Inklusive : Musik
Kooperationsprogramm von öffentlichen Musikschulen mit Einrichtungen für Menschen mit Behinderung feiert zehnjähriges Jubiläum
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Kooperationsprogramm von öffentlichen Musikschulen mit Einrichtungen für Menschen mit Behinderung feiert zehnjähriges Jubiläum

Winnetou SoSa Geschäftsführer

Katja BoBSin
Bildungsreferentin, Projektleiterin
»Inklusive:Musik«
»Inklusive:Musik – Instrumentalspiel für Menschen mit Behinderung« wurde im Jahr 2013 ins Leben gerufen, um Menschen mit Behinderung Zugang zur kulturellen Teilhabe zu ermöglichen. Nach drei Lehrgängen, zahlreichen AufbauFortbildungen und Hunderten von Stunden in dem Musikprogramm arbeiten heute Musikschullehrkräfte Hand in Hand mit dem pädagogischen Personal von Förderschulen, Werkstätten, Tageseinrichtungen und Wohnheimen zusammen und das Woche für Woche in 23 Einrichtungen landesweit.
Zum 10jährigen Jubiläum möchten wir gemeinsam mit den Pädagoginnen und Pädagogen, den Einrichtungs und Schulleitungen, den Wegbegleitern und Förderern das Erreichte feiern und einen Ausblick auf die nächsten zehn Jahre wagen: Wo stehen wir? Wie kann Inklusion gelingen und wie kann kulturelle Teilhabe für alle noch viel selbstverständlicher realisiert werden?
Mit der Broschüre möchten wir daher einmal die ganze Bandbreite des Projekts vorstellen. Alle Einrichtungen stellen sich darin vor.
Im Einzelnen waren folgende Fragestellungen an die Tandems als Leitfaden beigefügt:
➼ Profil der Einrichtung / Förderschwerpunkte
➼ Zielgruppe / Kinder, Jugendliche Erwachsene
➼ Das Tandem stellt sich vor
➼ Inhalte und Beschreibung des musikalischen Angebotes
➼ Gruppengröße und Altersstruktur
➼ Ziele des Projekts
➼ Besonderheiten
➼ Einschätzung der Wirkung des Projekts auf die Einrichtung / auf die Klienten
➼ Persönliches Fazit: Was ist in den letzten zehn Jahren entstanden?
➼ Wünsche für die weitere Entwicklung
Außerdem hatten wir den Tandems noch ein paar Fragen mit auf den Weg gegeben:
Was schätzt Ihr an der Arbeit? Welche Hürden gab es? Was war Euer schönstes bzw. überraschendstes Erlebnis? Was würdet Ihr
Euch für »Inklusive:Musik« noch wünschen?
Zusammen mit den Fotos in der Broschüre, den Postern und Videos in der FestAusstellung und natürlich mit den Beiträgen der auftretenden Musik und TheaterGruppen ergibt sich ein lebendiges und vielfältiges Bild des Projekts in den Brandenburger Einrichtungen.

Fachsprecherin
»Inklusive:Musik«
Als vor zehn Jahren das Programm »Inklusive:Musik« an den Start ging, begleiteten uns in den TandemPartnerschaften viele Unsicherheiten. Die große Frage, die über allem schwebte war: Würden wir den richtigen Ton zu, für und miteinander treffen?
Die Suche war nicht immer einfach. Räumliche und logistische Herausforderungen galt und gilt es immer wieder aufs Neue zu meistern. Doch heute nach zehn Jahren erklingt als Resonanz auf die Frage eine unglaubliche, erstaunlich bunte künstlerische Vielfalt.
Es entwickelten sich Improvisationen, es entstanden Kompositionen, Musik und Theaterstücke wurden nachgespielt und neu erfunden.
Wir Tandempaare wurden dabei reich belohnt: mit künstlerischen Inspirationen und wertvollen Freundschaften. Anfänglich von vielen Unsicherheiten geprägt entwickelte sich über die Jahre eine musikalischmenschliche Begegnung auf Augenhöhe.
Wir bedanken uns herzlich bei allen, die mitgeholfen haben, dass das Projekt eine Erfolgsgeschichte geworden ist: dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur des Landes Brandenburg, dem Verband der Musik und Kunstschulen (besonders der Projektleiterin Katja Bobsin), den Dozentinnen und Dozenten der Weiterbildungen, den teilnehmenden Einrichtungen und Musikschulen, den Tandems und nicht zuletzt den Musikerinnen und Musikern, die unermüdlich weiter üben und musizieren.
Und nun lassen Sie sich anlässlich unseres Jubiläums von den Ensembles und den Künstlerinnen und Künstlern, die über dieses Programm ihre Musik, ihre Ausdruckskraft und nicht zuletzt ihr Talent entdecken konnten, verzaubern.
»
Ausstattung, mit der man sich schmückt, und ihre tiefenwirksame oder spirituelle
✍ Fritz Hegi
Unterricht in der SpreeSchule cottBuS


Schüler der offenen hilfen prenzlau der leBenShilfe ucKerMarK


Schüler der regenBogenSchule hennigSdorf
➼ Unser Profil
Sonderpädagogischer Förderschwerpunkt geistige Entwicklung
➼ Unser Tandem
Robby Fuchs – freiberuflicher Musikpädagoge
Kirstin Kusatz – Musiktherapeutin für
Sonderpädagogik und Rehabilitation, als Lehrkraft für die Fächer Musik und Kunst tätig
➼ Unser wöchenTliches angeboT
MusikAG
Singen, Tanzen, Einsatz verschiedener
Instrumente: Percussion, Gitarre, Bodypercussion, Rhythmustraining, Gestaltung von Programmen für verschiedene Anlässe
Instrumentalunterricht / Gitarre
(zwei Gruppen mit jeweils drei teilnehmenden Kindern und Jugendlichen)
➼ grUPPen
MusikAG mit ca. 12 Kindern und Jugendlichen
➼ alTerssTrUkTUr
12 bis 18 Jahre
➼ ZielseTZUng des ProjekTs
Musik und Rhythmus als individuelle Ausdruckskraft erleben
Förderung von Talenten / Fähigkeiten auf Basis persönlicher Neigungen / Bedürfnisse
Entwicklung sozialer Kompetenzen im musikalischen Miteinander
Erarbeitung eines vielseitigen Repertoires an Liedern, Instrumental sowie Rhythmusstücken u. Ä.
Darbietung schulinterner Kulturprogramme zu verschiedenen Anlässen
Musikalische Präsentationen in der Öffentlichkeit in Kitas, im Pflegeheim, bei Veranstaltungen (z. B. Rhythmusabend in Koproduktion mit der Musikschule)
Umsetzung kreativer Projekte mit anderen Einrichtungen (z. B. mit der Ganztagsschule »Lernen« in Herzberg)
Teilhabe an Kunst und Kultur
➼ besonderheiTen
Die Gruppenzusammensetzung ist durch eine große Vielfältigkeit geprägt
hinsichtlich Alter, Interessen, kognitiver Fähigkeiten
➼ insTrUmenTe
PercussionInstrumente, Gitarre
➼ welche wirkUng haT das ProjekT?
Entwicklung persönlicher Interessen und Neigungen
Erfolgserlebnisse und damit Stärkung von Selbstbewusstsein
Entfaltung neuer Ausdrucksmöglichkeiten
Anregung verschiedenster kreativer Prozesse (Instrumentalspiel, Malen, Basteln, Szenisches Gestalten …)
Anregung von Wahrnehmungsprozessen
Förderung des sozialen Miteinanders
➼ was haben wir erreichT?
Umsetzung verschiedener Projekte (Musik, Theater, Bildnerisches Gestalten)
Individuelle Förderung künstlerischer sowie kreativer Fähigkeiten
Erarbeitung eines festen bunten
Repertoires an Liedern und Spielstücken
Entwicklung rhythmischer Basisgrundlagen
Erleben vieler »AHAMomente« (Teilnehmer zeigten nicht geahnte Fähigkeiten und bereicherten damit verschiedenste Prozesse)
➼ was wünschT ihr eUch für die weiTere enTwicklUng?
Einen weiteren Austausch im Rahmen des Programms »Inklusive:Musik«
Verbesserte räumliche Bedingungen
Vergrößerung unseres Instrumentariums
Technische Ausstattung für die Umsetzung unserer Auftritte

Als ich 2013 von der Möglichkeit einer Teilnahme am Programm
»Inklusive:Musik« erfuhr, leitete ich die Theaterwerkstatt in den Elsterwerkstätten / Herzberg. Insgesamt 3 Teams (Musik, Theater, Gestaltung) arbeiteten an der Umsetzung eines selbst geschriebenen Theaterstücks. Ich hatte große Erwartungen an unsere Treffen in Potsdam (Uni Golm). Nach jedem WochenendKurs fuhr ich mit neuen Ideen und frischer Motivation nach Hause. Für mich waren die Seminare ein »großer Schatz«. Gemeinsam mit Herrn Fuchs und anderen Kollegen konnten wir sehr viele Impulse in die musikalische Theaterarbeit einfließen lassen:
➼ Gestaltung von eigenen Instrumenten (mit Fr. Minkwitz) für eine bestimmte Theaterszene
➼ Entwicklung von Klangimprovisationen
➼ Einsatz der neuen LeihInstrumente: Probe von Rhythmusstücken mit unserem Ensemble »Jamboree« (Bsp.: Samba)
➼ Teilnahme von Werkstattbeschäftigten am Instrumentalunterricht (Bass: David Sick)
➼ Produktion einer cd (Jamboree »Im Rhythmus des Jahres«)
➼ Individuelle LiedKreationen: nach »Daram« (Shirley Salmon), »Bobo Male« (Sabine Barth)
➼ Umsetzung mehrerer RhythmusSprechTexte nach Uli Moritz
➼ Kleine Episode: Während einer rhythmischen Übung in Golm krachte mein Stuhl zusammen, darauf Uli: »Na, Sie können morgen sagen, dass es umwerfend war«; StiMMt!
➼ Einbindung zahlreicher Lieder in unseren musikalischen Alltag (Salibonani)
➼ Einsatz einer Ukulele (Kathrin WankeGreiner!)
Ich könnte sicher noch fortfahren. Das allergrößte war für mich die Premiere unseres Theaterstückes »SINNflut« im Jahr 2015, welches durch die Zusammenarbeit mit Herrn Fuchs und die geschilderten Ideen / Impulse an Qualität gewann (mehrere Szenen wurden durch genannte Einflüsse geprägt!). Dafür war ich unendlich dankbar. Nach der »SINNflut« gab es weitere Aufführungen, welche immer musikalisch umrahmt wurden. Aber auch die Arbeit mit unserem Ensemble »Jamboree« entwickelte sich enorm. Wir konnten unser LiedRepertoire deutlich vergrößern, schrieben / gestalteten eigene Songs und erarbeiteten mehrere Rhythmusstücke. Davon haben letztendlich viele Menschen mit und ohne Behinderung profitiert. Unsere Auftritte, vor allem in der Öffentlichkeit, führten zu unzähligen Momenten der Begegnung mit Anderen. Außerdem erlebten wir im Rahmen etlicher Projekte, was Musik bewirken kann (Kitas, Schule, Pflegeheim …):
➼ Austausch
➼ Förderung des sozialen Miteinanders
➼ Selbstbewusstsein, Selbstwirksamkeit
➼ Kreativität
➼ Eröffnung vielfältiger Erlebnisräume
➼ Teilhabe an Kunst und Kultur …
Seit 2019 führe ich in der »Albert Schweitzer« Schule den Musikunterricht sowie MusikAGs durch (Quereinstieg). Dort gab es seit Jahren keinen kontinuierlichen Musikunterricht. Musikalische Angebote wurden somit sehr freudig, dankbar und interessiert aufgenommen. Die Zusammenarbeit mit Herrn Fuchs bewirkte auch hier, dass wir viele Schüler begeistern konnten und inzwischen Grundlagen für eine lebendige Musikarbeit angelegt sind. Viele der Lieder von Sabine Barth oder Kathrin WankeGreiner zählen in der Schule zum festen Repertoire. Aber vor allem der Einsatz von Trommeln (aber auch anderer PercussionsInstrumente) schafft uns Möglichkeiten, auch Schüler mit ausgeprägten Verhaltensauffälligkeiten in das musikalische Geschehen einzubinden.
➼ Dass wir durch einen regelmäßigen Austausch immer wieder neue Ideen (Lieder, Spielvarianten, RhythmusSprechstücke …) bekommen
➼ Dass »Inklusive:Musik« weitergeführt wird
➼ Dass wir die Instrumente nutzen können
➼ Dass es uns gelingt, in der Schule größere Projekte umzusetzen
➼ Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, Präsentationen in der Öffentlichkeit
➼ Dass unser Musikensemble »Jamboree« weiterlebt (trotz erschwerter Bedingungen, Proben in der Freizeit)
Unser Tandem hat auf mehreren Ebenen von dem Programm
»Inklusive:Musik« profitiert. Durch viele kleine und größere kreative Projekte wurde das inklusive Denken in unserer Region gefördert. Den Teilnehmern der Institutionen eröffneten sich ganz neue Ausdrucksmöglichkeiten oder Chancen. Es war schön, viele persönliche Entwicklungen mit erleben zu dürfen.
danKe!
AWO Spreewaldwerkstätten Lübbenau mit : Kreismusikschule Dahme-Spreewald
➼ Unser Profil
Förder und Beschäftigungsbereich für Erwachsene
➼ Unser Tandem Jana Kämpfe – Heilerzieherin
Andreas Krüger – Musikschulpädagoge im Fach Percussion und Schlagzeug
➼ Unser wöchenTliches angeboT
Singen, Bodypercussion und Trommeln, Jahreszeitenlieder
➼ grUPPen
Vier Gruppen mit jeweils sechs teilnehmenden Erwachsenen
➼ Unser Profil
Förder und Beschäftigungsbereich / Berufsbildungsbereich, Arbeitsbereich
➼ Unser Tandem
Nadin Großmann – Heilpädagogin
Martina Moriabadi – DiplomMusikerin, Musiktherapeutin
➼ Unser wöchenTliches angeboT
Freie Improvisation mit Instrumenten, Singen, Trommeln, Bewegen zur Musik
Singen und Musizieren in einer Band, BodyPercussion und Trommeln, Darstellendes Spiel
➼ grUPPen
neun Erwachsene im Alter zwischen 22 und 60 Jahren
sechs Erwachsene
➼ ZielseTZUng des ProjekTs
Gemeinsames Musizieren und Bewegen, Wahrnehmungsförderung, Selbst und Fremdwahrnehmung, Selbstwirksamkeit stärken, Selbstausdruck und Gruppengefühl entwickeln
Erweiterung der musikalischen Kenntnisse und des künstlerischen Arbeitens
➼ besonderheiTen
Die Gruppe ist sehr heterogen, aber es gibt eine sehr gute Gruppendynamik
Gute künstlerische Zusammenarbeit
➼ insTrUmenTe
OrffInstrumentarium und BandInstrumentarium
➼ welche wirkUng haT das ProjekT?
Selbstwertstärkung, Humor und Lebensfreude, sensibles Zuhören, differenziertere Wahrnehmung, Weltoffenheit, wertschätzendes Miteinander
➼ was haben wir erreichT?
Persönliche Bereicherung jeder Teilnehmerin und jedes Teilnehmers
Musikschule und Einrichtung sind stärker zusammengewachsen
Wir wurden selbst überrascht vom künstlerischen Potential der Gruppe
➼ was wünschT ihr eUch für die weiTere enTwicklUng?
Dass das Projekt weiterlaufen kann
»Berufung Musikerin und Musiker« –Aufnahme im Arbeitsbereich der Werkstätten für Menschen mit Behinderung
Jugenddorfwerk MärkischOderland Projekt HORIZONT Gusow mit :
Kreismusikschule Märkisch-Oderland
➼ Unser Profil
WG Horizont Intensivpädagogisches
Wohnen
➼ förder- Und beschäfTigTenbereich
Psychische Stabilisierung und Bewusstmachung der Eigenverantwortung
Gesundheitsförderung und Erhaltung
Aktive und kreative Freizeitgestaltung
Gestaltung sozialer Beziehungen
➼ Unser Tandem
Angela Andrä – Ergotherapeutin
Heike Matzer – Musikschulpädagogin (ab 2017), Jörg Meyer (2013 – 2017)
➼ Unser wöchenTliches angeboT
Das Instrumentarium für das gemeinsame Musizieren umfasst Percussion sowie Saiteninstrumente. Hinzu kommt das gemeinsame Singen. Die Jugendlichen nehmen die Angebote in der Gruppe und mitunter auch Einzelzeit gut an. Der Teilnehmerkreis ist immer ein anderer, da die Bewohnerinnen und
Bewohner nach ca. zwei bis drei Jahren die Einrichtung verlassen. Somit ändert sich auch die Gruppendynamik und die darauf passenden Angebote.
➼ Zwei grUPPen
Zwischen 7 und 14 Jugendliche
➼ alTerssTrUkTUr
12 bis 18 Jahre
➼ ZielseTZUng des ProjekTs
Positive Auswirkung auf die Teilnehmer
Stärken der sozialen Kompetenz
Stärken des Selbstvertrauens
sinnvolle Freizeitgestaltung
➼ insTrUmenTe
Trommelfässer, Djemben, Congas Piano, Gitarre, EGitarre, Mundharmonika, Boomwhacker
➼ welche wirkUng haT das ProjekT?
Bei den Jugendlichen hat das Projekt einen positiven Einfluss auf den eigenen Umgang mit Emotionen
Es stärkt das Gruppengefühl und die Sozialkompetenz
Es gibt Anregungen für eine sinnvolle und kreative Freizeitgestaltung auch außerhalb der Projektzeit
Die Musik insgesamt hat eine positive Auswirkung auf die Teilnehmer.
➼ was wünschT ihr eUch für die weiTere enTwicklUng?
Weiterhin Anregungen durch Fortbildungen zur Gestaltung des Projekts.
WaS Schätzt ihr an eurer arBeit?
Freude am Musizieren
Welche hürden gaB eS? Kontinuität
WaS War euer SchönSteS BzW. üBerraSchendSteS erleBniS?
Positive Verhaltensänderung bei manchen Jugendlichen
WaS Würdet ihr euch für »inKluSive:MuSiK« noch WünSchen?
Weiterführung der Projekte
Schule herzBerg

Gruppe der regenBogenSchule hennigSdorf


Schüler der alBert
SchWeitzer
Schule herzBerg
Aufführung der elSter
WerKe gMBh herzBerg

Christophorus-Werkstätten mit :
➼ Unser Profil
Förder und Beschäftigungsbereich für Erwachsene mit schweren Mehrfachbehinderungen
➼ Unser Tandem
Sandrine Albrecht – Instrumentalpädagogin, Musiktherapeutin
Marie Rasche – Heilerziehungspflegerin
➼ Unser wöchenTliches angeboT
Offener Musikkreis zum Projektthema der Woche (z. B. Körper, Farben)
➼ grUPPe
5 bis 10 Teilnehmende
➼ alTerssTrUkTUr
18 bis 62 Jahre
➼ ZielseTZUng des ProjekTs
Bestmögliche Inklusion von Menschen mit Verhaltensschwierigkeiten, Anregung der Sinne, in Beziehung zueinander treten und Spaß haben
➼ besonderheiTen
Viele Einzelgänger der Einrichtung bilden im Musikkreis eine Einheit
➼ insTrUmenTe
Gitarre, Conga, PercussionInstrumente, Metallophon, Xylophon, Körper, Stimme, Musikaufnahmen
➼ welche wirkUng haT das ProjekT?
Für die Klienten ist der Musikkreis zum festen Bestandteil der Woche geworden. Aufgrund der großen Nachfrage nach Musik bietet die Einrichtung zwei zusätzliche Musiktherapiestunden pro Woche an. So kommt mehr Musik ins Haus.
Die Klienten sind voller Vorfreude auf diese Veranstaltung. Musik wirkt wohltuend und gleichermaßen ausgleichend und aktivierend. Das betreuende
Personal der Einrichtung steht dem Projekt heute viel positiver und aufgeschlossener gegenüber als zu Beginn des Projekts.
➼ was wünschT ihr eUch für die weiTere enTwicklUng?
Noch mehr Stunden Musik für die Einrichtung und die Klienten
Mehr Instrumente
Fortführung des Lehrgangs
»Inklusive:Musik«
DRK Behindertenwerkstätten Potsdam mit :
Musikschule Städtische Musikschule Potsdam »Johann Sebastian Bach«
➼ Unser Profil
Förder und Beschäftigungsbereich für Erwachsene
➼ Unser Tandem
Matthias Peter – freiberuflicher Musikpädagoge, Fach Schlagzeug, Percussion, Bandarbeit
Mit Unterstützung durch Mitarbeiterinnen der Werkstätten
➼ Unser wöchenTliches angeboT
PercussionKurs
➼ grUPPen
Erwachsene mit zum Teil leichten körperlichen bis zu schweren geistigen
Beeinträchtigungen.
➼ ZielseTZUng des ProjekTs
Elementare musikalische Ansätze wie Rhythmik, Dynamik, aber auch Ausdruck und Interaktion in der Gruppenarbeit fördern.
➼ besonderheiTen
Auftritte beim »Tag der offenen Tür«, »Wandelkonzerte«
➼ insTrUmenTe
Trommel und PercussionInstrumente
➼ Unser Profil
Förder und Beschäftigungsbereich für Erwachsene
➼ Unser Tandem
Rahel Thomsen – Theaterpädagogin, Gesamtleitung KultInKoffer
Nadine Schieche – Musikpädagogin, Bandarbeit in KultInKoffer
Steven Demmel – Musikschulpädagoge
Fach Gesang, Bandarbeit in KultInKoffer
➼ Unser wöchenTliches angeboT
Musikwerkstatt mit mehrstimmigem Gesang und Bandspiel
➼ welche wirkUng haT das ProjekT?
Durch das Bandspiel lernen die teilnehmenden Bandmitglieder, aufeinander zu achten und musikalisch miteinander zu kommunizieren.
In den elSter WerKen in Herzberg gab es seit 2011 die »Theaterwerkstatt« und die Band »Jamboree«. Hier wurde getanzt, Theater gespielt, Musik gemacht und bildnerisch gearbeitet. In den verschiedenen Feldern arbeiteten wir bis zum 18 Stunden/Woche als begleitendes Angebot. 2021 wurden wir zu »Kult!INKoffer«, auch die Band ist nun die Kult!INKoffer Band. Kultur, inklusiv, im Koffer. Wir arbeiten seitdem wöchentlich in 10 Gruppen. Medien, Band, Percussion, Einzelgesang, Märchen, Bewegungstheater, Schauspiel, Tanz, kreatives Schreiben, bildende Kunst und Lyrik. Insgesamt füllt dieses begleitende Angebot 35 Stunden / Woche mit reiner Probenarbeit. Wir sind sehr froh, dass unsere Musikarbeit seit so langer Zeit vom Projekt »Inklusive:Musik« unterstützt und begleitet wird!
Die ersten richtigen gemeinsamen Musikproben in denen wir merkten, dass es richtig gut läuft waren sicherlich sehr besonders. Dann natürlich der erste richtige Auftritt außerhalb der Werkstatt. Die ersten Buchungen für externe Feste und Veranstaltungen. Es war großartig, als wir unsere erste eigene CD in den Händen hielten. Unser letzter großer Auftritt war die Einladung zum Song Contest bei den Special Olympics World Games 2023 mit unserem eigenen Song »Stronger Together« und der Auftritt auf der Festivalbühne am Neptunbrunnen im Sommer 2023. Außerdem gibt es unzählige Highlights während der Proben, in denen ein Teilnehmer plötzlich über sich hinausgewachsen ist und lächelnd auf der
Bühne steht, jemand unendlich stolz ist, dass er den Rhythmus zum ersten Mal selbst halten konnte. Wenn jemand plötzlich Ehrgeiz entwickelt und während der Pausenzeiten in den Probenraum kommt, um noch einen Akkord auf dem Bass zu üben … das sind dann wirklich wichtige Höhepunkte unserer Arbeit.
Die Begeisterung, die wir immer wieder aufs Neue entfachen können. Die kleinen und großen Fortschritte, die wir mit jedem Einzelnen feiern und miterleben dürfen. Die unendliche Bereitschaft, sich mit viel Zeit einer Sache zu widmen, um sie immer besser werden zu lassen. Das Strahlen, die Tränen, die Herausforderungen, den Humor mit dem wir gemeinsam viele Hürden nehmen.
Finanzielle Herausforderungen, die den einen oder anderen Wunsch aufschieben. Personelle Veränderungen, die immer einen Einschnitt in der musikalischen Arbeit bedeuten. Es müssen immer wieder neue Vertrauensebenen aufgebaut werden. Organisationsbedingte Einschränkungen in den zeitlichen Möglichkeiten der Teilnehmenden.
Die Hürde Corona konnten wir zum Glück ganz aktiv nutzen und an unserem Programm arbeiten.
Für mich war es der schönste Moment, als ich mit 20 Teilnehmenden für unsere erste Probe vor Ort vor dem obersten Rang im Olympiastadion in Berlin stand, jede Aufregung abfiel, alle
Unruhe verflogen war – und alle stumm und staunend in dieses riesige Stadion blickten und mit diesem Moment ein unglaubliches Strahlen in jedem Gesicht zu sehen war. Viele schauten sich nur ungläubig an, nahmen sich in den Arm und waren einfach glücklich. Das Strahlen ist in den kommenden zehn Tagen nicht mehr verflogen… Wenn man so einen Glücksmoment für so viele Menschen schaffen kann, dann ist das einfach eine wunderschöne Arbeit.
Was würdet ihr euch für das Projekt »Inklusive:Musik« in den kommenden Jahren noch wünschen?
Ich würde dem Projekt wünschen, dass es sich in die verschiedenen Kunstrichtungen öffnet und neben der Musik noch Tanz, Theater und bildende Kunst hinzukommt. Interdisziplinär lassen sich so unglaublich bewegende und sinnvolle Projekte gestalten.
Außerdem würde ich dem Projekt wünschen, dass es Erfahrungen wissenschaftlich hinterlegt und in Ausbildungsgänge für Musikpädagogen einfließen lässt. Ich denke, dass in jeder künstlerischpädagogischen Ausbildung der Bereich Inklusion einen größeren Stellenwert bekommen sollte.
Um diesen Bereich mit Praxiswissen und Theorie aufzufüllen, könnten die Erfahrungen des Projektes »Inklusive:Musik« einen Beitrag leisten.
rahel thoMSen Theaterpädagogin
➼ Unser Profil
Tagesstätte und ambulant betreutes Wohnen
➼ Unser Tandem
Marcus Nicolaus – Kantor und Mitarbeiter
Soziale Arbeit (bis 2022)
Alexander Vogt – Instrumentalpädagoge
Fach Schlagzeug
➼ Unser wöchenTliches angeboT
Musikalisches Angebot mit Percussion
Instrumenten für schwer mehrfach behinderte Menschen im Erwachsenenalter.
➼ grUPPen
Zwei Gruppen mit Erwachsenen bis ins Rentenalter
➼ ZielseTZUng des ProjekTs
In den kleinen Gruppen wird die Aufmerksamkeit und Freude am Spiel deutlich verbessert.
➼ insTrUmenTe
Tischtrommel, Congas, Fässer
Klasse der chriStophoruSWerKStätten



Zeichnung aus der alBert SchWeitzer
Schule herzBerg

➼ Unser Profil
Sonderpädagogischer Förderschwerpunkt geistige Entwicklung
Für Kinder und Jugendliche mit geistiger Beeinträchtigung
➼ Unser Tandem
Diana Grundemann – Musikpädagogin, Musiktherapeutin
Alexander Vog – Musikschulpädagoge, Hauptfach Schlagzeug, Percussion
➼ Unser wöchenTliches angeboT
TrommelAG
➼ grUPPe
Neun Teilnehmende im Alter von 10 bis 17 Jahren
➼ ZielseTZUng des ProjekTs
Trommeln macht glücklich! Mit Bodypercussion, Rockrhythmen auf Congas und Djemben.
➼ besonderheiTen
Inklusiv Klassen 1 bis 10
➼ insTrUmenTe
PercussionInstrumente, Trommeln, Congas, Djemben
➼ welche wirkUng haT das ProjekT?
Stärkung des Selbstbilds bei den Kindern und Jugendlichen
Profilierung der Schule
Es wurde über den gesamten Projektzeitraum deutlich mehr erreicht als ursprünglich erwartet. Die Arbeit im Tandem harmoniert sehr gut, so dass in Begleitung mit Einzelfallbetreuern jeder Schüler und jede Schülerin ihren oder seinen Möglichkeiten entsprechend teilhaben kann. Ein Highlight war das Weihnachtskonzert mit weihnachtlichen Melodien auf Boomwhackern.
➼ was wünschT ihr eUch für die weiTere enTwicklUng?
Ein »Weiter so!«
WaS Schätzt ihr an eurer arBeit?
An der Arbeit schätzen wir das ergänzende Miteinander und die Möglichkeit, gemeinsam Ideen weiterentwickeln zu können.
Welche hürden gaB eS? Hürden waren anfänglich die schwierige Kommunikation. Und dann definitiv auch die Einschränkungen durch Corona.
WaS War euer SchönSteS BzW. üBerraSchendSteS erleBniS?
Das schönste und überraschendste Erlebnis ist, wenn sich bei einer gemeinsamen Trommelimprovisation der Flow einstellt, wie erst neulich.
WaS Würdet ihr euch für »i n KluSive:MuSi K« noch WünSchen?
Kontinuität
➼ Unser Profil
Städtische Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt »geistige Entwicklung«
➼ Unser Tandem:
Friederike Seim – Sonderschulpädagogin, Lehrerin für Kunst und Deutsch
Alexander Weisheit – Instrumentalpädagoge Fach Schlagzeug
➼ Unser wöchenTliches angeboT
Musikunterricht in den Oberstufenklassen
Einstudieren von PopularmusikTiteln
Förderung der rhythmischmusikalischen
Kompetenzen mit Bodypercussion, Liedern und elementarem Instrumentalspiel
Einbeziehung aller Schüler, auch mit Mehrfachbehinderung durch differenzierte oder auf sie zugeschnittene Angebote
➼ Zwei grUPPen
Mit je 10 und 11 Schülerinnen und Schülern
➼ alTerssTrUkTUr
13 bis 16 Jahre
➼ ZielseTZUng des ProjekTs
Stärkung des Selbstbildes der Schülerinnen und Schüler
Erleben von Freude und Selbstwirksamkeit beim Musizieren
Gemeinsame Aktion in der Klasse zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls
➼ besonderheiTen
Schüler mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, z. T. Mehrfachbehinderung; Die Schülerinnen und Schüler haben sehr unterschiedliche Voraussetzungen.
➼ insTrUmenTe
PercussionInstrumente und SambaTrommeln
➼ welche wirkUng haT das ProjekT?
Bei allen Schülerinnen und Schülern kann man positive Reaktionen auf Musik und Rhythmus feststellen. Besonders viel Spaß haben sie mit den Trommeln. Das Spiel ermutigt zum eigenen rhythmischmusikalischen Ausdruck. Alle zeigen Vorfreude und Begeisterung bei Aufführungen zu Schulfesten oder dem Weihnachtssingen. Die Schüler werden zur Selbständigkeit bei Aufführungen angeleitet.
Große Bereicherung des Musikunterrichts durch die fachliche, professionelle musikalische Unterstützung, da keine Musiklehrkraft an unserer Schule eingesetzt ist.
Begeisterung für Rhythmus und Musik bei den Schülerinnen und Schülern und Entwicklung von Kompetenzen.
➼ was wünschT ihr eUch für die weiTere enTwicklUng?
Wir wünschen uns die Fortführung des Projektes!
: Musikschule Oberspreewald-Lausitz
➼ Unser Profil
Förder und Beschäftigungsbereich für Erwachsene
➼ Unser Tandem
Bettina Kühne – Musikschulpädagogin
Mit Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Werkstätten
➼ Unser wöchenTliches angeboT
Musikalische Spiele
➼ welche wirkUng haT das ProjekT?
Besonders das Weihnachtsliedersingen mit Begleitung durch Stabspiele bereitet große Freude.
➼ Unser Profil
Sonderpädagogischer Förderschwerpunkt geistige Entwicklung für Kinder und Jugendliche
➼ Unser Tandem
Caroline Fugger – Sonderschulpädagogin (bis 2020)
Heike Matzer – Musikschulpädagogin
➼ Unser wöchenTliches angeboT
AG Chor, Instrumentalunterricht, Schülerband
➼ besonderheiTen
Mitwirkung im Schulgottesdienst
➼ Unser Profil
Offene Hilfen Prenzlau der Lebenshilfe Uckermark mit : Musik- und Kunstschule »J. A. P. Schulz« der Stadt Schwedt /Oder
Familienunterstützender Dienst und ambulant betreute Wohngruppe
➼ Unser Tandem
Ute EckbrettMuchow – Einrichtungsleiterin
Roland Muchow – Musikschulpädagoge
➼ Unser wöchenTliches angeboT
Musikalisches Gruppenangebot in der Band »Wir machen Musik«
Individuelle Angebote des Instrumentalspiels
➼ besonderheiTen
Auftritte der Band beim »Tag der offenen Tür« oder bei der Weihnachtsfeier
Teilnahme an den Weihnachtskonzerten der Musik und Kunstschule –Trommeln und Singen im Orchester
➼ insTrUmenTe
Gitarre, Flöte, OrffInstrumente, Mandoline
Einmal in der Woche heißt es im Prenzlauer TreffPunktFreizeit der Lebenshilfe Uckermark e.V.: Wir machen Musik.
Das Schönste und Wichtigste dabei ist der Spaß–und den haben wir.
Egal, ob zu laut, zu früh, zu spät oder neben dem Rhythmus. Unser »Bandenchef« bringt uns alle (wirklich alle) zum Mitmachen.
Berühmt macht uns das vielleicht nicht –


Band »Norbert« der Schule aM norBerthauS

Band »Norbert« der Schule aM norBerthauS

➼ Unser Profil
Psychosoziales Zentrum mit Tageszentrum, Beratungsstelle und Wohnstätte
Einrichtungen für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Menschen mit Behinderung
➼ Unser Tandem
Jessica Kusebauch – Sonderschulpädagogin
Nicola John – Musikschulpädagoge Fach Schlagzeug
➼ was schäTZT ihr an der arbeiT?
Wir schätzen sehr die tolle Ausstattung, insbesondere die Vielzahl und Vielfalt an Instrumenten sowie die gegebenen Räumlichkeiten im Konservatorium.
Die Rahmenbedingungen sind somit bestmöglich für uns gestaltet. Weiterhin schätzen wir sehr die tolle Zusammenarbeit im Tandem, welche auf Verlässlichkeit und gegenseitiger Wertschätzung basiert. Die Klientinnen und Klienten antworteten auf diese Frage, dass sie die feinfühlige Anleitung angepasst auf ihr Erkrankungsbild und das Integrieren ihrer individuellen Einschränkungen als wertschätzende Erfahrung ansehen.
Dies ermöglicht ein angenehmes und vertrauensvolles Gruppenzusammenspiel.
➼ welche hürden gab es?
Durch die guten Rahmenbedingungen (sehr gute instrumentelle und räumliche Ausstattung) erleben wir keine Hürden.
➼ was war eUer schönsTer bZw. überraschendsTes erlebnis?
Die vielen positiven Feedbacks nach unseren Auftritten, welche im internen Kreis oder im Stadtteil regelmäßig stattfinden. Die Klientinnen und Klienten sehen bei spontanen Auftritten die tolle Gruppenarbeit, auch ohne Tandempartner, als sehr bereichernd für das Zusammengehörigkeitsgefühl.
➼ was würdeT ihr eUch für »inklUsive:mUsik« noch wünschen?
Wir als Tandem und die Mitwirkenden sind sehr zufrieden mit dem Projekt! Durch die, wie bereits beschrieben, optimalen Bedingungen erleben wir die Arbeit im Rahmen des Projekts als rundum bereichernd und fortschrittlich im Sinne des inklusiven Gedankens.
➼ Unser Profil
in Rüdersdorf mit : Kreismusikschule Märkisch-Oderland
Einrichtung im Geschäftsbereich Wohnen und Assistenz: Wohnheim für Erwachsene mit Behinderung. Ambulant betreutes Wohnen für Menschen mit Behinderung
Leben in Wohngruppen und individuelle
Begleitung für jede Bewohnerin und jeden Bewohner
➼ Unser Tandem
Sabine Günsel – Heilerziehungspflegerin
Christiane StorekSchröter – Klavierund Gesangspädagogin, Elementare
Musikpädagogin und Musiktherapeutin
➼ Unser wöchenTliches angeboT
Musikalisches Nachmittagsangebot für die Menschen in den Wohngruppen
Singen, Tanzen, Spielen mit Orffschen
Instrumenten, RhythmikAngebote, Musizieren mit unkonventionellen Klangobjekten (z. B. Becher, Eimer).
➼ insTrUmenTe große Trommeln, Xylophone und Glockenspiele, OrffInstrumentarium
➼ grUPPe
10 bis 12 Erwachsene im Alter ab 18 bis ins Rentenalter
➼ ZielseTZUng:
Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit Instrumenten schulen rhythmische Fähigkeiten fördern Arbeit auf kleinere und größere Aufführungen hin
Auch besondere Begabungen werden gefördert: so erhält eine Bewohnerin Klavierunterricht.
➼ besonderheiTen:
Sehr unterschiedliche Grade der Behinderungen unterschiedliche Altersgruppen
➼ welche wirkUng haT das ProjekT?
Große Außenwirkung zum Jahresfest als besonderer Höhepunkt für die Bewohnerinnen und Bewohner
wöchentliche Treffen und die damit verbundene Freude auf die Musikstunde
Es ist eine feste Gruppe entstanden und die Teilnehmenden haben ihre besondere Fähigkeiten entdeckt, schöne Singstimmen oder auch die Fähigkeit, ein Instrument zu erlernen.
➼ was wünschT ihr eUch für die weiTere enTwicklUng?
Mehr Unterstützung bei der wöchentlichen Umsetzung
InhouseWeiterbildungen für das Kollegium
Weiterbildungen zum Thema Inklusion und Musik

Seit 2016 bezieht unsere Einrichtung Stephanus gGmbH Marienhaus aktive Unterstützung und Förderung von »Inklusive:Musik« des VdMK.
Die wöchentlich einstündige aktive Musikgruppe wird von den zehn teilnehmenden Bewohnerinnen und Bewohnern unserer Einrichtung sehr gut angenommen und hat sich als festes wöchentliches Angebot etabliert.
Begleitet wird das Angebot seit 2016 von Christiane Storek (Musikschullehrerin unterstützt vom VdMK) und von Sabine Günsel (Mitarbeiterin Stephanus gGmbH Marienhaus).
In unserer Einrichtung leben Erwachsene mit schwerer bis leichter Intelligenzminderung. Viele unserer Teilnehmer der Musikgruppe haben zudem eine Sprach und Sprechstörung sowie eine Sprachverständnisstörung.
In der Musikstunde arbeiten wir somit viel mit haltgebenden Strukturen, Symbolen, Farben, Piktogrammen, Jahreszeiten, alltäglichen Gegenständen, um das musikalische Angebot zu unterstützen und anschaulich, lebensnah und praktisch zu gestalten.
Ein Bestandteil unseres Angebots sind einfache rhythmische Übungen, welche durch ihren wöchentlichen Wiederholungscharakter die Konzentration der Teilnehmer aber auch das Aufeinander Achten und das Miteinander Spielen stärkt.
Klanggeschichten zu Jahreszeiten oder einfache und anschauliche Lieder unterstützen die Teilnehmenden dabei, sich gut auf das Klangerleben und die eigene Aktivität einzustimmen.
Auch aktivierende Angebote – wie Bewegungslieder, Liedgestaltung mit farbigen Tüchern oder einfache Tänze werden sehr gern angenommen.
Ein besonderes Highlight sind unsere alljährlichen Jahresfeste der Einrichtung. Gerne präsentieren sich unsere teilnehmenden Bewohnerinnen und Bewohner musikalisch im Rahmen des Festgottesdienstes. Dieser Auftritt wird meist über Monate zuvor regelmäßig geübt.
Ich schätze das kontinuierliche und verbindliche Angebot für unsere Bewohnerinnen und Bewohner und vor allem auch die Zusammenarbeit im Tandem. Das gibt der Gruppe einen sicheren Rahmen. Zudem zeigt sich gerade in der Kontinuität die Entwicklung. Gerade in dem letzten Jahr haben wir festgestellt, dass die teilnehmenden Bewohnerinnen und Bewohner in den musikalischen Angeboten viel konzentrierter agieren und einfache musikalische Aufgaben viel schneller aufnehmen und umsetzen können. Dadurch entstehen mehr Leichtigkeit und Freude im gemeinsamen musikalischen Spiel.

chriStiane StoreKSchröter Klavier und Gesangspädagogin, Elementare Musikpädagogin und Musiktherapeutin
Das Marienhaus blickt – eingebettet in die Stephanus Stiftung –auf eine sehr lange Tradition zurück. Im Jahr 1878 gründete der evangelische Pfarrer Ernst Gottlieb Berendt die Stiftung Bethabara. 1878 bis 1919 kamen verschiedene andere Einrichtungen dazu. 1936 musste die Stiftung drei Häuser an die NS Studentenschaft abgeben. Ab 1951 übernahm die Stiftung weitere Einrichtungen.
Unter anderem den Ulmenhof und ein Haus in Grünheide. 1963 gab sich die Stiftung den neuen Namen Stephanus Stiftung. In den 1970 Jahren wurde die Fürsorge für geistig behinderte Menschen intensiviert. Nun wurde auch das Marienhaus in die Stiftung mit einbezogen.
Als wir unsere Arbeit vor ca. neun Jahren begannen, lagen einige intensive Vorbereitungskurse hinter uns. Wir hatten ideale Bedingungen. Wir konnten uns unter vielen Orffschen Instrumenten die heraussuchen, die zu unserer Einrichtung und zu unseren Klienten passen würden. So hatten wir unter anderem große Trommeln, Xylophone und Glockenspiele zur Verfügung. Die Bewohner nahmen es sehr gut an. Wir probierten die Instrumente aus, sangen Lieder und spielten Begleitungen dazu. Es machte jede Woche immer wieder aufs Neue Spaß. Bald merkten wir: Einige Bewohner hatten ein tolles Rhythmusgefühl, andere konnten wunderbar singen. Für alle fanden wir die richtigen Instrumente. Ganz hoch im Kurs stehen nach wir vor die Trommeln. Wir entdeckten aber aber auch besondere Talente. Eine Bewohnerin lernt jetzt das Klavierspielen. Ein ganz wichtiges Ereignis sollte nun jedes Jahr uns vor die Herausforderung stellen, ein Lied oder ein Stück einzustudieren.
Das Jahresfest ist der Höhepunkt dieser Einrichtung. Hier findet ein Gottesdienst statt und es wird auf dem Innenhof gegessen und gefeiert. Alle Bewohner werden mit einbezogen und sind immer schon ganz aufgeregt. Im Frühsommer fangen wir auch in der Musikgruppe damit an, dies vorzubereiten. In jedem Jahr nehmen wir Bezug auf die entsprechende Jahreslosung. Im vergangenen Jahr lautete sie »Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen«.
Zu diesem Text nahm ich die Vorlage zu einem Kanon »Es tönen die Lieder« und entwarf einen Text: »Wir singen und klingen, wir loben und danken, Gott öffnet seine Türen und lädt alle herzlich ein.« Diese Zeilen wurden mit Gitarre, Glöckchen, Xylophon und Gebärdensprache begleitet. Jede Woche wurde daran geprobt und der Auftritt in der Kirche war ein schöner Erfolg.
Immer wenn ich in das Marienhaus gehe, empfinde ich Freude. Die Bewohner haben mich von Anfang an sehr gut angenommen und ich werde immer sehr herzlich begrüßt. In der Coronazeit war es sehr schwierig, da ich nicht in die Einrichtung durfte. So schickte ich kleine Sprachnachrichten und ein kleines Video in das Marienhaus, so dass sie mich in dieser Zeit auch mal hörten und sahen. Es war eine lange Zeit, aber die Freude, als wir wieder zusammen sein durften, werde ich so schnell nicht vergessen. Nun sind mir diese Stunden noch wertvoller geworden. Wir wünschen uns für die Zukunft viele schöne Stunden, viele schöne Weiterbildungen und vor allem, dass diese Möglichkeit, die wir hier haben, nie zu Ende geht.
Schülerin der alBert SchWeitzer
Schule herzBerg


Auftritt bei der Werkstattratssitzung der elSterWerKe gMBh herzBerg
Gruppe der regenBogenSchule
hennigSdorf


Zeichnung von MachtloS e. v. cottBuS
➼ Unser Profil
Sonderpädagogischer Förderschwerpunkt geistige Entwicklung
➼ Unser Tandem
Felix Noster – Förderschullehrer Musik
Matthias Peter – Instrumentalpädagoge
Fach Schlagzeug, Percussion
➼ Unser wöchenTliches angeboT
Bandarbeit
➼ grUPPe
12 Teilnehmende im jugendlichen Alter haben wöchentlich eine Doppelstunde
➼ ZielseTZUng des ProjekTs
Die Band bereitet immer wieder größere Auftritte vor, wie bei der Bundesfachtagung des VdM 2022.
Sie arbeitet intensiv musikalisch und dramaturgisch an Videoaufnahmen.
Die Band zeichnet sich durch experimentierfreudige Projekte wie Filmvertonungen, Theater etc. aus.
➼ besonderheiTen
Die von den Schülerinnen und Schülern selbst geschriebenen Titel werden ins Repertoire integriert.
➼ insTrUmenTe
Schlagzeug, EBass, EGitarre, Percussion, Synthesizer
➼ Unser Profil
Sonderpädagogischer Förderschwerpunkt geistige Entwicklung für Kinder und Jugendliche
➼ Unser Tandem
Luise Wächter – Musiklehrerin
Matthias Peter – Instrumentalpädagoge Fach Schlagzeug, Percussion
➼ Unser wöchenTliches angeboT
Wöchentliche Doppelstunde MusikAG
Je nach Entwicklungsstand reicht die Arbeit von einfachen Rhythmusübungen und Proben mit Stabspielen sowie elektronischen Instrumenten. Es gilt das Prinzip des Ausprobierens. So entsteht jeweils ein Ensemble mit klaren Vorlieben, sei es für Tasten oder Saiteninstrumente, für Percussion, Mallets (Xylofon und BassKlangstäbe) oder Schlagzeug.
➼ grUPPe
10 Teilnehmende im jugendlichen Alter mit zum Teil körperlichen sowie leichten geistigen Beeinträchtigungen
➼ ZielseTZUng des ProjekTs
Auch dieses Ensemble arbeitete zielorientiert auf den Auftritt der Bundesfachtagung des VdM in Potsdam im November 2022 hin. Für die Jugendlichen war es eine große Chance, vor großem Publikum und den Eltern zu performen. Auch bei Schulveranstaltungen tritt die MusikAG auf und wird vom Publikum gefeiert.
➼ besonderheiTen
Mit Beginn jedes neuen Schuljahres kommen in die MusikAG ganz andere Schülerinnen und Schüler. Als Besonderheit bietet sich in der Schule die Zusammenarbeit mit einer Tanzgruppe an. So wurde z. B. gemeinsam das Tanzstück »Die fliegenden Fische« entwickelt.
Die MusikAG komponierte die Musik dazu. Einer der Schüler aus der MusikAG (mit Beeinträchtigung aus der AutismusSpektrumStörung) nimmt erfolgreich Schlagzeugunterricht an der Kreismusikschule PotsdamMittelmark.
➼ Unser Profil
Förder und Beschäftigungsbereich für Erwachsene
Wohnstätten der Rathenower Werkstätten
➼ Unser Tandem
Markus Tecklenburg – Musikschulpädagoge, Pianist, Ensembleleitung
Mit Unterstützung durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wohngruppen
➼ Unser wöchenTliches angeboT
Elementares Musizieren und Bandspiel einfache Arrangements
➼ grUPPen
Vier Gruppen mit je 7 bis 10 erwachsenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern
➼ ZielseTZUng des ProjekTs
Über die Musik den Kontakt zu den einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmern herzustellen, um ihnen ein möglichst intensives Erleben von Musik, Klang und Interaktion zu ermöglichen.
➼ insTrUmenTe
Akkordeon, OrffInstrumente, Congas
➼ Unser Profil
Sonderpädagogischer Förderschwerpunkt geistige Entwicklung für Kinder und Jugendliche mit kognitiven und teils körperlichen Einschränkungen sowie auch schweren Mehrfachbehinderungen
➼ Unser Tandem
Julia Tack, Birgit Bartholmey, Maria Hube, Hans Krampulz, Nor Unterlass –
Förderschullehrerinnen und lehrer
Christoph Hengelhaupt – DiplomInstrumentalpädagoge (Hauptfach Schlagzeug)
➼ Unser wöchenTliches angeboT
Trommelunterricht mit aktuell vier Gruppen
Erarbeitung verschiedener Rhythmuspatterns, Ensemblespiel einfach arrangierter Trommelstücke, Bodypercussion Zusammenspiel von Körper, Stimme und Percussion
Spielen von Begleitrhythmen zu aktuellen Popsongs und bekannten Klassikern der Rock und PopLiteratur, Sprechen von Rhythmicals; Dabei hat es sich bewährt, die Schülerinnen und Schüler nach ihren Lieblingssongs zu befragen und daraus passende Titel auszuwählen.
Vorbereitung von Auftritten und Konzerten (z. B. »Musik ist Klasse«: jährliches Schulabschlusskonzert der Musikschule Hennigsdorf mit den Instrumentalklassen aller Hennigsdorfer Grundschulklassen, der Trommelgruppen der Regenbogenschule sowie der Rock und PopBands der Musikschule)
➼ grUPPen
Im Durchschnitt 10 Schülerinnen und Schüler (plus vier Erwachsene aus dem Tandem)
➼ alTerssTrUkTUr
10 bis 18 Jahre
➼ ZielseTZUng des ProjekTs
Ein wichtiges Ziel ist die Förderung der Musikalität der Schülerinnen und Schüler. Diese können durch praktisches Musizieren ihr musikalisches Empfinden und ihre musikalischen Fähigkeiten weiterentwickeln, wodurch Musik erlebbar und verständlich wird. Damit einher geht sowohl die Stärkung der Selbstwirksamkeit durch musikalische und gruppendynamische Erfolgserlebnisse sowie die Förderung der Teamfähigkeit, denn miteinander musizieren heißt aufeinander hören, miteinander agieren und voneinander lernen.
➼ besonderheiTen
Jede Gruppe ist anders, besonders und in ihrer jeweiligen Dynamik einzigartig, weil alle Schülerinnen und Schüler mit ihren ganz eigenen Voraussetzungen in den Unterricht kommen. Dies erfordert ein besonders hohes Maß an Einfühlungsvermögen und Binnendifferenzierung. Diesen Anforderungen versuchen wir nach bestem Wissen im Unterricht gerecht zu werden. Hilfreich ist hierbei der gute Betreuungsschlüssel.
➼ insTrUmenTe
Djembes, Congas, Cajons, Bongos, Caxixis, Marimbaphon, Surdos, Snare Drum, Boomwhackers, BassStäbe
➼ welche wirkUng haT das ProjekT?
Das Projekt wirkt zum überwiegenden Teil positiv auf die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler, was sich ganz individuell äußert. Viele von ihnen sind mit Freude dabei, begeisterungsfähig, zeigen ein gutes Erinnerungsvermögen für Rhythmen, Sprüche, Songs, bringen sich mit eigenen Ideen kreativ ein oder besitzen ein feines musikalisches Gespür. Z. B. werden bekannte Songs, die das erste Mal vorgespielt werden, am ersten Ton erkannt oder es wird bemerkt, dass ein Lied in langsamerem Tempo oder in einer transponierten
Version abgespielt wird. Aber auch auf die Schule wirkt das Projekt: Obwohl wir die Stunden und die Anzahl der teilnehmenden Klassen in den letzten Jahren aufgestockt haben, ist die Nachfrage immer noch größer als das Angebot. Und natürlich hat das Projekt auch eine Außenwirkung, wenn bei Konzerten ein öffentliches Publikum erreicht wird, wie z. B. beim gemeinsamen Schuljahresabschlusskonzert »Musik ist Klasse« der Instrumentalklassen der Hennigsdorfer Grundschule und den Trommelgruppen der Regenbogenschule.
Neben den positiven Aspekten für die körperliche, geistige und soziale Entwicklung der Kinder bringt ihnen der Musikunterricht vor allem jede Menge zusätzliche Freude und Abwechslung im Schulalltag.
Vor 10 Jahren haben wir mit zwei Klassen und zwei Unterrichtsstunden begonnen. Momentan erreichen wir mit drei über das »Inklusive:Musik«Projekt finanzierten Stunden vier Klassen. Unabhängig von der Förderung des VdMK bieten wir inzwischen noch eine weitere Trommelstunde an und ab dem kommenden Schuljahr werden außerdem noch zwei Stunden für ein Bandprojekt zur Verfügung stehen. Das musikalische Angebot hat sich also an der Regenbogenschule fest etabliert und es gibt eine anhaltende und steigende Nachfrage für das Projekt. Das bestätigt uns in unserer Arbeit und zeigt, wie wichtig musikalische Förderung ist.
➼ was wünschT ihr eUch für die weiTere enTwicklUng?
Wir wünschen uns, dass die Förderung des Programms nicht nur aufrechterhalten sondern auch noch ausgebaut wird, um der Nachfrage gerecht werden. Analog zu den landesweiten Instrumentenklassentreffen ist ein »Inklusive:Musik«Gruppentreffen in regelmäßigen Abständen wünschenswert.
Band »Inclumania« der niederlauSitzer
MuSiK und KunSt
Schule


Unterricht in der spreeSchule cottBuS

Musikgruppe »Jamboree«

➼ Unser Profil
Sonderpädagogischer Förderschwerpunkt
geistige Entwicklung für Kinder und Jugendliche
➼ Unser Tandem
Christiane StorekSchröter – Klavierund Gesangspädagogin, Elementare Musikpädagogin und Musiktherapeutin
Mit Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Werkstätten
➼ Unser wöchenTliches angeboT
Ergänzung im Musikunterricht, auch in Einzelbetreuung
➼ grUPPe
Im Kindesalter
➼ besonderheiTen
Den Kindern auch in der Einzelbetreuung die ganze Aufmerksamkeit widmen zu können, ist für mich eine schöne Aufgabe. Jedes dieser Kinder ist so einzigartig, dass ich manchmal staune, was sie schon gelernt haben oder wie sie auf mich reagieren.
➼ welche wirkUng haT das ProjekT?
Kinder, die schon längst Jugendliche sind und inzwischen die oberen Klassen besuchen, fragen oft nach dem Musikunterricht. Das zeigt mir immer wieder, dass dieses Projekt genau an der richtigen Stelle ankommt.
➼ Unser Profil
Sonderpädagogischer Förderschwerpunkt geistige Entwicklung für Kinder und Jugendliche
➼ Unser Tandem
Christine Guse – Sonderschulpädagogin
Katja FischerBrehm – Musikschulpädagoge
➼ Unser wöchenTliches angeboT
Arbeit mit Liedern und OrffInstrumenten zu bestimmten Themen im Unterricht
➼ grUPPe
Fünf Kinder
➼ alTerssTrUkTUr
Kinder der 1. / 2. Klasse
➼ ZielseTZUng des ProjekTs
Verbesserung der Wahrnehmung und der motorischen Fähigkeiten
Erkundung der Möglichkeiten des SelbstAusdrucks mit Musik
➼ besonderheiTen
Für alle Kinder der Klasse stellt das Thema Sprache und Sprechen eine große Herausforderung dar.
➼ insTrUmenTe
OrffInstrumente
➼ welche wirkUng haT das ProjekT?
Bei den Kindern stellt sich eine verbesserte Motorik ein. Den Kindern macht es großen Spaß, die Instrumente zu spielen und durch die Möglichkeiten zum Selbstausdruck verbessert sich auch das Selbstbewusstsein. Trotz Sprachschwierigkeiten beginnen die Kinder nach einer Weile, die Melodien mitzusingen.
➼ Unser Profil
Sonderpädagogischer Förderschwerpunkt geistige Entwicklung für Kinder und Jugendliche, Klasse 1 bis 12
➼ Unser Tandem
Antje Vesper – DiplomMusikpädagogin, Gruppenleiterin für Soziale Arbeit mit Musik und Musiktherapie
Nicola John – DiplomMusikpädagoge, Hauptfach Schlagzeug
➼ Unser wöchenTliches angeboT
Für zwei Trommelgruppen wöchentlich im Konservatorium
➼ Zwei grUPPen
Eine siebenköpfige Gruppe mit schwer mehrfach behinderten Kindern und Jugendlichen
Eine Gruppe mit neun Schülerinnen und Schülern der 9. und 10. Klasse
➼ alTerssTrUkTUr
14 bis 18 Jahre
➼ ZielseTZUng des ProjekTs
Erarbeitung von Trommelstücken, Mitwirkung je nach individuellen Möglichkeiten
➼ besonderheiTen
Die Gruppen werden von einem Tandem aus zwei Musikpädagogen angeleitet, musiktherapeutische Ansätze fließen mit ein. Die Schülerinnen und Schüler setzen verschiedene Ausdrucksformen ein, tanzen und singen zum Trommeln.
Die zweite Gruppe musiziert selbständig komplexe Rhythmen und trainiert somit Konzentration und Wahrnehmungsfähigkeiten. Die Stücke sind zum Teil schon recht anspruchsvoll
➼ insTrUmenTe
Djemben, Congas und Basstrommeln
➼ welche wirkUng haT das ProjekT?
Das Projekt erzeugt Lebensfreude, sensorische, mentale und psychische Aktivierung bei den Schülerinnen und Schülern. In der Schule wird das Projekt anerkannt und in den Schulalltag mit einbezogen.
Die Schülerinnen und Schüler mit zum Teil starken Beeinträchtigungen profitieren in besonderer Weise von den erlebten Rhythmen und Klängen, den spürund erfahrbaren Schwingungen und der erzeugten Resonanz. Freude und Verbundenheit stehen im Vordergrund. Es gelingt Schülern immer wieder, das Metrum konstant mit den Händen zu begleiten, auf Einsätze und Pausen zu reagieren. Die Toleranz für sensorische Wahrnehmung steigt. Das Projekt wird von allen Teilnehmern gern angenommen und im Kollegium unterstützt und geschätzt.
➼ was wUrde in den leTZTen Zehn jahren erreichT?
In öffentlichen Auftritten der Spreeschule oder des Konservatoriums sind die Gruppen fest integriert.
➼ was wünschT ihr eUch für die weiTere enTwicklUng?
Wahrnehmung und Umsetzung der Inklusion in der Musikschule
Sensibilisierung und Weiterbildung für MusikschulLehrerinnen und Lehrer
➼ Unser Profil
Förder und Beschäftigungsbereich für Erwachsene
➼ Unser Tandem Andrea Lüdecke – Ergotherapeutin
Falko Meyer – Musikschulpädagoge, Hauptfach Schlagzeug
➼ Unser wöchenTliches angeboT
Trommelprojekt in kleinen Gruppen
Inklusive Musik in der Zeesener Werkstatt des ASB
Das Angebot wurde sehr gut angenommen, gab es doch in der Werkstatt keine andere Abwechslung oder arbeitsbegleitende kulturelle Betätigung.
Wir hatten eine Struktur aufgebaut die es ermöglichte, dass an jedem Freitag zweimal zwölf Rehabilitanten zur Trommelgruppe kommen konnten.
Ersatzweise gab es einmal monatlich ein Angebot für den Personenkreis in der Fördergruppe, das auch Singen beinhaltete, mit Percussion an Cajon, Fässern, auf Bällen und gelegentlich Congas.
Es gab in beiden (eigentlich drei ) Gruppen immer wieder überraschende Momente:
➼ selbstvergessenes Tanzen
➼ unerwartetes Solotrommeln von sonst eher passiven Teilnehmern
➼ nahezu perfekte Stunden besonders am ersten Treffen nach den Ferien – als hätte alles Zeit gehabt zu »sacken«
➼ Trommler, die sich an nahezu jeden Rhythmus erinnerten, besonders unsere zwei blinden Teilnehmer
Die Freude der Teilnehmenden war enorm, auch die Vorfreude, wenn man sich an anderen Wochentagen oder in den Ferien über den Weg lief und immer gefragt wurde: Wann geht es wieder weiter? Schön war auch die Unterstützung vieler Kolleginnen,
die klaglos meine Arbeit übernahmen, wenn ich zur Musik ging, denn ich musste ja in den Produktionsbereich und hinterließ meine Schützlinge. Mit der Zeit nahm ich wahr, dass der Personenkreis der Interessenten größer war, als wir ermöglichen konnten in 90 min pro Woche.
Wechselnde Räume, notwendige Transporte der Instrumente, fehlende Unterstellmöglichkeiten, zusätzlicher Zeitaufwand durch Organisation, Möbelrücken, Schlüssel holen, Teilnehmer holen, Informieren ohne Telefon oder Mail, also strukturellen Hürden vor Ort.
Jetzt nach Corona ist die Situation verändert:
Die neue Struktur erreicht nun zweimal monatlich eine kleine gemischte Gruppe von sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmern im 14tägigen Rhythmus (gemischt bedeutet je zur Hälfte aus dem Arbeitsbereich bzw. Förderbereich). Jeweils einmal monatlich findet eine Musikstunde im Schwerbehindertenbereich statt (in zwei verschiedenen Häusern/Gruppen). Es gibt seit kurzem die Erlaubnis, wieder größere Räume und mehr Rehabilitanden zu erreichen, dazu bin ich aber leider aus Kräftegründen und Personalmangel (Arbeitsverdichtung) nicht in der Lage. Aufgrund der notwendigen Zustimmungen seitens der Eltern und Betreuer kann man nicht mehr ohne weiteres Fotos oder Videos machen, wodurch schöne Momentaufnahmen verloren gehen.
Das Projekt ist super! Wir wünschen uns, dass es weiter geht, denn die Freude der Teilnehmer ist unübersehbar. Ich persönlich, die ich in der Werkstatt schon viele Jahre als Gruppenleiterin arbeite, würde mir wünschen, dass es mehr, auch andere, arbeitsbegleitende Maßnahmen in unserer Einrichtung in Zukunft geben wird. Die Musik ist ausbaufähig, weil ich viele nennen könnte, die gerne mitmachen wollen.
andrea lüdecKe

Unterricht in der spreeSchule cottBuS
Schülerin der hanSaSchule

Gruppe der regenBogenSchule hennigSdorf


Schüler der offenen hilfen prenzlau der leBenShilfe ucKerMarK
herauSgeBer Verband der Musik und Kunstschulen Brandenburg 2023
redaKtion Katja Bobsin, Pia Wolff, Solveig Turschner
fotoS Uwe Hauth: Bilder Mitarbeiter*innen VdMK Brandenburg | Christoph Hengelhaupt: Band »Norbert« der Schule am Norberthaus (beim Bundesfachtag Inklusion des VdM 2022) und Regenbogenschule Hennigsdorf | Privat: Fotos von Martina Moriabadi, Kirstin Kusatz, Christiane StorekSchröter und Sabine Günsel | Bilder aus: Albert Schweitzer Schule Herzberg, Christophorus Werkstätten Fürstenwalde, Elster Werke Herzberg, HansaSchule Frankfurt (Oder), Offene Hilfen Prenzlau der Lebenshilfe Uckermark, Spreeschule Cottbus | Poster: Machtlos e. V. Cottbus
geStaltung formdusche Berlin
drucK Print Express Potsdam
Instrumentalspiel für Menschen mit Behinderung förderung
Das Programm wird mit Mitteln aus dem Förderprogramm »Musische Bildung für alle« durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg gefördert.
Die Fortbildungen im Rahmen von Inklusive:Musik werden vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg gefördert träger
Verband der Musik und Kunstschulen Brandenburg e. V.
