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Die Zeile

Das Magazin aus dem Verlagshuus

Verlag Toggenburger Verlag edition punktuell

Nr. 1/2026

Johannes Schläpfer spürt dem Blochziehen nach Alexander Raschles Kammerspiel am Gotthard

Einblick in die historischen Räume des Verlagshuus

Abonnieren Sie das Appenzeller Magazin für nur Fr. 98.–(12 Ausgaben im Jahr).

Jetzt bestellen: Tel. +41 71 353 77 41 appenzellermagazin.ch abo@appenzellerverlag.ch

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Inhalt

4 Willkommen in unserem Verlagshuus in der Windegg

9 Das Bloch – lebendiger denn je Johannes Schläpfer

10 Tödliches Bündner Bad Rita Juon

11 Die Schätze des Alpsteins

Peter Kürsteiner und Adrian Pfiffner (Hrsg.)

12 Schonungslos ehrlicher Roman

Marcel Hartmann

12 Vom Steinzeitbrot zur St. Galler Bratwurst

Historischer Verein des Kantons St. Gallen (Hrsg.)

13 Konfrontation im Bunker am Gotthard

Alexander Raschle

14 Notizen aus dem Verlagshaus

15 Tiere aus Gais erobern Paris

Irene Hofstetter

15 Spielerisch das Bauchgefühl entdecken

Über alle Berge

Hinter Bergen verbergen sich gern Geschichten. Ob sie Sehnsüchte wecken oder abschrecken – Berge faszinieren. Und sie inspirieren seit Menschengedenken. Unser Frühlingsprogramm ist Beweis dafür: Alexander Raschle erzählt in seinem literarischen Debüt von einem «Réduit» im Gotthard, das – versteckt und isoliert von der Aussenwelt – die dort stationierten Soldaten über deren Grenzen hinaus treibt. Rita Juon hat sich mit der Cufercalhütte nahe Andeer in Graubünden einen alpinen Schauplatz für ihren neuen Krimi ausgesucht. Marcel Hartmann schildert in seiner autobiografischen Erzählung ein Bündner Maiensäss, in dem er, der später von Schwermut geplagt sein sollte, eine glückliche Kindheit verbrachte.

Besuchen Sie unsere Verlagsboutique Montag bis Freitag, 8–12 Uhr und 13.30–17 Uhr

Doch nicht nur Belletristik ist von Bergen motiviert. Eines unserer Sachbücher verfolgt die «Spuren der Erdgeschichte des Alpsteins», ein anderes stellt mit dem Bloch einen Brauch vor, der sich wohl im Tal abspielt, aber mit dem Alpstein als Kulisse. Und wenngleich unsere Kinderbücher auf den ersten Blick aus der Reihe zu tanzen scheinen, haben auch sie ihren Ursprung in Berggebieten: Die Künstlerin von «Laura in Paris» und ihre tierische Protagonistin stammen aus dem appenzellischen Gais, das direkt unter dem Gäbris liegt. Und die Autorinnen von «Mailo und das Bauchgefühl» leben in Bonaduz, das von Bergen eingebettet ist.

Also dann, liebe Leser:innen, der Berg ruft!

Susanna Schoch, Leiterin Buch

Martina Krauer (Text) und Melina Bergamin (Illustrationen) © 2026, Appenzeller Verlag AG Verlagshuus, Windegg 5, CH-9100 Herisau, Tel. +41 71 353 77 55, verlag@appenzellerverlag.ch, verlagshuus.ch Verlagsauslieferung EU HEROLD Fulfillment GmbH, Daimlerstrasse 14, D-85748 Garching, service@herold-fulfillment.de Die Zeile ist das Kundenmagazin des Verlagshuus Herisau Redaktion Christine König, Susanna Schoch, Andreas Butz (abu) Druck Appenzeller Druckerei, auf UPM Sol silk, 70g/m2 Titelbild Johannes Schläpfer (Bild: Andreas Butz)

Die Zeile · orte · FormatOst · Appenzeller Verlag · Toggenburger Verlag · edition  punktuell

Willkommen in unserem Verlagshuus in der Windegg

Ende November sind wir vom Verlagshaus Schwellbrunn ins Verlagshuus mitten in Herisau gezügelt. Im sorgfältig renovierten Gebäude direkt neben dem Rosengarten sind unsere Verlagsboutique und Arbeitsplätze für zehn Mitarbeitende untergebracht.

Die bunt bemalte Hausfassade der Windegg 5 fällt auf. Sie stammt vom Kunstmaler und einstigen Besitzer des Hauses Luigi Grigoletti (1887 –1939). Er hat sie 1937, kurz vor seinem Tod, angebracht. 1993 wurde die Fassade unter der Leitung seines Sohnes umfassend erneuert. Sie ist noch gut erhalten und praktisch das Einzige, das nicht dringend restauriert werden musste. Die West­ und Nordfassade sind rot gestrichen. Die Renovation führte

zutage, dass dies die ursprüngliche Farbe des 300­jährigen Hauses war, was darauf hindeutet, dass es einst ein öffentliches Gebäude gewesen sein könnte.

Die Steinegg Stiftung erstand das Haus 2024 und beauftragte die Herisauer Architektin Eva Keller mit der Renovation. Sie arbeitete dabei eng mit der kantonalen Denkmalpflege und lokalen Handwerkerinnen und Handwerkern zusammen. Anfangs plante Eva Keller ein Wohnhaus,

während der Arbeiten entstand dann die Idee, das Gebäude wieder gewerblich zu nutzen.

Die Steinegg Stiftung bot deshalb der Geschäftsleitung des ehemaligen Verlagshauses Schwellbrunn an, hier einzuziehen. Christine König, Susanna Schoch und Alexandro Isler kamen nach sorgfältigem Abwägen zum Schluss: «Für uns ist das Haus in Herisau ein Glücksfall. Als ich es das erste Mal sah, wusste ich, wir werden uns hier wohlfühlen», sagt Christine König. Mit dem Ortswechsel wurde auch ein Namenswechsel nötig – von Verlagshaus Schwellbrunn zu Verlagshuus. Die Aufgaben des Verlagshuus mit den Verlagen FormatOst, orte, edition punktuell und dem Appenzeller und Toggenburger Verlag bleiben trotz Umzug unverändert. Weiterhin entstehen bei uns Bücher, Kalender sowie das Appenzeller und das Toggenburger Magazin.

Im Parterre mit Eingang an der Hauptfassade ist die Verlagsboutique untergebracht mit einer grossen Auswahl an Büchern, Kalendern, Karten und Puzzles. Das passt: Alois Grigoletti, der sich als Kunstmaler Luigi nannte, betrieb im Haus zusammen mit seiner Frau Ida, geborene Krüsi, ein Lebensmittelgeschäft. Die Innenräume der heutigen Verlagsboutique sind ebenfalls mit seinen Malereien geschmückt. Gemäss Bauforscher Thomas Hurschler, der die bauhistorische Dokumentation zur Windegg 5 verfasste, wurde der Eingang an der Hauptfassade jedoch erst Anfang des 19. Jahrhunderts erstellt.

Das «Grigoletti­Haus», wie es in Herisau genannt wird, wurde 1671 erbaut und war ursprünglich ein zweigeschossiger Fachwerkbau. Ein paar Jahre nach seiner Entstehung wurde es um das vorragende zweite Obergeschoss und das hochgieblige Dach erhöht. Es wurde im Laufe der Zeit wiederholt umgebaut und modernisiert. Im Zuge der jüngsten Renovierungsarbeiten kamen im Hausinneren, hinter Tapeten oder Täfer versteckt, florale und ornamentale Malereien zum Vorschein. Am beeindruckendsten sind jene im dritten Stock, im sogenannten Blauen Zimmer.

Kreatives Ambiente: Laden, Büros, Küche, Loggia. Bilder: abu

Verlagshuusteam: Mike Müller, Christine König, Brigitte Knöpfel, Susanne Born, Susanna Schoch, Andreas Butz, Katja Nideröst, Valerie Stauffer, Lara Abderhalden und Angela Müller (von links). Bild: abu

Sie stammen gemäss Thomas Hurschler aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Wer sie gemacht hat, ist unbekannt.

Das Haus wurde ursprünglich mit Holz geheizt, im ersten und zweiten Stock befinden sich noch Öfen. Heute verfügt das Haus über eine Zentralheizung mit Erdsonde, die Radiatoren sind in unauffälligem Metallgrau gehalten. Über ein grosses Treppenhaus ist der erste Stock erreichbar. In der Küche und einem der beiden Büros fallen die Deckenmalereien mit ebenfalls floralen Ornamenten auf, die aus dem 17. Jahrhundert stammen dürften. Im zweiten Büro dominieren Wandmalereien. Die in Braun­, Gelb­ und Rottönen abgebildeten Holzmaserierungen wirken eigenwillig und einzigartig. Sie sind neu, orientieren sich aber am Vorgefundenen. In einer kleinen Loggia, die als Aussenraum die Farben des Hauses Hellblau, Rot und Grün aufnimmt, steht ein Esstisch. «Hier wollen wir künftig kleine, aber feine Verlagshuus­Tavolatas mit unseren Autorinnen und Autoren veranstalten», sagt Christine König.

Eine enge, abgenutzte Holztreppe führt weiter ins zweite Obergeschoss, wo sich ein Einzelbüro mit einer offengelegten Strickwand befindet. Die beiden grösseren Büros sind in hellem Lindgrün gehalten, in einem steht ein runder Holzofen aus Metall, der wie auch der andere Kachelofen im Haus wieder funktionstüchtig ist. Die Wände und Böden sind ziemlich schräg, da sich das Haus gegen Süden gesenkt hat. Durch eine weitere Holztreppe verbunden finden sich im dritten Stock ein weiteres Einzelbüro und das Blaue Zimmer. Den Aufstieg muss man sich vielleicht etwas verdienen, dafür ist es mit seinen Rokoko­Malereien, die wunderbar erhalten geblieben sind, besonders spektakulär. Die beiden zeitgenössischen Fenster bieten einen schönen Ausblick auf die Herisauer Windegg, in der sich das Verlagshuusteam schon seit den ersten Minuten pudelwohl fühlt.

verlagshuus.ch orte

FormatOst

Appenzeller Verlag

Toggenburger Verlag edition punktuell

Vic´a Mitrovic´ mit Cyrill Stieger

Gastarbeiter

2025, 120 Seiten, Fr. 29.–

ISBN 978-3-03895-071-4

Otmar Elsener

Rorschach Band 3

Geschichten zwischen

See und Berg

2025, 256 Seiten, Fr. 38.–

ISBN 978-3-85882-913-9

Eva Ashinze

Und er nennt es Liebe Kurzgeschichten

2025, 192 Seiten, Fr. 28.–

ISBN 978-3-85830-345-5

Historischer Verein der Region Werdenberg Werdenberger Jahrbuch 2025 Mobilität

2025, 236 Seiten, Fr. 45.–ISBN 978-3-03895-072-1

Peter Eggenberger

Lache isch di bescht Medizin

Appezeller Gschichte

2025, 112 Seiten, Fr. 24.90

ISBN 978-3-85882-902-3

Erwin Messmer

Gedichte aus meiner Küche Den Alltag bekochen 2025, 192 Seiten, Fr. 34.–

ISBN 978-3-85830-348-6

Esther Ferrari

De Tuume macht, wa n er will No me Spröchli zom verzelle, singe und spile

2025, 64 Seiten, Fr. 38.–

ISBN 978-3-85882-912-2

Cyrill Stieger

WanderOrte

Literarische Werke und ihre Schauplätze

2025, 216 Seiten, Fr. 42.–

ISBN 978-3-85830-354-7

Andrea Berlinger «Ich flieg durchs Aug des Augenblicks»

Gedichte

2025, 160 Seiten, Fr. 28.–

ISBN 978-3-85830-347-9

Myriam Zdini

Alba und die Legende von Schaaf 2025, 120 Seiten, Fr. 26.90

ISBN 978-3-85882-911-5

Marco Frigg

Adidas und Zoccoli

2024, 216 Seiten, Fr. 34.–

ISBN 978-3-85830-324-0 2.Auflage

Kathrin Moeschlin, Nadia Pettannice Badefreude, Wanderlust und Pistentraum

Geschichte der Tourismusförderung in Appenzell Innerrhoden

2025, 176 Seiten, Fr. 38.–

ISBN 978-3-85882-908-5

Das Bloch – lebendiger denn je

Nach dem Erfolg des Sachbuchs «Silvesterchlausen» widmet sich Autor Johannes Schläpfer einem – zu Unrecht – etwas weniger bekannten Appenzeller Kulturgut: dem Bloch. Der Teufner Historiker erklärt, wie das Ritual abläuft, woher es kommt und warum es immer neue Generationen fasziniert.

Johannes Schläpfer hat Geschichte und Gegenwart des Blochziehens aufgearbeitet. Bild: abu

Wenn ein Baumstamm samt Strunk durch Ausserrhoder Dörfer gezogen wird, Naturjodel durch die Täler hallt und der Geruch von Rauch in der Luft liegt, dann ist ein Bloch unterwegs. Einst fasnächtliches Heiratsspiel hat sich das Appenzell Ausserrhoder Kulturgut zum Holzfällerbrauch gewandelt und ist heute lebendiger denn je. Vor allem in jüngster Zeit hat sich einiges getan: Ein Bloch ist verschwunden, zwei sind neu belebt worden, und eines ist auf Weltreise gegangen. Was viele nicht wissen: Ähnliche Bräuche finden

Johannes Schläpfer

Silvesterchlausen

Geächtet, geduldet, gefördert 2025, 160 Seiten, Fr. 49.–

ISBN 978-3-85882-915-3

sich weit über das Appenzellerland hinaus – bis nach Slowenien und Ungarn. Vor knapp 40 Jahren hat Johannes Schläpfer in «Bloch und Gidio» seine ersten Forschungsergebnisse veröffentlicht. Seither sind zahlreiche neue ans Tageslicht gekommen, die der 71­jährige Historiker in gewohnt akribischer Manier gesichtet und zusammengestellt hat. Zudem hat er zusammen mit Andreas Butz und Katja Nideröst, Fotograf:innen des Verlagshuus, die Manneblöcher von Herisau und Urnäsch sowie das Goofebloch Ur­

Johannes Schläpfer Das Bloch Appenzeller Verlag

176 Seiten, ill., geb., Fr. 54.90

ISBN 978-3-85882-920-7

näsch und die Buebeblöcher Stein, Hundwil und Schwellbrunn begleitet. Entstanden ist ein tiefgreifender Einblick in einen Brauch, der lebt.

Marcel Steiner

Ein Alpsommer auf Kleinbetten 2023, 96 Seiten, Fr. 28.–

ISBN 978-3-85882-886-6

Lara Abderhalden Felsenfest

Das Berggasthaus Tierwis

Tödliches Bündner Bad

In Rita Juons viertem Graubündner Krimi geht es um Gier und Gerechtigkeit. Gleich drei Menschen warten eigennützig auf den Tod der alten Andreetta. Und tatsächlich kommt jemand ums Leben. Aber ist es Andreetta?

Dass es in Pignia Bogn einst gespukt haben soll, wissen alle. Die alte Andreetta, der die Liegenschaft gehört, will es den Geistern von damals gleichtun – wenn sie denn einmal stirbt. Tatsächlich warten drei Menschen bereits ungeduldig auf ihren Tod: Hanna, die über Sommer im Naturpark Beverin arbeitet, will das ehemalige Bad auf Andreettas Grundstück in neuem Glanz erstrahlen lassen und setzt dazu zweifelhafte Mittel ein. Samuel, der Hüttenwart in Cufercal, wünscht der störrischen Eigentümerin sowieso Tod und Teufel an den Hals, seit sich die beiden heillos zerstritten haben. Und Andreettas Neffe und Erbe erhofft sich von ihrem Ableben eine erhebliche Verbesserung seines Kontostands. Dann wird vor der Cufercalhütte tatsächlich eine Leiche gefunden –aber nicht die von Andreetta. Sie ist dem Tod jedoch nur knapp entronnen und will für Gerechtigkeit sorgen. Oder für das, was sie dafür hält. Und die Geschwister Gina und Matteo geraten unabsichtlich zwischen die Fronten.

«Tod in Cufercal» ist der vierte Krimi aus der Feder von Rita Juon, die in Masein lebt. Wiederum spielt sie mit der Kleinräumigkeit eines Graubündner Bergdorfs, lässt tief in die moralisch zweifelhaften, aber selten bösartigen Tiefen ihrer Figuren blicken und baut aus verschiedenen Perspektiven einen Spannungsbogen, der weit über 200 Seiten lang anhält.

Rita Juon Tod in Cufercal orte Verlag

276 Seiten, kartoniert, Fr. 26.–ISBN 978-3-85830-351-6

2024, 308 Seiten, Fr. 26.–

ISBN 978-3-85830-322-6

in Andeer 2021, 296 Seiten, Fr. 26.–

Tod in der Viamala 2019, 312 Seiten, Fr. 26.–

ISBN 978-3-85830-236-6 2.Auflage 2.Auflage

ISBN 978-3-85830-290-8

ISBN 978-3-85830-261-8

3.Auflage

am Piz Beverin 2018, 248 Seiten, Fr. 26.–

Rita Juon lässt in ihren Krimis in die moralisch zweifelhaften, aber selten bösartigen Tiefen ihrer Figuren blicken. Bild: abu
Rita Juon Tod in Portein
Rita Juon
Rita Juon Tod
Rita Juon Tod

Die Schätze des Alpsteins

Das Sachbuch «Spuren der Erdgeschichte im Alpstein» macht die geologischen Besonderheiten des wichtigsten Ostschweizer Bergmassivs für alle zugänglich. Angeregt hat das Buch der Uzwiler Mineralien­ und Fossiliensammler Peter Kürsteiner.

Obwohl der Alpstein ein touristischer Hotspot ist, kennen nur wenige seine geologischen Schätze. Wer mit offenen Augen wandert, könnte tiefe Einblicke in die Erdgeschichte gewinnen – vorausgesetzt, man versteht die Naturereignisse, die sich über Jahrmillionen abgespielt haben und weiterhin stattfinden. Insbesondere die Gebirgsbildung und der Schichtaufbau lassen sich im Alpstein auf relativ engem Raum gut studieren, da das Massiv in sich geschlossen ist.

«Spuren der Erdgeschichte im Alpstein» spürt nicht nur der Geologie nach. Auch Spuren von verwandten Fachgebieten wie Archäologie, Glaziologie, Klimatologie, Mineralogie und Paläontologie werden aufgezeigt – in Form einstiger Vergletscherungen, unterirdischer Bachläufe, Mineralien, Fossilien und Höhlen.

Herausgeber dieses Sachbuchs sind Peter Kürsteiner, Tierarzt sowie Mineralienund Fossiliensammler mit Spezialgebiet Alpstein aus Uzwil, und Geologe Adrian Pfiffner aus Domat/Ems und Zollikon. Die beiden sind ein bewährtes Duo, haben sie doch bereits mehrere Publikationen zusammen erarbeitet. Auch diesmal setzen sie auf die Unterstützung von Fachautor:innen, um die unterschiedlichen Themengebiete abzudecken. Entstanden ist ein fundiertes Buch, das sich dank einer verständlichen Sprache, eines Glossars sowie zahlreicher Abbildungen,

Bewährtes Team, wenn es um Themen der Erdgeschichte geht: Adrian

und Peter

Grafiken und Tabellen an alle Leser:innen richtet, die sich für den Alpstein interessieren.

Peter Kürsteiner und Adrian Pfiffner (Hrsg.)

Spuren der Erdgeschichte im Alpstein

FormatOst

288 Seiten, Fr. 79.90

ISBN 978-3-03895-052-3

Peter Kürsteiner und Christian Klug

Fossilien im Alpstein 2018, 376 Seiten, Fr. 89.–

ISBN 978-3-85882-790-6

6.Auflage

Peter Kürsteiner, Michael Soom und Adrian Pfiffner

Mineralien im Unesco­Weltnaturerbe und Geopark Sardona 2022, 328 Seiten, Fr. 78.–ISBN 978-3-03895-019-6

Hans Büchler (Herausgeber) Der Alpstein Natur und Kultur im Säntisgebiet 2014, 364 Seiten, Fr. 89.–ISBN 978-3-85882-700-5

2.Auflage

Achilles Weishaupt Säntismord 2022, 144 Seiten, Fr. 38.–ISBN 978-3-85882-857-6

Pfiffner
Kürsteiner (von links). Bild: abu

Schonungslos ehrlicher Roman

Auf einem Bündner Maiensäss verbringt Franco eine unbeschwerte Kindheit. Doch bald beginnt eine Suche nach Anerkennung, die ihn in die Verzweiflung treibt. In seiner autobiografischen Erzählung «Schneesperling» schreibt der Herisauer Marcel Hartmann über den Kampf zurück ins Leben.

Der fünfzigste Todestag des Grossvaters führt Protagonist Franco an dessen Grab. In Erinnerungen schwelgend, beginnt er, dem Verstorbenen Briefe zu schreiben. Er erzählt von seinem Leben, von Lebenslust

und Tatendrang, aber auch von Erschöpfung und Schwermut. Die Briefe werden zu einem Tor in die Vergangenheit. Er durchlebt eine Kindheit zwischen seligem Glück beim geliebten Grossvater und der Unsicherheit im Umgang mit anderen Menschen. Eine Jugend voller aufwühlender Träume und der Schwerelosigkeit erster Liebe. Und ein Erwachsenendasein, das die Lebensfreude zunehmend auszulöschen droht. Doch in seiner dunkelsten Stunde weist eine unerklärliche Begegnung Franco den Weg zu sich selbst.

Marcel Hartmann kennt die Schauplätze seiner Erzählung bestens: In Wattwil aufgewachsen, hat auch er viel Zeit bei den Grosseltern in Vaz verbracht. Seit über vierzig Jahren lebt der pensionierte Lehrer in Herisau. In seiner autobiografischen Geschichte schreibt der 69­Jährige schonungslos ehrlich über Trostlosigkeit und Zuversicht, über die Kraft der Sinne und den Mut, zu leben.

Marcel Hartmann Schneesperling orte Verlag

132 Seiten, geb., Fr. 29.90

ISBN 978-3-85830-353-0

Vom Steinzeitbrot zur St. Galler Bratwurst

Essen ist mehr als nur Nahrungsaufnahme: Es ist Kultur, Politik und Identität. Das Neujahrsblatt 2026 des Historischen Vereins des Kantons St. Gallen lädt ein auf eine Reise durch die Ernährungsgeschichte der Ostschweiz.

Das 166. Neujahrsblatt des Historischen Vereins des Kantons St. Gallen, redaktionell zusammengestellt von Jolanda Schärli und Clemens Müller, wirft Schlaglichter auf die Ernährungsgeschichte der Ostschweiz.

Die Archäologie erlaubt einen Blick bis in die Anfänge der Esskultur. Vom Mittelalter an werden Grundnahrungsmittel zunehmend auch Sache der Politik. Diese konnte allerdings Hungersnöte nicht immer verhindern, wie die Hungerkrise von 1816/17 exemplarisch zeigt. Ab der frühen Neuzeit vermehren sich die Varianten an Nahrungsmitteln und Zubereitungsarten. Auch die Migration beeinflusst die Vielfalt unseres Essens. Der Band widmet sich überdies Räumen der Esskultur wie dem äbtischen Tafelzimmer oder öffentlichen Wirtshäusern. Und natürlich darf die St. Galler Bratwurst nicht fehlen.

Die Redaktion des aktuellen Jahrbuchs: Clemens Müller und Jolanda Schärli.

Historischer Verein des Kantons St. Gallen (Hrsg.)

Bratwurst, Biber, Apfelfisch Streiflichter auf die Geschichte der Ernährung in der Ostschweiz, 166. Neujahrsblatt (2026) FormatOst

180 Seiten, ill., brosch. Fr. 42.–ISBN 978-3-03895-075-2

Bild: abu

Marcel Hartmann hat seine Lebensgeschichte literarisch verarbeitet. Bild: abu

Konfrontation im Bunker am Gotthard

«Réduit», das Debüt von Alexander Raschle, ist ein intensives Kammerspiel. Der St. Galler Autor schreibt darin über eine Gemeinschaft unter Druck, die unter unmenschlichen Bedingungen um Menschlichkeit ringt.

Alexander Raschle ist kein Neuling in der Literaturszene: Er hat schon mehrfach in Magazinen publiziert und auch ein paar Preise gewonnen. Mit «Réduit» legt der 38­jährige St. Galler nun seinen ersten Roman vor. Schauplatz dieses Kammerspiels ist der Gotthard in den 1960er­Jahren. In einer streng geheimen unterirdischen Festung, die den Schutz der Nation sichern soll, treten Soldaten zum Wiederholungsdienst an. Abgeschottet von der Gesellschaft repetieren sie zwanghaft Abläufe,

trainieren Gehorsam. Doch unter der Oberfläche brodelt es: Die jungen Männer sind wütend. Wer nicht Folge leistet, wird bestraft, und die zuweilen unmenschlichen Sanktionen jagen ihnen Angst ein. Die Luft wird immer dicker, Spannungen eskalieren, die Gemeinschaft wird zur Bedrohung. Und die Unausweichlichkeit des Bunkers zwingt die Soldaten zur Konfrontation – nicht nur mit den anderen, sondern auch mit sich selbst. Mühsam zurechtgelegte Fassaden zerbrechen, tief Begra­

benes kommt zum Vorschein, und Verzweiflung reicht dem Wahnsinn die Hand. Mit Feinsinn und einer poetischen Sprache erzählt der Autor von menschlichen Abgründen und der Hoffnung auf Sensibilität in einer Welt aus Beton.

delfin

2024, 264 Seiten, Fr. 34.–

ISBN 978-3-85830-323-3

Weber B. und der König 2025, 164 Seiten, Fr. 32.–

ISBN 978-3-85830-331-8

Philipp Probst Pferdefreundin

2024, 248 Seiten, Fr. 38.–ISBN 978-3-85830-334-9

Alexander Raschle Réduit orte Verlag 120 Seiten, geb., Fr. 29.90 ISBN 978-3-85830-349-3

Philipp Probst Fahrtenschreiber 2

2025, 124 Seiten, Fr. 30.–

ISBN 978-3-905724-83-7

«Réduit» ist sein erster Roman: Alexander Raschle.
Bild: abu
Ralf Bruggmann
Ruth

TIPP

Einsatz im Alpstein

Ein ereignisreiches Jahr lang begleitet Angelika Wessels das Leben von Gianfranco Koller und seiner Frau Rena. Er übernimmt die Leitung der Appenzeller Rettungskolonne und tritt eine neue Stelle als Geografielehrer in einer Appenzeller Privatschule an. Die Einsätze mit der Rettungskolonne führen tief in den Alpstein, in dem sich die Autorin bestens auskennt. Ihre akribischen Beschreibungen der Berge lassen eigene Erinnerungen aufleben und wecken Lust auf neue Touren. Gianfranco Koller sieht sich während des Jahres mit der Alkoholsucht seiner Frau, aufreibenden Einsätzen, Vetternwirtschaft, beruflichen Schwierigkeiten und einem Mörder konfrontiert.

Öberefahre – das klappt auch mit Büchern

Das Verlagshaus Schwellbrunn ist von Schwellbrunn nach Herisau gezogen und nennt sich neu Verlagshuus. Der symbolische Zügelakt – ein Öberefahre mit freiwilligen Helfer :innen – war ein voller Erfolg: mitsamt Usehebe und Zäuerli.

Ein Verlag zügelt nicht alle Tage. Und das, so dachte sich das Team des Verlagshauses, soll zelebriert werden. Das Verlagshaus, unter dessen Dach auch dieses Kundenmagazin erscheint, bewegt sich mit seinen Publikationen in der Region Ostschweiz und nahe an der hiesigen Kultur und dem Brauchtum. Deshalb lud es Ende November zu einer frei interpretierten Form des traditionellen Öberefahre ein – mit Büchern statt mit Kühen und Geissen. Der Anlass war ein voller Erfolg: Rund 80 Freiwillige folgten der Einladung und trugen in ihren Rucksäcken motiviert einen Stapel Bücher von Schwellbrunn nach Herisau ins neue Verlagshuus.

Es war fast wie ein richtiges Öberefahre, wie man es von der Alpfahrt kennt: Unterwegs wurden Getränke und süsse Stärkungen useghebet, und es gab sogar ein Zäuerli. Enttäuscht waren die fleissigen Helfer :innen einzig über die Menge an Büchern, die sie zu transportieren hatten: viel zu wenig, fanden einige. Denn «richtig» gezügelt hatte das Verlagshuus bereits eine Woche vor dem symbolischen Zügelakt mithilfe eines Umzugsunternehmens. Dabei wurden nebst den Büromöbeln rund 700 Kisten mit Büchern gepackt – mehr als zehn Tonnen.

2.Auflage

Angelika Wessels Einsatz im Alpstein Appenzeller Verlag 2015, 312 Seiten, Fr. 26.–978-3-85882-722-7

Tiere aus Gais erobern Paris

Das dritte Kinderbuch um Laura, die Geiss aus Gais, führt die Protagonistin und ihre Freunde in die Stadt der Liebe. Dabei lädt Illustratorin Irene Hofstetter dazu ein, sich selbst künstlerisch zu betätigen.

Laura, die Geiss aus Gais, düst mit ihren Freunden in einem der schnellsten Züge der Welt nach Paris, denn Kälbchen Muneli soll malen lernen. In der Stadt der Kunst, der Liebe und des Savoir vivre warten jede Menge Abenteuer auf die tierische Truppe. Und Muneli schwingt fleissig den Pinsel. Wird aus ihm ein Künstler? Und was bringt Laura von ihrer Reise mit nach Hause?

Es ist das dritte Laura­Buch der Illustratorin und Autorin Irene Hofstetter. Die 44­Jährige, die ursprünglich aus Gais stammt und heute in Uetikon am See lebt, hat sich wiederum eine herzerwärmende Geschichte ausgedacht, und ihre detailgetreuen Illustrationen begeistern Gross und Klein. Zusätzlich hat sie sich diesmal etwas Besonderes einfallen lassen: Punktzu­Punkt­Zeichnungen zum Verbinden –damit sich alle wie Künstler:innen fühlen können.

Irene Hofstetter

Laura in Paris

Appenzeller Verlag

40 Seiten, ill., geb., Fr. 29.80

ISBN 978-3-85882-892-7

Spielerisch das Bauchgefühl entdecken

Manchmal weiss der Bauch mehr als der Kopf – aber wie lernen Kinder, ihrer Intuition zu vertrauen? Das Bündner Erfolgsduo Melina Bergamin und Martina Krauer schickt in seinem zweiten Kinderbuch den Mailo auf eine Reise zur inneren Stimme.

Kribbelt es im Bauch? Oder breitet sich Wärme aus? Das Bauchgefühl ist gar nicht so leicht zu erfassen, vor allem wenn die Stimme im Kopf laut ist und etwas anderes sagt. Dabei kann die Intuition der beste Ratgeber sein – doch wie lernen Kinder, ihr zu vertrauen?

Nach seinem ersten Abenteuer im Land der Gefühle macht sich Mailo erneut auf den Weg: Diesmal sucht er nach Makia, dem kleinen Leitlicht, das spurlos verschwunden ist. Um es zu finden, muss Mailo seiner inneren Stimme folgen. «Mailo und das Bauchgefühl» ist die Fortsetzung des Bestsellers «Mailo im Land der Gefühle» und richtet sich an Kinder ab 4 Jahren. Dahinter stehen die 24­jährige Illustratorin Melina Bergamin und die 50­jährige Autorin Martina Krauer – Nichte und Patentante, beide wohnhaft in Bonaduz, die nun zum zweiten Mal gemeinsam ein Kinderbuch geschaffen haben.

Team: Autorin

und Illustratorin

Bild: abu

und Melina Bergamin (Illustrationen)

Mailo und das Bauchgefühl

FormatOst

40 Seiten, ill., geb., Fr. 29.90

ISBN 978-3-03895-074-5

Bewährtes
Martina Krauer
Melina Bergamin (von links).
Irene Hofstetter schickt Gais Laura nach Paris. Bild: abu
Martina Krauer (Text)

VERLAGSHUUSSTOBETE

Samstag, 9. Mai 2026

9 bis 15 Uhr

im Verlagshuus Herisau und bei gutem Wetter im Rosengarten

Speeddating mit unseren

Autor:innen

Musik und Festwirtschaft

Verlagshuus

Windegg 5

9100 Herisau

Weitere Infos: verlagshuus.ch

Führungen durchs historische Haus

Offizielle Eröffnung des Verlagshuus mit Ansprachen und Festakt

Verlagsboutique zum Stöbern

Schnitzeljagd für Kinder und Wettbewerb

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