die Messung der Abwassermengen und - falls nötig - deren Begrenzung durch einen Durchflussregler, wobei eventuell höhere Mengen als die maximal zulässige Abwassermenge von 36 Litern pro Sekunde aus der Schweiz in einem Regenrückhaltebecken zurückgehalten werden. Wie der Präsident der Bezirksgemeinschaft Vinschgau, Andreas Tappeiner, betonte, seien für die Bezirksgemeinschaft keine zusätzlichen Investitionen notwendig gewesen. Auch er lobte die gute grenzübergreifende Zusammenarbeit. Von Schweizer Seite waren unter anderen der Gemeindepräsident der Gemeinde Val Müstair, Arno Lamprecht, sowie Enrico Bott, zuständig für die Abwasserentsorgung im Gemeindevorstand Val Müstair, anwesend.

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Mals/Stuttgart/Vinschgau

In Erinnerung an Gabriel Grüner

Die Geschwister Grüner mit den Preisträgern des Gabriel-GrünerStipendiums v.l.: Wolfgang Grüner, Luca Zanetti, Karen Naundorf, Ute und Peter Grüner bien begleiten. Dort wollen diese Freiwilligen Bauern dabei helfen, auf ihre Felder, von denen sie vertrieben worden sind, zurückzukehren. Dass die Stipendien-Vergabe, heuer im Gasthof Greif in Mals, seit fünf Jahren in Mals vorgenommen wird, ist dem Bildungsausschuss mit Präsidentin und VizeBM Sibille Tschenett und Ludwig Fabi vom Beziksservice zu verdanken, die die Verga-

be in Zusammenarbeit mit der Agentur Zeitenspiegel um SternFotograf und Gabriel-Freund Uli Reinhardt, mit der Gemeinde Mals und mit den Geschwistern Grüner ermöglichten. Eine lange Odysee sei dies gewesen, sagte Uli Reinhardt. Einen auch sehr emotionalen Rückblick auf die Arbeit, auf die Freundschaft, auf das Engagement von Gabriel Grüner wagte der ehemalige Auslandsressort-

Chef des Stern Albert Welti. Das Gabriel-Grüner-Stipendium wird ab heuer ausgedehnt und auch in Südtirol - vorerst im Vinschgau - verankert, und zwar gibt es erstmals einen Schülerwettbewerb, der im Zeichen des sozialen Einsatzes von Gabriel Grüner stehen soll. Den Input dazu hat Uli Reinhardt gegeben. Betreut wird der Wettbewerb von der Agentur Zeitenspiegel und vom Wochenmagazin ff. Die Oberschulen in Mals und in Schlanders, bei denen die Idee sofort auf fruchtbaren Boden gefallen ist, haben bereits sechs Schülerpaare (Autor und Fotograf aus den 4. Klassen) namhaft gemacht. Bereits im Mai 2014 gibt es eine erste Information für die Schüler, im Herbst folgt ein Workshop und noch heuer sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Jury, die die Arbeiten bewertet, ist dieselbe, die das GabrielGrüner-Stipendium vergibt. (eb)

Theaterverein Schlanders

Bühne frei für „Olga, Irina und ich“ vorne v.l.: Antonia Tappeiner, Susanne Resch-Vilardo, Maria Relindis Sandbichler; hinten v.l.: Veronika Fliri und Günther Vanzo Foto: „Wind“-Archiv

as Gabriel-Grüner-Stipendium, ausgelobt - in Gedenken an den aus Mals stammenden Stern-Journalisten Gabriel Grüner - für mutige engagierte Journalistenprojekte, ist kürzlich offiziell an Karen Naundorfer und Luca Zanetti vergeben worden. Zum 5. Mal konnte die Übergabe in Mals erfolgen. Das Gabriel-Grüner-Stipendium ist 1999 ins Leben gerufen worden, kurz nachdem Gabriel Grüner und Volker Kramer im Kosovo ermordet worden sind. Sie waren für den „Stern“ dort unterwegs, eigentlich war Gabriel im Namen der Wahrheit, der Gerechtigkeit unterwegs. Gabriels Bruder Peter Grüner übergab das Stipendium an die jungen Journalisten und erinnerte an das Engagement und auch an die Selbstzweifel von Gabriel. Naundorfer und Zanetti wollen Leute einer freiwilligen Hilfsorganisation nach Kolum-

Foto: Erwin Bernhart

D

Ein besonderes Frühlingsstückerl führt heuer die „Schräge Bühne“ des Theatervereins Schlanders auf. Unter der Regie der RegieNeueinsteigerin Fliri Veronika wird das Schauspiel in zwei Akten „Olga, Irina und ich“ von Ralf Langbacka aufgeführt. Seit nunmehr fast drei Monaten laufen die Vorbereitungen zu diesem Bühnenstück. Die vier Akteure und ihre Regisseurin haben sich mit viel Einfühlungsvermögen, Geduld und guten Ideen an die Probenarbeiten gewagt und freuen sich zusammen mit ihrem Verein auf die Aufführungen von 16. bis 18. Mai 2014 in der Aula der HOB Schlanders (Plawennplatz).


Bildungsausschuss Mals

Kastelbell/ Tschars

TarscH

LatscH

Martell

Goldrain

Schlanders

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Kortsch

Laas

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Stilfs

Prad

Schluderns

Glurns

Mals

Bildungsausschüsse Vinschgau

Graun

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Bildungsausschuss Latsch

KULTURTAGE 2014 humorvoll, lehrreich, musikalisch, provokant

Fr., 16.05.2014, 19:30 Uhr Thema: Autorenlesung und Musik; bass & texte Autor: Günther Pitscheider und Albin Thöni, Langtaufers Ort: Mals, Strooßnkuch Information: Keine Anmeldung notwendig, kein Eintritt - freiwillige Spende Getränke und Essen kostenpflichtig

Bildungsausschuss Graun

Konzert und CD-Vorstellung der Obervinschger Böhmischen mit Gastdirigent Freek Mestrini (langjähriger Flügelhornist bei den Original Egerländer Musikanten)

Termin: Sa., 24. Mai 2014 – 20.00 Ort: Vereinshaus Reschen Mitwirkende: Kirchenchor

Uhr

Langtaufers

Auf der Steirischen: Steffi Dietl aus Taufers i.M.; Carolin Heinisch aus Matsch

Donnerstag, 15. Mai, 20.00 Uhr, Bibliothek Latsch Sabine Gruber liest aus dem Roman „Stillbach oder Die Sehnsucht“ und aus dem Gedichtband „Zu Ende gebaut ist nie“. Die gefeierte Erzählerin ist 1963 in Meran geboren und lebt als freie Schriftstellerin in Wien. In ihrem Roman beschäftigt sie sich mit den Spannungen dreier Südtiroler Frauen in italienischen Lebenswelten und in „virtuos durchdringenden Zeitebenen“, wie ein Rezensent geschrieben hat. Ihre Arbeiten als Lyrikerin bezeichnete sie kürzlich als „ein probates Mittel gegen die Weitschweifigkeit“. Freitag, 16. Mai, 20.00 Uhr, Bichlkirche

Opas Diandl in Concert Die zierliche Geigerin Veronika Egger (Stimme, Geige, Viola da Gamba) und die bärtigen Männer Markus Prieth (Stimme, Raffele, Banjo), Daniel Faranna (Stimme, Kontrabass), Thomas Lamprecht (Stimme, Gitarre), Jan Langer (Perkussion) präsentieren bei den Kulturtagen nach „Bachblüten und Pestizide“ und „Schubplaadln“ ihre mittlerweile dritte CD, deren Titel auch den Musikern noch nicht bekannt ist. Auf alle Fälle wird gejodelt, drei- und vierstimmig gesungen, gerockt, was die Saiten und Felle hergeben, oder auch mal gestampft und geklatscht. Samstag, 17. Mai, 20.00 Uhr, CulturForum

Vor 100 Jahren – Wahnsinn Krieg

Bildungsausschuss Schlanders

Im Vinschgau begann der Weltkrieg mit einem Lawinenunglück und 14 toten Soldaten in Trafoi. Ein Jahr später werden Standschützen-Major Zeno Tanzer und seine Männer in den grausamen Gebirgskrieg verwickelt. Manfred Haringer, ein Experte des 1. Weltkrieges, wird mit einmaligem Bildmaterial über den „Untereisangriff“ auf die 3.431 m „Hohe Schneid“ berichten. Es gibt dazu eine kleine Ausstellung im Foyer. Mittwoch/Donnerstag, 28./29. Mai, 18.30 bis 20.30 Uhr

LITERATURRUNDE am Montag, 26. Mai um 19:30 Uhr in der Bibliothek Schlandersburg Folgende Romane werden besprochen: • „Die Fünf – Die letzten Tage von Odessa“ Vladimir Jabotinsky • „Wir sind doch Schwestern“ Anne Gesthuysen • „Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer“ Alex Capus

Bezirksservice Vinschgau/Ludwig Fabi

Zu Besuch beim Weltmarktführer Karl Pedross AG Warum ist die Karl Pedross AG Weltmarktführer? Wie wird gearbeitet? Viele Fragen, die sich viele Latscher stellen und die durch das Entgegenkommen von Martin Pedross endlich an Ort und Stelle beantwortet werden können. Um an einer der Werkführungen am Mittwoch, 28. und Donnerstag, 29. Mai teilzunehmen, ist es erforderlich, sich zwischen 5. und 20. Mai beim Bildungsausschuss, Hannes Gamper, unter der Tel: 0473 623288 (Geschäftszeiten) zu melden. Die Anzahl der Personen pro Gruppe ist beschränkt.

Bahnhof Spondinig 1 39026 Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 Fax +39 0473 618116 bezirksservice.vinschgau@gwr.it www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf


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Schluderns

Im Vintschger Museum weht neuer Wind ie Führung im Vintschger Museum in Schluderns hat gewechselt. Bei der diesjährigen Vollversammlung im April übergab der langjährige Präsident des Museum-Vereins, Kristian Klotz, das Ruder per Akklamation an Michael Böttner. Dieser hat als Mitglied im Führungsverein die Dorf- und Ganglegg-Führungen angekurbelt. Böttner arbeitet wie Klotz ehrenamtlich als Präsident. Klotz bleibt weiterhin im Vorstand, dem auch noch Karin Klotz, Helene Dietl Laganda, Karin Bonetta Rainalter, Arthur Pfeifer und Elfriede Mulser angehören. Erste offizielle Amtshandlung des frischgebackenen Präsidenten war die Eröffnung der Sonderausstellung „Die Mineralien aus dem Vinschgau und Südtirol“ am 3. Mai. Der Club der Mineralien- Freunde aus Meran und Vinschgau hatte eine Auswahl an besonderen Fundstücken zusammengestellt. Im Fo-

Schulen ansprechen, zum Beispiel mit einer Sonderführung für Lehrerinnen und Lehrer. Das Vintschger Museum mit der Ausgrabungsstätte Ganglegg und den Wa a lweg - Wa n d e rungen ist ein attraktives Ziel für Maiausflüge. Gerne werden auch Führungen anMichael Böttner ist neuer Präsident im Vintschger Museum in Schluderns geboten. Ein Hindernis bei der Arbeit für yer des Museums sind sie nun zu Er lotet die Situation aus und das Vintschger Musebetrachten. Interessant zu sehen macht sich derzeit Gedanken um sind die immer knapper wersind nach wie vor die Daueraus- über neue Aktivitäten. Böttner denden Geldmittel. (mds) stellungen „Archaischer Vinsch- hat festgestellt, dass viele SchluInfos: Öffnungszeiten (März gau“ mit prähistorischen Funden dernserinnen und Schludernser bis 31. Oktober) täglich außer vom Ganglegg, „WassrWossr“ ihr Museum noch nie besucht haMontag von 10.00 -12.00 Uhr und mit Einblicken in das uralte gut ben. Und er bemüht sich, das zu von 15.00 – 18.00 Uhr. Gruppen ausgeklügelte Waal-System und ändern. Das Zusammenspiel mit können nach Anmeldung auch „Schwabenkinder“ mit dem den Tourismusorganisationen außerhalb der Öffnungszeiten Kurzfilm „Arbeit in der Fremde“. funktioniert. Vorwiegend Gäste geführt werden. Böttner möchte mehr Besucher aus Deutschland besuchen das Telefon: 0473 615 590 ins Vintschger Museum locken. Museum. Gezielt will Böttner die

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

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pr-info Laaser Frühling

Frühlingserwachen in Laas Der „Laaser Frühling“ - heuer vom 10. bis zum 25. Mai - wird bunt. Am kommenden Samstag, 17. Mai (von 9 - 13 Uhr) eröffnen nämlich die Kinder den Laaser Frühling und verwandeln unter dem Motto „Straßenfrühling“ die Dorfstraße in eine Blumenwiese. Jedes Kind darf seine eigene Blumenwiese auf die Straße malen und wird dafür mit einer Kugel Eis im Cafè Greta belohnt. Die Erwachsenen sind eingeladen quer durchs Dorf zu flanieren und zu entdecken, was es in den Laaser Geschäften Neues gibt oder Spezialitäten zu verkosten. Schokoladen und Pralinen etwa, denn Venustis lädt am 22. Mai im Geschäft „Creativ“ um 12 Uhr zur GratisVerkostung. Aber auch die Laaser Gastwirte blühen auf und verwöhnen mit selbst kreierten BlütenFrühlingssäften und Cocktails. Das Wohlbefinden im Frühling liegt der Apotheke Gadria - naturgemäß - und dem Schuhgeschäft Spechtenhauser am Herzen: Am 14. Mai wird in der Apotheke eine kostenlose Haar- und Kopfhautberatung, am 23. Mai bei Schuhe Spechtenhauser ein kostenloser Fußcheck angeboten (Anmeldungen bei beiden Angeboten erbeten). Zwei Frühlingswanderungen - über den Laaser Herrensteig am 15. Mai und von Laas über den Pflanzengarten nach Eyrs am 22. Mai - stehen des Weiteren auf dem Programm (Treffpunkt jeweils 14 Uhr Raikaplatz). (ap)


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Latsch/Vinschgau

Foto: Sarah Mitterer

Musikalische Begegnung zweier Länder am Staatsfeiertag ein Konzert, bei dem die Zuhörer eine musikalische Verschmelzung zweier Kulturen zu hören bekamen. Die ersten Töne gehörten der Jugendkapelle Vinschgau, es folgten Auftritte der jungen Gemeinsamer Auftritt der Vinschger und Philharmoniker aus deutschen Jungmusiker Calw, einer Volksmusik- sowie Klariusik ist eines der besten nettengruppe der Musikschule Mittel, um Menschen aus Latsch, eines Naturnser Percusverschiedenen Ländern zu versionstrios sowie des Jugendoreinen. So geschehen bei einem chesters aus Calw. Begegnungskonzert von NachDen Abschluss bildete ein wuchsmusikern der Musikgemeinsamer Auftritt sämtschule des Unteren Vinschgaus licher Blas- und Streichmusi(Naturns, Schnals, Latsch und ker, die sich mit den Klängen zu Schlanders) und Schülern der „Pomp und Circumstance“ von Musikschule Calw, welche eine Edward Elgar von den Zuhörern lange musikalische Freundverabschiedeten und mit großschaft verbindet. Die musikbeem Applaus belohnt wurden. geisterten Jugendlichen gaben (sam)

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Vinschgau/Stilfserjoch/Martell

Königsetappe des Giro bis Martell

oben: OK-Päsident Matthias Tschenett, LH Arno Kompatscher, BM Georg Altstätter; BM Dieter Pinggera

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or einer Woche wurde im Hotel Laurin in Bozen die Pressekonferenz zur 16. Etappe des Giro d’Italia 2014 abgehalten. Am Dienstag, 27. Mai führt die rosa Karawane nach Südtirol. Die Strecke von 139 km führt von Ponte di Legno über den Gaviapass, das Stilfserjoch (Cima Coppi des Giro 2014) und somit nach Südtirol, bevor sie mit dem finalen Anstieg ins Martelltal auf 2059 m endet. Matthias Tschenett, Präsident des Organisationskomitees und Vinschgau Marketing: „Letztes Jahr war die Situation wenig ermutigend: Schnee, Streckenänderung, Etappenabsage. Als OKTeam haben wir unseren Blick gleich nach vorne gerichtet und

der große Erfolg beim Start in Schlanders hat uns wieder Hoffnung gemacht. Wir haben danach alle unsere Energie eingesetzt, die abgesagte Etappe nach Martell nachholen zu können.“ Kurt Sagmeister, Direktor von Vinschgau Marketing hat das Bild gezeigt, das die Übertragungen der RAI im letzten Jahr in Martell im dichten Schneetreiben zeigt: „Der Giro ist ein Schaukasten, der unsere Region und Urlaubsdestination der ganzen Welt präsentiert. Die Zahlen des letzten Jahres sprechen klare Worte: 1132 Journalisten, 215 italienische Medien und 78 ausländische, 463 Fotografen, 30 Fernsehkanäle haben die Bilder in 166 Länder hinausgetragen.“

Der Landeshauptmann Arno Kompatscher hat die Wichtigkeit unterstrichen, die eine Etappe des Giros im Südtirol für das Bild von Südtirol hat: „Ich möchte dem OK-Team meine Komplimente ausdrücken. Wir sind stolz, eine wichtige Etappe des Giros beherbergen zu dürfen, die neben dem Martelltal auch noch das Stilfserjoch als höchsten Punkt der ganzen Rundfahrt hat. Die Etappe ist sicher eine sportliche Herausforderung, aber auch eine organisatorische und logistische. Und wir sind bereit diese anzunehmen. Der wirtschaftliche Wert aus marketingtechnischer Sicht beim Giro d’Italia steht außer Diskussion und wir als Land Südtirol un-

terstützen dieses Unternehmen in finanzieller Hinsicht und mit logistischer, in dem wir den kostenlosen Shuttledienst ins Martelltal zur Verfügung stellen. Wir hoffen, dass es dieses Jahr das Wetter gut ist und wir dieses Großevent in sportlicher und organisatorischer Hinsicht gut meistern. In die Kerbe des Landeshauptmanns hat auch der Bürgermeister der Gemeinde Martell, Georg Altstätter geschlagen: „Wir sind froh, den Giro mit einer Königsetappe wieder ins Martelltal geholt zu haben. Dieter Pinggera, Bürgermeister des Vinschger Hauptorts Schlanders blieb auf der Linie seines Amtskollegen: „Wir pflegen eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen den Vinschger Gemeinden. 2013 haben wir viel gelernt und dieses Jahr sind wir glücklich, Schauplatz des „Open Village“ der 16. Etappe zu sein, mit Riesenleinwand und Werbeständen. Wir wünschen uns, in Zukunft weitere solche Events beherbergen zu dürfen.“ Den formellen Part der Pressekonferenz hat Michael Grasser, Marketingleiter des lokalen Hauptsponsors Vi.P – Vinschger Obst-und Gemüse abgeschlossen. www.giroditalia-vinschgau.net

pr-info Südtiroler Bauernbund

Wie aus Früchten edle Brände werden, erfahren Konsumenten beim 2. Bauernhof-Sonntag am 25. Mai auf dem Ausserloretzhof in Laas. Neben der Familie Tappeiner öffnen noch weitere sechs Bauernfamilien in ganz Südtirol die Tore ihrer Höfe. Zum zweiten Mal organisieren der Südtiroler Bauernbund und die bäuerlichen Organisationen den Bauernhof-Sonntag, der heuer im Zeichen des UNOJahres der bäuerlichen Familienbetriebe steht. „Bei diesem Tag der offenen Tür können die Konsumenten die Arbeit am Bauernhof hautnah erleben

und sehen, wo und wie beste heimische Lebensmittel hergestellt werden. Wir wollen aber auch zeigen, wie nachhaltig wir wirtschaften und was wir im Umwelt-, Natur- und Tierschutz leisten“, erklärt BauernbundObmann Leo Tiefenthaler. Als Fest für die ganze Familie soll der Bauernhof-Sonntag die Landwirtschaft den Konsumenten also ein Stück näherbringen. Dafür öffnen am 25. Mai sieben bäuerliche Familien im ganzen Land ihre Stall- und Kellertüren, so wie Günther und Christine Tappeiner vom Ausserloretzhof in Laas. Mit über 30

Foto: Angelika Ploner

Bauern laden auf ihre Höfe

Sorten von Edelbränden haben sie sich weit über die Grenzen des Vinschgaus hinaus einen Namen gemacht. Einige der Edelbrände sind mehrfach auf Vergleichsverkostungen ausgezeichnet worden. Auf die

Besucher des Ausserloretzhofes wartet ein reichhaltiges Programm mit Hofführungen, geführten Wanderungen und einem Apfelparcours. Beginn ist um 11 Uhr. Mehr Informationen zum 2. Bauernhof-Sonntag und allen Höfen gibt es unter www.bauernhofsonntag.it und www. facebook.com/SuedtirolerLandwirt. Unterstützt wird der 2. Bauernhof-Sonntag am 25. Mai von der Handelskammer Bozen, den Raiffeisenkassen Südtirols, der Südtiroler Milchwirtschaft und dem Südtiroler Apfelkonsortium.


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Foto: Hans Wielander

25 Jahre PRO VITA ALPINA

Foto: Hans Wielander

Was geschieht mit dem Falègghof? Er ist seit 1921 Eigentum der Gemeinde Kortsch, gehörte einst dem Kloster Marienberg, zusammen mit dem Hof Rimpf, der heute als Kulturhof geführt wird. Die Frage nach dem Schicksal des Falègghofes muss die Fraktion Kortsch beantworten; auch hier wurden Restaurierungsarbeiten begonnen.

Musikantinnen auf dem Weg von Allitz zum Rimpfhof bei der Jubiläumswanderung am 1.Mai 2014.

Foto: Boris Otto Lena

VIA CLAUDIA AUGUSTA

Gianni Bodini mit der Bürgermeisterin von Altino, Silvia Conta, bei der Vorstellung der neuen ARUNDA zum Thema VIA CLAUDIA AUGUSTA am 12. April 2014 in Algund. Eröffnet wurde zugleich die Ausstellung mit Fotos aus dem Buch. Anlässlich dieser Veranstaltung wurde auch der Entwurf für die neue 0,70 € Briefmarke übergeben; sie zeigt eine Brücke der Römerstraße bei Altino.

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nter dem Motto „Mut, Witz & Widerstand“ feierten Musiker, Geschichtenerzähler, schöne Frauen und lustige Gaukler am 1. Mai 2014 zusammen mit zahlreichen Freunden die Gründung des Vereins PRO VITA ALPINA vor 25 Jahren. Eingeleitet wurde das Treffen mit einer Jubiläumswanderung von Allitz zum Rimpfhof. Der Verein beschäftigt sich mit Grundanliegen der alpinen Kultur; sie werden von ehrenamtlich arbeitenden Idealisten untersucht und publizistisch aufbereitet in Ausstellungen, Tagungen und häufig durch musikalische Veranstaltungen. Bei dieser Jubiläumsfeier mit zahlreichen, vor allem jungen Teilnehmern wurde auch an die Leistung des Gründers von PRO VITA ALPINA SÜDTIROL, an Dr. Hans Haid erinnert und an seinen Sohn Wolfgang, der hier vor Jahren mit dem allmählichen Wiederaufbau und mit der Adaptierung begonnen hat. Ziel war es, die verlassenen Rimpfhöfe am Vinschger Sonnenberg vor dem endgültigen Verfall zu retten. Darauf folgte die allmähliche Aufwertung mit der Zielsetzung, das Höfe­ensemble für Einheimische und für Gäste zu einem internationalen Künstlertreffpunkt auszubauen. Anlässlich dieses Jubiläums wurde auch an Frau Dr. Gerlinde Haid (1943-2012) erinnert; sie war Professorin am Institut für Volksmusik in Wien. Zusammen mit Maria Walcher und anderen Praktikern besuchte sie vor allem abgelegene Berghöfe; bei diesen Feldforschungen wurde das noch lebendige Singen und Musizieren im Vinschgau dokumentiert. Barbara Haid hat mit ihrem Vater den kulinarischen Wegweiser „Bio-Gourmet in den ALPEN“ gesammelt und als Buch herausgegeben. … der Horizont von PRO VITA ALPINA ist weit. Einige Publikationen erschienen auch in Zusammenarbeit mit der Kulturzeitschrift ARUNDA. „Als größere Heimat“ könnte die neue ARUNDA mit dem Titel VIA CLAUDIA AUGUSTA beschrieben werden. Herausgeber ist Gianni Bodini, von dem auch der Großteil des Bildmaterials stammt. 20 Fachbeiträge vermitteln zweisprachig die Vielfalt dieser Kulturstraße und schaffen, Jahrhunderte übergreifend, europäische Einheit. Entlang dieser alten Militärstraße entstanden Stationen für Wanderer, für den Handel, für die Missionierung. Einiges hat sich bis heute erhalten, als Kirchen und als Gasthäuser, verlockend dargestellt mit einer Reihe von Wirtshausschildern. Daraus ergibt sich ein neuer Plan: Das Gebiet von Altino an der Adria nördlich von Venedig bis Donauwörth bei Augsburg, also die etwa 550 km lange Via Claudia Augusta zusammenfassend dargestellt unter dem Gesichtspunkt der Gemeinsamkeiten. Zum Beispiel was die Schmiedekunst betrifft. Diese Anregung ergibt sich aus dem Beitrag über FELTRE von Tiziana Casagrande. Beiläufig werden neue Projekte geschmiedet: Mühlen, Sakrale Kunst, Volksmusik … immer vergleichend und nach Gemeinsamkeiten suchend. Hans Wielander

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Die Wirbelsäule schonen! Ergonomisch richtig Kochen Die junge österreichische Architektin Margarete SchütteLihotzky analysierte in den 20er-Jahren die Bewegungsabläufe und Körperhaltungen von Hausfrauen während der Küchenarbeit. Als Wissenschaft menschengerechter Arbeitsbedingungen hat die Ergonomie wertvolle Erkenntnisse für den Arbeitsplatz Küche beigesteuert. Damit das Kochen effizient, ohne Verrenkungen und Rückenbeschwerden vor sich geht.

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° Bedenken Sie, dass jede Rückenbeugung von mehr als 20 Grad auf Dauer Ihre Wirbelsäule schädigt. ° Die richtige Arbeitshöhe: 10 bis 15 Zentimeter Abstand zwischen Ellenbogen und Arbeitsplatte. ° Planen Sie Backrohr und Dampfgarer in Augenhöhe, auch der Geschirrspüler sollte hochgestellt sein. ° Wählen Sie zur besseren Übersicht Frontauszüge an Stelle von Fachböden. ° Bei Oberschränken gewähren Lift- oder Hochschwenktüren mehr Kopffreiheit. ° Ziehen Sie aus denselben Gründen Decken- oder Tischlüfter an Stelle herkömmlicher Dunstabzugshauben in Erwägung. ° nach dem Einkauf erleichtern nebeneinander liegende Kühl- und Vorratsschränke das Verstauen der Lebensmittel

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15.05.14

Val Müsair

Fotos: Ursula Koch

Di da la cuntrada – Landschaftstag

links: Wiederaufbau einer eingestürzten Trockensteinmauer; rechts: geschafft – vor dem Mittagessen versammeln sich alle zum Gruppenbild

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ie Einwohner vom Val Müstair setzen sich für ihre Landschaft ein: Am 3. Mai 2014 trafen sich bei idealen Wetterbedingungen 70 Personen zu einem Einsatztag für die ganze Familie. An verschiedenen Standorten rund um Plaun Schumpeder in Sta. Maria halfen die Teilnehmenden mit, ihre Umgebung zu beleben und setzten sich ein für mehr Biodiversität. Viele verschiedene Strukturen, ein Puzzle aus Wiesen, Wäldern, Hecken und Bachläufen tragen zu einer vielfältigen Landschaft bei. Entstanden ist die landschaftliche Vielfalt durch langjährige Nutzung mit traditionellen Bewirtschaftungsformen. Diese schufen ein vielfältiges Mosaik aus Hecken, Steinmauern, Bachläufen und Waldrändern. Ohne regelmäßige Eingriffe verschwinden viele der Strukturen jedoch mit der Zeit. Waldränder und Hecken werden dunkel und eintönig. Schnellwachsende, dominante Arten verdrängen andere. Am Samstag, 3. Mai 2014 waren 70 Personen, darunter 15 Kinder rund um Plaun Schumpeder bei Sta. Maria im Einsatz, um die Landschaft zu pflegen und ihre Umge-

bung zu beleben. Organisiert wurde der Landschaftstag von der Società da chatschaders Turettas. Was haben die vielen Teilnehmenden am Samstag, 3. Mai 2014 erreicht? Die Freiwilligen säuberten den Rom auf einer Länge von 3 km. Dabei wurden 2 Anhänger mit Abfall gefüllt. Bei Pizzet wurden ca. 30 m2 Trockensteinmauer erneuert. Und bei den Weihern wurden zwei neue Steinhaufen angelegt und eine weitere Trockensteinmauer freigestellt und ausgebessert. Diese Steinstrukturen dienen Insekten und Reptilien als Unterschlupf. Wasserläufe und Zuflüsse zum Rom wurden auf etwa 400 m wieder für Fische durchgängig gemacht. Am Landschaftstag wurden auch rund um die Amphibienweiher die Erlen- und Weidengebüsche zurückgeschnitten. Dadurch kommt wieder mehr Licht zum Wasser. Das Holz wurde zu 3 großen Asthaufen geschichtet, diese dienen verschiedenen Tierarten als Unterschlupf. Bei dieser Arbeit halfen auch die Kinder mit Begeisterung und tatkräftig mit. Nach der Pause hatten sie ihren Spaß beim Spielen in der Natur. Die Kinder halfen tatkräftig bei der Pflege

von 1,5 ha Trockenrasen mit und hatten ihren Spaß dabei. Der gelungene Landschaftstag fand seinen Abschluss bei Plaun Schumpeder. Dort trafen sich alle Freiwilligen um das Erreichte mit einem leckeren Mittagessen zu feiern. Alle waren stolz auf die geleistete Arbeit zugunsten einer großen Biodiversität. Im Zelt beim Mittagessen konnten sich die Teilnehmenden über die Vielfalt in den Gewässern und die Wichtigkeit der Jagd informieren. Allen beteiligten Organisationen, der Società da chatschaders Turettas, dem Forstdienst, dem Amt für Jagd und Fischerei, Pro Natura mit Pro Natura Pitschna, der Società da pes-chaders und dem schweizerischen Nationalpark danken wir für die unkomplizierte Zusammenarbeit. Ein herzliches Dankeschön geht an alle Gruppenleitenden. Ein großes Dankeschön an alle Frauen, Männer und Kinder, die großen Einsatz geleistet und zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben. Vielen Dank für euren Einsatz für die Biodiversität. Ursula Koch


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Für Gott, Kaiser und Vaterland ...

Literatur und Musik

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ämpfen für das Heiligste“ heißt Peppi Feichtingers jüngstes Buch, pünktlich zum 100. Gedenkjahr des 1. Weltkrieges. 424 Seiten fangen Tiroler Stimmen dazu ein und werden begleitet von einer CD, die den Ton favorisiert, um Geschichte fesselnd zu erzählen. Jutta Wieser, Stimme im RAI-Sender Bozen, ist die Autorin dieser Hörbuch-CD. Feichtinger, Wieser und der Bozner Sprecher Luis Benedikter machten jüngst in Schlanders Geschmack auf Buch und CD: mit einer szenischen Lesung, mit Hörproben und mit Musik von „Harmonisch Komisch“, Originalmusik der Jahrhundertwende. Für Gott, Kaiser und Vaterland: Texte, Journale, Frontbriefe, Inschriften und Sprüche hat Peppi Feichtinger zusammengetragen, die jenen Krieg nachzeichnen, der bei seinem Ausbruch „als eine Art Erlösung“ (Feichtinger) empfunden

Fotos: Angelika Ploner

Schlanders/Vinschgau/Südtirol

v.l.: Peppi Feichtinger und Jutta Wieser. Luis Benedikter aus einem Frontbrief: „Es ist nicht wie 1809 ... in diesem Krieg heißt es still in einem Graben liegen und auf den Feind schießen, den man oft nicht einmal sieht.“ wurde, den die Zeitungen stets mit scharfen Worten propagierten und den die Kirche engagiert vorantrieb und als Seelsorge betrachtete. Dem Reimmichl und dem Brunecker Bruder Wilram gefiel die Rolle der Kriegstreiber besonders gut: Sie nannten den 1. Weltkrieg nicht nur einmal, einen heiligen, gerechten und hohen. Reimmichl wörtlich:„Wir kämpfen um unseren Besitz, um Freiheit, um Religion, um Sein oder Nichtsein“. Die Bilanz des

1. Weltkrieges vier Jahre später war dann eine ernüchternde: 9 Millionen tote Soldaten, 6 – 7 Millionen tote Zivilisten. Er gilt als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“, hat die europäische Landkarte verändert und den Weg für den 2. Weltkrieg geebnet. (ap) Buchtipp: „Kämpfen für das Heiligste“ von Peppi Feichtinger, Edition Rätia, erhältlich im Buchhandel.

nter dem Titel „Literatur und Musik im Frühjahr ... und spannte weit ihre Flügel aus ...“ organisiert die Bibliothek Naturns in Zusammenarbeit mit Naturns Kultur und Freizeit und der Buchhandlung Hanny drei literarische Abende. Am Freitag, 16. Mai um 20 Uhr im Prokulus-Museum Naturns die Krimilesung „Totensonntag“ mit dem Bestsellerautor Andreas Föhr (Bild). Am Freitag, 30 Mai um 20 Uhr laden Donatella Gigli und Markus Fritz zur Bibliotherapie „Neue Romane für alle Lebenslagen“ in die Bibliothek Naturns ein. Am Freitag, 13. Juni um 20 Uhr Poesie & Musik mit der Schauspielerin Gabi Mitternöckler und einem Konzert in der Bibliothek Naturns.

Laas

Fotos: Ludwig Fabi

Jugend pflanzt im Altenheim

B

ei der heurigen landesweiten Jugendsozialaktion „72 h ohne Kompromiss“ beteiligten sich knapp 300 Jugendliche vom 23. bis 26. April an insgesamt 40 Projekten. Auch im Wohn- und Pflegeheim St. Sisinius in Laas beteiligte sich eine Gruppe von sechs Jugendlichen kompromisslos am Tagesablauf. Dabei stand die Mithilfe in der Küche ebenso auf dem Programm, wie das Aufbauen eines mobilen Hochbeetes. Der Einkauf von Setzlingen und die Bepflanzung der Hochbeete wurden gemein-

Sibille Tschenett: „Für uns war es nicht nur eine Pflicht, sondern auch eine Ehre, am Projekt teilzunehmen. Was bleibt ist das positive Bild von Jugend, die noch Lust und Freude zur Teilnahme an einer wert(e)vollen Initiative hat“ sam mit HeimbewohnerInnen durchgeführt. Wände im Außenbereich unter fachmännischer Anweisung neu gestrichen, Rollstühle gereinigt und Tastwände angebracht. Neben körperlichen Arbeiten wurde auch bei den Programmangeboten für die Heimbewohner mitgemacht. Die gemeinsame Vorbereitung und Abhaltung einer „Bewegungsstunde“ in der „Heimstub“ mit dem Physiotherapeuten Fliri Georg und den HeimbewohnerInnen war für alle Beteiligten ein besonderer Höhepunkt. (lu)

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Foto: Torsten Silz

15.05.14


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15.05.14

Latsch

Schüler beschäftigen sich mit dem Thema Alkohol

Fotos: Erwin Bernhart

An verschiedenen Stationen konnten sich die Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen der Mittelschule Latsch an das Thema „Alkohol“ heranarbeiten; Fachleute von den Carabinieri, die Gemeindepolizistin Tanja Plörer, vom Forum Prävention, vom Weißen Kreuz, ein Notarzt klärten auf

A

m Montag, den 5. Mai fand in der Mittelschule Latsch eine Veranstaltung zum Thema „Alkohol“ für die dritten Klassen statt. Nach den einleitenden Worten von Bürgermeister Helmut Fischer und Direktor Werner Altstätter wurden die Schüler von den Referenten in Empfang genommen. An verschiedenen Stationen konnten sich die Schüler an das Thema heranarbeiten. Dabei informierten die Carabinie-

ri von Latsch mit Maresciallo Antonio Burgi, Brigadier Capo Johann Lageder und Brigadier Christian Rabanser von der Funkstreife Schlanders sowie die Gemeindepolizistin Tanja Plörer über die gesetzlichen Bestimmungen und Folgen im Straßenverkehr. Die Schüler hatten auch die Gelegenheit einen Alkomaten auszuprobieren. Evi Gufler, Mitarbeiterin des Forums Prävention, bot

den Schülern mit dem Parcour „ALLC(O)OL“ auf eine spielerische Art und Weise sich dem Thema zu nähern. Sektionsleiter Guido De Vido und Diethmar Gurschler vom Weißen Kreuz klärten die Schüler über unmittelbare Folgen von Alkoholmissbrauch und Soforthilfemaßnahmen auf. Der Notarzt Daniel Hölbling, Anästhesist am Universitätsklinikum Innsbruck, beeindruckte die Schüler mit tiefen

Einblicken in seine schwierige alltägliche Arbeit mit dem Schwerpunkt über Kurz- und Langzeitfolgen von übermäßigem Alkoholkonsum. Dank spricht die Schule der Gemeindepolizistin Tanja Plörer aus, ohne deren unermüdlichen Einsatz die Veranstaltung nicht in dieser perfekten Form hätte stattfinden können. Ein Dank geht natürlich auch an alle Referenten. Oliver Reifenhäuser

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Heimatbühne Langtaufers

Doppelleben fliegt auf R

v.l.: Thomas Pinggera (Gabriel), Jessica Patscheider (Vicky), Benjamin Thöni (Stief ), Peter Eller (Opa), Manuela Eller (Mary), Patrik Eller (Taxifahrer Hans), Renata Patscheider (Barbara)

Foto: Andreas Waldner

wie von seinem nicht minder schlitzohrigen Freund (Patrik Eller). Wenn beide sich in einer Lügen- und Argumentationskette verheddern und sich von kleinen Lügengeschichten allmählich zu Tricksereien vorarbeiten, treibt das den Zuschauern immer wieder vor Lachen die Tränen in die Augen. Für Abwechslung sorgen rasche Szenenwechsel und Dialoge. Auch die anderen Rollen, die Ehefrauen Mary (Manuela Eller) und Barbara (Renata Patscheider), Tochter Vicky (Jessica Patscheider) und Sohn Gabriel (Thomas Pinggera), sind ganz und gar

richtig besetzt. Der Opa (Peter Eller) sorgt in der zweiten Hälfte mit seiner Schwerhörigkeit für allerlei Missverständnisse und erzeugt dadurch überraschende Wendungen. Das Ergebnis ist ein starkes Männer-Trio, das die holde Weiblichkeit an die Wand spielt. Ob Hans seinen Kopf aus der Schlinge ziehen kann, ist da fast nebensächlich. So viel sei verraten: Vorher muss der Doppel-Liebhaber Federn lassen... (aw) Alle Abendaufführungen beginnen um 20 Uhr (sh. Theaterwind)

Sulden

Abschluss war voller Erfolg

Südtirol. Europa! Herbert Dorfmann, unsere Stimme in Europa

Foto: „Wind“-Archiv

Die Abschlussveranstaltungen am 1., 2. und 3. Mai 2014 bei den Seilbahnen Sulden waren ein voller Erfolg. Trotz des späten Termins waren die Pistenverhältnisse optimal und somit konnten beide Rennen - das Suldenspitzrennen und die Yetitrophäe - durchgeführt werden. Auch der 1. Jubiläums-Klassiker auf historischer Strecke (Aufstieg und Abfahrt über den Suldengletscher) konnte trotz widriger Wetterbedingungen durchgeführt werden und hat zur Zufriedenheit aller Beteiligten die Taufprobe bestanden und ein 2. Klassiker steht nächsten Winter vor der Tür. Das größte Highlight dieser Veranstaltungen war die Autogrammstunde mit dem Streifsieger Hannes Reichelt, was besonders bei den Kindern gut angekommen ist. Um das Gesamtpaket solcher Veranstaltungen durchzuführen,

Wahlwerbung – Auftraggeber: Südtiroler Volkspartei

egisseur Patrik Eller macht aus der Vorlage von „Lügen haben junge Beine“ ein stark von Gags und Action getriebenes Lustspiel. Seit 18 Jahren ist Hans, der Langtauferer Taxifahrer, mit zwei Frauen verheiratet und hat mit jeder ein Kind. Dass er damit durchkommt, hat er der Tatsache zu verdanken, dass Mary mit Tochter Vicky in Pedross wohnt, während Barbara den Sohn Gabriel in Müstair großzieht. Pech bei der ganzen Geschichte ist, dass das Internet die Kinder zusammenbringt. Und genau ab diesem Zeitpunkt kommt das Lügengerüst von Hans ins Wanken. Wäre da nicht Untermieter Stief – der charmante Bigamist Hans könnte einpacken. Getragen wird der sich immer schneller drehende Beziehungsreigen im Wesentlichen von Stief (brillant gespielt von Benjamin Thöni), der als trotteliger, aber liebenswerter Untermieter glänzt, so-

Großer Andrang - Hannes Reichelt bei der Autogrammstunde in Sulden zeichnet die gute Zusammenarbeit aller Vereine in Sulden aus (Skiclub Ortler Raiffeisen, Skischule Sulden, Feuerwehr Sulden, Bergführer Sulden, Bergrettung Sulden und Weißes Kreuz Sulden). In Sulden wird weit vorausgeplant: Für die kommenden Frühjahrsveranstaltungen 2015

wurden die Termine bereits festgelegt: 1. Mai 2015: 2 Jubiläums-Klassiker Touren- und Schneeschuhrennen 2. Mai 2015: 1 0. Yetithrophäe (Skirennen) 3. Mai 2015: 7 1. Suldenspitzrennen (Skirennen)

AHL W A P O R U E 014 25. MAI 2

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Prad

Sich sichtbar machen - sichtbar werden Foto: Brigitte Alber

links: Elmar zeigt seine Webarbeiten; Mitte: Sabrina lacht; rechts: Viele sind gekommen, um mit ihr die Ausstellung zu eröffnen ... mit Musik

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ie Menschen mit Behinderung der Werkstatt in Prad freuen sich, in der Gesellschaft präsent zu sein und ihre Werke aus Holz, Papier, Wolle, usw. zu zeigen. Im April war ihre Ausstellung „Aussaat“ in der Raiffeissenkasse Prad zu sehen. Menschen mit Behinderung machten auf sich aufmerksam, sie wurden sichtbar wie die aufgehende Saat im Frühjahr, betonte die Direktorin der Sozialdienste Karin Tschurtschentaler bei der Ausstellungser-

öffnung. Ihr großer Wunsch, nachhaltige Kontakte zu pflegen, steckt dahinter. Auch in der Werkstatt sind sie offen für Besucher und neue Begegnungen. Sie freuen sich über kurze Besuche und über kontinuierliche Angebote wie die Italienischstunde mit Pietro Zanolin. In den Öffnungszeiten von Montag bis Freitag von 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr verkaufen sie auch Werke wie Teppiche, Bilder usw., nach Bedarf auf Bestellung.

„Wir führen die Menschen mit ihren besonderen Bedürfnissen zur größtmöglichen Selbständigkeit, ein eigenes Leben zu führen“, erklärt Strukturleiterin Brunhilde Lechthaler. „Unser Ziel ist es, die Bedürfnisse, die behinderte Menschen haben, zu respektieren und darauf einzugehen“. Die Ausstellung „Aussaat“ war ein gelungener Schritt, dem Bedürfnis nach Präsenz in der Öffentlichkeit entgegenzukommen. (ba)

Stilfs

Alle Fäden in der Hand lles hat vor 12 Jahren anlässlich einer Jubiläumsausstellung des Schafzuchtvereines begonnen“, erinnert sich Agnes Moser. „Wir hatten damals diesen alten Webstuhl (sie zeigt auf einen sehr alten Webstuhl) auf dem Ausstellungsgelände aufgestellt und das Weben eines einfachen Fleckerlteppichs gezeigt. Das war ein voller Erfolg“. Angespornt vom großen Interesse der heimischen Bevölkerung und unterstützt vom Kulturreferenten der Gemeinde Stilfs Roland Angerer organisierte Agnes eine offene Webgruppe. Im alten Kindergartensaal wurden acht revitalisierte Webstühle aufgestellt. Nahezu alle aus Stilfs. „Früher wurde in fast jedem Haus gewebt“, weiß Agnes. „Unser Ziel ist es, dieses wunderbare, alte und kreative Handwerk zu erhalten und zu fördern und wieder mehr ins Bewusstsein der Menschen zu bringen“. Deshalb organisierte die Gruppe in Zusammenarbeit mit dem Bildungsausschuss und mit Ludwig Fabi von der GWR Spondinig Weiterbildungskurse mit Waltraud Holzner aus Kortsch. Anhand von Musterketten wurde Schritt für Schritt erklärt und gezeigt, wie man eine Kette schärt und den Webstuhl einrichtet. Weitere Inhalte der Kurse waren: Bindungslehre, Materialkunde, Farberfahrung am Webstuhl, Gestalten eines Gewebes, Erstellen einer Mustermappe und Entwerfen und Weben eines eigenen Webstückes. Als bereicherndes Mitglied kam Maria

Weben, Färben und Filzen). Sie gibt ihre reiche Erfahrung gerne an die Mitglieder weiter. „Ich brauche keinen Fitnessraum“, sagt Maria. „Weben ist Gymnastik von oben bis unten. Bei dieser Tätigkeit muss ich immer wieder von der Web-Bank runtersteigen und zum Kettbaum vorgehen und das Radl weiter drehen. Ich bin ständig in Bewegung, mit Armen und Beinen und sogar mit dem Hirn. Beim Weben ist volle Konzentration Agnes Moser und Maria Eller Fritz; eine kleine Auswahl angesagt. Der kleinste Fehler an Arbeiten hat fatale Folgen“. Neben dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch ist natürlich das gesellige Beisammensein wesentlich. Die Frauen aus dem Obervinschgau treffen sich mehrmals in der Woche in ihrer Webstube. Sie sind dabei, einen offiziellen Verein zu gründen und haben vor, ihre Unikate auf dem Kunsthandwerksmarkt zu verkaufen. Weiters ist ein Internetauftritt in Vorbereitung. Für den 8. Juni 2014 ist eine Ausstellung im Rahmen eines Tages der Eller Fritz aus Graun zur Gruppe. Sie ist Aboffenen Tür vorgesehen. Es kann dabei die solventin der Winterschule Ulten, MitarbeiWebstube besichtig werden. Einige Webeterin in der Erlebnisschule in Langtaufers rinnen werden den Besuchern die einzelund Schafzüchterin. Sie beherrscht alle nen Arbeitsschritte am Webstuhl vorfühTechniken der Wollverarbeitung (Spinnen, ren. Andreas Waldner

Fotos: Andreas Waldner

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pr-info Windegger

Neue Windegger K5 beim Tag der offenen Tür

A

m kommenden Wochenende zieht es alle Landwirte nach Lana zu Windegger, dem fortschrittlichen Hersteller für Hebebühnen und Erntemaschinen im Obstbau. Grund dafür ist der Tag der offenen Tür, bei welchem wegweisende Neuerungen vorgestellt werden.

Höher und weiter Seit Jahren etabliert, leistet das kleine wendige Erfolgsmodell K4 in seinen verschiedenen Ausführungen den Landwirten treue Dienste. Jetzt stellt Windegger den Nachfolger, die K5 vor. Wie die neue Bezeichnung erahnen lässt, handelt es sich um eine von Grund auf neu konzipierte Maschine, die mit stark verbesserten technischen Eigenschaften aufhorchen lässt. „Durch die Zunahme an Hagelnetzstrukturen reicht die Bühnenhöhe der K4 für ein einfaches Arbeiten nicht aus. Beim Nachfolgemodell K5 lässt sich die Arbeitsbühne bis auf 2,70 m ausfahren und ermöglicht so ein bequemes Öffnen und Schließen der Netze,“ so Walter Windegger. Die Bühnenlänge ist mit 930 mm zudem komfortabel ausgelegt. Das kleine Kraftpaket wird durch vier Batterien versorgt, dadurch ist eine erheblich längere Nutzung im Vergleich zur K4 möglich.

!"#$%&'$(')%*&+ ,#-*#$.. Mittwoch, 21. Mai 2014 18.00 Uhr

Eröffnungszeremonie mit Musikkapelle Burgeis Schuhplattlgruppe Prad Goaslschnöller Burgeis

Im Hang und in der Ebene Die kompakte K5 ist als classic-Variante für die Ebene ausgelegt und meistert in der alpin-Ausführung eine Fahrtneigung von 45% und eine Seitenneigung von 35%. Damit kann sie in einem noch steileren Gelände als das Vorgängermodell eingesetzt werden. Eine interessante und praktische Entwicklung ist das automatische Kistenauf- und abladesystem, das aus dem Kistentransport neo entlehnt wurde. Die K5 kann somit bei der Ernte in beiden Fahrtrichtungen eingesetzt werden. Mit einem Zubau ist es zudem möglich, bis zu 5 Großkisten mitzuführen. Für den einfachen Transport der K5 bietet Windegger außerdem einen preislich interessanten Traktoranhänger an. Am Samstag 17. und Sonntag 18. Mai können Sie sich persönlich von 8.00 bis 19.00 Uhr bei Windegger von den Vorteilen der neuen K5 überzeugen

Festzug durch Burgeis zur Fürstenburg

Freitag, 23. Mai 2014 8.00 - 15.00 Uhr

Technische Bewerbe

11.00 und 14.30 Uhr

Showprogramm Stihl Timbersports

09.00 - 15.00 Uhr

Schau- und Verkaufsausstellung forstwirtschaftlicher Geräte und Zubehör Motorsägenschnitzer Tombola mit tollen Gewinnen

Samstag, 24. Mai 2014 8.00 - 16.30 Uhr

Technische Bewerbe

11.00, 14.00, 16.30 Uhr

Showprogramm Stihl Timbersports

15.00 - 16.30 Uhr

GeschwindigkeitsentastenSpeed-limbing

09.00 - 15.00 Uhr

Schau- und Verkaufsausstellung forstwirtschaftlicher Geräte und Zubehör Motorsägenschnitzer, Tombola

17.30 Uhr

Verlosung Tombola

19.30 Uhr

Offizielle Siegerehrung mit Wipptoler Plattlgitschn Wetten Dass???-Kandidaten Party mit DJ TORO im Kulturhaus Burgeis


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JuZe Freiraum Schlanders Ö Fr. 16.05.14 ab 20.30 Uhr Art Cafè Ö Sa. 24.05.14 ab 19.00 Uhr Girlsnight im JuMa/Info und Anmeldung im Treff Jugendtreff Revoluzer Taufers Ö Sa. 24.05.14 ab 16.00 Uhr Gesprächsrunde am Nachmittag Ö Sa. 24.05.14 Girlsnight im JuMa/Info und Anmeldung im Treff Jugendtreff Ju!p-Explosiv Ö Sa. 17.05.14 ab 11.00 Uhr Matinee im Pausenhof der Grundschule Ö Sa. 24.05.14 Girlsnight im JuMa/Info und Anmeldung im Treff Phönix Schluderns Ö Fr. 16.05.14 ab 19.30 Uhr Vollversammlung mit Neuwahlen Ö Do. 22.05. ab 17.00 Uhr Stühle bemalen Citytreff Glurns Ö Fr. 23.05.14 ab 19.00 Uhr Kinoabend Jugendtreff Eyrs Ö Di. 20.05.14 18.00 – 20.00 Uhr Mädlsnachmittag – Fimobastelei Info bei Myri Jugendtreff Tschengls Ö Do. 22.05.14 17.00 – 19.00 Uhr T-shirts selbstgemacht Kosten: 3,00 € (Shirt selber bringen) Jugendtreff Tarsch Ö Sa. 24.05.14 ab 13.30 Uhr Kleine Frühlingswanderung und/oder Kurs für Ytong Infos bei den Verantwortlichen für Kinder – und Jugendarbeit Tarsch Ö Sa. 24.05.14 18.00 – 22.00 Uhr Öffnungszeit Jugendtreff Tarsch Alle Vinschger Treffs Ö Fr. 17.05.14 ab 14.00 Uhr FIFA Turnier im JUMA Mals Ö Mi. 24.05.14 ab 17.00 Uhr Mädlsnacht im JUMA Mals Jugendzentrum JuMa Mals Ö Fr. 22.05.14 ab 17.00 Uhr Berlinreise Vortreffen ü16 Ö Mi. 28.05.14 ab 18.00 Uhr Kochtrupp chili sin carne Jugendtreff LA:MA Laas Ö Sa. 17.05.14 von 9.00 bis 12.00 Uhr Frühlingsfest Laas (Straßenmalerei) Ö Fr. 23.05.14 um 18.00 Uhr Tennisfußball Jugendtreff Chill House Stilfs Ö Sa. 17.05.14 um 14.00 Uhr Fahrt zum FIFA-14-Turnier im JuMa Anmeldung! „Time Out“ Schnals Ö So. 25.05.14 von 14.00 bis 19.00 Uhr Offener Treff und Anmeldeschluss Berlin „All In“ Kastelbell Tschars Ö Der Jugendtreff bleibt vom 14. – 23.Mai GESCHLOSSEN Jugendtreff Burgeis Ö Sa. 17.05.14 ab 14.00 Uhr FIFA Turnier – Anmeldung erforderlich Ö Sa. 24.05.14 ab 17.00 Uhr Mädelsnacht Anmeldung erforderlich Jugendtreff Reschen Ö Sa.17.05.14 ab 19.30 Uhr Infoabend für alle (Weißes Kreuz – Jugendgruppe) Jugendtreffs Oberland Ö Sa. 24.05.14 ab 16.15 Uhr Mädchenkulturnacht im Jugendzentrum JuMa Mals (Info + Anmeldung bei Jutta)

15.05.14

Wir helfen mit…! Die Schüler der 1 A FS Bau/Holz der Landesberufsschule Schlanders gestalten den Kreativraum im Jugendzentrum „Freiraum“. Im Herbst 2013 wurde das Jugendzentrum Freiraum Schlanders von den Schülern der 1 A BFS mit den Lehrern Gemassmer Walter und Karnutsch Gabriel besichtigt. Schnell war klar, dass vor allem der Kreativraum im oberen Stock, der hauptsächlich von den Jugendlichen für kreative Arbeiten und für die Nachmittagsbetreuung genutzt wird, ein wenig Farbe vertragen könnte. Zunächst haben sich die Mitarbeiter des Jugendzentrums gemeinsam mit den Jugendlichen des „Freiraums“ und Herrn Gemassmer über die Farbauswahl Gedanken gemacht. Da der Raum für die Jugendlichen ist, war es den Mitarbeitern ein großes Anliegen, dass auch sie mitentscheiden. Im Zuge des Unterrichts, um die Theorie besser zu vertiefen, wurde ein praktisches Übungsprojekt für den Unterricht gesucht. Im Jugendzentrum Schlanders konnten Jugendliche für Jugendliche Arbeiten praktisch ausführen, aus diesem Grund konnten sich die Schüler der Landesberufsschule rasch für das Projekt begeistern. Am 09.04. und am 16.04.2014 war es dann soweit, während der Unterrichtszeit und darüber hinaus wurde der Kreativraum von den Schülern farbig gestaltet. Die Jugendlichen des Jugendzentrums verfolgten begeistert die Arbeiten und am Ende gab es als Dankeschön von Seiten des Jugendzentrums eine kleine Feier. Weitere Projekte mit den Schülern der Landesberufsschule sind bereits in Aussicht. Die Schüler werden ihre kreativen Gestaltungen, die sie im Unterricht erarbeiten und auf Leinwänden ausführen, an einem Abend im Art Café, im Jugendzentrum Freiraum, dem Publikum zeigen. Das Jugendzentrum „Freiraum“ Schlanders bedankt sich recht herzlich für die gute Zusammenarbeit und vor allem für das Engagement von Herrn Gemassmer Walter und dessen Schülern.

Mädelsbeautyabend im Jugendraum Enjoy Graun

Am 26. April war es für uns Mädels endlich soweit: Ramona kam mit ihrer Schmink- und Maniküreausstattung zu uns in den Jugendraum und gab uns wertvolle Tipps. Anschließend waren wir an der Reihe. Gegenseitig probierten wir das Gelernte an unserer Freundin aus, wobei uns Ramona unterstützte und bei Fragen weiter half. Das Highlight des Abends war der einzige Junge in unserer Runde, der schließlich auch dazu bereit war, sich schminken zu lassen. Mit viel Spaß suchten wir für jeden das passende Makeup. Alle waren mit dem Ergebnis zufrieden. Zum Schluss zeigte uns Ramona noch verschiedene Möglichkeiten, unsere Nägel kreativ zu verzieren. Ein großes Danke ist dabei Ramona auszusprechen, welche sich Zeit für uns nahm und sich wirklich Mühe gab! Elisa Paulmichl

„Time Out“ Schnals goes Berlin und „af di Olm“ Diesen Sommer heißt es für den Jugendtreff „Time Out“ Schnals Koffer packen und los geht’s! Vom 15. – 21. Juni geht es für Jugendliche ab 16 Jahren nach Berlin! In Zusammenarbeit mit dem JUMA Mals rocken die Vinschger 5 Tage lang die deutsche Hauptstadt. Auf dem Programm stehen neben den wichtigsten kulturellen Sehenswürdigkeiten wie dem Brandenburger Tor, den Fernsehturm oder dem Checkpoint Charly auch amüsante Highlights wie die Klobar, Cones oder der beste Currystand Berlins. Infos und Anmeldungen bis 25. Mai bei Magdalena im Jugendtreff. ACHTUNG! Begrenzte Teilnehmerzahl! Vom 24. – 27. Juli geht’s dann mit Jugendlichen von 12 – 15 Jahren „af di Olm“ ins hintere Ultental. Zusammen mit den Jugendzentren Jux Lana und JuZe Naturns erwartet die Jugendlichen Action, Spannung und jede Menge Spaß. Auf einer urigen Alm in luftigen Höhen wird den Jugendlichen 4 Tage lang von früh morgens bis spät abends viel geboten. Anmeldungen hierfür können bis 14. Juni im Jugendtreff Schnals bei Magdalena erfolgen. Auch hier gibt es nur eine begrenzte Teilnehmerzahl!

Besuch der Freestyle Academy

Am 26. April ging es für 7 Jugendliche aus Burgeis und Mals auf nach Laax in die Schweiz zur Freestyle Academy, eine große Halle mit Trampolinen, Halfpipes, Kletterwand und vielem mehr. Dort konnten die Freerunner ihre Künste auf dem Trampolin und bei Sprüngen ins große Schaumgummibecken verbessern. Den ganzen Nachmittag drehte sich alles um Back-Front-Sideflip, Double, Cork… Nach einem langen Tag kehrten wir alle müde, aber happy nach Hause zurück. Jetzt geht’s zu Hause noch ans Schneiden von Videos und Fotos von diesem unvergesslichen Tag.


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Schlanders/Vinschgau

Schlanders/Vinschgau

Die Vinschger Mathe-Olympiade

Förderung von Jugendlichen im Blickpunkt

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Schulübergreifende Initiative mit 10jähriger Tradition: die Mathematikolympiade. Christian Köllemann (im Bild), Direktor des SSP Naturns koordiniert diese seit vielen Jahren

D

er Kiwanis Club Vinschgau hat sich zum Ziel gesetzt, sozial benachteiligte Jugendliche zu unterstützen. Um die nötigen Mittel dafür zur Verfügung stellen zu können, gab es im letzten Jahr einige kreative Veranstaltungen des Kiwanis Clubs, in deren Rahmen Geld gesammelt wurde. Den Betrag von 7.920 Euro haben Christian Walzl, Sekretär des Kiwanis Clubs und Ulrich Walzl, Kassier, kürzlich dem Förderverein VEBEST in Form eines Schecks überreicht. Das Hauptziel des Vereins VEBEST besteht in der Förderung der schulischen

gaus gesponsert wurden. Christian Köllemann, der Koordinator der Matheolympiade, die – ganz nebenbei erwähnt – nur im Vinschgau ausgetragen wird, will diese als keine losgelöste Initiative der Schule verstanden wissen. Im Gegenteil: „Sie ist ein wichtiger Bestandteil im Rahmen der Begabtenförderung an den einzelnen Schulen und in den Jahrestätigkeitsplänen aller Schulen aufgenommen.“ (ap)

Schlanders

Grundschüler spielen Theater F

Foto: „Wind“-Archiv

ünf Jahre Grundschulzeit sind nun fast zu Ende. Dies haben die SchülerInnen der 5A und 5C der Grundschule Schlanders mit den Lehrpersonen Plattner Barbara (Text und Regie), Paris Anita und Pohl Nadja zum Anlass genommen, um ein gemeinsames Theaterprojekt zu realisieren. Den Lehrpersonen ist es wichtig, dass die SchülerInnen in diesem Stück ihre Interessen und Fähigkeiten einbringen können. Daher arbeiten die Kinder eifrig an der Herstellung der verschiedenen Requisiten und studieren motiviert ihre Rollen ein. Außerdem erlernen sie verschiedene Lieder und Tänze und stellen somit ihr musikalisches Talent unter Beweis. So ist das Musiktheater: „Eine geniale Erfindung“ entstanden. Es erzählt von einem Professor, der für die Bewohner seiner Stadt immer wieder nützliche Dinge erfindet, die ihnen den Alltag erleichtern. Um sich zu bedanken, beschließt die Gemein-

deverwaltung ein Ehrenfest für den Erfinder zu veranstalten. Seine neueste musikalische Erfindung soll an diesem Tag präsentiert werden, aber nicht alle Stadtbewohner freuen sich über den Erfolg des Professors….. Die SchülerInnen und Lehrpersonen stecken noch mitten in den Proben und Vorbereitungen. Ende Mai ist es dann endlich soweit. Das Stück wird in der Aula der Grundschule Schlanders aufgeführt. Premiere: Freitag, 23. Mai um 19:00 Uhr Öffentliche Aufführungen: Sonntag, 25. Mai um 17:00 Uhr und Montag, 26. Mai um 19:00 Uhr

Foto: „Wind“-Archiv

Foto: Angelika Ploner

ie war nicht weniger knifflig, die heurige Jubiläums-Matheolympiade, als die neun vorangegangenen. Als Beispiel sei nur eine Aufgabe herausgenommen: Gegeben ist ein Rechteck, dessen Fläche in 4 voneinander verschiedene Dreiecke unterteilt ist. Von drei Dreiecken ist der Flächeninhalt bekannt: 14 cm2, 17 cm2, und 12 cm2. Wie groß ist der Flächeninhalt des vierten Dreiecks? Insgesamt mussten die 50 Schülerinnen und Schüler der Mittelschulen von Naturns bis Graun über 16 – von verschiedenen Mathematiklehrpersonen eingegangene - Aufgaben brüten. Zuvor waren unter den Drittklässlern an jeder Mittelschule in einer internen Vorauswahl die Besten ermittelt worden. Am 26. März fand dann in der Mittelschule Schlanders die Olympiade statt, am morgigen Freitag, den 16. Mai wird in eben dieser die Schlussfeier abgehalten, bei der sich die 15 Erstplatzierten über Preise freuen dürfen, die von den Raiffeisenkassen des Vinsch-

Christian und Ulrich Walzl, Ingeborg Pinzger, Peter Klotz bei der Übergabe des Schecks des Kiwanis Clubs an den Verein VEBEST zur Förderung der Jugendarbeit und beruflichen Entwicklung von Schülern an der Landesberufsschule Schlanders. Dieses Ziel will der Verein unter anderem in Form von Integrationsprojekten, Sensibilisierungsaktionen für die Arbeit an der Schule, Unterstützungsmaßnahmen und spezieller Begleitung, z.B. durch Aktionswochen zur Stärkung der Lern- und Lebenskompetenzen verfolgen. „Gerade sozial schwächere Jugendliche verdienen Anerkennung, eine Chance, das Gefühl gebraucht zu werden und auf eigenen Beinen stehen zu können“, erläutert die Präsidentin von VEBEST Ingeborg Pinzger. Jugendliche sollen befähigt werden auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen und erfolgreich zu sein. „Wir freuen uns, dass wir mit diesem Beitrag zusätzliche Bildungsangebote für Jugendliche möglich machen können, die ihnen den Eintritt in die Arbeitswelt erleichtern. Dies ist nicht nur positiv für den Einzelnen, sondern auch sehr wichtig für unsere Wirtschaft“, zeigte sich Christian Walzl von der Förderungsaufgabe des Vereins überzeugt. Mitglied im Förderverein VEBEST kann jeder werden, der sich dafür einsetzen will, dass Jugendliche einen besseren Start in ihre Lehr- und Lernjahre erhalten.


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Wer war Franz Tumler? Ein Nationalsozialist aus Überzeugung oder aus politischem Opportunismus?

Fotos: Heinrich Zoderer

„Tumler ist immer noch der große Fremde … in Bozen, wo er geboren wurde, aber nicht aufwuchs, in Linz, wo er aufwuchs, aber nicht lebte, in Wien, wo er lebte, aber nicht zu den literarischen Kreisen gehörte, in Berlin, wo er lebte, aber als ein Österreicher, der über Berlin, Wien, Linz, Bozen und Trient schreibt.“ So ist es im Vorwort der Kulturzeitschrift Arunda aus dem Jahre 1982 nachzulesen. Norbert C. Kaser, der Südtiroler Dichterrebell bezeichnete Tumler in seiner berühmten Brixner Rede im Jahre 1969 als „Vater unserer Literatur und unseres Erkennens“. Am 20. September letzten Jahres wies Björn Bicker, der Preisträger des Franz-Tumler-Literaturpreises auf die NS-Vergangenheit von Franz Tumler hin und forderte das Organisationskomitee und die Gemeinde Laas auf, sich mit dessen Rolle im Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Weder Kaser noch Bicker haben Bücher von Tumler gelesen.

Links: Ferruccio Delle Cave; die Referenten v.l.: Hans Heiss, W. Burger, Dorothea Zanon, Johann Holzner

von Heinrich Zoderer

D

ie Gemeinde Laas hat diese Anregung aufgegriffen und in Zusammenarbeit mit dem Künstlerbund, dem Bildungsausschuss und der Bibliothek Laas am 22. März zu einer Diskussionsveranstaltung über Franz Tumler eingeladen. Ferruccio Delle Cave, Kurator des Franz-Tumler-Preises und Leiter des Kreises Südtiroler Autoren im Südtiroler Künstlerbund konnte namhaften Referenten und viele Tumlerfreunde begrüßen, welche sich einen ganzen Nachmittag lang mit Franz Tumler, seinem Werk und seiner NS-Vergangenheit beschäftigt haben. Bürgermeister Andreas Tappeiner erinnerte daran, dass Tumler nicht nur regelmäßig nach Laas kam, um seine Verwandten zu besuchen, sondern auch viel über Laas geschrieben hat und deshalb die Bibliothek, eine Straße und der über Südtirol hinaus bekannte Literaturpreis seinen Namen trägt. 1982 - zu seinem 70. Geburtstag - erhielt Franz Tumler die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Laas. Herbert Raffeiner, in dieser Zeit Kulturreferent, erzählte, dass es damals keine Diskussion über die Rolle Tumlers während der Zeit des Nationalsozialismus gegeben

habe. Der Gemeinde sei damals auch nicht bekannt gewesen, dass Tumler besonders mit seinem Werk „Der Soldateneid“ zu den 10 bedeutendsten Autoren des NS-Regimes gezählt hatte und mehrfach ausgezeichnet worden war.

Die Ambivalenz zwischen politischer Unterwürfigkeit und der Suche nach dem eigenen Weg Hans Heiss beleuchtete als Historiker und als Experte für die regionale Zeitgeschichte den gesellschaftspolitischen Hintergrund, in dem Franz Tumler aufwuchs und der sein Denken prägte. Es war die Kriegserfahrung, der Mangel, die Entbehrungen und die Härten dieser Zeit. Seine Generation lebte in der Zerrissenheit zwischen Faschismus und Nationalsozialismus. Durch den Faschismus ihrer Kultur beraubt, lag die Hoffnung auf Deutschland und nach dem Anschluss Österreichs ersehnten viele die „Heimholung“ Südtirols ins Reich. Der frühe Tod des Vaters und die Umsiedlung nach Linz verstärkten bei Tumler die Unsicherheit und das Gefühl der Nichtzugehörigkeit. Bemerkenswert ist nach Heiss, dass Tumler nach dem


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Franz Tumler Kurze Biographie: 1912 in Bozen geboren sein Vater, Gymnasiallehrer, starb 1913 seine Mutter war aus Oberösterreich er lebte nach dem Tod seines Vaters in Linz 1930 – 1938 Grundschullehrer seit 1938 freier Schriftsteller 1941 freiwilliger Kriegsdienst, Marineartillerie seit 1952 Aufenthalte in Berlin Direktor der Literaturabteilung der Akademie der Künste 1998 in Berlin gestorben und begraben Bekannte Werke Das Tal von Lausa und Duron, 1935 Der Soldateneid, 1939 Ein Schloss in Österreich, 1953 Der Mantel, 1959 Nachprüfung eines Abschieds, 1961

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Volterra. Wie entsteht Prosa, 1962 Aufschreibung aus Trient, 1965 Schüsse auf Dutschke, 1968 Welche Sprache ich lernte, 1970 Das Land Südtirol, 1971 Neue Werkausgaben im Haymon Verlag Aufschreibung aus Trient. Roman Nachprüfung eines Abschieds. Erzählung Der Schritt hinüber. Roman Volterra. Wie entsteht Prosa Das Zerteilen der Zeit, Gedichte Einige Ehrungen 1967 Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste 1971 Adalbert-Stifter-Preis 1981 Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse 1982 Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Laas 1985 Walther-von-der-Vogelweide-Preis 1985 Verdienstkreuz des Landes Tirol

des Nationalsozialismus keine Nähe zu dieser Ideologie zu finden sei. Im Werk „Der Soldateneid“ ist die Begeisterung für die NaziIdeologie erkennbar, aber besonders nach dem Zweiten Weltkrieg hat Tumler eine neue Schreibweise entwickelt. Im Werk „Wie entsteht Prosa“ reflektiert er über die Sprache. Wissen und Erkenntnis werden in Frage gestellt. Nach seiner Übersiedlung nach Berlin war Tumler mit Autoren wie Böll und Benn und der Gruppe 47 in Kontakt und entwickelte mit seinen literarischen Werken eine neue Erzählweise. Allerdings hat er sich nie explizit von der NS-Ideologie und seinem politischen Engagement in dieser Zeit distanziert.

Literarischer Außenseiter und Vorreiter der Moderne

Teilnehmer bei der Diskussionsveranstaltung über Franz Tumler in Laas

Krieg mit dem jüdischen Essayisten Jean Amery befreundet war. Wilfried Stimpfl erzählte in der Diskussion, dass seine 103 Jahre alte Mutter ihm die Frage stellte: Was wisst ihr Jungen, wie es damals war? Thomas Strobl, der seine Diplomarbeit über Tumler geschrieben hat, stellte die Frage nach der Wahrheit. Es sei nicht einfach diese bei Tumler zu finden. Er war nicht ehrlich und habe getrickst, habe aber viele Spuren gelegt und ein phantastisches Werk hinterlassen. Deshalb sei die Gemeinde Laas zu beglückwünschen, ihn zum Ehrenbürger gemacht zu haben, aber auch der Preisträger, der es gewagt habe, auf die Vergangenheit von Tumler hinzuweisen. Tumler sei nicht vollendet und werfe viele Fragen auf, diesen müsse man sich stellen, so Strobl. Stimpfl meinte, dass die Wahrheit viele Gesichter habe.

Tumler hat sich nicht explizit vom Nationalsozialismus distanziert, aber einen Bruch in der Schreibweise vollzogen und eine neue Erzählweise entwickelt Universitätsprofessor Johann Holzner aus Innsbruck betonte in seinem Referat, dass im Werk Tumlers vor der Zeit und nach der Zeit

Nach Dorothea Zanon vom Haymon Verlag hat sich Tumler durch seine geänderte Schreibweise leise aber glaubwürdig von seinen Schriften aus der Zeit des Nationalsozialismus distanziert. Sie zeigte sich erfreut, dass der Haymon Verlag einige Werke von Franz Tumler neu herausgibt und so ein etwas in Vergessenheit geratener Schriftsteller wieder gelesen werden kann. Tumler hat viele junge Autoren beeinflusst und sein Werk ist nach wie vor aktuell. Zanon betonte besonders die Lebendigkeit der Sprache und das genaue Darstellen menschlicher Beziehungen. Damit ist Tumler ein Vorreiter der Moderne. Wilhelm Burger, der seine Dissertation über Tumler geschrieben und ihn in den letzten fünf Lebensjahren regelmäßig besucht hat, erzählte, dass Tumler viele junge Schriftsteller gefördert hat. Über seine NS-Vergangenheit wollte er aber nicht sprechen. Auch Herbert Raffeiner, der Tumler zweimal in Berlin besuchte, hat ihn auf seine NS-Vergangenheit angesprochen. „Man unterliegt im Leben Irrtümern!“ Mehr wollte Tumler dazu nicht sagen.

Niemand forderte die Aberkennung der Ehrenbürgerschaft Bei der Diskussionsveranstaltung stellte niemand die Forderung, Tumler die Ehrenbürgerschaft abzuerkennen bzw. die Straße und die Bibliothek sowie den Tumler-Preis umzubenennen. Franz Tumler ist unbestritten eine literarische Größe, ein Vorreiter der Moderne, der Vater der Südtiroler Gegenwartsliteratur. Verena Tröger, die Kulturreferentin, teilte am Ende der Veranstaltung mit, dass im Herbst ein Film über Tumler gezeigt und die Diskussion über seine Person und sein Werk weitergeführt wird.


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Die „Goldene Rose“ in Schlanders

Foto: Goldene Rose

Ein Hotel zum Genießen....


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Die neu gestalteten Zimmer im Genusshotel „Goldene Rose“ in Schlanders beherbergen bereits die ersten Gäste. Während der Gaststättenbetrieb reibungslos weiterlief, hat man den hinteren Trakt des Hotels - Zimmer und Speisesaal – in den vergangenen Wochen und Monaten umgebaut. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Hier, im Rosenwirt, wie das traditionsträchtige Haus von den Einheimischen genannt wird, würde wohl jeder gerne Urlaub machen. von Angelika Ploner

A

lles ist aus einem Guss: Die Farbwahl, die Möbel, das Interieur, die Dekoration. Die 25 Zimmer und der Speisesaal im Rosenwirt haben ein neues, modernes und aufeinander abgestimmtes Design bekommen. Verantwortlich dafür zeichnet das Innendesignstudio Köck & Bachler. Das Tiroler Interieurbüro bedient seit Jahren die Spitzenhotelerie und führt in seinem Portfolio viele – auch Südtiroler – Hotelumbauten. Die Hülle, der Außenentwurf, stammt vom Architekturbüro Leo

„

Wir waren sehr darauf bedacht, mit Handwerkern und Lieferanten aus Schlanders und Umgebung zu arbeiten. Mit den Architekten Leo Gurschler & Michael Reichegger, sowie dem Innenarchitekturbüro Köck & Bachler haben wir zwei ausgezeichnete Partner gefunden. Wir bedanken uns bei allen Handwerkern, Architekten und Lieferanten für die problemlose Zusammenarbeit. von Agnes und Thomas Wielander

Gurschler: Der junge Architekt Michael Reichegger hat viel Zeit investiert und den Bau vorbildlich begleitet. Optisch nimmt der Umbau außen den Stil des alten Hauses auf: Immerhin wartet der Rosenwirt mit einer

über 100-jährigen Tradition auf, für viele in Schlanders ist das Gasthaus schlicht eine Institution. Zeitlos, modern und gemütlich haben Köck und Bachler das Ambiente konzipiert: auf Wunsch der Gastgeber Agnes und Thomas Wielander. Mit Liebe zum Detail wurde gearbeitet. Das sieht und spürt man: alles in den Zimmern konzentriert sich auf das Wohlbefinden und die Zufriedenheit des Gastes. In den großzügig geschnittenen Zimmern dominieren deshalb warme Töne, Erdtöne, die ein freundliches und gemütliches Ambiente anbieten, eines zum Wohlfühlen. Polsterbett, Schrank, Couch und Beistelltisch harmonieren optisch hervorragend, sind – ganz nebenbei erwähnt – Einzelstücke, von Köck und Partner nur für den Rosenwirt entworfen und von der Tischlerei Schwienbacher gefertigt. Schlicht und doch edel tritt das Interieur auf, charmant, zeitlos, auch kuschelig. Verstärkt wird dieser Eindruck zudem durch gezielt geführtes, indirektes Licht. Die Böden tragen flauschigen Teppich, die Bäder hingegen großformatige Fliese und hochwertige Armaturen: Das Konzept ändert sich von Zimmer zu Zimmer nur leicht. Mitunter nimmt das Interieur Bezug auf den Namen des Hauses: Die Rose, das Aushängeschild des Hauses, ist an den Türen zum Bad angedeutet. Kulinarisch verwöhnt werden die Gäste im neuen Speisesaal, der - wie die Zimmer - in neuem Glanze erscheint. Mediterrane, saisonale, mitunter internationale Gerichte werden aufgetischt, die Küche des „Rosenwirts“ bewegt sich auf hohem Niveau. Der Speisesaal ist das neue Schmuckstück im Hause. 

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Fotos: Goldene Rose

Einzigartig im Design: Das Interieur in den neuen Zimmern hat das Tiroler Einrichtungsbüro Köck und Bachler exklusiv für den Rosenwirt geplant. Köck und Bachler: „Losgelöst von den Anforderungen der großen Ferienhotels, war es uns als Innenarchitekten köck+bachler eine große Freude, mit der Bauherrschaft gemeinsam dieses Projekt zu realisieren, das im Herzen von Schlanders steht. Das Engagement der Familie Wielander, ihre Verbundenheit zur Region und die Liebe zu einer zeitlosen Klassik, findet man überall in den neuen Räumen der Goldenen Rose. Wir möchten uns für das Vertrauen und die tolle Zusammenarbeit mit der Bauherrschaft, sowie bei allen Planungs- und Ausführungspartnern, herzlich bedanken - super gemacht!“

Bilder oben: Die Bäder überzeugen durch ein schlichtes und edles Design, das war auch der Wunsch der Gastgeber Agnes und Thomas Wielander.

Foto: Angelika Ploner

Mit einer schlichten Zeremonie wurde der Umbau im April eingeweiht und eröffnet. Im Bild: Agnes und Thomas Wielander (Bildmitte) mit dem RosenwirtsTeam im neuen Speisesaal. Gesegnet hat die neuen Zimmer und den Speisesaal Dekan Josef Mair. Verwandte, Handwerker und Planer kamen, um zu gratulieren und auf eine erfolgreiche Zukunft anzustoßen.


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 Verglaste Vitrinen stellen Genussvolles ins Rampenlicht und gewähren gezielte Ein- und Ausblicke. Der Buffetbereich wurde vergrößert und trägt – wie Wand und Boden im Speisesaal – Naturstein. Die neue Polsterung – samtig und weich - und die Wanddekoration verleihen dem Raum das Besondere: Bilder von der Hobbymalerin Christine Schuster Wielander zieren die Wände im Speisesaal und in den Zimmern. Sie nehmen die Umgebung auf und zeigen als Motive vor allem Vinschger Höfe, Gehöfte, die golden gerahmt ihrerseits wiederum Bezug auf den Namen des Hauses, die „Goldene Rose“, nehmen. „Nach dem Umbau präsentiert sich die Goldene Rose in neuem Glanz mit Zimmern zum Wohlfühlen, einer ausgezeichneten prämierten Küche zum Genießen und familiärer Gastfreundschaft“: Die Gastgeber Agnes und Thomas Wielander sind zufrieden. Entstanden ist ein feines Refugium für jene, die zum Biken oder Wandern nach Schlanders und in den Vinschgau kommen. Der Quantensprung nach vorne ist gelungen. Und weil genau dieser Anspruch an Qualität beim Rosenwirt in Schlanders groß ist, wird auch immer wieder investiert und die Geschichte und die Tradition damit erfolgreich weitergeschrieben. Denn was hier - auch mit dem Umbau - entstanden ist, geht weit über ein Drei-Sterne-Hotel hinaus. 

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Herzlich gratulieren wir zum gelungenen Umbau und wünschen viel Erfolg in den neuen Räumlichkeiten.


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Nationalpark Stilfserjoch

Der ländliche Raum Fotos: Archiv Nationalpark Stilfserjoch-Walter Anselmi

Das Obere Vetlintal als Pilotregion

Wolfgang Platter, am Tag des 1. Eisheiligen St. Pankratius, 12. Mai 2014

H

eute möchte ich den Leserinnen und Lesern die Bezirksgemeinschaft Oberes Veltlintal und einige Ansätze für das Pilotprojekt „Un futuro per la Magnifica Terra“ vorstellen. Zur Bezirksgemeinschaft Oberes Veltintal sind die 6 Gemeinden Livigno, Valdidentro, Valfurva, Bormio, Valdisotto und Sondalo zusammengeschlossen. Insgesamt wohnten am 31.12.2013 24.903 Menschen in den 6 Gemeinden. Das Pilotprojekt für die zukünftige Entwicklung des Oberen Vetlintales in verschiedenen Wirtschaftsbereichen (mit Ausklammerung von Livigno mit seiner Wertschöpfung aus der Zollfreizone) soll der Europäischen Union zur Finanzierung in der nächsten Finanzperiode 2014-2020 vorgelegt werden. Am 29. April war eine hochkarätige Delegation von leitenden Ministerialbeamten aus fünf verschiedenen Ministerien auf Informationstour im Oberen Veltlintal. Die Delegation wurde von Dr. Fabrizio Barca, dem Generaldirektor im Finanzministerium geleitet. In der Regierung von Ministerpräsident Mario Monti war On. Fabrizio Barca zwischen November 2011 und April 2013 Minister für wirtschaftliche Entwicklungen.

Die Förderung des Binnenlandes Mit dem italienischen Begriff „Aree interne

dell´Italia“ wird jenes weite Gebiet im Landesinneren des italienischen Staatsgebietes zusammengefasst, das hügelig oder gebirgig ist, dessen landwirtschaftlichen Kulturflächen abnehmen und das häufig von Abwanderung oder Überalterung der Wohnbevölkerung betroffen ist. Diesen ländlichen Räumen sollen in der nächsten Siebenjahresperiode 2014-2020 über die EU-Strukturfonds als Finanzierungsinstrumente der Europäischen Gemeinschaft Finanzmittel zugedacht werden. Kriterien für die Förderbarkeit sind dabei, dass Sachbereiche vernetzt und nachhaltige Entwicklungen eingeleitet werden.

Der Ansatz „Makroregionen“ Die Europäische Kommission denkt für die nächste Förderperiode an ein großräumigeres Konzept der sogenannten „Makroregionen“. Umgelegt auf das Gebiet der Alpen bedeutet dies, dass außer den Gebirgstälern auch die städtischen Zentren im Norden und Süden des Alpenbogens in die geographische Abgrenzung des Fördergebietes einbezogen werden sollen. Die Ausweitung des Fördergebietes vom Berggebiet auf die großflächigeren Makroregionen mag vom konzeptionellen Ansatz her verständlich erscheinen, ist aber für das Berggebiet nicht unproblematisch. Am Beispiel Hochwasserschutz erläutert: Zur Überschwemmung in den vorgelagerten Ebenen tragen auch die Wasser aus den Bergen bei und daher ist die

Aufteilung der Geldmittel zur Schadensbehebung auch in den Ebenen durchaus nachvollziehbar. Mehr als im Fördertopf enthalten ist, kann aber nicht daraus entnommen werden. Anders umgelegt: Wenn das verfügbare Geld auf 65 Millionen Menschen in der Makroregion um den Alpenbogen aufgeteilt wird, trifft es statistisch gesehen weniger Geldmittel pro Kopf, als wenn das Fördergebiet die 13,9 Mio. Bewohner der Alpen allein beträfe.

Die Alpen in Zahlen: • 8 Staaten, 5.954 Gemeinden; • 190.568 km2 Fläche (z. Vgl: Südtirol 7.400 km2~ 3,9%); • 13,9 Mio. Einwohner, 60 Mio. Touristen als Besucher im Jahr; • 13.000 Pflanzenarten und 30.000 Tierarten

Die Bedürfnisse des Oberen Veltlintales In der eingangs erwähnten Anhörung vom 29. April haben Vertreter und Wissensträger aus den verschiedenen Sozial- und Wirtschaftsbereichen des Oberen Veltlintales die Bedürfnisse und Nöte in der Bezirksgemeinschaft Oberes Veltlin artikuliert.


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Links: Bormio ist Mittelpunktsort des Oberen Veltlintales. Im Talkessel von Bormio enden drei Seitentäler: die Valdidentro (links im Bild), das Brauliotal (rechts im Bild) und die Valfurva. rechts: Madonni dei Monti in der Valfurva: Wo die Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen aufgelassen wird, kehrt im besseren Fall der Wald zurück, im schlechteren erodiert das Gelände und wird zur hydrogeologischen Risikozone.

Mobilität Was die Erreichbarkeit betrifft, beklagen die Gemeindeverwalter des Oberen Veltlintales die Lage als extremes Randgebiet, das von den großen Verkehrsachsen abgekoppelt ist. In der Zeit der Wintersperre des Stilfserjoches und des San Bernardino-Passes ist das Veltin von Norden her nur über das bemautete Tunnel von Livigno erreichbar. Das Tunnel „Punt la Drossa“ steht im Besitz der Engadiner Kraftwerke als privater Gesellschaft. Die Eisenbahnverbindung von Mailand endet nach Umsteigen in Sondrio in Tirano. Tirano ist der Verknüpfungsbahnhof mit den Rhätischen Bahnen. Die Strecke des Bernina-Expresses ist zum Weltkulturerbe der UNESCO erhoben worden und erfreut sich als Touristenbahn eines spektakulären Benutzerzuspruchs. Die Eisenbahnlinie Sondrio – Tirano fristet vergleichsweise dazu ein kärgliches Dasein als unattraktive Regionalbahn. Der Ruf nach der Untertunnelung des Stilfserjochs verstummte im Oberen Vetlintal nie und wird wieder lauter. Die Veltliner Touristiker erwarten sich vom Tunnel die Anbindung an die Städte und Ballungszentren nördlich der Alpen. Derzeit stammen 70% der touristischen Wertschöpfung im Oberen Veltlintal aus dem Wintertourismus und 30% aus dem Sommertourismus. Die Gemeindeverwaltung von Bormio

betreibt mit einer Initiativgruppe die Bewerbung der Stilfserjoch-Passstraße zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Die schulische Ausbildung Was die schulische Ausbildung betrifft, haben die Pflichtschulen im Oberen Veltlintal das Problem aller Randgebiete: Häufiger Lehrerwechsel und schwankende Schülerzahlen. Doppelte Klassenzüge kommen nicht überall und nicht jährlich zustande. Häufiger Einsatz von Supplenzlehrern macht Schulorganisation schwierig. Was das Angebot an Oberschulen betrifft, besteht in Bormio ein Oberschulzentrum mit Handelsoberschule, Hotelfachschule und Sport-Gymnasium. Die Hotelfachschule hat stabile, ja steigende Schülerzahlen. Ein weiteres Problem des Oberen Veltlintales ist jenes, das vielen peripheren und ländlichen Räumen gemeinsam ist: die Abwanderung der Akademiker aus dem Gebiet nach deren Studienabschluss mangels qualifizierter Arbeitsplätze im Gebiet. Die meisten Veltlintaler Studenten besuchen die Universitäten von Mailand und Brescia. Mailand ist von Bormio 220 km oder drei Autostunden entfernt.

Die medizinische Versorgung In der medizinischen Versorgung gibt es neben der Basismedizin in den einzelnen Gemeinden mit dem Bezirkskrankenhaus

in Sondalo die Grundversorgung mit den Abteilungen für Interne Medizin, Chirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe. Das Krankenhaus „Morelli“ in Sondalo war vormals ein großes und anerkanntes Lungensanatorium, aufgeteilt auf vier große bauliche Strukturen. Heute ist nur mehr einer der vier Flügel als Bezirkskrankenhaus besetzt und benützt. Die restliche, architektonisch interessante und wertvolle Kubatur hart einer Bestimmung.

Die Landwirtschaft Ein markanter und vielleicht der augenfälligste Unterschied zwischen dem Oberen Vinschgau und dem Oberen Veltlintal ist der flächenmäßig bedeutsame Verlust der Berglandwirtschaft im Veltlin. Viele Dauerwiesen werden im Oberen Veltlintal nicht mehr gemäht und verbuschen. Hangterrassierungen, an welchen vormals Ackerbau betrieben worden ist, sind aufgelassen worden. Bergmahder bleiben ungepflegt. In der Lombardei fehlt das rechtliche Instrument des geschlossenen Hofes. Der landwirtschaftliche Besitz ist nach Generationen langer Erbteilung kleinflächig und zerstückelt. Zum Vergleich: In Südtirol beträgt der Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft landesweit 10,0% der Erwerbstätigen, im Vinschgau 17,2%, während dem er im Oberen Veltintal unter 9% liegt.


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In Vetzan waren die geschätzten Schiedsrichter der 11 Spiele des Turniers zwei Brüder aus Albanien und zwar Kadrija und Besmir Haki

Beispielhaft war der Einsatz von Patrick Paris (im Bild mit Julian Plack), Präsident des Sportvereines Vetzan. Er leitete die Organisation in Vetzan zusammen mit Hannes Ille, dem Delegierten für die SpG, und half gleichzeitig andauernd in der Kontainer-Bar mit. (lp)

Foto: Leonardo Pellissetti

Der Präsident ist auch freiwilliger Helfer

Foto: Leonardo Pellissetti

Die Schiedsrichter

U 8 Turnier gestartet Das Turnier der Jüngsten ist am 25. April in Burgeis und in Vetzan gestartet. Angenehmes Wetter und eine gute Stimmung von Kindern und Eltern charakterisierten die von den Sportvereinen und vom VSS organisierten Veranstaltung. Insgesamt verfolgten das Turnier rund 1000 Personen. von Leonardo Pellissetti

E

v.l.: Laas I mit Trainer Günther Platzer, Latsch (Trainer Hannes Platzgummer, Karin Pohl, Michael Tscholl)

Fotos: Leonardo Pellissetti

in schöner Fußball-Nachmittag war der 25. April in Burgeis und in Vetzan, in sonniger Lage liegende Fraktion von Schlanders. Organisiert wurde das U 8-Turnier von den Sportvereinen von Burgeis und von Vetzan mit der konstanten Anwesenheit von Karl Schuster, zuerst präsent in Burgeis und dann in Vetzan - mit der VSSTurnier-Dokumentation immer bei sich. Die Hauptakteure waren die kleinsten Vinschger Fußballer, circa 240 Spieler, die am U8-Turnier teilnahmen. Insgesamt 22 Mannschaften, bestehend aus 7 Feldspielern plus Torwart, bestritten 22 Spiele (2 Spiele pro Mannschaft) von je 15 Minuten ohne Pause. Die Begeisterung war enorm: vor jedem Spiel wurde mit lautem „Zicke Zacke Zicke Zacke Hoi Hoi Hoi“ gegrüßt. Gelaufen und gekämpft wurde ohne Pause und doch korrekt, am Ende haben sich die Sieger glücklich auf dem Rasen gerollt. Zu erwähnen sind die Anwesenheiten von Melanie Traut, Sekräterin der Bezirksgemeinschaft in Vertretung von Margit Gurschler, der organisatorisch rechten Hand von Karl Schuster, der Bürgermeister von Martell Georg Altstätter, der LAC Vinschgau Raiffeisen/Präsident Heiner Pohl und Birgit Heidegger, Tochter des Naturnser BM, die letzten zwei als Eltern von spielenden Kindern. Karl Schuster sagt, dass die Turniere der U 8 erfreulicherweise und naturgemäß immer von jungen Müttern begleitet würden. Dieser Umstand bringe für seine Tätigkeit immerhin eine optische Entschädigung. Anschließend an die Spiele wurde von den austragenden Sportvereinen und vom VSS den kleinen Fußballern eine Marende angeboten. Die hatten sich diese verdient, nachdem sie ihre Kräfte für den Sport voll eingestzt hatten. Die nächsten Etappen des Turniers werden am 15.5. in Martell und Reschen und am 9.6. (Pfingstmontag) in Prad das Abschlussturnier mit Preisverteilung sein.

v.l.: Schlanders III mit Trainer Alessio Rodaro, Schlanders I mit Trainer Oliver di Principe

Die Mannschaften In Burgeis: Burgeis, Eyrs/Tschengls, Glurns, Laatsch, Mals, Oberland, Prad I, Prad II, Prad III, Schluderns, Taufers. In Vetzan: Goldrain, Kastelbell, Laas I, Laas II, Latsch, Martell, Morter, Naturns, Schlanders I, Schlanders II, Schlanders III.


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Schwimmclub Vinschgau/Raiffeisen – SSV Naturns

Traditionelles Kräftemessen am Feiertag A

Siegmar Trojer mit den Vinschger und Naturnser Nachwuchsschwimmern

Foto: Sarah Mitterer

m 1. Mai fanden traditionell die VSS-Frühjahrsmeisterschaften statt, an denen die deutschsprachigen Schwimmvereine aus ganz Südtirol teilnehmen. Während der Wettkampf früher immer in Bozen ausgetragen wurde, findet er seit einigen Jahren in Meran statt. Auch die Athleten der beiden Vinschger Vereine, der Schwimmclub Vinschgau/ Raiffeisen und der SSV Naturns, waren dabei. Während sich am Vormittag die Kinder im Schwimmbecken messen durften, waren am Nachmittag die Schüler und ältere Kategorien im Einsatz. Lukas Hanny gewann Silber, sein um ein Jahr jüngerer Vereinskollege Ivandro Gögele belegte Rang 6, war aber der Zweitbeste seines Alters. Anita Wielander schrammte als Vierte knapp am Podest vorbei, war aber die schnellste ihres Jahrganges. Die Bubenstaffel

musste sich ebenfalls mit Blech begnügen. In der allgemeinen Kategorie holte Simon Laimer über 100 m Rücken die Bronzemedaille. Zufrieden mit ihrer Leistung konnten Melanie Kobler, Delia

Wallnöfer, Ronja Spechtenhauser, Mara Obexer, Tobias Geneth, Zakaria El Miroun, Lena Obexer, Michaela Holzer, Jasmin Sailer, Alexander Unterthiner, Eliah Trojer, Joel Weissenegger, Manuel Matzohl, Leonardo

Recchia, Simon Holzer, Sophie Abler, Emma Rainer, Nadja Windegger, Lisa Maringgele, Julia Höller, Manuel Tumler, Claudia Peer, Andreas Tscholl, Martin Karnutsch, Karoline Wielander und Michael Tscholl sein. In der Vereinswertung belegten die beiden Vinschger Teams, die gemeinsam unter dem Namen Schwimmclub Vinschgau/Raiffeisen gestartet waren, mit 30 Punkten den sechsten Platz. (sam)

Naturns – Schnals

Kastelbell - Fußballcamp

Erster Ötzi siegt wieder

Hansi-Dorfner-2014

v.l.: Oswald Weisenhorn, Roland Osele, Emmanuel Vaudan Fünfter wurde Frowin Stecher. Bei den Damen krönte Susanne Mair eine tolle Aufholjagd mit dem Sieg. Nach 4:13.51 Stunden überquerte die Österreicherin die Ziellinie vor der Meranerin Alexandra Hober, die den Ötzi Alpin Marathon schon einmal

2011 gewonnen hat. Ebenfalls schon einmal auf Platz eins gelegen hat die diesjährige Drittplatzierte Nina Brenn. Die Schweizerin hatte sich im vergangenen Jahr auf verkürzter Strecke durchgesetzt. Auf Platz 4 schaffte es die Latscherin Anna Pircher. Im Team-Wettbewerb siegte bei den Herren das Team corsainmontagna.it/Scott mit Franz Hofer, Luca Cagnati und Matteo Eydallin mit 3:00.25. Das schnellste Damen-Team kam aus dem gleichen „Stall” corsainmontagna.it/SCOTT mit Sofia Pezzati, Elisa Desco und Michela Benzoni (3:53.34). Zufrieden waren nicht nur die 372 Finisher aus sechs Nationen, sondern auch OK-Chef Peter Rainer: „Alles ist dank über 220 freiwilligen Helfern reibungslos über die Bühne gegangen. Wir haben einen tollen, spannenden Wettkampf gesehen.“ (ew)

V

om 26. bis am 30. August 2014 findet heuer das 14. Hansi-Dorfner-Fußballcamp des ASV Kastelbell-Tschars statt. Höhepunkt ist dieses Jahr ein besonderes Jubiläum: Die Hansi-Dorfner-Fußballschule feiert 20 Jahre. Alle Teilnehmer werden deshalb ein Überraschungsgeschenk erhalten. Einschreibungen werden ab sofort entgegen genommen. (ap)

E-Mail-Adresse: thurngut@ rolmail.net. Informationen Franz Weithaler 335 59 18 006 Angemeldet werden können die Jahrgänge 2000 bis 2008. Anmeldeschluss ist der 20. Juni.

Foto: Angelika Ploner

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Foto: Elke Wasmund

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Wind-Termine

Familienfest

Heimatbühne Langtaufers

„Lügen haben junge Beine“ Komödie von Ray Cooney Regie: Patrik Eller Ort: Kulturhaus von Pedross – Langtaufers Achtung: wegen des Ausfalls eines Spielers gibt die Heimatbühne Langtaufers bekannt, dass die Premiere und die weiteren Aufführungstermine verschoben werden müssen. Beginn 20.00 Uhr! Die neuen Termine: S a. 17.05.14, 20.00 Uhr; So. 18.05.14, 16.00 Uhr; Sa. 24.05.14, 20.00 Uhr; So. 25.05.14, 20.00 Uhr; Reservierung: Tel. 347 251 59 27 (Sylvia Klöckner)

Der Kreis – Theater im Vinschgau „Don Quijote“

nach Miguel de Cervantes Bearbeitung und Regie: Christoph Brück Ort: Kulturhaus Karl Schönherr, Schlanders Aufführungstermin: P remiere: Fr. 23.05.14, 20.00 Uhr; Sa. 24.05.14, 20.00 Uhr; So. 25.05.14, 17.00 Uhr; Mo. 26.05.14, 20.00 Uhr; Reservierung: Tel. 348 7439724 (Nadja Senoner) täglich ab 16.00 Uhr oder über reservierung@derkreis.it

Jahrestag/Danksagungen

der Pferdefreunde Glurns

Wann: Sonntag, 25. Mai 2014 – ab 10.00 Uhr Wo: Gelände der Pferdefreunde bei Söles Programm: Kinderanimation, Kinderreiten, Kinderschminken, Spiele, Musik, Unterhaltung mit Speis und Trank Alle sind herzlich eingeladen. Eintritt frei

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Jahrestag/Danksagungen Auferstehung ist unser Glaube Wiedersehen unsere Hoffnung Gedenken unsere Liebe!

Cäcilia Tappeiner geb. Alber

*15.01.1918 † 27.03.2014 Schlanders

Ein herzliches Vergelt’s Gott allen für die Teilnahme an den Rosenkränzen und an der Beerdigung! Danke für jeden Händedruck, für jedes tröstende Wort. Danke allen Verwandten und Bekannten für die vielen Gedächtnisspenden. Bedanken möchten wir uns bei allen, die unserer Mutter im Gebet gedenken.

Die Kinder mit Familien

... gegangen bist du aus unserer Mitte, jedoch nicht aus unseren Herzen... 1. Jahrestag

Danksagung

Erna Raffeiner geb. Renner * 17.11.1954

† 22.4.2014

Kastelbell/Galsaun Wenn ihr an mich denkt, seid nicht traurig. Erzählt lieber von mir und traut euch ruhig zu lachen. Lasst mir einen Platz zwischen euch, so wie ich ihn im Leben hatte. Die überwältigende Anteilnahme war uns ein großer Trost. Familie Raffeiner Norbert, Patrick und Daniel Bestattungen Tonezzer, Schlanders, Tel. 0473/730210

Johann Überbacher *12.05.1921 † 15.05.2013 Schlanders

In stillem Gedenken und dankbarer Erinnerung an all das Gute, das er in seinem bescheidenen, arbeitsamen Leben getan hat, feiern wir am Samstag, 17.05.2014 um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Schlanders den Gedächtnisgottesdienst für unseren lieben Hans. Allen, die daran teilnehmen, sei hiermit herzlichst gedankt. Die Trauerfamilie


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