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Sigmar Gabriels SPD ist weiter im freien Fall B.Z. 5. Mai 2016 21:00 Aktualisiert 21:08 Nur 20 Prozent der Wähler würden den Sozialdemokraten noch ihre Stimme geben. Und Parteichef Sigmar Gabriel geht es nicht gut. Der SPD und ihrem Chef Sigmar Gabriel (56) geht es schlecht: Im neuesten Deutschlandtrend kommt die Partei nur noch auf 20 Prozent – tiefster Stand, der je von der ARD für sie gemessen wurde. Auch in den persönlichen Werten geht es für Gabriel bergab: nur noch 38 Prozent. Die AfD legt auf inzwischen 15 Prozent zu. Gabriel geht es auch körperlich schlecht. Wegen einer Gürtelrose im Gesicht musste er am Sonntag eine IranReise absagen. Am Mittwoch fehlte er im Kabinett und auch bei der Trauerfeier für den früheren Bremer Bürgermeister Hans Koschnick (87, SPD), obwohl er dort sprechen sollte. Spätestens am Montag wird Gabriel jedoch in Berlin zur SPDKonferenz über soziale Gerechtigkeit zurückerwartet – der Startschuss für die Arbeit am Parteiprogramm zur Bundestagswahl 2017. Für die Genossen beginnt nach der Sommerpause der Vor Wahlkampf. Gabriels Sprecher im Wirtschaftsministerium, Tobias Dünow (43), wechselt demnächst in die Parteizentrale. Das kann als Zeichen gewertet werden, dass sich Gabriel auf seine Kanzlerkandidatur vorbereitet. Doch dann müsste er nicht nur gegen mangelnden WählerZuspruch antreten. Auch in der Parteibasis rumort es. Voriges Wochenende beschloss der SPD Unterbezirk Odenwald, seine Abwahl als Parteichef zu fordern. Als Alternative zur Kanzlerkandidatur bliebe Gabriel nur der Rücktritt vom Parteivorsitz. Intern wird dies bei der SPD bereits befürchtet. Ein Spitzengenosse zur BILD: „Es sieht so aus, als suche der Vorsitzende nach einer ExitStrategie, um seine Ämter loszuwerden.“