9.9.2019
Schmucker gibt sein Brauereifest in Mossautal auf
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Die Ober-Mossauer Brauerei Schmucker gibt ihr Engagement als Großveranstalter auf. Sie verweist dazu auf die Präsenz bei allen wichtigen Ereignissen der Region. Von Peter W. Sattler
Ausgefeiert hat es sich für das Schmucker-Brauereifest in Ober-Mossau. Das Unternehmen gibt die jährliche Großveranstaltung mit sofortiger Wirkung auf. Archivfoto: Udo Glaser/Schmucker OBER-MOSSAU - Das Schmucker-Brauereifest in Ober-Mossau gehört der Vergangenheit an. Wie Geschäftsführer Willy Schmidt nun publik machte, wird sein Unternehmen keine weitere Ausgabe des jährlichen Volksvergnügens mehr auflegen. Ein Bestandteil der zuletzt Ende Juni dieses Jahres gefeierten Großveranstaltung soll allerdings erhalten bleiben: Seine Radtour mit Bewirtung will Schmucker auch 2020 wieder ausschreiben. Mit der Absetzung des Sommerfestes zieht der zu den Regionalbrauereien der Münchener Paulaner-Gruppe zählende Betrieb die Konsequenzen aus dem Missverhältnis zwischen Aufwand und Ertrag des Großereignisses. Schmucker hatte dafür nicht nur alljährlich eine Reihe teurer Bands zu https://www.echo-online.de/lokales/odenwaldkreis/mossautal/schmucker-gibt-sein-brauereifest-in-mossautal-auf_20427416
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verpflichten, sondern auch erhebliche logistische und personelle Leistungen zu erbringen. Beides rechtfertigte nur ein werbliches Alleinstellungsmerkmal, das so nicht mehr gegeben ist. "Inzwischen werden dank unserer Präsenz fast alle großen Feste der Region, insbesondere der Wiesenmarkt, mit unserer Marke identifiziert", bestätigt Geschäftsführer Schmidt indirekt diese Wendung. Zumindest mittelbar beruht das Ende des Schmucker-Festes damit ebenso auf der Erbacher Volksfest-Politik wie seine Gründung vor inzwischen 31 Jahren.
2017 kehrte Schmucker auf Wiesenmark zurück Im Zeichen des damaligen Engagements der Radeberger-Gruppe bei der Erbacher Brauerei hatte das Stadtparlament die Modalitäten zur Beschickung des Wiesenmarkts so zu deren Gunsten verändert, dass Schmucker seine Präsenz nicht aufrechterhalten konnte. Daraufhin hoben die Ober-Mossauer ihr eigenes Fest aus der Taufe und terminierten es auf eines der beiden Wochenenden des Wiesenmarktes, zu dem es so über Jahrzehnte hinweg ein Kontrastprogramm bildete. Mit der Abkehr von diesem konkurrierenden Termin vor vier Jahren zeichnete sich dann eine Lösung des Dauerkonflikts ab, die 2017 mit der Rückkehr von Schmucker auf das größte Odenwälder Volksfest Gestalt annahm. Damit freilich hatte die Brauerei zuletzt mitten in der Hauptliefersaison nicht nur zwei Großeinsätze zu stemmen, sondern auch Terminkonflikte mit Vereins- und Gemeindefesten auszustehen. Gerade die aber passten nicht in das Credo der Brauerei, die sich als Förderer lokaler Traditionen versteht. Willy Schmidt macht aber auch keinen Hehl daraus, dass die Belastungen aus dem eigenen Fest maßgeblich zu dessen Streichung beitrugen. "Ob Organisation, Aufbau, Abrechnung, Logistik oder Lagerhaltung - überall waren die Kolleginnen und Kollegen bis an den Rand ihrer Möglichkeiten eingespannt", sagt der Geschäftsführer. Gerade in der Hochsaison aber hätten die Brauereikunden alle Kraft des Unternehmens verdient.
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