Saat- und PďŹanzkalender 2024
Gärtnern nach Mondlauf und Tierkreiszeichen
3 Appenzeller Verlag
Š 2023 by Appenzeller Verlag
CH-9103 Schwellbrunn
Herstellung: Verlagshaus Schwellbrunn
ISBN: 978-3-85882-875-0
www.verlagshaus-schwellbrunn.ch
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AbkĂźrzungen und Erklärungen ................................ 6 Mond und Pflanzenwachstum .................................. 7 Tierkreiszeichen .............................................. 11 Mondbahn ................................................... 12 Mondphasen ................................................. 13 Finsternisse 2024 ............................................. 14 Jahreszeiten 2024 ............................................. 14 Bewegliche Feste von 2024â2033 ................................ 15 Januar ....................................................... 17 Februar ..................................................... 21 März ........................................................ 25 April ........................................................ 29 Mai ......................................................... 33 Juni ......................................................... 37 Juli ......................................................... 41 August ...................................................... 45 September ................................................... 49 Oktober ..................................................... 53 November ................................................... 57 Dezember ................................................... 61 Inhaltsverzeichnis
Abkßrzungen und Erklärungen
w. rechtl.: wird rechtläufig w. rßckl.: wird rßckläufig Aufg.: Aufgang
Jahresregenten: 1. Jänner bis 20. März, wie im Vorjahr Mars â, 21. März bis Jahresende Sonne â
Die Sommerzeit: Sie wird im Appenzeller Kalender seit der Ausgabe auf das Jahr 1997 benutzt. Im Jahr 2024 gilt sie vom 31. März um 2 Uhr MEZ bis zum 27. Oktober um 3 Uhr MESZ.
Tierkreiszeichen: Erläuterungen finden Sie auf den Seiten 8 bis 11.
Die zwĂślf Tierkreiszeichen sind den vier Elementen zugeordnet. Dem entspricht eine Unterteilung der Pflanzen in vier Gruppen: Erde â Wurzel, Licht â BlĂźte, Wasser â Blatt, Wärme â Frucht.
Im Kalender finden Sie die Zeichen dafĂźr, welche Tage fĂźr welche Pflanzenart besonders gĂźnstig sind, in der Spalte ganz links: Zu den Wurzelpflanzen gehĂśren beispielsweise: Radieschen, Randen, Sellerie, Schwarzwurzeln, Karotten, Rettich, Kartoffeln und Zwiebeln.
⢠Zu den Blattpflanzen gehÜren beispielsweise: alle Blattsalatsorten, Spinat, Lauch, Kohlarten und Blattkräuter.
⢠Zu den Blßtenpflanzen gehÜren beispielsweise: alle Blumen.
⢠Zu den Fruchtpflanzen gehÜren beispielsweise: Erbsen, Bohnen, Tomaten, Gurken, Zucchetti, Kßrbisse, alle Getreidearten, Obstbäume und Beerensträucher.
Achten Sie besonders auf die kritischen Tage.
Die himmlischen Zeichen ⢠â Widder ⢠â Stier ⢠â Zwillinge ⢠â Krebs ⢠â LĂśwe ⢠â Jungfrau ⢠â Waage ⢠â Skorpion ⢠â SchĂźtze ⢠â Steinbock ⢠â Wasserm. ⢠â Fische Sonne, Mond und Planeten ⢠Sonne ⢠Mond âż Merkur â Venus â Erde â Mars ⢠Jupiter â Saturn ⢠Uranus â Neptun Mondzeichen ⢠Vollmond ⢠Letztes Viertel ⢠Neumond ⢠Erstes Viertel ⢠obsigend, aufsteigend ⢠nidsigend, absteigend â Aufsteig. Knoten â Absteig. Knoten Aspekte â Zusammenkunft â Gegenschein
ob.: obere unt.: untere erdn.: erdnah erdf.: erdfern â⢠⢠⢠â⢠⢠⢠â⢠⢠⢠6
Untrg.: Untergang
Mond und Pflanzenwachstum
Dieser Kalender auf astronomischer Basis bietet eine Hilfestellung, wie der Stand des Mondes den Umgang mit Nutz- und Zierpflanzen begßnstigt. Seit Menschengedenken wurde und wird der Mond beobachtet und sein Einfluss auf die Erde aufgezeichnet. Der Mondstand beeinflusst alles Lebendige hier auf Erden, nicht nur die Pflanzen, auch das Meer, die Menschen und die Tiere. Bei der Beobachtung des Mondes werden verschiedene Bahnen, Phasen und Konstellationen unterschieden, bei denen man in jahrhundertelanger Beobachtung verschiedene Auswirkungen auf die Pflanzen registriert hat. Diese Auswirkungen der Mondbahnen, -phasen und -konstellationen werden in dieser Einleitung kurz erläutert. In den Beschreibungen der einzelnen Monate finden sich konkrete Hinweise zum Umgang mit den Pflanzen. Andere kosmische Konstellationen, die auch ihren Einfluss haben kÜnnen, sind hier nicht ausdrßcklich mitberßcksichtigt. Mehr Informationen darßber finden sich im Kalenda rium.
Die Redaktion des Saat- und Pflanzkalenders wird immer wieder angefragt, weshalb in verschiedenen Mond-Kalendern die Wechsel zwischen den Tierkreiszeichen unterschiedlich angegeben wĂźrden. Dies ist im Wesentlichen darauf zurĂźckzufĂźhren, dass es Kalendarien gibt, die nach den Tierkreiszeichen und solche, die nach den Sternbildern ausgerichtet sind. Ein Kalender, der sich nach den astronomischen Sternbildern richtet, geht davon aus, dass die Sterne mehr Einfluss auf die Erde haben als die Sonne. Was Verwirrung schafft, ist der Umstand, dass die Tierkreiszeichen nicht mit den gleichnamigen Sternbildern zusammenfallen.
Der Saat- und Pflanzkalender, den Sie in den Händen haben, orientiert sich am Lauf des Mondes durch die Tierkreiszeichen, deren Grenzen astronomisch genau definiert und mit den Jahreszeiten und damit mit der Sonneneinstrahlung eng verbunden sind. Es handelt sich um einen Saat- und Pflanzkalender nach Mondlauf und Tierkreiszeichen.
Nidsigend oder die Zeit des absteigenden Mondes, auch Pflanzmond genannt, ist die Aussaat- und Pflanzzeit, weil die Säfte sich mehr in den Wurzeln befinden. Sie ist zum Schneiden von Hecken, Sträuchern (inkl. Rosen) und Reben sowie zum Umpflanzen gut geeignet. Man kann den Wurzelbildungsprozess unter-
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Innerer Kreis: Tierkreiszeichen
Ăusserer Kreis: Sternbilder
stßtzen, indem man fßr die Pflege einen der Pflanze entsprechenden Tag auswählt, je nachdem, ob es sich um eine Wurzel-, Blatt-, Blßten- oder Fruchtpflanze handelt. Nidsigend eignet sich zum Ernten von Wurzeln mit Heilkräften.
Im Obsigend, in der Zeit des aufsteigenden Mondes, auch Erntemond genannt, steigen die Säfte stärker auf, und die Pflanzen wachsen ßber der Erde. Diese Zeit eignet sich als Erntezeit fßr alle oberirdischen Pflanzenteile (Blätter, Blumen, Heilkräuter, Beeren, Frßchte, Christbäume). Die Phase eignet sich ebenfalls fßr das Schneiden von Pfropfreisern und Pfropfarbeiten sowie das Veredeln von Rosen.
Die Erfahrung vieler Menschen zeigt, dass der Einfluss der Mondphasen durch die Tierkreiszeichen verstärkt oder vermindert wird . Beim Umgang des Mondes um die Erde zieht er in einem Zeitraum von 27,3 Tagen an den zwÜlf Gebieten des Tierkreises vorbei. Die zwÜlf Tierkreiszeichen werden in der Astrologie in vier Dreiergruppen unterteilt und den vier Elementen zugeordnet:
1. Stier, Jungfrau und Steinbock als erdverbundene Kräfte fÜrdern die Wurzelbildung und stellen die Verbindung zum Element Erde her. An diesen Tagen ist die Lagerqualität der Ernte am hÜchsten.
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⢠⢠⢠⢠⢠⢠⢠⢠⢠⢠⢠⢠⢠⢠⢠⢠⢠⢠⢠⢠⢠⢠⢠⢠89° 53° 29° 351° 326° 298° 268° 238° 219° 173° 138° 117° 90° 60° 30° 0° 330° 300° 270° 240° 210° 180° 150° 120°
2. Zwillinge, Waage und Wassermann sind gĂźnstig fĂźr die BlĂźtenbildung. Ihr Element ist das Licht.
3. Fische, Krebs und Skorpion beeinflussen die Blattbildung, also das äussere Wachstum der Pflanze, und sind mit dem Element Wasser verbunden.
4. Widder, LÜwe und Schßtze fÜrdern die Fruchtbildung. Zudem bringen die LÜwentage besonders gute Samen fßr die kommende Aussaat hervor. Zu ihnen gehÜrt das Element Wärme/Feuer.
Diesen vier Gruppen entspricht die Unterteilung der Pflanzen in Wurzel-, Blatt-, BlĂźten- und Fruchtpflanzen:
1. Zu den Wurzelpflanzen gehĂśren beispielsweise Radieschen, Randen, Sellerie, Schwarzwurzeln, Karotten, Rettich, ZuckerrĂźben, Pastinaken, Kartoffeln und Zwiebeln.
2. Zu den BlĂźtenpflanzen gehĂśren beispielsweise alle Blumen und ĂlfrĂźchte wie Lein und Raps, Broccoli sowie Heil- und KĂźchenkräuter. An BlĂźtentagen geschnittene Frisch- und Trockenblumen behalten ihre Farben.
3. Zu den Blattpflanzen gehÜren beispielsweise alle Blattsalatsorten, Spinat, Lauch, Kohlarten, Knollenfenchel, Krautstiele, Blattkräuter und Futterpflanzen. Fßr die Ernte dieser Pflanzen sind Blßten- und Fruchttage zu bevorzugen.
4. Zu den Fruchtpflanzen gehÜren beispielsweise Erbsen, Bohnen, Tomaten, Mais, Linsen, Gurken, Zucchetti, Kßrbisse, Peperoni, alle Getreidearten, Obstbäume, Beerensträucher und Erdbeeren. Lagerobst an Blßtentagen im aufsteigenden Mond ernten und einlagern.
Wachstum und Ertrag lassen sich verbessern, wenn die Pflanzen an den fßr sie gßnstigen Tagen gesät, gepflanzt, gedßngt und gepflegt (Bodenbearbeitung, Spritzung etc.) werden.
Der Mond beeinflusst die Pflanzen nicht nur bei seinem Gang durch die Tierkreiszeichen. Auch der Neumond, der zunehmende Mond, der Vollmond und der abnehmende Mond zeigen ihre Wirkung:
⢠Bei Neumond steht der Mond von der Erde aus betrachtet vor der Sonne. Bei dieser Konstellation beginnt die Erde intensiv aufzunehmen. Diese Zeit eignet sich fßr die Behandlung und Pflege von kranken Pflanzen, Bäumen und Sträuchern. In den drei Stunden vor und nach dem Wechsel nicht im Garten arbeiten, da die wechselnden Energien sich fßr das Säen, Pikieren, Pflanzen und Pflegen als ungßnstig erwiesen haben.
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⢠In der Zeit des zunehmenden Mondes wirken die intensivsten Wachstumskräfte, und die Pflanzen schätzen Pflege, sollten aber nicht gedßngt werden. In dieser Zeit Pflanzen, die in die HÜhe wachsen, setzen und den Kompost umsetzen.
⢠Vollmondtage sind gßnstig fßr das Säen, das Sammeln von Heilkräutern und zum Dßngen. Bäume und Sträucher sollten nicht geschnitten werden. In den drei Stunden vor und nach dem Wechsel nicht im Garten arbeiten aus den gleichen Grßnden wie zur Zeit des Neumonds.
⢠Die Zeit des abnehmenden Mondes eignet sich zum Dßngen und zum Säen und Pflanzen von Wurzelgemßsen.
⢠Bei Mond in Erdnähe ist Gßllen und Misten gßnstig. Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen, die den Mond in Erdnähe als fßr das Wachstum gßnstig beurteilen, so dass sich ein Versuch, diese Zeit zum Säen und Pflanzen zu nutzen, lohnt.
Als ungßnstig fßr Gartenarbeiten gelten die Tage des Wechsels von obsigend zu nidsigend und umgekehrt und die Knotentage. Sie sind bei den Erläuterungen zu den einzelnen Monaten als kritische Tage bezeichnet. Wenn man aus Zeitgrßnden an einem dieser kritischen Tage säen oder pflanzen muss, kann man das durch die Pflege der Pflanzen an fßr sie gßnstigen Tagen kompensieren.
Selbstverständlich hängt das wirkliche Gedeihen der Pflanzen neben den Mondphasen noch von vielen anderen Faktoren wie Klima, Wetter, Temperatur, Trockenheit und Nässe, topographischer Lage, Exposition, Samenqualität, Nachbarpflanzen, Krankheiten, Schädlingsbefall etc. ab. Gärtnern ist vor allem Erfahrungssache. Die Anregungen des Kalenders kÜnnen helfen, die natßrlichen Rhythmen in der Natur mit einzubeziehen und zu nutzen. Der grÜsste Schatz beim Gärtnern aber sind die ßber Jahre gesammelten Aufzeichnungen der eigenen Erfahrungen.
Das Kalendarium des Saat- und Pflanzkalenders entspricht des 2024 im 303. Jahr erscheinenden Appenzeller Kalenders.
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In seiner Bewegung um die Erde zeigt sich der Mond â wie auch die Sonne âder Reihe nach vor allen zwĂślf Gebieten des Tierkreises. DafĂźr braucht er 27,3 Tage, so dass er im Durchschnitt gut zwei Tage in jedem Zeichen verweilt.
FĂźr jeden Tag wird im Saat- und Pflanzkalender das Zeichen aufgefĂźhrt, in welchem der Mond steht. Wechselt das Zeichen, ist zudem die Stunde des Wechsels aufgefĂźhrt.
Beispiel: â˘i 4h â˘
Jungfrau bis 4 Uhr, ab 4 Uhr Waage
Die Zeiten gelten fĂźr Herisau. Die Zeitunterschiede zu Herisau sind:
Chur 1 Minute frĂźher
Luzern 4 Minuten später
Locarno 2 Minuten später
Zßrich 3 Minuten später
Bern 7 Minuten später
Basel 7 Minuten später
Genf 12.5 Minuten später
Immer auf den Bahnhof des Ortes bezogen (Herisau: Obstmarkt) und auf ganze Minuten gerundet (Abweichungen ca. 15 Sekunden), bei Genf sind
12.5 Minuten exakt.
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a e f d k l b j i c h g Erde Mond Tierkreiszeichen
Der Saat- und Pflanzkalender basiert auf der alten Betrachtungsweise: Die Erde ist Zentrum, alle Planeten samt Sonne drehen sich um sie.
ââ Mondknoten Kreuzung zweier Umlaufbahnen.
Die Mondknoten sind zwei Punkte am Himmel, an denen sich die scheinbare Umlaufbahn der Sonne (Ekliptik) mit der Mondbahn kreuzt. Q
⢠obsigend aufsteigender Mond
Der Mond hat den tiefsten Punkt seiner Bahn erreicht, er steigt von nun an täglich hÜher.
⢠nidsigend absteigender Mond
Der hĂśchste Punkt ist erreicht, der Mond zieht einen immer tieferen Bogen. Obsigend/nidsigend beschreibt die Entwick lung des Bogens, den der Mond unter den Sternen zieht.
Nicht verwechseln:
â wachsender Mond mit obsigend
â abnehmender Mond mit nidsigend
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P
z Mondbahn absteigender Mondknoten aufsteigender Mondknoten Ăquator (scheinbareSonnenbahn) Ekliptik obsigend nidsigend
Z
Mondbahn
obsigend nidsigend Mondbahn
Wachsend und abnehmend bezieht sich auf die Lichtgestalt des Mondes, die so genannte Mondphase.
Erstes Viertel: Steht der Mond im ersten Viertel, so scheint er während der ersten Nachthälfte.
Bei diesem wachsenden Mond sehen wir nur eine Sichel von der beleuchteten Seite.
Letztes Viertel: Steht der Mond im letzten Viertel, so scheint er während der letzten Nachthälfte.
Bei Neumond steht der Mond zwischen Sonne und Erde â wir sehen seine von der Sonne nicht beleuchtete Seite.
Bei Vollmond sehen wir die ganze beleuchtete Seite des Mondes â die Erde steht dann ungefähr zwischen Sonne und Mond.
Bei einer MondďŹnsternis liegen Sonne, Erde und Mond in einer Geraden.
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â˘
Mondphasen
â˘
â˘
â˘
Erde Mond Sonne Erde Mond Sonne Sonne Erde Mond Ekliptik Erde Mond Sonne
Die Finsternisse des Jahres 2024
Der Mond verfinstert sich 2024 zwei Mal. Am 25.3. im Halbschatten, wobei einzig dessen Austritt ab dem Mondaufgang und einzig von sehr geßbten Beobachtern noch gesehen werden kann. Am 18.9. partiell, was erst in der zweiten Nachthälfte lediglich als winzige Abdeckung zu sehen ist.
Die Sonne verfinstert sich 2024 zwei Mal. Am 8.4. total, was von der Schweiz aus nicht gesehen werden kann. Am 2.10. ringfĂśrmig, was ebenso nicht gesehen werden kann.
Jahreszeiten 2024
Der Frßhling beginnt am 20. März um 4 Uhr 07 Min. MEZ mit dem Eintritt der Sonne in das Zeichen des Widders.
Der Sommer beginnt am 20. Juni um 22 Uhr 52 Min. MESZ mit dem Eintritt der Sonne in das Zeichen des Krebses.
Der Herbst beginnt am 22. September um 14 Uhr 44 Min. MESZ mit dem Eintritt der Sonne in das Zeichen der Waage.
Der Winter beginnt am 21. Dezember um 10 Uhr 21 Min. MEZ mit dem Eintritt der Sonne in das Zeichen des Steinbocks.
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