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Zeitung Vinschgerwind 22-12 Vinschgau Suedtirol

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Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n째 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abge채ndert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen

Nr. 22 (188) 31.10.12 I.P. 8 Jg.

www.vinschgerwind.it

Der Trend zur

Asche

auch im Vinschgau


pr-info

Firmenporträt

systems Standort Schlanders: der Beginn einer Erfolgsgeschichte! Vor über 20 Jahren wurde das IT-Unternehmen systems gegründet. Jetzt zählt der ITDienstleister mit knapp 50 Mitarbeitern zu den führenden Systemhäusern in Südtirol und ist bekannt für den hocheffizienten Support-Service. Wir schreiben das Jahr 1990 als die systems mit drei Mitarbeitern in Schlanders gegründet wurde. Drei Jahre später bereits, wird der Sitz in Bruneck und 2000 der Sitz in Bozen eröffnet. Geführt wird nun das Unternehmen von den beiden Geschäftsführern Gustav Rechenmacher und Michael Hellweger.

Ausbau des Leistungsportfolios. Vom typischen

Der Support-Service hat beim IT Service Leader höchste Priorität

systems GmbH IT Service Leader Bozen | Bruneck | Schlanders systems Standort Schlanders Gewerbegebiet Vetzan 21A I-39028 Schlanders infosc@systems.bz www.systems.bz Tel. 0473 74 00 83 Fax 0473 74 01 19 Rene Raffeiner Rene.raffeiner@systems.bz Direkt 0473 876661 Mobile 346 6081600

Hardware-Anbieter hat systems schrittweise die Geschäftsbereiche strategisch erweitert. Die Motivation und die Gründe dahinter waren klar. systems wollte nicht nur ein HardwareLieferant bleiben sondern als langfristiger ITPartner dem Kunden helfen die betriebliche Leistung zu steigern, Kosten zu sparen und Prozesse zu optimieren. Nun, knapp ein viertel Jahrhundert später, umfasst das Leistungsportfolio neben der klassichen IT-Infrastruktur wie Hardware,Software und hochverfügbaren Support-Services, auch IT-Sicherheit, Software für die Fakturierung/ Verwaltung/Buchhaltung in Unternehmen und Hotels sowie Lösungen zum Archivieren und verwalten sämtlicher Unternehmensdaten. Auch Trends wie das Cloud-Computing bietet systems an. Mittlerweile ist systems Marktführer in den bereichen Hotel-Management, Informationsmanagement und IT-Sicherheit.

Die Vision: IT Service Leader. Um höchste

Leistungen in allen Disziplinen zu erreichen, verfolgt systems ein übergeordnetes Ziel: der beste Support-Service Südtirols. Dazu Gustav Rechenmacher: „Unser Steckenpferd ist das Konzept des Vertrauenstechnikers. Jeder Kunde bekommt bei uns seinen persönlichen Techniker, der über die direkte Durchwahl, E-Mail und Handy erreichbar ist. Durch den zusätzlichen Helpdek und den 7-TagePlusSupport wird der Service 365 Tage im Jahr garantiert, sogar außerhalb der gewöhnlichen Geschäftszeiten.“ Auch wenn das IT-Unternehmen systems bereits führend im SupportService ist, ruht es sich nicht auf den Lorbeeren aus. Denn Support-Services sind nur ein Teil der Vision. Mit der Erweiterung unseres Beratungsteams durch Rene Raffeiner kann systems im Vinschgau und Burggrafenamt seit einigen Monaten einen noch besseren Beratungsservice anbieten und den Kunden helfen, die betriebliche Effizienz zu optimieren und die Produktivität zu steigern. All dies wird umgesetzt um letztendlich dem Kundenversprechen gerecht zu werden: IT Service Leader in Südtirol.

Kapital Mitarbeiter. Der Erfolg kommt

nicht von alleine. Denn langfristiger Erfolg benötigt vor allem eines: gute, treue Mitarbeiter. Das weiß die Geschäftsführung von systems und lebt eine offene, ziel-orientierte Kultur des selbstständigen Mitarbeiters. Freiräume schaffen, Freiraum lassen, Vertrauen geben. Dies ist der Leitsatz welcher im Unternehmen gelebt wird. Dass dies bei den Mitarbeitern sehr gut ankommt, zeigt die Auszeichnung beim Wettbewerb „Bester Arbeitgeber Südtirols“, wo systems auf Anhieb den zweiten Platz in der Kategorie 20-50 Mitarbeiter erreicht hat.

Rene Raffeiner, der kundennahe Verkaufsberater für den Raum Vinschgau


Inhalt

Kommentar

Inhalt Burgeis: Der Bauernvertreter verlässt die Fraktion

Seite 4

Taufers/Mals: Volksabstimmung ist verschoben

Seite 4

Schluderns: Was wollen die Bauern?

Seite 4

Laatsch: Verschnupfte Fraktion

Seite 5

Prad/Vinschgau: Stern im Stern

Seite 5

Leser-Foto: Die Frost-Lücke

Seite 5

Titel (Bild): Staub zu Staub...

Seite 6

Schluderns/Vinschgau: Tourismus-Bildersturm Seite 8 Schnals: Der Bremser

Seite 8

Glurns/Vinschgau: Wirtschaftler besuchen Whisky-Macher

Seite 9

Burgeis: Zukunfskonferenz der Gemeinde Mals

Seite 12

Fürstenburg/Vinschgau: 1. Südtiroler Alpkäseverkostung

Seite 13

Menschen: Herbert Pinggera, Stilfs-Fragges

Seite 15

Mals: Keschtn und Kürbis beim Gollimorkt

Seite 17

Vinschgau/Val Müstair: Sänger sprengen Grenzen

Seite 17

Laatsch: Originell und gesellig war der Laatscher Markt

Seite 18

Naturns: Naturns feiert Erntedank

Seite 27

Sonderthemen: Der Texelturm / Industriezone Laas / Immobilien

ab Seite 39

von Chefredakteur Erwin Bernhart

Links von der Mitte In der Parteienlandschaft fehlt mir ein Teil: Zwischen Grün und SVP klafft eine Lücke - die Sozialdemokratie. Bei den Grünen will der hehre Hans Heiss nicht mehr kandidieren. Nach der Christl Kury ist damit auch das zweite Zugpferd der Grünen weg. Und die Grünen verweigern sich beharrlich einer Personaldiskussion. Wer da wohl kommen mag? Jedenfalls fehlen mir die Sozis. Denn, wenn man die derzeitigen Probleme der Mehrheitspartei SVP weiterdenkt und die Landtagswahl näher rückt, wohin rücken dann wohl viele Wähler? Schon bei den letzten Wahlen hat sich ein starker Block als Alternativbe angeboten: die Freiheitlichen. Wohl in Ermangelung an Alternativen haben die Freiheitlichen dann 5 Leute in den Landtag schicken können. Also hat sich ein recht kompakter rechter Block etablieren können. Denkt man diese Entwicklung aus der Vergangenheit in die Zukunft - wo werden die Wähler dann ihr Kreuz anbringen? Mir fehlt die Partei mit dem Hausverstand, links der Mitte.

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Politik & Lokales

Burgeis

Gemeinderat in Taufers im August 2012 v.l.: BM Hermann Fliri, VEK-Präsident Albrecht Plangger und Gemeindesekretär Anton Patscheider: Die Frage Rambach wird wohl zur Zangengeburt

Der Buggler geht

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er Fraktionsausschuss von Burgeis hat ein Mitglied verloren. Urban Telser, seit sechs Jahren im Ausschuss für die Landwirtschaft zuständig und bekannt als unermüdlicher Buggler und auch als einer, der sich kein Blatt vor dem Mund nimmt, ist vor knapp einem Monat zurückgetreten. Grund dafür waren harte Meinungsverschiedenheiten im Ausschuss. Die Fraktion hatte mit der Firma Leitner ausgemacht, dass der Beton-Sockel des ersten Windrades auf der „Marein“ im Boden bleiben soll, die Ränder sollen abgespitzt und der Betonsockel dann mit Erde zugedeckt werden. Die Entfernung des Sockels hätte an die 40.000 Euro gekostet. Dieses Geld stellt nun Leitner der Fraktion zur Verfügung. Telser vertrat die Meinung, dass mit diesem Geld ein Teil der rund 16 Hektar goßen Weide „Marein“ planiert und in Wiesen umgewandelt werden solle. Dagegen waren die anderen Mitglieder des Fraktionsausschusses. „Wir werden die Weide sauber herrichten lassen. Mit dem Restgeld werden wir allerdings unter anderem die Weiden auf den Almen meliorieren“, sagt Fraktionsvorsteher Florian Punt (Bild). Telser fühlte sich auch von den anderen Bauernvertretern im Fraktionsausschuss im Stich gelassen und hat seinen Rücktritt bereits in der Gemeindestube und in der Fraktion Burgeis schriftlich deponiert. Welche Agenda der Nachfolger von Telser im Ausschuss bekommen wird, steht laut Fraktionsvorsteher Punt nicht fest. Er werde sich das überlegen müssen. (eb)

Wind - online

Umfrage auf www.vinschgerwind.it

Soll LH Luis Durnwalder aufgrund des neuerlichen SEL-Skandals zurücktreten? (140 abgegebene Stimmen) 83,6 %

(117 Stimmen)

16,4 %

(23 Stimmen)

JA

NEIN

Neue Umfrage: Würden Sie Ihre sterblichen Überreste einäschern lassen wollen? 4

Der Vinschger Wind 22-12

31.10.12

Taufers i.M./Mals

Peinliche Geschichte

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i­e Volksbefragung zum Thema Rambach ist um eine Peinlichkeit reicher. Die Gemeinde Taufers hat ihre Satzungen nicht im Griff. Dort steht nämlich drinnen, dass eine Fragestellung für eine Volksbefragung von eine Fachkommission zu prüfen sei. Das haben die Tauferer nicht getan. Nun wird die Volksbefragung in der Gemeinde Taufers vorerst auf unbestimmte Zeit verschoben. „Es ist halt passiert“, bedauert BM Hermann Fliri. Der Fehler ist ausgerechnet einem Erfahrenen seines Faches widerfahren: dem derzeit provisorischen Gemeindesekretär Toni Patscheider. Patscheider hat vor seiner Pensionierung und vor seinem Wechsel nach Taufers in Mals Änderungen an der Satzung für die direkte Demokratie vornehmen müssen. In Mals wurde jener Artikel aus der Satzung gestrichen, der eine Überprüfung der Fragestellung vorgesehen hätte. Vor

lauter direkter Demokratie ist Patscheider davon ausgegangen, dass dies auch in Taufers der Fall war. Zumal die Initiative von den Gemeindeverwaltern ausgegangen ist. Allerdings hat sich auch kein einziger Gemeindeverwalter um die Satzung bzw. um die entsprechenden Artikel darin gekümmert. Nun ist Taufers in der Defensive. Im Gemeinderat am vergangenen Donnerstag wurde eine Delegation unter der Führung von Margit Gaiser zusammengestellt, die den Malser Bürgermeister Ulrich Veith davon überzeugen soll, auch die Volksbefragung in der Gemeinde Mals zu verschieben. Die Volksbefragung soll, so der Tauferer Wunsch, gleichzeitig mit Taufers, so wie es bisher vorgesehen war, stattfinden. Veith will darüber nicht allein entscheiden und wird die Angelegenheit am vergangenen Montag im Gemeinderat diskutiert haben lassen. (eb)

Schluderns

Was wollen die Bauern?

I

m Schatten der großen Diskussionen um Rambach und Windräder hat der Gemeinderat Schluderns am vorletzen Dienstag mehrheitlich beschlossen, die Beregnung für die Bauern querzufinanzieren. Die Gelder dazu sollen aus dem E-Werk kommen, welches die Gemeinde seit langem, mit Wohlwollen der Seledison, plant: Vom Wasserschloss oberhalb von Tartsch soll eine Druckleitung nach Konfall geführt werden und dort ein E-Werk von rund 1 Megawatt Leistung errichtet werden. Rund 7 Millionen Kilowattstunden könnten damit in der Vegetationsperiode produziert werden.

Mittlerweile hat die SEL von einer Beteiligung Abstand genommen, so dass das Werk zu 100 Prozent in Gemeindehand sein wird. Bisher haben die Bauern darauf gewartet, wie viel die Gemeinde an Querfianzierung rüberwachsen lassen will. Nun steht fest, dass es 200.000 Euro pro Jahr sein werden, möglicherweise 10 Jahre lang. Nun wartet die Gemeinde auf die Bauern, die mit einem Beregnungsprojekt kommen müssen. Heuer noch, sagt BM Erwin Wegmann (Bild), sollen die Bauern sagen, ob sie eine Beregnung bauen oder ob sie weiterhin die Waale benutzen wollen. (eb)


Politik & Lokales

Laatsch

„Mit Laatsch wird nicht geredet“ D

ie Laatscher Fraktionsverwalter sind empört. „Seit wir die 160 Unterschriften in der Gemeinde Mals abgegeben haben, ist mit uns nicht mehr geredet worden“, schimpft Albert Hutter. Als ob es di- Die Fraktionsverwalter von Laatsch v.l.: Günther Wallnöfer, Andreas Paulese Unterschriften gar nicht gäbe. Weil die Fraktion michl, Egon Alber, Albert Hutter und Pau Erhard: „Wir werden Zähne zeigen.“ Laatsch Grundbesitzerin am Rambach ist, haben die Fraktionsverwalter von den zwei Gemeinderäten Erich Stocker Nachbarn sollen sich gefälligst aus der Diskussion draußenhalten, und Egon Alber beglaubigte Unterschriften gesammelt, damit nur sagt Hutter, denn im Val Müstair werden alle Seitenbäche für Ein der Fraktion Laatsch über die Zukunft des Rambaches abge- Werke abgeleitet und trocken gelegt. Dass die Fraktionsverwalter stimmt werden solle. „Wir haben weder beim E-Werk in Planeil, für ein Kleinkraftwerk sind, daraus machen sie keinen Hehl. An noch beim E-Werk in Matsch und schon gar nicht bei der Prader die 85 Prozent der Laatscher Bevölkerung sei, so schäzt Hutter, für Sand mitgestimmt“, rechtfertigen die Laatscher ihr Ansinnen. Der ein Kraftwerk am Ram. Notfalls werden sie mit Helmuth Frasnelli Malser Gemeinderat und BM Ulrich Veith haben anders entschie- von der Eisackwerk GmbH reden. Der habe bereits ein Projekt den: Die Abstimmung über den Rambach wird es am 25. Novem- bei den zuständigen Ämtern deponiert. Klar ist, dass die Fraktion ber 2012 auf Gemeindeebene geben. Mittlerweile ist dieser Ter- Laatsch an einem E-Werk beteiligt sein will. Mit den möglichen min nicht mehr sicher (sh. Seite 4). Der Fraktionsvorsteher Paul Erlösen hat man bereits viele Pläne. „Wir werden mit den Geldern Erhard: „Im Dorf fragt man uns immer wieder, was das soll, dass verantwortungsvoll umgehen und es nicht beim Fenster hinausüber den Grundeigentümer einfach drübergefahren wird.“ Erhard schmeißen“, sagen die Laatscher Verwalter. Die Versicherungen war am Rambachdialog mit dabei. Er sagt, dass da nichts heraus- und die Stromheizung für die Kirchen, das Losholz, die Vereine, gekommen sei, außer einer Volksbefragung. Wir fragen uns, ob der Parkplatz für den Sportverein am Sportplatz - Pläne gebe es die Fraktion Laatsch überhaupt zur Gemeinde Mals gehört, erbost genug in Laatsch. Zudem können Renaturierungsmaßnahmen, sich Hutter. Als Grundeigentümer habe man ein erstes Mitspra- von denen in jüngster Zeit die Rede ist, erst durchgeführt werden, cherecht, was am Rambach passieren soll. Und die Schweizer wenn Geld aus einem E-Werk zur Verfügung stehen. (eb)

Prad/Vinschgau/Südtirol

Wind-leserfoto

Neuer Stern im Stern

Die Frost-Lücke

W

Weil der unberechenbare Frost am Ostermontag völlig unerwartet in die Apfelblüte gefahren ist und einige davon „verbrannt“ hat, gibt es heuer im Vinschgau weniger Äpfel - dafür mit guter Qualität - zu ernten. Findige Bauern haben beim Stocken ihrer Kisten darauf reagiert und mit Großkisten-Lücken auf dem Anhänger auf die Frostschäden öffentlich aufmerksam gemacht: der Frost als Loch zwischen den Großkisten - ein verspäteter Osterspaziergang. Thomas Oberhofer aus Martell hat dieses Foto am 04.10.2012 in Göflan aufgenommen.

ährend Ebners „Dolomiten“ täglich LH Luis Durnwalder zu demontieren versuchen, hat die „Neue Südtiroler Tageszeitung“ Neues anderer Qualität zu bieten. Am Dienstag vor einer Woche kam die Schlagzeile „Theiner tritt an“ und wirbelte gehörig Staub auf. Der SVP-Obmann Richard Theiner soll, laut Tageszeitung, einer Vinschger Delegation, bestehend aus dem SVP-Senator Manfred Pinzger, der SVP-Bezirksobfrau Roselinde Gunsch Koch, dem Bezirkspräsidenten Andreas Tappeiner und dem Malser BM Ulrich Veith gegenüber auf die Frage, wie er sich bezüglich einer Kandidatur als SVPSpitzenkandidat verhalten werde, gesagt haben,

dass er sich in dieser schwierigen Situation der Partei in die Pflicht genommen fühle. Damit schließt Theiner eine Kandidatur zumindest nicht mehr dezidiert aus. Die Vinschger Delegation legte Theiner zudem nahe, dass die SEL-Frage auch eine Frage des politischen Überlebens für Theiner sein werde. Dass der neue Stern ausgerechnet im Gasthof Stern in Prad geboren worden ist, mag Zufall sein. Die Nachricht hat ein mittleres SVP-Beben ausgelöst. Tags darauf ließ Europaparlamentarier Herbert Dorfmann, einer der viel genannten Aspiranten, im Tageszeitungs-Interview durchblicken, dass er gegen den amtierenden SVPObmann sicher nicht kandidieren werde. (eb)

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Titel

Feuerbestattung Entscheidend ist die persönliche Willensbekundung Südtirol/Vinschgau - In den Städten Meran und Bozen bewegt sich der Anteil der Feuerbestattungen um 40 beziehungsweise 70 Prozent. Die Orte im Vinschgau sind mit vier bis zwölf Prozent noch weit von diesen Zahlen entfernt. Doch der Trend zeigt auch hier nach oben. Oft scheitern Feuerbestattung an den verbindlichen Willensbekundungen und an den Gesprächen darüber in den Familien. Die Kirche bevorzugt Erdbestattungen, erlaubt aber Feuerbestattungen mit Vorbehalten. von Magdalena Dietl Sapelza

F

rau S. hatte im Bekanntenkreis öfters erklärt, sie wolle nach ihrem Tod verbrannt werden. In der Familie sprach sie das Thema jedoch nie an. Sie verfasste ein Testament und legte dieses etwas versteckt zu ihren persönlichen Papieren. So kam es, dass ihre Nichten erst Tage nach der Erdbestattung von ihrem Wunsch erfuhren.

Feuerbestattungen nehmen zu

Viele gewünschte Kremationen scheitern an der Willensbekundung. Das bestätigen die Bestatter im Vinschgau. Vieles rund um den Tod ist einerseits ein Tabu-Thema, andererseits werden die Formalitäten oft als zu kompliziert empfunden. Eine einfache Form der Willensbekundung, beispielsweise im Gemeindeamt, könnte eine Lösung sein. Vieles im Bereich Bestattungen soll nun vereinfacht werden. Das hat sich die Landesregierung vorgenommen. Deren Mitglieder haben am 21. Juli 2012 einen Gesetz-Entwurf des zuständigen LR Richard Theiner für die Bereiche Bestattungswesen und Feuerbestattung angenommen. Die Durchführungsverordnungen befinden sich derzeit in der Ausarbeitungsphase. Der Feuerbestattung kommt aus hygienischer Sicht, aus Umweltschutz- und Platzgründen eine immer größere Bedeutung zu. Die Überbelegung in vielen Friedhöfen ist prekär. Vieles läuft am Rande des Erlaubten. Jeder Sarg müsste beispielsweise laut Gesetz in zwei Metern Tiefe begraben werden. Doch das ist oft nicht möglich. Feuerbestattungen könnten die Situation entschärfen. Bei 6

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den Feuerbestattungen im Vinschgau ist ganz deutlich ein Nord-Süd-Gefälle festzustellen. Raimund Polin von „Bestattungen Polin“ in Mals spricht von vier bis fünf Prozent. Im Oberland seien die Feuerbestattungen noch sehr selten. Fünf bis sechs Prozent an Feuerbestattungen nennt Patrizio Bertoldin von „Bestattungen Angelus“ in Schluderns. Joachim Tonezzer von „Bestattungen Tonezzer“ in Schlanders beziffert die Zahlen mit acht bis zehn Prozent. Jonas Christanell von „Bestattungen Christanell“ in Naturns spricht von zehn bis zwölf Prozent. Je näher wir der Stadt Meran kommen, umso öfter wählen Menschen die Feuerbestattung. Eine Erklärung für die niedrigen Zahlen im Vinschgau könnte sein, dass die Menschen noch stark in den Traditionen katholischer Prägungen verhaftet sind. Auch der Aspekt, dass Feuerbestattungen bis 1963 von der Katholischen Kirche verboten waren, könnte eine Rolle spielen. Zur Position der Kirche erklärt der Malser Dekan Stefan Hainz: „Die Katholische Kirche bevorzugt eine Erdbestattung. Sie gestattet jedoch auch die Feuerbestattung, vorausgesetzt, dass diese nicht aus Gründen gewählt wird, die den Glauben an die Auferstehung in Frage stellen.“ Die Kirche verlange, dass die Urnen in den Friedhöfen ihre letzte Ruhe finden. Die Kirche spreche sich auch gegen eine Aufbewahrung der Urne zu Hause und gegen die Versteuung der Asche aus. Wer seine Asche verstreuen lassen will, sollte bedenken, dass er den Hinterbliebenen den Ort der Trauer und der Zwiesprache nimmt. Die Kirche

will, dass die traditonelle Friedhofskultur bewahrt bleibt. Diesem Anliegen fühlen sich auch die Bestatter verpflichtet. Trotz Zurückhaltung der Kirche nehmen im Vinschgau die Feuerbestattungen zu, zwar langsam, aber kontinuierlich.

Bestattungsrituale

Die Beerdigungsrituale bei Feuerbestattungen laufen hierzulande im Wesentlichen gleich ab wie bei Erdbestattungen. Der Unterschied ist, dass der Sarg (aus naturbelassenem Holz) mit der/dem Verstorbenen nach der Begräbnisfeier zum Krematorium nach Bozen gebracht wird und als Asche (zirka drei Kilogramm) in der Urne zurückkehrt. „Die Einäscherung erfolgt in Würde, streng gesondert und samt Sarg“, erklärt Bertoldin. Nach der Anmeldung finde diese normalerweise innerhalb weniger Tage statt. Die Urnen können ihre Ruhestätte in den Gräbern (40 Zentimeter mit Erde bedeckt), in den Nischen der Urnenwände oder in Aschenhäusern finden. Diese Einrichtungen fehlen allerdings noch in vielen Vinschger Friedhöfen. Der Gesetzesvorschlag der Landesregierung sieht die Möglichkeit vor, Urnen außerhalb des Friedhofs aufzubewahren. Auch die Möglichkeit, die Asche zu verstreuen ist vorgesehen. Zu alledem braucht es ebenfalls noch klare Richtlinien und ausgewiese Orte, wo Asche verstreut werden darf. Auf dem Bozner Friedhof ist eine Grünfläche dafür bestimmt.

Vorbereitungen treffen

Was muss ich tun, um eingeäschert zu werden? Diese Frage stellen sich viele. Wenn jemand im Familienkreis den Wunsch mündlich äußert, wird dieser von den Angehörigen in der Regel respektiert. Eine Hilfe ist es, wenn vorher darüber gesprochen und der Wille klar festgelegt worden ist. Ist das nicht der Fall, wählen die Angehörigen die Bestattungsform. Grundsätzlich bestimmen der Ehepartner, oder die Mehrheit der Kinder, oder die Mehrheit der Geschwister. Derzeit kann der Wunsch zur Einäscherung als Testa-


Titel

Die Südtiroler Bestatter warten auf klare Regelungen zu den Bestimmungen in den Bereichen Bestattungswesen und Feuerbestattung. Sie fordern unter anderem eine Vereinfachung der Willensbekundung zur Feuerbestattung. Die vier Bestatter im Vinschgau (von oben): Raimund Polin, „Bestattungen Polin“, Mals Patrizio Bertoldin, „Bestattungen Angelus“, Schluderns Joachim Tonezzer, „Bestattungen Tonezzer“, Schlanders Jonas Chistanell, „Bestattungen Christanell“, Naturns

ment bei einem Notar oder einer Vertrauensperson hinterlegt werden. Dabei ist es wichtig sicherzustellen, dass diese Personen vom eventuellen Tod der/des Betroffenen rechtzeitig in Kenntnis gesetzt werden, damit sie auch handeln können. Eine Möglichkeit, den Wunsch sicher erfüllt zu bekommen, ist derzeit die Mitgliedschaft im Einäscherungsverein Socrem, einem privaten Verein mit Sitz in Bozen, der gegen eine Anmeldegebühr von 10 Euro und einen jährlichen Beitrag vom 15 Euro (Beitrag für Ehepaare 12,50 pro Person) über Mitteilungen an die jeweiligen Gemeinden dafür sorgt, dass die gewünschte Einäscherung erfolgt. Die Ermächtigung zur Bestattung, auch zur Feuerbestattung und zur Urnenaufbewahrung, stellt die Wohnsitzgemeinde aus.

Vereinfachung

„Wir wünschen uns, dass die Person ohne finanziellen Aufwand ihren Willen zur Feuerbestattung bekunden kann,“ sagt Jonas Christanell, Präsident des Vereins „Trauerhilfe – Südtiroler Bestattungsunternehmen“. Diesem gehören elf Südtiroler Bestatter an, darunter die Vinschger Christanell und Tonezzer. Der Verein setzt sich, wie auch der Gemeindenverband, für eine Vereinfachung der Willensbekundung zur Feuerbestattung ein. Tonezzer geht noch einen Schritt weiter: „Die Menschen sollten ihre Willensbekundungen auch bei den Bestattern deponieren können“, fordert er. Er werde oft darum gebeten. Derzeit sei es allgemein nicht möglich, verbindliche Informationen zu geben. „Vieles im Bestattungsbereich hängt derzeit in der Luft und es ist höchste Zeit, die längst überholten Gesetze aus den 30er und 40er Jahren anzupassen“, so Tonezzer. LR Richard Theiner habe klare Bestimmungen noch innerhalb des Jahres 2012 versprochen.

Kremierung und Kosten

Was kostet eine Feuerbestattung? „Die Kosten für eine herkömmlich Beerdigung mit Sarg, Blumen, Partezettel, Sterbbilder, Todesanzeige, Transport und Gebühren

variieren je nach individuellen Wünschen und Vorstellungen“, sagt Bertoldin. Eine einfache, bescheidene Erdbestattung kostet bei „Angelus“ 1.400 Euro, ohne die Spesen für Todesanzeige und für Graböffnung - diese Gebühr, die Konzessionsgebühren für Grabstätten und Urnenplätze verrechnet die Gemeinde. Die Tarife sind unterschiedlich. Urnenplätze sind günstiger. Die zusätzlichen Verbrennungskosten beziffert Bertoldin mit insgesamt rund 750 Euro. Die Kremation in Bozen wird mit rund 350 Euro verrechnet (der Preis verändert sich je nach Wartezeit und Kühlung). Für den Transport, zweimal von Schluderns nach Bozen und zurück, verlangt er 400 Euro. Dazu kommt noch die Urne (ab 60 Euro). Auf den ersten Blick sei eine Einäscherung zwar teurer als eine herkömmliche Bestattung, so Bertoldin. Doch wenn man alle Spesen rund um Graböffnung, Grabstein, Grabpflege, Gebühren für Grabkonzessionen betrachte, sei ein Urnengrab langfristig gesehen günstiger. Bei einem Grab in der Urnenwand entfällt beispielsweise die aufwändige Grabpflege, was auch möglichen Streitereien unter Angehörigen um die dafür notwendigen Mittel vorbeugen kann. Einen neuen Weg zur Förderung der Feuerbestattung hat die Gemeinde Schlanders eingeschlagen. Sie übernimmt die rund 200 Euro Mehrkosten für die Einäscherung (Differenz zwischen den Spesen für Graböffnung von 130 Euro und jenen für die Feuerbestattung, exklusive Fahrtspesen). „Erd- und Feuerbestattungen sollen gleichwertig sein. Der Preis darf eine Entscheidung nicht beeinflussen“, erklärt Vizebürgermeisterin Monika Wunderer. „Welche Bestattungsform jemand wählt, soll eine freie Entscheidung sein.“ Hilfreich dabei sind Gespräche im Bewusstsein, dass der Tod zum Leben gehört, auf den man vorbereitet sein sollte. Wenn Frau S. die Möglichkeit gehabt hätte, ihren Willen auf einfache Weise zu bekunden, hätte sie es möglicherweise getan. Ihre Nichten fühlten sich im Nachhinein verpflichtet, den Wunsch der Tante zu erfüllen. Nun ruht die Urne mit ihrer Asche im Familiengrab.

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Wirtschaft

Vinschgau

Schnals

Der Bremser

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inmal mehr als Bremser hat sich der Schnalser BM Karl Josef Rainer (Bild) hervorgetan. Bei der Ratssitzung am 23. Oktober 2012 kam unter anderem die Bauleitplanänderung, eingereicht von der Schnalstaler Gletscherbahn AG, zur Behandlung. Eine neue Tourismuszone in Kurzras soll ausgewiesen werden mit dem Ziel, dort ein Drei-SterneHotel der „Explorer“-Gruppe zu errichten (Vinschgerwind Nr. 20/2012). Die Gletscherbahn hatte ihren Vorschlag auf Wunsch von BM Rainer im Vorfeld abgeändert, so dass auch eine Zone für öffentliche Einrichtungen, im Sinne des bürgermeisterlichen Masterplanes, Platz hat. Kurz vor der Ratssitzung wurden dann noch die Verbände um ihr Gutachten zum abgeänderten Antrag gebeten. Sämtliche Gutachten fielen positiv aus. Trotzdem hat sich BM Rainer bei der Abstimmung enthalten (insgesamt 3 Enthaltungen und 9 Dafür-Stimmen). Nun wird es nochmals spannend: Die Bauleitplanänderung muss durch die Raumordnungskommission. Dort sitzt der BM als Vertreter der Gemeinde Schnals. Im Normalfall setzt sich der örtliche Vertreter für die im Rat mehrheitlich verabschiedeten Bauleitplanänderungen ein. (eb)

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„Vinschgau - Kulturregion in Südtirol“ N

ach 276 Tagen im Amt bricht Vinsch- und Einsparungen erzielt. Nach der Begrügau Marketing das Schweigen. In der ßung durch Marketing-Präsident Matthi„1. Vinschger TourismusRunde“ stellte as Tschenett räumte Sagmeister mit einer Direktor Kurt Sagmeister am vergangenen Erwartungshaltung auf: alle wollen mehr Donnerstag im Schludernser Kulturhaus vor Gäste, durch mehr Werbung. Das sei umzurund 100 Touristikern die Neuausrichtung wandeln: mehr gute Gäste zur richtigen Zeit im Vinschger Tourismus vor - in kämen durch gezieltes neu verpacktem Profil: Land(wirt) Marketing und damit schaft und Produkte, Kultur und langfristig der Erfolg. Kulturlandschaft, Ruhe und RückErst nach zwei bis zugsräume. Im neuen Logo wird drei Jahren werden die dieses Profil unter „Vinschgau Maßnahmen am Markt Kulturregion in Südtirol“ subsumgreifen, sicherte sich miert. Mit einem Bildersturm solSagmeister vorerst ab. len alte Zöpfe verräumt werden: „Wir füllen nicht Bette. „Die sieben Tourismusvereine Unser Hauptjob ist es, haben in ihren Logos eines gedass Südtirolurlauber meinsam, nämlich dass sie nichts auch an den Vinschgau gemeinsam haben“, sagte Sagdenken“, umriss Sagmeister. Künftig sollen alle Torumeister den Aufgabenismusvereine den Zusatz „...in der bereich von Vinschgau Kulturregion Vinschgau haben“. Marketing. Applaus erWeniger dafür mehr Qualität: das hielt ein Kurzfilm, der ist der Hebel, der bei den Druckauf „youtube“ gestellt sorten angesetzt wird. Es gibt ist, in dem das neue nur noch einen Urlaubsbegleiter Profil des Vinschgaus für den Winter. „Bisher wurden gebündelt ist. 250.000 Euro für Drucksorten In einem Impulsreferat ausgegeben, in Zukunft werden forderte Helmut List es 170.000 Euro sein“, sagte Sagvon der Beraterfirmeister. Obwohl das bisherige Inma kohl &partner die ternetportal erst ein Jahr alt ist, hat Betriebe auf, sich auf Sagmeister ein neues konzipieren Zielgruppen zu konlassen. Auch dort soll eine Art zentriereren. KompliFlurbereinigung vorgenommen mente für das Geleiwerden und zwischen Vinschgau Vinschgau-Markteingstete kamen von LR Marketing und den Tourismusver- Direktor Kurt Sagmeister: Hans Berger und vom einen eine Linie gefahren werden. „Maßnahmen erst in zwei Senator Manfred PinzDamit werden Synergieeffekte bis drei Jahren wirksam“ ger. (eb)


Wirtschaft

Glurns/Vinschgau

SWR-Bezirk besucht neue Puni Destillerie D

ie Familie des Glurnser Bauunternehmers Albrecht Ebensperger hat 2009 mit der Planung für ein Whisky-Destillerie begonnen. Am Donnerstag, den 18. Oktober 2012 hat die erste Whisky-Destillerie Italiens ihre Tore geöffnet. Der Südtiroler Wirtschaftsring Bezirk Vinschgau bekam vorab eine Führung und war begeistert vom Unternehmergeist der Familie, die zudem auf lokale Kreisläufe setzt. Am Montag, den 15. Oktober 2012, besuchte der SWR-Bezirk Vinschgau im Städtchen Glurns die Puni Destillerie. Albrecht und Jonas Ebensperger gewährten damit dem Vinschger Bezirksausschuss des Wirtschaftsrings noch vor der offiziellen Eröffnung, Einblicke in ihren neuen Betrieb. „Es braucht Neugier, Mut, Geschick und Zähigkeit, will man die eigenen Visionen in die Tat umsetzen. Über diese Eigenschaften verfügt die Familie Ebensberger“, lobte SWR-Bezirkspräsidentin Rita Egger den Unternehmergeister der Familie, die in Glurns mit einem 13 Meter hohen ZiegelKubs nach den Entwürfen des bekannten Architekten Werner Tscholl, nicht nur ein

v.l.: Albrecht Ebensperger, Hans Moriggl, Günther Platter, Maria Wallnöfer, Ulrich Linser, SWRBezirkspräsidentin Rita Egger, Thomas Rinner, Andreas Nagl, SWR-Präsident Hansi Pichler, Karl Pfitscher, Jonas Ebensperger

imposantes Bauwerk geschaffen hat, sondern nun den Whisky-Markt aufmischen will. „Dabei sind die Zeit momentan alles andere als einfach für die Betriebe und die Rahmenbedingungen für uns Unternehmer nicht gerade ideal“, sagt Egger. Davon haben sich die Vinschger Whisky-Produzenten aber nicht abschrecken lassen, wie sich der SWR-Vinschgau bei der Betriebsbesichtigung überzeugen konnte. Mit der Puni Destillerie ist das Vinschgau und insbesondere Glurns nun um eine Attraktivität reicher. Denn der Betreib ist als Schau-Destillerie angelegt, wobei mit rund

10.000 Besucher pro Jahr gerechnet wird. Diese können dem Produktionsprozess des Vinschger Single Malt auf einem multimedialen Rundgang durch die Destillerie nachspüren. Die Jahresproduktion beläuft sich auf 800 bis 1.000 Barriquefässer, die in den kühlen und feuchten Bunkern rund um Glurns gelagert werden. Bei der Produktion wird nicht nur auf das heimische Quellwasser, sondern vor allem auf Getreide aus dem Vinschgau gesetzt. „Das dient der Wertschöpfung im Vinschgau und macht das Produkt gleichzeitig authentisch“, ist die SWR-Bezirkspräsidentin überzeugt.


Leserbriefe

Leserbriefe MALSER HAIDE I

Wer jahrelang neben einem Windrad gelebt hat, der „plärrt“ ihm nicht mehr unbedingt nach! Die uns zugemuteten Belastungen waren hoch! Uns ist eben ein Windrad vor die Nase gesetzt worden, ungefragt, mit falschen Versprechungen, auch dass es nur für eine kurze Zeit ist. Und jetzt? Jetzt „plärrt“ so mancher den Abbau nach, weil der Wind auf unsere Kosten Geld in ihre Kassen gespült hat und es sich ja angeblich um „gesunden“ Strom handelt. „Gesund“ war er für uns jedenfalls nicht! Ist es all den Jammerern eigentlich bewusst, was das vor Ort bedeutet? Das „Schade um die Windräder“, „man hätte sie stehen lassen sollen“ bedeutet nämlich auch, dass einem die Anwohner und ihre Anliegen (vielleicht) egal sind! Ja, schade ist es: Schade für so wenig Verständnis! aus Alsack - (Name der Redaktion bekannt)

MALSER HAIDE II

Durch den Abbau der Windräder auf der Malser Haide ist den Anrainerfraktionen (v.a. Alsack) wieder ein Mehr an Lebensqualität zurückgegeben worden. Wer es immer noch nicht nachvollziehen kann, als wie groß die Beeinträchtigungen hier verspürt wurden, der hätte sich gerne ein Bild davon machen können! Wer es nicht nachvollziehen will, der will es einfach nicht! Es steht immer wieder zu lesen, wie viel Geld die beiden Windkraftanlagen doch eingebracht hätten. Paradox erscheint mir hierbei, dass die damals von einigen „Mitverantwortlichen“ angetönten Entschädigungsversprechen an uns nie umgesetzt wurden. Ein großer Dank gilt vor allem all jenen (quer aus allen Bereichen von Politik und Gesellschaft), die sich dafür eingesetzt haben, dass das große Windkraftprojekt verhindert 10 Der Vinschger Wind 22-12

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wurde; sowie dass nun die Malser Haide auch noch (für mich unerwartet) windkraftfrei geworden ist! Ein weiterer besonderer Dank gilt all jenen Personen, die mein Angebot angenommen haben, und sich für ein Gespräch vor Ort mit mir entschieden haben, um sich Detailgenau zu informieren. Markus Moriggl, Ulten/Mals

Letztes Objekt zur Umkehrmöglichkeit!

Wie alles Leben und Bewegen im wellenförmigen Fortschreiten sich äußert, so sollte es auch der Mensch befolgen. Den maximalen Höhepunkt des Wellenberges in der Aufbauphase nach den großen Kriegen haben wir erreicht. Das erahnt jeder. Überziehen wir diesen Punkt, überspannen wir den Bogen, zerreißt die physische, auch die psychische Bundkraft. Folglich muss der weitere Verlauf der Dinge mit Chaos, Krieg, Hungersnot, Tod auf die Menschen zurückschlagen. Je mehr „man“ das Geheimnis, den schöpferischen Wert des Wassers erkennt, desto besser versteht „frau“ wie naturschädigend Wasserverrohrung zwecks Stromerzeugung ist. Verrohrtes Wasser geht 100% für die parallele Umwelt verloren. Wasser kann ganz und gar nicht als erneuerbarer Energieträger betrachtet werden. Es beinhaltet keine verfügbare Energie wie Sonne, Erdöl, Holz, Uran… Das Wasser ist auch nicht etwa mit Quarzsand – anorganische Materie – oder etwa mit Fleisch – organische Materie – einzureihen. Es bildet die einzige Ausnahme, steht und fällt zwischen unbelebten und belebten Substanzen. Es sprengt und löst das Gestein auf. Das Lösungsgemisch schafft mit Hilfe der Sonnenenergie und Koordinierung des Geistes lebende Zellen. Es ist also Lösungsmittel einerseits und Bindemittel, Kathalysator, Komponente andererseits.

Und es ist im weiten Abstand das größte Transportmittel mi universalen Fähigkeiten. Es ist nicht bei absolutem Kältepunkt am schwersten, sondern bei +4°C. Deshalb beginnt das Wasser an der Oberfläche zu erstarren, deshalb beim Wassermolekül - H²O - auch nicht seine elektrischen Schwingungen erliegen und seine Atome auch nicht in sich zusammenbrechen. So stellt nur das Wasser alleine ewiges Medium für Geist und unsterbliches Leben dar. „Ja, im Grabe hörst du auch noch das Wasser wunderbar rauschen…“ Ei, hier im Wasser befinden sich Algen, hier ist es verseucht! Schreit der Unverständige. Oh, hier wachsen Algen, hier ist das Wasser sehr nährstoffreich. 50 Meter im Wildbach weiter unten, - es rann bis dahin über „sieben Steine“-, gedeihen bereits Flusskrebse und edle Fische…! Freut sich der Verständige. Wer trägt das Wasser auf den Berg? Die Sonne! Warum? Damit das Wasser auf unzählbaren Wegen und Gelegenheiten seinen schöpferischen Auftrag erfüllen kann. Stürzen wir vom höchsten Wellenberg senkrecht in das Wellental? Oder gleiten wir vorwärts allmählich hinunter? Bremsen, sparen wir ein? Bauen wir zurück zu einem einfachen und bescheidenen Lebensstil? Wenn ja, dann entkommen wir dem schmerzlichsten Kollaps. Dann machen wir den Fortschritt in Freiheit, Frieden und Leben. Kehren wir also ganzherzig am Rambach um. Was heißt denn ein Kleinkraftwerk oder kein Kleinkraftwerk am Ram bauen wollen? Die Stromgeldgierigen so oder anders bald nach der Volksbefragung sagen: Das Volk wollte – will eigentlich kein Kleinkraftwerk, sondern ein Großkraftwerk. Deshalb stimmte es gegen ein Kleinkraftwerk…. Andernfalls würden sie sagen: Das Volk meinte – meint, ein Kleinkraftwerk baut Taufers, eines Mals, eines

Glurns, eines…. Ähnliche Auslegungen und Wendungen passieren heutzutage landauf landab am laufenden Band… Die Ehrliche, eindeutige, allen begreifbare Frage an das Volk muss lauten: Wollen Sie ein Kraftwerk am Ram? Die Schlechtigkeit, vor allem der Gemeindevertreter von Mals, erkenne ich auch darin, dass keine Stimme sich öffentlich gegen ein E-Kraftwerk am Ram hören ließ, und dass sie die Bürgerversammlung in Laatsch abhalten wollen. Wohl deshalb weil sie Angst haben, dass bei der Diskussion der Sieg der Umweltfreunde sich abzeichnet; diese aber den Gemeindehauptort Mals und die Fraktionen, welche weiter vom Ram liegen, nicht so sehr erreichen könnte. Von mir aus gesehen, haben diese Volksvertreter nur eine Chance, wenn sie die Frage abändern, die Bürgerversammlung in Mals abhalten und Verständnis für den wahren Wert des Wassers annehmen. Gruber Paul, Mals

Auf dem Friedhof Schon immer war ich gerne dort, heute lieb ich diesen Ort, weil viele, di mir teuer waren, dort ihre Ruhestätte haben. Im Sommer, eine Blumenpracht im Winter - weiße Sternennacht! Die Seelen schweben über uns, belächeln Hast und Eile und auch die Gier nach Geld und Macht, für diese kleine Weile. Schönheit, das ist eitler Tand, wenn du stehst am Grabesrand. Friede, der hier vergeblich wird gesucht, der ist im Jenseits schon gebucht. Im Herzen tief, ein stilles Sehnen, irgendwann bin ich bei „Denen“1

Rosina Spiess


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Foto und Text: Gianni Bodini

Die Schafe nehmen Wetterkapriolen gelassen, wohl wissend, dass die Sonne bald diese pr채chtige Landschaft wieder 채ndern wird.

Erster Schnee am Kortscher Sonnenberg.


Lokales

SeitenWind

Mals

Laas. Geistliches Konzert.

Leitfragen der zukünftigen Gemeindepolitik

Der Herbst als Jahreszeit und besonders der November ist der Monat im Jahr, in dem es gut tut, sich ein wenig zurückzuziehen, nach innen zu lauschen, die Stille zu genie-

ßen und die Seele baumeln zu lassen. Aus diesem Grund lädt das Vokalensemble SUVENDES unter der Leitung von Martina Wienchol am Samstag, den 10. November, um 19.00 Uhr zu einem geistlichen Konzert mit meditativem Charakter in die Pfarrkirche von Laas ein. Bei freiem Eintritt freut sich das erst im vergangen Jahr gegründete Ensemble auf eine zahlreiche Zuhörerschaft.

Schlanders/Vinschgau.

Benefizveranstaltung. Die Gynäkologin mit Laaser Wurzeln, Monika Hauser (Bild), setzt sich in der von ihr gegründeten Organisation „Medica Mondiale“ seit Jahren für unterdrückte, vergewaltigte und traumatisierte Frauen in Kriegsgebieten ein. Anstoß war der Bosnienkrieg 1992. Hauser wird nicht müde neue Projekte in Kriegsgebieten ins Leben zu rufen um zu helfen. Und sie macht auf die FrauenSchicksale aufmerksam. Der Kiwanis Club Vinschgau organisiert am Dienstag, den 13. November 2012 mit Beginn um 20 Uhr im Kulturhaus von Schlanders eine Benefizveranstaltung. Monika Hauser spricht zum Thema „Zwischen Angst und Hoffnung“ über das Leben der Frauen in Afghanistan. (mds) www.medicamondiale.org

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eit zwei Jahren ist in der Gemeinde Mals ein Beteiligungsprozess im Gange, der unter dem Motto „Zukunft braucht Beteiligung“ die Bürger eine aktive Rolle für zukünftige politische Entscheidungsprozesse ermöglicht. Nach den Bürgerversammlungen in allen Fraktionen und einer umfassenden Fragebogen-Aktion wurde kürzlich eine Zukunftskonferenz in Burgeis abgehalten, um aus den bisher erarbeiteten Leitthemen konkrete Umsetzungsschritte abzuleiten. Moderiert und betreut wird der gesamte Prozess von der Chiron OHG (Bernd Karner und Klaus Tumler), welche auch diese Zukunftswerkstatt in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung methodisch entwickelten und moderierten. Auf sieben verschiedenen Thementischen wurden in Gesprächsrunden drei Leitfragen erarbeiteten, welche abschließend gewichtet

wurden. Dadurch konnten sich alle Anwesenden zu allen Themen äußern. Das Ergebnis der Gewichtung erbrachte folgendes Ergebnis: Die Erhaltung der Nahversorgung in den Dorfkernen, um die Ansiedlung von Supermarktketten an Dorfrändern zu verhindern. Im Energiesektor ist eine breitere Einbindung der Bevölkerung im Sinne des Genossenschaftsgedankens anzustreben. Die Förderpolitik in der Landwirtschaft sollte dahingehend abgeändert werden, dass die regionalen Kreisläufe im Mittelpunkt stehen. Im Sozialbereich ist den Familien um die

Lebensmitte mehr Augenmerk zu schenken und das Ehrenamt/ Vereinswesen als sozialer Kitt der Gesellschaft zu fördern und Begleitungsmodelle für Jugendliche zu entwickeln. Die Zuganbindung an die Schweiz und der Ausbau des Vinschger Straßennetzes sind Themen, welche im Tourismus und in der Wirtschaft unter den Nägeln brennen. Im Sinne der Überprüfbarkeit und Nachhaltigkeit soll von nun jährlich in dieser Form weiter gearbeitet und aktive Bürgerbeteiligung zu wichtigen Themen der Gemeindepolitik ermöglicht werden. (lu) Bernd Karner moderierte die erste Zukunftskonferenz der Gemeinde Mals

Pressemitteilung

„Irreführend und falsch“ Die Fragestellung zum Rambach ist irreführend und falsch. Am 25. November 2012 finden in den Gemeinden Mals und Taufers i. M. Volksabstimmungen über die Zukunft des Rambaches statt. Beide Gemeinderäte haben dazu folgende Fragestellung beschlossen: „Sind Sie für die Errichtung eines Kleinkraftwerkes mit einer maximalen Nennleistung von 3 Megawatt am Rambach?“ Die Initiative ProRambach und die Umweltschutzgruppe Vinschgau haben die Bürgermeister beider Gemeinden bereits darauf aufmerksam gemacht, dass die Fragestellung fehlerhaft ist und geändert werden muss. Von einem Kleinkraftwerk bis 3 Megawatt (= 3000 Kilowatt) zu reden, ist nämlich falsch und ir-

reführend. Im Wassernutzungsplan der Autonomen Provinz Bozen sind die Kraftwerke eindeutig klassifiziert. Als Kleinwasserkraftwerke werden jene Anlagen bezeichnet, welche eine Nennleistung von weniger als 220 kW aufweisen. Anlagen mit einer Nennleistung von 220 kW bis 3000 kW werden als Mittelwasserkraftwerke bezeichnet. Kraftwerke mit einer Leistung über 3 Megawatt gelten als Großwasserkraftwerke. Für die verschiedenen Klassen sind auch unterschiedliche Prozeduren vorgesehen. Nach dieser Definition ist klar, dass man am Rambach kein Kleinwasserkraftwerk, sondern ein Mittelwasserkraftwerk bauen will. Mit 3000 kW ist die Dimension einem Großkraftwerk sehr nahe.

Dass es sich nicht um ein Kleinwasserkraftwerk handelt, wie man den Bürgern vormacht, erkennt man auch an den Dimensionen einer dafür nötigen Ableitung. Ein Rohr von 1,5 Metern Durchmesser und fast 6 Kilometern Länge würde laut Berechnungen von Fachleuten das Wasser am Rambach ableiten. Da die obgenannte Fragestellung irreführend ist und von den Tatsachen ablenkt, werden die Gemeinderäte aufgefordert, den Bürgern reinen Wein einzuschenken und die Frage zur Volksabstimmung richtigzustellen. Christoph Wallnöfer, Initiative Pro Rambach; Rudi Maurer, Umweltschutzgruppe Vinschgau


Wirtschaft

Fürstenburg - 1. Südtiroler Alpkäseverkostung

Vinschgau/Meran

Milchmenge sehr gut

Herbstfahrt

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v.l.: Monika Aondio, Direktorin der Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Burgeis und Bertram Stecher, Almberater des Sennerei Verbandes Südtirol; Landesrat Hans Berger, die Vertreterin der Plawenner Alm Notburga Dietl Stocker und Landesrat Richard Theiner

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m 20. Oktober fand die 1. Südtiroler Alpkäseverkostung in der Fürstenburg, der Fachschule für Land- und Forstwirtschaft in Burgeis statt. Die Fürstenburg, mit Organisator Markus Joos, Amtsdirektor des Bezirksamtes für Landwirtschaft Schlanders, lud die Almbetreiber aus dem Vinschgau und dem gesamten AlmenGebiet Südtirol dazu ein. Neben dem Publikumspreis, galt es der 6-köpfigen Jury im Geschmack und Geruch, in der Konsistenz, dem Äußeren, sowie dem Inneren bzw. der Lochung zu imponieren. Das Publikum und die Jury waren sich insofern einig, dass die Erstplatzierung in beiden Fällen an die Plawenner Alm, an Herbert Völkle, ging. Zweit- und Drittplatzierte der Jurybewertung waren die Laatscher Alm Fridolin Schwarz, sowie die Upia Alm Andreas Buccoli. Auftakt der Veranstaltung

machte die Direktorin Monika Aondio. Nach einer Begrüßung gab Aondio einen kurzen Einblick in die Sennkurse, welche jährlich an der Fachschule abgehalten werden und denen eine sehr hohe Nachfrage vorausgeht. Zusammen mit der Fachschule für Land- und Hauswirtschaft Salern, wird versucht, diese Südtirol weit abzudecken. Es folgte ein sehr aufschlussreicher Rückblick des diesjährigen Almsommers durch Bertram Stecher. Laut Stecher sei dieser oftmals wetterabhängig. Die produzierte Milchmenge sei in diesem Jahr zwar sehr gut, aber es lag keine Übermenge vor. Man kann allgemein von einem guten Sommer sprechen. Die Viehzahlen im Vinschgau bleiben mit 1500 Stück recht konstant. Auffallend sei der stetige Personalwechsel in den letzten Jahren, mit vielen „Neueinsteigern“. Diese Entwicklung bringt Vor- als auch

Nachteile mit sich. Die Käsequalität unterliegt zwei Kriterien: Zum einen muss der Käse hygienisch einwandfrei sein, wobei Stecher seine eindeutige Zufriedenheit ausdrückt, zum anderen muss der Geschmack stimmen. Einige Probleme gäbe es mit den sogenannten Nachgärungen, welche den Käse mit der Zeit bitter schmecken lassen. Es wird aber weiterhin daran gearbeitet, eine einwandfreie Milchqualität zu erhalten. Auch der Fettgehalt müsse etwas reduziert werden. Ansprachen hielten die Ehrengäste Hans Berger, Landesrat für Landwirtschaft, Richard Theiner, Landesrat für Gesundheit und Sozialwesen, sowie Martin Tschurtschenthaler, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Milchviehalmen. Die Obervinschgauer Böhmische umrahmte klanglich die gelungene und wohlbesuchte Veranstaltung. (sil)

uch in diesem Jahr wurden die Gastwirtesenioren des Bezirkes Meran/Vinschgau des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) zu einer Herbstfahrt eingeladen. Es sollte dies ein Zeichen der Wertschätzung und des Dankes für Jahrzehnte des Schaffens und der wertvollen Arbeit sein, welche von dieser Generation für den Tourismus vor Ort geleistet wurde. Über hundert zum Teil noch aktive Wirtinnen und Wirte fuhren bei angenehmem Wetter über den Reschenpass nach Stams im Oberinntal. Im berühmten Kloster Stift Stams haben die Teilnehmer in fachkundigen Führungen viel über die bewegte Geschichte Tirols, vor allem aber über Tu-

Die Gastwirtesenioren mit ihren Begleitern vor dem Dom des Stiftes Stams

genden und Untugenden von Geistlichkeit und Adel erfahren. Begleitet wurde die Gruppe von Bezirksobmann Hansi Pichler, Gebietsobmann Karl Pfitscher und Helmuth Rainer, Verbandssekretär des Bezirkes Meran-Vinschgau.

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Gesellschaft

SeitenWind

Krankenhaus Schlanders

Naturns. Am Samstag,

Reflexzonenmassage in Schlanders

06.10.12 fand in Naturns eine Autorenbegegnung mit Martha Stocker statt. Sie präsentierte ihr Buch „Unsere Geschichte – Südtirol von 1914 bis 1992 in Streiflichtern“, in dem alle wesentlichen Ereignisse aus achtzig Jahren Südtirolgeschichte, deren Zusammenhänge und HinterMartha Stocker gründe in begeisterte die kompakter Anwesenden Form und durch ihre übersichtlich lockere Art und präsentiert Weise werden. Zahlreiche Interessierte und Leser fanden sich zu diesem Anlass bei der Buchhandlung Hanny Alfons ein und nutzten die Gelegenheit sich mit der Autorin angeregt zu unterhalten.

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mmer mehr KrankenpflegerInnen am Krankenhaus Schlanders machen die Ausbildung zur Fußreflexzonenmassage, z.B. im Haus Lichtenstern am Ritten. Die Ausbildung besteht aus einer Grundschulung, danach folgen Aufbaukurs und Lymphbehandlungskurs. Sog. „Refresher“ (Auffrischungskurse) zur Weiterentwicklung der Methode runden die gründliche Schulung ab. Am Krankenhaus Schlanders wird die Therapie immer öfters eingesetzt, vor allem auf der Geburtenabteilung, um Wöchnerinnen während der Wehentätigkeit, aber auch nach der Geburt zu unterstützen. In den Abteilungen Chirurgie und Medizin sind häufige Behandlungsschwerpunkte Probleme des Verdauungssy-

stems (Blähungen oder Verstopfung), des Urogenitalbereichs (z.B. Harnverhalten,

Fußreflexzonenmassage wirkt auf den gesamten Körper und führt zu einer Verbesserung der gestörten Organ- und Gewebefunktionen

Harnwegsinfekte), Atemwegserkrankungen, akute und chronische Rücken- und Nackenschmerzen, Störungen des Lymphsystems. Auch konnten bei Kreislaufstörungen und bei Ödembildungen sehr gute Erfolge erzielt werden. Auch als Akutbehandlung kann die Reflexzonentherapie optimal eingesetzt werden. Krankenpflegerinnen, die mit der Therapie vertraut sind, berichten darüber, dass auch Patientinnen, die aufgrund ihres Krankheitsbildes sehr unruhig sind, durch die Massage gelassen werden und Heilungsprozesse in Gang gesetzt werden. Zudem ist die Behandlung einfach durchzuführen, ohne irgendwelche Hilfsmittel (man hat sein eigenes Werkzeug, die Hände, immer dabei), sie ist kostengünstig und jederzeit überall durchführbar.

Heimatbühne Schnals

Der Tuifl und die Kromrin Dem Dorfkramer Martl wird das Leben von seiner Frau zur Hölle gemacht. Als er sich wünscht, seine Frau möge der Teufel holen, lässt sich dieser nicht zweimal bitten. Doch nun zweifelt Martl, ob – gegrillt, gesotten und gebraten – als Strafe für sein Weib nicht doch zu hart ist. Als Wally aber auch noch das Glück seines Kindes aus erster Ehe zerstören will, steht sein Entschluss fest – der Teufel kann sie haben. Nun steht Wallys Höllenfahrt nichts mehr im Weg… Mit dieser „teuflisch“ amüsanten Komödie will die Heimatbühne Schnals an den großen Erfolgen der letzten zwei Jahre anknüpfen. Auf das Debüt von Peter Rainer kann man gespannt sein, der erstmals allein die Regie führt. Er hat das Stück bearbeitet und vieles den „örtlichen“ Gegebenheiten an14 Der Vinschger Wind 22-12 vinschgerwind.indd 1

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gepasst. „Wenn es mir gelingt, die Begeisterung der SpielerInnen auf das Publikum zu übertragen“, so der Spielleiter, „dann können sich die Theaterbesucher auf unterhaltsame Theaterabende freuen. Wenn nicht, dann soll mich der Tuifl holn“.

v.l.: Frieda Gorfer, Herbert Rainer, Irma Oberhofer, Helmut Rainer , Maria Magdalena Rainer, Helga Santer, Adalbert Weithaler und Regisseur Peter Rainer


Menschen

Dr Kas isch olle Tog bessr gwortn, lai dr Buttr isch holt norr ranze gwesn!

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n der gemütlich urtümlichen Stube auf dem Fraggeshof sitzend, erscheint mir fast Ort und Zeit verwischt. Gebannt, gefesselt und fasziniert zugleich von den lebhaften Erzählungen des Fraggeser - so wird Herbert Pinggera weithin genannt - tauche ich zunehmend in seine interessanten Geschichten ein: Lokalgeschichtsunterricht aus längst vergangen Zeiten, dermaßen lebendig und detailliert vorgetragen, als wäre er selbst dabei gewesen. Jedes Stichwort, jede Frage führen Herbert sofort zu neuen historischen Begebenheiten. Der Seniorbauer des bereits anno 1710 urkundlich erwähnten Gehöfts unterhalb des Wildgeheges hat sich nämlich schon seit jeher für historische Zusammenhänge aller Art brennend interessiert. So steht der Hofname Fragges selbst in engem Zusammenhang mit dem Schnapsbrennen, Herbert Pinggera, geb. 14.12.1933 erläutert Herbert „A Fraggele isch a Moß Schnops!“ In Norddeutschland werde dieser Ausdruck noch krieges mit seinem unmenschlichen Kräfheute verwendet, gibt er sich verklärt. Sei- temessen in Schnee und Eis wieder. Wobei ne Vorfahren haben hier seinerzeit bereits wir bei einem seiner Herzensanliegen der Wacholderbeeren und Enzianwurzeln zu letzten 20 Jahre angelangt sind: jenen 13 kostbarem Schnaps gebrannt. k.u.k. Soldaten, welche am 25. Februar Herbert holt in seinen Erzählungen immer 1916 beim „Graoßboden“ nahe der Prader wieder weit aus und spannt den Bogen von Alm bei einem Lawinenabgang sterben der Besiedelung in der Bronzezeit zur stra- mussten. So gelang es dem Hobbyhistoritegischen Lage von Kaschlin, einem ural- ker in akribischer Kleinstarbeit und mithilten, sonnenexponierten Siedlungsgebiet fe eines Professors des Wiener Kriegsarchinahe Stilfs und Fundort verschiedenster vs, die genaue Herkunft der Verschütteten Relikte. Gleitend geht’s von den Spuren der zu ermitteln und noch lebende Angehörige grauen Urzeit chronologisch weiter zum al- auszuforschen. ten Römerweg. Dieser diente ehemals auch Kirchgängern, welche zu Fuß von Stilfs zur Mit der bereits im Jahre 1322 geschichtPfarrkirche nach Agums zur Hl. Messe pil- lich erwähnten und zu Münster gehörenden gerten. Alle Betgänger der Gemeinde trafen Stilfser Alm, einer der 1. im Obervinschdamals bei „Wart am Stein“ zusammen, um gau, verbindet Pinggera sehr viel. Im fergemeinsam zum Gottesdienst einzutreffen. nen Jahre 1952 hat er seine Arbeit dort „Der bis in die heutige Zeit erhaltene und begonnen. Jedes Jahr trug er gemeinsam begehbare Weg verläuft oberhalb der Gum- mit seinem Bruder die schwere Lichtmaser Kirche, über Gaschlin, Garwierg, Fas- schine hinauf, um die mühsame Almarbeit lar bis zur Stilfser Alm. Dann geht’s weiter etwas zu erleichtern. „Der Ortler Josef, ein nach Trums, Trada, Kleinboden bis zu den Senner aus Valatsches, der bereits in der Hl. Drei Brunnen“, vollzieht Herbert in Ge- Schweiz tätig war, hat mit der jahrhunderdanken den Weg. tealten Tradition gebrochen und die Butter Ehe man sich jedoch versieht und in Gedan- in der Milchkammer gelagert und nicht ken noch beim Römerweg verweilt, findet mehr bei 10-15 Grad im Käsekeller, wie man sich inmitten der Wirren des I. Welt- bis dato gehandhabt.“ Den ersten ange-

schafften Kühlschrank konnte man erst im 3. Jahr abzahlen, denn 6000 Lire waren viel Geld und die meisten Bauern standen technischen Neuerungen sehr kritisch gegenüber. So war es einst in den Köpfen von Bauern und Sennern festeingefahren, dass erst im Herbst Butter und Käse die Alm verlassen durften und da es weder Eiskasten noch Kühlzelle gab, war die Butter zum Almabtrieb nicht selten ranzig, „lai dr Kas isch olle Tog bessr gwortn!“ Im Laufe der Zeit mussten sich jedoch auch die heftigsten Widersacher die Nützlichkeit des Kühlschranks eingestehen. Doch Herbert, der begabte Tüftler und mit Weitblick agierende Almmeister (von 1979-2009), ließ sich nicht beirren, obgleich er dafür viele Nächte werkelnd und arbeitend der Alm opferte, zudem ja auch die Arbeit auf dem eigenen Hof erledigt werden wollte. „Das Klosett wurde in den 60er Jahren gebaut und 1972 wurden die Melkmaschinen gerichtet“, erzählt Herbert. „Einmal kam eine Kommission, mit der Auflage, dass man die Alm nicht absperren dürfe … nun, die Finanzer haben sie auch trotzdem aufgebracht!“ Viel Widerstand gab es, als er den Käsekeller umplatzieren wollte, da die gesamte Almbesatzung mit ihrem dreckigen Schuhwerk erst diesen durchqueren musste, um in die Wohnräume zu gelangen. „Wie ein Damoklesschwert schwebte die Last über mir, ob der neue Keller wohl gleich gut sein würde, wie der Alte es gewesen war. Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt und Althergebrachtes ist nicht immer notgedrungen das Bessere!“ Von seiner großen Passion, der Alm, ist der leise Pionier von damals auch heute immer noch gefesselt und hat sich trotz Weitblicks und nüchternen Bodenständigkeit seine Leidenschaft für das historische Gut der Heimat stets erhalten. Wer Gelegenheit hat mit dem Fraggeser Herbert ins Gespräch zu kommen und sich seines Humors und originalen Pointen erfreuen darf, wird ebenso von seinem Elan und einmaligen Gedächtnis voller geschichtlicher Fakten fasziniert sein … Renate Eberhöfer

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Gesellschaft

Prad - Stellungnahme

„Für den Dorfplatz Prad braucht es kein Dorfgespräch“ Planungsdesaster bei der Hauptplatz-Neugestaltung der Gemeinde Prad - Kritik an Verfahrenstricks und fehlender Bürgerbeteiligung Das Technische Büro Brenner kritisiert anlässlich des Baubeginns der Gemeindeverwaltung von Prad zur Neugestaltung des Hauptplatzes das Planungs- und Genehmigungsverfahren als völlig inakzeptabel. Das bisherige Verfahren hat praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden. Einem transparenten Vorgehen gemeinsam mit Anrainern und Bürgern wird versucht durch eine Baugenehmigung imSchnelldurchlauf zu entgehen. Beschwerde gegen Gemeindeausschussbeschluss Das Projekt zur Neugestaltung des „unteren Dorfplatzes“ war am vergangenen 06. September eigentlich gar nicht auf der

Tagesordnung der Baukommission. Eine Behandlung war somit laut Bauordnung nicht zulässig. Trotzdem hat es die Baukommission positiv begutachtet. „Für solche Bauprojekte der Gemeinde, die eine Vorbildfunktion haben sollen, ist ein derartiges Verfahren absolut inakzeptabel“, so der Ingenieur Ralf Brenner, der als direkter Anrainer von den geplanten Baumaßnahmen flankiert wird. „Wir haben deshalb Beschwerde gegen den Gemeindeausschussbeschluss, der das Projekt genehmigt, und mehrere Einwände gegen das Einreichprojekt eingebracht. Wir fordern unter anderem eine Sicherstellung der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange, der Vereine und der betroffenen Anwohner. Auch über die Finanzierung und Sinnhaftigkeit deren Größenordnung wird zu reden sein. Das Projekt

2OI2 MALETTES BILDUNGS HERBST INFORMATION, UNTERHALTUNG UND KULTUR IN DER GEMEINDE MALS

THEATER

Malser Bildungsherbst

Einakter-Theaterfestival 2012 Termine:

Samstag, 10.11.2012 20.00 Uhr Sonntag, 11.11.2012 15.00 Uhr und 19.00 Uhr

Ort:

Burgeis – Kulturhaus

Mitwirkende: „Afn St. Veitsmorkt“ „Das Interview“ „Hänsel und Gretel beim Anwalt“ „S`Gamsl vom rot‘n Kofl“

Bichltheater Tartsch Heimatbühne Burgeis Dorftheater Schleis Heimatbühne Matsch

Eintritt: 5,00 Euro (Jugendliche bis 14 Jahren frei) Keine Reservierungsmöglichkeit

Heimatbühne Theaterverein Burgeis 16 Der Vinschger Wind 22-12

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wurde in der vorgelegten Form weder den Anrainern noch dem Gemeinderat vorgestellt. Behauptungen von Bürgermeister und Gemeindereferenten, dass dies bei stattgefundenen Treffen mit Anrainern am 10.05.2011 sowie 07.06.2011 bereits erfolgt sei, sind falsch und irreführend. Bei besagten Treffen wurde über allgemeine Verkehrs- und Gestaltungsfragen diskutiert und zu diesem Zeitpunkt vor eineinhalb Jahren war selbst das anliegende Projekt „Wohnund Geschäftshaus Gander“ mit seiner Nutzung als Supermarkt unbekannt.“ Das Technische Büro Brenner kritisiert neben dieser Vorgansweise auch mehrere Punkte des Projektes an sich und dessen einseitige Ausrichtung. So wird der Eindruck erweckt, dass hier vordringlich für Zugangssituati-

onen bestimmter Teilbereiche geplant wurde und dies zieht den Verdacht auf einseitige Bevorzugung von Privatinteressen mit sich. Die geplante Brunnengruppe macht einen improvisierten und fehlplatzierten Eindruck. Der Hauptplatz wird entzweit, man lässt den oberen Teil verkümmern. Dadurch wird der Platzcharakter mit diesem Projekt nicht gestärkt, sondern mutwillig zerstört. Der „untere Hauptplatz“ erhält ein stärkeres Gefälle und dies geht unzulässigerweise auf Kosten der vielgepriesenen Barrierefreiheit. Überhaupt fehlt dem Projekt ein schlüssiges Verkehrs- und Parkraumkonzept für das gesamte Altdorf – gerade deshalb wird es in dieser Form wohl scheitern. Dr. Ing. Ralf Brenner, Geom. Othmar Brenner, Prad

Burgeis

Vorhang auf für Einakter-Theaterfestival

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m Rahmen des Malser Bildungsherbstes findet heuer im Kulturhaus von Burgeis am 10. und 11. November das dritte EinakterTheaterfestival nach 2004 und 2008 statt. Hinter diesem Festival steht das bewährte Konzept des Bildungsausschusses in der Gemeinde Mals, eine kulturelle Gruppe mit ihrer Tätigkeit in den Vordergrund zu stellen. Oberstes Ziel ist es, besonders bei jungen Menschen, die Lust an einer kulturellen Aktivität zu wecken und Gemeinschaftserlebnisse zu ermöglichen. Darüber hinaus soll ehrenamtlichem, kulturellem Engagement eine Bühne und Wertschätzung gegeben werden. Nach der Musik, (Chöre und Musikkapellen), der Literatur (Literatur an der Grenze) ist heuer das darstellende

Spiel an der Reihe. An den zwei Aufführungstagen beleben vier Theatergruppen das EinakterTheaterfestival mit abwechslungsreichen Stücken. Die Jugend des Dorftheaters Schleis befasst sich mit der Rechtmäßigkeit von Märchen, die Jugend der Heimatbühne Matsch mit dem Thema der Wilderei. Das Tartscher Bichltheater zeigt Geschehnisse rund um den St. Veiths-Markt und die Heimatbühne Burgeis führt ein Interview mit einem diamantenen Hochzeitspaar auf. Auf jeden Fall ist für kurzweilige und abwechslungsreiche Unterhaltung gesorgt. (lu)


Asiatische Tage im

Mals

Keschtn und Kürbis

„Ob Golli kearn di Wiesn olli“, so der Bauernspruch im oberen Vinschgau: mit mehr als 80 Ständen war der heurige Gollimarkt in Mals bunt wie der Herbst

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echt frisch, aber keineswegs unbelebt, ging’s auch heuer wieder pünktlich zum 16. Oktober, auf dem „Gollimorkt“ in Mals zu. Dem Kulturverein „arcus raetiae“ gelang es, den Markt nach alter Popularität wieder aufleben zu lassen. Zu bestaunen, kaufen und genießen gab es somit viel Handarbeit, Kleinkunst und Kulinarisches aus hei-

mischer Produktion, sowie aus dem gesamten Dreiländereck (Schweizer Engadin, Tirol, Münstertal). Mit über 80 Ständen wirkte der Markt somit sehr bunt und multikulturell. Passend zur Herbstzeit wurden gebratenen Kastanien und Speise- oder Zierkürbisse in allen Größen, Formen und Farben angeboten. Traditionell war natürlich auch der Viehmarkt, der

ursprüngliche Namensgeber des „Gollimarktes“. Er wurde neben dem Georgimarkt, im Jahr 1642 gegründet, zum Anlass der Erhebung der Gemeinde Mals zur Marktgemeinde, durch Claudia von Medici. Im heurigen Jahr boten die weiß gezuckerten Berggipfel rund um das Ortler Panorama mit strahlend blauem Himmel darüber, eine besonders schöne Kulisse über den nunmehr 370 Jahre alten Malser Gollimarkt, und es lohnte sich, den Blick von den Ständen einmal kurz zu erheben. Und nach der alten Mundart: „noch Golli keart`s in olli“, die besagte, dass das Vieh auf die anderen Weiden übertreten durfte, und von dem, was noch nicht geerntet war, sich jeder bedienen konnte, ließen die Malser wieder einen lebhaften Markttag zu Ende gehen. (sil)

Vinschgau/Val Müstair

SängerInnen sprengen Grenzen

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ie musikalische Begegnung sprengte politische Grenzen. Durch die Teilnahme der Sängerinnen und Sänger des Südtiroler Chorverbandes, des Tiroler Sängerbundes und des „Cor da baselgia Müstair“ wurde die 29. Sängerwanderung des Südtiroler Chorverbandes Bezirk Burggrafenamt/ Vinschgau am 23. September zu einer „Drei-Länder Sängerwanderung“. Die organisatorischen Fäden zogen der Bezirksobmann Robert Wiest und die Präsidentin des „Cor da baselgia Müstair“, Marina Andri. Auftakt zur Sängerwanderung war die Chorprobe in der altehrwürdigen Klosterkirche von Müstair, wo Chorleiter Josef Sagmeister vom Verband der Kirchenchöre Südtirols, die rund 200 Sängerinnen und Sänger in kürzester Zeit zu einer klanglichen Harmonie

hinführte. Klanggewaltig umrahmten die Sängerinnen und Sänger die Hl. Messe zelebriert von Pater Roman. Anschließend wanderte die Gruppe, geführt von Beat Grond, zum Mittagessen im „Hotel Stelvio“ in Sta Maria. Nach der Rückkehr stand die Besichtigung der Klosterkirche St. Johann auf dem Programm. Frau Gamper gab Einblick in die wechselvolle Geschichte, die in karolingischer Zeit begonSängerinnen und Sänger aus dem Dreiländereck in der Klosterkirche St. Johann in Müstair

nen hatte. Einzigartig sind die Fresken aus dieser Zeit, aber auch jene aus der Romanik und den nachfolgenden Jahrhunderten. Die Klosterkirche samt Kloster zählt zum UNESCO Welt-Kulturerbe. Der Sänger-Wander- und Kulturtag klang mit einem geselligen Beisammensein im „Gasthof Chavalatsch“ aus. Es wurden Kontakte geknüpft und auch zwischenmenschliche Grenzen gesprengt. (mds)

Die schönsten Seiten des Genießens Freitag, 09.11. bis Sonntag, 11.11. Donnerstag, 15.11. bis Sonntag, 18.11. sowie Donnerstag, 22.11. bis Sonntag, 25.11 Jeweils ab 19.00 Uhr Tischreservierung unter 0473 74 25 25

Familie Tschenett mit Mitarbeiter freuen sich auf Ihren Besuch


Gesellschaft

Laatscher Markt

Originell und gesellig E

in originell gebasteltes Pferdegespann und ein Esel machten werbewirksam auf den Laatscher Markt aufmerksam. Und die Figuren wiesen den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern am 25. Oktober den Weg zum bunten Treiben an

den Marktständen oder an den Versorgungsständen. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und lud zum Verweilen ein. Die Kleinen streichelten die echten Esel und Pferde. Die Erwachsenen interessierten sich für das Warenangebot oder

genossen frischen Sußer mit Köschtn, Saure Supp und sonstige süße und saure Marktköstlichkeiten. 57 Marktstände hatten einen Platz erhalten. „Wir bekommen jedes Jahr mehr Anfragen, als Plätze zur Verfügung stehen und wir wählen aus, um

eine möglichst große Vielfalt zu erreichen“, erklärt Paula Schuster. Sie hat sich vor Jahren der Wiederbelebung des Marktes verschrieben und zieht zusammen mit Sonja Wallnöfer die organisatorischen Fäden. Mit eingebunden sind die Kaufleute und Gewerbetreibenden, die Männer der Freiwilligen Feuerwehr, die sich an den Versorgungständen einiges für die Vereinskasse erarbeiten. Der Markt hat sich mittlerweile zu einem Geheimtipp im Vinschger Marktgeschehen gemausert, bei dem die Geselligkeit groß geschrieben wird. Das Rahmenprogramm mit Ziehharmonikaspieler und RappSänger war genauso originell, wie die Pferde und der Esel als Wegweiser. (mds)

Schlanders/London

Im Bann der britischen Hauptstadt

D

as Wetter war britisch, aber das tat der Begeisterung keinen Abbruch, mit der 17 Schüler/innen des Real- und Sprachengymnasiums Schlanders vier Tage lang London erkundeten. Die Diamanten der englischen Königin, die im Buckingham Palast zu sehen waren, die leidenschaftlichen Redner im Hyde Park, die überwältigenden Musicals „Stomp“ und „Phantom of the Opera“, die einzigartigen Ausstellungsstücke in den weltberühmten Londoner

Museen, der beeindruckende „Flug“ mit dem London Eye, die Menschen aus aller Herren Länder in der Oxford Street oder am Piccadilly Circus: London weiß seine Besucher zu faszinieren. Der Projektaufenthalt der Schüler, der von der Raiffeisenkasse Schlanders gefördert wurde, bildete den Abschluss eines Leistungskurses, der vorwiegend in den Sommerferien stattfand, und war gleichzeitig der Lohn für überdurchschnittlichen schulischen Einsatz. (mt) Die Schülergruppe mit Direktor Herbert Raffeiner und Prof. Martin Trafoier vor der Tower Bridge

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Gesellschaft

pr-info Windegger - Interpoma 2012

Windegger mit Neuheiten auf der Interpoma Seit vielen Jahren gehört das Lananer Unternehmen Windegger zu den Vorreitern der Mechanisierung im Obstbau. Die ständige Weiterentwicklung und Perfektionierung der selbst fahrenden Hebebühnen und Erntemaschinen ist das Ziel im Hause Windegger. Auf der Interpoma werden nun die neuesten Entwicklungen vorgestellt. Das Flaggschiff K8e Obwohl das bekannte und bewährte Modell K7e in punkto Hang- und Seitenneigung bereits das beste am Markt war, wollten der Geschäftsführer Walter Windegger und sein Entwicklerteam eine Maschine konzipieren, die selbst die stärkste in den Schatten stellt. Gelungen ist dies durch die Konstruktion der K8e: nochmals verbesserte Neigeeigen-

schaften sowie eine größere Bereifung sorgen für optimalen Halt auf jedem Untergrund. „Wir sind sehr stolz, dass es uns mit der K8e gelungen ist eine Maschine herzustellen, die Landwirte auch im steilsten Gelände einsetzen können,“ schildert Walter Windegger und freut sich auf die Vorstellung auf der Interpoma. Ein im Vergleich zur K7e verbessertes Stapelsystem erleichtert die Arbeit zusätzlich. Wie alle Maschinen aus dem Hause Windegger ist selbstverständlich auch die K8e laut den aktuellen EU-Sicherheitsbestimmungen zertifiziert. Weltneuheit neo SAT Die Weltneuheit neo SAT wird ebenfalls auf der Messe präsent sein. Er ist eine Weiterentwicklung des bewährten Kistentransportgerätes neo und wurde für die Ernte größerer Anlagen

sich die einzelnen Geräte selbst und stellen den Pflückern stets eine leere Erntekiste zur Verfügung“, erklärt Walter Windegger. Somit ist jede Erntekiste zur rechten Zeit am rechten Ort.

Die neue Hebebühne K8e im Testeinsatz

konzipiert. Er ist wahlweise mit Elektro- oder Hybridantrieb erhältlich. Mehrere Geräte kommunizieren dabei über ein Satellitensystem miteinander und sorgen für einen noch schnelleren und reibungslosen Ablauf der Ernte. „Durch die Satellitensteuerung organisieren

Fortschritt für Biobauern Windegger beweist seine Innovationskraft mit einem weiteren Gerät, das speziell für Biobauern entwickelt wurde. „Eine große Herausforderung für die biologische Landwirtschaft ist der Verzicht auf Herbizideen. Mit unserer Neuentwicklung bieten wir Biobauern eine interessante Lösung,“ so Windegger. Neben den vielen Neuheiten präsentiert Windegger auch die bewährten elektrisch betriebenen Hebebühnen K4 und K7. Der Stand befindet sich im Sektor D26/18.

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Kultur

Der Herr Alfred und das Lachen Es schneit. Allerseelen. Still tanzende Flocken bedecken die Grabsteine des Friedhofs von Kortsch. Sie sind meist aus weißem Marmor gemeißelt, so auch die fast lebensgroße Christusbüste beim Kircheneingang. Auf dem Kopf wächst langsam eine Kappe aus Schnee, eine Pelzmütze. Wie für Menschen in Russland. Und um den Mund herum entsteht sogar ein Schnauzbart. Der Herr Alfred zeigt auf die Gestalt mit der Schneemütze und ruft lachend: „Das ist der Stalin!“ Sein Lachen ist heiter und befreiend. Immer wieder veranlassen ihn völlig harmlose Gegenstände, alltägliche Beobachtungen oder Gedankenverbindungen zu nicht unterdrückbarem, aber heftig schüttelndem Lachen. Das passiert ihm auch während der Messe, wo er eigentlich ernst bleiben sollte. Und sein Lachen ist ansteckend. Es ergreift alle Kirchenbesucher, sodass sie nach Hause geschickt werden müssen. Der Stalin als Christus oder der Christus als Stalin ... der Lachzwang des Priesters wird zwar von den Medizinern als nervöses Leiden, als Lachkrankheit bezeichnet, er ist aber mehr als nur ein physisches Leiden. Es ist ein metaphysisches Lachen, entstehend aus weltgeschichtlichen Ungereimtheiten oder aus lächerlichen Narreteien der Menschen. Der geistliche Herr Alfred Mahlknecht stammt aus Bozen/Gries, war seit 1927 Expositus in Kortsch, wo

er sehr beliebt war und diesen Dienst bis 1967 versah. Der langjährige Seelsorger war sehr gebildet, gütig, ausgleichend, tolerant und außerordentlich musisch begabt, ähnlich darin seinem Priesterbruder Joseph. Er hat im Laufe seiner seelsorgenden Tätigkeit und dem Unterrichten die ganze Jugend von Kortsch persönlich kennen gelernt. Und auch die Sorgen einiger Mütter. Sie wollten von ihm unterstützt werden bei der Lösung eines besonderen Problems: Die frommen Bäuerinnen waren nämlich besorgt, weil ihre Töchter, die im nahen Münstertal, im Engadin oder anderswo in der Schweiz Arbeit gesucht und gefunden hatten, in ihrer katholischen Überzeugung gefährdet wären. Es waren karge Zeiten, die Jahre zwischen den Kriegen und noch lange danach. Die als fleißig und tüchtig geltenden Kortscherinnen haben sich an die neue Umgebung gewöhnt, lernten die Nachbarn schätzen und haben sich auch verliebt. Daraus entstanden Ehen und somit - für damalige Begriffe - Tragödien. Händeringend kamen einige Mütter zum Herrn Alfred, dem diesmal nicht zum Lachen war. Er musste die Frauen trösten und wohl auch aufklären: „Liebe Frau, der Herrgott der Evangelischen ist derselbe wie unser Gott - wir sind alles Christenmenschen“! Der Herr Alfred forderte sie sogar auf, für die

Der Schlanderser Kirchenchor unter Leitung von Herrn August Vill, rechts von ihm der Organist, mein Vater Leo, links Herr Alfred Mahlknecht mit Geige; die Aufnahme entstand um 1950. 20 Der Vinschger Wind 22-12

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Kultur

schweizerischen Eheleute zu beten, auch wenn die Kinder evangelisch-reformiert aufgezogen wurden. Die Frauen verzogen sich unverrichteter Dinge und wunderten sich über den Herrn Alfred. Auch Christus ist verwundert. Ich meine damit ein Holzkreuz am östlichen Eingang von Schlanders, um das sich heute wilder Wein rankt. Jetzt um Allerheiligen verfärben sich die Blätter, bald fallen sie ab und dann umflicht feingliedriges Astwerk das Kreuz. Wie Gedanken, wie Gebete aus dem Boden aufsteigend. Hier bei den „Drei Kreuz“ stand fünf Jahrhunderte lang eine künstlerisch wertvolle Gruppe, bestehend aus einem großen Kreuz und den lose dazugestellten Gestalten von Maria und Johannes; sie wurden beim Kriegsende 1945 gestohlen. Geblieben ist nur der

gotische Christus. Aus Sicherheitsgründen und zum Schutz des wertvollen Bildes wird es seit einigen Jahren in der Totenkapelle, also in der Michaelskirche, aufbewahrt. Dadurch entstand eine leere Ecke, ein leeres Holzkreuz ohne Korpus. Deshalb hat die Nachbarin, Frau Gertrud Meister, meinen Bruder Peppi beauftragt, ein Kreuz zu schnitzen, was er dann auch gemacht hat. Nun war aber mein Bruder eigentlich kein Künstler, aber seine naiven Schnitzarbeiten wurden durchaus geschätzt und auch dieses Kreuz fand Gefallen. Der Gesichtsausdruck dieses Gekreuzigten ist irgendwie anders, nicht leidend oder verzweifelt, nicht betend oder verzagend, sondern verwundert. Jesus wundert sich über das rege Treiben hier an der Kreuzung, aber auch über die Rechthaberei. Er wundert sich über sich bekämpfende christlicher Bekenntnisse. Der Christus der Verwunderung staunt über die Tatsache, dass aus seiner Botschaft immer mehr Sekten entstehen. Und Zulauf bekommen, besonders auch hier im Vinschgau. Vielleicht wundert sich darüber auch mein toten Bruder Peppi. Oder höre ich jetzt zu Allerheiligen auch das Lachen des Herrn Alfred? Das metaphysische Lachen aus einem fernen Himmel über all die Torheiten religiöser und weltanschaulicher Rechthabereien. Hans Wielander

Leben mit dem Kreuz Von wildem Wein umschlungene Christusfigur am östlichen Ortseingang von Schlanders, eine schlichte Arbeit meines Bruders Peppi Wielander, gestiftet von der Nachbarin Frau Gertrud Meister.

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Gesellschaft

SeitenWind

Schlanders

Vinschgau. Der Skorpionclub „Venùstas“ läd alle im Tierkreiszeichen des Skorpion Geborenen recht herzlich am Freitag, 16. November ins Restaurant Waldschenke nach Naturns (Essen à la carte, für Musik ist gesorgt). Aus organisatorischen Gründen melden sich Interessierte bitte bei Georg Laimer unter 3336526618 bis am 12. November an. Hinfahrt mit dem Zug möglich: Abfahrt Bahnhof Schlanders um 17:48, zusteigen entlang der Bahnstrecke laut Zugfahrplan (für Schuttldienst Bahnhof Naturns-Waldschenke ist gesorgt); Rückfahrt mit dem Zug oder mit dem Shuttlebus um ca. 1:00 Uhr möglich.

„Spröde Schönheit in Gedanken und Bildern“

Prad. Eine Informationsveranstaltung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zur Zusatzvorsorge findet in Prad statt. Am 19. November 2012 werden ab 18.30 Uhr Erhard Joos, Martha Stocker und Josef Alois Hofer zur Zusatzrente referieren. Ort: Holzbau Lechner im Kiefernhainweg 96. Schlanders. Kulturhaus.

Im Kulturhaus Karl Schönherr in Schlanders gibt es eine „Lange Nacht des Gruselns“ am 3. November 2012: mit Tiroler Gruselgeschichten von Christian Kössler aus Innsbruck begleitet mit stimmungsvoller Live-Klaviermusik der russischen Komponistin Valeria Koukouchkina und illustriert mit schaurig-schönen Fotografien von Thomas Zagler (Kortsch). Und dann gibt es noch zwei Filme, die für Gänsehaut sorgen werden: den Film „Die Frau in Schwarz“ (2012) mit Daniel Radcliffe und den Filmklassiker von Alfred Hitchcock, „Die Vögel.“

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E

ine legendäre genannt wird, den war die zweite Hans Wielander ein Ausgabe der Kulturbisschen treiben zeitschrift „Arunda“ müssen, zusammen im Jahre 1977. Dem mit der Referentin Klassiker, dem VinMonika Holzner schgauer SonnenWunderer. Othmar berg gewidmet, ist Thaler schmunzelte, die Ausgabe seit als er die VorgeJahrzehnten vergrifschichte zum neu fen. Othmar Thaler erschienenen Buch vom Tappeiner Vermit dem Titel „Der lag hat deshalb den Vinschgauer SonAutor Hans Wielannenberg“ kürzlich der gestupst, ein jein der Mittelpunktsdes Mal, wenn sich bibliothek erzählte, die beiden getroffen nicht ohne Stolz auf haben und hat ihm Der Autor Hans das von Hans Wieein Buch, eine er- Wielander lander geschriebene weiterte „Arunda“, und dem Tappeiner über den Vinschgauer Son- Verlag herausgegebene Werk. nenberg vorgeschlagen. Und Die Gemeinde Schlanders und weil mindestens zehn Jahre der Bildungsausschuss Schlanlang nichts passiert ist, hat der ders luden zur Buchvorstellung, „Würger von Tappein“, wie Sebstian Marseiler las Texte zu Othmar Thaler liebevoll noch grandiosen Bildern, die „Vin-

schger Knedl“ musizierten und Hans Wielander selbst zitierte unter anderem den Künstler Erich Kofler Fuchsberger: „Der Sonnenberg, früher als Schande empfunden, ist ein Kunstwerk.“ Und wie bei einem Kunstwerk, sind auch die Zugänge zum Vinschgauer Sonnenberg im Buch vielfältig gewählte. Der Tappeiner Verlag selbst schreibt dazu: „Stufenförmig mit erklärenden Bildern und ausführlichem Text nähert sich das Buch dieser ganz besonderen Landschaft über „Fünf Vorbilder“, über Begriffsbestimmung, Geologie und Morphologie, Flora und Fauna, über das rätische Haus und Archäologie zum Wasser, zur Tschött und zu den Waalen, alles im Kranz der Jahreszeiten – am Fuße des Sonnenberges und weit oben am Sonnenberg.“ (ap)

Trafoi

Tag der offenen Tür in naturatrafoi V ielfältig und in gewohnt informativer Manier präsentierte sich naturatrafoi am 14. Oktober zum Tag der offenen Tür. Neben den Dauerausstellungen „Leben an der Grenze“ und „Der Rothirsch“ waren es an diesem Tag vor allem die wilden Hühner, welche große und kleine Besucher in ihren Bann zogen. Nationalparkförster Andrea Buffa tauchte mit seinen zahlreichen Zuhörern in das eindrucksvolle Reich heimischer Raufußund Steinhühner: Biologische Eigenheiten wurden bildlich veranschaulicht und den eigentümlichen Lauten von Auerhahn, Birkhuhn und Co. gelauscht. Selbst die Kleinsten schienen von diesen Balzgesängen fasziniert und folgten interessiert dem spannenden Vortrag. Dabei verabsäumte es der sachkundige Parkbeamte

v.l.: Förster Andrea Buffa, Ilona Ortler (Leiterin naturatrafoi) und Lucia Villa (Leiterin Avimundus)

auch nicht, neben biologischen Kuriositäten der Spezies, wie z. B. dem bis zu 50cm langen Blinddarm - lebensnotwendig zur Verdauung der faserreichen Nadelkost – auch auf die Auswirkungen des winterlichen Tourenskisports auf die Schneehühner aufmerksam zu machen. „In ihren Iglus vermögen sie es oft nicht der schnell heranrasenden Gefahr rechtzeitig auszuweichen und werden von den scharfen Kanten

der Skier regelrecht zerschnitten“ gab Buffa zu bedenken „Hier gilt es noch brauchbare Kompromisse zu finden, um diese einzigartigen Tiere auch weiterhin in unseren Breitengraden beobachten zu können.“ Exponate zum Thema machten dem Publikum die alpine Hühnerschaft (be)greifbar. Besonderer Anziehungspunkt für die Kinder war aber der eingerichtete „Minizoo“ mit seinem quirligen Federvieh. (re)


Gesellschaft

Mals

Musikschule in Mals heißt „Johann Rufinatscha“ M

it einer Erwachsenentaufe verglich Irene Vieider, Direktorin der Landesmusikschule Bozen in ihrer Begrüßungsrede die Namensgebung der Musikschule. Das denkmalgeschützte Gebäude, seit 33 Jahren musikalische Ausbildungsstätte, erhielt am Samstag 20. Oktober den Namen Johann Rufinatscha, ein bedeutender Tiroler Komponist, der am 1. Oktober 1812 in Mals geboren wurde und zu seinem 200. Geburtstag in seiner Heimatgemeinde geehrt wird. Der Name des großen Musikers steht nun an der Ost- und an der Südseite des Gebäudes. Den Haupteingang unter dem Kreuzgewölbe schmückt die frischenthüllte Marmorplatte mit einem Portraitrelief Johann Rufinatschas, geschaffen vom Malser Bildhauer Armin Joos. Im unteren Teil der Gedenktafel ein Spruch in deutscher und ita-

lienischer Sprache: „Gerechte Anerkennung ist des Künstlers einzig wahrer Lohn“. Dass der große Malser Sohn zu einer solchen Ehre und Anerkennung kam, ist dem Musiklehrer Gernot Niederfriniger zu verdanken, der auf die Spuren des alten Tiroler Komponisten stieß. Weiters hat die Malser Kulturreferentin Sybille Tschenett Großarbeit geleistet und Rufinatscha ein Jahr lang mit einem Festpogramm hochleben lassen. Tschenett bedankte sich für die Unterstützung und Zusammenarbeit bei der Direktorin der Landesmusikschule Irene Vieider, bei den MusikschülerInnen, den MusiklehrerInnen und dem neuen Leiter der Musikschule Oberer Vinschgau Roland Mitterer, dem BM Ulrich Veith, dem Fraktionsvorsteher Armin Plagg, dem Schuldirektor Andreas Bordiga und dem

Musiklehrer Ernst Thoma. Dass letzterer einer der ersten Musiklehrer der Musikschule Mals war, ist der kleinen Festschrift, die anlässlich zur „Taufe“ der Musikschule herausgegeben wurde, zu entnehmen. Musikalische Einlagen der Musikschule umrahmten die feierliche Veranstaltung. Vor dem Umtrunk spielte die eigens zur Feier gegründete Jugendmusikkapelle, unter der Leitung von Tobias Blaas, mit schwungvollen und rockigen Tönen das Stück „The Show must go on“ (Queen). Ein Kurzfilm über den Komponisten und einem anschließendem Klavierkonzert mit ausgewählten Klavierstücken von Johann Rufinatscha gespielt von Marlies Nussbaumer, schloss am Abend die Feier ab. Die letzte Veranstaltung zum Jubiläumsjahr “Der vergessene

v.l.: der Direktor der Musikschule Oberer Vinschgau Roland Mitterer, Referentin für Schule, Kultur und Bildung Sybille Tschenett, Direktorin der Landesmusikschule Irene Vieider

Symphoniker Johann Rufinatscha“ findet am 24. November um 20 Uhr in der Aula Magna Mals, mit einem Orchesterkonzert von der St. Blasius Akademie unter der Leitung von Karlheinz Siessl, statt. (car)


Gesprächsrunde

„Ins Gespräch kommen“ Wir sprechen italienisch unter Freunden und frischen in ungezwungener Runde unsere Sprachkenntnisse auf. Referent: Pietro Zanolin Datum: Donnerstag, 08.11.2012 Beginn: 19.30 Uhr Ort: Bibliothek Prad Veranstalter: Bildungsausschuss Prad

Prader Bildungstage · Oktober – November 2012 ·

Autorenlesung

„Südtiroler Märchen und Sagen“ von Marianne Ilmer Ebnicher Datum: Beginn: Ort: Veranstalter:

Freitag, 09.11.2012 10.30 Uhr Grundschule Lichtenberg Öffentliche Bibliothek Prad

Prader Filmabende

„Delirium“ – Paul Thöni Datum: Beginn: Ort: Veranstalter:

Projekt zur Stärkung der elterlichen Kompetenz

Freitag, 09.11.2012 19.30 Uhr Mittelschule Prad/Aula Filmfreunde Prad

Buchvorstellung

„Weiß ich eigentlich was mein Kind für seine gesunde Persönlichkeitsentwicklung braucht?“

„Die Große Freude der kleinen Prinzessin“ Ein neues Märchen mit alter Musik Referenten: Peter Waldner und Verena Wolf Datum: Mittwoch, 14.11.2012 Beginn: 10.45 Uhr Zielgruppe: Kindergarten, Grundschule 1. Klasse und Reformpädagogik Klassenzug Ort: Aquaprad Veranstalter: Öffentliche Bibliothek Prad

Inhalte: - Schulfähigkeit, Lernstörungen, (Mangel an Konzentration, Leistung) - Verhaltensauffälligkeit, Agressivität, Passivität, Ängste - Psychosomatische Symtome (Bauchschmerz, Kopfschmerz, Erbrechen…) Referentin: DDr. Sonja Bisi Datum: Montag, 05.11.2012 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Bibliothek Prad Veranstalter: Bezirksgemeinschaft Vinschgau

Indianischer Abend mit Geschichten und Trommelritualen Referentin: Datum: Beginn: Ort: Veranstalter:

Martina Wienchol Dienstag, 13.11.2012 19.30 Uhr Bibliothek Prad Bildungsausschuss Prad

24.10. - 11.11.2012

Freitag, 09.11.2012 um 20.00 Uhr

Fliegen bis es schneit Buchvorstellung (Roman) von Andreas Neeser Ort und Veranstalter: Bibliothek Laas

Malettes

BILDUNGS HERBST

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Information, Unterhaltung und Kultur in der Gemeinde Mals

Wohin mit den Sorgen heute Umgang mit den Anforderungen der Leistungsgesellschaft

Hektik bestimmt immer mehr unser Leben und seelische Krankheiten nehmen zu. Depression ist inzwischen die vierthäufigste Volkskrankheit weltweit. Trotz allem gibt es immer noch Vorurteile und Ängste, nicht zuletzt was eine gezielte Hilfe betrifft. Experten informieren und stellen sich der Diskussion. Am Podium: Ingeborg Forcher (Verein Lichtung), Christian Folie (Psychosoziale Beratung Caritas), Georg Johann Martin (Pfarrer von Prad a. Stj.), Andreas Conca (Primar Psychiatrie), Josef Pichler (Direktor Psychologischer Dienst) Termin: Donnerstag, 08. November 2012 Beginn: 19.30 Uhr Ort: Kultursaal Mals Organisation: KVW – Bezirk Vinschgau

Einakter-Theater-Festival Theatergruppe Tartsch: St. Veiths-Markt (Genoveva Telser) Theaterverein Burgeis: Das Interview von Walter G. Pfaus Dorftheater Schleis: Hänsel und Gretel beim Anwalt von Thorsten Böhner; Heimatbühne Matsch: S`Gamsl vom rot`n Kofel (Ulla Kling) Gesamtleitung: Fabi Ludwig Termin: Samstag, 10. Nov. 2012 um 20.00 Uhr Sonntag, 11. Nov. 2012 um 15.00 Uhr und 19.00 Uhr Ort: Kulturhaus Burgeis Organisation: Bildungsausschuss Mals

Beeren, Früchte, Samen

Biodiversität in der Kulturlandschaft „Hoache“ Erkennen, Sammeln, Vermehren und Kultivieren von Wildgehölzen unserer Kulturlandschaft Leitung: Artur Gapp – Leiter Frostgarten Prad Termin: Samstag, 10. November 2012 Dauer: 14.00 bis 17.00 Uhr Treffpunkt: Hauptplatz Mals Mitzubringen: Sammelkorb oder Tasche und Lupe, falls vorhanden Organisation: Gemeinde Mals im Rahmen des INTERREG Projektes Italien/Schweiz „Biodiversität in der Kulturlandschaft Hoache“

Die heilige Johanna der Schlachthöfe von Bertold Brecht

Brechts „Heilige Johanna“ spiegelt den Kampf zwischen „Gut“ und „Böse“ wider, verlegt in eine Zeit der Wirtschaftskrise und menschlichen Raffgier. Die junge Johanna Dark, Mitarbeiterin einer Armenhilfsorganisation, versucht den alternden Kapitalisten Pierpont Mauler, der ein Fleischmonopol in Chicago errichtet und an der Börse in großem Stil spekuliert, zu „bekehren“, d.h. ihn zu veranlassen, den Arbeitern Arbeit und den Hungernden Brot zu geben. Sie scheitert, persönlich und auch politisch. Nach ihrem Tod, wird sie von den zynischen Reichen „heiliggesprochen“ Leitung: Gabi Langes Termin: Sonntag, 18. November 2012 Beginn: 17.00 Uhr Ort: Oberschulzentrum Mals Organisation: Freies Theater Bozen

Die zwölfte Auflage des Malser Bildungsherbstes präsentiert vom 17.10.2012 bis 02.12.2012 ein vielfältiges Programm. Das Ziel des Bildungsherbstes ist es nach wie vor, ein möglichst breit gefächertes und allen zugängliches Bildungs- und Kulturangebot vor Ort im Gemeindegebiet anzubieten. Dabei werden einerseits vom Bildungsausschuss Eigenveranstaltungen mit besonderen Themen angesprochen, gleichzeitig aber auch bestehende Angebote der Vereine vernetzt. Der Bildungsherbst informiert und unterhält und stellt vor allem die Potentiale vor Ort in den Vordergrund. So werden Orte der Begegnung geschaffen und in bewährter Art und Weise ein aktiver Beitrag zur Gemeinwesen Arbeit in soziokultureller Weise geleistet. Mitglieder des Arbeitsausschuss im Bildungsausschuss: Sibille Tschenett, Ludwig Fabi, Helene Dietl, Veronika Gamper, Isabella Erhard, Getrud Schwabl, Emma Notte

Ganzjährig bietet der Bezirksservice Weiterbildung den Bildungsausschüssen Beratung und Informationen an. Informationen: Bezirksservice Weiterbildung, Bahnhof Spondinig, Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 - fax +39 0473 618116, mail: bezirksservice.vinschgau@gwr.it ; Homepage des Landes www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf 24 Der Vinschger Wind 22-12

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Kurs

Gestalten von Textilien

mit Anna WielanderPlatzgummer Beginn: Dienstag, 6. November 2012 (6 Treffen)

Bildungsausschuss Kastelbell/Tschars

Trauer, Rituale, Bräuche und Grabkultur Die Pfarreien bzw. Pfarrgemeinderäte von Marein-Kastellbell und Tschars haben sich damit auseinandergesetzt, wie die Menschen im Gemeindegebiet mit den Themen Trauer, Sterben und der Grabkultur umgehen und es als wichtig erachtet, Angebote zu erarbeiten, um über diese Themen zu informieren, Hilfe anzubieten und zu sensibilisieren. Treibende Kraft ist die Pfarrgemeinderatspräsidentin von Kastelbell, Monika Prister, die nach einer Teilnahme an einem Symposium über Grabkultur in Laas, das Thema nach Kastelbell brachte und sich nach gleichgesinnten Vereinen umsah. Der Bildungsausschuss von Kastelbell/Tschars mit Katharina Donà an der Spitze bot seine inhaltliche und organisatorische Hilfe an und es wurde eine Veranstaltungsreihe mit dem Thema: „Unser letzter Weg – unser letzte Wille“ erarbeitet, welche auch von den Bibliotheken und der Gemeindeverwaltung mitgetragen wird. Die Inhalte dieser Veranstaltungsreihe reichen von praktischen Angeboten wie Kerzen verzieren und Grabschmuck anfertigen hin zu Vorträgen über die Bedeutung von religiösen Bräuchen im Trauerprozess und einer kulturellen Auseinandersetzung mit der Grabgestaltung in ganz Europa. Weitere Angebote befassen sich mit aktiver Sterbebegleitung, Patientenverfügung, mit Testament und Nachlassverwaltung. Abgerundet wird das

jeweils von 20:00 - 21:45 Uhr im Vereinsraum Kulturhaus Schlanders, 2. Stock Anmeldung: Martina Gamper 339 15 28 999

Kulturbus Obervinschgau

Monika Prister (PGR) und Katharina Donà (Bildungsausschuss) sind die treibenden Kräfte der Veranstaltungsreihe: Unser letzter Wille- unser letzter Weg

Für vier Veranstaltungen des Südtiroler Kulturinstitutes in Schlanders wird ein kostenloser Transport-Service von Reschen nach Schlanders angeboten. Nutzen Sie diese Mitfahrgelegenheit, um entspannt und in Gesellschaft die folgenden Veranstaltungen zu erleben:

Angebotsspektrum mit einer Vorführung des mehrfach preisgekrönten Films „Marias letzte Reise“ mit Monica Bleibtreu. Die Angebote können und sollen alle Generationen ansprechen, weil es für das soziokulturelle Miteinander einer Dorfgemeinschaft wichtig ist, sich mit Themen rund um das Sterben zu beschäftigen und auch entsprechende Hilfen vorzufinden. (lu)

Fr., 30.11.2012 „Felix Krull“ von Thomas Mann mit dem Münchner Volkstheater Neukölln, Berlin Karten- und Platzreservierungen bis spätestens zwei Tage vor dem Aufführungsdatum beim Tourismusbüro Mals: Tel. 0473 831 190 oder mals@rolmail.net.

Impressum: Initiative von

......in Zusammenarbeit mit den Bildungsausschüssen des Vinschgaus

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Gesellschaft

SeitenWind

Naturns

Schlanders. „Wir , die Obermalauner gemeinsam sind stark“ lautet das Motto, mit dem sich eine Gruppe Kinder in den oberen Malaunen identifiziert. Die Gruppe ist eine aktive; der treibenden Kraft Lisa Mair ist eines ein besonderes Anliegen: Gemeinschaft zu leben. Noch bevor sich der Sommer zu Ende neigte, lud man die Nachbarschaft deshalb zu Kaffee und Kuchen auf den Spielplatz der oberen Malaunen, der im Juni dieses Jahres neu bespielt und v.l. Ida Pireingeweiht cher und Lisa wurde. Der Mair Einladung gefolgt sind Dutzende und verlebten einen gemütlichen, geselligen Nachmittag.

Rieslingtage in Naturns Naturns wird im Herbst zur Hochburg für Weinkenner und Gourmets (Foto: TV Naturns)

V

om 15. Oktober bis 16. November 2012 dreht sich im Rahmen des Gourmetherbstes in Naturns alles um eine der weltweit faszinierendsten Weißweintraubensorten: Die 8. Rieslingtage Naturns sind angesagt. Den Auftakt hat der 7. Nationale Rieslingwettbewerb am 24./25. Oktober 2012 in Naturns gemacht. Die Rieslingsorte ist in

8. Rieslingtage Südtirol Naturns Gourmetherbst 2012

vom 15. Oktober bis 16. November 2012 Ein Genuss-Festival für alle Weinliebhaber und Gourmets:

Vertikale Riesling Verkostung: Weingut Peter Jakob Kühn, Rheingau Sonntag, 11.11.2012

Wine & Blues

Begleitet von Bluesklängen steht in verschieden Lokalen in Naturns eine Auswahl von Rieslingweinen aus den besten europäischen Anbaugebieten zur Verkostung. • 18.10. Joe’s Street Duo - Restaurant Kreuzwirt • 25.10. Bossa & No „Was“ - Restaurant Naturnserhof • 08.11. Stefano Nicli & Marco Stagni Blues Project - Cafè San Zeno • 15.11. Bluesact - im Restaurant Michel´s

Nationaler Rieslingwettbewerb & Riesling-Gold-Prämierung Wochenprogramm Gourmetherbst:

Weinreisen, Rieslingführungen in den örtlichen Weingütern, Galadinner zum Thema Riesling, Rieslingverkostungen, Weinführungen und Weinseminare Info & Anmeldung: www.rieslingtage.com - riesling@naturns.it Tel. +39 334 86 25 634 - Tourismusverein Naturns

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Südtirol im Anbau auf 62 ha gestiegen und hat sich somit sichtbar etabliert. Gar einige Rieslingwinzer haben sich mit dieser Sorte inzwischen einen beachtlichen Namen gemacht, wofür auch die kürzliche Mitteilung zur demnächst erscheinenden Ausgabe des Gambero Rosso spricht, worin gleich fünf Rieslinge des Jahrgangs 2011 mit der Höchstpunkte be-

wertet werden. Auch dies wiederum ein Beweis dafür, dass der Riesling als Nischensorte in bestimmten Anbaugebieten Südtirols eine erfolgreiche Zukunft für unsere Weinbauern verspricht. Im Zeichen von „Riesling & Gourmet“ wird in Naturns ein interessantes Rahmenprogramm geboten: Darunter Weinführungen zu Spitzenkellereien und zu besonderen Weinbetrieben in Südtirol, Gourmetessen in 4-Sterne Hotels, die Veranstaltungsreihe Wine&Blues, wo Rieslinge aus den besten Anbaugebieten bei angenehmen Bluesklängen verkostet werden können und als Höhepunkt wird die Vertikale Riesling Verkostung mit Peter Jakob Kühn (Rheingau), der die Prämierungsfeier aus dem Nationalen Riesling Wettbewerb folgt, erwartet.

Heimatbühne Prad

Der ehrliche Lügner Arm sein ist schlimm, aber von seiner eigenen Frau Maria zur Arbeit angetrieben zu werden und statt des ersehnten Schnapses nur ein Wasser zum Trinken zu bekommen, das lässt das Ehebarometer auf den Gefrierpunkt sinken. Kein Wunder, dass Hans, der Geplagte, das Angebot seines Nachbarn: vier Wochen Urlaub, nicht arbeiten zu müssen, nur zu sitzen und noch dazu ein paar tausend Euro Taschengeld, freudig annimmt. Selbst als er den wahren Grund dieses großzügigen Angebots erfährt, dass er anstelle des reichen Viehhändlers vier Wochen in den Knast soll, die diesem wegen Meineids und Vaterschaftsverleugnung aufgebrummt wurden, nimmt er seine Zusage nicht zurück. Mit der Ausrede, er gehe nach Amerika, um das

fehlende Geld zur Errichtung einer Jausenstation zu verdienen, verlässt er seine Frau und seinen Sohn Florian. Als Hans aber nach vier Wochen auf seinen Hof zurückkehrt, hat sich einiges geändert... Schwank in drei Akten von Josef Anton Schuler; Regie führt Berni Koch. Aufführungstermine sh. Theaterwind


Gesellschaft

Naturns

Meran/Schlanders

Naturns feiert Erntedank

Kindheit in China links: Walter Müller war für das Mahlen des Roggens zuständig und erklärte den Mahlprozess; rechts v.l.: Josef Pircher, Franz Fliri und Diakon Robert Agostini bei der Segnung der Runster Mühle

A

m Sonntag, dem 21. Oktober wurde in Naturns in umfassender Weise das Erntedankfest gefeiert. Am Vormittag fand die traditionelle Erntedankprozession mit feierlichem Gottesdienst statt. Am frühen Nachmittag folgten erstaunlich viele Interessierte der Einladung zur Segnung der Runster Mühle. Sie stand seit den sechziger Jahren still und wurde auf Initiative des Heimatpflegevereins Naturns-Plaus wieder instand gesetzt. Der Obmann Josef Pircher betonte in seiner Begrüßungsansprache, dass altes Kulturgut nicht dem Verfall und dem Vergessen preisgegeben werden soll. Er bedankte sich bei seinem Stellvertreter Hermann Wenter und beim Bezirksobmann der Heimatpfleger Vinschgau, Franz Fliri, für die gesamte Koordination und für die Verhandlungen mit dem Mühlenbesitzer Franz Staffler. Die Finanzierung wurde, abgesehen vom Beitrag zur Erhaltung kleinbäuerlicher

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Denkmäler, vom Runsterbauer übernommen. Josef Pircher betrachtete es als glückliche Fügung, Franz Staffler als Sponsor gefunden zu haben und bedankte sich im Namen aller. Franz Fliri schloss sich den Dankesworten an. Er hob die umfangreichen Arbeiten und das Fachwissen der Handwerker hervor und befasste sich mit der Geschichte der Mühle, deren Erbauung auf das Jahr 1861 fällt. Doch es ist anzunehmen, dass es eine Vorgängermühle gegeben hat. Helmuth Rechenmacher sagte in Vertretung des Mühlenbesitzers, dass sich dieser über die Sanierung und Inbetriebnahme sehr freue. Der Diakon Robert Agostini segnete die Mühle und hob die Bedeutung des Brotes für alle Völker der Erde hervor. Die Mühle wurde von Walter Müller in Betrieb genommen. Er wusste eingehend die Fragen über die althergebrachten Arbeitsschritte zu beantworten. Auch die vielen Kinder

staunten, und alle konnten erleben, wie die Roggenkörner vom Lorenziacker zermahlen wurde. Der Heimatpflegeverein freut sich, dass dieses Projekt bei der Naturnser Bevölkerung soviel Interesse hervorgerufen hat. Am Abend ging es dann musikalisch weiter. Unter dem Motto „Singen, Spielen und Tanzen zum Erntedank“ boten Naturnser Vereine im Bürger- und Rathaus ein abwechslungsreiches Programm. Unter der bewährten Leitung des Josef Pircher sangen die Kirchenchöre von Naturns, Staben-Tabland und der Frauenchor besinnliche und auch scherzhafte Lieder. Die Dorfchronistin Maria Fliri erzählte dazu aus ihren Erfahrungen. Durch Valentin Stocker, der die Moderation des ganzen Abends innehatte, erging die Einladung, Hauswurst und Kraut zu genießen und, wenn auch zu vorgerückter Stunde das Tanzbein zu schwingen. (ria)

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m Bozner Verlag Edition Raetia sind kürzlich die Kindheitserinnerungen der bald 88-jährigen Meranerin Marion Schiffler erschienen. Der Titel macht das Besondere an diesem Buch deutlich: „Ich war das Jadekind. Meine Kindheit in China bis 1938“ (Raetia, 14,90 Euro). Weil der Vater für den deutschen Großkonzern I.G. Farben (BASF) die Geschäfte in China betreute, verbrachte die ehemalige Englischprofessorin und Mittelschuldirektorin von Schlanders die ersten 13 Jahre ihres Lebens in Hongkong und Kanton im Süden Chinas. Die Lebenskultur der damaligen britischen Kolonie Hongkong und jener Chinas prägen sie bis heute. Von ihrem Vater hat die Autorin einen umfangreichen Fotonachlass geerbt, der diese Geschichte eindrucksvoll umrahmt. Mit seiner Kamera hat Rudolf Schiffler das Alltagsleben in China eingefangen: Es ist ein touristischer Blick auf Land und Leute, der aber häufig tiefer geht und Stimmungen, ob nun Leid und Armut oder Freude und Ausgelassenheit, einfängt. Die ersten Aufnahmen stammen aus dem Jahr 1913, die letzten aus dem Jahr 1938.

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Val Müstair - Provedimaint electric Val Müstair (PEM)

Ein Jahrhundert enger Zusammenarbeit 1912 wurden im Val Müstair die ersten Stuben durch elektrisch erzeugtes Licht erhellt. Versorgt wurden sie mit Strom aus Mals. Die bewegte Geschichte der Energieversorgung des Münstertals wird bis auf den heutigen Tag eng durch die Zusammenarbeit mit den Südtiroler Nachbarn geprägt.

v.l.: Die Einweihung des Werkes „Muranzina“ im Jahr 1958; ein Siegerbild des Malwettbewerbes; Kraftwerk Chasseras

Die Einführung elektrischer Lichtquellen brachte eine grosse Erleichterung in den Alltag der Menschen. Die bis dahin gebräuchlichen Öllampen spendeten nur spärlich Licht, verrussten die Räume und verbreiteten einen unangenehmen Ölgeruch. Im Val Müstair hielt die Elektrizität 1912 – vor genau 100 Jahren also – Einzug. Das Elektrizitätswerk (EW) Malles baute zu diesem Zweck eine Überlandleitung von Taufers bis Valchava und versorgte die unteren Talgemeinden Müstair, Sta. Maria und Valchava mit dem begehrten Strom. Es war dies eine von ganz wenigen Kooperationen von Bündner Gemeinden mit einem ausländischen Energieversorger. In Tschierv, Fuldera und Lü dagegen mussten sich die Talleute noch einige weitere Jahre gedulden. Die Weiterführung der Leitung bis zu diesen Dörfern wäre für deren 350 Einwohner mit nicht finanzierbaren Kosten verbunden gewesen. Elektrische Energie war zu dieser Zeit noch ein teures Gut. Noch in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts musste ein Tagelöhner eine volle Stunde arbeiten, um sich zwei Kilowattstunden Strom leisten zu können, während heute der Stundenlohn einer Raumpflegerin für rund 120 Kilowattstunden reicht. Da damals noch keine Stromzähler installiert waren, rechnete man 28 Der Vinschger Wind 22-12

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übrigens pauschal nach der im Haushalt installierten Leistung ab. Es wurden Glühlampen, Glätteisen, Radiogeräte und Elektrostrahler registriert und der Strombezug anhand deren theoretischen Leistung in Rechnung gestellt.

Wunsch nach eigenem Kraftwerk

Das Unbehagen über die Abhängigkeit vom Lieferanten jenseits der Grenze in jener politisch instabilen Zeit aber auch die geringe Leistungsfähigkeit der Zuleitung von dort liess die Pläne für eine taleigene Stromproduktion reifen. Bald konnte eine gebrauchte Anlage erworben werden, die 15 Kilowattstunden Strom produzieren sollte. Im Spätherbst 1922 nahm das EW in Tschierv seinen Betrieb auf. Mit den immer noch ohne Elektrizität lebenden Dörfern Fuldera und Lü konnte zunächst keine Einigung erzielt werden. Es brauchte weitere Verhandlungen, ehe 1924 auch hier die ersten Glühlampen leuchteten. Das war aber keineswegs das Ende der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Diskussionen über die Erneuerung des Liefervertrags des EW Tschiervs mit Fuldera und Lü führte dazu, dass diese beiden Gemeinden ab 1942 ihren Strom vom EW Malserheide bezogen. Und die letzte Münstertaler Gemeinde Tschierv folgte sieben Jahre später nach. 1949 erlitt das

Kraftwerk in Tschierv nämlich infolge unsachgemässer Wartung einen Totalschaden. In der Folge wurde die Stromproduktion im Val Müstair vorübergehend fast ganz aufgegeben. Einzige Ausnahme: Das von der Gemeinde Sta. Maria 1941 in Betrieb genommene Kleinstkraftwerk Muranzina I verhinderte auf Jahre hinaus eine zukunftsträchtige Lösung für die Versorgung des gesamten Tales.

Modernisierung der Versorgung

Doch die Idee eines zeitgemässen taleigenen Kraftwerks blieb im Val Müstair seit den 30er Jahren ein stetig diskutiertes Thema. Etwelche Projekte wurden geplant und aus verschiedenen Gründen wieder verworfen. Erst die Gründung der Corporaziun Provedimaint Electric Val Müstair (PEM) versprach 1954 eine Verbesserung der prekären Stromversorgung des Tals, die jeden wirtschaftlichen Fortschritt behindert hatte. Mit kräftiger finanzieller Unterstützung durch den Kanton Graubünden und die Eidgenossenschaft wurde noch im selben Jahr mit den Arbeiten zum Bau des Kraftwerks Muranzina II begonnen. Dieses nahm 1958 seinen Betrieb auf. Der Anschluss an das schweizerische Hochspannungsnetz durch eine Leitung über den Ofenpass setzte 1968 einen weiteren Meilenstein in der sicheren Stromversorgung

des Val Müstairs. Es folgten 1990 die Inbetriebnahme des Kraftwerks Chasseras und 1995 die Erneuerung und der Ausbau des Kraftwerks Muranzina.

Zusammenarbeit verstärken

Heute verfügt das PEM über eine zeitgemässe Netzinfrastruktur sowie über eigene Produktionsanlagen, die den taleigenen Strombedarf über das gesamte hydrologische Jahr hinweg betrachtet zu decken vermag. Im Unterschied zur 100 Jahre zurückliegenden Anfangszeit der elektrischen Versorgung könnte das Val Müstair durch die Weitergabe seines Produktionsüberschusses heute sogar einen Beitrag zur sicheren Stromversorgung seiner Nachbarn leisten. «Da die Übertragungsleitung in Richtung Südtirol künftig im internationalen Stromtransit eine tragende Rolle spielen wird, wird die Infrastruktur ohnehin ausgebaut. Die entsprechenden Investitionen sind bereits beschlossen», erklärt Hansjörg Weber, der den Verwaltungsrat des PEM präsidiert. www.pemvalmuestair.ch „Geschichte der Elektrifizierung im Val Müstair“, Thomas Pitsch (Buch) „A la riva dal Rom“ www.biosfera.ch


Gesellschaft

Kulturhaus Karl Schönherr - Schlanders

Goldrain

Zirkusreife Hip-Hop Show

Schützen schützen Heimat

E

M

s war ein mitreißendes und unvergessliches Erlebnis, und das nicht nur für das vorwiegend jugendliche Publikum. Bei ihrem einzigen Auftritt in Südtirol und in Italien begeisterten die neun Artisten und Mu-

Foto: Foto Wieser, Schlanders

siker der australischen Tom Tom Crew die Zuschauer im Kulturhaus Karl Schönherr in Schlanders mit pulsierenden Hip-Hop-Rhythmen, mit energiegeladenen Trommelwirbeln und spektakulärer Akrobatik. (mt)

it schwerem Gerät und bei sengender Hitze, machten sich drei Kameraden der Schützenkompanie Goldrain und ein weiterer Helfer auf den Weg nach Martell, zur Soy Alm. Ziel war es, auf den dortigen Weiden eine Weideräumung vorzunehmen, d.h. die Weiden vor Überwucherung des Junglärchenbestandes und weiterem Gestrüpp zu säubern, welche eine Bedrohung für diese darstellen. Für die Kameraden bedeutete diese Aufgabe nicht nur die Weide und die Alm, sondern grundsätzlich ein „Stück“ der Heimat schützen und pflegen zu können. Die Almen prägen das Bild der Alpen und sind eng verwoben mit dem Bild von Heimat. Sie sind ein über Jahrhunderte gewachsener Teil der alpinen Kulturlandschaft. Sie bringen

v.l.: Hannes Platzgummer, Andreas Müller, Otto Ilmer und Dominik Greiss

Vielfalt in die Landschaft und sind als Lebensraum für Tiere und Pflanzen von bedeutendem ökologischem Wert. In diesem Sinne, und auf weitere Tätigkeiten im Dienst der Heimat, bedankt sich die Schützenkompanie Goldrain bei ihren fleißigen Kameraden. (sil)

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Gesellschaft

Graun

25 Jahre Seniorenclub Oberland A

m 14. Jänner 1988 trafen sich Vertreterinnen des KVW von St.Valentin, Graun und Reschen und Vertreterinnen des Familienverbandes Langtaufers. Wir beschlossen, uns der alten Leute in der Gemeinde Graun anzunehmen.“ Mit diesem Satz beginnt: „Die Gründung des Altenclubs“ und die Chronik des daraus entstandenen Seniorenclubs, die Rosa Prenner immer noch handschriftlich weiter schreibt. Der Seniorenclub Obervinschgau hat sich inzwischen zu einem der aktivsten und beliebtesten Vereine in der Gemeinde Graun gemausert. Dies zu würdigen, hat Vizebürgermeisterin und Sozialreferentin Karoline Gasser zusammen mit dem Seniorenclub im Rahmen der Oberländer Aktionstage 2012 ein Jubiläumstreffen im Vereinssaal in Graun ausge-

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Dank an Rosa Prenner kommt von BM Heinrich Noggler und von Referentin Karoline Gasser

richtet. Sie begrüßte am 20. Oktober im voll besetzten Vereinssaal namentlich den Bürgermeister Heinrich Noggler, den Vorsitzenden der SVP Seniorenbewegung Otto von Dellemann, die KVW-Vertreterin Rosa Weissenegger, Gemeindereferent Franz Josef Prieth und die Leiterin des Seniorenclubs Obervinschgau Rosa Prenner. Ihr überreichte der Bürgermeister als Dank und Anerkennung einen Strauß Sonnenblumen. Im Kurzreferat lobte und beglück-

wünschte Otto von Dellemann den Seniorenclub Obervinschgau. Besonders wertvoll sei die Dörfer übergreifende Tätigkeit des Clubs. Vier Tipps gab er den Senioren: - sie sollen körperlich aktiv bleiben, sich regelmäßig bewegen und Sport betreiben; - sie sollen für geistige Beweglichkeit sorgen durch Zeitung lesen, Tagesschau verfolgen, Vorträge besuchen, musizieren, diskutieren, Karten spielen u.s.w.;

- soziale Kontakte pflegen, sich nicht daheim einsperren, einkaufen gehen, die Nachbarschaft pflegen, sich mit der Jugend unterhalten u.s.w; - das Seelische kultivieren, sozusagen für geistige Nahrung sorgen eventuell durch Gebet, durch Gedanken, durch Literatur u.s.w. „Der Oma glauben wir, den Eltern nicht“, sagte ein Jugendlicher kürzlich zu Dellemann. Diese Aussage zeigt, wie wichtig die Großeltern für die Heranwachsenden sind. Für Erheiterung sorgte das Theater „Mechthild S(o)arglos packt aus“. Das Trio Martin, Gernot & Judith umrahmte das Jubiläumstreffen musikalisch. Für das leibliche Wohl war Küchenchef Manfred Ziernheld, Gewinner der Silbermedaille auf der Frankfurter Buchmesse, verantwortlich. (aw)


Gerne wird am Burggräflerplatz innegehalten um die Fotos zu betrachten

Naturns

„Mein Prokulus“ M

ein Prokulus“, so nennt sich eine Fotoausstellung auf dem Burggräflerplatz in Naturns. Sie wurde am Samstag, dem 6. Oktober um 19.30 Uhr feierlich eröffnet und bleibt nun den Winter über dem Publikum zugänglich. Vor hundert Jahren wurden die Fresken, die als die ältesten im deutschen Sprachraum gelten, rein durch Zufall entdeckt. Vom Kulturverein St.Prokulus wurden während des Jubiläumsjahres „Prokulus 12“ verschiedene Projekte veranstaltet. Dieses Mal wurde die Bevölkerung aufgerufen, Fotos in Zusammenhang mit der Prokuluskirche zur Verfügung zu stellen. Diese wurden von den fachkundigen Händen der Kuratorin Maria Gapp für die Ausstellung verwendet und am Burggräflerplatz präsentiert. So reihen sich nun die achtzig Fotos aneinander, die alle Lebensbereiche, wie Taufen, Erstkommunion und Hochzeiten, betreffen, Gruppenfotos der Vereine und Jahrgangsfeiern ebenso wie Abbildungen über Arbeiten und erste Führungen in der Kirche. Die Begrüßung erfolgte durch den Kulturassessor Valentin Stocker und der Kuratorin Maria Gapp. Der Bürgermeister Andreas Heidegger eröffnete die Ausstellung. Es ist wahrhaftig erstaunlich, dass es in Naturns so viele Fotos gibt, die

die denkwürdigen Stationen des Lebens gerade im Anblick der Prokuluskirche festhalten. Und es wirft sich die Frage auf, warum die Naturnser diesen Platz so oft und gern als Hintergrund für die bleibende Erinnerung gewählt haben. Man fühlt sich angezogen von einer ganz besonderen Ausstrahlung dieser Umgebung, und es scheint, dass sich keiner der Stimmung entziehen kann, die die Menschen schon vor 1.500 Jahren verspürt haben. Ein instinktives Verlangen nach Ruhe und Wohlbefinden lässt erahnen, wonach der Mensch im Unterbewusstsein sucht. Das betont auch Heinrich

Die Kuratorin Maria Gapp und Valentin Stocker bei der Ausstellungseröffnung

Koch bei den „Gesprächen mit Menschen“, welche diese Vorstellung bereicherten. Alfons Hanny, der Fremdenverkehrspionier von Naturns, berichtet, Fotos als Postkarten für Werbeanzeigen gemacht und in alle Welt verschickt zu ha-

ben. Und Marialuise Höllrigl weiß noch, wie sie mit anderen spielenden Kindern auf ein Foto kam, das den Weg nach Salzburg und dort in die Hände ihres Verlobten fand. Von Willi Bonbizin erfuhren die Anwesenden, welche Erinnerungen ihm als Begleiter der Filmaufnahmen für das Prokulusmuseum geblieben sind. Zwei Schulmädchen berichteten über ihre Eindrücke beim Besuch von Kirche und Museum. Der Dekan fand passende Worte in seelsorglicher Hinsicht, und der Bürgermeister unterstrich die Bedeutung dieses Kleinods für Naturns. Den musikalischen Auftakt gab die Musikgruppe „Opas Diandl“, die alpenländische Musik in frischem Gewand brachte und später dann beim Umtrunk noch längere Zeit durch ihr Konzert erfreute. So ging eine lobenswerte und beeindruckende Vorstellung für Naturns erst spät zu Ende. Seit der Eröffnung finden sich viele Naturnser, darunter auch zufällige Passanten zu jeder Tageszeit am Burggräflerplatz ein und Naturns ist um einen weiteren Anziehungspunkt reicher. Es mag diese Fotoausstellung wohl die wirksamste Initiative in der Veranstaltungsreihe gewesen sein, um den Naturnsern „Ihr Prokulus“ bewusst näher zu bringen. (ria)

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Bereits seit Längerem wurde in den Einrichtungen der offenen Jugendarbeit im Vinschgau über eine Möglichkeit diskutiert, Jugendlichen aus dem nahen Grenzland, der Schweiz, zu begegnen. Diese sogenannte Grenze kann im Rahmen des „gemeinsam Erlebten“ überschritten werden. Der erste Schritt dorthin sollte der Bogenbaukurs im Schnalstal sein, leider konnten wir aber keine Schweizer Teilnehmer begrüßen. Nichtsdestotrotz starteten die Jugendlichen aus Mals, Martell und Latsch gemeinsam zum Erlebnis Bogenbauen & 3D-Bogenparcour. Wunderschönes Herbstwetter begleitete die Gruppe von begeisterten Pfeil- und Bogenbauern am vergangenen Wochenende im Schnalstal. Das Tal, in dem schon Ötzi gejagt hat, zeigte sich von seiner schönsten Seite - herbstlich warm und freundlich. Die Jugendlichen wurden von den Jugendarbeiterinnen Miry (JD Mittelvinschgau) und Veronika (JuMa Mals) und dem „Outdoor-Erlebnis & Höhenexperten“ Felix an beiden Tagen begleitet. Der Bogenbaukurs wurde von den beiden Experten Valentin und Michaela Müller gestaltet. Sie begleiteten auch den Bogenparcour am Sonntag. Das Projekt wurde vom JuMa und dem Jugenddienst Mittelvinschgau ausgearbeitet und nun Dank der finanziellen Unterstützung durch das Interreg IV Projekt (EU- Fond, Terra Raetica und Interreg Italien- Schweiz) durchgeführt. Um 9 Uhr in der Früh starteten die zwölf Jugendlichen aus Mals und dem Mittelvinschgau mit dem Zug und dem Bus nach Katharinaberg, wo sie bereits erwartet wurden. Kaum angekommen wurde in der Werkstatt des Moarhofes schon fleißig begonnen zu arbeiten - die Hälfte der Gruppe feilte und raspelte sich den Bogen zurecht, die andere Gruppe startete mit dem Drehen der Sehne und bastelte danach zwei

Pfeile. Dann wurden die Gruppen getauscht, damit jeder alles machen konnte. Die Jugendlichen zeigten viel Geduld und Ausdauer beim Bogenbauen. Sie erlebten, wie aus einem Stück Holz ein echter und individueller Bogen entsteht - jeder stand am Abend mit dem fertig geölten Bogen und zwei Pfeilen da. So durfte mit dem Bogentesten nicht lange gewartet werden - nach einer kurzen Einführung durch Valentin, dem Bogenbaulehrer, ging es schon los auf Zielscheiben, den Schaumstofftieren und Luftballons. Als die Herbstkälte Überhand gewann zogen sich alle in das Vereinshaus - das „Haus der Dorfgemeinschaft„ zurück, wo sich alle ihren Schlafplatz zurechtlegten, das Abendessen genossen und anschließend bei Spielen, Gesprächen, Witzen und Rätseln beisammensaßen. „Na, nu wellmr it schlofn gean“ (eine Teilnehmerin) Am nächsten Tag nach dem gemeinsamen Frühstück starteten alle mit den eigenen Bögen wieder zum Moarhof. Gespannt wie ein Bogen und schnell wie ein Pfeil machte sich die Gruppe in Begleitung der zwei erfahrenen Referenten, auf den Weg zum 3D-Bogenparcour mit 16, der Natur nachempfundenen Zielen. Den Jugendlichen wurde die Verwendung vom eigenen Pfeil und Bogen näher gebracht, denn dabei steht nicht nur die sportliche und unterhaltsame Aktivität im Vordergrund- die Jugendlichen sind physisch (richtige Körperhaltung und Atmung und einen festen und sicheren Stand) wie psychisch (Ruhe, Gelassenheit, Konzentration und Durchhaltevermögen) gefordert. „Sou geatma sogor gearn wondrn“ (eine Teilnehmerin)

Feuerwehrübung im „Juze“ Die Aufregung bei den Jugendlichen und Betreuern war am vorletzten Samstagabend im Oktober groß, als über den Dächern des „Juze“s Hoad Rauch aufstieg und kurze Zeit später die Freiwillige Feuerwehr von St. Valentin herbeieilte! Nicht etwa weil ein Brand zu löschen war, sondern weil die FF St. Valentin eine ihrer Herbstproben in den Räumlichkeiten des „Juze“ abhielt. Der Abend begann für die Kids mit leckeren „Keschtn“, die zur leiblichen Stärkung auf die bevorstehende actionreiche Probe verkostet wurden. Es meldeten sich 4 Jugendliche als „Mimen“ (Schauspieler, welche Verletzte oder Schockpatienten darstellten), welche ihrer Rolle entsprechend geschminkt wurden. Sie bekamen außerdem Anweisungen, was genau sie in ihrer Rolle zu tun hatten und wo sie sich befinden sollten. Die nun anrückenden Feuerwehrmänner kannten die Ausgangslage nicht und es begann ein Einsatz wie er sich auch in der Realität abspielen könnte: Im Jugendraum selbst war eine starke Rauchentwicklung zu beobachten (wurde vorher durch eine Nebelmaschine erzeugt). Die Wehrleute des Atemschutztrupps betraten das Gebäude und evakuierten die darin befindlichen Jugendlichen. Auch Mimen außerhalb des Treffs, welche verletzt waren oder unter Schock standen wurden bald gefunden und der Einsatz konnte erfolgreich beendet werden. Den Kids und den Betreuern blieben das richtige Verhalten in Gefahrensituation und der Umgang mit einer Löschdecke ganz besonders in Erinnerung.

Beim anschließenden Gaudi schießen auf Luftballons bekamen alle die Chance einen zusätzlichen Pfeil zu gewinnen. Mit den selbst gebauten Bögen, den Pfeilen und ein wenig Erschöpfung in den Knochen von den aufregenden Tagen, ging es wieder mit Bus und Zug nach Hause. „Ma, schod dassas schu fir isch“ (ein Teilnehmer) Fest steht: es wird nicht das letzte Abenteuer der Gruppe bleiben, denn es war gleich schon klar dass in naher Zukunft noch einmal gemeinsam auf die Jagd nach den 3 D Tieren gegangen wird. Außerdem wurde überlegt, gemeinsam einen Abenteuerbesuch in die Schweiz zu wagen, um dort beim Rafting ein weiteres spannendes Naturerlebnis kennenzulernen. Ein ganz besondere Dank an Michaela und Valentin die beiden Bogenbauexperten vom Moarhof, Felix der uns als Outdoorexperte begleitet hat und vor allem auch an die Zuständigen die uns das „Haus der Dorfgemeinschaft“ in Katharinaberg zur Verfügung gestellt haben und nicht zuletzt an alle Jugendlichen selbst für das tolle Wochenende!

Hey, ich heiße Annamaria Weisenhorn,

komme aus Matsch und bin seit September die neue pädagogische Mitarbeiterin im Jugendtreff von Prad. Letztes Jahr habe ich mein Pädagogikstudium in Innsbruck abgeschlossen und nun freue ich mich auf meine neue Arbeit mit den Prader Jugendlichen.

Annamaria


Gesellschaft

Goldrain

Helfer aus der Natur

„Das beste Bild kam von euch“

Unsere Kräuterecke

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nnerhalb kürzester Zeit hatten die Schüler der 4. Klasse Grundschule (i. Bild) ihren Spitzahorn eingepflanzt. Christian Reichert von der Gärtnervereinigung und Hanspeter Schöpf von der gleichnamigen Gärtnerei lobten anerkennend: „Das habt ihr gut gemacht.“ Die Viertklässler hatten den Spitzahorn beim Kreativ-Wettbewerb der Südtiroler Gärtnervereinigung im Frühjahr dieses Jahres gewonnen. Keinen Zweifel an

den Siegern hätte man gehabt, sagte Reichert, „das beste Bild kam eindeutig von euch.“ Vorausgegangen war dem Wettbewerb die Aktion „Gesund wachsen“. Rund 2.000 Schüler machten in ganz Südtirol mit, besuchten Gärtnereien und beobachteten wie Pflanzen mit gesunden Nährstoffen gedeihen. Die Viertklässler, die da noch die 3. Klasse der GS Goldrain besuchten, erkundeten die Gärtnerei Schöpf in

Vetzan. Ihre Eindrücke gossen sie in ein Bild: dem Siegerbild des Bezirks Vinschgau und Burggrafenamt. Jüngst, am 16. Oktober übergaben Reichert und Schöpf den Preis: einen Spitzahorn. Große Freude mit dem Baum hatten nicht nur die Gewinner, sondern die ganze Schulgemeinschaft der GS Goldrain. Mit Liedern, Gedichten und dem Segen von Pfarrer Franz Eberhöfer nahm man den Baum in Empfang. Hanspeter Schöpf: „Der Spitzahorn hat Blätter, die den fünf Fingern einer Hand ähneln und jeden Tag winken euch die Blätter zu, wenn ihr zur Schule kommt.“ Dass man genau diesen Baum auswählte, hat aber noch einen anderen Grund: Der alte Spitzahorn, der seinen Platz auf dem Schulhof seit Jahrzehnten behauptet, muss im Frühjahr der neuen Grundschule Goldrain weichen. (ap)

Stilfs

Sommer, Sonne, Lesen und Kochen

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um Tag der Bibliotheken ließ sich das Team der öffentlichen Bibliothek und des KVW Stilfs am 20. Oktober heuer etwas Besonderes einfallen. Zahlreiche Gäste, Jung wie Alt, fanden sich im Haus der Dorfgemeinschaft ein, um mit allen Sinnen zu genießen. Anwesend waren nämlich die drei Autoren des Buches „Köstliches aus dem Vinschgau“, Erik Platzer (Direktor i.R. der Hotelfachschule Kaiserhof) sowie die beiden Spitzenköche Oskar Asam und Otto Theiner, welche dem Besucher sowohl Einblicke in ihr Buch als auch in ihre Kochkünste gewährten. Erik Platzer vollzog die 10-Jährige Entstehungsgeschichte des Buches nach: vom Sammeln der Rezepte von der Töll bis Reschen zum intensiven Nachkochen „auf und nieder - firri

und zrugg“, denn „a Schalale, an Vaterunser long odr nit gor a sou long“ sind mündlich überlieferte Messeinheiten, welche fürs Kochbuch genauestens definiert werden wollten. Das schmackhafte Korrner Bratl und die luftig, feine Schneamilch mundeten allen Anwesenden - mindestens genauso überzeugte die gekonnte musikalische Darbietung von Ernst Thoma, welcher Korrnrweisen und Korrnrliadar original zum Besten gab. Interes-

santes Detail am Rand: Oskar Asam hat ebenso Stilfser Wurzeln wie Erik Platzer. Anschließend erfolgte die Prämierung der Gewinner der Sommer-Sonne-Lesen-Aktion durch die engagierte Bibliotheksleiterin Walburg Tschenett, wobei jeder Teilnehmer ein kleines Dankeschön entgegennehmen durfte. Angeregte Gespräche in gemütlicher Runde ließen diesen Tag für Lesefreunde gebührend ausklingen. (re)

Depressionen Die kalte und dunkle Jahreszeit ist oft eine schlimme Zeit für sensible Leute. Depressives Verhalten und Trübsal machen sich breit. Alles scheint schwer und düster. Dagegen hilft oft eine kleine Lebensumstellung. Schöne helle Farben, behagliche Wärme und Zweisamkeit sind gefragt. Doch wie wollen wir das erreichen? In erster Linie soll man genügend Licht und eine heimelige Atmosphäre einrichten. Farben, Blumen und Duftstoffe sind hier wichtig. Abwechslung schaffen mit einem erholsamen WohlfühlBad bringt schon vieles und auch mit Duftölen kann man einiges erreichen. Hier sind viele Öle besonders wirksam, wie Lavendel, Rosen, Mandarinen, Sandelholz, Muskat und Zitronen. (In Duftlampe, zum Baden oder als Massageöl zubereitet) In dieser Zeit erfreut ein besonderer Tee, der die Stimmung aufhellt und Licht ins Innere bringt. Wir können folgende Heilpflanzen mischen: Johanniskraut, Rosmarin, Hopfen, Baldrian, Kalmuswurzeln zu gleichen Teilen. Mit kochendem Wasser übergießen und ca. 10 Min. ziehen lassen. 2 Tassen in der zweiten Hälfte warm trinken. Wenn es das Wetter zulässt sind Spaziergänge unumgänglich für die Gesundheit. Sonne tanken ist in den Wintermonaten besonders wichtig. Menschen, die zu Depressionen neigen, finden auch im Gebet und im Dialog mit Gott neue Kraft, Energie und Freude. Rückfragen direkt an den Autor: juerg.baeder@bluewin.ch

Die drei Autoren, Ernst Thoma und das Bibliotheksteam Stilfs

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Gesellschaft

Schlanders

Alle Toten fliegen hoch E

Kulturhauspräsident Martin Trafoier (l.) bedankt sich bei Joachim Meyerhoff

r ist als Erzähler nach Schlanders gekommen, Joachim Meyerhoff, Wiener Burgschauspieler und Gewinner des Franz-Tumler-Literaturpreises 2011. „Alle Toten fliegen hoch“ war nur der Übertitel jenes autobiografischen Teils aus dem Meyerhoff vorlas und der von seiner Kindheit „Zuhause in der Psychiatrie“ erzählte. Lachen, das hat man von Beginn weg dürfen, etwa als Meyerhoff sein Heimatstädtchen Schleswig sehr speziell beschrieb, und wenig später nicht weniger eindrücklich die Psychiatrie, in der er aufwuchs, weil sein Vater ebendiese leitete. Oder spätestens dann, wenn er die Episode vom Patienten erzählt, der eine Vorliebe für Lenkräder zu haben schien. Meyerhoffs Vater trieb eins bei einem befreundeten Autohändler für ihn auf und wurde seitdem vom Patienten - mit dem Lenkrad zwischen den Händen - abgeholt vor seinem Haus und scheinbar durch die Anlage gefahren. Der Humor, der Witz sind Meyerhoffs

herrliche Begleiter; und natürlich blitzt neben mit dem Erzähler Meyerhoff immer wieder der Wiener Burgschauspieler auf, der mit nur wenigen Requisiten auf der Bühne auskommt. Eine Tafel, die auch Projektionswand war, einen CD-Spieler, drei Vitrinen mit Erinnerungsstücken. Nur beim „Glöckner“ greift er zu Perücke, Plastikzähnen und zwei Glocken, um dem Publikum eindrücklich vor Augen zu führen, welcher Freizeitbeschäftigung er, Meyerhoff, am liebsten nachging: Auf dem Rücken seines Anstaltsfreundes, dem „Glöckners“, durch die Anstaltsanlage zu ziehen, während dieser seine Glocken - je eine in der Hand - ohrenbetäubend schellte. Gelächter und stille Momente wechselten sich ab in der rund eineinhalbstündigen Lesung, vom Südtiroler Kulturinstitut zusammen mit der Gemeinde Laas in Schlanders organisiert. Und weil Joachim Meyerhoff nur in Schlanders las, hat das Kulturinteressierte aus ganz Südtirol ins Kulturhaus Schlanders gezogen. (ap)

Vinschgerwind/Vinschgau

Die BrautpaarSieger stehen fest

M

it einer Stimmenflut, vor allem auf unserer Internetseite (www.vinschgerwind.it), aber auch über unser Telefon, Inserat im Vinschger Wind Ausgabe 22-12 vom 31. Oktober 2012: ist Ihr darüber abgestimmt worden, welches das schönste Brautpaar im Vinschgau sein Sieger: Anita und Tommy Thanai mit Delia, Jana und Noah (6.353 St.); Zweite: Rebekka soll. Den Sieger-Brautpaaren gratulieren Gamper und Roland Tscholl (5.551 St.); Dritte: Ramona Kaserer und Stefan Telser (2.015 St.) wir und wünschen ihnen, wie auch allen anderen Brautpaaren, die uns ihr Hoch- daktion (Dantestraße 4 in Schlanders) ab- en. „Vinschgau abstrakt“ und „Der Vinschzeitsbild gesandt haben, nur das Beste geholt werden. Das Siegerpaar erhält zwei ger Sonnenberg“, beide von Hans Wielanauf ihrem Weg. Die drei Erstplatzierten Freikarten für das Tanztheater Alps Move der. Den Drittplatzierten winken, Genuss erhalten Preise, die uns wohlgesonnene im Kulturhaus Karl Schönherr von Schlan- muss sein, zwei Flaschen Wein, ein weißer Sponsoren zur Verfügung gestellt haben. ders (am 29.11.2012). Die Zweitplatzierten und ein roter, vom Malser Getränkebetrieb Die Preise können ab sofort in unserer Re- können sich über zwei Arundabücher freu- I.M. Weissenhorn zur Verfügung gestellt.

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Texel Sonderthema

Der europaweit modernste

Apfelbetrieb

Foto: René Riller

Es riecht süßlich im modernen Apfelturm in der Obstgenossenschaft Texel in Naturns. „Ethylen“, sagt der Geschäftsführer Christoph Tappeiner. Ethylen ist ein Gas, welches die Früchte zur Eigenreifung ausströmen. Zu schnell sollen sie allerdings nicht nachreifen. Auch dafür hat die Texel ein hochmodernes Hochregallager errichtet.

N

ach nur 6-monatiger Bauzeit wurde Anfang Oktober das neue Lager der Obstgenossenschaft Texel in Betrieb genommen. Das vollautomatische Hochregallager besticht durch modernste Technik genauso wie durch Ästhetik, denn es vermittelt einerseits ehrlich und transparent das, wofür es steht. Und andererseits passt es sich an seine natürliche Umge-

bung an, mit einigen kunstvollen Tricks.

Wer steht wofür?

Zu Beginn stand ein Logistikkonzept, das von der Firma KDL aus Hamburg gemeinsam mit dem Texel-Projektteam erarbeitet wurde. Zu diesem internen Team gehörten der Obmann Rudi Höller, der Geschäftsführer Christoph Tappeiner, der

Produktionsleiter Christoph Pircher, der Leiter Logistik und Projektleiter Texel Martin Österreicher sowie der technische Leiter Ralf Hillebrand. Daraufhin haben drei Vinschger Fachleute ihre Erfahrung und ihr Talent eingebracht und eine maßgeschneiderte Lösung für die Obstgenossenschaft Texel geliefert: Ingenieur Siegfried Pohl war für die Generalplanung 

Hochregallager Obstgenossenschaft Texel, Naturns (Gesamtplanung und Bauleitung)

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Texel Sonderthema

verantwortlich, die Fassade wurde vom Künstler Manfred Alois Mayr gemeinsam mit dem Architekten Arnold Gapp gestaltet, der als Sieger eines ad hoc durchgeführten Ideenwettbewerbs hervorgegangen ist. Roland Dellagiacoma, Landessachverständiger für Raumordnung und Landschaftsschutz in der Baukommission der Gemeinde Naturns, hat als Projekt-Mentor die Bedürfnisse und Wünsche aller ProjektPartner auf einen Nenner gebracht. „Ein Bauwerk dieser Größenordnung muss nicht nur den funktionellen Anforderungen gerecht werden, sondern auch eine weitgehende Akzeptanz in der Bevölkerung finden“, so Dellagiacoma. „Im konstruktiven Dialog zwischen Bauträger, Projektanten und dem beigezogenen Künstler auf der einen und der Baubehörde sowie dem Fachbeirat für Baukultur auf der anderen Seite, scheint dies gelungen zu sein“, zeigt sich Dellagiacoma sehr zufrieden. Für den technischen Anlagenbau, die gesamte Fördertechnik und das Lagerleitsystem zeichnet die Firma LTW Intralogistics aus Vorarlberg verantwortlich. Die Lagerverwaltungssoftware ist von der Firma Top Control mit Sitz in Terlan entwickelt worden. 48mx43mx27m: Dies sind die Dimensionen des 16.000 Großkisten-Lagers mit vollautomatischer Bereitstellung: Die Investitionssumme für das Gesamtprojekt beträgt ca. 8,5 Millionen Euro.

Das Wo und Wie des neuen Industriegebäudes Das Hochregallager wurde am Standort Naturns an Stelle einiger nun abgerissener

Kühlzellen als autarkes Gebäude zwischen Sortierung und Verpackung errichtet. Es ist mittels Fördertechnik an die vorhandene Bausubstanz angeschlossen. Besonderes Augenmerk wurde auf die architektonische Einbindung in den bestehenden Gebäudekomplex der Obstgenossenschaft und auf die Fassadengestaltung gelegt.

Die kunstvolle Verpackung Das gestalterische Konzept versucht eine Verbindung herzustellen zwischen monolithischer Geschlossenheit und leichter Konstruktion. Die Außenhülle des Quaders - eine Schichtfassade, die mit der Ähnlichkeit von Großkisten-Beschichtungen spielt - vermittelt die dominierende Eigenschaft des „aufeinander Stapelns von Großkisten“ wie eine Botschaft: Außen und Innen werden eins. Auf Dekor wurde verzichtet, dafür stehen Transparenz und hochwertige Materialien im Vordergrund. Die rombusartige Oberflächenstruktur der Fassadenhaut bricht nicht nur das Licht, sondern funktioniert als Sonnen- und Wärmeschutz und erzeugt eine Hinterlüftung – ein energiesparender Mehrwert. Die unterschiedlichen Farbabstufungen der Hülle wirken je nach Tageszeit, Jahreszeit und Lichteinstrahlung anders und stehen in Wechselwirkung zum angrenzenden Landschaftsraum, seinen Farben und Lichteffekten. Landschaft und Baukörper fließen optisch ineinander über.

Wer steckt hinter Texel? Die landwirtschaftliche Genossenschaft

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Texel ist 2008 aus der Fusion der Naturnser Obstgenossenschaft Nog und der Partschinser Obstgenossenschaft Pog hervorgegangen. Sie zählt 349 Mitglieder, die auf 1.274 Hektar beinahe ausschließlich Äpfel und geringe Mengen an Vinschger Marillen anbauen. Das Anbaugebiet erstreckt sich auf folgenden Gemeinden: Naturns, Partschins, Plaus und Algund. Die jährliche Erntemenge beträgt ca. 7.800 Waggon brutto. Die etwa 120 Mitarbeiter erarbeiten einen Umsatz von ca. 45 Mio. Euro. Die Führung der Genossenschaft liegt in den Händen des Obmanns Rudi Höller und des Geschäftsführers Christoph Tappeiner.

Wie arbeitet Texel? Der Betrieb der Obstgenossenschaft Texel umfasst die Lagerung, Sortierung und die Verpackung zur weltweiten Verteilung der von den Mitgliedern angelieferten Äpfel. Die Lagerung und der Transport der Äpfel erfolgen ausschließlich in Großkisten. Diese werden in Kühlzellen bei einer Temperatur von ca. 2°C in Blöcken gelagert. Insgesamt verfügt die Texel über 205 Kühlzellen mit einer Gesamtkapazität von ca. 240.000 Großkisten. Während der Erntezeit werden die Äpfel in Großkisten angeliefert, gewogen, pro Kiste mit Barcode-Label versehen und in die unterschiedlichen Kühlzellen oder im neuen Hochregallager eingelagert. Die so eingelagerten Großkisten werden nach EDV gestützten Sortierplänen abgerufen und in die Sortierung gebracht. Die Sortierung der Äpfel erfolgt weitgehend


KDL Az VinWind 1012 17.10.2012 15:59 Uhr Seite 1

Texel Sonderthema C M Y CM MY CY CMY K

vollautomatisch. Dabei spielen Kriterien wie Qualität, Farbe, Größe und Gewicht eine Rolle. Die sortierten Äpfel werden wiederum in Großkisten automatisch abgefüllt, mit Barcode-Label versehen und ins neu errichtete Hochregallager eingelagert. Diese Großkisten werden von einem Produktionsplanungs- und Steuerungssystem nach Bedarf abgerufen und in die Verpackung gebracht. Der Verpackungsprozess selbst erfolgt halbautomatisch. Die verpackte Ware wird palettisiert und mittels Stapler in den Versandbereich transportiert, wo sie auf LKW verladen wird. 

Davon träumen Äpfel.

Bei der Vorstellung des neuen Hochregallagers v.l.: Michael Saltuari (Top Control), Urs Gerber (LTW), TEXEL-Geschäftsführer Christoph Tappeiner, TEXELObmann Rudi Höller, Siegfried Pohl (Generalplanung), Roland Dellagiacoma (Landessachverständiger Baukommission Naturns), Manfred Alois Mayr (künstlerische Gestaltung der Fassade) und der Naturnser BM Andreas Heidegger

n: in Boze 6 Sie uns, Stand A05/0 n e h c u 012 Bes . Nov. 2 17 – . 15

Äpfel brauchen nicht nur Sonne und Liebe, sondern auch die richtige Logistik. Für die Unternehmen Mivor und Texel haben wir das Thema Äpfel und Lagerhaltung neu gedacht. Das Ergebnis: Mehr Produktivität, mehr Effizienz und mehr Durchsatz. Denn wir wissen, was gut für Äpfel ist, ist auch gut für die Region.

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Probedruck

Wir gratulieren der Genossenschaft TEXEL zum neuen Hochregallager in Naturns und bedanken uns für die gute Zusammenarbeit.

LTW Intralogistics GmbH Austria Achstrasse 53 6922 Wolfurt T + 43 5574 6829 – 0 F + 43 5574 6829 – 29 office@LTW.at www.LTW.at


Industriezone Laas Sonderthema

Die Industriezone Laas Zahlen & Fakten

von Angelika Ploner (Informationen: Bauamt Laas)

Bei uns ist ihr Auto in guten Händen! • Wartung aller Fahrzeuge mit Garantie! • Klimaanlagen-Service • Autoglas-Service • Karosserie-Service • Reifen-Service • Reparatur landwirtschaftlicher Fahrzeuge

Die Industriezone Laas wurde bereits mit dem Bauleitplan Anfang der Jahre ausgewiesen. Erste Betriebsansiedlungen gab es ab Mitte 1970. In drei Phasen gliederte sich das Projekt.

1970

1. Phase: Infrastrukturarbeiten/Erschließungsarbeiten ca. Anfang 1970-1980 - Kosten ca. Euro

150.000

2. Phase bis ca. Jahr 2000 - Kosten ca. Euro

775.000

3. Phase ist noch nicht abgeschlossen

Vor der Industriezone war das Gebiet landwirtschaftlicher Kulturgrund.

Unsere Servicezeiten: Montag – Freitag von 08.00 – 12.00 Uhr und von 13.00 – 17.00 Uhr

5Hektar

25

Etwa Betriebe beherbergt die Industriezone, die Segmente: Mechaniker, Tischler, Elektriker, Metzger, Spengler, Schlosserei, Zimmermann, Hydrauliker, Transporteure, Baumeister, Industrie

Beschäftigungszahl: Die zwei größten ca. Arbeitgeber sind die Hoppe und die Alpe

500.

Expansionsmöglichkeiten gibt es durch die Ausweisung neuer Flächen im Westen und Süden. Zur Zeit liegen keine Ansuchen vor. Je nach Wirtschaftslage wird die Gemeinde versuchen neues Gewerbebauland auch im Hauptort zur Verfügung zu stellen. Derzeit sind freie Baulose in der Fraktion Tschengls verfügbar.

Industriestrasse 23 39023 Laas Tel: 0473 62 63 77 Fax: 0473 62 87 80

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Größe: ca.

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Skulptur

Zimmerbrunnen


Industriezone Laas Sonderthema

Rieger Transporte: Aus dem Vinschgau unterwegs in Europa Die Firma Rieger Transporte wurde 1961 von Hans Rieger in Eyrs/ Gemeinde Laas gegründet und gemeinsam mit seiner Frau Trudi geführt. Rieger’s waren von Beginn an hauptsächlich für die Vinschger Wirtschaft unterwegs. Früher wurden nur vereinzelte Transporte ins Ausland durchgeführt, denn in den siebziger Jahren war die Nachfrage aus der lokalen Wirtschaft für Transporte nach und von Norditalien rasant gestiegen, und somit die Firma Rieger immer öfter nach Norditalien unterwegs. In den Achtziger Jahren, auch aufgrund der Wirtschaftskrise, wurde der internationale Transport verstärkt. In den Neunziger Jahren wurde der Betrieb umstrukturiert und das Betriebsgelände erweitert. Seit damals führen den Betrieb Hubert Rieger und seine Frau Annemarie. Im Laufe der Umstrukturierung wurden Hängerzüge mit Wechselaufbauten gekauft. Einmal, um mit dem LKW bei kleineren Betrieben

WALLNÖFER Günther & Rudolf OHG • Photovoltaik • Elektroanlagen • Heizungs- & Lüftungsregelungen • Hausleitsysteme • Kundendienststelle für Wärmeübergabestationen

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weiterhin auf das Betriebsgelände zu gelangen und zum anderen den Kunden längere Verladezeiten zu ermöglichen. Mittlerweile sind die LKW täglich in Norditalien und liefern von einer Palette bis komplette LKW-Züge von und in den Vinschgau, aber auch in die Schweiz. Da die LKW für den Vinschgau selten voll beladen sind, werden in Norditalien zusätzliche Teilladungen für das Ausland mitgenommen. Diese werden auf dem Betriebsgelände in Laas mit Waren aus dem Vinschgau neu zusammengestellt und vorwiegend nach Mittel-und Nordeuropa transportiert. Für Kleintransporte oder Expressfahrten steht auch ein Lieferwagen zur Verfügung. Der Transportbetrieb, seit 50 Jahren ausgerichtet auf die lokale Wirtschaft, ist mit den Vinschger Handwerk- und Industriebetrieben gewachsen. Durch diese speziellen Services sind Rieger’s auch auf Dauer konkurrenzfähig und können gegen die großen Flotten und die osteuropäischen Frächter bestehen. Für jede Transportanforderung findet Rieger Transport eine Lösung, weltweit.

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Industriezone Laas Sonderthema

Ausgezeichneter Service bei IVECO Platter Die mechanische Werkstatt Platter ist seit dem Jahre 1948 ein Begriff in Laas und Umgebung. Der Firmengründer Alois Platter war zeit seines Lebens ein neugieriger Bastler und Tüftler, der jedem technischem Problem aus Leidenschaft auf den Grund gehen musste. Leider ist er im Januar dieses Jahres verstorben. Seit 1996 lenkt sein Sohn Gernot die Geschicke der Firma. Nach dem Neubau der heutigen Werkstatt 1998/99 hat sich der Tätigkeitsschwerpunkt in Richtung Nutzfahrzeuge verschoben und ist seither in enger Zusammenarbeit mit der Firma Gasser Vertragswerkstatt der Marken Iveco und Astra. Seit 2004 kann auch „Collaudo“ (Periodische Hauptuntersuchungen) für LKW in Laas durchgeführt werden, was den lokalen Unternehmen unnötige Fahrten nach Bozen erspart. Der Spezialisierung auf eine Marke oder einen Fahrzeugtyp hat man sich jedoch nie ganz hingegeben. So lebt der Geist des Firmengründers weiter, auch wenn sich das Berufsbild des Mechanikers stark verändert hat. Ins kommende Jahr startet Platter Iveco mit einer neuen Serviceleistung: Eichen von digitalen und analogen Tachografen (keine technische – eine bürokratische Herausforderung).

Wallnöfer Günther und Rudolf OHG: immer offen für Neues Motivierte Mitarbeiter und treue Kunden haben die über 30-jährige Firmengeschichte der Wallnöfer Günther & Rudolf OHG mitgeschrieben. Mit Augenmaß ist der Betrieb über die Jahre gewachsen, zunächst 1979, boten Günther und Rudolf Wallnöfer Lösungen für Maschinen und Elektroanlagen für Betriebe an. Später kamen Hausinstallationen und Motorenentwicklungen dazu, und wieder später erweiterte man das Geschäftsfeld um Heizungs- und Lüftungsregelungen in Standard- oder Sonderausführung und um Steuerungen für Fernheizwerke. Viele Anlagen im Tal wurden von Wallnöfer programmiert, geregelt und visualisiert. Holzfeuerungsanlagen und Wärmeübergabestationen wartet und betreut der Laaser Betrieb mit derselben Sorgfalt. Und weil die Firma Wallnöfer in die Zukunft blickt, hat man sich mittleren und kleinen Photovoltaikanlagen zugewandt und sich der Betreuung und Wartung der installierten Anlagen und einem verlässlichen Kundendienst verschrieben. Das 19-köpfige Team von „Wallnöfer Günther und Rudolf OHG“ ist ein eingespieltes. Nicht umsonst sind viele der Mitarbeiter Jahre und Jahrzehnte dem Unternehmen treu.

Schnell und effizient: die Ladurner Karl OHG begeistern, denn die Baumstreifen in den Obstanlagen hält es von Unkraut frei, rückt dem Beikraut zu Leibe. Tüfteln, testen, das hat in der Ladurner Karl OHG fast schon Tradition. Es steckt Innovationsgeist im Laaser Familienbetrieb, eigentlich in jedem der sieben Familienmitgliedern, die dort mitarbeiten. Mit Hingabe wird an der Weiterentwicklung eines Produktes gearbeitet. Den Krümler, ein Hackgerät zur umweltfreundlichen Unkrautbekämpfung, gibt es deshalb 1959 gegründet in genau acht Ausführungen. Gemein ist ihnen: Das Gras 7 Familienmitglieder arbeiten und Beikraut reißen zwei Kreisel heraus, arbeiten es sanft bei der Karl Ladurner OHG in den Boden ein und bereiten so den Boden schnell und ef0473 628104 fizient. Gegründet wurde der Betrieb im Jahre 1959 von Joinfo@ladurner.biz hann Ladurner, der eine Schmiede und Schlosserei in Laas Produkte: Mähwerk Ladurner, eröffnete. Um das Fortbestehen der Firma zu sichern, hat Krümler Ladurner, Schlosseder Betrieb heute gleich drei Standbeine: die Schlosserei, reiprodukte (spez. Schweißden Maschinenbau und eine Eisenwaren-Handlung. In der arbeiten, Trinkwasserbecken, Eisenwaren-Handlung ist alles zu haben: von der kleinen Stahlbau) und EisenwarenSchraube bis zu verschiedensten Geräten für Heimwerker Handlung und Profis.

Das jüngste Produkt von Karl Ladurner steht auf „youtube“ und kann in nur wenigen Wochen bereits auf über 600 Aufrufe verweisen. Das Mähwerk ist für die Unkrautentfernung im Bio-Obstau entwickelt worden, im Fachjargon sagt man dazu „Fadenbürste zur Beikraut-Enfernung im Zwischenstock-Bereich.“ Die Obst- und Weinbauern dürfte das Gerät

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Industriezone Laas Sonderthema

Mayr Josef: seit über 80 Jahren Leidenschaft für Laaser Marmor

Die größte Arbeit des Bildhauer- und Steinmetzbetriebes „Mayr Josef“ steht im Rapoldi-Park in Innsbruck. Die „Drei Saligen“ ist eine Brunnenfigur und gehört zu den bedeutendsten Werken des

Laaser Betriebes Ein 13.000 Kilogramm schwerer Altar kann hingegen auf der Insel Bormeo bestaunt werden und stammt ebenfalls aus dem Laaser Bildhauer- und Steinmetzbetrieb „Mayr Josef“. In der dritten Generation wird er nun schon geführt, Tochter Renate und Sohn Thomas sind 2006 in die Fußstapfen von Vater Josef Mayr getreten und führen das traditionsreiche – über 80-jährige - Erbe weiter. Im Jahre 1928 hat Josef Mayr Senior den Betrieb von seinem Lehrherren übernommen, in Laas, dort, wo das weiße Gold mit der Schrägbahn zu Tale befördert wird und hochgeschätzt in der ganzen Welt Einsatz findet. Mit Künstlern aus dem In- und Ausland hat man schon damals zusammengearbeitet und sich einen ausgezeichneten Ruf verschafft. Das hat sich bis heute nicht geändert: Ein freundschaftliches Band gibt es mit vielen namhaften Künstlern im In- und im Ausland. Sie wissen die Präzision, mit der bei „Mayr Josef“ gearbeitet wird, zu schätzen. Mit dieser Präzision sind nicht nur die großen Kunstwerke gefertigt, sondern auch die kleinen, die Geschenkartikel, derer es bei „Mayr Josef“ nicht zu wenige gibt.

Stolz auf Holz: Sägewerk Kaufmann Holz ist seit jeher eine wichtige Ressource in unserer Gesellschaft. Dieser Rohstoff wird angefangen beim Haus- und Innenausbau, zusätzlich als Verpackungsmaterial, als Palette für den Transport und nicht zuletzt beim Heizen oder Dekorieren unterschiedlich eingesetzt. Gerne zeigt man im Sägewerk vor, dass das Rundholz zu 100 Prozent Verwertung findet. Es gibt keinen „Abfall“! Man verarbeitet ausschließlich einheimisches, feinjähriges Gebirgsholz, welches vorwiegend Fichte, Lärche, Zirbe und Kiefer sind. Zu Recht ist man deshalb bei Kaufmann stolz auf das Holz, zumal man mittlerweile in der dritten Generation mit dem Werkstoff arbeitet. Dass man dies auch in Zukunft noch machen will, bestätigt ein Blick in das Sägewerk. Kurz vor dem 60-jährigen Bestehen, zum Jahresbeginn 2011, wurde eine richtungsweisende Investition getätigt. Es wurde in eine neue Bandsäge samt Spaner investiert, welche die Produktion noch flexibler macht. Genau das war das Ziel der „Kaufmänner“, die sich über die gelungene Investition freuen. Luis Kaufmann, der seit seiner Jugend im Familienbetrieb arbeitet und das Sägewerk nun mit seinem Sohn Hans führt, beschäftigt neben seinem Bruder Rudi noch zwei weitere fleißige Mitarbeiter aus dem Dorf. Zusätzlich hält Seniorchef Hans noch immer die Stellung im

Gregor Raffeiner, Karlheinz Köfler, Hans Kaufmann sen., Luis Kaufmann, Hans Kaufmann jun., Rudi Kaufmann

Büro und besichtigt Holzpartien im Wald. Diese geballte Man(n)power, die Erfahrung sowie Respekt und Gespür für das Holz sind das Erfolgsgeheimnis des Laaser Familien- und Traditionsbetriebes.

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Immobilien Sonderthema

Immobilien im Blick Eigenheim-Träume rückt der Vinschgerwind in Zusammenarbeit mit Vinschger Immobilienmakler in den Mittelpunkt dieses Sonderthemas.

Schlanders – Vetzan Edle und sehr elegant ausgestattete 4-Zimmerwohnung, 125 m2 Nettowohnfläche, in einer sehr hochwertigen Bauausführung mit ökologischen Materialien, Wärmedämmung, Wand- und Bodenheizung, Staubsaugeranlage, Holzofen mit automatischer Abbrandregelung, vielen Extras und mit Keller und Garage zu verkaufen.

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Pohl Immobilien baut auf über 30 Jahre erfahrung im Wohnungsbau

EngagEmEnt aus PrinziP Pohl Immobilien ist eines der ältesten Wohnungsbauunternehmen in Südtirol und profitiert durch die über die Jahre hinweg gesammelten erfahrungen. Dabei gilt das Prinzip engagement und einsatz. es ist nicht vermeidbar Fehler zu machen, aber es ist wichtig aus diesen zu lernen und für die Zukunft zu nutzen. Seit über 30 Jahren ist der Name Pohl Immobilien gleichbedeutend mit sorgfältiger Standortauswahl, hochwertiger Bebauung und die dadurch entstehende Werterhaltung einer immobilie. Seit 1981 wurden tausende Quadratmeter Wohnfläche

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in Form von Einfamilienhäusern, Reihen- und Doppelhäusern, Wohnanlagen und Eigentumswohnungen geschaffen. Pohl immobilien verfolgt dabei den anspruch Ökonomie und Nachhaltigkeit sowie Funktionalität und Ästhetik effizient umzusetzen, um so Raum zu schaffen, in dem das Wohlgefühl der Bewohner an erster Stelle steht. Das Leistungsspektrum von Pohl Immobilien umfasst die Bereiche Projektentwicklung, Bauleitung, Kundenberatung und -betreuung sowie ausarbeitung von individuellen Lösungsvorschlägen.

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Früher: Die erste Wohnanlage entsteht 1981 in Schlanders

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Wolfgang Platter, zu Allerheiligen 2012

Nationalpark Stilfserjoch:

Rotwildregulierung Erkenntnisse nach 12 Jahren Entnahmen 2000-2011

Fotonachweis: Silvia Frau

Zur Erinnerung

Bis 1983 war im Südtiroler Anteil des Nationalparks Stilfserjoch das Rotwild nach dem Landesjagdkalender reduziert worden. Da die Jagd in den Nationalparken von den Schutzbestimmungen untersagt ist, hatte der WWF Italien gegen die Bejagung gerichtlich geklagt und durch ein höchstrichterliches Urteil Recht bekommen. Die Rotwildentnahme musste gestoppt werden. Die Population des Rotwildes wuchs in der Folge immer stärker an und die hohen Dichten führten zu drückenden Schäden an den landwirtschaftlichen Kulturflächen und zu starken Verbiss-Schäden am Wald. Die Waldverjüngung litt und die verschiedenen Funktionen des Waldes waren mittelfristig gefährdet.

Die Erhebung des Gesundheitszustandes

In den Jahren 1997-99 wurden unter der Führung des Nationalparks als neu eingerichtetes Konsortium am mittelvinschgauer Anteil des Parks im Herbst jeweils 120 -150 Stück Rotwild als Stichprobenbreite durch Abschuss entnommen, um Daten über dessen körperliche Konstitution und Gesundheitszustand zu gewinnen. Die biometrischen Messungen bestätigten den 48 Der Vinschger Wind 22-12

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Stresszustand durch zu hohe Wilddichten und die Verknappung des Äsungs-angebotes. Die Wildverbiss-Studie am Wald von 1998 ergab hohe Prozentsätze von verbissenen Bäumen in den 550 Probeflächen am Nörderberg und im Martelltal. Die Laboranalysen auf Bakteriosen und Virosen bestätigten die Beobachtungen im Feld von abgemagerten und schwächelnden Tieren: Bis zu ein Drittel der Hirschkälber war damals Träger der Paratuberkulose oder an der Paratuberkulose erkrankt.

den Sommer- in die Wintereinstände durch Markierung und Besenderung von Tieren, die Erhebung und Abgeltung der Schäden an landwirtschaftlichen Kulturflächen, die Erfassung der Verbiss- und Fege-Schäden im Wald, die Beobachtung der Konkurrenzsituation Reh – Rotwild, die Verbesserung der Lebensraumsituation und eben herbstliche Entnahmen durch selektive Abschüsse vor allem in der weiblichen Population zur Reduzierung der hohen Dichten.

Wiederbeginnendes Rotwildmanagement

Die Fortsetzung der historischen Zählreihe von Daten hatte für das Rotwild im mittelvinschgauer Anteil des Nationalparks für das Jahr 1999 eine Dichte von 9,7 Stück je 1 km² ergeben. In der Fachwelt gilt eine Rotwilddichte von 4 St./km² als obere Grenze dafür, dass der Wald sich verjüngen kann. Größere Dichten führen zu starken VerbissSchäden und gefährden mittelfristig die Schutz- und Nutzfunktion des Waldes. Der Nationalparkrat hat in der Folge den zunächst auf die drei Jahre 2000-2002 zeitlich beschränkten Managementplan zur Rotwildkontrolle genehmigt. Der Plan, ausgearbeitet von Wildbiologen als Rotwildexperten, wurde in der Folge vom nationalen wildbiologischen Institut in Bologna

Die Erkenntnisse aus den Entnahmen von Rotwild in den Jahren 1997-99 und die Untersuchung im Labor und die Felderhebungen in der Land- und Forstwirtschaft führten zur Ausarbeitung des 1. Managementplanes zur Regulierung des Rotwildes im Nationalpark Stilfserjoch für die geographische Untereinheit Mittelvinschgau einschließlich des Martelltales: Der Dreijahresplan 2000-2002 enthielt mehrere Elemente, so etwa die jährliche Wiederholung der Zählung und Erfassung des Bestandes, die veterinärmedizinische Untersuchung der Tottierfunde, die Erfassung der saisonalen Wanderungen von

Ausgangssituation und Ziel


positiv begutachtet und dessen Umsetzung vom Umweltministerium ermächtigt. Ein Ziel des Planes bestand darin, den Rotwildbestand im mittelvinschgauer Parkanteil von ca. 1.400 Stück auf ca. 700 Stück zu halbieren. Diese Reduzierung würde der oben erwähnten Dichte von 4 St. /km² entsprechen. Ab dem Jahre 2002 wurde auch für die geographische Untereinheit Trafoital bis Taufers im Obervinschgau ein solcher Managementplan ausgearbeitet, genehmigt und umgesetzt. Vorrangiges Ziel war in diesem geographischen Bereich der Schutz der Weißtanne (Abies alba) vor Wildverbiss: Im und um den sogenannten Brugger-Wald zwischen Glurns und Taufers stocken bestandesbildend Weißtannen, welche als trockenresistente, inneralpine Varietät eine besonders wertvolle genetische Ressource darstellen und daher geschützt und erhalten werden müssen. Das Rotwild ist ein Nahrungsselektierer und die frischen Tannentriebe stehen bei ihm besonders hoch im Kurs. Bei den festgestellten hohen Dichten von Rotwild wurden im Brugger Wald praktisch 100% der Tannen-Keimlinge und Jungbäume verbissen mit der Folge der völlig ausbleibenden Waldverjüngung.

Die Erkenntnisse aus 12 Jahren Rotwildmanagement

Welches sind nun die wesentlichen Erkenntnisse aus den 12 Jahren Rotwildmanagement im vinschgauer Anteil des Nationalparks im Zeitraum 2000-2011 und aus der im Sommer 2012 wiederholten Erhebung der Verbiss- und Fegeschäden im Wald? 1. Erkenntnis: Die angestrebte Dichte von 4 Stück Rotwild/km² wurde mit den bisherigen Abschüssen in beiden geographischen Untereinheiten noch nicht ganz erreicht. Die Parkverwaltung will daher die Rotwildentnahmen im Vinschgau in den nächsten Jahren fortsetzen und hat dazu mit den Experten Sandro Nicoloso, Luca Pedrotti und Hanspeter Gunsch einen Fünfjahresplan 2012 – 2016 erarbeitet. Der Plan behängt derzeit beim nationalen wildbiologischen Institut zur Begutachtung und beim Umweltministerium zur Genehmigung. Insgesamt wurden unter Beteiligung der ortsansässigen Jäger und der Habilitierten mit Zusatzausbildung im Zeitraum 2000-2011 im Mittelvinschgau 4.436 Stück Rotwild erlegt, davon 2.751 Stück gleich 62% innerhalb des Nationalparkgebietes. Der Erfüllungsgrad lag dabei innerhalb des Parks bei 84,2% mit einer durchschnittliche Entnahme von 183 Stück pro Jahr und einer Schwankungsbreite von + 53. In der Einheit Go-

magoi – Taufers und in den umliegenden Jagdrevieren wurden im Zeitraum 20022011 5.667 Stück Rotwild erlegt, davon 601 oder 11% innerhalb der Grenzen des Nationalparks. Der Erfüllungsrad der Entnahmen innerhalb des Nationalparks lag dabei bei 65,3% gegenüber dem Plansoll. Durchschnittlich wurden innerhalb dieses Parkgebietes jährlich 54 Stück Rotwild entnommen mit Schwankungsbreiten von + 24. Die Frühjahrdichte 2012 lag im mittelvinschgauer Parkanteil bei 5-6 St./km², im obervinschgauer Parkareal bei 6 St./km². 2. Erkenntnis: Aus der mit vergleichbarer Methodik im Sommer 2012 wiederholten Ersterhebung der Verbiss- und Fegeschäden im Wald von 1998 lässt sich generell die Aussage treffen, dass die Verbiss-Schäden nicht abgenommen, sondern eher zugenommen haben. Allerdings bedarf diese allgemeine Feststellung einer Differenzierung nach geographischen Unterzonen und nach Baumarten. Diese Differenzierung kann im Rahmen dieses Beitrages aus Platzgründen nur sehr synthetisch ausfallen. Für die einzelnen Baumarten kann im Vergleich 1998 zu 2012 gesagt werden, dass im Mittelvinschgau der Verbiss bei der Fichte von 50 auf 33% gesunken ist, bei der Lärche ist er hingegen von 34 auf 47% angestiegen, bei der Zirbe gab es eine Abnahme von 14 auf 10%, bei den Laubhölzern eine Zunahme von 2 auf 9%. 3. Erkenntnis: Die für die Abgeltung der Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen im Zeitraum 2000-2011 aufgewendete Geldsumme betrug insgesamt € 804.614,78, wobei die gemeldeten Schäden auf insgesamt € 1.064.549,00 beziffert wurden. Der Prozentsatz der Schadensabgeltung im Vergleich zum angemeldeten Schaden lag damit über alle Kulturarten gemittelt durchschnittlich bei 75%. An den Wildschäden waren die Mähwiesen im Berggebiet mit 54,2% beteiligt. Die Schäden an den frisch angrünenden Bergwiesen nehmen in der 2. Hälfte des Auswertungszeit-

Fotonachweis: Silvia Frau

raumes ab: Während in der 2. Hälfte jährlich durchschnittlich € 35.000 für die Schadensabgeltung in den Wiesen aufgewendet werden mussten, war der Betrag in der 1. Hälfte des Beobachtungszeitraumes fast doppelt so hoch. Aufgeschlüsselt nach Gemeinden war der größere Teil der Schäden im Grünland in den Gemeinden Martell und Stilfs zu verzeichnen. 4. Erkenntnis: Der Wechsel von den Sommereinständen im Nationalparkgebiet in die Wintereinstände außerhalb ist in bestimmten Gebieten durch die Wildzäune unterbunden. Rotwild ist lernfähig: Es verfestigen sich Beobachtungen, dass sich Rotwild im Hintermarteller Almgebiet, so es die Winter zulassen, auch als Standwild einstellt. Dieses Gebiet war bisher als Schonund Ruhegebiet von den herbstlichen Entnahmen ausgenommen worden. Wo die Rotwilddichte abnimmt, erholt sich das Reh. Insofern sind die Managementpläne zur Reduzierung des Rotwildes auch ein Baustein zum Erhalt der Biodiversität. Mit abnehmender Bestandesdichte nimmt die Fruchtbarkeit des Rotwildes wieder zu. Dies lässt sich aus dem Anteil der Schmaltiere und der Kälber führenden Tiere an der Gesamtpopulation ablesen. Wie die Zunahme der Körpergewichte von adulten Tieren zeigt, verbessert sich auch die körperliche Konstitution. Das Geschlechterverhältnis („sex ratio“) beim Rotwild liegt übrigens bei 1:1,2 (Hirsch zu Tier). 5. Erkenntnis: Die Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Jägern als Hegespezialisten bei der Umsetzung der Pläne zum Rotwildmanagement hat sich in den 15 Jahren im vinschgauer Parkanteil bewährt. Im lombardischen Anteil des Nationalparks, wo es in der Valfurva Rotwilddichten von 13,4 Stück/ km² gibt, wurde mit den selektiven Abschüssen nach dem Beteiligungsmodell erst im Jänner 2012 begonnen. Die Erfahrung ist dort noch kurz und jung. Italienweit wird in den 23 Nationalparks nur im Nationalpark Stilfserjoch das Rotwild und in mittelitalienischen Nationalparken das Wildschwein auf der Basis von wissenschaftlichen Daten und Managementplänen reguliert. Die Ablehnung der Jagd nimmt in Italien vor allem aus den urbanen Räumen zu. Die Ausübung der Jagd bleibt in Nationalparken weiterhin verboten. Bemühungen verschiedener Parlamentarier zur Lockerung oder Aufhebung des Jagdverbotes in Nationalparken sind auch in letzter Zeit immer wieder gescheitert.

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Sport

Vinschgau-Schlanders: Mai 2013

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echtzeitig setzen sich die Giro-Verantwortlichen ein, um die am 24. und 25. Mai 2013 im Vinschgau vorgesehene, berühmte Veranstaltung auf die Beine zu bringen. Ein Organisationsteam mit 20 Vertretern in sieben mit „La gazzetta dello sport“ markierten Autos (wie auch die Leiberln der Delegierten) ist am Donnerstag, den 18. Oktober zum Schwarzen Widder nach Schlanders gekommen. Chef der Gruppe ist der 50-jährige Stefano Allocchio, der bekannt ist als Rad- und Pistenfahrer der 80er bis Anfang der 90er Jahre. Er gewann vier Giro-Etappen und eine der spanischen VueltaEtappen. Er war auch 5 Mal Italienmeister auf der Rennbahn. Jetzt ist er Koordinator und Verantwortlicher der RCS-Sport-Führungsriege (Rizzoli-Corriere della sera), welche für die Gazzetta dello sport den Giro organisiert. Am vorletzten Wochenende wurde eine Versammlung in der Gemeinde Schlanders abgehalten, um, wie der Giro Vertreter erklärt, sich kennen zu lernen und dann in Kontakt mit den Verantwortlichen der verschiedenen vom Giro betroffenen Gebiete zu treten. Die Giro-Vertretung hat sich in drei Gruppen aufgeteilt. Die 1. Gruppe hat sich mit dem Start beschäftigt. Die 2. Gruppe ist ins Martelltal gefahren,

um sich mit den Strukturen für den Zielraum zu beschäftigen. Die 3. Gruppe sollte das Hauptquartier, das heißt das organisatorische Zentrum mit Pressesaal usw. des Giro im Vinschgau festsetzen. Wie uns BM Dieter Pinggera, der die erste Gruppe getroffen hat, erklärt, sind wichtige Entscheidungen schon gefallen. Der am 25. Mai in Schlanders vorgesehen Etappenstart wird in der Göflanerstraße und am Sparkassenplatz stattfinden. Die circa 180 Radfahrer brauchen einen ziemlich langen Startweg. Die Radfahrer werden eine „Passerella“, also eine Präsentation oder einen Showlauf durch die Fussgängerzone machen. Kurz nach der Carabinieri Kaserne werden die Radfahrer in die Staatsstraße einbiegen, wo auch die Zeitmessung beginnen wird. Wie bei anderen Veranstaltungen wird auf dem Kulturhausplatz das Zentrum der Veranstaltung, mit Ständen, Sponsorn, Werbungen usw. Platz finden. Die Andreas Hofer Straße wird gesperrt und die Parkplätze unter dem Kulturhausplatz werden für die Fahrzeuge der Organisation reserviert sein. Die vom Tourismus-Präsidenten Karl Pfitscher vorgesehene touristische Werbung für Schlanders ist damit sensationell gesichert. (lp)


Sport

Fußball 1. Liga

Die Tore machen immer die Differenz I

n der 1. Liga befinden sich zur Zeit Laas und Mals in guter Tabellenlage, während Schlanders und Partschins (mit dem wir uns demnächst beschäftigen werden) in einer schwierigen Phase stecken. „Im Derby gegen Laas (4:2 Sieger) haben die Schlanderser mit gutem Raumgefühl und viel Bewegung angefangen, aber wenig konkretisiert. Die Laaser hingegen haben weniger schön gespielt, dafür aber mit Mark Folie und Georg Kaufmann die Tore erzielt. Die Schlanderser haben Durchhaltevermögen bewiesen und konnten den Abstand verkürzen. Lob für die Leistung kommt von Kapitän Martin Metz. Kurz und gut: die Schlanderser laufen und kämpfen, mit Metz an der Spitze, es scheint aber die Durschlagkraft in der Offensive zu fehlen.“ So analysiert der ehemalige Laaser Sektionsleiter Herbert Markt (Bild). „Es ist ein schwieriger Moment“, gestand mit düsterer Miene nach dem Spiel der bekanntlich sehr engagierte Schlanderser Sektionsleiter Paolo Gambaro, „man muss Geduld haben und weiter arbeiten. Die Mannschaft ist die, die wir haben und keine andere. Unser Trainer Harald Regensburger genießt Vertrauen und

Entspannungsmomente im Laaser Fußball v.l.: Peter Schönthaler, Günther Luggin, der inzwischen verletzte Stefan Federspiel, Tormann Stefan Muther, Georg Kaufmann und Dietmar Hauser

sucht mühevoll an Lösungen. Es ist allerdings an der Zeit ein 3-Punkte-Ergebniss zu machen, sonst wird die Lage schwierig.“ Erleichterung für Gambaro und dem Schlanderser Fußballs gabs beim jüngsten Heimspiel gegen Lana, als der herbeigesehnte Sieg endlich eingefahren werden konnte: Sauerstoff für die Tabelle. Zu betonen ist auch, dass die Stürmer Thomas Gambaro und Petter Gregus nach einer von Pech gezeichneten Periode den Torweg wieder gefunden und das notwendige Selbstvertrauen zurückgewonnen haben. Erwähnenswert ist, dass Schlanders keine Elfmeter-

Thomas Gambaro genannt „Gambi“ im Pokalspiel gegen Schenna

schüsse verwandelt. In kurzer Zeit sind es derer drei, die von den Jungs von Regensburger nicht erzielt worden sind.

Die Vinschger Mannschaften in 1. Liga: die Meinung des Laaser Trainers Markus Tröger Der Laaser übernahm die Leitung der Laaser Mannschaft im Rahmen des neuen Kurses wie in Schlanders: ehemalige Spieler als junge Trainer. Tröger (Jg. 1975) spielte bis 2007, zwei Jahre auch in Schluderns. Drei Jahre lang war er Trainer der Reserve-Mannschaft. Dann kam der große Sprung in eine Tätigkeit, welche er als sehr interessant bezeichnet: „Wir sind auf einem guten Weg, weil die Mannschaft fleißig arbeitet. Wir sind dabei, uns zu orientieren und wir versuchen, aus den Fehler zu lernen. Die Meisterschaft ist jedenfalls ausgeglichen.“ Wie sieht Tröger die Lage der Vinschger Mannschaften in der 1. Liga? „Mals hat ein großes Potential, das kommt von einem gut sortierten Kader von gleichzeitig vielen aktiven und jungen Spielern. Schlanders hat viele

gute junge Spieler. Vielleicht fehlt ein bisschen die Erfahrung. Die Begeisterung ist spürbar, wie man auch aus der Tatsache sieht, dass ein offensiver Geist herrscht. Gegen uns wurden nämlich im Auswärtsspiel in Laas in der Schlander-

Markus Tröger

ser Mannschaft drei Stürmer eingesetzt. Gegen Partschins haben wir noch nicht direkt gespielt, die Tabellenlage ist allerdings nicht zu unterschätzen. Zwischen den Vinschger 1. Liga Teams scheint Mals eine Sondermannschaft und Favorit zu sein.“ Als Bestätigung der Meinung von Tröger kann man zitieren, dass beim letzten Heimspiel Mals ein prestigevolles Unentschieden gegen den Tabellenersten Nals, bisher ungeschlagen und fast immer Sieger, erreicht hat. (lp) 31.10.12

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Sport

SportWind

Latsch

Olympia-Medaillengewinner trainiert in Latsch

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Schießsportlerin. Die

neue Kommandantin der Finanzwache im Vinschgau ist Oberleutenant Ewelina Anna Cagni Grabinska. Der Vater ist Italiener, die Mutter Polin. Frau Leutnant war schon jung sehr engagiert und erfolgreich im Schießen. Sie wurde nämlich 2. bei der Junioren-Italienmeisterschaft 2006 Gruppe B und 4. in der Endwertung. Im Jahr darauf machte sie weitere Fortschritte: sie war in die Gruppe A aufgestiegen und wurde 6. bei den JuniorenItalienmeisterschaften 2007 in Sportpistole und 6. bei Junioren 10-Meter-Pistole. Im Bild: eine Moment-Aufnahme bei der Prozession Maria-Namen in Schlanders

m Mai diesen Jahres haben die Kugelstoßer des Deutschen Leichtathletik Verbandes ihr Training im Latscher SportForum absolviert. Unter ihnen befand sich auch der Welt- und Europameister David Storl. Das 16-tägige Training diente dem 22-Jährigen als Vorbereitung für die Olympischen Sommerspiele 2012 in London. Drei Monate nach seinem Trainingsaufenthalt in Latsch holte sich Storl, als erster deutscher Kugelstoßer seit 24 Jahren, die Silbermedaille. Dabei scheiterte er nur um knappe drei Zentimeter am Polen Tomasz Majewski. Dennoch bedeuteten die geworfenen 21,86 Meter für Storl eine neue persönliche Bestleistung. Nun kehrten die deutschen Kugelstoßer wieder nach Latsch zurück. Neben David Storl kamen mit Ralf Bartels und

v.l.: Christian Jagosch, Lukas Weißhaidinger, David Storl, Candy Bauer und Gastgeber Hans Tappeiner vom Hotel Tanja Sonnenhof in Latsch

Christina Schwanitz zwei weitere Olympia-Teilnehmer nach Latsch. Zudem trainierten der deutsche Vizemeister Candy Bauer und die U23-Vize-Europameisterin Sophie Kleeberg im Sportdorf Latsch. Auch der aus Österreich stammende U20-Europameister Lukas Weißhaidinger schloss sich den deutschen Kugelstoßern an. Gleich am ersten Trainingstag durften sich zahlreiche begeisterte Kinder über eine Autogrammstunde mit den Sportlern freuen.

Die Weltklasse-Kugelstoßer trainierten vom 20. bis zum 24. Oktober im SportForum. Dort fanden die Athleten optimale Trainingsbedingungen vor. Trainer Sven Lang lobte: „Hier passt einfach alles“. Nach intensiven Trainingseinheiten konnten sich die Sportler im AcquaForum entspannen. Bei einer Montainbike-Tour lernten die Kugelstoßer die schöne Vinschger Landschaft kennen und schätzen. „Wir werden sicherlich wiederkommen“, kündigten sie bereits an.

Fußball

Jugendtrainer schulen sich

Schlanderser Präsident in Österreich. Stefano

Pellissetti (geboren 1971 in Mals) war Schlanderser Fußballspieler in der Kampfmannschaft in den Jahren 1988-1992. Den Rücken gekehrt hat er dem Fußball nie, jetzt ist er Sportvereinspräsident des Volleyballvereins CEMTEC Supervolley Enns (bei Linz) in der 1. Österreichischen Bundesliga, wo auch Spieler aus Canada und aus den USA das Team stärken. Seine Präsidentschaft ist notwendig geworden, um die Finanzen und in weiterer Folge die Tabellenlage des Vereins zu verbessern. (lp)

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ie Trainerschulung praxisbezogener zu gestalten, lautete das Anliegen der Teilnehmer im vergangenen Jahr. Dem sind der Koordinator Walter Dibiasi und der Bezirksleiter Karl Schuster heuer nachgekommen. Der Fokus der Referenten Arnold Schwellensattel, Trainer der B-Jugend des FC Südtirol und Alfredo Sebastiani, Trainer der A-Jugend des FC Südtirol lag deshalb auf gezielten praktischen Übungen bei der Schulung der Jugend-

trainer am 13. Oktober. Nach einer halben Theoriestunde, absolvierten die 38 Jugendtrainer - 34 aus dem Vinschgau und vier aus dem Burggrafenamt auf dem Sportplatz in Göflan drei Stunden Balltraining - abgestimmt auf die Kategorien U8 und U10. „Diese beiden Kategorien haben wir zusammengelegt, weil im Modus sieben gegen sieben gespielt wird“, erklärt Karl Schuster, „und der Leistungsdruck hinten angestellt wird.“ Bei den nächsthö-

heren Kategorien stehen sich neun gegen neun (U11) und elf gegen elf (ab U 13) auf dem Feld gegenüber, deshalb bilden sich die jeweiligen Trainer dieser Kategorien in einer separaten Schulung fort. Das Lob des Bezirksleiters Karl Schuster bei der Trainerschulung galt dem großen Interesse der Vinschger Jugendtrainer einerseits und dem Verein „Sportfreunde Göflan“ mit Präsident Luis Mair für die vorbildliche Verpflegung andererseits. (ap)


Sport

Schluderns/Schlinig/Eichenberg

Starke Leistung der Vinschger Piloten D

er Vorarlberg-AutomobilCup ist einer der attraktivsten und herausforderndsten Automotorsportmeisterschaften in der Nähe des Vinschgaus. Der Vorarlberger Drytech-Automobil-Cup um den Präsidenten und Initiator Pepi Hammerer, sein Team und Streckenmarschalls ist keine Profi-Meisterschaft aber mit Fahrern aus fünf Ländern eine sehr hochdotierte und angesehene Meisterschaft. Das Racing Team Ziernheld aus Burgeis um Teamchef Günther Ziernheld, das seit vier Jahren eine enge Beziehung mit dem RRCV (Renn und Rally Club Vorarlberg) pflegt, nutzte am 13. und 14. Oktober die Ge-

v.l.: Helmut Eberhöfer und Robert Wegmann

legenheit, um beim Finale des Vorarlberger Castrol-DrytechAutomobil Cup-2012, das zum 2. Mal in Eichenberg am Bodensee ausgetragen wurde, wieder an den Start zu gehen. Mit Robert Wegmann und Helmut

Eishockey in Schnals

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ie IceBears, so nennt sich die Eishockeymannschaft des ASV Schnals, geht in diesem Jahr in die neunte Saison. Nach acht Teilnahmen am Prifa-CCM-Cup wird man in diesem Jahr an einer Meisterschaft mit Mannschaften aus Lana, Burgstall, Jenesien und Trient teilnehmen. Gespielt wird jeweils drei Mal gegen jedes Team und die ersten vier Mannschaften spielen in einer „Best-of-three“-Serie, um den Einzug ins Finale. Das Team steht mitten in der Saisonvorbereitung, die wie auch in den letzten Jahren in Latsch absolviert wird. Heuer wieder mit Johann (Jonni) Tappeiner als Trainer und sportlichen Leiter.

Eberhöfer Helmut - beide mit einer Lancia Delta Integrale (in der größten und teilnehmerstärksten Klasse H+2000) - konnten sich bei schönstem Herbstwetter und zahlreichem Publikum unter die Top 25 einreihen.

Wegmann, der mit seiner soliden Leistung am Samstag mit nur 76 Hundertstel Sekunden das Stockerl verpasste, konnte am Sonntag im noch stärkeren Feld auf Rang 5 fahren. Eberhöfer brauchte am Samstag länger, um auf der schnellen Passstraße in Fahrt zu kommen und erreichte am Schluss Rang 10. Am Sonntag fühlte er sich auf Anhieb wohl und reihte sich auf Rang 6 hinter Wegmann ein. Es waren auch Piloten des MSGV am Start, die sich mit beachtlicher Leistung in den Vordergrund stellten, wie Kevin Lechner, der die Gesamtmeisterschaft nur ganz knapp verpasste.

Der Meisterschaftsstart erfolgt Ende Oktober: zuerst mit den Auswärtspartien und ab Dezember mit einer Heimspielserie in der Sportzone Texel in Unser Frau/Schnals. Neben der Meisterschaft wird wieder vermehrt die jüngere Generation des Tales angesprochen, um dem Eishockeysport eine Zukunft zu geben. Dafür werden für Anfänger und für Wiedereinsteiger freie Trainingseinheiten organisiert. Näheres auf der Facebookseite: Ice Bears-ASV Schnals. Die Mannschaft der Ice Bears und ihre Fans freuen sich auf die Saison 2012-2013.


Sport

ASV EYRS Raiffeisen

Obervinschgau

Jugendlicher Elan

4 „Hoader“ im Karwendel

D

S

er ASV Eyrs hat nach dem unglücklichen Abstieg aus der 2. Amateurliga die neue Saison in der 3. Amateurliga mit viel Elan begonnen. Die Vorjahres-Mannschaft wurde mit vielen talentierten Nachwuchsspielern aufgestockt. Mit einem Altersdurchschnitt von 21 Jahren ist es eine der jüngsten Mannschaften der Liga! Nach einem Jahr Aufenthalt in Australien stoß auch Mittelfeldregisseur Philipp Niederfriniger wieder in den Eyrser Kader zurück. Matthias Kurz kam ebenfalls nach einigen Jahren beim ASV Goldrain zum ASV Eyrs zurück. Verzichten muss der Verein leider weiterhin auf die Dienste des

chon in den 70er Jahren nahmen einige Obervinschger am traditionellen Karwendelmarsch von Scharnitz zum Achensee teil. Am 25. August standen bei der 4. Neuauflage wieder vier Obervinschger Läufer an der Startlinie des Karwendellaufs, um sich dem Abenteuer dieses 52 km langen Berglaufs und -marschs über knapp 2.300 Höhenmeter von Scharnitz zum Achensee zu stellen. Dank einer guten Vorbereitung konnten alle 4 Vinschger Teilnehmer nicht nur das Ziel erreichen, sondern sich auch im vorderen Drittel des Feldes platzieren. Michael Lutz schaffte dabei bei strömendem Regen sogar den Sprung aufs Podest. Er wurde hervorragender Gesamtdritter und Zweiter seiner Kategorie mit einer Zeit von 4 Stunden und 50 Minuten. Nicht weit dahinter

v.l.: Erwin Baldauf, Hans Peer, Christoph und Michael Lutz

folgten Erwin Baldauf (Kat. 3.) und Christoph Lutz (Kat.7.), der sich trotz Knieproblemen tapfer durchkämpfte. Hans Peer aus Plawenn komplettierte das gute Vinschger Ergebnis (Kat. 22.).

Die Teilnahme an diesem schönen und abwechslungsreichen Berglauf wird den 4 Sportlern trotz der großen Anstrengungen noch lange in Erinnerung bleiben. (r)

Oberliga - SSV Naturns Raiffeisen Industriepool

Sieg oder Emotionen Mannschafts-Kapitäns Wolfgang Pillon (Bild), welcher immer noch an den Folgen eines Kreuzbandrisses laboriert. Aus Latsch kehrte hingegen Christian Raffeiner zu seinem Heimatverein zurück, der nicht nur als Stürmer für die nötigen Eyrser Tore sorgen soll, sondern zusätzlich auch die Rolle des Spieler-Trainers inne hat. Unterstützt wird Christian Raffeiner dabei von Reinhard Andres. Die junge Mannschaft ist bei den Trainingseinheiten mit großer Begeisterung dabei und versucht die Vorgaben des Trainer-Duos bestmöglich umzusetzen. Dabei wird das Ziel - Wiederaufstieg in die 2. Liga - natürlich nie außer Acht gelassen. Mit dem Fleiß aller Beteiligten sowie mit der nötigen Geduld von Seiten des Vereins sollte dieses Ziel nicht unmöglich sein. Mirko Frank 54 Der Vinschger Wind 22-12

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E

ines ist sicher und zwar, dass bei den Spielen in Naturns viele Überraschungen entstehen und von Langweile keine Rede ist. Gegen Ahrntal schien es so, dass alles verloren wäre. Eine 3:0 Niederlage heimwärts gegen den Tabellenzweiten Ahrntal hätte verwüstende Konsequenzen: die Moral der Spieler von Grünfelder zerstört und allen Mannschaften Mut gegen Naturns

gemacht. Obwohl die Naturnser zu Zehnt blieben, wegen Nervosität von Pföstl, und die Gäste zum zweiten und dann zu dritten Tor kamen, änderte sich das Spiel unerwartet. Die Naturnser erzielten Tore mit Felix Rungg und mit Cosa. Ein Spieler von Ahrntal bekam eine rote Karte, da er die Aufholjagd unfair verhindern wollte. Ein 2:3 mit Ehre und viel Spektakel. Im darauffolgenden Spiel gegen

Felix Rungg hat die richtige Ecke gefunden

Tramin kam für die Naturnser der erwartete und notwendige zweite Sieg. Das Spiel war sehr überzeugend, auch der Einsatz der Jungen, die bis dahin nur ein Spiel gewonnen hatten. Vielleicht die beste Überraschung der Mannschaft von Grünfelder ist gerade die Fähigkeit, jedes Spiel mit erneuter Begeisterung wieder zu beginnen und das in einer Meisterschaft, die sicher alles andere als leicht ist. (lp)


Sport

Latsch

FuĂ&#x;ball: Landesliga

Mittelschulen messen sich

Kampf auf Schnee

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uerfeldeinlauf der Mit- restlichen Kinder 1500 Meter zierten sich fßr das Landesfitelschulen im Latscher zu laufen hatten. Bei ange- nale. Bei den Buben schafften SportForum: Am Donnerstag, nehmen Temperaturen und dies die Schulen von Algund, 25. Oktober traten 290 Mittel- Sonnenschein verbrachten die Prad, Naturns, St. Leonhard schßler aus dem Burggrafen- jungen Leichtathleten einen und Latsch. Bei den Mädamt und dem Vinschgau im anstrengenden, aber schÜnen, chen waren die Schßlerinnen SportForum von Latsch bei Vormittag im SportForum. aus Mals, Meran, Obermais, einem Querfeldeinlauf ge- Die ersten fßnf Teams der Lana und Schlanders die geneinander an. Die Mittel- jeweiligen Kategorie qualifi- Schnellsten. (r) schßler hatten alle ein Ziel: sich fßr das Landesfinale der Cross-Meisterschaft am 9. November im Sarntal zu qualifizieren. Die Buben und Mädchen starteten in vier verschiedenen Kategorien. Die Jungs der Jahrgänge 1999/2000 (Kat. A) mussten eine Strecke von ster St. Johan n in Mßnstair (CH) @GQ 5FP Die Qualifikation fßrers das vor sich: Schßlerinnen beim Start im Latscher 2000 Metern bewälUGPB CVIJ Benediktin SQGT XSK 4?E BCP tiftFinale Marienb LGI BGC (CGJGEIPCSX +? erg NCJJC ECtDDLCR &yFPSLE &PCGCP %GLRPGRR -SQCSK ( CL die GCP JdSDR S ! CGL &GJK J@QRSLBCL 4?IR %Q F?L St. Johann in Prad am Stilfserjo SportForum tigen, y@CP BCJR QGAF während BGC +PWNR? &PCQICL !JQ SK BCL XSP : ch %PEdLXSLE B?XS @CEJCGRCR CG LCP BCP 0?RPCQ BGC "CQSA FCP SK SLB 5 FP DyP -GLSRCL GL BGC + PWNR? 3FSRRJC

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Kriminalkomödie von Stefan Vögel Regie: Daniela Montini Alber Ort: Kulturhaus, Schlanders Aufführungstermin: P remiere: Fr. 9.11.12, 20.00 Uhr So. 11.11.12, 17.00 Uhr; Do. 15.11.12, 20.00 Uhr; Sa. 17.11.12, 20.00 Uhr; So. 18.11.12, 17.00 Uhr; Di. 20.11.12, 20.00 Uhr; Platzreservierung: ab 16 Uhr unter Tel. 348 74 39 724

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Heimatbühne Schnals

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Bitte schicken Sie mir den „Vinschger Wind“ zu Meine Anschrift hat sich geändert Ich erhalte den „Vinschger Wind“ mehrfach (Anruf genügt!)

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Jahrestag/Danksagungen

„Der Tuifl und die Kromrin“

Lustspiel in 3 Akten von Ulla Kling Regie: Peter Rainer Ort: Haus der Gemeinschaft, Unser Frau – Schnalstal Aufführungstermin: P remiere: Sa. 10.11.12, 20.00 Uhr So. 11.11.12, 16.00 Uhr; Mi. 14.11.12, 20.00 Uhr; So. 18.11.12, 16.00 Uhr; Sa. 24.11.12, 20.00 Uhr; So. 25.11.12, 16.00 Uhr; Eintritt: 8,00 Euro (Erwachsene), 4,00 Euro (Kinder bis 14 Jahren) Familientag: 11.11.12 – Kinder bis 14 Jahre gratis Platzreservierung: täglich von 15.00 – 20.00 Uhr Tel. 331 78 27 275

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„Der ehrliche Lügner“

Schwank in drei Akten von Josef Anton Schuler Regie: Berni Koch Ort: Raiffeisensaal, „Aquaprad“ Aufführungstermin: P remiere: Sa. 17.11.12, 20.00 Uhr So. 18.11.12, 17.00 Uhr; Sa. 24.11.12, 20.00 Uhr; So. 25.11.12, 17.00 Uhr; Platzreservierung: Di. bis So. von 15.00 – 20.00 Uhr Tel. 346 60 37 889

Die Erinnerung ist ein Fenster durch das wir Dich sehen können, wann immer wir wollen.

3. Jahrestag

Toni Felderer * 10.03.1948 † 01.11.2009 Burgeis

Allen die daran teilnehmen und für Toni beten, danken wir von Herzen Deine Familie

Danksagung

Walter Alber

Impressum: Dantestraße 4, 39028 Schlanders

Tel. 0473 732196 Fax 0473 732451

Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: info@vinschgerwind.it Edwina Oberthaler: 0473 732196 Esther Stricker: 333 45 10 025 Gerti Alber: 0473 73 21 96 Redaktion: redaktion@vinschgerwind.it Grafik: grafik@vinschgerwind.it Sport: sport@vinschgerwind.it Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) www.vinschgerwind.it Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Fotos: Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp)/Sarah Mitterer (sam), Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Erich Daniel, Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Sigrid Zagler (sig), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Elke Wasmund (ew), Brigitte Maria Pircher (bmp), Sarah Stecher (sar), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Bruno Telser (uno), Renate Eberhöfer (re), † Christian Riedl (chr), Dagmar Telfser (dag), Andreas Waldner (aw) Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57

58 Der Vinschger Wind 22-12

Dieses Fenster wird ganz besonders bei der hl. Jahresmesse am Freitag, den 02.11.2012 um 09.00 Uhr in der Pfarrkirche von Burgeis ganz weit offen sein.

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† 2.10.2012

Es ist so schwer, einen geliebten Menschen zu verlieren. Es ist wohltuend, so viel Anteilnahme zu finden. Danken möchten wir der hochw. Geistlichkeit Herrn Dekan Dr. Josef Mair, Herrn Pfarrer Alois Oberhöller und Herrn Kooperator Michael Horrer, dem Kirchenchor Schlanders, der Vorbeterin Christine Holzner, dem Mesner und den Ministranten für die würdevolle Gestaltung der Trauerfeier. Ein herzlicher Dank ergeht an die Feuerwehr Göflan, die Frontkämpfer, die Bürgerkapelle Schlanders sowie an das Weiße Kreuz von Schlanders und Naturns. Weiters danken möchten wir dem Hauspflegedienst Mittelvinschgau für die liebevolle und fürsorgliche Betreuung. Vergelt‘s Gott für alle Spenden und Beileidsbekundungen. Schlanders, im Oktober 2012 Bestattungen Tonezzer Schlanders

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