EPPAN
Magazin
Geschichten aus Deinem Urlaubsort


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Geschichten aus Deinem Urlaubsort



SEKTKELLEREI
Comitissa
Sankt
Schreckbichl
KELLEREI
St.
Schloss


Manchmal sind es die kleinen Kostbarkeiten, die eine Reise unvergesslich machen: ein besonderer Moment zwischen Rebreihen, ein kulinarischer Augenblick, ein Gespräch voller Erinnerungen. Eppan an der Weinstraße ist reich an solchen Schätzen – sichtbaren und verborgenen – und lädt seine Gäste sowie Einheimische ein, sie immer wieder neu zu entdecken.
In den Weingärten, wo Trauben in der Sonne funkeln, begegnet man jener Ursprünglichkeit, die seit Generationen gepflegt wird. Jeder Winzer, ob traditionsreich oder jung und mutig, trägt seinen Teil dazu bei, dass dieser Schatz nie verblasst. Zwischen historischen Mauern, alten Stöcken und duftender Erde liegt ein stilles Glück, das man nur spürt, wenn man innehält.
Gleichzeitig erstrahlt Eppans Gastroszene mit neuen Highlights. Das jüngste Juwel heißt Pramol Alto: ein Ort, der zeigt, wie modern, kreativ und doch tief verwurzelt Genuss sein kann. Hier verbinden sich Leidenschaft, Handwerk und lokale sowie internationale Identität zu einem Erlebnis, das man gerne für sich behält – und doch jedem weiterempfehlen möchte.
Evelyn Falser Präsidentin
Auch die Schlösser und Burgen der Gemeinde erzählen ihre Geschichten. Sie sind kulturelle Schatzkammern, stumme Zeugen vergangener Zeiten, die Besucher mit offenen Toren empfangen. Wer sich auf eine kleine Schatzsuche begibt, findet dort nicht nur Architektur und Geschichte, sondern das Gefühl, Teil eines viel größeren Ganzen zu sein. Damit all diese Kleinode – die alten wie die neuen – erhalten bleiben, setzt Eppan bewusst auf Nachhaltigkeit. Die Menschen hier wissen, dass wahre Schmuckstücke nur dann glänzen, wenn man sie schützt. Und so wird mit Respekt, Weitsicht und viel Herz dafür gesorgt, dass das Gestern auch morgen noch Freude schenkt.

Besonders berührend: Zeitzeugen haben für diese Ausgabe in ihrer Erinnerungskiste gekramt. Ihre Geschichten sind vielleicht die wertvollsten Schätze überhaupt –denn sie verbinden Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf eine Weise, wie es nur echte Erinnerungen können.











Impressum
Redaktion: Tourismusverein Eppan
Autoren: Christiane Weinhold, Tourismusverein Eppan
Herausgeber: Tourismusverein Eppan, Präsidentin Evelyn Falser, Direktorin Evi Götsch
Presserechtliche Verantwortung:
Christiane Weinhold
Grafik & Layout: Zephyris Grafik
Atelier der Julia von Wohlgemuth
Übersetzung: Tourismusverein Eppan, Bonetti & Peroni, Karin Moser
Registereintragung Landesgericht Bozen Nr. 1101/25 – 24.03.2025


GEFLOCHTENE GEDULD –DIE KUNST DER PEPI PREMSTALLER
PERLAGGEN – EIN SPIEL VOLLER GEHEIMNISSE FÜR GEWITZTE

HINWEIS: Das Titelbild ist das Gewinnerfoto des Eppan Wein Wettbewerbs
„Der schönste Weingarten Eppans”. Gewinner: Manuel Gaiser
Fotoquellen:
AHC Eppan Pirates
Alex Filz
Andrea Ciccalè
AVS St. Pauls
Bernd Zagler
Christiane Weinhold
Daniel Socin
Ehrentraut Riegler
Erwin Flor
Freepik.com
Golf Club Eppan
Golf Club Eppan/Edmund Hohrenk Günther Roner
Helmuth Rier
Hotel Ansitz Tschindlhof
Hotel Gasthof Steinegger
Ian Ehm
Johanna Schweigkofler
Johannes Fein (feine-fotos)
Kellerei Sankt Pauls
Kloster Mariengarten
LIVE-STYLE Agency
Manuel Gaiser
Marion Lafogler
Matscher Ferien
Meike Hollnaicher
meraner-hauser.com
Paul Herbst
Peter Mayr
Peter von Hellberg
Petra Prackwieser
Rapunzel
Riccardo Angelini
RTL/ Julia Feldhagen
RTL/Sebastian Meyer
Sabrina Unterholzer
Thomas Niedermayr
Tourismusverein Eppan
Überetscher Reitverein/Katharina Trettl
Überetscher Reitverein/Lisa Nothdurfter
Überetscher Reitverein/Marie Roos
Waltraud Kössler
Druck: Südtirol Druck
Auflage: 6.000 deutsch, 1.000 italienisch, 1.000 englisch
Hinweis: Trotz sorgfältiger Auswahl der Quellen kann für die Richtigkeit der Angaben nicht gehaftet werden. Nachdruck und Verwendung nur mit Genehmigung der Redaktion. Alle Angaben ohne Gewähr.

Samstag, 16. Mai 2026
Eine magische Atmosphäre erfüllt die historischen Mauern von Burg Hocheppan. Musikalische Klänge, lebendiges Mittelalterflair, faszinierende Tänze, packende Schwertkämpfe und beeindruckende Rittervorführungen lassen die Vergangenheit lebendig werden. Gleichzeitig laden kulinarische Köstlichkeiten zum Genießen ein. Das Eppaner Burgenfest ist ein Fest voller Geschichte, Freude und unvergesslicher Erlebnisse.



Das Restaurant Pramol Alto war ursprünglich als Pop-up geplant, doch heute ist klar: Dieser Ort bleibt. Wer auf der Terrasse steht, versteht gleich warum. Der Blick öffnet sich über Südtirols Bergwelt mit Sicht auf die Hauptstadt Bozen. Inmitten der Stille von Eppans Fraktion Perdonig entfaltet sich eine Küche, die aus der Region schöpft und gleichzeitig weit darüber hinausreicht.

Für Jakob Zeller und seine Frau Ethel Hoon war die Entscheidung, in Eppan das Pramol Alto zu eröffnen, nahezu klar: Die Möglichkeit, den Hof zu übernehmen, traf auf ein Panorama, das fast dazu auffordert, etwas aufzubauen. Zeller, 1989 in Meran geboren, entdeckte die Leidenschaft fürs Kochen noch während der Schulzeit, wo er mit Freunden hochwertige Abendessen organisierte. Sie probierten aus, was Lebensmittel können, wenn man ihnen Raum gibt. Es folgten Lehrjahre in Frankreich, Dänemark und Schweden – darunter das weltbekannte Fäviken, wo er an Entwicklungen und Techniken feilte,


In Schweden lernte er Ethel kennen, die aus Singapur stammt und eine ebenso klare kulinarische Handschrift ins Pramol Alto mitbringt. Gemeinsam bilden sie ein starkes Duo: „Ich tüftle und forsche gerne, Ethel bringt Präzision und Umsetzungskraft“, erzählt er. Auf dem japanischen Holzkohlegrill entstehen Gerichte, die heimische Produkte mit fernöstlicher Tiefe verbinden. Fermentieren, einlegen und schonendes Konservieren gehören zum Alltag – eigentlich traditionell bäuerliche Methoden, die Geschmack bewahren und verstärken, ohne Effekthascherei. „Am Ende soll das Produkt sprechen, klar und ohne Schnörkel“, sagt Zeller.


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Wer einen Blick auf die Speisekarte wirft, versteht sofort, was damit gemeint ist: Wantans mit einem mit Kaki verfeinerten Chili-Dip, Tortellini in vietnamesischer Pho-Brühe und Cedro-Zitrone, heimischer Saibling in Superior-Sojasauce mit gelbem Chili-Jam und Koriander sind nur einige der nahezu genialen Kombinationen. Für ihre Arbeit wurden die beiden mehrfach international ausgezeichnet, zuletzt als „Newcomer des Jahres“ (Gault&Millau 2025).
Pramol Alto ist ein Restaurant, das gekommen ist, um zu bleiben: mit einer Küche, die Südtirols Kulinarik auf ein neues Tablett hebt – respektvoll mit der Natur, mutig in der Umsetzung und zeitgemäß kreativ.

So manche Unsitte im Umgang mit Wein bringt die wahren Kenner zum WEIN en. Damit der Genuss mit Stil auch in Ihrem Urlaub in Eppan gelingt, gibt es hier einige Regeln für Sie:
Finger weg vom Fass: Bei Führungen im Weinkeller bitte weder klopfen noch draufsetzen.
Trocken heißt trocken: In Südtirol sind die Weine grundsätzlich ohne Restsüße. „Trocken“ extra zu bestellen wirkt daher, als wisse man es nicht besser.
Schorle? Lieber nicht: Egal ob mit Mineralwasser oder Limonade – den Wein aufzuspritzen gilt hierzulande als kleine Sünde.
Weniger ist mehr: Auch wenn manche nach einem volleren Glas fragen – Weinkultur bedeutet, nicht mehr als ein Achtel einzuschenken.
So können Bouquet und Temperatur wirken, wie sie sollen.
Sekt bleibt still – zumindest im Glas: Schwenken lässt die Kohlensäure entweichen. Also bitte nur nippen, nicht kreisen.
Stiel statt Kelch: Das Glas wird am Stiel gehalten – für die ideale Temperatur und einen klaren Blick ohne Fingerabdrücke.
Die richtige Temperatur: Weißweine mögen es kühl (8-12 Grad), Rotweine leicht temperiert (14-18 Grad). Zu kalt schmeckt der Weiße nach wenig, zu warm wirkt der Rote alkoholisch.
Eiswürfel? Ein Fauxpas: Der Wein wird von außen gekühlt. Die Flasche in Eiswasser stellen wirkt Wunder – und verdirbt nicht den Geschmack.
Form folgt A roma: Ein gutes
Weinglas ist bauchig und verjüngt sich nach oben. So entfalten sich die Aromen und steigen sanft in die Nase.
A romen nicht überdecken: Vor dem Wein lieber auf Pfefferminze, Kaugummi oder starken Kaffee verzichten – sie überlagern den feinen Geschmack.
Und das Wichtigste: Abschalten, zurücklehnen, genießen. Wein ist kein Wettbewerb, sondern ein Moment.
A uf Ihr Wohl!


DER WEINLEHRPFAD IN GIRLAN führt mitten durch die sonnigen Hänge des Weindorfs und verbindet Natur, Weinbauwissen und sanfte Bewegung in idealer Weise. Auf der rund 1,6 km langen Runde erleben Besucherinnen und Besucher, was die Weinlandschaft rund um Girlan so besonders macht. Zwischen gepflegten Rebzeilen, Pergln und Trockenmauern erzählen 15 Infopoints von Rebsorten, Erziehungsmethoden, Böden, Wasser und Klima sowie dem Jahreslauf im Weinberg. Immer wieder öffnen sich weite Blicke über das Etschtal bis hin zu den Dolomiten – ein ruhiger, kurzer Weg, der doch überraschend vielseitig ist.
PRAKTISCH UND INFORMATIV: DER AUDIOGUIDE
Neu ist der mehrsprachige Audioguide, der die Inhalte des Lehrpfads vertieft. Gesprochen wird er von Eberhard Daum, dessen warme, klare Stimme viele aus dem Südtiroler Fernsehen kennen. Er führt durch Geschichte, Natur und Weinbau und vermittelt anschaulich, wie eng Landschaft, Tradition und Genuss hier miteinander verbunden sind. Der Audioguide macht den Lehrpfad zu einem individuellen kleinen Erlebnis – ideal für alle, die gern in ihrem eigenen Tempo unterwegs sind.
Besonders für Familien wurde das Outdoor Escape Game entwickelt: ein spielerisches Rätsel- und Entdeckungsabenteuer entlang des Lehrpfads. Unterschiedlich schwere Aufgaben, Naturbeobachtungen, kleine Challenges und „Fun Facts“ rund um Reben, Tiere und Pflanzen regen dazu an, gemeinsam zu rätseln, zu schauen und zu staunen. Mal gilt es, Tiere zu entdecken, mal Pflanzendetails zu erkennen oder Zusammenhänge im Weinberg zu verstehen. Das Outdoor Escape Game verbindet Bewegung an der frischen Luft mit Wissen, Spaß und Teamgeist – ein niedrigschwelliger Einstieg in die Welt des Weins, bei dem Kinder wie Erwachsene aktiv eingebunden werden. Mehr Infos: www.eppanescape.com
WEGBESCHREIBUNG
Start: Dorfplatz Girlan (Parkmöglichkeiten im Dorf) Wegverlauf: Vom Dorfplatz der Pfarrgasse folgen und der ausgeschilderten Rundroute „Hoher Weg – Gschleier“ entlang der Weinberge gehen.
• Länge: ca. 1,6 km
• Gehzeit: 40–45 Min.
• Schwierigkeit: leicht
• Art: Rundweg



Eppan und Nachhaltigkeit – Stand heute?
Das Wort „Nachhaltigkeit“ klingt längst ausgeleiert. Doch in Eppan wird tatkräftig daran gearbeitet, diese Worthülse sinnvoll und zielführend zu füllen. Ein Weg, der Herausforderungen, aber auch Lorbeeren bereithält.
Über 50 Seiten in Schriftgröße 9: Die Tourismusdestination Eppan hat sich die Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben - mit Nachhaltigkeitsstrategie, Aktionsplan und einem Zertifizierungs-Label im Tourismussektor. Ein Prozess, der in seinen Anfängen schon länger zurückreicht – und einen noch längeren und vor allem wertvollen Weg vorgibt.
Evelyn Falser, Präsidentin des Tourismusvereins Eppan: Eines vorneweg: Es stimmt. Nachhaltigkeit ist längst ein zerredetes Wort und nicht immer einfach vermittelbar. Die Substanz ist es aber nicht. Eppan ist bereits Klimagemeinde – nach aktueller Einstufung „Silver“ und nun auf Goldkurs. Daher wurde schon eine riesige Vorarbeit geleistet. Es geht hier nicht – wie viele vielleicht beim Thema Nachhaltigkeit denken - nur um eine ordnungsgemäße Mülltrennung. Das gehört im Kleinen auch dazu. Es zählt aber das große Ganze.
Der Tourismusverein Eppan setzt auf die Zertifizierung mit dem "Nachhaltigkeitslabel SüdtirolLevel 3": Das klingt sehr kryptisch. Was steckt dahinter?
Als Destination streben wir eine Entwicklung an, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte in Einklang bringt. Wir setzen auf bewusste Mobilität, respektvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen, die Stärkung der regionalen Wirtschaft und auf die Pflege unserer Kultur und Traditionen. Eppan soll ein lebenswerter Ort bleiben –für die Menschen, die hier wohnen, und für jene, die uns besuchen.

Was bescheinigt so ein Nachhaltigkeitslabel?
Das Label bietet unter anderem Tourismusdestinationen sowie Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben die Möglichkeit, ihr nachhaltiges Engagement messbar und sichtbar zu machen. Die dritte und somit höchste Auszeichnung entspricht der GSTC-Zertifizierung und genießt internationale Anerkennung. Als Tourismusverein versuchen wir, bestimmte Wege zu gehen und Botschaften zu vermitteln. Ob diese dann aber auch beim Empfänger so ankommen, wird hierbei hinterfragt. Und – was noch entscheidender ist: Wir erhalten endlich auch die Bestätigung dafür. So ist es uns wichtig, dass Kultur und Tradition in Eppan bewahrt und gelebt werden. Und das wird auch so wahrgenommen.
Worauf basieren diese Ergebnisse?
Da möchte ich im Besonderen zwei großangelegte Befragungen hervorheben, die uns wichtige Erkenntnisse und auch Bestätigungen geliefert haben. 2024 wurden nämlich unsere Gäste befragt, 2025 dann auch die Einheimischen. Die Gäste bewerten etwa die nachhaltige Ausrichtung schon dadurch, dass das Wasser vom Hahn getrunken werden kann, dass sie saubere Luft atmen, dass auf Rohstoffe von lokalen Produzenten zurückgegriffen wird oder dass der Recycling-Kreislauf funktioniert. Bei den Einheimischen ging es auch um die Wahrnehmung des Tourismus selbst.
Wie stehen die Einheimischen zum Tourismus: Stichwort „Overtourismus“?
Wir umschiffen auch das Thema Overtourismus nicht. Wir versuchen, die Stimmen, die es gibt, in eine Relation zu bringen. Wenn manche laut sagen, dass es zu viel ist, was denken all die anderen, die still sind? Mein Bauchgefühl gibt mir dazu eine Antwort, doch das konnte ich bislang nicht untermauern. Wenn aber von gut 1000 befragten Einheimischen 67 Prozent zufrieden mit dem Tourismus sind, dann ist das eine Größenordnung, die man auch mal so stehen lassen kann.
In der Vorstellung mancher passt touristisch wirtschaften und nachhaltig handeln nur bedingt zusammen: Was hat Eppan vom Tourismus?
Eppan lebt mit und vom Tourismus. Daher muss auch der wirtschaftliche Aspekt mit einfließen. Im Rahmen des Zertifizierungsprozesses wurde die Bruttowertschöpfung in Eppan erhoben – bezogen auf Bruttopreise und Nächtigungen. In Eppan werden demnach im Tourismus rund 110 Millionen Euro erwirtschaftet. Von umgerechnet 100 Euro pro Kopf bleiben 49 Euro in der Hotellerie und Gastronomie. Der Rest kommt den anderen Sektoren zugute. Das sagen zu können, beschert große Aha-Momente.
„Nachhaltigkeit ist kein Ziel, sondern ein Weg.“
Evelyn Falser, Präsidentin des Tourismusvereins Eppan
Zum Nachhaltigkeitslabel Südtirol: Wer trägt für die Umsetzung Sorge?
Entscheidend ist, dass alle an einem Strang ziehen. Es geht hier nicht darum, dass die Gemeinde oder der Tourismusverein versuchen, sich die Decke der Nachhaltigkeit überzuziehen. Deshalb haben wir ein Green-Team aufgestellt, das so breitgefächert wie möglich ist, bestehend aus Vertretern von Tourismus, Gemeinde, Wirtschaft, Umweltschutz, Jugend, Handel und Landwirtschaft ... Damit das Ergebnis von allen mitgetragen und mitgelebt wird.
Gibt es konkrete Maßnahmen? Das Green-Team hat in fünf Handlungsfeldern – Natur schützen, lebenswerte Qualität, lebendige Kultur, Regionalität leben und soziale Kompetenz – praxisnahe Maßnahmen erarbeitet, die wir schrittweise umsetzen wollen. Diese Strategie markiert keinen Endpunkt: Nachhaltigkeit ist kein Ziel, sondern ein Weg.
Wichtig ist aber: Wir alle sind in diesem Green-Team.
Das Nachhaltigkeitslabel Südtirol orientiert sich an den international anerkannten Standards des Global Sustainable Tourism Council (GSTC). Diese Standards wurden geschaffen, um eine gemeinsame Grundlage für nachhaltigen Tourismus zu definieren.
Die Kriterien des Labels gliedern sich in vier zentrale Bereiche:
• MANAGEMENT
• SOZIO-ÖKONOMIE
• KULTUR
• ÖKOLOGIE


„Nachhaltigkeit ist für mich im Endeffekt ein wichtiges Gleichgewicht zwischen Ökologie, sozialen und wirtschaftlichen Dimensionen zu schaffen.“
Elke Morandell Schwarzer, Paulser Hof *
Level 1 bis 3
Da nachhaltige Entwicklung ein kontinuierlicher Prozess ist, ist das Label in drei Fortschrittsstufen unterteilt. Jede Stufe erfordert die Erfüllung bestimmter Anforderungen und wird im Rahmen eines Audits überprüft.
Der Tourismusverein Eppan wurde mit dem "Nachhaltigkeitslabel Südtirol - Level 3" ausgezeichnet. Zudem wurden in Eppan vier Beherbergungs- bzw. Gastronomiebetriebe mit dem "Nachhaltigkeitslabel Südtirol - Level 2 ausgezeichnet".


„Nachhaltigkeit ist für uns kein Trend, sondern Haltung. Als zertifizierter Südtiroler Hotelbetrieb übernehmen wir Verantwortung für heute und morgen.“
Silke Matscher, Appartmenthotel Das Matscher *


„Wir schauen nicht darauf, was gerade in der Green Wave IN ist, sondern, was langfristig wirklich Sinn macht.“
Verena Eisenstecken, Hotel - Gasthaus Steinegger *


„Der gespürte Klimawandel lädt uns ein, unseren Beitrag zu leisten und ins Handeln zu kommen.
Das Label gibt uns die Möglichkeit zu erkennen, was wir besser machen können. Daher waren wir als einer der ersten Betriebe mit dabei.“
Tobias von Mörl, Hotel Ansitz Tschindlhof *
* Betriebe mit dem "Nachhaltigkeitslabel Südtirol - Level 2"


Auch die Kleinen wollen bespaßt werden, Abenteuer erleben und sich ausprobieren. Wenn die Kinder glücklich sind, haben auch die Eltern eine schöne Zeit.
Und in Eppan bieten sich rund ums Jahr Möglichkeiten für aktive, neugierige oder spielfreudige Kids.

BOGENPARCOURS
BURG HOCHEPPAN
Sich einmal fühlen wie ein Ritter auf der Jagd: Dieser Spaß für die ganze Familie (Kinder ab 6 Jahren) ist am burgeigenen Bogenparcours der Burg Hocheppan möglich. Im Wald rund um die Burg gilt es, 28 3D-Tiere zu entdecken und erfolgreich zu treffen. Leihausrüstung ist vor Ort vorhanden.
An diesem Tag dreht sich alles um das Vergnügen der Kleinen: Der Kids Day im Zentrum von Eppan am Samstag, 9. Mai 2026 ist bereits ein beliebter fester Bestandteil im Veranstaltungskalender. Kasperltheater, Kinderschminken, Bastelecke, Hüpfburg und noch vieles mehr warten auf die strahlenden Besucherinnen und Besucher. Das Dorf ist erfüllt von Kinderlachen. Währenddessen können die Erwachsenen entspannt durch die Gassen von St. Michael flanieren und Geschäfte besuchen oder sich an den kulinarischen Köstlichkeiten erfreuen.
Besonders reizvoll für Kinder ist die Drei-Burgenwanderung am Fuße des Gantkofels. Für die kurze Strecke startet man am Burgenparkplatz in Missian und steigt zunächst über den Weg Nr. 9 zur Burg Hocheppan auf. Dann geht es weiter
über den Weg Nr. 9a zur Burgruine Boymont, wo man – genauso wie in Hocheppan – auch anderen Tagen genüsslich und gemütlich einkehren kann. Von dort gelangt man zum romanischen Schloss Korb.
LESEVERGNÜGEN STATT
TRÜBSAL BLASEN
Wohin mit den Kindern bei Regenwetter? Ein Besuch in der hervorragend ausgestatteten Bibliothek bietet sich an. Eppan verfügt über eine große Mittelpunktbibliothek, wo man nicht nur eine reiche Auswahl an Lesefutter findet, sondern auch jede Menge Spiele, Hörbücher, DVDs. Es ist ein Treffpunkt für Menschen aller Generationen. Kinder können hier selbst stöbern und schmökern. Zudem werden regelmäßig Vorlesestunden oder Spielenachmittage angeboten.
Ort: Hans-Weber-Tyrol-Platz 4, St. Michael.
RADWANDERN VON EPPAN NACH KALTERN
Auf der Strecke der ehemaligen Bahntrasse der Überetscher Bahn kann man heute gemütlich auch mit den Kleinsten radeln. Besonders spannend: Immer wieder laden Spielplätze entlang des Weges zu Pausen und Toben ein. Starten kann man in Bozen an der Etschbrücke in Sigmundskron und fährt den Anstieg hinauf bis zum ehemaligen Bahnhof von Eppan. Auf dem Weg sind mehrere kurze Tunnels zu durchfahren, die noch von der ehemaligen Eisenbahn von Eppan nach Bozen stammen. Der Weg führt bis nach Kaltern, wo noch eine alte Dampflok zu bestaunen ist.
Ein faszinierendes Naturschauspiel und eine willkommene Abkühlung an heißen Tagen sind die Eislöcher Mit Startpunkt 100 m südlich vom Hauptplatz von St. Michael der Markierung „Zu den Eislöchern“ folgend erreicht man über Pigeno, vorbei an Schloss Gandegg, das Weingut Hotel Stroblhof. Von ebendort wandert man in etwa 20 Minuten weiter nach Süden. Bereits unterwegs strömt einem ein erfrischendes Lüftchen entgegen, verursacht durch ein Spaltensystem zwischen den Porphyrblöcken. Bis zu einer Höhe von fünf Metern ist die Kühle in dieser Steinmulde spürbar. Dieses besondere Mikroklima sorgt zudem für das Gedeihen von rund 600 Pflanzenarten auf engstem Raum.
WEIHNACHTLICHES
VERGNÜGEN FÜR KINDER
Die Weihnachtszeit lässt Kinderaugen besonders leuchten. Eine bezaubernde Tradition ist die Krippenausstellung in den Gassen von St. Pauls. Von Ende November bis ins neue Jahr hinein sind handgefertigte Exemplare rund um den Dom am Lande ausgestellt und laden zu einem stimmungsvollen Spaziergang ein – besonders ab 16 Uhr, wenn sie beleuchtet sind.
Bei KidsXMas am Christkindlmarkt in St. Michael dreht sich vom 5. bis 8. Dezember 2026 alles um die Kleinen: Spiel und Spaß, Nikolausumzug (6. Dezember), Wichtelwerkstatt oder Keksebacken sind nur einige der Programmpunkte. Wer ein wenig Nervenkitzel mag, kann mit etwas größeren Kindern einen der Krampusläufe besuchen, zum Beispiel die Schulthauser Teufel oder den Lauf in Girlan. Genaue Termine sind beim Tourismusverein erhältlich.
ten zeitweise die Eishalle für Groß und Klein geöffnet. Bitte informieren Sie sich beim Tourismusverein über die aktuellen Öffnungszeiten. Auch der Golfplatz in Unterrain wird in dieser Zeit zum Eislaufplatz mit eigenem Schlittschuhverleih. Nicht zu vergessen die größte Wasserfläche der Gemeinde: Sollte der Winter kalt genug sein, dann kann man sich am Montiggler See diesem kalten Vergnügen hingeben – bitte immer mit Vorsicht und Nachfrage, ob das Eis dick genug ist.
Im gesamten Gemeindegebiet finden sich zahlreiche gut ausgestattete Plätze zum Spielen, Klettern und Rutschen. Hier eine kleine Auswahl: Der zentralste ist der Spielplatz „Festplatz“ direkt im Herzen von St. Michael, ideal, wenn man nach einem Bummel in den Geschäften die Kinder auspowern lassen will. In Girlan am Martinsparkplatz gibt es einen weitläufigen Spielplatz mit außergewöhnlichen Klettertürmen und viel Holz. Auch in der Unteren Gand, im Lambrecht-Weg, wartet ein beliebter Spielplatz mit großer Sandkiste und viel Grün.
EISLAUFEN NACH HERZENSLUST
Wer im Winter gern auf Kufen unterwegs ist, hat dazu in Eppan gleich mehrere Möglichkeiten. In St. Michael ist in den Wintermona-


17. Juli bis 31. Juli 2026
Die edelsten Tropfen, die Eppan zu bieten hat, stehen im Mittelpunkt dieser genussvollen Veranstaltung. Ein besonderer Höhepunkt ist die „Gastliche Tafel“, bei der Südtiroler Spitzenköche unter der Leitung von Herbert Hintner in den malerischen Gassen von St. Pauls kulinarische Gaumenfreuden kredenzen.
WEINPROMENADE 17. JULI
GASTLICHE TAFEL 21. JULI
KNÖDELABEND 25. JULI
PAULS ROSÉ 31. JULI EVENT-TIPP


„Diese Lage ist einzigartig“, sagt Christoph Kuno, Präsident der Umweltgruppe Eppan. „Das macht Montiggl zu einem der kostbarsten Lebensräume des Landes.“ Damit das so bleibt, braucht es Achtsamkeit. Der kleine See ist autofrei, Parkplätze liegen außerhalb, die Besucher kommen zu Fuß, mit dem Rad oder Shuttlebus. Wanderwege führen durch einen Laubmischwald und vorbei an stillen Uferzonen, die Amphibien und Vögeln Schutz bieten. Damit Frösche beim Laichgang sicher bleiben, errichtet der Verein Herpeton jedes Jahr Amphibienschutzzäune – ein Beispiel für gelebten Artenschutz.

Auch der Große Montiggler See spielt eine wichtige Rolle: Mit rund 18 Hektar Wasserfläche und seinem traditionellen Lido bietet er Badevergnügen im Einklang mit der Natur. Trotz der touristischen Nutzung bleibt das Wasser von hervorragender Qualität – ein Be weis, dass Erholung und Umwelt schutz hier harmonieren können. Wer den Montiggler Wald besucht, erlebt ein Stück Landschaft, das sich selbst treu geblieben ist. Das Rauschen des Waldes, das Quaken der Enten, der warme Duft von Erde und Sonne – all das erinnert daran, wie wohltuend Einfachheit sein kann. Müllsammelaktionen von Vereinen und klare Regeln halten das Gebiet sauber, eine neue Ruhezone wird dem Wald künftig noch mehr Erholung schenken.

Die Balance zwischen Erleben und Bewahren ist fein, aber möglich, wenn jeder sie mitträgt. „Nachhaltigkeit bedeutet, Verantwortung zu übernehmen – nicht zu verbieten“, sagt Kuno. Wer auf den Wegen bleibt, den See genießt und respektvoll mit der Umgebung umgeht, schützt das, was den Montiggler Wald mit seinen Seen so besonders macht.
Frühes Morgenlicht fällt durch die Bäume und glitzert auf der Wasseroberfläche. Der Große und der Kleine Montiggler See sind eingebettet in rund 1.000 Hektar Wald – ein Naturraum, wie es ihn in Südtirol kein zweites Mal gibt. Mediterrane und alpine Lebensformen treffen hier aufeinander, Libellen tanzen über Schilfgürtel, im Frühling verwandeln Märzenbecher und Leberblümchen das Frühlingstal in ein Meer aus Farben.


Wer im Urlaub gern aktiv ist oder beim Sport den Kopf frei bekommen möchte, findet in Eppan jede Menge Möglichkeiten.
Ob drinnen oder draußen, für jeden Geschmack und jede Saison ist etwas dabei.

Idyllisch im Montiggler Wald gelegen, bietet der Tennisclub Rungg sechs Sandplätze und einen überdachten Hartplatz. Im Winter sind einige Plätze ebenfalls überdacht. Tennisstunden sind hier möglich, und im Sommer kann man auch Beachvolleyball spielen. Beim Hotel Mandelhof in Girlan gibt es ein Beachvolleyballfeld und Tore für Beachfußball. Orte: Tennisclub Rungg und Hotel Mandelhof in Girlan
Für die Jüngeren ein Riesenspaß: Der neue Skatepark mit Rampen, Slides und Sprüngen lädt zum Skateboarden und zum Austoben ein.
Der Platz befindet sich zwischen Kindergarten und Mittelschule im Zentrum von St. Michael und ist besonders für Anfänger dieses Sports geeignet.
Ort: Fahndlweg, St. Michael/Eppan

Kegeln
Gut Holz für alle! Vier Bahnen laden im Zentrum von St. Michael zum Kegeln ein. Wer Lust hat, auch mal alle Zehn gerade sein zu lassen, oder besser gesagt, alle Neune umzuwerfen, erkundigt sich am besten bei den Pächtern der Bar, wann die Bahn frei ist.
Infos: T. +39 346 799 85 89 Ort: Raiffeisenhalle St. Michael

In Eppans Kletterhalle kann man an Boulder- und Seilkletterrouten üben. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind willkommen. Neu ab 2026: Ein 15 m hoher Kletterturm und eine Speedwand im Außenbereich. Öffnungszeiten: Mo–Fr 17–22:30 Uhr, mit gültigem Ticket Eintritt auch täglich von 6 - 23 Uhr, Sommerpause ausgenommen.
Infos: T. +39 349 716 84 42 Ort: Raiffeisenhalle St. Michael

Eishockey & Eislaufen
Im Winter ist im Zentrum von St. Michael eisiges Vergnügen angesagt. Neben Eishockeyspielen gibt es auch Publikumslauf.
Infos: T. +39 0471 66 11 65
Ort: Eishalle St. Michael

Padel ist der neue Trendsport in Eppan – gespielt wird am Court in Unterrain in 90-Minuten-Slots, täglich von 6:30 bis 21:30 Uhr; Unterricht ist möglich. Golf verbindet Natur, Sport und Lebensgefühl. Die 9-Loch-Anlage „The Blue Monster“ begeistert mit viel Wasser und gepflegten Greens.
Info: T. +39 0471 188 81 64
Ort: Golfplatz Eppan, Unterrain

Ein Besuch am kleinen oder großen Montiggler See gehört im Sommer dazu. Am großen See lockt das Lido mit Pools und Sprungturm. Der kleine See ist perfekt für alle, die es ruhiger mögen.
Infos: T. +39 392 306 27 57 (Lido Großer See), T. +39 376 132 62 84 (Lido Kleiner See) Orte: Kleiner und Großer Montiggler See
Angeln
Petri Heil am Montiggler See! Wer die Ruhe beim fischen liebt und Hechte, Barsche oder Schleien fangen möchte, holt sich eine Tageskarte, gültig für beide Seen. Infos: beim Tourismusverein Eppan Ort: Montiggler Seen



grün leuchtet der Weingarten.
Ein visuelles Highlight, das die Schönheit der Rebflächen eindrucksvoll zeigt.
Kostbarkeiten im Weingarten – auch in diesem Jahr bieten die Weinproduzenten von Eppan Wein unter diesem Motto wieder besondere Events und Erlebnisse für alle Sinne.
Die rund 1.000 Hektar Rebflächen in Eppan sind Ursprung von Wein, Sekt und Destillaten und prägen zugleich Landschaft, Ökologie und regionale Identität. Die grüne Beleuchtung verweist dabei bewusst darauf, dass zwei Drittel der in Eppan erzeugten Weine Weißweine sind.
Die Kostbarkeiten des Weingartens 2026 laden dazu ein, die Vielfalt, Handwerkskunst und Einzigartigkeit der Eppaner Weinwelt neu zu entdecken – ein Erlebnis für alle Sinne.
Details unter www.eppanwein.it
Thomas Niedermayr, Mitbegründer des Hofrestaurants, ist eines von sechs Kindern. Er ist in einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen, der sich früh der Nachhaltigkeit verschrieben hatte, lange bevor sie zum allgemeinen Anspruch wurde. Nach einer prägenden Kindheit auf dem Hof schlug er zunächst einen anderen Weg ein und erlernte das Tischlerhandwerk. Später zog es ihn zurück zu den Wurzeln und er fand seinen eigenen Zugang zur Landwirtschaft. Je weiter er über den Tellerrand blickte, desto klarer wurde ihm, dass das, was er von zu Hause kannte, keineswegs selbstverständlich war. Vieles war konventionell, auf Ertrag ausgerichtet. Niedermayr aber wollte zurück zum authentischen Geschmack und vor allem: zur Qualität.
Das Hofrestaurant folgt genau dieser Haltung. Gekocht wird bio, regional und saisonal, farm to table. Gäste erwartet eine gut bäuerliche Küche, in der Region verwurzelt und zugleich offen für mediterrane Leichtigkeit. Aperitivo, Pizza, Focaccia und klassische Gerichte finden ebenso Platz auf der ↘

Eingebettet in die Naturlandschaft von St. Michael in Eppan öffnet im Sommer das Hofrestaurant – als neues Projekt und zugleich als logische Konsequenz eines Lebenswegs, der immer wieder zum Ursprung zurückgeführt hat.
Regionale Küche und Weinbau folgen im Hofrestaurant einer gemeinsamen Haltung, davon sind Thomas Niedermayr und seine Frau Marlene überzeugt.


Karte wie Schmorgerichte, Ragouts oder Burger. Brot und Pizza entstehen vor Ort, Gemüse, Obst, Getreide und pflanzliche Zutaten stammen vom Hof. Fisch und Fleisch kommen ausschließlich von Partnerbetrieben


Hier verbindet das Team um Thomas Niedermayr Landwirtschaft, Handwerk und bewussten Genuss. Natürliche Landwirtschaft bildet die Grundlage für eine gutbäuerliche Küche und charakterstarken Wein.
Umgang. Verarbeitet wird das ganze Tier vom Kopf bis zum Schwanz. Die Gerichte gibt es nur, solange der Vorrat reicht. „Keine Massenware für die Masse“, sagt Niedermayr. Auch ein hofeigener Speck soll entstehen, wie er ihn aus der Familie kennt: mindestens zwei Jahre gereift, mit hohem Fettanteil, intensiv im Geschmack. „Qualität braucht Geduld.“ Serviert wird zu jedem Gericht das passende Glas Wein. Das Hofrestaurant ist eine Familiengeschichte: Bruder Georg, gelernter Koch mit Studium der Lebensmitteltechnologie, bringt seine Expertise, Schwägerin Gloria kümmert sich um den Service, Thomas’ Frau Marlene führt Büro, Organisation und trägt den Familienalltag.
Der Weinbau ist Thomas Niedermayrs Spezialgebiet. Seit 2019 bewirtschaftet er seine fünf Hektar Rebfläche ausschließlich mit PIWISorten – pilzwiderstandsfähigen Reben, die den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln stark reduzieren. Solaris, Bronner und Souvignier gris prägen die Weißweinvielfalt. Die Jahresproduktion liegt bei rund 30.000 Flaschen, ergänzt durch den Schaumwein Freistil, flaschenvergoren und lebendig. Die Weine sind konsequente puristische Weine: spontanvergoren, ungeschönt,





ungefiltert, ohne Reinzuchthefen und mit minimalem Schwefeleinsatz. Jeder Jahrgang trägt seine eigene Handschrift. „Charakterwein ist nicht für alle gefällig“, sagt Niedermayr, „aber er erzählt eine Geschichte.“ Hofrestaurant und Weinbau greifen hier ineinander.

Beides folgt derselben Philosophie: mit der Natur arbeiten, nicht gegen sie – an einem Ort der Überzeugung und des Geschmacks, der genau daraus entsteht. ■
Als traditionsreicher Meisterbetrieb in der Augenoptik heißen wir Sie seit 1981 herzlich willkommen. Optik Zublasing steht seit drei Generationen für exzellenten Service und innovative Lösungen rund um Ihre Sehkraft.
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ÖFFNUNGSZEITEN
Montag-Freitag 8.00-12.30 & 14.00-19.00 Uhr
Samstag 8.00-12.15 Uhr
Albertus-Magnus-Platz 11 39057 St. Michael Eppan T +39 0471 663 058 www.optikzublasing.com


Wer in Unterrain abschlägt, hört mehr als das leise Surren des Balls. Man hört Vogelgezwitscher, das Atmen der Natur. Der Golf & Country Club Eppan, liebevoll „The Blue Monster“ genannt, ist weit mehr als ein Golfplatz. Er ist ein Statement für Achtsamkeit und Verantwortung.
„Gelebte Nachhaltigkeit bedeutet, die Natur zu schätzen und bewusste Entscheidungen zu treffen“, sagt Alexander Gostner, Präsident des Golf & Country Club. So wird der Rasen mit biologischem Dünger gepflegt und erhält eine natürliche Mischung für einen gesunden Säure-Basen-Haushalt. Es ist ein Mehraufwand, der sich lohnt. Gäste spüren den Unterschied: keine Hautreizungen, klare Luft. Bei bei der Instandhaltung und dem Fuhrpark wird auf E-Mobilität gesetzt: Mähroboter, Fahrzeuge und Ladestationen – leise, effizient, emissionsarm.


Die Anlage entstand auf flachem Terrain mit hohem Grundwasserspiegel, eine Herausforderung, die zur Chance wurde. Zahlreiche Wasserflächen sind heute das Herz des Platzes. Sie dienen als natürliche Reservoirs, regulieren das Mikroklima und bieten Lebensraum für Fische, Libellen und seltene Vogelarten. Vogelkundler berichten, dass Arten zurückgekehrt sind, die man in Südtirol verloren glaubte. Ein Kreislauf, der zeigt: Gibt man der Natur Raum, findet sie ihren Weg zurück.
Gostners Lieblingsplatz liegt am sechsten Abschlag, Par 3 – dort, wo sich der Blick über den See öffnet, die Texelgruppe auf einer Seite aufragt und der Schlern auf der anderen leuchtet. Für ihn ist dieser Ort Inspiration einer größeren Vision: Der Club soll künftig ganz autark sein und Strom aus natürlichen Ressourcen beziehen. Langfristig möchte Gostner einen 18-Loch-Platz verwirklichen: Ein Projekt, das Sport, Nachhaltigkeit und Landschaft in neuer Dimension verbindet.
„Das wäre ein echter Game Changer – für uns, für Eppan und für den Golfsport in Südtirol“, sagt Gostner. Doch bei aller Zukunftsplanung bleibt die Seele des „Blue Monster“ unverändert: das harmonische Miteinander von Mensch und Natur.

Präsident Alexander Gostners Vision: Der Platz soll autark sein und Strom aus rein natürlichen Quellen beziehen.



Das Glück der Erde liegt bekanntlich auf dem Rücken der Pferde –und auch in Eppan lässt es sich wunderbar erleben.
Beim Überetscher Reitverein warten sanftmütige
Isländer auf Reitfreunde. Reitlehrerin Lisa bietet hier Unterricht – und für Fortgeschrittene – geführte Ausritte zwischen Kastanien, Eichen und anderen Bäumen im Montiggler Wald an.
Nach den Kinderreitcamps zu Beginn des Sommers genießen die Pferde von Mitte Juli bis Anfang September ihren Almurlaub. Doch auch in dieser Zeit müssen Pferdefans nicht auf ihr Vergnügen verzichten: Auf dem Nofnerhof bei Schulthaus in Eppan Berg stehen temperamentvolle Quarter Horses bereit, ideal für Reitstunden und Ausflüg hoch zu Ross.
Von hier aus führen herrliche Routen zu den Matschatscher Wiesen, durch die sonnigen Weingüter nach Kreuzstein oder hinauf nach Buchwald. Und wer Lust hat, kann auf dem Hof auf Anfrage sogar einen tollen Kinderpferdegeburtstag feiern.



Er träumte schon in seiner Jugend davon, beim Film zu sein. Schauspieler, Drehbuchautor, Regisseur. Und er wollte berühmt werden. Riccardo Angelini aus Eppan hat es heute geschafft. Aktuell begeistert er in der Daily Soap „Alles was zählt“ auf einem deutschen Privatsender ein Millionenpublikum.
Eigentlich haben Sie nun das erreicht, wovon Sie immer geträumt haben?
Riccardo Angelini (nachdenklich): Ja, das kann man so sagen. Auch wenn ich damals reichlich naiv war. Ich war fasziniert vom Thema Film und wollte berühmt werden. Ich dachte einfach, man geht dahin,
sagt einfach seinen Text, man hat dann so viele Versuche, wie man will vor der Kamera. Ich hatte keine Ahnung, was da alles dahintersteckt, wie eine Rolle entsteht. Die Beschäftigung mit dem Charakter, mit dem Background, die ganze Magie, das ganze Universum, was da dahintersteckt. Die Kenntnisse über Theater, Literatur, die dazugehören.
Sie kamen dann relativ schnell am Boden der Tatsachen an...
Ja, als ich bei den ersten Castings nicht genommen wurde. Da verstand ich, dass ich keine Ahnung vom Schauspielen hatte – mir schlichtweg das Handwerk und die Erfahrung fehlten. Also absolvierte ich ein mehrjähriges professionelles Kamera-Acting-Training, jobbte an Filmsets als Komparse und durch die Bekanntschaft mit Regisseuren begann ich dann zu verstehen, worauf es ankommt. Dass man sehr hart an sich und an seinen Fähigkeiten und Talenten arbeiten muss und nie aufhören darf, zu lernen. Und man braucht das gewisse Charisma, das man eben nicht lernen kann.

Daily Soaps wie „Alles, was zählt“ werden von einem Millionenpublikum verfolgt. Gleichzeitig werden sie von vielen belächelt oder unterschätzt ...
Es ist richtig anspruchsvoll. Texte müssen innerhalb kürzester Zeit sitzen und Szenen werden oft nur einmal gedreht. Wenn man einen zweiten Take möchte, wird man schon schief angeschaut. Da arbeiten Menschen, die seit 18 Jahren immer auf den Punkt abliefern.
Sie werden oft gecastet als Latin Lover, als charmanter Verführer zum Beispiel. Stört es Sie, dass Sie in dieses Stereotyp fallen?
Als ich jünger war, wollte ich den Bad Boy spielen oder den Mafioso. Mir wurde dann gesagt, das passt nicht zu mir, ich verkörpere eher den netten Jungen von nebenan. Also nutze ich diese Nische des Italieners oder Spaniers und es fiel ↘

„Ich war fasziniert vom Thema Film und wollte berühmt werden – damals hatte ich keine Ahnung, was wirklich dahintersteckt.“
Riccardo Angelini

Riccardo Angelini , geboren 1981 in Bozen, ist in Eppan aufgewachsen. Er absolvierte eine Schauspielausbildung in München. Zu seinen bisherigen Erfahrungen zählen Rollen in „Die Päpstin“ „Vincent will Meer“ oder „Der Bergdoktor“. Sein experimenteller Kurzfilm „I love you“, bei dem er für Drehbuch, Regie und Produktion verantwortlich zeichnet, wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, u.a beim Cosmopolitan Film Festival of Tokyo. Aktuell sehen ihn täglich über 5 Millionen Menschen als Matteo Borazio in der RTL-Serie „Alles was zählt“.
mir ziemlich leicht, mich darauf einzulassen, wodurch ich dann auch mehr Rollen bekam.
Neben diesen Rollen haben Sie auch eine sehr ernsthafte Seite und setzen sich beispielsweise aktiv gegen Gewalt an Frauen ein. Sie haben unter anderem den preisgekrönten Kurzfilm „I love you“ herausgebracht. Woher kommt das tiefe Interesse für diese Thematik, was für einen Mann eher ungewöhnlich ist?
Ich bin in einem reinen Frauenhaushalt groß geworden und verfüge über einen starken Gerechtigkeitssinn. Ich selbst kann mir nicht vorstellen, wie man eine Frau so behandeln kann, empfinde das als abstoßend und ungebildet und es tut mir leid, dass Frauen so etwas erleiden müssen. Deshalb war es mir als Mann wichtig, mich zu positionieren. Bei einer unserer Veranstaltungen, „Stand Up“ mit Buchpräsentation von Julia Ganterer im vergangenen Jahr in Südtirol (Aufführung des Kurzfilms mit Publikumsdiskussion, Anm. d. Red.) hat sich ein Mann zu Wort gemeldet, der selbst gewalttätig gegenüber seiner Partnerin war und sagte, für

„Für mich ist wichtig, dass Männer verstehen, dass Gewalt an Frauen ein Männerproblem ist.“
Riccardo Angelini
ihn sei das normal gewesen. Er habe erst durch jahrelange Therapie begriffen, dass das Verhalten nicht ok sei. Das war ein großer Schritt. Für mich ist wichtig, dass Männer verstehen, dass es ein Männerproblem ist und nicht ein Frauenproblem. So lange das nicht der Fall ist, dürfen wir nicht aufhören, darüber zu sprechen.


gearbeitet, auch um sich die Ausbildung zu finanzieren. Was haben Sie für Ihre Karriere daraus gelernt?
Als Maurer das Durchhaltevermögen. Wenn man draußen sein muss, egal ob es regnet oder nicht. Außerdem, mich durchzukämpfen: Als ich als Maurer begann, konnte ich nicht einmal einen Zementsack tragen, so dünn war ich. Die korrekte deutsche Hochsprache, die Bühnensprache, lernte ich mit Luis Benedikter. Als Kellner konnte ich sie mit den Gästen im Gasthaus „Vögele“ in Bozen üben. Insgesamt habe ich in meinem Leben gelernt, dass es wichtig ist, zu vertrauen, loszulassen – und im Regen zu tanzen statt zu warten bis die Sonne scheint.
Sie leben aktuell in Köln und Wien, waren vorher viele Jahre in München. Können Sie sich vorstellen, nach Südtirol zurückzukehren?
Ich denke nicht so weit. Solange das Engagement bei „Alles was zählt“ läuft, bin ich in Köln. Meine Frau, die auch Schauspielerin ist, und ich
dem hin- und herpendeln, sodass jeder seinen Verpflichtungen nachgehen kann und wir uns trotzdem so viel wie möglich sehen.
Apropos Frau: Sie haben 2025 in Eppan geheiratet, im Lanserhaus und waren damit in allen Gazetten, auch in der Bild. War es Ihnen da doch wichtig, in der Heimat zu sein?
Ja, meine Oma ist aus Leifers und über 90 und ich wollte sie unbedingt dabei haben. Deshalb haben
Rahmen standesamtlich zu feiern und eine zweite Hochzeit wird noch folgen.
Sie kommen einige Male im Jahr nach Südtirol zurück. Was bedeutet Heimat für Sie, wo gefällt es Ihnen in Eppan am besten?
Ich liebe die Burg Hocheppan, dorthin zu wandern und oben gibt es richtig gutes Essen. Im Sommer liebe ich es, im kleinen Montiggler See zu schwimmen. ■

EVENT-TIPP
Sonntag, 18. Oktober 2026
Wenn das Wandern zu einem Genuss für alle Sinne wird, liegt Musik in der Luft. In den herbstlichen Weinbergen flaniert es sich am schönsten mit Blick auf das prächtige Farbenspiel der Natur – begleitet von dem Versprechen, dass auf den geschichtsträchtigen Ansitzen und Schlössern Eppans die besten Speisen zu wundervollen Klängen serviert werden.


Penegal Aussichtspunkt

Aufstieg Furglau
Gantkofel
Aussichtspunkt mit Bergner Kreuz
Radweg
Frühlingstal
Großer Montiggler See Kleiner Montiggler See
Matschatsch Aussichtspunkt
Hirschplätze Sportzone Rungg
Wilder-Mann-Bühel
Museum Schloss Moos-Schulthaus
Gleifkirche
Schießstand
Eppaner Höhenweg
Burg Boymont
Aufstieg Kematscharte
Kellerwelten
Schloss Freudenstein
Schloss Korb
Burg Hocheppan
Eppaner Grafenweg & 3-Burgen-Wanderung
Aussichtspunkt
Weinlehrpfad
Messner Mountain Museum Schloss Sigmundskron mit Kapelle
Dom auf dem Lande

Zugbahnhof
Sigmundskron
Bahnlinie nach Meran und Bozen

Ehrentraut Riegler, 82, Girlan


Heute ist Eppan eine florierende Gemeinde, die sich neben ihrer schönen Landschaft, den herrlichen Ansitzen und Schlössern auch in Teilen den bäuerlichen Ursprung von einst bewahrt hat. Eine Ausstellung gab jüngst Einblicke in das vielschichtige Leben und Treiben von einst in den verschiedenen Fraktionen. Vieles lebt in Fotos und Erzählungen weiter – aus einer Zeit, in der der Alltag noch ganz anders war. Das Eppan Magazin hat nicht nur in den Bildern der Ausstellung „Wie die Zeit vergeht“ im Lanserhaus gestöbert, sondern auch mit Zeitzeugen gesprochen, in deren Erzählungen das Eppan von einst wieder fühlbar wird. Eine spannende Reise zwischen einst und heute.
Sie kennt Eppan wie kaum jemand: Jahrzehntelang Kindergärtnerin und Gemeindereferentin – und heute Betreuerin des Girlaner Fotoarchivs des Heimatpflegevereins Eppan mit rund 10.000 historischen Bildern. Viele davon zeigen ein Eppan, das sie selbst erlebt und mitgestaltet hat.
Ein besonderes Anliegen war ihr die Bewahrung des historischen Kulturgutes in Girlan. So gründete sie 2008 gemeinsam mit einem guten Dutzend Girlaner Bürgerinnen und Bürgern die „Weinwelt“ mit dem Ziel, das einmalige Erbe der unterirdischen Keller des Weindorfes Girlan zu schützen, zu dokumentieren und an die nächsten Generationen weiterzugeben.
Aufgewachsen in Gries, fuhr sie jahrelang mit dem Rad nach Fran-
gart, wo die Kinder oft schon auf sie warteten. „Damals kamen sie noch allein in den Kindergarten, waren viel selbstständiger als heute“, erinnert sie sich. Gemeinsam mit einer Köchin betreute sie über 30 Kinder –mit einfachen Naturmaterialien und großer Kreativität.
Später setzte sie sich als Gemeindereferentin für Umwelt, Verkehr und Frauenrechte ein – nicht immer zur
Freude der Männer. Landesrat Otto Saurer nannte sie „Mutter Courage“, sie wurde mit der Verdienstmedaille des Landes Tirol ausgezeichnet und als erste Frau mit dem Ehrenring der Gemeinde Eppan geehrt.
Unter ihrer Führung verschwanden die Wertstoffcontainer aus dem Ortsbild und der Recyclinghof wurde modernisiert. Auch die Einführung des Citybusses geht auf sie zurück –

Maßnahmen, die erst im Nachhinein breite Anerkennung fanden. Legendär ist ihr persönlicher Einsatz gegen Hundekot im Dorf: Mit kleinen Fähnchen, auf denen „Rücksichtslose Hundebesitzer“ stand, markierte sie die Haufen selbst – ein humorvoller, aber deutlicher Appell für mehr Rücksicht. Respekt – für Mensch und Umwelt – zählt für sie bis heute zu den wichtigsten Werten.

Wenn Günther Roner von den frühen 1970ern erzählt, leuchten seine Augen. „Wir trafen uns beim Brunnen neben dem Gasthaus Schenk, dort war immer jemand. Wer den Großeltern in der Landwirtschaft geholfen hatte, bekam 50 Lire und ging ein Eis essen.“ Mit rund 20 Cousins und vielen Jugendfreunden, alle in der Nachbarschaft, war immer etwas los.
„Es waren unbeschwerte Zeiten, die Eltern wussten oft bis abends nicht, wo wir waren. Wir bauten Hütten im Wald, kletterten auf die Ruine Sigmundskron, spielten am Etschdamm oder auf der Dorfstraße Fußball“, erzählt er. Im Winter wurde die Straße zur Rodelbahn, denn es gab viel Schnee und kaum Autos. Im „Alten Tal“ konnten sie eislaufen.
„Nur die Mädchen mussten meist daheim helfen – eine patriarchale Einstellung“, sagt der heutige Präsident des Kulturausschusses Frangart.
Abends strolchten die Buben über Nachbargrundstücke und stahlen
Kirschen. „Wer erwischt wurde, bekam eine Ohrfeige oder einen Tritt“, erzählt er lachend. Oft borgte man sich heimlich das Werkzeug des Vaters, um im Wald zu bauen –manches kam nie zurück. Im Sommer ging man angeln oder unter abenteuerlichen Bedingungen im Etschgraben Boot fahren. Später radelten sie nach Montiggl, dann fuhren sie mit dem „Vespele“ oder Ciao zum See. Schwimmen haben sie sich selbst beigebracht. Dummheiten wie Leute anspritzen oder Leihboote kentern gehörten dazu. Auch nächtliche Streiche im Dorf und in der Jugendherberge sorgten für Ärger.


Dann organisierten Roner und seine Freunde Partys im Saal der Grundschule. „Wir hatten lange Haare und spielten Musik aus England, Dire Straits, Rolling Stones, Beatles und andere.“ Einige gründeten eine Rockband. Der strenge Ortspfarrer und Schulleiter zeigte überraschend Verständnis. Die ersten
Mädchen kamen meist aus Nachbarorten – Langhaarige waren im Dorf verpönt. Besonders erinnert sich Roner an den ersten Fernseher, den eine Tante aus Augsburg eingeschmuggelt hatte – „unter einer Decke versteckt vor den Zöllnern“. Auch Plattenspieler und Schallplatten kamen so nach Frangart. „Danach ging alles schnell – gesellschaftlich wie technisch.“
Ab Mitte der Siebziger fanden viele zum Fußballverein, zur Feuerwehr oder zur neuen Jugendkapelle.
Mit Beruf, Militärdienst und ersten festen Beziehungen begann ab 1976 der „Ernst des Lebens“. Viele der Aktivitäten führten die jüngeren Jahrgänge weiter.


dem Dorfplatz traf sich schon früher die Jugend
Wally Kössler, 69, St. Pauls
„Früher lebte man noch mehr in Gemeinschaft“, erinnert sich Wally Kössler an die Zeit ihrer Kindheit im Herzen von St. Pauls. In der Nachbarschaft ging man Beileid wünschen, wenn jemand starb oder „Weißet“, wenn ein Baby zur Welt kam. Als Spross der Familie Kössler im Ansitz Schreckenstein erlebte sie noch den Alltag in einer bürgerlichen Großfamilie und den sozialen und wirtschaftlichen Wandel der Zeit. „Bis Mitte der 60er Jahre der Tourismus Einzug hielt, gab es in jeder Dorfgasse Ställe mit Vieh. Heute gibt es auf dem ganzen Gemeindegebiet nur noch eine Handvoll Betriebe in den höheren Lagen der Gemeinde“, erzählt sie. Aus den Ställen und Stadeln wurden Fremdenzimmer.
Gut erinnern kann sie sich auch noch daran, dass die Nachbarschaft zu ihnen nach Hause zum Baden kam, weil kaum jemand ein Bade-

zimmer mit einer Wanne hatte.
„Meine Großeltern waren noch jeden Samstag ins Hotel Greif nach Bozen gefahren zum Baden“, weiß sie aus Erzählungen in der Familie.
Im Dorf gab es wenige Telefone, wir Kinder mussten oft die Nach-

barn verständigen, wenn für diese ein Anruf einging. Wally Kössler hat die händische Lese, den Transport mit den Ochsenfuhrwerken und die Verarbeitung der „Weimer“, bis sie in die Kellerei kamen, selbst miterlebt,

Ansitzes Schreckenstein.
kennt all die Gerätschaften, die heute eigentümlich anmuten. Nostalgische Gefühle wecken bei ihr die Bilder von den riesigen Kalterer Apfelbäumen, die – anders als heute – 3 bis 5 Meter im Durchmesser groß waren.
Mittags fuhr sie mit Geschwistern und dem Vater in den Lido nach Montiggl, wo es nur wenige Umkleidekabinen gab. Aus Platzgründen war eine gemeinsame Kabine für jedes der Eppaner Dörfer vorgesehen, wo jeder seine Kleider an Nägeln aufhängte. Während der Vater am Steg seinen Mittagsschlaf hielt, konnten die Kinder schwim-


Auf zwei Stockwerken wurden im vergangenen Herbst im Lanserhaus 195 Bilder gezeigt, die das Leben in all seinen Facetten zeigen: einmal das Dorfbild der einzelnen Fraktionen selbst, und im oberen Stock Szenen aus dem Leben, der Arbeit und dem Handwerk der Menschen. In mühevoller Kleinarbeit haben Erwin Flor, Präsident des Fotoclubs Eppan, und Wally Kössler ein Kaleidoskop erstellt, das tiefe Einblicke in etwa 100 Jahren Entwicklung des Lebens in der Gemeinde gibt. Zwei Jahre dauerte die Auswahl der Bilder aus den Fotoarchiven von St. Pauls und Girlan. Die Bilder von heute wurden vom Fotoclub realisiert.

men, ohne Aufsicht. Und hin und wieder gab es sogar eine Aranciata zu zweit.

Sie erzählt auch von Frauen, die mit der Überetscher Bahn zur Arbeit nach Bozen fuhren. In groben Schuhen ging’s zur Bahn hinunter, dort wurden sie dann gegen Stöckelschuhe getauscht, um fein für die Stadt zu sein.
Wally Kössler arbeitete als Lehrerin und war dann Gemeindereferentin und ist eine der Initiatorinnen des Fotoarchivs. Es ist ihr ein großes Anliegen, dass das Andenken an frühere Zeiten in Eppan erhalten bleibt. ■
Der Bildband zur Ausstellung Wer tiefer eintauchen will in das Eppan von früher und heute, für den gibt es einen besonderen Schatz.
Das Buch „Wie die Zeit vergeht“ enthält 190 Fotos, die vom Leben der Menschen von den 1920er Jahren bis heute erzählen. Die Publikation wurde vom Heimatpflegeverein Eppan unterstützt und ist im Büro des Tourismusvereins/ im guten Buchhandel erhältlich (15 Euro).


winery. tasting. guided tours.
























Oh, du burgenreiche Gemeinde!
Der Kreidenturm unterhalb von Hocheppan: 34 m
Bergfried der Burg Hocheppan: 23 m
Eppan ist die Gemeinde in Südtirol mit den meisten Burgen, Schlössern und Ansitzen. Hier sind einige interessante Zahlen und Fakten.
Ruine Boymont
mit den meisten Zimmern
Schloss Freudenstein: 16 Zimmer
Schloss Korb Burg Hocheppan
In einer Wanderung erreichbar, Entfernungen:
< 5 km
Älteste Anlagen 3–5 vorgeschichtliche Anlagen mit Mauerresten.
Zu den ältesten hochmittelalterlichen Anlagen des 12. Jh.
zählen Altenburg bei Warth, die stattliche Burg Hocheppan und die Burgstelle Gruonsberg bei Girlan
zwischen
300 m und 680 m
über dem Meeresspiegel
ca. 20
Burgen und Wohntürme ( in Südtirol: ca. 250 )
ca. 40
gefreite Ansitze ( in Südtirol: ca. 450 )
ca. 400
historische Gebäude ( in Südtirol: ca. 2.000 )
Die Top 5 in Eppan
• Burg Hocheppan
• Schloss Warth
• Schloss Korb unterhalb der Ruine Boymont
• Schloss Freudenstein
• Schloss Englar
Hinweis: Top 5 = basiert auf Bekanntheit und Interesse, keine objektive Rangliste.

Zwischen Farben, Pinseln und Papierstapeln duftet es nach Inspiration. Wer den kleinen Laden Rapunzel in Eppan betritt, merkt sofort: Hier geht es ums Schaffen und Entdecken.
Seit fast drei Jahrzehnten führt Evi Plattner ihr Fachgeschäft mit jener Leidenschaft, die man nicht lernen kann. Sie kennt jedes Regal, jede Farbnuance, jedes Papier.
„Ich muss wissen, wie sich etwas anfühlt, bevor ich es empfehlen kann“, sagt sie. Tiefes Fachwissen ist ihr Markenzeichen – doch ihre echte Stärke ist die Menschlichkeit. Plattner verkauft nicht nur Materialien, sie begleitet Menschen auf ihrem Weg zur Kreativität: Anfänger wie Profis, Reisende wie Einheimische. „Manchmal braucht es nur eine Idee, manchmal ein gutes Gespräch“, sagt sie mit einem Lächeln. In einer Zeit, in der OnlineShops vieles ersetzen, ist Rapunzel ein Gegenentwurf: ein Ort der Be-
gegnung und Beratung. Viele kommen seit Jahren, einige reisen sogar extra an – weil sie wissen, dass sie hier die besten Künstler- und Bastelmaterialien finden und dabei persönliche Beratung erhalten.


Evi Plattner weiß für jede kreative Idee den richtigen Rat.


Das 60-jährige Multitalent bleibt nicht im Laden am Eck stehen: Eine ihrer Leidenschaften sind UrbanSketching-Kurse und Workshops, die sie in Zusammenarbeit mit internationalen Dozenten im eigenen Atelier veranstaltet. Dabei lernen Teilnehmende, ihre Umgebung lebendig werden zu lassen: Linienführung, Farbsetzung, spontane Motive. Wer teilnehmen möchte, braucht keine Vorkenntnisse. Mit professionellen Partnern und lokalen Reiseagenturen findet 2026 die erste Malreise statt, die nach Japan führt. Weitere Destinationen sind in Planung: Rom, Australien, Tansania – und natürlich auch Südtirol. „Wir zeichnen dort, wo wir sind, die Umgebung wird Teil der Kunst“, erklärt sie.

Rapunzel ist mehr als ein Laden: Es ist ein Lebenswerk. Ein Ort, an dem sich die Gemeinde trifft, wo In spiration wächst und Ideen Gestalt annehmen. Wer hier einmal war, geht nicht nur mit einem Pinsel hinaus, sondern mit einem Funken



Junger Klang mit großer Reife
Ein heller Raum, ein Flügel, ein junger Musiker, der achtsam die Hände senkt. Paul Herbst aus Eppan ist erst 16, doch sein Ton trägt Ruhe und Klarheit. Jeder Einsatz wirkt überlegt, jeder Klang hat eine Richtung.
Die ersten Versuche am Klavier machte er bereits im Kindergartenalter, der entscheidende Impuls kam einige Jahre später – 2016 –bei einem Konzert der Teilnehmer der Junior Academy Eppan. Dort spielte die 13-jährige Eva Gevorgyan (mittlerweile Starpianistin) Paul Guldas „Play Piano Play“. Dieses Stück packte ihn so sehr, dass er beschloss, sich dem Tasteninstrument zu widmen. „Ich wollte irgendwann genau dieses Stück spielen –Jahre später konnte ich es“, erinnert sich Paul. Mit zwölf nahm er an seinem ersten Wettbewerb teil und gewann seitdem mehrere internationale Preise, darunter auch den Musikförderpreis „Goldene Note“. „Wenn ich spiele, sehe ich Klangfarben – ich male mit Tönen“, erklärt Paul. Er zieht romantische Werke der barocken Strenge vor, liebt Linien, die atmen, und Bögen, die erzählen. Vor Auftritten gilt ein klares Ritual: Handy aus, Bewegung, ein gesunder Snack – dann Fokus. In Wettkampfphasen übt er vier bis fünf Stunden täglich, an intensiven Tagen auch sechs. Reife ist hier entscheidend: weniger die Perfektion, sondern die Wahrheit im Klang.
Auf der Bühne will er mitreißen, musikalische Höhepunkte spürbar machen und Stille zulassen. Komponisten und große Interpreten studiert Paul nicht, um zu kopieren, sondern um zu verstehen. Motivation schöpft er dabei aus der Natur: Radfahren, Wandern, aber auch das Kochen begeistert ihn. „In schwierigen Phasen stelle ich mir den Moment vor, in dem ich auf der Bühne stehe und die Begeisterung des Publikums vor Augen habe.“ Seine langfristige Vision ist es, als Solist die Welt zu bereisen oder vielleicht eines Tages als Dirigent auf der Bühne zu stehen. Paul Herbst zeigt, wie Disziplin und Vorstellungskraft zu Musik werden, die bewegt. Wer hinhört, nimmt mehr wahr als Technik: Man hört einen jungen Künstler, der seine Sprache gefunden hat – und sie auf seine eigene Weise weitergibt.

„Wenn ich spiele, sehe ich Klangfarben – ich male mit Tönen“. Paul Herbst


TIPP: WEINKLÄNGE AN DER SÜDTIROLER WEINSTRASSE am 22. & 30. OKTOBER
Bereits zum vierten Mal findet in diesem Jahr die Konzertreihe WeinKlänge statt. In 15 Dörfern entlang der Südtiroler Weinstraße und der Weinstadt Bozen erklingen vom 16. Oktober bis 7. November 2026 feinste musikalische Genüsse. Am 22. und 30. Oktober ist Eppan Schauplatz dieses Genusses, der Musik und Wein verbindet. Infos zu den Konzerten gibt es beim Tourismusverein Eppan.



Während Schlösser und Burgen längst zu beliebten Wahrzeichen geworden sind, erzählen diese Bunker eine andere Geschichte: Sie entstanden in den 1930erJahren unter Mussolini zur Verteidigung gegen Hitler – und viele von ihnen, etwa 45, sind noch heute mehr oder weniger gut erhalten, ruhig und geheimnisvoll. Heimo Prünster hat sich diesen verges -
senen Bauwerken verschrieben. Schon als Jugendlichen faszinierte ihn, wie man in den finsteren Ecken Schutz suchen kann, um unentdeckt zu bleiben. Später dokumentierte der Architekt sie im Rahmen seiner Diplomarbeit –und ist bis heute überzeugt: Diese Bauten verdienen es, erfasst, bewahrt und zugänglich gemacht zu werden.

Wenn man vom Bozner Talkessel Richtung Eppan fährt, stößt man zwischen den malerischen Weinreben auf teils überwucherte Bauwerke. Auf den ersten Blick unscheinbar – doch wer genauer hinsieht, erkennt stumme Zeugen einer bewegten Zeit, die bis heute Spuren in Südtirol hinterlassen hat.
„Burgen sind nicht weniger martialische Bauwerke“, erklärt Prünster, „nur ist ihre Geschichte heute weniger präsent als die der schwierigen Zeit der Unterdrückung durch den Faschismus und die Option.“ Viele Bunker stehen heute leer –Kulturerbe, das brachliegt. In der Schweiz beispielsweise ist man stolz auf ähnliche Anlagen, die unter Schutz stehen. Prünster sieht darin enormes Potenzial, Geschichte zu erzählen und erfahrbar zu machen. Ursprünglich sollten die Bunker Teil eines 1000 Anlagen umfassenden Verteidigungswalls sein – doch das Projekt wurde nie fertiggestellt. Heute befinden sich viele in Privatbesitz und werden als Weinkeller genutzt, einige kann man besichtigen, wie etwa den Praeclarus-Sektkeller.
PRICKELNDER BUNKERAUSFLUG
Ein besonders faszinierendes Erlebnis bietet St. Pauls: Hier kann man einen Bunker von innen erkunden. Im Sektbunker lagern die kostbaren Praeclarus-Schaumweine, die Besucher bestaunen können.
Wer Lust hat, kann einen Weinspaziergang durch die idyllischen Weinberge machen und anschließend den Sekt verkosten – inklusive Einblick in die aufwändige Herstellung.
Termine sind von Montag bis Freitag auf Anfrage bei der Kellerei Sankt Pauls erhältlich.
T. 0471 180 77 00


Prünster: „Diese Bauten verdienen es, erfasst, bewahrt und zugänglich gemacht zu werden.“

Seit Generationen gestaltet das Planstudio Pederiva Hotel(T)räume, in denen Menschen ankommen, entspannen und sich wohlfühlen.
Was mit der Leidenschaft von Ludwig Pederiva begann, führen heute Thomas, Ulrike und Alexander Pederiva mit Passion weiter.
Jedes Projekt entsteht mit Feingefühl, Qualität und individueller Betreuung. So wird Architektur zum Erlebnis, in dem Stil und Funktion harmonisch verschmelzen.
Der Fokus liegt in unserer schönen Region, wo Alpin und Mediterran aufeinandertreffen und besondere Urlaubswelten schaffen.
Im Mittelpunkt steht immer der Mensch: Wir planen Hotels, die Geborgenheit schenken, Atmosphäre schaffen und Südtiroler Gastfreundschaft erlebbar machen.
Tradition trifft auf Moderne, Natur auf Design und daraus entstehen Orte mit Seele.
Planstudio Pederiva: Architektur für Menschen, die das Besondere spüren.
Planstudio Pederiva – Architektur & Design Weinstraße 48, Girlan | T. 0471 63 36 60 www.planstudiopederiva.it



Im Kloster Mariengarten, bei den Zisterzienserinnen, gibt es ein digitales Tor für Leidende: Per E-Mail können Menschen den Schwestern ihre Sorgen anvertrauen – und sie beten für sie.
Das Kloster Mariengarten, markant am Dorfeingang von St. Pauls gelegen, ist weit mehr als ein stiller Rückzugsort mit Klostermauern, Norbertus-Kapelle und traditionsreicher Schule.
Hinter den alten Mauern leben die Zisterzienserinnen nicht nur ihr kontemplatives Leben – sie öffnen sich auch modernen Wegen, um anderen beizustehen: Online nehmen sie die Sorgen der Menschen entgegen, anonym und unkompliziert per E-Mail.
Schwester Irmengard Senoner erklärt den Ablauf: „Äbtissin Schwester Benedikta nimmt die Gebetswünsche entgegen und bei der Rekreation teilt sie uns mit, welche Bitten an uns herangetragen wurden. Jede Schwester betet dann individuell in diesem Anliegen.“
Zusätzlich wird auch in der Sonntagsmesse erwähnt, dass sich Menschen an sie gewandt haben. Dann beten alle Anwesenden in diesem Sinn.
Die Anliegen reichen von der Beilegung von Familienstreitigkeiten über Beziehungsthemen bis zu Segenswünschen für Kinder. „Nach der Geburt melden sich manche Eltern, um zu bitten, dass ihr Kind ein gutes Leben haben möge – aus Dankbarkeit, nicht aus Sorge“, erzählt Schwester Irmengard. Manche Menschen schreiben über Jahre hinweg – etwa eine Frau, die lange für ihren schwer kranken Mann um das Gebet bat und schließlich schrieb, dass seine letzte Stunde gekommen sei, mit der Bitte um ein sanftes Geleit. „Es geht nicht immer darum, dass sich alles so entwickelt, wie wir es uns wünschen“, sagt Schwester Irmengard – „sondern darum, mit dem, was ist, mit Gottes Hilfe besser zurechtzukommen.“

Die Anliegen bleiben anonym, doch manchmal erfahren die Schwestern etwas über die Herkunft: „Eine Frau schreibt uns regelmäßig aus der Türkei, viele Bitten kommen aus dem deutschen Sprachraum und nicht wenige aus Italien.“ Die Reichweite des Gebetsdienstes geht damit weit über Südtirol hinaus.
Klein und unscheinbar von außen, überraschend vielfältig im Inneren: Das "Vis à Vis" im Weindorf St. Pauls ist ein echter Geheimtipp für Genießer. Hier finden Gäste eine sorgfältig ausgewählte Vielfalt an Qualitätsweinen, regionale Spezialitäten wie Speck, Wurst und Käse sowie mediterrane Köstlichkeiten von der Feinkosttheke. Besonders geschätzt wird die persönliche Beratung und die Möglichkeit, viele Produkte direkt vor Ort zu verkosten. So wird der Einkauf zu einem genussvollen Erlebnis –und zum perfekten Ort, um ein Stück Südtirol mit nach Hause zu nehmen. Im "Vis à Vis" sind alle herzlich willkommen und werden mit einem freundlichen „Grüß Gott“ empfangen.
Stefanie und Martin Schwarzer
VIS À VIS ENOTHEK WEIN- & GENUSSHAUS Paulser Platz 16 (St. Pauls) www.visavis-enothek.com | T +39 0471 665 927
Öffnungszeiten: Mo - Fr 8.30-13 Uhr / 15-19 Uhr SA 8.30-13 Uhr

KONTAKT
Wer sich den Zisterzienserinnen anvertrauen und um ihr Gebet bitten möchte, kann dies jederzeit tun – unkompliziert per Mail an: info@mariengarten.it

Gut zu wissen
Jeden Donnerstag um 16 Uhr findet eine sehr spannende WEIN & KULINARIK Verkostung mit Martin statt. Kostenpunkt 32 € p.P. Ein Erlebnis, das allemal lohnenswert ist.
Nur auf Anmeldung unter T +39
Die schönste Zeit im Jahr verwandelt auch Eppan in ein glitzerndes Winterwunderland. Überall ist die besondere Magie der Weihnachtszeit fühlbar und verzaubert die ganze Familie.




Eisbaden liegt im Trend: Immer mehr Menschen entdecken die belebende Wirkung des kalten Wassers. Auch am Montiggler See wagen sich immer mehr Mutige ins Wasser. Unsere Autorin hat selbst erlebt, wie aus einem kurzen Schock ein Zustand tiefster Ruhe werden kann.
Es ist die Stille, wie man sie nur am frühen Morgen kennt. Die Luft, das Licht, die Natur – in allem liegt ein leises Versprechen für den neuen Tag.
Der See liegt glatt wie ein Spiegel vor uns. Die umliegenden Kiefern und Buchen sind vom Nebel umhüllt. Es ist, als hätte die Natur eine Bühne bereitet für das, was gleich folgt. Mit Respekt und klopfendem Herzen nähere ich mich dem schilfumstandenen Steg. Noch scheint es unwirklich: 5 Grad Außentemperatur, geschätzt 8 Grad Wassertemperatur.

Wer tut sich das freiwillig an? Ich versuche mich zu erinnern, warum ich hier bin. Ich hatte Menschen gesehen, die aus einem gefrorenen Weiher stiegen – strahlend, lebendig. Das wollte ich fühlen. Ich las, dass Eisbaden glücklich machen kann, durch den Hormoncocktail, den der Körper ausschüttet. Die Abenteuerlust war geweckt. Und so stehe ich nun am Ufer des Montigglersees, sieben Uhr morgens, ein später Novembertag. Ich atme die kalte Luft ein, die beim Ausatmen kleine Wölkchen bildet.


Eine feierliche Stille liegt über dem Wasser, nur ab und zu durchbrochen von einem Witz der Anwesenden – Galgenhumor. Auch die Erfahrenen hier haben Respekt.
Jeder sammelt sich. Ich hatte am Vorabend meditiert und bringe mich nun mit ruhiger Atmung, wie im Yoga, in meine Mitte.
Im Prinzip ist es gegen jeden Instinkt, bei Kälte in noch kälteres Wasser zu steigen. Kleidung ablegen. Atmen. Ich beobachte die anderen, wie sie fast lautlos ins Wasser gleiten. Jeder bei sich.
Dann bin ich dran.
Als meine Zehen das Wasser berühren, ist meine ganze Aufmerksamkeit bei der Haut. Ich taste mich langsam heran, warte, bis der erste Schock vergeht. Das Wasser greift nach meinen Beinen, eiskalt, schmerzhaft. Ich bewege mich. Langsam. Jeder Zentimeter ist eine
Überwindung.
Am schlimmsten ist der Moment, wenn das Wasser den Rumpf erreicht. Mir stockt der Atem. Ein Schock, eine Millisekunde Panik. „Ausatmen“, sagt Bernd, der Arzt neben mir, leise.
Ich tue es – lang, bewusst. Die Kontrolle kehrt zurück. Nach etwa 30 Sekunden bin ich ruhig. Und dann geschieht es: Plötzlich ist da nichts mehr – keine schnelle Atmung, keine Angst. Nur Stille. Innen und außen. Ich lasse mich vom Wasser tragen, sehe die Nebelfetzen über dem Wald, fühle mich eins mit allem. Statt Kälte spüre ich Wärme, als würde mich eine unsichtbare Hülle umgeben.
Ich bin im Flow. Körper, Geist, Seele und Natur verschmelzen. Minutenlang verweile ich in diesem Zustand. Ein paar Haubentaucher ziehen vorbei. Zeitlosigkeit.
Als ich langsam hinaussteige, emp-
Unsere Chefredakteurin Christiane Weinhold machte den Selbsttest und stieg ins Eiswasser.
finde ich die Luft nicht als kalt. Ich stehe auf der Matte, dampfend im Morgenlicht. Mein Körper leuchtet rot, das Blut strömt zurück. Das Bedürfnis, mich einzuhüllen, kommt nur aus dem Kopf. Ich trockne mich, beginne mit den Aufwärmübungen.
Auf der Stelle laufen, Hampelmann, halber Liegestütz – die Muskeln wollen nicht so recht. Andere um mich herum lachen, ihre Finger klamm.
Nach einer Viertelstunde kehrt die Kraft zurück. Ich spüre, wie das kalte Blut sich mit dem warmen mischt – wie Strömungen im eigenen Körper.
Dann ist da dieses leise, klare Gefühl: Ich bin wach. Nicht nur im Körper.


Dr. Bernd Zagler ist Internist in Bozen. Er praktiziert das Eisbaden seit mehreren Jahren und gibt auch Seminare nach der Wim-HofMethode.
Warum wir Eisbaden sollten:
Herr Dr. Zagler, welche positiven Wirkungen kann Eisbaden haben?
Dr. Bernd Zagler: Es fördert die eigene Widerstandskraft und wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus. Die Stressachse wird kurzfristig aktiviert, d. h. es werden dabei Hormone ausgeschüttet, der Kreislauf wird trainiert, und der Vorteil ist, dass es anschließend zur Entspannung kommt. Chronischer Stress ist einer der Hauptgründe für Krankheiten. Durch die Kälte kann dieser unterbrochen werden. Eisbaden kann bei gewissen Erkrankungen helfen. Zudem dient es der Regeneration nach dem Sport.
Für wen ist das Eisbad geeignet, bzw. für wen nicht?
Tipps vom Profi: richtig Eisbaden
Schwangere und Menschen mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten darauf verzichten. Auch bei Erschöpfung und Burn-out ist es nicht ideal, da es im Moment Energie entziehen kann. Zudem ist es bei seltenen Rheumaformen nicht empfehlenswert. Ältere Menschen und Kinder kühlen schneller aus – hier ist Vorsicht geboten!
Worauf ist zu achten?
Grundsätzlich gilt: im Zweifelsfall den behandelnden Arzt konsultieren. Wichtig ist außerdem eine gute Vorbereitung, beispielsweise mit Wechselduschen oder kalten Duschen. Man sollte niemals allein Eisbaden – die Sicherheit hat absolute Priorität! Für die Wirkung ist ein

Bad von ein bis zwei Minuten völlig ausreichend. Während des Bads ist die richtige Atmung entscheidend. Oft unterschätzt wird die Phase danach: sich ordentlich aufwärmen, beispielsweise mit Liegestützen, gehört unbedingt dazu. Regelmäßigkeit ist wichtig für den Effekt.
Warum haben Sie selbst mit dem Eisbaden begonnen und sind mit Ihrer privaten Gruppe am Montiggler See?
Ich litt unter ständig wiederkehrenden Infekten und verschiedenen stressbedingten Problemen. Seit ich eisbade, bin ich kaum noch krank. Der Montiggler See ist nicht nur günstig gelegen, sondern bietet auch eine schöne Umgebung und die Verbindung mit der Natur – was das innere Wohlbefinden fördert.
Eppan Magazin_65

Wenn Pepi Wolkan Premstaller in ihrer kleinen Werkstatt in den Hügeln von Eppan Berg Platz nimmt, wird es still. Keine Musik, keine Ablenkung – nur sie und das Material, das unter ihren Händen zu Flechtobjekten wird. Stundenlang sitzt sie da, biegt, flicht, formt.
„Beim Korbflechten vergesse ich die Zeit“, sagt sie lächelnd. „Es ist meditativ; man arbeitet mit den Händen und mit dem Herzen.“ Viele Jahre arbeitete sie als Kindergartenköchin, bevor sie vor 17 Jahren das Korbflechten entdeckte. Aus einem neugierigen Versuch wurde Schritt für Schritt eine Leidenschaft. Heute entstehen Körbe, Schalen und Dekorationen für jede Jahreszeit – jedes Stück ein Unikat, robust und voller Feingefühl.
Die Tradition des Weidekorbflechtens ist ein altes Handwerk. Früher flochten Bauern ihre Behälter selbst, um Ernte und Waren zu transportieren. Auch im Weinbau wurden Weiden zum Binden der Reben genutzt, lange bevor es Kunststoff gab. An der Technik des Weidekorbflechtens hat sich kaum etwas geändert: Zuerst entsteht eine stabile Basis, dann werden die Ruten aufgestakt, das Kimmengeflecht gelegt und am Ende alles mit einem festen Abschluss gesichert.
„Kraft braucht man – und man ist froh, wenn der Korb fertig ist“, sagt sie und lacht, während sie die Ruten biegt. Gemeinsam mit ihrem Mann sammelt sie das Material in Wäldern und Weingütern rund um Eppan. Der beste Zeitpunkt sind Herbst und Winter, wenn die Blätter gefallen sind. Frische Weide hält zwei bis drei Monate bei kühler, feuchter Lagerung und ist ideal für dekorative Objekte. Alternativ kann man sie drei bis vier Monate lufttrocknen und vor dem Flechten etwa zehn Tage einweichen. Dann ist sie biegsam genug für stabile, haltbare Körbe. „Viele Baumarten eignen sich, aber die Weide ist am stabilsten.“

Die Werkstatt als Ort der Ruhe und Kreativität. Hier entstehen Stücke für Märkte, Geschenke und Dekorationen, die ein Zuhause wärmer machen. Und wenn der letzte Ast sitzt, betrachtet Pepi Premstaller ihr Werk und sagt: „Dann weiß ich, dass jede Stunde es wert war.“

„Kraft braucht man – und man ist froh, wenn der Korb fertig ist.“ Pepi Wolkan Premstaller

Wer neben selbstgeflochtenen Körben auch an anderen Werken aus kunstfertigen Händen interessiert ist, ist hier richtig: Im Widumshof von St. Pauls findet sich allerlei liebevoll Hergestelltes, das sich wunderbar als Geschenk für die Liebsten oder für sich selbst eignet.


Nur wenige kennen ein altes Kartenspiel, das seit Generationen gespielt wird: das Perlaggen. Besonders rund um Bozen und auch in Eppan wird es bei Stammtischen gepflegt. Das Spiel hat sogar dazu beigetragen, ein altes Gasthaus vor dem Aus zu bewahren.

Im Gasthaus Schenk in Frangart treffen sich wöchentlich rund 20 Spielerinnen und Spieler. Ziel ist es, als Erstes 18 Punkte zu erreichen. Doch entscheidend sind nicht nur gute Karten: Kleine Gesten, ein kaum merkliches Verziehen der Mundwinkel oder ein kurzes Zwinkern können ganze Partien drehen. „Watten oder Blindwatten sind im Vergleich dazu einfache Spiele“, sagt Günther Roner, Vizeprä -
sident des Förderkreises Südtirol Perlaggen. „Die komplexen Regeln und das Spiel mit Zeichen machen den Reiz aus.“
Das Kartenspiel hat sogar ein Traditionsgasthaus gerettet: Der Schenk sollte vor etwa 20 Jahren verkauft und in Wohnungen umgewandelt werden. Für die Frangarter wäre damit ihr Treffpunkt verloren gegangen. Durch den Einsatz des Kulturausschusses und der Gemeinde blieb das Gasthaus bestehen – heute gibt es dort jeden Donnerstag einen PerlaggerStammtisch. Ein Kurs macht das Spiel auch für Neulinge zugänglich, und beim Preisperlaggen zu Josefi winken schöne Preise.
Perlaggen entstand im 19. Jahrhundert, vermutlich aus mehreren Kartenspielen wie dem Giltspiel, und verbreitete sich von Südtirol nach Nordtirol. Es galt lange als Tiroler Nationalspiel und ist seit 2016 UNESCO-Weltkulturerbe. Der Name soll vom Wort „Perlagg“ – „Teufel“ – stammen, denn einige dieser Karten können zu jeder beliebigen Karte erklärt werden. Gespielt wird zwei gegen zwei; Punkte entstehen durch Stiche oder Figuren wie „Gleich“ oder „Hanger“. Grundlage sind 33 Salzburger Spielkarten.

Perlaggen ist damit weit mehr als ein Kartenspiel: Es lebt von Finesse, Bluff und Gemeinschaft –eine Tradition, die bis heute begeistert.




In unserem Sortiment findet man Grappa, Fruchtund Beerenbrände, aber auch Besonderheiten wie Blutorange, Rum oder Gin.
Letzterer wurde bei den World Gin Awards 2022 in London als „Best Italian Classic Gin“ und bei Falstaff Spirits 2023 als „Bester Gin der Verkostung“ mit 95 Punkten ausgezeichnet.
Unsere jüngste Neuheit, der St. Urban Single Malt, besticht durch dezente Rauchnoten, milde Malzsüße und wunderbare Fruchtnoten, welche er durch die Lagerung in GewürztraminerPassito Fässern erhält.

Neues wagen, ohne Stammkunden zu verprellen, am Erbe festhalten und doch mit der Zeit gehen: In vielen Eppaner Betrieben stehen mit dem Generationswechsel junge und motivierte Chefs am Start. Ein Einblick.

Name Alter Betrieb Anstellung
Mitarbeiter Anna und Thomas Nicolussi-Leck 27, 24
Hotel, Restaurant & Weingut Stroblhof seit: 2017 (Rezeption und Service), seit: 2020 (Weingut) 30
Bereicherung durch die Eltern
Die berüchtigten Fußstapfen
Anna: Wir sind keine klassischen Hotelkinder, die im Betrieb aufgewachsen sind. Dafür sind wir dankbar. Wir hatten die Freiheit, selbst zu entscheiden. Erst konnte ich in den Betrieb reinschnuppern und habe dann die Hotelfachschule besucht; heute betreue ich die Rezeption und übernehme stetig mehr Bereiche.
Thomas: Wir haben großes Glück, einen solchen Betrieb zu haben und haben auch sehr schnell Verantwortung übernehmen dürfen. Meine Matura fiel ins erste Coronajahr, da habe ich die Studienpläne verworfen. Stattdessen habe ich 2020 die erste Ernte mitgemacht und mein Vater hat mich in die Kellerwelt eingeführt; seit 2024 arbeite ich dort autonom.
Erste Erinnerung
Anna: Meine Geburtstagsfeiern im Hotel waren immer toll. Die Kinder sind gerne gekommen, auch weil wir ein Schwimmbad hatten (lacht).
Thomas: Ich erinnere mich heute noch gerne an die zwei Hausmeister und das Zimmermädchen, sie waren über eine lange Zeit bei uns angestellt.
Veränderung durch die Jungen
Anna: Durch mich hat die Digitalisierung im Betrieb Fahrt aufgenommen, neue Programme wurden eingeführt, wie der Korrespondenzmanager oder der digitale Tischplan, der zuvor noch mit Hand gemacht wurde.
Thomas: 2023/24 haben wir den Keller auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Damit kann man viel präziser mit und am Wein arbeiten und die Qualität Schritt für Schritt erhöhen.
Thomas: Sie bringen die Weitsicht mit, einen solchen Betrieb zu führen. Bei Investitionen wissen sie, was man dem Betrieb zumuten kann.
Anna: Meine Mutter hat DEN grünen Daumen. Ich wüsste nicht, wer die Deko so gekonnt und das Gesamtbild so stimmig hinbekommt wie sie.
Erfolgsrezept für den Generationenbetrieb
Mutter Hotel, Vater Landwirtschaft. Und uns wird in unseren Bereichen großes Vertrauen entgegengebracht. Wir haben eine klare Zuteilung und jeder hat sein Steckenpferd, wo sich der andere nicht einmischt.
Betriebsgeheimnis
Thomas: Wir punkten mit dem Konzept aus Hotel und Weingut, der Historie – allesamt eingebettet in die Natur.
Anna: Von den Gästen und aus den Bewertungen entnehmen wir, dass die Menschen den Stroblhof zu dem machen, was er ist.
Name Alter Betrieb
Anstellung
Mitarbeiter Johannes Pichler 37 Weingut Bergmannhof, Unterrain seit: 2015 Kellermeister; 2024 Betriebsübernahme Frau Tanya, Vater Josef, Mutter Agata, Bruder Benjamin
Erste Erinnerung
Der Gärgeruch begleitet mich seit Kindertagen, da sich unsere Zimmer oberhalb des Kellers befanden. Dass die Eltern immer im Weinberg und in den Apfelwiesen arbeiteten und wir als Kinder mithelfen mussten, war nicht immer toll, hat uns aber aus heutiger Sicht im Guten geprägt.
Die berüchtigten Fußstapfen Eigentlich wollte ich Koch werden, aber dass Samstag und Sonntag gearbeitet wird, hat mich abgeschreckt (lacht). So bin ich in der Landwirtschaftsschule Laimburg gelandet, wo mit der Ausbildung auch Freude und Überzeugung gewachsen sind. Im Keller hat man mir relativ bald freie Hand gelassen.

Veränderung durch die Jungen
Durch die Ausbildung und die Erfahrung auch im Ausland hat sich der Weinstil verändert. Wir arbeiten biologisch, sind weg von den Schwefelmengen, hin zur Spontangärung, produzieren Weißwein mit Maischegärung. Wir bearbeiten heute 6 Hektar und stellen eine Jahresproduktion von 45.000 Flaschen.
Wichtige Erkenntnis durch die Alten
Mein Vater ist ein sehr genauer Mensch. Früher hat mich seine Einstellung, die penible Sauberkeit im Keller, genervt. Heute weiß ich, wie wichtig und wertvoll das ist - und ich bin auch ein ziemlicher Perfektionist :-)
Vorteile und Nachteile eines Generationenhauses
Wir sind eine starke Familie. Dass alle zusammenschauen, wenn es brennt, ist ein Riesenvorteil. Wir sind flexibel, wie man es von Angestellten nicht erwarten kann. Wir leben alle am Hof, da reibt man sich natürlich auch. Da wir nun Kinder haben, sind die Großeltern ein doppelter Segen.
Euer Erfolgsrezept
Der naturnahe und biologische Anbau, die Kleinstrukturiertheit des Betriebes. Dass alle das Ihre beitragen. Wir sind Weingenießer. Es braucht Leidenschaft, nicht bloß Wissen für ein Top-Ergebnis.
Die letzten News
Auf den Blauburgunder folgt in diesem Jahr ein Rosé aus der PiwiSorte Cabernet Cortis und in den Fässern reift der Neue: ein Grauburgunder.

Name Alter Betrieb Anstellung Mitarbeiter
Lisa Amplatz
37 Burg Hocheppan seit: 2021 ca. 9 inklusive Mutter Anni
Berüchtigte Fußstapfen
Da Burg Hocheppan gepachtet ist, haben wir keinen klassischen Generationenbetrieb. Ich habe eine Ausbildung im Sozialbereich, habe an den Wochenenden aber immer schon gerne dort ausgeholfen. Dennoch war es eine große Chance und ein Vertrauensbeweis, als mich meine Mutter fragte, ob ich den Betrieb mit ihr weiterführen will. Fix einzusteigen war für uns beide ein Neuanfang.
Erste Erinnerung/ Erkenntnisse
Burg Hocheppan war für mich in erster Linie ein Ausflugsziel in der Volksschule. Erst seit meine Mutter dort tätig ist, bin ich mir der Herausforderungen bewusst, die so ein Betrieb mit sich bringt - schon allein, was die Logistik betrifft.
Arbeiten mit der Familie Gott sei Dank haben wir ein gutes Verhältnis. Mama Anni ist eher die im Vordergrund, die alles überblickt. Ich bleibe lieber im Hintergrund, das passt so. Dennoch lautet die Devise, jeder muss alles und jeden ersetzen können, flexibel sein. Das Allerwichtigste aber ist unser Familienzusammenhalt.
Vorteile von Alt und die Jung Uns trennen nur 20 Jahre Altersunterschied, also nicht sehr viel. Ich bin die, die die Socials betreut. Sie ist die Erfahrene und Lösungsorientierte. Die Saison kann bei uns sehr streng sein; da ist sie gelassener, auch weil sie manche Probleme bereits kennt.
Erfolgsrezept
Wir pflegen einen guten Gästekontakt, haben viele Stammkunden, die es begrüßen, wenn alles immer so ist, wie sie es kennen. Vertraute Gesichter, traditionelle Gerichte und bekannte Gerüche vermitteln ein Gefühl von Heimkommen. Das Knödeltris und die Strauben sind der Renner.
Name Alter Betrieb
Anstellung
Mitarbeiter Rudolf Pertoll 35 Konditorei - Cafe - Eisdiele
Peter Paul, St. Pauls seit: 2005 als Konditor 8 (5 davon Familienmitglieder)
Die berüchtigten Fußstapfen Seit meiner Kindheit habe ich mit Freude in der Backstube geholfen –Kipferl gedreht und bei den Süßigkeiten mitgewirkt. Mein Vater hat mir den Weg nicht aufgezwungen, sondern vorgelebt und mich früh in den Arbeitsalltag miteinbezogen.
24/24 Stunden bei der Familie
Bei uns verschmelzen Familie und Betrieb nahtlos im gleichen Haus. Trotz der intensiven Arbeit nehmen wir uns gemeinsame Auszeiten, wie Ausflüge auf die Mendel – unser liebster Erholungsort. Meine Frau Stephanie ist eine große Hilfe: Sie managt Geschäft und Familie und kümmert sich mit vollem Einsatz um unsere fünf Kinder.

Vorteile und Nachteile eines Generationenhauses
Alles basiert auf gegenseitigem Respekt und Ehrlichkeit. Junge Ideen werden vorgetragen, besprochen und umgesetzt. Meine Eltern arbeiten mit, meine Mama liebt ihren Beruf trotz Ruhestands, aber nimmt sich jetzt öfter Auszeiten mit meinem Vater.
Veränderung durch die Jungen Wir haben das Café umgebaut – jung, frisch und mit neuem Schwung. Die altbewährte Produktpalette und unsere treue Kundschaft halten wir und ergänzen diese immer wieder mit neuen Kreationen, ergänzt durch zeitgemäße Torten für Events, wie Hochzeiten, Firmenfeiern...
Was bringen die Eltern ein Auch wenn die zwei Hände meines Vaters in der Backstube vielleicht nicht immer gebraucht werden, so ist der Rückhalt, die moralische Unterstützung immer da. Es ist ein Glück, junge Eltern zu haben.
Erfolgsrezept Ehrlichkeit zu den Kunden, tägliche Frische und offene Türen machen uns aus. Wir freuen uns über alle unsere Gäste – Kunden werden zu Freunden. Mit unserer Arbeit, einem Stück Kuchen, aber auch mal einen Ratscher, dürfen wir unseren Gästen auch an nicht so guten Tagen den Alltag versüßen.

SELBERGMOCHT MARKT
Zentrum St. Michael
SA, 28. März
SAISONERÖFFNUNG
BURG HOCHEPPAN
Burg Hocheppan
SA, 28. März
EPPANER OSTERFESTL
Rathausplatz, St. Michael
SA, 4. April
EPPAN HUMOR
Eppan
DO, 30. April - FR, 5. Juni
MAIBAUMFEST DER
PFADFINDER EPPAN
St. Michael
FR, 1. Mai
EPPAN HUMOR: KIDS DAY
St. Michael
SA, 9. Mai
EPPANER MUTTERTAGSKONZERT
Montiggl Dorf
SA, 9. Mai
EPPANER BURGENFEST
Burg Hocheppan
SA, 16. Mai
MUSIKNÄCHTE
Eppan
Mai - September
EPPAN PRODUKTIV
Eishalle und Raiffeisenhalle Eppan
FR, 5. – SO, 7. Juni
GSCHLEIER WEINKOST
Girlan
SA, 27. Juni
ERÖFFNUNG WEINKULTURWOCHEN & WEINPROMENADE
St. Pauls
FR, 17. Juli
GASTLICHE TAFEL
St. Pauls
DI, 21. Juli
PATROZINIUM ZUR
HL. MARIA MAGDALENA
Burg Hocheppan
MI, 22. Juli
KNÖDELABEND
St. Pauls
SA, 25. Juli
PAULS ROSÉ
St. Pauls
FR, 31. Juli
LANGER MITTWOCH
St. Michael Mittwochs im Juli und August
WEINSOMMER IN GIRLAN
Girlan
FR, 21. August
PAULSNER DORFFEST
St. Pauls
FR, 4. – SO, 6. September
DIE LETZTE TRAUBENFUHRE
Girlan
SA, 10. Oktober
TAGE DER ROMANIK
Burg Hocheppan
SA, 10. & SO, 11. Oktober
CASTELMUSIKA
Eppan Berg
SO, 18. Oktober
WEINKLÄNGE
Schloss Freudenstein
DO, 22. Oktober
SELBERGMOCHT MARKT
St. Michael
SA, 24. Oktober
WEINKLÄNGE
Vineum Keller, Girlan
FR, 30. Oktober
MARTINIMARKT
Girlan
MI, 11. November

CHRISTKINDLMARKT
St. Michael
FR, 27. November –
DO, 24. Dezember
WEIHNACHTEN IN ST. PAULS
St. Pauls
SA, 28. November –
MI 06. Januar 2027
KIDSXMAS
St. Michael
SA, 05. – DI, 08. Dezember
HANDWERK AM DOM
Widumshof, St. Pauls
SA, 12. & SO, 13. Dezember
LEBENDE KRIPPE VON ST. PAULS
SO, 13. & 20. Dezember
WEI(H)NACHT IN GIRLAN
SA, 28. November -
MI, 6. Januar 2027
Gemeinsam mit unserer Bäuerin Ricky besorgen Sie beim wöchentlichen Bauernmarkt saisonale lokale Zutaten und zaubern anschließend traditionelle Knödel, die am Ende mit einem Glas Eppaner Wein genossen werden.
Tauchen Sie ein in die Welt der Äpfel und erfahren Sie von unseren Apfelexperten alles über Anbau, Sorten und Geschmack. Probieren Sie die köstlichen Früchte direkt vor Ort und lassen Sie sich von der Vielfalt der Eppaner Äpfel begeistern.
Erleben Sie die beeindruckende Geschichte und Architektur der Pfarrkirche von St. Pauls, dem „Dom am Lande“. Bei einer fachkundigen Führung entdecken Sie kunstvolle Details und erfahren, welche Bedeutung dieses historische Bauwerk für die Region hat.
Eppan ist ein Paradies für Radbegeisterte: 300 km Forstwege, ein Radweg quer durchs Etschtal, sanfte Hügel der Reblandschaften und anspruchsvolle Bergstraßen warten darauf, entdeckt zu werden. Ob Mountainbike oder E-Bike – auf unseren personalisierten Touren oder beim Fahrtechniktraining lernen Sie die Region von ihrer schönsten Seite kennen. Auf Anfrage begleitet Sie unser erfahrener Bikeguide Stefan und passt die Tour genau Ihrem Level an.
Ob Anfänger oder erfahrener Spieler – in Eppan können Sie Golf ganz nach Ihrem Tempo genießen. Beim Schnupperkurs im Trainingscenter Schloss Freudenstein entdecken Sie unter fachkundiger Anleitung die Grundlagen des Spiels. Wer schon Erfahrung hat, kann im Vertiefungskurs auf dem Golfplatz Unterrain beim Golf & Country Club seine Technik verbessern und die schöne Südtiroler Landschaft beim Abschlag genießen.
Die Schönheit Südtirols lässt sich am besten zu Fuß erleben. Auf Anfrage führen Sie individuellen Wanderungen mit unserem ausgebildeten Guide zu beeindruckenden Landschaften und zeigen Ihnen dabei die faszinierende Natur- und Kulturlandschaft Eppans.
Tauchen Sie ein in die geheimnisvolle Welt der Keller von Girlan. Unser Experte erzählt von der Geschichte und Bedeutung der Unterwelt, bevor Sie bei einer traditionellen Marende und regionalen Weinen die Eppaner Kultur hautnah genießen.
Bei einem geführten Streifzug durch das historische Weindorf St. Pauls lernen Sie Architektur, Geschichte und Weinkultur kennen. Türen zu verborgenen Schätzen öffnen sich, und spannende Geschichten aus dem Alltag der Region werden lebendig.
Entdecken Sie auf einer geführten Wanderung durch die malerische Reblandschaft Eppans private Schlösser und historische Ansitze. Die Tour endet entspannt bei einem Glas Eppaner Wein – ein Highlight für Weinliebhaber und Geschichtsinteressierte.
Genießen Sie eine Kutschenfahrt durch sanfte Hügel, Weinberge und Obstgärten. Unterwegs legen Sie einen Zwischenstopp bei einem lokalen Weinproduzenten ein und genießen eine kleine Verkostung, bei der Sie die Vielfalt der Eppaner Weine entdecken.
hinter die Kulissen
Besuchen Sie den familiengeführten Gutshof der Grafen Khuen. Ein historischer Ahnensaal, eine gotische Kapelle und eine stilvolle Weinverkostung im schattigen Schlossinnenhof machen diese Führung zu einem besonderen Erlebnis.
Von traditionellen Kellern bis zu modernen Weingütern: Erleben Sie die Vielfalt der Eppaner Weine bei Führungen und Verkostungen und entdecken Sie, was die Region so besonders macht.
Entdecken Sie die mittelalterliche Burg Hocheppan und ihre einzigartige Kapelle mit romanischen Fresken. Spannende Einblicke in Geschichte und Architektur warten auf Sie.



Mit dem Südtirol Guest Pass lässt sich Südtirol wunderbar per Bus, Bahn und Zug erkunden.

Präsidentin
Tourismusverein Eppan
… in Eppan wird Mobilität zum entspannten Teil des Urlaubserlebnisses. Wer hier ankommt, kann das Auto getrost stehen lassen und die Vielfalt der Region flexibel, bequem und nachhaltig entdecken. Mit dem Südtirol Guest Pass nutzen Gäste die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos und erreichen zahlreiche Ausflugsziele in Eppan, im Überetsch und in ganz Südtirol ohne Umwege.
Busse und Züge bringen Urlauber zu kulturellen Highlights, Naturerlebnissen und Genussorten – vom Stadtbummel durch Bozen über einen Badetag am Montiggler See bis hin zu Entdeckungstouren zu Burgen, Ansitzen und Weindörfern rund um Eppan. Mobil zu sein bedeutet hier nicht, Strecken zu planen, sondern Eindrücke zu sammeln. Wer seinen Urlaub gerne aktiv gestaltet, findet in Eppan ideale Bedingungen, um Wege auch auf zwei Rädern zurückzulegen. Fahrradfahren ist für viele Gäste ein fester Bestandteil ihres Aufenthalts: Laut einer Gästeumfrage gaben 28 Prozent an, dass Radfahren oder Mountainbiking ein ausschlaggebender Grund für ihren Urlaub in Eppan war. 32 Prozent nutzten die Radwege, 12 Prozent griffen auf ein Leihrad zurück.
Eppan begeistert E-Biker, Mountainbiker und Rennradfahrer gleichermaßen. Rund 300 Kilometer Forstwege, der Radweg durch das Etschtal, hügelige Reblandschaften und anspruchsvolle Bergstraßen bieten Abwechslung für jedes Niveau. Dank des milden Klimas ist Radfahren nahezu das ganze Jahr über möglich – genussvoll, nachhaltig und mitten durch die Südtiroler Weinlandschaft.
SÜDTIROL GUEST PASS
» WAS IST DER SÜDTIROL GUEST PASS?
Der Südtirol Guest Pass ist eine Vorteilskarte für Gäste, die in teilnehmenden Unterkünften übernachten. Er wird allen Gästen ab dem 6. Lebensjahr ausgehändigt und ist im Zimmerpreis inkludiert.
Der Pass ist personalisiert, nicht übertragbar und gilt für die gesamte Dauer des Aufenthalts – von 0:00 Uhr am Anreisetag bis 23:59 Uhr am Abreisetag.

Vor jeder Fahrt ist der Südtirol Guest Pass an den blauen Entwertungsgeräten in den Bussen bzw. an den Bahnhöfen zu entwerten.
» INKLUDIERTE LEISTUNGEN Öffentliche Verkehrsmittel
Der Südtirol Guest Pass berechtigt zur Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel in Südtirol:
• Stadt-, Überland- und Citybusse
• Regionalzüge innerhalb Südtirols (Brenner – Trient, Mals – Innichen)
• PostAuto Schweiz auf der Strecke Mals – Müstair
» AUFSTIEGSANLAGEN Ebenfalls inkludiert sind:
• Die Seilbahnen nach Vöran, Mölten, Ritten, Meransen und Kohlern
• Die Rittner Trambahn sowie die Standseilbahn auf die Mendel
» NICHT INKLUDIERTE LEISTUNGEN
• Sonderlinien wie der Nightliner
• Überregionale und Fernzüge (z. B. ÖBB, DB, Eurocity, Intercity, Railjet, Frecciarossa, Italo)
• Alpinlinien Seiser Alm (Linien 10, 11, 12)
• Alpinlinien in den Sommermonaten (Linien 439, 442, 444)
» TIER- UND FAHRRADMITNAHME
• Tiermitnahme: Erforderlich ist ein Einzelfahrschein oder eine Mobilcard Junior (1, 3 oder 7 Tage, ab 10 €). Kostenlos befördert werden Blindenhunde sowie Kleintiere, die im Arm gehalten werden. Maulkorbpflicht beachten.
• Fahrradmitnahme: Fahrradtageskarte zum Preis von 7 €. Die Mitnahme ist in Regionalzügen und auf gekennzeichneten Buslinien möglich, sofern ausreichend Platz vorhanden ist.


Isabel ist der Chatbot des Tourismusvereins Eppan

Ihre digitale Assistentin, mit der Sie nach dem Scannen direkt chatten können.


BERG
GAND

TOURISMUSVEREIN EPPAN
Bahnhofstraße 7
39057 St. Michael | Eppan an der Weinstraße
T +39 0471 66 22 06
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