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Kirmes-Aufregung in http://Brensbach.Odenwald.TV und http://BadKoenig.com

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Weiterhin Aufregung wegen Kerben in Brensbach und Bad König

Weiterhin Aufregung wegen Kerben in Brensbach und Bad König echo-online.de/lokales/odenwaldkreis/odenwaldkreis/weiterhin-aufregung-wegen-kerben-inbrensbach-und-bad-konig_25724626 18. September 2022

Sonntag, 18.09.2022 - 17:47 Die Kerbborsche in Brensbach distanzieren sich von Vorwürfen des CDULokalpolitikers Volz. Stattdessen kritisieren sie die mangelnde Kommunikation des Politikers.

Von Sabine Richter Lokalredakteurin Odenwälder Echo

Hier war noch alles in Ordnung, und die Brensbacher Kerbborsche stellten den Kerbbaum auf. Im Verlauf des Volksfests aber fühlte sich der CDUGemeindevertreter Dr. Frank Volz von der Kerbgesellschaft persönlich angegriffen, was diese ausdrücklich dementiert. In Bad König ist der Redner Marc Böhm von seinem Amt als Stadtverordneter zurückgetreten. (Foto: Kirsten Sundermann)

BRENSBACH / BAD KÖNIG - Die Kerben in Brensbach und Bad König schlagen nun auch medial höhere Wellen. Nach dem ECHO-Artikel „Wenn die Kerbredd kein Spaß mehr ist“ vom Samstag, 17. September, melden sich jetzt die Kerbborsche Bräischboch zu Wort, und der Brensbacher https://www.echo-online.de/lokales/odenwaldkreis/odenwaldkreis/weiterhin-aufregung-wegen-kerben-in-brensbach-und-bad-konig_25724626

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Gemeindevertreter Dr. Frank Volz (CDU) nimmt Stellung. Einig sind sich beide Seiten jedoch bis jetzt nicht. In Bad König ist, wie im genannten Artikel berichtet, der Redner Marc Böhm am Freitagabend von seinem Amt als CDU-Stadtverordneter zurückgetreten. Als Förderer des Sportvereins TSG sah er ein, dass die von ihm in der Rede getätigten Aussagen diskriminierend und falsch sind und deshalb „in unserer Stadt keinen Platz haben“. Während in Bad König die Kerbrede das Problem war, geht es in Brensbach um die Kerbpuppe. Sie trug zunächst die Aufschrift „Vollpfosten“. Doch wie die Brensbacher Jugendlichen und Volz übereinstimmend berichten, wurde das zweite „L“ im Wort „Vollpfosten“ im Laufe der Kerb mit einem „Z“ übermalt. Am Kerb-Dienstag sei die Puppe dann mit der Aufschrift „Volzpfosten“ verbrannt worden, sagt Volz im Gespräch mit dieser Zeitung. Der CDU-Lokalpolitiker erkennt darin eine symbolische Handlung, die einer Bedrohung seiner Person gleichkomme. Seine Sichtweise ist: „Ein Kritiker rassistischer Vorgänge wird hier niedergemacht.“

Vorfall bloß ein Missverständnis? Die Kerbborsche finden den Vorwurf, dass sie Volz persönlich bedroht haben sollen, „absurd“. Die Anschuldigung des Lokalpolitikers, dass es rassistische Äußerungen gegeben habe, bezogen sich auf einen Vorfall aus dem vergangenen Jahr: Damals, schreiben die Kerbborsche, habe es Zwischenrufe während der Kerbrede mit dem Inhalt „Zigeuner“ gegeben. Davon distanziert sich die Jugend erneut ausdrücklich und schreibt in ihrer aktuellen Stellungnahme: „Wir können hier nun nochmals betonen: Die Kerbborsche Bräischboch verurteilen jede Form von Rassismus und setzen sich aktiv für Jugendförderung, Dorfgemeinschaft und Kultur ein.“

Verknüpfte Artikel Kommentar zu Rassismus: Tödlich Was tun, wenn das Kind rechtsextreme Tendenzen zeigt? Sexismus-Debatte um Krankenkassen-Clip mit Pornodarstellerin : Insgesamt lassen die Kerbborsche aber auch durchblicken, dass Frank Volz einem Missverständnis aufgesessen sei. Sie erklären: „Wenn Herr Dr. Volz zumindest einmal die Kerbrede besucht oder gehört hätte, wäre ihm sicher aufgefallen, dass jemand ganz anderes damit gemeint war.“ Nämlich eine https://www.echo-online.de/lokales/odenwaldkreis/odenwaldkreis/weiterhin-aufregung-wegen-kerben-in-brensbach-und-bad-konig_25724626

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Person, die den Verkehrspoller vor der Postfiliale in Brensbach mehrmals umgefahren und Autos demoliert hat. Aus diesem Grund hielt die Kerbpuppe auch einen rot-weiß gestreiften Pfosten in der Hand. Die Kerbborsche hätten es außerdem begrüßt, wenn Volz „die Kommunikation zu uns gesucht hätte, bevor er damit in die Gemeindevertretersitzung oder an die Presse geht.“

Kerbborsche distanzieren sich ausdrücklich von Zwischenrufen Und dies ist Vorgeschichte der aktuellen Ereignisse: Während der Kerbrede 2021 kam es in einer Sprechpause zu dem Ausspruch „Du Zigeuner“, und die Kerbborsche betonen, dass „dies aus der Zuhörerschaft kam und niemals ein Teil der Kerbrede oder eines abgesprochenen Sprechchores der Kerbborsche Bräischboch war“. Der Zuruf „wurde direkt vom Verein aufs Schärfste verurteilt“, sagen sie. Volz entgegnet im ECHO-Gespräch, dass sich der „Verein durchaus als juristische Person“ in der Verantwortung sehen müsse. Lesen Sie hier: Winnetou im Kreuzfeuer: Darf man Bücher zurückrufen? Die Kerbborsche finden, dieses Verhalten des Lokalpolitikers lasse ganz Brensbach „in sehr schlechtem Licht erscheinen“ und sei genau das Gegenteil von „Eintreten im Sinne unserer Gemeinschaft“, das Volz selbst als Ziel proklamiere. „Erst im Nachgang wurden wir zu einem Gespräch geladen, indem wir Stellung dazu beziehen durften.“ Der Verein wirft dem CDU-Mann vor: „Die Debatte werde wohl eher missbraucht, um Druck und Stimmung gegen den politischen Gegner zu machen.“ Die Jugendlichen betonen an dieser Stelle noch einmal: „Wir als Kerbborsche Bräischboch, welche sich für ein tatsächlich gelebtes Miteinander einsetzen, verurteilen diese Art und Weise genauso scharf wie Rassismus jeder Art.“ Sie finden es außerdem sehr schade, „Brensbach in den Medien im gleichen Licht wie die schwer rassistischen Aussagen einer offiziellen Kerbrede in Bad König zu sehen. (Das) ist schon beschämend genug“. Abschließend schreiben die Kerbeborsch: „Wir bedauern das sehr, liebes Brensbach.“

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