Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs VVO
Ausgabe
FÜR EINEN STARKEN UND STABILEN FINANZMARKT
Mag. Mariana Kühnel M.A., die neue Vorständin der Finanzmarktaufsicht FMA im ausführlichen Interview.
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PRIVATE UND BETRIEBLICHE ALTERSVORSORGE
Die Europäische Kommission und die österreichische Bundesregierung setzten Maßnahmen zur Stärkung der zweiten und dritten Säule.
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NACHWUCHSFÖRDERUNG FÜR DIE BRANCHE
Die Initiative "Austrian Actuary" will für das Berufsbild des Aktuars/der Aktuarin bei jungen Talenten Interesse wecken.
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Den Wandel aktiv gestalten
Die Versicherungswirtschaft steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Dynamische Märkte, technologische Entwicklungen und nicht zuletzt das Kundenverhalten verlangen Anpassungsfähigkeit.
VVO-Generalsekretär Mag. Christian Eltner
Digitale Anwendungen durchziehen heute die gesamte Wertschöpfungskette und prä gen maßgeblich die Kundenerwartungen: medienbruchfreie Abläufe und bessere Datenquali tät ermöglichen moderne Beratung, und schnelle Schadenbearbeitung. Voraussetzung ist jedoch ein regulatorisches Umfeld, das Klarheit bietet und technische Umsetzbarkeit ermöglicht und zulässt, statt Komplexität und Kosten zu erhöhen. Denn: Zunehmende Dokumentationspflichten und ad ministrative Vorgaben – wie die nicht zeitgemäßen Bestimmungen im VersVG zur elektronischen
Die Versicherungswirtschaft verändert sich. Wir müssen Risikobereitschaft neu defi nieren und systematisch weiterentwickeln, um so dazu beizutragen, drohende Unversicher barkeit nachhaltig zu vermeiden. Die Häufung und Intensität von Naturereignissen verändern unsere Branche. Doch Naturkatastrophen sind nicht die einzige Bedrohung für die nachhaltige Versicherbar keit. Auch die fortschreitende Digitalisierung bringt komplexe Situationen mit sich: Cyberangriffe, Daten manipulation, digitale Erpressung oder KI‑gestützte Betrugsszenarien stellen Gesellschaft und Wirtschaft vor Herausforderungen.
Kommunikation – binden Ressourcen, die besser in Kundenservice und Produktentwicklung investiert wären. Regulierung muss effizient sein, den Kunden nutzen und Freiräume für Innovation schaffen.
Die EU Retail Investment Strategy soll Transparenz und Verbraucherschutz stärken. Damit einhergehend würde es weitere Vorgaben für unsere ohnehin schon überbordend regulierte Branche geben. Die private Vorsorge in Österreich würde dadurch weiter ge schwächt. Und das kann keinesfalls im Sinne der Österreicherinnen und Österreicher sein.
Als starke Interessensvertretung setzen wir uns für unsere Mitglieder dafür ein, dass die Rahmen bedingungen für das Geschäftsmodell Versicherungen bestmöglich ausgestaltet sind.
Risikobereitschaft
neu
denken
Die Gefahren unserer Zeit werden komplexer und weniger vorhersehbar. Damit Versicherungsschutz kein Privileg wird, braucht es ein koordiniertes Vorgehen von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.
VVO-Präsident Mag. Gregor Pilgram
Risiken werden dynamischer, vernetzter und weniger vorhersehbar. Wir müssen uns mit der Frage befassen, wie es gelingen kann, Versicherungsschutz auch künftig für alle leistbar zu halten. Wesentlich ist die Bereit schaft, Risiken neu zu bewerten und Verantwortung gemeinsam zu tragen. Es braucht auch eine offene Dis kussion von Politik, Wirtschaft und Privathaushalten. Denn die Vorstellung, dass Versicherungen allein die Folgen einer sich rasant verändernden Schaden landschaft abfedern können, ist nicht realistisch. Wir brauchen ein System, in dem Prävention, Prämien anpassung und Risikoteilung Hand in Hand gehen.
Prävention muss denselben Stellenwert erhalten wie die Schadensregulierung. Ob durch resilientere Infra struktur gegen Naturgefahren oder durch stärkere
digitale Sicherheitsstandards – jeder Euro, der heute in Schutz investiert wird, reduziert morgen Schaden aufwände und steigert Versicherbarkeit.
Wir müssen darüber nachdenken, Anreize zu schaf fen, die sowohl klimaschonendes als auch digitales Verantwortungsverhalten belohnen. Gebäude, die nach modernen Standards errichtet werden, ver dienen Vorteile – genauso wie Unternehmen, die in Cybersicherheit, Verschlüsselung oder KI‑Kontroll mechanismen investieren.
Österreich soll ein Land bleiben, in dem Ver sicherungsschutz für Haushalte, Unternehmen und die gesamte Wirtschaft nicht zum Privileg wird, son dern eine verlässliche Grundlage ist.
Sie sind seit nun über einem halben Jahr im Vorstand der FMA. Was möchten Sie bewegen, was sind Ihre Ziele?
Ich möchte einen starken und stabilen Finanz markt sichern, eine Aufsicht am Puls der Zeit verankern und Digitalisierung sowie Innova tion stärken – mit klaren proportional angewendeten Regeln, hoher Effizienz und Effektivität und dem Fokus auf aktuellen Chancen und Risiken.
Stabilität durch Aufsicht: Was verstehen Sie darunter, wie sehen Sie hier die Rolle der FMA für den Wirtschaftsstandort und den heimischen Kapitalmarkt?
Wir kommen nach zwei schwierigen Wirtschafts jahren nun wieder in einen moderaten Aufschwung. Stabilität durch Aufsicht erkennt man daran, dass der Finanzsektor diese stürmischen Zeiten gut über standen hat und deswegen jetzt in der Lage ist, den Aufschwung zu finanzieren. Die FMA dient dem Standort am besten dadurch, dass sie für Stabilität, Resilienz und Rechtssicherheit sorgt.
Versicherungen werden zum Teil regulatorisch in einen Topf mit den anderen Finanzmarktteilnehmern geworfen. Wie kann die FMA dazu beitragen, dass die Besonderheiten von Versicherung als Produkt und Geschäftsmodell ausreichend verstanden und berücksichtigt werden?
Als integrierte Aufsicht sehen wir großen Nutzen in sektorübergreifenden Regeln, wo Risiken ident sind und wir in der Aufsicht damit Synergien heben kön nen – etwa bei IT‑Risiken oder Fragen der Finanz stabilität. Banken und Versicherer nutzen ähnliche digitale Infrastrukturen, stehen vor vergleichbaren Herausforderungen und können im Krisenfall beide systemrelevant sein. Einheitliche Standards ver hindern auch regulatorische Arbitrage und sorgen dafür, dass gleiche Risiken nicht unterschiedlich reguliert werden. Gleichzeitig achten wir sehr be
Für
einen starken und stabilen Finanzmarkt.
Interview
mit Mag. Mariana Kühnel M.A., Vorständin FMA
wusst darauf, die Besonderheiten des Versicherungs geschäfts einzubringen: Versicherungen decken existenzielle Risiken ab, stabilisieren Wirtschaft und Haushalte und funktionieren völlig anders als Banken, was auch in unterschiedlichen Regelwerken abgebildet ist (Basel versus Solvency). Wesentlich ist unser laufender Austausch mit der Branche. Er hilft, praxisnahe Lösungen zu entwickeln, früh Auslegungsfragen zu erkennen und neue Vorgaben ausgewogen auszugestalten. Ziel bleibt, sektorüber greifend zu harmonisieren, wo es sachlich sinnvoll ist, und Unterschiede zu bewahren, wo sie in der jeweiligen wirtschaftlichen Funktion begründet sind.
Die FMA und die beaufsichtigten Unternehmen stehen vor multiplen Herausforderungen. Dies führt zu Aufwandssteigerung auf beiden Seiten. Wie gelingt es der Aufsicht die Aufsichtskosten trotzdem im Rahmen zu halten?
Unser Anspruch ist es, effizienter zu werden. Hier sehen wir Potential durch die Verringerung der Melde und Anzeigepflichten, indem wir Mel detemplates auf unbedingt notwendige Daten beschränken, Daten intelligent vernetzen und Doppelmeldungen vermeiden. Dafür setzen wir uns nicht nur in Österreich sondern vor allem auch auf der europäischen Ebene ein. Die Frage, die wir uns stellen ist, welche Daten wir wirklich brau chen und welche aufsichtliche Wirkung wir damit erreichen können. In Österreich funktioniert der Datenaustausch mit OeNB und Statistik Austria bereits effizient; EU weit unterstützt die FMA eine gemeinsame Datennutzung, die Reporting Pflich ten weiter senken würde. Moderne Tools – etwa Solvenz Forecasting – reduzieren Ad hoc Abfra gen, besonders in volatilen Marktphasen. Aber wir schauen nicht nur auf die anderen, sondern sind auch intern dabei, mit unserem 360 Grad Projekt unsere eigenen Prozesse noch stärker zu digitalisie ren und harmonisieren. Wir wollen damit Effizienz steigern und eine einheitlich hohe Aufsichtsqualität sicherstellen. Wir entlasten damit sowohl Unter nehmen als auch unsere eigenen Strukturen.
Die EU-Kommission hat einen Vorschlag für ein neues PEPP vorgelegt. Was ist hierzu die Position der FMA?
Die FMA steht dem neuen PEPP grundsätzlich posi tiv gegenüber. Vor allem dann, wenn der Vorschlag echte Vereinfachungen bringt, wie die Abschaffung verpflichtender Sub‑Accounts oder klarere Risiko minderungstechniken. Entscheidend ist für uns, dass die Mindestharmonisierung der Pensionsfondsricht linie erhalten bleibt, damit nationale Besonderheiten und das kollektive Geschäftsmodell der Pensions kassen gewahrt werden. Ob PEPP Erfolg hat, hängt auch von steuerlichen Anreizen ab, die die Nach frage stärken können. Zentrale Priorität bleibt der Schutz der Versorgungsanwärter durch klare Auf sichtsmaßstäbe und gute Beratung. Zugleich sollte es unserer Ansicht nach keine Vermischung von zweiter und dritter Säule geben, um Rechtsunsicherheit zu vermeiden. Positiv sehen wir die in Österreich dis kutierte Weiterentwicklung der betrieblichen Vor sorge – etwa Übertragungsmöglichkeiten im Rah men eines „Generalpensionskassenvertrags“. Diese Durchlässigkeit begrüßen wir, sofern sie auf klarer Information und Beratung basiert.
Versicherungen sind im Vergleich zu anderen Finanzsektoren einem geringen GeldwäscheRisiko ausgesetzt. Welche Herausforderungen sieht die FMA bei der Umsetzung des EU-Geldwäschepakets?
Das EU‑Geldwäschepaket betrifft den Bereich Lebensversicherungen, die weiterhin als risikoarm gelten. Es bringt dabei wichtige Klarstellungen, tiefgreifende Systemänderungen gibt es nicht. Die etablierten Sorgfaltspflichten – Kundenidenti fizierung, Risikobewertung, Monitoring – bleiben zentral. Die eigentliche Herausforderung liegt im Spannungsfeld zwischen geringem Gesamt risiko und punktuell erhöhten Risiken, etwa durch langfristige Verträge, Rückkaufswerte, komplexe Begünstigtenstrukturen, Vertriebspartner oder grenzüberschreitende Gruppen. Deshalb braucht
es eine präzise, risikobasierte und proportiona le Anwendung der Vorgaben. Unsere Nationale Risikoanalyse bestätigt das geringe Gesamtrisiko, identifiziert aber sensible Konstellationen. Be sonders anspruchsvoll ist die Umsetzung für inter national tätige Versicherer, die unterschiedliche IT‑Systeme, Datenrestriktionen und divergierende nationale Risiken bewältigen müssen. Entscheidend ist daher aus unserer Sicht, dass Unternehmen ihre Geldwäsche‑Systeme am tatsächlichen Risikoprofil ausrichten und robuste Kontroll‑ und Eskalations mechanismen verankern. Uns muss bewußt sein, dass Österreich beim Thema Geldwäsche durch die starken Aktivitäten in Zentral und Osteuropa
2026: Welche Herausforderungen, welche Chancen sehen Sie für die österreichische Versicherungswirtschaft?
Die Herausforderungen für das heurige Jahr bestehen unverändert darin, die zunehmend volatile Schadenssituation durch häufigere Unwetter und unterschätzte Naturgefahren zu be wältigen – Prävention bleibt dabei oberste Priorität. Gleichzeitig eröffnen sich vielversprechende Chan cen: Das solide Markt und Prämienwachstum aus 2025 setzt sich fort, insbesondere durch ein wach sendes Absicherungsbedürfnis in der Unfall und Krankenversicherung. Die fortschreitende Digita lisierung bietet zudem Potenzial für eine deutliche Effizienzsteigerung, während der demografische Wandel langfristig die Nachfrage nach Altersvor sorgeprodukten weiter antreibt.
Stichwort Digitalisierung – wohin geht der Weg – für Kundinnen und Kunden, für Versicherer?
Für Kundinnen und Kunden bedeutet sie vor allem mehr Komfort und Transparenz: Digitale Schnitt stellen, einfache Onlineabschlussprozesse und personalisierte Services machen den Zugang zu Ver sicherungsprodukten schneller und unkomplizierter. Für uns als Versicherer eröffnet die Digitalisierung gleichzeitig neue Möglichkeiten, etwa durch auto matisierte Prozesse, innovative Betrugserkennungs tools und datenbasierte Analysen, die Effizienz und Präzision steigern. Entscheidend wird jedoch sein, technologische Fortschritte gezielt einzusetzen und die persönliche Beratung als Kernkompetenz zu be wahren.
exponiert ist und wir daher besonders unter Be obachtung stehen.
Im österreichischen Versicherungssektor gab es seit neun Jahrzehnten keine Insolvenz. Wie wird diese Tatsache bei der Umsetzung der IRRD berücksichtigt?
Die historische Stabilität des österreichischen Ver sicherungssektors ist beachtlich – sie ersetzt aber kein modernes Krisenregime. Die IRRD knüpft konsequent an europäische Erfahrungen wie die BRRD an. Unsere Erfahrung ist, dass solche Rah men nicht nur die Kompetenzen von Aufsichts‑ und
Abwicklungsbehörden stärken, sondern auch das in terne Risikomanagement und die Krisenresilienz der Unternehmen selbst verbessern. Gerade in einem global volatilen Marktumfeld und angesichts enger Vernetzung der Finanzmarktteilnehmer sieht die FMA hier einen klaren Mehrwert. Zugleich wird die IRRD in Österreich risikoorientiert und proportional umgesetzt werden: Nur jene Versicherer, deren Aus fall die Finanzstabilität gefährden könnte, werden in die präventive Sanierungs‑ und Abwicklungsplanung einbezogen. So bleibt Raum, die gewachsene Stabili tät des Markts zu berücksichtigen – bei gleichzeitiger Einführung moderner Instrumente, die den Sektor langfristig robust und krisenfest halten.
Wir tragen zu Stabilität und Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft bei.
Im Interview VVO-Vizepräsident KR Mag. Klaus Scheitegel
KI in der Versicherungswirtschaft: Wo sehen Sie die größten Vorteile, welche Risiken birgt der Einsatz Künstlicher Intelligenz für die Versicherer?
KI ermöglicht uns erhebliche Effizienzsteigerungen, etwa durch automatisierte Prozesse und präzise Datenanalysen. Risiken bestehen jedoch in fehler haften Algorithmen, einer möglichen Überauto matisierung sowie im Missbrauch, in der Be trugsgefahr und in veränderten Cyberrisiken. Die menschliche Komponente bleibt dabei unverzicht bar: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spielen eine zentrale Rolle bei der Überprüfung und Sicher stellung der Qualität sowie bei der Bewertung kom plexer Entscheidungen.
Vorsorge für die Gesellschaft, welchen Beitrag kann die private Versicherungswirtschaft hierzu leisten?
Die private Versicherungswirtschaft leistet einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Vorsorge, indem sie Risiken absichert und finanzielle Be lastungen auffängt, etwa bei Krankheit, Alter, Un fällen oder Naturgefahren. Wir ergänzen staatliche Sicherungssysteme, setzen Anreize für Prävention und stellen langfristiges Kapital für Investitionen bereit. So tragen wir zur Stabilität und Zukunfts fähigkeit der Gesellschaft bei.
Wenn Sie fünf Jahre vorausblicken: Welche Veränderungen kommen auf die österreichische Versicherungsbranche zu?
In den kommenden fünf Jahren wird die öster reichische Versicherungsbranche noch stärker mit den Folgen des Klimawandels konfrontiert sein. Die Zunahme von Naturkatastrophen wird Prä vention stärker in den Fokus rücken, wobei die
Plattform HORA (hora.gv.at) eine zentrale Rolle für Transparenz, Risikobewusstsein und gezielte Vor sorgemaßnahmen spielen wird. Parallel dazu wird die Digitalisierung Prozesse und Services weiter optimieren, ohne dabei zum Selbstzweck zu werden. Gleichzeitig wächst durch den demografischen Wan del der Bedarf an privater Alters und Gesundheits vorsorge deutlich.
Welche Bedeutung hat Regionalität heute noch im Versicherungswesen?
Regionalität spielt weiterhin eine zentrale Rolle, da sie den direkten Kontakt zu Kundinnen und Kunden sowie ein tiefes Verständnis für lokale Gegebenheiten ermöglicht. Besonders bei der Ein schätzung regionaler Risiken und der Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen ist sie unverzichtbar. Gleichzeitig fördert sie Vertrauen und stärkt die Bindung zwischen Versicherern und der jeweiligen Region.
Österreich ist aufgrund seiner Topografie besonders durch Naturkatastrophen gefährdet. Was können (evtl: regionale) Versicherer dazu beitragen, dass das Bewusstsein für Prävention in der Bevölkerung steigt?
Regionale Versicherer können durch gezielte Auf klärung und Beratung das Bewusstsein für Prä vention stärken. Die Plattform HORA ist dabei ein wichtiges Instrument, das Transparenz über regiona le Risiken schafft und konkrete Vorsorgemaßnahmen aufzeigt. Durch die Kooperationen mit Gemeinden und lokalen Institutionen können Versicherer Prä ventionsprojekte fördern und die Bevölkerung aktiv in den Schutz vor Naturkatastrophen einbinden. Die Nähe zum Kunden gewährleistet auch schnelle Hilfe, die vor allem bei Naturkatastrophen besonders wichtig ist.
Der Ausbau der privaten und betrieblichen Altersvorsorge rückt zunehmend in den Fokus. Sowohl die Europäische Kommission als auch die österreichische Bundesregierung haben bereits Ende des vergangenen Jahres Maßnahmen gesetzt, um die zweite und dritte Säule zu stärken.
Die EU Kommission hat ein Paket mit fünf Vorschlägen zur Stärkung der be trieblichen und privaten Altersvorsorge vorgelegt. Das Paket enthält unter anderem zwei Legislativvorschläge zur Änderung der PEPP Verordnung und Pensionsfonds Richtlinie. Auf nationaler Ebene wurde ein Ministerratsvortrag mit einem Bekenntnis zur Stärkung der Zusatz pensionen verabschiedet.
Herausforderungen werden größer
Das ist wichtig, denn: Geopolitische Heraus forderungen, die Stärkung der Wettbewerbsfähig keit, die ökologische Transformation sowie demo grafische Veränderungen fordern Politik, Wirtschaft und Gesellschaft heraus. Auch die Bevölkerung spürt eine zunehmende Unsicherheit für die Zu kunft und fürs Alter. Insbesondere Frauen sind vom Risiko der Altersarmut betroffen. Laut aktuellen Umfragen rechnet die Mehrheit der Bevölkerung damit, den Lebensstandard im Alter nicht aufrecht erhalten zu können. Demografische Veränderungen führen zu massiven budgetären Mehrbelastungen in den Bereichen Pensionen und Pflege.
Drei Säulen als Stütze für unsere Pensionen
Ergänzend zur staatlichen Altersvorsorge müssen daher auch die betriebliche und private Altersvor sorge in einem integrierten Drei Säulen Pensions system einen ausgewogenen Platz finden. Ver sicherungen sind zentrale Anbieter in der zweiten und dritten Säule des Pensionssystems, sie stehen für Sicherheit und Stabilität und ermöglichen einen niederschwelligen Zugang zur zweiten und dritten Säule des Pensionssystems für eine breite Be völkerungsschicht und KMUs.
Ministerratsvortrag zu Reformen in der Altersvorsorge
Welche Reformschritte sind daher im Rahmen der im Ministerratsvortrag angekündigten Reformen zur Altersvorsorge zwingend erforderlich?
• Betriebliche Kollektivversicherung attraktivieren: Diese Form der Vorsorge wurde im Jahr 2005 eingeführt und ist arbeits und steuerrecht lich dem Pensionskassensystem gleichgestellt. Daher muss auch im Rahmen des General pensionskassenvertrags ein Level Playing Field zwischen Pensionskassen und Betrieblicher Kollektivversicherung hergestellt werden. Das bedeutet:
Übertragungen aus der Abfertigung NEU müssen auch in die Betriebliche Kollektivver sicherung möglich sein.
Um die Betriebliche Kollektivversicherung weiterhin für Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Anbieter attraktiv gestalten zu können sind darüber hinaus Änderungen der gesetzlichen Bestimmungen zur Produktgestaltung im Versicherungsaufsichtsgesetz erforderlich.
∙ Freibetrag der Zukunftssicherung anheben: Seit 1975 – also seit über 50 Jahren – wurde der Freibetrag nicht angepasst und liegt immer noch bei nur 300 Euro. Die im Regierungsprogramm angekündigte Valorisierung muss Teil des im Minis terratsvortrags angekündigten Pakets sein.
Prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge reformieren: Flexiblere Veranlagungsmöglichkeiten, ein Garantieniveau, das einerseits Sicherheit bietet und andererseits ein gesteigertes Ertragspotential zulässt sowie die Absicherung gegen Arbeitsun fähigkeit in der Ansparphase sind für eine Reform entscheidend. Lebenslange Rentenleistungen sor gen für eine umfassende Absicherung im Alter.
Paneuropäisches Privates
Altersvorsorgeprodukt „PEPP“
Auf EU Ebene bietet die PEPP Verordnung mit Re gelungen zum Paneuropäischen Privaten Pensions produkt zusätzliches Potential für die wichtige Stär kung der privaten Altersvorsorge. Wichtig ist, dass dieses Potential auch genutzt wird. Bis dato gibt es EU weit nur zwei im PEPP Register bei EIOPA ein getragene Anbieter. Die von der EU Kommission
vorgelegten Änderungsvorschläge müssen daher die Schwachstellen adressieren und dafür sorgen, dass das PEPP auch tatsächlich ein „echtes“ Altersvor sorgeprodukt wird: Eine langfristige Ausrichtung, biometrischer Risikoschutz und lebenslange Renten leistung als Standard stellen sicher, dass mit einer sorgenfreien Finanzplanung bis an Lebensende an fallende Ausgaben gedeckt werden können. Umfragen zeigen, dass für viele Verbraucher Sicherheit bei einem Altersvorsorgeprodukt besonders wichtig ist. Daher sollte ein gewisses Ausmaß an Garantie jedenfalls auch beim Basis PEPP einer Art Standardprodukt – angeboten werden können. Ebenso wird persönliche Beratung laut Umfrageergebnissen bei einem Alters vorsorgeprodukt besonders geschätzt und muss daher über alle Vertriebskanäle bei allen PEPPs möglich sein.
Gemeinsam gestalten
Damit Österreicherinnen und Österreicher sicher sein können, dass ihre Pensionen auch in Zukunft ge sichert sind, braucht es das Zusammenspiel aller Be teiligten. Die österreichische Versicherungswirtschaft ist bereit, Lösungen für die Zukunft des Landes aktiv mitzugestalten!
WUSSTEN SIE, DASS
Lebensversicherungen mit Kapitalanlagen von 65 Milliarden Euro und Auszahlungen pro Arbeitstag von über 26 Millionen Euro ein unerlässlicher Systembestandteil für Gesellschaft und Standort sind.
EUROPEAN PENSION SURVEY – ALTERSVORSORGE IN ÖSTERREICH
Insurance Europe, der europäische Dachverband der Interessensvertretungen der Versicherungswirtschaft, legte im Herbst 2025 den European Pension Survey neu auf.
In der vierten Ausgabe der europaweiten Studie wurden 12 Länder untersucht, darunter auch Österreich. Die Ergebnisse und einen Link zur Studie finden Sie hier:
Spiel und Spaß für besseres Versicherungswissen
Das Brettspiel „LESS RISK - MORE FUN“ ist an vielen Schulen Österreichs seit Jahren ein fixer Bestandteil des Unterrichts. Die Neuauflage trifft den Zeitgeist und erfreut sich großer Beliebtheit.
Finanzbildung zählt zu den Schlüssel kompetenzen für ein selbstbestimmtes Leben. Doch Studien belegen, dass es in Österreich Aufholbedarf gibt und das Wissen rund um Geld angelegenheiten – und dazu zählen natürlich auch Ver sicherungen – Lücken aufweist.
Grundlagen schaffen
Welche Zusammenhänge gibt es zwischen Wirtschaft und Finanz? Nach welchen Aspekten kann man in Geldfragen entscheiden? Welche Risiken gibt es und wie kann man sich dagegen absichern? Gerade für junge Menschen sind Themen rund um Geld und Ver sicherungen oft mit Fragezeichen behaftet. Um die Ver sicherungskompetenz zu stärken, fördert der VVO seit vielen Jahren Bildungseinrichtungen und Initiativen. Etwa mit dem Brettspiel LESS RISK MORE FUN, das im schulischen Bereich zum Einsatz kommt.
Spielerisch lernen
Das Spiel entstand in Kooperation mit der „Initiative für Teaching Entrepreneurship“ sowie der „Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Niederösterreich“ (KPH). Es ist speziell für Kinder und Jugendliche entwickelt, um sie spielerisch über Risiken und Ver sicherung zu informieren. Das Brettspiel ist seit vielen Jahren erfolgreich und nimmt bei vielen Lehrkräften einen Fixplatz in der pädagogischen Gestaltung ein.
Zeitgemäßes Spieldesign
Anhand von praxisnahen Situationsbeschreibungen lernen Jugendliche, Risiken zu erkennen. Die Spiele rinnen und Spieler tauschen sich zu den Aufgaben stellungen aus, diskutieren ihre Sichtweisen und lernen
MEINUNGEN
Und was sagen Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler?
Meine Schülerinnen und Schüler hatten sofort Spaß, als wir LESS RISK – MORE FUN gespielt haben. Das Brettspiel ließ sich schnell erklären, und alle waren von Anfang an mit Begeisterung dabei. Besonders spannend war zu sehen, wie selbstverständlich sie über Versicherungen nachdachten und Risiken einschätzten. Für sie wurde Finanzbildung so ganz nebenbei lebendig und greifbar.
(Ursula Liska, Lehrerin an der Wirtschafts- und Tourismusschule Bergheidengasse, 1130 Wien)
Mir gefällt sehr, dass das Spiel verschiedene Schwierigkeitsgrade hat. Man kann auch ohne Vorwissen mitspielen ... und mitdenken. Weil die Fälle so unterschiedlich sind, ist das Spiel auch sehr abwechslungsreich.
(Nyinje, 16)
Wir haben zuerst nur Level 1 gespielt und uns mit Risiken auseinandergesetzt. Nachdem wir die Versicherungen durchgenommen haben, war Level 2 dann kein Problem mehr.
(Pia, 18)
Selbst die späte Stunde am Donnerstagnachmittag ist wie im Flug vergangen … und wir haben dabei richtig Spaß gehabt. (Julian, 17)
auf diese Art, Risiken einzuschätzen und für sich selbst einzuordnen. So erlangen Jugendliche Versicherungs wissen auf leichte und kurzweilige Weise – ein Wissen, von dem sie ihr restliches Leben lang profitieren.
VVO GOES INSTAGRAM!
Der VVO startet einen neuen Kanal, der Finanzbildung und Versicherungswissen frisch, verständlich und jung vermittelt. Kurz erklärt, klar gestaltet und nah am Alltag –für alle, die smarter entscheiden wollen. Jetzt folgen unter „how2versichern“
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Nachwuchsförderung für die Branche
Junge Menschen für eine hochspezialisierte Berufslaufbahn begeistern: Das hat sich „Austrian Actuary“ zum Ziel gesetzt. Mit dieser gemeinsamen Initiative wollen der Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs VVO und die Aktuarvereinigung Österreichs (AVÖ) Aufmerksamkeit für den Aktuarsberuf schaffen.
Klimarisiken, demografischer Wandel und volati le Märkte machen Prognosen über zukünftige Entwicklungen immer schwieriger. Das stellt die Versicherungswirtschaft vor komplexe Heraus forderungen. Versicherer brauchen jedoch Modelle, um Risiken zu bewerten und langfristige strategische Ent scheidungen zu treffen. Die Branche sucht daher kluge Köpfen, die ein ausgezeichnetes Zahlengefühl mit hoch gradig vernetztem Denken und einer analytischen Heran gehensweise vereinen. Das Berufsbild einer Aktuarin oder eines Aktuars erfordert genau diese Fähigkeiten und bie tet darüber hinaus attraktive Entwicklungsmöglichkeiten in hochspezialisierten Bereichen.
Die Zukunftsgestalter
Doch welchen Beitrag leisten diese Zahlenstrategen wirklich? Eine Aktuarin oder ein Aktuar (engl.: actuary) macht Zusammenhänge wissenschaftlich fundiert sicht bar. Er oder sie trägt als analytisches Rückgrat der Ver sicherungswirtschaft dazu bei, dass Risiken kalkulierbar bleiben und Versicherungsprodukte zukunftsorientiert und fair gestaltet werden. Der Aktuarsberuf verbindet mathematische Präzision mit wirtschaftlicher Rele vanz. In Zusammenarbeit mit Top Management, IT und Aufsichtsbehörden sind diese Expertinnen und
Experten maßgeblich an strategischen Entscheidungen beteiligt, zum Beispiel bei der Produktentwicklung, Kapitalanlage oder Solvabilitätsberechnung.
Hochanalytisch und bestens vernetzt
Der Beruf bietet exzellente Karrierechancen und die Möglichkeit, komplexe Probleme zu lösen. Besonders geeignet ist der Beruf für Menschen mit einer Leiden schaft für Mathematik, Statistik und wirtschaftliche Zusammenhänge. Aktuarinnen und Aktuare sind mit ihren Fähigkeiten gefragte – und hochdotierte – Berater des C Levels und maßgeblich in strategische Ent scheidungen einbezogen.
Junge Talente gezielt ansprechen
Um Interesse bei jenen zu wecken, die ihre Berufswahl noch vor sich haben, haben der VVO und die AVÖ „Austrian Actuary“ ins Leben gerufen. Eine Website informiert über Ausbildungsmöglichkeiten, Karriere chancen und Berufsbilder. Videos bieten echte Einblicke aus der Praxis von Aktuarinnen und Aktuaren und ma chen das weite Betätigungsfeld des Berufs sichtbar.
www.austrian-actuary.at
„Die Versicherungswirtschaft braucht Talente, die komplexe Risiken wie Klimaveränderung, demografischen Wandel und volatile Märkte berechenbar machen. Mit der Initiative ‚Austrian Actuary‘ setzen wir ein Zeichen für Nachwuchsförderung und wollen Menschen für einen Beruf gewinnen, der analytisches Denken mit gesellschaftlicher Verantwortung verbindet.“
VVO-Präsident Mag. Gregor Pilgram
„Mit Austrian Actuary möchten wir junge Menschen frühzeitig für ein Mathematikstudium begeistern, indem wir konkrete Karrierewege aufzeigen. Wer mathematisches Denken mit wirtschaftlichem und rechtlichem Know-how verbindet, qualifiziert sich für gefragte Fach- und Spitzenpositionen – doch diese Chancen sind oft zu wenig bekannt. Viele entdecken den Beruf des Aktuars erst, wenn ein Wechsel in ein Mathematikstudium kaum noch möglich ist. Genau hier setzen wir mit unserer Initiative an.“
Vorstand der Aktuarvereinigung Österreichs (AVÖ) Mag. René Knapp
„Als VVO unterstützen wir ‚Austrian Actuary‘ sehr gerne. Die Initiative macht sichtbar, wie vielfältig das Berufsbild ist und welchen wertvollen Beitrag Aktuarinnen und Aktuare für die Versicherungswirtschaft leisten.“
VVO-Generalsekretär Mag. Christian Eltner
Internationales: CEE-Treffen im VVO
Der VVO war jüngst Gastgeber eines re gionalen Treffens, bei dem hochrangige Führungskräfte und ihre EU Referenten aus unseren Partnerverbänden in Mittel und Osteuropa zusammenkamen, um sich über lokale Marktent wicklungen und die aktuellen, sowie künftigen Priori täten für die Versicherungsbranche auszutauschen.
Dabei wurden aktuelle und anstehende EU Dossiers wie etwa „Recovery & Resolution” (IRRD), „Fi nancial Data Access” (FIDA), „Retail Investment Strategy” (RIS) und Vereinfachung besprochen.
Zusätzlich wurde auch folgendes thematisiert:
• Verbesserung der regionalen Zusammenarbeit, um gemeinsamen Herausforderungen effektiver zu begegnen.
• Einschätzung der Auswirkungen der Wettbewerbsfähigkeit für den Versicherungssektor in turbulenten Zeiten.
• Meinungsaustausch über die Versicherungsaufsicht aus lokaler, regionaler und europäischer Perspektive
Durch die Anpassung unserer Standpunkte und die Nutzung unseres kollektiven Fachwissens sind wir besser in der Lage, Veränderungen zu antizipieren und die Zukunft unserer Branche in allen Märkten mitzugestalten.
Wir freuen uns darauf, diese konstruktive Zusammen arbeit weiter fortzusetzen und auszubauen, sowie den Dialog in sinnvolle Maßnahmen zu übersetzen!
Dr. Stephan Korinek, FMA; Mag. Christian Eltner, VVO
Gemeinsam engagiert
Die Mitgliederversammlung des VVO bietet alljährlich einen besonderen Rahmen, um das Jahr Revue passieren zu lassen und Jubiläen zu würdigen.
Am 2. Dezember 2025 war es wieder so weit: Die Vorstandsvorsitzenden der VVO Mit gliedsunternehmen kamen zusammen, um sich über die Tätigkeiten ihrer Standesvertretung zu informieren. VVO Präsident Gregor Pilgram und VVO Generalsekretär Christian Eltner gaben einen Überblick über die Meilensteine des zu Ende gehenden Jahres. In seiner Rede würdigte VVO Vi zepräsident Klaus Scheitegel das jahrzehntelange Engagement von Othmar Ederer, der sich aus den VVO Gremien verabschiedet.
Die wie immer gut besuchte VVO-Mitgliederversammlung im Rittersaal im Palais Niederösterreich
Früh an Vorsorge denkenBestens gerüstet für das Alter
Das Vertrauen in das staatliche Pensionssystem sinkt – mehr als drei Viertel der Bevölkerung sorgen sich um ihre Altersvorsorge. 60 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher gehen davon aus, in der Pension weiterarbeiten zu müssen.
„Nicht jeder Beruf oder jede gesund heitliche Situation erlaubt das – daher ist frühe Vorsorge wichtig“, be tont Mag. Othmar Nagl, Vorsitzender des Instituts und Generaldirektor der Oberösterreichischen Versicherung. Österreichs Altersvorsorge basiert auf drei Säulen: staatliche Pension, betriebliche Vorsorge und private freiwillige Vorsorge. Bei der Frühjahrsveranstaltung des Versicherungsinstituts
Impressum
Herausgeber, Medieninhaber und Redaktion: Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs VVO, Schwarzenbergplatz 7, 1030 Wien. Redaktion: Mag. Dagmar Straif, Mag. Daniela Auer, Mag. (FH) Isabella Eltner, Layout und Druck: Dockner druck@medien, 3125 Kuffern, dockner.com, Erscheinungsort: Wien
an der Johannes Kepler Universität Linz am 14. April 2026 im Uni Center 2. Stock, Loft C/D erfahren wir mehr darüber und diskutieren mit namhaften Referenten.
Wann? ab 10 Uhr
Ihre Gesprächspartner:
Prof. Dr. Christoph Badelt, Präsident des Fiskalrates stv. Direktor der Agenda Austria Mag. Hanno Lorenz Unternehmensberater Markus Reindl, MBA MSc MA.