5.5.2020
Odenwälder Fachärztin betont Corona-Bewusstsein
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Montag, 04.05.2020 - 02:30 Erbacher Onkologin zeigt auf, mit welchem Einsatz Praxen der VirusVerbreitung entgegentreten.
Von Gerhard Grünewald Redaktionsleiter Odenwälder Echo ODENWALDKREIS - Die Erbacher Hämatologin und Onkologin Irmhild Mönnighoff ist mit einer Erklärung einer Verbreitung des Eindrucks entgegengetreten, dass die starke Corona-Betroffenheit der stationären Altenpflege und die hohe Todesrate im Odenwaldkreis zum Teil mit der Arbeit schlecht ausgerüsteter Fachärzte zu tun hatte. Sie bezieht sich dabei auf eine Aussage, die der Kreisverwaltungsstab auf Befragen zu den Hintergründen der Covid-19-Krise im Odenwaldkreis getroffen hat („Altenheime infizieren das Gesamtbild“, Ausgabe vom 21. April). Auf die Frage „Hat das Gesundheitsamt nach Auftreten der Fälle in den Altenheimen Ermittlungen dazu aufgenommen, wie das Virus dort eingeschleppt wurde?“ antworteten die Verantwortlichen beim Odenwaldkreis hier unter anderem: „Möglicherweise gab es eine Ansteckung über Kontaktpersonen, die zwar infiziert waren, aber keine Symptome zeigten. Das können theoretisch viele Personen gewesen sein, denn in einem Pflegeheim herrscht normalerweise reges Treiben. In Frage kommen können Angehörige und Besucher genauso wie Krankentransportdienste, zum Beispiel Taxen, Pflegepersonal oder auch Behandlungen bei Fachärzten außerhalb von Einrichtungen.“ Niemand sollte an den Pranger gestellt werden https://www.echo-online.de/lokales/odenwaldkreis/odenwaldkreis/odenwalder-facharztin-betont-corona-bewusstsein_21627565
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Wie der Pressesprecher der Kreisverwaltung, Stefan Toepfer, angesichts des Einwands der Erbacher Ärztin betont, hätten die Verantwortungsträger des Kreises weder Anlass noch die Absicht gehabt, Fachärzte an den Pranger zu stellen. Es sei vielmehr darum gegangen, mit der Benennung beliebiger BeispielMöglichkeiten aufzuzeigen, dass Bewohner von Pflegeheimen trotz Besuchsverbots Außenkontakte haben können. Dies war als Erklärung für das Vordringen des Virus in die Heime gefragt. Wie die seit Jahren erfolgreich in Erbach praktizierende promovierte Medizinerin Mönnighoff zu erkennen gibt, ist ihr die Aussage vor allem in Hinblick auf die Leistungen der Fach- und Hausärzte aufgestoßen, denen gleichermaßen ein Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise wie die Sicherstellung der medizinischen Regelversorgung abverlangt wird. „Mein Team und ich arbeiten seit zwei Monaten ständig am Limit unserer Leistungsfähigkeit, um unsere Patienten nach allen erforderlichen Schutzmaßnahmen versorgen zu können“, schreibt die Onkologin. Schutzanzüge, Brillen und FFP 3-Masken „Meine Praxis verfügt etwa für den Fall von Komplikationen bei Chemotherapien über komplette Schutzanzüge mit Brillen und FFP 3Masken für drei Mitarbeiter“, gibt Mönnighoff weiter zu Protokoll, zählt eine Reihe weiterer Vorsorgemaßnahmen auf und beschreibt, mit welchem persönlichen und finanziellen Engagement ihre Mitarbeiterinnen und sie die erforderlichen Materialien beschafft oder sogar selbst hergestellt hätten, weil der freie Markt kaum noch etwas hergegeben und die Versorgung über übergeordnete Instanzen nie funktioniert habe (dies deckt sich mit der ECHO-Berichterstattung über die Lage der Praxen in der Coronakrise: „Maskennotstand bei den Hausärzten“, Ausgabe vom 1. April).
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