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Die Zeile, Herbst 2017

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DIE ZEILE Nr. 2 / 2017

Appenzeller Verlag

orte Verlag

Toggenburger Verlag

edition punktuell.

Seite 8

Kraftvolles DebĂźt Seite 10

Tod in Winterthur Seite 16

Auf Zwinglis Spuren Seite 22

Mit PĂśms durchs Jahr

Das M des Verl agazin Schw agshau se ellbr unn s


t s Lu f u a t a m i e H

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Janine Durot: Gestalten, musizieren, gärtnern

Marcel und Yvonne Steiner Zwingli-Wege

Esther Ferrari Vo äägelige Urnäscher

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Sie kennen bestimmt auch Geschichten, die Sie inhaltlich betroffen machen, gleichzeitig aber dank ihrer sprachlichen Schönheit Freude bereiten. So eine Geschichte hat Arja Lobsiger geschrieben. Die 32-jährige Bernerin hat intensiv an ihrem Debüt gearbeitet, und das merkt man: Noch während ihres Studiums am Bieler Literaturinstitut entwickelte sie ein Familiendrama; acht Jahre lang lebte sie mit ihren Hauptfiguren Jonas, Alice und Etna. Wir lesen ihren Roman «Jonas bleibt» in wenigen Stunden – und tatsächlich ist diese kurze Zeitspanne eine Wertschätzung für das jahrelange Schaffen der jungen Autorin. Ihre Geschichte zieht einen in den Bann. Und Jonas, Alice und Etna sind, zumindest eine Zeitlang, auch unsere Weggefährten. Wir vom Verlagshaus Schwellbrunn wünschen Ihnen viel Lesevergnügen mit «Jonas bleibt» und allen anderen Neuerscheinungen aus unserem Haus.

Arja Lobsiger Jonas bleibt

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Eva Ashinze Tod in Winterthur

Liebe Leserin, lieber Leser

Wer liest da?

Tobias Bauer Bauerkalender

Christine König, Lektorin

Bettina Schawalder Frei Vadian Appenzeller Kalender Wer liest da? – Auflösung WortOrt

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4 // DIE ZEILE

s e Neu ecken d t n e

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Karin sucht ihr Glück Oh, ein attraktiver Ort, als ehemalige Lehrerin für Zeichnen und Gestalten bin ich sofort angesprochen. Aber Achtung, nüchtern bleiben, genau hinsehen: Die Sperrholz-Gestelle – schlicht, raffiniert, ausbaubar – dürfen bei Bedarf in den offensichtlich hohen Raum wachsen. Der Bodenbelag ist hell, wirkt gleichzeitig praktisch, pflegeleicht wie etwa in einem Schulhaus oder Spital.

Bild: caw

dieses typische Backfisch-Buch eines skandinavischen Autors aus den Fünfziger-Jahren auf. Die heutige Besitzerin aber ist bestimmt deutlich später geboren, so um 1970? Das betreffende Buch – aha, es ist bloss das hübsch illustrierte Cover – hat sie wohl geschenkt bekommen, vielleicht von ihrer Mutter, vielleicht wegen des Titels «Karin sucht ihr Glück».

Zweite Vermutung verdichtet sich Erste Vermutung verworfen Der Stil der Regale lässt kurz den Gedanken an einen Architekten und ans Grubenmann-Museum in Teufen aufblitzen. Aber Buchtitel wie «Papercraft», «Kitsch-Lexikon», «Die Kreativmaschine», «Theater der Zeit», «Das partizipative Museum», «Tumme, Böckli, Stigeligumpe» deuten eher auf eine museums- oder theaterpädagogisch wirkende Person hin: die Art nämlich, wie sie Bücher und Nonbooks im geschickt beleuchteten Gestell präsentiert, ja inszeniert, zum Beispiel das klassische Bauhaus-Bauspiel aus der Firma Naef.

Zweite Vermutung kommt auf Ebenfalls im linken Regal fällt mir

Ein Name hat sich also in meinem Kopf festgesetzt. Und er bleibt hängen, als ich immer noch im linken Gestell auf dem drittobersten Tablar diese sieben silbergrauen, flachen, in Folie eingeschweissten Medienboxen entdecke. Ich glaube sie zu kennen, um mich zu vergewissern, suche ich im Katalog meiner ehemaligen Bibliothek nach Hörbüchern aus dem Appenzellerland und finde «Weiter Himmel, enges Tal. Eine Hörwanderung» von …

Alles klar. Oder doch nicht? Zurück zum Anfang: Der hellgrau­ blaue Spitalbodenbelag gehört also wohl nach Trogen in den Palais bleu; dort war ich doch vor etwa zehn Jah-

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ren anlässlich einer Kulturlandsgemeinde. Wer mehr über dieses Kulturhaus erfahren will, sucht – wie ich jetzt – nach palaisbleu.ch. Unter Kontakt finde ich dann neben anderen den Namen Karin Bucher, Szenografin, Fachlehrerin für Kunst und Gestaltung. Passt gut. Einerseits. Anderseits wäre es einleuchtend, dass die Bibliothek der gesamten Palais Bleu-Bewohnerschaft dient; da lebt ja noch eine zweite Karin: Karin Karinna Bühler. Wenn das kein Verwirrspiel ist … Gabriele Barbey

Auflösung auf Seite 29

Wer liest da? Bücher prägen den Menschen, Bücher im Regal können etwas über uns aussagen. In unserer Rubrik «Wer liest da?» schicken wir Autorin Gabriele Barbey, langjährige Leiterin der Bibliothek Herisau, kommentarlos ein Foto eines Bücherregals per Mail. Sie kann das Foto am Computer vergrössern, um Details besser zu sehen – mehr aber nicht. Sie analysiert, interpretiert und vermutet vom heimischen Schreibtisch aus, wem das Regal gehören könnte. Die Auflösungen finden Sie weiter hinten in diesem Heft.


In der Sekundarschule zeigte sie ihren Mitschülern verschiedene Zeichnungstechniken. Ihr Weg war schon da vorprogrammiert: Vorkurs, Gestalterfachklasse in St.  Gallen, Studium der visuellen Kommunikation in Zürich. Heute ist die 30-jährige Janine Durot Grafikerin im Verlagshaus Schwellbrunn. Sie arbeitet in einem 80-Prozent-Pensum, damit ihr Zeit für ihre eigene Firma bleibt. Seit eineinhalb Jahren führt sie mit einem Kollegen das Grafik-Atelier Design Buffet. Die Mischung sei für sie ideal, sagt die Rheintalerin. Im Verlagshaus gefällt ihr vor allem die Arbeit an neuen Buch­ umschlägen und Büchern und die Gestaltung der hauseigenen Magazine. In ihrer eigenen Firma betreut sie Kunden verschiedener Branchen.

Gestalten, musizieren, gärtnern Das Verlagshaus Schwellbrunn stellt sich vor. Diesmal: Grafikerin Janine Durot. Die 30-Jährige ist aber auch eine begeisterte Musikerin und neuerdings Hobbygärtnerin mit eigenem Schrebergarten.

Erste Liebe Hundert Prozent arbeiten (als Teilzeit-Selbständige wohl eher etwas mehr) und daneben ein dicht gefülltes Freizeitprogramm: Janine Durot ist an vielen Fronten engagiert. Seit Primarschulzeiten spielt sie Blasmusik. Mit

AUSBRECHEN AUS DEN KONVENTIONEN

HEIMATROMAN AUS DEM TOGGENBURG

Wie seinen eigenen Weg finden durch ein Gestrüpp, in dem es wuchert von Erlerntem, Anerzogenem und Idealen? Auf der Suche nach seinem eigenen Lebensentwurf folgen wir dem Autor durch Krisen und Wendepunkte bis zur Begleitung seiner Eltern in den Tod.

Lydia lebt nach ihren Idealen, was ihr Erniedrigung und Schande einträgt sowie den Ruf, hochmütig und stolz zu sein. Trotz der Verzweiflung hält sie immer wieder an der Hoffnung auf ein anständiges Leben fest. Ein Reprint des bewegenden Heimatromans aus dem Toggenburg. Die Erstausgabe erschien 1936.

Bernhard Brack So bist du gegangen, Väterchen orte Verlag 208 Seiten, Fr. 28.– ISBN 978-3-85830-205-2

Frieda Hartmann Lydia orte Verlag 192 Seiten, Fr. 28.– ISBN 978-3-85830-195-6

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sieben Jahren lernte sie Flügelhorn. Eigentlich wollte sie Querflöte spielen, doch der Lehrer redete ihr das aus. Ihre Lippen seien für das Querflötenspiel nicht geeignet. Weil ihr Schulschatz Flügelhorn spielte, wählte sie dieses Instrument. Die erste Liebe hat gehalten: Zwar nicht diejenige zu ihrem Schulschatz, doch diejenige zum Flügelhorn. Bis heute ist es ihr liebstes Instrument, daneben beherrscht sie Trompete und Kornett. Janine Durot spielt in der Musikgesellschaft Konkordia Widnau, wo sie als Ausbildungsverantwortliche für die Rekrutierung von Nachwuchs zuständig ist. Keine leichte Aufgabe. «Zu meiner Zeit waren wir vierzig, fünfzig Kinder in der Juniorband. Heute müssen wir sie gemeindeübergreifend führen.» Die Konkurrenz an Freizeitangeboten, vor allem aus dem Sport, sei gross. «Wir versuchen immer wieder mit Wettbewerben, Schnuppertagen und Schulbesuchen Nachwuchs zu finden. Das ist viel Aufwand, aber es lohnt sich.» Als ob das nicht genug wäre, spielt Janine Durot zusätzlich in zwei weite-

ren Orchestern mit: in der Stadtmusik St.  Gallen und im Fanfareorchester Bayern, einem Projektorchester, das sich zweimal jährlich in der Nähe von Ulm zu Probewochenenden trifft. Beide Ensembles spielen auf Höchstklasse, das fordert sie zusätzlich. So viel Musik – weshalb? «Beim Musikmachen kann ich mich gehen lassen. Am schönsten ist es, dieses Gefühl auf die Zuhörer zu übertragen. Auch sie sollen abschalten und eintauchen können.»

Neue Liebe Ganz alles dreht sich dann aber doch nicht um Musik. Seit einem Jahr kümmert sich Janine Durot um einen Schrebergarten. «Alle haben geschmunzelt, als ich von meinem neuen Hobby erzählte, weil ich absolut keinen grünen Daumen habe. Aber dennoch habe ich das Gärtnern für mich entdeckt», freut sie sich. So findet man sie jetzt bei schönem Wetter zwischen Gurken und Tomaten und beim Säen, Giessen und Ernten. Wie Ferien fühle sich das an, sagt sie. ckö Janine Durot hat das Gärtnern für sich entdeckt. Bild: caw

AUF DEN SPUREN DER HEILERIN EMMA KUNZ

KRIEGSVERGANGENHEIT

Yvon Mutzner und Peter Donatsch sind in Archiven und in Gesprächen mit Zeitzeugen den Spuren der Heilerin und Forscherin Emma Kunz gefolgt. Historische Bruchstücke haben sie mit fiktiven Teilen zu einem Ganzen ergänzt.

Martina und ihr Freund David suchen den Vater von Martinas Tante, einen im Zweiten Weltkrieg in der Schweiz internierten polnischen Soldaten. Auf Spurensuche in der Schweiz und in Polen werden die beiden selber zu Gejagten.

Peter Donatsch, Yvon Mutzner Emma Appenzeller Verlag 228 Seiten, Fr. 34.– ISBN 978-3-85882-473-8

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Erika Sommer Das geheimnisvolle Tagebuch orte Verlag 200 Seiten, Fr. 26.– ISBN 978-3-85830-197-0

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Kraftvolles Debüt über Verlust und Neuanfang Jetzt ist sie es definitiv: Autorin. Arja Lobsiger legt acht Jahre nach Abschluss ihres Studiums am Literaturinstitut in Biel ihren ersten Roman vor.

Was passiert mit einem Mann, der in einem Haus lebt, das abgerissen wird? Das interessierte Arja Lobsiger als sie begann, ihren Debütroman zu schreiben. Entstanden ist daraus eine Geschichte, nicht nur über den Zerfall eines Hauses, sondern über den Zerfall einer Familie nach dem tragischen Verlust des Sohnes, des Bruders. Wie kommt eine junge Frau, knapp über dreissig, zu so einem schwierigen Thema? «Jeder hat schon einmal jemanden verloren. Mich beschäftigt die Frage, was dieser Verlust

Freitag , 20. Ok tober 2 017 19.30 Uhr

Arja Lobsiger nimmt sich viel Zeit, um ihre Geschichten zu entwickeln. Bild: caw

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in einer Familie auslöst.» Im letzten Jahr ihres Studiums begann sie, die Geschichte zu entwickeln; das war 2009. Acht Jahre lebte sie mit den Figuren, lernte sie besser kennen, litt mit ihnen, verstand sie. Nach all den Jahren ist sie geblieben, die Zuneigung zu ihren Figuren: «Ich mag meine Protagonisten.»

Autorin? Autorin! Arja Lobsiger ist Autorin und Sekundarlehrerin. Es fällt ihr nicht leicht, sich so zu bezeichnen: Auto-


Ein berührender Roman über drei Menschen auf der Suche nach ihrem Weg aus der vermeintlichen Ausweglosigkeit. Der tragische Unfall eines Jungen verändert seine Familie, und das Gefüge droht auseinanderzubrechen. Die Schwester fühlt sich am Tod des Bruders mitschuldig, die Mutter fällt in eine Depression, und der Vater verfängt sich in Wünschen und Vorwürfen. Eines Tages bricht die Mutter auf und sucht ihr Glück auf einer Insel im Mittelmeer. Taugt dieser Ort als Paradies ohne Erinnerungen?

rin. «Ab wann ist man Autorin? Wenn man schreibt, oder wenn man publiziert hat?», fragt die 32-Jährige Bernerin. Die Legitimation, sich Autorin zu nennen, erfüllt sie längst: Sie studierte Literarisches Schreiben am Literaturinstitut Biel und schloss mit dem Bachelor of Arts in Creative Writing ab. Sie veröffentlichte Essays, Kurzgeschichten und Erzählungen, schrieb einen Literaturblog und gewann Literaturwettbewerbe. Nie habe sie den Traum gehegt, Autorin zu werden, obwohl Schreiben schon früh viel Platz in ihrem Leben einnahm. Die Ausbildung am Literaturinstitut habe sich aber intuitiv richtig angefühlt. Sie habe stets um des Schreibens Willen geschrieben, weil es ihr Freude bereitet, weil es ihre Art ist, sich auszudrücken. Heute hat sie sich ein Schreibatelier eingerichtet über der Wohnung in der Genossenschaftssiedlung in Nidau bei Biel, wo sie mit ihrem Partner lebt. Einen Tag pro Woche steigt sie eine Etage höher, um zu schreiben. Einmal nur, weil sie als Lehrerin stark engagiert ist.

Schreiben in der Dachkammer Die Entwicklung einer Geschichte ist für Arja Lobsiger ein langsamer Vorgang. Ideen trage sie lange mit sich herum. «Ich brauche viel Zeit, bis ich zu schreiben beginne.» Dann, wenn die Geschichte ihren Nährboden gefunden, ihre Wurzeln geschlagen hat, folgt jener Prozess, der viel Hingabe, Ausdauer und Disziplin verlangt. «Jeder träumt davon, über Nacht ein Buch zu schreiben. Tatsächlich steckt viel Arbeit darin.» Einsames arbeiten oben in der Dachkammer. Umso

Arja Lobsiger Jonas bleibt

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orte Verlag 128 Seiten, Fr. 28.– ISBN 978-3-85830-224-3

«Was schwer scheint, wird in diesem Debütroman    wundersam leicht. In knappen, präzis-poetischen Bildern erzählt Arja Lobsiger von Liebe, Schuld   und Verlust, von Schönheit und Aufbruch.» Ruth Schweikert wichtiger ist ihr der Austausch. Während des Studiums war Autor Hansjörg Schertenleib ihr Mentor, mit ihm steht sie noch immer in Kontakt. Oft fungiert ihr Vater als Erst­ leser, weil sie seine Meinung schätzt, weil es für sie Ansporn ist, an ihrem Schreibtag abends etwas abzuliefern (manchmal aber, wenn sie mit einer Passage noch nicht ganz zufrieden ist, bittet sie ihn, sich mit Feedback zurückzuhalten). Jetzt hängen farbige Blätter an den Wänden im Schreibatelier. Darauf stehen Stichworte und Notizen, mit dickem Filzstift geschrieben. Arja Lobisger arbeitet an ihrem zweiten Roman. Die Idee kam ihr auf ihrer Reise durch die Welt. Jemand erzählte ihr eine Begebenheit aus seinem Leben. «Mir war klar, das gibt eine Geschichte.» ckö

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Moira van der Meer ermittelt wieder Eva Ashinze wäre gerne etwas mehr wie ihre Protagonistin Moira van der Meer. Die Arbeit an ihrem zweiten Krimi hat sich dahingezogen. Vielleicht bringt genau diese Tatsache Eva Ashinze näher zu ihrer eigenwilligen Hauptfigur.

Es gibt mehrere Parallelen zwischen Autorin Eva Ashinze und ihrer Protagonistin Moira van der Meer. Beide arbeiten als Rechtsanwältinnen. Beide leben in Winterthur. Beide engagieren sich für Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen. Vom Typ her aber seien sie verschieden, sagt Eva Ashinze. Die 42-Jährige ist eine angenehme, ruhige, zurückhaltende Person, die ein geordnetes Leben lebt und Beruf und Familie unter einen Hut bringt. Moira van der Meer hingegen ist launisch, trinkt, raucht, ist alleinstehend. «Ich wäre vielleicht gerne etwas mehr wie sie. Unbeeindruckt davon, was die Umwelt über einen denkt, unabhängig von einem Umfeld», sagt Eva Ashinze. Aber eben: Da ist ihre Verantwortung als Mutter zweier Kinder im Alter von zehn und fünf Jahren, da ist ihre Rolle als Ehefrau, da sind ihre Aufgaben als Rechtsanwältin für eine gemeinnützige Organisation in Zürich. Die

Eva Ashinze ist so ganz anders als ihre Romanfigur Moira van der Meer – und doch gibt es Parallelen. Bild: caw

Möglichkeit, andere Seiten auszuleben, bietet ihr das Schreiben. Abends, wenn die Kinder schlafen, setzt sie sich an den Küchentisch in ihrer Winterthurer Altstadtwohnung und gestaltet Moira van der Meers Leben.

Nie ein unbeschriebenes Blatt Als sie die Figur vor ein paar Jahren erfunden hatte, war ihr klar: Ihre Heldin muss eine Frau sein, sie muss rauchen und trinken, so wie es in Krimireihen und Serien meist Männer tun. Eine Rechtsanwältin auf Stöckelschuhen und im Deuxpièces, nein, das konnte sie sich nicht vorstellen. Eva Ashinze liest fast ausschliesslich Krimis, schaut sich am liebsten Krimiserien an. Sie interessiert sich weniger für Gewalt und Verbrechen, schon gar nicht blutrünstig und psychopathisch, sondern viel mehr für das Zwischenmenschliche und für die Hintergründe der Menschen. Für sie ist es deshalb selbstverständlich, der

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ZUGABE Eine junge Frau nigerianischer Abstammung stürzt bei Winterthur Wülflingen von einer Autobahnbrücke und wird von mehreren Autos überrollt. War’s ein Suizid oder Mord? Anwältin Moira van der Meer tritt auf den Plan, um diese Frage zu beantworten. Eva Ashinze

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Der Fall Maria Okeke orte Verlag 200 Seiten, Fr. 26.– ISBN 978-3-85830-184-0


Person Moira van der Meer viel Raum zu geben und ein Stück weit sich selbst in ihre Geschichten einzubringen. Als Autorin – als Mensch überhaupt – sei man nie ein unbeschriebenes Blatt, «die eigenen Erfahrungen spielen beim Schreiben immer mit», sagt Eva Ashinze.

Zu lange Schreibarbeit Viel zu lange habe es gedauert, bis der zweite Fall von Moira van der Meer fertig gewesen sei. Sie ärgere sich über sich selbst, sagt Eva Ashinze. Ineffizienz liegt ihr nicht. In einem halben Jahr hatte sie geplant, das Buch zu schreiben. Dabei hat sie parallel an anderen Projekten gearbeitet; seit einiger Zeit schreibt sie auch Drehbücher. Film interessiert sie. Wäre sie noch einmal Anfang zwanzig, würde sie sich wohl für ein Film-Studium entscheiden, etwas Kreativeres als Jura auf jeden Fall. Als sie die Arbeit am zweiten Buch nach einer langen

Pause wieder aufgenommen hatte, entschied sie sich als erstes für einen neuen Mörder; mit relativ wenig Aufwand habe sie die Geschichte umschreiben können. Derzeit arbeitet sie am dritten Band, voller Elan und absolut im Zeitplan. Moira van der ­ Meers persönliche Geschichte soll ­darin zum Höhepunkt gelangen. Ob es danach mit ihr als Prota­ gonistin weitergeht, weiss Eva Ashinze noch nicht. ckö

Jan Krüger, die erste grosse Liebe von Moira van der Meer, wird erschossen aufgefunden. Alles deutet auf einen misslungenen Raub­ überfall hin. Moira kann sich mit diesem Resultat der polizeilichen Ermittlungen nicht zufriedengeben und stellt eigene Nachforschungen an. Jans Tod geht Moira näher, als ihr lieb ist. Zeitgleich arbeitet Moira van der Meer an einem Fall verschwundener Eizellen: In einer renommierten Kinderwunschklinik scheint etwas nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Ein betroffenes Ehepaar wendet sich an die Winterthurer Rechtsanwältin und bittet um Hilfe. Moira erleidet eine Panikattacke. Hat sie sich mit den beiden Fällen zu viel zugemutet? Oder holt sie ihre eigene Vergangenheit ein? Eva Ashinze Tod in Winterthur orte Verlag 256 Seiten, Fr. 26.– ISBN 978-3-85830-222-9

NAZIS, MASKEN UND EIN MORD AM SILSERSEE Angst und Misstrauen

Caminada ermittelt

Ein Krimi aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, der in der Grenzregion Basel spielt. In einer Zeit geprägt von Angst und Misstrauen. Wer hält zu den Nazis und wer nicht? Und wer hat den Jugendlichen am Grenzzaun umgebracht?

Der Tod eines Zürchers im Engadin könnte ein banaler Unfall gewesen sein, doch Kratzspuren im Gesicht des Toten erwecken den Verdacht, er sei absichtlich verursacht worden. Inspektor Caminada nimmt im eleganten Umfeld des Hotels Waldhaus in Sils-Maria seine Ermittlungen auf.

Armin Zwerger Über die Eiserne Hand hinüber

Duri Rungger

200 Seiten, Fr. 26.–

Tod am Silsersee

ISBN 978-3-85830-186-4

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206 Seiten, Fr. 26.– ISBN 978-3-85830-219-9

Kunst und Mord Zwei Kunstexperten treffen sich in Zürich und stellen bald fest, dass sie mehr verbindet, als ihnen lieb ist. Im Zusammenhang mit einem Mordfall interessiert sich die Polizei für sie, und nun wird die Situation gleichermassen spannend und verwirrlich. Duri Rungger Der afrikanische Janus 200 Seiten, Fr. 26.– ISBN 978-3-85830-185-7

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FASZINIERENDE THEMENVIELFALT Krimis – So vielseitig wie die Schweiz Die Herausgeberinnen Mitra Devi und Petra Ivanov präsentieren 18 Autorinnen und Autoren verschiedenster Regionen, die die idyllische Schweiz von ihrer düsteren Seite zeigen: von Aarau über Gais, von Rodels bis Zürich, vom Lac Léman bis zum Bodensee – kriminell, brutal, mörderisch.

Gruselgeschichten Mitra Devis dritter Lyrikband enthält wiederum skurril-gereimte Gedichte, angesiedelt zwischen Nonsense und rabenschwarzen Abgründen. Nach «Galgenvögel» und «Schattentanz» versammelt «Henkersmahl» einen weiteren Reigen mörderischer Häppchen.

Mitra Devi, Petra Ivanov (Hrsg.) Mord in Switzerland 1 Appenzeller Verlag

Mitra Devi

288 Seiten, Fr. 28.–

Henkersmahl

ISBN 978-3-85882-653-4

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Appenzeller Verlag 112 Seiten, Fr. 22.– ISBN 978-3-85882-727-2

Eine MädchenIndianergeschichte Band zwei der Krimisammlung «Mord in Switzerland 2» enthält 18 ernste, humorvolle und packende Kriminalgeschichten von bekannten Schweizer Autorinnen und Autoren sowie von vielversprechenden Neuentdeckten. Diesmal sind auch französische, italienische und rätoromanische Kurzkrimis dabei, die übersetzt wurden. Mitra Devi, Petra

Amerika ist der Traum vieler. Aber in das ärmste Indianerreservat Amerikas geschickt zu werden, kommt der 17-Jährigen wie eine Verbannung vor. Die Eltern haben die rebellische Tochter zur Tante in die USA geschickt, in der Hoffnung, dass sie weit weg von daheim auf andere Gedanken komme. Für Samira beginnt ein neues Leben. Sie erfährt hautnah, wie die Indianer täglich zwischen Tradition und Moderne ums Überleben kämpfen.

Ivanov (Hrsg.) Nora Brägger

Mord in Switzerland 2 Appenzeller Verlag

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304 Seiten, Fr. 28.–

Das Rascheln des Präriegrases orte Verlag 304 Seiten, Fr. 28.–

ISBN 978-3-85882-736-4

ISBN 978-3-85830-220-5

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26 Bildmomente

Kunst im Dialog mit der Bibel

Zwischen 2009 und 2013 hat Claudia Roemmel 143 Menschen gefilmt, die ihr persönliches Wagnis eingingen. Aus den Videos hat sie Momentaufnahmen geschnitten und lädt 26 Autorinnen und Autoren ein, diese auf sich wirken zu lassen und einen Text dazu zu verfassen. «Darüber hinausgewagt» versammelt prosaische Texte, die – der Inspiration folgend – Momentaufnahmen sprachlich entwickeln, auffächern und erweitern. Lustvoll und unerwartet.

«Biblionen» betitelt eine Kunstaktion bestehend aus Bildern, die Vera Staub während der letzten zwölf Jahre geschaffen hat. Dreissig von ihnen hat sie für eine Bildfolge ausgewählt. Jedem ist ein Bibelvers zugeordnet, doch sind es keine Bibel­ illustrationen. . Es sind Werke, die im Dialog mit der Bibel stehen. Ihr Bilderkosmos steht im Horizont der grundlegendsten Fragen, die sich einem im Zusammenhang mit Kunst stellen können. Wer die Bilder betrachtet, erkennt, dass sie genauso unfertig und suchend sind wie die eigenen Vorstellungen und Begriffe auf die Kernfragen des Lebens.

Claudia Roemmel (Hrsg.)

Vera Staub

Darüber hinaus gewagt

Biblionen

orte Verlag

orte Verlag

136 Seiten, Fr. 28.–

192 Seiten, Fr. 38.–

ISBN 978-3-85830-206-9

ISBN 978-3-85830-211-3

Geschickt eingefädelt Die sorgfältig gestaltete Publikation «iigfädlet. Ostschweizer Textilgeschichten» erscheint anlässlich der gleichnamigen Gemeinschaftsausstellung (30. April bis 29. Oktober 2017, www.iigfaedlet. ch). Acht Ostschweizer Museen spannen zusammen, um ausgewählte Aspekte dieses für die Region so prägenden Wirtschaftszweigs aufzuzeigen. Nebst kurzen Beiträgen zu den eigentlichen Ausstellungen, in welchen textile Berufe, Lebens- und Produktionsumstände im Zentrum stehen, untersucht das Buch weitere Themen wie den Erfolg einer Textilhandelsfamilie vor 1800, die Rolle der Frau in den verschiedenen Stickereibereichen oder heute noch gebräuchliche textile Redewendungen. Ebenfalls zu Wort kommen heutige Textilunternehmer und Visionäre. Verein Textil 2017 (Hrsg.)

Erinnerungen an die Jugend Als 54-Jähriger überwältigten den Künstler Karl Uelliger die Erinnerungen an seine Kindheit und Jugend. Im Winter 1968 und im Sommer 1969 malte er die Bilder für «Mein Jugendbilderbuch». Karl Uelliger Mein Jugendbilderbuch Appenzeller Verlag 152 Seiten, Fr. 38.– ISBN 978-3-85882-753-1

iigfädlet Appenzeller Verlag 128 Seiten, Fr. 30.– ISBN 978-3-85882-768-5

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Bücher erleben in Laden, Gaststube und Garten Wir sind ein Verlag zum Hinkommen und Reinschauen: Jeden Nachmittag öffnen wir unseren Verlagsladen und seit Frühjahr zusätzlich einmal wöchentlich unsere Gaststube zur Linde. «Mecktig im Rank» nennen wir diesen Anlass, weil er eben an einem Mecktig stattfindet. So nennt man im Appenzellerland den Mittwoch. Jeden Mittwochnachmittag sind Sie eingeladen, nach Herzenslust in unserem Verlagsladen zu stöbern und sich mit Ihrer Buchauswahl in unsere

Gaststube oder bei gutem Wetter in die Gartenwirtschaft zu setzen. Hier können Sie gemütlich bei Kaffee, Tee oder Wein in unseren Büchern schmökern – und natürlich unsere hausgemachten Rank-Chrömli kosten.

Mecktig im Rank: Jeden Mittwoch von 14 bis 17 Uhr. Der Verlagsladen ist Montag bis Freitag von 14 bis 17 Uhr geöffnet.


Durchs Appenzellerland Der reich bebilderte Führer mit Kartenskizzen und Höhenprofilen schlägt 40 Rundwanderungen durch alle Regionen Appenzell Ausser- und Innerrhodens vor. Die Ausgangspunkte sind mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar. Marcel Steiner Wanderparadies Appenzellerland Appenzeller Verlag 344 Seiten, Fr. 42.– ISBN 978-3-85882-484-4

Durchs Toggenburg Das Toggenburg ist eine der schönsten Wanderregionen der Schweiz. Ein Wanderparadies, das man aus den nahe liegenden Ballungszentren mit dem Auto schnell erreicht und das mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erschlossen ist. Marcel Steiner, Hanspeter Steidle Wanderparadies Toggenburg Toggenburger Verlag 256 Seiten, Fr. 38.– ISBN 978-3-908166-23-8

Für Sie entdeckt Für jede Woche des Jahres eine Wanderung. Marcel Steiner hat die Routen im Wanderparadies Ostschweiz (SG, TG, AR und AI) sorgfältig ausgewählt und genau beschrieben. Fotos und detaillierte Kartenskizzen mit Höhenprofilen verheissen unbeschwertes Freizeitvergnügen. Marcel Steiner Wanderparadies Ostschweiz Appenzeller Verlag 336 Seiten, Fr. 42.– ISBN 978-3-85882-594-0

Sieben auf einen Streich Die Wanderkarte Appenzellerland vereinigt beide Kantone auf einer einzigen, doppelseitig bedruckten Karte. Nicht nur sämtliche Wanderwege sind eingezeichnet, man findet auch sämtliche Themenwanderwege sowie eine Vielzahl von nützlichen touristischen Hinweisen. Wanderkarte Appenzellerland Appenzeller Verlag Fr. 38.– ISBN 978-3-85882-452-3


Wandernd über die Zeit der Reformation nachdenken

Zürich

Über 130 Kilometer haben Marcel und Yvonne Steiner zurückgelegt, um das Buch «Zwingli-Wege» zu realisieren: Das Wander- und Lesebuch verbindet Stationen Ulrich Zwinglis zwischen Wildhaus und Kappel am Albis und lädt ein, mehr über den Reformator und seine Zeit zu erfahren.

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Kappel am Albis

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Ulrich Zwingli ist 1484 in Wildhaus auf die Welt gekommen als Sohn einer einflussreichen Familie. 47 Jahre später starb er gewaltsam während des Zweiten Kappelerkrieges in Kappel am Albis. Dazwischen war er Student in Basel und Wien, Leutpriester in der Innerschweiz und Reformator in Zürich. Im Buch «Zwingli-Wege» wandern Marcel und Yvonne Steiner an Orte, die noch heute mit Zwingli in Verbindung gebracht werden.

Wandern und recherchieren Das Verleger-Ehepaar Steiner ist wander- und bucherfahren: Beide sind Autoren verschiedener Publikatio-

Klöntal

nen; Marcel Steiner ist zudem als Landschafts- und Naturfotograf bekannt. Als Hans Jörg Fehle, Wattwiler Theologe und Mitglied der Projektgruppe zum Reformationsjubiläum im Toggenburg, mit der Idee eines Buches über den Reformator Zwingli an Steiners gelangte, sagten sie aus mehreren Gründen gerne zu: Weil sie bislang unbekannte Gegenden erkunden konnten, weil wandern gut tut und nicht zuletzt, weil sie das Thema inhaltlich interessierte. Beide bewegen sich in kirchlichen Kreisen: Yvonne Steiner ist Theologin, Marcel Steiner Präsident der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Schwell-

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Glarus

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brunn. «Solche Buchprojekte geben uns als Autoren Gelegenheit, sich intensiv mit einem Thema zu befassen», sagen Marcel und Yvonne Steiner. So haben sie vieles über Ulrich Zwingli in Erfahrung gebracht, was sie vorher nicht wussten. «Er war ein spannender Mensch, aber auch ein Kind seiner Zeit. Er glaubte, die Reformation mit Gewalt durchsetzen zu können, was ihn das Leben gekostet hat.»

Tagesdosen an Wissenswertem «Zwingli-Wege» ist sowohl ein Wander- als auch ein Lesebuch: Auf neun Etappen führt die Route von Wild-

Strichboden


Wildhaus

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Marcel und Yvonne Steiner beim Zwingli-Denkmal in Wildhaus. Bild: caw

haus nach Kappel am Albis. Die Etappen können unabhängig voneinander als Tageswanderungen oder zusammenhängend als Weitwanderung absolviert werden. Ausschnitte der Landeskarten ermöglichen eine gute Orientierung und machen zusätzliches Kartenmaterial überflüssig. Zu jeder Etappe gibt es interessanten und wohl dosierten Lesestoff: Tagesdosen an Wissenswertem. Yvonne Steiner greift verschiedene Themen auf, etwa zum Wirken Zwinglis oder zu allgemeinen Geschichte jener Zeit. Das Buch richtet sich damit an Wanderfreudige, die gleichzeitig etwas erfahren möchten, insbesondere aber

auch an kirchlich engagierte Personen. Ihnen bietet «Zwingli-Wege» eine gute Möglichkeit für Gruppenausflüge mit Hintergrundinformationen über Zwingli und die Reformationsgeschichte – über die man während des Wanderns wunderbar nachdenken kann. ckö

Das Wander- und Lesebuch «Zwingli-Wege» verbindet Stationen, an denen Ulrich Zwingli historisch gesicherte Spuren hinterlassen hat. Start ist in Wildhaus, wo Zwingli 1484 auf die Welt kam. Die Wanderroute führt in neun Etappen über Glarus, Einsiedeln und Zürich nach Kappel am Albis, wo der Zürcher Reformator 1531 im Zweiten Kappelerkrieg zu Tode kam. Neun Kapitel beleuchten Aspekte von Zwinglis Leben und seiner Zeit. Die Routen verlaufen alle auf offiziellen Wanderwegen, sind jedoch nicht speziell ausgeschildert. Der Weg kann als Weitwanderung am Stück oder in Etappen zurückgelegt werden. Etappenstartorte und Etappenziele sind mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar. Marcel Steiner, Yvonne Steiner Zwingli-Wege Appenzeller Verlag 200 Seiten, Fr. 38.– ISBN 978-3-85882-773-9 Erscheint am 25. September 2017

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Schön und praktisch! Die schönsten Bilder aus dem Appenzellerland und dem Toggenburg, Tipps zum ­erfolgreichen Gärtnern und nicht zuletzt Poesie in homöopathischer Tagesdosis.

Marcel Steiner Panorama Appenzellerland 2018 700 x 500 mm Fr. 76.– ISBN 978-3-85882-763-0

Der neue Kalender wird von Marcel Steiner fotografiert und ersetzt den Panorama-Kalender von Hans Ulrich Gantenbein. Die schönsten Bilder aus dem Appenzellerland im ­neuen, grösseren Format mit gleichbleibendem Abstand der Aufhängeösen.

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Jolanda Fäh, Susanne Mathies Poesie-Agenda 2018 105 x 148 mm, ill., brosch., 256 Seiten Fr. 18.– ISBN 978-3-85830-212-0

Yvonne Steiner Saat- und Pflanzkalender 2018 Gärtnern nach Mondlauf und Tierkreiszeichen 135 x 195 mm, geb., 64 Seiten Fr. 18.50 ISBN 978-3-85882-765-4

Carmen Wueest Appenzeller Bildkalender 2018 300 x 380 mm Fr. 25.80 ISBN 978-3-85882-762-3 Ruedi Flotron Toggenburger Bildkalender 2018 380 x 300 mm Fr. 25.80 ISBN 978-3-908166-75-7

Mark Eisenhut St. Galler Zeiten 2018 330 x 235 mm Fr. 29.90 ISBN 978-3-85882-766-1


Chinderspröchli Das Buch greift mit seinen Spröchli auf alte Traditionen zurück. Es ist reich illustriert von Esther Petrillo-Wild und enthält eine CD, für die Daniela Lendenmann Melodien komponiert hat, die sie spielt und singt. Als zweiter Sprecher wirkt der Schauspieler Philipp Langen­egger mit. Esther Ferrari Daa isch de Tuume Appenzeller Verlag 64 Seiten, mit CD, Fr. 38.– ISBN 978-3-85882-729-6

Humorvolle und verblüffende Geschichten im Kurzenberger Dialekt Verblüffende Zwischenfälle und schier unglaubliche Vorfälle prägen dieses Buch. Im Mittelpunkt stehen Leute wie du und ich. Menschen, die intelligent und witzigschlau agieren oder aber sich reichlich naiv verhalten. 34 humorvolle Kurzgeschichten entführen in die Welt unterschiedlichster Menschen, spiegeln ungeschminkt die Realität und gewährleisten bestes Lesevergnügen. Peter Eggenberger Vo gschiide ond tomme Lüüt Appenzeller Verlag 128 Seiten, Fr. 22.– ISBN 978-3-85882-761-6

Geschichten im Gaiser Dialekt Jock will in den Himmel, Noldi fürchtet um seinen Bauch und Leo sitzt auf dem Grauböhl. Zwei Dutzend Mundartgeschichten, erzählt von Anita Glunk im Gaiser Dialekt: lebendig, witzig und abwechslungsreich. Anita Glunk Zimmer ääs mit Bergsicht Appenzeller Verlag 96 Seiten, Fr. 28.– ISBN 978-3-85882-730-2

Freitag , 8. Sep tembe r 2017 19.30 Uhr

Begegnungen mit Urnäscher Originalen Geschichtenerzählen liegt Esther Ferrari im Blut. In ihrem neuen Buch erzählt sie von Urnäscher Originalen, von prägenden und aussergewöhnlichen Charakteren. Eigentlich hätte sie auch eine Geschichte über sich selbst schreiben können.

Was macht ein Original aus? «Ein Original handelt etwas neben der Norm, benimmt sich anders, als es die Gesellschaft erwartet. Meistens sind Originale zudem mit einer verblüffenden Schlagfertigkeit gesegnet.» Das sagt Esther Ferrari, und sie muss es wissen. «Auch ich Feinfühlig hat sie erzähle gerne im Laufe der Jahre von mir, aussergewöhnliche Urnäscher Charakdas öffnet.» tere aufgespürt, Gespräche mit ihnen geführt und auf Video festgehalten. So ist eine beachtliche Sammlung von «Müsterli» entstanden, die nun Eingang in ihr neues Buch findet.

Kaffee kochen und zuhören Esther Ferrari ist eine umtriebige Person. In Urnäsch kennt man die


Weshalb man gerade im Appenzellerland besonders viele Originale vermutet, bleibt so geheim wie das Rezept des Käses. Dass aber gerade solche Originale einiges zu erzählen haben, ist eine Tatsache. Autorin Esther Ferrari hat in ihrer Wohngemeinde Urnäsch im Appenzeller Hinterland etliche aussergewöhnliche Charaktere aufgespürt. Entstanden ist ein Buch voller Geschichten über Menschen, die jenseits der Norm handelten, sich vielleicht ein bisschen anders benahmen, als es die Gesellschaft erwartet hatte, und oft mit einer verblüffenden Schlagfertigkeit gesegnet waren. Esther Ferraris Geschichten sind nicht nur amüsant, ebenso greifen sie gesellschaftlich relevante Themen auf. Esther Ferrari Vo äägelige Urnäscher Appenzeller Verlag 176 Seiten, Fr. 28.ISBN 978-3-85882-770-8

Esther Ferrari hört gerne zu und erzählt gerne. Bild: caw

77-Jährige als freie Lokaljournalistin und Märchenerzählerin, als Ex-Frau des Druckereibesitzers Paul Schoop, als vierfache Mutter und 12-fache Grossmutter. Dass sie sich in den 1960er-Jahren, als sie nach Urnäsch kam, rasch integrierte, liegt an ihrem offenen, wachen und zugänglichen Wesen. «Ich habe einfach immer allen Kaffee gekocht», sagt sie. Und zugehört. Sie vergesse zwar manchmal die Namen von Personen, nie aber, was sie erzählt haben oder was sie mit ihnen zusammen erlebt hat. «Erzählen und zuhören faszinieren mich seit Kindertagen. Auch ich erzähle gerne von mir, das öffnet. Vielleicht haben mir deshalb einige etwas mehr erzählt, als sie es sonst getan hätten.» Bei der «Orgle n Else» etwa – einem Original aus dem Buch – habe sie viele Stunden in der Stube

verbracht und ihr zugehört. «Allein ihre Sprüche würden ein weiteres Buch füllen.» Es sind nicht nur lustige Episoden, die Esther Ferrari erzählt. Sie greift auch gesellschaftlich relevante Themen auf. Eine Geschichte im Buch zeigt, wie unaufgeklärt die Leute früher waren. Sie machten vor fünfzig, sechzig Jahren ihren Kindern weis, sie gingen ein Kind kaufen (doch der sechsjährige Sohn hatte schon lange bemerkt, dass die Mutter stark zugenommen hatte und sicher bald kalben werde). Heute kann man darüber lachen.

Ecken und Kanten sind spannend Teller Eva, Gäälers Marti, Huenze Emme – viele der im Buch beschriebenen Dorforiginale hat Esther Ferrari selbst gekannt, von einigen nur

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vernommen, weil sie bereits gestorben sind. Sie begegnet Menschen – ob persönlich oder in ihren Geschichten – stets auf Augenhöhe. Nie würde sie indiskret werden, nie jemanden blossstellen, ihre Ecken und Kanten aber findet sie spannend. «Weshalb verhält sich jemand in dieser Situation so? Wieso entscheidet sich jemand, so zu leben?» Diese Fragen haben sie stets angespornt, Menschen besser kennenzulernen. Wenn man Esther Ferrari durch die Zimmer im heimeligen Bauernhaus voller Kunst und Kuriositäten folgt, ihr zuhört, wie sie mit Begeisterung von den Begegnungen mit Menschen berichtet – irgendwie gehört auch sie zu den Originalen. Eigentlich müsste Esther Ferrari auch eine Geschichte über sich selbst schreiben. ckö


Mit Bauer durchs Jahr Lektüre zum Frühstück oder für auf den Nachttisch: Tobias Bauer hält im «Bauerkalender» kleinere und grössere Absurditäten im Jahreslauf fest. Er hat ein Pöm für fast jeden Tag geschrieben.

Pöm sagt er. Nicht Poem. «Das Wort Pöm ist unbesetzt, also kann ich selbst definieren, was es sein soll», sagt Autor Tobias Bauer. Für ihn ist es ein kleines Gedicht (im Sinne des ursprünglichen Wortes Poem), ein kurzer Spoken-Word-Text, kurze Prosa. Mit Sprache habe er schon immer gerne gespielt. Eine Leidenschaft, die er wohl von seinem Vater, Redaktor von Beruf, geerbt habe, während seines Berufsalltags als Ökonom aber kaum ausleben konnte. In einem Lehrgang für literarisches Schreiben versuchte sich der St. Galler Autor lyrisch und experimentell. Das brachte den Stein ins Rollen: Seither schreibt er Pöms.

Ein Pöm für jeden zweiten Tag Im Eigenverlag hat Tobias Bauer 2013 das Büchlein «ä pöm ä wik, 52 ½ verdichtungen» herausgegeben und auch danach in dieser Manier weitergeschrieben. Aus «ä pöm ä wik» wurde «ä pöm a day». Nun ja, fast: Für jeden zweiten Tag hat der 62-Jährige ein Pöm verfasst, stets mit besonderem Bezug zu Feiertagen, Namenstagen, Gedenktagen, Aktionstagen. Da ist viel Kurioses dabei, Witziges, Absurdes: Wer hat schon vom «Tag der Zimmerpflanze», vom «Welttag des Schneemanns» oder dem «Tag der

Luftpolsterfolie» gehört? «Fast alle Tage gibt es wirklich, einige habe ich erfunden», sagt Tobias Bauer. Wer wissen wolle, welche, könne ja googeln. Auch für ihn war das Internet eine wichtige Quelle: Web und App halfen ihm beim Finden der kuriosen Aktionstage. Viele übrigens stammen – wen wundert’s? – aus den USA.

«Daraus könnte ich etwas machen» Bewusst habe er die Pöms von Aktualitäten gelöst, damit der «Bauerkalender» über Jahre hinweg gültig bleibe. Nur hie und da habe ihn ein bestimmter Anlass in den Fingern gejuckt, den er zu Papier bringen wollte. Die Ansichten der SVP zur Flüchtlingspolitik anlässlich des Weltflüchtlingstags beispielsweise. «Was mich daran interessiert, ist der komische Aspekt und wie ich mich sprachlich daran ausprobieren kann», sagt Tobias Bauer. Entstanden ist eine Polemik über Toni Brunners Aussage, wie viele Flüchtlinge die Schweiz jährlich problemlos aufnehmen könne; «Asylarithmetik» nennt es Bauer. Die Ideen für seine Pöms findet Tobias Bauer im Alltag: beim Lesen, beim Surfen im Netz, in Gesprächen … «Daraus könnte ich etwas machen», denkt sich der 62-Jährige und

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luftpolsterfolie. lustpolfterfolie. flustpolterfolie. frustpoltelfolie. frustpoftellolie. frostpuftellolie. frosttufpellolie. frosttupfellolie. frosttupfelloeli. tippt Stichworte ins Handy. Dann setzt er sich hin und feilt an den Texten, an seinen Sprachspielereien. Und er testet. Einmal trat er an einem Poetry Slam in Winterthur auf. Die Wirkung seiner Texte unmittelbar zu spüren, habe ihm gefallen. Er hat im Sinn, öfters im kleinen Rahmen aufzutreten. ckö


Mit Cartoons von Pfuschi. Tobias Bauer liebt es, mit Sprache zu spielen. Bild: caw

ZUGABE

Der Bauernkalender ist für Bauern, der Bauerkalender ist von Bauer: Rund 200 Pöms versammelt Tobias Bauer in seinem Kalender. Es sind gereimte und ungereimte Gedichte oder kurze Spoken-Word-Texte, die an Gedenk-, Namens-, Aktionsund Feiertage anknüpfen – komisch und witzig, nachdenklich und tiefsinnig, immer wortspielerisch leichtfüssig. 200 Pöms – das reicht nicht ganz für eine tägliche Aufheiterung oder Anregung, doch im Gegensatz zu einem klassischen Kalender bleibt der Bauerkalender dafür über Jahre hinweg aktuell. Der Berner Cartoonist Heinz Pfister (Pfuschi) steuert für jeden Monat eine Illustration bei.

«Weggetreten» fasst dreizehn Kurzgeschichten zusammen. Gemeinsam ist allen diesen Geschichten, dass sie einen Aspekt des physischen Wegtretens (durch Krankheit oder Unfall) literarisch verarbeiten. Hintergrund ist die eigene Erfahrung des Autors, der krankheitsbedingt vorübergehend erblindete. Tobias Bauer Weggetreten edition punktuell. 136 Seiten, Fr. 26.– ISBN 978-3-905724-45-5

Tobias Bauer Bauerkalender orte Verlag 224 Seiten, Fr. 26.ISBN 978-3-85830-223-6

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Ein Kinderbuch über das Supertalent Vadian Ein Buch für Primarschüler über den St. Galler Reformator Vadian gab es bislang nicht. Die St. Galler Religionslehrerin Bettina Schawalder Frei füllt diese Lücke. Sie hat ein Kinderbuch über das Leben und Wirken Vadians geschrieben und illustriert.

Bettina Schawalder Frei bezeichnet sich selbst als Vadian-Fan. «Er war ein besonders gebildeter und intelligenter Mann, der St. Gallen wesentlich mitgeprägt hat», sagt sie. Die St. Galler Religionspädagogin hat sich im Rahmen des Jubiläums «500 Jahre Reformation» intensiv mit Vadian befasst und ein Buch für Schulkinder über das Leben und Wirken des

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Chlausenfie

Wälti packt immer im Herbst das Chlausenfieber. Aber er ist eigentlich zu jung zum Chlausen, doch davon lässt er sich nicht abhalten. In «Wälti wird Silvesterchlaus» erzählen Karin Antilli Frick (Bilder) und Esther Ferrari (Text) die Geschichte des Urnäscher Buben Wälti authentisch und zeichnen eine bunte und aufregende Welt des Silvesterchlausens. Karin Antilli Frick, Esther Ferrari Wälti wird Silvesterchlaus Appenzeller Verlag 40 Seiten, Fr. 29.80 ISBN 978-3-85882-734-0

Bettina Schawalder Frei. Bild: caw

St. Galler Reformators gemacht. Unterstützt wurde sie dabei insbesondere von Pfarrer Holger Brenneisen, Leiter des Religionspädagogischen Instituts RPI-SG und Mitglied der Arbeitsgruppe zum 500-Jahr-Jubiläum in St. Gallen. Ziel der Arbeitsgruppe war es unter anderem, Unterrichtsmaterial über Vadian zusammenzustellen. Denn obwohl er für St. Gallen


neggers Lilly Lange er Kinderbüch eine prägende Figur war, gibt es bislang kein Bilderbuch über ihn. «Das Buch schliesst eine Lücke in der St. Galler Stadt- und Reformationsgeschichte. So wird dieser wesentliche historische Teil zugänglich und lebendig», sagt Holger Brenneisen.

«Treffen wir uns beim Vadian» Vadian ist in St. Gallen durchaus präsent – zumindest dient das Denkmal nahe des Marktplatzes vielen als Treffpunkt. Bettina Schawalder Frei hat als Stadt-Sanktgallerin Vadian schon als Kind wahrgenommen, aber auch sie erfuhr während ihrer Recherchen einiges mehr über den Gelehrten und Reformator. Sie las in Büchern über ihn, sammelte im Stadtarchiv Informationen, besorgte sich Bilder aus jener Zeit, damit sie sehen konnte, wie die Leute damals gekleidet waren, wie die Stadt aussah. Vadian, so sein lateinischer Name, den er sich während der Studienzeit gab, wurde 1484 als Joachim von Watt in eine wohlhabende und einflussreiche St. Galler Handelsfamilie geboren. Er ging nach Wien, um lateinische Grammatik und Literatur zu studieren. Er war aber ein vielseitiger Mann und studierte zudem Geografie und Medizin und interessierte sich für Mathematik und Astronomie. «Ein Supertalent», sagt Bettina Schawalder Frei. Insbesondere die Dichtkunst hatte es ihm angetan, die er in Wien auch lehrte. Anfang des 16. Jahrhunderts kehrte er in seine Heimat zurück, wo er sich politisch engagierte und die Gedanken der Reformation vermittelte. «Mich beeindruckt vor allem, wie besonnen und behutsam er das tat», sagt Bettina Schawalder Frei.

dern. Die gelernte Möbelschreinerin hatte schon immer eine kreative Ader, was sich in ihrer ersten Berufswahl manifestiert. Bald leitete sie Holzbearbeitungskurse in Kunst und Handwerk für Kinder und Jugendliche. Aus diesem Engagement entstand der Wunsch, pädagogisch tätig zu sein. 2011 nahm sie die Ausbildung zur Religionslehrerin in Angriff. Heute unterrichtet die Mutter eines Sohnes Primar- und Oberstufenschüler. Das Malen und Illustrieren hat sie sich selbst beigebracht – eine Gemeinsamkeit mit Vadian, der sich seinerseits viel Wissen im Eigenstudium erarbeitet hatte. ckö

Flöckli «Flöckli, das Geisslein» von Lilly Langenegger ist ein Longseller. Seit seinem Erscheinen vor 20 Jahren konnte es über 50 000 Mal verkauft werden. Es erzählt die Geschichte eines vorwitzigen Geissleins, das eines Tages wegläuft. Obwohl alle beim Suchen helfen, bleibt Flöckli verschwunden. Wird Käthi den Ausreisser wiederfinden? Lilly Langenegger Flöckli, das Geisslein Appenzeller Verlag, 32 Seiten, Fr. 29.80, auch auf CD sowie in Englisch und Französisch erhältlich ISBN 978-3-85882-249-9

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Bläss und Z

Ueli verliert seinen geliebten Appenzeller Sennenhund Bläss. Der Bub ist untröstlich. Deshalb darf er im Frühling einen Welpen aussuchen. Ist es möglich, dass Bläss der Vater des neuen Hündchens ist? Denn Zita, die Mutter des Kleinen, ist im Sommer mit Bläss herumgetollt. Lilly Langenegger Bläss und Zita Appenzeller Verlag, 32 Seiten, Fr. 29.80, auch auf CD sowie in Englisch und Französisch erhältlich ISBN 978-3-85882-251-2

Tigerli

Vadian, wer war denn das? Vadian war Mediziner, Dichter, Universitätsrektor, Chorleiter, Familienvater – ein Supertalent! Er war umfassend gebildet, wirkte als Arzt, Ratsherr und Bürgermeister in seiner Heimatstadt St. Gallen – und er hat klug und beharrlich die Reformation gefördert. Bettina Schawalder Frei stellt das Leben und das Wirken des St. Galler Reformators Joachim von Watt (1484–1551), genannt Vadian, erstmals kindgerecht dar. Ihr Buch veranschaulicht einen wesentlichen und identitätsstiftenden Teil der St.  Galler Stadtgeschichte. Illustrationen verschiedener Lebensstationen Vadians ergänzen die spannende Erzählung. Bettina Schawalder Frei

Zwei Autodidakten

Vadian

Für die 42-Jährige war die Arbeit am eigenen Buch eine Premiere. Text und Illustrationen stammen aus ihren Fe-

Appenzeller Verlag 40 Seiten, Fr. 29.80 ISBN 978-3-85882-774-6

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Marco muss seine Lieblingskatze Tigerli weggeben; die Familie hat nicht Platz für alle Kätzlein. Marco kann seinen Kummer darüber nicht vergessen. Als er erfährt, dass es Tigerli nicht gut geht, erfüllt sich sein grösster Wunsch: An Weihnachten kann er Tigerli heimholen. Lilly Langenegger Tigerli kommt heim Appenzeller Verlag, 32 Seiten, Fr. 29.80, auch in Englisch und Französisch erhältlich ISBN 978-3-85882-436-3


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Appenzeller Kalender: Fast 300-jährig und noch immer ein Hit Dass er so einen Hit landen würde, hätte Gründer Johannes Tobler wohl selbst nicht gedacht: Seit beinahe 300 Jahren erscheint der Appenzeller Kalender, und er ist auf dem besten Weg, Kultstatus zu erreichen. Denn selbst im 21. Jahrhundert wird er rege genutzt und ist allseits beliebt, nicht nur bei Personen aus dem ländlichen und bäuerlichen Sektor. Diesen gibt das Kalendarium wichtige Hilfestellungen bei der Ausübung ihres Berufes, etwa über den richtigen Zeitpunkt zum Aussäen, Mähen oder Holzschlagen.

Inhaltlich frisch und modern Doch auch für alle andern bietet der Appenzeller Kalender viel Interessantes: Seit drei Jahren präsentiert er sich inhaltlich aufgefrischt und moderner. Mit unterhaltsamem Lesestoff und typisch appenzellischen Themen wird ein breites Publikum angesprochen. Die Palette reicht von Gesundheit bis Brauchtum, von Technik bis Landwirtschaft. Schwerpunkte bilden heuer eine Reportage über das kaum noch verbreitete Kartenspiel Trenten sowie ein Porträt über den Hundwiler Weissküfer Hans Reifler. Er stellt in traditioneller und überlieferter Handarbeit den kerbgeschnitzten Halter für den Appenzeller Kalender her. Weitere Themen sind Superfoods, die

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wortwörtlich in aller Munde sind, der Ausbaustandard des Glasfasernetzes in der Region sowie die touristische Bedeutung der Landwirtschaft. Mundartgeschichten, ein Dreigängemenü zum Nachkochen, eine Anleitung zum Stricken und ein Dorfrundgang durch Teufen runden den redaktionellen Teil ab.

Von Rehetobel nach Schwellbrunn Der Rehetobler Johannes Tobler (1696–1765) hat den «Appenzeller Schreib-Calender» 1722 erstmals publiziert. Nach der Übernahme der Redaktion durch Ulrich Sturzenegger (1714–1781) blieb Trogen während mehr als 200 Jahren Druck- und Vertriebsort des Appenzeller Kalenders. 1975 ging die Herausgabe an die Schläpfer & Co. AG in Herisau (später Appenzeller Medienhaus AG) über. Heute wird der Appenzeller Kalender vom Appenzeller Verlag in Schwellbrunn redaktionell betreut, produziert und vertrieben. Dabei wird auf die Mischung aus traditionellem und modernem Inhalt Wert gelegt – damit der Kalender mindestens noch weitere dreihundert Jahre erscheint. ckö

Eugen Auers vierter Streich

Weissküfer Hans Reifler stellt Kalenderhalter für den Appenzeller Kalender her. Bild: caw

Christine König Appenzeller Kalender 2018 mit Behördenverzeichnis AI/AR/SG/TG 160 Seiten, Fr. 12.80 ISBN 978-3-85882-764-7

«Ein Appenzeller namens … Band 4» vereint neue gereimte Glossen Eugen Auers, die im St. Galler Tagblatt und seinen Regionalausgaben unter der Rubrik «Freispiel» erschienen sind. Wie schon in den ersten drei Bänden kommentiert Eugen Auer aktuelle Ereignisse aus Politik, Kultur und Gesellschaft. Dies mit dem den Appenzellern eigenen feinen, versteckten Spott, mit spitzer Feder zu Papier gebracht.

Eugen Auer Ein Appenzeller namens … Band 4 Appenzeller Verlag 80 Fr. 28.– 2017  27 DieSeiten, Zeile, September ISBN 978-3-85882-751-7


TAGEBUCH EINER REISE IM JAHRE 1903 1903 unternahmen sechs Sänger aus Herisau eine Reise nach Deutschland, unter ihnen Jakob Merz (1874–1922), der seine Erinnerungen daran später aufgeschrieben hat. Munter und humorvoll beschreibt er den Aufenthalt der Herisauer in München, Aschaffenburg, Mainz, Köln, Frankfurt am Main, Darmstadt, Heidelberg, Stuttgart und Ulm. Dabei sind nicht nur die Sehenswürdigkeiten ein Thema, sondern auch das Verhalten der Männer aus der schweizerischen Provinz in den Grossstädten des Deutschen Reichs, die ihnen mit ihren prächtigen Bauten und Denkmälern mächtig Eindruck machten. Berthold Hanimann und Christoph Hanimann, zwei Enkel von Jakob Merz, haben den handschrift­ lichen Text abgeschrieben und publiziert. Jakob Merz Reiseträume edition punktuell. 151 Seiten, Fr. 28.– ISBN 978-3-905724-54-7

GIER, ABZOCKE, WIRTSCHAFTSKRIMINELLE – ELIANE RAUSCHS ZWEITER FALL Juristin Eliane Rausch verfolgt hartnäckig ihren Traum, Richterin zu werden. Nach vier Jahren Arbeit am Bezirksgericht wechselt sie als Gerichtsschreiberin ans Handelsgericht in Zürich. Sie sucht eine neue Herausforderung und hofft, ihrem Leben damit eine neue Wende zu geben. Doch den Wechsel ans Handelsgericht hatte sich Eliane Rausch einfacher vorgestellt. Unnahbar und kalt lässt sie Oberrichter Bräm bei jeder Gelegenheit auflaufen. Ihr zweiter Fall, der das schamlose Tun der Abzocker und Heuschrecken in der Geschäftswelt aufzeigt, droht zu ihrem persönlichen Desaster zu werden. Doch da eröffnen sich unerwartet neue Chancen. Kurt Früh Die dunklen Seiten der Heuschrecken edition punktuell. 296 Seiten, Fr. 22.– ISBN 978-3-905724-55-4

GUGGERKLEE & HABERMARCH: EINE BERÜHRENDE LEBENSGESCHICHTE Als die 58-jährige Rosa Spiess vor gut einem Jahr erfuhr, dass sie an einer unheilbaren Lungenfibrose erkrankt war, war plötzlich alles anders in ihrem Leben. Sie zog Bilanz, blickte zurück und schrieb ihre Lebensgeschichte auf. Das Schreiben tat ihr gut, und sie blickt trotz Krankheit wieder zuversichtlicher in die Zukunft. Entstanden ist eine berührende Lebensgeschichte eines unerwünschten Mädchens aus dem Appenzeller Mittelland.

Rosa Spiess Guggerklee & Habermarch edition punktuell. 164 Seiten, Fr. 28.– ISBN 978-3-905724-57-8


Bücherregale mehr oder weniger inszeniert von Karin Bucher Gabriele Barbey scheint bereits eine gewisse Routine bei der Analyse des Bücherregal-Bildes zu haben. Sie lag nämlich zum zweiten Mal in Folge richtig: Die Regale auf dem Bild gehören tatsächlich Karin Bucher. Die abgebildete Bibliothek steht im Atelier von Karin Bucher. Die 48-jährige Fachlehrerin für Kunst und Gestaltung und freischaffende Szenografin wohnt und arbeitet im Palais Bleu in Trogen, wo ein gutes Dutzend Menschen unter einem Dach zusammenleben. Das Palais Bleu war einst Spital, Kranken- und Pflegeheim. Seit über zehn Jahren dient es seinen Bewohnerinnen und Bewohnern, die meisten davon Kulturschaffende, als nicht ganz konventioneller Ort zum Wohnen, Arbeiten, für Kunst und Kultur. Karin Bucher war seinerzeit eine der ersten, die ins Palais Bleu gezogen ist und sich darin Wohnung und separates Atelier eingerichtet hat.

Teil eines Bücherkubus Besonders aufgefallen ist Autorin Gabriele Barbey das Buch «Karin sucht ihr Glück», das sie sogleich mit dem Vornamen der Bücherregal-Besitzerin in Verbindung brachte. Karin Bucher hat das Buch nicht von ihrer Mutter geschenkt bekommen, es ist – wie so vieles anderes in den Gestellen

– Teil ihrer Arbeit. Es handelt sich dabei um ein Überbleibsel aus einem Bücherkubus, den sie für die Bibliothek Teufen zur Eröffnung 2002 gestaltet hat. «Natürlich hat mich der Titel gleich inspiriert», sagt sie. Der Bücherkubus entstand aus 200 Kilogramm ausrangierten Büchern. Sie waren nicht wie sonst in Bibliotheken üblich nach Inhalten, sondern nach Form und Farbe geordnet und zu einem dreidimensionalen Objekt von zwei Metern Länge, einem Meter Tiefe und Höhe aufeinander gestapelt und zusammengebaut worden.

Veränderliche Regale Als Szenografin realisiert Karin Bucher freie oder in Auftrag gegebene Projekte. Unter Szenografie versteht man die Kunst der Inszenierung im Raum. Der Raum wird als Gefäss benutzt, um Bilder, Objekte und Texte zu installieren, die mit dem Betrachter eine Interaktion suchen. Auch wenn man es aus diesem Grund vielleicht vermuten könnte, so inszeniere sie ihr Büchergestell nicht bewusst, sagt Karin Bucher. «Es ändert sich

Die Anthologie, ein Projekt der Ausserrhodischen Kulturstiftung, versammelt Texte in Schriftdeutsch und Dialekt von rund 200 Autorinnen und Autoren. Sie ist die erste ihrer Art, mit umfassendem Blick auf das literarische Schaffen beider Appenzell von 1900 bis zur Gegenwart – und, dank Webportal, in die Zukunft hinein.

Karin Bucher. Bild: caw

auch immer wieder je nach Projekten.» Es ist aber auch eine Art Archiv. Natürlich bewahre sie Reststücke ihrer Arbeiten und Modelle auf. So etwa die Hörwanderung «Weiter Himmel – Enges Tal» mit Geschichten, Sagen und Historien aus der Gegend rund um den Kronberg (2006, Appenzeller Verlag). ckö

«Die Fuchsens» ist keine Künstlerbiographie, doch Johannes Fuchs, Domkapellmeister in St. Gallen, steht im Zentrum: mit seiner Hingabe an das musikalische Schaffen, seinem Narzissmus und der uneingeschränkten Liebe zu seinen Kindern. Das Buch enthält Briefe, Zitate und fiktive Einschübe. Brigitte Schmid-Gugler

Peter Surber, Rainer Stöckli (Hrsg.)

Die Fuchsens

Ich wäre überall und nirgends

Appenzeller Verlag

Appenzeller Verlag

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604 Seiten, ill., Fr. 48.–

ISBN 978-3-85882-731-9

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Die Geschenkidee Ein prächtiges Landschaftsbild im Grossformat. Wählen Sie Ihr Lieblingssujet auf www.wanderbild.ch Eine kleine permanente Ausstellung finden Sie in den Gängen des Verlagshauses Schwellbrunn, Im Rank 83, CH-9103 Schwellbrunn.

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Gespräch und Lesung im Verlagshaus Auch im zweiten Halbjahr findet in der Regel einmal im Monat ein WortOrt im Verlagshaus Schwellbrunn statt. Autorinnen und Autoren stellen dabei in stilvoller und ungezwungener Atmosphäre sich und ihre Neuerscheinungen vor.

Verleger Marcel Steiner hat die Reihe WortOrt 2016 ins Leben gerufen. Seither lädt er regelmässig eine Autorin, einen Autor aus den vier Verlagen des Verlagshauses Schwellbrunn zum Gespräch ein. Die Kombination aus Gespräch und Lesung hat Tradition. Früher gab es das Gipfelgespräch, die Büchernacht oder die Buchbühne, heute trägt die Veranstaltungsreihe den Namen WortOrt, der sich längst beim Publikum etabliert hat. Bis Ende Jahr steht das «Wort­Ort»Programm fest. So erzählt Esther Ferrari von ihren Begegnungen mit Urnäscher Originalen, Arja Lobsiger von der Arbeit an ihrem Debütroman und Gabriele Barbey, Autorin der Rubrik «Wer liest da?», wie sie bei der Analyse des Fotos eines Bücherregals vorgeht. ckö

Programm

www.verlagshaus-schwellbrunn.ch

Freitag, 8. September 2017, 19.30 Uhr

Freitag, 20. Oktober 2017, 19.30 Uhr

Esther Ferrari: Vo äägelige Urnäscher

Arja Lobsiger: Jonas bleibt

Die Urnäscherin Esther Ferrari ist seit vielen Jahren als freie Lokaljournalistin und Autorin tätig. Das Geschichtenerzählen liegt ihr im Blut. Der WortOrt mit ihr verspricht also unterhaltsam zu werden. Ihr neustes Buch trägt den Titel «Vo äägelige Urnäscher». Es sind Geschichten über prägende und aussergewöhnliche Charaktere der Gemeinde. Eigentlich hätte sie auch eine Geschichte über sich selbst schreiben müssen.

In ihrem literarischen Debütroman «Jonas bleibt» zeichnet die Berner Autorin Arja Lobsiger ein Stück Familiengeschichte. Bis zum Tod seines Sohnes Finn lebt der pensionierte Schreiner Jonas in geordneten Verhältnissen mit seiner Frau Alice und seiner Tochter Etna. Der Tod Finns verändert alles. Am WortOrt erzählt Arja Lobsiger vom Leben als Schriftstellerin und Lehrerin, von ihrer Arbeit an ihrem Debüt und der Zusammenarbeit mit Autor und Mentor Hansjörg Schertenleib.

Freitag, 29. September 2017, 19.30 Uhr

Freitag, 17. November 2017, 19.30 Uhr

Ruedi Flotron: Toggenburger Bildkalender

Christine Fischer: Der Zweifel, der Jubel, das Staunen

Seit 21 Jahren fotografiert Ruedi Flotron aus Bächli (Hemberg) den Toggenburger Bildkalender. Der Leiter der Spitex Neckertal ist ein passionierter Fotograf, und seine spezielle Liebe gilt dem Thur- und dem Neckertal. Dass das Fotografieren für Ruedi Flotron längst mehr als ein Hobby geworden ist, davon zeugen Jahr für Jahr seine Kalenderbilder.

Christine Fischer formuliert in «Der Zweifel, der Jubel, das Staunen» tief- und scharfsinnig reflektierte Aperçus aus dem Alltag. Haben Sie das gewusst? Die Nacht ist lernbar. Und der Schlaf überbewertet. Die Welt nicht das, wonach sie den Anschein macht. Im Gespräch mit Verleger Marcel Steiner erkundet die Autorin alle Facetten des Denkens, der Imagination und der Wahrnehmung. Die Zeile, September 2017

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WortOrt findet in der Gaststube Linde im Verlagshaus Schwellbrunn statt. Anmeldung erwünscht. Eintritt 15 Franken. Anmeldung auf der Website www.verlagshaus-schwellbrunn.ch oder telefonisch 071 353 77 55

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