ZWISCHEN DEN ZENTREN Ideen für eine sportlichkulturelle Mitte
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Radebeul ist ein im Elbtal gelegenes Mittelzentrum und Teil der Stadtlandschaft Dresden. Eingebettet zwischen Elbauen im Süden und Lößnitzhängen im Norden, erstreckt sich der Radebeuler Siedlungsraum wie ein Band. Dieser Siedlungsraum ist polyzentral aufgebaut. Diese Situation begründet sich aus der schrittweisen historischen Entwicklung. Die acht historischen Dorfkerne sind heute noch städtebaulich ablesbar und leisten einen wichtigen Beitrag zur Identität der Stadt.
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Zuzüge: 57,3 / 1.000 Ew. Beschäftigungsquote
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Bildungswanderung Bildungswanderung
Arbeitslosenquote
SGB II-Quote
Kinderarmut
4,4%
45,5 m² Wohnfläche pro Person in Radebeul
Kultur Kirche
6,5%
15,5% Zuzüge: 57,3 / 1.000 Ew.
1,2% Fortzüge: 49,9 / 1.000 Ew.
Rund 34.000 Menschen Radebeul Deutschlanddurchschnitt
leben in Radebeul. Die soziale Lage lässt sich in weiten Radebeul 6,5% stabil beschreiben: Radebeul Teilen als Arbeitslosenquote 5,0% hat ein leicht positives Wanderungssaldo, 6,5% Arbeitslosenquote welches hauptsächlich durch Zuzug junger 5,0% Familien 8,2% sowie Menschen im Rentenalter SGB II-Quote getragen wird. Auffällig ist jedoch eine 3,7% 8,2% ausgeprägt negative Bildungswanderung, SGB II-Quote 3,7% viele junge Menschen verlassen die Stadt für Ausbildung oder Studium. 15,2% Dieser differenzierten Ausgangslage bei Kinderarmut der Altersstruktur trägt der Entwurf in 15,2% 4,4% Kinderarmut seiner Konzeption Rechnung. 4,4%
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Collage (Identitäten, Assoziationen)
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Historische Dorfkerne (um 1800)
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Kötzschenbroda und Alt-Radebeul, welche bereits im 20. Jh. eigenständige Städte waren, wurden über die Jahre weiterentwickelt und bilden die beiden ausgebildeten Zentren des heutigen Radebeul. Sie werden verbunden durch die zwei wichtigsten Lebensadern der Stadt, die Bahnstrecke Dresden-Leipzig, sowie die Meißner Straße. Geografisch im Zentrum befindet sich der Bahnhof Radebeul-Weintraube. Trotz dieser zentralen Lage sowie wichtigen Angeboten für Sport und Kultur, gibt dieser Stadtraum kein Bild einer Mitte ab. Diesen Widerspruch macht der diesjährige Ideenwettbewerb “Moritz-Ziller-Preis für Stadtgestaltung” zum Schwerpunktthema. Darüber hinaus sucht der Wettbewerb nach Antworten auf lokale Herausforderungen unter besonderer Berücksichtigung übergeordneter gesellschaftlicher, ökonomischer und klimatischer Entwicklungen.
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Altersarmut
Als Mittelzentrum übernimmt Radebeul Versorgungsfunktionen für den gehobenen 15,5% Altersarmut Bedarf 15,5% – über die eigene Stadtgrenze Altersarmut 1,2% hinaus. Das Bildungsangebot ist 1,2% und vielfältig nahezu flächendeckend: mehrere Gymnasien und ein Berufliches Schulzentrum sichern ein breites Spektrum an Bildungswegen. Ergänzt wird dies durch Kultureinrichtungen von überregionaler Bedeutung wie die Landesbühnen Sachsen und die Hoflößnitz sowie durch Sportstätten wie das Lößnitzstadion und die Schwimmhalle, die Menschen jeden Alters anziehen. Im Umfeld der Radebeuler Mitte zeichnet sich bereits heute eine Verdichtung sozialer Angebote ab. Der Entwurf greift dieses Potenzial auf und ergänzt es um weitere Sport-, Freizeit- und Kulturnutzungen. So entsteht eine kritische Masse an sozialer Infrastruktur, die die Neue Mitte zu einem funktionalen Zentrum mit Strahlkraft macht.
Bildungswanderung Soziale Infrastruktur (M 1:25.000)
MASTERARBEIT // SoSe26 // Rozália Csala & Valentin Sami Götze // Studiengang Stadt- und Regionalplanung (M.Sc.) // 1.Prüfer: V-Prof. Christoph Wessling / 2.Prüfer: Prof. Dr.-Ing. Bernhard Weyrauch
WAS SAGEN DIE ANALYTISCHEN SCHICHTEN ÜBER DIE STADT?
Die Neue Mitte versteht sich nicht als drittes oder überwölbendes Zentrum, sondern als Ergänzung um jene Nutzungen, die Radebeul-West und -Ost nicht aufnehmen können. Gegenüber den beiden etablierten Zentren hat die Mitte bislang kein eigenes Gewicht. Ihre Eigenständigkeit ist erst noch zu entwickeln. Grundlage dafür ist eine bewusste funktionale Abgrenzung: Die Stärken der anderen Zentren, Einkauf, Verwaltung, Urbanität und Repräsentation, bleiben dort, wo sie liegen. Die Neue Mitte setzt auf das, was sie besser kann: viel Grün, öffentliche Güter, Freiraum sowie Platz für Begegnung und Aneignung. Tatsächlich
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bedeutsame Einrichtungen in der Neuen Mitte vorhanden, wie etwa mit den Landesbühnen Sachsen, dem Elblandklinikum oder den Schulen. Dass der Ort dennoch kein Bild einer Mitte abgibt, liegt nicht am fehlenden Angebot, sondern daran, dass der Raum schlecht gefasst, der Öffentlichkeit kaum zugänglich ist und eine verbindende Linie zwischen den einzelnen Bausteinen fehlt. Geografisch steht die Neue Mitte an der Schnittstelle wichtiger Verbindungen. In Ost-West-Richtung verläuft die städtische Konzentration entlang der Meißner Straße, begleitet von Grünzügen im Elbtal. Ebenso wichtig sind die Nord-Süd-Bezüge: Der Elberadweg im Süden und die Weinterrassen mit Weinwanderweg sowie der Erholungsraum Lößnitztal im Norden sollen künftig besser miteinander verknüpft werden. Innerhalb dieser Kette wird die Neue Mitte zum lohnenden Zwischenhalt mit Aufenthaltsqualität – und zugleich zum Ort, an dem die für den Alltag wichtigen sozialen Ziele zusammenlaufen.
Verortung des Entwurfsgebiets mit Kontext(M 1:10.000)
Analyse Starkregen (M 1:10.000)
Analyse Lärm (M 1:10.000)
Analyse Kaltluft (M 1:10.000)
Abflussrichtung
ab 70 bis 74 dB(A)
Frischluftbahn
Anstauung von Wasser
ab 65 bis 69 dB(A)
Kaltluftbahn
Bereiche mit schneller Fließgeschwindigkeit
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Freiraumtypologien
*strategische Lärmkartierung (Lärmindex LDEN)
Trotz der Nähe zur Elbe liegt das Gebiet nicht in einem festgesetzten Überschwemmungsgebiet. Die maßgebliche Gefährdung geht von Starkregenereignissen aus, die als Folge des Klimawandels zunehmend häufiger auftreten. Niederschlagswasser strömt teilweise mit hoher Fließgeschwindigkeit aus dem Lößnitztal in Richtung des Entwurfsgebiets. Der Bahndamm wirkt dabei als Barriere, sodass sich das Wasser auf dem Gebiet aufstaut. Der Entwurf muss diese Problematik adressieren, mit besonderen Anforderungen an Flächenverbrauch und Topografie.
Das Gebiet liegt zwischen zwei Lärmquellen. Verkehrslärm kommt im Norden von der Meißner Straße (Staatsstraße). Als meistbefahrene Straße in Radebeul wirkt sie sich maßgeblich auf die Lärmbelastung im Gebiet aus. Von Süden wirkt der Schienenverkehr als Lärmquelle auf die Neue Mitte ein. Entlang der Bahntrasse gibt es keine Bebauung, die den Lärm abschirmen kann, daher sind die Freiflächen bis in die Tiefe des Gebietes von Lärm betroffen. Mit dieser doppelten Belastung muss der Entwurf umgehen, sowohl bei der Wahl der Nutzungen als auch bei der Anordnung der Gebäude.
Die Hänge der Lößnitz sind ein Kalt- und Frischluftentstehungsgebiet; die von dort ausgehenden Luftbahnen queren das Gebiet in NordSüd-Richtung. Anders als Starkregen und Lärm ist dies keine Belastung, sondern eine Qualität, die es zu erhalten gilt. Besonders bei immer regelmäßiger auftretenden Hitzeinseln in der Stadt, können Kaltluftbahnen Abhilfe schaffen. Bei neuen Planungen im Stadtgebiet ist ein Verständnis über den genannten Effekt wünschenswert. Die Zuordnung von Bebauung und Freiraum ist entsprechend an die Strömungsrichtung anzupassen.
Das Gebiet liegt zwischen zwei überörtlichen Verkehrstrassen: der Staatsstraße Meißner Straße im Norden und der Bahnstrecke Dresden–Leipzig im Süden. Diese Lage sichert eine hervorragende regionale Anbindung – zugleich zerschneiden beide Trassen den Raum. Der öffentliche Verkehr bindet Radebeul direkt an Dresden an: die S-Bahn auf der Relation Dresden– Coswig sowie die Straßenbahn entlang der Meißner Straße. Ergänzt wird dies durch Buslinien in NordSüd-Richtung, die unmittelbar am Entwurfsgebiet verlaufen. Bemerkenswert ist, dass diese Nord-SüdVerbindungen sonst nur an den beiden bestehenden Zentren ansetzen – ihr Halt an der Neuen Mitte unterstreicht deren Zentrumswirkung.
Deutliche Defizite bestehen dagegen im Fuß- und Radverkehr. Die Gehwege entlang der Weintraubenstraße sind sehr schmal. Im Radwegenetz bestehen zahlreiche Lücken: Der ausgewiesene Radweg durch das Gebiet verbindet zwar den Elberadweg mit der Lößnitz und den Weinbergen, befindet sich jedoch in baulich unzureichendem Zustand und bietet keine sichere und qualitätsvolle Verbindung.
Analyse Verkehr(M 1:10.000)
WELCHE LÄSST SICH DIE NEUE MITTE HEUTE BEWERTEN?
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Das Gebiet ist von zahlreichen Barrieren durchzogen, die zusammenhängende Wegeverbindungen verhindern: Die Bernhard-Voß-Straße endet als Sackgasse, brachliegende Flächen sind eingezäunt. Der S-Bahnhof Weintraube besitzt kein definiertes Eingangstor. Die Richard-Wagner-Straße wirkt hier eher wie eine Barriere und weniger wie eine Verbindung zum Bahnhof. Auch die Jugendherberge erreicht man nur über die stark befahrene Weintraubenstraße, an der ein angemessener Gehweg fehlt. Eine sichere Querung der Straße ist bislang nicht gewährleistet. Auto-Parkflächen beanspruchen einen großen Teil des Gebiets. Sie erzeugen Versiegelung und weisen deutliche Gestaltungsdefizite auf.
Zugleich verfügt das Gebiet über einen erheblichen Bestand an Qualitäten. Zahlreiche erhaltenswerte Bäume prägen die Freiflächen. Auf dem Gelände des ehemaligen Laborgebäudes befinden sich DDRMosaike als baubezogene Kunst. Die Vielfalt der Sichtachsen, welche sich aus verschiedenen Stellen im Gebiet ergeben, ist bemerkenswert: der Blick zur Dresdner Altstadt, in die freie Landschaft, über das Elbtal sowie hinauf in die Weinberge. Die identitätsprägenden Gebäude, wie etwa das Kroko-Fit oder die Landesbühnen Sachsen, stehen jeweils für sich. Zwischen ihnen besteht weder ein räumlicher noch ein inhaltlicher Zusammenhang. Nicht die Substanz fehlt, sondern die Verbindung.
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WELCHE STÄDTEBAULICHE THESEN LASSEN SICH AUS DER ANALYSE HERLEITEN?
Die Stadt weiterbauen. Das Stadtgefüge weist zwischen Elbtal und Weinberge teilweise Lücken auf. Durch die Ergänzung der neuen Baufelder wird die räumliche Verbindung zwischen Radebeul-Ost und -West gestärkt. (12 pt)
Radebeuler Körnung aufgreifen. Das Stadtbild prägen in besonderer Weise die regelmäßige Verteilung von Solitären entlang einer gemeinsamen Flucht auf großzügig geschnittene Baufelder. Die neuen Baufelder spiegeln die ortstypische kleinteilige Stadtstruktur der Radebeuler Villenbebauung wieder. Eigenständige Solitäre auf klar gefassten Parzellen sichern die Maßstäblichkeit und gestalterische Identität.
Schwarzplan Bestand (M 1:5.000)
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Private Rückzugsräume schaffen. Vectorworks Educational Version
Im Inneren der Baufelder entstehen geschützte Rückzugsräume. Sie bieten eine Ergänzung zu den robust nutzbaren und öffentlichen Räumen, die das grüne Band prägen. In den Höfen finden die Bewohner Möglichkeiten für Rückzug und nachbarschaftliche Begegnung.
Urbane Kante stärken. Klare Raumkanten definieren den Übergang zwischen Bebauung und Landschaftsraum. Die zusammenhängende Setzung der Baukörper fasst den öffentlichen Raum und erleichtert die Orientierung. Die Schwellenräume sind durch öffentliche Nutzungen aktiv bespielt.
Bestehende Infrastruktur nutzen.
Schwarzplan Entwurf (M 1:5.000)
Durch sparsame Umgang mit Flächen und Ressourcen wird die Nachverdichtung entlang bereits ausgebaute Trassen ermöglicht. Bestehende Infrastruktur wird aufgewertet. Neue Ergänzungen werden dort verortet, wo Lücken im System geschlossen werden können.
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Lücken im Stadtgefüge
Mobilität
Zwischen Elbtal und Weinbergen reiht sich die Radebeuler Bebauung entlang der Meißner Straße. In der Mitte reißt diese Reihe ab. Brachen, mindergenutzte Flächen und tiefe, nur von der Meißner Straße erschlossene Grundstücke bilden einen blinden Fleck zwischen den Zentren Ost und West.
Neu ausgebildete Verkehrs-Loops ermöglichen die Feinerschließung in das Innere der Neuen Mitte hinein. Wege an der Schwelle zum Freiraum sind verkehrsberuhigt. Der Mobility Hub am Saxoniaplatz bündelt den ruhenden Verkehr und macht den S-Bahn-Halt zum Eingangstor der Stadt.
Reparatur des Stadtgefüges
Hauptachse mit Querverbindungen
Neue Baufelder schließen die Lücken entlang der Meißner Straße. Sie greifen die Radebeuler Körnung auf und übersetzen die kleinteilige Villenstruktur in eigenständige Solitäre auf klar gefassten Parzellen. Die unterbrochene Reihe wird fortgesetzt und die räumliche Verbindung zwischen Radebeul-Ost und -West gestärkt.
Eine durchgehende Fahrrad- und Fußachse verbindet Radebeul-Ost und -West und erschließt zugleich alle Angebote im Gebiet. Zwei Unterführungen und neue Querwege binden die nördlichen Quartiere an.
Zusammenhängender Freiraum
Belebte Plätze und Ruhige Höfe
Aus den rückwärtigen Brachen entsteht ein durchgehender öffentlicher Freiraum entlang der Bahntrasse. Quer verlaufende Wege binden ihn an die Meißner Straße und die nördlichen Wohnquartiere an. Der Freiraum ist damit nicht länger Restfläche, sondern das tragende Gerüst des Quartiers.
Entlang der Achse folgen Plätze unterschiedlicher Größe und Atmosphäre aufeinander. Sie sind konsumfrei nutzbar und werden von den angrenzenden Erdgeschossen bespielt. Im Inneren der Baufelder entstehen geschützte Höfe als ruhiges Gegenüber zum robust genutzten öffentlichen Raum.
Städtische Kante, Bunter Freiraum
Differenziertes Freiraumgerüst
Die neuen Baufelder fassen den Freiraum zu einer klaren städtischen Kante. Ihre Erdgeschosse öffnen sich zum Band, sodass die Kante zur Vorderseite und nicht zur Rückseite des öffentlichen Raums wird. Der Freiraum dahinter bleibt bewusst vielfältig: Sport, Kultur, Spiel, Aufenthalt und Produktion liegen unmittelbar nebeneinander.
Der Freiraum ist nach Nutzung und Robustheit gestuft: Sportflächen, Wildblumenwiesen, Retentionsmulden und der wilde Saum entlang der Bahn. Die Mehrfachnutzung sichert Regenwasserrückhalt und Kaltluftbahn, ohne die Aufenthaltsqualität einzuschränken. Der erhaltenswerte Baumbestand bleibt Gerüst der neuen Gliederung.
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Masterplan (M 1:1.000)
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WIE FÜHLT SICH DIE NEUE MITTE AN?
Perspektive (P2) von der Jugendherberge auf den Bahnhofsvorplatz
Axonometrie: Jugendherberge und Bahnhofsvorplatz Besondere 30%
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Anteil der Nutzungen nach Art
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Das Bahnhofsumfeld wandelt sich vom Parkplatz, den die Synthese beschreibt, zum Stadtplatz. Entscheidend dafür sind die Eingriffe an der Richard-Wagner-Straße. Ihre Verlegung schafft zunächst Platz für einen Mobility Hub, der sämtliche Parkflächen bündelt. Dadurch werden erhebliche Flächenpotenziale frei, die für öffentliche Zwecke aktiviert werden können. Zugleich lösen die baulichen Änderungen die Problematik des Durchgangsverkehrs unmittelbar am Bahnhof auf: Die Straße ist künftig überwiegend dem ÖPNV gewidmet, und ihre Fläche wird auch gestalterisch in den Platz integriert.
Axonometrie: Generationenwohnblock
Die Erweiterungsbauten der Jugendherberge gruppieren sich um einen Hof. So sind die schutzbedürftigen Gruppen geschützt, während der öffentliche Raum klar gefasst bleibt. Alte und neue Gebäude sind dem Bahnhofsvorplatz zugeordnet – daraus entsteht die kleinstädtische Atmosphäre, die den Ort prägen soll. Die Bestandsbäume werden in Retentionsflächen eingebettet und tragen so zur Abkühlung des Platzes bei.
Im Osten ergänzen neue Solitäre eine bisher unvollständige Bestandsbebauung und fügen sie zu einem zusammenhängenden Stadtblock. Die Verdichtung bleibt dabei behutsam und beantwortet zugleich die lokalen demografischen Herausforderungen: kleine Grundrisse und Senioren-WGs schaffen genau jene Wohnformen, die im Bestand fehlen. Zwei der neuen Baukörper sind dem Triangelplatz zugeordnet und verbessern dessen räumliche Fassung. Der Moritz-Garte-Steg wird aufgewertet – er sichert die Wohnqualität innerhalb des Baufelds und stellt zugleich
Gewerbe 10%
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eine ansprechende Fußverbindung zwischen den wichtigen Ankerpunkten her. Am Übergang zwischen Meißner Straße und Fußverbindung tritt die Bebauung zurück. Indem sie die Flucht des Nachbargebäudes aufnimmt und das Eckgrundstück bewusst freilässt, entsteht unaufgeregt ein Freiraum, der zugleich als Vorplatz für die gegenüberliegenden Landesbühnen dient.
WAS LEISTET DIE NEUE MITTE?
Haus der Kultur und Geschichte Gewerbe & Produktion
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Kantine & Ausstellung
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Bahntrasse
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Private Vorzone
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Wissenschaftshof
16 m
4,5 m
Private Grün Rad Gehweg Vorzone
20 m
3,5 m
3 m
Auto
2,4 1,5 3 m
Tram
Tram
6 m
Auto Rad Gehweg
Private Vorzone
3 m 1,5 2,4
4,5 m
Schnitt AA: „Quartiersschnitt” (M 1:500)
WIE FÜHLT ES SICH IN DER NEUEN MITTE AN?
Perspektive(P1)von den Sportflächen auf den Platz der Kultur mit umgenutztem Laborgebäude sowie der Hoflößnitz Weinkellerei im Offenen Manufakturhof
Stralsund Nordhafen is located southeast of Stralsund’s old town, directly
on the Baltic Sea and opposite the island of Rügen. The site is characteri-
zed by important landmarks such as historic storage buildings and the harbor
crane, which play a key role in defining the identity of the area.
Axonometrie: Wohnen am Park Gewerbe 4%
Anteil der Nutzungen nach Art
Sozial 38%
Wohnen 48%
Hier stellte sich die Frage, wie die städtebauliche These mit dem Bestand in Einklang zu bringen ist. Das Baufeld liegt zentral im Gebiet und grenzt an eine Sportund Freizeiteinrichtung mit hoher Besucherfrequenz – trotz dieser Lage fehlte dem Teilbereich bisher jede räumliche Ordnung. Der Entwurf gliedert die einzelnen Bestandsgebäude in eine neu geschaffene Struktur ein. Die mittig gelegene Kita widerspricht der Idee der geschützten Höfe dabei nicht, sondern bestätigt sie: Ihre Nutzung profitiert von einem geschützten Hof ohnehin.
Zum Park hin öffnet sich das Baufeld über eine leichte Zurücksetzung der Bauflucht und eine Geste an der Ecke. So entsteht eine Querverbindung in die neuen Parkanlagen.
Axonometrie: Gewerbe- und Wissenschaftsquartier Sonder 14%
Sozial 15%
Anteil der Nutzungen nach Art
Gewerbe 71%
Auf Gewerbeebene wird die Radebeuler Körnung neu formuliert: größere Gebäudetiefen, keine Solitäre – und dennoch bleibt das Grundprinzip erhalten. Die Baukörper sind in der Höhe gestaffelt und betten sich so in die kleinteilige Radebeuler Siedlungslandschaft ein. An städtebaulich wichtigen Kanten akzentuieren viergeschossige Gebäude die Eingänge. Die bestehenden Gewerbenutzungen werden verdichtet. Großzügig geschnittene Innenhöfe ermöglichen den Gewerbetreibenden eine freie Aneignung für wirtschaftliche wie gemeinschaftliche Zwecke und bieten zugleich Raum für die Retention von
Kennzahl
Cafe zur Weintraube
Kroko-Fit Jugendherberge
Mobility Hub
22 m
Gehweg
Rad
Vorplatz
4 m
6 m
3 m
4 m
4,5 m
13 m
Schnitt BB: „Straßenschnitt” (M 1:200)
Gesamt
0,7 ha
1,7 ha
1,4 ha
4,83 ha
Wohnfläche
3315 m2
-
3475 m2
-
6790 m2
Wohneinheiten
48
-
52
-
100
Einwohner
74
-
76
-
150
330 m2
4285 m2
1605 m2
18750 m2
24970 m2
56
20
74
230
380
III - IV
II - III
II - III
I - IV
-
GRZ
0,3
0,3
0,2
0,94
-
GFZ
0.7
0,8
0,7
1,6
-
Geschossigkeit
Mischverkehr
Gewerbe und Wissenschaftsquartier
1 ha
PKW - Stellplätze
Vorzone
Wohnen am Park
Fläche
Gewerbefläche
H
GenerationenDJH wohnen Jugendherberge
Regenwasser. Ergänzend eröffnen großzügige Dachterrassen weitere Nutzungsmöglichkeiten. Die Anordnung der Baufelder bildet einen Gegenpol zum Haus der Kultur und Geschichte – zwischen beiden entsteht ein Platz.
Städtebauliche Kennzahlen