DIE ZEILE Nr. 3 / 2016
Appenzeller Verlag
orte Verlag
Toggenburger Verlag
edition punktuell.
gazin a M s a D auses h s g a l r des Ve ellbrunn Schw
Ein Roman Ăźber Integration Seite 7 Appenzeller Anthologie Seite 9 Uelligers Jugend in Bildern Seite 15 Blick in eine Weltfirma Seite 19
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DIE ZEILE // 3 4 Wer liest da? 5 Josef Scheuber: Bücher und Posaune
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Vom Zauber des Lesens Über das Lesen schreiben ist irgendwie eigenartig. Viel besser ist: Es zu tun. Ich stell mir das immer so gemütlich vor. Nach einem hektischen Arbeitstag komme ich nach Hause, setze mich in die Lieblingsecke der Couch, schlage mein Buch auf und lese, lese, lese. Stundenlang, bis ich in der Geschichte versinke. So wie früher als Kind, als ich kaum ansprechbar war, weil ich nicht mehr unterscheiden konnte zwischen Realität und Fiktion. Tatsächlich sieht es so aus: Nach ein paar Seiten merke ich, dass mir eine Tasse Tee fehlt. Ich stehe also noch einmal auf und gehe in die Küche. Unterwegs stolpere ich über zehntausend Legosteine, werfe einen Blick auf den Wäscheberg und erinnere mich an die Rechnungen, die fällig sind. Der Zauber ist dahin. Ich hoffe, Ihnen ergeht es anders. Denn Lesen darf nicht einfach ein Punkt auf der Tagesordnung sein so wie Einkaufen oder Staubsaugen. Lesen ist mehr: Es ist sinnlich, es braucht und gibt Ruhe, es entspannt und regt gleichzeitig an. Ich wünsche Ihnen also behagliche und anregende Lesestunden, natürlich am besten mit Büchern aus unserem Verlag. Unser Herbstprogramm hat es in sich, aber sehen Sie selbst. Doch: Bevor Sie es sich mit einem Buch gemütlich machen – vergessen Sie die Tasse Tee oder das Glas Wein nicht.
Christine König, Lektorin
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23 Wer liest da? – Auflösung 23 Zum «WortOrt» ins Verlagshaus
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© 2016, Appenzeller Verlag AG, CH-9103 Schwellbrunn, DIE ZEILE ist das Kundenmagazin des Verlagshauses Schwellbrunn, www.verlagshaus-schwellbrunn.ch, Redaktion Christine König Druck Appenzeller Druckerei, 9101 Herisau
4 // DIE ZEILE
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Bild: caw.
Wem gehören die Kühe zwischen den Büchern?
Bild: caw.
Brauchtum, Brassens, C. J. Burckhardt Wann hat das Kuh-Sammel-Virus zu wirken begonnen? Vor vielen Jahren schon, und seither bekommt man Kühe auch geschenkt, bestimmt bringen sie Freunde von nah und fern mit. Herausragende Objekte sind in der Wandvitrine links ausgestellt, augenfällig ein Exemplar des Zementplastikers Ulrich Bleiker. Musik, Fotografie, Brehms Tierleben Die Hefte von Obacht Kultur, dem Kulturblatt aus Appenzell Ausserrhoden, sind neben dem Telefon gestapelt; aber es gibt auch explizit Innerrhodisches:
Wer liest da? Bücher prägen den Menschen, Bücher im Regal können etwas über uns aussagen. In unserer neuen Rubrik «Wer liest da?» schicken wir Autorin Gabriele Barbey, langjährige Leiterin der Bibliothek Herisau, kommentarlos ein Foto eines Bücherregals per Mail. Sie kann das Foto am Computer vergrössern, um Details besser zu sehen – mehr aber nicht. Sie analysiert, interpretiert und vermutet vom heimischen Schreibtisch aus, wem die Bücher gehören könnten. Die Auflösungen finden Sie weiter hinten in diesem Heft.
Tanzmusik und der Band aus der Reihe Kunstdenkmäler der Schweiz sind Beispiele. Kinder wuchsen in diesem Haus mit den populären Silva-Bänden auf und blätterten oft in Brehms Tierleben, bis der Umschlag eingerissen war. Die Eltern freu(t)en sich an den Kunstbüchern über Carl Liner, Ruedi Peter, Karl Uelliger und an den Fotografien von Ernst Brunner, Herbert Mäder, Mäddel Fuchs. Die passende Musik kommt aus einer hochwertigen Stereoanlage. Buchgenerationen Chansonnier Georges Brassens steht neben Büchlers Standardwerk über den Alpstein, Simmels «Hurra wir leben noch» neben «Frauenleben Appenzell», «Exodus» neben dem philosophischen Bestsellerautor Precht. Und da findet sich die Biografie über den absolutistischen Staatsmann Richelieu, verfasst von Carl Jacob Burckhardt, dem nicht unbestrittenen; der erste Band war 1935 erschienen. «Gegen rote und braune Fäuste» aus dem Nebelspalter-Verlag ist zu entdecken. Auch pointiert andere politische Sichtweisen fanden Platz: Brechts Dreigroschenroman von 1934 und Frischs Tagebuch 1946–1949.
Auflösung auf Seite 23
In den Museen der Region kennt man sich aus. Darum fehlt auch nicht Josef V. Johns «Einblicke: Faszination Volkskunst und naive Kunst aus der Ostschweiz und dem Bodenseeraum». Ins Bild passen «Die Orts- und Flurnamen des Landes Appenzell» von Stefan Sonderegger, 2013 erschienen. Bilderbücher als Fundament Meine Vermutung: Hier sammelt, liest und wirkt ein Ehepaar, verwurzelt und geschätzt in Appenzell Innerrhoden und darüber hinaus. Hat man um 1980 ein Einfamilienhaus gebaut? War jemand in einem pädagogischen Beruf tätig? Zurück zum Büchergestell: Zuunterst, naheliegend, platzieren diese Grosseltern Kinderbücher, wobei ihre Enkel wohl über das Bilderbuchalter hinaus sind. Die weissen Deckchen werden nicht mehr heruntergerissen, die Schneekugel mit Kuh nicht mehr geschüttelt, die hübsch gedrechselten Holzdöschen kaum mehr geöffnet. Ebenerdig ist auch Platz für Fotoalben: Spannend ist es, Vergangenes aufleben zu lassen, Oral History tut gut. Gabriele Barbey
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Josef Scheuber: Bücher und Posaune Das Verlagshaus Schwellbrunn stellt sich vor. Diesmal: Josef Scheuber, Leiter Produktion und Herstellung und in seiner Freizeit Posaunist in der Musikgesellschaft Wittenbach. Wenn Josef Scheuber in die Buchhandlung geht, achtet er eher auf die Ausstattung eines Buchs – Format, Deckel, Papier, Druckqualität – als auf den Titel. Das mag man Déformation professionelle nennen, es verdeutlicht aber vor allem seine seit Jahren ungebrochene Leidenschaft für das Büchermachen. Josef Scheuber ist Schriftsetzer und Typografischer Gestalter. Jedes Buch, das in einem der vier Verlage des Verlagshauses Schwellbrunn erscheint, geht über seinen Tisch. Der 58-Jährige arbeitet seit über dreissig Jahren im Beruf. Das Büchermachen ist ihm nie verleidet, im Gegenteil. «Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie aus einem Stapel Manuskript und Bildern ein Buch entsteht.» Er erfahre dabei viel über neue Themen, vor allem, wenn es darum gehe, ein Sachbuch zu gestalten. Ein Zimmer voller Bücher beim Götti Die Leidenschaft für Bücher hat Josef Scheuber von seinem Namensvetter und Götti Josef Konrad Scheuber geerbt. Dieser war ein bekannter Pfarrer und Schriftsteller. Bei ihm verbrachte er jeweils die Herbstferien. «Er hatte ein Zimmer nur mit Büchern, das faszinierte mich.» Am liebsten las er über Landschaften, Pflanzen und Tiere. Doch es blieb nicht immer Zeit zum Lesen. Josef Scheuber und seine vier Geschwister mussten oft im elterlichen Möbelgeschäft im innerschweizerischen Ennetbürgen mithelfen. Am liebsten hätten sie alte Sofas auseinandergenommen, weil man in den Ritzen manchmal Geld fand. Setzen in Spiegelschrift Die Lehre als Schriftsetzer war naheliegend. Josef Scheuber erinnert sich an die Anfänge beim Nidwaldner Volksblatt. «Das war Steinzeit im Vergleich zu heute. Damals arbeitete man mit Bleisatz, brauchte Muskelkraft. Sämtli-
Die Posaune hat er extra fürs Foto mitgenommen: Josef Scheuber in seinem Büro. che Zeilen waren seitenverkehrt, was die Kontrolle erschwerte.» Er machte eine Zusatzausbildung als Maschinensetzer und später eine Weiterbildung zum Typografischen Gestalter in St. Gallen. In die Ostschweiz kam er der Liebe wegen; mit seiner Frau und den zwei Kindern lebte er lange in Herisau, seit 1998 in Wittenbach. In Herisau fand Josef Scheuber 1985 eine Stelle bei der Druckerei Schläpfer & Co. AG (später Appenzeller Medienhaus), wo er zum Abteilungsleiter der Druckvorstufe aufstieg. 2015 kam der Schritt von Herisau nach Schwellbrunn: Auch im Verlagshaus ist er für die Produktion und Herstellung der Bücher, Zeitschriften und Kalender verantwortlich. Mit ihm in der Abteilung arbeiten Grafikerin Janine Durot und Polygrafin Daniela Saravo. Rund dreissig Neuerscheinungen jährlich erscheinen im Verlagshaus und an vielen hat Josef Scheuber selbst Hand angelegt.
Bild: caw.
Wunschinstrument Posaune Josef Scheuber hat eine zweite Leidenschaft: Musik machen. Schon als Schüler wollte er ein Instrument lernen, musste aber im Kirchenchor mitsingen, weil Männerstimmen fehlten (von einem Ausflug in die Guggenmusik liess er sich aber nicht abhalten). Erst als er in der Ostschweiz lebte, erfüllte sich sein Wunsch: Er lernte Posaune, trat der Bürgermusik Herisau bei. Seit 2006 ist er Mitglied in der Musikgesellschaft Konkordia Wittenbach. Jedes Jahr gönnt er sich eine Weiterbildungswoche in Arosa, wo er unter Gleichgesinnten Posaune übt. Aushilfsmässig spielt er an den Kinderfesten in St. Gallen und Herisau. Hier schliesst sich der Kreis zum Büchermachen: Das erste Buch, das Josef Scheuber für den Appenzeller Verlag gestaltet hatte, hiess: «150 Jahre Herisauer Kinderfeste». ckö.
Eugen Auersich vierter Stre
6 // DIE ZEILE Ebnat-Kappel im Rückblick Auch in der 34. Ausgabe zeigt das «Ebnat-Kappler Mosaik» die Gemeinde in ihrer ganzen Vielfalt. Neben alten und neuen Geschichten zum Dorf, zur Kultur, zum Brauchtum, zur Wirtschaft und zur Gesellschaft bietet es einen Rückblick auf das Geschehen im vergangenen Jahr.
«Ein Appenzeller namens ... Band 4» vereint neue gereimte Glossen Eugen Auers, die im St. Galler Tagblatt und seinen Regionalausgaben unter der Rubrik «Freispiel» erschienen sind. Wie schon in den ersten drei Bänden kommentiert Eugen Auer aktuelle Ereignisse aus Politik, Kultur und Gesellschaft. Dies mit dem den Appenzellern eigenen feinen, versteckten Spott, mit spitzer Feder zu Papier gebracht. Illustriert hat die Glossen der Kunstschaffende Hans Schweizer aus Gais.
Sagenhaftes aus Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden Die Sage ist eine Aus-Sage der Volksseele. Der Schatz an Sagen mit allen darin wirkenden Ängsten, Wünschen und Wundern gehört deshalb zum kostbaren Erbgut unseres Volkes.
Georg Thürer Jolanda Spengler, Katja
Sagen aus dem Appen
Nideröst, Christine König
zellerland
Ebnat-Kappler Mosaik 2016
Appenzeller Verlag
36 Seiten, Fr. 15.–
56 Seiten, Fr. 16.–
978-3-908166-77-1
978-3-85882-115-7
Eugen Auer Ein Appenzeller namens ... Band 4, Appenzeller Verlag 80 Seiten, Fr. 28.– 978-3-85882-751-7
Erinnerungsfilme im Kopf Hans Rohner hatte keine einfache Kindheit und Jugend im Ausserrhoder Hauptort Herisau zur Zeit der Ostschweizer Textilkrise und des Zweiten Weltkriegs. Seine Erinnerungen geben Einblick in die Geschichte eines Buben aus einfachen Verhältnissen, der sich zu einem erfolgreichen Berufsmann entwickelte.
Kindheits-Erinnerungen Elsi Sturzenegger, 1940, beschreibt Erlebnisse aus ihrer Jugend. Sie ist als viertes von fünf Kindern auf einem abgelegenen Bauernhof im Appenzeller Hinterland aufgewachsen. Sie zeigt, wie sich das Leben der Menschen im Appenzellerland nach dem Zweiten Weltkrieg grundlegend verändert hat.
Leben als Bauersfrau Jakob Sturzenegger und seine Frau Elsi übernahmen 1968 den Bauernhof Girtanne in Wald AR. Authentisch und eindrucksvoll erzählt Elsi Sturzenegger vom Aufbruch und Neuanfang auf Girtannen und von den nicht immer einfachen, doch erfahrungsreichen Jahren danach.
Geschichten im Gaiser Dialekt Jock will in den Himmel, Noldi fürchtet um seinen Bauch und Werner schliesslich macht eine Bahnhofsbekanntschaft. Insgesamt zwei Dutzend Mundartgeschichten, erzählt von Anita Glunk im Gaiser Dialekt: lebendig, witzig und abwechslungsreich.
Jo welewäg Auch im zweiten Band hat Ruedi Rohner Situationskomik, unfreiwilligen Humor, träfe Sprüche und schlagfertige Entgegnungen auf überzeugende Weise festgehalten. Kurt Metzler lieferte die Illustrationen dazu.
Hans Rohner
Elsi Sturzenegger
Elsi Sturzenegger
Anita Glunk
Ruedi Rohner
Meine Jugend in Herisau
So war es
Der Duft vom dürren Heu
Zimmer ääs mit Bergsicht
Appezäller Witz, Band 2
Appenzeller Verlag
edition punktuell.
edition punktuell.
Appenzeller Verlag
Appenzeller Verlag
196 Seiten, Fr. 28.–
84 Seiten, Fr. 25.–
104 Seiten, Fr. 25.–
96 Seiten, Fr. 28.–
144 Seiten, Fr. 22.–
978-3-85882-749-4
978-3-905724-44-8
ISBN: 978-3-905724-51-6
978-3-85882-730-2
978-3-85882-260-4
Erhältlich im Verlagsladen Schwellbrunn, Im Rank 83, Tel. 071 353 77 55, auf www.verlagshaus-schwellbrunn.ch oder im Buchhandel
DIE ZEILE // 7
Mittlerin zwischen den Welten Mit «Als London unterging» hat sich Katharina Morello einen langen Wunsch erfüllt und ihren ersten Roman geschrieben. Für sie, die viel gereist ist und sich fast ihr ganzes Leben mit Integration und fremden Kulturen beschäftigt, war es selbstverständlich, diese Themen in ihr Buch einzubringen. Das könne dauern, warnt Katharina Morello mit einem Augenzwinkern, bevor sie von sich und wie es zu ihrem ersten Roman gekommen ist, erzählt. Sie stamme aus einer Familie, in der gerne und oft erzählt wurde. Am Esstisch gab es fünf Erzähler und eine Zuhörerin: Katharina Morello, ihre drei Brüder und der Vater berichteten, die Mutter hörte zu. «Man musste also gut erzählen, sonst wurde man von den andern übertönt», erinnert sie sich. Im Hintergrund der Geräuschteppich Zum Erzählen gehört für Katharina Morello auch das Zuhören. Sie schreibt deshalb gerne in Cafés und Restaurants, am liebsten im Migros-Restaurant. Da treffen sich Jung und Alt, Einheimische und Auswärtige, da lässt sie sich mittragen vom Geräuschteppich und schnappt die eine oder andere Geschichte auf. Katharina Morello ist fast ihr ganzes Leben schreibend unterwegs. Als Kind habe sie ihrer Mutter Geschichten diktiert, bevor sie lesen und schreiben konnte. Später studierte sie Theologie, absolvierte eine Journalistenausbildung, arbeitete für Non-Profit-Organisationen, platzierte als freie Journalistin Artikel in Zeitungen und schrieb Erzählungen für Kinder und Erwachsene. Daneben reist die heute Fünfzigjährige viel, lebte unter anderem mit ihrem Mann und den zwei Töchtern in Simbabwe, wo ihr Sohn zur Welt kam. Auch beruflich kam sie immer wieder mit anderen Kulturen in Kontakt. «Fremd sein, die Art, wie wir damit umgehen, andere Blicke auf die Welt und fremde Kulturen – das waren und
Katharina Morello hat das Geschichtenerzählen zu Hause gelernt. sind meine Themen», sagt sie. Auf ihren Reisen habe sie eines gelernt: An Orten, an denen man fremd ist, bleibt man es, solange einem niemand die Hand reicht. Umso tiefer hat sich ihr eine Erinnerung an die Türkei eingeprägt, wo sie die Familie eines Asylbewerbers, den sie in der Schweiz kennengelernt hatte, mit offenen Armen empfangen hat. Es hätte sich so ereignen können Es passt, dass Katharina Morello in einer fremden Kultur zum literarischen Schreiben gekommen ist: in Simbabwe. Die ausländischen Protagonisten ihres Romans stammen deshalb von dort; es ist das afrikanische Land, das sie am besten kennt. Auch in der Schweiz hat
Bild: caw.
sie viel für das Buch recherchiert: bei der Seepolizei, den Behörden, im Integrationsbereich. Der Bezug zur Realität ist ihr wichtig. «Es sind nicht bloss Geschichten. Es hätte sich so ereignen können», sagt die Autorin. Etwas besonders Schönes ereignete sich, als sie im Zug der Recherchen die Autonome Schule Zürich besuchte. Sie traf dort einen Guineer und war von seinem freiwilligen Engagement so angetan, dass sie fand: Das kann ich auch. Heute präsidiert sie den Verein, der die Schule trägt, und sich für dafür einsetzt, dass Integration für In- und Ausländer keine Einbahnstrasse bleibt. Nun erlebt sie nahe ihres Wohnorts Hirzel, was ihr auf ihren Reisen so gefiel: wie die Kulckö. turen aufeinandertreffen.
Ein afrikanischer Asylbewerber überlebt die Flucht in die Schweiz. Hier ertrinkt er in einem See. Für die Behörden ist der Fall bald abgeschlossen. Doch das Dorf ist entzweit, die Einheimischen liegen sich in den Haaren, ein Familienkrach bricht aus, ein Verkehrsunfall geschieht – für die angereiste afrikanische Verwandte des Verstorbenen ist es eindeutig: Die Ahnengeister sind in Aufruhr und müssen besänftigt werden. Katharina Morello Als London unterging orte Verlag 130 x 200 mm, 216 Seiten, Fr. 28.– ISBN 978-3-85830-210-6
eBook
8 // DIE ZEILE
Silvesterchlausen für Kinder
Chinderspröchli Das Buch greift mit seinen Spröchli auf alte Traditionen zurück. Es ist reich illustriert von Esther Petrillo-Wild und enthält eine CD, für die Daniela Lendenmann Melodien komponiert hat, die sie spielt und singt. Als zweiter Sprecher wirkt der Schauspieler Philipp Langenegger mit.
Lebhafter und treuer Kamerad Das Standardwerk über den Appenzeller Sennenhund: Er ist ein pfiffiger, gelehriger und anhänglicher Begleiter, mit dem die Stunden in der freien Natur zum unvergleichlichen Erlebnis werden.
Yvonne Steiner/ Martina Bašista
Wälti packt immer im Herbst das Chlausenfieber. Aber er ist eigentlich zu jung zum Chlausen, doch davon lässt er sich nicht abhalten. In «Wälti wird Silvesterchlaus» erzählen Karin Antilli Frick (Bilder) und Esther Ferrari (Text) die Geschichte des Urnäscher Buben Wälti authentisch und zeichnen eine bunte und aufregende Welt des Silvesterchlausens.
Esther Ferrari
Der Appenzeller
Daa isch de Tuume
Sennenhund
Appenzeller Verlag
Appenzeller Verlag
64 Seiten, mit CD, Fr. 38.–
208 Seiten, Fr. 58.–
978-3-85882-729-6
978-3-85882-236-9
70 lebhafte Jahre «Mir gefällt mein Leben, wie es jetzt ist! Trotzdem denke ich immer wieder: Nächstes Jahr ruhe ich mich ein bisschen mehr aus. Doch ich habe immer so viele Ideen!» Ruth Manser hat die Biografie der bekannten Bauernmalerin Lilly Langenegger aus Gais verfasst.
Mehr als nur ein Rezeptbuch Nebst feinen Rezepten liefern die Autoren Informationen über die Ziege und die Ziegenzucht, schauen einem Ziegenmilchkäser bei der Arbeit zu, zeigen, wie aus Ziegenfleisch ein würziger Schüblig oder Landjäger wird, und besuchen die grösste Ziegenalp der Ostschweiz.
Karin Antilli Frick, Esther Ferrari Wälti wird Silvesterchlaus Appenzeller Verlag 40 Seiten, Fr. 29.80 ISBN: 978-3-85882-734-0
20 Jahre «Flöckli» «Flöckli, das Geisslein» von Lilly Langenegger ist ein Longseller. Seit seinem Erscheinen vor 20 Jahren konnte es über 50 000 Mal verkauft werden. Es erzählt die Geschichte eines vorwitzigen Geissleins, das eines Tages wegläuft. Obwohl alle beim Suchen helfen, bleibt Flöckli verschwunden. Wird Käthi den Ausreisser wiederfinden?
Ist Bläss der Vater? Ueli verliert seinen geliebten Appenzeller Sennenhund Bläss. Der Bub ist untröstlich. Deshalb darf er im Frühling einen Welpen aussuchen. Ist es möglich, dass Bläss der Vater des neuen Hündchens ist? Denn Zita, die Mutter des Kleinen, ist im Sommer mit Bläss herumgetollt.
Katzenschicksal Marco muss seine Lieblingskatze Tigerli weggeben; die Familie hat nicht Platz für alle Kätzlein. Marco kann seinen Kummer darüber nicht vergessen. Als er erfährt, dass es Tigerli nicht gut geht, erfüllt sich sein grösster Wunsch: An Weihnachten kann er Tigerli heimholen.
Lilly Langenegger
Lilly Langenegger
Lilly Langenegger
Flöckli, das Geisslein
Bläss und Zita
Tigerli kommt heim
Appenzeller Verlag
Appenzeller Verlag
Appenzeller Verlag
Ruth Manser
Jolanda Spengler u. a.
32 Seiten, Fr. 29.80,
32 Seiten, Fr. 29.80
32 Seiten, Fr. 29.80
Lilly Langenegger
Geissen, Gitzi, Gaumenkitzel
auch auf CD sowie in Englisch
auch auf CD sowie in Englisch
auch in Englisch und
Appenzeller Verlag
Toggenburger Verlag
und Französisch erhältlich
und Französisch erhältlich
Französisch erhältlich
144 Seiten, Fr. 38.–
128 Seiten, Fr. 38.–
978-3-85882-249-9
978-3-85882-251-2
978-3-85882-436-3
978-3-85882-706-7
978-3-908166-56-6
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DIE ZEILE // 9
Rainer Stöckli und Peter Surber sind Teil der sechsköpfigen Redaktionskommission der Appenzeller Anthologie.
Bild: caw.
Literarisches Jahrhundertwerk Die Appenzeller Anthologie versammelt Texte seit 1900 mit Bezug zum Appenzellerland. Eine so breite und langfristige Konzentration auf die hiesige Literaturgeschichte ist bis dato einzigartig. Es bleibt nicht beim Buch. Auf einer Website werden laufend neue Texte veröffentlicht. Was ist in den letzten gut hundert Jahren aus dem oder über das Appenzellerland geschrieben worden? Welche Themen sind in der Literatur gespiegelt? Welche sind fast vergessen gegangen? Solche Fragen hat sich die Redaktionskommission bei der Konzipierung der Anthologie gestellt – und dann gelesen, gelesen, gelesen. Basis dieser Lesereise bildeten die umfassende Privatbibliothek von Rainer Stöckli, Peter Surbers Kenntnisse der Kulturlandschaft, die Buchaffinität der Bibliothekarinnen Heidi Eisenhut und Doris Ueberschlag sowie die Aussensichten der Literaturvermittlerin Eva Bachmann und des Schriftstellers Peter Weber. Wenig Idyllisches Die Anthologie, ein Projekt der Ausserrhodischen Kulturstiftung, ist die erste ihrer Art. Es gab keine Publikation, die das literarische Schaffen mit Bezug zu Inner- und Ausserrhoden versammelt. Welche Texte aufgenommen würden, sei intensiv besprochen worden, sagt Rainer Stöckli. Geordnet ist das Buch in zehn appenzellisch relevante Kapitel.
So findet man darin Auszüge aus Romanen und Autobiographien, Gedichte und auffallend viel Mundart, daneben Karikaturen zu sozialgeschichtlichen und gesellschaftlichen Themen, Stellungnahmen zu Arbeit, Weitsicht und Enge, Durchreise und Asyl, Mystik und Rebellion, hingegen wenig Idyllisches oder Zeugnisse aus dem Brauchtum, wie sie sonst das Bild des Appenzellerlands zumindest gegen aussen dominieren. «Literatur ist auch nicht idyllisch. Texte aus den 1920er/30er-Jahren etwa sind beschreibend und aufklärend», sagt Peter Surber. Die Auswahl wolle Literatur lebendig machen und zeigen, was früher interessierte, was bis heute interessant geblieben ist. Grosse Namen, junge Autoren Gegen 200 Autorinnen und Autoren kommen in der Anthologie vor, darunter prominente Namen wie Hermann
Hesse oder Martin Walser, Robert Walser natürlich und Peter Morger (von dem auch der Titel stammt: «Ich wäre überall und nirgends»). Aber auch von Unbekannten ist zu lesen, von der Lyrikerin Fanny Rohner etwa, die 1914 Gedichte über die Grenzbesetzung schrieb. Und junge Stimmen finden Platz, einige haben erst während der Arbeit an der Sammlung publiziert. Junge Stimmen – sie sind ebenso wichtig wie die vergangenen. Und weil ein Buch mit den Jahren an Aktualität verliert, hat sich die Redaktionskommission für eine Weiterführung im Internet entschieden. Denn auch heute wird im und über das Appenzellerland geschrieben, erzählt, berichtet, fantasiert. Auf literaturland.ch werden nach und nach Auszüge aus der Printausgabe geladen, ebenso neue Texte, Bilder und Audiodateien. So wird die Literatur auf zeitgeckö. mässe Art zugänglich für viele. Die Texte dieser Anthologie zeichnen das Bild einer Region, in der sich Traditionen halten, aber zugleich die Modernisierungsschübe über die zwei Jahrhunderte nachlesen lassen. Die Anthologie, ein Projekt der Ausserrhodischen Kulturstiftung, versammelt Texte in Schriftdeutsch und Dialekt von rund 200 Autorinnen und Autoren. Sie ist die erste ihrer Art, mit umfassendem Blick auf das literarische Schaffen beider Appenzell von 1900 bis zur Gegenwart – und, dank Webportal, in die Zukunft hinein. Peter Surber, Rainer Stöckli (Hrsg.) «Ich wäre überall und nirgends» Appenzeller Verlag 170 x 240 mm, 604 Seiten, Fr. 48.– ISBN: 978-3-85882-733-3
Das Appenzellerland im Breitformat Faszinierende Bilder und weite Landschaften – Hans Ulrich Gantenbein zeigt die Vielfalt des Appenzellerlands in seiner ganzen Breite: An diesen prächtigen Bildern kann man sich kaum sattsehen. Hans-Ulrich Gantenbein Appenzeller Panorama 2017 707 × 353 mm, Fr. 68.00 ISBN: 978-3-85882-745-6
Erhältlich im Verlagsladen Schwellbrunn, Im Rank 83, Tel. 071 353 77 55, auf www.verlagshaus-schwellbrunn.ch oder im Buchhandel
DIE ZEILE // 11 rend durchs Leben», sagt die 52-Jährige, mit wachen Sinnen, achtgebend, welche Türen sich ihr öffnen. Die Ideen, sagt sie, sind in ihr und liegen vor ihr. «Was ich sehe, höre und spüre, klingt an in mir und entwickelt sich – gerne zu spartenübergreifenden und vernetzenden Projekten.»
Claudia Roemmel in ihrem Tanz- und Bewegungsraum.
Bild: caw.
Mäandrierend durchs Leben Claudia Roemmel wirkt gerne als Vernetzerin. In ihrem neusten Projekt hat sie die Fäden eines früheren Projekts weitergesponnen und sich zusammen mit 26 Autorinnen und Autoren über den Augenblick hinaus gewagt. Im Buch «darüber hinaus gewagt» versammelt sie 26 Bildmomente ihres Projekts «143 Wagnisse». Claudia Roemmel empfängt in ihrem Tanz- und Bewegungsraum. Gross und hell ist er, idyllisch gelegen in einem Hinterhof der Stadt St. Gallen. Der Raum passt, und das Wort passt: Raum. Claudia Roemmel ist eine vielschichtige Person, sie braucht viel Raum für all ihre Ideen und Aktivitäten. Und sie gibt anderen Raum. Um sich zu entfalten, für Inspiration. Hier in diesem Raum unterrichtet sie, macht Atemtherapie, führt Schreibwerkstätten und Vollmondlesungen durch, lädt zur Ideen- und Inspirationssuche. Und stellt die Frage: Für was alles bietet der Raum Raum?
dete sich zur Kindergärtnerin aus, war Mitglied der Nationalmannschaft im Fallschirmspringen, machte eine Bewegungstheaterausbildung an der Scuola Teatro Dimitri im Tessin, eine Improvisationsausbildung in Freiburg im Breisgau und wurde Atemtherapeutin. Sie wirkte in Tanz- und Theaterproduktionen im In- und Ausland mit. Seit zwanzig Jahren bringt sie ihre eigenen Ideen in Form von Soloproduktionen und Eigeninszenierungen auf die Bühne. «Ich bewege mich mäandrie-
Augenblicke umschreiben Ein solches Projekt ist «143 Wagnisse», das 2009 seinen Anfang nahm. Während viereinhalb Jahren dokumentierte Claudia Roemmel 143 Alltagsexperimente – grosse und kleine Wagnisse, die sie auf Video festhielt. Und danach? Das Projekt liess sie nicht mehr los. Ihr fehlte ein klarer Abschluss. Die Idee einer Ausstellung mit Videostills (Bildern aus den Videos) verwarf sie, weil sich Videos eben gerade nicht in Bildern darstellen lassen. Stattdessen schwebte ihr ein Buch vor, in dem sie 26 Augenblicke aus den Videos von Autorinnen und Autoren umschreiben liess. Das eine gab das andere – wie so oft im Leben von Claudia Roemmel –, die Schreibenden flogen ihr zu, Verlag und Geldgeber stiegen ein. Claudia Roemmel nahm nun eine neue Rolle ein, von der Initiantin und Macherin wurde sie zur Geschichtensammlerin: «Das war wie Weihnachten. Es war spannend zu sehen, welche Geschichten aus den Stills entstanden.» Dieses Wagnis, sagt sie, habe sich gelohnt, keine Frage. Ein Wagnis lohne sich immer: «Denn wenn ich mich auf etwas einlasse, gewinne ich eine Erfahrung oder ein Erlebnis.» ckö.
Zwischen 2009 und 2013 hat Claudia Roemmel 143 Menschen gefilmt, die ihr persönliches Wagnis eingingen. Jetzt wagt die Tänzerin und Choreografin eine spartenübergreifende Koproduktion: Aus den Videos hat sie Momentaufnahmen geschnitten und lädt 26 Autorinnen und Autoren aus der Region Bodensee ein, diese auf sich wirken zu lassen und einen Text dazu zu verfassen. «Darüber hinaus gewagt» versammelt prosaische Texte, die – der Inspiration folgend – Momentaufnahmen sprachlich entwickeln, auffächern und erweitern. Lustvoll und unerwartet. Claudia Roemmel (Hrsg.) Darüber hinaus gewagt
Überall Ideen Claudia Roemmel führt und führte immer schon ein bewegtes Leben. Sie bil-
orte Verlag 170 x 240 mm, 136 Seiten, Fr. 28.– ISBN: 978-3-85830-206-9
12 // DIE ZEILE
Sprachbilder aus der Psychotherapiepraxis Psychotherapeut Matthias Bosshard schreibt Gedichte über das, was er in seinem Praxisalltag sieht und spürt. Seine Klienten werden dabei ebenso Teil der Zeilen wie er selbst. In seiner Praxis für Psychotherapie und Psychoanalyse wird viel geredet. Dabei ist Matthias Bosshard etwas aufgefallen: «In wichtigen Momenten verwenden Klientinnen und Klienten gerne Sprachbilder, um etwas zu veranschaulichen.» Sie sagen zum Beispiel: «Ich komme mir vor wie in einem goldenen Käfig», und benutzen diese Metapher viel unbeschwerter und unbefangener, als wenn sie sagten: «Ich fühle mich eingeengt.» Diese Feststellung – die Gespräche mit seinen Klienten überhaupt – bilden eine Grundlage für den ersten Lyrikband von Matthias Bosshard. In seinen Gedichten gibt er den Menschen, die in seiner Praxis sitzen, Raum, und gleichzeitig auch sich selbst. Er sucht immer weiter nach Sprachbildern, kreiert Landschaften damit, spielt und überrascht. Und dazwischen platziert er Fotografien von Pflanzen, meistens bis zur Unkenntlichkeit verfremdet, auch das eine lieb gewordene Spielerei, eine Intensivierung und Vereinfachung gleichzeitig. Nicht mehr stumm sein Matthias Bosshard studierte Theologie und war 13 Jahre lang als Gemeindepfarrer tätig. Dann entschied er sich für ein Psychologiestudium. Seit über 20 Jahren führt er nun eine Praxis in Altstätten. Der Wechsel vom Pfarrer zum Therapeuten hat für ihn etwas mit Reden, mit Sprache zu tun. «Ich wollte nicht mehr stumm sein, sondern eine Sprache finden und mehr über die Anatomie der Seele erfahren. Ich wollte noch individueller auf Menschen eingehen können», sagt der 59-Jährige. Schreibend fand er die Sprache schon als kleiner Bub. Matthias Bosshard erinnert sich, wie er eine Geschichte über afrikanische Tiere schrieb und dabei alle Wörter aneinanderreihte: «Ich denke, das war der Anfang.» Noch heute macht er das, um einer Hast Ausdruck zu geben oder etwas Bestimmtem mehr
In Matthias Bosshards Gedichten bekommen seine Klientinnen und Klienten Raum. Bild: caw.
Gewicht zu verleihen, indem er es wie eine Formel verwendet: wennseinfachnicht... Oder er lässt Worte in Buchstaben zerbröseln und deutet damit an, wie jemand im Gespräch stockt oder nach Worten sucht. Gleichzeitig entsteht aus der Splittung der Worte eine Mehrdeutigkeit, zum Beispiel: (t)ragen. Diese Spielerei bereitet ihm seit seiner Teenagerzeit Freude. Schon damals habe er geschrieben und Grafiken gemacht, ziemlich wilde Sachen. Und er hat zusammen mit seinem Bruder experimentelle Musik gemacht. Aus ihm – dem Bruder – wurde ein Musiker und Klangkünstler, Matthias Bosshard selbst
komponiert nur noch selten ein Stück. Geblieben ist ihm aber der Sinn für Rhythmik und Musikalisches, beides ist ihm in seinen Gedichten wichtig. Nachts verarbeiten Matthias Bosshard schreibt in den frühen Morgenstunden. Über Nacht verarbeite er, worüber er abends noch nachgedacht habe, «und am Morgen erwache ich mit einem Teil eines Gedichts». So helfe ihm das Gedicht immer wieder, Konflikte zu lösen. Was über Nacht nachgereift ist, findet eine Form, in der es bleiben kann. ckö.
Matthias Bosshard versteht seine Gedichte als Botschaften: In fremdem Land vermitteln sie Stimmen, die von anderswoher kommen und auf einen gemeinsamen Grund zur Hoffnung bauen. Dabei überraschen sie und stellen in Frage, oder sie verbinden und animieren. Die Menschen, die in diesen Texten des ehemaligen Seelsorgers und heutigen Psychotherapeuten Raum bekommen, bezeugen ihr äusseres und inneres Bewegtsein, das sie mit manch anderen teilen. «Im Grund sind wir das Gedicht», meint der Autor, «ein gelungenes Gedicht hilft uns, uns selbst in unserer Vielschichtigkeit nahe zu kommen.» Matthias Bosshard Aus gefalteter Hoffnung orte Verlag 135 x 220 mm, 96 Seiten, Fr. 28.– ISBN: 978-3-85830-208-3
DIE ZEILE // 13 aber weniger angetrieben vom Ehrgeiz auf eine Karriere als von den Antworten, die er sich auf seine Fragen erhoffte: Wie leben die Menschen in der Arbeiterklasse? Oder: Wie kann ich als Kommunist in einem Grosskonzern arbeiten? Geworden ist aus Bernhard Brack ein Sozialarbeiter, er suchte sein Glück auch als Clown, Geschichtenerzähler und dichtender Kellner. Als Teenager las er das Kommunistische Manifest, verweigerte den Militärdienst, fuhr nicht Auto, schrieb, schrieb und schrieb; als Vierzehnjähriger ein Stück über einen Vater, der seinen Söhnen vorwirft, ihre Möglichkeiten nicht auszuschöpfen.
Bernhard Brack in seinem Dachstockzimmer, wo er schreibt.
Bild: caw.
Die Beziehung zu den Eltern Was, wenn der Vater genaue Vorstellungen vom Leben seines Sohnes hat? Bernhard Brack erzählt von der Suche nach seinem eigenen Lebensentwurf, und wie lange es dauerte, bis er seinen Eltern auf Augenhöhe begegnete. Bernhard Brack hatte einen ganz anderen Lebenstraum als sein Vater. Schreiben wollte er, und das tut er schon sein Leben lang. Daheim in St. Gallen hat er im Dachstock ein Schreib- und Rückzugszimmer eingerichtet. Hier verbringt er viel Zeit. Immer dabei: seine Eltern. Fotos von ihnen lehnen an Büchern, da die Mutter, dort der Vater. Die Beziehung zu seinen Eltern war zwiespältig, und davon erzählt er in seinem neuen Buch. Er berichtet von der Suche nach dem eigenen Lebensentwurf, der vor allem ein Gegenentwurf zu demjenigen seines Vaters war. Am Ende kommt alles zusammen: Bernhard Brack begleitet seine Eltern in den Tod und findet Briefe, die sich seine Eltern geschrieben haben. «Erst im Tod begegnete ich ihnen auf Augenhöhe», sagt der Autor. Sein Buch ist authentisch und intim. Einiges preiszugeben,
bereitet ihm keine Mühe. Genau diese Mischung mache es spannend, sagt der 59-Jährige. Ausserdem biete ihm die Interpretation der Lesenden Schutz. «Es ist jedem selbst überlassen, was er in den Geschichten sieht.» Ein Kommunist im Grosskonzern Erwartet hatte der Vater, dass der Sohn in seine Fussstapfen trete und wie er Wirtschaftsführer werde. Er schickte ihn fort, um Sprachen und arbeiten zu lernen. Das tat Bernhard Brack auch,
Schreibend verarbeiten Bernhard Brack sagt, schreibend verarbeite er und schaffe Distanz. Zu seiner Arbeit etwa. Er ist Sozialarbeiter beim katholischen Sozialdienst Zentrum St. Gallen. Täglich ist er mit Schicksalen konfrontiert. «Wenn ich schreibe, kann ich Abstand gewinnen», sagt er. Neulich hat er seine Tagebücher durchgesehen. «Ich versank in den Texten, sah da die Selbstüberschätzung, dort, wie ich mich bemühte, etwas zu verstehen.» Die Authentizität spürt er noch heute. «Wir leben flüchtig, doch manchmal gibt es diese Augenblicke, in denen sich etwas verdichtet.» Nach diesen Augenblicken sucht er immer von Neuem schreibend, daheim im Zimmer im Estrich, am Pult auf dem Podest, damit er zum Fenster hinaus über die Stadt hinweg Richtung Abtwil blicken kann, wo ihn seine Eltern als jüngsten dreier Söhne grossgezogen haben. ckö.
Wie seinen eigenen Weg finden durch ein Gestrüpp, in dem es wuchert von Erlerntem, Anerzogenem und Idealen? Auf der Suche nach seinem eigenen Lebensentwurf folgen wir dem Autor durch Krisen und Wendepunkte bis zur Begleitung seiner Eltern in den Tod. Er findet Briefe, die sich seine Eltern geschrieben haben. Seine Erfahrungen rücken in ein anderes Licht. Im zweiten Teil des Erzählbandes loten die Menschen, denen der Autor in seiner Arbeit begegnet, gesellschaftliche und eigene Grenzen aus. Der Hunger nach Sinn und Sinnlichkeit treibt sie voran im Versuch, sich selbst zu verstehen. Bernhard Brack So bist du gegangen, Väterchen orte Verlag 130 x 200 mm, 208 Seiten, Fr. 28.– ISBN: 978-3-85830-205-2
So reizvoll ist das Appenzellerland Mit ihren vielfältigen Bildern bringt Carmen Wueest dem Betrachter die reizvollsten Orte und Landschaften des Appenzellerlands näher. Carmen Wueest Appenzeller Bildkalender 2017 300 × 380 mm, Fr. 25.80 ISBN: 978-3-85882-744-9
Erhältlich im Verlagsladen Schwellbrunn, Im Rank 83, Tel. 071 353 77 55, auf www.verlagshaus-schwellbrunn.ch oder im Buchhandel
DIE ZEILE // 15
Elisabeth Sailer vor Werken Karl Uelligers.
Bild: caw.
Uelligers Bilder seiner Jugend Die Karl und Hanna Uelliger-Stiftung veröffentlicht mit «Mein Jugendbilderbuch» ein wichtiges Werk eines Künstlers, der als erfahrener Mann auf seine Kindheit und Jugend zurückblickt. 69 Bilder hat Karl Uelliger dazu geschaffen – prägende Szenen seines Heranwachsens. Es war ein Zufall, der Elisabeth Sailer zu Karl Uelligers Bildern führte. Die Faszination blieb bis heute. Etliche Werke des Berner Oberländer Malers zieren die Wände der St. Galler Präsidentin der Karl und Hanna Uelliger-Stiftung. Die Stiftung setzt sich dafür ein, dass das Werk Uelligers einer breiten Öffentlichkeit zugänglich bleibt. Damit auch andere Gelegenheit erhalten, so in seine Bilder einzutauchen, wie Elisabeth Sailer das immer wieder gerne tut. Elisabeth Sailer pflegte eine enge Freundschaft zu Karl Uelliger und dessen Frau Hanna. Sie traf einen Mann, der an Vernissagen markige Worte sprach, geistreich war und sich mit tief philosophischen Fragen beschäftigte. Nach seinem Tod 1993 brach der Kon-
takt zu Hanna Uelliger nicht ab, im Gegenteil, er wurde intensiver. 2004 starb auch sie. Für Elisabeth Sailer war es der Zeitpunkt, sich in die von Hanna Uelliger 1996 gegründete Stiftung einzubringen, zunächst als Mitglied, seit zwei Jahren als Präsidentin. Prägende Kindheit und Jugend Karl Uelliger wurde 1914 als Kind armer Leute in Saanen im Berner Oberland geboren und wuchs als Verdingbub auf. Seine Familie brach auseinander, er litt
stark unter der Trennung. Es waren prägende Jahre, und erst viel später, als erwachsener Mann und als anerkannter Künstler, setzte er sich mit dieser Zeit auseinander. 1968/69 malte er 69 Bilder über seine Kindheit und Jugend. Sie erzählen von Entbehrung, Armut, Abschied und Heimweh, sie sind aber auch voller Lebensfreude, Träume, Berggeschichten, Brauchtum und bunten Alpenwiesen. Seine Bilder – nicht nur diejenigen des «Jugendbilderbuchs» – drücken seelische Stimmungen aus. Sie spüre in seinen Bildern und Farben Poesie und Tiefe und bewundere den Weg, den er gefunden habe, seine Jugend zu verarbeiten, sagt Elisabeth Sailer. Die Bilder zum «Jugendbilderbuch» hängen seit Längerem in den Gästezimmern im Kloster Fischingen. Mit der Veröffentlichung in Buchform will die Stiftung dieses bedeutende Werk des Malers bekannt machen. «Wir verstehen es als Hommage an Karl Uelliger und als Dank, dass er uns seine Kindheit und Jugend miterleben lässt», so Elisabeth Sailer. Endlich ein Zuhause Karl Uelliger lebte mit seiner Frau Hanna ab 1968 im toggenburgischen Dicken, wo auch die Bilder seiner Kindheit und Jugend entstanden. Das Haus, in dem er wohnte, erinnert noch heute an ihn. Nachdem Uelliger sich mit seiner Herkunft auseinandergesetzt hatte, schuf er sich – endlich – ein Zuhause. Er begann, die Fassade und das Hausinnere mit Szenen und Ornamenten zu bemalen. Ein grosser Teil dieser Bemackö. lung ist bis heute erhalten. Als 54-Jähriger überwältigten den Künstler Karl Uelliger die Erinnerungen an seine Kindheit und Jugend. Im Winter 1968 und im Sommer 1969 malte er die Bilder für «Mein Jugendbilderbuch». Seinen Kindertraum, Maler zu werden, hatte er da bereits verwirklicht; er war ein geschätzter Künstler. Als noch nicht sehr alter Mann blickte er zurück und fasste mit dem Abstand eines erfahrungsreichen Lebens seine Kindheit und Jugend im Berner Oberland in packende Bilder. Von 1968 bis zu seinem Tod 1993 lebte Karl Uelliger zusammen mit seiner Frau Hanna in Dicken im Toggenburg. Karl Uelliger Mein Jugendbilderbuch Appenzeller Verlag 310 x 245 mm, 152 Seiten, Fr. 38.– ISBN: 978-3-85882-753-1
SO SCHÖN WIRD 2017 Stimmungsvolles Toggenburg Ruedi Flotron zeigt das Toggenburg, seine Natur und Landschaft sowie das Leben und Arbeiten seiner Menschen. Wer das Toggenburg über stimmungsvolle Bilder kennenlernen will, findet sie hier. Ruedi Flotron Toggenburger Bildkalender 2017 380 x 300 mm, Fr. 23.80 ISBN: 978-3-908166-73-3
St. Gallen früher und heute Das waren noch Zeiten! Alte Ansichten aus der Stadt St. Gallen im Kontrast mit einer Aufnahme von heute, die vom genau gleichen Standort aufgenommen wurde. Ellen Tedaldi/Marco Tedaldi/ Mark Eisenhut St. Galler Zeiten 2017 330 x 235 mm, Fr. 29.90 ISBN: 978-3-85882-748-7
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Christine König Appenzeller Kalender 2017 mit Behördenverzeichnis AI/AR/SG/TG 170 × 210 mm, brosch., 160 Seiten, Fr. 12.80, ISBN: 978-3-85882-746-3 Kalenderhalter Diverse Holzarten in verschiedenen Ausführungen ab Fr. 160.–
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DIE ZEILE // 17
Yu Hao und Ernst Hohl zwischen den 200 bemalten Kühen.
Bild: caw.
Die Kuh: Kult und Kunst Die Kuh ist Symbol, Nutztier oder Gottheit – Grund genug für die Ernst Hohl-Kulturstiftung, der Kuh eine Sonderausstellung mit Katalog zu widmen und damit das Zehn-Jahr-Jubiläum der Stiftung zu begehen. 200 Kühe erzählen 200 Geschichten: zum Beispiel von chinesischen Traditionen nach der Geburt eines Kindes, vom achtsamen Umgang mit Tieren oder der Umwelt, von der Diskussion, ob Hörner zu einer Kuh gehören oder nicht. Für die Ausstellung «KUhLToUR» im Haus Appenzell der Ernst Hohl-Kulturstiftung in Zürich haben Stifter Ernst Hohl und Kuratorin Yu Hao 200 Plastikkühe gekauft und verschiedene Menschen gebeten, diese zu bemalen: Appenzeller Kindergartenkinder, chinesische und Schweizer Kunststudenten, Schweizer Kunstschaffende, Asylbewerber. «Die Bemalungen sind ganz unterschiedlich geworden. Jede Kuh ist eine Art Spiegel unserer Gesellschaft», sagt Yu Hao. Chinesen tranken lange kaum Kuhmilch Die Kuh ist – zumindest in der ländlichen Schweiz – allgegenwärtig, und fast jeder hatte schon ein Erlebnis mit Kühen. Ernst Hohl erzählt, wie er im Vorarlbergischen einer grossen Kuhherde begegnet sei. Der Klang ihrer Treicheln und die Masse überwältigten ihn. Yu Hao hingegen kam in ihrer Heimat China kaum mit Kühen in Kontakt; Kuhmilch zu trinken sei dort erst seit den 1980er-Jahren verbreitet. Seit sie
im Appenzellerland lebt, sieht sie Kühe fast täglich. Mit der Ausstellung «KUhLToUR – Kuh, Kunst und Kurioses aus Ost und West» widmet sich die Ernst Hohl-Kulturstiftung nun diesem Tier. Beziehungen zwischen Mensch und Tier Wie immer erscheint zur Ausstellung ein reich illustrierter, informativer Katalog. «KUhLToUR» geht der Kuh in der Schweiz, in China und in Indien nach und umfasst vier Themenbereiche: Kuh und Tradition, Kuh und Gesellschaft, Kuh und Natur sowie Kuhgeschichten. Gezeigt werden unter anderem Bauern- und Tuschmalereien, Holzschnitzereien, Scherenschnitte, Skulpturen oder Fotografien. In der Ausstellung sind Filme über Alpaufzüge, Viehschauen und Kuhkämpfe zu sehen. Im Katalog sind die Geschichten über Menschen und ihre Bezüge zu Kühen lesenswert. Und wie immer
zeigt die Ernst Hohl-Kulturstiftung Gegensätze zwischen Ost und West auf – und zieht gleichzeitig verblüffende Parallelen in Kunst, Tradition und Gesellschaft über die Kontinente hinweg. Kuhausstellung zum Jubiläum Die Ernst Hohl-Kulturstiftung feiert heuer ihr zehnjähriges Bestehen. Die Kuh-Ausstellung ist eine Art Resümee dieser Dekade. Das Thema Kuh begleitet die Stiftung seit ihren Anfängen und kam in fast allen früheren Ausstellungen vor. Zeit also, die Kuh – Nutztier, Symbol oder Gottheit – mit einer eigenen Ausstellung und einem eigeckö. nen Katalog zu würdigen. Die Ausstellung «KUhLToUR» im Haus Appenzell, Zürich (Eingang St. Peterstrasse 16), dauert bis zum 29. April 2017. Öffnungszeiten: Di – Fr: 12 bis 17 Uhr, Sa 11 – 17 Uhr, Eintritt frei. www.hausappenzell.ch
Gottheit, Ikone oder einfach Nutztier? Die Kuh prägt Kulturen ganz unterschiedlich. Mit der Ausstellung «KUhLToUR – Kuh, Kunst und Kurioses aus Ost und West» widmet sich die Ernst Hohl-Kulturstiftung im Haus Appenzell in Zürich der Kuh in Kunst und Gesellschaft. Zur Ausstellung erscheint ein informativer und reich bebildeter Katalog, diesmal zusätzlich eine Broschüre mit von Kunststudenten und Kunstschaffenden gestalteten Kuhmodellen.
Haus Appenzell (Hrsg.),
Haus Appenzell (Hrsg.)
«KUhLToUR» (Katalog),
«KUhLToUR» (Broschüre)
Schriftenreihe Haus Appenzell
Schriftenreihe Haus Appenzell
210 x 235 mm, 168 Seiten, Fr. 35.–
148 x 210 mm, 64 Seiten, Fr. 9.–
ISBN: 978-3-85882-755-5
ISBN: 978-3-85882-759-3
18 // DIE ZEILE
Karl Rietmann ermittelt anhand genetischer Marker den GenoTypen.
Bild: caw
Gesund und fit dank GenoTyp Der amerikanische Mediziner Peter J. D’Adamo ist Begründer der GenoTypen-Ernährung. Das Handbuch dazu gab es bislang nur auf Englisch. Der Herisauer Ernährungscoach Karl B. Rietmann hat die deutsche Übersetzung nun vorangetrieben. Kann man mit der richtigen Ernährung besser Leben, Krankheiten vermeiden, sein Leben unter Umständen gar verlängern? Man kann, sagt Karl B. Rietmann. Der Herisauer ist Ernährungsspezialist und Frequenztherapeut und wendet seit 15 Jahren die auf das Individuum abgestimmte GenoTypen-Ernährung an. Mit Hilfe dieses Lebensstils verlor er etliche Kilos und konnte seine Brille ablegen. Seit bald zehn Jahren verhilft Karl B. Rietmann damit vielen Bekannten zu einem gesünderen Leben. Gelernt hat er das Konzept beim amerikanischen Mediziner Peter J. D’Adamo selbst, dem Begründer der GenoTypen-Ernährung. 2008 erschien die amerikanische Version des Buchs «Verändere Dein genetisches Schicksal». Es sei nun an der Zeit für eine deutsche Übersetzung, findet Karl B. Rietmann, denn nur so könne man sich als Laie vertieft mit dem Thema auseinandersetzen. Also schaute er
sich hier nach einem Verlag um und gab die Übersetzung in Auftrag. Nun kann man alles, was man wissen muss, um die GenoTypen-Ernährung zu verstehen und zu befolgen, auf Deutsch nachlesen. Sechs Genotypen Die GenoTypen-Ernährung von Peter J. D’Adamo gilt als revolutionärer und neuer Ansatz in der Ernährung. D’Adamo kombiniert genetische Informationen mit dem Bluttyp und hat sechs
Genotypen bestimmt: den Jäger, den Sammler, den Lehrer, den Explorer, den Krieger und den Nomaden. Persönliche Merkmale wie die Länge der Beine, die Form der Zähne, das Muster der Fingerabdrücke sind ausschlaggebend für die Typbestimmung. Eine solche Analyse kann man beim ausgebildeten Ernährungscoach machen lassen – etwa bei Karl B. Rietmann – und dauert ein bis zwei Stunden. Danach erhält man ein Handbuch mit einem Ernährungs- und Lebensplan, noch individueller auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt als das Buch. Darin steht, welche Ernährung und welche Bewegung einem am ehesten zu einem Normalgewicht verhelfen und die Gesundheit fördern. Der Plan zeigt auf, wie man Krankheiten vermeiden kann, für die man am anfälligsten ist. Oder anders gesagt: Wer gemäss Peter J. D’Adamos Konzept lebt, kann das Verhalten der Gene verändern – und zwar zum Positiven. Die richtigen Gene können zum Sprechen und die falschen zum Schweigen gebracht werden. Ausserdem wird aufgezeigt, wie unsere Gene epigenetische Veränderungen verarbeiten und zurückbilden können. Immer überzeugter davon Karl B. Rietmann zeigt sich immer überzeugter von dieser Ernährungsund Lebensweise. Seit er die GenoTypen-Ernährung anwende, verspüre er Lebensfreude wie nie zuvor. ckö.
Der amerikanische Arzt Peter J. D’Adamo ist der Wegbereiter eines neuen und revolutionären Ansatzes in der Ernährung – ein Ansatz, der in direktem Zusammenhang mit den Bluttypen und den genetischen Markern eines Menschen steht. In «Verändere Dein genetisches Schicksal» führt er seine Forschung auf die nächste Stufe, indem er sechs genetische Typen bestimmt. Egal ob Jäger, Sammler, Lehrer, Explorer, Krieger oder Nomade, Peter J. D’Adamo deckt bisher versteckte genetische Stärken und Schwächen auf und stellt jedem Menschen einen genauen Ernährungs- und Lebensführungsplan für ein gesundes Leben zur Verfügung. Erstmals liegt das Werk nun in deutscher Sprache vor. Peter J. D‘Adamo Verändere Dein genetisches Schicksal edition punktuell 130 x 200 mm, 384 Seiten, Fr. 25.– ISBN: 978-3-905724-50-9
DIE ZEILE // 19
Blick ins Innenleben der Starrag Richard Lehner hat hinter die Kulissen der Starrag Group geblickt und die Geschichte des Maschinenbauunternehmens aus Rorschacherberg aufgezeichnet. Im Mittelpunkt seines Buches stehen Menschen, die das Unternehmen geprägt haben und noch prägen. Das war ein Heimspiel für Richard Lehner, der in Rorschach aufgewachsen ist und mit seiner Familie direkt an der Grenze zu Rorschacherberg lebt. «Ich kenne die Begebenheiten hier, ich kenne Leute, deren Väter dort gearbeitet haben.» Richard Lehner hat ein Buch über die Geschichte der Starrag Group geschrieben, darüber wie das Unternehmen nach den Anfängen in der Stickereiindustrie zu einem weltweiten Player in der Maschinenbauindustrie wurde. Gründliche Recherchen Wenn Richard Lehner ein Buch schreibt, dann stehen gründliche Recherchen am Anfang. Er sichtete Unterlagen und Geschäftsberichte, suchte Fotos und Dokumente. Viele Stunden verbrachte er am Firmensitz der Starrag in Rorschacherberg, liess sich alle Abteilungen zeigen, blickte den Mitarbeitern über die Schultern, führte Gespräche mit Fachleuten. Denn: «Bei allem, was ich schreibe, gehe ich von den Menschen aus», sagt Richard Lehner. So liest sich das Buch über eine technische Materie gar nicht technisch. «Man erfährt nicht, wie man eine Fräse konstruiert – aber versteht das Herz der Firma», sagt Richard Lehner. Er beschreibt die Entwicklung der Firma und ihre Innovationen und räumt den Menschen viel Platz ein; Menschen, die die Firma geprägt haben und noch prägen. Einer dieser Menschen ist Walter Fust, Verwaltungsrat und Mehrheitsaktionär der Starrag Group, der den Anstoss zum Buch gab. Er rief Richard Lehner an, nachdem er dessen Buch über die Feldmühle Rorschach gelesen hatte. So ein Buch wolle er für das Jubiläum der Starrag, habe er zu ihm gesagt, erinnert sich Richard Lehner. Da konnte er natürlich nicht Nein sagen.
Richard Lehner hat viel Zeit bei der Starrag in Rorschacherberg verbracht.
Ein Wortmensch Richard Lehner hat sich seit vielen Jahren dem geschriebenen Wort verschrieben. Sein Vater führte eine Druckerei, er selbst lernte Schriftsetzer, arbeitete aber nie auf dem Beruf. Der 59-Jährige war Redaktor und Moderator bei Radio aktuell (heute FM1), Redaktionsleiter der Rorschacher Zeitung, Korrespondent von Radio DRS und Kommunikationsbeauftragter und Mediensprecher von WWF Schweiz. Vor acht Jahren machte er sich selbständig und arbeitet als Buchautor, Journalist, Kommunikationsberater vor allem im Umwelt- und
Bild: caw.
Sozialbereich und Übersetzer für leichte Sprache (für Menschen mit einer kognitiven Behinderung). Daneben leitet er die Gemeindebibliothek und macht Stadtführungen in Rorschach. Er hat mehrere Bücher geschrieben, stets mit einem sachlichen Hintergrund. «Ich schreibe gerne etwas mit Geschichte. Ich finde die Wechselbeziehung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft spannend», sagt Richard Lehner. Auch in diesem Sinne war die Aufarbeitung der Entwicklung der Starrag Group für ihn ein Heimspiel. ckö.
Präzisionsmaschinen der Starrag Group arbeiten Tag und Nacht rund um die Welt. Renommierte Unternehmen aus Luft- und Raumfahrt, Triebwerks-, Gasund Dampfturbinenbau, dem Fahrzeug-, Werkzeugmaschinen- und allgemeinen Maschinenbau, der Medizinalbranche sowie der Uhren- und Schmuckindustrie setzen auf die Innovationen und die Technologie der Starrag Group aus Rorschacherberg. «Die Fräser der Nation» beschreibt die Entwicklung der Starrag Group und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von den Anfängen der Stickereiindustrie bis in die heutige Zeit. Richard Lehner Die Fräser der Nation Appenzeller Verlag 170 x 240 mm, 136 Seiten, Fr. 38.– ISBN: 978-3-85882-752-4
20 // DIE ZEILE
Krimis – so vielseitig wie die Schweiz
Dem Verstummen Sprache geben Demenz macht Angst. Angst vor dem Ich-Verlust. Diese Angst nimmt Christine Fischer auf. Mit ihrem neuen Roman schreibt sie gegen diese Angst an, mit einer Liebeserklärung an das Leben.
«Mord in Switzerland 2» enthält 18 ernste, humorvolle und packende Kriminalgeschichten von bekannten Schweizer Autorinnen und Autoren sowie von vielversprechenden Neuentdeckten. Diesmal sind auch französische, italienische und rätoromanische Kurzkrimis dabei, die übersetzt wurden.
«Mörderisch gut» Die Herausgeberinnen Mitra Devi und Petra Ivanov präsentieren 18 Autorinnen und Autoren verschiedenster Regionen, die die idyllische Schweiz von ihrer düsteren Seite zeigen: von Aarau über Gais, Rodels bis Zürich, vom Lac Léman bis zum Bodensee – kriminell, brutal, mörderisch.
Mitra Devi, Petra Ivanov
Mitra Devi, Petra Ivanov
(Hrsg.)
(Hrsg.)
eBook
Yvonne Steiner
Mord in Switzerland 2
Mord in Switzerland 1
Léonie
Appenzeller Verlag
Appenzeller Verlag
orte Verlag
304 Seiten, Fr. 28.–
288 Seiten, Fr. 28.–
96 Seiten, Fr. 28.–
ISBN: 978-3-85882-736-4
ISBN: 978-3-85882-653-4
ISBN 978-3-85830-204-5
Spurensuche Martina und ihr Freund David suchen den Vater von Martinas Tante, einen im Zweiten Weltkrieg in der Schweiz internierten polnischen Soldaten. Auf Spurensuche in der Schweiz und in Polen werden die beiden selber zu Gejagten.
Auf den Spuren der Heilerin Emma Kunz Yvon Mutzner und Peter Donatsch sind in Archiven und in Gesprächen mit Zeitzeugen den Spuren der Heilerin und Forscherin Emma Kunz gefolgt. Historische Bruchstücke haben sie mit fiktiven Teilen zu einem Ganzen ergänzt.
eBook
eBook
Heimatroman von 1936 Lydia lebt nach ihren Idealen, was ihr Erniedrigung und Schande einträgt sowie den Ruf, hochmütig und stolz zu sein. Trotz der Verzweiflung hält sie immer wieder an der Hoffnung auf ein anständiges Leben fest. Ein Reprint des bewegenden Heimatromans aus dem Toggenburg. Die Erstausgabe erschien 1936.
Der Sinn des Lebens Marc Späni blickt in eine mondäne Altersresidenz und verpackt in seinem Porträt darüber eine Art Thriller über den modernen Sicherheitswahn, die ewige Suche nach dem Sinn des Ganzen – und die Kunst damit klarzukommen, dass man ihn am Ende vielleicht doch nicht findet.
eBook
eBook
Erika Sommer
eBook
eBook
Léonie will erzählen Léonie erzählt von Missbrauch und Gewalt in der Familie. Sie erzählt sachlich und doch ist die Verletzung ihrer kindlichen Integrität in jeder Zeile zu spüren. Mit ihrem Buch möchte sie andere mit ähnlichen Erfahrungen ermutigen, darüber zu sprechen und nicht länger damit allein zu bleiben.
Das geheimnisvolle
Peter Donatsch/Yvon Mutzner
Lebzeiten
Lydia
Robins Garten
Tagebuch
Emma
Appenzeller Verlag
orte Verlag
orte Verlag
orte Verlag
Appenzeller Verlag
200 Seiten, Fr. 38.–
192 Seiten, Fr. 28.–
192 Seiten, Fr. 26.–
200 Seiten, Fr. 26.–
228 Seiten, Fr. 34.–
978-3-85882-719-7
978-3-85830-195-6
978-3-85830-193-2
978-3-85830-197-0
978-3-85882-473-8
Christine Fischer
Frieda Hartmann
Marc Späni
Erhältlich im Verlagsladen Schwellbrunn, Im Rank 83, Tel. 071 353 77 55, auf www.verlagshaus-schwellbrunn.ch oder im Buchhandel
DIE ZEILE // 21
Und zack – durchklettern sten Touren und Expeditionen verfasste er Berichte in Wort und Bild für Zeitungen und Zeitschriften. Und am dritten Tag nach dem Gleitschirmunfall verlangte er im Spital, kaum bewegungsfähig, nach einem Bleistift. «Ich hatte so viele Gedanken.» Das Schreiben wurde zu einer Art Selbstheilungsprozess, nun, da er wusste, dass er nie mehr würde bergsteigen und Gleitschirm fliegen können.
Kurt Haberstich ist viel draussen unterwegs und hält das, was er erlebt, in Gedichten fest. Seine Poesie stamme aus der «Werkstatt des Lebens» und komme schnell auf den Punkt, sagt der 68-Jährige. Zwei Regale füllen Kurt Haberstichs Publikationen: Lyrikbände, Erzählungen, Beiträge in Anthologien, ein Lehrbuch, eine Meditationsreihe, Aphorismen – er war fleissig. Das wundert einen kaum, wenn man ihm begegnet. Lebhaft erzählt er von seinen Unternehmungen. Daheim sitzen und in seiner neuen Heimat, dem Appenzellerland, den Ruhestand gemütlich geniessen, nein, das liegt ihm nicht. Fast täglich zum Seealpsee Bereits sein Berufsleben war abwechslungsreich. Kurt Haberstich, heute 68-jährig, wuchs im Aargau auf und bildete sich als Konstruktionsschlosser in Betriebstechnik, Personalberatung und Kursleitung für Gestaltung weiter. Er leitete eine Werkstatt in der Metallbranche, war Projektleiter, RAV-Personalberater, RAV-Koordinator und Vizeleiter des Kantonalen Arbeitsamts Luzern. Daneben war und ist Kurt Haberstich ein Bewegungsmensch. Er bestieg an die tausend Gipfel in den Alpen und Dolomiten und begab sich auf Expeditionen in entlegene Gebiete. Ein schwerer Gleitschirmunfall Ende der 1980er-Jahre beendete seine Karriere als Bergsportler jäh. Unterwegs ist Kurt Haberstich aber immer noch oft. In der Natur sein ist für ihn lebensnotwendig. Beinahe täglich wandert er «rasch» zum Seealpsee hinauf. Von seiner Wohnung bis dorthin sei das ein Katzensprung, «meistens bin ich vor neun Uhr wieder zurück von meinem Morgenspaziergang». Den Alpstein kennt er in- und auswendig: Seit er in Appenzell lebt, seit zweieinhalb Jahren, habe er etwa 150 sechs- bis achtstündige Wanderungen im Hausgebirge unternommen.
Schnell auf den Punkt Damals schrieb er erstmals Gedichte. Während seiner Genesung fand er Ruhe, in sich zu gehen. Es machte ihm Freude. Heute legt Kurt Haberstich mit «Was uns fehlt» seinen vierten Lyrikband vor. Er nennt das, was er festhält, «Poesie aus der Werkstatt des Lebens». Es sind kernige Worte, geformt von einem Handwerker – im wahrsten Sinne des Wortes. Nichts verabscheue er mehr, als Texte, die sich dahinziehen wie eine schleichende Krankheit, sagt er. Er kommt lieber schnell auf den Punkt. Es sei wie beim Bergsteigen: «Unten in der Wand einsteigen und zack – durchklettern. Ich kann nicht fünfmal biwakieren, wenn ich nur eine Thermoskanne Tee dabeihabe.» Kurt Haberstich liebt die Natur.
ckö.
Bild: caw.
Manchmal entdeckt man Kostbarkeiten, wo man sie gar nicht vermuten würde. Kurt Haberstich schöpft seine Poesie aus dem Sachbuch des Lebens. Es sind Worte, mit denen er in kerniger und doch inniger Sprache den Sinn unseres Daseins erforscht. Mit «Kein Wort zu viel» hat er eines seiner schönsten Gedichte überschrieben. Und es hält das Versprechen, das im Titel anklingt, bricht nicht das Gesetz des lyrischen Schaffens, das jeden Ballast abwirft; das Gesetz, das jedes überflüssige Wort, das den Gedanken verletzen könnte, ausschliesst, um das «Verschweigen nicht zu schmälern», wie es der Autor trefflich nennt. Kurt Haberstich ist ein Mittler zwischen Mensch und Natur, einer, der uns, manchmal mit einer Prise Humor versehen, hören, fühlen und sehen lehrt. Kurt Haberstich Was uns fehlt
Schreiben als Selbstheilungsprozess Es war der Sport, der ihn zum Schreiben brachte. Von seinen bedeutend-
orte Verlag 135 x 220 mm, 96 Seiten, Fr. 28.– ISBN: 978-3-85830-207-6
hweiz: c s t s O r e d in Stromausfall hr! e Nichts geht m An einem Freitagnachmittag fällt in der Ostschweiz der Strom aus. Es gibt kaum Informationen über Ursache und Dauer des Stromausfalls. Bevölkerung und Behörden stehen vor gewaltigen Herausforderungen. Wie gehen die Menschen mit der Situation um? Veronika Meyers Geschichte ist zum Glück nur Fiktion. Doch der Stromausfall vom 9. Dezember 2015 in weiten Teilen der Stadt Zürich zeigt, wie schnell die Realität die Fiktion einholen kann.
22 // DIE ZEILE Standardwerk über den Alpstein Seit Herbst 2014 liegt die erweiterte und aktualisierte Neuauflage des Standardwerks «Der Alpstein» vor. Verfasst von fünfzehn sachkundigen Autorinnen und Autoren, lässt das reich illustrierte Werk auch den profundesten Alpsteinkenner Neues entdecken.
Nachschlagewerk nicht nur für Älpler Das Buch beschreibt alle 130 Alpen im Kanton Appenzell Ausserrhoden und ist die Nachfolgepublikation der beiden Alpkataster aus den Jahren 1974 und 1993. Ergänzt mit allgemeinen Beiträgen über die Bedeutung der Alpwirtschaft.
Hans Eugster-Kündig Hans Büchler (Hrsg.)
Die Alpen in Appenzell
Der Alpstein
Ausserrhoden
Appenzeller Verlag
Appenzeller Verlag
364 Seiten, Fr. 89.–
392 Seiten, Fr. 48.–
978-3-85882-700-5
978-3-85882-724-1
Hebamme im Toggenburg Als Hebamme hat die Toggenburgerin Luzia Brand weit über 6000 Kindern auf die Welt geholfen. Zu ihrem 70. Geburtstag erschien ihre Biografie. Autor des Hebammenbuchs ist Ralph Brühwiler aus Ebnat-Kappel.
Durchs Appenzellerland Der reich bebilderte Führer mit Kartenskizzen und Höhenprofilen füllt eine Lücke in der Wanderliteratur. Er schlägt 40 Rundwanderungen durch alle Regionen Appenzell Ausser- und Innerrhodens vor. Die Ausgangspunkte sind mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar.
eBook Veronika R. Meyer Stromlos orte Verlag 216 Seiten, Fr. 28.– 978-3-85830-201-4
Eine Zeit und Familien geschichte «Die Fuchsens» ist keine Künstlerbiografie, doch Johannes Fuchs, Domkapellmeister in St. Gallen, steht im Zentrum: mit seiner Hingabe an das musikalische Schaffen, seinem Narzissmus und der uneingeschränkten Liebe zu seinen Kindern. Das Buch enthält Briefe, Zitate und fiktive Einschübe.
Von der Lohnfärberei zum Industriekonzern Eine umfassende Darstellung von den Anfängen zum Erfolg und späteren Niedergang des Toggenburger Textil-Unternehmens. Die Helanca-Garnfaser machten das Wattwiler Unternehmen einst zu einer der erfolgreichsten Schweizer Firmen.
Spektakuläres und Nebensächliches Wie ein Füllhorn im Herbst die Früchte ausschüttet, will das Toggenburger Jahrbuch in sich vereinigen, was das laufende Jahr hervorgebracht hat: Beiträge unter andem über den Föhnsturm von 1919, die Rechenverfahren von Jost Bürgi und Loretokapellen.
Ralph Brühwiler
Marcel Steiner
Brigitte Schmid-Gugler
Hans Büchler (Hrsg.)
Toggenburger
Ein Leben lang unterwegs
Wanderparadies
Die Fuchsens
Heberlein 1835–2015
Jahrbuch 2017
zum Leben
Appenzellerland
Appenzeller Verlag
Toggenburger Verlag
Toggenburger Verlag
Toggenburger Verlag
Appenzeller Verlag
184 Seiten, Fr. 38.–
244 Seiten, Fr. 48.–
256 Seiten, Fr. 34.–
148 Seiten, Fr. 38.–
344 Seiten, Fr. 42.–
ISBN: 978-3-85882-731-9
ISBN: 978-3-908166-70-2
978-3-908166-74-0
978-3-908166-63-4
978-3-85882-484-4
Erhältlich im Verlagsladen Schwellbrunn, Im Rank 83, Tel. 071 353 77 55, auf www.verlagshaus-schwellbrunn.ch oder im Buchhandel
DIE ZEILE // 23
Ein Ausserrhoder – aber der Rest passt Auf Seite 4 in dieser «Zeile» hat Gabriele Barbey darüber sinniert, wem das Bücherregal gehören könnte. Hier die Auflösung: Es gehört dem Urnäscher Sekundarlehrer, Redaktor, Volkskundler und Musiker Hans Hürlemann. Bis auf die Kantonszugehörigkeit hatte Gabriele Barbey stimmig interpretiert. Hans Hürlemann lebt nicht in Appenzell Innerrhoden, wie die Autorin vermutete, sondern ennet der Grenze im Ausserrhodischen. Genauer: in Urnäsch im Einfamilienhaus, das er mit seiner Frau Verena seit 1971 bewohnt und wo er mit ihr zwei Söhne grosszog. Hans Hürlemanns Bücherregal steht im Ausserrhodischen Urnäsch. Lehrer und Redaktor Der 76-jährige Hans Hürlemann unterrichtete viele Jahre als Sekundarlehrer in Teufen und Urnäsch, bevor er in den
Lokaljournalismus wechselte. Von 1995 bis zu seiner Pensionierung war er Redaktor bei der Appenzeller Zeitung. Daneben interessierten ihn Volkskunde,
Brauchtum und Musik. Er war Mitbegründer des Appenzeller Brauchtumsmuseum Urnäsch, Verfasser der Gemeindegeschichte und hat das Gemeindearchiv aufgearbeitet. Er veröffentlichte Publikationen zu lokalhistorischen Themen und zum Brauchtum. Er ist zudem Musiker, spielt aushilfsweise Hackbrett im Echo vom Saum und Cello in der Streichmusik Edelweiss. All diese Interessen spiegeln sich in seinem Bücherregal wieder. Wobei: Er habe noch ein zweites im Büro, dort bewahre er sämtliche Appenzellika auf. Hätte man diese im Bild gezeigt, wäre es wohl zu einfach gewesen, den Besitzer des Bücherregals herauszufinden, sagt er.
Bild: caw.
Begeistert von Brassens Virtuosität Besonders aufgefallen ist Autorin Gabriele Barbey der französische Schriftsteller und Chansonnier Georges Brassens. Ihn möge er besonders wegen seiner sprachlichen Virtuosität, sagt Hans Hürlemann. Er besitze auch sämtliche Platten von ihm und höre sie immer wieder gerne. Zum Schluss einige Worte zur augenfälligen Sammlung von Kühen. Sie gehöre seiner Frau, sagt Hans Hürlemann. Er sei aber auch nicht unwesentlich daran beteiligt, hat er ihr doch immer wieder das eine oder andere Stück geschenkt. ckö.
Zum «WortOrt» ins Verlagshaus «WortOrt» heisst unsere neue Veranstaltungsreihe, bei der wir Autorinnen und Autoren zu Gespräch und Lesung in unsere Gaststube einladen. Die Kombination aus Gespräch und Lesung hat Tradition im Verlagshaus Schwellbrunn und seinen vier dazugehörigen Verlagen. Früher gab es das Gipfelgespräch, die Büchernacht oder die Buchbühne, heute heisst die Veran-
staltungsreihe «WortOrt» und findet in unserer verlagseigenen Gaststube zur Linde statt.
Die Reihe hat bereits begonnen, den Auftakt machte Ende September Eugen Auer mit seinem vierten Band «Ein Ap-
penzeller namens ...». Die Premiere war gelungen: Die Gaststube war bis auf den letzten Platz besetzt, die Stimmung heiter. Bis nächsten Sommer steht das «WortOrt»-Programm fest. Sie finden es auf unserer Website. Da können Sie sich auch anmelden. Eine Reservation ist unbedingt erforderlich, denn der Platz in unserer Gaststube zur Linde ist beckö. schränkt. www.verlagshaus-schwellbrunn.ch
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 14 bis 17 Uhr Parkplätze vor dem Verlagshaus
st h c a n Weih auf verknd Sonntag gu Samsta
mber e z e D . 3./4 mber e z e D . 10./11 mber e z e D . 17./18
A1 St.Gallen
Gossau Herisau
Degersheim
Schwellbrunn
Uhr 11 bis 16
Waldstatt
Dicken Schönengrund St.Peterzell
Vorschau Frühlingsausstellung «Blumen und Bücher» mit Meisterflorist Walter Zellweger 5./.6./7. Mai 2017 und 12./13./14. Mai 2017
A1 St.Gallen
Gossau Degersheim
Schwellbrunn
Richtung Herisau
Herisau
Kirche
Verlagshaus Schönengrund
Schwellbrunn
Gästehaus Kreuz
St.Peterzell
Tel. +41 71 353 77 55 Fax +41 71 353 77 56 verlag@appenzellerverlag.ch www.verlagshaus-schwellbrunn.ch
«Ochsen»
Waldstatt
Dicken
Im Rank 83 CH-9103 Schwellbrunn
Richtung Degersheim
P
83
ank Im R P
Richtung Dicken/Schönengrund
Richtung Waldstatt