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Vinschgerwind 13-13

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Nr. 13 (204) 27.06.13 I.P. 9 Jg.

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Im Umbruch Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n째 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abge채ndert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen

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Inhalt

Vinschgerwind 13-13

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Kommentar Das Kloster Marienberg bereitet sich auf die Moderne vor Seite 6

Schubkraft für Elektrifizierung der Vinschger Bahn: Die Schweiz macht’s vor Seite 4

Latsch: Gemeinderat beschließt Raumordnungsvertrag

Seite

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Prad/Vinschgau: Große Diskussion - große Differenzen

Seite

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Graun: Land verlegt Glasfaserkabel

Seite

5

Albrecht Plangger: „Kontakt mit TERNA ist geknüpft“

Seite

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Naturns: Der Sparzwang der Gemeinde

Seite

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Vinschgau: Vorbereitung auf die Berufsweltmeisterschaft

Seite

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Mals: Lorenzi und Partner eröffnet Büro in Mals

Seite 10

Leserbriefe

ab Seite 11

Porträt: Siegrun Maria Herzog: von Konstanz nach Goldrain Sonderthema: Das neue „Nives“ in Sulden

Seite 17 ab Seite 28

Nationalpark Stilfserjoch: Schmetterlinge als Bioindikatoren

Deis mitn Spritzn in Oubrvinschgau war leicht z’leasn: Olle Paurn kafn mitnond an Haufn Staudn unt setzns af di Wiesngrenzn.

Moantsch sell isch gnuag? Vielleicht gibs a an EU-Beitrog unt an Londesbeitrog drzua: Nochn Motto, dass die Biodiversität mit die Staudn zuanimmp.

Seite 32

von Chefredakteur Erwin Bernhart

Loss gean di Goaß Heinz Fuchs, maßgeblicher Kopf des „Herilu“-Einkaufszentrums in Latsch, lacht die Welt aus. Jüngst hat der Latscher Gemeinderat seinem Raumordnungsvertrag zugestimmt, nach dem Motto „a bissl Geld gegen viel Verkaufsfläche“. Mag schon sein, dass das Raumordnungsgesetz Schlupflöcher zulässt, die den „Deal“, wie ihn der „Vinschgerwind“ des Öfteren angeprangert hat, legal ermöglichen. Ob die Zustimmung des Gemeinderates politisch klug war, ist eine andere Frage. Und dass dies ausgerechnet in der Heimatgemeinde des SVP-Obmannes stattgefunden hat, dürfte der Volkspartei nicht unbedingt zur Ehre gereichen. Allerdings hat auch die sich ansonsten so sauber gerierende Opposition, die Freiheitlichen in Latsch, für diesen „Deal“ gestimmt. Auch mit Argumenten, die in SVP Reihen geteilt worden sind und die das „Herilu“ und den Heinz Fuchs in einem bisher völlig unbekannten und auch bisher unverdächtigen Licht darstellten: Das „Herilu“ sei auch, so sagte es der Freiheitliche Sepp Kofler, von einem sozialen Aspekt her zu sehen. Nach dem Motto Einkaufen mit Ersparnis. Für die, Kofler wörtlich „niederen Schichten“. Wer traut sich gegen ein solches Argument zu sein? Da muss die Gemeinde Latsch zwangsläufig zu diesem Raumordnungsvertrag Ja sagen. Man will doch nicht als unsozial gelten. Wo kämen wir da hin? Also bekommt das „Herilu“ nun 5000 Kubikmeter für seine Handelstätigkeit dazu. Nicht geschenkt. Der Gemeinderat erdreistete sich sogar, die Kosten dafür von satten 220.000 Euro (Schätzpreis) auf sagenhafte 250.000 Euro hochzutreiben. Diese Euro sollen dann der Wirtschaft im Ortskern zugute kommen - das ist man den Geschrepften dort schuldig. Lachen kann darüber nur einer: der Heinz Fuchs.


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Hangsicherung

Latsch

Zustimmung

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er Lastcher Gemeinderat hat vor einer Woche dem Raumordnungsvertrag mit den „Herilu“-Besitzern mehrheitlich (drei Gegenstimmen, zwei Enthaltungen) zugestimmt. Vorausgegangen war dem eine ausführliche Diskussion, an der sich alle 15 anwesenden Räte beteiligt haben. Harald Plörer, Referent für Wirtschaft, hat auf die vielen Aussprachen mit den Wirtschaftstreibenden hingewiesen. Vertretern von Handwerk, Industrie, Tourismus und Kaufleuten wurde, so Plörer, das Vorhaben erläutert und trotz anfänglicher Skepsis sei - mit Ausnahme der Kaufleute bzw. des hds - Zustimmung erteilt worden. Zudem habe man Norbert Barbolini, einen ausgewiesenen Fachmann, zu Rate gezogen, der die legale Rechtmäßigkeit eines solchen Raumordnungsvertrages bestätigte. In den Wortmeldungen der Befürworter war viel von Bauchschmerzen die Rede und vehement gegen die Zustimmung zum Raumordnungsvertrag traten Helmuth Fischer und Hermann Raffeiner Kerschbaumer auf. Im Raumordnungsvertrag, der noch die LandesRaumordnungskommission und die Landesregierung passieren muss, kauft sich der „Herilu“Betreiber Heinz Fuchs von einer Bindung los, die das Bauen von konventionierten Wohnungen vorgesehen hat. So kann nun das „Herilu“ (derzeit 10.000 m3) um 5000 m3 und 2000 m2 erweitert werden. (eb)

Wind - online

Umfrage auf www.vinschgerwind.it

Gefällt Ihnen unser „Sommerwind“ 2013? (30 abgegebene Stimmen)

90 % (27 Stimmen)

JA

10 % Nein

(3 Stimmen)

Neue Umfrage: Wenn am Sonntag Landtagswahlen wären, welcher Partei würden Sie Ihre Stimme geben?

Für Elektrifizierung Paul Stopper hat dem „Vinschgerwind“ einen Ausschnitt aus dem Magazin der Rhätischen Bahn „Contura“ zukommen lassen. Grund dafür war die Annahme des Beschlussantrages der Freiheitlichen im Landtag, die Vinschgerbahn zu elektrifizieren. Als Rückenwind für die Elektrifizierung sozusagen. Die neuen Züge der Rhätischen Bahn sind wie kleine Kraftwerke: Sie erzeugen beim Bremsen elektrische Energie. Die ALLEGRA-Fahrzeuge stammen aus der Fabrikation der Firma Stadler, Bussnang und Altenrhein (Schweiz), aus derselben Firma, die auch die Südtiroler FLIRT produziert

Grafik: Contura

Der erste Bauabschnitt im 3-stufigen Gesamtprojekt für die Hangsicherung an der Stilfserjochstraße wurde 2010 abgeschlossen. Seit Dienstag wird am zweiten Abschnitt gebaut.

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ie vier bergab fahrende Züge einen Zug den Berg hinaufziehen: Damit die Züge der Rhätischen Bahn die oft steilen Strecken den Berg hoch fahren können, benötigen sie Energie. Diese Energie erhalten die Lokomotiven und Züge vom Stromnetz, an das sie via Fahrleitungen – also Oberleitungen oder Stromschienen – angeschlossen sind. Aber die RhB verbraucht auf ihren Fahrten nicht nur Strom und Energie, nein, sie produziert auch Energie. Die modernen Lokomoti-ven des Typs Ge 4/4 III und die neuen ALLEGRATriebzüge sind wie kleine Kraftwerke. Doch wie funktioniert das genau?

Praktisch: Die Kraft der Bremsen nutzen Die RhB-Lokomotiven der neueren Generation und die neuen ALLEGRA-Triebzüge sind mit

sogenannten Nutzbremsen ausgestattet: Bremst die Maschine, wird die dabei entstehende Wärme – die Bewegungsenergie – dank dieser speziellen Bremsen in elektrische Energie zurückverwandelt. Diese wiedergewonnene Energie wird direkt zurück ins Stromnetz eingespeist, sodass damit wieder andere Lokomotiven und Züge in Fahrt gebracht werden können. Das heißt konkret: Vier bergab fahrende Züge erzeugen beim Bremsen so viel Energie, dass damit ein Zug den Berg hoch fahren kann. Dieses Prinzip der Energierückgewinnung nennt sich Rekuperation, ein Begriff aus dem Lateinischen: «recuperare» bedeutet «wiedererlangen», «wiedergewinnen».

Technik und Mensch Wie viel Energie wiedergewonnen werden kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ne-

ben neuem, energieeffizientem Rollmaterial – der Lokomotiven und Züge – ist zum Beispiel auch der Standort der Lok entscheidend: Um möglichst viel Energie rekuperieren zu können, sollte die Lok bei der Talfahrt am hinteren Zugende stehen. Aber auch der Mensch trägt seinen Teil dazu bei: Die Schulung von Lokführern und weiteren Arbeitenden im Fahrbetrieb soll noch größere Energieeinsparungen ermöglichen. Übrigens: Rekuperation gibt es nicht nur bei der Eisenbahn, sondern auch bei Bussen, Trams oder Autos. Während bei Bus und Tram die Energie wie bei der RhB via Fahrleitungen zurück ins Stromnetz gelangt, wird bei Elektro- oder Hybridautos mit Nutzbremsen die entstehende Energie in einen Energiespeicher im Fahrzeug geleitet und von dort wieder verteilt.


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Der Vinschger Wind 13-13

/politik/ 5

Prad/Vinschgau

Die große Aussprache v.l.: Andreas Tappeiner (Bezirksobmann des SSB), Michael Oberhuber (Direktor Laimburg), Karl Dietl (VI.P-Obmann), Moderator Eberhard, Hermine Reich (efsa), Hermann Kruse (Toxikologe) und Robert Wiedmer (Beratungsring)

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efühlte 1000 Teilnehmer, 1000 Fragen: Beim Informationsabend in Prad in der vergangenen Woche, vom Bauernbund organisiert, prallten unterschiedliche Auffassungen in offener Konfrontation - großteils sachlich - aufeinander: Das Prozedere für die Festlegung von Grenzwerten für Pestizide durch die EU-Kommission wurde von Hermine Reich vorgestellt - Zweifel daran kamen vom Toxikologen Hermann Kruse und Zweifel an der Zusammensetzung der efsa (der Lebensmittelbehörde der EU) kamen vom Publikum. Die Projekte Beratungsring und AGRIOSProgramm bzw. integrierte Produktion wurden als permanente

Suche nach Verbesserungen vorgestellt. Die Realität sehe anders aus, kamen Meldungen aus dem Publikum. Roland Zelger belegte mit langjährigen Untersuchungen, dass Pestizidrückstände in Südtiroler Äpfeln weit unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen. Das wurde nicht angezweifelt. Schwerpunkt des Abends war die Problematik der Abdrift, des Eintrags von Pestiziden in Grundstücke der Nachbarn. Das ist die große Besorgnis, die viele Leute bewegt. Von Albert Prizzi wurde festgestellt, dass bisher Hecken für den Anbau von Äpfeln gerodet würden, aber keine Hecken für den Schutz vor Abdrift dazu kämen. Karl Dietl ver-

wies auf die Agrios-Richtlinien, in denen der Heckenschutz und auch neue Spritztechniken vorgeschrieben seien. „Wer sich nicht daran hält, wird von Agrios ausgeschlossen“, sagte Dietl. Es werde alles getan, um schwarze Schafe herauszufiltern. Den Verantwortlichen für den Obstanbau wurde in der Diskussion vorgeworfen, bislang noch keine Taten gesetzt zu haben. Die Aussage von Andreas Tappeiner, dass jene, die für den Eintrag von Pestiziden in Nachbargrundstücke verantwortlich sind, für die Schäden haften müssen, ließ aufhorchen. Günther Wallnöfer, Milch-Biobauer aus Laatsch, verwies darauf, dass sein Betrieb seit drei Jahren

Mals/Reschen

Wind-Leserfoto

Land hat Versprechen eingelöst

„Er sieht alles“

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ieses Foto entstand am 03. Juni am Heuweg oberhalb der St. Nikolauskirche in Burgeis. Die beiden Arbeiter verlegen gerade den letzten 4.000 m langen Glasfaserkabel, der diese riesige Kabeltrommel füllte. Die Leitung reicht nun vom Verteiler am Bahnhof Mals bis Reschen. Die Landesregierung hatte die Verlegung von Glasfaserkabeln bis zu den Netzkno-

durch Pestizideinträge Schäden erleide. Bisher sei nichts geschehen. Rudi Tappeiner, Apfelbauer aus Schlanders, verlangte gegenseitigen Respekt und verurteilte jene, die sich nicht an die Regeln halten. Tappeiner brach eine Lanze dafür, nicht die gesamten Apfelbauern in einen Topf zu werfen. Um Abdrift und Giftcocktails aus dem Wege zu gehen, empfahl Kruse die biologische Landwirtschaft. VI.P Direktor Sepp Wielander zeigte nach der Veranstaltung Verständnis für die Bedenken gegenüber dem Pestizideinsatz. Patentrezept gebe es bislang keines. Aber an Lösungen sei dringend zu arbeiten. (eb)

ten/POP´s (Point of Presence) in St.Valentin, Graun und Reschen innerhalb 2013 beschlossen, vorausgesetzt, die Gemeinde Graun verfügt über einen genehmigten Masterplan. In der Gemeinderatssitzung vom 31.07.2012 wurde der von Ingenieur Georg Bauer erarbeitete Masterplan einstimmig genehmigt. Der Vinschgerwind berichtete darüber. (aw) Der Glasfaserkabel ist nun von Mals bis Reschen verlegt

Er begleitete mich auf meinen Touren und beobachtete mich genau. Sieht alles, ist aber sehr bescheiden. Er hat mich in diesem Winter sicher von so mancher Skiabfahrt zurückkommen lassen. Danke, ich werde dich wieder besuchen. Er wartet nun bis der letzte Skitouren-Geher verschwindet und es endlich Sommer wird. Text und Foto: Reto Wiesler, Piz Starlex, Taufers i. M. am 06.06. 2013 aufgenommen


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Marienberg im Baufieber Es sind die sichtbaren Zeichen reger Bautätigkeit und es gibt Unsichtbares: Das Kloster Marienberg ist im Umbruch. Abt Markus Spanier hat schon zu Beginn seiner Amtszeit vor knapp zwei Jahren viele Baustellen eröffnet. Es sollen noch mehr werden. Kein Wunder, dass sich neugierige Journalisten die Klosterklinke in die Hand geben.

A

bt Markus Spanier schafft derzeit bauliche Voraussetzungen, um das Klosterleben weiterentwickeln zu können. Dabei knüpft er eine Verbindung zwischen Bewährtem und Neuem. „Ich hatte nie vor, soviel auf einmal in Angriff zu nehmen. Aber wenn man bei einem so alten, ehrwürdigen Gebäude etwas anfängt, dann kommt das eine zum anderen“, sagt Abt Markus Spanier. Was geschieht im Kloster Marienberg? Was wird d a

gemacht? Die Umgebung des Klosters verändert sich - Beispiel Klosteranger, jene Wiese, die sich in einer kühnen Wölbung unterhalb von Marienberg steil an die Klostermauern schmiegt. Vor dem Schliniger Tor sind Zementsäcke, Baugerät, Sand. Im Hof steht ein Gerüst. Das sind nur die sichtbaren Zeichen eines Umbruchs. Was will der Abt? Wohin bewegt sich das Kloster? Abt Markus empfängt mit Schwung, redet bedächtig, zwingt sich zu Pausen und in seinen Worten schwingt so etwas wie Baufieber mit. Darauf angesprochen, sagt Abt Markus den eingangs erwähnten Satz. Im Herbst werden es zwei Jahre, seit Pater Markus im Konvent zum Abt gewählt worden ist. Und in dieser Zeit hat er gar einiges in Angriff genommen, einiges ist

ihm als Erbschaft von Vorgänger Abt Bruno Trauner zugefallen. Im Haus hat der Umbau der Küche, dort, wo einst Bruder Gallus und Bruder Heinrich gewerkelt haben, eine kleine Lawine an Umbauten und Restaurierungen ausgelöst. Die Küche war das Erste, was Abt Markus in Angriff genommen hat. Nun steht sie kurz vor der Fertigstellung. „Wenn ich die Küche machen lasse“, sagt Abt Markus, „dann steht in dieser Zeit das Refektorium (der Speisesaal des Konvents, Anm. d. Red.) leer da. Es würde also Sinn machen, auch das Refektorium zu restaurieren.“ Die Vertäfelung des Refektoriums ist inzwischen abgelaugt, erstrahlt in neuem Glanz, ein neuer Eichenboden ist verlegt, alle störenden Elemente sind aus dem Saal entfernt, ein passendes Mobiliar kommt demnächst dazu. Dem Abt zur Seite steht kein Geringerer als der Architekt Werner Tscholl. Dass der Umbau der Küche länger als gedacht dauert, hat handfeste Gründe. Alle Abstell-

Foto und Titelbild: Erwin Bernhart

von Erwin Bernhart


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räume wurden als Depot hinter die Küche verlegt. Beim Graben ist man dann auf eine Pflasterung gestoßen und man hat den ursprünglichen, romanischen Zugang für das Kloster entdeckt. Dieser Umstand rief das Denkmalamt auf den Plan. Der Bau verzögerte sich aufgrund der Sicherstellungen durch die Experten vom Denkmalamt. Abt Markus ist dann baulich noch einen Schritt weiter gegangen. „Weil die Empfangshalle mit dem Küchenbereich zusammenhängt, habe ich auch diese in Angriff genommen. Die Empfangshalle ist derzeit Baustelle, ebenso die Treppe, die in die Küche und in den Kreuzgang führt. Das, was Abt Markus Empfangshalle nennt, waren bis vor kurzem drei Räume: das Botenstübele, der Raum für den Pförtner und ein dahinterliegender Gang. Die Zwischenmauern sind entfernt und das gotische Gewölbe bildet wieder eine Einheit über dem Raum. Die Balken, die den Boden tragen, sind von Interesse für das Denkmalamt. Der Bau wurde wiederum verzögert und die Diskussion um einen geeigneten Deckenaufbau hat länger gedauert. Abt Markus ist zuversichtlich, dass die Empfangshalle in Bälde fertig sein wird. Das eine zum anderen: Oberhalb der Empfangshalle mussten aus statischen Gründen Schleudern eingezogen werden. Der Boden des oberen Stockwerkes musste aufgemacht werden, für die Schleudern und auch für neue Wasserleitungen, weil die alten porös waren. So wird auch der erste Stock, wo einst ein Teil der Schüler untergebracht war, kurzerhand umgebaut - als Krankenstation. „Nächstes Jahr kommt der zweite Stock dran“, sagt Abt Markus. Die ganzen Sanierungsmaßnahmen müsse man aufeinander abstimmen. Die beiden Kreuzgänge, der innere und der äußere sind neu ausgemalt. Wann ist genug saniert? Wo zieht Abt Markus die Grenze? Denn ein Restaurierungsbeginn in den altehrwürdigen Mauern kann leicht zu einer Sysiphos-Arbeit ausarten. Abt Markus: „Ich möchte heuer diese Arbeiten, die Küche samt Depot, die Empfangshalle samt Treppe zur Küche, das Refektorium und die Krankenstation, abschließen.“ „Meine Aufgabe ist es, das Kloster in die nahe Zukunft zu führen, Weichen zu stellen“, sagt Abt Markus, „auf der einen Seite ist dies die Führung des klösterlichen Lebens nach den Regeln des hl. Benedikt. Auf der anderen Seite müssen wir mit dem Potenzial arbeiten, welches uns gegeben ist. Sprich: Besuchern, die das wollen, zu ermöglichen am Klosterleben teilzunehmen.“ Tatsächlich hat in der Konzeption des „Abt Hermann Hauses“, welches neun Besucherzellen beherbergt, ein wichtiger Baustein gefehlt: Wie sollen jene, die für eine bestimmte Zeit das „Kloster auf Zeit“ erleben wollen, am Klosterleben partizipieren, ohne die Klausurregelung zu stören? Die Lösung

ist eine Kapelle hinter der Empfangshalle, ein gemeinsamer Gebetsraum. Zudem ist die Frage der Verköstigung für die Besucher zu klären. Abt Markus hat einige Pläne bereits in petto. „Für Fastenkurse, für Exerzitien und für kleinere Veranstaltungen sind wir demnächst gerüstet“, freut sich Abt Markus. Mit der Bewerbung halte man sich noch zurück, denn es sind noch der Zugang zum „Abt Hermann Haus“, die Verköstigungsfrage, die Schnittstellen zwischen Kloster und Besuchern zu klären und herzurichten. Was hat es mit dem Klosteranger auf sich? Mit den angelegten Terrassen dort (sh. Bild)? „Auf den der Sonne zugewandten Seiten ist Wein gepflanzt, auf den Schattenseiten werden Beeren kommen“, sagt Abt Markus. Aus den Beeren sollen Marmelade, Schnaps und Liköre entstehen, die im Klosterladen vertrieben werden sollen. „Wir werden immer wieder nach hauseigenen Produkten gefragt“, sagt Abt Markus. Die Weintrauben der Sorte „Solaris“ hat Franz Van den dries angelegt. Van den dries, der bereits eine Weinanlage in Laatsch bewirtschaftet, soll die Pflege, das Keltern und das Abfüllen des Weines übernehmen. Eine genaue Regelung sei noch zu finden. Die Kosten haben sich das Kloster und Van den dries aufgeteilt: Terrassierung und Wasserzufuhr hat das Kloster bezahlt, Tropfberegnung, Gerüst und Pflanzen hat Van den

„

Klosterwein, angebaut nach biologischen Richtlinien - Abt Markus Spanier will mit Marienberg Vorbild sein dries bezahlt. Bevor es zur Anpflanzung gekommen ist, hatte der Verwalter des Klosters, Stefan Bernhard, einen Behördenlauf hinter sich zu bringen: Einverständnis beim Denkmalamt, bei der Landschaftsschutzkommission, der Gemeinde Mals und auch, ob diese spezielle Sorte „Solaris“ auch angebaut werden dürfe. Zuversichtlich macht Abt Markus, dass der Wein von Van den dries jüngst prämiert worden ist. Der ist aber 200 Höhenmeter tiefer in Laatsch angebaut. Abt Markus legt Wert darauf, dass der Wein biologisch angebaut wird und nicht mit chemischen Mitteln. Der Abt will das auch in Zusammenhang mit der derzeitig heftig geführten Debatte um den Einsatz von Pestiziden sehen. Es gibt allerdings auch nicht unmittelbar Sichtbares rund um das Kloster, welches durchaus ökonomischen Einfluss auf die Klostertätigkeit hat. So hat die Klostergemeinschaft im vergangenen Herbst ein EWerk in Probebetrieb genommen und seit

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heuer läuft es in Vollbetrieb. Mit mehr als 300 Kilowatt Nennleistung und einer Produktion von rund einer Million Kilowattstunden betrachtet Abt Markus dieses Erbe seines Vorgängers als willkommenes Zubrot. „Das E-Werk ist komplett fremdfinanziert“, sagt Abt Markus. „Klöster sind immer auch Kulturträger für das Umland. Von Investitionen, die getätigt werden, profitiert auch das Umfeld.“ Auch mit diesen Worten rechtfertigt der Abt das klostereigene E-Werk. Ein anderes Geschäft ist kürzlich über die Bühne gegangen, welches den Weg frei machen wird für eine rasche Lösung der Heimfrage für die SchülerInnen der Landwirtschaftsschule der Fürstenburg. Das Kloster Marienberg hat am 21. März 2013 einen Teil der „Quadra“ verkauft. 3.588 Quadratmeter sind zu einem Preis von einer knappen Million Euro vom Kloster an die „Veba Invest“ gegangen. Deren Geschäftsführer ist Martin Zischg, der Schiegersohn von Siegfried Unterberger. Das Kaufangebot an das Kloster hat die „Wohnen GmbH“ von Peter Paul Pohl bereits im Dezember 2011 gemacht. Die „Quadra“ ist jene 1,2 Hektar große Wiese zwischen dem Widum von Burgeis und der Fürstenburg. Die gekaufte Fläche ist im Bauleitplan der Gemeinde Mals als „Zone für öffentliche Einrichtungen - Verwaltung und öffentliche Dienstleistungen“ ausgewiesen und gleichzeitig „Zone mit Privatinitiative“. Der Plan ist, dass die „Veba Invest“ von Unterberger und Pohl dort das Schülerheim errichten wird, welches vom Land dann in einer Form des Leasings abgekauft wird. Der Vinschgerwind hat über diese Pläne bereits im November 2009 berichtet. Mit der Lösung, das Heim auf PPP-Basis, Publicprivat-partnership, zu errichten, erspart dem Land europaweite und langwierige Ausschreibungen. Die weitere Vorgangsweise sei Sache des Landes, sagt Abt Markus. Ein noch nicht sichtbares Projekt innerhalb der Klostermauern ist beim Heranreifen. Abt Markus möchte eine Bibliothek errichten, mit Strahlkraft weit über das Kloster hinaus und wiederum als Schnittstelle zwischen Konvent und Gesellschaft. Derzeit ist Abt Markus beim Zusammenstellen der Finanzierung und hat schon einige dem Kloster zugeneigte Finanziers von der Wichtigkeit des Vorhabens überzeugen können. Nächstes Jahr, vorausgesetzt die Finanzierung steht, will Abt Markus den Bau der Bibliothek in Angriff nehmen. Im Untergrund des Herrengartens. „Da kommt das eine zum anderen“, wie Abt Markus zu sagen pflegt. Das Konzept, welches Abt Markus gemeinsam mit dem Konvent entwickeln will, entspricht durchaus den Regeln des hl. Benedikt: Offenheit und Gastfreundschaft. Wobei weder Tradition noch die internen Arbeits- und Gebetsabläufe gestört werden sollen.


8 /Wirtschaft/

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Erdbeerfest in Martell

Naturnser Dorfsäuberung

Am Samstag, den 29. Juni 2013 wird das Südtiroler Erdbeerfest in Martell eröffnet. Am Nachmittag (14.30 Uhr) wird die Riesenerdbeertorte angeschnitten. Auch der Sonntag, der 30. Juni gehört den Marteller Powerfrüchten, ab 10.30 Uhr.

Gemeindereferentin Margot Svaldi Tschager hat die verschiedenen Naturnser Vereine und Gruppierungen zu einer gemeinsamen Dorfsäuberungsaktion eingeladen. Die letzte vergleichbare Aktion liegt mittlerweile über 20 Jahre zurück. Beim Aktionstag „Naturns macht sauber“ haben sich kürzlich 16 Organisationen mit über 200 Helfern beteiligt. Am Aktionstag wurden neben dem recyclebarem Müll zusätzlich noch neun Müllcontainer zu 1.100 Liter gefüllt. (klab)

Rom-Info ins Tal

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om ist nicht nur der Sitz des Parlaments, sondern auch der Sitz vieler Ministerien und Staatsbetriebe, darunter auch der TERNA - ein öffentlicher Koloss, der im Monopol für die Stromübertragung in Hochspannung zuständig ist. Wie im Wahlkampf versprochen, möchte ich meinen Aufenthalt in Rom auch dazu nutzen, um auch für Gemeinden und Genossenschaften Ansprechmöglichkeiten zu diesem Staatsbetrieb zu schaffen, die nicht ausschließlich und zwangsläufig über die Landesregierung oder über den Stromverteiler SELnet laufen müssen. Ich habe nun vor Wochen um einen Termin mit der Geschäftsleitung - speziell mit dem zuständigen Manager für Norditalien - angesucht, welcher dann am Mittwoch, den 19. Juni stattgefunden hat. Ich wurde - äußerst höflich- vom Generaldirektor für die Netzplanung und Regulierung Luidi de Francisi und seinen Mitarbeitern empfangen. Ich erzählte über meine Erfahrungen mit dem Projekt Überlandleitung von Nauders nach Bozen (geht zum Glück seit 2005 über den Berninapass in das Veltlin), über die Versuche der SEL Ag eine internationale Leitung über den Reschen oder über den Brenner bzw. Winnebach zu bauen, über den hoffnungslos veralteten „Kabelsalat“ im Unterland und über die Probleme des VEK mit den Primärkabinen Glurns/Laas und Kastelbell und über die Unmöglichkeit der Gemeinden mit TERNA direkt in Kontakt zu treten, wenn nicht über die Landesenergiegesellschaft SEL oder SELnet. TERNA hat mir vollste Transparenz den örtlichen Körperschaften gegenüber zugesagt und mir einige Ansprechpartner (Netz und Primärkabinen) persönlich vorgestellt und mich aufgeklärt, wie Gemeinden in Zukunft zu direkten Informationen kommen können. Die Tür bei TERNA ist geöffnet. Nun gilt es die persönlichen Kontakte zu pflegen, um sie zu haben, wenn man sie im Vinschgau brauchen sollte.

Rügendes Lob Der Gemeinderat Naturns hat kürzlich die Abschlussrechnung 2012 genehmigt. Die hochverschuldete Gemeinde bekommt ihre Schulden durch eisernes Sparen allmählich in den Griff. Lobende Kritik kommt von der Opposition.

Foto: Erwin Bernhart

von Albrecht Plangger

von Erwin Bernhart

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m Montag vor einer Woche hat der Gemeinderat von Naturns die Abschlussrechnung für das Finanzjahr 2012 verabschiedet. Der kleine Verwaltungsüberschuss von 112.000 Euro wurde dann mit vier Enthaltungen der Kultur und Freizeit GmbH zugesprochen. Welch kleine Brötchen die Gemeinden zu backen haben, hat die Naturnser Abschlussrechnung zu Tage gebracht. Hat man beim Haushaltsvoranschlag, der einen Richtwert darstellt, noch mit Einnahmen von knapp 15 Millionen Euro für das Jahr 2012 gerechnet, sind tatsächlich 11,8 Millionen Euro realisiert worden. Davon haben die Gemeindeverwalter rund 11,6 Millionen Euro ausgegeben: 6,5 Millionen für laufende Ausgaben, rund 3 Millionen für Investitionen (geplant waren rund 5,5 Millionen) und 1,4 Millionen Euro für die Rückzahlung der Schulden (Kapitalrate). Mit 16,5 Millionen Euro an Restschulden ist der Spielraum in Naturns eng. Trotzdem gab es verhaltenes Lob von Seiten der Opposition. Rudi Fasolt (Zukunft Naturns) mahnte an, dass mit „alten Geschichten endlich auf-

zuräumen“ sei. Zudem müsse mehr Druck in die Beziehung Land-Gemeinden hinein. Bei den Zuwendungen für Vereine sei mehr achtzugeben. In diesem Punkt stimmte Fasolt mit Johann Pöll (Zukunft Naturns) überein. Pöll lobte die „saubere Arbeit“ der Verwalter auch im Sinne des Sparens. Beim Naturparkhaus wünschte er sich, dass man „da dahinterbleiben soll“. Zu überprüfen sei die Zusammenarbeit bzw. die Geldvergabe an die Konsortien, sagten Pöll und Fasolt. Astrid Pichler (SVP) forderte ein mittelfristiges Programm für Planungssicherheit. Ansonsten sei der eingeschlagene Weg, den Schuldenstand zurückzufahren, richtig. BM Andreas Heidegger erinnerte daran, dass in „den letzten 7 Jahren je 1 Million Euro zurückbezahlt“ worden sei. Bei den Vereinen seien die Beiträge in den letzten vier Jahren gleich geblieben. Sparmaßnahmen auf allen Ebenen mahnte auch die „Arbeitsgruppe Haushalt“ an. Karin Thaler (SVP), Thomas Lanthaler (Zukunft Naturns) und Franz Gritsch (Union für Südtirol) haben als Arbeitsgruppe die Abschlussrechnung durchforstet und einen Bericht vorgelegt.


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Vinschgau

In den Startlöchern D

ie Zahlen sind beeindruckende: Vom 2. bis zum 7. Juli werden bei der BerufsWeltmeisterschaft in Leipzig über 1.000 Teilnehmer aus 58 Ländern und Regionen in 45 Berufsdisziplinen gegeneinander antreten und um den jeweiligen WM-Titel wetteifern. Ziel ist zu gewinnen. Felix Quinz und Thomas Pfattner, Ersterer Südtiroler Teilnehmer der Maler, Zweiterer der Fliesenleger haben sich an der Landesberufsschule Schlanders seit April auf dieses Ziel vorbereitet und mit den beiden Tutoren Bruno Giongo und Roland Strimmer zwei alte Hasen an ihrer Seite. Giongo ist das dritte, Strimmer das achte Mal bei einer Berufs-Weltmeisterschaft als Fachexperte dabei. Als Assistenz dazu geholt hat man sich den Fliesenleger Lukas Gianordoli, der die Bronze-Medaille bei den „worldskills“ in London 2011 geholt hat und den Maler Gabriel Karnutsch. Während sich die beiden WM-Teilnehmer noch zwei Tage gedulden müssen, starten die beiden Fachexperten Bruno Giongo und Roland Strimmer bereits heute (27. Juni, Anm. der Redaktion) nach Leipzig. „Peinharte Arbeit“

Der Rittner Felix Quinz muss sich bei den „worldskills“ mit 17 weiteren Nationen messen, Thomas Pfattner aus Latzfons gar mit 23. Das Ticket für die Berufs-WM haben sich Quinz und Pfattner mit dem Sieg bei den jüngsten Landesmeisterschaften gelöst steht vor ihnen, jeder ist in die intensiven Vorbereitungen eingespannt. In zwei Tagen, am 29. Juni werden dann auch die beiden Kandidaten nach Leipzig reisen. „Traum ist Gold“, sagen beide unisono. Dass beide erst so weit gekommen sind, ist auch den Ausbildungsbetrieben zu verdanken: Thomas Pfattner hat seine Lehrlingszeit im Betrieb von Norbert Stainacher (Verdings) absol-

viert und ist nun Mitarbeiter im Waidbrucker Betrieb „Hofer Fliesen & Böden“. Felix Quinz hingegen hat sich sein Wissen im Familienbetrieb „Quinz OHG“ angeeignet. Und nicht zuletzt gilt der Dank der Direktorin der Landesberufsschule Schlanders Virginia Tanzer, die die Räumlichkeiten in der Schule für die Vorbereitungen zur Verfügung gestellt hat. (ap)

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Mals

Eröffnungsfeier: Lorenzi & Partner Einweihungsfeier Büro Versicherungsagentur Lorenzi & Partner GmbH mit den Vertretern der Generaldirektion RSA am 08. Juni 2013 Die erste Flasche auf das Glück und die gute Zukunft wurde von Herrn Lorenzi Marco Jr. geöffnet

Viele Kunden, Freunde und Bekannte erfreuten sich am Buffet und am guten Wetter

Nina Raffeiner, Veronika Weiss und Lukas Innerebner stoßen auf eine gute Zukunft im neuen Büro an

Töll

Schlanders/Watles

Der Wasserkran

Jung, frech, vielseitig

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Uhr die Gruppe „Yuri Honing Wired Paradise” des holländischen Saxophonisten Yuri Honing, einer der bedeutendsten Vertreter des europäischen Jazz. Seine Band verbindet pulsierenden Rock mit komplexem Jazz, deren Stücke durch unerwartete Tempowechsel auffallen. Schlanders und der Erlebnisberg Watles sind bereits zum vierten Mal Gastgeber für das Südtirol Jazzfestival und garantieren Jazzmusik auf höchstem Niveau. (lu) Info: www.suedtiroljazzfestival.com Foto: Reto Andreoli

ie in den vergangenen Jahren bietet das Südtirol Jazzfestival eine Vielzahl der Konzerte auf Straßen und Plätzen ohne Eintritt an. Die Ticketpreise der kostenpflichtigen Konzerte liegen zwischen 12 und 22 Euro. In Schlanders bietet die Gruppe „Hildegard Lernt Fliegen“ am 05.07.2013 im Kulturhaus um 21.00 Uhr komplexe Arrangements und virtuose Gesangskunst zwischen Entertainment, Weltmusik und halsbrecherisch improvisiertem Jazz. Bei dieser Gruppe ist Witz kein Alibi, sondern große Passion. Am 07.07.2013 gastiert am Watles um 11.00

Foto: „Wind“-Archiv

er letzte in Südtirol original erhaltene und noch funktionierende Wasserkran aus der K.u.K. Zeit befindet sich im Freilichtmuseum K.u.K. Museum Bad Egart in Partschins. Im Rahmen des Jahres des Museumsobjektes hat das Museum den Wasserkran zum Objekt des Jahres erklärt und schenkt ihm - ganz im Motto „1000+1 Dinge erzählen Geschichte“ - besondere Aufmerksamkeit. Wasserkräne dienten im 19. Jh. der Versorgung von Dampflokomotiven mit großen Wassermengen. Das Museum erwarb den Wasserkran am historischen Bahnhof an der Töll in den 80er Jahren von der italienischen Eisenbahngesellschaft „Ferrovie dello Stato“. Gemeinsam mit dem dazugehörigen Wasserturm wurde er vor kurzem von der Autonomen Provinz Bozen aufwendig renoviert.


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Langkaunertal Der Tiroler Investor Hans Rubatscher drängt angeblich seit geraumer Zeit auf eine Verbindung des Kaunertals mit der Haideralm, mit positiven Reaktionen von Südtiroler Seite, wo die Betreiber der Haideralm auf eine solche Verbindung hoffen und sie bereits als realistische Perspektive hinstellen. Beim Blick auf das neue Regierungsprogramm von ÖVP und Grünen ist eine solche Lösung aber in weiter Ferne: Dieses erwähnt zwar ausdrücklich Zusammenschlüsse wie Mutters / Axamer Lizum, SpieljochFügen / Hochzillertal, Pitztaler Gletscher / Ötztaler Gletscher, weitere Verbindungen jedoch nicht genannt, dagegen werden drei wichtige Parameter als Grundvoraussetzungen angeführt: rechtliche Machbarkeit, seriöse Finanzierbarkeit und Entwicklungsperspektiven für die Region. Die rechtliche Machbarkeit des Zusammenschlusses erscheint nach einem Erläuterungsbericht der Tiroler Abt. Raumordnung

nicht gegeben; auch die bis 2015 gültige Tiroler Gletscherschutzverordnung bietet vorerst keine Spielräume. Daher sollten die Investoren die Rechnung nicht ohne den Wirt – die Tiroler Landesregierung und die Landesverwaltung – machen, die für das Vorhaben dzt. weder Priorität noch rechtliche Grundlage ausmachen. Die Südtiroler Grünen werden die Frage demnächst in einem Treffen mit den Tiroler Kollegen direkt erörtern, um den Gerüchten näher auf den Grund zu gehen. Bozen, 17. Juni 2013 Hans Heiss Riccardo Dello Sbarba

Monarchie Der Grund für die Wiedergründung eines Ortsbauernbundes von Planeil ist die Schwierigkeit die Bilanz vom Bezirksbauernbundobmann unterschreiben zu lassen. Durch einen Ortsbauernbund kann dies vor Ort erfolgen. Vielleicht wird dadurch die Überprüfung für die Zweck-

Der Vinschger Wind 13-13

/Leserbriefe/ 11

bestimmung für die Landwirtschaft einfacher? Auch als Neoortsbauernbundobmann kann man noch so kompetent sein, aber als Einzelperson ist man dennoch kein Ortsbauernrat oder sind diese Räte nur unnötige Anhängsel? Als Mitglied der Fraktionsverwaltung versucht der Kommandant der FF-Planeil die Feuerwehr nur als „Mittel zum Zweck“ zu verwenden, um ein Machtspiel auszutragen. Dies finde ich inakzeptabel. Angeblich sind die mehrmals enormen Einsätze der Feuerwehren hier in Planeil nicht mehr in Erinnerung. Als Kommandant dürften ihn die Satzungen der FF schon geläufig sein. Die Beschlussfassung zu Gutachten, welche die Feuerwehr abgeben muss, liegt im Aufgabenbereich des Feuerwehrausschusses. Vielleicht ist es als Vorsitzender vielmehr seine Aufgabe, für einen ordnungsgemäßen Ablauf bei der Hauptversammlung der FF zu sorgen. Laut Feuerwehrreferent muss der Beitrag höher

sein, welcher die Ortsfeuerwehr von der Gemeinde (über die Fraktionsverwaltung) erhalten hat. Daraufhin feilschten Feuerwehrreferent, Fraktionspräsident und er selbst über die Höhe des Beitrages. Bis zum Schluss ohne effektives Ergebnis. Recherchen und der Versuch, dass diesbezüglich, und unter anderem, eine außerordentliche Versammlung einberufen wird, brachten keinen Erfolg. Es stellt sich die Frage, wie viel Geld hat die Fraktionsverwaltung zurückbehalten? Siegfried Steck, Planeil

Punkt! In der endlosen Diskussion über die Expansion der Apfelanbaufläche im oberen Vinschgau gibt es Argumente und Gegenargumente und wer mehr argumentieren kann, kann punkten - und er hat nicht unbedingt recht. Eines steht fest: Sie sind ohne Zweifel die Grundbesitzer, aber nicht die Besitzer der Erde. Punkt! Gianni Bodini, Schlanders

pr-info Glurns Marketing

Patty Strobl in Glurns

am Donnerstag, 4. Juli 2013 um 20.30 Uhr Patrick Strobl, ein renommierter Sänger und Songwriter aus dem Vinschgau, war bekannt, ständig mit verschiedensten Musikgruppierungen aufzutreten. Doch seit 2011 ist er mit seiner neuen Band Mainfelt im In- und Ausland unterwegs. Erst im Mai hat Patrick mit seiner Musikgruppe sein Debut-Album veröffentlicht. Die Musik des Vinschgauer Liedermachers ist dem Folk/ Pop zuzuordnen. Auch als Solokünstler ist Patrick unterwegs und überzeugt mit Bassdrum, Gitarre, Mundharmonika und vielseitigem Einsatz seiner Stimme. Nach einigen längeren Aufenthalten in Amerika ist er auch wieder im Vinschgau zu sehen und zwar am 4. Juli (20.30 Uhr im Schludernser Torturm) in Glurns.

acht-gipfel-marsch marcia delle otto cime

8 Gipfel cime 33 km di dislivello 3300 mHöhenmeter 27. 07. 2013

Mehr Informationen unter www.glurns.eu oder bei Glurns Marketing unter der Nr. 0473/831288“


12 /Leserbriefe/

Vinschgerwind 13-13

Sehr geehrter Herr Dr. Noggler! Es freut uns, dass Sie vom Südtiroler Bauernbund für die kommenden Landtagswahlen als Kandidat für die Landwirtschaft unterstützt werden und wir wünschen Ihnen für den Wahlkampf alles Gute. Egal wie die Wahlen ausgehen werden, erwarten wir uns von Ihnen eine faire und sachliche Auseinandersetzung auch mit den Themen der Biologischen Landwirtschaft. Bezugnehmend auf Ihr Interview im Vinschgerwind Nr. 11-13 möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, dass es sich beim Schwefel, der im Bi-

27.06.13

ologischen Anbau zum Einsatz gegen Pilzkrankheiten kommt, nicht um ein Schwermetall handelt, sondern um für den Konsumenten unbedenkliche Schwefelverbindungen, die sogar in der Humanmedizin Einsatz finden. Zum Einsatz von Kupfer im ökologischen Landbau gegen Bakterien und Pilze sollte man wissen, dass der Einsatz im biologischen Anbau mengenmäßig beschränkt ist. Bei Bioland sind maximal 3 kg Reinkupfer je Hektar und Jahr erlaubt, im konventionellen Anbau gibt es keine Mengenbeschränkung beim Einsatz von Kupfer. Beim

Nachgedacht von Don Mario Pinggera

Immer wieder werde ich gefragt, was ich denn von sogenannten „Erscheinungen“ (z.B. Marienerscheinungen) halte. Das ist nicht ganz einfach zu beantworten, da das Phänomen sehr vielschichtig ist. Erscheinungen sind so alt wie die Menschheit und kamen und kommen immer wieder vor. Nicht zuletzt in der Heiligen Schrift wird an vielen Stellen von Erscheinungen verschiedenster Art berichtet. Dabei ist zu unterscheiden zwischen „Visionen“, wie sie z.B. in Daniel 7 oder auch in der Offenbarung vorkommen und Erscheinungen, wie z.B. der vermeintliche Gärtner (Jesus) am leeren Grab oder bei den Emmaus Jüngern. Die erstgenannten Visionen sind insofern konkret, als sie in einer ganz bestimmten Situation, nämlich der Bedrängnis, die Hoffnung eröffnen, dass das Leid nicht das letzte Wort hat. Leider werden genau diese Bibelstellen immer wieder von selbsternannten Seherinnen und Sehern der heutigen Zeit dazu missbraucht, Angst zu verbreiten. Was völliger Unfug ist! Die Erscheinungen (Jesus), die oben an zweiter Stelle genannt sind, dürfen sicher nicht leibhaftig genommen werden. Vielmehr steckt dahinter die Erkenntnis des Glaubens, dass Jesus wirklich an meiner Seite ist, dass er mich und mein Leben begleitet. In beiden Fällen gilt: Sowohl die Visionen als auch „Jesuserscheinungen“ betreffen die Stärkung meines Glaubens. Interessant ist die Feststellung, dass im Leben und Wirken Jesu sogenannte „Erscheinungen“ absolut gar keine Rolle spielen. Wenn wir also Christinnen und Christen sein wollen, sollte uns das zu denken geben. Im Gegenteil: Wir finden in Joh 20,24-29 die Erzählung vom ungläubigen Thomas, einem Jünger Jesu, der erst glauben will, wenn er mit seinen Händen die Wundmahle Jesu berührt hat. Dieser Thomas wird zurechtgewiesen: ‚Bloß weil du siehst, glaubst du. Selig sind aber die, die nicht sehen und doch glauben‘. Dies sind eigentlich klare Anweisungen des Evangeliums und es ist nicht einsehbar, warum man davon abweichen sollte. Es sei denn, man möchte sich vom Evangelium und damit vom christlichen Glauben entfernen und subjektive Erscheinungserlebnisse zu Autoritäten vermeintlichen Glaubens hochstilisieren. Das aber wäre Sektiererei. Bleiben wir bei unserem Evangelium, es ist voller Heil, wir müssen es nur annehmen und täglich umsetzen. Erscheinungen braucht es – wenn wir Jesus ernst nehmen – dazu keine.

Einsatz von Kupferpräparaten wird auf Biobetrieben mit regelmäßigen Bodenanalysen sichergestellt, dass es zu keiner Anreicherung von Kupfer im Boden kommt. Kupfer wird von Pflanzen, Tieren und Menschen als Spurenelement benötigt. Trotzdem sind Biobauern bestrebt, den Einsatz von Kupfer durch krankheitsregulierende Maßnahmen und die Suche nach resistenten Sorten weiter zu reduzieren. Konventionelle Obstbauern setzen zum Abschluss der Pflanzenschutzsaison in letzter Zeit vermehrt Kupferpräparate ein, um Rückstände der chemischsynthetischen Pflanzenschutzmittel auf Äpfeln zu verringern. Ein weiteres kupferhaltiges Präparat aus dem konventionellen Obstbau ist das Mittel „Blattab“. Dieses Mittel trägt dazu bei, dass die Bäume im Herbst nach der Ernte ihre Blätter abwerfen, wobei alleine bei dieser Maßnahme ca. 1 kg Reinkupfer je Hektar ausgebracht wird. Solche Anwendungen sind bei Bioland nicht erlaubt und im biologischen Anbau zum Glück auch nicht notwendig! Die durchschnittlichen Kupfermengen, die im konventionellen Anbau jährlich eingesetzt werden, entsprechen derzeit in etwa jenen, die im ökologischen Landbau zum Einsatz kommen (bei den biologischen Obstbaubetrieben sind das ca. 1,5 kg Reinkupfer je Hektar und Jahr). Auf den zusätzlichen Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln kann im ökologischen Anbau - im Gegensatz zum konventionellen Anbau - allerdings verzichtet werden! Daher ist es vielleicht nicht ganz so sinnvoll, sich auf Kupfer als den „bösen Buben“ einzuschießen, da es auch im konventionellen Obstbau morgen das Mittel der Wahl sein wird, um unerwünschte Rückstände von diversen Pflanzenschutzmitteln auf der Ernte zu reduzieren! Sollten Sie für weiterführende Diskussionen Fragen im Bereich des Biologischen Landbaus haben, stehen wir Ihnen mit fachlichen Informationen gerne zur Verfügung! Mit freundlichen Grüßen, Michael Oberhollenzer Obmann Bioland Verband Südtirol

Tun und lassen, was ich will (Antwort auf das Interview mit J. Noggler im Vinschgerwind, Ausgabe Nr. 11, 2013) Es gibt einen Konsens in der Gesellschaft, wonach privates Eigentum nicht bedingungslos über allem steht. So kann ich z.B. auf meinem Grund nicht bauen, was und wie ich will; vielmehr entscheidet über mein Projekt eine Baukommission im Sinne eines Gesamtkonzeptes (z.B. Dorfbild). Umso mehr erstaunt es, wenn der Landtagsabgeordnete Josef Noggler im Interview mit dem Vinschgerwind (Ausgabe Nr. 11, 2013) sagt: „Es geht sicher nicht an, dass jemand anderer bestimmt, wie ich meine Arbeit auf meinen Feldern zu verrichten habe.“ Heißt das, dass der Landwirt keinem gesellschaftlichen Konsens verpflichtet ist? Herr Noggler bagatellisiert den wachsenden Unmut von Bürgerinnen und Bürgern und bezeichnet ihn als nicht vernünftig. Dieser Unmut richtet sich gegen die vereinnahmende, kompromisslose Wirtschaftsweise im intensiven Obstbau. Die Bürger fordern eine Antwort, warum diese Gruppe Wirtschaftender nicht in die Pflicht genommen wird. Warum wird im Umgang mit der Kulturlandschaft nicht mit gleichem Maß gemessen wie bei der Dorfentwicklung? Solange jeder sicher sein kann, auf seinem Kulturgrund tun und lassen zu können, was er will, ohne genügend Verantwortung für Mensch und Natur tragen zu müssen, solange bestimmt einzig Spekulation die Entwicklung der Kulturlandschaft. Von einem gesellschaftlichen Konsens sind wir weit entfernt! Weitreichende Auflagen, wie genügend Abstand halten, ökologische Ausgleichsflächen innerhalb des Anbaugebietes vorsehen usw., wären ein gesunder Gegenpart zur Maxime „aus dem Boden rausholen, was geht“. So, wie sich die Entwicklung derzeit im Obervinschgau abzeichnet, haben den Nutzen einige wenige Private, die Lasten tragen biologisch wirtschaftende Bauern, die Bevölkerung (Gesundheit), das Landschaftsbild und die biologische Vielfalt. Susanne Hellrigl & Thomas Wilhalm, Bozen / Mals


27.06.13

Der Vinschger Wind 13-13

/Impressionen/ 13

Die Vinschger und „ihre“ Steine. Beim Wandern entdecke ich neuerdings immer öfter schöne Gebilde aus Stein. Was treibt die Leute dazu, so etwas aufzustellen? In Kortsch, Latsch und Vetzan wurden in den letzten Jahren wunderschöne Steindenkmäler, über 5.000 Jahre alt, gefunden. Ist es also in den Genen der Vinschger gespeichert? Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it


14 /Lokales/

Vinschgerwind 13-13

27.06.13

Gipfelmesse

G.A.P. Glurns Art Point als Fenster zur Welt

Die Bauernjugend Taufers organisiert am Sonntag, 14. Juli eine Gipfelmesse auf dem Tella Kopf. Die heilige Messe beginnt um 11:00 Uhr mit Don Mario Pinggera.

Freunde sind gekommen, Bekannte und Interessiere: Das Atelierhaus von Glurns Art Point hat vor vierzehn Tagen mit einer kleinen Ausstellung von Badarau Catalin und Bianca Manu, beide aus Rumänien, und mit Franziska Schink seine Tore weit aufgetan. Künstler mit offenem Geist sollen nach Glurns kommen, sagte Johann Oberthaler, Präsident von Glurns Marketing, bei der Eröffnung und: „Das Atelierhaus kann ein Fenster zur Welt werden.“ Angelika Ziernheld, Andy Tappeiner, Simon Troger und Julia Frank haben Atelierhaus und Ausstellung ermöglicht.

Tumler Literaturpreis

Schnals

Schnals in Cannes

Mit der Nominierung von fünf AutorInnen mit ihren Erstlingsromanen, die die renommierte Jury des Franz Tumler vorgenommen hat, ist der Startschuss für gute Sommerliteratur gegeben. Der Preis wird am 20. September vergeben. Leserinnen und Leser können den Publikumspreis vergeben.

Arbeitsplatz am Strand im Italien-Pavillon v.l.: Carmen Cian, Manfred Waldner und Christiana Wertz in Cannes Prix wurde vor ausgewähltem Publikum im Formel-1-Zirkus der Film „Rush“ des Oscarpreisträgers Ron Howard gezeigt. Im Actionfilm spielt Lara die Frau von Niki Lauda, Marlene Lauda; der Film kommt im Oktober 2013 in die Kinos.

Foto: Michael Gasser

Foto: Savolainen Foto: Luescher

Foto: Stephanie Fuessenich

uf Einladung der BLS Filmförderung Südtirol war das Schnalstal in Cannes auf der Filmmesse vertreten. Der Direktor des Tourismusvereins Manfred Waldner nahm mehrere Termine wahr, u.a. mit dem Drehbuchautor Brandan Foley, der den Actionfilm „The Iceman“ in einer HollywoodProduktion verfilmen soll. Gemeinsam mit Carmen Cian und Christiana Wertz von der BLS wurden Gespräche für neue Produktionen geführt. Im Herbst werden 20 Filmproduzenten im Schnals- und Martelltal auf Location Tour sein. Weiter ging es nach Monte Carlo auf Einladung von Schauspielerin Alexandra Maria Lara. Sie ist die Frau des Hauptdarstellers Sam Riley im Film „Das finstere Tal“, der im Winter im Schnalstal gedreht wurde. Anlässlich des Grand

Foto: Thomas Schafferer

A

von Maria Raffeiner

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um 4. Mal vergeben die Gemeinde Laas, der Bildungsausschuss Laas und der Südtiroler Künstlerbund am 20. September 2013 den FranzTumler-Literaturpreis. Teilnehmen dürfen ausschließlich Autorinnen und Autoren, die im Zeitraum zwischen Jänner und Mai 2013 ihren ersten Roman auf den Markt gebracht haben – und sie können sich nicht eigenständig bewerben, sondern sie werden von einer Jury auserwählt und zur Teilnahme eingeladen. Auch heuer sind die Jurorinnen und Juroren wieder ausgewiesene Kenner der Literaturszene, nämlich die aus Lana stammende und äußerst erfolgreiche Autorin Sabine Gruber, die Wiener Literaturwissenschaftlerin und Kritikerin Daniela Strigl (ihr Vorschlag von 2011, Joachim Meyerhoff, hat bei der letzten

Ausgabe gewonnen), weiters sind der Literaturvermittler Hauke Hückstädt (Leiter des Literaturhauses Frankfurt), der Schweizer Kulturpublizist und Journalist Manfred Papst (NZZ) und der österreichische Autor Gerhard Ruiss (IG Autoren, Wien) die Juroren der heurigen Ausgabe. Einem der folgenden Nominierten spricht die Jury im September den von der Südtiroler Landesregierung gestifteten und mit 8000 Euro dotierten Franz-Tumler-Literaturpreis zu, zudem winkt ihm ein mehrtägiger Schreibaufenthalt in Laas:

Auch die Leserinnen und Leser haben die Möglichkeit, einen Preis zu vergeben: Die Romane sind in den Bibliotheken erhältlich, dort können Sie auch abstimmen, welche der Nominierungen Ihnen am meisten zusagt. Wer am meisten Stimmen bekommt, gewinnt im September den Publikumspreis, den der Verein der Vinschger Bibliotheken stiftet. Dieser beinhaltet einen zweiwöchigen Schreibaufenthalt in der Künstlerwohnung am Rimpfhof. Für Sommerlektüre ist somit gesorgt! Rezensionen der Romane werden wir in den Sommerausgaben des Vinschgerwind veröffentlichen.

> ASCHENWALD, Barbara: Omka. Roman.

Hamburg: Hoffmann&Campe 2013.

> BICKER, Björn: Was wir erben. Roman.

München: Antje Kunstmann 2013.

> FEHR, Michael: Kurz vor der Erlösung. Luzern: Der gesunde

Menschenversand 2013.

> LÜSCHER, Jonas: Frühling der Barbaren. München: C.H.Beck 2013. > STRAUB, Isabella: Südbalkon. Roman. Berlin: Aufbau 2013.


27.06.13

Der Vinschger Wind 13-13

/Lokales/ 15

Schlanders

Schwungvolles Schlusskonzert

3D-Visualisierung: „Wohnanlage Maneid”

Krönender Abschluss des Konzerts: Dietmar Rainer leitete den Schulchor der musikalischen Mittelschule, der gleich mehrere Stücke zum Besten gab

B

eschwingte Töne drangen am vergangenen 5. Juni aus dem Kulturhaus Karl Schönherr in Schlanders. Der Grund: Die Schülerinnen und Schüler der musikalischen Mittelschule konzertierten – traditionsgemäß - zum Abschluss des heurigen Schuljahres. Der Sparkassensaal war gut gefüllt, als die Ouvertüre von Georg Friedrich Händel erklang: Der Trompete und dem Klavier gehörte der Auftakt beim Schlusskonzert. Flöten, Gitarren, Klavier und Schlagzeug wechselten sich im weiteren Konzertverlauf ab. Zu den Höhepunkten zählt beim Schlusskonzert aber zweifelsohne der Auftritt von Bands.

„Read all about it“ von Emily Sande und „People help the people“ von Birdy sorgten heuer für großen Beifall. Mit dem Schlagzeug-Ensemble näherte man sich dem Schluss. Letzterer gehörte, und daran hält man seit Jahren fest, dem Schulchor, der gleich mehrere Stücke zum Besten gab: „Singing all togehter (Th. Gummesson), Minnelied (J. Brahms), So treiben wir den Winter aus (H. Genzmer), With a little help (The Beatles) und Top of the world (R. Carpenter). Die Zugabe, die das Publikum forderte, ließ das Konzert dann endgültig schwungvoll ausklingen: Mit „I’m gonna swing“ verabschiedete man sich. (ap)

Kortsch

Wandern für Groß und Klein

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m Samstag, 01.06.2013 fand in Kortsch eine Familienwanderung nach „Rossladum“ statt. Trotz des trüben Wetters war die Stimmung bei Eltern und Kindern ausgelassen. Nach einem einstündigen Aufstieg erreichten alle das Ziel. Dort konnten die Kinder spielen und Natur pur erleben, was alle sehr erfreute. Es wurde geklettert und balanciert, Karten und Ball gespielt , gegessen und getrunken und die Eltern hatten auch ihren Spaß. Frisch gestärkt ging es zum Abstieg, der dann über den schönen Zahlwahl oberhalb von Kortsch wieder zurück

• 2- bis 3-Zimmer Wohnungen mit großzügigen Freiflächen • Klimahaus B, Anschluss Fernheizwerk • Optimales Raumklima durch natürliche Materialwahl • Hochwertige Bauqualität u. Bauausführung • Einzigartiges Panorama durch bodentiefe Fensterelemente • Bezugsfertig: Juli 2013

Die Wohnanlage kurz vor der Fertigstellung

WOHNANLAGE IN KORTSCH MANEID Die Bauarbeiten an der Wohnanlage Maneid gehen dem Ende zu. Das Gebäude steht kurz vor seiner Fertigstellung und wird in wenigen Tagen bezugsfertig sein. Die Wohnanlage überzeugt durch hohe Bauqualität, nachhaltige und natürliche Baumaterialien und einer einzigartigen Wohnatmosphäre. Lokale Handwerker und Bauarbeiter haben eine ausgezeichnete Arbeit geleistet und haben durch ihren Einstatz eine Wohnanlage zum Wohlfühlen für ihre neuen Besitzer geschaffen. Beteiligte Firmen am Bau: Baufirma: Gemassmer Herbert • Zimmermann: Zimmerei Pohl A. & Co.KG • Stahlbauarbeiten: Stahlbau Pedross • Schlosserarbeiten: Kerschbaumer & Raffeiner • Außenabschlüsse in Holz und Wohnungsabschlusstüren: BSV Bauservice Vinschgau • Innentüren: Rubner Türen AG • Hydrauliker: Mairösl Josef & Co. OHG • Elektriker: Elektro Pohl Engelbert • Aufzug: Lift 2000 • Maler- und Gipsarbeiten: TWT • Fliesen und Natursteine: Internform Prad • Holzböden: Fleischmann Martin • Tore: Eletec • Sonnenschutz: Sonn WellActiv GmbH

zum Ausgangspunkt führte. Der Ausschuss der KFS-ZweigstelleKortsch war, wie auch der Rest der großen und kleinen Wanderer über den netten Nachmittag sehr erfreut. KFS-Zweigstelle-Kortsch

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16 /Lokales/

Vinschgerwind 13-13

Humor

27.06.13

§ Flügel für die lahme Ente Aus dem Gerichtssaal

Ein Krisengespräch „vinschgerisch“

D

ie Vinschger sind Alemannen mit ladinischem Blut in den Adern“, sagt Reinhold Messner in einem Gespräch mit Bettina Schlorhaufer. „Sie sind anders als die übrigen Südtiroler. Sie sind kreativer. Die meisten Künstler kommen von hier und … die Architektur des Vinschgaues ist die beste in ganz Südtirol.“ Vinschger sind nach außen nüchtern, sachlich, trocken, haben wenig Humor, aber einen scharfen Verstand. Sie sind wortkarg, aber unglaublich schlagfertig. Als Beispiel gelte folgendes Krisengespräch zwischen einem Gastwirtepaar: Die Wirtin: „Die Kellnerin isch schwongr.“ Der Wirt: „Ihra Soch!“ Die Wirtin: „As hoaßt, du bischas gwest.“ Der Wirt: „Mei Soch!“ Die Wirtin: „Döis übrleb i ett!“ Der Wirt: „Dai Soch!“ Andreas Waldner

Das Bild von der lahmen Ente stellt sich unweigerlich ein, wenn man an die Justiz denkt. Bis vor 15 – 20 Jahren funktionierten die Zivilgerichte hierzulande einigermaßen klaglos. Schleppende Verfahrensabläufe und ein träger Apparat schienen das zweifelhafte Privileg des restlichen Staatsgebietes, insbesondere des Südens zu sein. Inzwischen leben wir schon längst nicht mehr auf einer Insel der Seligen. Die allgemeine Malaise der Justiz hat auch unser Land und unseren Gerichtsbezirk voll erfasst. Während man früher noch mit einer durchschnittlichen Dauer eines Zivilprozesses vor dem Landesgericht von 1 bis maximal 2 Jahren rechnen konnte, kommen wir mittlerweile unter 3 bis 4 Jahren nicht mehr davon. Und das wohlgemerkt nur für die erste Instanz! Die Leidtragenden dieser Schne-

ckenjustiz sind unweigerlich die rechtschaffenen Leute. Ein Schuldner, der mit allerhand Ausflüchten die Zahlung hinauszögert, kann von einem solchen System nur profitieren. Einen Handwerker hingegen, der auf sein Geld jahrelang warten muss, kann das in seiner Existenz bedrohen. Einem Unternehmer, bei dem sich die „faulen Kunden“ häufen und der wegen des Versagens des Justizapparates nicht zu seinem Geld kommt, bleibt nur mehr der Gang zum Konkursrichter. Diese Missstände sind den Verantwortlichen schon längst bekannt. Italien wird deswegen von internationalen Unternehmen als Wirtschaftsstandort gemieden. In Zeiten der Rezession wird dadurch die Krise noch verschärft. Die Regierung Letta will nun gegensteuern und hat im letzten Ministerrat eine Rei-

he von Maßnahmen beschlossen, welche der lahmen Ente Justitia auf die Sprünge helfen sollen. Dazu gehören die Wiedereinführung der obligatorischen Schlichtung vor Einleitung eines Gerichtsverfahrens, die Eignung des Vergleichsprotokolls als Vollstreckungstitel, die Pflicht für den Richter im Widerspruchsverfahren gegen einen Zahlungsbefehl sofort über dessen vorläufige Vollstreckbarkeit zu entscheiden. Schließlich hat sich der Gesetzgeber an eine Berufsgruppe erinnert, welche eigentlich durch ihre Erfahrung für den Job als Mediatoren geradezu geschaffen wären, nämlich die Anwälte! Peter Tappeiner, Rechtsanwalt

pr-info Heimatbühne Schluderns

der

Schludernser Sommertheater

Tausendguldenschein eine heitere Erzählung aus der Mitte des 19. Jahrhunderts Bearbeitet von Ernst Thoma Regie: Christl Stocker Perkmann

Freier Eintritt (ohne Platzreservierung)

Sommertheater

im Innenhof des Kulturhauses Schluderns

Aufführungen: Fr. 5. Juli 2013 – 20.30 Uhr Sa. 6. Juli 2013 – 20.30 Uhr So. 7. Juli 2013 – 10.00 Uhr mit Frühschoppen und um 15.00 Uhr

Das Theaterstück „Der Tausendguldenschein“ , bearbeitet von Ernst Thoma, beruht auf einer wahren Begebenheit aus dem 19. Jahrhundert. Die heitere Geschichte dreht sich um die einstige Rivalität zwischen den „Brennsupp schluckenden Schludernzern“ und den „Groaßkopfeten Molzern“. Das Stück hatte seine Premiere bereits zum Jubiläum 200 Jahre Ortlerbesteigung im Jahre 2004. Anlässlich der diesjährigen 850-Jahrfeier bringen es die Schauspielerinnen und Schauspieler der Heimatbühne Schuderns, unter der Regie von Christl Stocker Perkmann am Freitag, den 5. Juli, am Samstag, den 6. Juli und am Sonntag, den 7. Juli als Sommertheater erneut auf die Freilichtbühne im Kulturhaus von Schluderns.


27.06.13

Der Vinschger Wind 13-13

/Menschen/ 17

„...der Vater blieb in Stalingrad“ Siegrun Maria Herzog kam von Konstanz nach Goldrain und wohnt seit kurzem in Morter. Der Vinschgau ist ihre Wahlheimat geworden. von Sylvia Ilmer Wieser

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940 erblickte in Lipperland, in Nordrhein-Westfalen, Siegrun Maria Herzog, genannt Sigi, das Licht der Welt. Am 18.02.. Während des Krieges. 1942 wurde ihre jüngere Schwester geboren. 1943 kehrte ihr Vater aus Stalingrad nicht mehr zurück. Musste kämpfen. Fürs Vaterland. „Vielleicht hätte er sich doch noch für München entschieden“, sagte die Mutter oft zu ihren Töchtern, weil er dort eine Stelle an der Schmiedeschule angeboten bekommen hatte. Aber der Krieg ließ ihm keine Bedenkzeit. Und dann sagte Sigi: „Ach Mutter, wer weiß, vielleicht wären wir in München im Bombenhagel alle umgekommen“. Sie war die Stärkste in der Familie. Schon früh kümmerte sie sich um die Schwester, die an der „englischen Krankheit“ litt und um die kränkliche Mutter, die trotz allem sehr streng war. Weil sie das musste. Um den Vater zu ersetzen. Im Großen und Ganzen verbrachte Sigi aber eine schöne Kindheit. Auf dem Lande. Wenn das Essen reichte. „Für Brot musste ich oft zwei Stunden anstehen“, erzählt sie und weiter: „Uns gehörte die Dorfschmiede. Alle unsere Vorfahren waren Schmiedemeister. Ein Meister und ein Geselle waren stets bei uns angestellt. Die Schmiede war mein Spielplatz. Hammer, Amboss und Blasebalg meine Spielsachen. Auch wenn man von außen meinte, man käme in die Hölle. Nur am Sonntag musste ich Organza Kleidchen tragen, die an mir wie ein Fremdkörper wirkten. Und die Tanten mussten flicken und nähen, wenn das Kleid am Abend wieder zerrissen war. Es war immer mein größter Wunsch, Automechanikerin zu werden. Aber zu dieser

Die Jagd und die Berge waren die gemeinsame Leidenschaft von Sigi und Alex Ludwig. „Meran und Bozen sind bereits Ausland für mich“, sagt Frau Ludwig, „im Vinschgau gleicht kein Tal dem anderen, jedes ist eine Besonderheit.“ Zeit in Deutschland war das ja überhaupt nicht möglich“. „Lern du erst mal das Kochen“, sagte dann die Mutter. So kam Sigi als Vierzehnjährige ins Internat. Zu den Ordensschwestern. In die Hauswirtschaftsschule. Bis zu siebzig Mädchen waren dort untergebracht. Weiter ging es in die höhere Wirtschaftsschule. Ins nächste Internat. Bis Sigi, als ausgelernte Wirtschaftsleiterin, einundzwanzigjährig, heiratete und zwei Kindern das Leben schenkte. Thore und Christina. Doch die Ehe hielt nicht. Und um von Scheidung nichts mehr hören zu müssen, zog Sigi mit ihren

beiden Kindern nach Konstanz, am Bodensee. Dort war sie alleinerziehend, bis sie ihren Mann, Alex Ludwig, kennenlernte, und die Liebe ihres Lebens fand. „Es waren einfach die gemeinsamen Interessen, das Wandern und die Jagd, die Berge und der Vinschgau, die uns verbanden. Wir haben uns ja auch im Alpenverein in Konstanz kennengelernt. Aber unsere Hochzeitsreise, die machten wir in die Sahara. Zu den Tuareg. Das war alles vor dreiunddreißig Jahren und sehr außergewöhnlich und abenteuerlich“, erzählt Frau Ludwig. Alex Ludwig war Beamter im psychiatrischen Landeskrankenhaus von Konstanz, das über 1000 Patienten beherbergte. Wie ein Dorf war das Krankenhaus ausgestattet mit eigenem Gutshof, Gärtnerei, physiotherapeutischen Anlagen, einer Geriatrie, sowie den Dienstwohnungen für das Personal, von denen auch die Ludwigs eine bewohnten. Ihr Mann hatte bereits damals das Haus in Goldrain gekauft, wo sie dann hin und her pendelten. Von Konstanz nach Goldrain und zurück. Und jedes Mal fiel ihnen der Abschied schwerer, bis sie sich entschlossen, nach der Pensionierung von Herrn Ludwig, Kon-

„

Nichts war Zufall stanz aufzugeben. Beiden fiel die Entscheidung leicht. Die Kinder waren bereits versorgt. Mittlerweile kommen schon die Urenkel bei Frau Ludwig zu Besuch. Dort in der Klinik in Konstanz konnte Sigi auch mit einem noch ungeklärten Teil aus ihrer Kindheit abschließen. Nämlich dem Tod ihres Vaters in Stalingrad.

Ein Arzt namens Stuhlmann, der wie viele andere gleich nach dem Krieg in der Konstanzer Klinik untergebracht wurde, kannte ihren Vater und wusste zu berichten, dass er durch einen Kopfschuss fiel. „Ein gnädiger Tod“, wie er meinte. „Und nichts war Zufall, alles musste so kommen“, erzählt Frau Ludwig, „die Begegnung mit meinem Mann Alex, die dann zur Begegnung mit Doktor Stuhlmann führte. Die Tatsache, dass mein Mann als achtzehnjähriger Soldat im Zug mit dem Kameraden Hans Baldauf aus Graun zusammentraf, woraus sich eine Freundschaft entwickelte, die ihn schon damals in den Vinschgau führte. Und dass wir beide, schon in jungen Jahren, zur selben Zeit, eine Arbeitsstelle in Süd-West Afrika angeboten bekommen haben, die wir beide fast angenommen hätten. Dann hätten wir uns eben dort getroffen. So oder so. Hätten wir zueinander gefunden.“ Nun kamen schöne Jahre auf die Ludwigs zu. Die Berge und das Wandern standen im Vordergrund. Endlich mussten sie nicht mehr Koffer packen. Achtzehn schöne Jahre. In Goldrain. Dann verstarb Alex Ludwig, nach längerer Krankheit. Sigi verkaufte das Haus und ist im Oktober letzten Jahres in eine schöne, sonnige Parterrewohnung in Morter eingezogen. Eine Familie aus Vetzan, zu der sie ein Verhältnis hat wie zu ihrer eigenen, hält sie auf Trapp, und Besuch aus Deutschland steht immer wieder an. Sie kümmerte sich schon immer um ältere Menschen, die zum Beispiel gefahren werden müssen. Natürlich pflegt sie weiterhin die Leidenschaft zu den Bergen und nimmt sich Zeit für ihr Hobby, das Lesen. Sie hat sich eingerichtet. Im Vinschgau. In ihrer Wahlheimat.


27.06.13

Heißes Treffen

Alexandra Aschbacher neue ff-Chefredakteurin

Am 29. Juni geht es in Glurns heiß her: Von 10 bis 20 Uhr steht das Tuningtreffen auf dem Programm. Ab 20.30 Mega-Schaumparty.

Der Wechsel an der Redaktionsspitze wird am 1. Juli 2013 vollzogen. Dann wird Alexandra Aschbacher Norbert Dall’O als Chefredakteurin ablösen. Dall’O, de facto seit 8 Jahren ff-Chefredakteur, bleibt der Redaktion erhalten und wird sich, wie er dem Vinschgerwind gegenüber sagt, verstärkt dem Recherchieren und dem Schreiben von Artikeln - seiner eigentlichen Passion - widmen. Aschbacher verspricht, dass die ff wieder leidenschaftlicher wird. Darauf darf man gespannt sein.

Laas/Vinschgau

Paradies für Vögel

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Foto: Walter Verdroß

m 8. Mai 2013 führten Walter Verdroß und Friedrich Fliri von der National-Parkstation Laas und Landesjagdaufseher Hansjörg Götsch, in Zusammenarbeit mit dem Nationalparkhaus „Avimundus“, mit einigen Interessierten eine ornithologische Wanderung am sogenannten Herrnsteig in Laas durch. Obwohl der Herrnsteig nur wenige Meter oberhalb der intensiv genutzten Laaser Obstanlagen verläuft, konnten bereits dort viele verschiedene Vogelarten gesehen bzw. gehört werden. Der Rückweg führte über Schgums und dem Etschdamm wieder nach Laas zurück und auch dort konnten immer wieder interessante und z.T. auch seltene Vögel beobachtet werden. Es zeigt sich also, dass der Vinschgau trotz der intensiv genutzten Talsohle ein Paradies für Vögel sein kann, sofern genügend wild wachsende Bäume und Sträucher erhalten bleiben und so Korridore für Wildtiere

Mehrere Paare Neuntöter (Bild) und auch Braunkehlchen konnten beobachtet werden darstellen und wertvollen Lebensraum bilden. Weitere ornithologische Wanderungen sind geplant und werden vom „Avimundus“ organisiert. Infos Tel: 0473 730156

Vinschger Weine überzeugen Die 29. Vinschgauer Gebietsweinkost ist vorüber. Auf Schloss Kastelbell präsentierte sich der Weinbauverein Vinschgau mit 65 seiner Weine, zog Bilanz, bot Ausblicke in die Zukunft und demonstrierte eine gelungene Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Gastronomie.

Genuss bei gutem Tropfen v.l.: Martin Pohl und Karl Gartner

von Philipp Trafojer

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er Vinschgau ist das jüngste Südtiroler Weinbaugebiet. 1995 wurde es mit der kontrollierten Ursprungsbezeichnung „DOC – Südtirol Vinschgau“ anerkannt. Um die Qualität der Weine des Tales kümmert sich der 1981 gegründete Vinschgauer Weinbauverein, der mittlerweile rund 300 Mitglieder zählt. Seit 1983 präsentiert der rührige Verein einem breiten Publikum die besten Weine des Tales in einer jährlichen Gebietsweinkost. In diesem Jahr fand die Veranstaltung an drei aneinander folgenden Tagen im reizvollen, herrschaftlichen Ambiente von Schloss Kastelbell statt. Bei der feierlichen Eröffnung am Freitag, den 14. Juni hob der Obmann des Vinschgauer Weinbauvereines Leo Forcher vor rund 60 anwesenden Gästen die Bestrebung der Vin-

In angenehmer Gesellschaft: v.l.: Jutta Fliri, Margit Lampacher und Leo Forcher

schger Winzer hervor, die Qualität ihrer Weine beständig zu steigern. Aus diesem Grund sei auch die Zahl der bei der Gebietsweinkost zur Verkostung angebotenen Weine auf 65 beschränkt worden. Gleich geblieben sei hingegen die Zahl der Rebsorten und Weintypen. Schon bei der Eröffnung zeigte sich das Engagement und die Kreativität mit der die Vinschger Winzer ihre Produkte zu vermarkten wissen. Eingebunden in die Veranstaltung waren unter anderen das Kuratorium Schloss Kastelbell, der Tourismusverein KastelbellTschars, die Bauernjugend und der Weinbauchor. Für die Organisation und den perfekten Ablauf waren die Bezirksbäuerinnen unter der Leitung von Margit Feichtinger zuständig. Die Weitsicht der Vinschger Winzer offenbarte sich bei der Verleihung des „Urbani Preises“ an den „Vinschgerhof“ der Familie

Pinzger. Mit diesem Preis werden Gastbetriebe ausgezeichnet, die in vorbildlicher Weise ihren Gästen Vinschger Weine anbieten. Die meisten der Vinschger DOCWeine werden mittlerweile an die Hotellerie verkauft. Obmann Forcher betont deshalb auch die Wichtigkeit einer guten Zusammenarbeit zwischen den lokalen Winzern und Touristikern. Ein herausragendes Ergebnis dieser Zusammenarbeit konnten die Besucher am letzten Tag der Gebietsweinkost genießen. Am Sonntag fand ein Gourmetmittagessen auf Schloss Kastelbell statt, bei dem drei der besten Vinschger Köche, Jörg Trafoier, Herbert Thanai und Dario Di Pietrantonio, bewiesen, dass gutes Essen und Vinschger Wein eine Einheit bilden. Die Initiative zu dieser „Kulinarischen Reise durch den Vinschgau“ war vom Kastelbeller Sternekoch Jörg Trafoier ausgegangen.

Foto: ff Alexander Alber

Vinschgerwind 13-13

Foto: Erwin Bernhart

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27.06.13

pr-info Optik Ottica Gritsch, Prad

In Prad sieht man besser Prad hat seit kurzem ein Optiker-Geschäft. Optik Ottica Gritsch hat kürzlich in der Mühlbachgasse ein feines und gut sichtbares Geschäft eröffnet. Der Optiker Peter Gritsch kann mit einer 35-jährigen Erfahrung aufwarten und er sieht sich als Kunsthandwerker. Denn Brillenfassungen und Linsen werden im hauseigenen Labor selbst passgenau hergestellt. Auch Reparaturen an Brillengestellen werden in kurzer Zeit vorgenommen. Mit Ultraschall können sichtbare und störende Schäden an Gläsern entfernt werden. Optik Gritsch führt Angebote und Qualitäten von Brillen in allen Preisklassen. Zudem ist man stets bemüht, sich über neueste Trends im Bereich der Optik auf dem Laufenden zu halten und die Informationen an die Kunden weiterzugeben. Informationen: Optik Ottica Gritsch Mühlbachgasse 31 - Prad am Stilfserjoch Tel.:328 8834440

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Der Vinschger Wind 13-13

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Vinschgerwind 13-13

27.06.13

Laas/Cavaion Veronese

Naturns

Praxisnahes Highlight

Großer Erfolg für die MK Naturns

oben: Juniorchef Philipp Bagnara (Mitte) erklärt den Steinmetzschülern Details zu Unternehmen und Produkten. unten: Tobias Nussbaumer (rechts im Bild), ehemaliger Fachschüler, Bronzemedaillengewinner der Worldskills 2007 und Mitarbeiter der Firma stand für Fragen zur Verfügung

I

m Rahmen des 13. Bezirksmusikfestes des Burggrafenamtes wurde am Samstag, 25. Mai 2013 in Vöran ein Konzertwertungsspiel ausgetragen. Insgesamt stellten sich 17 Musikkapellen in vier verschiedenen Kategorien der dreiköpfigen Jury, welche aus Isabelle Ruf Weber (Schweiz), Helmut Schmid( Österreich) und Georg Horrer (Schlanders/ Südtirol) gebildet wurde. Das Zuhörerinteresse bei den verschiedenen Darbietungen war sehr groß. Die Musikkapelle Naturns beteiligte sich unter der musikalischen Leitung von Kapellmeister Dietmar Rainer mit dem Pflichtstück „Galileo“ von

Kapellmeister Dietmar Rainer, Bezirksobmann Albert Klotzner, Obmann Paul Huber, Bezirkskapellmeister Stefan Aichner

Foto: „Wind“-Archiv

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ie abschließende Lehrfahrt in diesem Schuljahr führte die Fachschule für Steinbearbeitung Laas in die Nähe des Gardasees, nach Cavaion Veronese. Ziel waren das Werk und das Rohplattenlager der Firma Nikolaus Bagnara AG. Philipp Bagnara empfing die Steinmetzund Steinbildhauerschüler und führte sie durch das Unterneh-

Thomas Doss und dem Selbstwahlstück „Hispanola“ von Jan de Haan in der Leistungsstufe D und erreichte insgesamt 90 Punkte. Kapellmeister Dietmar Rainer und Obmann Paul Huber nahmen das Diplom aus den Händen von Verbandsobmann Pepi Fauster und Verbandskapellmeister Sigisbert

Mutschlechner sichtlich zufrieden entgegen. Für die Kapelle haben sich die Teilnahme am Wertungsspiel und auch der Weg dorthin sowohl in musikalischer als auch in kameradschaftlicher Hinsicht sehr positiv ausgewirkt. Aus Vinschger Sicht muss man sicherlich auch die Leistungen der Bürgerkapelle Latsch hervorheben, die unter der Leitung von Kapellmeister Wolfgang Schrötter und Obfrau Maria Kuppelwieser in der Leistungsstufe C mit 90,17 Punkten ein ausgezeichnetes Ergebnis verbuchen konnte. Rudi Mair

Vinschgau

Kurse für pflegende Angehörige

men. Die Schüler erhielten Einblick in die Produktionskette und konnten die ganze Palette der Verarbeitung vom Rohblock zum Endprodukt nachvollziehen. Besonders beeindruckt waren die angehenden Steinmetze und Steinbildhauer von der enormen Auswahl unterschiedlicher Materialien und der Präsentation in Plattengrößen von über 6m². Nach der zweieinhalbstündigen Werksführung konnten sich die Schüler bei einem kleinen Umtrunk stärken, bevor der Juniorchef sie verabschiedete. Die Fachschule für Steinbearbeitung bedankt sich bei der Firmenleitung für die informative und interessante Unternehmenspräsentation.

in Grundkurs zur Erleichterung in der Pflege von Angehörigen anhand der „Kinaesthetics“-Methode wurde kürzlich im Alten- und Pflegeheim St. Sisinius in Laas abgehalten. Er erstreckte sich über sieben Wochen und wurde von elf Frauen und einem Mann besucht. Sie alle hatten zu Hause eine Pflegesituation, was erfahrungsgemäß eine sehr individuelle „Pflegequalität“ erfordert. Kinaesthetics-Trainer Jakob Reichegger bot daher ein breites Spektrum an Programm an, um möglichst viele Alltagsaktivitäten in die Pflegeverrichtung einfließen zu lassen bzw. das Erlernte auszuprobieren und schrittweise umzusetzen. Dabei wurde besonders darauf Wert gelegt, wie das Gewicht eines Menschen verlagert werden kann, ohne es zu heben. Dies schont den Körper und beugt Verletzungen bzw. Erkrankungen, die durch Heben

Gewichtsverlagerung ohne zu heben ist in der Pflege besonders wichtig und kann jeder erlernen

Foto: Ludwig Fabi

Fotos: „Wind“-Archiv

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und Tragen von Gewicht verursacht werden, vor. Ein weiterer Schwerpunkt war das Erkennen und Nutzen von Möglichkeiten/ Ressourcen des pflegebedürftigen Menschen selbst. Dabei wird dieser unterstützt, mit geringem Kraftaufwand noch aktiv an verschiedenen Alltagsaktivitäten teilzunehmen. Dadurch kann ein entscheidender Beitrag zur Erhaltung der Eigenständigkeit und Würde des zu pflegenden Menschen erzielt

werden. Um den Wunsch der Teilnehmer nach einer Weiterbegleitung gerecht zu werden und Angebote zum Austausch in der Gruppe zu ermöglichen, organisiert die Gen. für Weiterbildung und Regionalentwicklung im kommenden Herbst einen vertiefenden Workshop am 16.09.2013 und 14.10.2013 in Laas und einen neuen Grundkurs im Raum Obervinschgau/ Mals. (lu) Infos unter: www.gwr.it


Partschins Fr, 5. Juli

Das Handschriftliche

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ine interessante Diskussion entwickelte sich in der Bibliothek von Partschins am letzten Maitag. Die Handschrift sei etwas Persönliches, etwas Emotionales, man solle mehr Wert auf die Verwendung des Handschriftlichen legen. Barbara Tappeiner aus Rabland hat zuvor ihre Bachelorarbeit unter dem Titel „Ich geb’s euch handschriftlich“ auf Einladung des Bildungsausschusses Partschins

Chillout- Abend Musik Emissione, Bayou Side Kulinarisches Wirte von Mals

vorgestellt. Viele Interviews und Befragungen von Designern und BürgerInnen hat Tappeiner, die an der Fachhochschule Joanneum in Graz Informationsdesign studiert hat, in ihrer Arbeit verpackt und mit dem Zuruf abgeschlossen, der Handschrift mehr Gewicht zu geben. Die Vorstellung war Auftakt zur vom Bildungsausschuss geplanten Serie „Studenten stellen ihre Abschlussarbeit vor“. (eb)

Unterhaltung Chilln im Dorfzentrum, Clown für Kinder

Fr, 12. Juli

Crazy night Musik Dirty Lovers Kulinarisches Juma Mals Unterhaltung VKE Spielebus für Kinder

Fr, 19. Juli

Bierfestival Musik Musikkapelle Mals Kulinarisches Brauerei Forst aus Mals

Barbara Tappeiner gewährt Einblick in ihre Bachelorarbeit „Ich geb’s euch handschriftlich“

Unterhaltung Kinderzug

Fr, 26. Juli

Wein und Jazz Musik Jazzauflauf Kulinarisches Wirte von Mals und Bio-Hotel Panorama

Foto: Erwin Bernhart

Unterhaltung AVS Mals Hüpfburg für Kinder

Beginn der Malser SommerJuliAbende jeweils ab19.00 Uhr. Jeden Mittwoch Mittamorkt mit vielen regionalen Produkten

pr-info Mals

Malser Sommer Über dreißig Wirtschaftstreibende aus Mals laden Groß und Klein zu den Malser Sommerabenden ein. Mals ist ein Ort, an dem man gut isst, trinkt, einkauft und gerne beisammensitzt. Deswegen sind Sie jeden Freitagabend zu einem abwechslungsreichen Vergnügen eingeladen. Bei einer besonderen Atmosphäre im Herzen des Dorfes können Sie verschiedene Musikstile hören, kulinarische Köstlichkeiten essen und dazu ein gutes Glas Wein trinken, während sich Ihre Kinder bei vielen verschieden Spielen austoben können. Die Sommerabende beginnen im Juli mit einem Chillout-Abend, an dem das Ausklingenlassen der Arbeitswoche an erster Stelle steht, mit Musik von „Emissione“ und „Bayou Side“. Am 12. Juli bieten wir Ihnen einen verrückten Abend mit der jungen erfrischenden Band „Diry Lovers“ und ihre Kleinen dürfen mit tollen Spielangeboten rechnen. Ein besonderer Abend wird das Bierfestival: freuen Sie sich auf verschiedene Biere und auf feine Grillköstlichkeiten. Am letzten Freitagabned im Juli steht Mals ganz unter dem Motto Wein und Jazz mit „Jazzauflauf“ und traumhaften Cocktails. Für die Kinder gibt es eine Hüpfburg. Drum auf nach Mals: einkaufen, essen, trinken, Musik hören, spielen..., einfach die Seele baumeln lassen und Freunde treffen.

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Sommerliche Begegnungen für Groß und Klein Musikalische und kulinarische Genüsse im Dorfzentrum von Mals Nähere Informationen zu den SommerJuliAbenden im Juli und August in Mals unter

tagraum.it

www.mals-leben.it

Mals leben vivere Malles


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Vinschgerwind 13-13

27.06.13

Mals

Schlanders

Krabbelgruppe bewährt sich

Schüler im Rampenlicht

eit 1996 gibt es in Mals eine Spiel- und Krabbelgruppe. Die ersten Treffen fanden im Pfarrsaal statt, dann stellte die Gemeinde Mals Räumlichkeiten kostenlos in der ehemaligen Oberschule im Dorfzentrum zur Verfügung. Darin organisieren und leiten nun seit über 15 Jahren engagierte Eltern ehrenamtlich die wöchentlichen Treffen. Zielgruppe sind Kleinkinder bis zum Kindergarteneintritt. Ihnen wird die Möglichkeit geboten, mit anderen Kindern in Kontakt zu treten, erste Spielgemeinschaften zu bilden und sich in einer Gruppe zurechtzufinden. Die Kinder werden von den Eltern, Großeltern und auch von Tagesmüttern begleitet. Die Mütter/Väter oder Großeltern

Fotos: Angelika Ploner

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Von der musikalischen Früherziehung bis zur Vokalsausbildung für Erwachsene reicht das Angebot an der Musikschule Unterer Vinschgau

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u hören gab’s Vielseitiges; und doch nur einen Ausschnitt von dem, was unterm Schuljahr an der Musikschule Schlanders gelernt wurde. Es gehört mittlerweile zur guten alten Tradition, dass man dann, wenn sich das Schuljahr zu Ende neigt, auf die Bühne tritt und zu einem öffentlichen Konzert im Kulturhaus in Schlanders lädt. Zu hören gab’s heuer am 6. Juni Werke von Johann Christian Bach, Arcangelo Co-

relli, Gioacchino Rossini und Eckhard Kopetzki etwa, um nur einige wenige der Komponisten zu nennen. Violinen, Klavier, Block- und Querflöten, Gitarren, Trompeten oder die steirische Harmonika sollten einen Einblick in das umfassende Instrumentalangebot an der Musikschule Unterer Vinschgau geben. „Lassen wir die Musik sprechen“, sagte der Direktor Stefan Gstrein eingangs und wies auf eines ganz besonders

hin: „Es ist eine vielschichtige Arbeit an der Musikschule, die vom Vorschulkind bis zum Erwachsenen reicht.“ Einiges an Vorbereitung ist notwendig, um das eineinhalbstündige Konzert auf die Beine zu stellen. Der Dank von Stefan Gstrein galt deshalb Lehrkräften und Schulstellenleiterin Inge Ebensperger. Der kräftige Applaus des Publikums am Ende des Konzerts sollte Vorbereitungen und Leistungen honorieren. (ap)

haben Gelegenheit, sich in Erziehungsfragen auszutauschen. Besonderen Anklang fanden bei den Kindern das gemeinsame Singen und die Fingerspiele. Neben dem Spiel- und Bewegungsangebot wurden Krabbelgottesdienste, Ausflüge und zwischendurch abendliche Treffen nur für die Mütter organisiert. Vergangenes Jahr fanden die Treffen wegen der großen Nachfrage sogar zweimal in der Woche statt. Nach der Sommerpause werden die Räumlichkeiten der Spielgruppe Mals mit Schulbeginn von drei Müttern und einem Vater wieder für Interessierte geöffnet sein. Oft bildet gerade die Spielgruppe die Möglichkeit, einen Erstkontakt von neuen Familien mit den Ortsansässigen zu ermöglichen. (lu)

Summ, summ, summ D

as Parkhaus naturatrafoi war jüngst Schauplatz einer Umsiedelung der besonderen Art: 2 Bienenstöcke samt Waben und Bewohnern wurden behutsam vom Parkhaus Martell nach Trafoi „überstellt“ und bilden nun summenden Kernpunkt der aktuellen Sonderausstellung „Die Welt der Bienen“. Am Donnerstag, den 30. Mai um 19.00 Uhr, nach einer kleinen Eröffnungsfeier, regte Förster und Imker Hubert Stillebacher mit seinem differenzierten Vortrag zum Thema „Wer bestäubt in Zukunft unsere Pflanzen?“ die anwesenden Besucher zum Nachdenken an und erstellte ein umfassendes Gesamtbild des kleinen Insekts. In letzter Zeit ließen vor allem Negativschlagzeilen in den Medien aufhorchen und so ist

die Biene in Anbetracht ihrer essentiellen Wirkung auf das Leben stärker in unseren Fokus gerückt. Die Urbiene und deren evolutionäre Entwicklung wurden ebenso behandelt, wie der Kampf der heutigen „modernen“ Biene mit neuen Umweltgegebenheiten wie intensivierter Landwirtschaft, Monokulturen, Schädlingen, Magnetfeldern und Pestiziden. Dabei ist ihre Schlüsselposition in der Bestäubung unbestritten und für Ökosystem und Menschheit von ungeheurer Wichtigkeit. Die Bienenausstellung ist ein internationales Projekt, welches in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Kaunergrat entstanden ist und interessante Einblicke in das ausgeklügelte System der Honigbiene gewähren und zugleich sensibilisieren soll … (re)

Foto: Renate Eberhöfer

Foto: Ludwig Fabi

Trafoi

Eintritt in die Welt der Bienen


27.06.13

Wandertouren

/Wandern/ 23 Höhenwege

Fotos: Brigitte Thoma

Bergtouren

Der Vinschger Wind 13-13

Wanderinfos: Dauer: 3:30 h (gesamt) Strecke: 9,4 km max. Höhe: 2.195 m Auf- und Abstieg: 600 hm Wegverlauf: Dorf Planeil (1.599m) - Nr. 6 Mauerreste Petesetteshof - Nr. 6 - Planeiler Alm Tipp: Weg Nr. 10 Vom Dorf Planeil ist die Planeiler Alm über einen schönen Wald- und Wiesensteig (als Markierung Nr. 10 angeschreiben) in ca. 1,5 Stunden zu erreichen.

Zur Planeiler Alm Eine Wanderung, die vor allem auch für Familien sehr einladend sein kann, ist jene, die vom Weiler Planeil zur Planeiler Alm führt. Furgles Alm wird die bewirtschaftete Alm noch genannt. Bekannt ist der würzige Käse, der hier oben hergestellt wird. TOURENINFO: Das Dorf Planeil liegt abgeschieden auf 1.599 Metern oberhalb von Mals. Direkt von der Planeiler Kirche aus folgt die Strecke der Markierung 6 auf einem breiten Talweg, der - nur leicht ansteigend - durch die Wiesenhänge zu den rechts liegenden Mauerresten des Petesetteshofes führt. Wenig später zweigt der breite Weg links ab und belohnt im weiteren Verlauf mit großartiger Aussicht. Nur mäßig steil geht’s weiter auf die Planeiler Alm auf 2.203 Meter. Die Planeiler Alm heißt auch Furgles Alm, ein Name, der aus dem Rätoromanischen stammt. Die Planeiler Alm ist eine der schönsten Milchviehalmen Vinschgaus. Bekannt ist der Käse, der hier hergestellt wird und bei den Käseverkostungen immer ganz vorne mitmischt. Die Höhe der Alm ist Garant für eine würzige und wertvolle Bergmilch und die ist wiederum das Rohprodukt für den Käse. Der Abstieg erfolgt von der Almhütte auf dem talauswärts führenden Weg durch Weidehänge zuerst eben, dann kurz bergab und dann wieder eben hinaus bis zum Dorfkern von Planeil.


24 /Jugend/

Vinschgerwind 13-13

JuZe Freiraum Schlanders Ö Fr. 28.06.13 ab 19.00 Uhr Film & Popkorn Ö Mi. 03.07.13 15.00 – 17.00 Uhr Nachmittag für Mittelschüler Ö Mo. 08.07. – Fr. 12.07.13 ABO + REISE FÜR MITTELSCHÜLER VON ST. LORENZEN BIS SCHLANDERS Jugendtreff Explosiv Prad Ö Sommeröffnungszeiten: Di. + Fr. 19.00 – 22.00 Uhr Jugendtreff Revoluzer Taufers Ö Fr. 05.07.13 ab 16.00 Uhr Calcettoturnier Ö Di. 09.07.13 ab 16.30 Uhr Mädchennachmittag Jugendcafé „Chillout“ Latsch Ö Mi. 03.07.13 Ausflug zum Kalterer See Info & Anmeldung bei Myri im Chillout Ö Mo. 08.07.13 – Mi. 10.07.13 Bubencamp (Klettern, Lamatrekking und Comic Workshop) Kosten: 60,00 € Info & Anmeldung bei Myri im Chillout Jugendclub „Taifun“ Martell Ö Mo. 08.07.13 – Mi. 10.07.13 Bubencamp (Klettern, Lamatrekking und Comic Workshop) Kosten: 60,00 € Info & Anmeldung bei Myri im Taifun Jugendtreff Tschengls Ö Di. 02.07.13 ab 16.00 Uhr Wir grillen Ö Do. 04.07.13 ab 15.00 Uhr Wir machen Buttons Ö Mo. 08.07.13 – Mi. 10.07.13 Bubencamp (Klettern, Lamatrekking und Comic Workshop) Kosten: 60 € Info & Anmeldung bei Myri im Jugendtreff Jugendtreff Laas Ö Sa 29.06.13 Filmabend Ö Sa. 06.07.13 um 18.00 Uhr Grillen + Rodelbahn Laas Treffpunkt: Jugendtreff Laas Infos bei Andy Ö Fr. 12.07.13 ab 18.00 Uhr Radfahren Jugendzentrum JUMA Mals Ö So. 30.06.13 – Sa. 06.07.13 Fahrt nach Bibione Ö Mo. 08.07.13 – Mi. 10.07.13 Buabmcamp, Infos & Anmeldung im JuMa

27.06.13

Abo+ Reise 5 Tage quer durch Südtirol Was erwartet dich auf dieser Ferienreise? • 5 abwechslungsreiche Tage mit spannendem Programm, eine Reise quer durch Südtirol und die Möglichkeit, Jugendliche aus anderen Teilen unseres Landes kennenzulernen. Was steht auf dem Programm? • Ein Ausflug in den Hochseilgarten, eine Schatzsuche, Schwimmen im Lido Neumarkt, eine Radtour im Vinschgau, ein Ausflug zum Fischerteich und zur Freizeitanlage in Schlanders. • Wir schlafen in den Jugendtreffs Inso-Haus (St. Lorenzen), Fly (Leifers) und im Freiraum (Schlanders). • Gefahren wird mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, da jeder von euch ein Abo + hat. • Gegessen wird entweder unterwegs oder abends in den Jugendtreffs.

Datum: • Montag 08. Juli bis Freitag 12. Juli 2013 Kosten: • 70 € für Verpflegung, Aktivitäten und Eintritte An wen richtet sich die Reise? • Jugendliche der Jahrgänge 1999 bis 2002 Anmeldeschluss: • Dienstag, 02. Juli 2013 •A nmeldung im Juze „Freiraum“ oder Kathi (339-8815119) und Ugo (329-8547070)

bei

Nur die wirklich harten Jungs und Mädels trauten sich tapfer zum Rafting bei einer Wassertemperatur von 7 Grad nach Imst. Das vom Interreg IV finanzierte „KreAktiv“-Projekt stellte sich nicht nur als sehr aktiv heraus, auch über die eigenen Grenzen musste man gehen. Zwar war man durch den Neoprenanzug einigermaßen vor der Kälte geschützt, kaum landete man allerdings Hals über Kopf im Inn, wurden die eigenen Grenzen getestet. Die Gruppe bestehend aus 16 Jugendlichen und den beiden Jugendarbeiterinnen vom JuMa und Phönix kamen nach der 2-Stunden- Tour zwar erschöpft, allerdings auch glücklich beim Ausgangspunkt wieder an. Danach ging es ab ins FMZ-Kino und bei „hangover 3“ wurde so gelacht, dass alle wieder warm bekamen. Ein großes Dankeschön an alle Teilnehmer, es war ein super Tag!

3 days in a band Das JuZe „Freiraum“ organisiert gemeinsam mit der Gleeman Crew einen Band-Workshop für Anfänger und Einsteiger. In 3 Tagen wird in kreativen Einheiten in die verschiedenen Fassetten einer Band eingetaucht. 1. Tag: Zusammensetzung einer Band, Equipment, Zusammenspiel und Improvisation – erste Probe 2. Tag: Vom Cover bis zum eigenen Lied 3. Tag: Vom Proberaum bis zur Bühne Ein voll ausgestatteter Proberaum wartet auf euch. Falls ihr Instrumente habt, könnt ihr diese gerne selber mitbringen. Wir freuen uns auf euch…

Genaue Infos: • Datum: Do. 04.07. bis Sa. 06.07. • Tagesablauf: 09.00 – 12.00 Workshop 12.00 – 14.00 Mittagspause (gemeinsames Kochen & Essen) 14.00 – 17.00 Workshop • Ort: Jugendzentrum „Freiraum“ Schlanders • Leitung: Markus Mair und Paul Kofler • Kosten: 80 € • Teilnehmer: ab 12 Jahre ca. 6 – 7 Jugendliche • Abschluss: gemeinsames Grillen • Anmeldung erforderlich unter: gleeman.crew@hotmail.com oder unter 340 92 45 856

Zwischen Raffaellotorte und Schokoschnitte Erste erfolgreiche Kuchenaktion in Tschnegls

Die erste Kuchenaktion, der Jugendgruppe Tschengls und den Ministranten Tschengls, am Sonntag, den 9. Juni 2013, war ein voller Erfolg. Über 12 leckere Torten und Kuchen konnten der Tschenglser Dorfbevölkerung, gegen eine freiwillige Spende, angeboten werden. Ein großer Dank geht an alle Dorfbewohner, die uns mit ihrer Spende so tatkräftig unterstützt haben und auch an alle freiwilligen Helfer, die Mütter für die vielen Torten und die Jugendlichen für die Hilfe.

Alkoholprävention in Südtirol

Wir freuen uns schon auf die nächste Aktion


27.06.13

Der Vinschger Wind 13-13

/Jugend/ 25

Laas/Vinschgau

Nach Herzenslust lügen links: die Direktorin Verena Rinner und der Autor Dirk Walbrecker; rechts: Die Mittelschüler aus Schlanders und Naturns machten den Auftakt bei den Lesungen

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ie Premiere ist gelungen. Splesch, abgekürzt für sprechen, lesen und schreiben, ist tadellos über die Bühne gegangen. Laas, dort, wo auch der Franz-Tumler-Literaturpreis vergeben wird, war der passende Ort, um Splesch, die erste Vinschger Schreibwerkstatt abzuhalten. Im Josefshaus fand am Freitag, den 7. Juni die viertägige Werkstatt mit Autor Dirk Walbrecker ihren Abschluss. Verena Rinner, Direktorin der Mittelschule Prad und zusammen mit Werner Altstätter treibende Kraft dieser ersten Schreibwerkstatt war sichtlich stolz. Einmal, dass es nach Jahren endlich gelungen ist, ein Pro-

jekt, wenn auch nicht das ursprünglich angedachte, umzusetzen. Zum Zweiten über das Ergebnis. Interessante und fantasievolle Geschichten sind entstanden, an denen auch Dirk Walbrecker seine Freude hatte. „Was herausgekommen ist, ist schier verblüffend. Es ist eine ganz besondere Werkstätte geworden“, lobte der deutsche Autor, der die Werkstätte geleitet und den Jugendlichen Tipps und Tricks für ihre Geschichte mitgegeben hat. Ideen sammeln, Stichwörter aufschreiben, wie ein Architekt Pläne erstellen und nicht zuletzt die sogenannten W-Fragen erfüllen: „Für gelungene Geschichten braucht

Schlanders

es einen durchdachten Bauplan oder ein gutes Rezept.“ Vinschger Lügengeschichten war als Thema vorgegeben, „doch die jungen Autorinnen und Autoren belehrten uns eines Besseren.“ (Rinner) Fantasiegeschichten, Mystisches und Märchenhaftes waren das Ergebnis der Schreibwerkstatt, die sich an Mittelschülerinnen und -schüler der 2. Klassen richtete. Rinner: „Jede Mittelschule von Naturns bis Graun schickte ihre Schreibtalente nach Laas.“ Und die – zumindest eine Auswahl davon – verschaffte sich mit ihren Geschichten Gehör und Applaus beim aufmerksamen Publikum. (ap)

Partschins

Schulen arbeiten erfolgreich zusammen Im Märchenland wandern, im Pausenhof spielen Kontakte zu knüpfen und die Sprache der „anderen“ zu üben. Auch für das kommende Schuljahr ist wieder einiges geplant. Die Kinder sind begeistert. „Es hat mir sehr gut gefallen, wir haben einen Hasen gebastelt, gesungen, getanzt und viele andere tolle Sachen gemacht“, sagt etwa Clarissa von der 2. Klasse der italienischen Schule. Luca: „Mir hat am besten das Baumfest gefallen.“ Und Alessandro: „Das Nikolausfest war sehr „Sprachenprojekt“ zwischen der deutschen und der schön. Der Nikolaus hat uns Süitalienischen Grundschule in Schlanders ßigkeiten gebracht.“ Maximilian Haller und Roberto Sofroni von eit drei Jahren läuft nun schon das der 2 C der Grundschule Schlanders sind „Sprachenprojekt“ zwischen der deutebenfalls begeistert: „Es war toll mit den schen und der italienischen Grundschule in Schülern der italienischen Schule Sachen Schlanders. Im vergangenen Schuljahr trazu machen. Wir haben mit ihnen den Nifen sich die Schüler beider Sprachgruppen kolaus gefeiert und sie waren mit uns beim alle ein bis zwei Wochen, um bei Spiel, Spaß, Baumfest. Wir haben mit ihnen auch tolle Musik, Zeichnen, Basteln und anderen AktiSachen gebastelt.“ vitäten wie Nikolausfeier, Kastanien braten, Veronika Perkmann

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E

nde Mai lud die Bibliothek die Kinder der 2. und 3. Klasse der Grundschulen Rabland und Partschins zu einer Märchenlesung mit Ortwin Haertel, Märchenerzähler und -schreiber aus Deutschland. Als Gestiefelter Kater, alias Christophorus Silvanus, besucht der Autor immer wieder Schulen und Bibliotheken, um die Fantasie und das Märchenland nicht vergessen zu lassen. Auch in den Bibliotheken Partschins und Rabland war Ortwin Haertel bereits mehrmals zu Gast. Diesmal las der Autor den Kindern ein selbstverfasstes Tiermärchen mit dem Titel „Giraffe“ vor. Ein Tiermärchen, bei dem es um ein langhalsiges Kamel namens „Giraffe“, Bosheit, Falschheit und die wahre Freundschaft geht. Voll Begeisterung lauschten die SchülerInnen gespannt dem teils aufregenden, teils lustigen Märchen und genossen es sichtlich, für einige Zeit in die Welt der Fantasie einzutauchen.


26 /Kultur/

Vinschgerwind 13-13

27.06.13

Farbige Träume von Hans Wielander

Der Künstler Robert Scherer wurde 85 In seinem Palast in Ala, im melancholischen Trentiner Städtchen an der Etsch, wurde am 7. Juni Rob. Scherers 85. Geburtstag gefeiert – und aus seinem Leben erzählt, einem nicht untypischen Vinschgauer Lebensweg: 1928 Geburt in Kortsch in bescheidenen Verhältnissen, Katakombenschule, 1940 Auswanderung der Familie nach Ottensheim bei Linz, dort und in Deutschland bis 1945 Weiterbildung (Rufach u.a.), Militärdienst und Gefangenschaft, dann zurück und Malerlehre in Schlanders und beim Restaurator Peskoller in Bruneck. 1951 – 58 Akademie der Bildenden Künste in Wien bei F. Santifaller, A.P.Gütersloh, H.Boeckl und C.Holzmeister. 1960 – 66 Lehrtätigkeit und Hausbau nach eigenen Plänen in Brixen (Galerie „Das Dreieck“) mit Elisabeth Baumgartner (+2005). Dann frei schaffender Künstler mit Wohnsitz in Bozen, in Eppan und in Altenburg/Kaltern mit Johanna Pinggera (+1991). Dazwischen immer wieder Reisen und Malaufenthalte: England, Frankreich, Venedig (Glashütte „Fucina degli Angeli“), Galerie in Caorle mit Beate Gantz , ein Jahr Spanien („El Venostano“), Mexico, USA, Israel, Sahara, Klosterberg Athos, Sri Lanka, Lehrtätigkeit an der Salzburger Sommerakademie, Aufbau der Freskoschule Bozen… Und unzählige Ausstellungen. Seit ca. 20 Jahren lebt und arbeitet Rob. Scherer in Ala in dem von ihm erworbenen und renovierten Palazzo Ferrari-Malfatti, bis ins 19. Jahrhundert Residenz reicher Seidenbarone, die u.a. den Kaiserhof in Wien mit Samt und Seide versorgten. Rob. Scherer ist ein Heimatloser. Seine Odyssee erklärt sich aus innerer Unruhe, die in seinem Schaffen deutlich und wohl unbewusst zum Ausdruck kommt: Ob Stillleben, Landschaft oder menschliche Körper, alles ist immer in Bewegung. Er beherrscht ihre Tektonik und ihre Anatomie und versetzt sie in heftige Schwingung. Auch die architektonischen Zeichnungen sind alles eher als statisch. Alles wird Bewegung, Linie und Farbe, und inwieweit Sujet, Ausdruck und Bildtitel sich dem unterordnen weiß nur er selbst. Auch seine Glasplastiken leben von der Farbe. Rob. Scherer ist ein exzellenter und schneller Zeichner, die Hand führt ihm spielerisch ein Urtrieb, der des Gestaltens, und ein architektonisch geschultes Auge. Aus bester Wiener Schule ist er ein Meister in allen Techniken, von der Druckgrafik über alle Tafelmaltechniken bis zum Wandbild (Fresko, Sgraffito). Wollte jemand daran etwas Manieristisches ausmachen, so beherzige er, dass jeder an seinen besten Werken zu messen ist, und Meisterwerke hat Rob. Scherer eine Unzahl geschaffen. Rob. Scherer wurzelt in der Tradition der Wiener Schule der Vorkriegszeit, die von E.Schiele, O.Kokoschka, H.Boeckl, Max Weiler, F.Wotruba u.a. geprägt war, und er hat den vitalen Nachkriegsaufbruch mitvollzogen, mit W.Kirschl, N.Drexel, E.Fuchs, K.Moldovan, A.Hrdlicka, F.Hundertwasser u.a. Und mit seinem Nordtiroler Freund Toni Tiefenthaler (1929 – 82) und dem Landsmann Hans Ebensperger (1929 – 71). Letzte Lyriker der Malerei? Paul Preims

„Unser schönes Land ist auf die Dauer nur auszuhalten, wenn ich zumindest einmal jährlich nach Wien oder Venedig fahren kann“, erklärte vor Jahren ein geplagter Bürgermeister, Politiker, Unternehmer, Sportler, Kunstsammler ... Er brauche Entspannung durch neue, wippende Ebenen, durch glucksendes Wasser, auf dem in schwankenden Gondeln wieder geträumt werden kann. Statt Asphalt und harter Pflasterung leichtes Schweben über durchsichtige Böden. Flüssige Farben, in denen sich die Sonnenstrahlen bündeln. Damit sind wir in Venedig, beim farbigen Träumer, bei Robert Scherer. Schon als Hirte in den Tiroler Bergen wanderte sein Blick der Etsch entlang in Richtung Meer, zur Adria, zu den weißen Palästen aus Marmor. Ihr Urbild liegt im Eis, im Kristallpalast des Cevedale, in dem einst die Saligen, die hilfreichen „Frauelen“, wohnten; sie atmen und leben noch immer im Werk des Künstlers. Auch der aus dem Gebirge angeschwemmte Schlamm der Lagune stammt aus Martell. Im Material liegt Erinnerung und also führt uns der Robert durch die ganze Welt, so auch in ein


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Der Vinschger Wind 13-13

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Meraner Wohnzimmer, zu einem Bild, das ich „Zauberberg“ nenne. Eigentlich zeigt es eine Dolomitenlandschaft. Es wächst aber weiter, wird zum Klosterberg, vielleicht griechisch, wird zum Babylonischen Turm, also zum Bild einer Stadt, die den Himmel mit der Erde verbinden möchte. Die Auflösung in räumliche Flächen und ihre Bündelung fügen sich zum Gewölbe, schaffen Gemeinsamkeit, Versöhnung, Zwiesprache. Gewölbe ... wenn wir die verschiedenen Wohnorte dieses Künstlers als Basis für ein Gewölbe annehmen, dann entsteht ein gewaltiger Weltenbau mit ausladenden, kostbaren Fresken, immer ein bisschen Sixtinische Kapelle. Der Vergleich ist naheliegend: Schulen, Banken Kirchen, also öffentliche Bauten, überall schauen wir staunend hinauf und lesen Geschichten. Aufgeschlagene Bücher, Traumhaftes und Wirkliches. Anatomische und geologische Strukturen, zeitferne Fossilien, immer wieder Augen und immer wieder Schöpfung, Auflösung, Wanderung. Religiöses Suchen, tanzende Engel, Schichten der Bewusstwerdung, die er in Glas einfängt. Die ganze Welt wird vor uns ausgebreitet, wie auf dem großen Markttag, dem letzten Gericht. Eine Stütze des Robertschen Universalgewölbes ist nun die kleine Stadt Ala, die ehemalige Samt- und Seidenstadt der Habsburger, gelegen am unteren Ende Trentinos und des alten Landes Tirol. Er hat sich getraut, dort seinen Wohnsitz aufzuschlagen, den wertvollen Palazzo zu restaurieren und möchte seinen Landsleuten sagen: Ich habe Mut, ich überwinde Grenzen, nationale Vorurteile... viele haben das schon gepredigt ... ich aber habe es getan!

0ben: Hommage an Gustav Mahlers 5. Symphonie, Glasskulptur 1995, Höhe 136 cm. Bild aus dem neuen Buch von Martina Adami über Robert Scherer VENEDIG Venezia, Tappeiner Verlag Lana


28 /Sonderthema/

Vinschgerwind 13-13

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Neues Konzept neue Ideen


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Nach einem Jahr Bauzeit öffnet das Nives am Dorfplatz von Sulden wieder seine Tore – mit neuem Konzept und vielen neuen Ideen.

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- das Nives „Terrassencafé“ mit herrlichem Blick auf den Dorfplatz und das Talende mit der Suldner Kirche im Vordergrund - das Nives „Fun & Food“, das Lokal für junge Leute mit Spielmöglichkeiten, Fastfood oder einfach zum Chillen

Text und Fotos: Arnold Gapp, Architekt

R

äumlich ist das Volumen und die Platzgestaltung des Nives ein weiterer Dominostein auf dem Weg zur Errichtung eines Dorfzentrums für Sulden; durch seine verschiedenen Angebote leistet es einen wesentlichen Beitrag, das Dorfzentrum auch attraktiv zu gestalten. Eingepackt in eine kompakte Struktur wird das bestehende Angebot am Dorfplatz von Sulden um sieben unabhängige, direkt von außen zugängliche Betriebe bereichert: - das Nives „Ristorante“, ein in der Atmosphäre und im Angebot italienisches Restaurant - die Nives „Stube“, das Restaurant mit Südtiroler Spezialitäten

- der Nives „Langer Pudel“, eine Tag- und Nachtbar für die gepflegte Abendunterhaltung in der jeder Platz ein Logenplatz ist - das Nives „Basecamp“, die preisgünstige Unterkunft für Ausflüge, Klettertouren im Ortlergebiet - das Nives „Basecamp Deluxe“ - wenn die Unterkunft etwas luxuriöser sein darf und nicht zu vergessen die Sonnenterrasse Sie möchten sich Ihren Urlaub ganz nach Ihren Wünschen zusammenstellen und nur für das bezahlen, was Sie auch wirklich in Anspruch nehmen? Dann sind Sie im neu eröffneten Nives in Sulden genau richtig.

Nives – die Destination für Individualisten, Preisbewusste, Junge und Junggebliebene.

links oben: Nives mit Terrassencafé links: Nives „Langer Pudel“

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30 /Sonderthema/

Vinschgerwind 13-13

27.06.13

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27.06.13

oben: Blick vom TerrassencafĂŠ auf die Suldner Kirche und das Talende

links oben: Ristorante links Mitte: Stube - Basecamp D.L. links: Basecamp

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Vinschgerwind 13-13

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Nationalpark Stifserjoch

Sonnenkinder Foto: Lorenzo Shoubridge

Schmetterlinge als Bioindikatoren

Alpen-Apollo auf einem Edelweiß

Wolfgang Platter, am St. Hons-Tag, 24. Juni 2013

D

ie Schmetterlinge sind nach den Käfern die zweitgrößte Ordnung der Insekten. Als Fluginsekten haben sie ein kurzes Leben, das meist nur wenige Tage dauert und mit der Eiablage durch die Weibchen endet. Vor dem letzten Stadium als Vollinsekt machen die Schmetterlinge eine mehrstufige Entwicklung vom Ei über die Larve zur Puppe durch, die bei manchen Arten auch mehrere Jahre dauern kann. Die Larve ist das Fressstadium der Falter, die Puppe deren Ruhestadium. Durch die gierige Nahrungsaufnahme aus artspezifischen Futterpflanzen wächst die Raupe beständig. Die Körperhülle wird zu eng und die Raupe häutet sich mehrfach. Die Raupe hat beißende Mundwerkzeuge zur Aufnahme fester (Blatt-) Nahrung, der fertige Falter kann mit seinem Saugrüssel hingegen nur flüssige Nahrung

aus Nektar aufnehmen. Der vollständige Entwicklungszyklus vom Ei zum Vollinsekt wird in der Fachsprache als Metamorphose bezeichnet. Der aus dem Griechischen abgeleitete Begriff bedeutet Veränderung. In der Tat verändert der Schmetterling so wie alle Insekten sein Aussehen und seine Körperform vom Ei zum Fluginsekt völlig.

Das Arteninventar in Südtirol

Zoologische Einordnung

Schmetterlinge als sensible Sensoren

Die Schmetterlinge gehören zu den Insekten. Heute sind weltweit mehr als 180.000 Arten von Schmetterlingen beschrieben. Die zoologische Systematik unterteilt die Falter in 127 Familien. Jährlich werden etwa 700 neue Arten beschrieben, aber es sterben auch viele Arten aus, weil durch die menschlichen Aktivitäten den Schmetterlingen abträgliche bis tödliche Veränderungen in ihren Lebensräumen erfolgen.

Schmetterlinge sind empfindliche Gradmesser für die Qualität der Lebensräume. Auf Veränderungen in ihrem Lebensraum etwa durch Kulturumänderung, Verbuschung bei Auflassung, Ausbringung von anorganischem Dünger zur Intensivierung der landwirtschaftlichen Kulturen, Eintrag von Pestiziden und auf andere Veränderungen reagieren die Falter empfindlich. Viele Arten von Tagfaltern sind Sonnenkinder der

Das Artenverzeichnis von 1994 führt für unser Land 1.180 Arten von Schmetterlingen (Macrolepidoptera) an. Davon entfallen 212 Arten auf die Tagfalter. Nach ihrem Gefährdungsgrad werden in der Roten Liste bei den Tagfaltern folgende Kategorien angeführt: (siehe Kasten auf der nächsten Seiten)


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Gefährdungsgrad der Südtiroler Tagfalter-Arten (aus der Roten Liste 1994) Kategorie 0

(ausgestorben, ausgerottet, verschollen)

16%

Kategorie 1

(vom Aussterben bedroht)

10%

Kategorie 2

(stark gefährdet)

12%

Kategorie 3

(gefährdet)

20%

Kategorie 4

(potentiell gefährdet)

19%

Ungefährdete Arten

19%

Gefährdung unbekannt

Foto: Vera Mascoli

7%

Magerwiesen, Weiden, Magerrasen oder der alpinen Rasengesellschaften. Außerdem sind ihre Raupen futterpflanzenstet, d.h. sie ernähren sich nur von ganz bestimmten Pflanzenarten. Erfährt der Lebensraum Veränderungen, so fallen viele Schmetterlingsarten in diesem angestammten Biotop aus. Der Artenrückgang und-verlust in den landwirtschaftlichen Anbauflächen mit Monokulturen ist hoch.

Maßnahmen zur Lebensraumverbesserung Die Europäische Gemeinschaft stellt im Rahmen eines Life-Förderprogrammes zweckgebundene Finanzmittel für Maßnahmen zur Lebensraumverbesserung von Schmetterlingen zur Verfügung. Das diesbezügliche Förderprogramm nennt sich Butter(fly)Life. Pflegemaßnahmen für Schmetterlingslebensräume können beispielsweise sein: Mähen, Entstrauchen, kontrollierte Weide. Zusammen mit den beiden benachbarten Landesnaturparken Adamello Brenta im Trentino und Adamello in der Provinz Brescia bewirbt sich der Nationalpark Stilfserjoch um die Zuteilung von Geldmitteln aus dem EU-Programm „ButterLife“ zum Schmetterlingsschutz. Für den Vinschgauer Parkanteil wollen wir im Finanzierungsgesuch einige Trockenrasen als besonders artenreiche Lebensräume für Schmetterlinge angeben.

Foto: Debora Moda

Feuerfalter

Tarmanns Schmetterlingsstudie

Foto: Lorenzo Shoubridge

Kleiner Fuchs (Aglais urticae)

wissenschaftliche Abteilung des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum in Innsbruck. Er ist durch seine Forschungsarbeiten und die Publikation deren Ergebnisse als Schmetterlingsfachmann ausgewiesen. Dr. Tarmann hat auch im Vinschgau wiederholt Feldstudien durchgeführt. Im Wissenschaftlichen Jahrbuch der Tiroler Landesmuseen 2009 sind die Ergebnisse seiner Arbeit unter dem Titel „Die Vinschgauer Trockenrasen – ein Zustandsbericht auf Basis der Bioindikatoren Tagfalter und Widderchen (Lepidoptera: Rhopalocera, Zygaenidae) publiziert worden. Dr. Tarmann hat im Ober-, Mittel- und Untervinschgau auf insgesamt 23 Untersuchungsflächen von je ca. 1 Hektar Größe die Zeigerarten unter den Tagfaltern für den Lebensraumtyp Trockenrasen und weitere Arten von Tagfaltern und Widderchen erhoben. Nach ihrer Wertigkeit und Häufigkeit wurden die vorkommenden Falterarten in eine Bewertungsskala umgelegt. Dabei wurden 5 „Güte“-Klassen von Lebensräumen von hochwertiger Schmetterlingswiese über wertvolle, mittelmäßige, minderwertige bis degradierte, d.h. für Schmetterlinge „zerstörte“ Wiese unterschieden. So beherbergte beispielsweise die Untersuchungsfläche Nr. 3 Laatsch St. Cäsarius 41 Tagfalterarten, davon 17 Arten auf der Roten Liste Südtirols. Dieser Trockenrasen ist mit diesem Arteninventar und der daraus abgeleiteten Leitzahl eine hochwertige Schmetterlingswiese. Tarmanns Untersuchungen haben auch ergeben, dass „nahe den Intensivobstbaugebieten jedoch massive Veränderungen nachzuweisen sind, die bis zur völligen Degradierung der Biotope für ein Leben von bodenständigen Schmetterlingspopulationen geführt haben. Dies ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die für das Vinschgau typischen thermischen Winde und den Ferntransport von Giftstoffen aus den Obstbaugebieten im Tal auf die Trockenhänge bis hinauf in mittlere Höhenlagen (ca. 200-300 m über der Talsohle) zurückzuführen. In Nordhanglagen, wo wegen der geringeren Sonneneinstrahlung keine oder kaum thermische Aufwinde registriert werden, ist die Situation bis in talnahe Bereiche wesentlich besser.“ Foto: Francesco Fazzari

Widderchen

Prof. Dr. Gerhard Tarmann leitet die Natur-

/Nationalpark/ 33

Schwalbenschwanz (Papilio machaon).


Vinschgerwind 13-13

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Nützliches Sportbuch

Historischer Eyrser Ruhm

Vom Egoth Verlag, Wien Untere Weissgerberstr. 63/12 bekommen wir das Buch „Fußball Trainings Revolution“ von Eduard Holzer. Besonders nützlich für Trainer berichtet das Buch mit Hilfe von vielen Fotos von Übungen mit und ohne Ball über den vielseitigen Weg des populärsten Sports. (lp)

Vinschgau

Trainer-Tanz

E

Doppelte Ehre Am 8. und 9. Juni stand Laas im Zentrum des Südtiroler Fußballs. Es wurden nämlich die Finalspiele der Landespokale ausgetragen. Besonders attraktiv für das Vinschger Publikum war der Pokalsieg der Eyrser Mannschaft. Eine Woche später konnten die Eyrser in die 2. Liga aufsteigen.

Fotos: Leonardo Pellissetti

Fotos: Leonardo Pellissetti

s ist die Zeit für Vereine, die den Trainer wechseln wollen, auch um rechtzeitig die Mannschaften vorbereiten zu können. In der Sommerpause werden neue Aufträge abgeschlossen. Penasa verlässt als Trainer Latsch und wird wieder als Spieler tätig sein. Sein Nachfolger wird der erfahrene Marco Nicoletti aus Gargazon sein. In Laas wird Karl Paulmichl (Bild) Nachfolger von Markus Tröger, der sein Mandat nach eineinhalb Jahren abgeschlossen hat. Nach der Trainer-Funktion in Laatsch übernimmt Rainer „Zenga“ Dengg den Stab von Helmut Thurner in Mals. Was Schlanders betrifft, ist der neue Trainer Gustav Grünfelder (Bild) Nachfolger von Harald Regensburger. In Schlanders, wo er Spieler und Trainer war, ist Grünfelder sehr bekannt. In Morter übernimmt Bernd Muther die Rolle von Giancarlo Trivellato, der in Kortsch Oliver Di Principe ersetzen wird. Der Trainerwechsel in Kortsch war eine gemeinsam getroffene Entscheidung. Di Principe wird den Kamasutra weiter trainieren, es gibt auch Kontakte mit 1., 2. und 3. Liga Mannschaften. Der Reigen schließt sich mit der inoffiziellen Information, dass sich Kastelbell - mit dem begehrten Aufstieg zufrieden - Spieler-Verstärkung für die 1. Liga holen will. (lp)

Beim umkämpften und erfolgreichen Aufstieg von Eyrs in die 2. Liga waren auch drei berühmte Spieler der Vergangenheit als Untertstützer dabei. Im Bild v.l.: Dietmar Frank, Hubert Berger, Siegfried Schönthaler

Foto: Leonardo Pellissetti

34 /Sport/

von Leonardo Pellissetti

F

ür Laas und Eyrs waren die Pokalfinales der 1., 2. und 3. Liga sowie jene der A und B Jugend besonders bedeutsam. Im 60-jährigen Vereinsjubiläum hatten die Laaser die Ehre, vor einem begeisterten Publikum das 2-tägige Landesturnier zu organisieren. Der von Sepp Klotz geleitete Sportverein mit Ausschussmitglied Klaus Platzer an der Spitze von 50 freiwilligen Mitarbeitern organisierte in der Sportzone St. Sisinius die Veranstaltung ausgezeichnet. Gleichzeitig gab es für den SC Laas das erste Spiel für den Versuch, den Aufstieg in die Landes-

liga zu schaffen. Laas verlor 1:2 und das letzte Spiel in Passeier wurde auch 0:2 verloren. Somit bleibt Laas in der 1. Liga für eine interessante Meisterschaft mit den Vinschger Mannschaften Mals, Partschins, Schlanders und das neu aufgestiegene Kastelbell/Tschars. Für Eyrs gab es das historische

Eyrser Publikum

Ereignis, zum ersten Mal ein Pokalfinale gewinnen zu können und dies sogar mit jungen Leuten, wie der Eyrser Vereins-präsident Lukas Schönthaler erklärte. Der Sieg war sicher nicht leicht, weil die gegnerische Mannschaft Gsies war, eine Mannschaft mit einer einzigen Niederlage in der ganzen Meisterschaft der Gruppe C. Das Spiel war offen, entscheidend war das Tor von Tobias Pinggera. Nach nur drei Tagen erreichte Eyrs noch den Aufstieg in die 2. Liga. Wieder ein sehr umkämpftes Spiel, diesmal in Bozen mit Eyrser Toren von Ladurner und Michael Tscholl. Grund genug für große Freude am Ende einer mit voller Motivation gespielten Saison.


27.06.13

Der Vinschger Wind 13-13

/Sport/ 35

Laufsport

Reschen, Graun, Vinschgau

Landauf, landab

Erster Schritt zum Vereinsmeister

1. Upice (Böhmen): Europäische Meisterschaft der Veteranen In Upice nahmen bei feuchtem, windigen Wetter zwei Oberländer am 10km-Wettbewerb teil. Othmar Habicher kehrte mit einer Silbermedaille heim (er lief 35:09). Wegen einer Knieverletzung hatte er die Laufschuhe schon an den Nagel gehängt. Um so mehr freut ihn dieser Erfolg. Günther Angerer wurde in seiner Altersklasse 5. mit 34:15. Es war kein flaches, schnelles Bahnrennen, der Wind und die über 60 Höhenmeter ließen keine Rekordzeiten zu.

2. Andreas Hofer Volkslauf

Schöpf (2.), Robert Steiner und Christian Tscholl (jeweils Platz 3) standen auf dem Podest. Aber auch Patrick Wallnöfer, Daniel Fissneider und Hellrigl Thomas zeigten ihre Leidenschaft für die Bergläufe.

4. Cortina-Toblach run

v.l.: Günther Angerer und Othmar Habicher in Upice (Böhmen)

Auf den 30km von Cortina nach Toblach kämpften 13 aus dem Vischgau gegen den Wind (Wir sollten den eigentlich gewohnt sein, aber bis zur Passhöhe, dem Gemärk, sind auch noch 330 Höhenmeter zu bewältigen). Unter 2 Stunden (in 1:56:03) schaffte es Thomas Hellrigl. Manuel Koch wäre dies ebenfalls sicher gelungen, hätte ihn nicht auf der zweiten Streckenhälfte die Bauchgrippe eingeholt. Die Lotte Staudacher (Jg 1942) brauchte für diese Strecke vor 5 Jahren 3h22Minuten, heuer zeigte sie es dem Wind: Sie lief 2:49:10! Man wird ja schließlich älter! Helmut Zischg

Dort standen Petra Pircher, Andrea Riedl und Rudi Schöpf auf dem Siegerpodest. Sehr gute Platzierungen gab es auch für Pazeller und Platzgummer Helmut sowie für Anne Schöpf, Hellrigl Thomas, Verena Pratzner, Walter Alber, Kobler Martin und Stefan Debiasi. Aber auch

die 10 anderen, die mitkämpften verdienen ein aufrichtiges Lob. Der Psairer Lauf ist recht anspruchsvoll und die Kategorienwertung umfasst 10 statt der üblichen 5 Jahrgänge.

Trainingsfußball

Schwimmclub Vinschgau/Raiffeisen

Watford in Mals Sassuolo in Prad

Schwimmer mischen vorne mit

Es gehört fast zur Tradition, dass Mannschaften von hoher Qualität in den Obervinschgau zum Training kommen. Die Fußballmannschaft FC Watford aus England (im Norden von London, 30 km vom Zentrum entfernt) wird ihr Trainingslager vom 30. Juni bis 14. Juli in Mals unter dem italienischen Trainer Gianfranco Zola aufschlagen. Freundschaftsspiele in Mals am 7., 10., 13. Juli 2013 In Prad am Stilfserjoch wird vom 8. bis 20. Juli U. S. Sassuolo Calcio sein Trainingslager aufschlagen; heuer Sieger der italienischen Meisterschaft der Serie B und erstmals in die Serie A aufgestiegen. Sassuolo (Provinz Modena) zählt ca. 40.000 Einwohner. Die Mannschaft wird im Stadion von Reggio Emilia spielen. Freundschaftsspiele in Prad: 17. und 20. Juli 2013

3. Berglauf Branzoll Aldein 6 Vinschger waren dabei. Rudi

P

erfekte Wettkampfbedingungen herrschten bei den VSS-Landesmeisterschaften im Meraner Lido. Die Vinschger Schwimmerinnen und Schwimmer konnten einmal mehr mit ihren Leistungen überzeugen und kehrten mit vielen Topplatzierungen nach Hause zurück. Anita Wielander und Ivandro Gögele sicherten sich jeweils zwei Landesmeistertitel. Miriam Innerhofer holte einmal Gold. Simon Jungdolf, der vor wenigen Wochen ebenfalls in der Landesauswahl war, und Manuel Matzohl belegten jeweils Rang drei. Michael Tscholl und Lukas Hanny mussten sich mit Blech begnügen. Platzierungen unter den besten Zehn gelangen zudem Andreas Tscholl, Emma Rainer und Lukas Niedermair. Guten Einsatz zeigten Karoline Wielander, Emma Hanny, Sofia Marcadent,

Anita Wielander, zweifache Landesmeisterin Lisa Maringgele, Mara Sulzer, Julia Höller, Sophie Abler, Hannah Ratschiller und Nina Unterweger. Bei den FIN-Landesmeisterschaften, an denen auch die italienischen Südtiroler Vereine teilnahmen, sicherte sich Miriam Innerhofer den Landesmeistertitel über 50 m Freistil und belegte über die doppelte Distanz Rang 3. (sam)

A

m Samstag, den 08.06.2013 wurde die offizielle Frühjahrsmeisterschaft des Segelvereins Reschensee ausgetragen. 8 Boote mit je 3 Mann Besatzung gingen an den Start. Die Stimmung war dem tollen Wetter entsprechend, alle Mannschaften hofften auf eine Top-Platzierung. In den letzten Wochen wurde trainiert und getrimmt, am Regattatag wurden

die besten Segel gehisst und die Spannung stieg bis zum Start um 14:15 Uhr. Gesegelt wurde zweimal ein Dreieckskurs, der von Reschen zum Grauner Kirchturm, von dort zum Fernsehmasten und wieder zurück geführt hat. Die Bestzeit von 1St.23Min. wurde von Skipper Christoph Koch mit Hanspeter Zischg und Luca Sardi auf der Soling Claudia Augusta II gesegelt. Platz zwei errangen Skipper Arnold Ortler mit Edith Ortler und Rita Oberhofer, Platz drei Skipper Peter Oberhofer mit Dietmar Punter und Kevin Raffeiner. Tragisch war der Materialschaden an der Soling Black Jack von Franz Prieth und Andi Lechthaler. In Führung liegend brach die Fockschot und so konnten beide nach einer Reperatur mit knapp 9 Minuten Rückstand nur als Sechste das Ziel erreichen. Diese Regatta war der erste Schritt zur Kür des Vereinsmeisters 2013, dieser wird aufgrund der Platzierungen bei der Frühjahrsregatta, der Sommerregatta am 24. August und der Herbstregatta am 12. Oktober ermittelt. Für Spannung am Reschensee ist also weiter gesorgt.


36 /Sport/

Vinschgerwind 13-13

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VSS - Fußball

Siegerehrung

H

euer war die Sportzone Schlums in Kastelbell Austragungsort der traditionellen Pokalendspiele. Das Programm, ein ehrgeiziges am vergangenen 8. Juni, begann um 14 Uhr mit dem 1. Halbfinalspiel der U 10, den ASV Mals gegen Prad. Spannende Endspiele in den Kategorien U10, U11 und U13 folgten und brachten gleich mehrere Pokalsieger und Finalisten um

die begehrte Trophäe der Bezirksgemeinschaft hervor. U10 Kastelbell/Tschars – Mals 5:0 U11 Latsch – Mals 2:1 U13 Obervinschgau – Latsch 0:3

Fotos: Leonardo Pellissetti

Vinschger Pokalspiele in Kastelbell

der Vinschgau Platz eins auf der Fair-play-Wertung des VSS. Die Disziplinarmaßnahmen waren gleich null.“ Prämiert wurden im

Zuge der Pokalendspiele auch die jeweils Erstplatzierten der VSSMeisterschaften der Kategorien U11 und U10 (Leistungsklassen A, B und C). Für die Spieler gab’s Medaillen, für jede Mannschaft einen Pokal. Insgesamt haben in den Kategorien U 8, U10, U11 und U13 mehr als 800 Buben und Mädchen mitgewirkt, in 410 Spielen ohne Zwischenfälle und Unsportlichkeiten dank der guten Leistungen der Schiedsrichter, Trainer und Betreuer.

U12 am Start Von Bezirksobmann Karl Schuster kommt die Nachricht, dass heuer mit der neuen Meisterschaft auch die U12 (Jg. 2001 und jüngere) zusätzlich zu U8, U10, U11, U13 und U15 dabei sein wird. (ap/lp)

Bei der Siegerehrung sagte Karl Schuster, der Verantwortliche im VSS: „Bei den Landesfinalspielen ist leider keine Vinschger Mannschaft dabei, dafür belegt

Mittelschule Naturns

Erfolgreiches Schulsportjahr as zu Ende gehende Schulsportjahr verlief für die jungen Sportlerinnen und Sportler der Mittelschule Naturns sehr erfolgreich. Die ballgewandten Fußballmädchen verloren im Herbst 2012 kein einziges Spiel und eroberten verdient den Landesmeistertitel. Lediglich gegen den SSP Meran Obermais war Zittern angesagt und der buchstäblich in letzter Sekunde erzielte Ausgleichstreffer rettete den Einzug in die Finalrunde. Der Ausdauerathlet Amdewerk Tappeiner musste sich bei den Landesmeisterschaften im Querfeldeinlauf in Sarnthein nur dem spurtstarken Lukas Puner aus Villnöß knapp geschlagen geben, der bei den anschließenden Staatsmeisterschaften im Crosslauf Vierter wurde.

Im Bouldern „erkletterte“ sich Jana Heinz mit 138 Punkten souverän den Titel einer Landesmeisterin. Auch die Teamwertung ging mit Jana Heinz, Valentina Platzer und Jasmin Pichler an die Mittelschule Na-

turns vor St. Leonhard und Wolkenstein. Als Belohnung winkt die Teilnahme an den Staatsmeisterschaften Anfang Juni in Rom. Nach einem Jahr auf Platz zwei sicherten sich die Erstklässler

Foto: Klaus Huber

D

Die Vinschgaumeister im Dreikampf

der Mittelschule Naturns heuer wieder den Sieg in der Teamwertung des Dreikampfes um die Raiffeisentrophäe in Latsch. Die größte Sensation lieferten die Leichtathleten der Mittelschule Naturns, als sie bei den Landesmeisterschaften in Brixen die Teamwertung gewannen und sich dabei das Ticket für die Staatsmeisterschaften Anfang Juni in Rom holten. Besonders hervorzuheben ist die Leistung des Sprinters und Landesmeisters Michael Albrecht, der die 80m schon in 9,6 sec gelaufen ist. Die hervorragenden Ergebnisse mögen allen sportbegeisterten Schülerinnen und Schülern Ansporn sein, auch im nächsten Schuljahr wieder die vielfältigen Angebote im Sportund Bewegungsbereich an der Mittelschule Naturns zu nutzen.


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/Sport/ 37

Stilfs

Stilfser sind Kleinfeld-Landesmeister D

Die Mannschaft des ASV STILFS Raiffeisen hat bei den Landesmeisterschaften in Olang in der Kategorie Kleinfeld/Freizeit den Landesmeistertitel geholt

Foto: „Wind“-Archiv

ie Stilfser Fußball-Mannschaft konnte am 2.Juni 2013 in Olang den Landesmeistertitel auf dem Kleinfeld feiern. Mit dem zweiten Platz in der Meisterschaft „VSS Freizeit Kategorie Kleinfeld“ hatten sich die Stilfser Kicker neben den Meisterschaftsgewinnern von „Real Kamasutra“ aus Schlanders für die Landesmeisterschaft qualifiziert. Acht Mannschaften (alle Meister und Vize-Meister) aus dem ganzen Land traten hoch motiviert gegen einander an. In Vierergruppen wurde gespielt. Die Stilfser konnten überraschend einen Sieg nach dem anderen einspielen und staunten nicht schlecht, als sie schließlich das Finale erreicht hatten. Dort wartete dann die Mannschaft „Wild Sheeps 98“ aus Burgstall auf die Vinschger. In einem kampfbetonten Spiel holten sich die Stilfser schließlich den Titel. In der Kleinfeld- Mannschaft

von Stilfs spielen Fußballbegeisterte des Ortes und aus der Umgebung. Die Burschen und Männer sind im Alter von 17 bis 35 Jahren. Trainiert wird fast das ganze Jahr über zweimal wöchentlich. Betreuer ist Bürgermeister Hartwig Tsche-

nett. „Trainer ist jeder ein bisschen“, sagt des Präsident des ASV Stilfs/Raiffeisen, Daniel Ritsch. Eine Leitfigur ist jedoch der erfahrene Spieler aus Prad, Romeo Masiero. Nach dem Gewinn der Landesmeisterschaft feierten die Fußballer und ihre

Fans bis in die frühen Morgenstunden. Der Sieg ist die beste Motivation, weiterzuspielen. Bei den Kleinfeld-Turnieren im Sommer werden die Landesmeister nun die Gejagten sein. Doch das hat seinen besonderen Reiz. (mds)

Kortsch: VSS - Fußball

Radsport

6. Vinschger U8 Abschlussturnier

Tour Transalp

A

uf Ansuchen des ASV Kortsch unter Führung von Vereinspräsident Andreas Gemassmer, Fußball-Sektionsleiter Kurt Kienzl und Jugendleiter Manfred Pritzi wurde die Ausrichtung des U8 Abschlussturniers von der VSS-Bezirksleitung an den Verein übergeben. Dieses Turnier ist immer ein Hö-

hepunkt für die jüngsten FußballerInnen, weil alle 21 Mannschaften am Ende einen Pokal und jeder Spieler eine Medaille von Bezirksleiter Karl Schuster überreicht bekommen. Bei den insgesamt 144 Spielen mit ca. 250 Jugendlichen ist jeweils eine feierliche Stimmung, weil nicht nur Eltern, sondern

auch Großeltern und Paten anwesend sind und die Kinder anfeuern. Am späten Nachmittag hat leider der Regen die Spiele gestört. Applaus für die Trainer, die Schiedsrichter, den ASV Kortsch und für die Raiffeisenkasse forderte Karl Schuster bei Anwesenheit von Gemeindereferent Manuel Massl. (lp)

Z

wischen 23. und 29. Juni findet die Schwalbe Tour Transalp statt, ein Radsportrennen über 900 km und 19000 m Höhenunterschied bis Riva del Garda. Zwei Athleten des ARSV Vinschgau nehmen am Rennen teil. Beide sind aus Kastelbell und gehören zum Team Maxx Bike Eldorado: Joachim Blaas, (Mann von Marina Ilmer, die auch an der Tour Transalp teilnehmen wird) und Andreas Tappeiner. (lp)

Foto: „Wind“-Archiv

Foto: Leonardo Pellissetti

Einige der anwesenden Mannschaften nach der Prämierung

v.l.: Joachim Blaas und Andreas Tappeiner


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Wir freuen uns auf Dich!

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27.06.13

Stellenmarkt

Der Vinschger Wind 13-13

/Kleinanzeiger/ 41

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Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen

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42 /Kleinanzeiger/

Vinschgerwind 13-13

27.06.13

Jahrestag/Danksagungen Und immer sind irgendwo Spuren deines Lebens, Gedanken, Bilder und Augenblicke, Sie werden uns immer an dich erinnern.

2. Jahrestag In Erinnerung an:

Franz Josef Lutt * 12.01.1937 † 19.06.2008 Schluderns

Seit zwei Jahren leben wir ohne dich. Du fehlst uns sehr und der Verlust schmerzt. Dankbar denken wir an die schöne Zeit mit dir. Geblieben sind uns die vielen Videos und Fotos, die uns an dich erinnern.

Johann Paulmichl * 03.04.1932 † 03.07.2011 Schluderns Wir gedenken deiner besonders bei der Hl. Messe am Samstag, 6. Juli um 19.30 Uhr in die Pfarrkirche von Schluderns. Allen, die daran teilnehmen , ein herzliches Vergelt’s Gott. Deine Frieda Ein Jahr ist vorüber, als man dich zu Grabe trug. Für viele warst du vieles, für uns warst du alles. Dein Platz lieber Oswald bleibt für immer in unseren Herzen.

Deine Familie

1. Jahrestag

Oswald Abertegger * 12.2.1943

Es ist zu früh – sagt das Herz, es ist Gottes Wille – sagt der Glaube, du fehlst uns – sagt die Liebe, und wer sagt – so ist das Leben, der weiß nicht, wie weh es tut Bestattungen TONEZZER Schlanders

6. Jahrestag

Peter Scherer

In schönen Erinnerungen lächelt die Vergangenheit zurück

*27.06.1941 † 1.07.2007 Kortsch

In Liebe und Dankbarkeit denken wir an dich, besonders bei der hl. Messe am Sonntag, 30. Juni um 9.45 Uhr in der St. Johannes Kirche in Kortsch. In Liebe deine Familie

Man sieht die Sonne langsam untergehen und erschrickt doch, wenn es plötzlich dunkel ist. (Franz Kafka)

† 25.7.2012

In Liebe gedenken wir deiner ganz besonders bei der hl. Messe am Sonntag, 28. Juli, um 8.30 Uhr in der St.-Nikolaus-Kirche von Vetzan. Deine Mama und Geschwister

1. Jahrestag

Heinrich Peer * 13.01.1920 † 13.06.2012 Taufers i. M. Vor einem Jahre bist du von uns gegangen, aber in unserem Herzen bist du geblieben. Ein aufrichtiges Vergelt’s Gott auch an all jenen, die im Laufe des Jahres an dich dachten, einen liebenden Platz im Herzen für dich bewahrten, dein Grab besuchten, für dich beteten und uns in dieser Zeit beigestanden sind. In lieber Erinnerung: deine Angehörigen

Elisabeth Grissemann Wwe.Gartner

*31.08.1928 † 04.06.2013 Eyrs

09.07.2006

Danksagung Viele tröstende Worte sind gesprochen und geschrieben worden.

Sei sempre vicino a noi

Viele stumme Umarmungen, viele Zeichen der Liebe und Freundschaft durften wir erfahren. Wir danken allen, die uns in der schweren Zeit nahe waren, die uns in irgendeiner Weise in der Zeit der Krankheit und Trauer unterstützt haben. Danke … allen, die zur würdevollen Abschiedsfeier beigetragen haben … für die Blumen und Geldspenden für Messen und einen guten Zweck … allen, die unsere liebe Verstorbene in lieber Erinnerung behalten ein herzliches „Vergelt’s Gott“ Die Trauerfamilie

Gianluca Gallo

Du bist immer bei uns


27.06.13

Der Vinschger Wind 13-13

/Kleinanzeiger/ 43

Jahrestag/Danksagungen Nach der Zeit der Tränen und der tiefen Trauer bleibt die Erinnerung, die uns Trost und Kraft gibt.

Sommertheater der Heimatbühne Schluderns „Der Tausendguldenschein“

Luitgard Sommavilla *10.08.1951 † 26.06.2012

Eisenwaren und Farbengeschäft

Die Wege, die wir gemeinsam gingen, gehen wir – seit einem Jahr – ohne dich. Doch du bist immer noch bei uns. Überall sind Spuren deines Lebens, kein Tag vergeht ohne Gedanken an dich. Wir werden innehalten und dir gemeinsam nahe sein beim Abendgottesdienst am Sonntag, 30.06.13 um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Schlanders. Danke allen die daran teilnehmen. Deine Familie, deine Freundinnen und Freunde

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Arnold Gurschler * 26.03.1947 † 08.07.2010 Laas In Erinnerung an meinen lieben Mann, unseren Papa zum dritten Jahrestag gedenken wir am 07. Juli 2013 um 10.00 Uhr beim Gottesdienst, in der Pfarrkirche von Laas.

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Ab 1 Karton wird auch zugestellt

1. Jahrestag

Bearbeitet von: Ernst Thoma Regie: Christl Stocker Perkmann Ort: im Innenhof des Kulturhauses von Schluderns Aufführungstermine: Fr. 5. Juli 2013, 20.30 Uhr; Sa. 6. Juli 2013, 20.30 Uhr; So. 7. Juli 2013, 10.00 Uhr (mit Frühschoppen) und 15.00 Uhr Freier Eintritt – keine Platzreservierung

Info – Anmeldung: Hauptstraße 1 – Bahnhof Spondinig – 39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 0473 61 81 66 – E-mail: info@gwr.it Öffnungszeiten: Mo – Do: 08.00 Uhr – 17.00 Uhr | Fr: 08.00 Uhr – 12.00 Uhr


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