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Hallenschwimmen im Odenwald soll Strom- und Gasnot trotzen
Hallenschwimmen im Odenwald soll Strom- und Gasnot trotzen echo-online.de/lokales/odenwaldkreis/odenwaldkreis/hallenschwimmen-imodenwald-soll-strom-und-gasnot-trotzen_25719930 15. September 2022
Donnerstag, 15.09.2022 - 20:00 Die Energiekrise stellt die Kommunen zwar vor Herausforderungen. Im Odenwaldkreis aber soll das nicht zu Einschränkungen bei den Hallenbädern führen.
Von Gerhard Grünewald
Am 26. September beginnt hier die Wintersaison: Das Odenwald-Hallenbad in Michelstadt nimmt nach der Sommerpause seinen Betrieb wieder auf. (Archivfoto: Michael Lang)
ODENWALDKREIS/MICHELSTADT - Steigende Energiepreise und die allgemeine Teuerung haben auch die Betriebskosten der Schwimmbäder in die Höhe getrieben. Zudem fordern Gas- und Stromverknappung ihren Tribut. Das aber sollen nicht jene Odenwälder ausbaden müssen, die sich Michelstädter Odenwaldhttps://www.echo-online.de/lokales/odenwaldkreis/odenwaldkreis/hallenschwimmen-im-odenwald-soll-strom-und-gasnot-trotzen_25719930
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Hallenschwimmen im Odenwald soll Strom- und Gasnot trotzen
Hallenbad fit und beweglich halten oder dort schwimmen lernen. Und auch die Schulschwimmbäder sollen diesen Zwecken nach der Sommerpause wieder zur Verfügung stehen. Das jeweils zur Freibadezeit ruhende Hallenbad wird zwar erst mit einer Woche Verspätung in die Saison starten. Doch ist das allein überraschendem Reparaturbedarf geschulet. Neben der Wiedereröffnung am 26. September wollen die kommunalen Träger auch unveränderte Eintrittspreise sowie Luft- und Wassertemperaturen gewährleisten.
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Badezeiten Folgende Badezeiten gelten in der kommenden Saison (ab 26. September) im Odenwald-Hallenbad an der Erbacher Straße 54 in Michelstadt: Montags von 14 bis 19 Uhr, dienstags und mittwochs von 14 bis 21 Uhr, donnerstags bis samstags zwischen 8 und 21 Uhr, sonntags von 9 bis 19 Uhr. Der Einlass erfolgt bis eine Stunde vor Schließung. Das jedenfalls versichert für den Hallenbad-Zweckverband dessen aktueller Vorsitzender, Michelstadts Bürgermeister Dr. Tobias Robischon: „Es gibt kein kaltes Wasser. Nein – wir fahren Normalbetrieb“, erklärt er. Denn das Hallenbad zeige sich nach der Komplettsanierung vor fünf Jahren energetisch modernisiert und gut gerüstet. „Die mit Holzhackschnitzeln betriebene Heizungsanlage in der nahen Theodor-Litt-Schule und ein Blockheizkraftwerk sowie die damit verbundenen langfristigen
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Verträge mit Hessen Energie erlauben dem Zweckverband einen optimistischen Blick auf die kommenden knapp acht Monate“, berichtet Robischon. Anders als bei den Privathaushalten, die mit schneller steigenden Preisen kalkulieren müssen, verspricht die langfristige Vertragssituation beim Schwimmbad mehr Planungssicherheit. Allerdings hätten Energieoptimierungen auch schon zuvor auf der Agenda des Hallenbadbetreibers gestanden und nicht erst seit Bekanntwerden der Energie-Engpässe. „Daher freue ich mich, allen Nutzern und Besuchern versichern zu können, dass es an der Kasse zu keinen unliebsamen Überraschungen kommt – wir werden die Preise gegenüber dem Vorjahr nicht erhöhen.“ Michelstadt sieht Waldschwimmbad trotz Krise im Auftrieb
Hallenbad soll energetisch optimiert werden Dass die Wiedereröffnung nach der Sommerpause sich um eine Woche verzögert hat, erklärt der Bürgermeister mit Wartungsarbeiten. Das Freibad muss zuerst ordentlich winterfest gemacht werden, bevor das Hallenbad für die neue Saison vorbereitet wird. „Weil dafür das gleiche Personal zuständig ist, gibt es Verzögerungen“, die aber mit einer etwas längeren Öffnung des Freibads so gut es geht ausgeglichen werden sollen. Denn den politisch Verantwortlichen „ist es sehr bewusst, wie wichtig es ist, Kindern die Möglichkeit offenzuhalten, schwimmen zu lernen, und das soll in Michelstadt so erhalten bleiben, wie es ist“, erklärt der Bürgermeister. Es stehe jedoch außer Frage, dass alle Beteiligten die weiteren Entwicklungen genau im Blick haben und laufend an der energetischen Optimierung des Badebetriebs arbeiten. Daher widmen sich die Hallenbad-Mitarbeiter aktuell der Wartung und Überprüfung aller relevanten Anlagen und Bereiche, damit zum
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Start der Hallenbadsaison am 26. September „alles in Ordnung“ und somit ein reibungsloser Ablauf vor und hinter dem Drehkreuz gewährleistet ist. Das Odenwald-Hallenbad bietet ein Schwimmerbecken mit sechs 25-Meter-Bahnen, einen Drei-Meter-Sprungturm, ein 1-MeterSprungbrett und ein Lehrschwimmbecken. Ein Planschbeckenbereich, eine Minirutsche, eine spritzende Möwe und ein kleiner Wasserfall zählen zur Ausstattung für die jüngsten Besucher. Ebenfalls positiv – jedenfalls für den Moment – sieht die Lage für die vier Schul-Schwimmbäder im Odenwaldkreis aus, die den Bildungseinrichtungen in Höchst, Rai-Breitenbach, Reichelsheim und Beerfelden angeschlossen sind. „In den Sommerferien waren sie zwar zu, aber das ist immer so in den Ferien. Jetzt, zum Schulbeginn, machen sie wieder auf“, sagt Schuldezernent Oliver Grobeis. Er erinnert allerdings daran, dass aufgrund der steigenden Energiekosten die dafür im Haushaltsplan des Odenwaldkreises vorgesehenen Ausgaben deutlich höher ausfallen als ursprünglich vorgesehen, und auch das Parlament bereits darüber informiert wurde. Konkret entstünden jeweils rund eine Million Euro Mehrkosten bei der Energieversorgung von Schulen/Verwaltungsgebäuden einerseits und beim Öffentlichen Personennahverkehr andererseits. „Da gab es vergangenen Montag im Kreistag Nachberatungen“ (wir berichteten). Nun müsse das Regierungspräsidium den Etat genehmigen, erklärt Grobeis. Damit bleiben die Schulschwimmbäder weiterhin offen, es sei denn, der Kreistag trifft noch einen anderen Beschluss, oder aber es gibt neue Auflagen vonseiten des Regierungspräsidiums, sagt der Schuldezernent.
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