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Vinschgerwind 12_13

Page 1

Nr. 12 (203) 13.06.13 I.P. 9 Jg.

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Bezirkspräsident Andreas Tappeiner im „Wind“-Gespräch

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2 /Wandern/

Vinschgerwind 12-13

Wandertouren

Höhenwege

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

Bergtouren

13.06.13

Wanderinfos: Dauer: 2:30 h (Auf- und Abstieg) Strecke: 6,6 km Höhenmeter: 480 hm Ausgangspunkt: Reschen (1513 m) Parkmöglichkeiten: in Reschen Einkehrmöglichkeiten: Reschner Alm

Zur Reschner Alm Die Wanderung zur Reschner Alm ist eine leichte Wanderung, die sich auch für Familien bestens eignet und immer wieder wunderbare Ausblicke hinunter ins Tal gewährt. TOURENINFO: Am nordwestlichen Dorfrand von Reschen (1497 m) startet die Wanderung leicht ansteigend durch einen lichten Wald. Orientierung bietet stets die Beschilderung »Reschner Alm« in Richtung Fallierteck. Auf einer schmalen Straße führt der Weg westseitig durch Wiesenhänge eine knappe halbe Stunde hinauf, bis rechts der Fußweg 5 abzweigt (ca. 1650 m). Dem Wegweiser folgend führt die Wanderung weiter durch Waldhänge oder an Wiesenrändern und in Kehren bis hinauf zur Reschner Alm auf 2059 Metern. Der Wanderweg ist gut beschildert und leicht zu begehen, vor allem eignet sich diese Wanderung auch für Familien. Ab Reschen ist das Ziel – die Reschner Alm - in rund 1:30 Std. zu erreichen. Auf der Reschner Alm dürfen sich die Wanderer nach Herzenslust kulinarisch stärken und eine Rast einlegen, bis es wieder hinunter ins Tal geht. Der Abstieg erfolgt wie der Aufstieg in gut 1 Std. Während der Wanderung werden immer wieder Blicke auf den Vinschgau freigegeben. Eine traumhafte Aussicht hinunter zum Reschensee und bis zur schneebedeckten Ortlergruppe zeichnen diese Wanderung aus.


13.06.13

Inhalt

Vinschgerwind 12-13

/inhalt/ 3

Kommentar Andreas Tappeiner im „Wind“-Gespräch: „Das kann es nicht sein“

Schlanders verliert „Marmorstraße“ vor dem Staatsrat Seite 4

Seite 6 St. Valentin: Rubatschers Ultimatum

Seite

4

Taufers/Mals: Hellmuth Frasnelli will es am Ram wissen

Seite

5

Taufers: Umfahrung bleibt als Option aufrecht

Seite

5

Rom-Info von Albrecht Plangger

Seite

8

Laas: Klosterfrauen informieren sich über Marmor

Seite

8

Schluderns/Ravenburg: Auf dem Weg der Schwabenkinder

Seite 10

Schlinig: Eisbärschützer pflanzen Bäume

Seite 10

Latsch/Berlin: Zuspruch für Magazin 39NULL

Seite 11

Leserbriefe

Seite 12

Sonderthemen: Wirtschaft Kastelbell I Bade- und Grillzeit I Sporthaus Laatsch Seite 24

von Chefredakteur Erwin Bernhart

Sommerwind Wir wollen, dass es endlich Sommer wird. Genug geregnet! Von unserer Seite haben wir jedenfalls für ein Sommerfeeling alles getan: Unser „Sommerwind“ ist letzte Woche zu Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, geflattert. Prompt hat es Rückmeldungen gegeben, und zwar viele. Viele positive! Danke dafür. Wir haben für weitere Rückmeldungen, auch für kritische, ein offenes Ohr (redaktion@vinschgerwind.it). Wir bemühen uns jedes Jahr auf’s Neue darum, den Vinschgau auch unseren GästenLLnahe • NATURNS SEILBAHN UNTERSTE zu bringen. Das gehört mittlerweile zu unseren Gepflogenheiten, um nicht zu sagen zu unserer Tradition. Es ist - mit dem „Wintgerwind“ - ein Beitrag der Bezirkszeitung im Vinschgau Sonnenberg Wandern am Naturnser Vinschgerwind zur Tourismusentwicklung. Der Tourismus ist uns als Wirtschaftszweig wichtig. Nicht nur. Wir sind nämlich der Meinung, dass Gäste auch genau das erleben wollen, was wir Einheimische auch gerne tun: wandern im Tal, in den Seitentälern, hinauf auf die Berge. Oder gutes Essen genießen, oder guten Wein, oder andere Produkte aus dem Vinschgau. Uns in Sehenswürdigkeiten versenken... und, und, und. Einiges davon haben wir im heurigen „Sommerwind“ wiederum gesammelt, mit einem handlichen Wanderspezial mit vielen Wandertipps. Begleitet von vielen Werbekunden, die den „Sommerwind“ als Medium für Gäste und Einheimische schätzen. Also - wir wollen endlich Sommer, Sonne, Wärme. Und wir wünschen gute Leküre mit unserem „Sommerwind“. I.P.

Sonderausgabe 2013

Für unsere Gäste pagine italiane

Wandertipps Vinschger

Spezialitäten

Nationalpark Stilfserjoch: Bei den Nachbarn - Berchtesgaden Hosch an Tschosch, suachsch um a Konzession pan Romboch oun. Hosch koan Tschosch, zohltsch holt in Stroum.

Seite 32

Hear auf mit dein Gereime! I hoff lai, dass di Gemeinden di Konzession gwinnen. Wenn it, nor wearn di Pirgrmoaschtr kraizigt.

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Schlanders • Kortsch


4 /politik/

Vinschgerwind 12-13

Spende Der ASV Prad Sektion Hockey bittet um Unterstützung. Aufgrund der Brandstiftung am 14. Mai ist in der „Countrystadt großer Sachschaden enstanden. Infos: Roman Riedl 349 6900116

St. Valentin/Graun

Was nun?

E

in möglicher Zusammenschluss mit dem Kaunertal ist im Grunde genommen ein alter Hut. Geredet wurde darüber seit Jahren. Allerdings hat die Diskussion neue Qualitäten bekommen: Hans Rubatscher und Eugen Larcher haben die Diskussion neu entfacht. Und nun kommt ein weiteres Diskussionspuzzle hinzu: Rubatscher ist gewillt, bei der Haideralm einzusteigen, Maseben mitzuziehen, vorausgesetzt der Zusammenschluss mit dem Kaunertal kommt. Für die Haideralm hat er jüngst eine 10-Jahresgarantie abgegeben, wenn die Voraussetzungen stimmen. Rubatscher hat von der Gemeinde Graun eine Entscheidung innerhalb Juni gefordert. Das ist bei einem Treffen in der Gemeinde Graun vor vierzehn Tagen herausgekommen. Mit dabei waren neben dem gesamten Grauner Gemeindeausschuss, die Gemeinderäte von Langtaufers und von St. Valentin. Auf der anderen Seite saßen neben Rubatscher auch Eugen Larcher, Thomas Köhle von der Handelskammer Landeck und der BM vom Kaunertal Josef Raich. Der Ausschuss in Graun, soviel steht fest, zweifelt am Vorschlag von Rubatscher und insgeheim wird der Rubatscher’sche Strohhalm zurückgewiesen. Man möchte dann doch lieber einen Zusammenschluss der Haider AG mit Schöneben. Bis zu einer definitiven Entscheidung wird es im Oberland noch etliche Arbeitsgruppensitzungen geben. (eb)

13.06.13

Wind - online

Umfrage auf www.vinschgerwind.it

64 % JA

Was glauben Sie, hat der Giro d’Italia einen großen Werbeeffekt für den Vinschgau gebracht? (66 abgegebene Stimmen)

(42 Stimmen)

24 % NEIN

(24 Stimmen)

Neue Umfrage: Gefällt Ihnen unser „Sommerwind“ 2013?

Nix Gemeindestraße Schlanders/Rom - Der Beschluss des Staatsrates in der Causa Marmorstraße ist da. Der Rekurs der Gemeinde Schlanders gegen das Urteil des Verwaltungsgerichtes Bozen wurde abgelehnt. Eine bittere Niederlage für die Schlanderser.

von Erwin Bernhart

A

us der Umwidmung der Straße von Göflan zum Mitterwantlbruch in eine Gemeindestraße wird nix. Der Staatsrat hat den Rekurs der Gemeinde Schlanders vollinhaltlich abgelehnt. Vorerst ist nur der Beschluss des Staatsrates, gefasst am 5. Juni 2013, bekannt. Die Urteilsbegründung soll in den nächsten Wochen in verkürzter Form nachgeliefert werden. Der Staatsrat hat es auch abgelehnt, das Fahrverbot für den Marmortransport auf der Straße bis zur Urteilsverkündung aufzuheben. Damit endet vorläufig ein Tauziehen zwischen der Gemeinde Schlanders und der Fraktion Göflan auf der einen und der Autonomen Provinz Bozen auf der anderen Seite. Es geht sozusagen zurück auf Los. Damit ist wiederum der Landeshauptmann, als

Landesrat für das Forstwesen und der Nationalpark Stilfserjoch zuständig, eine „provisorische“ Fahrgenehmigung für den Marmortransport erteilen zu können. Die Gemeinde Schlanders, allen voran die Initiatoren der Idee „Gemeindestraße zum Marmorbruch“ BM Dieter Pinggera und Generalsekretär Georg Sagmeister (gleichzeitig Sekretär der Fraktion Göflan) steigen aus der Sache alles andere als gestärkt aus. Nun heißt es wiederum Bittsteller bei LH Luis Durnwalder und beim Nationalparkdirektor Wolfgang Platter zu sein oder das seit zwei Jahren vorliegende Angebot (100 Euro pro Kubikmeter) der Lasa Marmo in Richtung Schrägbahn anzunehmen. Ende Mai 2013 hat der Gemeindeausschuss beschlossen, „Sicherungsarbeiten betreffend den Steinschlag im Bereich Nördersberg - Zufahrtsstraße Göflaner

Mamorbruch/Tafratzbach“ an eine Firma aus St. Felix zu vergeben. Höhe der Ausgaben: 32.000 Euro, die zu Lasten der Eigenverwaltung Göflan gehen. Zur Erinnerung: Seit September 2003 gibt es einen Konzessionsvertrag, in dem sich die Gemeinde Schlanders verpflichtet, den Marmor für ein Entgelt von 60 Euro pro Kubikmeter vom Göflaner Wantl ins Tal zu bringen. Bisher hat man das mittels provisorischer Genehmigung über die Staße nach Göflan bewerkstelligt. Weil die Gemeinde Schlanders aus diesem Provisorium ein Fixum machen wollte, haben der Gemeindeausschuss und der Gemeinderat dahingehende Beschlüsse gefasst, die „Marmorstraße“ in eine Gemeindestraße umzuwandeln, samt Enteignungsverfahren. Die Provinz Bozen hat dagegen rekurriert - und nun letztinstanzlich auch vom Staatsrat Recht bekommen.


13.06.13

Der Vinschger Wind 12-13

/politik/ 5

Taufers/Mals/Glurns/Bozen

Prad/Vinschgau

Drei Mal Frasnelli am Rambach

Bauernbund will aufklären

E

s war wie beiläufig: Bei der Fragestunde im Landtag am 4. Juni 2013 wollte Riccardo Dello Sbarba von den Grünen vom zuständigen Landesrat Florian Mussner bezüglich Rambach wissen, „nach welchem Gesetz die Konzession vergeben wird, da derzeit Unsicherheit über die Vergaberegeln bestehe. Er wollte auch wissen, ob bereits Projekte eingereicht wurden und wenn ja, von wem. LR Florian Mussner nannte die staatlichen und Landesgesetze, nach denen die Konzessionen für Kleinkraftwerke vergeben werden. Derzeit sei man mit den neuen Konzessionen im Rückstand, es würden gerade Ansuchen von 2010 überprüft. Die Landesregierung habe den Gemeinden nun eine Neuregelung zur Überprüfung übermittelt, diese werde dann in der Landesregierung behandelt. Darin sei eine Grenze von 1.000 Kilowatt vorgesehen. Es lägen derzeit vier Ansuchen zur Wasserableitung (am Rambach Anm.d.Red.) vor, eines von der Gemeinde Glurns, eines von der

bach hinterlegt hat, ist eine Gesellschaft von Hellmuth Frasnelli mit Rechtssitz in Bozen. Frasnelli, in der Öffentlichkeit besser bekannt als jener Mann, der hinter der Eisackwerk GmbH steht, hat bereits vor Jahren am Rambach angesucht. Und er versucht es nun wieder. Wer ist aber die „Hydropower“? Nach mehreren NachhaVinschgerwind-Titel Nr. 8 2013: Zu wenig ken in der SEL-ZenRohre eingezeichnet? trale kommt die Auskunft, dass die SEL Hydropower und zwei von der kein Projekt am Rambach abgeRienz Power.“ geben hat. Die SEL betreibt mit Wer ist diese Rienz Power? Und der ENEL zusammen die ex-ENwarum sucht die Hydropower EL-Kraftwerke als SE Hydropobeim Rambach an? Dass die Ge- wer. Die Adresse der „Hydropomeinde Glurns ein Projekt ein- wer GmbH“ ist die Adresse von gereicht hat, wurde seit langem Karl Pichler in Bozen. Pichler ist vermutet. Nun ist es amtlich. mit Frasnelli in der Eisackwerk Die Rienz Power oder korrekter GmbH. Demnach sucht Frasnelli die Rienzpower, die laut Mussner mit drei Projekten am Ram um gleich zwei Projekte zum Ram- die Konzession an. (eb)

N

un greift der Bauernbund Bezirk Vinschgau in einer öffentlichen Podiumsdiskussion in die Diskussion rund um die Spritzmittelproblematik ein. Am kommenden Dienstag, den 18. Juni 2013 wird im aquaprad eine Informationsveranstaltung über die Bühne gehen, bei der am Podium Karl Dietl, Michael Oberhuber, Hermine Reich, Andreas Tappeiner, Robert Wiedmer und ein Vertreter der Umweltschutzgruppe Vinschgau sitzen werden. Motto des Abends: „Wie sicher Pestizideinsatz Vinschgau sind Pflanzenschutzmittel im Obstbau?“ Moderieren wird Eberhard Daum, der stellvertretende Chefredakteur des RAI Sender Bozen.

Nr. 6 (197) 21.03.13 I.P. 9 Jg.

www.vinschgerwind.it

Unterschiedliche Positionen

Beginn der Veranstaltung ist um 20 Uhr.

Taufers i.M.

Wind-Leserfoto

Umfahrung bleibt als Option

Schwerter zu Pflugscharen

D

ie Landesregierung hat vor einem Monat für die Gemeinde Taufers i.M. 1,6 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Und zwar für die Maßnahmen zur Umsetzung des Verkehrskonzeptes in Taufers. Es geht dabei um die Straße durch den Ort, welche aufgrund der Knoflacher-Studie umgestaltet werden soll. Ingenieur Ulrich Innerhofer hat das Konzpet ausgearbeitet, einiges an den Straßenkodex anpassen und deshalb umarbeiten müssen und nun soll es an die Umsetzung gehen. Heuer noch sollen die Arbeiten ausgeschrieben werden. BM Hermann Fliri ist sich dessen bewusst, dass nicht alle Vorschläge von Knoflacher umgesetzt wer-

den können. Eine durchgehende Niveauangleichung von Gehsteig und Straße ist z.B. nicht möglich. Für alles, was vom Straßenkodex abweicht, musste die Gemeinde Taufers eine Risikobewertung machen. 60 Prozent sei hausgemachter Verkehr, sagt Fliri. Deshalb könnten die vorgesehenen Maßnahmen greifen. Trotzdem will man in der Gemeinde Taufers die „große“ Umfahrung nicht gänzlich verwerfen, auch weil sie von mehreren Bürgern gefordert wird. Die Umfahrung bleibt im Bauleitplan eingetragen. Sollten die Maßnahmen nicht den gewünschten Effekt haben, wird man eine Umfahrung fordern müssen, sagt Fliri. (eb)

Das Bild hat Erich Daniel aus Schlanders im Mai aufgenommen. Im Kasernenhof fressend exerzieren? Inhaltlich viel hat sich zu früher zwar nicht geändert (schafähnlich wurde im Kasernenhof exerziert), aber immerhin fehlen jegliche martialischen Attribute. Und die Schafe sind gut eingezäunt. Was bleibt von der „Caserma Druso“? Fotos bleiben, Fotos wie auch dieses. Haben auch Sie einen interessanten Schnappschuss gemacht? Schicken Sie ihn an redaktion@vinschgerwind.it. Wir veröffentlichen das Foto bei Gelegenheit.


6 /Titel/

Vinschgerwind 12-13

13.06.13

„Den Obervinschgau dem Untervinschgau anpassen“ Bezirkspräsident Andreas Tappeiner im „Wind“-Gespräch über die Knoflacher-Studie, wie man dem Pendeln in die Schweiz begegnen will, über den Traum einer Technologiepark-Außenstelle im Vinschgau, über die Ökonomie des Grund- und Bodens, über sein Unverständnis den Umweltverbänden gegenüber und über die eigene Multifunktionalität. Interview: Erwin Bernhart

Vinschgerwind: Präsident der Bezirksgemeinschaft, Bürgermeister von Laas und Bezirksobmann des Südtiroler Bauernbundes: Sie sind Multifunktionär. Welcher Bereich liegt Ihnen am meisten am Herzen? Andreas Tappeiner: Ich komme aus dem bäuerlichen Bereich und kenne diese Materie gut. Durch den Einstieg in die Gemeinde habe ich gelernt, dass man in der Gemeinschaft nur wirken kann, wenn man über die eigenen Sektoren hinausschaut. Deshalb habe ich mich von einem reinen Bauernvertreter sicher schon etwas entfernt. Dies wird auch meine Auslaufperiode als Bezirksobmann des Südtiroler Bauernbundes sein. Als Bezirkspräsident haben Sie auch die Aufgabe, Bezirksanliegen voranzutreiben. Man hat den Eindruck, dass es in jüngster Zeit kaum gemeindeübergreifende Anliegen gibt. Teilen Sie diesen Eindruck? Ich teile den Eindruck nicht. Es gibt mehrere Aspekte, warum es den Anschein haben kann, dass Bezirksprojekte derzeit nicht so gespielt werden. Zum einen sind in der derzeitigen Verwaltungsperiode 2010-2015 einige neue Bürgermeister, die sich verstärkt um ihre Gemeindeanliegen kümmern und den Kopf noch nicht so frei haben für das Gebiet. Daran arbeitet man. Auch um die Kirchtürme etwas zurückzuschrauben, um den Vinschgau zu sehen. Zum Zweiten haben wir von der Vorverwaltung einige Brocken vorgegeben bekommen. Das Energiethema etwa, das uns nach wie vor beschäftigt und zu welchem wir die neuen Verwalter sensibilisieren, damit das Thema auf Bezirksebene gelöst werden kann. Oder das Verkehrsthema. Durch die Knoflacher-Studie, die immer wieder zitiert wird, sind klare Vorgaben gemacht worden. Diese Vorgaben binden uns heute zum Teil die Hände. Die

Knoflacher Studie hat die klare Zielsetzung gehabt, die Umfahrung von Kastelbell zu fixieren. Die wurde fixiert und wir als Bezirksgemeinschaft pochen auf die Einhaltung des Zeitplanes. Auf der anderen Seite wurde im Obervinschgau zementiert, dass man die große Umfahrung nicht will. Die Diskussion muss von unten neu aufkommen, dass man die Verkehrsproblematik im Obervinschgau lösen kann. Inzwischen werden in der Gemeinde Mals und der Gemeinde Glurns Tatsachen gesetzt: Glurns plant eine kleine Umfahrung, Mals will eine kleine Nordumfahrung. Sind diese Tatsachen, die die einzelnen Bürgermeister schaffen, im Sinne des Bezirkes? Ich denke, diese Umfahrungen unterbinden nicht die gesamtheitlichen Verbesserungen im Obervinschgau. Sie lösen kleinräumig die Situation der Wohnbevölkerung. Das oberste Ziel ist ja laut Knoflacher Studie die Verbesserung der Wohnqualität und eine Nicht-Förderung des Durchzugsverkehrs. Wenn man diese Grundsätze beibehalten will und das ist in meinem Sinne, muss eine neue Diskussion der Gesamtlösung im oberen Vinschgau möglich sein. Es braucht seine Zeit, die Knoflacher Studie nicht auf einzelne Punkte festzumachen. Mit den Lärmschutzwänden kann Schluderns nicht leben, mit der großen Umfahrung kann Prad, Glurns und Mals nicht leben. Aber vielleicht gibt es etwas dazwischendrin. Kann man es so formulieren: Man braucht Zeit, um diese heilige Kuh Knolfacher Studie früher oder später zu schlachten. Das ist provokant. Bei welchen Themen ist der gemeindeübergreifende Konsens zwischen den Bürgermeistern vorhanden? Wir treffen uns fast monatlich zu den Bürgermeistertreffen. Kürzlich haben wir die Novelle der Raumordnung besprochen. So etwas läuft im Hintergrund. Beim Thema

gemeindeübergreifender Polizeidienst sind Verbesserungen in der Abwicklung der Dienste über die Gemeindegrenzen hinaus da. Sicher sind es kleine Sachen, die nicht so auffallen. Beim Tourismus wird der gesamtheitliche Aspekt in den Vordergrund gestellt. Bei Vinschgau Marketing gibt es schon einige Aktionen, die über die Bezirksgemeinschaft geflossen sind. Im sozialen Bereich gehen auch die Geldmittel zurück. Man denkt dort das Modell Assistenzplattform an, welches über die Dienste der Bezirksgemeinschaft hinaus Privatinitiativen zulassen soll. Ist die Übernahme des Stromnetzes ein Konsensthema? Im Obervinschgau ja und zwar bei Übernahmekosten von 900 Euro pro Anschluss. Wenn man diese Kosten nach oben treibt, wird es schwierig. Im Untervinschgau sind andere Voraussetzungen. Bei welchen Themen driften die Meinungen eher auseinander? Mah, es gibt keine Themen mit total konträren Ansichten. Beim Thema Verkehr ist die Schlüsselstelle im oberen Vinschgau. Da müssten halt alle Gemeinden ihre eigenen Interessen etwas zurücknehmen, damit wir zu einer einheitlichen Lösung kommen können. Zurück zum Tourismus. Tatsache ist, dass im Winterhalbjahr 2012/13 ein Nächtigungsrückgang festzustellen ist. Wie erklären Sie sich das, obwohl Vinschgau Marketing geldmäßig üppiger ausgestattet ist als die Vorgängerorganisation? Ich bin überzeugt, dass die Arbeit von Vinschgau Marketing nicht kurzfristig Früchte trägt, weil die gemeinde- bzw. tourismusvereinsübergreifende Zusammenschau ein langfristiges Konzept ist. Die Arbeit kann sich so kurzfristig nicht in Nächtigungszahlen widerspiegeln. Einige Stichworte: Stilfserjoch Maut. Grundsätzlich stehe ich dahinter. Sie muss


Der Vinschger Wind 12-13

/Titel/ 7

Foto und Titelbild: Angelika Ploner

13.06.13

aber gut vorbereitet sein. Die Passstraße wird dadurch attraktiver und die Geldmittel können für die Panoramastraße verwendet werden. Durchstich Stilfserjoch. Der steht im Raum. Ich sehe dies in Zusammenhang mit der Zuganbindung in die Schweiz nach Schulz. Da muss man sich dann fragen: Ist Stilfserjoch-Bormio als Straße oder ist die Zugverbindung Mals-Schuls prioritär. Golfplatz: Sie haben vor mehr als einem Jahr gesagt, dass ein übergemeindlicher Fonds eingerichtet wird, um das Golfplatzvorhaben zu stützen. Was ist daraus geworden? Wir sind beim Golfplatz überrascht worden, dass es nicht weitergeht. Die Gemeinden haben den Beschluss gefasst, das Projekt Golfplatz mit einem Finanzierungsmodell zu unterstützen. Wenn der Golfplatz nicht zustande kommt, wird es diese Finanzierung nicht geben. Punkt. Zur wirtschaftlichen Entwicklung im Tal. Man beobachtet, dass das Pendeln in die Schweiz zunimmt. Es mangelt an attraktiven Arbeitsplätzen. Mit welchem Programm kann die Bezirksgemeinschaft da aufwarten? Die Pendlertätigkeit nimmt zu, das ist richtig. Zum einen spielt der Wechselkurs des Franken mit hinein, zum anderen besteht die Möglichkeit, in der Schweiz Überstunden zu einem guten Stundenlohn zu machen. Was tut man dagegen? Wirtschaftlich versucht man, den Obervinschgau an den Untervinschgau anzupassen. Ein Teil dieser wirtschaftlichen Verbesserung kann auch in der Landwirtschaft über die Bühne gehen, nicht nur im Tourismus. Das Thema Spezialkulturen, Nischenkulturen ist in meinen Augen auch ein wirtschaftlicher Aufschwung für den Obervinschgau. Ich kann in diesem Zusammenhang die Meldungen der Umwelt-

verbände nicht gelten lassen, dass wir uns dagegen sträuben müssen. Und ich verstehe die Abwehrhaltungen mancher Akteure vor Ort nicht. Wenn man bedenkt, dass im Obervinschgau ein Potenzial von Nischenkulturen in einem Ausmaß von 1000 Hektar vorhanden ist. Bei einer traditionellen Wirtschaftsweise, das hoch gepriesene Getreide eingeschlossen, kommt ein maximaler Bruttoerlös von ca. 5000 Euro pro Hektar heraus. Wenn ich eine Spezialkultur hernehme, kommt man auf ca. 25.000 Euro pro Hektar. Wenn man diese Differenz von 20.000 Euro mit den 1000 Hektar multipliziert, kommen 20 Millionen Euro pro Jahr heraus. Mit dieser Wertschöpfung könnten Familien mit kleinstrukturierten Betrieben, wie sie im Obervinschgau durch die Realteilung zu finden sind, aufrecht bleiben und zusätzlich Arbeit geschaffen werden. Einspruch: Die Umweltverbände wehren sich nicht unbedingt gegen Spezialkulturen, sondern gegen den vermehrten Pestizideinsatz. Einspruch dagegen: Mag sein. Betrachtet man das Ganze, so läuft es darauf hinaus, dass man keine Veränderungen will. Wenn ich keine Veränderungen will, ist es egal, ob Bio oder konventionell, ob Äpfel, Kirschen oder Erdbeeren. Alles ist nix. Das kann es nicht sein. Die Landwirtschaft ist eines. Gibt es andere wirtschaftliche Überlegungen? Wir möchten eine modulare Ausstattung für einen Technologiepark im Vinschgau. Wir haben freie Kasernenareale zwischen Mals, Glurns und Schlanders, wo man durchaus im Bereich Energie, Lebensmittel und Forschung etwas machen könnte. Mit einer schnellen Datenanbindung müsste so etwas dezentral möglich sein. Zum Zweiten: Die Interreg-Phase beginnt 2014-15. Wir haben abwanderungsgefährdete Gemeinden. Der Versuch wird gestartet, diese Gemeinden in

Interreg-, in ESF- und in Leader-Programmen stärker zu verankern. Es soll ein sektorenübergreifender Fonds geschaffen werden. Genau diese Problematik wird mit Gottfried Tappeiner besprochen. Zurück zu einer schnellen Internetanbindung. Es haben nicht alle Gemeinden termingerecht den dafür vorgesehenen Masterplan erstellt. Ist das Thema Glasfaser eine Bezirksangelegenheit? Die Gemeinde Laas hat den auch noch nicht abgeschlossen. Es bringt nichts einen theoretischen Plan zu haben. Es müssen auch vorhandene Strukturen, wie bei uns die Fernwärmeanschlüsse, berücksichtigt werden. Im heurigen Jahr werden die Vinschger Gemeinden ihren Plan erstellt haben. Die Bezirksgemeinschaft treibt das Vorhaben bei jeder Gelegenheit voran. Die Mülldeponie in Glurns hat ausgedient. Im Juli soll der Verbrennungsofen in Bozen in den Probebetrieb gehen. Werden die Mülltarife im Vinschgau steigen? Es ist uns gelungen, den Transport und den Bau der Umladestation in Glurns in den Gesamtkosten des ECO-Centers zu verankern und wir sind beim Verhandeln, dass auch die Führung der Umladestation kostenmäßig rückvergütet wird. Sicher ist, dass die Verbrennung teurer ist als das Deponieren. Deshalb werden die Tarife leicht steigen. Ich schätze um die 10 bis 20 Prozent. Etwas hat für einige Empörung gesorgt. Dass die Verwalter der Bezirksgemeinschaft weiterhin fürstlich entlohnt werden, hat man per Regionalgesetz geregelt, obwohl das staatliche Gesetz keine Vergütung, bei einer Doppelfunktion, vorgesehen hat. Das wird so sein. Ich vertrete nach wie vor die Meinung, dass man die Regeln während des Spiels nicht ändern soll. Im Vinschgau haben wir auf 7 Prozent der Vergütung verzichtet.


8 /Wirtschaft/

Vinschgerwind 12-13

13.06.13

Leitdamm in Partschins

Elektromobil in Schlanders

Zum Schutz vor Überschwemmungen wird in Partschins in der Nähe der neuen Brücke beim Friedhof ein neuer Leitdamm angelegt. 2008 wurde die Brücke zwischen dem Friedhof und der Talstation der Texelbahn in Partschins weggeschwemmt.

Die Gruppe E-Mobilität der Gemeinde Schlanders mit Referent Manuel Massl an der Spitze und die Business Location Südtirol (BLS) haben am vergangenen Freitag in Schlanders das neue E-Bike Vinschgau vorgestellt und die Roadshow mit Elektrofahrzeugen hat in Schlanders Halt gemacht. Viele Besucher haben die Elektrofahrzeuge und die E-Bikes, ausgestellt von Motobikeshop Tappeiner, ausprobiert.

von Albrecht Plangger

Rom-Info ins Tal

M

ittwoch , der 6. Juni 2013 – 19.07 Uhr. Die Abgeordnetenkammer hat soeben einstimmig das Gesetz zur Schuldentilgung der öffentlichen Verwaltung genehmigt. Im Beipack ganz wichtige Bestimmungen für Südtirol. Es ist ein Festtag für unser Land und für die Autonomie. Die neue Müllsteuer TARES ist für heuer vom Tisch. Die Gemeinden können sich freuen, von einem furchtbaren „Bürokratius“ verschont geblieben zu sein. Die Müllabfuhr wird zwar für die meisten Bürger trotzdem ansteigen, da die Bürger nun auch für die Kosten der Straßenbeleuchtung - nicht nur wie bisher für die Straßenreinigung - aufkommen müssen, aber von Behördengängen und Flächenmeldungen werden sie verschont bleiben. Unsere Gemeinden dürfen wieder ganz normal Gründe kaufen, verkaufen oder tauschen. Es freuen sich auch die Sekretäre, die in ihrer Arbeit nicht weiter behindert werden. Gerade in Krisenzeiten wäre es eine Katastrophe gewesen, öffentliche Arbeiten, für die die Gelder zur Verfügung stehen, zu verzögern oder gar zu verhindern. Auch die Immobiliensteuer auf Genossenschaftsgebäude und Ferienwohnungen muss „im Berggebiet“ nicht an den Staat abgegeben werden, sondern bleibt im Haushalt der Gemeinde. Ein großes Stück Autonomie kommt zurück und ich durfte mithelfen und erste Erfahrungen mit dem Parlamentshandwerk machen. Es war meine erste Stimmabgabeerklärung im Parlament (Bild). 3 Minuten hatte ich zur Verfügung. Alles zusammen aber war es ein perfektes Zusammenspiel: Teamarbeit auch mit befreundeten Parlamentariern anderer Parteien in Bozen und Trient, aber auch ein Zusammenspiel mit unserem Landeshauptmann, dem Parteiobmann und dem Gemeindenverbandspräsidenten.

In den Stein verliebt Laas/Müstair - Mit den Benediktinerinnen des Klosters St. Johann in Müstair unter der neuen Priorin Sr. Domenica Dethomas und der ehemaligen Priorin Sr. Pia Willi hatte Laas vor kurzem illustre Gäste. Der Marmor stand im Mittelpunkt des Interesses der Schwestern.

von Erwin Bernhart

E

inmal im Jahr fliegen die Benediktinerinnen vom Kloster St. Johann in Müstair gemeinsam aus. Das heurige Ziel war Laas und dort vor allem der Laaser Marmor. Kein Geringerer als der ehemalige Direktor der Laaser Marmorfachschule Franz Waldner führte die wissbegierigen und sehr aufmerksamen Schwestern in die Welt des Laaser Marmors ein. Waldner stieß im Josefshaus ausgehend vom Laaser Marmor das Tor zur Welt weit auf, entführte die Schwestern in die Geschichte, in die Glanzzeiten des weißen Goldes und, mit Dias, in die Städte, wo Kunstwerke aus Laaser Marmor zu bewundern sind: nach Wien, nach London, nach New York... Mit geschliffenem und unvergleichlich funkelndem weißen Laaser Marmor begeisterte Waldner die Schwestern vollends für den Naturstein. „Der weiße Stein zieht an“, sagte Waldner und verdeutlichte dies am Beispiel von Bachsteinen. Weiße Bachsteine haben schon unsere Vorfahren zu Ötzis Zeiten mitgenommen und als Kultsteine umfunktioniert. Waldners Vortrag war der Aperitif für ein

unwiderstehliches Marmormenü. In der Marmorschule empfing die frisch gebackene Direktorin Virginia Tanzer und ließ die Schwestern den angehenden Steinmetzen bei ihrer Arbeit über die Schulter blicken. Eine rege Unterhaltung entwickelte sich zwischen höchst unterschiedlichen Welten: Da trafen Rastalocken auf schwarzen Schleier, provozierende Ohrringe auf Schlichtheit. Im Ausstellungsraum mit vollendeten Schülerarbeiten und der Porträtgalerie von Laaser Personen genossen die Schwestern den polierten Stein und fanden Gefallen an Formen und Ausdrucksstärke der Schüler-Werke. Ein Vorbeischauen im Laaser Friedhof, die Grabmalskunst aus Marmor hinterließ Eindruck. Im Werk der Lasa Marmo empfing LasaGeschäftsführer Georg Lechner nicht nur mit der hl. Barbara aus Marmor und imposanten Marmorblöcken, sondern auch mit Kaffee und Kuchen. Der riesige Portalkran wurde kurzerhand als Schattenspender für ein Kaffeekränzchen in Schwarz und Weiß herangefahren. Lechner erzählte den Schwestern unter anderem auch vom derzeitigen Großauftrag für den U-Bahnhof am Ground Zero in New York.


13.06.13

ENGIADINA

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IMST

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Der Vinschger Wind 12-13

LANDECK

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/TERRA RAETICA/ 9

VAL MÜSTAIR • VINSCHGAU

INTERREG – Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Regionsforum der Terra Raetica Bilanz wurde in Altfinstermünz beim Regionsforum des INTERREG-Rates „Terra Raetica“ über die Aktivitäten der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Dreiländereck Italien, Schweiz und Österreich gezogen. Von 2007 bis 2012 wurden 41 Großprojekte und 44 Kleinprojekte mit einem Projektvolumen von € 13,06 Mio. und einer Fördersumme von € 9,67 Mio. umgesetzt. Vorsitzwechsel im INTERREGTerra Raetica-Rat: Andreas Tappeiner übergibt Markus Maas (Landeck), daneben Guido Barolini (Graubünden)

von Ludwig Fabi

Fotos: Ludwig Fabi

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er INTERREG-Rat „TerraRaetica“ konnte eine positive Bilanz über den erfolgten Aufbau einer grenzüberschreitenden Plattform für die Bezirke Unterengadin, Landeck, Imst, Val Mustair und Vinschgau ziehen. Davon konnten sich die zahlreich anwesenden politischen Vertreter, Regionalentwickler, EU-Förderstellen und Projektakteure überzeugen. Gerald Jochum, vom Regionalmanagement Landeck und Friedl Sapelza von der GWR in Spondinig stellten die Vorgangsweise bei der Abstimmung von Projekten im Grenzraum, die Maßnahmen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung vor. Unterstützung gab es zudem bei der Partnersuche, der Projektentwicklung, dem Know-how-Austausch und bei der Erarbeitung von Kernthemen. Diese wurden dann in die Bereiche Natura Raetica, Cultura Raetica, Verkehr, Humana Raetica und Tourismus

gegliedert, von eigenen Arbeitsgruppen begleitet, koordiniert und mit den Projektträgern umgesetzt. Stellvertretend für die über 80 Projekte wurden in Altfinstermünz das Projekt „Dreiländerbiene“, die „Kulturund Naturkarte terra raetica“, das grenzüberschreitende Fahrplanheft, die Kooperations- und Innovationsoffensive der Wirtschaft und des Tourismus, das Schwabenkinderprojekt und ein Jugendprojekt vorgestellt. Einen Ausblick auf die kommende Förderperiode gab in Vertre-

tung der EU-Förderstellen von Südtirol, Tirol und Graubünden Christian Stampfer. Derzeit wird an den Aktionsplänen für die INTERREG-Programmperiode 2014-2020 gearbeitet. Der INTERREG-Rat „Terra-Raetica“ setzt sich dafür ein, dass eine Entbürokratisierung bei Antragstellung, Dokumentation und Abrechnung der Projekte niedergeschrieben wird. Der Ausbau des Kleinprojektefonds zu Klein – und Mittelprojektefonds und die Koordination über die jeweiligen Regional-

unten v.l.: Das „Dreiländerbienen-Projekt“ wurde von Valentin Habicher/Fürstenburg vorgestellt - Regionsforumsteilnehmer aus der Tourismusbranche und der Bezirksgemeinschaft Vinschgau

entwicklungsstellen sollen im neuen Programm ebenfalls berücksichtigt werden. Stampfer sicherte seine Unterstützung zu, wenn diese Vorschläge dem neuen Multifondsansatzes „ECLLD“ entsprechen. Als zukünftige Themenschwerpunkte definierte er Innovation und KMU, Kultur, Naturgefahren und Klimawandel. Bei einem grenzüberschreitenden Mittagessen, Musik und Führungen klang das Regionsforum in Altfinstermünz mit dem informellen Austausch aus. (lu)

Terra Raetica - links Homepage: www.terraraetica.eu Kulturkalender: www.terraraetica.eu/de/ cultura-raetica Bus und Bahn: www.terraraetica.eu/de/ fahrplan-online e Sei r gioni un

UNIONE EUROPEA Fondo europeo per lo sviluppo regionale

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EUROPÄISCHE UNION Europäischer Fonds für regionale Entwicklung

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Italien • Österreich

Italia • Austria

Barrierefreier Tourismus: www.terraraetica.eu/barrierefrei


10 /lokales/

Vinschgerwind 12-13

13.06.13

Schluderns/Ravensburg

Auf dem Weg der Schwabenkinder

Schwabenkinder-Denkmal in Ravensburg; ein Teil der Reisegruppe

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Am internationalen Museumstag 2013 wurde gemeinsam mit Schloss Landeck eine Kulturfahrt nach Ravensburg unter dem Motto „Auf den Spuren der Schwabenkinder“ organisiert. Bequem wurde der Weg mit dem Reisebus bewältigt und trotzdem konnte man unterwegs nachvollziehen, wie beschwerlich der Weg damals für die Schwabenkinder war. Dieser Weg wird derzeit eindrucksvoll bei der Schwabenkinder-Ausstellung im Bauernmusem Wolfegg dokumentiert. Auf einer 10 Meter langen Fotowand werden nach und nach Fotografien von Wanderungen angebracht, die den Weg der Schwabenkinder von ihren Heimatorten über Stationen auf den Wanderwegen bis nach Oberschwaben dokumentieren. In Ravensburg, wo ein zentraler „Hütekindermarkt“ im 19. Jahrhundert für Kinder in der Bachstraße abgehalten wurde, besuchte die Reisegruppe ein kürzlich angebrachtes Denkmal. Den Zuhausegebliebenen bot das Vintschger Museum mit Schwabenkinder-Maipfeifelen schnitzen und Märchenlesungen zum Thema „Kinder auf Wanderschaft“ ein unterhaltsames Familienprogramm. (lu)

echs Jahrzehnte nachdem die letzten Schwabenkinder auf Wanderschaft gehen mussten, begibt sich ein durch die Europäische Union (INTERREG IV) gefördertes Projekt seit mehreren Jahren auf deren Spuren. Ein grenzüberschreitendes Projekt verbindet nämlich die Herkunftsgebiete der Kinder im Alpenraum mit ihrem ehemaligen Arbeitsplatz in Oberschwaben.

27 Museen und Kultureinrichtungen in Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein und Südtirol präsentieren dabei mit Informationsstationen und Dauerausstellungen verschiedene Aspekte der Schwabenkindergeschichte. Das Vintschger Museum in Schluderns hat das Thema auf Südtiroler Seite aufgegriffen. Der Schwerpunkt wurde auf die Armut im Vinschgau und die verschiedenen Strategien der Menschen, mit der Armut zurechtzukommen, gelegt. Eine Sonderausstellung und weitere museumpädagogische Angebote veranschaulicht diesen Ansatz.

Graun

Schlinig/Prämajur/Vinschgau

Sportmonument

Eisbärenschützer pflanzen 300 Fichten

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D

er Reschen-See-Lauf hat sich von der ersten Auflage im Jahre 2000 von einer kleinen Laufveranstaltung inzwischen zum größten Lauf Südtirols etabliert. Um diese Erfolgsgeschichte zu dokumentieren, entstand die Idee, ein bescheidenes Sportmonument am angrenzenden Startareal des Seelaufes zu errichten. Damit sollten die bisherigen Gewinner und Gewinnerinnen geehrt werden. Es sind ihre Namen und Laufzeiten sowie die Entwicklung der Teilnehmerzahlen auf wetterfesten Täfelchen festgehalten. Nach jedem Lauf wird bereits der Termin des nächsten bekannt gegeben. Die 14. Ausgabe am 3. August 2013 ist bereits angekündigt. Das Monument wurde kürzlich mit viel Prominenz eingweiht. (aw)

ie Vinschger Eisbärenschützer reden nicht nur vom Klimaschutz zur Rettung der weißen Bären im Polareis, sondern sie tun auch etwas dafür. Seit drei Jahren pflanzen sie einmal im Jahr Bäume. Das erste Baumfest hatte 2011 im Schludernser Wald stattgefunden, das zweite 2012 bei Burgeis und das dritte kürzlich im Mai 2013 bei Schlinig. Rund 300 junge Waldbäume wurden jedes Mal gepflanzt. Dieses Jahr ging die Arbeit, begleitet von den Förstern Andreas Platter und Giordano Gentilini, besonders schnell über die Bühne. Denn es legten insgesamt rund 60 Leute tatkräftig Hand an. Heuer standen ausschließlich Fichten bereit. Die Eisbärenschützer wurden von vielen Freunden unterstützt. Vollzählig erschienen waren die 11 neuen Vinschger Mitglieder der königlichen und altehrwürdigen Eisbärengesellschaft mit Sitz in Hammerfest in Norwegen. Sie hatten die Mitgliedschaft erst im diesjährigen Jänner im Rathaus von Hammerfest erworben. Denn nur dort ist das möglich. Insgesamt zählt der Vinschger Ableger der Eisbärengesellschaft nun 46 Personen. Diese sind alle „Untertanen“ des Präsidenten Martin Trafoier, der

Die Vinschger Eisbären (mit Fichten) im steilen Gelände kürzlich sogar zum weltweiten Präsidenten aufgestiegen ist. Und wie es einem königlichen Präsidenten geziemt, lud er „seine Eisbärenschützer“ nach dem Baumfest zu einem Essen ins Restaurant Kastellatz ein. Denn Trafoier hatte das Baumfest zum Anlass genommen, seinen runden Geburtstag zu feiern. Seine Ausschussmitglieder schenkten ihm einen Tandemflug. Dieser sorgt beim sonst so mutigen Präsidenten nun für Bauchweh. (mds)


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Der Vinschger Wind 12-13

/lokales/ 11

Latsch/Berlin

A la „Boheme“ O

b nun das Ambiente dem Publikum angepasst wurde, oder ob das spezielle Publikum eine spezielle Wirkung auf die Umgebung hatte, ist fraglich. Jedenfalls lag ein Hauch von inspirierender Kreativität in der Luft und wirkte in den Mauern des „alten Schießstandes“ von Latsch, die wohl einen Kunstbanausen beflügelt hätte. Man möchte meinen, der Verein „kognitiv“ hat eine neue Generation von Bohemien geboren, oder diese zusammengebracht, um den Wunsch nach kreativer Freiheit Lauf zu lassen. In jedem Fall geht der Grundgedanke von „Die Verwandlung“ (die Veranstaltung ging heuer in die zweite Runde) in die eine Richtung, den Besuchern Spaß an Kreativität zu vermitteln. Etwas vermitteln wollen die Mitglieder des Vereins „kognitiv“ auch mit der Erstausgabe ihres Gesellschafts- und Kulturmagazins 39NULL, das im Rahmen einer kleinen Feier, am Freitag, den 17. Mai erstmals in der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Schwerpunkt der Erstausgabe ist das “Kommen, Bleiben, Gehen. Landflucht der Kreativen?”. Es wird ein Versuch unternommen, das Phänomen des (kreativen) Brain-Drain aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten: Warum verlassen viele

Die Gründer des Vereins kognitiv und Herausgeber des Gesellschaftsund Kulturmagazins 39NULL; v.l.: Barbara Weithaler (Redaktion / PR), Lukas Marsoner (Herausgeber / Redaktion), Julia Egger (Art Direktion / Grafik), Martin Santner (Chefredaktion), Martina Wunderer (Textredaktion / Lektorat) Menschen aus dem Kreativbereich Südtirol? Wer sind jene, die es in der Region hält und wie ist es um die aktuelle Kunst- und Kulturszene Südtirols bestellt? Zu dem Thema wurde mit Schriftstellern, Filmemachern, Künstlern, Designern und Kulturmanagern gesprochen. Entstanden ist eine Sammlung persönlicher Lebensgeschichten, die vor allem Beweggründe, Motivationen aber auch Hoffnungen und Visionen eines Lebens in oder außerhalb Südtirols in den Mittelpunkt rücken. Auch die z.B., des aus Naturns stammenden Modedesigners Dimitrius Panagio-

topulus „Das einzig Südtirolerische an mir ist die Liebe zum Handwerk“, oder die, der aus Meran stammenden Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Dramaturgin Selma Mahlknecht „Um kreativ zu sein, braucht es keine Metropolen“, sind im Magazin enthalten. „Inzwischen“, berichtet Barbara Weithaler, „hat der Verein für das Magazin 39NULL viel Zuspruch und positives Feedback erhalten. Nicht nur in Südtirol häufen sich die Verkaufspunkte, auch in Berlin gibt es mittlerweile zwei.“ Das Magazin 39Null ist auch online erhältlich. (sil)

pr-info Alphasolar Schlanders

Photovoltaikanlagen zum halben Preis Am 31.05.2013 wurde im Ministerrat in Rom ein für die Photovoltaik wichtiges Gesetz verabschiedet. Es sieht die Verlängerung der Steuerabsetzung im Ausmaß von 50 % (Art. 16bis, TUIR) auf die Kosten von Photovoltaikanlagen vor, welche bis zum 31.12.2013 montiert werden. Der Betrag wird in zehn Jahren von der Einkommenssteuer Irpef abgeschrieben und kann nur von Privaten genutzt werden. Voraussetzung ist natürlich, dass der Antragsteller eine Steuererklärung verfasst und eine Steuerschuld gegenüber dem Staat aufweist. Zu-

sätzlich zum Steuerabzug kann das System des Stromtausches (Scambio sul posto) mit dem Netzbetreiber genutzt werden. Bei dieser Option funktioniert das öffentliche Stromnetz wie eine Batterie. Der Anlagenbetreiber speist seinen Strom, welchen er zum Zeitpunkt der Produktion nicht benötigt, einfach in das Stromnetz ein. Dieser eingespeiste Strom verhält sich wie ein Guthaben und kann innerhalb des Kalenderjahres wieder aufgebraucht werden. Die Stromrechnungen sind abzüglich des direkten Eigenverbrauchs weiterhin zu be-

gleichen. Der Betrag für die verbrauchte Energie wird jedoch rückerstattet. Bei einer angenommenen Investition von 10.000 € für eine 5 kWp Anlage kann man 5.000 Euro von der Steuer absetzen und erspart sich in Zukunft den Großteil der Stromkosten (ca. 500 € jährlich). Bei einer geschätzten Lebensdauer der Photovoltaikmodule von 25 Jahren ist die Investition auch wirtschaftlich rentabel. Wenn man bedenkt, dass der Strompreis in den letzten Jah-

ren stark gestiegen ist und auch in Zukunft steigen wird, macht es Sinn, seinen Strom selbst zu erzeugen und einen Schritt Richtung Unabhängigkeit zu gehen. Und schlussendlich leisten wir auch noch einen guten Beitrag für die Umwelt. Interesse geweckt? Gerne beraten wir Sie individuell. Alphaplan GmbH Schlanders – Kortsch, Tel. 0473 732431 info@alphaplan.it www.alphasolar.it


12 /Leserbriefe/

Vinschgerwind 12-13

Herr Noggler, ich finde es untragbar, dass Biobauern bestraft werden oder vor Existenzproblemen stehen, nur weil ihnen Gift von außen in ihre Felder gespritzt wird. Es ist ebenso untragbar, dass viele von uns aus demselben Grund ihre Gärten nicht mehr nutzen können, weil sie – dem spritzenden Nachbarn sei Dank- keine pestizidfreien Lebensmittel mehr ernten können. Ich finde es untragbar, dass in einem Gebiet, in dem schon seit Generationen durch Viehwirtschaft hochwertige Lebensmittel hergestellt werden, Menschen, die weiterhin in diesem Stil produzieren wollen, plötzlich ihren Tieren nachgewiesenermaßen pestizid-verseuchtes Heu füttern müssen. Zusammenfassend: Es ist einfach untragbar, dass in der Südtiroler Landwirtschaftspolitik das Recht des Stärkeren zu gelten scheint. Schade, dass Sie, so wie es aus Ihrem Interview hervorgeht, als potenzieller zukünftiger Bauernvertreter im Landtag, anscheinend die derzeitige ausbeuterische, kompromisslose und gleichzeitig phantasielose Landwirtschaftspolitik weiter unterstützen wollen. Und das, obwohl es in unserem Gebiet von vielen ideenreichen und fachlich kompetenten Leuten sehr gute Vorschläge für Alternativen gibt. Was den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln angeht, scheren Sie pauschal und unterschwellig Bio-, Obst- und Gemüsebauern einfach über einen Kamm und verwechseln konsequenterweise und nebenbei noch Schwefel mit Schwermetallen. Im Biobereich werden zwar auch Pflanzenschutzmittel verwendet, da haben Sie Recht. Im Unterschied zu verwendeten Mitteln in der Intensivlandwirtschaft haben diese jedoch erwiesenermaßen weniger negative Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier. Ansonsten bin ich voll Ihrer Meinung, dass Eigentum zu schützen ist – allerdings nicht nur jenes der pestizid-einsetzenden Bauern, sondern das von uns allen. Die Erklärung, wie man das beim Gift-Spritzen und stetig herrschendem Vinschger Wind erreichen könnte, bleiben Sie jedoch schuldig. Sie meinen,

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es sei besser einfach abzuwarten, bis sich „das alles etwas abkühlt und man vernünftig nachdenkt“. Es gibt aber, wie aus einer gemeindeweiten Umfrage hervorgeht, eine große Mehrheit von Leuten, denen die derzeitige Entwicklung Ängste und Unmut bereitet. Dass sich die Bemühungen vieler Menschen um eine lebenswerte Umwelt nicht so schnell abkühlen werden, darauf können Sie Gift nehmen! Stefan Dietl, Mals

Sehr geehrter Herr Landtagsabgeordneter Dr. Noggler, bezugnehmend auf das im Vinschger Wind am 30. Mai erschienene Interview möchten wir Ihre Kenntnis („Ich bin lange genug Verwalter in meiner Heimatgemeinde Mals gewesen, dass ich schon weiß, wie die Geschichte dort passiert“) über die Aktivitäten in der Gemeinde Mals aktualisieren. 1. Die von Ihnen zitierte „Gruppe von Bauern“ kann eben nicht auf ihren Grundstücken bestimmen, was dort passiert. Abdrift ermöglicht es eben nicht, dass Viehbauern, Biobauern und Privatgärtner ihre Produkte frei von schädlichen Belastungen durch chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel halten können. Hinzu kommt, dass zahlreiche tierische Helfer wie Käfer, Insekten und Bienen zunehmend durch chemisch-synthetische Mittel belastet werden und somit eine naturnahe Bewirtschaftung schwieriger wird. Die Freiheit, auf seinem Grund das zu tun, was man für richtig hält, ist somit nicht für alle gleich. Hierzu empfehlen wir die Lektüre von George Orwells „Farm der Tiere“: „Alle Tiere sind gleich. Manche sind gleicher.“ 2. „Diese Gruppe von Bauern“ hat Rückendeckung aus vielen Teilen der Malser Bevölkerung unterschiedlichster Berufsgruppen. Täglich werden es mehr. 3. „Der Einsatz von Pestiziden ist nicht möglich? Da müsste die Landwirtschaft von Neuem starten und wir gehen drei Schritte zurück“. a) Hier empfehlen wir Ihnen einen Blick nach Buthan. Dieses Königreich will per Gesetz komplett auf biologische Landwirtschaft umstellen. Dies ist

weder vom Ministerpräsidenten noch vom Landwirtschaftsminister beschlossen worden, um in irgendeiner Form rückwärts zu gehen. Auch die Touristiker des Landes wird dieser Entscheid freuen. b) Laut dem Weltagrarbericht (www.weltagrarbericht. de) ist die Überlegenheit der industriellen Landwirtschaft aus volkswirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Sicht ein Mythos: „Während industrielle Produktionssysteme große Mengen an Agrar-Rohstoffen mit relativ geringem Arbeitseinsatz erbringen, verursachen sie oft hohe gesundheitliche Kosten, haben zusätzliche negative Umweltauswirkungen und sind in ihrem Energieeinsatz meist inef ­fi zient....“ c) Weitere Informationen zu den Möglichkeiten einer ökologischgesunden und ökonomisch tragfähigen Lebensmittelproduktion finden Sie bei Sepp Holzer in „Der Agrarrebell“, „Sepp Holzers Permakultur“ oder auf der Webseite krameterhof.at. d) Gespräche mit Vinschger Landwirten, die seit über 20 Jahren keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel benutzen und erfolgreich gesunde Lebensmittel produzieren, könnten ebenfalls hilfreich sein. 4. „Der Landwirt muss überleben. Mit der Viehhaltung ist das immer schwerer möglich“, sagen Sie in Ihrem Interview. Die Bevölkerung sollte wissen, dass der Anbau von Obstmonokulturen deshalb wirtschaftlich rentabel ist, weil er mit enormen Subventionen seitens des Landes Südtirol und der EU gefördert wird. 5. Schwefel ist kein Schwermetall, sondern ein Nichtmetall. Anna Waldner, Schleis Armin Rauch, Schluderns Magdalena Hofer, Schleis Tobias Marth, Schleis Marika Marth Patscheider, Burgeis Menghin Elisabeth, Schleis

Ergänzender Nachtrag Wegen der langen Dauer der abendlichen Versammlung am 14.Mai sei es Frau Angelika Ploner allemal verziehen, dass sie bei meinen Ausführungen vielleicht nicht mehr ganz so aufmerksam war, wenn sie mich in ihrem sonst interessanten Bericht nur „einen Satz am Ende

der Veranstaltung“über die Attraktivität unseres Krankenhauses für junge Kolleginnen und Kollegen - ich wurde früher auch nicht direkt angesprochen - sagen ließ. (Anscheinend wollte sie, wie ich beim „Vinschger Wind“ heute hörte, mit ihrer Bemerkung nur unsere Fremdbestimmung unterstreichen.) Meine konkreten und, wie ich meine, konstruktiven Vorschläge und deren zu erwartende, grenzüberschreitende Bedeutung beim Aussiedeln von Abteilungen bzw. Leistungen zu uns in den Vinschgau, die weiter südlich auf engem Raum mehrgleisig angeboten werden, fanden im Bericht leider keine Erwähnung, ebenso nicht meine Forderung, Fachkompetenz nicht abwandern zu lassen und die Mahnung, dass die Qualität eines Versorgungssystems wie das der geplanten, zentralisierten Tumorchirurgie auch an seiner Erreichbarkeit für die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger zu messen sein wird. Meine Hinweise auf die Wichtigkeit der stationären, kinderärztlichen Betreuung, die Notwendigkeit für das Weiterbestehen und den Ausbau von Einrichtungen wie der Zentralen Überwachungsstation und von Leistungen, etwa bezogen auf die in manchen Jahreszeiten gehäuft auftretenden, schweren Lungenentzündungen, die wie andere kritische Fälle oft zentral nicht angenommen werden können, sollten nicht unerwähnt bleiben. Der Vorschlag einer Schwerpunktschaffung für die Endoskopie angesichts der jüngst erfolgten Anstellung eines Primars in der Medizinischen Abteilung mit der Spezialausbildung in Gastroenterologie (diese befasst sich mit Erkrankungen des Magen-DarmTraktes und der mit diesem verbundenen Organe wie Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse) sollte nicht vergessen werden. Dies, um nur ein paar meiner gemachten Vorschläge hier zu wiederholen, von denen ich immer noch zuversichtlich bin, dass sie zum Großteil mit der Unterstützung der öffentlichen Verwaltung und den Verantwortlichen von Betrieb und Bezirk umgesetzt werden können. Toni Theiner, ärztllicher Leiter am KH Schlanders


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Der Vinschger Wind 12-13

/Impressionen/ 13

1. Juni 2013. Die Straße war gesperrt, aber zu Fuß habe ich trotzdem das Stilfserjoch erreicht. Mit großer Freude habe ich die Ruhe und meine einsamen Spuren genossen. Weniger Freude hatten die Gastwirte hoch oben ... Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it


14 /Lokales/

Vinschgerwind 12-13

Zuwachs

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Wechsel bei Familienberatung

Albin Thöni, aus Prämajur stammender Ex-Primar, ist seit kurzem diplomierter Sommelier. Die Sommelierfamilie freut sich über den prominenten Zuwachs.

Am 1. Juni gab es an der Spitze der Familienberatung des Vereins Ehe- und Erziehungsberatung Südtirol einen Wechsel: Die Vinschger Psychologin und Psychotherapeutin Elisabeth Rechenmacher folgt auf Stefan Eikemann, der die Einrichtung über zehn Jahre lang geleitet hat.

Stilfs

Der Vinschgau spielt Theater

Stilfs-Afrika

S

chon oft äußerten Freunde und Weggefährten von Sr. Maria Pia Angerer den Wunsch, sie solle doch die vielen Erinnerungen und besonderen Begebenheiten ihres bewegten Lebens im Dienste des Glaubens schriftlich festhalten“, erzählt ihre Schwägerin Paula. Die Tertiarschwester, aus einfachen Verhältnissen vom Innerpasthof in Stilfs stammend, unterrichtete viele Jahre unter anderem in der Kindergärtnerinnenschule in Bozen und im Vinzentinum in Brixen. Darüber hinaus wirkte sie über zehn Jahre lang in Kamerun und weitere 11 Jahre im Jesuheim von Girlan. Heute verbringt Sr. Maria Pia ihren wohlverdienten Ruhestand im Mutterhaus in Brixen, besucht aber trotz ihrer mittlerweile 82 Jahre immer noch gerne ihr Heimatdorf. Heuer hat Schwester Maria Pia endlich etliche Erinnerungen aus ihrem Leben als Ordensfrau in einem Büchlein verewigt: „Stilfs-Afrika“. Für alle Interessierten ist das Büchlein Stilfs-Afrika für eine kleine Spende in den örtlichen Geschäften, bei Paula Riml Angerer (Tel. 0473/611701), sowie vormittags auch im Widum erhältlich. Die Einnahmen kommen der Pfarrei Stilfs zugute. (re)

v.l.: Peter Grutsch (Vorsitzender Pfarrgemeinderat), Paula Angerer und Pfarrer Florian Öttl

Vinschgau. Nach vier Jahren bringt der Theaterbezirk Vinschgau wieder ein Theaterstück auf die Bühne und greift mit „Don Quijote“ zu einem spanischen Klassiker. Mutig waren beide Entscheidungen. Fesselnd sind vor allem die Vinschger Darsteller, die über sich hinaus wachsen.

von Angelika Ploner

E

s sind vor allem die großartigen schauspielerischen Leistungen, die begeistern. Die Mimik, die Gestik – es ist großartiges Theater, was der Vinschgau da bietet. Mit „Don Quijote“ hat man einen spanischen Klassiker für sich entdeckt. Und die Schauspieler haben ihn für sich eingenommen, zusammen mit Regisseur Christoph Brück, der „Don Quijote“ bearbeitet und inszeniert hat. Eine Traumbesetzung ist das Duo Markus Gamper als verrückter Spinner und Idealist Don Quijote und sein Knappe, der treue Sancho Pansa, der von Gustav Gurschler gespielt wird. Doch glänzende Darsteller und sehenswert sind alle, die

da auf der Bühne stehen und in mehrere Rollen schlüpfen: Rudi Hölbling, Romana Rettenbacher, Irene Bernhart, Martina Stocker, Christian Telser, Daniel Clemente, Karl Fleischmann und Hans Peter Plagg. Man kommt mit wenigen Requisiten aus, dafür aber spart man an prächtigen Kostümen nicht. Das Theater beginnt auf der

„

Wenn die Welt glaubt, wir sind verrückt, Sancho, dann denk dran: Es waren Verrückte, die die Welt verändert haben. Don Quijote

Dachkammer einer Windmühle, bevor Don Quijote und Sancho Pansa losziehen: Der erste als Ritter und Retter der bedrängten Jungfrauen, der andere, weil ihm eine Insel versprochen wird. Nach Turbulenzen bei einer Hochzeit, der Befreiung von Sträflingen, dem berühmten Kampf gegen die Windmühle und dann, wenn beide vorgeführt werden vom Fürstenpaar: Bei aller Tragik, es ist auch Komik dabei zwischendurch, die das Publikum zum Lachen bringt. Und schließlich „machen auch Niederlagen Helden.“ Und genau so – wie Helden – ist der Abgang von der Bühne: Don Quijote und Sancho Pansa gehen dem Sonnenuntergang entgegen.


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Der Vinschger Wind 12-13

/Lokales/ 15

Obervinschgau

Buch

Volksmusik - Dreiländertagung

Unbequem

I

D

m Kulturhaus von Burgeis trafen sich kürzlich MusikethnologInnen aus Österreich, Italien und der Schweiz, um in öffentlichen Vorträgen über das Thema „Musik & Raum” zu diskutieren. Die 24 KongressteilnehmerInnen, überwiegend renommierte Fachleute an Universitäten und Musikhochschulen in Wien, Graz, Innsbruck, Zürich, Luzern, Ravenna, Rom und Cagliari, sind Mitglieder des International Council for Traditional Music (ICTM). Die Tagung erfolgte auf Einladung des Österreichischen Nationalkomitees im ICTM unter Mitwirkung der Nationalkomitees Italiens und der Schweiz. Das Tagungsthema wurde in 12 Kurzreferaten und Diskussionsrunden unter drei Gesichtspunkten erörtert: Musik im kulturellen und virtuellen Raum, Akustische Räume und ihre Erfassung, und Musik als Ausdruck sozialer Phäno-

Die „jungen Störche“ begleitet von Judith Felderer und Gernot Niederfriniger begeisterten beim abschließendenden musikalischen Hoangart in Laatsch mene. Burgeis und der Obervinschgau wurden deshalb als Tagungsort ausgewählt, weil sie im Herzen des Dreiländerecks Österreich-Italien-Schweiz liegen und zudem eine musikalisch und volkskundlich höchst überlieferungsreiche Gegend sind. Ein Kurzvortrag widmet sich daher dem Thema „The border triangle A/CH/I – a cultural region? Auch die Begegnung mit der regionalen Kultur kam nicht zu kurz. Am Freitag besuchten die Kongressteilneh-

mer die Vesper auf Schloss Marienberg und erhielten durch Abt Markus eine Einführung in das Benediktinische Antiphonale. Am Samstag-Abend stand ein Dreiländer-Sänger- und Musikantenhuangart, unter der Federführung von Gernot Niederfriniger im Gasthof Lamm in Laatsch auf dem Programm. Die Tagung erfolgte mit Unterstützung des Bildungsausschusses Mals und des Instituts für Volkskultur und Kulturentwicklung in Innsbruck. (lu)

as unbequeme Buch eines Unbequemen ist in einer 2. Auflage im Drava-Verlag erschienen: „Die Herrschaft der Fürsten“ von Hubert Frasnelli. Just zur Götterdämmerung des einen Fürsten und just in der Zeit der vermeintlichen Erstarkung des zweiten. Die aktualisierte Auflage wird mit einem Vorwort von Hans Heiss („Die totale Demokratie“) eingeleitet und sie ist eine scharfe Analyse des „Systems Südtirol“, des Spielfeldes feudal-medialer Machtkartelle. Frasnelli, der sich ein kleines Feriendomizil in Tschars eingerichtet hat, brilliert mit Insiderwissen.

pr-info Glurns Marketing

Gastwirte schmeicheln dem Gaumen

Nacht der Kultur

Die Glurnser Gastbetriebe

Glurns öffnet Tür und Tor am Samstag, 15. Juni 2013 von 17.00 bis 24.00 Uhr

sorgen dafür, dass neben der Fam. Manfred Bachmayer Stadtplatz 7 - 39020 Glurns Tel. +39 0473 83 12 06 info@gasthofgruenerbaum.it www.gasthofgruenerbaum.it

Gasthof zur Post Familie Karner

I-39020 Glurns - Südtirol Tel. +39 0473 83 12 08 E-Mail: info@hotel-post-glurns.com www.hotel-post-glurns.com

Vielzahl an Konzerten und Veranstaltungen Ihr Gaumen nicht zu kurz kommt. Gasthof Steinbock Florastraße, Glurns Tel. 0473 83 14 95 Montag Ruhetag

Das Städtchen Glurns öffnet an diesem Abend und dieser Nacht seine Türen und Tore und lädt zum flanieren, essen und kulturellen „Stadtlbesuch“ ein. Geschäfte, Gasthäuser und kulturelle Einrichtungen sind geöffnet und heißen Einheimische wie Gäste herzlich willkommen.

15.00 - 24.00 Uhr Eröffnung GAP - Glurns Art Point mit Performances, Konzerten und Ausstellungen 18.00 - 24.00 Uhr Eröffnung Austellung: Vom Acker zum Brot 19.00 - 20.00 Uhr Korrnrliadr

Pfarrsaal

Graf Trapp Gasse

20.30 - 21.30 Uhr 21.30 - 22.30 Uhr 23.00 - 24.00 Uhr 24.00 Uhr

Frauenkirche Schludernser Torturm Start: Schludernser Torturm Schulhof

Stadtmühle

(Bei schlechter Witterung im Cafe Riedl)

Kirchenkonzert mit Kirchenführung Livemusik im Turm Sagenhafter Nachtspaziergang Mystische Klänge

Die zwei Ausstellungstürme (Schludernser Torturm und Tauferer Torturm) und die Stadtmühle sind von 18.00-24.00 Uhr geöffnet. Im Stadtcafé sind Bilder des Künstlers Karl Plattner ausgestellt. “Florastraße Nr.8” Bilderaustellung: Rainer Bolego.

Lichtprojektionen von Paul Flora erleuchten die Stadt Der „Nacht der Kultur-Pass“ ist an den einzelnen Veranstaltungsorten für 10€ erhältlich und gilt für alle Ausstellungen, Konzerte und Veranstaltungen.

ein Juwel Südtirols


16 /Lokales/

Vinschgerwind 12-13

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Eyrs

Vinschger Wettkönige begeistern eine Mühe und keinen Aufwand gescheut haben die Verantwortlichen der FF-Eyrs, um ihren Versuch, das heurige Zeltfest mit einer Wetten-Show aufzuwerten, erfolgreich über die Bühne zu bringen. Nach den Jugend- und Aktivwettbewerben am Samstag lockte die Wetten-Show am Sonntagnachmittag ein zahlreiches Publikum nach Eyrs. Es erlebte spannende und lustige Wetten und wurde zudem aktiv ins Geschehen eingebunden. Kleinere Pannen gehören natürlich zu so einer PremiereVeranstaltung dazu, aber im Großen und Ganzen konnten alle technischen Herausforderungen gemeistert werden. Ob Einzeln oder in der Gruppe, die WettteilnehmerInnen bewiesen Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Konzentration, Wissen und einen langen Atem. Wettkönig wurde Hubert Prieth aus Glurns mit seiner Kirchenpatron-

Ausgelassene Stimmung herrschte bei den WettteilnehmerInnen und beim Publikum im Rahmen der „Wetten-Show“ beim Zeltfest in Eyrs. Die FF-Eyrs bewies Zusammenhalt und technisches Können in der Organisation dieses Programmpunktes

Foto: FF Eyrs

K

Wette. Neben seiner Wette wird auch die Kranwette der Firma Bayer und die Schreib-Wette der FF-Laas als Wettvorschlag zur ZDF-Sendung „Wetten dass…“ eingereicht. Die FF-Eyrs schaffte mit dieser Idee ein generationenübergreifendes Angebot,

Neue Gesichter

Kinder beim Kaiser Die Kinder der 4A Grundschule Latsch bei Hermann Pegger in Begleitung der Lehrerin Marlene Gruber und Gertrud Alber

ürzlich tauchten die Kinder der 4 A Grundschule Latsch in eine besondere Welt ein. Der Besuch im „Habsburger Museum“ von Hermann Pegger vesetzte die Kinder in die Kaiserzeit. Pegger hat in seiner privaten Sammlung im Gasthof „Roter Adler“ in Latsch einmalige Exponate zusammengetragen, darunter mehrere Originalschriften von Habsburger Kaiser aus dem Kaiserreich Österreich-

auf diesem Wege bei allen, die in irgendeiner Form beim heurigen Zeltfest mitgearbeteitet haben. Und wer weiß, vielleicht gibt es demnächst einen großen Auftritt von den kreativen Vinschger Wettkönigen bei Markus Lanz zu sehen. (lu)

pr-info Krone Laas

Latsch

K

welches im Sinne einer neuen Festkultur darüber hinaus viele Geschichten und spannende Unterhaltung rundherum bot. So ein großer Aufwand ist natürlich nur durch die Mitarbeit von vielen Personen möglich und die FF-Eyrs bedankt sich

Ungarn und mehrere originale Briefe von Andreas Hofer, Josef Speckbacher und Pater Joachim Haspinger aus der Zeit Napoleons und den Freiheitskämpfen der Tiroler. Die Kinder waren von den Ausführungen Peggers fasziniert und zeigten sich sehr interessiert. Durst und Hunger konnten die Kinder nach ausführlichem Vortragen bei einem von Pegger spendierten kleinen Buffet stillen.

Als Kulturgasthof ist die Krone in Laas Einheimischen und Gästen ans Herz gewachsen. Das mag zum einen daran liegen, dass der Platz, den sie einnimmt – mitten in Laas – ein prominenter ist. Das hat aber auch mit der Maridl zu tun, die die Krone über viele Jahre hinweg geprägt hat. Und umgekehrt: Auch die Krone die Maridl. Die Gesichter im Kulturgasthof Krone sind nun neue, und doch nicht. Elisabeth Hauser ist Laaserin und seit dem ersten Tag im Mai zusammen mit Enrico Geick für Küche und Service in der Krone verantwortlich. 7 Tage in der Woche halten die beiden, die auf zahlreiche Erfahrungen in der Gastronomie im Ausland verweisen können, die Türen für Einheimische, Gäste, Wanderer und Radler offen. Und während Elisabeth in der Küche auf regionale, nur frisch zubereitete und vor allem liebevoll angerichtete Gerichte setzt, sind erfrischende Getränke, Cocktails etwa, Enricos Spezialität. Die Öffnungszeiten: Von 8 Uhr bis 1 Uhr ist die Krone an 7 Tagen in der Woche geöffnet. Tel. 0473 62 61 17.


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Der Vinschger Wind 12-13

/Menschen/ 17

„Jeder Tag ist ein guter Tag“ Walter Gamper, gebürtiger Latscher und wohnhaft in Lichtenberg, verbindet fernöstliche Lehren mit seinem Beruf als Marketingberater. von Renate Eberhöfer

D

as Qi, die Lebensenergie, ein Ausdruck aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), sollte sich immer wieder als prägende Quintessenz in Walter Gampers - Unternehmer in der Schweiz und Qi Gong Lehrer - Leben festsetzen. Bereits mit 16 Jahren hat der gebürtige Latscher Erfahrungen mit Karate und Aikido gesammelt und so erste Berührungspunkte mit fernöstlicher Denkweise geschaffen. Diese asiatischen Kampfsportarten nutzen nämlich im weiteren Sinne genau das gleiche Grundkonzept wie Qi Gong. Eine feine aber signifikante Abweichung gibt es dennoch: Qi Gong ist sanfter und kennt keinerlei aktive Angriffstechniken. Gemeinsames Fundament all dieser Gewandtheiten ist nämlich das Ansinnen, verfügbare Lebensenergien zu stärken und Blockaden zu lösen. Nach der intensiven Zeit mit Aikido und Karate bildete sich Walter Gamper zum zertifizierten Feng-Shui Berater weiter. Feng-Shui, eine Kombination aus Astrologie, Volksglauben, Mystik und rationalem Planen, ist mittlerweile auch in unseren Breitengraden zunehmend etabliert. Das Jahr 2001 sollte dann Wendepunkt in seinem weiteren Werdegang sein: In Lichtenberg, seinem Wohnort, wurde nämlich

„

Krankheiten entspringen laut Lehre nämlich einer Disharmonie und Unterbrechung der inneren Flüsse Walter Gamper

erstmals ein Qi Gong Kurs angeboten und er, der Liebhaber des Fernöstlichen, war von Beginn an leidenschaftlich mit dabei. Mehrere Jahre Kursbesuche und regelmäßiges Exerzieren erlernter Fertigkeiten sollten folgen, bis Walter sich 2006 entschloss, eine weitere Stufe der Treppe zu ersteigen: Auf einem intensiven, vierjährigen Qi Gong Lehrgang, mit namhaften europäischen und chinesischen Lehrern, ließ er sich in Luzern zum diplomierten Qi Gong Lehrer SGQT (Schweiz. Gesellschaft für Qigong und Taijiquan) ausbilden. Gelegenheit für ihn, diese chinesische Kunst zu intensivieren und seine Erkenntnisse auch anderen öf-

fentlich weitervermitteln zu können. „Allgemein geht es bei Qi Gong immer um die Bündelung der Lebensenergie bzw. die Pflege dieser unsichtbaren Hüterin der Gesundheit und den Abbau von Spannungen; Krankheiten entspringen laut Lehre nämlich einer Disharmonie und Unterbrechung der inneren Flüsse …“ Im intensiven Gespräch mit dem Qi Gong Trainer erhält man ein Gesamtbild dessen, was die TCM zum Thema Energie und Lebenskraft so aufzubieten hat. Für viele in unserer technisierten Welt - alleinig wissenschaftlich eindeutig erfassbaren Werten vertrauend mögen einige dieser Sichtweisen illusorisch anmuten. So richtet man beim Qi Gong kraft gleichmäßiger Bewegungsübungen, im Einklang mit der Atmung, die Achtsamkeit auf den eigenen Körper und dessen autonome Funktionen, um das Qi in die „richtigen Walter Gamper pflegt das sanfte Qi Gong mit Leidenschaft Bahnen“ zu leiten. Mit einem Atemzug beginnt und vergeht das Leben – Anfang und Ende: Diese Gegensätzlichkeit, dieser Duaphilosophie - welche er von September bis lismus ist eine wichtige Einsicht, welche sich Mai auch den mittlerweile auf 80 Personen Walter durch Qi Gong eröffnet hat: „Alles im angewachsenen Kursteilnehmern im VinschLeben hat zwei Seiten und man kann Dinge gau mit viel Engagement persönlich vermitdurchwegs aus verschiedenen Perspektiven telt - selbst gleichermaßen verinnerlicht hat. wahrnehmen. Gleich dem Yin Yang, dem Mit seiner respektvollen Art, diese fernöstaltchinesischen Symbol des „Tao“ mit seiner liche Pflege von Körper und Geist zu lehren, Symbolik der Polarität und des Wechsels, gelingt es ihm mit außergewöhnlicher Leichlauert neben dem Bösen stets auch das Gute, tigkeit seine Schüler zu begeistern. Denn der neben der Dunkelheit fristet auch Helligkeit, Umgang mit dem Nächsten - ohne zu werten oder wie es bei uns umgangssprachlich so oder sich von Äußerlichkeiten im eigenen lapidar heißt: Nicht selten ein Schaden, wo Empfinden zensieren zu lassen – ist eine nicht auch ein Nutzen!“ Alles beruht auf dem Verhaltenseigenschaft, die Seele und Geist harmonischen Reigen des Gegensätzlichen – gleichermaßen gut tut und befreit. Qi Gong ohne das Eine wäre das Andere nicht denkals Pflege der Lebenskraft und des Wohlbar. Auf die Frage, wie sich denn der Beruf befindens fruchtet nur durch regelmäßiges eines rationalen und auf ökonomischen ErÜben und steht neben Kräutern, Akupunkfolg getrimmten Marketingberaters mit den tur, Massage und Ernährungslehre fest als 5. Lehren des alten Chinas vertragen würde, Säule der TCM. meint Gamper gelassen: „Auch in meiner Was Walter Gamper aber besonders freut, beruflichen Praxis sehe ich die Wünsche, ist, dass noch dieses Jahr zwei seiner langAufträge und Themen unserer Kunden nach jährigen Kursteilnehmer, Giovanni Egua und dem taoistischen Prinzip immer aus verschieAdrian Tschenett, ihre Qi Gong Lehrer Ausdenen Ebenen. Unter Einbeziehung der chin. bildung bei Großmeister Qingshan Liu von 5 Elemente-Lehre resultieren dann auch die der Münchener Qi Gong Akademie in MünVorschläge, welche bestmöglichsten Erfolg chen abschließen werden und dadurch einen garantieren sollen.“ Wer Walter besser kenwichtigen Meilenstein in der Weiterführung nenlernen durfte, weiß, dass er diese Lebensder Qi Gong Pflege im Vinschgau setzen.


Bildungsausschuss Kastelbell/Tschars

Sommer Tanzabende

Offenes Singen auf der Marzoner Alm

für alle Tanzbegeisterten Slowfox Discofox Walzer Polka Boarischer Cha Cha Cha….

Sonntag, 23. Juni 2013

Jeden Donnerstag ab 19.30 Uhr

Vom 13. Juni bis 22. August 2013 Für eventuelle Auskünfte: Emilia 335 1685125 oder Schwimmbad Sonja 339 5243942 Wir freuen uns auf gesellige Tanzabende mit euch. Freier Eintritt! Die Tanzabende finden bei jeder Witterung statt! Schwimmbad Team Kastelbell

Gesundheitswanderung Die heilsamen Kräfte der Natur kennen lernen Referentin: Monika Engl „Alles, was wir brauchen, um gesund zu bleiben, hat uns die Natur reichlich geschenkt.“ wusste bereits der Wasserdoktor Kneipp. Komm mit zu diesem Erlebnistag und tanke Natur-Kraft nach Kneipp: mit Wassertreten zur Stärkung des Immunsystems, mit Kräutern und natürlicher Ernährung, die helfen gesund zu bleiben, mit lebenswichtiger frischer Luft und Bewegung und viel Lebensfreude. Von diesem Tag kehren wir erholt, erfrischt und mit gesunden Anregungen in den Alltag zurück.

Mittwoch, 26. Juni 2013 von 9.00-17.00 Uhr Treffpunkt: 9.00 Uhr Bahnhof Kastelbell Mitzubringen: Wanderausrüstung, Sonnenschutz, Sitzkissen, Proviant für unterwegs und etwas Köstliches für ein gemeinsames Naturpicknick. Anmeldung bis Dienstag, 25. Juni: bei Emilia Tappeiner unter Tel. 3351685125/ 0473-624546

11.30 Uhr hl. Messe; anschließend: Gemeinsames Singen mit Ernst Thoma Für Speis und Trank ist bestens gesorgt! Shuttle Dienst: Waldner Bernie: anzumelden bis Samstag. 22. Juni, 18.00 Uhr unter Tel. 3356828514 Alle sind herzlich eingeladen! Bezirksservice Bildungsausschüsse

Kastelbell/ Tschars

TarscH

LatscH

Martell

Goldrain

Schlanders

Kortsch

Laas

Stilfs

Prad

13.06.13

Schluderns

Mals

Bildungsausschüsse Vinschgau

Graun

Vinschgerwind 12-13

Glurns

18 /Bildungszug/


13.06.13

Der Vinschger Wind 12-13

/Bildungszug/ 19

Bildungsausschuss Glurns

Nacht der Kultur

Glurns öffnet Tür und Tor - das gesamte Programm finden Sie unter: www.glurns.eu Kirchenkonzert und Führung am Samstag, 15. Juni 2013 um 20.30 Uhr in der Frauenkirche in Glurns

Kirchenchor Glurns:

Lobet den Herren

J.Crüger 1653

Kirchenchor Glurns:

Alta Trinita beata Komm heil‘ger Geist

unbek. Meister 15.Jh. S: Wolfgang Scheck

Gernot Niederfriniger:

Menuett

Erklärende Worte Christof Anstein

Erklärende Worte Christof Anstein Kirchenchor Glurns:

Salve Regina Der güld‘ne Rosenkranz

Gernot Niederfriniger:

Harfenstück

M: Gernot N. T: Christof Anstein geistliches Volkslied

Erklärende Worte Christof Anstein Kirchenchor Glurns:

Ave Maria Maria, schönste

Gernot Niederfriniger:

Deutscher Tanz

J.B. Hilber aus Enneberg

Erklärende Worte Christof Anstein Kirchenchor Glurns:

Ave verum Wirf dein Anliegen

Gernot Niederfriniger:

Menuett

W. A. Mozart Felix Mendelssohn Bartholdy

Erklärende Worte Christof Anstein Kirchenchor Glurns:

Bezirksservice Vinschgau/Ludwig Fabi

Bleib bei uns Herr

W. Henry Monk

Bahnhof Spondinig 1 39026 Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 Fax +39 0473 618116 bezirksservice.vinschgau@gwr.it www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf


20 /Jugend/

Vinschgerwind 12-13

JuZe Freiraum Schlanders Ö Fr. 14.06.13 ab 17.00 Uhr School out Party und Grillabend für Mittelschüler (fürs Grillen bitte einen Tag vorher melden) Ö Di. 18.06.13 um 08.40 Uhr Besuch der Bozner Kinderstadt (weitere Informationen im Juze) Anmeldung bis am 11. Juni im Juze oder unter 339 88 15 119 (Kathi) Ö Mi. 19.06.13 15.00 Uhr – 17.00 Uhr Juze-Nachmittag für Mittelschüler Ö Fr. 21. Juni bis So. 23. Juni Hüttenlager; Kosten für Unterkunft und Verpflegung 30 Euro; Anmeldung bis Mi. 12. Juni im Juze oder unter 339 88 15 119 (Kathi) Ö Mi. 26. Juni um 15.00 Uhr ab zum Goldrainersee. Anmeldung bis am Do. 20. Juni im Juze oder unter 3398815119 (Kathi) Phönix Schluderns Ö Sommeröffnungzeiten: Di. 18 – 21 Uhr, Mi. 18 – 20 Uhr, Do. 18 – 21 Uhr, Fr. 20 – 23 Uhr Citytreff Glurns Ö Sommeröffnungszeiten: Mi. 20 – 22 Uhr; Fr. 17 – 22.30 Uhr Jugendtreff Revoluzer Taufers Ö Fr. 14.06.13 ab 16.00 Uhr Filmabend Ö Fr. 21.06.13 ab 16.00 Uhr Junigrillen Jugendtreff Explosiv Prad Ö Sommeröffnungszeiten Di. + Fr. 19.00 – 22.00 Uhr Ö Sa. 15.06.13 ab 19.00 Uhr Sommerfete Jugendcafé „Chillout“ Latsch Ö Fr. 14.06.13 ab 17.00 Uhr Chilliger Cocktailabend Ö Fr. 21.06.13 Der See ruft… Fahrt zum Kalterer See; Info und Anmeldung bis 15.06.13 bei Myri Ö 24.06 – 28.06.13 Mit dem Floß von Burgstall bis Rovereto & 2 Tage Gardasee Jugendclub „Taifun“ Martell Ö Sa. 15.06.13 Kleine Grillparty zu Schulende Info und Anmeldung bis 14.06.13 bei Myri Jugendtreff Tschengls Ö Di 18.06.13 Kinofahrt nach Bozen; Info und Anmeldung bis 15.06.13 bei Myri Jugendtreff Laas Ö Sa. 15.06.13 ab 19.00 Uhr Spieleabend Ö Do. 20.06.13 um 16.00 Uhr Ballspiele Jugendzentrum JUMA Mals Ö Sommeröffnungszeiten: Di. – Fr. 18.00 – 21.00 Uhr Chill HouseStilfs Ö Sommeröffnungszeiten: Fr. 14.06. 17.00 – 22.00 Uhr Sa. 15.06.17.00 – 23.00 Uhr Ab 21.06. bis 31.08.2013: Fr. 16 – 23 Uhr; Sa. 17 – 23 Uhr JuZe Naturns Ö Sa. 15.06.13 Skatecontest Funpark Naturns – Einschreibung vor Ort ab 14 Uhr www.juze-naturns.it

Alkoholprävention in Südtirol

13.06.13

Jugendsommer im Juze „Freiraum“

2013

AUGUST 2013 • Fr. 02. + Sa. 03 August 2013 – Matscher Au • Mo. 12. bis Mo. 26. August – Juze geschlossen • Sa. 31. August 2013 – Extended play

Allgemeine Info: Jeden Mittwoch ist von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr Juze – Nachmittag für Mittelschüler Wir freuen uns auf dich… :o)

Tolle Kunstwerke auf der Haut

Hennapainting im Jugendtreff Tschengls Mit ruhiger Hand und kreativem Köpfchen begann der Hennapainting Nachmittag am 10. Mai 2013 im Jugendtreff Tschengls. Die 9 Jugendlichen freuten sich sehr über die tollen Hennapaintings, die nun, zu Beginn der Sommertage, für drei Wochen Arm, Schulter, Nacken und Hals schmücken. Nebenbei lernten sie, selbst mit den Naturmaterialien umzugehen und malten sich gegenseitig fantasievolle Paintings auf die Haut. Dank des Kulturprogramms des Amtes für Jugendarbeit konnte dieser tolle Workshop mit Frau Mubarak kostenlos für die Jugendlichen organisiert werden.

„Pimp your neighbour“ Projekt gestartet

Der erste Teil des GraffitiworkshopInterregprojekts machte am 25. Halt im Jugendtreff Schluderns „Phönix” und am 26.Mai im Jugendtreff Prad „Ju!p“. Es ging darum, mit den beiden professionellen Sprayern Tobias Planer und Philipp Klammsteiner aus Bozen den Treff aufzupimpen. Zu Beginn des jeweils ganztätigen Workshops setzten sich die beiden Referenten mit den jugendlichen Amateuren zusammen und erarbeiteten die Motive, danach durften alle Teilnehmer eine Sprühübung absolvieren, bevor es ernst wurde. Gemeinsam schafften alle Beteiligten aus beiden Dörfern einzigartige Graffitys für ihren Treff. Ein gespraytes Puzzleteil, welches in jedem der teilnehmenden Treffs zu finden ist.

Es wird noch einen zweiten (Jugendtreff Laas & JuMa Mals) und dritten Teil (Jugendtreff Martell und Juze Schlanders)des Projektes geben. Zum Schluss fahren alle kleinen und großen Künstler gemeinsam zu jedem Treff, um die Kunstwerke der anderen zu bestaunen und sich kennenzulernen, am Ende der Reise durch die Treffs soll ein gemeinsamer Abschluss-Workshop in der Schweiz mit Schweizer Jugendlichen stattfinden. An dieser Stelle vielen Dank für die tolle Zusammenarbeit und die Begleitung von Tobe und Pippo. Das Projekt wurde vom JuMa in Zusammenarbeit mit allen beteiligten Treffs organisiert und vom Interreg IV Projekt finanziert.

Durch die finanzielle Unterstützung des Interreg IV Projektes erhielten insgesamt 7 “knipsbegeisterte“ Jugendliche, durch die Begleitung von Profifotograf WieserOliver,einenspannendenEinblickindieKunst des Fotografierens. Zwei Tage lag der Fokus der Teilnehmer ganz auf der richtigen und bewussten Betrachtung der Dinge in unserer Lebenswelt und auf der eigenen Beziehung zum Dorf und dem eigenen Umfeld. Mit diesem, noch nicht ganz geschulten Auge, pirschten wir zwei Tage lang durch Schlanders

auf der Suche nach unterschiedlichen Motiven. Bei einem gemeinsamen Mittagessen im Juze lernten wir uns noch ein wenig näher kennen, bevor es am Nachmittag wieder ins Freie ging, auf der Suche nach demperfektenBild.Am9.Mai,beimAbschlussabend fürdasProjekt,konntenallekreativenSchnappschüsse noch einmal gezeigt werden. Wir erhielten von Oliver Wieser noch professionelle Tipps für unsere zukünftige Tätigkeit als „Profiknipser“. Ziel des Projektes war es, den Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten durch den Blick auf das Wesentliche über die eigenen Grenzen hinauszuschauen. Wir wünschen den Jugendlichen weiterhin viel Spaß beim Fotografieren und stets ein offenes Auge für die schönen Dinge. Vielen Dank auch an Olli für zwei spannende Tage.


13.06.13

Der Vinschger Wind 12-13

/Jugend/ 21

Eyrs

200 Jahre Bildung in Eyrs Pensionierte Lehrpersonen, Frau Muther und Herr Borghi; Moderator Patrick, Schulstellenleiterin Helene Heinisch und Direktorin Martina Rainer; im Wahlbereich studierten die Schüler mit den Lehrerinnen Martha Zangerle und Claudia Alotti die Tänze ein

A

llen Grund zu feiern hatte kürzlich die Dorfbevölkerung von Eyrs, die Grundschule des Dorfes feierte ihr 200-jähriges Bestehen. Die Schulstellenleiterin Helene Heinisch, die Direktorin des Schulsprengels Laas Frau Martina Rainer und das Lehrerteam konnten am Freitag, 24. Mai viele Leute zu diesem Fest begrüßen. Durch einen gemeinsamen Wortgottesdienst für verstorbene Lehrpersonen und Schüler in der Pfarrkirche wurde das Fest eingeläutet. Anschließend begaben sich alle in den Kultursaal. Die Heimatbühne Eyrs gab einige Theatersketche zum Besten. Unter dem Aufhänger „Die Schule vor 200 Jahren“, „Schule heute“ und „Schule der Zukunft“

zeigte sie auf humorvolle und ironische Weise, wie der Schulalltag ausgesehen haben könnte. Reden, Power-Point-Präsentationen, einstudierte Tänze im Wahlbereich und schwungvolle Lieder rundeten das umfangreiche Rahmenprogramm ab. Auffallend war die Freude und Motivation, mit welcher sich die Schüler an ihren Präsentationen beteiligten. Auch eine Ausstellung alter Urkunden, Zeugnisse, Fotos, Hefte, Bücher und Schulutensilien sowie ein schmackhaftes Buffet, Süßigkeiten aus den Händen der Schülereltern und die Marende, bezahlt von der Gemeindeverwaltung, gehörten zum Abend. Dass sich das ganze Dorf über dieses Jubiläum freut, zeigte sich

auch daran, dass die Pfarrgemeinde unter der Führung von Reinhard Zangerle und Kathrin Burgo zu diesem Thema recherchierte und den Grundschülern Einblick in das Archiv gewährte. In diesem Schuljahr beschäftigten sich die Schüler intensiv mit der Geschichte der Bildung und der „Schule damals“. In einem Bericht der Bezirkshauptmannschaft wird die Grundschule Eyrs erstmals im Schuljahr 1812/1813 namentlich genannt. Der Hauptmann der Schützen Peter Zangerle und Reinhard Zangerle konnten ältere Einträge über ein Bildungssystem ausmachen. Durch die offizielle Nennung wurde das Jubiläum heuer feierlich begangen. (bbt)

Mals/Val Müstair

Musik verbindet über Grenzen A

m Sonntag, 02. Juni in Tartsch und am Samstag, 08. Juni in Sta. Maria fand ein Gemeinschaftskonzert der Jugendkapelle Mals und der Musica giuventüna Rom Val Müstair statt. Unter der Leitung der Dirigenten Myriam Tschenett und Roberto Donchi musizierten die Jugendlichen, begleitet von der 15- köpfigen Majorettengruppe unter der Leitung von Dominique Grond. Die Jugendlichen aus dem Münstertal trafen sich dabei schon im Vorfeld zu gemeinsamen Proben mit den jungen Musikanten aus Mals. Den ersten Teil des Konzertes gab die 35-köpfige Jugendkapelle aus dem Münstertal zum Besten. Lara und Doreen Donchi führten gekonnt und witzig durch den ersten Teil. Zum Programm gehörte „A Festive Parade“ von Darrol Barry, „Dances of the Bells“ von Dave Randol, „Recorders on Tour“ von Harry Richards, Saxofrolic von Tom Haynes, „Slapstick Show“ von Ivo Kouwenhoven und der „Baker Street March“ von Charles Michiels. Die Majorettengruppe zeigte ihre Tänze mit den Jonglierstäben dazu. Roberto Donchi verstand es bestens die Jugendlichen für das Musizieren zu begeistern, einstudierte Soli und Choreografien

Die Sprecherinnen Lara und Doreen; rechts: die beiden Solisten der „Musica Giuventüna Rom“ mit dem Cornet gehörten zum Ablauf. Das Durchschnittsalter der Giuventüna Rom ist seit heuer auf 12,5 Jahre gesunken und Kinder aus dem gesamten Münstertal gehören zum Klangkörper. Den zweiten Teil läutete die Jugendkapelle Mals, mit dem bekannten Forellenmarsch von Alfred Bösendorfer ein. Darauf verführte sie die vielen Zuhörer mit „Songs of Africa“ auf den schwarzen Kontinent, es folgte „Rattlesnake“ von

Paul Lavender, „I dreamed a dream“ aus Les Misérables, „Make Music“ von Markus Götz und „Just Dance“ von Lady Gaga. Die Jugendlichen wurden von Bläsern aus der Musikkapelle Mals unterstützt, somit gaben 33 Musikanten ein gelungenes Konzert. Mehrere Sprecherinnen führten durch das Programm. Als Zugabe spielten die beiden Jugendkapellen gemeinsam, unter der Leitung von Myriam Tschenett. (bbt)


22 /Kultur/

13.06.13

Foto: Angelika Ziernheld

Vinschgerwind 12-13

G.A.P. Atelierhaus von Erwin Bernhart

E

in Fahrrad lehnt lässig an Holzplatten, zwei Basketballkörbe kleben hoch oben an der Wand, die Decke besteht aus mehreren skelettartigen Eisengerüsten, in einer Ecke ein gemütlicher Diwan, ein Stuhl, ein Tisch. Es ist ein großer Raum. Man kann noch die Empore erkennen, von der aus der Raum überblickt werden kann. „Es war einer der ersten Kultursäle im Vinschgau“, erzählt mir Andy Tappeiner. Der große Raum war Theatersaal, ein Kino, Feste wurden darin gefeiert, als Turnhalle diente er auch (die Basketballkörbe erinnern daran). Seit Jahren ist der Raum stillgelegt und unbenützt. Der Raum liegt am Pfarrhaus an, am Widumplatz in Glurns, etwas versteckt gegenüber dem Kunst- und Antiquitätenladen „Hellebarde“. Und nun kommt neues Leben hinein. War der Saal einst einer der ersten Kultursäle im Vinschgau, so wird er nun zu einem

Experiment. Ein solches gibt es in Südtirol nicht, in Italien auch nicht und ein ähnliches wird man in Europa suchen müssen: Der Saal und seine Nebenräume sind ein Atelierhaus. „Wir haben die Räume wieder hergerichtet“, sagt Angelika Ziernheld. Ein Atelierhaus, erklärt mir Tappeiner, wird Künstlern zur Verfügung gestellt - Werkstatt samt Ausstellungsraum, Schlafgelegenheit, Kochgelegenheit, sanitäre Anlagen. Auf der Empore, auf der ehemaligen Tribüne für das Theater, wurden zwei Zimmer eingerichtet, spartanisch, abgeteilt mit Holzplatten, die Regale sind angeschraubte Holzkisten, die Matratzen auf Paletten. Ein „Kreativurlaub“ für aufstrebende Künstler wird dadurch ermöglicht. Für wenig Geld und viel Kreativität. Denn die Stadt Glurns, ihre Umgebung, die Nähe zu den Nachbarländern Schweiz und Österreich, der obere Vinschgau können als Inspirationsquellen angezapft werden. Die Künstler, so das Ziel, sollen von überall herkommen können. Mit ihnen zieht ein Hauch Internationalität in die

Stadtmauern. In jene Stadt, aus der ein Paul Flora stammt. Flora, der berühmte Zeichner und Maler, hat seinerzeit junge Künstler tatkräftig gefördert. Marie Matthieu zeichnet feine Linien, am Fenster gleich hinter dem Eingang. Matthieu, die gebürtige Französin, kommt aus Bremen und wird einige Wochen in Glurns bleiben. Sie hat freie Kunst studiert und 2009 den Meisterabschluss gemacht. Plastiken interessieren sie, Objektkunst. Zahor Gotesman aus Israel ist derzeit im Atelierhaus. Ein Bildhauer, der in Carrara studiert hat. Es sind solche Künstler, die kommen sollen, die sich entfalten können. „Wir fördern junge Künstler in ihrer Entwicklung“, sagt Tappeiner. Das „jung“ muss sich nicht zwangsläufig auf das Alter der Leute beziehen. Vor einem Jahr haben fünf junge Künstler aus dem Vinschgau den Verein G.A.P. Glurns Art Point gegründet - Julia Frank, Andy


Der Vinschger Wind 12-13

/Kultur/ 23

Foto:s Erwin Bernhart

13.06.13

links und oben: Der Saal im Atelierhaus ist Werkstätte und Treffpunkt oben rechts: Marie Matthieu aus Bremen ist derzeit KünstlerGast in Glurns rechts: das Programm zur „Wiedereröffnung“

Tappeiner, Simon Troger, Harald Punter und Angelika Ziernheld. Mit ihrer Idee, ein Atelierhaus installieren zu wollen, sind die Künstler in Glurns auf offene Ohren gestoßen. Die Organisation „Glurns Marketing“ mit Hans Oberthaler und Alois Frank an der Spitze unterstützen das Vorhaben tatkräftig. Waren die jungen Künstler im vorigen Jahr noch in einem Stadel untergebracht, stehen seit heuer die Räumlichkeiten der Pfarre zur Verfügung. „Glurns Marketing“ hilft finanziell bei Miete und Umbau mit. Der Verein G.A.P. ist ein no profit Verein. Von den ehemaligen fünf Gründungsmitgliedern sind mit der mittlerweile bekannten Künstlerin Julia Frank, mit der Designerin Angelika Ziernheld und den Bildhauern Andy Tappeiner und Simon Troger vier Aktive übrig geblieben. „Wir haben uns die Frage gestellt“, erklärt mir Angelika Ziernheld, „was es in Südtirol braucht, wie wir Künstler herbekommen und gleichzeitig die Stadt Glurns bereichern können. So ist uns der Gedanke „Ar-

tist in Residence“ gekommen.“ Ich schaue im Internet nach, was das heißt und finde: „Unter Artist in Residence sind Programme zu verstehen, die es Künstlern aus unterschiedlichen Fachrichtungen (Schauspieler, Bildende Künstler, Musiker, Schriftsteller) erlauben, ihre kreativen Tätigkeiten ohne den direkten Einsatz eigener finanzieller Mittel auch außerhalb ihres unmittelbaren Kulturkreises auszuüben.“ „Der Verein G.A.P. hat es sich zum Ziel gesetzt, der zeitgenössischen Kunst die Chance zu geben, sich im Vinschgau zu etablieren. Junge Künstler aus Südtirol und auch über die Grenzen hinaus sollen die Möglichkeit haben, das Ambiente der kleinen mittelalterlichen Stadt Glurns zu entdecken und darin zu schaffen. GAP ist ein Ort voller Inspiration, wo sich junge Künstler entfalten und austauschen können.“ So steht es auf der Internetseite des Vereines (http:// www.glurns-art-point.com). Vor einer Woche hat es im Atelierhaus noch

nicht nach einer Ausstellungseröffnung ausgeschaut. „Viel wird sich auch nicht verändern“, sagt Tappeiner. Er verlegt einen Boden in einem für die Ausstellung bestimmten abgetrennten Raum. Der Raum wird weiß gestrichen. Das war’s. „Zum Start haben wir Künstler direkt eingeladen“, sagt Angelika Ziernheld. „In Zukunft soll es dann so sein, dass in Glurns arbeitende und schaffende Künstler auch ausstellen sollen.“ Am kommenden Samstag, am 15.06.2013, findet allerdings die große Premiere statt. Ab 15.00 Uhr wird nämlich die erste große Ausstellung mit einer Vernissage eröffnet, eingebettet in das Programm „Nacht der Kultur“ in Glurns. Badarau Catalin und Bianca Manu aus Bukarest/Rumänien und Franziska Schink aus Deutschland werden mit ihren Werken als erste den Ausstellungsraum bespielen. Die Band „Emissione“, die Sängerin Elisabeth Chytra und die Musiker Jakyll&Hyde bringen Musik ins Atelierhaus.


24 /Sonderthema/

Vinschgerwind 12-13

13.06.13

Vinschgerwind »

von Angelika Ploner

Wirtschaftsstandort Kastelbell-Tschars - Teil 2

Die Fuchs J. OHG. Die jüngste Idee im Unternehmen „Fuchs J. OHG“ nennt sich Fuchs Bio und folgt einem Trend, der sich in den nächGründung: 1922 sten Jahren noch Mitarbeiter: 35 Sitz: Moosweg 11 verstärken dürfte: Kastelbell-Tschars der Biokost. Dass www.fuchs-cereals. man Trends vercom folgt, den Markt genau studiert und aus den Ergebnissen Schlüsse für die künftige Betriebsentwicklung zieht, ist nicht neu bei der „Fuchs J. OHG“ in Kastelbell; seit Jahrzehnten gehört das zur Unternehmensphilosophie von Helmuth und Josef Fuchs, den FuchsBrüdern. Sie führen das Unternehmen seit den 80ern und bauen nun mit der

Biolinie ein drittes Standbein in der „Fuchs J. OHG“ auf; erweitern Fuchs Naturkost und Fuchs Venosta, jene zwei über die Jahre gewachsenen Marken, die Naturkost-, Frühstückscerealien- und Müsliprodukte unter ihrem Dach erfolgreich vereinen. Die Geschichte des Unternehmens „Fuchs J. OHG“ beginnt genau im Jahr 1922, als Josef Fuchs, der Großvater des heutigen Führungsduos eine Mühle samt Bäckerei in Latsch erwarb. Über 90 Jahre ist das nun her und die Sprosse – Josef und Helmuth Fuchs - haben aus der Müllertradition geschöpft und das

Sortiment anwachsen lassen aus einem ganz bestimmten Bewusstsein heraus, jenem nämlich für gesunde Kost. 1987 begann man in Latsch mit der Produktion von Naturkostprodukten und mischte das erste Müsli. Viele Male fuhr man übers Land, besuchte Messen und Märkte, warb immer wieder um Wiederverkäufer, bis sich der Erfolg einstellte. Dann ging’s bergauf. Der Standort in Latsch wurde zu klein und man siedelte 1998 in das Gewerbegebiet in Galsaun um. Ausschließlich dort produziert das Unternehmen „Fuchs J.OHG“ seitdem, beschäftigt 35 Mitarbeiter und beliefert Geschäfte und Supermarktketten in 25 Ländern. Das Familienunternehmen hat sich etabliert und ist am Markt hervorragend unterwegs. Und wenn man die Naturkost oder die Cerealien auch nicht erfunden hat, so hat das Kastelbeller Unternehmen „Fuchs J. OHG“ sie doch bekannt gemacht im Vinschgau, in Südtirol und darüber hinaus.


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13.06.13

Salon Reinhard. Haarschnitt und Styling nach Wunsch: Im Salon Reinhard in Kastelbell sind alle - Damen, Herren und Kinder - herzlich willkommen. Das Team im Salon ist Dorfplatz 6, spezialisiert auf Haar und Kopfhaut Kastelbell und beherrscht moderne, freche Tel. 0473 624188, Haarschnitte ebenso wie klassische mit Voranmeldung Frisuren oder Stylings für besondere Anlässe. Regelmäßig bildet man sich weiter und auf freundliche Beratung und handwerkliches Können können Kunden vertrauen. Styling mit hochwertigen Produkten, schonende Kolorationen oder die Pflege von Problemhaar: Das Ergebnis muss für Reinhard Mantinger perfekt sein, daran misst er seinen Erfolg.

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Cafè Walter Pizzeria.

Einladende Sonnenterrasse, großer Spielplatz und viel Platz zum Parken: Die Pizzeria Restaurant Walter ist ideal an der Hauptstraße in Kastelbell gelegen und wartet – neben dem Ambiente – mit Pizzaspezialitäten und kulinarischen Köstlichkeiten Cafè Pizzeria auf, die das Wasser im Mund zusamRestaurant Walter, Kastelbell menlaufen lassen. Die Pizza kommt Tel. 0473 624128 mittags und abends direkt aus dem Holzofen und ist besonders knusprig. Auch Vollkornpizza steht hier neben den mindestens 60 Pizzakreationen zur Wahl. Besonders beliebt sind auch die Arbeitermenüs, die der Familienbetrieb anbietet.

Der Vinschger Wind 12-13

/Sonderthema/ 25

Burgapotheke Kastelbell. Die Burgapotheke in Kastelbell ist für seine Kundinnen und Kunden da. Apotheker Dr. Winkelweg 1 Kastelbell Ivan Merighi und seine Mitarbeiter beraten Tel. 0473 72 70 61, Mo. seit vielen Jahren nicht nur fachlich, sondern - Fr. 8:30 - 12:30 und auch menschlich und sind stets bemüht, den 15 - 19 Uhr, Sa. 8:30 verschiedenen Anliegen gerecht zu werden. - 12:30 Uhr, Do. NachAuch deshalb - doch nicht nur - führt man mittag geschlossen neben Arzneimitteln in der Burgapotheke ein umfangreiches Sortiment an homöopathischen Einzel- und Komplexmitteln. Denn die Natur – so das Credo in der Apotheke direkt an der Hauptstraße in Kastelbell - hat jede Menge Heilendes zu bieten. Selbstverständlich sind Dr. Ivan Merighi und sein Team im Bereich der Homöopathie fortgebildet, um Kundinnen und Kunden gut beraten zu können. In der traditionsreichen Burgapotheke hat aber nicht nur die Homöopathie ihren v.l.: Friederike Trafoier, Dr. Ivan festen Platz, sondern auch Merighi, Marion Götsch (Dr. Aledie Kräuterheilkunde. Und xandra Gross fehlt im Bild) noch etwas: Als einzige Apotheke im Vinschgau bietet Dr. Ivan Merighi den Biotricotest an. Mittels einer Haaranalyse werden Lebensmittelunverträglichkeiten festgestellt und eine passende Therapie zusammengestellt.

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26 /Sonderthema/

Vinschgerwind 12-13

13.06.13

Sommer und Sonne Bade- und Grillzeit

Er nähert sich der Sommer, und sie wirken wie Balsam, die Sonnenstrahlen nach dem verregneten und kalten Frühjahr. Dass die Sonne eine wohltuende Wirkung hat, wie verregnet das Frühjahr auch war, ist wissenschaftlich nachgewiesen. von Angelika Ploner (zurrose.at und grill-tipps.ch)

Sonne.

Einmal ist die Sonne ein echter Muntermacher, weil das Licht die Produktion des Schlafhormons Melatonin senkt. Zum Zweiten ein Vitaminspender, weil mit Hilfe der UV-Strahlen im Sonnenlicht der Körper Vitamin D in seinen oberen Hautschichten bildet.

Vitamin D ist von besonderer Bedeutung für den Aufbau von Knochen und Zahnsubstanz sowie für die Funktion von Muskeln, Nerven und des Immunsystems. Doch bei allen guten Eigenschaften: Mit der Sonnenzufuhr sollte nicht übertrieben, sondern Maß gehalten werden.

Grillzeit. Mit der Sommerzeit geht natürlich auch die Grillsaison einher. Und wenn

die Geschmäcker da auch verschieden sein mögen, so sind die Rollen meist klar verteilt: Die Frauen kümmern sich um Salate, Beilagen und Soßen, während die Männer die Zubereitung des Grillgutes übernehmen. Fürs Fleisch nämlich, aber mehr noch fürs offene Feuer, waren immer schon die Männer zuständig. Bei der Zusammenstellung der Speisen, die man am Grill

Ab jetzt bedienen wir Sie in unserem neuen Geschäft!

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13.06.13

zubereitet, gibt es hingegen kaum Grenzen. Besonders wichtig ist natürlich der Grill. Nur mit einem professionellen Grill, der stabil und funktional ist, kann das Grillgut perfekt angerichtet werden. Und: können sich Unfälle vermeiden lassen, gerade wenn Kinder dabei sind. Natürlich steht beim Entzünden der Grillkohle die Sicherheit an erster Stelle. Flüssige Grillanzünder bergen einige Gefahren und sind zudem geruchsintensiv. Dem vorzuziehen sind daher die

„

Männer grillen, Frauen kümmern sich um Salate, Beilagen & Soßen herkömmlichen Grillanzünder, die die Kohle unter Sauerstoffzufuhr ebenfalls schnell erglühen lassen. Grillprofis greifen auf einen elektrischen Grillanzünder zurück: eine Heizschlange, die unter die Kohlen gelegt innerhalb kürzester Zeit eine gleichmäßige Glut erzeugt. Nach dem

Grillen gilt es darauf zu achten, dass die Kohle gut abgelöscht wird und keine Glut unbeaufsichtigt verbleibt. Bei der Wahl des Grillguts hingegen sind natürlich persönliche Vorlieben gefragt. Als Klassiker gilt die Grillwurst. Ebenfalls beliebt ist das Steak: Hüftsteaks oder Filetsteaks. Diese können in verschiedenen Variationen - ob blutig oder medium gebraten - serviert werden. Wichtig: Beim SteakGrillen soll das Fleisch zart und zugleich saftig bleiben und kein Fleischsaft in die Glut der Kohle tropfen. Auf dem Rost muss es schnell scharf von beiden Seiten angebraten werden und danach nur noch fertig garen. Wenn das Steak vom Grill genommen worden ist, sollte es zunächst noch einen Moment ruhen, sodass der Fleischsaft sich wieder verteilen kann. Danach ist es servierbereit. Nicht fehlen beim Grillen dürfen natürlich auch Spareribs. Die erste Regel beim Grillen von Spareribs ist das Marinieren. Dazu wird zuerst die Silberhaut, das ist die Haut auf den Knochen, entfernt. 

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Grillen – eine Übersicht: Wer gerne grillt, muss einige Grundregeln beachten. Ein kleiner Überblick: Bevor Sie mit dem Grillen beginnen, sollten Sie vorsichtig die Asche wegfächern. Bitte hier sehr behutsam vorgehen, um den Funkenflug zu vermeiden.

Fisch darf nicht zu lange gegrillt werden. Sobald der Fisch von außen leicht weiß ist, können Sie ihn vom Grill nehmen und verzehren.

Geflügel- und Schweinefleisch immer gut durchgrillen. Bei Rindfleisch können Sie selbst entscheiden, wie Sie Ihr Fleisch bevorzugen.

 Denn diese Haut ist oft sehr zäh und deshalb nicht unbedingt Kriterium für ein leckeres Sparerib. Dann werden die Spareribs mit einer Marinade bestrichen oder, noch besser, bereits am Vorabend darin eingelegt. Die Marinade selbst sollte möglichst intensiv sein. Wichtig beim Grillen: Es darf nicht zu heiß sein, denn dann verbrennen die Spareribs schnell und sind ungenießbar. Ist die Temperatur gut, so müssen die Spareribs regelmä-

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Durch eine unterschiedliche Kohleverteilung können Sie auf dem Grill verschiedene Garstufen erreichen. Der Vorteil: Auf den nicht so heißen Wärmezonen können Sie das Fleisch vor dem Verzehr lagern, so dass es nicht zu schnell trocken und zäh wird.

Wenn Sie das Fleisch wenden wollen, dann nur zwei Mal. In der Regel reicht eine Wendung, um den perfekten Garpunkt zu erreichen. Zudem sollten Sie nicht zu viele Fleischstücke auf einmal grillen, da sonst das Fleisch zu zäh werden kann.

ßig gewendet werden. Nur so garen sie von beiden Seiten richtig durch. Überhaupt lautet die Faustregel für das Grillen beim Fleisch: Pro ein Zentimeter Fleischdicke ein bis zwei Minuten je Seite zum Durchgaren. Mit der Grillzange kann man schnell feststellen, ob das Fleisch schon gut durchgegart ist. Einfach mittig auf das Grillgut drücken, fühlt es sich noch recht weich an, ist es innen noch roh. Federt es leicht, ist es

Die Grillreihenfolge ist wichtig, da kleinere Würstchen oder Fleischstücke relativ schnell fertig sind. Daher sollten Sie vorab genau selektieren, welche Fleischstücke Sie auf dem Grill wo platzieren.

Reinigen Sie den Rost vom Grill immer gründlich. Hierfür können Sie spezielle Stahlschwämme oder diverse Spülmittel verwenden. Wichtig: Immer gut mit Wasser abspülen, damit der Geschmack vom Spülmittel nicht hängen bleibt.

rosa und fühlt es sich fest an, ist es gut durchgegrillt. Grillklassiker hin oder her, verschiedene Gewürze können Fleisch aufpeppen und somit zu einem einzigartigen Gaumenschmaus verwandeln. Beispiel: Grillgut in eine würzige Marinade einlegen. Dazu benötigt wird Knoblauch, Olivenöl, Pfeffer, Salz und verschiedene Gewürze, wie z.B. Oregano, Chili oder Rosmarin. Aus diesen Zutaten eine Marina-

de anrühren und das Grillgut in diese für etwa 12-24 Stunden legen. Oder aber: Grillgut in einen würzigen Kräutermantel legen. Für würziges Grillgut im Kräutermantel benötigt man diverse Gewürze wie Basilikum, Petersilie, Oregano, Rosmarin und Chili. Die Kräuter klein hacken und mit Chili und Öl verfeinern. Semmelbrösel oder würzigen Parmesan dazu mischen, sodass eine etwas festere Masse entsteht, welche auf das Grillgut gestrichen wird. Viele Grillzutaten schmecken einfach besser, wenn man sie vorher mariniert. Da macht das Gemüse keine Ausnahme. Grundsätzlich sollte das vorbereitete Gemüse, gesalzen, gepfeffert und mit Öl eingepinselt werden. Das Grillgut hat aber erst seinen richtigen Auftritt, wenn auch die Beilage stimmt. Schmackhafte Salatvariationen oder passende – selbst zubereitete – Soßen etwa, Kartoffelsalat, gegrillte Polentascheiben, Gemüse und Nudelsalat: Erlaubt ist, was schmeckt. Oder aber Spieße. Gemüsespieße bereitet man ganz einfach zu: 
Zucchini, Melanzani, Zwiebeln sowie Cocktailtomaten in Stücke schneiden und in Olivenöl, Meersalz und getrocknetem Rosmarin marinieren. Einfach auf Spieße geben und grillen.

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dieser Eigenschaften eignen sich Schwimmen und ähnliche Sportarten wie Wassergymnastik oder Aqua-Jogging optimal für jede Altersklasse. Natürlich müssen nicht gleich körperliche und technische Höchstleistungen vollbracht werden beim Sprung ins kühle Nass

Das Erlebnisbad Prad öffnet seine Türen am 15. Juni

Badezeit. Wenn der Sommer

da ist, dann öffnen mit ihm auch die Tore der Schwimmbäder. Schwimmen ist mitunter die liebste Freizeitaktivität im Sommer, ist doch ein Sprung ins kühle Nass, einfach eintauchen an warmen Sommertagen, herrlich erfrischend. Und ganz nebenbei: Schwimmen gehört zu den gesündesten aller Sportarten. Die Bewegung gegen den Widerstand des Wassers ist eine besonders effektive Trainingsform. Dabei trägt das Wasser das Körper-

gewicht und entlas-tet die Gelenke – so werden auf effektive aber schonende Weise Kalorien und Fett verbrannt. Darüber hinaus wird durch die Arm- und Beinbewegungen die gesamte Muskulatur des Körpers beansprucht. Netter Nebeneffekt: Verspannungen im Nackenund Schulterbereich können durch die typischen Schwimmbewegungen der Arme sanft gelöst werden – und das „Hinund-Her“ der Beine regt zudem die Durchblutung und den Bluttransport zum Herzen an. Dank

im heimischen Schwimmbad. Der Spaß und das Wohlbefinden sollten beim Schwimmen immer im Vordergrund stehen. Strecke, Tempo und Pausen werden am besten nach eigenem Ermessen gewählt, um Überanstrengung und Krämpfe zu vermeiden. 


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Neues Sporthaus zum 40. Jubiläum Der Amateursportverein Laatsch/Raiffeisen kann sich zu seinem 40. Bestehen über das renovierte und erweiterte Sporthaus am Fußballplatz freuen. Die Kabine für die Heimmannschaft ist modernen Ansprüchen angepasst und der Aufenthaltsraum ist vergrößert worden. Ein neuer Parkplatz steht bereit. von Magdalena Dietl Sapelza

D

er Amateursportverein Laatsch/ Raiffeisen hat allen Grund zum Feiern. Das sanierte Sporthaus ist fertig gestellt. Der Fußballrasen befindet sich dank Platzwart Meinrad Paulmichl in einem Top-Zustand. Und ein 2.400 Quadratmeter großer Parkplatz, finanziert von der Fraktionsverwaltung, steht bereit. Auch die Sportanlage steht auf Fraktionsgrund. Nachdem das Sporthaus und die Umklei-

dekabinen nicht mehr den modernen Anforderungen entsprachen, suchte das Team um den seit 2006 amtierenden Präsidenten des ASV-Laatsch, Joachim Reinstadler, nach einer Sanierungsmöglichkeit. Ein Großteil der Finanzierung von rund 110.000 Euro konnte mit Landes- und Gemeindegeldern abgedeckt werden. Einen Restbetrag muss der Amateursportverein selbst aufbringen. Viele Freiwillige stellten ihre Arbeitskraft zur Verfügung, um so Kosten zu sparen. Auch die am Bau beteiligten Unternehmen kamen dem Sportverein entgegen. „Allen

gilt ein herzliches Dankeschön“, sagt Reinstadler. Hinter ihm und seinem Vorstand standen und stehen die Ex-Präsidenten Gebhard Erhard (von 1973 bis 1983) und Ignaz Blaas (von 1983 bis 2006). Das gesamte Sportgebäude erfuhr eine Erweiterung. Die Sportanlage erhielt im Zuge des Rad-Weg-Baues auch den Anschluss an die Kanalisation und an das Trinkwassernetz. Die Heim-Mannschaft erhielt eine große Umkleidekabine. Erweitert wurde der Aufenthaltsraum. Dort haben eine Theke


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Das renovierte und erweiterte Sporthaus des ASVLaatsch/Raiffeisen nahe der Calvenbrücke am Eingang des Münstertales. Die jungen Kicker der Mannschaft U-8 trainiert von Emil Tappeiner und Rolf Erhard und eine Kochnische Platz gefunden. Die Holzverschalung aus Fichte wirkt gemütlich, die Bodenfliesen sind Steinplatten nachempfunden und pflegeleicht. Vollkommen neu zeigen sich die sanitären Anlagen, sei es im Kabinen-Trakt, wie auch im Aufenthaltsraum. Dieser wird immer dann genutzt, wenn auf dem angrenzenden Rasen sportliche Aktivitäten stattfinden, vor allem nach Fußballspielen, wenn es Siege zu feiern gibt. Die Kampf-Fußball-Mannschaft der Spielgemeinschaft Laatsch/Taufers konnte in jüngster Zeit bereits einige Male Aufstiege von der dritten in die zweite Amateurliga feiern. Auch mit Abstiegen weiß man umzugehen. Der erste indirekte Aufstieg (aufgrund eines nachträglichen Ansuchens) von der dritten in die zweite Amateurliga gelang in der Fußballsaison 1998/1999 als Spielgemeinschaft Laatsch/Burgeis. Nach einem Jahr wurde die Mannschaft wieder drittklassig. Dann begann die Ära der Spielgemeinschaft Laatsch/Taufers. 2007/2008 holte sich die Mannschaft den viel bejubelten Meistertitel (mit einem Sieg beim letzten Meisterschafts-

spiel gegen Tscherms). Nach dem Abstieg zwei Jahre später, folgte 2010/11 erneut der Aufstieg. Seither behauptet sich die Mannschaft tapfer in der II. Amateurliga. In der vergangenen Saison 2012/2013 belegte sie den guten sechsten Platz. Gespielt werden jeweils zwei Spielrunden hintereinander abwechslungsweise in Laatsch und in Taufers. Betreut wird die Sektion Fußball von Christian Gruber und Karlheinz Fliri. Groß geschrieben wird im ASV-Laatsch die Jugendarbeit. Begeisterte kleine Kicker trainieren in der U-8 und in der U-10. Die Laatscher Sportfunktionäre haben 2011 das „Laatscher U-10-Jugendturnier“ aus der Taufe gehoben, bei dem sich vor Meisterschaftsbeginn im Herbst Jugend- Mannschaften von Reschen bis Schlanders spielerisch messen. Derzeit werden die Weichen für das dritte Jugendturnier gestellt. Die U-11 (Laatsch/ Taufers) trainiert Jürgen Thurin. Im Jugendbereich hilft Martin Pinggera tatkräftig mit.

Reinstadler, bietet Skikurse für Anfänger in Fuldera an und sorgt bei Schnee für eine Langlauf-Loipe. In der Sektion Leichtathletik trainiert Werner Rufinatscha, unterstützt von Konrad Schwalt und Günther Tragust, rund 30 Kinder und Jugendliche. Diese nehmen an Dorfläufen teil. Lise Lotte Nielsen Hörmann leitet die Sektion Karate. Trainer ist Kurt Hörmann. Finanziell unterstützt wird der ASV Laatsch von der Gemeinde, der Fraktion, vom Land, von der Raiffeisenkasse Prad/Taufers als Hauptsponsor und von mehreren Gewerbetreibenden. Am Sonntag, den 23. Juni werden alle gemeinsam im neuen Sporthaus feiern. 

Neben der Sektion Fußball betreut der ASV Laatsch/Raiffeisen noch die Sektionen Wintersport, Leichtathletik und Karate. Die Sektion Wintersport, geleitet von Präsident

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Nationalpark Stifserjoch

Bei den Nachbarn Foto: Wolfgang Platter

Das Haus der Berge in Berchtesgaden

Lärchenholz, Cortenstahl, Glas und Dolomit-Steine sind die an der Fassade sichtbaren Baustoffe für das Haus der Berge in Berchtesgaden.

Wolfgang Platter, zum Tag des Hlg. Antonius von Padua, 13. Juni 2013

Der Nationalpark Berchtesgaden Der Nationalpark Berchtesgaden Watzmann Königssee ist einer von derzeit 14 Nationalparks in der Bundesrepublik Deutschland. Der einzige deutsche Alpennationalpark liegt im Südosten Deutschlands und grenzt an das österreichische Bundesland Salzburg. Er wurde im Jahre 1976 gegründet und umfasst eine Fläche von 120 km². Die Flächen, auf denen der Nationalpark Berchtesgaden entstanden ist, befinden sich ausschließlich in Eigentum des Freistaates Bayern. Zum einordnenden Größenvergleich: Der Nationalpark Schweiz ist mit 110 km² halb so groß wie der Nationalpark Berchtesgaden, der Nationalpark Stilfserjoch mit 1.310 km² 6 Mal so groß. Ausgedehnte Wälder, Täler und steil aufragende Berge prägen das Bild der

Gebirgslandschaft im Nationalpark Berchtesgaden. Umgelegt in die prozentuelle Aufteilung der Flächen: 3% Wasser, 42% Wald, 4% Almen und 51% Fels und alpine Rasen bilden den Nationalpark Berchtesgaden. Am 24. Mai d.J. wurde in Berchtesgaden das „Haus der Berge“ als ein neues Herzstück des Nationalparks eröffnet. Ich durfte dabei sein und möchte die Leserinnen und Leser mit dem heutigen Beitrag teilhaben lassen am Staunen über diese gelungene Struktur zur Umweltbildung.

Das Haus der Berge Das „Haus der Berge“ ist das neue Informations- und Bildungszentrum des bayrischen Nationalparks Berchtesgaden am Ortseingang von Berchtesgaden. In modernster Architektur bietet es auf einer Ausstellungsfläche von 2.100 m² einen informativen und spannenden Einstieg in die Natur- und Kulturlandschaft der nördlichen Kalkalpen im

Berchtesgadner Land. Die didaktische Aufbereitung ist überzeugend und fesselnd. Der Dreiklang aus Informationszentrum, Bildungszentrum und Außengelände sorgt für ein abwechslungsreiches Angebot für verschiedene Zielgruppen wie Schulklassen, Familien, Einzelbesucher und Menschen mit Unternehmungslust und Entdeckergeist. Bei Gesamtkosten von 19 Mio. € wurden in der Finanzierung 15 Mio. € vom Freistaat Bayern aufgebracht, 3 Mio. € wurden von der Europäischen Gemeinschaft und 1 Mio. € von privaten Förderern und Stiftungen beigesteuert.

Das Informationszentrum Das Leitmotiv der Ausstellung im Informationszentrum ist gleich einleuchtend wie treffend: „Vertikale Wildnis“ kondensiert als Ausstellungskonzept die natur- und kulturräumliche Ausstaffierung des Nationalparks Berchtesgaden vom Grund des Königssee (in


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/Nationalpark/ 33 Links: Berchtesgadner Kinder laden zum Besuch des Wasserlabors, der Wiesenküche, der Waldwerkstatt und des Felsenblicks im Bildungszentrun des Nationalparks ein. unten links: Mut zur Lücke, großzügige Distanz des Betrachters, sorgfältige Auswahl der Exponate, multimediale Präsentation sind einige der überzeugenden Gestaltungsansätze im Haus der Berge in Berchtesgaden.

Das Bildungszentrum Das Bildungszentrum bietet mit seinen vier modernst ausgestatten Räumen den Schulklassen und anderen Gruppen einen anregenden, praktisch ausgerichteten Lern- und Erlebnisort. In der Wiesenküche, dem Wasserlabor, der Waldwerkstatt und dem Fel-

senblick werden die vier Hauptlebensräume des Nationalparks unter die Lupe genommen, altersgerecht erforscht und vertieft.

Das Außengelände Das Außengelände ist ein Spiel- und Erfahrungsort, der mit dem Informationszentrum und dem Bildungszentrum den Dreiklang komplett macht. Selbst aktiv werden heißt es hier für angemeldete Gruppen und Schul-

klassen: auf dem Wiesen-, Wasser- und Waldplatz und in der historischen Almhütte. Nationalpark-Leiter Dr. Michael Vogel und der Haus der Berge-Chef Ulrich Brendel mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Team und mit den externen Technikern haben berechtigten Grund zur Freude über das gelungene Werk. Jahrelanger Einsatz wird belohnt.

Nationalpark Berchtesgaden

200 Metern Tiefe) bis zum Gipfel des Watzmanns (auf 2.713 Metern Höhe). Übrigens: Die Ostwand des Watzmanns ist mit 1.800 m reiner Wandhöhe die höchste Wand der Ostalpen. Der Sage nach wurde im Watzmann ein grausamer König mit seiner Frau und seinen sieben Kindern versteinert. Entlang der virtuellen senkrechten Linie werden in der Ausstellung die vier Themenschwerpunkte Wasser, Wald, Wiese und Alm sowie Fels und Karst behandelt. Dabei baut die Ausstellung nicht die Natur im Raum nach, sondern der Besucher soll neugierig und angeregt werden, den Nationalpark im Freien unter die eigenen Wanderfüßen zu nehmen. In der Ausstellung selbst werden in einem multimedialen und interaktiven Ansatz Ausschnitte der Kultur- und Naturlandschaft des Berchtesgadner Landes gekonnt gezeigt. Die Ausstellung arbeitet geschickt mit Formen, Farben, Licht, Tönen und Geräuschen. Zwei Beispiele: Im Raum „Wasser“ wähnt sich der Besucher unter den Fischen im Wasser und am Grund des Königssees, im Bereich „Wald“ etwa laufen die Jahreszeiten als Film innerhalb einer Silhouette eines Ahorns so täuschend gut ab, dass man glaubt die Herbstblätter oder der Winterschnee fallen einem direkt auf den Kopf. Das Geräusch des Flügelschlages von einem Auerhahn umkreist den Besucher und vermittelt den Eindruck, der Hahn sei direkt im Raum. Die Ausstellung belegt eindrucksvoll den interdisziplinären Ansatz und die hochprofessionelle Teamarbeit von Naturwissenschaftlern, Pädagogen, Architekten, Designern, Computer-, Licht- und Tontechnikern und Spezialisten für den Bühnenbau. Das Ergebnis: Eine rundum gelungene, höchst sehenswerte und überzeugende Präsentation in einer Synthese aus Botschaften, Klängen, Farben, Raumwirkung und gekonnter Auswahl von Exponaten.

Fotos: Wolfgang Platter

unten rechts: Innenansicht aus dem „WaldRaum“ im Informationszentrum.

Anreise, Öffnungszeiten, Eintrittskosten: Berchtesgaden ist von Laas 350 km entfernt. Am schnellsten ist die Anreise im Auto über Landeck und die Autobahn A1 Kufstein - Rosenheim - Bad Reichenhall. Das Nationalparkzentrum „Haus der Berge“ liegt an der Ortseinfahrt von Berchtesgaden in der Hanielstraße 7. Die Öffnungszeiten des Bildungszentrums richten sich nach den jeweiligen Veranstaltungen. Die Ausstellung ist täglich von 09.00 – 17.00 Uhr geöffnet. Der Besuch der Ausstellung kostet für Kinder 2€, für Erwachsene 4 €. Für Familien und Schulklassen gibt es Ermäßigungen. Die Angebote im Bildungszentrum sind kostenlos. Im Internet finden sich der Nationalpark Berchtesgaden und sein Haus der Berge unter der Adresse www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de Im Haus der Berge gibt es auch einen Versorgungsbereich. Nachhaltige Kulinarik statt „Fast Food“ lautet das Motto: Regionale Produkte mit kurzen Produktionswegen werden geboten. Die Gastronomie ist unabhängig vom Ausstellungsbetrieb geöffnet.


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Radsport - ARSV Vinschgau in Kortsch und Naturns

Guter Frühlingsanfang!

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Neuer Trainer in Naturns Wie schon von Engel Grünfelder klar beabsichtigt und gesagt worden ist, ist seine Funktion als Naturnser Trainer mit Ende der Meisterschaft beendet. Sein Nachfolger ist bestimmt worden. Luciano Chini, im Vinschgau schon bekannt, weil er im Jahr 2009 bei der Rückrunde der Meisterschaft - in Kastelbell tätig war, gerade als Mengon in Kastelbell begonnen hat. Im Bild: Chini mit ASV Kastelbell/Tschars Raiffeisen Sektionsleiter Remo Mengon. (lp)

Foto: Leonardo Pellissetti

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Historisches Double

Fotos: Christian Pentori

Red Lions Raiffeisen/ B-Jugend. Die von Karin Pohl trainierte Mannschaft siegte zuerst in der Pokalrunde und schloss dann mit der Führung in der Tabelle die Meisterschaft. Das Duell mit Obermais war spannend. Die Löwin Melanie Kuenrath war Torschützenkönigin.

Foto: „Wind“-Archiv

I

n Kortsch fanden, im Rahmen des MTB-Südtirolcups, die XC-Landesmeisterschaften statt. Dabei konnten sich mehrere ARSV-Akteure sehr gut in Szene setzen, sowohl Walter Plazgummer (Master 5) als auch Freddi Wallnöfer (Master 2) (im Bild v.l.) wurden in ihren Kategorien zum Landesmeister gekürt.
Mitterhofer Stefan und Höllrigl Franz platzierten sich auf den guten 3. bzw. 4. Platz! Wie jedes Jahr veranstaltete der ARSV Vinschgau, das zur Tradition gewordene MTB Aufstiegsrennen, welches als Landesmeisterschaft gilt.
Es galt, die Strecke vom Naturnser Sportplatz bis hinauf zur Zetenalm zu bewältigen (1200hm und 12km). Tagessieger wurde unser Lokalmatator Oswald Weisenhorn (51.14) vor Michael Spögler und dem Vorjahressieger Jung Daniel. Bei den Damen feierte Ilse Pertoll (1.12.02) einen ungefährdeten Sieg. Insgesamt konnte der ARSVVinschgau gute Ergebnisse verzeichnen: 3 Athleten - Erhard Alexander (Kat. Master 2) (unten im Bild), Weisenhorn Oswald (Kat. Master 3) und Platzgummer Walter (Kat. Master 5+) wurden, in ihren Kategorien, Landesmeister! Cristian Pentori

Die Mannschaft, ganz links die Meistertrainerin Karin Pohl

von Sarah Mitterer

W

as für eine unglaubliche Saison für die B-Jugend der Red Lions, in der die Vinschger Fußballerinnen Fußballgeschichte geschrieben haben, indem die Mannschaft sich das Double sicherte. Erstmals wurde in dieser Saison eine Pokalrunde ausgetragen. Mit dem 4:0 Sieg gegen Leifers (Tore durch Eva Moser, Melanie Kuenrath(2) und Magdalena Stricker), sicherten sich die Mädchen den Premierensieg. Doch der Siegeshunger war noch nicht gestillt, das Double sollte her. Die ganze Saison über führten die Vinschgerinnen die Tabelle an, nur einmal mussten die Mädchen mit einer Niederlage den Platz verlassen. Und das ausgerechnet gegen den Ta-

bellennachbarn und schärfsten Konkurrenten aus Obermais, gegen dem das letzte, alles entscheidende Meisterschaftsspiel in Latsch ausgetragen wurde. Die Ausgangssituation hätte nicht spannender sein können. Obermais und die Red Lions waren punktegleich, doch die Gäste führten aufgrund der besseren Tordifferenz die Tabelle an. Ein Sieg musste her. Von Beginn an diktierten die Löwinnen das Spielgeschehen. Bereits in der 2. Minute gelang Elin Ladurner vor den zahlreich erschienenen Zuschauern der viel umjubelte Führungstreffer. In der Folge erhöhten die Löwinnen den Druck, ließen kaum Chancen zu und fanden sicheren Rückhalt in Torfrau Katharina Stricker. Im zweiten Spielabschnitt erhöhten Eva Moser und zwei Mal Nadine Prantl auf 4:0. Der Sieg und so-

mit auch der Meisterschaftsgewinn waren zum Greifen nah. Zwar mussten die Löwinnen noch einen Gegentreffer hinnehmen, doch Sonja Platzgummer besiegelte mit dem 5:1 den Sieg. „Ich hätte nie gedacht, dass wir so klar gewinnen. Dass wir das Double geschafft haben, haben wir noch gar nicht realisiert“, freut sich Trainerin Karin Pohl, die den Erfolg vor allem im unbändigen Willen und starken Teamgeist der gesamten Mannschaft sieht. „Die Mädchen haben sehr gut gespielt, starken Willen und viel Ergeiz gezeigt, wofür sie nun belohnt wurden.“ Neben dem Double geht auch der Titel der Torschützenkönigin dank der Burgeiserin Melanie Kuenrath in die Reihen der roten Löwinnen, die heuer alles gewonnen haben, was es zu gewinnen gibt.


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Yoseikan Budo – ASV Mals/ASC Schlanders

6-mal Gold beim Weithaler-Cup in Naturns ber 200 Budokas trafen sich am 5. Mai 2013 zum Yoseikan-B-Wettkampf in Naturns. In den Kategorien U9, U12, U13 und U15 wurde den ganzen Tag über um den Weithaler-Cup gekämpft. Der ASV Mals Yoseikan Budo stand im Medaillenspiegel mit 4 Gold- und 3 Silbermedaillen an erster Stelle. Gefolgt vom SC Meran mit 3-mal Gold, 4-mal Silber und 3-mal Bronze. An dritter Stelle der ASC Schlanders Yoseikan Budo mit 2 Gold-, 4 Silber- und 3 Bronzemedaillen. In der Vereinswertung sicherte sich der ASV Mals Yoseikan Budo Platz 2 hinter dem SC Meran Volksbank und vor dem ASC Schlanders Yoseikan Budo (Platz 3). Mit Aufregung und Freude stellten sich die jungen Sportler der Herausforderung und zeigten mit Stolz ihr Können. Die Ergebnisse im Überblick: U9 F –25: Lisa Fleischmann

Fotos: ASV Mals – Yoseikan Budo

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Alois Köllemann Baldini (links) beim Wettstreit

Die Teilnehmer des ASV Mals Yoseikan Budo

(ASC Schlanders) Platz 2; U9 F –28: Lea Mair (ASC Schlanders) Platz 3, Jana Gögele (ASC Schlanders) Platz 4; U9 F open: Ida Delago (ASC Schlanders) Platz 2; U9 M –25: Emil Wallnöfer (ASV Mals) Platz 1, Alois Köllemann Baldini (ASV Mals) Platz 2; U9 M –30: Jakob Reichelt (ASV Mals) Platz 1; U9 M –35: Jonathan Manzella

(ASC Schlanders) Platz 3, Killian Wieser (ASC Schlanders) Platz 4; U9 M open: Damian Pircher (ASV Mals) Platz 2; U12 M –28: Tommaso Köllemann (ASV Mals) Platz 1, Killian Ritsch (ASC Schlanders) Platz 2, Michael Pircher (ASC Schlanders) Platz 3; U12 M –42: Ivan Unterholzner (ASC Schlanders) Platz 1;

Schwimmclub Vinschgau/Raiffeisen - Miriam Innerhofer

In die Landesauswahl berufen

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Fotos: Sarah Mitterer

ine große Ehre kam der Naturnserin Miriam Innerhofer zuteil. Sie wurde in die Südtiroler Landesauswahl einberufen und durfte beim Euregio-Meeting in

v.l.: Sonja und Miriam

Ivandro und Lukas

Rovereto teilnehmen, an dem die Landesauswahlen aus Südtirol, Trentino und Tirol gegeneinander antraten. Über 50 m Kraul belegte sie sich den zweiten Platz, über die doppelte Distanz sicherte sich Platz drei. In der Staffel durfte sie unter anderem mit Laura Letrari, Südtirols Olympiateilnehmerin von 2012, in einem Team schwimmen. Auch beim Auslandseinsatz konnte sie zusammen mit ihren Naturnser Vereinskollegen überzeugen. Beim Internationalen TUK-Turnier in Kufstein verpasste Innerhofer nur knapp den Sieg und belegte Rang zwei, Ivandro Gögele freute sich ebenfalls über Silber. Sonja Profaizer und Lukas Hanny kehrten mit einer Bronzemedaille im Gepäck nach Naturns zurück. Auch im Einsatz waren Emma Hanny, Mara Sulzer, Patrick Zen, Julia Höller, Sophie Abler, Lisa Maringgele und Eva Schweitzer. (sam)

U15 F/M –46: Lisa Fuchs (ASC Schlanders) Platz 1, Simon Unterholzner (ASC Schlanders) Platz 2; U15 F/M –53: Noah Kuenrath (ASV Mals) Platz 1, Leandro Stona (ASV Mals) Platz 2; Der Medaillenspiegel: Verein Gold Silber Bronze ASV Mals 4 3 0 SC Meran 3 4 3 ASC Schlanders 2 4 3


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Jugendfußball - Junioren von Schlanders und Oberland

Fotos: Leonardo Pellissetti

Die Reservebank der Kampfmannschaften

Oberland

Schlanders

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ass die Junioren die Basis der Kampfmannschaften sind, darüber sind sich alle einig. Der Schlanderser Altpräsident Blidmund Kristler formuliert es so: „Die Junioren sind die Reservebank der Kampfmannschaften. Für die Schlanderser Junioren der SpG Schlanders sieht Sektionsleiter Paolo Gambaro eine gute Gruppe, wo es einige interessante Spieler gibt. Die Spieler können allerdings nicht regelmäßig trainieren, weil viele wegen eines Studiums nicht in

Schlanders sind. Dazu kommt, dass 5 Spieler wegen Verletzung ausgefallen sind und es besteht die Gefahr, dass manche aufhören. Trainer Raimund Platzer bestätigt, dass nicht viele Spieler zur Verfügung stehen: „Wir sind immer 11 und ich muss auch Allievi einsetzen. Nachdem mehrere wegen Verpflichtungen nicht verfügbar sind, trainieren Francesco Incontri und ich miteinander die Junioren und die Allievi, insgesamt 14 Spieler.“ Auch der Spieler Michael

Plattner, guter Mittelfeldspieler, bestätigt, dass wenige Spieler seien, die Stimmung aber doch gut sei. Für das Oberland sind wir mit den Junioren-Betreuern Franz Folie und Stefan Patscheider im Gespräch. Auch für die Oberländer ist der Kader auf 12 Spieler beschränkt. Die bei guter Stimmung arbeitende Mannschaft vereint Spieler aus der Gemeinde Graun, Langtaufers inbegriffen. Der Sport ist für die Gesundheit wichtig, auch weil er das

Rauchen und Alkoholtrinken beschränkt. „Die Trainingsbedingungen sind schwierig, weil sich der Schnee lange hält. Deshalb, erklärt Folie, wird in Burgeis trainiert. Ein weiteres Problem ist, dass die Mannschaft von Oberland weite Anfahrten in Kauf nehmen muss. Wegen des Studiums oder anderer Gründe können nicht alle immer trainieren.“ Der Verteidiger Valentin Scheel sagt, dass Fußball Bewegung im Tal und gute Kollegschaft biete. (lp)

Prad

Fahrner gründet erstes privates Skiteam S

v.l. stehend: Lukas Platzer, Patrick Thaler, Patrick Brachner, Dominik Stehle, knieend v.l.: Stefan Gruber (Physiotherapeut), Martin Fahrner (Service-Mann und Trainer) und Hans Daniel Fahrner (Cheftrainer)

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

ki-Trainer Hans Daniel Fahrner aus Prad ist immer wieder für Überraschungen gut. Kürzlich stellte er den 30 Fanclubmitgliedern am Prader Fischteich, den Präsidenten von Aserbaidschan vor. Inkognito war der Staatschef und Firmenbesitzer (50.000 Angestellte) in den Vinschgau gereist, Fahrner seine Aufwartung zu machen.Denn Fahrner ist Alpinchef des asiatischen Staates am Kaspischen Meer. Als solcher will er versuchen, dem Skisport auf die Beine zu helfen. Nun hat Fahrner das erste private Weltcup-Team zusammengestellt, das er mit seinem Sohn Martin betreut. „Wir trainieren nun eine super Truppe auf hohem Niveau“, sagt Fahrner. Bei den Herren sind mit dabei: Patrick Thaler,

Lukas Platzer, Riccardo Tonetti (alle Italien), Patrick Brachner (Aserbaidschan), Dominik Stehle (Deutschland). Zusammen mit dem Trainer Karl Fresner konnte Fahrner auch

die technische Betreuung des Schweizer Top Skifahrers Daniel Albrecht übernehmen. Der Weltmeister und Gesamtweltcupsieger Albrecht ist nicht zuletzt durch einen Horror-

sturz 2009 in Kitzbühl bekannt geworden. „Ich bin sehr stolz, dass ich mit Fresner, dem besten Trainer der Welt, zusammenarbeiten kann“, freut sich Fahrner. Er ist als Trainer erste Wahl im Skizirkus. Die beste Empfehlung kommt vom internationalen Skiverband FIS. Die hat Fahrners Rennschule als beste im Skizirkus bezeichnet. Sohn Martin Fahrner kümmert sich speziell um die Betreuung der Damen. Dabei handelt es sich um die junge Belgierin Karen Persyn, die Französin Sandrine Aubert und die deutsche Topathletin Veronika Staber. Ziele sind gute Platzierungen der Athleten im kommenden Weltcupgeschehen und eine gute Vorbereitung auf die olympischen Winterspiele in Sotschi 2014. (mds)


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ASV Kastelbell/Tschars Raiffeisen - Fußball

Aufstieg in 1. Liga geschafft V

links: die Freude nach dem Spiel unter dem Motto: „Erste Liga wir kommen!“ unten: die jüngsten Fußballer vor dem Spiel;

Fotos: Leonardo Pellissetti

on Beginn an bis zum Ende der Meisterschaft wurde das Ziel mit starker Überzeugung verfolgt und gerade im letzten Spiel ist der Aufstieg in die 1. Liga erreicht worden. Für die mit 2 Punkten Vorsprung führende Vinschger Spitzenmannschaft genügte ein Unentschieden. Die Nervosität war groß und verständlich. Liridon und Max Nanni waren die gefährlichsten Spieler. Für den 41-jährigen Spieler-Trainer Puppin kam auch das erste Tor seines Lebens, da er im Tor spielt. Ein langer Schuss und der Wind täuschte in der 17. Minute den Tschermser Tormann. Nach einigen guten Chancen für Schuler, Kiem und Kofler rettete Puppin in der 76. Minute das Kastelbeller Tor. In der 89. Minute, kurz vor dem Abpfiff, kam dann das Tschermser Tor zum Unenschieden. Gleich entfesselte sich von allen Seiten die Freude. Und auch die Kommentare. „Danke, Mister!“, sagte Präsident Eberhöfer überzeugt,

„nach einer schweren Meisterschaft sind wir jetzt müde und zufrieden. Komplimente den Spielern sowie an den Mister, Sektionsleiter Mengon und Toni Telser.“ Nanni: „Eine schöne Saison, obwohl man manchmal dachte, die Saison verloren zu haben.“ Hauptsächlich wegen seiner Überzeugung und Leidenschaft für den Fußball hat Sektionsleiter Remo Mengon für das Ziel des Aufstiegs viel beigetragen, vielleicht mehr als man am Anfang dachte. Er fasst es so zusammen: „Es war eine harte Meisterschaft und die

Spieler haben mit Verdienst gewonnen. Die erfahrenen Spieler, wie Nanni, Puppin, Kiem, Holzknecht und Kurt Raffeiner haben auf- dem Spielfeld und auch außerhalb viel dazu beigetragen, um den Jungen zu helfen. Es ist nun doch Zeit, in die Zukunft zu schauen und ich denke, dass Puppin Trainer bleiben wird. Die Perspektiven sind positiv, weil seit 2 Jahren die Spielgemeinschaft mit Latsch, Gold-

rain, Morter und Martell existiert. Bei den Junioren sind 8 Spieler von Kastelbell/Tschars und wir sind auch in den Kategorien von U8 bis Junioren vertreten.“ (lp)

ASV Latsch Raiffeisen: Fußball

Ruhmvoller Abschied vor Heimpublikum it einem glänzenden Heimsieg, welcher den Klassenerhalt bedeutete, hat sich Latsch am vorletzten Spiel vor eigenem Publikum verabschiedet. Wie Vize-Sektionsleiter Gaio am Spielende unterstrich, hat die Latscher Mannschaft mit einer sehr starken Rückrunde den Klassenerhalt in der Landesliga

erobert. Gegenüber 15 Punkten in der Hinrunde wurden nämlich 23 Punkte in 12 Spielen in der Rückrunde gesammelt (mit dem Sieg am darauffolgenden Sonntag in Latzfons sind es dann 26 Punkte in 13 Spielen geworden). Der Sieg war gar nicht leicht und sehr umkämpft, weil es auch für das stark kämpfende Pichl Gsi-

es um den Abstiegskampf ging. Der Kapitän Graf kämpfte mühelos und beispielhaft. die Spieler waren am Ende zwar traurig, jedoch stiegen sie mit Würde von der Landesliga ab. Die von Trainer Penasa vorgenommene Mannschaftsaufstellung war im Sturm effizient, während sich der Trainer selbst um die Orga-

nisation der Verteidigung kümmerte. In der Reihefolge kamen Tore von Lo Presti, Schwemm, Lo Presti und Paulmichl. Starke Leistungen kamen vorne auch von Hannes Stecher und Michael Tscholl. Latsch schaut mit Zuversicht in die Zukunft, weil die Fortschritte der jungen Spieler für alle deutlich sind. (lp)

Fotos: Leonardo Pellissetti

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Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen

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Jahrestag/Danksagungen Oft stehen wir an deinem Grab mit dem Herzen schwer noch vieles möchten wir dir sagen, doch Antwort gibst du keine mehr. Der Tag an dem du uns verlassen hast kam viel zu früh, doch eines sollst du wissen, vergessen werden wir dich nie.

3. Jahrestag

Hubert Gamper * 27.11.57 † 12.06.10 Katharinaberg

In Liebe und Dankbarkeit denken wir an dich ganz besonders bei der heiligen Messe am Sonntag, 16. Juni 2013 um 10.15 Uhr in der Pfarrkirche von Katharinaberg. Allen die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott Deine Familie


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Jahrestag/Danksagungen Eine Stimme, die uns vertraut war, schweigt. Ein Mensch, der immer für uns da war, ist nicht mehr. Er fehlt uns. Was bleibt, sind dankbare Erinnerungen, die uns niemand nehmen kann.

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2. Jahrestag

Susanna Lucchi Schgör *18.02.1947 † 19.06.2011 Taufers i.M.

* 6.08.1938 † 1.05.2013 Wir danken allen Verwandten, Freunden und Bekannten die mit uns gemeinsam von meinem lieben Mann, unserem geschätzten Vater, Schwiegervater und Opa Abschied genommen haben. Danke unserem Herrn Pfarrer Artur Werth und dem Kirchenchor Tanas und Eyrs für die wundervolle Gestaltung des Trauergottesdienstes. Danke für die zahlreiche Teilnahme an den Rosenkränzen und an der Beerdigung. Danke der freiwilligen Feuerwehr Tanas, sowie den Sarg- und Lichtträgern. Danke dem Sozialsprengel Mittelvinschgau und Frau Dr. Scherer für die liebevolle Begleitung. Danke für die tröstenden Worte und die unzähligen Beileidsbekundungen, sowie für die Blumen, Kerzen und Gedächtnisspenden. Ein herzliches Vergelt’s Gott all jenen, die unseren Sepp in lieber Erinnerung und seinen Gebeten gedenken. Die Trauerfamilie

Du bist nicht mehr da, wo du warst, aber du bist überall wo wir sind. 1. Jahrestag

Maria Mair geb. Kurz

*19.12.1918 † 22.06.2012 Schlanders Zum ersten Mal jährt sich der Tag, an dem du uns verlassen hast. In lieber Erinnerung gedenken wir deiner am Samstag, den 22. Juni um 19.30 Uhr bei der hl. Messe in der Pfarrkirche von Schlanders. Ein herzliches Dankeschön für alle Zuwendung und für die Zeit, die Maria mit vielen lieben Menschen erleben durfte. Dein Mann

Wir sollten nicht traurig sein, denn du hast uns so viel gegeben. Aber in dem wir alltägliches meistern, Dinge tun, die wir sonst gemeinsam machten und den Tag ohne dich leben, können wir nicht aufhören dich zu vermissen. Egal wie viel Zeit noch vergeht, für immer werden wir diese Leere in uns tragen weil du uns so unsagbar viel fehlst.

2. Jahrestag

Rita Garber

geb. Höchenberger * 06.07.1952 † 26.06.2011 Schluderns Aus unserem Leben bist du gegangen, in unserem Herzen bleibst du. Wir denken an dich ganz besonders bei der Hl. Messe am Donnerstag, 27. Juni um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Schluderns. Walter, Irina mit Olli und Emily und Familie

Liebe Susi, liebe Mama und Oma, bereits zum zweiten Mal jährt sich der traurige Tag, an dem wir von dir Abschied nehmen mussten, doch in unseren Gedanken und ganz besonders in unseren Herzen bist du immer bei uns! Wir gedenken Deiner ganz besonders am Sonntag, den 23. Juni 2013 bei der Hl. Messe um 9.30 Uhr in der St. Blasiuskirche in Taufers i. M. Deine Lieben Du hast gelebt für deine Lieben, all’ deine Arbeit galt für sie, gute Mutter, ruh’ in Frieden, vergessen werden wir dich nie.

Anna Steiner

Wwe. Zoderer – Gumper Anna * 04.02.1925 † 15.05.2013 – Agums Danke, dem Weißen Kreuz Prad und dem Notarztteam. Herzlichen Dank dem gesamten Pflegepersonal und den Ärzten des Krankenhauses Schlanders – Medizin Frauen. Ein Dankeschön an den Pater Max für die gemeinsamen Gebete. Ein herzliches Vergelt’s Gott gilt dem Pfarrer Georg Martin, dem Vorbeter der Rosenkränze Engelbert, den Ministranten und dem Tauferer Frauenchor für die Gestaltung der Trauerfeier. Danke für einen Händedruck, weil die Worte fehlten, für die Verbundenheit in der schweren Zeit, für die zahlreiche Teilnahme an den Rosenkränzen und an der Beerdigung, für die Gedächtnisspenden, sowie für zahlreiche Beileitsbekundungen, gesprochen und geschrieben. Danke für die Zeichen der Liebe und Freudschaft. Herzlichen Dank allen, die unsere liebe Mutter, Stiefmutter, Nandl und Urlandl in liebervoller Erinnerung behalten und im Geiste gedenken. Danke! Die Trauerfamilie

Seit einem Jahr bist du nun fort an einem fernen fremden Ort vom Himmel siehst du auf uns nieder dort sehen wir uns einmal wieder deine Stimme und dein Lachen und auch all die andern Sachen vermissen wir noch immer sehr wir hoffen deshalb immer mehr irgendwann bei dir zu sein bei dir im Himmel, bei dir daheim wir wünschen du wärst noch geblieben liebe Mamma, ruh in Frieden.

Margit Pratzner geb. Wegmann *14.9.1966 † 17.06.2012 Glurns

Wir gedenken der Margit besonders am Samstag, 15.06.2013 um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche Schluderns und beim Jahrtag am Sonntag, 16.06.2013 um 08.30 Uhr in der Pfarrkirche Glurns.


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Details zu den Kursangeboten finden Sie auf unserer Homepage www.gwr.it

AUSDRUCKSMALEN REFERENT/IN Martina Thanei TERMINE Do, 18.07. + Do, 08.08.2013 UHRZEIT 15.00 Uhr – 19.00 Uhr, insgesamt 2 Treffen ORT Alten- und Pflegeheim Schluderns Kursbeitrag 20 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 15.07.2013

Info – Anmeldung: Hauptstraße 1 – Bahnhof Spondinig – 39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 0473 61 81 66 – E-mail: info@gwr.it Öffnungszeiten: Mo – Do: 08.00 Uhr – 17.00 Uhr | Fr: 08.00 Uhr – 12.00 Uhr


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