Viega Pressverbindersysteme
VORZEIGEPROJEKT
Erste Ausgabe
März 2026

Messe SHK+E Essen
Spannende Innovationen: Neues von Viega
MVV TB 2025/1
Neue Regelung: Was ändert sich beim Brandschutz?
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Viega Pressverbindersysteme
Erste Ausgabe
März 2026

Messe SHK+E Essen
Spannende Innovationen: Neues von Viega
MVV TB 2025/1
Neue Regelung: Was ändert sich beim Brandschutz?

Mit TGA.Digital bietet Viega ein modulares Schulungskonzept für alle Erfahrungsstufen, vom Einstieg bis zur Anwendung. Das Programm in der Viega World umfasst Seminare mit Grundlagenwissen, Softwareschulungen und Praxisworkshops –bis hin zur buildingSMART-Zertifizierung.
GEMEINSAM DIE FAKTEN ÄNDERN viega.de/DigitalesBauen

Es ist unser Anspruch, Ihnen im Alltag den Rücken zu stärken.
Liebe Journal-Leser, die Herausforderungen in unserer Branche sind derzeit deutlich spürbar: Der Neubau bleibt verhalten, behördliche und normative Vorgaben werden komplexer und der Fachkräftemangel setzt viele Betriebe unter Druck. Gleichzeitig muss jede Entscheidung sicher, wirtschaftlich und praxisgerecht sein.
Gerade in solchen Zeiten braucht es Verlässlichkeit und Orientierung. Als Ihr Partner ordnen wir aktuelle Entwicklungen ein, stellen relevantes Wissen für die Praxis bereit und helfen, Komplexität zu reduzieren – etwa bei Fragen rund um Trinkwasserhygiene, Brandschutz und neue normative Anforderungen. Denn fundiertes Wissen ist die Grundlage für sichere Entscheidungen im Arbeitsalltag.
Gleichzeitig entwickeln wir Antworten auf die täglichen Herausforderungen unserer Kunden – zum Beispiel im Sanierungsgeschäft, das weiter an Bedeutung gewinnt. Wie das in der Praxis aussehen kann, verdeutlicht ein Großprojekt direkt am Berliner Alexanderplatz, das wir Ihnen in dieser Ausgabe vorstellen. Das Stadtentwicklungsprojekt zeigt eindrucksvoll, wie sich komplexe Anforderungen im Bestand mit einem klaren Systemansatz sicher und wirtschaftlich umsetzen lassen.
Was all das verbindet, ist unser Anspruch, Ihnen im Alltag den Rücken zu stärken: mit Wissen, das Orientierung gibt, mit Lösungen für die Praxis und mit einer Partnerschaft, auf die Sie sich verlassen können.
Nutzen Sie gerne auch eine der Regionalmessen in diesem Jahr für den persönlichen Austausch – wir freuen uns, Sie dort zu treffen.
Herzlichst

Raimund Zeise Vertriebsleiter Viega D-A-CH-L
Viega. Höchster Qualität verbunden.

EDITORIAL-ARTIKEL
Messejahr 2026
Im Zeichen der Regionalmessen: So eröffnet Viega auf der SHK+E den Dialog mit der Branche.
INSTALLATIONSTECHNIK
Änderungen im Brandschutz Die neue MVV TB 2025/1: Was bedeutet das für deckenoberseitige Abläufe und Rohrdurchführungen? 34

In der Industrie im Einsatz Wie Viega Pressverbindersysteme den reibungslosen Betrieb beim Kunststoffverarbeiter Pöppelmann unterstützen. 20

INSTALLATIONSTECHNIK
6 Vor Ort: Großprojekt Haus der Statistik Bestandssanierung mit Viega Pressverbindersystemen
16 Noch besser: Ablaufgarnitur-Klassiker überarbeitet
Die neue Tempoplex ist da
10 Dritte Ausgabe: TGA.Digital in der Viega World
Der Fachkongress zur Zukunft des Bauens
26
Aktuelle Software-Releases
Neues bei LINEAR Solutions – Viega Edition und Viptool Engineering
38 Kurz und knapp Weitere Neuigkeiten und Services von Viega auf einen Blick
30 Sanierung von Trinkwasserinstallationen Bedeutsam: Bestandsaufnahme und Risikoabschätzung

Pressverbindersysteme im Großprojekteinsatz
Mitten in Berlin, direkt am Alexanderplatz, entsteht derzeit eines der ambitioniertesten Stadtentwicklungsprojekte der Hauptstadt: das Haus der Statistik. Der markante Gebäudekomplex aus den späten 1960er-Jahren wird umfassend saniert und zu einem gemeinwohlorientierten Quartier mit Verwaltung, Kultur und Bildung weiterentwickelt. Ein Projekt dieser Größenordnung stellt hohe Anforderungen an Planung, Ausführung und technische Infrastruktur, insbesondere an die Technische Gebäudeausrüstung. Für Heizungs-, Kühl- und Sanitärinstallationen setzten die Projektverantwortlichen daher konsequent auf Pressverbindersysteme von Viega.
Ikone der DDR-Architektur: Das Haus der Statistik aus den späten 1960er-Jahren stand seit 2008 leer und wird nun umfassend saniert.
CO₂ beträgt das Einsparpotenzial des Energiekonzepts
Rohrleitungen wurden mit Pressverbindersystemen von Viega realisiert
Vom DDR-Verwaltungsbau zum inklusiven Quartier Errichtet zwischen 1968 und 1970, war das Haus der Statistik einst Sitz der Staatlichen Zentralverwaltung für Statistik der DDR. Nach der Wiedervereinigung wurde der Gebäudekomplex noch einige Jahre genutzt, ab 2008 stand er jedoch leer. In den letzten Jahren wurde das rund 46.000 m² große Bestandsgebäude vollständig entkernt und wird nun neu aufgebaut. Bestehende Strukturen sollen erhalten, neue Nutzungen integriert und moderne energetische Standards umgesetzt werden. Ziel ist ein inklusives und nachhaltiges Quartier. Getragen wird das Projekt von einem breiten Bündnis aus öffentlicher Hand und zivilgesellschaftlichen Akteuren.
Zukunftsweisende Energieversorgung
Ein zentraler Baustein der Sanierung ist das nachhaltige Energiekonzept. Die Wärme- und Kälteversorgung erfolgt über Wasser/Wasser-Wärmepumpen, die Energie aus dem Abwasser standortnaher Mischwasserkanäle gewinnen. Über ein Anergienetz wird diese Umweltenergie zu drei Wärmepumpenzentralen im Gebäude geführt. Ergänzt wird das System durch drei Elektroheizungen für Spitzenlasten, die überwiegend mit Strom aus einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach versorgt werden. Insgesamt sind rund 2.200 kW Wärmeleistung und 735 kW Kühlleistung installiert. Laut den Berliner Stadtwerken lassen sich so rund 722 t CO₂ einsparen.

TGA als Rückgrat der Sanierung
Die Umsetzung dieses anspruchsvollen Versorgungskonzepts erfordert eine leistungsfähige und flexible Installationstechnik. Die Wärmeverteilung erfolgt über klassische Heizkörper, die ebenso wie die Kühlinstallationen mit dem Viega Pressverbindersystem Temponox an die Technikzentralen angebunden sind. Für die hygienegerechten Trinkwasserinstallationen kamen gleich zwei Systeme zum Einsatz: Sanpress Inox aus Edelstahl für Verteil- und Steigleitungen sowie das formstabile Kunststoffrohrsystem Raxofix für die Etagenanbindung. Insgesamt wurden rund 35 km Pressverbindersysteme von Viega installiert.
Systementscheidung mit Weitblick
Ausgeführt wurden die Installationsarbeiten vom Fachhandwerksunternehmen Von der Heydt Service GmbH & Co. KG aus Dessau-Roßlau. Für die Geschäftsführer Chris Barycza und Konstantin Jipp ist die Festlegung auf den Viega Systemverbund eine strategische Entscheidung: In Sanierungsprojekten dieser Größenordnung müsse die Installation wirtschaftlich, schnell und gleichzeitig flexibel erfolgen. Anpassungen aufgrund von Kollisionen mit anderen Versorgungsleitungen, Versprünge wegen Unterzügen oder geänderte Planungen seien eher die Regel als die Ausnahme. „Mit der Systemtechnik von Viega sind solche Aufgaben problemlos zu lösen. Die Entscheidung ist also keine Projekt-, sondern eine Unternehmensentscheidung, die bis in erfolgreich gewonnene Ausschreibungen trägt“, sind sich die Geschäftsführer einig.
Konstantin Jipp, Geschäftsführer Von der Heydt Service GmbH & Co. KG
Die Entscheidung für den Systemverbund von Viega ist keine Projekt-, sondern eine Unternehmensentscheidung.


Ortstermin über den Dächern Berlins: Von der Heydt Service GmbH & Co. KG-Geschäftsführer Konstantin Jipp (r.) und Chris Barycza (2. v. l.), Viega Verkaufsberater Andreas Bartl (l.) und Viega Verkaufsleiter Rigo Meilke (2. v. r.).
Sicherheit über alle Etagen Gerade in Hochhäusern wie dem Haus der Statistik spielt die Sicherheit der Installation eine zentrale Rolle. Die SC-Contur der Viega Pressverbindersysteme sorgt dafür, dass unverpresste Verbindungen bereits beim Befüllen der Anlage beziehungsweise bei der Druckprüfung mit Luft zuverlässig auffallen. Rigo Meilke, Viega Verkaufsleiter in der Region Berlin-Brandenburg, erläutert: „Bei der SC-Contur ist diese Sicherheitsfunktion selbst dann gegeben, wenn große geodätische Höhenunterschiede wie in diesem Elfgeschosser berücksichtigt werden müssen. Die SC-Contur schützt die Installateure damit also verlässlich vor möglicherweise beträchtlichen Folgeschäden.“
Ein wichtiger Aspekt, denn in Teilen des Gebäudes reicht der Versorgungsdruck in den Trinkwasserinstallationen nur bis in die vierte oder fünfte Etage. Entsprechend mussten zusätzliche Druckerhöhungsanlagen installiert und separate Netze aufgebaut werden.
Trinkwasserhygiene im Blick
„Bei einem Objekt dieser Größenordnung ist die Absicherung der Trinkwassergüte allein durch die bedarfsgerechte Auslegung des Rohrleitungsnetzes nicht hinreichend“, so Chris Barycza und Konstantin Jipp. „Aufgrund der durchmischten Belegung kann es immer wieder zu Nutzungsunterbrechungen kommen.“ Dementsprechend ist die Sicherstellung der Trinkwasserhygiene zweistufig ausgelegt: Am Ende jedes Steigestrangs sorgt eine Spülstation für den regelmäßigen Wasseraustausch.
Edelstahl im Einsatz: Für Heizung und Kühlung wurde das Pressverbindersystem Temponox bis zu einer Dimension von 108 mm verwendet.

Auf den Etagen übernehmen automatisch auslösende Armaturen oder zeitgesteuerte Urinale diese Aufgabe. Automatisierte Spüllösungen verhindern Stagnation und tragen so wirksam zum Schutz der Trinkwassergüte bei.
Flexibilität durch Brandschutzzertifikate
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Brandschutz bei Rohrdurchführungen durch Decken und Trennwände mit definierten Feuerwiderstandsklassen. Gerade in Bestandsgebäuden, in denen wasserführende Versorgungsleitungen nicht selten gemeinsam mit Elektroinstallationen, brennbaren Fallrohren und/oder Lüftungskanälen in einem Schacht geführt werden müssen, gelten besonders strenge Vorgaben an die Abschottung.
Auch wenn die Von der Heydt Service GmbH & Co. KG bei diesem Projekt von getrennten Versorgungsschächten profitierte, wissen die beiden Geschäftsführer, warum sie auch beim Brandschutz auf Viega setzen: „So wie die Festlegung auf die Viega Pressverbindersysteme die Montage der Rohrleitungen vereinfacht, helfen uns die einschlägigen Zertifikate und Prüfzeugnisse bei ihrer
Abnahme durch den Brandschutzsachverständigen“, erläutern Chris Barycza und Konstantin Jipp.
Das Haus der Statistik ist nicht nur prototypisch für die Herausforderungen, die mit Sanierungen im Bestand einhergehen, sondern zeigt auch, wie sich diese Gebäude zukunftsfähig und nachhaltig weiterentwickeln lassen.
Mehr über die Von der Heydt Service GmbH & Co. KG für die Technische Gebäudeausrüstung und ihr Leistungsspektrum auf heydt-dessau-rosslau.de
Ob Trinkwasser, Heizen oder Kühlen: weitere Informationen über Systemlösungen für die TGA auf viega.de/Pressverbindersysteme

Wie wird aus der Digitalisierung des Bauens gelebte Praxis? Welche Prozesse, Werkzeuge und Denkweisen braucht es, damit BIM, KI und industrielle Vorfertigung keine Vision bleiben, sondern den Baualltag tatsächlich verändern? Antworten auf diese Fragen lieferte „TGA.Digital – Der BIM-Fachkongress zur Zukunft des Bauens“, der Ende 2025 in der Viega World in Attendorn-Ennest stattfand.
Ulrich Zeppenfeldt, Senior Director Customer Services, Viega

Digitalisierung zwischen Anspruch und Umsetzung
Zum dritten Mal hat das BIM Center Aachen mehr als 100 Fachleute aus Planung, Ausführung, Industrie und Wissenschaft zusammengebracht. Ziel der Veranstaltung war, die digitale Transformation des Bauens greifbar zu machen sowie Theorie und Praxis konsequent miteinander zu verzahnen. Zwei Tage lang informierten sich die Teilnehmenden in Keynotes, Fachvorträgen, Workshops und Diskussionsrunden über die nächsten Entwicklungsschritte. Deutlich wurde dabei, dass die zunehmende Komplexität von Gebäuden neue Denkweisen entlang des gesamten Lebenszyklus erfordert: von der Planung über die Realisierung bis hin zu Betrieb und Rückbau.
Austausch als Schlüssel zur Transformation
„Wenn über die Zukunft und damit die Digitalisierung des Bauens gesprochen wird, herrscht schnell Konsens, dass die entsprechenden Weichen möglichst sofort zu stellen sind. Geht es aber in die Umsetzung, herrscht vielfach Ratlosigkeit“, brachte Ulrich Zeppenfeldt, Senior Director Customer Services bei Viega, die Ausgangslage auf den Punkt. Umso wichtiger sei es, konkrete Lösungsansätze sowohl durch den universitären Wissenstransfer als auch durch den intensiven Austausch von Beteiligten auf allen Ebenen des Bauprozesses aufzuzeigen.
TGA als Strukturgeber des Bauens
Unter der Moderation von Umweltwissenschaftlerin
Dr. Ines Marbach spannten mehr als ein Dutzend Referierende den thematischen Bogen von BIM als Motor des Wandels für Handwerksunternehmen über Industrie 4.0 –Ansätze bis hin zu KI und Robotik. Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Christoph van Treeck (E3D – Lehrstuhl für Energieeffizientes Bauen an der RWTH Aachen University) betonte dabei die Bedeutung des Dialogs: „Gerade diese unterschiedlichen Perspektiven und die Möglichkeit zum
unmittelbaren Austausch sind ein bewusst gewolltes Alleinstellungsmerkmal von „TGA.Digital – Der BIM-Fachkongress zur Zukunft des Bauens“. Die Herausforderungen sind zu disruptiv, als dass sie von Einzelnen gelöst werden könnten.“ Dass der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) dabei eine Schlüsselrolle zukommt, zog sich wie ein roter Faden durch den Kongress. Sie wird zunehmend zum Strukturgeber des Bauens, zumindest sofern Daten, Prozesse und Zusammenarbeit ineinandergreifen.
Praxisblick in die Zukunft Wie nah Zukunft und Praxis jedoch bereits beieinanderliegen, konnten die Teilnehmenden dabei im „FutureLAB“ erleben, das Studierende aus dem BIM-Talentprogramm der RWTH Aachen University im Rahmenprogramm des Fachkongresses präsentierten. Zwei Roboterarme installierten hier eigenständig einen kompletten TGA-Schacht. Die Studierenden demonstrierten eindrucksvoll, wie robotergestützte Prozesse künftig in der industriellen Vorfertigung eingesetzt werden könnten.
Der Anspruch des Fachkongresses wurde mit der Viega World als Veranstaltungsort zusätzlich erlebbar. Denn als Gebäude, das selbst konsequent nach der BIM-Methodik geplant wurde, macht sie digitale Prozesse, technische Zusammenhänge und systemisches Denken unmittelbar nachvollziehbar.
Weitere Impressionen der dritten Ausgabe des BIM-Fachkongresses auch unter viega.de/TGA-Digital-2025
„TGA.Digital – Der BIM-Fachkongress zur Zukunft des Bauens“ war geprägt von neuen Perspektiven und vielen Impulsen für die Praxis. In Vorträgen, Workshops und Diskussionen wurde deutlich, wie stark Digitalisierung, BIM sowie neue Technologien den Arbeitsalltag bereits verändern und wo noch Fragen offen sind. Die folgenden Stimmen der Referierenden spiegeln diese Eindrücke wider. Zusammen ergeben sie aber auch ein differenziertes Bild davon, welche technischen, organisatorischen und prozessualen Herausforderungen weiterhin zu meistern sind.

Digitales Bauen ist für uns kein Zukunftsthema, sondern gelebte Praxis. Mit unseren Pilotprojekten haben wir viele positive Erfahrungen gesammelt und gelernt, welches Potenzial in BIM steckt. Deshalb investieren wir weiter gezielt in den Ausbau unserer Planungskompetenz und stärken unser BIM-Know-how, um Projekte effizienter umzusetzen und unsere Kunden noch umfassender zu beraten und zu betreuen.
Dr. Thomas Waning und Maximilian Waning, Waning Anlagenbau GmbH & Co. KG




BIM hat den Anstoß gegeben, uns vom Handwerksbetrieb zu einem digitalen Unternehmen weiterzuentwickeln. Neue Softwarelösungen für 3D-Visualisierung gehören für uns heute genauso dazu wie Vorkonstruktionen, eine zentrale Datenverfügbarkeit für alle Projektbeteiligten oder digitale Endgeräte auf der Baustelle, damit die Monteure permanent auf aktuelle 3D-Pläne live zugreifen können.
Christoph Ulland, Ulland GmbH
Die Vorteile der digitalen TGA-Planung für die Bauausführung sind offensichtlich. Aber: Diese Vorteile materialisieren sich zu oft nicht. Auch, weil nicht klar definiert ist, wie eine ausführbare TGA-BIM-Planung auszusehen hat. Eine vertragliche Verzahnung von Planung und Bau hingegen fördert ganzheitlich gedachte, digitale Prozesse.
Dr. Robert Elixmann, Kapellmann und Partner Rechtsanwälte mbB
Es gibt schon eine Reihe hervorragender Werkzeuge, um die Digitalisierung des Bauens vor Ort umzusetzen. Unsere Aufgabe ist es jetzt, wie wir diese Werkzeuge – beispielsweise IoT-Lösungen (Internet der Dinge: Sensoren, Netzwerke, Daten, Cloud, Automatisierung) – oder die Möglichkeiten, die uns die BIM-Daten eröffnen, zusammenbringen und so den Digitalisierungsgrad von operativen Prozessen vorantreiben.
Heike Kling, Hilti Deutschland AG
Die Baustelle ist heute oft noch das Gegenteil einer industriellen Produktion –viele Schnittstellen, wenig Transparenz, hoher Druck. Gleichzeitig steigen die Anforderungen, schneller, nachhaltiger und effizienter zu bauen. Ohne digitale Strukturen wird es keine industrielle oder nachhaltige Baupraxis geben.
Isabel Hammerschmidt, Viega GmbH & Co. KG




Die Frage ist nicht, ob serielle Sanierung mit Renowate als „One-Stop-Shop“ einen für wirtschaftliches Handeln ausreichenden Volumenmarkt findet. Die Frage lautet nach der jetzt erreichten Serienreife vielmehr: Wie werden wir mit den Volumina fertig, die der Markt abfordert, und wie schnell können wir die Kapazitäten aufbauen, um diese Nachfrage zu befriedigen?
Andreas Kipp, Renowate
Die digitale Transformation in der TGA muss kein Buzzword bleiben, sondern kann zur Erfolgsgeschichte werden – wenn es gelingt, mit möglichst wenig Aufwand Verbindlichkeit und Reproduzierbarkeit in die Planungsprozesse zu bringen und dabei von Anfang an auch die Skeptiker im Team und nicht nur die BIM-Enthusiasten aktiv mitzunehmen.
Dr. Christian Waluga, LINEAR GmbH
Die Menge komplex strukturierter Daten und Informationen stellt eine der großen Herausforderungen in Planung, Herstellung und Betrieb von Bauwerken dar. KI ermöglicht, diese Daten in strukturiertes Wissen zu überführen, um solchen Herausforderungen zu begegnen.
Prof. Dr. Jakob Beetz, RWTH Aachen University –Lehrstuhl für Computergestütztes Entwerfen – CAAD




Die Digitalisierung mit BIM und KI muss den Alltag in der Bauindustrie einfacher machen – nicht komplexer. Unser Leitgedanke dabei ist ganz klar: Keep it simple.
Dr.-Ing. Nicolas Pauen, E3D Ingenieure
Noch sind Roboter im Bauwesen nicht flächendeckend im Einsatz. Doch erste Anwendungen zeigen bereits ihr enormes Potenzial – in der Planung, der Vorfertigung, auf den Baustellen und in der Instandhaltung. Ein entscheidender Schlüssel liegt dabei im maschinellen Sehen: Machine Vision als die Fähigkeit, unsere gebaute Umwelt visuell zu erfassen, zu interpretieren und darauf zu reagieren.
Henrik Benz, ICOM, RWTH Aachen University
Die Industrialisierung insbesondere in der TGA eröffnet die Chance, Vorfertigung und Standardisierung auf ein neues Level zu heben: Effizienz, Qualität und Planbarkeit steigen, während die klassischen Grenzen der Baustelle aufgelöst werden. Andere Industrien haben gezeigt, dass dieser Weg funktioniert – warum sollten wir ihn nicht auch in der Bau- und der TGA-Branche gehen können?
Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Christoph van Treeck, E3D –Lehrstuhl für Energieeffizientes Bauen an der RWTH Aachen University
Duschwannenablauf mit besonderen Extras
Es gibt Produkte, die begleiten das Handwerk über Jahrzehnte –wie die Tempoplex von Viega. Seit 1988 millionenfach installiert, steht die Ablaufgarnitur für Sicherheit, einfache Handhabung und lange Lebensdauer. Mit der siebten Generation der Tempoplex zeigt Viega, was es heißt, einen Klassiker nicht neu zu erfinden, sondern ihn konsequent praxisgerecht weiterzuentwickeln.

Vereinfachte Montage
Was das im Arbeitsalltag bedeutet, zeigt sich bereits bei der Montage. Das aus dem Prevista-System bekannte Farbkonzept sorgt für Orientierung auf den ersten Blick: Gelb markierte Bauteile lassen sich werkzeuglos montieren und reduzieren Fehlerquellen, auch unter Zeitdruck. Ergänzend wurde die Montage der serienmäßigen Doppellippendichtung optimiert: Sie lässt sich nun leichter zentrieren und erhöht damit die Sicherheit beim Einbau.
Sicher verschlossen gegen Gerüche
Ein Alleinstellungsmerkmal ist der optional erhältliche neue Trockengeruchverschluss. Seine speziell konstruierte Membran verschließt den Abfluss zuverlässig und verhindert so wirksam Geruchsbelästigungen durch Kanalgase.
Damit erweist sich der Trockengeruchverschluss beispielsweise auch bei falsch dimensionierten Abwasserleitungen als zuverlässiger Problemlöser. Zusätzliches Plus: Er lässt sich mit allen Tempoplex-Modellen ab Baujahr 2010 kombinieren.
Mehr Komfort im Alltag
Ein echter Vorteil ist der neu entwickelte Zwei-KomponentenSiebeinsatz. Er hält Haare deutlich besser zurück und lässt sich dank beweglicher Noppen komfortabel reinigen. Gleichzeitig kann der Einsatz schnell entnommen und ebenso einfach wieder eingesetzt werden.

Installation zerstörungsfrei kontrollieren: Die Tempoplex Plus besitzt eine Revisionsöffnung im Boden des Ablaufgehäuses.

Punktet mit Bauhöhe: Gerade für bodengleiche Duschen bietet sich
Tempoplex 60 als flache Lösung an.
DER KLASSIKER:
Tempoplex (Nr. 6966)
Erneut optimiert, mit vereinfachter Montage
EBENFALLS ERHÄLTLICH:
Tempoplex 60 (Nr. 6967)
Extra flach dank einer Bauhöhe von 60 mm bei normgerechter Ablaufleistung von 0,5 l/s
Tempoplex Plus (Nr. 6968)
Extra sicher, mit Revisionsöffnung

Durchdachte Details
Bei den Schrauben setzt Viega jetzt auf bündig mit dem Flansch abschließende Senkkopfschrauben aus Edelstahl. Sie reduzieren schmutzanfällige Kanten, verbessern die Kompatibilität mit unterschiedlichen Duschwannen und erschweren den ungewollten Zugriff durch Nutzer. Optional lässt sich die Sicherheit durch einen zusätzlichen Manipulationsschutz weiter erhöhen.
Wenn jeder Millimeter zählt
Für Renovierungs- und Sanierungsprojekte bietet Viega mit der Tempoplex 60 eine besonders flache Variante.
Bei einer Bauhöhe von lediglich 60 mm erreicht der Ablauf eine normgerechte Ablaufleistung von 0,5 l/s. Als einzige Lösung in diesem Segment verfügt die Tempoplex 60 über ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis (abP) und erfüllt damit auch die Anforderungen öffentlicher Ausschreibungen.

Bauhöhe erreicht die flache Tempoplex 60 – bei normgerechter Leistung



Bereit für Gestaltungsideen:
Die neu entwickelte Abdeckhaube ist um 360° drehbar und jetzt auch in den Varianten Chrom matt, Weiß matt und Schwarz glänzend verfügbar.
Teure Schäden rechtzeitig verhindern: Mit Hilfe des Kombiwerkzeugs kann bei der Tempoplex Plus selbst bei laufendem Wasser unter die Duschwanne geblickt werden.
Teure Wasserschäden rechtzeitig verhindern
Mit der Tempoplex Plus geht Viega noch einen Schritt weiter. Eine Revisionsöffnung im Boden des Ablaufgehäuses ermöglicht erstmals eine vollkommen zerstörungsfreie Sichtprüfung unterhalb der installierten Duschwanne. Ein spezielles Kombiwerkzeug dient nicht nur zum Öffnen der Revisionskappe, sondern ermöglicht auch eine Dichtheitsprüfung bei laufendem Wasser. Durch regelmäßige Kontrollen lassen sich so beispielsweise teure Wasserschäden vermeiden oder Leckageortungen durchführen. Auch diese Variante verfügt über ein abP.
Erweiterte Designoptionen
Mehr Gestaltungsfreiheit bringt schließlich die neu entwickelte Abdeckhaube. Sie ist stufenlos um 360° drehbar und erweitert das Designangebot deutlich: Neben Chrom glänzend, Weiß glänzend und Schwarz matt stehen nun auch Ausführungen in Chrom matt, Weiß matt und Schwarz glänzend zur Verfügung.
System-Kompatibilität
Trotz der umfassenden Weiterentwicklung bleibt die System-Kompatibilität erhalten: Sämtliche neuen Ersatzteile sind vollständig abwärtskompatibel.
Den Überblick über die Tempoplex-Modelle mit allen technischen Details gibt es unter viega.de/Tempoplex
Start ins Messejahr 2026
Mit der SHK+E Essen startet die Heizungs- und Sanitärbranche in das Messejahr 2026. Die Regionalmessen sind wichtige Branchentreffpunkte, um aktuelle Entwicklungen einzuordnen, Erfahrungen zu teilen und gemeinsam über Lösungen für den Arbeitsalltag zu sprechen. Viega lädt Fachhandwerker und Fachplaner gezielt zum Dialog ein – zu Themen, die die Branche aktuell bewegen und konkrete Antworten verlangen.


Produkte und Themen in 2026: Erkunden Sie jetzt unseren Messestand.





Die neue Tempoplex
Mehr dazu in diesem Magazin (Seite 16 bis 19) und auf unserer Website
viega.de/ Tempoplex

Raxofix-Systemübergänge und halogenfreie Dämmung
viega.de/Raxofix
Pressverbindersysteme
Brandschutz
viega.de/Pressverbindersysteme
viega.de/ Brandschutz


Partnerkraft

viega.de/Partnerkraft
viega.de/WaermepumpenAnschlussset


viega.de/Trinkwasser

Wir sehen uns auf der Messe. Oder vor Ort in der Viega World?
Wir freuen uns auf Sie!
Auf den Regionalmessen zeigen wir unseren Partnern, wie wir die Herausforderungen des Bauens von morgen gemeinsam bewältigen.
Raimund Zeise, Vertriebsleiter Viega D-A-CH-L
„Die Regionalmessen sind für uns eine hervorragende Gelegenheit, unseren Partnern aus Fachhandwerk, Fachplanung und Fachgroßhandel aufzuzeigen, wie wir die Herausforderungen des Bauens von morgen gemeinsam bewältigen können“, sagt Raimund Zeise, Vertriebsleiter Viega D-A-CH-L. „Planungs- und Installationslösungen für sichere Trinkwasseranlagen, energieeffiziente Wärmekonzepte sowie ressourcenschonendes und digitales Bauen leisten dazu einen entscheidenden Beitrag.“
Wie sich diese Anforderungen in der Praxis umsetzen lassen, zeigt Viega auf den Regionalmessen anhand praxisgerechter Systemlösungen, eingebettet in klar strukturierte Kompetenzfelder. Besuchende können sich gezielt zu den Themen informieren, die für ihre aktuellen Projekte relevant sind, und Zusammenhänge entlang des gesamten Bauprozesses nachvollziehen – von der Planung bis zur Ausführung.
Trinkwasser, Brandschutz und digitales Bauen Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Trinkwasserhygiene. Praxisnahe Exponate verdeutlichen, welche Anforderungen heute gelten und wie sich diese auch im Bestand sicher erfüllen lassen. Ergänzt wird dies durch Installationslösungen für moderne Wärmekonzepte, etwa für den Anschluss von Wärmepumpen, die in immer mehr Projekten eine zentrale Rolle spielen.
Auch beim Brandschutz stehen konkrete Anwendungsfälle im Mittelpunkt. Gezeigt werden Systeme, die eine sichere und platzsparende Installation ermöglichen – selbst bei komplexen Schachtbelegungen oder kurzfristigen Planungsänderungen. Für Fachhandwerker bedeutet das mehr Ausführungssicherheit, für Fachplaner eine verlässliche Grundlage in der Planung.
Darüber hinaus gewinnt das digitale Planen und Bauen weiter an Bedeutung. Mit Services und Werkzeugen rund um Building Information Modeling (BIM) zeigt Viega, wie Planungsprozesse strukturierter, transparenter und kollaborativer gestaltet werden können – als Voraussetzung für effizienteres, wirtschaftlicheres Bauen.
Persönlicher Austausch am ausgezeichneten Stand Orientierung bietet dabei auch das Standkonzept selbst. Der mehrfach mit Design-Awards ausgezeichnete Messestand ist so gestaltet, dass Besucher schnell ins Thema finden und Zusammenhänge intuitiv erfassen können.
Was alle Regionalmessen verbindet, ist der persönliche Austausch. Genau dafür versteht Viega die Messen als Plattform: Fragen aus der Praxis, konkrete Projektanforderungen und individuelle Herausforderungen – für den Arbeitsalltag heute und das Bauen von morgen – stehen im Mittelpunkt.

Neue MVV TB 2025/1
Mit der neuen MVV TB 2025/1 ändern sich 2026 schrittweise in allen Bundesländern wichtige technische Baubestimmungen. Besonders betroffen sind Brandschutzanforderungen für Rohrleitungen mit deckenoberseitigem Bad-, Boden- oder Dachablauf und damit auch die Viega Advantix-Badabläufe und -Rohrdurchführungen. Für Fachhandwerker und Fachplaner bedeutet das neue Nachweiswege und eine Übergangsphase, in der unterschiedliche Anwendbarkeitsnachweise parallel gültig sein können. Wir zeigen, was sich konkret ändert, was jetzt zu beachten ist – und wie Fachhandwerker mit Advantix weiterhin rechtssicher arbeiten.

Sicherheit mit System: Advantix-Bodenablauf sowie Advantix-Rohrdurchführung, inklusive Verbindungsstück und Steinwolledämmung.

Was ist die MVV TB?
1
Die Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVV TB) konkretisiert die Anforderungen der Muster-Bauordnung (MBO). Sie legt fest, welche technischen Regeln und Nachweise im Bauwesen zu beachten und umzusetzen sind. Änderungen in der MVV TB wirken sich daher direkt auf die Planung, Ausführung und Abnahme von Installationen aus, sofern sie in dem jeweiligen Bundesland eingeführt wurde.
Mindestens 120 Minuten müssen Abschottungen von Rohren einem Brand standhalten, um als „hochfeuerbeständig“ zu gelten – wie die R120Reihe von Viega Advantix.
2
Welche Rolle spielt die MVV TB beim Brandschutz?
Die MVV TB ist das zentrale Regelwerk im Brandschutz. Sie legt unter anderem fest, welche Bauprodukte bzw. Bauarten zulässig sind und welche Nachweise erforderlich sind, damit die bauordnungsrechtlichen Anforderungen an den Brandschutz für ein Gebäude erfüllt werden.
Für die Planung und Ausführung bedeutet das:
■ Die MVV TB legt fest, welche Richtlinien bei der Errichtung von Leitungen zu beachten sind.
■ Sie legt fest, nach welchen anerkannten Prüfverfahren Bauprodukte und Bauarten ohne CE-Kennzeichen geprüft werden müssen.
■ Sie sorgt dafür, dass Brandschutzlösungen einheitlich, geprüft und nachvollziehbar eingesetzt werden – unabhängig davon, in welchem Bundesland gebaut wird (nach Überführung ins Landesrecht).
MVV TB 2025/1: Was ändert sich 2026?
Mit der Überführung der MVV TB 2025/1 in das jeweilige Landesrecht ändern sich ab 2026 die Anforderungen an die Nachweisführung bestimmter Bauprodukte und Bauarten im Brandschutz. Eine wichtige Änderung betrifft die Abschnitte C3 (Bauprodukte) und C4 (Bauarten) – sie regeln die Abschottung von Rohrleitungen mit deckenoberseitigem Bad-, Boden- oder Dachablauf.
Neu ist:
Für diese Anwendungen reicht künftig ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis (abP) aus. Zuvor war hierfür als Anwendbarkeitsnachweis eine allgemeine Bauartgenehmigung (aBG) erforderlich, da für diese Bauarten kein anerkanntes Prüfverfahren vorlag. Der wesentliche Unterschied liegt in der Zuständigkeit: Während die aBG vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) erteilt wird, wird das abP von einer Materialprüfanstalt bzw. einem Materialprüfungsamt (MPA) ausgestellt.
Was ist in der Praxis konkret zu beachten? Die Änderungen gelten erst dann verbindlich, wenn die MVV TB 2025/1 in das jeweilige Landesrecht übernommen wurde. Da dieser Prozess bundesweit nicht zeitgleich erfolgt und sich die Prüfstellen zunächst für die neuen Anwendungsfälle zertifizieren müssen, ist mit einer Übergangsphase zu rechnen.
4 5
Für Fachhandwerker und Fachplaner bedeutet das:
■ Es können zwei zulässige Anwendbarkeitsnachweise parallel im Umlauf sein (abP und aBG).
■ Entscheidend ist, dass für die ausgeführte Bauart ein gültiger Nachweis vorliegt, der zur Einbausituation passt.
■ Bei Planung, Ausschreibung und Ausführung ist frühzeitig zu klären, welcher Nachweis benötigt wird, um Diskussionen bei der Abnahme zu vermeiden.
Für Feucht- und Kellerräume: Der Advantix Top-Bodenablauf mit Durchführung hilft zuverlässig bei der Entwässerung.
Welche Auswirkungen hat die MVV TB 2025/1 auf die Advantix? Diese Änderungen betreffen unmittelbar
Viega Advantix-Badabläufe und -Rohrdurchführungen mit deckenoberseitigem Ablauf. Für diese Bauarten ändert sich künftig die Art des erforderlichen Anwendbarkeitsnachweises.
Bisher war für solche Anwendungen eine allgemeine Bauartgenehmigung (aBG) erforderlich. Mit der MVV TB 2025/1 genügt künftig ein abP für die Bauart.

Viega sorgt für Sicherheit in der Übergangsphase
Viega hat frühzeitig reagiert und beim DIBt eine Erweiterung der bestehenden aBG beantragt. So steht auch in der Übergangsphase weiterhin ein vertrauter und rechtssicherer Nachweisweg zur Verfügung.
Für die Praxis bedeutet das:
■ Für den Advantix-Badablauf und die AdvantixRohrdurchführung liegt weiterhin ein gültiger Anwendbarkeitsnachweis vor.
■ Bis die Prüfstellen nach neuem Landesrecht vollständig zertifiziert sind und abPs ausstellen können, bleibt die aBG ein rechtssicherer und gültiger Anwendbarkeitsnachweis.

Damit bleiben die Advantix-Bad- und -Bodenabläufe sowie -Rohrdurchführungen auch unter den neuen Vorgaben der MVV TB 2025/1 planungs- und abnahmesicher – ohne Änderungen an der gewohnten Verarbeitung oder an den Einbauschritten auf der Baustelle.
Mehr Klarheit, weniger bürokratische Hürden und sichere Übergangsregelungen: Die MVV TB 2025/1 erleichtert den Einsatz von Rohrleitungen mit deckenoberseitigem Ablauf –und Viega unterstützt Fachplaner und Fachhandwerker jederzeit mit abnahmesicheren Lösungen mit gültigen Nachweisen.
Was ist der Unterschied und was gilt wann? Im Brandschutz geht es nicht nur um einzelne Bauprodukte, sondern auch um die Bauarten – also die geprüfte Kombination unterschiedlicher Bauprodukte wie der Rohrleitung, der Befestigung und des Ringspaltverschlusses. Für diese Bauarten sind bauaufsichtliche Nachweise erforderlich, die belegen, dass eine Bauart in dieser Zusammensetzung brandschutztechnisch zulässig ist.
Das allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis (abP)
■ gilt für Bauprodukte und Bauarten, die keine CE-Kennzeichnung tragen.
■ basiert auf anerkannten Prüfverfahren.
■ wird von einer Materialprüfanstalt (MPA) oder einem Prüfungsamt ausgestellt.
Die allgemeine Bauartgenehmigung (aBG)
■ gilt für komplexere Bauarten, für die kein anerkanntes Prüfverfahren vorliegt (z. B. Mischinstallationen).
■ wird vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) erteilt.
■ hat einen höheren Prüf- und Genehmigungsaufwand.
Grundlagen zur Abschottung von Bodenabläufen und weitere Infos zu Advantix beim Brandschutz unter viega.de/Brandschutz-Bodenablaeufe
Digitale Transformation mit Viega
Die Zukunft des Bauens ist digital. Der Transformationsprozess dazu hat in den Planungsbüros und Fachhandwerksunternehmen schon lange begonnen. Viega unterstützt ihn mit Softwarelösungen, wie beispielsweise Viptool Engineering oder LINEAR Solutions – Viega Edition, Konfiguratoren sowie entsprechend umfassenden Produktdaten.

Mit dem aktuellen Release der Softwarelösungen wird ihre Nutzung noch intuitiver und damit einfacher. Die Erweiterung der Datenverfügbarkeit auf etablierten BIM-Daten-Portalen entspricht dem vielfachen Wunsch der Anwender, die Viega BIM-Daten auch plattformübergreifend einsetzen zu können.
Schnellere Abläufe, höhere Qualität: Mit Software und entsprechenden Daten für digitales Bauen unterstützt Viega Fachplaner, Fachhandwerker und Betreiber.

LINEAR Solutions – Viega Edition V26 mit über 20 Neuheiten
LINEAR Solutions – Viega Edition V26 steht für die Zukunft der digitalen Planung mit Autodesk-Revit®. Und genauso dynamisch, wie sich diese Zukunft entwickelt, wird die Software für alle gängigen Gewerke der Gebäudetechnik fortgeschrieben – aktuell mit mehr als 20 Neuerungen.
Ein Beispiel: das neue Berechnungsmodul, um Kanalund Leitungsdimensionen schon sehr früh auf Basis der Raumdaten (wie Wärmebedarf, Kältebedarf, Luftmengen) automatisch bestimmen zu lassen. Ein anderes: die farbige 3D-Visualisierung von MEP-Raumparametern als schnelle Analysehilfe, beispielsweise für Raumgrößen, Nutzungen, Temperaturen oder Volumenströme. Oder die jetzt per Knopfdruck mögliche Neutralisierung von Stücklisten, wenn für Ausschreibungen keine Herstellerdaten gewünscht sind.
Allen Neuerungen gemeinsam ist: Sie machen das Arbeiten mit der Software LINEAR Solutions – Viega Edition V26 noch einfacher. Der manuelle Aufwand wird geringer, mehr Berechnungsvorgänge laufen automatisch ab, und die Planung wird so insgesamt transparenter und effizienter.
Ebenfalls neu bei LINEAR Solutions –Viega Edition V26: die effiziente Schemenbearbeitung direkt in Autodesk-Revit®, ohne Verbindungen zu verlieren.
Schnellere Analyse von Temperaturen und Volumenströmen: Die farbige 3D-Visualisierung der MEP-Raumparameter unterstützt bei der Gebäudemodellierung.


Viptool Engineering nochmals optimiert Mit der Software Viptool Engineering werden haustechnische Anlagen schnell und intuitiv vom Entwurf bis zur Ausführung durchgeplant. Und das ist mit den nochmals optimierten Modulen Viptool Building (mit integrierter Heizlastberechnung) und Viptool Piping zur Berechnung von Rohrnetzen und Rohrleitungssystemen einfacher denn je. Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:
Sofortige Klarheit: Die neueste Version von Viptool Piping erlaubt die Prüfung des Planstatus per QR-Code, ganz ohne App oder zusätzliche Anmeldung.

In frühen Planungsphasen ist ein vollständiges CADModell oft noch nicht verfügbar. Dennoch müssen erste Konzepte und Auslegungen erstellt werden. Mit der neuen Raumbuch-Synchronisation in Viptool Building ist das jetzt auch ohne Modell möglich. Die Daten können dann nahtlos in den weiteren Planungsverlauf übernommen werden. Diese Funktion schafft eine durchgängige Datenbasis über alle Planungsphasen hinweg – von der Konzeptidee bis zur detaillierten Modellierung. Sie ermöglicht eine modellunabhängige Arbeitsweise in frühen Phasen und sorgt gleichzeitig für Konsistenz und Nachvollziehbarkeit im späteren Planungsprozess.
Insgesamt mehr als ein Dutzend Detailverbesserungen zeichnen Viptool Piping zur Berechnung von Rohrnetzen aus. Dazu gehören unter anderem neutrale Stücklisten auf Knopfdruck, erweiterte Projektinformationen mit layoutspezifischen Details, die präzisere Materialauswertung oder ein optimierter Workflow für die Schlitz- und Durchbruchsplanung.
Besonders hervorzuheben sind zudem:
■ die einfache Höhenanpassung über den Eigenschaftendialog,
■ das direkte Öffnen der Dialoge ohne Umweg über andere Bedienoberflächen aus den Eigenschaften heraus und
■ die zentrale Bearbeitung der Parameter in den Eigenschaften.
Individuell und passgenau: Mit dem Prevista-Konfigurator 2.0 gleich mehrere Vor- und Trennwände mit Prevista Dry oder Prevista Dry Plus planen.

Prevista-Konfigurator erweitert
Mit dem weiterentwickelten Prevista-Konfigurator 2.0 steht eine Webapplikation zur Verfügung, über die einfach und schnell die Prevista-Vorwandsysteme ausgelegt werden können. Und das jetzt auch mit Prevista Dry im Trockenbau. Über die neue Schaltfläche „Importieren“ im Dialog „Gebäude erstellen“ ist es dabei sogar möglich, eine Gebäudestruktur direkt aus einer IFC-Datei zu importieren. Das vereinfacht die Planung deutlich.
Viega Daten für digitale Planung nutzen
Das digitale Bauen mit Building Information Modeling (BIM) setzt zwingend entsprechend detaillierte Produktdaten voraus. Bei Viega stehen diese Daten über die Viega Website und über das Viega BIM Data Tool/BIM Data Portal zur Verfügung. Die Bibliothek für Autodesk-Revit® verfügt dabei unter anderem über Such- und Filterfunktionen, so dass die Autodesk-Revit®-Daten der gewünschten Artikel direkt in Autodesk-Revit® eingefügt werden können.
Um das digitale Bauen nochmals einen großen Schritt voranzubringen, sind die Viega Produktdaten ab sofort zusätzlich auch auf Datenportalen wie MagiCAD Cloud oder Trimble MEPContent für Nova und Stabicad zu finden.

Den kompletten Überblick über die Planungssoftware, die Web-Konfiguratoren und weiteren Tools von Viega gibt es unter viega.de/Software
Sanierung von Trinkwasserinstallationen
Von älteren Trinkwasserinstallationen kann aus verschiedensten Gründen ein potenziell hohes Gesundheitsrisiko vor allem durch Legionellen ausgehen. Bei der Sanierung solcher Trinkwasserinstallationen, in der Regel Großanlagen, ist es entscheidend, vorhandene Schwachpunkte und Abweichungen von den allgemein anerkannten Regeln der Technik zu identifizieren und nachhaltig zu beseitigen. Dabei haben die grundlegenden Wechselwirkungen der Gefährdungsquellen einen wesentlichen Effekt auf den Erfolg der Maßnahmen.
Nährstoffe
Wirkkreis der Trinkwassergüte
Durchströmung

Auf Basis einer umfassenden Bestandsaufnahme der Trinkwasserinstallation sollte vor Beginn der Sanierung eine systemorientierte Risikoabschätzung erfolgen. Wenn der Legionellengrenzwert von mehr als 100 KBE (koloniebildende Einheiten) erreicht oder überschritten wird, ist eine ereignisorientierte Risikoabschätzung erforderlich.
Bei der Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen gibt der Fließweg des Trinkwassers eine wertvolle Orientierung.
Risiken für Trinkwasserhygiene (er)kennen
In Trinkwasserinstallationen warm/kalt (PWH/PWC) geht das größte Gesundheitsrisiko von Legionellen aus. Sie wachsen optimal in einem Temperaturfenster von 25 °C bis etwa 50 °C. Beim Einatmen von vernebeltem Wasser (Aerosole) können sie schwere Lungenentzündungen (Legionellose) auslösen oder zu einer grippeähnlichen Erkrankung führen. Potenzielle Risikoquellen in Trinkwasserinstallationen sind damit:
■ das Nichteinhalten der Temperaturgrenzwerte für PWH (< 55 °C) und PWC (> 25 °C),
■ ein unzureichender Wasseraustausch,
■ eine fehlende Durchströmung (Wasserdynamik) sowie
■ ein zu großes Nährstoffangebot für Legionellen in den Rohrleitungen.
Hygienerisiko im Bestand: Auch bei grundlegenden Sanierungen werden häufig alte Leitungen weiter genutzt, trotz nicht mehr bedarfsgerechter Auslegung.
Bei der Sanierung von Trinkwasserinstallationen im Bestand richtet sich der Fokus als Konsequenz insbesondere auf:
■ die qualifizierte Temperaturhaltung im Warmwassersystem (hydraulischer Abgleich), bei Großanlagen 60/55 °C in der Zirkulation zwischen Speicheraus- und -wiedereintritt,
■ das Verhindern oder Minimieren von Fremderwärmung des Kaltwassers,
■ die bedarfsgerechte Dimensionierung der Rohrleitungen,
■ die Beseitigung von Totleitungen und nicht betriebenen Bypässen sowie nicht zuletzt
■ den bestimmungsgemäßen Betrieb.

Die Bestandsaufnahme
Bei der Bestandsaufnahme einer möglicherweise risikobehafteten Trinkwasserinstallation ist im Wesentlichen zwischen
■ den eingesetzten Rohrwerkstoffen, Installationskomponenten und Bauteilen (wie Filter, Armaturen u. a.),
■ der Ausführung der Installation (wie parallel geführte PWH-/PWC-Installationen oder sehr lange Stichleitungen) und
■ dem hygienegerechten Betrieb (Häufigkeit der Nutzungsunterbrechungen) zu unterscheiden.
Für die Rohrwerkstoffe gilt beispielsweise seit dem 12. Januar 2026 ein faktisches Bleiverbot. Solche Rohrleitungsabschnitte sind zwingend auszutauschen. Welche Ersatzwerkstoffe zum Einsatz kommen, hängt entscheidend von der Fließregel ab, um Lochkorrosion zu vermeiden. Typisch: Neu installierte Kupferrohre treffen in Fließrichtung im Bestand üblicherweise auf verzinktes Stahlrohr. Bei den Installationskomponenten ist vor allem auf Sauberkeit (wie bei Rückspülfiltern) und Funktionsfähigkeit (wie bei Sicherungskombinationen) zu achten.
Bedarfsgerechte Vorhaltung von PWH: So wird der Erhalt der Trinkwassergüte unterstützt und die Energiekosten werden verringert.
Mustergültige Lösung: baulich getrennte warm- und kaltgehende Rohrleitungen, kurze Stichleitungen und vermiedene Wärmeübergänge in der Vorwand.
Der Wasseraustausch
Für Bestandsgebäude sind parallel in einem Schacht geführte Versorgungsleitungen typisch. Das heißt: Häufig noch ungedämmte warm- und kaltgehende Rohrleitungen sorgen für einen kontinuierlichen Wärmeübergang mit hohen Hygienerisiken für das Kaltwasser. Abhilfe schafft hier als aktive Maßnahme nur ein regelmäßiger Wasseraustausch, um die Verweildauer von PWC (und damit die Zeit der Fremderwärmung) zu reduzieren. Aus wirtschaftlicher und ressourcenschonender Sicht sollte dies aber nur eine Übergangsmaßnahme sein. Eine Lösung bieten Spülstationen mit Hygienefunktion, die bei Überschreitung des Temperaturgrenzwertes automatisch auslösen.
Sie sind ebenfalls zu empfehlen, wenn bei der Bestandsaufnahme (zu) lange Anbindeleitungen (Stichwort: 3-Liter-Regel) festgestellt werden. Dies gilt vor allem, bei Stichleitungen, die keine Hauptverbraucher – wie ein regelmäßig genutztes WC – für den bestimmungsgemäßen Wasseraustausch am Ende installiert haben. Andernfalls droht ein beträchtliches Hygienerisiko durch Stagnation.
Weitere Informationen zu Trinkwasserhygiene und hygienegerecht ausgeführten Installationen gibt es unter viega.de/Trinkwasser
Die Sanierung einer Trinkwasserinstallation kann gleichzeitig genutzt werden, um den Energiebedarf eines Gebäudes zu senken: Bedarfsgerecht verringerte Volumina der Energiespeicher mit Durchfluss-Trinkwassererwärmer, der Verzicht auf überflüssige Zirkulationsleitungen bis an die letzte Entnahmestelle, die durchgängige Dämmung insbesondere der Rohrleitungen für PWH sowie der Schutz von PWC vor Fremderwärmung führen unmittelbar zu einer deutlich höheren Klimaresilienz der Trinkwasserinstallation.
Ein kostenloses Whitepaper zum Erhalt der Trinkwassergüte steht zum Download bereit unter viega.de/Trinkwasser-Whitepaper
Blick in die Praxis: Pressverbindersysteme in der Industrie
Stillstand ist keine Option: Das traditionsreiche Familienunternehmen Pöppelmann aus dem niedersächsischen Lohne stellt Kunststoffschutzlösungen für die Industrie her. Die Produktion läuft im Drei-Schicht-Betrieb – hochautomatisiert, digital vernetzt und exakt getaktet. Viele Bereiche arbeiten längst auf Industrie 4.0-Niveau. Damit dieser Fertigungsrhythmus stabil bleibt, muss die Versorgung der Maschinen mit Druckluft und Kühlwasser zuverlässig funktionieren. Die Basis dafür: schnelle Reaktionszeiten durch ein eigenes Instandhaltungsteam, ein umfangreiches Material- und Werkzeuglager und die schon vor Jahren getroffene Festlegung auf Rohrleitungssysteme und Pressverbindungstechnik von Viega.

Manfred Rudolph, Sanitär- und Heizungstechniker in der Abteilung Technik und Service bei Pöppelmann
Notwendige Reparaturmaßnahmen können wir Tag für Tag und rund um die Uhr äußerst effektiv und zielgerichtet in Angriff nehmen.
Instandhaltung im Takt einer vollautomatisierten Produktion
Mit rund 2.500 Mitarbeitenden weltweit und sechs Produktionsstandorten zählt Pöppelmann zu den führenden Unternehmen seiner Branche. Entsprechend hoch sind die unternehmenseigenen Ansprüche an die Qualität der Produkte sowie die Kundenzufriedenheit. Durch die weitreichende Vernetzung und Digitalisierung der gesamten Prozesskette – von der Entwicklung über die Fertigung bis hin zum Vertrieb der Kunststoffmassenprodukte – hätte beispielsweise jeder Maschinenstillstand automatisch massive Störungen der nachgelagerten Prozessschritte zur Folge. Entsprechend knapp bemessen sind die Zeitfenster für Umbauten, Anpassungen oder Wartungsarbeiten.

Bis zu
80 %
Arbeitszeit spart Presstechnik im Vergleich zum Schweißen
„Ursachen für eventuelle Störungen müssen bei uns möglichst direkt behoben werden“, erläutert Manfred Rudolph aus der Abteilung Technik und Service. „Angesichts des allgemeinen Fachkräftemangels ist das nur zu erreichen, indem wir mit eigenen, gut ausgebildeten Fachkräften ständig vor Ort sind. Sie wissen, wie die Anlagen aufgebaut sind, und sind bestens vertraut mit den Rohrleitungssystemen von Viega, die die Versorgung der kunststoffverarbeitenden Maschinen mit Druckluft und Kühlwasser sicherstellen.“
Pressen statt Schweißen – ein großer Schritt zur Effizienz
Warum Pöppelmann dabei auf Viega Pressverbindersysteme setzt, weiß Manfred Rudolph: „Neben der Qualität der Pressverbindersysteme sprechen vor allem die Pressverbindungstechnik sowie die Verbinder mit der speziellen SC-Contur für Viega.“ Schweißarbeiten kosten wertvolle Zeit, erzeugen unproduktive Abkühlphasen und erfordern aufwendige Brandschutzmaßnahmen. Pressverbindungen hingegen ermöglichen es, Installationen auch in sehr engen Zeitfenstern umzusetzen.
„Mit der kalten Pressverbindungstechnik sparen wir gegenüber dem Schweißen bis zu 80 % Arbeitszeit“, betont Rudolph den enormen Vorteil im laufenden Betrieb. Darüber hinaus sind die Verbindungen nach dem Pressen sofort belastbar. Unverpresste Verbindungen werden dank der SC-Contur bei der Dichtheitsprüfung sofort sichtbar und können nachgebessert werden. In einem Umfeld, in dem jede Minute zählt, erhöht das spürbar die Prozesssicherheit.

Für Kühlwasser ist das Edelstahlsystem Sanpress Inox im Einsatz, die Zuleitungen der Formkühlung mit Druckluftausblasung sind mit Temponox ausgeführt.
Enger Austausch: Manfred Rudolph (l.), Sanitär- und Heizungstechniker aus der Pöppelmann-Instandhaltung, und Viega Key Account Manager Björn Porth lösen Aufgaben gemeinsam.

Temponox und Sanpress Inox im Einsatz
Ein wichtiger Teil der technischen Infrastruktur ist die Druckluftversorgung. Für diesen Bereich nutzt Pöppelmann das Edelstahl-Rohrleitungssystem Temponox. Daneben ist am Standort Lohne bereits seit vielen Jahren Sanpress Inox ein fester Bestandteil der leitungsgebundenen Installation. Das System eignet sich nicht nur für Kühlwasserleitungen, sondern ist im gesamten Werk auch im Trinkwasserbereich im Einsatz. Die hohe Materialbeständigkeit der Produkte, die universellen Einsatzmöglichkeiten sowie die durchgängig einheitliche Pressverbindungstechnik haben dazu geführt, dass Pöppelmann sich früh auf Viega festgelegt und eine hohe Systemtreue entwickelt hat.

Versorgungssicherheit aus dem eigenen Lager –und mit Viega an der Seite Jederzeit einsatzfähig sein – das ist entscheidend, um die Prozesssicherheit bei Pöppelmann zu gewährleisten. Deshalb hält das Unternehmen viele hundert Meter Rohrleitungen sowie tausende Verbinder der Systeme Temponox und Sanpress Inox in den Nennweiten 22 bis 108 mm in den Materiallagern der Werke vor. Ergänzt wird dieser Bestand durch ein halbes Dutzend Viega Presswerkzeuge. Wenn wie jüngst wieder eine neue Produktionshalle ausgestattet oder in einer anderen ein geändertes Maschinenlayout umgesetzt werden muss, kann das Technikteam unmittelbar loslegen – mit vertrauten Systemen, bekannten Werkzeugen und einer Montageweise, die sich über viele Jahre bewährt hat.
Um für die wechselnden Aufgabenstellungen in den industriellen Anwendungen möglichst effiziente und prozesssichere Lösungen zu finden, steht zudem der Viega Außendienst beratend zur Seite. Ein Service, den Rudolph gerne regelmäßig in Anspruch nimmt: „Fachfragen lassen sich so rasch klären und die Unterstützung vor Ort macht die Arbeit deutlich einfacher.“
Mehr über den innovativen Kunststoffspezialisten Pöppelmann und seine Lösungen gibt es auf poeppelmann.com
Ob Trinkwasser, Druckluft, Heizen und Kühlen oder technische Gase: Systeme von Viega stehen für die Industrie bereit. Mehr unter viega.de/Industrie
rund
Fehlender Wohnraum, Fachkräftemangel und Klimaschutzziele stellen die Bauwirtschaft vor große Aufgaben. Dass diese nur mit digitalen und stärker industrialisierten Prozessen zu bewältigen sind, zeigte die BIM World MUNICH Ende 2025 im ICC der Messe München. Tausende Fachbesuchende nutzten die internationale Plattform zum Austausch über den Stand der Digitalisierung in der Bau-, Immobilien- und FacilityManagement-Branche. Erstmals war auch Viega Teil dieses Branchentreffpunkts.
Daten als strategischer Schlüssel Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich mit BIM schneller, effizienter und nachhaltiger bauen lässt. In ihrem Fachvortrag machte Isabel Hammerschmidt, Engineering Consultant bei Viega, deutlich, dass der Schlüssel dafür in der durchgängigen Nutzung digitaler Projekt- und Produktdaten liegt.
Damit rückt die Rolle der Hersteller stärker in den Fokus: Produkte müssen nicht nur physisch verfügbar sein, sondern auch als verlässliche, strukturierte Datensätze. Viega stellt konsistente Produktdaten mit relevanten Nachhaltigkeitskennwerten bereit und unterstützt so die modellbasierte Planung und Koordination über den gesamten Gebäudelebenszyklus. Wie sich dieser Ansatz praktisch umsetzen lässt, zeigt die nach der BIM-Methodik realisierte Viega World.

Auftakt mit eigenem Stand: Viega auf der BIM World MUNICH, die als „entscheidender Treffpunkt für alle Akteure der Branche“ gilt.
Intuitiver bedienbar: Mit der neuen, browserbasierten Bediensoftware optimiert Viega die Einzelraumregelung Fonterra Smart Control.

Mit einem Software-Update macht Viega die intelligente Einzelraumregelung Fonterra Smart Control fit für die nächsten Jahre. Die neue, browserbasierte Bediensoftware überzeugt durch spürbar kürzere Lade- und Responsezeiten. Gleichzeitig sorgt das überarbeitete Design für mehr Übersicht und eine intuitive Nutzerführung. Sämtliche Funktionen, inklusive der Inbetriebnahme, lassen sich nun auch per Smartphone steuern, sowohl unter iOS als auch Android.
Browserbasiert immer aktuell
Eine separate App ist weiterhin nicht erforderlich. Der browserbasierte Ansatz stellt sicher, dass die Software stets auf dem aktuellen Stand bleibt und sicherheitstechnisch den neuesten Anforderungen entspricht.
Alle Anwender werden frühzeitig über die Umstellung informiert und erhalten bei Bedarf Unterstützung.
Das Online-Update kann von allen Nutzenden selbst durchgeführt werden, bestehende Einstellungen bleiben erhalten. Ein Hardwaretausch ist nicht erforderlich – neue WLAN-Module sind bereits mit der aktuellen Software ausgestattet.
Impressum
Herausgeber:
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Verantwortliche Redakteurinnen:
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Den vollen Überblick über das FonterraProgramm für Flächenheizungen und intelligente Raumtemperatur-Regelungen unter viega.de/Fonterra
Bauen bleibt komplex –wir halten Sie auf dem Laufenden: mit aktuellem und fundiertem Wissen von Produkten und Normen bis zu Praxistipps.
Mehr erfahren unter viega.de/Blog


