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UNMAG Sommer 2026

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Eine WM wie noch nie!

Österreich nach 28 Jahren wieder dabei

HOFER ist offizieller Frische-Partner

des ÖFB

Alle kaufen alles ein zum HOFER Preis. HOFER steht für unschlagbare Frische zum unschlagbaren HOFER Preis und ist Österreichs Frische-Partner Nummer 1, wenn es darum geht, Qualität und Genuss zu vereinen.

Seit 2024 sind wir stolzer offizieller FrischePartner des ÖFB und damit mitten im Spiel, wenn es um Leidenschaft, Teamgeist und echte Höchstleistungen geht. Ob packende Zweikämpfe, spannende Tore oder Gänsehaut-Momente in der letzten Minute – Fußball verbindet, begeistert und bringt die Österreicher:innen zusammen. Gemeinsam mit dem ÖFB feiern wir Frische, Fußball und unvergessliche Momente!

Nun geht es demnächst ans Eingemachte, wenn das Austro-Team den besten Fußballern der Welt gegenübersteht. Um auch bei den HOFER Kund:innen Vorfreude zu wecken, gibt es seit dem 18. Mai

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GEWINNE

Studentenleben

Editorial 04

Kontakt & Impressum 04

Die Serienstarts im Sommer 06

Die UNIMAG-Bucket-List 08

Der große WM-Guide 10

UNIMAG-Festival Guide 50

Branchen mit Chancen: Wo Jobs mit Zukunft entstehen 24

Nachhaltigkeit & Purpose: Karriere mit Sinn 36

Data Literacy: Mit Daten Geld verdienen 43

Interessante Arbeitgeber stellen sich vor 48

www.pefc.at Das Österreichische Umweltzeichen für Druckerzeugnisse, UZ 24, UW 686 Ferdinand Berger & Söhne GmbH.

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Fotos: (c) UNIMAG, (c) fizkes - istock

CREDITS

Anzeigen & Kooperationen:

Philipp Ossberger

Harald Jamer

w: www.unimag.at w: www.trainees.at m: partner@unimag.at t: 0664 234 19 70

Redakteure der Ausgabe:

Heinz Peter Krieger

Sebastian Wolking

Lektorat:

Heinz Peter Krieger

Coverfoto: (c) UNIMAG GmbH

Herausgeber & Verleger:

UNIMAG GmbH

Diefenbachgasse 54/13 1150 Wien

Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz:

Informationen zum Medieninhaber sind ständig und unmittelbar unter uni.mg/ impressum abrufbar.

© 2026 UNIMAG GmbH

Die abgedruckten Artikel geben manchmal, aber nicht immer, die Meinung der Herausgeber wieder. Für unverlangt eingesandte Artikel wird keine Haftung übernommen. Alle Rechte vorbehalten.

Liebe Studis!

Der Sommer 2026 kommt nicht leise. Er bringt den Anpfiff in Nordamerika und Festival-Bühnen quer durch Europa – manchmal beides am selben Wochenende. Hörsaal, Stadion, Mainstage –alles will gleichzeitig in deinen Sommer-Kalender.

Unter dem Motto „Spielfeld. Bühne. Du.“ begleiten wir dich durch beides. Im großen WM-Guide feiern wir mit dir Österreichs erste WM-Teilnahme seit 1998 – das letzte Mal, als unser Team bei einer WM dabei war, hattest du wahrscheinlich noch keine Schultasche. Wir erklären die Gruppe J mit Argentinien, Algerien und Jordanien, stellen dir die zentralen Spieler aus Ralf Rangnicks Team vor und zeigen, wie du 104 Spiele in vier Zeitzonen einigermaßen wach durchstehst.

Ein paar Seiten weiter wartet der Festival Guide 2026 mit allem, was diesen Sommer auf den Bühnen zwischen Feldkirch und Nickelsdorf, zwischen Costa Barcelona und kroatischer Adria los ist.

Im Karriereteil zeigen wir dir, wo der Arbeitsmarkt 2026 wirklich Talente sucht. Wir beleuchten drei Trends parallel: Welche Branchen krisenfest bleiben – von Logistik über Consulting bis zur Wirtschaftsprüfung, warum Diversität und Nachhaltigkeit längst echte Wettbewerbsvorteile sind und welche Türen dir Data Literacy heute öffnet.

Viel Freude beim Lesen, ein paar Tore für Österreich und einen traumhaften Sommer!

SERIEN STARTS

In der Wirtschaft treten die Streaming Wars gerade in eine vorentscheidende Phase ein. In eurem Wohnzimmer auch? Aber egal, welche Plattform eure Bildschirme momentan bereichert, UNIMAG hat den passenden Serien-Tipp. Hier ist unsere garantiert KI-freie Empfehlungsliste.

Not Suitable for Work Fünf Workaholics in ihren Zwanzigern wollen in Manhattan durchstarten und jagen ganz nebenbei auch ihrem privaten Glück hinterher. Comedy im Big Apple – das hat schon bei Friends, Seinfeld, How I Met Your Mother und Brooklyn Nine-Nine wunderbar funktioniert – ist eine Rezeptur, die man gar nicht versalzen kann. Oder doch? Einfach ab Anfang Juni bei Disney+ nachprüfen. // Start: 2.6. – Disney+

Every year after Herzschmerz trifft Nostalgie: Im malerischen Seeort Barry‘s Bay erleben Percy und Sam ihre erste große Liebe, bis sie sich nach einem Schicksalsschlag aus den Augen verlieren. Jahre später treffen sie sich am selben Ort wieder und knüpfen an alte und neue Gefühle an. Die Serie basiert auf dem Roman „Every Summer after“ der kanadischen Schriftstellerin Carley Fortune, der auf TikTok heiß lief. // Start: 10.6. – Amazon Prime

John Sugar (S02)

Colin Farrell spielt einen Privatdetektiv im neondunklen Los Angeles. Die erste Staffel traf auf ein geteiltes Echo: Farrells schauspielerische Leistung wurde gepriesen, ebenso Stil und Look der PseudoKrimiserie. Am irren Twist aber schieden sich die Geister, denn John Sugar ist in Wahrheit ein Außerirdischer (!). In Staffel 2 muss die Alien-Spürnase einen neuen Vermisstenfall in L.A. aufdecken. // Start: 19.6. – Apple TV+

House of the Dragon (S03) Episch soll sie werden, die Seeschlacht in der „Gurgel“. Fantasy-Fans erfahren in Staffel 3, wie es mit Otto Hightower weitergeht. Die Hauptrollen in „House of the Dragon“, das den Niedergang des Hauses Targaryen 200 Jahre vor den Geschehnissen in „Game of Thrones“ erzählt, spielen weiterhin die Drachen, die auf dem Bildschirm die beste Flugschau seit Top Gun abliefern. // Start: 22.6. – Sky

Star Trek: Strange New Worlds (S04) Bislang konnte die zwölfte Star-Trek-Serie überzeugen. Jede Episode ein eigenes Abenteuer, die Grundstimmung hell, nicht düster und die Crew der Enterprise rund um Captain Pike, „Number One” Riley, Spock und Uhura klickt atmosphärisch. Niemand erwartet, dass Staffel 4 mit dem Erfolgsprinzip bricht. Für Trekkies ist die WGKostümparty zum Staffelstart Pflicht. // Start: 23.7. – Paramount+

kau gut NEU in

der Dose

Die UNIMAG-Bucket-List:

Dinge, die du als Student getan haben musst

Koch-WM austragen

Sport und Ernährung gehören zusammen. Warum also nicht während der Fußball-WM eine kulinarische Weltreise unternehmen und lecker kochen? Zum Eröffnungsspiel in Mexiko saftig-scharfe Enchiladas. Einen herzhaften Plov, wenn Usbekistan spielt, eine Thieboudienne für Senegal, selbstgerolltes Sushi bei Japan und natürlich das Wiener Schnitzel beim Österreich-Spiel. Ganz Magenmutige trauen sich sogar an den Haggis beim Schottland-Match heran. Mehr WM-Gerichte gibt‘s auf Seite 22.

Fundgrube einrichten

Bond - Connect Memories

Random-Zugreise unternehmen

Jahresticket in die Hose stecken, in einen Regionalzug steigen und die Haltestelle nach dem Zufallsprinzip auswählen. Eine, an der man zum ersten Mal in seinem Leben aussteigt und sonst auch nie ausgestiegen wäre, nur um dann über Wege und Felder zu stromern und vergessene Winkel vom Heimatplanet Erde zu entdecken. Die gänzlich unglamouröse Zufalls-Zugreise ist eines der letzten großen Abenteuer des 21. Jahrhunderts.

Das Prinzip ist so einfach, und die Umsetzung des Prinzips im Prinzip auch: Legt in eurer WG oder Wohnung einen Platz als Fundgrube fest. Das kann eine neongrüne Schale sein, das Regal in der Küche oder die zweite Schublade des Badezimmerschränkchens, egal. Dort kommen alle Schlüssel, Handys, Brillen oder Ringe hin, die irgendwo anders liegengeblieben sind. Jeder weiß sofort, wo er nachschauen muss, wenn er etwas vermisst. Simple Idee, große Wirkung!

Noch ein soziales Netzwerk, really? Ja, aber diesmal eines, das die Brücken in die reale Welt nicht abreißt. Die User:innen posten Fotos, Videoclips, Texte oder Sprachaufnahmen und die KI schlägt anhand derer echte Erlebnisse vor. Wer häufig Konzertfotos postet, dem werden Gigs in der Nähe ans Herz gelegt, wer gerne seinen Mittagstisch per Handykamera verewigt, der bekommt Tipps zu leckeren Restaurant-Neueröffnungen in der Stadt.

Die Online-Postings, genannt Memories, münden also in neue Erlebnisse in der Offline-Welt – am besten zusammen mit Freunden und Bekannten, die auch bei Bond unterwegs sind und ähnliche Interessen haben. Man tauscht sich hier innerhalb kleiner Gruppen von Gleichgesinnten aus statt mit dem Schleppnetz immer mehr Follower aus dem großen Ozean fischen zu wollen.

Kein Feed voller konkurrierender Postings, kein nächtliches Doomscrolling – stattdessen Inspiration und tiefere Verbindungen, so die Theorie.

Es gibt aber einen Haken: Die Bond-App ist brandneu, startete erst Ende April mit Fokus auf den US-Markt. Funktioniert das Konzept, dürfte sie aber rasch ihren Weg nach Europa finden.

Das Dreckige muss ins Runde!

Wirf deinen Tschick ins Aschenrohr, sonst € 70 Strafe!

Hol dir alle Tipps von Chef-Trenner Herbert Prohaska.

Es geht los: Am 11. Juni startet die 23. Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko und sie wird bis 19. Juli dauern. Diese WM wird anders – so groß wie noch nie. Und das in jeder Hinsicht: mehr Teilnehmer als je zuvor (48 Mannschaften), eine dreistellige Anzahl an Spielen (104), die sich auf vier Zeitzonen verteilen, sowie drei Gastgeberländer mit insgesamt 16 Stadien.

Das kann man großartig finden oder auch größenwahnsinnig. Der WM-Spielplan wird für manches WG-Zimmer zu groß ausfallen, um ihn noch an einer Wand unterzubringen. Und während FIFA-Präsident Gianni Infantino gewohnt bescheiden von „104 Super Bowls in one month“ träumt, fragen sich Fußballfans, wann sie während der WM zum Schlafen kommen sollen.

Bis zu sechs Spiele an einem Tag und 13 (!) unterschiedliche Anstoßzeiten werden es auch „Allesschauern“ schwer machen, den Überblick zu behalten und ihrer Passion zu folgen.

Beispiel: Am 17. Juni geht es nach mitteleuropäischer Sommerzeit um Mitternacht los, Österreichs Auftaktspiel gegen Jordanien ist um 6 Uhr morgens schon das dritte Spiel des „Tages“. Von 19 Uhr bis 4 Uhr in der darauffolgenden Nacht geht es mit vier Spielen weiter. Eine WM für „Lerchen“ und „Eulen“ gleichzeitig – wer soll das schaffen?

Die Lösung: Das Beste daraus machen und auf sommerliche Klasse statt Fußballmasse setzen. Also: Zusammen mit anderen Highlights herauspicken, die Spiele persönlich gestalten – und die Massen-WM in eine individuelle Sommer-Party verwandeln!

Um aus 48 Mannschaften den Weltmeister zu ermitteln und allen Teams mindestens drei Spiele zu garantieren, musste auch der Spielplan ordentlich aufgebläht werden. Die WM startet mit zwölf Vorrundengruppen mit jeweils vier Teams. Österreich wurde in die Gruppe J mit Argentinien, Algerien und Jordanien gelost.

Bei der WM 2022 in Katar ging es nach der Vorrunde noch übersichtlich weiter: Die ersten beiden Mannschaften einer Gruppe kamen weiter, die dritt- und vierplatzierten Teams schieden aus. Da erwischte es bei den letzten beiden Weltmeisterschaften auch mal unsere erfolgsverwöhnten Nachbarn aus Deutschland.

Das ist nun anders. Außer den Gruppenersten und -zweiten erreichen auch die acht besten Gruppendritten die folgende K.o.-Runde. Nur die vier schlechtesten Gruppendritten und alle Gruppenvierten scheiden aus dem Turnier aus. Alles klar?

In den Stadien und auf euren WM-Partys geht es für viele nun erst richtig los. Die weitergekommenen Mannschaften treffen sich in den folgenden K.o.-Runden, zuerst im neu eingeschobenen „Sechzehntelfinale“. Der Sieger kommt eine Runde weiter, der Verlierer scheidet aus – wenn es sein muss, nach Verlängerung und Elfmeterschießen. Nicht jedes Spiel wird zum Drama, aber in jedem ist eins möglich!

Es hat tatsächlich 28 lange Jahre gedauert, bis wir bei einer WM wieder mit der österreichischen Nationalelf fiebern können – zum ersten Mal in diesem Jahrhundert. Aber was heißt „wieder“: Wer heute studiert, hat eine österreichische WM-Teilnahme in der Regel nicht einmal im Kindergartenalter erlebt. Jetzt ist Österreich endlich auf der ganz großen Fußballbühne dabei. Das darf und soll gefeiert werden!

Was macht ein Tor unvergesslich? Richtig, es muss nicht schön sein –aber wichtig und entscheidend. So war es am 18. November 2025, als Österreichs Nationalmannschaft im Wiener Ernst-Happel-Stadion im letzten WM-Qualifikationsspiel lange 0:1 gegen Bosnien-Herzegowina zurücklag. Unser Team drohte die direkte Qualifikation zur WM 2026 zu verspielen.

Bis zur 77. Minute: Marcel Sabitzer flankte von links, Marko Arnautović bedrängte den bosnischen Torhüter Vasilj, zwischen dessen Beinen der Ball aufsetzte und an die Latte flog. Diese nutzte das mit Unterstützung des Torhüters netterweise zur Vorlage für den heraneilenden Michael Gregoritsch, der den Abpraller mit Willen, Wucht und linkem Fuß ins Tor drosch. Kein Kunstwerk, aber ein Ereignis – denn dank dieses Kraftakts ist Österreich zum ersten Mal seit 1998, damals in Frankreich, wieder bei einer Fußball-WM dabei. „Gregerl“ sei Dank!

- aus einem denkwürdigen Abend im Happel-Stadion

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Fünf Spieler standen in allen acht Qualifikationsspielen auf dem Feld, weitere vier Akteure waren siebenmal dabei. Man sieht, Trainer Ralf Rangnick hat ein Team mit einem stabilen Gerüst zusammengestellt. Dazu kommen weitere Leistungsträger wie der lange verletzte Mannschaftskapitän David Alaba.

Michael Gregoritsch, FC Augsburg

Engagierter, spielstarker Stürmer, der oft vor anderen weiß, wo es auf dem Platz gefährlich wird (das 1:1 gegen Bosnien-Herzegowina!). Hat in der WM-Qualifikation nicht nur das letzte entscheidende, sondern auch das erste Tor erzielt – und wird es wieder tun.

Konrad Laimer, Defensivspieler bei Bayern München

Laufstarker Vielkönner, auf allen möglichen Positionen einsetzbar, zuverlässig und dann noch überall spielstark.

Marcel Sabitzer, Mittelfeldspieler bei Borussia Dortmund

Wird als Allrounder oder potenzieller Anführer gesehen, stimmt oft beides. Versteht ein Spiel, kann den Ball schnell weiterspielen, deshalb ein 1A-Vorbereiter (das 1:1 gegen Bosnien-Herzegowina!), torgefährlich dazu.

Romano Schmid, Mittelfeldspieler bei Werder Bremen

Bei Österreichs Nationalteam derzeit möglicherweise glücklicher als bei Werder Bremen.

Toller Balleroberer, was er gemeinsam hat mit …

Nicolas Seiwald, Mittelfeldspieler bei RB Leipzig

Balleroberer, Dauerbrenner und Kilometervernichter.

Marko Arnautović, Roter Stern Belgrad & Österreichs Rekordnationalspieler

War bei der letzten WM-Teilnahme Österreichs 1998 neun Jahre alt, aber noch nicht im Team, obwohl es sich fast so anfühlt. Immer noch hochgradig engagiert und torgefährlich.

Hat Toni Polster als Rekordtorschützen der Nationalmannschaft abgelöst.

Christoph Baumgartner, offensiver Mittelfeldspieler bei RB Leipzig

Immer einsatzwillig, oft torgefährlich, mit ihm spielt jeder gerne. Gegen ihn nicht so viele.

Philipp Lienhart, SC Freiburg. Zuverlässiger Innenverteidiger Muss man nicht für einen reinen Innenverteidiger halten, weil er nicht nur kampfstark, sondern auch ausgesprochen passsicher ist.

Stefan Posch, FSV Mainz 05

Kann alles, was ein Verteidiger können muss. Technik kann er auch.

David Alaba, noch bei Real Madrid, Verteidiger, Mittelfeldspieler, Kapitän Hält die aktuelle Nationalmannschaft Österreichs für die beste, die es je gab. Mit ihm ist sie noch stärker.

Auch wenn unser Team es noch Österreich-typisch spannend machte: Es war eine erfolgreiche und gute Quali. Den ersten Platz in der europäischen Qualifikationsgruppe H sicherte es sich mit sechs Siegen, einem Remis und nur einer Niederlage.

Zwar fehlten unter den Gegnern mit Bosnien-Herzegowina, Rumänien, Zypern und San Marino die ganz großen Fußballnamen. Aber immerhin warf Bosnien-Herzegowina nach dem zweiten Platz in der Gruppe in den anschließenden Play-offs Wales und den viermaligen Weltmeister Italien aus dem Rennen.

Begonnen hat die WM-Reise im Juni 2025 in Wien mit einem verdienten 2:1 gegen Rumänien. Die Mannschaft von Ralf Rangnick legte vier weitere Siege nach (inklusive eines 10:0 über San Marino) und freute sich über eine fast schon ungewohnt souveräne Tabellenführung, bis sie in Rumänien das erste (und einzige) Spiel in der WM-Qualifikation verlor.

Nach einem Auswärtssieg auf Zypern folgte die bekannte 1:1-Zitterpartie gegen Bosnien-Herzegowina – und die Tickets Richtung USA, Kanada und Mexiko konnten gebucht werden. Das heißt, erst einmal in die USA, denn dort finden alle drei Vorrundenspiele Österreichs statt. Wie auch das Finale … ;-)

Trainer Ralf Rangnick: In Deutschland hatte er als Vereinstrainer den Ruf eines „Fußball-Professors“, was oft respektvoll und noch etwas häufiger befremdet klang. Außer für sein sagenhaftes Taktikwissen war er für eine gewisse Sturheit mit Hang zum Funktionärequälen bekannt. Als er 2022 Nationaltrainer in Österreich wurde, hielten das deshalb viele für einen Irrtum mit Ansage.

Es kam anders: Er formte mit Akribie ein Team, das sich erst für die EM und dann für die WM qualifizierte und schlug Vertragsangebote aus dem Ausland aus.

Und wenn er das Nationalteam wegen einer Verletzung nicht zu Fuß coachen kann, macht er das im Stadion eben per E-Bike.

Österreich hat bei der WM-Auslosung die Gruppe J erwischt, mit Titelverteidiger Argentinien, Algerien und WM-Neuling Jordanien. Die ersten beiden der Gruppe kommen auf jeden Fall eine Runde weiter, außerdem die acht besten Gruppendritten aus den zwölf Vierergruppen. Aber auf diese Lotterie sollte man nicht hoffen.

Die Chancen? Ok, Argentinien geht nicht gerade als Außenseiter durch, realistischer als der Gruppensieg ist deshalb Platz zwei in der Gruppe vor Algerien. Im bislang einzigen Duell zwischen diesen Ländern bei der WM 1982 gewann Österreich 2:0. Wer das Team aus Nordafrika unterschätzt, ist allerdings selbst schuld. Zur Erinnerung: 2022 wurde das Nachbarland Marokko WM-Vierter!

In der nächsten Runde – dem neu eingeführten Sechzehntelfinale – wartet auf den Sieger unserer Gruppe J der Zweite aus der Gruppe H und umgekehrt. Das hätte einfacher sein können: In der Gruppe H spielen unter anderem Spanien und Uruguay. Um den derzeit wieder bärenstarken Spaniern aus dem Weg zu gehen, wäre Platz 1 in der Gruppe J vermutlich doch eine gute Idee.

Also: Das erste Spiel am 17. Juni gegen Jordanien gewinnen und Sicherheit holen. Am 22. Juni gegen Argentinien auf ein Unentschieden oder einen Sensationssieg hoffen. Immerhin neigt die südamerikanische Fußball-Großmacht zu Vorrunden-Ausrutschern. Sollte sich die Gelegenheit bieten: Da sein und ausnutzen! Das Duell gegen Algerien am 28. Juni könnte das entscheidende für das Weiterkommen in die K.o.-Runden sein. Und ab dann ist – gerne ohne, sonst eben gegen Spanien – immer alles möglich.

ARGENTINIEN

ALGERIEN

JORDANIEN

ÖSTERREICH

17. JUNI

22. JUNI

28. JUNI

JORDANIEN

ARGENTINIEN

ALGERIEN

for the race. See you at Spielberg on June 28th

Eine WM mit 48 Teams, zwölf Vorrundengruppen und 104 Spielen gab es noch nie. Allein für die Vorrunde braucht es 72 Spiele, um ganze 16 Mannschaften ausscheiden zu lassen. Hier fallen also nur Vorentscheidungen und es gilt, Prioritäten zu setzen. Wir helfen euch dabei und sagen, welche Vorrundenspiele ihr euch auf jeden Fall anschauen solltet, welche ihr verschlafen dürft oder heiße Tipps fürs Public Viewing sind. Alles so subjektiv wie möglich!

ZEICHENERKLÄRUNG

Unbedingt anschauen

Do., 11. Juni, 21 Uhr

Auf zum Public Viewing Für Nachteulen Kannst du verschlafen Für Frühaufsteher

So., 14. Juni, 0:00 Uhr

So., 14. Juni, 3:00 Uhr

Mo., 15. Juni, 4:00 Uhr

Di., 16. Juni, 21:00 Uhr

Mi., 17. Juni, 3:00 Uhr

Mi., 17. Juni, 6:00 Uhr

Mi., 17. Juni, 22:00 Uhr

Mexiko – Südafrika

1:0-Sieg Mexikos gegen Deutschland bei der WM 2018: Die Seismologen in Mexiko konnten nach dem entscheidenden Tor ein leichtes Erdbeben messen und führten das auf den Jubel der Fans zurück. Das gibt einen Eindruck vom Ausmaß der Fußballbegeisterung im diesjährigen Gastgeberland – Eröffnungsspiel auf keinen Fall verpassen.

Brasilien – Marokko

Der Rekordweltmeister gegen den WM-Vierten von 2022, Spielsysteme aus Südamerika und Afrika – das macht eine WM aus. Wenn keine Prüfung ansteht: anschauen. Und dann ins Bett gehen, …

Haiti – Schottland

… denn das Duell von Haiti gegen Schottland hat sicher seine Reize (zum Beispiel die trink- und sangesfreudigen schottischen Fans), aber zu wenige, um die weitere Nacht zu opfern.

Schweden – Tunesien

Siehe Haiti vs. Schottland, aber ohne Fans aus Schottland.

Frankreich

– Senegal

Einer der Top-Favoriten gegen Senegal, das in diesem Jahr den Titel im Afrika-Cup gewann, der später wieder aberkannt wurde. Drama (vielleicht).

Argentinien – Algerien

Tut uns leid, das muss sein: Zwei unserer Gruppengegner treten gegeneinander an und müssen analysiert werden. Genießt Alkohol dabei nur in Maßen, denn …

Österreich

– Jordanien

… um 6:00 Uhr morgens steht das erste Spiel unseres Teams gegen Jordanien an! Vorher Wecker, Beamer und Kaffeemaschine testen.

England – Kroatien

Wird England endlich zum zweiten Mal Weltmeister?

Heute gibt’s erste Hinweise.

Sa., 20. Juni, 2:30 Uhr

Sa., 20. Juni, 22:00 Uhr

Mo., 22. Juni, 19:00 Uhr

Di., 23. Juni, 5:00 Uhr

Do., 25. Juni, 0:00 Uhr

Do., 25. Juni, 22:00 Uhr

Sa., 27. Juni, 2:00 Uhr

So., 28. Juni, 4:00 Uhr

So., 28. Juni, 21:00 Uhr

Brasilien – Haiti

Anschauen, weil es Brasilien und Wochenende ist.

Deutschland – Elfenbeinküste

Deutschland, bei den letzten beiden Weltmeisterschaften in der Vorrunde ausgeschieden, zeigt, was es kann, oder es liegt eine Sensation in der Luft – wir wissen es nicht.

Argentinien – Österreich

Für solche Spiele qualifiziert man sich für eine WM! Rausgehen, anschauen, alle.

Jordanien – Algerien

Unser nächster Gegner. Ein Spiel für hartgesottene Analysten, die es allen anderen anschließend bitte bei Tageslicht erklären.

Schottland – Brasilien

Wegen der schottischen Fans und Brasilien (siehe oben).

Ecuador – Deutschland

Schafft Deutschland es gegen das südamerikanische Team in die K.o.-Runde oder …?

Uruguay – Spanien

Zum Glück am Wochenende: Zwei der möglichen Gegner Österreichs im Sechzehntelfinale spielen hier (vielleicht) um den Gruppensieg in Gruppe H.

Algerien – Österreich

Zum Glück auch am Wochenende: Jetzt gilt’s – Österreich spielt um den Einzug in die K.o.- Runde. Und hat anschließend hoffentlich Grund für eine Sonntagmorgen-Party!

Erstes Spiel im Sechzehntelfinale

Die K.o.-Runde beginnt. Ab jetzt ist jedes Spiel wichtig – haltet durch!

Eine fünfeinhalbwöchige Fußball-WM im Frühsommer – das verspricht jede Menge Spaß und Party. Blöd nur, wenn anstehende Prüfungen in die Spielzeiten grätschen. Prokrastination ist ein schwerer Gegner. Wir geben Tipps, wie du Runde für Runde siegreich aus dem Duell hervorgehst.

Kein Binge-WM-Watching

Behandle den WM-Spielplan wie einen Stundenplan und suche dir einige für dich wichtige Spiele aus – z.B. entscheidende Matches oder Spiele deiner Lieblingsmannschaften. Für alles andere gibt es Zusammenfassungen. Wichtig: Halte dich an deine Vorauswahl, auch wenn das Lernen gerade schwerfällt.

Fußball als Belohnung

Schaue keine Spiele nebenbei, sonst wird die WM zur Dauerablenkung. Setze dir Lern- und Tagesziele, z.B.: drei Kapitel durcharbeiten und eine Zusammenfassung erstellen oder elf Übungsaufgaben lösen. Erst dann den Fernseher einschalten oder raus zum Public Viewing – auch wenn du mal eine Halbzeit verpasst.

Halbzeit-Pomodoro

Modifiziere die Pomodoro-Technik (25 Minuten konzentriertes Arbeiten, fünf Minuten Pause) in zwei 45-minütige Lernhalbzeiten mit 10–15 Minuten Unterbrechung. Danach kannst du WM-Zwischenstände checken oder kurz Highlights schauen – bevor es mit der nächsten Pomodoro-Halbzeit weitergeht.

Konzentriert ins Spiel gehen

Bereite dich auf wichtige und schwierige Themen vor den Spielen vor. Nach einem aufregenden WM-Match wird es deinem Gehirn schwerfallen, wieder auf konzentriertes Lernen umzuschalten. Die Nachspielzeit ist eher die Zeit für (Lern-)Wiederholungen.

Smartphone auf die Bank

Sei ein konsequenter Teamchef und schicke das Handy vom Platz, wenn du lernst. Live-Ticker wegklicken, Benachrichtigungen ausschalten, das Smartphone außer Sicht- und Reichweite legen. Das entscheidende Match ist deine Prüfung, nur auf sie bereitest du dich jetzt vor.

Schlaf nicht auswechseln

Mute dir keine Nachtspiele zu, wenn am folgenden Tag wichtige Lernzeiten oder Prüfungen anstehen. Übermüdet hast du keine Chance. Ausgeschlafen bist du fit fürs Prüfungsfinale – und kannst dich anschließend motiviert in die WM stürzen.

Wichtige Spiele werden im Kopf gewonnen, das gilt erst recht für Prüfungen. Darum braucht der Kopf das richtige Brainfood. Süßes und Fastfood sind keine guten Energiespender. Zucker putscht zum Beispiel nur kurz auf, es folgt aber bald das nächste Leistungstief. Am besten sind einfache, selbst zubereitete Gerichte mit frischen Zutaten. Eine gute Wahl sind proteinreiche Nahrungsmittel und komplexe Kohlenhydrate. Sie lassen den Blutzuckerspiegel und damit die Konzentration langsam ansteigen, ohne dass er schnell wieder zusammenfällt.

Zu empfehlen sind z.B.:

• Vollkornreis & Vollkornnudeln

• Gemüse

• Hülsenfrüchte

• Leinsamen und Kürbiskerne

• Vollkornbrot

• Kartoffeln

• Beeren

• u.v.m.

Die erste WM fand in Uruguay statt. Von 13 teilnehmenden Ländern kamen nur vier aus Europa, da die Reise äußerst beschwerlich war. Belgien, Frankreich und Rumänien teilten sich die Schiffs-Passage. Im Finale setzte sich Gastgeber Uruguay gegen Argentinien mit 4:2 durch.

Österreich qualifizierte sich achtmal für eine WM, in den Statistiken stehen aber nur sieben Teilnahmen. Nach dem „Anschluss“ 1938 löste sich der ÖFB auf. Aus zwei Nationalteams wurde eine Truppe geformt – die schon in Runde eins gegen die Schweiz ausschied.

Die WM 1950 in Brasilien war die bislang einzige ohne Finale – der Sieger wurde in einer Finalrunde ermittelt. Im Maracanã hätte Brasilien ein Remis gereicht, doch Uruguay siegte 2:1 vor 200.000 Fans. Seither spielte Brasilien nie mehr in Weiß.

1954 besiegte Deutschland im „Wunder von Bern“ den Favoriten Ungarn. Ein Vorteil: Bei Regen und tiefem Boden spielte das Team in Adidas-Schuhen mit neuen Schraubstollen, über die Ungarn noch nicht verfügte.

1974 qualifizierte sich das erste und einzige Mal die DDR für eine WM – ausgerechnet in der Bundesrepublik, wo beide Teams in dieselbe Gruppe gelost wurden. Die Sensation: Die DDR siegte 1:0. Weltmeister wurde am Ende dennoch die BRD um Franz Beckenbauer durch ein 2:1 über die Niederlande.

WM 1978, Zwischenrunde in Córdoba: Das bereits ausgeschiedene Österreich traf auf Titelverteidiger Deutschland, der noch auf das Finale oder Platz drei hoffte. Hans Krankl entschied das Duell spät mit dem 3:2 und schickte Deutschland heim. Bis heute berühmt: die Radioreportage von Edi Finger – „I wer‘ narrisch!“

Gelbe und Rote Karten kamen erst zur WM 1970 in Mexiko. Die erste Gelbe sah der Sowjet Kakhi Asatiani – Rote Karten blieben bei diesem Turnier noch in den Taschen der Schiedsrichter. Das erste „Rot“ gab es dann 1974 für den Chilenen Carlos Caszely.

WM 1982, Vorrunde in Gijón: Deutschland führte gegen Österreich früh 1:0 – ein Ergebnis, das beide weiterbrachte. Danach passierte fast nichts mehr. Trotz Pfiffen flog Algerien durch den „Nichtangriffspakt“ raus.

Österreich war bislang zum letzten Mal dabei, kam aber nicht über die Vorrunde hinaus. Toni Polster erzielte gegen Kamerun seinen einzigen Treffer dieser WM. Ein Trostpflaster nach dem Abstieg seines Vereins. Zuvor war seine Single „Toni, lass es polstern“ erschienen.

WM 2014, Halbfinale in Belo Horizonte: Gastgeber Brasilien zerbrach mit einem 1:7 gegen Deutschland – die größte Tragödie seit 1950. Bis heute steht „Sete a um“ (7 zu 1) für jedes Desaster, kleine Pannen heißen spöttisch „Gol da Alemanha“.

Zeitverschiebungen und viele Anstoßzeiten machen Public Viewing 2026 anspruchsvoll, aber in Österreich gibt es gute Optionen.

Donauturm / Immersive Center und Donauturm-Garten, Centimeter-Gasthäuser, Charlie P’s, Champions Sports Bar, Salettl am Campus, Ulrich & Erich, das Café Kosmos u.v.m.

Im Schubertkino am Mehlplatz sowie in verschiedenen Sportbars und Lokalen.

Die Sandburg an der Donaulände; außerdem Wels mit großem Public Viewing.

Vorplatz der Red-Bull-Arena; spätere Anstoßzeiten möglich; Österreich vs. Argentinien als Highlight.

Eine Fußball-WM ist auch kulinarisch eine herausfordernde Zeit. Zwischen den Spielen studiert man möglicherweise auch noch – da bleibt meist nur wenig Zeit für ausführliche Essensvorbereitungen. Tiefkühlpizza und Fastfood vom Imbiss um die Ecke werden jedoch bald fad. Süße und salzige Snacks aus der Folie oder Tüte zehren auf Dauer ebenfalls an eurer WM-Kondition.

Eine Idee, die Spaß macht: Sich bei angebotenen oder mitgebrachten Speisen von den Ländern inspirieren lassen, die im Fernsehen extra zu eurem Rudelgucken antreten. Wir fangen mit einer ganz unvollständigen Auswahl an und sind uns sicher, dass euch auch noch passende Getränke dazu einfallen.

Bei den Spielen Österreichs werden sicher die meisten von uns mitfiebern, also ist hier Abwechslung gefragt. Käsekrainer sind nicht nur lecker, sondern stabile, aufrechte Kerle. An ihnen kommt kaum ein Nicht-Vegetarier vorbei, selbst dribbelstarke Fans mit guten Vorsätzen scheitern regelmäßig. Eine vorbereitete Brettljause kommt dagegen fast leicht daher und eignet sich auch für Spiele zu Frühstückszeiten. Süße Alternativen sind die Klassiker Kaiserschmarrn für die fluffigen Duelle oder Palatschinken. Seitdem Michael Gregoritsch gebeichtet hat, dass er vor seinen Spielen gerne Palatschinken mit Nutella verzehrt, können wir nur sagen: Wir machen mit, Gregerl – und tun es für Österreich!

Unser erster Gegner Jordanien soll auf dem Speiseplan nicht fehlen, auch wenn das Spiel schon um 6 Uhr morgens unserer Zeit beginnt. Da eignet sich köstlicher Hummus, der in Jordanien auch zum Frühstück serviert wird. Kibbeh ist eine tolle Fleischlaberl-Alternative: Bulgur, Hackfleisch und Zwiebeln werden gepresst und dann frittiert. Kichererbsen-Bällchen, als Falafel bekannt, sind ebenfalls ausgesprochen WM-kompatibel.

Mit Argentinien droht uns ein schwerer Gegner und auch vor Empanadas, den saftig gefüllten Teigtaschen, können wir nur den Hut ziehen. Chorizo-Baguettes sind etwas schneller zubereitet und versprechen würzige 90 Minuten.

Die kulinarische Reise führt uns von Süd- über Mittelamerika ins Gastgeberland Mexiko. Tacos und Tortillas zu vielen Toren versprechen auch in eurer WG allerbeste WM-Stimmung.

Weiter nördlich geht es in die USA und wir geben zu: Es wird nicht die erste WM sein, bei der wir gerne mal einen Cheeseburger oder Spareribs verdrücken. Bagels sind wiederum für Frühstücksspiele geeignet.

Was viele nicht wissen: New York und Montreal wetteifern um den Ruf, die besten Bagels anzubieten. Deshalb reservieren wir sie für Spiele des dritten Gastgeberlandes Kanada. Ebenso wie Lachs, der, wenn er frisch ist, zugegebenermaßen nicht aus Amerika stammen wird.

Wenn es um die Küche Japans geht, müssen wir wohl nur wenige von Sushi überzeugen.

Vom Vorrundenspiel Japan gegen die Niederlande reisen wir direkt in deren Nachbarland Belgien. Pommes frites nach Art der belgischen Frietjes zubereitet sind eine in zwei Durchgängen frittierte Köstlichkeit!

Die französische Küche ist so reich, dass sie hier nicht fehlen darf. Allerdings ist sie nicht wirklich auf Fußballabende ausgerichtet. Quiches und Baguettes mit französischem Käse passen aber zu jedem Spiel. Und der WMSpielplan will es so, dass ein Croissant im Morgengrauen für manches Frühstück reichen muss.

Spezialitäten aus Deutschland wollten wir auch gerne vorstellen. Aber kurz vor Redaktionsschluss erreichte uns, was Michael Gregoritsch gegenüber einer Zeitung feststellte: „Jedes Gericht, das die Deutschen für sich beanspruchen, machen die Österreicher besser.“ Nichts für ungut, liebe Nachbarn.

Auf Pizza, vor einem Spiel gemeinsam belegt, wollen wir hingegen nicht verzichten. Ja, wir wissen, dass Italien sich erneut nicht für die WM qualifizieren konnte. Aber wir bedauern das und hoffen, dass sich das bald wieder ändern wird.

In diesem Sinne: Arrivederci!

Branchen mit Chancen

Wo Jobs mit Zukunft entstehen

KI und Automatisierung verändern klassische Berufsbilder. Doch sie schaffen für Technik-, ITund Wirtschaftstalente auch neue Chancen. Wir zeigen, auf welche Branchen Studierende und Absolvent:innen weiter setzen können und welche Bereiche die besten Aufstiegschancen versprechen.

Österreich steht vor Herausforderungen: Seit 2023 durchlebt das Land laut Oesterreichischer Nationalbank (OeNB) die längste Rezession der Zweiten Republik und die digitale Transformation verändert den Arbeitsmarkt massiv.

Dort, wo innovatives Denken, Problemlösungskompetenz, Kundenverständnis, technologische Expertise und datengetriebene Lösungen gefragt sind, setzen Wirtschafts- und MINT-Absolvent:innen aber schon jetzt entscheidende Impulse. Wir haben Expert:innen gefragt, worauf es in ihren Branchen in der Zukunft ankommen wird, und wagen mit ihnen einen Blick in die Glaskugel.

Energiebranche –intelligente Versorgung

Die Energiewirtschaft wandelt sich rasant. Früher prägten große Kraftwerke das Bild der Branche, heute arbeitet sie an äußerst „smarten“ Projekten. Der Druck aufgrund schwindender Energiereserven zwingt sie dazu. Digitale Technologien helfen schon jetzt, die vorhandenen Energieressourcen intelligent und möglichst effizient einzusetzen.

Um eine stabile und sichere Stromversorgung zu gewährleisten, müssen zum Beispiel die Einspeisung und der Verbrauch der Energie in intelligenten Netzen („Smart Grids“) gesteuert werden. Allein Wärmepumpen und E-Autos werden künftig große Mengen Strom beanspruchen. Deshalb zählen Netzausbau oder der flächendeckende Ausbau und Betrieb von Ladestationen zu den Herausforderungen der Branche.

Neue Schnittstellen durch IT und KI

Das geschieht zwar mit umfassenden Lösungen mithilfe von IT und KI, dies schafft gleichzeitig aber neue Schnittstellen, Anforderungen und Verantwortlichkeiten. Denn die Energiesysteme sind ein extrem sicherheitskritischer Bereich.

Zudem ist der Umbau der Energiewirtschaft keine rein digitale, sondern eine ganz handfeste Herausforderung. Es müssen Infrastrukturen geplant, aufgebaut und betrieben werden. Das wird das Energiesystem auf Dauer tiefgreifend verändern – und damit auch die bei Energieunternehmen gefragten Berufsbilder und Profile. Für Hochschulabsolvent:innen entstehen daraus sehr gute Perspektiven.

Weitere Projekte im Energiesektor finden sich in Bereichen wie Geothermie, klimaneutral mit „grünen“ Gasen betriebenen Kraftwerken, Agrarphotovoltaik-Anlagen in der Landwirtschaft, Solarparks, Fernkälte-Lösungen für eine umweltfreundliche Gebäude-Klimatisierung oder Großwärmepumpen.

So entstehen im Energiesektor laufend neue Jobs mit sich verändernden Schwerpunkten – und immer mehr Jobprofile, bei denen sowohl technisches Wissen als auch IT-Know-how gefragt ist.

Logistik – Chancen für Wirtschafts-, Technik- und IT-Expert:innen

Ohne eine perfekt gesteuerte Logistik läuft in der Wirtschaft gar nichts: Ihre Aufgabe ist, Lieferketten und die Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungsketten zu gewährleisten und ständig zu optimieren.

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Der Umbau der Energiewirtschaft ist keine rein digitale Herausforderung. «

Das gilt für die Logistik- und Transportbranche genauso wie für die Logistikbereiche in den einzelnen Unternehmen. Die komplexen Prozesse in der Beschaffung, der Produktion, dem Vertrieb und der Entsorgung werden erst durch eine funktionierende Logistik ermöglicht. Dabei überwachen automatisierte Prozesse die Lieferketten (Supply Chains), selbststeuernde Systeme identifizieren kontaktlos Güter und Waren.

Was die Logistik besonders spannend macht: Hier begegnen sich ganz unterschiedliche Branchen und die verschiedenen Bereiche der Wertschöpfung. Einstiegschancen gibt es deshalb sowohl für Wirtschafts- als auch für Technikund IT-Expert:innen. Und das wird auch so bleiben.

Lösungen entlang des Material- und Warenflusses

„In der Logistik gestalten Absolvent:innen intelligente Automatisierungs- und Softwarelösungen entlang des gesamten Materialund Warenflusses – von der Planung bis zum laufenden Betrieb. Dabei arbeiten sie an praxisnahen, komplexen Aufgaben und bringen ihre technischen, digitalen oder wirtschaftlichen Kompetenzen gezielt ein“, erläutert Ingo Spörk, Vice President Human Resources beim Technologieunternehmen KNAPP.

Bei international agierenden Unternehmen wie KNAPP kommt als weiterer Reiz der globale Einsatz der Technologien hinzu: „Sie werden weltweit im Handel, in der Industrie und im Gesundheitswesen genutzt und haben unmittelbaren Einfluss auf den Alltag von Millionen Menschen. Gleichzeitig bietet die Branche internationale Projekte, frühe Verantwortung und vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten“, so Ingo Spörk weiter.

Intelligente digitale Technologien

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Forschung lebt von Vielfalt

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Absolventinnen und Absolventen aus Technik, IT und Wirtschaft werden nach seiner Ansicht auch in Zukunft stark gefragt sein: „Die Logistik wird durch Automatisierung, Digitalisierung, künstliche Intelligenz und globale Vernetzung zunehmend komplexer. Technische Kompetenzen sind nötig, um intelligente Systeme zu entwickeln und zu betreiben. IT-Know-how für Software, Daten und digitale Prozesse und wirtschaftliches Verständnis sind erforderlich, um Projekte, Abläufe und Wertschöpfung effizient zu steuern.“

Gute Aussichten für Berufseinsteiger:innen also, zumal auch Themen wie Nachhaltigkeit, Resilienz und Effizienz an Bedeutung gewinnen und den Bedarf an qualifizierten Fachkräften langfristig erhöhen.

Zentrale Rolle von Automation und Robotik

Automation und Robotik spielen schon heute eine zentrale Rolle in der Logistik. „Sie ermöglichen effiziente, skalierbare und zuverlässige Prozesse, steigern Produktivität und Qualität und entlasten Menschen von körperlich belastenden oder repetitiven Tätigkeiten. Angesichts wachsender Volumina, steigender Anforderungen und Fachkräftemangel sind sie ein entscheidender Erfolgsfaktor der Branche und Grundlage für ihre zukünftige Entwicklung“, so Ingo Spörk.

Da digitale Lösungen und intelligente Systeme eine zentrale Rolle in der Logistik spielen, sucht die KNAPP AG derzeit besonders Absolvent:innen mit Schwerpunkt IT und Softwareentwicklung. „Darüber hinaus sind wir stark an Talenten aus den Bereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Automatisierungs- und Robotiktechnik, Mechatronik sowie technischer Informatik interessiert.

Auch Absolvent:innen aus Logistik, Mathematik und Telematik sind gefragt“, stellt Human-Resources-Experte Spörk fest.

Handel – traditionsreiche Branche mit Zukunft

Handelsunternehmen sind ganz besonders auf eine funktionierende Logistik angewiesen. Denn wenn sie die gewünschten Produkte nicht bereitstellen oder liefern können, wenden die Kund:innen sich schnell einem anderen Anbieter zu. Das gilt im stationären wie im Online-Handel. Dazu ist der Handel eine der ältesten Branchen überhaupt – und eine mit Zukunft.

Absolvent:innen finden hier abwechslungsreiche Jobs in ganz unterschiedlichen Bereichen – direkt am „Point of Sale“ oder in den Zentralen. Spannende Aufgaben warten in Vertrieb, Einkauf, E-Commerce, Finance und Controlling, Logistik, Category Management, Marketing, Kommunikation oder HR.

„Der Handel ist für Absolvent:innen attraktiv, da er ein dynamisches, lebendiges und sehr praxisnahes Umfeld bietet. Besonders der Lebensmittelhandel ist stark im Alltag der Menschen verankert, weil es um Versorgung, Nähe, Verfügbarkeit und Kund:innenerlebnis geht“, stellt Emanuel Apfl-Trompeter fest, Teamleiter im Bereich Talent Acquisition Zentralbereiche der REWE International AG. „Lebensmittel und Handel werden langfristig relevant bleiben, auch wenn sich einzelne Geschäftsmodelle, Kanäle und Prozesse weiter verändern.“

Immer in Bewegung

Berufseinsteiger:innen bietet der Handel ein Arbeitsfeld, das ständig in Bewegung ist: „Kund:innenverhalten, Sortimente, Preise, Digitalisierung und Effizienzanforderungen verändern sich laufend. Gerade diese Verbindung aus stabiler Grundrelevanz und hoher Veränderungsdynamik macht die Branche spannend“, sagt Apfl-Trompeter.

„Besonders attraktiv ist, dass der eigene Beitrag rasch sichtbar wird. Entscheidungen bleiben nicht theoretisch, sondern zeigen Wirkung in der Filiale, im Sortiment, in der Logistik, in digitalen Services und letztlich bei den Kund:innen. Der Handel bietet damit ein Umfeld, in dem Absolvent:innen früh Verantwortung übernehmen und konkret mitgestalten können.“

Prozesse weiterentwickeln

Derzeit verändern sich viele Tätigkeiten im Handel. Digitalisierung, Automatisierung, KI und Data Analytics entwickeln Prozesse weiter. Der Handel wird künftig noch stärker datenbasiert gesteuert werden, so der REWE-Teamleiter:

„Das betrifft Sortimente, Preise, Aktionen, Kund:innenverhalten und Prozesse etwa in den Bereichen Supply Chain und Logistik. Deshalb braucht es Absolvent:innen, die offen für neue Entwicklungen sind und Zusammenhänge rasch verstehen.“

Wichtig ist im Handel auch die Fähigkeit, bereichsübergreifend arbeiten zu können: „Der Handel funktioniert über viele Schnittstellen hinweg. Es geht nicht darum, in jedem Bereich Spezialist:in zu sein, sondern Entwicklungen im Handel rasch zu verstehen und daraus tragfähige Lösungen abzuleiten. Absolvent:innen werden auch künftig gefragt sein – besonders wertvoll sind Nachwuchskräfte, die wirtschaftliches Denken, technologische Offenheit und Umsetzungsstärke miteinander verbinden“, sagt Emanuel Apfl-Trompeter voraus.

Consulting – Bedarf an externer Beratung

In den Unternehmen gibt es einen kontinuierlichen Bedarf an externer Expertise und kompetenter Beratung. Deshalb besteht keine Gefahr, dass dem Consulting Themen, Projekte und vor allem Aufträge ausgehen könnten. In praktisch allen Branchen stellen Firmen ihre Geschäftsprozesse und Business-Modelle auf den Prüfstand. Die digitale Transformation, KI und die Notwendigkeit, nachhaltig zu wirtschaften, beschleunigen diese Entwicklung weiter. Unternehmen stehen vor immer komplexeren Herausforderungen und es kommen verlässlich ganz neue Themen auf die Agenda.

Die komplexen Projekte, die Consultants bearbeiten, lassen sich immer häufiger nur durch interdisziplinär zusammengesetzte Beratungsteams lösen. Im Consulting kommt es auf analytische Fähigkeiten an. Deshalb haben in der Beratungsbranche – lange Zeit vor allem eine Domäne von Wirtschaftsabsolvent:innen – inzwischen auch Absolvent:innen mit einem guten Studienabschluss in einem der MINT-Fächer ausgezeichnete Chancen.

Bei Trends up to date sein

Klassische Beratungsfelder sind die Prozessberatung und Strategieberatung, doch die Aufgaben für Consultants sind so vielfältig wie die Branchen und Herausforderungen der Unternehmen.

Vor allem die IT- und Technologieberatung steht im Fokus vieler Consulting-Projekte, aber auch Nachhaltigkeitsberatung und der sparsame und verantwortliche Umgang mit Ressourcen spielen eine immer größere Rolle.

Zentral ist im Consulting, bei aktuellen Trends und technologischen Entwicklungen stets up to date zu sein. Diese Herausforderungen werden sich angesichts des Tempos der Veränderungen und Transformationen eher noch verstärken. Dafür werden die Beratungsprojekte auch immer spannender und vielseitiger, die Lernkurve in der Beratungsbranche ist extrem steil.

 Fortsetzung auf Seite 32

Karrierewege bei KNAPP im Bereich Software & IT

Code, der die Welt bewegt

Neue Technologien entdecken, kreative Lösungen gestalten und die digitale Zukunft aktiv mitprägen – genau das macht eine Karriere im Bereich Software & IT bei KNAPP aus. Hinter jeder automatisierten Lagerlösung steckt intelligente Software, die Prozesse vernetzt, Abläufe beschleunigt und unseren Alltag einfacher macht.

Weitere Infos hier

Technologie trifft Realität

Die Softwarelösungen von KNAPP begegnen uns täglich. Sie sorgen dafür, dass Online-Bestellungen bei E-Commerce-Unternehmen wie Zalando schnell ankommen, Regale bei Lebensmittelhändlern wie SPAR gefüllt bleiben und Medikamente weltweit zuverlässig verfügbar sind.

Als eines der größten Technologieunternehmen in der Steiermark bietet KNAPP im IT-Bereich ein Umfeld, das internationale Projekte, modernste Technologien und langfristige Perspektiven vereint.

Mehr als 2.300 Kolleg:innen arbeiten hier an innovativen Softwarelösungen, von der Entwicklung über das Projektmanagement bis zum Einsatz direkt beim Kunden.

Vielfältige Karrierewege

Die Möglichkeiten im Softwareund IT-Bereich sind so vielseitig wie die Projekte selbst: Ob Software Development, IT-Projektmanagement, System Engineering oder Commissioning, bei KNAPP arbeiten unterschiedlichste Rollen eng zusammen, um komplexe intralogistische Systeme zum Leben zu erwecken.

Was sie verbindet? Der Anspruch, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die funktionieren.

Patrick Almer, Senior Lead Developer, ist einer von ihnen. Seine Aufgabe: komplexe Softwarelösungen für Logistikanlagen zu entwickeln und kontinuierlich zu optimieren. „Ich designe Softwarelösungen für hochautomatisierte Anlagen, analysiere bestehende Systeme und entwickle sie weiter. Was unsere Arbeit besonders macht: Wir sprechen offen über Herausforderungen und finden als Team die besten Lösungen.“

Patrick Almer ist Senior Lead Developer bei KNAPP und designt mit seinem Team komplexe Softwarelösungen für Logistikanlagen.
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Qualifizierte Beratung, strategische Weitsicht und der persönliche Kontakt lassen sich nicht ersetzen.
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Karl Fuchs, KSW

Wer sich in den Beratungsprojekten als analytisch und strategisch denkender Kopf präsentiert, hat nicht nur in der Unternehmensberatung attraktive Karriereoptionen. Viele Consultants nutzen irgendwann die Chance, auf eine Führungsposition bei einem früheren Kunden zu wechseln –was die Zukunftsperspektiven für Consultants noch weiter verbessert.

Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung: Komplexität schafft Beratungsbedarf

In den Bereichen Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung gilt wie in den anderen Beratungsberufen: „Komplexität schafft Beratungsbedarf, und dieser wächst. Wer bereit ist, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln, findet in dieser Branche langfristige Perspektiven“, wie Karl Fuchs konstatiert, Vorsitzender der Berufsgruppe der Wirtschaftsprüfer:innen in der Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen (KSW).

„Die Nachfrage nach hoch qualifizierter Beratung steigt kontinuierlich, da Unternehmen in einem volatilen Umfeld Sicherheit und Expertise benötigen. Das gilt nicht nur in Krisenzeiten, sondern dauerhaft als fester Bestandteil einer funktionierenden Wirtschaft. Die wachsende Regulierungsdichte auf nationaler wie europäischer und internationaler Ebene erzeugt ebenfalls eine strukturell stabile Nachfrage nach qualifizierter Beratung“, stellt Catharina Pschera-Krassnig, Vorsitzende der Berufsgruppe der Steuerberater:innen in der KSW, heraus.

Die Branche hat sich in den vergangenen Jahren bereits stark gewandelt. Papierlose Buchhaltung in den geprüften Unternehmen erlaubt es, immer mehr Routinetätigkeiten zu automatisieren. Die benötigten Daten werden über spezielle Schnittstellen importiert und anschließend geprüft. Die bei der Datenverwaltung eingesparte Zeit kann für anspruchsvollere Aufgaben und die Beratung der Kundinnen und Kunden genutzt werden.

„Automatisierung schafft letztlich Raum für die persönliche Beratung und eröffnet spannende Karrierewege. Je mehr Daten und Analysen die KI und digitale Tools liefern, desto wichtiger wird es, diese richtig zu interpretieren, Risiken fundiert einzuschätzen und individuelle Lösungen zu entwickeln. Hier kommt der Mensch entscheidend ins Spiel: Qualifizierte Beratung, strategische Weitsicht und der persönliche Kontakt lassen sich nicht ersetzen“, erläutert KSW-Experte Fuchs.

 Fortsetzung auf Seite 34

Karriereturbo mit Zukunft als Wirtschaftsprüfer:in in Österreich

Die österreichischen Wirtschaftsprüfer:innen betreuen ihre Klient:innen und lotsen sie durch das dichte Labyrinth an Gesetzen und Förderungen. Sie sorgen für Transparenz, Vertrauen und Stabilität in der Wirtschaft – und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zu erfolgreichem Unternehmertum, einem starken Kapitalmarkt und einem nachhaltigen, zukunftsfitten Wirtschaftssystem in Österreich.

Purpose in der Arbeitswelt

Heute reicht es nicht mehr, nur einen guten Job zu machen. Junge Menschen engagieren sich dort, wo sie Sinn sehen und Zukunft mitgestalten. Genau hier bietet die Wirtschaftsprüfung große Chancen: Neue Aufgabenfelder entstehen –von Nachhaltigkeitsberichten bis zu datengetriebenen Prüfmethoden. Ein Umfeld für innovationsfreudige Personen, die Verantwortung übernehmen und aktiv zu Transparenz, Nachhaltigkeit und Fairness beitragen. Work-Life-Balance, persönliche Erfüllung und gesellschaftliche Relevanz sind zentrale Faktoren. Der Beruf als Wirtschaftsprüfer:in bietet vielfältige Möglichkeiten.

Wirtschaftsprüfer:innen sind viel mehr als Abschlussprüfer:innen!

Sie prüfen nicht nur die finanzielle Berichterstattung von Unter-

nehmen, sondern zunehmend auch nichtfinanzielle Informationen – etwa zu Umwelt-, Sozialund Governance-Themen (ESG). Die Rolle entwickelt sich stetig weiter – mit neuen, zukunftsrelevanten Aufgabenstellungen.

Als Expert:innen in der Prüfung der Unternehmensberichterstattung, der Analyse von Geschäftsprozessen und der strategischen Weiterentwicklung von Unternehmen leisten Wirtschaftsprüfer:innen einen wichtigen Beitrag für Wirtschaft und Gesellschaft.

Mit dem Nachhaltigkeitsberichtsgesetz (NaBeG) nochmals erweiterte Aufgabengebiete

Künftig prüfen sie auch Nachhaltigkeitsberichte und stellen sicher, dass Unternehmen ihre ESG-Angaben transparent, nachvollziehbar und regelkonform veröffent-

lichen. Das eröffnet spannende neue Tätigkeitsfelder an der Schnittstelle von Wirtschaft, Nachhaltigkeit und Regulierung.

Attraktive und zukunftsfitte Aufgabengebiete

Abwechslung, Klient:innenkontakt und Teamarbeit zählen zu den zentralen Vorteilen des Berufs. Gleichzeitig sind Kreativität, analytisches Denken, Flexibilität und Projektmanagement gefragt.

Wer diese Entwicklungen mitgestaltet, arbeitet an der Zukunft der Branche – und profitiert von exzellenten Karriereperspektiven.

Neben der Abschlussprüfung erbringen Wirtschaftsprüfer:innen zahlreiche weitere Dienstleistungen, etwa in den Bereichen Valuation, Due Diligence oder Forensic Accounting.

Die Bandbreite macht den Beruf besonders attraktiv: Strategisches Denken, Verantwortung und Zukunftsthemen treffen hier aufeinander – mit vielfältigen Spezialisierungsmöglichkeiten.

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Mehr als Zahlen und Tabellen

Speziell in der Steuerberatung geht es um viel mehr als nackte Zahlen und Tabellen. So vertreten Steuerberater:innen Klient:innen vor Behörden, sie beraten betriebswirtschaftlich bei komplexen Investitionsentscheidungen sowie bei arbeitsrechtlichen Fragen und erstellen Businesspläne.

„Deshalb sind sie oft die wichtigsten Entscheidungspartner:innen von Unternehmen, von Ein-Personen-Unternehmen bis zu großen Konzernen“, betont Catharina Pschera-Krassnig.

Wirtschaftsprüfer:innen prüfen Jahresabschlüsse, helfen bei der Einrichtung interner Kontrollsysteme, begleiten aber auch Fusionen und Übernahmen, erstellen Unternehmensbewertungen und agieren als unabhängige Gutachter:innen. „Als Expert:innen für Risikomanagement, Governance und Unternehmensberichterstattung sind sie für Unternehmen jeder Größe unverzichtbar“, so Karl Fuchs.

In Strukturen und Prozesse eintauchen

Wirtschaftsprüfer:innen und Steuerberater:innen tauchen tief in die Strukturen und Prozesse des jeweiligen Unternehmens ein und erhalten dabei umfassende Einblicke. Die Jobaussichten sind vielfältig: von der Arbeit in österreichischen oder internationalen Kanzleien über die selbstständige Tätigkeit bis hin zu Top-Managementpositionen in Unternehmen.

Fast jede:r dritte CFO in ATX-Unternehmen hat nach Angaben der KSW einen beruflichen Hintergrund in der Wirtschaftsprüfung oder Steuerberatung.

„Wer sich für einen der Berufe entscheidet, sollte solide Basisqualifikationen im Rechnungswesen, in der Bilanzierung und in der Buchhaltung mitbringen. Unerlässlich sind aber auch eine verlässliche, genaue und vertrauenswürdige Arbeitsweise und die Bereitschaft, komplexe Sachverhalte zu durchdringen und Dinge kritisch zu hinterfragen“, erklärt Pschera-Krassnig.

„Wichtig ist auch die soziale Komponente: Man arbeitet eng in Teams zusammen und hat direkten Kundenkontakt. Verantwortungsvolles Handeln ist das Fundament des beruflichen Ethos – mit oder ohne KI.“

 Text: Heinz Peter Krieger

Fotos: (c) Boris Jovanovic, fizkes - istock

NACHHALTIGKEIT & PURPOSE

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KARRIERE . MIT. SINN.

Warum glaubwürdiger Impact für junge Talente zum Jobkriterium wird.

Nachhaltigkeit, Werte und gesellschaftlicher Beitrag werden für Studierende und Berufseinsteiger:innen zu entscheidenden Kriterien bei der Jobwahl. Sie erwarten umweltfreundliche Geschäftsabläufe und einen sozialen wie ökologischen Impact der Unternehmen. Diese reagieren mit Initiativen und Projekten, die den eigenen Purpose greifbar machen sollen. Wir zeigen, wie sich Unternehmen glaubwürdig positionieren, worauf Bewerber:innen achten und wie echter Purpose zum Wettbewerbsvorteil werden kann.

Gutes Gehalt, abwechslungsreiche Aufgaben, ein motivierendes Arbeitsklima und Perspektiven für eine erfolgreiche Karriere. Das sind wichtige Kriterien bei der Wahl des ersten Arbeitgebers. Doch vielen Berufseinsteiger:innen reicht das nicht. Bevor sie sich für eine Bewerbung entscheiden, wollen sie auch wissen, welchen sozialen und ökologischen Impact Unternehmen leisten.

Der Trend ist nicht neu, Studien aus der jüngeren Vergangenheit zeigen das. So war es bei einer Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Marketagent im Jahr 2023 drei Viertel der Befragten grundsätzlich wichtig, einen Arbeitgeber zu haben, der in einer nachhaltigen Branche tätig ist oder eine nachhaltige Unternehmenskultur lebt.

Nachhaltige

Jobs mit Sinn

Michael Höttinger, Leiter des zentralen Recruitings der Wiener Stadtwerke-Gruppe, bestätigt, dass die Nachfrage nach Jobs mit nachhaltigem Anspruch gewachsen ist: „Besonders gefragt sind unsere ausgeschriebenen Stellen in den Bereichen nachhaltiger Energie und Mobilität. Die Prioritäten haben sich eindeutig in Richtung nachhaltiger Jobs mit Sinn gewandelt.“

Nachhaltigkeit ist viel mehr als ein modischer Trend oder ein ‚Nice-tohave‘ – sie wird zum echten Wettbewerbsvorteil

Für die Studie führte das Institut im Auftrag der Online-Plattform Willhaben 1.100 Interviews zum Thema Jobsuche durch.

Bei einer im selben Jahr durchgeführten Umfrage der Jobbörse Hokify gaben mehr als 60 Prozent der Befragten an, bei der Jobsuche auf die Nachhaltigkeit von Unternehmen zu achten. Hier zeigte sich außerdem, dass „green benefits“ – also Benefits des Arbeitgebers mit Nachhaltigkeitsbezug – besonders hoch im Kurs stehen.

34 Prozent bevorzugten ein Ticket für den öffentlichen Verkehr, 21 Prozent wünschten sich eine gesunde Verpflegung mit regionalen und veganen Optionen. Ebenfalls gefragt waren Gutscheine für nachhaltige Geschäfte, Zuschüsse zu nachhaltigem Reisen, Carsharing-Angebote oder Firmen-E-Autos.

Bei den Wiener Stadtwerken haben Bewerber:innen gute Chancen, fündig zu werden. In deren Unternehmen in den Bereichen Energie und Mobilität sowie Bestattung und Friedhöfe ist Nachhaltigkeit per se fester Bestandteil des Wirtschaftens.

„Unser Auftrag ist es, mit bestmöglicher Daseinsvorsorge Stabilität zu garantieren. Dazu kommt das Ziel, die lebenswerteste Stadt der Welt auch zur grünsten zu machen. Klimaneutralität zu schaffen ist für uns aktive Zukunftsvorsorge mit Sinn und Ziel“, heißt es auf der Website der Wiener Stadtwerke-Gruppe.

Gernot Sauer, Nachhaltigkeitsmanager der Wiener Stadtwerke, ergänzt dort: „Nachhaltig zu handeln bedeutet für uns, Verantwortung für aktuelle und zukünftige Generationen zu übernehmen. Wir sorgen dafür, dass unsere Innovationen wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Werte schaffen.“

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Die Prioritäten haben sich eindeutig in Richtung nachhaltiger Jobs mit Sinn gewandelt.
Michael Höttinger, Wiener Stadtwerke

Nachhaltige Projekte publik machen

Unternehmen müssen auf sich aufmerksam machen, um mit nachhaltigen Geschäftsund Zukunftsfeldern verbunden zu werden. Sie versuchen mit verschiedenen Initiativen, Kund:innen, Verbraucher:innen und nicht zuletzt Bewerber:innen von der Ernsthaftigkeit ihrer nachhaltigen Ansätze zu überzeugen.

Daran vorbei kommen sie ohnehin nicht mehr: Der „European Green Deal“ verpflichtet Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten sowie einem Nettojahresumsatz von mehr als 450 Millionen Euro oder einer Bilanzsumme von mehr als 25 Millionen Euro ab dem Geschäftsjahr 2027 dazu, Nachhaltigkeitsberichte zu erstellen. Diese decken die Themenbereiche Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (Environment, Social and Governance – ESG) ab.

Da liegt es nahe, aus der Pflicht eine Kür zu machen und eigene Ziele und Erfolge im Bereich Nachhaltigkeit offensiv und selbstbewusst zu publizieren.

So können Unternehmen mit der Veröffentlichung von ESG-Zielen, Net-Zero-Strategien (Reduzierung der eigenen Treibhausgasemissionen bis zur echten Klimaneutralität) und Impact-Projekten den eigenen Purpose greifbar machen – also den Sinn und den höheren Zweck ihrer Unternehmensziele.

Wettbewerbsvorteil durch Arbeitgeberattraktivität

Wird der Einsatz in nachhaltige und zukunftsweisende Geschäftsfelder glaubwürdig vermittelt, erhöht dies auch die Attraktivität auf den Märkten – auf den Kapitalund Verbrauchermärkten genauso wie auf dem Arbeitsmarkt.

Solcher Impact stärkt gerade bei engagierten jungen Menschen die Arbeitgeberattraktivität und spielt deshalb für Unternehmen eine immer größere Rolle bei der Talentgewinnung und Mitarbeiterbindung – und wird so zu einem echten Wettbewerbsvorteil.

Nachhaltigkeit ist dabei viel mehr als ein modischer Trend oder ein „Nice-to-have“. Die nachhaltige Transformation der Wirtschaft wird längst als dringende Notwendigkeit erkannt. Innovative Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Branchen arbeiten an den Lösungen der Zukunft, um globale wie lokale Krisen zu bewältigen. Der jeweilige Fokus der Unternehmen hängt von der Branche und ihren Schwerpunkten ab.

Innovative Lösungen

Allein, dass die 27 EU-Mitgliedstaaten bis 2050 klimaneutral werden wollen – so die Vorgabe des „Green Deal“ der Europäischen Kommission –, führt zu einer massiven und notwendigen Transformation praktisch aller Wirtschaftsbereiche.

Neben der im Inland erzielten Wertschöpfung bringt sie einen enormen Schub für das technologische Know-how und macht die Volkswirtschaften so weniger krisenanfällig.

An innovativen und nachhaltigen Lösungen wird in fast allen Branchen gearbeitet. Schließlich sind diese langfristig auch mit Kostenreduzierungen für die Unternehmen verbunden. Die Umstellung auf erneuerbare Energien und Elektromobilität, Ressourcenschonung und Recycling oder die Gestaltung nachhaltiger Städte sind nur einige Beispiele.

Unternehmen wie die Wiener Stadtwerke-Gruppe bieten zudem die Option, bei einem Konzernunternehmen zu beginnen, sich aber im gesamten Konzern und zugehörigen Unternehmen weiterzuentwickeln, betont Michael Höttinger. Zu den Wiener Stadtwerken gehören unter anderem die Wiener Linien, Wien Energie, Wiener Netze, Wiener Lokalbahnen, WienIT, die immOH! für Energie- und Gebäudemanagement sowie die Gemeinnützige Wohnungsund Siedlungsgesellschaft (GWSG).

Impact-Projekte

Impact-Projekte zeichnen sich dadurch aus, dass sie innovative Ansätze verfolgen, um gesellschaftliche oder ökologische Herausforderungen anzupacken, und dabei eine nachweisbare Wirkung erzielen. Dies kann sich etwa auf Forschung und Entwicklung oder auf nachhaltige Finanz-Investments beziehen, in Bereichen wie:

Energieverbrauch und Emissionen

Nachhaltiger Konsum und Produktion

Sauberes Wasser & Sanitäreinrichtungen

Abfallvermeidung & Kreislaufwirtschaft

Gesundheit und Bildung

Menschenrechte & Chancengleichheit

Green Skills kompakt

Green Skills sind die Kombination aus Wissen, Fähigkeiten sowie Werten und Einstellungen, die Menschen befähigen, eine nachhaltige und ressourcenschonende Gesellschaft zu gestalten und zu unterstützen.

Kenntnisse

Fachwissen über ökologische Zusammenhänge, Technologien und nachhaltige Lösungen.

Fähigkeiten

Kompetenzen, nachhaltige Prozesse zu entwickeln, umzusetzen und kontinuierlich zu verbessern.

Werte & Einstellungen

Ein verantwortungsbewusstes Handeln im Sinne von Umwelt, Gesellschaft und zukünftigen Generationen.

Komplexe Anforderungen an Absolvent:innen

Mit der Transformation der Wirtschaft wandeln sich auch die Anforderungen an Berufseinsteiger:innen. Die Herausforderungen sind komplexer geworden, deshalb reicht es nicht mehr aus, isoliertes Fachwissen aus einem Nischenbereich mitzubringen. Neben fachlichem Know-how sind vor allem Kompetenzen wie Problemlösungsfähigkeit, interdisziplinäres Denken, Teamorientierung und ein ausgeprägtes Bewusstsein für nachhaltige Lösungen gefragt.

„Einerseits müssen Berufseinsteiger:innen die persönlichen Kompetenzen mitbringen, die im jeweiligen Job gebraucht werden – aber definitiv auch eine klare Identifikation mit den Unternehmenswerten sowie deutliches Interesse daran, gemeinsam Dinge voranzubringen“, hebt Michael Höttinger von den Wiener Stadtwerken hervor.

„Der zentrale Antrieb der Bewerber:innen sollte der Sinn und Purpose der Arbeit sein, darauf legen wir bei der Besetzung unserer offenen Stellen großen Wert. Die Kernwerte Vielfalt, Zusammenhalt und inklusive Rahmenbedingungen haben in der Wiener Stadtwerke-Gruppe einen sehr hohen Stellenwert – genauso ist es auch im Bereich Nachhaltigkeit.“

Dabei besteht bei den Wiener Stadtwerken weiterhin ein hoher Bedarf an gut ausgebildeten Absolvent:innen aus sämtlichen Fachrichtungen, von IT über Technik bis hin zu kaufmännischen Berufen, so der Recruiting-Experte.

Bewerber:innen überzeugen

Für Unternehmen bleibt die Aufgabe, ihre Strategien und Werte zu definieren und sie glaubwürdig zu kommunizieren. Nur wenn das gelingt, überzeugt die eigene Haltung auch innovative Bewerber:innen.

Studierende und Absolvent:innen sollten Studium, Praktika und Nebenjobs früh nutzen, um sich auf verschiedenen Zukunftsfeldern theoretisches Hintergrundwissen anzueignen, und dieses später in nachhaltig orientierten Unternehmen einbringen. „In Österreich gibt es sehr gute Universitäten und Fachhochschulen“, so Höttinger. „Die Kunst bleibt aber, das theoretische Wissen auch praxistauglich anzuwenden. Hier heißt es weiterhin für alle, Lernbereitschaft zu zeigen.“

 Text: Heinz Peter Krieger

Data Literacy

Mit Daten Geld verdienen

Zahlen helfen, Ordnung ins Chaos dieser Welt zu bringen. Neu ist, dass nicht mehr nur Data Scientists professionell mit Zahlen jonglieren. Auf die Macht der Algorithmen vertrauen immer mehr Marketingmanager und Personalchefs, Ärzte und Vorarbeiter. Sogar die Talentförderung im Spitzensport beruht darauf, aus Daten die richtigen Schlüsse zu ziehen. Ein Trendtreiber ist die Künstliche Intelligenz, die ohne gewaltige Datenberge nur müde Antworten ausspucken würde. Der Marktwert von Data Literacy wächst beständig – insbesondere für Studierende und Absolvent:innen.

Als Livia Kaiser-Auernheimer vor über zehn Jahren Wirtschaftswissenschaften studierte, da konnte sie mit der Berufsbezeichnung Data Scientist herzlich wenig anfangen, der Job steckte noch in den Kinderschuhen. Statistik und Ökonometrie, also das Aufzeigen wirtschaftlicher Zusammenhänge mithilfe echter Daten, gefielen ihr so gut, dass sie auch nach ihrem Studium Zahlen kreiseln und rotieren lassen wollte.

Mittlerweile arbeitet Livia seit sechs Jahren für Alexander Thamm, eine Beratungsagentur für Daten und KI mit Sitz in München, seit 2022 auch mit österreichischer Tochtergesellschaft und Standort in der Gertrude-Fröhlich-Sandner-Straße in Wien. Vor rund einem Jahr wurde Livia zur Senior Principal Data Scientist befördert.

Jobmarkt für Data Scientists stabil

Sie entwickelt weiterhin Datenplattformen und Datenstrategien für ihre Kunden, aber verbringt nun weitaus mehr Zeit in Meetings als vorher, organisiert und koordiniert.

„Mein persönliches Lieblingsprojekt war ein Projekt, bei dem wir mit Daten und Algorithmen versucht haben herauszufinden, ob sich Lieferanten beim Preis abgesprochen haben“, erzählt sie. „Und tatsächlich konnten wir für den Kunden Verdachtsmomente herausarbeiten. Dazu haben wir auf Daten aus Ausschreibungsverfahren zurückgegriffen, geschaut, welche Lieferanten zu welchem Zeitpunkt welche Preise abgegeben haben und ein Dashboard gebaut, das regelmäßig aktualisiert wurde und in dem wir Muster erkennen konnten.“

Das Berufsbild Data Scientist ist mittlerweile etabliert. Und trotz der mauen Konjunktur ist die Zahl der Stellenanzeigen für Data Scientists in Österreich in den vergangenen Jahren nach einer Auswertung der Personalmarktforschung Index Research für UNIMAG weitgehend stabil geblieben. Wurden im Jahr 2023 noch 2.061 vakante Stellen ausgeschrieben, waren es 2025 mit exakt 2.050 fast ebenso viele.

Die Zahl der Firmen, die auf der Suche nach Datenspezialisten waren, stieg demnach im gleichen Zeitraum von 734 auf 819. Ein neuerlicher Aufwärtstrend ist bislang im laufenden Jahr zu beobachten. So waren im ersten Quartal 2026 in Österreich 774 Positionen für Data Scientists zu besetzen, im Vorjahresquartal waren es nur deren 580 gewesen.

Das Arbeitsmarktservice Österreich (AMS) bewertet die Jobaussichten für Data Scientists aktuell als „positiv“.

Der Data Scientist wird zum Lösungsdesigner

In den Hochschulen ist die Datenrevolution ebenfalls angekommen. Dutzende Fächer mit unterschiedlichen Schwerpunkten buhlen um Zahlenaffine. Der Masterstudiengang Bio Data Science an der FH Wiener Neustadt etwa soll Studierende lehren, biologische Daten auszuwerten und zu visualisieren, um hinterher zum Beispiel bei der Entwicklung neuartiger Wirkstoffe heilsam tätig werden zu können.

Die FH Kufstein Tirol bietet den Masterstudiengang Data Science & Intelligent Analytics an, der Informatik, Statistik und Mathematik verbindet und auch ein Praxisprojekt beinhaltet. Laut Hochschule besteht das Studium zu je 30 Prozent aus Datenanalyse und Machine Learning sowie Softwareentwicklung mit Python, zu 20 Prozent aus Datenspeicherung, Datenintegration, Datennutzung und zu jeweils zehn Prozent aus Innovation und Management von Daten sowie Businessethik, Compliance und Recht.

Die Wirtschaftsuniversität Wien (WU) gab im Sommer 2025 die Gründung des Departments für Business Analytics and Decision Sciences und eines neuen Kompetenzzentrums für Applied AI & Scientific Computing bekannt, mit denen ausdrücklich die „Data Literacy“ am Standort gestärkt werden soll.

Insgesamt zählte das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung im Wintersemester 2025 österreichweit 84 Studierende in Data Science, fünf Jahre zuvor waren es erst 27.

Für Data Intelligence waren im Wintersemester 2025 genau 50 Studierende eingeschrieben, 2021 waren es erst 14. Im Studienzweig Data Science & Intelligent Analytics wuchs die Studierendenzahl von 31 im Wintersemester 2018 auf 115 im Wintersemester 2025, in Data Science and Artificial Intelligence im gleichen Zeitraum von 37 auf 216.

Die wichtigsten Skills für Datenspezialisten

Laut AMS-Auswertung sind Programmiersprachenkenntnisse weiterhin die wichtigste Kompetenz für Datenspezialisten. Vor allem die Programmiersprache Python gehört in den Werkzeugkasten, außerdem Know-how im Umgang mit Datenbanken, zum Beispiel mit der Datenbanksprache SQL.

Doch die Schwerpunkte verschieben sich. „Früher war der Beruf ein Drittel IT oder Programmieren, ein Drittel Mathe oder Statistik und ein Drittel Businessverständnis.

Ich glaube, dass Businessund Domänenverständnis für Data Scientists wichtiger geworden ist und in Zukunft noch wichtiger werden wird. Der Data Scientist wird immer mehr zu einem End-to-End Lösungsdesigner werden“, meint Livia Kaiser-Auernheimer.

Sogar für Influencer –für manche aus der Generation Z der Traumjob schlechthin – sind

„Mit generativer KI kann ich Code teilweise drei bis vier Mal so schnell entwickeln wie früher. Der Beruf eignet sich immer weniger für Leute, die reine Entwickler sind und sich am liebsten irgendwo in einem Kämmerchen einsperren und den ganzen Tag nur coden. Trotzdem glaube ich, dass es weiterhin Leute brauchen wird, die die Fähigkeit haben, zu programmieren und den von KI generierten Code zu prüfen.“

Tatsächlich wachsen die Datenwissenschaften aus ihrer Nische heraus, werden in immer mehr Berufen und Branchen bedeutsam, von der Marketing- bis zur Personalabteilung, vom Produkt- bis zum Supply-Chain-Management.

„Die Mehrheit der Jobs, die Data & AI Skills benötigen, haben keine klassischen Data & AI-Jobtitel wie Data Scientist, AI Engineer etc. Stattdessen sind es Controller, Product Manager und viele mehr“, sagt Aloisius Caraet.

Caraet hat Data Science an der FH Technikum Wien studiert und arbeitet nun als Data Engineer für das Wiener Startup Nejo, das eine Jobplattform mit KI-Unterstützung entwickelt. In der ersten Juni-Hälfte plant Nejo die Veröffentlichung seines „Daten & Skills Report“, der anhand von mehr als 330.000 analysierten Stellenanzeigen konkret aufzeigen soll, wie stark Datenkompetenz schon in der Wirtschaft verankert und nachgefragt ist.

„Meine persönliche Meinung ist: Mit der aktuellen KI-Entwicklung wird Daten-/ KI-Kompetenz schon bald eine Querschnittskompetenz, die Frage ist nicht ob, sondern wann“, so Caraet.

Bei vielen Berufen quasi Teil des Alltags geworden

Livia Kaiser-Auernheimer bestätigt diese Einschätzung: „In manchen Unternehmen, vor allem in bestimmten Branchen, wird mittlerweile von allen Mitarbeitern erwartet, dass sie statistische Datenanalysen und Datenauswertung bis zu einem gewissen Grade beherrschen. Es ist bei vielen Berufen quasi Teil des Alltags geworden. Gleichzeitig ist die Erwartungshaltung an professionelle Data Scientists enorm gestiegen.“

So auch in der Automobilindustrie: Mittlerweile würden alle Daten, die etwa in der Produktion und Entwicklung erzeugt werden, gesammelt und dokumentiert, erläutert Florian Hanschmann, seines Zeichens „Lead Global R&D Joining Technologies“ bei Automobilzulieferer Magna in Weikersdorf am Steinfelde.

Entscheidungen seien daher immer häufiger datengetrieben. „Wir haben überall Anwendungsfälle“, sagt Hanschmann. „Die KI hat die Entwicklung nochmal beschleunigt.“

Für seine Mitarbeitenden, darunter viele Ingenieurinnen und Ingenieure, gewinne Datenkompetenz eindeutig an Relevanz. „Das sehe ich ganz klar als Kernkompetenz“, so Hanschmann. Eine gute Basis für junge Interessenten sei demnach ein Statistikhintergrund, auch seien ein versierter Umgang mit Analyse-Tools wie Power BI sowie grundlegendes Wissen über Data Science und Data Literacy überaus hilfreich.

Sogar für Influencer –für manche aus der Generation Z der Traumjob schlechthin – sind Daten unverzichtbar.

„Ich kenne es ja, dass viele Kolleginnen und Kollegen von mir vielleicht manchmal nicht ganz ehrlich mit ihren Zahlen sind oder sich Follower dazukaufen“, sagte YouTuber Rezo schelmisch auf der Digitalmesse OMR im Mai in Hamburg.

Der 33-Jährige ist Mitgründer der Nindo GmbH – eines kleinen Unternehmens mit nunmehr sechs Mitarbeitenden, die Daten aggregiert und visuell aufbereitet, um auf dieser Basis Influencer:innen mit werbewilligen Unternehmen zusammenzubringen.

„Im Herzen bin ich kleiner Nerd und baue gerne Software“, so Rezo, der ein klassisches Informatikstudium absolviert hat. Wäre er zehn Jahre jünger, würde er heute vielleicht Data Science studieren.

 Text: Sebastian Wolking

INTERESSANTE

ARBEITGEBER

STELLEN SICH DIR VOR

Auf den nächsten Seiten findest du einige der interessantesten Arbeitgeber Österreichs. Verschaffe dir einen Überblick, hol dir Infos zu den Möglichkeiten & schau, wer zu dir passt ...

EVN

Kontakt- & Stammdaten

Mag. Claudia Tabacco-Buchta +43 2236 200-13118, Claudia.Tabacco-Buchta@evn.at EVN-Platz 1, 2344 Maria Enzersdorf, NÖ evn.at/karriere

Branche: Energieversorgung

Mitarbeiter:innen Ö / Int.: 3.100 / 4.300

Standorte: Hauptsitz in Maria Enzersdorf + weitere regionale Standorte in NÖ + Burgenland

#ilovewhatido

Die EVN Gruppe vereint mit über 100 Berufsbildern in den Branchen Energie, Wärme, Wasser und Telekommunikation ein breites Spektrum an Aufgaben und Jobs. Wir versprechen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Tätigkeit mit Sinn und Verantwortung. Dafür bieten wir ein attraktives Arbeitsumfeld, moderne Arbeitswelten und spannende Herausforderungen im Team.

Je nach Ausbildung und Berufserfahrung bieten wir zudem unterschiedliche Einstiegsmöglichkeiten:

Schon während der Ausbildung kann man im Zuge eines Praktikums unsere spannenden Tätigkeiten kennenlernen. Darüber hinaus unterstützen unsere Expertinnen und Experten auch gerne bei wissenschaftlichen Arbeiten.

Nach der Ausbildung und mit ersten praktischen Erfahrungen ist es möglich, bei uns ins Berufsleben einzusteigen und voll durchzustarten. Hier gibt es zudem auch die Möglichkeit, unser Vertriebs-Traineeprogramm zu durchlaufen.

BEWERBUNGSMODUS:

Online über evn.at/karriere

KNAPP

Kontakt- & Stammdaten

Fabian Eder

fabian.eder@knapp.com Günter-Knapp-Straße 5-7, 8075 Hart bei Graz www.knapp.com

Branche: Intralogistik

Mitarbeiter:innen Ö / Int: 4.600 / 9.000

Standorte: Hart bei Graz, Leoben, Dobl, Raaba-Grambach, Wien, Klagenfurt | 60 Standorte weltweit

#weareknapp

KNAPP ist ein internationales Technologieunternehmen mit Sitz in der Steiermark. Wir entwickeln und produzieren automatisierte Lagersysteme. Dabei kommen modernste Digitalisierungs-, Software- und RobotikLösungen zum Einsatz. Bei uns stehen Innovationsgeist, Internationalität und Teamspirit im Vordergrund.

Wir haben weltweit rund 9.000 Mitarbeiter:innen, die alle unterschiedliche Erfahrungen, Ausbildungen und Blickwinkel haben – und das ist gut so. Was uns alle vereint, ist die Leidenschaft für die tägliche Arbeit, denn wir stehen mit erstklassigem Service und langfristigen Partnerschaften hinter dem Erfolg unserer Kunden. Dazu zählen unter anderem Lebensmittelhändler wie SPAR, Pharma-Unternehmen wie Herba Chemosan oder E-Commerce-Giganten wie Zalando.

Mehr Informationen und das Online-Bewerbungstool findest du unter knapp.com/karriere oder folge KNAPP auf Facebook und Instagram für noch mehr Einblicke in den Arbeitsalltag.

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Online über www.knapp.com/karriere/

Upper Austrian Research

Kontakt- & Stammdaten

office@uar.at, +43 732 9015 5600

Hafenstraße 47-51, 4020 Linz www.uar.at

Branche: Außeruniversitäre Forschung

Netzwerk: Das UAR Innovation Network zählt 16 Forschungszentren.

Forschung in einem starken Netzwerk

Die Upper Austrian Research GmbH (UAR) ist die Leitgesellschaft für Forschung des Landes OÖ und damit ein zentrales Element der heimischen Forschungs-, Technologie- und Innovations-Politik (FTI). Das UAR Innovation Network zählt 16 Forschungszentren, die Unternehmen bei der Realisierung ihrer Innovationsvorhaben tatkräftig unterstützen. Gemeinsam mit Wirtschaft und Industrie sowie Partnern aus Wissenschaft und Forschung wird an neuen, innovativen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen geforscht.

Die Vielfalt macht es aus

In der Forschung kommen Menschen aus unterschiedlichen Fachdisziplinen und Erfahrungslevels aus der ganzen Welt zusammen. Diese Vielfalt macht die Forschung zu einem spannenden Betätigungsfeld. Das UAR Innovation Network bietet viele Karrieremöglichkeiten für kluge Köpfe, die dazu beitragen möchten, die technologische Zukunft in Oberösterreich mitzugestalten!

Wiener Stadtwerke-Gruppe

Kontakt- & Stammdaten

Anja Burtscher

+43 664 629 14 98, recruiting@wienerstadtwerke.at Thomas Klestil-Platz 13, 1030 Wien www.wienerstadtwerke.at/karriere

Branche: Energie, Umwelt, Informationstechnologie, Software, IT, EDV, Logistik, Transport, Verkehr, Öffentlicher Dienst

Mitarbeiter:innen: rund 19.000

Standorte: diverse Standorte in Wien

„Wir halten Wien am Laufen“

Die Wiener Stadtwerke-Gruppe gehört zu den 30 größten Unternehmen Österreichs. Wer für uns arbeitet, stellt sich mit Leidenschaft in den Dienst einer großartigen Stadt und ihrer Menschen. Um die Lebensqualität der liebens- und lebenswertesten Stadt der Welt zu halten und ständig zu verbessern, braucht es die besten Hände und Köpfe in unseren Unternehmen.

Was heißt es, in der Wiener Stadtwerke-Gruppe zu arbeiten?

Ganz einfach: Wir halten Wien am Laufen und stehen für die Lebensqualität und Versorgungssicherheit unserer Stadt. Zum Beispiel, indem wir Wien und seine Umgebung mit Energie versorgen, Menschen von A nach B bringen und die Stadt klimafit machen für die Zukunft.

Unsere Konzernunternehmen: Wiener Linien, Wien Energie, Wiener Netze, Wiener Lokalbahnen, Wipark, WienIT, Bestattung Wien, Friedhöfe Wien, immOH!, GWSG

BEWERBUNGSMODUS:

Online über www.uar.at/karriere

Festival Guide 2026 Summer nights worth repeating

Dieses Produkt enthält Nikotin, einen Stoff, der sehr stark abhängig macht. Es wird nicht für den Gebrauch durch Nichtraucher empfohlen.

Die Temperaturen sind längst in Festival-Laune. Die Metalheads und Rock’n’Roller, die Raver und Indie Kids unter euch bald auch. In Kürze wirft die Freiluft-Saison ihre Maschinen an und nimmt spätestens Ende Juni so richtig Fahrt auf. Alle Preise, alle Line-ups, alle Infos: UNIMAG präsentiert den Festival-Guide 2026 für Österreich und Europa.

Es sind wahrlich keine SorglosZeiten für die Festival-Veranstalter. Die Kosten ziehen an, Fördergelder werden gestrichen, Sicherheitsvorkehrungen verschärft, gleichzeitig sitzt bei vielen Besucher:innen das Geld alles andere als locker. Manche ziehen sich am Wochenende auf die Couch zurück: Netflix and Chill statt Festivalpass, für den man mitunter einen mittleren dreistelligen Betrag transferieren muss.

In Österreich kommen mit dem Metaller-Gipfel Metal Fields in Wiesen, dem Linzer Lido Sounds, dem Bezirksfestival Wir sind Wien sowie dem

Springfestival in Graz gleich vier bekannte Freiluftfeten in diesem Jahr nicht zurück.

International fällt vor allem die Pause von Glastonbury ins Gewicht, wenngleich finanzielle Zwänge in Somerset nicht der Auslöser sind. Alle fünf Jahre legen die Organisatoren ein Brachjahr ein, um den Boden auf ihrem legendären Bauernhof im Südwesten Englands zu schonen, über den seit 1970 mehrere Millionen Menschenfüße getrampelt sind.

Die gute Nachricht ist: Die allermeisten Festivals werden nicht abgesagt, verbreiten auch in diesem Sommer frische Vibes und gute Laune von Wien bis Vorarlberg. Und wer noch das nötige Kleingeld für einen Auslandstrip im E-Wallet hat, dem winken Festivals in Ost, West, Nord und Süd – vom Primavera Sound in Barcelona bis zum Sziget in Budapest.

Viel Spaß!

PS: Alle Angaben ohne Gewähr

5. bis 6. Juni

SBÄM Fest

INFO: Wels | Oberösterreich, Festivalpass ab € 99, Tag ab € 59

Punkrock-Mekka Alter Schlachthof:

Die Punk-Jünger pilgern ins oberösterreichische Alpenvorland, um Cock Sparrer, The Baboon Show, ZSK, The Casualties, The Aggrolites, Booze & Glory, Authority Zero, Nerf Herder, Massendefekt, Buster Shuffle, Blitzkid, The Last Gang, Templeton Pek, The Whops, Ratsalad und Huskies zu hören. Skateboards, Tattoos und Games machen das Programm rund.

20. Juni

Midsummer Festival

INFO: Langkampfen | Tirol, ab € 23,99

Drei Bühnen, 13 Stunden, 30 Acts: Am längsten Tag des Jahres liegen Techno, Drum und Bass in der Tiroler

Sommerluft. Von 12 bis 1 Uhr nachts wird die Sommersonnenwende unter dem Motto „Das Feuer in uns“ durchgefeiert. Wer eine Pause braucht, zieht sich in die Chill-Out-Area zurück, zieht sich im Food-Village einen Snack oder lässt sich bei einem Kreativ-Workshop inspirieren.

26. bis 27. Juni

Grünland Festival

INFO: Steyr | OÖ, Eintritt frei

Familiäres Festival im Schlosspark

Steyr: Das Wiener Kammerpop-Kollektiv Buntspecht mischt Indie-Pop mit Gypsy-Jazz, Loisach Marci kreiert mit seinem Alphorn unvorhergesehene Beats, das DuoLia. steht für Indie-Folk, EFEU spielen romantischen Gitarrenrock und die drei Rock-Kids von No Braids ihre eigenen Songs. Yoga, Kinderprogramm und Feuershow bilden das Rahmenprogramm.

NOVA ROCK

Vier Tage Rockmusik im äußersten Osten Österreichs: Am Donnerstag führen Volbeat das Aufgebot an, am Freitag stehen die Legenden von The Cure auf der Bühne. Samstag ist der Tag von Iron Maiden, der Sonntag gehört Bring Me the Horizon. Außerdem kommen Bad Omens, Sex Pistols feat. Frank Carter, The Offspring, Sabaton, Sepultura und Papa Roach ins Burgenland.

INFO: Nickelsdorf | Burgenland, ab € 279,99, 1 Tag ab € 129,99

DATUM: 11. bis 14. Juni

2. bis 5. Juli

Woodstock der Blasmusik

INFO: Ort/Innkreis | OÖ, ab € 279, 1 Tag ab € 89

Mit Pauken und Trompeten: Freunde der gepflegten Blasmusik treffen sich jedes Jahr in Oberösterreich. Die Bühnen haben so putzige Namen wie Buffet Crampon Main Stage, Demmelbauer‘s Tanzboden, Tanzl & Gstanzl Stubm und Kraut & Ruabm Arena. Dort blasen Dutzende Kapellen und Bands wie Alpdudler, Blechzipfl, Die Lungauer, Hot Potato Band oder Wüdaramusi um die Wette.

3. Juli

Clam Rock

INFO: Klam | ausverkauft

Legenden der Rockgeschichte vor historischer Kulisse: Alice Cooper kommt zur Burg Clam, mit Foreigner („Cold as ice“) und Manfred Mann’s Earth Band („Blinded by the light“) im Schlepptau. Creedence Clearwater Revival bringen Woodstock-Vibes mit nach Oberösterreich, Colosseum ihren unverwechselbaren Jazz-Rock und die Altmeister The Troggs gewiss ihren Welthit „Wild Thing“.

Rock vibes

3. bis 5. Juli 2026 Donauinselfest

INFO: Wien, Eintritt frei

Zum 43. Mal steigt das Donauinselfest auf der Donauinsel zwischen Nordbrücke und Reichsbrücke. Eröffnet wird die Freiluftfete am Freitag von Thorsteinn Einarsson Inklusionskonzert. Mit von der Partie sind die Nachwuchsacts ams, Black SunZet, emma, LELLA und Stubenfliege. Auf der Sportinsel wartet die österreichische Nationalmannschaft der Frauen auf fußballbegeisterte Mädchen.

4. Juli

Lovely Days Festival

INFO: Eisenstadt | Bgld, ab € 114,49

Reise in die Vergangenheit im Schlosspark Esterházy: Die Rock-Granden der 60er- und 70er-Jahre zupfen im Burgenland an den Gitarren. Fans von Alice Cooper, Foreigner, Manfred Mann’s Earth Band, Creedence Clearwater Revival, The Troggs, Hans Theessink & Band sowie Colosseum mit Chris Farlowe, Clem Clempson und Mark Clarke dürfen sich vorfreuen.

8. Juli bis 16. August

Poolbar Festival

INFO: Feldkirch | Vlbg, ab € 395, Tagesticket ab € 0

Der Sommer wird herrlich in Vorarlberg. Los geht es am 8. Juli mit DJ A-Trak, den Schlusspunkt des mehrwöchigen Kulturfestivals setzt

ELECTRIC LOVE FESTIVAL

Auf dem Salzburgring elektrisch abfahren: Headliner wie die Swedish House Mafia, John Newman, Armin van Buuren, Hugel, Klangkuenstler, Bunt., Dimitri Vegas, Kshmr und Paul Kalkbrenner machen es möglich. Am Warmup Wednesday stimmen Holy Priest auf das EDM-Festival ein. Insgesamt 200 Artists bringen die sieben Bühnen zum Beben.

INFO: Salzburgring | Salzburg, ab € 234, 1 Tag ab € 134

DATUM: 9. bis 11. Juli

das elektronische Sextett Marder 4000 Mitte August. In den Wochen dazwischen machen Top-Acts wie Fiva, Billie Marten, White Lies, Clockclock, Joss Stone, Xavier Rudd, Donots, Laurenz Nikolaus und die Babyshambles eine Welle im Alten Hallenbad.

10. Juli

Butterfly Dance

INFO: Eisenstadt | Bgld, ab € 109,99

Ein Festival, so prachtvoll wie das Schloss, vor dem es zelebriert wird: Elektro-Pionier Moby legt im Burgenland auf, der italienische Cantautore Jovanotti singt, Disco-Queen Sophie Ellis-Bextor kommt aus London. Das Line-up komplettieren Soulmusiker Curtis Harding, die britische Band Freak Power und das Elektro-Trio Kraak & Smaak.

16. bis 18. Juli Area 53 Festival

INFO: Leoben | Stmk., ab € 149, 1 Tag ab € 89

Headbanging in der Steiermark: Angeführt wird das Heavy-Metal-Festival in diesem Jahr von In Flames, Arch Enemy und Saxon. Zum Pogen animieren außerdem Metal-Bands wie Dirkschneider, Pain, Visions of Atlantis, Bleed from Within, Self Deception, Voivod, Hiraes, Ad Infinitum, Firewind, Agathodaimon, Kontrust und Vinegar Hill.

Fotos: (c)
Nicolai Semrau (Electric Love), (c) Ira & John (Poolbar), (c)
Thomas Eisenpass (Area 53)

FORESTGLADE

Rockig, punkig, alternativ: Das Forestglade bringt Rise Against, Jet, The Subways, Life of Agony, New Model Army, Ash und Ramazuri auf die Bühne. Schauplatz ist der barocke Schlosspark Esterházy in Eisenstadt. Das Zeltlager wird im nahegelegenen Lindenstadion aufgeschlagen. Nach langjähriger Pause war das legendäre Festival im vergangenen Jahr zurückgekehrt – mit Erfolg.

INFO: Eisenstadt | Burgenland, ab € 109,99

DATUM: 11. Juli

16. bis 18. Juli

Acoustic Lakeside

INFO: Sittersdorf | Kärnten, € 105

Kinder, wie die Zeit vergeht: Nun schon zum 20. Mal verwandelt sich das Gelände rund um den idyllischen Sonnegger See in eine Festivalzone. Zum Jubiläum kommen Babyshambles, Betterov, Cari Cari, Jo The Man The Music, Kate Nash, Laurenz Nikolaus und Voodoo Jürgens. Und auch der Palatschinken-Express und die Flying Kitchen sind wieder vor Ort.

23. bis 26. Juli

Popfest 2026

INFO: Wien | Eintritt frei

Sein 17. Jubiläum feiert das Popfest in diesem Jahr. Zu den Schauplätzen zählen – wie gewohnt – Karlsplatz, Wien Museum, Technische Universität und Karlskirche. Das Kuratoren-Duo besteht aus Sofie Royer, die sich als DJane und Support-Act von Lana del Rey einen Namen machte, sowie Wolfgang Lehmann, Komponist und Produzent mit einem Hauptaugenmerk auf Alternative Pop.

25. Juli

Rock am Schrott

INFO: Irnfritz | NÖ, ab € 28

Kleines, aber unfeines Schrottplatz-Festival: Die Welser Alternativrocker Krautschädl bringen das Altmetall zum Glühen. Aus Wien reisen Igel vs. Sharks auf den Schrotthof nach Irnfritz, als dritte Band gesellt sich eine lokale Überraschungscombo hinzu. Nach den Auftritten geht es auf der After-Concert-Party weiter. Noch nie war ein Schrottplatz so anziehend.

Open

30. Juli bis 1. August

Brainbridge

INFO: Peuerbach | OÖ, ab € 99, 1 Tag ab € 34,90

Heavy Metal und Punk-Rock in Peuerbach: Am Donnerstag geben Alkbottle voll Stoff, am Freitag führen April Art das Aufgebot an und am Samstag warten alle auf Turbobier. Den samstäglichen Frühschoppen verschönert Brass-Band Blechbradla. Das Festival in der Hirnbruck findet zum dritten Mal statt, 1000 Besucher dürften wieder mit dabei sein.

30. Juli bis 1. August

Szene Open Air

INFO: Lustenau | Vlbg., ab € 173,07, 1 Tag € 71,87

Alternative Musik am Alten Rhein: Den Auftakt machen Seiler und Speer, Filow, Oimara mit Bande und Fiddler’s Green am Donnerstag. Für den Freitag sind Zartmann, Meute, Bibiza, Rian und Ivo Martin gebucht. Am Samstag betreten Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys, OG Keemo, Sons of the East, Paleface Swiss, Vicky und Sondaschule die Bühne.

7. bis 8. August

Sunny Days Festival

INFO: Dietersdorf | Stmk., Eintritt frei

Love, Peace and good Music ist das Credo der Veranstalter, die steirischen Musiker:innen aus Rock und Pop eine Bühne geben und den Mainstream links liegen lassen wollen. Die Musik ist regional, das Gelände überschaubar, die Atmosphäre familiär – und das schon seit 2007. Eintritt wird nicht verlangt, eine kleine Spende aber gerne gesehen.

7. bis 8. August

Alter Ego Festival

INFO: Wels | OÖ, ab € 149,99, 1 Tag ab € 84,99

Eine Trabrennbahn ist so ziemlich der letzte Ort, an dem man Hip-Hop vermutet. Dass die Kombi trotzdem zusammenpasst, wollen die Veranstalter des Alter Ego Festivals beweisen. In Wels reiten Luciano, Destroy Lonely, Sosa La M, Zsá Zsá, Sofaygo, Zackavelli, Reezy, Yung Hurn, YC, Sampagne und Thizzy52 auf der Begeisterungswelle der Hip-Hop-Community.

7. bis 8. August

One Love Festival

INFO: Wiesen | Bgld, ab € 119, 1 Tag ab € 89

Reggae satt: Alpha Blondy & The Solar System, The Wailers, Alborosie, Culture feat. Kenyatta Hill, Queen Omega, The Congos, Dubblestandart

feat Dawn Penn, Christopher Ellis, Jayasri, Vex und Stick a Bush bringen Roots Reggae, Dub und Dancehall ins Burgenland. Außerdem gibt es Yoga-Sessions, Trommel-Workshops, internationale Foodtrucks und eine Hüpfburg für Kinder.

7. bis 8. August

Picture on Festival

INFO: Bildein | Bgld, ab € 119, 1 Tag ab € 69

Ein Dorf rockt ab: In der 350-Seelen-Gemeinde Bildein nahe der ungarischen Grenze wird musikalische Vielfalt gelebt. Am Freitag heizen Crossover-Band H-Blockx, Reggae-Combo Inner Circle, die Ska-Punker Guadalajara und Singer-Songwriterin Sodl ein. Am Samstag sind Indie-Rock-Duo Cari Cari, die Rap-Metaller Clawfinger, Hip-HopGruppe Stereo-MCs und Jazz-Sängerin Anna Buchegger dran.

PARADIES GARTEN

Elektronische Musik vor den Toren Wiens: Im großen grünen Schlossgarten von Schloss Prugg legen Bad Boombox & Mischluft, Benwal, Carlos Valdes & Rumi de Baires, Chloé Caillet & Ryan Elliott, Chris Stussy, DJ Fuckoff, DJ Gigola, DJ Heartstring, Fritz Kalkbrenner, Fumi, Funk Tribu, Kapote B2B Gee Lane, Kirollus, Narciss, Natalie Robinson, Omoloko & Sally C, Shy FX und Überkikz auf.

INFO: Bruck an der Leitha | NÖ, ab € 179,99, 1 Tag ab € 74,99

DATUM: 31. Juli bis 2. August

Fotos: (c) Nico D. Daniel (Sunny Days), (c) Jaan van Dam/ Paradise Garden GmbH

7. bis 9. August

Free Tree Open Air

INFO: Taiskirchen | OÖ, ab € 159, 1 Tag ab € 55

Das grüne Festival im Innkreis: Umringt von Wäldern, Weiden und Äckern spielen Acts wie Chapo102, Mighty Oaks, Venjent, Kreiml & Samurai, Salo Ende, Jugo Ürdens und Wallners auf der Hauptbühne groß auf. Die Electronic-Bühnen betreten A.M.C. und MC Phantom, Charlie Tee, Dominik Eulberg und Bea. Auf der Kultur-Bühne gibt es Live-Karaoke mit Limuka.

8. August Shutdown Festival

INFO: Zwentendorf | NÖ, ab € 119

Im AKW wird hart getanzt: 60 HardDance-Acts auf fünf Bühnen machen das Atomkraftwerk Zwentendorf unsicher. Angekündigt sind unter anderem Art of Fighters, Barber, Dr Donk, Dual

Damage, Gregor Le Dahl, Hardstyle Buamz, Harris & Ford, Intoxicated, Lekkerfaces, Major Conspiracy, Manji, N-Vitral, Noisecontrollers, Riot Shift, Schlot, Sub Zero Project, Unicorn on K und Zelecter.

20. bis 22. August

Kaltenbach Open Air

INFO: Spital am Semmering | Stmk, ab € 75,80

Metal extrem: Death und Black Metal liegen in der steiermärkischen Luft – dank 1349, Finntroll, Cryptopsy, Sacred Reich, Revocation, Manegarm, Firespawn, Einherjer, The Crown, Angelus Apatrida, Centinex, Greaveworm, Thy Light, Varathron, Devangelic, Gutalax, Mercyless, Imperium Dekadenz, Tortharry, Destinity, Agregator, Helfro, Goremented, Anderwelt und Irdorath.

FREQUENCY FESTIVAL

Im Green Park am Traisenufer schlagen einmal mehr Größen aus Indie, Pop, Rock, Electronic und Hip-Hop auf. Den Anfang machen Kraftklub, Lorde und Fontaines D.C. am Donnerstag. Der Freitag gehört Sido, Paul Kalkbrenner und Tom Odell. Am Samstag bringen Twenty One Pilots, Ken Carson und Ski Aggu die Meute zum Kochen.

INFO: St. Pölten | NÖ, ab € 279,99, 1 Tag ab € 139,99

DATUM: 20. bis 22. August

27. bis 30. August Fuzzstock

INFO: Bleiburg | Knt., ab € 108, 1 Tag ab € 68

Das kleine gemütliche Bergfestival auf der Petzen: Auf der Bühne stehen die exzentrische Singer-Songwriterin Alicia Edelweiss, Indie-Rockband Endless Wellness, Deutschrapper Fatoni, Popsängerin Lara Hulo und Mundart-Musiker Voodoo Jürgens & die Ansa Panier. Am Donnerstag und Sonntag ist der Eintritt frei, Kinder unter 14 kommen auch an den anderen Festivaltagen umsonst hinein.

1. bis 3. Oktober Waves Vienna

INFO: Wien, ab € 48

Zum 16. Mal bringt das ShowcaseFestival mehr als 100 Acts in verschiedene Locations rund um den Wiener Gürtel, darunter Arthur the Gang, Ava Fina, Das schottische Prinzip, Kumbia Queers, Neon Lies, Swim Swim Naked, Tamara Flores oder Turbo Trans Turisti. Auf der begleitenden Waves Vienna Conference werden Themen wie KI, Urheberrecht und Synchronisation für Film und Games diskutiert.

10. bis 13. Dezember Rave on Snow

INFO: Saalbach | Salzburg, ab € 150

Wenn Wintersport auf elektronische Musik trifft: Vier Tage lang wird in Saalbach getanzt und gewedelt. Insgesamt 70 DJs legen auf zwölf Floors auf. Für jeden Raver ist die passende Location dabei: hoch oben auf dem Schattberg vor prächtiger Bergkulisse, die wunderschöne Hinterhag Alm, das schicke Soulhouse oder die undergroundige Garage Lounge.

INTERNATIONALE HIGHLIGHTS

3. bis 7. Juni

Lighthouse Festival

INFO: Poreč | Kroatien, ab € 159

Urlaubsstimmung auf der istrischen Halbinsel: House und Techno wummern fünf Tage lang durch die herrliche Adrialuft. Das kleine, feine Festival verbindet Club-Kultur, Urlaub am Meer und elektronische Musik zu einer stimmigen Kombi. Über 100 Acts stehen auf der Startliste. Von Villach sind es nur drei Stunden mit dem Auto.

3. bis 7. Juni

Primavera Sound

INFO: Barcelona | Spanien, ab € 350, 1 Tag ab € 135

Wieder mal gespickt mit großen Namen: Das Primavera Sound lockt Elektronik-, Indie-, Rock- und Pop-Größen in den Parc del Forum von Barcelona. Für Donnerstag sind Doja Cat, Massive Attack und Bad Gyal angesagt, für Freitag The Cure, Addison Rae und Skrillex, für Samstag The xx, Gorillaz und My Bloody Valentine und für Sonntag Carl Cox sowie Joseph Capriati.

12. bis 14. Juni

Best Kept Secret

INFO: Hilvarenbeek | Niederlande, ab € 219, 1 Tag ab € 99

Die Mischung macht’s: Indie, HipHop, Elektro und Rock treffen in der niederländischen Provinz NoordBrabant aufeinander. Als Headliner gehen die Gorillaz, Ex-White Stripe Jack White und Nick Cave & The Bad Seeds an den Start. Mit dabei sind Künstler:innen wie Amaare, Curtis Harding, De La Soul, Dressed Like Boys, Hayley Williams, Mr. Cutts, Nation of Language, Naïka und Wolf Alice.

18. bis 20. Juni

Sónar Festival

INFO: Barcelona | Spanien, ab € 175, 1 Tag ab € 44

Neustart für das Sónar Festival: Erstmals gibt es nicht mehr zwei, sondern nur noch einen Veranstaltungsort, nämlich das Konferenzzentrum Fira Gran Via in Barcelona. Besucher:innen haben die Wahl zwischen drei Open-Air- und drei Indoor-Bühnen, jede mit eigenem Schwerpunkt. Das Line-Up des Elektro-Spektakels beginnt bei A wie Addison Groove und endet bei Z wie Zuri.

19. bis 20. Juni Heroes Festival

INFO: Geiselwind | Deutschland, ab € 145, 1 Tag ab € 30

Unterfranken im Rap-Rausch: Ins Mikro sprechsingen Bonez MC, Haftbefehl, Rin, Ssio, 102 Boyz, Bausa, Jazeek, Kool Savas, Lacazette, Zackavelli, Pajel, Shosharascal, Sierra Kid und Symba. Das Heroes Festival in Freiburg indes, ursprünglich für den 4. und 5. September 2026 geplant, wurde auf kommendes Jahr verschoben. Auch nach Hannover kehrt man vorerst nicht zurück.

19. bis 21. Juni

Hurricane Festival

INFO: Scheeßel | Deutschland, ab € 219, 1 Tag € 119

30 Jahre Hurricane: Zum Jubiläum kommen Kraftklub, Yungblud, The Offspring, Twenty One Pilots, Florence + The Machine, Papa Roach, Billy Talent, Halsey und Provinz als Headliner nach Norddeutschland. Die Donots, Bosse, Wolf Alice, Finch, Nothing but Thieves, Ssio, Empire of the Sun, A Day to Remember, BHZ, Clueso, Roy Bianco und die Abbrunzati Boys gesellen sich dazu.

Bass drops worth repeating

Internationale Highlights

SZIGET FESTIVAL

Festival-Ekstase in Ungarns Hauptstadt: Für fünf Tage verwandelt sich die Obuda-Donauinsel in die „Insel der Freiheit“ – ein hochklassiges Line-up ist auch vor Ort. Als Headliner angekündigt sind Bring me the Horizon, Florence + The Machine, Jorja Smith, Lewis Capaldi, Skepta, Skrillex, Sombr, Twenty One Pilots und Zara Larsson.

INFO: Budapest | Ungarn, ab € 289, 1 Tag ab € 99

DATUM: 11. bis 15. August

1. bis 4. Juli

Roskilde Festival

INFO: Roskilde | DK, ab € 347, 1 Tag ab € 190

Die beste Woche des Jahres versprechen die Veranstalter jenen, die sie auf der dänischen Hauptinsel Sjælland verbringen. Das Line-up zieren die Gorillaz, The Cure, Zara Larsson, Addison Rae, Aphaca, Clipse, David Byrne, Esdeekid, Ethel Cain, Kneecap, Lily Allen, Little Simz, Tessa, Tobias Rahim, TV-2, Wolf Alice und Yung Lean & Bladee u.v.m.

1. bis 4. Juli Open’er Festival

INFO: Gdynia | Polen, ab € 271, 1 Tag ab € 129

Frische Ostseeluft in Polen: In unmittelbarer Nähe der (sehr sehenswerten) Hafenstadt Danzig spielen Florence + The Machine, The xx, Calvin Harris, Nick Cave & The Bad Seeds, The Cure, Addison Rae, Audrey Nuna, Avi, Martin Garrix, Halsey, Horsegirl, Hyphen Dash, Just Mustard, Idles, Kneecap, Zara Larsson, Oki, Sofi Tukker, Teddy Swims und Don West groß auf.

Pohoda Festival

INFO: Trenčín | Slowakei, ab € 258, 1 Tag ab € 109

Musik und Spiel in der westlichen Slowakei: Gorillaz, The Cure und The Prodigy sind in diesem Sommer die bekanntesten Namen. Außerdem gehen Lykke Li, Denzel Curry, Oliver Tree, Idles, Apashe & Brass Orchestra, Action Bronson, Yuki Chiba, Emiliana Torrini und Baxter Dury an den Start. Daneben sind Comedy-, Tanz- und Theater-Performances ein wichtiger Bestandteil von Pohoda.

15. bis 18. Juli Colours of Ostrava

INFO: Ostrava | CZ, ab € 133

Das Festival zwischen Hochofen und Eisenwerk: Im alten Industrieareal Dolni Vitkovice verschmelzen die Genres. Freuen können sich die Besucher:innen auf so unterschiedliche Künstler:innen wie Twenty One Pilots, Teddy Swims, Lorde, Moby, Tomora, Anki, Ari Tsugi, Baby Lasagna, Cakes Da Killa, Daltonists, Ibrahim Maalouf, Jambinai, Klawo, Malkit Singh und Skunk Anansie.

 Zusammengestellt von Sebastian Wolking

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