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Klettersteig Hoachwool am Naturnser Sonnenberg

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Klettersteig NATURNSER SONNENBERG

HOACHWOOL - Klettersteig Naturnser Sonnenberg

Imposante Felsen, die einzigartige Landschaft des Naturnser Sonnenberges, atemberaubende Ausblicke, Elferpl ° ott, Stegerfrau, Verbotener Steig und das eindrucksvolle Bewässerungssystem der Alpen - die Waale: all das bietet der Klettersteig HOACHWOOL.

Der Klettersteig kreuzt den ehemaligen Naturnser Schnalswaal und gibt Einblicke, unter welcher Gefahr und mit welcher Ausdauer die damaligen Bauern den Waal errichten und warten mussten. Entsprechend der abwechslungsreichen Gelände wechseln sich steile, schwierige Abschnitte mit kurzen Gehstücken und ausgesetzten Querungen ab.

Der Steig erfordert neben geeigneter Ausrüstung Klettertechnik und Erfahrung sowie absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Wo erforderlich, ist der Weg durch Stahlseile, Steighilfen und Leitern gesichert. Der Rastplatz „Sattele“ in der Wandmitte sorgt für eine erholsame Pause. Eine beeindruckende, abwechslungsreiche und auch anspruchsvolle Halbtagestour.

Alter Schnals-Naturns Waal

„Hoachwool“

Höfl

Ausstieg TOP

Rastplatz

„Stegerfrau“

Rastplatz

„Sattele“

Seilbahn UNTERSTELL

„11-er Platte“

„Verbotener Steig“

Seilbrücke

Neuräutl

Zugang „Schinawaal“

NATURNS

KOMPATSCH

Klettergarten Juval Unterortl

Vinschger Bauernladen

Der Klettersteig führt entlang des historischen Wasserleitungssystems Schnalstal-Naturns, dem ehemals ca. 10 Km langen Waal, von den Naturnsern auch „Hoachwool“ genannt. Dieser verlief von Altratheis im Schnalstal in 850 m Höhe bis zu den Höfen am Naturnser Sonnenberg.

In der Waalbaugeschichte des Vinschgaus war diese zwischen 1830 und 1833 errichtete Anlage, quer durch die schwindelerregenden Felswände der Mündungsschlucht des Schnalsbaches, die schwierigste Unternehmung dieser Art. Aus Lärchenbrettern gezimmerte Wasserrinnen, im Dialekt „Wieren“ oder „Kahndln“genannt, mussten auf in der senkrechten Felswand verkeilten Eisenträgern verlegt werden - mit primitivsten Arbeitsgeräten. Für die Instandhaltung des Hoachwool sorgten zwei Waaler, die auch hervorragende Kletterer sein mussten.

1910 wurde der gefährliche Teil des Waales stillgelegt, heute können Besucher des Klettersteigs auf den neu verlegten Lärchenbrettern die unglaubliche Leistung der damaligen Waaler hautnah nacherleben.

Ein Fels als Sonnenuhr: Die 11-er Platteauch „Elferpl ° ott“ genannt, dient seit Jahrhunderten zur Zeitorientierung, denn ein Teil dieses Felsens wird ab 11 Uhr von der Sonne beschienen. An dieser Stelle war damals auch die Grenze der Streckenabschnitte, welche die beiden Waaler zu kontrollieren hatten: der eine beaufsichtigte den Waal von der Einkehr bis zur 11-er Platte, der andere von dort bis zum Waalauslauf. Mit einem auf der Strecke deponierten Bockhorn konnten im Falle eines Waalbruchs Notsignale gegeben werden, um die sofortige Einstellung des Wasserlaufs zu veranlassen.

Schwierig und gefährlich: Der verbotene SteigDurch felsiges und steiles Gelände führte der uralte Hofweg ins Schnalstal zum einsam gelegenen Ladurnerhof: der „verbotene Steig“. Der Name entstand wohl aus der überaus gefährlichen Lage, welche vom Partschinser Benefiziat folgendermaßen beschrieben wurde: „Der Steig ist nur für jenen begehbar, dessen Fuß nicht strauchelt, dessen Auge nicht schwindelt, dessen Knie nicht wanket ...“ Die Begehung wurde Anfang des 19. Jahrhunderts verboten.

Wartet auf Erlösung: die StegerfrauEinst hauste auf dem Stegerhof am Ausgang des Schnalstales eine Bauernfamilie mit Kind, dessen Mutter der Jähzorn packte. In ihrer Wut quälte sie wehrlose Tiere fürchterlich. Eines Tages stieg sie mit Kind im Korb auf zu den Weideplätzen der Steghof-Ziegen, um sie zu melken. Als die Tiere scheu zurückwichen, stieß sie zornig Geiß und Zicklein in die Tiefe. Plötzlich zogen Blitz und Donner auf. Als das Höllenwetter sich verzog, war an der Felswand des Taleinganges ein Felszacken empor gewachsen: die Stegerin und ihr Kind sind durch Gottes Strafe in Stein verwandelt worden. Man hörte sie bitter weinen, wenn der scharfe Nordwind aus dem Schnalstal blies. Der Sage nach werden sie erst dann Erlösung finden, wenn niemand mehr ein Lebewesen quält...

11-er Platte

Verbotener Steig

Steger Frau

Wege- und Klettersteigverlauf:

> AUFSTIEG:

Zugang: Vom Parkplatz (P) in Naturns-Kompatsch über den Gehsteig, vorbei an der Talstation Unterstell, dann dem Waalweg zum Eingang des Schnalstales folgen. Am westlichen Bachufer beginnt der Zustieg (E).

Klettersteig, Abschnitt 1:

Dem Bachufer taleinwärts folgend, vorbei am Klettergarten Juval, erreicht man über eine kurze Steilstufe die grandiose Seilbrücke (S) über den Schnalsbach.

Klettersteig, Abschnitt 2:

Von der Brücke geht es hinauf über ein gestuftes Gelände zu den geneigten Platten, die zum horizontalen Teil des Klettersteigs und alten Waal führen. Nun beginnt die exponierte, einzigartige Passage über Lärchenholzrinnen dem Abgrund entlang. Vor dem Rastplatz „Sattele“ gilt es noch eine steile Wand zu überwinden.

Klettersteig, Abschnitt 3:

Es geht links weiter zunächst abwärts auf einem alten Steig und dann aufwärts über schöne, kompakte Felsen. Das Sicherungsseil führt über Platten, Verschneidungen und Kanten bis zu einem Pfeilerkopf. Ab diesem Punkt wird der Klettersteig deutlich leichter und erreicht den Ausstieg (T) auf der Höfler Weide.

> ABSTIEG:

Entlang des Zaunes der Höfler Weide führt der Weg bis zum Kreuzungspunkt mit dem Wanderweg Nr. 10 (Naturns - Unterstell). Nach dem Tor bestehen zwei Möglichkeiten: entweder auf dem Wanderweg hinab, vorbei am „Schwalbennest“, zur Talstation, oder ein Aufstieg von 20 min. zur Bergstation (B) samt gemütlichem Gasthof. Von dort sorgt die Seilbahn für eine bequeme Abfahrt ins Tal.

(Top) bis zur Seilbahn

von Top auf Weg Nr. 10

Tour GESAMT in 4,5 Stunden, davon reine Kletterzeit 3,5 Stunden; Seillänge 1.380 m; Ausrichtung WEST. Beste Zeit von Anfang Februar bis Dezember, je nach Wetterverhältnissen.

P = Parkplatz Talstation

E = Einstieg Klettersteig

S = Seilbrücke

T = Top

B = Bergstation Seilbahn Unterstell

A/B A/B

A/B

Gehen Klettersteig Seilbrücke

A = Leicht

B = Mäßig schwierig

C = Schwierig

D = Sehr schwierig

EX = Exponiert

Seilbrücke

Alter Schnals-Naturns Waal „Hoachwool“

Ausstieg TOP

Seilbrücke

Rastplatz Höfl

Rastplatz „Sattele“

„Stegerfrau“

Naturns

„Verbotener Steig“

„11-er Platte“

SICHERHEITSHINWEISE

> Das Begehen des Klettersteiges erfolgt auf eigene Gefahr. Bei unzureichender Vorbereitung, mangelhafter Ausrüstung oder falschem Verhalten besteht Absturzgefahr!

> Sorgfältig planen! Informiere dich genau über Schwierigkeit und Länge, Zu- und Abstieg, Wetter und Verhältnisse.

> Vollständige, normgerechte Ausrüstung verwenden! Klettergurt, Klettersteigset und Helm: Nur die konsequente und richtige Anwendung der Ausrüstung ermöglicht eine sichere Begehung des Klettersteiges.

> Geeignetes Schuhwerk und Handschuhe, ausreichend Proviant und Getränke, Erstehilfe-Paket und Mobiltelefon mitnehmen!

> Bei Gewittergefahr nicht einsteigen! Blitzschlag im Klettersteig bedeutet Lebensgefahr. Regen, Nässe und Kälte erhöhen das Sturzrisiko.

> Partnercheck am Einstieg! Kontrolliert gegenseitig: Gurtverschluss, Verbindung Klettersteigset mit Klettergut, Helm.

> Ausreichend Abstände einhalten! Zwischen zwei Fixpunkten darf nur 1 Person unterwegs sein.

> Klare Absprache beim Überholen! Kommunikation und Rücksichtnahme verhindern gefährliche Situationen bei Überholmanöver.

> Achtsames Steigen verhindert Steinschlag.

> Natur und Umwelt respektieren! Müll und Lärm vermeiden.

> Im Bachbett auf möglichen Schwallbetrieb oder Hochwasser achten.

> Im Notfall Ruhe bewahren, Notruf 118 verständigen und Nummer des Seilabschnittes mitteilen.

Plakette des Seilabschnittes

Klettersteig NATURNSER SONNENBERG

KONTAKTE:

Tourismusverein Naturns, Rathausstraße 1, I-39025 Naturns (BZ) - Südtirol - Tel. +39 0473 666077 - www.naturns.it - info@naturns.it

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